UKW099 Ukraine: Daneben schießen verboten 

Ein Roundup zum letzten Monat im Krieg in der Ukraine

Seit einem Monat tobt der Krieg primär im Osten der Ukraine, auch wenn es an vielen Fronten vereinzelte Gefechte gibt. Aber der Kampf um Sjewjerodonetsk ist zum Mittelpunkt der Auseinandersetzung geworden und sowohl die russischen als auch die ukrainischen Kräfte haben große Verluste zu verzeichnen. Langsam aber beständig rückt die russische Armee auf dieses Gebiet vor und es ist derzeit unklar, wie lange es noch dauert bis die Ukraine sich zurückziehen muss.

Wir besprechen die militärische Gesamtsituation und gehen vor allem detailliert auf die sich abzeichnenden Waffenlieferungen des Westens ein und welche Auswirkungen das mittelfristig auf den Krieg haben könnte.

avatar
Tim Pritlove
avatar
Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt und äh mein Name ist Tim Prittlaff. Das hier ist die 99. Ausgabe von UKW und äh ihr habt jetzt einen Monat nix von uns gehört Heute geht's wieder um die Ukrainer und na ja, nach vier, knapp fünf Wochen ist natürlich mal Zeit für ein Update mit mir und mit Pavel. Hallo Pavel.
Pavel Mayer
Hallo Tim.
Tim Pritlove
Ja, wir waren jetzt nicht untätig in der Zeit. Wir haben uns natürlich das Geschehen nach wie vor äh angeschaut. Ist irgendwie auch so ein bisschen äh obskur, wenn man dann so. Am Strand liegt und dann so macht und Twitter nachliest und äh ja irgendwie versucht dran zu bleiben, gegen dieses Ermüdungsprinzip. Kämpfen in gewisser Hinsicht. Ich weiß nicht, wie's dir so geht. Äh es wird ja erst von allen Leuten. Die Ermüdung vorausgesagt, dass sich der Besten nicht mehr kümmert oder so generell zu viel Krieg kann man nicht die ganze Zeit verfolgen. Das kann ja auch alles ganz gut verstehen. Sicherlich haben wir jetzt auch nicht mehr so diese tägliche Intensität mit irgendwie jeder Tweet muss gelesen und jeder Linke klickt und nochmal jeder Artikel nachgelesen werden. Trotzdem. Ja, also ich habe zumindest versucht, äh so ein bisschen am Ball zu bleiben.
Pavel Mayer
Ja ich war ja in der Zeit auch ja näher am Geschehen äh dran als jemals in meinem Leben zuvor immer noch weit weg, aber in Moldawien in Kiesenau, was ja irgendwie keine hundert Kilometer von Odessa weg ist, also, zumindest. Insofern äh ja war das auch ein interessanter Einblick äh auch mit den Leuten da äh darüber zu reden äh wie die das denn wahrgenommen haben. Das aber dazu dann später vielleicht ein bisschen näher im Detail.
Tim Pritlove
Okay, ja in der Tat. Also ich gucke gerade mal, also das wissen vielleicht nicht viele, ist einfach die Hauptstadt von ähm Moldawien. Und ja, wie du schon sagst, es ist äh in der Tat alles nicht sehr weit weg. Ich ziehe gerade meine Linie. Also in Kilometern bis Odessa, na ja hundert1fünfzig sind's dann schon. Aber na ja ist auf jeden Fall ziemlich umme E.
Pavel Mayer
Bis zur Ukraine sind äh.
Tim Pritlove
Bis zur Grenze.
Pavel Mayer
Bis zur Grenze.
Tim Pritlove
Das stimmt wiederum. Gucken wir mal, also Grenze okay, je nachdem wie welche Grenze man nimmt, Kilometer, äh dann ist es aber auch quasi durch dieses obskure äh Transnistrien durch. In die andere Richtung auch 50 Kilometer dann hat man tatsächlich ukrainisches Territorium schon vor Augen. Genau, also da werden wir nachher mal drüber reden, zumal ja die moldarbische Perspektive auch noch mal eine ganz besondere ist. Nicht wahr? Weil sie da äh potenziell ja in diesem Konflikt auch noch mit reingezogen werden können und natürlich auch eine ganz andere Verquickung haben so mit der ukrainischen Kultur. Eigentlich wollen wir erstmal anfangen ein bisschen ja zusammenzufassen, wo denn eigentlich der Konflikt grade so steht und das eben jetzt speziell auch. Mit der militärischen Brille auf, denn leider, leider, leider ist das eigentlich im Wesentlichen das definierende Moment, also der Krieg, ist einfach als Krieg im Vordergrund und findet nach wie vor in einem sehr breiten Frontverlauf statt. Ich weiß noch, als wir letzte Sendung hatten, da haben wir im Prinzip einmal alles so geschildert, das war die Erfolge rundum. Vorstöße. Da hat sich so ein bisschen abgezeichnet oder hat sich zumindest angedeutet, dass es vielleicht möglich wäre für die Ukraine in irgendeiner Form im Norden noch weiter vorzustoßen. Das hat dann nicht so stattgefunden. Weiß ich nicht entweder der Vorstoß nicht intensiv genug oder der Widerstand zu groß oder beides. Trotzdem. Ist die Stadt äh KAG ein bisschen ja ich sage mal ein bisschen ähm. Ruhiger die die Situation, es gibt nach wie vor Raketenangriffe auf die Stadt.
Pavel Mayer
Und auch Artillerieangriffe, also die sind äh wieder die die Russen sind wieder ein bisschen näher rangerückt äh an Khaki. So in den letzten Tagen, ja, aber also so 5zehn Kilometer äh oder so weg ungefähr. Verläuft die Front jetzt. Außenbezirken von entfernt.
Tim Pritlove
Hängt immer so ein bisschen davon ab, wo man das so von wo man das so misst, aber es steht da jetzt keine. Offensiver an, zumindest ist es nicht ersichtlich, dass es eine äh geben wird in nächster Zeit und das hat da eben viel damit zu tun. Die Russen einfach all ihre Armekraft und vor allem ihrer Artilleriesysteme, was so derzeit ihr größtes Faustpfand sind, auf diese Ostfront, konzentriert hat oder konkret halt und das hat mir damit haben wir die letzte Sendung auch so ein bisschen auch äh abgeschlossen an der Stelle. Die Aussage, dass es jetzt um äh, Geht oder gehen kann und dass dass äh sich dort derzeit alles kulminiert und genau Ist eigentlich die Geschichte der letzten vier Wochen. Der Kampf um die Stadt, der ist also heiß entbrannt. Die Russen sind sehr stark vorgedrungen und äh die Ukrainer haben's zwischenzeitlich mal geschafft, sie wieder zurückzuschlagen, aber im Wesentlichen befinden sich die ukrainischen Stellungen, also im Artillerie Dauerfeuer und man kann sich das überhaupt nicht äh vorstellen, glaube ich, wie es da äh abgeht. Und äh jetzt kann man eigentlich davon ausgehen oder zumindest gehen derzeit alle, die ich so beobachte, davon aus, dass es eigentlich nur eine Frage von Tagen ist äh die Russen auch diese Stadt komplett unter Kontrolle haben. So ähnlich wie ein Mariopol ist da halt kein Stein mehr auf dem anderen und es geht auch mal wieder um so einen industriellen Komplex, der jetzt nochmal genommen werden muss.
Pavel Mayer
Ja, wobei die Situation halt ein bisschen schon auch anders äh ist. Auf der einen Seite gibt's halt im äh sozusagen im Rücken den Fluss oder nur einen Fluss, den sie überqueren müssen oder äh um um auch Nachschub äh reinzuschaffen. Also es ist jetzt nicht nicht eingekesselt, äh dass das Ganze und irgendwie eigentlich wird seit zwei Wochen fast damit gerechnet, äh dass hm die äh ja die die Stadt äh, einnehmen, aber es ist äh wohl immer noch umkämpft, also so richtig geschafft haben sie's bisher nicht. Es spielt aber äh äh im im Großen und Ganzen Geschehen äh jetzt äh nicht wirklich, die große Rolle, ob sie das jetzt schaffen oder nicht, äh sondern eher also allein schon, dass sie jetzt da zwei Wochen äh dran kauen und das wo ja ähm angeblich die russische Seite täglich zwischen 50.000 und 80.000 Granaten. Feuert, ja? Ja also inklusive jetzt äh Raketen ähm und äh die Ukraine schafft halt ungefähr nur ein Zehntel davon, also 5tausend bis 6tausend in die andere Richtung äh zu schicken, was halt auch noch eine ganze Menge ist, aber ganz offensichtlich trotz äh dieser äh eigentlich großen Übermacht an einigen äh Frontabschnitten, wo die Russen wirklich alles konzentriert und reingeworfen haben, um eben auch Durchbrüche zu erzwingen. Ähm es ihnen bisher zumindest weder irgendwie ein größerer Durchbruch noch eine größere Einkesselung gelungen und ähm ja beide Seiten, haben aber bedauerlich hohe Verluste. Ähm. So äh Größenordnung 100 Tote am Tag bei den Ukrainern und bis zu 500 Verletzte pro. Ja und bei den Russen werden die nicht geringer äh sein wahrscheinlich, sondern auch, mindestens in der selben Größenordnung liegen, wobei sich das Verhältnis ein bisschen zugunsten der Russen verbessert hat. Man sieht es auch an den an den Videos, dass sie versuchen, sich jetzt ein bisschen besser zu tarnen und ähm nicht mehr auch auch nicht mehr so viele Truppen und Fahrzeuge irgendwo zu konzentrieren, was natürlich auch ein Problem ist äh und auch nicht zu viel Nachschub irgendwie äh zentral zu halten, aber ähm alles in in allem ähm so ist die Ukraine gut dabei äh zurückzuschießen und zu äh treffen und auch halt den Russen äh eine Menge Verluste zu äh bescheren so. Und ähm insofern also für den Aufwand äh an an an Material äh und die Verluste. Die Russland hat sind die Fortschritte nach wie vor ja nicht überzeugend.
Tim Pritlove
Nicht ich habe schon gefragt, welches welches Wort du jetzt äh wählst, um das zu bewerten. Also die ganze ihr werdet ja sicherlich schon mal die eine oder andere Karte gesehen haben, dass es so quasi der östlichste Teil, der Front, an dem sich das derzeit alles äh konzentriert. Im äh das ist so eine Nase, die so quasi so äh in diesen Oblast Luans äh noch rein äh ragt. Und die äh von den Russen, von allen Seiten attackiert wird, also eben konkret in. In der in der Stadt. Dort sind sie halt äh schon sehr weit gekommen, aber wie schon erwähnt, ähm. Hohen Aufwand auch äh nur immer wieder mal ein paar Meter pro Tag. Im Norden verläuft ja auch noch dieser Fluss. Hatten wir glaube ich letzte Mal schon so den Bericht über diese vielen vergeblichen äh katastrophalen Versuche diesen Fluss zu übertreten. Ähm nach wie vor stellt der Fluss weitgehend die die die Frontlinie dar. Das heißt, da droht nicht ganz so viel, aber im Süden, da ähm stoßen die Russen halt auch in durch verschiedene Ortschaften äh bedrohlich vor und sind auch relativ nah dran an diesen Versorgungslinien. Trotzdem scheint's die Ukraine aber noch zu schaffen, dort äh in irgendeiner Form ihre Logistik aufrechtzuerhalten, soweit man das von außen beurteilen kann.
Pavel Mayer
Ich habe neulich mal äh so eine Animation ähm des, Frontverlaufs des zweiten Weltkriegs gesehen, so jeden Tag dann der der Frontverlauf gezeigt wurde und wo die Kämpfe waren und das führte natürlich auch einmal komplett durch die Ukraine äh durch und da kann man dann halt sehen, wie dann ähm sagen auf der einen Seite, wie halt der, Deutsche beziehungsweise der Vormarsch der Achsenkräfte waren halt auch viele ja auch andere nicht rumänische, bulgarische, andere Truppen beteiligt. Jedenfalls kann man da ganz gut sehen wie schnell die in der Einrichtung voran äh äh gegangen sind und wie ähm ja, es dann äh bei der irgendwann bei der Gegenoffensive der Russen äh aussah. Äh wie lange die gebraucht haben, um wiederum äh die Ukraine freizukämpfen, sage ich mal. Und da äh hat man schon das Gefühl, obwohl das halt mehrere Jahre ging, also am Anfang eine erstmal eine natürlich eine unglaubliche Dynamik so, aber irgendwann kam dann wurde's halt eben immer langsamer, immer langsamer bis eigentlich das Ganze erstmal für eine Zeit fast zum Stillstand kam die Fronten, ja. Da bewegte sich dann erstmal nichts, weil beide Seiten einfach dann, erschöpft waren mehr oder weniger. Und dann gab's hier und da so kleinere Bewegungen und. Man merkte halt, dass erstmal beide Seiten dann wieder äh ja Kräfte aufbauen, Material reinschaffen mussten, um wieder äh ja die Kampfhandlung intensivieren zu können.
Tim Pritlove
Das ist ja auch etwas, was für die aktuelle Situation gerade vorhergesagt wird, dass das bald so weit kommt.
Pavel Mayer
Ja und äh wir reden aber noch äh außerdem von einem ganz anderen Einsatz an äh Truppen, also. Operation Barbarossa wurde, glaube ich, mit irgendwie sechs Millionen äh Soldaten äh hat die Achse angegriffen insgesamt. Ja. So ähm mhm.
Tim Pritlove
Ja Was lässt sich zu der Situation dort noch äh sagen? Also man könnte jetzt hier viel über den über die Vorstöße äh im Einzelnen sagen, das ist jetzt ein wahrscheinlich für den Podcast im Einzelnen gar nicht jetzt so relevant, nur man kann halt einfach sagen, In der Summe die Russen machen Fortschritte, aber sie machen keine. Enormen Fortschritte. Ja, also ich würde mal sagen, in den letzten vier Wochen sind sie äh also die die weiteste Änderung des Frontverlaufs ähm da reden wir so was über, na ja zehn bis 30 Kilometer Maximum, an einer Stelle, an den allermeisten Stellen handelt es sich hier äh bestenfalls um um fünf Kilometer. Es geht also alles sehr schwerfällig voran und es lässt sich einfach auch derzeit überhaupt nicht so richtig sagen. Äh Kräfte hier zuerst äh enden, definitiv und dann werden wir nachher noch äh drüber reden scheinen die Ukrainer so ein bisschen an das Ende ihrer Vorräte der Munition zu kommen. Und vielleicht teilweise auch schon ihres Geräts. Das weiß ich nicht so ganz genau. Aber ähnlich sieht's auch bei den Russen aus. Jetzt gerade in diesem Gebiet also sehr viel Altes Material reinfahren. Also die scheinen einfach auch Ruheverluste an modernen Waffen gehabt zu haben und jetzt äh wird halt alles aus den Beständen geholt, was noch in irgendeiner Form fahrbar gemacht werden kann.
Pavel Mayer
Ja, also die Ukraine hat zumindest nach eigenen Angaben hm ihre Reserven an Ostmunitionen weitgehend, aufgebraucht so. Jetzt kam natürlich auch noch ein bisschen oder kommt wahrscheinlich auch noch ein bisschen, ich sage mal Ostmunition aus dem Westen äh nach. Ich glaube, äh verschiedene ehemalige Ostblock Länder produzieren da auch Granaten entsprechenden Kalibers kann ich mir vorstellen, dass es da, in Tschechien zum Beispiel noch Produktionsanlagen gibt. Die bauen ja.
Tim Pritlove
Slowakei auch, in der Slowakei auf jeden Fall. Slowakei gibt's auch noch, gibt's auch noch ähm auf die Reparatur spezialisierte Unternehmen.
Pavel Mayer
Also insofern ähm. Wird ähm das jetzt den nicht nicht völlig ausgehen, aber es ist klar, dass ähm, ja äh einfach erstmal die die Produktion oder die die Anlieferung ähm. Was jetzt so ich nenne mal Ostmunition äh angeht, also ehemalige sowjetische oder Warschauer Pakt Kaliber ähm dass das äh nicht ausreichend wird, wenn man davon ausgeht, dass die 5000 bis 6000 Granaten täglich ähm ja weitgehend eben diese Art von Munition sind und weitgehend aus Reserven stammen, die auch die Ukraine wahrscheinlich noch äh aus Sowjetzeiten übrig behalten hat, weil die die das Zeugs hat ein ziemlich hohes äh Shelflife, wie man so schön sagt, Haltbarkeitsdatum, also so die typischen Panzagranaten ähm je nach je nachdem 25 Jahre werden da garantiert Ähm das heißt aber dann eigentlich nicht schlechter als am Tag der Auslieferung und fünfunddreißig, 40 Jahre sind jetzt auch nicht unerhört und auch bei den Mehrfachraketenwerfern, die halten wohl, also die in deren Raketen halten wohl sogar noch ein bisschen länger. Ähm insofern ähm ja. Äh dürfte der alte Kram, wenn er halbwegs äh ähm brauchbar aufbewahrt wurde, äh aus Sowjetzeiten alles noch funktionieren, aber wie gesagt, der ist jetzt alle und ähm. Jetzt ist natürlich das das Problem, dass die Ukraine dann jetzt umstellen muss, wenn sie halt jetzt von den umfangreichen amerikanischen Reserven äh oder von dem, was aus Deutschland geliefert äh werden soll. Hm wirklich profitieren will.
Tim Pritlove
Ja ähm wollen wir noch kurz vorher die gesamtmilitärische Lage nochmal ähm abschließen und dann vielleicht mal spezifisch auf dieses Waffenthema eingehen.
Pavel Mayer
Ja also.
Tim Pritlove
Wir haben ja noch die die Situation im äh im Süden. Sagen wir mal im im Südwesten, also im Süden gibt's halt auf der einen Seite die gesamte Frontlinie. Da stehen sich die. Beiden Kriegsparteien ja schon lange an einer weitgehend unveränderten Linie gegenüber sich mal wieder interessant finde ist, dass der Frontverlauf ja auch unmittelbar an der Großstadt Donetsk. Vorbeigeht und also vor den Toren sozusagen dieser Stadt an an dieser ähm diesem Frontverlauf sich überhaupt nichts getan hat.
Pavel Mayer
Na ja, es gab wohl jetzt äh hörte ich zumindest so ein paar Angriffe und Vorstöße äh der Ukraine äh in der in der Stadt und auch einen Beschuss äh von äh Donetsk.
Tim Pritlove
Es ist ja nicht so, dass da jetzt äh keine Truppen stationiert werden, aber es es gab halt keine größere Änderungen in dem Frontverlauf, der ist halt eigentlich weitgehend noch so wie zu Beginn dieses Krieges. Ich habe verschiedene Vorstöße äh oder Versuche der Russen vorzustoßen. Dann äh wurde von der Ukraine auch Dämme, Staudämme äh gesprengt, kleinerer äh Natur und womit so bestimmte Täler, überflutet wurden, keine Ahnung, was äh da der Grund ist, ob das einfach nur der Mangel an konzentrierten Kräften ist oder ähm ob's da einfach auch wirklich schwierig ist für die Russen in irgendeiner Form Landgewinn zu machen. Genauso zieht sich das dann eben, in Richtung Westen. Zu diesem großen Wasserbecken des äh Dineppa äh südlich von Sapo äh wo. Irgendwie auch nicht vorangekommen sind, aber viel interessanter ist natürlich die Situation um äh. Und das ist ja so die Stadt, ähm die die Juristen als die einzige größere Stadt, die die Russen seit diesem Angriff. Haben einnehmen können. Das ging ja relativ schnell. Und ja, da ist also Back and Force, nicht wahr? Also nachdem die Russen ursprünglich mal versucht hatten, äh dafür da haben wir ja schon öfter drüber gesprochen, über die Stadt Nikolaiw, da diesen nächsten Fluss zu überqueren und dann letzten Endes in irgendeiner Form einen Landweg nach Odessa eröffnen zu können, was ja nicht geklappt hat. Ist also hier der Gegendruck der Ukraine stärker. Jetzt haben die Russen ja auch nicht so viel stationiert und haben sich sozusagen erstmal für den Osten entschlossen, vermutlich auch, um dort erst mal. Behaupten zu können, man hätte jetzt hier große Erfolge gefeiert, weil man irgendwie Luhansk und äh komplett eingenommen hat, also den ganzen also. Luhansk zumindest komplett eingenommen hat, den Donbass. Trotzdem versuchen sie natürlich diese Stadt zu halten, aber die Ukraine macht hier Gegendruck und hat an verschiedenen Stellen Fortschritte erzielt, aber eben auch noch nicht genug, um hier wirklich äh Erfolge zu feiern. Dabei sind die Russen dort eigentlich. Ziemlich angreifbar, weil's äh ja, da halt einfach. Nur ein, zwei Brücken gibt, die das so in Richtung Krim äh verbinden und wenn man's in irgendeiner Form gelingen könnte, hier eine strategische Stadt wieder einzunehmen, wovon Ukraine derzeit noch weit entfernt ist, muss man dazu sagen. Ja dann ähm könnte sich das Blatt hier im Süden wenden.
Pavel Mayer
Ja was was halt passiert ist, dass natürlich beide Seiten so versuchen Kräfte zu verlagern und zu konzentrieren und auf der einen Seite reagieren, aber auf der anderen Seite natürlich auch gucken, wo sind, wiederum Schwächen, gerade des Gegners und weil eben auch Teile sind eben nicht so dicht besetzt, dass jetzt alle zehn Meter jemand im Schützengraben sitzt, ja, sondern ähm da gibt es eben. Beide Teile, die sind einfach umkämpftes Gebiet und äh von dem aus wird dann eben auch dann teilweise hinter die äh feindlichen Linien auch immer wieder äh vorgedrungen mit einzelnen Panzern oder äh dann. Mit Artillerie. Angriffen natürlich reingewirkt weit ins Gegnerische Gebiet, so dass man ähm ja ähm das jetzt nicht überall äh ich sage mal oder oder an den wenigsten Stellen jetzt, sondern. Sage mal Stacheldraht-Verhau äh ist wie im ersten Weltkrieg, ja wo keiner durchkommt und ähm sondern das ist halt alles. Deutlich ähm lockerer, sage ich mal, äh.
Tim Pritlove
Ja, ich meine, der Frontverlauf ist ja auch äh mega lang, ne? Also ich habe mal ein paar schöne Vergleiche äh gesehen, da wurde mal das besetzte Gebiet. Von den Russen äh besetzte Gebiet wurde mal so auf westeuropäische Länder gemappt sich einfach mal so einen konkreten. So ein konkretes Gefühl dafür zu bekommen, wie groß ist diese Fläche eigentlich? Hast du da irgendwie aus dem Bauch heraus eine Vermutung?
Pavel Mayer
Ähm im Vergleich zu was soll jetzt Ukraine oder das das besetzte Gebiet?
Tim Pritlove
Es geht um um das derzeit von den Russen insgesamt besetzte Gebiet der Ukraine. Wenn du das jetzt irgendwie so nimmst die Fläche und irgendwie anders anordnest ähm was würdest du meinen, Welche westeuropäischen Länder würde das so abdecken?
Pavel Mayer
Ja, eher sagen, also es ist in der Größenordnung von einigen größeren Bundesländern auf jeden Fall vielleicht ein Drittel von Deutschland oder so, würde ich schätzen.
Tim Pritlove
Nicht schlecht geschätzt. Also es ist zum Beispiel Österreich und Schweiz zusammen. Ja also man würde sich jetzt mal vorstellen ähm die Russen hätten halt Österreich und die Schweiz komplett besetzt. Das ist halt äh der Umfang der Operation, von der wir äh sprechen und entsprechend bereit ist, dann halt eben auch der Frontverlauf. Na ja, also äh derzeit äh sind auf jeden Fall die Ukrainer noch in der Lage, die Russen in irgendeiner Form am Vordringen zu hindern, nicht so, dass sie gar nicht äh irgendwo vorkommen, aber sodass sie es halt äh Content machen, eben unter, großen Verlusten und äh hinzunehmendem Maße halt auch unter großen personellen Verlusten, Das spielt natürlich eine Rolle. Das ist ja auch keine reine Zahlendreherei, sondern das hat natürlich auch was damit zu tun, dass ähm auch die Ukraine sehr erfahrene Soldaten natürlich verliert mit der Zeit. Hier äh, gehen ihnen halt auch dann Leute verloren, die einfach wichtig sind für die Strategie, die diese ganze Erfahrung der letzten Jahre im Konflikt mit Russland haben, was ja bisher der Ukraine sehr geholfen hat.
Pavel Mayer
Auf der anderen Seite, äh so hat die Ukraine jetzt keinen Mangel, äh ich sage mal Leuten, die auch motiviert sind und, kämpfen und sich ausbilden lassen wollen, also äh es werden wohl grade in der Größenordnung von äh Jahrhunderttausend äh weiteren Soldaten ausgebildet in der Ukraine. Problem ist vor allem, die eben zu bewaffnen und auszurüsten, so. Äh daran mangelt es halt in, in erster Linie und äh ja bei den Russen ist die Begeisterung äh nicht so groß äh in diesen Kampf zu ziehen und versuchen halt jetzt dann ja vor allem mit Geld äh Leute anzuwerben und indem sie jetzt auch das Anwerbealter glaube ich auf sechzig hochgesetzt haben. Also im Prinzip äh ja versuchen.
Tim Pritlove
Nehmen.
Pavel Mayer
Im Prinzip nehmen Sie jeden theoretisch gerade.
Tim Pritlove
Aber nicht hin. Also sie haben schon äh durchaus ihre Probleme äh Leute nach zu ähm nachzuschieben. Allerdings ist halt auch ein großes Land so, also äh paar fallen dann halt trotzdem drauf rein oder sind irgendwie in ihrem, ja nationalistischen Waren äh äh ausreichend verrückt sich hier äh als Kanonenfutter einstellen zu lassen. Zunehmenden Maße greift sie halt auch auf äh Konstkript zurück, also Leute die gerade erst eingezogen wurden, obwohl das halt alles überhaupt nicht äh erlaubt ist, aber das äh scheint die Russen an der Stelle auch nicht weiter zu kümmern.
