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Während die USA vor dem Iran kapituliert wendet die Ukraine die nächste Phase des Krieges ein und schneidet die Versorgung der Krim ab.
Die Ukraine scheint mir ihrer spektakulären Kampagne gegen die Versorgungslinien Russlands im besetzten ukrainischen Hinterland Schritt für Schritt die Versorgung der Krim als auch des südlichen Oblasts Chersons abzuschneiden. Die Drohnenarmee der Ukraine zerstört zahlreiche Tanklaser und andere Versorgungspfade auf der einzigen Hauptstraße, die Russland über das Festland mit der Krim verbindet. Die Auswirkungen werden bereits deutlich sichtbar. Lange Schlangen an den Tankstellen, Sprit gibt es nur noch gegen Coupons und die Nerven der Russen liegen blank. Da hilft es auch nicht, dass die Ukraine jetzt auch noch im großen Stil die Infrastruktur des Militärs und der Ölindustrie in St. Petersburg und Moskau zerstört. Während der bisher größte und spektakulärste Angriff auf die Moskauer Raffinerie läuft nehmen wir für Euch ein neues Update über die Situation auf und berichten auch, welche Rolle die Firma Palantir in der Ukraine spielt.
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Veröffentlicht am: 19. Juni 2026
Dauer: 2:45:46
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Britlaff und das hier ist Ausgabe UKW Nummer 146 und ist noch gar nicht so lange her, da habt ihr schon das letzte Mal von uns gehört, nämlich am 2. Juni kam die letzte UKW-Folge raus zum Thema Ukraine und auch darüber soll es heute gehen. Wir werden aber auch über die Situation mit der USA und dem Iran sprechen und das mache ich mit Pavel. Hallo Pavel.
Denn wir verfolgen weiterhin den Nachrichtenstrom für euch und filtern das Relevante und Irrelevante hoffentlich effektiv raus. Ja und dann blickten wir eben auf jenen selbigen und stellten fest, ganze Menge passiert in den letzten zwei, Wochen und das müsste man doch mal ganz schleunigst wieder zusammenfegen. Nicht wahr?
Ich würde sagen, dann steigen wir auch gleich mal ein und fangen aber an erstmal mit der Situation Iran. Also hier ist ja vor allem, Nicht so viel passiert. Also die ganze Zeit immer irgendwas passiert, aber eigentlich ist ja gar nichts passiert. Und ja, wir haben ja eingangs gesagt, das wird nicht so leicht sein für Trump hier irgendwie gesichtswahrend aus der Nummer rauszukommen. Und jetzt sieht es auch ganz so aus, als ob dieses Ziel auch grandios verkackt wurde, denn es wird jetzt gemunkelt, dass es ein Memorandum of Understanding gibt, was die USA akzeptiert hat. Und wenn man sich diese 14 Punkte da so mal anschaut, die da drin stehen, 14 waren es glaube ich, dann liest es sich wie eine Speisekarte für das iranische Regime. Kurz gesagt, die USA kriegen nichts und der Iran bekommt alles. Man kann also festhalten, Iran hat gewonnen, oder?
Ja, gewonnen auf jeden Fall. Also jedenfalls vorläufig, vielleicht dauerhaft. Das wird sich noch zeigen. Aber ja, es sieht so aus, als wenn beide Seiten jetzt erstmals irgendwie. Sich wirklich geeinigt haben auf dieselben Punkte. Also in der Vergangenheit war es immer so, wenn dann von Abkommen die Rede war, hat Trump irgendwas gesagt und dann der Iran hat dann gesagt, das ist alles Quatsch, das stimmt alles überhaupt nicht. Und jetzt sieht es so aus, dass tatsächlich beide Seiten, über dasselbe reden und deswegen wird das jetzt halbwegs ernst genommen, wobei wirklich vereinbart ist noch nichts so oder unterschrieben ist noch nichts. Das soll jetzt erstmal am Freitag passieren. Wahrscheinlich, wenn die Sendung raus ist, wird es dann unterschrieben sein oder nicht. Ich würde sagen, wahrscheinlich wird was unterschrieben werden. Also die Wahrscheinlichkeit ist höher, als sie je war in den letzten Monaten, seit dieser Konflikt ausgebrochen ist, dass es zu einer Einigung kommt. Und. Ja, ich meine, die USA hat halt akzeptiert konkret, dass sie innerhalb von 30 Tagen mit Truppenabzug beginnen will. Das heißt, dass die Truppen, die zusätzlich hinverlegt wurden, dann langsam wieder abgezogen werden von den Stützpunkten oder so, ist jetzt nicht die Rede. Aber die sind im Moment ohnehin nicht so richtig nützlich, weil ja, die haben sich eben als sehr verwundbar herausgestellt und sind auch teilweise ganz schön kaputt gebombt worden. Also das wird man dann sehen. Wichtiger Punkt ist, dass die USA dem Iran genehmigen will oder akzeptiert hat, dass der Iran Uran anreichern darf.
Ja, so wie es eben in der Vergangenheit auch war und so wie das auch jeder, der den Nichtverbreitungsvertrag, einen Atomwaffensperrvertrag unterschrieben hat, darf halt für zivile Zwecke Uran anreichern. Und ja, und wird sich dann, wie das auch in dem Obama-Vertrag war, dann, Kontrollen durch die internationale Atomenergiekommission vermitteln. Unterwerfen und sein hoch angereichertes Uran wohl verdünnen, dann wieder auf zivile Level, also irgendwo um die drei Prozent von 60, was sie jetzt haben. Es steht nichts zu Drohnen und Raketen drin, also da wird wohl nicht drüber verhandelt, haben Iran wahrscheinlich ganz klar gesagt. Also wir akzeptieren keine Beschränkungen unserer Drohnen- oder Waffenprogramme. Ja, im Gegenzug sollen dann Sanktionen aufgehoben werden, bis hin dann auch zu einem 300 Milliarden Dollar Wiederaufbaufonds, der aufgesetzt werden soll, in dem dann unklar ist, wer dann dort einzahlt alles. Aber Gerüchte zufolge sollen die Golfstaaten irgendwie bereit sein, da auch Geld reinzutun und, wer weiß, vielleicht gibt es dann doch irgendwie Gebühren für den, gibt es dann doch Transitgebühren irgendwann oder, also das ist noch unklar, aber da ist spezifisch halt die Rede von. Und Sanktionen sollen aufgehoben werden. Das heißt, der Iran kann dann sein Öl und Gas frei auf dem Weltmarkt verkaufen und vermutlich auch einkaufen, so für was auch immer er braucht.
Das ist auch sehr interessant, wer eigentlich mit diesem Memorandum gemeint ist. Also das vom Iran und den USA gemeinsam mit ihren Alliierten in diesem aktuellen Krieg. Also Israel wird nicht bei Worte genannt, aber im Prinzip gilt halt dieses, ja, wir stellen jetzt sofort erstmal den Krieg überall ein, an allen Fronten, einschließlich Libanon und machen keine weiteren Angriffe oder bedrohen uns auch sonst irgendwie. Natürlich droht Trump jetzt schon wieder öffentlich mit, wenn euch das nicht gefällt, dann könnt ihr auch wieder anfangen zu bomben und so. Aber ich glaube, das ist eh klar. Und ich habe auch gehört, dass, der Iran wohl irgendwie richtig da gut dran arbeitet, so mit Psychologen, also dass sie in diesen ganzen Verhandlungen so ein Psychologenteam am Start hatten, die einfach so spezifisch auf Trumps erratische narzisstische Störungen hin diesen ganzen Dialog und was sie da rausholen können, irgendwie optimiert haben.
Ja, also man hatte das Gefühl, als wenn irgendwie Trump irgendwie eine Therapie durchgemacht hat oder irgendwie, weil er redet jetzt, ich meine, seine Äußerungen waren halt, klangen halt plötzlich durchaus realitätsnah, als er meinte, ja, irgendwie, es geht halt nicht mit irgendwie Iran, die sind halt zu groß und zu stark und zu mächtig und hat sogar dann irgendwie Das Regime gelobt.
Das Regime gelobt, ja. Und es seien aber Leute, mit denen man auch wunderbar reden und verhandeln kann, die seien gar nicht so radikal, wie er gedacht hat und so. Ja, und für Israel ist das natürlich irgendwie eine Katastrophe, also weil Trump auch ganz klar jetzt die Ansage gemacht hat an Israel oder mehrere Ansagen gemacht hat, dass, Israel gefälligst jetzt die Füße stillhalten soll. Und das ist natürlich, katastrophal.
Das Ganze soll dann auch in 60 Tagen, also es geht jetzt erstmal nur um einen Zeitraum von 60 Tagen, in dem man die Füße stillhält und wo sozusagen auch alles vorbereitet wird, um die Straße von Hormuz, zu öffnen, was selber in 30 Tagen erst passieren soll. Und dann erst wird es einen finalen Deal geben und dann kann nochmal alles auseinanderbrechen. Also ja, das ist schon alles wirklich krass. Die USA müssen auch ihre Blockade sozusagen in 30 Tagen auch auflösen. Das heißt überhaupt erst in einem Monat, wenn wir sehen, ob das Ganze jetzt eigentlich irgendwas bringt.
Ja, und gut, Trump kann jetzt sagen, Iran verspricht halt, keine Atomwaffen zu bauen, was sie schon immer gesagt haben, was halt immer Irans Position war, offiziell, sie wollen keine Atomwaffen. Und, ich würde sagen, das ist, hatten wir ja schon das Thema, das ist auch durchaus eine glaubwürdige Position. Also Iran möchte halt gerne ein latenter Atomwaffenstaat sein, also die Technologie besitzen, aber tatsächlich eben nicht wirklich Atomwaffen, bauen aus verschiedensten Gründen. Und ja, deswegen, glaube ich, haben sie keine Probleme damit zu sagen, na gut, wenn ihr die Sanktionen aufhebt, dann, verdünnen wir auch wieder unser Uran und Reichhang nur so ab, wie das eben unter Obama dann auch vereinbart war. So, und verspricht seine Proxys zur Zurückhaltung zu bewegen auch, also das sagen auch die Hisbollah da jetzt. Und die Hussis dann ihre Füße stillhalten sollen. Und ja, und wie du schon gesagt hattest, Iran hat versprochen, die Straße von Hormuz für 60 Tage freizugeben, was auch immer das jetzt dann konkret bedeuten mag, weil, also wo die Schiffe dann lang gehen und wie jetzt welche Sicherheitsprozeduren da eingeführt werden und wie schnell die Minen weggeräumt werden. Also es scheint jetzt tatsächlich bestätigt zu sein, dass sich tatsächlich Minen in der Straße von Hormuz befinden. Das war ja eine lange Debatte und jetzt ist wohl von allen Seiten anerkannt, ja, da sind Minen. Nicht so viele, nicht überall.
Aber wohl die normale Straße, wo der ganze Schiffsverkehr früher lang gelaufen ist, genau da in der Mitte im Prinzip liegen halt Minen. Das heißt, im Moment fahren Schiffe, wenn dann entweder nördlich eng am Iran oder südlich eng an Oman, vorbei in Küstennähe und eben nicht durch den zentralen Schifffahrtskanal. Es gibt auch so ein paar Routen, die freigeräumt wurden, die mit Navigationsmarkern jetzt markiert sind und wo die USA jetzt bei Nacht und Nebel auch immer eine Handvoll, Schiffe durchgeschleust haben, so in den letzten Tagen, so sind es so sechs bis acht Routen. Schiffe da durchgeleitet worden, alle abgedunkelt ohne EIS und ja.
Also kurz gesagt, es ist eine totale Katastrophe für die USA und eigentlich auch für den Westen, weil man hat jetzt die Situation eigentlich nur verschlimmert. Man kann sagen, ja okay, wenn man jetzt zu einer Einigung kommt, dann ist zumindest erstmal Ruhe im Karton und das war ja letzten Endes das, was ja eigentlich. Der Druck war, den der Iran jetzt aufgebaut hat. Er hat einfach gesagt, ich habe eure ganze Wirtschaft bei den Eiern. Entweder ihr tut jetzt alles, was wir wollen oder das wird hier Schrecken ohne Ende. Und dieser Schrecken ohne Ende ist sowohl für Trump politisch zu teuer. Approval-Rating geht runter, die November-Wahlen sind eigentlich schon so gut wie verloren. Er hat immer mit seinem Drei-Tage-Krieg, also im Prinzip hat er genau dasselbe gemacht wie Putin, so ja, kein Problem, das hauen wir mal eben platt und dann werden wir dann gewinnen. Und jetzt haben sie das so overstretched auch durch ihre Fehlplanung in Bezug auf Waffensysteme und wogegen sie sich eigentlich wehren müssen. Die haben sozusagen die Realitäten des Ukraine-Kriegs auch vollkommen ignoriert, haben jetzt irgendwie ihr ganzes Arsenal verballert so sehr, dass die USA noch nicht mal in der Lage ist, die Waffenbestellungen anderer Länder fristgerecht zu bedienen, weil sie jetzt einfach erstmal ihre eigenen Arsenale wieder füllen müssen. Und abgesehen davon, dass das alles furchtbar teuer war, also da gibt es auch nur Schätzungen, aber das geht natürlich auch, glaube ich, locker in so einen dreistelligen Milliardenbetrag rein, was sie dort also einfach haben aufwenden müssen an Waffen, an Logistik. Also ich meine einfach so viele Soldaten auch die ganze Zeit dort vor Ort zu halten, all die Systeme, die Flugstunden, pipapo, das kostet. Und dazu noch müssen sie ja alles, was sie jetzt kaputt gemacht haben, müssen sie auch noch bezahlen.
Einen Teil wahrscheinlich in dem Fonds sind auch iranische Gelder, die irgendwie mal beschlagnahmt wurden und wegsanktioniert wurden. Und mich würde nicht wundern. Wenn dann am Ende doch eine Tollbooth eingeführt wird und die Gelder aus der Tollbooth in diesen Wiederaufbaufonds fließen oder so. Also würde ich jetzt nicht ausschließen wollen, ich glaube zwar nicht, sondern diese 300 Milliarden, ich habe auch gehört, das muss so verstanden werden, dass das quasi so eine Art riesige Karotte ist, die dem Iran vorgehängt werden soll und dass das, keine Ahnung, Jahrzehnte dauern kann, bis die 300 Milliarden zusammen sind und solange der Iran sich wohl verhält, kommt da Geld. Und so, glaube ich, kann man sich das eher oder ist das eher gedacht. So quasi, also der wird die 300 Milliarden wahrscheinlich nie kriegen, aber. Ein Teil davon, also zumindest ein Teil davon. Und ich meine, Ägypten ist wie Ägypten so. Die USA zahlt heute noch Milliarden jedes Jahr an Ägypten dafür, dass Israel Frieden mit Ägypten, dass Ägypten Frieden mit Israel geschlossen hat und Israel anerkannt hat. Also das ist jetzt nicht ungewöhnlich, dass da Geld für Wohlverhalten bezahlt, wird. Das ist auch bei anderen.
Ja, trotzdem, allein, dass jetzt alle Sanktionen aufgehoben werden sollen, sie ihr Öl frei verkaufen können, dass wirtschaftliche Sanktionen, die jetzt über Jahrzehnte existiert haben, aufgehoben werden, Das ist ja allein schon Bezahlung genug. Also am Ende ist zwar eine Menge kaputt gegangen, aber das wird der Iran überleben und wenn sie jetzt sozusagen auch wirtschaftlich wieder erstarken, dann stärkt das natürlich auch das Regime.
