UKW046 Corona Weekly: Schweizer-Käse-Strategie

Das Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Noch steigen die Fallzahlen in Deutschland, doch zumindest deutet sich eine Verlangsamung an. Doch damit stagnieren die Zahlen fürs erste auf schon recht bedrohlichem Niveau und die Todeszellen ziehen erfahrungsgemäß erst mit 12 Wochen Verspätung nach. Doch ein Blick auf das Europäische Ausland zeigt, dass Deutschland trotz allem noch besser dasteht als viele andere, besonders in Österreich gerät die Lage gerade nachhaltig außer Kontrolle. Wir gehen heute mal etwas detaillierter auf Euer Feedback ein und diskutieren die Situation der Schulen und die Frage von Schnelltests. Auch da haben wir keine wirklich guten Erklärungen, warum es gerade so läuft wie es läuft. Aber dafür machen wir heute mal eine Zusammenfassung dessen, was wir im Gesamten im Rahmen der Pandemie über ihre effektivste Bekämpfung gelernt haben. Pavel hat dazu sich mal das Wetter dieses Jahres angeschaut und gekuckt, ob es sich in irgendeiner Form mit dem Verlauf der Pandemie deckt (Spoiler: ja). Zum Schluss noch ein Ausblick auf künftige Änderungen bei der Corona-Warn-App und wie der Biontech-Wirkstoff derzeit einzuschätzen ist.

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Shownotes:
R nach Neuinfektionen und Todesfällen in Deutschland am 13. November 2020 (Pavel Mayer)
Korrelation Temperaturverlauf und Covid-19 Fallzahlen von März bis Oktober 2020 in Berlin

28 Gedanken zu „UKW046 Corona Weekly: Schweizer-Käse-Strategie

  1. Nachdem ich nun beruflich Coronainfizierte über Tage betreut habe, ohne mich anzustecken, bin ich von der Effektivität von FFP2 Masken ziemlich überzeugt.
    Nach dieser Erfahrung, halte ich zum Beispiel das Einkaufen mit einer gut sitzenden FFP2, die auch nicht seitlich Luft zieht, dass Infektionsrisiko dort für ziemlich minimal.

    Ein großes Dankeschön für euer Dabeibleiben an dem Thema.
    Ohne Corona Weekly würde mir definitiv etwas in der Medienlandschaft in der Pandemie gerade fehlen.

    • Du kannst Deinen Test solidifizieren, wenn Du Dich auch nochmal als Vergleichsgruppe mit-ohne FFP2-Maske ins Rennen wirfst! 😉
      Falls Du dann krank wirst (oder Dich zumindest ansteckst), bestätigt das Deine hohe Meinung von den FFP2-Masken!

      • Naja, ich war nicht der einzige der entsprechend ausgerüstet wurde.
        Vorher wurde sich breit infiziert.
        Mit FFP2-Maske nicht mehr..

        Ich verzichte auf den Versuch ohne Maske. 😉
        Mit etwas Glück hab ich allzu bald auch keine Gelegenheit mehr dazu.

  2. Schnelltests: Die Antigentests sind mittlerweile geregelt. Allerdings liegt der Deckel für die Materialkostenübernahme bei 7 Euro. Liegt der Preis für den Schnelltest darüber, muss der Arzt die Differenz aus eigener Tasche zahlen. Tim, Du hast ja welche gekauft, dann kennst du auch den Einkaufspreis. Die PZR wird dagegen vollständig vergütet.

    • Jawoll. Und das kann man auch als Söders Meisterstück bezeichnen.
      Während der Name “Heinsberg” in aller Munde ist, und dort auch im April schon die erste Studie (Streeck) gemacht wurde, an der immer herumgekritisiert wurde, gibt es keine Aussagen oder vergleichbares aus Bayern. Weil da darf es so etwas scheinbar ja nicht geben….

  3. Zu der “Korrelation” von Aussentemperatur und Infektionszahlen, besteht da nicht die Gefahr, dass man vorschnell schliesst, dass die Massnahmen nichts bringen ?
    Man sollte auf jeden Fall noch die Zeitpunkte von bestimmten Massnahmen in dem betrachteten Gebiet aufnehmen und schauen ob da auch korreliert.

  4. Ich möchte nochmal auf die Länder wie Belgien und Tschechien zu sprechen kommen. Diese haben nachgewiesenermaßen ~4,5% (!!) der Bevölkerung schon infiziert. Wie hoch wollen wir da jetzt mal eine Dunkelziffer annehmen? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß jeder einen Test bekommt, der es sollte, wenn man mit 20.000/d am Tag als Spitzenwert zu kämpfen hat. Ich nehme an, hier ist er höher als bei unseren ~3.
    Vielleicht kann man auch die Positive Rate in Relation ziehen, während wir immer noch bei ~7% sind, haben Länder rund um uns 20-30% Positive Rate. Daran sollte man doch auch in Relation die Dunkelziffer höher annehmen.

