UKW077 Corona Weekly: Das Schöne an der Pandemie

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Die Zahlen fallen in Deutschland und wir schauen uns noch mal genauer an, warum das so ist und was passieren muss bzw. nicht passieren darf, damit das auch so bleibt. Außerdem diskuzieren wir den Stand der Impfkampagne und wie viel Wumms sie im Juni noch entfalten kann, warum man die Kombination aus AstraZeneca und mRNA-Impfstoffen zum Standard machen sollte, das Für und Wider der Impfung von Kindern, die neuen Namen für die Virus-Varianten, die sich verschlimmernde Lage in UK, mögliche Probleme mit mRNA-Impfstoffen in Israel und die Auswirkungen von Masken auf bestimmte Subtypen des Influenza-Virus. Also eine pickepackevolle Sendung. Viel Spaß damit.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Pritlaff und hier ist na. Hier ist äh UKW Corona-Wikli, die einundfünfzigste Ausgabe von Corona Wickli und natürlich die siebenundsiebzigste Ausgabe von UKW, weil gibt's ja auch noch andere Themen, auch wenn das alles sehr coronalastig äh noch ist, noch, noch ist es so. Ich hoffe, es bleibt nicht so lange So oder so äh es ist Freitag und ich bin nicht alleine, sondern natürlich gibt's auch noch den Pavel. Hallo Pavel.
Pavel Mayer
Hallo Tim.
Tim Pritlove
Und gemeinsam versuchen wir, wie ihr es gewohnt seid, hier so ein bisschen, tja, so ein bisschen die Essenz aus all dem herauszulotsen, was uns so äh Corona-Krisenmäßig an Nachrichten umgibt, Ja und ähm diese Woche glaube ich müssen wir uns ein bisschen zurückhalten, nicht zu optimistisch zu werden. Oder?
Pavel Mayer
Ja Also ich meine, waren wir ja in der letzten Woche auch äh schon nicht und, um es gleich mal vorwegzunehmen äh die Zahlen sinken weiter, auch wenn äh sagen, gestern vorgestern so ein kleiner Schreck eingetreten ist, weil der R-Wert äh plötzlich innerhalb von einem Tag um äh null Komma eins. Angestiegen ist, mehr als um null Komma. Eins angestiegen ist und da war dann halt ein bisschen unklar, okay, ist das jetzt weder die Trendwende hin zu steigenden Zahlen, aber heute äh hatten wir dann, beziehungsweise mit den, vom gestrigen äh Tag, also von Mitternacht hatten wir dann wieder jetzt einen kleinen Rückgang äh beim R-Wert, also das und der ist immer noch. Unter eins äh aktuell deutschlandweit null Komma acht vier der sieben Tage R-Wert und das ist jetzt nicht mehr so schön wie der null Komma siebener R-Wert, den wir noch äh vor zwei Tagen, aber ist jetzt auch noch kein Weltuntergang.
Tim Pritlove
Vor allem sind wir jetzt, glaube ich, grade so, also eigentlich wären wir jetzt so in dem Bereich, wo es sich wieder ausgleicht. Das Pfingstwochenende konkret, weil das war ja ein bisschen der Auslöser. Wir hatten halt Pfingsten und ähm damit dann eben ein Pfingstmontag und das hat so allerlei durcheinander gebracht bei den Impfzahlen sieht das ja nicht sehr viel anders aus. Und heute hätte man sagen können, Heute hätte es sich eigentlich so spätestens rausschütteln müssen, nur jetzt kommt ja dann mit Frohnleichnam nochmal so ein zwei Drittel Feiertag mit dazu, also zwei Drittel, weil nur zwei Drittel der deutschen Beferkerung Feiertag haben und der Rest nicht. Und ja dann läuft wieder alles so ein bisschen auseinander und das ist immer so ein typischer Effekt, ne, da hast du so einen Feiertag in der Woche und dann. Greifen diese ganzen sieben Tagesbetrachtungen, diese ganzen sieben Tagesmittel, die ja normalerweise das. Wochengeschehen ganz gut abfedern. Die greifen dann halt nicht mehr und dann gibt's so Nachholeffekte und dann kann halt auch mal irgendwas hochgehen, was eigentlich gar nicht hochgehen sollte.
Pavel Mayer
Genau, also im Grunde genommen, äh weil das auch mal die. Die Frage war, wenn man sich so die täglichen Zahlen anguckt, dann schwingen die Prinzip als als Kurve so. Es gibt halt einen Maximum und ein Minimum und das liegt, extrem weit auseinander meistens so, dass das Maximum ist in der Regel mittwochs und äh ja, das äh Minimum ist es ist eben meistens montags und deswegen äh ja, wenn man, wenn man eben jetzt die sieben Tage nimmt und da ist dann ein Feiertag mit drin, dann ähm, ändert sich quasi die ja Frequenz erstmal, beziehungsweise die Phase dieser Kurve und dann ähm ja, hat man dann in den in den sieben Tagen unter Umständen in den letzten sieben Tagen dann eben mehr Feiertage drin und deswegen ändert sich dann halt auch ja die sieben Tage Inzidenz und wenn dann die nächste Woche, sagen wieder kommt, wo sich das dann normalisiert hat, dann sieht man wieder, dass das Gegenteil, dann sieht man eben wieder plötzlich in den, in den Zahlen, je nachdem, wann der Feiertag so war, sieht man dann eben wieder einen einen leichten Anstieg der, Das ist aber alles nicht real, sondern sind quasi Sampling Artifakte, wenn man wenn man so will, äh die wir, die wir da sehen.
Tim Pritlove
Sampling Art Effect. Christliche Sampling Artifakte.
Pavel Mayer
Mhm. Der genau christlichen Logistikfunktion.
Tim Pritlove
Ja. Dann würde ich doch einfach vorschlagen, schauen wir uns doch mal die Zahlen mal äh genau an, um mal so ein bisschen zu ergründen, was eigentlich genau grade so passiert.
Pavel Mayer
Ja. Ähm gut, was was passiert, Wir haben jetzt immer noch im Prinzip seit ja seit Anfang Mai äh haben ja die Inzidenzen dann sehr schnell zu fallen äh begonnen und äh auch, der R-Wert ist immer weiter zurückgegangen oder fast immer immer weiter zurückgegangen mit so ein paar kleinen Feiertagsschwankungen, die sich da natürlich auch auch niederschlagen und wir sind jetzt Deutschland weit beinahe Inzidenz jener also nach Publikationstag von äh dreißig Komma eins an äh gekommen so pro hunderttausend. Ähm ja, was, jetzt, ich sage mal, früher äh wäre das irgendwie alles immer noch äh wären das Hochrisiko, Zonen gewesen. Wir erinnern uns, Berlin über zwanzig, oh mein Gott, können wir überhaupt noch nach Berlin fahren irgendwie, in diesen Seuchen Herd?
Tim Pritlove
Ab fünfzig ging's nicht mehr in die Schweiz.
Pavel Mayer
Und gut es hat sich, das setze ich jetzt alles offenbar so ein bisschen relativiert in den, in den Köpfen und. Auch äh vielleicht daher, weil sich die dunkelziffern so verändert haben, auch durchs durchs Test Regime gegenüber der der ersten Welle, ich mal ausgerechnet. Hatten wir so äh jetzt. Durch durch mehr Tests eher so anderthalb zwischen anderthalb und zweimal, höhere äh oder höhere Dunkelziffer und dementsprechend äh niedrigere Inzidenz äh ausgewiesen im Vergleich zur tatsächlichen. Infektionsausbreitung. So, wenn man also vergleicht. Frühere Inzidenzen oder spätere Inzidenzen oder auch Inzidenzen in Bundesländern woanders getestet wird, so Bayern, zum Beispiel, hat halt ein sehr gutes äh Test, Regime oder Testregime, wo sich im Prinzip jeder leicht testen lassen kann, andere Bundesländer sind da deutlich restriktiver und äh auch andere Länder in Europa testen halt wesentlich mehr, sodass man eben bei Inzidenzvergleichen zwischen auch verschiedenen Regionen immer gucken muss, das kann man in der Regel nicht alles eins zu eins vergleichen, sondern im Vergleich zu England beispielsweise auch wenn sich dort jetzt die offiziellen Inzidenzen kreuzen, wird in England sehr viel mehr getestet, so dass man sagen kann, dass das in England die Dunkelziffern niedriger ist als bei uns. Wenn dann die offiziellen Zahlen gleich sind, äh liegt die Inzidenz in England wahrscheinlich deutlich unter der von Deutschland wegen des. Regimes sein. Was haben wir noch? Ja, die Zahl äh der Todesfälle ist jetzt glücklicherweise pro Woche unter tausend gesunken. Allerdings. Ist die längst nicht so zurückgegangen bisher wie die Inzidenzen zurückgegangen sind, wobei. Man da dann in der Regel auch, also um Inzidenzvergleiche machen zu müssen, kann man äh oder. So rum, die, wenn man die Sterblichkeit betrachtet, muss man äh immer auf die Altersgruppen schauen, weil fünfundsiebzig Prozent der Toten gehen auf die äh kommen aus der. Altersgruppe achtzig plus und dann nochmal weitere, wenn ich fünfzehn bis zwanzig Prozent von sechzig bis neunundsiebzig und, alles darunter macht halt eh nur fünf Prozent aus, das heißt ehm wenn dann vor allem jüngere unter sechzig erkranken hat das jetzt nicht so viel Auswirkungen dann eh auf die Zahl der Todesfälle, und ja, aber ich finde, achthundertvierzig Todesfälle ist. Immer noch ziemlich hoch pro Woche. Also ich, ja. Das sind ungefähr hundert, hundert am. Oder über hundert pro Tag und das ist natürlich nicht nicht schön.
Tim Pritlove
Aber es fällt zumindest. Also wir haben durch die Bank fallende Zahlen, wir haben fallende Zahlen bei Intensivstationen, wir haben fallende Zahlen bei den Toten, wir haben fallende Zahlen beim. Bei der Inzidenz und ja der könnte. Könnt ihr gerne auch noch ein bisschen äh fallen so. Ich fand das sehr schön, als mal so auf null Komma sieben zwei war und wie sie auf einmal alle so gewundert haben, ja warum fallen denn die Zahlen so schnell.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Das kann doch gar nicht sein.
Pavel Mayer
Genau dieses das ist sozusagen das ist das Umgekehrte, sozusagen Erstaunen, dass äh exponentielles das ist nicht nur exponentielles Wachstum gibt, sondern eben auch ein exponentiellen Rückgang und äh ja und bei null Komma sieben hatten wir ja fast eine Halbierung der Zahlen pro Woche. Ja und.
Tim Pritlove
Zehn Tagen waren's dann.
Pavel Mayer
Und da kommt man natürlich dann dann sehr schnell auch auch nach unten. Das ist ja das, was wir die ganze Zeit äh propagiert haben.
Tim Pritlove
Hört aber keiner zu. Wie das so ist, ne?
Pavel Mayer
Ja, mhm. Und ja, wenn man sich dann nochmal anguckt, wie das denn jetzt so in den, in den Altersgruppen aussieht, dann gibt's da gerade nicht allzu viele. Auffälligkeiten, die, marschieren mehr oder weniger im im Gleichtakt grade die die Altersgruppen. Es gibt da jetzt keine Ausreißer oder keine Altersgruppe, die im Moment ausschert, wo man sagen könnte, so wie Anfang äh des Jahres zum Beispiel als dann plötzlich oder beziehungsweise, ab Februar als dann plötzlich die Inzidenzen bei den Kindern so bis vierzehn wird sich von. Niedrigsten Inzidenzen um die fünfzig auf ja bei den bei der Gruppe der Schüler auf über zweihundertfünfzig angestiegen ist und alle anderen Altersgruppen quasi überholt hat. So. Sowas haben wir äh im Moment nicht, sondern Altersgruppen ja Altersgruppen laufen parallel und. Dementsprechend auch, also gucken wir mal auf die auch gerne auf, zu sagen pseudor Werte in den Altersgruppen. In dem einfach dieselbe Rechnung, die für die R-Wertberechnung herangezogen wird. Für alle Altersgruppen getrennt mache. Und da sieht man auch, dass die. Im Gleichtakt marschieren, wobei sich da sehr schön zeigt, der Impfeffekt. So dass nämlich die Altersgruppe achtzig plus und sechzig bis neunundsiebzig die niedrigsten pseudor Werte. Aufweist, während ja, die Kinder die Höchsten haben, weil. Vermutlich die Impfquote praktisch bei null liegt bei den bei den Kindern, während sie eben bei ja achtzig Plus am höchsten liegt Aber interessant ist auch da, dass die nur den Altersgruppen um null Komma eins auseinander liegen, also. Moment bei den bei achtzig plus sind's null Komma sieben sechs und bei. Jetzt den den Schülern und den Kindern ist das äh null Komma acht acht. Äh die nehmen sich da gerade nicht nicht viel und der Rest liegt so dazwischen. Ähm und dann vielleicht noch einen Blick auf die Bundesländer. Da sieht man jetzt ganz schön, während die in der letzten Welle alle ziemlich auseinander. Gelaufen sind, also sehr weit gespreizt waren und es hm ja mit hm und es dann mit, zum Beispiel Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, aber hauptsächlich Schleswig-Holstein war so eine niedrig Inzidenzregion die ganze Zeit über und äh umgekehrt auf der anderen Seite waren's dann Sachsen und Thüringen, wobei sich jetzt Sachsen. Ganz gut, äh Thüringen ganz gut entwickelt hat, Sachsen ist jetzt im Moment auf Platz zwei und Spitzenreiter grade ist aber Baden-Württemberg bei den, bei den Inzidenzen, aber ganz knapp vor Sachsen und Hessen und im Saarland.
Tim Pritlove
Also sind die Unterschiede schon signifikant teilweise.
Pavel Mayer
Also im Moment Mecklenburg-Vorpommern liegt jetzt bei elfeinhalb und Baden-Württemberg so noch bei achtunddreißig, neununddreißig ungefähr.
Tim Pritlove
Mhm. Und das ist ja auch bei den Ehrwerten so, wenn ich das richtig sehe, ne. Mecklenburg-Vorpommern einfach noch einen extrem niedrigen äh R-Wert hat, Brandenburg auch. Also der Osten fällt gerade schneller und macht sich schneller Corona-frei als der Westen.
Pavel Mayer
Mhm. Ja. Kann man sagen.
Tim Pritlove
Oder ob ich irgendwas übersehe, ne? Okay, Sachsen-Anhalt ist ein bisschen höher, aber im Wesentlichen kann man schon sagen, dass das so ein Ostwest-Gefälle hat.
Pavel Mayer
Ja, was aber mal vor ein paar Wochen äh noch mal vor ja zwei Monaten eher noch genau umgekehrt aussah.
Tim Pritlove
Würdest du denn sagen, wie das äh so ist, also wie wie Stabilität ist, ist in diesem Trend drin.
Pavel Mayer
Tja, das ist natürlich ganz, ganz schwer zu sagen, weil wir verschiedene. Ja Wettläufe haben im Moment grade und wenn man sich außerdem anguckt so. Die Frage warum sinken die Zahlen, dann sind es ganz, ganz, ganz viele einzelne Maßnahmen und und Gründe, die wir vielleicht mal durch, könnten, weil das das lohnt sich, weil sich man sich gar nicht dessen bewusst ist, wie viel Maßnahmen wir denn so aufeinander gestapelt haben und. Einige davon fallen weg. Einiges davon äh wie eben Impfungen und Saisonalität so. Nimmt zu und alles andere aber wird ja jetzt zurückgefahren mehr oder weniger. Und eigentlich ähm müsste, müssten wir äh demnächst äh oder früher oder später nochmal steigende Zahlen. Sehen, dass es meine Vermutung, wenn jetzt die ganzen Maßnahmen nach und nach wegfallen.
Tim Pritlove
Das war eigentlich zu früh.
Pavel Mayer
Ja, eigentlich, eigentlich wär's gut, wenn das jetzt noch möglichst lange so so bleibt und die Politik hat jetzt so einen, ja, vorsichtigen Abwehrkampf geführt. Ich glaube, da gab's auch gewisse Lerneffekte. Also es wurde aus meiner Sicht jetzt nicht ganz so schnell gelockert, nicht ganz so voreilig gelockert wie. Dann im, ja, Februar, wo wir uns eigentlich ziemlich viel versaut haben wieder und ich habe so auch Aussagen gehört, wenn man sehen, dass äh sollten die Zahlen wieder steigen, dass man diesmal gedenkt halt dann schneller zu reagieren und es nicht nicht wieder ewig abzuwarten, aber. Wir werden sehen.
Tim Pritlove
Wo hast du das gehört?
Pavel Mayer
Ähm ja es kam, ich ich glaube sogar Spahn hatte das gesagt und so ein paar Landespolitiker kamen da auch mit irgendwie ja wir wollen nicht nochmal die Fehler aus dem letzten Sommer wiederholen.
Tim Pritlove
Ja, aber das werden sie ja dann trotzdem tun. Ich meine, wenn wir jetzt mitten im Sommer steigende Zahlen haben, dann schmeißen sie doch nicht die ganzen Touristen wieder aus den Hotels. Also. So, ja, jetzt, äh, keine Restaurants mehr, so. Also, das.
Pavel Mayer
Aber statt ja also. Sagt er dich ja ehrlich, glaube ich, ich weiß nicht, in meinem Clubhaus oder auch in der letzten Sendung schon mal gesagt, ich arbeite gerade mit einem Australier, zusammen, der eben mir erzählte, ja es ist eben gerade wieder im Lockdown und so und äh alles, alles zu und was sie dort eben machen ist so wie man das machen sollte, wenn die einen Lockdown gehen, wird halt alles dicht gemacht. Da wird nicht irgendwie so na ja, jetzt sind die gestiegen, dann machen wir mal hier ein bisschen und da ein bisschen in die in dem Moment, also sie hatten da dreißig Fälle oder so in in einer Stadt plötzlich, von denen sie nicht wussten, äh wo die herkommen so richtig und dann haben sie einfach alles dicht gemacht jetzt. Und wenn ich mich dann gefragt habe, ja wie lange geht denn das dann? Man sagt, na ja, eine Woche und vielleicht wird dann noch eine Woche verlängert. Oder so. Und dann wird aber auch äh ja wieder relativ schnell alles wieder auf, aufgemacht, wobei auch selbst da ähm ist es nicht so, dass das jetzt auch in den sag mal interpandemischen Phasen oder wie auch immer. Das nennen wir also zwischen den zwischen den Ausbrüchen ist da auch nicht alles, also also die Leute laufen da trotzdem dann mit Masken rum und so. Also es ist nicht so, dass die jetzt dann gar nichts machen würden, nur weil äh sie dort keine Covid-Fälle haben. Also von daher und wie gesagt, wenn man sich jetzt mal anguckt auf die Frage, oh wie haben wir es denn überhaupt geschafft, auf null Komma sieben äh zu kommen. Warum sind die Zahlen denn so schnell gefallen und ich glaube, dass ein ganz großer Faktor die, Ausgangssperren auch waren, die nächtlichen, die äh zu äh deutlich weniger riskanten Kontakten geführt haben, dann. Ja allgemeine Ausbreitung und Tragen von FFP zwei Masken. So. Dann natürlich nach wie vor die ganzen Abstandsgebote, die da sind, dann die geschlossenen Geschäfte in Verbindung mit der Abschreckung durch Tests die man vornehmen musste, dann die ganze Gastronomie, die geschlossen ist oder war Kultureinrichtungen, Sportstudios, Notbetrieb in Kitas, eingeschränkter Vorlesungsbetrieb an Hochschulen, Präsenz oder Schließung von Schulen, dann die ganzen Reisebeschränkungen und Beherbung Beherbungsverbote für jetzt Privatreisende und Touristen außerdem am grundsätzlich weniger Dienstreisen stattgefunden, weniger Leute sind äh ÖPNV gefahren. Ähm Großveranstaltungen, die seit einem Jahr praktisch verboten sind, die Homeoffice-Quote ist äh gestiegen. Generell dann auch noch Thema verbesserte Handhygiene, auch wenn das ein bisschen in in äh so, zurückgetreten äh ist jetzt. Dann haben glaube ich viele Leute auch äh freiwillig auf unnötige Kontakte jetzt verzichtet, auch vor dem Hintergrund, dass jetzt mehr Leute Impftermine bekommen haben und sich jetzt nicht auf den letzten Metern äh, das Virus noch ungeschützt einfangen wollen oder noch erst geimpft und sagen sich dann, naja, jetzt warte ich noch mal die paar Wochen passe ich auf, äh bevor ich jetzt rausgehe und äh um eben auch mir das nicht, nicht einzufangen. Hm. Ja, äh dann die Impfungen an sich natürlich, die äh auch auf die Inzidenz drücken, wobei. Das nicht so stark ist, wie viele glauben, meiner Meinung nach, sondern die drücken so vielleicht bisher maximal den R-Wert um null Komma zwei, ja plus 'ne Saisonalität, also dadurch dass es jetzt wärmer wird und äh ja, das sind, glaube ich, so eine ist eine ganze Menge Holz und All jede dieser einzelnen Maßnahmen, selbst wenn die nur zu sagen, null Komma null fünf äh auf den R-Wert drückt, wenn man sich das dann dann anguckt und zwanzig mal null Komma null fünf äh macht dann eben auch ähm minus eins beim auf den natürlichen R-Wert des des Virus. Und äh ja, das denke ich, zusammengenommen hat jetzt zu äh, Rückgängen geführt, aber von der Liste fällt natürlich jetzt zunehmend mehr weg und das gab's jetzt auch in, unterschiedlicher Kombination natürlich oder oder Härte in verschiedenen Bundesländern. Insofern ist jetzt auch nicht alles über einen Kamm äh scheren, aber ich glaube, die die Summe macht's und, Ja, ich halte einmal die Verbreitung von FFB zwei Masken äh weiterhin für einen für einen ganz ausschlaggebenden. Tor. Ähm und die, schon eingangs gesagt habe und die Ausgangssperren, wo ich eben auch am Anfang sehr skeptisch war, haben aber offenbar dazu geführt, dass äh ja, weniger, Partys äh in den Wohnungen stattgefunden haben, Nachtfall Offensichtlich war es so, dass in verschiedenen Altersgruppen, nachdem dann die Gastronomie geschlossen waren, die Leute sich halt dann äh zu Hause getroffen haben, in kleineren Gruppen und dort, und das ist eben auch äh sehr stark reduziert. Worden, auch Anekdotisch, gab wohl im Clubhaus auch schon erzählt. Ähm es gab wohl eine Umfrage im, Hamburger, ähm, Presse oder Fernsehen, wo sie Leute gefragt haben, wie sie denn jetzt das mit den Ausgangssperren eigentlich gefunden haben waren ganze Menge Leute, die meinten, boah super, so toll habe ich lange nicht mehr geschlafen so, die ganzen Partys äh äh, in den Nachbarwohnungen und der Krach auf der Straße und so und und Verkehr. Also wenn jemand das letzte Mal hinterher so gut. Auf auf einer Nordseeinsel äh geschlafen irgendwie, wo es keine Autos gibt, die da die da rumfahren. Und insofern äh kann man auch allem irgendwie was Positives, gewinnen, denke ich.
Tim Pritlove
Ja, nachvollziehbar. Dann haben wir aber auf jeden Fall auch noch den Einfluss der Impfung natürlich. Die. Zahlen, die werden wir eh gleich nochmal besprechen. Ähm da sind wir noch nicht. Sind wir noch nicht da, wo wir hinwollen, aber äh wir sind aufm Weg dahin und natürlich hilft jede einzelne Impfung, nur dass sie eben jetzt noch nicht alles verhindert, sondern solange wir niedrigen Bereichen sind, nimmt's ein Teil raus, aber ohne diese Impfung wären unsere Zahlen auch höher, ganz klar.