Tja, weiß keiner irgendwie. Kann auch sein, dass das so wie dieser Krieg durch die USA jetzt genau den gegenteiligen Effekt hatte, der beabsichtigt war, nämlich das iranische Regime zu stärken und den Iran zu stärken. Kann es jetzt genauso sein, dass wenn jetzt die Sanktionen aufgehoben werden und durch das ganze Reshuffle mit irgendwie jüngeren Leuten, dass plötzlich eine Liberalisierung erfolgt? Weil das ist nämlich auch die andere Sache, man weiß halt, dass nur die Hardliner, eigentlich in der Lage sind, solche Veränderungen, radikale Veränderungen herbeizuführen. Also, ja, das ist sozusagen, gibt es viele historische Beispiele für, ja, also, wir werden sehen, in den getrocknen Tüchern ist noch nichts, aber die Wahrscheinlichkeit ist höher, als sie je war. Und ich würde auch sagen, zu 80 oder 90 Prozent geht das jetzt erst mal weiter. Ob dann allerdings Israel es schafft. Das Ganze zu torpellieren, das wird sich zeigen. Und ja, und so eine Lehre oder eine Sache, die mir halt jetzt klar geworden ist, die ich eben gehört habe, ist. Wenn man sich fragt, okay, wie kann es sein, dass die USA, die 20-mal höheres, Militärbudget oder 50-mal höheres hat und einfach mal, dessen Militär einfach in einer ganz anderen Liga spielt als der Iran, wie kann die USA, diesen Krieg verlieren oder auch andere Kriege jetzt in Afghanistan und in diesem Fall ist es so und das war mir gar nicht so klar, aber ja, Krieg bedeutet immer Verlust und Zerstörung. Also wenn du in den Krieg ziehst, musst du damit rechnen einfach, dass, du Verluste hast an Menschenleben, dass du wirklich teure Waffensysteme verlierst, dass deine Schiffe versenkt werden und so weiter. Das ist eigentlich, wenn du wirklich. Deine Kraft, militärische Macht einsetzen willst, dann kannst du nur bedingt Rücksicht auf Verluste nehmen. Aber die USA hat null Toleranz für Verluste oder vielleicht nicht null, aber eben kaum Toleranz. Und. Wenn du da jetzt zehn Oliburg-Zerstörer hast, aber die nicht wirklich riskieren kannst oder willst, um die da reinzuschicken, dann ist der Nutzen deiner ganzen tollen Waffen und deiner Armee extrem eingeschränkt. Weil du dann nur in der Lage bist, das zu tun, was halt sicher ist. Und im Krieg ist halt nicht sicher. Und gerade bei den USA auch natürlich solche Verluste, Also wenn es dem Iran gelungen wäre, ich sage mal, einen Flugzeugträger zu versenken oder schwer zu beschädigen, dann wäre das zu Hause einfach, ja, dann wäre das noch schlimmer oder dann wäre es sofort vorbei gewesen. Das heißt, das ist halt einfach ein massives Problem plus natürlich die Ausdauer auch. Daran mangelt es halt auch. Also man will gar keine Verluste riskieren und sobald, die Sachen einigermaßen unter Kontrolle zu sein scheinen, wendet man sich ab, und kümmert sich nicht mehr drum. Das war halt so Afghanistan beispielsweise der Grund, warum. Afghanistan hätte funktioniert, man hätte nur noch weitere 20 Jahre bleiben müssen, dann wäre Afghanistan alles super gewesen. Aber, mittendrin einfach die Lust verloren.
Ja, jetzt müssen wir mal schauen, wie sich das entwickelt. Ich denke mal, da ist die letzte Geschichte noch nicht erzählt. Ich habe auch große Zweifel daran, dass Iran sich an dieses Memorandum halten wird. Die werden weiterhin reagieren und die Hisbollah wird wahrscheinlich trotzdem auch draufhauen und wenn die sich jetzt nicht kurzfristig da wieder aus dem Libanon zurückziehen, dann wird der Iran ohnehin das Ganze als, nicht eingehaltene Verabredung interpretieren. Andererseits müssen Sie natürlich auch selber schauen, An welchem Zeitpunkt sie für sich sagen, okay, genug gewonnen.
Naja, sie haben also auch konkret davon gesprochen. Also diese Zahl ist von iranischer Seite auch gefallen. Und ja, es wurde auch darüber spekuliert, dass das passieren könnte, aber stattdessen hat sich dann rausgestellt, dass dann doch, was jetzt das Öl angeht, die Situation nicht ganz so dramatisch sich entwickelt hat, wie der Iran sich das erhofft hätte. Also dadurch, dass dann weniger Verbrauch war und dass insbesondere China seine, massiven Reserven angezapft hat und andere Umwege gefunden wurden, war halt dann die Lücke oder ist die Lücke nicht so hoch. Ich weiß nicht, ob du jetzt auch mal an der Tankstelle vorbeigefahren bist. Also der Dieselpreis, selbst bevor Trump das jetzt announced hat, war ich auf 1,80 runter schon. Und das ist nicht im Sinne des Iran. Also die hätten es lieber in die andere Richtung gehabt. Und natürlich, je länger sie das auch durchziehen, Also für den Iran häufen sich dann auch eben negative Konsequenzen potenziell, je länger sie das halt durchziehen, weil eben Verlagerungseffekte stattfindet und ja. Die Welt sich dann arrangiert und irgendwann ist da halt nicht mehr so viel mit Druck. Ja, aber was wir halt jetzt sehen und das ist. Glaube ich, eine gute Überleitung auf den Ukraine-Krieg, weil wenn du einen Angriffskrieg machst, so irgendwo reingehst, dann brauchst du Fortschritt, um diesen Krieg weiter fortzusetzen. Ja, weil es ist halt dein Krieg. Und ja, Und ohne Fortschritte ist die Rechtfertigung halt ganz, ganz schwierig, weil das führt halt nirgendwo hin. Und in dieser Situation scheint sich eben auch jetzt der Ukraine-Konflikt zu bewegen oder zumindest aus Sicht der Russen. Oder so rum. Die Russen haben jetzt irgendwie auch erkannt, dass es nicht mehr wirklich vorangeht im Moment, obwohl das, jetzt zwei Jahre nicht wirklich richtig vorangegangen ist. Aber es ist jetzt so zum Stillstand gekommen. Also man sieht jetzt, es führt zu nichts und, umgekehrt häufen sich aber die negativen Auswirkungen.
Das kann man wohl sagen. Also wir hatten ja jetzt die letzte Sendung auch nochmal mit so einem kurzen Hin und Her beendet, ob denn jetzt hier irgendwie größere Dynamik in der Situation ist, insbesondere was die Krim betrifft. Ich würde mal sagen, die letzten zwei Wochen haben gezeigt, sieht ganz so aus, und man merkt das auch, dass die internationale Berichterstattung sich wieder ein wenig dem Konflikt zugewendet hat, dahingehend, als dass jetzt einfach mehr und mehr wahrgenommen wird, dass diese Vorzeichen sich ändern. Dass also die russischen Probleme ansteigen, dass es eben, wie du schon sagst, nicht mehr so richtig vorangeht für die Russen und dass sich eben die Probleme häufen und dass das jetzt, so eine Gesamtgemengelage ist, wo man jetzt glaube ich schon davon sprechen kann, beziehungsweise wo auch einige von sprechen, dass wir jetzt die nächste Phase in diesem Krieg sehen. Also nach dem ursprünglichen Angriff, dem Zurückschlagen der Ukraine. Das Wiedergewinnen von großen Regionen in Rakiv und Kherson und seitdem ist die Zeit ja durch dieses langsame Vorrücken der, Russen geprägt gewesen, diesen Abnutzungskrieg, in dem es ja einfach die Ukraine, geschafft hat mit der Taktik. Land für Zeit. Ja, indem man also immer mal wieder ein Feld und irgendein Dorf preisgibt, trotz großem Widerstands, dass man die Russen vorrücken lässt, um einfach Zeit zu gewinnen. Zeit zu gewinnen, um einerseits die Ressourcen der Russen abzunutzen, aber vor allem auch, um die eigenen Ressourcen aufzubauen, neue Allianzen zu bauen, neue Waffen zu produzieren, neue Strategien zu entwickeln etc. Und während das eben für viele so ausgesehen hat, als würde nichts passieren oder wenn man es halt auch negativ bewerten will, dass die Ukraine ja keine Chance hat und das sieht man ja auch und es geht ja, permanent voran für die Russen, wobei das mit dem Voran eben im sehr großen Anführungszeichen zu lesen ist, weil wir ja schon festgestellt haben, also wären sie im Schneckentempo vorangekommen, dann wäre die Ukraine jetzt schon eingenommen. Und nicht mal das haben sie ja geschafft und jetzt kippt es halt, weil sich sehr viele Dinge negativ entwickelt haben für Russland und sehr viele Dinge sich positiv entwickelt haben für die Ukraine. Schauen wir mal genauer auf die aktuelle militärische Situation. Also man muss vorweg sagen, dass Russland natürlich nach wie vor die Ukraine total terrorisiert Und gerade in den letzten Wochen, eben weil es den Russen so schlecht geht. Gibt es einfach eine krasse Barrage von Angriffen, speziell auf Kief, aber nicht nur auf Kief. Das heißt, sie hauen nochmal irgendwie alles raus, treffen zivile Ziele. Jetzt haben sie irgendwie diese zentrale, große, uralte, tausend Jahre alte Kirche in Kief angegriffen, die ja eigentlich auch für die Russen heilig sein sollte, weil das so ein orthodoxer, wichtiger Ort ist. Wie auch immer, das ist den Russen irgendwie total egal. Es gab also diverse, richtig böse Angriffe auch auf die Hauptstadt, wo viele ums Leben gekommen sind und die zivilen Opferzahlen sind jetzt auch gerade in den letzten Wochen nochmal hochgegangen. Das ist sozusagen auch eine bewusste Reaktion Russlands, um in irgendeiner Form die Öffentlichkeit davon abzulenken, wie schlecht es eigentlich für sie läuft. Indem sie halt sagen so, ja guck mal hier, wir sind ja in der Lage, Das Leiden noch beliebig zu erhöhen. Immer so dieses Bulli-Drohen mit, ja, werdet schon sehen, was ihr davon habt. Wagt es nur nicht noch weiter, die Hand gegen uns zu erheben. Wir können euch ganz viel auswischen und können euch noch sehr viel mehr wehtun, als es ohnehin schon ist. Aber das wird halt allgemein eigentlich eher als so ein bisschen das Pfeifen im Walde interpretiert. So schlimm das natürlich für die betroffenen Leute und die Gesellschaft und die Ukraine insgesamt ist.
Und es waren wohl, sieht es wohl so aus, als wenn das absichtliche Angriffe gewesen wären auf diese Kulturdenkmäler. Es waren insgesamt vier Stück davon. Und selbst wenn man zugesteht, dass irgendwie mal was abgeschossen wird und dann vielleicht irgendwo hinfällt, wo es nicht intendiert war, diese Häufung ist einfach zu groß, um es durch Zufall erklären zu lassen, sondern da hat jemand absichtlich diese Ziele ausgewählt in Russland, um einfach Schaden zuzufügen. Oder ja, die ukrainische Identität auszulöschen, sag ich mal. Und das, steckt so ein bisschen dahinter.
Also das, was die Russen schon die ganze Zeit machen eigentlich. Und das jetzt nochmal ein bisschen hochzudrehen. Allerdings an der Front selber drückt Russland derzeit eigentlich nur noch an einer einzigen Stelle, das ist das, wo sie gerade alle ihre Truppen und ihre Aufmerksamkeit und ihre Waffen drauf konzentrieren, das ist Konstantinivka. Das ist diesem großen Verteidigungsgürtel vorgelagerte kleinere Stadt. Also der Verteidigungsgürtel ist vor allem so Kramatorsk und, diese steht da sozusagen die letzten großen urbanen Zentren im Donbass, die nicht russisch besetzt sind, aber die schon immer so ein bisschen das Zentrum des ukrainischen Widerstands waren und die sicherlich für die Russen nicht von heute auf morgen. Einnehmbar sind. Und wahrscheinlich auch einfach überhaupt nicht mehr einnehmbar sein werden. Nichtsdestotrotz in Konstantinivka sieht es gerade noch nicht, so gut aus, aber an allen anderen Stellen müssen die Russen entweder ihren Platz halten oder sogar werden zurückgedrängt. Und das sieht man auch. Es ist immer so, wenn die Ukraine in eine Offensive geht, dann ist das so mit den Quellen, wird es auf einmal ganz dünne. Es gibt immer nur so Gerüchte. Das ist meistens ein gutes Zeichen. Also wenn wenig darüber berichtet wird, wie es denn genau an einem bestimmten Frontabschnitt aussieht, bedeutet das meistens, dass da irgendwelche Maßnahmen laufen. Und Keef, das hatten wir ja auch schon thematisiert, hat ja seine Strategie geändert, jetzt durch. Dieses kombinierte Vorgehen von einerseits diesen Drohnen her, Was ja in der ukrainischen Armee eine eigene Abteilung mittlerweile ist und da sehr erfolgreich arbeitet. Und der Infanterie. Das heißt, man nennt das ja so Combined Arms Engagement oder so. Also typischerweise ist es dann halt so Luft und Panzer und was man so traditionell eigentlich so in der Armee, früher eben so gehabt hat, was dann die eigentliche Kunst ist, nicht nur jetzt mit irgendeiner Waffe irgendwo drauf zu halten, sondern dass man das eben alles in Kombination in Echtzeit vernetzt, durchführt, um dann eben den Gegner entsprechend zurückzudrücken. Und das sind neue Strategien, die jetzt die Ukraine mit Drohnen neu entwickelt hat. Das heißt, sie haben die Luftdrohnen, sie haben die Bodendrohnen, die jetzt eine immer größere Bedeutung einnehmen, die also teilweise schon mit ferngesteuerten Maschinengewehren ausgestattet sind. Das heißt, es gibt auch schon die ersten Dörfer, die irgendwie komplett von Robotern eingenommen wurden. Und dann stoßen aber noch so Infanteriegruppen nach, das heißt die Drohnen sind die erste Front und damit gehen sie sowohl direkt die Stellung vor Ort an, da kommen wir eh gleich noch drauf, die ganze Logistik dahinter und drücken dann aber mit Infanterie auch nach und sind dadurch eben in der Lage auch wieder Geländegewinne zu machen. Das sind jetzt alles keine. Riesigen Geländegewinne, sondern das ist genau das so, hier ein Quadratkilometer, da ein Quadratkilometer, wie das die Russen vorher auch gemacht haben, was also im Vergleich zu der Gesamtmasse des Landes, fast zu vernachlässigen ist. Aber es sind eben auch strategische Kämpfe, die dort, taktische Kämpfe, die dort geführt werden, um einfach bestimmte Bereiche von der Versorgung abzuschneiden, also Einkesselungen vorzunehmen, so ähnlich gehen ja die Russen auch vor. Und das scheint aber relativ viel Erfolg zu haben und umso schwächer die logistische Versorgung der Front wird durch dieses Bombardement der Versorgungsstraßen im Hinterland, umso mehr Bewegung kommt da rein. Und es ist mal ein bisschen schwierig, das vorherzusagen, aber ich wäre jetzt relativ wenig überrascht, wenn wir im Laufe dieses Sommers da eine Verstärkung dieses Trends sehen. Und ich würde sagen, es ist durchaus wahrscheinlich, dass wir bald dann auch mal von, signifikanteren Geländegewinnen wieder reden können durch die Ukraine, dass sie also in der Lage sind, bestimmte Strongholds wieder zurückzuholen bzw. Große Versorgungsstraßen abzuschneiden, was dann eben andere Konsequenzen hat. Außerdem geht natürlich der Krieg auch in dem Long-Range-Bereich weiter. Diese FP1, FP2-Drohnen, die Firepoint-Drohnen, sind so ein bisschen die Bayraktar 2026, würde ich sagen. Ja, also wenn man so am Anfang des Krieges mit diesen großen türkischen Drohnen relativ viel Erfolg hatte, weil das die Russen nicht so richtig auf dem Zettel hatten und dann noch keine gute Abwehr dagegen hatten und es ja dann sogar Lieder gab über die Bayraktar. Ja, es ist schon fast schade, dass die FP2-Drohnen nicht auch noch so einen, gut singbaren Namen haben. Dann gäbe es da bestimmt auch schon den einen oder anderen Gesang. Die sind einfach super effizient. Und haben wir auch schon ein paar Mal erwähnt, die werden also richtig gefährlich und es ist den Ukrainern gelungen, hier, auf welchem Wege auch immer Angriffe im Hinterland vorzunehmen, bis zu 1500 Kilometer entfernt. Und jetzt hat es dann auch die großen Städte richtig erwischt, die ja bisher so ein bisschen außen vor waren, wo man auch immer gesagt hat, naja, da ist ja auch viel Luftverteidigung und so weiter, sind es schwer zu erreichen. Jetzt gab es halt vor zwei Wochen dieses russische Economic Forum, so eine Konferenz, wo Putin dann immer gerne angibt, wie toll doch die russische Wirtschaft ist in St. Petersburg. Ja, das russische Davos.
