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Russland eskaliert die Angriffe auf zivile Ziele und Ukraine erzielt Fortschritte an Front und beim Angriff russischer Infrastruktur
Die letzten drei Monate waren davon geprägt, dass Russland auf der einen Seite dem ukrainischen Hinterland und der Zivilbevölkerung und ihrer Infrastruktur durch neue Jet-Drohnen und ballistische Raketen schwer zusetzt, aber an der Front nicht vorankommt. Stattdessen zahlen sich ukrainischen Angriff auf die russische Logistik und gut geplante Schnelloffensiven an verschiedenen Teilen der Front aus. In Russland werden weiterhin Öl-Raffinerien und -Lager, Fabriken angegriffen. Russland leidet weiterhin an einem Mangel an Sprit und die Agrarwirtschaft steht vor einer großen Krise, weil sich die Ernte nicht mehr lohnt und Exporte durch zerstörte Häfen unmöglich wird.
In der Ukraine erregt die Entlassung von Verteidigungsminister Fedorow und dem obersten Milität Syrsky viel Aufregung, doch Selensky setzt sich mit seiner Regierungsbildung durch. Unterdessen ist die USA im Irankrieg verstrickt und ist weiterhin nicht hilfreich.
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Veröffentlicht am: 18. September 2026
Dauer: 2:47:01
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Prittlerf und ich begrüße alle zu Ausgabe Nummer 148 und wir haben heute den, lass mich schauen, 17. September 2026 und es geht heute wieder wenig überraschend um die Ukraine, wo wir seit langer, langer, langer Zeit, ein Update ausstehen haben, denn die letzte Sendung war vom 2. Juli. Mit anderen Worten, es sind jetzt schon fast drei Monate wieder vergangen. Und ja, wir, das heißt ich und Pavel. Hallo Pavel.
Wollen euch wieder mal berichten, wie es denn so aussieht im Krieg zwischen, Russland und der Ukraine. Ja, letztes Mal hatten wir... Im Wesentlichen die beginnende, ja ich will jetzt nicht offensive sagen, aber diese Aktion gegen die Logistikstrecken Russlands im Süden der Ukraine, also in dem besetzten Bereich. Diese Verbindung zwischen Russland am Asowschen Meer zur Krim, die stand extrem im Fokus. Die Ukraine hat es geschafft mit einer Weiterentwicklung ihrer Drohnen, vor allem dieser FP1, FP2 Drohnen, große Teile dort, man kann sagen, schon fast zu kontrollieren, sodass diese gesamte Versorgungsbrücke zwischen Russland und der Krim doch arg unter Beschuss gekommen ist. Das ist auch ein Zustand, der nach wie vor anhält. Trotzdem hat sich dort an dem eigentlichen Frontverlauf nicht so viel getan. Das werden wir jetzt auch gleich alles ein bisschen erläutern. Bevor wir aber das machen, vielleicht noch so ein bisschen Bookkeeping, was wir so gemacht haben. Abgesehen davon, dass wir natürlich das Geschehen irgendwie auch immer verfolgen, mal mehr mal weniger intensiv, aber dann doch letztlich, glaube ich, das gilt für uns beide mehr oder weniger schon irgendwie täglich. Ja und ich war halt auch mal im Gebiet, nicht in der Ukraine, sondern in Moldawien, wo nun glücklicherweise der Krieg nicht tobt, aber es ist natürlich ein Land, was sehr eingebunden ist in diesen Konflikt auf eine bestimmte Art und Weise. Ja und wir hatten ja auch schon mal darüber gesprochen, als du dort warst. Du hattest da jetzt sehr viel mehr, wie soll ich sagen, Kontakte, die jetzt sagen wir mal auch konkret das politische Geschehen dort begleiten. Ich war jetzt eigentlich im Wesentlichen so im Urlaub da, aber naja, ich wollte mir halt mal einen Eindruck machen, wie es eigentlich so ist in diesem Land, von dem behauptet wird, es ist das am wenigsten besuchte und ärmste Land Europas. Ja und muss sagen, dass ich da, vielleicht nicht unbedingt überrascht war, aber doch angenehm angetan war von dem Gesamtzustand, in dem sich das Land vor allem halt die Hauptstadt präsentiert.
Genau, also ich war erstmal in Chesinau, das ist halt die Hauptstadt von Moldawien und das ist eine nette, Stadt, die auch so ihre zweite Weltkriegswunden hatte und ziemlich zerstört wurde in dem Krieg, ähnlich wie in Deutschland und das sieht man halt, indem da halt viel sowjetische, Baukunst nachgezogen wurde. Und ja, trotzdem ist es dann doch eine ganz angenehme Mischung. Man merkt auch, dass die Stadt sehr daran arbeitet, sich da herauszuputzen und, fand auch alles angenehm, aufgeräumt und sauber. Und also man hatte jetzt irgendwie wirklich nicht so den Eindruck, sich in irgendeinem Krisengebiet zu befinden, sondern es war eigentlich so, irgendwo so ein ganz normales europäisches Städtchen und wie das immer so mit Hauptstädten ist, das zieht natürlich sehr viel mehr Geld an als jetzt die anderen Regionen und ich bin jetzt nicht so viel im Umland unterwegs gewesen. Ich war schon hier und da, aber bin jetzt nicht nochmal so komplett in den Norden gereist oder so. Der Ausflug nach Transnistrien, der war dann allerdings, ja der war dann speziell so weil man wusste halt erstmal gar nicht so richtig, okay, Geht das überhaupt? Bin ich dann irgendwie auf einmal unmittelbar im russischen Einzugsgebiet? Ist es ein Problem, dass ich einen Ukraine-Stempel in meinem Reisepass habe? Solche Fragestellungen. Allerdings wurde das schon so ein bisschen am Flughafen aufgelöst, weil mich dann der Mietwagenverleiher gleich fragte, ob ich denn mit dem Wagen auch nach Transnistrien fahren wollen würde. Ja geht denn das? Das wusste ich ja nicht. Ja ja, aber kostet halt irgendwie 20 Euro. Also 20 Euro dafür, dass er mir so einen Zettel abstempelt, wo drauf steht, dass ich das auch darf mit dem Wagen. Dass ich diesen Wagen also tatsächlich dahin fahren darf. Nebst dann dem Hinweis, dass ich Bargeld mitbringen soll, weil ja Kreditkarten da ja nicht funktionieren. Und das verschmitzte Lächeln, was er in dem Moment hatte, das sagte mir dann auch irgendwie so unterschwellig auch schon, wie so dieses Transnistrien dort gesehen wird. Einerseits ist es halt so ein bisschen der Stachel im Fleisch des Landes und, Teil des Gesamtproblems. Auf der anderen Seite. Fühlt man sich, glaube ich, auf der Westseite dann doch recht wohl im Vergleich dazu. Naja, dann war ich halt an der Grenze, das war dann auch verhältnismäßig unproblematisch. Man muss dann halt nochmal hier diese und jene Gebühr entrichten, kam dann aber eigentlich relativ zügig durch und ohne große Befragung oder sonst irgendwas. Sondern das ist da schon eigentlich Business as usual. Da ist vergleichsweise viel Traffic, der da hin und her geht. Das war zumindest so mein Eindruck. Nicht, dass man jetzt stundenlang warten musste, aber es ist auch nicht so, dass ich jetzt irgendwie der Einzige gewesen wäre, der da die Grenze passiert hat. Und naja, es machte alles einen ganz geschäftigen Eindruck, auch alles sehr soldatesk, also waren alle, in so typischer Soldaten-Militär-Zoll-Grenzer-Grundhaltung, aber nicht unfreundlich. Ja und dann rollt man halt so weiter in dieses Land rein und das beginnt dann, also ich war dann quasi direkt auf dem Weg nach Tiraspol, also der Hauptstadt eben von Transnistrien, was sich ja selber gar nicht so nennt, sondern ich habe es schon wieder vergessen, wie das heißt. Sie haben ja nochmal so eine andere Bezeichnung für sich selber. Nennen sie das? Britnestrovische Moldauische Republik. PMR. Das ist sozusagen ihre Eigenbezeichnung und überall schließt so PMR als Abkürzung. Ich habe niemanden sonst gesehen, der diese Abkürzung verwendet. Und naja, vor allem ist das ja auch so ein Land, was überhaupt nicht anerkannt ist. Also nicht mal von Russland. Also nicht mal Russland, die das irgendwie besetzen, sagt, das ist jetzt ein Staat. Andererseits wehen da vor jedem offiziellen Gebäude und Densheim auch noch russische Fahnen. Also sie haben da diese rot-grüne, rot-grün-rote Fahne ihres Landes, so richtig mit Hammer und Sichel noch im Wappen und so weiter, also alles so schön sowjetisch, mit Ährenkranz und das volle Programm und Lenin-Statuen stehen da rum und was man sich so denkt aus so einem sowjetisch geprägten Land. Und überall, wo aber diese Flagge weht, weht halt auch die russische Flagge mit. Und die Botschaft, die mir das so ein bisschen gesagt hat, ist, Eigentlich für Russland ist das einfach nur Russland. Also das ist sozusagen da die Botschaft.
Genau, also im Wesentlichen, das ist so ein Gebiet, ich meine das ist auch nicht groß, das ist ja ein dünner Streifen, eingequetscht eben zwischen dem Rest von Moldawien und der Ukraine, wenn man da so quer durchfährt, dann sind das vielleicht, weiß ich gar nicht, 30, 40 Kilometer und dann ist man schon auf der anderen Seite und von oben nach unten ist es halt ein bisschen länger, windet sich eben so an diesem Niesta-Fluss entlang. Deswegen halt auch der Name Transnistrien, also das, was hinter dem Nesta-Fluss ist. Und dieses ganze Land ist eigentlich irgendwie fake. Also es, gibt ja so Propagandatafeln, die da so rumstehen mit so, ja, Transnistrien nennen uns ja nur die anderen. Und das ist ja hier irgendwie ein total. Vom Westen geprägter Begriff. Und das bedeutet ja eigentlich KZ und Unterdrückung. Und bei uns ist es aber alles wunderschön. Und packt dann nochmal so ein Foto in die Shownotes von dieser Tafel, die da rumstand, das ist schon so ein bisschen albern. Aber was du schon erwähnst, ist halt Sheriff und das ist, denn, eigentlich ist das Ganze so eine Art Privatstaat von so einer Firma, und diese Leute, die Sheriff gegründet haben, das sind wohl irgendwie so ehemalige Polizisten, deswegen haben sie sich diesen Namen gewählt und die scheiden also so mit dem russischen Mafiasystem gut verknüpft zu sein und haben da quasi so die de facto Gewalt über dieses Land und deswegen ist da alles irgendwie Sheriff. Jede Tankstelle ist eine Sheriff-Tankstelle und über Gas und Öl und so weiter und den Deal, dass sie das auch kostenlos von Russland bekommen haben, haben sie dann quasi ihr Imperium auch aufgebaut, haben da das entsprechende Geld gehabt. Alle Supermärkte sind Sheriff und ich gehe mal davon aus, dass sozusagen auch so dahinter die ganzen Logistikstrukturen etc. Und größere Unternehmen im Wesentlichen alles mehr oder weniger unter der unmittelbaren oder mittelbaren Kontrolle dieses Unternehmens steht.
Ja, wäre vielleicht noch zu erwähnen, so ethnisch setzt sich die Bevölkerung, die da leben, sind so ungefähr ein Drittel oder 30 Prozent russischstämmig, so 30 Prozent, Moldauer beziehungsweise Rumänen, was im Grunde genommen sprechen ja Moldauer rumänisch im Prinzip oder Moldawisch ist halt praktisch identisch mit Rumänisch. Und so fast ein Drittel sind Ukrainer, die da leben.
Ja, absurd. Also sie haben noch nicht mal die Mehrheit in diesem Gebiet. Und von daher ist es auch schwierig einzuschätzen, wie sich das so entwickelt. Also diese Zone ist ja überhaupt erst entstanden durch den Krieg nach dem Zerfall der Sowjetunion. Da haben die Russen da halt noch ein paar Soldaten hingeschickt und dann kämpften sie dann eben innerhalb Moldawiens. Das war quasi so ein kurzer Bürgerkrieg, also das heißt kurz, das ging glaube ich von 92 bis 94. Und seitdem gibt es eben diese Trennung und dadurch, dass Russland da eben Militärpräsenz hat und auch immer so.
Friedenstruppen, genau, aber wahrscheinlich auch Waffenlager und so weiter ist das sozusagen so ein kalter Krieg, der sich da quasi festgesetzt hat und jetzt im Wesentlichen eigentlich dessen Ausgang davon abhängt, wie eben dieser gesamte Krieg zwischen Russland und der Ukraine so ablaufen wird. Das ist eigentlich das Ding. In gewisser Hinsicht ist das alles auf Wartehaltung, und ich kann mir halt nicht vorstellen, dass diese Konstruktion, ein Ende des Krieges überleben würde. Also in dem Moment, wo unter welchen Bedingungen auch immer der Krieg zwischen Russland und der Ukraine endet und ich denke, wir sind beide davon überzeugt, er wird halt jetzt nicht mit der Auflösung der Ukraine enden. Dann ist eigentlich klar, dass da nichts mehr geht. Ich wundere mich ehrlich gesagt, dass da überhaupt noch irgendwas geht, weil natürlich der große Bargain-Chip für die war immer, dass sie kostenlos Gas aus Russland bekommen haben. Und diese Versorgung ist halt abgeschnitten. Mittlerweile hängt halt Transnistrien wiederum vom Westen ab, also von der Republik Moldau ab, die ja in zunehmendem Maße durch die EU, also vor allem natürlich Rumänien, versorgt wird. Und ich kann mir halt nicht vorstellen, dass das so den Cashflow da unbedingt, verbessert und in dem Moment, wo halt das Geld nicht mehr da ist, wird dann auch dieser Zugriff dieses Unternehmens-Sheriff irgendwie sinken. Also ich weiß nicht, wie sie das machen wollen. Trotz alledem merkt man auch, dass Moldawien eben schon multiethnisch ist, also was du jetzt ja gerade genannt hast, diese Verteilung, das kann man glaube ich dann auch so ein bisschen auf Moldawien übertragen, also da ist natürlich der Großteil rumänisch, beziehungsweise rumänisch sprachig, wie du schon sagtest teilweise eben auch so rumän, aber das macht glaube ich keinen großen Unterschied wenn man jetzt in Chisinau rumläuft dann merkt man aber auch Entschuldigung. Chisinau, das ist die richtige Aussprache, mein Gott, ich habe es mir noch extra, noch merken wollen Chisinau, also man hört halt auch viel Russisch Unklar, wer da spricht. In Transnistrien ist natürlich alles russisch. Also man kommt halt über diese kleine Grenze und auf einmal ist halt alles nur noch kyrillisch. So aus Prinzip. Aber die Leute sind da halt auch irgendwie ganz normal und ich hatte jetzt so nicht den Eindruck da in so einem... Völlig indoktriniertes Land zu fahren, wo alle den ganzen Tag nur Marschaufläufe machen.