Pavel Mayer
Ja. Vielleicht noch ein kleiner Blick zum Schluss der Zahlenbetrachtung äh jetzt auf die äh Testzahlen. Die Zahl der Tests ist äh jetzt ganz. Zurückgegangen. Ähm und zwar, ja, hatten wir jetzt zweiundzwanzig Prozent weniger Test, also wenn wir jetzt unter eine Million. Tests. Neun Komma äh neunhundertsechsunddreißigtausend äh genauer gesagt aber die Zahl der positiven Tests ist sogar um vierundvierzig Prozent zurückgegangen so dass ich dann einen Rückgang bei der positiven Quote um siebenundzwanzig Prozent auf nun äh vier Komma eins sechs Prozent ergeben hat und ja, vier Komma eins sechs Prozent des ist niedriger als, also es hat mir zuletzt irgendwo in. Einundvierzig, also Anfang Oktober äh äh glaube ich.
Tim Pritlove
Zweiundvierzig waren wir bei drei Komma fünf acht. Also Ende Oktober, hm.
Pavel Mayer
Ja, also ja, in insofern sind wir jetzt jetzt deutlich äh wenigstens unter den äh Februar Tiefstwerten äh schon mal schon mal drunter. Und ja, wenn sich die jetzt nochmal, noch zweimal halbieren würde, So, dann wenn wir wieder da, wo wir äh dann ja ähm, genau vor einem Jahr. Gewesen. Also genau vor einem Jahr so in der, in der KW einundzwanzig, so zum, zum Vergleich waren wir halt bei einem Prozent, also, positiven Quote und so unter ein Prozent wäre halt wäre halt super einfach. Aber dafür müsste ich's, wie gesagt, noch irgendwie zweimal halbieren und ich hoffe, dass das dass das auch auch passiert. Ja
Tim Pritlove
Schwer einzuschätzen, wie es jetzt kommt, ne. Also. Unter normalen Umständen ohne diese ganzen Impfungen und ohne die ganze Erfahrung, die jetzt in gewisser Hinsicht Leute auch gesammelt haben, mal schnell dabei, allen immer vorzuwerfen, sie wären alle so unvorsichtig und sicherlich gilt das auch für einen bestimmten Teil der Bevölkerung, aber ist ja jetzt auch schon so, dass. Alle haben zwar die Schnauze voll, aber es hat sich auch ein bisschen rumgesprochen, dass man sich's halt selber vergeigen kann. Und äh das ist eigentlich jetzt das Wichtigste. Jetzt so bisschen noch Füße still halten, was dann sicherlich so ein bisschen zu Gute kommt, ist so ein Effekt, den ich zum Beispiel an mir auch merke. Ich weiß nicht, wie das bei dir so ist. So von null auf hundert jetzt wieder so in seiner alten Verhaltensmuster zurückzukehren. Jetzt auch nicht so. Also man ist irgendwie zögerlich, man überlegt bei allem, ob das jetzt irgendwie angemessen ist oder ob man sich das nicht doch noch mal sparen sollte und das ist eigentlich genau das richtige Verhalten, um. Sagen wir mal so einen Wiedergänger ähm so eine so eine Variante, die äh uns droht vielleicht. Einfach auch frühzeitig zu erkennen, ohne dass gleich die die Zahlen wieder ins absolute Nurvana losschießen.
Pavel Mayer
Also man kann sagen, dass wir jetzt so ja, wenn man jetzt rein die positiv. Quote äh vergleicht, dann hinken wir so drei bis vier Wochen hinterher äh gegenüber letzten Jahr, also hätten wir, hätten wir es nicht so vergeigt mit der mit der dritten, so hätten wir eigentlich eher drei, vier Wochen voraus sein können. So, also wenn wir dann hätten wir schon vor ja, zwei Monaten oder so öffnen können oder vor sechs Wochen wahrscheinlich vorsichtig mit Öffnungen beginnen können, aber so ist es jetzt dass wir äh ja nochmal eben diese dritte Welle eingelegt haben und jetzt äh ja, ähm schon mal um um die vier Wochen äh vom Frühjahr und Sommer halt uns versaut haben.
Tim Pritlove
Und es ist einiges gestorben, ne? Ich meine, es sind viele Open Air Festivals sind abgesagt worden. Nicht unbedingt abgesagt werden müssen meiner Auffassung nach, zumindest in einem bestimmten Maße hätten sie äh sicherlich stattfinden können, aber was am Ende gefehlt hat, also tatsächlich wenn jetzt diese Veranstaltung stattfinden. Im Juni, im Juli äh oder im August. Dann ist jetzt grade die Wahrscheinlichkeit sogar ganz gut, dass eigentlich die Inzidenzituation das ganze Infektionsgeschehen tatsächlich genau in dem Rahmen ist, in dem man's eigentlich haben will. Dadurch, dass man sich das nicht sicher sein konnte, weil man einfach so viel Zeit verplempert hat, konnte halt niemand planen. Niemand hält auch äh den Kopf dafür hin. Ist zum Beispiel so, dass es gibt für Veranstaltungen von der Bundesregierung eine Ausfallsgarantie. Das heißt, Veranstaltungen, wenn die dann. Abgesagt werden müssen, wegen neuem Infektionsgeschehen, dann gibt's dann so eine Versicherung von der Bundesregierung. Gilt aber erst ab September. Ja und äh deckt interessanterweise auch. Diverse Ausnahmen, die jetzt trotzdem noch stattfinden im Rahmen von Modellprojekten, dann überhaupt nicht ab. Das heißt, gerade die Modellprojekte dürfen dann ähm dürfen dann sozusagen die Verantwortung selber tragen. Das äh völlig absurd. Tolles Modellprojekt.
Pavel Mayer
Ganz toll.
Tim Pritlove
Aber nichtsdestotrotz, um vielleicht nochmal kurz zu betonen. Positive Quote unter fünf Prozent, heißt, dass wir jetzt seit langer, langer, langer, langer Zeit, also seit Oktober im Prinzip. Ja, also seit äh jetzt sieben, acht Monaten fast. Erste Mal wieder unter die Fünf-Prozent-Schwelle äh gekommen sind, die die WHO als so das Maximum ansieht, wo man landen sollte. Das heißt, wir haben jetzt in etwa äh wieder so so die die Kontrolle über das Geschehen dahingehend zurückerlangt, dass wir jetzt unseren Zahlen auch noch trauen können. Also die dunkelste versinkt.
Pavel Mayer
So was, was ich auch noch vergessen hatte zu erwähnen, was natürlich auch noch. Dazu kommt, ist äh das grundsätzlich je niedriger die Inzidenz umso äh größere Wirkung entfalten halt das Trekking und Dressing umso mehr können die Gesundheitsämter dann an Zeit und Personal auf einen einzelnen Fall verwenden, ja? Weil und da gab's haben wir die Diskussion, ja, gibt's da eine magische Grenze irgendwie fünfzig waren da immer im Gespräch, aber das konnte ich statistisch nirgendwo ablesen, dass es da so einen Punkt gibt, wo dann plötzlich ja äh die Gesundheitsämter das im Griff haben, sondern ich das ist eher so ein fast linearer Zusammenhang äh würde ich sagen, wobei klar, irgendwann kommt der Zusammenbruch, aber der liegt halt viel, viel höher als fünfzig. Also das ist dann bei hundert oder zweihundert, wo dann die Gesundheitsämter dann wirklich, müssen und in dem Bereich darunter, denke ich, ist es einfach so, ähm je niedriger die Inzidenz äh umso mehr Mühe können sie. Mit einzelnen Fällen geben und je höher äh die Inzidenz umso schneller müssen sie das abhaken. Ja Und äh dementsprechend Ja äh kommt uns das äh jetzt auch auch gerade entgegen und das Lustige ist auch noch auf in der Risikotabelle, habe ich immer so die die Tage bis fünfzig und die Tage bis hundert und da wir jetzt überall unter fünfzig sind äh sind die Werte negativ, was man eben so ein bisschen als Sicherheitsabstand interpretieren äh kann, so nach dem Motto, also wenn sich das jetzt genau umkehren würde, das mit dem R-Wert, also wenn die Zahlen jetzt äh. So schnell steigen würden, wie sie bisher gesunken sind, dann haben wir jetzt deutschlandweit dreizehn Tage Sicherheitsabstand zu fünfzig und einen Monat einunddreißig Tage bis bis einhundert ja und das ist durchaus jetzt keine völlig unlausible Annahme, klar ähm R-Werte schwanken halt ständig, aber das sind so die die Größenordnungen äh äh gerade. Also selbst wenn's sich jetzt umkehrt, nicht in einer Woche, wenn wir nicht die hundert dann plötzlich übersteigen und je niedriger die jetzt die Inzidenzen fallen, umso mehr Sicherheits Abstand haben wir, was aber nicht heißt, dass man den Sicherheitsabstand äh ausnutzen sollte, sondern meiner Meinung nach ähm wäre. Ja, wie gesagt, so das australische Modell in dem Moment, wo die, wenn die Zahlen jetzt ein, zwei Wochen lang äh steigen, sollte man. Sofort Lockdown machen oder eigentlich sogar so in dem Moment, wo man einen Fall hat, von dem man nicht weiß, wo er herkommt, äh sollte man eigentlich in den Lockdown gehen. So, wenn man's identifiziert. Alles gut, super, dann ist es unter Kontrolle, aber in dem Moment, wo du ein Fall hast und du weißt nicht, wo es herkommt, ist die Infektion außer Kontrolle in einem Landkreis. Dann laufen ansteckende Leute rum, die du nicht kennst, die nicht in Quarantäne sind und äh ja, die halt dann mal locker äh eine komplette äh Pandemie wieder lostreten können. Eine komplette Welle lostreten können. Eigentlich einer reicht. Ja, ein Superspray reicht und äh der, der tritt dir eine komplette Pandemie los. Eine komplette Welle.
Tim Pritlove
Taiwan, ne? Ja, hat mir, glaube ich, vor zwei Wochen. Kurz berichtet, dass dass da sofort Alarm geschlagen wurde. Ähm ich hatte auch die die optimistische Annahme getroffen, dass die das dann auch schnell wieder in den Griff kriegen. Ist äh erstmal nicht passiert, tatsächlich sind jetzt in Taiwan erstmalig die äh Inzidenzen da auch hoch geschossen nicht so hoch, wie sie bei uns sind, aber immerhin so auf äh siebzehn oder sowas, achtzehn Und jetzt fallen sie wieder eine Weile, aber fallen noch relativ flach so, ah, das ist im Detail nicht verfolgt. Ähm aber das bestätigt. Bestätige einfach nur so den Blick. Man muss einfach äh vorsichtig sein. Und wenn du sagst, okay, wir haben jetzt einunddreißig Tage Sicherheitsabstand. Ja, also wenn wir's jetzt eben völlig verkacken, dann sind wir halt auch in einem Monat schon wieder bei hundert und dann bleibt dann ist er aber auch ein Tag später nicht wieder Unterrunde hat, sondern dann, dann, dann, dann geht die Kurve halt hoch. Es sei denn, man tut halt was dagegen. Und dann äh sind wir auch schnell wieder bei zweihundert oder vierhundert. Gucken gleich nochmal auf andere Länder, jetzt äh lass uns doch nochmal ganz kurz äh das Zahlenspiel beenden und ähm kurzen Blick auf die Impfung machen.
Pavel Mayer
Das ist deine Aufgabe Mister Impfstatistik.
Tim Pritlove
Genau. Ja, ähm. Ich habe mal ähm also ich hole mir ja immer die Daten vom Impf-Dashboard, da gibt's die so zum Download das war jetzt relativ anexciting und vor allem hat man auch gesehen wieder mal dass äh auch diese äh wir haben das genannt hier unser Sampling Artefakt, also unser christlicher Sabling Artefakt. Auch hier äh zuschlägt Ähm ja, man kann im Prinzip sehr einfach auf zwei Zahlen zusammen äh bringen, ne, wo wir gerade stehen. Fünfundvierzig und zwanzig. Nämlich, das sind jetzt so die Prozentzahlen die wir an Erstimpfung und ähm Zweitimpfung erreicht haben. Oder genau genommen, man muss ja sagen, Mindestimpfung und ähm vollständige Impfung in gewisser Hinsicht. Mir ist nämlich selber äh gerade erst kurz vor der Sendung noch ein Detail aufgefallen, was ich eigentlich noch reinrechnen wollte, bis ich festgestellt habe dass es schon drin ist, nämlich in dieser Zahl der Erstimpfung, die also jetzt bei knapp fünfundvierzig Prozent steht. Da steckt drin, die ersten Impfungen von bayerntech, moderner und asrasinika, aber auch die Impfung von Johnson und Johnson. Was sinnvoll ist, weil die Leute, die Johnson und Johnston kriegen, die äh Na ja, haben ja sozusagen auch eine eine Initialenschutz und die werden ja dann nicht nochmal mit irgendwas erst geimpft, was äh zweitgeimpft werden muss, ne. Und ähm genauso stecken sie aber auch in dieser Zahl der vollständigen Impfungen, weil. Ist ja dann auch vollständig, ne. Und ähm von daher äh stimmen die Zahlen auch. Ich habe das mehrfach ähm so nachvollzogen und halte das für ganz glaubwürdig, soweit eben die Zahlen an sich, die gemeldet werden, stimmen. Wenn man so über die Tage das so verfolgt, ist immer ganz interessant zu sehen, es gibt Tage, da gibt es sehr viele Nachmeldungen, also grad jetzt so nach Pfingsten trudelte danach schnell mal was ein und dann hat's da so in zwei Tagen mal so. Zwanzigtausend Nachmeldungen, gibt aber auch andere Tage, wo es irgendwie nur so zehn, zwanzig, dreißigtausend sind, aber abgesehen von diesen Tagesveröffentlichungen und diesen Erhaltschen nach irgendwelchen Rekorden ähm bedeutet, dass das eigentlich so jeden Tag auch immer wieder, relativ signifikant äh nachgemeldet wird und sozusagen die Zahlen auch nachträglich alle steigen. Derzeit sind wir so bei siebenhunderttausend Impfungen pro Tag im Schnitt, also im Wochenschnitt. Und ähm ungefähr so bei vierhundertzwanzigtausend für. Die äh Zweitimpfung und knapp unter dreihunderttausend für die Erstimpfung und das wird jetzt auch noch so eine Weile so gehen. Wir haben so ein Verhältnis von sechzig vierzig bei den Zweitimpfungen zu Erstimpfungen, und da jetzt nochmal so ein kleines, so eine kleine Welle ansteht, weil wir ja quasi die Erstimpfung vor sechs Wochen. Durchführen müssen, wenn beginnt also jetzt so grad so ein bisschen so dieses schwierige Tal, was durch durchmarschiert werden muss, also zumindest die nächste Woche wird nochmal so voll im im Trend der Zweitimpfung sein. Und danach wird's halt besser. Erstens, weil der Bedarf nach Zweidimpfungen absinkt und weil dann eben auch die Lieferzahlen ansteigen sollen, also das. Werden wir sehen, ob das dann so kommt, aber bisher waren ja eigentlich die von die Aussagen von Bier und Tisch immer relativ klar und wenn sie's dann doch mal nicht schaffen können, haben sie es auch frühzeitig kommuniziert, wie eben jetzt vor zwei Wochen, als sie gesagt haben, dass sie eben mal so locker eine halbe Million weniger liefern pro Woche für zwei Wochen. Das aber dann eben gegen Ende Juni nachholen.
Pavel Mayer
Ja, wobei sagtest du, aber wenn ich mir deine Grafik an. Äh Erreichten, die hm, okay, ja gut, vierzehnten, fünfzehnten rum, wird quasi Peak-Zweitimpfungsbedarf erstmal erreicht, oder? Das also und das geht noch bis fast bis Ende Juni äh äh so geht's, geht's dann. Erst wirklich signifikant äh runter, so dass wir wahrscheinlich bei dem bis dahin so grob, bei der Situation bleiben werden.
Tim Pritlove
Na ja, ist schon ein bisschen anders, weil wir halt äh jetzt von so knapp dreihundert, also wir hatten jetzt äh, ich gucke mal, die Zeit noch mal genauer an, damit ich jetzt hier keinen Unsinn erzähle, Also wir haben jetzt äh wir sind ja jetzt in der KW na ja KW sind wir jetzt gerade, nicht durcheinander kommen, Tim, bleibt dabei, wir sind jetzt in K wie, zweiundzwanzig, ne? Und für KW zweiundzwanzig, also in dieser Woche werden, deutlich mehr Dosen geliefert. Während wir also in der letzten Woche grade mal so in der Summe auf fünf Millionen kamen, werden es voraussichtlich Ende dieser Woche dann über sechs knapp sechseinhalb Millionen gewesen sein. Das ist äh vor allem aber nicht ausschließlich auf eine Steigerung bei äh Biotech zurückzuführen. Aber auch diese Johnson und Johnson äh Waxine kommen jetzt ähm vermehrt an und werden auch vermehrt geimpft, also da sind auch die Impfzahlen extrem angestiegen und das wird schon dazu beitragen, ne. Also wir werden, Ende dieser Woche mal äh ja so eins Komma acht Millionen mehr, Impfdosen haben und das wird dann eben dazu beitragen, dieses Zweitimpfungspolster schnell abzutragen und in dem Moment, wo das dann. Absinkt, geht das dann eben so weiter. Die Prognosen sind dann für die Folgewochen ein bisschen zurückhaltender, also es geht dann ähm so auf äh fünf Komma fünf und fünf Millionen zurück. Das ist halt schade, das sind sozusagen diese Lieferungen in in dreiundzwanzig und vierundzwanzig, die eigentlich höher sein sollten, aber das wird dann alles nachgeliefert und dann halt in für KW fünfundzwanzig und sechsundzwanzig gehen wir dann irgendwie auf sieben Millionen hoch. Das heißt, dann werden wir wirklich eine Beschleunigung sehen. Also mal so eine richtige Beschleunigung bei den Erstimpfungen, weil eben Zweitimpfungs äh Welle durch ist und dann. Sehr viel mehr Impfstoff zur Verfügung steht und ich glaube, da werden wir uns dann alle sehr äh über die Zahlen freuen.
Pavel Mayer
Sodass dann auch äh pünktlich zum Ende der Urlaubssaison dann auch alle geimpft sind.
Tim Pritlove
Na ja, zumindest pünktlich zum Anfang der Urlaubssaison schon mal die allermeisten auch wirklich eine Erstimpfung erhalten haben, ne. Ich meine, wenn wir jetzt auf fünfundvierzig Prozent schauen, dann bedeutet das ja. Ähm der Leute, die sich derzeit überhaupt impfen lassen dürfen. Und das heißt ja, sechzehn plus. Und wenn man das eben auf diesen Bevölkerungsanteil äh hochrechnet, dann sind wir halt schon so bei sechsundfünfzig Prozent oder so.
Pavel Mayer
Ja, das ist auch nochmal ein interessanter Punkt, ja. Dass ja immer die sagen, die Impfquoten, die Offiziellen immer auf die Gesamtbevölkerung.
Tim Pritlove
Richtig. Aber nicht auf alle, die sich impfen lassen können, ne? So, das heißt, ähm. Ist jetzt ein bisschen schwer zu schlussfolgern, wie viele Leute würden sich jetzt impfen lassen? Wir hatten ja so diese Aussage von äh in der letzten Sendung, glaube ich, vom RKI mit ja fünfundsiebzig Prozent wollen sich auf jeden Fall impfen lassen. Fünfundsiebzig Prozent der Bevölkerung. Ja gut, also und und wie ist es jetzt mit sechzehn plus? Also ist es da irgendwie auch fünfundsiebzig Prozent oder ist es irgendwie da mehr und es sind dann Kinder überhaupt gefragt worden, also so ein bisschen so eine ähm leere Aussage, wie das immer so ist, man muss immer, ganz genau hinschauen. Ja, also ich bin da verhalten äh optimistisch, dass das jetzt ganz gut weitergehen soll und vor allem, was auch äh vielen nicht so richtig auffällt, ist, dass wir halt auch, im Vergleich mit anderen Ländern äh in zunehmendem Maße aufholen. Ja ähm und dass wir auch teilweise andere, dass sich auch zeigt, dass dass wir so andere Strategien haben. Also wenn man jetzt zum Beispiel mal Deutschland mit ähm UK vergleichen. Beim äh Impfen, ja, dann haben wir halt äh kommen wir sozusagen dem. Erstimpfpotential von UK äh zunehmend nahe. Also wir haben deutlich höhere Anstiegsraten derzeit, als es in UK ist. Also wir mit unseren fünfundvierzig Prozent und UK ist so kurz unter sechzig.
Pavel Mayer
Mhm. Auf Gesamtbevölkerung bezogen.
Tim Pritlove
Alles auf die Gesamtbevölkerung bezogen, genau. Und ähm nur, dass sie halt eben bei der bei der Zweitimpfung äh auch nochmal deutlich weiter vorne liegen mit irgendwie ungefähr dem Doppelten von dem, was wir haben. Aber auch da holen wir jetzt schnell auf. Also es denke mal, es es wird sich einiges egalisieren jetzt im nächsten Monat und dann wird man eben schauen, welche Auswirkungen das äh letzten Endes hat.
Pavel Mayer
So viel, glaube ich, erstmal zum ähm allgemeinen Impfthema.
Tim Pritlove
Äh äh vielleicht noch einen Nachtrag. Ähm. Und zwar, wo ich auch auf Twitter äh ordentlich drüber gegrübelt habe, ist so dieses äh Asraziniker. Wenn man sich die Kurven anschaut für die Zweitimpfung, dann sieht man, dass eigentlich der Bedarf für äh Asra Senicker Zweitimpfung. Also es müssten jetzt eigentlich mal locker doppelt so viele Asra Zweitimpfungen durchgeführt werden, als tatsächlich stattfinden. Also es ist eine extrem äh hohe Zahl und ist ein bisschen unklar, wo die so äh hingegangen sind. Es macht schon so den Eindruck, als ob's dann doch schon eine verstärkte Abwanderung in Richtung Biotech gibt. Also das ist wirklich relativ viele Leute, die eigentlich jetzt für eine Zweitimpfung mit Asra äh vorgesehen waren. Dass die ähm auf moderner oder auf Biotich umsteigen. Ja? Und das macht ja auch Sinn, hatten wir ja hier auch schon letzte Mal diese spanische Studie äh besprochen, gucken auch gleich nochmal auf die auf die von der Charité, die sich das ja auch nochmal angeschaut haben. Und äh ich habe mich vor allem gefragt, ob das nicht vielleicht sogar eine gute Idee wäre. Ähm generell da. Umzusteigen.
Pavel Mayer
Absolut.
Tim Pritlove
Und zwar äh weiß ich, welchen ersten Gedanken du jetzt hattest.
Pavel Mayer
Mach du erstmal.
Tim Pritlove
Naja, ich dachte mir so. Wenn die Kombination aus Asra Senica, also aus, ich sage mal aus Vektor Impfstoff plus äh RNA Impfstoff so geil ist. Ja, also alle Studien sagen. Kann man machen bis hin zu, steigert einfach nochmal die ganze Antikörperreaktion, die ganze äh Immunreaktion des Körpers signifikant, ohne dass es jetzt nennenswert viel mehr Probleme macht. Und wenn das so eine tolle Kombination ist. Warum bietet man dann nicht explizit sogar diese Kombination an und nimmt einfach generell nur noch als Erstimpfstoff und haut einfach äh RNA hinter rein?
