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UKW058 Corona Weekly: Irgendjemand muss ja das Geld verdienen

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Die Infektionszahlen in Deutschland sinken, aber sie sinken langsam und nur geringe Verschlechterungen könnten die angestrebten Ziele ohne weiteres signifikant in die Länge ziehen. Diese und andere Schlüsse ziehen wir aus den vom RKI veröffentlichten Zahlen und wir schauen natürlich auch wieder auf die Entwicklung der Impfkampagne, was es Neues über die aktuellen und kommenden Impfstoffe zu sagen gibt, welcher Sinn hinter Antikörper-Medikamenten steht, wie es mit der Sequenzierung von Viren genau aussieht und was der Unterschied zwischen ZeroCovid und NoCovid sein soll.

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Veröffentlicht am: 1. Februar 2021
Dauer: 1:44:50


Kapitel

  1. Intro 00:00:00.000
  2. Begrüßung 00:00:33.501
  3. Situation in Deutschland 00:01:54.306
  4. Situation in den Bundesländern 00:10:32.078
  5. Tests und Positivenquote 00:14:04.475
  6. Situation in Berlin 00:17:51.345
  7. Internationale Situation 00:22:50.166
  8. FFP2-Masken 00:26:06.923
  9. NoCovid 00:29:37.606
  10. Antikörper-Medikament in Deutschland 00:31:56.589
  11. Sequenzierung durch die Labore 00:37:40.311
  12. Impfungen in Deutschland 00:47:38.406
  13. Impfungen in Israel 00:50:17.305
  14. AstraZeneca-Impfstoff in EU zugelassen 01:01:35.428
  15. EU und CureVac 01:15:47.352
  16. Merck 01:18:27.965
  17. Ende der Pandemie 01:22:09.472

Transkript

Tim Pritlove
0:00:33
Pavel Mayer
0:02:04

Jahr habe ich und ja, es sieht verhalten positiv aus, weil. Zahlen fallen. So, sowohl bei der Zahl der Neuinfektionen als auch bei der Zahl der Toten, also bei den Neuinfektionen sind wir ungefähr, bei zwölftausendvierhundert am Tag immer noch, 'ne ganze Menge und bei den Toten leider ähm immer noch auch bei siebenhundertdreißig pro Tag, aber, zum ersten Mal seit Wochen. Jahr rückläufig so und zwar jetzt seit über einer Woche rückläufig und, ist auf jeden Fall erfreulich und ja der sieben Tage RW liegt bei, null Komma acht neun sagen null Komma neun und. Null Komma neun ist halt so einen Wert, wo man schon irgendwo hinkommt, also nämlich nach unten, äh wenn man das schafft, das zu halten. Aber äh man ist mit null Komma neun jetzt von der eins äh und darüber halt nicht wirklich weit entfernt. Und. Wenn man jetzt guckt, wenn's jetzt so bleiben würde bei null Komma neun, dann. Werden wir irgendwo in ja vier, fünf Wochen ähm. Würden wir die berühmte fünfzig pro Hunderttausender Grenze bei den äh Institzen, bei den Neuinfektionen erreichen. Und dann nochmal fünf Wochen später würden wir die sichere zwanziger Zone erreichen, wenn wir halt im Schnitt bei null Komma neun, bleiben würden. Wenn sich jetzt aber. Der Wert nur um null Komma null fünf, also auf null Komma neun fünf erhöhen würde, dann brauchen wir Monat länger. Um die fünfzig zu erreichen und fast nochmal zwei Monate mehr um die. Sicheren zwanzig zu erreichen. Das heißt, die Situation ist halt sehr, sehr instabil und eigentlich müssten wir eher äh weiter runter, um bisschen mehr Sicherheitsabstand zu kriegen und. Wir haben halt auch genau null Potential. Für irgendwelche Öffnungen so, weil selbst nur das Gerede über Öffnungen so äh, wenn das den Eindruck erweckt, ja, die Zahlen sind jetzt schon wieder gefallen, es ist weniger gefährlich. Allein das kann, Verhaltensänderung hervorrufen, weil die Leute glauben, dass es jetzt nicht mehr so gefährlich ist und ruckzuck äh äh sind wir wieder äh, null Komma null fünf höher plus natürlich die Verbreitung der ganzen neuen Varianten kann uns also auch da leicht, jetzt nach oben treiben. Insofern instabile Situation und um. Überhaupt öffnen zu können. So braucht man halt zwei Dinge, entweder eine super niedrige Inzidenz. So in Größenordnung von, ich würde sagen, ein, zwei pro hunderttausend, auf jeden Fall deutlich unter zehn. Dann spielt der RWT nämlich auch nicht mehr so die große Rolle, weil dann hat man somit vereinzelnen. Ausbrüchen zu tun, die man dann hoffentlich in den Griff kriegt, aber. Ansonsten zum Beispiel um die Schulen aufzumachen, müssten wir auf einen Ehrwert von null Komma sieben oder besser kommen, damit nach der Öffnung wir äh überhaupt die Zahlen untereinzahlt werden, weil so wie es sich im Moment, gestaltet würde jede Art von Lokorum, uns sofort über die eins wieder äh drauftreiben und die Zahlen würden sofort wieder einsteigen. Ja, Das ist die die Situation und ähm. Wenn man sich aber jetzt den gesamten Verlauf der R-Kurve seit Beginn der Panemie anguckt, also ich rede jetzt von äh sieben Tage erwerten, dann haben wir die null Komma sieben nie erreicht, ja. Also das Beste war, ich meine null Komma sieben fünf und das auch nur tageweise und selbst unter null Komma acht, sind wir maximal einmal so jeweils zehn Tage lang gewesen oder so, aber nie jetzt vier oder sechs Wochen, ja. Da kommt man mal froh sein, wenn wir überhaupt, unter eins geblieben sind? Und das ist an die Global Situation. Was jetzt äh also global deutschlandwei.