    Antikörperstudien, in den Kreuzfahrtschiffen, in New York, bei den Ischlg-Bewohnern zeigte immer 20-40%. Die T-Zellen-Immunität ist nicht mit spezifischen Antikörpertests messbar. Ich bleibe weiterhin bei der Meinung, daß ab dem Bereich die Kurve in den logistischen Bereich überwechselt, und eben nicht mehr exponentiell ist. Und eben nicht bei 67% oder so.
    Und Belgien sollte mit Dunkelziffer dann langsam in diesen Bereich sein. Ist der Rückgang also wirklich durch die Maßnahmen erfolgt? Sind die Maßnahmen so dann weltweit überhaupt vergleichbar (mit unseren 0,8% statt 4,5% der Bevölkerung)?

  5. Mich hat Eure Einschätzung zur Lage in der Schweiz überrascht. Wieso?

    Die Schweiz steht Österreich kaum nach. Ausser, dass die Schweiz noch keinen zweiten Lockdown hat und auch keine erhalten wird.

    Die Fälle haben sich zwar stabilisiert oder gehen leicht zurück. Das könnte aber daran liegen, dass in verschiedenen Kantonen nur noch bei schweren Symptomen getestet wird. Auch wird vermehrt auf Schnelltests statt PCR-Tests gesetzt. Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren werden systematisch nicht getestet. Und trotzdem hatte ein Kanton wie Freiburg in Kalenderwoche 45 zum Beispiel 4’344 bestätigte Fälle, was 1.4 Prozent der Bevölkerung entspricht.

    Das Contact-Tracing ist weitgehend zusammengebrochen. Im Wesentlichen werden Positive noch früher oder später informiert, dass sie ihre Kontakte selbst in Quarantäne schicken sollen. Also wird auch nochmals weniger getestet. Das Verhältnis von Positiven und Personen in Quarantäne liegt unter 1:1, was selbst bei einem harten Lockdown zeigen würde, dass etwas schief läuft. (Und die Schweiz hat bei weitem keinen Lockdown. Restaurants und Bar / Clubs sind immer noch gut besucht. Beim Einkaufen wird es je nach Zeit eng. Homeoffice ist längst nicht Standard. In den Bergen drängen sich Skifahrer in enge Kabinen und warten Gesicht an Gesicht.) Es gibt zwar überall «Schutzkonzepte», aber nur wenig wirksamen Schutz, sofern man sich nicht selbst schützt.

    Gesamtschweizerische liegt die Positivitätsrate bei rund 25 Prozent, je nach Kanton deutlich höher. Fribourg hatte in Kalenderwoche 45 44.7 Prozent, Neuenburg 43,8 Prozent und das Wallis 38,3 Prozent. Die Zahlen werden nur noch verzögert erfasst und veröffentlicht.

    Die Corona-Warn-App (SwissCovid-App) funktioniert schlecht, weil man den benötigten Code für die Alarmierung nicht oder nur erschwert sowie nach Tagen erhält.

    Die Spitäler sind je nach Kanton bereits überlastet. Einige Kantone veröffentlichten verzweifelte Hilferufe auf Social Media. Pro Tag sterben Menschen im hohen zweistelligen Bereich. Zur Erinnerung: Die Schweiz hat 10 Mal weniger Einwohnerinnen und Einwohner als Deutschland. Ein grosser Teil der Öffentlichkeit in der Schweiz zuckt die Schultern.

    Behörden und Politik setzen auf eine Strategie nach der Great Barrington Declaration. «Wer soll das bezahlen?» und «Es darf keinen zweiten Lockdown geben» sind die Devisen. Wissenschaft wird diskreditiert, auch die Taskforce, die der Bundesrat (Bundesregierung der Schweiz) selbst eingesetzt hat. «Querdenker» erhalten in den Medien viel Aufmerksamkeit wie auch Corona-Leugner unter den Ärzten.

    Vielleicht wäre der Macher von https://www.corona-data.ch/ mal ein Gast für Dich?! (daniel.probst@dcb.unibe.ch)

    • Danke für diesen Kommentar. Ich war auch etwas von der Einschätzung im Podcast überrascht, hätte das aber jetzt nicht so fundiert zusammenfassen können.

