UKW
Unsere kleine Welt. Euer Wegbegleiter bei internationalen Krisen.
https://ukw.fm


UKW145 Ukraine: Auslaufmodell Militärparade

Der Krieg in der Ukraine erreicht einen Wendepunkt und Russlands Probleme steigen spürbar an

In den letzten Monaten ist es der Ukrainischen Armee gelungen, den Russen den Schneid abzukaufen und mit ihren neuartigen und in großer Stückzahl produzierten Drohnen eine taktische und strategische Erfolge zu erzielen. In der Summe wurde damit die Offensive der Russen der letzten 18 Monate gestoppt und zusätzlich nehmen die Angriffe auf das Hinterland der Front sowie auf russische Öl- und Militärindustrie stark zu. Damit erleidet Russland signifikante Einschnitte bei den Einnahmen und bekommt zusehend Probleme, den Krieg zu finanzieren während die russische Wirtschaft leidet.

https://ukw.fm/ukw145-ukraine-auslaufmodell-militaerparade/
Veröffentlicht am: 2. Juni 2026
Dauer: 00:00


Kapitel

  1. Intro 00:00:00.000
  2. Begrüßung 00:00:33.290
  3. Irankrieg 00:02:36.291
  4. Überblick über das Kriegsgeschehen 00:41:03.759
  5. Angriff auf die Ölinfrastruktur 00:53:02.831
  6. Kontrolle der Transportrouten 01:12:41.615
  7. Angriffe auf Flughäfen und Militärbasen 01:21:59.336
  8. Seekrieg und Sanktionen 01:24:19.295
  9. Russische Luftfahrt 01:27:15.820
  10. Russische Verluste 01:28:04.107
  11. Militärtechnik 01:30:32.878
  12. Milblogger in Panik 01:49:34.272
  13. Putins Paranoia 01:55:56.721
  14. Putins Parade 02:04:52.173
  15. Russische Wirtschaft und Gesellschaft 02:12:58.009
  16. Umsturz in Ungarn 02:26:10.362
  17. Ukraine macht sich neue Freunde 02:41:28.243
  18. USA und NATO 02:46:52.226
  19. Ausblick 03:10:03.351
  20. Ausklang 03:28:29.447

Transkript

Tim Pritlove
0:00:33
Pavel Mayer
0:01:07
Tim Pritlove
0:01:09
Pavel Mayer
0:01:49
Tim Pritlove
0:02:20

Wir sollten da mal hingehen, Pavel, zusammen. Ja, genau. Aber heute wollen wir jetzt erstmal ein bisschen die Geschichtsschreibung hier fortführen. Und wir knüpfen ein wenig an unsere letzte Sendung an. Bevor wir das tun, wollten wir aber nochmal einen kurzen Blick auf das Geschehen im Iran werfen. Wollen wir jetzt nicht so im Detail drüber gehen, ihr werdet das ja alle mehr oder weniger mitbekommen haben, dass eigentlich nichts passiert. Also es passieren natürlich am laufenden Meter Dinge und ich meine, als wir das letzte Mal drüber berichtet haben, war dieser ganze Konflikt erst so zwei, drei Wochen alt. Und ja, da haben wir schon ein wenig die Position eingenommen, dass das nicht so einfach werden wird für die USA, weil der Iran die USA so ein bisschen bei den Eiern hat durch die Besetzung der Straße von Hormuz und jetzt sind schon Monate vergangen. Habe ich überhaupt zum Datum gesagt? Wir nehmen auf am 1. Juni, Also wir blicken jetzt quasi auf den April und den Mai und noch so einen halben März zurück und in diesen zweieinhalb Monaten ist eigentlich nicht wirklich irgendwas vorangegangen. Also es gab diverse... Scheinverhandlungen würde ich das mal nennen, in irgendeiner Form vermittelt immer durch Pakistan, da kam aber nie so richtig was bei raus, da ist dann irgendwie J.D. Vance mit Bagage angereist und dann sind sie nach einem Tag schon wieder abgereist und es geht die ganze Zeit hin und her und wie das eben so ist mit Trump, es wird einfach im Wesentlichen so alles nur über soziale Medien geführt, Dann werden immer irgendwelche Maßnahmen angekündigt, die dann so nicht stattfinden, womit sich wieder alle Hoffnungen machen und die Aktienmärkte reagieren und die Prediction-Märkte reagieren und dann stellt sich dann später immer raus, dass irgendjemand ganz viel Geld damit verdient hat, dadurch, dass diese Ankündigung da etwas bewegt hat. Da kann man mal drüber mutmaßen, wer davon wohl so profitieren mag. Auf jeden Fall ist es ein ewiges Hin und Her. Die Straße von Hormuz ist de facto immer noch blockiert. Die USA hat ihre eigene Blockade nachgeschoben, um sozusagen die vom Iran durchgelassenen Irantanker dann noch abzufangen. Was, wenn ich das richtig sehe, nur so begrenzt funktioniert. Die Situation für die Golfstaaten wird nicht besser und spitzt sich teilweise zu. Und da es halt auch immer mal wieder ein Aufflammen von Angriffen gibt. Durch so Maßnahmen, dass die USA dann mal versuchen irgendwie durchzubrechen und dann gibt es aber wieder irgendwelche Gegenschläge und ja, das bedeutet einfach, dass in zunehmendem Maße die Infrastruktur dort leidet, entweder weil sie nicht mehr gepflegt werden kann oder weil sie aktiv durch Angriffe zerstört wird. Zum Beispiel ist im Iran, durch den Iran wurde schon ein signifikanter Teil, ich habe so 17% gehört der LNG, also Liquid Natural Gas Infrastruktur in Katar zerstört worden. Es gab ja auch diverse Angriffe auf Entsalzungsanlagen etc. Und das sind halt alles so die Lifelines für die Golfstaaten. Und die Welt kriegt halt nach wie vor keinen Nachschub. Also es mögen ein paar Öltanker nach China noch durchkommen. Aber im Wesentlichen ist Asien stark unterversorgt. Das hat in manchen Ländern auch schon erhebliche Auswirkungen. Also vor allem die, die nicht China sind. Weil es gibt kein Öl, es gibt kein Gas, es gibt kein frisches Helium, es gibt keinen Dünger, es gibt keinen Schwefel für die chemische Industrie. Und ja, das wird nicht mehr lange dauern, denke ich. Und die Auswirkungen werden dann auch irgendwann mal in Europa zu spüren sein.

Pavel Mayer
0:06:32

Ja, ich meine, es gab zwischenzeitlich ja, es gab unglaublich viel Drama. Gerade was so Trump natürlich angeht, Also es wurde erst mal fünf Wochen lang, wie wir das in etwa auch vorhergesagt hatten, wurde halt bombardiert von USA und Israel. So das war das Ding. Und dann gab es halt dieses immer wieder Waffenstillstand hin und her. Waffenstillstand, ja, nein. Nein, dann war irgendwann das Drama, dass dann Trump sagte, ja, NATO kommt zur Hilfe und dann haben ihm aber die gesamten europäischen NATO-Staaten erstmal den Finger gezeigt, so nach dem Motto, was willst du eigentlich? NATO ist ein defensives Bündnis und du hast uns vorher auch gar nicht gefragt. Das war dann viel hin und her und dann meinte Trump, ja, das war nur ein Bluff, ich brauche euch ja gar nicht, das war jetzt nur ein Trick, um rauszukriegen, wie ihr denn so drauf seid. Und naja, also das war jedenfalls ein unglaubliches Hin und Her, bis es dann eben zu diesem Slow-Fire kam und dann Trump mehrfach auch gedroht hat mit einer kompletten Vernichtung Irans. Also dann dort sozusagen Iran in die Steinzeit zurückbomben wollte und dann dachte ich, na gut, dann schiebe ich das jetzt nochmal um ein paar Tage auf, das Bomben und ein absolutes Hin und Her, was dann irgendwie in diesem Ceasefire oder eher auch, manche haben es eher Slowfire dann genannt, weil es ja erstmal lange weiter ging. Und natürlich Israel in dem Ganzen auch noch massiv rumgemischt hat und dann eben Libanon. Ja, für ziemlich viel Verwüstung gesorgt hat, aber gleichzeitig dann auch das erste Mal mit Fiber-Optik-Drones auch an dieser Stelle konfrontiert wurde. Genauso wie die Amerikaner dann plötzlich feststellen mussten, dass neue Waffen und Waffensysteme da sind, mit denen sie halt nicht so gut klarkommen. Und die Amerikaner eben jede Menge teure Stand-off-Munition verschossen haben. Also erst mal eben Tomahawk-Missiles, aber auch Mengen an Abwehrraketen und so. Also da sind für wahrscheinlich, ja... Fünf bis zehn Milliarden US-Dollar alleine Munition ist dort verschossen. Es waren sowohl offensiv als auch defensiv Munition. Und die USA hat erhebliche Verluste auch an Luftfahrzeugen und Infrastruktur in Militärbasen und so schwer beschädigt. Und insbesondere, was ich bemerkenswert fand, wo halt wenig drüber geredet wird, ist. Wie viele von den teuren amerikanischen MQ-9 Reaper Drones und anderen super teuren Drohnen abgeschossen wurden. Also es sind jetzt wahrscheinlich irgendwo in der Größenordnung von 40 Drohnen und die Dinger kosten so Stückpreis 30 Millionen. Also es ist schon Größenordnung, also da kriegst du auch schon gebrauchte F-16 ganz gut für oder auch ein Drittel des Preises von einer F-35 Kampfflugzeug. Aber manche dieser Drohnen waren halt auch mit superteurem Kram ausgestattet und kosten wohl bis zu 400 Millionen. Also ein oder zwei von diesen superteuren Drohnen wurden dann auch abgeschossen. Und ich fand das halt sehr bemerkenswert, ja, wie wenig überlebensfähig diese Drohnen dann offensichtlich sind. Klar, die nutzen die dann natürlich auch mit wesentlich höherem Risiko, aber im Vergleich zu Kampfflugzeugen und so, ja, werden diese Drohnen in Massen runtergeholt. Du hast natürlich dann auch quasi dagegen gespricht, dass die Luftabwehr des Iran ausgeschaltet wurde. Und das galt halt dann immer nur temporär und für bestimmte Zonen, wo man dann reingeflogen ist, aber so umfassend, wie das den Anschein machte, dass die Kontrolle des Luftraums durch die, oder ja, Luftherrschaft, ja, aber nicht wirklich. Also nicht diese 100 Prozent, von denen immer die Rede war, sondern, Zu bestimmten Zeiten unter bestimmten Bedingungen konnte man die Luftabwehr unterdrücken. Aber es ist nicht so, dass im Moment amerikanische Luftfahrzeuge über dem Iran einfach gefahrlos spazieren, fliegen können. Das ist definitiv nicht der Fall.

Tim Pritlove
0:12:36

Ja.

Pavel Mayer
0:12:38
Tim Pritlove
0:14:24

Genau und überher musste er lernen, dass er mit einigen nicht so durchkommt. Also er war ja irgendwie total hyped von dieser Aktion in Venezuela und das hat wohl dann maßlos dazu beigetragen, dass er also die Herausforderungen, die jetzt ein Iran an ihn stellt, total unterschätzt hat und sich da eben von Netanjahu hat quasi überreden lassen, in so ein Abenteuer reinzugehen. Und jetzt haben sie halt echte Schwierigkeiten, das auch in der Öffentlichkeit in irgendeiner Form positiv darzustellen, weil es wird kein gutes Ende nehmen. Jetzt ist es halt so, dass die Situation schlimmer ist als vorher. Also vorher war der Iran, gar keine Frage, eine Bedrohung der Sicherheit, aber mittlerweile ist halt nicht nur der komplette Welthandel mit dem Golf zum Erliegen gekommen. Nein, wir haben jetzt auch noch das Problem, dass mehrere Golfstaaten eigentlich ihrer Lebensgrundlage entzogen werden, weil einfach ihr gesamtes Gesellschaftsmodell selbst hier nicht nur auf dem Prüfstand steht, sondern eigentlich leidet. Also wer es sich leisten kann, dürfte diese Regionen schon weitgehend verlassen haben. Also Leute, die da in irgendeiner Form aktiv waren und die jetzt quasi täglich damit rechnen müssen, dass wieder Kämpfe ausbrechen und die jetzt nicht unbedingt auf diese Gegend angewiesen sind. Die werden sich anders orientieren, Touristen ohnehin. Und damit hat Trump halt auch das Selbstverständnis und das Gesellschaftskonzept dieser Länder stark bedroht. Ja und wie geht es da jetzt weiter, wissen wir nicht. Also im Prinzip geht es immer hin und her, es wird immer irgendwas angekündigt und irgendwas in Aussicht gestellt, aber Trump hatte einfach kein Drohmittel mehr. Weil nochmal so all in zu gehen, ist halt erstmal nicht bezahlbar, aus den schon genannten Gründen. Also allein das, was es jetzt schon gekostet hat, ist vollkommen unklar, ob diese Mittel überhaupt noch zu holen sind. Man bräuchte sie eben auch dringend, um überhaupt erstmal das Arsenal wieder aufzufüllen, was halt jetzt bedrohlich reduziert ist. Also diese permanente Wehrhaftigkeit an allen Fronten der USA, die ist halt nicht gegeben. Einen Flugzeugträger musste man jetzt auch endlich mal wieder nach Hause schicken, weil die jetzt irgendwie schon seit einem anderthalb Jahr durchgehend auf den Weltmeeren rumeiern. Und solange hält so ein Flugzeugträger das nicht aus, da gingen dann irgendwie die Klos nicht mehr. Und das ist aber mal jetzt nicht unbedingt so der Zustand.

Pavel Mayer
0:17:06
Tim Pritlove
0:17:25

Kein Spaß auf jeden Fall. Und naja, das heißt, dieses Selbstverständnis der Amerikaner, dass sie quasi in der Lage sind, jederzeit überall mit Übermacht einzufallen, ihren Willen durchzusetzen und mehr oder weniger unlimitierte Ressourcen zu haben, das bröckelt halt jetzt einfach extrem. Und du hast es ja auch schon angesprochen, sehr viele ihrer Systeme konnten abgeschossen werden. Sie haben jetzt nicht so die hohen personellen Verluste, bei so einem Distanzkrieg auch nicht sehr überraschend, aber es sind halt fast alle ihre Militärbasen im Golf, mussten sie zurücklassen, weil sie die nicht ordentlich verteidigen konnten gegen einen Drohnenkrieg, gegen den sie nicht gewappnet sind. Und lustigerweise ist halt das einzige Land, was wirklich da eine Lösung anbieten kann, die Ukraine. Wo Trump natürlich sich nicht zu schade war, da öffentlich immer wieder zu behaupten, man bräuchte das ja nicht, aber unter der Hand sind natürlich da jetzt schon Deals eingeführt worden, weil natürlich das Militär gesagt hat, Leute, ich bin nicht mehr. Das explodiert uns alles hier unterm Arsch, wenn wir nicht von der Ukraine Interceptor-Drohnen hier installieren und UAE und Saudi-Arabien, Bahrain. Katar, diese jetzt so hochgradig getroffenen und betroffenen Länder und Kuwait, die haben halt jetzt alle Verträge mit der Ukraine abgeschlossen, beziehungsweise dort sogar direkt in die Militärindustrie rein investiert. Geld haben sie ja noch eine ganze Menge und das hilft natürlich jetzt der Ukraine doppelt, weil sie natürlich auf der einen Seite Kohle bekommen für die Weiterentwicklung ihrer Technologie, wo sie ja sowieso schon sehr schnell dabei sind, aber vor allem auch dieser ganze Mythos mit die Ukraine hat ja nichts. Ja, das weicht jetzt doch stark auf und dann werden wir jetzt auch gleich nochmal im Kontext des eigentlichen Ukraine-Kriegs nochmal drüber reden, aber das ist jetzt einfach mal ganz anders. Jetzt steht die Ukraine da und allen Militärs der Welt ist jetzt klar geworden oder sollte jetzt klar geworden sein, dass erstens der Krieg, der moderne Krieg sich jetzt geändert hat durch diesen Krieg in der Ukraine, dass auch die ganze NATO und alle modernen Armeen vielleicht mal mit Ausnahme von China darauf nicht vorbereitet sind, Dass sie nicht die richtigen Waffentechniken haben, dass sie nicht die richtigen Strategien und Ausbildungen haben. Wir hatten ja auch in einer der letzten Sendungen mal über dieses Manöver berichtet, wo dann so eine kleine Drohnengruppe von Ukrainern dabei war in so einem simulierten Scharmützel und quasi allen NATO-Truppen dann mit ein paar Leuten das Material unter dem Arsch weggebombt hat. Und ja, das führt natürlich auch dazu, dass die Ukraine anders gesehen wird von der Welt, also zumindest von dieser Regierungswelt und das ist sicherlich nicht zum Nachteil.

Pavel Mayer
0:20:28

Es gab jetzt noch eine zweite Militärübung dieser Art. Das zum einen und dann zu dem, ja, ich glaube, mindestens mit zehn Staaten hat die Ukraine jetzt irgendwelche Drohnendeals geschlossen. Mit der USA wohl ist der große Drohnendeal immer noch nicht unter Dach und Fach, habe ich irgendwie gestern gehört. Also Selenskyj schrieb davon irgendwie, dass er gerne irgendwie diesen Deal schließen kann, aber es gibt da wohl irgendwelche, ich vermute mal, dass die USA ja irgendwie gerne alles haben möchte für umsonst. Und exklusiv wahrscheinlich. Und ich vermute mal, dass es da irgendwo, also ja, es gibt jedenfalls noch Unstimmigkeiten, vielleicht auch, weil Trump irgendwie oder, weil es da irgendwo gegen Feuer gibt. Ich weiß es nicht, ist halt ein bisschen unklar. Was die Golfstaaten noch angeht. Und speziell Saudi-Arabien gab es da ein Ereignis, das erwähnenswert ist. Und zwar hat Trump den saudischen Kronprinzen Bin Salman halt massiv beleidigt. So auf wo er dann auf einer Konferenz irgendwie dann behauptet hat, ich, He didn't think he'd be kissing my ass über Salman gesagt. Und Salman hat Leute schon für weniger umbringen lassen. Und das kam wohl gar nicht gut an. Und es gab dann wohl auch gewisse Reaktionen. Über die aber gar nicht so richtig berichtet wurde, dass ja nämlich dann gewisse Investitionen, die dann in den USA geplant waren, dann abgesagt hat, aber mit der Begründung wegen zu geringer Einnahmen, also hat das sozusagen mit wirtschaftlichen Problemen begründet, warum jetzt die Investitionen nicht kommen. Aber das kam halt dann sehr zeitnah in der Woche, nachdem Trump quasi diese Beleidigung losgelassen hat. Und irgendwelche Waffendeals standen dann plötzlich auf der Kippe. Aber so ein bisschen unklar, gut, wahrscheinlich will oder kann, soll man sich nicht leisten, jetzt einen offenen Bruch mit der USA. Aber mein Gefühl ist, dass er am liebsten eigentlich sich ganz woanders hin orientieren wollen würde, wenn er denn könnte. Und ja, also da bin ich gespannt, wohin das jetzt gehen wird mit Saudi-Arabien und in den. Die Emiraten sind dann auch, glaube ich, erstmals Israelis, haben dann bei der Luftabwehr geholfen, glaube ich. Das war auch nochmal so ein spezielles Ding. Und ja, aber im Moment scheint es völlig unklar zu sein, wer eigentlich was will und wohin sich das orientiert. Aber mehr und mehr Länder auch arrangieren sich jetzt bereits mit dem Iran, was so Passage und Durchfahrt angeht. Und das sieht schon ein bisschen so aus, dass es halt jetzt erst mal darauf hinausläuft, dass wenn es zu irgendeiner Einigung kommt, dass der Iran von irgendwo Geld verlangen wird. Und haben wir auch schon entweder für die Reparationen, entweder Reparationen von den USA, was ich schon ziemlich ausgeschlossen halte, dass man jetzt sagt, naja, okay, wir haben euch jetzt alles zerbombt, wir bezahlen euch jetzt den Wiederaufbau. Sondern für Trump und die USA wäre es dann unter rein transaktionell finanziellen Gesichtspunkten viel billiger, wenn welche Nationen auch immer, also die Asiaten, die da durchfahren sollen, sondern Reparationen quasi an den Iran-Zahlen in Form von Straight-of-Hormuz. Toll kann ich mir vorstellen, dass Trump damit sehr gut leben könnte, jetzt von der finanziellen Seite her. Aber ja, der Rest der Welt ist damit dann überhaupt nicht einverstanden, dass die USA dort dann was zerbomben und sie dann quasi den Wiederaufbau bezahlen sollen. Also, das wird interessant. So Expertenmeinung ist auch, dass um so einen Waffenstillstandsstil oder vielleicht noch mit oder ohne Atomfragen normalerweise mindestens, wenn man wirklich knallhart verhandelt mit guten Profis und so. Sechs bis zwölf Monate ungefähr ist so die typische Zeit, die man braucht, die Profis mindestens brauchen, um die Details zu klären, damit das auch dann umsetzbar ist. Also welche Kontrollmechanismen, welche Überwachungsmechanismen, welche Sanktionsmechanismen und, und, und. Also es ist halt schon ein komplexer internationaler Vertrag oder wenn irgendwelche Rüstungskontrollen mit drin sind. Ja, also und in dem Fall haben wir es aber offenbar nicht wirklich mit Profis zu tun, die da auf Seiten der USA verhandeln in dem Bereich, sondern die halt elementare Verständnisprobleme haben. Ich meine, sie lernen so langsam, glaube ich, dazu. Und es gibt auch Leute, die sich da auskennen natürlich in den USA. Aber die haben sie anfangs, so saßen sie nur, wurden die entweder gar nicht mitgenommen oder saßen nicht wirklich mit am Tisch oder durften nicht reden.