Pavel Mayer
Ja.
Tim Pritlove
Ja ähm wir haben's ja schon angedeutet Waffen, das Waffenthema dominiert. Auch die internationale Diskussion und vor allem ist es auch immer wieder das, was die Ukraine selber, betont, die Waffenversorgung ist Ki, denn, werden, können sie sich selber, sagen sie, aber wir brauchen halt entsprechendes Gerät und seit Monaten gibt's halt den Schrei nach schweren Waffen, nach vielen Munitionen et cetera PP, aber wie wir jetzt eben gerade schon auch klargemacht haben. Ist ja noch eine andere Transition, die hier stattfindet, weil in dem Moment, wo einfach das ganze Ostmaterial ausgeht. Das ist halt perspektivisch irgendwann der der Fall, also Munition, Panzer alles wird halt irgendwann im Eimer sein. Ähm. Ist halt die Frage, äh wo kriegt man's her und man kriegt's halt nur teilweise aus den Altbeständen Tschechiens, der Slowakei, Polen, äh Poles et cetera, vielleicht äh weiß ich nicht, Rumänien, Bulgarien, inwiefern die hier noch engagiert sind, aber die Bestände sind natürlich da auch nicht so riesig.
Pavel Mayer
Nie und das waren natürlich alles Dinge. Und die bisher äh ja als erstes natürlich geliefert äh wurden, weil ähm die halbwegs kompatibel sind äh die Leute wissen, wie die zu warten und zu bedienen sind und äh das galt dann halt auch politisch als irgendwie nicht so heikel. Ähm aber ist, äh dass jetzt eben die Ukraine äh halt mit jedem Tag mehr abhängig wird von westlichen Waffenlieferungen, das heißt der Westen hat es eben jetzt auch zunehmend letztlich in der Hand äh wie gut oder wie schlecht äh ja äh es den Ukrainern äh gelingt äh sich zur Wehr zu setzen. Und ähm ja könnte sagen, das entwickelt sich damit halt schon einfach hin auch zu einem klassischen Stellvertreterkrieg. Weil ähm ich meine, wir liefern Waffen, wir liefern Aufklärung äh Expertenausbildung äh so ähm, was ähm ja was fehlt denn noch, um das halt stellvertretender Krieg zu bezeichnen, nicht mehr wirklich viel, ne.
Tim Pritlove
Nee, das ist der totale. Also das macht man sich wird's vielleicht jetzt nicht sonderlich betont, aber ich denke, dass es jedem klar dass wir jetzt hier einfach äh in einen Konflikt, ähm reininvestieren einfach, um die Kosten in der Zukunft noch niedriger zu halten, ne. Ich glaube, das ist auch das, was vielen Leuten nicht. Klar ist, gerade in dieser ganzen Debatte mit, ja, nee, ach und überhaupt, das Leid wird ja nur verlängert, wenn wir jetzt irgendwie hier noch Waffen reinliefern nach dem Motto der Ukraine hat doch sowieso keine Chance, lässt auch einfach die Russen machen, nur Das ist genau die Politik, mit der wir jetzt diese Situation bekommen haben und vielleicht hätten verhindern können, wenn man diesen Kurs früher aufgegeben hätte. Ja die Rechnung ist wahrscheinlich auch einfach so. Also alles das, was man jetzt in diesen Krieg investiert und das ist natürlich nicht nur Waffenlieferung und die Kosten, die unmittelbar damit zu tun haben, sondern wir investieren ja sozusagen auch. Preise, höhere Energiepreise, äh geschwächte Lieferketten, et cetera, also der ganze Rattenschwanz, der da dranhängt, Inflation et cetera.
Pavel Mayer
Uns mal bei den Waffenlieferungen bleiben. Noch weil da gibt's glaube ich noch einiges zu zu sagen und ähm ja mein hier Gabi Kaspa, auf der er da auch sehr äh ähm. Aktiv ist auf Twitter, in der Sache ehemaliger russischer Schachweltmeister unter anderem. Ähm. Ja, der meinte so, ja, The West ist äh Handing-out, weapons by the spoon, ja also das ist halt der Westen bisher nur löffelweise äh Waffen liefert, ähm und, Die Frage ist ja, ist die Kritik jetzt eigentlich berechtigt und ähm wie viel äh es denn jetzt tatsächlich geliefert worden oder wird geliefert und, da ist es so, dass bei Artillerie und Granaten der Westen wohl bisher rund 10 Prozent seiner Bestände geliefert hat. Ja, was durchaus substanziell ähm ist, so, das, kann man nicht äh ja.
Tim Pritlove
Welcher Westen Europa oder einschließlich der USA?
Pavel Mayer
Äh ja also US USA und also jetzt sozusagen das war jetzt so eine äh Angabe aus der aus der Ukraine äh das jetzt was so eben bei Artillerie und Granaten jetzt äh bisher geliefert wurde.
Tim Pritlove
Aber nicht vorstellen, dass das jetzt äh was die USA geliefert haben 10 Prozent ihrer Bestände sind.
Pavel Mayer
Ne?
Tim Pritlove
Sie haben ja allein von diesen Haubitzen haben sie ja noch irgendwie Unmengen.
Pavel Mayer
Na ja, wie gesagt, das ist das, was äh das ist die Zahl, die ich von ukrainischer Seite äh äh gehört habe. Und ähm interessant ist aber, dass es halt auch im Zweiten Weltkrieg, also am Anfang in den USA dieselbe Kritik gab äh wie man sie heute halt lesen kann an den langsam anlaufenden viel zu geringen Waffenlieferungen an England und Deutschland hat ja aber wirklich auch ganz Europa überrannt damals oder die, Achse und nur England äh war da jetzt äh noch äh ja das das Bollwerk äh das irgendwie Amerika Äh da verteidigte und ähm ja auch gesagt, ja und äh Engländer und viel zu wenig und viel zu langsam, aber was man eben auch so ein bisschen unterschätzt, dass natürlich. Normalerweise in Friedenszeiten ja die Produktion auch eher gering, so von von Waffen, da wird halt auch nicht so viel verbraucht, aber wenn halt so ein so ein Krieg kommt, dann äh dauert das natürlich überhaupt erstmal und allein nur die die Logistik. Ähm Also ähm aber was ich gehört habe haben mittlerweile vor allem die Amerikaner halt äh ja fast sowas wie eine Luftbrücke aufgebaut, Polen und äh in Polen halt und teilweise auch in anderen Ländern, aber ich glaube hauptsächlich in Polen eben riesige ähm ja Verladezentren äh im Grunde genommen aufgebaut, wo wo halt äh jetzt richtig Material äh reingeschafft äh wird. Aber ähm. Das läuft halt jetzt gerade erst an. Ein weiteres Problem ist, Das halt viel von dem Material, was bisher geliefert wurde und jetzt auch immer noch direkt an die Front geht, So, das heißt, äh wenn du aber jetzt wirklich eine Gegenoffensive äh Unternehmen äh willst, so dann musst du erstmal Kräfte sammeln, dann musst du irgendwie deine Reserven aufbauen, dann kannst du nicht halt alles gleich an die Front schicken, aber natürlich kann denen das niemand verdenken. Wenn die grade so eine Übermacht gegenüberstehen, dass sie eigentlich alles verschießen wollen äh im Moment, was was da ist und jetzt ist natürlich sehr schwer fällt, in dieser Situation äh jetzt wirklich erstmal größere Reserven äh aufzubauen und, Da rechnen eben alle damit, dass das irgendwie noch Monate äh dauern wird, bis wenn alles gut läuft bis die Ukraine vielleicht genügend Reserven aufgebaut hat um äh in die Offensive zu gehen, aber die Russen werden natürlich in der Zeit jetzt auch nicht äh untätig äh bleiben. Ähm, nur hm wird es dann, irgendeinem Punkt äh eben auch darauf ankommen oder kommt halt bisher auch schon drauf an, dass ähm. Man halt einfach auch trifft und einfach die vorhandenen Waffen, wenn es denn dann modernere oder bessere Waffen sind, eben auch einfach effizienter einsetzt. So, was ja bisher halbwegs zu gelingen scheint, auch auch der der Ukraine. Und. Diese Debatte kam jetzt natürlich auch auf im Zusammenhang jetzt mit dem großen Jubel, dass die deutsch-holländischen Panzerhaubitzen 2000 endlich angekommen sind. Ganze sieben Stück so ja. Meine das, wo die Ukraine, ich weiß nicht, ich glaube, äh ja mehrere hundert äh Systeme bisher im im Einsatz hat, also jetzt von, sagen wir mal, Panzerhaubitzen äh so, also Hunderte zwischen, ich glaube, fünfhundert tausend Stück oder so da äh klingen natürlich sieben Stück erstmal doch ein bisschen bescheiden. Ähm wobei ja die Dinger immerhin ausreichen so um äh schon äh dann so einen Bataillon äh damit auszurüsten, keine Ahnung. Die die jetzt zusammenhalten oder irgendwie aufteilen und für spezielle Zwecke dann dann einsetzen, aber ja Ähm wäre gut, wenn sie eher 70 Stück äh davon hätten statt äh sieben, aber Bundeswehr hat glaube ich nur hundert10 oder so. Und ähm ansonsten ja dann gab's gab's halt so ein bisschen die Mythos ja aber dann, meines stimmt auch äh diese äh so eine Panzerhaubitze 2tausend, wenn die richtig eingesetzt äh wird. Äh die. Ist extrem präzise so, da, ist dann halt schon eigentlich so ein bisschen äh ja jeder Schuss ein Treffer äh so ein ist dann angeblich weil äh die Deutschen halt äh nicht so viel Geld für Munition ausgeben wollten, beziehungsweise dass man. Dann halt äh eben nicht daneben schießen durfte, dass das halt verboten äh waren so.
Tim Pritlove
Daneben schießen.
Pavel Mayer
Schießen verboten äh so. Während äh so ein bisschen also sozusagen da habe ich ist so eine jeder Schuss ein Trefferdoktrin äh angeblich gab während äh in der USA um die Doktrin galt, dass äh wir jedes militärische Problem äh mit dem Einsatz von mehr Sprengstoff gelöst werden kann. Ähm. Was jetzt irgendwie auch der russische Ansatz zu sein scheint aber beides ist tatsächlich. Eher einen einen Mythos, also gerade Deutschland hatte faktisch mit sage mal Präzisions äh Waffen also mit den Fähigkeiten, die halt hauptsächlich jetzt Luftwaffe, aber eben auch andere einfach Präzisionswaffen war da weit äh hinterher den anderen NATO äh und ähm Ja in in Vietnam hat die USA tatsächlich äh noch versucht mit wirklich viel Sprengstoff und mit ich glaube im Schnitt 1,1 Millionen Schuss pro getöteten Gegner, die abgefeuert wurden, ja.
Tim Pritlove
Gut.
Pavel Mayer
Äh also mit solchen äh und eigentlich weiß man auch spätestens schon seit dem zweiten Weltkrieg, dass man mit Bomben alleine, also war jetzt so, ich ja als Fallschirmjäger kriegte man dann natürlich, schon die Legende äh dann von äh dem heroischen äh Kampf der Fallschirmjäger äh in Monte Casino, so ein Kloster, wo wirklich die Amerikaner dann mit etlichen Luftangriffen wirklich versucht haben, dort Apfelwagenkloster aufm Berg. Und die haben irgendwie weiß nicht, 30 Meter vom Berg abgetragen mit ihren Bomben und kamen dann aber trotzdem nicht durch so. Also ich würde sagen ganz so einfach ist es dann eben doch nicht. Also mit äh Einsatz von mehr Sprengstoff kann man eben dann doch nicht alle Probleme lösen, sondern treffen es äh da einfach einfach besser, Und äh man sehen aber sieben Panzerhaubitzen 2000 sind sicherlich sehr nett und auch eine eine Hilfe, aber äh so im im Gesamtausmaß äh ja äh spielen die jetzt erstmal nicht die die große Rolle, aber vielleicht kommen ja mehr nach. Eröffnet ja vielleicht eine.
Tim Pritlove
Kommen mehr nach. Was man dazu auch noch sagen muss, es ist ja auch nicht so ausreichend, so einfach so ja okay, hier ist die neue Waffe, äh die stellen wir jetzt da mal hin, jetzt schießt mal los, alles super. Sondern das muss ja sozusagen auch integriert.
Pavel Mayer
Ja, ja, aber da gab's ja Nachrichten, wie die hier Trainingslehrgänge gemacht haben an der Panzerhaubitz.
Tim Pritlove
Trainingslager, um es um es zu benutzen, aber es hat natürlich auch was mit Integration in das ganze zu tun. Ich meine so eine Panzerhaubitze, die schießt auch nur dann präzise, wenn sie genau weiß, wo sie hinschießen muss und dazu muss diese Information natürlich in dieses System rein. Äh reden wir eben von Software, da reden wir von Protokollen, reden wir von von Datenübertragung, Standards et cetera. Sicherlich alles Sachen, die in den letzten Monaten intern ausgiebig diskutiert wurden, aber die dann halt umgesetzt werden mussten. Und was wir jetzt ohnehin gerade sehen, ist halt nicht nur so eine. Nicht nur eine Belieferung mit neuen Waffen, sondern gerade da ja nun perspektivisch eigentlich auch der ganze Ost. Oder Warschauer Pakt Standard, Waffensatz einerseits. Verbraucht sein wird ja also Munition ist verschossen, Geräte sind äh kaputt so. Es kommt jetzt immer mehr aus dem Westen. Es ist ja perspektivisch. Auch klar, dass auch die nächsten zehn, 20 Jahre Ukraine im Wesentlichen seine Waffen entweder selber produziert. Ne, also ist ja ein Waffenproduzierendes Land, auch wenn jetzt viele der Fabriken natürlich auch von den Russen angegriffen wurden, keine Ahnung, wie gut ihre Produktion derzeit so aussieht. Aber so rein technisch, wenn sie natürlich jetzt in zunehmenden Maße sich auf den NATO-Standard. Reinigen. Also es ist so eine schleichende Nato-Ifizierung auf technischer Ebene, die jetzt eben durch diese äh Lieferung ausgelöst wird und sicherlich dann auch in Zukunft so weitergehen wird.
Pavel Mayer
Wobei die Waffenindustrie der Ukraine eben auch gegenüber Sowjetzeiten äh noch massiver reduziert wurde als die Waffenindustrie in Russland ähm so, weil einfach ähm die Ukraine es jetzt nicht geschafft hat große, Erfolge zu erzielen, hier und da. Vereinzelt aber äh sagen, Export war nicht so das große Ding und nach dem Bruch dann vor allem mit Russland, waren eben auch das eigene Militärbudget, was sie halt aufbringen konnten, äh war halt einfach zu gering um Eben eine große eigene Rüstungsindustrie äh wirklich das Talent und die Produktionsanlagen. Überall zu erhalten und haben natürlich dementsprechend eben eine ganze Menge Fähigkeiten auch verloren. So dadurch aber ja.
Tim Pritlove
Trotzdem kommt jetzt interessantes Material perspektivisch an. Also wir haben jetzt gesagt, Panzerhaubitzen, die äh Amerikaner haben ihre M sieben sieben schon äh in großer Zahl geliefert, die Franzosen haben ihr äh Cäsar-System diese äh Hobbysen auf Rädern. Geliefert die Panzerhaubitze ist ja wie der Name schon nahe liegt auf äh Ketten. Ja also alles. Hochmobile Systeme, alle sehr anders, ne? Die amerikanische Haubitze wird einfach hinten angehängt, die ähm französische Hauptpitze fährt selber durch die Gegend auf Reifen und die Deutsche fährt auf Ketten. Ähm. Dazu werden jetzt noch Raketensysteme äh kommen. Da gab's ja auch viel Hickhack drumherum. Das äh diese Raketenwerfer zwar geliefert werden, aber mal so ein bisschen Bedenken hatte, dass die Ukraine die dann benutzt, um äh Stellung auch in Russland anzugreifen, dass dann wiederum etwas, was der Westen gerne verhindern möchte. Dementsprechend wurden die dann ähm was die auch mit anderen Raketen ausgeliefert oder in irgendeiner Form mit einer Beschränkung, dass sie halt nicht ganz so weit können. Wie äh sie sonst könnten.
Pavel Mayer
Ja ja, also es gibt Munition. Ich glaube die Munition, die sie jetzt kriegen, geht bis 70 Kilometer. Es gibt eben aber auch Munition, die bis über 300 Kilometer schafft für dieselben.
Tim Pritlove
Aber ich freue mich, warum. Die haben sich ja von der Ukraine jetzt zusichern lassen, so ja, könnt ihr haben, aber bitte nix in Russland angreifen. So und das. Die Ukraine dann auch zugesagt? Nur äh frage ich mich warum eigentlich. Und ähm das schließt ja dann auch aus, dass so Ziele wie die Krimbrücke angegriffen werden.
Pavel Mayer
Wobei.
Tim Pritlove
Wo man ja sagen könnte, das ist ja sozusagen ukrainisches Gebiet.
Pavel Mayer
Ähm wobei ich nicht glaube, äh. Dass dass irgendeine, also ich ich glaube selbst die Amerikaner werden nicht in der Lage äh diese Krimbrücke wirklich zu zerstören. Ich glaube nicht, dass, Militär äh dazu derzeit äh wirklich in der Lage ist. Also nicht nicht so, dass sie äh nicht innerhalb von ein paar Tagen wieder repariert werden kann. Also ähm. Das ist ich meine bei Brücken im Moment bemühen sich auch äh die die Russen äh gerade ab, so eine ukrainische Brücke äh da zu zerstören und haben ich weiß nicht wie viel Luftangriffe drauf geflogen und das Ding weigert, sich einfach zusammenzufallen und gibt so viele Beispiele einfach vor.
Tim Pritlove
Welche? In welcher Region, welche.
Pavel Mayer
Ich weiß es nicht, nicht nicht genau, aber ich höre ab halt äh da nur einen Bericht gesehen von ein von ein paar Wochen, wo äh ja äh auch äh in den Zusammenhang und wie gesagt auch im zweiten Weltkrieg gab's das Beispiel oder auch in Vietnam äh die Amerikaner, wo es äh nicht nicht gelungen ist und, Also Brücken äh zu zerstören, äh selbst so einfache aus aus Stahl ist schon schwierig genug und äh das Ding, ich weiß nicht, äh ob du so Bilder präsent hast, das ist ein ziemlich massives Bauwerk, von dem wir da reden, ja. Also und meistens äh äh machst du da halt irgendwo Löcher rein, aber so richtig, dass das irgendwie zusammenfällt, da müsstest du schon zwei der größeren Stützpfeiler oder so wegkriegen und das ist irgendwie ja massiver Beton und äh das halte ich für äh unwahrscheinlich, dass das gelingen würde, die wirklich. Zu zerstören, also mit ja konventionellen Waffen. Ganz ganz schwierig.
Tim Pritlove
Okay. Was nicht kommt bisher sind richtige Panzer.
Pavel Mayer
Ja also.
Tim Pritlove
Darüber ist irgendwie auch noch überhaupt nicht.
Pavel Mayer
So schön heißt äh Kampfpanzer westlicher Bauart, weil Panzer östlicher Bauart wurde ja. Und, Ich meine ja da gab's halt dann heute auch die Debatte, wo dann die äh CDU die Regierung kritisiert hat. Sie würde aber irgendwie ganz schön verbal Akrobatik betreiben, weil nämlich in dem Zusammenhang halt der Marder der eigentlich ja eher einen Panzerkampfwagen ist, trotzdem als Kampfpanzer gilt, ja, während aber, Gepard und die Panzerhaubitze 2tausend, die einfach mal auf einem Panzerfahrgestell basieren, ja ähm so äh beide. Ähm gelten nicht als Kampfpanzer. Beide können aber, glaube ich, sogar auch, also auf jeden Fall der Gepard kann halt auch im direkt Mode zur Bekämpfung von Bodenzielen eingesetzt werden, ja? Und Ich weiß gar nicht, wie's bei der Panzerhaubitze 200 ist. Ich glaube, die hat sogar auch einen Boot, wo man irgendwie quasi direkt äh äh schießen kann. Also die wie eine wie ein wie wie eine Panzerkanone benutzen kann. Ja, wie viel Sinn das macht.
Tim Pritlove
Aber die sind natürlich nicht so beweglich. Die haben ja äh riesiges Rohr und haben nicht diese äh diese Flexibilität, die jetzt im Kampf.
Pavel Mayer
Nee, man würde das nicht, aber.
Tim Pritlove
Schon ja.
Pavel Mayer
Ja, aber sozusagen die die Unterscheidung jetzt sozusagen keine äh äh Panzer westlicher Bauart ist so ein bisschen na ja ähm also ja so richtig.
Tim Pritlove
Ich wollte nur festhalten, also so Leopard Panzer oder Ebrams aus den USA. Ich meine die äh. USA, die haben da komplette Wüsten voll stehen mit diesen Panzern. Davon haben die so richtig, richtig, richtig, richtig, richtig, richtig viele und selbstverständlich äh könnten sie anfangen so eine Seebrücke zu machen und sagen, so jetzt geht's aber los. Nur die Frage ist ähm wird das noch passieren. Äh warum ist es bisher noch nicht passiert äh in welchem Maße meint man denn jetzt hier ähm so eine, Initiative, die irgendwann ja ansteht, haben wir ja schon erwähnt, also wenn man die Russen jetzt wirklich verjagen will, dann muss man sehen. So richtig um die Ohren hauen, so. Das wird halt einfach ohne eine massive Landforce überhaupt nicht möglich sein und das geht jetzt mit den Alten, also mit den Kampfpanzern östlicher Bauer, dafür sind aber nicht genug da.
Pavel Mayer
Also ähm ich würde vermuten äh ja, dass irgendwann natürlich auch Panzer äh kommen, weil das macht halt keinen Sinn und die, Verteidigungsministerin klang auch so hm als wenn man grundsätzlich bereit wäre, aber eben keinen Alleingang machen möchte, sondern dass das halt wenn dann im Bündnis abgestimmt äh äh werden müsste. Und sagen, man schiebt so ein bisschen jetzt von deutscher Seite aus äh die äh Verantwortung dafür auf die NATO oder die Amerikaner letztlich die ähm. Da äh bestimmen und oder den Vorreiter machen sollen, ja. So, das heißt, sobald irgendjemand anfängt dann oder die Amerikaner sich dann entscheiden äh auch Panzer äh zu liefern, so wird wahrscheinlich dann auch Deutschland zum Beispiel zustimmen, dass die Spanier, die ja Panzer, die zwei angeboten haben, äh, habe ich hundert Stück oder so äh dann wird auch Deutschland sein okay geben, aber vorher nicht. Ja.
Tim Pritlove
Ist klar, aber es ist ja, geht ja auch nicht nur in Deutschland die Frage, sondern im Prinzip an die ganze NATO.
Pavel Mayer
Also würde sagen. Eine ganze Menge Länder sind dazu bereit, aber man hat halt äh da ähm ja kein kein Konsens äh bisher an der Stelle. Also es gibt offensichtlich auch Länder, die die dort bremsen. Ähm und.
Tim Pritlove
Du hast dir aber auf jeden Fall ein System genauer angeschaut, was äh auch noch geliefert werden soll, was in ähm Luftkampf zum Einsatz kommen könnte.
Pavel Mayer
Also äh das ist es äh Iris T System und da, soll jetzt leider nur oder was heißt leider nur, immerhin, dass äh sogenannte Iris T SLM System geliefert werden, und äh um zu erklären. Muss man äh ja vielleicht äh zunächst mit äh sagen der oder Iris TSLM zu erklären, muss man halt mit beginnen und äh, Iris T kannte ich bisher nicht nicht wirklich, war mir war mir so kein Begriff. Und ähm als ich mich dann ein bisschen schlau gemacht habe, äh war ich dann doch sehr erstaunt äh darüber, dass äh wir sowas auch im im Arsenal haben und hm im Prinzip Irestie wurde halt als Nachfolger für die Sideweinder Luft Rakete entwickelt und Zwar stellt man fest, als dann. Das alte NVA-Material äh bei der bei der Bundeswehr dann war, äh dass darunter eben auch sowjetische Wimpel R 73 Raketen waren, äh wo man fest, gestellt hat, dass die wesentlich leistungsfähiger als die Sidefinder äh waren. Die amerikanischen und so hat man sich dann entschlossen sogar eine Luft-Luft-Rakete zu entwickeln, also für den Luftkampf, die. Ja besser ist als die sowjetische Wimpel R 73 und da haben sich dann offensichtlich wirklich ein paar Nerds ausgetobt, also da wollte man's tatsächlich offenbar wissen. Und ähm ich habe dann mal geguckt, was denn so die Militärcommunity von Iris T hält und dann findet man natürlich an so Seiten wie äh die zehn besten Luft-Luft-Raketen äh für Kurzstrecke. Siehe da so fand sich da zumindest 216 in einer Liste auf Platz eins, also wegen der feuchte Traum äh eines jeden Piloten äh so an an Luft-Luft-Rakete und die Dinger sie haben's auch noch geschafft, die Dinger vergleichsweise günstig zu machen, also vierhundert äh vierhunderttausend äh Euro äh neunhundert Dollar ähm. Pro Stück äh so, was halt äh aber für das, was äh die Dinger die Dinger leisten äh einfach unglaublich ist und ähm, so gut man muss natürlich sagen, bisher ist Irest T noch nie in einem echten Krieg äh eingesetzt worden, ja, das heißt äh man äh hat diese Daten alle nur aus Tests, die man durchgeführt hat äh jetzt, aber Erstmal ist das Ding extrem manövrierfähig, kann irgendwie mit 60 Gerbeschleunigung äh in die Kurve gehen, das ist mehr als jeder andere. Luft Luftrakete dieser Bauart. Sie kann nach dem Abschuss um 180 Grad wenden. Also du kannst sie halt dann nach vorne abschießen und dann fliegt die halt einfach, um und äh äh greift halt das Flugzeug hinter dir oder wo auch immer es ist äh an. Dann, Äh das Besondere gegenüber allen anderen äh oder Suchköpfen ist, äh dass die so einen Suchkopf hat, der ähm einen zweiteiliges CCD benutzt, was halt rotiert wird. Und ähm dadurch, kann man halt sehr präzise Blenden machen, die dafür sorgen, äh dass das Ding mit flairs praktisch, nicht abzulenken ist, ja?