Tim Pritlove
0:07:48
Pavel Mayer
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Tim Pritlove
0:09:28
Pavel Mayer
0:09:30
Tim Pritlove
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Pavel Mayer
0:10:03
Tim Pritlove
0:10:25
Pavel Mayer
0:10:28
Tim Pritlove
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Pavel Mayer
0:13:00

Ja

Tim Pritlove
0:13:03
Pavel Mayer
0:13:09
Tim Pritlove
0:13:42
Pavel Mayer
0:13:43
Tim Pritlove
0:15:37
Pavel Mayer
0:15:44
Tim Pritlove
0:16:58
Pavel Mayer
0:17:51

Blick nach Berlin nochmal, da gucke ich ja immer äh auch noch auf etwas andere Aspekte. Also erstmal. Kurz gesagt ist die Situation sehr ähnlich wie im Bund in Berlin, auch Rückgänge bei der Zahl der Toten und bei der Zahl der Neuinfektionen interessant ist da, aber auch noch, Blick auf die sieben Tage Institen in äh in verschiedenen Altersgruppen, den wir da immer machen und da, ist überall einen Rückgang und erfreulicherweise jetzt in Berlin, in der Altersgruppe achtzig plus, einen sehr starker Rückgang. Es ist immer noch die Altersgruppe mit der höchsten Institut Tests wobei. Was mir bei der ganzen Institanzbetrachtung äh auch. Immer wieder auffällt ist, dass wir leider keine Zahlen haben über. Äh die Altersverteilung bei den Tests. Die werden halt eigentlich extrem wichtig zu wissen, wie viel Leute denn in welcher Altersgruppe jetzt getestet wurden, überhaupt, weil äh, ich mir nämlich ziemlich sicher bin, dass äh einfach bei besonders bei Kindern die ja. Symptomatisch sind zu einem sehr großen Teil gar keine auch einfach weniger Tests gemacht werden und dann natürlich auch nur eine geringere Institanz dabei rauskommen kann. Aber um wie viel. Wissen wir nicht. Ja auch wieder so ein so ein Ding. Und was aber auch sehr erfreulich ist, dass wir. Die Institutionen bei Kindern im ja Schulpflichtigen Alter so zwischen fünf und fünfzehn Jahren die sind extrem niedrig. Also die sind äh massiv zurückgegangen, haben sich teilweise mehr, als halbiert. Ähm so und auf einem zweieinhalb Till zurückgegangen oder sogar auf nur einen einen Viertel, bei den fünfzehn bis Neunzehnjährigen und das hat sehr wahrscheinlich mit den Schulschließungen äh zu tun. Weil wir gerade in Berlin auch bei fünfzehn bis neunzehnjährigen hatten wir. Rekordinstitzen von über dreihundertsechzig und wir sind jetzt auf, dreiundachtzig runter und bei den fünf bis zehnjährigen ja. Ist es von hundertvierzig auf vierundvierzig runtergegangen und.

Tim Pritlove
0:20:54
Pavel Mayer
0:21:17

Und ja auch noch so ein weiterer Blick die Belegung der Intensivstation oder generell Krankenhausbetten. Auch da haben wir in Berlin erfreulicherweise einen Rückgang, wobei wir einen recht deutlichen Rückgang bei äh den. Nicht Intensivpatienten, also bei den Normalperipher-Stationären Patienten. Haben wir so jetzt vom vom Gipfel ungefähr zwanzig Prozent Rückgang, aber bei den Intensivstationen, geht es nur eher sehr langsam zurück. Also da haben wir vielleicht einen zehnprozentigen Rückgang und bei den Beatmungen auch, So also schwere Fälle äh nach wie vor noch. Auf einem hohen Niveau, sie Intensivstation kann man sagen. Haben noch ganz schön zu kämpfen, Ja, also in Berlin sind's immer noch alleine so über ja vierhundert Leute, die auf Intensivstationen liegen, wenn man sich das jetzt so vorstellt, also vierhundert Leute, auf einem Haufen alleine ist schon, das ist schon so eine komplette Schule und dann stellt man sich jetzt vierhundert, äh so ein Saal mit vierhundert Betten äh vor äh wie alle auf der Intensivstation äh sind, alle umgeben von Intensivpflegern, äh das ist schon krass, finde ich. Vielleicht noch dann zum Schluss den Blick ins Ausland. Mein da fallen die Neuinfektionen. Fast überall auch Spanien ähm, war bis vor zwei Tagen noch ziemlich auf dem Weg nach oben äh zeichnet sich möglicherweise jetzt aber auch eine eine Umkehr ab, und äh insbesondere aber UK und Irland, die ja diesen hohen Anteil an B hundertsiebzehn Mutationen haben. Ja schaffen es auch gerade dagegen anzukämpfen und in UK äh es aber schon klar, dass die Schulen dort mindestens bis zum achten dritten geschlossen bleiben. Das ist wohl die. Dortige Beschlusslage.

Tim Pritlove
0:23:47
Pavel Mayer
0:24:14
Tim Pritlove
0:24:18
Pavel Mayer
0:24:29
Tim Pritlove
0:25:34
Pavel Mayer
0:26:21
Tim Pritlove
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Pavel Mayer
0:26:23
Tim Pritlove
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Pavel Mayer
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Tim Pritlove
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Pavel Mayer
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Tim Pritlove
0:27:52
Pavel Mayer
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Tim Pritlove
0:28:02
Pavel Mayer
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Tim Pritlove
0:29:37
Pavel Mayer
0:30:26
Tim Pritlove
0:31:11
Pavel Mayer
0:31:14
Tim Pritlove
0:31:27
Pavel Mayer
0:31:30
Tim Pritlove
0:31:40