Tim Pritlove
0:28:11
Pavel Mayer
0:28:18

Was die USA da abziehen und dieser Witkow und ja, die haben halt auch erstmal nicht verstanden ähm, Was so den Atomdeal angeht, also das Thema Anreicherung beispielsweise, so Trump dann immer, ja, nee. Und Anreicherung war dann immer gleich, ja, wenn sie anreichern können, dann können sie auch Bomben bauen und dann werden sie auch Bomben bauen. Und wenn sie Bomben haben, dann werden sie Israel zerstört. Das war irgendwie diese ganze Kette, so vier Schritte, die dann passieren, zwangsläufig. Und deswegen darf Iran halt nicht anreichern. Der Punkt ist nämlich erstmal nur mit, von der Anreicherung her, der ursprüngliche Deal war, dass sie eben auch nur auf einen, also der Obama-Deal, wie es so schön heißt, mit Iran, war halt, dass sie irgendwie bis zweieinhalb oder drei Prozent anreichern dürfen und das dann in ihren Atomkraftwerken, ihre Atomkraftwerke damit zu betreiben. Und ja, und davon wird Iran, wird definitiv nicht dahinter zurücktreten. Sie haben auch das Recht dazu, im Übrigen, laut Atomwaffen, Sperrvertrag und so. Mittlerweile sollten sie... Jetzt ein bisschen besser Bescheid wissen, so die amerikanische Delegation, denke ich mal, wenn sie jetzt da Stunden und Tage und Wochen lang drüber geredet haben, werden sie, glaube ich, langsam begriffen haben, dort auch der Witkow und so, werden jetzt wahrscheinlich schon tiefer im Problem drinstecken und das verstehen. Das Problem ist nur, was offenbar mehrfach jetzt passiert ist, sie haben sich geeinigt irgendwie in den Gesprächen, hatte man sich auf irgendwas verständigt, dann ist die amerikanische Delegation zurückgekommen und Trump hat gesagt, kommt überhaupt nicht in Frage. Ja, so und so ging das halt permanent hin und her und dann hat Trump wieder irgendwie behauptet, ja wir haben uns auf das und das geeinigt und dann der Iran hat gesagt, das stimmt alles überhaupt nicht, wir haben uns auf gar nichts geeinigt und ja, so geht das halt hin und her. Ich meine, zeitweise haben ja beide Seiten sogar unterschiedliche Angaben darüber gemacht, ob überhaupt verhandelt wird. Die Amerikaner meinten, wir verhandeln. Iran meint, es gibt keine Verhandlungen. Und dann wurde die USA gefragt, mit wem sie denn da verhandeln würden. Ja, wissen wir jetzt auch nicht so genau, mit wem wir da jetzt gerade verhandeln. Aber es scheinen die richtigen Leute zu sein, mit denen wir da verhandeln. Also wirklich ein absurdes Kasperle-Theater.

Tim Pritlove
0:31:41

Ja, also ich denke, dabei können wir es jetzt auch erstmal belassen, weil es ist jetzt unklar, wie es hier weitergeht. Also USA haben eigentlich den Kürzeren gezogen, sind natürlich nicht die Bohne bereit, das in irgendeiner Form zuzugeben in der Öffentlichkeit, suchen jetzt händeringend nach irgendwelchen Lösungen, finden keine, weil es keine gibt, denn eigentlich müsste die USA... Eigentlich müssten sie sagen, wir haben diesen Krieg verloren, weil wir nicht nur nicht unsere Ziele erreicht haben und zwar keine, sondern wir haben die Situation für uns und alle anderen auf dieser Welt schlimmer gemacht. Und im Prinzip ist das ja jetzt schon ein völlig untragbarer Zustand, weil natürlich hier sehr, sehr, sehr viele Staaten. Also auch Deutschland, aber Deutschland nicht in demselben, also uns betrifft es nicht in dem Maße, weil wir halt noch Reserven haben. Aber das wird sich meiner Auffassung nach jetzt in den nächsten paar Monaten dann auch verschlimmern, weil natürlich irgendwann die Auswirkungen auf die Chipproduktion. Auf die Ernten und die damit verbundenen Konsequenzen, das wird in irgendeiner Form auch auf uns zurückfallen. Und natürlich sollte eigentlich der Druck auf die USA dementsprechend international anwachsen, nur dass die USA halt derzeit halt einfach überhaupt nicht bereit ist, auf irgendjemand in irgendeiner Form zu reagieren. Kann es eigentlich nur sein, dass wenn solche Proteste nichts bewirken, dass die Proteste quasi dadurch entstehen müssen, dass man eben Maßnahmen ergreift, die die USA spüren und da wo sie nicht ohnehin das jetzt schon spüren durch höhere Benzinpreise etc. Und damit ja auch quasi höhere Transportkosten für all das Zeug, was sie importieren. Also es wird ja eh alles teurer, aber noch können sie das in gewisser Hinsicht wegstecken oder meinen das zumindest wegstecken zu können oder können zumindest die Diskussion darüber noch flach halten. Aber wenn jetzt halt Staaten wie Japan so weitermachen, wie sie jetzt schon auch angefangen haben, dass sie halt nicht mehr diese ganzen Staatsanleihen nicht nur nicht neue kaufen, sondern vielleicht auch bestehende weiterverkaufen. Dann wird es halt teuer für die USA, sehr schnell und das ist sicherlich die Stellschraube, mit dem man ihnen am meisten Beine machen kann, nur dass es halt, und das ist halt das Problem, alle ja mehr oder weniger in einem Boot sind, weil geht es den USA schlechter, geht die Wirtschaft dort zurück. Dann trifft es ja auch all die Unternehmen und die ganzen Staaten, die halt den USA auch alles verkaufen. Das ist ja das Dilemma, in dem sich zum Beispiel auch China ganz stark wiederfindet und natürlich auch Europa. Trotzdem denke ich, ist das eigentlich der einzige Weg, wie man hier noch in irgendeiner Form Trump umdrehen kann.

Pavel Mayer
0:34:51

Also ja, dazu ganz kurz, also mittlerweile die Zinsen auf amerikanische Staatsanleihen sind mal wieder auf einem absoluten Hoch, also irgendwie in 5% Territorium. Das Ding ist, also die Situation ist nur ein bisschen komplexer, als man denkt. Also erstmal schluckt aus dem Dollar raus, also ja, viele würden gerne aus dem Dollar rausgehen. Problem ist, es gibt halt nicht so richtig Alternativen, also keine wirklich Märkte, die Geld in dieser Menge aufnehmen können. Also Europa. Naja, so, klar kann man ein bisschen nach Europa verlagern, aber das ist halt begrenzt so. Wenn wir jetzt Staatsanleihen dort abziehen, muss das Geld halt irgendwo anlegen. Keiner will sein Geld so richtig in China anlegen, so, aus Gründen natürlich, oder in Russland oder in vielen anderen Ländern. Japan, das ist noch so eine, aber also will sagen, Auf der einen Seite ist der Dollar aufgrund des Mangels an Alternativen nicht wirklich akut bedroht, aber. Das andere Problem, in den letzten 40 Jahren, wir hatten ja in den 70ern, gut viele waren dann noch nicht geboren, aber da waren halt Zinsen extrem hoch. Da hatten wir teilweise auch, also in UK gab es irgendwie Inflationsraten von 20, 30 Prozent. Der Fund ist massiv gestürzt, aber generell auch in den USA. Wir hatten Zinsen, da teilweise Inflationsraten 10, 20 Prozent in der Größenordnung. Aber seitdem sah es so aus, hat man das mit der Geldstabilität einigermaßen im Griff, in dem wann immer Dinge irgendwie teurer werden, wann immer die Zinsen oder. So rum, wenn jetzt inflationäre Tendenzen da sind, dann erhöht die Zentralbank die Zinsen, das kühlt die Wirtschaft ein bisschen ab, Zinsen gehen dadurch runter. So funktioniert eigentlich dieser Kontrollmechanismus. Das Problem nur, in dem die USA jetzt sitzen, ist, dass die Staatsschulden so hoch sind und die wirtschaftliche Situation so prekär, dass wenn jetzt die Zentralbank die Zinsen erhöhen würde auf einem Level, wie es eigentlich notwendig wäre, dann bricht der komplette US-Staatshaushalt zusammen. Weil mittlerweile geben die USA so eine Billiarde, also 1000 Milliarden pro Jahr an Zinsen aus. Also mehr als fürs Militär müssen sie im Moment an Zinsen bezahlen. Wenn die Zinsen jetzt weiter ansteigen, aber auch nur um 20 oder 30 oder 50 Prozent, dann zerreißt das einfach komplett den US-Haushalt. Weshalb dann die Zentralbank nicht so unabhängig ist, wie sie eigentlich sein sollte, weil sie ja natürlich nicht die Wirtschaft zerstören wollen oder nicht das Land zerstören wollen. Das heißt, sie können jetzt auch nicht effektiv dem entgegenwirken. Irgendwann weiß niemand so genau. Es sieht nicht so aus, als wenn das jetzt in nächster Zeit explodieren wird. Es sieht halt auch, wir betreten gerade wieder wirtschaftliches Neuland und niemand weiß, wohin das wirklich führen wird gerade.

Tim Pritlove
0:39:18
Pavel Mayer
0:39:23
Tim Pritlove
0:41:03

Gut, dann wechseln wir mal auf das Geschehen in der Ukraine und wir wollen die einzelnen Fortschritte dort mal im Detail vorstellen, wie wir das immer machen. Ich fange aber mal mit einer kleinen Übersicht an, um jetzt an der Stelle mal so schnell zu sagen, was ist eigentlich passiert. Und um es knapp zusammenzufassen kann man sagen, die russische Offensive, die jetzt im Prinzip so seit 18 Monaten so richtig wieder mit Nachdruck von den Russen entwickelt wurde, in dem sie einfach ohne Ende Personal nachgeschoben haben, jegliches Militärgerät, was ihnen in irgendeiner Form zur Verfügung steht, zum Einsatz gebracht haben und auf breiter Front überall vorgedrungen sind. Vorstoß auf Kupiansk, weiterhin der Versuch über Bachmut hinaus, Chassifjah in irgendeiner Form in den Donbass im Norden einzudringen, aber schon auch mit Erfolgen an diesem südlichen Teil dieses Verteidigungsgürtels der Ukraine im Donbass. Also Konstantinivka ist da schon schwer unter Beschuss geraten. Entziehen ist ja da die Gegend um Kramatorsk und Sloviansk, was die Russen nicht erreichen werden. Und dann auch noch Fortschritte im Süden. Waren alles so, naja, zahlenmäßig Fortschritte? Aber militärisch eigentlich gar nicht. Also im Wesentlichen war Russland damit jetzt beschäftigt, irgendwelche Felder einzunehmen und kleinere Dörfer. Auch dieser Kampf um Pokrovsk ist halt zwar am Ende gelungen, also man hat die Stadt dann erfolgreich eingenommen, im Sinne wahrscheinlich von komplett zerstört, nur wenig darüber hinaus. Und das war halt so eine Stadt, die vielleicht 30.000 Einwohner vorhanden hatte. Also es sind einfach alles keine nennenswerte Vorschritte. Diese Offensive wurde jetzt in den letzten Monaten von der Ukraine weitgehend erstickt. Es gibt keine Fortschritte mehr und teilweise gewinnt die Ukraine sogar Boden zurück. Und wir sehen jetzt, dass die Angriffe auf Russland wiederum mit Langstreckenwaffen enorm zunehmen. Das heißt, ich meine, wir haben in der letzten Sendung, glaube ich, auch schon über dieses Jahr so gemutmaßt mit, dieses Jahr rechnen wir damit, dass sich die Dinge ändern. Wir waren, glaube ich, nicht sehr viel konkreter, aber wir haben gesagt, es ist was im Busch.

Pavel Mayer
0:43:49
Tim Pritlove
0:44:43
Pavel Mayer
0:44:45
Tim Pritlove
0:45:13
Pavel Mayer
0:45:35
Tim Pritlove
0:45:35

Des ukrainischen. Budanov, der ja auch legendär war, der ist ja in politische Feld gewechselt und Fedorov ist ähm, Jetzt der Nachfolger gewesen und das ist ja der Typ, der die Ukraine, diese Digitalisierung der Ukraine auch so nach vorne gebracht hat. Also dieses DIA zum Beispiel, diese App, mit der alle Ukrainer quasi ihr Relationship zum Staat organisieren. Also Anfragen steuern, blablabla, alles. Das war sein Projekt und der ist halt sehr jung und sehr dynamisch. Und der ist jetzt auch derjenige, der das ukrainische Militär komplett auf diesen Drohnenkrieg umgestellt hat. Und der hatte wohl offenbar auch einen ganz guten Draht zu Elon Musk und hat darüber über einen kurzen Dienstweg das wohl erreicht. Wenn man den Berichten glauben mag. Wie auch immer, auf jeden Fall ist die Situation jetzt so, dass die Ukraine Russland teilweise schon mit mehr Material, also mit mehr Raketen pro Tag angreift als umgekehrt. Das ist schon mal bemerkenswert, wobei nicht mit derselben Art von Raketen, sondern, werden wir auch gleich noch darüber berichten, das ist im Wesentlichen ein modernes Drohnenmaterial, was die Ukraine selber entwickelt hat. Während Russland nach wie vor auch mit Drohnen, aber vor allem eben immer noch mit ballistischen Raketen und Long Range Missiles angreift. Trotzdem rein quantitativ dreht sich da das Blatt auch und was halt vor allem der große Erfolg der letzten Wochen, ein, zwei Monate ist, das findet ja nicht alles von jetzt auf sofort statt, sondern das sind Prozesse, die werden eingeleitet und irgendwann entfallen. Halten die sich, aber diese Todeszone, diese Greyzone. Die wir so bisher, was weiß ich, am Anfang waren das so 5 bis 10 Kilometer, dann ist es jetzt schon vor ein paar Monaten haben wir schon davon gesprochen, dass sie sich so auf 50 Kilometer teilweise auch ausdehnt. Also das ist sozusagen der Streifen, wo dieser Frontverlauf nicht so klar definierbar ist und wo die Russen auch überhaupt erstmal durchkommen müssen, um überhaupt in irgendeiner Form die Front voranzutreiben. Weil das einfach so ein Gebiet ist und gut 70% der Leute, die also in diese Zone treten, erreichen diese Front nie. Weil die einfach schon vorher von dieser Totalüberwachung von Drohnen abgefangen werden. Diese Zone ist offensichtlich jetzt nochmal größer geworden. Zumindest ist der Ukraine jetzt gelungen, im Bereich bis zu 100 Kilometern. Durch die Verminderung der Luftabwehr, durch neue Drohnentechnologie, man weiß es nicht so richtig, was alles zu diesem Durchbruch geführt hat, aber man sieht jetzt täglich Bilder von Drohnen, die Free Roaming sind, in diesem besetzten Streifen zwischen Mariupol und der Krim. Und das ist natürlich ein absoluter Gamechanger hier an dieser Stelle, weil das ist die Versorgungsstraße der Krim. Und was nicht über diese Straße kommt, das erreicht diese Krim nicht, weil halt die Kerzbrücke, die ja eigentlich mal für diese Versorgung gedacht war, wurde von der Ukraine extrem angegriffen. Züge kommen dann nicht durch. Es gibt noch Truckverkehr, aber auch nur eingeschränkt, weil die Belastbarkeit der Brücke nicht so groß ist. Die Fähren, die fuhren, sind alle zerstört worden. Und das ist jetzt die Lifeline. Und um halt die Krim überhaupt am Leben zu erhalten.

Pavel Mayer
0:49:34
Tim Pritlove
0:49:37
Pavel Mayer
0:50:52
Tim Pritlove
0:52:53
Pavel Mayer
0:54:23
Tim Pritlove
0:54:37
Pavel Mayer
0:55:23
Tim Pritlove
0:56:19
Pavel Mayer
0:57:21
Tim Pritlove
0:57:40

Weil so viele hat auch hat auch Russland nicht davon und man macht sich ja auch mal nicht klar. Es gibt also so bestimmte Dinge, die hergestellt werden, sind dann einfach auch teilweise eine kritische Ressource, um Sprengstoff zu erzeugen oder um Radarsysteme zu bauen, braucht man einfach bestimmte Elektronik und wenn dann einfach, Wenn das nicht mehr erzeugt werden kann, dann kann es auch gar nicht mehr bauen. Das ist einfache Geschichte. Es ist klar, auch in der Ukraine geht immer mal wieder was in Flammen auf. Darüber wird natürlich nicht so viel berichtet, weil die Ukrainer halten natürlich dann deutlich dichter, als es den Russen regelmäßig gelingt. Aber naja, wir sehen ja auch an der Produktionsfähigkeit der Ukraine, dass die Russen da so viel Erfolg nicht mit haben. Deswegen sieht es hier eben auch zunehmend schlecht aus für Russland. Aber nichts wurde so stark getroffen wie die Ölinfrastruktur. Das ist ja im Prinzip jetzt auch keine neue Geschichte hier. Aber es ging halt jetzt in den letzten Monaten, ja im wahrsten Sinne des Wortes Schlag um Schlag weiter. Die Ziele waren halt eigentlich alles, also Lager, Ölhäfen. Pipelines, Pumpstationen, alles was in irgendeiner Form Teil dieses Produktions- und Distributionssystems der Russen war in Bezug auf die Ölinfrastruktur war Opfer. Und die Opfer waren groß, die dort fielen. Also die Ölhäfen in Primorsk und in Ustluga, das sind die beiden großen Ölverschiffungshäfen an der Ostsee, die wurden, ich weiß nicht genau, wie man es sagen soll, aber schwer getroffen. Teilweise waren die wochenlang nicht im Betrieb was jetzt überhaupt derzeit davor noch im Betrieb ist, kann ich nur drüber spekulieren wahrscheinlich nicht sehr viel, Und die Brände hat man von Finnland aus gesehen, also da musste man noch nicht mal auf Smartphones von Einwohnern vertrauen. Das war alles über die Grenze zu sehen. Es gab auch nicht nur einen Angriff, sondern es gab alle drei Tage dann wieder den nächsten Angriff. Also immer wenn dann die Rauchsäulen weg waren und man mal sehen konnte, was noch überlebt hat, dann kam schon die nächste Welle. Also über zwei Wochen wurden diese Ölhäfen angegriffen, das brannte wochenlang und ja, die Schätzung, wie viel Prozent jetzt dieser Exportfähigkeit wirklich genommen wurde, da habe ich so viele verschiedene Zahlen gehört, dass ich mich auf überhaupt gar nichts einigen möchte, aber dass das erheblich. Die Exportfähigkeit Russlands eingeschränkt hat, das ist vollkommen unbenommen. Das sieht man einfach daran, dass einfach die Exportzahlen selber runtergegangen sind. Also Russland nimmt einfach kein Geld mehr damit ein.

Pavel Mayer
1:00:39
Tim Pritlove
1:02:53
Pavel Mayer
1:03:39
Tim Pritlove
1:03:42
Pavel Mayer
1:04:22
Tim Pritlove
1:04:26

Also es ist natürlich weder gut für die Leute dort noch für die Umwelt an sich. Aber das ist halt nochmal so eine Auswirkung davon. Die Ukraine hat diese Tanklager natürlich angegriffen, um diesen Floh zu unterbrechen, weil in dem Moment, wo es dort keine Tanklager gibt, kann man halt nichts hinpumpen und dann kann man halt auch nichts in Schiffe pumpen. Also so wie das dort aussieht, glaube ich nicht, dass noch sehr viel Öl exportiert wird durch das Schwarze Meer. Ich schätze mal, das dürfte weitgehend zum Erliegen gekommen sein. Auch der Gasexporthafen, dessen Name mir gerade entfallen ist, wurde angegriffen. Also generell sieht es da nicht gut aus. Die Russen haben natürlich noch ein paar Exporthäfen im fernen Osten. Aber da gehen die Pipelines nicht alle hin. Also das sind nur wenige Prozent des Gesamtexports. Das meiste läuft einfach über die Ostsee und über das Schwarze Meer, beziehungsweise jetzt nicht mehr gefördert. Die Förderstellen wurden auch angegriffen, vor allem im Kaspischen Meer. Dort gab es Angriffe auf Ölbohrplattformen, Angriffe auf Häfen, auf Schiffe. Also auch dort zahlreiche Schläge und es ist bemerkenswert, dass die Ukraine überhaupt in der Lage ist, im Kaspischen Meer auch anzugreifen, weil es ja nun auch relativ weit weg ist. Und dann ging es natürlich auch noch weiter mit Angriffen auf die zahlreichen Ölraffinerien, von denen Russland ja eine ganze Menge hat. Da gibt es ja diese schöne Oil Refinery Bingo, so eine Karte, die immer rausgezogen wird, wenn mal wieder ein neuer Angriff gelaufen ist und alle... Ölraffinerien, die in irgendeiner Form in der Reichweite der Ukraine sind, also bis zu 1500 oder bis zu 2000 Kilometer, glaube ich, gegen die Angriffe schon, haben also mehrfach schon Besuch bekommen. Und auch die größten Raffinerien werden jetzt regelmäßig angegriffen und die Intensität dieser Schläge scheint auch zuzunehmen. Also während es mal eine Drohne gab, die mal irgendetwas angegriffen hat, sind es jetzt immer gleich ganze Baragen von Drohnen, die durchkommen und es scheint alles nur noch schlimmer zu werden.

Pavel Mayer
1:06:52
Tim Pritlove
1:07:38
Pavel Mayer
1:08:58

Ja, was halt wohl passiert, ich hätte mir nochmal angeguckt, dass sogar die Ölquellen selbst und teilweise auch die Leitungen, dass sich dort Wachspropfen im Wesentlichen bilden. Und dadurch, ja, es fließt dann nicht mehr, weil es wird dann halt, ja, es ist dann solide. Und du musst dann im Prinzip die neu aufbohren, die Quellen dann, wenn das einmal passiert ist und wie viel das passiert tatsächlich ist, ist die Frage. Ich traue den Russen dann durchaus zu, alle möglichen krassen Szenarien dann noch zu fahren oder was du machen kannst. Du kannst halt dann improvisierte Tanks relativ schnell konstruieren, wo du dann das hindammst Oder im Zweifelsfall nehmen sie irgendeinen Tal oder so und pumpen dann erstmal das Öl einfach irgendwo in die Landschaft, um zu vermeiden, dass die Leitungen einfrieren, würde ich denen eigentlich voll zutrauen. Ich habe jetzt keine Hinweise darauf, dass das so ist, außer dass das wahrscheinlich ist und dass auch der Iran zum Beispiel... Ganz gut in der Lage ist, seine Ölproduktion rauf und runter zu fahren. Aber in Sibirien ist es nochmal eine andere Kiste, als im Iran, wenn das Öl nahe der Oberfläche liegt. Das ist ein kleineres Problem als in Sibirien. Aber wird man sehen, auf jeden Fall mit diesen, die Pumpstationen, die betroffen waren, Dann waren halt unter anderem die Druschwa-Pipeline, die halt Westeuropa versorgt hat oder auch versorgt. Aber dann vielleicht das Transneft-Hauptpipeline-System, was dann teilweise was aus Sibirien kommt, dann in Richtung Osten oder Westen verteilen kann. Und dann wurden speziell eben auch die Exportrouten, einmal die nach Novorossisk gehen, angegriffen in den Süden und auch noch Direktsysteme, die nach Belarus pumpen. Und ja, teilweise eine dieser Pumpstationen, auch eine der großen, die haben halt auch noch Pufferspeicher, weil sie dann mal zwischenzeitlich vielleicht mal anhalten müssen. Um den Fluss über weite Strecken zu entkoppeln. Und diese Pufferspeicher wurden halt auch komplett zerstört, was es halt zwar nicht unmöglich macht, Öl zu pumpen, aber eben schwieriger macht, das ganze System zu managen. Also je mehr da kaputt geht, umso mehr Ausfälle hast du, umso mehr Probleme hast du und umso weniger kannst du wahrscheinlich insgesamt pumpen. Es scheint auf jeden Fall signifikante Auswirkungen zu haben und zu verhindern, dass Russland mehr exportiert und zugeführt hat, dass der Export zurückgeht.

