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Die Ukraine schwächt weiter nachhaltig die Logistik der Russischen Armee und versetzt die Krim in den Ausnahmezustand
Während sich die Ukraine russischer Angriff in Kostantinyvka erwehrt schwächt die Ukrainische Armee weiterhin erheblich die Logistik im Hinterland der besetzten Gebiete. Dadurch spitzt sich die Versorgungslage mit Kraftstoffen und Lebensmitteln auf der Krim dramatisch zu und auch die Versorgung der Front wird den Russen immer schwerer gemacht. Doch weil nicht nur Tanklaster sondern auch weiterhin und sehr erfolgreich die russische Öl-Infrastruktur in Form von Raffinerien, Tanklagern und Pumpstationen angegriffen wird, gerät die Versorgung mit Treibstoff in ganz Russland ins Schwanken.
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Veröffentlicht am: 3. Juli 2026
Dauer: 2:05:21
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Prittlaff und ich begrüße alle zur Ausgabe 147 von UKW, wo wir über die kleine Welt berichten, die überall in Flammen steht und vor sich hin blubbert. Teils im Fußball waren, teils im Kriegsgetöse. Und ja, heute wollen wir nochmal einen Nachtklapp, einen kurzfristigen liefern zur Situation in Ukraine, wo gerade eine ganze Menge passiert. Dafür begrüße ich Pavel. Hallo Pavel.
Denn ja, manchmal brauchst du drei Monate, bis wir mal wieder was zusammenfassen, weil sich gefühlt irgendwie nichts ändert. Aber derzeit ist echt eine Menge Musik drin. Und ich habe das Gefühl, dieser Krieg ist nicht bereit, sich auf eine ordentliche Podcaster-Sommerpause einzustellen. Ja genau und darüber wollen wir ein bisschen erzählen, weil das ist immer wieder alles sehr interessant und hat vor allem eine ganze Menge Dynamik und wie immer ist es etwas schwierig, gleich da so ein Votum abzugeben, wohin die Reise geht, aber man kann definitiv sagen, dass aus unserem ursprünglichen Gefühl Anfang des Jahres mit, dass dieses Jahr mal was passiert und auch den weiteren Einschätzungen, dass da, einiges passiert ist, in den letzten Monaten, dass das irgendwie immer krasser wird. Und man merkt es auch einfach daran, dass jetzt mal international auch sehr viel anders über die Situation berichtet wird. Also auch so auf CNN und so weiter hast du einfach die ganze Zeit so, oh ja, der Krieg dreht sich und Putin in trouble und hast du nicht gesehen. Ich meine, das ist dann genauso übertrieben teilweise, wie vorher die Nichtberichterstattung war oder die Sichtweise darauf, dass die Ukraine irgendwie nix auf die Kette kriegt. Aber immerhin, es tut sich was in der Wahrnehmung dieses Krieges und das ist, auch gut. Und ich denke, das ist im Wesentlichen das Verdienst der Ukraine.
Ja und sogar Trump hat plötzlich das Gefühl, dass, Russland am Verlieren ist und er distanziert sich dann auch ganz gerne mal von Losern. So, dass das nicht nicht, dass es jetzt, die Situation völlig verändert, aber er hat sich er und nicht nur er, sondern auch andere. Ich glaube, ja, der Vizepräsident, Vice President Vance und auch der Verteidigungsminister haben sich halt geäußert. Irgendwie ja, die Ukraine macht gerade den Russen ganz schön zu schaffen. Also es ist denen nicht entgangen oder die versuchen, das nicht zu spinnen in eine andere Richtung, dass das bedeutungslos sei. Also es ist zumindest bemerkenswert.
Ja, also ist zumindest bemerkenswert. Ich gebe herzlich wenig darauf, was die so zu sagen haben. Und klar, Trump will dann immer mit den Gewinnern sein, aber ich meine, der Typ ist einfach so dermaßen dement und die Rehn stimmt, kriegt ja nichts mit. Also seine Rolle ist halt auch nicht mehr die gleiche. Also die Ukraine löst sich einfach in zunehmendem Maße von der Abhängigkeit von den USA.
Und insbesondere auch dadurch, dass die USA die finanzielle Unterstützung für die Ukraine eingestellt hat im letzten Jahr, was halt durchaus auch für Probleme gesorgt hat, im letzten Jahr in der Ukraine, aber die hat man jetzt überwunden oder in den Griff bekommen. Und dadurch ist natürlich jetzt aber auch der direkte Einfluss der USA auf die Ukraine deutlich geringer geworden, weil die sich jetzt ihre Waffen woanders besorgt bzw. Selbst baut. Und das heißt, die USA haben eine Menge Einfluss nach wie vor über Intelligence und andere Dinge. Und die Europäer kaufen ja auch Waffen bei den Amerikanern für die Ukraine ein. Aber der direkte Einfluss hat einfach nachgelassen. Das merkt man eben auch.
Gut, dann vielleicht erstmal ein Big Picture, was so passiert ist seit unserer letzten Sendung. Die letzte Sendung haben wir veröffentlicht am 19. Juni. Heute ist der 1. Juli. Also wir blicken so auf zwei Wochen nur zurück, die passiert sind. Und ja, eigentlich ist nur das weitergelaufen, was wir schon zuletzt beobachtet haben. Das heißt, die extremen Angriffe mit Drohnen auf dieses Hinterland des russischen, ja, also des besetzten Gebietes, also sagen wir mal so die Logistikzone, Da, wo die Russen meinen, eigentlich, sicher zu stehen und nicht großen Angriffen ausgesetzt sein zu können, dort ist die Situation für Russland einfach sehr wackelig geworden. Und es ist halt den Ukrainern jetzt gelungen, einerseits durch diese hohe Drohnenproduktion, durch eine gute Koordination, durch eine schnelle Reaktion auf neue Daten, da haben wir letztes Mal ja auch schon drüber gesprochen, einfach dort hunderte von LKWs, Tanklastern etc. rauszunehmen. Die genauen Zahlen sind etwas schwierig zu erfüllen. Ich weiß nicht, was du so zuletzt wahrgenommen hast, aber man kann davon ausgehen, dass so in den letzten Wochen da einfach... 800 bis 1000 Fahrzeuge gekillt wurden und vor allem. Führt es einfach dazu, dass sich da eben keiner mehr langtraut und dadurch bricht einfach, die Versorgung in diesem gesamten Frontbereich und natürlich speziell auch in der Krim, zusammen, Weil das eben diese eine Verbindungsroute betrifft, diese Straße, die von Russland über Mariupol über Melitopol in die Krim führt. Und das ist halt eigentlich der einzige Versorgungspunkt, der noch übrig geblieben ist, weil sich eben über diese Kerzbrücke die Krim nicht mehr ausreichend versorgen lässt. Dazu kommen weiterhin Long-Range-Angriffe auf Fabriken, auf die ganze Ölinfrastruktur. Das nimmt noch weiter zu. Das scheint auch nochmal sehr viel erfolgreicher zu sein, als es das in den letzten Monaten war. Da werden wir auch gleich nochmal ausführlich drüber sprechen. Und das Ganze hat jetzt dazu geführt, dass in ganz Russland einfach eine extreme Treibstoffversorgungskrise ausgebrochen ist. Also unabhängig davon, ob es eigentlich genug Treibstoff gibt, erreicht er offensichtlich jetzt die Leute nicht mehr und in den allermeisten Teilen Russlands gibt es einfach extreme Beschränkungen bei der Ausgabe von Sprit, sowohl an die Wirtschaft, an LKWs, an PKWs und das betrifft dann auch ausnahmsweise mal Moskau. Und es betrifft auch die Ernte, es betrifft die ganze Wirtschaft und die russische Bevölkerung dreht irgendwie total durch. Nebenbei gibt es dann noch Gerüchte einer Mobilisierung und das ist so in etwa, die Gesamtmengelage, in der wir uns gerade befinden. In Russland werden alle super nervös, Putin macht Fernsehauftritte, die, Absurd sind und so geht es weiter.
Ja, was auch passiert ist, während wir unsere letzte Sendung aufgenommen haben, fand ja der große Angriff auf die Raffinerie bei Moskau statt. Die wurde zwar vorher schon mal angegriffen, aber diesmal halt eben extrem spektakulär mit, großen schwarzen Wolken. Also über Moskau sah es aus wie in Mordor, wurde verglichen halt so dunkle Wolken überall am Himmel. Und ja, die russische Flugabwehr hat sich da auch nicht mit... Gerade mit Ruhm bekleckert und ja, wir haben da einfach sehr spektakuläre, Bilder gesehen über Moskau, was dann dazu geführt hat, dass aus allen Gegenden noch mehr Flugabwehr abgezogen wurde, um Moskau besser zu schützen. Also das kann man jetzt sagen, war eine Folge des Angriffs, also dass drei oder vier neue S-300, 400 Batterien abgezogen wurden und etliche Panzersysteme. Und ja, das spektakulärste oder eines der spektakulärsten Bilder des Angriffs war eben Folge einer fehlgeleiteten russischen. Flugabwehrrakete mit Hitzekopfsucher. Und ja, es ist einfach keine gute Idee, diese Dinger, also Raketen mit Hitzesuchkopf in der Nähe einer brennenden Raffinerie abzuschießen. Die Dinger sind dann einfach sofort abgedreht, und haben sich dann halt zu einem anderen Feuer begeben und dabei eben spektakulär einen Öltank in die Luft gesprengt, den die Ukraine gar nicht anvisiert hatte.
Ja, ja. Und diese Raffinerie, die da jetzt, offline gebracht wurde, produziert so 40, 50 Prozent des Kraftstoffs, der in der Region um Moskau verbraucht wird. Sodass das dann sehr schnell plötzlich zu Knappheit in Moskau geführt hat, die einfach vorher undenkbar war, was dann wiederum dazu geführt hat, dass sofort Benzin aus anderen Regionen abgezogen wurde, wo dann eben auch Rationierungen, dann ausgerufen wurden, weil plötzlich natürlich Moskau hat halt Priorität und dann müssen eben die Provinzen auch unter Spritmangel leiden. Kann nicht sein, dass Moskau keinen Sprit hat und in den Provinzen noch Sprit ist. Aber, und da werden wir dann nochmal intensiver drauf eingehen, die Reaktion vieler Russen war, wie kann das sein? Wie kann es sein, dass einer der ölreichsten Länder der Welt plötzlich keinen Sprit hat? Die alle fassungslos stehen da und filmen sich, Wie kann das sein? Und ja, das ist tatsächlich eine gute Frage, so wie kann das sein? Und das werden wir dann später nochmal wirklich im Detail, so relativ tief reingehen, wie das sein kann und woher das kommt und was das bedeutet für wie es wohl weitergeht.
Auf jeden Fall zeigt das auch schön den Zustand der russischen Gesellschaft, die einfach so dermaßen entpolitisiert sind und sich so ausgeklingt haben, auch aus diesen Zwängen des Krieges, dass sie das halt einfach gar nicht nachvollziehen können. Ich glaube, wir hatten letztes Mal auch schon darüber geredet, über so einen Beitrag, wo auch einer so Fassungslosigkeit in die Kamera gesprochen hat. Jetzt hat man einfach heulende Frauen, die im Auto sitzen und irgendwie einfach beklagen, dass das ihr Luxus davon rinnt und dass sie jetzt irgendwie seit einem Tag an der Tankstelle stehen und die ganze Zeit durch die Gegend fahren und einfach nicht wissen, wo oben und unten ist.
