UKW079 Corona Weekly: In niedrigen Inzidenzen bräunen

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Wir unterbrechen die Sommerpause für ein kleines Update zur Gesamtsituation, weil die dritte Welle nun ihr offizielles Ende gefunden hat und alle Zahlen eine Trendwende eingeleitet haben. Seit zwei Wochen steigt der R-Wert in Deutschland kontinuierlich an und in dieser Woche gab es dann auch erstmals wieder steigende Inzidenzen.

Was das alles bedeutet und wie es in der aktuellen Sitaution einzuordnen ist, darüber sprechen wir in der heutigen Ausgabe. Wir geben ein auch einen Überblick über den Verlauf der Impfkampagne. Wir melden uns in ein paar Wochen wieder, wenn sich weitere Trends abzeichnen.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Pritla und äh heute. Zehnte Juli zwanzig einundzwanzig und ähm leider etwas früher als erhofft und angekündigt, schieben wir hier ein äh Corona-Weekli wieder ein, denn wir wollten uns ja mal kurz melden, wenn sich mal wieder was tut, was es vielleicht zu besprechen gilt. Wir, das sind natürlich neben meiner Wenigkeit, vor allem der Pavel, Pavel Meyer, hallo Pavel.
Pavel Mayer
Hallo Tim.
Tim Pritlove
Ja genau und sollte irgendjemand hier noch reinschalten der vielleicht unser Programm bisher noch nicht so richtig gehört hat. An dieser Stelle mal eine Erläuterung nochmal was wir machen ist seit Beginn dieser Pandemie in irgendeiner Form das verfügbare Zahlenmaterial und sonstige Meldungen zu durchforsten und mal so schauen, wie so die Debatten laufen und so unseren eigenen Reim drauf machen und für euch so ein bisschen das Ganze vorzukauen, damit der ganze Mist überhaupt noch zu konsumieren ist. Ja und genau das machen wir jetzt auch. Ich bin eigentlich gerade so äh zwischen dem Urlaub Ich weiß gar nicht, wie's dir geht, aber ich habe so die erste Urlaubsphase jetzt gerade hinter mir. Bin jetzt zufällig mal ein, zwei Tage zwischendurch nochmal in Berlin und werde dann wieder weiterziehen. Ähm bei dir hast du die Stadt überhaupt schon verlassen.
Pavel Mayer
Ja, ich habe äh eine kleine äh Wochenendtour mit dem Motorrad nach Hamburg gemacht.
Tim Pritlove
Sehr schön. Genau, man muss ja die niedrigen Inziden nutzen, wie, wie sie kommen. Wer weiß, wann wir das wieder haben werden. Ja, dann kommen wir doch mal gleich äh zum Kern der ganzen Sache, warum wir beide irgendwie dachten, jetzt muss man vielleicht nochmal so ein bisschen äh die Situation analysieren. Wir hatten jetzt längere Phase von, ich weiß gar nicht, zwei Monaten stimmt das? Äh.
Pavel Mayer
Ja kommt drauf an, was du jetzt als nächstes sagen willst, wodurch.
Tim Pritlove
Inzidenzen, so. Das wollte ich jetzt sagen, aber ehrlich gesagt, weiß ich jetzt gerade den konkreten Zeitraum gar nicht, äh seit wann es fällt.
Pavel Mayer
Erst seit dem ersten. Fünften eigentlich, Moment, nee, das sind die Zahl der Todesfälle. Oh, ja, das fällt jetzt schon, ja, lange. Müsste ich gleich nochmal gucken.
Tim Pritlove
Ja, genau.
Pavel Mayer
War ähm.
Tim Pritlove
Solange äh findet das alles ähm statt und. Auch ganz gut aus, war auch, also ich habe so ein bisschen drauf gehofft, dass wir zumindest auf die Zahlen kommen, die wir so nach der ersten Welle gesehen haben. Die sind natürlich so ein bisschen weil ne, Test-Regime und so weiter, das war ja so gegen Ende der ersten Welle so langsam im aber das dauerte dann auch alles noch so ein bisschen bis hoch gefahren wurde, aber es gibt ja diesen schönen Indikator oder Positiv Quote. Und ich glaube, wir sind nicht ganz da angekommen, wo wir da waren. Ähm, aber zumindest so halbwegs. So und jetzt gibt's seit einiger Zeit Berichte. Erst ging's los in Großbritannien, schon vor einiger Zeit mit steigenden Zahlen, wegen der Delta-Variante. Obwohl ja UK mit ihrer Impfvorreihe schon verhältnismäßig weit fortgeschritten war. Ähm und so seit ein paar Wochen, Rauschen dann die Zahlen auch um uns herum nach oben ähm Holland ist dazu. Zu melden und was jetzt grade gar nicht wäre in Europa, Spanien hat, glaube ich, auch extrem hohe Zahlen Portugal war, glaube ich, sogar zuerst betroffen, weil da die britischen Touristen offenbar das als erstes aufgeschlagen sind. Ja.
Pavel Mayer
Griechenland zieht auch an irgendwie Dänemark zieht an Belgien zieht an, Frankreich zieht leicht an, auch auf hohem Niveau. Schweiz hat auch die Trendwende. Ja, Tschechien ist noch ziemlich weit unten, Italien. Österreich auch noch und wir sind ganz unten eigens vor Polen nun wieder, aber trotzdem ziemlich. Also wir sind. Bei uns ist noch am besten so, so Haus ist noch am besten.
Tim Pritlove
Zu Hause am Schönsten, ne? Ja, Genau, so sieht's aus. Ich mache mir auch gerade mal hier ein Bild mit unseren Nachbarländern, Luxemburg, knallt auch durch, Niederlande, Dänemark, Belgien wieder mal, Es ist wirklich zum Heulen. Frankreich, Schweiz, Tschechien, Österreich, alle schon wieder in der Inzidenz vor uns und bei uns gibt's, Tja, was gibt's denn bei uns? Gibt's äh überhaupt was? Erzähl doch mal, wie sieht's denn äh aus? Es zahlen Material, was was liest du daraus?
Pavel Mayer
Ja, also die Trendwende ist da, allerdings noch auf eben sehr, sehr niedrigen Niveau so ähm ja, mit, Inzidenzen. Nach wie vor einstellig, so, je nachdem ja, wie man rechnet, sechs Komma sieben äh pro hunderttausend in sieben Tagen. Nee sechs Komma eins zwei NRW war sechs Komma sieben, sechs Komma eins so oder nach äh RKI offizielle Inzidenz fünf Komma acht, also irgendwo um die sechs auf hunderttausend äh liegen wir halt Deutschland. Weit gerade und.
Tim Pritlove
Sind wir gekommen auf fünf, ne?
Pavel Mayer
Ja. Ähm also ja, nicht, ich glaube, nicht ganz unter fünf, wenn ich das ja, ja.
Tim Pritlove
Komma null irgendwas. Das habe ich so in Erinnerung. Das ist jetzt sozusagen so ein bisschen der Turning Point. Wir hatten in der ersten Welle, sind wir aber auf drei runter. Und die Positivrate liegt jetzt, glaube ich, bei null Komma acht Prozent, was ja eigentlich ein sehr guter Wert ist Da waren wir aber auch, glaube ich, irgendwann mal bei null Komma sieben oder so was angelangt in der ersten Welle.
Pavel Mayer
Also fünf Komma zwei war irgendwie so das Niedrigste jetzt. Ja.
Tim Pritlove
Zwei, okay. Mhm.
Pavel Mayer
Und jetzt sind wir bei fünf acht, also ist jetzt noch nicht, also man kann jetzt noch nicht davon reden, dass äh ja, die Zahlen jetzt hier in die Höhe geschossen äh wären, aber wir haben halt eine klare Trend Umkehr und wir haben halt vor allen Dingen jetzt, seit dem einundzwanzigsten Sechsten, also seit drei und drei Wochen steigt halt der RWRt ständig und äh, ja, ist halt jetzt seit ein paar Tagen äh über eins gestiegen so und das ist halt ein Zustand, so den will man eigentlich nicht haben. Ähm aber wie gesagt, zum Glück. Noch auf niedrigen Niveau und der R-Wert sieht eben, auch noch nicht so gewaltig aus. Äh also mit eins Komma null sieben. Ähm. Ja äh hält sich der eben auch noch in Grenzen. So, aber wir weben aus anderen Ländern gesehen haben, kann sich das. Halt ganz schnell umdrehen und es sieht auch noch nicht so aus, als wenn der Anstieg des R-Werts sich jetzt stabilisiert hätte, das heißt äh nicht nur, dass wir sowieso einen exponentiellen Anstieg haben, aber der Exponent, steigt sozusagen, gerade auch noch so, also haben jetzt gewissermaßen eine überexponentielle Entwicklung. Ja. Oder ja, auf jeden Fall ähm.
Tim Pritlove
Grad nicht so aus, als ob das jetzt nur so ein kurzes aufblitzen in den Zahlen wäre. Ich glaube, wir haben vor zwei Wochen oder vor einer Woche hatte ich, glaube ich, dich mal so gefragt, wie du das so einschätzt. Da meintest du so, hm ja man noch nicht sagen, aber jetzt kann man's sagen.
Pavel Mayer
Aber jetzt kann man zumindest sagen, ja, äh dass das jetzt äh die Trend, Umkehr ist und zwar die Trendumkehr hin jetzt zu steigenden Zahlen. Aber, wie gesagt, zu langsam steigenden Zahlen von einem noch relativ niedrigen Niveau, aus.
Tim Pritlove
Ja gut, aber wenn man sich die Niederlande anschaut, also da ist ja jetzt quasi. Ähm ich weiß gerade nicht, die sind jetzt hier bei, was weiß ich, einer Inzidenz, vielleicht schon bei hundertfünfzig oder so was angelangt, rechne ich das gerade richtig hier aus den Zahlen raus. Und äh. Gut, die sind jetzt auch nicht ganz so tief gekommen, wie wie wir, also das ist natürlich auch nochmal so ein Indikator, also wir haben uns in gewisser Hinsicht schon was Ordentliches erarbeitet wieder, ja, das ist ja wie im Letzten, im Prinzip auch, also äh es könnte, noch könnte eigentlich alles gut werden, wenn. Wenn wir jetzt irgendwie keine Lockerungen einleiten würden, wenn wir keinen Wahlkampf hätten. Den Leuten irgendwie Fröhlichkeit verspricht, dann könnte alles gut werden.
Pavel Mayer
Eigentlich müssten wir jetzt äh so eine Woche Lockdown äh machen. So.
Tim Pritlove
Viel Spaß bei der Diskussion.
Pavel Mayer
Kleinen Zwischen-Lockdown, ja, das wäre das, was wir jetzt eigentlich bräuchten. Also, wenn wir jetzt eine Woche Lockdown machen, dann hätten wir wahrscheinlich drei oder vier Wochen äh länger Ruhe. Ja, so dass wir jetzt der Deal. So, jetzt eine Woche dicht machen und dafür halt äh ja äh drei oder vier Wochen länger äh, Ruhe haben.
Tim Pritlove
Das ist aber noch wenig. Das ist, glaube ich, zu wenig. Irgendjemand zu überzeugen. Also das ist jetzt.
Pavel Mayer
Na ja, das da dafür sind's dann halt äh hinterher äh auch natürlich äh drei oder vier Wochen Lockdown, wenn denn dann ein Lockdown kommen sollte, aber gut, ob ein Lockdown, so ja.
Tim Pritlove
Beide, es wird kein Lockdown kommen bis zur Wahl.
Pavel Mayer
Ja und die Frage ist, ob überhaupt. Ob überhaupt jemals noch einer kommt, weil er jetzt dann angeblich alle geimpft sind und äh ja, die Krankenhäuser nicht mehr drohen, überlastet zu werden.
Tim Pritlove
Genau, lasst uns über die Konsequenz vielleicht gleich nochmal sprechen, wenn wir auch die Impfquoten durchhaben, äh vielleicht nochmal so einen Blick auch äh darauf, wie sich das so in den Ländern präsentiert.
Pavel Mayer
Ja, also mal vielleicht erstmal einen Blick noch auf die ähm. Ja, auf die äh wie sich das in den verschiedenen Altersgruppen äh entwickelt. So und ja, dass es halt sehr erfreulich bei äh deutschlandweit, so bei den über Achtzigjährigen und auch bei den über ähm so Sechzigjährigen eigentlich Inzidenzen von eins Komma irgendwas hunderttausend so eins Komma drei. Ähm ja, bis. Eins Komma neun. Hm und die höchsten Inzidenzen und das ist auch da, wo eigentlich grade der Anstieg stattfindet, ist bei den fünfzehn bis vierunddreißig jährigen, ja. Wie zu erwarten so da ist wahrscheinlich die Impfquote sehr, sehr gering in der Altersgruppe und äh die haben halt mal einfach dann jetzt aber auch die Fünf bis Vierzehnjährigen und die ja, ganz kleinen äh auch überholt, so. Die sind erfreulicherweise, also ja, die die fünf bis Vierzehnjährigen auch nur bei sechs, äh bei einer Inzidenz von sechs auf hundert, tausend, sechs Komma fünf, Und wie gesagt, dann die ähm eben. Fünfzehn bis Vierunddreißigjährigen liegen dann bei dreizehn mittlerweile wieder Inzidenz. Das heißt, in der Gruppe ist es quasi außer Kontrolle.
Tim Pritlove
Welche Gruppe ist es außer Kontrolle? Fünfzehn bis vierunddreißig.
Pavel Mayer
Dreißig, ja.
Tim Pritlove
Der Rest liegt so mit dem R bei eins oder kurz da drunter. Das aber auch das sind alles steigende stark steigende Zahlen, also das.
Pavel Mayer
Ja, also der R-Wert steigt, äh sagen, in allen Altersgruppen an und mittlerweile, ja. Eben.
Tim Pritlove
Außer achtzig Plus.
Pavel Mayer
Nee, aber auch äh also äh achtzig plus und interessanterweise fünf bis vierzehn und hm. Und null bis vier. In den Altersgruppen äh liegt der der quasi R Wert noch unter eins in den anderen Altersgruppen irgendwie über eins mittlerweile. Also sehr verworrenes Bild. Grade, was die Altersgruppen angeht.
Tim Pritlove
Was können wir daraus lesen? Also die, die jetzt im Wesentlichen Urlaub machen, die sind auch alle.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Ganz gut dabei, irgendwas zu verbreiten.
Pavel Mayer
Ich glaube, es ist mal wieder das Partyvolk. Äh.
Tim Pritlove
Das darf ja noch gar nicht. Aber demnächst dann.
Pavel Mayer
Ja ja ich meine die Leute, die jetzt die Lokale bevölkern äh so.
Tim Pritlove
Ja, verstehe.
Pavel Mayer
Und Bars und weiß ich nicht.
Tim Pritlove
Ja klar, die halt auch alle irgendwie ihren äh ihr Leben wieder haben wollen. Das kann ich ja auch alles gut verstehen und die sich aber natürlich jetzt wieder so von diesen Botschaften mit jetzt sind die Inzidenzen niedrig, dann so hurra, dann stürzen wir uns doch mal gleich rein.
Pavel Mayer
Und die alle nicht wahrscheinlich fast alle nicht geimpft sind.
Tim Pritlove
Schwierig zu sagen. Leider, da komme ich gleich drauf zu, haben wir da überhaupt gar keine detaillierten Informationen. Bundesländer.
Pavel Mayer
Ja. Ja. Bundesländer ähm liegen halt auch. Ja, was heißt eng beieinander? So, wenn man ähm auf die rein Inzidenzen äh guckt. Haben wir ja so quasi paradiesische Zustände noch, na ja, ja, Brandenburg mit einer Inzidenz. Von äh drei äh so drei Komma eins und dann Sachsen äh Anhalt eins Komma sieben und Sachsen zwei Komma drei und Thüringen zwei Komma null und Mecklenburg-Vorpommern eins Komma zwei, also das sind so alles äh Jahr zwischen eins und äh vier, sage ich mal, äh Schleswig-Holstein ist auch noch, ist gerade bei vier oder bei drei Komma neun.
Tim Pritlove
Also der Osten ist gerade sehr gut und ähm der hohe Norden auch und so ab Niedersachsen wird's dann langsam geht's dann langsam hoch.
Pavel Mayer
Ja, müsste dann durchschnittlich und aktuell ist Bremen und das Saarland. Mit äh recht hohen Inziden und Hamburg auch, aber dafür noch mit einem R von null Komma neun neun, Ja und Berlin ist auch so eher in der im oberen Drittel. Leider vertreten und auch mit einem recht hohen Rwert äh leider. Und wenn man jetzt guckt. Falls der so jetzt bleiben sollte, was äh wie gesagt nicht zu erwarten ist, äh. So ist, ist es halt grade ja, in vielen Ländern, in vier Wochen wäre es dann immer noch okay. So ähm, Und das würde wahrscheinlich also in den nächsten vier Wochen werden halt keinerlei Maßnahmen dann zu erwarten aber ähm ja, in einigen Ländern und in Berlin, wer dann aber spätestens in ähm ja, anderthalb Monaten, oder so äh werden wir dann wieder über fünfzig, ja, in, Also äh und dann würden wahrscheinlich wieder irgendwie zumindest Dinge passieren. Gehe ich mal davon aus. So und selbst wenn keine Dinge passieren müssen, müsste man dann wieder anfangen, noch mehr aufzupassen. Hm? So, also dann wär's zumindest nicht mehr so relativ entspannt, wie es jetzt ist.
Tim Pritlove
Also das Geschehen ist sehr unterschiedlich. Ich meine, deine Tabelle rechnet ja die Inzidenz, ähm auf Basis der publizierten Fälle, so für die nächsten vier und acht Wochen aus. Warum hast du das eigentlich bei den Meldedaten nicht auch auf acht Wochen, nur auf vier Wochen?
Pavel Mayer
Wegen Spaltenanzahl.
Tim Pritlove
Okay gut das das Rennen hast du schon vor längerer Zeit verloren, aber okay, nur mal so als Orientierung, also würde es in Bremen jetzt so weitergehen wie jetzt, Ja und die Tendenz zeigt ja nochmal nach oben. Dann werden acht Wochen, wenn wir schon wieder bei hundertdreiunddreißiger Inzidenzoo und Saarland bei neunundsechzig und Berlin bei dreiundsiebzig, also das ist halt einfach alles nicht gut. Äh Halt das Ding, ne? Und die Tendenz ist halt nicht abzusehen, vor allem ist halt schwierig, aber reden wir gleich nochmal drüber, so dieses so, was was soll das jetzt noch bremsen, ne?
Pavel Mayer
Ja. Also grob kann man sagen so ja die nächsten vier Wochen äh. Sind wahrscheinlich noch okay. Äh so und für die. Vier Wochen danach äh ist es nicht mehr überall okay. So würde ich äh dass die Situation mal charakterisieren. Das, was ich erwarte und mit. Okay äh äh meine ich halt, ich sage mal unter fünfzig, was nicht wirklich okay ist, aber so äh angesichts jetzt Impfungen und so weiter äh also ist zumindest dann, ja, keinen Zusammenbruch des Gesundheitssystems und keine Welle von Toten zumindest zu erwarten, bis dahin, sodass wieder.
Tim Pritlove
Genau, wie sieht's denn mit den sterbenden aus? Weil das war ja nun immer das Ding, dass eigentlich die Todeszahlen, so die Inzidenzen gefolgt sind, wir können jetzt aber wahrscheinlich davon ausgehen, zumindest zeichnet sich das in anderen Ländern so ab. Diese direkte Verbindung durch die Impferei getrennt worden ist.
Pavel Mayer
Ja. Nee, definitiv. Äh also ich habe dann hier auch mal äh die Fallsterblichkeit äh mal geplottet so in äh verschiedenen, Gruppen, also beziehungsweise vor allem in den hohen Altersgruppen, so bei äh ja sechzig, neunundsiebzig und achtzig Plus. Und äh ja da ist, also bei achtzig Plus ist äh mittlerweile die Fallsterblichkeit von hm ungefähr zwanzig Prozent auf äh ja, zwei Prozent in der Gegend, drei Prozent, sowas äh runtergegangen.
Tim Pritlove
Mhm.
Pavel Mayer
Und äh ja, für sechzig bis neunundsiebzig auch von irgendwo sechs Prozent auf praktisch, null Prozent oder null Komma äh es ist null Komma null null acht Prozent, also ich sage mal, so wie es aussieht im Moment, also in der letzten Woche sind halt vermutlich fast nur über achtzig Jährige gestorben und davon auch eben nur. Ja, wenige so.
Tim Pritlove
Zwei, drei Prozent der Infizierten. Mhm. Okay.
Pavel Mayer
So, also insofern äh kann man sagen, was die Fallsterblichkeit angeht, äh sieht es so aus, als wenn die Impfungen genau das tun, äh was sie versprechen, nämlich äh ja äh Menschen äh das Leben zu retten.
Tim Pritlove
Dann rutten wir doch mal den Zahlenchor so ab mit den äh Testzahlen.
Pavel Mayer
Ja. Ähm die haben sich auch äh nach unten, entwickelt, ähm jetzt sowohl was die Anzahl der Tests angeht, aber auch die Anzahl der positiven, Tests und äh dementsprechend dann auch sind wir jetzt beinahe positiven Quote von null Komma acht Prozent angekommen. In der Sechsundzwanzigsten Kalenderwoche. Die bis zum vierten siebten lief. Ja und es gibt aber immer noch, also es wurden immer noch. Um die fast siebenhunderttausend Leute getestet, das heißt. Kann man dann auch, wenn man einen Vergleich ziehen mit, wie vor einem Jahr. Im August hatten wir ungefähr so Testzahlen, die sich, in der äh Gegend bewegen und hatten damals auch so Quoten, also ja knapp unter ein Prozent um die ein Prozent Und das beste, was wir, glaube ich mal hatten, waren richtig sehen, null Komma sechs zwei, noch jemand weniger zu bieten, ne, null Komma sechs zwei war irgendwie die niedrigste positiven Quote.
Tim Pritlove
Genau vor einem Jahr übrigens.
Pavel Mayer
Und fast genau vor einem Jahr her in der ja in der siebenundzwanzigsten Kalenderwoche letzten Jahres äh hatten wir an den Tiefpunkt erreicht. Und dann ging's ein bisschen höher. So wie jetzt auch, allerdings ging's dann danach im August ähm. Dann aber noch mal wieder runter, weil dann die Zahl der Tests auch ausgeweitet wurde, aber trotzdem ja. Gegen dann die positiven Quote auf jeden Fall nochmal runter, aber eigentlich gingen dann die Zahlen im letzten Jahr ja, sie absoluten positiv getesteten. Ging dann eigentlich ab der vierundzwanzigsten. Nee, habt ihr ja. Auch ob wir so ungefähr ab dieser Woche ungefähr Pfingsten anzusteigen und ging dann nicht mehr wirklich runter.
Tim Pritlove
Äh Korrektur übrigens, der niedrigste Wert von null Komma fünf neun tatsächlich in der KW achtundzwanzig, also wirklich exakt genau vor einem Jahr. Also wir haben jetzt exakt nach einem Jahr, wo wir so ein Tal durchschritten haben, ähm.
Pavel Mayer
Nee, sechsundzwanzig haben wir jetzt, aber äh ja, also in zwei Wochen wär's dann. KW aber Moment ja bis zum zwölften siebten, also ja gut die verschieben sich immer. Also nächste Woche.
Tim Pritlove
Ja, okay. Im Wesentlichen ist es dieselbe Zeit. Ja. Gut, gucken wir mal, wie es so läuft. Ähm. Nix dagegen, wenn sich zumindest den Sommer über was tut, aber wir haben natürlich etwas andere Voraussetzungen. Letztes Jahr hatten wir es zu diesem Zeitpunkt einfach ausschließlich mit dem Wildtyp zu tun. Der sich eben durch die Maßnahmen dann doch relativ gut eindämmen ließ und jetzt haben wir natürlich mit der Deltavariante eine etwas andere Situation. Aber da gucken wir dann äh auch gleich nochmal dazu.
Pavel Mayer
Ja ja.
Tim Pritlove
Schauen wir doch vielleicht mal auf die Impfsituation. Das ist wirklich ein großes Seufz. Ich ähm verfolge das so ein bisschen. Und wir haben jetzt seit ungefähr einem Monat. Fallende. Impfzahl. Also wir hatten so ein totale O's irgendwie. Es gab mal so im Schnitt, also ich berechne immer diesen sieben Tage Schnitt, also quasi wie viele Impfung gab es pro Tag im Schnitt, wenn man eine Woche äh rückwärts berücksichtigt und der Impfaktivste Tag war halt so Mitte Juni, wo wir dann irgendwie auf achthundertfünfzigtausend Impfungen pro Tag gekommen sind. Mittlerweile seit gestern äh ist das auf sechshundertdreiunddreißigtausend gefallen und die Tendenz zeigt grade nach unten, Und das ist insofern etwas verstörend, als dass wir noch nie so viel Impfstoff hatten. Also es ist einfach kein Mangel da und trotzdem gehen die Impfzahlen nach unten. Ja und dem Lichter äh ist es halt auch so, dass das immer noch mehr Zweitimpfungen vorgenommen werden als Erstimpfung, also da fehlt einfach grade so ein bisschen der Druck der Leute, die sich überhaupt das erste Mal impfen lassen, das ist mir ehrlich gesagt ein. Rätsel. Viele Leute lassen ihre Termine sausen, also man hört so aus den Impfzentren. Von Praxen habe ich jetzt so nix gehört, aber das mag da ähnlich sein, dass so fünf bis zehn Prozent. Einfach ihre Termine nicht wahrnehmen und die dann halt auch nicht absagen. Ja, also das das ist ja nochmal.