Darum muss ich ja auch jemand kümmern. Gut, mehr können wir dann wohl erstmal nicht zu sagen. Dann ähm äußern wir uns doch lieber äh über andere Sachen. Ähm. Es gibt ein ein neues Medikament. Was eingekauft wurde, darüber ist äh auch so einiges drüber berichtet worden, dass es ein Antikörpermedikament. Das hat also das Gesundheitsministerium beschlossen, dass das irgendwie in ja eine Größenordnung von zweihunderttausend Dosen, gekauft wird und dann eben bei Krankenhäusern vorliegt. Das erscheint mir eine ganz sinnvolle Maßnahme zu sein. Also das sind diese sogenannten monoklonalen. Antikörper. Das bedeutet, dass man also hier so medizinisch produzierte, oder pharmakologisch produzierte Antikörper hat also quasi das, was die Immunantwort unter anderem mitproduziert, ne? Das, was eben das Virus explizit angreift und quasi dieses Bike-Protein verklebt, damit es eben nicht mehr aktiv werden kann. Das ist ja das, was wir in den Blutbahnen haben wollen, unter anderem. Also abgesehen von so T-Zellen und so weiter. Ähm aber was eben auch schon mal helfen kann und, Es gibt halt jetzt dieses Medikament, dem man Leuten, also das ist jetzt keine Pille oder so, sondern das ist das wird gespritzt, das muss man an Intravenös äh geben und es macht halt Sinn. In dem Moment, wo man quasi entweder befürchtet, dass Leute sich demnächst infizieren oder eben eine Infektion in einem sehr, sehr frühen Stadium haben. Jetzt wissen wir ja alle so Tests äh ja kommen in der Regel immer zu spät und äh wer weiß schon vorher, ob er überhaupt infiziert wird. Das ist hier eigentlich eher so diese typische Altenheimpflegeheimsituation, Man hat einen Ausbruch. In einem geschlossenen Bereich, wo eben viele volle Patienten, beziehungsweise betreute Personen äh sich aufhalten, ne? Also. Typischer Fall, ein Pflegerin oder Pfleger oder eben Besucherinnen, Besucher, Infektion ein, dann wird ein ja ein Mitarbeiter krank oder eben, dem Fall dann vor allem halt ältere Leute, die dort gepflegt werden, wenn äh jemand in zirzig und wird dann krank, so dass halt da die Alarmglocken läuten und sagen so oha alles klar das Virus ist auf jeden Fall im Haus, Die Wahrscheinlichkeit, dass ich das jetzt eben über die Mitarbeiter auch auf andere äh pflegende gepflegte übertragen hat, ist relativ hoch, ja? Man kann quasi die Uhr danach stellen, bis es eben rumgeht und dann eben alle krank werden, dann mit den entsprechenden Gefährdungen für schwere Verläufe und Tod. Und das wäre eben sozusagen der Moment, wo man sagt, okay, bring ihnen eine Antikörpermittel, dass halt dann die äh Leute breitflächig. Quasi so so eine Art äh Quickimpung, ne? Die Antikörper werden direkt in die Blutbahn gebracht, Und wenn halt das Virus dann äh auftaucht, dann hat der Körper schon mal was, womit er das bekämpfen kann, Die verbleiben dann nicht ewig. Der Körper hat nicht gelernt, diese Antikörper selber zu produzieren. Das ist hal, nicht vergleichbar mit einer tatsächlichen Immunantwort, die ja quasi das komplette System in Betrieb bringt und unter anderem diese Antikörper produziert. Hier werden die Antikörper einfach so als Endergebnis, beigemenkt, aber solange sie sich eben noch vergleichsweise frisch im Körper dann eben befinden durch die Gabe äh können sie dann sich eben auch auf die Viren stürzen und damit halt unter Umständen eine Infektion oder zumindest einen schweren Verlauf, verhindern. Das erscheint mir eine ganz äh sinnvolle Sache zu sein und dafür ist halt mal Geld in die Hand genommen worden und ja mal gucken, ob das dann auch äh entsprechende Erfolge feiern kann, aber damit kann man halt unter Umständen verhindern, dass Leute sterben und das ist ja Sinn der ganzen Geschichte.

Pavel Mayer
0:36:05
Tim Pritlove
0:36:17
Pavel Mayer
0:36:32
Tim Pritlove
0:36:35
Pavel Mayer
0:37:01
Tim Pritlove
0:37:04
Pavel Mayer
0:37:16
Tim Pritlove
0:37:21
Pavel Mayer
0:37:27
Tim Pritlove
0:37:28