Genau, wo dann halt alle möglichen Hanseln da angelaufen kommen, die sich noch trauen mit Russland da Geschäfte zu machen, anschließend wahrscheinlich irgendwelche AfD-Abgeordneter. Ja und während die dann halt morgens so zu einem Konferenzzentrum watschelten durften, die dann eben zuschauen, wie die Ukrainer FP2 drohen auf ein Ull-Terminal im Hafen St. Petersburg, niederregnen lassen, was dann in Flammen aufgegangen ist, 50 Kilometer weiter, die Ostseeufer entlang ist dann noch ein großes Waffenlager gesprengt worden, das war auch sehr, sehr explosiv im wahrsten Sinne des Wortes. Sie haben in diesem Militärhafen Kronstadt, das ist. Auf dieser Insel Kotlin, die St. Petersburg vorgelagert ist, ist das sozusagen der Ort, wo sie ihre Ostseeflotte lagern oder Teile zumindest davon. Im Trockendock haben sie dann ein größeres Militärschiff versenkt, was wohl gerade überarbeitet wurde, repariert oder gewartet wurde. Insofern ein sehr dankbares Ziel, als dass das auch so eine Schiffsklasse ist, mit der halt die großen ballistischen Raketen, ich glaube die Kinnseile oder so, abgefeuert werden können. Ja und das kam alles so innerhalb von ein, zwei Tagen. Bumm, bumm, bumm, wurde St. Petersburg also da entschlammt und jetzt vor ein paar Tagen ging es auch nochmal richtig zur Sache in Moskau. Dort ist die Moskau-Refinery erwischt worden, die irgendwie so... Keine 20 Kilometer vom Kreml entfernt liegt. Und jetzt gibt es dicke, fette Rauchsäulen und Ölregen in Moskau. Und so sieht das dann jetzt nämlich gerade aus. Und the Russians are pissed. Das hatten sie so nicht auf ihrer Bingo-Karte.
Ja, wobei das der dritte Angriff auf die Raffinerie war. Wobei, was man jetzt auch sieht, ist, glaube ich, dass die Ukraine gezielter, Komponenten in den Raffinerien anvisiert. So, dass teilweise sie mit so vielen Drohnen kommen, dass die Luftabwehr dann leergeschossen ist, also die, in dem Sektor und sie dann nur noch mit Maschinengewehren oder so versuchen dann, die zu bekämpfen und ja, es hat viele Aufnahmen jetzt gesehen von Drohnen, die da in aller Seelenruhe ihren Anflug und nochmal einmal drum herum kreisen und nochmal genau gucken, ja, wo muss ich denn jetzt hin? Und dann genau wahrscheinlich in die am schwierigsten zu ersetzenden Anlagenteile versuchen dann zu treffen und, haben zwar auch überall Drohnennetze um die Raffinerien jetzt mittlerweile, aber die helfen da halt nicht gegen so eine Drohne. Also das ist dann...
Ja, was aufgefallen ist ein bisschen, ist es sich so in der letzten Woche die Angriffe auf, Ölexportinfrastruktur, also Öltanker, die gerade Öl verladen, die halt vorher angegriffen wurden, dass die jetzt nicht stattgefunden haben. Ich meine, teilweise Öllager schon, aber die Pipelines und Pumpstationen und Öltanker im Hafen oder so habe ich jetzt nicht gesehen. Und es wurde gemunkelt, dass Trump gebeten haben soll, doch irgendwie ein, bisschen das zurückzuschrauben an der Stelle und dass sie jetzt deswegen halt vor allem wieder auf Raffinerien und Transporte sich… Warum?
Also ganz ehrlich, glaube ich keine Sekunde, weil die Ukraine scheißt mittlerweile auf die USA. Also die scheißen auf Trump. Sie wissen, dass er alles dafür tut, um ihnen nicht zu helfen. Und das, was sie noch bekommen, da versuchen sie diplomatisch zu sein und noch, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Aber ich glaube nicht, dass die noch in irgendeiner Form bereit sind, groß auf solche Wünsche einzugehen. Ich denke, das hat einfach taktische Gründe, was sie gerade angreifen. Andererseits hat ja auch jetzt Großbritannien das erste Mal einen Tanker der Shadow Fleet festgesetzt. Und ich denke, das ist halt einfach ein Plan. Und das reden wir gleich nochmal drüber. Sie konzentrieren sich jetzt halt auch gerade extrem auf den Süden und hauen halt nebenbei noch ein paar Raffinerien weg. Und bei den Pumpstationen, naja, weiß ich nicht. Vielleicht ist die zentrale Pumpstation immer noch im Eimer. Und dann legen sie erst nach, wenn wieder irgendwas repariert ist und dann machen sie es gleich wieder kaputt. Stecken wir nicht drin? Wissen wir nicht? Auf jeden Fall.
Ich habe nachher beim Thema Palantir ein paar interessante Dinge, die dafür sprechen könnten, aber da kommen wir glaube ich später drauf. Also auf jeden Fall. Ein anderes Ding ist, dass Russland sich jetzt entschieden hat, Benzin und Diesel zu importieren aus Asien. So vermutlich im Ringtausch. So schicken Öl nach China oder nach Indien und kaufen raffinierte Produkte dort ein. Also soweit ist es jetzt gekommen.
Genau. Lass uns zu der Ölsituation gleich nochmal darüber reden. Ich wollte nochmal kurz zusammenfassen, was noch so militärisch stattfindet. Also Ukraine greift nach wie vor auch noch Schiffe an. Sie haben bei der Kerchbrücke ein Patrouillenschiff erwischt. Die haben auch die letzte Bujan-Corvette, die im Kaspischen Meer noch unterwegs war, angegriffen. Noch nicht so ganz klar, ob sie komplett zerstört ist, aber ich glaube ja. Und bei den Ölraffinerien haben sie einen neuen Abstandsrekord, glaube ich, erzielt, indem sie jetzt irgendwie einen Angriff auf diese Anti-Pinsky Ölraffinerie in Tumen erzielt haben. Das sind mehr als 2000 Kilometer von der Front. Das ist schon something. Und nebenbei ist ja Russland auch selber da ganz gut damit unterwegs, die eigene Infrastruktur auch noch in Grund und Boden zu jagen. Also einer ihrer großen Tubolev 22 Bomber ist gerade abgestürzt, gab es schöne Bilder davon, wie das Ding einfach vom Himmel gefallen ist. Also die Infrastruktur scheint auch langsam zu klappern, die Maschinen sind überlastet, es gibt nicht genug Wartungsmöglichkeiten und auch nicht die notwendige Technologie, um ihr ganzes Heer noch, am Leben zu erhalten und deswegen, ist das alles nicht so schön. Absolutes Zentrum der Aktivitäten, aber wie schon erwähnt, ist diese Angriffssituation auf diese Verbindungsstraße zwischen, Mariupol oder genau genommen geht die Verbindungsstraße ja in Russland, los, Also von Rostov am Don sozusagen oben, am Ufer des Asowschen Meeres entlang über Mariupol, Melitopol und dann eben von dort runter. Bis zur Halbinsel Krim. Man muss sich nochmal klar vor Augen führen, wie da die Landsituation ist. Also Ukraine ist halt einfach ein riesiges Gebiet auf der einen Seite und die Infrastruktur, naja, ist halt ländlich. Also dort hast du riesige Agrarflächen. Es gibt nicht so viele große Straßen, die auch schweres Equipment und große LKWs tragen können. Und die wichtigste Straße ist eben diese M14, die eben da jetzt nicht direkt am Ufer entlang, aber im Wesentlichen eben so von Osten nach Westen läuft und, Das sind so die großen Städte, die dort sind, Mariupol und Melitopol. Und dann knickt es eben so nach Südwesten ab zur Krim. Und die Krim ist ja eine Halbinsel und hat auch wirklich nur eine ganz dünne, Verbindung zum Festland bei Amiansk. Das ist also ganz im Westen dieser Verbindung. Und im Osten gibt es zwar auch eine Verbindung für die Straßen und für die Eisenbahn bei Tsongha, aber das sind halt nur Brücken. Und diese Brücken wurden jetzt auch von der Ukraine mehrfach angegriffen, immer wieder. Und nicht nur die Brücken, sondern eben auch alle Lastwagen und alles, was da noch an Infrastruktur ist, befindet sich im Attac. Die Russen haben zusätzlich zu dieser Brücke schon zwei neue Pontonbrücken gebaut, die aber eben auch angegriffen werden und die Eisenbahnverbindung ist glaube ich auch schon, nicht mehr zu gebrauchen und das schafft halt natürlich jetzt in zunehmendem Maße logistische Probleme. Wir haben das ja alles jetzt letztes Mal schon berichtet, nur die Situation verschärft sich. Also die Zahl der Drohnen steigt an und es gibt ja vage Schätzungen darüber, wie viele LKWs dort schon erwischt wurden. Ich habe alles mögliche gehört von über 1000 Tankwagen oder überhaupt 1000 LKWs. Also alles wird angegriffen, Militärtransporter, aber eben vor allem Sprit. Das heißt die ganzen Tank-LKWs, die da hin und her fahren und die quasi für die Russen die einzige Möglichkeit sind, nicht nur die Krim, sondern im Prinzip auch den gesamten Ostteil der Front zu versorgen. Diese Tankwagen werden jetzt einfach einer nach dem anderen zerstört. Ich weiß ja nicht, wie viele Tank-LKWs die haben. Die haben bestimmt eine Menge.
Genug. Also so rum. Sagen wir so. Also LKW werden ihnen nicht ausgehen. Ja, militärische vielleicht. Aber die Produktion von LKW und Tanklastern und so. Also gerade, also welche jetzt zivile Tanklaster, da werden so viele produziert, weltweit, können sie auch importieren und die bauen da auch selber viele. Also die Laster werden denen nicht ausgehen, aber das Problem ist halt zunehmend Fahrer zu finden, die bereit sind, da langzufahren. Und dann wurden eben auch zwischenzeitlich sogar komplett Teile für den zivilen Verkehr gesperrt, was natürlich der Ukraine es noch einfacher machte, Angriffe durchzuführen, weil klar war, dass ab dem Zeitpunkt dann alles, was sich auf der Straße befand, nur legitime militärische Ziele sein können. Natürlich das andere Problem ist, in dem Moment, weil Krieg ist und es dort auch Checkpoints gibt natürlich und obwohl die besetzten Gebiete in der Ukraine offiziell Russland sind, gibt es halt trotzdem noch Grenzkontrollen. Also es ist jetzt nicht so, dass sie jetzt einfach dann aus Ukraine, Russland, also so russisch ist dann die besetzte Ukraine auch nicht, als dass man da irgendwie unkontrolliert rein und raus könnte. Und da staunen sich natürlich dann an diesen, Kontrollstellen, staunen sich halt auch die Fahrzeuge plus eben dann an anderen Engstellen, wo dann Brücken zerstört wurden und sich Umfahrungen dort befunden haben. Und dann gab es irgendwie wohl eine Stelle, da stand dann ein Konvoi von 50 LKW. Und man wurde dann auch berichtet, dass irgendwie Ukraine, die alle 50 LKW vernichtet hätte, das konnte ich aus der Meldung so nicht entnehmen. Also wurde das oft kolportiert, aber sie haben dort eine reichliche Auswahl, vorgefunden und dort auch. Sicherlich einige dieser Fahrzeuge in dem Konvoi dort zerstört. Wie viele. War nicht klar, aber wahrscheinlich in der Größenordnung von einem Dutzend oder so an einer Stelle. Und mittlerweile auch, wenn man sich die Straßen anguckt, in den besetzten Gebieten, Und da sind dann teilweise alle 50 bis 100 Meter ist ein ausgebranntes LKW-Wrack zu sehen, was irgendwie, auf ukrainische Einwirkung zurückzuführen ist. Und auch dann eben in einer Menge, dass man gar nicht versucht, die Dinger erstmal jetzt da wegzubringen. Die liegen da einfach.
Nicht schön, genau. Also die Situation ist auf jeden Fall krass und das merkt man auch daran, dass es jetzt zu einer wirklichen, realen Spritarmut geführt hat. Wir hatten das ja schon mal, als dieses erste massive Bombardement der Raffinerien begann. Das hat sich dann wieder eingependelt, weil die Russen es geschafft haben, dann eben ihre Belieferungslogistik entsprechend zu ändern. Allerdings jetzt sieht es deutlich schlimmer aus, als wir das das letzte Mal im Titelbild hatten. Es werden jetzt nur noch bis zu 20 Liter pro Nase überhaupt an Tankstellen ausgegeben. Und das gilt übrigens nicht nur für die Krim, es gilt vor allem für die Krim. Aber wir sehen dasselbe Problem mittlerweile auch in Rostov und auf den ganzen Teilen der Strecke nach Moskau. Also die Spritarmut ist jetzt nicht nur so eine rein lokale Problematik, sondern sie ist auf der Krim besonders krass, aber sie ist jetzt auch schon in Russland teilweise zu sehen.
Und sogar in St. Petersburg und Moskau mittlerweile gibt es zwar noch Sprit, Aber man will natürlich, weil in dem Moment, wenn die Leute sehen, oh, da ist der Sprit knapp, ich tanke mal lieber voll, dann führt das natürlich dazu, dass überall der Sprit knapp wird, weil die Leute einfach hamstern. Und deswegen gibt es halt auch jetzt, glaube ich, russlandweit, die Mengen variieren, je nachdem, aber typisch ist so zwischen 20 und 50 Litern Benzin. Und die doppelte Menge an Diesel. Und für LKW gelten irgendwie dann so 100, oder 200 Liter. Das heißt, Da ist man im Moment auch gezwungen zu rationieren, weil eben Hamsterkäufe gerade drohen. Das spielt auch eine Rolle. Aber es gibt eben auch Gegenden, da ist einfach nicht wegen Hamsterkäufen, sondern da ist einfach Sprit ist einfach alle, weil nichts Neues mehr ankommt.