Pavel Mayer
So, ich könnte mir sogar vorstellen, dass die ständige Impfkommission äh das irgendwann äh sogar empfehlen wird, wird man sehen. Die sind ja immer ein bisschen vorsichtiger äh so und äh insofern äh ja, absolut Plus worauf wir auch im äh letzten Clubhaus nochmal aufmerksam gemacht wurden, dass Leute, die jetzt eine Erstimpfung mit Astrasinika bekommen haben, eigentlich ganz gute Karten haben ähm eine äh Zweitimpfung äh mit äh Bieren zu äh oder mit einem RNA Impfstoff bekommen, weil äh ja und zwar aus zwei Gründen. Zum einen äh ist es so, also zumindest für alle unter Sechzigjährigen, die aus irgendeinem Grund äh eine Erstimpfung mit Astra Senica. Erhalten haben, ist ja im Moment äh die Empfehlung tatsächlich auch ähm sagen die nicht. Äh Astra Senica zwei zu impfen. Das heißt, man kann sich gegenüber dem Arzt sogar äh oder wo auch immer darauf berufen, dass das eigentlich so die Empfehlung äh äh ist, der der Impfkommission halt. Ähm, und der zweite Punkt äh auch, äh was man als Argument beim Arzt äh in die Wege führen äh kann, ist, dass in den meisten Bundesländern zumindest, so wie ich das mitbekommen habe, ist die gängige Praxis ist. Ärzte für Zweitimpfungen äh bestellen können was sie wollen an Impfstoffen, während für die Erstimpfung, so müssen sie mehr oder weniger noch nehmen, was sie, was sie kriegen, aber für die Zweitimpfung kriegen sie in der Regel genau das, was sie, sie bestellen und ich sage mal, diese beiden Sachen zusammen sollten es eigentlich ermöglichen, so diese beiden Argumente, das, unabhängig jetzt von der Empfehlung der Impfkommission dann, glaube ich, ganz gute Karten und Argumente äh hat dann gegenüber dem Arzt zu sagen, ich hätte das gerne, wenn man das äh bevorzugt.
Tim Pritlove
Ich freue mich auch gerade, ob die Ärzte eigentlich irgendwas dagegen haben können. Ich meine klar äh Biotech ist groß nachgefragt und die haben sicherlich so ein bisschen Sorgen, was Rasinika loszuwerden, aber der Vorteil ist natürlich bei dieser expliziten Kombi, dass man eben auch diesen Impfabstand äh wieder geringer wählen kann. Ja, also es muss nicht unbedingt auf diese zwölf Wochen hinauslaufen. Wir hatten ja jetzt gerade die Ansage vom Gesundheitsministeriums dass äh Asra jetzt auch nach vier Wochen die Zweitimpfung erfolgen äh kann alle die Hände heben und sagen, äh Moment, das hat aber irgendwie einen medizinischen Sinn, dass wir da zwölf Wochen machen, wegen der potenziellen Immunität, die der Körper eben, zumindest kurzfristig, gegen diesen Vektorvirus als Seuchen entwickelt. Dieses Problem fällt bei der Kombiimpfung komplett weg und man kann halt irgendwie so einen mittelground finden und sagen, okay, dann machen wir halt, acht Wochen oder sechs Wochen, weil die Wirkung der Erstimpfung ist dann auf jeden Fall da und der RNA Impfstoff kann. Wird sozusagen keine ja stört sich nicht an einer Immunität gegen das Vektorvirus, weil da ist kein Vektorvirus drin. So und dann ist ja eigentlich auch allen geholfen. Längeren Abstand machen, man kann einen kürzeren Abstand machen und man kombiniert's einfach und es ist vor allem und das war so ein bisschen mein Hintergedanke Viele Leute sind so zögerlich bei Asra Senica, weil das irgendwie so einen schlechten Ruf hat, aber wenn man halt das Ganze eben verbinden kann mit na ja, äh dieses äh diese Erstimpfung hat den Vorteil, dass wenn du dann die Zweitimpfung und was anderem bekommst, dass dein Schutz sehr viel höher ist und potenziell auch noch länger hält. Und das ist ja durchaus ein Argument, wo Leute sagen können, so ja, na klar, wenn das so ist, erstens kriege ich jetzt schon meine Erstimpfung, die ich sonst vielleicht gar nicht bekommen würde und zweitens habe ich am Ende. Auch noch ähm einen besseren Schutz.
Pavel Mayer
Ja, plus, äh, dass man wahrscheinlich auch einen äh besseren Schutz vor manchen Varianten hat. Mein Astrasinika schützt zwar auch bei allen Varianten, vor schweren Verlauf und Tod, so, aber ähm vor Erkrankung zum Beispiel äh ist bei der Südafrika-Variante, ist es so dass dort ja Studie war, dass das, was so Erkrankungen angeht Ja, man in der Statistik, also Infektion, nicht Erkrankung, sorry. Das äh eben äh Astra Senicam bei der Südafrika-Variante praktisch nicht äh äh schützt äh vor Infektionen äh zumindest. Und ähm ja äh und wir haben diese Variante ist zwar bei uns jetzt nicht kaufen oder kaum verbreitet, bisschen mehr Sorgen macht halt grade die indische Variante. So, wir müssen jetzt, es gab ja jetzt auch diese Umbenennung.
Tim Pritlove
Ja, ja, da kommen wir gleich noch drauf, ja.
Pavel Mayer
Ähm wenn ich mich auch erstmal dran gewöhne, habe ich noch nicht wirklich verinnerlicht.
Tim Pritlove
Das ja bringt uns, glaube ich, jetzt der nur mehr durcheinander. Das stellen wir nachher vor, dann überlegen wir mal, ob wir drauf umsteigen.
Pavel Mayer
Genau, also ähm ja, mit anderen äh äh Worten äh sagen die, die die Kombiimpfung äh dürfte auch insgesamt äh wahrscheinlich einen einen breiteren Variantenschutz äh bieten äh sage ich mal. Nach nach Studienlage so ist, so wie es aussieht und äh ja, insofern, Wäre das halt ganz cool, äh wenn das allgemeine Praxis wäre, aber wie gesagt äh man kann dadurch Eigeninitiative, glaube ich, hat man ganz gute Karten äh sagen wir erstens 'ne Erstimpfung mit Astra zu bekommen, weil äh das nicht so attraktiv zu sein scheint und wenn man die dann hat man hab ich ganz gute Karten äh auch eben äh bei der bei der zweiten Dosis dann äh den Impfstoff seiner Wahl äh zu bekommen.
Tim Pritlove
Ja, schauen wir nochmal auf die äh Diskussion mit den äh mit der Info von Kindern, wie heißt es ja schon erwähnt, wir äh hatten da letzte Mal so eine Diskussion und ähm haben sich ein paar neue Aspekte äh ergeben, ne?
Pavel Mayer
Ja, also ich hatte mich ja äh insbesondere etwas darüber ereifert äh über ähm einen einen Interview, was äh der Vorsitzende, der der ständigen Impfkommission Professor Mertens gegenüber Phönix gegeben hat, wo er sich da zu so einem paar lapidaren äh ich fand und ja sportlichen Aussagen hatte hinreißen lassen, wie sagen, okay, alle Kinder sterben praktisch an, äh äh mit äh Corona und nicht äh an äh Corona und äh außerdem, dass äh halt auch ansonsten äh ja, die, die Auswirkungen der Krankheit, also. Und äh Lonkovic äh und so, äh dass das ähm praktisch nicht existent äh wäre, ja. So, und beides fand ich, als als äh so pauschale Aussage erstmal nicht nicht haltbar. So, weil normalerweise, also, An sich äußern äh äh sich ja gerade, ich sage mal die Fach also von Drosten ist man das ja gewohnt, immer äh sehr, sehr vorsichtig und mit sehr, sehr vielen Jahr wahrscheinlich und vielleicht und das deutet darauf hin und so und das hatte er halt in dem Interview, dort nicht getan, ja. Und ich hatte mich dann zum einen auch nochmal ein bisschen mehr ans Rechnen gemacht, dass ich jetzt auf Twitter. Sagen mal erste Berechnungen äh angestellt für die Altersgruppen, wer. Stirbt den an und mit Corona. Das kann man eigentlich ganz gut, machen, äh also die wenn man die die die Sterblichkeit hat in den entsprechenden Altersgruppen und dann kann man gucken äh wie hoch lag denn die Sterblichkeit jetzt in den Altersgruppen, bei denen dienen positiven Coronatest hatten, zu sagen. Und ähm das ist. Sehr, sehr eindeutig in den höheren Altersgruppen, also da haben wir also deutschlandweit kann man sagen, das hat mir auch schon vor Monaten hatte ich mal für die Gesamtbevölkerung berechnet. Größenordnungsmäßig kann man sagen, äh drei Prozent äh der Bevölkerung sterben im Schnitt mit Corona, also wären halt. Innerhalb von äh dreißig Tagen nach einem positiven Coronatest, ohnehin verstorben, aber siebenundneunzig Prozent kann man sagen, ja also, Ähm sterben dann wirklich an äh Corona. So. Und bei den Kindern äh sieht es aber da einen einen bisschen anders aus, so äh je nach Altersgruppen und da ist so ein bisschen das Problem, dass bei den Kindern. Auch genauere Daten fehlen. Insofern äh gibt's da ein paar Schwierigkeiten, zumindest in der Altersgruppe null bis vier, weil ist eine sehr, sehr hohe Säuglingssterblichkeit gibt ist halt schon so, dass ja von den Kindern, die geboren werden, ein gewisser Anteil äh einfach nicht überlebt, so und zwar einen wesentlich höheren Anteil, aber wenn äh erhalten ein Kind erstmal ja die ersten mal Lebensmonate, das erste Lebensjahr übersteht, dann äh. Ja, dann singt eben die die natürliche Sterblichkeit um den Faktor zehn. Ja, also im ersten Lebensjahr, im ersten Lebensmonaten, sterben halt im Schnitt zehnmal so viele Kinder wie, halt dann über über ein Jahr. Das macht natürlich gut da auf der anderen Seite sind die Daten, ist das genaue Alter, der der verstorbenen zumindest nicht öffentlich bekannt, jetzt der verstorbenen Kinder, dass das halt ein bisschen schwierig wird von von außen. Das Ganze hm für, sage mal, die. Die Nulljährigen äh dann äh, auch äh sauber zu zu rechnen, ob's da eine Übersterblichkeit gibt und da werden wir die null bis vier haben, ähm so ähm ja, ähm ist das ist das Ergebnis so ein bisschen problematisch. Ähm. Genauer gesagt ist das Ergebnis halt, dass wenn man jetzt einfach null bis vier betrachtet, kriegt man nur einen einen Übersterblichkeits äh Faktor von eins Komma vier ungefähr raus, was bedeutet das, ja, vierzig Prozent mit und sechzig Prozent an äh Corona sterben aber äh ja, das sind halt alles auch noch, eben sehr, sehr kleine Zahlen. Also wir reden hier von acht Todesfällen in der in der Gruppe null bis vier und der Erwartungswert wäre halt fünf Komma sieben so und das kann natürlich durch durch Zufall Also wenn du. Irgendwie eine Erwartungswert von eins hast und da kommen jetzt zwei oder drei raus, dann kann das halt auch reiner Zufall äh sein. Das ist sagen, Das erste Problem, das zweite, Problem ist, hm dass äh ja die Dunkelziffern natürlich auch möglicherweise eine eine Rolle spielen und das bei äh gerade Kindern, die Dunkelziffer. Potenziell höher ist oder sehr wahrscheinlich sogar höher ist. Das heißt, wenn man das jetzt nicht auf Basis der positiven Tests rechnen würde, sondern auf die Zahl der tatsächlichen Infektionen, die wir aber nicht wirklich kennen, weil es äh einfach an breit angelegten Studien mangelt äh äh dazu, weil dazu müsste man dann. Eben im großen Stil auch. Antikörpertests machen und das gibt's nur vereinzelt so in einzelnen Regionen und die Region wiederum können da sehr, sehr große Unterschiede haben. Ja aus aus verschiedensten Gründen, also mit anderen Worten, die Zahlen sind halt grade bei den, bei den Kindern eben sehr, sehr problematisch. Weiterer äh Grund, warum sagen diese Übersterblichkeits. Rechnung möglicherweise ähm einen einen anderen Effekt haben kann, ist, dass, Gruppe der Kinder, die getestet wurde nicht sagen der Gesamtpopulation der Kinder entspricht, sondern das sind halt Kinder, die möglicherweise ohnehin krank waren und vielleicht etwas äh ja gesundheitlich äh nicht ganz so belastbar sind und dass man aus diesem Grund dort auch gegenüber der der Gesamtbevölkerung in dem Alter dann eine Übersterblichkeit sieht.
Tim Pritlove
Es gab ja dieses Interview mit dem äh Mellard von der von der äh der Chef der Sticko, äh also der ständigen Impfkommission.
Pavel Mayer
Mertens. Mertens heißt der.
Tim Pritlove
Letzten Coronavirus, Update, Podcast mit Sandra äh Zieseck und ich fand das ganz interessant, weil er halt explizit auch nochmal genauer zu diesem Thema befragt wurde und ein bisschen mehr Raum und Zeit hatte, als in dem von dir äh kritisierten Phoenix-Interview, das auch nochmal alles zu erläutern. Und genau zu dem Punkt, den du gerade erwähnt hast, äh sagte er, wenn ich das jetzt richtig erinnere, ähm bei den Todesfällen, die da gesehen wurden, das irgendwo war, dass die alle ohnehin schon palliativ behandelt wurden. Also das waren. Todkranke Kinder, die aus anderen Gründen äh krank waren. Und auch die Zahl von Hospitalisierung. Muss man relativieren, weil's nicht selten auftritt, dass eben einfach Kinder aus ganz anderen Gründen, ins Krankenhaus eingeliefert werden, sagen wir mal, Blinddarmoperation steht an, ja? Und dann immer, wenn du ins Krankenhaus kommst, wirst du ohnehin getestet. Und dann zeigt sich halt einfach, dass die dann eben in dem Fall. Angesteckt waren, obwohl sie es vielleicht äh noch gar nicht wussten. Und generell sind überhaupt so die. Diejenigen, die im Krankenhaus eingeliefert werden, die allerwenigsten davon ähm brauchen überhaupt irgendeine Intensivmedizinische Behandlung. Oft ist es halt einfach so, dass nach einer. Äh erkannten, symptomatischen Infektionen, die Kinder eigentlich eher als Vorsichtsmaßnahme ins Krankenhaus gebracht werden, weil man einfach aus irgendwelchen Gründen Dinge ausschließen möchte äh oder äh ne. Grundsätzlich bei Kindern da ein bisschen vorsichtiger ist.
Pavel Mayer
Also mein ein interessanter Punkt war, ich hatte mich halt erstmal als ich die also ich hatte dann erstmal noch einen einen Zahlenfehler äh äh drin, äh rechten Fehler drin in meiner ersten Variante von der Sterblichkeitsberechnung bei Kindern, wo ich auf etwas höhere Werte gekommen bin, weil wie ich die Sterblichkeitszahlen, die ich genommen hatte, schon auf Bevölkerung normiert waren, das war mir da noch nicht aufgefallen. Ich ein dummer Fehler, aber, selbst nachdem das das korrigiert ist blieb halt schon ein bisschen über Sterblichkeit äh übrig, aber wenn man. Sagen jetzt Dunkelziffer und und so mit mit einbezieht, wie gesagt, ist äh verschwindet äh der Effekt zumindest in der in der Altersgruppe ähm fünf bis vierzehn, aber dann hat man wiederum bei der Altersgruppe null bis vier, das Problem, wenn man annimmt, dass es diesen Effekt gibt dass man dann auf eine Untersterblichkeit, Gruppe käme bei Coronainfizierten, was nicht sein kann, ja? Also mit anderen Worten, die ganze Zahlen äh Lage ist halt, uneindeutig und äh man kann äh mit den Zahlen weder das eine noch das andere jetzt wirklich klar legen, Ich sehe nach wie vor vor allem mit Zahlen jetzt, wenn man noch aus dem Ausland dazunimmt, äh von den wirklich tausenden an Kindern, die jetzt in Brasilien zum Beispiel verstorben äh sind und auch aus anderen Ländern. Würde ich sagen, ist es schon so und das das hat dann der Mertens. Glaube ich auch dann entsprechend vorsichtiger ausgedrückt in dem in dem in dem längeren Podcast äh dass er dann nicht pauschal gesagt hat, ja nee, spielt gar keine Rolle. Äh, oder die Kinder sterben gar nicht an äh äh Corona, sondern nur ähm ja, dass es dass es halt halt eher unklar. Ist und ich hatte mich dann auch glaube ich, der Bewertung dessen, also der der Zahlen eigentlich auch ein bisschen zurückgehalten, weil. Ähm ganz unabhängig jetzt von der von der übersterblichkeit, äh wie hoch die jetzt tatsächlich, ist, ist die gar nicht das eigentliche Problem. Das ist dann fast eine akademische äh äh Debatte aus meiner Sicht, weil die Zahlen sind ebenso niedrig, das im Vergleich zu anderen Lebens, Risiken und Erkrankungen, das eher zurück ja so, dass man sich und das hat mir glaube ich auch. Sagt also für Eltern gibt's da jetzt keinen Grund äh große Angst zu haben, dass dass, eigene Kleinkind jetzt an Corona stirbt, so das ist ja so so minimal, da kann man glaub ich eher entspannt sein bisschen, anders noch sehe ich das jetzt mit Thema und wo eben auch eine ja gerade Kontroverse Debatte stattfindet. Bei wie viel Kindern äh das jetzt eigentlich stattfindet. Da hatte sich Mertens in dem in dem. Phönix äh Interview auch ähm geäußert dahingehend, dass eigentlich also dieses gibt's eigentlich gar nicht und äh also bin ich das entnommen, also ist dass das praktisch irgendwie ja äh mehr oder weniger Hysterie äh ist und andere Argument waren, na ja, die Studie aus England, die ich zum Beispiel zitiert hatte, die halt besagte, dass nach drei Monaten ungefähr fünf Prozent, also zwischen fünf und zehn Prozent der Kinder noch Symptome hatten. Äh. Wurde dann erwidert, na ja, aber äh das müssen nicht unbedingt Symptome sein, äh die jetzt auf die, Corona-Erkrankung zurückzuführen sind und außerdem so ein bisschen hüsteln oder äh so ein bisschen Schlappheit, das kann halt auch von von ganz anderen, Ding kommen, ja? Also insofern sei das gar nicht gar nicht aussagekräftig diese Studie. Sicherlich stimmt ist äh ja, dass das wahrscheinlich nicht die die fünf bis zehn Prozent, äh die dann noch Symptome haben, da muss man gewiss einiges ähm von abziehen, aber auf der anderen Seite ist ist mein Eindruck ähm nicht der, dass das jetzt komplette Fantasie ist. Vor allen Dingen finde ich's halt dann ein bisschen schwierig auch gegenüber den Betroffenen äh zu behaupten, äh so äh nee, äh Okay, ihr habt zwar jetzt irgendwie Atemnot und äh seid müde und könnt nicht gut schmecken und nicht gut riechen äh und so, aber das hat jetzt mit äh eurer Corona-Infektion nichts zu tun, ja. Das das finde ich ein bisschen schwierig sich auf den Standpunkt zu stellen, aber ich glaube auch, dass Herr Mertens das, glaube ich, auch jetzt im im neuen Podcast, in dem Podcast auch nicht so aus mehr mehr so ausgedrückt hat.
Tim Pritlove
Ja, ich kann mich da jetzt ehrlich gesagt grade an die Details nicht äh erinnern, mir äh erschienen, aber die ganze Darlegung der Sachlage relativ nachvollziehbar. Äh ohne jetzt vielleicht jetzt äh uns, dass wir uns zu sehr jetzt in den Details mit wie viel Zahlen jetzt auf was wir äh hinweisen, ähm uns zu verlieren kann man vielleicht nochmal so ein bisschen auf die auf die generelle Aussage, was soll denn jetzt eigentlich was sollte denn jetzt eigentlich geschehen, vorspulen? Und da vertritt er ja im Prinzip eine klare Meinung, nämlich die, Also die. Macht derzeit vor allem deshalb keine grundsätzliche Aussage für die Impfung, weil's A. Erstmal gar nicht erforderlich ist, dadurch dass jetzt die Impfung für zwölf bis Fünfzehnjährige erlaubt. Ja? Kann das auch jede Familie entsprechend entscheiden. Also wenn jetzt ähm. Jemand möchte, dass Kinder in dem Alter geimpft werden? Dann kann man das jetzt machen. Gehen wir zum Kinderarzt. Eine Liste ein und dann kann eine Impfung erfolgen. Das verhindert das nicht. Andererseits sagt aber die Stiko-Art nicht. Das muss jetzt unbedingt erforderlich äh stattfinden. Sie sagen es nur und da aber auch wiederum explizit für Kinder mit Vorerkrankungen. Also wo ist es, sich jetzt sozusagen anbietet, ist, wenn die Kinder in irgendeiner Form. Irgendwas haben, kann ja jetzt nichts aufzählen, aber das wisst ihr ja im Zweifelsfall alles selber, weil dadurch natürlich klar, ne, also Diabetes ist, glaube ich, so ein ganz äh klassischer Fall, ne, also die Kinder Diabetes haben, dann ganz klar impfen. Denn, und da, das kann ja auch vollkommen nachvollziehen. Es ist ja uns klar, dass Kinder in dem Alter deutlich geringeres Risiko haben, jetzt wirklich Schaden zu nehmen, als zum Beispiel. Vierzig, Fünfzigjährige, wo es noch so einige von gibt, die jetzt eben durchaus auch noch Impfbedarf haben. Und es gibt halt kein separates Kontingent an Impfstoffen, was nur für Kinder ist. Gibt's, glaube ich, noch so ein bisschen Konfusion, ob da jetzt irgendwie aktiv wirklich was vor vorgehalten wird. Ich glaube es ist irgendwie nicht so. Auf jeden Fall würden natürlich die Impfstoffe, die jetzt hier bei den Kindern verimpft werden, zwangsläufig aus dem Kontingent weggehen, was sonst anderen Leuten zukommen würde. Und dann ist halt die Frage, okay, wer. Wie ist jetzt der Allgemeinheit am besten Schutz getan? Ne und ähm sicherlich wäre es unklug zu sagen alle mal herhören, wir haben jetzt hier irgendwie drei Millionen zwölf bis Fünfzehnjährige in Deutschland, ich glaube das sind etwa so die Zahl, ich hab das von dir so die Bevölkerungszahlen bekommen, also zwei Komma neun bis drei Millionen, so in der Größenordnung durfte sich das in etwa bewegen Würden wir die halt alle, ähm erst impfen und Zweitimpfen, dann ist das quasi so der Impfstoffbedarf, den wir in zwei Wochen so für eine Woche haben. Klingt wenig, aber ne, sechs Millionen im äh Impfstoffdosen heißt eben, dass es sich dann eben für andere Leute entsprechend verzögert.