Das an, aber ist mit mit entsprechenden Notfallzulassung kann man das halt trotzdem machen. Nutzenrisikoeinschätzung et cetera, dann geht sowas. Gut. Dann ähm. Haben wir Feedback bekommen? Und zwar von Laura. Laura hat sich geäußert zu unserer Diskussion. Für rund um diese ganze Sequenzierung und hat das mal klargestellt. Da eigentlich gerade tatsächlich abgeht und dass es dann doch noch ein bisschen anders ist als wir das dargestellt haben. Sie schreibt. Hallo, ich freue mich jedes Wochenende über eine neue Folge Corona Wickly, wirklich schön, wie ihr die aktuelle Corona Lage siziert, danke dafür Da ihr auch immer Feedback so schön vorbildlich in die Sendung einarbeitet, würde ich euch gerne auf eine Falschaussage hinweisen, die man euch nicht vorwerfen kann, aber unbedingt richtig stellen sollte. Der Hintergrund ist gleich auf mehreren Ebenen interessant dass die Labore jetzt verpflichtet seien, fünf Prozent ihrer Proben zu sequenzieren ist ein Mythos. Da hat Spahn auf einer Pressekonferenz Misterzählt, wurde von den Hauptstadtjournalisten so zitiert und seither geistert die Aussage durch die Medien und wird ständig wiederholt. Man fragt sich, warum das Bundesministerium für Gesundheit das nicht längst klargestellt hat. Vielleicht weil es den Politiker stark aussehen lässt, wenn er etwas anordnet. Na ja, darüber kann man nur spekulieren. Und man kann auch die Journalisten kritisieren, die sich nicht die Mühe gemacht haben, einfach mal in die Verordnung reinzugucken Tatsache ist jedenfalls, dass die neue Verordnung allenfalls finanzielle Anreize für die Labore vorsieht, mehr zu sequenzieren und ihre Daten dann der Wissenschaftscommunity zur Verfügung stellen Diese Meldung im Ärzteplatz, den Link findet ihr in den Shownotes. Wesentlichen Punkte in der Verordnung gut zusammen, da heißt es unter anderem Zitat, demnach können künftig bis zu fünf Prozent aller per PCR positiv getesteten Proben einer vollgenommen Analyse unterzogen werden. Sollten die täglichen neuen Fektionen unter siebzigtausend pro Woche sinken, erhöht sich dieser zu untersuchende Anteil auf maximal zehn Prozent der PCR positiven Proben. Weiteres Zitat, eine Pflicht für Laborbetreiber, die Sequenzierung durchzuführen, gibt es dabei in der Verordnung nicht. Ne, also. Ich weiß nicht ganz genau, ob wir das genauso äh formuliert haben, dass sie eine Verpflichtung vorliegt, aber das ist es nicht, Äh drittes Zitat aus dem Artikel, die zur vollgenommenen Sequenzierung qualifizierten Laboratorien werden lediglich zur Übermittlung, ihrer gefundenen Sequenzen verpflichtet. Sie dürfen zweihundertzwanzig Euro pro Probe mit der kassenärztlichen Vereinigung ihrer Region abrechnen, nachdem sie die Genomdaten psychonomisiert an das RKI gesendet haben, Also das bedeutet so viel wie sie werden nicht verpflichtet es zu tun. Sie werden nur verpflichtet, dass wenn sie es tun, dass sie das dann auch übermitteln müssen, und dann können sie es auch abrechnen und dann kriegen sie auch die Kohle dafür. Okay, ich meine, ist trotzdem ein Anreiz, aber es ist natürlich was anderes, als dass sie jetzt alle verpflichtet werden, diese äh Analysen durchzuführen. Warum das jetzt so formuliert ist, weiß ich nicht. Vermutlich kann man die auch gar nicht so äh verpflichten, äh rechtlich schon gar nicht und praktisch müssen die natürlich auch die Kapazitäten frei haben et cetera, ne, Laura schreibt weiter, hierbei stellt sich allerdings noch die Frage der Infrastruk, Die Daten sollen nämlich in einem einheitlichen Format auf einer gemeinsamen Plattform hochgeladen werden. Beides existiert meines Wissens noch nicht und wir wissen ja, wie gut das mit dem Datenaustausch beim RKI klappt. In der letzten, ALM Pressekonferenz, also das ist der größte Verband der Medizinlabore haben die Leute jedenfalls schon angedeutet, dass sie sehr gespannt auf die Umsetzung sind und noch nicht so richtig wissen, was München genommen Sequen, denn nun genau anstellen sollen, bevor sie Krohle kriegen. Aber das mal am Rande, Auf der Pressekonferenz hat Spahn übrigens noch mehr Stoß über die Mutation von sich gegeben und unter anderem behauptet, dass bisher alle Infektionen bei Reiserückkehrern festgestellt worden seien. Das stimmte schon damals nicht, jeder der die Berichterstattung zu dem Thema verfolgt hat, konnte das wissen. Dazu würde ich, euch das Krautsourcing-Projekt von Cornelius Römer an Herz äh ans Herz legen, der eine ziemlich gute Übersicht geschaffen hat, wo die Varianten schon überall aufgetaucht sind. Auch dieser Link natürlich in den Shownotes. Ich habe ihn neulich äh für Tonline äh mit ihm gesprochen. Und die Daten als Karte aufbereitet, äh bisschen Eigenpromo an der Stelle, das äh seid ihr das seid ihr äh. Überlassen. Dauer. Die Tabelle bietet zugegebenermaßen mehr Infos und ist aktueller. Es ist schon recht erstaunlich, dass ein Student mit Internetzugang es schafft, die Öffentlichkeit besser zu informieren, als das BMG. Ja vielen Dank Laura für die ausführlichen Kommentare alle hier genannten Links wie gesagt in den äh Shownotes, Wir stellen also fest, es wurden Dinge getan und angekündigt Labor können jetzt mehr sequenzieren und vielleicht wenn es irgendwann mal eine Softwarelösung gibt, die funktioniert, dann können sie vielleicht diese Daten auch übermitteln und dann werden sie auch dafür bezahlt. Also das könnte noch ein bisschen dauern, bis wir da äh hinterherkommen. Hier zahlt sich halt leider negativ aus, dass wir eben so eine Sequenzierungstradition und schon, vor allem eine Automatisierung der Datenübermittlung noch nicht etabliert haben. Na ja, so ist es.

Pavel Mayer
0:43:07
Tim Pritlove
0:44:54
Pavel Mayer
0:45:39
Tim Pritlove
0:47:33
Pavel Mayer
0:48:03
Tim Pritlove
0:48:04
Pavel Mayer
0:48:45
Tim Pritlove
0:49:08
Pavel Mayer
0:49:21
Tim Pritlove
0:50:11