Ja, und es ging dann sogar so weit, weil auch teilweise an der Front nichts mehr ankommt, dass dann die Einheiten Leute losschicken, mit einem Wagen ein bisschen weiter nach Russland ins Hinterland zu fahren und dann an der Tankstelle ein paar Fässer, oder Kanister voll zu machen. Aber da scheitern sie dann halt oft einfach an so russischen Tankstellenfrauen und der Bürokratie, die dann sagen, nee. Hier steht nichts von sozusagen Ausnahmen für Soldaten oder so. Und Fässer schon gar nicht, weil wir haben gar nicht das nötige Equipment, um, halt entsprechende Erdkontakte für eine entsprechende Erdung zu sorgen, damit das Ganze nicht explodiert, weil du größere Mengen an Kraftstoff umfüllst, ist halt das Problem, dass halt statische Elektrizität und Funken und so. Also in anderen Worten, ja, es sieht teilweise wirklich schlimm aus. Die Leute stehen in Schlangen, die bis zu zwei Kilometern lang sind und wo, selbst wenn sie dann 20 Liter kriegen, ich Leute gesehen habe, die bis zu 14 Stunden in so einer Schlange verbracht haben. Und sogar auch noch schlimmer auf der Autobahn zwischen Moskau und St. Petersburg. Ja, ich meine, es ist halt Autobahn. Und da musst du halt irgendwann tanken. Und dann war halt aber eben auch diese Beschränkung oder teilweise Spritknappheit an allen Autobahntankstellen. Das heißt, da stehen dann jetzt teilweise auf der Autobahn zwischen Russland und St. Petersburg stehen die Leute auch fünf bis zehn Stunden für Sprit an, kriegen dann teilweise auch nur mittlerweile Euro-3-Benzin. Das ist halt mit hohem Schwefelgehalt, der, nicht, also der Motor geht nicht sofort kaputt, aber der hohe Schwefelgehalt, ist halt nicht gut für diverse Komponenten und eigentlich ist das nicht, also wird davon abgeraten, bei den meisten Autos den zu tanken, aber, Die Raffinerien haben halt jetzt die Erlaubnis, eben nur diesen Sprit zu produzieren, weil sie davon mehr produzieren können und zu Lasten der höher qualitativen, Spritsorten mit höherer Oktanzahl. Ja, dann natürlich Spritdiebstähle nehmen zu, ohne jede Menge dann Bilder von Leuten, denen sie dann einfach den Sprit über Nacht abgelassen haben auf der Krim.
Und dann aber was halt auch noch dazu kommt, man denkt, naja, Russland, okay, ist ja auch so ein Land, da gibt es ja auch Busse und Bahnen irgendwie. Ja, öffentlich. Ich habe Personennahverkehr oder Fernverkehr sollte ja wenigstens laufen. Aber nee, Pustekuchen, die Busse fahren halt auch nicht wegen den Drohnenangriffen. Haben die Busfahrer halt keinen Bock, sagen wir mal zu fahren.
Auf der Krim, ja, auf der Krim. Auf der Krim speziell. Das heißt, du kannst dann zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren Oder mittlerweile gibt es dann halt auch hämische Videos von Elektroautobesitzern, die dann an der Schlange vorbeifahren und sich freuen, dass sie irgendwie nicht Sprit tanken müssen.
Ja, und für die Front ist es halt besonders übel, weil, an der Front der gesamte Strom kommt aus Generatoren, die mit Diesel oder Benzin betrieben werden. In praktisch jeder Stellung findest du Generatoren, um die Drohnen und Funkgeräte und so weiter zu laden. Und wenn denen der Sprit ausgeht, geht denen irgendwann der Strom aus und dann können sie noch nicht mal ihre Drohnen mehr fliegen oder, ihre Funkgeräte betreiben, sondern können dann nur in den Löchern sitzen und hoffen, dass nichts passiert. Das ist dann die Situation bei den Generatoren, ich nehme an die dürften wahrscheinlich hohe Priorität haben aber auf der anderen Seite. Sind sie einfach darauf angewiesen und wenn sie trocken laufen ohne Sprit wird es ganz ganz übel dort und zur Cashbrücke. Über die Kärtschbrücke dürfen nur noch Fahrzeuge mit bis zu 1,5 Tonnen Gesamtgewicht fahren. Es ist ein bisschen unklar, warum. Vermutung ist, dass die Brücke wohl doch schwerere Schäden genommen hat, als bekannt wurden und dass man sie nicht reparieren kann. Selbiges scheint für Züge zu gelten, aber das Problem könnte auch sein, dass man vielleicht Angst hat, wenn man jetzt LKW rüberfahren lässt, dass dann wieder jemand irgendwie einen Sprengsatz drin unterbringt oder dass wenn sie jetzt Tankwagen mit Sprit über die Kerschbrücke fahren lassen, dass ihnen wieder dasselbe widerfährt, dass irgendjemand dann eine Drohne in den Tankwagen fliegt. Das heißt, dass sie aus diesem Grund es einfach vermeiden, brennbare Flüssigkeit oder Munition über diese Brücke zu fahren. Weil, ja, aber wie gesagt, und vielleicht ist es eine Kombination aus beiden, aber auch Fakt ist, sie trauen sich nicht und es wird auch gemutmaßt, dass die Ukraine jetzt absichtlich, die Cashbrücke nicht außer Betrieb genommen hat, komplett, weil erstens für die militärische Logistik ist sie eher unbedeutend. Und es gibt aber die Möglichkeit einfach, dass die Leute die Krim verlassen, also das sagen... Abhauen können und ja.
Das tun wohl auch schon die Ersten, weil ich meine die Situation ist ja nicht nur so, dass es keinen Sprit gibt, was ja an sich schon mal ein Problem ist, weil die Leute können nirgendwo mal hinfahren und so und viele sammeln jetzt eigentlich auch nur noch den Sprit, um irgendwie nach Russland zurückzukommen. Man muss ja auch wissen, die Krim, abgesehen davon, dass natürlich auch Leute wohnen, ist vor allem so ein bisschen auch zu das Urlaubsziel der Schönen und Reichen in Russland immer gewesen. Die Tourismusbuchungen sind jetzt so um 80 Prozent schon zurückgegangen. Es hagelt also Stornierungen, weil sich das eben jetzt rumspricht, dass man dort nicht vorankommt. Aber wenn der Sprit nicht dieses Land erreicht, dann kannst du ja auch sonst nichts mehr transportieren. Das heißt auch die Lebensmittelversorgung, überhaupt die Versorgung mit allem und die Krim produziert ja eigentlich, so gut wie nichts, also brauchst definitiv den Zulauf von außen. Und irgendwann fährt sich das halt fest. Das heißt, wir haben jetzt hier eine Situation, wie die Ukraine es eigentlich schon, herstellen wollte, als sie damals ihre Gegenoffensive gestartet haben, die ja dann an dieser Sulawiki-Verteidigungslinie kläglich gescheitert ist, weil sie dafür einfach nicht die Power hatten, damals als sie noch mit Panzern durchbrechen wollten und so weiter. Lang ist es her. Und jetzt haben sie ihre Taktik eben geändert und haben gesagt, naja, wir machen das jetzt einfach so. Wir dominieren den Luftraum im Süden des besetzten Landes am Asowschen Meer. Wir greifen alles an, was dort Logistik ist. Das sind ja übrigens nicht nur die Lastwagen, sondern es sind ja jetzt auch die Cargo-Schiffe, die zum Beispiel in Berdiansk an dem Hafen, das ist so in der Mitte des Asowschen, Meeres, also von der Kerzbrücke so nach Norden Asowsches Meer geradeaus fährt, dann ist man so genau bei Berdiansk. Also erst kommt Mariupol, dann kommt Berdiansk. Die Hafenanlagen sind immerhin schon öfter mal angegriffen worden, aber jetzt greifen sie auch die Schiffe auf dem Meer an und setzen die außer Betrieb. Das heißt, und die Krim kann halt auch so richtig vom Asowschen Meer her nicht versorgt werden, weil das Ostufer ist so ein ganz dünner, seichter, vorgelagerter, ich weiß gar nicht, wie nennt man das geologisch, geografisch, also es ist sozusagen so eine ganz dünne Linie, da ist gerade mal eine Straße, da gibt es. Keine Häfen, wo man anlegen kann und meines Wissens auch im Norden. Der Zunge, die zur Kerzbrücke geht, ist sozusagen nichts. Man muss also, wenn man zu Häfen will, muss man eigentlich nach Sevastopol oder eben nach Feodosia, wo ja auch jetzt so ein Öllager so lange bombardiert wurde, bis da jetzt nichts mehr zu holen ist. Sprich, die Versorgung mit Schiffen ist genauso schwierig. Züge fahren nicht. Die Brücke kann nicht befahren werden mit Lastwagen. Das Einzige, was übrig bleibt, ist diese Straße. Und diese Straße ist jetzt unter ukrainischer, wie man so schön sagt, Fire Control.
Ich glaube, was sie machen werden und was sie schon machen, ist im Moment einfach auf Pkw umzusteigen. Das heißt, da gibt es dann halt jede Menge, sagen wir, findige Russen und Kleinunternehmer, die dann 150 Liter Sprit in ihren, Kofferraum packen oder 200 Liter, so und dann mit ihrem PKW in die Krim fahren und dann dort den Sprit auf dem Schwarzmarkt schüren. Du kannst sozusagen auf Kleinanzeigen, kannst du Sprit kaufen in Kanistern so. Mittlerweile hast du da ein Angebot, irgendwie 20-Liter-Kanister mit irgendwie Euro 4, super 98 für 80 Euro. Also sagen wir, auf dem Schwarzmarkt ist der Kurs im Moment 4 Euro pro Liter auf der Krim. Also ich habe Angebote für. Mehrere Euro pro Liter und das macht auch Sinn, wenn du die im Kofferraum von dem Pkw reinbringen musst, hast du irgendwie 100% Schwund, für den Pkw selbst, um da rein und raus zu fahren und ja, dann willst du auch noch ein bisschen Gewinn und Zeit und das macht halt total Sinn. Zum Übrigen auch, ich habe mal ausgerechnet, was denn so ein Liter Sprit oder Gallone in Luftbetankung kostet, weil die USA hat ja so viele, fliegende Tankstellen und da hat mich dann einfach interessiert, okay, was ist denn der Spritpreis, wenn du das entweder mit dem Flugzeug ranbringst oder mit dem Flugzeug, ja, egal, ob du es jetzt landest oder in der Luft vertankst. Und ja, das ist, kann zwischen je nachdem, verfünft bis verzehnfacht deinen Spritpreis. Also wenn du das mit dem Flugzeug bewegst, bist du dann halt so bei 10 Euro pro Liter oder ja. Dann, ich weiß nicht, 40, 50 Dollar pro Gallone.
Fliegen ist ja eh keine Option, weil mit Flugzeugen, die sind natürlich dann auch sofort im Beschuss ausgesetzt. Aber du hast natürlich recht, es ist auch total unökonomisch. Und von daher stellt sich jetzt eben die Frage, was werden wir jetzt hier sehen? Also wenn es der Ukraine gelingt, diese Situation noch weitere ein, zwei Monate aufrecht zu erhalten und die Russen nicht in der Lage sind, hier einen Weg zu finden, die Belieferung der Krim wiederherzustellen. Dann, läuft dieser Bereich einfach trocken. Und das ist halt nicht nur die Krim, sondern das ist ja im Prinzip auch der Kherson-Bereich, der russisch besetzte Bereich von Kherson südlich der Stadt Kherson. Auf der anderen Seite des Flusses, also von diesem ganz westlichen Kinbundenspit sind sie ja wohl schon abgezogen, weil sie da nicht mehr versorgt werden können. Aber das sind auch nur so ein paar Hanseln.
Ja, Bestätigung ist auch schwierig, aber man kann glaube ich festhalten, die Situation verschlechtert sich aktiv. Und wenn dieser Druck aufrechterhalten werden kann oder sogar noch gesteigert werden kann, was die Ukraine ja sicherlich vorhat, weil sie klar ankündigen, dass sie jetzt ihre Produktionszahlen der Drohnen noch weiter, ansteigen lassen wollen, dann sieht das mal gar nicht so gut aus. Und die Aussage, dass jetzt die Krim noch nicht in Gefahr ist, sozusagen aus russischer Perspektive, ich weiß nicht, ob die sich so halten lässt, weil das kann durchaus sein, dass jetzt hier ein militärischer Schachzug der Ukraine begonnen hat, der einfach mal die Krim von der Versorgung abschneidet. Und wenn die keine Versorgung haben, wenn da keine neuen Truppen reinkommen, wenn da keine neuen Waffen reinkommen, vor allem wenn da kein Sprit reinkommt, aber auch wenn da keine Lebensmittel reinkommen. Ähm, was willst du denn dann noch machen in der Krim?
Also das ist, wie gesagt, unklar. Im Moment gibt es keinen klaren, sichtbaren Ausweg, aber meistens ist es so, dass sie sich schon irgendwie anpassen. Aber das Problem ist auch, dass mittlerweile so viele Russen äußern sich ja auch empört in den sozialen Medien darüber. Und dann wurden eben auch so Stimmen laut, ja was sollen wir denn irgendwie mit der Krim, wenn man hier sowieso keinen Urlaub machen kann oder nicht leben kann und es keinen Sprit gibt irgendwie. Und das Ganze ist natürlich dann auch nochmal ein gewaltiger Kostenpunkt, weil diese besetzten Gegenden kosten halt nur Geld. Teile auch dieser Autobahn, die da jetzt bombardiert und überflogen wird, wurden überhaupt erst von den Russen während des Krieges gebaut, um genau dort eben diesen Landkorridor. Verkehrsmäßig auszubauen. Das heißt, wenn du die Bilder siehst, siehst du teilweise das nagelneue Autobahn, die da zerbombt wird. Oder sie haben ja auch massiv in Mariupol zum Beispiel angefangen, Dinge aufzubauen. Das Theater haben sie, glaube ich, auch wieder aufgebaut, wenn ich das richtig gehört habe, um diesen Schandfleck wegzuschaffen. Und haben riesige Wohnungsbauprojekte in diesen Gebieten angestoßen, um Leute dort zu halten. Also das Ganze ist, ja, schlimmer als die DDR nach der Einheit. Also ein schlimmeres Geldloch eher.
Ja, also ich will nicht zu optimistisch sein, aber ich gebe zu, ich bin ein bisschen optimistisch. Ich habe so den Eindruck, dass wir hier gerade einen Turning Point erleben und dass, die Situation sich für die Russen in diesem Sommer noch weiter verschärfen wird, weil die Zeichen stehen einfach ganz klar hier pro Ukraine. Sie haben die Waffen, sie haben die Strategie, sie haben die Möglichkeiten, sie haben das Momentum und die Russen haben eigentlich genau das Gegenteil davon. Und die Russen sind einfach vor allem jetzt nur, also diese ganze Versorgungssituation mit der Krim ist ein einziges Dilemma. Fahren sie da lang? Werden sie weggehauen? Fahren sie da nicht lang? Und mal ehrlich, Pkw, ja okay, meinetwegen, da verdienen sich ein paar, jetzt eine goldene Tasche mit. Aber du kriegst ja mit Pkws nicht dieses gesamte Land versorgt. Also das halte ich für ausgeschlossen, dass du damit in der Lage bist, da die Situation aufrecht zu halten, schon gar nicht die militärische. Und von daher, also da habe ich meine Zweifel. Gut, werden wir sehen.
