UKW085 Corona Weekly: Die meisten von uns werden es überleben

Das Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Seit unserer letzten Sendung kannten die Infektionszahlen in Deutschland nur eine Tendenz: nach oben. Die Inzidenzen gehen durch die Decke und stellen jetzt schon alle bisherigen Wellen in den Schatten. Durch die extreme Ausbreitung des Virus zeichnet sich auch ab, dass sehr bald auch die Zahl der Corona-Toten deutlich ansteigen wird und sich die Gesamtzahl der Gestorbenen bald verdoppelt. Kein schöner Ausblick. Die Politik ist natürlich wieder total überrascht und meint, das hätte ja keiner vorhersehen können und was blossgestellte Politiker halt so von sich geben, wenn der Kaiser auf einmal keine Kleider anhat. Wir blättern uns also wieder durch den Zahlenwald, diskutieren ausführlich die etwas verwirrenden Statistiken rund um Impfdurchbrüche, besprechen was es sich mit dem vornehmlichen Wundermittel Ivermectin auf sich hat und was wir so denken, wie sich die Pandemie in nächster Zeit entwickeln wird.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

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Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim und ich begrüße euch zur 85. Folge von UKW und nachdem wir letztes Mal wieder eine kleine D-Tour gemacht haben, um mal in Großbritannien nach dem Rechten zu sehen und zu schauen, was da denn alles so passiert ist. Äh kehren wir jetzt wieder hier zu unserem Dauerbrenner zurück. Corona mit mir und mit Pavel, hallo Pavel.
Pavel Mayer
Hallo Tim.
Tim Pritlove
Die Sendung, wo wir immer versuchen ein wenig, Text zu äh schaffen und nachdem wir jetzt irgendwie so ein Sommer und auch noch so ein bisschen so eine Herbst äh der der hm gepflegten Langeweile gemacht haben und nur ab und zu mal was kommentieren wollten, habe ich so das Gefühl, wir sind jetzt schon wieder zurückkommandiert an äh an Deck weil die der des Shithass äh äh Hits in the Fan.
Pavel Mayer
Ja nie waren äh die Zahlen äh höher wie heute. Äh kann man da vielleicht äh sagen und ja weil nicht alle Zahlen aber viele Zahlen.
Tim Pritlove
Genau, also die Inzidenzen sind auf jeden Fall Out of Control, man äh liest jetzt schon je nach Bundesland äh vierstellige Werte. Vor allem je nach Altersgruppe, das werden wir gleich alles nochmal durchgehen. Ähm grundsätzlich. Ist auch alles gleichzeitig scheiße, Krankenhäuser sind äh überlastet, insbesondere sind die Intensivstationen überlastet und das äh auch deshalb, weil natürlich auch die Intensivstationen letzten, ja, sehr viel Personal verloren haben und überhaupt gar nicht mehr in der Lage sind, die Kapazitäten zu anzubieten, die man im letzten Jahr noch gesehen hat. Impfzentren sind überlastet, vor allem weil sie halt weitgehend geschlossen wurden und das Personal reduziert wurde und jetzt fällt auf einmal allen ein, dass man ja dann doch noch mal alle boostern muss so. Ich meine, das ist eine Erkenntnis, hier hätte man auch schon im Juli haben müssen eigentlich, aber irgendwie äh hat da keiner drüber nachgedacht. Jetzt wollen sie wieder alle impfen. Jetzt gibt's äh keine Termine. Die Ärzte sind überlastet, weil sie natürlich sich grade im Herbst und im Winter ohnehin mit viel Infektionskrankheiten rumschlagen müssen und jetzt noch die ganze Belastung dazu. Es geht also wie immer hin und her und vor allem sind die äh Politiker überlastet, insbesondere die ausgehende Regierung und in gewisser Hinsicht wahrscheinlich auch schon die neu anstehende Regierungen in Deutschland. Das ist ein totales Desaster. Niemand will für irgendwas irgendeine Verantwortung übernehmen. Alle sind total überrascht. Alles kam vollkommen unerwartet und äh damit hätte ja auch keiner rechnen können, dass jetzt irgendwie Wissenschaftler auf einmal irgendwie. Situation vorhersagen können, gibt da diverse Zitate, die im Netz rumgehen, sei es von Drosten, sei es von äh Viola Prisemann et cetera. Alle, die sich damit beschäftigen, auch auf Twitter, die ganzen äh ehrenamtlichen Daten, die dort immer wieder Modellrechnungen machen. Alle haben eigentlich im Wesentlichen immer wieder dasselbe gesagt, nämlich im Kern, nicht genug geimpft bekommen, dann kriegen wir die nächste Welle. Jetzt ist sie da und sie ist in da in full glory vor zwei Wochen haben wir sie. Beginnen sehen und jetzt äh ist sie halt schon an einem Punkt, wie du eben schon gesagt hast, wie wir sie so bisher nicht gehabt haben. Das heißt, die vierte Welle. Wird die schlimmste gewesen sein und während wir bisher noch äh immer von diesem Effekt sprechen konnten, dass durch die Impfung viele Leute ja zumindest vor Tod geschützt sind, ist die extrem hohe Inzidenz, aber auch die nachlassende Impfwirkung in Kombination jetzt leider das Rezept, dass auch diese Gewissheit, zumindest in den nächsten paar Monaten erstmal verfliegen wird. Bevor wir auf die Zahlen gucken, äh kann ich noch stolz verkünden, dass ich's äh schon zu meiner Booster-Impfung geschafft habe. Ich habe, glaube ich, grade rechtzeitig noch so ähm den Absprung äh geschafft und einen Ort gefunden, der es äh nicht ganz so ernst genommen hat mit dieser bekloppten Sechs-Monate-Regelung. Die ich nicht verstanden habe und auch immer noch nicht verstehe. Ja, also in Israel ist halt die Situation so wurde geboostert, was das Zeug hält und da gilt man nach sechs Monaten als nicht mehr vollständig geimpft, wäre man in Deutschland nicht vor diesen sechs Monaten überhaupt auch nur dahin gehen darf. Ja? Äh vollkommen unklar und was ich noch erzählen muss, es war wirklich so lustig. Also ich habe äh einen Termin wahrnehmen können hier in ähm, Havelhöhe sagte das was Pavel.
Pavel Mayer
Ja, ja, ja.
Tim Pritlove
Berlin Havelhürdestündchen anthroposophisch geführtes Krankenhaus.
Pavel Mayer
Es ist da irgendwie auch im Wald, ne, so.
Tim Pritlove
Ja, es schön am Wald und Havelhöhe heißt es deshalb, weil es halt eigentlich an der Havel ist, aber an so einer Klippe, also man blickt quasi so ein bisschen von oben auf die Havel. Alles äh sehr romantisch und so weiter. Auch eine sehr äh populäre Geburtsklinik. Hat natürlich, wie das eben bei solchen anthroposophischen Veranstaltungen ist, auch so einen gewissen Schwobelfaktor, aber der hat sich nicht gezeigt, schon gar nicht in dem Impfzentrum, was sie dort nämlich aufgezogen haben und das hat wirklich sehr akkurat funktioniert, muss ich sagen. Also es ist zwar überschaubar, alles andere als so ein Riesen-Impfzentrum, wie. Das jetzt hier in der Stadt zusammengezogen wurde, aber die haben da einfach freundlich und bestimmt einfach geimpft. Und ja, so habe ich's äh jetzt mein Ziel auch erreicht und habe ähm. Da auch noch mal kurz Rücksprache gehalten kurz vorher, aber habe mich jetzt bei meinem dritten Impfgang für Moderna entschieden und hab's also jetzt geschafft, die AstraZeneca Biontech äh moderner Kombiimpfe zu haben.
Pavel Mayer
Mhm.
Tim Pritlove
Der Arzt den ich dann gefragt hatte ob was sie denn da noch zu sagen würden. Meinte er dann so ja ja das haben bei uns auch alle äh wir nennen das die Jamaika-Impfung. Er er konnte mir nicht so ganz genau erklären, warum eigentlich ich vermute mal, einfach weil's halt drei Farben sind, ohne dass es da jetzt eine spezifische Zuordnung gibt.
Pavel Mayer
Äh mhm.
Tim Pritlove
Ähm ich persönlich nenn's äh für mich einfach die YOLO-Impfung. Hau rein, ist mir egal, Hauptsache Impfe. Ja und äh ich hab's auch beim dritten Impfstoff geschafft, keine nennenswerten Nebenwirkungen zu haben. Ich weiß nicht, wie ich das gemacht habe, aber ist bei mir einfach irgendwie so.
Pavel Mayer
Äh weißt du zufällig, ob der moderner Booster auch die volle Dosis äh äh.
Tim Pritlove
Mittlerweile ist es nur noch die halbe Dosis. Also sie hatten glaube ich vor äh vier Wochen. Seit wann mit moderner geboostert wird, aber äh zu Beginn haben sie die volle Dosis der normalen Impfung genommen. Das sind glaube ich diese 1hundert Mikroliter. Und die haben sie mittlerweile auf fünfzig reduziert, weil wohl bei vielen die Reaktionen relativ stark war. Freundin von mir hatte das auch und meinte so, ja, es wäre schon ein bisschen tough gewesen. Ich, wie gesagt, scheine, Immun gegen Immunreaktionen zu sein. Ich bin da überhaupt keine Referenz, leider. Aber na ja gut, also ich gehe jetzt mal davon aus, dass ich ähm bei drei Versuchen jetzt auch zumindest zwei richtige Impfungen erhalten haben sollte. Alles andere wäre ein bisschen unwahrscheinlich, zumal ich das auch immer an drei verschiedenen Orten gehabt habe. Als bist du dran, Pavel.
Pavel Mayer
Ja, ja, ja, ich äh wie gesagt, ich ich hatte ja auch versucht, ich ich bin ja sagen eine Woche später äh dran. Deswegen dachte ich na ja gut dann wenn du dich hast äh dann letzte Woche impfen lassen, dann warte ich noch eine eine Woche, dann ist es bei mir auch. Sind, dann bei mir sicherlich auch die sechs Monate um. Aber innerhalb dieser Woche ähm sind irgendwie auch andere Leute auf die Idee gekommen äh dass Sie sich Boostern lassen möchten oder impfen lassen möchten und äh ja äh ich habe dann ich weiß nicht bestimmt eine halbe, dreiviertel Stunde in dem Doktor Lip, gebrowst äh und ähm da waren zwar jede Menge Impftermine bei Ärzten, aber jedes Mal, wenn ich mir dann einen Klicken. Wollte, so konkret ist dann meistens im letzten Schritt poppte dann irgendwas auf, das sagte dann, ja aber leider nehmen wir keine Neupatienten auf für irgendwie wenn's ums, geht ähm so und äh ja und bei Impfzentren war irgendwie auch nix mehr zu, finden ähm so also innerhalb von einer Woche schlagartig äh ja praktisch alle Impftermine erstmal weg, weil also ich gehe mal davon aus, dass ich irgendwie noch äh was was finden werde jetzt in der kommenden Woche, aber äh ja, das das ging halt jetzt plötzlich so ratzfatz und äh ja jetzt wird ja auch Biontech knapp. Gerade beziehungsweise nee, ich weiß nicht, ob's knapp wird, aber zumindest liegt wohl zu viel moderner auf Lager und äh wisst weshalb jetzt gerade heute neue Nachricht ja äh will wohl wollen sie wohl Biontech zurückhalten, damit die Modernare Reserven abgearbeitet werden. So das.
Tim Pritlove
Ja also das. Das ist glaube ich das ist glaube schon wieder so ein Kommunikationsfail äh erster Güteklasse. Warum reden sie erst mal dadrüber? Zweitens, was soll denn das? Also ich meine, haben also von Biontech liefern lassen, sollten sich das schon, weil das geht jetzt eh alles weg Also es wird jetzt relativ schnell wieder in ein äh Nähe äh war alles nicht so gemeint. Äh natürlich bestellen wir mehr, weil jetzt wollen ja auch alle sich wieder impfen lassen, also zumindest die Busseimpfung holen.
Pavel Mayer
Nee, es geht darum, sozusagen äh die Auslieferungen an die Ärzte und Impfzentren. Also ja, die wollen sie.
Tim Pritlove
Sie wollen das halt anders verteilen. Das ist das finde ich auch in Ordnung, aber ob das jetzt eine große Diskussion wert ist, weiß ich gar nicht.
Pavel Mayer
Nee, zumal äh ja gut ja halbe Dosis moderner äh so. Sollte es auch tun und ich denke mal auch, dass ja je mehr verschiedene Impfungen äh glaube ich äh umso äh besser die Wirkungen wahrscheinlich umso breiter äh vermutlich dann dann auch die die Wirkung. Also zumindest scheint's nicht schlechter zu sein und ja und, Okay.
Tim Pritlove
Auf jeden Fall das ist jetzt so meine persönliche Situation. Ähm Vielleicht noch mal genauer drauf äh eingehen, was da jetzt auch so die Erkenntnislage ist, würde ich sagen. Schauen wir erst mal auf die Zahlen, weil das ist natürlich jetzt das große Thema. Wir haben also wieder steigende Inzidenzen, und wir haben ja auch sehr viele andere steigende äh Kurven und so haben wir bisher immer noch äh dran und Haustiere. Zahlen vom RKI in deine Risikotabelle. Ich bin ein bisschen ähm finde es grad selber jetzt ein bisschen. Schade, dass ich ähm, geschafft habe meine persönliche Impffortschrittsbetrachtung wieder ans Laufen zu bekommen. Ich musste das ja mal aussetzen, weil die beim Impf einfach das Dateiformat äh unangekündigt und und dokumentiert vor allem geändert haben und ich dann bisher die Energie nicht aufgebracht habe, das anzupassen. Dann kam halt noch die Drittlimpfung mit dazu und äh von daher musste ich mir das nochmal neu machen, aber es. Relativ wenig Auswertung der Impfsituation, die mir persönlich gefallen. Von daher muss ich das noch mal machen, aber bin einfach bisher noch nicht dazu gekommen.
Pavel Mayer
Ja gut, was kann man sagen äh zu den zu den Zahlen jetzt. Ja, also so eine Inzidenz Explosion hatten wir noch nie zuvor äh in der gesamten Pandemie nicht ähm ja wir sind jetzt, Deutschland, Weit sind wir jetzt auf einer Inzidenz von 390 nach publizierten Fällen und 360 nach Meldedatum. Echt äh der Unterschied nochmal, also wir machen halt im Gegensatz zum RKI. Auch noch Auswertungen, wie viel jetzt publiziert wurde und äh nach Meldedatum ähm sind halt die offiziellen Zahlen, aber die weichen dann halt ein bisschen. Weil äh na ja, das Meldedatum dann immer ein bisschen zurückliegt und weil die sich im Nachgang dann quasi auch noch verändern, weil noch Meldungen äh äh nachkommen, während die nach Publikationsdatum. Seit der Stichtag, so das, was täglich an Zahlen gemeldet wird, aber das halt dann entsprechend zusammengezählt und und und ausgewertet. Ja. Und ja und wenn man dann auch noch in die einzelnen Bundesländer guckt, dann ist Sachsen mal wieder ganz vorne grade mit einer Inzidenz von neunhundertvierundachtzig nach Publikationsdatum und 790 nach nach Meldedatum. Also es ist halt auch krass, wie das jetzt im Moment gerade auseinanderläuft. Normalerweise sind die Zahlen oft sehr eng beieinander, aber wenn da jetzt so eine Dynamik wie jetzt reinkommt ja, dann äh geht es halt richtig, richtig ab und bei den auch R-Werten, die R-Werte. Ja für für Deutschland liegen wir gerade bei 1,17. Das ist jetzt. Super spektakulär, aber ähm ja äh solide Hoch und, Das sind halt auch je nach Bundesland also wir haben halt auch Bundesländer. Ähm die deutlich höher liegen ähm so in Brandenburg gerade haben wir pro Woche sechzig Prozent, Zuwachs äh in den in den Zahlen in Sachsen irgendwie vierundvierzig Prozent ja und im im Bundesschnitt sind's halt immer noch dreißig Prozent mehr Fälle jede Woche und ja heute waren's eben aktuell dreiundsechzigneunhundertvierundzwanzig. Neue Infektionen so. Das ist äh ja Das ist ähm mittlerweile fast jenseits von Gut und Böse, aber es aber nach oben ist äh leider noch einiges an Luft offen und es sieht auch überhaupt nicht so aus, als wenn sich da grade irgendetwas stabilisieren würde wobei wir auch den Effekt kennen, also zumindest in Tschechien, war es auch so, die Tschechien hatten sich ja auch irgendwann mal entschieden. Im letzten Jahr, dass corona vorbei ist und dass man da jetzt nichts machen muss. Woraufhin sie auch dann so Tausender-Inzidenzen bekommen haben. Aber klar ist auch, dass es äh da Grenzen gibt, dass es nicht nicht ewig in die Höhe gehen wird, weil erstens die Leute selber anfangen. Aufzupassen und ihr Verhalten ändern, wenn sie sehen, was was passiert, dann hm. Wird natürlich auch werden Maßnahmen ergriffen werden zwangsläufig von der Politik in dem Moment. Wo ja jetzt die Krankenhäuser voll sind, muss halt äh was passieren, also ab einem bestimmten Punkt hat die Politik. Einfach keine Wahl mehr als äh Lockdown und, Meine Einschätzung hier auch auf Twitter geäußert habe, ist so grob. Na ja, die Hälfte der Bundesländer schätze ich, würzig irgendwie, durchmogeln können ohne Lockdown bei der also in den nächsten vier bis sechs Wochen, so sage ich mal, wird die Hälfte der Bundesländer sich irgendwie durchmogeln können aber die andere Hälfte so wird um äh harte Maßnahmen nicht herum, bis hin zu einem totalen Lockdown äh kann das sein in einigen Ländern, wo wirklich wir wieder, So äh den so Lockdown im Stile von ganz am Anfang äh der Pandemie, der auch funktioniert hat und frappierend ist aber auch. Wie wenn man sich jetzt den den Graphen über die gesamte Zeit anguckt wie jetzt die erste Coronawelle im Vergleich dann nur noch so ein kleiner Blip äh ist ja so und wenn man sich das für einige Bundesländer anguckt dann hat man das Gefühl okay da hat Corona überhaupt erst jetzt angefangen. Da gab's bisher in den letzten zwei Jahren im Vergleich kaum was. Ja da gab's so ein ja aber auch da äh zieht es dann äh jetzt jetzt gerade in die Höhe und die andere Sache, die, noch so richtig krass äh äh sind halt die Inzidenzen in äh ja bei den bei den Kindern, also vor allem in der Altersgruppe fünf bis 4zehn Und wenn man da in einige Landkreise hinein hineinschaut, da haben wir bei Kindern äh Inzidenzen äh also in dieser Altersgruppe so äh in. Eine Handvoll Landkreise jetzt über dreitausend und der Rekord, den ich da gefunden habe, der neue Inzidenzrekord, gut, das hat wahrscheinlich vielleicht auch ein bisschen was mit Nachmeldungen oder so zu tun, liegt aber bei ähm über viertausend, äh ich gucke gerade mal im Landkreis Oberspreewald-Lausitz äh ausgerechnet. Das ist zwar vielleicht irgendwo einen auch einen Flug, wie gesagt, aber da sind die offiziellen Zahlen 4720 Fälle je 00.000 in den letzten sieben Tagen. Ähm das sind halt 4,7 Prozent der Kinder haben sich dort in den letzten sieben Tagen ähm mit Corona infiziert, mindestens. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass wir jetzt da auch noch eine dunkelste Fahrt vielleicht von Faktor zwei oder drei haben, weil es ein bisschen unklar ist. Dann. Kann man sagen, dass wahrscheinlich grade in der letzten Woche äh sich dort äh ja zehn bis 15 Prozent aller Kinder mit Corona infiziert haben. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Tim Pritlove
Ja, das ist die Durchseuchung äh wo äh in den sozialen Medien viel drüber geredet wird. Ähm. Hat man in dem Zusammenhang auch noch mal die Testzahlen nennen. Die sind natürlich rapide nach oben geschossen in den letzten Wochen. Wir hatten jetzt so viele Tests wie fast noch nie also wir sind jetzt ungefähr bei 1,6 Millionen Tests, den äh Level hatten wir bisher nur, genau vor einem Jahr genau in denselben beiden äh Kalenderwochen erreicht gehabt 2020. Als eben uns auch die zweite Welle quasi erfasst hat. Das ist jetzt eine schöne Parallele. Jetzt haben wir genauso viel Testung, allerdings ist die positiven Quote, also der Anteil der positiven Tests dabei spielt in einer ganz anderen Liga, hat mir also vor einem Jahr 7,1 und respektive 7,86ähProzent aller Tests, die positiv ausgefallen sind, aller PCR-Tests. Sind es jetzt in der letzten Woche 5zehn ,neun und jetzt halt ähm, also in der vorletzten Woche war es 5zehn ,neun Prozent und in der letzten Woche waren's siebzehn Komma. Zwo 7 Prozent, was auch insgesamt die höchste positiven Quote ist, die wir je hatten und was können wir daraus schließen? Das bedeutet, wir erfassen derzeit. Das Infektionsgeschehen noch nicht mal ansatzweise. Wir haben's nicht unter Kontrolle. Es wird nicht genug getestet, ähm um um überhaupt zu erfassen, was Phase ist und das bedeutet, dass die Dunkelziffer, der tatsächlichen Infektionen, tja, irgendwo so um Faktor zwei oder drei, denke ich mal, angesetzt werden muss, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was jetzt tatsächlich passiert.
Pavel Mayer
In der Größenordnung könnte das liegen, wobei das halt immer äh von mit der Dunkelziffer ist es halt äh wirklich sehr äh kompliziert, weil die erstens regional sehr unterschiedlich sein kann. Dann In den Altersgruppen sehr unterschiedlich sein kann. Also gerade Altersgruppe fünf bis vierzehn, wenn dort beispielsweise sämtliche Schüler äh zweimal die Woche durchgetestet werden, hat man natürlich äh eine eine krasse Test-Coverage äh in dem Altersbereich. Das heißt ähm, Dort könnte dann die Dunkelziffer wiederum niedriger ist. Sein auf der anderen Seite sind dann die Inzidenzen natürlich so gewaltig hoch ähm dass wir glaube ich äh jetzt äh auch äh wieder gerade in die Grenzen der Testkapazitäten ganz klar reinlaufen. Und.
Tim Pritlove
Man muss dazu sagen, die Schüler, die regelmäßig getestet werden, werden ja nicht regelmäßig PCR getestet, sondern die werden regelmäßig mit Antigen-Tests getestet und äh bei den hohen Zahlen kommt natürlich jetzt auch die Sensitivität der Tests dann wiederum ins äh Spiel und das ähm erfasst natürlich auch nicht alles, aber stimmt schon. Ähm. Sind verschiedene Kräfte am Werk, ich sag's mal als anders, es gibt eine Dunkelziffer und das, was wir da jetzt grade messen, entspricht sicherlich nicht der Realität. Sondern, Die Zahl ist höher. Ob das jetzt das Zweifache ist oder das Dreifache ist, spielt in dem Falle, keine Rolle, weil selbst wenn dem nicht so wäre, wär's immer noch schlimm genug. Andererseits ähm können wir ja jetzt fast glaube ich auch nochmal so das Gedankenspiel mit der Herdenimmunität äh durchspielen, weil bei den Infektionszahlen, wenn das jetzt eine Weile anhält dann rollt es halt dann auch wirklich durch die ganze Gesellschaft.
Pavel Mayer
Ja, das ist das ist halt das das Ding tatsächlich, wenn man das, wenn man das hochrechnet bei, sagen wir mal, bei den 3000er Inzidenzen Plus dann Dunkelziffer und sagt OK wir liegt tatsächlich vielleicht irgendwo eher dann bei bei 500bis bis zehntausend, dann. Man so zehn bis 20 Wochen ungefähr um äh die Bevölkerung zu durchseuchen. Wenn jetzt. Die Inzidenz auf der Ebene bleiben würde, aber wenn sie halt jetzt noch weiter in die Höhe schießt, dass sie sich mit den ja aktuellen Wachstumsraten ähm, so in die Höhe geht äh kann man auch innerhalb von vier bis sechs Wochen äh äh die komplette Bevölkerung oder zumindest eine bestimmte Altersgruppe äh durchseuchen. Und äh ja ich habe auch mal überschlagen. So was das den Bedeuten würde, jetzt für das Gesundheitssystem, beziehungsweise erst mal äh. Was hast du fürs Gesundheitssystem? Bedeutet es ein bisschen bisschen schwieriger, aber äh so anhand der zu erwartenden Toten. Äh kann man das, glaube ich, ein bisschen abschätzen, äh weil Sicherlich nicht ganz proportional das Hospitalisierung und Todesfälle so der Anteil, die schwanken, aber im Großen und Ganzen je größer der Anteil der Todesfälle in einer Altersgruppe, umso höher auch ähm die Zahl der Hospitalisierungen. Und äh schweren Fälle, so Größenordnungsmäßig, wie, da gibt's halt noch noch äh Unterschiede und gerade bei Kindern ist es wahrscheinlich so, dass das halt äh Hospitalisierung äh dann ähm höher ist als jetzt die Zahl der Todesfälle, die extrem gering ist. Das ist halt wenn man diese ganzen Alterskategorien, betrachtet. Wenn man sich jetzt anguckt, was äh wenn's jetzt wenn wir's jetzt laufen lassen sozusagen deutschlandweit ähm. Jetzt die verschiedenen Altersgruppen äh äh durchinfizieren, dann können wir in der Altersgruppe 5 bis 14 mit. 50 bis 200 toten Kindern äh rechnen äh durch durch covid. So ähm. Dass äh ja äh das muss man halt bewerten wollen. 14 hatten wir bisher, also 14 tote Kinder und das wird dann irgendwo auf 50 bis 200 hoch, passiert es in der Altersgruppe 15 bis 34 ist das Potenzial äh Obergrenze ungefähr zu erwartende dreitausend Tote. Zwischen fünfzehn und vierunddreißig. Bisher waren's zweihundertsechsundvierzig. Aber da in dieser Altersgruppe schon äh. Ja auch eine ganze Menge geimpft sind, immer noch zu wenig, würden's wahrscheinlich in äh eher auf irgendwas äh zwischen tausend und zweitausend Toten hinauslaufen. Am anderen Ende, wenn's jetzt die alten erfasst, reden wir. Von bis zu 400.000 Toten über 80, die wir äh maximal erwarten können ohne Obergrenze liegt die, Obergrenze sogar bei bis zu einer Million.