Tja, aber dafür haben wir die äh entsprechenden Mengen einfach derzeit nicht, wie es aussieht, Schauen wir nochmal nach Israel, da bleibt's ja spannend. Wir hatten ja letzte Woche schon gesagt, da müssten ja demnächst jetzt mal Ergebnisse zu sehen sein, jetzt wo die ähm Impfquote so hoch ist. Also derzeit sieht es so aus, dass im im. Sechzig, siebzig, was war das? Nee, siebzig Plus hat irgendwie schon zu fünfundsiebzig Prozent. Die zweite Dosis erhalten. Stand heute. Daraus lässt sich leider nicht so ohne Weiteres ablesen, wie lange das zurückliegt, weil wir wissen ja alle, erst nach der zweiten Dosis und dann nochmal nach zwei Wochen, dann ist in der Regel, sagen wir mal im Schnitt dann auf jeden Fall ähm bei allen die maximale Immunisierung, die eben zu erreichen ist auch wirklich erreicht, und ab dann sollte man eben auch entsprechende Auswirkungen sehen. Ähm. Da wir immer noch keine klaren Erkenntnisse darüber haben, ob der Bayerntisch, Impfstoff auch tatsächlich Infektionen, nachhaltig verhindern kann, ja? Kann's durchaus sein, dass Leute noch positiv getestet werden, es sollte sich dann eben zumindest die Zahl der Krankenhauseinlieferungen und es sollte sich dann natürlich auch die Zahl, Toten, entsprechend reduzieren und im Idealfall dann auch gegen null gehen. Es gibt aber jetzt vorab Informationen und zwar gibt's eine Auswertung der. Impfung von sechzig Jahre und älter Altersgruppe. Da hat man dann mal geschaut, wie es denn mit äh Krankenhauseinlieferungen aussieht. Bei Leuten, die innerhalb der letzten drei Wochen nach der ersten, also die innerhalb Innerhalb von innerhalb von drei Wochen nach der ersten Impfung. Ab der ersten Impfung. Ab genau, nicht innerhalb ab. So, also nochmal, äh habe mich ein bisschen bekloppt ausgedrückt. Also äh Sechzigjährige oder Elter, die geimpft wurden, hat sich nach drei Wochen nach dieser äh Änderung, nach dieser Impfung, was geändert bei der Einlieferung in Krankenhäuser. Hospitalisierung, wie man so schön sagt. Und kurze Antwort, ja, hat sich was getan und zwar sind es sechzig Prozent weniger. Nicht hundert Prozent, nicht achtzig Prozent, aber immerhin sechzig Prozent, ne? Nochmal aufgepasst nach der ersten Impfung. Das ist ungefähr der Zeitpunkt, wo man dann die zweite Impfung bekommt. Ich glaube, der Zeitpunkt, wo sie das jetzt äh ausgewertet haben, war tatsächlich ein oder zwei Tage nach der zweiten Impfung. Die dann selber ja auch nochmal zwei Wochen braucht, eben bis sie eben wirklich durchschlägt, Was kann man der Zahl jetzt entnehmen? Also irgendwas wirkt, Das lässt sich glaube ich äh schon mal deutlich sagen. Also wenn sechzig Prozent weniger ins Krankenhaus müssen, dann dann tut sich definitiv da was, ja. Das ist aber jetzt eine Zahl, die uns nicht wirklich äh weiterbringt, weil wir brauchen halt äh was tut sich dann zwei Wochen später nochmal.

Pavel Mayer
0:53:49

Ja, wobei, wie gesagt, da ja jetzt. Wir diese hohen Zweitdosenrate haben in Israel äh können wir sagen äh dass äh zumindest. Diese sechzig Prozent auf alle, die dort ihre zweite Impfung erhalten haben, man im Prinzip äh äh davon ausgehen kann, dass das eigentlich. Jetzt auf ja äh fünfundsiebzig Prozent, älteren Bevölkerung zutreffen müsste. So aber jetzt. Ein Blick auf die Zahlen und zwar sowohl, was jetzt die schweren Verläufe oder Hospitalisierungen äh äh angeht. Als auch die Zahl der Neuinfektionen, als auch die Zahl der Toten sieht man nur einen sehr moderaten Rückgang in Israel bisher, bis zum heutigen Tag. Und das äh passt für mich jetzt. Nicht so ganz zusammen, ist jetzt sicherlich auch kein unauflösbarer Widerspruch. Aber so eine so richtig eine Erklärung dafür habe ich jetzt nicht. Warum, dass sich in den Gesamtzahlen nicht. Äh auswirkt, eine Möglichkeit könnte sein, dass. Dafür jetzt, weil man das Gefühl hat, oh, mit dem Impfen geht das jetzt so stark äh äh so gut voran, äh dass die Leute jetzt weniger anfangen aufzupassen und, quasi der Schutz, der bei den Älteren schon da ist jetzt durch ja Nachlässigkeit bei den Jüngeren, wieder kompensiert wird, das könnte auch sein. Passt's natürlich, aber dann wiederum nicht zu, der Zahl der schweren Verläufe und der Zahl der Toten, die noch nach wie vor so hoch sind so. Also irgendwas äh, passt da nicht zusammen für mich und äh wenn man jetzt das weiter im Auge behalten und gucken, wie sich das vielleicht auflöst.

Tim Pritlove
0:56:14
Pavel Mayer
0:56:39
Tim Pritlove
0:56:40
Pavel Mayer
0:57:05
Tim Pritlove
0:57:27
Pavel Mayer
0:57:32

Ja

Tim Pritlove
0:57:33
Pavel Mayer
0:58:00
Tim Pritlove
0:58:05
Pavel Mayer
0:58:58
Tim Pritlove
0:59:26
Pavel Mayer
0:59:52
Tim Pritlove
1:00:11
Pavel Mayer
1:00:15
Tim Pritlove
1:00:16
Pavel Mayer
1:00:52
Tim Pritlove
1:01:09