Plus halt viele kleine Unternehmen sind jetzt massiv betroffen, vor allem auf der Krim, aber auch anderswo. Also es haben wohl irgendwie drei Millionen Unternehmen jetzt im letzten Jahr dicht gemacht und im Moment die Kombination einfach aus hoher Steuerlast und der Unmöglichkeit dann, Waren zu transportieren. oder auszuliefern oder überhaupt die Kunden dann teilweise, kommen dann nicht. Und das ist ein Problem. Die größte russische Spedition hat jetzt all ihre LKW, abgestellt zu Hunderten auf einer Wiese oder ich glaube insgesamt 3000 LKW oder so, die jetzt nicht mehr fahren, weil sie einfach pleite gegangen sind, auch wegen, steigender Spritpreise. Also die haben sich mittlerweile verdoppelt ungefähr, die Spritpreise. Und auf dem Schwarzmarkt zahlt man nochmal 50 bis 100 Prozent oben drauf.
Also jetzt im Vergleich, angepasst auf unsere Kaufkraft. Ja und das ist nicht gut. Genau, zu den Details kommen wir gleich noch. Dann vielleicht erstmal, was so politisch drumherum sich dann auch abspielt. Also man merkt, die Ukraine wird ein wenig... Ich weiß nicht, Mutiger, ich meine an Mut hat es ihnen ja noch nie so richtig gefehlt, aber die Aussagen werden sehr konkret. Also Sierski, der Chef des Militärs, der hat auch schon davon gesprochen, dass sie 2026 in eine Offensive gehen werden. Was auch immer die Intention der Ankündigung eines solchen Schrittes sein mag, kann man sich halt auch fragen, was die konkrete Ausgestaltung dieser Offensive sein wird vor ein paar Jahren. Also wann war das? Das war dann 1923 hatten wir dann glaube ich ja diesen doch weitgehend gescheiterten Versuch mit so konventionellen Mitteln mit Panzern im Süden durchzubrechen. Seitdem ist eigentlich die Ukraine ja permanent in so einer Rückwärtsverteidigung, Abnutzungskrieg etc. Aber jetzt ist das Wort Offensive auch gefallen. Was die aktuelle Situation betrifft, tritt Selenskyj, auch sehr laut auf und hat also jetzt vor ein paar Tagen gesagt, ja wir machen jetzt hier 40 Tage lang eine sehr intensive Operation. Ganz offensichtlich so mit dieser Intention hier in irgendeiner Form auch auf diplomatischen Paketwirkungen zu erzielen, weil Russland schwankt. Du hast ja gesagt, sogar die USA tendiert dazu, das neue Szenario zu akzeptieren. Das will ja auch was heißen, auch wenn es vielleicht nicht ganz so wichtig ist. Es ist sicherlich auch eine Botschaft an Europa. Überhaupt werden die Botschaften an Europa auch immer klarer und immer fordernder. Im Sinne von, ihr seht, wenn wir die Unterstützung erhalten, dann können wir hier auch was machen. gibt man noch ein bisschen mehr, dann geht es hier richtig rund. Aber es ist vor allem ein Appell an Russland, so nach dem Motto, Ihr seht, was gerade passiert. Wir hauen euch irgendwie jeden Tag eine Fabrik, eine Raffinerie, vielleicht auch mal zwei oder drei um die Ohren. Jetzt habt ihr schon keinen Sprit mehr. Die Krim hängt am seidenen Faden. Bewegt euch. Also auch der Ukraine wäre es halt am liebsten, würden die Waffen von heute auf morgen schweigen, aber das ist halt mit Russland derzeit noch nicht zu machen. Dementsprechend werden jetzt eben auch die Konsequenzen oder wie sie das eben sagen, die kinetischen Sanktionen auch immer weiter ausgeweitet werden.
Ja, kriegstheoretisch, sag ich mal, ist es so, dass selbst wenn eine Seite langfristig stärker ist, wenn du es jetzt schaffst, innerhalb eines kurzen Zeitraums sie temporär zu überfordern, dann kann das eben zum Zusammenbruch führen. Selbst wenn eigentlich die Langfristperspektive oder die grundsätzlichen Parameter in Ordnung sind, aber wenn, du drei Tage oder eine Woche nichts zu trinken hast, dann ist es halt vorbei, egal, auch wenn alles andere in Ordnung ist. So ist, das Ding und das ist wahrscheinlich jetzt so ein bisschen das Ziel. Tatsächlich, weil sich jetzt ein Fenster aufgetan hat gerade und Russland im Moment im Hintertreffen ist, aber das wird eben nicht immer so bleiben. Und man will wahrscheinlich jetzt versuchen zu gucken, ob man nicht Russland an den Verhandlungstisch zwingen kann, wahrscheinlich jetzt, indem man die Situation so schlimm macht, dass es einfach unerträglich wird für Russland.
Ja, genau. Dann gab es diesen interessanten Zwischenfall. Also da den Russen ja Starlink genommen wurde, sind sie jetzt sehr hinterher neue Kommunikationsoptionen aufzubauen, insbesondere für ihre Drohnenangriffe. Und in den letzten Wochen und Monaten haben sie dann wohl Belarus dazu gebracht, so Repeater, Transponder, also Radio-Infrastruktur auf, belarussischem Gebiet, was halt an die Ukraine grenzt, aufzubauen. Das bedeutet, dass die Drohnen, wenn die dann halt im Norden der Ukraine, Richtung Westen fliegen, dass sie eben über diese Repeater dann auch noch eine Funkverbindung nach Russland haben, wo es sonst eben ob der Distanz nicht mehr reichen würde.
Genau und das gefällt natürlich der Ukraine überhaupt nicht und dann ist was echt Bemerkenswertes passiert, weil dann einfach Selenskyj gesagt hat, so Leute, wir wissen, dass ihr das macht und ihr schaltet die jetzt innerhalb von sieben Tagen ab, und wenn ihr die nicht abschaltet, dann schalten wir die ab. Das war so sein trockener Kommentar und ja, es hat glaube ich dann fünf Tage oder vier Tage gedauert und da waren die abgeschaltet, sie waren vielleicht nicht demontiert, sie sind nicht rückgebaut worden, das weiß man nicht, aber es war auf jeden Fall klar sie waren dann abgeschaltet, was dann eben sofort Angriffe im Norden wieder schwieriger bis unmöglich gemacht hat. Und man merkt so, dass der Lukaschenko überhaupt keinen Bock hatte auf diese Aktion. Also Putin wird ihn dazu mehr oder weniger gezwungen haben, nur die Drohung von Zelensky ist jetzt sozusagen stärker als die Drohung von Putin. Und das ist wirklich eine bemerkenswerte Wende. Lukaschenko will diesen Krieg nicht. Also selbst wenn er es irgendwie mit in Kauf genommen hat, das war nicht seine Idee. Er hat sich da von den Russen irgendwie übertölpeln lassen. Vielleicht dachte er ja auch so, naja, das dauert ja auch nur drei Tage. Aber ist dann relativ schnell auf den Trichter gekommen, oh oh, da können wir uns nur die Finger verbrennen und hält sich seitdem eigentlich weitgehend raus, so wie es irgendwie möglich ist. Aber jetzt war klar, dass er wusste, dass die Ukrainer halt nicht spaßen. Die werden in einer Woche anfangen, diese Dinger abzuschießen und dann werden sie sich unter Umständen auch nicht dabei belassen, sondern eben auch vielleicht noch weitergehender dort Maßnahmen ergreifen und das hat gereicht. Also das war dann einfach für Lukaschenko ausreichend zu sagen, so ja, nee, das schalten wir jetzt mal ab.
Naja, er befürchtet natürlich, er hat nicht dieselbe Luftflugabwehr, wie Russland und selbst Russland hat halt jetzt Probleme und die Befürchtung ist einfach, dass die Ukraine dann auch weißrussische, dass Raffinerien und Infrastruktur ausschaltet und dass das dann zu Protesten führt im Land. Und die Russen mussten ja schon mal Truppen schicken, um zu verhindern, dass Lukaschenko abgesetzt wird nach den letzten Wahlen, in Anführungszeichen, wo natürlich massiver Wahlbetrug stattfand. Und ja, das Problem ist einfach, dass Lukaschenko sich Sorgen um einfach die Stabilität seines Regimes macht. Und er ist ja auch irgendwie Europas längster, oder ich sag mal weltlängster Diktator. Also. Am längsten regierender Diktator und ja, hat sich irgendwie immer geschickt durchgeschmuggelt. Das Ganze ist aber auch bemerkenswert, weil Russland und Weißrussland haben ja einen sogenannten Unionsstaat und sind halt eigentlich sehr integriert. Und da ist eigentlich das Ziel, dass Russland und Weißrussland eigentlich verschmelzen. Aber ja, und sie sind eigentlich halb verschmolzen, so institutionell, aber eben dann wiederum doch nicht. Und in Weißrussland gibt es eben auch gewissen Widerstand gegen die zunehmende Russifizierung. Also der belarussische Dialekt des Russischen wird halt unterdrückt. Und so, wenn man ja ab welcher russischen Dialekt spricht, kriegt man bestimmte Jobs nicht und so. Also das ist nicht ganz so beliebt dort. Ja, und dann... Genau, dann ist vorgestern oder so, ist Lukaschenko dann erstmal für einen Tag zu Putin geflogen und hat sich mit ihm getroffen, den ganzen Tag, wurde aber, gibt es keine Bilder von, wurde nichts berichtet, was das Ergebnis war, einfach. Und dann sind wir heute nach China oder gestern nach China geflogen und genau hat sich dann, eben auch mit Xi getroffen und vermutlich dort um Unterstützung gebeten gegen, Russland, weil China auch glaube ich eher so nicht möchte, dass die ganze Sache eskaliert. Und ja, wirklich interessant, was da gerade… Was alles so eskaliert.
Ja, dann gucken wir doch mal, was alles so im Detail eskaliert ist. Also, abgesehen von den Angriffen auf die ganze Ölinfrastruktur und die Logistik gab es also diverse bemerkenswerte Angriffe. Offensichtlich. Nimmt die Ukraine jetzt in zunehmendem Maße auch die Rüstungsindustrie Russlands ins Visier. Gerade heute gab es nochmal einen Angriff, das habe ich jetzt nur zur Hälfte im Kopf, aber so eine relativ wichtige Halbleiterfabrik, die halt Komponenten herstellt für diese Iskander und Kaha, Misshals und so weiter. Also wichtige Komponenten. Diese Standorte kennt die Ukraine und die sind teilweise relativ weit weg. Ich glaube, die heute war auch wieder so 700 Kilometer entfernt. Und das ist so eine Distanz, die konnte man halt bisher nur mit Drohnen erreichen. Hat die Ukraine auch geschafft, gab immer wieder mal solche Angriffe, aber, jetzt zum Beispiel in Wurnesh gab es eine Halbleiterfabrik, die ist auch so irgendwie 600 Kilometer oder so glaube ich entfernt und da sind dann irgendwie drei Stormshadows rein. Das hat man auf den Videos gesehen, dass das jetzt keine Flamingo oder sowas war. Und diese Storm Shadows sind ja erstmal jetzt nicht aus der ukrainischen Produktion, haben sie nicht so viele von. Das heißt, die setzen sie also wirklich nur ein, wenn es sich so richtig lohnt. Und es waren dann aber mindestens drei auf einmal. Aber die Reichweite spricht halt dafür, dass es mittlerweile keine Längenbeschränkungen mehr gibt. Es gibt ja dieses Storm Shadow in so einer kurzen internationalen Version und so einer internen Version.
Ja, lustig ist, dass das aber auch passiert ist, an demselben Tag, als Stama zurückgetreten ist, der englische Ministerpräsident ist, Und da gab es Spekulationen, dass er auch sein Okay dazu gegeben hat zu diesem Angriff, weil seine Familie persönlich bedroht worden ist von russischen, Aktivisten und so. Also da gab es wohl irgendwie oder halt einen Anschlag auf seine Familie, wurde jemand verhaftet, der über das Internet von den Russen angeworben worden ist dafür.