Pavel Mayer
Nee, absolut, also wenn man auf die auf die Zahlen äh guckt, also meine Übersterblichkeits äh Berechnung, die ich durchgeführt habe, da ergibt sich auch ganz klar raus, du willst erst die Erwachsenen, impfen, ähm weil dort die Impfung äh äh wesentlich mehr Sinn äh macht jetzt im Sinne von von Übersterblichkeit, also viel mehr schwere Verläufe, Hospitalisierung und Todesfälle äh vermeidet sozusagen. Da ist ähm da. Macht es einfach Sinn, wenn die, wenn die Kinder ein bisschen zurückstehen äh an an der äh Stelle und da bin ich da bin ich mir dann an der Stelle wieder äh komplett, eigentlich auch mit äh Mertens und der äh der STIKO. Das ist halt halt ganz klar. Ähm interessante Anomalie habe ich aber noch noch festgestellt. Ähm. Und zwar bei fünfzehn bis vierunddreißig komme ich äh auf ähm eine. Höhere. Übersterblichkeit als bei der Gruppe fünfunddreißig bis neunundfünfzig. Kann jetzt auch an, wie gesagt, Verzerrungseffekten äh liegen, aber äh äh zumindest da ergibt, sich äh schon des, wenn man jetzt nicht auf die absolute Sterblichkeit guckt, sondern nur sagen, auf verlorene Lebensjahre zum Beispiel, würde es jetzt keinen Sinn machen, aus meiner Sicht, die Altersgruppe fünfunddreißig bis neunundfünfzig vor fünfzehn bis vierunddreißig zu priorisieren, sondern da äh wir sagen, alles so ab fünfzehn oder oder zwanzig oder so äh dürfte aus verschiedensten Gründen die gleiche Priorität äh haben, aber eben bei bei unter fünfzehn äh definitiv äh ist das ist das völlig richtig äh erstmal, Älteren äh zu impfen, bevor man äh dann anfängt zu sagen, gesunde oder nicht vorerkrankte äh Kinder äh zu impfen. Also das das insofern äh ja.
Tim Pritlove
Und das findet ihr jetzt im Prinzip statt ab dem siebten Juni.
Pavel Mayer
Das ist also alles äh absolut in Ordnung. Ja.
Tim Pritlove
Wir halten fest, also wenn Kinder unbedingt geimpft werden wollen und die Eltern damit einverstanden sind, also mit Kindern ist jetzt gemeint zwölf bis fünfzehn. Ja, also für sechzehn und siebzehn gilt das natürlich ganz genauso, aber die durften ja auch bisher schon. Ja dann mach das. Dann tragt euch irgendwo äh eine Liste ein und dann dann werdet ihr die Gelegenheit bekommen. Wenn ihr noch nicht so richtig wisst und das irgendwie nicht unbedingt als erforderlich erachtet und die Kinder gesund sind, dann lasst erstmal sein. Auch kein Problem. Ja, wenn es so eine Familie ist, wo ähm ja noch andere vulnerable, Familienmitglieder sind, die vielleicht schon geimpft sind, aber wo man sich vielleicht auch nicht so sicher ist, wie stark die Impfung äh äh schützt, wie gut das Immunsystem da mitspielt. Und da laufen dann Kinder rum, die jetzt geimpft werden dürfen. Nimmt sie doch einfach, dann äh seid ihr den Angriffsvektor äh vielleicht nicht los, aber dann ist der zumindest auch entsprechend reduziert. Also es ist so ein Abwägen. Und ich denke. Mittelfristig, sicherlich werden dann mehr und mehr Kinder aus dieser Gruppe äh geimpft werden, wachsen ja auch am laufenden Hiter welche nach. Und ähm. Wird sich das schon irgendwie ausgehen, aber es besteht da jetzt auch nicht unbedingt die Erforderlichkeit, da so einen Rush zu machen. So impfen, ja, hast du noch was dazu.
Pavel Mayer
Nee, ich fand äh nee, ich fand nur den tatsächlich den den Aspekt auch nochmal äh wichtig äh zu betonen, was du gerade gesagt hast, dass es auch andere Gründe äh geben äh kann äh Kinder äh zu zu impfen, nämlich um ältere äh zu schützen in in bestimmten Situationen, in bestimmten familiären Situationen oder Wohnsituationen, wo ja äh weil was wir auch auch gehört haben, ist, dass verschiedene Leute genau vor dem Problem jetzt gerade stehen. Sie haben halt Einfamilienmitglied, was halt ja irgendwie entweder vorerkrankt ist oder dann auch das Problem mit irgendwie schwanger und äh schwanger werden ja bei uns in der Regel nicht, nicht geimpft und wenn dann, was er sich noch ein anderes Kleinkind da ist und jetzt die Kitas demnächst wieder aufmachen, dann machen sich natürlich Leute Sorgen um äh wenn man zum Beispiel die, ja, die. Ungeimpfte, Schwangere äh Mutter äh äh gerade im Zusammenhang mit einem Ungeimpften Kind, was dann demnächst in die Kita äh äh geht, äh so. Und in solchen besonderen Situationen wär's natürlich auch ganz gut äh so, wenn es dafür dann Lösungen gäbe.
Tim Pritlove
Ja bloß Kita-Kinder sind natürlich jetzt noch nicht äh dran.
Pavel Mayer
Nee, aber äh in dem Fall, äh sozusagen ist es dann gucken, in Österreich werden zum Beispiel Schwangere geimpft, bei uns nicht. Also da scheint sich die Fachwelt dann in den verschiedenen Ländern jetzt nicht nicht einig äh zu sein, wobei im Allgemeinen. Wissens ja die meisten, Impfungen bis auf äh Gelbfieber oder so, alle auch für Schwangere zugelassen sind und äh nur bei bei äh jetzt den Coronaimpfungen scheint man da gerade ein bisschen vorsichtig zu sein. Kann man natürlich auch verstehen, so spätestens seit dem Kontag gar einen Skandal oder so äh ist man bei Schwangeren, glaube ich, auch übervorsichtig, so was Medikamente angeht und möglicherweise das Potenzial jetzt äh ja irgendwie den Fokus zu schädigen oder so. Aber äh ja und ich meine, und ein letzten Punkt jetzt vielleicht noch, noch beim Impfen, wir hatten ja wir hatten ja immer. Auch gesagt, na ja, wer sich wer sich irgendwie vor der Impfung äh äh fürchtet, äh sollte mal das Virus ausprobieren oder eigentlich vor dem Virus äh impfen äh äh oder sich äh vor dem Virus fürchten, so. Und genauso passt halt auch das Argument, was immer gerne gesagt wird, ah, die Impfstoffe sind halt super neu, wir wissen noch nichts über mögliche Langzeitschäden, ne, wenn man dann auch antworten, ja, das Virus ist auch ziemlich neu und wir wissen noch nichts äh über Mögliche äh Langzeitschäden durch das Virus, aber. Man kann eigentlich davon ausgehen dass äh auch das Virus potentiell äh Langzeitschäden aller Art verursachen kann, auch wenn wahrscheinlich die meisten auch Kinder sagen oder Erwachsenen sich. Vollständig erholen, davon kann man auch ausgehen, wird aber gewissen Teil übrig bleiben. Hm der, ja so wie es aussieht dann äh länger damit zu kämpfen hat mit der Infektion oder also mit den mit den gesundheitlichen Schäden, gerade weil's eben auch potentiell so eine Multi Organerkrankung ist und der Impfstoff halt alles angreift und ich vorstellen kann, dass das bestimmt auch nicht so geil ist, wenn so das Nervensystem angegriffen wird, während es sich gerade entwickelt oder so. Also das zumindest, also wenn ich vor irgendwas Angst hätte dann eher davor äh oder vor Langzeitfolgen äh Angst hätte, dann eher vor den Langzeitfolgen des Coronavirus äh auslösen kann und weniger vor den Langzeitfolgen, die jetzt, ähm ja eine Impfung auslöst, wobei man das wiederum vor dem Hintergrund äh auch der Inzidenz sehen muss. Wenn wir es jetzt schaffen, die Insidenzen niedrig zu halten oder gar äh ja. Das Ganze zum Stillstand zu bringen ist natürlich auch nicht so viel Druck da sich impfen zu lassen. Da kann man halt auch erstmal vielleicht noch ein bisschen abwarten und gucken ob in anderen Ländern sich Nebenwirkungen wie bemerkbar äh machen noch, das wäre dann auch nicht völlig irrational, äh so etwas zu tun aber äh bei, sagen, bei momentanen Inziden oder wenn's wieder in eine neue Welle äh reinläuft äh und auf lange Sicht äh bleibt halt äh Kindern eh nur die Wahl, sich zu infizieren oder impfen zu lassen. Ja, eins eins von beiden wird eintreten und äh da denke ich äh macht dann machen eben auch die Zahlen keinen Unterschied, ja, also weil klar, im Moment kann man auch sagen. Bevor ich, wenn ich äh fünf Millionen Kinder. Impfe ist das was anderes, als wenn ich jetzt fünf, wenn sich fünfzigtausend infizieren, dann bin ich halt auch ins Verhältnis setzen. Aber auf lange Sicht werden sich eben alle infizieren und dann muss ich halt tatsächlich absolut vergleichen Langzeitauswirkungen durchs Virus und mögliche Langzeitauswirkungen durch die Impfung äh von den ja die sich zwar nicht ausschließen lassen, aber wo wir halt zumindest jetzt gesehen haben, dass das. Ja, nicht, nichts, nicht signifikant zu sein scheint bisher. Ja.
Tim Pritlove
Aber impfen ist Christenpflicht, wird äh der katholische Theologe Thomas Lemon äh vom Deutschlandfunk zitiert. Das äh. Sozusagen jetzt äh sehr angemessen, weil man muss ja als Christ immer Gutes tun für die Gemeinschaft und das äh gehört das Impfen dann auch dazu. Das vielleicht mal noch so hintendran. Falls jemand noch Zweifel gehabt hätte. So, jetzt äh äh kommt die WHO äh ähm auf uns zu und sagt so, ja, hier ähm. Gibt da ein Problem mit der Benennung all dieser ganzen Coronaviruse Varianten. Wir haben uns da ja auch schon einen abgebrochen, weil da den Überblick zu behalten und immer zu wissen, was jetzt eigentlich genau gemeint ist. Ähm. Schwierig, weil einerseits gibt's halt so dieses. Orientierte, ja, also wir reden von der englischen Variante der südafrikanischen, brasilianischen und jetzt auch der indischen Variante. Ähm. Das kriegt man irgendwie ganz gut rein, dann gibt's natürlich dann die äh Virologen und äh das Ganze medizinische Volk, den es ja nicht genau genug sein kann, weil das sind ja solche Bezeichnungen dann irgendwie ein bisschen zu diffus äh halten sich dann eben schön an den Variantenbaum und zählen das irgendwie ordentlich durch.
Pavel Mayer
Mit den Telefonnummern, hm oder IP-Adressen oder wie auch immer.
Tim Pritlove
Mit den vielen Punkten, ne, wenn wir von B eins eins sieben sprechen, sprechen wir ja eigentlich von B Punkt eins, Punkt eins Punkt sieben. Und wenn wir von B eins, drei, fünf, eins sprechen, dann reden wir von B Punkt eins. Punkt drei, fünf eins.
Pavel Mayer
Dreihunderteinundfünfzig.
Tim Pritlove
Äh kriegt sich die dreihunderteinundfünfzig korrekt, genau und im Falle äh der indischen Variante reden wir von B Punkt eins Punkt sechshundertsiebzehn. Punkt zwei. Ja, der Subtyp. Und um all das jetzt äh auseinanderzuhalten und vor allem auch von vornherein klarzumachen wie man unterscheidet, nämlich zwischen den sogenannten Varianz auf und in Varianz auf Konzern, also Interess ist so, aha, okay, da hat sich was herausgebildet, dass das setzt sich äh durch versus. Hier hat sich nicht nur irgendwas durchgesetzt, sondern. Da sind wir auch besorgt, deswegen haben wir jetzt eine Variante auf Konzern. Ähm haben wir gesagt, okay, dann dann äh schaffen wir die Konfusion ab und schaffen sozusagen nochmal einen Namenslinie zusätzlich ums äh komplett unübersichtlich zu machen und äh damit wir dann auch äh sagen wir mal so ein potenziellen ähm. Ja, ich will jetzt nicht äh das als Rassismus bezeichnen, aber bestimmte Länder haben offenbar auch ein Problem ihre Varianten, die sie gefunden haben zu melden, in der Angst dann weltweit mit Lindernamen zitiert zu werden. Da gab's ja auch ein paar schöne Tweets von irgendwelchen brexitnahen äh Briten, die erst vor Monaten immer China war, Chinavarus äh von sich gegeben haben, aber dann auf einmal total äh beklommen waren, dass total scheiße fanden, dass man jetzt von einem englischen Virus spricht. Aber auch innerhalb von Großbritannien, ja, heißt ja, diese Variante kennt Virus, also. Das ist dann da kloppen die sich dann sozusagen auf County-Ebene.
Pavel Mayer
Genau.
Tim Pritlove
Na ja, okay, jetzt soll das also alles mit dem griechischen Alphabet abgerockt werden und äh man spricht jetzt von den Varianten Alpha, Beta, Gamma und Delta, in derselben Reihenfolge sind die englische, südafrikanische, brasilianische oder indische Variante oder äh für die Virologen unter uns B eins, eins, sieben, B eins drei fünf mit dreihunderteinundfünfzig, P eins und, eins sechshundertsiebzehn Punkt zwei, ja. Gemerkt, ganz einfach, oder? Und um die Konfusion komplett zu machen, die Varianz auf Konzern, äh Entschuldigung, die Varianz auf ähm Interesse. Die werden auch mit den Buchstaben durchnummeriert, aber man fängt woanders an. Also es gibt da noch diese Variante Punkt eins der indischen Variante, Und die heißt dann Kapha. Wobei, ich glaube, kein Mensch weiß, wie man bis Kapak kann irgendwie gar keiner mehr das griechische Alphabet durch äh buchstabieren. Das wird äh noch interessant sein zu sehen, wie das so läuft und wie das so angenommen wird. Ähm ich bin gespannt.
Pavel Mayer
Genau. Und wenn dann die nächste Variante aus dem Baskenland käme, würde das würde die sehr passend Etha heißen. Ja. Ja und außerdem, ja genau, jetzt und jetzt äh ja und äh jetzt sind's halt äh also wenn jetzt dann jemand hat, dann die Griechen, genau und die Griechen sind jetzt an allem schuld.
Tim Pritlove
Ja, ich glaube, die nehmen das eher locker in der Hinsicht. Äh solange man's nicht griechische Variante nennt.
Pavel Mayer
Ja. Die ganzen griechischen Varianten, genau.
Tim Pritlove
Welche griechische Variante hätten sie denn gern? Oh.
Pavel Mayer
Ja. Mhm.
Tim Pritlove
Gut, äh vielleicht noch mal ein Blick auf die Situation, wo jetzt gerade bei den äh bösen Varianten sind, weil wir haben ja allen eingangs der Sendung. So ein tendenziellen Optimismus verbreitet. Ich will gar nicht äh zitiert werden, weil wir haben ja immer noch die Diskussion auch von der letzten Woche im äh Hinterkopf, so ganz raus sind wir noch nicht aus dem ganzen Spaß und das kann man halt sehr schön sehen an UK. Dort ist nämlich jetzt die offizielle Insidenz. Zumindest nominell über der von Deutschland. Jetzt ist natürlich so. Du hast es vorhin ja auch schon erwähnt, da wird viel getestet und die haben eine Positivquote von null Komma fünf Prozent. Ja, Vergleiche, wir sind jetzt bei. Was war für eins angekommen.
Pavel Mayer
'ne fünf fünf irgendwas waren das doch oder?
Tim Pritlove
Wo waren wir? Wir waren bei vier Komma eins sechs.
Pavel Mayer
Ah, okay, sorry, ja.
Tim Pritlove
Komma eins sechs, also viel besser, aber immerhin nochmal das Achtfache von dem, was äh UK jetzt am Start hat. Sprich, man kann davon ausgehen, dass tatsächlich die Inzidenz äh in UK doch noch unter der liegt in Deutschland. Aber sie steigt und sie steigt wegen. Wegen ja wegen Delta. Wegen der indischen Variante verdammt. Und ähm weil die wird da eingetragen ähm na ja. Inder oder Leute, die nach Indien reisen und wieder zurückkommen? Klar, Großbritannien und Indien haben natürlich ganz anderen Link als äh Deutschland zum Beispiel und ähm derzeit sind diese Zahlen auch noch extrem lokal unterschiedlich. Also es gibt einfach bestimmte Communitys, da ist es dann eben extrem. Aber das ist ja auch genau das Problem Das heißt, überall, wo diese Variante. Sich etwas hat verbreiten können, tut sie das dann eben nochmal schneller als die Kent-Variante und also. Alpha, ja.
Pavel Mayer
Alpha, mhm.
Tim Pritlove
Oh Mann. Und dementsprechend, ist jetzt die äh das Datum, der einundzwanzigste Sechste ein wenig in Gefahr, wo die britische Regierung davon geträumt hat, doch alle Maßnahmen fallen zu lassen, weil es ja so gut läuft, Kurz nochmal ein Vergleich, also UK hat im Bereich der Erstimpfung eine Zahl von achtundfünfzig Komma sieben Prozent. Das ist ungefähr das eins Komma dreifache von Deutschland, was wir vorhin genannt hatten, ne. Also sie sind uns quasi auch nur noch so um dreißig Prozent voraus. Allerdings bei der Vollimpfung, das hatte ich, glaube ich, schon erwähnt, sind sie irgendwie doppelt so weit. Also sie haben knapp vierzig Prozent ähm vollständig Geimpfte und wir sind ja bei zwanzig, Ja und das ähm könnte uns natürlich dann auch blühen. Also wenn's in irgendeiner Form zum Eintrag kommt und es muss halt jetzt nicht mit Indien Reisenden geschehen, sondern da reicht's einfach, dass man Briten trifft auf, Urlaub oder halt nach Großbritannien fährt, in den Urlaub, sich dort äh. Diese Variante äh eintritt und dann wieder nach Deutschland einschleppt. Alles jetzt keine besonders unrealistischen Szenarien, dann könnte es halt sehr schnell auch anders aussehen. Also mit anderen Worten sollten darauf gefasst sein. Dass na ja, also ich glaube, der Juli. Wird mindestens glimpflich ablaufen, aber ich wäre halt sehr froh, wenn wir es im Juli noch schaffen, bei fallenden Zahlen zu bleiben. Weil wenn man das nicht tun. Dann haben wir halt genau wieder das nächste Problem äh an der Backe und wenn wir diese Variante nicht in den Griff äh halten können durch viel Impfung und. Auch beibehalten von bestimmten Maßnahmen. Dann, ja, weiß ich auch nicht, dann könnte der Herbst schon wieder ungemütlich werden und da habe ich, ehrlich gesagt, nicht so richtig.
Pavel Mayer
Ja ähm plus äh so als ja hier schöne Tabelle, die wahrscheinlich auch in die. Shownotes äh dann kommt, die so die verschiedenen Varianten auf Übertragbarkeit äh dann äh Immun, also wie. Wie stark unseren äh sagen Reinfektionen äh möglich sind und wie gut dann die Impfstoffe eigentlich helfen, wobei sie da bei den Impfstoffen überall einen Haken dahinter äh. Haben. Was halt bedeutet ja, äh Impfungen helfen grundsätzlich gegen alle Varianten. Aber so als im im im Kleingedruckten steht äh dann hm. So, dass eben doch auch alle Impfstoffe zwar wirksam sind, aber ähm eben es Unterschiede gibt und insbesondere, dass bei einigen Varianten eben die zweite Dosis äh sehr, sehr wichtig ist und vor allem auch bei äh der ja indischen Delta-Variante ist es wohl so, dass die erste Dosis, ganz egal, ob das jetzt MRNA oder Astrasinika ist verhindert halt nur zu dreißig Prozent eine Infektion jetzt. Ja was halt zwar trotzdem heißt, dass sie halt schwere Erkrankungen und äh äh Todesfälle sehr gut hm reduziert aber eben weniger, ja? Und äh ja, von daher wie gesagt äh könnte eben Probleme in England dann auch auch äh daran liegen Ja, dass dass dort eben gerade noch noch sehr viele Leute nicht zwei, geimpft sind. So und äh dass der Virus nach wie vor genug äh anfällige äh. Wirte in der Bevölkerung dann dann findet. Und, halt auch noch nicht, ob wir schon das Ende der Fahnenstange äh erreicht haben, was so die Varianten äh angeht. Und gerade jetzt nochmal die die indische Delta-Variante scheint äh eben, B eins, eins, sieben, die Alpha-Variante äh. Ja nochmal an äh Übertragbarkeit äh zu übertreffen. Die ist da so mit mit vier Plus äh gekennzeichnet, äh während äh ja. Sieben kennt Alpha äh nur drei Plusse hat und die anderen Varianten nur ein oder zwei. Und, was so die Variante mit eben dem größten Immun-Escape zu sein scheint es halt Südafrika B dreizehn einundfünfzig. Glaube ich, oder? Nachgucken, ja.
Tim Pritlove
Ich sehe auch gerade, es gibt schon eine neuere Variante hier von dieser Grafik äh mit mit den ganzen Bezeichnungen. Äh kannst du gleich nochmal rausklicken. Die zweite Variante. Musste diese ähm Gedankenleistung nicht selber.
Pavel Mayer
Na ja. IC. Ja, jetzt äh.
Tim Pritlove
Gibt's auch schon Epsilon und das wird alles wunderbar unübersichtlich. Ich fand die Zahlen irgendwie besser.
Pavel Mayer
Plus, dass es Vermutungen gibt, äh, dass äh jetzt auch eben die Delta-Variante sehe ich gerade in der neuen Tabelle äh dass die halt möglicherweise, es ist noch nicht ganz sicher äh immun, Escape ähm zu äh identisch mit der Beta-Variante sein könnte. Alles nicht, nicht ganz so schön. Äh ja, was. Aber das Positive, was man eigentlich festhalten kann, bei den Varianten, die jetzt da sind, äh wirkt halt, die Impfung ähm trotzdem oder es gibt Impfungen, die halt äh äh auch sehr gut wirken gegen die Varianten, aber eben nicht gleich gut gegen alle Varianten.
Tim Pritlove
Gut. Ähm was haben wir noch? Wir haben sonst noch äh leicht. Ja. Weiß noch nicht. Also ist noch nicht beunruhigend, würde ich sagen. Es gibt jetzt äh erste Berichte aus Israel, da schaut man sich natürlich jetzt die Auswirkungen der durchgehenden Biontech-Impfung in dem Land äh genauer an versucht halt in den Daten irgendwas zu finden. Das ist jetzt noch so ein bisschen ähm vorab, aber ich dachte, weil da eh schon drüber berichtet wird, können wir das hier auch nochmal mit reinnehmen, nämlich so einen leichten Verdacht auf eine mögliche Auswirkung auf Herzmuskelentzündungen. Oder wie das so schön äh auf medizinisch heißt, Mio, Carditis. Das ist so etwas, was bei äh gesunden, jüngeren Leuten äh auftreten kann und so ein bisschen auch so ein Erklärungsmuster ist, zum Beispiel für äh plötzliches Herzversagen bei Sportlern, was man so äh kennt. Da gibt's immer mal wieder so Leute, die einfach so. Fußballplatz umfallen und so weiter, die voll durchtrainiert sind. Und da ist dann eben so eine ähm so eine so eine Entzündung der Herzmuskeln, ähm so ein bisschen im Verdacht da Auslöser zu sein und sowas ist jetzt in leicht gehäuftem Falle auch Geimpften gefunden worden. Ähm es gibt da insgesamt so hundertachtundvierzig Fälle, die man sich derzeit anschaut, betrifft im wesentlichen junge Männer interessanterweise. Zwischen äh ich glaube sechzehn und vierundzwanzig, und ähm gut sechzehn heißt halt, äh drunter wurde ja eh nicht geimpft, von daher ist klar, dass das so ein bisschen die Untergrenze ist. Ähm. Gab wohl auch noch zwei Todesfälle, aber da ist wohl irgendwie überhaupt nicht klar, ob das überhaupt mit der Impfung jetzt in Verbindung gebracht werden kann, tendenziell eher nicht, Ja und das ist so in Untersuchung, also da ist noch überhaupt gar kein Grund zur Panik und ähm das äh Paul-Ehrlich-Institut bereitet wohl einen Bericht nächste Woche vor Wie die das so sehen mit den Daten in Deutschland. Ähm ja gut, Vorsicht ist sicherlich generell geboten, aber hier muss man jetzt noch nicht gleich durchdrehen. Also das ist doch überhaupt nichts belegt.