Tim Pritlove
Also Fler ist das sind so diese hellen ja Brennelemente, die so abgeworfen werden, um äh entsprechende Raketen abzulenken, zu sagen, ja hier ist es heiß, fliegt hierhin.
Pavel Mayer
So, also wie gesagt, das ist die ist wohl äh einfach ja Flers helfen da einfach nicht. Dann hat sie natürlich auch, aber das haben haben auch viele sagen das sogenannte das heißt, wenn man versucht sie mit einem Laser zu blenden, dann benutzt sie den Laser zur, ja, dann fliegt sie halt den Laser an, aber Ähm sie benutzt außerdem im Endanflug Radar, so das knipst sie dann an, was eben auch für so eine eigentliche Infrarot-Rakete äh schon ja ungewöhnlich ist und, außerdem kennt sie die acht verwundbarsten Stellen bekannter Flugzeugtypen und steuert eben eine äh davon an, ja?
Tim Pritlove
Erkennt sie auch das Flugzeug oder ist das etwas, was man.
Pavel Mayer
Ja ja, sie erkennt das Flugzeug, genau, sie erkennt das Flugzeug und sagt dann, okay, das ist das Flugzeug und da äh treffe ich am besten irgendwie hier dort oder da. Ja. So. Ja und äh. Das alles macht äh Sie auch so genau, also äh wo's halt nicht nur in der Lage sein, jetzt das Flugzeug irgendwo zu treffen. So und äh normalerweise die klassischen Raketen treffen dann irgendwo am Triebwerk, wo es dann am heißesten ist, ja. Aber das macht die halt nicht, sondern die guckt sich irgendeine andere Stelle aus und muss eben dann auch in der Lage sein, weil sie einen Flugzeug, was sich mit Überschallgeschwindigkeit bewegt, nicht nur irgendwo zu treffen, sondern an einer bestimmten Stelle zu treffen. Und das macht's.
Tim Pritlove
So für Stellen.
Pavel Mayer
Ähm Na ja äh ich vermute mal äh so äh einmal dort, wo der wo der Pilot sitzt, weil wenn du den Piloten ausschaltest äh so, dann äh ja fliegt das Flugzeug auch nicht mehr weiter, ja? Das ist so die verwundbarste Stelle, zumal du dann halt zumal der Pilot oft wertvoller ist, äh als das Flugzeug Ja? Insofern würde ich mal sagen da die Waffenhersteller äh ja. Davon aus, dass sie ja maximalen Schaden natürlich verursachen äh äh werden, das heißt äh ja können wir vorstellen, dass die dann halt einfach auch das Cockpit anfliegen zum Beispiel. So und die Genauigkeit dafür dafür haben sie äh halt ja. Und äh sie sind so genau das man wahrscheinlich damit auch gegnerische Raketen abschießen kann. Ja, das heißt, so in einem Feuergefecht kannst du halt dann die Sidewinder von dem anderen halt abschießen. Und äh ja äh wie gesagt also wirklich äh als Luftluft Raketen sind die Dinger erstmal echte so und gelten, gut es gibt jetzt einen neueren Nachfolger, der wohl noch besser äh sein soll. Aber ähm was man eben auch gemacht hat äh aus Irest T ähm. Ist, äh dass der Hersteller das Ganze erweitert hat, äh zu einer Luftabwehrrakete, die vom Boden aus abgeschossen wird und das ist die Aristee SLM. Die.
Tim Pritlove
Launch Media meistens dann, ne? Also surface launcht medium rangerom ist komplett.
Pavel Mayer
Genau, es gibt dann wohl auch noch die SLS, die verschießt im Prinzip äh ganz normale Iristees, äh die halt auch vom Flugzeug äh abgeworfen werden, aber die SLM hat halt zwar den denselben äh Suchkopf äh so und ähm ähnliche Steuerung, hat aber eben es ist größer und äh länger und hat eine größere Reichweite halt bis zu 40 Kilometer vom Boden aus, äh während Iris T halt fünfundzwanzig Kilometer aus der Luft schafft und so zehn, 15 Kilometer äh vom Boden aus wahrscheinlich. So und ähm ja, ich fand's schade, dass äh dass die Ukrainer nicht auch Aristee, Luft Raketen für ihre Mix äh geliefert bekommen, weil ähm theoretisch zumindest, äh müssten die in der Lage sein, die Dinger auch abzuschießen, weil nämlich die Russen halt äh damals die Sidewiner nachgebaut haben. Und äh dementsprechend halt die russische Rakete Sidewinder kompatibel ist und auch die halt mit den entsprechenden Legacy Interfaces äh ausgestattet äh äh wurde. Sodass zumindest theoretisch ich mir vorstellen kann, also die sowjetische K 13 war das so und bis heute können eben die meisten Flugzeuge russischer oder sowjetischer Bauart, K 13 verschissen, so heißt ja also sie und ich fände es halt sehr interessant, die Frage äh so, weiß nicht, ob jemand mehr weiß, aber zumindest theoretisch nach, müssten eigentlich ukrainische Mix und Sus auch Luftluftraketen verschießen können und so und als russischer Pilot muss ich sagen Ähm wie gesagt, alle Vorbehalte, dass die bisher noch im Krieg nicht wirklich zum Einsatz gekommen sind, aber zumindest aufm Papier und den Tests nach äh es das etwas äh wo man als Pilot äh nicht sich mit auseinandersetzen möchte, wenn das auf einen, geschossen wird, ja. Also die Dinger äh wie gesagt in in jeder Kategorie äh so äh Intelligenz, Agilität, Wendigkeit, die haben sogar. Also die Raketenladung ist sogar so getimet, dass die erstmal eine schnelle Beschleunigungsphase hat, wo sie halt hm erst mal dass sie erstmal vom Flugzeug wegkommt und dann sagen eine Orientierungsphase, wo sie etwas langsamer beschleunigt. Und noch in der Lage ist, dann eben komplett ihre Flugrichtung, zu ändern ohne allzu viel Energie zu verausgaben. Äh in der Zeit kann sie auch noch ein anderes Ziel erhalten, also es heißt nicht, dass sie jetzt also man kann die sozusagen auch erst abschießen und ihr dann sagen äh wo sie hin soll und ähm kann kann sie dann auch selber erfassen, dass das Ganze ja und dann äh sagen wird, quasi der Abbrand dieser feststoff Rakete wieder stärker, sodass sie dann halt ähm ja äh mit äh maximaler Geschwindigkeit äh dann äh ja auf das gegnerische Flug, äh zufliegt und die Navigation ist halt auch und war früher halt super einfach, aber äh, Ich glaube, das reicht äh an an Details, aber auf jeden Fall diese Dinger äh ja ist so ein ist so ein Beispiel an an Hightech äh äh Waffensystem die dann ja wirklich äh einen einen deutlichen Vorteil dann für die ukrainische Luftwaffe oder zumindest für die Luftabwehr dann auch äh äh bieten würden, weil. Wie gesagt ähm also so richtig ja das Ding kann was.
Tim Pritlove
Das Ding kann was. Zusagen sind wohl, dass es im Oktober ähm die ukrainische Armee erhalten können soll, also dieses SLM System.
Pavel Mayer
Ein erstes System genau äh kostet 140 Millionen äh der der Spaß Und äh ja besteht eben aus einem Radar-System, aus einem, wo die Raketen rauskommen. Unten im Kontrollzentrum und einem Paket mit, ich weiß nicht, wie viel Raketen das haben sie halt nicht dazu gesagt, aber. Weiß ich nicht. Ich denke mal so um die 100 Stück äh könnten da hoffentlich sollten damit eigentlich drin sein und 50 bis hundert, Stück und dann sollen im Laufe der Zeit noch mehr kommen. Ja und wie gesagt, das ist halt so ein so ein Beispiel, wo die Bundesregierung auch dazu sagt, dass es halt auf Initiative der deutschen Rüstungsindustrie und da gibt's ja halt dann eben ja, mehrere äh. Solche Aktionen und hier hat halt Deal Defense hat das Ding eben auf eigene Kosten entwickelt und äh ja äh also das die die SLM-Variante jetzt, nicht nicht das IST selbst, sondern. Sagen, die S äh SLM-Variante mit eben dem dem Radarsystem und ähm ja, Waffenleitrechner und. Antennen und Launcher und so. Aber ich kann mir vorstellen, wie gesagt, dass die Dinger ziemlich fies sind, zumal eben die extreme Genauigkeit es wahrscheinlich auch ermöglicht ihm äh andere Raketen abzuschießen und diese Fähigkeit haben ansonsten nur viel viel äh äh teure äh ich glaube drei von den ähäh vom vom. Eine Patriot-Variante, die äh wo jede Rakete wahrscheinlich das vier- bis Achtfache kostet so, von dem, was so eine SLM wahrscheinlich kosten wird.
Tim Pritlove
Wenn man sich jetzt vorstellt, dass die ukrainische Armee mit solchen Systemen ausgerüstet wird, würde es natürlich ihre Luftabwehrfähigkeiten. Nochmal deutlich verbessern. Derzeit läuft das ja alles mit diesen äh S drei äh hundert, Luftabwehr äh System russischer Bauart, davon haben sie auch eine ganze Menge und die scheinen sie auch bisher sehr erfolgreich zum Einsatz gebracht haben. Lohnfleisch jetzt mal so ein genereller Blick auch auf die Situation in der Luft, was ja. Am Anfang dieses Krieges äh eigentlich alle gesagt haben, wovon alle Experten ausgegangen sind, dass die Russen halt innerhalb kürzester Zeit Lufthoheit äh haben müssten. Das hat nicht stattgefunden und äh kratzen sich da auch viele Militärs äh besonders im Westen so ein bisschen äh am Kopf, weil. Dass auch Konsequenzen hat für die zukünftige Planung, weil grad die NATO. Ja so eine Doktrin hat der Luft äh Überlegenheit, Lufthoheit, wie sie's im Irak gehabt haben. Alles ist darauf ausgelegt, teure Systeme, mit denen man halt äh Luftabwehr zerstören kann und dann eben Flugzeugen alles äh in Schach halten kann Trotzdem ist es halt der Ukraine gelungen durch geschickte Taktik ähm zwar jetzt nicht selber eine Lufthoheit herzustellen, aber sie haben zumindest es geschafft. Zu verhindern, dass die Russen eine herstellen. Das führt nach wie vor dazu, dass zwar Flugzeuge zum Einsatz kommen, aber das jetzt nicht, Ansatz das definierende Element ist. Weil die Russen einfach die ganze Zeit Angst haben müssen, dass wenn sie irgendeinen Einsatz fahren, dass sie halt entweder von diesem S300 Systemen abgefangen werden oder eben von diesen vielen ähm. Systemen, diesen abgeschossen werden, insbesondere dann, wenn sie tief fliegen, also mit dem S 3hundert verhindern sie sozusagen, dass sie hochfliegen können und wenn stattdessen fliegen sie dann relativ tief und dann sind sie natürlich angreifbar für diese.
Pavel Mayer
Wobei die.
Tim Pritlove
Jetzt vorstellt, dass diese Iris T SLM äh noch dazu kommen, dann hat man natürlich erstmal noch eine sehr viel höhere Reichweite, weil die kommen irgendwie vierzig Kilometer, können die irgendwie überbrück.
Pavel Mayer
Meter weit, 20 Kilometer hoch.
Tim Pritlove
Und mit der Präzision, so wie du's beschrieben hast, wär's dann halt total. Das heißt, wenn da auch nur irgendeine irgendein russisches Flugzeug in diesem Bereich unterwegs ist könnten sie halt in der Lage sein 1 nach dem anderen davon auszuknipsen.
Pavel Mayer
Und äh wie gesagt die Dinger sind auch nicht so leicht leicht zu orten. Äh so äh weil die halt dann äh gut ich weiß nicht, wie's bei dann bei der SLM genau aussieht, aber die T sucht ja selber passiv ja und schaltet halt dann erst zum Schluss äh ihr eigenes Radar nochmal ein, um halt einfach die nötige Präzision zu haben, äh präzisere Entfernungsangaben. So Plus hat natürlich äh äh auch die Koordinaten und äh kennt halt äh sagen auch die die äh von dem von dem Ziel, wo das wo das gerade hinfliegt, die kriegt sie halt dann auch runtergeladen äh vom vom Flugzeug. Und also ursprünglich habe mich dann auch mal damit beschäftigt und mich gefragt, wie funktioniert denn das? Eigentlich jetzt, wenn die mit diesen Raketen jetzt eigentlich irgendwo hinzielen oder wird das früher funktioniert, so. Mittlerweile mit Digitaltechnik und so mit Displays kannst du einfach nur hingucken auf das Ziel und äh dann äh auf den Knopf drücken und dann hat er das Ziel erfasst und. Tatsächlich funktioniert das auch so mit diesen also die heißt auch Iris, Also Iris ist auch ein schöner Name, weil ähm die hat halt äh wirklich diesen Suchkopf, musst du dir vorstellen wirklich wie so ein bewegliches Auge, der sich so äh vorne also klar hinter Glas, aber der sich so glaube ich fast bis 90 Grad in jede Richtung drehen kann, ja, das heißt, der der guckt also wirklich und. Hand halt in der Mitte äh dann eben entsprechend die Auflösung. So, das heißt, der muss halt schon dann auf das Ziel gucken. Musste früher auf das Ziel gucken, die alte Side Winder so und das heißt. Typischerweise waren die früher eben einfach unterm Flügel montiert und guckten dann nach vorne und dann war das Interface, was du hattest, war im Wesentlichen Audio-Interface. Die hat halt per Tonsignal dir signalisiert, äh ob sie eben jetzt das Ziel ähm und sagen, erfasst hat. Und was du dann eben machen musstest, weil du hat's dann im Prinzip einen Fadenkreuz oder einen einen Kreis eigentlich vorne und muss es dann, weil die Rakete erstmal also früher guckten die halt einfach fest nach vorne und dann hast du halt äh die aktiviert und äh dann hm hast du die halt äh das Ziel in den Kreis gebracht und hast daneben Audiofeedback äh von der äh Rakete gekriegt, äh Soße, also diesen konstanten Ton ja und sobald du den hast äh also reicht auch äh einen einen. Sekundenbruchteil, also muss keine bestimmte Zeit haben äh drückt man dann auf den Knopf und ab da folgt dann dieses Auge dem Ziel, während die Rakete noch an dem Flugzeug dran ist, ja? Die hat halt ihre ihre eigene Mechanik, äh um um sich zu drehen. Und wenn die dann abgefeuert wird, hat die das Ziel, behält die das Ziel halt ständig diese behält das Ziel äh also behält das Auge, äh das das Ziel im Auge sozusagen äh also im im Visier und je nachdem, wie die sich halt drehen muss, um weiter dieses, Ziel zu tracken gibt es einerseits so 'ne Steuerinformation die das Auge bewegt aber natürlich bewegt sich die Rakete auch selbst. Die hat halt selber auch nochmal Steuerflossen ja und, In der ursprünglichen Zeitwander ist das alles analog. Da ist kein Stück, digital drin, was das macht, ja? Es leitet die komplett analog ins Ziel, so dass das das Tracking äh äh von dem von dem Auge und die Steuerung der der Flossen macht da halt alles in analogrechten, aber in ist es halt eben alles digital und die kann dann auch andere Angriffsprofile. Fliegen und es gibt auch sogar wohl eine Softwarevariante, äh die äh für Bodenziele dann geeignet ist, wo du dann halt auch mit der Eistee Bodenziele bekämpfen kannst. Aber gut, ja, jetzt äh soll's aber auch genug sein mit Iris Tee, oder?
Tim Pritlove
Ja ähm wo wir aber gerade noch bei äh. Dem Einsatz von ähm luftbasierten Systemen sind, kann man vielleicht auch nochmal was zu den Drohnen sagen. Da war ja die Bayrak T nicht nur sehr erfolgreich, also das System aus der Türkei. Das war ist ja äh viel besungen worden auch in der Ukraine, weil sie damit äh am Anfang sehr viele äh Erfolge erzielt haben, wohl auch immer noch tun. Grad irgendwie glaube ich einen erfolgreichen Angriff auf so ein ähm Benzinlager oder Diesellager. Raffinerie in äh in Russland, wo auch so eine Drohne im Anflug quasi sehr nach einer Barakta aussah und danach äh ist alles explodiert. Ähm die Türkei hat sozusagen an der Stelle auch äh ja eine Menge schon zum Krieg beigetragen.
Pavel Mayer
Ja ich hörte auch jetzt grade wohl also die. Türken hassen die Russen. Ähm so also jetzt aus von äh jemanden der Frau Russen, die hin, die jetzt so gerade in Moskau war und dann über die Türkei nur reisen musste, weil es ist jetzt halt auch schwierig da hinzukommen, aber man kann halt trotzdem noch irgendwie äh hin, aber äh so über Istanbul ist halt ein Weg so, aber die Türken sind wohl sehr unfreundlich äh zu russischen Umsteigepassagieren äh dort, dass sie dann, auf dem äh Rückweg äh einen anderen äh Weg genommen äh hat ähm nämlich äh dann äh was was waren das? Sie ist dann äh ich glaube über entweder über Cannoning Grad oder so was äh obenrum. Dann dann raus. Oder äh ja nee Sankt Petersburg glaube ich äh und dann irgendwie äh über äh mitm Zug nach Finnland rüber oder so was irgendwie.
Tim Pritlove
Das hat jetzt welchen Auswirkungen auf den Krieg, dass sie äh so halt umsteigen.
Pavel Mayer
Nur sozusagen die äh das war jetzt weil du sagtest sozusagen die die Türken und ihr Beitrag und sagen wie äh äh wir halt wohl auch in der türkischen Bevölkerung äh einfach, eine eine ziemliche Antipartie äh gegen äh Russen herrscht so, dass die jetzt gerade wohl auch im Alltag einfach nur zum Ausdruck kommt.
Tim Pritlove
Okay, ich wollte jetzt eigentlich mehr auf die raus, weil ja auch amerikanische äh Drohnen in der Diskussion sind und äh auch und auch Deutschland ja in seiner neuen äh Militärrutrinen, die sich jetzt äh entwickelt äh auch im zunehmenden Maße auf Drohnen setzt. Große Rolle.
Pavel Mayer
Und. Ja und was was jetzt wohl auch war, ich meine am Anfang haben wir ja ständig irgendwelche Bilder gesehen von der Bayracta, dann wurd's aber ziemlich ruhig darum. Äh also wir haben dann eher weniger Bilder gesehen und der Grund war wohl, dass äh ähm Geheimhaltung vereinbart worden ist mit der Ukraine, unter anderem, weil äh sie dort, eine ähm neue äh Art von Munition äh getestet haben in der Ukraine. Äh die sie dann nach erfolgreichen Tests äh jetzt in die Serienproduktion überführt haben. Also insofern war die Ukraine und die Russen dann sozusagen jetzt auch quasi Testobjekt äh für die äh neuen äh größeren äh Gleitbomben äh für die Barata TB zwei Drohnen und ja und vermutlich ja Serienproduktion geht dann vermutlich auch als Austausch, so ein bisschen wie mit Israel und den den Impfstoffen so ja. Heute als Testfeld bereitgestellt.
Tim Pritlove
Gut, ich meine, das, jedem Krieg so, ne? Ich meine, wenn das erste Mal alles äh im realen Einsatz kommt, dann bewähren sich natürlich bestimmte Systeme äh erst, beziehungsweise gibt es genug Gelegenheit und Anlass dann auch mal ein paar Prototypen ins Feld zu schicken, um eine äh bereits bestehende oder neu zu startende Entwicklung dann. Ähm auch mit aktuellen Daten zu versehen ist äh etwas wenig überraschend.
Pavel Mayer
Ja, aber mittlerweile, wie gesagt, scheinen die Geheimtests abgeschlossen zu sein und jetzt sehen wir auch wieder mehr bei Racta TB zwei äh Videos.
Tim Pritlove
Was ja auch wohl äh Erfolg äh gehabt hat, ist die Lieferung von den Habun äh Raketen. Die kommen aus Dänemark oder was ist Norwegen?
Pavel Mayer
Ja, wir sind eigentlich, glaube ich, amerikanische Systeme, aber.
Tim Pritlove
Aber ach so, die sind aber auch glaube ich von den Dänen geliefert worden oder so jetzt in die Ukraine. Mir war so. Ja stimmt, das ist von Boeing. Genau und die sind wohl auch da und die sind jetzt wohl auch schon zum Einsatz gekommen. Und zwar auf der berühmten Stangeninsel. Offensichtlich immer hin und her zu gehen scheint. Also sie haben's auf jeden Fall äh zum Einsatz bringen können und haben wieder weitere äh Schiffe versenkt, irgendwelche Transporter äh Schiffe weiß ich ganz genau, was das war.
Pavel Mayer
Ja einen Schlepper. Das war wohl so ein militärischer Schlepper, der äh irgendwie. Wohl irgendwas darüber geschleppt hat um wahrscheinlich mehr Luftabwehrsysteme und Soldaten und weiß ich nicht zur Versorgung eingesetzt wurde und. Der war wohl irgendwie mit einem Tor. Abwehrsystem ausgestattet, hörte man. Äh was aber sie irgendwie einfach nur, wenn ich das richtig verstanden habe, auf das Schiff draufgestellt haben ja? Äh so ähm und es hat jedenfalls nicht funktioniert. Ja die trotzdem getroffen und ja ähm das war ein Ding. Ja und äh unklar ist, womit die Gasbohrinseln äh jetzt die drei in Brand geschossen wurden aktuell. Das war auch äh eine ziemlich spektakuläre Geschichte. Das hört man natürlich jetzt nicht so gerne. Äh wenn solche Dinge passieren, aber ja es waren wohl auch ehemals ukrainische Gasborninseln, die die Ukraine von nicht, nicht allzu langer Zeit, also bevor äh die die Russen sie da im Rahmen der Kriminversion dann besetzt haben, haben die, glaube ich, zwei, drei Jahre vorher die gekauft. Erst und dann haben die Russen sich die einfach unter den Nagel äh gerissen. Äh so ja. Und jetzt sind sie halt am Brennen. Ähm ich vermute mal, äh dass das halt, auch äh eine kleine Eskalation war Vergeltung für irgendwelche anderen Angriffe. Also man hörte, dass das wohl irgendwie Vergeltung für einen Angriff auf einen Ukrainisches ähm, Öl, Tanklager oder so äh wie gesagt haben, okay wenn ihr jetzt unsere Tanklager dann. Ja Gehen wir an eure Gasbohrinseln. Vielleicht soll das quasi auch als Abschreckung äh oder so oder als als Vergeltung ähm ja. Ja und ähm ja wie das so mit Vergeltung ist, äh sehen, was die Russen jetzt vielleicht dann, ob sie sich davon jetzt abschrecken lassen oder selber die Vergeltung jetzt wieder vergelten, aber ja, werden sehen.
Tim Pritlove
Äh wurde ja auch von Russland. Geschworen. Ich meine, das machen sie am laufenden Meter so permanent kommentieren sie äh irgendwelche Vorgänge im Westen, Sanktionen, Maßnahmen et cetera und drohen wieder mit, ja, wir können aber auch noch wir können alle alles total eskalieren, wo man sich immer fragt so was was wollt ihr jetzt eigentlich noch eskalieren? Ich meine ihr seid schon die maximale Eskalationsstufe in gewisser Hinsicht. Jetzt nehme ich mal so die Gefahr eines Atomkrieges äh an der Stelle mal raus, ne. Ähm.
Pavel Mayer
Ja. Mhm.
Tim Pritlove
Aber so explizit gesagt haben sie es auch nicht, aber jüngster äh Anlass war das jetzt auch Litauen. Äh stehenden Sanktionen nochmal ganz ernst genommen hat und jetzt auch die Land äh Brücke zwischen Russland und Kaliningrad. Gekappt hat.
