UKW106 Brexit: She was high on her own supply

Der Abgang von Boris Johnson und die Instant-Krise von Liz Truss

Es geht Schlag auf Schlag in der Britischen Politik: kaum war Liz Truss als neue Premierministerin vereidigt wird das Land zunächst durch den Tod der Queen in ein zweiwöchiges Trauerkoma versetzt und in den Wochen danach bricht die neue Regierung alle Rekorde, wie schnell man scheitern kann. Wir besprechen was in den letzten drei Monaten passiert ist.

Hinweis: wenige Minuten NACH Aufnahme dieser Sendung wurde die Nachricht des Rücktritts von Liz Truss Rücktritt verkündet, über den wir zum Ende der Sendung noch diskutiert und spekuliert haben.

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Tim Pritlove
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Jon Worth

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

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Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Prittlove und ich begrüße alle zur 1006. Ausgabe von UKW und, geht's mal nicht um den Krieg, sondern wir haben ja noch ein paar andere Krisen, die hier auch noch behandelt werden möchten und es äh drängt sich geradezu auf, mal wieder nach Großbritannien zu schauen, wo es äh wild hergeht. Und bevor wir da wieder alles verpassen und viel zu spät äh dran sind, bei uns quatschen wir mal wieder und ich sage äh hallo zu John John Moers, hallo.
Jon Worth
Und hallo wieder, ja.
Tim Pritlove
Du bist grade äh auf Reisen, von daher haben wir leider heute nicht ganz die äh den technischen Standard hier bei unserer Soundqualität, wie wir es sonst gewohnt sind, aber wir äh kriegen das sicherlich auch so.
Jon Worth
Hoffe ich. Also Grüße aus dem ländlichen Burgund in Frankreich.
Tim Pritlove
Genau. Ähm ja. Letzte Sendung äh war ziemlich genau vor drei Monaten. Das scheint sich bei uns ja hier auch ganz gut eingefunden zu haben, dass wir das ganze Geschehen eigentlich immer so im Quartal beobachten und äh irgendwie scheint dann auch immer so nach drei Monaten wieder auch alles kopfzustehen auf der Insel. Wir äh haben die letzte Sendung veröffentlicht, im Mitte Juli und da befanden wir uns gerade hinter der Information, dass Boris Johnson dann final abtreten wird. Er ist ja dann noch eine Weile Ministerpräsident geblieben Viele hat er dann nicht gemacht. Da gehen wir auch gleich noch mal drauf ein. Ähm. Und äh wir standen kurz vor der Wahl der Neuwahl der Torries ihres äh ja ihrer Parteiführung. Ähm was ja dann immer dann bedeutet, dass damit dann auch die. Positionen des Premierministers neu besetzt wird und, äh ich glaube, wir waren so bei den letzten drei, ne, hatten wir glaube ich, die Runde und ja wie das ausgegangen ist, werdet ihr alle schon mitbekommen haben, reden wir auch gleich drüber. Aber bevor wir vielleicht ähm darauf kommen, würde mich natürlich noch mal so deinen Blick interessieren, wie denn es eigentlich um den Brexit als solchen, steht also die Auswirkung aufs Land, auf der einen Seite, aber auch inwiefern eigentlich das Thema Brexit in der Öffentlichkeit Großbritanniens präsent ist, weil zuletzt hatte man immer so den Eindruck, das ist so Alle versuchen, das irgendwie wegzuschieben. Man hatte ja genug Ausreden, Corona, Ukraine-Krieg, sehr viel alles war irgendwie Krisenenergiekrise kam jetzt noch mit dazu und es war dann immer alles andere Schuld, aber der Brexit war ja an gar nichts schuld und ich glaube auch die Leute, die so ein bisschen verstanden haben. Ähm dass damit schon Schwierigkeiten verbunden sind haben sich auch nicht so richtig getraut darüber zu reden. Hat sich daran irgendwas, geändert, was ist so deine Wahrnehmung der britischen Gesellschaft?
Jon Worth
Ja nicht so hundert Prozent, also wir haben in den letzten sechs bis zwölf Monaten gesehen, eine leicht steigende, Anteil der britischen. Bevölkerung sagen, ja, das war eine Fehlentscheidung. Die Europäische Union zu verlassen. Aber auf der anderen Seite, innerhalb der öffentlichen Diskussion sage ich in den Medien, ja und und und unter politischen Beteiligten Da darf man das Wort Brexit fast überhaupt nicht sagen. Und das ist das natürlich konservativen, die so eine Art Pro-Brexi-Partei geworden sind, die wollen dann nicht akzeptieren, dass sie haben eine falsche Entscheidung getroffen und auf der anderen Seite die Labour Partei will so unbedingt wieder an der Macht kommen, dass die wollen, dieses sich mit dieses Themenfeld auch nicht beschäftigen. Also das bedeutet, wir haben sie hier so zwei Ebenen. Auf eine Seite Die Bewölkung beginnt so zu denken. Hey Moment mal, wir haben großen wirtschaftlichen Problemen. Brexit hat alle diese Probleme so verschärft aber auf der anderen Seite die Politiker reden nicht so unbedingt darüber oder sage ich nur die Ehe kleineren Parteien, also die schottischen Nationalisten oder die ähm ähm die die die Liblegrads. Also das ist ein bisschen den Hintergrund Aber was wir auch sehen, was sehr, sehr wichtig ist für die jetzige Krise, ist die Wölzeln von die diese jetzige Krise gehen hundert Prozent so den Brexit Volksabstimmung zurück und zu diese leaf Kampagne. Diese alles wird besser nach dem Brexit. Also hat er überhaupt kein, passte überhaupt nicht zu der wirtschaftliche Realität. Also damals in zwanzig sechs, in haben die Brexit-Befürworter alle das ganze wirtschaftlichen Risiken des Brexits. Also einfach Projekt vier benannt. Ja so, die EU verlassen ohne schwierigen wirtschaftlichen Folgen. Die haben gesagt, nee, das ist eine komplette Schwachsinn. Aber jetzt merken wir, jetzt besonders in Sachen, die Energiepreisen, also das ist was am was ähm ähm am härtesten, die die britische Wirtschaft äh gerade äh betrifft den Großbritannien, ist dieses Problem ist deutlich schwieriger zu beheben, weil Großbritannien aus der EU ausgetreten ist. Es kam in in den Daily Telegraph ein ein interessantes Meinung so raus letzte Woche. Projekt vier with, ja? Also dass die Brexit-Gegner härter in 2016 Recht. Ähm also irgendwie beginnt die Diskussion jetzt ein sich ein bisschen zu ändern, aber das kam bei den Politiker, besonders bei den Konservativen und bei Labour bisher nie.
Tim Pritlove
Und die gut, also Medien, Politiker, das ist so das eine und was ist so deine Wahrnehmung, wie die Gesellschaft das selber, äh das wahrnimmt?
Jon Worth
Ja, so die man merkt in Großbritannien, dass die Situation inzwischen. Ziemlich ernst ist. Aber und das ist irgendwie schief läuft. Die Frage ist, inwiefern ist diese Wahrnehmung, dass, Brexit ein Teil des Problems ist oder das ist das. Die Leute in die in die höchsten Ebenen besonders in der Regierung. Überhaupt keine Ahnung haben von wie man diese Arten von Problemen löst ähm und. Bisher alle reden über zu den alltäglichen politischen Krisen aber nicht über die eher langfristigeren Änderungen des britischen Gesellschafts oder Wirtschafts, dann gegen Wurzeln haben in die in den Austritt aus der Europäische Union. Ähm also Ich kriege den den Eindruck, dass diese Diskussion ist bisher irgendwie nicht reif. Man hat. Platz und Zeit um um um Tiefe nachzudenken hatte man bisher nicht, ja weil man steckte, Besonders in den letzten so sage ich vier bis sechs Wochen einfach in so eine dauerhafte Krise. Und wenn man in so eine dauerhafte Krise ist, ist natürlich ziemlich schwierig die langfristigere Schlussfolgerungen zu ziehen.
Tim Pritlove
Na ja klar, das lenkt äh aber ich habe so den Eindruck, dass es zumindest der Wirtschaft selbst, zumindest den Teilen, die sich bisher zu wenig Gedanken gemacht haben, auch einfach den politischen Aussagen geglaubt haben. So gab ja auch viele Unternehmer, die das auch nicht so richtig, verstanden haben oder nicht verstehen wollten, welche Auswirkungen das hat, aber die Auswirkungen sind ja real, ja. Also die jetzt nicht alle Zahlen parat, aber ich denke ähm grob kann man sagen, der ganzen Ausfuhren äh von Groß nach Europa sind, also glaube ich mindestens um ein Drittel eingebrochen. Also es sind massive äh Verluste, die dort. Zu erzielen sind, weil einfach viele europäische Unternehmen sagen ja sorry, aber den Stress äh von euch zu importieren, den den den mache ich mir erst gar nicht. Größere Unternehmen haben's dadurch kompensiert, dass sie dann Niederlassungen in Polen, Deutschland, Frankreich äh Niederlande et cetera aufgesetzt haben. Von dort also dann sozusagen schon noch exportieren, aber dann halt immer so Bike Export machen, aber die ganzen, werden dann eben von europäischen Unternehmen durchgeführt. Die Steuern müssen dort, werden. Die Mitarbeiter, die dort arbeiten, äh tragen natürlich dann zu den jeweiligen Wirtschaften bei, aber eben nicht mehr zu der Wirtschaft von UK und das sind natürlich Auswirkungen, die sind auf dem Papier, die kann man nicht weg, und ich habe so den Eindruck, die Wirtschaft selber versteht das jetzt und noch hinzuzufügen, dass es ja nur die Situation bei den größeren Unternehmen, diesen Aufwand leisten können, während halt kleine Unternehmen, so hohe Selbstständige et cetera Unternehmen mit ein paar, die Genau, die die den die verlieren dann den Markt und wenn die einfach mit dem lokalen Markt nicht überleben können, dann ist halt äh vorbei.
Jon Worth
Ja das stimmt aber was man nicht hat als Bürger oder als Unternehmer ist irgendein Weg, diese Situation irgendwie zu ändern. Wie kann man Druck. Ausüben und natürlich auch es gibt diese politische Spannungen, weil Lisstraße hat vor kurzem gesagt, dass, sie will die britische Wirtschaft von dem Last der so verbliebene EU-Regeln. Möglichst rasch so entlasten. Was wir nicht wissen ist, erstens stimmt das überhaupt, funktioniert das? Und zweitens, wegen die kurzfristige politische Krise, man weiß ja nicht, ob sie das überhaupt hinkriegt. Also das bedeutet, dass Unternehmer, so entweder groß oder klein, wie trifft man und den jetzigen Umständen überhaupt Entscheidungen in Großbritannien? Weil man weiß ja nicht, was tun, die Regierung überhaupt. Ja, also ist mal die Regierung dann oder auch andere anderen Aspekten. Großbritannien kontrolliert LKWs bei der Einfahrt in Großbritannien bisher nicht. Weil die haben die Regierung hatte die die Kontrollstation und so bisher nicht gebaut und und nicht alles implementiert. Aber natürlich, als Unternehmer, man weiß ja nicht, kommen diese Kontrollen jetzt in drei Monaten? Zwölf Monaten oder dann überhaupt nicht. Also das bedeutet, dass es gibt, Keine Sicherheit ja? Sobald man weiß, okay, das ist, was dann kommen wird, könnte man dann Entscheidungen treffen. Aber zur Zeit, man reagiert, also von dem einen Tag bis dem nächsten und diese diese Unsicherheit ist ist, was so so auch so sehr störend.
Tim Pritlove
Ja und vor allem ist natürlich dieses in Anführungsstrichen Versprechen, dass man jetzt äh Großbritannien von. Wie Lys Trost das so schön formuliert hat. Wir werden nachher noch sehr viel mehr über sie reden. Ähm ja von dieser Last der äh bürokratischen Regeln, das ist ja auch diese äh anti äh Sprache, also die Brexit äh Sprache, die ja eigentlich vollkommen verschleiert, dass die Last dadurch ja noch sehr viel größer wird, weil in dem Moment, wo jetzt ein britisches Unternehmen andere Regularien hat sagen wir mal in der industriellen Produktion, was Standards betrifft et cetera, dann sehen sich die Unternehmen ja vor der Situation, dass sie zwar andere Standards für ihren eigenen Markt machen äh erfüllen müssen. Trotzdem sind ja die Regelungen der EU nicht, in der EU, sondern in gewisser Hinsicht auch weltweit der Standard, weil sich ja alle eigentlich nach dem bürokratischen Standard der EU richten, weil es einfach vollkommen sinnlos ist, nach irgendwelchen anderen Standards zu produzieren, weil dann muss man ja alles zwei, drei Mal, produzieren. Das heißt, es würde ja dann die Last noch erhöhen.
Jon Worth
In den letzten Monaten, wir haben schon ein paar Beispiele davon, ja also die die Regierung hat gesagt, ja so wir treten aus den ähm ähm so ähm äh Datenschutzverordnungen, raus. Und alle britischen IT-Unternehmen haben's an meine Gute, nee, das geht nicht oder dass die aus, also das ist eine eine eine Gesetzgebung der EU für Registrierung von Chemikalien und dann hat die ganze Chemieindustrie in Großbritannien gesagt. Im Moment mal, das kostet uns zu viel so danach auszutreten und um alle Blödesten hat die die EU ähm entschieden jetzt vor ein paar Wochen. USB-C aus ähm so Ladestandard für Handys und elektrische Geräte zu verwenden nee, das tun wir nicht, ja? Aber was ist das dann? Das Appo produziere dann ein ein iPhone für Großbritannien immer nochmal in deinem Lightning-Kabel und und nicht mit einem Mikro-USB. Es geht auf keinen Fall. Äh also und, Das sind nur die Beispiele aus den letzten paar Monaten. Also dieses Idee, dass man kann sich von diese Regelungen dann befreien und man gewinnt dann wirtschaftlich. Ja also das. So weit wir wissen, geht nicht. Aber das war ein zentraler Punkt vom, die Diskussionen von Lears, also was sie vorgeschlagen hat, um überhaupt dann. Parteichef der Conservy zu werden und das sagt sie halbwegs, immer noch, ja, obwohl wir natürlich dann gar nicht wissen, ob das überhaupt wirkt.
Tim Pritlove
Gut. Schließen wir jetzt erst mal da an, wo wir zuletzt aufgehört haben und äh blicken wir ein letztes Mal hoffentlich äh, auf den Werdegang von Boris Johnson. Er hatte ja dann sozusagen sein eingeleitet. Das war ja klar, aber er war auch klar, dass er dann noch über den Sommer Premierminister bleiben würde. Ich weiß nicht so ganz genau, wofür er es genutzt hat. Ich habe nur ein paar Reisen in die Ukraine gesehen und wahrscheinlich gab's auch noch ein paar Reisen in irgendwelche Urlaubsländer. Äh inhaltliches nichts passiert, ne.
Jon Worth
Er hat wenig getan möglicherweise. Wir haben so gefischt, hey Moment mal wenn er immer arm bleibt zerstört er was. Er hat am Ende wenig getan und für seine Verhältnis äh ziemlich wenig zerstört. Ja, also er hatte sein Hochzeitfest gehabt in, außer dem den ländlichen, so House für der Premierminister ja, aber ganz grundsätzlich, ja, also. Für den jetzigen Verhältnissen, also diese some Periode zwischen Ende Juli und Anfang September war dann. Ziemlich ruhig, ja. Ähm was wir vielleicht diskutieren müssen, ist. Was hatte Sudan gelassen äh und inwiefern war. Hat er dann diese Kaos nach ihm hat er selber eingeleitet, weil. Er hat seine eigene, so Kabinett war, ziemlich schwach ja und zwei von den führenden Personen, Persönlichkeiten, aus dem Kabinett von Boris Johnson waren dann in diese Urwahl, also für für seine Nachfolger, ja, so den ausgehenden Finanzminister Sunnac. In den ausgehenden Außenministerin und. Es war für Boris Johnson sehr, sehr wichtig, dass er wäre die der stärkste in seinem eigenen Kabinett. Also er hätte. Bessere und stärkeren Leute innerhalb der Reihen der der konservativen Abgeordnete gefunden können, aber das hat er nicht getan. Er ist so ein Kabinett so gesammelt, die einfach dann. Immer bereit wären, ihm zu unterstützen. Also was bedeutet dann ein Nachfolger für ihn zu finden, war dann ziemlich schwierig, weil er war dann, Er hat niemand so aufgebaut. Und das führte dann zu Problemen dann um ein ein Nachfolge ähm überhaupt zu finden. Und was auf sie nicht wichtig war, er hatte bis seinen letzten Tagen mehr Unterstützung unter den Parteimitglieder der Konservativen als er je hatte und äh den Abgeordneten. Also sein Sou ist ein Abgang war mir. So produziert wegen seinen Verhältnissen zu den anderen Abgeordneten als Problemen bei den konservativer Parteimitglieder, wo ein und auch heute noch eine gewisse Unterstützung hat.
Tim Pritlove
Ja das ist wirklich skurril, ne? Also da merkt man aber mal wieder, ich meine er wird ja immer so als. In den Medien so als charismatisch beschrieben. Das ist äh etwas, was man, glaube ich, so aus aus unserer Position heraus fällt, uns das ein bisschen schwer.
Jon Worth
Ja in Großbritannien.
Tim Pritlove
Ja aber man kann einfach niemals und sollte auch niemals unterschätzen, was so bisschen auch. Die Verbundenheit von Wählern und und der Bevölkerung zu solchen Figuren manchmal ausmacht. Die ist halt, nicht davon getragen, was äh jemand macht und auch nicht unbedingt davon, wie intellektuell jemand, ja äh generell hat ja auch diese ganze Brexit-Kampagne gezeigt, dass so intellektualität und das ähnliche Bewegung sehen wir auch weltweit. Ja dann auch oft also als Gegenargument benutzt wird, ne. Das sind dann die Eliten und so weiter. Was bei ihm natürlich besonders irre ist, weil er ist ja nun wirklich. Ein volles Produkt der Eliten, ja, nur dass er sich eben nicht so push äh aufführt, sondern eben immer so rumpelig äh rüberkam wie so ein Bauer und äh einfach überhaupt, nicht jetzt so ein Snoop war wie was weiß ich hier äh Jacke Breasmog oder so, der dann einfach auch nochmal besonders verkörpert was es ist, aber trotzdem auch in der Lage ist gegen die Eliten zu schimpfen. Also es ist einfach alles es ist alles so furchtbar absurd. Trotzdem so als Typ kann man halt einfach immer irgendwie an, auch wenn da eigentlich die ganze Zeit nur noch gelogen äh hat und einfach nix gestimmt hat, was er gesagt hat und einfach auch das, was er gesagt hat, auch an sich äh keinerlei Substanz hatte. Es war einfach nur immer so ein bisschen daher geredet.
Jon Worth
Ja, aber es ist ja sehr interessant, weil man schaut hier neben einem so Umfragen, also. Die konservative Wähler haben ihm nie so wirklich vertraut. Hä? Also, die konservative Parteimitglieder, ne, einige Abgeordneten haben dieses Ruf von Boris Johnson so aufgebaut. Haben, die ihn benannt, vor allem nach dem Spruch von Heineken in in aus der Werbung in Großbritannien. Also war den Spruch von von ähm äh ähm äh von von Heiniken jahrelang. Die den konservativen Partei sonst nie erreichen könnte. Aber er war nie selber besonders populär. Das das Vorteil für die konservativen in 2019 war Jeremy Cobin war besonders unpopulär. Ja so. Einfach Wähler, die normale weiße Label wählen, wollten auf keinen Fall Jeremy Kobin dann unterstützt Also das bedeutet, dass die Konservativen als Partei, nicht unter die Partei, die Leute, die für die Partei gestimmt haben, haben so dieses Huf von Boris Johnson enorm so blasen und das das er er war so eine Art Räte der Partei und und dieses Ruf, bleibt heute noch zum Teil also als Gültig. Den sehr schmalen Kreisen der Parteimitglieder. Ja? Und das ist dann sehr wichtig, weil das sind dann diese Parteimi, die dann für seine Nachfolge gestimmt haben ähm und das ist was dann zu zu dieses die in der jetzigen Paul Martin Situation dann dann führt.
Tim Pritlove
Gut dann setzen wir doch mal jetzt direkt da an, wo wir letztes Mal aufgehört haben. Es gab ja dann die Neuwahl. Und ähm uns nochmal aufzuzählen. Also zu dem Zeitpunkt, als wir den letzten Podcast gemacht haben, waren im Rennen Richie Sunac die beiden waren ja dann am Ende. Äh auch diejenigen, über die dann die Partei abstimmen durften zur Erinnerung, läuft ja dann immer so. Erstmal gibt es äh einzelne Wahlen äh es wird sozusagen immer einer rausgewählt oder, äh Stimmen werden eingesammelt und wir haben am wenigsten im Kopffeld äh unten raus und so wird dann das Teilnehmerfeld immer weiter reduziert, bis es nur noch zwei sind und dann wird das eben der Partei vorgelegt. Das heißt, die Parteimitglieder dürfen dann wählen und entscheiden letzten Endes zwischen den letzten beiden. Wir hatten dann, glaube ich, äh Als es noch drei waren und das war dann Penny modern, die noch mit äh im Boot war? Du hattest glaube ich äh gemeint, das könnte sie vielleicht werden, ist sie dann aber nicht.
Jon Worth
Ja, aber das ist dann ein das war dann am Ende ziemlich knapp. Zwischen die die drei und das ist dann. Ja, es gibt halt Gerüchten um um die die diese Situation. Also in alle anderen Gründen, der der der Vorwahl unter Abgeordneten. War auf dem ersten Platz. Dann Mode runter auf den, und dann alle anderen dahinter und dann in diese letzte Runde hat dann hat sich durchgesetzt. Also die Zahlen waren 137 für, 13 Abgeordneten für Truss und 15 für Mode und also was ziemlich knapp, also unter ein Drittel der Abgeordneten, haben dann in diese letzte Runde Truss überhaupt unterstützt. Und es gab ja Gerüchten, dass einige Unterstützer haben dann für. Für ähm für Truss gestimmt, damit nicht in die letzte so Runde kommt und den Parteimitglieder. Also das das es wäre besser für In die letzte Runde gegen Tross anzutreten als gegen. Also das wissen wir nicht. Aber es gab so eine rundum Gerüchten da innerhalb der Partei.
Tim Pritlove
So ist es ja auch gelaufen, als es äh um Boris Johnston's Wahl ging, ne? Das.
Jon Worth