Pavel Mayer
Hm.
Tim Pritlove
Ein extra Problem. Das heißt, die Impfzentren stellen sich auf einen bestimmten Andrang ein. Der kommt dann nicht oder zumindest nicht in dem Maße. Das kriegen die irgendwie derzeit. Also. Gut, ich kenne jetzt. Ich habe so ein paar genauere Einblicke so in die Situation in ein Impfzentrum. Berlin und nochmal so einen sekundären Einblick in die Situation in Hamburg. Da gibt's dann immer schon Unterschiede, aber was halt so generell gesagt wird, ist immer, wir könnten eigentlich alle viel mehr. Also jetzt von der reinen Personalleistung, von der Kapazität des Ortes hätte man schon immer mehr impfen können. Na, ich glaube, die Arena, die ist bestenfalls so zu fünfzig Prozent ausgelastet gewesen. Vergleich zu dem, was da aufgebaut wurde und was man theoretisch stemmen könnte. Und jetzt kommt halt einfach nur mal dazu, dass die Leute halt einfach mit Beginn der Sommerferien hier in Berlin irgendwie ja ihre Termine einfach nicht wahrgenommen haben, was natürlich mal ein doppeltes Problem ist, weil andere Leute warten auf Termine, kriegen keine. Die, die abgemacht sind, die werden dann halt nicht ähm realisiert so und, absagen, wer dann zumindest es ist zwar immer noch doof, aber das gibt zumindest die Möglichkeit, bei den Terminen das zu machen. Das ist jetzt vielleicht nicht unbedingt immer die Schuld der Leute, weil es natürlich auch oft so ist Wir haben ja sehr unterschiedliche Terminmeldesysteme, die auch unterschiedlich gut verstanden werden. Es war schon sehr schwierig für ältere Leute, sich überhaupt Termine zu klicken. Bei absagen, ist es dann halt nochmal komplizierter, entweder gibt's diese Möglichkeit gar nicht oder die sind sowohl verborgenen, komplizierten User-Interfaces oder die Leute haben halt telefonisch irgendwas kommen und wüssten gar nicht, wo sie dann anrufen sollen und rufen vielleicht irgendwo an, aber dann wird es nie storniert. Also das ist, Diese ganze Terminplanung ist schon immer ein Elend gewesen und es nicht besser geworden seitdem.
Pavel Mayer
Wir sind, es wird richtig, wir sind jetzt runter irgendwie. Fast zweihunderttausend äh Impfungen pro Tag äh nur noch, also Erstimpfungen, ja, und das aber im Prinzip also unter dreihunderttausend, sind wir jetzt seit sechs Wochen oder so, seit sechs Wochen kommt gar nicht mehr so viel dazu, jeden Tag, also. Während äh.
Tim Pritlove
Seit zwei Monaten gelingt es uns nicht mehr als dreihunderttausend äh Erstimpfungen pro Tag durchzuführen. Und wir waren da schon mal bei sechshunderttausend. Klar, das war natürlich jetzt primär in dieser Zeit einfach hing es einfach an der Verfügbarkeit des Impfstoffs. Es gab dann verschiedene Probleme. Das hatten wir, glaube ich, in der letzten Sendung auch nochmal anklingen lassen. Dass einfach Biotich ähm. Nicht wie es weiter steigern konnte, moderner äh gab's dann Ausfälle und Verzögerungen ist generell immer schwierig, wie viel kam. Johnson Johnson spielt im ganzen Geschehen ohnehin nur eine sehr, kleine Rolle und ähm das hat natürlich die Planbarkeit äh immer erschwert. Mittlerweile Ist es aber so, dass wir einfach genug Impfstoff da haben. So und insbesondere bei Astra Seneka geht es halt irgendwie alles nicht so richtig weg. Das hat verschiedene Gründe und hm nicht alles lässt sich aus diesem Zahlenmaterial gut erklären. Was ähm offensichtlich ist es äh schon seit längerem, dass es einfach logistisch schwierig ist oder was heißt logistisch oder für die Ärzte generell schwierig ist, den Leuten irgendwie Asra zu, verabreichen. Dann hat sich ja jetzt die Empfehlung auch geändert bezüglich dieser Kombiimpfung. Es gab ja schon seit längerem diese Ansage ja die, die ähm geimpft wurden und die eigentlich jetzt nicht mehr in die Empfehlung fallen, also jünger als sechzig sind, dass die halt äh mit biotech geimpft werden sollen. Trotzdem gab's noch mal so ein leichtes Aufflammen von Asra Senica, Zweitimpfungen in den letzten Wochen, wo ich mir gefragt habe, wo die jetzt eigentlich herkommen und dann ähm wurde jetzt nochmal eine komplette andere Ansage gemacht und man hat halt jetzt empfohlen, generell auf Kreuzimpfungen zu gehen was an sich eine super Idee ist und ich glaube, wir hatten das hier auch schon mal angedeutet.
Pavel Mayer
Ja. Wir hatten nicht nur angedeutet, dass das ähm eine gute Idee zu sein scheint, sondern glaube ich auch vorhergesagt, dass die Skikur das irgendwann empfehlen wird. Ähm.
Tim Pritlove
Ja, nur nur ist halt diese Empfehlung so ein bisschen ungenügend, weil durch diese Beschränkung auf Ü sechzig, ja und es gibt ja einfach jetzt einfach, zunehmendem Maße immer weniger Leute, die über sechzig sind und noch keine Erstimpfung haben, ja? Ähm.
Pavel Mayer
Eher ja ist es natürlich, es ist natürlich super kompliziert, wobei wenn man das möchte. So, kann man sich halt äh ja diese äh Kreuzimpfung jetzt besorgen, weil du äh klar die Empfehlung ist zwar über sechzig, aber du kannst halt auch unter sechzig auf Wunsch äh dich mit Astra impfen. Lassen ähm und äh ja äh also im im Prinzip. Auf Wunsch äh kann man diese Kreuzimpfung kriegen äh so, aber sie entspricht in der Tat dann nicht hundertprozentig der Empfehlung, wobei in dem Moment, wo man erst äh Astra sich geholt hat, äh so, dann äh ist wiederum, dann ist man empfehlungskonform, den Moment, ja.
Tim Pritlove
Ja, also das ist ein großes Durcheinander und klar kann man Ausnahmen und so, aber dann hängt es halt immer wieder sehr von den Ärzten ab, wie sehr die das unterstützen und da höre ich sehr unterschiedliche Sachen.
Pavel Mayer
Mir.
Tim Pritlove
Machen sie nicht und äh ja.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Das auch nicht vor.
Pavel Mayer
Ja von Sturen, Bayerischen Ärzten, habe ich da gehört, aber in einem Fall, dass da jetzt nichts lässt sich vielleicht nicht äh wirklich verallgemeinern. Äh auf der anderen Seite habe ich mit einer Ärztin gesprochen, die das Testing gemacht hat auf einer Veranstaltung wo ich war, beziehungsweise bei Dreherarbeiten, bei denen ich war und äh ja, die hatte sich selbst äh auch die Kreuzimpfung äh besorgt für sich weil sie meinte, also Das sei halt das Beste so. Das das war dann wiederum so ein bisschen so eine Bestätigung, wenn du dann einen Arzt triffst, der dann auch in dem Bereich arbeitet und sich das dann selber auch. So äh.
Tim Pritlove
Und was jetzt bei dieser Impfung ja auch noch gefallen ist, ist diese zeitliche Beschränkung. Also bisher war ja das Regime erste Mal Asra, Sineka und dann musst du aber drei Monate warten, bis du irgendwie dann deine. Oder mindestens neun Wochen und mittlerweile sieht's so aus Wenn man sich jetzt mit Asra Senica äh erst geimpft hat, kann man nach vier Wochen im Prinzip schon mit Bier und Tisch oder moderner nachgeimpft werden, Und das ist eigentlich so ein bisschen der Rostlöser. Und allen Leuten, die jetzt noch überhaupt gar keine Erstimpfung haben, ja, und die jetzt nicht unbedingt in diesen kritischen Bereich fallen, so wie. Weiß ich, zwanzigjährige, junge Frau, ja, sondern wo es einfach. Ich sage mal so, ab ist immer schwierig jetzt, solche Erfüllungen zu geben, ja, aber äh ich habe Asra Senica gehabt, ich bin irgendwie Mitte fünfzig, ich habe da nicht auch nur eine Sekunde drüber nachgedacht so, ja und äh äh sicherlich diese diese Entscheidung auch gefällt, wenn ich irgendwie noch zehn Jahre jünger wäre. Ähm man kann also es gibt, Wege, ja, es hängt immer so ein bisschen davon ab, es ist schwierig, deine Empfehlung zu geben, weil Impfzentren ham's dann teilweise nicht, Ärzte haben's dann teilweise erste bestellen jetzt auch kein Astra Senica mehr. All so eine Sachen, also die Verfügbarkeit ist mir grade noch unklar, aber wenn man die Möglichkeit hat impfen lassen und vier Wochen später irgendwie moderner oder Biotisch hinterher und dann hat man einfach den umfassendsten Impfschutz nachdem wie die Studien derzeit so ausfallen und das sagt ja auch die STIKO und ähm. Spürbar mehr Resistenz quasi oder potenzielle Resistenz gegen diese Varianten, die jetzt grade unterwegs sind.
Pavel Mayer
Also bei Risiken so in Größenordnung von, ich sage mal, eins zu hunderttausend bis eins zu einer Millionen oder so da denke ich nicht lange drüber nach. Ich meine jedes Mal, wenn ich's aufs aufs Motorrad steige, setze ich mich irgendwie ein Risiko in dieser Größenordnung aus irgendwie Verletzungen oder Schäden oder Tod davon zu tragen, weil ja äh also insofern äh ja.
Tim Pritlove
Im selben Bereich, ne.
Pavel Mayer
In der selben Größenordnung und insofern aber klar, man muss natürlich keine überflüssigen Risiken ähm eingehen, wenn's Alternativen gibt, die. Ja, besser oder sicherer sind äh und genau das Gleiche äh bewirken. Ähm, aber ich fand halt einfach die äh die Studienergebnisse einfach ganz interessant und überzeugend und äh ja.
Tim Pritlove
Vielleicht nochmal so ein bisschen das Zahlenmaterial hier bei den äh im Verein nochmal. Ähm was was wir so für Quoten jetzt eigentlich erreicht haben. Also die offizielle Zahl, Erstimpfung liegt bei achtundfünfzig Komma zwei Prozent, vollständig geimpft, zweiundvierzig Komma eins Prozent. Der Unterschied der schmilzt natürlich, weil immer noch mehr Zweitimpfungen ausgegeben werden als Erstimpfung zunehmend. Ähm klingt jetzt auch erstmal nicht schlecht, ja. Ist aber so ein bisschen, ungefähr die Hälfte von dem, was ich gerne sehen würde. Ähm ich habe aber auch mal ausgerechnet, dass twitter ich ja auch immer mit, ähm wie groß der Prozentanteil eigentlich unter denen ist, die sich technisch überhaupt impfen lassen könnten, also, ja derzeit da die Situation Impfung nur für zwölf plus. Da ist also erst geimpft fünfundsechzig Komma vier Prozent und äh vollständig geimpft siebenundvierzig Komma drei Prozent, also da nähern wir uns schon so zwei Drittel, die tatsächlich äh sich hätten impfen lassen können, haben diesen Prozess auch begonnen und ähm, fast die Hälfte von denen, die äh überhaupt eine Impfung erhalten können. Haben sie auch jetzt schon vollständig erhalten und werden in zwei Wochen dann entsprechenden vollständigen Impfschutz offiziell haben. Das ist so eine Zahl, die selten reflektiert wird. Wir haben eine relativ alte Bevölkerung, deswegen. Glaube ich auch, dass wir schneller jetzt so an Israels Zahlen zum Beispiel rankommen, Einfach weil mehr Alte dabei sind, so. Israel, da hatten wir ja auch äh hier mal, ne, so, oh Gott, bei sechzig Prozent ist Schluss und was ist denn da los? Was wir dann gemerkt haben, na ja. Die bis Zwölfjährigen, die machen äh oder bis Sechzehnjährigen in dem Fall, machen halt irgendwie auch dreißig Prozent äh der Bevölkerung aus. Also da ist da gar nicht mehr so sehr viel Spiel gewesen. Ähm das Impfstatistische Tweetamt einer dieser schönen äh Twitter-Accounts, die ähm sich auch auf die Impfzahlen stürzen und die tatsächlich noch ein bisschen mehr Number Crunching machen als ich. Ich äh hole mir immer nur die Zahlen für fünfte, porten, ballert die hier irgendwie in meine äh mein rein und da äh habe ich dann so eine gewisse Tiefe nicht. Also ich untersuche das nicht nochmal nach Bundesländern, ich untersuche das auch nicht nach weiteren ähm Lieferdetails, wohin wurde geliefert und so weiter. Also meine Auswertung ist, ich würde nicht sagen, oberflächlich, aber nicht so tief, wie sie äh theoretisch die Daten wie die Daten das erlauben. Ähm wenn man halt da äh äh sich richtig in die Excel-Dateien rantraut, dann kriegt man mittlerweile auch die Auswertung nach. Und das ist halt äh leider in Deutschland aus Gründen, die ich nicht nachvollziehen kann, aber das ist nun mal die Situation, werden nur drei Altersgruppen unterschieden in Deutschland beim Impfen, bei der Meldung, nämlich. Über sechzig, über achtzehn und unter achtzehn. Das ist alles. Und das ist wirklich ein bisschen mau, ne.
Pavel Mayer
Mhm.
Tim Pritlove
Aber gucken wir doch mal, äh das bedeutet, wir haben derzeit ungefähr vierundachtzig Prozent der Leute über sechzig haben mindestens eine Impfung. So bei vierundachtzig Prozent der über Sechzigjährigen. Ähm. Achtzehn bis neunundfünfzig. Sind wir ungefähr bei sechsundfünfzig Prozent. Sechsundfünfzig Prozent haben mindestens eine Impfung in Deutschland achtzehn bis neunundfünfzig Jahre. Und bei den Unter Achtzehnjährigen. Äh liegt die Zahl ungefähr bei zwölf Prozent. Was ich schon mal ganz gut finde eigentlich. Nichts gegen noch höhere Zahlen, aber ja, da tut sich was. Die Impfung von jüngeren, scheint aber auch noch mal so ein kleines Desaster für sich zu sein, weil ja hier die STIKO-Empfehlung, Das hatten wir ja hier auch schon mal besprochen. Ein bisschen. Also zwar nachvollziehbar ist, ja, ich sie mir aber auch anders wünschen würde. Die Perspektive der Stiko ist halt. Ist es schon vollkommen auszuschließen, dass die Impfung Kindern schadet. Das ist so deren Perspektive. Das ist so. Wie das Deko argumentiert und sie sagen halt so, na ja, das Datenmaterial, was uns vorliegt und was wir ausgewertet haben, reicht noch nicht aus. Ich weiß nicht, auf wie viel Datenmaterial sie dann noch warten, aber offensichtlich gibt's da noch keine Bewegung in diesem Bereich, die zu einer Überarbeitung dieser Position führen könnte. Mittlerweile wird ja in den USA, in Israel, werden ja auch sehr viele äh geimpft, aber offensichtlich gibt's hier noch keine belastbaren Zahlen und ich hoffe, dass die auch bald rauskommen. Und dazu sagen sie ja, okay, alles klar, ist zwar zugelassen, aber empfehlen tun wir es halt nur für Kinder mit Vorerkrankungen. Die dann offensichtlich äh hoffentlich das bekommen. Jetzt ist die Frage, wo werden die geimpft? Es gibt Impfzentren, die impfen irgendwie gar nicht äh unter, teilweise auch unter Achtzehnjährige, nicht teilweise unter Sechzehnjährige nicht und halt äh eben so zwölf plus. Da muss man dann eben auch richtig suchen. Ähm da habe ich jetzt nur ein sehr. Oberflächliches Bild, wie sich das so in den einzelnen Bundesländern darstellt, will da jetzt gar keine Aussagen zu tätigen, dafür ist das alles nur so anekdotischer Kram, den ich auf Twitter äh höre, aber ja, das ist ähm. Ist so ein bisschen die Situation und in Anbetracht der Tatsache, dass wir jetzt steigende Inzidenzen haben, dass so ab. Anfang August zumindest in ein paar Bundesländern der Schulbetrieb dann wieder losgeht, beziehungsweise ja derzeit glaube ich die noch nicht mal überall angefangen haben. Also wir haben auch Schulbetrieb haben, heißt das, äh das äh noch für ein paar Monate, ähm ja, die Kinder auch durchaus noch bedroht sind und es mehren sich die Berichte, dass ähm ist kein Anlass, das auf die leichte Schulter zu nehmen, dass Kinder sehr wohl betroffen sein können, halt nicht so primär wie die Alten mit besonders schweren Verläufen und ähm. Sondern eben eher so sekundäre Effekte, also eine Infektion, dass äh bestimmte Symptome eben auch einfach noch lange halten und das ist halt auch nix, was man will.
Pavel Mayer
Also ich hatte zufällig vor zwei Tagen habe ich mich mit einem äh Freund getroffen. Ähm der jetzt so sich also vor der Frage stand, ist der jetzt irgendwie seinen fünfzehn Jährigen Sohn impfen oder nicht äh so und er war eher erstmal nie äh halt auch Befürchtung von Langzeitwirkungen. Das ist, das scheint immer so die, genau die größte Befürchtung zu sein. Und ich habe, dann auch nochmal versucht, gut, was wenn ich in derselben Situation wäre? Ich meine, halb irgendwie, ich habe eine fünfundzwanzigjährige Tochter äh so, äh wo ich auch eher entweder zur Impfung äh raten oder davon abraten soll. Ich habe ja eigentlich dazu geraten das zu tun und zwar ich mein. Lang, Langzeit äh Wirkungen. Ja, man kann sich auf der einen Seite auf äh die Position stellen, ja, so eine Impfung ist halt ein dauerhafter Eingriff ins Immunsystem und verändert äh das Immunsystem und wir verstehen das alles noch nicht vollständig, äh was da genau vor sich geht und äh ja. So, das ist nur sagen die, die eine äh Sicht äh der Dinge. Ähm. Die andere Sicht ist so, das ist eher meine Gut, was was passiert denn da eigentlich äh nach der Impfung? So, der Körper fängt an ähm erstmal, vor allem neutralisierende Antikörper äh zu bilden. So äh Plus eben dann äh Teegedächtnis zählen und äh äh B-Zellen im Wesentlichen. Die neutralisierenden Antikörper, die nehmen im Laufe der Zeit einfach ab, und äh ja, genauso ist es eigentlich mit äh all den anderen Dingen, die so die Impfung hervorruft, die das geht dann nach der Impfung steigen, ich sage mal, die die Werte von Körpern oder die, die, das Ergebnis der Reaktion auf die Impfung steigt halt erstmal an so über mehrere Wochen, aber irgendwann ist es halt auf Maximum angekommen und dann geht halt alles wieder nach unten, dann verlieren wir leider fast alle unsere neutralisierenden Antikörper so nach äh sechs Monaten oder so und es bleiben halt dann die Gedächtniszellen, äh so die es die dann helfen eben äh ja dann im Falle einer Infektion die schnellere Immunantwort zu organisieren. Aber mein eigentlicher Punkt war. Ich sage mal, alles, was nicht innerhalb von sechs bis also sagen wir drei Monaten so würde ich sagen. Alles, was nicht innerhalb von drei Monaten passiert, ist sehr unwahrscheinlich, aus meiner Sicht, dass äh sagen dann noch nach Jahren oder so andere Dinge passieren, ausschließen, so zu hundert Prozent kann man das nicht, aber das äh ja, müsste dann schon mit dem Teufel zugehen, zumal, was dann auch noch dazu kommt, ist, dass halt jetzt diese Impfungen schon millionenfach durchgeführt worden sind, auch bei Kindern und äh Jugendlichen und ja wenn man auch so viele Leute impft, dann trifft natürlich dieser Impfstoff auch auf die unterschiedlichsten ähm ja Organismen oder unterschiedlich veranlagten Personen und da ist jetzt auch nicht allzu viel bekannt geworden, dass da jetzt plötzlich durch die Impfung größere Schäden passiert sind. So, aber Restrisiko, bleibt halt äh immer in irgendeiner Größenordnung so. Das ist sagen die Impfung. Auf der anderen Seite jetzt bei Delta, wenn das jetzt losläuft ähm bleibt vermutlich für jeden, auch für die Jugendlichen oder für die Kinder nur die Alternative auf lange Sicht Infektion. Oder Impfung, ja? Und wenn ich mir dann das nehme, was halt äh. Von der Infektion äh bekannt ist. Da es ja, die meisten Kinder stecken äh diese Infektionen, recht gut weg so und dann gewisser Anteil halt nicht so gut, so, Ordnung zehn Prozent äh haben halt schon einen eher unangenehmen Verlauf, ja, also wo man das halt dem Kind nicht wünscht. Äh. Und die bei denen ist das halt ja durchaus wie eine schwere Grippe mit Fieber und Husten und allem und dann eben äh ja 'ne hartnäckige Form davon, die dann wiederum bei einem paar Prozent äh über Wochen oder Monate, so und da ist natürlich über die Langzeitwirkungen einer Covid-Infektion, auch nichts bekannt, ja. So muss man sagen, vor allen Dingen die neuen Varianten äh und so. Und wenn ich dann die beiden Risiken einfach äh, nebeneinander halte, also wenn auf lange Sicht, im Wesentlichen die Entscheidung zwischen Impfung oder Infektion besteht, dann ja, würde ich auf jeden Fall zur Impfung raten oder mich für die Impfung entscheiden, äh wenn das, egal in welchem Alter, so, sobald das irgendwie möglich ist, ähm. Im Moment allerdings weil den aktuellen niedrigen Inzidenzen besteht vielleicht noch nicht so der grade der der Superdruck, das unbedingt jetzt morgen äh zu machen Aber so im Hinblick auf den Herbst oder den Winter äh denke ich, äh sollte man sich dann auch nicht allzu viel äh Zeit lassen. Ich denke auch, dass das genau passieren wird, dass die Empfehlung durchaus auch was damit zu tun hat das natürlich abgewogen äh werden muss zwischen, also bei Impfstoffverfügbarkeit oder abgewogen werden musste und es in der Tat nicht sinnvoll gewesen wäre, Kinder zu impfen, solange äh noch bei äh ja älteren und, Erwachsenen äh für die noch nicht genug Impfstoff da ist, so das wäre wirklich kontraproduktiv gewesen. Es gibt ja, muss man auch sagen, es gibt ja die Impfempfehlung für Kinder in Situationen, wo die zum Beispiel in einem Haushalt leben, wo entweder eine schwangere Mutter da ist oder die nicht geimpft ist oder irgendwie jemand, der aus anderen gesundheitlichen Gründen für eine Impfung nicht in Frage kommt. In solchen Fällen wird halt dann auch die Impfung für Kinder ja ausdrücklich empfohlen, ja. So, also von daher kann's jetzt äh ist das Risiko auch aus Sicht der ähm. Äh ständigen Impfkommission äh durch die Impfung äh schätzt die das nicht so groß ein, äh dass es ethisch bedenklich wäre, äh sagen Kinder dieser Gefahr auszusetzen, nur um jetzt Erwachsene zu schützen. Sondern so groß ist die Gefahr dann äh offensichtlich doch nicht, als dass man das den Kindern nicht zumuten könnte zum Schutz der Erwachsenen äh sich impfen zu.
Tim Pritlove
Genau und das Argument, dass jetzt kein das äh Impfstoff weggenommen wird, das zählt halt jetzt gerade nicht. Also, sind wir jetzt einfach nicht mehr und von daher kann man das jetzt einfach mal rausnehmen aus dieser Gleichung. Vielleicht noch mal so für euch da draußen auch äh zur Orientierung. Also ich habe zwei Kinder. Eins ist jetzt gerade vierzehn geworden. Das ist jetzt schon einmal geimpft worden und äh. Das andere kriecht sozusagen zum zwölften Geburtstag, dass die Info zum zum Geburtstag. So und die und die haben auch selber ähm. Beziehen die da auch Position. So, der Große meint er halt so, waschen, so eher so empört irgendwie über die Schwierigkeiten, sich impfen zu lassen als Kind so, meinte so, äh was. Was ich weiß immer ganz genau, die Formulierung war, aber es ging so in die Richtung mit ich ich möchte doch gerne in die Lage versetzt werden, meine Großeltern zu schützen. Weißt du, also äh. Glaube, man kann sich auch bisschen mal trennen von diesem, man muss irgendwie alle mentalen äh Entscheidungen für die Kinder äh da treffen, so äh die haben auch eine Position und auch eine Sicht auf das geschehen und und spüren da auch Verantwortung und das ist halt auch Teil äh Teil des Spiels.
