UKW074 Brexit: Leben von einer Lüge

Die ersten fünf Monate Brexit - eine Bilanz

Für gut fünf Monaten traten die zwischen dem Vereinigten Könige und der EU ausgehandelten Regelungen rund um den Brexit final in Kraft. Und seitdem ist wenig besser geworden in UK, vom Land in dem Milch und Honig fließt, das die Brexiteers postuliert haben, ist wenig zu sehen.

Stattdessen gingen die Exporte in EU gut um ein Drittel zurück und die Einbrüche beim Import werden nur dadurch abgefedert, weil die Grenzkontrollen in dieser Richtung erst im Juli eingerichtet werden müssen. In der Zwischenzeit geht das politische Hickhack weiter und konzentriert sich vor allem auf die schwierige Situation zwischen Großbritannien und Nordirland, in der eine inländische Außengrenze entstanden ist.

In Schottland fanden derweil Wahlen statt, bei denen die Scottish National Party wie erwartet gestärkt hervorgegangen ist und die die Umfragen zeigen, dass der Zuspruch zu einer Ablösung von England immer populärer wird.

Quo Vadis Britannia?

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Tim Pritlove
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Jon Worth

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

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Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Pritla und heute ist Mittwoch und das heißt, heute gibt's kein Corona-Wikli sondern, langersehnt dann äh auch schon vor einiger Zeit angekündigt, dass äh Update zum Brexit mit äh John, mit John Wors. Hallo. Ja, John, ist äh wieder einiges passiert und ich glaube, ein ganz guter Zeitpunkt jetzt mal wieder zurückzuschauen, sind ein paar wesentliche Dinge passiert, wie die Wahl in Schottland, aber natürlich ist es insgesamt auch äh vorangegangen. Es läuft alles so ein bisschen unter dem Radar der deutschen Öffentlichkeit, möchte ich meinen, man nimmt es eigentlich aus Deutschland heraus dann doch eher so am Rande war alles.
Jon Worth
Genau, das stimmt. Ähm also es, es herrscht bestimmt auch eine eine gewisse Brexit-Müdigkeit, äh, in Großbritannien und auch natürlich dann in Paris, Berlin und und in Brüssel Brexit ist irgendwie, so zumindest die vertragischen Aspekte größtenteils so gelöst, aber die praktischen Probleme gehen nicht weg und manche von den praktischen Problemen werden. Immer schwieriger zu lösen. Also das werden wir dann diskutieren. Also eine gewisse Müdigkeit kann ich durchaus verstehen. Ähm aber mittelfristig ähm. Wir brauchen eine neue Beziehung zwischen Großbritannien und andere Länder der EU. Ähm also das das wird uns äh viel Zeit kosten in den kommenden Monaten und Jahren. Brexit äh ist nie beendet irgendwie.
Tim Pritlove
Nee, Breaks ist bestimmt nicht äh beendet und ich glaube, es sind auch äh viele so ein bisschen jetzt in halb acht Stellung, was natürlich auch den Ausgang der Wahlen in Deutschland betrifft, weil das natürlich für den zukünftigen Kurs Europas sicherlich auch äh bedeutend sein wird. Ja, schauen wir doch mal äh kurz zurück. Also wir hatten die letzte Sendung Ende Januar, veröffentlicht. Das heißt, da sind jetzt äh gut vier Monate her, damals hatte sich äh das, was ja das in Krafttreten aller Verträge ähm was das sozusagen bewirken würde gerade erst so abgezeichnet insbesondere der Warenverkehr, der ja so ein bisschen im Fokus stand, war etwas schwierig zu, teilen, gerade weil der Januar traditionell und natürlich, weil die Firmen auch wussten, dass eine Umstellung ansteht, so ein bisschen ähm weniger äh aktiv, ohnehin mit sich bringt und man erwartete dann, normalerweise hätte man halt erwartet, dass es spätestens im Februar dann wieder anzieht.
Jon Worth
Ja, genau, aber grob zusammengefasst, äh es gab. November und Dezember so eine gewisse Stalk-Pilling, also ähm das viele britischen Industrien haben möglichst viele Waren importiert vor, Treten von den neuen Abkommenden. Also das war ein Grund für den sehr ruhigen Handelsmonat Januar und im zweiten Grund war Großbritannien und die EU war mitten in die schwerste Phase der Corona-Pandemie, im Dezember und im Januar. Also diese beiden Sachen haben den Verkehr in in Januar zum Teil. Begrenzt, was wir dann gesehen haben, waren die äh Handel war deutlich geringer im Januar, so waren dreißig oder bis fünfunddreißig Prozent runter. Das kam ein bisschen zurück im, im Februar, also rebondiert, äh aber aber hat nie Stimmen vor Brexitebene erreicht. Wenn wir schauen zum Beispiel in den, in den Handelssaalen, Exporte aus Deutschland zu diversen Ländern der Welt. Deutschen zeigte, so ich sehe gute Ergebnissen in den letzten paar Monaten, mehr Exporte nach China, nach anderen europäischen Ländern. Aber äh immer noch ein äh ein ein Minus von Minus dreizehn Prozent äh Exporte nach Großbritannien. Und es könnte noch schlimmer sein, weil, Wir sind noch in in sogenannte ähm äh Periode mit mit ähm managen. Das bedeutet, dass alle waren, von EU-Länder nach Großbritannien durch den Hafen von Dova werden bei der Einreise in Großbritannien nicht kontrolliert. Nur die Waren, die von Großbritannien nach der EU gehen, werden dann in, in, in, in Ostende oder Rottedame oder, oder, oder, oder, oder Kelly oder oder, oder sonstiger Hafen Das bedeutet, die Kontrollen sind nur in eine Richtung zur Zeit. Also hinter diesen Statistiken und die britische Regierung hat diese Statistiken so, so, so sehr ähm so so formuliert, dass es gibt ganz viele, fast so viele LKWs, die durchfahren, als vor dem Austritt. Aber die die Leute, die für Lieferketten zuständig sind, sind es gibt einen großen Teil der LKWs, die liefern Sachen nach Großbritannien, aber fahren dann leer nach die EU zurück also erst nach dieser Einführung von die kompletten Kontrollen auf der Seite vorgesehen für den ersten Juli, ähm dann werden wir da mal sehen, wie sieht es dann aus äh definitiv.
Tim Pritlove
So oder so zeichnet sich dann, glaube ich, aber auch schon einen Personalmangel auch ab, weil einfach viele Leute gar keine Lust haben, nach Großbritannien zu äh fahren, weil eigentlich das wie eine Spedition arbeitet, ist, Hinweg die eine Ladung auf dem Rückweg, die andere Ladung, dass man auf beiden in beiden Richtungen Geld verdienen kann. Jetzt verdient man quasi nur in eine Richtung.
Jon Worth
Dann natürlich die Kosten für für britische Unternehmer und das auch anderen Häfen wie Saddam oder oder Felix. Also das hat ein ein bedeuten Einfluss auf die auf Handel überall in Großbritannien. Es ist nicht nur auf der äh fokussiert.
Tim Pritlove
Genau, du hast gesagt, dreizehn Prozent Rückgang der Importe aus der EU äh nach Großbritannien äh in die andere Richtung sieht's halt ganz anders aus. Ich glaube, das liegt so bei fünfunddreißig Prozent Rückgang, ne, oder dreiunddreißig weiß ich immer ganz genau.
Jon Worth
Und und es es ist von diversen Sektoren sehr stark abhängig. Besonders Lebensmittel Fisch, Fleisch aus Großbritannien. Da gibt's eine enorme Reihe an Problemen, also eine Reduzierung von über neunzig Prozent von von Milchprodukte von Großbritannien nach EU-Länder. Ähm also es ist nicht das, generell alles Sektoren äh gleich betroffen sind, also manche Sektoren deutlich haben dort deutlich größere Schwierigkeiten als aus anderen.
Tim Pritlove
Aber es ist vor allem die Landwirtschaft, die halt hart betroffen ist. Fisch, du hast gesagt, äh Milch, äh Fleisch und und das hat, mehrere Gründe. Ich bin mir grad jetzt nicht ganz so sicher, inwieweit wir das letzte Mal schon angesprochen haben, aber es sind ja so Geschichten, wie das bestimmte Klassifikationen wegfallen, ne, also Fischereien, die vorher einfach in die EU liefern konnten und dann wurde dort eine Nachbehandlung durchgeführt, die jetzt nicht mehr möglich ist, die quasi im Land gemacht werden müsste, wofür es aber gar nicht die Kapazitäten äh äh, teilweise.
Jon Worth
Also es es gab ein großes Streit zum zum Thema ähm äh Meeresfrüchte ähm aber nicht so direkt aus dem Meer, sondern von äh wir sammeln so Fish Farming. Ähm also das es wäre möglich für für diese Produktion nach Schottland zum Beispiel direkt nach EU-Länder äh exportiert zu werden äh und da bei der bei der Bearbeitung in Frankreich oder in Belgien da bearbeitet zu werden. Aber es gibt, keinen juristischen Rahmen, um sowas zu machen, mit ein nicht, EU-Land. Und es gab dann einen Streit zwischen der der Umweltminister in Großbritannien und und vieler Fischer, die haben gesagt, Moment mal, also sie haben uns genau den Gegenteil gesagt vor dem Austritt und jetzt ist unser kompletten Business, vollkommen zerstört, wegen dem wegen dem Austritt und weil es auch wichtig ist, ist viele von diesen von diesen Industrien ähm auch im Bereich der der Agrarindustrie sind in unter dem Ärmsten periphäre Teilen von Großbritannien. Es ist nicht die Großstädten, die betroffen sind, sondern ländliches Raum, Schottland, westlichen Teilen von Vailes, wo dem Soputo Inlands pro Kopf nicht enorm hoch ist. Also das ist dann ein politisches Problem, in besonders in diese Regionen.
Tim Pritlove
Mhm. Ja und das bedeutet ja auch, dass also äh selbst wenn geliefert werden kann, kann halt nur Tage später geliefert werden, was bei Frischwar natürlich ein absoluter Mahlus ist, das heißt, selbst wenn man eine Lieferung durchbekommt, die dann schon teurer war, weil der Aufwand größer war weil mehr Zeit auch eigentlich mehr, mehr Geld bedeutet, Personal et cetera. Äh und dann erzielt man auch noch niedrigere Preise. Also das ist ja alles äh hängt ja alles miteinander zusammen und ich glaube, diese ganze kausal Kette, die wird jetzt erst langsam allen so richtig klar.
Jon Worth
Genau und und wir haben bis jetzt keinen Punkt erreicht, wo alle Beteiligten wissen, wie sie. Alles dann mittelfristig aus Was ist überhaupt die Zukunft für eine Fischereifirma im im Westen Schottlands oder ein Lärmproduzentin im in Not, weil also wir haben keine es es gibt keine äh kann konkrete Idee, von wie, wie könnte sowas dann aussehen mittelfristig?
Tim Pritlove
Mhm. Ja, also. Im Bereich Handel, äh läuft's auf jeden Fall nicht gut und das wird natürlich dann auch auf die britische Wirtschaft die entsprechende Auswirkungen haben und sich zwangsläufig in den Zahlen niederschlagen. Ähnlich sieht es ja im Dienstleistungssektor aus, der ja im Prinzip auch überhaupt gar keine Anschlussregelung hat. Also gerade die Finanzindustrie, die ja einen Großteil der Einnahmen Großbritanniens ausgemacht hat, verliert den Markt eigentlich vollständig und es, glaube ich, so eine theoretische. Über eine Neuverhandlung Mitte des Jahres. Aber ich habe so den Eindruck, es macht sich niemand eigentlich wirklich Hoffnung, dass da Fieber rauskommt, weil welches Interesse sollte die EU haben?
Jon Worth
Genau und und das war dann weiterhin verzögert. Ähm. Der Mindestlohn, der dafür verantwortlich ist, ähm äh der ähm. Der Finanzminister in Großbritannien der seien Hauptpriorität ist, ist Boris Johnsons Nachfolger zu sein. Also er kümmert sich nicht um die die praktischen Auswirkungen des Brexit, weil das parteipolitisch für ihn so schlecht ist bei den Konservativen Ähm auch für anderen Sektoren besonders äh so Kulturindustrien, Musikindustrie, in Großbritannien sind auch. Richtig heftig betroffen, besonders wenig, es geht um Wiesen, für Musiker, die ja auf so auf Tour sind in anderen europäischen Ländern gehen wollen. Da gibt's eine Menge Kampagnen, besonders Elton John, hat sich äh dafür eingesetzt, also für für junge britische Musiker, die dann, Konzerte in anderen europäischen Ländern machen wollen. Äh da gab's auch überhaupt keine Fortschritte. Ähm. Auch diese praktischen Auswirkungen. Da gab's eine sehr wichtige, praktische Änderung, und nicht dem in die in so eine gute, pragmatische Richtung ist es, es war aus meiner Sicht sehr gefährlich. Boris Johnson hat der Zuständigkeit innerhalb der Regierung für Brexit zum Nachverhandlungen, umgebaut im März. Er hat Michael mit David Forst ähm ähm ersetzt. Und Froster ist mehr als Golf, so ein Hardliner. So ein Souverän und er hat wenig Bock, diese Reihe von so praktischen Problemen überhaupt zu beheben. Ähm also die die diese Problemen sind für ihn. Keinerlei wichtig. Ähm also das bedeutet, dass die Chancen diese Arten von von Problemen zu beheben, sind meiner Meinung nach, geringer jetzt aus die vor ein paar Monaten waren.
Tim Pritlove
Mhm. Jetzt äh ist natürlich auch die Frage, wie verhält sich eigentlich die EU äh zu Auswirkungen, ja nochmal eine Zustimmung des EU Parlaments. Das stand ja noch aus, weil ja die so kurzfristig Ende Dezember dann erst final ausgehandelten Regelungen dann zwar mehr oder weniger in Kraft traten, aber eigentlich ja noch nicht offiziell vollständig juristisch abgesegnet waren in der EU.
Jon Worth
Ja genau, also das das hieß ähm, ähm also vorläufige Applikation.
Tim Pritlove
Anwendung, ja, vorläufige Anwendung.
Jon Worth
Anwendung. Ähm und Grund dafür, weil das Europäische Parlament hat sich gesagt, okay sorry, wir haben nicht genug Zeit, um alles, genau so beobachten oder so analysieren, weil dem vorläufigen Vertrag, kam aus der Verhandlung am am vierundzwanzigsten Dezember. Manfred Weber im Europäischen Parlament hat so gesagt, nee, sorry, dass das machen wir nicht, wir brauchen mehr Zeit. Unsere Ratifikation ähm findet dann erst im im Frühling statt. Ähm. Ich muss sagen, ich bin von dieser äh ganze Prozedere im europäischen Parlament tief enttäuscht. Ähm. Weil es herrschte schon in in mancher Themenbereiche, Handel, Dienstleistungen, anderen Schwierigkeiten, besonders sind nur die Elan, die werden wir später diskutieren. Und das Europäische Parlament hat im Dezember gesagt, okay, wir nehmen ausreichend Zeit, alles genauer, so zu beobachten. Aber doch dann am Ende, Ende April hat das Europäische Parlament alles einfach so zugestimmt. Ähm ohne großes Kritik an was die Briten, gerade machen. Und ich sehe auf der EU Seite vielleicht wegen so einer einer bestimmten Brexit-Müdigkeit in Großbritannien, Keine klare Linie der EU. Ähm. Äh vier Jahre lang Chefunterverhandeler für die EU. Der der hat die diese Rolle nicht mehr nach Frankreich gegangen und will in ähm französische Präsidentschaft war als zwanzig bis zweiundzwanzig kandidieren. Kann ich durchaus verstehen habe sein Nachfolger des stellvertretende Präsident der Europäischen Kommission, der es nicht so, klug als Verhandler in Vergleich zu seinem Vorgänger. Auch im Europäischen Parlament gab's keine klare Linie. Ähm und auch in Sachen ähm so Covid und ähm Beschaffung von ähm äh von von äh Lieferketten. Von da gab's auch Schwierigkeiten zwischen Großbritannien und und die EU. Also das bedeutet aus meiner Sicht, es fehlt auf die EU-Seite ein bisschen so eine kohärente Linie in Richtung Großbritannien zur Zeit. Ähm also das ist das sind wirklich ein großes Problem. Ähm und niemanden kümmert sich äh darum, in Brüssel, weil wie du kannst du deine Einführung gesagt hast? Äh es, es herrscht gerade so eine eine gewisse Brexit-Müdigkeit in.
Tim Pritlove
Aber trotzdem ist jetzt erstmal alles ratifiziert und ähm letztlich gibt es für für UK so richtig keinen Hebel, um eigentlich irgendwelche Verbesserungen einzuklagen jetzt, oder? Siehst du da irgendwas, wo die EU jetzt ein Problem hätte? Also was, was für Druckmittel könnte denn.
Jon Worth
Also grundsätzlich, es gibt zwei zwei Arten von Problemen, die nicht komplett. Voneinander zu trennen sind. Also das sind die Problemen an oder bei bei der ähm so Handelsverkehr. Nach Großbritannien aus anderen Ländern der EU. Und dann Handelsprobleme, die Not spezifisch für Nordirland sind. Also die sind die beiden. Die beiden Arten von Problemen. Und in beiden Fällen ist das Lebensmittelindustrie besonders hart betroffen Und da gibt's schon eine Diskussion in Großbritannien. Gips so einer Verbesserungsbedarf im Bereich der Lebensmittelsicherheit. Oder könnte man irgendwas dann da so verbessern? Es es. Grade eine Debatte. Brauche Großbritannien und die EU. Eine Lebensmittelsicherheitsvertrag wie den jetzigen Vertrag zwischen. Die EU und der Schweiz. Weil da, also wenn wir wenn wir da das ein bisschen genau anschauen. Alle Regelungen, also was für Pestizide man verwenden kann, was für Verpackungen man für eine Schokolade verwenden kann in in der Schweiz. Sind genau gleich wie die diversen Standards in der EU Das bedeutet, dass ein ein Schweizer Produzent kann dann seine Lebensmittel nach die EU exportieren, ohne Kontrollen an der Grenze und dann das bedeutet dann komplett ohne Schwierigkeiten, ohne Problemen. Also sowas wäre. Rettung für die britische Lebensmittelindustrien, die zur Zeit unter dieser sehr schwierigen Bedingungen bei der Export dann so leiden. Also das ist wo die jetzige Debatte ist. Also je, ihren sind für, also wenn Dublin, meine ich, ja, es sind für so einen Vertrag, so so einen sogenannten sechzehn Die EU hätte kein Problem, sowas abzuschließen, aber die EU kann sowas nicht vorschlagen. Aber die britische Regierung, gegen so war's, weil die wollen stattdessen ein Handelsvertrag zwischen Großbritannien und anderen Ländern der Welt. Und wenn die sowas mit der EU abschließen, es mache dann ein Handelsvertrag mit Australienote, die vor einigen Staaten deutlich schwieriger. Also das ist, Das ist ein Punkt, wo man könnte irgendeine Lösung, finden, was in den Interessen von beiden Seiten wäre. Äh aber das. Es gibt ein bisschen eine eine Debatte in Großbritannien, ob sowas möglich wäre oder sinnvoll wäre gerade. Aber diese Debatte beginnt äh erst jetzt. Also das ist das ist, wo ich sehe, dass es ein ein bisschen, Bewegungen geben könnte in den kommenden Monat.
Tim Pritlove
Ja, weil die EU natürlich auch ein Interesse daran hat, zum Beispiel die Transportdurchlässigkeit für Waren aus Irland vielleicht auch zu erleichtern. Derzeit ist es ja so, dass äh zahlreiche neue, Verbindung in Betrieb genommen worden sind, die von Dublin und diesen Südhafen in Irland, was jetzt gerade.
Jon Worth
Ja, ja.
Tim Pritlove
Genau, die, glaube ich, drei oder vier neue Häfen in Frankreich jetzt anfahren, wo sie auch teilweise ein, zwei Tage unterwegs äh sind, ist aber trotzdem immer noch besser ist, als durch diese ja problematische Situation England, Dova Cale, äh durchzufahren, ne.
Jon Worth
Oh, und das bedeutet für die Häfen, besonders in in Hollyhead, Fischguard und und und. Ähm da drohen so großen Problemen, also diese in diese Kleinstädten sind diese Fähreverbindungen sehr, sehr wichtig für die für die Wirtschaft in diese Städte, es drohe dann, der im kompletten so Einbruch der der Feberverbindungen dort. Ja aber da gibt's auch. Keine pragmatische Lösungen in Sicht, weil. Besonders mit Frost, das neue Chef unter Verhandler auf der Britsche Seite. Ist für so ein also das bedeutet es geht nicht um praktischen Lösungen, es geht um eine. Etherologisch geprägte Unabhängigkeit Großbritanniens gegenüber die EU, Also wenn wir, wenn wir das vergleichen, was Großbritannien jetzt aus Art zu Handelstaktik gegenüber die die EU äh vorantreibt. Das ist ganz anders als das Vorgehensweise von der Schweiz oder von Norwegen. Also in dieser anderen, nicht EU, aber. An der Grenze zu der EU Länder, wie wie Schweiz und Norwegen. Gab's immer diese so Konflikt zwischen Wille der Bevölkerung unabhängig zu sein? Und. Praktische daran, dass das diverse diverse Unternehmen in den diversen Länder brauchten noch einen guten. Pragmatischen Zugang zu den europäischen Markt. Also das war gob den Kompromiss in diese andere Länder. In Großbritannien ist es nur, ideologisch geprägt. So möglichst unabhängig, auch wenn das problematisch ist für britischen Firmen, also das macht aus meiner Sicht überhaupt kein Sinn und das kann man auch nicht rechtfertigen mit was die zugestimmt haben in den in dem Referendum niemand hat so gesagt was für eine Art Brexit man haben man haben muss. Also ist eine Großbritannien und die britische Regierung, Unterstützen noch eine sehr, sehr radikale Brexit-Variante. Ähm und da haben wir. Kaum Änderungen gesehen, kaum Pragmatismus, äh ähm seit Dezember.
Tim Pritlove
Zumal ja in den ganzen äh also vor der Wahl äh eigentlich mehrheitlich alle pro Brexit, also alle Befürworter gesagt haben, niemand will aus dem Single Market raus, ne, also das das stand überhaupt nicht im Vordergrund.
Jon Worth
Genau, ähm und es ist nicht nur raus aus den Single Market, sondern auch, pragmatische Brückenlösungen, wie wie eine, also so eine auch eine temporäre Vertrag, so äh Lebensmittelstandards. Das lehnt die jetzige Regierung komplett ab, komplett. Ähm äh also es ist so, ideologische radikal. Äh es ist kaum fassbar.
Tim Pritlove
Schauen wir doch vielleicht mal auf die Situation in Nordirland, weil um das nochmal zu rekapitulieren, wer das noch nicht so ganz äh mit hat, durch den Brexit-Vertrag, den Johnson letzten Endes ausgehandelt hat, ist ja im Prinzip gesagt worden, ja okay, wir gehen zwar hier aus allem raus, aber um das Karfreitagsabbau kommen, den Friedensvertrag zwischen Nordirland, Großbritannien, EU, ähm denen irgendwie äh aufrechtzuerhalten der ja sicherstellen soll, dass Nordirland uneingeschränkten und grenzlosen Zugang zu der Republik Irland hat, um das sicherzustellen, muss es dann im Prinzip eine Kontrollgrenze geben, in der RFC, also zwischen den Inseln Irland und den Insel Großbritannien. Sprich, wenn Waren von ähm Schottland oder England oder Wales nach Nordirland gefahren werden, dann gilt dort im Prinzip ein ein ähnliches Grenzregime wie eben zur EU. Weil faktisch ist Nordirland. Unterliegt weiterhin den wirtschaftlichen EU-Regeln, aber es ist natürlich nach wie vor Teil des Staatsgebietes von UK, was bedeutet, dass sich quasi äh das Vereinigte Königreich eine Grenze geschaffen hat, völlig absurd, ne?
Jon Worth
Genau. Aber grundsätzlich, Boris Johnson hat in der Öffentlichkeit, nie akzeptiert, dass diese Grenze überhaupt existiert. Der hat immer die Notirischen versprochen, ja als romantischer Kontrollen gibt es ja vielleicht schon, aber niemand will eine Grenze zwischen Nordirland von Großbritannien Aber alle Experten haben gesagt, Moment mal, also das das geht einfach nicht. Ohne Kontrollen. Und es herrschte dann seit dem, unterschreiben von dem sogenannten Trading am vierundzwanzigsten Dezember. Es herrscht an einer immer größere Kritik. Nordirland, also das es lohnt sich das ein bisschen mehr zu beobachten. Also grobe, es geht um zwei, Verträge. Also den vorherigen Vertrag. Also grob, zugestimmt in Oktober zwanzig neunzehn in Kraft treten Januar zwanzig zwanzig, das hieß also, dem Teil von von den Austrittsvertrag um den Karfreitagsabkommen und keine harte Grenze. In Nordirland sicherzustellen. Ja, also das bedeutet, keine Kontrollen an der Grenze zwischen Irland und Nordirland. Also aus diesem. Dann kommt dann dazu natürlich die Frage. Was wäre überhaupt zu kontrollieren? Es hängt davon ab natürlich. Inwiefern EU-Regeln. In Großbritannien noch respektiert sind, Und das ist dann dieses, diese Spannung zwischen den, dem Trading Corporation Agreement. Also dieses Vertrag von den vierundzwanzigsten Dezember äh ähm letztes Jahr. Nimmt Großbritannien so weit raus aus die europäische äh so regulatorische Sphäre. Das fand ich alles, besonders Lebensmittel, kontrolliert werden. Also das bedeutet, dass es also und wir hören der Zeit in der Britische Debatte und besonders von nordirischen Politiker. Ja, also dieses ähm ähm das geht nicht mehr. Wir brauchen eine andere Lösung. Aber. Das ist ja keine Lösung, weil dieses Problem betrifft nicht nur Nordengland, sondern dem kompletten Brexit-Paket. Ja, also was bedeutet oh und es ist man hat wie wir schon was vor so zehn Minuten debattiert haben. Es gibt diese. Grace Periots für die Kontrollen von Güter bei der Einreise in Dow, ja? Die Dame ab Juli, nicht mehr in Kraft sind. Also was bedeutet Großbritannien muss die Waren kontrollieren. Grenze oder zwischen Nordirland und und im West von Großbritannien herrscht zurzeit, genau das gleiche Problem. Wenn ich als zum Beispiel als Supermarkt, wenn ich will ein Wurst aus Schottland nach Not, Irland exportieren, Gibt es zurzeit keine Kontrollen. Wenn ich dann dieses Wurst dann weiterhin nach Irland exportiere. Dieses Wurst wird dann in in Irland importiert, ohne Kontrolle, weil es an der Grenze Notirland Irland keine Kontrollen gibt? Man könnte dann weiterhin nach Frankreich exportiert werden, auch ohne Kontrollen. Aber so ein Wurstmuster, wenn ich sowas direkt aus England exportiere, dann nach Frankreich über Calais, muss es in dann eine Kontrolle geben. Ja, ich hoffe, das erklärt GoP, wo dieses Ding kein Kämpfer, diese Spannung. Also was die EU dann sagt, ist. So kann es dauerhaft nicht weitergehen. Großbritannien. Ihr habt in so in zwanzig neunzehn, Anfang zwanzig zwanzig. Diese Note Protokoll unterschrieben. Unter anderem am vierundzwanzigsten Dezember zwanzig zwanzig äh einundzwanzig sorry Trading Corpation Agreement ähm äh abgestimmt. Das bedeutet man muss. Bestimmte Waren bei der Einreise in Nordirland kontrollieren. Also das. Das kann nicht anders gehen. Und die politischen, die Briten sagen dagegen, nee, also das geht nicht, das ist unakzeptabel. Aber die Briten bieten hier oder schlagen keine Lösungen vor. Ähm. Es gibt eine Reihe von Problemen, muss zum Beispiel DHL-Pakete von England nach Nordirland, äh brauchen die dann äh eine so ein Zoll äh Formular, ja, weil eine Exporte aus Großbritannien nach Deutschland. Braucht sowas schon, aber nach nur Irland nicht. Ähm äh für Leute, die in Nordirland leben und in Irland arbeiten oder umgekehrt. Wie diese sogenannten, gäbe es irgendeine Art eine eine Lösung für, für diese Berufe. Also es gibt eine Riesenliste an praktischen Problemen zwischen Nordirland und Irland und zwischen Nordirland und den Rest von Großbritannien Diese Probleme sind auf eine Seite praktisch und praktisch schwierig und manchmal teuer zu beheben und die sind auch, höchstproblematisch, politisch gesehen, weil die die die das größte politische Partei, auf der junioristische sozusagen die Protestanten in in Nordirland, die Nordirischen hat Brexit unterstützt, aber Brexit trennt jetzt. Aber, dann so eine Trennung zwischen Nordirland und den Rest von Großbritannien. Und das bedeutet dann die UP setzt sich dann ein für eine, bschaffung von der aber sowas brauche dann eine Einführung von eine harte Grenze zwischen Nordirland. Irland und sowas ist komplett nicht nur von Dublin, sondern auch für die EU komplett unakzeptabel. Sodass bedeutet, dass es gibt zur Zeit keine einfache Lösungen in Sicht, Es gibt natürlich andere politische Parteien, die schlagen dann pragmatischen Lösungen vor, weniger zu kontrollieren, längere Fristen für die Einführung von Kontrollen. Diese Arten von Lösungen. Aber diese Arten von Lösungen kommen. In London überhaupt nicht voran. Also es gebe Lösungen, aber nur, wenn die britische Regierung. Social-Lösungen sucht oder überhaupt solche Lösungen äh implementieren will. Und das braucht politische Wille und Kompromiss auf der Seite vom Politiker in in Nordirland. Und das bringt uns dann zu den, also die die Pro, Brexit, juninistische Partei Nordirland. Also für die war die ehemalige Parteichefinchefin Aline Forster vergleichsweise pragmatisch, aber der neue Parteichef Edwing Puts der ist deutlich radikaler, also der hätte überhaupt kein Problem, der Wiedereinführung von von Grenzkontrollen zwischen Nordirland und Irland zum Beispiel. Ähm also die die politische Situation ist äh ist überhaupt nicht gut ähm äh in Nordirland gerade.
Tim Pritlove