Aber aber. In in den in den vorherigen Situationen ähm es gab ja nur zwei, ja also ähm Cameron und Boris Johnson. Da war waren die die Leute, die dann sich durchgesetzt haben, aufführend und ab die Abgeordneten, ja? Theresa May Premierministerin geworden ist, da trat Andrea letzten aus dem Rennen, also da kam es nie so eine Urwahl unter den Parteimitgliedern. Aber das ist das erste Mal und diese diese Prozedere, also diese getrennte Prozedere, die Abgeordneten stimmen zuerst, also die äh damit es dann zu nur zwei Kandidaten kommen und dann die Parteimitglieder, in die beiden vorherigen Malen, als die das so getan haben, wie dieses Mal war der Person, der am Ende gewonnen hat. Auch bei den Abgeordneten gewonnen, diesmal hat Trus vorbei den Abgeordneten so verloren, hatte eine Unterstützung von weniger als ein Drittel der Abgeordneten, Aber hat sich dann bei den Parteimitglieder mit 8160.000 Stimmen, durchgesetzt. Also das bedeutet, dass Trus war beliebte unter den Mitglieder als unter den Abgeordneten. Und das kann man dann so sagen, das führte dann, zu Problemen als Trust begonnen hat, dann zu regieren, weil sie hatte diese gewisse Unterstützung unter den eigenen Kollegen nicht. Ähm also das ist dann eine ziemlich problematische Situation, für für und man man merkt ja so Es gab eine 80 Prozent Wahlbeteiligung unter den konservativen Parteimitgliedern. Ja so 14.000 haben äh haben abgestimmt. Also man merkt da, dass diese Partei eine ziemlich kleine Bewegung ist, ja. Auch die die deutsche CDU hat doppelt so viele Mitglieder, als die die britischen Torys. Also das bedeutet, die, wie viel hatte. Am Beginn als sie gewählt worden ist als Parteichefin am 5. September. Das war dann schon am Beginn ziemlich fraglich.
Tim Pritlove
Warum haben denn die äh Mitglieder sie gewählt und nicht äh.
Jon Worth
Wir haben dieses diesen Satz im Englischen he would wheels the sourd. Will never where the Crown. Und Sunac war hat eine entscheidende Rolle gespielt für den. So die Ende vom äh von Boris Johnson, der ist zurückgetreten und das führte dann. Den ähm Rücktritt von Boris Johnson. Und was Trus. Richtig gut verstanden hat, war Boris Johnson war unter den Parteimitglieder noch ziemlich populär. Also Tross hat sich dann selber als so Boris Johnsons Nachfolgereden, präsentiert. Und das kam bei den Parteimitgliedern ziemlich gut an. Und zweitens, was Trust getan hat, die Linie von Trass war so eine Art. Post-Faturis. Ja, also eine Senkung. Der der besonders der der Posensaal der äh der Einkommenssteuer in Großbritannien, was Selber auch Gitarren hatte in der Achtziger. Also das bedeutet, dass Trus hat zwei Dingen. Richtig verstanden um Parteichefin zu werden. Erstens die Linie vom, Boris Johnson nicht zu heftig zu zu kritisieren und zweitens sich also als als Nachfolgerin von Margaret zu präsentieren. Und das sind dann die, das ist warum sie. Kaum sage ich ziemlich gut bei den Mitgliedern an. Aber nicht nur ziemlich gut. Es die Erwartung, War so mitten in diese Urwahlprozedere im Sommer im August. Das Truss könnte. Mit einer überragenden Mehrheit dann gewinnen. Was sie am Ende, nicht getan hat, ja, das war keine überragende Mehrheit für LiS Strass aus 75 zu 3undvierzig. Am Beginn der Oval-Leute ging davon aus, es könnte so mindestens zwei Drittel, so sogar vielleicht 70 Prozent. Weil die die Schwächen von. Besonders bei der Kommunikation ja? Kamen auch während dieses Urwahlprozedere dann schon raus. Sie kommuniziert nach so einem sehr schwachen Art und Weise. Das ist irgendwie sehr robotisch. Ja, es kommt rüber. Und dann die dies diese Entscheidung zwischen den beiden, die beiden. Könnten niemand so wirklich überzeugen. Ja also es war eine sehr lange und langweilige und und und, keine überragende so besonders gute Prozedere, ja? Also was bedeutet genug getan, um zu gewinnen, aber hat niemand so wirklich überzeugt. Und was dann auch sehr wichtig ist, ja, ist Sunac hat die wirtschaftliche Pläne von Listes. Hart kritisiert. Ja, er hat gesagt, wenn sie tut, was sie sagt, führe das dann so eine Finanzkrise in Großbritannien. Und niemand, ich ich gehöre auch selber dazu. Niemand hat wirklich daran geglaubt, ja. Nee, das tut sie nicht. Das das sagt sie nur, um diese Urwald zu gewinnen und nur um Parteichef. Äh dann äh zu werben. Und wir kommen dann zu was sie dann getan hat. Aber einfach zu sagen. Sie ist in einem Aspekt anders als Boris Johnson. Boris Johnson hat. So viel vorgeschlagen und angeboten und und und gesagt, dass er alles tut für allen und das hat er am am Ende nicht getan, ja? Er hat nicht geliefert. War am Ende blöd genug. Zu machen, was sie die Parteimitglieder angeboten hat. Und das ist dann das große Unterschied, wie wie anderen gesagt haben, she was high on here own supply, also sie hat sie hat einfach. Selber sucht zu viel an an dem geglaubt, was ich selber gesagt hat. Ja ähm und das und und die Schlussfolgerung davon haben wir dann jetzt äh im im September und Oktober dann äh dann dann erlebt.
Tim Pritlove
Ja, also sie wurde dann äh eben gewählt und ist dann am welchen Datum?
Jon Worth
Ja, es war das Ergebnis kam am 5. September raus. Sie ist am 6. September Premierministerin endgültig geworden und dann nur zwei Tage später starb die Königin. 8. September. Also das bedeutet Und dann die Beerdigung, wir kommen in kurzes die die Rolle der Königin, die Beerdigung der Königin war am 19. September, also das bedeutet, dass dem ersten zwei Wochen von die Abendzeit von Listes, die haben die Briten fast ausschließlich, die Situation mit die Beerdigungen die Rolle der Königin beschäftigt. Also sie begann nur wirklich. Sage ich so normalen politischen Aufgaben dann erst am zwanzig. September. Also das ist nur ein Monat her, ja, weil wir sind jetzt am 2. Oktober, ja. So ist das lief alles sehr schief. Schon sehr schnell.
Tim Pritlove
Ja, kommen wir mal äh zur Queen. Die äh ja so ein bisschen äh immer den Eindruck machte, als würde sie nie sterben. Meinte sie war jetzt, wie lange Königin über siebzig.
Jon Worth
Über 70 Jahren, ja.
Tim Pritlove
Ne äh und ist natürlich jetzt eine Persönlichkeit, die einfach die ganze Welt äh. Mental im im Griff hatte, weil sie eben irgendwie immer da war. Ich weiß nicht, wie viele Premierminister hat sie erlebt äh da muss man richtig anfangen zu zählen, also äh gefühlt.
Jon Worth
Über zehn Premierenminister. Ich denke, es war 11 oder 12 Premierminister. Aber aber aber irgendjemand hat so kalkuliert. Nach den jetzigen ähm so Geschwindigkeit wie wie viele Premierminister es ja geben könnte in Großbritannien. Charles würde ungefähr 600 bei mir Herr Minister. Während seine arm seid. Dann haben, wenn er so lang lebt wie die Königin. Ähm es war leider ein ziemlich lustiger Cargfühl, aber ja, ganz grundsätzlich. Sie hatte. Sie hatte eine sehr lange Armzeit gehabt, aber was sie selber. Für die britische politische System tut. War nie so wirklich bekannt. Was hat sie gebremst oder irgendwie gestoppt? Als Boris Johnson. Vor dem Brexit-Abstimmungen einfach das Parlament einen Monat lang außer Kraft gesetzt hatte in zwanzig neunzehn. Diese sogenannten Proregation of Parliment, ja ähm das haben wir in einem vorherigen Podcast debattiert. Es war ja klar, dass so was politisch und akzeptabel sei. Und es gab damals eine Diskussion, könnte die Königin so was einfach. Aber es geht nicht. Bitte tut das einfach nicht. Und die Königin hat das damals nicht getan oder oder vielleicht hat sie das vorgeschlagen und Boris Johnson hat das dann trotzdem gemacht. Also. Inwiefern war die königliche Familie so eine Art Bremse gegen die. Ehe blödsinnigere Sachen, die in den letzten Jahren. Die reguläre Politiker vielleicht versucht hätten, das haben wir nie mit die Königin. Das wussten wir nicht, ja. Sie herrschte für eine Art Stabilität, aber was wäre dann die alltägliche politische Rolle der Königin? Also es gibt und gab einmal pro Woche, eintreffen zwischen die Königinnen und jetzt mit dem zwischen den König und dem jetzigen Premierminister. Aber Was war die Rolle? Was für ein Einfluss hatte die Königin? Das wussten wir nie. Also sie war immer da, sie war immer präsent aber sagte nie was politisches, also hat sich immer rausgehalten aus den alltäglichen Debatten. Und das haben wir schon erlebt mit Schals. Also es gab schon eine öffentliche Streit zwischen ihm. Und liest Charles. Also er wollte so den COP27 in Ägypten in November dieses Jahr äh fahren und er war auf vorherigem Copreffen der freien Nationen und es ist jetzt bekannt, dass liest Schraus will nicht, dass das King Charles dann zu den Korp treffen fährt in Ägypten. Ähm also sowas wäre. Käme nie raus unter die Königin, also das bedeutet, dass Großbritannien muss jetzt sich mit eine neue Ära irgendwie klarkommen und und und, Also hm es waren 9 Gewicht. So Ballens irgendwie zwischen die königliche Familie ähm und die sage ich die normale Politiker.
Tim Pritlove
Erklär mir doch mal also was ist denn die reale tatsächliche, wirkliche im Gesetz festgeschriebene Macht in Anführungsstrichen, die, die Königin hatte oder der König jetzt hat. Also was was ist tatsächlich wirklich der der juristischen, mögliche Einfluss und was ist, sagen wir mal, nur so ein mentaler, Einfluss, den äh diese Rolle auf die Bevölkerung und dann indirekt auf die Politik hat. Was ist da dran.
Jon Worth
Das Problem ist, dass wissen wir nicht so genau. Da ist. Nehmen wir das.
Tim Pritlove
Also juristisch muss man's doch wissen. Also ich meine.
Jon Worth
Es ist alles auf Prinzipien oder auf ähm. Es ist nirgendwo komplett juristisch geregelt, weil Großbritannien keine geschriebene Verfassung hat. Nehmen wir das Beispiel. Oder weiterhin und. Es besteht jetzt wieder die Macht, ein ein Neuwahlen auszurufen. Dieses Macht hat den Premierminister oder Premierministerin und wenn morgen Lese geht zu den König und sagt ich will Neuwahlen. Ist das möglich, dass der König sagt nein, das geht nicht, Das ist auf dem Basis von den sogenannten. Und diese sind nicht juristisch und die greifen zurück auf diese Idee, gebe es eine auternative Premierminister oder Ministerin, der oder die über eine Mehrheit in den britischen Unterhaus verfügt. Wieso könnte Prinz Charles dann wissen, ob es eine adernative Premierminister überhaupt, gebe, der oder die über ein ein Mehrheit dann verfügt. Das wissen wir nicht, wie Prince Charles so was dann, als sorry, King Charles überhaupt. So was herausfinden könnte. Weil das nie zustande gekommen ist seit Jahrzehnten. So, das bedeutet, dass auf Papier könnte Charles eingreifen, in der Realität wird er erst das nicht tun. Sowas bedeutet diese Art von Sachen, die wissen wir dann nicht.
Tim Pritlove
Was sind das für principles, die du gerade genannt.
Jon Worth
Hießen die.
Tim Pritlove
Wie schreibt sich das?
Jon Worth
L A S C E L ES. Sehr kurz zusammengefasst, diese waren zehn Jahre lang außer Kraft, weil es gab eine neue Regelung, wie man einen und Auswahl ausruft. Eingeführt von ähm David Cameron und diese, die und Boris Johnson mochte diese Regelungen aus der Zeit von Bori, von Camon nicht und haben diese dann Regelungen dann abgeschafft und wie sind jetzt so zu den Regelungen von vor 20 11 zurückgekehrt? So Aber das bedeutet, dass falls Großbritannien jetzige politische Krise in Großbritannien eine Art konstitutionelle Krise wird, dass. Liest Tross überhaupt nicht in der Lage ist, zu regieren, selber kein ähm kein Neuwahlen ausruft. Aber ein Misstrauensvotum eingeleitet von der Labour Partei nicht erfolgreich wäre, also das bedeutet, dass um damit ein Misstrauensvotum. Erfolgreich sein muss müssen. Irgendwas zwischen 30 und 40 konservativen Abgeordneten auch dann für den. Misstrauen in den eigenen Partei oder in die eigene Regierung dann stimmen. Aber wegen die jetzige Situation der Konservativen in den Meinungsumfragen das führe dann. So ein Machverlust für die Konservativen, also man könnte eine Situation haben, dass Neuwahlen sind nicht möglich, weil die Konservativen wollen kein neu, keine Neuwahlen, aber. Die können ganz grundsätzlich nicht regieren, weil Schuss verfügt über keinerlei Mehrheit, um irgendwas. Durchführen zu können. Und das ist die fast die jetzige Position. Also ist es dann eine Frage könnte der König dann eingreifen und sagen okay wir brauchen jetzt Neuwahlen. Rein theoretisch schon, aber in die Realität nicht. Ja. Sorry, das ist ein bisschen kompliziert ist, ja, aber aber so ist es.
Tim Pritlove
Ja, weil das so kompliziert ist, machen wir diesen Podcast ähm.
Jon Worth
Ja ja.
Tim Pritlove
Lass uns doch mal kurz bei bei der Queen äh bleiben. Was, Ähm wie muss man sich, ich meine klar, das war jetzt natürlich medial sehr präsent und irgendwie tagelang wurden da diese Warteschlangen gezeigt und Anteilnahme und Pipapo und große Reden und die Beerdigung und so weiter. Ich habe mich da äh gleich so ein bisschen ausgeklinkt. Ich hatte da gar keinen. Äh aufzunehmen, aber es ist natürlich klar, dass das für die britische Bevölkerung natürlich auch so ein bisschen ein Symbol für eine Zeitenwende ist. Was auch immer dann folgt, aber es ist jetzt einfach eine Ära es äh zu Ende, ja? Die Person, die auf jedem ähm auf jedem Geldschein äh gedruckt ist und auf jeder. Irgendwie ihr Siegel äh hatte, ist jetzt einfach nicht mehr da und die hat natürlich einer ganzen Generation, ich meine, es gibt ja einfach sehr sehr wenige, die überhaupt länger als sie gelebt haben so ja also so jeder jeder der irgendwie noch äh in Großbritannien derzeit lebt äh, kennt die Queen als Queen und die war schon irgendwie immer da. Was macht das also was. Wie schätzt du diese Wirkung äh dieses Moments auf die Bevölkerung ein? Kann das auch, deuten, so nach dem Motto. Jetzt ist die Queen tot, jetzt ist auch irgendwie alles andere egal oder jetzt, jetzt, jetzt, jetzt ändern sich äh Dinge, kann gibt's so einen Effekt oder wie wirkt das auf das Land.
Jon Worth
Ich habe den Eindruck, dass da herrscht so eine Art Unsicherheit, einfach mal das. Es gab schon dieses Gefühl, dass. Großbritannien ist nicht mehr, was Großbritannien irgendwie vorher war. Äh also diese dieser. Diese Gedanke oder diese diese Diskussion begann schon längst vor der Tod der Königin, aber. Das war so eine sie war so eine Art Brücke, so diese alte Ära. Aber was für eine Rolle sie dann spielte. Was das muss man dann auch nicht übertreiben. Also aus der BBC dann einfach dann. So tagelang berichtet nur über den Tod der Königin. Gab's auch eine ziemlich starke Gegenreaktion. Also sorry, das ist ein bisschen zu viel, ja? Also die haben ein paar so Amateure Fußballteams wollen einfach ein Turnier noch spielen. Und dann die da kamen dann die Polizisten, sagen, hey Moment, also das sei nicht akzeptabel, ein Fußballturnier zu spielen, ein paar Tage nach dem Tod der Königin, das war. Das ist dann.
Tim Pritlove
Nicht nur die Amateure, auch die Profis haben ja aufgehört zu.
Jon Worth
Ja, die Profis haben da auch nicht gespielt, ja, aber und dann all das man hat so einfach dann dieses Idee, so Moment mal. Das ist einfach zu viel. Also das ist nur. Sie das war eine sehr wichtige Person, ja klar. Aber Moment mal. Also das das alltägliche Leben. Stoppt nicht oder so, ja ähm äh und, und noch was mit mit Fußball zu tun, also mehr mehr Briten haben das so das Finale von ähm äh Euro zwanzig20 angeschaut als die Beerdigung der Königin. Ähm äh so es gibt. Ich denke, dass die die das diese Diskussion in den Medien hat sie dargestellt als mehr so eine eine Art. So sehr zentrale Figur als vielleicht die War der Situation in der Realität, weil. Einen Seestarkenpunkt der Königin. Also was für eine Rolle sie genau spielte war nie so sehr präzis. Ja, es war immer ein bisschen vage. Und das war ein Grund, warum es dann, nie so umstritten war, dass die die Rolle der königlichen Familie aus sie selber noch im Armt Und das habe ich, ich habe persönlich jahrelang Geld an den Republik Kampagne in Großbritannien Geld gegeben, ja, weil ich bin für eine britische Republik, die Abschaffung der Königliche Familie. Ich habe immer gesagt, ja warte bis Charles der König ist und dann wirklich eine Debatte über die Zukunft der königlichen Familie. Weil die Königin ist ziemlich klug, hält sich aus die meisten Debatten. Aber das bedeutet, dass dieses Idee, dass sie wäre irgendwie, ganz grundsätzlich irgendwie geliebt oder so. Ja unter einem bestimmten Teil der Bewölkung schon. Aber das war kein. Generelles Gefühl. Es war einfach jahrzehntelang es war nicht politisch erlaubt. Gegen die königliche Familie irgendwas zu sagen. Das war so äh die beiden Parteichefs, der jetzige. Parteien. Tross und und aus Studenten die beiden haben sich, gegen eine königliche Familie und für eine britische Republik geäußert Und irgendwann mal, als die dann reguläre und Karrieren begonnen haben, war es dann nicht mehr akzeptabel zu sagen, hey Moment mal, wir brauchen eine britische Republik. Das war nie möglich. Also das hat man einfach nie debattiert ähm und. Aber auf der anderen Seite einfach so mal zu sagen, die wahren beliebte oder irgendwie total unkomplett. Die haben ja mehr Unterstützung als andere politische Akteure. Aber das bedeutet das vielleicht, dass andere politische Akteure anderen Schwächen haben und gehasst sind, aus meiner Sicht, es gibt keine. Keine sind so in in der gesamte Bewölkung, keine so sehr sehr tiefe Beliebtheit.
Tim Pritlove
Mhm. Na ja also es gibt also auf jeden Fall Teile der Gesellschaft, die das Spiel ja auch nicht mitgespielt haben, wo wir schon beim waren. Es gab ja dann glaube ich ein Spiel äh mit Celtic Glasgow. Das ist ja so ein bisschen der ähm katholische äh Teil schon der hinter dieser Mannschaft äh steht, wo dann auch ein Spiel war, wo dann irgendwie geklatscht werden sollte für die Queen und dann haben die gezelt die Glaskohlfans dann angefangen zu singen irgendwie.
Jon Worth
Ja und ja und natürlich ist es auch besonders problematisch, Teil auch natürlich die königliche Familie hatte dieses Bezug zu Schottland zum Teil, aber die sage ich. Aber das war so eine ziemlich elitäre Verbindung da auch, ja. Ähm.
Tim Pritlove
Die Schlösser äh große Bilanzbesitz hatte.
Jon Worth
Ja, die Schlösser und auch dann Prinz Charles war Prince Wales und jetzt die die Unabhängigkeitsbewegung in Wales hat, hey Moment mal, also wir wir wollen keinen keinen zukünftigen Prince Wales bitte. Also lass uns bitte raus. Ähm also ähm ja also Spannungen gibt es ja schon, ja. Ähm.
Tim Pritlove
Aber es gibt jetzt wieder ein Prince of Wales.
Jon Worth
Ja ähm nee aber.
Tim Pritlove
Also der der Sohn, der der Sohn von äh ähm wie heißt er? William genau, der ist ja jetzt äh Prince of Wales äh geworden.
Jon Worth
Aber irgendwie. Nur nur ein ziemlich ungewöhnliches Beispiel. Ich war schon in Frankreich an den Tagen als die die Königin starb und ich war in einem Zug und ein. Total unbekannte, ja, der bei dem bei dem Ausstrahlen, bei dem Zug an der Französisch so gefragt, Oh bist du aus Großbritannien? Also hier ich bin aus Großbritannien, also oh, traue für den den Tod. Der König in der so. Ich habe da nicht einfach geantwortet, oh ich bin für eine Brüsche Republik. Und ich fand die Reaktion und auch in den deutschen Medien eigentlich ziemlich ungewöhnlich. Moment mal, also. Hier sind so zwei so äh Länder ohne körperliche Familien und es gibt so ne. Traurige Reaktionen, als ob dann Das wäre etwas Gutes. Nie, das ist in sich selber nicht etwas Gutes. Und einfach so sehr schwierig ist für uns alle, auch für meine Eltern, ja also mein Vater ist in dem Jahr zweiundfünfzig geboren, ja und die Königin, begann dann an an der Drohne zu sein im Jahr zweiundfünfzig, in dem Jahr des Geburts von meinem Vater, ja? Also, was die königliche Familie ist, ist für die Leute in Großbritannien und man kann es nie trennen von die. Die Königin, die sind so eng verbunden. Wir wissen nicht, was ist eine moderne königliche Familie in Großbritannien, das wissen wir nicht. Und ähm und es wird ja spannend zu sehen, wie die Situation jetzt sich entwickelt in den nächsten Jahren. Kann sein, dass seine ernsthafte Debatte dann beginnt, was wäre dann die Rolle von einer, eine moderne königliche Familie, aber bisher Hand diese Debatte nicht wirklich begonnen wegen die ständige die ständige andere politischen Krisen dann in den Wochen. Ähm seit Anfang äh seit Ende, Ende September.
Tim Pritlove
Was denkst du, was mit äh Charles jetzt zu erwarten ist? Er gilt ja eigentlich als eine sehr viel politische Person, du hast es ja schon erwähnt, ne. Er ist äh gilt als jemand, der sich's schon immer sehr für das Klimathema eingesetzt hat, ich sage jetzt mal, er gilt. Ich weiß es nicht, wie viel da jetzt wirklich äh äh dran ist und er machte eigentlich immer so ein bisschen den Eindruck als würde er schon in gewisser Hinsicht einen anderen Stil als seine äh Mutter. Wird der den jetzt aufgeben? Wird der den jetzt durchziehen? Denkst du, er wird mehr in eine politischere Rolle auch haben? Wollen.
Jon Worth
Das ist das ist ja schwierig. Natürlich. Er hat bestimmt ordentliche Berater und diese Berater werden bestimmt sagen bitte. Erstens so einfach möglichst dich so raushalten. Ähm. Aber irgendwie wir haben schon dieses Beispiel mit einem Kopf 27 schon gehabt. Wir haben schon einen Film ähm äh kam auch raus aus der und sagte oh you are again, oh dea ode hat er so gesagt, ja. Das kam auch. Äh irgendwie aber sonst Art und Weise, ja, irgendwie nicht gemein gedacht, ja, aber irgendwie. Bisschen blöd ähm.
Tim Pritlove
Bisschen britisch, würde ich sagen. Also das.
Jon Worth
Ja, nach dieser so Bomblinger Art und Weise irgendwie. Ähm es wird auf jeden Fall anders sein. Was wir. Was man mit ihm sagen kann, ist, ganz ehrlich er ist nicht gemein. Er ist. Irgendwie er will das Beste tun. Die Frage ist natürlich, für ihn ist was bedeutet das überhaupt heutzutage in die die die britische. So in dem britischen politischen Zirkus. Ähm und das es könnte so eine Situation kommen, wo er wirklich so Entscheidungen. Treffen muss in den nächsten Wochen oder Monaten, ja? Also. Ja, also für mich ist es immer noch ein großes Fragezeichen. Ähm er hat bisher. Keinen großen Fehler gemacht, ja? Äh aber es er ist nur im Amt seit sechs Wochen. Ähm es kann ja sein, dass es problematisch wird, ja. Ähm. Ja, mehr kann ich zurzeit nicht sagen.