Pavel Mayer
Was mir halt auch viel äh so als erstes, als ich das gelesen hatte, war. Ähm das ist ja auch ein Problem, was grundsätzlich äh bei allen Arten von äh Virus. Infektionen äh auftritt, also es ist ja ist eine bekannte Gefahr, insbesondere, wenn man halt ähm irgendwie. Infiziert ist und dann intensiv Sport betreibt. So. Dann äh ja kann sich das eben ja zu einer Herzmuskelentzündung äh führen. Da gab's auch ein paar Prominente, Fälle Geißler oder so sogar der davon betroffen war. Ähm ja und ähm in dem Zusammenhang wär's vielleicht dann nochmal wichtig, darauf hinzuweisen dass man grundsätzlich nach einer Impfung auch einfach sich mal mit körperlichen Aktivitäten zurückhalten sollte, genau aus aus dem Grund. Auch weil äh ja äh sollte man halt nicht nicht tun, so nach direkt nach der Impfung dann am besten irgendwie sein Marathontraining äh.
Tim Pritlove
Zwar aussetzen für zwei Wochen so.
Pavel Mayer
Denke ich ist unabhängig von dieser Meldung jetzt glaube ich grundsätzlich eine eine eine gute Empfehlung bei allen Impfungen äh um eben die Möglichkeit von von Impfschäden äh zu reduzieren, ja. Ähm aber ich denke, wir bleiben da weiter am am Ball im Moment ist es noch nicht noch nicht ganz so klar und ich sage mal, ja, hundertvierunddreißig Fälle.
Tim Pritlove
Hundertachtundvierzig.
Pavel Mayer
Achtundvierzig Fälle und eben zwei Todesfälle von denen unklar ist, ob sie überhaupt. Im Zusammenhang mit der Herzmuskelentzündung stehenden. Also auch jetzt keine Zahlen, wo man jetzt in Panik äh verfallen müsste.
Tim Pritlove
Genau. Ja. Da wir uns dem äh Ende der Sendung nähern, müssen wir jetzt langsam zu den guten Nachrichten kommen. Also nicht, dass wir nicht schon gute Nachrichten hatten, aber das fand ich nochmal eine besonders gute Nachricht, allerdings bezieht sich das auf die USA, wo das äh beobachtet wurde, ob wir schon auf ähnliche Zahlen hier kommen können, weiß ich nicht. Aber wir hatten das ja auch schon mal, dass auch in Deutschland, durch die ganzen Corona-Maßnahmen im letzten Jahr bestimmte Infektionskrankheiten, irgendwie gar nicht mehr so richtig gesehen werden. Alles geht zurück, Masern, Grippe, pipapo. Und den USA habe ich jetzt einen Bericht gefunden, wo. Na ja, nicht nur berichtet wird, dass die Grippezahl zurückgehen. Das wäre ja jetzt gar keine besondere. Nachricht wert, sondern dass durch die niedrigen Zahlen, also sich das Tragen von Masten durch Abstand und so weiter nicht nur weniger Grippe unterwegs ist, nein ähm. Es sieht so aus, als ob äh durch diese Maßnahmen auch bestimmte Subtypen aussterben. Und das hat eine interessante Implikation. Also diese ganze Influenza-Welt ist recht komplex und die durchdringe ich auch nur bedingt. Aber es gibt äh ähm unter anderem diesen H3. N2 äh Influenza äh Stamm. Des Influenza A Virus, also das ist da auch alles irgendwie noch mal tausendfach untergruppiert und hm es hat sich. Zwanzig zwölf so ein bisschen abgezeichnet, dass ähm sich Influenza B, also in diesem H3, N zwei äh Sub-Typ sich komisch entwickelt hat, und zwar dahingehend, dass eben diese Mutation sich nochmal in so Untergruppen, genannt wird das dann kladen, aufgeteilt haben und. Das machte es generell schwieriger, diesen Grippeimpfstoff, den jährlichen, anzupassen, weil man nicht so richtig wusste, welche dieser Kladen letzten Endes dominant werden würde. Und das hat dann so diesen Effekt, dass man man muss sich da in gewisser Hinsicht äh entscheiden. Bei dem, bei der Anpassung des Kripo-Impfstoffs, ob man jetzt mehr auf die eine oder auf die andere Klage geht und wenn man da nicht die Richtige trifft, dann gibt man der Anderen zu viel Raum und die setzt sich dann äh deutlich durch und dann hilft der Impfstoff nicht. Also es gab's wohl schon zwanzig siebzehn, also nach so fünf Jahren der Entwicklung, da ist der Impfstoff halt, in die eine Richtung hin designt worden, weil das ist ja immer so ein so ein so eine Wette auf die Zukunft in gewisser Hinsicht. Und es führte dann dazu, dass um die dreiviertel der Geimpften überhaupt gar keinen richtigen Schutz hat, weil halt einfach ein anderer Sub-Typ sich durchgesetzt hat. Ja und das Tragen von Masten hat jetzt wohl eine dieser H3N zwei Klagen und ich weiß jetzt ehrlich gesagt gerade nicht, wie viele es gibt. Es gibt ja Artikel nicht her, äh komplett gekillt hat. So und ähm auch bei äh einer von zwei Linien beim Influenza B Virus mit dem Namen keine Ahnung, wie das alles wieder was da noch für Untergliederungen und ähm namens Bereiche äh gibt, die muss wohl auch dran glauben. Beide Versionen wurden irgendwie seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Und das ja, das ist irgendwie eine ganz gute Nachricht, weil das halt unter Umständen das Design vom Grippeimpfstoff einfacher macht. Also wir haben quasi Varianz aus dem aus dem Gesamtvirus geschehen der Influenza, rausgenommen oder zumindest ist das jetzt in den USA gesehen worden, inwiefern das hier gilt, müssen wir erst nochmal sehen, aber ist natürlich nicht ganz unwahrscheinlich, dass wir auch ähnliche Effekte hier beobachten können. Da zeigt sich mal wieder schön, was es auch noch so für positive Auswirkungen äh der ganzen Pandemie gibt. Ja, man muss das das Schöne. An der Pandemie sehen. Darum geht's doch jetzt eigentlich. Und das ist irgendwie so eine dieser schönen Sachen.
Pavel Mayer
Ja, also. Hey, definitiv. Wir hatten ja geguckt, dass das wirklich viele andere Viren äh jetzt im Rahmen. Ja eben dieser Kollateralschäden gewissermaßen unserer unserer Maßnahmen sind und äh ja, wir äh dort, weil sie extreme Einbrüche auch gesehen haben bei bei verschiedenen, Virustypen so. Äh bei Reino Viren auch, also äh schon der der gewöhnliche Schnupfen sozusagen. Und ja also ich gucke mir gerade hier an. So den den Verlauf an ja. Es ist respektorische Syncidalviren RSV Humane Metabne und reinovieren. So. Und ja plus dann eben Influenza Viren die sehen also. Insbesondere die der die armen Schnupfen äh Viren sind äh irgendwie ganz schön unter die Räder gekommen.
Tim Pritlove
Zeit für unser Fazit, Pavel.
Pavel Mayer
Ja also Fazit ist, die Zahlen sinken, das ist erfreulich. Äh sie. Sinken nicht ganz so stark wie letzte Woche. Das ist weniger erfreulich, aber äh, das kann eben auch andere äh Gründe haben, also noch, noch gibt's da keinen Grund äh zur Beunruhigung, also alles. Im Grunde genommen, solange der R-Wert unter eins bleibt, hm äh ist es okay, wobei, jetzt in die Phase natürlich auch kommen, wo es auf der einen Seite ähm wir zunehmend Coronafreie Landkreise kriegen werden, aber wir haben auch noch äh immer, muss man sagen, immer noch äh hochinzidenz, Landkreise. So, die man dann, äh, auf die man besonders, äh, auf, äh, passen muss, aber ganz. Unter dem Strich äh zumindest äh haben uns die Lockerungen äh. Jetzt noch keine Explosion der Zahlen beschert und es gibt. Noch Hoffnung, dass hm ja. Äh das eine vierte Welle ausbleiben könnte oder zumindest äh nicht. So schlimm ausfallen könnte, wenn wir dem dann dann rechtzeitig entgegensteuern. Ich denke, wir können uns. Jetzt aber zurecht ein bisschen drauf freuen äh, ja jetzt aus dem aus dem Lockdown wieder rauszukommen, aber Vorsicht ist nach wie vor geboten. Ähm so sehe ich, gerade den, den Ausblick, also wir sollten's jetzt auch nicht übertreiben. Ähm mit äh ja. Dem, äh, was, was wir tun. Und ich denke, das wird bei vielen auch auch erstmal so so bleiben und zumindest, Für Deutschland gibt's jetzt noch keinen Wegfall aller Maßnahmen, glaube ich, der der terminiert ist, sondern da wird jetzt auch erstmal teilweise geguckt und und gewartet, äh wie wirken sich jetzt die bisherigen Lockerungen dann aus und. Da können wir ja erste Effekte sehen, müssten wir halt schon schon sehen, aber die, fallen halt noch moderat aus, sodass ich, dass ich eine gewisse Hoffnung habe, ähm dass das jetzt erstmal äh so weitergeht. Befürchtungen bisschen, ja, langfristig Varianten nach wie vor äh sind so ein bisschen. Quasi nicht der Silberstreif, sondern das sind die ja grauen Gewitterwolken, die da irgendwo in der in der Ferne sind so mit einem, was aus dem Ausland rüberkommt aber ja hoffen wir dass das dass das Gewitter vielleicht an uns vorbeiziehen. Also noch noch habe ich Hoffnung.
Tim Pritlove
Genau und ähnlich ist es ja auch an der Impffront. Also hier. Werden die nächsten zwei Wochen noch ein bisschen dünne sein für Leute, die jetzt noch auf eine Erstimpfung warten, aber die Zahlen werden dann gegen Ende des Monats deutlich anziehen. Ich rechne damit, dass wir äh spätestens ab Mitte Juni da eine spürbare Achseleration äh sehen werden und ähm ja, ich hoffe Das wäre dann, ich hab's jetzt nicht äh so richtig ausgerechnet, will jetzt eigentlich auch gar keine Voraussage machen, aber ist dann schon, kann schon sein, dass wir ähm ein paar andere Länder wieder eingeholt haben, die vorangegangen sind, ne, weil die ja auch grade nicht so viel Wachstumspotential haben. Ich hatte zum Beispiel, glaube ich, in der letzten, oder bei der vorletzten Sendung, hatte ich ja mal so ein bisschen so meine meine Beunruhigung geteilt, sodass es ja in Israel gar nicht so richtig weitergeht und die so bei sechzig Prozent feststecken. Ha. Typisches Beispiel fand ich richtig nachgedacht. Ist halt auch eine extrem junge Bevölkerung. Und tatsächlich machen halt die äh unter Sechzehnjährigen. Auch ähm glaube ich fünfundzwanzig Prozent außerhalb dieser Zeit sind wir ganz parat. Da sind dann oder fast dreißig Prozent, glaube ich, sogar, ja, das heißt, da ist dann auch gar nicht mehr so viel Luft, sprich. Sehr viele Leute haben da auch schon tatsächlich die Impfung in Anspruch genommen. In Deutschland haben wir natürlich ein sehr viel geringeren jungen Anteil. Dementsprechend gehe ich mal davon aus, dass wir schon das Potenzial haben so Ende Juni so uns den, den sechzig Prozent zu nähern. Zumindest mal erst geimpft sind und die Zweitimpfung werden jetzt auch kräftig anziehen.
Pavel Mayer
Und ja und dann ansonsten so einfach mal europäischen. Durchguckt, was wir noch nicht, was wir jetzt nicht gemacht hatten, immer auch sagen äh. Bis auf UK hm. Steigen die Zahlen nirgendwo so so richtig insbesondere also weil Frankreich sinken die Zahlen. So äh ja Spanien auch immer noch zwar langsamer, Schweiz gehen sie weiter runter ähm ja hm. Man noch äh in den USA interessanterweise auch Italien sinkt, Österreich sinkt. Tschechien ist auch ziemlich weit. Jetzt mit den, den Zahlen, trotz. Großen Testregimes, ja, Finnland sowieso, sogar auch, ich meine, Polen äh ist auch ganz. Ganz äh weit unten. Also hm. Allzu viele Warnsignale äh gibt es äh bisher nicht und es scheint auch kein Land zu geben, was jetzt seit Beginn der der. Impfkampagne oder oder nachdem sich, sage mal, so eine, ja, signifikanter Teil der Bevölkerung geimpft wurde, ist kein Land jetzt in eine in eine wirklich große neue Welle rein gegangen und äh, und da sind uns ja einige sind uns ja Impf und Lockerungstechnisch voraus und aus aus der Richtung ist halt noch nichts zu sehen und England, oder UK könnte halt deswegen ein Sonderfall sein, weil die mittlerweile über. Fünfzig Prozent Deltavariante haben, wir sind irgendwie noch einstellig, was die indische Deltavariante äh angeht, äh so dass wir auf jeden Fall, ein bisschen Zeit haben und das äh sicherlich noch ich sage mal zwei Monate dauern dürfte, bis diese Variante bei uns so die fünfzig Prozent. Überschreitet, wenn sie es denn äh überschreitet. Anderer Vorteil, wenn wir jetzt eine Niedriginzidenzphase. Reinlaufen ist, äh dass äh man sich dann gezielter ähm, dem Ganzen widmen kann und äh dass es dann eben auch mehr Gegenden gibt, wo schlicht kein Virus ist und wo kein Virus ist, da kann sich auch erstmal niemand anstecken so.
Tim Pritlove
Genau.
Pavel Mayer
Ja. Also äh insofern ja wünsche ich jedem äh nur, dass äh er äh in seinem Landkreis das aus seinem Landkreis der Virus so bald wie möglich verschwindet und ja, ansonsten scheint sich so für zukünftige Pandemien scheint zumindest, aus irgendwelchen Gründen äh schlichtweg Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gewisse, Vorteile zu haben, also wenn die zombieapokalypse kommt oder so, ist es da vielleicht.
Tim Pritlove
Verteilen. Genau, alle nach Mecklenburg-Vorpommern, da sind die Inzidenzen ganz niedrig. Stecken wir alle an jetzt. Gut, machen wir Schluss, oder?
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Super. Okay, das war's äh von uns und ähm wir hören uns dann nächste Woche wieder und Dienstag natürlich auch wieder unsere kleine Feedback-Runde auf Clubhaus und ja, ansonsten bereitet schon mal euren äh Urlaub vor, übertreibt's nicht und äh. Impftermine, wenn ihr noch keine habt, weil da gibt's jetzt demnächst äh ganz viele. Ja, wir sagen tschüss und bis.
Shownotes

UKW076 Corona Weekly: Alles wird gut, wir wissen nur nicht warum

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Diese Woche gibt es fast nur gute Nachrichten von der Entwicklung der Infektionszahlen zu berichten und wir versuchen uns an ein paar Erklärungsmustern, warum das so ist und vor allem, wie gesichert diese Situation ist (Spoiler: ist sie nicht). Entsprechend betrachten wir auch ein paar Modellrechnungen zu einer Vierten Welle, die durch die neue Indische Variante des Coronavirus ausgelöst werden und uns den Spätsommer und Herbst versauen könnte.

Gute Nachrichten gibt es auch an der Impf- und Impfstofffront und auch die Impfungen für Jugendliche und Kinder rücken wieder etwas näher. Eine neue Studie versucht eine Erklärung für die Probleme mit AstraZeneca und der Thrombosegefahr zu liefern und ominöse Desinformationkampagnen missbrauchen "Influencer" um ihre verfälschten Botschaften in die Öffentlichkeit zu gießen.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Pritlove und es ist Freitag und das heißt, es ist Corona Weekly, hallo Pavel.
Pavel Mayer
Hallo Tim.
Tim Pritlove
Heute ist es soweit Pavel, das ist unsere fünfzigste Sendung zu diesem Thema. Krass oder? Also wir sind ja ohnehin schon seit mehr als einem Jahr unterwegs. Ähm und am Anfang, Muss ich zugeben, weil ich mir nicht so sicher, ob ihr den richtigen Titel gewählt haben mit Corona-Wikli. Das war so ein bisschen aus dem Affekt heraus. Stellt sich raus. Ganz gut funktioniert und in gewisser Hinsicht seit ein paar Wochen, Monaten muss man schon fast sagen, seitdem wir noch diese Dienstags Clubhaus-Runde dazu gepackt haben, ist es ja eigentlich schon.
Pavel Mayer
Ja, ja, ja. Definitiv.
Tim Pritlove
Die Zeit, die wir da äh reinstecken, ist mindestens äh so groß wie hier in die äh Sendung. Ja und auch heute haben wir wieder so einiges zusammengetragen und. Wir stehen vor einer. Ganz interessanten Situation würde ich sagen. Allgemein ähm wird die Augenbraue gelupft und alle fragen sich. Kann denn das wahr sein? Denn wir haben einen historischen Tiefpunkt erreicht, nicht bei den Inzidenzen, aber zumindest beim Fallwert, unserem geliebten R, das geliebte R. Ähm. Der ist nämlich äh relativ niedrig. Ich freue mich gerade, ob ob das mit diesem R-Wert, das sozusagen Teil unserer Kultur wird.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
So richtig erfolgreich war ja das Verständnis von exponentiellen Wachstum. Nicht so, würde ich sagen. Also es ist haben nicht alle so total verinnerlicht.
Pavel Mayer
Ja Wenn auch, ich meine es gibt ja letztlich zwei verschiedene Arten, mehrere Arten, wie man irgendwie die Ausbreitung äh messen, kann so über entweder Verdoppelungs- oder Halbierungszeiten, du kannst wie die wöchentliche ja prozentuale Veränderung angucken, was weiß ich, minus zwanzig Prozent oder. Plus dreißig gegenüber der Vorwoche oder du kannst den R-Wert äh nehmen eigentlich, im Prinzip alles äh haben alle Werte ja die gleiche Aussage, nur mit dem Unterschied, dass der R-Wert eben auf einen äh serielles Intervall von vier Tagen, gerechnet wird. So, was halt aber, wenn man das einfach so macht, ein ziemlich blödes Intervall ist weil ja 'ne Woche sieben Tage dauert und man, wenn man einfach immer nur den normalen vier Tage R-Wert nimmt man halt. Irre Schwankungen äh im im R-Wert kriegt, dass man eigentlich nur den sieben Tage Ehrwert nehmen kann, aber das kann man halt alles wunderbar ineinander umrechnen, also zum Beispiel die. Die Prozente beziehungsweise den den Wachstums äh Faktor äh in R-Wert umrechnen, ist dann halt hoch vier Siebtel und äh, ja, ist dann einfach nur eine andere Skala und ähm ja und was den den. Niedrigstand am R-Wert angeht. Also ich sehe jetzt zumindest ähm, bei wenn man das auf der Basis der neuen Fälle berechnet und nicht der der Meldedaten, dann waren wir in der ersten Welle mal kurzzeitig noch ein bisschen äh tiefer Aber ansonsten ja und und die da die Zahlen aus der ersten Welle nicht so richtig äh nicht so gut aussagekräftig sind, weil da natürlich noch das mit dem testen und so gerade erst in die Gänge kam, äh aber ja auf jeden Fall ähm haben wir definitiv den niedrigsten R-Wert äh seit der ersten Welle äh seit wir die erste Welle in den Griff gekriegt haben. Ja und.
Tim Pritlove
Das heißt noch nicht, dass die dritte Welle jetzt schon überstanden ist, ne? Wir wir fallen jetzt schneller. Das ist eigentlich das Ding und äh habe heute schon ein bisschen rumgetwittert und es gab schon so einige Leute, die sich ein bisschen die Augen gerieben haben, so ob der sich doch teilweise sehr schnell verändernden Inzidenzen. Man ist jetzt immer lange Zeit schon dran gewöhnt gewesen, dass sich die Zahlen halt nur langsam ändern, ne? Es geht so langsam hoch, es geht so langsam runter und das hat ja auch alles so ein bisschen fertig gemacht, ne. Und jetzt alle so, ja wieso schnell? Das kann doch gar nicht sein, Das war doch bisher nicht so. Das ist da da muss doch ein Haken dran sein. Wo ich dann halt meine so ja, Leute, das ist das, was wir versuchen, euch seit Monaten zu erklären. Dass wenn man mal richtig bremst. Es ganz schnell gehen kann. So und das hätten wir halt alles schon vor drei Monaten haben können. So und es war einfach, es lag schon auf dem Tisch, es war alles, angerichtet irgendwie der Sahnemeritich äh lag daneben und man hätte ihn nur noch draufstreichen müssen, aber irgendwie äh mussten dann alle wieder die die Dosen zuschrauben. Ach, es war wirklich frustrierend.
Pavel Mayer
Ja, wir haben also definitiv auch jetzt zumindest die längste äh Strecke oder oder sagen wir mal, längste Fallhöhe äh zurückgelegt bei äh ja. Ja, äh Rückgang, äh Rückgang der Zahlen, also wir haben den vielleicht nicht zeitlich äh den längsten äh äh ununterbrochenen äh Rückgang, aber den sagen von der, von der Höhe her, also noch nie äh sagen die Inzidenz so stark in einem Durchgang gefallen.
Tim Pritlove
Qualifizierst du auch mal kurz. Also, was wie ist es denn gefallen?
Pavel Mayer
Na ja, von, ich sage mal, Deutschland weit jetzt von im Prinzip hundertachtzig ungefähr in der Gegend äh auf ja äh. Die jetzigen vierzig, genau, also sozusagen um um hundertvierzig äh Gefallen.
Tim Pritlove
Innerhalb des Mai.
Pavel Mayer
Ja, ja. Genau.
Tim Pritlove
Ne, also ungefähr erster erster fünfter, ne, wenn ich das richtig sehe, vielleicht einen Tag noch davor. Also innerhalb eines Monats, von hundertachtzig auf einundvierzig gefallen und alle wundern sich. Es ist allerdings, also ich meine, du meinst jetzt, okay, das ist jetzt die längste Strecke, die wir uns zurückgelegt haben. Wir hatten allerdings schon diese diese Fall. Stärke, also der R war ja schon sehr ähnlich am Ende der zweiten Welle, ne. Also wir hatten ja im Prinzip genauso so einen, krassen Fall nach unten, dann war allerdings bei sechzig Schluss. Weil wir uns alle irgendwie in dem Moment eingeredet haben, dass ja hundert auch eine schöne Zahl ist. Oh, ich ich erinnere mich auch noch, wie wie frustriert wir waren, als das verkackt wurde. Ende März klar war, dass es so richtig vergeigt wurde, und es auch klar war, dass doch wieder irgendwann eingefangen werden musste. Dass das im Prinzip in dem Moment einfach der Sommer und viele Festivals und was nicht alles gestorben sind. Und genauso kam's auch. Und jetzt heißt es halt, reißt euch am Riemen, also jetzt ist es noch nicht vorbei, sondern jetzt ist einfach nur die Chance da dass es wirklich vorbei sein kann, würden wir jetzt dieses Tempo halten, diese Zurückhaltung, diese diese Ruhe bewahren, diese diese diese Maßnahmentreue noch irgendwie vier Wochen durchhalten. Dann ist richtig gut.