Tim Pritlove
Haben wir denn überhaupt so viele?
Pavel Mayer
Ja ja, wir haben äh äh was waren das? Äh habe ich mich da verrechnet? Mhm.
Tim Pritlove
Also 80 plus Bevölkerung in Deutschland sind 5,6 Millionen.
Pavel Mayer
Ja. Okay und davon äh okay, das kommt aber hin ungefähr zwei ja zwanzig Prozent äh davon äh wären's dann das passt. Äh.
Tim Pritlove
Zwanzig Prozent, also jeder fünfte aus achtzig Plus.
Pavel Mayer
Das waren sozusagen die äh das wären die Raten so an Ungeimpften, so wenn sich wenn sich alle infizieren in dieser Alters.
Tim Pritlove
Also du du redest jetzt nur von den Ungeimpften, Achtzigjährigen? Nein. Du redest von allen Achtzigjährigen.
Pavel Mayer
Ich rede von allen Achtzigjährigen.
Tim Pritlove
Okay, aber zwanzig Prozent sind ja nicht vierhunderttausend dann.
Pavel Mayer
Nein, das sind dann zehn Prozent. Also bei sozusagen aktuell äh ist äh ist die ähm sozusagen die Infektionssterbe äh Rate ungefähr äh äh zehn Prozent, ja? Äh bei äh bei dem bei diesen neunzig Prozent jetzt achtzig, neunzig Prozent äh Impfstatus, den wir grade haben so sterben 10 Prozent der Infizierten in der Altersgruppe. Aber wenn man das nach hoch durchrechnet, muss dann natürlich wieder die, Dunkelziffer mit äh einberechnen, aber ähm ja. Das sind so die die Größenordnungen, um um um die es.
Tim Pritlove
Also mit anderen Worten, wenn es jetzt einfach ungehindert ohne weitere Maßnahmen so durchläuft. Wird's richtig fett. So und da haben wir, Toten zu rechnen und wir haben jetzt schon fast 100.000 Tote zu beklagen im Rahmen dieser Pandemie, an nachgewiesenen Todesfällen durch covid-19und das ist, wie Martin Findrich auf Twitter so schön feststellte, mehr als die gemeldete Infektionszahl von der Volksrepublik China.
Pavel Mayer
Und äh äh Drosten rechnet äh damit, dass äh wir ungefähr nochmal bei 100.000 Toten rauslaufen könnten jetzt in dieser Welle, wenn, Ja, also 1hunderttausend weitere tote, äh nochmal, dass sich die Zahl der Toten verdoppeln könnte jetzt in dieser vierten äh Welle.
Tim Pritlove
Ja ich meine wenig überraschend. Also wir werden jetzt allein in den nächsten Wochen, weil das ist ja jetzt alles vorbei, hat zumindest der Herr Wiela von vom RKI gesagt, der rechnet also jetzt mal mit 4hundert pro Tag. Dass wir das auf jeden Fall erreichen werden. In zehn Tagen sind das halt. Viertausend, ne, in drei Monaten sind das halt irgendwie mal locker 40.000 und wenn die Zahl sich jetzt noch weiter so beschleunigt, dann ist das alles nicht unrealistisch. Also es klingt nicht schön, aber es ist halt so.
Pavel Mayer
Nee, also wir sehen, wie gesagt, vor allen Dingen sehen wir auch nicht nirgendwo, dass sich das jetzt gerade irgendwie stabilisieren würde. Ähm.
Tim Pritlove
Sonst wird einfach alles nur schlimmer grade.
Pavel Mayer
Sondern es es wächst halt mehr oder weniger ungebremst weiter und selbst wenn wir jetzt. Sagen rechnerisch einen Rückgang, der R-Werte sehen würden, so. Was wir nicht wirklich sehen. Dann äh würde das wahrscheinlich daran liegen, wir in die äh Limits äh beim Testen reinlaufen. Die Testkapazität nicht mehr haben. Das heißt, selbst wenn wir jetzt äh ja einen Knick sehen würden im Anstieg, könnten wir dem noch nicht mal trauen. Ja? Also wir müssten gut letztlich äh können wir uns im Moment fast nur noch an der positiven Quote orientieren, ähm weil dann weil die Inzidenzen eben jetzt durch durch die ja durch die Limits beim Testen langsam gecappt werden.
Tim Pritlove
Genau. Und wenn man's an der positiven Quote orientieren, stellen wir fest, die ist so hoch wie noch nie und die geht auch äh krass nach oben. Von daher tut sich da auch grad nicht so besonders viel Positives.
Pavel Mayer
Ja, was aber vielleicht so eine Grundregel noch und da kommen wir dann äh äh gleich noch, wenn man jetzt die. Aktuellen Inzidenzen, mit denen der vorherigen Wellen vergleichen will, kann man einen Faktor von 2 bis drei Ansätzen, also die um das zwei bis dreifache reduzieren, was die Auswirkungen jetzt auf das Gesundheitssystem. Angeht. Das heißt, während wir, ich sage mal, vorher vielleicht bei bei fünfhundert die äh. Krankenhäuser dicht gelaufen sind, angenommen in irgendeiner Gegend wird's jetzt irgendwo bei 1.000 bis 1.500 dieselbe ähm ja äh den den selben Druck äh erreichen oder dieselbe Hospitalisierungs äh Inzidenz äh oder so gegenüber. Den vorherigen Wellen, wobei das dann wiederum auch sehr stark abhängt, in welchen Altersgruppen äh das das gerade drin ist und. Eben auch nicht zu erwarten ist, ist, dass wenn's jetzt bei den Jungen so in die in die Höhe schießt, wird das halt nicht bei den Jungen bleiben, sondern breitet sich dann natürlich in alle Altersgruppen äh aus. So das ist das Ding und ich bin mir nicht ganz klar sagen, wann das Virus sich jetzt durchgebrannt hat irgendwo in in einer äh Gegend. Ähm. Ja werden wir sehen. So in der Vergangenheit gab's halt dann immer so Effekte gesagt wenn's denn dann hoch geht äh begrenzt sich der Anstieg. Irgendwann von von selbst, weil die Leute halt anfangen aufzupassen oder weil das Virus vielleicht in der nächsten Umgebung dann tatsächlich niemanden mehr findet. Aber bis dahin ist es ist es noch weit. Weithin glaube ich und das führt dann auch nur zu einem sagen wir mal vorübergehenden äh ähm Abbremsen des des Anstiegs und nicht zu einem Rückgang oder so unbedingt solche solche Effekte.
Tim Pritlove
Ja Die Politik äh überhaupt nichts unternimmt, kann man jetzt allerdings auch nicht äh sagen in Sachsen äh wurde es jetzt den Krematorien auch gestattet sonntags zu arbeiten. Insofern, alles in Butter. Ja düsterer Ausblick. Jetzt denk ich mal sollten wir mal eine Debatte äh aufgreifen die eine große Rolle gespielt hat in der Öffentlichkeit, nämlich die Sache mit den Impfdurchbrüchen. Da haben wir ja auch schon mal drüber. Geredet generell, aber du hast ja jetzt auch nochmal die RKI-Zahlen von letzter Woche angeschaut oder von dieser Woche angeschaut ähm wo man halt aufgeschlüsselt bekommt, wie es denn jetzt eigentlich realistisch. Aussieht wie das Verhältnis von Leuten, die sich geimpft haben, aussieht zu Leuten, die sich, geimpft haben oder die nicht vollständig geimpft sind oder nicht doppelt geimpft sind mindestens.
Pavel Mayer
Genau und da muss man vielleicht zwei Sichten ähm. Vergleichen. So einmal. Die Sicht der äh wie es so schön heißt, ja Hospitalisierungs äh oder so so was. Die Inzidenzen in den jeweiligen Gruppen, also unter den Geimpften und unter den Ungeimpften ähm gerechnet jeweils auf die ja Größe der der Gruppe. Oder also das ist die eine Sache, die halt eine Aussage darüber macht über das persönliche Risiko, das das Risiko des Einzelnen, wenn er geimpft ist, oder nicht geimpft ist. Die andere Sicht ist halt äh dann die, wie viele wie viele. Ja Ungeimpfte und wie viele Geimpfte denn jetzt ähm ja ähm. Erkrankt sind, einen absoluten Fällen beziehungsweise ähm sagen der Anteil der äh symptomatischen Fälle und äh wie viele Hospitalisiert werden mussten, intensiv sind und wie viel Versterben in den jeweiligen äh äh Gruppen so, was dann wiederum mehr in Richtung äh ja äh. Belastung des des Gesundheits äh Systems äh äh Auskünfte ermöglicht, wenn man nämlich dann äh dazu geht und noch die Impfquoten äh dazunimmt, dann äh ja äh ist erstmal der der Schluss ähm. Es ist jetzt nicht wirklich die Epidemie der äh Ungeimpf, äh wie es so schön gesagt wurde, sondern es ist unsere gemeinsame Epidemie. Jetzt ist es die Epidemie der Geimpften und der Ungeimpften so. Beide äh tragen äh etwa in gleicher Weise Größenordnungsmäßig gerade zum zur Verbreitung der der Infektion und zur Belastung des Gesundheitssystems bei, wobei natürlich äh siebzig Prozent Geimpfte ich sage mal so viel Probleme machen wie zwanzig, dreißig Prozent ungeimpfte. Das ist so äh, in etwa das Verhältnis. So kann man das äh ganz ganz grob äh zusammenfassen und äh das macht natürlich einen erheblichen Unterschied oder die Impfquote macht halt schon einen erheblichen Unterschied für die Gesamtinzidenz in der Bevölkerung, weil natürlich sich das dann schneller ausbreitet und schneller wächst und Da hatte ja der vorher dann noch offen paar einzelne Zahlen jetzt in den Altersgruppen äh eingehen. Da hatte ja der Dirk Pessler auch so eine schöne Grafik gemacht, wo er mal geguckt hat. Korrelation, wie sieht es in den Bundesländern aus mit den. Mit der Anzahl ungeimpfter und wo liegt dort die Inzidenz? Und da sieht man dann schon einen ganz guten äh Zusammenhang, äh dass. Einfach im Prinzip je höher äh die. Impfquote, umso niedriger die Inzidenz ganz grob. Ja, da gibt's gibt's dann natürlich Abweichungen, so Sprünge nach nach oben und nach unten, aber generell ist dieser dieser Trend ganz klar zu sehen, so Sachsen, einfach mit. Meisten Ungeimpften und Thüringen haben auch die höchsten. Inzidenzen ganz klar und Bremen mit der höchsten, Impfquote ja hat die niedrigsten Inzidenzen gerade insgesamt. Also insofern impfen hilft impfen wirkt. Impfen ist gut. Aber äh im Moment äh wird uns leider in diesem Jahr das Impfen eben nicht mehr wirklich helfen, sondern das wird sich dann erst im Januar irgendwann nieder. Schlagen frühestens, äh wenn wenn wir jetzt ordentlich boostern und und impfen, aber ja für für dieses Jahr. Kriegen wir uns da wie gesagt nicht nicht rausgebustert. Mehr so und deswegen macht es jetzt auch keinen Sinn irgendwie so auf den Ungeimpften rumzuprügeln und sagen, wenn ihr euch jetzt alle impfen lasst, dann ist jetzt sofort alles äh vorbei. Nee, denn ich meine sollten's trotzdem tun, weil wir dann vielleicht die Chance haben im Januar oder im im Februar dann, aus der Katastrophe raus zu sein und es wird ganz ganz viele Menschenleben retten, aber das Kind ist äh im Grunde genommen jetzt erstmal in den in den Brunnen gefallen, dass wir jetzt äh. In in in weiten Teilen um Lockdowns nicht umherkommen.
Tim Pritlove
Reden wir es doch mal andersrum. Angenommen wir hätten jetzt 95 Prozent geimpft oder vielleicht sogar mal 100 Prozent, was natürlich jetzt überhaupt nicht realistisch deswegen sage ich ja auch mal angenommen, ne? Also wenn man da jetzt also allein jetzt dieser Zahlenlogik folgen würde und sagen würde, okay, alles klar, unter den Bedingungen würde es auch bei diesen Geimpften, noch zu Infektionen kommen, sofern man jetzt keine Maßnahmen, hat oder sagen wir mal so wenig Maßnahmen wie wir eben derzeit auch haben. Dann würde es ja immer noch ein Infektionsgeschehen geben. Das Virus würde sich verbreiten, es würde sich nicht besonders schnell verbreiten. Also was wäre, ich möchte nur mal so darauf hinaus nochmal vom Gefühl her, was wäre dann anders? Also es würde sich nicht so schnell. Ausbreiten. Es würde vielleicht sich immer noch irgendwie exponentiell ausbreiten, aber so langsam, dass man's noch kontrollieren kann. Die Belastung der Krankenhäuser wäre signifikant niedriger da können wir vielleicht auch mal auf Zahlen kommen, also als es ja immer nachgerechnet, das ist ungefähr so Faktor je nach Altersgruppe, so Faktor drei bis vier ist ungefähr, ne, also deutlich weniger Belastung und natürlich äh sehr viel weniger Tote, weil das einfach im. Da das Impfen am meisten schützt, so.
Pavel Mayer
Also man könnte sogar sagen, ähm ich meine, die aktuellen Inzidenzen äh ist ja äh sagen wir mal, man guckt also Geimpfte. Ungeimpfte an, Geimpfte stecken äh äh auch Geimpfte, an und wenn man jetzt die Ungeimpften quasi rausnehmen würde, dann äh wären die R-Werte alle äh unter äh eins, dann äh würden äh ja dann würde es würde würden die Inzidenzen sinken und die äh Infektion würde zum zum Stillstand. Kommen, so dass es äh das das wäre zu erwarten, aber in der in der momentanen Mischung oder oder Gesamtsituationen. Einfach äh ja wo eben die ähm Ungeimpften sagen auch ja mehr. Verbreiten und eben auch Geimpfte anstecken. So ja, wir eben dann deutlich über eins in der in der.
Tim Pritlove
Ja gut, aber ich meine, wären jetzt alle geimpft. Und du sagst, dann wäre aber der R unter eins. Dann würde sich die Infektion totlaufen, dann wären wir die Pandemie zumindest erstmal vorübergehend erstmal wieder. Und dem ist halt nicht so, ja? Ich denke in diesem Spruch Pandemie der Ungeimpften steckt nicht die Aussage drin. Ausschließlich Ungeimpfte tragen derzeit dazu bei, dass das Geschehen voranschreitet, ja. Sondern die Aussage ist eher weil es noch so viele Ungeimpfte gibt. Kann sich hier einen R-Wert über eins ergeben und das lässt die ganze Sache halt rollen und das führt eben dazu, dass wir so hohe Inzidenzen haben und eben auch entsprechend viele Fälle haben. Und vor allem, dass noch hinten dran, das darf man nicht vergessen, Es sterben ja jetzt nicht in der nächsten Zeit nur Leute. Bekommen haben, sondern wir werden jetzt einfach sehr viele Todesfälle sehen von Leuten, die einen Autounfall hatten, Intensivstationen brauchen, keine finden. Kinder, die irgendwelche Infektionskrankheiten haben, dringend äh irgendwie behandelt werden müssen, keinen finden. Leute, die einen Schlaganfall haben, irgendwas irgendeinen Unfall. Die Intensivstationen sind voll, heißt, Es gibt einfach keine Plätze und äh jetzt fahren die Ambulanzen halt mit den Leuten irgendwie von Krankenhaus zu Krankenhaus und versuchen irgendwie noch äh einen Platz zu finden, aber es ist halt einfach alles voll, weil eben die ganzen Überschusskapazitäten jetzt durch Covid-Infizierte ähm bedeckt werden und das ist halt das sekundäre äh Problem. Ganz unabhängig davon, wie geschützt man es jetzt durch eine Impfung. Überlastung ist das Problem.
Pavel Mayer
Aber der der Punkt war, dass äh. Glaube viele Leute dazu geneigt waren, so bei ähm aus Pandemie der äh Ungeimpften äh zu schließen, dass sie, Persönlich jetzt nicht so bedroht sind äh oder dass sie ja ich sage mal mehr oder weniger komplett geschützt sind oder sehr weitgehend geschützt sind. Und das mag. So in den ersten Monaten, sage ich mal, zwei, drei Monaten nach der Impfung auch der Fall sein, aber bei den meisten Leuten äh ist das jetzt glaube ich so langsam sechs Monate her oder oder länger, dass sie geimpft worden sind und da sehen wir eben beim Schnitt um das jetzt mal für die Altersgruppe auch mal äh, zählen beziehungsweise das Problem ist natürlich, dass wir bei den Impfungen äh die Erfassung der Altersgruppen, dass es da nur drei Altersgruppen gibt, 12 bis 17 gerade, 18 bis 59 und 60 Jahre und älter, was natürlich jetzt nicht zu den anderen äh Zahlen äh äh wieder wieder passt unbedingt, aber so war's halt schon krass ist äh hier jetzt in dem RKI-Bericht, Datenstand sechzehnter Elfter. Äh Impfdurchbrüche KW 2undvierzig bis fünfundvierzig gab's halt insgesamt 50.000 symptomatische covid-Fälle so. Wobei das nur die Fälle sind, sind das sind nicht alle Fälle, sondern nur die Fälle für die Informationen vorliegen, weil irgendwie 20, 30 Prozent der Fälle, äh die übermittelt werden, ohne Impfstatus übermittelt werden so. Aber, Von den fünfzigtausend, äh die dort aufgezählt sind, waren dreißig, vollständig geimpft. So, also 60 Prozent der symptomatischen, Covid-Fälle äh sind vollständig geimpf. Ähm vor den Hospitalisierten. Covid-neunzehn Fällen, das waren in dem Fall 7000. So sind dreitausend. 150, also rund 45 Prozent sind äh Durchbrüche auf den Intensivstationen ist es ein bisschen besser, das Feld ist ungefähr 1 zu3, also vier oder ja vierhundertsechs von tausendvierundsiebzig Fällen also siebenunddreißig Komma acht Prozent und. Bei den Verstorbenen äh waren 514 von 2dreiund2 äh Verstorbenen, geimpft, also 42 Prozent der Verstorbenen waren geimpft. So. Das sind halt äh gerade in etwa die Zahlen. Das klingt dann natürlich jetzt. Ein bisschen schlimmer, wiederum als es ist, weil ja äh wiederum die Mehrheit tatsächlich geimpft, ist. Äh so, aber was das sagen jetzt persönliche Risiko. Angeht ähm kann man sagen oder was auch die Belastung äh vorhin hatten, jetzt das Gesundheitswesens angeht, tragen halt Geimpfte und Ungeimpfte. Ähm in etwa, im gleichen Maße äh äh dazu bei mit ich sage mal ein bisschen mehr noch bei den bei den Ungeimpften, wie gesagt vierzig, vierzig Prozent kann man sagen, round about ähm. Gerade sind äh Geimpfte und 60 Prozent sind ungeimpft. Die.
Tim Pritlove
Müssen wir aber gleich hinterher schieben, ja? Nochmal was du eben so angedeutet hast. Das ist extrem wichtig jetzt diese Zahlen richtig zu kontexualisieren, weil das ist natürlich jetzt hier auch so ein Mantra, was von diesen ganzen äh Schwoblheinis auch schnell wieder auf den Tisch gebracht wird. Hier siehst du, Impfung bringt ja überhaupt nichts, weil so und so viel Prozent, ne? Dann kommst du dann hier schon bei diesen Fällen ja 6061 Prozent der symptomatischen Fälle äh alle geimpft, das hilft ja alles gar nix. Das sagt diese Zahl nicht aus. Warum nicht? Weil man sie nicht zueinander in Relation stellen muss, so, sondern das ist halt quasi im Vergleich zu sehen zu der Zahl von Leuten, die geimpft sind oder die nicht geimpft sind und wie du eben schon angedeutet hast, dadurch, dass wir jetzt hier im Prinzip so eine zweiDrittel, ein Drittel Verhältnis haben reduziert sich dann eben auch dieser Anteil entsprechend. Ähm, Das ist eben das Wichtigste, das heißt letzten Endes muss man auch hier auf die Inzidenz schauen und gucken, okay, wie verhält sich das zur Gesamtbevölkerung? Was ist der Anteil der Betroffenen die geimpft sind eben auf die Gesamtbevölkerung gerechnet und da ist ja dann der Unterschied schon schon deutlicher zu sehen.
Pavel Mayer
Äh genau, also bei den immer symptomatischen Fällen äh kann man sagen, äh ist es äh ungefähr ist die die Inzidenz. Unter den Ungeimpften dreimal so hoch je nach Altersgruppe natürlich auch wenn man jetzt mal sechzig plus rausgreifen, sind eben äh in in 60 Plus. Da haben wir so viele ungeimpfte Symptomatisch äh wie äh geimpfte und jetzt der Hospitalisierung äh ist das Verhältnis sogar nochmal äh deutlich größer. Da ist es. Ungefähr das fünffache, also ähm sagen fünfmal. Also die Wahrscheinlichkeit ins Krankenhaus zu kommen äh ist als Ungeimpfter 60 Plus 5mal so hoch äh rund wie wenn man geimpft ist ja. Aber es sind halt nicht die fünfundneunzig, oder 98 Prozent Schutz, die man, jetzt kurz nach der Impfung, also drei, vier Wochen nach der Impfung hat, sondern da sieht man jetzt eben tatsächlich. Das wissen wir jetzt, dass halt eigentlich der der der hohe Schutz äh der unglaublich hohe Schutz. Tatsächlich nur, ich sage mal, drei, vier, fünf Monate ungefähr. Anhält. Es ist sehr sehr individuell.
Tim Pritlove
Wohlgemerkt nach der Zweitimpfung. So und jetzt kommt die Drittimpfung und da gibt's jetzt kann man nicht gleich dieselbe Aussage draus schlussfolgern. Das kann so sein wissen wir ja. Werden wir sehen. Aber bisher deutet äh deuten die Zahlen ja eher auf etwas anderes hin, nämlich dass die dritte Impfung quasi der eigentliche. Vorläufige Abschluss dieser Impfserie ist und man dann eben den höchsten Schutz äh erzielen kann und es sehr wohl sein kann. Dass die Zahlen halt in vier Monaten, fünf, sechs Monaten ab dieser Booster-Impfung sich ganz anders darstellen. Es jetzt die Auswirkungen der Zweitimpfung sich äh darstellt.
Pavel Mayer
Also es es könnte tatsächlich seine Erfahrung machen wir jetzt, dass halt. Sagen man im Grunde genommen drei Dosen braucht. Ich meine, das haben wir ja bei anderen Impfungen kennen wir das ja auch, dass man dann erst eine Impfung macht und dann einen Monat später noch eine äh und dann noch einen Jahr später. Noch eine und mit so einer dreifach Serie man dann unter Umständen ja eine lebenslange oder Jahrzehnte lange Immunisierung hat. Ob das hier auch der Fall sein wird Wissen wir noch nicht, aber was wir auf jeden Fall wissen, ist, dass die dritte Dosis äh nochmal richtig richtig einen Schub gibt. Also da sind dann ist dann von Faktoren, weiß ich nicht, zwanzig bis vierzigfache Verbesserung äh des des des Schutzes oder so sind, sind möglich.
Tim Pritlove
Absolut, also es gab ja bisher die Zahlen aus Israel, weil die ja natürlich mit der Busterei ähm als erstes angefangen haben. Ähm mittlerweile gibt's wohl auch eine Studie aus UK. Äh ähnliche Zahlen liefert, also im Prinzip äh das bestätigt, was man aus Israel äh kennt. Also. Fast äh dasselbe äh Ergebnisse ähm. Erkranken rund sieben mal seltener an symptomatischen covid als solche, die nur zwei Dosen bekommen haben. Sieben. Also wir hatten in Israel auch Ähnliches gesehen von von sieben bis zehn äh Alter äh gestaffelt et cetera und das ja das ist sagen wir mal das Das entscheidenste Argument, warum man jetzt eben, wenn man jetzt eh schon zwei Impfdosen erhalten hat, auch möglichst zügig jetzt hier eine Dritte bekommen sollte. Ich halte diese sechs Monate für die falsche Entscheidung, mache das mal früher, weil nach vier Monaten zeigt sich halt einfach schon, dass der Impfschutz nicht mehr so hoch ist.
Pavel Mayer
Ja und äh wenn man das einfach mal hochrechnet, wenn man sagt jetzt äh ja bei im Moment der der Hospitalis Schutz bei jetzt zweifach. Geimpften oder so wie's jetzt bei uns ist im im Schnitt. Äh wenn das jetzt Faktor fünf ist und dann noch mal Faktor sieben äh oben drauf kommt, kommt man halt auf die ja Faktor dreißig bis bis vierzig oder so, äh die man dann. Drei Impfungen besser geschützt ist äh als ein Ungeimpfter so und das ist dann schon mal ja. Also wenn dem so wäre und das sieht man auch an Israel so, dann hat halt auch bei einer ja bei einer ausreichend hohen Impfquote des Virus einfach keine Chance mehr. Also wir wir Könnten's weggeimpft und weggebustert äh kriegen, wenn wir jetzt reinhauen, aber äh Das wird halt zwei, drei Monate dauern. Wir hätten eigentlich vor zwei Monaten mit dem Boostern äh beginnen müssen oder vor drei Monaten äh wie Israel damit äh ja äh uns das erspart geblieben wäre, was.
Tim Pritlove
Alles die ganze Zeit immer nur so machen müssen wie Israel. Hätte hätte hätte vollkommen gereicht so also einfach mach einfach nur genau das was Israel macht und dann dann passt das schon. Na ja gut, also wenn das jetzt nicht die Pandemie der Ungeimpften ist, wie nennen wir die Pandemie denn derzeit äh.
Pavel Mayer
Ja Also also ich hatte äh da so einen einen Bild äh gefunden äh für wo ich gesagt habe also im Grunde genommen sitzen jetzt äh Geimpfte und Ungeimpfte. In einem Boot, die Geimpften äh sitzen halt nicht so weit am Rand äh sondern die sitzen halt ein bisschen in der Mitte, sodass die, wenn's stürmisch wird, halt nicht so schnell äh über Bord äh äh gespült werden aber wenn das Boot voll läuft so es ist halt egal. So ob wir geimpft oder ungeimpft sind dann erwischt es uns alle. Äh so in etwa ähm würde ich die Situation im Moment charakterisieren. Und äh ja und wie gesagt. So äh ungeimpfte tragen überproportional äh gerade bei äh und sorgen auch dafür, dass der R-Wert äh über eins äh ist, aber ähm. So auch die Geimpften so verbreiten äh die Infektion ähm liegen in Krankenhäusern, liegen auf Intensivstationen und sterben, ja.