Tim Pritlove
Gut, dann kommen wir doch mal wieder zurück auf die äh. Und dann vor allem jetzt auf die letzten vier Wochen. Wir haben's ja schon erwähnt, List Russ äh musste sich dann erstmal medial etwas äh zurückhalten oder hätte auch gar keine andere Chance äh gab. Man könnte auch sagen, sie hatte zwei Wochen Vorsprung erstmal. Ohne mediale Aufmerksamkeit ähm was vorzubereiten. Jetzt hat sie natürlich das Land zu einem Zeitpunkt übernommen, wo. Die Probleme äh echt kulminierten. Also es gibt auf der einen Seite das auch von Boris Johnson. Äh unterstützte und ich glaube auch unter Lyst Trust nicht wirklich in Frage stehende Engagement für die Ukraine. Die damit verbundene Energie äh Situation, das haben wir auch alle schon erwähnt und natürlich dann äh die ganze Brexit Heritage plus eben der allgemeine Zustand der ähm und natürlich ähm damit eben auch schon die angesprochene Schwäche, mit der sie ja jetzt hier eigentlich in die Rolle gegangen ist, weil sie eben diese Unterstützung der Partei so nicht hat. Jetzt hat sie ja erstmal einen glaube ich, ganz bemerkenswertes Kabinett aufgestellt, was so, die Diversität betrifft. Da hat sie wohl versucht einen Punkt zu machen, aber was sind denn da letzten Endes für Personen aufgerückt?
Jon Worth
Ja also ganz grundsätzlich, also dieses Kabinett ist schon im Abend seit dem 6. September, aber auch dann wir haben erst nach der Beerdigung der Königin wirklich. Gesehen, was tun die, ja? Tross hat so eine, Ideologisch sehr schmal aufgesetztes Kabinett ähm äh ähm so zusammengestellt. Äh der. Das schon raus, ja? Aber der der damalige ähm, Finanzminister der ist eins von den engsten politischen Alliierten von Trus, also ist wirklich auf der rechten wirtschaftlichen Flügel äh der der Partei. Ähm, Hat überhaupt nicht versucht, anderen Leute aus so anderen Flügeln der Partei irgendwie. Wirklich reinzubringen. Also äh. Also stellvertretender Premierministerin ist ähm sie ist ähm auch eine langjährige Alliierte von von Trus und der Außenminister ähm auch. Also sie haben versucht so eine Gruppe von so engsten Alliierten um sich zu bilden. Leute reinzubringen wie wie könnte es ja so eine Rolle geben für ihn oder ähm äh anderen Leute so aus der Ehe so pragmatischeren Seite der Partei. So im, Das führte dann zu einer echt große Krise ähm am 32 September, sodann das ist, sind nur vier Tage nach der Beerdigung, der Königin. Also das ist eigentlich ausdünlich interessant. Also so ein normales Politik begann, schon am 20. September wieder an. Ja, okay, Beerdigung ist vorbei, Politik beginnt wieder. Ja, also es das war ziemlich schnell und ziemlich beeindruckend. Also, der damalige Finanzminister braucht das einen sogenannten 2022 raus. Das hieß. Einen sogenannten mini Budget, so dem Minihaushalt. So das ist dann wichtig, weil in den britischen politischen Kultur muss ein Haushalt durch den britischen Unterhaus abgestimmt werden. Also es begann schonende Diskussion muss es ja eine Abstimmung geben über diese neue Finanzplan von quasi Quarten. Und es begann sehr, sehr schnell wirklich schief zu laufen, Die finanzielle Situation in Großbritannien war schon sehr problematisch, weil besonders wegen Energiepreisen die so rasant angestiegen sind Mit den mit zwei Problemen im Hintergrund. Erstens, Großbritannien war Härte betroffen wegen der Coronakrise. Als manche andere europäische Länder wirtschaftlich, meine ich und hatte schon größere Staatsschulden und wegen Brexit und wegen den sinkenden Wert des Funkes und wegen Energieimporten äh Importen, die dann in ähm äh gepreist sind. Waren dann diese Energiepreisproblemen, die dann dann schon sehr ernst waren von anderen europäischen Ländern, noch Ängste für Großbritannien erst dann für anderen. Also was bedeutet das, den wirtschaftlichen Ausgangspunkt für Kurt Hang und Trass ähm Ende September war schon sehr ernst Was haben die dann getan? In diese gab's keine, unabhängige wirtschaftliche Prognose. Es gibt in Großbritannien ein Gremium, es heißt die Office, Budget responsebility. So eine Büro für verantwortliche Finanzpolitik. Also da drin. Sind es Beamte, aber die müssen oder haben immer die Finanzpläne der Regierung, theoretisch unabhängig ausgewertet und gesagt, funktioniert das wirtschaftlich oder funktioniert das nicht? Also. Quarternk hat so ein rausgebracht, ohne diese unabhängige Analyse der Office und in dem Golfplan gab's eine Senkung der Einkommenssteuer für alle, Eine große Senkung der Einkommenssteuer von 45 auf 40 Prozent. Für sehr reiche Leute, die über 150.000 Pfund im Jahr verdienen, Es gab eine Reduzierung der Nation in, also das ist wie eine Art Einkommensteuer, was hauptsächlich den Britischen National Health Service finanziert. Also sehr große Steuersenkungen, und mit dem Hintergrund, dass schon Steuereinnahmen schon runtergegangen sind wegen den wirtschaftlichen Situationen und Ausgaben schon erhört geworden sind wegen Subventionen für Staatsbürger, oder normale Burger. Wegen den erhörten Energiepreisen. Also das bedeutet Einnahmen waren schon runter, ja und die wirtschaftlichen Hintergrund war schon problematisch. Also die Finanzmärkten haben so gesagt, he Moment mal, das geht einfach nicht. Wie kann man hoffen, dass mit. Wenige Steuereinnahmen, ja, dass Wirtschaftswachstum kommt, also das war das Argument von von Corsy Cortain und das mit mir Wachstum, das dann schließt den Kreis. Und den einzigen Option für mehr Wirtschaftswachstum wäre natürlich eine wieder Eintritt in dem EU Binnenmarkt. Was die sehr euroskeptische und und und Liste natürlich als Option ausschließen. Das führte dann zu kurzfristig dann zu einer Art ähm finanzielle Krise in Großbritannien. Den Zentralbank, dann, musste ähm Bonds ja also ähm Staatsschulden dann zurück kaufen, Das führte dann zu historische äh Niedrigwerten der Fund gegenüber den Dollar. Also ähm er schärfte dann noch mehr, die Krise und das führte dann inzwischen, dass obwohl Truss selber 100 Prozent Quad hängen unterstützt hatte, Er war dann als Finanzminister dann schon am 14. Oktober gefeuert, Er war dann den zwei kürzesten Finanzminister äh der der britische äh Geschichte. Also das war dann eine kurze Zusammenfassung von nur die finanziellen Aspekten von den Mini-Budget, von von Quarten und von. Was haut an sie interessant ist, ist all das hat Tross während. Der Partei Antenne Urwahl im Sommer schon gesagt. Und niemandem hat das damals ernst genommen. Denn ich selber auch nicht, ja? Das kann sie nicht tun. Das wird natürlich nicht funktionieren. Das wird so eine Krise führen. Sie wird alles, was Sie dann die Parteimitglieder angeboten hat, einfach abgeben müssen. Also wir haben es einfach alle so selber so gesagt, so eingepreist. Ja, sorry, das kann sie nicht tun. Wenn der Realität wirklich kommt, wenn sie Premierminister ist, sie wird alles dann abgeben müssen. Jahrelang gesagt, ja ich will die ähm äh Steuerprozentsatz äh aussenken können hat er nicht getan. Was schoss dann gemacht hat, war einfach mal was hat sie getan? Und das führte dann Großbritannien in diese Parallele wirtschaftliche sowie auch politische Krise.
Tim Pritlove
Also die Kritik an diesem. Czess war ja auch nicht nur innerhalb von äh dann äh sofort da, sondern eben grade einerseits natürlich durch die internationalen Märkte, Finanzmärkte et cetera, was du schon erwähnt hast, aber das ging ja bis zum. Bis zu Joe Biden, der irgendwie äh öffentlich äh explizit diese Maßnahme, hat und gesagt hat, das ich weiß nicht mehr ganz genau, weil seine Worte waren, aber äh nach dem Motto, das ist irgendwie nicht so eine gute Idee. Das ja schon ziemlich bemerkenswert und äh ja da diese Reaktion hat auch damit zu tun, dass das Pfund ja auch immer noch Teil ähm der internationalen Währungs. Sicherung ist. Also man kann sozusagen sich das gar nicht erlauben, dass dann eben das Pfund einfach mal so abfällt, weil es dann einfach Unsicherheit an den, in jeder Beziehung ähm auslösen, alles sehr komplexe Zusammenhänge, verstehe ich auch nur so begrenzt, aber auf jeden Fall war die Aufregung dann doch sehr äh groß. Ja.
Jon Worth
Und und es führte ich versuche hier das auf Deutsch zu übersetzen. Er war fast die die. Die finanziellen Journalisten benennen in ähm in Großbritannien zurzeit eine Idiot Wish Premien, so eine Art Deppenzuschlag auf Deutsch. Wir haben versucht, das zu übersetzen. Das wenn man vertraut. Politischer Entscheidungsträger nicht, Das Herr ist herrsche da eine Unsicherheit in den Märkten und das erhört dann den Preisen, um damit dann man will, britischen Governments zum Beispiel zu kaufen. Es zu erhörte Zinsrahmen in Großbritannien Und das war dann Einweggrund, warum dann, und das war dann den Beginn von den jetzigen politischen Problemen. Für sie dann gefeuert hat, hat sie dann. Jeremy Hunt zurückgebracht. Der war jahrelang. Minister und ist auf der Sorte der pragmatischeren Flügel der Konservativen. Und der leitete dann eine Art Kiewwende ein, hey Moment mal, also diese Senkung der Steuersätze für für Reichen, Reduzierung der Einkommenssteuer und so weiter. Das machen wir jetzt nicht mehr. Ja, also er hat alles den kompletten Plan von von und von einem Tag bis dem nächsten komplett gedreht. Und einfach mal zu sagen, okay, wie Adolf Sebuck in Room, also das bedeutet dann, das herrschte dann hat dann geholfen, dann ein bisschen für ein bisschen mehr Ruhe in den Finanzmärkten hat das zu begonnen, das dann reinzubringen. Das Problem da war dann. Eine andere. Es hat die Finanzmärkten ein bisschen beruhigt, aber das hat die politische Situation für List Stross. Das hat das dann den kompletten, Regierungsrichtung von, komplett kaputt gemacht. Also sie hat dann gesagt, ja wir standen alle hinter dem kompletten Kabinett stand hinter diese Pläne von Tross und Quarten. Und dann von einem Tag bis demnächst, also dem vierzehnten, 15. Oktober, haben die dann alles. So geändert, alles so zurück zu den alten Johnson und und und Snack-Ära zurückgebracht Aber dann wofür ist dann Truss? Wofür steht sie dann überhaupt, Und das führte dann zu einer Art politische Krise bei TRAS. Also das bedeutet, die Hardlines, die dann Truss unterstützt haben bei der Partei interne Urwahl sagen. Hey Moment mal. Also wir wollten Steuersenkungen, jetzt kriegen wir genau das Gegenteil. Was für eine Chance hat sie dann das überhaupt einzuleiten? Und das führte dann schon dann gestern zu, Wir wissen nicht, ob es so wirklich eine Art Rücktritt oder ob sie gefeuert worden ist. Den Aus für den Innenministerin, also die oh damalige Innenministerin Swellemann hat als Parteichefin, gegen die anderen äh kandidiert. Aber wirklich von den noch weiteren rechten Flügel der Partei Astras und Snack und sie sagte, okay also unter den jetzigen Umständen kann das einfach nicht weitergehen. Und alle denken dann, sie will sich dann positionieren für einen zukünftigen, Entscheidung, wenn Trust dann als Parteichefin und Premier Mistance stürzt, das Spraywoman könnte dann äh dann kandidieren die Partei noch weiter nach rechts, zu ziehen. Ähm also das ist grob den den jetzigen ähm äh Situation. Die Partei zersplittert komplett aus so einem anderen Thema und das ist dann fucking. Also die Lösung vorgeschlagen von Trass. Für eine Senkung der Energiepreisen. Wäre dann Fracking für Gas ziemlich schnell wieder Einführung in Großbritannien. Gegen den Willen, der der Britischen Bewölkungen, weil die wollen das nicht. Und auch 100Prozent gegen was die Konservativen in den Parteiprogramm vorgeschlagen haben in zwanzig neunzehn, als Boris Johnson, das war Unterhauswahl gewonnen hatte damals. Er hat damals einen kompletten fracking Verbot vorgeschlagen damals und jetzt will komplett wieder einführen, also gegen den Willen der eigenen Partei Und sie, das führte dann zu noch einer katastrophalen, parlamentarischen Situation gestern Abend in in ähm im Britischen Unterhaus. Als sie versucht hat alle Parteiabgeordneten unter enorm viel Druck zu setzen, um fucking wieder einführen zu können. Also das führt dann. Außerdem, wir wissen nicht genau, ob das zustande gekommen ist oder nicht. Zu der der der ähm. Abgang von den Chief Web, also den ähm ähm Rücktritt der Chief Web äh Wendy Morden. Also was bedeutet, wir haben ja keine Ahnung.
Tim Pritlove
Chief Fip darfst du gerne noch mal kurz erklären.
Jon Worth
Also das ist die die ein Person, der für für für parteiinterne ähm äh Kohärenz der Fraktion, so eine Art äh der für der oder die Kohärenz der Fraktion zuständig ist.
Tim Pritlove
Also äh förtlich übersetzt. Das ist also die Hauptpeitsche, ne, also.
Jon Worth
Ja genau.
Tim Pritlove
Person, die sozusagen hinter allen Abgeordneten steht und dafür sorgt, dass es eben ja ein einheitliches Auftreten äh gibt und es ist halt generell äh so ein bisschen so eine Hardliner Position auch immer im Kabinett, ne.
Jon Worth
Also wir haben ja keine Ahnung, ob noch ist oder nicht oder sie ist im Amt, aber hat keine Verantwortung oder keine Macht mehr. Also. Die Regierung, von eine politische Krise bis die nächsten, ja ähm es es kann auch sein, dass Bravoman Worte zurücktreten nicht wegen den offiziellen Grund, was rauskam, sie hatte einen technischen Sicherheitsfehler gemacht, ja ähm sie hatte. Geheime Dokumente über den eigenen persönlichen E-Mail Konto verschickt, Ja, das ist den offiziellen Grund. Aber in der Realität, wir wir haben gehört, dass sie wollte eine neue Regelung für Wiesen. Füll. In Großbritannien einführen, also viele internationalen Studenten, besonders auch China, Studierende in Großbritannien und die haben dann eine besondere Regelung. Arbeitsvisum für die Zeit nach dem Studium zu kriegen. Und diese Regelung wollte Sweaterman als Innenministerin dann dann deutlich Stränge machen schwieriger zu machen für für für Studenten, dann nach dem Studium an Visum zu kriegen und direkt gegen den Willen von von Le's Charles. Also bedeutet, dass aus der gleichen Flügel der konservative Partei kommt wie Braveman, wollte Bravoman, so eine Art Alleingang in Sachen der Visumpolitik der Regierung, einfach selber einen Alleingang machen und dafür setzen Braverman unter Druck. Also es ist ja, vollkommen schwierig. Einfach diese komplette blöde Geschichte überhaupt zu folgen, weil man weiß ja nicht, wer tritt zunächst zurück wer wird dann reingebracht als Nachfolger? Ist die Regierung überhaupt entscheidungsfähig? Also es ist. Einfach katastrophal zur Zeit. Äh also ich habe selber in meine jetzt war 20 Jahren, die ich so sehe nah an British Politic, gefolgt habe und auch wenn diese kompletten Krisen mit Brexit und und Theresa May und und wo im im britischen Unterhaus da gab's eine gewisse wie wir Menschen sagen, also. Dass alle, die in der Regierung sind, also in dem Regierungskabinett haben eine gemeinsame Verantwortung gemeinsam die Regierungslinie zu vertreten. Und diese Das funktioniert zur Zeit nicht. Ja, also, selber keinen einheitlichen ordentlichen Team gebaut. Und es herrscht jetzt die Frage, ist das überhaupt möglich, dass Trass das überhaupt in Griff kriegt oder kriegen könnte, ja, das wissen wir zur Zeit nicht. Also dann. Was sind dann die Optionen? Also entweder Trus, regiert weiter, aber come faktisch gar nichts tun, weil alles, was sie bisher getan hat wird nicht die dem kompletten Mini-Bagget ist schon kaputt. Was kann die dann überhaupt tun? Also sie hat kein. Agenda mehr, also sie kann nichts bemerken oder gar nichts tun und sie leitet jetzt einen Kabinett, ohne so eine Art Gemeinschaftsidee oder Gemeinschaftside. Oder die Alternative ist dann die konservativen ersetzen Listras. Mit sonst jemanden. Aber wer könnte diese Rolle dann überhaupt übernehmen? Weil was man nicht oder was die Abgeordneten nicht in diese, riesen Seiten haben wollen, ist wieder eine parteiinterne Urwahl. Weil man fürchte, dass wenn so was zustande komme. Kriechmann, dann sogar Boris Johnson als Premierminister zurück und das ist ja kein Witz, obwohl es klingt so, total blöd. Also dass die Abgeordneten sagen, hey, wir wollen keinen parteiinternen Urwahl, aber wenn die Partei, armgeordnet sagen, hey Moment mal wir wollen die. Mitglieder einfach nicht erneut fragen können, ja das führe dann zu einer. Dort tiefere Spaltung zwischen die Abgeordneten und die Parteimitglieder. Das führe dann zu einer Art. Partei, wo man das so parteiintern überhaupt nicht das ist nicht regierbar als Partei oder als Bewegung.
Tim Pritlove
Die äh Einschätzung teilt ja auch die Bevölkerung derzeit offensichtlich, weil wenn man sich die aktuellen Umfragen schaut. Also es war ja immer so, dass Labour ja so ein bisschen aufgeholt hat, aber es gab nie wirklich eine nennenswerte, Trend hin zu einer anderen Regierung, glaube die aktuellen Umfragen sehen Labour irgendwie 30 Prozent Punkte vor äh den Torriss, die jetzt irgendwie bei 19 Prozent sind. Das ist ja das absolute Tief und das ist, glaube ich, das, was die Torries immer am meisten hassen in irgendeiner Form nicht mehr an der Regierung zu sein.
Jon Worth
Genau, also das sind die besten Umfragewerten für Label seit Anfang der Neunziger, so heißt es vorher auch, eine parteiinterne Krise gab bei den Konservativen und äh äh John Major damals. Aber das, ist auch ein Grund, warum Neuwahlen. Zur Zeit eher unwahrscheinlich sind, weil alle konservative Abgeordneten denken, oh Moment mal, also wenn es jetzt. Zu Neuwahlen käme, es ist ja unser eigene politische Zukunft ist. Ist dann fraglich. Vielleicht, wenn wir als Partei mit sonst noch jemand dann ersetzen, der oder diese Person könnte die Situation dann irgendwie stabilisieren Könnte das dann zu einer etwas bessere Situation dann führen. Ja und die haben ja vielleicht recht. Aber wäre das dann, halbwegs demokratisch schon den dritten Premiere Minister seit den letzten. Unterhauswahlen ja also es auch ja sehr fraglich.
Tim Pritlove
Ja sagt man glaube ich, ne? Also sie können äh sozusagen nicht vor, nicht zurück und ähm ja Neuwahlen stehen erst 2024 glaube ich spätestens an, ne.
Jon Worth
Alle spätestens Januar 20025 aber alle gehen davon aus, dass, Es wäre normaleweise Herbst zwanzig vierundzwanzig, weil Großbritannien keine Tradition hat, vor allem in in den Wintermonaten zu machen. Das, was geschah in 2019 war so eine Art Ausnahme.
Tim Pritlove
Tja ähm also es.
Jon Worth
Wer könnte Nistrossel setzen und wie? Ja, das ist dann eine eine interessante Frage. Weil. Wir haben in den letzten Podcast von den Parteiinternen Prozederen der Konservativen Gerede. Ganz grundsätzlich also wenn. Wenn 15 Prozent der Abgeordneten, der conservativen schreiben Briefe, den sogenannten neuen das ist so eine Art Ausschuss der Hinterbänkler der Conservativen. Beginne dann eine Misstrauensprozedere in der Parteichef der Conservativen. Also das, haben die getan gegen Boris Johnson. Boris Johnson hat das am Ende überlebt, aber dann einen Monat danach musste er dann zurücktreten, Das Problem ist in diese Regelungen gibt es dann eine eine Periode wo zwölf Monate lang es nicht mehr möglich ist diese Prozedere, erneut zu verwenden, damit es dann dann eine gewisse Stabilität dann herrscht. Wir wissen schon, dass es ausreichend Abgeordneten gibt, die kein Vertrauen mehr haben in, aber die Prozedere kann erst in einem Jahr beginnen. Eine parteiinterne Misstrauensvotum in Lissras nach dem formellen Artenweise parteiintern zu beginnen. Also das ist formell. Ausgeschlossen. Es gibt die Diskussion, könnte man einfach dann diese Regelungen ändern, ja? Natürlich ist es auch nicht hervorragend als Lösung. Zweite Option lies Trust tritt zurück. Also man sagt, hey Moment, lesen, so das geht nicht, bitte zurücktreten. Was wäre dann die Prozedere, Liz Trust Dan zu. Zu ersetzen. Dann beginnen dann diese Prozedere das bei den Abgeordneten. Man muss so eine Art von zwei dann etablieren. Aber faust dann zwei Leute dann in die letzte Runde dann kommen muss es dann zu den Parteimitglieder dann, noch einmal dann gehen und es bestehe dass Gefahr, dass wenn diese beiden, die dann kandidieren, was die eigentlich dann wollen, ist so eine Art Situation, lass Theresa May, in die letzte Runde kam gegen trat zurück damit es dann keine parteiinterne Urwahl bei den Mitgliedergeber damals Aber wenn zum Beispiel, es gäbe Swelle Braverman gegen Vishismark, muss es dann zu einer parteiinterne, uralte Mitglieder kommen und sowas braucht dann sechs sechs Wochen, so sorry so inisieren Um mitten in eine politische und finanzielle Krise ist es dann möglich, dass Großbritannien politische Situation könnte dann einfach faktisch sechs Wochen lang ohne klare politische Linie einfach da sowas zu überleben. Ja, das ist nicht klar.
Tim Pritlove
Also ich meine eine klare politische Linie sehen wir ja eigentlich schon längere Zeit nicht mehr so richtig.
Jon Worth