Tim Pritlove
1:12:39

Ja, dann wie schon eingangs erwähnt, die Angriffe auf die Transportrouten, auf die ganze Logistik im Hinterland der Front. Und diese totale Überwachung, also es ist crazy, wenn man sich diese Videos anschaut, weil, okay. Dass da mal eine Drohne irgendwo hinfliegt, ja, aber die Drohnen, die die Ukrainer hier zeigen, also die Videos, die sie zeigen von diesen Drohnen, die von diesen Drohnen gemacht werden, das ist schon mehr so ein Patrouillen der Stadt, beziehungsweise auch dieser Verbindungsstraße zwischen den großen Städten. Also sowohl über den großen Städten wie Mariupol fliegen die Drohnen einfach so übers offene Land und man sieht richtig, wie die Russen keinerlei Vorkehrungen getroffen haben für diesen Fall, sich dort sehr sicher gefühlt haben, weil auf der ukrainischen Seite hinter der Front, nicht wahr. Da sind halt alle Straßen mit Netzen abgedeckt, um dort die Transporte in irgendeiner Form vor anfliegenden FPV-Drohnen zu sichern. Hier ist halt nichts dergleichen und da ist so ganz normaler Verkehr und eben sehr viele LKWs, die dort unterwegs sind und die Drohnen suchen die sich raus und rein und mit jedem Video sieht man immer mehr Wracks liegen links und rechts von dieser Straße. Also es ist wirklich eine totale Killzone und offensichtlich sind die Russen hier komplett auf dem linken Fuß erwischt worden, weil sie da jetzt erstmal auch offensichtlich keinerlei Abwehr haben. Also sie haben zwar die Flugabwehr, aber haben wir ja schon gesagt, die ist halt in zunehmendem Maße dezimiert, steht vielleicht wenn überhaupt woanders, da werden dann Korridore frei und ja, jetzt haben sie das Problem, dass ihnen also die Logistik zerbomb wird. und. Krieg ist im Wesentlichen Logistik. Und wenn die Logistik nicht funktioniert, dann können halt die Fronten nicht versorgt werden. Nicht mit Waffen, nicht mit Nahrung, nicht mit Material, mit Kleidung, mit was auch immer.

Pavel Mayer
1:14:44
Tim Pritlove
1:16:29
Pavel Mayer
1:16:32
Tim Pritlove
1:17:30

Ja, wobei ich nicht unbedingt so den Eindruck hatte, dass das jetzt komplett autonom agierende Drohnen sind, sondern vielmehr, dass die Ukraine in irgendeiner Form einen Weg gefunden hat, dort die Kommunikation sicherzustellen. Das kann also Starlink sein, dass diese Drohnen mit Starlink Terminals ausgestattet sind und dass die halt einfach da jetzt Free Roaming sind und die Russen keine entsprechenden Electronic Warfare Systeme haben, um Starlink auszuschalten und wenn dem so ist, dann gute Nacht. Also das ist, man kann jetzt sagen so, ja okay gut, dann hauen sie da halt ein bisschen die Logistik weg, was kann das schon groß bringen. Wir reden aber jetzt hier nicht über irgendeine Region, sondern wir reden wirklich über diese Lifeline der Krim und Kherson und Saporizhia hast du ja auch schon richtig gesagt, also im Prinzip dieser gesamte südliche besetzte Teil. Weil sollte es den Russen nicht gelingen, ihre Logistik dort aufrecht zu erhalten und die Fronten zu verstärken oder zumindest überhaupt erstmal so stark zu halten, wie sie gerade sind. Dann erhöht das natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass die Ukrainer mit Gegenangriffen hier auch Erfolg haben. Tatsächlich gibt es einen solchen Gegenangriff bereits zu sehen und zwar ist ja diese Stelle da bei Inahoda und Saporizhia, also der großen Stadt Saporizhia recht nah gekommen und da finden Kämpfe statt. Also wenn solche Vorstöße jetzt noch wahrscheinlicher werden, dann kann man schon langsam ein bisschen optimistischer werden, dass es den Ukrainern vielleicht auch wirklich gelingt, diesen Frontverlauf noch weiter nach hinten zu drücken. Das wäre speziell an diesem Punkt in Saporizhia ganz wichtig, aber natürlich auch generell überall. Ob das so kommen wird, würde ich sagen, ist noch offen. Offensive Maßnahmen bedeutet halt auch immer zusätzliche Gefährdung für das eigene Personal und davon hat ja die Ukraine nicht so viel und sie haben jetzt durch diese totale Automatisierung ihrer Logistik, wir reden auch gleich nochmal über die Bodendrohnen, Und klar, das Ziel, hier die Leute eben auch wirklich aus dem eigentlichen Gefahrenraum rauszuhalten und sozusagen die Russen automatisiert zu bekämpfen, das funktioniert natürlich bei einer Offensive nur sehr begrenzt.

Pavel Mayer
1:20:12
Tim Pritlove
1:21:26

Das ist klar, aber es zeigt zumindest, die Russen können gestoppt werden und werden gerade gestoppt und ich wäre jetzt nicht überrascht, wenn wir jetzt hören werden, dass auch die Vorstöße dort, wo die Russen gerade am kräftigsten drücken, auch aufgehalten werden können. Also dass sozusagen der vollständige Vormarsch der Russen gestoppt werden kann, egal wo man hinschaut. Lassen wir mal noch weiter schauen, wie die Ukraine das macht. Neben den gezielten Angriffen auf diese Logistikrouten gibt es auch wieder vermehrt Angriffe auf Flughäfen und andere Militärbasen. Wir erinnern uns noch an diese Aktion Spiderweb mit den Trucks, wo sie dann die Drohnen direkt an die Militärgelände gefahren haben und einen Großteil der strategischen Nuklearflugzeuge, also der strategischen, wie hieß es so schön, der strategischen Flotte der Russen zerstört haben. Es gibt natürlich auch noch viele andere nette Ziele auf anderen Militärbasen und irgendwie gelingt es jetzt auch den Ukrainern offenbar, Drohnen an diese Flughäfen ranzubringen. Da sind verschiedene Maßnahmen genannt worden, also das Drohnen Drohnen transportieren. Das ist sozusagen eine Methode, dass sie sozusagen Long-Range-Drohnen nehmen, um Short-Range-Drohnen irgendwo hinzubekommen, die dann erstmal in der Nähe von so einer Militärbasis abgesetzt werden. Und wenn dann Flugzeuge landen, dann werden die angegriffen oder was weiß ich, vielleicht auch kurz bevor sie starten. Ich habe da verschiedene Sachen gehört, auch dass so ein Transport durch Ballons, dass man also auch Ballons startet und weil wohl die Luftströmung in der Regel nach Osten gehen mehrheitlich, ist das etwas, was die Ukraine ganz gut machen kann. Da frage ich mich halt nur, wie gezielt dann sowas sein kann. Aber klar, durch so einen Ballon kann man natürlich Nennswertstrecke in irgendeiner Form zurücklegen, ohne jetzt große Energie zu verbrauchen. Und dann kann sich halt so eine Drohne abkoppeln und sehr viel weiter im Hinterland noch angreifen. Das mag durchaus etwas sein, was man noch häufiger sieht. Auf jeden Fall sind sehr viele Militärflugzeuge zerstört worden in den letzten Wochen. Große Transportflugzeuge, Bomber, alles mögliche, die wohl auf Flughäfen standen und an Militärbasen standen, wo sich die Russen wohl sicher waren, dass sie da erstmal nichts auf der Aume kriegen. Scheint auch nicht so gut zu funktionieren. Kurzer Blick dann noch auf den Seekrieg, wo ja eigentlich die Ukraine schon jetzt seit zwei Jahren die Oberhand hat. Dort gibt es jetzt vor allem neue Angriffe auf sanktionierte Tanker. Also die Militärschiffe sind da eh kaum noch unterwegs, aber die Tanker sind natürlich noch unterwegs. Da sind welche angegriffen worden, auch vor der Kerchbrücke, also in dieser Region. Also mit anderen Worten, die Ukraine agiert auch mit ihren Drohnensystemen nach wie vor direkt vor russischen Gewässern. Angriffe auf das U-Boot hatten wir hier glaube ich schon mal besprochen mit dieser mutmaßlichen Unterwasserdrohne. vollkommen unklar, was sie dort alles einsetzen. Marine-Drohnen werden auf jeden Fall auch so als Flugzeugträger benutzt, dass man also damit auch die Drohnen immer irgendwo hinbringt und dann vom Ufer aus oder nahe des Ufers aus diese Flugplätze angreift. All das findet statt. Aber auch die Franzosen sind jetzt ganz gut dabei und haben schon verschiedene Tankerhops genommen, die eben gegen die Sanktionen verstoßen und die wurden dann auf offener See aufgebracht. Hat auch so eine Folge, dass russische LNG-Tanker wohl. Das Mittelmeer meiden, weil ihnen dort zu leicht aufgelauert wird.

Pavel Mayer
1:25:51
Tim Pritlove
1:26:19

Genau, also ein LNG-Tanker wurde dort angegriffen, der ist dann auch so teilweise wegexplodiert. Das ist ja nicht ganz so ein Problem wie jetzt einen Öltanker, der, wenn der voll beladen ist, ein riesiges ökologisches Desaster auslösen würde. Bei LNG, also schön ist das jetzt auch nicht, aber wenn dieses Flüssiggas, wenn der Tank gesprengt wird sozusagen von dem Flüssiggas, dann löst sich das halt einfach in Gas, in Luft auf sozusagen. Bleibt natürlich noch dieser Tanker, ich weiß nicht, ob der mittlerweile weggeschleppt werden konnte, der ist da auf jeden Fall rumgedümpelt im Mittelmeer, das war natürlich jetzt kein schöner Anblick, aber grundsätzlich hat wohl die Warnung gereicht und für Russland ist halt auch das Mittelmeer an der Stelle in zunehmendem Maße ein No-Go. Ja, die russische Luftfahrt an sich, also auch die zivile hat also auch deswegen enorme Probleme, weil ihnen natürlich jetzt durch die mangelhafte Wartung und vielleicht auch der Wendewartung stattfindet, dann eben nicht durch Originalteile, sondern von was weiß ich für Quellen. Also diese zivile Flotte hat in zunehmendem Maße das Problem, dass also hier Pannen und auch Abstürze zunehmen und offensichtlich fehlen ihnen jetzt auch gut ausgebildete Piloten, ist auch ein Mangel, da werden wahrscheinlich viele auch im Militär gelandet sein. Also das ist an der Stelle auch nochmal so eine weitere Auswirkung. Insgesamt russische Verluste sind groß an der Front. Also Bodentruppen werden laut der Ukraine in der Größenordnung von 30.000 bis 35.000 Mann pro Monat getötet oder schwer verwundet. Und man spricht von Verlusten. Ukraine hat auch angekündigt, dass sie diese Zahl gerne noch auf 50.000 erhöhen wollen. Und damit hat aber auf jeden Fall dieser Kill-Faktor schon eine Quantität, die halt die Nachmobilisierung, die Nachrekrutierung, Mobilisierung ist nicht das richtige Wort, die Nachrekrutierung von neuen Soldaten auf der russischen Seite überschreitet. Also es werden sozusagen mehr Leute an der Front getötet pro Monat oder verwundet. Als die Russen in der Lage sind, neu auf das Kriegsfeld zu schicken. Und das hat halt einerseits damit zu tun, dass so viele getötet werden, aber es hat auch damit was zu tun, dass die Russen in zunehmendem Maße Probleme haben, überhaupt noch Rekrutierungen durchzuführen, weil sie können dieses Geld nicht mehr bezahlen. Die Prämien sind gesunken, das wird dann also auch uninteressant, beziehungsweise es gibt einfach auch zunehmendermaßen Leute, die dann realisieren, dass das sozusagen das Geld ihnen nicht viel bringt, wenn sie da nach 10 Minuten auf dem Schlachtfeld enden. Ist ein bisschen unklar, wie Russland dieses Problem eigentlich lösen möchte. Teilweise, es gab so einen Tag im März, wo irgendwie über 1700 gestorben sind an einem Tag. Also das ist einfach crazy. Und so eine Mobilmachung, die ja immer mal wieder diskutiert wird, ist eigentlich für Putin derzeit glaube ich keine Option, weil das hat ja schon bei dieser teilweise Mobilisierung vor ein paar Jahren nicht so gut funktioniert, da ist ihnen das Volk schon weitgehend abhandengekommen und es gab entsprechend Aufruhr, aber in der aktuellen Situation, wo sie ja auch sehr viel Ärger schon dadurch erzeugt haben, dass sie irgendwie Internet abschalten und sowas. Da haben sie einfach, wenn er das macht, dann wird es einfach Proteste geben und ich glaube nicht, dass wir das sehen werden, so eine Generalmobilmachung. Dann kommen wir doch nochmal kurz auf die Technik. Haben wir ja schon erwähnt, dass hier eine Menge passiert und es scheint eben auch neben anderen Maßnahmen, scheint es so sagen wir mal der zentrale Schlüssel glaube ich für den aktuellen Erfolg der Ukraine zu sein, dass es ihnen gelungen ist, ihre Militärtechnik weitgehend unter eigener Regie weiterzuentwickeln und dabei vor allem im Bereich der Drohnen super erfolgreich zu sein. Also man kann davon ausgehen, dass so weit über 90% aller Kills, die durchgeführt werden, werden durch Drohnen durchgeführt. Du meintest ja vorhin, Artillerie ist auch noch wichtig, so als Abstandswaffe, gar keine Frage. Aber Drohnen sind einfach viel effizienter und können halt auch sehr viel sicherer betrieben werden. Und es ist halt wirklich dramatisch, wenn man sich diese Videos anschaut, wie also einfach diese Russen da alleine irgendwo in der Wildnis der Ukraine im flachen Land da unterwegs sind und Tag und Nacht von diesen Drohnen aufgespürt werden und dann einfach aus nächster Nähe zur Explosion gebracht werden. Das ist halt einfach die Realität dort auf dem Schlachtfeld. Es gibt sehr viele Unternehmen in der Ukraine, die diese Drohnen in allen Formen und Farben produzieren. Ich weiß gar nicht, wie viele es sind, aber wir reden mit Sicherheit von Hunderten. Besonders erfolgreich scheint aber diese Firma Firepoint zu sein, die derzeit so ein bisschen die Krone aufzuhaben scheint. Wir hatten das ja auch schon mehrfach erwähnt, diese Firepoint 1 und Firepoint 2, also FP1, FP2 Drohnen, sieht man jetzt eigentlich täglich in diesen Videos im Einsatz. Also man kann vor allem diese FP2 sehr gut am Bild daran erkennen, weil die so eine markante grüne Einblendung haben. Deswegen ist immer schnell klar, dass die daran beteiligt sind. Und die scheinen eine große Resistenz gegen Electronic Warfare zu haben, in zunehmendem Maße auch so ein AI-basiertes Targeting zu haben, sodass also auf den letzten Metern, die dann noch ihre Objekte selber direkt anfliegen können, selbst wenn da die Verbindung abgerissen ist. Natürlich die Glasfaserdrohnen spielen auch eine große Rolle, aber so für diese Long-Range und Mid-Range-Erfolge scheint also wirklich dieses Unternehmen Firepoint die Lösung zu haben. Und sie steigern auch in zunehmendem Maße eben die Reichweite und die Sprengkraft dieser Drohnen. Und wie schon erwähnt, diese Storm Shadow, also die britischen Missiles, beziehungsweise teilweise kommen sie auch aus Frankreich, wie hießen sie da nochmal, Skype Missiles. Werden eben, wie schon erwähnt, so für High Value Targets eingesetzt. Also wenn man eben eine ganze Fabrik platt machen will und wirklich so mit großer Sprengkraft unterwegs sein will, dann nimmt man das. Dafür haben die Ukrainer ja eigentlich diese Flamingo, diese FP5 gebaut, wo immer noch so ein bisschen unklar ist, wie erfolgreich die eigentlich ist. Also es wird immer wieder gesagt, dass die zum Einsatz kommen, aber die regnen jetzt nicht so vom Himmel, wie man das vielleicht sich erhofft hätte. Die sind halt einfach groß und langsam und deswegen wahrscheinlich noch ein gefundenes Fressen für die verbliebenen Luftabwehr, Luftflugabwehrsysteme, Entschuldigung, Luftverteidigungssysteme, ich kriege das noch auf die Reihe. Wird man sehen, ist glaube ich auch alles unter konstanter Verbesserung und von daher ist da gar kein finales Urteil zu sprechen.

Pavel Mayer
1:34:27
Tim Pritlove
1:35:15
Pavel Mayer
1:35:16
Tim Pritlove
1:35:19
Pavel Mayer
1:36:42

Ein Ding, womit sie auch experimentieren, hast du wahrscheinlich auch gesehen, ist diese Antonov, dieses Propellerflugzeug, wo sie diese Drohnen außen dran gehängt haben, irgendwie vier Stück jeweils unter der Tragfläche. Und damit dann in der Lage sind, wenn jetzt was geortet wird, dort hinzufliegen oder in die Nähe zu fliegen und dann die Drohnen direkt vom Flugzeug aus zu starten, was natürlich auch noch energetisch vorteilhaft ist, weil du schon in der Höhe bist und schon Geschwindigkeit hast. Das heißt, damit kannst du dann auch nochmal die Reichweite oder generell Flugdynamik. Verbessern oder auch in größeren Höhen Ziele bekämpfen, weil du die Drohnen schon nach oben bringst und die dann nicht erstmal die 1000 oder 2000 Meter mit ihren Batterien überwinden müssen. Das fand ich sehr interessant. Unklar ist, in welchem Ausmaß das stattfindet und ob das jetzt mehr als nur ein Experiment war, aber, es scheint zumindest ein erfolgreiches Experiment gewesen zu sein und würde mich nicht wundern, wenn das dann in Zukunft auch vielleicht mit anderen, Flugzeugen oder eventuell große Drohnen, die dann kleinere Drohnen zur Luftabwehr diesmal dann vielleicht auch noch ausschicken, das halte ich auch für möglich. Also auf jeden Fall sehr interessante Entwicklung dort. Ja. Einigen fällt mir gerade noch ein, auf das ich aufmerksam geworden bin. Ich weiß nicht, inwieweit du mit dieser deutschen Firma Helsing vertraut bist. Die haben unter anderem, also es ist ein deutsches Rüstungs-Startup, jetzt mit einer Valuation von mehreren Milliarden, also sozusagen ein Unicorn, die dann, die gar nicht klassisch aus der Rüstungsecke kommen, sondern die aus der Softwareecke kommen. Die haben halt angefangen mit AI-Software, die zu verkaufen für verschiedene existierende Systeme und haben dann aber einen Börsengang hingelegt, eine Finanzierung in ziemlicher Höhe, also hunderte von Millionen an Kapital eingesammelt, und dann eben auch selber Drohnen hergestellt bzw. Drohnenherstellungssysteme dann auch. Und planen eben jetzt auch so einen Loyal Wingman. Also sie haben den bayerischen Flugzeugbauer grob gekauft und planen jetzt in den nächsten zwei Jahren. Eben eine KI-Drohne, eine größere, an den Start zu bringen. Ja, ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von denen halten soll. Also, was ich so gehört habe, lässt so gewisse Alarmglocken bei mir klingeln. So... Warum? Naja, die eine Sache war, dass die Ukrainer wohl mit den Drohnen, die geliefert wurden, nicht so zufrieden waren. Also, dass diese KI nicht so gut funktioniert, wie behauptet. Und so, alles auch mit Vorsicht zu genießen, Wettbewerb und so. Aber deren erste Drohnen, die da geliefert wurden, waren wohl nicht so der Kracher. Keine Ahnung, ob das besser geworden ist. Und jetzt für eben diese neue Drohnenentwicklung, ich glaube, die Hardware kriegen sie hin, also grob dieser Flugzeugbauer. Also ich glaube, da sind gute Ingenieure dort, die das halt hinkriegen. Ich weiß noch nicht, ob die Software, ob ich dieser KI, von der dort die Rede ist, ob man dem trauen kann und ob man einem KI-Software-Startup zuzutrauen ist. In diesem Bereich Erfolg zu haben. Vielleicht, ich würde es hoffen, aber wie gesagt, so ein paar Signale und auch deren. Zeitpläne nicht vollkommen unrealistisch, aber es ist jetzt nicht so ein Elon Musk Ausmaß an völlig unrealistischen Versprechungen, aber für jetzt Rüstungstechnik trotzdem alles sehr ambitioniert, was sie vorhaben.