Nee, es ist wirklich kein Nordkorea. Also das kann man nicht sagen. Es gibt ja so diese Aussage, es sei so ein bisschen so ein Open-Air-Museum der Sowjetunion. Ja, hier und da vielleicht schon ein bisschen so bei diesen rausgeputzten Stellen. Die haben halt teilweise wirklich absurd viel Geld auf irgendeine Infrastruktur gelegt, die kaum benutzt wird. Also in Benda gibt es halt dieses große Schloss, das ist halt alles irgendwie extrem rausgeputzt, aber da ist halt niemand. Also war ja sozusagen im Sommer irgendwie an einem normalen Tag, wo man denken würde, so eine Touristenattraktion zieht halt viele Leute an. Waren da fast irgendwie die einzigen so, dann kam dann irgendwann auch nochmal, eine andere Familie noch irgendwo lang und das war es dann eigentlich im Wesentlichen und, man hat so das Gefühl, dass das alles so mehr oder weniger aus Prinzip offen gehalten wird, dass Leute da arbeiten und in so einem Touristenoffice sind, wo halt außer uns da jetzt niemand war. Und genauso absurd ist dann halt zwischen Bender und Tiraspol, wenn man halt rüberfährt, dann fährt man halt an diesem absurd großen Stadion und Sportplatzgebiet vorbei. Hast du das mal von oben angeschaut? Also es gibt halt neben Sheriff die Supermärkte, Sheriff die Tankstelle, gibt es natürlich auch noch Sheriff der Sportverein, weil du bist ja kein richtiger, Oligarch, wenn du nicht auch noch so deinen eigenen Fußballverein hast. Und das mussten sie sich natürlich auch bauen. An der Karl-Liebknecht-Straße lustigerweise auch noch, und ich schaue gerade nochmal drauf, also das ist quasi so der Hauptstadt, vorgelagert kurz bevor es so mit der Stadt ernst wird und die nächste Sheriff-Tankstelle kommt, hast du also dann dieses riesige Stadion was also glaube ich gefühlt alle, alle Einwohner Transnistriens aufnehmen kann. Daneben nochmal ein Leichtathletikstadion, daneben nochmal eine, ein überdachtes Stadion und daneben 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13 Fußballplätze, und Tenniscords noch dazu und daneben natürlich dann auch noch ein großer Supermarkt. Also das ist sozusagen eine völlig überdrehte Infrastruktur für diesen Ort und, so wirkt dieses ganze Transnistrien einfach, Das ist einfach nur merkwürdig.
Ja, und international gibt es auch die Kuriosität. Ich meine, Sheriff Tiraspol, der Fußballverein, hatte sich ja dann für die Champions League irgendwie qualifiziert. Und ich hatte dann nur mitbekommen, dass dann halt auch natürlich dann, viele Moldawier sind, allein nur wegen dem Fußballspiel dann mal nach Tiraspol gefahren, weil dann da Champions League Spiele waren, meinten das wäre ihr einziger Anlass gewesen dort mal rüber zu fahren und, dann international auch spielen die aber, also für Moldau, also wenn wir sagen, fußballtechnisch spielen sie für Moldau und da wird dann halt die Moldauer Nationalhymne oder so gespielt.
Das ist so total überdreht, weil die sind ja auch alle, also dieser Staat ist ja nicht anerkannt, das heißt, der Reisepass, ich weiß gar nicht, ob die überhaupt einen haben, also ich weiß gar nicht, ob die einen eigenen haben, die haben halt alle auch einen Reisepass, der Republik Moldau. Also es ist halt irgendwie so völlig irre. Es wirkt einfach im Wesentlichen wie so ein privat besetztes Gebiet. Also so eine Sonderwirtschaftszone durch den Zwang. Und sonst ist das halt einfach irgendwie nix. Also wenn Russland besiegt ist, glaube ich, ist dieser ganze Spaß schnell vorbei. Weil dann wird dann irgendwie sich die Ukraine an die Grenze stellen, kurz mal husten und dann ist das Ding auch durch. Also die haben da keine Chance, das irgendwie militärisch zu halten.
Ja, das scheint mir auch so ein bisschen der Appeal der Frau Sandu zu sein, also die Ministerpräsidentin oder Präsidentin, ich weiß gar nicht genau, wie ihr Titel offiziell ist, also auf jeden Fall die Regierungschefin, die ja jüngst in der letzten Wahl trotz heftiger Russland-Propaganda auf allen Netzen wiedergewählt wurde, sogar mit absoluter Mehrheit wiedergewählt wurde. Und die ist ja sehr, wie soll ich sagen, ähm. Fährt einen sehr leisen Kurs. Also die haut jetzt nicht groß auf die Trommel, die versucht halt irgendwie ihr Land zusammenzuhalten, die versucht sich irgendwie aus diesem Krieg rauszuhalten, die versucht sich in die EU anzunähern. Man merkt das halt auch in Moldawien, jedes offizielle Gebäude, also welches Ministerium auch immer, also alles was in irgendeiner Form Staat ist, hat eine moldawische Flagge und hat eine EU-Flagge vor der Nase. Und das quillt quasi aus diesem Land überall heraus, Das mit diesem, wir wollen unbedingt sofort, so schnell es geht, Teil der EU werden. Koste, was es wolle und auf welchem Weg auch immer. Im Prinzip gibt es für Moldawien ja zwei Optionen. Entweder sie werden ein eigenes Mitglied oder sie machen eine Wiedervereinigung mit Rumänien. Weil dazu gehören sie halt eigentlich. Und das ist nicht unbedingt jetzt Konsens im Land. Also das Land selber ist da gespalten und das mag, dass sie dann eben auch vor allem durch so ethnische Gruppen durchziehen. Also die russische Minderheit will das sicherlich weniger als jetzt irgendwie eine moldawische, Mehrheit, aber auch dort sind sich nicht unbedingt alle einig, weil sie sich ja in gewisser Hinsicht auch so ein bisschen an den Status quo gewöhnt haben und dann natürlich irgendwie vermuten, dass sie dann in Rumänien dann nur untergebuttert werden. Was weiß ich, was da alles noch drinsteht. Da habe ich auch keinen Einblick. Das sind jetzt eigentlich nur so Vermutungen von mir. Aber das Land muss in die EU. Genau wie die EU-Ukraine auch. Also das muss einfach stattfinden.
Also was wohl recht verbreitet ist, ist, dass dann, Moldawier nach Rumänien einfach zum Studieren gehen, so für höhere Bildung, weil die Sprache ist praktisch dieselbe. Es ist nah dran und ja, also da habe ich mehrere Leute kennengelernt, die gesagt haben, ja, ja, sie haben in Rumänien studiert und sind danach dann, in die Welt gegangen und haben da dann gearbeitet. Das ist ich in Deutschland bei Autobauern oder dann in den USA. Ja, gut.
So viel dazu. Ja, das bringt uns dann wieder direkt ins Kriegsgeschehen. Vielleicht vorne ab, was die letzten drei Monate vor allem negativ geprägt hat, ist die Tatsache, dass halt den Ukrainern die Verteidigungswaffen ausgehen im Sinne von den, Verteidigungswaffen gegen ballistische Raketen. Also Russland hat im Wesentlichen seine Strategie umgestellt, also grundsätzlich haben sie ihre Strategie nicht umgestellt, also sie versuchen halt nach wie vor mit völlig übertriebenem Aufwand die Front, in irgendeiner Form nach vorne zu treiben. Wie wenig Erfolg sie damit haben, werden wir gleich nochmal erklären. Und parallel halt die Ukraine zu terrorisieren. Das heißt, es gibt. Absolut übertriebene, also jeder Angriff ist übertrieben, aber sie drehen es halt völlig, auf elf, indem sie halt einfach 24-7 Bombardierungen fahren und sie sind halt weggekommen von diesen klassischen Schahed Drohnen mit, Propellerantrieb, die halt laut und langsam waren und die mittlerweile von diesen Interceptor Drohnen der Ukraine wunderbar abgefangen werden konnten, sodass also nur noch wenige durchgekommen sind. Haben sie jetzt diese auf Jet-Triebwerke umgebaut, die halt sehr viel schneller fliegen, wo dann diese Abfangrate mit Interceptor-Drohnen nicht mehr so hoch ist. Mittlerweile ist da auch die Ukraine hinterher, haben auch noch ein bisschen was zu erzählen. Aber das Hauptproblem ist nach wie vor ballistische Raketen, also Raketen, die halt sehr hoch in die Atmosphäre geschossen werden und die dann einfach mit sehr wenig Vorwarnzeit, mit sehr großer Sprengkraft, mit sehr hoher Geschwindigkeit, leider auch mit ausreichend hoher Präzision irgendwo niedergehen und eben die Infrastruktur nachhaltig zerstören. Und nicht nur die Infrastruktur, sondern natürlich auch, wie das eben so ist in diesem Krieg, zivile Ziele aller Art. Supermärkte, Tankstellen, Häuser. Krankenhäuser, alles. Russen kennen da einfach keine Gnade. Und das läuft da halt die ganze Zeit. Und speziell auch in Kiew hat sich dadurch die Situation extrem verschlechtert. Als ich dann noch war, war das halt alles total easy. Mittlerweile ist das Land einfach unter Dauerbeschuss und die Sirenen gehen teilweise gar nicht mehr aus. Und das ist einfach schlimm und dramatisch und das ist einfach absurd. Ich meine, es haben sich am 11. September wieder alle zusammengefunden in den USA und ach, großer Jammer, vor 25 Jahren war alles ganz furchtbar und da hatten wir ganz viele Tote und das ist ja auch alles ganz furchtbar gewesen. Aber so ist es halt irgendwie in der Ukraine jeden Tag und das irgendwie seit fast fünf Jahren. Und dass das von der Weltgemeinschaft nach wie vor so hingenommen wird, halte ich ja persönlich für einen totalen Skandal. Okay gut, in Europa wissen wir, hat sich so ein bisschen das Blatt auch gewendet, aber mitnichten haben wir ja hier irgendwie so eine Einheitsfront, die sagt, das geht ja gar nicht und wir tun jetzt mal alles dafür. Stattdessen gibt es halt irgendwie absurde Diskussionen, ob das jetzt unser Krieg sei oder. Ob man da Waffen liefern darf oder sowas. Das wäre ja alles ganz böse, weil so kann es ja keinen Frieden geben. Das passt meiner Meinung nach einfach zu dieser Situation überhaupt nicht. Es trifft nicht nur Kiew, es trifft halt auch die anderen Städte, Odessa etc. Also quer über die ganze Ukraine bis an die polnische Grenze und den Ukrainern gehen einfach die Waffen aus. Wir wollen ja nachher auch nochmal ein bisschen über den Ostkonflikt da Iran und USA reden, aber mittlerweile hat sich die USA halt auch noch, ihre restlichen Patriot-Raketen, die sie theoretisch hätten verkaufen können, auch noch entledigt, sodass es einfach derzeit kein Waffensystem gibt. Was effektiv gegen diese russischen ballistischen Raketen vorgehen kann, weil einfach, es gibt zwar die Patriot Batterien, aber es gibt halt.
Keine Waffen dafür Wobei ein interessantes Detail ist dass es vor allem die Iskander M, Raketen sind, die ballistischen Raketen, die am schwierigsten abzufangen sind und, Und, vor zwei oder drei Jahren war ja dann noch diese berühmte Kinzaal noch so ein Thema, die halt vom Flugzeug aus gestartet wird und angeblich. Hypersonic, und nicht abzufangen ist. und die hat sich jetzt als kompletter Flop herausgestellt, deren Produktion ist jetzt eingestellt worden, weil sich herausgestellt hatte, dass die Ukrainer in der Lage waren, die Dinger mithilfe von elektronischer Kampfführung komplett zu verwirren, und dazu zu bringen, in der Luft auseinander zu brechen. Das heißt, die mussten die Kinnsalz noch nicht mal kinetisch bekämpfen. Sondern konnten die mit Funksignalen dazu veranlassen, extreme Steuerbewegungen durchzuführen, die dazu geführt haben, dass sie auseinandergebrochen sind in der Luft, oder dann irgendwo im Feld eingeschlagen. Sind. Und das haben die Russen wohl so nicht in den Griff gekriegt, dass sie beschlossen haben, die Kinseilproduktion komplett einzustellen.
Interessant. Naja, aber es bleibt das Problem, dass einfach die Ukraine derzeit nicht in der Lage ist, ihre Städte und ihre Infrastruktur ordentlich zu verteidigen und ja, die Russen sind einfach gnadenlos, was das betrifft und, von daher ist das derzeit einfach das größte Problem. Weil das schafft natürlich jetzt insbesondere im Hinblick auf den kommenden Winter das Problem, wenn halt die Strominfrastruktur, vor allem die Strominfrastruktur so stark geschädigt ist, dass die Operations nicht mehr aufrechterhalten werden können. Das ist sagen wir mal so ein bisschen, glaube ich, derzeit Russlands Hoffnung hier noch in irgendeiner Form Fortschritte zu erzielen. Ansonsten ist es halt mit den Fortschritten Russlands nicht so weit her. Ja, das wollten wir mal so vorne wegstellen, weil oft haben wir halt auch, hier so aus der Perspektive mit was hat die Ukraine alles erreicht berichtet und es kann schnell so dieser Eindruck entstehen mit so ist ja alles supi, es ist halt mitnichten alles supi. Tatsächlich ist derzeit die Situation in der Ukraine so schlecht wie lange nicht mehr für die Zivilbevölkerung und für die Infrastruktur des Landes, auch wenn es jetzt sagen wir mal in dem eigentlichen Frontkrieg besser läuft.
Ja, und im Wesentlichen, um mal Größenordnung, also von den Iskandern, produziert Russland wohl zwischen 50 und 100 Stück pro Monat, so irgendwas in der Gegend, also ihr Ziel ist irgendwie 100 pro Monat und sie hatten halt auch noch einiges davon auf Lager. Und so, sodass sie halt etwas mehr verschossen haben, auch die Russen, als sie neu produzieren. Aber allein die Neuproduktion, wenn du, überlegst, ja, 100 pro Monat und im Wesentlichen scheinen vor allem Patriot-Raketen die einzigen zu sein, die mit einer relativ. Guten Trefferwahrscheinlichkeit die Dinger runterholen. Aber normalerweise müsstest du halt sagen zwei Interzeptoren, also zwei Abfangraketen pro ankommender Iskander starten. Das heißt, wenn die Ukraine alles bekämpfen wollte mit Patriot, bräuchte sie irgendwie 200 Patriots pro Monat. Ja, was natürlich einfach nicht drin ist. Also sie werden jetzt irgendwas in der Größenordnung von fünf bis zehn pro Monat wahrscheinlich eher kriegen an Patriot-Raketen. Also es kommen noch welche. Also der Bestand liegt nicht bei null. Sie kratzen da wirklich von überall alles zusammen und vielleicht auch noch ein Detail, warum die Patriot so gut zu sein scheinen ist, dass die halt an der Spitze, also diese Pak 3, haben halt Raketentriebwerke, vorne, also Thruster, mit denen sie eben die, sehr schnell manövrieren können, indem sie während normalerweise, fast alle anderen Abfangraketen oder praktisch alle, die ich kenne, haben halt Flügel vorne, die sich dann entsprechend bewegen. Also Leitwerke oder haben noch Thrust-Vectoring, also hinten die Düse kann noch geschwenkt werden, aber Patriot hat halt eben ja Thruster, Pack 3, mit denen sie extrem präzise und sehr auch agil dann, ja auf ballistische Raketen. abfangen können.
Gut, ich würde sagen, kommen wir mal zum Krieg selbst, zum Kriegsgeschehen, was jetzt eigentlich seit Juli so passiert ist. Noch mal so auf ein paar wichtige Fortschritte hier uns drauf konzentrieren. Russland ist halt nach wie vor auf breiter Front unterwegs, hat aber so seine Schwerpunkte. Ein Schwerpunkt ist die Stadt Konstantinivka. Das ist quasi die südlichste oder südöstlichste Stadt dieses Stadtriegels im Donbass, die quasi so das letzte Bollwerk sind. Also das ist halt das, was eigentlich Russland vor allem jetzt einnehmen möchte. Donbass ist quasi so erklärtermaßen so ein bisschen so ihr Ziel gewesen. Davon sind sie noch weit entfernt hier in irgendeiner Form finale Fortschritte zu machen. Aber bis Kostjantinivka sind sie halt vorgedrungen und dort laufen im Wesentlichen, so Haus-zu-Haus-Kämpfe ab. Also die Stadt ist einfach komplett unter Drohnenkontrolle von beiden Seiten und die Russen versuchen halt in irgendeiner Form in dieser Stadt. Die Übermacht zu bekommen. Das ist ihnen bis heute nicht gelungen. Das heißt also wir haben zwar im Juli schon gesagt so ja die haben wir jetzt eingenommen. Wie sie das mit Kupiansk auch schon gemacht haben, aber davon ist halt bisher nichts zu sehen. Trotzdem ist die Stadt halt schon weitgehend zerstört und wahrscheinlich wird davon auch wenig übrig bleiben, wenn das hier alles vorbei ist. Aber die Ukrainer halten halt dort dagegen. Und wenn man halt noch ein, zwei Städte weiterzieht, dann wäre man halt in Kramatorsk und das ist ja sagen wir mal überhaupt das Zentrum. Also das ist auch alles tief eingegraben. Die Ukrainer hatten jetzt irgendwie über zehn Jahre Zeit, hier Verteidigungslinien aufzubauen. Man kann davon ausgehen, dass sich die Russen einfach an diesem Gebiet die Zähne ausbeißen werden. Ich sehe nicht so richtig, wie sie das überwinden wollen.