Genau oder es gibt auch Überlegungen, eine Art Olaf Scholz. Ja, das benennen die das nicht. Das. Dass Trus Könte Parteichefin bleiben, aber die Abgeordneten wählen einen anderen Premierminister. Gäb's eine Diskussion auch darüber, ja aber was der Situation ist, ist die parteiinterne ist, ist so tief problematisch, dass. Leute hoffen, dass die Partei könnte sich also eine Art Notfalllösung auf eine Art. Kompromisskandidat dann einigen. Aber wer könnte so ein Kandidat dann sein, weil die Chassunterstütze, die hassen die komplette Prozedere, die sagen, das sei eine Art ähm äh, Kuh ja gegen Truss, ja? Ähm also ich kann es überhaupt nicht sehen, dass die finden dann eine Art Einigung für. Sonst noch jemanden. Ja, aber wir wissen, dass Trus. Kann gar nichts jetzt machen, ja und. Ist ja ich habe mich dann so sehr oft gefragt. Wie könnte es zustande kommen, dass jemand, die so total unfähig ist wie Trus. Wie könnte so jemand überhaupt Premierministerin werden? Und die Wurzeln sind so sehr tief in die, sage ich die moderne britische politische Kultur. Und diese politische Kultur Brexit führte zu diese moderne politische Kultur. Fähig zu sein irgendeine Ahnung von was wirtschaftlich eine gute Idee wäre, war nicht in vogue, also diese we don't need experts any more Linie von Michael Google während der der Brexit-Referendumskampagne. Das. Seit 2016 ist die ganze britische, politische Kultur. So komplett realitätsfern geworden. Wenn man versucht hatte jemand wie Trus unter Druck zu setzen, sagen hier Moment mal, sowas funktioniert nicht. Vordersamtwort, ja, wir müssen einfach ein bisschen mehr in das Land glauben oder an Brexit glauben oder die. Die Möglichkeit des Brexits einfach mal Härte durchsetzen können, Das waren eine Reihe von sehr unseriöse Menschen, Leute, die unter sage ich normalen, politischen Umständen. Nie unter Druck wären, ja. Jahrelang war Lea beliebt unter konservativer, Mitglieder, besonders in den Jahren zwanzig neunzehn und 20 20. Sie war damals ähm Trade, also Handelsministerin. Und sie hat einfach diese Handelsverträge mit anderen Ländern der Welt unterschrieben. Wir wir haben eine eine Handelsvertrag mit Neuzählern, die unterschrieben, ja, im Wert von 0,01 Prozent der Bruttoinlandsprodukt. Es setzt nicht, was groß mit der EU hatte. Aber enorm viel Applaus. Der Applaus der der konservativen Parteimitglieder. Also. War fast zehn Jahre lang ein Minister in Großbritannien seit 2tausendzwölf. Und wir haben nie irgend Sie waren nie unter Druck. Wir hatten nie den einen irgendeine stabile Meinung von was will sie tun? Das ist eine so ein komplettes Versagen der der komplette öffentliche politische Diskussion. Es ist alles so, überflächlich, ja. Und in den Worten von den Hinterbänkler ist es es lohnt sich das das anzuschauen. Dahinter Pankle Charles Walker ein Konservativer. Er hat äh sich zu den Thema gemeldet gestern. Er hat gesagt, wir haben einfach jahrelang. Unfähige und unseriöse Menschen den höchsten Emden gegeben, einfach weil die. Die richtige politische Linie unterstützt haben jahrelang und. Und was dann ist den Weg zurück? Hört Großbritannien jetzt den tiefsten Punkt. Jetzt erreicht. Das das Hand zurückgekommen ist als Finanzminister. War das dann den tiefsten Punkt? Man kann sagen Hand ist Hand immer noch ideologisch ziemlich weit nach rechts. Aber es ist weniger Realitätsfern als Truss oder Kraten oder Wismark äh oder Braverman. Ja? Elsorück ist das eine, Wände. Vielleicht. Aber die politische Karriere von Truss ist auf jeden Fall tot. Es gibt kein Weg zurück für Trus. Keinerlei. Die Frage ist nur, wie lange kann sie im Amt bleiben und wer könnte dann schon. Überhaupt ersetzen. Die sind dann die großen politischen Fragen.
Tim Pritlove
Jeremy mir Hunt selber da ein Kandidat?
Jon Worth
Gute Frage vielleicht aber er war. Am 20. Juli so unbeliebt ja, dass er hat es überhaupt nicht geschafft, in den letzten sechs kandidieren zu schaffen. Um Parteichef zu werden. Also äh bei den Oval unter den Abgeordneten zählten er nicht zu den sechs populärsten damals, ja, in Ende Juli.
Tim Pritlove
Was natürlich auch daran liegt, dass dass das gesamte äh die ganze Fraktion äh der Torries natürlich alle mehr oder weniger solche äh Borussia Johnson Jubel Perser äh sind oder zumindest zum großen Teil.
Jon Worth
Ja und auch halbwegs feigen haben so gedacht okay wir müssen irgendwie unterstützen also und, wenn man hört, was Leute sagen überhand Ja, dass er sei macht nur, was die Finanzmärkten wollen, von ihm wollen, dass er korrupt sei keine Ahnung, ob das wirklich stimmt, ja, aber, das kommt aus den eigenen Rängen der konservativen ja also. Man hat den Eindruck, dass diese Partei überhaupt nicht mehr zu verreinigen, ist. Das Einzige, was gegen Neuwahlen spricht, ist die haben alle Angst vor Neuwahlen.
Tim Pritlove
Also. Werden wir jetzt sehen, wie sich das äh entwickelt. Ich frage mich jetzt, kann das dann auch. Im Prinzip auch das Ende oder zumindest der Anfang vom Ende sein, dieser Ideologie, die sich so mit dem Brexit Referendum 2016 jetzt im Verlauf der letzten, schon sechs Jahre Bahn gebrochen hat. Also kann das einfach sein, dass auch das Ganze Brexit-Denksystem damit langsam zum Einsturz kommt. Hältst du das für möglich.
Jon Worth
Es ist möglich aber es wird lange dauern bis wir den Punkt wirklich erreichen.
Tim Pritlove
Deswegen sagte ich ja auch, es ist vielleicht der Anfang vom Ende.
Jon Worth
Es ist Anfang jetzt stürzt, das ist einen wichtigen, Startpunkt. Den einen noch wichtigeren Punkt. Ist dann bei den nächsten und Hauswahl, weil dann hoffentlich verlieren dann die Konservativen. Und den dritten wichtigen Punkt ist, wann beginnt bei Labour eine Art Überlegungsprozedere. Wie sähe dann einen besseren Verhältnis zwischen Großbritannien und die EU aus? Weil's zur Zeit Laibern besonders die finanzpolitische Sprecherin der Label Partei sie sagen, Wir sehen oder wir wir werden aus Labour Partei die, des Brexits besser ausnutzen können, aus die Konservativen. Ich sage, es gibt ja keinen Vorteilen des Brexits. Ja und das hat Labour bisher nicht erkannt. Also das wäre dann den die dritte Etappe, das Labour erkenne dann Okay, wir müssen auch einen nicht erneute EU beitreten, sondern. Etwas bessere Verhältnis besonders wirtschaftlich mit der EU wäre dann, Also was wäre die dritte Etappe? Also tschüss raus, Etappe eins Just Etappe zwei verlieren eine Unterauswahl, eine Etappe drei Labour Förder, dann eine ordentlichere Beziehung mit der EU. Ja also die sind die, die möglichen Nächsten Etappen.
Tim Pritlove
Also wirtschaftlich, denke ich mal, gibt's ja eigentlich nur den Weg, einzusehen, dass man eben in dieser total isolierten Stellung keine Chance hat, weil meine. Zahlen sind ja relativ klar, ähm alle G7 Staaten haben äh sich sozusagen nach der Corona-Delle wieder gefangen und äh mit der Ausnahme eben von UK, die halt so auf so einem niedrigen Plateau verweilen und halt. Tendenziell auch noch weiter einbüßen können. Es ist ja auch überhaupt nicht absehbar, wie eigentlich Großbritannien da raus will oder kann gibt da einfach keinen keinen wirtschaftlichen Weg. Das heißt, die einzige Option die sicherlich manche auch schon realisieren, aber die einfach im politischen Klima des Landes nach wie vor schwierig zu vermitteln sind, ist zu sagen, wir müssen mindestens irgendwie der Customs Union beitreten, so würde ich das mal sehen, womit sich ja auch das Nordirland-Problem äh schon mal reduzieren würde. Äh der nächste Schritt wäre natürlich zu sagen, wir müssen auch Teil des Single Markets in äh werden in irgendeiner Form, so ne, also so eine Assoziation, so ähnlich wie Norwegen, äh das hat warte mal, Norwegen ist oh Gott. Ähm und äh ja, womit man natürlich dann wiederum in so einer anderen Dilemma äh Situation wäre, dass man ja quasi vollständig den Regeln der EU ausgeliefert ist. Aber eben überhaupt gar kein Mitspracherecht mehr hat. So und das ist ja schon mal so läuft ja schon mal so komplett dieser Brexit Ideologie entgegen.
Jon Worth
Aber irgendwie ganz grundsätzlich irgendwie das Großbritannien hat alleine. Diese für sich alleine diese Krise ausgedacht irgendwie, ja. Dass die EU sei nicht schuld, dass ich schon ein wichtiges Kenntnis für die britische öffentliche politische Debatte.
Tim Pritlove
Und du meinst, die kommt oder die ist schon da.
Jon Worth
Die ist schon da. Äh das das Brexit. Ein Grund dafür sei ist vielleicht nicht komplett bekannt. Aber das niemandem wirklich Schuld ist für die jetzige Situation außer die Briten selber ja das ist schon bekannt, kriege ich den Eindruck aus den aus den letzten paar Tagen.
Tim Pritlove
Ne, das ist ja schon mal ein äh.
Jon Worth
Das schon war's, ja.
Tim Pritlove
Das könnte wirklich der Anfang äh vom Ende sein in gewisser Hinsicht, ne? Ja vielleicht sollte man ja auch nochmal ganz kurzen Blick noch mal auf die Sezessions äh Bestrebungen, die es ja auch immer unterschwellig äh gibt werfen, also nach wie vor steht ja die Ankündigung von Niklas Dörging, der Premierministerin in Schottland aus, dass sie äh ja eigentlich in diesem Jahr äh das Referendum ähm ab halten wollte über eine weitere Unabhängigkeit von Schottland. Auf der einen Seite auf der anderen Seite gibt es ja in Nordirland, die im Übrigen das ja auch in Bezug auf Brexit auch noch mal so eine interessante Wahrheit. Der einzige Teil des Landes sind, die überhaupt keine nennenswerten wirtschaftlichen Probleme haben oder zumindest eine eine stabile äh äh Situation haben, weil sie eben noch über Irland und damit eben mit der ganzen EU ähm Handel treiben können. Trotzdem gab's dort jüngst auch das erste Mal glaube ich eine Umfrage, die jetzt eine klare oder zumindest überhaupt erstmal eine Mehrheit, vielleicht noch keine klare Mehrheit, aber zumindest eine Mehrheit für eine äh Regionification mit äh Irland. Also wie läuft's in an der Front? Das ist natürlich derzeit kein primäres Thema, weil, so wie anderes das überlagert, aber das das ist ja irgendwie unterschwellig auch immer noch da und da bilden sich ja auch weiterhin Meinungen.
Jon Worth
Also. Da gab's Gerüchte aus Brüssel. Also ist das Verhandlungen da, um faktischen Lösungen für die Probleme an an der Grenze nach Nordirland. Die Verhandlungen liefen weiter in Brüssel in den letzten paar Wochen ja und führte zu einer etwas. Bessere Atmosphäre, dass man könnte kurzfristig Lösungen für diese Problemen, besonders die Kontrollen auf den Fähren zwischen dem Rest von Großbritannien und und und Nordirland. Also da war die Stimmung ein bisschen besser. Die Stimmung in Schottland war, ziemlich negativ, also Nicola Störgin sagte auch vollkommen zurecht, hey Moment mal so. Wir so ein Steuerpolitik wollen wir in Schottland nicht und im die einzige Lösung wäre da nun Unabhängigkeit. Aber keine Ahnung also ob wie das dann weitergeht, was. London ist überhaupt zurzeit überhaupt nicht in der Lage, Entscheidungen zu treffen. So, was Schottland die irgendwie braucht, ist. Irgendeinen stabilen Ansprechspartner in London, was man bisher nicht hat. Und es kam. Letzte Woche vielleicht heraus, dass es gar bisher auch kein Telefonat zwischen zwischen äh und Nicholas Sterging. Also hat auch den Eindruck gegeben, dass die, sie will auch Brücken nach Schottland überhaupt nicht bauen. Ähm also ganz grundsätzlich die Situation in Richtung Nordirland sieht kurzfristig einen pragmatisch. Kleines bisschen besser aus, aber mittelfristig bleiben ganz, ganz viele Fragen offen und in Richtung Schottland keine Ahnung. Man man braucht eine gewisse Stabilität in in London, was grad nicht herrscht. Also mehr zu dem Thema. Können. Ich denke, können wir zur Zeit nicht sagen.
Tim Pritlove
Aber ist denn das Problem, was du angesprochen hast mit den Fähren und den Kontrollen wirklich auch ein Problem für Nordirland oder ist es eigentlich eher nur ein Problem für Großbritannien?
Jon Worth
Es ist ein Problem für. Es ist ein politisches Problem für die Not irischen Juniisten. Die sagen, diese Kontrollen sind so eine Art Trennung, das Trenne Großbritannien von Nordirland. Ähm und das ist das ist mir so ein politisches Problem als ein. Problem ja natürlich ist es schwierig, weil alles kontrolliert werden muss. Ja, aber es ist mehr ein politisches Problem als ein faktisches Problem, aber das, Das betrifft auch Nordirland. Es ist nicht nur in Westminster.
Tim Pritlove
Tja also wir stellen fest äh es ist immer noch alles ganz schön durcheinander und äh das Durcheinander nimmt tendenziell eher noch weiter zu. Ich ähm ich meine so aus einer deutschen Perspektive heraus. Ich denke, da hat sich dann auch in Deutschland, glaube ich, in den letzten Jahren relativ wenig verändert. Das wirst du wahrscheinlich auch so wahrnehmen. Hier sitzt man dann doch eher noch immer so ein bisschen mit der Tüte äh und schaut sich das Geschehen so von außen an, ne? Das ist so, man hat da so sein. Und man denkt sich halt die ganze Zeit die spinnen die Briten was ja wahrscheinlich auch tun und ähm. Was allerdings mir dabei und das begleitet auch unsere ganze Serie eigentlich von Anfang an immer noch so ein bisschen, was mir da so ein bisschen zu kurz kommt ist halt das Problem dass es eben in keinerlei Interesse von Deutschland und Europa an sich sein kann dass diese ganzen Auflösungserscheinungen, die das Land zeigt, sich äh weiter fortsetzen. Weil man weiß ja auch, solche politischen Instabilität wenn die sich noch weiter verfestigen, äh können dann auch jederzeit immer mal wieder zu neuen Radikalisierungs ähm Bewegungen führen. Gut, die hatten wir jetzt im Prinzip mit dem Brexit bereits oder eben auch einfach die wirtschaftliche Schwäche, die sich letzten Endes daraus ergibt, ist ja auch nicht gut. Ich meine äh man verliert ja auch äh die also die ganze wissenschaftliche Kooperation, dadurch dass halt äh nicht mehr in dem Horizont-Programm teilnimmt äh also da da sterben ja auch Verbindungen, die ja für alle gegenseitig von Vorteil waren, ne? Es ist ja äh es war zwar immer so ein bisschen schwierig mit diesem auf der Insel und man dachte sich halt schon immer so, meine Güte, könnt ihr mal irgendwie wie? Kommt doch mal klar. Ja, aber äh immerhin, es gab diese äh politische Integration so schwierig sie auch war, aber sie war halt. Da und am Ende ähm hat ja äh das Land auch davon profitiert, auch wenn sie das halt dann sich das selber eingeredet haben, dass es nicht so ist. Ne, also aber das diese Erkenntnis könnte ja auch mal wieder zurückkommen und grade jetzt in der äh Situation mit dem Krieg sieht man ja auch wieder, wie wichtig, ist halt äh eine europäische Gesamtlinie zu finden und und wie schwierig das auch äh nach wie vor und immer noch ist das zu finden und gerade wenn man sich die Auseinandersetzung anschaut äh mit. Ungarn jetzt im Besonderen mit ihrer starken Antihaltung ja ähm Polen natürlich äh auch noch, auch wenn sich das auch wenn das grade so ein bisschen zurücktritt unter die äh Eindrücke des Krieges ähm wäre es ja schon, hilfreich, wenn eben ein weiterer Powerplayer wieder zurück in die EU kommen würde und dann ist halt auch die Frage, kann ja Deutschland kann, also was kann die EU, tun? Um diesem Drama dort in irgendeiner Form wieder einen Weg aufzuzeigen. So also, kann es ein Angebot geben.
Jon Worth
Ja aber ganz ganz grundsätzlich auf die britische Seite ist es, weit zu früh über einen erneuten EU-Beitritt Großbritannien zu reden. Man weiß ja nicht, auch kurzfristig, wie wie sieht alles politisch aus in Großbritannien.
Tim Pritlove
Mhm. Ja, das ist.
Jon Worth
Außenpolitik ist die britische Unterstützung für die für so für die Ukraine dann genauso stark wie sie vor. Also da da muss man keine Feuchtung haben. Und eins von den einzigen hardwegsfähigen ähm Politiker, die noch in dem Kabinett von ähm ähm dem noch in dem Kabinett von von Truss ist, ist Walles, der der der Verteidigungsminister. Also da muss man nicht so viel Angst haben. Was wir auch gesehen haben, ist die EU hat etwas auf diese diese Situation so gelernt, also wir wollen nicht, was gerade auf der Insel so passiert. Also das ist etwas auch ziemlich Wichtiges. Also, meine Hoffnung wäre es, dass die EU sagt, okay, wir wir sind offen für Vorschläge aus Großbritannien. Aber nicht so schnell, alles ganz ruhig, alles braucht jetzt ein bisschen Zeit. Großbritannien muss noch, ganz grundsätzlich äh über seine eigene politische Zukunft zu Tiefe denken. Dann ist dann ein zu den wieder Beitrittstür dann vielleicht wieder offen. Es ist nie schwierig für deutsche Politiker oder französische Politiker zu sagen, hey Moment mal also wir haben gezeigt, dass die EU wirkt. Ja? Dieses Argument ist für Scholz oder Macron ist einfacher heutzutage zu machen als als vielleicht vor dem vor dem Ausdeberin.
Tim Pritlove
Ja Was denkst du, was steht uns als nächstes bevor in diesem in diesem Spiel haben wir uns ja eigentlich auch schon zu geäußert, ne?
Jon Worth
Die Frage ist natürlich kurzfristig ist. Jetzige Krise überhaupt überleben, ja, auch sogar heute überleben. Die Chancen sind. Ehe dagegen. Ich denke, dass die Chancen, dass in den nächsten paar Wochen die Konservativen Finn eine Art. Ersatzpremierminister irgendeine Art Interim Premierminister. Sind höher als die Situation, als Lysters dann da bleibt. Und so jemanden könnte so eine Art Kabinett. Mit Leute aus allen Flügeln der Partei dann irgendwie aufbauen. Ich denke, dass sowas von Hand oder oder oder Synak geleitet wird, ist vielleicht eher unwahrscheinlich, weil die vielleicht kommt irgendjemand zurück, ja aufs alten Zeiten, ja wie Michael Google vielleicht? So ein bisschen mache mir ja so Angst, dass goog äh jemand für die Realität wäre, aber gut ähm. Und dann die Regierung könnte die Situation halbwegs stabilisieren für die nächsten paar Monaten. Ja bis irgendeiner andere Krise in den nächsten Monaten. Also das ist das wäre meine Vermutung. Ja das und er keine Neuwahlen, dass man hat gesehen, dass. Das ganze britische politische System ist auch nicht so wirklich demokratisch, Ja, also man hat schon einen Premierminister ersetzt mitten in diese Wahlperiode. Man macht das einfach noch einmal. Okay. Weil was den wichtigsten Punkt ist für die konservativen ist die die haben ja Angst vor Neuwahlen. Also die werden alles tun um Neuwahlen zu vermeiden ist meine zurzeit meine Vermutung, Ich sehe nicht, dass es ausreichend konservative Abgeordnete gibt, die wirklichen, wirklich einen Demokraten sind und sagen hier, Moment mal, so kann es nicht weitergehen, so für das das Gute des Landes wäre es besser, ein, ein Unterhauswahl zu machen und den die jetzige Regierung mit Labour irgendwie so ersetzen. Das ist grob meine Vermutung, ja dass, Keine Neuwahlen, so eine Art Ersatz vom von Lis Trash. Das ist die wahrscheinlichste und diese, schlechten Varianten.
Tim Pritlove
Nun gut. Schauen wir mal, was äh passiert und wie schnell uns die äh Ereignisse wieder zusammenführen.
Jon Worth
Woche.
Tim Pritlove
Ja. Na ja, ich denke, es war äh und ist auch nach wie vor hilfreich, hier auch immer in so gewissen äh zurückzublicken, ne und äh die Dinge da nicht so im im Tagesverlauf oder auch Wochenverlauf zu bewerten, weil es geht einfach äh so wild hin und her und es ist äh ein Schauspiel, was Ganz unterhaltsam war auf eine bestimmte Art und Weise, aber ehrlich gesagt, ich könnte jetzt auch mal wieder auf ein anderes Thema langsam. Also das wäre schon ganz gut, aber ich glaube äh als Ideologie ist etwas, was ja. So langsam aus den Köpfen weicht, so schnell es da reingeraten ist. Gut, das hatte natürlich seinen Vorlauf in gewisser Hinsicht. Das haben wir ja auch äh ganz zu Anfang auch schon besprochen. Aber es ist auf jeden Fall eine Ideologie, die jetzt einfach keinen Saft mehr hat, aus dem sich so recht keiner äh ernährt und jetzt ist es glaube ich eher so eine Frage. Wer traut sich äh zuerst aus der Deckung einfach mal zu sagen, dass der Kaiser äh keine Kleider hat, ne? Also es ist äh ich habe auch so bei Labour immer so das Gefühl, Ich meine, du hast vorhin gesagt, Leber hat noch nicht verstanden, dass Brexit keine Vorteile bietet. Da habe ich dann doch so ein bisschen gezuckt und dachte mir so bitte also. Das müssten die doch eigentlich auch sehen und ihre Zurückhaltung ist eher eine politische Zurückhaltung, weil sie meinen, mit so einer Position. Bevölkerung nicht anzukommen.
Jon Worth
Ja. Ja, aber.
Tim Pritlove
Da glaubt doch keiner jetzt wirklich da dran, ich meine das ist doch einfach alles viel zu offensichtlich. Ich meine es ist ja alles was, in Anführungsstrichen Projekt vier so vor, du hast ja da auch diesen Artikel zitiert, ne, Projekt vier was right vom Telegraph, der nun nicht unbedingt gerade für das Verbreiten dieser Position bekannt ist.
Jon Worth
Dieses dieses Angst ja hat immer noch. Leben traut sich immer noch nicht die wahre Realität. Zu präsentieren. Wenn Großbritannien ein Weg zurückhaben will, wirtschaftlich so wie politisch das führt so eine. Tiefgehende Überlegung, wie sehen die Verbindungen mit der EU politisch so wie wirtschaftlich aus? Es gibt kein Weg das zu vermeiden aber den politischen, kurzfristigen Kalkül von Labour ist nein wir reden nicht darüber, Punkt. Das muss als Meinung dringend geändert werden. Die Frage ist, was kommen wir zuerst? Eine Unterauswahl oder diese tiefgehende Überlegung der Labo Partei? Ja aber es hat volle Angst. Ja, wenn wir darüber reden, ja, wenn wir in den Meinungsumfragen sogar Prozentpunkte verlieren. Das haben die immer noch, auch heute noch.
Tim Pritlove
Ciao. Gut, wollen wir an der Stelle einen Punkt machen? Ich denke, es ist alles äh gesagt, also sage ich äh nochmal vielen Dank für deine Ausführung, Ton.
Jon Worth
Alles klar, herzlichen Dank ebenfalls und ähm ja, bis die die nächste britische politische Krise.
Tim Pritlove
Genau, die ist sicherlich nicht äh nicht weit entfernt. Ja, vielen Dank fürs Zuhören bei UKW äh irgendwann machen wir mit diesem Thema äh wieder weiter Ukraine wird natürlich auch fortgesetzt und so weiter, ja bis dahin äh. Euch noch einen unterhaltsames äh Politgeschehen. Ich sage tschüss und.
Shownotes