Kannst nochmal kurz ähm skizzieren, wie eigentlich die Regierungssituation in Nordirland sich derzeit darstellt, weil die DOP war ja mit Aline Fosta ähm während der Zeit von Theresa May quasi in der britischen Regierung mit dabei oder hat sie zumindest toleriert aber welche welche Macht hat sie denn effektiv derzeit in Nordirland?
Jon Worth
So ähm supt ist ein gab's so eine keine formelle Koalitionsregierung zwischen die UP und die in die konservativen aber die. Die OP war dabei, bei aller Abstimmung im Britischen Rundhaus haben die die Theresa May in die konservativen Unterstützt. Und Theresa May ist Brexit-Variante damals und stürzt, weil. Diese Vorschlag wäre deutlich einfacher gewesen für Nordirland als die Boris Johnson Variante. Also Boris Johnson hat grob eine Brexit-Variante vorgeschlagen, wo dem Brexit Härter wäre für Großbritannien. Ja, so England, Wesenschall an und schwieriger, als meine diese. Eine Trennung oder oder Spaltung zwischen Nordirland und den Rest von Großbritannien Das war dann den Grund, warum keine Politikschicker aus Nordirland Boris Johnsons Brexit-Variante überhaupt unterstützt haben, die, war schon im Herbst zwanzig neunzehn schon total sauer, Dann kam dem Brötchen Unterhauswahl Dezember zwanzig neunzehn. Großes für die conserteteam. Und dann verlor die GOP komplett alles in in Westminster, also die sind jetzt in Westminster, nicht mehr relevant. Die regieren noch in Nordirland, in so einer Powersharing Agreement, zwischen. Mit dem First Minister äh zusammen mit und es gibt Wahlen in Nordirland. Nächstes Jahr. Also was. Grob, also das einzige Angebot an den zur Zeit aus London ist. Kontrollen bei der Einreise von Güter. Möglichst weit zu verschieben, damit die Einführung von wahren Kontrollen an der Hafen von äh von Belfast sorry erst. Ähm nach der Wahl in Nordirland zwanzig zweiundzwanzig in Kraft treten. Aber sowas ist aus der Sicht der EU Keine gute Lösung, weil die Ewer zugesagt, hey Moment mal, also so eine lange Übergangsfest können wir nicht tolerieren. Also was ist ihr Problem da, äh Großbritannien? Ihr implementiert nicht, was wir schon zwanzigneunzehn ähm abgeschlossen haben. Also das ist Grob die die Situation. Es allinfaste es nicht mehr die UP Parteichef, aber er ist immer noch Minister in in Nordirland und wird, soweit wir wissen, mittelfristig dieses Amt noch behalten. Aber die die Macht etwas. In Sachen Brexit zu lösen liegt nicht bei dem sondern.
Tim Pritlove
Das heißt, niemand hat eigentlich in Nordirland wirklich einen Einfluss.
Jon Worth
Genau und und niemand unterstützt den jetzigen Situation. Ja, also will ein Verein für sie ihr Land, den notirischen TUP, die wollen keine Kontrollen zwischen Großbritannien und Nordi, Irland. Und wenn dem Preis dafür ist die wieder Einführung von Kontrollen an der Grenze zwischen Nordirland und Irland könnten die dann akzeptieren. Die eher pragmatischeren wie den die verlieren an Wähler. Ein bisschen, aber verlieren viele Wähleranzüge, die sogenannten Alarms Party, also das ist eine Party, eine Partei zwischen Nationisten und Juniisten gewinnen enorm an Unterstützung zur Zeit, weil die versuchen pragmatische Lösungen zu finden, um diese Problemen. Großen Teils zu beheben. Zum Beispiel. Der erste Partei in Großbritannien überhaupt in Großbritannien, der für Großbritannien und EU war. War diese Allianz Party in Nordirland. Also die sind echt gut, aber die haben eine Unterstützung von noch unter zwanzig Prozent der Notirische Bevölkerung. Aber die die politische Situation in in Nordirland ist zur Zeit. Alles ist blockiert und fast alle sind, oh haben das Gefühl, dass sie machtlos sind.
Tim Pritlove
Wie könnte denn eine Wahl in Nordirland ausgehen?
Jon Worth
Also nach den jetzigen Situationen wäre es mit Shintainers Gurs des Partei. Wenige Stimmen für die Junioristen und dann mit einer deutlich höhere Beteiligung von ähm. Von den Party als vorher der Situation war. Aber das könnte dann bedeuten dann ein first Minister von. Also das wäre ein sehr wichtigen Schritt in Richtung so ein vereinigtes Irland. Aber wäre sowas überhaupt friedlich hinzukriegen. Also grob äh es herrscht, so eine gewisse Unruhe in Westminster und die Leute, die am. So die diese Situation näher beobachten. Aber für die konservativen muss man auch noch sagen, ist die Situation in Nordirland, grob egal. Ja, es gibt es ist nur eine Minderheitliche Position innerhalb der konservativen Partei überhaupt konkrete Lösungen für Notirland zu finden. Ähm. Es gibt zum Beispiel der der der ähm der Sprecher der Not, der ich Ausschuss für Nordirland, dem britischen Unterhaus. Ähm Simon Hohe heißt er von den Konservativen. Der versteht diese ganze diese ganzes Problematik. Aber seine Partei hat sehr sehr wenig Wille überhaupt diese diese Problemen zu beheben.
Tim Pritlove
Würde denn, also wie ist denn das mit der Regierung geregelt gerade in Nordirland? Gibt es im Rahmen des Karfreitagsabkommen noch dieses Power-Sharing, was immer stattfinden muss?
Jon Worth
Genau. Ja.
Tim Pritlove
Und wie wie schlägt sich das konkret nieder?
Jon Worth
Ja also ähm also das bedeutet also ich ich muss sagen, ich bin kein Spezialist in wie äh, wie das genau geht und wie man das aufteilt. Aber es ist traditionell, dass im und den Minister dann, Die beiden Seiten der der politische Streit in Nordirland. So, eine kommt von einer Seite, der andere von dem anderen Seite. Was immer der Fall. War bisher war die. Die Junioristen, also die Protestanten hatten Minister und den stellvertretende. War dann von so der andere Seite, also die Junioristen, ja, so die die Katholiken.
Tim Pritlove
Du meinst die Republikaner, also.
Jon Worth
Ja genau, ja, also, aber dieses, diese Situation könnte dann kippen, wenn die. Wenn die die Junioristen verlieren an Unterstützung, an, unabhängigen Parteien wie Alleinsparty. Also ähm es könnte dann sein, zwanzig zweiundzwanzig, man hätte dann, Shimphane als größtes Partei in dem nordirischen Sembly, was man bisher nie. Hatte.
Tim Pritlove
Und ist das ein Signal, also man hat das denkst du, dass das eine Bedeutung hätte?
Jon Worth
Ja, also äh symbolisch schon. Ja, ähm inwiefern. Auch dann friedlich zu lösen wäre, ist auch natürlich eine interessante Frage, ja. Ähm aber es ist wirklich ein großes Problem. Es gibt. Es gibt ein sehr tiefes Problem für sagen wir pragmatische. Junioristen. Ja, in in Nordirland. Also die, die für ein verreinigtes Königreich sind, das Nordirland bleibt aus Teil. Von UK, aber. Die wollen auch eine friedliche Situation an der Grenze so Irland und unterstützen noch den Karfreitagsabkommen. Also diese so pragmatisches. Starb in den letzten Jahren aus, Also das bedeutet, manche von diesen Menschen gingen zu den Unabhängigen unserer Party und manche anderen, sind etwas die Radikale geworden und die diese eher pragmatischere Partei der Partei also ein bisschen pragmatische, aus den, von Forstern Puts, Givan, nicht Givan so unbedingt an Unterstützung, aber Position wäre es ist radikaler geworden. Also das bedeutet, man sah eine Radikalisierung. Der Junioristen in in Nordirland. Äh also mit mittelfristig könnte das dann ein Problem sein für die, die sie so per Powersharing und für pragmatische Lösungen für das nordirische Komplex.
Tim Pritlove
Wie muss man denn diese die Mehrheiten überhaupt einschätzen? Gerade im Hinblick darauf, dass es ja immer noch im Raum steht und vom Karfreitag-Abkommen ja auch explizit vorgesehen ist, dass wenn sich abzeichnet, dass es gegebenenfalls eine Mehrheit geben könnte für den Beitritt Nordirlands zur Republik Irland, dass ja dann auch eine Abstimmung ermöglich werden soll.
Jon Worth
Ja, äh das ist ja schwierig, weil es gibt. Langsam steigender Unterstützung für einen. Für ein verreinigtes Irland langsam. Aber die. Minderheit von sehr radikalen Junioristen lehnen sowas so definitiv ab. Das wäre es möglich, so was. Überhaupt friedlich hinzukriegen. Da bin ich nicht sicher. Also das ist dann meine Förchtung. Ähm also das bedeutet, dass den Weg so ein Verein ist nicht einfach. Also das bedeutet, es wird lange Zeit dauern. Ist auch ein Problem. Für Dublin, weil nur die Irland ist ein Drittel. Pro Kopf ärmer als als die nirischen Republik. Also das bedeutet, man hat man hält sich da aus so einer, so einer deutsche Wiedevereinigungsproblem irgendwie Also das bedeutet das, obwohl politisch gibt's eine große Unterstützung in Dublin für ein vereintes Irland. Viele Politiker da wissen, dass es wäre nicht einfach so was hinzukriegen. Also grob. Auch aus meiner Sicht die Lösung wäre und das ist, was die EU jetzt auferstanden hat, wäre. Die jetzigen Problemen pragmatisch zu lösen. Die wahren. Möglichst wenig Waren bei der Einreise nur die ihr Laden zu kontrollieren, aber man muss akzeptieren, dass manche Dingen müssen kontrolliert werden, dass. Alles friedlich bleibt an der Grenze zu Nordirland. Ja, also faktisch, so pragmatische Lösungen für die alltäglichen Problemen zu finden. Also das ist die Linie der EU, das ist die Linie von Dublin, das ist die Linie von Lions Party. Man muss auch sagen, das ist die Linie von der Labour Partei in in London, obwohl die das gar nicht äußern, weil die, die, die keine klare Position äh in, in, in diese ganze Brexit-Problematik äußern wollen. Aber. Die meisten Akteuren sehen das dem Stateus oder dem vorherigen States Quaro. Obwohl dies nicht ideal ist, alle anderen Optionen, sie sind schlimmer. Aber diese Position. Hat keine große Unterstützung von nordirischen Juniisten und keine besondere Unterstützung von Frost oder von Boris Johnson.
Tim Pritlove
Und die Republik Irland sieht halt potentiell damit auch irgendwie eher Probleme auf sich äh.
Jon Worth
Ja Möglichkeit, auch Möglichkeiten, eine Mischung aus Möglichkeiten und, und, und, und, und Problemen.
Tim Pritlove
Ja. Gut, dann äh lass uns mal wegkommen von Nord, Irland zu dem zweiten Konflikt her, der sich ja jetzt auch ein bisschen verschärft hat und wir hatten ja bei der letzten Sendung auch schon gesagt, lass uns mal wieder ein Update machen, wenn es zu den schottischen Wahlen kommt, die sind jetzt äh gewesen, also in Schottland wurden äh wurde das Parlament neu gewählt und damit im Prinzip auch, Minister, also die Regierung neu bestimmt. Da gab's dann relativ wenig Überraschungen, nämlich die. Partei von äh Nikola Stergin, also die Scottis National Party, die zwar, ja, sich nationalistisch nennt, aber halt äh eigentlich eher im sozialliberalen Spektrum aufgestellt ist die ähm auch jetzt die letzten Jahre eben schon regiert hat, die hat auch wieder gewonnen, hat glaube ich einen Sitz zugewonnen, ein bisschen weniger ist, als sie sich erhofft haben, weil hätten sie noch einen weiteren Sitz gewonnen, dann hätten sie erstmalig die oder wieder mal die äh äh absolute Mehrheit geworden. Nichtsdestotrotz ähm zusammen mit den Grünen, die auch relativ gut abgeschnitten haben, haben sie weitaus die Mehrheit, werden also wahrscheinlich weiter eine Koalition bilden, wie sie es bisher schon gemacht haben, und damit zeichnet sich Prinzip, wenn man an dieser Wahl mal fest macht, wie so der generelle Trend ist, äh ab die Schotten, sind mehrheitlich, unterstützen mehrheitlich eine Parteienkonstellation, die offiziell für ein neues Referendum eintritt, zur Loslösung von Großbritannien.
Jon Worth
Ja. Ähm ja, das ist eine sehr faire Zusammenfassung. Ähm man muss auch sagen, die. Periode vor der Wahl war für die SNP sehr problematisch, weil es gab diese Spannung zwischen Parteichef Stergen und den Ex-Parteichef der seine eigene Partei gegründet hatte mit der Name Alba ähm. Also äh den Einfluss auf der Wahl und Alber gewann keine Sitze, aber, irgendwie dieses Idee, das den sehr einheitlich ist und und und. Zusammensteht. Da stellte man so die Frage, Ist es überhaupt eine einheitliche Bewegung noch? Äh also vor der Wahl. Also das hatte eine einen deutlichen Einfluss auf der so war vorbereitet oder die Wahlkampfphase. Ähm, und natürlich es gab so eine gewisse. Also das bedeutet, dass in manche Wahlkreise. Wähler haben, konservative Kandidaten und Stützt und besonders Konservativen haben, Kandidaten unterstützt in den Wahlkreisen um dann diese Position so der Junioristen. Ein bisschen zu stärken. Also das das war das waren dann die Gründe für dieses Ergebnis, es war nicht so den Hammer Ergebnis, was die SNP gehofft haben, aber ein Plus von einem Sitz für die SNP, ein Plus von zwei, für die, für die Grünen und ähm minus eins äh für die minus zwei, für Labour, also und keine Änderungen für die für die Conservety. Also keine große Änderungen, ein klares Mehrheit für die, für die Pro-Unabhängigkeit Parteien.
Tim Pritlove
Man muss dazu sagen, dass dass das Wahlsystem ja sich äh unterscheidet von dem wie es in äh gesamt Großbritannien, ist. Man hat ja äh das ist ja quasi also sozusagen so das Mehrheitswahlrecht in den einzelnen ähm, Ist ja alleinig für die Zusammensetzung des äh Gesamtparlaments erforderlich und in Schottland ist es eigentlich eher so, wie es bei uns ist, dass es sich eben auch aus dem prozentualen Anteil der Partei noch zusätzlich zusammensetzt.
Jon Worth
Aber es ist wie die Situation in Deutschland ohne Übergangsübergangsmandate.
Tim Pritlove
Mhm, okay.
Jon Worth
Also das bedeutet, dass es nicht so komplett proportional ist, ähm und es ist nicht so fünfzig, fünfzig Wahlkreise und Listen, sondern etwa sächsisch vierzig. Also es ist ähm äh also. Das bedeutet, es ist besser als die Situation Investments, aber nicht komplett proportional. Ähm. Man muss auch sagen, ist auch zu den Ergebnissen. Es ist sehr, sehr interessant, auch aus deutscher Sicht, dass der der ehemalige Chef der SNP. Im Londoner Parliment, anges Robinson, eins von den absolut klugesten Menschen der SNP ist jetzt im schottischen Parlament, er hat seinen Sitz im Adam gewonnen. Also was bedeutet das, eins von den. So brilliantesten Denker der. Im Parlament vertreten. Also das ist ein sehr sehr positives Zeichen für die für die SNP. Also der wird so ein Schlüsselperson sein. Für die zukünftige Debatte zum Thema Unabhängigkeit, und Zukunftsbeziehungen zwischen Schottland und andere Länder der EU. Ähm der wird bestimmt in den deutschen Medien, in den nächsten Monaten und Jahren auftreten, weil er auch ähm fließend Deutsch, ähm also ist echt ein sehr, sehr kluger Typ und also dass er wieder dabei ist, äh das ist etwas aus meiner Sicht sehr, sehr positiv ist für WS and p.
Tim Pritlove
Aber der steht auch klar äh für die Unabhängigkeit von Schottland.
Jon Worth
Ja klar, also die Frage ist jetzt nicht. Opti, die SNP im Grünen wollen so eine Referendum. Organisieren, das wollen die dann machen. Die Frage ist wie, wann. Und welche Bedingungen. Äh und da haben wir haben wir. Kein großes Klarheit. Wir müssen sagen, dass diese Spannung zwischen Nickel und und Ex-Parteichef Alex Sament ist nicht nur eine persönliche Spannung, sondern auch eine, diverse taktische Überlegungen, also wir wollen, ein langes Spiel, wenn es braucht, ein paar Jahren, bis Schottland unabhängig ist, können wir damit leben. Es gibt andere Menschen, besonders sammelnd ähm äh aber. Auch innerhalb der SMP, die sagen, nein. Ähm die Situation ist schon so ernst, Boris Johnson äh ist noch an der Macht in in London. Wir müssen möglichst schnell eine Unabhängigkeitsreferendum, in in Schottland machen. Die grob zusammengefasst, die Pragmatisten haben diese Diskussion größtenteils so gewonnen. Also das bedeutet, dass ich vermute. Also eine Referendum dieses Jahr wird es nicht geben. Nächstes Jahr ist auch eher unwahrscheinlich. Also es wird ein Referendum geben in. Vielleicht zwei, drei Jahren. Dann erreichen wir dann die zweite Frage. Ist wie. Wie könnte man überhaupt so ein Referendum organisieren? Also. Dieses Referendum zwanzig vierzehn da mit äh mit dem damaligen Premierminister verhandelt und die haben zusammen so eine legale. Weg gefunden, um dieses Referendum zu ermöglichen, weil normalerweise um so einen Referendum zu organisieren, brauche man die Zustimmung dem von dem Britischen Unterhaus. Ja, also. Es ist nicht eine alleine eine Entscheidung nur für Schottland. Die Situation ist jetzt, Aus zwei Gründen anders. Erstens in zwanzig vierzehn in den Meinungsumfragen. Gab's nur dreißig Prozent Unterstützung für Unabhängigkeit. Es ist jetzt bei fünfzig bis fünfundfünfzig Prozent. Und zweitens damals war an der Macht, der war größtenteils ein Pragmatist und jetzt hat man Boris Johnson, der so krass ideologisch ist. Und er sagt, er auf keinen Fall, die die Schotten, ein, ein, ein, ein Referendum zulassen. Dazu gesagt, das war eine einmalige Chance, zwanzigvierzehn, warum sollen wir dann ein zweites Referendum dann organisieren? Die Schaden sagen, hey Moment mal, also so geht es nicht, weil damals war Großbritannien noch in der EU die Situation ist dann heute anders. Also wir wollen in der EU bleiben. Also das bedeutet, dass wir haben jetzt einen zusätzlichen Grund, unabhängig zu werden. Also die Situation ist anders aus dem zwanzig vierzehn, Also wir haben keine endgültige Lösung wie könnte man dieses Problem dann, was ist die Lösung für dieses Problem. Könnte man einen Kompromiss finden, damit London so eine Referendum zulässt? Oder machen die Schotten das dann trotzdem? Und im schlimmsten Falle, man erreiche dann eine Situation, die in Katalonien, wo London akzeptiert, dann. In ja, so dass die die machen irgendwann eine Inoffizielle Referendum irgendwie.
Tim Pritlove
Aber das würde ja Nicholas Dirgen gar nicht wollen, sowas.
Jon Worth
Nee, das will sie nicht, aber das ist genau dem Streitparteien, der ein parteiinternen, bei dem Nationalisten ist. Nikolas ist bereit, ein bisschen Zeit zu nehmen, das alles zu recherchieren, die Wege zu finden, sie will keinen Konflikt mit Westminster, aber sie weiß natürlich, dass Boris Johnson. Könnte man sagen insgesamt aber besonders, wenn es geht um schottischen Unabhängigkeit ist überhaupt nicht zu vertrauen, Also das ist dann eine Kernfrage für die für die schottischen Nationisten. Ähm also das ist dann äh warum ich. Warum es alles zur Zeit so ruhig ist, aber ich erwarte, dass zum Beispiel im Herbst dieses Jahr, wenn die Pandemie größtenteils hoffentlich vorbei ist, dann brechen diese Arten von Fragen dann wieder aus und gewinnen dann an Bedeutung. Nicht nur in Edinburgh, sondern auch in London. Und London hat. Keine Lösung. Äh also Boris Johnson sagt ja, wir investiere mehr in Schottland. Aber so äh ja, also äh. Könnte man machen, aber äh das kommt bei den Schotten nicht gut an. Das ist so eine Art, ja, also da das man hat den Eindruck, dass man man. Käuft die schottische Wähler irgendwie. Ähm also das bedeutet, dass es gibt. Kein Plan in London, außer ja, wir lassen die die Unabhängigkeitsreferendum nicht zu. So es ist keine großen guten Gedanken. Keine Kompromisslösungen, es herrschte auch in anderen Themenfelder Streit zwischen Schottland und London im Bereich der Pandemiebekämpfung, Fischerei, Politik und, Brexit, ähm äh es gibt eine herrschende Streit im Bereich der Agrarpolitik. Also das bedeutet es. Wenn beiden Seiten für einen Kompromiss wären, könnte man vielleicht einen Kompress finden, aber aber. Diese dieses Kompromiss ist sozusagen überhaupt nicht in Sicht. Ähm und da das ist, was macht diese ganze Situation so so. So sehr spannend, aber auch gleichzeitig irgendwie deprimierend auf der Westminster Seite.
Tim Pritlove
Ich würde gerne mal so ein bisschen auch äh aus der Perspektive schauen angenommen, es gäbe ein Referendum und ähm Schottland würde sich tatsächlich jetzt ähm für den Austritt aus UK und damit ja implizit auch für einen neuen Beitritt in die EU entscheiden. Das klingt ja erstmal jetzt ganz romantisch so, ja die Völker sind selbstbestimmt et cetera PP, aber praktisch, Gibt's natürlich dann auch eine ganze Menge Probleme. Mal so ein bisschen durchgegangen. Äh das erste Problem ist natürlich. Man hat jetzt hier eine vierhundert Jahre alte offene Grenze mit England. Ja, mit offenen Ländern, et cetera und schafft sich damit eigentlich eine ähnliche Situation, wie man sie auch in Nordirland hat. So, dass Leute wollen ja da nicht sozusagen auf einmal einen Grenzzaun gezogen sehen aber das würde halt zwangsläufig irgendwie kommen müssen.
Jon Worth
Genau und ja und da vor der der schottischen Parlamentswahl gab's viele. Muss ich auch sagen, na idiotische Meinungen von pro Unabhängigkeitspolitiker. Ja, wir die Grenze ist auf keinen Fall ein Problem. Nee, das stimmt ja nicht. Schau mal, wie es an der Notirische Grenze ist. Aber auf der so schottische englische Grenze. Die so Geographie ist da nicht so schwierig wie an der irischen notirischen Grenze. Es geht etwa zwanzig Grenzübergänge in ihrer Notirland gibt's über vierhundert. Ähm, und es gibt kaum, so Städte oder oder Bauernhöfe, die. Auf beiden Seiten der Grenze sind. Also das bedeutet das. Von dem praktischen Standpunkt. Es ist vielleicht ein bisschen einfacher, so wenn es, wenn es käme, so Kontrollen. Sowas zu machen. Aber natürlich wirtschaftlich gesehen ist die Integration zwischen Schottland und dem Rest von Großbritannien. Noch, die sind ja noch tiefer integriert, als Notirland und im Preis von Großbritannien. Also die wirtschaftlichen Schaden wären noch schwieriger zu zu lösen. Ich weiß, dass die Schotten haben begonnen, ein bisschen zu untersuchen, diese diese faire Verbindungen, die du vorher erläutert hattest zwischen Dublin und Rosslay und und französischen Häfen. Könnte man sowas einführen zwischen Rosa in der Nähe von Edinburgra und Holland oder oder Sibrige. Ähm ich hatte auch ein paar lustige Diskussionen, könnte man so Durchgangsgütezüge durch den Kanaltunnel ohne Zwischenhalt in England für Gütezüge von Edinburgh nach. Paris. Ja, ein bisschen nach dem Grat äh Durchgang durch Litauen nach Russland zum Beispiel.
Tim Pritlove
Oder so Transitstrecke zwischen DDR und äh Berlin.
Jon Worth
Ja genau, sowas in der Art, ja, also ähm äh solche Arten von Diskussionen, grob, groben zusammengefasst, es gibt eine enorme Reihe an Problemen, ähm. Aber es ist nicht das, wenn Schottland bleibt in die. Jetzige Situation. Das ist keine Problemen gibt. Also wirtschaftlich gesehen. Schottland, besonders dem Fischereiindustrie, in Schottland ist von dieses Brexit hart betroffen. Ähm politisch gesehen, Die konservativen in London haben null Bock, gute pragmatische Lösungen für Schottland zu finden, keine so Power-Sharing-Lösungen oder oder sonstiges Ach so, die das bedeutet, dass es gibt keine ideale Lösung in Sicht. Und das ist. Wo es jetzt hier hakt. Es es wird dann so eine sehr ideologische Diskussion. Es so eine Art. Wie wird Schottland regiert. Im gibt's in London, überhaupt guten Lösungen für für Problemen in Schottland, eher nicht. Ähm auch Labour hat keine gute Lösungen für Schottland, weil Labo keine gute Lösung für Brexit insgesamt hat. Also die Lösung wäre bestimmt so eine federale Großbritannien, wo Schottland mehr Macht kriegen könnte zum Beispiel, Sowas wäre vielleicht ein Versuch wert, aber das lehnen die Konservativen auch ab. Ähm was wir zumindest erwarten von dem, von die schottische Regierung. Es ist erneut einen kompletten Plan für die Unabhängigkeit. Also dieses Papier vom vor dem zwanzig vierzehner Referenten, also sieben bis achthundert Seiten, wie funktioniere einen unabhängigen Schottland. Es war ein echt ein gutes Papier, also deutlich besser als alles, was die britische Regierung je produziert hat, äh in in Sachen Brexit Also ich erwarte sowas äh sowas ähnliches von den Schotten und hoffentlich mit so einer realistische, Analyse, von wo die Problemen sind und wie man die am besten behebt. Ähm ja, ähm. Und natürlich, so einen harten Brexit ist ein Problem für dich Schotten, ja, weil mit einem sanften Brexit wäre schottisches Unabhängigkeit deutlich einfacher, klar.
Tim Pritlove
Also letzten Endes, ich höre halt immer wieder die das beste Argument für die SNP, für ein Referendum ist Boris Johnson, solange er da sozusagen seine fortsetzt, dann ähm spielt das alles nur in deren Karten und auch der Widerstand gegen ein Referendum an sich, wird mehr oder weniger direkt dazu führen, dass dieser Support da ist. Letzten Endes wird's natürlich auch von den wirtschaftlichen Parametern nicht ganz unabhängig sein. Beim Referendum war das ja noch so, dass man so in diesem Öl gelebt hat. So, wir produzieren ja viel Öl und damit war da ein Ölpreis war äh weit oben. Da sieht's jetzt ganz anders aus. Gut, äh Schottland ist auch bei. Ähm Wind äh Energie zum Beispiel auch ziemlich weit vorne, aber damit kriegt man ja alleine so ein Land äh auch nicht gefahren, ne. Das heißt, es muss eben auch eine eine, geben und man ist eben da oben an der Peripherie jetzt auch nicht so wunderbar aufgestellt, wenn man darauf angewiesen ist, mehr oder weniger erstmal durch England äh zu fahren und äh ja am Ende sogar noch schwierigere Schiffswege zu haben als Als Irland zur EU, ne.
Jon Worth
Stimmt, dass all das stimmt vorkommen. Ähm ja, aber will. Also grob dieses Argument ist die Regierungen in London und das muss sich auch zustimmen. Die Regierung seit, zumindest fünfzehn Jahren vielleicht länger irgendwie die Villen äh der Schotten in Sachen EU. In Sachen mehr Macht oder mehr so die Central, die will in der der Schotten. Nee, nicht so respektiert hat. Also, dass dass dieses Argument ist. Bis dann, kommt gut an in Schottland. Also, es gibt einen anderen Weg. In Schottland ist alles politisch ein bisschen anders. Ähm äh wir gehen unseren eigenen Weg. Ähm. Dieses Argument ist so eine sehr ideologische ideologisches Argument, ethisches Argument ist kein pragmatisches Argument, ja. Ähm ich stelle dir zu, es ist. Es wird ja schwierig sein, aber die politischen Situation in Großbritannien ist zur Zeit insgesamt schwierig. Keine gute Lösungen in Sicht. Ja natürlich, also pragmatschaflich, rein wirtschaftlich pragmatisch macht, unabhängigkeit zur Zeit kein Sinn. Aber das ist keine reine wirtschaftliche Lösung. Ja oder wirtschaftliches Argument.
Tim Pritlove
Ähnliche Tendenzen gibt es ja jetzt auch in Wales. Und ich erinnere mich noch ganz gut als wir, glaube ich, hier angefangen haben über diese ganze Situation zu sprechen und auch mal die einzelnen äh Königreiche durchgegangen sind, da, war, glaube ich, so deine Position auch noch so, naja, also Wales und England, die sind für immer miteinander äh verkittet und das das das wird sich niemals trennen. Bist du da immer noch so optimistisch?
Jon Worth
Diese Emotion es ist ja schwierig ähm weil also wenn wir ähm. Wenn die wer die Wahlergebnissen in in gab auch am gleichen Tag ein paar Immenswahl in in, in in Wales. Und das war ein erstaunlich gutes Ergebnis für die Labour Partei dort. Ähm, und obwohl die Anzahl an ähm an Tote in Wales. Kaum anders ist als in in England oder in Schottland.
Tim Pritlove
Also Covid, Covi.
Jon Worth