Tim Pritlove
1:42:11
Pavel Mayer
1:42:15
Tim Pritlove
1:42:45

Zumindest am Anfang nicht. Also ich meine, wo kann man das jetzt besser verbessern als dort. Aber ich wollte nochmal zurückkommen auf, was die Ukraine selbst produziert und welche Gewichtungen jetzt hier gelegt werden. Also wo jetzt gerade ein richtiger Schwerpunkt drauf liegt, sind die Ground Vehicles, also die UGVs, die Unmanned Ground Vehicles. Das sind im Wesentlichen so kleine Tracked-Minitransporter, die halt durchs Gelände gut vorankommen. Also teilweise wahrscheinlich auch mit Rädern, es gibt da alles. Die werden ja benutzt zum Beispiel für die Versorgung an der Front und auch für die Evakuierung von verwundeten Soldaten, weil die können halt dann übers offene Feld fahren. Und klar, die können natürlich von der Drohne vielleicht zerstört werden, aber da stirbt denen sozusagen erstmal keiner. Und die Ukraine hat gesagt, sie wollen also jetzt mal locker 50 Prozent ihrer Frontlogistik mit solchen Systemen demnächst durchführen. Also da ist auch eine ganze Menge Dynamik drin. Und dann kommt aber natürlich auch einiges aus dem Ausland. Neues, ganz frisch auf dem News-Kanal aufgeschlagen ist die Einigung mit Schweden. Das jetzt, jetzt habe ich die Zahlen leider nicht ganz im Kopf, aber eine größere Teilmenge zweistellig von Gripen, Kampfflugzeugen aus Schweden, werden geklappt. Die werden erstmal geliefert werden, relativ bald, an die Ukraine. Da haben wir schon ein paar Mal drüber gesprochen, wir müssen auch jetzt nicht alles wiederholen, was dieses Flugzeug ausmacht, aber es ist halt insofern eine interessante Waffe für die Ukraine, weil sie halt erstmal nicht aus den USA kommt. Derzeit hat man ja lange Zeit auf die F-16 gesetzt. Jetzt sind sich natürlich alle auch ein bisschen unsicher, wie das so weiterläuft mit den USA und den von ihnen verkauften Waffen. Wie lange kann man sich da noch drauf verlassen? Deswegen orientiert sich die Ukraine jetzt sehr nach Schweden um. Übrigens Kanada auch. Auch Kanada setzt jetzt auf Gripenfighter. Da werden also die Amerikaner auf jeden Fall eine Menge Verkäufe verlieren und Schweden geht es da ganz gut. Diese Gripen gibt es in verschiedenen Generationen, die sind so mit ABCDE durchnummeriert, das neueste ist halt E, was jetzt irgendwie kommen soll und auch da will wohl die Ukraine sehr groß zuschlagen und sich damit modernisieren. Also es sieht ganz so aus, als ob das jetzt so ein bisschen neben der F-16 das wichtigste Kampfflugzeug werden könnte, was die Ukraine so betreibt und das macht meiner Meinung nach auch Sinn. Denn die Gripen ist ja für die Bedürfnisse in Schweden entwickelt worden und die Bedürfnisse in Schweden sind halt teilweise doch sehr tickungsgleich mit den Bedürfnissen der Ukraine. Also großes Land, nicht überall Infrastruktur, man kann diese Gripen sehr günstig fliegen, man zahlt also deutlich weniger für eine Betriebsstunde und was noch viel wichtiger ist, das Ding kann eigentlich so auf jeder halbwegs befestigten Straße landen, hat also keine großen Anforderungen an Flughäfen und hat auch keine großen Anforderungen an Support-Infrastruktur, die vor Ort sein muss. Für so einen F-16 braucht man immer einen voll ausgerüsteten Flughafen mit Hightech-Service-Modulen, während die Gripen von vornherein im Design so entworfen worden ist, dass man halt hier mit einem mobilen Team, was da irgendwo mit einem Transporter aufläuft, mal eben so eine Gripen servicen kann. Und das ist natürlich für die Ukraine super, weil das bedeutet auch, du kannst die Dinger quasi überall verstecken und überall landen und muss nicht vorher bekannt geben, wo das Ding irgendwie runterkommt. Ja, also das ist definitiv ein großer Move. Überhaupt merkt man, wie jetzt so langsam, und du hast es ja auch schon gesagt mit Rheinmetall, wie also jetzt diese europäische Militärtechnikindustrie hochfährt. Das hat gedauert, aber jetzt nach vier Jahren Krieg und nach initialem Zögern merkt man, wie dieser Apparat langsam ins Laufen kommt und die Produktionsmengen machen kann und sich auch in zunehmendem Maße auf modernere Systeme konzentriert. Und dabei ist natürlich die Ukraine im Prinzip auch der Taktgeber. Nicht nur, weil da jetzt so viel Bedarf ist, sondern weil sie einfach durch ihre technologischen Entwicklungen hier auch einfach ganz klar den Weg zeigen, wohin die Reise geht.

Pavel Mayer
1:47:32
Tim Pritlove
1:48:13
Pavel Mayer
1:48:17

Ja.

Tim Pritlove
1:48:20
Pavel Mayer
1:48:22

Ja.

Tim Pritlove
1:48:24

Ja, Russland wiederum hat nicht viel zu bieten. Also in diesem ganzen Drohnenkrieg, da können die irgendwie nicht so richtig mithalten. Das wird auch breit beklagt. Das Einzige, was sie jetzt immer wieder noch aus dem Hut zaubern können, ist ihre Oreschnik-Rakete. Sprengstofffrei durch die Gegend zu schicken. Das ist halt so eine Riesenrakete, die eigentlich für nukleare Bedrohungen gedacht ist. Und davon hatten sie ja schon mal eine irgendwo in Saporischer Kasson runtergehen lassen. Und jetzt kamen, glaube ich, gleich zwei zum Einsatz, die so eine südlich von Kiew und eine irgendwo in Rakiv runtergekommen ist, irgendwo auf dem Land, da wusste man gar nicht genau wo, die also jetzt keine nukleare Explosion hervorgebracht hat, weil es quasi... Die schicken halt dieses sauteure Teil einfach los, so nach dem Motto, guck mal, was wir theoretisch verschicken könnten, ohne dass das jetzt irgendwelche nennenswerten Auswirkungen hat, geschweige denn den Krieg in irgendeiner Form dreht. Und das, ja, führte zu Aufregung nicht nur das, sondern vieles, aber auch das führte zu einer Menge Aufregung bei den russischen Millbloggern. Der Begriff Millblogger heißt Leute, die in irgendeiner Form diesen Krieg online begleiten, derer gibt es ja so einige und was sie aber alle so gemeinsam haben in der letzten Zeit, dass sie offensichtlich alle ganz schlechte Laune haben gerade. Also jede Woche kommt eigentlich irgendwie so eine Meldung oder zumindest ein Kommentar in einem Telegram-Kanal bis hin zu längeren Videos, wo die sich ausführlich zu der Situation äußern und das klingt gar nicht gut. Also da wird permanent Klage erhoben, das ging im März los. Das ist Kritik an der Kriegsführung Putins oder beziehungsweise an der Kriegsführung generell, aber eben auch speziell bis hin zu Rücktrittsforderungen an Putin. Also da haben die teilweise schon wirklich die Schnauze voll und sagen halt einfach Russland sei derzeit einfach diesem Drohnenkrieg der Ukraine einfach nicht gewachsen. Man würde jetzt einfach gerade an der Front den Kürzeren ziehen. Es gäbe quasi keine Möglichkeit für die Russen mit irgendwie vertretbarem Aufwand noch voranzukommen. Auch wenn sie hier und da mal den einen oder anderen Quadratkilometer von der Ukraine übergeben bekommen, ist im Wesentlichen, wie wir schon eingangs dargelegt haben. Mit wenig Erfolgen hier zu rechnen und es wird in zunehmendem Maße schwieriger. Und es ist halt jetzt so, dass eben diese Blase, die ja eigentlich total pro Russland, pro Krieg, anti-Ukraine ist, dass die eigentlich am lautesten wimmert. Das ist wirklich krass zu sehen.

Pavel Mayer
1:51:39

Vielleicht noch kurz zur Oreschnik. Das Ganze ist ja, wie du richtig gesagt hast, so eine etwas abgespeckte Interkontinentalrakete, also etwas geringere Reichweite von, ich weiß nicht, ein paar tausend Kilometern. Und eben, ja, die scheint sehr ungenau zu sein. Also es ist im Prinzip 60er-Jahre-Technologie, die da wohl verbaut ist. Und was ich so gesehen habe, die Genauigkeit scheint irgendwo in der Gegend zwischen 500 und 1000 Metern zu liegen, was natürlich irgendwie, ja, nur so bedingt brauchbar ist. Und diese Metallgeschosse, die da drin sind, die also keinen Sprengstoff enthalten, kommen allerdings mit einer sehr hohen Geschwindigkeit an und haben ungefähr die Hälfte der Energie. Also wenn Sprengstoff drin wäre, würde da doppelt so viel Energie freigesetzt beim Einschlag. Es ist aber auch noch sehr abhängig davon dann natürlich, wo die Dinger einschlagen. Also es gab dann wohl auch Einschläge, wo man dann sah, dass das Geschoss irgendwie einfach im Erdboden ein Loch gemacht hat und das war es. Also kein Krater, kein nichts, einfach nur so ein kleines Loch irgendwo im Garten. Aber auf der anderen Seite, wenn das Ding jetzt auf irgendein Gebäude oder so trifft, dann sind die Schäden schon erheblich. Ja, aber es ist halt für die Bekämpfung von militärischen Zielen aufgrund der Ungenauigkeit auch eigentlich nicht geeignet, weil es ist halt eigentlich eine Atomrakete, wo es jetzt nicht so wichtig ist, ob du jetzt 500 Meter Ungenauigkeit hast. Aber wenn du jetzt genau das Gegenteil hast, nämlich innerte Sprengköpfe, sondern innerte Metallstücke da drin hast, dann müsstest du eigentlich eine hohe Präzision haben. Und die Dinger kosten wohl auch noch pro Stück um die 30 Millionen oder so. Das heißt, es ist halt auch jedes Mal immer schwierig zu sagen, was das kostet. Aber in der Größenordnung weiß man, weil das ist halt eine große Rakete. Die ist nicht billig. Und das dazu und darüber haben dann eben aber auch diese russischen Militärblogger gelästert mit eben Fotos von Einschlägen, wo dann einfach nichts passiert ist, die halt kaum Schäden angerichtet haben. Aber wie gesagt, ja. Ja, und jetzt noch zu dem Thema quasi Widerstand gegen Putin oder so. Der kommt vor allem von rechts, weil links geschätzt, also jetzt sagen die klassischen Dissidenten, die irgendwie eine Demokratie gerne hätten, oder das ist irgendwo 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung marginalisiert ohne Führungspersonen oder so. Also diese klassische Opposition oder die Opposition, die wir uns wünschen würden, ist halt marginalisiert. Das heißt, wenn es zu einem Putsch käme, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass irgendwie da was von rechts kommt, als dass da irgendwelche Demokraten jetzt aufstehen.

Tim Pritlove
1:55:54
Pavel Mayer
1:57:26
Tim Pritlove
1:57:49
Pavel Mayer
1:58:05
Tim Pritlove
1:59:33
Pavel Mayer
1:59:36
Tim Pritlove
1:59:40
Pavel Mayer
1:59:52
Tim Pritlove
1:59:58
Pavel Mayer
2:01:24
Tim Pritlove
2:03:23
Pavel Mayer
2:03:26
Tim Pritlove
2:04:52

Genau, aber um mal wieder bei Putin zu landen, da ist schon. So eine Angst im Raum. Also man kann zwischen den Zeilen rauslesen, dass er keine guten Antworten auf die aktuelle Situation hat. Also er kann den Krieg derzeit der Gesellschaft nicht verkaufen. Er sieht sich zu Maßnahmen gezwungen, die hochgradig unpopulär sind. Die Abschaltung von Telegram, das Blockieren von VPNs, all diese ganzen Maßnahmen, damit macht er sich keine Freunde. Nicht, dass er jetzt viele neue Freunde unbedingt bräuchte und ich sage auch nicht, weil jetzt Telegram abgeschaltet ist, wird die russische Gesellschaft die Revolution ausrufen. Davon sind wir glaube ich sehr weit entfernt, aber es zeigt eben eine Unsicherheit und das ist natürlich auch etwas, was von der Ukraine propagandamäßig ganz gut ausgeschlachtet werden kann, weil das ist ja auch wichtig, wie dieser Krieg und dieser Konflikt und die Stärke der Ukraine wahrgenommen wird. Und es hat sich natürlich super geil gezeigt, als dann am 9. Mai Putin wieder seine jährliche Superparade abfeiern wollte. Da wird ja dann immer der Sieg gegen Deutschland gefeiert, den großen Vaterländischen Krieg, was wir Zweiten Weltkrieg nennen. Und da gibt es dann immer fette Parade und dann fahren da stundenlang Panzer rauf und runter und Flugzeuge fliegen über den Platz vor dem Kreml. Und was nicht alles, also endlose Präsentationen und der steht da stundenlang und winkt. Dieses Jahr war es anders. Erstmal war dann erstmal wieder so vorher so eine Diskussion mit, ja jetzt könnten wir ja mal drei Tage Waffnstillstand machen. Wo die Ukraine so gesagt hat haltet ihr euch ja sowieso nicht dran. Wir zählen eh nichts auf euer Wort also geht mal woanders hin hat aber dann die ganze Aufregung, die ganze Diskussion dann um diese Parade und wie wird die denn jetzt so stattfinden super genutzt indem, ein Dekret veröffentlicht hat also ein offizielles Dekret des Präsidenten der Ukraine, so hast du das gesehen, dieses Blatt Grandios, dass er Putin erlaubt, an diesem Tag diese Parade durchzuführen. Und zwar mit so den konkreten GPS-Koordinaten des Rechtecks dieses Platzes, wo das dann erlaubt ist. Da dürft ihr das dann machen, da greifen wir euch nicht an, da seid ihr dann sicher. Also wirklich ein geiler Schenkelklopfer. Und ja, am Ende war es so, dass halt diese Parade sehr lächerlich abgelaufen ist. Es waren überhaupt gar keine Fahrzeuge mehr dabei, also keine Panzer, keine geschützten Militärfahrzeuge in irgendeiner Art, keine Flugzeuge. Und alles, was gezeigt wurde im Fernsehen, wurde dann noch ergänzt um Videoaufnahmen davon. Also man hat dann so, ja, Flugzeuge haben wir auch, die fliegen da durch die Luft und so. Aber die flogen halt nicht in dem Moment über den Krimmel. Wahrscheinlich, weil die sich nicht so ohne weiteres in dem von Silenskyer GPS-Rechteck aufhalten konnten.

Pavel Mayer
2:08:21
Tim Pritlove
2:08:39
Pavel Mayer
2:08:43

Jaja, das wird vermutet, das sozusagen. Und der andere Grund, warum keine Fahrzeuge da waren, war die Befürchtung, also wenn jetzt Leute da rumstehen und jetzt ein Drohnenangriff kommt, die können schnell abhauen, die können wegrennen und sich zerstreuen. Aber die Fahrzeuge kämen dann nicht weg. Und wenn dann halt so ein Fahrzeug auf der Paradestrecke getroffen würde und dann dort liegen bleibt, das war sozusagen die Befürchtung, warum man dann keine Fahrzeuge dort hat aufmarschieren lassen. Und mit dem Waffenstillstellen war es so, Vorher noch, also Putin hat wohl irgendwie über Trump für den Tag der Parade irgendwie Waffenstillstand haben wollen, woraufhin Zelensky dann sagte, ach Waffenstillstand ist super, aber dann lass uns doch irgendwie gleich drei Tage machen. Und hat dann halt vorgeschlagen, ja wenn Waffenstillstand, dann machen wir doch lieber gleich drei Tage und hat dann eben einen eigenen Termin genannt für den Waffenstillstand, von wann bis wann der stattfinden sollte, nämlich zwei Tage vor der Parade. Und natürlich war klar dann, dass Russland diesen Waffenstillstand natürlich nicht respektiert hat, sodass Zelensky dann noch sagen konnte, wir haben ja einen Waffenstillstand hier vorgeschlagen, wir waren bereit, aber Russland hat sich nicht an den Waffenstillstand gehalten, also brauchen wir uns auch nicht dran zu halten. Das war noch so der andere Twist. Und dann kam eben noch diese Nummer mit, ja, okay, ihr dürft hier eure Parade abhalten. Und es waren auch nicht viele ausländische Gäste angereist. Also das war die andere Sache. Die Teilnahme war wohl sehr, sehr spärlich an zugereisten Gästen.

Tim Pritlove
2:11:01
Pavel Mayer
2:11:26
Tim Pritlove
2:12:50

Ja, also ist ein Auslaufmodell, die Militärparade. Kann man sagen. Ja, was macht das jetzt mit der Gesellschaft und vor allem was macht das mit der russischen Wirtschaft? Da sind die Nachrichten auch nicht besonders gut für Russland. Wir haben ja schon erwähnt, dass jetzt durch diese Schläge auf die Ölinfrastruktur die größte Einnahmequelle dahin ist. Eine weitere wichtige Einnahmequelle sprudelt ja auch schon seit vier Jahren nicht mehr, nämlich es gibt keine Militärexporte mehr Russlands. Also man hat zwar glaube ich dem Iran das eine oder andere noch zugestellt, aber so generell große Bestellungen gibt es derzeit nicht, weil ja Russland alles für sich selber braucht. Und ja, durch den Krieg ist natürlich jetzt auch die Gesellschaft und die Wirtschaft enorm unter Druck geraten. Putin hat jetzt sogar schon die Oligarchen aufgefordert, sich doch auch irgendwie nochmal an den Kriegskosten zu beteiligen. Das klingt schon etwas verzweifelt. Es wurde die Umsatzsteuer angehoben und überhaupt steigt halt die Ausgabenlast für die Russen ohnehin. Da sind die so ein bisschen dran gewöhnt an solche Schwankungen. Trotzdem ist die Situation nicht gut. Wir hatten das schon mehrfach erwähnt, dass dieser große Sozialfonds, den sich Russland eigentlich beiseite gelegt hat für schwere Zeiten, um ihm sicherzustellen, dass Renten gezahlt werden können etc., der ist weitgehend aufgebraucht. Ich denke, der ist jetzt dieses Jahr dann auch durch. Und mittlerweile verkauft Russland sogar seine Goldbestände, um irgendwie noch Geld reinzubeholen. Dieser Boom, der scheinbare Boom durch diese Umstellung auf Militärproduktion, der ja sozusagen auch viele dann wieder in die Militärindustrie, in diese Produktionsindustrie reingezogen hat und dann berührt. Quasi gefühlt für die Leute, auch für so einen zwischenzeitlichen Boom gesorgt hat. Das hat halt nur dazu geführt, dass diese Einkommen dann angehoben wurden, weil sie eben mithalten mussten mit diesen Vergütungen, die an Soldaten ausgezahlt werden. Jetzt wo das Geld dafür schon nicht mehr da ist, sinken diese Einkommen jetzt auch wieder und dieser ganze demografische Rückgang, dass sozusagen so viele junge Männer jetzt in den Krieg ziehen und dort sterben, führt also in zunehmendem Maße dazu, dass einfach die Leute auf dem Arbeitsmarkt fehlen. Da gibt es Schätzungen von ungefähr 2,5 Millionen Leuten, die man also durchaus in irgendeiner Form beschäftigen könnte, die einfach nicht mehr da sind. Und dieser Mangel an Männern führt sogar dazu, dass auch die Frauen sich jetzt im Ausland orientieren, weil es halt einfach keine Männer mehr gibt, mit denen man in irgendeiner Form eine Partnerschaft aufbauen kann. Das führt also zu so einer Unzufriedenheit, auch die Repressionen, auch diese Internetabschaltung, all das akkumuliert sich. Die Leute können das jetzt nicht in so eine Revolution kanalisieren, aber es ist halt einfach eine steigende wirtschaftliche Not. Gut 40 bis 50 Prozent des Einkommens müssen sie irgendwie für Lebensmittel ausgeben, die immer teurer werden. Und es gab eine Umfrage in Russland, wie denn so die Zustimmungsrate sei zu Putin, inwiefern man sozusagen noch seine Politik unterstütze. Und die Zahl kam auf 66 Prozent raus. Das ist jetzt für so eine Diktatur schon mal ein sehr schlechter Wert, würde ich sagen. Weil die stimmt bestimmt nicht und ist trotzdem niedrig.

Pavel Mayer
2:16:36
Tim Pritlove
2:16:57
Pavel Mayer
2:16:58

Aber die Ergebnisse waren wohl nicht so ideal. Und dann hat man gesagt, dass jetzt die Leute persönlich an der Tür befragt werden. Und da kommen dann so drei... Leute klingeln dann bei dir an der Tür und fragen dich, was du denn so von Putin hältst. Und trotzdem sagen ein Drittel der Russen, ja, finde ich jetzt nicht so gut. Und wie du schon richtig sagst, man muss immer gucken, wie sind denn diese Zustimmungsquoten, Wie kommen die denn da zustande? Aber eine Mehrheit der Russen hat Putin vermutlich schon noch hinter sich, beziehungsweise sind die halt dermaßen depolitisiert. Dass Putin oder die Regierung, wer da regiert, das ist eh so eine Naturgewalt. Das ist sozusagen, ja, ob da jetzt gerade, ja, so wie die Mondphasen oder so, da habe ich jetzt auch keinen Einfluss drauf, ja, das ist also, deswegen trage ich da jetzt auch keine Verantwortung für, was meine Regierung macht. was meine Regierung macht. Das ist jetzt auch keine völlig falsche Sicht und wirst du wahrscheinlich bei Das ist jetzt auch keine völlig falsche Sicht und wirst du wahrscheinlich bei vielen Leuten hier auch finden, dass sie sagen, vielen Leuten hier auch finden, dass sie sagen, ich bin doch nicht verantwortlich dafür, was jetzt hier der Kanzler gerade macht oder sagt. ich bin doch nicht verantwortlich dafür, was jetzt hier der Kanzler gerade macht oder sagt. Da kann ich doch nichts für, was da passiert. Da kann ich doch nichts für, was da passiert. Wieso werde ich jetzt bombardiert? Das war dann so das Ding, Wieso werde ich jetzt bombardiert? Das war dann so das Ding, wieso bombardieren die Ukrainer uns oder mich? wieso bombardieren die Ukrainer uns oder mich? Waren dann halt super empört, fanden das halt total ungerecht. Waren dann halt super empört, fanden das halt total ungerecht. Aber aus dem Grund einfach, weil sie sich überhaupt nicht damit identifizieren, Aber aus dem Grund einfach, weil sie sich überhaupt nicht damit identifizieren, und der Meinung sind, ja... und der Meinung sind, ja... Das hat mit mir nichts zu tun, dieser Krieg. Das hat mit mir nichts zu tun, dieser Krieg. Das ist halt eine weit verbreitete Haltung in Russland. Das ist halt eine weit verbreitete Haltung in Russland. Das ist Angelegenheit der Regierung. Das ist Angelegenheit der Regierung. Da habe ich nichts mit zu tun. Da habe ich nichts mit zu tun.