Pavel Mayer
Wäre richtig gut. Ja ähm. Gut, die andere Sache, was mir aufgefallen ist, jetzt im Rahmen der Lockerungen, ähm, wie viel sagen, wie viel Schichten Maßnahmen wir gerade haben und wie viele sagen Lockerungsschritte eigentlich in vielen Ländern noch äh bevorstehen oder wie viel jetzt trotzdem noch äh äh gerade aktuell an Maßnahmen da ist und das ist irgendwie immer noch also mehr im Moment mehr an Maßnahmen als im Lockdown den wir äh damals im Dezember begonnen haben. Also in Gastronomie ist noch äh ist noch immer geschlossen. Es gibt halt die Testanforderungen und äh ja, Einschränkungen bei Versammlungen und wie viel Leute sich sich treffen dürfen und so, das fällt jetzt, finde ich, ganz besonders auf, wenn jetzt gerade in Berlin ja die Lockerungsschritte diskutiert werden und da gibt es ja zum Beispiel in Berlin auch große äh äh Streit im gerade zwischen irgendwie schneller, lockern und vorsichtiger lockern und so. Und äh ja, äh so äh ich hatte halt ähm. Also ich bin ein bisschen, also leicht positiv überrascht, doch von dem Widerstand äh den jetzt die Politik teilweise gegenüber zu schnelleren äh zu schnellen Lockerungen äh da an den Tag legt. Das äh ja, finde ich, finde ich ganz gut, äh ob's reichen wird, hm, ja da da reden wir sicherlich gleich nochmal drüber, über weitere Szenarien, aber vielleicht sollten wir einfach mal jetzt äh, weiß nicht, die.
Tim Pritlove
Zahlen mal mal trocken runterbieten, genau.
Pavel Mayer
Trocken runterbieten, damit äh genau ähm ja, also. Was die Inzidenzen, angeht, sind wir jetzt deutschlandweit so auf einundvierzig runter nach. Publikationsdatum. Also ja, ohne irgendwelche weggelassenen Fälle oder so. Und ja ähm null Komma sieben vier. Und ja das, ist zwar, also sind wir da äh, immer noch äh von, ich sage mal, Covid-freien Landkreisen, haufenweise oder von der Situation im Sommer letzten Jahres noch noch deutlich weit entfernt, also so vor. Vor genau einem Jahr nach der ersten Welle, um diese Zeit, ja, waren wir irgendwo um schon deutlich unterziehen äh in der in der Inzidenz. Also da war eigentlich. Ähm war's da war die erste Welle schon längst vorbei. Ja, jetzt zu den Todeszahlen, die, auch zurückgehen, so, aber hm, nicht so stark wie die Inzidenzen, so klar, das kommt immer mit zwanzig Tagen Verspätung ungefähr, aber selbst wenn wir die zwanzig Tage Verspätung jetzt, berücksichtigen. So sehen wir halt bei der Zahl der Toten äh leider nicht äh diesen starken Abfall. Bisher. So, eigentlich müsste die Kurve äh jetzt auch sozusagen nach zwanzig Tagen hätte sie eigentlich. Anfangen müssen, genauso in den Keller äh zu gehen, wie die Zahl der Inzidenzen, aber die Zahl der Toten hält sich da äh bisher hartnäckig, äh über tausend pro Woche.
Tim Pritlove
Hast du da eine Erklärung? Hast du das mal nach Altersgruppe angeschaut?
Pavel Mayer
Ja, was die Todesfälle nach Altersgruppen. Angeht. So sind es nach wie vor die Altersgruppe achtzig plus und, sechzig bis neunundsiebzig, die so das Todesfälle ausmachen. Und ja, die die Todesfallinzidenz bei. Den achtzig Plusjährigen äh. Also bei acht Komma drei, äh acht Komma sechs auf hunderttausend und. Die bei den äh sechzig bis neunundsiebzigjährigen bei äh zwei Komma sieben, also ist ungefähr immer ein Faktor von von. Eins zu drei ungefähr bei der äh auch bei der Sterblichkeit, wobei wir. Bei den äh achtzig plus eben deutlich weniger Inzidenzen äh jetzt haben, aber ja, die beiden Altersgruppen nach wie vor dominieren und das kann natürlich nur auch damit zusammenhängen, dass da immer noch ähm ja keine vollständige Immunisierung stattgefunden hat in diesen Altersgruppen. So selbst wenn sie jetzt geimpft sind, dauert das halt noch eine Weile und ja, da sind wir, offensichtlich noch nicht dass diese Altersgruppen wirklich so durch immunisiert sind, dass da oder durch immunisiert waren vor zwanzig Tagen, als sie sich angesteckt, haben, so könnte man das vielleicht ausdrücken. Ja. Und an sich ja müssten wir oder hätten wir einen stärkeren äh Rückgang sehen müssen oder hätte ich erwartet in den in den Altersgruppen. Aber äh ja, da es, da wir auch keine Überblicke haben, wie viele eigentlich in welcher Altersgruppe überhaupt jetzt welchen Impfstatus äh haben. Ist das äh halt alles nicht ganz einfach ähm zusammenzubringen, aber. So eine neue These, die, ich jetzt aus den Zahlen heraus mal aufmachen würde, ist hm, Wenn man sich die pseudor Werte anschaut, also Prinzip. Wie sich die Fallzahlen in den verschiedenen. Altersgruppen entwickeln und äh daraus dann so etwas wie ein R-Wert berechnet, durch jetzt einen höheren Impf, Grad oder eine höhere Impfquote müsste sich der R-Wert in den verschiedenen Altersgruppen quasi auch ausdifferenzieren. So, das heißt, diejenigen, die, mehr geimpft sind, müssten auch äh einen niedrigeren RWRt haben und ja, dem ist tatsächlich. So im. Irgendwie, also die äh äh sechzig bis neunundsiebzig und achtzig Plus haben tatsächlich die niedrigsten R-Werte und die Kinder. Die ähm ja, null null bis fünf und fünf bis vierzehn, ähm die haben ja, die höchsten R-Werte, allerdings liegt es nur um null Komma eins ungefähr auseinander und wenn man jetzt das, zu Grunde legt, als Wirkung, eben von Altersgruppe ungeimpft und äh Altersgruppe geimpft könnte man jetzt daraus den Schluss ziehen, vorsichtigen Schlussziehen, dass die Impfungen bisher ungefähr nur null Komma ein bis null Komma zwei äh, an RWE Senkung gerade bis bisher ausmachen, das heißt Die Impfungen tragen definitiv bei, aber äh den Rückgang, den wir jetzt sehen, ist nur zu einem sehr, sehr geringen Teil durch die Impfungen bewirkt, würde ich, sagen, aus den aus den Zahlen heraus, äh sondern es ist eine Summe, natürlich aus, aus Impfwirkung, äh Saisonalität, aber ich glaube, den den größten Einfluss haben eben die Maßnahmen, die getroffen. Worden jetzt und die aufeinander gestapelt wurden und aufeinander gestapelt wurden und.
Tim Pritlove
Test, Masken, alles, Ausgangssperren, alles was wir hatten, alle Einschränkungen, Schule, Teilung oder Schließung.
Pavel Mayer
Ja, Kita, ähm Kitas, äh so äh Also und ja, wie gesagt, das das ganze Testregime ähm mit den Testanforderungen. Zwar die Tests an sich nur weniger waren, sondern dadurch, dass halt äh Leute keine Bock keinen Bock haben auf Tests sind sie dann auch nicht einkaufen gegangen oder geht dann auch teilweise eben weniger jetzt noch aus und die meisten Restaurants haben ja auch nur Außengastronomie äh im Moment, wenn überhaupt. Geöffnet und da ist grade das Wetter auch nicht so toll, äh dass äh ja ähm das jetzt so gigantisch genutzt wurde, beziehungsweise es liegen diese Öffnungen ja auch ersten paar Tage zurück, sodass wir die an Auswirkungen auf die Zahlen noch nicht erkennen können oder die können auch keine Auswirkungen in den Zahlen haben.
Tim Pritlove
Also das ist, glaube ich, relativ wichtig, dass man das mal an dieser Stelle mal festhält, ne. Es wird natürlich viel gegrätscht, was alles, was äh gebracht hat und was nicht gebracht hat und ob man dieses hier oder jenes äh braucht oder nicht braucht oder ob irgendwas unsinnig ist oder nicht und es klappt sicherlich auch an manchen Sachen Zweifel wie zum Beispiel Ausgangssperre hatten wir letzte Woche auch schon diskutiert, dass es sehr wohl sein kann, dass das seinen Beitrag leistet. Aber es ist einfach die Summe aus allen, die derzeit ein ein. Durchaus noch fragiles Gerüst hat und der Einfluss der Impfung wird von Woche zu Woche stärker. Aber eben jetzt noch nicht so, dass es in sieben Meilenstiefeln vorangeht, sondern das wird wahrscheinlich dann erst dann passieren, wenn wir so zwischen fünfzig und sechzig Prozent, ankommen, dann wird dann wird der Einfluss mit jedem weiteren Prozent, mit jedem weiteren Impftag, immer spürbarer. Ja, also jetzt ist es ein sehr langsamer Anstieg, aber umso mehr wir uns auf Richtung hundert Prozent machen, ähm so die letzten Meter werden dann die erfolgreichsten sein. Und dann kann man eben auch auf die Maßnahmen in zunehmendem Maße verzichten. Aber ich denke, diesen Sommer sollten wir noch viele Masken sehen.
Pavel Mayer
Also definitiv und sagen, dass wir noch weit, weit davon entfernt äh sind aufgrund, jetzt der Durchimpfung der Bevölkerung äh ja jetzt auf andere Maßnahmen zu verzichten, sondern da kann man sagen und wahrscheinlich auch erwarten. Ja, äh das würde man jetzt alle Maßnahmen wegfallen lassen, dass die äh Infektion dann definitiv genug Leute wiederfindet, um sich rasant auszubreiten. So, also ähm so die, Möglichkeit einer vierten Welle, die so die Dimension der zweiten und dritten Welle erreicht ist, längst nicht gebannt aus meiner Sicht. Das kann nochmal kommen. Ja.
Tim Pritlove
Trotzdem, wenn man wenn man da in einer Prognose oder deiner Einschätzung mit impfen bringt, derzeit irgendwas zwischen null Komma eins und null Komma zwei R. So sieht und auf den aktuellen R-Wert äh rechnet und ihn vielleicht mal ein bisschen aufroundet. Kann man sagen, impfen macht jetzt gerade den Unterschied zwischen Stagnation und Abnehmender Dynamik, das ist gut, ja, dass wir das haben, aber das hätten wir jetzt sozusagen ohne Impfen auch nicht erreicht. Und ähm. Kann sein, dass das jetzt äh mehr wird noch so, aber wir dürfen die Maßnahmen quasi nicht schneller wegwerfen. Als die Fortschritte beim Impfen sichtbarer werden.
Pavel Mayer
Das wäre ideal oder ähm nicht ideal, aber äh.
Tim Pritlove
Wünschenswert zumindest. Genau. UKW hat sich das gewünscht. Schöne Grüße. Ja, wollen wir nochmal einen Blick auf die Bundesländer werfen? Da gibt's ja dann doch schon Unterschiede noch, ne? Also. Pappenheimer und äh Vorzeigekandidaten. Aber es stehen alle relativ gut da, wenn ich das richtig sehe.
Pavel Mayer
Ja, also tatsächlich ähm haben sich die äh Inzidenzen alle aufeinander zu, entwickelt, also die die Bandbreite der Spread ähm ja. Ist na ja nicht wirklich kleiner geworden, wenn man irgendwie die, Faktoren vergleicht, also Thüringen hat halt immer noch mild äh oder Baden-Württemberg ja, mit über fünfzig, achtundfünfzig und zweiundfünfzig, haben halt eine zweieinhalb Mal so hohe. Inzidenz ungefähr fast dreimal so hoch wie die niedrigsten Kandidaten und ja doch also in der äh also wir hatten zumindest in der letzten Welle hatten wir da einen einen größeren Spread sag ich mal, nämlich zwischen ja fünfundsiebzig und knapp äh ja dreihundert nicht nicht ganz bei bei manchen Bundesländern. Also es ist definitiv der Korridor ist, enger geworden und ja, Thüringen, äh beziehungsweise Mecklenburg-Vorpommern hat sich jetzt äh unter Schleswig-Holstein äh äh drunter gearbeitet.
Tim Pritlove
Ja, also die sind so beide so bei zwanzig und Thüringen und äh Baden-Württemberg sind so ein bisschen oben, aber man muss auch sagen, bei der, bei dem er. Den wir jetzt gerade haben, ist das halt auch in einer Woche dann schon wieder ganz anders. Also jetzt fallen die Zahlen gerade sehr schnell, Also wenn der R so bleibt, wenn man bei null Komma sieben vier bleiben, reden wir nächste Woche schon von einer von einer deutlich entspannteren Situation, nochmal eine Woche durchhalten. Es geht jetzt echt um wenige Wochen, ne? So ist nochmal äh eine Woche durchhalten, dann werden alle so in Mecklenburg äh Vorpommern Bereich, und tiefer natürlich, vor allem Mecklenburg-Vorpommern. Und in vier Wochen wäre sozusagen schon ideal zustand. Nicht so kommen, ja, Spoiler, aber äh das ist jetzt quasi diese äh weil ich glaube, man muss das immer noch mal klarmachen, was null Komma sieben vier heißt. So. Das heißt, es geht sehr schnell zurück.
Pavel Mayer
Achtunddreißig Prozent pro Woche, also du kannst sagen, im Prinzip vierzig Prozent weniger äh Inzidenzen nach einer Woche. Also sie halbieren sich fast, nicht ganz, aber so äh sagen Halbierung in. In neunzehn Tagen so ungefähr. Und ja.
Tim Pritlove
Das wäre schon was. Ja, das ist schon sehr gut.
Pavel Mayer
Also geht natürlich noch besser, also es ist jetzt nur für für deutsche Verhältnisse sehr gut äh so.
Tim Pritlove
Ja, ja, klar. Man ist ja nix mehr gewohnt.
Pavel Mayer
Ja. So, also man kann im Prinzip auch äh ja, nochmal ähm das das Ganze nochmal verdoppeln ungefähr oder verdreifachen, denn die Geschwindigkeit des Rückgangs. Also im Grunde genommen mit einem ordentlichen Lockdown kann man in vier Wochen eigentlich fast von jeder Inzidenz auf einstellig runter, im richtigen Lockdown.
Tim Pritlove
Interessant finde ich auch die R-Werte der Bundesländer, also ähm du hast ja gerade gesagt, Schleswig-Holstein ist so. Äh Klassen besser, weil die Ezidenzen wäre jetzt nicht Mecklenburg-Vorpommern gerade vorbeigezogen, aber äh Schleswig-Holstein hat auch den schlechtesten Ehrwert, ne? Sie sind ja irgendwie bei null Komma acht. Geradezu schäbig. Mecklenburg kommt gerade mit null Komma sechs sechs ungefähr daher. Brandenburg und Thüringen auch nur unwesentlich äh weniger. Also da steht noch so einiges an Wachwechsel an. Aber äh das ist das ist mal ein Ehrwert, mit dem man arbeiten kann. Null Komma sechs sechs in Mecklenburg-Vorpommern heißt da geht's gerade richtig fix. Wie viel Prozent, wie rechnest du das um?
Pavel Mayer
Ja, sind null Komma drei fünf dreifache äh also wie gesagt, das wäre dann durch äh äh also Einrichtung ist hoch hoch vier Siebtel und das andere äh Logarithmus, aber äh im Grunde genommen geht's, geht's ja in der anderen Richtung. Wir haben ja mit dem RWW in der in der Tabelle kann man's einfach auch ablesen, direkt in der in der Zeile, also null Komma fünf drei äh RWK, das heißt im Prinzip. Dreiundfünfzig Prozent der Fälle der Vorwoche, ja.
Tim Pritlove
Für Mecklenburg-Vorpommern jetzt.
Pavel Mayer
Mecklenburg-Vorpommern, genau.
Tim Pritlove
Okay, also da halbiert es sich wirklich, sprich, wenn es so bleibt in Mecklenburg-Vorpommern, reden wir nicht mehr von der zwanziger Inzzendenz, sondern wir reden von einer zehner Incidenz. Und mal plastisch zu machen.
Pavel Mayer
In einer Woche, ja.
Tim Pritlove
In einer Woche. Das wäre doch mal was.
Pavel Mayer
Vor neun Tagen oder so, wenn's so, wenn's so bleibt, ja. Ja, das ist also im Grunde genommen, ist das jetzt das Szenario, äh sagen, was wir eigentlich immer gerne gehabt hätten und zwar gehabt hätten, äh bevor die Werte auf fucking zweihundert plus äh hochgegangen sind. Hätte man das bei einer Inzidenz von, ja, jetzt zwanzig oder dreißig gemacht, dann hätte man in einer Woche oder in zwei Wochen äh wieder einstellig, ja, das ist eigentlich das, was wir die ganze Zeit gefordert und und gewollt haben, nämlich dass man in dem Moment, wo die Zahlen beginnen, man einfach alle Maßnahmen äh. Ja, alle Maßnahmen in, in Stellung bringt, also maximalen Lockdown und dann äh halt ähm priorisiert bei den Lockerungen und nicht äh bei welche Maßnahmen man einführt. Also sie, aktuell die Strategien auch immer je höher die Inzidenz umso mehr Maßnahmen so, das ist halt Schwachsinnsregelung, ja? Das ist halt eine, die ja einem falschen Denken und einem falschen Denkmodell basiert, das auch in anderen Bereichen angewandt wird so nach dem Motto, naja, wenn je schlimmer es wird, desto mehr müssen wir gegenhalten das ist halt Bullshit in dem Fall, dass es halt zwar jetzt nicht die allerschlechteste Variante, aber das ist halt die, die uns dann eben immer äh zwei Monate oder drei Monate lange äh Lockdowns beschert, weil man statt das sofort zu machen, wenn die Zahlen hochgehen und das nur für 'ne Woche zu machen, ja irgendwelche Idioten, einfach sich entschieden haben, äh die Inzidenzen so lange anwachsen zu lassen, bis man dann Monate braucht, äh um sie äh wieder nach unten.
Tim Pritlove
Alle laufen auf dem Zahnfleisch und alle finden's doof und alle finden's scheiße, oh man demonstriert und so weiter und man man könnte man könnte im Prinzip alles schneller hinter sich bringen als als sich irgendwelche Querdenker Zeit brauchen um 'ne Demo zu organisieren. Das ist halt das Bittere, ne? Und auch nie vergessen, Wir könnten die ganze Pandemie damit stoppen, dadurch stoppen, dass die ganze Welt einfach mal zwei Wochen einfach mal sich nicht vom Fleck bewegt. Ich weiß, dass es nicht realistisch, dass das passiert, aber das ist eigentlich alles, was erforderlich ist. Danach wäre das Virus weg. So komplett. Na ja, okay, haben wir genug geratet. Lass uns mal auf die Testzahlen schauen, wenn da da gibt's ja noch eine Perle.
Pavel Mayer
Mhm. Ja, äh was meinst du mit Perleff.
Tim Pritlove
Meine meine kleine Freundin, die Positiv Quote.
Pavel Mayer
Hierher. Ja, ja, tatsächlich, also die Positivquote ist äh jetzt diese Woche erstmalig unter die positiven Quote gefallen die wir in der KW sieben hatten, also vor der vor der dritten Welle.
Tim Pritlove
Teil der Verzweiflung sozusagen zu schnitzen, und dritten Welle, das ist nämlich jetzt das Tal der Verzweiflung, das war da, wo wir hier so richtig auf dem Zahnfleisch liefen. Oh Mann. Ich nicht nicht wiederhaben. Genau, das heißt, jetzt ist der Rückgang. Real greifbar und vor allem er ist extrem schnell. Und ähm das ging nicht so schnell bergab äh am Ende der zweiten Welle Und dann haben wir es ja auch ne, dann hat's sich wieder umgekehrt und jetzt ist da eine gewisse Beschleunigung drin und vor allem mit fünf Komma acht Prozent Positiv Quote. Das heißt so viel wie nächste Woche haben wir mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ist erstmals seit Oktober geschafft äh. Unter fünf Prozent zu kommen. Was die offizielle Empfehlung der WHO ist, ab wo man seinen Zahlen auch gewisses Vertrauen geben kann, dass sie stimmen. Ansonsten sind ist halt die Dunkelziffer einfach auf den Rekord und das bedeutet, wir können uns auch auf unsere Zähne Methode mehr verlassen. Ja und äh was noch hinzukommt ist, wenn ich das richtig sehe, sind ja auch die Zahl der Tests. Ist ja auch noch gestiegen.
Pavel Mayer
Die ist leicht gestiegen um.
Tim Pritlove
Hunderttausend.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Neun Prozent mehr.
Pavel Mayer
Mhm. Ja, neun Prozent mehr genau auf eins Komma eins neun fünf, also eins Komma zwei Millionen, sagen von irgendwie eins Komma eins auf eins Komma zwei Millionen ungefähr gestiegen. Ähm. Ja, wären die Zahl der Tests, die davon positiv waren, um. Tatsächlich zweiundzwanzig Prozent gefallen ist. Und damit eben wir insgesamt dreißig Prozent hm weniger positiven Quote haben.
Tim Pritlove
Und das hatten wir, glaube ich, noch nie.
Pavel Mayer
Nee, das ist ein.
Tim Pritlove
Doch stimmt, wir hatten den KW zwanzig. Letztes Jahr hatten wir mal so einmal siebenunddreißig und einmal einunddreißig, aber.
Pavel Mayer
In KW dreiundvierzig A. Nee, ach nee, das war die andere Richtung.
Tim Pritlove
Das war die andere Richtung, genau.
Pavel Mayer
Fünfunddreißig äh.
Tim Pritlove
Genau, also es ist auf jeden Fall sehr erfreulicher Wert. So dreißig Prozent abfallender positiven Quote. Und das macht's halt das macht die Zahlen halt auch grade so greifbar und äh mit ein bisschen äh so eine Prise Optimismus ist äh oben drauf, ne. Disclaimer ist es, wir sagen noch nicht, alles ist gut, weil es ist noch nicht alles gut. Wir sagen nur.
Pavel Mayer
Im Moment.
Tim Pritlove
Wenn's so weitergeht, im Moment ist also im Moment für die für den Moment ist es sehr gut und es wäre sehr gut, wenn dieser Moment mal zwei Wochen dableiben könnte. Drei, zwei. Zwei, drei Wochen würde ein riesen Unterschied machen. Jetzt, wenn jetzt alle losstürmen und sagen, ah, mastenfrei, ich bin dabei. Ja, dann ähm dann ist gleich wieder Face-Pime.
Pavel Mayer
Also irgendwann ist es absehbar, dass das DR-Wert irgendwann also bald äh wieder hochgehen wird.
Tim Pritlove
Nein.
Pavel Mayer
So, das äh zumindest hat sich das in den anderen Ländern äh äh auch. Gezeigt, äh ja, das heißt also, wenn man so wir werden halt irgendwann ein Plateau, also es kann natürlich nicht, nicht die ganze Zeit so äh äh rapide fallen. Gut, irgendwann werden wir bald, wenn die, also wenn die Zahlen einstellig werden, dann äh verliert aber auch der R-Wert an Aussagekraft. Weil dann äh schwankt der halt einfach viel zu sehr, dann sind die Zahlen einfach zu klein und dann äh sind die ganzen Berechnungen ja ein bisschen problematisch bei bei eben so niedrigen Inzidenzen.