Tim Pritlove
Aber die sitzen nicht nur an der an der Seite, sondern manche von denen wackeln halt auch noch am Boot.
Pavel Mayer
Okay.
Tim Pritlove
Sich halt jetzt die Frage äh wie voll ist unser Boot jetzt schon voll gelaufen? Ist das Boot quasi halb voll oder halbleer? Da dreht sich der Optimismus mal komplett um. Das äh können wir jetzt glaube ich nicht beurteilen.
Pavel Mayer
Ja na ja nee im also das das Boot äh ist gerade irgendwie voll am Absaufen. So kann man kann man äh sagen und äh ja ohne ich sage mal jetzt.
Tim Pritlove
Also das Boot ist halb voll.
Pavel Mayer
Ja, das Boot ist schon ist bereits halbvoll gelaufen und äh ja, droht halt zu sinken so und Ähm ja gut, womit man jetzt auch schon begonnen hat, ist mit der Verlegung dann von äh Leuten aus bestimmten Bereichen, wo dann die Kliniken jetzt. Voll sind, also gibt's ja auch. Jetzt irgendwie hat man sich irgendwie dieses Kleeblattschema ausgedacht, wo.
Tim Pritlove
Gab's glaube ich schon vorher. Das ist nichts Neues. Mhm.
Pavel Mayer
Ja ja aber das kommt jetzt quasi zum Einsatz.
Tim Pritlove
Vielleicht für die Leute, die nicht das das nicht kennen, also die Bundesrepublik Deutschland ist in so fünf äh Zonen ähm aufgeteilt, also wo verschiedene Bundesländer zusammengeschlossen sind. Ähm da weiß ich grad auswendig, nicht so ganz. Also ich äh wie wer hängt da mit wem zusammen?
Pavel Mayer
Ähm ja hängen halt räumlich zusammen. Es sind halt fünf äh äh ja fünf Zonen, fünfblättriges Kleeblatt, ha ha.
Tim Pritlove
Ja viel Glück. Braucht man da auch.
Pavel Mayer
Äh
Tim Pritlove
Genau, das heißt überstellt, also in dem Moment, wo quasi ein Krankenhaus voll ist, dann kann man auch noch in Krankenhäuser in Bundesländer äh auslagern, also kann man Patienten auslagern in Krankenhäuser. Die in Bundesländern sind, die zum selben Klemmblatt gehören, aber auch das funktioniert eben nicht mehr, also in Bayern wird jetzt teilweise auch schon mal nach Italien ausgeflogen äh et cetera, P. Also wir haben jetzt eigentlich diese Triage-Situation auch schon langsam erreicht, dass halt einfach vor Ort äh entschlossen werden muss, wem wird jetzt überhaupt noch geholfen, weil halt nicht allen geholfen werden kann.
Pavel Mayer
Ja, also ganz normal, ich hab's jetzt, ich hab's jetzt gerade nochmal vor mir, das, des, das Kleeblatt äh können wir dann auch noch mal so sagen. Also ein Blatt ist Bayern, ist ein Blatt für sich genommen.
Tim Pritlove
Sein eigenes Blatt. Okay, ist wie im.
Pavel Mayer
Ein eigenes Blatt und Nordrhein-Westfalen. Ist auch sein eigenes Blatt. Klar, da sind die Bundesländer mit, ich glaube 16 und 12 Millionen Einwohnern oder so, also. Ähm und dann gibt's das Kleeblatt Südwest, das ist seit Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg und dann gibt's das Kleeland Ost mit Berlin, Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt dann gibt's das Kleeblatt Nord mit Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, so das sind irgendwie hier die, sagen die Dinge und da gibt's dann eben entsprechende Leitstellen auch und dann wird halt geguckt, dass man dann dort halt irgendwie. Auch dann zwischen.
Tim Pritlove
Dem Kleeblatt äh Ost mit zusammen mit Sachsen und Thüringen. Na dann gute Nacht. Hurra!
Pavel Mayer
Aber äh ja.
Tim Pritlove
Wir leben noch.
Pavel Mayer
Ja ja, nee und äh und die andere Sache ist das natürlich gucken muss, äh dass man, wenn man jetzt dann Verlegungen macht, die so frühzeitig wie möglich macht, möglichst bevor die Leute noch nicht intensiv sind, weil Verlegung von Intensivpatienten ist halt äh kompletter Irrsinn. Also wenn man Das weiß, wenn Intensivpatienten verlegt werden müssen. Da ist irgendwie ein zwölf-köpfiges Team mit Vorbereitung äh beschäftigt und äh fliegt dann äh äh mit und äh das ist das ist also das ist absoluter Wahnsinn so und dann müsste halt Flugzeuge und alles irgendwie vorher und nachher desinfiziert werden und äh ja. Das äh Plus natürlich für die Patienten ist das dann auch nicht gerade. Gut so insofern versucht man halt jetzt ähm die Patienten halt solange sie noch nicht intensivpflichtig sind äh möglichst zu verlegen. Das ist jedenfalls die Idee oder der Appell, dass das passieren sollte. Das andere Problem sind eben auch Schilderungen äh ja ähm was passiert eigentlich, wenn die Kliniken voll sind Ähm so, dann ist halt auch nicht so, dass die jetzt dann sagen, nee, wir sind wir sind jetzt voll. Wir lassen dich jetzt einfach sterben, sondern dann tun die natürlich auch das das Möglichste äh so, was dann aber auch noch mal zu einer krassen. Überlastungssituation äh für das Personal führt und insgesamt natürlich die Qualität der Pflege und Betreuung sinkt. Ich hatte, als ich mir mal die Grafen auch über sagen den die die ja die. Ähm die CFR, also die Fallsterblichkeit äh über die Zeit angeguckt habe, so war halt auch bemerkenswert, dass in Hochinzidenz Phasen halt auch die Fallsterblichkeit höher zu sein scheint. Das können Zahlen Artefakte sein, aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass einfach in. Den extrem niedrig Inzidenzphasen waren eben auch die Sterbe also die Falschsterblichkeit deutlich geringer als eben in den Hochinzidenzphasen. Ja. Und äh generell, ich weiß nicht, ob wir auf das Kapitel Pflege jetzt äh äh grade kommen sollten, aber warum nicht? Wir sind wir sind jetzt glaube ich glaube ich gerade irgendwie dabei. Und da sehen wir zum einen, dass es äh aktuell auch viel weniger Intensivbetten gibt als in den letzten Phasen, zumindest was die Meldung angeht, wobei auch gesagt wird, teilweise na ja äh in den letzten Phasen wurden halt teilweise mehr Betten gemeldet als wirklich hätten belegten werden können, weil die Kliniken dafür auch bezahlt wurden äh sind und dass man da jetzt vielleicht ein bisschen restriktiver vorgeht, aber wir hatten tatsächlich auch einen nennenswerten Personaltrain in der Pflege, also es sind einfach auch weniger Leute da im Moment und die Leute, äh die da sind, haben. Gerade so richtig die Schnauze voll. Also ähm ja äh aus äh irgendwie aus aus verschiedensten, Gründen so, weil erstens äh ja.
Tim Pritlove
Die Situation war vorher schon scheiße und hat sich äh nicht verbessert.
Pavel Mayer
Und ich habe eine eine also eine, Gute Freundin äh von mir äh so die in äh Nordrhein-Westfalen äh in der äh Pflege arbeitet auf einer Akut-Suchtstation wo es dann halt nochmal besonders krass ist natürlich, weil man's dort dann auch mit Leuten, äh zu tun hat, die dann äh teilweise mit 4 bis7 Promille angeliefert, äh werden oder ich sage mal andere psychische Probleme haben und wenn du den Leuten dann irgendwie auch noch dann weismachen musst äh dass sie jetzt nicht ohne Maske über den Gang äh gehen dürfen oder so. Das das hat noch mal ja da hat man noch mal äh ganz ganz andere äh Probleme an der Stelle. Plus das äh halt wenn dort ein Infizierter ist, dann können die den natürlich auch nicht einfach in irgendein normales Krankenhaus verschieben, sondern haben da eine extra Pflegestation jetzt äh für äh dann äh ja, ich sage mal psychisch. Kranke, die äh Covid-Infiziert äh sind, die halt dann noch mal massiv Personal abziehen für die Pflege, von den äh anderen, sodass die Stationen da teilweise zusammen äh gelegt haben und äh ja, also das ist irre Plus natürlich fast den gesamten Dienst äh so mit Maske äh äh rumlaufen äh zu müssen. Das. Ja, macht's auch nicht, auch nicht toll und dann natürlich körperlich schwere Arbeit äh zum Teil verrichten zu müssen äh somit mit äh Maske. Das ist das ist schon die absolute Hölle. Plus so ein Ding äh äh was ich nicht wusste, auf das ich aufmerksam geworden bin, wo. Ich ich auch dachte, das kann ja wohl nicht wahr sein. Ähm. Und zwar ist es so, dass es seit einigen Jahren in vielen Kliniken ähm. Vereinbarungen gibt, dass wenn jetzt kurzfristige Dienstplanänderungen stattfinden, also wenn man jetzt einspringen muss, weil. Wie auch immer ähm das ist dafür eine Prämie gibt. Wenn jemand einspringt, je nachdem, ob das irgendwie nachts oder am Wochenende oder wie auch immer ist. So äh ist das je nach Bundesland und Klinik und so kann das halt äh ganz anders sein, aber gibt's dann so Beträge zwischen, weiß ich nicht, äh also entweder gibt's dann einen höheren Stundensatz dafür oder es gibt so hundert, hundertfünfzig, zweihundert, dreihundert Euro fürs Einspringen extra, wenn man das das jetzt macht. Jetzt war dort äh bei denen aber äh der Fall äh, dass kein Mensch davon wusste, dass es eigentlich diese Prämienregelung gibt und diese Prämien auch nicht ausgezahlt wurden. Dafür. Bis dann irgendjemand, der dann irgendwie aus anderen Gründen äh jetzt gefeuert äh äh wurde äh äh daraufhin äh die Klinik verklagt hat äh äh auf Auszahlung halt dieser ganzen Prämien. Äh und Recht bekommen hat. Ähm wo man jetzt denken würde, ah super Jetzt haben dann irgendwie alle anderen auch ihre Prämien gekriegt. Nee, was die Klinik dann gemacht hat, ist äh allen ein Schreiben vorgelegt, wo dann drin stand hier und im Übrigen kriegt ihr jetzt fünfhundert Euro äh äh Prämie äh äh so müsst ihr nur irgendwie hier unterschreiben, dann kriegt ihr irgendwie 5hundert Euro, was halt in dem Blatt mit drin stand war, dass halt mit den Zahlungen von den 5hundert Euro sämtliche eventuellen Prämien für irgendwie einspringen des Dienstes aus der Vergangenheit damit erledigt.
Tim Pritlove
Och.
Pavel Mayer
Teilweise in die Tausende hätten gehen können und die Leute dachten, ach wunderschön, das ist jetzt also 500 Euro Corona-Prämie, super, was sie halt gar nicht wussten ist, dass sie damit möglicherweise in Anspruch irgendwie auf tausende von Euro äh äh gleichzeitig weggezeichnet haben und das ist gar nicht die Corona-Prämie wahr. Ja und die ist gegen äh äh sondern irgendwie um ihnen Ansprüche abzukaufen, ja. So ähm Arschloch mäßig äh geht es halt in der Pflege teilweise zu. Ja und wegen vielleicht auch hier äh das vielleicht falls Pflegekräfte hier mal zuhören äh. Sich äh äh vielleicht mal informieren sollten, wie das denn eigentlich in ihrer Klinik äh laufen sollte, wenn sie denn dann kurzfristig einspringen für irgendwelche Pflegedienste.
Tim Pritlove
Hardcore. Ja also das ist äh es ist kein Spaß und ähm ich. Weiß auch gar nicht mehr, was da was man was man dazu sagen soll. Ich meine, dafür muss man sich halt einfach nur noch schämen. Das äh äh dass man so in so einem System äh lebt, in dem halt einfach. All die Berufe, die die wir so als essentiell kennengelernt haben in den letzten zwei Jahren und das ist in in so einer Pandemie natürlich in gewisser Hinsicht der essenziellste Dienst von allen. Ähm ja, dass es einfach nach wie vor. Normal zu sein scheint, dass man äh an der Stelle einfach keinerlei Bereitschaft zeigt, das auszugleichen. Also ich bin ohnehin sehr unzufrieden, wie das mit den Krankenhäusern aufgestellt ist. Ich bin. Generell kein Freund davon, Krankenhäuser privat zu führen. Ja, also das äh. Ist einfach keine gute Idee.
Pavel Mayer
Ja also wie gesagt das das lass uns in in dieses äh äh Rabbit Foul äh jetzt nicht.
Tim Pritlove
Nö, das müssen wir jetzt nicht ausführlich diskutieren, aber das das das kommt ja alles noch mit dazu. Ja, dass das sozusagen diese dieser Sparzwang äh alles diktiert. Und dabei aber einfach ähm über Leute hinweg geht, die die da einfach mit Herzblut dabei sind, die einen Beruf haben. Den ich persönlich nicht ausfüllen könnte. Ja, also es werde ich einfach nicht dazu in in in der Lage umso dankbarer bin ich dafür, dass es Leute tun, umso erstaunter bin ich dann auch aus meiner ganz persönlichen Perspektive heraus, dass es Leute gibt, das halt nicht nur machen, sondern dieses auch mit mit Passion machen, mit einer Verantwortung machen und die ja dann auch so in so einer mentalen Zwickmühle auch immer sind. Ja, so dieses ja, ich ich könnte ja auch streiken, um meine Rechte durchzusetzen, ja. Wo dann halt alle sofort wissen, wenn wir jetzt irgendwie auf der Intensivstation streiken, dann sterben halt alle meine Patienten. So und ist deswegen dann halt auch nicht tun. Wo ist dann eben an der Stelle der Ausgleich? Ja? Klar, Mülltonnen, die rumstehen und eine Woche lang nicht äh gelehrt werden, da hast du mehr Ratten und es stinkt und so weiter und das ist dann auch unangenehm. Aber davon geht die Welt nicht unter. Aber da geht die Welt halt den ganzen Tag über unter. Und das ist irgendwie alles äh überhaupt nicht fein. Na gut, ich will das jetzt auch gar nicht weiter vertiefen, aber ich denke, das ist schon etwas, was man mal im Blick halten muss und äh ich habe ehrlich gesagt relativ wenig Hoffnung, da viel äh ändern wird, aber ich wäre trotzdem sehr dafür, dass sich da äh was ändert. Gut, lass uns ähm in Themen noch. Weiterkommen und zum Ende kommen. Was wir noch äh erwähnen sollten, ist ja, dass jetzt die äh Impfung von Kindern äh von fünf bis 11 Jahren auch quasi Ante Porters ist, also die äh EMA soll angeblich in vier Tagen, heute ist der zwanzigste November 21. Es geht rum, dass irgendwo so 24. bis 26. in dem Zeitraum die MA, da einen entsprechenden Beschluss fällt, dass eben die Impfung zugelassen ist. Das bezieht sich dann erst mal auf Biontech. Ähm. Es ist wohl so, dass erwartungsgemäß hier eine sehr viel niedrigere Dosierung gewählt wird für Kinder. Ähm und dass das wohl auch verbunden ist mit einer anderen. Abmischung. Wobei ich das jetzt nicht benennen kann. Also das, was quasi da an Violen geliefert wird in die Impfzentren, zu den Ärzten, zu den Kinderärzten ähm enthält eine andere Abmischung, also der eigentliche Impfstoff ist derselbe, aber da gehören ja noch ein paar andere Dinge dazu. Warum das so ist et cetera, weiß ich nicht. Auf jeden Fall Ist das. Ist das jetzt so und äh man geht wohl davon aus, dass ein EU-weiter Rollout gegen den 2.12., also kurz vor Weihnachten, erfolgen kann. Fragt man sich natürlich so, aha, okay, wieso dauert das so lange? Ähm na ja, das hat dann halt wieder was mit zu tun, dass es erst mal EU-weit ist und dass dann eben diese speziellen Violen genommen werden äh et cetera. Die müssen ja auch erst mal hergestellt, bereitgestellt werden. Stecke ich nicht drin. Nehme ich jetzt erst mal so hin. Es ist nur so, ja nicht so, dass jetzt noch niemand Kinder geimpft hätte, sondern diese ganze Off-Label im Verein, die hat ja auch stattgefunden. Da ist also auch schon von Ärzten Kinderärzten. Vermutlich primär oder ausschließlich sogar auch ähm. Mit einer niedrigeren Dosis bereits schon geimpft worden, nur dass eben das nicht als offizielle Impfung so anerkannt wird, ne, nicht dokumentiert wird. Ähm das heißt, rein theoretisch könnte es auch. Dieser Zulassung mit dem vorhandenen Biontech-Impfstoff auch schon offizielle Kinderimpfungen geben. Das ist so mein Verständnis der Situation. Wird sich äh zeigen.
Pavel Mayer
Ja, wobei man auch sagen kann, dass die Älteren von der Impfung der Kinder mehr profitieren werden äh äh wahrscheinlich als die Kinder selbst. Äh so, die natürlich auch profitieren werden, je nach je nach Alter. Ähm so ähm aber äh gerade beispielsweise im im Alter von null bis vier, äh sage ich mal, konnte ich jetzt äh was die Todesfälle zum Beispiel betrifft nicht wirklich jetzt 'nen Unterschied finden also kein Zusammenhang mit den Inzidenzen. Während's bei fünf bis vierzehn, wie gesagt, schon äh äh man es schon statistisch äh sieht, also durch also in der Alters äh Gruppe könnte Impfen äh halt äh ja fünfzig bis hundertfünfzig äh äh. Kinder lieben, retten äh jetzt. Ja. So. Aber die Impfung dieser äh Kinder äh würde wahrscheinlich zigtausend Älteren das Leben retten.
Tim Pritlove
Ja dann ähm gab's ja noch Neues aus Schwobbelstan. Gibt's jetzt irgendwie ein neues Wundermittel. Ich muss zugeben, mir ist an mir ist die Diskussion äh erstmal eine Weile vorbeigegangen, was. Immer ganz froh stimmt, wenn ich so Schwungbelkram gar nicht so schnell mitbekomme. Das zeigt mir, dass meine äh. Meine Wahl meiner Kanäle irgendwie äh passt, aber. Irgendwie gibt's halt jetzt äh in diesen Kreisen die Vorstellung, dass so ein Pferdeentwurmungsmittel namens ever Meckthinan jetzt irgendwie die geile die geile neue Sache wäre, um irgendwie gegen covid zu helfen. Ich verstehe gar nicht, was was die überhaupt so fürn, für einen Film damit fahren, also auf der einen Seite äh gibt's das alles nicht und ist die Impfung ganz böse, ja, obwohl das wirklich das einzige ist, was nachweislich hilft. Stattdessen feiern sie aber irgendwelche komischen Wundermittel, die dann doch gegen die Krankheit helfen, die es ja eigentlich gar nicht gibt.
Pavel Mayer
Na ja, ja, äh gut, äh äh das äh sozusagen die innere Logik und äh Konsistenz äh Ist eine andere Geschichte, aber äh so ja ich hatte das auch irgendwie so die als als Randphänomen irgendwie abgetan und es gab halt auch schon, artikel, ich glaub vor einem halben Jahr irgendwie OK ist jetzt das neue Hydroxy Chloroquin ähm so und äh ja habe mir als als äh gerade Entwurmungsmittel dann auf Twitter trendete vor ein paar Tagen. Äh so habe ich mich dann mal etwas genauer damit auseinandergesetzt, was denn jetzt die Wissenschaft so sagt. Besondere, weil es halt schon eine ganze Menge seriöse Studien auch. Und äh ja und da wollte ich wollte ich dann einfach mal gucken äh weil eigentlich. Also das Abtun als Entwurmungsmittel fand ich jetzt erst mal nicht besonders hilfreich und als Pferdemedizin, weil dann natürlich, ich sage mal von der sag mal anderen Seite äh dann äh das valide Argument kommt Moment mal Aber das es gibt auch eine ganze Reihe von Indikationen äh für Behandlung von Menschen äh so ist es auch zugelassen. Also insofern ja sage ich halt jetzt auch nicht. Irgendwie keine Ahnung. Großteil der Antibiotika wird irgendwie an Pferde und und, Kühe äh verabreicht und da reden wir jetzt auch nicht. Wer Antibiotika irgendwie von äh ja äh von Pferde und und und Kuhmedizin. Insofern. Ich das halt äh Ja, nicht nicht wirklich hilfreich und auch tatsächlich völlig unerheblich auch für die Frage, ob's jetzt hilft oder nicht. Ja so das ist irgendwie, weiß ich nicht. Das das war mir also diese mag sein, dass es irgendwie vielleicht in einer ganzen Reihe von Leuten vielleicht hilft, das irgendwie so abzutun, aber äh ja ähm ich glaube, das das kann halt auch äh nach hinten losgehen und deswegen wollen wir mal gucken, was denn so jetzt die Wissenschaft eigentlich dazu sagt und was das RKI dazu sagt und RKI sagt äh ganz kurz. Gut, der Evidenzgrad für einen Nutzen ist niedrig. Ja, aber nicht null, würde ich jetzt dazu sagen äh so und man wartet auf bessere Studien. So, dann gibt's halt so eine recht bekannte. Und umstrittene Metastudienseite äh ja unter anderem 10019 Evermedien. Kommen zum Beispiel wo sie halt alle möglichen Studien auflisten und dann äh dort eben Statistiken rausholen und wenn man auf die Seite guckt. Äh sieht es aus so äh wow super krass irgendwie äh ähm 66 kontrollierte Studien äh so siebenundsechzig äh Prozent improofment for early Tre, und äh ja scheint also super zu funktionieren. Wenn man sich dann auf der Seite gibt's auch Statistiken für alle anderen Mittel so unter anderem auch für verschiedene Vitamine und für Aspirin und so. Dann stellt man fest, dass laut dieser Seite auch diese Mittel alle super gegen äh äh covid helfen. Aber der Punkt bei all diesen Mitteln ist natürlich, was man halt ganz klar weiß, Vitamine helfen. Nur, wenn ich ein Vitamindefizit habe. Was zum Beispiel im Fall von Vitamin D bei vielen Leuten der Fall ist, weswegen dann grundsätzlich Gabe von Vitamin D zum Beispiel tatsächlich hilfreich. Sein kann so. Aber es hilft halt eben nur in bestimmten Fällen. Und bei ähm, ist es äh weil man vielleicht auch noch sagen muss, also für die Entdeckung von äh Ivermectin äh gab's einen Nobelpreis. Und im Grunde genommen ist kann man so wie einen auch wie einen. Art Spezielles Antibiotikum äh sehen, nur dass es halt äh vor allem gegen Parasiten und äh äh Würmer äh hilft und äh deswegen auch einen Segen für weite Teile der der Menschheit. Ist, äh die halt von ziemlich üblen Wurmkrankheiten äh betroffen äh sind. Da gibt es dann irgendwie sogenannte Flussblindheit. Ist das fieseste, wo äh dann sich Würmer in deinen Augen vermehren und so und du blind wirst? Äh davon plus äh was man jetzt festgestellt hat, dass in Gegenden, wo. Halt Belastung mit Parasiten sehr hoch ist, wenn man dort die normale Behandlung fährt. So die äh gegen gegen covid. Die wiederum auch äh immun äh Supressoren also. Steroide äh äh dort gibt. Ähm so führt das bei den Leuten, die halt die Würmer haben, wo das Immunsystem, die aber normalerweise in in Schach hält, ist, dass wenn man die dann gegen covid behandelt mit der normalen Behandlung, dass dann die Würmer die Leute killen, weil das Immunsystem halt unterdrückt wird. So das heißt in den Fällen äh so wo man dann einfach äh egal ob jemand jetzt Würmer hatte oder nicht äh gegeben hat in den Gegenden, äh hat. Sich halt äh äh ja hat das halt äh wirklich super geholfen, ne, dass die Leute nicht dann an den Würmern äh gestorben äh sind. Und was es halt auch. Hilfreich machen also ist an sich auch 'nen relativ sicheres Medikament. So, ähm und zwar, das habe ich mir dann auch angeschaut. Also es gibt äh es gibt dann so die. Von der FBA eine eine Zulassung, die die Empfehlung ähm dass ähm, ja, man ungefähr Moment ich gucke, gucke hier grad mal äh damit ich nichts, falsches äh äh Sager. Ja also Dosen, also das Dosis-Limit des FBA-Limit ist so 0,2 Milligramm. Pro Kilogramm. Äh jetzt für die normalen Behandlungen und äh in Studien, äh so ist die Empfehlung null,2 bis null Komma vier. Äh zu nehmen. Die höchste Studie, die ich gesehen habe, war so ein Milligramm, also fünf bis fünffache von der FTA-Dosis. Und es gibt Studien, die vor langer Zeit gemacht wurden, wo man mal geguckt hat äh wie hoch kann man das denn dosieren, bevor es gefährlich wird? Und da ist es so, ähm ja, dass bis ungefähr einer zehnfachen Dosis, also zwei äh Milligramm pro Kilo äh Körpergewicht äh hat man halt an gesunden Erwachsenen, geguckt. Äh wie hoch man dosieren kann und äh ja zwei Milligramm also bis zwei Milligramm, das Zehnfache der der FDA äh Dosis äh so hat das jetzt, keine großen Schäden angerichtet, aber es ist unterdrückt halt äh ja dass das die Aktivität des Nervensystems und äh so ähm ja über die irgendwie äh äh Rezeptoren und ähm. Ja äh man, stirbt also an an Vergiftung, aber äh und man man sieht es halt daran, also wie die das in den Studien gemacht haben, dass sie halt geguckt haben, wie weit sich die Pupillen der Leute weiten und hat dann eben irgendwann aufgehört äh, höher zu dosieren, äh weil ja es dann gefährlich wird so. Also mit anderen Worten erstmal an sich ist ein sicheres und verträgliches Mittel für eben eine ganze Reihe von von äh Krankheiten und äh die Leute, die das da jetzt überdosiert haben, müssen also gewaltige Dosen müssen, also ich sage mal fünfzig oder Hundertfache wahrscheinlich oder das zigfache jedenfalls geschluckt haben äh von von dem äh was eigentlich die die ja zulässige Dosis ist. Das ist sagen die eine Sache äh und. Wegen der Sicherheit kann man das eben in bestimmten Gegenden halt auch ähm. Präventiv geben. So weshalb auch Ivan Mectin, also weswegen diese ganze Welle so losgegangen ist, es war, dass man. Ivan Mctin halt auch eine der Substanzen war, die äh im in also sprich im Reagenzglas oder in ja im. Im Labor äh als man geguckt hat, äh wie sehr es denn die Enzymaktivität Hemd äh von der äh drei CL Prothease. Es ist ein ein Enzym, was halt die das Virus braucht, um sich vermehren zu können. Dann konnte man halt sehen, okay ähm bei äh einer. Größenordnung, also von bei einer Konzentration ab zehn Mikromol äh so beginnt es. Labor die Aktivität zu unterdrücken und bei 1hundert Mikromol äh äh unterdrückt ist sie praktisch komplett. Ja das heißt äh in dem Bereich liegt es und da hat sich halt Ivermectin auch mit allen also im Vergleich mit allen anderen antiviralen Substanzen. Äh als äh ja ziemlich weit vorne oder als Winner äh sogar ist es halt. Rausgekommen und das äh war dann vermutlich so der Grund, warum halt viele plötzlich gesagt haben, oh wow, das ist es. Mich dann einfach mal hingesetzt und mal umgerechnet äh was sind denn diese zehn bis 1hundert äh Mikromol? Äh was müsste man den Leuten denn dann tatsächlich an Dosen verabreichen, damit man in diesen Wirkungsbereich hineinkommt und ähm. Da kam ich dann halt auf die das Vierzig-fache der FBA äh Dosis, um. Dahin zu kommen, wo es anfängt zu wirken und das Vierhundertfache der Dosis ähm wo es dann die 100 Prozent äh Enzymaktivität äh unterdrückt so. Das heißt selbst, Wenn man jetzt hingeht und sozusagen die maximale, ich sage mal zehnfache Überdosierung äh nimmt, ist man immer noch Faktor vier äh weg äh von dem Punkt, wo es im Labor äh Wirkung, zeigt. So das heißt dass äh ja ähm dass es einfach was was jetzt so die Unterdrückung von Enzymaktivität angeht man eben nicht auf die notwendigen Dosen äh äh kommt oder wenn man die notwendigen Dosen nehmen würde, dann äh ja äh würde man halt ans an Vergiftung äh sterben. Und ähm ja das ist äh sozusagen der Punkt ähm was halt übrig bleibt ist, aber das ist schon eine gewisse äh dass es eine gewisse. Äh Wirkung, gibt statistisch äh gesehen. Die sagt zum einen ganz sicher im Zusammenhang jetzt mit mit den Würmern, aber äh so meine Vermutung äh war dass es ja noch irgendwas gibt, was wir nicht genau Wissen äh so äh also für möglicherweise noch weitere Faktoren oder ähm oder. Konstellationen, wo es wo's Wirkung zeigt und gibt eben auch viele Ärzte, die drauf schwören und sagen irgendwie, wir haben das gemacht und wir hatten irgendwie super Erfolge. Jetzt auch nicht überbewerten, weil das hatten wir bei allen Wundermitteln, aber selbst wenn man auf sowas vielleicht noch zu erwähnen ist. Es gab halt auch äh mehrere Skandale im Zusammenhang jetzt mit den mit den Studien. Es mussten es gab Datenfälschungen äh bei bei Studien und andere wirklich fragwürdige Studien und wenn man die rausgenommen hat ähm hat sich auch in den Meta-Studien sozusagen einen Effekt, der Anfangs zu sehen war, äh praktisch in nichts aufgelöst. Also in ist statistisch nicht signifikant. Aber selbst wenn man jetzt wirklich ganz kritisch rangeht und da hat halt sich wirklich auch jemand die Mühe äh mal gemacht und ist wirklich alle Studien, also irgendwie 40 Studien durchgegangen und hat. Nochmal geguckt, so okay, welche Tauben, welche taugen nichts und wenn man jetzt alle rausschmeißt, die irgendwie auch nur ein bisschen anrüchig sind von der Meteodologie oder nicht nicht gut sind, bleiben halt trotzdem nur ein paar solide Studien, übrig, äh die halt äh nach wie vor eine leicht positive Wirkung äh äh zeigen. Und äh mit anderen Worten ähm so, es ist. Es ist irgendwo was dran äh so aber äh nicht viel. Ja das wäre das wäre vielleicht äh das das Ding und Ähm ja und das als Prophylaxe äh zu nehmen oder so ähm ja. Also ich würd's nicht tun. So, ihr habt dann gesagt, okay So wenn ich das jetzt hätte und jetzt würde ein Arzt auf mich zukommen dann in der Klinik und fragt, wir machen hier einen äh so. Können wir ihnen das geben? Äh das das Mittel würde ich jetzt wahrscheinlich sagen okay nicht weil ich glauben würde äh dass es jetzt. Wirklich wirkt oder hilft, sondern weil es jetzt eben zum einen in, Dosen unter klinischer Aufsicht äh jetzt nicht besonders gefährlich äh zu sein scheint und unter Umständen vielleicht hilft, aber ich würd's eher tun, um quasi sagen ja den wissenschaftlichen Fortschritt zu helfen und nicht weil ich glauben würde äh dass es hilft und auf gar keinen Fall natürlich würde ich jetzt anfangen irgendwie dieses Zeug zu schlucken oder gar vielleicht auch noch äh die ähm Präparate, die eben für Tiere äh vorgesehen sind, das ist halt völliger Irrsinn, weil äh dort halt auch noch Stoffe drin sind, also nicht nur jetzt der Wirkstoff, sondern andere Stoffe, die jetzt äh das entweder stabilisieren oder für die Aufnahmen gar keine Ahnung hat, was die im Menschen wirklich anrichten. Also das ist dann kompletter. Irrsinn, äh ja. Insofern äh ja, auf der einen Seite, wie gesagt, ist nicht ist kein Wundermittel so. Für äh bestimmte Fälle oder Bereiche wie gesagt einen Segen gerade bei den Leuten, die Wurmbefall haben dass das mitzugeben und es gibt wahrscheinlich irgendwo noch eine kleine Wirkung, einen kleinen Wirkmechanismus, der jetzt wahrscheinlich gar nicht so viel mit der Enzymaktivität zu tun hat, vermute ich, sondern das macht halt auch noch was anderes, ist, halt auch das Bike Protein und es verklebt die äh ACE, zwei ähäh Rezeptoren. So äh in insofern ja äh ist es jetzt nicht halt Ich sage mal, kompletter Schwachsinn äh so, aber es ist jetzt auch kein äh äh Wundermittel, was uns irgendwie nennenswert hilft jetzt die Epidemie äh zu überstehen. Da gibt's jetzt noch ein paar andere wenige Kandidaten, irgendwo einer vom äh äh Pfizer äh unter anderem. So. Mit äh das ist so ein Mittel mit einer ziemlich kryptischen Nummer, was äh in völlig niedrigeren Dosen tatsächlich, wirkt und wo man die Hoffnung hat, dass man das hoch genug dosieren kann, dass es eben über die als äh irgendwie Prothease-Hemmer, also die Enzymaktivität einschränkt, ohne dass man dabei stirbt.