Pavel Mayer
Ja und ab vierzehn ist noch offiziell religionsmündig äh so. Also ich finde äh, da kann man dann auch äh ja, wenn Impfung zur Glaubensfrage äh wird, äh so müssten die. Kinder da dann eigentlich ab vierzehn äh eigentlich auch frei drüber entscheiden dürfen.
Tim Pritlove
Ja, das stimmt.
Pavel Mayer
Oder.
Tim Pritlove
Gut, lass uns dann mal so ein bisschen die Situation bewerten und die Bewertung der Situation hat eben viel mit Delta zu tun. Delta ist mittlerweile das dominante. Die dominante Variante auch in Deutschland, die letzten offiziellen Zahlen, die immer ein bisschen hinterher hinken, sind äh gelten für die KW. KW fünfundzwanzig und wir sind jetzt glaube ich schon KW siebenundzwanzig, jetzt geradeaus, genau. Ähm K wie fünfundzwanzig, also vor zwei Wochen der Anteil von Delta in Deutschland neunundfünfzig Prozent und wenn ich Herrn Drosten in seinem Podcast richtig verstanden habe, kann man diesen Zahlen auch. Wir glauben schenken, weil bei den niedrigen Inzedenzen wird mittlerweile so viel sequenziert, im Anteil, dass man da also da sich relativ äh im Klaren ist. Interessant ist. Dass Delta jetzt Alpha komplett verdrängt, aber Beta und Garma, also die Südafrika und die Brasilienvariante spielen nach wie vor keine nennenswerte Rolle. Die haben da einfach überhaupt keine Chance. Gegen anzukommen. Was bedeutet das jetzt für uns? Ist schwierig, also in Großbritannien hat sich äh Delta der Bevölkerung gut annehmen können, obwohl da viel geimpft wurde, das Impfbesteck ist da etwas anders gelagert, dadurch dass halt ähm sehr viel mehr Astrasinika verabreicht wurde. Aber auch in Israel gibt es äh Steigenzahlen, also auch da, wo nur Biotech ähm unterwegs ist, kann das eine Rolle haben. Ist allerdings auch so, natürlich die Geschwindigkeit der Impfvorreihe sehr unterschiedlich war in Israel besonders stark und dass das auch so ein bisschen, einen Unterschied macht. Ich kann da auch nochmal in was verlinken, ich krieg das jetzt im Detail allerdings auswendig nicht mehr so richtig runtergebetet warum, wie, was, wo, aber im Kern macht es einfach einen Unterschied, ob man eben sehr schnell impft in die Bevölkerung und jetzt ist das sozusagen alles schon wieder eine Weile her, weil ja dann eben auch so die Antikörper, die eben sich unmittelbar bilden, so insbesondere das IGA, äh die Körper, die direkt im Rachen liegen, sich natürlich dann nach einer bestimmten Zeit ähm anders ausbreiten. Also da du hast einfach eine andere Mischung in der Bevölkerung, je nachdem, ob da einmal schon alles durchgeimpft wurde in kurzer Zeit oder ob das so ein kontinuierliche Geschichte ist, ähm bewirkt es dann eben, dass. Verschiedene Varianten, unterschiedliche Angriffspunkte haben und deswegen sind. Die Zahlen nicht so ohne Weiteres vergleichbar, darauf wollte ich ihn eigentlich hinaus. Und auch in Deutschland haben wir ein anderes Geschehen, wir haben ein anderes Altersgeschehen, wir haben eine andere Verteilung. Wir haben die alten schon relativ gut geimpft. Es ist überhaupt eine Zahl, die vorhin durchgekommen ist. Wir haben bei Ü sechzig vierundachtzig Prozent. Das ist eigentlich eine sehr gute Zahl. Das ist äh deutlich mehr, als ich äh erwartet hätte und ähm gut, da mögen auch noch ein paar Ungenauigkeiten drinstecken, aber jetzt auch nicht so viel Ungenauigkeiten, dass die Zahl jetzt überhaupt nicht aussagekräftig wäre, wenn wir das halt irgendwie äh auch sonst noch so hinbekommen würden, wäre das ja schon mal sehr gut, ne, Also ja, ich weiß nicht so ganz genau, was ich draus machen soll, aber wir dürfen das jetzt auf jeden Fall nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich denke, politisch, das hatten wir am Anfang schon mal anklingen lassen. Es gibt einfach derzeit keinen politischen Debattenraum für irgendwelche Lockdowns. Werden weniger Tote sehen, dadurch dass die Impfung da sind, das heißt, wir sehen zwar eine Infektionsgeschehen, aber wir werden halt nicht so. Sterben sehen und wir werden auch nicht in dem selben Maße eine Überlastung der Intensivstationen sehen. Das ist zumindest meine Erwartung. Die Diskussion wird über Inzidenzen laufen und dann wird. Nochmal ein anderer Faktor draufgeschlagen, so nach dem Motto, na ja, Inzidenz hundert von heute ist ja nicht, was Inzidenz hundert vor, vor einem halben Jahr war. Und. Stück weit stimmt es auch. Ja, es hat einen anderen Impact auf die Gesellschaft. Die Frage ist nur, was was wollen wir denn weiterhin, laufen lassen und wie viel Risiko jetzt auch noch eine deutsche Variante mit in den Pool zu geben, wollen wir denn jetzt hier. Überhaupt zulassen.
Pavel Mayer
Mhm. Ja. Ich meine, das Problem ist, wenn man sich dann fragt, okay, wie viele. Menschen können sich denn jetzt durch das Virus eigentlich noch infizieren in der Bevölkerung, dann, muss man halt, ja, also die Rechnung ist dann halt nicht, nicht ganz einfach, aber Ähm man muss dann gucken, ähm eigentlich wie viele Personen haben denn jetzt, sagen bereits oder noch einen ausreichenden Impfschutz so, weil wir ja schon mehrfach gesagt haben, jetzt um sich um Ansteckung zu verhindern und Weitergabe zu verhindern, kommt's halt vor allem auf die neutralisierenden Antikörper an und da weiß man auch, dass äh zumindest ältere Personen, ich glaube über siebzig gab's da eine Studie, die äh hatte festgestellt, dass bei dreißig Prozent der über siebzigjährigen keine neutralisierenden Antikörper nachweisbar waren in dieser Studie sagen, nach der, also, nach der Zweitimpfung, also man hat dann nach jeder, nach der ersten und zweiten Dosis immer im Wochenabstand die Antikörper gemessen und äh ja. Ähm. Gut, positiv ist, siebzig Prozent hatten nachweisbare äh Antikörper, aber sagen den Teil muss man dann quasi auch noch, potenziell abziehen plus diejenigen, bei denen die Impfung dann zu lange zurückliegt, so und das heißt äh muss man auch mal ein Modell machen, wenn denn dann klar ist, äh wie lange, also wenn man ein vernünftiges Modell hat, wie denn die Antikörper dann abnehmen, kann man dann quasi sowas wie den Immunstatus der Bevölkerung ähm. Sehen und der äh nimmt dann irgendwann eben auch einfach wieder ab. Ähm so, und dann wissen wir halt auch, dass äh mittlerweile leider dann äh eben der der Schutz äh dann äh bei Impfung der ist zwar sehr hoch, aber eben dann doch nicht absolut. So und es gibt eben dann auch vor allem bei älteren, auch wenn sie geimpft sind, kann es dann auch zu äh schweren Verläufen, kommen. Plus. Dann haben wir eben noch die ganzen Ungeimpften jüngeren Leute, sodass wir faktisch äh ja, wenn man sagen für das aus Sicht des Virus jetzt. Steht halt noch über die Hälfte der Bevölkerung als wird bereit und zur Verfügung. Und ähm sprich, wenn wir jetzt dann sagen, naja gut, jetzt lassen wir das halt mit den Maßnahmen und lassen dem Virus einfach mal freien Lauf oder die Leute sollen sich halt, selber schützen äh einfach. Äh dann sind halt ja fünfzig Prozent der Bevölkerung äh wenn die sich innerhalb von. Zwei, drei Monaten eher von zwei Monaten plötzlich durchinfizieren das wird dann auch 'nen sehr traumatisches Ereignis werden noch trotz Impfstoffen weil man dann natürlich plötzlich auch sehr sehr viele jüngere Leute äh einfach sie wird mit. Schweren Verläufen. So, ja, weil wir dann plötzlich äh möglicherweise mehr Infektionen äh kriegen innerhalb von zwei Monaten, als äh in der gesamten Pandemie bisher. Ja und das bleibt dann selbst wenn die meisten Alten eben geschützt sind, also wir sind jetzt runter auf äh ungefähr bei den Infizierten ähm. Auf, in den älteren Alters über alle Altersgruppen sind wir unter was waren das? Null Komma zwei Prozent oder so jetzt bei der. Sterblichkeit, ja, Also bei den Alten waren wir auf zwei Komma vier Prozent äh runter, also bei den über Achtzigjährigen. Aktuell. Und äh ja, ähm aber wir werden dann immer noch äh werden dann immer vermutlich so dann im null Komma, irgendwas Prozentbereich dann trotzdem noch Menschen haben, äh die dann versterben und ähm so, selbst wenn's dann nur null Komma ein Prozent sind, äh aber du plötzlich nochmal zehn oder zwanzig Millionen Infizierte hast, äh so, das ist dann auch unerträglich. Ja
Tim Pritlove
Na gut, ich meine, was die Gesellschaft als erträglich ansehen wird, das äh ist, glaube ich, dann auch nochmal ein dehnbarer Begriff. Das Ding ist nur, man kann natürlich jetzt zur aktuellen Situation. Von dem ausgehen, was jetzt gerade ist so, ne? Aber der griechische Alphabet hat noch eine ganze Menge Buchstaben. Wir sind jetzt irgendwie an Platz vier. Äh ich glaube, vergeben für Varianten auf Konzern, ist sogar schon Lamm da. Also es geht schon so ein bisschen in die Zukunft, nur spielen die bisher noch keine Rolle. Ähm, Das heißt aber nicht, dass wir nicht morgen schon wieder es mit einer neuen Variante zu tun haben, die äh noch irgendeine andere kritische Komponente wieder aufmacht, Immerhin haben wir es mit verhältnismäßig gut wirkenden Impfstoffen zu tun in Deutschland, muss man dazu sagen, in China, Impfstoffe haben keinen. Rekord, also äh Länder wie Chile et cetera, wo sehr hohe Impfraten äh erzielt wurden mit äh chinesischen Impfstoffen war dann die Infektionsrate, ging dann doch wieder durch die Decke, extrem. Ähm von daher müssen wir wahrscheinlich auch erst äh ja, MR und A für alle, bevor wir das dann eben auch global in den Griff kriegen. So und wenn wir wirklich daran arbeiten wollen, diese ganze Pandemie an sich in den Griff zu bekommen in überschaubaren Zeitraum sind noch sehr viel mehr Anstrengungen erforderlich und diese Anstrengung finde ich, kann man halt auch in Deutschland machen. Also ich bin definitiv dagegen ähm. So was wie in jetzt in in in Holland oder in äh Großbritannien mit irgendwie ja keine Maskenpflicht mehr in, Räumen oder so, Supermärkten oder Nahverkehr oder irgendwie sowas. Das ist einfach oder Schulen. Das ist einfach ähm unverantwortlich. Also dadurch. Treiben wir es einfach äh unnötig hoch, obwohl wir es schon so gut erlernt haben und nicht so viel dadurch verhindert wird. Ich kann trotzdem noch einen Supermarkt geben, auch mit Maske.
Pavel Mayer
Ja? Also ja, also ich ich werde mich auch äh egal, ob erforderlich oder nicht, äh Ähm also ich handhabe das im Moment äh so, dass überall äh wo ich irgendwie unter fremden bin in Innenräumen, ich nach wie vor halt auch eine Maske äh aufsetze und äh. Die nur abnehme, irgendwie okay, draußen oder äh wenn's halt eine Gruppe von getesteten Leuten äh. So, ja, das ist 'ne trügerische Sicherheit, weiß ich, aber die Inzidenzen sind auch niedrig im Moment. Insofern, ja. Bin ich da jetzt auch nicht der super paranoide, übervorsichtige, muss ich sagen, gut. Äh vielleicht auch äh sag mal dadurch, dass ich jetzt eben auch geimpft bin und äh ja. Impfung eigentlich jetzt auch ihre volle Wirkung äh gerade entfalten müsste, so, zusammen genommen, ja, denke ich, ist das für mich zumindest akzeptabel. Und. Ja, der also die Sache ist halt halt einfach die ähm wenn man jetzt strikt nach, vorgehen würde, wie man sagen Handbuch effektive Pandemiebekämpfung äh sage ich mal, äh dann äh lockert kann man halt nur lockern, wenn, noch stabil und deutlich unter eins liegt. Ja und also über eins, dass halt keine Lockerungsperspektive, ne. So, sondern im Gegenteil, in dem Moment, ich meine, man kann ein bisschen Schwankungen zulassen, sagen wir mal, bis zehn oder fünfzehn, aber eigentlich müsste man spätestens, wenn man die zehn oder fünfzehn äh pro hunderttausend überschreitet ist dann äh dann sofort äh mit einer Woche Lockdown äh reingehen. Dann kann man wahrscheinlich wieder äh äh auf, zwei Wochen. So würde so könnten wir wahrscheinlich, also mit dem Regime könnten wir ähm wahrscheinlich locker bis in den November oder Dezember irgendwie uns niedrige Inzidenzen nennen, erhalten, wenn wir das machen mit ab und zu mal eine Woche oder zwei halt ein bisschen äh das Land anhalten, ähm ja und ihr habt jetzt von vielen Leuten im Übrigen auch gehört, dass sie eigentlich äh so durchaus auch gewisse Aspekte jetzt dieser Pandemie genossen haben, so. Also insbesondere gewisse Entschleunigung auch und, Manche Leute, die auch nicht so extrovertiert sind, fanden halt das auch ganz gut, dass sie jetzt nicht so oft ausgehen müssen und sich mit irgendwie anderen Leuten treffen müssen und so, also ja.
Tim Pritlove
Ja, also für das autistische Spektrum, weil er sicherlich einiges dabei, aber Wird sich halt auch einfach nicht durchhalten lassen, ne. Jetzt haben wir die Situation, jetzt ist halt viel Urlaub, äh ist ein bisschen schwierig, wie sich das jetzt so entwickeln wird. Ich finde halt so die Steigerung in den Niederlanden und so und. Finde ich alles sehr bedenklich. Wir werden Rückreiseverkehr haben, wir werden sehr viel Einschleppungen haben aus diesen ganzen aus dieser Urlaubstätigkeit und ich habe nicht so den Eindruck, dass wir irgendwie gut vorbereitet sind oder es auch nur der Wille besteht jetzt im Herbst irgendwas nennenswert besser zu machen. Also es ist einfach. Bin da etwas pessimistisch geworden, was so die Response der Gesellschaft betrifft, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass wir eben diese Wahl haben und niemand jetzt vor der Wahl irgendwie mit. Wir müssen jetzt härter gegen die Pandemie vorgehen. Äh äh auf eine Bühne steigen möchte. Gibt's jetzt noch irgendwas, was wir noch besprechen müssen Pavillon? Was hast du noch für erwähnenswert hältst.
Pavel Mayer
Mir ist nur heute aufgefallen, dass irgendwie das Hashtag Laschet Welle gerade am trennen äh war. Ähm so weil, äh ja, weil äh dort äh jetzt endgültig gelockert äh werden soll, so Texas-Style in NRW und äh während, in den Niederlanden grade wieder die Maßnahmen hochgefahren werden, weil die Zahlen da regelrecht explodiert sind und die Leute jetzt sagen, äh ja, der Typ ist doch irre äh so äh das wird uns noch teuer zu stehen äh kommen. Man wird sehen äh ich meine im Moment steht NRW noch nicht ganz äh so schlimm da, die sind eigentlich so im Mittelfeld, aber äh ja steigen auf, wenn wir dann sehen, dann vielleicht nächste Sendung in, weiß ich nicht, drei, vier Wochen oder so das auf jeden Fall weiterverfolgen wie das Experiment Nordrhein-Westfalen denn dann so gelaufen sein wird. Wir dann die Laschet Welle bekommen haben.
Tim Pritlove
Genau, also irgendwie, genau, also wir, jetzt nicht ähm nächste Woche nicht gleich wieder in den nächsten äh Aufschlag machen, aber äh wenn sich sozusagen nennenswert, was was tut und abzeichnet, dann dann kommen wir ja auf jeden Fall wieder zusammen. Ansonsten wollte ich eigentlich jetzt nochmal so ein bisschen äh entspannen. Mich in den niedrigen Inziden bräunen.
Pavel Mayer
Also in den nächsten vier Wochen sollte das äh eigentlich auch noch fast überall in Deutschland möglich sein. Ähm ja, in in dem für den Monat drauf gebe ich jetzt keine Garantien ab äh so, also insofern sollte man jetzt vielleicht Dinge nicht auf die lange Bank äh schieben im Moment, insbesondere, was jetzt so das Reisen angeht.
Tim Pritlove
Oder das Impfen. Also wir empfehlen euch, äh euch einfach äh dringend ähm euch um Impftermine äh zu kümmern und auch äh. Für eure Kinderschar mit dazu. So ist denn äh möglich ist und ähm. Da abgewiesen werdet, äh einfach nochmal woanders probieren. Also mittlerweile gibt's genug Impfstoff, das ist jetzt echt nicht mehr das Problem. Gut. Dann sagen wir ähm vielen Dank fürs Zuhören hier bei unserer kleinen Sonderausgabe zwischendurch. Und ähm habt noch einen schönen Urlaub, wenn oder falls falls ihr schon mittendrin seid oder demnächst. Antretet oder was auch immer eure Sommerbeschäftigung sein sollte. Ja und wir melden uns wieder, wenn's was Neues gibt.
Shownotes

UKW077 Corona Weekly: Das Schöne an der Pandemie

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Die Zahlen fallen in Deutschland und wir schauen uns noch mal genauer an, warum das so ist und was passieren muss bzw. nicht passieren darf, damit das auch so bleibt. Außerdem diskuzieren wir den Stand der Impfkampagne und wie viel Wumms sie im Juni noch entfalten kann, warum man die Kombination aus AstraZeneca und mRNA-Impfstoffen zum Standard machen sollte, das Für und Wider der Impfung von Kindern, die neuen Namen für die Virus-Varianten, die sich verschlimmernde Lage in UK, mögliche Probleme mit mRNA-Impfstoffen in Israel und die Auswirkungen von Masken auf bestimmte Subtypen des Influenza-Virus. Also eine pickepackevolle Sendung. Viel Spaß damit.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Pritlaff und hier ist na. Hier ist äh UKW Corona-Wikli, die einundfünfzigste Ausgabe von Corona Wickli und natürlich die siebenundsiebzigste Ausgabe von UKW, weil gibt's ja auch noch andere Themen, auch wenn das alles sehr coronalastig äh noch ist, noch, noch ist es so. Ich hoffe, es bleibt nicht so lange So oder so äh es ist Freitag und ich bin nicht alleine, sondern natürlich gibt's auch noch den Pavel. Hallo Pavel.
Pavel Mayer
Hallo Tim.
Tim Pritlove
Und gemeinsam versuchen wir, wie ihr es gewohnt seid, hier so ein bisschen, tja, so ein bisschen die Essenz aus all dem herauszulotsen, was uns so äh Corona-Krisenmäßig an Nachrichten umgibt, Ja und ähm diese Woche glaube ich müssen wir uns ein bisschen zurückhalten, nicht zu optimistisch zu werden. Oder?
Pavel Mayer
Ja Also ich meine, waren wir ja in der letzten Woche auch äh schon nicht und, um es gleich mal vorwegzunehmen äh die Zahlen sinken weiter, auch wenn äh sagen, gestern vorgestern so ein kleiner Schreck eingetreten ist, weil der R-Wert äh plötzlich innerhalb von einem Tag um äh null Komma eins. Angestiegen ist, mehr als um null Komma. Eins angestiegen ist und da war dann halt ein bisschen unklar, okay, ist das jetzt weder die Trendwende hin zu steigenden Zahlen, aber heute äh hatten wir dann, beziehungsweise mit den, vom gestrigen äh Tag, also von Mitternacht hatten wir dann wieder jetzt einen kleinen Rückgang äh beim R-Wert, also das und der ist immer noch. Unter eins äh aktuell deutschlandweit null Komma acht vier der sieben Tage R-Wert und das ist jetzt nicht mehr so schön wie der null Komma siebener R-Wert, den wir noch äh vor zwei Tagen, aber ist jetzt auch noch kein Weltuntergang.
Tim Pritlove
Vor allem sind wir jetzt, glaube ich, grade so, also eigentlich wären wir jetzt so in dem Bereich, wo es sich wieder ausgleicht. Das Pfingstwochenende konkret, weil das war ja ein bisschen der Auslöser. Wir hatten halt Pfingsten und ähm damit dann eben ein Pfingstmontag und das hat so allerlei durcheinander gebracht bei den Impfzahlen sieht das ja nicht sehr viel anders aus. Und heute hätte man sagen können, Heute hätte es sich eigentlich so spätestens rausschütteln müssen, nur jetzt kommt ja dann mit Frohnleichnam nochmal so ein zwei Drittel Feiertag mit dazu, also zwei Drittel, weil nur zwei Drittel der deutschen Beferkerung Feiertag haben und der Rest nicht. Und ja dann läuft wieder alles so ein bisschen auseinander und das ist immer so ein typischer Effekt, ne, da hast du so einen Feiertag in der Woche und dann. Greifen diese ganzen sieben Tagesbetrachtungen, diese ganzen sieben Tagesmittel, die ja normalerweise das. Wochengeschehen ganz gut abfedern. Die greifen dann halt nicht mehr und dann gibt's so Nachholeffekte und dann kann halt auch mal irgendwas hochgehen, was eigentlich gar nicht hochgehen sollte.
Pavel Mayer
Genau, also im Grunde genommen, äh weil das auch mal die. Die Frage war, wenn man sich so die täglichen Zahlen anguckt, dann schwingen die Prinzip als als Kurve so. Es gibt halt einen Maximum und ein Minimum und das liegt, extrem weit auseinander meistens so, dass das Maximum ist in der Regel mittwochs und äh ja, das äh Minimum ist es ist eben meistens montags und deswegen äh ja, wenn man, wenn man eben jetzt die sieben Tage nimmt und da ist dann ein Feiertag mit drin, dann ähm, ändert sich quasi die ja Frequenz erstmal, beziehungsweise die Phase dieser Kurve und dann ähm ja, hat man dann in den in den sieben Tagen unter Umständen in den letzten sieben Tagen dann eben mehr Feiertage drin und deswegen ändert sich dann halt auch ja die sieben Tage Inzidenz und wenn dann die nächste Woche, sagen wieder kommt, wo sich das dann normalisiert hat, dann sieht man wieder, dass das Gegenteil, dann sieht man eben wieder plötzlich in den, in den Zahlen, je nachdem, wann der Feiertag so war, sieht man dann eben wieder einen einen leichten Anstieg der, Das ist aber alles nicht real, sondern sind quasi Sampling Artifakte, wenn man wenn man so will, äh die wir, die wir da sehen.
Tim Pritlove
Sampling Art Effect. Christliche Sampling Artifakte.
Pavel Mayer
Mhm. Der genau christlichen Logistikfunktion.
Tim Pritlove
Ja. Dann würde ich doch einfach vorschlagen, schauen wir uns doch mal die Zahlen mal äh genau an, um mal so ein bisschen zu ergründen, was eigentlich genau grade so passiert.
Pavel Mayer
Ja. Ähm gut, was was passiert, Wir haben jetzt immer noch im Prinzip seit ja seit Anfang Mai äh haben ja die Inzidenzen dann sehr schnell zu fallen äh begonnen und äh auch, der R-Wert ist immer weiter zurückgegangen oder fast immer immer weiter zurückgegangen mit so ein paar kleinen Feiertagsschwankungen, die sich da natürlich auch auch niederschlagen und wir sind jetzt Deutschland weit beinahe Inzidenz jener also nach Publikationstag von äh dreißig Komma eins an äh gekommen so pro hunderttausend. Ähm ja, was, jetzt, ich sage mal, früher äh wäre das irgendwie alles immer noch äh wären das Hochrisiko, Zonen gewesen. Wir erinnern uns, Berlin über zwanzig, oh mein Gott, können wir überhaupt noch nach Berlin fahren irgendwie, in diesen Seuchen Herd?
Tim Pritlove
Ab fünfzig ging's nicht mehr in die Schweiz.