Tim Pritlove
Da schauen wir dann auf andere Zahlen. So, aber jetzt ist er noch noch sind wir nicht soweit, noch ist er wichtig und noch muss er klein bleiben.
Pavel Mayer
Da schauen wir dann eher auf die Zahl der Firma covid-freien Landkreise oder wie ja das ist dann interessanter zu gucken, Äh wo es denn dann jetzt, in welchen Kreisen es dann halt seit ein, zwei Wochen keine Fälle mehr gegeben hat. Ich hoffe, dass wir da auch bald. Wieder sind an der Stelle.
Tim Pritlove
Gut, damit es äh nicht nur so optimistisch äh zugeht, schauen wir da nochmal so ein bisschen, was so die anderen so sagen und äh sehr viel Aufmerksamkeit hat diese Woche einen Blog Beitrag von Dirk äh Pessler äh äh gehabt, der sich äh so hobbymäßig auch mit äh Modellrechnung schon seit längerer Zeit beschäftigt. Und der hat sich mal die böse, böse, böse indische Variante äh vorgenommen und mal so in Raum gestellt, dass die hier in Deutschland Fuß fassen würde Also genau genommen hat sie auch schon Fuß gefasst, aber nach bisheriger Zählung sind wir, glaube ich, so bei zwei Prozent der Fälle. Das kann oder kann nicht eine, eine, eine treffende Zahl sein, es kann sein, dass es höher ist, kann sein, dass es niedriger ist, aber das ist nun mal das, was das RKI äh ermittelt hat für, ich glaube, die KW neunzehn, also das ist jetzt so, glaube ich, oder achtzehn oder siebzehn sogar, also so drei Wochen alt, Und das heißt, die ist da, aber sie ist nicht sie ist noch nicht dominant. Es ist derzeit noch neunzig Prozent, alles B eins eins sieben, und mit B eins eins sieben Kommas, wie wir ja gerade sehen, noch ganz gut aufnehmen, nur dass halt jetzt die indische Variante in dem Moment, wo sie sich jetzt, würde sie sich jetzt durchsetzen gegenüber B eins, eins, sieben. Mit ihren Gefühlen zwanzig bis vierzig Prozent mehr Übertragungsfähigkeit. Natürlich dann auch anders breit machen würde. Und wie wir ja eben schon auch ausgeführt haben mit der Impfkampagne sind wir noch nicht so weit, dass es dem sehr viel entgegensetzen kann und vierzig Prozent mehr Übertragbarkeit macht dann diese null Komma eins, null Komma zwei R Vorteil, die wir haben, auch schnell wieder zunichte. Und auf der Basis hat er so ein paar Berechnungen angestellt. Hast du dir das mal angeschaut?
Pavel Mayer
Ja, habe ich mir angeschaut und sieht alles sehr plausibel aus. So, also ich müsste mir wirklich Mühe geben oder ich wüsste jetzt nichts genau warum es nicht so kommen. Wie er äh dort äh ja modelliert hat, wobei er auch immer darauf hinweist, also Modellierungen äh sind jetzt in dem Sinne keine Prognosen so, sondern das sind halt eben fünf verschiedene Szenarien, die er da aufgemacht hat, mit fünf äh verschiedenen äh Sätzen von Annahmen, wobei die Annahmen im Wesentlichen äh darin bestehen, was wir denn dagegen tun. Ja, das ist das ist mehr, mehr oder weniger die Variable. Äh plus. Das ist halt noch so gewisse, Unsicherheiten äh zu geben scheint ähm ja wie viel ansteckender denn denn jetzt äh tatsächlich diese Variante ist. Aber, ein paar Fakten, festzuhalten, die also warum ich jetzt glaube, dass das Szenario ja durchaus realistisch ist. Also erstens ist es so, dass diese, indische Variante, also die B eins sechshundertsiebzehn zwei äh so scheint in verschiedenen Ländern dabei zu sein, äh die Krone von B eins eins sieben als der erfolgreichsten Variante. Zu entthronen und äh Australien und Japan, die aber beide sehr, sehr niedrige Inzidenzen haben und auch äh UK. Liegen so mittlerweile bei ungefähr fünfzig Prozent, B sechshundert, B eins sechshundertsiebzehn zwei. So, also ähm die Variante übernimmt jetzt in all diesen Ländern und in UK äh müsste sie auch über fünfzig Prozent gehen, und äh ja, wenn man sich dann anguckt, wie sch wie lange das denn jetzt gedauert hat, äh dann von dem wo wir jetzt sind, also von den, weiß nicht, ein Niedrig einstellig so ein, zwei Prozent oder so, bis auf fünfzig Prozent hoch. In, in, in UK, dann waren das keine sechs Wochen. So, was halt heißt, äh, dass. Ist jetzt sehr wahrscheinlich ist, dass wir in sechs Wochen auch äh in Deutschland äh um die fünfzig Prozent indische Variante haben werden. Äh davon. Würde ich jetzt mal ausgehen. Das heißt, Mitte äh Juli ungefähr sind wir bei äh äh bei wahrscheinlich dann bei fünfzig. Äh neue Variante angekommen und. Die Variante ist wohl zwischen ja sagen wir mal zwanzig und vierzig Prozent äh ungefähr ansteckender, als jetzt die B eins, eins, sieben, das hier an sich schon mal deutlich ansteckender war, als als der Urtyp und hat halt außerdem, weil es eben eine ganze Reihe von Mutationen aufweist, auch eine eine höhere ein höheres Immun-Escap Potential, also Impfungen wirken halt nicht ganz so gut gegen die Variante und Impfung wirften wirken nicht ganz so gut bedeutet in der Praxis, dass hm zum einen Leute, die nur erst geimpft sind, äh. Oder halt mit bestimmten Impfstoffen, dass dort. Der der Impfschutz nicht so groß ist wie gegen die anderen Varianten, also wenn ich das sich also die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich danach drei oder vier Wochen nach der Erstimpfung anstecke oder auch äh ja durchaus, mit einer schweren Erkrankung rechnen muss in bestimmten Fällen. Also diese Wahrscheinlichkeit steigt einfach an. Das heißt, es ist jetzt nicht so, dass die jetzt völlig. Äh äh den Impfstoffen entkommen oder die Impfstoffe unwirksam sind, sondern äh es geht halt auf die Prozentzahlen. So würde ich, würde ich das mal äh sagen, diese Variante. Das heißt, ansteckender und äh eben im Schutz nicht nicht so groß so. Und ähm ja, von daher Hm ist äh das geht in diese in diese Szenarien mit mit ein ja sieht es so aus als wenn mir in eine vierte Welle mit B äh eins, sechs, siebzehn zwei, reinlaufen werden nach dem ersten Szenarien und die und losgehen müsste es, als ob sich das bewahrheitet ist äh, wenn dann ja in der, in der ersten Junihälfte. So, wenn wir dort steigende Zahlen. Sehen. Also ich sage mal, in in zwei oder drei Wochen äh müssten demnach äh die Zahlen wieder anfangen zu steigen, so, allerdings auch nicht, nicht nur wegen der Variante, sondern einfach auch wegen der Lockerungen und dann. Im Juli irgendwann Juli und dann. Vor allem September August, also Juli, August, September äh sind wir dann äh wieder. Sind wir dann in der vierten Welle. Nachdem ähm ja, Was wir jetzt wissen und vorhersagen können, das ist sozusagen jetzt die die Vorhersage im Moment nach besten Wissen und Gewissen oder. Ein Szenario, äh was was nach bestem Wissen und Gewissen. Auf uns zukommt. Was ich ziemlich scheiße finde, ehrlich gesagt.
Tim Pritlove
Das klingt jetzt auch nicht geil. Äh ich meine Dirk äh macht das auch sehr. Süffisant äh gibt dann hier auch noch so ein so eine Timeline, wie er sich das so vorstellt, wie dann so die äh Gesellschaft drauf reagiert. Mitte Juni, ja, wir öffnen weiter, weil die Zahlen sinken. Anfang Juli, wir merken, oh, jeder kommt was. Die Menschen sind bereits vorsichtiger. Ende Juli, die Politik ist soweit, Maßnahmen auf den Weg zu bringen und macht etwas Zaghaftes. August, weil die Zahlen aber weiter steigen, sinkt das Verhalten äh der Menschen, den äh Ehrwert Anfang September, hier werden wir kurz vor dreihundert in der Gruppe der Ungeimpften U sechzehn schon bei siebenhundert zum Schulanfang nur noch eine Notbremse,ähnliche Aktion kann das weitere Wachstum stoppen, Ende September leichte Lockerungen möglich und so weiter. Also, dann geht's erst wieder runter. Also es ist auf jeden Fall der Drops ist noch nicht gelutscht. Das das das müssen wir jetzt hier einfach mal sagen. Wir sagen jetzt nicht, das wird hier so kommen, sondern es ist ein Szenario. Das heißt, Wenn die Annahmen alle so eintreffen, wie sie in diesem Modell sind und es keine weiteren wichtigen Parameter gibt, die dieses Modell nicht berücksichtigt, was ja auch sein kann. Das kann alles Mögliche passieren. Dann. Dann würde sich das so ausspielen. Äh und von daher nochmal der Appell, also die nächsten Wochen. Extrem wichtig. Umso mehr wir uns jetzt noch. Zurückhalten können, auch in den Sommerferien zurückhalten können, umso besser. Damit haben wir das alles unter Kontrolle. Weil auch eine indische Variante kann man mit Maßnahmen besiegen.
Pavel Mayer
Ja. Ja, was halt, was halt die größte Unbekannte auch ist oder eine große Unbekannte ist halt das Wetter. Ähm weil ähm bei all den Studien äh wie das Wetter denn jetzt die Ausbreitung bei. Lässt sich nur feststellen, dass, die jetzt physikalisch chemischen Auswirkungen, also auf die Stabilität des Virus und so weiter, scheinen. Nur einen kleinen Teil auszumachen, äh wesentlich. Sind halt kulturelle Faktoren, nämlich äh dass sich, wetterabhängig verändert, wo und wie und unter welchen Bedingungen sich jetzt wie viele Leute treffen. Ja, das scheint sagen dann einen größeren Einfluss zu haben als äh.
Tim Pritlove
UV-Einstrahlung oder sowas.
Pavel Mayer
Als UV-Einstrahlung oder oder so was, äh beziehungsweise natürlich auch, auch Effekte, aber wenn sich Leute halt mehr generell weniger treffen, ist es natürlich schon mal ein Faktor und weniger in Innenräumen treffen und so ist es halt auch nochmal einen Faktor plus andere Dinge, sodass eben was man beobachten kann, statistisch gesehen, dass teilweise wärmeres Wetter. Mehr Infektion bedeutet und äh das äh ja äh oder aber auch das wärmeres Wetter weniger Infektion bedeutet, hängt halt ganz davon ab in welchen Temperaturbereichen sich das abspielt. Also sprich, bei, ich sage mal, zwischen dreiundzwanzig und achtundzwanzig Grad ist jetzt vielleicht nicht so viel Unterschied als zwischen jetzt fünfzehn und zwanzig Grad, wo einfach ja Behaglichkeitsfaktoren durch das durch das Wetter in verschiedenen Szenarien dann nochmal ganz ganz anders sind. Und sagt Niederschläge kommen da halt auch nochmal mit.
Tim Pritlove
Man weiß gar nicht, was man sich wünschen soll jetzt, ne. Irgendein Wetter halt.
Pavel Mayer
Ja ja und und die Situation ist die so irgendwie meine Intuition sagt mir, Nein, äh so, es wird nicht so schlimm kommen, aber ich könnte die jetzt mit nichts untermauern, so richtig. Äh so warum es nicht so kommen sollte, wie die, wie die Zahlen hier äh.
Tim Pritlove
Warum sollten wir nicht auch mal mit emotionalen und unrationalen Argumenten kommen? Wenn das die anderen die ganze Zeit machen, können wir ja auch mal zumindest, wenn's jetzt auf den Urlaub zugeht.
Pavel Mayer
Genau, alles wird gut. Wir wissen zwar nicht äh irgendwie warum äh so und eigentlich also ja also logischerweise müsste jetzt irgendwie alles äh nicht gut werden äh so. Aber ja, äh wir werden wir werden sehen, vielleicht kommt uns. Ich hoffe, irgendwas kommt uns zur Hilfe, irgendwelche Verkettungen von äh glücklichen Umständen, so wie zum Beispiel äh ja, dass es über Pfingsten geregnet hat. Äh irgendwie ja äh Gastronomie und so teilweise ins Wasser gefallen. Ist, dass wir halt äh so ein so eine Kombination von zwei glücklichen Faktoren. Hm.
Tim Pritlove
Gut, äh vielleicht nochmal einmal so ein, so ein, so ein, so ein Blick ähm, auf ein Problem, so was äh uns gegebenenfalls halt auch noch, bevorstehen könnte, beziehungsweise wie es sich in anderen Ländern äh entwickelt. Also kleiner Blick auf eine Insel. Wir wissen ja, Inseln, da ist immer alles total anders und das kann man überhaupt nicht vergleichen. Ich will jetzt auch gar nichts vergleichen, will das einfach nur mal so als solches betrachten. Und zwar die Situation auf diesen Seilschellen die ja durch ihre äh UK-Affiliation äh relativ viel und früh Impfstoff bekommen haben, Also es gibt durchaus so ein paar Inseln äh auf diesem Planeten, die sind auch schon äh durchgeimpft, also zum Beispiel hundert Prozent, so richtig hundert Prozent komplett durchgeimpft sind die Pitkkern äh Inseln.
Pavel Mayer
Okay, aber leben da nicht nur irgendwie fünfzig Leute oder so.
Tim Pritlove
Ja ja, aber wir sind alle, aber wir sind komplett durchgeimpft.
Pavel Mayer
Nicht die, die, die, die, die Bounty Meuterer und so.
Tim Pritlove
Genau die.
Pavel Mayer
Da
Tim Pritlove
Also ohne. Und so weiter. Die waren wahrscheinlich eh nicht so äh betroffen, aber das Schiff, was da irgendwie alle paar Monate anlegt, da haben sie dann mal dann doch mal ein paar ähm paar Döschen äh Impfstoff eingepackt und das haben die sich jetzt irgendwie gespritzt und die sind jetzt einfach durchgeimpft, also um die Insel müssen wir uns keine Sorgen mehr machen. Anders sieht es gerade noch aus bei den. Denn äh dort gibt es also eine auch eine extrem hohe Impfquote. Tatsächlich sind einundsiebzig Prozent äh das erste Mal geimpft, zweiundsechzig Prozent sind schon vollständig geimpft. Da denkt man sich so, oh, oh, zweiundsechzig Prozent, was kann denn da noch schiefgehen? Ähm allerdings leidet das Land gerade unter einer extremen Inzidenz von zweitausendachthundert, also das war Peak. Und jetzt ist es, glaube ich, runter auf ein paar hundert. Sprich irgendwas ist da noch los? Und äh man räselt jetzt so ein bisschen was äh da Phase ist und ja, das Problem ist natürlich auf dem äh auf der Insel wird jetzt nicht so ein riesiger Laboraufwand äh getrieben. Also es gibt da keine Sequenzierung, keine Genomsequenzierung, keine entsprechende Überwachung. Also man weiß jetzt nicht wirklich, was da an Varianten unterwegs ist, sondern es wird so ein bisschen ähm gemutmaßt, dort dreizehn einundfünfzig, also die südafrikante und gegebenenfalls auch schon die sechs Siebzehner, äh also die indische Variante auch unterwegs sind und dass die wohl eben dazu beitragen dass trotz dieser hohen Impfzahlen hier keine Herdenimmunität äh erreicht werden kann. Und das mag auch damit zu tun haben. Dass äh siebenundfünfzig Prozent der verwendeten Impfstoffe ist Sinopham und dreiundvierzig Prozent des asrasinika.
Pavel Mayer
Ja, die haben nicht das gute Bayerntech. Mhm.
Tim Pritlove
Nee, die haben nicht das gute Bayern-Tech und ähm aber sie haben immerhin das gute Asrasinika, aber Sinophan scheint ja nicht ganz so effizient zu sein und es kann durchaus sein und erste Labortest sollten das auch an. Das also gerade die Südafrika-Variante gegen Sinopham noch eine Menge Druck machen kann, ne. Also heißt nicht, die Leute sind in großer Gefahr. Wahrscheinlich sind sie auch auf eine bestimmte Art und Weise geschützt vor sehr schweren Verläufen, vielleicht auch vor Tod, aber, trotzdem kann das Virus noch was ausrichten, weil weil der Impfstoff daraus darauf nicht so gut reagiert. Ja. Die sind jetzt am grübeln, was sie machen und äh ob sie vielleicht irgendwie nochmal bei und ich mit in die Runde geben, weil das würde wohl gegen diese Varianten ganz gut äh. Helfen. Zeigt aber nur. Hoher Impfquote allein, ist ist auch nicht der Faktor, sonst hat auch ein bisschen was damit zu tun, wie grad eben die Varianten gegen diesen Impfstoff ankämpfen, und. Hohe Transmissibilität, haben wir ja auch schon gelernt, jetzt mehrfach, kann sich eben auch noch in solchen Restpopulationen, Ungeimpften Restpopulationen durchsetzen. Na ja. Schauen wir mal auf Deutschland. Wie es denn da aussieht. Impfkampagne äh geht ja auch hier weiter voran. Fleißig in den letzten Tagen an der Hübschheit meiner Grafiken gearbeitet. Sieht's ganz, ganz, ganz fancy aus. Es ist wirklich interessant, also ich bin ja eigentlich jetzt gar nicht so dieser Datenforensica und Statistiker und so weiter aber ich hab mir halt einfach mal vor ein paar Monaten die Zahlen gegriffen, weil sie so schön da lagen und weil wir das ja so noch nicht abgedeckt haben. Und ich mache das irgendwie alles mit und äh versuche halt da äh das Richtige rauszuholen und äh auch schon viel äh darüber gelernt, wie man denn bitte seine Rohdaten gerne äh bekommen möchte Egal fallen auf jeden Fall Grafiken raus und die ein oder andere Analyse kann ich daraus ja auch ziehen. Also wo sind wir denn jetzt? Also wir haben. Mehr oder weniger stabile Impfzahlen. Das ist jetzt so in den letzten Wochen durch äh Christi Himmelfahrt und jetzt natürlich auch durch das Pfingstwochenende wieder ein wenig durcheinander gekommen und ruppelt sich jetzt erst langsam wieder so ein. Im Großen und Ganzen haben wir aber sowas wie sechshundert bis siebenhunderttausend Impfungen pro Tag im Schnitt im Wochenschnitt.
Pavel Mayer
Seit den letzten vier Wochen so äh gemittelt würde ich sagen.
Tim Pritlove
Genau, ungefähr so seit äh Mitte April sogar, also das läuft ganz gut. Und ähm. Ja, also ab einem, ja, seit einem knappen Monat, genau. Und ich nenne das ja vierte Phase so. Äh mittlerweile äh nehmen die Zweitimpfung extrem zu, also jetzt gestern waren's irgendwie zwei Drittel aller Impfungen waren Zweitimpfungen und das wird jetzt noch weiter ansteigen Werden also das äh erleben, dass wir so eine oder zwei Wochen haben, wo eigentlich fast nichts anderes stattfindet als Zweidimpfung. Und ich hoffe, dass die Impfzentren da auch einen guten Durchsatz schaffen. Also im Prinzip alles wegimpfen, was was irgendwie geht, weil Zweitimpfung im Prinzip eine gute Voraussetzung dafür haben, schneller zu laufen, weil da ist dann kein Aufklärungsgespräch mehr dabei, ne, da sind die Daten schon da, da müssen nicht dieselben Formulare ausgefüllt worden, zumindest ist mir das aus einigen Impfzentren so berichtet worden. Ich habe auch Berichte gehört, dass bei der Zweitimpfung noch mehr Papierkram auf einmal aufm Tisch lag, wo ich mich frage, was, wie, warum, wieso Aber egal, kriege ich jetzt eh nicht geklärt, ist halt so, Ja und äh so geht es halt äh voran. Es gibt so ein paar Mysterien, die man aus den Zahlen leider nicht so ohne weiteres äh beantworten kann. Ich habe ja so eine sanfte Prognose gemacht wie sich so die Zweitimpfung entwickeln sollten und tatsächlich. Entwickelt sich das bei Bayontech auch eigentlich genauso, wie ich mir das so gedacht habe. Wobei ich jetzt keine äh Sophia Berechnungen gemacht habe, sondern ich einfach nur gesagt habe, ja okay gut, jetzt, alle sechs Wochen müsste da im Prinzip Zweitimpfung, also nach sechs Wochen bis die Zweidämpfung anstehen so und so vieles vor sechs Wochen erst geimpft werden und das ist dann sozusagen meine Zahl. Also er macht das quasi so pro Impfstoff. Und bei Astra äh habe ich das mit zwölf Wochen gemacht. Jetzt ist natürlich alles wieder total durcheinander mit. Erstens, weil die ähm Zweitimpffristen ja gelockert wurden und theoretisch jetzt auch Leute Asra bekommen und dann schon äh vier Wochen später ihren ihren zweiten Termin haben, was ich. Für überhaupt gar keine gute Idee halte, aber ist halt so. Und äh dazu kommt natürlich noch die Debatte, dass viele Leute unter Umständen auch von auf einen der beiden MR Impfstoffe ausweichen. Trotzdem wären die MRNA Impfstoffe beide auf ihrer projizierten Linie der Zweitimpfung verlaufen. Bleibt irgendwie Astrasinika äh flach. Das verstehe ich nicht. Also entweder müsste aber Asra Sindeka jetzt langsam mal mehr werden. Oder die anderen müssten entsprechend mehr dazu gewinnen. Keine Ahnung, vielleicht spielt sich das auch äh die Tage dann ein, aber das ist äh sagen wir mal die einzige Frage, die ich nicht so richtig habe, beantworten können. Ja, dann soll es ja im Juni losgehen eigentlich und äh Spahn hat ja groß angekündigt hier siebter Juni und keine Priorisierung mehr und alles wird gut, ne. Was ich auch wieder so in die Kategorie Hals versprechen ähm unnötiges Heilsversprechen, mit dieser unnötigen Heilsversprechen. Kann man wirklich mal sein lassen, ne? Also so dieses wir nehmen euch jetzt die Angst. Um euren Urlaub. Darum geht's nämlich, ne? Und aber am Ende bleibt das. Also es wäre so oder so eine schon war, fand ich das eine relativ gewagte Aussage. Und jetzt kommt noch hinzu, dass Bio-Tech Produktionsprobleme hat. Und angekündigt hat, anders äh als ursprünglich gedacht, nicht im in der ersten Juniwoche nämlich auf einmal eins Komma fünf Millionen mehr Impfstoffe zu liefern, sondern sie kürzen das über zwei Wochen jeweils um eine halbe Million, also eine Million weniger und schieben die zwei Wochen nach hinten. Das heißt, Nicht nur, dass sowieso keine Termine da gewesen wären für diese heranstürmenden Leute. Nein, äh es ist jetzt sogar noch weniger Impfstoff da. Äh und auch einen nennenswerten Mengen, sodass. Dass glaube ich dies so ein guter Mofa, aber ist egal, ignorieren wir einfach mal Herrn Spahn an der Stelle So oder so, wie schon erwähnt, wir werden jetzt also in diese Zweitimpfung reinlaufen und danach wird's ein Run auf Erstimpftermine geben, beziehungsweise er hat's wahrscheinlich schon gegeben und dann werden sie stattfinden, Und dann wird's aber auch besser. Also Ende Juli ist, glaube ich, so ein Fixpunkt, wo man dann nochmal nachgucken kann. Meiner Auffassung nach müsste dann so der Großteil, auch schon mal so die Erstimpfung gehabt haben, der es auch haben wollte.