16 Mal. Also es wurde jetzt erneut zum 16. Mal verschoben. Also in 2026 war auch wieder der 31. März Ersttermin. Dann haben sie es auf den 1. September und dann auf den 31. Dezember verschoben. Jetzt, muss man sagen, die letzte Verschiebung ist jetzt auf März 31, 2027. Das ist jetzt die aktuelle Deadline. 16 Verschiebungen. Also ja. Also alles läuft nach Plan.
Ja, das ist so ein bisschen wie Reisen mit der Deutschen Bahn. Ja, also das ist auf jeden Fall ein Schwerpunkt, nicht der einzige, aber sicherlich dort, wo derzeit Russland am meisten Personal investiert. Das Ganze ist natürlich auch mit starken Verlusten auf beiden Seiten verbunden. In der Julia Zelensky auch das erste Mal offizielle Verlustzahlen genannt. Also das sind jetzt die offiziellen Zahlen in der Ukraine, kann man glauben, kann man nicht glauben. Da spricht er von 50.000 gefallenen, 400.000 Verwundeten. Ob das stimmt, we don't know. Laut Selensky haben die Russen auf der anderen Seite 1,6 Millionen entsprechende Verluste, davon allein 700.000 Tote. Und im Juli habe es auch schon über 40.000 Verluste bei den Russen gegeben das ist ja so eine Zahl, die schon seit längerem immer so um die 30.000 herum mehr annaht und das als Ziel war ausgegeben, das auf 50.000 hochzubringen, Man weiß es nicht. Ich meine, es ist halt relativ gut dokumentiert mittlerweile, weil diese Kills ja primär mit Drohnen gemacht werden, die halt in der Regel das alles mitfilmen und Livestreamen und rekorden und so belegen ja quasi auch die, Einsatzgruppen dann ihre Erfolge und werden dann halt auch über dieses Portal quasi darüber belohnt. Das ist ja alles schon so ein bisschen so eine Gamification, eine Idee, die jetzt glaube ich die Russen auch aufgegriffen haben und auch versuchen in irgendeiner Form ähnlich umzusetzen. Es gibt da jetzt auch so ein Online-Portal. Ich weiß noch nicht genau, wie gut das funktioniert. Wahrscheinlich nicht ganz so flüssig wie jetzt bei der Ukraine, aber man merkt, Russland kopiert natürlich dann auch schnell, wenn sie erkennen, dass auf der ukrainischen Seite irgendwas gut läuft.
Und umgekehrt auch. Also auch die Russen haben halt auch Ideen. Es ist nicht so, dass sie nicht auch kreativ wären. Zum Beispiel, was ich jetzt gesehen hatte, war, dass sie mit Drohnen, also mit diesen Dragonfire, die dann so irgendwie Incendiaries, also irgendwie Phosphor oder so, verstreut haben, haben sie einen Haufen ukrainische Drohnen, die dort in lauer Stellung gelegen haben. Also teilweise packen die Ukrainer an bekannten Anfahrtswegen, parken sie Dutzende von Drohnen im Standby, einfach neben der Straße.
Machen beide. Ja, machen beide Seiten, genau. Und die Russen kamen dann auf die Idee, wiederum mit einer Drohne von oben über die geparkten Drohnen zu fliegen und die halt alle zu verbrennen. So, was recht erfolgreich war. Also auch, ja, plus... Natürlich die Russen, versuchen natürlich auch jetzt den Wegfall von Starlink zu kompensieren mit, allen möglichen kreativen Mitteln, unter anderem indem sie eben Ketten von Drohnen fliegen lassen, die dann Peer-to-Peer so Funkverbindungen halten. Also Drohnen im Abstand von, ich weiß nicht, 20, 30 Kilometern, die dann von einer zur anderen die Datenpakete weiterleiten.
Ja, das ist so eine Sache. Mesh-Networks. Ja, also arbeiten immer mehr mit Mesh-Networks, genau. Und ja, also sollte man nicht unterschätzen, wobei die Russen halt größere Probleme haben, jetzt auf eine Vielfalt von Neuentwicklungen zurückzugreifen, weil das sowjetische System da scheinbar etwas weniger flexibel zu sein scheint. Das heißt, die arbeiten dann immer noch so, dass sie dann eine Sache auswählen und dann der Staat, also in der Regel in, staatlichen Einrichtungen, dann die Waffen produziert werden und weniger privat produzieren. Und das zeigte sich dann zum Beispiel auch, bei den Seedrohnen, wo sie zum Beispiel die Russen innovationsmäßig nicht mit den Ukrainern mithalten können, nicht weil sie doof wären, sondern weil eben die Strukturen in Russland das nicht hergeben.
Genau, der Startup-Gedanke ist da in der Ukraine sehr viel lebendiger als in Russland, wo die großen Rüstungsunternehmen immer noch versuchen, alles unter Kontrolle zu halten. Ja, also vielleicht jetzt nochmal um den Teil mit der Front als solches erstmal, abzuschließen. Es gibt dann halt auch noch Kämpfe in anderen Bereichen, vielleicht jetzt hier nicht mit einzelnen Dörfern, langweilen, aber man kann sagen, dass die Ukraine im Großen und Ganzen die Frontlinie gehalten hat und teilweise eben die Russen auch schon wieder zurückgedrängt hat. Aktuell gibt es zum Beispiel einen Versuch der Russen, oder gab es, muss man sagen, einen Versuch der Russen, das ist ja ihre generelle Taktik, immer diese Einschließung, wenn sie irgendwas erobern wollen, dann gehen sie im Norden und Süden oder Osten und Westen, je nachdem, also von zwei Seiten, arbeiten sie sich vor ins Hinterland, um dann eben da zurückzukommen.
Das hat auch hier und da funktioniert. Im Donbad funktioniert es halt jetzt nicht. Trotzdem haben sie das natürlich auch probiert. Also dieser ganze Riegel um Kramatorsk, der wird dann eben von Norden. Da gibt es die Stadt Liman, die da strategisch relativ wichtig ist. Ist so ein altes Eisenbahnkreuz auch. Und hatten die Russen ja auch schon mal eingenommen und sind dann von den Ukrainern verdrängt worden. Da ist seit langem dann eben sozusagen der Frontverlauf eigentlich überhaupt nicht geändert geworden. Aber jetzt in den letzten Monaten ist es den Russen halt gelungen mit ihrer neuen Taktik dieser Infiltration, also dass sie so ein, zwei Leute immer vorschicken und dann so Stück für Stück irgendwie die Front ausbauen, ist ihnen schon gelungen, wieder in Richtung Liman vorzustoßen. Allerdings ist jetzt durch die Angriffskette auf die ganze Logistik, über die wir ja letzte Sendung schon gesprochen haben und die immer weiter geht, mittlerweile der Frontbereich da so geschwächt worden, dass es ihnen jetzt mit der sogenannten Operation Vivaldi gelungen ist, diesen gesamten Vorstoß der Russen, den sie in den letzten zwei, drei Monaten gemacht haben, jetzt innerhalb von, ja weiß ich nicht ganz genau wann das anfing, weil es gab da relativ wenig Informationen darüber. Das war alles sehr geheim und alle haben das Maul gehalten, auf beiden Seiten im Übrigen. Und jetzt sickert aber in zunehmendem Maße durch, dass es wohl den Ukrainern gelungen ist, diesen gesamten Vorstoß wieder zurückzudrängen bis zu diesem Zerebetsfluss. Und damit mehr oder weniger wieder den Status quo noch nicht so ganz hergestellt haben, den sie nach ihrer Khakiv-Offensive erreicht hatten, als sie diesen riesigen Bereich zurückerobert haben, ganz am Anfang des Krieges. Das sind eigentlich ganz gute Nachrichten im Großen und Ganzen und zeigt einfach wieder, wie schwierig es sein wird für die Russen in Donbass, irgendwelche Fortschritte zu machen.
Ja, ich finde es auch bemerkenswert, dass dann beide Seiten einfach mehr oder weniger stillgehalten haben aus völlig verschiedenen Gründen. So die Russen, weil sie unter Erfolgszwang stehen, die lokalen Kommandeure und dann ja oft gerne einfach, vorzeitig Einnahmen gemeldet werden, die dann aber sich gar nicht in dem Sinne manifestieren als Kontrolle. Und das scheint bis zu Putin raufgegangen zu sein, weil Putin dann die Besetzung diverser, Städte oder Dörfer bekannt gegeben hat, die dann absurd weit von der Front entfernt waren. Und wo dann sich der General in einer der Städte gezeigt hat, ohne Helm, so rumlaufend und gesagt hat, was ist hier los? Und das war für die Welt zu sehen und tatsächlich kamen die meisten Informationen dann von russischen Mailbloggern, die dann halt auch natürlich vernetzt sind innerhalb der russischen Truppen und dann. Mit Nachrichten von der Front verfolgen. Die dann bekannt geben und ist manchmal aber auch ein bisschen übertrieben, aber tendenziell natürlich sind diese russischen Millblogger eher drauf, um Fortschritte natürlich zu vermelden, sodass das glaubwürdiger ist, wenn jetzt russische Millblogger Negatives für die Russen vermelden, als umgekehrt, aber ja, es ist immer noch nicht ganz genau klar, wer jetzt was in welchem Umfang dort kontrolliert, also die Operation ist ja auch noch nicht zu Ende, sondern, das geht da noch weiter, Aber tatsächlich hat diese Kombination aus Ukraine, die haben sich halt verkniffen, irgendwie jetzt Erfolgsmeldungen. Für Propagandazwecke rauszulassen, was natürlich schon auch immer wertvoll ist für die Moral. Und das haben sie halt nicht getan, um zu verhindern, dass die Russen, vorzeitig jetzt Verstärkungen schicken. Und die Russen, durch. Das Lügen innerhalb der Kommandostruktur haben dann effektiv verhindert, dass dann notwendige Verstärkungen auch geschickt wurden. Insofern, ja, ist das jetzt interessant. Man wird sehen, ich meine, jetzt ist die Katze irgendwie aus dem Sack. Also es ist anzunehmen, dass die Russen jetzt weiter dort Verstärkungen hinschicken werden und versuchen werden, dort was zu tun oder mehr zu tun jetzt. Und muss man halt abwarten, wozu das führt. Kann natürlich dazu führen, weil die Russen dann oft, wenn plötzlich von oben kommt, Hier tut mal was so, dass sie dann einfach ohne Rücksicht auf Verluste dann Truppen an die Front, schicken und teilweise auch überhastet und das dann so gefundenes Fressen dann für die Ukrainer ist, die die dann auch im Anmarsch teilweise schon. Bekämpfen und vernichten. Also das sieht erstmal dort ganz gut aus und wie du eingangs richtig gesagt hast, das sieht nicht so aus, als wenn das mit dem Donbass in absehbarer Zeit was werden wird. Also zumindest sagen, dass der russische Plan mit dieser Zange, dass mindestens jetzt die nördliche obere Hälfte der Zange einfach nicht greift. Die ist sehr weg erodiert.
Ja und vor allem sah es danach aus, dass die Ukraine genau diese Zange selber durch eine eigene Zange quasi gemacht hat. Also sie haben auch die Russen sozusagen abgeschnitten und die sind dann im, letzten Moment aus diesem Kessel dann auch rausgeflohen. Es gibt da unterschiedliche Aussagen darüber, ob alle rausgekommen sind. Das wurde so glaube ich bei den russischen Millbloggern so behauptet. Ob das stimmt, wissen wir natürlich nicht. Auf jeden Fall dürften die Verluste dort auch relativ groß gewesen sein. Naja, also das ist quasi so die Gesamtsituation an der Front. Es bleibt schwierig. Was auch noch aufkam und nach wie vor so ein Teil der Diskussion ist, ist, dass immer wieder gemunkelt wird, dass die russischen Generäle bei Putin Druck machen, um weitere Soldaten zu mobilisieren, weil sie einfach so hohe Verluste haben, dass sie da einfach diese geforderten Kampfhandlungen so teilweise gar nicht mehr aufrechterhalten können, so ohne weiteres zumindest. Ist, da kursiert dann so eine Zahl von 800.000 Soldaten, Und, naja, es gibt jetzt so eine breite Diskussion darüber, ob denn das überhaupt realistisch ist. Es stehen jetzt im Herbst Duma-Wahlen an und damit natürlich theoretisch halt auch so die Wiederwahl von Putin. Ist natürlich vollkommen klar, wie diese Wahl ausgehen wird.
Na gut, er selber steht jetzt nicht, sondern das ist jetzt die Parlamentswahl, Präsidentschaftswahlen waren, aber letztlich ist es natürlich seine Privatpartei, sag ich mal, die da zur Wahl steht, wobei eben es so funktioniert, dass halt, zur Wahl nur Kandidaten stehen, die in irgendeiner Weise dann auch regierungstreu sind. Es ist nicht nur diese Partei, sondern es gibt dann die alte kommunistische Partei, die tritt dann auch an und noch so ein paar andere. Die Blockflöten. Die Blockflöten gewissermaßen und die einzige Partei, die nicht dazu gehörte, Jablokor, Apple, die Apfelpartei, deren Kandidaten wurden jetzt ausgeschlossen von der Teilnahme an der Wahl. Das ist sozusagen die einzige kriegskritische, Partei oder die einzige und die sind auch nicht mal irgendwie eine radikale Oppositionspartei, die wollen halt nur ein Ende des Krieges, so.
Ja, deren Spitzenkandidat ist ja auch der Typ, der irgendwie die ganze Zeit an diesen Propagandasendungen im Fernsehen auch immer als der Typ mit der anderen Meinung aufgetreten ist das war so ein bisschen auch so das Falkenblatt, was sie da so zugelassen haben, um so ein bisschen zumindest den Eindruck zu, erwecken, es gäbe da in irgendeiner Form eine lebhafte Diskussion. Und jetzt haben sie aber dann halt nicht nur die Teilnahme versagt, er ist jetzt glaube ich auch aus Russland geflohen, weil ihm dann doch unmissverständlich klar gemacht wurde, dass wenn er jetzt immer nicht ganz schnell abhaut, dass es dann noch ganz andere Konsequenzen haben dürfte. Ich habe jetzt vergessen, wohin er abgehauen ist, ob er jetzt irgendwo in Großbritannien ist oder so. Auf jeden Fall läuft es halt, wie es immer läuft. Nichtsdestotrotz ist diese Duma-Wahl für Putin trotzdem irgendwie wichtig. Und würden jetzt alle nicht wählen oder nicht für seine Kernparteistimme sich irgendwas einfallen lassen, um da Protest zu zeigen, dann hätte das auch schon eine Auswirkung. Also es ist, natürlich wird es dort Wahlbetrug geben ohne Ende, man kennt ja diese Videos, wie sie da irgendwie noch Wahlzettel in irgendwelche Urnen reinstopfen etc.