Tim Pritlove
Pax Luvita heißt das, ne?
Pavel Mayer
Ja, ist das, ist das, was man als PaxloVit.
Tim Pritlove
Also Merk hatte noch ein anderes von Pfizer, das heißt Pax, äh Louise und das blockt halt so ein wichtiges Enzym, was halt äh ja wohl ganz gut funktioniert.
Pavel Mayer
Muss man halt auch in der Kombination äh noch nehmen mit einem mit einem anderen. Mittel, damit sich das nicht so schnell abbaut äh und so und äh ja, nur da ist die Situation. Gab's jetzt einen Trial in in UK, äh der wohl Speck so spektakuläre Ergebnisse geliefert hat, dass man ihn abgebrochen hat? Aus äh ethischen Gründen, äh weil es irgendwie nicht verantwortbar war, das Placebo zu geben, wo die Medizin äh so gut wirkt. Problem ist, Wir wissen das halt alles nur aus einer Pressemeldung von Pfizer. Studien dazu sind weder veröffentlicht noch peer reviewd äh äh bisher. Insofern äh ja können wir mal hoffen dass da was was dran ist, aber wenn man sagen die selben Maßstäbe an äh an diese neuen Mittel wie an Evamektin anlegt, dann ist die Studienlage von irgendwie zehnmal besser oder hundertmal besser. Als äh jetzt von den von den neuen Mitteln, wo es praktisch nichts gibt außer an der Pressemeldung, dass sie ganz toll äh funktionieren. Wie gesagt, was ich. Ich hoffe, dass es der Fall ist, äh dass sich das rausstellt so, aber wenn man jetzt einfach nur mit kritischem Abstand äh äh hinguckt. Äh so ja ähm. Und mein Mann gibt's äh Sachen, Indien hat jetzt aufgehört zum Beispiel Evermedien äh äh zu verwenden, so weil ja, es eben keine Evidenz wirklich für die für die Wirksamkeit gibt außer in bestimmten Mitteln. Ja, fällt mir gerade ein, ähm so. Für Leute also ist unter anderem wohl auch potenziell krebserregend. Insofern äh vielleicht noch als äh letzter Punkt, sodass man das nicht einfach irgendwie als Lutschbonbons äh schlucken sollte.
Tim Pritlove
Gut ähm. Dann würde ich sagen, kommen wir langsam äh zum Ende. Äh ich habe noch ein paar äh kleine äh äh Nettigkeiten äh für die Shownotes. Da könnt ihr mal reinschauen. Da findet ihr ohnehin ja immer alle Links, die so weit gehen, das, was wir hier so behaupten hm auch irgendwie belegen. In den äh gibt's ein Link gibt's vier Links auf vier Videos. Da gibt's auch noch ein bisschen mehr zu finden. Das ist so ein spezielles äh Aufklärungsprojekt, das heißt äh Projekt, Die haben ein paar interessante Videos, die haben aber vor allem ein paar sehr schöne Animationen, ist auch schon auf Twitter vier umgegangen, habt ihr wahrscheinlich schon mal gesehen, aber da habt ihr's nochmal so als YouTube-Links ähm sehr gelungene 3D Animationen wie das Virus, wie wir ihn generell Zellen angreifen, aber dann eben auch speziell wie die mRNA und aber auch die äh Vektor äh Vaccine, also Astreid Sinnika Co funktionieren und auch noch mal äh wie das ähm Immunsystem an sich funktioniert. Gar nicht so lang sind nur so ein, zwei Minuten Dinger fand ich aber alle sehr schön.
Pavel Mayer
Sie sind wirklich, wirklich toll. Ja, das einzige ähm was man vielleicht noch dazu sagen muss äh so in Wirklichkeit äh läuft es alles oder laufen viele dieser Vorgänge ungefähr tausendmal so schnell ab äh wie sie im Video zu sehen sind. Man kann die Videos, also die äh nicht nicht alle Sequenzen, aber äh äh sagen, es ist gleichzeitig noch extrem äh Zeitlupe, ja, wenn man sich wirklich anguckt, äh was äh äh was da los ist äh sozusagen wie wie schnell jetzt tatsächlich so RNA kopiert oder exprimiert äh wird äh oder. So äh da reden wir äh von äh teilweise von Takten im im im Kiloherz. Da reden wir dann äh teilweise von, ich sage mal. Tausend Basenpaaren pro Sekunde oder so, die da gelesen werden, zumal das Ganze auch ein hochparalleller Prozess noch ist. Das passiert halt nicht nur an einer Stelle äh sondern also in Wirklichkeit ja äh ähm sind die Zellen arbeiten schon mit einem äh ganz äh äh mit einem recht hohen Prozess. Ähm sage ich mal.
Tim Pritlove
Ja ich bin äh also ehrlich gesagt ich wollte gerade noch hinzufügen ich hätte es mir noch gewünscht wir werden noch ein bisschen langsamer und noch ein bisschen ausführlicher gewesen ähm noch sehr viel mehr würde ich mir mal so was mal interaktiv wünschen. Ein bisschen rumklicken kann, aber ich finde es fördert doch extrem wie schon auch die anderen Videos, die wir ja schon vor einiger Zeit mal verlinkt haben äh das Verständnis. Sehr. Also ähm.
Pavel Mayer
Also es ist extrem gut gemacht. Also es ist das Beste, was ich je gesehen habe zu dem Thema, muss ich ganz klar äh sagen, mit ich sage mal den den meisten äh äh Details auch. Richtig zusammengefasst und äh also doch sehr großartig, kann ich nur empfehlen. Ist auch sind auch sehr kurz, sollte sich jeder ruhig mal anschauen.
Tim Pritlove
Genau und ganz zum Schluss noch ein Link auf den auf einen Artikel bei Riffreporter, die sich äh ohnehin sehr verdient machen, um die Covid Kabarett und der ist aber auch frei verfügbar. Der fasst nochmal so ein bisschen die Story zusammen, wie dir das eigentlich so gelaufen ist vor knapp zwei Jahren, als SARS-CoV-zwei das erste Mal auf die Bühne trat und äh konkret, wie eben in der Charité das Team um, Drosten und Korman da in diesen neuen PCR-Test entwickelt haben und äh welche Strategien sie da an den Tag gelegt haben, können wir vielleicht auch immer nochmal, hier aufgreifen, aber jetzt einfach nochmal so als Schonus, weil jetzt müssen wir nämlich hier Schluss machen. Ich habe äh noch was zu tun.
Pavel Mayer
Mal noch irgendwie eine Zeit für ein Schlusswort, für einen optimistischen.
Tim Pritlove
Da bist du ja immer der Experte dafür, ne? Das probier doch mal.
Pavel Mayer
Ja, also ähm die meisten von uns werden's überleben. So. Das ist jetzt äh ich ich sage mal äh das Beste an an Optimismus.
Tim Pritlove
Das ist ja super. Geil.
Pavel Mayer
Ich jetzt grade äh so also es wird nicht also die Welt wird nicht untergehen äh jetzt aber ansonsten ja ist es ist es einfach zum Heulen. Äh so ist es zum Heulen. Insbesondere jetzt was den politischen, Kontext angeht, wenn man guckt worauf sich denn die Politik jetzt vorbereitet hat. Ja. So im Sommer mal sagen, okay, es gibt so drei Möglichkeiten, wie es laufen kann so. Best Case ist. Wir kriegen irgendwie genug Leute durchgeimpft und bleiben, verschont von einer extremen Welle, so. Die zweite Variante so, ich sage mal, die. Auch die wahrscheinlichste äh die absehbar war. Ja, es äh wir werden, keine ausreichend hohen hohe Impfquote kriegen plus die Impfstoffe werden bisschen in ihrer Wirkung nachlassen. Wir kriegen also eine fette neue Welle im Herbst. Das war die wahrscheinlichste Variante und die Worst Case war, äh wir kriegen nochmal eine neue Variante, die nochmal super viel krasser ist, die komplett den bisherigen Impfschutz aushebelt und wir alle noch mal komplett neu impfen müssen mit einem neuen Impfstoff, äh der gegen die neuen Varianten hilft. So, worauf hat sich die Politik jetzt vorbereitet, irgendwie auf den unwahrscheinlichen Best-Case? Noch nicht mal auf den wahrscheinlichen Case und erst recht nicht auf den Worst Case, von dem wir bisher zum Glück noch verschont geblieben äh worden sind, ja, aber das ist so ein bisschen, wo man dann sagen kann, äh ja, das das. Darf doch alles nicht wahr sein, ja? Es darf doch alles nicht wahr sein Aber äh gut. Und wie du schon anfangs richtig sagtest, wir haben jetzt äh mehr Tote als äh China Infizierte, so wobei man, klar bei Chinas, soll man aufpassen, aber größenordnungsmäßig kommt es sehr wahrscheinlich hin.
Tim Pritlove
Ja also unser Handling äh war auf jeden Fall jetzt nicht besser als das von China. Das kann man glaube ich mal locker äh sagen. Aber äh das kann man auch verstehen, weil China ist ja eine Insel. Weißt du und äh von daher sind solche Vergleiche überhaupt nicht zu ziehen. Damit entlassen wir euch in die äh Woche. Äh wir werden hier, ich vermute mal so vielleicht äh also nicht in einer Woche, aber vielleicht so in anderthalb oder zwei Wochen noch mal ein Update machen. Ich verspreche jetzt erst mal gar nichts, aber wir bleiben natürlich dran am Thema, weil jetzt ist ja demnächst eh wieder Lockdown und dann haben wir wieder viel Zeit.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Ja, ja. Alright, bis bald. Tschüss.
Pavel Mayer
Okay, dann macht's gut, passt auf euch auf und äh ja, bis demnächst.
Shownotes

UKW084 Brexit: The Brexit Trilemma

Der Brexit zerlegt zunehmend die Britische Wirtschaft und das Volk verschließt die Augen vor der Wahrheit

Ein weiteres halbes Jahr ist ins Land gegangen seit unserem letzten Brexit Update und die Gesamtsituation ist nicht besser geworden. Aus den ersten Problemen in der allgemeinen Logistik auf den Straßen ist jetzt eine handfeste Krise geworden. Nachdem europäische Arbeiter das Land zur Pandemie verlassen haben kehren sie jetzt wegen des Brexits nicht mehr zurück.

Die dramatisch hohe Zahl von fehlenden LKW-Fahrern setzt dem Land jetzt doppelt und dreifach zu: die Energieversorgung mit Benzin und Diesel kann nur noch teilweise und mit großen Mühen sichergestellt werden und die Lieferketten in der Wirtschaft brechen zusammen. Eine Branche nach der anderen gerät in große Probleme, so dass jetzt sogar die Klärwerke nicht mehr in der Lage sind, ihren Dienst zu verrichten.

Die Regierung in London kümmert das alles nicht und sorgt sich nur darum, dass in der Öffenltichkeit genug Streit herrscht, damit für alles die Schuld bei anderen gesucht wird. Und derzeit geht die Strategie immer noch auf, weil das Land es verlernt hat, sich dagegen zu wehren.

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Tim Pritlove
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Jon Worth

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW. Unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Brittlaff und äh, in schneller Folge eine neue Sendung und heute geht's mal nicht um Corona, Heute geht's äh mal wieder um den Brexit, denn die letzte Sendung war am 19. Mai diesen Jahres und das äh ist jetzt schon, ja, fast ein halbes Jahr her. Zeit mal wieder zusammenzufegen, was sich eigentlich getan hat in Großbritannien in Nordirland im Verhältnis zur EU und vor allem auch im Verhältnis zur Welt und ich begrüße erst mal den John John Worse, hallo.
Jon Worth
Hallo wieder.
Tim Pritlove
Genau, wir wir kichern jetzt schon. Das ist ja eigentlich alles so traurig ähm trotzdem irgendwie auch unterhaltsam auf eine bestimmte Art und Weise, oder.
Jon Worth
Irgendwie ist es ein bisschen wie so ein Autounfaller auf der Autobahn, also ähm ja oder oder man blickt dahin, obwohl es so schrecklich ist ähm ja das ist wie den Brexit.
Tim Pritlove
Wie geht's dir denn so persönlich damit? Ich meine, du bist ja nun, Brite, bis auch Deutscher, ähm ich ja auch so. Äh was macht das so mit dir emotional? Ist es eher so egal, entfernt man sich davon? Tut es weh?
Jon Worth
Das tut es irgendwie weh. Ähm ja irgendwie also meine eigene Zukunft ist, nicht mehr in Großbritannien. Also das ist das ist ist betrifft mein alltägliches Leben nicht. Aber das ist nicht mehr, nur so Brexit und nicht dann so Großbritannien EU Beziehungen. Das ist so eine komplette Enthüllung, des britischen Staates irgendwie geworden. Ähm und das Großbritannien, steckt in so eine so eine sehr tiefe, politische Krise gerade, manche von den Wurzeln sind auch so vor Brexit aber am die können wir vielleicht später debattieren. Aber wenn ich blicke nach Großbritannien was ist da gerade los? Also warum gibt's keine riesen Demonstrationen auf auf den Straßen? Okay vielleicht liegt es an Corona und Lockdowns und das sei eigentlich nicht geht, aber alles, alles, alles entspricht keinen sage ich Westeuropäisch und demokratisch Normen mehr. Ähm und. Das ist, was mir dann so wirklich stört. Es geht nicht mehr um die Beziehung zwischen Großbritannien und die EU. Sondern ist es dann ein Gefahr für die EU, dass so am Rande der EU gibst? So ein. So ein Land hier genau mit so so tiefgehende demokratischen Probleme mehr. Wir haben Cop sechsundzwanzig in Glasgow gerade. Das kriegen wir auch nicht im Griff. Ja so auch die grundsätzliche logische Fragen. So. Und das hat gar nichts mit Brexit zu tun, aber das ist das ist die das ist die Normalität.
Tim Pritlove
Was funktioniert denn da nicht.
Jon Worth
Also jetzt kam die die die Energieministerin aus Israel in den in den Fahrstuhl und das war nicht barrierefrei. Entschuldigung. Ähm äh die haben das nicht barrierefrei gestartet. Äh also eine komplette Ehre oder oder man musste buntenlang während eine Coronapandemie noch, ja? Also bei der bei bei dem Eingang zu dem Konferenzzentrum. Ja oder oder da ist Boris Johnson, er schläft ein in den Konferenzzentrum ohne Maske und sitzt neben den Nationalheld äh David der 95 Jahre alt ist, ja also so Verrückte, irre Sachen und das ist einfach normal, ja? Ähm und ähm und und wenn ich ihr versteht mich nicht falsch, ja also Deutschland ist kein politisches Paradies, aber, irgendwie die grundsätzlichen Sachen funktionieren halbwegs noch. Und und das ist, was mir dann so total, stört. So wie sehr. Halbwegs normale Großbritannien ausmittelfristig, ja? Ähm und, Und dann, wenn wir schauen, hätte diese diese diese ein Einfluss auf die alltägliche politische Debatte in Großbritannien? Nein, nicht unbedingt, also die konzeptiven steigen in den Meinungsumfragen, so wie ist das unbedingt eine möglich, ja? Ach so, das alles wird mit einem Blick von Deutschland aus nach Großbritannien. Ich sehe so aus, als ob alles schief läuft und. Aber irgendwie die die Popularität von Johnston und die Konservativen bleibt unverändert. Also äh wie kann das sein. Und ich ich habe mich mal seit einer Weile nicht mehr getroffen. Meine Autouniversitätsprofessor, so ein Professor, so moderne britische, politische äh Geschichte. Und wir haben mehrmals debattiert, was. Wieso? Wie kann das sein, wenn wir blicken nach so den neuen also die Seiten von John Major zum Beispiel? Dass Großbritannien steckte damals Anfang der 90er in eine tiefe, politische Krise, Korruptionskrise der Konservativen, Wirtschaftsproblemen, nach dem Austritt aus dem Exchange European Exchange Macinison. Irgendwie das harte Auswirkungen. Also Laber kam zurück, jahrelang war Tony Player auch vor seinem Wahle 97. Meilenweit vor die Konservativen, die in den Meinungsumfragen das ist jetzt nicht der Fall. Also, wie kann es sein, dass wenn ein Land. So objektiv in einem europäischen Vergleich so schlecht regiert wird, es keine Auswirkungen hat auf dem alltäglichen. Diskussion irgendwie und in den Meinungsumfragen, ja? Ähm also das ist. Das ist irgendwie erschreckend. Äh wie wie sieht Bridges Politik mittelfristig dann aus? Gibt's überhaupt, Eine Möglichkeit, das Label mittelfristig, mittelfristig zurückkommen könnte. Ja? Und das ist dann im Hintergrund und das ist was mir so dann so wirklich stört. Es ist ja nicht mehr Brexit, also Großbritannien, ist raus, also die formelle Prozederin sind vorbei. Aber. Wie wie sieht Politik in Großbritannien in zwei Jahren oder in fünf Jahren aus? Also da da habe ich so viel Angst.
Tim Pritlove
Ich meine, okay, was ist denn dann also was ist denn da kaputt beim Volk? Also ich meine, ist das eine reine. Der Medien. Ich meine BBC und so weiter, äh die ganzen äh News Papper stehen ja extrem, auch in der Kritik von so einer politischen, aufgeklärten Teil der der Gesellschaft, der Linken, würde ich mal weitere sagen. Nur das scheint ja irgendwie nicht zu greifen. Ich will ja viele Sachen auch gar nicht berichtet. Also man traut sich ja auch immer noch nicht zu sagen Brexit ist Schuld, ähm es wird immer drum herum geeiert. Äh ja, die Leute schauen sich jetzt schon irgendwie France äh die vor, und weil sie da noch äh ordentliche Interviews bekommen und dann gehen wir ja sicherlich nachher noch drauf ein, wenn dann auch so Interviews mit Betroffenen kommen und so weiter, die werden dann zusammengeschnitten, diese Artikel, damit halt einfach die Brexit-Kritik nicht durchkommt. Das ist irgendwie ein totales, peacement.
Jon Worth
Auch sehr wichtig, dass Boris Johnson regiert, Für, sagen wir so, für ein Pro-Brexit-Allianz der Wähler. Ja, also, irgendwie britisches Politik in die alltägliche Debatte. Ist nicht mehr eine Frage von links, rechts oder liberal konservativ. Es ist diese. Wählerallianz der Konservativen heutzutage ist ein Pro-Brexit-Allianz und das ist, kein müssen wir sagen, kein logisches Allianz, weil was, Können mittelfristig die Konservativen oder eine Ideologie der der sollte freien Märkte, wirklich am ehemalige Industriemitarbeiter in einfach anbieten, Und das ist auch ein Grund, warum irgendwie Brexit ist irgendwie vorbei, aber nie vorbei, weil dieses Allianz aus ehemaligen Lebewähler in die Industrie stecken im Norden. Und vorherige hauptsächlich ältere und sehr reiche konservative Wähler, dieses Wählerallianz ist für die Konservativen noch sehr wichtig, Also hauptsächlich, diese Leute, die dann 20019 für Boris Johnson gewählt haben, wären noch bereit für Boris Johnsons noch heutzutage, erneut zu wählen. Und dann sehen wir, was äh wäre dann die Alternative? Was sagt dann Labour? Also Labour versucht diese Leute ehemalige Wähler, zurückzugewinnen auf eine Seite. Aber auf der anderen Seite verliere dann möglicherweise Wähler, an die Liberalen oder an den Grünen, Weil dann besonders in Großstädten nun etwas jüngere Wähler sagen, he Moment mal, also so eine nach innen blickende Pro Brexit-Regierung haben wir schon mit den Konservativen. Also Labour ist dann keine Alternative. Also das bedeutet jetzt, dass dieser traditionelle Links-Rechts-Dynamik, was Britisches Politik in dem kompletten Nachkrieg seid, geprägt hat. Gilt nicht mehr und es gibt auch dann dieses Problematik mit weil dann Schottland kommt dann auch hinzu weil es ist fast unmöglich für Label eine ein Mehrheit zu bilden, weil alle ehemalige Labour sitzen in Schottland die die schottischen Nationisten. Und an komme dann diese Gefahr, dass die Konservativen machen eine Darstellung während einem Unterhauswahlkampf ist dann okay, wenn ihr Label wählt, ihr kriegt eine Label-SMP-Regierung noch eine Unabhängigkeitsreferendung in Schottland Also das bedeutet, dass Labelsposition hier ist so verdammt kompliziert. Also die kommen überhaupt aus dieser so Teufelskreis überhaupt nicht hin aus. Ähm und einfach statt so ruhig sich in dem Moment mal. Wir machen eine ehrliche Diagnose. Was ist schiefgegangen? Es ist nicht das unbedingt, dass ein ich will, nicht das Label seid. Wir wollen eine erneute EU-Beitritt. Also das ist das ist nicht auf dem Tisch. Aber einfach eine ehrliche Analyse, hey Moment mal, eine engere wirtschaftliche Beziehung mit unser. Engsten Nachbarn ja in der EU wäre sinnvoll. Aber.