Ja, gut, wird sehen. Also Fakt ist, dass die Russen im Moment noch keine Antwort haben und eine finden müssen und unklar ist, ob sie eine finden oder wie lange es dauert, bis sie eine Antwort finden auf die Situation, die kann. Auf taktischer Ebene kann aber auch irgendwie auf strategischer Ebene sein, die Antwort. Aber im Moment, ja, wüsste jetzt auch nicht so recht, was ich, also ich würde halt dann einfach Frieden schließen, aber das, ja.
Das werden wir sehen. Gut, kommen wir mal, zu der Situation in der Waffentechnik, beziehungsweise was so strategisch eigentlich jetzt alles so läuft und wir wollen uns auch gleich nochmal einen bestimmten Teil genauer anschauen, nämlich wie eigentlich die ganze Kriegsplanung so läuft. Es gibt jetzt so verschiedene Entwicklungen, also bei der Ukraine, geht halt das mit der Waffenentwicklung weiter, von diesen Firepoint 7 und Firepoint 9 Drohnen sieht man jetzt mehr und mehr Mockups auf den Messen rumstehen und sie meinen, dass die halt bald zum Einsatz kommen. Das wäre schon mal ein sehr interessanter Move, denn das sind ja diese ballistischen, Raketen, das sind so Monsterraketen, vergleichbar eben zu diesen großen Geschossen, die Russland seit Anfang an schon auf die Ukraine abschmeißt. Sowas hatte die Ukraine bisher nicht und hat sie auch von niemand anderem bekommen. FP7, FP9 sind halt irgendwie große Raketen, die jetzt eben auch dafür, ich weiß nicht, ob die vom Boden gestartet werden oder von Flugzeugen aus gestartet werden. Vom Boden?
Die werden sicherlich schon irgendwie getestet, groß zum Einsatz gekommen sind sie noch nicht. Also ich habe jetzt zumindest noch von keinem Ereignis gehört, wo die jetzt konkret mal irgendetwas mit angegriffen hätten. Aber das kommt wahrscheinlich bald. Dann verfügt jetzt wohl die Ukraine auch über eigene Gleitbombs. Also das ist die andere Bombentechnik, mit der die Russen sehr viel Erfolg hatten. Also so normale dumme Bomben, die man normalerweise einfach nur vom Flugzeug, abwirft und die fallen dann so runter. Die können halt mit diesen Gleitkits ausgerüstet werden, das ist quasi dann nochmal so eine Klammer drumherum mit kleinen Flügelchen und wenn dann halt diese Bombe abgeworfen wird, dann klappen sich nach einer Weile diese Flügel aus und dann gleitet diese Bombe eben über deutlich größere Distanzen. Und je nachdem, wie schnell und wie hoch das Flugzeug zum Zeitpunkt des Abwurfs war, können die dann eben teilweise beträchtliche Strecken von 100, 200 Kilometern fliegen und damit können dann halt die Flugzeuge weit von der Front entfernt diese Bomben abwerfen und die fliegen dann auch, mit ein bisschen GPS-Steuerung an die richtige Stelle. Wie gesagt, jetzt hat die Ukraine ein eigenes Kit entwickelt, von dem ich noch nicht genau weiß, ob es schon im Einsatz ist, aber das kommt wohl auch bald. Und das Besondere ist, dass die halt auf der einen Seite natürlich jetzt für die Munition, die die Ukraine hat, gebaut ist, aber eben vor allem entfalten die wohl offenbar ihre Flügel sehr schnell. Die russischen Modelle, da fällt die Bombe erstmal signifikant und irgendwann später machen sie dann die Dinge auf. Ich weiß jetzt nicht ganz genau, wie groß die Verzögerung ist. Bei Videos von diesen ukrainisch entwickelten Drohnen hat man gesehen, dass die wohl unmittelbar, nachdem das Flugzeug sie abgeworfen hat, diese Flügel ausklappen, was dafür sprechen würde, dass sie noch eine deutlich größere Reichweite haben.
Ja, wobei die russischen Gleitbomben-Kits auch nicht, also die sahen auch interessant aus, wir haben ja bei Enno im Museum, im Ukraine-Museum gesehen, da kann man die auch anfassen. Und das war schon interessant, dass die Aluminiumprofile und die Mechanik und so, also das ist jetzt auch. Nicht schlecht, was die Russen haben, wobei sich dort auch manchmal die Flügel nicht entfalten. Also die Qualitätskontrolle scheint nicht so gut zu sein und dann die Bomben halt nicht fliegen, sondern dahin fallen, wo sie abgeworfen werden. Und das ist öfter auch aus unerklärlichen Gründen über irgendwelchen russischen Städten. Das hatten wir auch gesehen. Vielleicht noch interessant zu FP9. Und FP7, glaube ich, auch. Die basieren auf Raketen, die auch für die S-400 Flugabwehrsysteme gebaut werden. Die haben halt nur die Elektronik und das gesamte Leitsystem. Und so ist halt anders und neu und eben teilweise größer. Und die haben dann schon einen ganz schönen Rums, also die FP7 soll irgendwie 850 Kilometer mit einem, Gefechtskopf von 800 Kilo haben. Und ja, also schon massiv das Ganze.
Ja, außerdem hat die Ukraine noch eine Lieferung wohl erhalten von amerikanischen Glidekits, diesen JDAMs. Davon haben sie wohl nochmal irgendwie über 1500 bekommen. Also keine Ahnung, ob das jetzt sozusagen aus dem Fonds noch war, den die Europäer quasi eingekauft haben. Ich vermute das mal so. Also mit den Lieferungen war ja seit dem Iran-Krieg dann sowieso so eine Sache, ob da überhaupt noch irgendwas kommt, aber stückweise kommt wohl noch was. Ja, dann ist halt die ganze Aufklärung auch ein echtes Thema. Aber Ukraine hat jetzt wohl so ein Deal mit der Firma Vantor aus den USA, ein privates Unternehmen, was auch solche Satelliten, Kamerasatelliten betreibt, also die Erdbeobachtung machen. Und hier haben sie wohl eine technische Kette entwickelt, die es ihnen erlaubt, diese Satellitenbilder mehr oder weniger in Realtime auszuwerten. Das heißt, die fotografieren halt die ganze Zeit diese überflogenen Gebiete, und dann gehen diese Bilder automatisch in so eine Machine Learning, KI gestützte Toolchain mit rein, mit dem sie relativ schnell, auf diesen Bildern bestimmte Objekte erkennen können und das dann eben relativ schnell auch vorgelegt bekommen. Beziehungsweise wenn sie gezielt wissen, worauf sie schauen wollen, also was weiß ich, hier an diesem Militärstandort, an diesem Flughafen steht hier gerade ein Flugzeug oder nicht. Dass sie dann also innerhalb kürzester Zeit und die Rede war von so 10, 10, 20 Minuten schon quasi ein auswertbares Bild vorliegen haben. Und das dürfte den Russen eine Menge Ärger machen, weil ich glaube, was Vergleichbares haben sie nicht. Typischerweise hattest du ja immer so das Problem, naja, Überflug, bis dann das Bild ankommt, dann kannst du so ein, zwei Tage später, vielleicht mal mit den Daten was anfangen und offensichtlich haben sie gemeinsam mit dieser Firma hier diese Response-Zeit deutlich, runtergesetzt bekommen und das führt dann wahrscheinlich auch zu einer besseren Zielführung.
Ja, und zwar hat Russland jetzt so, baut jetzt so Starlink-Jamming-Komplexe auf. Und die bestehen dann so aus ungefähr zehn Richtantennen, also im Prinzip Satellitenschüsseln so mit Schatten. Ein, zwei Meter Durchmesser, die ausgerichtet werden können. Und was sie dann wohl machen damit ist, dass sie dann genau auf einen Starlink-Satelliten oder dass sie halt auf die zehn Starlink-Satelliten, die dann da gerade oben sind, Sie deren Empfänger halt stören mit einem, gerichteten Funksignal und damit, muss ich sagen, Starlink nicht empfangen kann, oder der Satellit vorübergehend nicht empfangen kann, wenn diese Schüsseln drauf ausgerichtet sind. Problem ist natürlich, so zehn Satellitenschüsseln. Mit freiem Sichtfeld sind natürlich auch durchaus auffällig, sodass die Ukraine natürlich, plus die Senden halt, sodass die Ukraine dann auch schon Bilder veröffentlicht hat von dem ersten Komplex, den sie da einfach mal zerbombt haben mit Drohnen. Aber ja, fand ich interessant, war neu, hatte ich so noch nicht gesehen. Und dass sie sozusagen auch jeden, dass sie sagen, ein System pro Satelliten brauchen, fand ich halt interessant.
Gut, dann wollen wir mal ein bisschen einen Blick werfen auf die Firma Palantir. Die ist ja viel im Gespräch weltweit, nicht ganz so unrecht. Eine Firma geführt von Alex Karp und wo halt die ganzen Millionäre und Milliardäre, dort ihre Gelder drin haben und Palantir hat halt AI-basierte Software, die sehr gerne im Polizei und auch im Militärbereich zum Einsatz gebracht wird. Und ja, du hast dir das mal genauer angeschaut, was eigentlich dahinter steckt.
Ja, ich meine, ich kannte sagen, ich bin irgendwie Mitte der ja, was war das, so 2016 wahrscheinlich, 2015. Habe ich Ergebnisse oder Output aus, diesem System gesehen im Rahmen meiner Arbeit im Verfassungsschutzausschuss und in der G10-Kommission des Landes Berlin. So hat halt ja vor allem eben das LKA, aber auch der Verfassungsschutz haben das genutzt, um Profile damit anzulegen. Also man muss sich das so vorstellen, wie man, in den Filmen sieht, so das große Polizeibord mit den Fotos drauf von den Verdächtigen, die dann irgendwo hingepinnt sind und dann die roten, Fäden, die das irgendwie alles miteinander verbinden. Das machen die im Prinzip in Software. Also es ist halt, ein Kern ist ein, semantisches, Objektsystem oder eine Ontologie. Und wie sich das nennt, das heißt, du kannst halt Objekte anlegen, denen kannst du verschiedene Attribute geben und kannst diese Objekte dann mit anderen verknüpfen und kannst dann darauf Anfragen machen. Und du kannst diese Dinge dann aber auch räumlich oder zeitlich miteinander verknüpfen. Das heißt, du kannst dann so Auswertungen machen, wer von den Verdächtigen war jetzt zu der und der Zeit in der und der Funkzelle, wenn du jetzt Funkzellendaten hast. Oder, ja, also im Prinzip und Palantir hat 2007 so sein erstes Produkt rausgebracht namens Gotham, die halt irgendwie, ich glaube, was ist Batman? Irgendwie Gotham City.
Ja, ja. Und nennen das Operating System for Global Decision Making. So. Und ja, es ist im Prinzip Datenintegration, hauptsächlich gehört das für Militär, Geheimdienste, Polizei und andere Sicherheitsbehörden. Und du hast einmal eine Integrationsmöglichkeit für hunderte von Datenbanken und andere Datenquellen. Also wenn irgendwas Datenbank ist, kriegst du das irgendwie angeschlossen an das System. Das ist also das Ding, dass du eigentlich verschiedene Silos, verschiedene Systeme, die irgendwie Daten haben, dort anschließen kannst und dann, Verknüpfungen zwischen Daten, die aus ganz unterschiedlichen Datenbanken und Datenquellen stammen machen kannst. Und das eben, wie gesagt, auch zeitlich und räumlich. Und von Anfang an haben sie eben auch diese Objektontologien benutzt, um eben unstrukturierte Daten und Zusammenhänge modellieren zu können. Und ja, sie haben da sehr krasse Slogans auf der Webseite bei dem Produkt Gotham. So dann mit Your software is the weapon system. Deine Software ist dein Waffensystem. Oder Decision Dominance from Space to Mud. Also Entscheidungsdominanz vom Weltraum bis in den Schlamm hinunter. Und dann so AI-Driven Combat Superiority und Powering the Kill Chain. So in anderen Worten. Das ist so ein System zur Automatisierung von Tötungsketten. So kann man sagen.
Ja, also und man kann eben auch dann Sensoren und Effektoren anschließen. Also mit anderen Worten, du kannst da eben auch Satellitendaten oder andere, ja, elektronische Kampfführungsdaten, Funkspektrum, Ereignisse und so weiter, wo wurde irgendwie eine Drohne abgeschossen, wo ist eine durchgekommen und so, also solche Sachen. Und sie werben mit irgendwie auch Op-Center Anywhere, das heißt du kannst dann eben, webbasierte Applikationen, das heißt, wenn du einen Browser hast, kannst du halt diese meisten dieser Systeme einfach bedienen irgendwo. Also du brauchst halt nur ein Internet und kannst dann dort deine Einsatzzentrale, ja. Gotham war, wie gesagt, ist halt das ältere, ist die ältere Plattform so, wie gesagt, seit 2007. Und 2018 haben sie ein neues Produkt eingeführt, Foundry. Das macht teilweise, also es überlappt sich so und, ist auch eher mehr gedacht für Unternehmen und Supply Chain Management und Logistik und Modellierung und Vorhersage, wird aber auch genauso vom Militär genutzt und, dort der Hauptpunkt ist eben oder die Hauptidee ist, dass du einen zentralisierten, digitalen Zwilling hast von dem gesamten Gefechts- und Schlachtfeld und allem. Also sozusagen komplette Integration von allem. Und eben du hast halt dort eben einmal semantische Layer. Also die sagen...
Das ist eine Person. Ja, genau. Was ist die Bedeutung? Das ist jetzt eine Person oder ein Fahrzeug oder so. Dann gibt es einen kinetischen Layer, das heißt Datenmodelle, die in der Lage sind, also die mit, Geschwindigkeiten und Positionen und Dynamiken und so arbeiten. Und dann gibt es noch den dynamischen Ontology-Layer, mit dem man dann auch so logische Verbindungen und Abfolgen und so. Plus das Ganze ist eben auch so designt, das System, im Gegensatz jetzt zu anderen Ontologiesystemen, wie beispielsweise RDF oder so. Da hast du eben sogenannte Triplets, aber das benutzen die nicht, weil die halt sehr viel auch Read-Write machen auf den Ontologien. Es ist einfacher, wenn du halt Objekte hast, weil diese Triplet-Subjekt-Prädikat-Objekt im Prinzip, das war das so halt eben eine... Im Resource Description Format auch hast, ist halt mehr so Read-Only, da kannst du nicht so einfach dann Änderungen vornehmen. Und über diese gesamten Plattformen. Kannst du dann noch die Artificial Intelligence Plattform drüberlegen, weil 2016 war noch nicht so viel mit AI und 2007 erst recht nicht. Aber ja, und da haben sie jetzt über Gotham und Foundry, kannst du dann damit deine LLMs integrieren und kannst dann, aktionsgetriebene Logik dort implementieren und regeln, die halt dann der LLM bestimmte Constraints, auferlegen. Die kann dann halt nur machen, was eben dann auch in den Regeln drin ist. Und dann haben sie halt bestimmt ein Dutzend anderer Produkte oder Module oder ja, also zum Beispiel ein so ein Ding ist Meta-Constellation, was sie anbieten. Das ist auch, ich sag mal, basiert im Prinzip alles auf Gotham und, Foundry, aber da sind dann sozusagen mit speziellen Anwendungen und Daten bestückt, und das Meta-Constellation kannst du halt Satelliten-Tasking mitmachen. Das weiß halt, wo welcher Satellit ist, wo der hingucken kann und diese, und insofern ja, ist das genau so ein System, wo, wie hieß die, VATCOM oder so, die da jetzt Daten liefern, diese private WANTOR. WANTOR, ja, Ja, da gibt es eine Integration, bin ich mir relativ sicher, für deren Satelliten. Das heißt, die können dann auch integriert, können sie dann sagen, okay, wir haben hier bombardiert, wir hätten gerne das nächste Satellitenbild von der und der Gegend. Und dann wird dieses Tasking. An die Satelliten übermittelt Und die richten dann ihre Kameras entsprechend auf die angeforderte Gegend aus. Oder wenn sie sowieso routinemäßig Daten auf Vorrat sammeln, dann kannst du die auch eben alle einbinden. Plus eben alle möglichen anderen, wie es so schön heißt, Edge-Sensoren. Und da ist dann auch eine AI-Auswertung mit drangedrahtet, also Objekterkennung, auf Satellitenbildern kannst du halt durchführen und dann so Dinge programmieren hier. Ja, bitte sag mir, wenn sich hier irgendwie dieses Objekt bewegt hat oder sich irgendwas verändert hat hier an diesem Depot und so, Dann, sobald der Satellit drüber fliegt, wird das ausgewertet und sagt ja, oh, hier in dem Lager sind jetzt neue Truppen eingezogen, gerade mit Fahrzeugen. Guck dir doch das mal an. So, ja. Mich hat dann natürlich besonders interessiert, weil man, was sie denn so als jetzt. Kartenkomponente oder Geovisualisierungskomponente eigentlich benutzen. Und da nutzen sie eigentlich eine Open-Source-Software, wobei ich glaube Mapbox hat auch jetzt irgendwie, also teilweise Closed-Source, Aber jedenfalls nutzen sie Mapbox halt, und haben auch in Mapbox investiert.