Ja, also überhaupt UK ändert so ein bisschen seine Beteiligung. Es gab ja schon, das hatten wir glaube ich letztes Mal erwähnt, gab es ja jetzt auch schon eine Beschlagnahme von so einem Shadowfleet-Öltanker. Das hat er bisher so nur Frankreich gemacht, das hat jetzt also UK auch gemacht, dann gab es im Ärmelkanal gab es dann auch so einen interessanten Vorfall, da war nämlich dieses russische diese russische Fregatte, Admiral Grigorowitsch, die da halt rumlungert um, keine Ahnung, was auch immer sie da macht, sie, Will halt irgendwie Präsenz zeigen und will irgendwie sozusagen so, ja, pass mal bloß auf, wir haben ja auch unsere Kriegsschiffe. Und da gab es dann so ein Incident, wo eine Segeljacht, also mit so privaten, so ein älteres Pärchen oder so.
Engländer, genau. Die sind halt diesem Schiff zu nahe gekommen. Und so Kriegsschiffe stehen gar nicht, also schon gar nicht russische, stehen überhaupt nicht da drauf, wenn ihnen überhaupt irgendjemand zu nahe kommt. Und dann sind die also mit Warnschüssen abgefrühstückt worden. Das hat die natürlich ordentlich geschockt. Das ist jetzt nichts Auffälliges, weil die natürlich durchaus aus Sicht des Kriegsschiffes eine Bedrohung sein können. Es könnte ja wieder irgendein ukrainisches Teil sein, was dieses Schiff versenken möchte. Jetzt allerdings scheint dieser Frequate irgendwie der Sprit auszugehen und irgendwie auch so.
Ein bisschen Versorgungsprobleme haben ja also weil es wurde wohl beobachtet, wie sie Sprit von einem Wartungsschiff, übernimmt was eigentlich nicht zum Betanken oder so gedacht ist, so und ja Ja, das war dann wohl so eine Art Notfalleinsatz, so wie wenn, keine Ahnung, du einen Kumpel anrufst und fragst, bring doch mal irgendwie einen Kanister vorbei, ich bleib sonst liegen oder ich bin hier liegen geblieben, ich brauch mal einen Kanister. Und ja. Also, ja, und, dieser englische Segler meinte dann, ja, ich habe meinen Kurs um zwei Grad geändert, um Ihnen zu zeigen, dass ich Ihnen nicht zu nahe komme, nur meine Kursänderung um zwei Grad ist nicht wirklich sichtbar, also, ja, aber es ist, niemand wurde verletzt und, ja, es, gab nur einen Schrecken.
Ja, auch ein Schrecken dürften die, Russen gehabt haben, als ihr Kommunikationssystem, was auf den schönen Namen Glas oder Großer lauscht. Das war wohl ein wenig offen und wurde so von ukrainischen Hackern. Infiltriert. jetzt nicht komplett gehackt, muss man dazu sagen, weil sie jetzt nicht in der Lage waren, da alle Daten auszulesen oder den Russen irgendwie falsche Einsätze zu geben. Das wäre vielleicht mal ganz schön gewesen. Stattdessen haben sie sich dann einfach mit diesem typischen Penis-Defacement zufrieden gegeben haben und, das System so gestört, dass irgendwelche Maps nicht mehr zu lesen waren, weil da irgendwelche Dinge überdeckt wurden und die Chats waren irgendwie unbrauchbar. Also es zeigt sich auch immer wieder, Also die digitale Infrastruktur der Russen auch ein Angriffsziel der Ukraine ist. Ja, um sich zu verteidigen, braucht es natürlich Luftabwehr. Das ist offensichtlich auch, eine absolute Achillesferse der Russen. Es gab jetzt zum Beispiel, die Erlaubnis von Russland an Firmen, eigene Flugabwehrsysteme zu erwerben und zu betreiben. Ja, also da bin ich ja mal gespannt, wie das dann so laufen soll.
Im Prinzip war die Idee quasi, dass die Ölkonzerne sich finanziell mehr beteiligen an den. Flugabwehrsystemen für Raffinerien oder andere Firmen. So nach dem Motto, die haben ja genug Geld, dann sollen die doch ihre Flugabwehr selber bezahlen. Ja, genau. Aber ja, das ist natürlich, das wurde dann auch sogar von, Solofjev da in den Propagandarunden dann von einigen seinen Teilnehmern kritisiert, und tatsächlich auch, ja, kommt das eine Bankrotterklärung des russischen Staates gleich. Also wenn du als Staat, eine der Hauptaufgaben ist, einfach für Sicherheit zu sorgen. Und wenn du jetzt sagst, für äußere Sicherheit, ja, wer es sich leisten kann, ist dann halt jetzt besser geschützt. Und außerdem natürlich, wenn du jetzt Privatleuten Flugabwehrsysteme in die Hand gibst, what could possibly go wrong? Ja, ich meine, wir haben ja schon genug Beispiele, zum Beispiel der Abschuss von dem Verkehrsflugzeug über der Ukraine, vom MH, irgendwas mit hauptsächlich Holländern an Bord.
Ja, also solche Dinge halt plus natürlich dann Friendly Fire oder wie wir auf dem Angriff auf Moskau dann gesehen haben, kann halt, in inkompetenten Händen so ein Flugabwehrsystem massiven Schaden anrichten an deinen eigenen, Luftfahrzeugen, an Flugzeugen, die in Moskau landen wollen. Ich meine, da gab es ja auch dann das Beispiel, das war jetzt zwar nicht Moskau, sondern das war das armenische Flugzeug, was dann von der russischen Flugabwehr, getroffen wurde und Aserbaidschan. Genau. Ja, und dann landen, notlanden musste, und jetzt sozusagen Privatleuten, in die hand zu geben es ist wirklich irre, plus dass sie halt dann jetzt so panziersysteme, also im prinzip, ja kleinen. Luftflugabwehr-Kettenpanzer auf Hochhäuser in Moskau gestellt haben. Nicht nur in Moskau, sondern ja, stellt die halt oben auf Häusern. Das ist zwar super, weil das Radar dann weitergucken kann, aber das macht natürlich diese Häuser wiederum dann plötzlich zu legitimen Zielen, wenn du, deine Flugabwehr auf zivilen Objekten basierst, muss ich nicht wundern, wenn dann dieses Haus angegriffen wird. Ich glaube nicht, dass sie das so zu Ende gedacht haben.
Nee, ja, aber ganz souverän ist Russland, wenn es darum geht, ihre eigenen Militärstandorte zu schützen. Da haben sie eine ganz tolle Methode, nämlich auf ihrem russischen Google Maps System, also von dieser Suchmaschine Yandex. Also das ist so ein bisschen das Google-Äquivalent in Russland. Die haben halt auch ein Maps-System. Und auf diesem Maps-System haben sie dann so ihre Militärbereiche mit einem Filter so unscharf gezeichnet. Man kennt das ja auch bei Google Maps. Ich muss sagen, ich finde es ein bisschen gaga. Das schauen sich am Ende eh nur Privatleute an und jedes Militär hat irgendwie bessere Satellitenbildquellen von daher ist das so ein bisschen absurd aber das haben sie halt gemacht und das haben sie dann aber auch so konsequent gemacht dass sie damit quasi, der Ukraine gezeigt haben wo sie überall noch Militärstandorte haben und dann guckt man einfach auf den eigenen Satellitenbildern nach oder auf Google Maps Oder auf Google Maps halt.
Also da waren echte Experten am Werk und so haben sie dann quasi ganz unfreiwillig sich erneut oder überhaupt erstmal zum Ziel gemacht. Ach ja. Gut, soviel zu diesen Kleinigkeiten. Vielleicht noch ein paar Sachen zu der Entwicklung der Waffentechnik. Was ja auch diskutiert wurde, ist, dass es jetzt einen neuen Trick gibt der Ukraine, nämlich Ballons einzusetzen, um Drohnen tiefer nach Russland einfliegen zu können. Und dann nehmen sie wohl offensichtlich solche Wetterballons, also nicht direkt Wetterballons, aber Ballons, die sehr hoch fliegen können, Und hängen einfach die Drohne unten dran. Das ist relativ günstig. Es gibt die Situation, dass wohl die Winde im Wesentlichen nach Osten gehen, also sicherlich nicht immer, aber so in der groben Tendenz, sodass eben die Ukraine eine Drohne an diese Ballons hängen kann und die fliegen. Dann einfach schon mal ein paar hundert Kilometer weiter. Und dann können sich diese Drohnen automatisch oder manuell ausgelöst, das weiß man ja nicht, einfach dort wieder fallen lassen. Das sind wohl diese Hornet-Drohnen, die jetzt auch gerade da im Kampf um die, Krim eine ganze Menge Ärger machen. Und damit lässt sich also die Reichweite dieser Drohnen nochmal verdoppelt. Verdoppelt ungefähr von 150 auf 300 Kilometer. haben.
Also, ja, vermutlich, habe ich halt auch vermutet, aber es ist halt auch nicht ganz billig. Also vermutlich Starlink, aber ich bin mir nicht sicher, ob da nicht auch noch was anderes im Spiel sein könnte. Aber ich meine, Meine Vermutung wäre auch Starlink, aber ja, weil es sind ja auch relativ kleine und billige Drohnen, aber gut, für Starlink, wahrscheinlich für so einen Starlink Mini.
Das ist kein nennenswerter Kostenpunkt. Also deswegen glaube ich schon, dass das eher günstig ist. Und ich meine, dieser Ballon kostet quasi auch nichts. Also das ist wirklich eine sehr elegante Art und Weise, wenn du da eben ohnehin schon in der nennenswerten Situation bist, dass die Winde dir eben diese Strecke abnehmen. Warum nicht?
Ja, in anderen News, diese FP1, FP2 Drohnen werden weiterhin verbessert, jetzt wurde zuletzt für die FP1, also die FP1 ist die mit dem kleineren, Payload, also mit etwas weniger Sprengkraft, die aber weiterkommt. Da wurde wohl der Treibstofftank jetzt nochmal überarbeitet und sie kommen angeblich jetzt auf 2700 Kilometer Reichweite. Das ist wirklich richtig, richtig, richtig weit weg. Und damit würden sie eben auch noch ein paar Ölraffinerien erreichen können, die sie bisher noch nicht haben erreichen können. Und ja, die ballistischen Raketen, die FP7 und die ganz große, die FP9, die sie ja schon ganz stolz auf Messen zeigen, die sollen jetzt wohl auch bald kommen und werden angeblich schon getestet. Du mutmaßt ja, sie werden über Moskau getestet.
Ja, also zumindest war wohl jetzt letzte Nacht, wurde irgendetwas in großer Höhe über Moskau abgefangen, was, dass zu keiner der bekannten Klassen von Drohnen wohl gehört und eben in großer Höhe flog, wird sich wohl in Kürze dann klären. Und es gab da eben Spekulationen, dass es sich um eine neue ballistische Rakete handeln könnte von der Ukraine. Die Moskau erreichen kann. Also das war halt das Bemerkenswerte. Nicht, dass die Ukraine auch ballistische Raketen einsetzt, sondern eben offenbar welche, die über Moskau auftauchen können jetzt. Und ich meine, es ist jetzt auch wichtig, Moskau auch so ein bisschen regelmäßig mit zu begießen, wenn es um Angriffe geht, damit die Russen weiter ihre. Flugabwehr dort lassen auch oder sogar noch verstärken und damit eben mehr Ölanlagen exponieren. Und für die FP1, was du meintest noch, diese 2700 Kilometer Reichweite, das Ding fliegt aber wahrscheinlich mit unter 200 kmh, bestenfalls denke ich so. Also das heißt, das ist dann zwölf oder vierzehn Stunden über Russland unterwegs zu ihrem Ziel. Das muss man sich halt auch mal überlegen, wie lange diese langsam fliegenden Drohnen hoher Reichweite eigentlich in der Luft, sind und wie bemerkenswert es ist, dass sie sich dann einen halben Tag lang im russischen Luftraum aufhalten können, ohne abgeschossen zu werden.