Pavel Mayer
Na ja, nicht wirklich. Ähm. Erstens äh bezieht sich halt äh das Ganze nur auf ungefähr 50 Prozent der Waren äh des Warenverkehrs. Aber äh nicht auf den Personenverkehr und. Eben nicht auf äh Waren, die nicht auf der Sanktionsliste stehen und insbesondere nicht für militärische Transporte. Die sind Gegenstand eines Sonderabkommens. Ja, das heißt, ähm Militärzüge und Waffentransporte können auch weiterhin rein und raus. Das heißt, äh ja, die Russen kotzen natürlich jetzt, weil Ähm das natürlich für Gardinengrad äh lang schon ein ein Problem ist und dass sie jetzt halt äh dem Seeweg äh viele Sachen äh liefern müssen, vor allen Dingen äh für die dortige Industrie, die halt äh ja vor allem auf auf Stahllieferungen angewiesen ist und auf energiebestimmte, weiß nicht, Energie und Rohstofflieferungen und, die kommen halt. Jetzt nicht mehr äh per Bahn durch, sondern die müssen jetzt irgendwie oben oben dann, Perfekte geschickt äh werden, ja. Also mit anderen Worten, ja, es ist eine es ist eine Unbequemlichkeit für Russland, die das, ganze verteuert und wahrscheinlich auch für die eine oder andere Knappheit äh sorgen äh wird dort aber, äh die Russen können eigentlich nichts machen. So, was sollen sie machen? So Ich meine, ähm das Einzige äh wäre, dass sie irgendwie ja sie können jetzt äh den Litauern, die Einreise nach Kaliningrad verbieten, so haben sie aber noch nicht gemacht, nicht mal das äh sozusagen nicht mal den Schrittzins jetzt gegangen, wobei es wohl sowieso nicht viele Litauer da hinzieht, insofern wäre es jetzt glaube ich auch nicht so. Die die Katastrophe und ansonsten äh ja wie gesagt die Litauer könnten halt. Auch noch. Also sie könnten halt wirklich äh den Verkehr unterbrechen, aber äh Machen sie halt nicht und umgekehrt haben die Litauer jetzt auch eigentlich gar keine andere Wahl als diese Sanktionen umzusetzen, ja. Die letztlich von der EU kommen, deswegen. Äh jetzt sozusagen dort jetzt jetzt die Litauer irgendwie rauszuziehen, macht da jetzt auch keinen Sinn. Die Tower, den Sowjets auch gesagt, weswegen die dann wohl wiederum beim EU-Botschafter halt auch protestiert äh haben, wer CETA und Mordio schreien aber in Wirklichkeit äh ist Litauen halt äh hält sich an den Vertrag über den freien Personenverkehr und hält sich an den Vertrag über irgendwie den freien äh Transport für äh freien Verkehr, für Militärtransporte und äh ja. Und was den Warenverkehr halt angeht, ja Pech gehabt. Ähm. So aber am Ende ja äh regt sich Russland wieder synthetisch auf. Äh. Halt. Aber äh ja, da ist jetzt also aus meiner Sicht steckt eigentlich nicht wie gesagt, ist das nicht nicht wirklich angemessen, dass die Russen sich da jetzt beklagen. Sowieso überhaupt nicht angemessen, dass sie sich bei irgendwas beklagen und Ähm also bei Eskalationsmöglichkeiten gibt's halt noch eine ganze Menge, vor allem für den Westen. Ja.
Tim Pritlove
Ja, der Westen. So, jetzt fragt sich natürlich, was ist denn eigentlich die Strategie des Westens? So bisher. Scheint alles so ein bisschen ja irgendwie wir sind dagegen und wir tun jetzt auch ein bisschen was, aber so richtig durch eskalieren wollen wir's jetzt irgendwie auch nicht. Ähm Die Gefahr ist, dass das halt irgendwann auch über die gestiegenen Preise und so weiter, ansonsten Eskalation so der Support für die westliche Politik dahingeht.
Pavel Mayer
Ja, ich meine wahrscheinlich in absoluten Dollarzahlen. Ähm kostet der Krieg den Westen im Moment mehr äh als Russland, ja. Also die Sanktionen äh sozusagen in absoluten Dollarbeträgen äh. Sind wahrscheinlich so für den für den Westen irgendwie mehrere Milliarden pro Tag an äh, nicht stattgefunden im Wachstum oder an weniger Bruttoinlandsprodukt ähm und bei den Russen. So äh sind es äh so rechnet man zwischen 10 und 20 Prozent deren Bruttoinlandsprodukts oder ich sage mal 300 Millionen pro Tag direkte Kriegskosten und nochmal zwischen 500 und 700 Millionen pro Tag an Sanktionskosten so. Das heißt, Russland Sanktionen plus plus Krieg im Moment eine Milliarde am Tag wahrscheinlich mehrere Milliarden äh an entgangenem Wachstum, also Deutschland alleine nur hat glaube ich pro Tag 200 Millionen äh höhere ja also Deutschland alleine äh ungefähr 200 Millionen am Tag an wie weniger Bruttoinlandsprodukt. Äh wegen höherer Energiekosten. Ja und wenn du das dann alles hochrechnest, wie gesagt, kommst du, also allein Deutschland kommst du halt insgesamt eben beim Westen auf mehrere Milliarden, aber relativ gesehen natürlich ähm ich meine. Der Westen sage ich mal, ich habe bisher immer nur die NATO gerechnet, aber äh wenn du jetzt noch die Länder wie Japan dazu zählst oder Südkorea oder andere, die faktisch äh ja äh nicht zur NATO gehören, aber auch irgendwo dem westlichen Block nahestehen und eben auch äh ihn unterstützen. Dann reden wir von 1,4 Milliarden Menschen Das ist äh zehnmal so viel Bevölkerung wie Russland hat. Und was auch viele nicht wissen oder zumindest mir, was nicht klar ist, äh dass die Sowjetunion, fast doppelt so viele äh Bürger hatte wie Russland äh heutzutage noch hat, ja? Das heißt äh Russland ist nur die Hälfte der Sowjetunion und ähm ja äh und wenn man dann das eben auch noch vergleicht äh wiederum mit ja dem dem Westen. Der dann ungefähr mit 50.000 Milliarden, also über 50.0000 Milliarden, 31 Mal so hohes Bruttoinlandsprodukt. Äh hat wie Russland, ja. Das heißt, wenn Russland jetzt äh wirklich, auf maximale Kriegsproduktion schaltet, so wie im Zweiten Weltkrieg. Ja, andere Länder das gemacht haben, also Deutschland oder England. Äh die sind dann so in ihrem Maximum äh haben diese Länder zwischen 15 und 60Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für den Krieg aufgewendet. So, wenn Russland das tun würde, so käme halt vielleicht 700 Milliarden pro Jahr zusammen jetzt sagt man Kaufkraft bereinigt, Faktor drei ungefähr könnte Russland also sozusagen maximal aus eigener Kraft irgendwie 200 Milliarden pro Jahr, für Rüstung bereitstellen. Das wäre ungefähr was der BIP mit 4äh der Westen mit 4 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts kontern könnte und würde halt im Prinzip ähm. Ähm seine Rüstungsausgaben äh damit absolut ähm ja äh was wären das auf auf sechstausend Milliarden. Äh äh letztlich. Steigern, ja? Also wenn einer auf 200 Milliarden verdreifachen so, äh um sagen so rum, also wenn Russland alles für den Krieg aufwenden würde, ähm. Könnte der Westen mit 4 Prozent oder 2000 Milliarden äh dagegen halten, ja. Und äh wäre aber in der Lage natürlich, wenn's wirklich drauf ankommt, dann äh ja auch auf äh fünf, sechs, sieben, acht, zehn Prozent äh eben mal hochzugehen, ja, wenn's wenn's denn unbedingt sein müsste. Also mit anderen Worten so wenn solange dem Westen nicht der Willen ausgeht hat Russland äh einfach dem nichts entgegenzusetzen auf Dauer. Weshalb es eigentlich auch fast egal ist, äh wie die Ukraine jetzt äh ob äh da irgendwie mal fünf oder zehn Kilometer oder irgendwie eine 100tausend Einwohnerstadt. Dann äh ja in russische Hände fällt. Spielt keine Rolle, selbst wenn die Russen die Halbukraine ein äh nehmen würden, ja. Äh die Deutschen haben die ganze Ukraine eingenommen im Zweiten Weltkrieg. Es hat am Ende ja nicht nicht geklappt so, Insofern ist äh in diesem Konflikt äh jetzt äh sind diese kleineren, oder Frontbewegungen sind jetzt nicht wirklich relevant, ähm sondern eigentlich eher kann man festhalten, dass die Ukraine. Einer gewaltigen äh Übermacht äh äh dort äh. Standhält, ja und ähm so äh ja für die für die Russen einfach äh das. Was sie da bisher rein äh gegeben haben, sich das definitiv nicht ausgezahlt hat und sich auch auf absehbare Zeit äh, ja, nicht nicht rechnen.
Tim Pritlove
Die Frage ist, rechnen die Russen so und wie rechnet der Westen? Ich meine, das ist jetzt sozusagen eine Betrachtung der Kosten, Das ist ja das eine. Das äh die Betrachtung der Kosten derzeit, ne und die eigentliche Rechnung ist ja, was kostet uns das, äh wenn die Russen hier ihr ihr Spiel durchziehen?
Pavel Mayer
Äh und wie gesagt äh. Die Russen, also das war jetzt sozusagen so eine so eine Grenzwertbetrachtung, kann man sagen. Was ist, wenn die Russen wirklich jetzt den totalen Krieg erklären? Würden. So ähm. Und äh gut, äh auch noch mal müssen wir, glaube ich, in jeder äh Sendung auch noch dazu sagen, was ist mit den Atomwaffen? Kommt da natürlich der Einwand und ähm. Ja Atomwaffen sind nutzlos. Äh also der einzige Nutzen, den Atomwaffen haben, ist äh zu verhindern, dass jemand andere Atomwaffen gegen dich einsetzt. Ja, das ist sozusagen der einzige Nutzen, aber du kannst ihn nicht selber einsetzen, nicht wirklich. So, du kannst nicht mal dann Leute damit erpressen als Staat so. Auch das funktioniert halt nicht. Selbst wenn der andere keine Atomwaffen hat, weil ich meine, die Russen äh sagen können ja auch nicht hingehen und jetzt sagen irgendwie also Ukraine, kapituliere jetzt, äh weil wir haben Atomwaffen. Legt jetzt eure Waffen nieder, ja? Äh nee, geht halt nicht. So wie die Amerikaner halt äh ihre Atomwaffen im Vietnamkrieg völlig nutzlos waren und überhaupt her, wie gesagt, Atomwaffen sind halt völlig nutzlos. Weil man sie halt nicht einsetzen kann.
Tim Pritlove
Okay, kleiner kleiner Abstecher zu den Atomkraftwerken äh zu den Atomwaffen. Ähm hat mir glaube ich in der letzten Sendung äh oder in der vorletzten.
Pavel Mayer
Hatten wir in den letzten, aber das kam. Ja muss man muss man halt aber glaube ich auch auf immer wieder äh wiederholen, weil äh also man kann diese Atomdrohung der Russen einfach nicht nicht ernst nehmen, ja. Aber äh ja, deswegen braucht man da auch nicht nicht lange drüber zu reden. Das ist halt ja äh sind halt nutzlos in dem Konflikt.
Tim Pritlove
Also der Westen hat keine Strategie, sagst du.
Pavel Mayer
Na ja, äh genau, das habe ich mich dann äh jetzt gefragt, okay, was ist denn jetzt eigentlich die Strategie des Westens oder oder hat er eine und äh. Im Moment könnte man die Strategie vielleicht so beschreiben, ja äh erstmal verhindern, äh dass die Russen irgendwie gewinnen und sie eben zu Schwächen und äh sie möglichst irgendwie zu demütigen und davon abzuhalten äh jemals wieder so etwas äh zu versuchen, ja und ihn vor allen Dingen äh keine Gewinne zu erlauben, also am Ende, dass sie irgendetwas äh äh, behalten dürfen oder irgendwie einen Lohn dafür kriegen, dass es sozusagen jetzt das das Ziel und die Strategie, ist jetzt das äh ja vermutlich irgendwie durch Abnutzung äh zu erreichen. Äh gerade. Aber, da äh habe ich halt ähm einen sehr schönen. Artikel gefunden beziehungsweise stand in einem in einem Buch auch ähm von einem von einem amerikanischen Autor, der. Dann meinte äh vor allem im Hinblick auf den Vietnamkrieg, wo die Amerikaner ja auch quasi Abnutzungsstrategie gefahren haben. Wir bombardieren jetzt äh, ähm die dauernd und äh ja gucken und bis bis sie halt aufgeben und der meint eben ja, aber Abnutzung ist halt keine Strategie, sondern äh auf Abnutzung zu setzen. So ist eigentlich das Eingeständnis, äh dass man grade keine Alternative hat und es ist halt einfach militärisch absolut unprofessionell und äh benutzt halt eben Blut anstelle von Hirn. Äh so. Ja Also Abnutzung so heißt halt ja, man kann halt nix wirklich tun grade. So also es ist eben genau keine Strategie. So auf der anderen Seite, ähm äh musst du natürlich auch sagen, ja, es ist nun mal so die Situation, die Ukrainer haben. Mit dem, was sie was sie äh haben an an Fähigkeiten und Möglichkeiten so ähm. Mehr geleistet, mehr geschafft, als man ihnen jemals zugetraut. Ja haben also alle Erwartungen äh in in in aller Welt übertroffen äh so. Von dem äh was sie geschafft haben und äh das bedeutet aber nicht, dass sie jetzt plötzlich irgendwie auch noch die Kraft haben auch noch die nötige Übermacht oder die Überlegenheit auf einmal aufzubauen, um jetzt in in kürzester Zeit dann gegen offensiven unternehmen zu können, sondern da äh müssen sie erstmal nicht nur Parität äh erreichen mit den Russen, äh sondern tatsächlich auch umgekehrt dann äh wirklich eine eine Übermacht. Hinbekommen und. Da ist eben das das Problem, das ich gerade sehe, wie gesagt, Abnutzung ist halt keine Strategie, weil das kann eben ewig dauern und, am Ende äh muss eine Seite in die Lage versetzt werden an Boden zu gewinnen, ja. So und eigentlich kann das nur die Ukraine sein und es ist dann halt ein bisschen unklar, warum man sich dort jetzt zurückhält. Da heißt es dann ja stimmen auch wir dürfen Russland nicht demütigen aber eben bis hin zu wiederum anderen. Sie sagen, oh Russland muss in der Ukraine unbedingt gedemütigt werden, ja? Also äh Russland braucht es einfach, weil die Sowjetunion wurde offensichtlich noch nicht genug gedemütigt. Oder hat nicht die nötige äh äh Demut aufgebracht, selber zu erkennen. Äh dass der Untergang der Sowjetunion auch völlig selbstverschuldet war, ja. Und äh nicht irgendwie, das war jetzt nicht der böse Westen, sondern die haben sich halt einfach selber zu Grunde gewirtschaftet, ja? Mit Korruption und Diebstahl und Misswirtschaft und und allem, ja, am Anfang mag ja der Kommunismus äh noch einen Fortschritt gewesen sein gegenüber dem Zahnreich. Aber äh dann irgendwann äh ja. Ging's halt so nicht mehr weiter so und das war nicht die Schuld des Westens. Dass es nicht weiterging, sondern ähm war weniger, dass der Westen jetzt den Kalten Krieg gewonnen hat, sondern Russland hat einfach äh sich zusammengefaltet. Ja ohne dass da irgendjemand jetzt groß was reinbomben musste oder von außen irgendwie noch noch groß für Unruhe sorgen, sondern dass ja das war einfach äh von selbst instabil so. Und so sieht es eben auch mit Der Rest Sowjetunion nahmen Soßland aus und wahrscheinlich muss die wirklich auch irgendwie nochmal ja. Und zerfallen beziehungsweise ähm ja äh zumindest einfach mal eine eine Kehrtwende äh eine eine Bewusstseinskehrtwende eintreten und ohne Demütigung scheint es halt dann äh nicht nicht machbar zu sein. Zu erkennen, dass sie eben nicht mehr Supermacht sind so. Und das Problem ist eigentlich, dass sie versuchen sich wie eine Supermacht aufzuführen, aber mit ja, 40 Millionen Einwohnern, da schrumpfenden Bevölkerung und äh ja ihrem Bruttoinlands äh Produkt. Äh so zählt einfach äh nicht. Also reicht nicht für Supermacht.
Tim Pritlove
Haben sie auch die industriellen Kapazität einfach überhaupt nicht. Äh eigentlich ist das nur so ein ja so ein äh Handelsladen für äh natürliche Ressourcen.
Pavel Mayer
Ja, also die haben halt wir auch Venezuela so haben halt eben auch den Fluch des des Öls. So das ist halt auch so ein Ding, also lohnt sich auch mal Geschichte von Venezuela müsste man vielleicht auch auch mal irgendwann was zu machen, aber wie wie Venezuela durch Öl äh zum Reichsten Land, äh und dann fast zum ärmsten Land äh der Welt wurde, alles durch durch Öl. Und nicht weil ihnen das Öl ausgegangen wäre, sondern weil einfach äh Dieser ölreichtum einfach dieses Land strukturell komplett zerstört hat, ja? Strukturell und wirtschaftlich, so. Und äh ja und das ist trifft eben auch auf auf Russland äh zu. Russland ist einfach ein kaputtes Land und schuld daran ist eben auch das Öl. Und und Gas. Ja. Und ähm insofern ja vielleicht wenn dann auch irgendwann Öl und Gas. Äh dann nicht mehr die die Rolle spielen. Ähm werden auch eben diese Länder sich überlegen. Dass sie irgendwas Sinnvolles auch äh also dass sie halt auch irgendwie arbeiten müssen, um um Geld zu verdienen, ja und irgendwie was Sinnvolles herstellen und nicht nur irgendwie äh Dinge ausm Boden. Äh die. Dort seit vielen Millionen Jahren rumgelegen haben und dann einfach weg sind. So dass es nicht äh ja äh wie ein Land auf Dauer funktionieren kann. Ja aber nichtsdestotrotz ähm so das Thema Sanktionen ähm ist mir nochmal. Bewusst geworden. Äh habe ich ja erzählt, als ich jetzt neulich für ein paar Tage in Moldawien war. Und das war dann auch nochmal eine sehr interessante Perspektive, weil Moldawien ist eine äh nicht nicht ganz die erste ehemalige Sowjetrepublik die ich besucht habe. Ich war früher auch schon mal in Estland, aber habe generell so mich. Eher zurückgehalten, so mit mit Osten und und und Russland besuchen, das war mir alles nicht so geheuer auch und ich mag halt einfach so hochgerupte Länder nicht. So, das ist mir, die möchte ich halt auch nicht unterstützen, wenn dann quasi so Grundfunktionen äh des Staates nicht erfüllt werden, ohne dass man dann Leute schmiert. Das kann ich nicht haben, ja. Das mag ich nicht und ja, das dazu gehört halt Russland. Aber ja. Moldawien erstmal äh du warst noch nicht da, nehme ich an, ne. Das hättest du mir sonst gesagt. Ähm ja. Unglaublich tolles Land. Ähm. So tolle Leute, großartiger Wein, also die besten Weine der Welt unlogen ohne Übertreibung und äh auch wirklich hervorragendes Essen. Und ja halbwegs umgängliche Leute. Da ein paar nette Freundschaften auch äh geschlossen. Ähm. Mir dann eben auch erzählen lassen unter anderem, wie denn die Leute das dort erlebt haben und ja so ein paar Dinge sind vielleicht interessant, dass natürlich dort denen auch in den ersten Tagen, als der Krieg losging, wirklich der Arsch auf Grundeis ging, weil und sie erwarteten natürlich. Dass die Russen dann, einfach durchmarschieren und äh sich ja auch Moldawien äh wieder einverleiben, dass. Sie dann natürlich erst so Transnistrien so erreichen und äh dort, wo halt auch russische Truppen stationiert sind und viele Waffen. Gelagert sind und dass sie dann gleich weitermarschieren und dann eben auch äh sich Moldawien wieder einverleiben. Und deswegen sah es dann wohl jeder den ganzen Tag äh auf hing in irgendwelchen Telegram-Channels. Und jede Minute, jede neue Nachricht wurde dann halt geteilt und äh ja, also alle waren erstmal wirklich kirre. Aber äh ja im Laufe der Wochen, äh als dann man gemerkt hat, okay, in die Russen kommen halt doch nicht so richtig äh vorbei, haben die Leute sich dann wieder etwas entspannt. Und zum Thema Transnistrien. Auch vorausschicken bis hin zur Geschichte, also Moldawien war auch lange Zeit Teil von Rumänien, also bildet mit wie drei anderen Republiken äh oder drei anderen ja. Wie auch immer, dann äh Republik Rumänien. Und äh war dann eben auch mal äh wiederum um russischer und russischer Kontrolle auch und äh wurde dann aber nach dem zweiten Weltkrieg dann hat die Sowjetunion sich das Ganze einverleibt. Und hm als ich dann gefragt habe, ja wie ist denn das jetzt mit Transnistrien und so? Gibt's da irgendwie Spannungen deswegen und war ich erstmal überrascht zu hören? Also irgendwie. Die Moldaria also mit Transnistrien. Das hat eigentlich eh nie zu wirklich zu uns gehört, sondern das war Teil der Ukraine. So. Ja, das heißt äh da war dann, als es dann, ich glaube, zweiundneunzig oder dreiundneunzig diesen Aufstand gab. Waren die dann auch gar nicht so jetzt erbost da darüber oder so. Hm. Dass dass sich dieses Transnistrieren dann dann selbstständig gemacht hat und gut, dann wurden dort russische Friedenstruppen stationiert, die dort bis heute sind, die dann verhindern sollten, dass es irgendwie zu ethnischen Unruhen kommt. Und hm ansonsten hat dieses Transnistrien halt eine eigene Grenze, wobei, auf äh ja auf transnistischer Seite. Also im Grunde genommen das Transnistrien ist halt sozusagen alles, was hinter dem, hinter dem Fluss ist, wobei hm, tatsächlich auch Teile auf der östlichen Seite des Flusses äh noch nicht offiziell Transnistrien äh sind und ähm, Da leben auch ungefähr ist nicht ein Drittel Russen und ein Drittel Ukrainer und ein Drittel Moldavia und auch noch Bulgaren und Deutsche lebten da auch mal. Aber die wurden glaube ich alle alle vertrieben und auf jeden Fall war das sowieso immer irgendwie so ein so ein so ein Mix und. Was mir dann auch nochmal klar geworden ist, dadurch ähm. Gefragt, wieso haben die Sowjets dann aber diesen Teil der Ukraine dann Moldawien zugeschlagen? So was sollte das dann? Und vermutlich war's derselbe Grund, warum sie die Krim der Ukraine zugeschlagen haben innerhalb der Sowjetunion, nämlich um. Halt in diesen Republiken oder Subjekten oder wie auch immer. Dass dann dort mehr Russen sind, also quasi so eine Art, wenn du willst, so in so einem pro russisches Jerry Mentoring haben Sie da betrieben, ja? Um ja dann auch die die Länder quasi zu russifizieren und dann dort mehr Russen äh äh an anzusiedeln und äh äh gegebenenfalls der die eigene Identität dieser Länder zu untermauern. Und unter dem Aspekt hatte ich das halt noch nicht gesehen Und als dann natürlich aber die Sowjetunion jetzt auseinandergefallen sind bei oh die armen Russen und die Krim gehört hier eigentlich zu denen und die Sowjets haben ja nur aus formalen Gründen dann äh das Ganze dann die die Krim, an die Ukraine geben? Nee, nee, das waren keine formalen Gründe, sondern das war ich sage mal, eine äh eine Maßnahme der Zwangsrossifizierung und wenn man das unter dem Aspekt sieht, finde ich, wäre es auch moralisch absolut die gerechte Strafe. Äh so äh für diese Rossifizierung, äh wenn äh am Ende die Krim äh dann äh zur Ukraine geht und die Russen äh da ja das Nachsehen haben, zumal es für die EU für die Russen dort wahrscheinlich eh besser wäre ähm. Wenn sie äh ukrainische Staatsbürger sind als als Russisch.
Tim Pritlove
Brauchst du sicherlich auch für den Donbass gilt.
Pavel Mayer
Also ich glaube, da bereuen das äh gerade auch ganz viele Leute, wobei eben viele Leute auch einfach gar nicht die Wahl haben, ja so richtig. Oder äh eigentlich nur die Wahl haben, entweder äh irgendwo zu zu fliehen oder äh sich und da da hat nicht nicht jeder ist halt so drauf, dass er sagt, ich, Ja, ich verlasse jetzt meine Heimat oder sich dann der Rekrutierung äh zu zu widersetzen dort und da wurden ja eben die die ganzen Großteil der männlichen Bevölkerung da ja im im Donbass äh äh wurde ja eben zum Militär dann zwangsrekrutiert. Was mir dann aber klar wurde auch noch also gut sie hatten auch eine eine größere Flüchtlingswelle aus der Ukraine, also einer der Freunde, die ich da kennengelernt habe, der hatte dann auch äh so zweimal. Ukrainische Familien bei sich. Die haben auch dann alle geholfen, aber die sind dann entweder weitergezogen, äh aber gleichzeitig sind auch. Jetzt dort viele ja ähm wohlhabende Russen und äh Ukrainer äh sind jetzt auch in in Moldawien und insgesamt, obwohl es sich um eines der ärmsten Länder der Welt nicht der Welt Europas äh handelt, ja lässt es sich dort gut leben, so. Und ich kann auch äh für jeden den Besuch nur empfehlen, der irgendwie gerne interessantes, neues Essen und guten Wein äh genießen möchte. Ich glaube, äh so äh ja Moldawien kann das, Geld auch ganz gut gebrauchen und äh ja es ist alles da äh haben ihr schönes Trollybusnetz im Übrigen äh in in, Kisenau ähm so recht gute Luft äh auch dort in der in der ganzen Stadt, weil es auch einfach wenig Industrie gibt. Das ist wohl der der Grund die größten Weinkeller der Welt mit Bis zu 20 Millionen Flaschen sind da glaube ich gelagert. Äh Rebsorten, von denen man noch nicht gehört hat landschaftlich durchaus auch attraktiv. So ja also. Mit anderen Worten, ja, kann man, kann man.
Tim Pritlove
Oder musstest du da irgendwie umsteigen?
Pavel Mayer
Über Österreich, über Wien äh so also äh ist natürlich auch bisschen schwieriger geworden, aber ja also. Über Wien und ansonsten ja die Leute sprechen dort halt rumänisch. Das heißt offiziell moldarisch, aber äh so es gibt halt keinen Unterschied zwischen Moldawisch und rumänisch äh so sagen die Leute. Und es gibt halt deswegen auch eine große Nähe zu Rumänien und insofern wäre halt ein EU-Beitritt äh so äh also es gibt gibt ohnehin eine extreme Nähe äh dort viele Moldawier studieren in Rumänien zum Beispiel, weil es natürlich auch keine Sprachbarriere gibt, äh dort äh sondern äh ja das bestenfalls einen leicht Tag Unterschied im Akzent ist. Ähm. Und äh ja insofern also wir Moldawien auch eine schöne Bereicherung äh für die EU, glaube ich. Und äh.