Politisch kam Wales durch oder die walisische Regierung, durch diese Pandemie relativ gut durch. Also ähm der Premierminister und sein sein Gesundheitsminister haben klar mit den Menschen kommuniziert, die waren ehrlich, man hat den Eindruck, die sind auf der Seite der Bürger, diese katastrophalen Situationen, die es in sonst in London gab, also Dominik und und und so in England gab's in Wales ja nicht. Ähm und. Dann die die haben und dann irgendwie Labour in Wales hat sich so als Art. Partei nicht für die Unabhängigkeit, aber zumindest die Partei für eine. Andere Art, wie man regiert. Sich so durchgesetzt in Wales. Also das bedeutet, man hat einen ganz anderen Ton, in wie wie Labour in Wales regiert, wie die Community. Und das ist die irgendwie ein bisschen unabhängig von wie Labour in London. Als Partei der Zeug agiert. Es gab dann äh dagegen, obwohl es herrscht gerade in Wale, so ein bisschen so eine Po-unabhängigkeitsstimmung. Und das auch in ungewöhnlichen Kreisen, ja, also sogar mein Vater, der aus England kommt und in Wales wohnt, ja der könnte heutzutage vorstellen für einen unabhängigen zu stimmen. Also, Das wäre vor fünf Jahren überhaupt nicht möglich. Vor äh sowas vorzustellen. Also da gibt's schon eine Änderung. Aber im Vergleich zu die Situation in Schottland. Parteipolitisch kam, dass irgendwie nicht an. Also die haben immer noch Mehrheit, ich will Label gestimmt. Also das ist wie dem valisischen. Nie so wirklich an Bedeutung gewonnen. Also den ist noch so mehr für einen. Halbwegs unabhängigen politischen Kultur, aber nicht komplett für Unabhängigkeit. Also das ist grob die Richtung. Ähm also Wales wird dann weiterhin von Labour regiert ähm, ohne großes Umbruch, ohne große große Schwierigkeiten Die Zusammenarbeit zwischen Marc Drake für depremierminister Dortmund und Nikolain in Schottland, obwohl die von anderen Parteien kommen, ist sehr gut Die Zusammenarbeit zwischen Drake Food und Boris Johnson ist natürlich sehr schlecht, weil niemand will einen Weg mit Boris Johnson so so kooperieren. Aber das ist grob zusammengefasst, äh die die Situation.
Tim Pritlove
Das heißt, die Leberpartei in Wales ist eigentlich auch eher unionistisch geprägt.
Jon Worth
So sage ich so wenn es nicht so genau. Aber die es ist für so ist für ein föderales Großbritannien. Also wo nicht unabhängig also so jungistisch in dem Sinne keine Unabhängigkeit, aber das Wales gewinnt mehr Macht. Eigene Entscheidungen zu treffen in alle möglichen Themenbereichen, Gesundheitspolitik, Sozialpolitik, Tour, Sport, Verkehr, also es gibt keinen kompletten Umplanung der Bahnsystem in Wales, also total vorangetrieben von dem walisischen Regierung zum Beispiel. Also diese Arten von von in dieser Art von Politikfelder, da da will Labo mehr Verantwortung in Kader äh aber keinen kompletten Unabhängigkeit.
Tim Pritlove
Also das steht noch ein bisschen aus, dass wir hier Bewegung, äh nennenswerter Art äh erleben werden. Ich denke, es spielt sich dann doch eigentlich alles eher erst mal in Schottland ab und das ist dann auch so.
Jon Worth
Genau, das stimme ich vollkommen zu.
Tim Pritlove
Entscheidend letzten Endes auch glaube ich für das Gesamtgemüt, weil ich denke, dieser mögliche Bruch von äh Schottland will das jetzt gar nicht weiter ausführen, aber das ist das, das, das hat natürlich eine Dimension, die im Prinzip. Diese gesamte Vorstellung von UK eigentlich komplett bricht, während Irland so ein bisschen außen vor ist, wäre halt Schottland dann schon so eine wichtige Farbe im äh Union Jack, die dann auf einmal fehlen würde. Und äh damit geht natürlich auch viel Selbstverständnis und Identität äh davon weg.
Jon Worth
Ja, aber wir müssen auch nicht vergessen, dass es gibt auch enorme Spannungen in England. Nicht nur zwischen England und die anderen drei Nationen. Ja. Und das haben wir auch bei dieser Reihe von von Wahlen, gesehen, ja? Ähm, und das dieses parteipolitische Landschaft in in England ist auch, sage ich nicht mal, so in einem totalen Umbruch, aber es zur Zeit in einer. Sehr sage ich so ungewöhnliche Situation, ja? Und das hat einen enormen Einfluss auf dem Politic, von Großbritannien gegenüber anderen Ländern der EU auch Außenpolitik des Landes. Und die Beziehung zwischen London und KF Edimbra und. Ja, ähm. Ich zitiere da nur ein Beispiel davon. Also es gab ähm eine Nachwahl, so ein Boy-Election, ja, in ähm in. Eine in ehemalige Industriestadt im Nordosten Englands, auch am gleichen Tag wie den ähm äh schottischen und valisischen Parlamentswahlen. Und das war vorher ein Hochburg von Labour. Auch der sehr bekannte ähm äh ehemalige Minister aus Toni Players Seiten äh Peter Monderson war, war war damals in der, in der Neunziger ähm äh Abgeordnete aus Und der Abgeordnete da musste zurücktreten, gab's dieses Nachwahl und Waren erstaunlicherweise mit einer überragenden Mehrheit die Konservativen. Ja, also, Könnte es zustande kommen, dass die Konservativen gewinnen dann in so ein Wahlkreis.
Tim Pritlove
Habe ich mich auch gefragt.
Jon Worth
Das ist da müssen wir zurück den ähm. Unterhaus, Wahl zwanzig neunzehn zurückgreifen, also in dem britischen. Diskussion. Gibt's diese diesen Spruch, den also die so rote rotes Wand, ja, rote Wand. Ähm. Das sind ehemalige. Wahlkreise im Norden Englands, die dann mehrheitlich für den Brexit gestimmt haben. Und seit dem Brexit-Referendum dann immer mehr für die Konservativen immer weniger für die Labour Partei gestimmt haben, Mit siebzig Prozent für den EU-Austritt gestimmt und weil die konservativen jetzt. Brexit-Partei sind, ja? Wäh wählen Städte, wie Hartnep, immer mehr für die Konservativen. Das ist nicht nur so für Westminstsitze, sondern auch auf andere Ebene. Also es es gab ein paar so Burgschafts Wahlen in West Midlands und in zum Beispiel Da gab's auch Mehrheiten in dieser ehemaligen Industrieregionen, Mehrheiten für die Konservativen dort und nicht für Label. Also Label verliert in diese ehemaligen Hochburgen. Es ist ein bisschen wie die Situation für die SPD in in Deutschland, dass ehemaligen, also Arbeitsstätte, Industriestädte. Wählen nicht mehr für so die für die Arbeiterpartei, ja? Ähm. Und das ist natürlich ein Riesenproblem für Labels Parteichef Staarmar. Weil er hat alles darauf gewettet. Gewinnen Er hat einen Brexit-Kurs für Labour vorangetrieben. Er hat ein ähm er wollte Sitze wie zurückerobern, hat überhaupt nicht äh hingekriegt. Ähm. Er setzte sich mehr auf so eine halbwegs so nationalistische Orientierung der Partei. Aber das, Das funktionierte nicht. Also wie wie dem ehemaligen äh Chef vom Frauen National in Frankreich. Gesagt hatte. Wenn es geht, umso rechtspopulismus, will man den das Original oder will man die Kopie Also man will grob, so das Original. Und das bedeutet, dass aus meiner Sicht Labour kann, diese Arten von von Sitzen, nicht zurückgewinnen, wenn die einfach alles von den konservativen kopieren. Ne, also Label kann nicht nationalistischer. Sein oder nicht mehr pro Brexit sein als die Konservativen? Das geht einfach nicht. Und wenn man dann schaut, Wie ist die Situation im Süden? Also jahrzehntelang hat Labour faktisch keine Sitze im Süden Englands gewonnen, aber die haben dem Londoner Bürgermeister wieder mit einer überragenden Mehrheit, also City Canis Super wie wie noch nie, aber man muss auch sagen, der konservative Kandidat war sehr schwach Aber auch in in Kleinstädten rund um London, also zum Beispiel eine sehr reiche Kleinstadt, in der hier, da gewann Labour an Unterstützung in eine ehemalige konservative Hochburg. Also, Das bedeutet, dass was wir auch in Deutschland gerade beobachten, dass. Schwele schafften, die traditionell eher CDU in Deutschland gestimmt haben. Sind jetzt potenzielle Wählerschaften für Grün, vielleicht theoretisch auch für die SPD. Sehen wir auch jetzt genau das gleiche in Großbritannien, und dann die Wähler, die dann von von die Linken oder von SPD so der AfD in Deutschland gewechselt sind, diese Arten von Wähler in Großbritannien gehen dann zu den Konservativen, weil die Konservativen unterstützen, so eine Art dieser Innenblickend, ängstliche, schmale, nationistische Linie, wie die AfD in Deutschland. Also das ist genau, was wir dann in England so gesehen haben. Also, es gibt dann die große Frage für Labour ist dann. Was für ein Kurs der Partei. Überhaupt erfolgreich sein mittelfristig. Also dieses Art einfach die Konservativen zu kopieren das geht nicht, Also was ist dann den Weg zurück? Und ist alles überhaupt für Star, der noch sehr frisch im armen Parteichef? Der ist jetzt seit dreizehn Monaten erst im Amt. Er hat was bringt er jetzt als Parteichef eher ist so den Eindruck zur Zeit. Also er hat, Er hat große Problemen. Und was er auch nicht macht zur Zeit, ist, er bildet keine klare parlamentarische Opposition im im London. Also. Wenn wir kommen, dann zurück zu diesen Brexit-Frage. Es herrscht gerade in England und auch parteiintern bei den Parteien, bei den konservativen, sorry. Ein Streit um so die Nachbrexitzukunft des Landes. Ein Teil der Konservativen wollen möglichst rasch Freihandelsabkommen mit anderen Regionen der Welt abschließen, besonders mit Australien und Neuseeland, Das bedeutet, keine Zölle für Agrarimpporte aus diese Länder und das ist ein. Das wäre sehr bitter für die britische Agrarindustrie schon hart betroffen von dem Brexit. Aber die Bauern sind eine sehr traditionelle Wählergruppe für die konservativen, also bis die Neunziger, über achtzig Prozent der Bauer noch haben für die Konservativen gestimmt, Aber wenn die Konserve dagegen in Städte wie Harlepol gewinnen können, da hat man einen kompletten Austausch der Wähler, also die. Die Chromservativen sind die Parteien von den Kleinstädten. Und die Regionen des Landes und dann anderen Parteien. An dem Wahlkampf, für die Großstädten und für die eher reicheren ländlichen Raum, Ja? Ähm also es ist eine komplette umgekehrtes Bild von wie die Wählerschaften von den diversen Parteien aussahen. Vor zwanzig oder dreißig Jahren.
Tim Pritlove
Ja, ich meine, das ist ein Bild, was wir nicht nur in Großbritannien sehen, das haben wir halt teilweise auch in, Deutschland unterschiedlichen Ausprägungen, Und äh ja, das scheint äh ein genereller politischer zu sein. Was hält denn Leber eigentlich davon ab wirklich eine klare Anti-Brexit-Strategie zu vertreten, weil letzten Endes wissen sie doch, dass das alles Unsinn ist.
Jon Worth
Weil die die Partei ist insgesamt sehr nervös. Die haben. Keine eigene Ideen oder keine politische Pläne. Die haben, Zukunftsperspektiven. Also die haben ja dann Angst, wenn die kritisieren, Aspekten des Brexiteals, dass die werden in den Zeitungen kritisiert, dass die gegen den Brexit sind oder für ein, Erneutes Beitritt sind, also ich erwarte von Labour, kein pro-europäische Position. Aber äh es wäre aus meiner Sicht möglich für Labour, Pragmatische Verbesserungen, der Situation vorzuschlagen. Warum ist ist Labour nicht für einen zwischen die EU und Großbritannien? Also sowas wäre. Also politisch gesehen nicht problematisch, es wäre pragmatisch gesehen sehr sinnvoll. Es wäre aus meiner Sicht vollkommen wünschenswert, aber irgendwie lebe es so nervös, dass die aus Partei sind überhaupt nicht in der Lage, sowas vorzuschlagen. Es ist irgendwie, dass die. Dass dass das praktische Auswirkung. Eine politische Entscheidung. Fakt ist. Auswirkungen mehr hat auf die öffentliche, politische Debatte in Großbritannien. Wieso kann es sein, dass ein nach einer. Katastrophale Pandemiebekämpfung in so vielen Aspekten, ja? Und den höchsten Todeszahlen europäischen oder weltweiten Vergleich. Den schwierigsten oder den den größten äh wirtschaftlichen Einbußen ähm äh in unter aller europäischen Länder, dass Boris Johnson. Immer noch so viel Unterstützung hat und innerhalb der englischen Bevölkerung. Äh äh die Regierung hat so viele Fehler gemacht. Die Regierung ist so korrupt mittlerweile. Aber das hat keine Auswirkung in die öffentliche Debatte. Ja, irgendwie hieß es so, Feedback, dass wenn die Regierung was schlechtes tut. Andere Parteien gewinnen eine Unterstützung. Diese irgendwie in Großbritannien gebrochen zur Zeit. Ähm und. Wie kann man sowas lösen? Ähm äh ich habe keine ich habe. Keine Antworten leider auf diese Frage, aber das ist, was ich gerade beobachte.
Tim Pritlove
Ja, alle sind verzweifelt, ne.
Jon Worth
Ja und die es gibt, es es gibt keine Optimismus, nur nichts. Also äh wer. Und egal für wen, ja, also diverse Gruppen vor der Industrien oder oder junge Leute oder alte Leute oder keine Ahnung, diverse Regionen oder Universitätsstudenten, weiß ich nicht, ja. Aber. Irgendwie die Situation ist, dass diese, Nationalistische Sprüche von von Boris Johnson und das alle anderen sind schuld, also die ganze Problematik, die nur Irland da ist sind, die Nordirland oder Brüssel schuld oder die Situation mit den äh Warenverkehr durch doofer. Also ja, also es sind die Börse Europäer, die dann kontrollieren auf der anderen Seite. Es, Wahnsinn. Es es macht überhaupt keinen Sinn. Aber das kommt noch gut an. In den Medien, ja.
Tim Pritlove
Lass uns mal ein bisschen in die Zukunft schauen, weil ich meine, dass das so ist, haben wir jetzt zur Kenntnis genommen, aber dass das ähm. Langfristig ja nicht unbedingt jetzt die einzige Überlebensstrategie sein kann, ne? Weil irgendwann ist es, glaube ich, dann den Leuten auch egal, warum es ihnen schlecht geht. Und ähm die Situation wird sich ja jetzt nicht verbessern. Also ich sehe zumindest nichts. Also ich habe auch äh ein bisschen rumgeschaut, ob's eigentlich irgendeine Branche gibt, die äh irgendwas zu feiern hat in Großbritannien, aber es scheint ja kein einzigen Sektor zu geben, der in irgendeiner Form sagt, ja super, dass es jetzt Brexit gab, jetzt geht's uns besser. Kein. Also mir würde jetzt zumindest keiner einfallen. Weißt du was?
Jon Worth
Nö. Und und auch die, die so an der Hoffnung haben, also wie, wie die Fische zum Beispiel. Es geht die haben jetzt verstanden, äh es ist ja schlecht, also nee, also, Es gibt ja keinen Optimismus. Oh und das ist auch während dieser, Corona-Pandemie, so warte, bis die die Briten wieder reisen dürfen, und haben dann Schwierigkeiten bei der Einreise in den in oder äh oder dürfen äh nicht mehr als drei Monaten auf einmal in Ferienhäusern in Spanien verbringen und so weiter. Ähm, Na ja, äh aber irgendwie was ist für die meisten, die Alternative? Ja, also. Wenn wir blicken kurz zurück, äh nach äh den Unterauswahl zwanzigneunzehn, ja. Leute haben dann für Labour gestimmt. In der Hoffnung, dass Leber wäre halbwegs. Eine könnte eine Alternative irgendwie anbieten. Aber schau mal, was die was Label jetzt tut. Also Labo sagt und der frisch gewählte Bürgermeister von Manchester ähm Manchester, Andy Burnheim. Habe ich gesagt, vor ein paar Tagen. Aber was für ein Schwachsinn ist das? Also was gibt es so im praisen? Ja, also es gibt es bringt ja nichts, ja gar nichts. Ähm also das äh das bedeutet ähm.
Tim Pritlove
Es gibt nichts nichts zu umarmen, ja.
Jon Worth
Wie äh man man braucht eine. Ein Weg ohne eine oder eine Perspektive aus diesem Müdigkeit in diese Pflicht ist Müdigkeit in in Großbritannien. Habe ich sehe den Weg nicht, also ich sehe nur in Schottland halbwegs Optionen Ein Verein, die sie ihr Land auch in die Probleme ist, irgendeine Perspektive. Schottische Unabhängigkeit ist irgendwie trotz aller Probleme damit, irgendwie es gibt eine gewisse Optimismus dadrin. Aber Was für Optionen oder oder ähnliches Optimismus gibt es überhaupt in England zur Zeit? Ja, also diese Leute, Innenstädte wie. Leben irgendwie von einer Lüge, dass das das Leben wird irgendwie besser werden, weil faktisch ist es nicht besser geworden. Ja, faktisch gesehen. Also, man hat diese Idee, dass in irgendeine, Perspektive ist mittelfristig, weil Boris Johnson das mehrmals gesprochen hat, sein sein, ja, so etwas für die Armen Regionen zu tun. Ja? Aber äh wenn wir demnächst eine Unterauswahl erreichen. Was hätte er da erreicht? Also. Äh er führt so diese so äh sehr so. Ähm so Kulturkampfartiges ähm. Politik, also Stil nach dem Art von den nordamerikanische Republikaner. Aber irgendwann mal. Auch dieses meerikanische Wählerschaft war klug genug zu sehen, okay das reicht uns jetzt. Wir wählen dann beiden, aber. Diese diese, Änderung der öffentlichen Diskussion in Großbritannien fand zur Zeit nicht statt. Aber wenn man schaut, was die britische Regierung jetzt vorschlägt, in, was vorgesehen ist für zum Beispiel, wie Museen gehen mit britische Geschichte um Das wird dann vorgeschlagen, dass ein positives Blick von den britischen Kolonialgeschichte dargestellt werden muss. Das ist urban oder oder aus Polen mäßig. Ja, also, Wir haben es in anderen Ländern der EU nicht verstanden. Weil besonders in Deutschland ist es auch noch in unserer Gedanke, dass Großbritannien war und ist ein ein demokratisches, ein pragmatisches, ein hartweg funktionsfähiges Land. Also es kann. Es kann nicht sein, dass dieses Land so schlecht regiert, sagen kann. Aber ist es ist doch eine Tatsache geworden. Ähm äh und irgendwie. Irgendwie wie fern, wie weit das geht. Ja ähm. Oder dieses Freihandelsabkommen, die Diskussion der letzten Tagen, dieses Freihandelsabkommen zwischen Australien und Großbritannien, also. Was die Australier wollen, das ist ja klar, weil die haben feierndes Abkommen, die seit Jahrzehnten verhandelt und und und abgeschlossen. Die wollen möglichst viel Fleisch. Agrarprodukte exportieren. Was will Großbritannien in ein Freihandelsabkommen? Großbritannien will den politischen. Erfolg, dass sie haben ein Freihandelsabkommen abgeschlossen.
Tim Pritlove
Aber sie haben ja nichts davon.
Jon Worth
Die kriegen ja nichts davon, weil die wissen nicht, was davon die dann wollen. Wenn man hört, den Handelsministerin sagt, es ist eine Priorität für uns, dass wir ein Freihandelsabkommen mit Australien abschließen. Ja, wer, was ist den Vorteil. Ja, ist so. Es gibt ja kein faktisches Vorteil. Aber was ist dann Politik in Großbritannien, wenn das bringe keine Vorteile für die Bewirkung, ja? Also Augenmagel Fati, ja, was getan hatte in der, in der Achtziger, das waren so krass ideologisch geprägtes Politik aber doch am Ende, es stand hinter dieser Politik. Sie wollte das Leben für bestimmte Gruppen der britischen Gesellschaft verbessern. Man könnte dann sagen, okay das ist nicht gelungen in mancher in manchen Fällen, äh in manchen Industriestätten gab's deutlich größere soziale Probleme, wegen dieses Politik von von damals. Aber, sie war klar, also wollte nie hatte eine Ahnung, wem will ich praktisch helfen? Die jetzige Regierung dieser Arten von Fragen nicht. Ja, es ist so eine. So unglaublich krasse, ideologisch geprägte Regierung in London, es kaum vorzustellen, Im Vergleich, ja, wir haben den Deutschen aller Angst, von Leute wie Merz oder Maaßen, innerhalb der der CDU. Aber diese Leute sind Pragmatisten im Vergleich, so so Leute wie wie David Frost oder Boris Johnson.
Tim Pritlove
Also man muss nicht unbedingt einer Meinung sein mit dem, was sie wollen, aber sie wollen zumindest irgendwas, aber man hat wirklich äh bei der britischen Regierung das Gefühl, es geht gar nicht darum, irgendwas zu erreichen. Es geht nur darum, das Gefühl zu vermitteln, dass irgendwas getan werden würde.
Jon Worth
Ja genau und und dass man dank Brexit die Freiheit gewonnen hat. Freihandelsabkommen mit Australien abschließen zu können. Das bedeutet nicht, dass man das machen muss und auf jeden Fall bedeutet das nicht, dass man muss, dass das. Möglichst raschen schnell machen soll, ja? Überlegt doch mal, was man mit so einer Freihandelsabkommen erreichen will. Wer wird dann gewinnen und wer wird dann damit verlieren? Weil es werden ja bestimmt Verlierer geben. Und so eine Auswertung von die die Gewinner und Verlierer in so einer, ähm äh so eine Diskussion sind äh. So findet nicht statt. In Großbritannien zur Zeit. Es war eine komplette Enthüllung der des politischen Systems.
Tim Pritlove
Aber es müsste ja eigentlich zu, zu den nächsten Wahlen zwanzig vierundzwanzig müsste sicher die Situation, ist auch zwanzig vierundzwanzig, ne, oder dreiundzwanzig? Äh.
Jon Worth
Ja, alle Dezember vierundzwanzig. Normalerweise finden Wahlen in Mai, in Großbritannien statt, so für wir vermuten, dass die Konservativen werden das dann Mai zwanzig vierundzwanzig organisieren. Es gibt Gerüchte, dass die werden das, vorzeitig machen, um die jetzige. Sehr schwache, von der jetzt gesehen schwache Position der Labelpartei zu profitieren. Ja? Ähm. Nicht dieses Jahr. Ähm vielleicht nächstes Jahr oder zwanzig dreiundzwanzig. So ein bisschen vorzeitig. Ähm aber das ist auch so unglaublich krass, dass wenn die so was dann. Erreichen, dass. Großbritannien könnte dann zwanzig achtundzwanzig erreichen mit mit einer konservative Regierung. Ich so, achtzehn Jahren an der Macht, das ist genauso lang wie die Periode von von Markus und äh und John Major. Es macht mir ehrlich, sehr, sehr tiefe Sorge. Okay, ich wohne in Deutschland. Das ist für mich okay. Ich bin froh, dass ich hier lebe. Aber wenn ich blicke nach Großbritannien zurück, also äh. Und es ist nicht das, ich akzeptiere ja, Brexit, Brexit fand statt, also ich war damals dagegen, klar, okay. Akzeptiert. Aber das bedeutet nicht, dass man man muss. Politik nach so eine krasse Art und Weise ausführen, dass. Warum kann man keinen Weg finden, die Leute irgendwie halbwegs zu schützen, Also, diese Kernaufgaben des britischen Staates gingen verloren in letzter Zeit. Ähm und ich hatte so. War vielleicht doof so eine Hoffnung zu haben, dass es es könnte vielleicht ein bisschen besser. Gehen nach dem formellen Austritt. Ja, das ist jetzt gelöst. Vielleicht gibt's dann den Fokus in Großbritannien auf anderen Politikfelder. Nein. Es ist nicht zustande gekommen oder noch nicht.
Tim Pritlove
Ja Realität ist halt noch nicht komplett angekommen und deshalb kann man sich, glaube ich, auch noch viel äh schönreden und dass es irgendwie besser werden würde, aber ich denke halt mal, in den nächsten zwei Jahren äh wird es sich jetzt einfach so entwickeln und es ist relativ klar, Handelsabkommen mit Japan und Australien, Neuseeland nicht viel bringen wird also auf jeden Fall nicht diesen Status einer die sie sich da äh herbeisenieren. Es wird äh mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht zu einem Handelsabkommen mit den USA kommen, weil daran hat Joe Biden.
Jon Worth
Unwahrscheinlich.
Tim Pritlove
Ja, also das äh grad durch die Nordirlands Situation, der hat dann natürlich als als äh Amerikaner irischer Abstammung auch eine relativ klare Position und äh außerdem versteht er die die Realität, Das muss man eben ja zu Gute halten. Ja und ähm von daher denke ich mal, gibt's relativ wenig Spielraum und irgendwann äh denke ich mal äh dürften der, dürfte die Bevölkerung ja auch fragen, äh okay, also äh wo wo ist denn jetzt hier das Brexit-Gedeck wo ist denn hier äh der Preis, den wir jetzt endlich bekommen für diese ganze Leidensphase und wenn sich das halt nicht einstellt und danach sieht's halt eigentlich aus, äh und das ist so ein bisschen die Befürchtung, die ich habe. Eigentlich kann, Es kann ja zwei Sachen bedeuten, ne? Es kann halt sein, dass diese dass sich das dieses Regierungsgedöns dann irgendwann nicht mehr halten kann, weil sie einfach keine einfach nicht liefert. Andererseits haben wir auch gesehen, wie äh Regierung heutzutage reagieren, wenn sie eigentlich nicht liefern können. Sie bauen halt immer größere Luftschlösser auf und äh reagieren im Zweifelsfall auf Druck eben mit Gegendruck und äh radikalisieren sich. Das ist durchaus etwas, was ich so sehen kann in England. Also gerade, wenn man jetzt mal denkt, Schottland spaltet sich ab, dann äh, unabhängig jetzt mal von Wales, dann dann würde sich noch mehr auf diese englische Identität äh konzentrieren, dann wäre es, mehr so dieses definierende wir gegen alle anderen und wir sind nur noch von Feinden um umzingelt und bis er halt schnell in so einem Modus, wo du auch wirklich nur noch mit Feinden agierst und dann äh im Zuge dieser Radikalisierung noch mehr Vollidioten in entscheidende Position bringst und dann einfach auch wirklich zu Konflikten kommen kann, Meine man wir hatten ja schon diese absurde Situation. Weißt du, da gab's ja diese diese Insel Jersey von irgendwelchen Fischerbooten blockiert wurde, wo dann irgendwie auch äh schon Militärschiffe losgeschickt wurden, wo man sich auch fragt so, wo geht's noch irgendwie? Äh.
Jon Worth
Ja, aber der hat das halt auch für gute Schlagzeilen gesorgt in den britischen Boulevardzeitungen, ja.
Tim Pritlove
Kann ich mir vorstellen.
Jon Worth
Das war in zwei Tagen vor der vor der Wahl. Hat Boris Johnson deutlich geholfen, ja? Ist wirklich eine Ehre. Ähm ja ähm und glücklicherweise auf der französischen Seite, also es geht, es gab. Weniger Reaktionen. Ja aber und die Reaktionen in den britischen, Situation. Da gibt's auch kaum Änderungen, ähm dass Brüssel ist für alles schuld, ähm es sind die problematischen, die alles blockieren, alle Schwierigkeiten mit den noririschen Protokoll und und und alle Schwierigkeiten an der Grenze das das ist nicht wegen den wegen den Brexit, sondern wegen die die Ausführung von, ähm von Bürokraten in Bus ja ähm. Ja, es macht keinen Sinn, aber das ist Politik, die ich in Großbritannien gerade.
Tim Pritlove
Ja und äh die eigene Regierung ist eigentlich voll mit ungewählten Bürokraten.
Jon Worth
Hier genau und ja also der sitzt in dem Haus ja äh der war vorher ähm Botschafter von Großbritannien in Dänemark. Und dann Cheflobbyist von den schottischen ähm äh schottischen Whiskys äh so den den Handels äh den ähm Industrievertretungssäufe für Schottiges Whisky. Und dann irgendwie ist er dann Berater von Boris Johnson geworden und jetzt ist der Chefhundeverhandler, Ja äh ich ich finde das ein bisschen nur ungewöhnlich, dass Großbritannien hatte immer ein Problem mit ungewählter Bürokraten in den in Brüssel. Und jetzt äh der der Chef unter Verhandler ist ein ungewähltes Bürokrat. Ähm. Naja.
Tim Pritlove
John, ich glaube an der Stelle können wir äh ein Ende machen, auch wenn das äh nach wie vor.
Jon Worth
Ich nicht dem optimistischen Ende.
Tim Pritlove
Nee, ist ja auch ziemlich äh ziemlich schwierig, ne. Aber auf jeden Fall mal ganz gut, mal wieder so einen äh Synchronisation mit den Geschehnissen zu machen. Was gibt's denn so äh in der nächsten Zeit für Ereignisse, auf die man warten kann, wo sich nochmal Dinge entscheiden müssen.
Jon Worth
Im Sommer, Juni, Juli gibt's noch diese Spannungen an der an die beiden Grenzen in Not in. Note in Großbritannien und Großbritannien die EU. Ähm. Die Frage ist, erreicht Großbritannien irgendwann mal den Punkt. Den äh entweder den nordirischen Protokoll außer Kraft zu setzen auf die Seite oder den sogenannten, Artikel sechs sehen zu verwenden um Kontrolle an von Waren einzuführen. Zur Zeit lehnte auch Frost diese Optionen ab, aber wenn die Debatte immer heftiger wird, wie es so die die Richtung in den letzten paar Monaten, da habe ich dann Angst, dass man erreicht, ein Punkt, wo wo Großbritannien alleine trifft eine sehr radikale. Und aus meiner Sicht, die Ideologische ähm Entscheidung. Zweite Hälfte von dieses Jahr in Großbritannien ist theoretisch ruhig. Es gibt keine Wahlen. Britische Unterhaus, in der sie diese so nach Pandemie Zeit. Könnte dann vielleicht so Arbeitsthemen. Reguläre Themen zurückkehren. Also das ist zumindest die Hoffnung. Also es es gibt. Es gibt nicht nicht so wichtige Meilensteine in den nächsten sechs bis neun Monate. Außer wenn die Situation in Nordirland viel schlechter wird. Ähm also ich hoffe ehrlich gesagt eben, dass wir keinen Brexit-Podcast mehr machen müssen für sechs Monate. Ähm aber wir sehen halt mal, oh das so wirklich.
Tim Pritlove
Alles klar. Gut, dann sage ich äh vielen Dank, John, für die Ausführung. Ja und vielen Dank fürs Zuhören hier bei äh UKW. Ähm als nächstes gibt's dann mal wieder ein bisschen Corona, hatten wir ja schon lange nicht mehr. Und äh bis dahin sage ich tschüss und bis bald.
Shownotes