Ja, Russland ist groß. Das galt lange Zeit als Vorteil und mittlerweile ist es eigentlich eher ein Nachteil. Ja, dann gibt es noch eine interessante Webseite, die die Ukraine gelauncht hat und ich muss sagen, ich finde das immer wieder sehr bemerkenswert, was denen alles einfällt und zwar Trophy Lab. Hast du davon gehört? Ja, Trophy Lab ist eine Webseite, die quasi russische Militärtechnik dokumentiert und das wohl extrem detailliert. Also 3D-Modelle, technische Beschreibungen, jeder einzelne Waffentyp, Panzer, Raketen, Pipapo, Gewehre, ist auf nichts wirklich beschränkt. Und Flugabwehrsysteme, Fahrzeuge, Missiles, Schiffe, alles sozusagen, alles wird dort dokumentiert. Derzeit ist von 115 Samples die Rede. Und ja, das ist so eine Einladung an Partner, sich hier doch mal ein bisschen genauer zu informieren. Das Ziel ist natürlich hier entsprechende Abwehrmaßnahmen auf der einen Seite oder eben auch Strategien und Techniken für effiziente Angriffe zu bauen. Und deswegen liefern sie dann einfach mal diese Baupläne, die sie sich wohl sehr genau erarbeitet haben.
Ja, also im Prinzip ist das Angebot auch, hier guckt euch an, wie die Russen das machen und wenn das gut ist, dann könnt ihr das einfach auch kopieren. Natürlich ist nicht alles schlecht, was die Russen machen, sondern im Gegenteil, die haben auch gute Ideen hier und da die es wert sind, kopiert zu werden, plus, Angebot eben dann auch, dass man sich tatsächlich Muster auch ausleihen kann, bei denen, um die dann einer tieferen Analyse zu unterziehen und die Software zu reverse engineeren. Oder, die elektronischen Komponenten genauer zu analysieren, was sie machen und so. Also ja, auf jeden Fall, die Russen werden es nicht mögen.
Ja, bevor wir jetzt gerade bei den, Angriffsszenarien sind, wollen wir nochmal ein bisschen genauer schauen, was da eigentlich gerade passiert. Weil diese Angriffe auf die Ölindustrie, die ja schon seit Monaten geht und eigentlich schon seit Jahren gibt, die aber gefühlt in den letzten zwei, drei Monaten irgendwie krasser geworden ist. Also mehr Schläge, erfolgreichere Schläge, gezieltere Schläge und, der Angriff jetzt auf die Moskauer Ölraffinerie, die wir jetzt vorhin nochmal besprochen haben, der im Zeitgleich zur letzten Sendung war, abgesehen davon, dass er spektakuläre Bilder geliefert hat, Er hat halt auch dazu geführt, dass eben diese Moskauer Ölraffinerie, was auch eine der größeren ist, komplett außer Betrieb genommen wurde. Das heißt, es gab nicht nur ein paar Drohnen, die irgendwo explodiert sind, sondern offensichtlich sind genau die richtigen Stellen auch explodiert, um einfach die gesamte Raffinerie außer Betrieb zu nehmen. Weil das war jetzt bisher bei den Angriffen nicht unbedingt immer der Fall.
Ja, also, weil was man halt auch immer gesehen hat, war, es gab Angriffe auf Raffinerien, die dann aber alle paar Monate wiederholt wurden. Also teilweise einige Raffinerien wurden schon bis zu zehnmal angegriffen in den letzten drei Jahren, ja, in unterschiedlichen Abständen. Und da fragt man sich natürlich so, wieso ist das jetzt nötig, so eine Raffinerie ständig wieder anzugreifen und die Russen sind offenbar sehr gut darin, Raffinerien zu reparieren. Das scheint aber jetzt zunehmend weniger der Fall zu sein. Also bei der Moskauer Raffinerie war die Rede davon, dass sie mindestens sechs Monate offline sein wird. Und ich habe mich dann jetzt gefragt, was muss man denn in so einer Raffinerie eigentlich treffen oder zerstören, damit die möglichst lange offline bleibt und welche Folgen hat das dann? Weil so moderne Raffinerien ist jetzt nicht irgendwie nur ein Destillationstower, und so wie man das das kennt aus der Schule, sag ich mal hier. Ein großer Turm, da wird das Rohöl unten gekocht, dann verdampft das und je nach Höhe so, eine fraktionelle Destillation, je nachdem unterschiedlich kühle Zonen und hier unten kommt halt die schweren Öle, raus und Thea bleibt unten und ganz oben kommt Gas raus und Benzin ist dann da oben und Diesel ist unter Benzin. So wurde einem das in der Schule beigebracht. Okay, fraktionellen Destillationsturm und das ist es tatsächlich. Tatsächlich ist so eine Destillationskolonne oder CDU, wie es im Englischen heißt, Crude Destillation Unit, ist ein ziemlich großes Ding. Das wird halt speziell für jede Raffinerie gefertigt, ist gigantisch groß, kostet irgendwie zwischen 50 und 200 Millionen und dauert normalerweise zwei bis vier Jahre sowas zu liefern. Aber so lässt sich aber auch vermutlich, reparieren und vorab all diese Komponenten, die ich jetzt nenne, das meiste davon fertigt oder stellt Russland selbst her. Das heißt, sie sind da durchaus in der Lage, das zu reparieren, aber es ist halt trotzdem nicht einfach. Was aber empfindlicher ist oder nach diesen Rohöldestillationskolonnen. Gibt es dann Vakuum-Destillationskolonnen, die sind dann in der Lage nochmal so die schweren Sorten, die Rückstände besser aufzuarbeiten. Ist eben auch eine Einzelanfertigung und essentiell für moderne Raffinerien. Aber so richtig advanced wird es dann beim sogenannten, Cracking und da gibt es die Fluid Catalytic Crackers, FCCs, und es ist so mit die komplexeste Anlage in der Raffinerie, da gibt es einen Reaktor und einen Regenerator und Zyklone und Luftverdichter und Hochtemperaturleitungen. Und die können bis zu zwei Milliarden kosten und drei bis sechs Jahre brauchen, bis die hergestellt sind. Und so ein FCC bestimmt halt maßgeblich, wie viel Benzin eine Raffinerie produzieren kann. Also ohne FCC kannst du halt andere Sachen wie Diesel zwar noch produzieren, aber eben die Benzinausbeute wird geringer ohne FCCs. Und Alternative dafür sind sogenannte Hydro-Cracker und die sind noch teurer als die FCC-Anlagen, weil die mit 200 Bar Druck arbeiten und 400 Grad Temperatur und irgendwie, dicke, fette Spezialreaktoren, so 1000 Tonnen schwer und kosten so zwischen 1 und 3 Milliarden so einen Hydro-Cracker.
Genau, was da im Wesentlichen passiert. Rohöl besteht halt aus unterschiedlich langen Kohlenstoffketten mit Wasserstoff außen dran. Und je länger die Ketten, umso dickflüssiger ist es. Umso kürzer die Ketten, umso flüssiger und auch flüchtiger wird es. Also Benzin ist dann vergleichsweise kurzkettig und dann ja, Schweröl oder so, das Viskos ist oder Teer ist halt dann das langkettigste. Und was eben so ein FCC, so ein katalytischer Cracker oder so ein Hydrocracker halt machen ist, man pumpt dort Wasserstoff rein und bricht dann diese langen Ketten in kurze Ketten auf. Das heißt, man kann dann quasi, ist dann in der Lage, ich brauche jetzt mehr Benzin, man kann dann aus Teer Benzin machen, indem man halt die Ketten aufbricht und dadurch eben, ja, dafür ist das da. Und dazu braucht es eben viel Wasserstoff. Das heißt, was du auch in so einer modernen Raffinerie hast, ist so eine Wasserstoffanlage oder sich Steam Methane Reformer anzupassen. Wo dann halt im Wesentlichen aus Methan dann Wasserstoff abgespalten wird und der wird dann eben genutzt, zum Cracking und außerdem auch noch zum Hydro-Treating, und das ist wiederum um Schwefel und Stickstoff zu entfernen aus Diesel, Benzin und Kerosin. Weil je nachdem, wo das Rohöl herkommt, hat man eben auch Schwefel drin und, den will man nicht in hohen Konzentrationen haben, weil, und da kommen wir dann später noch dazu, was das mit Motoren macht, wenn zu viel Schwefel drin ist. So, und all das braucht jetzt, all diese Anlagen, die ich jetzt genannt habe, brauchen eben eine Menge auch noch Großkompressoren und Turbinen, weil da halt auch großer Druck erzeugt, werden muss. Und so ein einzelner Kompressor kostet zwischen 20 und 100 Millionen. Und dann braucht es eine Menge Strom mit Großtransformatoren, mit Hunderten von Megawatt elektronischer Leistung, so 300 Tonnen Monster, die auch häufig zwei bis vier Jahre brauchen. Das heißt, wenn wir dann so Einschläge sehen, teilweise in den Raffinerien, auf Transformatoren dort, dann sind, das diese gigantischen Raffinerietransformatoren, die dort außer Gefecht gesetzt werden. Plus eben an verschiedenen Stellen sind Katalysatoren, also speziell bei den FCCs und bei den Hydrocrackers sind halt oft hunderte Tonnen an Katalysatoren drin, die dann so mehrere 10.000 Euro pro Tonne kosten können. Aber ja, da hat Russland produziert die halt nicht, in ausreichenden Mengen, die wurden halt bisher überwiegend importiert. Und während Russland eben einen Großteil dieser Anlagen jetzt selber fertigen kann. Ist es eben bei den modernen Katalysatoren, haben sie die nicht, dann die Prozesslizenzen, also wie das gefahren und gesteuert wird, die Raffinerie, da haben sie halt auch von westlichen Firmen das oft lizenziert. Und so dann die ganze Automatisierungs- und Messtechnik, also das Ganze ist halt voller auch jetzt, ja, computergesteuert, so eine Raffinerie mit ganz viel Druck und Temperatur und, sonstigen Sensoren und dann eben Ventilen, die geöffnet, geschlossen werden und so. Also ja, dann eben bestimmte Hochleistungsverdichter und Turbinen, müssen sie auch importieren und dann eben Spezialventile und so ein paar Hochleistungswerkstoffe. Also insofern, ja, es gibt eben da auch kritische Komponenten, aber. Ja, selbst wenn Sie es selber herstellen können, wir reden normalerweise von mehreren Jahren, die es dauert, so eine Anlage komplett zu ersetzen oder so eine Raffinerie neu zu bauen. Und die sechs Monate in Russland sind also in Moskau sind potenziell optimistisch.
Und das Ganze auch nur für den Fall, dass diese Fabriken nicht auch nochmal, Ziel von Angriffen werden? Und vor allem, wenn sie dann nach ein paar Jahren fertig sind, dann sind sie auch schnell wieder zerstört. Also das ist schon ein Problem. Aber du hast jetzt sozusagen den Eindruck, dass jetzt von diesen Komponenten mehr getroffen, direkt getroffen wurden und wenn ja, welche?