UKW100 Brexit: Kopf unter der Decke 

Der Sturz Boris Johnsons leitet ein neues Kapitel im fortwährenden Brexit-Drama ein

Es hat sich schon viel zu lange nur abgezeichnet, doch jetzt ist es passiert: Boris Johnson ist als Chef der Konservativen Partei Großbritanniens zurückgetreten und macht damit auch den Weg frei für eine Neubesetzung des Amtes des Premierministers. Während er die Zeit bis zur finalen Bestimmung seines/r Nachfolgerin/in mit nachgereichten Hochzeitparties verbringt bringen sich die neuen Kandidaten in Stellung.

Wir diskutieren die die Auswirkungen der fortwährenden "Partygates", die wirtschaftliche Situation und die Neuwahl der Parteiführung und stellen die wichtigsten Kandidaten im Rennen um den Chefposten vor.

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Tim Pritlove
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Jon Worth

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Prittlove und heute ist es soweit, die 1hundert. Folge von UKW geht über den Tisch. Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen überrascht, wie schnell das ging, aber äh es gab einfach ausreichend Krisen, über die es sich zu berichten lohnte und äh na ja, das habt ihr alle mitbekommen, ähm dann hat sich das einfach so ergeben und insofern bin ich eigentlich auch ganz froh, diese Marke erreicht zu haben, auch wenn natürlich Zahlen irgendwie auch nur. Und Rauch sind, aber heute äh machen wir's auch ganz klassisch und tauchen nochmal in äh die Brexit-Sager äh ein und ich begrüße natürlich den John. Hallo.
Jon Worth
Hallo hallo und wie viele UKWs haben wir zum Thema Brexit gemacht, schon äh schon einige bisher.
Tim Pritlove
Ist jetzt der elfte.
Jon Worth
Okay, gut. Zehn Prozent von der der.
Tim Pritlove
Hat's äh dann sozusagen mitgerissen. Ja aber äh trotzdem in mittlerweile äh auch glaube ich ein ganz schönes äh Protokoll des Ganzen äh Geschehens. Ich weiß gar nicht, wann haben wir denn überhaupt angefangen ähm, Nochmal selber nachschauen ähm also es ging los. Teil 1 äh hoppsala ähm. Neunzehn, Februar zwanzig neunzehn, also wir sind jetzt auch schon seit drei Jahren äh dabei. Ja und seitdem ist ja einiges passiert. So und jetzt ist wieder was passiert und deswegen dachten wir uns beide gleich so, okay, alles klar, jetzt ist äh der Zeitpunkt wieder äh gekommen. Alle werden's mitbekommen haben, Boris Johnson ist zurückgetreten als Ja, Chef der Torries, nicht als Premierminister, das eine äh Besonderheit in in äh Großbritannien, auf die wir auch noch eingehen werden. Ich hatte jetzt übrigens auch gerade wieder ein kleines äh Mini-Brexit äh Erlebnis, weil ich irgendwie versucht habe aus London Gatwick äh wieder zurück nach Deutschland zu fliegen und ähm ja der Personalmangel scheint also auch die Flughäfen mittlerweile voll erwischt zu haben und der Flughafen war dann nicht in der Lage äh den ganzen Andrang noch zur äh händeln. Ich saß im Flugzeug und. Der Flug wurde mir sozusagen unter dem Hintern weg gecancelt weil einfach nicht genug Personal da war, um irgendwie die Koffer 1 ähFlugzeug zu laden. So na ja.
Jon Worth
Aber aber offiziell nach der Linie von Boris Johnson, Corona ist in Großbritannien vorbei. Äh also Hoher, du hast es genau erlebt, wie wie Großbritannien noch sehr hart betroffen ist von von Corona. Also ähm da.
Tim Pritlove
Ja aber ich weiß jetzt nicht, ob das jetzt so eine Corona-Auswirkung war, ist es halt die gesamt das Gesamtpaket. Ich meine, das betrifft ja auch mittlerweile den Rest von Europa, ne, auch was äh.
Jon Worth
Ja wenn Großbritannien ist es besonders schwierig, also weil weil um überhaupt Leute zu rekrutieren in den Flughäfen. Es ist noch schwieriger, weil die sind ja besonders in London. Die ernten von Jobs, die Normaleweise Leute aus anderen Ländern der EU getan haben bis Brexit und die Fluglinien können Leute diese Leute nicht mehr rekrutieren. Also dass ähm das macht alles noch schwieriger in Großbritannien.
Tim Pritlove
Genau, den Eindruck äh hatte ich auch und ähm ja, dementsprechend muss ich drunter äh leiden, aber einen Tag später konnte ich dann endlich das Land verlassen. Ich war. Ganz froh, dass ich wieder weg war. Ja ähm wo haben wir denn aufgehört? Wir waren das letzte Mal hier beisammen, Anfang November letzten Jahres und haben äh vor allem zurückgeblickt auf die ganzen realen Auswirkungen der nun final eintretenden neuen Regelungen und die Lieferschwierigkeit, Lieferketten, Problematik, die ja mittlerweile eben auch den Rest Europas auch erreicht hat, aber der halt in UK viel früher heftiger eingesetzt hat und noch sehr schwieriger zu lösen ist. Ähm keine Ahnung wie sich das mittlerweile so eingeruckelt hat.
Jon Worth
Ja, also die Diskussion in Großbritannien ist. Es geht nicht um die Brexit-Auswirkung, sondern mehr diese nach Coronazeit besonders äh Lebensmittelpreisen und Energiepreisen, Das betrifft Deutschland besonders hart. Weil Großbritannien nicht mehr im europäischen Energiemarkt dabei ist, also Es gibt steigende Energiekosten hier in Deutschland, aber deutlich höheren äh Steigerungen in Großbritannien? Die direkte Brexit-Auswirkungen waren ab und zu spürbar, so großen LKW-Schlangen an den Häfen, ähm aber das ist hm das spielt nicht die. Eine sehr große Rolle in die öffentliche Batze. Zurzeit in Großbritannien. Also es gibt so eine Reihe von Krisen, dass die die direkt im ähm Brexit bezogene Krisen sind eher geringer. Aber auch sehr sehr wichtig und interessant. Vor ein paar Wochen heraus die wirtschaftlichen Zahlen aus Großbritannien und es gibt nur zwei Regionen, die dann den wirtschaftlichen Stand von, vor der Finanzkrise erreicht haben, ja? So es gab so eine tiefe Periode, lange Periode von von langsames Wachstum in Großbritannien.
Tim Pritlove
Krise von.
Jon Worth
Also und diese Regionen sind dann London und nur die Irland, ja, also weil in den letzten paar Jahren, also die die das einzige Region in Großbritannien, wo es ordentliches Wirtschaftswachstum gab, war dann Nordirland, weil die sind von dem Brexit am wenigsten hart betroffen. Ähm also und äh ja das ist ja ziemlich interessant und dann sind dann die Regionen besonders im Norden Englands die noch am härtesten betroffen sind und dann wir erinnern uns dann an dem an dem Unterhaus 20 19, wo Boris Johnson einen enormen Stimmen äh gewonnen hat in genau diese Regionen, die dann dann äh wirtschaftlich zur Zeit leiden. Also das ein bisschen nur den Hintergrund. Ähm aber das ist nicht nicht mehr in den Schlagzeilen wirklich seit seit November.
Tim Pritlove
Denn in den Schlagzeilen seit äh November äh ist vor allem ja das Partyleben der äh der Eliten in äh Großbritannien und speziell der äh Regierung, Stichwort Partygate. Auf einmal äh gab es Berichte über Partys, die gefeiert wurden so in Regierungskreisen Behörden, Government-Kreisen äh während der Coronazeit zu dem Zeitpunkt, wo die härtesten Auflagen. Gemacht wurden und äh die waren ja auch nicht ohne in Großbritannien. Ja und das hat dann natürlich wenig überraschend für eine ganze Menge Aufschrei gesorgt, weil während halt alle anderen sich irgendwie zu Hause eingesperrt haben. Da sind die da halt alle im Garten und. Gefeiert.
Jon Worth
Und dass wir dann nicht nur ein paar Mal. Das Wolfgang eine Riesenreihe von Partys, die in in in Darningstreet ähm äh stattgefunden haben. Die die ersten Gerüchte kamen aus äh äh am dreißig. November raus in The Daily Mira also the Daily Mira hat hier eine sehr entscheidende Rolle als als ähm ähm als Zeitung gespielt. Die haben vom Beginn an. Dieses ganze Reihe von Parties untersucht, besonders die Chef äh Korrespondentin People Pepe hat alles alles so alles unter die äh ähm äh so so gesetzt und dann es kam natürlich dann da raus dann ob's dann Fragen, im Unterhaus zu äh an Boris Johnson was passierte und wann und am Beginn hat er gesagt soweit ich weiß, haben wir zu jedem Zeitpunkt alle Regeln respektiert. Und dann kamen immer mehr Informationen raus, Bilder raus mit Flaschen Bier und Wein und so weiter und es war dann doch klar. Äh die haben überhaupt die Regeln überhaupt nicht respektiert, ja, die kamen aus einem ähm äh Supermarkt an an, die haben ähm so riesen Taschen voller Alkohol reingenommen, aber grundsätzlich, was auch sehr hier sehr wichtig ist, ist nicht nur wo Boris Johnson arbeitet, sondern wo er auch wohnt. Also es gibt dann eine Wohnung da und Boris Johnson's Frau äh Carrie hat auch dann Freunden da eingeladen. So es ist eine Art geschütztes Bereich wo man wohnt und lebt und das bedeutet, dass wenn man so was gemacht hätte, woanders, vielleicht käme dann ganze Gerüchten so schon früher raus. Ähm aber das war dann auch eine Begründung, warum es dann so lange gedauert hat, bis wir dann dann alles ähm äh rausgefunden haben. Aber dann in Wien in alle Sachen Mc Boris Johnson, weil er nicht klar und ehrlich war in seine Reaktionen, auf Partygate hatte dann diese Situation für sich selber dann schwieriger gemacht. Also am Beginn hatte dann ähm Simon Case gefragt. Der Simon Case ist der, so Chef der der Behörden dass da so der ja ähm. Gefragt. Also da ist dann ein Beamter. Könnte er dann bitte diese Situation in Downing Street dann untersuchen. So eine eine Art, unabhängige Untersuchung. Aber das war dann nicht mehr möglich, weil Case es kam raus, dass Case selber bei einige von den Festen dabei war. Er soll da, die haben dann eine Ternitive dann gefunden. Sie hieß also sie kam aus einer anderen andere Ministerium und musste dann in einen Bericht erfassen zu dieser ganzen Partygate Aber das war dann auch für Zörgert, weil dann alles was, was dann in den Dely Mira erschien, war so ernsthaft. Dass die mussten dann eine polizeiliche Untersuchung dann beginnen mit dem Metropolitan Police. Und dann Cugrey könnte dieses Bericht dann nicht rausbringen war dann den Spruch während dem dem kompletten Frühling weil die das dann alles dann untersucht haben. Aber natürlich dann die matchboilischen Police-Untersuchung war dann verzögert wegen, die Wahlen in Nordirland und auch lokalen Wahlen in in England. Die haben gesagt, das können wir nicht raus jetzt nicht rausbringen, weil es steht ein ein Wahlkurz vor. So alles verdammt dann verzögert und dann kam dem Match in please ähm ähm Untersuchung dann raus. Ähm Boris Johnson, den Finanzminister, damaligen Finanzminister Synak, und äh Boris Johnson Frau Carrie, die haben ähm ähm die müssen Strafen bezahlen, weil es es war dann klar, dass die haben dann die die coronaregeln, nicht respektiert. Und dann kam dann diese, raus mit einer anderen Reihe von vom vom problematischen Fällen diese diversen Partys. Karioki Maschinen, äh tanzen in den in den ähm äh Untergeschoss von Downing Street, Partys in den Garten und so weiter und so fort. Aber am das ganze Partygate so war so eine lange und. Sie mich schon nervige Geschichte? Also man wusste nicht. Haben wir jetzt, kennen wir alle Fakten jetzt, ja? Ähm weil es gab so viele diversen Quellen. Ähm aber am Ende. Das vierte nicht direkt zu dem Sturz von Boris Johnson. Ja also das vierte so eine allgemeine. Unzufriedenheit mit ihm, den Eindruck, dass er erinnert sich selber an den Regeln nicht. Ähm aber es gab dann anderen Problemen, die dann direkt den ähm äh so Ende von Boris Johnson führt.
Tim Pritlove
Es zog jetzt ja ewig in die Länge und vor allem äh man hat ja immer so den Eindruck, immer, immer wenn er gerade wieder äh sich eine neue Lüge ausgedacht hat, wie man das dann doch wieder machen kann und so ein paar Antworten sind ja auch mittlerweile ikonisch so als Work-Event.
Jon Worth
Genau, ja, ja, genau, genau, ja, ja.
Tim Pritlove
Und immer wenn dann gerade wieder Ruhe eingekehrt war, kamen wieder neue Fotos raus, die also alles widerlegt haben, was bisher sozusagen ja ach ja das, na ja gut, also.
Jon Worth
Union, hier ist eine Flasche Wein in wo ich normalerweise arbeite ich hatte so Probleme mit der Trennung von Arbeit und meine Freizeit während Krone. Wie so viele von uns, hey Moment mal. Ja ähm ähm Ja, es war äh einfach so rumsünder. Ja, aber wir sind jetzt, wir haben diese dieses Krieg in der Ukraine. Jetzt ist nicht der Zeit der Premierminister zu besetzen. Wir brauchen Zeit, ja? Und es wäre keine Zeit, dann die Regierung jetzt zu wechseln, weil wir sind überhaupt in der wir sind so gut in der Lage gute Entscheidungen zu, Moment mal, ne? Ähm.
Tim Pritlove
Hattest du denn den Eindruck, dass sich die Rolle der Medien ein bisschen äh verändert hat? Weil ich meine, die Medien haben ja nun dieses ganze Tor-Regime eigentlich auch und den Brexit auch weit die Bevölkerung reingetragen und mitgetragen, so es gibt natürlich auch Ausnahmen, aber äh Daily Mirror zum Beispiel, wie würdest du den politisch äh so.
Jon Worth
Aber links ja also die waren nie so sehr großen Boris Johnson Fans. Ähm was hier dann entscheidend war, finde ich, waren die die Rolle von, Einige Journalisten bei anderen Zeitungen, also besonders The Times hat grundsätzlich, eher rechts, aber am Ende, die haben auch doch den Punkt erreicht. Also so so kann es nicht weitergehen. Ähm also das bedeutet Daily Mira hat das so wirklich begonnen und ernsthaft äh sich mit mit diesen Themen der kompletten Partygate beschäftigst. Aber am Ende es waren nur noch so Daily Mail und und schützen Boris Johnson halbwegs. Also es waren dann the Times und einige Journalisten auch von The Telegraph, die gesagt, hey Moment mal, so kann es einfach nicht weitergehen. Also das dann haben wir dann gesehen, he Moment mal, diese so, dass den kompletten so Spektrum, so von Mitte bis rechts die die eigentlich dann Boris Johnson durch viel unterstützt haben, besonders durch Corona, das ging dann nicht weiter, also das das hat doch dann äh zu dem Sulemente von Boris Johnson geführt.
Tim Pritlove
Okay, also da hat sich das sozusagen schon abgezeichnet, dass quasi die Geduld äh des Konservativen Establishments mit seinen äh einfach an ein Ende kam.
Jon Worth
Genau, genau, genau da.
Tim Pritlove
Ja, also Partygate, das hat sich dann noch weiter äh entwickelt über die ganze Zeit. Wie gesagt, es kamen halt immer wieder Sachen raus, aber es sind ja dann auch noch äh andere Sachen ähm passiert. Politisch kam ja dann vor allem die Diskussion um dieses nasan Island Agreement mit der EU, also Teil dieses ähm des Austrittsvertrages, der halt konkret regelt, was der Status von Nordirland ist, haben wir ja eben schon erwähnt, Nordirland ist sozusagen wirtschaft bevorteilt, weil sie ja nach wie vor am EU-Markt teilnehmen können und an dem ähm eine Zollffreiheit und von daher halt äh normal Handel treiben können und das ja dann. Auch, aber auch noch mit UK machen können. Also die sozusagen Best of both Worlds haben, trotz alledem gibt es ja diese spezielle. Grenzregelung zwischen Nordirland und UK, um einfach zu verhindern, dass jetzt UK quasi durch Nordirland Waren in die EU reinschleust und deswegen muss es ja da spezielle ähm Ja, Überprüfungen geben, Kontrollen geben et cetera.
Jon Worth
Ja ja.
Tim Pritlove
Genau und das ist ja so ein bisschen so der der der Zankapfel äh gewesen, obwohl, ich meine, Sie haben's ja unterschrieben. Also ich meine, es war sozusagen das, was ja sonst selber meinte, was heißt denn der der tollste Vertrag seit.
Jon Worth
Und der Overn-Ready Brexit-Deal hatte das ja beschrieben in zwanzig 1neun, ja ja.
Tim Pritlove
Aber man muss ja immer irgendwas haben, wo man gegen die EU hackt und dann kam halt permanent so diese ganze Diskussion auf mit. Das wäre ja unfair und überhaupt und, ja gar nicht und das müsste man jetzt wieder auflösen und ich habe immer so den Eindruck gehabt, so die EU, die sah so aus der Ferne hat sich das so angeschaut und dachte so Leute, das nicht euer Ernst oder? Und im. Wenn es wieder richtig laut wurde und jetzt machen wir das aber auch wirklich, hat sich dann so die EU etwas ähm deutlicher geäußert so zwischendurch, so nach dem Motto ähm könnt ihr einfach mal total vergessen, wenn da äh irgendwas kommt, das wird, gut enden. Aber das war ja sozusagen auch gar nicht das Ziel, sondern es war ja eigentlich immer nur um diese innenpolitische, Debatte zu befeuern, um irgendwie so einen Konflikt zu haben, wo die EU in irgendeiner Form als was Böses dargestellt wird, damit äh sich nicht alle Leute auf Boris Johnson konzentrieren.
Jon Worth
Aber es gab eine Periode zwischen Mitte Dezember und März grob als es dann aussah Es könnte doch noch ein bisschen besser gehen, also ein bisschen stabiler oder oder einen besseren Verhältnissen wären, dann möglich, weil der ehemalige Brexit-Minister äh David Frost ist 18. Dezember so getreten und der hat eine deutlich hetere Linie von Boris Johnson, gewünscht damals und der ist dann zurückgedrängt und sagt, hey Moment mal so, ich kriege keine Rückendeckung von Boris Johnson für meine sehr harte Linie in Richtung Brüssel. Ich trete hier zurück. Und dann dann also die die jetzige damalige und so war sogar auch die jetzige äh Außenministerin, hat dann, Die Verantwortung für Beziehungen mit Brüssel dann übernommen und am Beginn war es alles ziemlich friedlich, also nette so äh aber auf Instagram gepostet von also die Königin von Instagram in in den britischen System, ähm zusammen mit mit der der Vizepräsident der europäischen Mission und. Trussa zu signalisieren, ja, wir wir wollen pragmatische Lösungen und so weiter. Aber dann, Die Situation hat sich so dann wieder verschärft April, besonders April, Anfang Mai. Weil dann am 6. Mai fand dann Novan Islandly Elections statt. Und warum war das dann dann äh so so problematisch, weil die Partei der ausgehende, Premiere Minister Nordirlands, den den ähm ähm Junioristen aus der Unionisten DJ. Mochte nie diese Sondelösung für Nordirland und die haben dann gesagt, okay, wenn wir dann gewinnen, wir wollen den nordirischen Protokoll. Verhandeln, ja, dass dass Notirland eine engere Verbindung mit dem restlichen Großbritannien. Erhaben muss und eine fanere Beziehung zu Irland. Aber diese komplette Problematik, dann führte dann zu, so Stimmverluste für den DOP, stimmt Gewinne für einen unabhängigen Partei, also den Partei, also nicht nationalistisch, nicht jungistisch Und dann am Ende, obwohl die doch nicht so viel an Stimmen gewonnen haben, dann kam nach der nach der Wahl als größte Partei bei der Notirischens raus, also dann die ähm äh die Nationalisten, Das bedeutet dann, dann das wirfte dann ein Schatten auf den komplett diese komplette Situation. Was könnte London dann von Brüssel verlangen, was dann akzeptabel wäre, für die und das ist dann den jetzigen Stand. Also wir wir haben keine Lösung in sich, Es kam dann ein ein Gesetzentwurf Anfang Juni raus. Das Großbritannien, will einfach mal sagen hey wir wollen eine komplett neue Beziehung in Nordirland das ist was wir machen wollen und falls die EU das nicht für uns tut dann wir respektieren halt, was wir vor zwei Jahren und und und unterschrieben haben Und das ist dann dem jetzigen Stand. Also dann dieses Vorschlag nervte Brüssel ganz viel.
Tim Pritlove
Wir respektieren oder wir respektieren das nicht.
Jon Worth
Ist nicht mehr, ja? Ähm wir werden dann einfach mal die Kontrollen, die erforderlich sind, an den Fähren für den Import von Waren. Wir werden einfach mal diese diese Kontrollen einfach nicht ausführen. Ähm und Brustso sagte, okay, also wir wir stellen wir müssen alles juristisch überprüfen, Busse blieb vorerst. Ziemlich ruhig, ja, aber Brüssel wusste auch, dass die die Zeit, die noch, Johnson noch im Armt bleiben wird. Muss begrenzt sein. Ja, also das bedeutet, dass am Ende Brüssel kann ruhig bleiben, weil die mittelfristigere Linie der britische Region ist nicht klar, ja weil das bedeutet, dass Es war mehr ein also äh also Trus haben dann. Zwei Spielen gleichzeitig gespielt. Erstens wie mache wie macht man etwas für den Nordirischen. Und auf der anderen Seite wie gewinne man an Unterstützung parteiintern für eine zukünftige. Wahl für die Nachfolge von Boris Johnson. Also eine gute Beziehung mit Brüssel war nie oder nee vielleicht ein bisschen anders. Am Beginn dachte Februar dieses Jahr eine bessere Beziehung mit Brüssel, wäre möglich, weil sie ist grundsätzlich jetzt sage ich nicht pro europäisch, aber. Sie ist nicht blöd, ja? Sie versteht, dass Großbritannien braucht einen ordentlichen Beziehung mit Brüssel. Aber sie will nicht nur Außenminister bleiben, sondern sie will auch setzen und das ist dann den Grund. Für die immer härtere Linie in Sachen notirisches Protokoll von. Es ist nicht eine persönliche Glaube, sondern ein taktisches Spiel um den Parteivorsitz äh dann zu gewinnen.
Tim Pritlove
Also man muss ja auch sagen, List Russ war seinerzeit Remana. Genau. Relativ.
Jon Worth
Uns zählt zu den zu den härtesten Brexiteers jetzt. Hat eigentlich noch dazu gesagt, okay wir ich muss jetzt die Leute überzeugen, dass ich jetzt so wirklich so ein real believer bin, ja ähm und das ist was, was sie jetzt vorantreibt.
Tim Pritlove
Wir werden gleich nochmal zu ihr kommen, weil äh sie ja jetzt auch eine der Kandidatinnen ist für die Nachfolge von Boris Johnson. Ähm aber bleiben wir vielleicht nochmal kurz in Nordirland. Du hast es ja schon erwähnt. Es gab diese Wahl, also die Semly in äh Nordirland, das ähm, Wolf Parliment, also sozusagen die die äh regionale äh Regierung, die aber schon immer das Problem hatte, dass sie sich äh schwer einig werden konnte, weil es gibt ja einerseits durch das Nordirland-Abkommen, durch das Good Friday Agreement, ist fest. Quasi die Regierung immer von den beiden rechts und links stehenden, also von oder von den Unionisten. Ja rechts und links trifft's da äh überhaupt nicht. Die sitzen wahrscheinlich auch irgendwo rechts und links, aber das ist jetzt nicht das normale politische Spektrum, sondern hat die Unionisten, also die, die sozusagen die Union mit Großbritannien, in ihrem Herzen äh tragen, die halt auch vor allem der ähm äh religiösen äh der nicht katholischen. Protestantischen Teil äh äh sozusagen sich zugehörig fühlen und auf der anderen Seite eben die katholische. Äh die eben republikanisch orientiert sind, die also quasi schon immer für eine Einheit mit mit Irland äh sozusagen sich positioniert haben, und dann halt eben auch sozusagen in ihrer Geschichte mit dem ganzen Terror auf eine bestimmte Art und Weise auch immer äh verbunden war, immer so als politischer Arm äh der IAA galt. So und jetzt kam diese Wahlen und durch diese Verschiebung weg von den Unionisten, hin zu der Lions Party. Dadurch gelang es eigentlich erst, dass erste Mal eine mehr also nicht eine Mehrheit hatte, sondern die stärkste Partei wurde.
Jon Worth
Ja, genau und das bedeutet, dass dann die So Premierministerin wird dann von Shine sein, aber zur Zeit, Es wird keine Regierung geben, ne, so kein Powersharing Agreement. Ähm weil den den ähm Unionisten, also die nehmen dann, an eine Regierung bis dann die aus der Sicht der DP die benötigte Änderungen, Protokoll kriegen. Ja, aber also ja versteht so ziemlich blöd. Die haben eine Unterstützung verloren, aber auf beiden Seiten, also an den Pragmatisten von den A Lions Party, also die Partei, die wollen einfach mal weg von diese so alte Kluft den beiden so traditionellen religiösen äh Gruppen im im im Notirischen so Politik und wollen dann einfach so sagen, hey Moment mal, so wir gehören alle hier zusammen. Wir wollen gute, ordentliche wirtschaftliche Lösungen äh für für Nordirland. Die hier haben eine Unterstützung dann gewonnen. Aber dann Parteien, die dann noch krasser gegen Dublin, ja, so noch stärker. Für die Union mit Großbritannien sind, haben auch einige Stimmen von den ähm äh gewonnen. Also die haben dann, beiden Seiten an Stimmen ein bisschen etwas verloren. Also die stehen in eine sehr problematische Situation. Aber die sind ja auch zum Teil selber schuld, weil Es war ja blöd, weil die waren für den EU-Austritt. Ganz am Anfang. Die haben auch einen EU-Austritt unterstützt damals, obwohl die EU-Ausschnitt gefördert worden von Tresa May wäre besser für für politisch für Nordirland aus dem jetzt aus dem jetzigen von Boris Johnson. Also was bedeutet? Die haben nie verstanden, dass Großbritannien in der EU. War eine gute Sache für Notirland wäre, ja. Das haben die nie kapiert und kapieren die immer noch nicht. Also was bedeutet, man hat jetzt so eine Art. Man man sieht äh man hat keine Lösung in sich da politisch in Nordirland. So die Situation ist so irgendwie so eingefroren bis, Die Situation an eine andere ist in London und und wir wir müssen bis Herbst dieses Jahr warten, bis wir dann wissen, wie ist die politische Lage in London und, und dann ist Westminster überhaupt diese Änderungen des nordirischen Protokolls überhaupt dann durchführen. Ähm aber das ist dann dem jetzigen Stand. Also alles ist so blockiert, also eingefroren aber. Immer noch Ruhe ist. Also es gibt kein die kein so wie die Kehrung von von von Terrorismusgefahr zur Zeit, ja?
Tim Pritlove
Wie ist denn das ähm hast du da so einen Blick dafür, wie das so in Irland aufgenommen wird? Wie wie blickt die Republik Irland auf diese Situation?
Jon Worth
Es ist ein bisschen schwierig, waren auch Shinpain, gewinnt auch in Dublin zurzeit an an Unterstützung. Aber Irland hat auch. Angst, also Not-Irland ist im Vergleich zu zu Irland immer noch deutlich ärmer. Politische Lage wird auch beim Vereinigtes Irland nicht unbedingt einfacher ja also dann eine Aufnahme Nordirlands so oder ein vereintes Irland ist auch dann für Dublin ziemlich problematisch. Also es ist ja politisch wichtig für äh für ähm die Regierung in in Dublin, dass, man man das diese jetzige Notirische Protokoll dann noch. Wirkt und noch funktioniert, weil das das hilft ihr Land auch natürlich. Ähm aber zur Zeit, die haben ja, die haben ja Angst politisch in. Kann ich auch durchaus verstehen und was auch. Bisher ziemlich gut war oder ziemlich ähm ich mochte das wirklich. Dublin hat. Immer noch enorm viel politische Unterstützung aus anderen Ländern der EU. Also das bedeutet, die EU blieb hinter Dublin vereint. Aber wenn groß, wenn. Großbritannien. Zerstört jetzt die notirischen Protokoll und es gäbe dann Spannungen an der irische Notirische Grenze. Wie weit geht dann diese Unterstützung? Dem restlichen EU für Eheland, ja? Falls es wirklich so unkontrollierte Produkte von England nach Nordirland und dann in Irland hineinkommt und dann in den Binnenmarkt was kann die, EU doch am Ende doch noch akzeptieren, ja? Und ginge und gingen dann Spannungen zwischen Irland und anderen Ländern der EU dann los. Also das passierte bisher nicht, aber das ist. Es könnte so diese Situation mittelfristig kommen. Ja? Aber natürlich die EU kennt Großbritannien unter Druck setzen und sagen hey Moment mal sorry das geht nicht wirtschaftlich das geht nicht politisch, das geht nicht Ähm also lasst uns mal wieder ans ans Verhandlungstisch kommen äh und sehen wir, was wir dann dann lösen können. Aber ob das überhaupt möglich, ist dann von den die politische Situation in in in Westminster dann 100 Prozent abhängig.
Tim Pritlove
Und natürlich auch in der EU, weiß man ja nicht, was ich bis dahin noch äh ändert, aber grundsätzlich habe ich schon so den Eindruck, dass ähm. Sollte also jetzt wirklich UK auf die Idee kommen, das so als Druckmittel einzusetzen und so ein bisschen so hier äh ihr habt jetzt katastrophale Zustände äh äh so äh seht ihr, was ihr davon habt? Ist ja nicht so, dass die EU keinen Druckmittel hätte, weil natürlich grade die äh der Ärmelkanal, äh da lässt sich natürlich beliebig viel verschärfen so in ähm bestimmten Maße natürlich. Ähm von daher ja bin ich da. Sehe ich eigentlich die EU immer noch am längeren Hebel, aber dass das zu.