Pavel Mayer
Und gut es hat sich, das setze ich jetzt alles offenbar so ein bisschen relativiert in den, in den Köpfen und. Auch äh vielleicht daher, weil sich die dunkelziffern so verändert haben, auch durchs durchs Test Regime gegenüber der der ersten Welle, ich mal ausgerechnet. Hatten wir so äh jetzt. Durch durch mehr Tests eher so anderthalb zwischen anderthalb und zweimal, höhere äh oder höhere Dunkelziffer und dementsprechend äh niedrigere Inzidenz äh ausgewiesen im Vergleich zur tatsächlichen. Infektionsausbreitung. So, wenn man also vergleicht. Frühere Inzidenzen oder spätere Inzidenzen oder auch Inzidenzen in Bundesländern woanders getestet wird, so Bayern, zum Beispiel, hat halt ein sehr gutes äh Test, Regime oder Testregime, wo sich im Prinzip jeder leicht testen lassen kann, andere Bundesländer sind da deutlich restriktiver und äh auch andere Länder in Europa testen halt wesentlich mehr, sodass man eben bei Inzidenzvergleichen zwischen auch verschiedenen Regionen immer gucken muss, das kann man in der Regel nicht alles eins zu eins vergleichen, sondern im Vergleich zu England beispielsweise auch wenn sich dort jetzt die offiziellen Inzidenzen kreuzen, wird in England sehr viel mehr getestet, so dass man sagen kann, dass das in England die Dunkelziffern niedriger ist als bei uns. Wenn dann die offiziellen Zahlen gleich sind, äh liegt die Inzidenz in England wahrscheinlich deutlich unter der von Deutschland wegen des. Regimes sein. Was haben wir noch? Ja, die Zahl äh der Todesfälle ist jetzt glücklicherweise pro Woche unter tausend gesunken. Allerdings. Ist die längst nicht so zurückgegangen bisher wie die Inzidenzen zurückgegangen sind, wobei. Man da dann in der Regel auch, also um Inzidenzvergleiche machen zu müssen, kann man äh oder. So rum, die, wenn man die Sterblichkeit betrachtet, muss man äh immer auf die Altersgruppen schauen, weil fünfundsiebzig Prozent der Toten gehen auf die äh kommen aus der. Altersgruppe achtzig plus und dann nochmal weitere, wenn ich fünfzehn bis zwanzig Prozent von sechzig bis neunundsiebzig und, alles darunter macht halt eh nur fünf Prozent aus, das heißt ehm wenn dann vor allem jüngere unter sechzig erkranken hat das jetzt nicht so viel Auswirkungen dann eh auf die Zahl der Todesfälle, und ja, aber ich finde, achthundertvierzig Todesfälle ist. Immer noch ziemlich hoch pro Woche. Also ich, ja. Das sind ungefähr hundert, hundert am. Oder über hundert pro Tag und das ist natürlich nicht nicht schön.
Tim Pritlove
Aber es fällt zumindest. Also wir haben durch die Bank fallende Zahlen, wir haben fallende Zahlen bei Intensivstationen, wir haben fallende Zahlen bei den Toten, wir haben fallende Zahlen beim. Bei der Inzidenz und ja der könnte. Könnt ihr gerne auch noch ein bisschen äh fallen so. Ich fand das sehr schön, als mal so auf null Komma sieben zwei war und wie sie auf einmal alle so gewundert haben, ja warum fallen denn die Zahlen so schnell.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Das kann doch gar nicht sein.
Pavel Mayer
Genau dieses das ist sozusagen das ist das Umgekehrte, sozusagen Erstaunen, dass äh exponentielles das ist nicht nur exponentielles Wachstum gibt, sondern eben auch ein exponentiellen Rückgang und äh ja und bei null Komma sieben hatten wir ja fast eine Halbierung der Zahlen pro Woche. Ja und.
Tim Pritlove
Zehn Tagen waren's dann.
Pavel Mayer
Und da kommt man natürlich dann dann sehr schnell auch auch nach unten. Das ist ja das, was wir die ganze Zeit äh propagiert haben.
Tim Pritlove
Hört aber keiner zu. Wie das so ist, ne?
Pavel Mayer
Ja, mhm. Und ja, wenn man sich dann nochmal anguckt, wie das denn jetzt so in den, in den Altersgruppen aussieht, dann gibt's da gerade nicht allzu viele. Auffälligkeiten, die, marschieren mehr oder weniger im im Gleichtakt grade die die Altersgruppen. Es gibt da jetzt keine Ausreißer oder keine Altersgruppe, die im Moment ausschert, wo man sagen könnte, so wie Anfang äh des Jahres zum Beispiel als dann plötzlich oder beziehungsweise, ab Februar als dann plötzlich die Inzidenzen bei den Kindern so bis vierzehn wird sich von. Niedrigsten Inzidenzen um die fünfzig auf ja bei den bei der Gruppe der Schüler auf über zweihundertfünfzig angestiegen ist und alle anderen Altersgruppen quasi überholt hat. So. Sowas haben wir äh im Moment nicht, sondern Altersgruppen ja Altersgruppen laufen parallel und. Dementsprechend auch, also gucken wir mal auf die auch gerne auf, zu sagen pseudor Werte in den Altersgruppen. In dem einfach dieselbe Rechnung, die für die R-Wertberechnung herangezogen wird. Für alle Altersgruppen getrennt mache. Und da sieht man auch, dass die. Im Gleichtakt marschieren, wobei sich da sehr schön zeigt, der Impfeffekt. So dass nämlich die Altersgruppe achtzig plus und sechzig bis neunundsiebzig die niedrigsten pseudor Werte. Aufweist, während ja, die Kinder die Höchsten haben, weil. Vermutlich die Impfquote praktisch bei null liegt bei den bei den Kindern, während sie eben bei ja achtzig Plus am höchsten liegt Aber interessant ist auch da, dass die nur den Altersgruppen um null Komma eins auseinander liegen, also. Moment bei den bei achtzig plus sind's null Komma sieben sechs und bei. Jetzt den den Schülern und den Kindern ist das äh null Komma acht acht. Äh die nehmen sich da gerade nicht nicht viel und der Rest liegt so dazwischen. Ähm und dann vielleicht noch einen Blick auf die Bundesländer. Da sieht man jetzt ganz schön, während die in der letzten Welle alle ziemlich auseinander. Gelaufen sind, also sehr weit gespreizt waren und es hm ja mit hm und es dann mit, zum Beispiel Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, aber hauptsächlich Schleswig-Holstein war so eine niedrig Inzidenzregion die ganze Zeit über und äh umgekehrt auf der anderen Seite waren's dann Sachsen und Thüringen, wobei sich jetzt Sachsen. Ganz gut, äh Thüringen ganz gut entwickelt hat, Sachsen ist jetzt im Moment auf Platz zwei und Spitzenreiter grade ist aber Baden-Württemberg bei den, bei den Inzidenzen, aber ganz knapp vor Sachsen und Hessen und im Saarland.
Tim Pritlove
Also sind die Unterschiede schon signifikant teilweise.
Pavel Mayer
Also im Moment Mecklenburg-Vorpommern liegt jetzt bei elfeinhalb und Baden-Württemberg so noch bei achtunddreißig, neununddreißig ungefähr.
Tim Pritlove
Mhm. Und das ist ja auch bei den Ehrwerten so, wenn ich das richtig sehe, ne. Mecklenburg-Vorpommern einfach noch einen extrem niedrigen äh R-Wert hat, Brandenburg auch. Also der Osten fällt gerade schneller und macht sich schneller Corona-frei als der Westen.
Pavel Mayer
Mhm. Ja. Kann man sagen.
Tim Pritlove
Oder ob ich irgendwas übersehe, ne? Okay, Sachsen-Anhalt ist ein bisschen höher, aber im Wesentlichen kann man schon sagen, dass das so ein Ostwest-Gefälle hat.
Pavel Mayer
Ja, was aber mal vor ein paar Wochen äh noch mal vor ja zwei Monaten eher noch genau umgekehrt aussah.
Tim Pritlove
Würdest du denn sagen, wie das äh so ist, also wie wie Stabilität ist, ist in diesem Trend drin.
Pavel Mayer
Tja, das ist natürlich ganz, ganz schwer zu sagen, weil wir verschiedene. Ja Wettläufe haben im Moment grade und wenn man sich außerdem anguckt so. Die Frage warum sinken die Zahlen, dann sind es ganz, ganz, ganz viele einzelne Maßnahmen und und Gründe, die wir vielleicht mal durch, könnten, weil das das lohnt sich, weil sich man sich gar nicht dessen bewusst ist, wie viel Maßnahmen wir denn so aufeinander gestapelt haben und. Einige davon fallen weg. Einiges davon äh wie eben Impfungen und Saisonalität so. Nimmt zu und alles andere aber wird ja jetzt zurückgefahren mehr oder weniger. Und eigentlich ähm müsste, müssten wir äh demnächst äh oder früher oder später nochmal steigende Zahlen. Sehen, dass es meine Vermutung, wenn jetzt die ganzen Maßnahmen nach und nach wegfallen.
Tim Pritlove
Das war eigentlich zu früh.
Pavel Mayer
Ja, eigentlich, eigentlich wär's gut, wenn das jetzt noch möglichst lange so so bleibt und die Politik hat jetzt so einen, ja, vorsichtigen Abwehrkampf geführt. Ich glaube, da gab's auch gewisse Lerneffekte. Also es wurde aus meiner Sicht jetzt nicht ganz so schnell gelockert, nicht ganz so voreilig gelockert wie. Dann im, ja, Februar, wo wir uns eigentlich ziemlich viel versaut haben wieder und ich habe so auch Aussagen gehört, wenn man sehen, dass äh sollten die Zahlen wieder steigen, dass man diesmal gedenkt halt dann schneller zu reagieren und es nicht nicht wieder ewig abzuwarten, aber. Wir werden sehen.
Tim Pritlove
Wo hast du das gehört?
Pavel Mayer
Ähm ja es kam, ich ich glaube sogar Spahn hatte das gesagt und so ein paar Landespolitiker kamen da auch mit irgendwie ja wir wollen nicht nochmal die Fehler aus dem letzten Sommer wiederholen.
Tim Pritlove
Ja, aber das werden sie ja dann trotzdem tun. Ich meine, wenn wir jetzt mitten im Sommer steigende Zahlen haben, dann schmeißen sie doch nicht die ganzen Touristen wieder aus den Hotels. Also. So, ja, jetzt, äh, keine Restaurants mehr, so. Also, das.
Pavel Mayer
Aber statt ja also. Sagt er dich ja ehrlich, glaube ich, ich weiß nicht, in meinem Clubhaus oder auch in der letzten Sendung schon mal gesagt, ich arbeite gerade mit einem Australier, zusammen, der eben mir erzählte, ja es ist eben gerade wieder im Lockdown und so und äh alles, alles zu und was sie dort eben machen ist so wie man das machen sollte, wenn die einen Lockdown gehen, wird halt alles dicht gemacht. Da wird nicht irgendwie so na ja, jetzt sind die gestiegen, dann machen wir mal hier ein bisschen und da ein bisschen in die in dem Moment, also sie hatten da dreißig Fälle oder so in in einer Stadt plötzlich, von denen sie nicht wussten, äh wo die herkommen so richtig und dann haben sie einfach alles dicht gemacht jetzt. Und wenn ich mich dann gefragt habe, ja wie lange geht denn das dann? Man sagt, na ja, eine Woche und vielleicht wird dann noch eine Woche verlängert. Oder so. Und dann wird aber auch äh ja wieder relativ schnell alles wieder auf, aufgemacht, wobei auch selbst da ähm ist es nicht so, dass das jetzt auch in den sag mal interpandemischen Phasen oder wie auch immer. Das nennen wir also zwischen den zwischen den Ausbrüchen ist da auch nicht alles, also also die Leute laufen da trotzdem dann mit Masken rum und so. Also es ist nicht so, dass die jetzt dann gar nichts machen würden, nur weil äh sie dort keine Covid-Fälle haben. Also von daher und wie gesagt, wenn man sich jetzt mal anguckt auf die Frage, oh wie haben wir es denn überhaupt geschafft, auf null Komma sieben äh zu kommen. Warum sind die Zahlen denn so schnell gefallen und ich glaube, dass ein ganz großer Faktor die, Ausgangssperren auch waren, die nächtlichen, die äh zu äh deutlich weniger riskanten Kontakten geführt haben, dann. Ja allgemeine Ausbreitung und Tragen von FFP zwei Masken. So. Dann natürlich nach wie vor die ganzen Abstandsgebote, die da sind, dann die geschlossenen Geschäfte in Verbindung mit der Abschreckung durch Tests die man vornehmen musste, dann die ganze Gastronomie, die geschlossen ist oder war Kultureinrichtungen, Sportstudios, Notbetrieb in Kitas, eingeschränkter Vorlesungsbetrieb an Hochschulen, Präsenz oder Schließung von Schulen, dann die ganzen Reisebeschränkungen und Beherbung Beherbungsverbote für jetzt Privatreisende und Touristen außerdem am grundsätzlich weniger Dienstreisen stattgefunden, weniger Leute sind äh ÖPNV gefahren. Ähm Großveranstaltungen, die seit einem Jahr praktisch verboten sind, die Homeoffice-Quote ist äh gestiegen. Generell dann auch noch Thema verbesserte Handhygiene, auch wenn das ein bisschen in in äh so, zurückgetreten äh ist jetzt. Dann haben glaube ich viele Leute auch äh freiwillig auf unnötige Kontakte jetzt verzichtet, auch vor dem Hintergrund, dass jetzt mehr Leute Impftermine bekommen haben und sich jetzt nicht auf den letzten Metern äh, das Virus noch ungeschützt einfangen wollen oder noch erst geimpft und sagen sich dann, naja, jetzt warte ich noch mal die paar Wochen passe ich auf, äh bevor ich jetzt rausgehe und äh um eben auch mir das nicht, nicht einzufangen. Hm. Ja, äh dann die Impfungen an sich natürlich, die äh auch auf die Inzidenz drücken, wobei. Das nicht so stark ist, wie viele glauben, meiner Meinung nach, sondern die drücken so vielleicht bisher maximal den R-Wert um null Komma zwei, ja plus 'ne Saisonalität, also dadurch dass es jetzt wärmer wird und äh ja, das sind, glaube ich, so eine ist eine ganze Menge Holz und All jede dieser einzelnen Maßnahmen, selbst wenn die nur zu sagen, null Komma null fünf äh auf den R-Wert drückt, wenn man sich das dann dann anguckt und zwanzig mal null Komma null fünf äh macht dann eben auch ähm minus eins beim auf den natürlichen R-Wert des des Virus. Und äh ja, das denke ich, zusammengenommen hat jetzt zu äh, Rückgängen geführt, aber von der Liste fällt natürlich jetzt zunehmend mehr weg und das gab's jetzt auch in, unterschiedlicher Kombination natürlich oder oder Härte in verschiedenen Bundesländern. Insofern ist jetzt auch nicht alles über einen Kamm äh scheren, aber ich glaube, die die Summe macht's und, Ja, ich halte einmal die Verbreitung von FFB zwei Masken äh weiterhin für einen für einen ganz ausschlaggebenden. Tor. Ähm und die, schon eingangs gesagt habe und die Ausgangssperren, wo ich eben auch am Anfang sehr skeptisch war, haben aber offenbar dazu geführt, dass äh ja, weniger, Partys äh in den Wohnungen stattgefunden haben, Nachtfall Offensichtlich war es so, dass in verschiedenen Altersgruppen, nachdem dann die Gastronomie geschlossen waren, die Leute sich halt dann äh zu Hause getroffen haben, in kleineren Gruppen und dort, und das ist eben auch äh sehr stark reduziert. Worden, auch Anekdotisch, gab wohl im Clubhaus auch schon erzählt. Ähm es gab wohl eine Umfrage im, Hamburger, ähm, Presse oder Fernsehen, wo sie Leute gefragt haben, wie sie denn jetzt das mit den Ausgangssperren eigentlich gefunden haben waren ganze Menge Leute, die meinten, boah super, so toll habe ich lange nicht mehr geschlafen so, die ganzen Partys äh äh, in den Nachbarwohnungen und der Krach auf der Straße und so und und Verkehr. Also wenn jemand das letzte Mal hinterher so gut. Auf auf einer Nordseeinsel äh geschlafen irgendwie, wo es keine Autos gibt, die da die da rumfahren. Und insofern äh kann man auch allem irgendwie was Positives, gewinnen, denke ich.
Tim Pritlove
Ja, nachvollziehbar. Dann haben wir aber auf jeden Fall auch noch den Einfluss der Impfung natürlich. Die. Zahlen, die werden wir eh gleich nochmal besprechen. Ähm da sind wir noch nicht. Sind wir noch nicht da, wo wir hinwollen, aber äh wir sind aufm Weg dahin und natürlich hilft jede einzelne Impfung, nur dass sie eben jetzt noch nicht alles verhindert, sondern solange wir niedrigen Bereichen sind, nimmt's ein Teil raus, aber ohne diese Impfung wären unsere Zahlen auch höher, ganz klar.
Pavel Mayer
Ja. Vielleicht noch ein kleiner Blick zum Schluss der Zahlenbetrachtung äh jetzt auf die äh Testzahlen. Die Zahl der Tests ist äh jetzt ganz. Zurückgegangen. Ähm und zwar, ja, hatten wir jetzt zweiundzwanzig Prozent weniger Test, also wenn wir jetzt unter eine Million. Tests. Neun Komma äh neunhundertsechsunddreißigtausend äh genauer gesagt aber die Zahl der positiven Tests ist sogar um vierundvierzig Prozent zurückgegangen so dass ich dann einen Rückgang bei der positiven Quote um siebenundzwanzig Prozent auf nun äh vier Komma eins sechs Prozent ergeben hat und ja, vier Komma eins sechs Prozent des ist niedriger als, also es hat mir zuletzt irgendwo in. Einundvierzig, also Anfang Oktober äh äh glaube ich.
Tim Pritlove
Zweiundvierzig waren wir bei drei Komma fünf acht. Also Ende Oktober, hm.
Pavel Mayer
Ja, also ja, in insofern sind wir jetzt jetzt deutlich äh wenigstens unter den äh Februar Tiefstwerten äh schon mal schon mal drunter. Und ja, wenn sich die jetzt nochmal, noch zweimal halbieren würde, So, dann wenn wir wieder da, wo wir äh dann ja ähm, genau vor einem Jahr. Gewesen. Also genau vor einem Jahr so in der, in der KW einundzwanzig, so zum, zum Vergleich waren wir halt bei einem Prozent, also, positiven Quote und so unter ein Prozent wäre halt wäre halt super einfach. Aber dafür müsste ich's, wie gesagt, noch irgendwie zweimal halbieren und ich hoffe, dass das dass das auch auch passiert. Ja
Tim Pritlove
Schwer einzuschätzen, wie es jetzt kommt, ne. Also. Unter normalen Umständen ohne diese ganzen Impfungen und ohne die ganze Erfahrung, die jetzt in gewisser Hinsicht Leute auch gesammelt haben, mal schnell dabei, allen immer vorzuwerfen, sie wären alle so unvorsichtig und sicherlich gilt das auch für einen bestimmten Teil der Bevölkerung, aber ist ja jetzt auch schon so, dass. Alle haben zwar die Schnauze voll, aber es hat sich auch ein bisschen rumgesprochen, dass man sich's halt selber vergeigen kann. Und äh das ist eigentlich jetzt das Wichtigste. Jetzt so bisschen noch Füße still halten, was dann sicherlich so ein bisschen zu Gute kommt, ist so ein Effekt, den ich zum Beispiel an mir auch merke. Ich weiß nicht, wie das bei dir so ist. So von null auf hundert jetzt wieder so in seiner alten Verhaltensmuster zurückzukehren. Jetzt auch nicht so. Also man ist irgendwie zögerlich, man überlegt bei allem, ob das jetzt irgendwie angemessen ist oder ob man sich das nicht doch noch mal sparen sollte und das ist eigentlich genau das richtige Verhalten, um. Sagen wir mal so einen Wiedergänger ähm so eine so eine Variante, die äh uns droht vielleicht. Einfach auch frühzeitig zu erkennen, ohne dass gleich die die Zahlen wieder ins absolute Nurvana losschießen.
Pavel Mayer
Also man kann sagen, dass wir jetzt so ja, wenn man jetzt rein die positiv. Quote äh vergleicht, dann hinken wir so drei bis vier Wochen hinterher äh gegenüber letzten Jahr, also hätten wir, hätten wir es nicht so vergeigt mit der mit der dritten, so hätten wir eigentlich eher drei, vier Wochen voraus sein können. So, also wenn wir dann hätten wir schon vor ja, zwei Monaten oder so öffnen können oder vor sechs Wochen wahrscheinlich vorsichtig mit Öffnungen beginnen können, aber so ist es jetzt dass wir äh ja nochmal eben diese dritte Welle eingelegt haben und jetzt äh ja, ähm schon mal um um die vier Wochen äh vom Frühjahr und Sommer halt uns versaut haben.
Tim Pritlove
Und es ist einiges gestorben, ne? Ich meine, es sind viele Open Air Festivals sind abgesagt worden. Nicht unbedingt abgesagt werden müssen meiner Auffassung nach, zumindest in einem bestimmten Maße hätten sie äh sicherlich stattfinden können, aber was am Ende gefehlt hat, also tatsächlich wenn jetzt diese Veranstaltung stattfinden. Im Juni, im Juli äh oder im August. Dann ist jetzt grade die Wahrscheinlichkeit sogar ganz gut, dass eigentlich die Inzidenzituation das ganze Infektionsgeschehen tatsächlich genau in dem Rahmen ist, in dem man's eigentlich haben will. Dadurch, dass man sich das nicht sicher sein konnte, weil man einfach so viel Zeit verplempert hat, konnte halt niemand planen. Niemand hält auch äh den Kopf dafür hin. Ist zum Beispiel so, dass es gibt für Veranstaltungen von der Bundesregierung eine Ausfallsgarantie. Das heißt, Veranstaltungen, wenn die dann. Abgesagt werden müssen, wegen neuem Infektionsgeschehen, dann gibt's dann so eine Versicherung von der Bundesregierung. Gilt aber erst ab September. Ja und äh deckt interessanterweise auch. Diverse Ausnahmen, die jetzt trotzdem noch stattfinden im Rahmen von Modellprojekten, dann überhaupt nicht ab. Das heißt, gerade die Modellprojekte dürfen dann ähm dürfen dann sozusagen die Verantwortung selber tragen. Das äh völlig absurd. Tolles Modellprojekt.
Pavel Mayer
Ganz toll.
Tim Pritlove
Aber nichtsdestotrotz, um vielleicht nochmal kurz zu betonen. Positive Quote unter fünf Prozent, heißt, dass wir jetzt seit langer, langer, langer, langer Zeit, also seit Oktober im Prinzip. Ja, also seit äh jetzt sieben, acht Monaten fast. Erste Mal wieder unter die Fünf-Prozent-Schwelle äh gekommen sind, die die WHO als so das Maximum ansieht, wo man landen sollte. Das heißt, wir haben jetzt in etwa äh wieder so so die die Kontrolle über das Geschehen dahingehend zurückerlangt, dass wir jetzt unseren Zahlen auch noch trauen können. Also die dunkelste versinkt.
Pavel Mayer
So was, was ich auch noch vergessen hatte zu erwähnen, was natürlich auch noch. Dazu kommt, ist äh das grundsätzlich je niedriger die Inzidenz umso äh größere Wirkung entfalten halt das Trekking und Dressing umso mehr können die Gesundheitsämter dann an Zeit und Personal auf einen einzelnen Fall verwenden, ja? Weil und da gab's haben wir die Diskussion, ja, gibt's da eine magische Grenze irgendwie fünfzig waren da immer im Gespräch, aber das konnte ich statistisch nirgendwo ablesen, dass es da so einen Punkt gibt, wo dann plötzlich ja äh die Gesundheitsämter das im Griff haben, sondern ich das ist eher so ein fast linearer Zusammenhang äh würde ich sagen, wobei klar, irgendwann kommt der Zusammenbruch, aber der liegt halt viel, viel höher als fünfzig. Also das ist dann bei hundert oder zweihundert, wo dann die Gesundheitsämter dann wirklich, müssen und in dem Bereich darunter, denke ich, ist es einfach so, ähm je niedriger die Inzidenz äh umso mehr Mühe können sie. Mit einzelnen Fällen geben und je höher äh die Inzidenz umso schneller müssen sie das abhaken. Ja Und äh dementsprechend Ja äh kommt uns das äh jetzt auch auch gerade entgegen und das Lustige ist auch noch auf in der Risikotabelle, habe ich immer so die die Tage bis fünfzig und die Tage bis hundert und da wir jetzt überall unter fünfzig sind äh sind die Werte negativ, was man eben so ein bisschen als Sicherheitsabstand interpretieren äh kann, so nach dem Motto, also wenn sich das jetzt genau umkehren würde, das mit dem R-Wert, also wenn die Zahlen jetzt äh. So schnell steigen würden, wie sie bisher gesunken sind, dann haben wir jetzt deutschlandweit dreizehn Tage Sicherheitsabstand zu fünfzig und einen Monat einunddreißig Tage bis bis einhundert ja und das ist durchaus jetzt keine völlig unlausible Annahme, klar ähm R-Werte schwanken halt ständig, aber das sind so die die Größenordnungen äh äh gerade. Also selbst wenn's sich jetzt umkehrt, nicht in einer Woche, wenn wir nicht die hundert dann plötzlich übersteigen und je niedriger die jetzt die Inzidenzen fallen, umso mehr Sicherheits Abstand haben wir, was aber nicht heißt, dass man den Sicherheitsabstand äh ausnutzen sollte, sondern meiner Meinung nach ähm wäre. Ja, wie gesagt, so das australische Modell in dem Moment, wo die, wenn die Zahlen jetzt ein, zwei Wochen lang äh steigen, sollte man. Sofort Lockdown machen oder eigentlich sogar so in dem Moment, wo man einen Fall hat, von dem man nicht weiß, wo er herkommt, äh sollte man eigentlich in den Lockdown gehen. So, wenn man's identifiziert. Alles gut, super, dann ist es unter Kontrolle, aber in dem Moment, wo du ein Fall hast und du weißt nicht, wo es herkommt, ist die Infektion außer Kontrolle in einem Landkreis. Dann laufen ansteckende Leute rum, die du nicht kennst, die nicht in Quarantäne sind und äh ja, die halt dann mal locker äh eine komplette äh Pandemie wieder lostreten können. Eine komplette Welle lostreten können. Eigentlich einer reicht. Ja, ein Superspray reicht und äh der, der tritt dir eine komplette Pandemie los. Eine komplette Welle.