      Vielleicht wäre eine generelle Diskussion über die Implikationen der Positivitätsrate mal ein interessantes Thema für eine der nächsten Episoden.

    • Stimme dir voll zu, ich habe selber schon früher mal über die prekäre Situation hier kommentiert. Wie aber im Podcast selber korrekt konstatiert, die Schweiz wird im Podcast leider nur stiefmütterlich behandelt – wohl unsere eigene Schuld: die Tatsache, dass wir kein EU Mitglied sind, zählt mehr als die gemeinsame Sprache, und in den EU Statistiken tauchen wir eben nicht auf. Ich wärr auch gerne EU Mitglied, kann das aber nicht ändern. Ich wiederhole mich nochmals, das ist aber eben auch ein Symptom davon: die EU schliesst die Schweiz weiterhin vom Corona App Datenaustausch aus und ignoriert die vielen Grenzgänger zwischen uns und DE/FR/IT; damit wird mit Menschenleben gespielt. Für mich total unverständlich, und wird von der EU Öffentlichkeit auch nur mit Achselzucken zur Kenntnis genommen, wenn überhaupt.

  6. Zum Spree-Neiße Kreis, evtl. die Sorben, wo wie auch z.B. in Polen, Spanien, Italien oftmals viele Generationen unter einem Dach leben? Wobei ich nicht nachvollziehen kann warum hier die erste Welle quasi spurlos vorbeiging…

    • Im Spree-Neiße-Kreis gab es Anfang Oktober einen Ausbruch im Helios-Klinikum Bad Saarow mit 60+ Fällen unter Personal und Patienten, der sogar zur Schließung der Notaufnahme führte: https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/panorama/coronavirus/beitraege_neu/2020/10/corona-helios-klinikum-bad-saarow-robert-koch-institut.html
      Es ging wohl um die Station “Trauma/Orthopädie”: also Unfallopfer. Dazu war ein benachbartes Pflegeheim von einem Ausbruch betroffen.
      Dieser Ausbruch dürfte das ganze einmal durch den Landstrich verteilt haben: das Personal der Klinik kommt aus einem großen Einzugsbereich. Sechs Wochen später mit einem saisonal typischen R von 1,25 und schon werden aus 60 Fällen 230.

      PS: ich hatte das Vergnügen mir diese Klinik und betroffene Station im Sommer für einige Tagen von innen anzusehen: mich wundert garnix. Personal wird verbrannt. Ich wurde als Patient ohne Mundschutz durch die ganze Klinik gekarrt. Und das Ergebnis des PCR-Test vom Tag der Notaufnahme kam pünktlich mit der Entlassung fünf Tage später. (war negativ)

  7. Ich lese oben: “die Todeszellen ziehen erfahrungsgemäß erst mit 12 Wochen Verspätung nach”. Oh je. 12 Wochen sind 84 Tage. Das ergibt für mich alles keinen Sinn. Waren da vielleicht Todeszahlen und 12 Tage gemeint?

  8. Ja auch grad aufgefallen, :

    Mediziner: Raucher sind besser vor Corona geschützt

    Überraschend sind die Ergebnisse der Regensburg-Studie für Raucher. In 417 Fällen konnten die Studienmacher erfassen, ob ein Infizierter raucht oder nicht. 50 davon waren Raucher, 367 Nichtraucher. Laut der Studie waren Raucher im Durchschnitt viel kürzer tatsächlich mit Symptomen erkrankt als Nichtraucher. „Wir haben aus den Daten der Pandemie in China den Eindruck gehabt, dass Raucher ein höheres Risiko für schwere Verläufe haben“, sagt Professor Dr. Bernd Salzberger, einer der an der Studie beteiligten Ärzte. „Das scheint nicht so zu sein.“ Zwar sei der Datensatz aus Regensburg zu klein, um Schlüsse auf die Gesamtheit daraus zu ziehen. Aber Salzberger sagt in Bezug auch auf andere Studien: „Als Arzt darf man so etwas gar nicht sagen“, so Salzberger mit einem Lächeln, „aber wir haben den Eindruck, dass Raucher besser geschützt sind gegen Covid.“

    A propos “nicht sagen”: hab jetzt glaub ich ne Stunde lang rum gesucht nach dem Paper.. fand nur das hier auf die Schnelle : https://www.egms.de/static/pdf/journals/dgkh/2020-15/dgkh000362.pdf

    Und da leider kein Wort von Raucher, Nikotin oder ähnliches. Aber auch nicht sicher, ob es das richtige Paper is.. ( gab hinter der paywall nur ne Infografik, die auf das GMS hindeutete..