UKW056 Brexit: Alle unsere Regale sind voll

Die Übergangsperiode ist abgelaufen und der Brexit ist jetzt vollständig vollzogen

Der Brexit ist gekommen und in erst in allerletzter Minute wussten UK und EU überhaupt, worauf es hinauslaufen würde. Jetzt liegt zwar ein Handelsabkommen vor, dass dem Vereinigten Königreich auf dem Papier einen zollfreien und unbeschränkten Warenverkehr mit der EU ermöglicht, aber die erforderliche Bürokratie und andere Hemmnisse machen der britischen Wirtschaft schon nach zwei Wochen sehr zu schaffen.

Dazu hat der Brexit sein Ziel der vollständigen Souveränität nicht nur nicht erreicht, da Details dieses Zollabkommens später widerrufen werden können, wenn sich eine beide Seiten in ihren Regulatotionen zu weit voneinander entfernen. Auch die Integrität des Landes selbst ist nun weitgehend eingeschränkt, da Nordirland nun de-faktor mehr mit der EU assoziiert ist und eine Handelsgrenze zu Großbritannien hat. Und in Gibralter kontrolliert nun die EU die Außengrenze, da der Landzipfel dem Schengen-Abkommen beigetreten ist.

Trotzdem scheint das Land sich seiner Situation nicht bewusst zu werden und wankt und schwankt irrlichternd durch eine durch die Pandemie noch verschärfte und unübersichtliche Gesamtsituation mit ungewissen Ausgang.

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Tim Pritlove
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Jon Worth