Tim Pritlove
Taiwan, ne? Ja, hat mir, glaube ich, vor zwei Wochen. Kurz berichtet, dass dass da sofort Alarm geschlagen wurde. Ähm ich hatte auch die die optimistische Annahme getroffen, dass die das dann auch schnell wieder in den Griff kriegen. Ist äh erstmal nicht passiert, tatsächlich sind jetzt in Taiwan erstmalig die äh Inzidenzen da auch hoch geschossen nicht so hoch, wie sie bei uns sind, aber immerhin so auf äh siebzehn oder sowas, achtzehn Und jetzt fallen sie wieder eine Weile, aber fallen noch relativ flach so, ah, das ist im Detail nicht verfolgt. Ähm aber das bestätigt. Bestätige einfach nur so den Blick. Man muss einfach äh vorsichtig sein. Und wenn du sagst, okay, wir haben jetzt einunddreißig Tage Sicherheitsabstand. Ja, also wenn wir's jetzt eben völlig verkacken, dann sind wir halt auch in einem Monat schon wieder bei hundert und dann bleibt dann ist er aber auch ein Tag später nicht wieder Unterrunde hat, sondern dann, dann, dann, dann geht die Kurve halt hoch. Es sei denn, man tut halt was dagegen. Und dann äh sind wir auch schnell wieder bei zweihundert oder vierhundert. Gucken gleich nochmal auf andere Länder, jetzt äh lass uns doch nochmal ganz kurz äh das Zahlenspiel beenden und ähm kurzen Blick auf die Impfung machen.
Pavel Mayer
Das ist deine Aufgabe Mister Impfstatistik.
Tim Pritlove
Genau. Ja, ähm. Ich habe mal ähm also ich hole mir ja immer die Daten vom Impf-Dashboard, da gibt's die so zum Download das war jetzt relativ anexciting und vor allem hat man auch gesehen wieder mal dass äh auch diese äh wir haben das genannt hier unser Sampling Artefakt, also unser christlicher Sabling Artefakt. Auch hier äh zuschlägt Ähm ja, man kann im Prinzip sehr einfach auf zwei Zahlen zusammen äh bringen, ne, wo wir gerade stehen. Fünfundvierzig und zwanzig. Nämlich, das sind jetzt so die Prozentzahlen die wir an Erstimpfung und ähm Zweitimpfung erreicht haben. Oder genau genommen, man muss ja sagen, Mindestimpfung und ähm vollständige Impfung in gewisser Hinsicht. Mir ist nämlich selber äh gerade erst kurz vor der Sendung noch ein Detail aufgefallen, was ich eigentlich noch reinrechnen wollte, bis ich festgestellt habe dass es schon drin ist, nämlich in dieser Zahl der Erstimpfung, die also jetzt bei knapp fünfundvierzig Prozent steht. Da steckt drin, die ersten Impfungen von bayerntech, moderner und asrasinika, aber auch die Impfung von Johnson und Johnson. Was sinnvoll ist, weil die Leute, die Johnson und Johnston kriegen, die äh Na ja, haben ja sozusagen auch eine eine Initialenschutz und die werden ja dann nicht nochmal mit irgendwas erst geimpft, was äh zweitgeimpft werden muss, ne. Und ähm genauso stecken sie aber auch in dieser Zahl der vollständigen Impfungen, weil. Ist ja dann auch vollständig, ne. Und ähm von daher äh stimmen die Zahlen auch. Ich habe das mehrfach ähm so nachvollzogen und halte das für ganz glaubwürdig, soweit eben die Zahlen an sich, die gemeldet werden, stimmen. Wenn man so über die Tage das so verfolgt, ist immer ganz interessant zu sehen, es gibt Tage, da gibt es sehr viele Nachmeldungen, also grad jetzt so nach Pfingsten trudelte danach schnell mal was ein und dann hat's da so in zwei Tagen mal so. Zwanzigtausend Nachmeldungen, gibt aber auch andere Tage, wo es irgendwie nur so zehn, zwanzig, dreißigtausend sind, aber abgesehen von diesen Tagesveröffentlichungen und diesen Erhaltschen nach irgendwelchen Rekorden ähm bedeutet, dass das eigentlich so jeden Tag auch immer wieder, relativ signifikant äh nachgemeldet wird und sozusagen die Zahlen auch nachträglich alle steigen. Derzeit sind wir so bei siebenhunderttausend Impfungen pro Tag im Schnitt, also im Wochenschnitt. Und ähm ungefähr so bei vierhundertzwanzigtausend für. Die äh Zweitimpfung und knapp unter dreihunderttausend für die Erstimpfung und das wird jetzt auch noch so eine Weile so gehen. Wir haben so ein Verhältnis von sechzig vierzig bei den Zweitimpfungen zu Erstimpfungen, und da jetzt nochmal so ein kleines, so eine kleine Welle ansteht, weil wir ja quasi die Erstimpfung vor sechs Wochen. Durchführen müssen, wenn beginnt also jetzt so grad so ein bisschen so dieses schwierige Tal, was durch durchmarschiert werden muss, also zumindest die nächste Woche wird nochmal so voll im im Trend der Zweitimpfung sein. Und danach wird's halt besser. Erstens, weil der Bedarf nach Zweidimpfungen absinkt und weil dann eben auch die Lieferzahlen ansteigen sollen, also das. Werden wir sehen, ob das dann so kommt, aber bisher waren ja eigentlich die von die Aussagen von Bier und Tisch immer relativ klar und wenn sie's dann doch mal nicht schaffen können, haben sie es auch frühzeitig kommuniziert, wie eben jetzt vor zwei Wochen, als sie gesagt haben, dass sie eben mal so locker eine halbe Million weniger liefern pro Woche für zwei Wochen. Das aber dann eben gegen Ende Juni nachholen.
Pavel Mayer
Ja, wobei sagtest du, aber wenn ich mir deine Grafik an. Äh Erreichten, die hm, okay, ja gut, vierzehnten, fünfzehnten rum, wird quasi Peak-Zweitimpfungsbedarf erstmal erreicht, oder? Das also und das geht noch bis fast bis Ende Juni äh äh so geht's, geht's dann. Erst wirklich signifikant äh runter, so dass wir wahrscheinlich bei dem bis dahin so grob, bei der Situation bleiben werden.
Tim Pritlove
Na ja, ist schon ein bisschen anders, weil wir halt äh jetzt von so knapp dreihundert, also wir hatten jetzt äh, ich gucke mal, die Zeit noch mal genauer an, damit ich jetzt hier keinen Unsinn erzähle, Also wir haben jetzt äh wir sind ja jetzt in der KW na ja KW sind wir jetzt gerade, nicht durcheinander kommen, Tim, bleibt dabei, wir sind jetzt in K wie, zweiundzwanzig, ne? Und für KW zweiundzwanzig, also in dieser Woche werden, deutlich mehr Dosen geliefert. Während wir also in der letzten Woche grade mal so in der Summe auf fünf Millionen kamen, werden es voraussichtlich Ende dieser Woche dann über sechs knapp sechseinhalb Millionen gewesen sein. Das ist äh vor allem aber nicht ausschließlich auf eine Steigerung bei äh Biotech zurückzuführen. Aber auch diese Johnson und Johnson äh Waxine kommen jetzt ähm vermehrt an und werden auch vermehrt geimpft, also da sind auch die Impfzahlen extrem angestiegen und das wird schon dazu beitragen, ne. Also wir werden, Ende dieser Woche mal äh ja so eins Komma acht Millionen mehr, Impfdosen haben und das wird dann eben dazu beitragen, dieses Zweitimpfungspolster schnell abzutragen und in dem Moment, wo das dann. Absinkt, geht das dann eben so weiter. Die Prognosen sind dann für die Folgewochen ein bisschen zurückhaltender, also es geht dann ähm so auf äh fünf Komma fünf und fünf Millionen zurück. Das ist halt schade, das sind sozusagen diese Lieferungen in in dreiundzwanzig und vierundzwanzig, die eigentlich höher sein sollten, aber das wird dann alles nachgeliefert und dann halt in für KW fünfundzwanzig und sechsundzwanzig gehen wir dann irgendwie auf sieben Millionen hoch. Das heißt, dann werden wir wirklich eine Beschleunigung sehen. Also mal so eine richtige Beschleunigung bei den Erstimpfungen, weil eben Zweitimpfungs äh Welle durch ist und dann. Sehr viel mehr Impfstoff zur Verfügung steht und ich glaube, da werden wir uns dann alle sehr äh über die Zahlen freuen.
Pavel Mayer
Sodass dann auch äh pünktlich zum Ende der Urlaubssaison dann auch alle geimpft sind.
Tim Pritlove
Na ja, zumindest pünktlich zum Anfang der Urlaubssaison schon mal die allermeisten auch wirklich eine Erstimpfung erhalten haben, ne. Ich meine, wenn wir jetzt auf fünfundvierzig Prozent schauen, dann bedeutet das ja. Ähm der Leute, die sich derzeit überhaupt impfen lassen dürfen. Und das heißt ja, sechzehn plus. Und wenn man das eben auf diesen Bevölkerungsanteil äh hochrechnet, dann sind wir halt schon so bei sechsundfünfzig Prozent oder so.
Pavel Mayer
Ja, das ist auch nochmal ein interessanter Punkt, ja. Dass ja immer die sagen, die Impfquoten, die Offiziellen immer auf die Gesamtbevölkerung.
Tim Pritlove
Richtig. Aber nicht auf alle, die sich impfen lassen können, ne? So, das heißt, ähm. Ist jetzt ein bisschen schwer zu schlussfolgern, wie viele Leute würden sich jetzt impfen lassen? Wir hatten ja so diese Aussage von äh in der letzten Sendung, glaube ich, vom RKI mit ja fünfundsiebzig Prozent wollen sich auf jeden Fall impfen lassen. Fünfundsiebzig Prozent der Bevölkerung. Ja gut, also und und wie ist es jetzt mit sechzehn plus? Also ist es da irgendwie auch fünfundsiebzig Prozent oder ist es irgendwie da mehr und es sind dann Kinder überhaupt gefragt worden, also so ein bisschen so eine ähm leere Aussage, wie das immer so ist, man muss immer, ganz genau hinschauen. Ja, also ich bin da verhalten äh optimistisch, dass das jetzt ganz gut weitergehen soll und vor allem, was auch äh vielen nicht so richtig auffällt, ist, dass wir halt auch, im Vergleich mit anderen Ländern äh in zunehmendem Maße aufholen. Ja ähm und dass wir auch teilweise andere, dass sich auch zeigt, dass dass wir so andere Strategien haben. Also wenn man jetzt zum Beispiel mal Deutschland mit ähm UK vergleichen. Beim äh Impfen, ja, dann haben wir halt äh kommen wir sozusagen dem. Erstimpfpotential von UK äh zunehmend nahe. Also wir haben deutlich höhere Anstiegsraten derzeit, als es in UK ist. Also wir mit unseren fünfundvierzig Prozent und UK ist so kurz unter sechzig.
Pavel Mayer
Mhm. Auf Gesamtbevölkerung bezogen.
Tim Pritlove
Alles auf die Gesamtbevölkerung bezogen, genau. Und ähm nur, dass sie halt eben bei der bei der Zweitimpfung äh auch nochmal deutlich weiter vorne liegen mit irgendwie ungefähr dem Doppelten von dem, was wir haben. Aber auch da holen wir jetzt schnell auf. Also es denke mal, es es wird sich einiges egalisieren jetzt im nächsten Monat und dann wird man eben schauen, welche Auswirkungen das äh letzten Endes hat.
Pavel Mayer
So viel, glaube ich, erstmal zum ähm allgemeinen Impfthema.
Tim Pritlove
Äh äh vielleicht noch einen Nachtrag. Ähm. Und zwar, wo ich auch auf Twitter äh ordentlich drüber gegrübelt habe, ist so dieses äh Asraziniker. Wenn man sich die Kurven anschaut für die Zweitimpfung, dann sieht man, dass eigentlich der Bedarf für äh Asra Senicker Zweitimpfung. Also es müssten jetzt eigentlich mal locker doppelt so viele Asra Zweitimpfungen durchgeführt werden, als tatsächlich stattfinden. Also es ist eine extrem äh hohe Zahl und ist ein bisschen unklar, wo die so äh hingegangen sind. Es macht schon so den Eindruck, als ob's dann doch schon eine verstärkte Abwanderung in Richtung Biotech gibt. Also das ist wirklich relativ viele Leute, die eigentlich jetzt für eine Zweitimpfung mit Asra äh vorgesehen waren. Dass die ähm auf moderner oder auf Biotich umsteigen. Ja? Und das macht ja auch Sinn, hatten wir ja hier auch schon letzte Mal diese spanische Studie äh besprochen, gucken auch gleich nochmal auf die auf die von der Charité, die sich das ja auch nochmal angeschaut haben. Und äh ich habe mich vor allem gefragt, ob das nicht vielleicht sogar eine gute Idee wäre. Ähm generell da. Umzusteigen.
Pavel Mayer
Absolut.
Tim Pritlove
Und zwar äh weiß ich, welchen ersten Gedanken du jetzt hattest.
Pavel Mayer
Mach du erstmal.
Tim Pritlove
Naja, ich dachte mir so. Wenn die Kombination aus Asra Senica, also aus, ich sage mal aus Vektor Impfstoff plus äh RNA Impfstoff so geil ist. Ja, also alle Studien sagen. Kann man machen bis hin zu, steigert einfach nochmal die ganze Antikörperreaktion, die ganze äh Immunreaktion des Körpers signifikant, ohne dass es jetzt nennenswert viel mehr Probleme macht. Und wenn das so eine tolle Kombination ist. Warum bietet man dann nicht explizit sogar diese Kombination an und nimmt einfach generell nur noch als Erstimpfstoff und haut einfach äh RNA hinter rein?
Pavel Mayer
So, ich könnte mir sogar vorstellen, dass die ständige Impfkommission äh das irgendwann äh sogar empfehlen wird, wird man sehen. Die sind ja immer ein bisschen vorsichtiger äh so und äh insofern äh ja, absolut Plus worauf wir auch im äh letzten Clubhaus nochmal aufmerksam gemacht wurden, dass Leute, die jetzt eine Erstimpfung mit Astrasinika bekommen haben, eigentlich ganz gute Karten haben ähm eine äh Zweitimpfung äh mit äh Bieren zu äh oder mit einem RNA Impfstoff bekommen, weil äh ja und zwar aus zwei Gründen. Zum einen äh ist es so, also zumindest für alle unter Sechzigjährigen, die aus irgendeinem Grund äh eine Erstimpfung mit Astra Senica. Erhalten haben, ist ja im Moment äh die Empfehlung tatsächlich auch ähm sagen die nicht. Äh Astra Senica zwei zu impfen. Das heißt, man kann sich gegenüber dem Arzt sogar äh oder wo auch immer darauf berufen, dass das eigentlich so die Empfehlung äh äh ist, der der Impfkommission halt. Ähm, und der zweite Punkt äh auch, äh was man als Argument beim Arzt äh in die Wege führen äh kann, ist, dass in den meisten Bundesländern zumindest, so wie ich das mitbekommen habe, ist die gängige Praxis ist. Ärzte für Zweitimpfungen äh bestellen können was sie wollen an Impfstoffen, während für die Erstimpfung, so müssen sie mehr oder weniger noch nehmen, was sie, was sie kriegen, aber für die Zweitimpfung kriegen sie in der Regel genau das, was sie, sie bestellen und ich sage mal, diese beiden Sachen zusammen sollten es eigentlich ermöglichen, so diese beiden Argumente, das, unabhängig jetzt von der Empfehlung der Impfkommission dann, glaube ich, ganz gute Karten und Argumente äh hat dann gegenüber dem Arzt zu sagen, ich hätte das gerne, wenn man das äh bevorzugt.
Tim Pritlove
Ich freue mich auch gerade, ob die Ärzte eigentlich irgendwas dagegen haben können. Ich meine klar äh Biotech ist groß nachgefragt und die haben sicherlich so ein bisschen Sorgen, was Rasinika loszuwerden, aber der Vorteil ist natürlich bei dieser expliziten Kombi, dass man eben auch diesen Impfabstand äh wieder geringer wählen kann. Ja, also es muss nicht unbedingt auf diese zwölf Wochen hinauslaufen. Wir hatten ja jetzt gerade die Ansage vom Gesundheitsministeriums dass äh Asra jetzt auch nach vier Wochen die Zweitimpfung erfolgen äh kann alle die Hände heben und sagen, äh Moment, das hat aber irgendwie einen medizinischen Sinn, dass wir da zwölf Wochen machen, wegen der potenziellen Immunität, die der Körper eben, zumindest kurzfristig, gegen diesen Vektorvirus als Seuchen entwickelt. Dieses Problem fällt bei der Kombiimpfung komplett weg und man kann halt irgendwie so einen mittelground finden und sagen, okay, dann machen wir halt, acht Wochen oder sechs Wochen, weil die Wirkung der Erstimpfung ist dann auf jeden Fall da und der RNA Impfstoff kann. Wird sozusagen keine ja stört sich nicht an einer Immunität gegen das Vektorvirus, weil da ist kein Vektorvirus drin. So und dann ist ja eigentlich auch allen geholfen. Längeren Abstand machen, man kann einen kürzeren Abstand machen und man kombiniert's einfach und es ist vor allem und das war so ein bisschen mein Hintergedanke Viele Leute sind so zögerlich bei Asra Senica, weil das irgendwie so einen schlechten Ruf hat, aber wenn man halt das Ganze eben verbinden kann mit na ja, äh dieses äh diese Erstimpfung hat den Vorteil, dass wenn du dann die Zweitimpfung und was anderem bekommst, dass dein Schutz sehr viel höher ist und potenziell auch noch länger hält. Und das ist ja durchaus ein Argument, wo Leute sagen können, so ja, na klar, wenn das so ist, erstens kriege ich jetzt schon meine Erstimpfung, die ich sonst vielleicht gar nicht bekommen würde und zweitens habe ich am Ende. Auch noch ähm einen besseren Schutz.
Pavel Mayer
Ja, plus, äh, dass man wahrscheinlich auch einen äh besseren Schutz vor manchen Varianten hat. Mein Astrasinika schützt zwar auch bei allen Varianten, vor schweren Verlauf und Tod, so, aber ähm vor Erkrankung zum Beispiel äh ist bei der Südafrika-Variante, ist es so dass dort ja Studie war, dass das, was so Erkrankungen angeht Ja, man in der Statistik, also Infektion, nicht Erkrankung, sorry. Das äh eben äh Astra Senicam bei der Südafrika-Variante praktisch nicht äh äh schützt äh vor Infektionen äh zumindest. Und ähm ja äh und wir haben diese Variante ist zwar bei uns jetzt nicht kaufen oder kaum verbreitet, bisschen mehr Sorgen macht halt grade die indische Variante. So, wir müssen jetzt, es gab ja jetzt auch diese Umbenennung.
Tim Pritlove
Ja, ja, da kommen wir gleich noch drauf, ja.
Pavel Mayer
Ähm wenn ich mich auch erstmal dran gewöhne, habe ich noch nicht wirklich verinnerlicht.
Tim Pritlove
Das ja bringt uns, glaube ich, jetzt der nur mehr durcheinander. Das stellen wir nachher vor, dann überlegen wir mal, ob wir drauf umsteigen.
Pavel Mayer
Genau, also ähm ja, mit anderen äh äh Worten äh sagen die, die die Kombiimpfung äh dürfte auch insgesamt äh wahrscheinlich einen einen breiteren Variantenschutz äh bieten äh sage ich mal. Nach nach Studienlage so ist, so wie es aussieht und äh ja, insofern, Wäre das halt ganz cool, äh wenn das allgemeine Praxis wäre, aber wie gesagt äh man kann dadurch Eigeninitiative, glaube ich, hat man ganz gute Karten äh sagen wir erstens 'ne Erstimpfung mit Astra zu bekommen, weil äh das nicht so attraktiv zu sein scheint und wenn man die dann hat man hab ich ganz gute Karten äh auch eben äh bei der bei der zweiten Dosis dann äh den Impfstoff seiner Wahl äh zu bekommen.
Tim Pritlove
Ja, schauen wir nochmal auf die äh Diskussion mit den äh mit der Info von Kindern, wie heißt es ja schon erwähnt, wir äh hatten da letzte Mal so eine Diskussion und ähm haben sich ein paar neue Aspekte äh ergeben, ne?
Pavel Mayer
Ja, also ich hatte mich ja äh insbesondere etwas darüber ereifert äh über ähm einen einen Interview, was äh der Vorsitzende, der der ständigen Impfkommission Professor Mertens gegenüber Phönix gegeben hat, wo er sich da zu so einem paar lapidaren äh ich fand und ja sportlichen Aussagen hatte hinreißen lassen, wie sagen, okay, alle Kinder sterben praktisch an, äh äh mit äh Corona und nicht äh an äh Corona und äh außerdem, dass äh halt auch ansonsten äh ja, die, die Auswirkungen der Krankheit, also. Und äh Lonkovic äh und so, äh dass das ähm praktisch nicht existent äh wäre, ja. So, und beides fand ich, als als äh so pauschale Aussage erstmal nicht nicht haltbar. So, weil normalerweise, also, An sich äußern äh äh sich ja gerade, ich sage mal die Fach also von Drosten ist man das ja gewohnt, immer äh sehr, sehr vorsichtig und mit sehr, sehr vielen Jahr wahrscheinlich und vielleicht und das deutet darauf hin und so und das hatte er halt in dem Interview, dort nicht getan, ja. Und ich hatte mich dann zum einen auch nochmal ein bisschen mehr ans Rechnen gemacht, dass ich jetzt auf Twitter. Sagen mal erste Berechnungen äh angestellt für die Altersgruppen, wer. Stirbt den an und mit Corona. Das kann man eigentlich ganz gut, machen, äh also die wenn man die die die Sterblichkeit hat in den entsprechenden Altersgruppen und dann kann man gucken äh wie hoch lag denn die Sterblichkeit jetzt in den Altersgruppen, bei denen dienen positiven Coronatest hatten, zu sagen. Und ähm das ist. Sehr, sehr eindeutig in den höheren Altersgruppen, also da haben wir also deutschlandweit kann man sagen, das hat mir auch schon vor Monaten hatte ich mal für die Gesamtbevölkerung berechnet. Größenordnungsmäßig kann man sagen, äh drei Prozent äh der Bevölkerung sterben im Schnitt mit Corona, also wären halt. Innerhalb von äh dreißig Tagen nach einem positiven Coronatest, ohnehin verstorben, aber siebenundneunzig Prozent kann man sagen, ja also, Ähm sterben dann wirklich an äh Corona. So. Und bei den Kindern äh sieht es aber da einen einen bisschen anders aus, so äh je nach Altersgruppen und da ist so ein bisschen das Problem, dass bei den Kindern. Auch genauere Daten fehlen. Insofern äh gibt's da ein paar Schwierigkeiten, zumindest in der Altersgruppe null bis vier, weil ist eine sehr, sehr hohe Säuglingssterblichkeit gibt ist halt schon so, dass ja von den Kindern, die geboren werden, ein gewisser Anteil äh einfach nicht überlebt, so und zwar einen wesentlich höheren Anteil, aber wenn äh erhalten ein Kind erstmal ja die ersten mal Lebensmonate, das erste Lebensjahr übersteht, dann äh. Ja, dann singt eben die die natürliche Sterblichkeit um den Faktor zehn. Ja, also im ersten Lebensjahr, im ersten Lebensmonaten, sterben halt im Schnitt zehnmal so viele Kinder wie, halt dann über über ein Jahr. Das macht natürlich gut da auf der anderen Seite sind die Daten, ist das genaue Alter, der der verstorbenen zumindest nicht öffentlich bekannt, jetzt der verstorbenen Kinder, dass das halt ein bisschen schwierig wird von von außen. Das Ganze hm für, sage mal, die. Die Nulljährigen äh dann äh, auch äh sauber zu zu rechnen, ob's da eine Übersterblichkeit gibt und da werden wir die null bis vier haben, ähm so ähm ja, ähm ist das ist das Ergebnis so ein bisschen problematisch. Ähm. Genauer gesagt ist das Ergebnis halt, dass wenn man jetzt einfach null bis vier betrachtet, kriegt man nur einen einen Übersterblichkeits äh Faktor von eins Komma vier ungefähr raus, was bedeutet das, ja, vierzig Prozent mit und sechzig Prozent an äh Corona sterben aber äh ja, das sind halt alles auch noch, eben sehr, sehr kleine Zahlen. Also wir reden hier von acht Todesfällen in der in der Gruppe null bis vier und der Erwartungswert wäre halt fünf Komma sieben so und das kann natürlich durch durch Zufall Also wenn du. Irgendwie eine Erwartungswert von eins hast und da kommen jetzt zwei oder drei raus, dann kann das halt auch reiner Zufall äh sein. Das ist sagen, Das erste Problem, das zweite, Problem ist, hm dass äh ja die Dunkelziffern natürlich auch möglicherweise eine eine Rolle spielen und das bei äh gerade Kindern, die Dunkelziffer. Potenziell höher ist oder sehr wahrscheinlich sogar höher ist. Das heißt, wenn man das jetzt nicht auf Basis der positiven Tests rechnen würde, sondern auf die Zahl der tatsächlichen Infektionen, die wir aber nicht wirklich kennen, weil es äh einfach an breit angelegten Studien mangelt äh äh dazu, weil dazu müsste man dann. Eben im großen Stil auch. Antikörpertests machen und das gibt's nur vereinzelt so in einzelnen Regionen und die Region wiederum können da sehr, sehr große Unterschiede haben. Ja aus aus verschiedensten Gründen, also mit anderen Worten, die Zahlen sind halt grade bei den, bei den Kindern eben sehr, sehr problematisch. Weiterer äh Grund, warum sagen diese Übersterblichkeits. Rechnung möglicherweise ähm einen einen anderen Effekt haben kann, ist, dass, Gruppe der Kinder, die getestet wurde nicht sagen der Gesamtpopulation der Kinder entspricht, sondern das sind halt Kinder, die möglicherweise ohnehin krank waren und vielleicht etwas äh ja gesundheitlich äh nicht ganz so belastbar sind und dass man aus diesem Grund dort auch gegenüber der der Gesamtbevölkerung in dem Alter dann eine Übersterblichkeit sieht.