    Bei Bedarf schick mir ne Mail

  9. Nachtrag :

    Ah ok. Auf Seite 4 des oben verlinkten Papers steht’s:

    On the other hand, fever and cough were the leading symptoms in all age groups in Regensburg during the first wave (data from a case series of 1,084 consecutive cases, not yet published)

    Not yet published – 1084 , das war die Zahl der im Artikel genannten Studie.

  10. 2 Ergänzungen zu Tims Ausführungen.

    1. keine Abwassertests mehr?
    Forschungen hierzu werden weiterhin (auch in Deutschland) betrieben. Aktuell läuft „Phase 3“ bei einem Projekt des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und der TU Dresden. Dabei werden tägliche Proben von 100 Abwasserwerken aus ganz Deutschland eingesammelt und untersucht. Als erstes Zwischenergebnis wurde in einem Artikel meiner Lokalzeitung genannt, dass „sich zeigt, dass in der Abwasserprobe kein sicherer Nachweis der Viren-RNA gelingt“, so Christiane Rudolf. Aber im Primärschlamm sei die SARS-CoV-2-RNA zu finden. Ergebnisse zur Modellierung der Dunkelziffer etc. stehen noch aus.

    https://www.volksstimme.de/lokal/magdeburg/abwasser-magdeburger-proben-fuer-corona-studie
    https://www.ufz.de/index.php?de=47208

    2. Trockenen Luft im Innenraum im Winter
    Tim sagte, dass es im Winter generell in der Regel so wäre, dass man die Räume zu sehr austrocknen lässt, weil man heizt und nicht lüftet.

    Das ist so nicht korrekt. Ich weiß nicht wo das immer wieder her kommt, dass man bei zu wenig lüften und gleichzeitigem Heizen die Räume austrocknet und man sich dann noch solche „Befeuchter“ an die Heizkörper hängen soll. Das ist einfach Käse.

    In bewohnten Räumen wird viel mehr Feuchtigkeit „produziert“ als irgendwie ohne Lüften (oder undichte Gebäudehülle) durch die Wand abgeführt werden könnte.
    Jede Person scheidet Wasser in Form von Atmen + Schwitzen aus. Dazu noch das Wasser aus Kochen, Duschen, Baden, aber auch Pflanzen, Aquarien etc.. Würde man diesen ganzen Wasserdampf nicht durch Lüften abführen und nur heizen, hätte man nach kurzer Zeit eine Tropfsteinhöhle, bzw. würde der Wasserdampf an den kältesten Punkten der Räume (Außenwandecken, Fenster) auskondensieren und zu Schimmelbildung führen.
    Ich kann mir nur vorstellen, dass sich die Menschen immer von den meist in % angegebenen Feuchtewerten täuschen lassen.
    Erstmal müsste es korrekt heißen % relative Feuchte, was schon auf das Problem hindeutet. Der Wert gibt also nicht den absoluten Wassergehalt an, sondern einen relativen Wert der maximalen Sättigung. Nun ist es so, dass die Wasseraufnahmefähigkeit der Luft von der Temperatur abhängig ist. Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kältere.
    Da es im Winter draußen kälter als drinnen ist, führt dieser Fakt dazu, dass selbst bei nebeligen Novemberwetter (z.B. 5°C und 99 % r.F.) die Außenluft absolut trockener ist als die Innenluft eines beheizten Raumes (z.B. 20°C und 50 % r.F.). Konkret beträgt die Sättigungsmenge des Wasserdampfes bei 5°C vsat = 6,8 g/m³, d.h. absolut sind 6,8*0,99=6,7 g/m³ Wasserdampf in der Luft. Bei 20°C sind es aber vsat=17,3 g/m³. Im Beispiel also 17,3*0,5=8,7 g/m³.
    D.h. selbst bei dem Beispiel mit schon relativ trockener Innenluft und der offenkundig (Nebel) sehr feuchten Außenluft ist es so, dass durch einen Luftaustausch der Innenluft mit der Außenluft die absolute Feuchtigkeit der Raumluft verringert wird (und bei anschließendem Heizen dann auch die relative Luftfeuchtigkeit.

    Also Lüften im Winter senkt die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen und erhöht sie nicht.