Tim Pritlove
2:19:28

Ja, das ist, genau, du beziehst dich wahrscheinlich auf dieses eine Video von Ja, das ist, genau, du beziehst dich wahrscheinlich auf dieses eine Video von dem Russen, der nach diesen Angriffen auf Moskau sich irgendwie in so einem dem Russen, der nach diesen Angriffen auf Moskau sich irgendwie in so einem Selfie-Video geäußert hat und so sein Missverständnis, Selfie-Video geäußert hat und so sein Missverständnis, sein Unverständnis darüber abgeliefert hat und natürlich, wenn man jetzt als Außenstehender, sein Unverständnis darüber abgeliefert hat und natürlich, wenn man jetzt als Außenstehender, vor allem so aus dem Westen heraus, vor allem so aus dem Westen heraus, sich das anschaut und sagt so, wieso greift ihr uns denn hier an? sich das anschaut und sagt so, wieso greift ihr uns denn hier an? Da fragen wir uns natürlich, habt ihr sie noch alle? Da fragen wir uns natürlich, habt ihr sie noch alle? Ihr greift seit vier Jahren dieses Land an, der totale Terror und dann wundert Ihr greift seit vier Jahren dieses Land an, der totale Terror und dann wundert euch, dass da mal eine Bombe hochgeht. euch, dass da mal eine Bombe hochgeht. Aber das drückt wahrscheinlich auch sehr gut aus, dass, Aber das drückt wahrscheinlich auch sehr gut aus, dass, diese Leute dort einfach komplett disjunkt sind von dem, was diese Regierung macht. diese Leute dort einfach komplett disjunkt sind von dem, was diese Regierung macht. Das ist für die wie ein anderes Land fast. Das ist für die wie ein anderes Land fast.

Pavel Mayer
2:20:34
Tim Pritlove
2:20:47

Das tolle Amerika. Das tolle Amerika. Ja, das stimmt. Da ist was dran und Und das wird auch schwierig sein, Ja, das stimmt. Da ist was dran und Und das wird auch schwierig sein, wenn dieser Krieg mal vorbei ist, in irgendeiner Form da einen Konsens zu finden in diesem Land. wenn dieser Krieg mal vorbei ist, in irgendeiner Form da einen Konsens zu finden in diesem Land. Also so eine Schuldanerkenntnis aller Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg Also so eine Schuldanerkenntnis aller Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wird sich dort glaube ich nicht machen lassen. wird sich dort glaube ich nicht machen lassen. Das kann man vergessen. Das kann man vergessen. Also es gipfelt sie dann auch noch in diesem Videopost von einer Influencerin Also es gipfelt sie dann auch noch in diesem Videopost von einer Influencerin namens Viktoria Bonja oder so. namens Viktoria Bonja oder so. Das ist so ein russisches Model, die wohl schon sehr lange sehr bekannt ist Das ist so ein russisches Model, die wohl schon sehr lange sehr bekannt ist in Russland. Ich kannte die natürlich nicht. in Russland. Ich kannte die natürlich nicht. Die wohnt auch nicht in Russland, sondern die wohnt auch wie in Monaco. Die wohnt auch nicht in Russland, sondern die wohnt auch wie in Monaco. Also die hat glaube ich jetzt mit den Finanzen keine großen Probleme und macht Also die hat glaube ich jetzt mit den Finanzen keine großen Probleme und macht halt was in Florenza so machen und berichtet halt über so die schöne Welt. halt was in Florenza so machen und berichtet halt über so die schöne Welt. Aber die hatte dann auch so ein bisschen die Schnauze voll und die hat dann Aber die hatte dann auch so ein bisschen die Schnauze voll und die hat dann so ein Dis-Video rausgebracht, wo sie wirklich mal quer über Putin und die Regierung, so ein Dis-Video rausgebracht, wo sie wirklich mal quer über Putin und die Regierung, was Russland derzeit alles so treibt, her erzählt und sagt, es geht ja gar nicht. was Russland derzeit alles so treibt, her erzählt und sagt, es geht ja gar nicht. Und zwar jetzt nicht wieder mit Ukraine und was macht ihr denn da, Und zwar jetzt nicht wieder mit Ukraine und was macht ihr denn da, sondern einfach nur so, dem Land geht es jetzt nicht gut. sondern einfach nur so, dem Land geht es jetzt nicht gut. Wirtschaft ist schwierig, Lebensumstände Wirtschaft ist schwierig, Lebensumstände sind schwierig, ist teuer und so weiter. So diese Perspektive. sind schwierig, ist teuer und so weiter. So diese Perspektive. Und das Problem ist natürlich, dadurch, dass sie nicht in Russland ist, Und das Problem ist natürlich, dadurch, dass sie nicht in Russland ist, kann sie jetzt auch nicht so ohne weiteres sanktioniert werden. kann sie jetzt auch nicht so ohne weiteres sanktioniert werden. Da sie auch sehr beliebt zu sein scheint in Russland und sehr bekannt ist kann Da sie auch sehr beliebt zu sein scheint in Russland und sehr bekannt ist kann man die jetzt nicht so die kann man dann auch nicht einfach so, man die jetzt nicht so die kann man dann auch nicht einfach so, fenestrieren wie man das ja normalerweise macht in Russland, fenestrieren wie man das ja normalerweise macht in Russland, wenn einer so ein bisschen querschlägt, also das war für. wenn einer so ein bisschen querschlägt, also das war für. Die Regierung sehr schwierig damit umzugehen weil sie sich da noch nicht mal Die Regierung sehr schwierig damit umzugehen weil sie sich da noch nicht mal drauf beziehen konnten, sie konnten es eigentlich nur ignorieren und das, drauf beziehen konnten, sie konnten es eigentlich nur ignorieren und das, Wurde aber dann eben trotzdem breit wahrgenommen. Zumindest bei allen, Wurde aber dann eben trotzdem breit wahrgenommen. Zumindest bei allen, die noch in der Lage waren, diese Kanäle zu empfangen, auf denen sie postet. die noch in der Lage waren, diese Kanäle zu empfangen, auf denen sie postet. Aber da gibt es durchaus Wege. Aber da gibt es durchaus Wege. Und insgesamt ist halt einfach, ja, das Verhältnis, glaube ich, Und insgesamt ist halt einfach, ja, das Verhältnis, glaube ich, zwischen Staat und Gesellschaft ist im Eimer. zwischen Staat und Gesellschaft ist im Eimer. Und die Gesellschaft hat aber auch in zunehmendem Maße einfach keinen Bock mehr Und die Gesellschaft hat aber auch in zunehmendem Maße einfach keinen Bock mehr auf den ganzen Scheiß. Das ist, wie gesagt, alles noch weit von jeglicher Revolution entfernt. auf den ganzen Scheiß. Das ist, wie gesagt, alles noch weit von jeglicher Revolution entfernt. Also Widerstand nur. Auch Putin kann den Bogen nicht komplett überspannen. Also Widerstand nur. Auch Putin kann den Bogen nicht komplett überspannen. Und das sind alles so kleine Dinge, die dazu beitragen, die Gesamtstimmung in Und das sind alles so kleine Dinge, die dazu beitragen, die Gesamtstimmung in irgendeiner Form zu ändern. irgendeiner Form zu ändern.

Pavel Mayer
2:23:50

Ja, da gab es dann ja auch noch den anderen Fall von diesen. Ja, da gab es dann ja auch noch den anderen Fall von diesen. Von diesen Propagandisten, ich suche gerade mal. Von diesen Propagandisten, ich suche gerade mal. Ilya Remeslo, glaube ich, genau, so ein ehemaliger Z-Blogger und krimelnaher Mill-Blogger, Ilya Remeslo, glaube ich, genau, so ein ehemaliger Z-Blogger und krimelnaher Mill-Blogger, der dann plötzlich drei Videos gemacht hat, wo er auch komplett über Putin und der dann plötzlich drei Videos gemacht hat, wo er auch komplett über Putin und den Zustand in Russland hergezogen ist. den Zustand in Russland hergezogen ist. Also quasi genau ein öffentliches Manifest gegen Putin und den Ukraine-Krieg veröffentlicht hat. Also quasi genau ein öffentliches Manifest gegen Putin und den Ukraine-Krieg veröffentlicht hat. Und der wurde dann in die Psychiatrie Nummer 3 in Petersburg eingewiesen, Und der wurde dann in die Psychiatrie Nummer 3 in Petersburg eingewiesen, weil man meinte, er sei einfach verrückt geworden. weil man meinte, er sei einfach verrückt geworden. Weil das anders ließen sich seine Äußerungen jetzt nicht erklären, Weil das anders ließen sich seine Äußerungen jetzt nicht erklären, dass er irgendwie einen psychischen Zusammenbruch hatte. dass er irgendwie einen psychischen Zusammenbruch hatte. Aber in den Videos, wenn man sich die anguckt, ja, also der macht jetzt keinen Aber in den Videos, wenn man sich die anguckt, ja, also der macht jetzt keinen komplett verrückten Eindruck. komplett verrückten Eindruck. Und auch mit dem, was er sagte und so, hatte das jetzt nicht den Eindruck, Und auch mit dem, was er sagte und so, hatte das jetzt nicht den Eindruck, dass er da jetzt irgendwie an einem psychotischen Schub leidet, dass er da jetzt irgendwie an einem psychotischen Schub leidet, sondern das Klang schon alles hatte irgendwie Hand und Fuß, von dem er erzählt hat. sondern das Klang schon alles hatte irgendwie Hand und Fuß, von dem er erzählt hat. Da kamen jetzt keine Aliens vor oder so, Sondern ja, das entsprach alles auch Da kamen jetzt keine Aliens vor oder so, Sondern ja, das entsprach alles auch weitgehend den Tatsachen. weitgehend den Tatsachen. Und ja. Und ja. Also weiterer Fall. Und da gab es noch mehr, die dann jetzt angefangen haben, Also weiterer Fall. Und da gab es noch mehr, die dann jetzt angefangen haben, sich kritisch zu äußern. sich kritisch zu äußern. Und die scheinen auch trotzdem in der Lage, also es gibt viele Leute, Und die scheinen auch trotzdem in der Lage, also es gibt viele Leute, die scheinen trotzdem noch mit VPN rauszukommen aus Russland. die scheinen trotzdem noch mit VPN rauszukommen aus Russland.

Tim Pritlove
2:25:53
Pavel Mayer
2:27:01
Tim Pritlove
2:27:10
Pavel Mayer
2:27:34
Tim Pritlove
2:28:24
Pavel Mayer
2:28:26
Tim Pritlove
2:28:34
Pavel Mayer
2:28:35
Tim Pritlove
2:28:45

Genau, also das Interview war natürlich absolutes Gold. Genau, also das Interview war natürlich absolutes Gold. Er hat ihn dann irgendwie, also wirklich komplett alles aufs Brot geschmiert, Er hat ihn dann irgendwie, also wirklich komplett alles aufs Brot geschmiert, so nach dem Motto, also was ihr hier abgezogen hat, da wäre ja also Nordkorea so nach dem Motto, also was ihr hier abgezogen hat, da wäre ja also Nordkorea wäre ja da neidisch geworden, ja, so krasse Propaganda, wie ihr hier feiert. wäre ja da neidisch geworden, ja, so krasse Propaganda, wie ihr hier feiert. Erstmal vielleicht nochmal so die Fakten, also die Wahl hat stattgefunden, Erstmal vielleicht nochmal so die Fakten, also die Wahl hat stattgefunden, sie wurde offensichtlich nicht ausreichend manipuliert, am Ende hat, sie wurde offensichtlich nicht ausreichend manipuliert, am Ende hat, Magia mit seiner wie heißt noch gleich die, Magia mit seiner wie heißt noch gleich die, mit Tisha, mit seiner Party, also sie ist nicht wirklich neu, mit Tisha, mit seiner Party, also sie ist nicht wirklich neu, aber wurde quasi von ihm so, war so ein Empty Vessel, was er dann wieder reaktiviert aber wurde quasi von ihm so, war so ein Empty Vessel, was er dann wieder reaktiviert hat und er hat also eine satte, hat und er hat also eine satte, Zweidrittelmehrheit im ungarischen Parlament. Zweidrittelmehrheit im ungarischen Parlament. Das heißt, hier sind auch Verfassungsänderungen möglich und er hat eben umfangreiche Das heißt, hier sind auch Verfassungsänderungen möglich und er hat eben umfangreiche Reformen angekündigt in nahezu jeder Beziehung. Reformen angekündigt in nahezu jeder Beziehung. Er macht da durchaus eine gute Figur. Er macht da durchaus eine gute Figur. Auch die Leute, mit denen er jetzt diese Regierung bildet, das ist so, Auch die Leute, mit denen er jetzt diese Regierung bildet, das ist so, was man so gemeinhin eine Technokratenregierung nennt. was man so gemeinhin eine Technokratenregierung nennt. Das heißt, er hat jetzt nicht irgendwelche Politiker gewählt, Das heißt, er hat jetzt nicht irgendwelche Politiker gewählt, sondern die jeweiligen Bereiche werden von ... sondern die jeweiligen Bereiche werden von ... Experten geführt. Also, ich kenne die nicht, aber. Experten geführt. Also, ich kenne die nicht, aber. Die haben sich jetzt nicht durch irgendwelche politischen Aktivitäten in einer Die haben sich jetzt nicht durch irgendwelche politischen Aktivitäten in einer Partei vor allem gezeigt, sondern die sind halt einfach in dem jeweiligen Feld, Partei vor allem gezeigt, sondern die sind halt einfach in dem jeweiligen Feld, haben die durchaus Kompetenz, weil ich denke, der Magier hat schon verstanden, haben die durchaus Kompetenz, weil ich denke, der Magier hat schon verstanden, dass er jetzt hier sehr schnell zu sinnvollen Reformen kommen muss, dass er jetzt hier sehr schnell zu sinnvollen Reformen kommen muss, um da einfach die Dynamik des Volkes mitzunehmen. um da einfach die Dynamik des Volkes mitzunehmen. Dazu gehört auch die Normalisierung der Beziehungen zur EU selbstverständlich Dazu gehört auch die Normalisierung der Beziehungen zur EU selbstverständlich und aber auch die Normalisierung der Beziehungen zur Ukraine. und aber auch die Normalisierung der Beziehungen zur Ukraine.

Pavel Mayer
2:30:36

Vielleicht noch kurz zu der Wahl und der Zweidrittelmehrheit, Vielleicht noch kurz zu der Wahl und der Zweidrittelmehrheit, wie wichtig das war, weil die eine Sache ist, wie wichtig das war, weil die eine Sache ist, dass Orban das Wahlsystem verändert hatte, dass Orban das Wahlsystem verändert hatte, dahingehend, dass wenn man jetzt nur eine kleine Mehrheit, also eine kleine dahingehend, dass wenn man jetzt nur eine kleine Mehrheit, also eine kleine absolute Mehrheit hat in der Zahl der Stimmen, dass das aber dazu führt, absolute Mehrheit hat in der Zahl der Stimmen, dass das aber dazu führt, dass man leichter eine Zweidrittelmehrheit kriegt, weil die wollten sich diese dass man leichter eine Zweidrittelmehrheit kriegt, weil die wollten sich diese Zweidrittelmehrheit sichern und haben dann den Großteil der Gesetze, Zweidrittelmehrheit sichern und haben dann den Großteil der Gesetze, die sie verabschiedet haben, die sie verabschiedet haben, waren sogenannte priorisierte Gesetze, die auch nur mit einer Zweidrittelmehrheit waren sogenannte priorisierte Gesetze, die auch nur mit einer Zweidrittelmehrheit wieder geändert werden dürften. wieder geändert werden dürften. Das heißt, deren Kalkül war, dass selbst wenn sie mal irgendwie die Macht verlieren, Das heißt, deren Kalkül war, dass selbst wenn sie mal irgendwie die Macht verlieren, dass dann ihre Gesetze bleiben, solange die anderen nicht auch zwei Drittel kriegen. dass dann ihre Gesetze bleiben, solange die anderen nicht auch zwei Drittel kriegen. Nur was ihnen halt, ich weiß nicht, ob ihnen das klar war oder nicht, Nur was ihnen halt, ich weiß nicht, ob ihnen das klar war oder nicht, aber dass ihre Manipulationen am Wahlsystem jetzt dazu geführt haben, aber dass ihre Manipulationen am Wahlsystem jetzt dazu geführt haben, aber auch, dass jetzt die Opposition. aber auch, dass jetzt die Opposition. Die ehemalige Opposition auch nur, auch jetzt nicht zwei Drittel der Stimmen Die ehemalige Opposition auch nur, auch jetzt nicht zwei Drittel der Stimmen brauchte, sondern durchaus weniger, um jetzt zwei Drittel der Parlamentssitze zu erhalten. brauchte, sondern durchaus weniger, um jetzt zwei Drittel der Parlamentssitze zu erhalten. Und das ist halt auch das Interessante am sogenannten Gerrymandering, Und das ist halt auch das Interessante am sogenannten Gerrymandering, was ja in den USA das große Thema ist, also Wahlkreise so zuzuschneiden, dass jetzt... was ja in den USA das große Thema ist, also Wahlkreise so zuzuschneiden, dass jetzt... Von sechs Wahlkreisen sorgt man dafür, dass die Wähler der Opposition alle in Von sechs Wahlkreisen sorgt man dafür, dass die Wähler der Opposition alle in ein oder zwei Wahlkreisen versammelt sind, ein oder zwei Wahlkreisen versammelt sind, die sie dann kriegen, aber die anderen Wahlkreise haben dann satte Mehrheiten von deiner Partei, die sie dann kriegen, aber die anderen Wahlkreise haben dann satte Mehrheiten von deiner Partei, um dadurch das zu zementieren. um dadurch das zu zementieren. Aber das Problem ist, Aber das Problem ist, dass durch dieses Gerrymandering dann aber auch, dass durch dieses Gerrymandering dann aber auch, wie es so schön heißt, die Margins sich dann so verändern, dass wenn jetzt die wie es so schön heißt, die Margins sich dann so verändern, dass wenn jetzt die andere Seite plötzlich mehr Stimmen kriegt, andere Seite plötzlich mehr Stimmen kriegt, dass dann die Auswirkungen für dich negativer sind, dass du plötzlich dann mehr dass dann die Auswirkungen für dich negativer sind, dass du plötzlich dann mehr Wahlkreise verlieren kannst. Wahlkreise verlieren kannst.

Tim Pritlove
2:33:22
Pavel Mayer
2:33:24
Tim Pritlove
2:33:51

Keine leichte Aufgabe, aber in gewisser Hinsicht, glaube ich, ist sein Ansatz auch, Keine leichte Aufgabe, aber in gewisser Hinsicht, glaube ich, ist sein Ansatz auch, Dadurch auch noch radikaler. Also jetzt gerade bei diesen Medienreformen, Dadurch auch noch radikaler. Also jetzt gerade bei diesen Medienreformen, die Urban dort durchgeführt hat, haben ja dazu geführt, dass er eben sozusagen die Urban dort durchgeführt hat, haben ja dazu geführt, dass er eben sozusagen alles unter Kontrolle hat. alles unter Kontrolle hat. Und weil das einfach alles so hoffnungslos nicht mehr zu retten ist, Und weil das einfach alles so hoffnungslos nicht mehr zu retten ist, wird es nicht reformiert, sondern wird einfach aufgelöst. wird es nicht reformiert, sondern wird einfach aufgelöst. Und ob dann was Besseres kommt, das werden wir mal sehen. Und ob dann was Besseres kommt, das werden wir mal sehen. Aber jetzt sind die ersten Schritte auf jeden Fall erstmal sehr positiv. Aber jetzt sind die ersten Schritte auf jeden Fall erstmal sehr positiv. Dieser 90 Milliarden Kredit der EU an Ukraine, der ja noch bis zuletzt von Orbán Dieser 90 Milliarden Kredit der EU an Ukraine, der ja noch bis zuletzt von Orbán geblockt wurde, der ist jetzt nicht mehr geblockt. Der wird jetzt stattfinden. geblockt wurde, der ist jetzt nicht mehr geblockt. Der wird jetzt stattfinden. Das ukrainische Parlament hat jetzt auch gerade dafür gestimmt. Das ukrainische Parlament hat jetzt auch gerade dafür gestimmt. Das wird also jetzt fließen. Nicht alles auf einmal, sondern irgendwie über Jahre glaube ich. Das wird also jetzt fließen. Nicht alles auf einmal, sondern irgendwie über Jahre glaube ich. Das ist auf jeden Fall schon mal gut. Was auch noch zu sehen war, Das ist auf jeden Fall schon mal gut. Was auch noch zu sehen war, ist, dass Fizzo, der Chef der Slowakei, der ja so ein bisschen mit Orbán so ist, dass Fizzo, der Chef der Slowakei, der ja so ein bisschen mit Orbán so ein bisschen auf derselben Linie ist und auch einer der wenigen war, ein bisschen auf derselben Linie ist und auch einer der wenigen war, der glaube ich noch bei Putin auf dieser Parade war. der glaube ich noch bei Putin auf dieser Parade war. Dass der auf einmal nicht mehr so laut tönt und auch keine Anstalten macht, Dass der auf einmal nicht mehr so laut tönt und auch keine Anstalten macht, jetzt sich groß noch gegen diese Ukraine-Geschichte zu wehren. jetzt sich groß noch gegen diese Ukraine-Geschichte zu wehren. Das kann ich jetzt nur mutmaßen, aber es macht auf mich so ein bisschen den Das kann ich jetzt nur mutmaßen, aber es macht auf mich so ein bisschen den Eindruck, als ob er jetzt den Schuss gehört hat. Eindruck, als ob er jetzt den Schuss gehört hat. Also Orban schien ja unbesiegbar. Also Orban schien ja unbesiegbar. Im Gegenteil war der Fall und das ist natürlich für ihn auch ein Warnsignal, Im Gegenteil war der Fall und das ist natürlich für ihn auch ein Warnsignal, wenn er denn gedenkt sich irgendwie zu halten, wenn er denn gedenkt sich irgendwie zu halten, weiß er, dass das jetzt nicht übertreiben darf, weil die Wahrscheinlichkeit, weiß er, dass das jetzt nicht übertreiben darf, weil die Wahrscheinlichkeit, dass die Slowakei dann genauso eine Blockade reingedrückt bekommt, dass die Slowakei dann genauso eine Blockade reingedrückt bekommt, wie das mit Ungarn zuletzt der Fall war, wie das mit Ungarn zuletzt der Fall war, die ist natürlich damit enorm gestiegen, allein schon weil sozusagen ein Veto-Partner weggefallen ist. die ist natürlich damit enorm gestiegen, allein schon weil sozusagen ein Veto-Partner weggefallen ist. Und von daher glaube ich, ist das generell erstmal für die EU ein ganz guter Trend. Und von daher glaube ich, ist das generell erstmal für die EU ein ganz guter Trend. Jetzt muss man natürlich gucken, wie das in Frankreich so weitergeht, Jetzt muss man natürlich gucken, wie das in Frankreich so weitergeht, aber das ist ein anderes Thema. aber das ist ein anderes Thema. Orban selber ist jetzt wohl in die USA abgehauen. Erst meinte er, Orban selber ist jetzt wohl in die USA abgehauen. Erst meinte er, er würde ja noch irgendwie in der Opposition walten und so weiter. er würde ja noch irgendwie in der Opposition walten und so weiter. Ich weiß nicht, ob er schon da ist, aber man hört, dass jetzt die Amerikaner Ich weiß nicht, ob er schon da ist, aber man hört, dass jetzt die Amerikaner versuchen, ihn bei der UN unterzubringen, um ihm da in irgendeiner Form Immunität zu verschaffen, versuchen, ihn bei der UN unterzubringen, um ihm da in irgendeiner Form Immunität zu verschaffen, weil die Wahrscheinlichkeit, dass wenn er jetzt nicht abhaut, weil die Wahrscheinlichkeit, dass wenn er jetzt nicht abhaut, dass sie ihn dann einknasten werden, ist ja relativ hoch. dass sie ihn dann einknasten werden, ist ja relativ hoch. Keine Ahnung, wie das ausgeht. Keine Ahnung, wie das ausgeht. Ja, also das ist das Ungarn-Kapitel. Das werdet ihr ja auch ein bisschen mitbekommen haben. Ja, also das ist das Ungarn-Kapitel. Das werdet ihr ja auch ein bisschen mitbekommen haben. Es ist einfach generell erstmal sehr positiv. Es gibt ja noch die guten Nachrichten. Es ist einfach generell erstmal sehr positiv. Es gibt ja noch die guten Nachrichten.