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt, mein Name ist Tim Prittlav und ich begrüße alle zur sechsundfünfzigsten Ausgabe von UKW. Es ist äh doch so einiges dazu gekommen Und heute ist mal nicht Corona Time, äh das Corona Wickly, das kommt dann in der nächsten Sendung. Nein, das wird mal Zeit mal nachzuschlagen im großen Buch Brexit und mal herauszufinden, was da eigentlich passiert ist und dafür begrüße ich erstmal den John John Worse. Hallo.
Jon Worth
Hallo Tim.
Tim Pritlove
Nun ist es also endlich passiert. Jetzt haben wir den Brexit, nachdem er irgendwie mehrfach schon irgendwie angekündigt war, versucht wurde und so weiter, dann nochmal aufgeschoben war und Übergangsperiode, die ist jetzt abgelaufen, dreiundzwanzig Uhr am einunddreißigsten zwölften war's dann soweit quasi und dann ja nomor. Wie fühlt sich das denn an für dich.
Jon Worth
Wir wussten alle, dass äh es musste irgendwann zu diesem. Kommen. Also Großbritannien war schon juristisch aus der EU schon seit dem einunddreißigsten Januar. Also das war. Keine große Überraschung. Also die die wichtigsten Etappen haben wir alle schon hinter uns. Ähm. Und ich muss auch sagen, ich war ein bisschen erleichtert, dass es überhaupt zu einem Deal gekommen ist. Äh also das war schon besser als gar nichts. Ähm also grob ähm, Ja, das war eine wichtige Etappe, aber die sehr traurigen Etappen fanden jetzt schon ein bisschen länger in der der Vergangenheit statt.
Tim Pritlove
Ja, das stimmt. Aber ich meinte so eher wie es dir so persönlich jetzt so geht.
Jon Worth
Nee, also ja, so ist es ein bisschen ist ein bisschen schwierig. Ähm also ich sehe. Heute wie wie zuvor meine eigene persönliche Zukunft ist in Deutschland. Hier ist wo ich wohne, hier ist bei um meine eigene Zukunft, ist ähm, und ich bin noch sehr beruhigt, dass ich hier wohne, weil ich kann weiterhin. So weit wie möglich hier wohnen, wie ich immer gewohnt habe. Ähm also das ist fast uns im im Sachen Brexit so nervt. Ist diese, das, das macht das Leben. Jetzt für für viele Menschen noch ein Tick schwieriger. Ähm also ich hatte die erste. Praktische Auswirkung auf meinem Leben. Ich musste ein Paket nach Großbritannien ähm am ähm am zehnten Januar äh losschicken, Ich musste für das erste Mal dann dieses Zollformular ausfüllen, um zu behaupten, dass in dem Paket es gibt ja mies wertvolles. Ähm also die sind die kleinen Änderungen, die wir jetzt erfahren werden. Ähm ich habe immer, diverse Computerzeugs aus Großbritannien von von eBay äh ähm eBay Verkäufer in Großbritannien bestellt. Das werde ich nie mehr in der Zukunft machen, weil die die Protokost. Sind einfach noch höher ähm als Jesus vor, aus Großbritannien war Großbritannien nicht mehr in der Zollunion ist Also die sind kleine Änderungen in meinen eigenen Leben, aber für Leute in Großbritannien, die Änderungen sind deutlich größer geworden seitdem seit dem ersten Januar. Natürlich wie schwierig die Auswirkungen sind, wissen wir jetzt nicht, weil es nicht so viele Austausch von Menschen zwischen Großbritannien und der Rest der EU. Wegen Kohona und diese Korone Variante in Großbritannien. Also ich denke, das ist für nur echt hart sein für die Briten äh mittelfristig.
Tim Pritlove
Zurück die letzte Sendung war vom elften November zwanzig zwanzig und da haben wir dann so 'ne Da wir zumindest auf die letzten Tage der Verhandlung geblickt, weil es gab so diverse offizielle Deadlines und nicht mehr viel Zeit für das Parlament zu tagen und so weiter und so fort. Dann hat es sich dann aber dann doch bis Weihnachten hingezogen. Ich das äh richtig sehe, bis auf den letzten Tag, der überhaupt noch irgendwie ging.
Jon Worth
Ja genau, äh also wir wir müssen einige interessanten Schlussfolgerungen ziehen aus dieser Periode. All das debattiert haben, waren die Positionen, Besonders ins zwei vielleicht drei Themenfelder sehr weit voneinander. Die waren die Regeln auf für den sogenannten Level Plankfield, also fairer Wettbewerb, zwischen Großbritannien und die EU. Die Fischereipolitik. Und dann diese dritte, es ging um Roule Flow und die Regelungen für Nordirland. Also die waren die ersten, wo es dann so eine Einigung. Kommen ist und das schon ein paar Wochen vor dem vor dem Deadline, also da haben wir richtig viel Druck gesehen aus Washington DC, also das beiden wollte unbedingt eine Lösung in diese. Die Brexit-Verhandlungen für Nordirland und das war so die erste von den den drei. Themenfelder, die dann, wo wo die dann sehr schnell eine eine Lösung oder relativ schnell eine Lösung gefunden haben. Die anderen zwei waren etwas schwieriger und die dann es gab während Wochen fast keine Lösung in Sicht und dann plötzlich alles auf einmal, Lösung für die beiden Themenfelder. Wir besonders in der Fischereipolitik, also. Angebot am Anfang von den Briten, war das während einer fünf Jahre lange Periode Großbritannien wollte achtzig Prozent der Fangrote zurück und das nicht in den Tonnen vom Fisch, sondern in den in den Wert von den Fischen. Und das das Anfangsposition der EU war achtzehn Prozent, ja, so zwischen achtzehn und achtzig und doch am Ende, die Einigung war für fünfundzwanzig. Also sehr nah an der an der EU Position und meilenweit von den britischen Positionen. Sachen Sachen Level Playingfield, was die Briten so akzeptiert haben, war sehr nah an der EU-Position und relativ weit von der der beginn der Position der Brit. Wieso könnte es so schnell alles so schnell so eine Lösung kommen. Die große Fragezeichen ist, was am einundzwanzigsten Dezember passiert ist, ja? Also drei Tagen vor der endgültigen Einigung, Und das war das Ausbruch von dieser neu neue sogenannte britische Korone Variante. Und dann machte plötzlich Frankreich Grenzen zu, ja? Die Grenzen für alles, nicht nur für Personen, sondern auch für Waren, also nichts ging. Zwei Tage lang ähm äh auch alle faire Verbindungen waren zwischen Großbritannien und die EU plötzlich geschlossen es gab riesen langen LKWs vor der Hafen von die haben diese so Notennotfalls so LKW Park äh geöffnet an dem alten Flughafen von Manzen, nicht so weit von Dova. Diese Bilder von massenhaften LKWs gesehen und da, soweit ich das verstanden habe, da da herrschte dann Panik in Downing Street. Meine Gute, alles kann ihn nachhaupt flachen vierzig Stunden so so schnell schiefgehen. Das bedeutet, dass wir brauchen unbedingt eine Einigung. Ähm also das ist aus meiner Sicht den den Kernpunkt, also Großbritannien wäre bereit. Ohne Tiere rauszugehen, aber doch am Ende, es kam so ein Deal unter viel Druck äh wegen dieser, diese Situation äh in der Nähe von Dova äh.
Tim Pritlove
Du das? Denkst du, denkst du das wirklich? Also das wundert mich jetzt so ein bisschen, dass sie, dass sie so auf auf No Deal gegangen sind und nur durch diese Erfahrung haben sie ihre Meinung geändert.
Jon Worth
Nee, also die man muss daran denken, dass dass die die praktischen Auswirkungen. Waren für Boris Johnson nicht sehr wichtig. Es war für ihm egal, was er. In diese Verhandlungen kriecht? Es war nur was er seine Partei verkaufen könnte. Und sobald alles ruhig blieb, ja, war dann no Deal noch auf dem Tisch. Ähm. Und die Positionen, besonders im Bereich der Fischereipolitik, auch ein paar Tagen vor der, ähm vor der vor dem Deal war die britische Position noch auf sechzig Prozent. Ja in Sachen Quote für für Großbritannien zurück. Also die die Briten haben. Kamen sehr rasch so ein Kompromiss und das einzige plausiblen Grund, warum die das alles, so in die letzte Minute gemacht haben, war dann Boris Johnson, könnte sich dann als Retter dann präsentieren. Okay, wir sind in eine schwierige Lage. Ich habe, alles so gerettet. Ähm. Ohne diese Krise an der an der Hafen von Dove vor vor Weihnachten ich denk die Chancen sind wären noch hoch, dass er dann bereit war ohne Deal rauszuge.
Tim Pritlove
Mhm. Okay.
Jon Worth
Wir werden nie wissen.
Tim Pritlove
Wir werden's vielleicht nie wissen, ja.
Jon Worth
Weil grob was ich. Was ich dann in dieser Phase so so problematisch fand, ist er hat alles zu spät gelassen. Das es gab keine wirklich Erleichterung, für britischen Unternehmen, weil die hatten dann keins keine Zeit, sich, auf die Änderungen vorzubereiten. Und das ist, was wir jetzt dran seitdem die gesehen haben, ja? Also es kommen jetzt riesigen Kritik, weil die britischen Firmen waren überhaupt nicht in der Lage, innerhalb von einer Woche, sie schauf die, die für dieses Deal dann vorzubereiten. Ähm also das bedeutet einen möglichen plus von einem Deal. Diesem Plus wäre größer, wenn er schon den November ein Deal abgeschlossen hätte, ja? Kann er sagen was habe ich Boris Johnson gewonnen? Weil ich alles bis die letzte Minute äh gelassen habe. Er hat nichts, null, gar nichts Äh also das ist dann warum ist aus meiner Sicht plausibel ist, dass er kaum nur so nur nur so an die diesen diesem Deal überhaupt wegen diesem den Virusausbruch.
Tim Pritlove
Allright. Na gut, also auf jeden Fall dazu kam's dann, es gab eine Einigung, das heißt, es gibt jetzt einen Trade Deal und der vereinbart. Eine ganze Menge von äh Dingen. Vielleicht gehen wir mal durch die wichtigsten Punkte durch. Grundsätzlich korrigiere mich, wenn ich's äh irgendwie falsch abgespeichert habe, aber dass der der Handelsdeal jetzt zwischen UK und EU sagt im Wesentlichen, es gibt Handel von Waren. Frei.
Jon Worth
Genau. Und Quotenfrei.
Tim Pritlove
Unquotenfrei. Also kann im Prinzip so viel verkauft werden wie geht, ja? Aber ähm. Auch wenn die Zölle null sind, heißt es eben nicht äh single Market, sondern man verhält sich trotzdem gegenüber der EU jetzt wie ein Drittland. Man hat halt nur einen spezifischen Deal, der jetzt zunächst einmal diese Zölle festleg Das deckt aber im Wesentlichen eben den Handel mit Waren ab, aber es deckt so einiges nicht ab, wofür ja eigentlich UK immer bekannt war und was vor allem einen großen Teil ausmacht, der, Wirtschaftskraft, nämlich insbesondere die Financial Services beziehungsweise des Services in General, ja?
Jon Worth
Genau. Also die Dienstleistungen sind am härtesten hier betroffen. Also es gibt ja sehr wenig in dem Deal, so die wir so so Dienstleistungen überhaupt. Finanzindustrien, Datenaustausch, auch professionelle Qualifikationen, wenn jemand meine, eine Qualifikation als Jurist in Großbritannien hat, kann diese diese Person dann in anderen Ländern praktizieren ist nicht geklart in diesem Stil. Ähm also ja äh es gibt noch sehr, sehr viele offene Fragen.
Tim Pritlove
Die EU hat danach auch eine schöne Grafik veröffentlicht auf ihrer Webseite, wo sie mal so alles aufgelistet haben, was so vorher war und was jetzt nicht mehr ist. Kann man vielleicht mal kurz äh so durchgehen, also dass es hier erstmal grob aufgeteilt in verschiedene äh Gruppen. Das fängt an mit Free Movement of People so und äh das Einzige, was sozusagen erhalten ist, dass man, neunzig Tage Visa Free Travel hat so, also vorher war es ja im Prinzip, Man konnte kommen und gehen, weil man, weil man wollte, jetzt ist es halt darauf limitiert, alles über neunzig Tage geht halt nicht, das heißt, man muss dann halt erstmal. Entweder ein spezielles Visum beantragen oder erstmal wieder zurückkehren, bevor man wieder äh reinkommen darf.
Jon Worth
Genau und das betrifft zum Beispiel Briten die Ferienhäuser haben in Spanien besonders. Ja, Leute, die nicht da arbeiten, wollen aber da nur da die Hälfte des Jahres in Spanien verbracht haben. Diese Leute müssen dann nach einer Periode von neunzig Tagen dann erstmal zurück nach Großbritannien.
Tim Pritlove
Ja. Und was natürlich sehr eingeschränkt ist, ist so Right to Work Studie Lifit Nazar EU Country, also im Wesentlichen existiert das jetzt erstmal nicht. Es gibt aber Ausnahmen wohl.
Jon Worth
Ja, ähm, also die, die Hauptausnahmen sind für Menschen, die schon das gemacht haben oder sogenannten ähm äh Crossboard the Workes, also Leute, die dann in einem Land. Wohnen und in Großbritannien arbeiten oder umgekehrt. Also die Anzahl davon ist nicht enorm groß. Aber da drinne ist eins von den wichtigsten Themenfelder in die Debatte in jetzt wir gesehen haben in den Wochen, seit dem Austritt ist wie Musiker betroffen äh sind. Also ähm. Es gab für Musiker aus den Vereinigten Staaten zum Beispiel, die dann Konzerte in Europa machen wollen. Die dürfen das machen für bis neunzig Tagen wie so Visum frei, ja? In die ganz in das ganze EU, Und das hat Großbritannien, nicht verhandelt für britische Musiker. So das bedeutet es gelten sechsundzwanzig unterschiedliche Regelungen für britische Musiker und es gibt dann in den meisten Fällen nur bis dreißig Tage Visum frei. Und es ist nicht wieso frei für die Mitarbeiter, die Stagehuns, die diversen Techniker. Also das macht dann für britischen ähm Orchestern oder oder die diversen Gruppen. Das machen dann so Tours durch Europa, deutlich teurer als als zuvor. Es ist ein Beispiel von wie wie das dann eingeschränkt wird für ähm für Brit.
Tim Pritlove
Und dazu muss man ja sagen, ist jetzt nicht irgendwas, die Musikszene ist ja nun, also Großbritannien hat ja eine riesige Wirtschaft, die dahinter steht, das ist sozusagen jetzt nicht äh unwichtig.
Jon Worth
Und soweit wir wissen, die EU hat Großbritannien die gleichen Regeln angeboten wie. Musiker aus den Vereinigten Staaten. Großbritannien hatte dagegen dann dieses Angebot abgelehnt, weil sowas würde bedeuten, äh neunzig Tage wie Visum frei für Musiker aus der EU in Großbritannien ja? Und das wollen die Briten nicht. Ähm also äh so zu diesen Slogan Take Nuck Control, dass Großbritannien wollt will Einwanderung irgendwie begrenzen, ja ob ein Musiker aus Frankreich, ein ein großes Gefahr ist, irgendwie für Großbritannien, das hat die britische Regierung natürlich nicht gesagt, ähm aber, Ja, also das ist wie im blickend und kurzfristig denkend die die britische, die, die jetzt gebrittische Regierung leider ist.
Tim Pritlove
Ja, ich denke das wird dann spätestens denen auffallen, die dann irgendwann einmal derzeit ist das ja gar nicht möglich äh in der EU reisen wollen. Nicht unbedingt arbeiten wollen. Erstmal gibt es natürlich jetzt richtige Grenzkontrollen. Es gibt kein äh komm mal einfach rein hier EU-Passwort, schön, dass du da bist, sondern man stellt sich an der eigenen Schlange an und muss Fragen beantworten und was nicht alles. Es gibt auch nicht diese sogenannten Pasta Sports, dass man äh seine Haustiere so ohne Weiteres mitnehmen kann. Also sehr viel wird im Detail, extrem kompliziert und ich denke mal, das wird dann auch in zunehmenden Maße den Leuten natürlich auffallen, auch wenn das jetzt durch die Pandemie natürlich verzögert ist.
Jon Worth
Genau und das, das haben wir bis jetzt nicht so wirklich erlebt. Also die werden die die Briten werden das erst merken. Während den Sommerferien oder sobald alles dann wieder anfängt. Was wir schon gesehen haben, ist wie Warenverkehr auch betroffen ist und besonders Verkehr vom ähm äh Essen Ja, so von von Agrarprodukte und fertig dieses Essen, ja. Also das ist wirklich als schon ein großes Problem geworden. Also da haben wir schon Engpässe gesehen in die Lieferungen von ähm ähm frische Gemüse und Obst aus EU-Länder in Großbritannien Und in der anderen Richtung Exporten ähm vom Fischprodukte aus Großbritannien nach anderen Ländern der EU. Also da haben wir schon die ersten sehr konkrete Auswirkungen schon gesehen.
Tim Pritlove
Und daran hat man vor allem auch ganz gut gesehen, dass es glaube ich eine massive Fehlwahrnehmung der Auswirkungen gab, sowohl natürlich in der Bevölkerung ohnehin, aber offensichtlich auch beim Government, um diese ganze Fischerei ist ja ein ein riesiges Bohei gemacht worden. Also war ja gerade so ein religiöser Teil und es war immer so eins dieser Kernargumente, obwohl wir bei der letzten Sendung ja schon betont haben, Fischerei macht einfach so, so, so wenig von der Wirtschaftskraft der UK aus, dass es eh schon unsinnig ist darauf sich so zu konzentrieren und das sozusagen da so zum zum zum Stückchen zu machen, über das man die EU springen lassen möchte, aber, Diese Regelung jetzt. Ich habe mir das mal genauer angeschaut, wie diese Quotenregelung eigentlich aussieht, weil diese fünfundzwanzig Prozent, die da verkündet wurden. Das stimmt so eigentlich auch nicht. Das ist äh erstmal hängt das extrem von der jeweiligen Fischsorte ab. In den, bei den allermeisten Fischsorten gibt es. Eigentlich überhaupt gar keine Änderung. Ich glaube, das ist sowas äh wie zwei, drei Prozent und das halt auch erst in fünf Jahren, und dann darüber hinaus muss eh nochmal alles neu verhandelt werden, also.
Jon Worth
Ja und was noch am am schlimmsten ist. Also fünfzig Prozent des Wertes von dem Britischen ganzen Briten Fischindustrie ist nicht Fischen auf dem offenen Meer. Das ist so in Face, ja so in den Lochs, in Schottland, und ähm besonders äh da da fehlt es mir die Worte auf Deutsch Samen, äh Samenforming, Lachs, ähm äh Armbau in in Schottland. Also diese, also, Da gibt's keine Frankenquoten. Äh also und was wirklich ein Problem ist für britische Fischer, egal was für eine Art von Fisch ist. Ich sitze hier jetzt so schwierig geworden überhaupt das Fisch zu exportieren, ja das es nicht mehr rentabel ist überhaupt zu fischen. Und es kommen auch hinzu, dass Großbritannien. So die es gibt, es gibt eine eine so Fichtquotenereinigung zwischen die EU und, Island und Norwegen, also zwei Nicht-EU-Mitgliedstaaten, Und weil Großitanien kein Teil mehr ist, der EU, Großitanien ist kein Teil mehr von dieser Einigung mit Norwegen und Island. Also die, das größte britische Fischboot aus dem Hafen von Hall darf nicht aufs Meer, weil das fängt, Fischsorten, die in den Norwegischen und isländischen Gewässern zu finden sind. Und es gibt keine Einigung mehr, zwischen Großbritannien und Norwegen und Island. Und dann die die schottische Fischer die haben ja gefunden, wenn die kommen so zu den Hafen in Schottland, die können dieses Fisch nicht mehr exportieren. Also schottischen Fische machen ein achtundvierzig Stunden langen Weg nach Dänemark, um überhaupt Fisch, verkaufen zu können. Also es ist komplett eine Ehre, es gab vor ein paar Tagen sogar ein Protest von George Fischer, die die sind alle mit einer Schlange von LKWs nach London gefahren, um so eine Art Protest zu machen vor dem Tendaling Street, weil die sehen das Ganze ähm äh Lebende der der Fischereiindustrie in Schottland ist zurzeit in Gefahr Also es sollen vollkommen eine Ehre, weil in zwanzig sechs sehen die Brexit-Befürworter haben gesagt Brexit ist die rechts oben der britische Fischereipolitik, und in den ersten drei Wochen, seit dem seit dem endgültigen Bereich sind, wir haben gesehen, dass es tötet, die ganze britische Fischerei äh Industrie und besonders die Fischereiindustrien schaut. Ähm also das ist so wirklich ein Wahnsinn. Also und diese Fischer, die sind so echt genervt, obwohl die Mehrheit nicht alle für den Brexit gestimmt haben damal.
Tim Pritlove
Ja und vor allem man muss sich das ja auch so vorstellen, man kennt ja. Demonstrationen von äh von Bauern, auch hier in Deutschland, da kommen sie alle mit ihren Treckern und äh es gibt Proteste und der Milchpreis stimmt nicht und so weiter. Und das mögen alles berechtigte äh Dinge sein, aber es ist jetzt nicht so, dass sie jetzt alle einen Tag später ihre Läden schließen müssen, aber derzeit ist es tatsächlich so, die Großhandelszentren, da wo der Fisch von den Fischern, der gerade gefangen wurde eingekauft wird, um dann gleich auf den Weg geschickt zu werden, um möglichst schnell zum Kunden zu kommen, sind leer. Da fin, da findet grade nichts mehr statt. Der Handel ist komplett eingebrochen, weil der Aufwand, den Fisch in die EU zu bringen, wo nämlich der allermeiste in die in UK gefangene Fisch, verkauft wurde bisher so ein bürokratischer Aufwand geworden ist, dass es so viele Tage dauert, bis der Fisch einfach nicht mehr frisch ist. Also es ist eine totales Desaster.
Jon Worth
So Fischmarkt von Peter Head in Schottland, also im großen Fischmarkt Großbritanniens. Es stand alles komplett leer. Ähm und ja, so aber. Weil das ist frisch sein muss. Das ist warum die Fischerei Industrien so hart betroffen sind. Aber anderen Aspekten der Liefer, von Lahm aus Whey zum Beispiel, waren waren ebenfalls betroffen und. Es ist ja ein großes Problem, weil die Anzahl an LKWs durch den Hafen von Dova sind heutzutage immer noch nur bei sechzig Prozent von was man normalerweise wären eine solche Periode erwarten würde. Also das bedeutet ein großes Teil von den von den ähm Verkehr ist. Ich finde immer noch nicht statt, Und wir haben gesehen vor Weihnachten so eine eine gewisse Stockpink, also diversen Firmen darunter Autoindustrien zum Beispiel, die haben so viele Waren wie möglich importiert, Die Einführung von Zollkontrollen, aber dann die Anzahl an an Verkehr ist so reduziert worden dass jede Woche, wenn man liest die Berichte oder hört den im Radio Interviews von Leute, die in den dies diese Industrien, die Lieferketten arbeiten, die fürchten, dass die Großbritannien kriegt einfach die Wahr nicht genug Waren in den kommenden. Wochen, also jede Woche wird schlechter als die Woche zuvor, ja? Also. Wir haben schon von von Produktionsstopps bei den britischen Autohersteller gehört. Engpässen in die Lieferung von ähm äh Obst und Gemüse in die Lieferketten von Supermark. Und Großbritannien macht keine, Einreisekontrollen, weil die die Briten haben akzeptiert, dass es geht ja nicht. Aber natürlich ein LKW ist nur rentabel, wenn es ein LKW macht, eine, Eine Reise mit Wahr nach Großbritannien und ist dann die gleiche LKW wird dann auch für Exporten auch dann wiederverwendet. Und wir haben schon die ersten Beispiele, dass die LKWs fahren dann leer nach die EU zurück, weil das ist einfach. Mach wirtschaftliche mir Sinn als diese dauerhafte Papiere und und Kontrollen, ausführen zu müssen. Ähm und dass das. Die Kosten für Warenverkehr nach und von Großbritannien so deutlich höher geworden sind. Äh jetzt schon in den ersten Wochen ähm nach dem Brexit.
Tim Pritlove
Ja insbesondere wenn sie halt leer zurückfahren, dann äh ähm kostet's ja schon mal fast das Doppelte, ne. Ja, es gab jetzt auch diverse Berichte, man muss sich jetzt auch nochmal kurz klar machen, glaube ich, was die Situation ist. Also weil absehbar war, dass die, Häfen extrem überlastet sind, insbesondere durch diese spezifische geographische Lage von Dova, was ja nur so ein relativ kleiner Bereich ist, äh direkt vor den Knippen, da ist einfach kein, so und normalerweise, wenn man da so hingefahren ist und mit der Fähre rübergefahren ist Hat man mal gemerkt so okay, das geht dann flüssig, da fährt man irgendwie in so eine Linie rein, dann gibt's so einen Parkplatz, da wartet man irgendwie eine halbe Stunde, dann fährt man auf die Fähre drauf und dann geht's so eine halbe Stunde später auch los Und das äh war so. Normalerweise wie es eben lief und das geht aber jetzt nicht mehr und deswegen wurden große, Ja, alte Flughäfen und äh neue Gelände wurden jetzt sozusagen äh aufgebaut als riesige Pufferparkplätze. Damit auch die nicht einfach überfüllt sind, gibt es jetzt für diese Grafschaft kennt, was ja dieser Bereich ist äh äh der Dova mit einschließt, spezielle. Einreiseerlaubnisse für Lastwagen, das heißt die dürfen nur dann mit ihren Waren überhaupt in diesen Bereich reinfahren, wenn sie vorher schon online quasi die ganzen Deklarationen abgeschlossen haben, mit einem Softwaresystem, was. Wenn man sie um den Berichten glauben darf, im Prinzip kaum funktioniert, vollkommen überlastet ist, schwierig ist, weil da zehn Systeme zusammengeklatscht wurden, die irgendwie alle auch erst seit Anfang Januar richtig in Betrieb sind und von all den Firmen das allererste Mal überhaupt gesehen wurden. Da ja auch die rechtliche Grundlage dafür erst eine Woche vorher äh eigentlich klar war. Und äh das bedeutet diese Pemitz müssen erstmal da sein, damit man überhaupt erstmal, dieses Land fahren darf um dort dann zu warten und dort dauert's dann teilweise nochmal mehrere Tage. Ich kenn, ich hab so einen Fall mitbekommen, da wirst du wahrscheinlich auch von äh gehört haben, so 'n polnischer Lastwagenfahrer der mit den richtigen Permids da aufgelaufen ist, aber dann hat es irgendwie mehrere Tage gedauert, wurde noch zwischen verschiedenen Parkplätzen hin und her geschickt äh obwohl eigentlich alles richtig war, es ging sozusagen nur noch um das manuelle Finalisieren und Anerkennen dieses eigentlich richtigen Parmits und das hat dann so lange gedauert, bis dann seine Einreiseerlaubnis nach kennt, wieder expired war und dafür haben sie ihm dann noch eine Strafe äh aufgedr, also es ist es ist wirklich aber witzig, was da gerade abgeht.
Jon Worth
Und es gibt, es gibt auch äh Geschichten, dass das LKWs müssen irgendwo geparkt werden. Es gibt keine Parkplätze dafür und die kriegen dann Strafen, wenn die dann geparkt sind in dem falschen Ort, wo die dann, unbedingt sein müssen, um überhaupt den Permit zu kriegen. Also es ist katastrophal, aber. Zumindest gab's ja einen Erfolg. Dieses Permit-System ist so streng, dass die haben Schlangen von LKWs auf dem Autobahn bis jetzt vermieden. Das bedeutet, dass die haben faktisch die Probleme so versteckt, ja? Das bedeutet irgendwie das Journalisten so an dem M twenty, also diese diese ähm äh dieses Autobahnfotover. Da war's entsprechend hohe ich. Aber dieses System funktioniert überhaupt nicht. Also viele LKW fahren Fahrer sagen das tun wir in der Zukunft nicht, weil weil da, weil wir wollen nicht Stunden oder tagelang irgendwo so geparkt bleiben müssen. Der deutsche Firma DB Schenker hat einen kompletten Warnverkehr nach Großbritannien eingestellt, weil die sehen keinen Weg, um diese bürokratischen Hürden. Ähm also das ist. Ja, das ist total schlecht geplant. Oder oder überhaupt nicht guten Dienst geplant. Aber diese Diskussion. Irgendwie, dass es all das so schlecht ist oder oder schlecht vorbereitet ist, das kommt zur Zeit, Beide britische Bewölkung nicht, komplett an. Sodass bedeutet das ja natürlich, wenn besonders, wenn man schaut oder man fordert die Experten auf Twitter, man man liest da sowas problematisch ist. Aber Wie schwierig das ist für Britchen Unternehmen, das erkennt man nicht so wirklich in die die Berichterstattung in den britischen Medien bis jetzt.
Tim Pritlove
Ja gut, das wird sich natürlich dann in den Umsätzen äh äh niederschlagen, weil das Problem ist, dass, Also jetzt durch mehrere Faktoren, die wir schon angesprochen haben, diese Kapazität ist jetzt erstmal generell niedriger, es dauert einfach lange, das heißt, was vorher vielleicht bei fünfzig Prozent, weil du hast gesagt, läuft jetzt bei sechzig Prozent. Dann ist es aber auch so, dass es ja sozusagen nur der, der Flo, den man beobachten kann. Insgesamt wird alles später geliefert. Und mehrere Tage Verzögerung, das bedeutet, man kann natürlich auch an so einem Justin Time Prozess in zunehmenden Maße oder auch sofort überhaupt nicht mehr teilnehmen und für Lebensmittel ist es im Prinzip der Tod. Dazu kommt ja noch, dass äh auch äh durch den neuen Deal, auch diese diese SPS-Checks, also diese äh Centary, Foto, Cenitary, also.