So ist das. Ist äh allerdings bei Safari jetzt auch nicht anders. Mal gucken, ich probier's mal damit, ob das auch funktioniert. Äh wird mir hier auch eine Übersetzung angeboten. Ich weiß gar nicht, ob die überhaupt schon hebräisch können. Da liegt jetzt erstmal die Seite gar nicht. Na ja egal, das werden wir, könnt ihr dann selber ausprobieren. Wir machen jetzt erstmal weiter mit dem nächsten Thema. Denn wir müssen ja auch über Impfstoffen, Impfstoffe reden. Das ist ja auch äh sehr interessant und äh Nimmstoffe war vor allem ganz viele haben, aber. Teilweise geht es dann doch noch ein bisschen, langsam zu. Also ähm wir hatten jetzt äh erstmal gute Nachricht, eine neue Zulassung, eines Impfstoffs, nämlich das Astro Astra Seneka Augsford University Impfstoffs Der ist jetzt offiziell zugelassen worden von der European Medical Association. Das war der lang erwartete Test, der jetzt Ende Januar stattgefunden hat. Sprich, die haben halt die Unterlagen eingereicht, die haben sich das alles angeschaut und dann gesagt so hm okay sieht ja eigentlich ganz gut aus. Ähm, wir lassen das jetzt mal zu Es gibt da allerdings noch so ein paar offene Fragen. Also es ähm also zur Erinnerung, das ist jetzt dieser Impfstoff, der nicht so sehr gekühlt werden muss, der ähm auf äh modifizierten Adenovieren, die sich nicht mehr reproduzieren können, basiert und natürlich dann auch gegen dieses Bike-Protein vorgeht. Die Empfehlung lautet jetzt, dass dieser Impfstoff geeignet ist für Leute von achtzehn bis fünfundfünfzig Jahren. Das war jetzt zumindest die Aussage der EMA, warum? Es gab insgesamt vier klinische Überprüfungen, unter anderem in UK, in Brasilien und in Südafrika. Wobei die Studien aus Südafrika von der EMA überhaupt gar nicht erst herangezogen wurden, weil's da zu wenig Fälle gab, ne? Aber es gab im Leben noch drei übrig Und ähm da haben dann insgesamt vierundzwanzigtausend Teilnehmer äh mitgemacht. Das ist, auch ganz ordentlich, ist nicht ganz so viel wie jetzt bei Björn Tech und bei moderner, die ja gleich mit zweiunddreißig den vierzigtausend unterwegs war. Aber das ist immer noch, das muss man mal dazu sagen. Immer noch sehr viel mehr als das üblicherweise bei Impfstoffen bei anderen, der Fall war oder bei anderen Infektionen der Fall war. Ja, Effizienz ist jetzt allerdings nicht wie die RM RNA äh Stoffe bei fünfundneunzig Prozent, sondern äh bei neunundfünfzig Komma fünf, also knapp sechzig Prozent, Und ähm ja da die meisten Teilnehmer irgendwo zwischen achtzehn und fünfundfünfzig Jahre alt waren, hat man eben ja jetzt keine Empfehlung für ältere Leute gemacht und einfach gesagt, ja, nee, bleib mal bei achtzehn bis fünfundfünfzig die äh Stico in Deutschland, also die ständige Impfkommission, die ja darüber entscheidet, wie das so in Deutschland gehandhabt werden soll hat da noch ein bisschen mehr Flexibilität drin gesehen und hat gesagt na ja wir würden das jetzt auch bis fünfundsechzig empfehlen, Das ist dann sozusagen eine Frage, wie du die Zahlen interpretierst und liest, denn ähm, ist jetzt nicht so, dass jetzt alle den Eindruck hätten, dass da auf jeden Fall irgendwas eingebrochen ist. Es ist halt nur so, man hat halt nicht genug Teilnehmer gehabt. Aber man hat schon gesehen, dass auch der Astra Sinnika-Impfstoff, die entsprechende Immunantwort hat, ja? Es man konnte eben bloß dann in diesen doppelten Tests eben nicht genug Fälle haben, um wirklich verlässlich da eine Zahl produzieren zu können. Und auf Basis der Erfahrung, die man eben jetzt mit anderen Impfstoffen schon hat geht man im Allgemeinen davon aus, dass das vermutlich auch bei älteren Leuten dann auch entsprechend wirkt, nur ähm. Man spricht jetzt eben noch keine Empfehlung aus. Ne, das Gleiche gilt dann eben auch für Jugendliche, da gibt's dann halt erst ab achtzehn los. Was wird also jetzt passieren? Es wird jetzt von der Europäischen Kommission eine sogenannte Conditional Marketing Austriasation und so, CMA ausgesprochen, damit es dann eben auch eingekauft bestellt unverteilt und verimpft werden kann in der EU. Das Gute an dem ähm Impfstoff ist, also vielleicht nochmal ein Wort zu dieser Effizienz, ne? Sechzig Prozent, da denkt man sich so, ja, was ist das denn für einen Supermarkt äh Impfstoff hier? Das ist immer noch mehr als man bei anderen erfolgreichen Impfstoffen zum Beispiel gegen Masern und so gesehen hat. Sechzig Prozent ist ein sehr guter Wert, ja? Klar, jetzt denkt man sich so, okay, jetzt werde ich damit geimpft, dann habe ich sozusagen nur so eine sechzig Prozent Chance äh dem Ganzen zu entgehen. So kann man das wahrscheinlich lesen, ne? Bin mal gespannt ähm was das jetzt so auslöst, wenn so ein, Wissen darum gibt es mehrere Impfstoffe unterwegs sind und der eine verspricht irgendwie fünfzig Prozent mehr Erfolg zu haben als der andere.

Pavel Mayer
1:06:23
Tim Pritlove
1:08:03
Pavel Mayer
1:08:05
Tim Pritlove
1:08:07
Pavel Mayer
1:09:18
Tim Pritlove
1:09:56
Pavel Mayer
1:10:14
Tim Pritlove
1:10:32
Pavel Mayer
1:10:52
Tim Pritlove
1:11:15
Pavel Mayer
1:11:56
Tim Pritlove
1:13:13
Pavel Mayer
1:13:56
Tim Pritlove
1:15:10
Pavel Mayer
1:15:38
Tim Pritlove
1:15:43
Pavel Mayer
1:16:51
Tim Pritlove
1:18:27
Pavel Mayer
1:19:39
Tim Pritlove
1:19:46
Pavel Mayer
1:19:56
Tim Pritlove
1:20:51
Pavel Mayer
1:21:32
Tim Pritlove
1:21:56
Pavel Mayer
1:22:31
Tim Pritlove
1:23:43
Pavel Mayer
1:23:52