Tim Pritlove
Customs Union.
Jon Worth
Customs Union, vielleicht ein Single Market, also Binnenmarkt Beitritt, aber auch anderen Sachen, ja, nur letzte Woche ist ist die Großbritannien, EU-Digital Covid City beigetreten und plötzlich auf einmal sind sind britische Impfpässe in 20 Länder dann zugelassen. Es gibt einige technischen Probleme den manche noch ja, dem den Ball drin sind. Aber wow, plötzlich alles auf einmal, ein äh so eine eine pragmatische Zusammenarbeit zwischen die EU und Großbritannien und plötzlich die Problemen sind ja gelöst. Äh also Label ist überhaupt nicht in der Lage auch sowas zu machen und und bis man eine Opposition hat, wo man dann ehrlich was die Regierung tut, ehrlich kritisieren kann. Kommt man nicht voran. Und und Leben ist einfach so nervös. Und ich ich wie gesagt, ich wünsche kein pro-europäische Position von Labour. Ja das kann ich nicht erwarten, aber einfach eine eine etwas pragmatische, realistische Darstellung von den jetzigen Problemen. Wäre schon was? Ja? Hilft das in dem Meinungsumfragen? Keine Ahnung. Aber das machen zumindest. Das Leben für die Regierung vielleicht ein bisschen schwieriger, weil die komplette Opposition kommt von, außerhalb des Parlaments kommt von Diskussionen in den Medien oder oder Talkshows oder so, ja, nicht unbedingt von.
Tim Pritlove
Gut, dann äh, Schauen wir doch mal, was sich jetzt eigentlich getan hat. Ich habe schon gesagt, wir haben uns im Mai unterhalten und der Stand war damals in etwa so. Man konnte jetzt die ersten Auswirkungen von dem tatsächlichen umgesetzten Brexit spüren. Äh die erste Wirkung, die sich halt sehr schnell gezeigt hat, war, es gab einfach Probleme mit dem Handel. Darüber haben wir auch gesprochen, die neuen Regeln, das ganze Red Tape, wie das äh in Britannien so schön.
Jon Worth
Ja ja.
Tim Pritlove
Ne, also so äh der äh das war ja auch so ein Mythos, ne? Ja, wir müssen ja die Bürokratie äh abbauen, damit irgendwie der Handel besser fließen kann. Das Gegenteil ist.
Jon Worth
Total, ja.
Tim Pritlove
Das halt jetzt einfach für Großbritannien im Prinzip die Regeln gelten, die für alle Drittstaaten gelten. Ja. Wo der da ja auch in der, in der Debatte äh in UK immer halt so getan wird als oh jetzt kommt die EU wieder mit neuen, Maßnahmen und die wollen es ja einschränken und so weiter. So nee, äh das erstes wusstet ihr, dass vorher. Zweitens hat wart ihr wahrscheinlich sogar im Wesentlichen daran beteiligt, diese Regeln mal aufzustellen, weil ja.
Jon Worth
Ja, aber aber das ist. Das ist was mir hier so wirklich stört. Haben die Pro-Brexit mit Abgeordneten der der konservativen Partei? Haben die das wirklich? Verstanden? Worum es geht, ja? Also da bin ich nicht 100 Prozent sicher, weil die. Und auch diese diese verrückte Debatte im Dezember letztes Jahr, ja, so äh die die haben die mit dem kompletten Austrittsvertrag innerhalb von, so eine Abstimmungstage und eine Debatte tag, dass die komplette Ding abgestimmt, Und jetzt mal ein paar Monate nach. Moment mal. So, wir haben ja Schwierigkeiten, ja. Im Moment mal, wir haben alle das im Voraus schon gewarnt. Also wart ihr einfach, blöd oder oder habt ihr haben die die Pro Brexit-Leute einfach keinen Bock zu verstehen, wie die Welt funktioniert. Ähm. Man weiß ja nicht. Es ist einfach, dass die es ist Ignoranz oder ist das äh dass die, die die wollen es irgendwie nicht kapieren, ja. Ähm also ja, also es gibt ja diese Regelungen, aber dann zum Beispiel dann kam der der der ähm, Vorsitzenden der der der Aufsichtsrat von Marxen Spencers. Ja, er taucht auch in den Medien. Das macht unser komplettes ähm äh Geschäft in in Frankreich. Kaputt. Wir können unsere britischen Sandwiches nicht nach Frankreich exportieren. Ja, das wissen wir schon seit Jahren. So was taucht auf, ja? Also auch äh also wie wie wie kann so ein ein ein großes Unternehmen. Einfach so blöd sein. Es sind nicht nur die Politiker, die so ja wir dachten, es könnte doch gehen. Nie, also, Auch also ich ich, ich habe auch ein anderes Beispiel. Also ich habe eine besondere Bewässerungssystem für für meinen Balkonpflanzen, kommt von einer britische Firma. Ja, super kleine Firma, 20 Mitarbeiter, die haben eine eine Tisch der Firma in die Niederlande gegründet, um die EU EU Kunden zu beliefern. Das haben die aus Marx und Spences, also eins von den bekanntesten britischen Firmen. So es sind nicht nur diese Probleme sind nicht nur auf die politische Ebene in Großbritannien auf Firmen, sind was wussten wir nicht, ja. Also sorry, was habt ihr in den letzten Jahren einfach getan? Ja, also ob ein Extroverst war die komplette Wirtschaftsstrategie der Firma. Ja ähm also das war.
Tim Pritlove
Das ist ja äh und das bezieht sich ja übrigens auch auf den Finanzsektor, ja, wo ich mich ja auch immer gefragt habe, wo ich auch immer vorher noch erwartet habe, ne, also irgendwann werden die Banken kommen und sagen, äh.
Jon Worth
Aber das ist ein bisschen anders. Die haben schrittweise seit Jahren immer mehr Mitarbeiter nach Amsterdam oder nach Paris oder nach Frankfurt geschickt. Es ist ja klar, Für mich zumindest, in Großbritannien, die so freundliche Beziehungen zwischen den Citylanden und die konservative Partei. Gibt's ja seit einigen Jahren nicht mehr. Ja so die Beziehungen waren gar nicht so gut auch unter Theresa May, ja? Also und die die Banken, das ganze Finanzsektor, das wird in Großbritannien zur Zeit kaum debattiert. Haben einfach Entscheidungen getroffen, die gehen manche über einige Mitarbeiter gehen schrittweise. Alles unter den Radar. Aber das ist auch was, was mir so hier so wirklich stört oder oder oder beeindruckt. Ist. In man kann. In Deutschland so Problemen sehen mit diese so Lobby-Geschäft in Deutschland. Das Organisationen wie PDI oder Verdi oder diese diese sehr starken.
Tim Pritlove
Automobilindu.
Jon Worth
Interessenvertretung aller Arten. Haben so einen Rieseneinfluss auf wie dieses Land regiert wird. Und diese Diskussionen finden in diversen Konferenzen und Diskussionsforen statt, aber man hat den Eindruck, dass. Verbände werden so gehört irgendwie, vielleicht zu viel, aber diese Diskussionen laufen jeden Tag. Die Regierung, in Deutschland treffe keine Entscheidungen komplett gegen den Interessen von Autoindustrien oder die Verbände der Verkehrs, Industrien, sagen wir ja. Gucken wir so den. British Retail consulting, also das ist so das das Dachverband für die die die Supermärkte oder den Road Holeger Servication, also Verband für die die ganze LKW Lieferkettenfirmen in Großbritannien, Schreien öffentlich seit anderthalb Jahren. Wir haben hier Probleme, wir haben nicht genug LKW-Fahrer, wir brauchen Notlösungen. Unser Lieferketten werden zusammenbrechen, sagen die öffentlich, ja? Was ist das? Ja ist das das zeigt, dass dieser Organisationen werden nicht mehr, vom Regierungsvertreten mitgehört. Ja, also besonders unter Boris Trons, also die, das alles ging irgendwie so, ja? Oder den der ist auch lustig auf Twitter. Jane Brandon, also das heißt der Chef von den cold cold Chain Chain heißt der auf Twitter. Der der Chef von den so ähm gekühlte Lieferketten, also für die Lieferung von von Fleisch und so. Und, der hat monatelang über diese Problemen berichtet und hat den Eindruck einfach gekriegt, dass, Regierungsvertrieben hören ihm und und anderen Industrieverbänden einfach nicht mehr. So. Wenn ein politisches System so funktioniert, dass die Regierung überhaupt nicht in der Lage ist. Solche Menschen such auch zu hören und die müssen öffentlich die Regierung dann kritisieren. Ja. Was ist das dann für eine eine Region? In, welche in den Interessen von wem wird Großbritannien zur Zeit regiert? Das ist nicht in den den alltäglichen Interessen von den Bürger Weil die wollen ja Märchenbrot in den Supermärkten. Das ist nicht in den Interessen von den Supermärkten selbst oder von die die Firmen, die die in den Lieferketten tätig sind. Großetanin wird in den Interessen von wem, zur Zeit regiert. Ja, auch sehr einfachen Entscheidungen sind dann nicht getroffen, um. Einfachen Sachen für alltägliche Menschen zu ermöglichen. Und. Ganze ist dann einfach so enthüllt. Ja, also wenn wenn Firmen kommen zu der Regierung sein, hier, wir haben ein Problem, wir haben nicht genug LKW-Fahrer. Eine normale Regierung sagt, okay, wir machen dann einen Plan. Wie finden wir Lösungen? Wie bilden wir mehr Leute aus? Wie kriegen wir mehr Leute von andere Länder? Ein was für anderen Lösungen gibt es, keine Ahnung, mir Güte auf Boote, auf der Schiene, weiß ich nicht was. Meine Wittle, so eine eine Art, Plan oder oder Notfallplan. Ja, die deutsche Regierung sagt, ja Pech, also ähm äh ja, findet ja da irgendeine Lösung. Und dann, Ja und dann dann ein paar Monate danach ähm der Verkehrs ähm ähm Minister Seite. Ja wir wir bieten einige ähm ähm einige Wiesen mehr für für LKW-Fahrer Fahrer an. Aber das nur bis Weihnachten. Und dann mit eine begrenzte Anzahl und die Bezahlung ist für diese Menschen, wenn die kommen aus anderen europäischen Länder, schon geringer als, In was man heutzutage in Polen.
Tim Pritlove
Steigen wir mal so ein bisschen in die Chronologie ein und äh das ist nämlich genau der Punkt. Die erste Krise nach den ersten kleinen Krisen, nachdem sich das alles erst mal nur so gezeichnet hat und man das Gefühl hatte, okay, alles klar, da findet eine gewisse Disruption statt im Handel. Die Zahlen sind extrem eingebrochen, die Exporte äh von Großbritannien insgesamt sind total in Keller gegangen. Jetzt kann man auch mal bewusst in Großbritannien sagen, weil das gilt halt alles nicht. Für Nordirland, zumindest nicht in dem selben Maße, kommen wir dann später auch noch dazu. Diese LKW-Fahrerkrise, das ist ja etwas, was dann sich sehr schnell abgezeichnet hat und das ist ja schon gesagt, da wurde jahrelang vor gewarnt und ähm, kommen ja dann auch mehrere Sachen zusammen und muss man halt immer sagen, so es gibt halt systemische Krisen in den Branchen, die gelten nicht nur dort. Dann gibt's natürlich immer den Einfluss der Pandemie, dann gibt's immer noch mal die extra Sahnehäubchen, Brexit obendrauf und ich glaube, wo man das wunderbar sehen konnte, war genau diese LKW-Fahrerkrise. Das heißt, erstmal. Brexit hat sich angedroht, das hat ja schon dazu geführt, dass eine ganze Menge Leute das Land auch verlassen haben. Einerseits, weil sie schon für sich klar gesehen haben, dass sie da keine, drauf haben. Viele Leute sind ja dann auch einfach, weil die ganze Stimmung im Land äh so antieuropäisch wurde, auf einmal ja Ausländer äh feindlich. Eine Menge Leute, insbesondere im akademischen Bereich, die da schnell äh abgedüst sind und gesagt haben, so macht euren Scheiß alleine irgendwie, das muss ich mir äh nicht geben. Ich kann auch woanders arbeiten. Ähm dann kam die Pandemie. Und das hatte dann wiederum zur Folge, dass es ja gab ja dann so richtig so dieses oh oh Gott, so grad vor Weihnachten, wir müssen jetzt irgendwie alle schnell nach Hause, weil sonst kommen wir hier nicht mehr weg und wir wollen ja irgendwie bei unserer Familie sein, weil ist ja Pandemie und Krise und, So, das führte dazu, dass halt in vielen Branchen das Personal weg war. Das, die Zahlen nicht ganz genau, aber es war signifikant zehn, zwanzig Prozent ähteilweise in manchen Branchen und es betraf halt unter anderem auch diese LKW-Fahrer. Die waren dann irgendwie alle weg, Pandemie zumindest, na ja, ich meine, vorbei ist es ja leider immer noch nicht, aber es ist sozusagen jetzt äh ne, man äh wollte dann eben die Wirtschaft wieder anfahren, sind die alle nicht zurückgekommen, weil sie gesagt haben, ja nee, Brexit irgendwie brauche ich nicht. Wenn ich jetzt äh und auch, also selbst wenn man nicht für britische Unternehmen arbeitet, es gab halt auch gar keine, EU-basierten LKW-Fahrer mehr, die überhaupt nach Großbritannien reinfahren wollten, weil dadurch, dass der Export zusammengebrochen war, bedeutet das, dass sie dann halt in der Regel einerseits ohnehin sehr lange brauchen, also sehr viel Zeit darauf verschwenden mussten auf diese Tour und außerdem in der Regel leer zurückfahren mussten oder zumindest nicht voll ausgelastet, wodurch natürlich das Ganze auch nicht mehr so profitabel war. Und. Am Ende bedeutete das, dass es eine Fehlstelle gab von, je nachdem welcher Quelle man jetzt glauben darf, sind es irgendwie bis zu 10tausend oder mehr, so. Entschuldigung, bis zu 1hunderttausend LKW-Fahrer. Das muss man sich mal vorstellen. Und das wirft natürlich auch nochmal ein interessantes Licht äh auf diese Branche als solche, weil wir sehen jetzt auch, dass diese Problematik so, gar nicht mal nur in Großbritannien, ist nur in Großbritannien, ist halt alles wie unter einer Lupe äh extrem vergrößert, eben durch diese Problematik, erst haben sie alle weggeschickt, dann wollte keiner zurückkommen und äh niemand will jetzt mehr in diesem Bereich arbeiten. Und zusätzlich, da werden wir dann wahrscheinlich noch häufiger drüber sprechen, hat auch diese Pandemie, diesen Effekt gehabt. Auf viele Branchen, die schlecht bezahlt waren, dass die Leute so mal ein Jahr lang irgendwie raus waren oder auch nur ein paar Monate aus ihrem Job raus waren, andere Sachen gemacht haben und dann festgestellt haben. Den den den scheiß Job irgendwie mit der schlechten Bezahlung, das brauche ich in meinem Leben auch irgendwie gar nicht. So und äh das alles zusammengerührt führte dann dazu, Das hat keine LKW-Fahrer dauern. Das führte dazu, dass die Supermärkte nicht mehr beliefert werden konnten und auch halt, dass auch die, Unternehmen ihre Teile nicht mehr bekamen, die konnten nicht mehr produzieren. Also es hatte auf einmal so einen äh Schneeballeffekt, der sich so schrittweise auf die ganze, äh Wirtschaft in Großbritannien ausgewirkt hat und als erstes sichtbar wurde es dann in den Supermärkten, als dann die Regale leer wurden, ne. Teilweise absurden äh Szenen in in Supermärkten, also nicht nur, dass die Regale leer waren, sondern dann wurden sie weiß ich, da war auf einmal so ein riesiges Regal alles voll mit Äpfeln, weil Äpfel waren da, aber sonst kein, Gemüse. Und als dann irgendwann auch die Äpfel nicht mehr da waren, äh mittlerweile sind so Kartboard-Print-Outs. In diesen Regalen so, also hier, hier könnten ihre Salate stehen.
Jon Worth
So so Zeichen. Also.
Tim Pritlove
Genau, also das ist ähm die Situation und die Situation ist ja auch nicht besser geworden, ne? Dann äh gab's wirst du schon angedeutet hast, diesen ja. Okay, jetzt müssen wir irgendwas tun. Und ich hatte so den Eindruck, solange nur die Supermärkte schlecht beliefert waren, tat sich da noch gar nicht so viel, weil es auch so. So eine lokale Wahrnehmung ist. Man geht in seinen Supermarkt, da ist irgendwas nicht da. Man merkt halt nicht, dass das alle betrifft, aber diese Shortage von LKW-Fahrern führte dann dazu, dass irgendwann auch die Tankstellen nicht mehr beliefert werden konnten, was dann dazu führte, dass halt nicht genug Sprit da war, was dann dazu führte, dass halt. Alles auf einmal stillstand und dann lange Schlangen vor der Tankstelle, das war natürlich dann irgendwie News worthy und Ich glaube, da hat dann das erste Mal wirklich so eine allgemeine Wahrnehmung in Großbritannien eingesetzt. Oh, wir haben ein Problem.
Jon Worth
Aber aber das hatte auch irgendwie auf die Regierung nicht unbedingt politischen Auswirkungen. War ein bisschen es gibt genug Sprit, also bitte nicht direkt zur Tankstelle gehen, weil es wird ja gelöst. Ja, aber ein Freund von mir der wohnt Nordisch von London, aber so einen kleinen Dorf auf dem Land. Die Kinder könnte eine Woche lang nicht mehr zur Schule gehen, weil es gar es gibt keinen Bus, und er hatte kein Benzin. Also Social verrückte Sachen, ja, ähm nee, aber.
Tim Pritlove
Nicht nur das, auch die Busfahrer waren teilweise gar nicht mehr verfügbar, weil die dann wiederum. Angeheuert haben, weil um überhaupt LKW-Fahrer zu bekommen, wurden dann halt unter anderem dann auch mal die Gehälter erhöht und dann haben wir viele Busfahrer gesagt, LKW kann ja auch fahren.
Jon Worth
Ja ja und dann und dann immer wenn es so eine Krise gibt in Großbritannien. Man ruft man ruft die Armee an, ja? Lass uns mal die Armee LKW-Fahrer verwenden, ja, die Armee hat auch nicht so viele LKW-Fahrer, ja, weil die haben die ganzen Stellen auch outgesourct und und und äh abgebaut in den letzten Jahren. Also das war auch dann keine besonders kluge Lösung.
Tim Pritlove
Und es gehört ja auch ein bisschen mehr dazu als nur einen LKW zu fahren, um in diesem Transportbusiness äh unterwegs zu sein, ne?
Jon Worth
Besonders mit beim Benzinmaster, ja, wo eine besondere Schein erforderlich ist und ja, ja. Ja, ja.
Tim Pritlove
Und Ladung überhaupt also damit umgehen zu können und die ganzen Regeln zu kennen ja.
Jon Worth
Und und aber natürlich auch also alle europäischen Länder haben diese Arten von Problemen, aber in Großbritannien kommen, mehreren Problemen hinzu. Großbritannien hat nicht genug LKW-Fahrer ausgebildet. Seit zwei Jahrzehnten. Also faktisch Großbritannien musste Arbeitskräfte aus anderen Ländern der EU importieren. Eins. Punkt zwei. Wegen die Grenzkontrollen bei der Ausreise aus Großbritannien und die Zeit, die erforderlich ist, um überhaupt mit ein Laster nach Frankreich einzufahren. Viele Firmen haben dann eigentlich dann Dinge nach Großbritannien beliefert und fahren dann leer nach Frankreich zurück. Punkt drei, Großbritannien nimmt nicht mehr an den sogenannten Carbotage teil. Das bedeutet, vorher Ein LKW aus Deutschland für, sagen wir, mit Minimotoren von München nach Oxford. So ein Laster könnte dann, keine Ahnung, irgendwelche Waren von Oxfit nach Glasgow transportieren, und verdammt von Glasgow nach Deutschland zurück. Also mache dann ein Pfad innerhalb von Großbritannien, aber voll, Als Großbritannien außerhalb der EU war, war diese Zwischenetappe nicht mehr möglich. Also das bedeutet, dass ein statt Drei-Fahden mit dieser LKW und alle drei voll, sind daraus dann zwei Fahrten mit nur einer Fahrt voll. Also das bedeutete dann Großbritannien hatte dann, Und dann auch dann viel Punkt ist dann dieser Brexit Wieseregelungen, das das EU-Fahrer fühlten sich nicht mehr willkommen. Also das bedeutet also, zusätzlich zu die LKW-Fahrerproblematik in aller anderen Länder der EU es gibt ja Problemen. Hat Großbritannien dank die Linie des Landes noch mehr Problemen dazu. Und ist es in die ganze Lieferketten nicht nur bei LKW-Fahrer, auch die Häfen in Großbritannien haben Riesenprobleme. Weil da fehlen Mitarbeiter, das bedeutet, dass die können die Schiffe nicht mehr entlaben. Ja, es gibt so Riesenpyramiden von von Containers in Feex-Store, also eine nordöstlich von London, also von den Haupthäfen, weil die haben nicht nicht genug Mitarbeiter, um überhaupt die Containers zu bewegen, ja? Also das bedeutet, das kommt dann auch hinzu zu diesen Ketten, Schnee.
Tim Pritlove
Das ist ja ein äh generelles Problem, was wir derzeit weltweit sehen. Das ist auch noch eine Auswirkung aus äh, Pandemie. Wir hatten die Pandemie, dann sind so die äh Transport ähm Kapazitäten, also die Kapazitäten waren da, aber die die tatsächlichen Bewegungen sind halt runtergegangen. Dann gab's noch diese Evergreen Geschichte im, die hat natürlich auch nochmal so eine Auswirkung gehabt, weil das ist so ein, so ein fein abgestimmtes Geflecht aus Terminverkehr, dass wenn das einmal durcheinander gerät und das passiert auch, öfter mal, dass das so auseinander gerät und normalerweise, nivelliert sich das dann in dem Moment wo die chinesischen Feiertage beginnen im Januar äh Februar, deren ich weiß, ganz genau wie das heißt, aber so quasi was so bei uns zu Weihnachten ist, da sind dann mal die Fabriken zu, da wird dann mal nicht gearbeitet, da ist nicht so viel Produktion abzuliefern und normalerweise äh spielt sich das ein, aber mittlerweile sind die. Die Auswirkungen davon so weitreichend, ja? Also man hat das ja auch in äh in den USA, haben sie genau dasselbe Problem, dass sie einfach dort den Container nicht weg bekommen, dass ihr die Kapazität nicht haben, die dort stehen zu lassen, sodass sie jetzt teilweise irgendwie schon äh ich glaube, da wurde jetzt gerade eine Regel geändert, dass wo normalerweise zwei übereinander gestapelt werden dürfen, dürfen jetzt vier und so weiter. Also es ist einfach äh alles der Versuch in irgendeiner Form der Situation noch, Herr zu werden. Nur in Großbritannien ist es mal wieder besonders schwierig, Weil eben da nochmal äh eine eine besondere akute Personalnot ist und das wohl auch schon dazu geführt hat, dass jetzt sehr viel Lieferungen dann nach Rotterdam äh ging und dann dort äh.
Jon Worth
Braucht man dann noch mehr LKW-Fahrer, um die dann der Großbritannien so lieb.
Tim Pritlove
Genau. Das funktioniert halt auch nicht, ne? Also das ist äh das ist so eine Katastrophe. Man man man kriegt sein, Kopf äh gar nicht drum geregelt. Ich meine diese die du gerade angesprochen hast, soweit ich weiß, hat die ähm der Vertrag zwischen EU, also der Brexit-Vertrag zwischen EU und äh Großbritannien der hat schon so eine limitierte Cabotage erlaubt, so zwei oder drei äh Fahrten, aber sie brauchen halt mehr um das.
Jon Worth
Tatsächlich der Verkehrsminister hat dann diese diese Limitierung einfach aufgehoben und einfach gesagt, okay ist jetzt. Innerhalb von einer Zeit von ein paar Wochen einfach wieder erlaubt. Ja, also aber irgendwie, das ist auch irgendwie lustig, weil der, die die jetzige sagen wie so Lösungen haben alle genervt, weil die Brexiteers an. Hey Moment mal, also wir verlieren mal wieder unsere Kontrolle, und die Moment mache so, das ist nur ein kleinen Tropfen in den Ozeanen. Wer kommen nach Großbritannien für drei Monate zurück, um um überhaupt eine eine ein LKW äh zu fahren, der in dieser so ein Notfalllösung für für die die Sprit Tankers äh zu den Tankstellen. Und ich denke, es war sieben die haben 1000 Bewerbungen erwartet oder so und die haben 27 Bewerbungen äh.