Ist im Prinzip, ja, ja, Mapbox ist halt Visualisierungssoftware, was auch OpenStreetMap-Daten verarbeiten kann und teils und so. Aber auch eben visualisieren kann. Aber interessant ist, dass Mapbox komplett verschweigt, dass Palantir, sie benutzt, weil es wohl dort auch und es gab gewisse Kontroversen, weil viele Leute bei Mapbox wohl nicht so glücklich darüber waren, dass Palantir, ihre Software benutzt. Aber ja, jetzt haben sie eben in Mapbox investiert und haben da gewissen.
Und das Prism-System ist eine Digital Battlefield-Plattform, die aber auf der Palantir-Seite überhaupt keine Erwähnung findet, weil es wahrscheinlich ein Kundenprojekt ist und nicht ein Produkt in dem Sinne. Und vermutlich ist es aufgebaut aus Gotham plus dieser AIP, also dieser Artificial Intelligence Plattform plus Custom Module, die die Ukraine geschrieben hat. Aber technische Details sind unklar, weil es gibt nur Presseberichte darüber und irgendwie findet ein paar Screenshots und da kann man sehen, dass es schon sehr so aussieht wie, eben Gotham, was die damit haben und, Das wird genutzt für die Echtzeitverarbeitung und Planung von Drohnenangriffen. Also. Im Prinzip sind sie wohl in der Lage, also was sie machen ist, sie analysieren auch frühere Angriffe und die Aktion der gegnerischen Flugabwehr. Also wenn irgendwo eine Drohne abgeschossen wird, landet das in dem System so, Aha, hier plus alles andere, was so an Aufklärungsdaten von Satelliten und Drohnen und so kommt, wird da, alles reingepumpt. Und dann schlägt das System erstens einen Pfad vor zum Ziel, der möglichst frei ist von irgendwelchen russischen, bekannten russischen, Luftabwehrstellungen und ist sogar wohl in der Lage, die Flugrouten dynamisch anzupassen. Also wenn jetzt eine Drohne fliegt jetzt voraus, und dann noch so ein Schwarm hinterher und dann stellen Sie fest, aha, diese eine Drohne wurde dort jetzt abgeschossen oder hier wurde ein Schwarm abgeschossen, dann können Sie sich entscheiden, aha, entweder, okay. Hier ist gefährlich, lass uns da mal woanders langfliegen oder aha, denen ist jetzt die Munition ausgegangen. Wir können also einfach dann jetzt mehr Drohnen dort lang schicken, weil statt woanders und dann quasi in entstandene Löcher hineinstoßen auch. Also solche Dinge sind sie wohl in der Lage zu tun, für die, ja vor allem Mittel- und Langstreckenangriffe wird das wohl benutzt, dieses System.
Dann gibt es den Brave One Data Room, der auch wohl auf Palantir-Software basiert oder wo das zum Einsatz kommt. Da werden eben. Die Gefechtsdaten gesammelt aus, also im Prinzip alle Videos, die jetzt von Drohnen aufgenommen werden und die irgendwie Gefechte zeigen, werden dort gesammelt und dann für zwei, für verschiedene Zwecke genutzt. Also einmal zum Validieren von bestimmten Systemen, ob die auch wirklich jetzt das leisten, was versprochen wurde oder nicht. Ich weiß nicht, ich kann dann vergleichen, okay, mit der Drohne oder so hatten wir so und so viele Treffer von so und so viel und mit der hatten wir so und so und können dann also auch quasi, beurteilen, wie gut die verschiedenen Waffensysteme oder Strategien oder so im Vergleich funktionieren. Und plus sie nutzen diese Daten zum Training von AI-Systemen und da haben sich wohl mittlerweile, Dutzend Firmen angekoppelt, die dort Lizenzen haben, um ihre Waffensysteme auf den, Brave One Data Room Daten zu trainieren.
Also man muss dazu sagen, Brave One, das hatten wir ja hier auch vor ein paar Sendungen schon mal besprochen, ist ja eigentlich primär die Plattform, das ist das, was man nach außen hin kommuniziert, es ist die Plattform, in die ja auch alle Truppen sich einloggen können. Also wenn jetzt irgendwo eine Gruppe an der Front ist und die haben irgendwelche Kills gemacht, dann können die gleich die Videos von ihren Drohnen da hochladen, und dann ist das ja auch so eine Art Online-Shop für neues Material. Das heißt, man verdient durch die Meldung von Kills, wenn die dann bestätigt werden, verdient man eben so Erfahrungspunkte sozusagen, von denen man dann eben auch kaufen kann und das ganze System ist eben, es ist halt eine weitere Datenquelle. Wo alle sozusagen Interesse daran haben, da was reinzuführen. Die ausführenden Truppen werden dann quasi dafür belohnt, dokumentieren natürlich automatisch auch alles, dann kommt das ganze Videomaterial rein, was dann wiederum, zur Analyse und meinetwegen auch zum Training von AI-Systemen zur Verfügung steht. Man sieht halt, wo passiert überhaupt was, wo ist überhaupt Aktivität und die Ukraine hat im Prinzip ein System aufgebaut, mehr oder weniger so ein Realtime-System. Was davon jetzt ihre eigene Arbeit ist, weil sie haben definitiv eine ganze Menge eigene Software schon immer auch entwickelt und gehabt. Palantir kommt jetzt hier irgendwie noch mit rein. Bei Prisma hast du ja schon gesagt das ist jetzt nicht Prism sondern das ist jetzt auch nicht ein Produkt sondern das ist quasi mehr ein Projektname, Ich würde auch sagen, dieser Brave One Data Room, da ist wahrscheinlich der Data Room sozusagen, der Palantir-Aspekt, eingepluggt in das Brave One-System, was die Ukraine ohnehin schon entwickelt hat.
Palantir ist so ein bisschen, was man früher fast noch als Middleware bezeichnet hätte oder so, wo man, also out of the box macht das halt, kannst du nicht so viel damit anfangen. Du musst es halt eben mit Daten und mit Wissen füttern, und mit deinen spezifischen Modulen und an deine Datenbanken anschließen und, deine Prozesse dort reintun.
Ja, also sie haben eben auch On-Premises-Sachen, aber ich... Aber es wird einiges davon, bin ich mir auch sicher, wird in den USA gehostet. Da komme ich aber gleich noch dazu. Aber es ist auf jeden Fall, das Ganze, der Brave One Data Room, ist auf jeden Fall ein wunderbares Ding, um einerseits Einheiten, die erfolgreich sind, denen Anerkennung, zu geben und die zu stärken. Und auf der anderen Seite die Leute zu motivieren, die Sachen auch hochzuladen. So, weil wenn du einen Erlass erlässt, alle Daten sind jetzt gefälligst hochzuladen, ist das wahrscheinlich nicht so wirksam, wenn du deine Daten hochklädst, dann hast du halt persönlich auch einfach was, was davon, das macht halt Sinn. Ja. So allgemein wird die Gotham-Plattform benutzt eben für, generell Battle Intelligence und eben um Verbindungen zwischen verschiedenen Entitäten herzustellen. Ich würde mal auch vermuten, dass der ukrainische Geheimdienst das auch benutzt, um Bedrohungsanalysen durchzuführen, was weiß ich, zu sehen, oh, hier an dem Frontabschnitt haben sich jetzt wieder ganz schön viele Russen versammelt oder so. Das könnte gefährlich werden, sowas in der Art. Und ähm, Ja, dann benutzt wohl der GUR, also der ukrainische Geheimdienst, auch ein System namens Meta-Constellation. Das ist dann wiederum...
Ja, stimmt, hatte ich schon erwähnt. Ja, das wird dann eben für die Satelliten- und Luftbildanalysierte Zielauswahl genutzt. Und dann gibt es noch ein Produkt namens SkyKit. Ich vermute mal, das ist die Handy-Variante von dem Ganzen. Und nennt sich Edge-Deployable-Intelligence-Plattform. Also das ist quasi dann, Systeme oder Endgeräte, die du an der Front im Prinzip benutzen kannst, und das wird wohl vor allem von Special Forces und Sehstreitkräften für Missionsplanung benutzt und kollaborative Aufklärung und so. Das heißt, die haben da irgendwie Terminals im Feld, mit denen sie dann auf diese Daten zugreifen können.
Ja, und eventuell läuft davon auch was in Drohnen selbst oder so, Systemkomponenten, das ist noch unklar. Ja, aber mit am interessantesten, fand ich das sogenannte Maven Smart System. Und das Maven Smart System ist halt genau so eine Plattform, also es ist jetzt auch kein Produkt, von Palantir, sondern das ist halt das Gegenstück vielleicht zu der Digital Battlefield Plattform, die die Ukraine entwickelt hat auf Basis von, Palantir Software. Aber in dem Fall ist es eine Plattform, die das US-Verteidigungsministerium entwickelt hat und zu der es der Ukraine Zugriff gewährt hat. Und in diese Plattform, die integriert halt alle möglichen Aufklärungs- und Zielerfassungstools und, ist vermutlich auch das, was die USA eingesetzt hat jetzt im Iran-Krieg. Nämlich werden Satellitenbilder und Sensordaten mit KI kombiniert, um mögliche Feinziele automatisch zu identifizieren. Also sie bezeichnen das als AI-Enabled Data Fusion und Targeting Platform. Also, was das Ding macht im Prinzip ist. Ja, in alle Daten, auf die es Zugriff hat, einschließlich eben Satellitenbilder und was sonst noch so reinkommt, werden halt, Durch eine KI, was auch immer, das ist geschickt, die dann angeblich Schwachstellen identifizieren kann und besonders hochwertige Ziele identifizieren kann. Das heißt, sie hat halt Teuristiken, meist halt, oh, Gruppenansammlung oder, keine Ahnung, Schiff oder fünf Panzer oder so, ist halt ein Hochwertziel und ja, und dann, was dabei dann rausfällt, ist halt eine Liste von potenziellen Zielen. Und ist halt vom US-Verteidigungsministerium. Aufgesetzt und modelliert eben die komplette Tötungskette Killchain bis zum Abschluss. Also da wird dann auch am Ende dokumentiert, war das jetzt erfolgreich oder nicht. Und was es eben auch noch macht wohl, ist es schlägt dann wenn du ein Ziel hast, kannst du dann sagen, okay, wie kann ich das jetzt am besten bekämpfen? Dann gibt dir das auch noch eine Liste von irgendwie Waffensystemen, was weiß ich, schlägt dir dann vor, welcher Bomber oder welche Munition oder welche Artillerie für die Bekämpfung, eines Ziels dann, geeignet ist, so abhängig von wo sich das befindet und wie gehärtet und wie groß das ist und so weiter. Ja, und das bedeutet im Effekt, weswegen ich das so interessant fand, ist, ja, dass die USA, Daten und KI für die Zielauswahl zur Verfügung stellen. Wer jetzt konkret welche Daten dort einspeist oder nicht, ist nicht so klar, aber, dass die Ukraine Zugang zum Maven Smart System hat, Hat so das, ja.
Ja, ich meine, interessant ist das natürlich, im Konflikt gegen den Iran, die AI zwar perfekt funktioniert hat, aber eben niemand die AI gefragt hat, vorher sollen wir das eigentlich machen. Weil, tatsächlich jeder AI, die man gefragt hat, hat gesagt, nee, mach das lieber nicht, mach das nicht. Und die andere Frage ist natürlich... Ja, wie gut funktioniert das Ganze jetzt tatsächlich? Also es scheint recht gut zu funktionieren im Moment. Aber ich kann mir vorstellen, dass in der Praxis das halt schon alles sehr, sehr mühsam ist und alles nicht so shiny und perfekt, Hightech, wie das jetzt klingt. Aber ich kann mir vorstellen, dass speziell, ich meine, die nennen es AI, ich würde es Machine Learning nennen, also Machine Learning Algorithmen zur Bildauswertung zum Beispiel. Super Sache, ist nützlich, ob das jetzt künstliche Intelligenz ist oder nicht. Das ist mal so eine Definitionsfrage und wissen auch, dass eben Narrow AI oder eben solche spezialisierten Systeme entfalten halt relativ klaren Nutzen. Und die LLMs tun sicherlich auch was, mit dazu, gerade wenn du halt haufenweise Datenbanken integrierst mit unterschiedlichsten Formaten, ist es halt durchaus hilfreich, wenn du halt hinterher eine LLM nochmal drüberlaufen, lässt, um, einfach Daten zusammenzuführen. Ich weiß nicht, wie viele Datenzusammenführungsprobleme du in deinem Leben mal bearbeitet hast, aber es war irgendwie immer... Nein, nicht pain in the ass, selbst Adressdatenbanken zu migrieren. Und da helfen halt LLMs natürlich. Aber passiert dann halt auch, dass die KI dann mal versehentlich so eine Mädchenschule, als Militärlager identifiziert und du dann einfach echt schlechte Propaganda hast, weil du jetzt 150 Kinder mit der KI. Und vermutlich war das das Maven Smart System, das die 100, oder was heißt auf dem Gewissen hat, aber es ist halt sehr wahrscheinlich, dass das eins der Dinge war, wie eben die Technologie war.
Also im Gewissen haben die Systeme bestimmt nicht, von daher können sie auch nichts auf dem Gewissen haben. Was jetzt diese Mädchenschule betrifft, ich weiß nicht, ob das überhaupt schon mal weiter investigiert wurde, aber soweit ich das noch in Erinnerung habe, war es ja so, dass, dieses Gebäude tatsächlich mal Teil dieses Militärkomplexes war, aber dann eben umgewidmet wurde. Und wenn deine Daten halt nicht stimmen, dann kann auch die beste AI keine guten Entscheidungen auf dieser Datenbasis führen. Das hilft ja dann auch nicht weiter.