Jon Worth
Seine Twichex. Ja, ja.
Tim Pritlove
Genau, also sozusagen äh womit man verhindern will, dass es kein Spillover von Krankheiten und so weiter äh gibt, et cetera, diese ganzen Hygienevorschriften, jetzt halt auch für Drittländer und das verzögert das Ganze halt noch weiter. Und wenn jetzt Schenker und viele andere Unternehmen werden sich das jetzt wahrscheinlich auch überlegen, überhaupt noch irgendwelche EU-Fahrer dahin zu schicken, wenn sie wissen Auf dem Rückweg kann ich gar nichts mitnehmen, wenn ich schnell wieder da sein will und wenn ich was mitnehme, dann dauert's ewig und dann hängen wie jetzt im November, wo dann tausender Lastwagenfahrer Im Winter Weihnachten auf der Autobahn festhängen und noch nicht mal was zu essen hatten. Sodass dann Bürger dahin gefahren sind, um um denen noch was zu essen zu bringen zu Weihnachten. Das führt dann wiederum dazu, dass es für den Warenverkehr den Großbritannien eigentlich braucht, überhaupt nicht genug Fahrer gibt.
Jon Worth
Ja. Genau, aber äh ihr alter stimmt, aber ich kriege den Eindruck, dass. Dass Großbritannien als Land insgesamt hat das einfach nicht so wirklich verstanden, so wenn man. Wenn man hört, was Dominik Rab, der Außenminister zum Beispiel gesagt hat, in einem Fernsehinterview am Wochenende. Hat all das als. Ähm äh beschrieben oder oder Boris Jones hat so mal gesagt, ja ja es ist vorteilhaft für für britischen Unternehmer, die haben jetzt den gleichen Standard, um mit dem ganzen Welt, zu verhandeln. Nein, das ist nicht dem richtigen Antwort. Großbritannien, britische Firmen hatten ein Markt von achtundzwanzig EU-Länder, ohne bürokratischen Hürden. Es war genauso einfach für eine ein Firma in Großbritannien. Die Waren nach Frankreich zu zu schicken als von einem Staat zum einen mal anderen in England. Und das haben die Briten nicht so wirklich verstanden, Und dann kommen dann die, die diese Argumenten von von konservativer Politik. Ja, es war nur, was ist sieben oder. Der britischen Unternehmer haben einfach mal überhaupt was, an anderen Ländern der EU verkauft, ja. Aber das war ein großes Teil der Britto Bruttoinlandsprodukt Und wie doof ist das und die konservativen waren jahrelang diese so Pro-Business Partei und die und die sagen ja okay die Lieferketten müssen sich ändern oder wir müssen einfach hören kosten oder hören bürokratischen Hürden einfach mal akzeptieren. Ah, das ist so vollkommen eine Irre. Also alle anderen Länder der Welt wollen bürokratischen Hürden, bauen oder die die Schwierigkeiten miteinander zu zu handeln, reduzieren. Und dann kommen die, die putsche Regierung dann hinzu und sagen, ja ja, das ist dann eine akzeptables Preis, äh dass wir bereit sind, das zu bezahlen. Da. Bedeutet die Schließung von britischen Unternehmen, ja? Also ITV, ja so den den Privatsender. Hatte ein Interview gemacht vor ein paar Tagen mit dem Besitzer von einem Spielwarenfirma im Plackpool. Also eins von den ärmsten Städten Großbritannien und dieses Firma hat ein, der hatte schon eine sechshunderttausend, Fundexporten verloren in den ersten drei Wochen von von ähm äh des Jahres. Also es droht dann die Überlebung, von dieser Firma und und diese Probleme. Wenn überhaupt nicht anerkannt in der britischen politischen Debatte, nicht vom Politiker. Als wichtiges Problem akzeptiert, Äh und das ist auch, weil aus meiner Sicht die die Oppositionsparteien besonders laber, die haben vollkommen die falsche Strategie gehabt, Es war für Labour wichtiger zu sagen ja wir akzeptieren das Brexit stattgefunden hat und die kam mit dieses diese Spruch. Ja, also ein Deal ist besser als gar nichts. Aber das stimm Zum Teil, aber das ist keine Erleichterung für für die, die Leute besonders britische Unternehmen, die sehr, sehr hart betroffen sind. Äh aber es gibt keine grundsätzlich Debatte zu dem Thema in Großbritannien gerade.
Tim Pritlove
Das ist irgendwie unvorstellbar. Also das äh ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass sie das lange durchhalten weil äh äh irgendwann hast du halt einfach geschlossene Firmen, hast du irgendwie einen Rückgang in der Wirtschaftsleistung, äh ist es einfach offensichtlich. Ich meine, wenn die Leute keine Jobs mehr haben und kein die Firmen keine Umsätze mehr machen und dann auch keine Steuern zahlen, dann ist das ja einfach der direkte Weg in eine in eine, in eine zusätzliche Rezession äh.
Jon Worth
Ja, aber irgendwie aber. Aber das da braucht man einen Halbwegs funktionsfähigen Regierung und öffentliche Debatte, um sowas. Zu verstehen, ne? Nehmen wir hier äh ein Beispiel. Äh es ist es droht ihn aus für den einzigen internationalen Zuglinie, Großbritannien, so zu den Eurostars, zwischen London und Paris und Bruss, weil es gab so einen Einbruch der der Passagierezahlen. Und was ist die Reaktion in Großbritannien? Ja. Haben nur die Londoner Eliten verwendet bisher. Es ist nicht so schlimm, wenn denn wenn dieses Such nicht mehr fährt. Moment mal, das sind ja Steuerzahler, ja, wenn diese Firmen finden kein Weg, die Business-Executives von London nach Paris zu schicken, für die wir für diversen Treffen. Das droht dann vielleicht nicht so einen wirtschaftlichen Kollaps, aber etwas, was macht dann. Business für britischen Unternehmer deutlich schwieriger, Es drohe dann, wenige Steuereinnahmen und Probleme für die britische Staat. Aber so eine Art, sowas zu debattieren ist zur Zeit nicht möglich in Großbritannien, Oder wir haben auch es gab eine Reduzierung der Bevölkerung lont. Acht Prozent während hauptsächlich wegen Korona. Und auch zum Teil wegen Brexit. Weil die wirtschaftlichen Zukunft Besonders in Dienstleistungsindustrien, besonders an auch ähm so Kneipenrestaurants, die sehr, sehr wichtig sind, die in Großbritannien. Diese Arten von Industrien haben jahrelang viele Mitarbeiter aus anderen Länder der EU reingeholt. Und diese Leut, Brexit und wegen Korone, wollen nicht mehr in Großbritannien bleiben. Also wie sehr die Zukunft der britischen, Industrie, so so Restaurant und und Hospitality-Industrie, überhaupt aus in den in den Jahren nach Brexit und nach Corona. Kommen diese Leute einfach dann zurück. Ich fürchte, sie werden nicht direkt zurückkommen. Also, es wird dann eine reale Verlust in die wirtschaftliche Produktion des Landes. Aber wie. Gravierend das ist für die britische Staat, für die überhaupt nicht in die politische öffentliche Debatte überhaupt nicht anerkannt. Und das macht mir sehr sehr großen Sorgen.
Tim Pritlove
Also das finde ich jetzt auch ein bisschen bemerkenswert, dass es sozusagen ist auch immer noch nicht in die Diskussion geschafft hat, also müsste sich das nicht also müsste sich das nicht jetzt bald mal ändern. Ich meine, das ist auch einfach wir reden doch jetzt hier nicht von Peanuts.
Jon Worth
Ja, aber jemanden muss eine Opposition aufbauen, Ja, so für Labour, also Label will, dass diese ganze Brexit-Probleme einfach verschwinden, Ja? Weil einige Pro-Brexit-Wahlkreisen traditionell Labour haben dann für die Konservativen in zwanzig neunzehn gestimmt. Und dann diese Abgeordneten, die die restlichen Abgeordneten aus nordenglischen Industriestädten der Label Partei besonders zwei betreiben diese Linie der Partei Rachel Weves und Lucy Paul, die sagen Labor muss einfach mal beweisen, wir respektieren dieses Votum aus dieser nordenglischen ähm äh Industriestätten. Wir wollten diese Menschen zeigen, dass wir auch wie Gold Brexit dann Aber Moment mal, das mal, wenn das, Brexit macht, dann ist Wirtschaft in diese Orten. Wenn nicht kaputt, zumindest schwächer also vor, das ist auch ein Problem. Für Labor. Also das bedeutet und was wir auch wissen in diesem Brexit Deal. Ich stehe da drin, dass nach fünf Jahren gibt es so eine Überlegung. Brauchen wir dieses Deal, in dem jetzigen Form und in einer anderen Form. Es gibt so eine über so einer Review-Chors. Ich finde es so unglaublich, dass Labor überhaupt nicht in der Lage ist. Die wirtschaftlichen Folgen des Brexits. Nach einem fähigen Art und Weise zu kritisieren. Es gibt kein Weg für Großbritannien. Zurück in der EU. Kurz oder mittelfristig. Was man unbedingt machen muss ist den jetzigen Folgen. Und die Lupe zu setzen, ja? Und genauso beobachten und das tut niemandem so wirklich in die britische Debatte gerade. Ähm und. Dass dass ist ja so unglaublich schwierig zu beobachten irgendwie Niemand bildet eine richtige Opposition gegen die Linie der Regierung zur Zeit. Und man sieht das auch in den Meinungsumfragen, Trotz alles, trotz hunderttausend Korone Tote, trotz die Folgen des des des äh Brexit-Abkommens. Sind die Konservativen noch in den Meinungsumfragen vorn? Äh das ist kaum zu glauben.
Tim Pritlove
Ähm okay, um's vielleicht äh nochmal auch, komplett äh zu haben, was sozusagen durch diesen Trade Deal noch alles abgedeckt ist, beziehungsweise nicht abgedeckt ist. Also es gibt ja auch noch andere, Bereiche, die betroffen sind, was wir schon erwähnt hatten, sind ja diese Financial Services, das heißt Banken können jetzt einfach nicht ohne weiteres Produkte, Dienstleistungs, auf dem EU-Markt anbieten, das ist auch irgendwie überhaupt nicht gecovert, das ist glaube ich steht irgendein, möglicher äh irgendeine Greent in der Zukunft im Raum, aber derzeit ist da halt einfach nichts drin. Ich habe vorhin gerade noch gesehen, Handelsb berichtet fünfundfünfzig Großbanken oder große Finanzdienstleister aus London sind jetzt allein in Frankfurt untergekommen. Fünfundfünfzig. Ich habe vergessen, wie viel, wie viel Trillionen Pfund äh mittlerweile schon äh den Weg in die EU gefunden haben, Westment. Ähm das ist ja auch ein totales äh Desaster, weil da geht ja nicht nur eine Menge Geld verloren, sondern da geht ja auch eine ganze Menge. Ähm ja, Personal dann auch mit und damit verliert London ja im Prinzip seinen Unique Setting Point einfach sozusagen die Finanzhauptstadt Europas äh zu sein.
Jon Worth
Ja. Genau, all das stimmt. Ähm es ist ja kaum kaum zu fassen, aber all das stimmt total, ja.
Tim Pritlove
Ja ähnlich sieht's im äh in der Luftfahrt aus, also auch diese Single Aviation Area äh, jetzt nicht mehr äh teil, derzeit ist es, glaube ich, so, wenn ich's richtig sehe, Flüge in die EU und wieder zurück. Das geht. Aber man kann halt keine Verbindungsflüge machen.
Jon Worth
Genau, aber die die. Sage ich so, die britischen Fluggesellschaften haben das geregelt, die haben so Tüchterfirmen in europäische Länder schon gegründet. Also da erwarte ich keine große Schlussfolgerungen, weil die die da haben, die Firmen einfach die Kosten übernommen und und das war dann für den die Lösung.
Tim Pritlove
Ja, also Easyjet hat schon seit längerem eine Niederlassung in äh Österreich, glaube ich, jetzt äh gegründet, aber das bedeutet natürlich auch, dass dann ein gewisses Steueraufkommen dann eben auch in der EU stattfindet und eben nicht mehr in UK.
Jon Worth
Genau, das stimmt auch, ja?
Tim Pritlove
Alles sehr schön, ja. Wo sie auch rausgefallen sind, ist äh der Energiemarkt. Also es gibt ja auch ein äh Single-Internal Energy Market in äh in der EU auch daran, indem sie jetzt nicht mehr teil, dürfte dann natürlich auch ziemlich schwierig sein, denn äh hier im Bereich Renurbils äh wo ja UK relativ gut ist, ja? Also Wind, Solar und so weiter, Kohle ist äh runter, aber man kann jetzt eben nicht mehr ohne weiteres seinen Energiebedarf über die Leitung so ohne weiteres austauschen. Da bin ich mir noch nicht so richtig sicher, welche konkreten Konsequenzen das haben wird.
Jon Worth
Ja also Großbritannien, obwohl Großbritannien war, einem Energiemarkt mit der EU es war in so die Netzbetreibung in Großbritannien war separat, weil dem Verbindungskabel zwischen Großbritannien und Frankreich ist die C, also nicht AC, also ich ich habe als Beamte mich mit diesen Themenfeld vor ein Jahrzehnt äh beschäftigt. Also grob die haben das. Grob für den alltäglichen Bedarf in Großbritannien geregelt. Ähm es ist ja. Möglicherweise problematische für Großbritannien mittelfristig, wenn britischen Firmen. Noch noch an dem europäischen Markt teilnehmen wollen. Ähm da könnte schwierig sein, aber in die Reihe von großen Schwierigkeiten des Brexits ist dann dem Energiemarkt nicht unter den Schwierigsten.
Tim Pritlove
Okay. So dann gab's ja noch den ganzen äh den ganzen Universitären Bereich, der auch vom Brexit betroffen ist.
Jon Worth
Ja genau, also da gab's zwei, problematischen Aspekten, also den EU Research in Development Gelder, so Harison und in Erasmus Studienaustauschsprogramm Ähm die haben da eine Einigung gefunden, dass Großbritannien bleibt in den Horizon Programm und zahlt auch dafür. Aber keine Einigung die Firmen für Erasmus. Also das bedeutet, dass für deutsche Studenten zum Beispiel die können dann kein Austauschjahr äh nach Großbritannien machen oder wenn ja wenn es bilaterale Lösungen gibt mit Großbritannien, die kosten dafür werden dann Besonders viel höher sein für Studenten, die nach Großbritannien reisen oder euch in Großbritannien studieren wollen aus. Zum Beispiel in Frankreich oder in Italien. Ähm warum ist es so geschehen Die EU hat so gesagt, ja so wir sind ja offen, dass Britsche Universitäten nehmen noch an Eurosmus teil, die britische Regulierung, der gesagt, nein, wir akzeptieren die finanzielle Bedingungen nicht. Wir gucken uns die Kunden unsere eigene, Austauschsprogramm, es heißt den Turing Programm äh da und wir ermöglichen ähm es für britischen Studenten Austausche in anderen Ländern der Welt zu machen. Problem, die Finanzen dafür sind deutlich begrenzter als mit Erasmus und für viele Studenten, es ist überhaupt nicht möglich in Neuseeland oder in Indien zu studieren, es wäre viel einfacher in die Niederlande oder in Belgien zu studieren Also das bedeutet, Schluss für Erasmusaustausches zwischen Großbritannien, und die EU. Aus meiner Sicht ist es eine sehr, sehr kurzfristige Entscheidung. Es ist ja für britische Universitäten, keine keine keine gute Entscheidung, Evasmus gilt noch in Nordirland, weil die irische Republik ist bereit, das noch zu finanzieren, Äh und es gibt ja noch Diskussionen, ob schottische Universitäten nehmen noch teil. Also es ist, äh es gäbe es gebe einen Vorschlag von Nicole Stergen, das schaut sich die Universitäten dürfen auch teilnehmen. Dafür braucht sie die Zusage Londons und das hat Boris Jumpson bis jetzt abgelehnt, obwohl die Schotten bereit sind, das zu finanzieren. Ähm äh das ist ja typisch, wie wie kurzfristig ähm und und sie begrenzt irgendwie, das Denken denkensweise der der Londener Regierung ist.
Tim Pritlove
Ja, auf Schottland, Nordirland kommen wir gleich nochmal, vielleicht um das vielleicht auch allen mal klar zu machen, die vielleicht jetzt mit diesen ganzen Programmen nicht so vertraut sind, dieses Hurison, twenty twenty oder Horizon Europ aber es ist jetzt glaube ich äh das ist das führende äh Wissenschaftsförderungssystem der äh EU, Spitzenforschung betreibt, dann kommt man an diesem Programm nicht drum herum. Und schon als, ich glaube, da hatten wir aber auch schon anfangs schon mal drüber gesprochen, als das Brexit Referendum war. Also vielleicht kurz nochmal zu den Regeln, wenn jetzt ein Wissenschaftlerteam hier Forschungsgelder beantragt, dann geht man nicht einfach mit einer Gruppe dahin, sondern man muss sich europäisch vernetzen. Das heißt, man muss mindestens glaube ich drei Länder oder so äh mit im Boot haben, die also entweder aus der EU kommen oder aus Ländern, die sich auch in dieses Forschungs äh Modell mit eingekauft haben, Israel ist Beispiel und äh also man muss da eine gewisse Diversität äh aufweisen, um europäisch förderungswürdig sein und kaum war das Brexit-Referendum durch zwanzig sechzehn, sind die ganzen britischen Gruppen reihenweise schon rausgekickt worden aus diesen ganzen Anträgen, weil alle gesagt haben ja sorry, wir haben euch lieb, aber wir müssen sehen, dass wir diese Anträge durchbekommen und wir haben jetzt einfach Angst, dass wenn wir die Briten im Boot haben, dass dann alles vorbei ist ne, nochmal, dass es dann nochmal vier Jahre dauert, könnt ihr in dem Moment auch keiner so richtig absehen, aber das war im Prinzip eine Auswirkung, die schon da ist und die jetzt eigentlich erst durch diese Regelung in irgendeiner Form. Sozusagen weitergelaufen.
Jon Worth
Ist irgendwie. Aber so, aber zumindest also wir haben dem neuen EU-Haushalt für die Periode zwanzig einundzwanzig bis zwanzig siebenundzwanzig. Ähm also da da, die die Verhandlungen haben, was da gerettet. Wir wir wissen ja natürlich nicht, inwiefern Britschi Universitäten bleiben da vollkommen integriert, aber es ist auf jeden Fall deutlich besser als gar nichts.
Tim Pritlove
Besser als gar nichts. Äh schlechter als äh gar nichts, weil ist nämlich gar nichts, sind auch so Beteiligungen an Programmen wie Galileo das äh finde ich ja auch wirklich äh oberbemerkenswert, also zur Erklärung Gernileo ist dieses Satellitengestützte Navigationssystem quasi das europäische GPS, einerseits natürlich ein Business-Teil hat, aber eben vor allem auch an militärischer Verbund ist. Und.
Jon Worth
Aber das ist das war mal wieder ein Problem auf der britischen Seite. Also die EU hat die Briten so gesagt, okay. In Sachen Außenpolitik, Verteidigungspolitik, Intelligence, ist Großbritannien eins von den wichtigsten Ländern Europas können wir irgendeine Lösung finden, damit Kooperation in diese Themenbereiche irgendwie weitergeht. Und das wollten die Briten halt nicht Also was bedeutet es wäre möglich eine Lösung für Großbritannien, für den Verbleib innerhalb, die den Galileo-System zu ermöglichen. Es wäre möglich, aber Großbritannien wollte das halt nicht, aus sehr ideologischen Gründen, nicht aus praktischen Gründen.
Tim Pritlove
Heißt aber dann auch, dass man jetzt über äh Jahrzehnte, Milliarden an Pfund da reingesteckt hat, weil das war ja eine eine gemeinsame Entwicklung und Großbritannien war da auch nennenswert beteiligt. Es ist nicht so, dass sie da nur Geld gegeben haben, sondern es ist teilweise halt auch.
Jon Worth
Britischen Firmen waren erdapter beteiligt.
Tim Pritlove
Genau, die fliegen jetzt alle raus und nach all den Investitionen kann man noch nicht mal den Nutzen daraus ziehen, sodass Großbritannien sozusagen ohne äh zukünftiges Navigationssystem dasteht.
Jon Worth
Ja, aber mal wieder, wie macht man so ein Argument in Großbritannien, ja? Niemanden. Ist in der Lage genau nach dieser Art und Weise so ein so zu argumentieren. Ähm. Es wäre eine Teilnahme, wäre sinnvoll, aber niemanden zumindest britische Politiker trauen sich so ein Argument zu machen.
Tim Pritlove
Einfach alles so kaputt. Ja genauso äh wird natürlich dann UK auch nicht teilnehmen an diesem neu aufgesetzten Kovit neunzehn Hilfsfond dieses NextGeneration EU, was zu Finanzausgleichen stattfindet. Damit war ein gewisser Hinsicht zu rechnen, ist auf jeden Fall alles ein totales ein totales Drama, also es ist einfach, ich kann einfach die ganze Zeit nur mit dem Kopf schütteln, aber wir machen ja im Prinzip seit vier Jahren nichts anderes. Von daher ist es jetzt auch nichts Ne.
Jon Worth
Ja ja.
Tim Pritlove
Vor allem ich ich bin nicht in der Lage bei irgendeiner dieser Regelung. Irgendwo irgendeinen Vorteil für UK zu sehen. Also egal was ich mir jetzt anschaue, was die Konsequenz von diesem Brexit ist. Es wird alles nur schwieriger. Teurer äh unmöglich schränkt die äh Rechte der eigenen Leute mehr ein als die der EU äh bringt nix und macht nichts besser. Also. Mir würden überhaupt gar keine Vorteile einfallen. Das nimmt irgendwie gar nichts.
Jon Worth
Genau äh da unterstimmt, aber wir hören. Etwas häufiger, es ist keine, Kante Linie, aber das man sieht es in den so den Zeiten von der Daily Tellergrafs zum Beispiel. Dieses Idee, Brexit an sich war nicht die falsche Entscheidung, Aber die Politiker haben Brexit nicht nach dem korrekten Art und Weise ausgeführt. Also diese diese Schwierigkeiten Brexit selbst sich nie schaut, sondern die Ausführung. Ja, also aber das stimmt nicht. Fast alles oder fast alle Nachteile, die wir jetzt schon in der Realität sehen, haben die Brexit-Gegner schon vor zwanzig sechs in davon gewarnt. Also was bedeutet das Es ist nicht, dass die Regierung haben, dass nach einem falschen Art und Weise ausgeführt es wären noch großen bürokratischen Hürden, vielleicht mit einer etwas verbesserten IT-System oder so, aber negativen Auswirkungen schon, Also irgendwie das Orgiment in Großbritannien ist Brexit muss gemacht werden, weil die Briten dafür gestimmt haben, Aber die benannten Vorteilen des Brexits vom zwanzig sechzehn sind überhaupt nicht zu Stande gekommen. Aber aber irgendwie so sagen, Moment mal, also diese Vorteile, die gibt's ja nicht, das bedeutet, wir brauchen eine tiefgehende Neuüberlegung, wäre das überhaupt sinnvoll? So eine Überlegung gibt es ja nicht. Es ist irgendwie es dreht sich im Kreis, also Brexit muss ausgeführt werden, weil die Briten für Brexit gestimmt haben. Nicht weil die weil Vorteilen von damals überhaupt noch da sind oder überhaupt möglich sind.
Tim Pritlove
Oder jemals überhaupt realistisch war.
Jon Worth
Wie es sich war.
Tim Pritlove
Es ist einfach äh es ist man hat ja immer schon mit dem Kopf geschüttelt.
Jon Worth
Aber irgendwie, es ist ja jetzt fix. Das bedeutet, dass man muss. Irgendeine neue Zukunft für Großbritannien irgendwie. Ausdenken. Aber Großbritannien ich. Ich find's ja so sehr schwierig wie sieht die Zukunft von Großbritannien überhaupt jetzt aus? Weil die Stärken. Großbritannien vorher hatten, sind deutlich schwächer geworden wegen Brexit, ja? Wir haben von den Finanzindustrien, von den kreativen Industrien gesprochen, die Pomtriben für Britischen Universitäten. Diese Vorteile gibt's ja halbwegs noch, aber. Sie sind ja nicht so vorteilhaft wie zuvor. Wegen die die die Brexit-Problem, Diese Idee, dass Britschen Firmen können dann mit der Rest der Welt handeln, wenn, Handel mit der EU schwerer geworden. Das stimmt ja für viele britische Unternehmen nicht, ja? Wenn man exportiert Spielwaren oder Bücher oder oder äh oder Lammfleisch oder Fisch oder so. Geht halt nicht. Man kann diese verlorene Handel mit der EU einfach durch andere Handelspartner einfach nicht ersetzen. Das geht, nicht. Und eine eine Umbau der britischen Wirtschaft, das wird ja Jahren dauern und und hat ja auch enormen Kosten. Also. Wer hat überhaupt eine Vision von wie eine Großbritannien der Zukunft überhaupt aussieht? Es gibt ja zurzeit keine. Ähm es gibt nur leere Sprüche.
Tim Pritlove
Ich meine, wenn du sagst die Zukunft von Großbritannien muss man, glaube ich, nochmal auf ein anderes Detail äh hinweisen, was wir, glaube ich, so bisher noch gar nicht erwähnt haben. Wir haben ja das neue Verhältnis von UK zu EU und es ist klar, dass man sich jetzt nicht mehr in dem selben Wirtschaftsraum befindet. Aber ein anderes Versprechen der äh Brexit-Befürworter, das sich ja sozusagen an der Souveränität des eigenen Landes auch nichts ändern würde. Ganz im Gegenteil, das würde alles noch viel besser werden. Stimmt ja auch nicht. Weil jetzt muss man mal wieder einen Unterschied machen zwischen Großbritannien und UK, weil der Teil der nicht auf der Insel Großbritannien ist, nämlich, Nordirland nicht mehr zum Wirtschaftsraum von UK gehört. Das heißt, wenn man jetzt Waren von England nach Nordirland schicken will dann gibt es da jetzt im Prinzip dieselbe Grenze, wie sie an Dova auch gibt mit den mit dieselben Paperwork und mit selben Verzög und wir hatten glaube ich letzte Mal hat sie auch schon drauf hingewiesen, dass die nordirischen Politiker jetzt die Bedrohung sehen, dass die Supermärkte leer sind. Jetzt sind sie ja auch leer. Also es ist auch tatsächlich so äh.
Jon Worth
Aber ist auch sehr interessant. Ein ein Supermarkt hat alles im Griff, in Nordirland.
Tim Pritlove
Und das ist der.
Jon Worth
Die haben so eine Riesenwerbung daraus gemacht. Alle unsere Regale sind voll, da soll die Haare ja, ja, ja, wirklich, kein Schatz. Ja, ja, weil die haben irgendwie natürlich, die haben da eine etwas begrenztere Anzahl an Produkte, aber die die Tiharmis ja im irgendwie im Griff. Äh es es war, es war ja lustig.
Tim Pritlove
Weil das quasi die einzige, die das Supermarktschäden ist in Nordirland, die eben nicht äh an der Surpline Chain von von.
Jon Worth
Von England, der Großbritannien abhängig ist, ja gen.
Tim Pritlove
Mann, ey. Ja, ja, okay. Also ich meine, es ist eh davon auszugehen, dass Nordirland sich jetzt mehr äh orientiert und das ist jetzt sozusagen auch das das nächste Ding so, was ist die Zukunft? Ich meine, als als das Brexit-Votum stattfand, ich weiß noch, dann habe ich irgendwie so ein, kurz drüber nachgedacht, so okay, was könnte das jetzt so bedeuten? Und ich habe das, glaube ich, so ein Tweet formuliert so im Wesentlichen, mit das ist die End of The UKS Re Nold. Jetzt nicht so so richtig konkret in in konkrete Vorhersagen gepackt, aber mir war irgendwie intuitiv klar, dass das einfach langfristig nur dazu führen kann. Dieses doch recht volatile Konstrukt, was es schon irgendwie auch immer gewesen ist, wenn man sich so die Spannung zwischen Schottland und England und Wels und so weiter anschaut und eben auch diesen schwierigen Peace Process in in Nordirland dass das einfach sozusagen diese magnetischen Kräfte äh äh einbüßt, die es die ganze Zeit gebraucht hat, um das irgendwie noch zusammenzuhalten. Jetzt fliegt es auseinander.
Jon Worth
Aber Ignorierland, wir haben in den Monaten, genau, nach dem Referendum haben wir. Wirklich gefürchtet, was könnte das für Nordirland bedeuten? Ist Frieden in Nordirland. Noch garantiert. Also da hatten wir unsere Fürchtung. Es es könnte schwierig gehen für Nordirland. In der Realität, was passiert, es ist. Ist etwas anders, also es gab eine große Ernährung von Nordirland an an Irland, den irischen Republik. Es blieb großenteils alles friedlich. Und es sind die radikalen Parteien in Nordirland, besonders in die UP, also den den radikalsten Unionistische Partei, die dann zur Zeit Schwierigkeiten haben, also die war für den Brexit obwohl viele Leute gewarnt haben. Moment mal, Brexit wurde sehr, sehr bestimmt, sehr, sehr schlecht sein für Nordirland. Also es herrschen großen Spannungen innerhalb von den Junionisten im in Nordirland, Also was nun? Also es geht es gibt ja eine sehr sehr. Äh schnelle Ernährung an Irland und es, es gibt natürlich die offene Frage, wäre ein Verein des äh Irland mittelfristig dann möglich. Also und man muss auch sagen. Das Vorgehen von Dublin war sehr pragmatisch sehr gut. Ausgeführt, ja? Wir haben diese diverse faire Verbindungen zwischen Dublin und Rosslay nach Ross Coven, Shabure und Don Cark und so und so weiter. Um Großbrit. Großbritannien einfach so umwinden. Also das grob, wenn aus der Bell fast. Man blickt nach Doblin und man sieht zumindest ein halbwegs fielen Regierung und ein gut ordentlich regiertes Land. Wenn wir einen Blick nach London man sieht ein Boris Johnson, der überhaupt kein Interesse an Nordirland hat und Die pragmatische Lösung ist, wäre dann ein mittelfristig ein vereintes Irland und das ist nicht mehr. Unerlaubt als als Frage.