Ja, also es gab ja jetzt so Beobachtungen, was so die Auswirkungen sind. Das fing erst mal an, dass viele Tankstellen erst mal nur Benzin mit E92 haben die das genannt, was eine geringere Klopffestigkeit hat als das 96 oder 98. Das kann man jetzt nicht direkt umrechnen, die Oktanzahl. Aber das war das Erste, was berichtet wurde. Nur noch 92er-Benzin. Eigentlich kommen moderne Motoren damit klar, also normale moderne Motoren, weil die merken das dann und passen sich an. Du hast weniger Leistung, die schrauben dann den Zündzeitpunkt zurück und Verbrauch ist höher und die Abgastemperatur ist höher, aber grundsätzlich geht das. Allerdings, wenn du jetzt so einen Motor mit Turbolader hast oder andere Hochleistungsmotoren, so mit hoher Verdichtung, so 12 zu 1 oder so, dann kannst du tatsächlich Probleme haben, dass dein Motor klopft und ganz schlecht, läuft oder sich sogar abschaltet und sagt, nee, will ich nicht. Und das ist jetzt das geringere Problem. Diese Sorte, was wir wenigstens wissen, auch in Russland wahrscheinlich, kommt halt in unterschiedlichen wiederum Kraftstoffklassen, die den maximalen Schwefelgehalt bestimmen. Und kurz gesagt eigentlich sollte es k5 sein mit irgendwie das ist das was auch wir tanken hier somit, unter zehn parts per million schwefel während die, klasse k2 250. Mal mehr schwefel nämlich bis zu 500 ppm enthalten kann und, Das scheint jetzt auch der Fall zu sein, also es wurde jetzt wohl freigegeben, dass das jetzt auch an Tankstellen verteilt wird, und ist eigentlich für Euro 5 oder Euro 6 Motoren nicht geeignet und lässt halt den Katalysator schneller altern und du musst halt häufiger das Motoröl wechseln. Und unter Umständen, je nachdem wie schlecht es wirklich ist. Hast du echte Probleme. Es gibt Berichte, wo daneben Russen, getankt haben auf dem Schwarzmarkt und dann nach ein oder zwei Kilometern liegen geblieben sind, weil der Motor einfach ihren Sprit nicht mochte. Und all das spricht jetzt dafür, dass es Probleme mit Hydro-Treating generell gibt. Dass also eine Wasserstoffgeneration betroffen ist plus dann eben, das Cracking-Potentiell. Das heißt, das reduziert dann auch die Ausbeute, das könnte auch noch dafür. Dafür verantwortlich sein, dass weniger Kraftstoff rauskommt, als man denkt aus den Raffinerien, die noch produzieren, weil eben, das Cracking dort nicht funktioniert und dass dementsprechend dann die Benzinausbeute gering ist und man dann nur noch Diesel produzieren kann und ein bisschen Benzin nebenbei. Das scheint eben jetzt der Fall zu sein, auch die größere Knappheit bei Benzin als bei Diesel eben spricht dafür, dass eben FCCs, Katalysatoren, Hydrocracker und Wasserstoffanlagen, von den Ausfällen betroffen sind und dass Raffinerien, die zwar noch produzieren, potenziell weniger produzieren, als wir denken.
Und erfordert, wie gesagt, häufige Ölwechsel und Schmierölproduktion ist auch betroffen natürlich dadurch. Und es verursacht auch erhebliche Langfristkosten, wobei der größere Faktor einfach ist, wenn die Leute zehn Stunden in einer Schlange vor der Tankstelle stehen, statt arbeiten gehen zu können. Oder irgendwie LKW am Straßenrand stehen lassen, weil einfach kein Sprit da ist. Das ist, glaube ich, der Hauptschaden. Aber auf jeden Fall nicht auszuschließen, dass es auch Milliardenschäden an Motoren im Endeffekt geben könnte. Weil die Bedienungsanleitung sagt, nein.
Genau, die Bedienungsanleitung sagt, nein. Vielen Dank. Besonders betroffen ist, wie schon erwähnt, Russland überall. Aber besonders betroffen ist vor allem die Krim. Das haben wir auch schon ein paar Mal erzählt. Also diese Versorgungsstraße, die wurde also jetzt auch in den letzten zwei Wochen nochmal hart angegangen. Also abgesehen davon, dass eben die Lastwagen, die Logistikfahrzeuge, die Tanklaster direkt von Drohnen angegriffen wurden, gab es auch zahlreiche Angriffe auf Brücken und zwar über die gesamte Strecke dieser Straße hinweg. Das sah teilweise gar nicht gut aus und hier und da mag es dann immer wieder mal noch einen Umweg geben, der durch dünne Straßen führt, das was natürlich für schwere Fahrzeuge dann, wenn überhaupt, nur langsam zu bewerkstelligen ist. Abgesehen davon, dass eben jetzt alle Angst haben, da überhaupt zu fahren, dann werden sicherlich auch noch ein paar gezwungen werden oder Soldaten führen das dann aus, keine Ahnung. Auf jeden Fall sieht es nicht gut aus und es kommt offensichtlich kaum noch irgendetwas durch. Und es ist halt nicht nur der Sprit, sondern es ist halt jegliche Versorgung dieses Landes. Die Krim ist ja im Wesentlichen eigentlich nur über zwei Straßenverbindungen aus dem Norden direkt zu erreichen. Das eine ist die einzige Landbrücke bei Amjansk. Auch dort gibt es natürlich noch ein paar Brücken, die vor allem über diesen ehemaligen Kanal, der ja nicht mehr bewässert wird, weil die Russen ja ihren Staudamm gesprengt haben, vor ein paar Jahren, also nicht ihren Staudamm, sondern den der Ukraine bei, Kherson, den Novakovka-Damm. Und mit diesem Damm ist dann eben auch diese Ableitung in den Krimkanal hinfällig geworden. Jetzt wächst da schön Gras drin, aber es ist natürlich immer noch so eine Mulde. Und da, wo keine Straße ist, müssen sie dann eben jetzt Erde aufschütten als Notstraße. Auch alle Eisenbahnbrücken sind meines Wissens mittlerweile zerstört worden und zwar nicht nur auf der Zuführung zur Krim, sondern auch schon Brücken auf der Krim selber. Also auch diese ganze Eisenbahnstrecke ist in höchster Not und so ist einfach dieses ohnehin schon dünne Straßengeflecht, was die Krim überhaupt hat, mehr oder weniger komplett außer Betrieb gesetzt worden. Also irgendwo kommt sicherlich noch irgendwas durch, aber es ist halt einfach nicht im Ansatz ausreichend, um die Krim mit Sprit zu versorgen. Und das führt jetzt dazu, dass in zunehmendem Maße auch Projekte. Also Bürger hätte ich jetzt fast gesagt, also Russen offenbar mit den letzten paar Litern Sprit, die sie noch irgendwo haben auftreifen können, die Flucht nach Russland angetreten haben. Also die Schlangen an der Kerzbrücke sind extrem lang. Da stehen wohl irgendwie ein paar hundert PKWs und warten darauf, dass sie auf die Brücke gelassen wird.
4.000 Fahrzeuge und das dauert ewig, weil jedes einzelne Fahrzeug wird natürlich auf Sprengstoff untersucht, weil natürlich die Russen total Angst haben, dass die Ukrainer ihnen dann auch irgendwie einen Kuckuck, einschmuggeln und dann nochmal eine Sprengung auf der Kerchbrücke ausführt. Also nachdem diese ganzen Anschläge gelaufen waren, ist das ja auch so ein Faktor, eben der Faktor Sicherheit, der dazu geführt hat, dass diese Brücke einfach nicht mehr diese alte Kapazität hatte, weil sie einfach Angst vor jedem Lastwagen hatten, wenn der halt Sprengstoff enthält.
Ja und Firminen haben auch Öl, oder Benzin über die Brücke zu schicken, weil beim letzten Mal ja dieser Zug, getroffen wurde durch Zufall, was halt den Schaden massiv vergrößert hat. Deswegen hat man gesagt, irgendwie nee und den Sprit dann über die Fähren geschickt hat aus Sicherheitsgründen. Also auch die Tankzüge quasi, also sie haben auch eine Fähre, wo dann Kesselwagen mit transportiert werden können. Und Tanklaster und Kesselwagen und andere gefährliche explosive Güter mussten dann mit den Fähren transportiert werden. Und dann die Ukraine, auch den Großteil dieser Affären eben jetzt außer Gefecht gesetzt. Aber es. Gibt jetzt noch eine etwas andere Perspektive oder meine Perspektive ist an sich, ich meine, es ist ganz schwierig, die Krim wirklich abzuschneiden oder zu isolieren. Ja, es ist eine Halbinsel, aber es gibt die Kerzbrücke, es gibt, diverse Zugverbindungen, es gibt jede Menge Straßenverbindungen, es gibt den Fährverkehr und es gibt das Schwarze Meer, wo du, ich sag mal, auch ganze Tankschiffe eigentlich anlanden kannst mit Produkttankern.
Ich will nur sagen, was für eine monumentale Leistung der Ukraine das ist, wirklich alle Löcher oder fast alle Löcher gestopft zu haben oder zumindest so viel, das so sehr erschwert zu haben. Tatsächlich an Pkw, meine letzten Meldungen aus der Gegend besagen, so nachgewiesen, so 30 bis 50 zerstörte Lkw pro Tag. Ukraine sagt, es sind irgendwie mehr, bis zu 100 am Tag. Aber das sind jetzt nicht alle, sondern Russland, also die meisten kommen durch. Ja, nur fahren halt viele einfach nicht mehr. Das ist das Ding. Aber die, die fahren, von denen, die fahren, kommen die meisten durch. Aber ja, es kommen halt genug nicht durch, dass, man Schwierigkeiten hat, Fahrer und Fahrzeuge zu finden, die den Trip noch machen. Das ist eigentlich der Effekt.
Ich bin mir gar nicht so sicher, ob die alle durchkommen, weil die Brücken sind ja nun wirklich auch weitgehend zerstört. Es gibt hier und da ein paar Pontonbrücken, aber da läuft natürlich der Verkehr auch sehr spärlich. Tatsache ist, es gibt jetzt keinen Sprit mehr auf der Krim. Offiziell ist der Verkauf eingestellt worden. Der Gouverneur oder wie der Posten da heißt, also der Chef der Verwaltung dort hat das halt auch ganz klar gesagt. Hat natürlich gesagt, sie sollen ja nur glauben, was irgendwie die russische Regierung ihnen erzählt und alles wird gut und wir arbeiten auch schon mit Hochdruck da dran, das hat Putin ja auch, aber die haben einfach Panik. Denn mit dem Sprit, es sind ja nicht nur die Angriffe auf den Sprit, es ist nicht nur auf die Zulieferung. Die Tanklager bei Feodosia sind schon mehrfach angegriffen worden, da ist kaum noch was von übrig. Jetzt gibt es auch Angriffe auf die Strominfrastruktur und die Umspannwerke. Also durch den Sprit, durch den mangelnden Sprit können sie schon die Generatoren nicht mehr betreiben. Die zusätzliche Zerstörung der Umspannwerke oder vielleicht auch direkt der Kraftwerke, ich weiß gerade nicht mehr so ganz genau, was da angegriffen wurde. Auf jeden Fall wurde die Strominfrastruktur angegriffen. Es gibt halt jetzt auch teilweise keinen Strom mehr. Also übrigens nicht nur auf der Krim, sondern auch in Tornetzk fällt also jetzt regelmäßig der Strom aus. Ohne den Strom funktionieren die Pumpen nicht mehr. Es gibt jetzt auch schon ein Problem mit der Wasserversorgung. Es ist gerade High Season, eigentlich auf der Krim ist halt Tourismus das Ding. Die Touristen fliehen jetzt alle, also die haben wirklich bis vor kurzem Land auch Touristen geschickt, man mag es irgendwie gar nicht glauben, die jetzt gar nicht mehr versorgt werden können. Die Hotels können ja eigentlich gar nicht mehr betrieben werden, zuverlässig. Und abhauen können sie aber auch alle nicht so ohne weiteres, weil es ja noch nicht mal Fahrzeuge gibt, wo sie einsteigen können, um wieder nach Hause zu fahren. Dazu wird eben jetzt auch die Eisenbahnverbindung stark beschnitten. Also ich glaube, es ist derzeit nicht möglich von der Körtschbrücke aus mit der Eisenbahn direkt bis Silvastopol oder bis, wie heißt nochmal der andere zentrale Ort, Simferon. Pol zu fahren. Und das verschlimmert sich jetzt täglich. Alle verbliebenen Luftflugabwehrsysteme, die dort noch sind, werden angegriffen. Diverse Radare, Abwehrsysteme, S-400 wurde angegriffen. Also es ist einfach eine tägliche Barrage von Videos, die zeigen, dass auf der Krim die Infrastruktur einfach stirbt. Und deswegen ist jetzt absehbar, dass... Ja, weiß ich nicht. Das ist einfach eine Verteidigung der Krim auch irgendwann sehr, sehr, sehr schwierig werden.