Tim Pritlove
Ja jetzt auch offiziell den Kandidatenstatus äh genauso wie die Ukraine verliehen bekommen im Gegensatz zu Georgien. Insofern wird das jetzt zumindest offiziell angestrebt, wobei man dazu sagen muss, dieser Kandidatenstatus, von dem er immer die Rede ist, der ist so in der europäischen Verfassung nicht äh klar benannt. Also das ist sozusagen eher so eine politische Umschreibung einer Grundhaltung, aber es ist jetzt hat keine unmittelbaren rechtlichen Konsequenzen.
Pavel Mayer
Ja und der eigentliche Punkt war ähm dass. Sagen, wenn eines der ärmsten. Länder Europas was wo die Leute ein deutlich niedrigeres Durchschnittseinkommen noch haben als in Russland zum Beispiel. Ähm ja da lässt sich's leben, ja so, und da ist mir dann klar geworden, dass Russland äh ja noch eine also dass der Weg nach unten äh ganz schön weit ist. Ja für für Russland so. Das also, den Sanktionen und die 10 bis20Prozent äh vom Bruttoinlandsprodukt ja, das ist auf der einen Seite natürlich katastrophal, aber auf der anderen Seite weiß man halt auch aus der Sowjetzeit. Wie lange im Ostblock eben viel Infrastruktur einfach auf auf Verschleißgefahren wurde und wie lange das das gut geht, ja, bevor es dann endgültig kollabiert. Insofern waren dann wenn ich immer gefragt werde, ja wie lange dauert denn der Krieg jetzt noch und ich dann sage, na ja Also höchstens 20 Jahre. Basierend auf, na ja, dass die Amerikaner 20 Jahre in Afghanistan waren oder ja. Koalition und die Russen halt immerhin zehn Jahre äh dort verbracht. Haben so insofern, ich hoffe nicht, dass das so lange geht, aber äh ausschließend kann man das halt auch nicht, dass ich das zu einem wirklich sehr langen äh Konflikt. Äh entwickelt, der dann so dahin plätschert.
Tim Pritlove
Also 20 Jahre werden wir jetzt ehrlich gesagt ein bisschen zu lang.
Pavel Mayer
Absolut und wie gesagt, ich denke auch nicht äh also bei der bei der Intensität, aber ähm ja so schnell äh sieht es nicht aus, dass das dass das Ganze zu Ende sein könnte.
Tim Pritlove
Letztlich muss man sich, glaube ich, klarmachen. So ein bisschen meinen Eindruck gerade und derzeit wehrt sich natürlich äh alles in uns und äh so in Europa an sich gegen diesen Gedanken, aber muss ich sozusagen schon klar machen, dass eigentlich. Wir im Krieg sind mit Russland. Wir sind nicht in so einem heißen Krieg, aber der der kalte Krieg ist auf jeden Fall gut aufgewärmt. Und äh auch wenn's ein Stellvertreterkrieg ist, ist es trotzdem. Ein Krieg und äh wird bedeuten, dass wir in gewisser Hinsicht uns in den nächsten Jahren vermutlich. Ja zumindest teilweise auf so. Industrielle Zeiten einstellen müssen, wo sehr viel mehr Geld ins Militär geht äh einfach um der Ukraine mindestens die Gelegenheit zu geben, die Stellungen zu halten beziehungsweise eben im Idealfall. Auch den Spieß umzudrehen.
Pavel Mayer
Und wie gesagt, unten im Wirtschaftskrieg, der tatsächlich wahrscheinlich sogar größere Schäden verursacht als äh der heiße Krieg, sind wir ja sogar direkter Teilnehmer, ja. So da, gibt's ja noch nicht mal Stellvertreter, sondern das geht ja direkt äh gegen Russland und Russland gegen uns. Mit. Gut, natürlich jetzt den auch Drosselung der Gaslieferung, die wir noch nicht erwähnt haben. Ähm ja äh war zu erwarten wird man sehen wie weit das noch geht. Im Moment, glaube ich eher, dass die Russen halt Spielchen spielen, weil Ähm so die Tanks sind jetzt halb gefüllt irgendwie, aber sie wollen jetzt möglichst, dass wir die nicht zu voll machen äh unsere Gastanks äh wiederum äh damit, sie mehr Druckpotenzial haben, aber ja man wird sehen, müssen wir halt durch. So. Hilft halt nix. Ja für für ich mein für Russland geht's natürlich jetzt mittlerweile wirklich. Seine zukünftige Position und Respekt in der Welt und da sieht's halt gerade nicht gut aus, auch nicht unter Freunden. Also China ist nicht begeistert. Indien ist nicht begeistert. Äh viele der Nachbarländer äh und ehemaligen Sowjetrepubliken kotzen auch richtig ab. Ähm gerade und ja so richtig. Rennt grad niemand in der Welt äh rum und applaudiert den den Russen oder äh ja äh oder wenn, weiß ich nicht. Wie es mit euch ich glaube selbst Nordkorea hat irgendwie äh kritische Worte geäußert, aber äh.
Tim Pritlove
Na gut, der deren Wort spielt jetzt, glaube ich, grade nicht so eine große Rolle, aber, du erwähnt hast, ist ganz interessant. Damit habe ich auch ehrlich gesagt nicht gerechnet. Äh es gibt ja noch diesen Sicherheitsverbund, ich weiß nicht ganz genau, wie der äh heißt so, äh wo halt äh Russland, Weißrussland. Auch noch ein paar angrenzende äh weitere Staaten wie Kasachstan dabei sind Und na ja und solche äh Länder, wo man denken würde, okay, die hängen noch so sehr äh an Russland dran und haben so viel zu verlieren. Die positionieren sich aber doch relativ klar, also gerade Kasachstan so sagt einfach so, ja, nee, das werden wir nicht anerkennen und äh finden das nicht gut. Ich weiß nicht, intern wird da sicherlich noch ein bisschen mit härteren Bandagen diskutiert, aber das finde ich schon ziemlich bemerkenswert, dass die sich da so überhaupt äh positionieren.
Pavel Mayer
Und gut natürlich auch gut Georgien sowieso äh ja ähm. Konnte da auch, also ist dort auch so ein kulturelles äh Ding und es die haben auch einen Wein aufgelegt in Moldawien. Den sogenannten Freedom Blend einer der größten äh ja und der besteht halt aus Rebsorten so aus Moldawien äh der Ukraine und aus Georgien. Den haben die halt seit 2014 gibt's den halt. Ja auch ganz guter Wein. Wobei äh ich dort auch Bessere gefunden habe, aber die Idee äh fand ich irgendwie auch interessant, gibt's in jedem Supermarkt in Frieden blend. So. Ja ein weiterer interessanter Punkt war natürlich, dass äh jetzt für russische Rüstungsexporte, die Aussichten auch eher schlecht sind. Da wird wohl eher dann jetzt in den nächsten Jahren äh der äh Weltmarktanteil der Russen weiter deutlich zurückgehen und ähm das ist halt. Auch ein gewisses Problem, weil äh natürlich auch teilweise die eigene Rüstungsindustrie oder das Überleben der eigenen Rüstungsindustrie auch ein Stück weit von Rüstungsexporten einfach abhängt, aber, Ja, moderne Waffen waren halt bisher weitgehend so ein No-Show in der Ukraine, also die deren ganze Superwaffen, wie weiß ich nicht, der T einundvierzig äh ET 4zehn Amata äh zum Beispiel hat man nicht gesehen, weil's einfach auch nicht genug davon gibt und der wahrscheinlich nicht nicht einsatz äh reif ist, genauso. Dann äh die modernsten äh Kampfflugzeuge und so. Hat man noch nicht gesehen, wahrscheinlich aus Angst, dass die dann dort abgeschossen werden und dann noch weniger Nachfrage finden, dann ist natürlich jetzt die Produktion moderner Waffen durch Sanktionen am ehesten und äh ja außerdem wird Russland halt auch gar keine wohlfreie und eine Kapazitäten für, Produktion haben, also mit anderen Worten äh könnte Russland auch einen fast einen Totalausfall dann auf dem, Markt der Rüstungsgüter werden nur so als interessante Randnotiz.
Tim Pritlove
Weil sie gar nichts mehr produziert bekommen als so.
Pavel Mayer
Ja, äh wie gesagt, aus den verschiedenen Gründen. Erstens. Weil sie keine freien Kapazitäten für Exportproduktion äh haben werden bis auf Weiteres und äh von den Sanktionen halt äh betroffen sind und weil aber auch niemand, deren Waffen so richtig haben. Werden wollen wird. So, das ist sozusagen das andere Problem, weil die halt jetzt bisher nicht so richtig überzeugt haben.
Tim Pritlove
Dortmund Indien ist äh eins der größeren Länder, die äh sich ganz ordentlich bisher bei den Russen bedient haben und nicht so sehr auf amerikanische äh Technik gesetzt haben.
Pavel Mayer
Ja, aber bei den bei den modernen Jets haben sie auch erstmal Nett gesagt, wenn ich das richtig sehe.
Tim Pritlove
Sie haben auch äh eine Bestellung äh zurückgenommen von Kampfhubschraubern, die äh eigentlich anstanden, das ist schon vor einiger Zeit äh passiert.
Pavel Mayer
Wo, glaube ich, die die Triebwerke irgendwie nicht ordentlich funktionierten.
Tim Pritlove
Ob das wirklich einen technischen Grund hatte oder ob das sozusagen äh jetzt auch politische Gründe hatte in irgendeiner Form.
Pavel Mayer
Nee, ich glaube, es war halt hauptsächlich das einige Länder eben ja von der äh äh eben Qualität und Performance noch nicht überzeugt äh waren und äh meinten, dass viel von dem noch nicht so richtig ausgereift ist. Oder Qualitätsmängel hat. Ja.
Tim Pritlove
Ja das wäre auf jeden Fall ein Schlag. Im Energiebereich denke ich mal äh haben sie noch genug Möglichkeiten, das äh Öl, was jetzt der West nicht annimmt, das äh nimmt gerade China äh danken zum Discountpreis äh an. Damit retten sie sozusagen den Russen auch ihre Produktionsstätten, weil das ist ja quasi die Gefahr, dass wenn das Öl nicht abgenommen wird, dass sie dann äh, Weil sie das nicht zwischenlagern können, weil sie nicht die, Kapazitäten haben, wenn sie es nicht loswerden, müssen sie halt ihre äh Ölquellen zurückfahren und wenn die einmal zurückgefahren sind, dann lassen die sich auch gar nicht so einfach wieder hochfahren.
Pavel Mayer
Na ja. Man wird, wird sehen. So, wie gesagt, bisher auf jeden Fall äh ja. Ähm sind die Sanktionen oder im Vergleich so zwischen heißt immer Tenks versus Bangs äh so äh liegen die Tanks gerade bisher noch vorne, So und äh ja äh so und die Bands ja ähm. Gesagt haben noch keine sichtbaren äh Erfolge erzielt.
Tim Pritlove
Das ist auch eher mittel- und langfristig, denke ich mal.
Pavel Mayer
Naja, es hieß dann so, oh mein Gott, äh also vor drei Monaten hieß es eigentlich, ja, aber spätestens im Juni äh so äh werden die Auswirkungen der Sanktionen katastrophal sein für Russland und davon ist bisher aber äh noch nicht so richtig äh zu merken und ich werde mal hören Ende. Am Wochenende bin ich vielleicht länger mit einem äh mit jemandem zusammen, der gerade in Moskau war und mir vielleicht ein bisschen mehr erzählen kann, wie es da gerade so aussieht, aber äh zumindest was ich so bisher vernommen habe, äh scheint dort alles noch zu funktionieren. Weitgehend. So, also so Störung, also größere Störungen im öffentlichen Leben oder so wurden mir jetzt nicht berichtet. Es ist halt alles teurer geworden. Oder vieles ist teurer geworden. Ja und wohl die und die Leute äh, sind haben's wohl alle sehr eilig nach Hause zu kommen von der Arbeit. Also das öffentliche Leben ist auch so ein bisschen ja Leute haben nicht so richtig viel Lust sich draußen rumzutreiben.
Tim Pritlove
Gut, lass uns äh zum Ende äh äh kommen. Vielleicht ein kurzer Ausblick, womit wir jetzt so äh rechnen in der aktuellen Situation? Militärischen Lager haben wir ja zusammengefasst. Wir haben die ganzen Rahmenbedingungen zusammengefasst und es ist davon auszugehen, dass dieser Abnutzungskrieg, so wie er derzeit stattfindet, ohne größere nennenswerte Änderungen der Gesamtsituation noch eine Weile so weitergehen kann. Es kann sehr gut sein, dass die Russen es in irgendeiner Form schaffen, da an dieser Ostfront paar äh Erfolge zu erzielen, die nicht so schön sind. Man muss schauen, wie sich das ukrainische Militär dann verhält. Das ist ja immer so die Frage, inwiefern heizt man jetzt die eigenen Ressourcen oder ist es dann nicht sinnvoller sich dann doch nochmal aus einem Bereich zurückzuziehen? Und was ja auch sozusagen dann auch im Raum steht, ist dass alle auch mal eine Pause brauchen. Das gilt also vor allem auch für die Russen. Die sich grade da total äh verausgaben. Die haben einfach äh extreme Verluste Jetzt kämpfen sie wahrscheinlich noch äh bis sie eben dieses äh Stilviro äh Donezk äh kriegen und dann Wahrscheinlich auch erstmal in sich gehen müssen, aber so eine Pause, Pause ist natürlich ein großes Wort. Es wird irgendwie weiter gekämpft werden, aber vielleicht nicht mehr in solchen, in so einer massiven Schlachtfilm in einem bestimmten Zeitraum. So eine Pause weiß man auch nicht, was die Folge davon ist, weil letzten Endes natürlich beide Seiten Zeit gewinnen. Die Ukraine könnte das gut gebrauchen, einfach um mal ihre Kapazität äh aufzustocken und all das ganze Gerät, was ihnen zugesagt wurde in Stellung zu bringen, aber das gilt natürlich dann auch genauso für die Russen, die sich tiefer eingraben und dann eben auch die Bereiche, die sie bisher eingenommen haben besser verteidigen können.
Pavel Mayer
Also das ist genau also insofern läuft alles auch im Grunde genommen, So wie wir's, ich sage mal vor zwei Monaten oder vor zweieinhalb Monaten. Glaube ich, in unser äh Bismarck-Sendung äh da äh auch als Szenario aufgemacht haben und in dem Pfad zwischen, ja greift ein und ähm, oder wird wird zum Eingreifen gezwungen, also bisher haben's die Russen ja nicht mal geschafft irgendwie die NATO äh äh wirklich weiter tiefer in den in den in den Konflikten. Äh hinein äh zu ziehen oder sie zu zwingen, was weiß ich, humanitäre Korridore zu eröffnen oder oder irgendwie äh so was, sondern äh ja. Bisher ähm hat die Ukraine es, mehr oder weniger alleine geschafft, damit westlicher Unterstützung, aber ähm so eigentlich doch schon mehr oder weniger aus eigener Kraft und mit überwiegend eigenen Reserven und eigenen Waffen, die sie vorher hatten, die Russen in Schach zu halten. Und, hm äh es bleibt jetzt abzuwarten inwieweit. Jetzt die Waffen, die jetzt gerade beginnen anzurollen. Ähm inwieweit ähm. Die jetzt dann schon ausreichen, um Reserven aufzubauen und eine Gegenoffensive zu gehen. Ich. Bin mir da eher sicher, selbst die die meisten Optimisten erwarten nicht, dass vor, im Ablauf von ein oder zwei Monaten die Ukraine zu einer Gegenoffenoffensive in der Lage sein wird. Ich kann mir vorstellen, dass das sogar noch noch länger äh äh dauern äh wird, aber. Was eben auch weiter gilt, tendenziell tickt die Uhr eher äh für die Ukraine und gegen die Russen. Äh weil äh man sagt ursprünglich vier bis acht Tage waren geplant und ähm Jeder äh Tag, den die Russen gezwungen sind, weiterzukämpfen, so oder so ist einen Tag länger. Ist ein weiterer Tag länger als geplant. Ja. Also die Russen fallen täglich weiter hinter ihren Zeitplan zurück. So und hinter ihre ursprünglichen Erwartungen und, haben ja auch selbst ihre dann mehrfach reduzierten Ziele bisher nicht nicht wirklich erreicht. Und ähm insofern. Ähm ja Lohn scheint sich das Gegenhalten zu lohnen äh aber ähm ja mit einer Gegenoffensive ist so schnell nicht zu rechnen was man halt nie weiß, ist hm ob. In einigen Gegenden vielleicht dann doch die Russen einfach dann doch zusammenbrechen, aber das kann genauso gut bei den Ukrainern. Sein. Also im Zweiten Weltkrieg war's dann öfter so, dass dann halt irgendwann einzelne Truppen verbinde, einfach aufgerieben wurden und aufhörten schlichtweg zu existieren und dann halt einfach auch riesige Bereiche frei äh waren und teilweise dann auch Armeen in der Lage waren. Unter den Bedingungen dann äh fünfzig, 60, 80 Kilometer am Tag äh äh Vormärsche hinzulegen und die Front soweit zu bewegen. Ja aber von so einer Situation sind wir bisher noch weit entfernt, aber, wenn's kippt, kann es dann halt manchmal auch ganz schnell kippen, aber es ist nicht zu erwarten, dass es in absehbarer Zeit kippen wird.
Tim Pritlove
Ich würde sagen, wir machen jetzt mal einen Schlusspunkt.
Pavel Mayer
Okay, ja. Ich hätte zwar noch eine Kuriosität, die ich eigentlich Hörer nicht nicht vorenthalten äh wollte, weil die einfach auch so ein bisschen nerdig und äh äh wirklich kurios ist und einfach auch so ein bisschen mein mein Hirn einfach gesprengt hat und zwar ähm gibt es ja vielfach diese abgehörten Telefonate russischer Soldaten, die dann von der ukrainischen Geheimdienst meistens ins Netz gestellt und dann von Leuten übersetzt werden und. Das hier ist ein äh äh wirklich ein Telefonat ähm wo was abgehört und ins Netz gestellt wurde, wo, ein russischer, Soldat äh mit seiner Verlobten darüber redet, dass ihr letztes Telefonat abgehört und ins Internet gestellt wurde. Und, ihr die Schuld gibt, dass er zu viel erzählt hat, äh weil sie gefragt hat und sie dann jetzt außerdem auch noch gedoxt wurden so und das Telefonat zusätzlich mit Bildern von Biden und Adressen und allen dann im Internet stand und er hat halt erzählt, wie er da äh ja irgendwelche Ukrainer abgeschlachtet äh hat äh und und so und äh ja jedenfalls fand ich's erstmal Meta, ja das also sozusagen zuzuhören Also es ist auch auch dann wie so ein wie so ein Unfall in in in Zeitlupe, dass das Ganze nicht nur, dass er sich komplett zum Obst macht, sondern dass halt, ja, sie darüber reden, äh und sagen, wie ihr früheres Telefonat abgehört wurde und dass sie doch halt jetzt irgendwie nicht am Telefon vorsichtig sein sollten und das ja und. Also wirklich wirklich unglaublich, aber äh was mich dann eben auch so geflasht hat, war dass äh äh was für ein Typ. Ist, ja? Also äh dass er seiner Verlobten die Schuld daran gibt, dass er das Maul nicht halten kann. Ja das äh und das in einem äh wirklich Telefonat, was es wiederum abgehört hat so. Also das das war. Ähm wirklich äh was sich da an auch einfach, weiß ich nicht, an an an Dummheit äh ähm dann plötzlich wiederfindet, die dann im Internet äh ja exponiert äh wird ähm und gut wir haben ich glaube so viel wie über diesen Krieg äh. Wurde medial äh noch nie in der Geschichte von Kriegen wahrscheinlich berichtet so direkt von der Front und direkt von. Die da kämpfen und was dort dann wirklich einfach passiert ist, meiste. Da redet man ja dann ja oft nicht drüber oder, Ja, aber hier äh kriegen wir's halt dann.
Tim Pritlove
Alles im Internet.
Pavel Mayer
Alles im Internet.
Tim Pritlove
Ich würde sagen, wir machen an der Stelle mal einen Punkt für diese Ausgabe. Vielleicht lassen wir uns mal nicht wieder einen Monat Zeit fürs nächste Update. Äh es gibt auch so ein paar Bereiche, die wir jetzt komplett ausgeklammert haben, die ganze Frage der Weizenexporte der Ukrainer äh Situation im Schwarzen Meer und so diese internationalen Konstellationen, die sich da gerade ergeben und so dieser versucht der Russen äh Europa sozusagen auch dahingehend zu schwächen, dass eben auch noch diese ganze Food-Crisis dazukommt mit potentiellen Auswirkungen bis hin zu neuen Flüchtlingswellen oder was weiß ich äh was die sich da auch alles noch äh ausmalen, was im Prinzip alles noch. Möglich ist. Ist ja auch alles nur teilweise äh vorhersehbar. Schön ist es auf jeden Fall alles nicht. Wie gesagt, Wir lassen nicht noch mal einen Monat verstreichen, denke ich. Keine Versprechung, ähm aber äh wir hören uns bald wieder und freuen uns auf eure Kommentare und.
Pavel Mayer
Macht.
Shownotes

UKW098 Ukraine: Der Kot des Präsidenten ist ein Staatsgeheimnis

Ein umfangreicher Blick auf die Situation in der Ukraine

Der Krieg in der Ukraine ist nach wie vor blutig und beide Seiten schenken sich nichts. Doch der russische Vormarsch ist weitgehend gestoppt und die Ukraine schafft es die Gebiete um Charkiw herum zu befreien. Während die westliche Allianz weiter zusammenhält und die Waffenlieferungen immer besser anlaufen justieren sowohl Russland als auch die Ukraine ihre Kriegsziele. Während Moskau nur noch vom Donbass spricht wächst der Mut in Kiew, das ganze Land von den Russen zu befreien.

Wir sprechen über die gescheiterte Mobilisierung Russlands, die digitale Organisation der Ukrainischen Armee und natürlich über den sich ankündigenden Beitritt Schwedes und Finnlands in die NATO.

avatar
Tim Pritlove
avatar
Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Prittlaff. Ich begrüße alle hier zur Ausgabe 98 von UKW. Und heute geht's natürlich wieder mal um die Ukraine. Diese Krise ist noch lange nicht durchgestanden und dementsprechend gibt's auch eine Menge zu berichten und das letzte Mal. Wir, nämlich ich und Pavel, hallo Pavel. Eine Sendung veröffentlicht am 5. Mai, ist schon wieder ein bisschen her, genau genommen zwei Wochen, heute ist der 19. Mai. Wo wir das jetzt aufnehmen. Ja und jetzt wollen wir mal so ein bisschen äh zurückblicken, was denn eigentlich so passiert ist und wie sich die Gesamtsituation. So darstellt und ja es äh auf der einen Seite ist eine Menge passiert und auf der anderen Seite ist auch ähm eigentlich gar nicht so viel passiert, Denn im Wesentlichen, das kann man schon mal vorwegnehmen, ist die Situation sehr vergleichbar zu der. Vor zwei Wochen und das ist natürlich aus der Perspektive der Ukraine gesehen kann man sagen eher eine gute Nachricht. Ähm hast du denn european Song Contest geguckt? Den.
Pavel Mayer
Nein, nicht wirklich.
Tim Pritlove
Grand Prix, hast du das überhaupt schon mal in deinem Leben gemacht?
Pavel Mayer
Ich habe das schon mal gelegentlich geguckt aber ich halte es da so ein bisschen auch wie die Tschechen, die ja äh diesmal das seit langem wieder mit dabei waren. Ähm aber ansonsten ähm eher fanden, dass das musikalisch so jetzt nicht gerade einen äh Ereignis ist, äh dem man allzu viel Aufmerksamkeit schenken müsste. Aber diesmal aber es ist natürlich immer ein Politikum, ja.
Tim Pritlove
Ja also ich habe mir auch immer schon verschiedene Gedanken darüber gemacht. Ich meine, auf der einen Seite ist es natürlich Entertainment und man könnte sagen, das ist belanglos. Ja? Ich meine, das ist ja immer leicht gesagt. Aber. Und ähm da bin ich mir auch relativ sicher. Ich meine, es gibt wenn du mal überlegst, was. Ist eigentlich äh an gesamt-europäischen, kulturellen Ereignissen so aufzuzählen. Da gibt es die Europameisterschaft im Fußball. Und dann fällt dir noch irgendwas anderes ein, außer Eurovision.
Pavel Mayer
Na ja ähm gut ein paar andere Sportarten äh so Eishockey zum Beispiel ist.
Tim Pritlove
Eishockey interessiert in Italien kein Schwein.
Pavel Mayer
Handball und so, aber ja.
Tim Pritlove
Handball interessiert sowieso kein Schwein. Das ist einfach klar, das sind so Ereignisse, die finden statt, aber es ist ja nicht so, dass es so ein Straßenfeger ist, dass die Leute sagen, oh fuck, ich muss um 9 Uhr vorm Fernseher sitzen, weil gleich ist irgendwie Handballfinale.
Pavel Mayer
Ja ja, das ist das ist war so allzu viel ja tatsächlich.
Tim Pritlove
Halt auch nur der Sport und der Sport klar kann man sagen ist halt auch ein Wettbewerb, gar keine Frage. Aber ich finde halt, dass man dieser Veranstaltung kann man jetzt albern finden, die kann man doof finden und so weiter, aber sie ist da. Sie hat's geschafft, eine enorme, vergleichbare Aufmerksamkeit in den allermeisten Ländern äh zu erzeugen. Ich meine, wir schauen irgendwie 3hundert Millionen Leute dazu, ne? Das ist echt krass.