Jon Worth
Ja ja, aber aber die aber die beiden die beiden Seiten wollen oder sollen keinen Handelsstreit wollen, ja? Äh die die EU versteht das und. Bleib ruhig und versuche das zu vermeiden. Aber was wir Großbritannien als Land wohnen. Lebt irgendwie noch in dieser Art. So was ist die Realität ja und wie macht man einen Erfolg aus Brexit, ja also wir wir haben jetzt die wirtschaftlichen Zahlen. So die Frage ist, wann erreicht Großbritannien, so dieses so tiefste Punkt, wo man beginnt mal wieder. So nach auf der Realität. Irgendwie so zu kehren. Und dieses Punkt hat Großbritannien bisher nicht erreicht. Also das bedeutet könnte man den den Boris Johnson artiger ja also wir haben hier Recht, also wir wir wir tun was wir wollen, ja, dass, beschädigt Großbritannien und und äh und verschärft noch die schon problematische, wirtschaftliche Situation, aber, Wäre es noch möglich, dass das Großbritannien genau das noch einmal mache? Ich kann es nicht ausschließen.
Tim Pritlove
Also viele Einschätzungen, ich habe mich dir auch angeschlossen, äh waren ja so nach dem Brexit-Referendum so, Das dauert jetzt erstmal ein Jahrzehnt, bis sich dieses Land irgendwie so weit gedreht hat, weil die Erfahrungen müssen alle erstmal gemacht und eingearbeitet werden und dann muss man auch den Leuten genug Zeit geben, äh die Realität nicht nur zu akzeptieren, sondern es ist auch öffentlich zu. So ja äh und von daher ähm haben wir glaube ich noch ein paar Jahre.
Jon Worth
Ja dann das wird und auch von Label. Man hört nichts. Ja also man man sagt Brexit, man dieses Wort oder irgendwas zum Thema bessere Verbindung mit ähm Beziehungen mit der EU darf man nicht sagen. Also also als wichtigste Oppositionspartei rennen weit weit noch von von die von von von dieses Thema.
Tim Pritlove
Aber die Dinge äh gehen ja weiter in der Welt und dann äh kam es zum Krieg in der Ukraine und ähm das war natürlich jetzt auch wieder ein äh interessantes äh Ding, weil natürlich jetzt hier auf einmal die weltpolitische Rolle, Großbritannien ähm, Auf einmal wieder auf die Agenda kam, ja, die so bisher ja äh in den letzten Jahren äh wenig eine Rolle gespielt hat denn einerseits ist ja UK zusammen mit USA offiziell zumindest ja so ein bisschen der Schutzpatron des der bisherigen äh Regelungen äh Friedens in Anführungsstrichen Friedensregelung zwischen Russland und der Ukraine und. Müssen Sie sich von daher auch ein wenig in der Pflicht sehen und war dann ganz interessant zu sehen, wie äh man reagiert hat und es ging dann eigentlich relativ schnell. Äh man könnte natürlich jetzt unterstellen, Boris Johnson hat die Gelegenheit geliebt, äh wieder von seinen ganzen Skandalen abzulenken, aber ich aber ich glaube, es ist halt schon aber auch ähm, Das ist jetzt so eine so eine so eine Fernewahrnehmung oder vielleicht projiziere ich das auch so ein bisschen, aber ich habe so das Gefühl. In solchen Momenten erinnert sich der Apparat UK aber auch wieder sozusagen an seine gesamt. Bedeutung und auch all seine Fähigkeiten. Natürlich kommt jetzt hier auch die militärische äh Rolle ganz stark mit rein. Aber es ist sozusagen auch für das Land ähm, keine große Schwierigkeit gewesen sich politisch voll gegen Russland zu stellen und hinter die Ukraine zu stellen während wir das ja hier in Deutschland ein Eiertanz äh erlebt haben und immer, erleben, der äh sehr, sehr schwierig zu erklären äh ist, der sicherlich auch seine Gründe hat, aber eben äh dort einfach ganz anders aussah. Und da gab's halt auch mal wieder so einen schönen Feind und äh man konnte mal wieder sein Militär äh ausrollen und hat auch sehr schnell für Unterstützung ähm zur Unterstützung geführt, zu konkreter Unterstützung geführt, die auch viel geholfen hat bisher. Ähm einerseits, andererseits. Die Flüchtlingswelle, die dann äh aus der Ukraine in Richtung äh Westen gerollt ist, die ist dann halt mal wieder auf dem Kontinent verteilt worden. Aber am Ärmelkanal.
Jon Worth
Also.
Tim Pritlove
Da war dann Schluss.
Jon Worth
Ja, aber aber aber das ist dann tippisch für Großbritannien. Ja ähm also und und Boris Johnson hat hat das auch so braucht, um um seine Position zu verteidigen, ja? Also jetzt Schluss mit dem kompletten Party-Gate-Skandal, also wir sind mitten in einem Krieg und wir unterstützen der Ukraine, ja? Also was er selber da getan hat, also ich erwarte gar keine Änderung der Linie in Richtung und Waffenlieferung und so. Von aller anderen möglichen Boris Johnson Nachfolger, also es gab da einen totalen Kompromiss parteiintern bei den konservativen, aber eine volle Unterstützung von Labour. Also man liefere Waffen, Großbritannien hat. Diese komplette, so Spannungen, was wir in Deutschland haben oder in Italien mit Gaslieferungen. Also. Großbritannien hat keine Sorgen, einfach mal zu sagen, okay, wir schicken Waffen. Ja, also es ist wird. Niemand in die britische Debatte hat so gesagt hey Moment mal also pass auf wir wollen nicht dass es wirklich da schief geht ähm von einem Tag bis zum nächsten also das könnte man ohne ohne große Sorge dann dann machen. Man hatte dann diese diese Periode so Ende Februar Anfang März als dann die Situation war dann in Richtung Brüssel dann auch, Etwas lockerer, also Deutschland und Frankreich in anderen Ländern der EU waren auch dann ganz happy, dass. Boris Johnson in der Lage war. Britische Waffen an der Ukraine zu liefern, ja? Weil das das machte dann das Arbeit für Short zum Beispiel, ein bisschen einfacher, so Ukraine hatte ausreichend oder, nicht ausreichen, aber hatte doch einige Waffen ähm Waffenlieferungen äh gekriegt von von Johnson. Also man hat gesehen, wenn eine kurze Periode. Es war ein bisschen, ruhiger, so geopolitisch die die Situation zwischen Großbritannien und die anderen Länder der EU. Aber ja, das ist ein grundsätzliches Verhalten in Großbritannien. Also so so was kann man ohne, ohne großes Streit ähm findet man in Unterstützung für sowas. Ähm innerhalb dem innerhalb von den Systemen.
Tim Pritlove
Ja also Militär hat einfach auch eine ganz andere Rolle in der in der britischen äh Gesellschaft. Ich kann mich noch erinnern. Schottland war, dann habe ich mich auch so mit Schotten über ihr Verhältnis äh zu England erhalten, was ja noch nie besonders gut war so und irgendwie irgendwie hasst ihr euch so, aber. Wenn dann irgendwie hier Krieg ist so damals ging's glaube ich um die. Man meint so ja, so wie komisch, wenn wenn Krieg ausbricht. Dann sind wir irgendwie alle wieder eins. So, dann ist es schon wirklich auch als als Nation sozusagen und und nicht mehr die einzelnen Regionen so richtig gut erklären, warum das so ist, konnten sie mir auch. Aber das aber diese Aversion gegen äh die Aufnahme von von Flüchtlingen so. Ich meine, das hat ja nun den ganzen Brexit dominiert das war ja so einer der Kernpunkte, diese dieser rassistische äh Unterton, der immer drin war bis hin zu. 1 zu eins Kopien von alten Nazi äh Plakaten mit der Überflutung und so weiter, nicht wahr? Haben wir ja alles gesehen. Dann gab's aber dann noch eine sehr ähm ja eine sehr. Schwierige Regelung, die sie sich dann ausgedacht haben in Zusammenhang mit Ruanda.
Jon Worth
Ja genau, also dann dann ähm Flüchtlinge, dann so ähm na nach Ruanda zu fliegen. Ähm aber.
Tim Pritlove
Also der Deal war man hat mit Ruanda ein Abkommen ausgehandelt, dass wenn jetzt. Asylsuchende in UK äh ins Land wollen, dass man sie stattdessen nach Ruanda schickt und dort wird dann ihr Fall geprüft und wenn ihr Asylgesuch sozusagen zugesagt wird, dann dürfen sie bleiben, Aber in Ruanda.
Jon Worth
Da, ja genau, ja, ja. Und wenn wenn es nicht erfolgreich ist, die müssen dann irgendeinen Weg finden von Ruanda, hinzu, keine Ahnung wo, ja.
Tim Pritlove
Ist denn das? Also was ich meine erstmal was was hat Roanda davon?
Jon Worth
Ja also aber hat hat Geld von Großbritannien. Dafür gekriegt, ja. Das das Ganze ist ist weil die die jetzige Innenministerin Pretty Partie ist und den so härtesten überhaupt in in der Regierung will eigentlich dann Leute zu total abschrecken, also will das niemandem versucht, na, Großbritannien. Zu kommen. Also das ist dann auch eine. So so eine Art Widerspruch, diese so Global Briten. Ja, man will so Militäreinsätze, man will offiziell auf Papier so gute Verbindungen mit ehemaliger ähm ähm Kolonien jetzt in den aber hey Moment mal ja ihr müsst alle da bleiben also versucht doch nicht nach nach Großbritannien äh zu kommen und dieses Art dann Leute möglichst viel so abzuschrecken, also versucht das doch nicht, führte dann zu diese diese verrückte ähm äh Politik der der Regierung. Also Juristen haben dann, die ersten Abschiebungen, So, die haben Klagen eingereicht und das dann gestoppt. Und es gibt jetzt diese Spielerei gehen dann diese Flüge dann weiter oder oder wie und unter welchen Umständen. Natürlich also es gibt dann Diskussionen in Großbritannien, aber hauptsächlich geführt durch so in den linken Medien, dass so eine Lösung überhaupt nicht, sei und vollkommen unakzeptabel ist ähm aber, Dieses Argument kam bei den bei der konservativen Partei und bei der Regierung überhaupt nicht äh nicht an. Also. Ich kriege den Eindruck, dass das komplette britische politische System. Nicht das komplette Bewölkerung, sondern die ganze politische Debatte hat so vollkommen an. An Menschlichkeit, an an so einen Menschenverstand, irgendwie so total verloren seit Brexit. Und dann dieses dieses Abschiebungs- äh äh Politik, es ist ein Beweis davon.
Tim Pritlove
Ja, aber das gilt jetzt noch.
Jon Worth
Gilt jetzt, aber wir wissen nicht ob oder wann es noch Flüge geben wird nach Wonder sehen wir.
Tim Pritlove
Weil die sind ja die, die gestartet werden sollten, sind ja dann kurzfristig gestoppt worden.
Jon Worth
Stoppen ja wegen einem so eine ähm äh juristische Klage ist dann eingereicht worden in den European Court of Human Rights. Äh es gibt so weit ich weiß dann Diskussionen, dann in den nächsten paar Wochen noch ein paar Flüge Ähm äh dahinzuschicken. Aber auch ja, also. Die Anzahl an möglichen Abschiebungen sind, sehr gering, ja? Also es ist böse unmenschlich und funktioniert nicht, ja? Also das ist, Einwanderungspolitik, ja? Also, Das ist so typisch an die jetzige Regierung, die wollen beweisen, dass die krass hart rechts sind, aber, an der Implementierung ist das komplette Ding eine Katastrophe, also das wirkt nicht. Ja und und das ist genau wie in ganz vielen Aspekten das das Land gerade regiert wird.
Tim Pritlove
Ja. Äh aber. Im Effekt bedeutet das dann für die ukrainischen Flüchtlinge dass man ja Familien nicht zusammenführen konnte oh die woanders unterkommen mussten et cetera also es ist einfach so es ist so ein zynisches äh Verhalten also.
Jon Worth
Ja, ja, ja.
Tim Pritlove
Unnötig. Man man könnte das mühelos äh leisten. Ist ja nicht so, dass jetzt Großbritannien auch keinen Bedarf an gut ausgebildeten äh Arbeitskräften hätte. Ja, also das macht ja auch überhaupt gar keinen Sinn, ne, also äh theoretisch hätten sie ja sogar diese Ukraine-Situation annehmen können und sagen können. Ach, ganz viele äh Leute, die dringend Arbeit suchen.
Jon Worth
Ja, aber aber dieses die komplette ideologische Linie. Wenn es ja grob eine gibt in Großbritannien, ist einfach mal das dieses. Diese sehr unmenschliche, sehr harte Linie. Ja, also äh die. Die Mitteln reichen uns nicht aus irgendwie. Wir können. Investitionen in das Gesundheitswesen oder Sozialpolitik oder Umbau von Schulen und so weiter das können wir nicht leisten irgendwie, ja so in in aller Sachen so so in den internen Politik in Großbritannien. Also das. Das ist dann diese so harte Linie gegenüber Einwanderer ist auch ein Teil davon. Also ein bisschen so eine Art unser Mitteln reichen für uns nicht aus. Also und alle diese Leute von außerhalb, die wollen rein, um das noch mehr von uns nehmen oder so Dealen, ja? Äh und Großbritannien ist so ein Paradies für Menschen, die dann die alle hierher kommen wollen. Ja das ist nicht der Fall. Also dieses Sozialstaat in Großbritannien, die Standards sind deutlich geringer als in vielen anderen Ländern der D EU. Beim äh aber das. Das verstehen die Brücken nicht und und ein und und man sehe zur Zeit kein Weg zurück zu irgendeinem irgendeiner Art ich Hymanistischere oder freundlichere äh. In Großbritannien. Also ist sehr ja extrem und sehe. Nasti, ja also ähm ähm nicht nicht nur Einwanderung.
Tim Pritlove
Na ja, aber äh irgendwann ähm hat uns dann das Partygeld auch wieder eingeholt. Die Diskussion um Boris Johnson ging weiter. Ich meine, es ging ja sowieso gefühlt keine Woche, wo nicht wieder irgendein Skandal war, wo er irgendeine anhinscht Talk gegeben hat, also es gab zahlreiche Beispiele, wo er einfach Man man sagt ja bei ihm auch immer so hier hieß Rambling und also äh er redet ja auch als ganzer Kommunikationsstil ist ja immer so ein permanentes Ausschütten von einzelnen Worten, die irgendwie so richtig keinen Zusammenhang haben und in zahlreichen Gelegenheiten hat er einfach äh Reden gehalten. Äh es gab da irgendwie einen Fall, der nochmal besonders aufgefallen ist. Das habe ich jetzt grad nicht mehr in Erinnerung. Weiß nicht, ob du sich da an was erinnerst. Auf jeden.
Jon Worth
Diese ich will für drei Terms regieren. Das war das, das war eins von den verrücktesten. Hat so ein Interview gemacht, außer zwei Nachwahlen verloren hatte, äh ähm. Das war dann Ende Juni. Das war nur ein paar Wochen her. Ja ich habe die Ansicht Absicht ähm für, so drei Wahlperioden zu regieren, ja. Echt stand und enorm viel Druck. Ja ja, ich will weithin regieren, ja. Ich so, Moment mal, ist der Typ. Absolut verrückt. Also das war eins von den übertriebensten ähm äh Dingen die er gesagt hat in den letzten Wochen.
Tim Pritlove
Ja und nicht nur so von den Einzelaussagen, sondern dass einfach auch alles im Zusammenhang einfach überhaupt gar keinen Sinn ergeben hat oder keiner so richtig wusste, was er jetzt eigentlich gerade gesagt hat.
Jon Worth
Aber was will er machen? Na ja, er hat nie. Plan irgendwie, ja. Er hat keine so sage ich treibende Ideologie oder was er für Großbritannien machen will. Er will, An der Macht bleiben, weil er das er mag das. Aber das ist nicht ausreichend für eine Regierung. Und ähm Das haben wir dann äh dann erkannt, ja, also wenn er sagt, ja wir brauchen Stabilität, damit wir unsere Pläne ausführen können hier. Also was sind dann die Pläne? Also ja natürlich haben wir wir haben diese ganze Einwanderungsproblematik, gesprochen. Aber das ist vom vom vorangetrieben, also nicht von Paris Johnson selber. Ähm also was er machen wollte. Ist schwer zu erkennen.
Tim Pritlove
Und vor allem häuften sich so die Austritte auch aus seiner äh Regierung immer mehr Leute äh gingen davon ähm und dann gipfelte das Ganze jetzt im, Ende Juni und Juli mit einer Welle von Austritten ausgelöst durch wieder eine neue ähm Veröffentlichung und diesmal ging's nicht um Partygates, die zehnte, ja da so, Party geht alleine, hätte nie so richtig gereicht, aber es hat im Prinzip den den Boden bereitet, um sozusagen. Zu warten so und wenn jetzt noch irgendwas richtig draufknallt, dann dann platzt halt auch den Torries der Kragen, weil man muss ja sagen. Dass dass die Torries keine keine Scham empfunden haben Das das ist ja nun wirklich seit Jahren offensichtlich. Denen ist es irgendwo auch egal wer sie regiert und wie regiert wird Hauptsache sie bleiben an der Mach aber es gab halt jetzt diverse also es sind ja diese Bi-Elections, die meistens dadurch stattfinden, dass was weiß ich, jemand äh stirbt ausm äh Parlament oder. Muss.
Jon Worth
Wegen Skandalen.
Tim Pritlove
Genau wegen wieder irgendwelchen was weiß ich, da gab's ja.
Jon Worth
Jene hat so so Poren auf seinem äh Rechner in seinem Büro angeschaut und und äh die haben das bewiesen, dass er das getan hat und musste zurücktreten. Also es kam, Es gab grundsätzlich drei Etappen, die dann zu dem Sturz von Johnson führten. Dann diese ähm äh diese ähm äh also die die nach Wahlen, ähm die am 23. Juni stattgefunden haben in zwei Wahlkreisen, die vorher wo die Konservativen gewonnen haben in in in Wakefield im im Norden Englands da hat Label gewonnen und Intiviton in Honeton, im Südwesten, also da haben die Liberalen gewonnen. Also das war dann ein wichtiges Punkt, Ich habe die die Reihenfolge jetzt nicht, ist stimmt nicht. Also dann gab's schon vorher am 6. Juni. Schon ein parteiinternen Misstrauensvotum gegen Boris Johnson. Also das kann man bei den konservativen einleiten. Wenn 15 Prozent der Abgeordneten im Parlament nur unter den Konservativen ein Brief einreichen und sagen, ich habe jetzt kein Vertrauen mehr in den Parteichef und der Parteichef ist dann in Form von Boris Johnson gleichzeitig auch dann der Premierminister. Aber ich habe keinen Vertrauen in Boris Johnson als Parteichef. Und dann, die haben dieses Punkt dann am sechsten Juni mit dem ähm äh sechsten Juli, 6. Juni, sorry, ähm äh dieses Punkt erreicht mit den mit den Briefen und danach hat dann Boris Johnson dieses Misstrauensvotum, damals dann überlebt. Aber der war dann danach.
Tim Pritlove
Nicht besonders.
Jon Worth
Besonders stark für ihn, ja. Der hat mit 2hundert11 so hundertachtundvierzig Stimmen, damals dieses dieses Misstrauensvotum das dann überlebt und das wird dann sehr wichtig, dass es gab dann eine Mehrheit von den sogenannten so so die Hinterbänkler, also die, die, keine Regierungsarmt haben, also keine Ministers oder Staatssekretären, die haben, Eine Mehrheit der Hinterbänke waren schon gegen Boris Johnson. Also das war dann kein erfreuliches Ergebnis für ihn. Also die waren dann die zwei wichtigsten Dingen. Diese Misstrauensvotum, wo er nicht enormen Unterstützung hat. Und zweitens dann diese äh diese Nachwahl. Und das dann war dann nicht alles. Es dann kam dann raus am fünften Juli. Die Situation, die sogenannten ähm ähm Quiz Also das waren dann Vorwürfe, dass diese Abgeordnete, also der war bis den 7. Juli, sogenannten Depity Chief Wape. Also das ist der stellvertretende sage ich so, Typ, der für Einigkeit innerhalb der Fraktion zuständig ist, ist ein Grip und der war der stellvertretend, also es gibt zwei, die die das dann machen.
Tim Pritlove
Die Peitsche, die für Einigkeit sorg.
Jon Worth
Ja genau, genau. Also und äh dann ähm es kamen dann raus ähm ähm der der Typ ein paar Wochen vorher war offensichtlich betrunken ähm eine große Veranstaltung. Und es gab dann Vorwürfe zu also sexuelle sexuelles Missbrauch ähm dass er dann äh gegenüber zwei anderen Abgeordneten ähm ja also, nicht sich nicht korrekt verhalten hat und dann kam eine Diskussion, also, kannte Boris Johnson überhaupt das sein Depety Chief Whip so agierte und am Beginn hat Boris Johnson einfach gesagt. Nö, das wusste ich nicht. Ja, aber dann eine ehemalige Beamte, ja ähm hat gesagt. Stimmt nicht. Ich habe selber Boris Johnson von dieses Chris gewarnt. Schon in zwanzig neunzehn, als Boris Johnson damals Außenminister war, Und Boris Johnson votet dieses Chris als so als Staatssekretär im Außenminister äh haben und ich habe ihm schon damals gewarnt, dass damals war es auch also Vorwürfe so eine Art sexuelle sexuelles Missbrauchs gegen dieses Chris. Also das stimmt nicht, dass Boris irgendeiner keine Ahnung hatte. Wir haben ihn mehrmals informiert. Also grob, das ist eine Lüge. Und das war dann, wie wir Menschen sagen, strolle, the come is back. Also dann zwei ähm ähm Ministers haben dann entschieden dann also Javid der der, äh Gesundheitsminister und Synac der der Finanzminister. Die beiden sind so getreten. Insgesamt über 40 andere so Ministers und Staatssekretäre und und Junior Ministers sind auch gleichzeitig alle ähm ähm sind dann zurückgetreten.
Tim Pritlove
Im BBC gab es sogar in so einen so einen Counter, der.
Jon Worth
Ja genau. Bilde von alle diese Menschen, so alles so aufgelistet ja also äh diese so Junior Minister, so soll sein den also niemand kannte, wer diese Leute waren. Also auf den Newsticker, ja sonst noch jemanden liegen, wo es so rückt, Ähm einige mindestens haben doch dann versucht Boris äh Boris zu zu warnen, inklusive Michael Gove und Johnson hast du gesagt, hey nee also danke für die Warnung, aber du bist jetzt gefeuert. Äh also was war ähm, Und der hat dann einige neue Leute in in sein Team äh reingeholt Er hat eine neue ähm Bildungsministerin Michael Donulen äh in ins Team reingeholt. Sie war insgesamt 36 Stunden im Arm, bevor sie selber gesagt hat, hey Boris, du musst selber jetzt zurücktreten. Also er stand dann unter richtig viel Druck und hat dann doch am am am siebten ähm ähm äh siebten Juli ist er dann äh so getreten. Das Problem ist, er bleibt im Amt als als Premierminister und das beste mindestens bis dem fünften, ähm äh September. Ähm also er will natürlich sein sein großes ähm ähm Wedding Party, in den offiziellen Residenz im Sommer noch noch machen können. Äh ernst, ja. Also das ist eins von den Begründungen, warum er da dann ähm äh dann bleiben will. Weil er hat Carrie verheiratet während Corona. Hat nie so den den ähm äh Heiratsfans nie gehabt und die das veranstalten die im Sommer jetzt in Tschechien, also den offiziellen ähm ähm Residenz der der Premierminister ist. Dann am Ende doch endgültig dann erste Hälfte von September dann endgültig raus. Aber das ist was dann zu den am Ende doch Süden Sturz führte. Also nicht nur Partygate, sondern diese beiden Verluste in den in den in den ähm Nachwahlen und dann dieses dieses so Skandal um Chris.
Tim Pritlove
So, jetzt ist er also so gut wie weg, sagen wir's mal so. Es war, also es sieht zumindest irreversibel aus durch, das das wird dann erstmal gewesen sein mit Boris Johnson und da kann man irgendwie äh Großbritannien nur dazu gratulieren, weil ich glaube niemand hat. So viel dafür getan die Meinungen äh die der Rest der Welt über hatte äh in in Mitleidenschaft zu ziehen. Wie Boris Johnson, das war halt einfach äh nicht mehr zu ertragen.
Jon Worth
Ja. Aber Vorsicht.
Tim Pritlove
Es könnte noch schlimmer werden.
Jon Worth
Geht immer, ja. Nee, nee, ähm aber ganz ehrlich, also ähm es gibt jetzt noch im Rennen 6 Kandidierenden für den Parteivorsitz.
Tim Pritlove
Also Stand äh heute äh Datum haben wir noch nicht gesagt. Heute ist der äh Donnerstag, der vierzehnte Juli 2zwanzig und äh schon heute Abend könnte das schon wieder anders.
Jon Worth
Es dann nur noch fünf. Äh also. Eine kurze Erklärung, wie wählt man einen einen neuen Parteichef bei den Konservativen? Zuerst in Runden und den Abgeordneten. Ja, also es gab, am Beginn oh es gab Gerüchte vom noch mehr Kandidierenden aber es gingen acht, Kandidierenden im Rennen. Es sind heute nur noch sechs und heute Abend wird's dann nur noch fünf. Also die machen dann eine Runde, wenn dein Mann brauchte am Beginn, 30 Abgeordneten und stürzen von 30 Abgeordneten um überhaupt noch ins Rennen zu bleiben, Dann waren schon zwei Jeremy Hunt, der gegen Boris Johnson verloren hat, schon zwanzig neun1. Er war dann an an in diese erste Runde, ist er gescheitert diesmal. Also der bis vorletzte Woche, äh ähm Bildungsminister und dem jetzigen Finanzminister, also der ist auch schon raus. Das bedeutet, wir haben heute den heutigen Stand ist, wir haben sechs Kandidierende noch im Rennen. Wir haben den ehemaligen Finanzminister Sunac, den jetzigen Außenministerin. Eine ehemalige Verteidigungsministerin und den jetzigen Handels sie noch oder ist sie auch zurückgetreten? Ich weiß nicht, ist egal. Äh ähm und dann drei so eher Außenseiter, Kemmi Bade noch. Sie war bis vor Kurzem Ministerin für Local Government. Ähm die Generalchefanwältin, unsere Journey General der Regierung Swille Brevin und den Vorsitzende der Außenausschuss im House of Comments Tom also die sind dann die sechs, die dann im Rennen sind. Was auf Mai aus meiner Sicht in den jetzigen Punkt wir erreichen. Also die die Abgeordneten wählen ja nur die Abgeordneten, um die die Liste an kandidierenden auf zwei zu reduzieren. Ja, so wir sind jetzt sechs, heute Abend wird's fünf bis irgendwann nächste Woche wird's dann nur noch zwei. Und diese zwei gehen dann an den Urwahl und Mitglieder der konservativen Partei und es wird dann bekannt gegeben am fünften. Ähm äh September wer dann gewonnen hat. Und bei dieser Uhrwahl, eine Beteiligung so ein per Post dann für die Mitglieder der konservativen Partei dann möglich. Also aus meiner Sicht sind drei von den sechs, die noch im Rennen sind, haben durchaus gute Chancen. Die sind dann Synak, der ehemalige Finanzminister Just, dem jetzigen Außenministerin. Und Motor und die äh ehemalige Verteidigungsministerin, also die sind die drei, die dann die besten äh die die besten Chancen haben.
Tim Pritlove
Schauen wir doch mal auf die. Auf die 3 und äh welche Rolle sie denn bisher äh gespielt haben, mal vorausgesetzt dein Gefühl drückt dich äh nicht. Also äh und äh Lizz Jas haben auf jeden Fall den Vorteil, dass sie, in den letzten Monaten oder letzten paar Jahren sehr viel mehr in der Öffentlichkeit standen und natürlich da ein ganz anderes.
Jon Worth
Aber nicht immer nach äh positiv, ja ähm aber ein bisschen schon ja ähm nee also also grundsätzlich. Zunach ist am bekanntesten, der war auch sehr wichtig bei den konservativen für den EU-Austritt. Also. Der ist im seinem Herzen, so eine Art. Small state tori. Ja so der will grundsätzlich Steuerlast reduzieren, ist Pro Business sieht noch eine sehr wichtige Rolle des London City. Was ergibt, Als Finanzminister war etwas anders. Also man steht, der unter Druck wegen der Coronakrise, zum Teil auch Wegen, den den EU-Austritt. Er musste dann steuern dann erhören, um überhaupt die Kosten des Staates sowieso überdecken. Ähm also ist es dann fraglich, was was ist so dem richtigen Regie Szenarc? Er hatte auch eine Reihe von. So sage ich so Skandalen, Es war dann bekannt, dass die Frau von Synac, die sehr reich ist. Ist ja auch eine eine sehr reiche indische Familie, hat Jahrelang kein Steuer in Großbritannien, bezahlt ist so eine Art in in in Großbritannien. Und dass das selber jahrelang, das wollte ich von aus auch einen amerikanischen Pass und einen amerikanischen Green Card hatte und das war jahrelang dann nicht bekannt, dass er dass er das das hatte. Also man hat immer den Eindruck ist. Irgendwie seine komplette Laufbahn war für ihn irgendwie sehr simpel, ja? Also er. Er muss nie wirklich kämpfen. Er war nie unter politisches Druck. Er ist selber so reich, dass sie Krieg gebt gibt den Eindruck, dass er versteht, Sage ich so, die normalen Menschen nicht irgendwie, ja? Ich verstehe, was sie meint, also er macht so ein Bild, so vorne Tankstelle, ja mit einem kleinen Auto. Niemand glaubt daran, dass er selber ein klein Hunde oder ein Tier oder so äh ähm fährt, ja? Also, Es fehlt ihm dann eine Art, zu den Burger. Also was das ist Boris immer ziemlich gut gelungen. Ja also der ist aus der Britische Elite aber hatte einen sehr. Lustigen Umgang mit aller Arten von Menschen. Also diese so personal touch hat so eine auf keinen Fall. Er ist intellektuell sehr klug, kann ich auch behaupten, ja? Ich. Eine ist auch ziemlich lustig, ja. Ich fahre auf der Universität mit Synac. Ich erinnere mich überhaupt nicht an ihm, ob er ob wir an genau dem gleichen Kurs, an die gleichen genau die gleiche Universität war, ist ziemlich lustig. Ich habe ich habe ihm überhaupt nicht in Erinnerung. Ähm vielleicht hat er einfach ähm wenige Studentenpolitik, als ich da gemacht damals äh äh damals in Oxland, aber es ist ziemlich lustig. Ähm Aber gut ähm dann die anderen kandidieren. Also war dann bei der Brexit Referendum für einen Verbleib in der EU? Ähm hat dann sehr schnell. Verstanden im Moment. Also die konservative Partei ist dann jetzt vollkommen für einen harten Austritt, hat sich selber dann immer mehr als so Liebling der der Partei positioniert in alle Sachen Brexit ja so einfach so ich bin jetzt überzeugte Brexiteer Ähm sie ist oder gibt den Eindruck auch als Außenministerin, dass sie. Nicht immer sehr klug ist oder nicht immer sehr ernst. Sie ist immer jemand so für so einen netten Instagram Bild statt eine eine so ordentliche. Diskussion oder oder man kriegt den Eindruck, dass. Von Sommunikation und den Medien vorangetrieben, nicht an eine grundsätzliche Interesse an den, Felder selber. Ähm aber sie ist. Ziemlich bekannt, ja? Also es könnte dann doch noch helfen und weil sie einen Schritt weiter vom dem Zentrum des Regierungs Boris Johnson war. Sie hat zum Beispiel keine Strafe gekriegt während den ganzen Partygate. Auch Sona Cat musste eine ähm ähm eine Strafe bezahlen.