Also ja, es ist schwierig, aber an sich sollte es gar nicht so schwierig sein. Ja, das ist das Irre. Eigentlich würden zwei Güterzüge pro Tag mit 50 Waggons ausreichen, um die Krim mit Sprit zu versorgen, aber offenbar schaffen sie selbst das nicht. Oder 270 Tanklaster pro Tag. Würden auch ausreichen, wenn Sie die irgendwie durchbringen. Oder irgendwie ein Tankschiff pro Woche oder irgendwie ein großes Tankschiff oder irgendwie ein kleines pro Tag. Also eigentlich sollte es kein Problem sein, aber es ist ganz offenbar eins und ja. Meine Vermutung war jetzt auch, dass die Ukraine jetzt gewartet hat, bis Russland Kraftstoffzüge über die Kerzbrücke schickt, um dann nochmal nachzulegen. Nochmal nachzulegen und möglicherweise dann einen Angriff zu fahren, wenn wieder ein Kraftstoffzug über die Kerzbrücke fährt. Also möglicherweise kriegen wir das auch noch zu sehen, aber ja, also wie gesagt, Eigentlich zwei Züge sollten jetzt nicht das Problem sein oder 270 Tanklaster und Russland hat 100.000 Tanklaster, ja, da sollten irgendwie 270 jetzt nicht das Problem, sein, aber es ist ein Problem.
Die Tanklasser brauchen ja auch selber erstmal Sprit. Und die werden ja auch woanders noch gebraucht. Also die liegen ja nicht alle auf Halde. Also es ist schwierig so. Und dann wollen sie im zunehmenden Maße noch Moskau verteidigen vornehmlich. Und das ist auch eine Frage der Prioritäten. Also sie sind da in einem totalen Dilemma.
Ja, also wie gesagt, die Krim ganz offenbar hat die größten Versorgungsprobleme. Überhaupt, teilweise auch Donbass, glaube ich, mittlerweile auch. Es ist ähnlich betroffen oder generell grenznahe Regionen oder die besetzten Gebiete jedenfalls haben die größten Probleme gerade. Und man sagt, dass viele Russen fragen sich auch, wozu brauchen wir jetzt eigentlich die Krim? Und das war ein Fehler irgendwie hierher zu ziehen und hier zu investieren. Und natürlich auch viele, die vorher dort gewohnt haben und sich dann erst über die Russen gefreut haben, scheinen jetzt gerade auch nicht mehr so begeistert zu sein. Warum? Ja. Also die Krim, wie gesagt, Krim ist ein Sonderproblem, also es gab auch eine Raffinerie auf der Krim, die wurde auch zerstört und ja, also die Krim haben wir glaube ich durchdiskutiert.
Die Frage ist ja, was bezweckt die Ukraine jetzt konkret? Und ich denke die Antwort ist mehrschichtig. Also erstens ist es natürlich ein. Es schafft eben diese Dilemmata, wo schicken wir unsere Versorgung hin und konkret welchen Aufwand müssen wir jetzt treiben, um diese Versorgung auch nur ansatzweise aufrecht zu halten. Und es ist ja auch nicht nur die Versorgung der Krim, es ist ja auch die Versorgung des gesamten westlichen Frontbereichs bis nach, Kherson, also oberhalb der Krim ist ja noch sozusagen der restbesetzte Teil von Kherson. Bei der Gegenoffensive der Ukraine ist ja nur der Teil bis zum Fluss befreit worden mit der Stadt Kherson, also der Hauptstadt Kherson. Darunter, der Bereich bis zu Krim, ist halt nach wie vor besetzt und auch ein riesiges Problem. Wenn also diese gesamte Versorgung die Krim nicht erreicht, dann erreicht sie natürlich vorher auch schon Kherson nur sehr eingeschränkt und schwächt natürlich auch die Position an der Stelle. Ich habe jetzt nichts davon gehört, ob die Angriffe auf Kherson jetzt schon zurückgegangen sind, wäre aber jetzt nicht sonderlich überrascht, wenn das so ein Nebeneffekt wäre und es geht ja im Prinzip auch bis, Saporizhia, wo ohnehin die Ukraine schon ein bisschen Gegendruck erzeugt. Noch hält diese russische Front, aber ja, das heißt.
Das ist auf jeden Fall ein Aspekt, dass es also einfach jetzt die Russen unter Stress setzt, dann werden natürlich in zunehmendem Maße hier auch weitere Korridore geöffnet, also umso mehr Abwehrsysteme zerstört werden, umso mehr Möglichkeiten gibt es hier mit einem gezielten Anschlag auch, militärisch noch den Druck weiter zu erhöhen. Aber vor allem ist es halt eine Riesenblamage für Putin. Weil die Krim, das ist ja sozusagen so ein Sehnsuchtsort der Russen. Das ist so ein Traumort, also sowohl für Putin im Sinne von, ja das ist sozusagen die Definition der Kontrolle über das Schwarze Meer. Aber es ist halt auch so ein Ort, wo die schönen Reichen, Urlaub machen Und was halt irgendwie auch in dieser ganzen verqueren russischen Geschichtsschreibung immer schon so einem mystischen Ort hochgeschrieben worden ist. Und jetzt wandelt sich eben so die Stimmung mit, wozu brauchen wir denn das überhaupt? Brauchen wir das überhaupt? Das macht doch hier alles nur Ärger. Und auch wenn die, Sichtweise der Einzelnen, die sich da gerade auch öffentlich zu Wort melden, teilweise ein bisschen absurd ist im Sinne von, warum wolltet ihr uns denn unbedingt beitreten, jetzt haben wir den Salat, was die natürlich nie wollten, aber so ist nun mal die Erzählung in Russland. So ist das einfach jetzt eine riesen Blamage und in gewisser Hinsicht können sie jetzt gar nicht so viel tun. Was sollen sie denn jetzt machen? Also wenn die Ukraine jetzt diese Kampagne fortführt und danach sieht es aus und wenn sie die sogar noch weiter treibt, wonach es meiner Meinung nach auch aussieht. Also die werden jetzt nicht nachlassen, die werden jetzt nicht auf einmal wieder ein paar Tankleistzüge mehr durchlassen, sondern die werden einfach alles angreifen, was dort irgendwie ist. Was ist denn dann noch dann in der Ukraine? Also Wassermangel gibt es ohnehin schon, jetzt kann man das Wasser, was da ist, gar nicht mehr pumpen, es gibt keinen Strom, es gibt irgendwie keinen Sprit, man kann nicht mehr fahren, es gibt keine Versorgung, die Supermärkte werden in zunehmendem Maße leer.
Irgendwann schon. Die Frage ist, wann. Also es wird jetzt nicht die nächsten 100 Jahre so weitergehen. Und es gibt, natürlich, die Russen werden jetzt Dinge probieren, was weiß ich, werden gucken, auf welchen Art und Weise, ich meine, sie probieren ja schon, sich jetzt anzupassen, auf anderen Routen zu fahren, zu anderen Zeiten zu fahren, in Konvois zu fahren, die dann mit... Flugabwehrsystemen geschützt sind, das alles funktioniert noch nicht so recht. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass Russland, wenn es denn nur genug Ressourcen darin investiert, das schon hinbekommt, es wird halt nur teuer. Also es wird nicht irgendwie einfach so von alleine passieren, Sondern Russland muss da schon eine Kraftanstrengung unternehmen und es wird wahrscheinlich dann eine Kombination sein, aus auch Reduktion von Verbrauch und Leute werden von der Krim runterkommen. Also da werden weniger Leute dann einfach sein auf der Krim und irgendwie wird man Mittel und Wege finden. Da bin ich überzeugt. Aber ja, erstmal wird es schlimmer, und es ist unklar, wie lange die Ukraine diese Oberhand hat und welche Folgen das für Russland intern haben wird. Aber Putin wird jetzt nicht den Rückzug von der Krim erklären, sondern wird da, alles für tun, weil das ist irgendwie eines seiner Lebenswerke.
Naja, wie gesagt, da ist dann... Gut, da gehen wir dann nochmal in die Zahlen jetzt rein, was Gesamtrussland angeht, weil Krim, die Krim-Situation ist speziell und natürlich lässt sich das nur lösen, indem irgendwo muss der Sprit halt herkommen. Und, dann ist die eine Frage ist Krim, aber die andere Frage ist so, wieso, ist jetzt überall in Russland oder fast überall in Russland jetzt Kraftstoff rationiert und wieso gibt es fast in allen Regionen Russlands diese kilometerlangen Schlangen vor Tankstellen? So kann das sein. Und dann, das wollte ich einfach mal wissen und habe mir dann mal die Zahlen angeguckt und ein bisschen selber gerechnet, damit ich mir das bildlich vorstellen kann oder wirklich vergleichen kann. Und die volle Raffinerie-Kapazität in Russland, ich habe jetzt Kraftstoffe, alle Zahlen sind Kraftstoffe insgesamt, also Benzin, Diesel, Kerosin und auch andere Raffinerie-Produkte. Und da ist die volle Kapazität, also die Hälfte davon ist ungefähr für Straßenverkehr, also Benzin und Diesel und so und die andere Hälfte sind andere Raffinerieprodukte. Volle Kapazität jetzt in Russland ist oder waren 950 Millionen Liter pro Tag. Das ist natürlich völlig abstrakt so, aber im Vergleich zum Verbrauch. Der Verbrauch ist wohl angeblich 620 Millionen Liter pro Tag. Also 950 volle Kapazität, 620 wird gebraucht. Also rund ein Drittel normalerweise der Kapazität stehen dann für Exportproduktion bereit, zwei Drittel für interne. So ist es eigentlich. Ja, jetzt wurde dann natürlich die Frage diskutiert, okay, wie viel Kapazität sind denn jetzt aktuell offline? Und je nachdem, wo du dann guckst, werden Zahlen zwischen 10 und 40 Prozent, genannt, wobei die meisten Quellen sagen also etwas über 20 Prozent, also wahrscheinlich irgendwie 25 bis 30 Prozent. Wobei 30 Prozent halt so die kritische Grenze wäre, wo man dann genauso viel produziert, wie man verbraucht. Das ist die Situation, die angenommene Situation im Moment. Also dass die Überproduktion offline ist und dass die Produktion ungefähr den Verbrauch matchen müsste. So, aber... So, wir sehen halt aber jetzt irgendwie ja diese Schlangen an den Tankstellen. Irgendwas stimmt da nicht. Und entweder ist jetzt mehr offline, als alle Experten vermuten. Also die höchsten Zahlen sagen 40 Prozent. Aber wie wir halt vorhin schon gesehen haben, es ist wahrscheinlich einfach komplexer, die ganze Situation. Das heißt, es können nicht mehr die Kraftstoffe produziert werden in den Mengen, die gebraucht werden. Auch wenn die Gesamtkapazität vielleicht nur 30 Prozent weg ist, sind dann vielleicht 60 Prozent von der Benzinproduktion betroffen und nur 20 Prozent der Dieselproduktion. Ja, so, das waren jetzt aus der Luft gegriffene Zahlen, diese beiden Dinge, aber das könnten so die Dimensionen sein oder. So, es könnte einfach an logistischen Problemen liegen, dass das zwar irgendwie die Raffinerien noch genug produzieren, aber das irgendwie nicht bei den Tankstellen ankommt, weil