Genau, es sieht nicht gut aus und es wäre für alle ein Signal, dass, sagen wir mal, jetzt offiziell an Putin gezweifelt wird. Also von daher ist diese... Weil man sagt ja immer gerne so, ja der Diktator, der beherrscht halt einfach alles und es ist alles egal. Ja, das stimmt ein Stück weit, aber das stimmt eben auch nur bis zu einer bestimmten, Grenze und von daher ist es schon wichtig im Vorfeld dieser Wahl so ein bisschen Gutwetterpolitik zu machen. Und da ist dann natürlich so eine Ankündigung wie, wir mobilisieren jetzt 800.000 Männer, wo wir schon irgendwie dieselbe Zahl da in den Fleischwolf geschickt haben, kommt halt irgendwie nicht so richtig gut an. Wir hatten ja diese Teilmobilisierung am Anfang des Krieges, nachdem die Ukraine das erste Mal richtig zurückgeschlagen hat und wir haben auch gesehen, was die Folge davon war. Es gab eine Massenflucht aus dem Land und derzeit ist ja schon Russland extrem. Geschwächt durch diesen Krieg. finanziell, durch Sanktionen. Die Wirtschaft funktioniert eigentlich nur noch wegen des Kriegs. Man hat komplett auf Kriegswirtschaft umgeschaltet. Die normale Wirtschaft läuft halt nicht. Klar, es gibt immer auch diese protegierten Bereiche, St. Petersburg und Moskau, wo sich immer noch einige Eliten erlauben können, in so einer Illusion zu leben. Es wäre ja alles wie immer. Aber auch die spüren natürlich diesen Druck, weil es geht jetzt auch die Workforce natürlich Schritt für Schritt verloren. Wenn jetzt nochmal 800.000 Leute eingezogen werden, würden, Das geht nicht, werden wir gleich erklären. Naja, dann wäre die ohnehin schon, in einem Personalmangel existierende russische Wirtschaft nochmal um ein Vielfaches weiter geschwächt. Und irgendwann kriegst du halt einfach auch deine Operations nicht mehr aufrecht. Wenn du niemanden hast, der die Städte am Laufen hält. Wenn du niemanden hast, der Feuerwehr, Polizei etc. Bestückt und Arbeiter in der Fabrik. Naja, dann funktioniert halt dein Staat auch irgendwann einfach nicht mehr. Es wird sehr bezweifelt, dass das dann genauso stattfinden würde, aber es wird nicht unbedingt bezweifelt, dass es diese Diskussion gibt.
Ja, und Vermutung ist, es gibt noch keine genauen Zahlen, das wäre meine Vermutung. Also Putin selbst weiß noch nicht, wie weit er gehen wird. Ich meine, es gibt halt sowieso immer die normale Mobilisierung für den normalen Wehrdienst. Das ist aber unabhängig jetzt nochmal von... Von dem Ukraine-Krieg und gibt da halt verschiedene Szenarien von Fragen, stellt sich Putin dann irgendwann hin und verkündet jetzt die Demobilisierung wie beim letzten Mal? Er hat gesagt, unwahrscheinlich, weil das kam nicht gut an beim letzten Mal, als er sich dann hingestellt hat, weil, ja, dann käme die Frage nämlich auf, diesmal in der Bevölkerung noch mehr, wieso eigentlich? Also die Begründung, wenn doch alles eigentlich gut läuft und sie Fortschritte machen, das wäre halt gleichzeitig auch eine, Anerkenntnis, die Dinge laufen gewaltig schief, wenn jetzt nochmal mobilisiert werden muss. Also wenn Putin sich hinstellt und sagt, wir müssen mobilisieren, also die Begründung ist dann tatsächlich das Problem, was dann vermutet wurde. Also wenn, dass dann irgendwie Putin versucht dann. Wie eine Provokation, mit der er dann begründen kann, warum sich jetzt alles geändert hat, weil er explizit gesagt hat, das ist alles Quatsch. Also gerade letzte Woche wieder aus allen Regierungskanälen ist kompletter Unsinn. Es gibt keine... Neue Mobilisierung und alles Quatsch und das ist alles Propaganda, nur um Russland zu schaden und hier Unruhe zu schüren, glaubt nichts. Was viele Leute dann wiederum zum Anlass genommen haben, erst recht zu gehen nach dem Motto, glaube Dinge erst, wenn der Kreml sie dementiert. Also es gab dann wieder neue Schlangen an den Grenzen da zu Armenien, Aserbaidschan und anderen Nachbarländern. Also oder ja, viele Russen, Türkei ist auch so ein Land, wo dann Russen gerne hinfahren. Georgien. Georgien, ja. Ja, so und eine andere Variante, über die gemunkelt wurde, war, dass quasi so eine Geheimmobilisierung, also dass Putin sich nicht hinstellt und das verkündet, sondern dass sie einfach auf Basis der bestehenden Gesetze von der letzten, Mobilisierung, die ja nicht immer noch gelten, einfach langsam die Zahlen hochgefahren. Werden an Leuten, die dann mobilisiert werden. Wobei diese Mobilisierung betrifft halt in erster Linie eben Reservisten, das heißt Leute, die irgendwie schon mal irgendwann gedient haben oder, ja Leute, die dann ihren Militärdienst noch nicht abgeleistet haben oder wie auch immer. Das Problem nur ist, sowas lässt sich nicht geheim halten. Also wenn man erstmal damit beginnt, die Zahlen hochzufahren, dann verbreitet sich das, relativ schnell in der Bevölkerung, dass jetzt plötzlich mehr und mehr Leute Einberufungsbescheide oder Mobilisierungsbescheide, bekommen. Also insofern wäre, wenn sie diese Strategie fahren wollen, ist die auch einfach heikel. Und ja, bleibt schließlich dann noch die Variante einfach nichts tun und es findet tatsächlich keine Mobilisierung statt. Aber das Geld wird halt immer knapper und der Pool an, also sie müssen halt außerdem jetzt die Prämien für Leute, die jetzt Verträge unterschreiben, ja die sind auch gewaltig in die Höhe gegangen und mittlerweile aber trotz der, wirklich, wirklich verlockenden Zahlungen, Also im Prinzip Jahresgehälter plus, Schuldenmoratorium, also wenn du in den Krieg gehst und. Privatschulden bei Banken hast, werden die dir gestundet und so. Also versuchen mit allen allen mitteln, so und kriegen haben damit durchaus auch noch erfolge also so zwischen 20 und 40.000 pro monat scheinen dann, doch noch doch noch zu unterzeichnen aber es reicht natürlich nicht um jetzt, Groß aufzustocken. Plus, dass die Infrastruktur für die Ausbildung, du hast nur eine Ausbildungskapazität, von, ich sag mal, pro Quartal kannst du vielleicht 300.000 Leute ausbilden oder so. Und wenn es jetzt mehr ist, allein die unterzubringen.
Und auszustatten und so weiter. Und damals bei der ersten Mobilisierung war das so, da hat man den Großteil der Leute einfach direkt ohne Ausbildung an die Front geschickt. So im Prinzip mit einem ein- bis dreitägigen Schnellkurs gezeigt, wo das Magazin in die Waffe kommt. Und dann wurden sie gleich an die Front geschickt. Das war zwar nicht besonders effektiv, aber hat halt trotzdem auch geholfen, weil man konnte halt nicht mehr auch durch das Trainingsystem schicken. Und da haben sie sicherlich jetzt also ihre Prozesse verbessert und ihre Kapazitäten erhöht. Aber das ist halt trotzdem begrenzt. Deswegen, Ist jetzt nicht anzunehmen, dass die Truppenstärke einfach so, dass er jetzt einfach so eine Million neue Truppen generieren kann, wie er das eigentlich gerne würde. Das scheint kurzfristig physikalisch nicht machbar zu sein.
Ja und insofern ist er da in so einem klassischen Dilemma. Also jede Entscheidung, führt eigentlich nur zu negativen Konsequenzen. Man muss halt nur darüber nachdenken, welche dieser negativen Konsequenzen jetzt die schlimmste ist. Oder die am wenigsten schlimme ist in gewisser Hinsicht, für die man sich dann entscheiden würde.
Ja und Mobilisierung und also Mobilisierung. Hat halt zwei entscheidende Nachteile. Erstens, die Leute, die dann zwangsmobilisiert werden, sind nicht so besonders motiviert und können halt ein Problem, also ein größeres Problem für die Moral darstellen. Und das zweite Problem ist die Effizienz, weil wir gesehen haben beim letzten Mal für jeden Soldaten, der erfolgreich mobilisiert wurde, sind ein bis zwei Männer, haben das Land verlassen. Das heißt, du mobilisierst einen und verlierst zwei. Das ist halt ein Problem, dass wenn du die Leute irgendwie freiwillig oder mit Geld oder sonst wie lockst, dann, kriegst du, wofür du bezahlst. Und in dem Fall kriegst du halt nur die Hälfte von dem, wofür du bezahlst, überhaupt raus. Und eine unmotivierte Hälfte.
Unmotivierte, schlecht ausgebildete. Und im Zweifelsfall halt auch schlecht ausgerüstete. Also die Möglichkeiten für Russland darüber zu eskalieren sind schwierig. Und Russland ist im Wesentlichen damit beschäftigt, überhaupt den Druck erstmal auf dem Level zu halten, den sie derzeit ausüben und mit dem kommen sie schon nicht besonders weit.
Und ein Problem noch mit den Reservisten, die sind halt alle ausgebildet worden, Jahre zuvor in Taktiken, die im Großen und Ganzen an der Front jetzt obsolet sind. Das heißt, die Soldaten, selbst wenn das jetzt erfahrene Reservisten sind, ist ihr Wissen an der Front jetzt in weiten Teilen obsolet. Das kommt noch erschwerend hinzu.
Okay, soon. Werfen wir nochmal einen Blick auf die schon in der letzten Sendung, berichtete Kampagne der Ukraine, also vor allem die Deep Strike Kampagne vielleicht erstmal beleuchten. Denn es ist ja der Ukraine gelungen, jetzt im letzten Jahr einerseits die Produktion von Drohnen zahlenmäßig extrem nach oben zu treiben, also sie produzieren einfach, ich weiß gar nicht, was jetzt so die aktuellen Zahlen sind, aber sehr, sehr, sehr, sehr viele Drohnen. Und nicht nur das, es ist ihnen auch gelungen, die Reichweite ihrer erfolgreichen Drohnen, vor allem der FP1, FP2 Drohnen nochmal extrem nach oben zu treiben. Dazu kommen Weiterentwicklungen bei der Neptun-Rakete, es gibt ein paar neue, Systeme und die Flamingo, dieser Marschflugkörper, über den ja viel berichtet wurde, weil der Name so, verfing und weil der mit einer großen Reichweite ausgestattet ist, mit einem großen Sprengkopf, aber wo am Anfang nicht klar war, wie viel Zielwasser die getrunken hat. Diese technischen Probleme konnten wohl überwunden werden und mit dieser ganzen Barrage an Raketensystemen, ich habe jetzt ein paar Drohennamen auch noch vergessen, die da eine Rolle spielen, haben sie jetzt einfach nochmal die Angriffe auf die russische Infrastruktur tief in Russland extrem nach oben getrieben. Was ja schon der Klassiker ist, ist der Angriff auf Öl-Raffinerien. Da brauche ich gar nicht anfangen, das aufzuzählen. Im Prinzip haben sie überall bis tief ins Land. Bis zu 3.200 Kilometer tief in Russland hinein Ziele getroffen. Was natürlich absurd ist. Das wird natürlich auch dadurch begünstigt, dass die... Ukraine ist in den letzten Monaten geschafft, haben einfach eine extrem hohe Zahl an Luftabwehrsystemen der Russen zu zerstören. Also sie zerstören mehr, als Russland nachproduzieren kann auf der einen Seite und vor allem greifen sie sehr viel mehr Ziele an, sodass quasi Russland die ganze Zeit umpriorisieren muss, was sie denn jetzt eigentlich beschützen. Dann beschützen sie jetzt ihre Öl-Raffinerien, ihre Warenhäuser, ihre Militärstandorte, Moskau, Putin etc. pp. Und permanent ändert sich quasi der Schwerpunkt der Ukrainer, was sie denn jetzt sozusagen als nächstes primär angreifen. Je nachdem wahrscheinlich, was sie an Erkenntnissen haben, was quasi durch Luftabwehrsysteme geschützt ist. So oder so gelingt es ihnen, also über lange Korridore, vor allem so an den Flüssen entlang, tief ins Land vorzudringen und ja, die Liste der getroffenen Ölraffinerien ist extrem groß und das sorgt jetzt wie wieder einmal... Zu Benzinknappheit im Land. Also wir hatten ja schon diesen Bericht, dass es so ist, aber was denn?
Ja, lass uns, ich wollte nochmal kurz, bevor wir dann zu der Benzinknappheit gehen, nochmal kurz die Dimension, weil du nach Zahlen gefragt hattest. Also die Ukraine selbst sagt, dass, sie 670.000 FPV-Drohnen pro Monat, produzieren. Aber mittlerweile geht man davon aus, dass der Ukraine ungefähr. Über 800.000 Drohnen oder 10 Millionen pro Jahr an Drohnen insgesamt zur Verfügung stehen. Wobei der Großteil eben kleine FPV-Drohnen sind. Und was jetzt die relevanten Long-Range-Strike-Drohens angeht, gibt es nur Zahlen von Firepoint. Und Firepoint produziert, die letzten Zahlen waren 9000 FP1, FP2 Drohnen pro Monat. Also rund 300 am Tag mit Tendenz steigend. Also es könnten mittlerweile auch schon 500 pro Tag sein. Die meisten davon werden zwar abgeschossen, aber bei diesen Mengen kommen eben auch genug durch und können davon ausgehen, dass, die Ukraine ungefähr, deutlich über 10.000 Long-Range-Strikes pro Monat durchführt. Von denen dann einige Tausend durchkommen.
Irre, genau. Neben den Raffinerien haben sie angegriffen Ölhäfen, die Terminals. Es gab einen sehr beachteten Angriff in St. Petersburg auf das Ölterminal und auf diese Marinebasis Kronstadt, die St. Petersburg vorgelagert ist. Es gab natürlich wieder Angriffe auf die ganzen Häfen, im Schwarzen Meer, Tuapse, gegenüber der Kerzbrücke, diese ganzen Häfen, auch in. Der Ostsee, Ust Luga etc., in Sochi. Also eigentlich ist die komplette Hafeninfrastruktur der, Russen im Westen des Landes, entweder komplett außer Betrieb genommen oder so weitgehend zerstört, dass einfach nur sehr geringe Mengen noch exportiert werden können und das bezieht sich nicht nur auf Öl und Sprit. Sondern mittlerweile auch auf die, Weizenexporte Russlands, also Kornexporte generell, vor allem natürlich Weizen, weil auch da Hafeninfrastruktur getroffen wurde etc. Was dann wiederum einen interessanten Effekt hat auf die gesamte Agrarindustrie in Russland, die ohnehin schon leidet, weil sie quasi die Ernte gar nicht einfahren können, weil sie Probleme haben den Diesel zu bekommen oder den Diesel zu bezahlen. Und jetzt eben auch die Zwischenspeicher und die Häfen und die Exportmöglichkeiten dadurch auch extrem eingeschränkt wurden.