Pavel Mayer
2:36:39

Und was, Und was, noch bemerkenswert ist, ist, dass ja, alles, was Trump beziehungsweise die MAGA-Bewegung noch bemerkenswert ist, ist, dass ja, alles, was Trump beziehungsweise die MAGA-Bewegung also viel von dem, was deren Playbook ist, haben sie sich halt von Ungarn abgeguckt. also viel von dem, was deren Playbook ist, haben sie sich halt von Ungarn abgeguckt. Und Orbán hat auch dafür gesorgt, Und Orbán hat auch dafür gesorgt, sie hat ja unter anderem dieses große konservativen Treffen, CPEC, genau, sie hat ja unter anderem dieses große konservativen Treffen, CPEC, genau, gab es halt auch eine CPEC Ungarn. gab es halt auch eine CPEC Ungarn. Und da haben dann so 2.000 bis 3.000 Konservative, die meisten aus den USA, dann angereist. Und da haben dann so 2.000 bis 3.000 Konservative, die meisten aus den USA, dann angereist. Und er hat das Ganze vom ungarischen Staat mit Millionen an Euro gefördert. Und er hat das Ganze vom ungarischen Staat mit Millionen an Euro gefördert. Also im Rahmen jetzt der Gesamtkorruption eigentlich Peanuts, Also im Rahmen jetzt der Gesamtkorruption eigentlich Peanuts, würde ich sagen, aber nichtsdestotrotz wirklich bemerkenswert, würde ich sagen, aber nichtsdestotrotz wirklich bemerkenswert, dass der ungarische Staat Geld, also Millionen dafür ausgegeben hat, dass der ungarische Staat Geld, also Millionen dafür ausgegeben hat, um amerikanische Konservative zu hosten und zu indoktrinieren. mit, um amerikanische Konservative zu hosten und zu indoktrinieren. mit, ungarischen Ideen dort. ungarischen Ideen dort.

Tim Pritlove
2:38:08
Pavel Mayer
2:38:24
Tim Pritlove
2:39:07
Pavel Mayer
2:39:15
Tim Pritlove
2:39:29
Pavel Mayer
2:40:15
Tim Pritlove
2:41:27

Gut, dann schauen wir nochmal so ein bisschen auf das restliche politische Geschehen. Gut, dann schauen wir nochmal so ein bisschen auf das restliche politische Geschehen. Also, ja, ihr wisst ja, ist ja alles ein bisschen durcheinander. Also, ja, ihr wisst ja, ist ja alles ein bisschen durcheinander. Also die Ukraine hat auf jeden Fall eine Menge an Kooperationen und Unterstützung Also die Ukraine hat auf jeden Fall eine Menge an Kooperationen und Unterstützung erhalten durch zahlreiche europäische Länder. erhalten durch zahlreiche europäische Länder. Die ganzen Militärkooperationen haben wir auch schon gesprochen. Die ganzen Militärkooperationen haben wir auch schon gesprochen. Es gibt auch jetzt in zunehmendem Maße sogenannte Sicherheitspartnerschaften Es gibt auch jetzt in zunehmendem Maße sogenannte Sicherheitspartnerschaften mit allen möglichen Ländern. Da sind dann so Länder wie Indien dabei oder Aserbaidschan. mit allen möglichen Ländern. Da sind dann so Länder wie Indien dabei oder Aserbaidschan. Also ich finde es sehr interessant, dass die Ukraine jetzt noch in dieser Situation Also ich finde es sehr interessant, dass die Ukraine jetzt noch in dieser Situation des Krieges es schafft, jetzt hier so ganz neue Allianzen zu schmieden. des Krieges es schafft, jetzt hier so ganz neue Allianzen zu schmieden. Das mag jetzt nicht viel aussagen. Das mag jetzt nicht viel aussagen. Es ist nicht so, dass jetzt Indien anfängt in Russland einzumarschieren, Es ist nicht so, dass jetzt Indien anfängt in Russland einzumarschieren, weil sie jetzt gegen die Ukraine vorgegangen sind. weil sie jetzt gegen die Ukraine vorgegangen sind. Ich denke, diese ganzen Sicherheitspartnerschaften haben eben sehr viel auch Ich denke, diese ganzen Sicherheitspartnerschaften haben eben sehr viel auch mit der Drohnentechnik zu tun und mit ihren militärischen Fähigkeiten. mit der Drohnentechnik zu tun und mit ihren militärischen Fähigkeiten. Das sind alles so Deals mit, aha, ihr wollt da irgendwie Einblicke haben, Das sind alles so Deals mit, aha, ihr wollt da irgendwie Einblicke haben, ihr wollt wissen, wie man diesen Drohnenkrieg bekämpfen kann, ihr wollt wissen, wie man diesen Drohnenkrieg bekämpfen kann, da können wir euch helfen, aber wir wollen das auch im Rahmen eines umfangreicheren da können wir euch helfen, aber wir wollen das auch im Rahmen eines umfangreicheren Kooperationsprogramms sehen. Kooperationsprogramms sehen. Und dann wollen wir halt auch was dafür haben. Und dann wollen wir halt auch was dafür haben. Und sie sind jetzt einfach in der Lage, nicht nur bei so reichen Ländern wie Und sie sind jetzt einfach in der Lage, nicht nur bei so reichen Ländern wie den Golfstaaten oder so mächtigen Ländern wie Indien oder so. den Golfstaaten oder so mächtigen Ländern wie Indien oder so. Nah an Russland lokalisierten Ländern wie Aserbaidschan irgendwie solche Sachen Nah an Russland lokalisierten Ländern wie Aserbaidschan irgendwie solche Sachen zu machen, zusätzlich zu Europa. zu machen, zusätzlich zu Europa. Und das ist, ja, das finde ich schon mal für sich bemerkenswert. Und das ist, ja, das finde ich schon mal für sich bemerkenswert.

Pavel Mayer
2:43:24
Tim Pritlove
2:43:36
Pavel Mayer
2:43:40

Und das erinnert mich an, Und das erinnert mich an, neulich bin ich auf ein altes Essay gestoßen aus den 50er Jahren und dann auch neulich bin ich auf ein altes Essay gestoßen aus den 50er Jahren und dann auch in den 60er Jahren, wo es um das Thema ging, in den 60er Jahren, wo es um das Thema ging, unter anderem, dass Amerika der Meinung war, seit dem Zweiten Weltkrieg oder unter anderem, dass Amerika der Meinung war, seit dem Zweiten Weltkrieg oder auch vorher, dass sie halt so übermächtig sind. auch vorher, dass sie halt so übermächtig sind. Es wurde mit dem Spruch so, what Lola wants, Lola gets, sozusagen diese Geschichte. Es wurde mit dem Spruch so, what Lola wants, Lola gets, sozusagen diese Geschichte. Und dass sie dann total verwundert waren, als sie dann in Vietnam irgendwie Und dass sie dann total verwundert waren, als sie dann in Vietnam irgendwie das nicht funktioniert hat oder in anderen Ecken auch, dass sie es überhaupt das nicht funktioniert hat oder in anderen Ecken auch, dass sie es überhaupt nicht verstehen konnten, wie das sein kann, dass die Amerika verlieren kann. nicht verstehen konnten, wie das sein kann, dass die Amerika verlieren kann. Aber in dem Zusammenhang war Aber in dem Zusammenhang war der Punkt dann die Frage von Verbündeten und da gab es dann den Hinweis, der Punkt dann die Frage von Verbündeten und da gab es dann den Hinweis, dass das britische Reich. dass das britische Reich. Das britische Reich hat halt trotz seiner globalen Herrschaft und Übermacht Das britische Reich hat halt trotz seiner globalen Herrschaft und Übermacht immer nur dann gewonnen, wenn es Verbündete hatte und verloren, immer nur dann gewonnen, wenn es Verbündete hatte und verloren, wenn es keine Verbündeten hatte. wenn es keine Verbündeten hatte. Aber eben auch in der Regel wusste, bestimmte Dinge einfach nicht zu tun, Aber eben auch in der Regel wusste, bestimmte Dinge einfach nicht zu tun, weil nicht genügend Verbündete da waren oder die Konstellation einfach nicht gut war. weil nicht genügend Verbündete da waren oder die Konstellation einfach nicht gut war. Und in dem Fall, ja, einmal fand ich das bemerkenswert, einmal im Hinblick natürlich Und in dem Fall, ja, einmal fand ich das bemerkenswert, einmal im Hinblick natürlich auf die USA, aber jetzt auch im Hinblick auf die ukrainischen Bestrebungen, auf die USA, aber jetzt auch im Hinblick auf die ukrainischen Bestrebungen, möglichst viele Freunde zu gewinnen, weil Kriege, egal wie stark man ist, möglichst viele Freunde zu gewinnen, weil Kriege, egal wie stark man ist, gewinnt man nur mithilfe von Freunden. Ja, genau. gewinnt man nur mithilfe von Freunden. Ja, genau. Und für die Ukraine, wenn man nicht stark ist, ist es wahrscheinlich noch wichtiger, Und für die Ukraine, wenn man nicht stark ist, ist es wahrscheinlich noch wichtiger, dass man irgendwie viele gute Freunde hat. dass man irgendwie viele gute Freunde hat. Und deswegen ist das nicht zu unterschätzen, diese ganzen diplomatischen Erfolge der Ukraine. Und deswegen ist das nicht zu unterschätzen, diese ganzen diplomatischen Erfolge der Ukraine. Im Kontrast zu den diplomatischen Erfolgen Russlands, die halt Nordkorea so auf ihrer Seite haben. Im Kontrast zu den diplomatischen Erfolgen Russlands, die halt Nordkorea so auf ihrer Seite haben. China, naja, ist wenigstens nicht gegen sie. China, naja, ist wenigstens nicht gegen sie. Auch nicht für sie. Aber auch nicht so richtig. China ist für China. Auch nicht für sie. Aber auch nicht so richtig. China ist für China. Und ja, weiß Russland. Und ja, das war es dann so fast schon. Und ja, weiß Russland. Und ja, das war es dann so fast schon.

Tim Pritlove
2:46:32

Und noch so ein paar geputschte afrikanische Staaten, aber auch da wird es schwierig für Russland. Und noch so ein paar geputschte afrikanische Staaten, aber auch da wird es schwierig für Russland. Jetzt mussten sie ihre Söldner sogar aus Mali abziehen und da wird auch gerüchtet, Jetzt mussten sie ihre Söldner sogar aus Mali abziehen und da wird auch gerüchtet, dass das teilweise mit ukrainischem Einfluss abläuft. dass das teilweise mit ukrainischem Einfluss abläuft. Ja gut, dann schauen wir nochmal so ein bisschen das Verhältnis von USA und NATO. Ja gut, dann schauen wir nochmal so ein bisschen das Verhältnis von USA und NATO. Das läuft ja nicht so gut. Trump ist so on a wild rage und nutzt diesen ganzen Das läuft ja nicht so gut. Trump ist so on a wild rage und nutzt diesen ganzen Iran-Krieg dazu, sich permanent irgendwie bei allen zu beklagen über mangelnde Unterstützung. Iran-Krieg dazu, sich permanent irgendwie bei allen zu beklagen über mangelnde Unterstützung. Kurz nachdem er gesagt hat, er brauche keine, dann hat Merz irgendwie zum Besten gegeben, Kurz nachdem er gesagt hat, er brauche keine, dann hat Merz irgendwie zum Besten gegeben, dass er seine Töchter nicht in die USA schicken wollen würde und ansonsten im dass er seine Töchter nicht in die USA schicken wollen würde und ansonsten im Irankrieg auch nicht teilnimmt, weil das ist alles doof, Irankrieg auch nicht teilnimmt, weil das ist alles doof, woraufhin dann Trump gesagt hat, er würde dann jetzt 5000 Soldaten aus Deutschland abziehen. woraufhin dann Trump gesagt hat, er würde dann jetzt 5000 Soldaten aus Deutschland abziehen. Und kurz danach wollte er das irgendwie dann auch noch in Polen machen, Und kurz danach wollte er das irgendwie dann auch noch in Polen machen, das wurde dann aber wieder rückgängig gemacht, also es ging irgendwie alles das wurde dann aber wieder rückgängig gemacht, also es ging irgendwie alles wieder total diffus hin und her und das US-Militär, die müssen sich ja mittlerweile wieder total diffus hin und her und das US-Militär, die müssen sich ja mittlerweile auch fragen, wo noch oben ist. auch fragen, wo noch oben ist.

Pavel Mayer
2:47:49

Ja, also es war so, also die zweite Geschichte mit den 4000 Soldaten, Ja, also es war so, also die zweite Geschichte mit den 4000 Soldaten, die nach Polen verlegt werden, nicht nur verlegt werden sollten, die nach Polen verlegt werden, nicht nur verlegt werden sollten, sondern verlegt wurden. sondern verlegt wurden. Also deren Material war schon unterwegs, das war schon verladen und auf Schiffen Also deren Material war schon unterwegs, das war schon verladen und auf Schiffen und auf Flugzeugen und so im Rahmen eben der routinemäßigen Truppenrotation. und auf Flugzeugen und so im Rahmen eben der routinemäßigen Truppenrotation. Also es ist halt so, dass Einheiten dann eben nach Europa reinverlegt werden, Also es ist halt so, dass Einheiten dann eben nach Europa reinverlegt werden, teilweise eine Zeit lang hier bleiben und dann wieder zurückverlegt werden. teilweise eine Zeit lang hier bleiben und dann wieder zurückverlegt werden. Das ist halt ganz normal. Und ja, mit diesem Abzug von 5000 Soldaten aus Deutschland, Das ist halt ganz normal. Und ja, mit diesem Abzug von 5000 Soldaten aus Deutschland, die offizielle Begründung war jetzt nicht, weil der März irgendwie so böse ist, die offizielle Begründung war jetzt nicht, weil der März irgendwie so böse ist, aber es kam halt zeitlich relativ kurz danach und wurde halt damit in Verbindung aber es kam halt zeitlich relativ kurz danach und wurde halt damit in Verbindung gesetzt. Ich weiß nicht, ob... gesetzt. Ich weiß nicht, ob... Das jetzt einfach nur ein Anlass war, aber grundsätzlich so wurde ja befürchtet, Das jetzt einfach nur ein Anlass war, aber grundsätzlich so wurde ja befürchtet, dass in der vorherigen Regierung, dass Trump wieder versuchen würde, dass in der vorherigen Regierung, dass Trump wieder versuchen würde, Truppen aus Europa abzuziehen, weswegen man dann danach der Kongress verabschiedet hatte, Truppen aus Europa abzuziehen, weswegen man dann danach der Kongress verabschiedet hatte, dass die Untergrenze von 75.000 US-Soldaten in Europa aufrechterhalten werden muss. dass die Untergrenze von 75.000 US-Soldaten in Europa aufrechterhalten werden muss. Und zwar wurde das im National Defense Authorization Act, also im Prinzip da, Und zwar wurde das im National Defense Authorization Act, also im Prinzip da, wo das Geld bewilligt wird, wo das Geld bewilligt wird, wo das Geld unter der Bedingung bewilligt, dass halt 75.000 Soldaten mindestens wo das Geld unter der Bedingung bewilligt, dass halt 75.000 Soldaten mindestens in Europa stationiert bleiben. in Europa stationiert bleiben. Die aktuellen Zahlen liegen irgendwie bei 65.000 bis 70.000, Die aktuellen Zahlen liegen irgendwie bei 65.000 bis 70.000, die permanent hier sind. die permanent hier sind. Und wenn man jetzt noch die Rotationen und Übungen, kommt man irgendwie auf Und wenn man jetzt noch die Rotationen und Übungen, kommt man irgendwie auf 80.000 bis 100.000 Soldaten. 80.000 bis 100.000 Soldaten. Und interessant ist, dass auch niemand genau weiß, wie viele Soldaten eigentlich Und interessant ist, dass auch niemand genau weiß, wie viele Soldaten eigentlich in Europa sind, weil da so viel rotiert und gewechselt wird, in Europa sind, weil da so viel rotiert und gewechselt wird, ändert sich das halt von Tag zu Tag eigentlich offenbar. ändert sich das halt von Tag zu Tag eigentlich offenbar. Und jetzt war dann die Frage, okay, wenn jetzt 5.000 Soldaten aus Deutschland Und jetzt war dann die Frage, okay, wenn jetzt 5.000 Soldaten aus Deutschland abgezogen werden, wohin gehen die dann? abgezogen werden, wohin gehen die dann? Und der National Defense Authorization Act verlangt eigentlich, Und der National Defense Authorization Act verlangt eigentlich, dass sie in Europa bleiben, sodass dann vermutet wurde, dass sie halt stattdessen dass sie in Europa bleiben, sodass dann vermutet wurde, dass sie halt stattdessen vielleicht nach Rumänien gehen, statt nach Deutschland oder so. vielleicht nach Rumänien gehen, statt nach Deutschland oder so. Und ein Problem jetzt für die Amerikaner dabei ist, Und ein Problem jetzt für die Amerikaner dabei ist, oder generell für die gesamte Sicherheit, wenn die jetzt ganz abgezogen werden, oder generell für die gesamte Sicherheit, wenn die jetzt ganz abgezogen werden, eine dieser Truppen ist halt wichtig für Flugabwehr. eine dieser Truppen ist halt wichtig für Flugabwehr. Es ist halt ein Flugabwehrregal mit auch einem neuen System, Es ist halt ein Flugabwehrregal mit auch einem neuen System, das ist ein Flugabwehrsystem, die dann stationiert werden sollten. das ist ein Flugabwehrsystem, die dann stationiert werden sollten. Und wenn die jetzt nicht kommen, sind natürlich die amerikanischen Basen in Und wenn die jetzt nicht kommen, sind natürlich die amerikanischen Basen in Deutschland mehr gefährdet durch Luftschläge. Deutschland mehr gefährdet durch Luftschläge. Also es ist jetzt irgendwie, für die Amerikaner ist das jetzt nicht gerade schlau, Also es ist jetzt irgendwie, für die Amerikaner ist das jetzt nicht gerade schlau, also für die Sicherheit der US-Amerikaner, sich da so zu schwächen. also für die Sicherheit der US-Amerikaner, sich da so zu schwächen. Aber es ist auch so, dass die meisten so in Deutschland stationiert sind, Aber es ist auch so, dass die meisten so in Deutschland stationiert sind, allein mit Rammstein und so. allein mit Rammstein und so. Also fast die Hälfte oder über ein Drittel jedenfalls aller Truppen in Europa, Also fast die Hälfte oder über ein Drittel jedenfalls aller Truppen in Europa, US-Truppen in Europa sind in Deutschland stationiert. das. US-Truppen in Europa sind in Deutschland stationiert. das.

Tim Pritlove
2:51:58

Die Frage ist natürlich jetzt, wie geht es weiter mit USA und NATO? Die Frage ist natürlich jetzt, wie geht es weiter mit USA und NATO? Droht jetzt wirklich ein kompletter Ausstieg? Droht jetzt wirklich ein kompletter Ausstieg? Mittlerweile nimmt ja niemand mehr wirklich an, dass in der aktuellen Situation, Mittlerweile nimmt ja niemand mehr wirklich an, dass in der aktuellen Situation, die sich natürlich auch bald ändern kann, aber die Situation ist nochmal so, wie sie ist. die sich natürlich auch bald ändern kann, aber die Situation ist nochmal so, wie sie ist. Ja, das, sagen wir mal, es würde jetzt wirklich, ist jetzt ein bisschen unwahrscheinlich, Ja, das, sagen wir mal, es würde jetzt wirklich, ist jetzt ein bisschen unwahrscheinlich, aber würde es in irgendeiner Form einen richtigen Angriff geben, aber würde es in irgendeiner Form einen richtigen Angriff geben, damit meine ich jetzt nicht so eine Drohne verirrt sich nach Rumänien, damit meine ich jetzt nicht so eine Drohne verirrt sich nach Rumänien, wie wir das jetzt letzte Woche auch hatten, wie wir das jetzt letzte Woche auch hatten, keine Ahnung, gezielter Raketenbeschuss Rumäniens, sowas. keine Ahnung, gezielter Raketenbeschuss Rumäniens, sowas. Ja, könnte ja sein, dass die Russen sagen, ach ihr helft ja hier den Ukrainern, Ja, könnte ja sein, dass die Russen sagen, ach ihr helft ja hier den Ukrainern, da ballern wir mal irgendwie hier die nächstgelegende Großstadt ein paar Häuser weg. da ballern wir mal irgendwie hier die nächstgelegende Großstadt ein paar Häuser weg. Würde dann die USA irgendwas tun? Würde dann die USA irgendwas tun? Rechnet, glaube ich, keiner so richtig damit. Und das ist ja schon schlimm genug. Rechnet, glaube ich, keiner so richtig damit. Und das ist ja schon schlimm genug.