  11. Tim, könntest du nicht mal eine CRE- Folge über Moodle machen?
    Dieses OpenSource-Lernmanagementsystem ist die derzeit einzige Lernplattform, die diesen Namen wirklich verdient und ist in Bayern, Baden-Württemberg und auch anderen Bundesländern im Einsatz.
    Bei uns in Baden-Württemberg gibt es mit Dakora auch noch einen Aufsatz der die Abbildung aller Lehrpläne bis auf Wochen- und Tagespläne ermöglicht, so dass Schüler genau sehen können, welches Pensum sie abarbeiten müssen und zwar sogar nach Kompetenzstufen gegliedert.
    Wir haben seit März die Version 3.7 von der Projektgruppe des BelWue (öffentlicher Provider für alle Bildungseinrichtungen angesiedelt im RZ Uni Stuttgart finanziert vom Forschungsministerium) installiert bekommen, die schon sehr modern und voll DSGVO Kompatibel ist. Im Dezember soll die Topaktuelle Version 3.9 kommen.
    Außerdem haben wir seit April Bigbluebutton als Onlinemeetingsystem voll in Moodle integriert.
    Das läuft an hunderten von Schulen und funktioniert wirklich recht gut.
    Moodle ist mittlerweile völlig anders, als es früher einmal vor 20 Jahren war.
    Die Australische Moodlefoundation hat eine weltweite Community gefunden, die immer neue Module beisteuert und wirklich alle Formen des digitalen Lernens integriert.
    Ich vertstehe nicht, warum ihr dieses System so durchgehend ignoriert, obwohl es auch rein Netzpolitisch die mit Abstand beste Lösung im Sinne von Datenschutz, Persönlichkeitsrechten, 2FA und OpenSource ist.
    Alles, was du für deine Kinder in der Schule forderst, kann Moodle schon lange und ist von Pädagogen für Pädagogen und Schüler entwickelt worden.
    Bei Wlanzugang funktioniert es auf jedem Smartphone, Tablet, Ipad, PC, Mac, Linux.

    Zusammen mit unserem Schulwlan, Schüleripads mit Pencil und Lehreripads mit AppleTV auf Beamer und Saallautsprecher können wir damit Lehrer und Schüler in häuslicher Quarantäne ins Klassenzimmer streamen, Lehrmaterial, Websites, Aufgaben, Tests, Videos, Abstimmungen und Feedbacks zentral und termingesteuert imkl Kalenderfunktion an alle Schüler einer Klasse verteilen ob sie nun im Klassenzimmer oder zu Hause oder in der Bahn sitzen.
    Ich kann jedem über die Schulter schauen und verfolgen, ob er was arbeitet oder Probleme hat. Ich kann mit den Schülern sprechen, ihnen eigene Meetingruppen und kollaborative Pads oder Aufgaben einrichten, und, und, und…
    Nur die App ist leider noch nicht so ganz der Bringer. Aber wenn unser Staat da mal was investieren würde, dann wäre das schnell erledigt.
    Bitte, propagiert doch mal, dass alles was da jetzt so vollmundig gefordert wird schon vorhanden ist, aber die Kultesministerien immer selbst jetzt noch ihr eigenes Süppchen kochen wollen, anstatt im Unterricht bewährte Systeme zu übernehmen.
    Klar die Beherrschung eines so mächtigen CMS-Systems, das die Rechtehierarchie und Organisation einer ganzen Schule abbilden soll , ist ein längerer Prozess und leider wurde auch bei uns der Sommer nicht genutzt, dieses Know-How von längst ausgebildeten Fortbildnern von oben sanktioniert in die Lehrerschaft zu verteilen. Aber es ist alles schon da.
    Wirklich!

  12. Digitale Pandemie 2025

    Ein neuer Computervirus Namens Dovid-19 ist im Umlauf und kann wichtige Infrastruktur für mehrere Wochen lahm legen.

    Zu den gefährdeten Computern zählen: Windows Vista und Windows XP. Doch jeder Computer kann zur Verbreitung beitragen. Deshalb muss eine -Maske- ähh nein ein AntiViren-Programm auf jedem PC installiert sein. Um dies zu gewährleisten wird die “Unverletzlichkeit des Rechners” aufgehoben.

    In wenigen Monaten bekommt der neue DRM-Impfstoff auf UEFI-basis seine Zulassung. Alle Impfschäden werden von der Bundesregierung getragen. Mit aktiviertem DRM kann nur noch zertifizierte Software auf ihrem Computer laufen. Freie- und Opensource-Software ist nicht mehr zulässig. Die Wissenschaft zeigt eine 95% Wirksamkeit. Eine Impfpflicht besteht nicht, aber der Zugang zum Internet ist für ungeimpfte PC’s nicht mehr zulässig.

    Bitte lassen sie sich nicht von “fake news” irre führen. Das geschwurbel von einigen Dovidioten – man könne die gefährdeten PCs gesondert schützen – ist Unsinn.

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