Genau, das ist nämlich die Kampagne, die dann eine Woche nach unserer letzten Sendung angefangen hat und das war massiv. Also sie sind mit diesen FP1, FP2 drohen vor allem ins Asowsche Meer, also das ist ja sozusagen rechts oben, also das Schwarze Meer und darüber nochmal das Asowsche Meer, was eben dann an der Kerzbrücke sozusagen seine Verbindung hat, das ist ja derzeit quasi komplett von russischer Besatzung umringt und im Prinzip so ein bisschen eher Hometurf. Und da ja die Ukraine die Logistik für die Krim so extrem eingeschränkt hat durch diese Angriffe auf die Lastwagenverbindungen, auf die Eisenbahnrouten, auch auf die Terminals etc., Pipelines, alles was da noch ist, ist die Krim ja mittlerweile komplett beschränkt. Was heißt komplett? Also es gibt Städte, da gibt es seit Monaten keinen Strom. Wasserversorgung ist kritisch, es gibt keinen Sprit. Also die Krim liegt derzeit einfach brach, kann man fast sagen. Und dann hat Russland versucht mit kleinen. Inlandtankern diese Versorgung aufzunehmen. Also sie haben natürlich innerhalb ihres großen Landes über die Flüsse Russlands, natürlich auch Transportwege und dann eben kleinere Tanker, die eigentlich jetzt nicht so für diesen internationalen Export gedacht sind, sondern eben für diese Inlandversorgung. Und davon haben sie dann eben sehr viele Richtung Krim geschickt, über die, ist das die Wolga, die da mündet im Asowschen Meer, bin gerade nicht ganz sicher, auf jeden Fall aus dem Land heraus eben ins Asowsche Meer. Ja, und dann haben sie halt innerhalb von einer Woche dort irgendwie 100, 200 Schiffe angegriffen und zwar immer mit den Drohnen auf das Steuerdeck. Also sie haben nicht versucht, diese Schiffe zu versenken, wie du schon gesagt hast, sondern sie außer Gefecht zu nehmen. Das heißt, sie waren dann manövrierunfähig. Und diese Aktion hat die Russen irgendwie komplett kalt erwischt. Also es sind einfach hunderte von Schiffen angegriffen und außer Gefecht gesetzt worden. Nachdem sie im Asowschen Meer fertig waren, haben sie dann im Schwarzen Meer weitergemacht. Teilweise gab es auch noch Angriffe im Mittelmeer. Da hat mittlerweile die Ukraine wohl Stützpunkte in Libyen, von denen aus sie entsprechende Angriffe fahren können, weil die Russen da teilweise eben auch nicht so beliebt sind. Und das ging dann wirklich wochenlang so weiter. Im Prinzip ist es auch immer noch so, aber mittlerweile fährt halt im Asowschen Meer auch kein Schiff mehr.
Ja, in der Situation auf der Krim, die ist halt eh extrem prekär, wie schon angedeutet, also nachdem diese ganze, Logistikkette halt angegriffen wurde und nach wie vor angegriffen wird und damit sozusagen die Versorgung, mit Sprit und Nahrungsmitteln und so weiter eingeschränkt wurde, haben sie dann auch extrem die Strominfrastruktur angegriffen, also Umspannwerke. Da gibt es also hunderte von Videos, wo alles mögliche angegriffen werden. Die Brücken sind zerstört worden, die Eisenbahnbrücken sind zerstört worden, Heizkraftwerke sind zerstört worden. Also es. Gibt kaum noch Zugverbindungen, die in irgendeiner Form fahren. Also die ganze Logistik ist dort entsprechend kaputt. Es wurden dann auch extrem viele Jets zerstört, die dort, auf den Flugplätzen, auf den Luftwaffenstützpunkten waren. Über verschiedenste Methoden, man kennt das ja schon, die fahren dann mit den Marine-Drohnen, die quasi wie so kleine Flugzeugträger, vom Wasser her aus angreifen und wahrscheinlich haben sie auch mit ihren Long-Range-Drohnen mittlerweile große Erfolge, einfach durch Direktanflug, weil eben die ganze, Luftverteidigung entsprechend auch schon durchlöchert ist. Also die Krim ist zwar derzeit für die Ukraine nicht einnehmbar, aber für die Russen eigentlich in zunehmendem Maße auch nicht haltbar. Und das ist natürlich auch wieder so mental so ein wichtiges Ding, weil die Krim gilt ja so ein bisschen als das Kronjuwel dieses gesamten Vorstoßes gegenüber die Ukraine. Man hat das ohne große Kämpfe einfach so übernommen damals und dann diese geile Brücke dahin gebaut und überhaupt. Und Krim ist halt auch so ein beliebter Urlaubsort gewesen für die Russen.
Nein. Ja, ja, ja. Es gibt immer noch Leute, die versuchen dort Urlaub zu machen. Die dann allerdings feststellen müssen, dass es halt irgendwie schwierig ist. Viele Leute haben ihre Sommerhäuser da und so. Und da gab es halt dann jetzt haufenweise Berichte, wie Leute dann dort ihren Urlaub verbringen. Ich meine, Essen gibt es noch und die Strände sind leer, also es ist wahrscheinlich um 80, 90, über 90 Prozent eingebrochen irgendwie der Tourismus, aber nicht auf null. Und da gab es ja dann auch diese eine Szene, wo dann, war das auf der Krim oder war das Sochi, wo die Luftabwehr wo die Flugabwehr, eine anfliegende Drohne beschossen hat, die dann auf den Strand gefallen ist und zehn, Urlauber getötet hat.
Ja, also aber auf jeden Fall, ja, viele Leute, das ist dann so, die haben dann, ein Bericht war jetzt von jemandem, der hat halt zwei Autobatterien, zu Hause dann in seinem Haus stehen und hat vom Nachbarn, der einen Generator hat, ein Kabel, wo er dann immer eine Autobatterie lädt er und mit der anderen Autobatterie lädt er dann seine Diversität. Weißes und macht halt ein bisschen Licht und so, das ist dann halt, ja, wie Leute irgendwie über die Runden kommen, dann Brunnen oder, Wasser in Flaschen halt und ja, also es sieht teilweise auch sehr campingmäßig aus, was die Leute da in ihren Häusern machen. Es ist eher so Campingleben jetzt auf der Krim, hat man das Gefühl, selbst wenn man in einem festen Gebäude sich befindet.
Also viele Russen sind halt auch einfach geflohen. Also es ist einfach viele nicht mehr da. Viele versuchen auch ihre Häuser zu verkaufen, aber die kauft natürlich da derzeit auch keiner. Und die Leute, die dort verbleiben, sind halt vor allem so, naja, eben Ukrainer, die da schon immer gelebt haben, die quasi von Russland besetzt sind und die sagen, wir setzen das jetzt hier noch so lange aus, bis die Ukraine kommt und uns befreit. Das ist da natürlich ihre einzige Hoffnung.
Ja, wir haben es dann schon angedeutet, es macht sich wieder so eine Spritknappheit, breit in Russland. Das hatten wir auch glaube ich schon mal berichtet und da gab es so eine Hochphase. Dann ist es allerdings im Verlaufe des Juli, August den Russen gelungen, diese Versorgungsprobleme zumindest so halbwegs in den Griff zu bekommen. Also es war ja so, dass eben in Moskau. Auf einmal der Sprit knapp wurde, so unheard of. Und das hielt sich sogar so ein paar Wochen und vermutlich durch einerseits, anderes Routing und etwas, reaktive Planung ist es ihnen gelungen, diese Versorgungsprobleme zumindest so halbwegs zu mitigieren. Sie haben vermutlich, das weiß man jetzt nicht offiziell, aber sie haben vermutlich dann auch ihre Reserven geöffnet, die sie natürlich haben. Und daraus das Problem eine Weile in den Griff bekommen, aber mittlerweile läuft es wieder in die andere Richtung. Und zwar nicht nur jetzt in Moskau, sondern eigentlich überall im Land. Also es gibt einfach so Monitoring-Webseiten, die halt so gucken, wie viel Prozent der Tankstellen haben irgendwie gerade keinen Sprit oder bestimmte Sorten nicht. Das betrifft eigentlich mittlerweile das gesamte Gebiet der russischen Föderation.
Ja, also in der letzten Sendung hatten wir das ja auch ein bisschen mehr mit Zahlen unterlegt, wie viel Raffineriekapazität weg ist. Was so ein bisschen offen war, war eben, wie viel von der Knappheit liegt jetzt am Hamstern und wie viel von der Knappheit, liegt jetzt einfach daran, dass das System sich wieder irgendwie einrütteln muss. Und wenn alle vollgetankt haben, gibt sich das Ganze vielleicht wieder so wie damals, wenn alle genug Klopapier zu Hause haben, dann ist auch wieder Klopapier in den Regalen so nach dem. Nach dem Motto. Und ja, wie schon sagt es. Die damalige Krise dauerte ein paar Wochen an und wurde dann erst mal besser. Und ich denke auch, dass die erste Knappheit durch eben drei Dinge erzeugt wurde, die zusammengekommen sind. Hamstern spielte wahrscheinlich auch eine gewisse Rolle, aber so grundsätzlich Kapazitäten fehlten. Und ein bisschen, konnte man es lindern, indem man irgendwo noch Reserven aus dem System abgezogen hat. Wobei die Russen ja keine größeren strategischen Ölreserven haben, weil davon ausgegangen wurde, dass. Russland irgendwie das Öl oder Sprit ausgehen könnte, war einfach undenkbar bei den Überkapazitäten, die sie hatten. Und ja, und zeigte sich dann, dass mit den Zahlen, die wir da in der letzten Sendung hatten, dass die, relativ zutreffend waren und wir immer noch davon ausgehen können, dass, jetzt mittlerweile aber ja rund die Hälfte der russischen Raffinerie-Kapazität derzeit offline ist. Wobei das unterschiedlich für unterschiedliche Kraftstoffsorten ist. Diesel ist nochmal anders als Benzin und die unterschiedlichen Benzinsorten. Und dann, Flugbenzin oder Jet-Fuel und teilweise in einigen Bereichen ist die Knappheit schlimmer als in anderen Bereichen. Also. Bei Benzin, qualitativ hochwertiges Benzin ist halt ein Riesenproblem und Flugbenzin wird langsam auch, zu einem Problem. Sogar, ja, dieses irgendwie russische Schweröl oder Masut, was die dann teilweise benutzen, scheint knapp zu werden. also, ja und, der einzige weg jetzt also plus natürlich dadurch dass die preise höher wurden bis ist der verbrauch dann auch zurückgegangen beziehungsweise weil es halt mühsamer wurde zu tanken leute dann auch weniger, getankt irgendwann und, Aber ja, jetzt die Knappheit könnte erst mal anhalten. Also es ist halt unklar, wie, Russland da anders rauskommen sollte, als die Raffinerien wieder instand zu setzen. Und zwar schneller instand zu setzen, als die Ukraine in der Lage ist, sie zu beschädigen. Und das sieht nicht so aus, als wenn Russland dazu in der Lage wäre im Moment.
Nee, wahrlich nicht. Und vor allem diese Spritkrise, ich meine, man redet gerne und zeigt gerne so lange Warteschlangen von den Tankstellen. Und das ist natürlich schon mal ein Problem, weil Russland ist großes Land, alle sind gewohnt da mit billigem Sprit durch die Gegend zu fahren. Selbst wenn sie Sprit bekommen, zahlen sie mittlerweile Preise, die so in der Region sind, wie wir sie hier in Deutschland zahlen. Das ist für den Russen extrem viel Geld.
Ja und vor allem zehnmal so lange warten, bis er diesen Liter hat. Und gut, bei PKWs und so weiter ist klar, die Leute kommen nicht zur Arbeit, wirtschaftliche Entwicklung nimmt natürlich da extremen Schaden, aber wo es halt wirklich wehtut ist im Landwirtschaftsbereich, weil die Ernte sich nicht mehr lohnt. Das heißt, sie ernten einfach gar nicht mehr, die lassen jetzt die Sachen irgendwie auf den Feldern vergammeln, weil sie mehr Geld dafür bezahlen müssten, das alles zu ernten, als sie auf dem Markt dafür bekommen, weil sie es nicht verkauft bekommen, weil die Exporthäfen zerstört sind. Und das ist so eine schleichende Spirale, die sich so hinter den Kulissen da, abspielt und das ist irgendwie überhaupt nicht gut. Und vor allem kann das auch noch bedeuten, dass wir in anderen Ländern, vor allem in Afrika, die ja sehr vom Weizenexport. Also Getreideexport generell, von Russland und der Ukraine abhängig sind. Und da Russland jetzt auch angefangen hat, wiederum ukrainische Schiffe im Schwarzen Meer anzugreifen, die Getreideexport betreiben, könnte sich das also auch in der einen oder anderen Hungersnot im nächsten Jahr wiederfinden. Man muss nicht hoffen, dass es soweit kommt, aber sieht gerade nicht besonders gut aus in dieser Hinsicht. Man sieht einfach, wie dieser Krieg auch wirklich weltweit negative Auswirkungen hat. Ja, worüber wir natürlich auf jeden Fall auch reden müssen, ist die absolut bemerkenswerte, Angriffsserie auf russische Warenlager, allen voran der Unternehmen Wildberries und dann im weiteren Verlauf auch Ozone. Wildberries wird gemeinhin immer so als das Amazon Russlands bezeichnet, nicht ohne Grund, funktioniert im Prinzip ähnlich, das heißt es gibt riesige, Umschlagplätze, riesige Warenhäuser, wo halt Pakete durchrauschen, aber wo eben auch viele Kleinhändler quasi ihre Waren lagern und von dort eben versenden lassen, dann auf eigene Rechnung. Und dass Russland entsprechende Infrastruktur in der Ukraine zerstört, das ist ja auch nichts Neues und das geht seitdem auch so weiter, und die Ukraine hat halt jetzt hier da massiv zurückgeschlagen, das fing irgendwie im 18. Juli an und dann haben sie also konsequent nahezu alle großen Warenhäuser von Wildberries zerstört. Jetzt nicht bis aufs allerletzte, aber so die 10, 20 Größten sind glaube ich 18 davon zerstört worden. Und zerstört heißt, mit Drohnen angegriffen, 2, 3, 4 Drohnen, die einschlagen, riesige Warenhäuser. Und die brennen richtig gut. Also danach ist einfach von diesen Warenhäusern nichts mehr übrig, also gar nichts mehr. Und Oson ist sozusagen ein anderer Anbieter, der ähnliches macht, der glaube ich jetzt nicht so sehr im Sale unterwegs ist, sondern sozusagen nur diese Warenlogistik macht. Und auch da sind also mehrere Warenhäuser zerstört worden. Ja, das hat natürlich dann auch eine unheimliche Auswirkung sowohl auf die Wirtschaft, weil das ist sozusagen die ganze Online-Wirtschaft Russlands, die darunter, leidet, viele kleine Händler und natürlich auch mittlerweile irgendwas in der Größenordnung von 120.000 Arbeitern, die von heute auf morgen dann sozusagen auf einmal ihren Arbeitsplatz verloren haben. Also das ist dann eben etwas, was auch eine Auswirkung hat auf die Russen. Insofern, ich meine, es gibt zwar grundsätzlich eine Arbeitskräfteknappheit in Russland, eben durch den Krieg, aber Wildberries war wohl noch so einer der Unternehmen, wo die Leute relativ gut verdient haben und zu guten Bedingungen auch arbeiten konnten. War da jetzt nichts, aber so wird es berichtet. Ja, mittlerweile ist es irgendwie nahezu alles abgegrast.
Also die Dimension ist schon gewaltig, also, Wildberries Umsatz entsprach irgendwie im letzten Jahr 3,7 Prozent des russischen Bruttoinlandsprodukts, und sozusagen, Und alle russischen, Online-Verkäufe machen 8,5 Prozent des russischen Inlandsprodukts aus, was halt doppelt so viel ist wie in den USA oder Europa, wo ungefähr 4 bis 5 Prozent des, Einzelhandelsumsatzes online gemacht wird. Das heißt, mit Wildberries und Ozone zusammen, sind zwei Drittel der russischen Online-Verkäufe in Gefahr oder betroffen. Das heißt, alleine diese Kampagne ist in der Lage, das russische Bruttosozialprodukt oder Bruttoinlandsprodukt, um mehrere Prozent zu reduzieren. Und, das schlägt halt ganz direkt durch auf das Wirtschaftswachstum bzw. Rezession, die, in der Russland sich jetzt befindet, wird dadurch massiv verschärft.