Pavel Mayer
2:53:04

Naja, es ist, ich meine, der, der, der, erst mal oder vielleicht noch mal einen Schritt zurück. Naja, es ist, ich meine, der, der, der, erst mal oder vielleicht noch mal einen Schritt zurück. Ich meine, das Absurde an der ganzen Situation ist ja, dass NATO eigentlich Ich meine, das Absurde an der ganzen Situation ist ja, dass NATO eigentlich eine US-Veranstaltung wäre. Ja. eine US-Veranstaltung wäre. Ja. Ja, so, das heißt, das war jetzt nicht so, dass die Europäer jetzt irgendwann Ja, so, das heißt, das war jetzt nicht so, dass die Europäer jetzt irgendwann mal gekommen wären und bei der USA angeklopft hätten und gesagt hätten, mal gekommen wären und bei der USA angeklopft hätten und gesagt hätten, na komm, lass uns doch mal ein Militärbündnis machen, sondern das war schon na komm, lass uns doch mal ein Militärbündnis machen, sondern das war schon relativ klar, ich sag mal, relativ klar, ich sag mal, Westalliierten und so und Lord Ismay, der dann berühmter gesagt hat, ja, NATO, Westalliierten und so und Lord Ismay, der dann berühmter gesagt hat, ja, NATO, keep the Americans in and the Germans down and the Russians out. keep the Americans in and the Germans down and the Russians out. Also das war der ursprüngliche Sinn und Zweck der NATO sehr pointiert zusammengefasst. Also das war der ursprüngliche Sinn und Zweck der NATO sehr pointiert zusammengefasst. Und ja, also ich denke mal, Und ja, also ich denke mal, sehr viel von Trump ist eigentlich Gerede und es ist schon davon auszugehen, sehr viel von Trump ist eigentlich Gerede und es ist schon davon auszugehen, dass ja, die USA hat halt Truppen hier, ist halt NATO. dass ja, die USA hat halt Truppen hier, ist halt NATO. Und ich denke mal nicht, dass die jetzt nicht reagieren würden in so einem Fall. Und ich denke mal nicht, dass die jetzt nicht reagieren würden in so einem Fall. Aber die Frage ist natürlich, was glauben die Russen? Aber die Frage ist natürlich, was glauben die Russen? Oder das ist wichtiger, was denken eigentlich die Gegner, was die USA machen würde. und äh, Oder das ist wichtiger, was denken eigentlich die Gegner, was die USA machen würde. und äh, Das, was Trump tut, schwächt natürlich die Abschreckung, ganz klar. Das, was Trump tut, schwächt natürlich die Abschreckung, ganz klar. Wenn du Frieden erhalten willst, dann willst du, dass dein Gegner glaubt, Wenn du Frieden erhalten willst, dann willst du, dass dein Gegner glaubt, ja, da ist nichts zu holen, weil wenn ich das versuche, dann ist das ziemlich übel. ja, da ist nichts zu holen, weil wenn ich das versuche, dann ist das ziemlich übel. Idealerweise sind so Abschreckungen durch Verweigerung, Also indem man halt Idealerweise sind so Abschreckungen durch Verweigerung, Also indem man halt so viele Waffen hat, dass wenn Russland angreift, dass alles abgeschossen wird oder dann eben, so viele Waffen hat, dass wenn Russland angreift, dass alles abgeschossen wird oder dann eben, dass man so viele Vergeltungswaffen hat, dass wenn Russland das probiert, dass man so viele Vergeltungswaffen hat, dass wenn Russland das probiert, irgendwie fünfmal so viel auf Russland niedergeht. irgendwie fünfmal so viel auf Russland niedergeht. Das Erste ist natürlich zu bevorzugen, wenn Russland glaubt, Das Erste ist natürlich zu bevorzugen, wenn Russland glaubt, dass es seine eigenen Raketen gar nicht erst durchkriegt. dass es seine eigenen Raketen gar nicht erst durchkriegt. Und was Trump halt tut, ist einfach generell die Abschreckung zu schwächen. Und was Trump halt tut, ist einfach generell die Abschreckung zu schwächen. Und Versagen der Abschreckung war ja auch die Grund für den Ausbruch des Ukraine-Kriegs, Und Versagen der Abschreckung war ja auch die Grund für den Ausbruch des Ukraine-Kriegs, weil Russland der Meinung war, sie können da schnell gewinnen. weil Russland der Meinung war, sie können da schnell gewinnen. Und selbe irgendwie mit Iran, da hat auch die Abschreckung offenbar versagt gegenüber Trump. Und selbe irgendwie mit Iran, da hat auch die Abschreckung offenbar versagt gegenüber Trump. So da auch nicht damit gerechnet, dass das so umständlich werden würde. So da auch nicht damit gerechnet, dass das so umständlich werden würde. Und ja, aber ich glaube, NATO ist nicht tot, Und ja, aber ich glaube, NATO ist nicht tot, aber so definitiv auf dem absteigenden Ast und mittlerweile werden eben auch aber so definitiv auf dem absteigenden Ast und mittlerweile werden eben auch durchaus parallel Infrastrukturen geschaffen für den Fall, durchaus parallel Infrastrukturen geschaffen für den Fall, dass die Amerikaner sich vielleicht zurückziehen, was aber auch Trump nicht per Dekret machen kann, dass die Amerikaner sich vielleicht zurückziehen, was aber auch Trump nicht per Dekret machen kann, sondern auch das würde eigentlich Kongress erfordern. sondern auch das würde eigentlich Kongress erfordern. Aber der NATO-Vertrag, dieser Artikel 5, enthält ja nicht die Verpflichtung. Aber der NATO-Vertrag, dieser Artikel 5, enthält ja nicht die Verpflichtung. Irgendwas zu tun, sondern da wird dann ein Prozess ausgelöst, Irgendwas zu tun, sondern da wird dann ein Prozess ausgelöst, da werden dann Konsultationen ausgelöst und jedes Land ist dann halt angehalten, da werden dann Konsultationen ausgelöst und jedes Land ist dann halt angehalten, irgendwie einen Beitrag zu leisten. irgendwie einen Beitrag zu leisten. Aber es steht jetzt, es ist nicht quantifiziert in irgendeiner Weise oder es Aber es steht jetzt, es ist nicht quantifiziert in irgendeiner Weise oder es gibt keine Sanktionsmechanismen oder was auch immer, wenn irgendjemand keinen Beitrag macht, gibt keine Sanktionsmechanismen oder was auch immer, wenn irgendjemand keinen Beitrag macht, Also im Grunde genommen ist die NATO, ist das Bekenntnis der Regierungen dazu, was zu tun. Also im Grunde genommen ist die NATO, ist das Bekenntnis der Regierungen dazu, was zu tun. Und das ist natürlich definitiv jetzt geschwächt durch Trump, Und das ist natürlich definitiv jetzt geschwächt durch Trump, wobei er jetzt nicht gesagt hat, offen. wobei er jetzt nicht gesagt hat, offen. Nö, er würde jetzt nicht zur Hilfe kommen, Aber er hat es oft genug angedeutet. Nö, er würde jetzt nicht zur Hilfe kommen, Aber er hat es oft genug angedeutet. Und vermutlich, aber meine Vermutung ist nicht wirklich vollständig ernst gemeint, Und vermutlich, aber meine Vermutung ist nicht wirklich vollständig ernst gemeint, sondern das war auch wieder so Trump, sondern das war auch wieder so Trump, der halt redet und zwar perspektivisch sieht, dass die Europäer da ihr eigenes der halt redet und zwar perspektivisch sieht, dass die Europäer da ihr eigenes sich selber kümmern sollen. sich selber kümmern sollen. Ich meine, das ist ja seit Jahrzehnten auch Thema in den USA und im Grunde genommen Ich meine, das ist ja seit Jahrzehnten auch Thema in den USA und im Grunde genommen ist es durchaus begrüßenswert, ist es durchaus begrüßenswert, wenn die Europäer quasi mehr von ihrer eigenen Verteidigung in die Hand nehmen. wenn die Europäer quasi mehr von ihrer eigenen Verteidigung in die Hand nehmen. Das macht Sinn. Das macht Sinn. Also warum sollen die Amerikaner hier 100.000 Soldaten in Europa stationieren? Also warum sollen die Amerikaner hier 100.000 Soldaten in Europa stationieren? Das ist eigentlich nur historisch begründet, beziehungsweise zum Vorteil der Das ist eigentlich nur historisch begründet, beziehungsweise zum Vorteil der USA, damit sie halt ihre globale Machtprojektion ausüben können und sicherlich USA, damit sie halt ihre globale Machtprojektion ausüben können und sicherlich auch zum Vorteil Europas. auch zum Vorteil Europas. Aber man hat dann gesagt, naja gut, die Amerikaner sind hier, Aber man hat dann gesagt, naja gut, die Amerikaner sind hier, da brauchen wir dann selber auch nicht so viel zu tun, weil die Amerikaner es da brauchen wir dann selber auch nicht so viel zu tun, weil die Amerikaner es einfach komplett übertreiben mit ihrer Rüstung und so. einfach komplett übertreiben mit ihrer Rüstung und so. Und ja, das war halt einfach attraktiv für beide Seiten. So nur... Und ja, das war halt einfach attraktiv für beide Seiten. So nur... Ja, nur eigentlich historisch ein bisschen unzeitgemäß wiederum. Ja, nur eigentlich historisch ein bisschen unzeitgemäß wiederum.

Tim Pritlove
2:59:35

Ich meine, dass die Amerikaner sich jetzt mit dem Verhalten von Trump selber Ich meine, dass die Amerikaner sich jetzt mit dem Verhalten von Trump selber ins Fleisch schneiden, ist ja offensichtlich. ins Fleisch schneiden, ist ja offensichtlich. Und klar, Europa soll mehr tun für die eigene Verteidigung. Und klar, Europa soll mehr tun für die eigene Verteidigung. Okay, bin ich auch voll dabei. Frage ist, wie weit soll das jetzt gehen? Okay, bin ich auch voll dabei. Frage ist, wie weit soll das jetzt gehen? Man hat sich natürlich in gewisser Hinsicht ein bisschen ausgeruht, Man hat sich natürlich in gewisser Hinsicht ein bisschen ausgeruht, durch diese totale militärische Supermacht musste man ja noch nicht mal alles abdecken. durch diese totale militärische Supermacht musste man ja noch nicht mal alles abdecken. Also man sieht das ja sowas, Patriot-System, gibt es halt irgendwie gar nichts anderes. Also man sieht das ja sowas, Patriot-System, gibt es halt irgendwie gar nichts anderes. Bei Flugzeugen war es ja ähnlich, nicht dass Europa nicht in der Lage ist, Bei Flugzeugen war es ja ähnlich, nicht dass Europa nicht in der Lage ist, Flugzeuge zu bauen, sehen wir ja jetzt hier auch mit dem Gripen und es gab ja Flugzeuge zu bauen, sehen wir ja jetzt hier auch mit dem Gripen und es gab ja immer schon Eurofighter und so weiter. immer schon Eurofighter und so weiter. Aber so eine komplette militärische Systematik mit wie planen wir eigentlich Aber so eine komplette militärische Systematik mit wie planen wir eigentlich unsere Einsätze, welche logistischen Ressourcen haben wir und so weiter, unsere Einsätze, welche logistischen Ressourcen haben wir und so weiter, hat man sich natürlich schon sehr darauf verlassen, dass die USA jede Lücke hat man sich natürlich schon sehr darauf verlassen, dass die USA jede Lücke füllen und in den meisten Bereichen sozusagen ohnehin so dominant sind. füllen und in den meisten Bereichen sozusagen ohnehin so dominant sind. Weil sie halt eine der wenigen Länder überhaupt sind, die für so eine internationale Weil sie halt eine der wenigen Länder überhaupt sind, die für so eine internationale Flotte verfügen und eine internationale Logistikkette überhaupt aufbauen können. Flotte verfügen und eine internationale Logistikkette überhaupt aufbauen können. Das können ja glaube ich, nehmen die Amerikaner, am bestenfalls mal noch die Das können ja glaube ich, nehmen die Amerikaner, am bestenfalls mal noch die Briten ein bisschen und die Franzosen. Briten ein bisschen und die Franzosen.

Pavel Mayer
3:00:53

Es gab halt eine klare Aufgabenteilung in der NATO. Es gab halt eine klare Aufgabenteilung in der NATO. Einfach nicht irgendwann mal dazu übergegangen, dass man gesagt hat, Einfach nicht irgendwann mal dazu übergegangen, dass man gesagt hat, nicht jedes Land braucht jede militärische Fähigkeit. nicht jedes Land braucht jede militärische Fähigkeit. Gerade die kleineren Länder, was weiß ich, brauchst nicht irgendwie eine große Gerade die kleineren Länder, was weiß ich, brauchst nicht irgendwie eine große Marine und eine Luftwaffe und Landstreitkräfte in allen Ländern. Marine und eine Luftwaffe und Landstreitkräfte in allen Ländern. Varianten oder Fähigkeiten, sondern da hat man sich dann eben fokussiert und Varianten oder Fähigkeiten, sondern da hat man sich dann eben fokussiert und eben auch konzentriert. eben auch konzentriert. So sieht Estland jetzt im Bereich Cyber zum Beispiel. So sieht Estland jetzt im Bereich Cyber zum Beispiel. Und die USA natürlich mit ihrem absolut übertriebenen Militärhaushalt von jetzt fast eine Milliarde. Und die USA natürlich mit ihrem absolut übertriebenen Militärhaushalt von jetzt fast eine Milliarde. US-Dollar und der dann auf anderthalb steigen soll, war immer doppelt so hoch wie der von. US-Dollar und der dann auf anderthalb steigen soll, war immer doppelt so hoch wie der von. Europa und Europa ist auch noch ein bisschen ineffizienter, hat ein bisschen Europa und Europa ist auch noch ein bisschen ineffizienter, hat ein bisschen mehr Kaufkraft, weil Dinge auch billiger sind, mehr Kaufkraft, weil Dinge auch billiger sind, Aber so ungefähr sagen zwei Drittel USA, ein Drittel Europa und Europa eigentlich Aber so ungefähr sagen zwei Drittel USA, ein Drittel Europa und Europa eigentlich will sich nur verteidigen. will sich nur verteidigen. Europa hatte bisher nicht den Anspruch, gut Frankreich und Großbritannien haben Europa hatte bisher nicht den Anspruch, gut Frankreich und Großbritannien haben halt noch ein bisschen Expeditionsfähigkeiten, halt noch ein bisschen Expeditionsfähigkeiten, Aber ansonsten alle anderen Armeen oder Militärs in Europa sind in erster Linie dazu da, Aber ansonsten alle anderen Armeen oder Militärs in Europa sind in erster Linie dazu da, das eigene Land zu verteidigen. das eigene Land zu verteidigen. Und dafür brauchst du eigentlich auch weniger Militär, als wenn du jetzt vorhast, Russland zu erobern. Und dafür brauchst du eigentlich auch weniger Militär, als wenn du jetzt vorhast, Russland zu erobern. So, jetzt ist die Frage bei dem, okay, was tun wir irgendwie, So, jetzt ist die Frage bei dem, okay, was tun wir irgendwie, was für eine Art von Militär brauchen wir? was für eine Art von Militär brauchen wir? Und auf der einen Seite kann man sagen, eigentlich reicht uns eine Verteidigung, Und auf der einen Seite kann man sagen, eigentlich reicht uns eine Verteidigung, reichen uns ausreichende Verteidigungsfähigkeiten, aber was macht man, reichen uns ausreichende Verteidigungsfähigkeiten, aber was macht man, wenn jetzt sich Russland zusammenbricht wenn jetzt sich Russland zusammenbricht oder auseinanderbricht oder es irgendwie neue Konflikte gibt? oder auseinanderbricht oder es irgendwie neue Konflikte gibt? Also in welchem Ausmaß will man jetzt interventionsfähig sein? Also in welchem Ausmaß will man jetzt interventionsfähig sein?

Tim Pritlove
3:03:31
Pavel Mayer
3:04:20
Tim Pritlove
3:04:55
Pavel Mayer
3:04:57

Würde ich, ja. Ich würde, Würde ich, ja. Ich würde, in Deutschland die Forschung und Entwicklung rund um Nuklearwaffen so weit vorantreiben, in Deutschland die Forschung und Entwicklung rund um Nuklearwaffen so weit vorantreiben, wie es im Rahmen des Atomwaffensperrvertrags, wie es im Rahmen des Atomwaffensperrvertrags, zur Nichtverbreitung von Atomwaffen, zur Nichtverbreitung von Atomwaffen, erlaubt ist. erlaubt ist. Und die Grenze liegt darin, dass du halt, du darfst halt keine konkreten Atomwaffen entwickeln. Und die Grenze liegt darin, dass du halt, du darfst halt keine konkreten Atomwaffen entwickeln. Auch nicht theoretisch. Du darfst aber... Auch nicht theoretisch. Du darfst aber... Atomwaffensimulationen durchführen zu Forschungszwecken. Das heißt, Atomwaffensimulationen durchführen zu Forschungszwecken. Das heißt, du kannst halt, solange Sinn und Zweck dieser Forschung nicht der Bau einer Atomwaffe ist, du kannst halt, solange Sinn und Zweck dieser Forschung nicht der Bau einer Atomwaffe ist, dann kannst du aber beliebige Designs einfach mal testen, um zu sehen, dann kannst du aber beliebige Designs einfach mal testen, um zu sehen, was denn passieren würde, wenn man so eine Atomwaffe hätte oder so. was denn passieren würde, wenn man so eine Atomwaffe hätte oder so. Das würde ich halt vorantreiben und würde dann vielleicht auch dafür sorgen. Das würde ich halt vorantreiben und würde dann vielleicht auch dafür sorgen. Dass dann Know-how und Material und so auch vorhanden sind. Dass dann Know-how und Material und so auch vorhanden sind. Sind, aber nicht jetzt für den konkreten Bau einer Bombe, sondern nur für den Sind, aber nicht jetzt für den konkreten Bau einer Bombe, sondern nur für den Fall, dass man mal Materialien bräuchte, die zufällig auch dann bei dem Bau einer Bombe helfen. Fall, dass man mal Materialien bräuchte, die zufällig auch dann bei dem Bau einer Bombe helfen. Und damit kann man dann ungefähr die, Und damit kann man dann ungefähr die, die Zeit, wenn man denn eine Atombaffe braucht, auf ein paar Wochen reduzieren, die Zeit, wenn man denn eine Atombaffe braucht, auf ein paar Wochen reduzieren, um eine Atombaffenproduktion zu starten. um eine Atombaffenproduktion zu starten. Trägersysteme ist das andere Ding, aber in Deutschland werden sowieso, Trägersysteme ist das andere Ding, aber in Deutschland werden sowieso, glaube ich, Teile der französischen Atomraketen gebaut. glaube ich, Teile der französischen Atomraketen gebaut. Oder zumindest unter deutscher Beteiligung. Oder zumindest unter deutscher Beteiligung. So, also die Trägersysteme, da ist Deutschland mit dran beteiligt und insofern So, also die Trägersysteme, da ist Deutschland mit dran beteiligt und insofern die Technologie und das Know-how ist also auch dafür da. die Technologie und das Know-how ist also auch dafür da. Also mit anderen Worten, ich würde jetzt im Rahmen des Atomwaffensperrvertrags Also mit anderen Worten, ich würde jetzt im Rahmen des Atomwaffensperrvertrags bleiben erstmal und für den Fall, dass sich dann die Situation aber irgendwann dermaßen verschärft, bleiben erstmal und für den Fall, dass sich dann die Situation aber irgendwann dermaßen verschärft, so kann man den Vertrag auch kündigen. so kann man den Vertrag auch kündigen. Ich glaube, zwei Monate Kündigungsfrist oder so. Ich glaube, zwei Monate Kündigungsfrist oder so.

Tim Pritlove
3:08:18
Pavel Mayer
3:08:19

Ja, und dann kann man auch legal, könnte Deutschland legal Atomwaffen bauen und besitzen. Ja, und dann kann man auch legal, könnte Deutschland legal Atomwaffen bauen und besitzen. Und ich meine, das ist auch, was der Iran anstrebt. Der Iran will auch keine Atomwaffen bauen. Und ich meine, das ist auch, was der Iran anstrebt. Der Iran will auch keine Atomwaffen bauen. Er möchte eben nur die Möglichkeit haben für den Fall. Er möchte eben nur die Möglichkeit haben für den Fall. Gut, wenn man sich langsam fragen, okay, für welchen Fall eigentlich, Gut, wenn man sich langsam fragen, okay, für welchen Fall eigentlich, weil ist der Fall der Fälle nicht eigentlich schon eingetreten, weil ist der Fall der Fälle nicht eigentlich schon eingetreten, aber unabhängig davon. Also, aber unabhängig davon. Also, Das wäre das Ding mit ansonsten französischer Atomschild. Das wäre das Ding mit ansonsten französischer Atomschild. Es ist halt schwierig. Es ist halt schwierig. Also ein europäischer Atomschild wäre wahrscheinlich dann die Antwort. Also ein europäischer Atomschild wäre wahrscheinlich dann die Antwort. Aber das würde dann wiederum erfolgen, dass man dafür bräuchte man dann auch Aber das würde dann wiederum erfolgen, dass man dafür bräuchte man dann auch sowas wie eine europäische Regierung oder ein europäisches Militär und europäische Steuern und so. sowas wie eine europäische Regierung oder ein europäisches Militär und europäische Steuern und so. Und es wird wahrscheinlich alles, also der Trend geht in die Richtung, Und es wird wahrscheinlich alles, also der Trend geht in die Richtung, aber das wird potenziell Jahrzehnte dauern und ich hoffe eher, aber das wird potenziell Jahrzehnte dauern und ich hoffe eher, dass dann Atomwaffen vielleicht abgerüstet werden. dass dann Atomwaffen vielleicht abgerüstet werden. Wir hatten ja oft schon die Debatte, dass sie auch, also sie sind nicht so nützlich, wie man glaubt. Wir hatten ja oft schon die Debatte, dass sie auch, also sie sind nicht so nützlich, wie man glaubt. In Afghanistan waren sie nutzlos, in Vietnam waren sie nutzlos, In Afghanistan waren sie nutzlos, in Vietnam waren sie nutzlos, im Irak waren sie nutzlos und Russ. im Irak waren sie nutzlos und Russ. Und für Russland sind sie in der Ukraine jetzt weitgehend nutzlos. Und für Russland sind sie in der Ukraine jetzt weitgehend nutzlos. So insofern ja also aber ja. So insofern ja also aber ja.