Tim Pritlove
Es gab ja dieses Interview mit dem äh Mellard von der von der äh der Chef der Sticko, äh also der ständigen Impfkommission.
Pavel Mayer
Mertens. Mertens heißt der.
Tim Pritlove
Letzten Coronavirus, Update, Podcast mit Sandra äh Zieseck und ich fand das ganz interessant, weil er halt explizit auch nochmal genauer zu diesem Thema befragt wurde und ein bisschen mehr Raum und Zeit hatte, als in dem von dir äh kritisierten Phoenix-Interview, das auch nochmal alles zu erläutern. Und genau zu dem Punkt, den du gerade erwähnt hast, äh sagte er, wenn ich das jetzt richtig erinnere, ähm bei den Todesfällen, die da gesehen wurden, das irgendwo war, dass die alle ohnehin schon palliativ behandelt wurden. Also das waren. Todkranke Kinder, die aus anderen Gründen äh krank waren. Und auch die Zahl von Hospitalisierung. Muss man relativieren, weil's nicht selten auftritt, dass eben einfach Kinder aus ganz anderen Gründen, ins Krankenhaus eingeliefert werden, sagen wir mal, Blinddarmoperation steht an, ja? Und dann immer, wenn du ins Krankenhaus kommst, wirst du ohnehin getestet. Und dann zeigt sich halt einfach, dass die dann eben in dem Fall. Angesteckt waren, obwohl sie es vielleicht äh noch gar nicht wussten. Und generell sind überhaupt so die. Diejenigen, die im Krankenhaus eingeliefert werden, die allerwenigsten davon ähm brauchen überhaupt irgendeine Intensivmedizinische Behandlung. Oft ist es halt einfach so, dass nach einer. Äh erkannten, symptomatischen Infektionen, die Kinder eigentlich eher als Vorsichtsmaßnahme ins Krankenhaus gebracht werden, weil man einfach aus irgendwelchen Gründen Dinge ausschließen möchte äh oder äh ne. Grundsätzlich bei Kindern da ein bisschen vorsichtiger ist.
Pavel Mayer
Also mein ein interessanter Punkt war, ich hatte mich halt erstmal als ich die also ich hatte dann erstmal noch einen einen Zahlenfehler äh äh drin, äh rechten Fehler drin in meiner ersten Variante von der Sterblichkeitsberechnung bei Kindern, wo ich auf etwas höhere Werte gekommen bin, weil wie ich die Sterblichkeitszahlen, die ich genommen hatte, schon auf Bevölkerung normiert waren, das war mir da noch nicht aufgefallen. Ich ein dummer Fehler, aber, selbst nachdem das das korrigiert ist blieb halt schon ein bisschen über Sterblichkeit äh übrig, aber wenn man. Sagen jetzt Dunkelziffer und und so mit mit einbezieht, wie gesagt, ist äh verschwindet äh der Effekt zumindest in der in der Altersgruppe ähm fünf bis vierzehn, aber dann hat man wiederum bei der Altersgruppe null bis vier, das Problem, wenn man annimmt, dass es diesen Effekt gibt dass man dann auf eine Untersterblichkeit, Gruppe käme bei Coronainfizierten, was nicht sein kann, ja? Also mit anderen Worten, die ganze Zahlen äh Lage ist halt, uneindeutig und äh man kann äh mit den Zahlen weder das eine noch das andere jetzt wirklich klar legen, Ich sehe nach wie vor vor allem mit Zahlen jetzt, wenn man noch aus dem Ausland dazunimmt, äh von den wirklich tausenden an Kindern, die jetzt in Brasilien zum Beispiel verstorben äh sind und auch aus anderen Ländern. Würde ich sagen, ist es schon so und das das hat dann der Mertens. Glaube ich auch dann entsprechend vorsichtiger ausgedrückt in dem in dem in dem längeren Podcast äh dass er dann nicht pauschal gesagt hat, ja nee, spielt gar keine Rolle. Äh, oder die Kinder sterben gar nicht an äh äh Corona, sondern nur ähm ja, dass es dass es halt halt eher unklar. Ist und ich hatte mich dann auch glaube ich, der Bewertung dessen, also der der Zahlen eigentlich auch ein bisschen zurückgehalten, weil. Ähm ganz unabhängig jetzt von der von der übersterblichkeit, äh wie hoch die jetzt tatsächlich, ist, ist die gar nicht das eigentliche Problem. Das ist dann fast eine akademische äh äh Debatte aus meiner Sicht, weil die Zahlen sind ebenso niedrig, das im Vergleich zu anderen Lebens, Risiken und Erkrankungen, das eher zurück ja so, dass man sich und das hat mir glaube ich auch. Sagt also für Eltern gibt's da jetzt keinen Grund äh große Angst zu haben, dass dass, eigene Kleinkind jetzt an Corona stirbt, so das ist ja so so minimal, da kann man glaub ich eher entspannt sein bisschen, anders noch sehe ich das jetzt mit Thema und wo eben auch eine ja gerade Kontroverse Debatte stattfindet. Bei wie viel Kindern äh das jetzt eigentlich stattfindet. Da hatte sich Mertens in dem in dem. Phönix äh Interview auch ähm geäußert dahingehend, dass eigentlich also dieses gibt's eigentlich gar nicht und äh also bin ich das entnommen, also ist dass das praktisch irgendwie ja äh mehr oder weniger Hysterie äh ist und andere Argument waren, na ja, die Studie aus England, die ich zum Beispiel zitiert hatte, die halt besagte, dass nach drei Monaten ungefähr fünf Prozent, also zwischen fünf und zehn Prozent der Kinder noch Symptome hatten. Äh. Wurde dann erwidert, na ja, aber äh das müssen nicht unbedingt Symptome sein, äh die jetzt auf die, Corona-Erkrankung zurückzuführen sind und außerdem so ein bisschen hüsteln oder äh so ein bisschen Schlappheit, das kann halt auch von von ganz anderen, Ding kommen, ja? Also insofern sei das gar nicht gar nicht aussagekräftig diese Studie. Sicherlich stimmt ist äh ja, dass das wahrscheinlich nicht die die fünf bis zehn Prozent, äh die dann noch Symptome haben, da muss man gewiss einiges ähm von abziehen, aber auf der anderen Seite ist ist mein Eindruck ähm nicht der, dass das jetzt komplette Fantasie ist. Vor allen Dingen finde ich's halt dann ein bisschen schwierig auch gegenüber den Betroffenen äh zu behaupten, äh so äh nee, äh Okay, ihr habt zwar jetzt irgendwie Atemnot und äh seid müde und könnt nicht gut schmecken und nicht gut riechen äh und so, aber das hat jetzt mit äh eurer Corona-Infektion nichts zu tun, ja. Das das finde ich ein bisschen schwierig sich auf den Standpunkt zu stellen, aber ich glaube auch, dass Herr Mertens das, glaube ich, auch jetzt im im neuen Podcast, in dem Podcast auch nicht so aus mehr mehr so ausgedrückt hat.
Tim Pritlove
Ja, ich kann mich da jetzt ehrlich gesagt grade an die Details nicht äh erinnern, mir äh erschienen, aber die ganze Darlegung der Sachlage relativ nachvollziehbar. Äh ohne jetzt vielleicht jetzt äh uns, dass wir uns zu sehr jetzt in den Details mit wie viel Zahlen jetzt auf was wir äh hinweisen, ähm uns zu verlieren kann man vielleicht nochmal so ein bisschen auf die auf die generelle Aussage, was soll denn jetzt eigentlich was sollte denn jetzt eigentlich geschehen, vorspulen? Und da vertritt er ja im Prinzip eine klare Meinung, nämlich die, Also die. Macht derzeit vor allem deshalb keine grundsätzliche Aussage für die Impfung, weil's A. Erstmal gar nicht erforderlich ist, dadurch dass jetzt die Impfung für zwölf bis Fünfzehnjährige erlaubt. Ja? Kann das auch jede Familie entsprechend entscheiden. Also wenn jetzt ähm. Jemand möchte, dass Kinder in dem Alter geimpft werden? Dann kann man das jetzt machen. Gehen wir zum Kinderarzt. Eine Liste ein und dann kann eine Impfung erfolgen. Das verhindert das nicht. Andererseits sagt aber die Stiko-Art nicht. Das muss jetzt unbedingt erforderlich äh stattfinden. Sie sagen es nur und da aber auch wiederum explizit für Kinder mit Vorerkrankungen. Also wo ist es, sich jetzt sozusagen anbietet, ist, wenn die Kinder in irgendeiner Form. Irgendwas haben, kann ja jetzt nichts aufzählen, aber das wisst ihr ja im Zweifelsfall alles selber, weil dadurch natürlich klar, ne, also Diabetes ist, glaube ich, so ein ganz äh klassischer Fall, ne, also die Kinder Diabetes haben, dann ganz klar impfen. Denn, und da, das kann ja auch vollkommen nachvollziehen. Es ist ja uns klar, dass Kinder in dem Alter deutlich geringeres Risiko haben, jetzt wirklich Schaden zu nehmen, als zum Beispiel. Vierzig, Fünfzigjährige, wo es noch so einige von gibt, die jetzt eben durchaus auch noch Impfbedarf haben. Und es gibt halt kein separates Kontingent an Impfstoffen, was nur für Kinder ist. Gibt's, glaube ich, noch so ein bisschen Konfusion, ob da jetzt irgendwie aktiv wirklich was vor vorgehalten wird. Ich glaube es ist irgendwie nicht so. Auf jeden Fall würden natürlich die Impfstoffe, die jetzt hier bei den Kindern verimpft werden, zwangsläufig aus dem Kontingent weggehen, was sonst anderen Leuten zukommen würde. Und dann ist halt die Frage, okay, wer. Wie ist jetzt der Allgemeinheit am besten Schutz getan? Ne und ähm sicherlich wäre es unklug zu sagen alle mal herhören, wir haben jetzt hier irgendwie drei Millionen zwölf bis Fünfzehnjährige in Deutschland, ich glaube das sind etwa so die Zahl, ich hab das von dir so die Bevölkerungszahlen bekommen, also zwei Komma neun bis drei Millionen, so in der Größenordnung durfte sich das in etwa bewegen Würden wir die halt alle, ähm erst impfen und Zweitimpfen, dann ist das quasi so der Impfstoffbedarf, den wir in zwei Wochen so für eine Woche haben. Klingt wenig, aber ne, sechs Millionen im äh Impfstoffdosen heißt eben, dass es sich dann eben für andere Leute entsprechend verzögert.
Pavel Mayer
Nee, absolut, also wenn man auf die auf die Zahlen äh guckt, also meine Übersterblichkeits äh Berechnung, die ich durchgeführt habe, da ergibt sich auch ganz klar raus, du willst erst die Erwachsenen, impfen, ähm weil dort die Impfung äh äh wesentlich mehr Sinn äh macht jetzt im Sinne von von Übersterblichkeit, also viel mehr schwere Verläufe, Hospitalisierung und Todesfälle äh vermeidet sozusagen. Da ist ähm da. Macht es einfach Sinn, wenn die, wenn die Kinder ein bisschen zurückstehen äh an an der äh Stelle und da bin ich da bin ich mir dann an der Stelle wieder äh komplett, eigentlich auch mit äh Mertens und der äh der STIKO. Das ist halt halt ganz klar. Ähm interessante Anomalie habe ich aber noch noch festgestellt. Ähm. Und zwar bei fünfzehn bis vierunddreißig komme ich äh auf ähm eine. Höhere. Übersterblichkeit als bei der Gruppe fünfunddreißig bis neunundfünfzig. Kann jetzt auch an, wie gesagt, Verzerrungseffekten äh liegen, aber äh äh zumindest da ergibt, sich äh schon des, wenn man jetzt nicht auf die absolute Sterblichkeit guckt, sondern nur sagen, auf verlorene Lebensjahre zum Beispiel, würde es jetzt keinen Sinn machen, aus meiner Sicht, die Altersgruppe fünfunddreißig bis neunundfünfzig vor fünfzehn bis vierunddreißig zu priorisieren, sondern da äh wir sagen, alles so ab fünfzehn oder oder zwanzig oder so äh dürfte aus verschiedensten Gründen die gleiche Priorität äh haben, aber eben bei bei unter fünfzehn äh definitiv äh ist das ist das völlig richtig äh erstmal, Älteren äh zu impfen, bevor man äh dann anfängt zu sagen, gesunde oder nicht vorerkrankte äh Kinder äh zu impfen. Also das das insofern äh ja.
Tim Pritlove
Und das findet ihr jetzt im Prinzip statt ab dem siebten Juni.
Pavel Mayer
Das ist also alles äh absolut in Ordnung. Ja.
Tim Pritlove
Wir halten fest, also wenn Kinder unbedingt geimpft werden wollen und die Eltern damit einverstanden sind, also mit Kindern ist jetzt gemeint zwölf bis fünfzehn. Ja, also für sechzehn und siebzehn gilt das natürlich ganz genauso, aber die durften ja auch bisher schon. Ja dann mach das. Dann tragt euch irgendwo äh eine Liste ein und dann dann werdet ihr die Gelegenheit bekommen. Wenn ihr noch nicht so richtig wisst und das irgendwie nicht unbedingt als erforderlich erachtet und die Kinder gesund sind, dann lasst erstmal sein. Auch kein Problem. Ja, wenn es so eine Familie ist, wo ähm ja noch andere vulnerable, Familienmitglieder sind, die vielleicht schon geimpft sind, aber wo man sich vielleicht auch nicht so sicher ist, wie stark die Impfung äh äh schützt, wie gut das Immunsystem da mitspielt. Und da laufen dann Kinder rum, die jetzt geimpft werden dürfen. Nimmt sie doch einfach, dann äh seid ihr den Angriffsvektor äh vielleicht nicht los, aber dann ist der zumindest auch entsprechend reduziert. Also es ist so ein Abwägen. Und ich denke. Mittelfristig, sicherlich werden dann mehr und mehr Kinder aus dieser Gruppe äh geimpft werden, wachsen ja auch am laufenden Hiter welche nach. Und ähm. Wird sich das schon irgendwie ausgehen, aber es besteht da jetzt auch nicht unbedingt die Erforderlichkeit, da so einen Rush zu machen. So impfen, ja, hast du noch was dazu.
Pavel Mayer
Nee, ich fand äh nee, ich fand nur den tatsächlich den den Aspekt auch nochmal äh wichtig äh zu betonen, was du gerade gesagt hast, dass es auch andere Gründe äh geben äh kann äh Kinder äh zu zu impfen, nämlich um ältere äh zu schützen in in bestimmten Situationen, in bestimmten familiären Situationen oder Wohnsituationen, wo ja äh weil was wir auch auch gehört haben, ist, dass verschiedene Leute genau vor dem Problem jetzt gerade stehen. Sie haben halt Einfamilienmitglied, was halt ja irgendwie entweder vorerkrankt ist oder dann auch das Problem mit irgendwie schwanger und äh schwanger werden ja bei uns in der Regel nicht, nicht geimpft und wenn dann, was er sich noch ein anderes Kleinkind da ist und jetzt die Kitas demnächst wieder aufmachen, dann machen sich natürlich Leute Sorgen um äh wenn man zum Beispiel die, ja, die. Ungeimpfte, Schwangere äh Mutter äh äh gerade im Zusammenhang mit einem Ungeimpften Kind, was dann demnächst in die Kita äh äh geht, äh so. Und in solchen besonderen Situationen wär's natürlich auch ganz gut äh so, wenn es dafür dann Lösungen gäbe.
Tim Pritlove
Ja bloß Kita-Kinder sind natürlich jetzt noch nicht äh dran.
Pavel Mayer
Nee, aber äh in dem Fall, äh sozusagen ist es dann gucken, in Österreich werden zum Beispiel Schwangere geimpft, bei uns nicht. Also da scheint sich die Fachwelt dann in den verschiedenen Ländern jetzt nicht nicht einig äh zu sein, wobei im Allgemeinen. Wissens ja die meisten, Impfungen bis auf äh Gelbfieber oder so, alle auch für Schwangere zugelassen sind und äh nur bei bei äh jetzt den Coronaimpfungen scheint man da gerade ein bisschen vorsichtig zu sein. Kann man natürlich auch verstehen, so spätestens seit dem Kontag gar einen Skandal oder so äh ist man bei Schwangeren, glaube ich, auch übervorsichtig, so was Medikamente angeht und möglicherweise das Potenzial jetzt äh ja irgendwie den Fokus zu schädigen oder so. Aber äh ja und ich meine, und ein letzten Punkt jetzt vielleicht noch, noch beim Impfen, wir hatten ja wir hatten ja immer. Auch gesagt, na ja, wer sich wer sich irgendwie vor der Impfung äh äh fürchtet, äh sollte mal das Virus ausprobieren oder eigentlich vor dem Virus äh impfen äh äh oder sich äh vor dem Virus fürchten, so. Und genauso passt halt auch das Argument, was immer gerne gesagt wird, ah, die Impfstoffe sind halt super neu, wir wissen noch nichts über mögliche Langzeitschäden, ne, wenn man dann auch antworten, ja, das Virus ist auch ziemlich neu und wir wissen noch nichts äh über Mögliche äh Langzeitschäden durch das Virus, aber. Man kann eigentlich davon ausgehen dass äh auch das Virus potentiell äh Langzeitschäden aller Art verursachen kann, auch wenn wahrscheinlich die meisten auch Kinder sagen oder Erwachsenen sich. Vollständig erholen, davon kann man auch ausgehen, wird aber gewissen Teil übrig bleiben. Hm der, ja so wie es aussieht dann äh länger damit zu kämpfen hat mit der Infektion oder also mit den mit den gesundheitlichen Schäden, gerade weil's eben auch potentiell so eine Multi Organerkrankung ist und der Impfstoff halt alles angreift und ich vorstellen kann, dass das bestimmt auch nicht so geil ist, wenn so das Nervensystem angegriffen wird, während es sich gerade entwickelt oder so. Also das zumindest, also wenn ich vor irgendwas Angst hätte dann eher davor äh oder vor Langzeitfolgen äh Angst hätte, dann eher vor den Langzeitfolgen des Coronavirus äh auslösen kann und weniger vor den Langzeitfolgen, die jetzt, ähm ja eine Impfung auslöst, wobei man das wiederum vor dem Hintergrund äh auch der Inzidenz sehen muss. Wenn wir es jetzt schaffen, die Insidenzen niedrig zu halten oder gar äh ja. Das Ganze zum Stillstand zu bringen ist natürlich auch nicht so viel Druck da sich impfen zu lassen. Da kann man halt auch erstmal vielleicht noch ein bisschen abwarten und gucken ob in anderen Ländern sich Nebenwirkungen wie bemerkbar äh machen noch, das wäre dann auch nicht völlig irrational, äh so etwas zu tun aber äh bei, sagen, bei momentanen Inziden oder wenn's wieder in eine neue Welle äh reinläuft äh und auf lange Sicht äh bleibt halt äh Kindern eh nur die Wahl, sich zu infizieren oder impfen zu lassen. Ja, eins eins von beiden wird eintreten und äh da denke ich äh macht dann machen eben auch die Zahlen keinen Unterschied, ja, also weil klar, im Moment kann man auch sagen. Bevor ich, wenn ich äh fünf Millionen Kinder. Impfe ist das was anderes, als wenn ich jetzt fünf, wenn sich fünfzigtausend infizieren, dann bin ich halt auch ins Verhältnis setzen. Aber auf lange Sicht werden sich eben alle infizieren und dann muss ich halt tatsächlich absolut vergleichen Langzeitauswirkungen durchs Virus und mögliche Langzeitauswirkungen durch die Impfung äh von den ja die sich zwar nicht ausschließen lassen, aber wo wir halt zumindest jetzt gesehen haben, dass das. Ja, nicht, nichts, nicht signifikant zu sein scheint bisher. Ja.
Tim Pritlove
Aber impfen ist Christenpflicht, wird äh der katholische Theologe Thomas Lemon äh vom Deutschlandfunk zitiert. Das äh. Sozusagen jetzt äh sehr angemessen, weil man muss ja als Christ immer Gutes tun für die Gemeinschaft und das äh gehört das Impfen dann auch dazu. Das vielleicht mal noch so hintendran. Falls jemand noch Zweifel gehabt hätte. So, jetzt äh äh kommt die WHO äh ähm auf uns zu und sagt so, ja, hier ähm. Gibt da ein Problem mit der Benennung all dieser ganzen Coronaviruse Varianten. Wir haben uns da ja auch schon einen abgebrochen, weil da den Überblick zu behalten und immer zu wissen, was jetzt eigentlich genau gemeint ist. Ähm. Schwierig, weil einerseits gibt's halt so dieses. Orientierte, ja, also wir reden von der englischen Variante der südafrikanischen, brasilianischen und jetzt auch der indischen Variante. Ähm. Das kriegt man irgendwie ganz gut rein, dann gibt's natürlich dann die äh Virologen und äh das Ganze medizinische Volk, den es ja nicht genau genug sein kann, weil das sind ja solche Bezeichnungen dann irgendwie ein bisschen zu diffus äh halten sich dann eben schön an den Variantenbaum und zählen das irgendwie ordentlich durch.
Pavel Mayer
Mit den Telefonnummern, hm oder IP-Adressen oder wie auch immer.
Tim Pritlove
Mit den vielen Punkten, ne, wenn wir von B eins eins sieben sprechen, sprechen wir ja eigentlich von B Punkt eins, Punkt eins Punkt sieben. Und wenn wir von B eins, drei, fünf, eins sprechen, dann reden wir von B Punkt eins. Punkt drei, fünf eins.
Pavel Mayer
Dreihunderteinundfünfzig.
Tim Pritlove
Äh kriegt sich die dreihunderteinundfünfzig korrekt, genau und im Falle äh der indischen Variante reden wir von B Punkt eins Punkt sechshundertsiebzehn. Punkt zwei. Ja, der Subtyp. Und um all das jetzt äh auseinanderzuhalten und vor allem auch von vornherein klarzumachen wie man unterscheidet, nämlich zwischen den sogenannten Varianz auf und in Varianz auf Konzern, also Interess ist so, aha, okay, da hat sich was herausgebildet, dass das setzt sich äh durch versus. Hier hat sich nicht nur irgendwas durchgesetzt, sondern. Da sind wir auch besorgt, deswegen haben wir jetzt eine Variante auf Konzern. Ähm haben wir gesagt, okay, dann dann äh schaffen wir die Konfusion ab und schaffen sozusagen nochmal einen Namenslinie zusätzlich ums äh komplett unübersichtlich zu machen und äh damit wir dann auch äh sagen wir mal so ein potenziellen ähm. Ja, ich will jetzt nicht äh das als Rassismus bezeichnen, aber bestimmte Länder haben offenbar auch ein Problem ihre Varianten, die sie gefunden haben zu melden, in der Angst dann weltweit mit Lindernamen zitiert zu werden. Da gab's ja auch ein paar schöne Tweets von irgendwelchen brexitnahen äh Briten, die erst vor Monaten immer China war, Chinavarus äh von sich gegeben haben, aber dann auf einmal total äh beklommen waren, dass total scheiße fanden, dass man jetzt von einem englischen Virus spricht. Aber auch innerhalb von Großbritannien, ja, heißt ja, diese Variante kennt Virus, also. Das ist dann da kloppen die sich dann sozusagen auf County-Ebene.