Ja, also das ist auf jeden Fall eine extrem erfolgreiche Kampagne gewesen, eben mit dem Problem auf der anderen Seite, dass eben Russland das in der Ukraine genauso macht. Also auch dort werden die Verteilzentren Lovaposta, wird da schon lange angegriffen, auch andere Unternehmen. Wie schon eingangs erwähnt sind einfach die Angriffe auf die Infrastruktur in, der Ukraine durch Russland einfach gerade ein sehr sehr sehr großes Problem. Immer wenn man sich fragt, wie kann das dann wieder zurückeskalieren, hat dann Selenskyj jetzt angedroht und ich weiß ehrlich gesagt gerade gar nicht, wie da der aktuelle Stand ist, die Flughäfen Russlands mehr oder weniger außer Betrieb zu nehmen, indem sie permanente Drohnengefahr ausüben. Wir hatten ja schon die Zahlen genannt. Und mit dieser großen Zahl an Drohnen fliegt eigentlich die ganze Zeit irgendetwas. In dem Moment, wo sich die Drohnen dann auf Flughäfen konzentrieren, können natürlich diese Flugzeuge nicht abheben oder sollten normalerweise eigentlich nicht abheben. Und es fallen halt extrem viele Flüge aus. Auch das ist wiederum etwas, was der Wirtschaft enorm zusetzt. Man kennt das ja hier immer, das Geschrei ist groß, wenn irgendwie mal aus irgendwelchen Gründen einen Flughafen schließen muss oder Flüge nicht starten können oder sich, durch irgendein Weltereignis wie einen Vulkanausbruch da so eine Kaskade von Flugausfällen, auslöst, dann sind die Zahlen sehr groß. Also der wirtschaftliche Verlust durch ausgefallene Flüge ist spürbar. Ja und das ist irgendwie das, was Zelensky angekündigt hat. Hast du das verfolgt, wie sich das in den letzten Tagen entwickelt hat?
Ja, also aktuell, ist Verkehr so an den drei russischen Flughäfen. Also es gab zwischenzeitlich immer wieder ausgefallene Flüge. Es gibt mehrere Airlines, die ihre Flügel eingestellt hatten auf ausländische Airlines, Ja, im Moment, würde ich nicht sagen, ist der Flugverkehr normal, aber, größere Ausfälle aktuell sehe ich gerade nicht, an Flügen.
Nicht vergleichbar, aber es sind schon gerade, ich sag mal über Russland, wahrscheinlich so um die 100 Flugzeuge, würde ich sagen 50 irgendwie in der größten Ordnung. Aber ja, das ist halt kein Vergleich, während über, Europa einfach tausende von Flugzeugen unterwegs sind. Aber über der Ukraine kein einziges. In Belarus sehe ich zwei gerade.
Naja, also wenn man ein bisschen reinzoomt, sieht man nochmal ein paar mehr, aber es ist sehr wenig und das Problem ist natürlich auch, dass die Russen extrem auf Verschleiß fahren. Also deren Flotte war ja im Wesentlichen auch Boeing und Airbus und das ist ja seit Beginn des Krieges, ist das ja nicht nur alles extrem sanktioniert, sodass einfach die Wartung nicht nochmal durchgeführt werden kann für die Flugzeuge. Russland hat ja dann auch einen großen Teil der ganzen Flugzeuge, die sie eigentlich nur geleast haben, ja einfach einbehalten. So nach dem Motto, ja nee, das sind jetzt ja unsere, die geben wir nicht zurück. Einige, die im Ausland gestrandet sind, haben sie dann aber sozusagen auch gleich vom Staat weg eingebüßt. Und es gibt jetzt nicht so viel Ersatz, also wo sie sich ja sonst aus anderen Quellen gerne bedienen, vor allem China. Da gibt es halt einfach noch nicht diese Art von Flugzeugindustrie, mit der man hier auffüllen könnte. Das kostet natürlich auch alles Heidengeld und von daher ist eigentlich der Luftverkehr extrem gefährdet. Von daher fand ich den Gedanken permanent die Flughäfen zu belagern und damit irgendwie den Flugverkehr einzuschränken eigentlich recht elegant. Inwiefern Ihnen das jetzt in den nächsten Wochen weiterhin gelingen wird, werden wir sehen.
Ja, es gibt ja diese drei Flughäfen, rund um Moskau. Der größte ist irgendwie dieser Sherementyevo. Und dann gibt es halt noch. Den russischen Regierungsflughafen, wo auch Putins Jets stehen. Der halt ein interessantes Angriffsziel darstellt, weil Putin hat ja so einen Haufen identischer Jets, wo dann auch immer mindestens zwei Stück von fliegen, manchmal drei. Und man nicht weiß, in welchem Jet er gerade sitzt. Und, ja, da wurde halt vermutet, dass das ein interessantes Angriffsziel sein könnte. Also dass man irgendwie, ja, also, Vnukovo ist der, Vnukovo 2 ist ein abgesicherter Terminalbereich dort für Regierungs- und Staatsflüge. Und das wäre natürlich ein, sehr interessantes Ziel. Auf der anderen Seite könnte es dann natürlich gleich heißen, wir wollten wieder Putin umbringen.
Ja, und ja, insofern, ich meine, das Problem natürlich ist, dass du verhindern willst, dass irgendwie Zivilflugzeuge, abgeschossen werden oder getroffen werden. Das kommt halt nicht gut an. Aber. Was man halt machen kann, natürlich sind abgestellte oder geparkte Flugzeuge oder Hangars oder, Flughafeninfrastruktur anzugreifen, die jetzt nicht das Passagierterminal ist, sondern ja letztlich die Hangars, wo die Flugzeuge dann auch gewartet werden. Aber ich denke, dass das ein Eskalationsschritt ist, den die Ukraine bisher noch nicht gegangen ist, aber Vorbereitungen getroffen hat, um diesen gegebenenfalls zu gehen. Und ja, auf jeden Fall war die Drohung alleine, hat schon für Probleme gesorgt in Russland. Also für konkrete Behinderungen im Luftverkehr alleine, nur weil Selenskyj das gesagt hat. Insofern hat es sich gelohnt, auch das zu sagen.
Okay, kommen wir mal zu einem anderen Thema, nämlich, NATO, Europa und Russland. Abgesehen davon, dass es halt tausend Gerüchte gibt mit Plan und Russland denn jetzt irgendwie mal aktiv gegen die NATO vorzugehen, gab es natürlich zahlreiche Luftraumverletzungen. Also allein in den letzten drei Monaten gab es zahlreiche Drohnenabschüsse in Rumänien zum Beispiel, wo die also mit F-16 aufgestiegen sind, Drohnen abgeschossen haben, die so in den Grenzbereich kommen. Dann gab es auch diverse Marschflugkörper, die irgendwie so in lettischen Luftraum, polnischen Luftraum. Eingetreten sind. In Belarus sind welche abgestürzt, die sicherlich dann eigentlich zur Ukraine fliegen sollten. Es gab in Moldau Drohnen, es sind Grenzübergänge zwischen Republik Moldau und Ukraine angegriffen worden. All so Sachen. Teilweise mussten halt Flughäfen auch geschlossen werden wegen unbekannten Objekten in Polen. All diese ganzen kleinen Stichelungen und man fragt sich natürlich dann immer wieder, okay, wer steht dahinter? Und das Ganze eskalierte dann ein bisschen Anfang August, als wir den, missglückten Anschlag beobachtet haben in Leipzig-Halle, also dem Flughafen Leipzig-Halle, also der Flughafen zwischen Leipzig und Halle, der ja so nicht so primär so ein Passagierflughafen ist. Kann man auch die eine oder andere Route dort nehmen, aber vor allem ist es ja so ein riesiger Logistikflughafen. DHL ist da glaube ich stark aufgestellt und noch ein paar andere Logistikunternehmen auch und unter anderem wird ja auch militärisch genutzt. Was weißt du denn darüber? Tja, wer war es? Sag es doch mal, Pawel.
Ja, also das scheint mittlerweile relativ klar zu sein, dass die Russen dahinter stecken. Also man hat halt wohl die Leute ausfindig gemacht, die es waren und deren Kontakte zu Russland. Und ich meine, die Bundesregierung hat sich einen Monat Zeit gelassen, sagen, dass offiziell dann Russland die Verantwortung zu geben, öffentlich, was ja bemerkenswert ist, auf jeden Fall. und, ich denke, dass das sehr wahrscheinlich so war. Mein Bemerkenswert ist. Dass der Sprengstoff nicht explodiert ist, da wüsste ich gerne mehr darüber, warum er nicht explodiert ist. Also insofern, da sind bei mir noch Fragezeichen so, was war der Grund? Und es gibt im Prinzip drei Varianten, warum er nicht explodiert ist. Das ist die eine, das ist die wahrscheinlichste, dass die Leute einen Fehler beim Zusammenbau gemacht haben, weil das waren halt keine Experten, das waren halt irgendwie angeworbene Amateure. Die zweite Variante wäre, dass. Die entweder unterwandert waren oder absichtlich, das sabotiert haben, weil sie kalte Füße gekriegt haben oder weil einer von den Leuten vielleicht Spion war oder Doppelagent oder weiß der Geier. Oder die dritte Variante, dass sie den Auftrag hatten, dass es Absicht war, dass die nicht explodiert sind, weil man zwar eine Warnung aussprechen wollte, aber dann eben sich nicht, ihnen das doch zu heiß war. So, diese drei Möglichkeiten bestehen. Letztere, dass sie absichtlich das nicht haben, detonieren lassen, halte ich für unwahrscheinlich. Was dort ja passiert ist, ist... Es waren mehrere Drohnen, eine am Boden, aber eine ist dann auch in der Luft mit, einer anfliegenden DHL-Maschine kollidiert, glaube ich, und. Hat dort Schäden am Flugzeug hinterlassen. Und die war wohl aber auch mit Sprengstoff bestückt, obwohl beim letzten bin ich mir auch nicht ganz klar, ob das dann die Beobachtungsdrohne war, die dann überflogen wurde. Also auf jeden Fall, was dort passiert ist, war hochgefährlich und hätte einfach, zu einem Absturz von einem großen Flugzeug führen können, was dann nicht nur die Piloten, sondern auch, oder falls es ein Passagierflugzeug gewesen wäre. Oder selbst bei dem Frachtflugzeug, wenn das irgendwo auf bewohntem Gelände niedergegangen wäre. Also es war auf jeden Fall hoch, hoch, hoch gefährlich und ich glaube nicht, dass irgendjemand quasi als False-Flag-Operation das Ganze jetzt auch gemacht hätte. Jetzt ist es nicht der amerikaner die russen oder wer auch immer weil das ist einfach ja dass das wäre einfach zu gefährlich dass das ganze ding und. Soll ich davon ausgehe ja ist zum glück fehlgeschlagen so weil die beauftragten leute offenbar einen fehler gemacht haben, Und wenn da aber jetzt ein Flugzeug abgestürzt wäre durch, mag man sich nicht ausmalen, was das bedeutet. Ich habe dann trotzdem versucht, mir das mal auszumalen. Was sind denn die Möglichkeiten, die diskutiert wurden? Was kann NATO oder Westen denn jetzt tun, auch im Zusammenhang mit den ganzen anderen Provokationen und den befürchteten weiteren Provokationen, die vielleicht noch kommen könnten? Welche praktischen Optionen hat denn jetzt die NATO dann, ja, diese Angriffe zu vergelten und. Jetzt einen Angriff tatsächlich auf Russland, also dass man sagt, okay. Dafür schießen wir dann irgendwie ein russisches Flugzeug ab oder bombardieren Russland oder so jetzt als NATO, Damit das passiert, dafür hätte, glaube ich, das auch noch nicht ausgereicht. Es ist nicht klar, wo die Grenze liegt, ab wann quasi die NATO oder Deutschland oder welches Land auch, also die NATO, mit einem offenen militärischen Gegenschlag agieren würden. Da ist die Latte ziemlich hoch, weil man auch vermutet, das ist genau das, was Putin gerne hätte, weil, ihm das eben mehr Handlungsspielraum verschaffen würde, innenpolitisch, wenn plötzlich tatsächlich die NATO irgendwie massiv aktiv wird. Und deswegen versucht man das, was ich auch richtig finde, als NATO weitgehend zu vermeiden. Aber man muss es halt nicht komplett vermeiden. Aber es gibt, also bevor wir jetzt anfangen, Russland zu bombardieren oder Raketen nach Russland zu schicken, gibt es halt noch eine ganz, ganz lange Eskalationsleiter. Und man kann dann sehen auch, dass die unteren Schritte genommen wurden, so wie Potsdam. Schließung dann von Einrichtungen, Ausweisung von Diplomaten, weitere Sanktionen. Man könnte natürlich noch mehr gegen die russische Schattenflotte, vorgehen, indem man mehr Schiffe festsetzt, die ohne Papiere, ohne Nummernschild unterwegs sind. Und Versicherung wird getan, aber das könnte man natürlich noch erheblich ausweiten. Man könnte dann natürlich auch wiederum. Auf dieselbe Art und Weise mit verdeckten Angriffen zurückschlagen, dass dann zufällig plötzlich irgendwo, russische Schiffe explodieren auf den Weltmeeren mysteriöser Weise oder irgendwelche Unglücke haben. Das wäre dann auch noch eine Möglichkeit. Aber natürlich, wenn man zurückschlägt, ist die Frage, was hält dann Putin auch davon ab, das zu tun oder wieder zu tun? Also was ist denn als Abschreckung denn überhaupt geeignet? Und, ja, schwierig irgendwie. Aber das andere Problem, was wir noch haben, die USA mit Putin, auf die wäre da kein Verlass, dass die sich halt an einem Gegenschlag beteiligen. Und ich habe mich dann mal gefragt, okay, jetzt rein hypothetisch, was könnte denn Europa mit seinen militärischen Fähigkeiten tun, um jetzt auf einen russischen Angriff tatsächlich zu agieren? Und die erschreckende Wahrheit ist. Also ... Europa hat halt fast keine ballistischen Raketen, also die gesamte Stockpile an ballistischen Raketen in Europa jetzt, was so dem Iskander entspricht, 50, 100 irgendwie in der Größenordnung, also vielleicht ein paar hundert noch zusammenkratzen, aber das ist also… Heldentag. Heldentag. so. Cruise Missiles gibt es ein paar tausend. So, da könnte man noch eher so, also mit jetzt gibt es Tomahawks und, noch mehr Sculp und Storm Shadow und dann halt die deutschen Ach Gott, wie heißen sie noch? Die deutschen Cruise Missiles die Ukraine nicht kriegt. Taurus, genau. Taurus, Deutschland hat wahrscheinlich, hat ursprünglich mal irgendwie, glaube ich, an die 1000 gekauft und wahrscheinlich 500 davon wären wahrscheinlich verfügbar. Aber so alles zusammengerechnet jetzt mit, so schön heißt, Stand, of Weapons, also aus der Ferne abgeschossenen Waffen. Könnte Europa ungefähr das, was so Russland in drei bis fünf Monaten verschießt, wahrscheinlich auf Russland ab. Feuern, also wenn man alle Waffenkategorien zusammenzählt. Was Europa allerdings hat, sind Kampfflugzeuge. Also was Europa machen könnte, ist wahrscheinlich 1.000 bis 2.000 Kampfflugzeuge, nach Russland reinzuschicken und wahrscheinlich. Ziemlich viel kaputt bombardieren. Aber, ja, das ist natürlich mit vielen anderen Problemen und Herausforderungen verbunden. Aber das wäre quasi die einzige Möglichkeit. Aber wie wir jetzt im Iran gesehen haben, Wenn jetzt, angenommen die EU wäre wahrscheinlich in der Lage, so 10.000 Ziele in Russland zu bombardieren innerhalb von einigen Wochen. Aber das ist das, was die USA jetzt, in Iran gemacht haben und auch wenn das schwer zu vergleichen ist, das würde, glaube ich, Russland nicht notwendigerweise komplett in die Knie zwingen. Es würde aber, ja, und es wäre mit erheblichen Verlusten auch verbunden, also Europa würde wahrscheinlich hunderte von Kampfflugzeugen verlieren bei sowas. Und ja. Das wäre die Situation im Moment, wenn es zur Eskalation kommt und die Amerikaner nicht mitmachen.