Tim Pritlove
3:10:02

Gut lass uns zum Ende kommen und nochmal einen kleinen Ausblick wagen wie es Gut lass uns zum Ende kommen und nochmal einen kleinen Ausblick wagen wie es denn jetzt so weitergehen könnte und was wir erwarten oder was wir denken was passieren könnte, denn jetzt so weitergehen könnte und was wir erwarten oder was wir denken was passieren könnte, Wie schon berichtet, sind wir jetzt in dieser Situation. Wie schon berichtet, sind wir jetzt in dieser Situation. Russischer Vormarsch ist praktisch gestoppt. Also nicht jetzt wirklich eben Russischer Vormarsch ist praktisch gestoppt. Also nicht jetzt wirklich eben auf den letzten Meter genau, aber von einer breiten Offensive ist derzeit halt wenig zu spüren. auf den letzten Meter genau, aber von einer breiten Offensive ist derzeit halt wenig zu spüren. Sie wollen es natürlich, aber passieren tut jetzt gerade nicht viel wir sehen, Sie wollen es natürlich, aber passieren tut jetzt gerade nicht viel wir sehen, dass die Ukraine stärker wird militärisch, sie wird stärker durch mehr, dass die Ukraine stärker wird militärisch, sie wird stärker durch mehr, Freunde, wie wir das so schön formuliert haben heute, was kann jetzt passieren Freunde, wie wir das so schön formuliert haben heute, was kann jetzt passieren was ist vor allem für Russland jetzt überhaupt noch eine Option, weil, was ist vor allem für Russland jetzt überhaupt noch eine Option, weil, gewinnen, werden sie diesen Krieg nicht. gewinnen, werden sie diesen Krieg nicht. Und jetzt muss es halt irgendwie einen Way Out geben. Und jetzt muss es halt irgendwie einen Way Out geben.

Pavel Mayer
3:11:18
Tim Pritlove
3:11:20
Pavel Mayer
3:11:29

Ja, wobei es nicht originär jetzt meine Gedanken alles sind, Ja, wobei es nicht originär jetzt meine Gedanken alles sind, sondern schon so kursieren, aber es gibt grundsätzlich, sondern schon so kursieren, aber es gibt grundsätzlich, man ist jetzt auch kein Rocket Science, aber es gibt im Wesentlichen vier Optionen. man ist jetzt auch kein Rocket Science, aber es gibt im Wesentlichen vier Optionen. Der erste ist, Russland akzeptiert die Niederlage, Der erste ist, Russland akzeptiert die Niederlage, bemüht sich ernsthaft um Verhandlungen, um einen Waffenstillstand und guckt so. bemüht sich ernsthaft um Verhandlungen, um einen Waffenstillstand und guckt so. Ja, das hört damit auf. Ja, das hört damit auf. Und handelt dann auch Sanction Relief dafür aus, also dass dann diese Sanktionen aufgehoben werden, Und handelt dann auch Sanction Relief dafür aus, also dass dann diese Sanktionen aufgehoben werden, was dann die Wirtschaft zumindest von einem weiteren Verfall abhalten könnte was dann die Wirtschaft zumindest von einem weiteren Verfall abhalten könnte und dann wieder ins neues Ölgeld reinbringen könnte. und dann wieder ins neues Ölgeld reinbringen könnte. Aber so Putin würde ja ziemlich alt aussehen dabei. Aber so Putin würde ja ziemlich alt aussehen dabei. Das ist das Problem und wahrscheinlich das Nicht-Überleben, wenn er das jetzt akzeptiert. Das ist das Problem und wahrscheinlich das Nicht-Überleben, wenn er das jetzt akzeptiert. So, die zweite ist, es ist eigentlich... So, die zweite ist, es ist eigentlich... Fast die wahrscheinlichste Variante, würde ich sagen, aus anderen Konflikten, Fast die wahrscheinlichste Variante, würde ich sagen, aus anderen Konflikten, dass da eingefroren wird, der Konflikt. dass da eingefroren wird, der Konflikt. Also, dass man einen Waffenstillstand vereinbart, aber auch nicht viel mehr. Also, dass man einen Waffenstillstand vereinbart, aber auch nicht viel mehr. Und ja, dass wir dann zu einer Situation kommen, Und ja, dass wir dann zu einer Situation kommen, wo man bis vor 2022 war, dass man sich hier und da mal ein bisschen beschießt wo man bis vor 2022 war, dass man sich hier und da mal ein bisschen beschießt und es hier und da noch Angriffe gibt. und es hier und da noch Angriffe gibt. Aber der große Krieg Aber der große Krieg dann erst mal vorbei ist und sich dann Russland erst mal versucht zu konsolidieren dann erst mal vorbei ist und sich dann Russland erst mal versucht zu konsolidieren und dann irgendwann nochmal versucht nachzuverhandeln oder so. und dann irgendwann nochmal versucht nachzuverhandeln oder so. Aber ja, es würde aber sicherlich dann nicht dazu führen, dass Sanktionen aufgehoben werden oder so. Aber ja, es würde aber sicherlich dann nicht dazu führen, dass Sanktionen aufgehoben werden oder so. Das reine Einfrieren würde halt dann im Prinzip Fortsetzung eines kalten Konflikts. Das reine Einfrieren würde halt dann im Prinzip Fortsetzung eines kalten Konflikts.

Tim Pritlove
3:14:19
Pavel Mayer
3:14:35
Tim Pritlove
3:15:30
Pavel Mayer
3:15:44
Tim Pritlove
3:16:00
Pavel Mayer
3:16:01

Und sich aber auch nicht einigen kann, aus welchen Gründen auch immer. Ja, Und sich aber auch nicht einigen kann, aus welchen Gründen auch immer. Ja, so und ja, dann Option drei und vier wären dann, dass Russland einfach einen oben drauf legt. so und ja, dann Option drei und vier wären dann, dass Russland einfach einen oben drauf legt. Also Option, die dritte Option wäre dann halt Massenmobilmachung und ja, Also Option, die dritte Option wäre dann halt Massenmobilmachung und ja, mit allen Problemen, die wir beschrieben haben, mit allen Problemen, die wir beschrieben haben, katastrophal für die Wirtschaft und Protestpotenzial und so und viele Leute katastrophal für die Wirtschaft und Protestpotenzial und so und viele Leute verstecken sich dann wieder in den Bäldern oder hauen in die Nachbarländer ab oder so. verstecken sich dann wieder in den Bäldern oder hauen in die Nachbarländer ab oder so. Also insofern, ja, mit vielen Problemen behaftet. Also insofern, ja, mit vielen Problemen behaftet. Und das andere wäre, ja, eine drastische Eskalation. Und das andere wäre, ja, eine drastische Eskalation. Aber ich sehe da auch nicht mehr so viel Eskalationspotenzial, Aber ich sehe da auch nicht mehr so viel Eskalationspotenzial, was da ist. Und wenn das dann schief geht, dann war es das. was da ist. Und wenn das dann schief geht, dann war es das. Wenn man irgendwie massive Eskalation versucht und alles rauswirft. Wenn man irgendwie massive Eskalation versucht und alles rauswirft.

Tim Pritlove
3:17:24
Pavel Mayer
3:17:44
Tim Pritlove
3:18:10
Pavel Mayer
3:18:48
Tim Pritlove
3:20:01
Pavel Mayer
3:20:33
Tim Pritlove
3:20:46

Also ich habe so Zweifel, dass dann das Land da auch in dem Maße mitgehen würde Also ich habe so Zweifel, dass dann das Land da auch in dem Maße mitgehen würde und dass das alles so gut funktionieren würde, dass es auch wirklich stattfinden kann. und dass das alles so gut funktionieren würde, dass es auch wirklich stattfinden kann. Gut. Lassen Sie sich so ewig darüber reden, das sind, sagen wir mal, Gut. Lassen Sie sich so ewig darüber reden, das sind, sagen wir mal, so ein bisschen auch so die Optionen aus Putins Perspektive. so ein bisschen auch so die Optionen aus Putins Perspektive. Ich finde ja, Niederlage klingt dabei eigentlich am besten so, Ich finde ja, Niederlage klingt dabei eigentlich am besten so, dann ist er zwar abgesägt, aber das ist eigentlich das Einzige, dann ist er zwar abgesägt, aber das ist eigentlich das Einzige, was hier wirklich hilft. was hier wirklich hilft. Ich denke, langfristig läuft es auch darauf hinaus. Ich denke, langfristig läuft es auch darauf hinaus. Vielleicht nochmal ganz kurz zum Schluss so aus ukrainischer Perspektive. Vielleicht nochmal ganz kurz zum Schluss so aus ukrainischer Perspektive. Ich denke, dass derzeit die, Ich denke, dass derzeit die, Also die Moral im Lande ist immer unter Druck. Wir dürfen nicht vergessen, Also die Moral im Lande ist immer unter Druck. Wir dürfen nicht vergessen, täglich Angriffe, permanentes Leben im Krieg, das macht die Leute auch depressiv. täglich Angriffe, permanentes Leben im Krieg, das macht die Leute auch depressiv. Jeden Tag sterben auch viele ukrainische Soldaten und Zivilisten. Jeden Tag sterben auch viele ukrainische Soldaten und Zivilisten. Das macht was mit so einem Land und das ist natürlich alles nicht gut. Das macht was mit so einem Land und das ist natürlich alles nicht gut. Trotzdem glaube ich, dass diese Resilienz der Ukraine selbst weitgehend ungebrochen ist. Trotzdem glaube ich, dass diese Resilienz der Ukraine selbst weitgehend ungebrochen ist. Das heißt, die werden sich Russland so lange entgegenstellen, bis die weg sind. Das heißt, die werden sich Russland so lange entgegenstellen, bis die weg sind. Und ich denke auch, dass in dem Moment, wo solche Dynamiken sich jetzt freisetzen, Und ich denke auch, dass in dem Moment, wo solche Dynamiken sich jetzt freisetzen, wie wir das jetzt sehen, dass die Ukraine sogar in der Lage ist, wie wir das jetzt sehen, dass die Ukraine sogar in der Lage ist, ein Übergewicht zu machen. ein Übergewicht zu machen. Und ich halte es auch für durchaus wahrscheinlich, dass sie in der Ukraine Patriot-ähnliche Und ich halte es auch für durchaus wahrscheinlich, dass sie in der Ukraine Patriot-ähnliche Systeme entwickelt bekommen. Systeme entwickelt bekommen. Da arbeiten sie unter Garantie dran, schon lange. Da arbeiten sie unter Garantie dran, schon lange. Und wann es ihnen gelingen wird, kann ich nicht sagen. Es ist schwierig, Und wann es ihnen gelingen wird, kann ich nicht sagen. Es ist schwierig, aber es ist nicht unmöglich. aber es ist nicht unmöglich. Sie haben ja auch andere Probleme technisch gelöst und sie haben diesen konkreten Sie haben ja auch andere Probleme technisch gelöst und sie haben diesen konkreten Bedarf und dieser Bedarf wird immer der stärkste Treibstoff sein. Bedarf und dieser Bedarf wird immer der stärkste Treibstoff sein.

Pavel Mayer
3:22:36
Tim Pritlove
3:22:44

Für die Raketen, nicht für die Systeme an sich. Die Systeme haben sie ja, Für die Raketen, nicht für die Systeme an sich. Die Systeme haben sie ja, es geht ihnen ja nur um die Raketen, aber ich glaube, da wird sich Trump dem es geht ihnen ja nur um die Raketen, aber ich glaube, da wird sich Trump dem genauso widersetzen wie allem anderen auch. genauso widersetzen wie allem anderen auch. Und deswegen ist die einzige Konsequenz, dass sie eben noch mehr daran arbeiten Und deswegen ist die einzige Konsequenz, dass sie eben noch mehr daran arbeiten werden, dort ihre eigenen Lösungen zu finden. werden, dort ihre eigenen Lösungen zu finden. Und die werden sie auch finden. Wann vermag ich nicht zu sagen, Und die werden sie auch finden. Wann vermag ich nicht zu sagen, das kann noch eine Weile dauern, bis dahin wird es halt weiterhin schwierig bleiben. das kann noch eine Weile dauern, bis dahin wird es halt weiterhin schwierig bleiben. Aber wenn man sich andere Trends anschaut, nämlich, dass sie jetzt die Russen Aber wenn man sich andere Trends anschaut, nämlich, dass sie jetzt die Russen aufhalten können, dass sie die Russen die Logistik zerhauen kann, aufhalten können, dass sie die Russen die Logistik zerhauen kann, das kann schon auch dazu führen, das kann schon auch dazu führen, dass sich mittelfristig diese Front auflöst, dass die Russen zumindest Teile opfern müssen. dass sich mittelfristig diese Front auflöst, dass die Russen zumindest Teile opfern müssen. Und der erste Teil der... Und der erste Teil der... Der Fallen würde, der am schwächsten ist, der am schwierigsten zu verteidigen Der Fallen würde, der am schwächsten ist, der am schwierigsten zu verteidigen ist für die Russen, ist halt die Krim. ist für die Russen, ist halt die Krim. Also Donbass und so weiter, wo sie sozusagen auf breiter Front mit ihren eigenen Also Donbass und so weiter, wo sie sozusagen auf breiter Front mit ihren eigenen Ländern dahinter liegen und schon seit zehn Jahren zu Hause sind. Ländern dahinter liegen und schon seit zehn Jahren zu Hause sind. Das ist vielleicht wirklich nur noch durch Verhandlungen auszulösen. Das ist vielleicht wirklich nur noch durch Verhandlungen auszulösen. Aber der südliche Teil von Kherson und die Krim, die ist halt militärisch sehr Aber der südliche Teil von Kherson und die Krim, die ist halt militärisch sehr vulnerabel, weil die einfach ein Versorgungsproblem haben. vulnerabel, weil die einfach ein Versorgungsproblem haben. Versorgung mit Wasser ist knapp, die Versorgung mit Treibstoff jetzt ist knapp. Versorgung mit Wasser ist knapp, die Versorgung mit Treibstoff jetzt ist knapp. Die Brücke alleine reicht da nicht und wenn dieser Teil so ab Saporizia nach Die Brücke alleine reicht da nicht und wenn dieser Teil so ab Saporizia nach Kherson abgeschnitten werden kann, Kherson abgeschnitten werden kann, dann denke ich mal, würde sich das Platz schnell drehen, denn die Krim ist hier die heilige Kuh. dann denke ich mal, würde sich das Platz schnell drehen, denn die Krim ist hier die heilige Kuh. Das ist nicht nur irgendwie so ein Stück Land. Das ist nicht nur irgendwie so ein Stück Land. Donbass und so weiter, das ist den Russen eigentlich relativ egal. Donbass und so weiter, das ist den Russen eigentlich relativ egal. Die Krim allerdings ist so das totale Symbol. Die Krim allerdings ist so das totale Symbol. Als sich Putin die Krim geschnappt hat, da war das super populär in diesem Land. Als sich Putin die Krim geschnappt hat, da war das super populär in diesem Land. Und wenn die Krim fallen würde, würde damit glaube ich auch jegliche Unterstützung Und wenn die Krim fallen würde, würde damit glaube ich auch jegliche Unterstützung für diesen Krieg fallen. Das würden sie einfach nicht überleben. für diesen Krieg fallen. Das würden sie einfach nicht überleben. Und von daher kann ich mir durchaus vorstellen, dass das ein Ziel ist. Und von daher kann ich mir durchaus vorstellen, dass das ein Ziel ist. Dass das sozusagen der Plan ist, der Ukraine alles dafür zu tun, Dass das sozusagen der Plan ist, der Ukraine alles dafür zu tun, diesen Teil so abzuschneiden, um dort wirklich zu Ergebnissen zu kommen. diesen Teil so abzuschneiden, um dort wirklich zu Ergebnissen zu kommen. Die Ukraine hat die Krim umringt, es wird von überall mit Drohnen angegriffen, Die Ukraine hat die Krim umringt, es wird von überall mit Drohnen angegriffen, es wird permanent die Luftverteidigung dort geschwächt und die Tanklager aufgelöst. es wird permanent die Luftverteidigung dort geschwächt und die Tanklager aufgelöst. Also es wird eigentlich die ganze Zeit daran gearbeitet, diesen Teil so sehr Also es wird eigentlich die ganze Zeit daran gearbeitet, diesen Teil so sehr zu schwächen, dass er eben auch ablösbar ist und ich halte das jetzt nicht für zu schwächen, dass er eben auch ablösbar ist und ich halte das jetzt nicht für wahrscheinlich, dass das jetzt irgendwie morgen passiert, wahrscheinlich, dass das jetzt irgendwie morgen passiert, aber ich kann mir vorstellen, dass das eigentlich der Schlüssel zum Erfolg ist. aber ich kann mir vorstellen, dass das eigentlich der Schlüssel zum Erfolg ist. Wenn das gelingt, dann ist alles möglich. Wenn das gelingt, dann ist alles möglich.

Pavel Mayer
3:25:42

Ja, also nur meine Sicht der Dinge und ich nicht nur meine, sondern ich habe Ja, also nur meine Sicht der Dinge und ich nicht nur meine, sondern ich habe die auch vielfach anderswo gehört. die auch vielfach anderswo gehört. Derzeit ist keiner der beiden Parteien auch nur ansatzweise in der Lage, Derzeit ist keiner der beiden Parteien auch nur ansatzweise in der Lage, in einen Bewegungskrieg überzugehen. in einen Bewegungskrieg überzugehen. Also dazu müsstest du halt massiv Fahrzeuge, Panzer massieren und dann einen Also dazu müsstest du halt massiv Fahrzeuge, Panzer massieren und dann einen Durchbruch mit Luftunterstützung und so. Durchbruch mit Luftunterstützung und so. Und bei einfach der aktuellen Und bei einfach der aktuellen Drohnendichte und dem Mangel einer wirklich zuverlässigen Drohnenabwehr kannst Drohnendichte und dem Mangel einer wirklich zuverlässigen Drohnenabwehr kannst du einfach nicht genug Truppen massieren. du einfach nicht genug Truppen massieren. Also keine Seite kann genug Kräfte konzentrieren, ohne sie gleichzeitig eben Also keine Seite kann genug Kräfte konzentrieren, ohne sie gleichzeitig eben massiven Angriffen dann auszusetzen. massiven Angriffen dann auszusetzen. Das ist das Problem. Und um dahin zu kommen, ja, Das ist das Problem. Und um dahin zu kommen, ja, wenn Ukraine oder mit Hilfe des Westens jetzt das Thema Drohnenabwehr irgendwie wenn Ukraine oder mit Hilfe des Westens jetzt das Thema Drohnenabwehr irgendwie knackt, oder es wäre so ein Ding, wenn sie in der Lage sind, knackt, oder es wäre so ein Ding, wenn sie in der Lage sind, wirklich komplett sämtliche russischen Drohnen im Umkreis von 50 Kilometern auszuschalten. wirklich komplett sämtliche russischen Drohnen im Umkreis von 50 Kilometern auszuschalten. Und die am Fliegen zu hindern, dann wäre es möglich, Truppen zu massieren und Und die am Fliegen zu hindern, dann wäre es möglich, Truppen zu massieren und dann wäre es möglich, eventuell einen Durchbruch und einen Vormarsch zu erzielen. dann wäre es möglich, eventuell einen Durchbruch und einen Vormarsch zu erzielen. Die andere Variante wäre noch, wenn einfach die Russen an der Front verhungern Die andere Variante wäre noch, wenn einfach die Russen an der Front verhungern und selber einfach die Front räumen, und selber einfach die Front räumen, weil es nichts mehr zu essen gibt. weil es nichts mehr zu essen gibt. Dort, also das wäre die andere Variante, die einfach gewissermaßen auszuhungern Dort, also das wäre die andere Variante, die einfach gewissermaßen auszuhungern und sie keine Munition und keine Waffen und keine Drohnen mehr haben, und sie keine Munition und keine Waffen und keine Drohnen mehr haben, dann das wäre die andere Variante. dann das wäre die andere Variante. Ja, aber derzeit sieht es nicht so aus, dass irgendeine Seite jetzt in absehbarer Ja, aber derzeit sieht es nicht so aus, dass irgendeine Seite jetzt in absehbarer Zeit in diese Position gelangen könnte. Zeit in diese Position gelangen könnte.

Tim Pritlove
3:28:12

Gut, du machst deinem Ruf alle Ehre am Schluss dann immer den optimistischen Gut, du machst deinem Ruf alle Ehre am Schluss dann immer den optimistischen Ausblick zu unterwandern. Ausblick zu unterwandern. Ich bin da durchaus optimistischer gestimmt, aber wir werden es sehen, Ich bin da durchaus optimistischer gestimmt, aber wir werden es sehen, wir werden es verfolgen und wir werden es berichten hier für euch. wir werden es verfolgen und wir werden es berichten hier für euch. Jetzt machen wir erstmal hier den Sack zu. Wir haben jetzt sehr lange geredet. Jetzt machen wir erstmal hier den Sack zu. Wir haben jetzt sehr lange geredet. Ich hoffe, ihr habt da zu Ende hören können und seid noch mit dabei. Ich hoffe, ihr habt da zu Ende hören können und seid noch mit dabei. Ich hoffe, dass wir die nächsten Updates nicht so lange rauszögern werden. Ich hoffe, dass wir die nächsten Updates nicht so lange rauszögern werden. Mal gucken, wie sich das jetzt entwickelt. Mal gucken, wie sich das jetzt entwickelt. Passiert ja gefühlt derzeit eine Menge, aber jetzt kommt auch so ein bisschen Passiert ja gefühlt derzeit eine Menge, aber jetzt kommt auch so ein bisschen der Sommer mit den damit verbundenen Pausen. Deswegen weiß ich noch nicht so ganz genau. der Sommer mit den damit verbundenen Pausen. Deswegen weiß ich noch nicht so ganz genau. Wir schauen uns dann mal das Ukraine-Museum an, würde ich mal vorschlagen, die Tage. Wir schauen uns dann mal das Ukraine-Museum an, würde ich mal vorschlagen, die Tage. Und ihr könnt das ja auch gerne tun, wenn ihr mal in Berlin seid. Und ihr könnt das ja auch gerne tun, wenn ihr mal in Berlin seid. Das ist auf jeden Fall zu empfehlen. Das ist auf jeden Fall zu empfehlen. Ja, und dann würde ich sagen, sagen wir Tschüss. Ja, und dann würde ich sagen, sagen wir Tschüss.

Pavel Mayer
3:29:07
Tim Pritlove
3:29:11
Pavel Mayer
3:29:11
Tim Pritlove
3:29:31
Pavel Mayer
3:29:42