Pavel Mayer
Genau.
Tim Pritlove
Na ja, okay, jetzt soll das also alles mit dem griechischen Alphabet abgerockt werden und äh man spricht jetzt von den Varianten Alpha, Beta, Gamma und Delta, in derselben Reihenfolge sind die englische, südafrikanische, brasilianische oder indische Variante oder äh für die Virologen unter uns B eins, eins, sieben, B eins drei fünf mit dreihunderteinundfünfzig, P eins und, eins sechshundertsiebzehn Punkt zwei, ja. Gemerkt, ganz einfach, oder? Und um die Konfusion komplett zu machen, die Varianz auf Konzern, äh Entschuldigung, die Varianz auf ähm Interesse. Die werden auch mit den Buchstaben durchnummeriert, aber man fängt woanders an. Also es gibt da noch diese Variante Punkt eins der indischen Variante, Und die heißt dann Kapha. Wobei, ich glaube, kein Mensch weiß, wie man bis Kapak kann irgendwie gar keiner mehr das griechische Alphabet durch äh buchstabieren. Das wird äh noch interessant sein zu sehen, wie das so läuft und wie das so angenommen wird. Ähm ich bin gespannt.
Pavel Mayer
Genau. Und wenn dann die nächste Variante aus dem Baskenland käme, würde das würde die sehr passend Etha heißen. Ja. Ja und außerdem, ja genau, jetzt und jetzt äh ja und äh jetzt sind's halt äh also wenn jetzt dann jemand hat, dann die Griechen, genau und die Griechen sind jetzt an allem schuld.
Tim Pritlove
Ja, ich glaube, die nehmen das eher locker in der Hinsicht. Äh solange man's nicht griechische Variante nennt.
Pavel Mayer
Ja. Die ganzen griechischen Varianten, genau.
Tim Pritlove
Welche griechische Variante hätten sie denn gern? Oh.
Pavel Mayer
Ja. Mhm.
Tim Pritlove
Gut, äh vielleicht noch mal ein Blick auf die Situation, wo jetzt gerade bei den äh bösen Varianten sind, weil wir haben ja allen eingangs der Sendung. So ein tendenziellen Optimismus verbreitet. Ich will gar nicht äh zitiert werden, weil wir haben ja immer noch die Diskussion auch von der letzten Woche im äh Hinterkopf, so ganz raus sind wir noch nicht aus dem ganzen Spaß und das kann man halt sehr schön sehen an UK. Dort ist nämlich jetzt die offizielle Insidenz. Zumindest nominell über der von Deutschland. Jetzt ist natürlich so. Du hast es vorhin ja auch schon erwähnt, da wird viel getestet und die haben eine Positivquote von null Komma fünf Prozent. Ja, Vergleiche, wir sind jetzt bei. Was war für eins angekommen.
Pavel Mayer
'ne fünf fünf irgendwas waren das doch oder?
Tim Pritlove
Wo waren wir? Wir waren bei vier Komma eins sechs.
Pavel Mayer
Ah, okay, sorry, ja.
Tim Pritlove
Komma eins sechs, also viel besser, aber immerhin nochmal das Achtfache von dem, was äh UK jetzt am Start hat. Sprich, man kann davon ausgehen, dass tatsächlich die Inzidenz äh in UK doch noch unter der liegt in Deutschland. Aber sie steigt und sie steigt wegen. Wegen ja wegen Delta. Wegen der indischen Variante verdammt. Und ähm weil die wird da eingetragen ähm na ja. Inder oder Leute, die nach Indien reisen und wieder zurückkommen? Klar, Großbritannien und Indien haben natürlich ganz anderen Link als äh Deutschland zum Beispiel und ähm derzeit sind diese Zahlen auch noch extrem lokal unterschiedlich. Also es gibt einfach bestimmte Communitys, da ist es dann eben extrem. Aber das ist ja auch genau das Problem Das heißt, überall, wo diese Variante. Sich etwas hat verbreiten können, tut sie das dann eben nochmal schneller als die Kent-Variante und also. Alpha, ja.
Pavel Mayer
Alpha, mhm.
Tim Pritlove
Oh Mann. Und dementsprechend, ist jetzt die äh das Datum, der einundzwanzigste Sechste ein wenig in Gefahr, wo die britische Regierung davon geträumt hat, doch alle Maßnahmen fallen zu lassen, weil es ja so gut läuft, Kurz nochmal ein Vergleich, also UK hat im Bereich der Erstimpfung eine Zahl von achtundfünfzig Komma sieben Prozent. Das ist ungefähr das eins Komma dreifache von Deutschland, was wir vorhin genannt hatten, ne. Also sie sind uns quasi auch nur noch so um dreißig Prozent voraus. Allerdings bei der Vollimpfung, das hatte ich, glaube ich, schon erwähnt, sind sie irgendwie doppelt so weit. Also sie haben knapp vierzig Prozent ähm vollständig Geimpfte und wir sind ja bei zwanzig, Ja und das ähm könnte uns natürlich dann auch blühen. Also wenn's in irgendeiner Form zum Eintrag kommt und es muss halt jetzt nicht mit Indien Reisenden geschehen, sondern da reicht's einfach, dass man Briten trifft auf, Urlaub oder halt nach Großbritannien fährt, in den Urlaub, sich dort äh. Diese Variante äh eintritt und dann wieder nach Deutschland einschleppt. Alles jetzt keine besonders unrealistischen Szenarien, dann könnte es halt sehr schnell auch anders aussehen. Also mit anderen Worten sollten darauf gefasst sein. Dass na ja, also ich glaube, der Juli. Wird mindestens glimpflich ablaufen, aber ich wäre halt sehr froh, wenn wir es im Juli noch schaffen, bei fallenden Zahlen zu bleiben. Weil wenn man das nicht tun. Dann haben wir halt genau wieder das nächste Problem äh an der Backe und wenn wir diese Variante nicht in den Griff äh halten können durch viel Impfung und. Auch beibehalten von bestimmten Maßnahmen. Dann, ja, weiß ich auch nicht, dann könnte der Herbst schon wieder ungemütlich werden und da habe ich, ehrlich gesagt, nicht so richtig.
Pavel Mayer
Ja ähm plus äh so als ja hier schöne Tabelle, die wahrscheinlich auch in die. Shownotes äh dann kommt, die so die verschiedenen Varianten auf Übertragbarkeit äh dann äh Immun, also wie. Wie stark unseren äh sagen Reinfektionen äh möglich sind und wie gut dann die Impfstoffe eigentlich helfen, wobei sie da bei den Impfstoffen überall einen Haken dahinter äh. Haben. Was halt bedeutet ja, äh Impfungen helfen grundsätzlich gegen alle Varianten. Aber so als im im im Kleingedruckten steht äh dann hm. So, dass eben doch auch alle Impfstoffe zwar wirksam sind, aber ähm eben es Unterschiede gibt und insbesondere, dass bei einigen Varianten eben die zweite Dosis äh sehr, sehr wichtig ist und vor allem auch bei äh der ja indischen Delta-Variante ist es wohl so, dass die erste Dosis, ganz egal, ob das jetzt MRNA oder Astrasinika ist verhindert halt nur zu dreißig Prozent eine Infektion jetzt. Ja was halt zwar trotzdem heißt, dass sie halt schwere Erkrankungen und äh äh Todesfälle sehr gut hm reduziert aber eben weniger, ja? Und äh ja, von daher wie gesagt äh könnte eben Probleme in England dann auch auch äh daran liegen Ja, dass dass dort eben gerade noch noch sehr viele Leute nicht zwei, geimpft sind. So und äh dass der Virus nach wie vor genug äh anfällige äh. Wirte in der Bevölkerung dann dann findet. Und, halt auch noch nicht, ob wir schon das Ende der Fahnenstange äh erreicht haben, was so die Varianten äh angeht. Und gerade jetzt nochmal die die indische Delta-Variante scheint äh eben, B eins, eins, sieben, die Alpha-Variante äh. Ja nochmal an äh Übertragbarkeit äh zu übertreffen. Die ist da so mit mit vier Plus äh gekennzeichnet, äh während äh ja. Sieben kennt Alpha äh nur drei Plusse hat und die anderen Varianten nur ein oder zwei. Und, was so die Variante mit eben dem größten Immun-Escape zu sein scheint es halt Südafrika B dreizehn einundfünfzig. Glaube ich, oder? Nachgucken, ja.
Tim Pritlove
Ich sehe auch gerade, es gibt schon eine neuere Variante hier von dieser Grafik äh mit mit den ganzen Bezeichnungen. Äh kannst du gleich nochmal rausklicken. Die zweite Variante. Musste diese ähm Gedankenleistung nicht selber.
Pavel Mayer
Na ja. IC. Ja, jetzt äh.
Tim Pritlove
Gibt's auch schon Epsilon und das wird alles wunderbar unübersichtlich. Ich fand die Zahlen irgendwie besser.
Pavel Mayer
Plus, dass es Vermutungen gibt, äh, dass äh jetzt auch eben die Delta-Variante sehe ich gerade in der neuen Tabelle äh dass die halt möglicherweise, es ist noch nicht ganz sicher äh immun, Escape ähm zu äh identisch mit der Beta-Variante sein könnte. Alles nicht, nicht ganz so schön. Äh ja, was. Aber das Positive, was man eigentlich festhalten kann, bei den Varianten, die jetzt da sind, äh wirkt halt, die Impfung ähm trotzdem oder es gibt Impfungen, die halt äh äh auch sehr gut wirken gegen die Varianten, aber eben nicht gleich gut gegen alle Varianten.
Tim Pritlove
Gut. Ähm was haben wir noch? Wir haben sonst noch äh leicht. Ja. Weiß noch nicht. Also ist noch nicht beunruhigend, würde ich sagen. Es gibt jetzt äh erste Berichte aus Israel, da schaut man sich natürlich jetzt die Auswirkungen der durchgehenden Biontech-Impfung in dem Land äh genauer an versucht halt in den Daten irgendwas zu finden. Das ist jetzt noch so ein bisschen ähm vorab, aber ich dachte, weil da eh schon drüber berichtet wird, können wir das hier auch nochmal mit reinnehmen, nämlich so einen leichten Verdacht auf eine mögliche Auswirkung auf Herzmuskelentzündungen. Oder wie das so schön äh auf medizinisch heißt, Mio, Carditis. Das ist so etwas, was bei äh gesunden, jüngeren Leuten äh auftreten kann und so ein bisschen auch so ein Erklärungsmuster ist, zum Beispiel für äh plötzliches Herzversagen bei Sportlern, was man so äh kennt. Da gibt's immer mal wieder so Leute, die einfach so. Fußballplatz umfallen und so weiter, die voll durchtrainiert sind. Und da ist dann eben so eine ähm so eine so eine Entzündung der Herzmuskeln, ähm so ein bisschen im Verdacht da Auslöser zu sein und sowas ist jetzt in leicht gehäuftem Falle auch Geimpften gefunden worden. Ähm es gibt da insgesamt so hundertachtundvierzig Fälle, die man sich derzeit anschaut, betrifft im wesentlichen junge Männer interessanterweise. Zwischen äh ich glaube sechzehn und vierundzwanzig, und ähm gut sechzehn heißt halt, äh drunter wurde ja eh nicht geimpft, von daher ist klar, dass das so ein bisschen die Untergrenze ist. Ähm. Gab wohl auch noch zwei Todesfälle, aber da ist wohl irgendwie überhaupt nicht klar, ob das überhaupt mit der Impfung jetzt in Verbindung gebracht werden kann, tendenziell eher nicht, Ja und das ist so in Untersuchung, also da ist noch überhaupt gar kein Grund zur Panik und ähm das äh Paul-Ehrlich-Institut bereitet wohl einen Bericht nächste Woche vor Wie die das so sehen mit den Daten in Deutschland. Ähm ja gut, Vorsicht ist sicherlich generell geboten, aber hier muss man jetzt noch nicht gleich durchdrehen. Also das ist doch überhaupt nichts belegt.
Pavel Mayer
Was mir halt auch viel äh so als erstes, als ich das gelesen hatte, war. Ähm das ist ja auch ein Problem, was grundsätzlich äh bei allen Arten von äh Virus. Infektionen äh auftritt, also es ist ja ist eine bekannte Gefahr, insbesondere, wenn man halt ähm irgendwie. Infiziert ist und dann intensiv Sport betreibt. So. Dann äh ja kann sich das eben ja zu einer Herzmuskelentzündung äh führen. Da gab's auch ein paar Prominente, Fälle Geißler oder so sogar der davon betroffen war. Ähm ja und ähm in dem Zusammenhang wär's vielleicht dann nochmal wichtig, darauf hinzuweisen dass man grundsätzlich nach einer Impfung auch einfach sich mal mit körperlichen Aktivitäten zurückhalten sollte, genau aus aus dem Grund. Auch weil äh ja äh sollte man halt nicht nicht tun, so nach direkt nach der Impfung dann am besten irgendwie sein Marathontraining äh.
Tim Pritlove
Zwar aussetzen für zwei Wochen so.
Pavel Mayer
Denke ich ist unabhängig von dieser Meldung jetzt glaube ich grundsätzlich eine eine eine gute Empfehlung bei allen Impfungen äh um eben die Möglichkeit von von Impfschäden äh zu reduzieren, ja. Ähm aber ich denke, wir bleiben da weiter am am Ball im Moment ist es noch nicht noch nicht ganz so klar und ich sage mal, ja, hundertvierunddreißig Fälle.
Tim Pritlove
Hundertachtundvierzig.
Pavel Mayer
Achtundvierzig Fälle und eben zwei Todesfälle von denen unklar ist, ob sie überhaupt. Im Zusammenhang mit der Herzmuskelentzündung stehenden. Also auch jetzt keine Zahlen, wo man jetzt in Panik äh verfallen müsste.
Tim Pritlove
Genau. Ja. Da wir uns dem äh Ende der Sendung nähern, müssen wir jetzt langsam zu den guten Nachrichten kommen. Also nicht, dass wir nicht schon gute Nachrichten hatten, aber das fand ich nochmal eine besonders gute Nachricht, allerdings bezieht sich das auf die USA, wo das äh beobachtet wurde, ob wir schon auf ähnliche Zahlen hier kommen können, weiß ich nicht. Aber wir hatten das ja auch schon mal, dass auch in Deutschland, durch die ganzen Corona-Maßnahmen im letzten Jahr bestimmte Infektionskrankheiten, irgendwie gar nicht mehr so richtig gesehen werden. Alles geht zurück, Masern, Grippe, pipapo. Und den USA habe ich jetzt einen Bericht gefunden, wo. Na ja, nicht nur berichtet wird, dass die Grippezahl zurückgehen. Das wäre ja jetzt gar keine besondere. Nachricht wert, sondern dass durch die niedrigen Zahlen, also sich das Tragen von Masten durch Abstand und so weiter nicht nur weniger Grippe unterwegs ist, nein ähm. Es sieht so aus, als ob äh durch diese Maßnahmen auch bestimmte Subtypen aussterben. Und das hat eine interessante Implikation. Also diese ganze Influenza-Welt ist recht komplex und die durchdringe ich auch nur bedingt. Aber es gibt äh ähm unter anderem diesen H3. N2 äh Influenza äh Stamm. Des Influenza A Virus, also das ist da auch alles irgendwie noch mal tausendfach untergruppiert und hm es hat sich. Zwanzig zwölf so ein bisschen abgezeichnet, dass ähm sich Influenza B, also in diesem H3, N zwei äh Sub-Typ sich komisch entwickelt hat, und zwar dahingehend, dass eben diese Mutation sich nochmal in so Untergruppen, genannt wird das dann kladen, aufgeteilt haben und. Das machte es generell schwieriger, diesen Grippeimpfstoff, den jährlichen, anzupassen, weil man nicht so richtig wusste, welche dieser Kladen letzten Endes dominant werden würde. Und das hat dann so diesen Effekt, dass man man muss sich da in gewisser Hinsicht äh entscheiden. Bei dem, bei der Anpassung des Kripo-Impfstoffs, ob man jetzt mehr auf die eine oder auf die andere Klage geht und wenn man da nicht die Richtige trifft, dann gibt man der Anderen zu viel Raum und die setzt sich dann äh deutlich durch und dann hilft der Impfstoff nicht. Also es gab's wohl schon zwanzig siebzehn, also nach so fünf Jahren der Entwicklung, da ist der Impfstoff halt, in die eine Richtung hin designt worden, weil das ist ja immer so ein so ein so eine Wette auf die Zukunft in gewisser Hinsicht. Und es führte dann dazu, dass um die dreiviertel der Geimpften überhaupt gar keinen richtigen Schutz hat, weil halt einfach ein anderer Sub-Typ sich durchgesetzt hat. Ja und das Tragen von Masten hat jetzt wohl eine dieser H3N zwei Klagen und ich weiß jetzt ehrlich gesagt gerade nicht, wie viele es gibt. Es gibt ja Artikel nicht her, äh komplett gekillt hat. So und ähm auch bei äh einer von zwei Linien beim Influenza B Virus mit dem Namen keine Ahnung, wie das alles wieder was da noch für Untergliederungen und ähm namens Bereiche äh gibt, die muss wohl auch dran glauben. Beide Versionen wurden irgendwie seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Und das ja, das ist irgendwie eine ganz gute Nachricht, weil das halt unter Umständen das Design vom Grippeimpfstoff einfacher macht. Also wir haben quasi Varianz aus dem aus dem Gesamtvirus geschehen der Influenza, rausgenommen oder zumindest ist das jetzt in den USA gesehen worden, inwiefern das hier gilt, müssen wir erst nochmal sehen, aber ist natürlich nicht ganz unwahrscheinlich, dass wir auch ähnliche Effekte hier beobachten können. Da zeigt sich mal wieder schön, was es auch noch so für positive Auswirkungen äh der ganzen Pandemie gibt. Ja, man muss das das Schöne. An der Pandemie sehen. Darum geht's doch jetzt eigentlich. Und das ist irgendwie so eine dieser schönen Sachen.
Pavel Mayer
Ja, also. Hey, definitiv. Wir hatten ja geguckt, dass das wirklich viele andere Viren äh jetzt im Rahmen. Ja eben dieser Kollateralschäden gewissermaßen unserer unserer Maßnahmen sind und äh ja, wir äh dort, weil sie extreme Einbrüche auch gesehen haben bei bei verschiedenen, Virustypen so. Äh bei Reino Viren auch, also äh schon der der gewöhnliche Schnupfen sozusagen. Und ja also ich gucke mir gerade hier an. So den den Verlauf an ja. Es ist respektorische Syncidalviren RSV Humane Metabne und reinovieren. So. Und ja plus dann eben Influenza Viren die sehen also. Insbesondere die der die armen Schnupfen äh Viren sind äh irgendwie ganz schön unter die Räder gekommen.
Tim Pritlove
Zeit für unser Fazit, Pavel.
Pavel Mayer
Ja also Fazit ist, die Zahlen sinken, das ist erfreulich. Äh sie. Sinken nicht ganz so stark wie letzte Woche. Das ist weniger erfreulich, aber äh, das kann eben auch andere äh Gründe haben, also noch, noch gibt's da keinen Grund äh zur Beunruhigung, also alles. Im Grunde genommen, solange der R-Wert unter eins bleibt, hm äh ist es okay, wobei, jetzt in die Phase natürlich auch kommen, wo es auf der einen Seite ähm wir zunehmend Coronafreie Landkreise kriegen werden, aber wir haben auch noch äh immer, muss man sagen, immer noch äh hochinzidenz, Landkreise. So, die man dann, äh, auf die man besonders, äh, auf, äh, passen muss, aber ganz. Unter dem Strich äh zumindest äh haben uns die Lockerungen äh. Jetzt noch keine Explosion der Zahlen beschert und es gibt. Noch Hoffnung, dass hm ja. Äh das eine vierte Welle ausbleiben könnte oder zumindest äh nicht. So schlimm ausfallen könnte, wenn wir dem dann dann rechtzeitig entgegensteuern. Ich denke, wir können uns. Jetzt aber zurecht ein bisschen drauf freuen äh, ja jetzt aus dem aus dem Lockdown wieder rauszukommen, aber Vorsicht ist nach wie vor geboten. Ähm so sehe ich, gerade den, den Ausblick, also wir sollten's jetzt auch nicht übertreiben. Ähm mit äh ja. Dem, äh, was, was wir tun. Und ich denke, das wird bei vielen auch auch erstmal so so bleiben und zumindest, Für Deutschland gibt's jetzt noch keinen Wegfall aller Maßnahmen, glaube ich, der der terminiert ist, sondern da wird jetzt auch erstmal teilweise geguckt und und gewartet, äh wie wirken sich jetzt die bisherigen Lockerungen dann aus und. Da können wir ja erste Effekte sehen, müssten wir halt schon schon sehen, aber die, fallen halt noch moderat aus, sodass ich, dass ich eine gewisse Hoffnung habe, ähm dass das jetzt erstmal äh so weitergeht. Befürchtungen bisschen, ja, langfristig Varianten nach wie vor äh sind so ein bisschen. Quasi nicht der Silberstreif, sondern das sind die ja grauen Gewitterwolken, die da irgendwo in der in der Ferne sind so mit einem, was aus dem Ausland rüberkommt aber ja hoffen wir dass das dass das Gewitter vielleicht an uns vorbeiziehen. Also noch noch habe ich Hoffnung.
Tim Pritlove
Genau und ähnlich ist es ja auch an der Impffront. Also hier. Werden die nächsten zwei Wochen noch ein bisschen dünne sein für Leute, die jetzt noch auf eine Erstimpfung warten, aber die Zahlen werden dann gegen Ende des Monats deutlich anziehen. Ich rechne damit, dass wir äh spätestens ab Mitte Juni da eine spürbare Achseleration äh sehen werden und ähm ja, ich hoffe Das wäre dann, ich hab's jetzt nicht äh so richtig ausgerechnet, will jetzt eigentlich auch gar keine Voraussage machen, aber ist dann schon, kann schon sein, dass wir ähm ein paar andere Länder wieder eingeholt haben, die vorangegangen sind, ne, weil die ja auch grade nicht so viel Wachstumspotential haben. Ich hatte zum Beispiel, glaube ich, in der letzten, oder bei der vorletzten Sendung, hatte ich ja mal so ein bisschen so meine meine Beunruhigung geteilt, sodass es ja in Israel gar nicht so richtig weitergeht und die so bei sechzig Prozent feststecken. Ha. Typisches Beispiel fand ich richtig nachgedacht. Ist halt auch eine extrem junge Bevölkerung. Und tatsächlich machen halt die äh unter Sechzehnjährigen. Auch ähm glaube ich fünfundzwanzig Prozent außerhalb dieser Zeit sind wir ganz parat. Da sind dann oder fast dreißig Prozent, glaube ich, sogar, ja, das heißt, da ist dann auch gar nicht mehr so viel Luft, sprich. Sehr viele Leute haben da auch schon tatsächlich die Impfung in Anspruch genommen. In Deutschland haben wir natürlich ein sehr viel geringeren jungen Anteil. Dementsprechend gehe ich mal davon aus, dass wir schon das Potenzial haben so Ende Juni so uns den, den sechzig Prozent zu nähern. Zumindest mal erst geimpft sind und die Zweitimpfung werden jetzt auch kräftig anziehen.
Pavel Mayer
Und ja und dann ansonsten so einfach mal europäischen. Durchguckt, was wir noch nicht, was wir jetzt nicht gemacht hatten, immer auch sagen äh. Bis auf UK hm. Steigen die Zahlen nirgendwo so so richtig insbesondere also weil Frankreich sinken die Zahlen. So äh ja Spanien auch immer noch zwar langsamer, Schweiz gehen sie weiter runter ähm ja hm. Man noch äh in den USA interessanterweise auch Italien sinkt, Österreich sinkt. Tschechien ist auch ziemlich weit. Jetzt mit den, den Zahlen, trotz. Großen Testregimes, ja, Finnland sowieso, sogar auch, ich meine, Polen äh ist auch ganz. Ganz äh weit unten. Also hm. Allzu viele Warnsignale äh gibt es äh bisher nicht und es scheint auch kein Land zu geben, was jetzt seit Beginn der der. Impfkampagne oder oder nachdem sich, sage mal, so eine, ja, signifikanter Teil der Bevölkerung geimpft wurde, ist kein Land jetzt in eine in eine wirklich große neue Welle rein gegangen und äh, und da sind uns ja einige sind uns ja Impf und Lockerungstechnisch voraus und aus aus der Richtung ist halt noch nichts zu sehen und England, oder UK könnte halt deswegen ein Sonderfall sein, weil die mittlerweile über. Fünfzig Prozent Deltavariante haben, wir sind irgendwie noch einstellig, was die indische Deltavariante äh angeht, äh so dass wir auf jeden Fall, ein bisschen Zeit haben und das äh sicherlich noch ich sage mal zwei Monate dauern dürfte, bis diese Variante bei uns so die fünfzig Prozent. Überschreitet, wenn sie es denn äh überschreitet. Anderer Vorteil, wenn wir jetzt eine Niedriginzidenzphase. Reinlaufen ist, äh dass äh man sich dann gezielter ähm, dem Ganzen widmen kann und äh dass es dann eben auch mehr Gegenden gibt, wo schlicht kein Virus ist und wo kein Virus ist, da kann sich auch erstmal niemand anstecken so.