...halt mal deutlich anders aus. Wobei, ja, ob das ausreichen würde oder was die Folgen wären. Andererseits wäre Russland im Moment auch nicht in der Lage, irgendwo einzumarschieren in Estland oder Lettland oder so, da Litauen. Dafür fehlt wiederum Russland dann, die Kraft. Aber was Russland halt tun könnte, ist, dass sie halt einen Haufen Schahed, also hunderte oder tausende von Schaheds, rüberschickt und auch hunderte von ballistischen Raketen auf Westeuropa. Und wir sind halt überhaupt gar nicht darauf eingerichtet, so richtig was dagegen zu tun. Also unsere Luftverteidigung, ja, wir würden wahrscheinlich vielleicht die Hälfte oder so abfangen von all dem, was da ankommt. Und insofern, ja, sieht es im Moment nicht so gut aus.
Ja, was Russland auf jeden Fall auch noch tun kann, ist weitere Nadelstiche zu setzen und alle zu verunsichern. Jetzt gab es gerade letzte Woche einen Angriff auf, es gab viele Angriffe auf Züge, aber in diesem Fall haben sie einen Zug angegriffen, in dem wohl... Kurz vorher noch Boris Johnson und andere hochrangige EU-Diplomaten saßen. Also zu dem Zeitpunkt des Angriffs stand, glaube ich, der Zug schon im Bahnhof und die waren schon ausgestiegen oder so, ich weiß nicht ganz genau.
Ja, es, gab halt zwei Züge. Und die ganzen hochrangigen Vertreter, der Zug wurde wohl, früher losgeschickt als, nach Fahrplan, weil man wohl gesehen hat, dass da was kommt. Der eine Zug wurde halt schon losgeschickt, aber der zweite Zug, wo dann die Lok getroffen wurde, da war dann auch Johnson und einer von den amerikanischen Ex-General oder so, Petraeus. Die standen wohl bei dem Zug dabei. Aber hatten sich wohl auch dann in Sicherheit gebracht. Also verletzt wurde wohl niemand bei dem Angriff. Aber interessant ist, dass halt hauptsächlich von Boris Johnson und Petreus berichtet wurde. Gut, weil die auch die beiden waren, die dann nah am nächsten an der Explosion dran waren, aber die waren mehr oder weniger als Privatleute dort unterwegs, während in dem anderen Zug, im Prinzip der deutsche Sicherheitsberater saß und also, Wären die zu Schaden gekommen, das waren halt alles hochrangige, Beamte im Staatssekretär-Minister-Rang, und die in offizieller Mission.
Kannst aber davon ausgehen, dass es mehr Welle gemacht hätte, wenn es jetzt Boris Johnson oder auch Petraeus getroffen hätte, weil meine okay bei Petraeus Reaktion von Trump ist nochmal ein anderes Thema. In Großbritannien ist zwar jetzt Boris Johnson nicht sonderlich gut gelitten, aber stehen definitiv nicht darauf, dass einer ihrer Ex-Ministerpräsidenten, da exekutiert wird und da kann man zu Boris Johnson stehen, wie man will. Der Typ ist ja eigentlich ein Totalausfall. Aber in einer Hinsicht steht er dann auch wirklich, gerade sein Support für die Ukraine war immer uneingeschränkt. Was auch immer da seine persönliche Motivation war, aber ich denke mal, das ist halt auch einfach mal eher so eine Eigenart der Briten. Ja, also die Brücken haben da einfach eine Position und die zieht sich da einfach auch durch alle Parteien durch, mal jetzt abgesehen von dem Russian Tool Farage abgesehen, und das wäre natürlich World News gewesen und, es ist auch so schon World News gewesen, es ist halt jetzt bloß eben nichts Schlimmes passiert. Gut, die Lokomotive war danach im Eimer. Aber das sind halt solche Maßnahmen, wo man sich eben auch fragt, okay, war das jetzt eher ein Unfall von den Russen oder war das eben auch Absicht? Haben sie wirklich vorgehabt, da was auszulösen? Wenn sie die Lokomotive angreifen, greifen sie ja nicht unbedingt jetzt die Besatzung an, also wenn er steht, der Zug, wissen wir alle nicht.
Gut, aber der Fakt, dass das irgendwie zwei oder drei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt war, spricht schon dafür, dass das jetzt kein Versehen, war. Aber ja, ob sie diese Leute spezifisch jetzt, angegriffen haben oder nicht, ich meine, das, kann man von hier aus nicht sagen, aber die Vermutungen liegen doch recht, nahe, dass sie so annähernd den Fahrplan wahrscheinlich kannten, weil das ja auch kein Geheimbesuch war.
Ja, ich weiß nicht genau, was da so die Diplomatie ist, aber es gibt ja keine Flüge in, normalerweise, kommen wir gleich zu, es gibt keine Flüge in der Ukraine, das heißt alle Diplomaten und so weiter, die Kief besuchen, reisen in der Regel per Zug über Polen an, das heißt diese Strecke ist einfach eine wichtige Lifeline. Und ich denke mal, dass die Russen schon davon Kenntnis haben, dass das so ist. Das heißt, wenn sie diese Linie angreifen, dann ist das halt eine ganz klare Einschüchterung, also mindestens eine Einschüchterung und fällt von daher auch so ein bisschen in diesen Konflikt mit NATO. Wo jetzt allerdings dann doch mal ein Flugzeug flog, war als jüngst dann doch mal die Beauftragten der USA, Steve Witkoff und Gerrit Kushner, nachdem sie ein weiteres Mal und zwar glaube ich schon zum achten Mal in Moskau bei Putin waren, dann sich dann doch mal bequemt haben, obwohl sie ja sozusagen mit der Lösung dieses Konflikts beauftragt sind in irgendeiner Form, zumindest behaupten sie das ja auch, dann vielleicht auch mal in der Ukraine vorbeizuschauen. Das erste Mal, das muss man sich mal vorstellen. Aber da die Herren halt nicht mit dem Zug fahren, wurde dann in Russland darum um gebettelt dann doch vielleicht mal drei Tage lang mal keinen, Flugangriff zu machen, weil das würde sich auch nicht so gut machen, wenn die auf einmal so die Angriffsrealität in der Ukraine mitbekommen würden. Die waren dann also vor Ort, es gab Gespräche, es gab eine Pressekonferenz, die ein bisschen unangenehm war für Kuschner und Wittkopf, weil da halt mal so echte Journalisten echte Fragen stellen durften und nicht eben so dieses, ganze Gepose, wie man das in den USA und in Russland kennt, wo dann sozusagen, nur ausgewählte Fragen von ausgewählten Personen kommen. Die wurden da ziemlich hart angegangen. Haben aber auch wirklich nur Unsinn erzählt. Man merkt einfach, wie wenig Ahnung die haben. Der Kuschn hat ja gesagt, ja.
Ja, aber er hat dann auch nochmal in der Ukraine, als er da war, hat er auch nochmal jede Menge positive Worte über Putin verloren. Das war super peinlich. Und ich glaube, mit dem Flug, ich weiß nicht, ich meine, sie hätten dann auch mit dem Zug, also sie wollten eigentlich gerne fliegen, aber haben es dann am Ende doch nicht getan. Kann sein, dass sie rausgeflogen sind, da bin ich mir nicht sicher. Aber ich meine, ich hätte gehört, dass sie sich dann doch nicht getraut haben, direkt von Moskau, in die Ukraine zu fliegen. Stimmt.
Es gab sozusagen offiziell ein, dreitägiges oder zweitägiges Moratorium, aber die Russen haben dann angefangen, vor Mitternacht schon wieder zu ballern. kaum, dass die beiden weg waren, haben die Russen schon wieder angefangen. Also sie haben noch nicht mal bis Mitternacht gewartet, wo die Vereinbarung ausgelaufen wäre.
Ja, und der Kardinalfehler, den sie halt permanent machen, falls sie nicht einfach ... Russische Assets sind oder unter russischer Kontrolle stehen. Was ich nicht glaube, aber der Kardinalfehler ist, dass sie Putin überhaupt nicht verstehen, wie er tickt. Also sie versuchen ihn dauernd mit irgendwie Win-Win und mit, der Karotte zu ködern, so ein bisschen wie ein Iran, so viel Geld können wir dann gemeinsam machen und so. Aber was sie nicht verstehen ist, erstens, Putin will kein Win-Win. Putin will Lose-Win, weil ein Win für Amerika ist aus Putins Sicht ein Lose für Russland. Und Amerika ist aus Putins Sicht der Hauptgegner und Hauptrivale und die Hauptgefahr. Und ja, also Win-Win ist nicht so. Und die andere Sache ist, dass sie, aus welchen Gründen auch immer, es bisher komplett vermieden haben, auch dann wirklich die Peitsche zu zücken oder den Knüppel. Trump hat zwar dann angedroht, ja, wenn Russland, dann werde ich, aber ja, nix. Also er hat quasi von, all seinen Drohungen gegen Russland, die Trump dann auch mal ausgestoßen hat. Also erstens war da kaum was und selbst das Wenige hatte er halt nichts dann wirklich von oben gesetzt. Ja, also das ist, wie gesagt, der Kardinalfehler, dass durch diese Angebote, Also was Putin sieht ist, die Amerikaner wollen, dass ich Frieden mache und bieten mir auch noch was dafür. Also sind sie schwach und glauben, dass wir den Krieg gewinnen. Weil wenn sie glauben würden, dass wir den Krieg verlieren, dann würden sie, uns einfach fertig machen und uns nicht irgendwie Angebote machen, wie nett das wird. Diese Angebote an Putin bewirken einfach das genaue Gegenteil, nämlich dass Putin bestärkt wird in seiner Meinung, dass er im Vorteil ist und gewinnen wird und deswegen einfach weitermacht. Das ist, glaube ich, so wie ich die Situation sehe. Plus, dass halt, ja, ich meine, Kuschner ist natürlich dann schon mal, abgesehen davon, dass das irgendwie Nepotismus ist, Vetternwirtschaft. Die beiden haben keinerlei offizielle Funktion, also Witkow und Kushner in der Regierung, die haben keinen Posten und es gibt eigentlich ein Gesetz in den USA, was es diesen Leuten ausdrücklich verbietet. Verhandlungen im Namen der USA zu führen. Das heißt, eigentlich haben sie eine Straftat begangen nach amerikanischem Gesetz, in dem sie dort überhaupt aufgetreten sind und irgendwie verhandelt haben. Gut, jetzt sagen wir Herrn Trump, sie verhandeln ja nicht im Namen Amerikas, sondern sie versuchen da nur zwischen Russland und der Ukraine Frieden zu stiften. Und mit Amerika hat das ja gar nichts zu tun. Das wird wahrscheinlich deren Entschuldigung sein, aber eigentlich geht das gar nicht und man sieht eben dann auch dass sie halt einfach komplett inkompetent sind was das angeht, plus was ja jetzt noch rauskam, dass ja, Don Junior jetzt seine Hochzeit von einem russischen Oligarchen hat finanzieren lassen.
Plus, das Ganze fand dann, er hatte das Ganze organisiert, das heißt, das Paar und die Gäste und so haben halt alle in Villen, und Häusern übernachtet und gelebt, die halt im Prinzip vorher vom russischen Geheimdienst präpariert worden sind. Das heißt, sie haben jetzt wahrscheinlich frische Sextapes von allen Besuchern dieser Hochzeit und, konnten halt dann ihren Kompromatkoffer ordentlich füllen mit dieser Aktion. Und so dämlich sind diese Leute.
Unglaublich. Kommen wir auf die ukrainische Innenpolitik zu sprechen. Da ist ja einiges passiert. Und zwar gab es Mitte Juli eine Regierungsumbildung in der Ukraine. Also wir haben ja immer noch die Situation, Zelensky ist der Präsident und hat damit auch quasi das Gestaltungsrecht über die Regierung, kann die Leute halt entlassen und neu benennen, wie er möchte. Während des Krieges, gibt es natürlich keine Wahlen. Das heißt, diese Situation wird jetzt bis Ende dieses Krieges voraussichtlich auch so bleiben. Ja, dann gab es ein bisschen hin und her bei verschiedenen Ministerposten. Aber was dann natürlich einschlug wie eine Bombe am 15. Juli war, dass Zelensky den Verteidigungsminister Mikhail Fedorov entlassen hat. Der war ja erst seit Januar 26 überhaupt im Amt und seitdem ist ja einiges passiert also diese es gab verschiedenste Änderungen der Strategie und auch diese gesamte, Maßnahme über die wir jetzt schon so viel gesprochen haben, also der Angriff der Logistikketten und so weiter, war ja alles sehr erfolgreich, verschiedene Offensiven die die. Russen zurückgedrängt haben. Das mag jetzt nicht alles auf seinem Mist gewachsen sein, aber er war in der Bevölkerung ausgesprochen populär mit seiner Art. Er ist halt so ein Tech-Typ, der irgendwie eher so aus dem Startup-Bereich, kommt und sehr softwareorientiert ist und glaube ich auch am Aufbau verschiedener Softwareinfrastrukturen, Brave One und so weiter aktiv beteiligt war und glaube ich auch diese Dia-App verantwortlich, bin mir jetzt gerade nicht ganz so sicher. Ja, auf jeden Fall, das war quasi so sein Leumund und er ist dann eben in dieses Amt gekommen und wurde dann aber jetzt nach einem halben Jahr von Zelensky entlassen. Und das schlug wirklich in der ukrainischen Gesellschaft ein wie eine Bombe, und ja, Selenskyj meinte. Ich weiß nicht wie sehr er sich erklärt hat, aber es wurde relativ schnell klar, dass er wohl Probleme hatte mit der Art und Weise, wie Fedorov so, in der gesamten Kommunikation des Regierungsapparates gewirkt hat. Es war jetzt nicht unbedingt eine Primäre, eine Kritik an seiner Arbeit als Verteidigungsminister per se, sondern es gab andere Gründe. Diese Nachricht schlug sozusagen da nicht auf fruchtbaren Boden und es gab dann instantan Proteste, die dann auch über mehrere Tage und Wochen anhielten, weil so die Gesellschaft so gesagt hat, sag mal, wieso entlasst ihr denn jetzt hier Federer auf, der macht doch noch so tolle Sachen und ist cool und jung und bringt hier mal frischen Wind rein. Und wenn wir überhaupt nicht leiden können und den du jetzt nicht entlassen hast, das ist ja der Sirski, der zwar jetzt relativ erfolgreich damals die. Schlacht um Kief geworden hat, die Verteidigungsschlacht und dann letzten Endes Oberbefehlshaber geworden ist, nachdem Selinski halt Saluzny entlassen hat, der damals ja auch sehr populär war, der, seitdem Botschafter in Großbritannien ist, Und Sirsky gilt aber so ein bisschen als Spröde, schlecht in der Kommunikation und vor allem in den Militärapparat herein, noch zu sehr geprägt von seiner, sowjetischen Militärerziehung. Er hat ja auch in Moskau studiert und so weiter. Es ist jetzt nicht so, dass jetzt die Leute ihm nicht getraut hätten, aber sein Style kam nicht so gut an und es gab halt auch immer viel Kritik aus der ukrainischen Armee selbst. Das ging dann irgendwie lange hin und her und Zelensky hat aber dem Druck nicht nachgegeben und Federov blieb entlassen, hat dann aber nach einer Weile, nach einer Woche. Also offensichtlich gab es auch Streit zwischen Federov und Zirsky. Ja, das war so ein bisschen auch das Ding. Also die konnten sich irgendwie überhaupt nicht leiden oder hatten zumindest große Auseinandersetzungen untereinander. Dann am 20. Juli hat sich Silski öffentlich bei Fedorov entschuldigt. Und einen Tag später wird Silski dann entlassen. Das heißt, Zelensky hat dann Silsky auch entlassen, weil das war dann auch eine Forderung der Straße. Wir wollen einfach Silsky loswerden. Allerdings hat er ihnen dann eben nicht das Geschenk gemacht und Fedorov wieder eingestellt. Da ist er also hart geblieben. Tja, dann wurde stattdessen Michaelio Drapati, neuer Oberbefehlshaber. Der Typ kam wiederum bei der Gesellschaft sehr gut an. Der ist ein Militär, der sehr bekannt geworden ist, weil er schon in der Zeit, also vor der großen Invasion. So einen Vorstoß gemacht hat, wo er irgendwie die Russen zurückgedrängt hat, indem er irgendwie selber in so einen Panzer sich gesetzt hat. Dann gibt es so ein Video, wo er über so eine Barrikade rüberballert. Mir sind die ganzen Details leider von dieser Maßnahme jetzt nicht bekannt. Er ist auf jeden Fall eine bekannte Person deswegen und gilt als sehr modern und durchsetzungsfähig und der hat also jetzt sozusagen diese Rolle des Oberbefehlshabers von Zelensky erhalten. Dann geht es so ein bisschen hin und her, was denn nun mit Fedorov ist. Zelensky hat dann versucht, die Wogen ein wenig zu glätten, indem er eben so andere Jobs in der Waffenbeschaffung und so weiter anbietet. Aber der Fedorov stellt sich quer und sagt so, nö, ich will irgendwie Verteidigungsminister werden, alles andere interessiert mich nicht. Mit dem Ergebnis, dass er irgendwie keinen Posten hat. Dann gehen diese ganzen Demonstrationen noch eine Weile so weiter und es ist immer so ein bisschen unklar. Und es warf lange Zeit halt kein besonders gutes Licht auf Zelensky, weil man halt nicht so richtig verstanden hat, was jetzt eigentlich wirklich das Problem war. Es kam schon irgendwie durch, dass jetzt da Konflikte waren und er meinte ja so, er kann so nie arbeiten. Also er muss jetzt hier irgendwie ein System haben von Leuten, die irgendwie miteinander klarkommen und er sieht halt Fedorov an der Stelle einfach als ein Problem. Und das Ganze nimmt dann, achso dann kommt dann aber erstmal sein Nachfolger ins Amt, dieser Chamara heißt der, der ist also jetzt der neue Verteidigungsminister. Und in der. Nacht davor veröffentlicht Fedorov ein Video, wo er dann fordert, also er spricht von einer systemischen Regierungskrise und er fordert, in diesem Video Wahlen durchzuführen. Und stellt sich selbst in gewisser Hinsicht, ich weiß nicht, ob er das so explizit sagt oder, implizit das so wahrgenommen wird, als so potenzieller Kandidat für Wahlen, sprich für die Präsidentschaft der Ukraine sozusagen hin. Und das kommt mal so überhaupt nicht gut an. Die Proteste, die viel kleiner geworden sind, aber die es ja immer noch gab für ihn, waren quasi von heute auf morgen damit beendet. Weil in der Ukraine, also bei aller Kritik, die die Leute an Zelensky haben, niemand kritisiert die Entscheidung, dass man hier mit der Verfassung geht. Ja, also sozusagen die Verfassung beachtet. Und, eine Wahl während des Krieges einfach unvorstellbar ist. Wie soll das gehen? Wie sollen die Soldaten wählen? Wie sollen Vertriebene wählen? Wie sollen die Leute wählen, die ins Ausland gegangen sind? Das ist wahrscheinlich noch am ehesten zu machen, trotzdem eine logistische Herausforderung. Aber wir wissen auch, was passieren würde, wenn es Wahllokale gibt. Russland würde alle diese Wahllokale angreifen. Also es ist vollkommen unvorstellbar, dass Wahlen durchgeführt werden können und dann kommt Fedorov und überschätzt sich offensichtlich auch in seiner, Wirkung und ich würde auch sagen in seiner Bedeutung und gräbt sich damit eigentlich so sein Grab und seitdem ist eigentlich die Diskussion um Fedorov beendet und dementsprechend sitzt dann auch Zelensky wieder sicherer im Sattel.