Tim Pritlove
Ich weiß, dass du selber noch skeptisch warst, als wir da ungefähr von Jahr drüber gesprochen hast.
Jon Worth
Ich war ja skeptisch, aber wenn man schaut jetzt in den Meinungsumfragen ähm. Die die Position der DOP war echt unter Druck. Ja? Es gibt. Pragmatische Junioristen, die sehen, hey Moment mal, diesmal ging London ein Schritt zu weit. Die haben unsere. Interessen hier überhaupt nicht respektiert. Vielleicht ist es auch nicht so schlimm. Wenn besonders bei ihm mit irgendeinem Sonderstatus oder sowas ja ähm.
Tim Pritlove
Damit wäre ja wahrscheinlich zu rechnen, ne.
Jon Worth
Du bist besonders seit dem Aus von Theresa May. Weil weil. Nordirland war zumindest für These May noch wichtig. Theresa May hat den härtesten möglichen Brexit. Ausgeführt. Ohne Nordirland in Großbritannien zu schädigen. Also das war den Kern von Theresa Mays Brexit Deal. Boris Johnson hat all das vergessen. War für Boris Johnson vollkommen egal, weil er sah keine schmale parteipolitischen Interessen da in Nordirland Und ist alles die ganze Entspannung, die ganzen Probleme in Nordirland sind komplett den Show von Boris Johnson. Boris Johnsons Brexit Deal war für den Zusammenhang des Vereinigten Königreichs ein sehr schlechtes Deal.
Tim Pritlove
Ja, weil jetzt ist de facto Nordirland eigentlich schon Teil der Republik Irland, also sie befinden sich jetzt im selben Wirtschaftsraum, haben offene Grenzen, die haben sie nicht zu UK, also im Prinzip ist es schon abspalten. So, de facto ist es sozusagen.
Jon Worth
Ja, aber die haben. Es hat diese so sehr waage Status ja? Ähm aber ja wirtschaftlich die Lieferketten für Nordirland werden in der Zukunft mehr durch Stoplin laufen als durch London.
Tim Pritlove
Genau und so wird es halt in zunehmendem Maße abhängig äh äh abgehängt und äh ich meine, das ist ja absehbar, dass das dann einfach darauf hinausläuft, dass die Nordiren halt sagen, okay, de facto sind wir eh schon Teil Irlands was haben wir irgendwie von England zu erwarten wenn dann und das hatten wir glaube ich auch schon mal thematisiert, dass Karfreitagsabkommen sieht ja auch explizit vor, dass wenn festgestellt wird, ich weiß nicht ganz genau, wer das feststellen muss, aber wenn sozusagen sich zeichnet, dass es ein Umschwung in der öffentlichen Meinung gibt und danach sieht's ja ansatzweise schon aus. Könnte sich auch noch weiter verstärken, denke ich. Wenn's vor allem mit England noch weiter Runde geht, ne? Dann dann könnte man eben ein neues Referendum beantragen, dann müsste man sich natürlich mit der Republik Irland abstimmen und ich würde mal vermuten, das läuft dann auf so was hinaus wie okay, das ist dann so quasi nicht. Nicht eine Provinz wie alle anderen, sondern die hat irgendeinen Sonderstat und die die schützt die Rechte dieser Unionisten und Problematik und so weiter und ist irgendwie autonom regiert, aber ist halt Teil des irischen Staates. Glaube es haben auch schon es dürfen ja alle in Nordirland die irische Nationalität annehmen und ich glaube hast du die Zahl der die Quote im Kopf, es war. Extrem viel.
Jon Worth
Hoch, ja, ja, ja.
Tim Pritlove
Also es ist mehr als die Hälfte der Leute, die in Nordirland sind, haben bereits einen irischen Pass und ich glaube, der Rest wird sich auch noch einen holen, weil dadurch nimmt man natürlich wiederum an der EU teil und hat irgendwie all diese ganzen Einschränkungen, die wir vorhin diskutiert haben halt nicht. So und damit ist es ist irgendwie absurd, dass ein Teil, Vereinigten Königreichs quasi alle Leute, die da wohnen, sind Bürger eines anderen Staates. Also das ist einfach durch das Thema. Als.
Jon Worth
Genau, er ist verrückt. Aber auch die Diskussion, ja der der Minister im Investments, dafür Nordirland zuständig ist, Brand and Learis. Dankeschön, aber es ist ja so vorteilhaft für Nordirland, die bleiben Teil von Großbritannien, die haben alle Vorteile des EU-Binnenmarktes Moment mal so, warum hat Großbritannien dann keine Vorteile diese EU-Binnenmarktes? Das ist so eine Ehre, ja? Und dann haben die Chancen so gesagt, hey Moment mal, also die Vorteile wollen wir auch Äh also es ist irgendwie dass die konservativen Sehen, die Situation in Nordirland für die Not ihren Vorteilhaft. Aber Lehmen das für den Rest von Großbritannien ab. Es ist verrückt.
Tim Pritlove
Ideologie. Ein äh weiterer Bereich der. Und auf eine interessante Art und Weise abgespalten ist es gibt. Für Gibraltar gab's ja überhaupt gar keine Einigung innerhalb dieses Stils, also hat Gibralt ja jetzt auf eigene äh. Kraft hin mit Spanien eine Einigung erzielt und die sieht jetzt so aus, dass äh geprallter dem Schengenraum beitritt.
Jon Worth
Ja, das ist ja lustig, das ist ein großes Erfolg für meinen Blog. Weil das habe ich äh äh zum ersten Mal in zwanzig dreizehn vorgeschlagen als Lösung für gebrach.
Tim Pritlove
Aha.
Jon Worth
Also wenn es Probleme an der Grenze einfach den Schengeneraum beitreten und dann so ist es der ja gelungen, ne? Äh ganz ehrlich, also Gebrater hat sechsundneunzig Prozent für den Verbleib. Gestimmt die bei bei dem Referendum zwanzig sechs sehen, die sehen dass es läuft ja da gar nichts ohne einen halbwegs. Guten Verbindung mit Spanien. Es ist jetzt einfacher für Spanier in Gebraten einzureisen als für Briten. Das ist ja ein bisschen verrückt, Aber mal wieder okay, Nordirland spielt schon eine nur eine sehr kleine Rolle in die politische öffentliche Debatte, überhaupt keine Rolle in die britische politische Debatte die Falklandinseln sogar noch weniger. Ähm. Also ja, also das ist Völki Bralzer eine etwas ungewöhnliche, aber eine sehr gute prägnatische Lösung. Also eine Art von eine pragmatische Lösung, was den die britische Region komplett ausschließt ähm ja ähm, Sie haben was gelernt und die die haben dann eine äh etwas Gutes für die, für die Menschen, die da leben. Ähm mit Spanien verhandelt aus meiner Sicht.
Tim Pritlove
Ja, aber das bedeutet, dass es jetzt ein Teil des britischen Territoriums gibt, nämlich Gibraltar, wo die Grenzen von der EU kontrolliert werden.
Jon Worth
Ja das ist ja.
Tim Pritlove
Ist völlig absurd. Take control of our borders, ja.
Jon Worth
Aber da nicht. Es ist aber mal wieder. Was sind die Kerninteressen der Regierung von Boris Johnson? Die eigene Parteiinteressen. In dem weitesten Sinn so zu verteidigen. Für die Konservativen, so baut nur die Irland gebrauchter Vokland Inseln. Offiziell auf Papierteil von Großbritannien bleiben, ja oder oder gehören Großbritannien noch. Es ist ja diese Menschen vollkommen egal, was praktisch. Stattfindet. Komplett egal. Ja? Äh irgendwie das betrifft die britische Debatte überhaupt nicht. Ja, obwohl ich komplett absurd ist.
Tim Pritlove
Ja und vor allem, ich meine, das ist natürlich auch äh ähm in irgendeiner Form. Es gibt ja da verschiedenste äh Abstufungen. Ich will K die unter es gibt so UK äh also es gibt ja Sittisons und es gibt äh Subritis, alles gibt British Sittistens und es gibt Subjects. Ich glaube die Britta und so weiter, das ist British Sumjek, ne? Ähm. Forclidinseln, weil du das jetzt gerade angesprochen hast. Die sind ja jetzt nochmal in einer besonders äh schwierigen Situation. Ich habe jetzt darüber keine Berichte gelesen, aber was ich noch weiß, ist wovon leben die Folklandinsel? Ich meine, da leben nicht viele Leute.
Jon Worth
Fischereipolitik.
Tim Pritlove
Verkaufen, die ihre Fische in Argentinien.
Jon Worth
Ja und in die EU, ja? Und es gibt ja dann genau die gleichen Probleme für die Fischereiexporte aus. Inseln nach die EU, es ist für schottischen Fisch äh Fischereiexporten gibt.
Tim Pritlove
Wovon sollen die noch leben da.
Jon Worth
Die haben ja enormen Schwierigkeiten. Wir, wie die Fürchten, das ist für einen großen Auswanderung geben von den Menschen auf den Vocklenseln, die dann in Großbritannien in der Zufuhr leben mussten, genau deswegen.
Tim Pritlove
Von denen lebt und dann holt sich das Argentinien wieder zurück.
Jon Worth
Ja, dann sehen wir mal, ob ob ob Boris Johnson dann dann mal wieder ähm ein, ein kleines Krieg da startet, äh wie sein Vorgänge Margret Fatja. Ähm.
Tim Pritlove
Also es gibt ja, es gibt ja so einige Übersehgebiete, das haben ja irgendwie auch nicht alle äh so drauf, also es gibt ja überall so komische Inseln, die äh von ja offiziell zu zu UK gehören. Aber dir keiner so auf dem auf dem Zettel hat und dir jetzt alle das selbe Problem haben in der Karibik, diverse Länder, äh Pazifik.
Jon Worth
Im Südatlantik, ja, ja.
Tim Pritlove
Genau. Gut. Kommen wir nochmal zu Schottland. Weil Schottland finde ich immer insofern äh noch das spannendste Thema, als dass die sich ja nun wirklich mit den Engländern dann auch dieselbe Insel teilen. Von Wales reden wir auch gleich noch, aber äh Schottland ist natürlich auf jeden Fall der bistigere äh Partner. Weil die halt mit Nikolas Störch und wirklich auch eine eine politische Figur am Start haben, für die man sich nicht unbedingt schämen muss. Und ähm hat mir ja nun auch schon ein paar Mal äh diskutiert, jetzt geht's ja wieder einen Schritt weiter. Im Mai sind dort die schottischen Parlamentswahlen, alle gehen, glaube ich, davon aus, dass die SMP dann die äh absolute Mehrheit zurückerobern wird und die Umfragen für ein mögliches Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands von von UK. Gehen glaube ich so ein bisschen durch die Decke, liegen jetzt irgendwo bei fünfundfünfzig Prozent oder war es sogar noch mehr, ich weiß es nicht ganz genau.
Jon Worth
Ja, also es war in den letzten Umfragen zwischen dreiundfünfzig und ich denke, die höchste war achtundfünfzig Prozent. Ja, ähm.
Tim Pritlove
Sieht nicht gut aus.
Jon Worth
Ja, aber die Situation ist echt problematisch, weil nach. Britischen Recht braucht man die Zusage Lombens um. Ein Referendum, ein falsches Referendum zu den Unabhängigkeit Schottlands überhaupt auszuführen. Und die Linie in London, bleibt hart. Also Boris Johnson und Michael Gove, der der faktisch der Brexit-Minister, der der auch ursprünglich aus Schottland ist, sagt Ja die die Schotten hat mir eine einmalige Chance äh sich über den Unabhängigkeit zu entscheiden wir wir lassen kein keinen zweiten Referendum zu. Und ohne die Zusage Londons ist es dann für die Schotten sehr schwierig. Es war ein Referendum dann zu organisieren. Also es droht dann eine Art Situation wie in in Katalonien, dass die Katalanen wollten vor ein paar Jahren ein Referendum machen ohne die Zusage von, Madrid. Und ich habe ja Angst, dass es könnte zu den gleichen Situationen dann kommen in in. In in Großbritannien. Da gibt's auch ja ein Problem, dass die die. Alle Parteien, die in dem Longer Parlament vertreten sind, außer die schottischen Nationisten. Wollen kein zweites Referendum in Schortland, das soll auch die Labo-Partei die Labour Partei von von äh von Kia Starmer, die haben so eine Überlegungskomitee so ins ins Leben gerufen. Um so eine neue Position für Schottland innerhalb des freien Königreichs auszudenken, aber die lehnen ja auch ein zweites Referendum ab. Also was bedeutet das, es könnte, sehr, sehr strichig werden im Mai, Juni. Wenn dann London sagt, hey sorry Schotten, ihr habt für Mehrheit nicht für den so für Pro-Austrittsparteien gestimmt, aber ein zweites Referendum lehnen wir ab. Weil. Gibt ja natürlich Angst in London, dass wenn so eine zweites Referendum stattfindet, dass diesmal die Schotten werden für den Unabhängigkeit dann dann abstimmen. Und die Schotten schauen nach. Nordirland, die schauen auch nach Irland, ja Ich hatte selbst ernsthafte Diskussionen mit mit schottischen äh Nationalisten. Wie könnte man den den irischen Beispiel nehmen, neue, faire Verbindungen zwischen Rosive in der Nähe von Adam Bra, nach anderen europäischen Ländern anbieten, um als Weg England ähm um um zu fahren zum Beispiel. Aber was ist die Lösung? Wenn London lässt, einen Unabhängigkeitsreferendum zu. Chancen sind hoch, dass die Schotten dann gehen und dann Great Britton ist dann nur England plus Wales, faktisch. Und wenn sie das nicht zulassen, dann herrscht eine immer stärkere Opposition in in Adamra, also es gi da keine gute Lösungen. Wir hören von Boris Johnson und Kiest Dame nur einfach leere Sprüche. The Union is bet it together, blaw, ja, aber ohne konkreten Vorschläge. Und wenn man sieht was Westminste getan hat in Sachen Brexit. Auch macht, was Schortland hat, also zum Beispiel in Sachen Fischereipolitik oder Regionalpolitik. Namen London dieses Macht von, also es kann einfach so nicht weitergehen. Arbeit zurzeit, ich bin so verdammt pessimistisch, ich sehe keine gute Lösungen, weil ich sehe, dass dass Boris Johnson. Überhaupt nicht in der Lage ist, entweder Schottland ein ernsthaftes Angebot zu machen, okay? Wenn wir zusammenbleiben, Das sind die gute Gründe zusammenzubleiben oder ein Angebot, ein zweites Referendum zu machen. Also die sind die zwei, die zwei Optionen und die lehnen lehnen die die Westminstalits Gebäude ab.
Tim Pritlove
Ja gut, aber ich meine, der Druck würde sich ja doch weiter erhöhen. Ich meine, das kann man ja nicht komplett ignorieren, wenn dann äh die äh Umfragen vielleicht noch weiter steigen auf was weiß ich, sechzig, siebzig Prozent, das äh.
Jon Worth
Ist das ist das wichtig für? Ja, ist das wichtig für Boris Johnsons? Äh ähm Chancen wiedergewählt zu werden in zwanzigvierundzwanzig. Nein. Genau, im Gegenteil. Bei seinem Wähler im England kommt das gut an. Diese nervigen Leute in den Provinzen, ja die müssen ja akzeptieren, wer der Chef hier ist. Na, ich habe das ein bisschen übertrieben, aber nicht so ganz.
Tim Pritlove
Ja gut, aber wenn es dann wirklich zu so katalonischen äh Verhältnissen kommt und sich da äh äh wirklich dann auch den Widerstand äh äh regt, dann kommt ja der Staat überhaupt nicht mehr zur Ruhe.
Jon Worth
Ja, aber man muss nicht vergessen, dass Boris Johnson denkt, dass er kann. Alles so schön reden irgendwie. Wer das er kann, einfach die Menschen, wenn er eine eine gute Rede hält, kann er alle überzeugen. Ja, also nehmen wir den Beispiel von Erasmus, ja? Also alle haben so gesagt, hey, Großbritannien muss in Erasmus bleiben, ja? Ich habe auch vor Monaten debattiert mit Schotten, ja, könnte Schottland noch in der in dem Erasmus-Programm bleiben. Es war so klar, Das Nikolas Sterging wäre bereit, etwas Politisches daraus zu machen und dann. Boris Johnson reagierte, schocktiert. Ja, wieso kann es sein? Show, man kann da auf keinen Fall in den Erasmus bleiben. Aber weil er denkt, keine zwei Schritte im Voraus. Das können wir jetzt machen in diesem Podcast. Wir können ernsthaft die die Schwierigkeiten und die Probleme für Schottland ernsthaft debattieren. Aber in Großbritannien zurzeit das ist nicht wie Boris Johnson denkt. Er denkt, es ist ausreichend ist, einfach mal zu sagen, ja wir sind alle besser, wenn wir zusammen bleiben. Ey, lacht jedes Mal, wenn wenn schottischen Nationalisten im im englischen Unterhachs irgendeine Frage stellen, die nehmen diese Fragen überhaupt nicht ernst, die nehmen die Brexit-Auswirkungen äh auf dem schottischen Wirtschaft ähm überhaupt nicht ernst die denken Boris Johnson denkt, dass Nicole Sterge in irgendeine blöde Regionalpolitikerin ist, obwohl sie eigentlich die fähigsten fähigsten, Politikerin Großbritanniens ist. Also er nimmt die Probleme einfach nicht ernst. Er hat keine Strategie. Ich stimme dir vorkommen zu, es könnte sehr gefährlich sein, aber das sieht er nicht und versteht er nicht. Weil ich denke, kein, kein zwei oder drei Schritten im Voraus. Das einzige, ich finde sie wirklich schade, weil ich ich wäre wegen Kovit. Ich wäre so gerne äh nach ähm nach Schottland fahren, um ein bisschen Wahlkampf da zu machen vor dem schossischen Parlamentswahl. Aber wegen die Situation mit mit Korone. Ich denke, das ist leider nicht möglich wird ähm aber. Es wird bestimmt einen sehr spannenden Wahlkampf sein in Schottland im im April Mai, wenn man überhaupt so, wo kriegst du mal einen Wahlkampf überhaupt durchführen kann.
Tim Pritlove
Ja, aber denken sie, denkst du, dass da irgendetwas anderes als eine breite Zustimmung für die SNP denkbar ist?
Jon Worth
Nee, nee, es wird eine auf jeden Fall eine sehr breite Zustimmung für die äh SMP, auch für die Grünen sind für einen unabhängigen Schottland. Es war, es wird katastrophal sein, für Labour und schlecht für die Konservativen.
Tim Pritlove
Die ohnehin jetzt nicht besonders gut dastehen in Schottland, von daher da auch nicht mehr sehr viel zu verlieren haben, aber äh Leber ja durchaus, ne. Also nicht mal zusammenfassen darf äh. Es ist, es ist es ist wirklich alles schlimm und es äh macht irgendwie nicht so richtig den, Eindruck so. Was ich nicht so richtig verstehen kann, ehrlich gesagt oder was wo ich mal so stellvertretend jetzt vielleicht auch für alle in Deutschland so ein bisschen spreche. Überhaupt für die EU. Man kann sich das nicht vorstellen, dass man, solange so nach fortgesetzten Delusion äh unterliegt und unterzogen wird und und es keinen Moment der Befreiung gibt. Ich meine, wir sehen jetzt gerade, also SW Speak, ich glaube in diesem Moment beginnt gerade die Vereidigung von Joe Biden in den USA Trump ist jetzt irgendwie äh raus und äh auch wenn dort noch nicht alles in Ordnung ist, haben sich dann doch zumindest in gewisser Hinsicht ordnende Kräfte durchgesetzt, so. Ich meine, es gab schon immer eine zählerische Mehrheit für die Demokraten, aber. Sie haben's dann halt auch geschafft, sich gesellschaftlich so weit aufzurütteln, um einfach gegen diesen Mob und den kann man jetzt glaube ich nach den Ereignissen der letzten Wochen auch so wirklich nennen, äh sich gegen den durchzusetzen, auch wenn es zahlenmäßig immer noch alles, irgendwo unvorstellbar ist so, aber die gesellschaftliche Stimmung zumindest in einem intellektuellen oder sagen wir mal in einem aufgeklärten Teil der der Gesellschaft ähm, die ist dann halt einfach ausreichend gekippt und man hatte einfach verstanden, dass man sich um dieses Problem kümmern muss. Ist es ja nicht so, dass in Großbritannien nur stumpfsinnige Nationalisten leben würden, sondern es ist ja auch ein Land voll äh reich mit äh klugen Menschen und und wie einer demokratischen Kultur. Was ist denn mit diesem Bevölkerungsteil, ist der nicht in der Lage sich zu organisieren, äh ist man da noch nicht aufgewacht? Ist das irgendwie man sieht doch die Probleme.
Jon Worth
Viele Leute haben sich von dem alltäglichen Politik Großbritannien so einfach abgeschaltet. Können die Diskussionsprogramme BBC oder die Zeitungen einfach nicht mehr hören oder lesen. Die haben den Eindruck, dass. Alles ist nur schlimm. Und ich wird nicht besser, also niemanden verkörpert irgendeine Hoffnung in Großbritannien, außer Stargin. In, in Schottland. Auch Labor als Oppositionspartei und Kia Starma, als Parteichef, die sind so risikoervers. Wenn man fragt, den britischen die britische Bewölkerung. War Brexit eine gute Idee oder eine schlechte Idee, es gibt guten Mehrheiten jetzt der Menschen, die sagen es war eine schlechte Idee. Wie gut war die Ausführung von Brexit? Da gibt's ja auch eine Mehrheit der Menschen, die sagen, ja die die Regierung haben das schlecht ausgeführt. Aber das spürt man in den Meinungsumfragen nicht. Also Labor ist so es geht mehr oder weniger auf dem gleichen Prozentzahl. Als die Konservativen die liberalen sind noch sehr schwach, ja? In Wales kommen dann die valisischen Nationisten etwas voran, aber irgendwie. Wie macht man überhaupt eine Protestbewegung in Großbritannien? Man brauche dafür Finanzen, man braucht. Überzeugende Persönlichkeiten. Und irgendwie alles ist so sehr stumpf irgendwie die Debatte, also das das Leute, die guten Ideen haben oder eine gewisse Optimismus, irgendwie strahlen, die kommen ja irgendwie überhaupt nicht irgendwie voran. Das. Mann, es gibt keine Visionen, es gibt keine keine Zukunftsidee für Großbritannien, also ah das ist so sehr negativ, alles ist so es gibt. Keine kein Weg nach vorn irgendwie auch von Labour äh und und das ist fast alles dieses sozusagen so so verdammte prämierend macht, ja? Ein. Auf eine Seite, wenn man schaut in den Meinungsumfragen. Optimismus wäre möglich, ja? Die. Die Wiele wollen etwas besseres, aber niemand bietet das zurzeit an, außer in Schottland und zum Timing Wales. Aber im im England ist sozusagen so irgendein so eine politische Wüste. Es gibt nichts Gutes. Und und die öffentliche Debatte ist so. So irgendwie so schlecht, also äh die die es ist wie das besonders die Engländer verstehen sich nicht mehr. Ähm vielleicht verwende ich nicht die richtigen Wörter, um das zu beschreiben, aber. Irgendwie die demokratischen Systemen funktionieren nicht mehr. Ja, es braucht so eine sehr tiefgehende Überlegung über die Zukunft des Landes und das findet zur Zeit nicht statt.
Tim Pritlove
Also muss das alles erstmal wieder noch ein bisschen schlechter werden, bevor es bess.
Jon Worth
Es muss, es muss sowas schlechter werden, ja? Ähm schau mal auf, wir waren es nicht so wirklich debattiert, ja, aber. Es gibt ein Parlamentswahling Wayous, ja, in im äh auch Anfang Mai. Jetzt die valisischen Nationalisten in diesem Jahr auf zweiundzwanzig Prozent. Und da habe ich selbst meine eigene Familie, das war meine Eltern wohnen in in New Pott in Südwedes. Ja, obwohl mein mein Vater es ist in lestisch hier in England geboren. Mich gefragt, zwanzig zwanzig neunzehn als als Großbritannien auch an einem Europawahl teilgenommen hatte. Wäre es für mich besser für Play Combi zu wählen? Moment mal da, What the helle you doing? Also du wählst für Plate Kombi wählen, ja? Du bist in England geboren. Ja, aber ich denke, ja so die sind pro-europäisch, könnte es doch noch Sinn machen. Moment mal, so wenn meine eigene Fahrt überlegt für Pride Comiz zu stemmen. Das ist ja eine krasse Änderung. Ich weiß nicht, ob Apfel für wen er dann diesmal. Bei den Parlamentsfallen wählt. Aber wenn Playkomi, bietet an den proeuropäischsten Positionen, ja? Die können ja wirklich an an Ex-Labor und Ex-Liberale Wähler wirklich, wirklich viele Stimmen ja gewinnen. Also da da ändert sich ja auch etwas in ein bisschen in Wales. Es ist ja interessant, aber Englisch, also Brexit, all das zusammenzufassen. Brexit war kein kein Problem. Ganz Großbritannien. Brexit war etwas sehr Englisches. Das war irgendwie englisches Nationalismus. Und das ist, was wir jetzt mal wieder sehen. Not, Irland geht seinen eigenen Weg. Schottland will ein zweites Referendum. Es herrscht jetzt etwas ganz anderes jetzt in Wales. Aber die Probleme bleiben ja noch in England. Also kann es sein, dass sie in ein Jahrzehnt. England bleibt, bleibt alleine außerhalb der EU und wir reviert debattieren dann ein Wiedereintritt, schaut an, sondern wieder Eintritt von Wheys und und Nordirland hat ein Sonderstatus. Also wenn kein Politiker kommt an der Macht in England mit eine gute moderne Vision für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zukunft von Großbritannien insgesamt. Dann reißt alles auseinander innerhalb von einem Jahrzehnt.
Tim Pritlove
Ja, das ist so der Ausblick, den man jetzt geben kann. Sieht nicht so, sieht nicht so toll aus. Also ich. Manchmal manchmal kommt ja der Wandel dann doch schneller als man äh denkt. Ich meine es gibt hier einfach so viele Faktoren, die. So ein Axelerationspotential haben also sowohl diese Nordirlandsituation, wenn die dann erstmal plastisch sich entwickelt. Die wirtschaftliche Situation, wenn die sich jetzt noch weiter verschlechtert, die politische Debatte mit Schottland, dann wohl sogar Wales, was ja sozusagen und ich glaube ganz am Anfang, als wir darüber gesprochen haben über die Rolle von Walzer hast du gesagt, na ja Wales, das das hängt so fest mit England zusammen, da dingt keiner im Traum daran, dass man irgendwie getrennte Wege gehen könnte. Wenn sogar sowas jetzt auf einmal denkbar ist dann wird natürlich auch irgendwann so eine junge Generation kommen und sagen hör mal irgendwie wir haben jetzt hier irgendwie alle unsere Rechte abgegeben für das So, dass es das ist alles, was wir jetzt irgendwie kriegen auf unserem Kuchen, ihr habt sie doch nicht mal alle geht bitte. Dann äh ja, dann ist es eine Frage, wie die Beschleunigung ist.
Jon Worth
Corona hatte auch da in Wales, so wie auch in Schottland, also wenn man schaut in den Zahlen, ja? Also es gab fast genauso viele Tote in Nord in Schottland und in Wales, als es in England gab, also es gibt die gleichen Schwierigkeiten aber der der valisische Gesundheitsminister, kommt einfach besser rüber. Der ist ein normaler Mensch. Ja, der, der, der lügt ja nicht wie die in in im äh Westminster. Also auch in Wales hat man verstanden durch Corona. Es gibt einen anderen Weg, ja. Vielleicht eine schwierigere manchmal. Aber zumindest, dass man kann Politik einfach mal anders als in Westminster ausführen. Das haben auch die Valise kapiert.
Tim Pritlove
Na ja, vielleicht versteht's dann der Rest ja auch irgendwann. Gut John. Ich denke an der Stelle können wir äh hier mal wieder einen Punkt machen. Jetzt ist ähm. Was ich so gefühlt so ein bisschen in so einer Zäsur angekommen hier mit unserer äh Serie, so. Brexit ist jetzt irgendwie äh delivert. Jetzt wird es sich erstmal so ein bisschen auskäsen. Ich habe nur so den Eindruck. Ding ist noch nicht durch, also es wird interessant bleiben, dass äh auf jeden Fall noch zu äh verfolgen. Wir warten jetzt erstmal ab, wie sich das alles so, äh entwickelt und dann schauen wir nochmal, ob wir da nochmal was zusammengefakt bekommen.
Jon Worth
Lass uns mal vielleicht diese Themenfälle mal wieder debattieren, kurz vor dem schottischen Parlamentswahl, weil dann werden wir bestimmt wissen, wie sieht's aus, wirtschaftlich in Großbritannien, Wie sind die praktischen Auswirkungen und bleiben so die Schotten auf Kurs? Ähm also das wäre dann sehr interessant zu der.
Tim Pritlove
Das stimmt, das ist ein guter Zeitpunkt. Na gut, dann machen wir für heute erstmal Schluss. Ich sage tschüss, vielen Dank schon. Und äh ja, vielen Dank fürs Zuhören hier bei äh UKW. Ich sage äh tschüss und bis bal.
Shownotes