Tim Pritlove
Ja weil weil sich alle die weil sich alle die Bäuche gehalten haben äh aufgrund dieses Angebots. Also wir müssen zwei Sachen da trennen, ne? Also ist ja dieses man kommt als EU-Fahrer nach Großbritannien, liefert dort was ab und dann darf man halt jetzt unter Umständen, also ursprünglich zwei Fahrten machen. Jetzt darf man vielleicht beliebig viele Fahrten machen. Das ist aber sozusagen eine Ausnahme, die UK ausschließlich für EU-Fahrer macht. Die gibt es natürlich nicht anders herum für britische Fahrer. So, das heißt, auch hier ist wieder dieser Effekt des Brexit. Jobs in UK, gehen eigentlich weg, ja? Und äh werden in die EU übertragen. Genauso hatten wir das ja vorhin bei dem Beispiel mit den ganzen Niederlassungen. So viele Unternehmen sind jetzt gezwungen, Niederlassung in der EU zu gründen. Die Fluggesellschaften waren ja ganz früh dabei, So, die haben das ja sofort kommen sehen, so mittlerweile, wenn man irgendwie easyJet fliegt, das war halt immer UK. Jetzt äh fliegt man normalerweise mit Easyjet äh Europa äh die allermeisten Flüge. Ähm diese ganzen Niederlassungen führen natürlich dazu dann eben auch Mitarbeiter dort arbeiten müssen in der EU, die dort Steuern zahlen und die dann sozusagen noch mehr Geld abziehen, mal ganz abgesehen von den ganzen Investitionen, die dort dann noch äh getätigt werden müssen, um das überhaupt zu, ermöglichen. Also diese und dann dieses Angebot um die eigentliche shortage britischer Fahrer äh. Zu senken. Das war so absurd und dann hast du ja schon gesagt, ne, das einzige Angebot war, na ja, komm doch mal für drei Monate. Und dann vor Weihnachten müsst ihr dann aber wieder zurück sein, wo man sich auch fragt so, wer. Jetzt seine Existenz auf, die ja irgendwo in Deutschland, Polen, wo auch immer äh hart rumänische Fahrer, um dann in UK zu sein, alle wissen ja noch, wie sie das letzte Mal dort behandelt wurden, Ja, wie sie äh während der Pandemie behandelt wurden, als sie auf der Autobahn festgesteckt haben und wie sie generell ja auch aufgenommen wurden in dem Land. Man man wird ja nicht mit offenen Namen empfangen, sondern man gilt als Ausländer und Europäer und überhaupt ganz was Böses. Das funktioniert halt also alles überhaupt nicht. Mit anderen Worten, es ist auch derzeit nicht davon auszugehen, dass diese LKW-Krise sich nennenswert in irgendeiner Form, verbessert oder? Also es gibt jetzt eigentlich überhaupt keinerlei Tendenz, dass sich irgendwas bessert daran.
Jon Worth
Oder oder man man gewöhnt sich halbwegs daran.
Tim Pritlove
Weniger Wirtschaftsleistung.
Jon Worth
Ja ähm.
Tim Pritlove
Arbeitslosen, weniger Steuereinnahme.
Jon Worth
Nee, aber wenige also Arbeitslosigkeit steigt nicht zurzeit in Großbritannien. Aber Steuererhöhungen gibt es schon, ja, also weil auch die Staat hat so viel Geld schon ausgegeben, um, Notfalllösungen für diversen Problemen zu finden und Wirtschaftswachstum mittelfristig sieht nicht besonders gut in Großbritannien aus, aber zur Zeit ähm ähm, an den Palmen, Arbeitslosigkeit steigt zur Zeit nicht.
Tim Pritlove
Trotzdem geht die Wirtschaftsleistung nach unten und das bedeutet.
Jon Worth
Oder oder geht nicht so schnell wieder auf, wie in anderen europäischen Ländern.
Tim Pritlove
Ja gut, aber die Preise steigen halt auch relativ stark, weil natürlich der Aufwand für die Unternehmen sehr viel größer ist. Die müssen jetzt mehr zahlen für Transport, mehr zahlen für Lager, die haben längere Zeit.
Jon Worth
Kommen wir, dann kommen, wie es der Tanz zu zu den frisch erfundene, plus des Brexits. Ja, weil Großbritannien nicht mehr von Billigarbeitskräfte aus der EU abhängig ist. Das bedeutet, dass es werden Lohnerhöhungen geben für britische Arbeiter. Aber es ist natürlich ein Problem, wenn die Lohnerhöhungen, Was jetzt zur Zeit der Fall ist, nicht die höheren Preisen in den Läden abdecken, also die Preisen steigen schneller als die Löhne zur Zeit äh und in in den letzten in den letzten paar Monaten.
Tim Pritlove
Ja, die Inflation frisst alles auf. Ja, genau. Mhm. Anderer extrem betroffener Bereich ist ja die Landwirtschaft, der Agrarsektor. Das ähm hat mir, glaube ich, auch schon ein paar Mal angesprochen, dass das ja eigentlich so eine typische Auswirkung ist, weil das ja auch so ein Klassiker ist, dass eben, das gilt ja auch für Deutschland ähm Spanien, viele andere Länder des Westens, dass halt hier äh, immer wieder saisonaler Bedarf ist für Ernte, für Auslieferung für verschiedene äh Dinge und ja, wie sieht's denn jetzt aus äh im Agrarsektor? Weil das ist ja jetzt ein echtes Problem. Auf der einen Seite, man kann nicht mehr so leicht exportieren, ja, also teilweise manche Bereiche. Über Fischerei hat mir schon mal gesprochen. Die haben so richtig Probleme, weil die einfach überhaupt gar nicht die die Möglichkeit mehr äh haben, überhaupt was zu exportieren. Ähm andere Sektoren sind aber auch extrem betroffen.
Jon Worth
So besonders die Fleischindustrie ist ist ist derzeit sehr hart betroffen. Ähm. Die es fehlen Mitarbeiter in den Schlachthäusern, es fahren LKW-Fahrer, um überhaupt die Schweine zu den Schlachthäusern zu bringen. Online Großbritannien ist in die verrückte Situation zur Zeit wo es es finden so Schweinekeulen statt, statt die die ähm die Schweine zu den Schlachthöfe bringen. Also das bedeutet, dass es gibt, ein höheres Bedarf von importiertes Fleisch in Großbritannien zur Zeit, weil Großbritannien kann die eigene, Schweine zur Zeit nicht alle schlachten, ähm auch in die Felder, ja so in in so Gemüse und Obst gibt's auch Schwierigkeiten, also die ernten, also könnten nicht zu 100 Prozent so so geerntet werden, wegen fehlender Arbeitskräften. Also die die dieses Sektor hat tiefgehende Probleme, Verluste für die für die Landwirte, besonders im im Bereich der der Fleischindustrie. Ja. Ähm. Auch Probleme des Großbritannien hat nicht genug Tierärzte ausgebildet und jedes Schlachthaus braucht ein Tierarzt für den Fall, dass irgendwas da schiefgeht. Das bedeutet, die die Anzahl an Stunden, die die Schlachthöfe Höfe, offen bleiben könnten, war auch geringer. Ähm also ja, also ähm äh die die Situation ist ist natürlich für verdienen sehr schwierig. Ähm und 80 Prozent der der Leute, die in dem Agrarwirtschaft arbeiten, die haben auch für den Austritt gestimmt.
Tim Pritlove
Wollte ich gerade drauf hinaus. Das ist ja so eine klassische Zielgruppe, eigentlich der der Touris und, das ist halt da fragt man sich halt wieder, wie kann diese Situation, die wir eingangs schon besprochen haben, da überhaupt sich halten. Ich meine, mittelfristig wird sich doch da die Stimmung ändern müssen, oder?
Jon Worth
Also.
Tim Pritlove
Angst vor Leber ist immer noch größer als äh die Realität von Torys.
Jon Worth
Es herrscht es herrscht grad so eine Diskussion in Großbritannien. Ein bisschen vorangetrieben von Leiber, es ist Brexit ist nicht Schuld. Sondern diese Ausführung des Brexits. Ja, also die Revolution war die richtige, aber die haben das einfach schlecht ausgeführt. Nein, also alle möglichen Brexits führen zu Problemen oder oder sorry, alle politischen Akzeptablen Brexits, ja also raus aus äh der Zollunion und ein EU-Binnenmarkt führen zu Handelsschwierigkeiten. Also das bedeutet, die haben dann eine eine wirtschaftliche Auswirkung. Aber es sei es recht grau die Debatte in Großbritannien, Brexit ist selbst nie schuld, nur dieses Brexit. Ähm und das das stimmt ja nicht. Also alle, politisch möglichen Brexits führen so genau so ein Ergebnis. Aber das ist genau was die Konservativen der Zeit, als Argument so so so Vorschlagen oder voranbringen ist dann ja klar, also, Es gibt ja Schwierigkeiten, aber Brexit selbst ist nie Schuld, also die böse EU ist Schuld. Dass wenn ich genug Leute ausgebildet haben ist Schuld? Ja wer wer war an der Regierung diese Jahre aus niemandem nicht genug an? Äh LKW-Fahrer, die die Führerscheine gemacht haben, ja die Konservativen, aber das war David Kammön und anderen, also wir sind nicht schuld. Also alle anderen sind immer schuld Ja, also die die böse EU, die bösen Franzosen, die börsen Leute, die keine Ahnung, zu viele Grenzkontrollen machen bei der Einreise von Waren aus Großbritannien. Die Regierung ist nie schuld. Äh es gibt ja genug Sprit. Ja, also es ist es herrscht Panik an den Tankstellen und die die die Leute, die dann dieses ist die die in diese Schlange stehen, Das ist deren Show. Das ist nicht unsere Schuld. Und das wirkt halbwegs. Warum gibt's keine Riesenproteste auf britischen Straßen? Warum beherrscht kein Panik irgendwie? Nö, es ist so, ja, wir haben Schwierigkeiten, wir müssen alle so zusammenarbeiten, damit alles gut läuft und die Regierung sagt, ja, wir werden mittelfristig eine Weltklasse Lieferkettentechnologien, Großbritannien haben, ja, totaler Schwachsinn.
Tim Pritlove
Es gab doch auch noch nie Demonstrationen in Großbritan.
Jon Worth
Nee, es gab ja schon, ja. Also es gab Randalen in Großbritannien, ja, also die führte, Die Hände vom. Ja, Riesenproteste. Ähm, Oh oder ähm CND Riots, also amerikanische Atomwaffen in Großbritannien in der Achtziger, ja? Aber. Wie wie kann. Es war so halbwegs ein Witz für mich, ein ein in meine Diskussion auf auf soziale Kanäle. Jedes Mal, dass ich meinem meinem Rewe um die Ecke ging, in Neukölln Ja, okay, was könnte ich heute nicht kriegen? Scheiße, es gab heute keine ähm Bio-Karotten, nur reguläre Karotten. Ja, ist auch so halt so ein bisschen so standing Joke geworden. Das war oh nee, das das richtige alkoholfreies Bier war heute aus, aber es stand sieben andere Sorten zur Verfügung. Ähm aber irgendwie das ist nicht normal. Also aber was für alle anderen landet Europas, einfach zu einer ernsthafte Diskussion führen könnte? Für den Großbritannien sind nichts äh was sind die politischen Auswirkungen von von dieser diese ernsthafte Lage? Es gibt ja faktisch keine. Und diese diese Konsequenzen, wenn. Wenn ein Land schlecht regiert ist und das führt zu keinen ernsthaften politischen Konsequenzen. Wo steckt deine politische Systeme, es steckt in meiner Meinung nach in eine sehr tiefgehende Krise. Wenn du weil auch die wenn ich rede mit Freunden, Familie, die sind ja. Genervt, aber irgendwie haben null Hoffnung, dass man sie daraus. Gute und ernsthafte Schlussfolgerungen. Oder oder das. Ernsthafte Aue, es wird eine ernsthafte Auswirkungen auf den politischen Alltag. Ähm es gibt diese. Hoffnungslosigkeit irgendwie unter Leute, die sagen wir so, niemals, konservativ wählen werden, aber so die ehemaligen Remaines hauptsächlich oder ehemalige Labour oder Liberale oder Grüne Wähler, was tut man, um. Diese Problemen zu beheben. Und wenn man so von Deutschen aus nach Großbritannien, also es ist sieht alles zum, so verrückt und so bekloppt aus. Wie wie kann es so sein? Ja, aber irgendwie wenn man. Wenn man das nicht versteht oder man kann einen anderen Standpunkt hat und man immer noch den Eindruck, ja the doing the best, die versuchen ja Lösungen unter schlechten und aus schwierigen Umständen zu finden.
Tim Pritlove
Das fand ich schönste Meldung irgendwie.
Jon Worth
Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.
Tim Pritlove
Äh ja es ist wirklich äh absurd. Äh die jüngste äh Krise, es gibt ja jetzt sozusagen wirklich jede Woche irgendwas Neues und das ist eigentlich auch ein interessantes Lehrstück über die, Komplexität wirtschaftlicher Zusammenhänge, ne? Also gerade in dem Moment, wo Lieferketten auseinanderbrechen, macht man sich, glaube ich, nicht so richtig klar, dass das also wirklich ein Dominoeffekt ist, par excellence. Irgendwas kann nicht geliefert werden, heißt, irgendwas ist nicht mehr verfügbar. Und wenn irgendwas nicht mehr verfügbar ist, dann kann das einfach sein, dass das so ein ganz ganz wichtiger Baustein ist, an dem alles hängt, so ein Bottleneck irgendwie, dass äh dazu führt, dass einfach komplette Industrien auf einmal äh entweder ihre Leistungen einschränken müssen oder teilweise vielleicht auch überhaupt nicht mehr arbeiten können. Ging es los mit Klärwerken in Großbritannien. Was ist da passiert?
Jon Worth
Also es ist ja wie Alm in Großbritannien eine Mischung aus jahrzehntelang fehlende Investitionen. Zweitens fehlende Arbeitskräfte und drittens, die Chemikalien, die man braucht für die Abwasserbearbeitung, Viele davon kommen aus EU-Länder und es gibt gibt Lieferschwierigkeiten. Also das bedeutet, man musste dann unbehandeltes Abwasser in diversen Flüssen einfach rauspumpen, Also es gab enormen äh oder Wasserqualitätsprobleme. In den letzten Wochen in Großbritannien. Und es gab dann nur die Regierung stand unter enormen Kritik. Weil die haben so gesagt, okay, wir wollen eine dass die Regeln werden, also die Strafen für die Abwässerfirmen, ja die die Kläranlage betreibenden Firmen sinken wir damit, dass dann mehr Unterhaltungsabwasser raus sind in den Flüssen abgepumpt werden können. Ist ihr wichtig, weil wären Brexit, also das sind das Großbritannien muss nicht mehr die EU-Normen für Erbwässer ähm äh bearbeiten, Bearbeitung nicht mehr respektieren, aber während dem Brexit eine Referendum war Michael Gof damals. Es wird keine Senkung von von Umweltstandards geben nach dem britischen Austritt. Was passiert. Es gibt, oh, Senkung von Umweltstandards in Großbritannien nach dem Austritt. Wie löst man so einen ein Problem? Es gab ein riesengroßes Aufschrei, äh auf soziale Medien gab's diverse Videos und Berichte und von Fotos von von Gewässer voll mit Abwässer und was so, sorry und und. Und dann die Regierung muss sein, Moment mal, okay, wir wir wollen das dann in Griff kriegen. Aber das war die Krise von letzter Woche. Also das bedeutet. Ist dieses Problem in ja jetzt im Griff, wissen wir ja nicht so so ganz, diese Woche haben wir anderen Krisen, also diese schlecht organisierte. Twenty-six und die Corporate Krise mit einer konservativen Abgeordnete. Also das bedeutet, dass ein Krise schnell nach dem nach dem anderen, dass man weiß ja nicht, haben die überhaupt das das andere Problem gelöst oder taucht dann ein ein neues Problem auf dem Agenda, einfach diese Woche dann ab. Ähm.
Tim Pritlove
Schlangen vor Tankstellen gibt's immer noch.
Jon Worth
Einige schon, aber nicht so schlimm wie wie zuvor.
Tim Pritlove
Zu Beginn. Aha.
Jon Worth
Ähm Lieferproblemen ja schon. Die sind auch ja ein bisschen regionabhängig, ja. Also es ist auch ja ein bisschen lustig, weil. Vor dem wichtigsten Importhäfen für für für Benzin ist in Milfit Haven im Westen, also wo niemand wohnt. Also die Orten, Die am nächsten zu den Importstellen sind, ja, so Wells im Südwesten, waren weniger betroffen aus London, was, grundsätzlich ferne ist, von wo das Ganze importiert wird. Also das ist auch vielleicht ein Grund, warum diese Benzinkrise da stand Standes länger und und öfter in den Schlagzeilen, weil die Leute, die in den Medienindustrien arbeiten, waren äh davon äh Herr zu betroffen. Kann auch sein.
Tim Pritlove
Aber diese Klärwerk-Problematik, die ist ja äh wirklich akut. Also es ist ja jetzt nicht nur, dass man davon gehört hat, sondern ich weiß auch von Messungen, die jetzt durchgeführt, also es geht wirklich die Belastung äh der Küsten äh geht spürbar hoch, weil einfach irgendwie ja im Wesentlichen kann man sagen, die die kriegen ihre Scheiße nicht weg. So das ist äh.
Jon Worth
Konservativen Stiegen drei Prozentpunkte, eine Meinungsumfang letzte Woche. Ja also aber also das ist ja also wie. Oh oder Wollen überhaupt. Die die Konservativen diese Problemen überhaupt lösen. Was, wäre erforderlich, diese Abwasserproblem überhaupt zu behebeln, Ja? Eine reale Debatte in den Britischen und Haus. Ein Plan für die Sicherung, für die Importen von die benötigten Chemikalien. Muss man auch sagen, eine, verbesserte Bekämpfung der Coronapandemie, weil die Zahlen gehen so rasant auf in Großbritannien, Das besonders Mitarbeiter, die junge Kinder haben, ja und die Kinder müssen dann mal wieder so home Schooling muss wieder eingeführt werden in viele Regionen, Großbritanniens. Also die Regierung, kriecht auch das nicht im Griff, weil die sagen, ja es ist praktisch Krone ist vorbei, wir öffnen ja alles. Aber dann auch mit Nachteile. Ja also das bedeutet, dass die. Sie können keine einzelnen Elemente von dieser Krise dann beheben, weil. Weil man kann kein einziges Teil beheben ohne die anderen Teilen auch halbwegs irgendwie. Das das verrückteste war auch ja mitten in deine Benzinkrise. Die. Die Strompreisen stiegen so rasant, dass die. Die Gütezüge, die normal mit Strom, so Elektrolocks fahren, die müssen die Elektrolocks mit Dieselloks. Ersetzen, weil die Stromkosten waren zu hoch. Also was bedeutet, das hat dann dann hat man mehr Benzin gebraucht, ja, weil auf der einen Seite man hat eine Stromkrise und als der anderen Zeit seine Benzinkrise, ja. Aber. Die Regierung hä gibt den Eindruck, dass die nehmen diese ganze Reihe von Problemen einfach nicht ernst. Und wir haben vielleicht das oder das eine andere Krise immer noch nicht hier heute debattiert. Das ist die, so sagen wir so die politische Krise in nur die Irland. Ja? Was auch an Zusammenhang mit Brexit hat.
Tim Pritlove
Lass uns aber noch mal kurz bei der Energie äh Krise vorher bleiben. Ähm weil das gehört ja jetzt im Prinzip in den Reigen noch mit dazu. Ja, also das ist äh auch äh ein globales Problem. Die zum Beispiel steigen ja auch in Deutschland sehr stark. Äh die Strompreise werden dem in gewisser Hinsicht auch folgen müssen. Aber auch das ist mal wieder in Großbritannien alles noch ein größeres Problem und auch das hat natürlich wieder ein bisschen was mit dem Brexit zu tun. Ähm, die Gaspreise sind enorm gestiegen. Es gibt einen. Gesetz in Großbritannien was so eine Deckelung der Preise macht. Nur diese Deckelung ist im Prinzip nur Pear Company, das heißt in dem Moment, wo das Unternehmen pleite geht, müssen sich Leute neue Verträge suchen und neue Verträge sind dann eben, von dieser Deckelung dann sozusagen nicht äh begrenzt und das, findet jetzt auch statt, weil man hatte halt einen deregulierten Markt, in dem es sehr viele Billiganbieter gab, die da reingegangen sind und die Marktdynamik gemacht haben, das haben wir ja hier auch, die aber jetzt sozusagen mit ihren mit ihrer Deckelung auf der einen Seite und den stark ansteigenden Einkaufspreisen auf der anderen Seite einfach nicht mehr äh profitabel arbeiten konnten und dann eben insolvent geworden sind. Was dazu führt, dass sehr viele Leute jetzt äh quasi sich neue Verträge suchen müssten, weil ihr Anbieter nicht mehr da ist und das halt nur zu sehr viel höheren Preisen. Und eigentlich ist ja aber Großbritannien an das EU-Energiesystem angeschlossen gewesen, aber auch das ist mit dem Brexit ja verloren gegangen.
Jon Worth
Ja und Großbritannien hat die Gaslagerungskapazitäten, seit Jahrzehnten abgebaut. Bei Großbädern hast du gesagt, ja okay, wir können immer noch genug ausreichend Gas von der EU importieren. Ja, so Großbritannien hat in einen europäischen Vergleich nur genug Lagerung für denke ich ist es drei oder vier Tagen. Gas kann Großbritannien lagern. Die Situation in Deutschland ist Deutschland hat quasi Themen für sechzig Tagen oder so und Frankreich hundertachtzig irgendwas, also enorm viel. Okay, die Gasverbraucher in Frankreich ist ein bisschen geringer, aber ein Grund, Ich habe vor 15 Jahren im Bereich der Energiemärkte in Großbritannien, als Beamte gearbeitet. Und damals die Begründung, warum baut Großbritannien, keinen Gaswagerungskapazitäten? Ja, wir sind in ein EU-Energiemarkt und im Falle, dass es Engpässe gibt. Ja, es ist ja eine EU-Energie-Markt, kein Problem. Wir importieren mehr von der EU. Also sorry, ihr seid jetzt raus. Also, das bedeutet das, man muss dann Verantwortung für so was übernehmen. Gab's eine ernsthafte Debatte ohne irgendwas in Großbritannien in Momenten? Also wenn es wenn so eine Energieprobleme auftaucht, Harn hat Großbritannien dann investiert, um überhaupt diese Probleme zu lösen. Nein, natürlich nicht, weil das wäre das wäre. Es wäre da nötig, die Kosten des Brexits dann einfach zu akzeptieren und das hat die das haben die Briten nicht akzeptiert und die britische Regierung nicht, weil es gibt ja Verantwortung oder, Bedeutet manchmal Kosten und Investitionen. Und Großbritannien ist zur Zeit dann Schuld. Und dann, Finanzminister Sunark, der ist okay, wir müssen dann etwas für die Bürger dann tun, damit die dann nicht enorm hören ähm äh ähm äh Strompreisen bezahlen müssen. Also das bedeutet, dass die die staatliche Verschuldung, dann noch entsprechend höher, dann kommen dann in dem in dem jährlichen Haushalt letzte Woche, dann Steuererhöhung, Erhöhung, um diese Kosten dann abzudecken, ja? Und das unter eine Konservative, wo Boris Johnson sagt, ja so, wir sind die so Party? Und was hält dann in den ja sorry, aber Label, die sind immer für Steuererhöhungen. Also wer hat dann Steuer so deutlich erhört in Großbritannien? Jetzt letzte Woche. Die Konservativen wegen Brexit auf eine Seite und eine und ein fehlhafte Industriepolitik äh oder Energiepolitik, auch dazu seit ein Jahrzehnt.
Tim Pritlove
Welche Steuern sind da erhöht worden.
Jon Worth
Die haben den sogenannten ähm ähm also das ist es ist es ist wie ein Einkommen. Funktioniert wie ein Einkommenssteuer. Also es ist ja auf alle.
Tim Pritlove
Ja, also auch das äh kein schöner äh Bereich, denn äh, gab's ja und das hängt ja auch so ein bisschen dann auch mit dieser Energiekrise auch noch ein bisschen zusammen, einen speziellen Streit mit äh Frankreich, ja und generell kann man vielleicht das mal erweitern auf die ähm den Streit quasi, der sich überhaupt mit der EU so abspiel, man hat immer noch den Eindruck, die EU hält sich immer noch sehr zurück so. Man äh nimmt an dieser ganzen Debatte eigentlich nicht teil, während halt in Großbritannien auch medial immer wieder äh auf Europa eingeschlagen wird und irgendwie äh alle möglichen Ankündigungen gemacht werden, was man jetzt irgendwie äh tun und lassen und und kündigen. Äh könnte. Atmet man in Brüssel einfach langsam und versucht sich nicht aus der Spur zu bringen. Das ist in Frankreich ein bisschen anders da gibt es eben diesen Konflikt im Rahmen der Fischereilizenzen im Brexit-Vertrag ist geregelt gewesen, dass Großbritannien, französischen Fischern, die eine bestimmte Zeit äh schon in Gewässern gefischt haben, Lizenzen ähm geben muss, um es äh insbesondere eben im Bereich um die Inseln äh. Äh denen diese Lizenzen zu geben. Das hat auch äh weitgehend stattgefunden mit der Ausnahme von 20 oder weiß nicht hundert äh also ein bestimmter Teil zehn, zwanzig Prozent haben halt einfach keine Lizenz bekommen. Das führt ja dann zu einer ganzen Menge Streik und das ist natürlich dann auch in Frankreich, jetzt wo es da auch auf die Wahlen zugeht und, nicht gerade besonders gut da steht. Ein Politikum, es gab dann die Ankündigung von Fischern, also dass sie dann irgendwie da die Häfen, die britischen Häfen äh äh auf Jersey besetzen und so weiter oder dass die britischen äh Fischer nicht mehr die Häfen in äh Frankreich ähm, anlaufen lassen dürften und so weiter. Ähm ja und äh das eskalierte jetzt teilweise äh zumindest verbal hoch mit so Androhungen wie dann schicken wir euch halt einfach keinen Strom mehr.
Jon Worth
Ja oder wir führen noch strengere Kontrollen ein für für Exporte aus Großbritannien. Also die Situation ist, etwas milder geworden gestern. Es gab ein Treffen zwischen David Forst und und Clement Boom, der der Europaminister Frankreich. Ja, wir finden pragmatische Lösungen, aber wir sind noch, so weit voneinander irgendwie. Aber. Beiden braucht Frankreich dieses Streit nicht unbedingt. Großbritannien braucht diese Arten von drei Punkten noch. Weil das hilft in Großbritannien aus seiner Art. So Kommunikationsstrategie, also wenn Brexit nicht wirkt, alle anderen sind ja schuld, also Brexit war schon, ein ein sehr sehr schwierig für die ganze britische Fischereiindustrie, nicht besonders die mit Booten, sondern Inland-Fischeries, also so so ähm ähm wie soll man das auf Deutsch Fisch ja ähm ähm.
Tim Pritlove
So Lachszucht et cetera.