entweder die Züge oder die LKW, mit denen das transportiert wird oder Schiffe irgendwie nicht genügend. Kapazität haben und dass es deswegen in einer Region zu viel gibt und in der anderen, zu wenig und es könnte natürlich auch einfach Hamsterkäufe sein in Verbindung, mit der Rationierung, dass die Rationierung vielleicht voreilig ist, und mehr Probleme generiert, als sie löst. Das könnte halt auch ein Punkt sein. Und Fakt ist, dass irgendwo die Dinge nicht so funktionieren, wie sie sollen. Und die Frage ist jetzt halt, wo? Und wenn man jetzt mal versucht, sich vorzustellen, wie viel Russland ungefähr verbraucht, dann sind das so 20.000 Lastwagenladungen an Kraftstoff pro Tag oder 8.000 Kesselwagen, was so 140 Güterzügen am Tag entspricht. Das sind so die Dimensionen. Oder 14 Produkttanker oder jetzt entsprechend zwei großen Erdöltankern. Das ist pro Tag. Also gar nicht, klingt erstmal gar nicht so viel. Wenn man das jetzt umrechnet, so auf wie viel jetzt Tanklastwagen, Kesselwagen und so weiter Russland hat, dann stellt man fest, dass so die Tanklastwagen etwa fünf Tage, des landesweiten Kraftstoffverbrauchs aufnehmen könnten, was die Russen so haben. Was bedeutet, dass wenn man jetzt alles mit LKW transportieren würde. Muss jeder LKW mindestens alle fünf Tage eine Runde drehen, damit der Sprit irgendwo ankommt. Wenn jetzt der Roundtrip länger als fünf Tage dauern würde, dann geht es nicht mehr auf. Dann hat Russland. So 100 Tanklastwagen und 200.000 Kesselwagen für Kraftstoff. Also die 100.000 Tanklaster machen so 30.000 Liter und so ein Kesselwagen macht so zwei bis drei Tanklaster aus. Aber weil Russland eben so viele Eisenbahnwaggons. Für Kraftstoff hat, also Kesselwagen, kann es ungefähr 28 Tage an Kraftstoff, allein auf der Schiene lagern. Ja, so. Und beziehungsweise jeder Eisenbahnwaggon 28 Tage unterwegs sein kann, um jetzt einen Roundtrip zu machen, wenn alles auf Eisenbahn. Und mit Tankschiffen, die gibt es auch, gibt ja große Binnenschiffe und so. Also die haben ungefähr. Den Kraftstoffbedarf von vier Tagen und größere Tanker noch mal sieben Tagen. Und dann gibt es noch mal Tanklager oder gab es Tanklager, die eigentlich so Vorräte für zwei bis vier Monate des Verbrauchs aufnehmen können. Also gewaltige Lagerkapazitäten. So... Jetzt die Frage, wie, also diese Zahlen eigentlich, okay, wir haben genug Züge, wir haben genug Laster, wir haben eigentlich genug, theoretisch genug Produktion, so, wieso? So, und müssten eigentlich so viele Reserven haben, dass so ein Raffinerieausfall jetzt nicht das Problem sein kann. Ja und jetzt hat Putin hat sich erstmals zu der Krise geäußert und anerkannt, dass es Probleme gibt mit der Kraftstoffversorgung. Und gesagt hat, aber alles ist gut, die Reserven belaufen sich auf 1,7 Millionen Tonnen, wie letztes Jahr. Und das entspricht ungefähr drei bis sechs Tagen Verbrauch. Das ist, was Putin sagt, seien die offiziellen russischen Kraftstoffreserven. So, was eigentlich bedeutet, es gibt keine Reserven. So, also das ist, ja, allein, wenn alle Tanks leer sind, müsste irgendwie unten noch so viel Rest drin sein. Also so leer kann man die Tanks kaum machen, dass nur so wenig Reserven vorhanden sind. Also entweder die Zahl ist falsch, aber auf jeden Fall weiß Putin nicht, wovon er redet. Und er hat das auch nur abgelesen, denke ich mal. Aber es könnte einerseits wahr sein und die Ursache sein, dass Russland einfach komplett alles leer gesaugt hat in den letzten Monaten oder Jahren. Und das ist eigentlich die meisten Tanklager und die meisten Eisenbahnwaggons mittlerweile und die meisten Tanklaster und die meisten Tankstellen einfach... Jetzt mittlerweile leer sind. Und das bedeutet umgekehrt, dass das natürlich dann dauern kann. Plus, wir werden jetzt sehen, mit den Produktionskapazitäten, wenn die Ukraine jetzt noch mehr offline nimmt, gibt es jetzt erstmal keine schnelle Lösung. Klar, Importe, ich meine, das wurde jetzt auch angeleiert. Also Putin hat jetzt auch gesagt, sie werden, jetzt Öl importieren, weil dann so läuft, dass sie halt Tanker mit Rohöl nach Indien schicken oder nach China und dann dort raffiniert wird und sie dann, die Kraftstoffe halt dann zurückgeschickt bekommen. Aber da sich Öltanker oder Tankschiffe mit der Geschwindigkeit eines Fahrrads bewegen, kann das halt auch eine Weile dauern. Also wenn du 24 Stunden am Tag radeln könntest, kannst du ungefähr mit dem Öltanker Schritt halten. Also die fahren so 10 bis 12 Knoten, also zwischen 17, 20 kmh irgendwo in der Gegend. und das heißt, es gibt genug tank schiff kapazität wie gesagt zwei tank schiffe pro tag also zwei große product tanker sollten eigentlich ausreichen aber.
Ja, ja. Aber auch mal zum Vergleich mit den Reserven. Deutschland verbraucht ungefähr halb so viel Kraftstoff wie Russland. Finde ich auch interessant. So ungefähr 300 Millionen Liter am Tag. Aber wir haben halt in Deutschland eine strategische Reserve von 90 Tagen, die zumindest ein Drittel raffiniert sein muss. Also mit anderen Worten, Deutschland hat 30 Tage Benzin und Dieselreserven immer rumliegen, so mindestens. Teilweise ist es eben mehr. Und Russland hat aber keine gesetzlich vorgeschriebene Bevorratung. Ja, das läuft irgendwie dann alles mehr oder weniger auf Zuruf, beziehungsweise es war halt absurd, irgendwie Benzin zu bevorraten, wenn man das Ding exportiert und produziert in Mengen. Deswegen, ja, möglicherweise auch.
Sie haben keine vorgeschriebene Bevorratung, aber Sie haben natürlich eine Bevorratung. Also von den Reserven war ja schon die Rede, auch wenn die Zahl nicht gestimmt hat. Und teilweise musst du es ja auch einfach aus technischen Gründen schon bevorraten. Also du brauchst eben diese Zwischentanklager, um Häfen, Pumpstationen und so weiter, Verteilungsorte in irgendeiner Form effizient betreiben zu können.
Ja, aber als Mineralölkonzern möchtest du natürlich Lager so sehr wie möglich minimieren, weil Sprit, der irgendwo in einem Tank rumsitzt und nicht auf dem Weg zum Kunden, kostet Geld und verdient kein Geld. Das ist gebundenes Kapital. Deswegen optimiert so eine Mineralölindustrie ohne gesetzliche Vorgaben. Versuchen Sie die Reserven zu minimieren. Das ist so ein bisschen das Problem. Und, wir werden jetzt sehen. Was jetzt die Ursachen waren, wenn jetzt die Hauptursache ein Run auf Tankstellen war. Weil normalerweise tankt halt so ein russischer Pkw alle drei Wochen irgendwie einen vollen Tank. Alle zwei bis drei Wochen ist in Deutschland auch so der Durchschnitt, wie lange so ein voller Sprittank hält. Klar, es variiert, aber das ist der Schnitt. Und wenn sich jetzt irgendwie nur 20 oder 30 Prozent entscheiden, vorzeitig voll zu tanken, dann hast du halt auch sofort eine Krise, weil es gibt das System dann nicht her. Ja, aber das ist halt eine Menge. Russland hat irgendwie auch so 100 Millionen Fahrzeuge oder so. Da passt halt eine Menge rein. Und ja, wenn die Hauptursache jetzt der Run war, müssten wir eigentlich langsam eine Entspannung sehen können in der nächsten Woche. Wenn diese Entspannung nicht eintritt, dann war es nicht irgendwie der Run und die Hamsterkäufe, weil wenn einmal genug gehamstert ist, dann geht auch der Verbrauch eher runter und dann ist alles gut. Wenn, Dem jetzt nicht so ist, wenn wir also sehen, dass das jetzt so weitergeht russlandweit, dann ist wohl klar, dass die Produktion nicht mit dem Verbrauch, Schritt halten kann und dann muss eben entweder zusätzlich genug importiert werden, oder Kapazität muss wieder online gebracht werden oder der Verbrauch muss reduziert werden. Beziehungsweise der Verbrauch reduziert sich automatisch, wenn kein Sprit da ist, dann kannst du auch keinen verbrauchen. Und es ist aber Sprit da. Es ist nicht so, dass jetzt kein Sprit da wäre. Also wir können davon ausgehen, dass mindestens die Hälfte, wahrscheinlich zwei Drittel, vielleicht sogar 90 Prozent des Bedarfs eigentlich da sind. Nur nicht 100 Prozent.
Nee, ich sage mal irgendwo zwischen 50 und 90 Prozent, würde ich sagen. Nichts Genaues weiß man nicht, aber ja. Aber eher 90 als 50, so würde ich sagen. Aber, jetzt ist natürlich wichtig, wenn du jetzt Sparen oder Verbrauch einschränken musst, sagen wir mal ein Drittel, musst jetzt um ein Drittel den Verbrauch reduzieren, dann ist die Frage halt natürlich, wo, reduziert man den Verbrauch? Das heißt, muss dann der Staat eingreifen und priorisieren und dann sagen, okay, Militär hat jetzt höchste Priorität und Polizei und Rettungsdienste und dann kommen irgendwie Krankenhäuser, dann kommen, Transportinfrastruktur, dann öffentlicher Personennahverkehr. Ja, und so all diese wichtigen Dinge und was du eigentlich nur willst, ist dann Privatfahrten einzuschränken. So wenn Leute einfach nur aus Jux und Dollerei abends, keine Ahnung.
Touristen, du willst halt, genau, den Tourismus reduzieren und reduzieren, dass die Leute sinnlos in der Gegend rumfahren. Dabei hilft natürlich nicht, wenn sie irgendwie die Hälfte des Kraftstoffs auf der Suche nach einer Tankstelle verbrauchen. Ja. Aber vor allen Dingen ist festzustellen, dass Russland derzeit nicht besonders intelligent priorisiert. Ich denke, sie werden umpriorisieren, sie fangen damit an, aber derzeit, es gab scheinbar keine Katastrophenpläne. Also niemand hat wirklich geplant für eine Kraftstoffknappheit und wie macht man, wie geht man damit um. Und jetzt ist es zum Beispiel so, dass Gütertransporte und Bauern keine Priorität haben, sondern sich mit den Touristen halt in eine Schlange stellen müssen. Teilweise ist eben der öffentliche Nahverkehr ebenfalls ausgedünnt, was natürlich auch nicht hilft, Fahrten mit dem PKW zu vermeiden. Teilweise wurden sogar Rettungswagen in Schlangen vor Tankstellen gesichtet. Und Kompanien an der Front schicken dann auch noch kleine Trupps ins Hinterland, um an zivilen Tankstellen zu kaufen und zu tanken. Das heißt, selbst das Militär scheint nicht wirklich priorisiert zu sein.