Oder die AI hat die richtigen Daten an der Stelle einfach ignoriert. Also das ist halt genauso möglich. Am Ende liegt die Verantwortung natürlich nicht bei der AI, sondern bei der USA und von daher müssen sie sich damit auch abfinden, dass sie dafür verantwortlich sind. Na gut, wir wollen aber nicht weiter über den Iran-Krieg reden. Ich denke, wir können jetzt diesen Teil auch abschließen. Wir stellen einfach fest, Palantir hat da fett seinen Fuß mit drin. Die Ukraine nutzt teilweise Systeme des Unternehmens, teilweise Software und Lösungen des Unternehmens. Er hat insgesamt da einfach eine Softwarearchitektur zusammengebaut, die es ihnen ermöglicht, im Rahmen bestimmter Grenzen natürlich, hier mehr oder weniger so ein Echtzeit-Gefechtsbild zu erhalten, einschließlich der Auswertung, Belohnung der beteiligten Truppen und auch, interessanten Informationen darüber, wo könnte man als nächstes, zuschlagen, wo muss man sich vielleicht verteidigen etc. Also eine strategische Hilfestellung durch so ein System, was halt ganz viel AI und ganz viel Palantir mit drin hat.
Und nachdem ich da jetzt reingeguckt habe, so hatte ich fast richtig Lust bekommen, sowas auch zu programmieren. Nur in richtig, weil das ist, mit meinem Terra-Visions-Hintergrund, weiß ich halt, wie das funktioniert und habe halt auch die ganzen Modelle so für jetzt, kinetische und dynamische Modelle und so hatte ich damals alles, schon mal einmal durchdacht, wie man das vernünftig macht. Machen könnte und so. Also eigentlich, ja, habe ich die Technologie komplett im Kopf.
Nein, Mistral ist das AI-Model. Was du meinst, ist, das hatten wir ja neulich in Nockbuch Netzpolitik, hatten wir darüber berichtet. Ich habe schon wieder vergessen, wie es hieß. Das Verteidigungsministerium, das Bundesamt für Verfassungsschutz ist auch dabei, dass Moment. Argon OS von der Firma Chubs Vision. Mhm. So heißt das. Genau.
Ja, komisch, ne? Gut, bringen wir es mal langsam zum Ende. Zum Schluss vielleicht noch ein paar gesellschaftspolitische Betrachtungen. Kiel-Institut hat sich geäußert zu Russlands Kriegswirtschaft und meint, dass die jetzt an ihre Grenzen stößt. Also hier haben sich mal so die volkswirtschaftlichen Experten des Themas gewidmet und haben einen sogenannten Kiel-Report rausgehauen, zusammen mit dem Stockholm Institute of Transition Economics. Und ja, kurz gesagt, sie kommen zu dem Schluss, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, schrumpft, ihre Ausgaben steigen und sie jetzt also so fest im Griff, ihrer Zwänge, sind, die sich jetzt mit diesem Krieg aufgeheißt haben und dass sie in einem hohen Maße von China abhängig sind, um überhaupt noch in irgendeiner Form, hier voranzukommen. Ja, und dass also eine Umstellung von dieser Kriegswirtschaft sie doch hart treffen würde.
Ja, also zum Beispiel dieser russische Staatsfonds, der irgendwie wohl zu Beginn des Kriegs 6,5 Prozent des BIP abgedeckt hat, der ist jetzt irgendwie im April auf 1,8 Prozent, abgesunken, also da ist nicht mehr viel drin, das wird also im Laufe dieses Jahres leerlaufen. Ja, und so ist die Einschätzung aller Orten und das macht natürlich die Situation für Russland nicht einfacher. Außerdem ist wohl der Zentralbankpräsident, die Präsidentin, Nabulina, die die ganze Zeit heroisch es irgendwie geschafft hat, die russische Wirtschaft, durch diesen Krieg zu steuern. Aber jetzt ist sie, ja weiß ich nicht, ist sie jetzt schon fenestriert oder?
Nichts genaues weiß man nicht. Also sie sollte eigentlich da auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg, auch wie jedes Jahr, dort Rede und Antwort stehen und berichten, wie es um die russische Wirtschaft bestellt ist und wie es weitergeht. Und dann wurde relativ kurz vorher, so zwei, drei Tage vorher oder so. Wurde sie dann von der Liste der Sprecher runtergenommen. Sie sollte irgendwie auf mindestens zwei Podien sitzen, also selber einen Vortrag halten und auf einem Podium sitzen und da wurde sie dann runtergenommen und, es gab auch keinen Ersatz. Also es wurde auch kein Vertreter geschickt oder so, wie man denn denken würde. Und dann war natürlich so die Frage irgendwie, wo ist Nabulina? Weil es ist halt sehr bekannt einfach. Ich meine, es ist die Zentralbankchefin. So, und dann hieß es erst, sie sei krank. Und aus einer anderen Quelle, sie sei irgendwie auf der Beerdigung von irgendeinem Freund und Mentor, der irgendwie verstorben ist. Aber ja, diese Mentor-Geschichte, also sie ist dann wohl auch nicht auf dieser Beerdigung überhaupt gewesen. Und die hat auch erst. Danach stattgefunden und so. Also es macht alles keinen Sinn. Also es gibt jetzt, keine Erklärung und es ist halt jetzt völlig unklar, ist sie jetzt vielleicht krank, ist sie tot, wurde sie gefeuert oder verhaftet oder ist sie vielleicht außer Landes geflohen, oder einfach nur untergetaucht. Also es gibt im Moment keinerlei Hinweis auf ihren Verbleib. Und ja, eine Möglichkeit wäre auch, sie hat ja schon zweimal versucht zurückzutreten. Sie hat ja eigentlich keinen Bock drauf. Und Putin hat ihr zweimal verboten zurückzutreten. Also hat ihren Rücktritt nicht angenommen. Und sie scheint wohl ja ohnehin nicht besonders glücklich oder scharf auf diesen Job gewesen zu sein und vielleicht ist es einfach an den Punkt gekommen, wo, dass jetzt. Russland Geld drucken muss. Also was sie bisher verhindert hat, war, über die entsprechenden Anpassungen von Zinsen hat sie halt verhindert, dass die Geldmenge jetzt zu sehr explodiert und die Inflation, losgaloppiert. Die Inflationsrate ist ohnehin schon sehr hoch in Russland, Aber ja, sie hat es erfolgreich verhindert, dass es halt jetzt komplett außer Rand und Band gerät. Was natürlich jetzt, wenn das Geld alle ist, die einzige Möglichkeit, um alle Verpflichtungen zu bedienen, ist eben jetzt Geld zu drucken und die Gehälter und Pensionen und Ersparnisse weg zu inflationieren. Das heißt, letztlich den Russen keine andere Wahl zu geben, als den Krieg dadurch zu finanzieren, indem halt. Ihr Vermögen und ihre Bezüge weginflationiert werden. Und es kann sein, dass Nabulina einfach gesagt hat, nee, das mache ich nicht mit, nicht mit mir, ich stelle mich da jetzt nicht hin. Und dass man vielleicht von ihr verlangt hat, irgendwie Unsinn zu erzählen. Wie dann, ich meine, auf dem Podium wurde dann hinterher, von den Leuten, die dann da saßen, gesagt, ja, im Prinzip ja, wir haben so gewisse Herausforderungen, Aber wir kriegen das alles hin und es läuft alles wunderbar und wir stellen unsere, Wirtschaft auf Autarkie um und machen große Fortschritte und ja, alles wird gut. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Nabulina sich hingestellt hätte und irgendwie so einen Unsinn verzapft hätte oder erzählt hätte, wenn das einfach nicht der Wahrheit entsprochen hätte. Und jetzt ist halt unklar, ob oder scheint dieser Konflikt möglicherweise, so weit eskaliert zu sein, dass sie jetzt in der einen oder anderen Form nicht mehr ihre Funktionen ausführt und jetzt die Panik allerdings groß ist. Was passiert jetzt? Sie hat wohl irgendwie noch in der Zeit eine Beförderung unterschrieben, wo jemand noch. In die Führungsebene mitbefördert wurde. Das war die letzte Aktion von ihr, die bekannt ist. Und das wird noch spannend auf jeden Fall. Und das ist eine sehr interessante Aktion. Natürlich so, dass wenn sie dann plötzlich weg ist, dass halt dann auch relativ klar ist den Leuten, was dann passieren wird jetzt. Nämlich, Inflation.
Ja, ich meine, da sind die Russen in gewisser Hinsicht auch gewohnt. Für uns ist das so ein Drohbegriff, aber das ist ja auch etwas, was in der russischen Gesellschaft schon fast Standard ist und von daher, würde ich sagen, jetzt mal nur die Meldung allein nicht unbedingt dazu führen wird, dass jetzt die Leute sich komplett quer stellen, aber die Auswirkungen davon, die werden natürlich schon eine Folge haben. Und es ist ja ohnehin jetzt so, dass sie jetzt spätestens mit den Angriffen auf Moskau merken, der Krieg holt uns jetzt ein. Und man sieht ja auch in so vielen Empör-Videos, die die Russen teilweise ins Internet ablassen, wenn da mal so einzelne Bürger sprechen. Ja, ihr habt uns versprochen, dass wir damit nichts zu tun haben und was ist denn jetzt? Jetzt regnet jetzt hier Öl und jetzt kriege ich hier keinen Sprit und alles wird teurer und ich glaube spätestens mit einer Mobilisierung wäre dann dieses Konto, also, dieser Kredit, den Putin bei der Gesellschaft hat, dieses Versprechen mit ich lasse euch irgendwie in Ruhe und ihr lasst mich mal machen, dass das dann nicht mehr aufgeht. Und da ist diese wirtschaftliche Situation sicherlich nicht hilfreich.
Also es brennt noch an anderen Fronten, zum Beispiel, ich meine, wenn du dir ein Haus kaufen willst oder einen Immobilienkredit in Russland aufnehmen willst, liegt, Der Zinssatz bei ungefähr 20 Prozent. Das heißt, jedes Jahr irgendwie ein Fünftel, der Kreditsumme an Zinsen. Und unter den Bedingungen kann natürlich kaum jemand sich Immobilien leisten auf Kredit. Weshalb, es ein Gesetz gab, eine Regelung, dass der russische Staat. Extrem zinsgünstige Immobiliendarlehen rausgegeben hat, die so ungefähr, weiß nicht, 65 Prozent ungefähr des Immobilienerwerbs wurde subventioniert. Und das können sie sich wohl jetzt auch nicht mehr leisten. Das heißt, wahrscheinlich wird der gesamte russische Immobilienmarkt extreme Probleme kriegen jetzt. Und ja, das sind so Kleinigkeiten, die ja natürlich vor allem so den Mittelstand. Und das Problem ist dann auch, dass das viele Leute potenziell politisiert. Und eigentlich basiert ja das russische System darauf, dass ein Großteil der Leute sagt, wir interessieren uns nicht für Politik, und dafür sorgt ihr dafür, dass wir unser Auskommen haben und irgendwie einen Job und alles funktioniert. Das ist so der Deal. Aber wenn die Dinge plötzlich nicht funktionieren, dann fragen sich die Leute dann ja, warum funktioniert das denn jetzt nicht und fangen dann an, sich irgendwie in die Politik einzumischen und das willst du, als Putin einfach nicht haben. Aber ansonsten, ja, diese Verwunderung, die da zum Ausdruck kommt mit dem Krieg, also vieler Russen jetzt so, wieso passiert das jetzt, was ist denn hier los, dass die das gar nicht mit sich selbst in Verbindung bringen oder mit Russland. Russland, das ist halt das Ding, weil für die meisten Russen ist der Staat eben etwas, Darauf habe ich eh keinen Einfluss. Die machen eh, was sie wollen. Ich wurde ja sowieso nicht gefragt. Und ich habe damit nichts zu tun. Mit dem Krieg auf die Ukraine. Und wieso werde ich jetzt hier bombardiert? Wieso regnet jetzt Öl auf mich herab? Ich habe überhaupt nichts getan. Ich habe nichts mit der ganzen Sache zu tun. Gar nicht. Und das ist, ja, und da wirst du aber auch viele Leute hier finden, die bei uns finden, die so denken, dass sie eigentlich mit dem Staat, was der Staat macht, überhaupt nichts zu tun haben. Aber in Russland ist das eben besonders ausgeprägt, diese Denke, die dann auch das Erstaunen der Leute erklärt. Ja.
Ja, gut. Dann wirtschaftliche Faktoren spielen aber auch in der Ukraine eine Rolle. Die Ukraine hat jetzt eine Änderung der Bezahlung des Militärs, also eine Reform der Bezahlung eingeleitet, und das läuft im Wesentlichen darauf hinaus, dass sie jetzt die Bezahlung für die Soldaten staffeln nach Frontnäher. Also wenn man sozusagen vorne an der Front ist und sein Leben da. Maximal riskiert, also das tun ja in gewisser Hinsicht alle, aber selbstverständlich, wenn man an der Front kämpft, dann ist das nochmal eine ganz andere Nummer, dann steigt die Bezahlung. Ich weiß nicht ganz genau, wie die Regelung vorher war, also ob das alle das Gleiche bekommen haben, glaube ich jetzt mal auch nicht. Auf jeden Fall ist es jetzt wohl so gestaffelt, dass also Frontleute teilweise, das Zehnfache erhalten von dem, was jetzt sagen wir mal nur ein Logistiker im Hinterland bekommt. Das ist also quasi so eine ganz klare Ausrichtung auf das Risiko und damit wollen sie natürlich auch die Rekrutierung ihres Personals wieder nach vorne treiben, weil es ist natürlich auch klar, dass die Leute, jetzt nicht unbedingt Bock drauf haben, da zu kämpfen. Es gibt natürlich viele, die machen das einfach so aus Verantwortung und Motivation, die sie einfach haben. Aber viele wollen sich ja auch einem zivilen Leben hingeben und es kann ja auch nicht alle an der Front sitzen, sondern das Land muss ja insgesamt auch noch funktionieren. Das ist also auf jeden Fall eine Reform, die jetzt kommt.
Ja, sonst haben wir jetzt gar nicht mehr so viel. Was vielleicht noch bemerkenswert ist, dass sich in den USA zumindest mal die, Republikaner im Repräsentantenhaus, also im Haus, also Kongress besteht ja aus Senat und Haus und, wenn da auch irgendwas beschlossen werden soll, dann muss es sowohl Haus als auch Senat beschließen und dann kann es auch immer noch der Präsident, mit seinem Veto verhindern. Was in diesem Fall wahrscheinlich passieren würde, denn der Beschluss. Des Hauses mit immerhin der Beteiligung von 20 Republikanern, ja die haben ein relativ scharfes Pro-Ukraine- und Pro-NATO-Gesetz auf den Weg gebracht. Und wie gesagt, das muss vom Senat bestätigt werden. Da würde ich sogar fast sagen, das hätte noch eine gewisse Wahrscheinlichkeit, weil im Senat braucht es dann auch nur zwei, drei Leute, die ausscheren. Aber wir wissen ja alle, wie die Drucksituation dort aussieht, dass die alle Angst haben, komplett gefällt zu werden von Trump-Anhängern. Und daher muss man das mal abwarten, ob das da überhaupt zur Abstimmung kommt und wenn ja, wie es da läuft. Aber immerhin, ich meine, das ist ja mal ein Move. Also dass zumindest schon mal 20 Abgeordnete gesagt haben, mir reicht es jetzt hier mit diesem Anti-Ukraine-Weg und dem Anti-NATO-Deal, wir wollen das nicht haben. Und das ist relativ, wie soll ich sagen, ein sehr umfangreiches Gesetz, denn nicht nur, dass man generell das macht, sondern man fordert Russland zum Abzug aus der Ukraine raus, man verurteilt die Kriegsverbrechen, die dort stattgefunden haben. Ja, auch die Krim muss verlassen werden. Also im Prinzip ist das genau die Position, die die Ukraine auch selber, vertritt und Sanktionsmöglichkeiten gegen russische Banken, gegen den Energiesektor, oder eben auch gegen einzelne Personen wie Putin sind alle da drin, vorgesehen und außerdem Kredite noch zur Militärfinanzierung der Ukraine. Und bekennen sich ausdrücklich zur NATO als Verteidigungsbündnis und speziell auch zum Artikel 5, also dem Beistandsartikel. Ja und das ist so die Position. Das lässt zumindest hoffen, dass jetzt noch nicht jegliche transatlantische Verantwortung aus den USA gewichen ist und offensichtlich bröckelt es auch bei den Republikanern. Mal gucken, wie jetzt dieser Iran-Krieg an Trump kleben bleibt. Die haben ja mal ganz gute Methoden, sich da rauszuziehen und Außenpolitik interessiert ja die Amerikaner meistens sowieso nicht so. Da gibt es ja wichtigere Sachen wie Taylor Swift oder so.