Egal, ja, okay, äh aber zur Sache. Ähm zur Sache äh, aufgehängt hat sich das hat sich das so bei mir an der Frage, der Herdenimonität, weil da jetzt auch auf Twitter die Frage aufkam, ähm na ja, Jetzt mit der englischen B eins eins sieben Variante da, müssen wir auf eine so hohe Durchimpfungsquote der Bevölkerung kommen, dass das praktisch unrealistisch ist, das heißt wie sollen wir jemals Herdenimunität? Bekommen, wenn der Virus immer ansteckender wird und wir Kinder nicht impfen können und, bestimmte andere Gruppen nicht impfen können und sich Leute nicht impfen lassen, so hört es ja nie auf und ähm. Da dann der Punkt das mit der Herdenimunität äh oder, sagen, überschreiten einer Herdenimmunitätsschranke äh bedeutet, dass mh. Die dadurch, dass es nicht mehr zu so vielen Takt. Kommt. Beziehungsweise wenn ich, wenn ich halt jetzt pro Tag zwanzig Kontakte habe. Fünfzehn davon sind geimpft, denn äh habe ich dann nur fünf Kontakte äh effektiv bei denen es zu einer Ansteckung kommen kann. Das heißt äh mein RWT sinkt dadurch, je mehr Leute geimpft sind und ab irgendeinem Punkt sinkt er dann, unter eins ohne, dass sich irgendwas, machen muss. Also ab einem bestimmten Durchimpfungsgrad und wenn der unter eins ist, wissen wir, läuft sich die, Infektion von alleine tot, ohne dass wir jetzt noch groß was machen müssen. So viel die vereinfachte Theorie in der Realität ist es aber viel komplexer, weil. Erstens ja die ganze Bevölkerung und auch die Impfungen, das ist ja alles nicht so eine homogene Mischung, sondern du wirst in manchen, Gruppen, die jetzt in miteinander in Verbindung stehen wirst du eine deutlich niedrigere, in anderen eine höhere Impfquote haben. Äh du wirst andere Altersverteilungen, haben und äh sodass halt das, erstmal dann nur Durchschnittswerte sind, dann wirken die Impfstoffe ja auch nicht zu hundert Prozent, dann ist es auch noch unklar, äh können. Leute, die geimpft sind oder immun sind, das Virus, aber auch wenn sie selber nicht krank werden, in dem Sinne können sie's trotzdem weiter tragen. Äh vermutlich, sind sie nicht auf jeden Fall nicht so ansteckend, das wissen wir jedenfalls von von anderen anderen Krankheiten und ja, insofern ist halt das Thema Herdenimmunität jetzt äh, gar nicht äh oder nur von zentraler Bedeutung ähm wenn man jetzt gerne Eradikation äh hätte oder das Ganze komplett zum zum Stoppen äh bringen äh will, dann ja, aber ähm wir werden außerdem möglicherweise noch Motationen sehen hin zu noch. Ansteckender und eventuell noch harmloser ähm und äh wir sind jetzt schon an dem Punkt, wo. Wird Herdenimunität möglicherweise gar nicht erreicht werden kann in dem Sinne aber das ändert nichts daran, dass ein Großteil der Bevölkerung äh und fast alle, die sich impfen lassen, eben auch geschützt sind, so. Was man dann leider nicht hat, ist der automatische Schutz für den, Rest der Impfverweigerer, äh die dann halt kein Impfschadensrisiko tragen müssen, also die Schmarotzer kriegen nichts ab äh und äh leider aber auch eben dann, die Gruppen, die, Immun geschwächt sind oder sich nicht impfen für die kein Impfstoff zur Verfügung steht. Äh die sind dann eben. Nicht durch die Herden, äh durch eine Herdenimonität äh geschützt, aber alle anderen positiven Effekte einer hohen Impfquote bleiben, trotzdem nur wird der Virus möglicherweise eher indemisch werden damit rechnen halt die meisten äh Fachleute, das heißt wie andere Grippe oder Schnupfenviren, wenn die gängigen vier anderen verbreiteten Chorona-Viren sind eigentlich eher so als Schnupfen oder Erkältungsviren bekannt und ähm machen jetzt eher wenig Probleme und wird damit gerechnet, dass eigentlich auch äh Jakobi neunzehn sich so genau eigentlich in Richtung Schnupfen entwickelt oder in Richtung Grippe in Anführungszeichen mit Grippe ist, ein anderes Virus jetzt äh insofern äh also es kann jetzt kein Corona Virus jetzt im Grippevirus notieren oder.

Tim Pritlove
1:29:27
Pavel Mayer
1:29:29

Ja und ähm indem ich. Bedeutet, dass äh ja sich dieser Virus, eben viele andere Viren, der Bevölkerung festsetzt, dass er nie ganz weggeht und dann ähm hier und da überlebt, dann im Winter aufflammt und dann im Sommer, wieder weniger wird aber das ist auch kein Problem, weil an sich ist. Selbstkowit neunzehn sowas, was man gängig auch als Kinderkrankheiten. Zeichnet oder sehen kann. Das heißt es gibt eine ganze Menge Viren die sind wenn man sie. Als Kind so im Alter von drei bis fünf Jahren typischerweise äh infiziert man sich mit einem Haufen Deserviren, kommt damit als Kind mit den meisten einigermaßen gut klar und hat dann, wenn dann, später die wieder grasieren oder eine etwas andere Variante grasiert, dann hat man aber keine schweren Verläufe mehr oder ist vielleicht sogar bis ans Lebensende Immun oder hat sozusagen so eine kleine Auffrischungsinfektion damit, aber alles nicht so dramatisch. Während wenn man eben bestimmte Krankheiten als Kind nicht kriegt, weiß man weil die Empfehlung okay, weiß nicht, wenn du bis vierzehn oder so war dann früher der Sechzehn keine Röteln gehabt hast oder so oder musste ich unbedingt dagegen impfen lassen. Heute, wie gleich glaube ich früher sogar die meisten Impfungen bei Kindern, aber der Punkt ist, äh, dass. In dem Moment, wo der Großteil der Bevölkerung geimpft ist oder es schon mal hatte, sind. Jeweils nur die Jahrgänge der Neugeborenen. Erstmal empfänglich über äh mehrere Jahre, aber wie gesagt, denen macht es nichts und alle anderen ähm sind entweder Immun oder haben keine schweren Verläufe mehr. Das heißt, das ist die. Wahrscheinlichste Szenario wohin äh sich ja Kowit neunzehn, entwickeln wird. Wobei aber auch eine Iradikation jetzt nicht komplett unmöglich ähm, erscheint, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass wir das hinbekommen und es ist auch zunehmend unwahrscheinlich, dass wir wirklich Herdenimunität bekommen in dem Sinne, dass, Ja Sich das komplett von alleine totläuft und auch die letzte Viruskopie vom Planetenerde verschwindet, wie das mit Saß eins der Fall war.