Tim Pritlove
Mhm.
Jon Worth
Und sie ist, muss man sagen, vom so von Hintergrund her etwas normaler. Ja, sie hat aus Kassenprüferinnen gearbeitet. Aha, so ein paar hat ein paar Gerüchte gehabt, dass sie hat ein paar Affären mit anderen Abgeordneten. Ja, aber das ist Das gehört zu den Alltag bei den konservativen Partei so ja also vielleicht hat sie wird sie wenige also die wenige Kontroverse oder eine andere persönliche Kontroverse aus als Szenac. Aber sie war auch als Außenminister fast. Anderthalb Jahren im Amt, ja. Synagogen war auch nicht so lange Finanzminister, also die hatten beiden. Hörenrrangigen Rollen, aber nicht seit so irre lang. Also die sind beide ziemlich auch ziemlich unerfahren. Und wenn die beide sehr unerfahren, sie müssen erfahren sind, dann dann die Situation für Motor und ist, unglaublich. Also es war seit Jahrzehnten der Fall, dass fast keine Premierminister mit Ministers Großbritanniens hat nie eins von den drei Hauptämten des Landes. Die anderen Hauptämten nicht nie gehabt, also ähm ähm Außenminister, Finanzminister oder Innenminister diese drei Rollen hatten Mode und Nie. Sie war ein paar Jahre lang Verteidigungsministerin. Aber sie ist eine ziemlich interessante Mischung aus. So alt und modern irgendwie bei der Partei. So sie ist in Sachen Sozialpolitik ziemlich liberal. Ähm also ein bisschen mehr so auf der David Cameron Linie, dass dass die konservative Partei muss grundsätzlich die so moderne Großbritanniens irgendwie akzeptieren Aber auf der anderen Seite, sie war für ein EU-Austritt. Sie will die Steuerlast auf dem äh auf der Bevölkerung senken. Die Details, wie sie das tut. Sagen sie nicht so ganz. Ähm also das ist dann eine ziemlich interessante Mischung, aber wir, kennen sehr, sehr wenig über Mord Aber es kam jetzt in den letzten paar Tagen die ersten Meinungsumfragen heraus und Meinungsumfragen nicht unter dem gesamten Bewölkung, sondern unter Parteimitglieder der künstlerischen Partei und und alle gehen jetzt davon aus, dass wenn sie. Dann, wenn es und gelingt in die letzte Runde zu kommen, also diese diese Urwahl unter Parteimitglieder, sie kann gegen Truss und auch gegen Synac, in diese Urwahl dann gewinnen. Aber natürlich was möglich ist. Es ist könnte irgendeinen Skandal geben oder irgendeine Entdeckung und man könnte sich dann einfach unter Druck setzen während diese Ulm-Wahlprozedere und irgendwas könnte dann doch sehr schief gehen und sie könnte dann schnell irgendwie scheitern. Also das ist nicht unmöglich, ja? Aber meine Vermutung wäre, nach dem jetzigen Stand, dass sie hat die besten Chancen. Stunt Forsnack und Schuss die noch doch noch Chancen haben und die anderen drei sind dann äh bleiben dann immer noch Außenseiten noch und und.
Tim Pritlove
Wie läuft das nochmal genau ab? Also es gibt jetzt diese Vorauswahl, die wird aber jetzt nicht von der ganzen Partei.
Jon Worth
Sondern nur unter Abgeordneten.
Tim Pritlove
Oder den Abgeordneten. So, das heißt, die müssen dann Support äh äh bekommen und dann wird halt einer nach dem anderen rausgenommen. Ist ja eigentlich so, der Demokratie äh spezifischen Prinzipien, mal abgesehen davon, dass es jetzt nur die Abgeordneten sind und dann ist es natürlich nicht wirklich demokratisch oder zumindest nimmt es nicht alle äh Parteimitglieder äh äh mit, aber so vom Prozedere her verhindert man halt so erstmal so dieses Screenshat äh Red Check äh Problem, das sozusagen irgendjemand durchkommt. Nur äh weil die anderen sich den anderen nicht äh einigen.
Jon Worth
Dieses Problem hatte die Labour Partei, also Jeremy Coben war unter den Parteimitglieder, Eine Weile lang beliebt, aber unter den Abgeordneten gehasst. Ja, also die diese Prozedere innerhalb der konstruktiven Partei ist genau dieses Problematik. Zu verhindern. Also man brauche nach dem Regeln da eine gewisse Unterstützung unter dem Abgeordneten, mit denen man am jeden Tag arbeiten muss und eine gewisse Unterstützung unter den Parteimitgliedern. So das ist genau den Grund, warum. So Doppelprozedere ausgedacht habe.
Tim Pritlove
Genau, das heißt, man nimmt erstmal so die beiden, auf die sich im Prinzip des Abgeordnetenhaus in irgendeiner Form oder die Abgeordneten Tutorials ähm, Sich einigen könnten und dann übernimmt es sozusagen das Parteivolk, dann gibt es diese Urwahl und dann entscheidet halt äh wer mehr Stimmen bekommen hat. Und das wird dann im September ähm spätestens durch sein oder kann es sein, dass es schneller geht, also.
Jon Worth
Nur man könnte man könnte die Situation erleben, Wie es mit Theresa May ausgegangen ist. Also da war dann Theresa May in diese Urwahl zuletzt zwei zusammen mit Andrea Lenzom damals und letztem. Es dann so hochgetreten. Ja, sie war unter so viel Druck, dass sie gesagt ich kann nicht mehr, ich trete zurück und dann warnt Theresa May dann automatisch. Partei äh Parteivorsitzenden.
Tim Pritlove
Da kam es nie zu.
Jon Worth
Kam es nie so oval. Ähm also aber das mochten die Parteimitglieder natürlich nicht, also die wollen das diesmal dann auch vermeiden. Also ich gehe davon aus, dass Johnson bleibe dann im Abend bis bis dem 5. September.
Tim Pritlove
Okay, aber dann.
Jon Worth
Und dann dann mit eine Urwahl und dann die die die Situation wird dann dieses Urwald dann geklärt und eine deinen neuen Premierminister wird dann im Abend sein äh dann kurz danach.
Tim Pritlove
Es wird jetzt gesetzgeberisch ohnehin nicht mehr viel funktionieren, weil jetzt äh Sommerpause ist et cetera.
Jon Worth
Genau. Ja und die die die Ministeriarollen sind voll mit so zu total hoffnungslosen Ahnungslosen Idioten, dass äh dass die kriegen auch gar nicht durch. Also ähm.
Tim Pritlove
Das heißt UK liegt dir jetzt erstmal brach für die nächsten zwei.
Jon Worth
Ja genau, aber sie haben sich so, es ist so echt so, idiotische Abgeordnete. Sie ist jetzt eben an irgendeinem ministeriaalabend und ähm und dann äh ein paar Leute Street gekommen ist ähm ähm haben so so viele Leute gelacht, sie hat dann die Leute, die da vor einfach so den Mittelfinger ähm äh gezeigt. Ach so Moment mal, also das ist kein Verhalten für für ein Minister. Ohne also ähm und ja also die Situation wird. Wird schwierig in den nächsten Monaten bis Boys Johnson dann raus ist. Also. Großbritannien steht jetzt und du richtig viel Druck wegen Corona. Ja, so nach den jetzigen ähm stammt, haben eins von 15 Menschen in Großbritannien derzeit. Den coronavirus ähm also ähm den den Gesundheitswesen ist unter richtig viel Druck Ähm also wenn irgendwas da wirklich schief geht, ist die Regierung von Boris Johnson dann überhaupt in der Lage. Irgendwie so reagieren. Ähm also das ist nicht selbstverständlich ja ähm und es war nicht nötig solange zu brauchen für für dieses Urwahl. Man kriegt das innerhalb von sechs Wochen hin, tun die aber nicht, weil Boris Johnson hat gesagt, ich will mam bleiben bis September und das haben die dann in äh komischerweise dann akzeptiert, ja also das war keine gute Entscheidung, aus meiner Sicht für die Konzepte, aber gut.
Tim Pritlove
Warum gelingt es den britischen Opposition nicht, aus dieser Situation in irgendeiner Form Kapital zu schlagen? Weil man hat ja nicht, also meine gut, sie haben jetzt ein paar äh äh gewonnen oder so, aber das jetzt wirklich so die offene Systemfrage gestellt wird, wollen wir jetzt überhaupt noch mit den Torries weitermachen oder nicht? Ich meine wären jetzt Wahlen, dann säh es wahrscheinlich gar nicht gut aus für die Torries, aber es ist ja auch nicht so, dass es irgendeinen Hype äh geben würde, um Kirstdama oder so etwas.
Jon Worth
Ja, aber der ist okay, die. Laber ist jetzt 7 oder 8 Prozent vor der Konservativen in den Meinungsumfragen, also mit so einem Vorsprung, gewinnt man. Nicht so locker, aber geben wir schon eine Unterauswahl. Ähm also. Starma hat einfach Angst. Der ist als Person vorsichtig. Der will nicht so. Er ist so risikoervers. Und äh erwartet, bis die Konservativen so selbe stürzen. Ja, er ist nicht so wirklich jemandem für. Eine sehr klare Linie oder es sieht nicht immer so ähm äh sehr. Es sieht Möglichkeiten nicht, ja ähm und wenn man sieht, wie schwierig das war, so, zehn Jahre lang für die Label Partei in die Diskussion in den britischen Medien. Vielleicht hat er recht, dass er dann so vorsichtig vorangeht. Ja vielleicht ist es einfach der Fall, dass, kann dieses komplette System nicht ändern vor die selber an der Macht kommen. Und was dann so problematisch war unter unter Labour Vorgänge wie Turny Blayer oder Golden Brown ist. Das Leben dann dann an die Macht gekommen ist, die haben dann ziemlich wenig an dieses Machtstrukturen selber geändert. Ja, aber das ist diese Vorgehensweise von von Starma. Also seine Position ist parteiinten ziemlich stark, in die Meinungsumfragen ziemlich stark, aber er versucht nicht so wirklich. Diese so komplette Problematik des britischen Status Staates zu ändern. Er redet nie um Brexit. Azard, wir wollen unsere eigene Variante vom Brexit, was dann besser funktionieren wird als aus den die Version von den Konservativen. Das ist einen kompletten Widerspruch, weil Wirtschaftlichkeit kann aller Arten von Brexit nicht wirklich funktionieren, entweder politisch oder wirtschaftlich, akzeptiert er nicht. Also er er ist zu sehr nervös in seinem Verhalten, äh aber, kann das hauptwegs verstehen, muss ich sagen. Ja, äh es gibt einfach so viele Probleme in Großbritannien. Ja, also er muss erstens an der Macht kommen und er sieht, und das kann ich auch irgendwie verstehen, er sieht einen Weg. So das doch hinzukriegen. Ähm und weil es wird eine Unterhauswahl geben spätestens 2024 aber höchstwahrscheinlich schon nächstes Jahr. Äh sieht dann ein Weg dann an der doch noch an der Macht zu kommen.
Tim Pritlove
Warum denkst du, dass nächstes Jahr schon eine Wahl ist.
Jon Worth
Weil das die Wahl von Boris Johnson ähm fand Dezember. Ähm wie habe ich das richtig kakiert? Also das war der zwanzigneunzehn. Also es muss dann spätestens nee, kann sein, es könnte Sommer zwanzig vierundzwanzig so. Nun Normalerweise finden Wahlen in Großbritannien so im späten Frühling oder Frühsommer statt. Ja? Aber dieses Fall von Boris Johnson fand die Dezember statt wegen den den damaligen äh politische Krise in Großbritannien. Also ich gehe davon aus, dass er wird nicht bis Dezember, Ein Nachfolger von Johnson wird nicht bis September Dezember zwanzig24 warten und macht das ein bisschen früher, so im Sommer 2024 oder vielleicht schon nächstes Jahr. Es hängt davon ab, wie sähe dann den. Die Situation, dann für eine Regierung aus. Könnt die dann doch noch regieren oder brauchen die dann eine gewisse Unterstützung, ja? Also dass dieses die Tradition Wahlen, nach vorne zu schieben Schon in Großbritannien. Also es ist nicht ausgeschlossen, dass das könnte schon nächstes Jahr stattfinden. Aber so ich habe das falsch kalkuliert. Dezember aus meiner Sicht, Dezember 2024 wird es nicht sein, obwohl das juristisch möglich sei. Ich gehe davon aus, es wird dann Sommer zwanzig vierundzwanzig, also jetzt in zwei Jahren.
Tim Pritlove
Ähm die. Inneren Konflikte schließen ja und ich meine wir reden ja auch immer noch irgendwie über, Brexit. Das ist ja hier so ein bisschen unser äh unser Untertitel oder Übertitel, wie auch immer. Ähm weil schon all das worüber wir jetzt reden, mehr oder weniger ja so einen Ripple-Effekt von von diesem Ereignis äh noch ist. Ganz stark ist das natürlich zu merken in Schottland Und haben wir jetzt noch überhaupt nicht äh geredet. Hatten wir aber früher immer mal wieder erwähnt, weil es ja immer noch diese Bestrebungen gibt zu einem Unabhängigkeit, zu einem weiteren Unabhängigkeitsreferendum vorangetrieben von der Premierministerin Nicola Störgun, da hat sie ja auch wieder einen neuen Schritt gemacht und jetzt glaube ich sogar offiziell einen Antrag gestellt, dass ein solches weiteres Referendum nächstes Jahr?
Jon Worth
Ja am 19. Oktober nächstes Jahr stattfinden soll die Frage ist. Oder wie das juristisch sei. Wenn wir erinnern uns an der Situation zwanzig vierzehn. Damals hat es eine Einigung gegeben zwischen David Cameron und die SNP. Dann das. Die hat so akzeptiert, dass so eine Referendum stattfinden kann. Und London wäre dann bereit, das Ergebnis zu akzeptieren. Das ist jetzt nicht. Das sieht so aus, es sei nicht der Fall, dass London erlaube dann dieses Volksabstimmung nicht, Die Frage ist dann, und es ist immer noch umstritten, ist es überhaupt juristisch möglich, dass sie Schotten entscheiden, alleine so was dann zu machen? Ja und dann, das ist dann die große Frage für Herbst dieses Jahr? Und wie, Reagieren dann die zukünftigen Parteichefs der konservativen Partei, also eine zukünftige Premierminister. Habe dieses Idee der Schorten, dann noch ein Volksabstimmung äh da zu machen. Und das wissen wir nicht. Einige von den Kandidieren haben schon gesagt, nein, wir erlauben keinen keinen weiteren schottischen, Volksabstimmung. Manche anderen vielleicht doch Tugenden ja obwohl ich gehe davon aus, dass er nicht gewinnt. Sind etwas offen, ne, aber nicht offiziell offen. Vielleicht ein bisschen etwas offener für für ein ähm äh einen weiteren Volksabstimmung. Ach so Ich habe ja Angst, dass es könnte alles so eine Art Situation in Katalonien dann führen, wo dann London, den Volksabstimmung nicht, die Schotten führen das sowieso durch als Art ähm so Meinungsbild. Und dann herrsche dann danach noch schlechtere ähm Verhältnisse zwischen Schottland und ähm. Und London. Äh also das ist dem dem jetzigen Stand. Es ist dann nicht klar. Ob dieses Volksabstimmungen stattfinden kann und wenn ja und welchen juristischen Bedingungen.
Tim Pritlove
Ich meine, was würde denn passieren, wenn jetzt der oder die neue Premierministerin und die Torries damit halt da einfach sagen so, nö, machen wir nicht. Würde ja dann sozusagen auch nicht unbedingt das Verhältnis zwischen Schottland und äh England verbessern.
Jon Worth
Natürlich und dann das das ist irgendwie genau was Nicholes Sterging irgendwie will. Sie sagt, hey Moment mal so, wir wollen ein ein Volksabstimmung. Was, Lohn uns versprochen hat, das letzte Mal, also mir mehr macht, wenn ihr in der Union bleibt, das, Kam nie zustande, dass die damalige Argumentation wir müssen zusammen bleiben, damit wir alle in der EU bleiben können, ja? Das kam auch nicht zustande. Also das bedeutet, ich kann einfach nicht weitergehen. Also das das Hill, das hilft dann natürlich ähm um dann dieses Argument für einen unabhängigen Schottland, zu machen. Es hilft natürlich nicht mit, wie man das tut, wenn es keine klare juristische Weg dahin gibt Und natürlich, man blickt auch nach Nordirland und sagt, hey Moment mal so, wie lösen wir die die die ganze Probleme an der English schottische Grenze, wenn Schottland dann die EU dann beitreten will Äh natürlich gibt's auch dann Probleme mit Grenzübergängen und natürlich die die schottische Wirtschaft ist noch tiefer mit. Dem Brest Kurs Großbritannien sind als Notelland Jevar, also die die Lieferketten in Nuria waren schon ein bisschen separater als als die in in Schottland. Es gibt eine Riesenreihe von Problemen die die dann zu zu lösen sind. Aber ich sehe. Nicht unbedingt irgendeine friedliche. Ich meine nicht Krieg, ja aber in einer eine friedliche politische Lösung hier, ja. Vielleicht mit Tügendart als Parteichef der konservativen wäre so was möglich, Vielleicht könnte er dann mehr oder weniger die Linie von Cameron weiterhin unterstützen und für dann ein bisschen mehr Ruhe äh dann sorgen. Aber mit Le Strass, Ja, also ähm sie sie so ein sie ist auch sehr kämpferisch in in wie sie agiert. Motor und auch ja also ähm Mode und hat auch eine ähm so eine persönliche Geschichte bei den ähm bei den Royal Navy und Royal Navy hat viele Stationen in Schottland, also sie lehnt eine Volksabstimmung ab. Sunac aus meiner Sicht hat, wenig Interesse an Schottland. Sie ist nicht im wirtschaftlich wichtigsten Teil von Großbritannien. Ja, also hat er. Wenig Bock sich mit dieses komplette Themenfan zu beschäftigen. Also ich gehe davon aus, dass wir werden diese keine Lösung haben bis Herbst, das ist ja klar ähm und und von den drei so führenden Kandidierenden für den Parteivorsitz. Ähm da habe ich keine große Hoffnung, dass die auch dieses dieses Problem da lösen.
Tim Pritlove
Also es ist erstmal durchaus wahrscheinlich, dass es abgelehnt werden wird. Ja. Weil sie müssen sich.
Jon Worth
Und dann ist Fürth dann sehr spannend im im Winter dieses Jahr.
Tim Pritlove
Genau und das ist auch die Frage, welche welche Hebel eigentlich äh Schottland hat. Weil ich meine, sie sind sie können mit nichts wirklich groß Druck machen, oder?
Jon Worth
Ja, aber die die Chance. Gäbe es dann so eine Art Indicitive Referendum auszuführen. Und wenn die das machen und das mit dann ein Mehrheit für den Austritt, ja, das das übt dann schon Druck auf London aus.
Tim Pritlove
Wäre das legal.
Jon Worth
Ja, wenn ich's nicht juristisch bindend sei, ja, aber eine eine Art wir machen eine Art, wir nennen das keinen Volksabstimmung, so eine Art Umfrage, Poberumfrage, irgendwas. Wäre es wäre es juristisch möglich, ja. Ja aber dann mal London könnte einfach dann danach sagen, he nee, sorry, das lehnen wir ab. Ja und dann wo landet man? Ja, also es ist nicht nicht. Erkannt. Ähm. Aber das ist aus meiner Sicht die die richtigen wohin alles zur Zeit dann steuert. Aber natürlich also es gibt. Es gibt Konflikte überall, ja, also politisches Konflikt, nicht so, so, so äh Krieg, ja? Ähm es gibt diese Konflikte in Nordirland, es gibt eine mögliche Konflikt in Schottland Es gibt Konflikte zwischen die Regierungsebenen in England, ja, weil viele viele von den lokalen Regionen sind fast pleite wegen so geringen Steuereinnahmen. Ähm es gibt den bestehenden Konflikt mit der EU, ja? Es ist man hat den Eindruck, dass die jetzige Regierung, die es herrscht Konflikt. Überall mit allen. Ja und das einfach so Gutes regieren. Spielt keine Rolle mehr und dann diese diese mögliche Konflikte mit Schottland ist, noch dann den den neusten Beweis davon. Dass man die Option, dass man Kehre so eine Art ordentlich regiertes Großbritannien zurück. Wo man versucht, diese Problemen zu mindern, zu beruhigen, zu irgendwie das alles wird nach einem ordentlichen Art und Weise regiert, Ich habe ja keine Hoffnung, dass dass sowas passieren wird in den nächsten paar Jahren. Ja, es ist nicht mehr nur Brexit, also Brexit führte dann so eine eine komplette Art zur Staatskrise. Ist Großbritannien überhaupt in der Lage ordentlich regieren zu werden, eine andere Beispiel zur Zeit, Reisepässe. Es gibt Nomen, Verzögerungen, in die Ausstellung von Reisepässe in Großbritannien. Also viele wollen im im Urlaub reisen, kriegen keine neue Reisepässe mehr, ja? Und haben Wartezeiten von sechs Monaten, um meine Reisepass zu kriegen. So auch ja oder oder Erneuerung.
Tim Pritlove
Berliner Verhältnisse.
Jon Worth
Ja, ja, ja, nur schlimmer, ja oder oder auch ähm ähm aber alles ist zentralisiert in Großbritannien. Es gibt sogar eine zentrale Ausschreibungsbehörde. Die haben die Anzahl an. Ähm an Beamen dort so reduziert sie nicht mehr in der Lage sind, das das richtig zu machen. Oder bei der Ausstellung von einem von Führerscheine gibt's auch enorme Verzögerungen und dann die Kandidierenden für den Parteivorsitzender. Ja, wir haben weit zu viele weit zu viel Bürokratie in Großbritannien. Wir müssen die Anzahl an Beamten noch reduzieren. Also Moment mal, also des kompletten Service ist schon am Boden. Ja wenn man das noch mehr reduziert, ist die Lage noch ernster. Ja, also das ist so, Realitätsfern, die die komplette Diskussion.
Tim Pritlove
Am besten noch alles privatisieren, ne.
Jon Worth
Ja aber aber aber dann das kostet ja was natürlich dann Beginn, ja? Haben die auch nicht kapiert. Ähm also selber, also ich ich. Ich beobachte das dann von fern. Ja, aber wenn ich die Rede, wenn mein Vater zu dem Thema ach so, das die ist so. Sieht keine Verbesserung in Sicht, ja. Äh ist vollkommen deformiert, ne.
Tim Pritlove
Ja und das wäre jetzt so ein bisschen meine letzte Frage. Was passiert eigentlich mit der britischen Gesellschaft? Ich meine, sind die alle nach wie vor so sehr. Durch diese Spaltung des Brexits äh so äh verblendet, dass das alles immer noch so ein Partisanenkrieg ist. Äh, und gibt's da keine Möglichkeit, dass ich da einfach auch mal in der Bevölkerung einfach einen Widerstand regt, der sagt Leute, wir haben uns jetzt hier diese Clownshow irgendwie ein paar Jahre angeschaut. Es geht irgendwo nirgendwo voran.
Jon Worth
Aber wer wer wäre bereit so eine, Widerstand zu organisieren, ja. Es gab ja schon ein bisschen unter unsere den Gewerkschaften. Es gab diverse Bahnstreiks in Großbritannien in letzter Zeit. Also vielleicht sind die Gewerkschaften halbwegs in einer Situation, dass das organisieren. Aber Fisch steht die britische Gesellschaft, diese komplette Situation. Ich bin, nicht mehr so sicher, ja? Also, es ist alles so im Blick und also wenn man wirft ein Blick von Großbritannien zu anderen Ländern der EU. Man kann so sehen, hey Moment, also da in anderen Länder ist es vielleicht kein Paradies in Frankreich oder ohne Deutschen, aber die meisten grundsätzlichen Dingen funktionieren doch noch besser dort als als in Großbritannien. Ähm also das bedeutet äh dieses Verständnis, also wie schief das gerade geht ja ist das ist irgendwie auch verloren gegangen. Also ich. Siegentuch suchen Riesenproteste kommen könnte oder so. Ist vielleicht nicht unmöglich, aber das halte ich für ziemlich unwahrscheinlich.
Tim Pritlove
Aber ist das dann nicht auch ein Problem wiederum der medialen Landschaft, dass die das nicht ausreichend reflektiert?
Jon Worth
Genau und und auch der BBC reflektiert das nicht. Ja ähm natürlich hat man hat eine Art Diskussion um diesen Themen in Daily Mail oder Daily Miro und und The Guardian aber. Versteht die Bewölkung wie ernst die jetzige Situation ist? Ja dann bin ich nicht. So überzeugt. Ja ähm. Ja und und und Label organisiert diese Opposition nicht. Die Liberalen sind zu klein, die Schotten wollen weg. Äh Nordirland hat so schon eine eigene Reihe an einen problematischen Fällen. Es gibt die ehemalige Supermain-Bewegungen, aber man will nicht mal wieder doch noch einmal so den umstrittenen Brexit dann ähm äh erkämpfen. Es gibt andere Leute, die dann haben einfach eine Hoffnung auch, hey Moment mal, so kann dann kein Widerstand oder so. Man hofft auf deine Nachfolge von Bruce Johnson. Es kann nicht schlimmer sein als Boris Johnson, also da haben wir schon ein bisschen, ein bisschen die Wände, also da sehen wir dann vielleicht ein Weg daraus. Ja ähm ja aber aber ein Riesenaufstand warte ich nicht nein.
Tim Pritlove
Nicht unbedingt das Land der der Straßenproteste, ich meine das was so gegen Bre.
Jon Worth
Straßenproteste stürzt du zum Beispiel Margare äh neunzehn neunzig, ja? So die wegen diese und die die die Steuerreformen, ja? Also es kam ein paar Mal zustande, aber in den letzten Jahren dann dann nicht, aber natürlich auch so Pretty Portal, also sehr starken Regelungen hineingeführt. Gegenproteste, ja Protest recht zu begrenzen. Und es gibt natürlich auch wegen wegen diesem ähm ganze Partygate Untersuchung, Vorwürfe, dass die Metropole Police auch selber korrupt sei. Also die. Die so die Säulen des britischen schwanken so alle, ja? BBC, königliche Familie, Polizei, Paliment, ähm also und. Und irgendwie oberflächlich das ganze Ding funktioniert doch noch. Aber hinter den Kulissen ist alles in einem. Sehr unstabilen Zustand, ja? Man weiß ja nicht, wem kann man doch noch glauben ähm und ähm. Das macht mir so wütend und traurig, wenn ich wenn ich das dann sehe.
Tim Pritlove
Das kann ich mir gut vorstellen.
Jon Worth
Aber ich bin so froh, dass ich nicht da vor nicht mehr da wohne. Ja? Ich das vom Fern zu beobachten ist schon deprimierend genug. Dass vor Ort da vor Ort zu sein, wenn ich rede mit mit mit Freunden und Verwandten ähm. Manche von meinen Freunden hier. Ich habe so Politikwissenschaften studiert. Ich kenne viele Leute aus der politischen. So politische Kreise. Einige von meinen Freunden sagen, wieso wir weg wir können die nicht mehr hören, ja oder nicht mehr lesen. Ja, die haben komplett abgeschaltet, weil das ist dann dem einzigen Weg mit dem alltäglichen Situation umzugehen. Das ist so so irgendwie.
Tim Pritlove
Kann ich ganz gut verstehen. Ich meine, das ist auch wenn jetzt so die Kriegsnachrichten mal wieder heftig werden und so weiter. Da hat man immer mal wieder so einen Moment, da möchte man einfach nur noch den Kopf unter die Decke stecken und sagen so, lala ich kriege davon gar nichts mit.
Jon Worth
Genau und das ist genau die Situation.
Tim Pritlove
Der Kopf ist unter der Decke. Ja, dann.
Jon Worth
Dann das war's. Ja, sehen wir halt mal, aber dann vielleicht ab dem fünften. Den 5. September sehen wir, ob vielleicht, ja, also ein etwas bisschen optimistisch ist. Boris Johnson als Person. War so sehr schwierig für alle Oppositionsparteien. Man wusste nie mit ihm, was will er machen, was ist ihre Realität, was ist eine Lüge, es war alles so alles so durchgemischt. Alle anderen Kandidierenden sind irgendwie normaler. Ja die sind vielleicht nicht vertrauenswürdiger, aber sie sind alle irgendwie normaler. Also kehrt dann britisches Politik so. Etwas normalere politischen Themen zurück, Gesundheitspolitik, Sozialpolitik, Fiskalpolitik, ein bisschen so normalere Außenpolitik. Ja, da bestehe schon eine Möglichkeit, ja. Ob es zu besseren Ergebnissen führen wird, das weiß ich nicht. Aber Großbritannien, Politik wird ab dem Herbst hoffentlich, durchaus ein bisschen normaler. Und das ist keine schlechte Sache.
Tim Pritlove
Super positiver Ausblick. Mehr war nicht zu holen, aber immerhin. Die Hoffnung stirbt äh zuletzt und die Queen natürlich. Äh die stimmt so.
Jon Worth
Aber wenn die Queen stirbt, dann dann alles bricht auseinander.
Tim Pritlove
Das kann gut sein, aber ich glaube, das erleben wir nicht mehr. Vielen Dank, John.
Jon Worth
Alles klar. Und bis zum nächsten Mal.
Tim Pritlove
Dank fürs Zuhören, Leute. Genau, wir hören uns äh.
Shownotes