Ja, ja. Gleichzeitig explodiert halt der Schwarzmarkthandel. Also die regulären Preise haben sich, haben wir am Anfang schon angesprochen, aber haben sich eben verdoppelt in einem Monat. Aber Schwarzmarktpreise sind dann nochmal 50 bis 100 Prozent Aufschlag auf den Tankstellenpreis, wenn es denn an der sowieso schon hoch ist. Und ja, so ein Tanklaster, er enthält jetzt Sprit irgendwie für 60.000 Euro zu regulären Preisen und wenn du es schaffst, mal einen irgendwie umzuleiten, und das Ganze schwarz zu verkaufen, dann machst du halt 30.000 bis 60.000 Euro Profit, mit einem Tanklaster voll Sprit im Moment. Und da bin ich mir sicher, so passiert eine ganze Menge, weil es private Firmen und. Irgendwie ein bisschen Geld unter der Hand zu machen, da wird kaum jemand Nein sagen aus den Management-Etagen, wenn es ein bisschen umgeleitet wird. Und Beziehungen werden halt wieder wichtig in Russland, wie das dann auch so zu Zeiten des Kommunismus war. Das heißt, du kennst jemanden, der jemanden kennt, der an der Tankstelle arbeitet und der dir dann sagt, pass auf, morgen um sechs kommt Sprit zu der und der Tankstelle, stell dich da mal irgendwie an, dann gibt es Sprit. Oder die lassen sich dann einfach dreimal oder viermal deine 20 Liter tanken und du bezahlst dann einfach in drei oder vier verschiedenen Coupons. Also eine Hand wäscht die andere, solche Dinge passieren mit Sicherheit zu Hauf. Und generell auch Kraftstoffdiebstahl durch LKW-Fahrer ist eine alte kommunistische Tradition. Also das war so, mein Onkel in Tschechien, der hat sein Leben lang keinen Diesel gekauft für seinen PKW. der hat alles abgezweigt aus seinem. Ja und wenn er nach Deutschland zu Besuch kam hat der immer zwei oder drei Kanister mit Diesel für den Rückweg schon im Kofferraum damit, er ja nicht tanken muss und Geld für Sprit bezahlen so und das war halt allgemein üblich und ich meine auch für so einen PKW, das fällt kaum auf, wenn du dafür ein, zwei Pkw von einem Lkw regelmäßig Sprit abzapft. Das wirkt sich geringfügig nur auf den Durchschnittsverbrauch des Lkws aus und so. Also, ja, insofern, ja, Back to the roots, also die Putin und gerade die Z-Patrioten loben ja den Kommunismus und die kommunistischen Zeiten, so hoch und ja, jetzt, ist halt entsprechend Regression angesagt. Und natürlich Kraftstoffdiebstähle nehmen natürlich auch zu. Es gibt Suchanfragen nach, wie zapfe ich Benzin ab, so haben zugenommen ohne Ende. Und es gibt Videos, im Netz, wo dann russische Hausfrauen erklären, wie man jetzt Benzin abzapft.
Nicht immer gut, aber wird auf jeden Fall probiert. Ja, okay, interessanter Exkurs jetzt zu dieser Kraftstoff Versorgung wird man sehen. Also ich bin ehrlich gesagt nicht so optimistisch für, Russland, hier die Situation auf der Krim kurzfristig zu verbessern. Allein schon deshalb, weil ich eine ganze Menge Optionen für die Ukraine sehe, die Situation noch weiter zu verschlimmern. Manche fragen sich ja auch, warum die Kehrtsbrücke überhaupt noch steht. Wenn man sich so das Angriffsmuster der letzten Wochen anschaut, sie haben diverse Tanklager, Flugabwehrsysteme, Häfen, die verbliebenen Fähren, also die Fähren, die du vorhin erwähnt hast, die ursprünglichen Fähren, die original russischen Fähren, die gibt es ja schon nicht mehr, die sind ja schon zerstört worden. Dann haben sie sich jetzt zwischendurch Fähren aus Griechenland gekauft. Auch eine interessante Nummer, dass das überhaupt geht. Die sind jetzt ja auch alle drei auf einmal angegriffen worden. Also derzeit fährt er auch nicht so sehr viel. Und all diese ganzen Angriffe sind ja unmittelbar in der Nähe dieser Brücke erfolgt. Also man sieht schon, dass sie mit ihren Abwehrmaßnahmen auch direkt an dieser Brücke relativ wenig Erfolg haben. Jetzt ist ja diese Brücke. Naja, ein ziemliches Monstrum. Und es gab ja schon diese Unterwasserexplosion und die Explosion auf der Straße und so weiter. Das hat ja auch die Brücke auch schon geschwächt. Auf Messen zeigt halt mittlerweile die Ukraine große Unterwasser, ich weiß nicht wie man das nennen soll, Torpedos trifft es glaube ich nicht so richtig, also das sind eher so Unterwassermissiles, riesige Apparate, die also große Reichweite haben und tief unterwegs sein können. Ich kann mir mittlerweile gar nicht mehr vorstellen, dass die Ukraine sich nicht, schon längst für einen tödlichen Schlag auf diese Brücke gerüstet hat. Nur ist es halt derzeit so, solange nicht so viel reingeht in die Krim, sondern vor allem viel rausgeht, ist die Krimbrücke natürlich auch wichtig, weil sie eigentlich der letzte Fluchtweg ist, den jetzt die Leute, die auf der Krim die Schnauze voll haben, haben. Jetzt werden erstmal die ganzen Touristen abziehen, weil deren Versorgung kann nicht gesichert werden. Damit bricht diese Tourismusindustrie zusammen. Dann kann es sich eben alles noch durchaus verschärfen, dass es jetzt nicht nur nicht für den Tourismus reicht, sondern dass es halt auch einfach mal für die Versorgung von allen nicht wirklich reicht. Und was ist denn dann? Dann hast du da Unrest, dann wird es eine Fluchtbewegung geben. Natürlich werden jetzt nicht alle sofort die Krim verlassen, auf gar keinen Fall. Aber du musst ja auch die dort stationierten Soldaten in irgendeiner Form versorgen. So, wo kommt denn deren Versorgung her? Neue Abwehrsysteme machen es da irgendwie nicht mehr hin. Das kriegen die da gar nicht mehr reintransportiert. Es werden am laufenden Meter alles das, was da ist, die Radare etc. Werden bombardiert werden mit jedem Abwehrsystem, was zerstört wurde. Es ist wieder eine weitere Angriffsflanke frei. Man sieht ja, mit welcher Einfachheit jetzt Eisenbahnbrücken etc. In dieser Krim zerstört werden. Und dann stellt sich natürlich die Frage... Ist eigentlich jetzt die Krim für Russland überhaupt militärisch noch zu halten? Oder anders gefragt, gibt es überhaupt einen Weg, wie die Ukraine sich die Krim einverleiben könnte, vorausgesetzt man schafft es, diese fortgesetzte Schwächung, so aufrecht zu erhalten?
Also ich glaube nicht, dass Ziel der Ukraine ist, auf der Krim einzumarschieren. Ja, so. Jedenfalls nicht in irgendwie nächster Zeit. Was ich mir durchaus vorstellen kann, ist, dass man irgendwo tatsächlich, auf der Kinnbahn-Nährung, so hieß das beim letzten Mal, das ist ein Kinnbahn-Spit, was ist sozusagen das deutsche Wort, der Kinnbahn-Nährung. Und das ist so dieser Zipfel oben.
Nee, das ist halt das, worauf ich auch hinaus will. Also ein militärischer Angriff auf die Krim steht natürlich nicht als nächstes an. Aber eine Schwächung des gesamten südlichen Resson-Bereichs, also alles unterhalb der Stadt Resson, der ist ja schon absehbar. Weil die ganze Versorgung mit der M14 Straße, die hier die ganze Zeit angegriffen wird, betrifft ja auch diese Region. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass hier, eine militärische Vorgehensweise durchaus vorstellbar ist. Am meisten Erfolg hätte natürlich einen Durchbruch in der Mitte, so, bei Saporizhia und Melitopol, also das sozusagen komplett in der Mitte abzutrennen, dann wäre die Krim auch sofort erledigt, also weil du kannst das dann einfach nicht mehr halten, dann sind sie einfach abgeschnitten und nur die Kehrsbrücke alleine reicht als Versorgung eben nicht mehr.
Ja, aber das sieht im Moment halt nicht so aus. Dazu müsste es dann wirklich noch zu einem Zusammenbruch kommen, der nicht ausgeschlossen ist, aber auch noch nicht super wahrscheinlich. Aber es ist auf jeden Fall ein, Riesenproblem, beziehungsweise sogar ein Dilemma, was die Russen jetzt haben, weil sie jetzt massiv Ressourcen in die Verteidigung, und Versorgung der Krim stecken müssen, die dann anderswo, fehlen werden. Und das eröffnet dann wiederum noch andere Möglichkeiten und vor allem aber, muss Russland halt schleunigst die Kraftstoffversorgungssituation, lösen, weil die verursacht gerade gewaltige militärische Schäden und erodiert aber vor allen Dingen das Vertrauen. Der bevölkerung in ihre führung so mein noch ist es nicht so weit dass die russen jetzt in ihrem kopf die richtige, theorie der veränderung haben also sprich. Was, Was sind die Ursachen? Was kann ich verändern realistisch? Oder wer kann realistisch was verändern? Und was ist eigentlich das Ziel? Und wie kommt man da hin? Da gibt es völlige Leere, weil es gibt niemanden, wo sich jetzt eine Opposition, drumherum bauen könnte, wo die Leute jetzt rein vertrauen. Das heißt, das Vertrauen ist, okay, Putin muss das jetzt halt lösen. So, das ist so die Hauptreaktion, aber naja, es ist eine ungewollte Politisierung jetzt gerade von vielen, vielen Leuten, aber die haben halt im Kopf noch einen weiten Weg zurückzulegen, bis sich tatsächlich irgendwas verändert. Also im Moment. Beruhigt die Regierung, Putin sagt, alles wird gut, aber alles halb so wild. Aber, Wie lange das noch gut geht und von woher dann eine Veränderung kommt, wahrscheinlich debattiert eher von rechts als jetzt von irgendeiner Bürgerrechtsopposition. Das heißt, es ist eher zu erwarten, dass es dann Probleme aus dem Sicherheitsapparat herausgibt. Und es gibt eben auch Thesen, dass es mittlerweile auch einen Machtkampf gibt innerhalb von Russland, bei dem Putin nach und nach geschwächt wird, weil, einige seiner alten Bekannten sind jetzt verhaftet worden beispielsweise oder aus ihren Ämtern entfernt worden und er hat das halt, sich nicht verhindern können oder sicherweise auch selber angeordnet, Aber auf jeden Fall gibt es da Unruhe in den Eliten und wo einige Unantastbare jetzt plötzlich, verhaftet wurden. So Leute, die Putin noch aus seiner St. Petersburger Zeit kennt und denen er eigentlich wichtige Dinge anvertraut hat, also jetzt wirtschaftlich so bestimmte Konzerne übergeben hat. Also insofern. Ist die Situation deutlich suboptimal für Putin und für Russland gerade. Und sie müssen eine Lösung finden, bevor es zum Zusammenbruch kommt. Und sie werden eine Lösung finden. Russland ist groß so und hat viele Ressourcen. Aber wie wir jetzt sehen, kurzfristig oder möglicherweise auch mittelfristig, ist es der kleinen Ukraine gelungen, auszulösen. Einer 3-Tage-Invasion jetzt plötzlich ein Problem für ganz Russland zu machen, nach 5 Jahren und das ist absolut bemerkenswert. Das hat niemand erwartet damals.
Ja, auf keinen Fall. Okay, ich denke, wir können an der Stelle dann mal einen Punkt machen für diese Sendung. Das war jetzt so unsere Zusammenfassung. Also die Dinge entwickeln sich aus ukrainischer Sicht positiv, kann man sagen. Auf jeden Fall ist die Ukraine jetzt diplomatisch extrem gestärkt und vor allem, im Gegensatz zu Russland, glaube ich, haben sie einen Plan. Und den werden wir jetzt so in den letzten Monaten sich entwickeln sehen, vielleicht schon auch in den nächsten Wochen, die angesprochene Offensive, die Fortsetzung dieser 40-Tage-Kampagne die jetzt sicherlich nicht genau nach 40 Tagen irgendwie enden wird, aber zumindest erstmal so diese Drohung einer kontinuierlichen Verschärfung ist das, das bleibt es jetzt abzuwarten Ja.
Also die Ukraine hat Parität mit Russland jetzt erreicht an vielen Stellen, und auch jetzt die Initiative in bestimmten Bereichen, während Russland noch die Initiative in anderen Bereichen hat. Aber, insgesamt, sehen jetzt im Moment beide gleich stark aus, was halt irre ist, wenn man die Größe der beiden Kontrahenten betrachtet.