Tim Pritlove
1:32:35
Pavel Mayer
1:32:40
Tim Pritlove
1:32:41
Pavel Mayer
1:32:46

Ja, äh ja. Also. Also mit zehn Jahren meine ich jetzt das, Szenario bis wir diesen Zustand, den ich gerade beschrieben habe, also bis dann Kowik neunzehn zum Schnupfen und zur Kinderkrankheit geworden ist. Das ist eine Größenordnung von zehn Jahren. Aber äh ich hoffe und glaube nach wie vor daran, dass wir irgendwann, im Sommer soweit äh dann doch. Durchgeimpft sind, dass äh wir. Wieder einigermaßen normal agieren können, aber muss man auch jetzt schon erwartungsmanagement betreiben. Hm. Wenn wir zu dem Punkt kommen, dass wir ja erstmal die Alten. Durchgeimpft haben zu einem sehr, sehr großen Teil, dass die halt im Wesentlichen geschützt sind, muss man erstmal noch der Versuchung widerstehen und zu sagen, okay äh. Die Alten sind geschützt und der Rest muss halt sehen, wie er klar kommt. Wir machen jetzt auf, kann es sein, dass. Genauso viele Leute sterben, weil halt dann äh zwar vielleicht nur noch einen Zehntel, oder ein Fünftel, im Verhältnis zu den erkrankten stirbt, aber dafür fünf oder zehnmal Loll, so viele Leute sich plötzlich einstecken, sodass es so sagen ein Szenario, was droht, was wir vermeiden müssen und. Das zweite Szenario ist, dass wenn wir jetzt an einen Punkt kommen, wo wir in der Gesamtbevölkerung eine. Impfquote haben, die unser Air beginnt deutlich zu reduzieren. So, das wir den Eindruck haben, oh wow, super äh die Zahlen gehen runter. Wir brauchen jetzt gar keine Maßnahmen mehr. Dann kann es sein, dass wir auch wieder plötzlich, einen Wachstum hinkriegen, weil nur in Kombination aus Impfung und Maßnahmen wie einen R unter Eins halten können, in einem gewissen Zeitraum und wenn wir da wieder äh zu früh. Alles lockern oder zu früh unvorsichtig werden, aber da sozusagen zwei Fallen. Also es gibt auf dem Weg jetzt äh ins ja in die Corona Erlösung noch so ein paar Stolpersteine, in die wir reinlau.

Tim Pritlove
1:35:46
Pavel Mayer
1:37:07
Tim Pritlove
1:38:24
Pavel Mayer
1:39:14

Ja, also die null, ja, die null neun äh. Sind so das, was noch so gerade. Akzeptabel ist, wo man das Gefühl hat, okay, es geht voran und ist man hat wenn wir die null Komma neun schaffen ist zumindest mit vier bis sechs Wochen beziehungsweise ja zwei, drei Monaten es ist da ein Ziel da so oft um auf beherrschbare Zahlen wieder zu kommen. Aber selbst wenn das nur einen Ticken hochgeht und irgendwie mit einem R bei eins das, finde ich ist dann einfach so zermürbend, weil man das Gefühl hat, man schränkt sich ein, aber es führt zu nichts. So man kommt nicht. Runter wirklich und deswegen ja null neun bisschen also null acht würde ich mir wünschen. Da werden wir das jetzt noch zwei Monate durchhalten, dann ja können wir langsam mal darüber, nachdenken, ob und in welchem Umfang wir dann ganz ganz vorsichtig locker? Ganz, ganz vorsichtig. Was wir natürlich dann eigentlich positiv dazu kriegen sollten, wenn wir irgendein Punkt, ich sage mal, wenn wir die zwanzig oder die zehn unterschreiten oder vielleicht sogar schon bei dreißig, je nachdem ähm jetzt Neuinfektionen pro Woche pro hunderttausend Einwohner, Ähm dann werden die Gesundheitsämter auch wieder effizienter bei der Verfolgung und Bekämpfung. Im Moment geht ja achtzig Prozent komplett an denen vorbei, können sie nichts mehr machen so richtig an nachvollziehen und quarantänisieren. Da kommen die Quarantäne an Ordnungen äh manchmal erst zwei oder drei Wochen, nachdem die Leute schon wieder gesund sind und. Solche Sachen kommen halt vor, aber. Sobald wir sagen unter so einen magischen Gesundheitsamtsabhängigen Wert kommen ähm, ja wird wird die ersenkende Wirkung der Gesundheitsämter einfach deutlich größer werden, das heißt wir haben dann so einen gewissen Sicherheitsabstand, aber. Bevor wir diesen Punkt nicht erreicht haben, also bevor wir nicht unter zwanzig besser unterziehen, sind äh bei der Neuinfektionsinstitenz sollte man. Nicht mal darüber reden, sollte man, sollte es echt ein Tabu sein, äh darüber auch nur äh ja. Worte zu verlieren, dass man das ernsthaft in Erwägung zieht, irgendwas zu locker.

Tim Pritlove
1:42:15
Pavel Mayer
1:42:42
Tim Pritlove
1:42:44
Pavel Mayer
1:43:22