UKW084 Brexit: The Brexit Trilemma

Der Brexit zerlegt zunehmend die Britische Wirtschaft und das Volk verschließt die Augen vor der Wahrheit

Ein weiteres halbes Jahr ist ins Land gegangen seit unserem letzten Brexit Update und die Gesamtsituation ist nicht besser geworden. Aus den ersten Problemen in der allgemeinen Logistik auf den Straßen ist jetzt eine handfeste Krise geworden. Nachdem europäische Arbeiter das Land zur Pandemie verlassen haben kehren sie jetzt wegen des Brexits nicht mehr zurück.

Die dramatisch hohe Zahl von fehlenden LKW-Fahrern setzt dem Land jetzt doppelt und dreifach zu: die Energieversorgung mit Benzin und Diesel kann nur noch teilweise und mit großen Mühen sichergestellt werden und die Lieferketten in der Wirtschaft brechen zusammen. Eine Branche nach der anderen gerät in große Probleme, so dass jetzt sogar die Klärwerke nicht mehr in der Lage sind, ihren Dienst zu verrichten.

Die Regierung in London kümmert das alles nicht und sorgt sich nur darum, dass in der Öffenltichkeit genug Streit herrscht, damit für alles die Schuld bei anderen gesucht wird. Und derzeit geht die Strategie immer noch auf, weil das Land es verlernt hat, sich dagegen zu wehren.

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