Jon Worth
Ja, genau. Ähm also das bedeutet, dass. Was ich ich denke, dass die EU kapiert hat, aber aber weiß ja nicht, wie könnte man am besten dagegen so agieren, ist. Großbritannien will kein so stabiles Brexit. Ein Streit, ist immer nötig für die britische Regierung. Ja, obwohl es so absurd klingt, ja klar, wir wollen eine Lösung für Fischerei-Listenzenzenzenzen, wir wollen eine Lösung für weiß ich nicht was, Exporten von Marx Inspences Samuels. Ja für sagen wir so die Bürger oder einzelnen Firmen oder oder oder damit Lieferketten zusammenhalten ja dann brauchen wir dann Lösungen. Aber in die alltägliche Kommunikation. In die besonders in dem Britischen Boulevardzeitungen. Das ist nicht erforderlich Ein Streit mit den Franzosen zu Fischereilizenzen ist hilfreich. Schau mal, wie böse die die die Franzosen sind, die die respektieren ja die die Regeln nicht. Die ähm die wollen uns keinen Sturm beliefern und so weiter. Also es geht so ins. Ja, manchmal ist es heftiger, dann die kommen dann werden dann ein bisschen pragmatischer. Dann dann besonders David dann noch was in die in die Diskussion, Ähm und so geht es geht es einfach weiter. Also wird Frankreich jetzt die Strom, Großbritannien kein Sturm mehr beliefern. Kurzfristig nein, also alles wird weiterhin laufen. Mittelfristig. Ich habe ja Angst, weil seit dem Sommer. David Frost, der Brexit-Minister Großbritanniens, hat öfter gesagt, die. Des Traden Cooperment ähm mit zwischen Großbritannien und die EU und den sogenannten Noven Irish Protokoll, die müssen neu verhandelt werden. Was die diese Verträge stellen so für Großbritannien so tiefgehende Problemen dar. Dass die Bussen geendet werden. Ja, einfach mal. Brexit das ist so komplette Brexit juristisch Lösung kann mittelfristig einfach nicht so bleiben. Das führte natürlich zu einen heftigen Kritik. Hey Moment mal, wer hat das verhandelt und wer hat das unterschrieben? Ja, David Forst, ja und Boris Johnson. Zeitungen, so kommt das nicht rüber, ja? So einfach mal zu sagen, hier Moment mal, wir haben einen Fehler gemacht, wir wollen was anderes. Sowas kommen dann in Brüssel vielleicht nicht gut an, sondern würde nicht. Plötzlich abgelehnt. Aber was was wir dann sehen ist, die Leute, die das verhandelt haben. Die akzeptieren ja nicht die Auswirkungen von was die selbst unterschrieben haben. Und das führt dann zu dieser Absurdesituation, wo Großbritannien sein, im Moment mal so die die EU sei böse, weil die machen, was wir unterschrieben haben, faktisch. Und das ist, was wir sehen mit mit die Situation, mit mit Jesus-Streit um den Fischereipolitik und das ist, was wir auch sehen, besonders, ähm äh mit mit diese ganze Diskussion dann in in Nordirland. Ähm und, niemanden kann David Forst oder Boris Johnson und und Druck setzen, ja, weil Mitglied des also des ist dann nie in dem House of ein so Brexit question time es ist nicht erlaubt weil er, Nordsitzen nicht kommend.
Tim Pritlove
Also um's äh vielleicht nochmal gesagt zu haben, für Leute, die das nicht ganz aufm Zeiger haben, House of Comments, ist quasi wie unser Bundestag, soll das eigentliche Parlament, was die Gesetze beschließt, House of Lource ist so diese oberen Karma nicht wirklich vergleichbar mit dem Bundesrat, aber halt so.
Jon Worth
Nominiert, nicht gewählt, ja. Ähm äh er gibt relativ wenig Interviews, wenn er wenn er etwas schreibt, er schreibt das in den in den Zeitungen, die beliebt sind von den konservativen, besonders der David. So das bedeutet es. Und jedes Mal wenn es strittig wird, die Briten werfen. Noch was oder finde noch ein Problem und. Das Hauptproblem der Briten zur Zeit ist. Die Rolle der europäische Gerichtshof in Nordirland. Ja? Also dieses Problem die haben das nie nie nie erläutert, oder oder nie ernst erläutet oder öffentlich erläutet, wären die Brexit-Verhandlungen selbst. Und das ist jetzt für für David Frost ein riesiges Problem. Obwohl wir wissen, dass das Fürth in Nordirland nicht zu ernsthaften realen Problemen da vor Ort. Ja also die machen dann, einen Ideologischen, halbwegs juristischen Streit, weil die wollen halt einen Streit. Mit Brüssel. Also.
Tim Pritlove
Geht gar nicht darum, worum gestritten wird. Es geht darum, dass es Streit gibt.
Jon Worth
Und man muss irgendwas finden, wo man streiken kann ohne möglichen Brändchen Auswirkungen zu haben auf. Sagen wir grob englische Wähler. Und was ist dann dann am besten? Ja, nur die Irland. Wir machen einen Streit um nur in Irland. Niemand wählt für die Konservativen sowieso dort, ja? Es droht dann. Eine Blamage für für äh notirischen Juniisten bei den Parlamentswahlen in Nordirland, Mai nächstes Jahr schon. Weil. Also den.
Tim Pritlove
Also die Unionisten sind sozusagen die in Nordirland, die ja tendenziell sich eher UK führen, ne.
Jon Worth
Die wollen das Norian. Es ist noch Teil der von Großbritannien und die sind die sind ähm äh protestantisch. Also, die die UP. Hat derzeit äh der Rolle der First Minister Nordirland, so soll es eine Art Premierminister Nordirland, weil diese diesen Possen. Geht an den größten Parteinotirland und das war jahrelang die UP, also sehr konservativ und auch weil die traditionell eine Allianz hat mit den Konservativen, auch pro Brexit. Weil die hauptsächlich gegen also jahrzehntelang gegen Irland und gegen Dublin waren. Also wir sind für ein starkes souveränes Großbritannien so in der Art. Genau, genau, die haben die der Regierung von Theresa May unterstützt. Was jetzt der Fall ist. Ist, wenn wir sehen, was in der Realität in Not Irland fucktisch passiert. Ist, es gibt eine tiefere Integration, von der Wirtschaft Nordirlands mit dem Wirtschaft Irland. Es gab, keine Benzinlieferungsproblemen in, Nordirland. Also es ist keine Milkshakes gab in McDonald's in England und Schottland im Sommer. Es gab ja Milkshakes noch in die in die Filialen in Nordirland, weil die Griechen dann alles das über Dublin, So das bedeutet, dass diese Brexit-Lösung führt zu einer noch tiefgehender, wirtschaftliche Integration Irlands. Also nur die Irland mit den Republik-Irland. Und das bedeutet. Politische Schwierigkeit. Für notirischen Junioristen, weil die sehen, hey Moment mal, das wollen wir nicht, weil wenn wirtschaftlich ihr Land noch vereinte wird. Führt für uns zu politischen Problemen. Also die Juniisten setzen London durch und sagen, hey Moment mal. Wir brauchen Änderungen des notirischen Protokolls, damit dann zum Beispiel die die britische, Ähm Supermarkt die haben die Filialen in Nordirland aus England beliefert mit LKWs. Das ging ja nicht so einfach wegen die anderen Kontrollsystemen und und ähm weil weil nur die Irland gehört noch zu den europäischen Binnenmarkt, faktisch dank dem notirischen Protokoll.
Tim Pritlove
Also Protokoll ist der Teil des der Brexit-Verträge, der halt diese spezifische Situation in Nordirland regelt, genau. Und äh das ist das, was damit gemeint.
Jon Worth
Ja genau. Ähm also und dann Änderungen, es gab verrückte Streit zu ähm ähm was auf Etike, in Not irischen Supermärkten steht, dass die die die Brexit Traditionalisten in Großbritannien die sind für die Wiedereinführung von von Peins und und äh und so ja.
Tim Pritlove
Übrigens auch nie also die ja immer schon galten.
Jon Worth
Ja genau, aber man muss.
Tim Pritlove
Immer noch machen.
Jon Worth
Genau, am man man musste hinzufügen Grows und so weiter, ja? Und das ist dann noch Pflicht in Nordirland. Das Drums muss noch auf dem Etikett stehen. Das ist nicht akzeptabel in Nordirland, weil auch die Nordiren wollen den Fund zurück. Äh es war eine verrückte Ehre, ja. Ich ich bin so aus diese so Desmo-Generation in Großbritannien. Ich habe ja keine Ahnung, wie viele es in ein in ein.
Tim Pritlove
Stones.
Jon Worth
Ja Mama, ja oder sowas, ja, aber meine Mutter schon, ja, aber äh keine Ahnung. Wenn ich lese an den alten Kochbuch oder so, ey, keine Ahnung.
Tim Pritlove
Ja, da musst du musst du eine Fortnite drüber nachdenken.
Jon Worth
Ja genau ähm, Aber so eine so so eine verrückte Situation, aber aber das führt natürlich zu einer reale Spaltung in Nordirland. Also sagen wir, pragmatische Junioristen. Ja, also Leute, die traditionell für die UP oder uninistische Parteien gewährt haben. Sehen im Moment mal. Also, wenn unsere Supermärkte aus, Dublin beliefert werden können. Wir haben die wirtschaftlichen Probleme in Nordirland nie, was Großbritannien hat. Es geht ums wirtschaftliche Ordnung. Okay, vielleicht lohnt es sich dann nicht mehr für die die die Saison, Brexit Idioten von den UPI. Wir wählen stattdessen für the Lions Party, also das ist eine unabhängige politische Partei in in in Nordirland. Ähm wir wählen stattdessen einen unabhängige politische Partei, die pragmatischen Lösungen für unsere für unser Teil von Großbritannien dann sucht, Und das bedeutet dann den die Partei, die dann total davon profitieren könnte, wäre dann ja also die Nationisten, die wollen ein verrenktes Irland. Und die könnten nach der Wahl nächstes Jahr dann größtes Partei in den nordillirischen Assem Leadern werden. Also das.
Tim Pritlove
Premierminister stellen.
Jon Worth
Dann die Premierminister stellen und das wäre dann eine Katastrophe für die Juniisten und auch eine Katastrophe für London. Und das ist dann den Hintergrund zu dieses Spiel, um Nordirland gerade, weil man also wir haben. Boris Johnson, die Konservativen, die haben so einen Brexit-Deal. Unterschrieben 2019 in den Interessen von englische Wähler und englische Brexit-Wähler und und für die in den Interessen von von den Konservativen. There is a mazeed deal, ja den sogenannten Backstop, wäre deutlich besser für Nordirland politisch, vielleicht nicht wirtschaftlich, sondern politisch, aber das war nicht wirtschaftlich akzeptabel für die konservative Parteien für Konservative Wähler. Also dieses Kernproblem, ja? Es heißt der Brexit triammer. Also, was will man? Wo will man einfach die Grenze? Man hat drei Optionen. Grenze in Irland ist für die EU nie akzeptabel. Grenze zwischen Nordeland und den Rest von Großbritannien. Das ist, was wir fankisch jetzt haben, ja, diese Kontrollen an den für Waren, an den Fähren zwischen England und und und Nodien. Das ist politisch ein Problem für notirischen Juniisten. Oder. Nirgendwo eine Grenze, was man vorher hatte. Ja, freie Warenverkehr, aber das bedeutet, eine so sanften Brexit, Das wäre dann politische und akzeptabel für die konservativen, Also aber das wäre dann die Brexit-Lösung a la Three The May, ja, eine sanftere Brexit, um wenige Probleme in Nordirland zu verursachen. Und das ist, was wir jetzt beobachten. Britische Regierung hat dieses wo muss die Grenze sein. Einfach wie ich akzeptiert. Was tut die EU dagegen? Die haben die haben so gesagt okay, Wir finden pragmatische Lösungen, um alles besser zu ermöglichen Statt die Warner eine Grenze zu kontrollieren, wir führen eine zu anderen pragmatischen Systemen ein, einen sogenannten Programm, wenn einer eine, sagen wir so, ein Supermarkt sich in dieses dieses System einträgt, die können einfach elektronisch beweisen. In dieser Lieferung gab's XY. Das ist an diesen Supermärkten in Nordirland destiniert. Es wird nicht über die Grenze zu Irland gehen. Kein Problem. Ja, so wir finden technische Lösungen für manche Problemen. Aber manche Problemen kann man halt nicht lösen. Ja, so eine eine Grenze und manche manche Kontrolle wird sich ja noch geben. Aber dann, dass es dann ein den Grund für dieses. Streit. Ja, also das es ist in den Interessen von London zu beweisen, dass die jetzige Situation in Nordirland nicht funktioniert, obwohl es wirklich wirklich wirtschaftlich sehr gut funktioniert. Es ist es ist es ist nicht politisch funktioniert.
Tim Pritlove
Da wollte ich nämlich jetzt nochmal drauf äh kommen, um das mal äh festzuhalten. Also wir haben jetzt diverse Probleme in Großbritannien beschrieben. Abwasser, Landwirtschaft, Pipapo, LKW-Fahrer, keine dieser Probleme. Gibt es in Nordirland, also da gibt's genug Fahrer, da gibt's genug Benzin, dann funktionieren die Klärwerke, die.
Jon Worth
Wirtschaftlich ist in Ordnung. Die haben auch ähm äh diese neue Fähre Verbindungen äh zwischen Ross Leer direkt nach Frankreich eingeführt, um einfach so Großbritannien so umschiffen ähm.
Tim Pritlove
Nur eine, sondern.
Jon Worth
Mehren, ja, ja, nach es kommt ja noch so so eins nach sogar nach. Das klingt ein bisschen unlogisch, ja, aber irgendwie, Die irische Regierung hat pragmatische, praktische Lösungen einfach gefunden. Die solche Lösungen sind für, Die britische Regierung, die kommen einfach nicht in Frage. Ja? Und natürlich man will nicht als LKW-Fahrer. Nicht mehr von Dublin nach Holly her, dann Dusch Großbritannien fahren zu müssen, in den Riesenstau stehen an äh an der Hafen von Dover, um dann einfach dann Frankreich zu erreichen. Es ist ja einfacher, obwohl 15 Stunden in einer Fähre nicht so besonders bequem ist. Es ist wirtschaftlich sinnvoller, sowas zu machen als durch Großbritannien zu fahren.
Tim Pritlove
Ach so, unbequem ist das für die Fahrer jetzt, glaube ich, nicht. Ich meine, die.
Jon Worth
Ja, im im Herbst, im Herbst beim Sturm, jetzt im auf dem Kanal, das ist nicht so mein Ding.
Tim Pritlove
Na ja gut, dann muss man denn vielleicht die Betten mal, keine Ahnung, Wasserbetten oder so oder so was.
Jon Worth
Ähm aber aber aber ehrlich. Die wirtschaftlichen Probleme gibt's ja derzeit einfach weniger in nur in Irland, als in dem Rest von Großbritannien.
Tim Pritlove
Ja, auch das war alles äh vorhergesagt, dass es letzten Endes dazu führen kann. Ich frage mich jetzt auch grade, wenn. Also das, dass das Aufkommen stärker werden von Schimpfen. Äh ist ja wiederum in der Republik Irland wird das ja jetzt auch nicht jetzt so positiv gesehen weil die halt auch ein bisschen Hardcore äh drauf sind und ähm in gewisser Hinsicht natürlich auch das das relativ stabile politische System in Großbritannien äh in in äh in Irland. Äh durcheinander bringen würden, wo's ja immer so eine Balance ist. Wesentlich inzwischen zwei, Parteien wenn ich das richtig erinnere ne? Genau wie schätzt du das jetzt ein? Haben wir schon ein paar Mal drüber gesprochen wenn dieser Trend sich so fortsetzt, dass die Nordiren sich ja eigentlich dran gewöhnen so, Also im Prinzip hat ja England hat so die Brücken äh abgebrannt. Nordirland hat ja schon immer auch eine eigene Identität äh gehabt und äh ganz anderes Verhältnis auch zur Geschichte. Denkst du, dass die Leute sich jetzt im Rahmen des äh dieser Brexit-Auswirkungen dann auch einfach mental von Großbritannien, also auch die, die eigentlich so traditionell dieses äh Verhältnis bevorzugt haben, dass das so.
Jon Worth
Es gibt zwei Arten von Reaktionen. Manche Unionisten sagen, London hat uns einfach. Ignoriert oder nicht respektiert? Wir sind auch ein Teil von Großbritannien, ja? Und sehen, okay das ist diese fehlende Respekt führt dann so eine. Okay, vielleicht ist es doch nicht so schlimm, wenn wir eine etwas engere Verbindung mit Dublin haben. Also, ziehen daraus eine pragmatischere Schlussfolgerung. Ja, auf der anderen Seite, Rhetorik von so Hardcore Unionisten wird immer extremer, also die DUP, verliert ja Stimmen ah noch es gibt zwei oder drei andere noch extremere Parteien. Die wollen einfach mal so wie wir verteidigen Not ihr Land noch mehr. Also die wollen dann noch stärker beweisen in London. Hey Moment mal, wir sind ein Teil von. Großbritannien ja noch. Aber zur Zeit dieses sehr starken unionistischen Parteien die kriegen insgesamt nur so 20 bis 25 Prozent der Unterstützung in Nordirland. So das bedeutet es. Nicht alles führt zu einer. Ein verreinigtes Irland. Es kurzfristig zu ein neu aufgestellte Diskussion in Nordirland. Statt zweiteilig dreiteilig, Ja, also einfach Union ist ein, und Unabhängigen dazwischen, also diese Alleinspart, also diesen unabhängigen Partei, ja die wollen pragmatische Lösungen, die sind nicht mit einer religiöse Gruppe gebunden. Wollen kein Vereinigtes Irland, aber die wollen auch keine Grenze in Irland zwischen Nordirland und Republik. Also, Das bedeutet, dass man Mustern mit einer komplett andere Situation in Nordirlandern rächen und was für Antworten hat. London hat Johnson hat Forst. Die haben ja keine Antworten. Die haben ja kein Interesse. Die haben hier kein Verständnis. Ja also die spielen mit Feuer. Aber wissen ja nicht, dass die dass es dass alles so richtig schief gehen könnte. Die haben kein Konzept, die haben ja keine Idee von wie könnte es. Aussehen. Weil wenn die tun ja, was die dann die sagen, was die was die dann machen wollen, ist diese. Ähm Artikel 16 verwenden. Ja, einfach mal das ist so eine Art Notbremse in den Vertrag zwischen die EU.
Tim Pritlove
Wenn irgendwas schief läuft.
Jon Worth
Im im Falle von ja, es ist nicht definiert, was ist, ja? Wenn es für so Schwierigkeiten, das das Großbritannien könnte Kontrollen. In den Warenverkehr zwischen Irland und Notirland dann einführen. Also man könnte dann was wirtschaftlich zur Zeit gut funktioniert. Von einem Tag bis den nächsten kaputt machen. Also wirtschaftlichen Schaden, aber in den politischen Interessen von notirischen Junioristen. Also David, Wäre bereit vielleicht so was dann zu machen. Aber das bringe dann eine Art äh ich weiß nicht, wie man das auf Deutsch sagt. Also deine Gegenreaktion so, ja. Ähm.
Tim Pritlove
Bestrafung, also.
Jon Worth
Bestrafung von der EU, ja? Also dann Maßnahmen von der EU-Seite gegen Großbritannien.
Tim Pritlove
Vergeltung ist das richtige Wort, ne?
Jon Worth
Das führt dann. Dann zurück in die komplette Krise, was wir dann schon äh so am Anfang von dem Podcast debattiert haben. Großbritannien ist schon in eine schwierige Situation, in den Handelsbeziehungen mit der Rest der EU. Also wäre es sinnvoll, aus politischen Gründen in Not ihr Land, um den notirischen Junioristen so ein bisschen. Politisches Stärkung zu geben, einfach einen Handelsstreit mit der EU auszulösen. Unter den jetzigen Umständen wäre so was verrückt.
Tim Pritlove
Ja, total.
Jon Worth
Aber das ist, das ist ja die jetzige Richtung von von Forst. Ja, er steuert auf so einen Kurs Konfrontation mit der EU, um die Union ist eine Nordehran ein bisschen so blitsches Rückenwind zu geben. Sowas wäre. Total außer in pragmatischen Sicht total sinnlos. Aber das ist wohl auch grad steuert.
Tim Pritlove
Ja okay, das kann ja trotzdem passieren. Ich habe gerade überlegt, ähm ich weiß, es ist immer so ein bisschen schwierig, diese ganzen Unabhängigkeits äh diskussionen, aber ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass ich in Nordirland dann ja vielleicht mit dieser Partei auch nochmal so eine neue politische Perspektive auftun könnte, so langfristig, dass die Entscheidung in Nordirland ja immer im Raum steht durch das Karfreitags äh Abkommen hat ja Nordirland quasi das Recht zu sagen Wollen wir zu Irland gehören oder wollen wir zu Großbritannien gehören? Dann die dritte Variante ist eigentlich ja so nie diskutiert worden. Was wäre denn, wenn sozusagen Nordirland unabhängig wird.
Jon Worth
Ja oder so eine Art Sonderstatus. Ja, ähm äh es wäre oder oder das ist, was man. Fuck the Show oder wirtschaftlich schon hart.
Tim Pritlove
Es ist ja schon da, ne.
Jon Worth
Ja, ja. Ähm aber natürlich man brauche dann irgendeine andere politische Lösung, weil auch was. Äh also die demokratischen Institutionen in Nordirland sind nicht. Stabil grade, ja? Also dass das so eine Art eigene Staat zu gründen, ja? So, ist diese jetzige Kompromiss, was man zurzeit hat. Jetzt wirklich so schwierig zu zu gestalten, nicht so unbedingt. Mittelfristig könnte ich schwierige werden, wenn größte Partei wird nach der Wahl. Also das ist ein bisschen. Die Hoffnung in London, ja, also wäre es noch möglich, dass die Junioristen doch noch halbwegs gewinnen könnten, ja? Aber aus meiner Sicht im einzigen Weg sowas zu ermöglichen, wäre. Wirklich pragmatische Lösungen zu finden, den Alltags ermöglichen, den die Unterstützung, Von dir Lions Party zu zu entziehen, ja, das alltägliche Leben für Menschen in nur dir lang pragmatisch. Pragmatische Lösung für die praktischen Probleme zu finden. Start so sehr ideologisch auf Konfrontation zu steuern. Aber das ist was, was was man gerade tut. Ja, aber mittelfristig, ich fürchte, dass. Ich sehe kein vereinigtes Irland mittelfristig. Es ist ja so schwierig. Es ist auch nicht unbedingt in Dublin erwünscht. Und keinen oder vielleicht sogar eine irgendeine ungewöhnliche Sondestatus. Eine eine weite Führung von Feindlich, was man gerade hat. Ist wahrscheinlich.
Tim Pritlove
Ja, gar nicht gesprochen haben wir jetzt über Schottland. Ähm auch da äh nähern sich ja ein paar äh Deadlines. Prinzip ist die Situation ja unverändert, die. SNP hat bei den letzten Wahlen ja sehr stark äh abgeschlossen. Ich weiß nicht, hatten wir vor oder nach den Wahlen.
Jon Worth
Knapp nach der Wahl, also. Am Ende der es fehlte eine Mehrheit für den von ein oder zwei Sitzen, also die Regierung jetzt zusammen mit den Grünen, die auch für für einen unabhängigen Schottland sind. Alles ist zur Zeit entsprechend ruhig. Ähm, Fleischaufwahl, COP sechsundzwanzig in Schortland stattfindet, also ein bisschen äh ähm Nickel Stergen will, keinen zusätzliches Streit äh auslösen, ähm. Und die die Schoki-Regierung stand auch unter Druck wegen Corona. Ähm also, trotz etwas strengere Regeln in in Schottland, Todesraten und und Druck auf den Gesundheitssystem. War fast genauso hoch in Schottland wie in den Rest von Großbritannien. Also. Ich habe den Eindruck gekriegt, dass die sich ein bisschen so so gehalten in den in den letzten Monaten. Wir werden mal sehen, ob es so bleibt. Äh nächstes Jahr. Also ich denke, dass. Die jetzt so verstanden einfach so. Einfach so auf eine Kursunabhängigkeit zu steuern, wären es aussieht, dass Großbritannien steckt in einer so in einer Gesundheitskrise, in einer Pandemie und zum Teil in eine plüschige Krise. Vielleicht ist das nicht. So klug, Ähm also die Debatte fand nicht so Unabhängigkeit fand nicht so statt in den letzten Monaten. Also die die die Tatsachen bleiben grob unverändert.
Tim Pritlove
Aber trotzdem war ja die Ankündigung im Raum, dass man das äh Referendum fürs nächste Jahr oder 23 weiß gar nicht.
Jon Worth
Nächstes Jahr oder 23, aber wir haben wir haben immer noch kein Klarheit. Ist das überhaupt, juristisch möglich oder nicht, weil. Vorher aus als die das so 214 Referendum ähm gemacht haben. Man man hat da damals die Zusage von ähm von Cameron und von von London. Dich riecht. Und es ist es ist, umstritten, ob dann eine Zusage braucht, um überhaupt so eine Referendum, auszuführen. Ähm also da haben wir immer noch kein Klarheit. Ähm also das bleibt das bleibt ja offen. Wäre es möglich für die Schotten zu einer so eine indikatives Volksabstimmung durchzuführen könntet so was dann so ein Punkt, kommen, wie, wie, wie in Katalonien. Ähm sowas, was dann braucht, ist den Eindruck, dass alles in London. Halbwegs ruhig, ein halbwegs stabil ist und sie kann dann, okay, das ist unser Plan für ein Referendum, dann die Regierung dann vorstellen und wir werden dann mal sehen, wie wir reagiert dann Johnson und äh und und Govensau. Aber dieses Punkt haben wir bisher nicht erreicht und das. Vermute ich werden wir nicht erreichen dieses Jahr. So, im Frühling nächstes Jahr vielleicht, wenn alles hoffentlich auch in in Sachen Pandemiebekämpfung alles entsprechend. Ruhiger geworden ist.
Tim Pritlove
Ja, jetzt haben wir eigentlich alles durch, ähm was vorhin ja aber auch noch mal den aktuellen Fall, der grade diskutiert wird um Korruption äh angesprochen, das ist ja auch ein generelles Problem äh mit dieser Regierung. Also das äh ist ja nicht der erste Fall, der jetzt hier äh bekannt geworden ist und normalerweise grät aber immer kein Hahn danach, weil's irgendwie da was, sei es irgendwas neues, äh bekannt geworden, was man nicht schon längst kennt.