Tim Pritlove
Genau.
Pavel Mayer
Ja. Also äh insofern ja wünsche ich jedem äh nur, dass äh er äh in seinem Landkreis das aus seinem Landkreis der Virus so bald wie möglich verschwindet und ja, ansonsten scheint sich so für zukünftige Pandemien scheint zumindest, aus irgendwelchen Gründen äh schlichtweg Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gewisse, Vorteile zu haben, also wenn die zombieapokalypse kommt oder so, ist es da vielleicht.
Tim Pritlove
Verteilen. Genau, alle nach Mecklenburg-Vorpommern, da sind die Inzidenzen ganz niedrig. Stecken wir alle an jetzt. Gut, machen wir Schluss, oder?
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Super. Okay, das war's äh von uns und ähm wir hören uns dann nächste Woche wieder und Dienstag natürlich auch wieder unsere kleine Feedback-Runde auf Clubhaus und ja, ansonsten bereitet schon mal euren äh Urlaub vor, übertreibt's nicht und äh. Impftermine, wenn ihr noch keine habt, weil da gibt's jetzt demnächst äh ganz viele. Ja, wir sagen tschüss und bis.
Shownotes

UKW076 Corona Weekly: Alles wird gut, wir wissen nur nicht warum

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Diese Woche gibt es fast nur gute Nachrichten von der Entwicklung der Infektionszahlen zu berichten und wir versuchen uns an ein paar Erklärungsmustern, warum das so ist und vor allem, wie gesichert diese Situation ist (Spoiler: ist sie nicht). Entsprechend betrachten wir auch ein paar Modellrechnungen zu einer Vierten Welle, die durch die neue Indische Variante des Coronavirus ausgelöst werden und uns den Spätsommer und Herbst versauen könnte.

Gute Nachrichten gibt es auch an der Impf- und Impfstofffront und auch die Impfungen für Jugendliche und Kinder rücken wieder etwas näher. Eine neue Studie versucht eine Erklärung für die Probleme mit AstraZeneca und der Thrombosegefahr zu liefern und ominöse Desinformationkampagnen missbrauchen "Influencer" um ihre verfälschten Botschaften in die Öffentlichkeit zu gießen.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Pritlove und es ist Freitag und das heißt, es ist Corona Weekly, hallo Pavel.
Pavel Mayer
Hallo Tim.
Tim Pritlove
Heute ist es soweit Pavel, das ist unsere fünfzigste Sendung zu diesem Thema. Krass oder? Also wir sind ja ohnehin schon seit mehr als einem Jahr unterwegs. Ähm und am Anfang, Muss ich zugeben, weil ich mir nicht so sicher, ob ihr den richtigen Titel gewählt haben mit Corona-Wikli. Das war so ein bisschen aus dem Affekt heraus. Stellt sich raus. Ganz gut funktioniert und in gewisser Hinsicht seit ein paar Wochen, Monaten muss man schon fast sagen, seitdem wir noch diese Dienstags Clubhaus-Runde dazu gepackt haben, ist es ja eigentlich schon.
Pavel Mayer
Ja, ja, ja. Definitiv.
Tim Pritlove
Die Zeit, die wir da äh reinstecken, ist mindestens äh so groß wie hier in die äh Sendung. Ja und auch heute haben wir wieder so einiges zusammengetragen und. Wir stehen vor einer. Ganz interessanten Situation würde ich sagen. Allgemein ähm wird die Augenbraue gelupft und alle fragen sich. Kann denn das wahr sein? Denn wir haben einen historischen Tiefpunkt erreicht, nicht bei den Inzidenzen, aber zumindest beim Fallwert, unserem geliebten R, das geliebte R. Ähm. Der ist nämlich äh relativ niedrig. Ich freue mich gerade, ob ob das mit diesem R-Wert, das sozusagen Teil unserer Kultur wird.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
So richtig erfolgreich war ja das Verständnis von exponentiellen Wachstum. Nicht so, würde ich sagen. Also es ist haben nicht alle so total verinnerlicht.
Pavel Mayer
Ja Wenn auch, ich meine es gibt ja letztlich zwei verschiedene Arten, mehrere Arten, wie man irgendwie die Ausbreitung äh messen, kann so über entweder Verdoppelungs- oder Halbierungszeiten, du kannst wie die wöchentliche ja prozentuale Veränderung angucken, was weiß ich, minus zwanzig Prozent oder. Plus dreißig gegenüber der Vorwoche oder du kannst den R-Wert äh nehmen eigentlich, im Prinzip alles äh haben alle Werte ja die gleiche Aussage, nur mit dem Unterschied, dass der R-Wert eben auf einen äh serielles Intervall von vier Tagen, gerechnet wird. So, was halt aber, wenn man das einfach so macht, ein ziemlich blödes Intervall ist weil ja 'ne Woche sieben Tage dauert und man, wenn man einfach immer nur den normalen vier Tage R-Wert nimmt man halt. Irre Schwankungen äh im im R-Wert kriegt, dass man eigentlich nur den sieben Tage Ehrwert nehmen kann, aber das kann man halt alles wunderbar ineinander umrechnen, also zum Beispiel die. Die Prozente beziehungsweise den den Wachstums äh Faktor äh in R-Wert umrechnen, ist dann halt hoch vier Siebtel und äh, ja, ist dann einfach nur eine andere Skala und ähm ja und was den den. Niedrigstand am R-Wert angeht. Also ich sehe jetzt zumindest ähm, bei wenn man das auf der Basis der neuen Fälle berechnet und nicht der der Meldedaten, dann waren wir in der ersten Welle mal kurzzeitig noch ein bisschen äh tiefer Aber ansonsten ja und und die da die Zahlen aus der ersten Welle nicht so richtig äh nicht so gut aussagekräftig sind, weil da natürlich noch das mit dem testen und so gerade erst in die Gänge kam, äh aber ja auf jeden Fall ähm haben wir definitiv den niedrigsten R-Wert äh seit der ersten Welle äh seit wir die erste Welle in den Griff gekriegt haben. Ja und.
Tim Pritlove
Das heißt noch nicht, dass die dritte Welle jetzt schon überstanden ist, ne? Wir wir fallen jetzt schneller. Das ist eigentlich das Ding und äh habe heute schon ein bisschen rumgetwittert und es gab schon so einige Leute, die sich ein bisschen die Augen gerieben haben, so ob der sich doch teilweise sehr schnell verändernden Inzidenzen. Man ist jetzt immer lange Zeit schon dran gewöhnt gewesen, dass sich die Zahlen halt nur langsam ändern, ne? Es geht so langsam hoch, es geht so langsam runter und das hat ja auch alles so ein bisschen fertig gemacht, ne. Und jetzt alle so, ja wieso schnell? Das kann doch gar nicht sein, Das war doch bisher nicht so. Das ist da da muss doch ein Haken dran sein. Wo ich dann halt meine so ja, Leute, das ist das, was wir versuchen, euch seit Monaten zu erklären. Dass wenn man mal richtig bremst. Es ganz schnell gehen kann. So und das hätten wir halt alles schon vor drei Monaten haben können. So und es war einfach, es lag schon auf dem Tisch, es war alles, angerichtet irgendwie der Sahnemeritich äh lag daneben und man hätte ihn nur noch draufstreichen müssen, aber irgendwie äh mussten dann alle wieder die die Dosen zuschrauben. Ach, es war wirklich frustrierend.
Pavel Mayer
Ja, wir haben also definitiv auch jetzt zumindest die längste äh Strecke oder oder sagen wir mal, längste Fallhöhe äh zurückgelegt bei äh ja. Ja, äh Rückgang, äh Rückgang der Zahlen, also wir haben den vielleicht nicht zeitlich äh den längsten äh äh ununterbrochenen äh Rückgang, aber den sagen von der, von der Höhe her, also noch nie äh sagen die Inzidenz so stark in einem Durchgang gefallen.
Tim Pritlove
Qualifizierst du auch mal kurz. Also, was wie ist es denn gefallen?
Pavel Mayer
Na ja, von, ich sage mal, Deutschland weit jetzt von im Prinzip hundertachtzig ungefähr in der Gegend äh auf ja äh. Die jetzigen vierzig, genau, also sozusagen um um hundertvierzig äh Gefallen.
Tim Pritlove
Innerhalb des Mai.
Pavel Mayer
Ja, ja. Genau.
Tim Pritlove
Ne, also ungefähr erster erster fünfter, ne, wenn ich das richtig sehe, vielleicht einen Tag noch davor. Also innerhalb eines Monats, von hundertachtzig auf einundvierzig gefallen und alle wundern sich. Es ist allerdings, also ich meine, du meinst jetzt, okay, das ist jetzt die längste Strecke, die wir uns zurückgelegt haben. Wir hatten allerdings schon diese diese Fall. Stärke, also der R war ja schon sehr ähnlich am Ende der zweiten Welle, ne. Also wir hatten ja im Prinzip genauso so einen, krassen Fall nach unten, dann war allerdings bei sechzig Schluss. Weil wir uns alle irgendwie in dem Moment eingeredet haben, dass ja hundert auch eine schöne Zahl ist. Oh, ich ich erinnere mich auch noch, wie wie frustriert wir waren, als das verkackt wurde. Ende März klar war, dass es so richtig vergeigt wurde, und es auch klar war, dass doch wieder irgendwann eingefangen werden musste. Dass das im Prinzip in dem Moment einfach der Sommer und viele Festivals und was nicht alles gestorben sind. Und genauso kam's auch. Und jetzt heißt es halt, reißt euch am Riemen, also jetzt ist es noch nicht vorbei, sondern jetzt ist einfach nur die Chance da dass es wirklich vorbei sein kann, würden wir jetzt dieses Tempo halten, diese Zurückhaltung, diese diese Ruhe bewahren, diese diese diese Maßnahmentreue noch irgendwie vier Wochen durchhalten. Dann ist richtig gut.
Pavel Mayer
Wäre richtig gut. Ja ähm. Gut, die andere Sache, was mir aufgefallen ist, jetzt im Rahmen der Lockerungen, ähm, wie viel sagen, wie viel Schichten Maßnahmen wir gerade haben und wie viele sagen Lockerungsschritte eigentlich in vielen Ländern noch äh bevorstehen oder wie viel jetzt trotzdem noch äh äh gerade aktuell an Maßnahmen da ist und das ist irgendwie immer noch also mehr im Moment mehr an Maßnahmen als im Lockdown den wir äh damals im Dezember begonnen haben. Also in Gastronomie ist noch äh ist noch immer geschlossen. Es gibt halt die Testanforderungen und äh ja, Einschränkungen bei Versammlungen und wie viel Leute sich sich treffen dürfen und so, das fällt jetzt, finde ich, ganz besonders auf, wenn jetzt gerade in Berlin ja die Lockerungsschritte diskutiert werden und da gibt es ja zum Beispiel in Berlin auch große äh äh Streit im gerade zwischen irgendwie schneller, lockern und vorsichtiger lockern und so. Und äh ja, äh so äh ich hatte halt ähm. Also ich bin ein bisschen, also leicht positiv überrascht, doch von dem Widerstand äh den jetzt die Politik teilweise gegenüber zu schnelleren äh zu schnellen Lockerungen äh da an den Tag legt. Das äh ja, finde ich, finde ich ganz gut, äh ob's reichen wird, hm, ja da da reden wir sicherlich gleich nochmal drüber, über weitere Szenarien, aber vielleicht sollten wir einfach mal jetzt äh, weiß nicht, die.
Tim Pritlove
Zahlen mal mal trocken runterbieten, genau.
Pavel Mayer
Trocken runterbieten, damit äh genau ähm ja, also. Was die Inzidenzen, angeht, sind wir jetzt deutschlandweit so auf einundvierzig runter nach. Publikationsdatum. Also ja, ohne irgendwelche weggelassenen Fälle oder so. Und ja ähm null Komma sieben vier. Und ja das, ist zwar, also sind wir da äh, immer noch äh von, ich sage mal, Covid-freien Landkreisen, haufenweise oder von der Situation im Sommer letzten Jahres noch noch deutlich weit entfernt, also so vor. Vor genau einem Jahr nach der ersten Welle, um diese Zeit, ja, waren wir irgendwo um schon deutlich unterziehen äh in der in der Inzidenz. Also da war eigentlich. Ähm war's da war die erste Welle schon längst vorbei. Ja, jetzt zu den Todeszahlen, die, auch zurückgehen, so, aber hm, nicht so stark wie die Inzidenzen, so klar, das kommt immer mit zwanzig Tagen Verspätung ungefähr, aber selbst wenn wir die zwanzig Tage Verspätung jetzt, berücksichtigen. So sehen wir halt bei der Zahl der Toten äh leider nicht äh diesen starken Abfall. Bisher. So, eigentlich müsste die Kurve äh jetzt auch sozusagen nach zwanzig Tagen hätte sie eigentlich. Anfangen müssen, genauso in den Keller äh zu gehen, wie die Zahl der Inzidenzen, aber die Zahl der Toten hält sich da äh bisher hartnäckig, äh über tausend pro Woche.
Tim Pritlove
Hast du da eine Erklärung? Hast du das mal nach Altersgruppe angeschaut?
Pavel Mayer
Ja, was die Todesfälle nach Altersgruppen. Angeht. So sind es nach wie vor die Altersgruppe achtzig plus und, sechzig bis neunundsiebzig, die so das Todesfälle ausmachen. Und ja, die die Todesfallinzidenz bei. Den achtzig Plusjährigen äh. Also bei acht Komma drei, äh acht Komma sechs auf hunderttausend und. Die bei den äh sechzig bis neunundsiebzigjährigen bei äh zwei Komma sieben, also ist ungefähr immer ein Faktor von von. Eins zu drei ungefähr bei der äh auch bei der Sterblichkeit, wobei wir. Bei den äh achtzig plus eben deutlich weniger Inzidenzen äh jetzt haben, aber ja, die beiden Altersgruppen nach wie vor dominieren und das kann natürlich nur auch damit zusammenhängen, dass da immer noch ähm ja keine vollständige Immunisierung stattgefunden hat in diesen Altersgruppen. So selbst wenn sie jetzt geimpft sind, dauert das halt noch eine Weile und ja, da sind wir, offensichtlich noch nicht dass diese Altersgruppen wirklich so durch immunisiert sind, dass da oder durch immunisiert waren vor zwanzig Tagen, als sie sich angesteckt, haben, so könnte man das vielleicht ausdrücken. Ja. Und an sich ja müssten wir oder hätten wir einen stärkeren äh Rückgang sehen müssen oder hätte ich erwartet in den in den Altersgruppen. Aber äh ja, da es, da wir auch keine Überblicke haben, wie viele eigentlich in welcher Altersgruppe überhaupt jetzt welchen Impfstatus äh haben. Ist das äh halt alles nicht ganz einfach ähm zusammenzubringen, aber. So eine neue These, die, ich jetzt aus den Zahlen heraus mal aufmachen würde, ist hm, Wenn man sich die pseudor Werte anschaut, also Prinzip. Wie sich die Fallzahlen in den verschiedenen. Altersgruppen entwickeln und äh daraus dann so etwas wie ein R-Wert berechnet, durch jetzt einen höheren Impf, Grad oder eine höhere Impfquote müsste sich der R-Wert in den verschiedenen Altersgruppen quasi auch ausdifferenzieren. So, das heißt, diejenigen, die, mehr geimpft sind, müssten auch äh einen niedrigeren RWRt haben und ja, dem ist tatsächlich. So im. Irgendwie, also die äh äh sechzig bis neunundsiebzig und achtzig Plus haben tatsächlich die niedrigsten R-Werte und die Kinder. Die ähm ja, null null bis fünf und fünf bis vierzehn, ähm die haben ja, die höchsten R-Werte, allerdings liegt es nur um null Komma eins ungefähr auseinander und wenn man jetzt das, zu Grunde legt, als Wirkung, eben von Altersgruppe ungeimpft und äh Altersgruppe geimpft könnte man jetzt daraus den Schluss ziehen, vorsichtigen Schlussziehen, dass die Impfungen bisher ungefähr nur null Komma ein bis null Komma zwei äh, an RWE Senkung gerade bis bisher ausmachen, das heißt Die Impfungen tragen definitiv bei, aber äh den Rückgang, den wir jetzt sehen, ist nur zu einem sehr, sehr geringen Teil durch die Impfungen bewirkt, würde ich, sagen, aus den aus den Zahlen heraus, äh sondern es ist eine Summe, natürlich aus, aus Impfwirkung, äh Saisonalität, aber ich glaube, den den größten Einfluss haben eben die Maßnahmen, die getroffen. Worden jetzt und die aufeinander gestapelt wurden und aufeinander gestapelt wurden und.
Tim Pritlove
Test, Masken, alles, Ausgangssperren, alles was wir hatten, alle Einschränkungen, Schule, Teilung oder Schließung.
Pavel Mayer
Ja, Kita, ähm Kitas, äh so äh Also und ja, wie gesagt, das das ganze Testregime ähm mit den Testanforderungen. Zwar die Tests an sich nur weniger waren, sondern dadurch, dass halt äh Leute keine Bock keinen Bock haben auf Tests sind sie dann auch nicht einkaufen gegangen oder geht dann auch teilweise eben weniger jetzt noch aus und die meisten Restaurants haben ja auch nur Außengastronomie äh im Moment, wenn überhaupt. Geöffnet und da ist grade das Wetter auch nicht so toll, äh dass äh ja ähm das jetzt so gigantisch genutzt wurde, beziehungsweise es liegen diese Öffnungen ja auch ersten paar Tage zurück, sodass wir die an Auswirkungen auf die Zahlen noch nicht erkennen können oder die können auch keine Auswirkungen in den Zahlen haben.
Tim Pritlove
Also das ist, glaube ich, relativ wichtig, dass man das mal an dieser Stelle mal festhält, ne. Es wird natürlich viel gegrätscht, was alles, was äh gebracht hat und was nicht gebracht hat und ob man dieses hier oder jenes äh braucht oder nicht braucht oder ob irgendwas unsinnig ist oder nicht und es klappt sicherlich auch an manchen Sachen Zweifel wie zum Beispiel Ausgangssperre hatten wir letzte Woche auch schon diskutiert, dass es sehr wohl sein kann, dass das seinen Beitrag leistet. Aber es ist einfach die Summe aus allen, die derzeit ein ein. Durchaus noch fragiles Gerüst hat und der Einfluss der Impfung wird von Woche zu Woche stärker. Aber eben jetzt noch nicht so, dass es in sieben Meilenstiefeln vorangeht, sondern das wird wahrscheinlich dann erst dann passieren, wenn wir so zwischen fünfzig und sechzig Prozent, ankommen, dann wird dann wird der Einfluss mit jedem weiteren Prozent, mit jedem weiteren Impftag, immer spürbarer. Ja, also jetzt ist es ein sehr langsamer Anstieg, aber umso mehr wir uns auf Richtung hundert Prozent machen, ähm so die letzten Meter werden dann die erfolgreichsten sein. Und dann kann man eben auch auf die Maßnahmen in zunehmendem Maße verzichten. Aber ich denke, diesen Sommer sollten wir noch viele Masken sehen.
Pavel Mayer
Also definitiv und sagen, dass wir noch weit, weit davon entfernt äh sind aufgrund, jetzt der Durchimpfung der Bevölkerung äh ja jetzt auf andere Maßnahmen zu verzichten, sondern da kann man sagen und wahrscheinlich auch erwarten. Ja, äh das würde man jetzt alle Maßnahmen wegfallen lassen, dass die äh Infektion dann definitiv genug Leute wiederfindet, um sich rasant auszubreiten. So, also ähm so die, Möglichkeit einer vierten Welle, die so die Dimension der zweiten und dritten Welle erreicht ist, längst nicht gebannt aus meiner Sicht. Das kann nochmal kommen. Ja.
Tim Pritlove
Trotzdem, wenn man wenn man da in einer Prognose oder deiner Einschätzung mit impfen bringt, derzeit irgendwas zwischen null Komma eins und null Komma zwei R. So sieht und auf den aktuellen R-Wert äh rechnet und ihn vielleicht mal ein bisschen aufroundet. Kann man sagen, impfen macht jetzt gerade den Unterschied zwischen Stagnation und Abnehmender Dynamik, das ist gut, ja, dass wir das haben, aber das hätten wir jetzt sozusagen ohne Impfen auch nicht erreicht. Und ähm. Kann sein, dass das jetzt äh mehr wird noch so, aber wir dürfen die Maßnahmen quasi nicht schneller wegwerfen. Als die Fortschritte beim Impfen sichtbarer werden.
Pavel Mayer
Das wäre ideal oder ähm nicht ideal, aber äh.
Tim Pritlove
Wünschenswert zumindest. Genau. UKW hat sich das gewünscht. Schöne Grüße. Ja, wollen wir nochmal einen Blick auf die Bundesländer werfen? Da gibt's ja dann doch schon Unterschiede noch, ne? Also. Pappenheimer und äh Vorzeigekandidaten. Aber es stehen alle relativ gut da, wenn ich das richtig sehe.
Pavel Mayer
Ja, also tatsächlich ähm haben sich die äh Inzidenzen alle aufeinander zu, entwickelt, also die die Bandbreite der Spread ähm ja. Ist na ja nicht wirklich kleiner geworden, wenn man irgendwie die, Faktoren vergleicht, also Thüringen hat halt immer noch mild äh oder Baden-Württemberg ja, mit über fünfzig, achtundfünfzig und zweiundfünfzig, haben halt eine zweieinhalb Mal so hohe. Inzidenz ungefähr fast dreimal so hoch wie die niedrigsten Kandidaten und ja doch also in der äh also wir hatten zumindest in der letzten Welle hatten wir da einen einen größeren Spread sag ich mal, nämlich zwischen ja fünfundsiebzig und knapp äh ja dreihundert nicht nicht ganz bei bei manchen Bundesländern. Also es ist definitiv der Korridor ist, enger geworden und ja, Thüringen, äh beziehungsweise Mecklenburg-Vorpommern hat sich jetzt äh unter Schleswig-Holstein äh äh drunter gearbeitet.
Tim Pritlove
Ja, also die sind so beide so bei zwanzig und Thüringen und äh Baden-Württemberg sind so ein bisschen oben, aber man muss auch sagen, bei der, bei dem er. Den wir jetzt gerade haben, ist das halt auch in einer Woche dann schon wieder ganz anders. Also jetzt fallen die Zahlen gerade sehr schnell, Also wenn der R so bleibt, wenn man bei null Komma sieben vier bleiben, reden wir nächste Woche schon von einer von einer deutlich entspannteren Situation, nochmal eine Woche durchhalten. Es geht jetzt echt um wenige Wochen, ne? So ist nochmal äh eine Woche durchhalten, dann werden alle so in Mecklenburg äh Vorpommern Bereich, und tiefer natürlich, vor allem Mecklenburg-Vorpommern. Und in vier Wochen wäre sozusagen schon ideal zustand. Nicht so kommen, ja, Spoiler, aber äh das ist jetzt quasi diese äh weil ich glaube, man muss das immer noch mal klarmachen, was null Komma sieben vier heißt. So. Das heißt, es geht sehr schnell zurück.
Pavel Mayer
Achtunddreißig Prozent pro Woche, also du kannst sagen, im Prinzip vierzig Prozent weniger äh Inzidenzen nach einer Woche. Also sie halbieren sich fast, nicht ganz, aber so äh sagen Halbierung in. In neunzehn Tagen so ungefähr. Und ja.
Tim Pritlove
Das wäre schon was. Ja, das ist schon sehr gut.
Pavel Mayer
Also geht natürlich noch besser, also es ist jetzt nur für für deutsche Verhältnisse sehr gut äh so.
Tim Pritlove
Ja, ja, klar. Man ist ja nix mehr gewohnt.
Pavel Mayer
Ja. So, also man kann im Prinzip auch äh ja, nochmal ähm das das Ganze nochmal verdoppeln ungefähr oder verdreifachen, denn die Geschwindigkeit des Rückgangs. Also im Grunde genommen mit einem ordentlichen Lockdown kann man in vier Wochen eigentlich fast von jeder Inzidenz auf einstellig runter, im richtigen Lockdown.
Tim Pritlove