Pavel Mayer
Früher gab's ja auch noch Spiele ohne Grenzen.
Tim Pritlove
Ja, aber das war dann halt auch eher so ein deutsch-französisch äh äh deutsch-schweizerisches österreichisches Ding.
Pavel Mayer
Weiß ich gar nicht ja.
Tim Pritlove
Ja, gut, aber.
Pavel Mayer
Von Tiers.
Tim Pritlove
Kurz gesagt, es ist es ist äh so ein bisschen das nächste, was wir an so einem europäischen Kaminfeuer haben. So und ähm es ist halt auf der einen Seite. Ne, immer dieser Anspruch. Das muss ja Unterhaltung und Musik sollen ja alle zusammenbringen und deswegen ist es ja irgendwie unpolitisch. Aber was ist heutzutage schon unpolitisch oder was kann in der aktuellen Situation unpolitisch sein? Und jetzt war's natürlich. Sehr interessant zu sehen, was so äh passiert und die Ukraine ist ja mit einem. Akzeptablen ähm Beitrag in diese Veranstaltung eingestiegen. Das ist ihnen ja auch schon. Gelungen, diese Veranstaltung zu gewinnen und generell finde ich irgendwie die Beiträge äh Osteuropas sowieso eigentlich immer die Interessanteren so. Immerhin ist das jetzt nicht mehr so eine Veranstaltung, wo. Alle die ganze Zeit Englisch singen müssen. Es auch mal so eine Zeit ist, man hat richtig gemerkt, so am Anfang hat sich jeder in seiner Landessprache gesungen. Dann alle alle mussten irgendwie Englisch machen und jetzt hast du so einen Mix von ein paar, die sich das irgendwie ja, die das dann in Englisch machen, wie zum Beispiel Tschechien, oder die halt äh sagen äh fuck it äh ich singe jetzt hier irgendwie meinen eigenen nationalen Blues und das gefällt euch oder nicht irgendwie mir doch egal. Und ja äh zeigt sich, dass auch diese Sachen, einerseits sehr gut sind und andererseits auch durchaus seine Freunde finden so. Na ja und dann wird ja dann in zwei Teilen abgestimmt, dann erstmal diese Jury vote, also das ist so quasi so das, was man eben so kennt, ne, wo dann so die Länder aufgerufen werden und dann werden also die Zahlen verteilt und so weiter. Das ist alles ziemlich gestreamt worden, weil diese Veranstaltung so groß ist, so viele Teilnehmer hat und so viel sonstige Show-Elemente hat, dann wird dann. Durchgehechelt. Auf jeden Fall hast du dann zur Halbzeit quasi so ein Zwischenergebnis. Was ausschließlich sich aus Jurys äh zusammensitzt und weiß nicht, wie du deine Erfahrungen mit Jurys im Allgemeinen sind in deinem Leben, aber. Ich habe so generell an an Jurys bei Awards. So meine Zweifel, weil das sind immer solche kleinen Eco-Chambers, wo so ein paar äh Spezies drin sind, so die einfach. Das was außerhalb dieser Kammer passiert nicht so richtig fühlen. Ergebnis war auf jeden Fall, dass nach diesem Ranking die Ukraine auf Platz 5 landete. Und dann gibt's halt noch mal den zweiten Durchlauf, wo sie dann in der Reihenfolge der äh also der umgekehrten Reihenfolge der daraus resultierenden Platzierung dann den Ländern noch Punkte zuschlagen. Dann eben aus diesem Publikumsvoting, was dann irgendwie über Telefon äh geht äh oder oder eine App. Ähm wie das dann sozusagen kommt. Na ja und dann kam's halt wie es kommen musste. Die Ukraine hat sozusagen nahezu aus allen. Teilnehmenden Ländern, also vierzig Länder sind es ja ähm mehr oder weniger die Maximalpunktzahl bekommen. Was dann dazu führte, dass obwohl sie relativ abgeschlagen da aufm 5ten Platz äh rumgammelten, dann irgendwie weit in Führung gingen und die dann eben auch bis zum Schluss nicht mehr abgegeben haben. So tatata, Ukraine hat gewonnen mit ihrem Song und so weiter. Schon bei der Performance hat äh der Hauptsänger dieser Band, dieses Karies Orchestra ganz am Schluss dann auch nochmal irgendwie so eine. Hilfsbotschaft hinten rangehängt, ja so nach dem Motto unpolitische Veranstaltung, no more. Ja hier safe Maryopol irgendwie und so weiter hilft der äh Ukraine danke. Und ähm das war's dann auch schon. Dann haben sie halt äh gewonnen und das ist natürlich jetzt, der Wirkung her glaube ich nicht zu unterschätzen. Also ich saß so ein bisschen da vor dem Fernseher und dachte mir so gut, wenn sie jetzt nicht gewinnen, dann kann man halt sagen ja ist ja nur ein Gesangswettbewerb, ja? Das Lied ja nicht so geil aber diesmal war's dann eigentlich auch wirklich egal und äh ich fand das. Wirkung her ziemlich überzeugend. Also das war so klares so ein Antisch äh Moment, so ein. Ja wir wir supporten das jetzt einfach. Wir diskutieren jetzt auch nicht da drüber irgendwie, sondern wir machen das einfach. Es ist einfach vollkommen klar. Wir einfach in dieser Situation da so die Reihen schließen über alle Länder hinweg und das fand ich dann doch einen sehr starken. Moment. Sehenswert. Wer sich das nicht angeschaut hat, sollte sich vielleicht das Video anschauen. Ist auch in den Links äh was sie danach rausgehauen haben, was sie dann in den Trümmern der Ukraine, Butscher und äh anderen Orten gedreht haben. Und ein Tag nach der Veranstaltung äh veröffentlicht haben.
Pavel Mayer
Ja, also auch auch das professionell genutzt, diese Gelegenheit. Ähm.
Tim Pritlove
Absolut. Absolut. Und natürlich äh jetzt so ja okay das machen wir dann äh nächstes Jahr machen wir das dann in Kiew ne, ist ja klar.
Pavel Mayer
Na ja, überhaupt äh Selensky äh ist halt äh nach wie vor super professionell. Ähm. Was ich jetzt nur so mitbekommen hatte, gibt ja mal, gibt also viele Interviews auch der Presse und da kam dann so ein bisschen auch CTR, was denn so Ach so, das war in einer seiner Reden jetzt vor zwei Tagen oder so. Erzielte er, was er so jetzt den den Tag und die Woche so was denn so auf seinem Arbeitsplan steht und so eine überraschende Geschichte war eben auch dass er speziell äh jetzt auch Veranstaltungen macht also einmal natürlich die vor den ganzen Parlamenten und und Abgeordneten und Senat also diese bespielte halt weiter und halt ist halt auch ein wichtiges Ziel. Eben weiter im Gespräch zu bleiben, dass Ukraine nicht vergessen äh wird, aber äh was eben das Überraschende mal macht, dann halt auch äh lang extra Veranstaltungen, wo er dann äh zum Beispiel speziell äh, Afrika und Asien adressiert, ja. Ähm so wo man dann auch erstmal. Okay, das ist jetzt nicht das, was wo man jetzt aufn im ersten Moment glauben würde, dass ich einen Präsident, der sich im Krieg befindet, sagen auch noch darum kümmert, eben um wirklich andere Teile der Welt, aus denen die Unterstützung jetzt, äh sag mal, vielleicht. Zu wünschen übrig lässt oder äh ja, die nicht so eigentlich in unserem Fokus äh stehen, aber wo er dann eben sehr wohl auch drauf achtet oder nicht seine Berater drauf achten äh wirklich äh nicht nur mit dem Westen zu kommunizieren, sondern wirklich mit der ganzen Welt. Das fand ich bemerkenswert.
Tim Pritlove
Ja, also er ist ja auch gut beraten ähm Afrika anzusprechen, weil natürlich Afrika einerseits extrem. Betroffen sein wird von dieser Weizenkrise, auf der anderen Seite Russland und natürlich vor allem auch China, dort einen großen Einfluss haben und so ein bisschen still halten. Um dann sozusagen ihre Partner nicht zu gefährden und ich denke, er ist dort äh auch unterwegs, um sozusagen einen ja einen Widerstand gegebenenfalls zu brechen und dort andere. Andere Allianzen noch aufzuziehen, was also im einzelnen Ford kann ich natürlich nicht sagen. Wenn du sagst, er wendet sich an Asien, welchen Asienteil meinst du? Was hast du da mitbekommen?
Pavel Mayer
Er sagte nur irgendwie. Asien äh die machen da halt auch irgendeinen politisches Treffen äh so asiatischer äh Länder oder Diplomaten oder wie auch immer. Äh also wo er dann.
Tim Pritlove
Asien. Asien vielleicht.
Pavel Mayer
Ja äh möglich äh jedenfalls also genau äh welche bei bei welchem Event äh das habe ich mir jetzt nicht nicht gemerkt glaube ich auch auch so nicht gesagt, aber, ja erwähnte das soeben nebenbei, dass er da auch dann über Videoschalte bei irgendeiner Veranstaltung äh wo dann wiederum asiatische ja Politiker und, äh sonstige Leute sich versammelt haben und er dort. Auch speziell die adressiert und was wir auch festgestellt haben, dass er sich auch sehr viel Mühe gibt, dann, dass ihr nicht überall dasselbe erzählt äh sondern äh jeweils schon sich auch sehr gut überlegt ähm so in welchen historischen Kontext er das Ganze dann dann jeweils.
Tim Pritlove
Haben wir ja schon in Europa, in Amerika gesehen, ne, dass er hier irgendwie in Deutschland dann von der Mauer gesprochen hat, dass er in Großbritannien äh so Churchill zitiert hat in Frankreich äh weiß ich grad nicht mehr, aber war auf jeden Fall auch immer immer sehr spezifisch, ne, auch auch in den USA und hat halt da äh. Klug argumentiert, ob das dann immer so ankam, weiß ich nicht, aber seine seine Ausführungen sind auf jeden Fall immer interessant. Also er hat auf jeden Fall da eine interessante Weite. Asien ist natürlich sehr interessant, ne? Also dort Allianz zu bekommen, weil einerseits ist es natürlich auch der Teil der Welt der, sagen wir mal hätte kaum weiter weg sein können vom Geschehen. Und wo aber auch äh natürlich dieser ganze Machtkonflikt mit ähm. China mit reinspielt und ähm Länder wie Indien, ne, die halten sich ja derzeit ohnehin, zurück, weil die halt einfach sich weder ja jeder weder von China noch von von von den Amerikanern groß äh was reinreden lassen wollen, aber auch natürlich auch entsprechende Abhängigkeiten hat. Wirtschaftliche Ab, von Amerikaner auf der einen Seite militärische Abhängigkeiten von Russen auf der anderen Seite indisches Militär besteht so im Wesentlichen aus russischer Militärtechnik, also ähm das ist auf jeden Fall sehr interessant, wie er aus der Ukraine heraus. So die Weltpolitik adressiert und da einfach auch überhaupt keinerlei Zurückhaltung kennt.
Pavel Mayer
Und was in dem Zusammenhang ja noch noch einfällt, was ich auch äh gehört habe, was ich ganz interessant fand, ist, dass im Zusammenhang jetzt mit dem Ukraine-Konflikt der Westen. Gar nicht so eine geographische Bezeichnung. Ist äh und das ist auch nicht nur jetzt die NATO ist, sondern äh wenn man sagen, der Westen sagt, dann geht es eben eigentlich um eine bestimmte alt, ähm der Administration eines Staates, ja. Äh nämlich äh im im Grunde genommen, ja westlicher, wo nicht nur westlicher Liberalismus, sondern halt eben einen einen etwas einen komplexeres äh demokratisches Gemeinwesen mit dem entsprechenden Feedback und entsprechenden Institutionen einfach vorhanden ist auch teilweise fast unabhängig noch von jetzt anderen kulturellen Aspekten oder so, weil äh sozusagen zum Besten dann auch du äh, letztlich dann Japan oder Südkorea oder Taiwan äh Australien und so weiter äh äh dann mitzählen kannst. Die ja nun nicht wirklich im Westen liegen und das fand ich halt ganz, ganz bemerkenswert ähm noch, dass, sagen, das ist nicht der Westen ist, beziehungsweise der Westen in dem Zusammenhang eben keine geografische. Oder auch noch nicht mal eine allzu sehr eine kulturelle äh Bedeutung hat. Im Gegensatz jetzt Russland. Ja.
Tim Pritlove
Lass uns mal auf die äh aktuelle Situation in der Ukraine äh kommen und zwar äh konkret jetzt erstmal auf die den Fortschritt des Krieges sozusagen, also den, die militärische äh Situation, dass wir das mal eingetütet haben und dann wollen wir auf verschiedene Asp äh der letzten zwei Wochen eingehen, die da so äh passiert sind. Ähm Vorfälle im Krieg einerseits, aber eben was auch so weltpolitisch sich daraus ergeben hat. Ähm NATO-Erweiterung et cetera. Also ähm am Wichtigsten ist ähm Play kommen wir erstmal zu den unwichtigen Sachen. Also wo es nix passiert so im Süden Krim Angriff auf äh Odessa findet nach wie vor nicht statt und es gibt dort zwar immer wieder kleine Scharmützel und ein bisschen hin und her, aber im Wesentlichen passiert da nicht sehr viel. Ähm sie haben zwar sehr viel Truppen im Süden, aber kommen irgendwie nicht ausreichend äh voran oder wollen vielleicht auch nicht ausreichend voran kommen, sondern sind erstmal nur darauf bestimmt sozusagen ihre Stellung zu halten, das ist äh ohnehin so ein bisschen so ein Trend bei den äh russischen Truppen, dazu gleich noch mehr Ähm aber das bindet natürlich dann auch entsprechend Personal der Ukraine. Das mag Teil der Strategie sein, wenn es denn, überhaupt eine Strategie gibt. Also das betrifft jetzt den ganzen Süden, direkt oberhalb der Krim, also äh Jazz-Hon. Was nach wie vor besetzt ist und dann eben auch. Die äh Region ein bisschen weiter im äh Osten, das ist dann vor allem. Mögliche Vorstoß auf äh das ist ähm es gibt ja da so diesen, Fluss, der da langfließt. Da ist ja nochmal so ein größere Ausdehnung, wo äh auf der Südseite dieses äh Kernkraftwerk ist, was die Russen ja schon lange ähm eingenommen haben, aber dort müssten sie quasi rechts vorbei an diesem riesigen Wassergebiet um so nach äh. Ja in in die Mitte des Landes vorzustoßen und das gelingt ihnen an dieser Stelle äh einfach gar nicht. Also diese ganze Frontlinie ist weitgehend unverändert geblieben in den letzten zwei Wochen. Abgesehen von so ein bisschen hin und her. Wenn man dann noch weiter nach Osten. Was sich hier nach wie vor sehr bemerkenswert finde ist, der Frontverlauf läuft ja auch unmittelbar an der schon seit zwanzig. Fuffzehn oder so besetzten Stadt Donezk vorbei. Ja und wenn man sich das mal anschaut, das ist also wirklich krass. Diese Frontlinie verläuft sozusagen unmittelbar an dieser Stadt vorbei. Also dass Russland auch nicht gelungen mit einer ganzen Stadt im Rücken in irgendeiner Form. Ukraine dort äh ins Land zu drücken, trotz ihrer sogenannten Offensive. Diese Frontlinie läuft zum Beispiel auch direkt an diesem Flughafen vorbei und ähm Allerdings gibt es jetzt Berichte, dass das ein wenig aufgerissen ist. Also da haben jetzt die Russen wohl Fortschritte gemacht. Das kann man allein schon daran sehen, dass so ein Ort, der direkt an Donnitz grenzt. Unter anderem mal wieder so ein Staudamm gesprengt hat. Das äh hatten wir ja auch schon beim Kampf um Kiew gesehen. Die Ukraine sich dieses Mittels äh bedient hat, weil sie damit eben bestimmte Bereiche überflutet hat, die dann einfach für einen Panzer, Vormarsch, unbrauchbar geworden ist, weil es einfach nur noch Matsch ist und wie gut die russischen Panzer im Matsch funktionieren. Das äh haben wir ja schon mehrfach gesehen. Wenn man dann ein bisschen weiter nach Norden den Frontverlauf, also sozusagen wirklich da den den östlichsten Punkt das ist so der Kern, der ganzen ähm Aktivität beziehungsweise das ist das, wo diese ja diese Einkesselung versucht wurde. Also der Kampf um, was so ein bisschen das Zentrum des ukrainischen Widerstands da ist im Donbass und drumherum haben einfach die Russen versucht überall vorzustoßen. Das ist ihnen auch teilweise gelungen. Allerdings sind diese Vorstöße auch immer wieder äh versickert. Das Hauptproblem äh in dieser Region ist, dass es dort einen Fluss zu überwinden gibt, den ähm wie heißt er noch gleich ähm la la la ist der Siverski Donnes. Netz und äh. Zu dem werden wir gleich nochmal was äh erzählen, weil da gab's ja jetzt diesen kolossalen Fehl der russischen Armee, dort äh voran zu ähm marschieren. Äh einer Flussüberquerung und ähm aber grundsätzlich geht's nicht so richtig voran. Der heißeste Kampf ist derzeit äh der um die Stadt. Cevero Donuts, das ist eigentlich so der das letzte Gebiet von Luhansk, was äh die Russen noch nicht eingenommen haben, Und da ist es für die Ukraine ziemlich schwierig. Die leisten da viel Widerstand, aber haben nur das Problem, dass sie jetzt von drei Seiten von den Russen eingekesselt sind und ähm nach Westen hin, wo im Prinzip sie sicher zurückziehen äh könnten. Da liegt, auch noch die ähm der Ort äh wie heißt das äh, aber auch da fließt dieser Fluss durch und die Brücken sind irgendwie alle schon zerstört, also das, nochmal eine schwierige Situation geben dort äh in dieser Stadt, aber bisher hält dieser Widerstand und ähm wir werden gleich noch viel darüber reden, wie das bei den Russen eigentlich gerade so militärisch aussieht.
Pavel Mayer
Noch einen kurzen äh ein äh Wurf äh also Sever. Geschrieben heißt halt in meisten islamischen Sprachen Norden das heißt Severo Donetsk ist quasi Norddonetzk. Und der Civorski Donezk, äh äh River oder so ist sozusagen der Nordfluss im Gegensatz zu dann, weiß ich nicht, dem unteren Donuts oder dem normalen Donezf Fluss, nur äh sagen weiß man irgendwo irgendwas mit See wäre davor oder Sever äh äh liest, heißt das irgendwie Nord äh ja.
Tim Pritlove
Ah ja. Übrigens, kleiner Hinweis, bei ähm Netflix gibt es jetzt die Serie Dinner des Volkes in allen drei Staffeln mit deutschen Untertiteln. Äh ich hatte mir bisher nur auf Arte, die eine angeschaut und jetzt habe ich auch angefangen, die zweite Staffel äh zu sehen und äh russische äh Missverständnisse mit ähm, Übertragung in die äh ukrainische Sprache äh insbesondere im Zusammenhang mit was heißt eigentlich Süden äh spielt in der ersten Folge schon eine große Rolle. Das mal so als Spoiler, äh dass ich keine Ahnung von slawischen Sprachen habe, habe ich ja ganz zu Beginn hier schon äh von mir gegeben. Okay, Runden wir mal kurz das militärische Gesamtbild äh ab. Last but not least ist natürlich der Erfolg der Ukraine im. Nördlichen Ostteil rund um die Stadt Sharkiv, zweitgrößte Stadt äh der Ukraine äh zu nennen. Dort ist es halt den ukrainischen Truppen gelungen, die Russen soweit zurückzudrängen, dass sie eben teilweise auch schon, an die Grenze zu Russland sie zurückgedrückt haben noch nicht auf der gesamten Breite, aber zumindest in relevanten Maße, so dass halt jetzt in eigentlich so in Anführungsstrichen normales Leben wieder möglich ist, also viele kehren auch in die Stadt zurück. Das ist natürlich auch gut. Wenn so was möglich ist, ähm aber äh vor allem ist es einfach der Ukraine dort gelungen. Einerseits einen Achtungserfolg zu erzielen und auch, sagen wir mal, für die Öffentlichkeit und die Motivation wichtigen Erfolg zu erzielen. Äh war ja, gab's ja diese Bilder von dieser Truppe, die dann wirklich mal an die Grenze vorgestoßen sind und auch so ein Grenzposten aufgebaut haben. Das macht sich immer gut. Aber es ist halt auch strategisch sehr interessant, weil was bedeutet denn das. Dadurch, dass ich jetzt dort den Norden von Shakiw haben. Erstmal den Druck von der Großstadt weg, aber sie drohen jetzt quasi auch, auch wenn das an der Stelle wegen Flussverläufen wieder sehr schwierig ist äh nördlichen Ostbereich, also im Luhansk im Norden ähm in den Osten vorzudringen und das. Bedeuten und bedeutet das vielleicht auch jetzt schon, dass sie eben einen wichtigen Versorgungsweg der Russen abschneiden. Unter anderem aus der Stadt äh Belgorot. Kommen und um von Birke Rott äh entsprechende Verstärkung, Munition et cetera ins Land zu bekommen, sind also die dort verlaufenden Straßen für die Russen sehr wichtig. Nicht die einzige Versorgungslinie, die sie äh haben, aber es ist definitiv etwas, wo ähm ja, wo es schwierig ist und wenn die Russen da halt gegenhalten wollen, um das zu verhindern, was sie ja gerade versuchen, müssen sie dann wiederum auch äh, Gruppen aus dem Kampfbereich in diesem Ostzentrum, was ich vorhin beschrieben habe, abziehen und das äh macht es für sie gerade strategisch sehr schwierig dagegen vorzugehen. Also insgesamt zeigt sich hier einfach wieder die Strategie, Ukraine. Die ähm ja immer gut darüber nachdenken, wo sie denn jetzt Stiche setzen und wo sie jetzt ihre ähm Gelegenheiten nutzen und das äh ist sozusagen hintenrum ein Versuch, das ganze Kriegsgeschehen so ein bisschen zum Erliegen zu bringen. Also nicht, dass da keiner mehr kämpft, aber das ist sozusagen keine keine Landgewinne gibt und das ist eben die Gesamtsituation, die wir da jetzt eigentlich derzeit vorfinden und was sich so in den letzten zwei Wochen alles ähm ja, passiert ist. Ähm. Dann gibt's noch vielleicht zum Abschluss der des Überblicks die. Hickhack um diese Schlangeninsel. Wir erinnern uns, ja äh Russian Warship äh damit fing ja irgendwie dieser Krieg gefühlt an und ähm da geht's echt hin und her. Also nachdem. Die Ukraine, die Moskau versenkt hat und damit ja diese ganze Luftabwehr, Sicherungen der Schwarzmeerflotte der Russen durcheinander gebracht hat, versuchen die Russen halt auf dieser Insel entsprechende. Unterzubringen, also eine Luftabwehr zu installieren und das wird also permanent der Ukraine wieder zurückgeschlagen. Ist gerade ein bisschen unklar, wie so der letzte Stand ist. Auf jeden Fall gibt's zahlreiche Videos, wo einfach äh die ukrainische, Amie, mit Missalz, mit Drohnen, mit äh sogar mit mit äh Kampfjets über diese äh Insel zieht und. Hubschrauber, die gerade Truppen absetzen, zerstören, äh Miss Hals, die da schon stationiert sind, zerstören Boote, zerstören zahlreiche Lande äh Boote und äh Versorgungsboote. Also da geht's ähm wild zur Sache. Man kann glaube ich festhalten derzeit einen Angriff auf die Ukraine und speziell eben auf Odessa, auf dem Seeweg sehr unwahrscheinlich ist, weil einfach die Schwarzmeerflotte. Paralysiert ist. Also die kann da einfach nicht viel machen. Die wissen, wenn sie sich dem Land zu sanieren, dann kommen die irgendwie mit ihren Neptunraketen. Und hauen die weg, egal ob's jetzt noch welche gibt oder nicht, die Angst ist auf jeden Fall da, aber sie können halt auch mit Fighterjets und so weiter agieren und vor allem auch mit ihren Drohnen und den Russen scheint äh bisher nicht viel, dazu eingefallen zu sein.
Pavel Mayer
Auch auffällig ist, also zumindest erscheint es so, dass die Ukrainische Luftwaffe jetzt wieder öfter zu sehen ist, also wie Gott sagte, sie haben sogar einen einen Angriff auf die Schlangeninsel geflogen mit äh Kampfjets. Aber auch ansonsten äh hat man halt jetzt öfter. Videos äh von ukrainischen Kampfflugzeugen an der Front gesehen, wo sie halt äh Luftunterstützung für Bodentruppen leisten, so das war also wochenlang war die ukrainische Luftwaffe so ein bisschen auch äh abwesend beziehungsweise hat halt. Nach Expertenmeinungen so etwa um die fünf Einsätze am Tag äh nur geflogen, während die Russen so ungefähr auf 1hundert Einsätze kamen, aber ähm Ja, das scheint sich halt halt auch ein bisschen zu wandeln und die Russen verlieren nach wie vor äh holen teilweise wirklich ihre teuersten und besten Kampfflugzeuge, die sie da im Einsatz haben so mit immer noch einer beunruhigenden, also aus russischer Sicht beunruhigenden Rate.
Tim Pritlove
Ja. Ja ähm, vielleicht noch ein, zwei Anmerkungen zu Mario Pool und Transnistrien. Also Mario Pohl, da gibt's ja immer noch diesen äh Restkampf, der äh Asuftruppen, die in diesem Azupfstahl Stahlwerk ähm in diesem Tunnelsystem, sich verschanzt haben. Da haben die Russen nicht aufgehört, die ganze Zeit anzugreifen. Jetzt grad gestern gab's eine Evakuierung von verletzten Soldaten und das ist ein bisschen unklar, ich weiß nicht, was du da jetzt zuletzt rausgehört hast ob jetzt noch Soldaten da sind. Ich habe gelesen, es sind noch 1.000 bis 1500 Soldaten vor Ort, also dass der Kampf da nicht komplett beendet ist. Äh an anderen Stellen hieß es, es sei komplett evakuiert, also. Nicht so sicher.