Jon Worth
Ging schon bedingt. Also es gibt diese unabhängige Prozedere um Korruptionsfälle und Abgeordneten zu untersuchen. Und natürlich die Konservativen haben. So äh haben immer gegen diese Prozederen gekämpft. Äh die, Die wollen keine keine Kontrollen, Nebeneinkünfte für Abgeordneten sind deutlich höher unter Konservativen als unter Labour Abgeordneten. Wir haben da ein bisschen das Gleiche in Deutschland beobachtet, dass es so, CDU Abgeordneten haben dann diverse Lobbyeinkünfte neben Einkünfte. Sehr interessant ist, ist die diese der gestern zurückgetreten ist und und vorgestern ähm. So unter Druck stand. So Riesennebeneinkumte und hat dann dann Lobbyarbeit für diese diese Firmen auch auch gemacht. Es sogar eine ehemaliger Minister für Not Irland sogar, eine sehr starke Brexiteerin Patterson. Der da irgendwie nicht verstanden, dass so was gefährlich sein könnte für die Konservativen. Die Konservativen haben sogar abgestimmt im Britischen Unterhaus, einfach mal um die Regeln zu ändern, um um Puttersonce zu schützen. Das löst es so eine enorme Kritik aus, dass am Tag danach Boris Johnson dazu gesagt hat, hey Moment mal, also vielleicht machen wir das doch nicht, so ein U-Turn von einem Tag bis in den nächsten. Und dann ist selbst als Abgeordnete dann so getreten. Also was es muss dann einen Nachwahl geben in in seinen Wahlkreis, in Not, ähm. Das ist einfach den Politikern politischen Alltag. Also, Es gibt ja Diskussionen in Großbritannien. Es es ging nicht unbedingt um Partison, sondern um Boris Johnson selbst. Weil die haben, wo er wo er wohnt, in Downingstreet, finanziert und wir wissen nicht, wer das finanziert hat. Das kam nicht aus staatlichen Gelder, so dieses ähm diese Wohnung, was was Johnson und und äh Carry ähm ähm wo die dann wohnen, Die Bearbeitungskosten kamen nicht aus öffentlichen Fonds. Ja, weil das was für eine so eine Sulux seriöse Umbau der, Wohnung in Downingstreet.
Tim Pritlove
Scheint ja sehr.
Jon Worth
Da scheint ja eine Frage zu sein, aus welchen Fällen kamen diese Finanzen? Ähm also das war dann ein bisschen ja so diese Diskussion diese Woche. Ging das wirklich um um Partison selbst, oder um Johnson. Ja und und Johnson versuchte dann diese Überwachungskontrollgremium zu enthüllen, um sich selbst zu schützen. Es es war äh also passt es ein selbst war nicht so dem dem Fall. Ähm. Willkommen mal wieder zu dem zu dem Kernpunkt zurück. Wie wichtig ist das in die alltägliche Politikdebatte in Großbritannien? Dass die Konservativen sehen. Korrupt aus, Wir haben so viele Korruptionsfälle gesehen in Großbritannien letzten Monaten. Besonders bei den Beschaffungen von dem ähm wäre und Corona. Die Verträge gingen an Freunden von Diverser diverser Abgeordnete. Es gibt ja ähm diverse juristische Fälle, laufen gerade Korruptionsuntersuchungen. Aber. Das wirkt nur, wenn es eine faktische, tatsächliche Auswirkung hat. Auf die Partei und auf die Umfragewerte. Wenn das kein wenn es kein gibt und die Leute sehen, okay Laybo oder die Liberalen oder weiß nicht wem, irgendwie. Weniger korrupt sind, dann beginnt dann eine Überlegung bei den Konservativen. Etwas ein bisschen anders zu machen. Aber was sehr wichtig war, letzte Woche mit diese ganze Diskussion über die äh Abwasserbearbeitung und diese Woche, die über die ganze Diskussion zu dem Thema. Haben einfach so eine komplette Umdrehung der Positionen. Von einem Tag bis den nächsten gemacht. Abwasser war, oh wir haben ein Problem. Am Tag danach, oh nee, sorry, ja, wir haben doch ein Problem. Wir leiten keine Reduktion der Umweltstandards ein. Von einem Tag bis den nächsten, Diese Woche haben wir gesehen, am Mittwoch, ja okay, wir enden die Regeln damit Orient Patterson Abgeordnete bleiben kann. Gestern war schon ein Bus zurücktreten. Ja so es ist so eine komplette Ehre, ja und es die verrückteste Fall war, war ein so ein Staatssekretärin, so ein Junior Minister. Am Mittwoch tat die Frau zurück, weil sie wollte nicht. Dass die Regierung wirft die Regeln übers Board um um um Partison also unterstützen, hat sie selbst als Ministerin oder Staatssekretärin so selbst darüber getreten. Am Donnerstag war sie dann so, weil die Regierung die Position komplett geendet hatte. Ja? Es ist. Man hat den Eindruck, dass.
Tim Pritlove
Tollhaus ist das.
Jon Worth
Das wer hat alles im Griff? Niemand hat alles im Griff. Ja also irgendwie ja so diese berühmte Exitweise Dominic Comings ja, war vielleicht manchmal verrückt. Der war vielleicht manchmal böse, aber der hatte irgendein Strategie. Der hat alles dem kompletten Downing Street Communication und und und Richtung, hat er halbwegs im Griff. Wer kontrolliert? Diese ganze Situation ja gerade, ja? Es gab in der Financial Times heute Vormittag die Situation. Äh oh oder ein Zitat aus Quellen in der Nähe von Boris Johnson. Boris Johnson sei genervt, von Owen Patterson, dass er irgendwie wie gravierend diese Situation war, nicht hatte, nicht kapiert. Er hat dieses Fall von Anfang an, ja, nicht kapiert. Was passierte, ist vor zwei Jahren geschehen? Er hat kein einziges Mal. Jemals gesagt, ich habe, ein Fehler gemacht. Hat er nicht akzeptiert, Punkt. Wie kann es dann passieren, dass Boris schon sagt, ja, ich finde es ein bisschen komisch, dass er seinen Fehler nicht akzeptiert hatte. Hatte es seit 2 Jahren nicht. Also irgendwie Downing Street hat die komplette politische. Professionalität komplett verloren. Ja, es ist so die Agieren von einem Tag bis in den nächsten. Und es hat keine reale Auswirkung, weil die bleiben ja weit vor Labeln im Meinungsumfragen. Es ist die Saison. Ist kaputt gegangen. Wenn man etwas faktisch schlecht macht, was für Auswirkungen hat das? Zur Zeit, man hat ihn eingeholt, dass alles wird schlechter, aber ohne Auswirkungen für die Konservativen. Äh und wie lang kann das weitergehen? Ja, es ist die große, offene Frage.
Tim Pritlove
Ja, ändert einen so ein bisschen auch an die Trump äh Regierung, die in ihrem Stil noch ein bisschen unerträglicher war, aber es hat auch schön äh Züge davon. Und ich meine, ist ja auch in Deutschland oft so, dass man sich auch fragt so, warum haben einfach bestimmte politische Handlungen keine Konsequenzen, ne? Ich meine, haben wir ja nun in der letzten Regierung auch eine ganze Menge Skandale gehabt und auch eine sehr geringe Bereitschaft äh zurückzutreten. Das ist ja schon so ein bisschen auch so ein Trend, ne, so nach diesem Motto, och wieso, das sitzen wir einfach aus. Probieren einfach mal was geht so. Wir gucken einfach mal, wie lange man denn äh äh Oberwasser behalten kann und zeigt sich mal so die moralische Notbremse gar nicht so schnell ziehen muss, sondern das einfach so ja nö man geht einfach nicht weg und ja macht auch was dagegen, klagt doch irgendwie äh das macht dann irgendwie keiner und äh ja dann dann ist es halt irgendwann auch einfach akzeptiert, weil die Öffentlichkeit auch gar nicht mehr in der Lage ist, diesen politischen Prozess irgendwie nennenswert zu folgen Was sicherlich auch ein Problem der Gesamtkonstellation medialer Aufmerksamkeit, Also worauf stürzen sich Medien eigentlich.
Jon Worth
Für Vertrauen in das komplette System ist so gering. Also so besonders sei der der der Parlamentier Expense Skandal 2008, also ähm Vertrauen in wie Abgeordneten agieren oder wie die aus Menschen, arbeiten ist so gering in Großbritannien. Das es ist irgendwie ja natürlich könnte man, Eine Frage stellen, ist sind die Konservativen korrupter als Labour? Man findet bestimmt in die Bevölkerung heraus. Ja, die sind ja kobter. Aber das ist ein bisschen ja, das ist eine eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera. Ja, also einfach, beide sind schlecht, nur die Konservativen sind einen Tick schlechter. Ja, also das hilft Laber nicht oder anderen Parteien nicht. Irgendwas so dagegen zu tun. Ja wir sind nicht korrupt. Ja aber wenn wenn. Wenn die innerhalb der Bewölkerung den Eindruck herrscht, dass alle korrupt sind, hat man das dann, Das hat dann keine Auswirkungen, wenn die Konservativen besonders grob sind. Das ist die jetzige Situation, zumindest meine meine Wahrnehmung.
Tim Pritlove
John.
Jon Worth
Optimistisches.
Tim Pritlove
Das war's jetzt eigentlich bisher auch noch nie. Das ist glaube ich auch so ein bisschen dieser verführerische Reiz dieser Serie, dass man eigentlich, wie du schon am Anfang gesagt hast, ne? Also man man schaut so einem Car-Crash in Zeitlupe zu und ähm jetzt grade noch dabei, wie äh der Wagen in der Luft sich so dreht und anfängt sich zu überschlagen, aber ist noch nicht noch nicht wieder aufgekommen.
Jon Worth
Ich finde das meine die Situation ist so. Schwierig. Ich wünsche riesige Proteste. Wirklich. Also das ist. Also gar nichts anderes funktioniert. Ja also nationalen Streiks oder Millionen Leute auf der Straße und irgendwas. Also, die normalen Wegen funktionieren halt nicht. Parlamentarische Opposition funktioniert nicht, was in in Interviews abläuft oder so funktioniert nicht. Also ein weder, akzeptieren diese neue Situation sagen, okay, das sind die Auswirkungen des Brexits. Das ist diese neue Nummer, ja? Also mit alles, was es bringt. Oder man muss irgendeine andere Opposition irgendwie halbwegs gründen, ja? Ähm schau mal, was die in keine Ahnung in der Ukraine oder in Serbien oder so für Bürgerbewegungen ins Laufen gebracht haben. Das ist die einzige Hoffnung zur Zeit.
Tim Pritlove
Ja, aber man hat trotzdem den Eindruck, dass einfach das britische Volk sich das so ein bisschen entwöhnt hat. Also es ist einfach, man ist zu lange, zu ähm zu gut gefahren auch, ich meine ein Land und das Problem haben wir natürlich auch in Deutschland in gewisser Hinsicht, ne. Was sich auch so an seinen eigenen Reichtum so sehr gewöhnt hat dass man überhaupt gar nicht mehr in der Lage ist, so aus den eigenen Reihen heraus, die wirklich, kritischen die Essential Walker zu bedienen, ja und, Wie gesagt, das sehe ich ja hier auch als ein Problem, ja. Würden wir hier die Grenzen zumachen für ausländische äh Mitarbeiter. Hier würde sofort auch alles komplett umkippen, weil du einfach aus der deutschen Bevölkerung heraus die kritischen Berufe nicht mehr bestückt bekommst. Natürlich ein bisschen damit zu tun hat, dass sich eben dieses Klassendenken äh auch nicht so richtig aus den Gesellschaften verabschiedet hat und das ist ja in Großbritannien auch nochmal viel extremer, ja wollen alle halt so kleine Königinnen äh sein und äh so die ähm hat sich in gewisser Hinsicht auch schon mit einem gewissen Wohlstand. Gefunden. Klar, die sind natürlich auch noch mit, drin und so, aber eben nicht ausreichend, um das ganze System zu tragen, was natürlich den Grund hat, dass das System als solches diese wichtige Arbeit nicht ausreichend belohnt und nicht ausreichend wertschätzt und nicht dafür sorgt, dass eben diese starken Unterschiede in der Gesellschaft, aufgelöst oder zumindest angeglichen werden, ne. Und ähm ja, jetzt zeigt sich eben schön, dass wenn man von heute auf morgen diesen Ausweg über das Ausland, ja, äh wählt, ja und was ja im Prinzip bedeutet, Europa ist ja eigentlich ein Land mittlerweile. Will nicht jeder so sehen und natürlich gibt's da auch Probleme damit, aber de facto rechtlich ist es so, wir sind jetzt ein Wirtschaftsgebiet und wir sind in gewisser Hinsicht auch ein politischer Raum, der zwar extrem zisseliert und kleinteilig äh äh ist und wo es doch viel Hickhack und Unterschiede gibt und wo wir generell auch noch lange, lange Zeit dieses Problem haben werden, dass wir einfach unterschiedliche stark unterschiedliche Kulturregionen sind mit einer anderen Sprache, mit anderer Wertschätzung mit anderen äh Auffassungen in Bezug auf Religion, Kultur, Gesellschaft alles Mögliche, aber auch das ist letzten Endes eine Frage äh der Zeit. In dem Moment, wo man sich aus diesem Land einfach verabschiedet und sagt so, ah ja, nee, wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, aber wir wollen trotzdem gleichzeitig alles ändern. Das funktioniert halt einfach nicht mehr.
Jon Worth
Und wir merken auch, dass die Strukturen, Ja, es werden immer Spannungen geben zwischen europäische Länder. Aber die EU bietet uns ein Struktur an, um diese Probleme nach einem ordentlichen Art und Weise halbwegs zu lösen. Großbritannien hat all das über Bord geworfen und jetzt haben diese dauerhafte Streitepunkte zwischen Großbritannien und die EU ohne Einstruktur bisher, die überhaupt sie lösen. Ja? Das Europäische Parlament hat so eine british ins Leben gerufen. Theoretisch mit die Beteiligung von Abgeordneten aus dem Europäischen Parlament und aus Abgeordneten aus dem Brit hinunter aus und aus Lord. Briten haben bisher keine keine Mitglieder dafür nominiert. Also wollen sich nicht daran beteiligen. Ja, also. Diese Strukturen müssen wir erneut. So erfinden und das ist, was auch dann auf der britischen Seite mich so stört, ist in Deutschland, in Frankreich, in die EU. Wie institutionen unsere Politik, so gestalten und prägen und limitieren, was es auch sehr wichtig ist. Ja und die diversen Ebenen und wie man regelt diese Probleme äh Zwischenebenen. Diese Strukturen sind in Großbritannien verdammt schwach, ja? So, das, London bereit ist, ein Teil des Landes, Feindlich zu ignorieren so jahrelang, wie London in Nordirland ignoriert hat, ja? Wäre es möglich in Deutschland juristisch so wie politisch, keine Ahnung, Mecklenburg-Vorpommern, komplett so ignorieren, ja total. Ginge ja nicht, nach dieser Art und Weise. Und irgendwie, das ist auch so ein Blindpunkt in der ja, Großbritannien ist eine Demokratie, es war jahrelang so ist eins von den ältsten Demokratien der Welt und so weiter und so fort, bla, bla. Nee, Moment mal. Das hat so gezeigt, wie schwach die Situation in Großbritannien gerade ist, demokratisch. Und dass die Strukturen sind vielleicht nicht gar so stabil wie man vorher, Gedacht hat, ja? Das alles war so auf dem Basis von ungeschriebene Regeln, dass niemanden tut, was wenn die dann in der Zukunft, in der Opposition wären, ja? Ja, man respektiert die Oppositionsparteien heutzutage, weil morgen man könnte selbst in die Opposition sein, Das gilt nicht so wirklich mir, ja? Ähm und und dieses, das ist, was mir so, so stört. Und wenn man sieht, dieses so, dieses Blatt in Großbritannien, Respekt hat, so eine Art, Fokusartige Plat für für für Konservative Leute, ja, so einer kommt einmal der Woche raus, das war eine Debattenzeitschrift, für für für Leute auf den rechten Flügel das will ich nicht und der Herausgeber Frazi Nails ne also ich sagte immer. Ja, wenn wir blechen nach Europa äh die haben ja diese ähm diese Rechtsextremisten, also Le Pen oder Alternative für Deutschland oder Probleme mit Justice in Polen und so weiter. Das haben wir hier solange in Großbritannien glücklicherweise nie und haben wir nie gehabt, Ja? Nie diese Menschen sind, innerhalb der Regierung in Großbritannien, die haben, was die dann tun, die was die in Sache Medienfreiheit und Unabhängigkeit oder oder äh der Regierung machen. Das ist was wie was Orban macht in Ungarn, Aber die Brücken kapieren das nicht. Das kann in Groß mit Hanni nicht passieren in so eine alte altes, demokratisches Land. Nein, das passiert vor unserer Augen. Und das ist dann mit Blick aus Deutschland und das ist, was ich so so wichtig macht, so wichtig ist, warum wir diese Art dieser Diskussion führen und Social Podcast machen. Ist, wenn man Deutschland versteht oder Frankreich versteht oder die EU versteht und man blickt nach Großbritannien. Dann hat man eine komplett andere Perspektive, was die meisten, die nur Bridges Port Sie jeweils gemacht haben. Diese Perspektive haben diese Menschen einfach nicht, Und das ist, warum dann aus meinem Begonnen, worum es dann so schiefgehen kann, ohne dass die meisten Menschen in Großbritannien das wirklich ca.
Tim Pritlove
Das äh das sehe ich ganz genauso. Ich wüsste jetzt nicht, wie ich das besser äh beenden sollte heute. Ich denke, alles erstmal wieder zusammengefegt, alles gesagt zum äh Brexit und der Gesamtsituation. Wir bleiben dran. Ja. Und ähm mal gucken, wann äh wieder genug passiert ist, dass.
Jon Worth
Ja ja. Riesenproteste im Podium nächstes Jahr. Können wir hoffen.
Tim Pritlove
Ja, wenn's das gibt. Das wäre ja mal was. Das wäre ja mal was. Okay, dann sage ich, vielen Dank. Vielen Dank fürs Zuhören bei UKW. Ähm. Geht's weiter mit irgendwas demnächst wieder und Brexit äh auch wieder irgendwann. Bis dahin sage.
Shownotes

UKW083 Corona Weekly: Wir werden es verkacken, aber nicht völlig

Das Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Pünktlich zur Beschleunigung der vierten Welle in Deutschland melden wir uns zurück und blicken wie gewohnt auf Zahlen und Fortschritte, Maßnahmen und allgemeine Aspekte rund um die Impfungen und Impfstoffe im Kampf gegen Corona. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dem Thema Booster-Impfungen und wir schauen in der Hinsicht auch auf die Situation in Israel. Dann greifen wir die Steilvorlage eines Fußballspielers auf und erläutern noch einmal die oft mißverstandene Geschichte mit dem "Langzeitfolgen" und diskutieren wie man sich überhaupt in Öffentlichkeit zu dem Thema äußern sollte (oder nicht).

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Brittlar und heute ist der 4. November. Einundzwanzig und ähm ja, ihr werdet's schon äh ahnen. Heute gibt's wieder mal ein Corona-Wickli, was ja. Schon seit einiger Zeit nicht mehr ganz so weakly ist, aber äh das ignorieren wir jetzt einfach mal. Alle anderen Regeln werden ja auch äh weitgehend ignoriert in diesem Lande. Ich sage erstmal hallo zu Pavel, hallo.
Pavel Mayer
Hallo, Tim.
Tim Pritlove
Genau und ähm ja diesmal haben wir uns auch ein bisschen vorbereitet. Nicht, dass wir uns nicht sonst auch vorbereiten würden, aber extra nochmal gestern in Ruhe zusammengesessen, um mal so ein bisschen rüberzufühlen, was eigentlich grade so Phase ist und wollen heute mal wieder versuchen, wenig die Gesamtpandemische Lage, zusammenzufassen und ich habe so den Eindruck, wir haben uns einen ganz guten Zeitpunkt gewählt. Schlechten, je nachdem, wie man's so deutet, denn ja, die vierte Welle kommt jetzt grade, heute mal so richtig in Schwung. Darüber wollen wir ähm sprechen. Vielleicht nochmal eine kurze Hausmeisterei äh vorweg wer diesen Kanal abonniert hat, wird festgestellt haben, dass äh ich hier so einen kleinen Zwischenruf in den Kanal gegossen habe mit der, Bitte an dem Hinweis, ähm wenn ihr, schon äh Unterstützerinnen der Metaebene seid. Dann hat sich leider, leider, leider wieder einmal, ähm das Spendenkonto geändert und von daher äh möchte ich euch bitten, wenn ihr einen Dauerauftrag laufen habt, den entsprechend umzustellen. Und wenn ihr keinen habt, dann könnt ihr doch mal drüber nachdenken, ob das nicht eine tolle Sache wäre, damit die Mieterebene äh auch weiterhin so frequent äh on air sein kann, wie sie das äh bisher war. Alle Informationen dazu findet ihr auf Mitterebene ME Slash Spenden und da gibt's dann auch, sonstigen Optionen, wenn euch solche Bankdaueraufträge in irgendeiner Form nicht liegen oder nicht geeignet äh scheiden. Dann gibt's auch noch andere Optionen. Ja, vielen Dank auf jeden Fall für alle, die das Programm unterstützen, das hilft auf jeden Fall sehr. So, dann kommen wir mal zu Deutschland. Pavel.
Pavel Mayer
Ja, Deutschland.
Tim Pritlove
Deutschland. Denken wir an Deutschland am Nachmittag. Dann äh ja kann man so ein komisches Gefühl entwickeln und jetzt ist grade mal wieder so richtig habe ich so den Eindruck. Wir haben auch Fragen von euch bekommen. Ich hätte auf Twitter gestern nochmal rumgefragt und äh die haben wir ja auch alle aufgeschrieben, Viele davon und versuchen die auch in irgendeiner Form zu beantworten. Ich würde meinen, wir fangen einfach mal ganz klassisch an und schauen einfach mal auf die Infektionslage in Deutschland, so wie sie das RKI regelmäßig berichtet und wie du sie ja auch nach wie vor immer wieder abrufst und einpflegst und auswertest. Auf deiner Tabelle Risikotabelle Punkt DE. Da könnt ihr äh äh jemanden selber nachschlagen, wenn ihr's mal ganz genau wissen wollt. Aus.
Pavel Mayer
Ja, wobei ich äh tatsächlich auch in den letzten Wochen ähm ja nicht jeden Tag, hatte. Werde das jetzt wahrscheinlich wieder etwas häufiger äh tun aber äh ja, wie's aussieht? Ich meine, äh wir sind halt voll in einer vierten Welle jetzt drin mit einer Inzidenz äh von hundertfünfundsechzig Neuinfizierten pro hunderttausend in den letzten sieben Tagen gemeldet und kommen halt auf rechnerisch auf einen R-Wert von 1,15. So, das heißt, es gibt halt weiter, oben und wir haben jetzt noch nicht ganz den Gipfel, der. Ähm dritten Welle erreicht, aber das wird so in den nächsten Tagen passieren. So jedenfalls, was jetzt die reinen, Inzidenzen angeht.
Tim Pritlove
Da bist du dir sicher.
Pavel Mayer
Ja, das sieht äh gerade äh ganz so aus. Allerdings, ist halt jetzt Inzidenz nicht mehr gleich Inzidenz seit äh viele Leute geimpft sind. Das heißt. Ähm es gibt halt. Eher weniger ja äh Tote und äh symptomatische Erkrankungen. Sodass äh ja man eigentlich, für die Frage, wie schlimm es jetzt eigentlich eine bestimmte Inzidenz eher hm einen Faktor, setzen muss. Also 165 in der aktuellen Welle ist jetzt nicht so schlimm wie, die rund 1700 in der zweiten Welle, die wir hatten, als als Gipfel so. Man muss also eigentlich, wenn man, jetzt zum Beispiel zum Normieren heranzieht, wie viele Menschen denn äh in Folge jetzt der Infektion sterben. Konnte man bisher in den letzten Monaten einen Faktor von drei, ungefähr ansetzen, das heißt man könnte sozusagen die Inzidenz, ungefähr durch drei teilen, um sie dann mit der, Ja, mit der zweiten Welle. Zu vergleichen, äh wobei Deutschland weit natürlich auch es immer drauf ankommt, wie die sich in den in den Altersgruppen verteilen. Aber dieser Anstieg, den wir jetzt gesehen haben, hat halt auch in allen Altersgruppen stattgefunden. Da war jetzt nicht irgendwie eine dabei, wo man jetzt sagen könnte, okay, die das äh äh war jetzt halt am heftigsten und insbesondere, was auch noch anders ist, ist das doch ja die Infektion, Quoten äh bei den Älteren, also die Inzidenzen äh bei den Älteren äh doch, deutlich geringer sind als das in den äh letzten Wellen, so der der Fall äh war oder speziell in der zweiten Welle der Fall war. In der dritten haben wir dann schon, in den höheren Altersgruppen äh in Effekt von Impfung gesehen. So, das kann man vielleicht auch noch konstatieren. Was aber auch noch jetzt dazu kommt, ist ähm weil die Zahl der Tests jetzt eher moderat wieder wieder angestiegen ist, haben wir wahrscheinlich auch wieder eine eine größere Dunkelziffer äh im Moment, die man, wahrscheinlich obendrauf rechnen muss. Aber ähm das entscheidende Kriterium äh was jetzt die Politik auch äh ins Spiel gebracht hat, ist die Überlastung des Gesundheitssystems. Und da sieht es so aus, also sieht es ein bisschen unübersichtlich aus so. Auf der einen Seite gehen die Zahlen hoch ähm, auch bei jetzt den Hospitalisierungen und die Intensivstationen füllen sich in einigen Gegenden auch äh mittlerweile ja in in beängstigendem Maße. Auf der anderen Seite gibt's diese seltsame Anomalie, dass ja offensichtlich massiv intensiv Betten entweder weggefallen sind oder dann eben jetzt mit anderen Patienten, belegt sind, die ja auf die lange Bank geschoben. Wurden während der vorherigen Wellen plus äh ja es sieht einfach auch so aus, dass viele Leute entweder die die viele Leute, die im Gesundheitswesen arbeiten, entweder Überstunden, oder krank sind oder sich äh einfach verabschiedet haben aus aus dieser Arbeit. Insofern ist die Situation an den Kliniken grade etwas. Unübersichtlich äh und äh ja zumindest nicht entspannend äh gerade.