Also es wurde dann relativ schnell klar, dass Fedorov einfach politisch kein Gespür hat in, mehreren Dingen. Und was ich ihm dann halt auch noch übel genommen habe, war, er kritisierte dann, dass zu wenig Flugabwehrwaffen. Da sind, was aber alles während seiner Amtszeit passiert ist. Also er war dafür verantwortlich und tut jetzt auf einmal so, als hätte er damit gar nichts zu tun, als wäre das alles irgendwie dann Selenskis Schuld. Und ja, da war er für mich dann auch unseriös. Und das stellt natürlich jetzt auch, ich sage mal, seine guten Verbindungen, zu Elon Musk natürlich wirft ein etwas anderes Licht, auf das Ganze oder hilft es vielleicht auch, das so ein bisschen zu erhellen, dass er im Grunde genommen ja auch ein bisschen Tech-Pro, eigentlich ist und sich dann auch von, keine Ahnung, von Musk hat vereinnahmen lassen. Hat er jetzt nicht einen Job auch in den USA angenommen? War da nicht irgendwas? Ist er jetzt nicht irgendwie bei einer amerikanischen Rüstungsfirma oder so?
Ja, also meine These ist, dass er auch zwar in Teilen eine sehr, sehr gute Arbeit gemacht hat, dass er aber wahrscheinlich auch bestimmte Dinge vernachlässigt hat. Das war dann wiederum auch Kritik von Sierski und ich glaube, da war, bestimmt auch was dran, dass er, sich halt fokussiert auf bestimmte Innovationen, und so kann ich mir vorstellen, dass so normaler Tageskram wie Artillerie, und Benzin und so waren dann halt weniger interessant, da hat er sich dann glaube ich weniger drum gekümmert und was dann zu Kritik, vermutlich berechtigter Kritik geführt hat. Aber er war eben, ja.
Ja, interessant ist, fand ich, es sind jetzt wieder mehr Flamingos, also Firepoint FP5 zum Einsatz, gekommen mit, sagen wir mal, gemischten Ergebnissen. Also es werden halt eine Menge davon unterwegs einfach auch abgeschossen. Das ist ein bisschen ein Problem, wobei es eben eine Reihe von Erfolgen auch gab. Und es kam jetzt das Gerücht auf, dass halt jetzt die große Flamingo-Welle kommt. Aber ich denke nicht und ein Grund dafür ist, dass die Flamingo zehnmal so teuer ist wie eine FP1. Das heißt, du kannst für eine Flamingo so einfach zehn FP1- oder FP2-Drohnen, kaufen und hast damit einfach eine wesentlich größere Trefferwahrscheinlichkeit.
Ja, du hast die 10-fache Sprengkraft, ja, richtig. Und gleichzeitig aber diese Fire FP1 haben auch einen relativ niedrigen Radarquerschnitt. Die sind zwar nicht offiziell Stealth, aber die sind halt ganz, ganz schwierig auch nur zu orten. Also im Vergleich jetzt zu so einer fetten Flamingo, die... Ja, einfach es schwieriger hat, so durchzukommen und eben zehnmal teurer ist. Deswegen überlegt man sich da dann schon sehr gut. Also Flamingos setzt man nur dann ein, wenn FP1 oder FP2 nicht reichen. Sprich, Flamingo werden dort eingesetzt, wo es nicht, genügend entflammbares oder explosives Material am Ziel gibt, wie bei einer Raffinerie oder bei einem Warehouse oder bei einem Flugzeug oder so.
Darum geht, auch wirklich maximale Zerstörung zu machen. Also die FP5, die Flamingos, die kamen jetzt sehr erfolgreich, das haben wir jetzt noch nicht erwähnt, aber das war sozusagen Teil dieser ganzen Deep Strike Kampagne. Wir haben also zahlreiche Fabriken angegriffen, also Waffenfabriken angegriffen oder Hersteller von Sprengstoff, Hersteller von Schmierstoffen, Hersteller von allen möglichen Zulieferern und, was man in dem Moment auch noch auffällt, was wir noch gar nicht erwähnt haben, du hast ja kurz schon gesagt, so ja, die Russen versuchen ja irgendwie auch eine Alternative zu Starlink aufzubauen und benutzen jetzt Mesh-Networks mit Drohnen. Sie versuchen ja auch ein Starlink-artiges Satellitennetz aufzubauen, hatten neulich einen misslungenen Start. Wo die zwar abgesetzt wurden, aber nicht in den richtigen Orbit und ich glaube, die sind irgendwie durch. Und was jetzt mit den Flamingos unter anderem auch angegriffen wurde, ist der Produktionsort der Soyuz-Raketen. Das ist ein bisschen unklar, was dabei rausgekommen ist. Aber es kann sehr gut sein, dass die Ukraine dem Raumfahrtprogramm Russlands da einen heftigen Schlag, verliehen hat, weil damit will sozusagen nicht nur der Aufbau dieses Netzwerks, sondern im Prinzip die komplette russische Raumfahrtindustrie tief getroffen. Ist noch ein bisschen unklar, wie weit das geht, werden wir sehen, wie viele Starts es demnächst gibt, aber das sind sozusagen die Ziele, die man mit Flamingo gut erreicht. Angriffe auf ein Lagerwerk, auf ein Elektronik- und Chemiewerk, Schleudersitzhersteller, genau dann RASVET ist der Name von diesem Starlink Pendant, was sie gerade, planen. Das war in Samara RKZ Progress heißt das Unternehmen. Dann Feststoff, Treibstofffabrik, Bruton-Peril macht Raketentriebwerke, Raketentreibstoff, also Chemiewerke. Also das ist sozusagen das, wo wirklich jetzt das fette Gerät zum Einsatz kommt.
Ja, also zu dem Rossjet vielleicht noch kurz, was da passiert ist, also wie die Russen das machen, ist, dass sie diese Satelliten hochschicken auf, knapp, weiß nicht, um die 300 Kilometer Höhe Umlaufbahn. Und dann die Satelliten selbst mit Hilfe von Ionentriebwerken auf eigentlich 550 Kilometer Höhe, sich über mehrere Monate hinweg dann ihre Umlaufbahn vergrößern, weil die haben sehr wenig Schub, das sind halt Edelgase, die dann mit Hilfe von Strom elektrisch beschleunigt werden und dann, ja. Und dabei stellte sich halt raus, dass jetzt der letzte Batch, der hochgeschickt wurde, es jetzt nicht auf die 550 Kilometer geschafft hat, sondern irgendwie zwei Satelliten sind überhaupt nicht, glaube ich, komplett ausgefallen. Und der Rest ist jetzt dann mehr oder weniger hängen geblieben auf unterschiedlichen Höhen, so zwischen 300 und ich glaube, keiner der Satelliten hat es geschafft, auf die volle Höhe zu kommen. Also mit anderen Worten, denen ist irgendwie der Sprit ausgegangen oder das Ionentriebwerk ausgefallen. Das heißt, die sind jetzt in einem niedrigeren Orbit, was sie jetzt nicht funktionslos macht, aber eben dadurch, dass sie dann schneller fliegen. Sind sie dann nur schwieriger, also nur für kürzere Zeit über dir. Und ja, aber nichtsdestotrotz, man geht davon aus, dass die Russen mit dem, was sie jetzt oben haben, so ein bis zwei Stunden Konnektivität pro Tag über der Ukraine herstellen können für ihr Militär. Und ja, also es läuft halt auch nicht ideal jetzt kein Totalausfall aber eben mühsam so, mühsam ja, Genau, das war das eine zum Thema Waffen. Ja, wir warten natürlich alle nach wie vor noch auf FP7, und FP9, die ballistischen Raketen, die die Ukraine entwickelt. Wir werden mal sehen, was dabei rauskommen wird.
Da gibt es wohl irgendwie von den 20 Projekten, die da laufen, gerade scheinen wohl zwei ganz vielversprechend zu sein. Dann noch erwähnenswert, die Ukraine hat auch diverse Programme, um eigene Gleitbomben-Kits und Gleitbomben herzustellen. Und da sind jetzt die Ersten auch, laufen jetzt auch. Ich meine, die Ukraine hat zwar auch Gleitbomben und Kits verfolgt. Aus westlicher Produktion, aber sie produzieren eben jetzt auch eigene, was halt ja auch bedeutend ist. Und das Interessante ist, weil das wusste ich halt auch nicht. Es gibt da, also diese Gleitbomben-Kits ist das, was ich immer nur so vor Augen hatte in erster Linie. Also im Prinzip Dinge, die an eine Bombe, an eine konventionelle Bombe drangebaut werden, dann Flügel ausklappen und dann 50 Kilometer ins Ziel segeln. Es gibt aber, diese einfachsten Dinger kosten so 20.000 ungefähr pro Kit. Die haben da ein bisschen Elektronik drauf, Navigation und können halt steuern. Und ja aber Reichweite, weiß ich nicht, Bis zu 50 Kilometern haben diese Dinger oder je nach Höhe und Geschwindigkeit natürlich, aus der du die abwirfst. Aber es gibt dann auch entweder Kits, die auch ein zusätzliches Antrieb haben. Das heißt, du hast da noch ein Jet-Triebwerk angebaut, das die Bombe beschleunigt und die Reichweite verlängert dann auf bis zu 100 Kilometern. Und es gibt Gleitbomben, die speziell als Bombe gebaut wurden, um zu gleiten, die man jetzt nicht umschnallt an billige Bomben. Sondern tatsächlich integrierte Dinger, die alles schon drin haben, inklusive eben dem Sprengkopf, was dann ein bisschen größeren Sprengkopf erlaubt, weil diese Bomben, die, konventionellen, da ist halt irgendwie noch, die sind schwer, da ist die Hälfte des Gewichtes auf der Stahlmantel und du kannst das halt günstiger machen, also leichter machen. Und dann auch Jet-Triebwerke oder Raketen gibt es auch und dann noch mit Radar und Infrarot und visuellen Suchköpfen. Also im Grunde genommen gibt es Gleitbomben, die sind fast praktisch kaum von Cruise Missiles zu unterscheiden. Oder geht es dann bis 300.000 Euro oder Dollar pro Gleitbombe hoch? Also das fand ich noch so interessant, weil das wusste ich nicht. Und die Ukraine baut jetzt irgendwie sowohl eigene Gleitbomben als auch Gleitbomben-Kits.
Ja, also da ist auf jeden Fall nach wie vor eine Menge los in der Innovation in dem Bereich. Ich habe auch gehört, dass diese Gleitbomben-Kids der Ukraine sich insofern von den russischen unterscheiden, ich weiß gar nicht, haben wir das nicht letztes Mal schon erzählt, dass sie wohl früher einsetzen. Das heißt, wenn die Bombe abgeworfen wird, können die mehr oder weniger sofort anfangen zu gleiten. Die klassischen Gleitbomben-Kids, so wie die Russen sie einsetzen, verlieren wohl zunächst einmal noch sehr viel an, Höhe, bevor die dann eben wirklich diesen eigentlichen Reichweitengewinn haben, sodass man eben bei gleicher Abwurfhöhe dann nochmal sehr viel weiter fliegen kann.
Okay, ich denke, dabei können wir es dann auch erstmal belassen. Wir wollten eigentlich noch so ein bisschen was zum Iran-Konflikt sagen. Das machen wir vielleicht nochmal in einer separaten Sendung. Mal schauen. Und es ist auf jeden Fall so, dass das alles erhebliche Auswirkungen hat auf den Ukraine-Konflikt. Nicht nur jetzt, weil Patriot-Raketen fehlen, sondern weil Trump behauptet, der hohe Spritpreis weltweit ist. Das läge ja jetzt alles daran, weil die Ukraine irgendwie den Diesel in Russland da beschießt. Das tun sie schon lange, das hatte noch nie eine Auswirkung auf den Preis. Das ist natürlich alles Unsinn. Aber das ist jetzt ein bisschen zu viel für diese eine Sendung. Wir haben jetzt auch irgendwie fast die drei Stunden voll. Insofern würde ich sagen, machen wir es jetzt hier rund. Wenn ihr bis hierhin durchgehört habt, dann sagen wir vielen Dank dafür. Hinterlasst uns gerne einen Kommentar, wie es euch gefallen hat. Das sagen wir, weil es uns interessiert. Nicht, weil irgendein Algorithmus uns dann pusht. Das ist bei uns nicht der Fall. Wir verfolgen weiterhin dieses Thema und hoffen, dass ihr uns gewogen bleibt.