Nach den aktuellen Umfragen haben die Republikaner sogar Schwierigkeiten, ihre vier Strongholds zu halten, die sie halten müssen, um eine blaue Welle da abzuhalten. Also es gibt so Länder, wo man niemals gesagt hätte, dass die Republikaner in Schwierigkeiten geraten, wie zum Beispiel Texas oder Iowa und da sieht es aber jetzt genau so aus. Und auch Alaska, diverse Länder, North Carolina, alle die da in Frage kommen, die geflippt werden müssen, sehen derzeit entweder ein knappes Rennen oder eben sogar schon Vorteile für die Demokraten. Aber das sind Umfragen, das sind Launen, das kann sich alles wieder ändern, aber derzeit ist es halt einfach überhaupt nicht gut.
Und mit dem, was, wie gesagt, mit dem Krieg jetzt, das Ergebnis wird so oder so nicht positiv ausfallen, die Bilanz. Sondern im Gegenteil, das kann noch für viele Probleme sorgen, das kann wieder aufflammen und ja, was die Israelis machen werden, ist auch unklar, wobei da sind ja dann auch Wahlen demnächst und da könnte es sein, dass dann auch Netanyahu seine Quittung bekommt, und vielleicht sogar in den Knast wandert.
Ja, also es kann alles sein. Also es ist auf jeden Fall nicht gesagt, dass dieser Trend, zu den sogenannten starken Männern noch anhält. Kann durchaus sein, dass es wieder in die andere Richtung umschlägt. Mal gucken. Orban sind wir ja auch losgeworden, also warum soll das nicht auch mit Trump und Konsorten gehen? Ja.
Ich fand noch eine interessante Debatte, hatte ich gehört, zu der Frage, wie soll das Ganze denn jetzt enden in der Ukraine? Wie kann das denn jetzt enden? So jetzt langfristig gedacht. Und, im Prinzip, wenn man sich anguckt, historisch, Deutschland, Frankreich zum Beispiel oder andere Staaten, wo dann heftiger Krieg war und dann der Friedensschluss funktioniert hat, war, dass irgendeine Art von Versöhnung stattgefunden hat. So, jetzt ist natürlich Versöhnung mit Russland. Also die Ukraine wird da jetzt nicht anfangen, irgendwie die Hand auszugehen. Geht auch nicht. Da muss Russland also selber irgendwie gucken, dass es jetzt den guten Willen, der Ukrainer zurückgewinnt nach Ende eines Krieges. Sollte das nicht passieren, sollte Russland dazu nicht in der Lage oder fähig sein, wird es dort zu einem länger anhaltenden, kalten Krieg kommen im Prinzip. Und der Konflikt wird möglicherweise in zehn Jahren weitergehen oder wieder ausbrechen, wenn da nichts stattfindet. Also hatten wir vor 100 Jahren auch so ein bisschen die Situation, dass man erstmal den Ersten Weltkrieg und dann, gab es keine Versöhnung und dann gab es dann den Zweiten Weltkrieg hinterher. Naja, schauen wir mal, aber das fand ich so einen interessanten Gedanken, weil an sich, war ja die Beziehung Russen und Ukrainer so Brudervolk und so nur. Das ist jetzt halt, ja, naja, die sprechen halt schon eine sehr ähnliche Sprache und waren auch ein bisschen ähnlich drauf. Und die Russen sind ja jetzt auch der Meinung, dass es jetzt keine Schande ist, gegen die Ukrainer zu verlieren, weil es ja eigentlich Russen sind.
Naja, toll. Ich denke, die Ukraine ist gerade dabei, sich in eine sehr günstige Lage zu verfrachten. Die Fortschritte auf dem Schlachtfeld, die Fortschritte in der Technik, vor allem ihre neu gewonnenen internationalen Allianzen über diese Rüstungstechnik, die jetzt alle haben wollen. Also Golfstaat investieren etc. Alle stehen eigentlich Schlange, um ihre Drohnenabwehrsysteme oder auch ihre Drohnensysteme zu kaufen. Die sind jetzt sehr präsent auf den ganzen Rüstungsmessen und treten da auch bold auf. Die haben da eine unglaubliche Dynamik losgetreten. Alle anderen rennen vorbei. Letzte Woche war ich hier auf der ILA. Und da standen sie ja alle rum. So ein Deal mit ihrer Iris T und Rheinmetall, und Helsing und wie sie alle heißen. Und ich habe so ein paar Gespräche geführt, ob sie denn was in der Ukraine machen würden. Und so, ja, schwierig, die unterbieten einen ja da irgendwie. Wir müssen ja hier so nach Standard und nach hohen Ansprüchen produzieren. Die Ukraine, die kann da Schrauben nehmen, wie sie wollen und das muss natürlich irgendwelchen Standards entsprechen. Da sind die alle viel schneller, da kommen sie gar nicht mit und die sind irgendwie ganz froh, wenn sie mal irgendein System dort überhaupt abgenommen bekommen. Und so unter der Hand war dann auch schon so zu hören, so. Das kann gut sein, dass die uns demnächst eine Menge Konkurrenz machen. Also das war so ein bisschen das Gefühl, was ich da so mitbekommen habe. Dass das also sehr ernst genommen wird, dass die sehen, wie es da vorangeht. Und auch wenn sie jetzt eine Menge machen, also Rheinmetall und so weiter, es gibt ja viel Kooperationen und da steigen auch gerade die Aktienwerte. Die haben ja auch alle irgendwie ihre neuen Drohnensysteme vorgestellt in jeglicher Form. Aber so mit der ukrainischen Dynamik ist irgendwie nichts zu machen. War auch sehr lustig. Ich stand dann, wo war ich das? Ich glaube, ich war bei Rheinmetall. Da habe ich mal reingeschaut. Da haben sie da irgendeine Bodendrohne ausgestellt. Ein bisschen affig mit hier, ihr könnt ja immer selber mit so einem Videospiel das Ding steuern und irgendwas abschießen und so weiter. Das war schon ein bisschen peinlich fast. Und während ich da noch so stand, mich mit den Unterhaltnern, was das irgendwie alles so kann und wie die das so sehen, kam auf einmal so ein Typ rein, der dann irgendwie so sich so in die Situation reindrängelte, nach links und nach rechts guckte und dann nur meinte so, Und fragte nach dem Range von dieser Ground-Drohne. Also es war so eine Drohne, also so ein selbstfahrender Panzer, der glaube ich, was war das, mit irgendeinem Geschütz ausgestattet war. Ja, der Range wäre irgendwie so sechs Kilometer oder sowas. Oder zwei, zwei, oder waren es nur zwei, ich weiß nicht, irgendwas in diesem Bereich.
Und er meinte nur so, that's not enough. Und stellte sich raus, dass er Ukrainer war und, als Berater für die Regierung in Kharkiv, also von dem Oblast Kharkiv agierte und dort irgendwie, keine Ahnung, was sein Auftrag war, warum er da auf der ILA rumlief, aber offensichtlich war er da voll im Thema. Habe ich ihn noch kurz irgendwie darauf angesprochen, was denn so seine Rolle sei und so weiter. Und er meinte nur so, ja, das sechs Kilometer reicht nicht, wir brauchen 50 Kilometer und mehr, irgendwie das hauen die Russen alles sofort weg und Grayzone und so weiter meinte ich nur so, ja, ich weiß ich weiß, ich teile deine, einer Verzweiflung war das eigentlich gar nicht, was er da an den Tag gelegt hat, das war schon fast, ich will es nicht überheblich nennen, aber es war schon so ein ihr habt alle keine Ahnung, ihr produziert alle nichts, was wir gebrauchen können im Moment Ja.
Ja, produziert mehr als die USA mittlerweile. So, was schon sehr krass ist. Und in anderen Bereichen, ja, ich meine, es ist halt nicht super transparent, was da gerade, oder generell, zeichnet sich ja dieser Bereich nicht durch Transparenz aus, aber, So eine Nachricht war jetzt, dass zum Beispiel Hensoldt jetzt Sucher für die neue ukrainische Luftabwehrrakete liefern soll. Quasi den Patriot-Ersatz. Da ist wohl der Flugkörper ist fertig, aber der Suchkopf und das Radarsystem, und die Kommunikation soll halt von, Hensoldt kommen. Da wurde jetzt vor zwei Tagen ein Vertrag unterschrieben und generell, läuft schon einfach die Produktion, die Rüstungsproduktion in Europa läuft an in vielen Bereichen, wo wir es noch gar nicht so genau sehen können.
Auf jeden Fall. Und Rheinmetall und so weiter, die sind ja auch schon jetzt seit einiger Zeit dabei, auch die ganzen Lieferketten aufzukaufen. Also sie wollen jetzt verhindern, dass ihnen wichtige mittelständische Unternehmen, aus dem Ausland weggekauft werden. Vor allem von den Chinesen nehme ich mal an. Um halt einfach sicherzustellen, dass sie auch die technologische Zulieferkette, haben, die sie eben brauchen, um das alles auszubauen, bauen ja neue Standorte auf. Das will ich auch gerade gar nicht in Abrede stellen. Ich wollte eigentlich nur darauf hinaus, dass die Ukraine gut dasteht, sodass die Ukraine jetzt, eine ganz andere Reputation genießt als zu Beginn des Krieges. Wo alle nur so, ja, Russland, in drei Tagen haben die euch irgendwie eingesackt und wer seid ihr schon, was könnt ihr denn überhaupt? Und sie haben sich jetzt auch im Laufe dieses Krieges aus den Überbleibseln der alten sowjetischen Militärdoktrinen verabschiedet, sind, vollkommen auf den NATO-Weg eingestiegen, um jetzt eigentlich quasi... Den Weg vorzugeben für die NATO. Wir hatten diese Fälle, wo sie an Manövern teilnehmen und wo so kleine ukrainische Drohnenteams halt einfach die anderen NATO-Truppen dann. In Windes alle auseinandergenommen haben mit ihren Taktiken und das ist halt, glaube ich jetzt auch der Wandel. Dazu ist das politische Standing, was Zelensky der Ukraine erarbeitet hat. Ich bin mir gar nicht mal so sicher, dass das so in der Ukraine überhaupt so gesehen wird, welchen Wert er so darstellt für das Land, weil ich finde, dass er das hervorragend gemanagt hat und auch nach wie vor hervorragend managt. Und jetzt laufen alle zur Ukraine und sagen, helft uns. Und das ist natürlich absurd, weil es wird natürlich, also erstmal ist es absurd, weil ein Land im Krieg, was sich verteidigt, ist dann für andere auf einmal eine Hilfe. Diese Kraft strahlt das Land aus. Diese Kraft strahlt für mich auch die Gesellschaft aus. Und ehrlich gesagt, meine Erwartung ist, zeitlich würde ich jetzt hier keinen Rahmen vorgeben, weil wir wissen, die Dinge können immer länger dauern. Aber es kann sehr gut sein, dass wir dieses Jahr schon die ersten Schritte dahin sehen. Russland wird irgendwann an den Punkt kommen, wo sie einsehen müssen. Einsehen könnten sie es jetzt schon, aber müssen müssen. Auch bald. Dass es einfach gar nicht mehr geht, dass sie sich in einer ähnlichen Situation befinden wie Trump jetzt, dass es eigentlich die Ukraine ist, die die Bedingungen diktiert. Und so ein Memorandum of Understanding, wie wir das jetzt hier mit dem Iran gesehen haben, in der anderen Richtung kann ich mir sehr gut vorstellen. Da werden die Widerstände in Russland natürlich sehr groß sein und da muss es auch noch ein bisschen weiter eskalieren. Aber sagen wir mal im Idealfall, es gelingt die Krim so weit abzuschotten, dass es für die Russen einfach nicht zu halten ist. Und die Krim fällt wieder mit Kherson an die Ukraine. Dann ist dieser Krieg im Prinzip beendet.
Also ich habe so Einschätzungen gehört, dass Russland so wahrscheinlich sechs bis acht Monate mindestens brauchen wird, um sich anzupassen oder umzustellen, weil es irgendwas, muss sich halt ändern. An die veränderte Situation an der Front, an die Midrange-Schläge, an die ukrainische Drohnenüberlegenheit, an die Long-Range-Angriffe. Und zwar deswegen auch sechs bis acht Monate, weil eben die Zahl, der Drohnen und Raketen und Flugzeuge und generell Panzer, alles so. Aber gerade eben bei den Drohnen ist das Wachstum mit europäischer, oder nicht nur mit europäischer Hilfe, sondern mit Hilfe eigentlich fast des Restes der Welt. Die Ukraine kann fast auf der ganzen Welt einkaufen. Und. Russland hat ja jetzt schon Probleme mit dem Status Quo fertig zu werden. Und in sechs Monaten werden sich die Drohnenangriffe verdoppelt haben, voraussichtlich. Und das heißt, im Moment ist es noch so, dass Russland so mit, ich sag mal, nicht jeden Tag, aber alle paar Tage irgendwie mal 1000 bis zu 1000, Drohnen und Raketen in Summe losschickt, also 6, 7, 800 und die Ukraine so 400, 500 ungefähr, was jetzt so diese Long Range Strikes angeht. Aber offenbar, also bei der Ukraine scheinen ein paar mehr durchzukommen, obwohl ich die genauen Zahlen nicht habe. Aber, Der Punkt ist einfach, dass die Russen einmal Zeit brauchen, eine Lösung zu finden. Und wenn sie aber die Lösung innerhalb von sechs bis acht Monaten nicht gefunden haben. Dann ist ein Kollaps sehr, sehr wahrscheinlich. So sieht es aus. Aber meisten Leute gehen davon aus, meistens ist es so im Krieg, dass sich, wenn eine Seite in Bedrängnis gerät, sie in der Lage ist, sich irgendwie anzupassen und gegebenenfalls ein bisschen zurückzuziehen oder zu konsolidieren. Also es ist nicht so, dass jetzt dann automatisch der Krieg gewonnen wäre, selbst wenn die Front kollabiert. Aber ja, also Russland ist in Bedrängnis. So kann man das, glaube ich. Und, es gibt keinen klaren Ausweg.
So sieht's aus. Und mit diesem schönen Ausblick entlassen wir euch wieder in, eure sonstigen Aktivitäten. Das war unser Einblick in den Krieg oder die Kriege. so, und ja, ich hoffe, das hat euch irgendwie weitergeholfen. Wir werden weiter die Situation beobachten. Jetzt kommt allerdings so ein bisschen die Sommerzeit. Mal gucken, wann wir hier wieder zusammenkommen. Aber ich denke mal, wenn wichtige Dinge passieren, so wie jetzt, dann machen wir das auch eher früher als später. Ne?