UKW044 Brexit: Breaking the Law in a Limited and Specific Way

Das Brexit-Drama geht langsam aber sicher in seine finale Phase über

Irgendwie ist viel aber auch sehr wenig passiert. Die Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU gingen in den letzten fünf Monaten viel hin und her aber wenig voran. Boris Johnsons Regierung hat immer noch nicht klar gesagt, auf welches Ergebnis sie eigentlich hinarbeiten wollen und die Zeit läuft davon. Jetzt muss in wenigen Wochen eine Einigung erzielt werden, bevor das Europäische Parlament seine letzte Sitzung des Jahres abhält und eine Lösung auch rechtlich abgesichert werden kann. Es droht also entweder ein No-Deal-Szenario, dass das Karfreitagsabkommen verletzt oder ein EU-Deal-Szenario, in dem UK eine mehr als schwache Position hat.

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Tim Pritlove
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Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Brittlav und Ja, Ausgabe Nummer vierundvierzig steht an und was hatten wir denn bisher? Corona, Corona, Corona, Corona, da war doch noch irgendwas anderes. Ja genau, da ist auch noch dieser Brexit, der noch äh in der Luft hängt und nachdem's jetzt äh schon ein paar Monate her ist, nämlich im achtzehnten Juni haben wir das letzte Mal darüber gesprochen, mal wieder ein Update an, denn es ist ja dann doch unterm Strich einiges passiert und größere Entscheidungen stehen bevor und ich sage erstmal hallo zu John.
Jon Worth
Hallo mal wieder.
Tim Pritlove
John John Worst, ja, wir quatschen jetzt das siebte Mal miteinander tatsächlich und äh ja, das wird irgendwann nochmal ein schönes Zeitdokument.
Jon Worth
Ja, genau. Ähm aber wir erreichen in den nächsten paar Wochen vielleicht schon einige Entscheidungen. Vielleicht werden wir ein bisschen Klarheit haben.
Tim Pritlove
Genau, Fangen wir doch vielleicht mal äh damit an, einen kleinen Rückblick zu machen, was so grob seit Juni sich eigentlich getan hat. Im Wesentlichen stand ja auch äh das Vereinigte Königreich so im Schatten des Kowit und die Bekämpfung. Die Auswirkung der Kohlerkrise dürften ja recht umfangreich gewesen sein.
Jon Worth
Ja genau das stimmt und und zuerst gab's die gab's die Diskussion so im späten Frühling und im Sommer, so weil Großbritannien so von von Kowit betroffen war, was sind dann die Auswirkungen auf dem Brexit Prozedere? Ähm und Großbritannien hatte bis Ende Juni die Option, sogenannte ähm Brexit Hansition Peari, also die Übergangsperiode zu verlängern also das bedeutet, zwei Jahre noch mehr Zeit für die Brexit-Verhandlungen zu gewinnen. Aber die britische Regierung, besonders Michael Gover, so der, der Minister, der hauptsächlich für Branxen verantwortlich ist, hatte diese Option, um mal an alles zu verlängern. Definitiv im Juni abgelehnt. Also das bedeutet, dass trotz aller Probleme mit Corona, so Großbritannien steuerte dann auf so eine neue Beziehung mit. Der EU ab Ende zwanzig zwanzig, also das bedeutet, dass die Uhr tickt sehr stark äh seid äh Ende Juni und diese diese Entscheidung der der Briten.
Tim Pritlove
Das war ja keine keine große Diskussion, ne? In äh in Großbritannien äh diese transischen Pyree zu verlängern und auch die Opposition hat sich nicht dafür hart äh stark gemacht.
Jon Worth
Ja genau, weil also dieses Spruch so sein sehr sehr wichtig in Großbritannien sollte und Hauswahl ähm ähm das haben wir letztes Jahr Geld Brexit dann, also Großbritannien. Will dieses Themenfeld nicht mehr debattieren, also Brexit ist irgendwie irgendwie vorbei obwohl wir wir natürlich wissen, also wenn in den praktischen Auswirkungen ist es überhaupt nicht vorbei Aber es gibt ja Druck, also wir brauchen ja Entscheidungen und und wir brauchen so Fortschritte. Es geht mehr um. Irgendein Brexit durchzuführen, auch seine Gute. Äh also das ist das ist Punkt eins, aber der zweite Punkt vielleicht noch wichtiger. Es gab ja nicht so einen Deal, parteiintern bei den Konservativen vor der Unterhauswahl letztes Jahr. Eigentlich es gibt die so Brexit-Radikalen, die wollten so raus ohne Deal und Boris Johnson war ein bisschen Antik pragmatischer, so. Er wollte zumindest einen Deal haben. Außerdem. Die Einigung zwischen diese beiden Gruppen in der Konservativen war, okay, Wir wir schließen einen Deal mit Brüssel ab, so so dieses Deal von von November zwanzig neunzehn. Aber nur unter den Umständen, dass die diese Übergangsperiode wird nicht. Verlängert. Also das war so ein parteiinternes Kompromiss bei den Grundservativen. Und das wird dann ein Grund, warum dann nicht gab, keine große Debatte im Sommer dieses Jahr, in Großbritannien, diese diese Verlängerung, diese Übergangsperiode nochmals zu verlängern. Das war meine meiner Meinung nach eine eine verrückte Entscheidung wegen zumindest wegen Korona, äh aber so war es halt, also es gab in den letzten Monaten, faktisch keine Debatte, war das die richtige Entscheidung, wo denn ich da so die brittene Autodipie, die britische Politiker haben das einfach akzeptiert und um die die schlechten Auswirkungen von dieser diese Entscheidung ähm. Haben die die diese Auswirkung möchte ich stammen? Bin ich nicht sicher. Aber so war's halt. Brexit bis dem einunddreißigsten Dezember zwanzig äh zwanzig zwanzig, alles muss geregelt sein wird bis Ende des Jahres.
Tim Pritlove
Hatte die Öffentlichkeit das auch so mitgetragen, so ohne Weiteres.
Jon Worth
Ja, nicht so wirklich, also besonders weil weil Korona hat alles so so so dominiert. Also Brexit war sehr selten. So auf zumindest. In in den Nachrichten auf die erste Seite oder oder dem ersten so wichtigsten Ding. Ähm es gab ja ab und zu, ähm ähm berichte darüber, aber es ging auch selbst nicht um die Parteiinterne Schwierigkeiten für Johnson, nicht um die praktischen Auswirkungen auf, britische Wirtschaft oder oder dass die Großbritannien nicht für den Austritt noch nicht vorbereitet ist, Also vielleicht wird das ja ein bisschen anders sein in den kommenden Wochen, aber in den in den letzten Monaten muss ich mal sagen, Großbritannien war in Sachen Brexit. Für mich zu entspannt, alles war zu ruhig, also niemand hat die dieses Themenfeld aus meiner Sicht ernst genug genommen.
Tim Pritlove
Gab's denn würdest du denn sagen, dass es so eine mehrheitliche Erwartung gab, dass es schon irgendeinen Deal geben wird?
Jon Worth
Ja, also da sahen wir diversen Tendenzen in den in den letzten paar Monaten. Also grob. In den Sommermonaten viele Leute Investments haben so gedacht, ja es ist nur eine Frage der Zeit, also Boris muss auf jeden Fall kompromissbereit sein. Wegen die wirtschaftlichen Auswirkungen des von von Coved, also das bedeutet wirtschaftlich ist es in den Interessen von Großbritannien des Großbritanniens müssen so einen Deal abschließen. Dann kamen wir mal am achten ähm September diese sogenannten Interno Market Bill in den in den in den ähm Housekommens. Raus. Äh sogenannte britisches Binnenmarktgesetz. Und da kam dann die diese jetzt ähm. Sehr bekannte Wörter von den Minister für Nordiland Brun Luris hat gesagt dieses Bill wird wohl Break international in a very spacifice and limited whey, also es ist. Mit so internationales Recht, nicht nicht konform. Und dann vor allem dann plötzlich dann Anfang September erschreckt, hey Moment mal, also was ist das denn? Also was bedeutet das das Großbritannien, ist nicht bereit, den Austrittsvertrag vom vom November zwanzig neunzehn zu respektieren, also wie könnte es so schnell so schief gehen? Also da redeten dann alle von einem möglichen No Deal, also da im September waren alle dann sehr ähm äh sehr nervös. Großel war stinkend sauer auf diesen Entwicklungen in Großbritannien. Und hat sogar eine eine so eine juristische Prozedere gegen Großbritannien äh eingeleitet, hat den sogenannten Letriv Notefication nach Großbritannien geschickt, einfach mal das Brüssel hat Angst, dass Großbritannien respektiert nicht den den Austrittsvertrag vor Ende zwanzig neunzehn. Ähm also da lief alles dann im September schon sehr schlecht. Aber dann Großbritannien, die börtliche Regierung hat dann von diese diese äh sich von diesen so sehr erschreckende Positionen, also ein bisschen zurückgerudelt. Also ne im Moment mal, das ist nur eine Notfalllösung, ist nicht allzu schlimm wie wie Brüssel alles so fürsteht Also dann gab's dann mal wieder ein bisschen mehr Optimismus in den letzten sage ich paar Wochen, dass Boris Johnson bereit wäre, doch noch einen Deal abzuschließen. Ich bin nicht sicher. Also ich denke, dass dieser Optimismus war ein bisschen äh übertrieben äh in den letzten Wochen in Großbritannien, außer ein paar verschiedene Gründen, aber das ist zum Gobel den jetzigen Stand, also, Deal wäre äh vermöglichen im Sommer, im September, Hashtag ähm so viel Pessimismus. Und dann in den letzten paar Wochen mal wieder ein bisschen mehr Optimismus auch.
Tim Pritlove
Diese interne Marketbilder, darum dreht es sich ja jetzt eigentlich im Wesentlichen. Jetzt sollten wir vielleicht mal kurz reinschauen, was das Ding eigentlich genau macht. Ja dass also der Austrittsvertrag, den ja Boris Johnson mit der EU unterschrieben hat, ja, der beschlossen ist, der legt ja relativ klar fest dass Nordirland im. Verbund im wirtschaftlichen Verbund mit der Republik Irland verbleibt und das quasi eine neue Zollgrenze entsteht zwischen, Nordirland und dem Rest äh also und Großbritannien sozusagen, den Rest von UK, sprich eine, eine, eine Warengrenze in der Irish C. Was ja in gewisser Hinsicht auch aus logistischen Gründen irgendwie äh sinnvoll ist, aber wie auch die Grenze zum EU-Festland, Dova Calé, Vogsdorn et cetera äh sind halt diese Häfen im ähm im Westen. Englands und Westen Schottlands halt nicht besonders groß und nicht nicht auf so eine äh extreme Abfertigungskapazität ausgelegt. Trotz alledem, das war sozusagen, zugesagt und diese interne Marketsbill ist ja, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, so ein Gesetz mit na ja, äh muss man alles nicht so ernst nehmen, weil wenn wir das irgendwie anders sehen, dann können wir das auch anders machen.
Jon Worth
Genau, also es gibt zwei Aspekten von dieser Internotmarke. Äh erstens ist, Ja, also wenn wir dann einen Deal zu den zukünftigen Beziehungen mit Postel anschließen, also alles ist nicht so so, super ernst, also grob, alles geht dann oden nicht weiter, so das ist zumindest die wie die Regierung, dass das beschreibt. Weißt du, was am schlimmsten ist, ist, wenn es keinen Deal gibt, ja, zu den Zuggebühren bisher EU dann erlaubt dieses Internet ähm ähm äh gibt dann Großbritannien viel Macht über die Beziehungen zwischen Nordirland und Großbritannien und und dann, dass es respektiert damit nicht mehr, zwanzig neunzehn, also die was in den von zwanzig neunzehn schon ist und schon abgeschlossen ist Vision Großbritannien und die EU muss weiterhin gelten auch im Falle, dass es keinen zukünftigen Beziehungsdeal gibt bis Ende des Jahres. Und so was bedeutet was, was die beiden Seiten schon abgeschlossen haben, muss noch gültig bleiben. Und das ist was, wo dann gefährlich ist mit diesen diesen Interviews. Marke Bilder, so ist es. Es zerstört, was Großbritannien und die EU schon abgeschlossen haben.
Tim Pritlove
Uns es verstößt ja auch gegen das Karfreitagsabkommen den Friedensvertrag zwischen Nordirland und Irland.
Jon Worth
Ja und und innerhalb von Großbritannien und so ist da herrschen dann auch Schwierigkeiten zwischen Lorden, Shotland und und Wayos, weil wie du gerade gesagt hast, viele von diesen Häfen sind in Schottland, um in Wales und dann wer dann zuständig ist für diese zukünftigen Marktregelungen Also das ist dann das nimmt dann Macht von Kader von Adambra und zentralisiere dann die Macht dann mal wieder in Westmünster. Sowas bedeutet es nicht nur in in Bellfast, dass Leute dann auf auf dieses Gesetz sauer sind oder in Brüssel, sondern auch in Adam in Carde. Also das bedeutet, dass es ein Gesetz äh also warum haben die Konservativen, sowas gemacht, weil die wollen die Kontrolle dann, für sich dann behauen. Also auch das bedeutet, dass die wollen schon abgeschlossene Entscheidungen. Posel nicht weiterhin respektieren müssen. Also es ist so eine Huviocaking Eatid Gesells Francis. Ähm und das ist dann ein Grund, warum es dann so sehr kontrovers ist. Und für Großbritanniens ruft, ist es auch natürlich sehr schlecht weil wenn Großbritannien bereit ist, zu sagen, hey, Moment mal so, wir haben einen Vertrag mit der EU äh vor zehn bis zehn Monaten abgeschlossen und das wollen wir jetzt nicht mehr respektieren. Wer wäre dann bereit, ein Handelsankommen mit Großbritannien abzuschließen wenn Großbritannien so unzuverlässig schon war, gegenüber die EU, also wenn in Sachen Großbritannien Hufe in der Welt ist es auch sehr schlimm.
Tim Pritlove
Ja insbesondere war ja der bisherige Ruf in der Welt, der ist, dass äh Großbritannien immer für Roule of Law eingetreten ist und das quasi auch ein Exportschlager ist.
Jon Worth
Ja, es ist Großbritannien ist für Green of Low, wenn wenn Großbritannien entscheiden kann, was den Grule isst. Ja, also das ist das ist das ist, wie man das beschreiben könnte oder aus Sicht, Aussicht der Britische Regierung.
Tim Pritlove
Ja. Ja und das ist äh natürlich jetzt auch eine äh interessante Debatte im. Im Parlament das ja in Großbritannien aus zwei Kammern besteht, das sieht man ja auch immer nicht so richtig, es gibt halt House of Comments und es gibt es Haus, die House of Lords House of Lords ist so ein ja so ein super skurriler, Teil, den man, glaube ich, außerhalb von Großbritannien kaum noch verstehen kann. Das sind halt alles ernannte Personen, die da, glaube ich, mehr oder weniger auf Lebenszeit äh drinsitzen ja die jeweils von der Regierung glaube ich auch sogar bestimmt werden. Ist das so.
Jon Worth
Ja und und und, aber es gibt zum einen ein Formel, damit damit Oppositionspolitiker auch äh nominiert werden können. So das bedeutet, ich gebe und es gibt so die sogenannten Cross-Banches. Also das bedeutet dann so unabhängige Parlamentarier da drin ist und das bedeutet das, obwohl Boris Johnson eine Mehrheit in dem Unterhaus hat, hat er keine klare Mehrheit in im obere Haus. Also das ist worauf dieses Spiel Spiele war jetzt jetzt geht, zwischen den beiden Häusern in Sachen Brexit, also obwohl das britische Unterhaus schon im September dieser international Marke zugesagt hat. Ähm eine Abstimmung am neunten November im Oberhaus, wo die mit einem Riesenmehrheit der Mehrheit von über zweihundert Stimmen. Die die wichtigsten Teile so des Internet Market Buil. Haben die da im Oberhaus dann abgelehnt. Und dazu gab's zwei ehemalige Parteichefs der der Konservativen, William Hayk und Michael Howard und Michael Howd ist extra eine sehr starke Euroskeptica, also der, der war David Comerings Vorgänger als als Parteichef der Konservativen. Diese beiden haben gegen der Linie von Boris Johnson gestimmt. Also das bedeutet, dass die haben, die haben so gesagt, es ist ja sehr wichtig für, dass Großbritannien respektiert, internationales Reicht, und das ist dann, es ist dann eine Schande, der dieses Internat Interno Markt und das bedeutet, dass wir die Oberhaus, wir nehmen dieses Gesetz dann, mittelfristig wenn wir dieses Gesetz ablehnen können, also dieses Votum am neunten November war nur zu den, bestimmten Teilen, die dem gegen den Austrittsvertrag und den Protokoll stoßen, aber es war sehr sehr wichtig, also alle steuert jetzt in Großbritannien auf ein großes Konflikt zwischen Oberhausen, Unterhaut. Das britische Oberhaus kann nur für eine bestimmte Zeit ein Gesetz blockieren, Aber das bedeutet, äh und was Großbritannien zur Zeit nicht hat, ist ausreichend Zeit für die Brexit-Verhandlungen. Also, wenn Großbritannien hätte noch, sagen wir ein Jahr noch für die Brexit-Verhandlungen, wäre dieses Ablehnung im im Oberhaus nicht sehr relevant. Weil das britische Unterhaus könnte dann nächstes Jahr einfach mal noch einmal abstimmen, und hat dann das Markt ähm wegen den sogenannten Powerman Act. Sie ist gegen der Wille der Oberhaus durchzusetzen. Aber das baut Zeit. Das baut normalerweise ein Jahr. Und Großbritannien, die hat jetzt nur sechs Wochen, um Klarheiten zu schaffen in, weil die Uhrtech bis Ende des Jahres ein ein Brexit-Abkommen mit Brüssel abzuschließen Also das bedeutet, dass wegen dieser sehr kurzen Zeit diese Ablehnung in dem Haus ablauft, ist dann sehr sehr wichtig, also im House of Lords hat dann an Bedeutung gewonnen, weil die Zeitfenster so kurz ist.
Tim Pritlove
Also. Es ist wirklich äh Hahnebücher und ich meine das was da interessant ist, dass dieses Haus of Lord halt in dem Sinne eigentlich überhaupt gar keine richtige Vetokraft hat, sondern üblicherweise ist das immer so ein, man nennt das, glaube ich, auch Pink Pong dass äh sogenannte Emantman-Zeit vielleicht beschlossen werden, die dann vom Parlament äh übernommen werden oder eben auch nicht, aber so richtig faktisch eine eine richtige Sperre können sie nicht machen, aber nur diese Verzögerung, die sie einführen können. Die ist jetzt hier quasi der einzige Hebel.
Jon Worth
Aber diese Verzögerung ist jetzt sehr wichtig. Also in der Regel, die können nur Dingen so ausbremsen und teilweise ändern, ja? Ähm also Arbeit diesmal ist es sehr, sehr wichtig.
Tim Pritlove
Was ist denn die Strategie der EU derzeit in diesem Verhandlungsspiel? Ich meine, Verhandlungen sind im Prinzip ja gescheitert und die letzte Deadline ist eigentlich ja auch schon abgelaufen. Also es sollte doch jetzt eigentlich Anfang November. Ein Deal beschlossen sein, damit er überhaupt auch noch ratifiziert werden kann, weil das ist ja erforderlich, dass alle siebenundzwanzig Mitgliedsstaaten der EU so einen Deal auch absegnen.
Jon Worth
So, auf der Brüste Seite ist alles sozusagen sehr ruhig. Und. Sage ich mal aus zwei Gründen. Äh Brüssel oder oder und die Mitgliedsstaaten der EU. Sinn deutlich besser vorbereitet als Großbritannien. Und die wirtschaftlichen Auswirkungen eines No Deals auf der EU sind deutlich geringer als für ähm für Großbritannien. Und zweitens, man weiß ja schon, dass es gibt ja noch ein bisschen Spielraum in Sachen Zeit. Also obwohl Brust so gesagt hatte, es muss alles so stehen bis Ende Oktober in Brüssel herrscht seit ein paar Wochen, ja also wir haben noch ein bisschen Spielraum. Aus meiner Sicht, so viel Spielraum gibt es ja nicht. Also man muss, wenn es einen ja einen Deal geben wird. Es muss ja einen Deal geben bis Ende der Woche nächste Woche. Ja, so den zwanzigsten November. Also das ist im absoluten Deadline. Also wenn wenn dann es keinen Deal gibt da ist dann die Ratifizierung auf der EU-Seite Dampf sehr sehr schwierig. Ich meine man brauche nicht nur die Abstimmung der der Mitgliedsstaaten, sondern auch das Europäische Parlament und das letzte Plenum im europäischen Parlament ist zwischen den vierzehnten und siebzehnten Dezember. Und niemand will so zusätzlichen ähm Plenarsitzungen oder so dann dann hognisieren. Also die Zeit ist noch nicht komplett. Ausgelaufen. Aber man muss auch sagen, es gibt immer noch Riesenprobleme und und und. Unterschiedlichen Positionen, zumindest in drei Themenfelder, ja, also Fischereipolitik, den sogenannten Level Playmiel, also das ist den. Wettbewerbsregeln oder Wettbewerbsgleichheit und in Sachen Governance, also wie strukturiert man ein System, das wenn wenn eine Seite. Nisch respektiert, was die schon gesagt haben. Wie, wie findet man das so eine juristische System, damit eine Seite die andere Seite so juristisch so begrenzen oder oder bestrafen kann. Und natürlich, also diese diese dritte ähm ähm so ein System, um um. Die beiden Seiten so, die juristisch begrenzen zu können, ist natürlich sehr wichtig, wegen den Internet Marketing Spellers. Und das bedeutet, dass, wenn auf beiden Seiten ist es viel Vertrauen gebe, wäre diese Frage vielleicht nicht so wichtig, aber weil es ist gibt zwischen den beiden Seiten sozusagen überhaupt kein Vertrauen, diese Sugovernins Frage ist dann nicht nur sehr wichtig, sondern sehr schwierig zu lösen. Ähm also das ist dann grob, den den jetzigen Stand, also. Ja noch ein kleines bisschen Zeit, aber nur an sehr sehr kleines bisschen. Also es ist es muss ja sehr nervös sein.
Tim Pritlove
Ja genau, ich meine äh gerade in dieser Auseinandersetzung um die Fischerei. Ich meine, was ein bisschen eine absurdes Thema ist, ne? Weil das ist so emotional aufgeladen. Das ist so äh in den ganzen Brexit-Diskussionen äh im Vorfeld auch der, das Referendums war das ja so ein ganz großes Ding, ja? Wir müssen unseren Fisch wieder zurück haben tatsächlich wird halt, ich glaube ich habe jetzt die Zahlen nicht genau im Kopf, aber ich glaube, so sechzig Prozent des Fischfangs in britischen Gewässern wird halt von anderen EU-Ländern äh durchgeführt, und natürlich herrscht dann sozusagen so diese Grundstimmung mit, die nehmen uns unseren Fisch weg und den wollen wir ja irgendwie haben, äh würde es jetzt zu keiner Einigung kommen, dann könnten sie diesen Fisch zwar wunderbar fangen Wenn sie überhaupt die Kapazitäten dafür haben, die sie nicht haben und das, was sie dann sozusagen mehr äh fischen, noch äh können, müssen sie ja auch irgendwohin verkaufen, weil das äh geht ja dann nochmal normalerweise eh in die EU. Ne? Auf der anderen Seite hast du Frankreich, die natürlich da gerade ein großes Interesse haben, weil die haben nämlich diese flotten, äh ähm am am am Kanal Ufer quasi und äh nutzen das derzeit sehr extensiv und es würde natürlich in dem Moment, wo sie dort nicht mehr fischen dürfen, dann wiederum, Ihrer Fischerei, Flotte entsprechend schaden. Also ist Macron an der Stelle so ein bisschen Hardcore. Ich habe so den Eindruck, die, Holländer haben sich schon so ein bisschen arrangiert so, also die sind irgendwie vorbereitet, vielleicht trübt man ähm Eindruck da auch. Und die anderen Länder haben nur so begrenzt, da wirklich ein Interesse. Da kommt zwar noch Norwegen mit rein, aber die sind ja nicht in der EU.
Jon Worth
Ja und und man will ja so feitlich einen Deal machen auf dem Basis von wie es jedes Jahr verhandelt wird zwischen Norwegen und die EU. So, hier also, da könnte man so ein Kompromiss finden. Es gibt ja zwischen dieser die zwei, sage ich so. Inhaltliche Themenfelder, so Level Plank, viel und Fischereipolitik. Da könnte man ein ein Kompromiss finden. Großbritannien kriegt ein bisschen mehr in Sachen Fischereipolitik und Brüssel kriegt dann ein bisschen mehr in Sachen, so die die Produktionsstandards oder Regelungen. Damit Großbritannien dann keine äh. Vorteilhafte Wettbewerbssituation in der Zukunft kriegt. Und so sagen wir mal, man produziere ein Auto in Großbritannien und die Mitarbeiter kriegen deutlich weniger Lohn, die Ausstöße aus den Fabriken sind deutlich wirtschafts mich sorry im Umwelt beim ähm beschädigend aus als als als heutzutage. Das bedeutet, dass sie reduziert die Kosten für eine Produktion in Großbritannien, so eine Art Domping dank nie niedrige Standards in in Großbritannien. Und das will die EU natürlich nicht. Also da da es gibt ja merken Grunde für ein Kompromiss hier so zwischen Fischerei, Politik und Level Plankfield. Aus meiner Sicht Brüssel wäre bereit sowas abzuschließen. Das Problem ist politisch auf der Seite Großbritanniens, weil Boris Johnson hat, wenn er sowas abschließt, hat er dann ein politisches Problem. In Großbritannien. Also ich sehe immer noch die, die Probleme deutlich mehr auf die britische Seite aus auf die EU-Seite.
Tim Pritlove
Ja vor allem was er sich jetzt auch ähm zunehmend breit macht ist so dieses äh diese Ungewissheit. In der Wirtschaft. Ich meine, die äh britische Wirtschaft ist ohnehin jetzt natürlich schwer angeschlagen, natürlich wegen Corona, das gilt ja im Prinzip für alle und ich würde aber sogar meinen, in Großbritannien war's auch nochmal ein bisschen schlimmer, weil das alles sehr ungeordnet äh vonstattengegangen ist. Das heißt, es gibt ohnehin schon ein ähm, eine eine Wirtschaftsflaute des äh britische Pfund ist auch schon sehr unter Druck geraten, schon vorher durch äh den Brexit, das ist ja mittlerweile fast eins zu eins zum äh zum Euro. Ich kann mich noch erinnern vor ein paar Jahren, als ich da gewohnt habe, da war das irgendwie äh eins vierzig oder so, also ganz andere Situation und vor allem, ich meine, wie will man denn jetzt als Wirtschaftsunternehmen planen wenn man noch nicht mal weiß was in sechs Wochen, wo auch nochmal Wein, dazwischen liegt für Gesetze gelten, welche Regeln überhaupt gelten, es gibt überhaupt gar keine Systeme, es gibt keine Software, es gibt nichts, die Softwareunternehmen sagen alle, ja, wir können auch überhaupt gar keine Software schreiben, weil es steht ja nirgendswo, was diese Software tun soll. Und ähm das ist natürlich jetzt ähm eigentlich so eine Situation. Ich meine, wenn man da jetzt mal drüber nachdenkt, also angenommen Deutschland wüsste nicht, was in sechs. Wochen. Die Wirtschaft für ein Verhältnis zum Rest der gesamten Welt hat, das ist doch einfach vollkommen unvorstellbar.
Jon Worth
Genau, ja, aber man muss auch sagen, ist, es wird Riesenänderungen geben, auch im Falle des ein Deal abgestoßen wird, also wir, wir wissen zumindest, nehmen wir den Beispiel, dass äh man produziere eine LKW in Großbritannien, ja. Und man will am zweiten Januar dieses LKW nach Frankreich exportieren. Wir wissen zumindest, dass dieses LKW noch exportiert werden kann, ja. Aber wir wissen nicht, ob man Frankreich, ein Soll von zwanzig Prozent erheben muss oder nicht. Das mache dann für ein französisches Unternehmen, der dann eine LKW kaufen will, ein Riesenunterschied. Kauft man den in den in Großbritannien produzierte LKW oder eine andere. Und man weiß ja nicht, wie es da so aussehen wird. In, in, in sechs Wochen. Oder wenn man da eine. Irgendwelchen Waren exportieren besonders an ähm äh essen, also ähm ähm so Fleisch zum Beispiel. Eine bestimmte Hand, sondern der Prozentzahl der der Fleischexpoten müssen an der Grenze kontrolliert werden. Und das bedeutet, dass dies die Systeme, um einfach mal, wenn ich als LKW-Fahrer, eine ein LKW vorne Lahm aus den den valisischen Hügeln so nach Frankreich exportieren will. Ich hocke immer noch nicht die Systeme, damit ich dann registrieren kann. Was habe ich hier so exportieren? Und das ist dann der Grund, warum Großbritannien versucht zwei riesengroßen Truckparks bauen. Äh einzigen Manzen und der andere in Asche oder so, Heustätten, in der Nähe von Dover. Ähm damit man dann so. Weil es keinen Platz gibt, an den Häfen selbst. Man musse dann diese Waren dann kontrollieren Und man brauche dafür dann riesen viel Platz. Also das bedeutet, dass Großbritannien unsere für England zumindest. Die haben das die ganze Planungsgesetze, geändert, um dann diese Truck Parks noch bauen zu können vor dem Austritt. Aber diese Truck Parks sind noch im Bau aber die hatten dann ein Problem. Moment mal, das sind nicht nur die einzigen Häfen, die es gibt. Es gibt anderen Häfen, wie Holly Hand zum Beispiel, also das ist dann sehr wichtig für den ähm ähm Warentransport zwischen Irland und Großbritannien. Wo bau man dann so ein Trockpark für Hobbyhäld? Um Moment mal so die Planungsgesetze in Wales, wo Harony Head steht, die sind in in ähm in Cardiff abgestimmt, noch nicht mehr im London, also wegen dem britischen Develution aus der aus der Neunzig. Also die die können keinen Platz finden für für einen so ein Truckpark Also was bedeutet das alle Waren aus Irland? Müssen jetzt in Warrington in der Nähe von Manchester kontrolliert werden, also was ist über hundertfünfzig Kilometer von Holihead, also die wenn man transportiere, dann waren, aus Irland nach Wales. Man muss zuerst nach England fahren, um die ganze Warm durch total süße kontrollieren. Und dann wieder in Wales hinein. Also, ist ja verrückte See schlecht ausgedachte, kurzfristigere Lösungen. Und diese Lösung gelten dann. Auch im Falle, dass ein Deal abgeschlossen wird, weil Großbritannien verlässt den EU Binnenmarkt und die Zollunion. Also das bedeutet, dass. Groß Großbritannien stehe jetzt, wo sie britische Wirtschaft besonders in in Sachen Waren ähm Austausch. Vor entweder. Eine sehr schwierige Situation oder ein echt verrückte Situation an am am Ende des Jahres. Und das haben wir schon in einem vorherigen Podcast debattiert. Ja auch wenn die durchschnittliche Wartezeit für einen LKW an der Hafen von Dova sich von zwei auf vier Minuten verdoppelt erreiche man dann schon in die erste Woche einen riesen LKW Schlange im Lange von siebentausend LKWs auf der Autobahn. Also das bedeutet, dass egal wie es jetzt ausgeht, Großbritannien kann dann KOs an den Häfen dann erwarten. Am am ersten Januar. Und. Irgendwie. Das hat die hat die britische Debatte fast gar nicht gar nicht betroffen bis jetzt. Also was die praktischen Auswirkungen dann sind, Ähm also Engpässen in in die Lieferketten für britische Supermärkten wird's auf jeden Fall geben. Egal wie es jetzt ausgeht. Und ich glaube schon Engpässen wie ein Kohle, also es. Es ist so vollkommen verantwortungslos, es ist kaum zu fassen.
Tim Pritlove
Ich meine diese Auswirkungen, die jetzt kommen, die müssen ja auch teilweise schon da sein. Ich kann mir ja, ich habe kenne jetzt gerade keine aktuellen Zahlen, aber ich kann mir ja auch wohl nicht vorstellen, dass. Dass irgendjemand bereit ist in das Land, irgendetwas zu investieren, wenn äh überhaupt nicht klar ist, äh was die kommenden Bedingungen sind, das sind die Investitionen nicht enorm eingebrochen.
Jon Worth
Ja genau, obwohl man muss auch sagen, also das ist auch dann in dem Schatten von von Krone ja ähm. Und es gab ja ein paar Entscheidungen in Großbritannien. Die vielleicht die Tür zu anderen Ländern der Welt dann zum Teil offen halten. Also zum Beispiel ähm im Pot von Fahrrädern, also es gibt eine, eine heftige Zoll wird erhoben auf auf Fahrräder aus China, bei der Import in der EU und Großbritannien ist so gesagt, diese Zoll, heben wir auf. Ja, so das bedeutet, dass wir wollen mir mit China dann.