Pavel Mayer
Also meine Information ist, äh dass äh sie jetzt offiziell zumindest äh äh komplett evakuiert haben. Also ich sehe zumindest auch in dem aktuellen Frontverlauf. Frontverlaufs äh Bildern war um Marriopol sonst immer noch so ein kleines so so ein Stückchen Front, aber äh das scheint jetzt nicht mehr äh da zu sein. Insofern ja ist noch ein bisschen unklar. Ich hatte noch überlegt.
Tim Pritlove
Du hast recht. Ja genau hm.
Pavel Mayer
Ich hatte noch äh überlegt auch. Nicht vielleicht auch der eine oder andere Kämpfer, ne mal versucht haben wird äh einfach äh ja durchzusickern irgendwie. Keine Ahnung, auf eigene Faust äh zu versuchen, äh da rauszukommen, aber ich werden bestimmt einige auch gemacht haben oder sich versuchen dort sich irgendwie solange zu verstecken und dann unters Volk zu mischen, keine Ahnung äh, aber der Großteil scheint jetzt in sich in russischer Hand zu befinden und es wohl wohl länger auch darüber verhandelt. Äh welche Art von ja Aufsicht äh also unter welcher Aufsicht diese Kapitulation dann stattfindet und letzte, was ich noch gehört hatte, war, dass die Amerikaner besorgt sein über äh die Behandlung äh dieser Gefangenen, also dass die Russen da auch äh, Ja äh sich sich eben im Rahmen. Ähm der internationalen äh Gepflogenheiten äh äh verhalten, wobei äh sie jetzt auch die Nummer fahren, dass sie meinen, äh sie werden jetzt gucken äh wer denn von diesen Leuten jetzt auch irgendwelche Kriegsverbrechen begangen hat und dann äh ja. Quasi als ja reziprok zu dann jetzt den den äh Prozessen gegen Kriegsverbrecher in der Ukraine dann auch eigene Prozesse gegen ukrainische Kriegsverbrecher.
Tim Pritlove
Na klar.
Pavel Mayer
Äh zu machen.
Tim Pritlove
Ja, okay. Also, paar möglichen Partisanenkrieg äh sagen wir nachher noch was. Vielleicht als allerletztes äh Transnistrien sieht nicht so aus, als ob das noch in irgendeiner Form nennenswert eingreift. Da gibt's halt immer mal wieder so ein bisschen Droherei. Aber das scheint äh. So wie es derzeit aussieht wird äh Transnisschen erstmal keine äh Rolle spielen in diesem ganzen Konflikt. Kommen wir doch vielleicht mal auf diesen Fall mit dem gescheiterten Flussübertritt ähm. Bei ähm wie hieß dieser Ort noch gleich, Bill. Ja, da kommen sie wieder hier, meine meine Ortskenntnisse, aber ich äh kriege hier alles nachgeschlagen. Kein Problem. Der Ort. Heißt der, genau. Und der von mir vorhin erwähnte. Norddonez, Fluss. Ähm ja, das ist ein. Ähm ja so ein Fluss, der sich um so ein äh, größeres Waldgebiet äh herumrankt, unter äh fleißig vor sich hinfließt. Und die Russen haben an verschiedenen Stellen versucht da einen Übertritt zu machen, weil das ist sozusagen das Problem. Sie kommen halt einfach in diese angrenzende Land nicht äh. Durch, weil Fluss ist halt mal nicht so eben über äh Treten, weil alle Brücken sind natürlich gesprengt. Und so probieren sie also mit Ponton-Brücken, wie das immer wieder zu machen. Diesen einen Vorstoß, den haben sich die Ukrainer wohl so richtig gut ausgeguckt und es gab dann halt einfach eine Niederschlagung, ich glaube, es gab insgesamt sechs versuchte Flussübertritte innerhalb kürzester Zeit und äh mindestens einer davon ist so richtig total gescheitert dass sie halt irgendwie irgendwas in der Größenordnung einer eines gesamten Bataillons ähm verloren haben. Also, am Anfang war von bis zu 1500 Toten die Rede später dann nur noch von 500 oder vielleicht auch nur die Hälfte von diesen 1.500 zu genau weiß es keiner aber es gibt beeindruckende Luftbilder von wirklich so einem riesigen Feld, wo einfach ein Panzer in dem anderen äh niedergeknüppelt wurde. Die Verluste müssen enorm gewesen sein.
Pavel Mayer
73 Stück insgesamt äh wurden da äh also 73 Pieces of Equipment äh wie es so schön äh heißt, also im Prinzip Panzer, Kampfwagen, andere Fahrzeuge äh ja. Sind dann übrig geblieben. Ich meine, was mich so ein bisschen wundert, ähm. Eigentlich sind die meisten aber offenbar nicht alle äh äh russischen ähm. Fahrzeuge, sage ich mal, sind eigentlich schwimmfähig. Äh also zumindest die äh der der Großteil der der Panzerkampfwagen und so und ähm, deswegen haben die Russen eigentlich auch nicht so viele. Jetzt weil offiziell soll ein Großteil der Fahrzeuge einfach durch die Flüsse durchschwimmen können. Aber das machen sie wohl auch nicht so gerne aus äh diversen Gründen, obwohl sie's theoretisch könnten. Ähm scheint ihnen das jetzt auch nicht so richtig zu helfen bei der Flussüberquerung?
Tim Pritlove
Ja. Ja, also das ist äh in der Tat ein echtes ähm Problem, dass sie einfach, dass im zunehmendem Maße so ein bisschen das Equipment ausgeht für solche Spezialoperationen und es sehr gut sein kann, dass sie jetzt einfach äh zumindest an diesen Fronten, diese Flüsse alle nicht mehr überquert bekommen sie einfach da genug. Widerstand bekommen und einfach zu wenig Equipment haben. Sie haben natürlich an anderen Stellen diesen Übertritt schon längst gemacht, aber das ist natürlich auch weit entfernt von von den Gebieten, wo sie jetzt gerade drum kämpfen. Ja, aber auf jeden Fall war das mal wieder so ein Beispiel, wie gut auch die ukrainische Armee in der Lage ist, dann ihre Kräfte zusammenzuziehen. Also es gibt da so ein paar. Äh Schilderung, wie das da gelaufen ist, wie schnell die da ihr Aufklärung gemacht haben und äh wie schnell sie dann da draufgehalten haben und die Russen waren einfach nicht in der Lage, sich zu verteidigen. Also sie scheinen auch einfach nicht mehr Kräfte zu haben in ihren Bataillonsgruppen ähm um einfach ihre eigenen Maßnahmen abzusichern, weil so ein Flussübertritt ist halt, schwierig. So das das dauert. Da brauchst du Schiffe, Du brauchst erstmal diese Ponton-Brücken, du brauchst Schiffe, die diese Ponton-Brücken irgendwie in Stellung äh bringen. Du musst in irgendeiner Form äh natürlich das Ganze äh absichern. Ja, wie machst du das in so einem Wald irgendwie und äh brauchst Techniker, ja und äh offensichtlich, gehen halt auch diese Verluste, die sie so haben in zunehmendem Maße auch in dieses technische Personal um solche Sachen überhaupt noch. Abrocken zu können, weil das kannst du nicht mit irgendwelchen Rekruten machen, die da das erste Mal in Panzer gesetzt wurden, die haben einfach von diesen ganzen Prozessen keine Ahnung und ähm dementsprechend verlieren sie langsam einfach diese Fähigkeit dort, strategisch äh noch vorgehen zu können.
Pavel Mayer
Ne, das das eigentliche Problem ist, wenn jetzt ich sage mal von umgekehrter Seite oder wenn jetzt der Westen sage ich mal sowas machen würde äh sagen so eine so eine Überquerung an der Stelle. Oder generell wenn du irgendwo vormarschierst aber speziell natürlich an so einer Stelle äh äh guckst du. Natürlich machst du das zum einen mit Luftunterstützung und mit dann, ich sage mal jeder Menge, wie es schön heißt Counter Artillerie, also sagen äh dass dass du halt dann auch Truppen hast, die wenn denn dich dann jemand angreift dort, dass du dort auch wiederum dann zurückschlägst und zum Beispiel das Artilleriefeuer durch äh gegen Feuer ähm ersetzt, weil es gibt halt sagen Artillerie Radar wo du halt dann sehen kannst von wo der Gegner eigentlich schießt auf dem Radar und kannst dann wenn du gut bist halt dann deine eigene Artillerie dann zurückschießen lassen und so halt dann entsprechend das Feuer unterdrücken oder deine Flugzeuge dahin schicken, um dann die gegnerischen Stellungen äh während du den Fluss überquerst, gleichzeitig auch anzugreifen äh aus der Ferne und die gegnerischen Truppen daran zu hindern, dich dann an dieser empfindlichen Stelle anzugreifen, aber offenbar äh diese kombinierte. Kriegsführung äh scheint bei den Russen von Anfang an nicht funktioniert zu haben und funktioniert offenbar noch noch immer nicht. Ja und so setzen die halt dann offenbar ja versuchen die dann halt Flussüberquerungen ohne dann den notwendigen Schutz zu haben durch. Andere Truppen, damit das auch gut gehen kann und dann ja, haben die halt dann desaströses Ergebnis. So würde ich mir das erklären.
Tim Pritlove
Sicherlich da mit reinspielt ist ja, dass sie halt auch einfach ähm viele Leute haben, die einfach sagen so. Habe jetzt hier keinen Bock mehr auf den Scheiß, weil wenn du da einfach vertraglicher Soldat bist, kannst halt nur dann gezwungen werden, daran teilzunehmen, wenn du eben. Ähm wenn halt Krieg ist und da halt jetzt immer noch kein offizieller Krieg ausgerufen wurde. Jetzt diesen 9. Mai, wo alle das irgendwie gedacht haben, reden wir gleich nochmal drüber, immer noch nicht stattgefunden hat, können die halt eigentlich im Prinzip jederzeit einfach nach Hause gehen und machen das halt voll auch im zunehmenden Maße, weil einfach so die Moral äh nicht so geil ist und auch dann sind natürlich solche schwierigen. Militärischen Operationen einfach irgendwann auch nicht mehr durchführbar. Also es kann sehr gut sein, dass die Russen in nächster Zeit einfach diese Fähigkeit verlieren überhaupt noch Krieg zu führen. Vielleicht nochmal ein Blick auf die allgemeine Strategie der Ukraine, die hat ja schon erwähnt, also wir haben diesen Vorschuss um Sharkiv äh gehabt, aber generell, wenn man sich eben anschaut, was sie eigentlich machen. Ist wohl, dass sie äh nicht dort kämpfen, wo sie am wenigsten. Kräfte haben. Also sie sind ja zahlenmäßig einfach teilweise den Russen immer noch unterliegen. Das mag sich demnächst ändern, aber. Derzeit greifen Sie halt einfach die Russen immer da an, wo es am meisten wehtut und wo tut's am meisten weh? Bei der Logistik. Also sie gehen einfach auf. Trucks und nicht äh Panzer, ne? Das ist sozusagen äh ganz interessant, also wenn man sich mal. Anschaut. Es gibt hier habe ich auch verlinkt so ein schöne Aufstellung, wo sie mal äh geguckt haben, okay von allen. Ähm Geräten Typen, also Fahrzeugtypen, die sie jetzt angegriffen haben, wo sind die höchsten äh Verluste bei den Russen? Und ähm. Aufgeteilt in äh Flugzeuge, äh anti-R, also Flugzeugabwehr, Armutwickel, also Panzer, äh Infanterie, Truppentransporter, Logistikfahrzeuge, also äh Trucks und irgendwie äh so und die die Verluste der Russen sind so in in allen diesen Kategorien werden, in der Aufstellung so zwischen drei und äh fünf Prozent irgendwie eingeschätzt äh und also von von dem, was zerstört wurde, machen die anderen irgendwie so drei bis fünf Prozent aus und dieser Logistikbereich macht irgendwie über äh 16 Prozent aus und ähm das bedeutet, sie greifen also vor allem Trucks an. Also wenn sie können, gehen sie auf Trucks. Warum? Weil Trucks transportieren, Versorgung, transportieren, Munition, Trucks transportieren, vielleicht auch Personal, alles mögliche, ohne Trucks. Kriegst du einfach diesen Krieg nicht organisiert und dementsprechend ist es sehr viel einfacher auf ungeschützte Fahrzeuge zu gehen. Die äh wegzukloppen und damit einfach die Möglichkeit der Russen zu begrenzen in irgendeiner Form ihre ganze Logistik, laufen äh zu hauen, ne. Kurzer Nachtrag noch zu den in von mir genannten Zahlen, meinte natürlich nicht Prozent, sondern das ist ein Verhältnis zwischen Verluste der Ukraine im Verhältnis zu äh Verluste der Russen und generell schaffen's die Ukrainer halt drei bis äh fünfmal so viel von Panzern, Anti R et cetera, all diesen ganzen Kategorien wegzuhauen, aber sie schaffen's halt 5zehn bis sechzehn Mal so viel. Trucks wegzuhauen als die Russen wiederum die Ukrainern äh Equipment zerstört. Also daran kann man äh ganz gut diesen Fokus äh, sehen. Na ja, also ist auf jeden Fall ganz interessant und äh es gibt auch neue Einschätzungen dadrüber, wie es denn nun eigentlich äh aussieht bei den äh Russen und ich glaube die. Äh das britische äh Verteidigungsministerium hat so die Einschätzung ähm gemacht, dass sie einfach schon. War das für eine Zahl äh.
Pavel Mayer
Mir ein ein Drittel der Kampfkraft habe ich gehört, äh so 35 Prozent der Kampfkraft, ähm so. Das heißt jetzt nicht, dass jetzt 35 Prozent sagen, manche haben daraus gemacht, 35 Prozent äh der Truppen wurden getötet, also äh so viel ist es ist es nicht, aber sagen ähm quasi alles zusammen äh äh genommen, weil wenn du, ich sage mal eine eine Einheit zu ich weiß nicht fünfzig, sechzig Prozent äh jetzt zerstört äh. So Verluste hat, ähm dann ist eigentlich deine ganze Einheit erst mal dann weg. Ja, also die ist dann nicht mehr einsatz, aus verschiedensten Gründen und wo muss die dann entweder wieder neu aufbauen oder. Leute in andere Einheiten integrieren, aber das geht halt auch auch so schnell nicht und äh insofern ja eine Schätzung ist ungefähr ein Drittel, lang ihrer Kampfkraft andere Schätzungen gehen sogar bis 45 oder 50 Prozent äh an an der Stelle. Ich weiß nur, dass es zumindest gewisse Einheiten gab, also jetzt äh äh Bataillone, die teilweise zu achtzig, 90 Prozent äh dann, ich sage mal, entmannt äh äh worden sind, äh nicht alle getötet, aber die wo dann die Hälfte einfach nach Hause gegangen ist und gesagt hat, äh nee, machen wir nicht mehr mit und ungefähr ein Dritteläh dann getötet äh oder gefangen genommen äh wurde oder verletzt wurde und wo dann, am Ende ja teilweise ja Kompanien, die mit irgendwie ähm ja. 8hundert nee Kompanien mit hundert Leuten, wo dann am Ende nur noch sechs übrig waren, oder äh ja äh Bataillone, BTGs, die dann mit 120 Fahrzeugen angetreten sind und drei Tage später äh waren nur noch 30 davon einsatzbereit und unklar, wie viele davon überhaupt zurückgekehrt sind, also von. Manchen Bataillonen ist dann sagen wir noch eine einstellige Zahl an Fahrzeugen überhaupt. Zurückgekehrt, das heißt du hast dann zwar noch einen Bataillon, wo aber die Hälfte der Leute äh haben halt unterwegs gesagt, nee, wir kämpfen nicht mehr und äh ja und das ganze Material äh ist ist weg. Und du hast dann also damit fängst du dann auch nicht mehr viel an mit irgendwie. Diesen, weiß ich nicht, äh dann am Ende 20 oder 30 Leuten, die dann vielleicht noch bereit wären, grundsätzlich noch noch zu kämpfen, äh aber ja. Junge.
Tim Pritlove
Wo mit eigentlich noch, ne? Also das ist halt das Ding und vor allem geht ihnen halt auch einfach ein Großteil ihres sehr guten Equipments äh verloren und irgendwann haben sie halt einfach nur noch historische Panzer äh die natürlich äh keine Chance haben dieser zunehmenden Asymmetrie der Waffenqualität, die sich dort jetzt äh einstellt, noch in irgendeiner Form zu überleben. Gibt auch so ein paar russische Originaldokumente, die äh von den Ukrainern veröffentlicht wurden, wo sie so ihre äh Panzerverluste in den ersten Tagen dokumentieren. Das ist also Material, was ja irgendwie aufm Feld zurückgelassen haben und was äh veröffentlicht wurde. Ja das sind äh auch alles sehr große äh Zahlen. Das ist auf jeden Fall nennenswert.
Pavel Mayer
Von 93 Panzern zum Beispiel in den ersten drei Wochen die Hälfte verloren. Äh so von einem ja äh jetzt das erste Panzerregimment äh zum Beispiel.
Tim Pritlove
Ja, wenn man sich jetzt so fragt, äh wie machen die Ukraine das? Ähm. Gibt's einige Hinweise. Ähm unter anderem. Gab's hier diese diese Sim Roaming Map, die hast du ja sicherlich auch gesehen, ne. Wirklich sehr interessant. Also ist ja so, dass die Russen ähm benutzen halt das ukrainische Mobilfunksystem. Und. Offensichtlich so obsektechnisch, also. Diskutiert ja immer da schon dadrum, dass man irgendwie Schülern vielleicht mal sein Telefon äh wegnehmen sollte in der Schule, das scheint ja nicht so besonders gut zu funktionieren. Bei Soldaten scheint es noch schlechter zu funktionieren. Auf jeden Fall sind diese Ru. Alle irgendwie mit ihren eigenen Telefonen unterwegs und die sind natürlich eindeutig identifizierbar, weil sie quasi russische Telefonnummern haben und dann gibt's hier so eine schöne Heat. Man sehen kann, wo die denn alle rumhängen und das ja, das äh ist eigentlich ein sehr schönes äh Bild, um zu sehen, wo denn eigentlich so die Truppenkonzentrationen sind und wie stark diese Truppenkonzentration auch ist.
Pavel Mayer
Ja, wobei am Anfang, also man muss natürlich ein bisschen aufpassen auf, weil am Anfang ähm. War's schon so, dass den Leuten die Telefone weggenommen wurden, aber das muss irgendwann zum einen umgekehrt sein, zum anderen haben die Leute dann versucht sagen in der Ukraine dann Telefonläden zu plündern äh und äh sich so dann irgendwie an ja Mobilfunk äh zu kommen plus ja das die Soldaten dann irgendwann gesagt haben nee äh so wir wollen jetzt unsere Telefon oder wir kämpfen nicht mehr weiter ja keine Ahnung Ähm ja, aber äh es ist natürlich halt auch super gefährlich. Also es ist halt kein eigentlich keine gute Idee auf der anderen Seite scheinen die Ukrainer auch alle Telefone zu benutzen, so.
Tim Pritlove
Ja gut, aber es ist halt ihr Netz.
Pavel Mayer
Mhm. Nee, trotzdem kannst du halt die dann schon mit dem entsprechenden Equipment kannst du halt Telefone einfach anpeilen und theoretisch dann schon auch Artillerie oder so ähm. Auf diese Position lenken, aber das scheint bei den Russen dann auch nicht so. Ähm üblich zu sein oder die haben vielleicht auch das Equipment dafür nicht in der notwendigen Menge, um das durchführen zu können. Aber soweit ich weiß, ähm können an die Amerikaner sogar per Satellit äh im Prinzip so eine Map anfertigen, ja, die brauchen ja noch nicht mal ins Mobilfunknetz reinzugehen, sondern äh. Quasi von von oben äh alles tun, aber die Russen ja scheinen diese Fähigkeit nicht zu haben.
Tim Pritlove
Schauen wir doch einfach in dem Zusammenhang mal auf die Art und Weise, wie die Ukraine so Krieg führt. Ist nämlich ganz interessant. Warum die alle Smartphones dabei haben? Na ja, die benutzen die halt auch tatsächlich im Krieg. Für ihre Einsätze. Ähm es gab hier einen schönen Bericht über eine Software, der heißt irgendwie äh GIS for Artillerie und ist ähm quasi so ein Softwaresystem, was so ähnlich funktioniert. Wie man das so für Übertaxis verwendet. Ja, du bestellst hier irgendwo, möchtest gerne ein Taxi hier und hierhin haben? Die Software sucht dann äh automatisch aus den gesamten real time Standorten der Taxis raus. Wir den jetzt am nächsten ist und dis patches sozusagen an die und sagt hier wer ist am nächsten dran? Willst du's haben? Schlag jetzt zu, dann hast du den Auftrag und so etwas Ähnliches setzt die Ukraine ein für. Ihre Militärtruppen. Mit anderen Worten, in so einem verteilten System. Die quasi äh orten sie alle, kämpfenden Einheiten, wissen einfach wo die sind und wissen halt auch mit welchen Fähigkeiten die ausgestattet sind. Und wenn es jetzt irgendeine Meldung gibt mit Panzer gesehen, fährt hier durch den Wald, das ist irgendwie die Geo-Position, dann wird über diese Software äh quasi äh 0 Komma nix irgendeine Truppe, die in der Nähe ist, dispatcht, die dann da irgendwie auftauchen kann und dann auch sofort die Zielkoordinaten hat und loslegen kann. Also wenn sie jetzt irgendwie durch eine Überwachung, was weiß ich, irgend so ein eingegrabener Panzer, irgendwo gesehen wurde und die haben mir halt diese genaue Koordinaten. Dann könnt ihr das zum Beispiel auch an ein Artillerie geschützt, was in der Nähe ist, gehen, dann wird da einfach ein Windeseile diese ähm. Geo-Koordinate einprogrammiert, wie auch immer sie dann ihre Zieleinstellung vornimmt, weiß ich nicht genau und äh ab geht es und es heißt hier. Geschafft haben, quasi so von Meldung bis Angriff diese Zeit irgendwie von 15 Minuten auf irgendwie bis zu 30 Sekunden runter zu bekommen. Wirklich in der Lage sind sehr, sehr, sehr schnell zu reagieren und ähm ja, die Russen hassen das System. Und vor allem weil die hm Kommunikation halt so über Satellit läuft und von daher schwierig in den Griff zu kriegen ist. Am Anfang, ich glaube wir hatten das hier auch mal erwähnt. Am Anfang des Krieges gab's von äh russischer Seite aus einen Angriff auf diese Kommunikation mit diesem Sattkommen, Satellitennetzwerk. Das war das, was sie sozusagen verwendet haben und dann kam ja Elon Musk und hat ähm fleißig Starlingschüsseln über der Ukraine niederregnen lassen. Und das kommt jetzt wohl zu einem großen Teil auch zum Einsatz und das ist den Russen bisher noch nicht gelungen, dass in irgendeiner Form zu blockieren. Versucht haben sie's wohl. Aber ein Darling hat da offensichtlich auch schnell reagiert und äh bisher äh haben sie da überhaupt nichts blockieren können. Ja und das ist dann sozusagen äh der neue Weg, wie sie dort das pitchen und was vielleicht auch so eins der äh eine der Erklärungen ist, warum es so gut läuft. Mit diesen ganzen Hinterhaltsangriffen, weil sie einfach schnell was gemeldet bekommen, dass schnell eben auch. Truppen vor Ort übertragen bekommen und die dann eben teilweise mit äh. Smartphones ausgestattet, was auch immer, ist jeder im Einzelnen äh verwenden. Einfach äh die notwendigen Informationen bekommen, Vorstoßen und dann eben auch gleich. Angreifen.
Pavel Mayer
Mir ist auch aufgefallen, dass in einer ganzen Reihe von ukrainischen Videos, wo Artilleriestellungen zu sehen sind. Man äh dort äh den den äh, ja obersten Batteriechef äh oder so, dass dass die dort halt mit Handys oder Tablets, sitzen ähm sehr häufig und dann direkt sich da irgendwie dran zu schaffen machen ähm jedes Mal, bevor es ans Schießen geht, also. Ähm insofern ja bestätigt das so ein bisschen äh das das Ganze, wobei. In dem zu dem Thema äh gab es auch ganz viele Leute, die sagten, das ist ja Quatsch, das kann gar nicht sein und das so läuft das doch gar nicht und und so. Also Ähm ja, mein Eindruck ist ähm da ist was dran. Ähm so und dass die tatsächlich äh, einen System dieser Art haben, wo sie, was was ich auch im Einsatz befindet, wo sie sich drüber koordinieren, aber es dürfte auch nicht das Einzige sein äh äh worüber äh worauf sie sich verlassen, sondern die dürften auch ganz Äh alle anderen Kommunikationsstrukturen über Melder bis hin äh zu ja anderen Funk äh Frequenzen und und so das Ganze äh auch. Anfordern, ja.
Tim Pritlove
Ja, aber generell scheint es auch so zu sein, dass einfach diese ganze real time intelligence den Russen da ordentlich äh, zu schaffen macht, weil für so einen Angriff brauchst du einfach einen Überraschungsmoment und dieses Überraschungsmoment scheint einfach komplett raus zu sein, weil sie mehr oder weniger in Echtzeit überwacht werden. Wenn die da irgendwelche Panzer äh irgendwo hinschicken dann dann weiß die Ukraine das einfach auch schon vorher. Das heißt nicht, dass sie dann den Angriffen auch immer äh äh entsprechend was entgegensetzen können, aber wenn's halt diesen Überraschungseffekt, dann sind sie natürlich ganz anders aufgestellt und dann ist das alles so ein bisschen so Hase und Igelmäßig hier, ne, so den Eindruck macht das, ne, also.
Pavel Mayer
Wobei insgesamt auch aus den neueren Videos jetzt von russischer Seite hat man das Gefühl, dass sie teilweise, auch versuchen jetzt die Ukrainer zu kopieren. Ähm es gibt wohl Leute an der Front, äh die sich jetzt auch zivile Drohnen haben schicken, lassen, so von ihren Verwandten, ja auf aus irgendwelchen Spenden und da gab's eben auch so einen aufgezeichneten Telefonanruf, die sind ja auch immer sehr, sehr interessant, wo sich dann russischer Soldat dann darüber beklagte, dass sie jetzt auf Equipment Spenden von Schulkindern angewiesen sind an der Front, ja äh der äh da einen totalen Rent äh abgelassen hat und. Ähm es gab dann auch ein äh Video, wo äh auch die. Russische Seite jetzt mit zivilen Drohnen versucht, Granaten abzuwerfen und. Bemerkenswert war nur, dass die aus irgendwelchen Gründen diese Granate in einen Trinkbecher äh vorher hineingetan hatten. Das sah ein bisschen komisch aus, den sie dann also sagen, Trinkbecher mit äh einer Granate und mit einem Faden äh dann an der Drohne befestigt. Ja, also wie gesagt, die die Russen versuchen äh jetzt da auch. Mit mit Selbsthilfe und äh zivilem Equipment jetzt es den Ukrainer nachzumachen teilweise.
Tim Pritlove
Jetzt ist natürlich die Frage, wie können sich äh die Russen überhaupt noch verstärken. Wir hatten ja jetzt zur letzten Sendung, paar Tage vor dem 9ten. Mai hatten wir ja äh uns natürlich wie alle die Frage gestellt, okay was was kann nun Russland jetzt machen und ich glaube zum Thema Mobilisierung im Wesentlichen zusammengefasst, so äh würden sie das tun wollen, wäre das eben für sie extrem schwierig. Auf der einen Seite politischer Art, weil dann eben die Botschaft kommt mit okay, jetzt sind wir im Krieg und jetzt müsst ihr auch äh in Moskau und auch in Sankt Petersburg Angst haben in diesen Krieg mit reingezogen zu werden, wo bisher ja die Rekrutierung eher aus anderen Landesteilen erfolgt oder zumindest äh im Wesentlichen.
Pavel Mayer
Das äh natürlich Großteil auch des Sicherheitsapparates, der jetzt zur Unterdrückung der Bevölkerung dient, also die die russische Garde, äh da sind halt ein großer Anteil äh sind halt Reservisten. Die eben auch früher mal in der Armee gedient haben und äh die dann auch alle äh natürlich aktiviert würden zum großen Teil äh die im Moment, das ist auch noch ein Problem, dass das bei den Sicherheitsbehörden nicht gut, ankäme.
Tim Pritlove
Ja, weil das bedeutet halt so große äh Bewaffnungen von irgendwie gefrusteten Bürgern, die irgendwie überhaupt gar keinen Bock drauf haben. Das ist einfach so das Rezept für Widerstand und Revolution und dann, irgendwie alle auch noch über Moskau fahren, weil alle Wege führen irgendwie über Moskau. Das äh gefällt ihnen halt nicht, deswegen tun sie das eben auch nicht, aber der andere Grund ist der, dass eben auch Russland seine ganzen sowjet Kapazitäten äh einer solchen Massenmobilisierung so einfach überhaupt nicht mehr im Betrieb hat. Also es gibt die Ausbildungsstätten nicht. Es gibt vor allem keine Ausbilder. Einfach niemanden, wo du jetzt sagen könntest, so ja äh herzlich willkommen du äh lieber Reservist so, schön, dass du da warst. Du warst ja schon mal vor 20 Jahren in der so das ist jetzt das, was du hier tun sollst. Du musst ihnen ja irgendjemand auch was erzählen und denen fehlen einfach. Offiziere, die diese Fähigkeit haben und die vor allem selber nicht im Einsatz sind. So und das ähm Problem der fehlenden Offiziere gibt's ja schon oft im Schlachtfeld, schon paar Mal drüber gesprochen, weswegen sie ja so viele Generäle nach vorne schicken müssen, die dann auch noch weggehauen werden. Dementsprechend äh haben sie da einfach ein Ausbildungsproblem. Den Berichten jetzt trauen darf, darf man natürlich nie. Läuft's eher auf so eine schleichende Mobilisierung. Also sie machen das nicht so public, sondern sie äh versuchen einfach überall Leute zu rekrutieren und mit Geld versprechen und was weiß ich ranzuholen und schätzen so die Kapazität vielleicht von 3 auf 30 bis 40.000 Soldaten, die sie da noch irgendwie ähm nachlegen können. Aber das gilt natürlich dann für die, wie auch für alle, dass die einfach äh ja. Teilweise motiviert sind, vor allem wenn sie dann vor Ort sehen in was für ein äh Zustand sich die ganze Kampagne äh befindet, aber dann eben auch einfach kaum Equipment haben. Also wir haben ja auch einfach nichts, was sie denen geben können.
Pavel Mayer
Ja und die sozusagen die Töpfe auszukratzen äh jetzt überall an Personal und ähm. An Material ähm ja das wird halt eben zunehmend schwieriger. Hm Wobei man jetzt die russische Armee nicht ganz abschreiben äh äh kann, das soll man vielleicht auch dazu sagen und äh nicht nicht alle Truppen äh waren jetzt in schwere Kämpfe verwickelt oder haben jetzt schwere Verluste erlitten. Es gab sicherlich auch Gegenden. Da war eher nicht so viel los, ja. Äh oder Truppen, die dann eher dann das Hinterland so ein bisschen gesichert haben, also es ist jetzt nicht so, dass die Russen jetzt schon am Ende wären und ähm äh so an an bestimmten Material äh gibt es auch nach wie vor noch genug. Nur ja das das Grundproblem ist natürlich. Das da werden wir später auch noch drauf kommen mh dass. Diese neu ausgehobenen Truppen, wenn die mit veralteten Material in den Kampf geschickt werden und unzureichend äh ausgebildet eigentlich mehr Kanonenfutter sind als alles andere.
Tim Pritlove
Und wir haben ja aus den anderen Zahlen vorhin von den Trucks äh auch schon gesehen. Verluste im Gerätebereich liegen so bei drei zu eins und ich glaube man kann auch davon ausgehen, dass äh die Verluste im Personalbereich mindestens auch in diesem Verhältnis liegen. Dementsprechend, brauchen Sie einfach auch noch sehr viel mehr Kampfkraft und das ist ein bisschen schwierig, all diese Zahlen, die wir jetzt über die letzten Wochen und Monate genannt haben und gehört haben, in irgendeiner Form zu tabulieren, aber nicht Insgesamt ist da mal eine Truppe von 200.0000 angetreten. Sie haben mindestens 30 Prozent dieser äh Kräfte verloren, wie sie sich dann im Einzelnen auf die einzelnen Segmente verteilt, ist nochmal eine andere Frage. Und irgendwann erodiert einfach dein dein gesamter Apparat insbesondere, wenn du dann eben von der Ukraine auch permanent von links nach rechts gejagt wirst und jetzt durch diese Initiative im Norden, durch diese Bedrohung des Abschnitts der Versorgungslinien auch wieder äh Truppen hin und her schicken muss und irgendwann Deswegen kommen Sie ja auch nicht voran. Also es geht. Kaum etwas äh voran und diese ganze Mobilisierung findet so nicht äh statt. Ich habe so ein schönes Video gesehen, da habe ich jetzt leider einen Link äh grad nicht mehr zur Hand, wo sie so eine Umfrage gemacht haben, Auf der Straße ist ja immer nicht ganz so einfach solche Umfragen zu machen da haben sie so äh die Leute gefragt so das war glaube ich in Moskau. Ja sind sie denn Patriot? Ja ja ich bin total Patriot also. Was würden sie denn tun für Russland? Ja alles würde ich ja tun für Russland so, ne? Und dann so ah ist interessant. Ja, wir haben hier irgendwie eine Liste mit irgendwie freiwilligen Meldungen für den Krieg in der Ukraine irgendwie. Wollen Sie sie da vielleicht mal dann laufen die einfach.
Pavel Mayer
Genau, wollen Sie mal Ihre Adresse hinterlassen? Zack war er weg, habe ich auch gesehen. Ja ja, das war wirklich gut, klar. Äh eigentlich wollte alles zu tun. Ja hier äh äh können sie sich freiwillig melden. Zack wortlos umgedreht und äh äh.
Tim Pritlove
Gegangen. Ja, also das läuft nicht so äh gut und es gibt halt ähm gerade bei den Jüngeren da einfach auch nicht so viel Begeisterung, wie man sich äh durchaus vorstellen kann und äh Vielleicht nochmal zu dieser Frage kommen, es brennt ja sehr viel in Russland gerade. Also ist natürlich etwas schwer zu äh quantifizieren, aber das ist auch schwer, das in Relation zu setzen. Aber es gibt viele große Brände, die alle so ein bisschen den Eindruck machen, als zu leicht, außer Kontrolle geraten und man fragt sich natürlich, woran das liegt. Naheliegend wäre natürlich zu denken, dass das jetzt alles äh Sabotageakte sind, aber das ist wahrscheinlich nur in den seltensten Fällen. Es gibt ja diese, äh Cocktailangriffe auf Rekrutierungsstationen das scheint recht populär zu sein, da sind's schon mindestens so zehn Mal in Brand gesetzt worden einfach um zu verhindern, dass dort weitere Rekruten angeworben werden vermutlich. Aber es gibt auch große Brände weit weg vom Kriegsgeschehen in Sibirien vor allem, wo ja die Russen offensichtlich Schwierigkeiten haben. Dem, Herr zu werden und es gibt die Vermutung, dass das unter anderem auch damit zu tun hat, dass sie einfach auch schon so viel Equipment aus allen Landesteilen abgezogen haben, um das im Krieg zum Einsatz zu bringen.
Pavel Mayer
Denn generell ist Brandschutz und Arbeitsschutz äh so in Russland nun Problem. Also ich habe Statistiken gesehen, wonach es irgendwie in Russland vier bis sechs Mal so häufig brennt äh pro, Einwohner äh wie jetzt in westlichen Ländern und ähm mittlerweile hat sich aber auch der Rest des. Blogs eher Richtung, ich sage mal, westliche Brandquote äh bewegt, während sich in Russland irgendwie nix getan hat. So, da ist nix besser geworden mit mit Brandschutz, sondern im Gegenteil. Und äh ja jetzt scheinen eben tatsächlich für die Großbrände, die wohl in Sibirien regelmäßig stattfinden, die sonst eine Armee bekämpft wurden. Angeblich, äh ja, gibt es jetzt zu wenig Militär dort was sich um die Brände kümmern könnte, weil es in der Ukraine ist. Ist auf jeden Fall eine schöne Geschichte Äh aber ähm die Bilder so äh da glaube ich war schon krass froh, einfach äh ja ein ganzes Stadtviertel abgebrannt ist und das sieht man sonst eher selten, ja.
Tim Pritlove
Zu der Unterstützung des Krieges durch, Westen und dort ähm abgesehen von allen politischen Flankierungen, standen natürlich vor allem die Waffenlieferungen so im Mittelpunkt und da ist mittlerweile eine Menge passiert, also insbesondere aus den USA äh kommt wohl richtig viel Equipment. Also da sind's gibt's Sichtungen von wirklich extremer Schiffs äh und Flugzeug äh Aktivität und ähm was halt klar ist, ist es vor allem diese neuen US-Haubitzen. Nicht nur das Land erreicht haben, sondern auch definitiv bereits zum Großteil sogar auch im im Einsatz sind, dass es diese M. 777 Haubitze. Die halt ähm ja wie so ein Anhänger einfach. Ihrem Rohr äh an hinten an den Truck rangehängt werden kann und dann kannst du mit dem Teil schon irgendwie durch die Gegend gurken, also schnell abgebaut, schnell aufgebaut, hat es Ding so zwei Schaufel, Füße, sodass wenn man das dann aufstellt so mit äh gräbt man das dann, gräbt sich das quasi selber in den Boden rein, umso fester es dort verankert ist, umso höhere Repetitionsraten kannst du da einstellen, weil du nicht immer so viel nachjustieren musst Ja und das sind halt die Dinge, die extrem weit schießen können, also irgendwie so dreißig bis 40 Kilometer, je nach Munition hatten wir, glaube ich, ja hier auch schon mal. Besprochen. Das ist also auf jeden Fall alles vor Ort, aber auch Deutschland hat jetzt ähm zugesagt. Sie eben diese Panzerhaubitze 200 da hatten wir zuletzt davon. Gesprochen, dass die Niederlande auf jeden Fall welche schicken will und dass die Deutschen das unterstützen und vor allem erlauben. Mittlerweile ist auch klar, dass sie wohl auch nochmal sieben Stück aus ihrem Bestand auch nochmal schicken, jetzt nicht viel, aber immerhin. Ähm, obwohl das wohl insgesamt alles so ein bisschen langsam ist. Äh zuletzt war ja noch die Rede von diesem Gepard Flugabwehrpanzern. Die sind wohl noch nicht da, weil Munitionsprobleme.
Pavel Mayer
Ja ja. Das ist das mit der Munition, es ist wirklich so ein so ein Drama, weil ähm ich meine, die Kanone und die zugehörige Munition stammt halt von Early Con Borle. Das gehört mittlerweile jetzt rein Metall, aber ist halt trotzdem in der Schweiz und die Schweiz wegen äh ja Neutralität hat jetzt gesagt, nee äh wir die Munition nicht und geben auch nicht die Erlaubnis, die weiter zu exportieren. Es gibt jetzt wohl noch ein bisschen Munition. Älter ist, die noch nicht äh irgendwie äh, diesem Weiterexportverbot äh unterliegt und offensichtlich sichtlich die Kanonen und äh ähm ja Geparden wurden auch zu einer Zeit, gefertigt, wo das noch nicht Thema war aber äh ja im Moment sagt die Schweiz jedenfalls nö. Äh wir exportieren nicht, aber die Schweiz wäre natürlich nicht die Schweiz, wenn es nicht irgendwie eine kreative Lösung für das Problem gebe oder eine Hintertür und äh sieht wohl dann so aus, dass die Schweiz aber die Munition in Einzelteilen exportieren darf, weil dann unterliegt die halt nicht äh diesem äh Verbot und sie sie muss da nur anderswo endmontiert, äh werden, ja, aber das dauert natürlich wahrscheinlich auch dann sich zu überlegen, dass man dann irgendwie keine Ahnung, welche Maschinen für die Endmontage man jetzt irgendwo nach Deutschland oder sonst wohin schaffen muss. Und muss jetzt so ein bisschen die Produktion halb verlagern oder so. Und äh aber das dauert natürlich und so äh ja ist halt dieses ganze Gepard Thema ähm ja kein kein Gutes, wobei die Dinger super nützlich wären, äh so da sind sich halt alle einig, also für die alle auch für den Einsatzzweck in der Ukraine und so äh wäre es wirklich gut, die zu haben so. Auch wenn die halt superschwierig zu bedienen, sein sollen, aber gut, super schwierig nach Bundeswehrstandard ist dann. Ähm ja äh also weil kannst da jetzt nicht nur Akademiker äh als Artilleristen einsetzen, also insofern ist das jetzt alles erlernbar. Und ähm ja wie gesagt, die machen die machen halt eine Menge Alarm äh die die Dinger, das sind halt. Kanonen mit einer extrem hohen Feuerrate, die du nicht nur gegen Flugzeuge, sondern die du auch Ziele und so einsetzen kannst und die halt auch direkt Feuer können und einfach, richtig Verwüstung machen mit ihren 35 Millimeter äh Kanonen, zwei Stück davon äh und auch mit einer ziemlich hohen Feuerrate, das heißt ich glaube, Äh die kann irgendwie. Pro Rohr hier richtig sehe, irgendwie neunhundert Schuss pro Minute pro Rohr oder so, das heißt du hast da regnen dann irgendwie dreißig, 35 Millimetergeschosse pro Sekunde äh irgendwo auf dich ein und das ist sehr unangenehm.
Tim Pritlove
Ja, also die äh Amerikaner haben auch mal veröffentlicht in so einem Fact Sheet, was ihr eigentlich bisher alles so bereitgestellt haben. Und ich muss sagen, das ist eine fette Liste. Ich weiß gar nicht, die kann man jetzt hier gar nicht komplett äh vorlesen, aber so die Größenordnungen sind irgendwie irre, also mal so äh eben. Äh knapp 7tausend so Anti-Armoor äh Systemer und und dann nochmal 14.000 andere, also irgendwie sowas in der Größenordnung, 20tausend, so anti. Anti-Panzersysteme dann halt auch diese Switch-Blade-Dinger, äh diese Kamikaze Drohnen, die so irgendwie äh ne, so Leutring sind, also die halt äh eine Weile irgendwo rumhofern können und sich erstmal das Geschehen anschauen und wenn sie dann was äh entdecken, dann Attacke mäßig auf so ein Ziel, zufliegen können und das direkt zerstören, also quasi so eine fliegende Granate. Davon sind irgendwie 700 Dinger rausgegangen von diesen Haubitzen. Sind halt irgendwie neunzig an die Ukraine gegangen äh auch mit irgendwie zweihunderttausend.
Pavel Mayer
Ja 2hunderttausend äh aber vor allen Dingen auch 2und7 Zugfahrzeuge dafür, moder.
Tim Pritlove
Und 200000 Artillerie äh Munition und so weiter, ganz viel Fahrzeuge noch, kleinere äh Waffen, sehr viel äh Munition, aber dann vor allem auch so die, Breite, ne? Also Lasergeile, ähm sind dabei und dann geht es hier, äh systems äh Optiks, Laser, Range Fires halt irgendwie Zugriff auf kommerzielle Satelliten ähm Bilddaten alles mögliche, Chemical by Logical Radio Logical Nuclear protective Equipment, also Medical zerplatzt, also. Würful Monti, also die die Amerikaner liefern einfach so ein komplettes wir spielen Kriegsset und ähm ja das regnet jetzt eben in zunehmendem Maße auf die Ukraine nieder im Rahmen eben dieses Vertrages, den sie ja jetzt auch nochmal, bestätigt haben, mit anderen Worten, die kriegen jetzt erstmal alles und danach einigt man sich äh über den Preis.
Pavel Mayer
Wobei ja, wobei Lendlis äh tatsächlich fast mehr so eine PR-Nummer war, sicherlich auch wichtig, aber tatsächlich äh kommt bisher noch gar nicht zum Einsatz, äh weil bisher die ganzen Lieferungen über direkte Autorisierungen gehen. Also im Moment kriegen die das quasi alles geschenkt äh die ganzen Waffen. Das heißt, da ist nichts gelandet und nichts geliest. Aber für den Fall, also es war ist nur für den Fall wichtig, dass in den USA jetzt irgendwie der Präsident vielleicht auf Widerstand stoßen könnte, dann könnte er von sich aus ohne Beteiligung jetzt irgendeines Parlaments über Lendlis weiter Material liefern sagen ohne ja den Kongre.
Tim Pritlove
Dass die Republikaner das verhindern können, ja.
Pavel Mayer
So das ist äh äh aber wie gesagt ist mehr, war war mehr auch so ein symbolisches äh Ding. Was potenziell für die Zukunft wichtig ist und einfach nur ein Signal setzt, okay auch der Kongress kann jetzt nichts dagegen machen, sondern äh lang der Präsident darf jetzt mehr oder weniger selber liefern, äh so was er will und weil dann auch noch so, dass aber die Parlamente im Moment sagen jedes Mal nochmal ein paar Milliarden oben drauf getan haben auf das was Biden gefordert hat, der heute irgendwie an 35 Milliarden haben und dann hat der Kongress mal eben gesagt, nee äh mach mal 42 draus so so läuft das da irgendwo gerade ab und natürlich kam dann jetzt auch die Debatte auf, die ja in Europa auch geführt wird, so oh Gott, da werden jetzt so viel Waffen geliefert, ähm entblößen wir damit, jetzt nicht unsere Armee und wir was weiß ich, wir haben jetzt gar keine Stingers und Gervellins mehr zum Beispiel. So, ja aber da muss man dann ganz klar sagen, das ist eine komplette unsinnige Diskussion beziehungsweise es halt. Quatsch, weil also fängt man mal mit den Stingern an. So, Stinger ist halt wirklich alt. Die ist aus den achtziger Jahren. Die meisten Teile, die da drin sind, werden nicht mehr gebaut so Elektronikchips und so weiter, also Stinger äh es gibt da wohl eine ganz kleine Produktionslinie noch mit irgendwie Restteilen, aber im Grunde genommen kann man die gar nicht mehr so richtig nachbauen. Und äh es gibt auch mittlerweile äh äh bessere Systeme, die denselben Zweck erfüllen, ja. Also insofern kann man fast sagen, also wenn selbst wenn die USA all ihre Stinger nicht nur die USA, sondern wenn alles Dinger dort verschossen werden, ist es jetzt auch überhaupt kein Problem und äh es gibt auch aber keinen guten Grund, warum man jetzt Stinger nachbauen sollte, ja. So ähm, Bei den Gervelins, die sind ein bisschen moderner, da sieht's anders aus. Da gibt's halt auch eine entsprechende äh Fertigung, aber ja auch da, muss man äh sagen sind erstens die gut sind nicht das einzige die sind halt extrem teure Waffen und die sind vom Profil her, weil sie eben bis drei Kilometer äh Einsatz äh Reichweite gehen. Ähm ist ja äh sollte man die ein bisschen sparsam einsetzen, beziehungsweise tatsächlich für den Zweck, für den sie eben gedacht sind und für, kürzere Entfernungen gibt's halt deutlich billigere äh Waffen, die die Ukraine ja auch äh zu Massen im im Einsatz hat und grundsätzlich aber, ist es so ähm dass ja alle Waffen, also die Ukrainer verfeuern die ja nicht, einfach nur so, also was man in die Ukraine liefert, fällt ja nicht in ein schwarzes Loch und ist dann wirkungslos verschwunden, sondern ähm. Die Waffen sind ja gebaut worden ursprünglich um in erster Linie natürlich Russland von einem Angriff abzuschrecken, aber in zweiter Linie, falls es nicht gelingt, ähm russische, Hat zu zerstören so und wenn wir die jetzt halt. Alle in die Ukraine liefern wollen, dann werden die eigentlich bestimmungsgemäß eingesetzt dort, also. Dafür eingesetzt, wofür sie gedacht waren äh plus äh dass selbst wenn damit jetzt, die Fähigkeiten der westlichen Armeen reduziert werden hier und und da, aber äh westlichen Armeen haben ja noch ganz andere Systeme und die ganze also der Großteil der Waffen, die da jetzt in der Ukraine geliefert wird, äh hat der Westen eben jede Menge auch Ersatz für, um denselben taktischen Zweck damit äh zu erreichen, aber selbst wenn man dort in der Ukraine alles verfeuern äh äh würde und sich quasi extrem entblößt ähm wird ja gleichzeitig die Fähigkeit der Russen zum Angriff reduziert mit diesen Waffen. Das heißt, äh ähm dass die Bedrohung äh dann in entsprechendem Maße auch abnimmt von russischer Seite, dass man diese Waffen auch eigentlich gar nicht braucht erstmal, weil äh ja die schon dafür benutzt wurden äh die Panzer zu zerstören, die einen dann nicht mehr angreifen.
Tim Pritlove
Jetzt voraus, dass es nur die Russen sind, die angreifen könnten, ne.
Pavel Mayer
Ja, aber wir ja äh ja.
Tim Pritlove
Theoretisch gäbe es dann auch China, aber ich glaube, das äh steht derzeit nicht auf dem Programm.
Pavel Mayer
Aber äh auch da spielen halt dürfte halt wenn man jetzt. Artillerie, also speziell auch europäische Systeme nicht die Rolle äh spielen. Wie gesagt und in und in Asien wären's eben auch ganz ganz andere äh Waffensysteme, um um die es dann ginge, vor allen Dingen eben halt ja luftgestützte Luft und siegestützte Waffensysteme, ja, die hier jetzt in der Ukraine äh nur eine untergeordnete Rolle spielen. So, also insofern äh so die ganze Debatte um, oh mein Gott, äh dann hat die Bundeswehr ja nix mehr oder die amerikanische Armee nix mehr abgesehen davon, dass die Amerikaner so viel äh. Haben äh dass das für eine ganze Weile äh Kriegsführung auch noch ausreicht. Von daher ja.
Tim Pritlove
Schauen wir mal ähm wie denn das alles so zum Einsatz gebracht werden könnte oder vielleicht auch schon zum Einsatz gebracht, wird. Also auf der einen Seite diese ganzen, Messers, die sind natürlich auch hervorragendes Futter, einerseits natürlich für die schon existierende Strategie im Sinne von kleine Einheiten, die durch den Wald marschieren, äh Angriffen äh sich entgegen. Vielleicht von dieser Software gespatcht werden und dann einfach äh die Panzer vernichten. Aber natürlich auch für einen zukünftigen Partisanenkrieg insbesondere in so Gebieten wie Mariopol, die halt jetzt quasi militärisch gewonnen sind. Aber wo es man immer noch davon ausgehen kann, hat sie ja vorhin auch schon gesagt, dass sie dann vielleicht dann doch ein paar durch die Tunnel irgendwohin entkommen sind und dort eben dann nochmal so Untergrundkampf äh organisieren. Ähm es gab dann ein interessantes Video, was von einem chinesischen. Fernsehteam gezeigt wurde und die Chinesen sind ja in diesem Krieg so ein bisschen die Journalists der Russen. Ja, also nur die sind sozusagen im im russischen Teil unterwegs, abgesehen natürlich jetzt von russischen äh Journalisten und äh liefe