Pavel Mayer
Also wenn meiner Meinung nach, Sollte man keine Zweitimpfungen mit Astrasinika durchführen, so meiner Meinung nach, wenn die im. Ständige Impfkommission auf Zack wäre, woran ich gerade in der letzten Woche so gewisse Zweifel äh auch noch gewonnen äh habe, dann äh würden sie im Hinblick auf die Variantenausbreitung, und die niedrigere äh ja Effizienz äh oder Wirksamkeit, Astrasinika äh bei Zweitimpfungen in. Relativ ja jetzt jetzt kurz verkürzten Zeitabstand einfach nicht den Schutz liefert, äh den wir für die Varianten. Brauchen, ja. Das heißt, ich halte eben, ja, Zweitimpfungen mit Astra Senica äh ja, die die helfen natürlich auf auf jeden Fall, aber eben weniger gegen die Varianten. So Und wir wissen ja, dass halt so Hybrid-Impfungen mindestens genauso gut oder vielleicht sogar noch noch besser äh impfen, deswegen wär's dann halt eine vernünftigere Strategie. Einfach äh Astra Sindika für Erstimpfungen zu nehmen, wo sich dann auch der Impfschutz schneller aufbaut und dann äh halt mit. MRNA äh die Zweitimpfung zu machen, dass äh wir quasi, äh ja, das, was meiner Meinung nach auch den besten Schutz äh jetzt vor den Varianten äh bietet. Auf uns zukommen, weil für die existierenden äh sagen oder für ja, für die existierenden Varianten äh die sind. Weg, also sprich der der Urtyp und B eins, eins, sieben, kann man sagen, die werden in dem nächsten halben Jahr äh mehr oder weniger von der Bildoberfläche verschwinden. Das heißt, dass wir eigentlich jetzt mehr auf die Wirksamkeit gegen Varianten äh äh achten müssen und das passiert einfach gerade nicht, und äh ja, was mich halt, was halt so meine Zweifel eben an der tatsächlich auch Kompetenz äh der der Stiko so ein bisschen, getrübt hat, waren halt so Aussagen von vom Vorsitzenden irgendwie Professor Mertens, der sich halt in einem Interview äh ziemlich lapidar. Geäußert hat äh über über Kinder und da zumindest äh Dinge in die Welt gesetzt oder behauptet haben, die man. Die die nachweislich nicht. Stimmen äh so. Äh das eine ist ja teil bei Kindern in Frage gestellt, das es das überhaupt gibt. Dabei ist das halt ziemlich klar, da gibt es irgendwie Dutzende von Studien mittlerweile zu, dass man das genau sagen kann, wie viel Prozent der Kinder, nach wie viel Wochen noch an welchen Symptomen leiden und eben ungefähr sieben Prozent der Kinder sind auch nach drei Monaten nicht symptomfrei und das ist halt, äh so, ganz klar, ja. Und wenn dann der äh Chef äh der Vorsitzende, der ständigen Impfkommission, behauptet, es gäbe kein Lonko wird bei Kindern, ja, dann finde ich, dass eigentlich ein Skandal. So und die zweite äh Sache äh war, dass äh, eben auch in Frage gestellt hat, dass ja Kinder oder ja Kinder überhaupt an Covid sterben, dass die dann auch noch behauptet, dass der Großteil äh der Fälle, die wir hätten äh das bei bei Kindern, dass die halt mit Covid und nicht an Covid gestorben sind. Das kann man noch vielleicht ein bisschen eher debattieren. Da gibt es dann auch 'ne Stellungnahme der DGPI der deutschen Gesellschaft für ja ist das für paddiatrische Infektiologie so.
Tim Pritlove
Die sich auch nicht besonders mit Rum bekleckert hat in den letzten.
Pavel Mayer
Nee, äh auch nicht nicht äh äh wirklich und äh gut, die haben da in der in der Stellung äh Name im Wesentlichen dass bisher nur äh äh bei drei Kindern nachgewiesen ist äh oder bei bei vier Kindern äh überhaupt nur covid-neunzehn als Todesursache festgestellt wurde von, insgesamt aber äh ja was was waren das von insgesamt acht Fällen äh Ja, ähm ich meine gut, was hier im Prinzip sagen ist, das ist halt halt unklar äh wie viele davon jetzt tatsächlich an. Ökovic gestorben sind oder sie sagen halt äh ja, einige Fälle werden noch nicht noch nicht validiert äh worden und und und. So, mein äh Blick auf die Sache ist, sie haben dort auch die Altersgruppen von null bis neun und äh zehn bis vierzehn äh äh zehn bis neunzehn verwendet, die ich auch nicht für optimal äh halte, sondern da finde ich die Altersgruppe null bis bis vier und äh fünf bis vierzehn so ein bisschen aussagekräftiger, wenn man sich das da anschaut. Und da sieht es so aus, dass dort von null bis vier ist für mich eine ganz klare Korrelation gibt zwischen Inzidenz und Todesfällen, ja. Also von denen ähm acht Todesfällen, die da aufgetreten sind, äh würde ich sagen, liegen. Fünf oder sechs äh passen halt perfekt äh auf äh die Inzidenzen, die sind halt zu dem Zeitpunkt passiert als auch die Infektion in die in die Höhe. Und äh ja, an etwas anders sieht's tatsächlich bei fünf bis vierzehn äh aus, da. Also es scheint mir so zu sein, dass das. Unterschiede gibt, wie halt die ganz kleinen Kinder auf Covid reagieren und die mittlere Altersgruppe auf auf Covid reagiert. Und die schmeißen halt beide Altersgruppen auch noch so, eben äh zusammen durch ihre äh Alters äh Einteilung, äh die sie da machen, so plus, wenn unterm Strich. Macht es jetzt auch keinen großen Unterschied, ob das jetzt drei oder zehn äh äh Kinder äh gewesen sind, ja, das sind immer noch extrem kleine Zahlen am Ende des Tages, aber hochgerechnet, Wenn man jetzt alle Kinder durchinfizieren würde, selbst wenn's nur drei, gewesen wären so. Dann äh ja äh führt das äh würde ein Durchinfizieren der Kinder, selbst bei den dreien äh würden halt äh zwischen, ich sage mal dann. Ungefähr mindestens zwanzig Kinder jetzt noch noch an Covid sterben, wenn wir sie nicht impfen, Kann man sagen, naja gut, was sind schon zwanzig Kinder äh ja äh bei, wie achtzigtausendneunzigtausend Toten, die insgesamt äh gestorben sind, Aber äh ja, was die DGPI da macht, äh halte ich eher für eine unzulässige Verharmlosung äh auf einer Datenbasis, die das nicht hergibt. Ja so das ist mein Take äh äh.
Tim Pritlove
Zwischendurch.
Pavel Mayer
Auf die auf die ganze Geschichte. Und ja, man kann da, man kann darüber reden, wie gesagt, ob aber äh so äh das, was was dort äh in der Stellungnahme behauptet wird, das ist aus meiner Sicht nicht durch die Studienlage äh gedeckt. Ja und sie sind auch sehr vorsichtig in ihren in ihren Aussagen, aber äh trotzdem äh ja Also die Zahlen, äh die sie da haben, auch sie vergleichen das dann mit Grippe und Unfalltoten noch äh an an der Stelle und, ja ähm also ja, schwierig, jeden Fall äh so muss ich, muss ich sagen, so äh habe ich, als ich mir dieses Mertens äh Interview angehört habe, äh so wie gesagt, also das kann ja eigentlich nicht wahr sein, ja, dass äh irgendwie der Vorsitzende so äh salopp daherquatscht, ja? Über Dinge, von denen er keine Ahnung zu haben scheint so, das war ein bisschen schockierend für mich, ehrlich gesagt.
Tim Pritlove
Merk schon, wo war das Interview?
Pavel Mayer
Ähm das war Phönix. Äh.
Tim Pritlove
Okay, dann dürft's davon ja eine Aufzeichnung geben, die man sich vielleicht noch verlinken kann, ne.
Pavel Mayer
Oder so oder oder Fokus. Ja, ja, habe ich, ich habe, ich habe die getwittert, ja, kann man das verlinken.
Tim Pritlove
Gut, ich wollte ja auf Kinder eigentlich gleich noch äh kommen im Rahmen der der äh Impfstoffe, aber jetzt haben wir das schon mal abgehandelt. Äh lass mich nochmal kurz äh die Klammer zumachen, um wie es denn so mit der Impfkampagne weitergeht. Ähm noch eine Sache. Es gibt einen aktuellen Report beim RKI, in dem auch nochmal neu ermittelt wurde durch Umfragen, wie denn so die Impfbereitschaft so aussieht in Deutschland. Und ich fand die Zahlen eigentlich ganz erfrischend, weil da hatte ich jetzt mit schlimmeren äh gerechnet. Äh laut dieser Umfrage und dem, was das RKI da veröffentlicht hat. Wollen sich wohl in Deutschland zweiundsiebzig Komma sechs Prozent der Bevölkerung auf jeden Fall impfen lassen, also die Betonung liegt hier auf, auf jeden Fall, dass es sozusagen die Formulierung, die da angekreuzt haben. Und auf keinen Fall wollen sich äh vier Komma sechs Prozent nicht impfen lassen. Vier Komma sechs Prozent. Das klingt jetzt nicht wie die Revolution vom Reichstag, wenn du mich fragst. Ähm das ist eine Zahl damit kann ich leben, so mit fünf Prozent. Bleiben als Differenz. Zweiundzwanzig Komma acht Prozent, die man vielleicht nochmal überzeugen sollte. In irgendeiner Form der ein oder der anderen Seite äh hintendieren, die was weiß ich, ängstlich sind oder verängstigt wurden, falsch informiert sind oder vielleicht auch gute Gründe haben. Kann ja auch sein, aber, viele gibt's halt nicht und wenn man jetzt mal sagt, okay gut, dann teilen wir uns die. Ja, die Hälfte. Also man könnte ja auch sagen, man nimmt diese zweiundzwanzig äh Komma acht Prozent und und und teilt sie dann entsprechend diesem Verhältnis von zweiundsiebzig äh zu zweiundsiebzig Komma sechs zu vier Komma sechs auf, aber sagen wir mal die Hälfte, ne. Hätten wir eine Impf quote, eine theoretische Impfquote, die wir erreichen könnten von vierundachtzig Prozent. Was ganz gut wäre.
Pavel Mayer
Ja, das wäre so wahrscheinlich grade so an der Grenze äh in der Gegend äh der ja, Herdenimmunitätsquote, wobei je nach je nach Virus.
Tim Pritlove
Na ja, nicht vergessen, dass da auch noch Leute dazukommen, die sich auch schon infiziert haben. So und das sind dann bis zu diesem Zeitpunkt ja auch nicht so viel, so wenige. Hab jetzt grad so 'n Blick verloren, was haben wir jetzt bisher in Deutschland angehäuft, offiziell, angemeldeten, ohne, ohne Dunkelziffer? Also wenn ich das richtig sehe, haben wir viertausendvierhundertzwölf äh insgesamt pro hunderttausend. Das wären dann.
Pavel Mayer
Vier Komma vier Prozent.
Tim Pritlove
Vier Komma vier Prozent in Deutschland, die offiziell mal via PCR Test als infiziert gemeldet worden sind. Das kann man eben vielleicht nochmal eine Dunkelziffer überhelfen.
Pavel Mayer
Mindestens drei.
Tim Pritlove
Mindestens drei. So heißt, wir haben also mindestens zwölf Prozent der Bevölkerung, die sowieso schon Virus hatte.
Pavel Mayer
Eher so, ja, dreizehn, vierzehn, fünfzehn Prozent.
Tim Pritlove
Zwölf bis fünfzehn Prozent. So und plus vierundachtzig Prozent Impfquote soll auch schon bei neunundneunzig Prozent. Okay. Gibt's natürlich andere Überlappungen und so weiter, aber auch von diesen vier Komma sechs Prozent, die sie auf keinen Fall impfen lassen wollen, haben's bestimmt schon welche gehabt. Und äh auch von diesen zweiundzwanzig Komma acht Prozent. Also das das ist sozusagen nochmal etwas, was dazu kommt. Und wenn ich jetzt mal locker mal rangehe, sage ich mal, vierundachtzig Prozent äh Bereitschaft. Plus nochmal sechs Prozent sowieso schon erwischt worden. Kommen wir bei neunzig Prozent raus. Ist keine Prognose, ich sage nur diese Angst. Dass wir das Problem durch mangelnde Bereitschaft nicht lösen können, die habe ich jetzt so nicht. Ich habe da eher eine eine positive Erwartung. Wir können das hinbekommen. Wir können das, wir können das schaffen, ja? Die Leute sind irgendwie dabei. Und ehrlich gesagt, ich finde diese Zahl von zweiundsiebzig Komma sechs Prozent. Die sich auf jeden Fall impfen lassen wollen, ne. Weiß nicht genau, wie die Aufteilung war, aber wahrscheinlich wird so was gewesen sein, wie auf jeden Fall äh eher schon, weiß aber nicht oder eher nicht und weiß aber nicht und auf gar keinen Fall, ne? Habe ich jetzt nicht gesehen, aber es ist jetzt gerade meine Vermutung, weil nur diese beiden Dinger kannst du ja nicht, na ja und da ist dann also auf jeden Fall noch was zu bewegen zumal da ging ja irgendwie heute, ich weiß nicht, hast du das gesehen, da ist wieder so ein so ein, so ein, so ein Clip aus irgend so einem Social Network, da weißt du halt auch immer wieder nicht, äh woher das kommt, aber ich fand das irgendwie trotzdem gut, irgend so ein Kommentar, wo jemand meinte, ja, also ich kriege so langsam das Gefühl, hier diese ganzen Warner, die die wollen ja irgendwie nur Geld machen und irgendwie sind schon so viele Leute geimpft worden, dass irgendwie nix passiert so. Vielleicht stimmt das ja auch alles gar, also kann durchaus sein, dass er auch ein paar jetzt wieder aufwachen und endlich mal sehen, was für ein Unsinn da die ganze Zeit äh verzapft wird. Und ähm ja, Abteilung, alles wird gut.
Pavel Mayer
So in wie inwiefern jetzt? Ich ich hab's noch nicht, ich hab's nicht verstanden, worauf du hinaus wolltest.
Tim Pritlove
Die Angst, die viele treibt, ja, dass durch diese ganze Verunsicherung, durch diese Querdenker, durch diese esoteriker, diese ganzen blendeten, die einfach andere Leute, die sich sehr wohl vielleicht impfen lassen würden, wenn sie nicht die ganze Zeit unter so einer Peerpreser stehen würde oder unter so einer media oder Social-Bubble Presser stehen würden. Dass die sehr wohl zu gewinnen sind und dass sogar die, die dem ohnehin nicht anhängen in einer überwältigenden Mehrheit. Dreiviertel sind einfach da und sagen, nee, ich weiß, wie der Hase läuft. Wir lassen uns hier impfen und so weiter. Ich will, dass das jetzt vorbei ist. Äh das läuft schon.
Pavel Mayer
Okay, also ganz offensichtlich ist die Vollpfostenquote in Deutschland niedriger als die Vollpfosten äh die halt auch manche politischen Ämter äh äh bekleiden äh so glauben.
Tim Pritlove
Ja, wir haben eine niedrige Vollpostquote, das kann man, kann man so festhalten.
Pavel Mayer
So, aber äh weil eben äh grade viele dieser Vollpfosten in der Politik sitzen oder sehr laut sind so hat man das Gefühl, äh ja äh es gebe mehr davon, aber in Wirklichkeit, ja.
Tim Pritlove
Ist das gar nicht so.
Pavel Mayer
Äh
Tim Pritlove
UKW, sind gut informiert und, und, und, und wissen, was ich.
Pavel Mayer
Genau, also also vier, vier Komma sechs Prozent äh äh Vollpfostenquote plus irgendwie X äh so.
Tim Pritlove
So sieht's aus. So, kommen wir zu den Meldungen aus der Medizin und der Wunderwelt der Virologie. Ähm ein paar Nachrichten, Zunächst einmal, wo wir schon über Kinder äh gesprochen haben, gibt's ein paar gute Nachrichten. Also Biotech äh ist heute tatsächlich, für Kinder, also von Kinder ist gut, also für zwölf bis Fünfzehnjährige zugelassen worden von der EMA, Nachdem das ja in den USA schon durch war und dort schon seit einiger Zeit die Impfungen laufen ähm ist das jetzt einfach abgesegnet worden man kann davon ausgehen, dass äh auch wenn du Zweifel an das Trikot hast, äh an der Stelle die Bundesregierung scheint da auf jeden Fall sehr entschlossen zu sein und die ist ja am Ende dann nicht unbedingt entscheidend. Ne, sondern wer ist eigentlich entscheidend? Es ist oder ist RKI, ich glaube das ist PI, ne? Und die. Das wird kommen. Wir werden einfach Impfungen für Kinder sehen. Das ist super. Moderner wiederum hat äh auch. Bekannt gegeben, dass sie ihre Tests jetzt abgeschlossen haben, so wie das Biotech Faiser vorher auch schon gemacht worden, ne. Ähm dass auch ihr Impfstoff, ihr MRNA, Impfstoff wenig überraschend, auch diese hundert Prozent Wirksamkeit hat, also man hat halt. Zwölf bis Fünfzehnjährige oder in dem Fall waren's zwölf bis Siebzehnjährige in den USA äh geimpft, zwei Drittel haben eine richtige Impfung bekommen, ein Drittel war Placebo und auch hier hundertprozentiger Schutz vor Erkrankung. Also vor schwerer Erkrankung und äh dreiundneunzig prozentiger Schutz vor irgendwelchen Symptomen. Ne, also es gab durchaus Infektionen und was weiß ich und dann wurde halt irgendwie gehustet oder keine Ahnung, was da alles war, so diese, Symptome eben und äh aber auch das eben bei dreiundneunzig Prozent der Teilnehmer nicht. Es gab die üblichen Impfreaktionen, wie sonst eben auch, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen, Schüttelfrost, all diese ganzen Sachen sind aufgetreten, aber das ist ja auch normal und damit äh rechnet man und da äh stört man vor allem nicht von Ja und von daher gehe ich mal davon aus, dass auch moderner hier relativ schnell nachrücken wird und wir dann quasi mit beiden Impfstoffen in diese Altersgruppe, vorangehen können, Außerdem haben sie noch äh gesagt, dass sie auch in ihrer Studie für Kinder von einem halben bis elf Jahren in Phase zwei sind. Und grundsätzlich habe ich so den Eindruck, dass die da sehr zuversichtlich sind, dass es da auch nicht so sehr viel anders aussehen wird. Dafür ist einfach MRNA äh zu gut.
Pavel Mayer
Ja, also Amazon die Ergebnisse sind eigentlich wie erwartet, alles andere wäre eine Überraschung, gewesen, aber Überraschungen können natürlich auftreten, aber insofern äh ja äh weiß man halt generell, dass Impfstoffe, die also es gibt nur ganz wenig Impfstoffe, äh die bei Kindern irgendwie man nicht impfen kann oder oder oder soll, sonst ist eigentlich alles alle Impfstoffe eigentlich auch für für Kinder sogar wunderbar geeignet. Äh sind halt nur unter Umständen andere Dosierungen, niedrigere Dosierungen, die man für die ganz Kleinen so, aber ansonsten ist es, wie gesagt, wer's, wär's eine große Überraschung, äh, wenn das, wenn die Ergebnisse anders. Werden, aber ja.
Tim Pritlove
Meldung gab's ähm um Sputnik V. Da äh sind Tests in Argentinien durchgeführt worden. Gab's eine Studie, die von Forschern, von argentinischen Forschern äh gemeinsam mit ähm. Diesem russischen Direktinvestitionsfront. Durchgeführt wurde. Da fragen sich alle, was hat denn bitte der russische Direktinvestitionsfront damit zu tun? Das ist der offizielle Vertriebskörper von Sputnik V. RDIF abgekürzt. Ich weiß ja nicht viel drüber, aber das ist sozusagen so eine Entität in Russland, die mehr oder weniger ich sage mal, die Vermarktung, nationaler Assets äh vornimmt und da gehört halt auch dieser Impfstoff dazu. Ähm ich kann jetzt die. Nur erwähnen, ich habe das nicht durchgelesen, habe da kann das nicht beurteilen, äh wie sehr man dem trauen kann, aber sie sind der Meinung das mit V, geimpfte Leute in äh in Argentinien äh das fünfundachtzig Komma fünf Prozent der Personen nach vierzehn Tagen nach der ersten Dosis äh wirkungskräftige Antikörper gegen P eins Variante entwickelt haben. Ja, also warum ich das erwähne, ist eigentlich nur egal, wohin man äh schaut, die. Emma na Impfstoffe und auch die Vektor Impfstoffe scheinen grundsätzlich derzeit noch. Gut gegen alle Varianten, die verbreitet sind zu. Jetzt indische Variante ist ein neues Ding und irgendwo aufm ausm Augenwinkel habe ich jetzt irgendwas von einer Thailand-Variante äh gelesen, das glaube ich aber auch erst, wenn ich noch ein drittes Mal sehe, weil in Thailand war eigentlich bisher so wenig los. Ich weiß nicht, wie sich da eine Variante hätte entwickeln sollen. Das war wahrscheinlich auch nur wieder so ein blöder Spruch.
Pavel Mayer
Ja, ich, ja, aber ich würde, würde sagen, dass diese Studie äh ja mit einer gewissen Vorsicht äh zu genießen ist oder diese Reutersmeldung, äh sagen wir mal, äh so, weil Ich hab, wir haben auch nicht in die Studien, also ich hab die Studie selbst haben sie nicht verlinkt, wenn ich das richtig sehe, dass das gut, das kann jetzt ein Problem von von Reuters sein, aber ja, Also gut, ich würde es jetzt äh also es gibt sehe jetzt auch keinen Grund, warum äh Sputnik, V da jetzt nicht, wirksam sein sollte, also insofern, ja, kann, kann gut sein, dass das, dass, das stimmt. Die Ergebnisse, die sie dort haben, aber so der ganze Kontext macht mich halt schon so ein bisschen, ja, vorsichtig äh bei den Dingen auch natürlich. Das ist natürlich gewisse Interessen gibt und dass wir halt wissen, dass halt dann schon Moskau oder dieser ähm dieser Fonds, der hat sich ja in der Vergangenheit, teilweise auf Twitter nicht damit hervor getan besonders ja wissenschaftliche Ergebnisse zu liefern, sondern die haben dort äh auch äh sagen, bestimmte Fehlinformationen gestreut und versucht, eben bayerntech schlecht zu machen, äh so in in ihren. Gegen ein Jahr und das ist, weiß ich nicht, das also insofern äh ja, dass das Gebaren dieses äh russischen äh Investitionsfonds äh da ähm halte ich für teilweise inakzeptabel wie die öffentlich kommuniziert haben. Insofern ja sagt das jetzt vielleicht nicht direkt über die Studie aus, aber zumindest ist bei der Quelle höchste Vorsicht geboten.
Tim Pritlove
Dass äh es ist sicherlich richtig in dem Zusammenhang, können wir auch vielleicht gleich nochmal sich nochmal eine andere Meldung vor, weil's nämlich jetzt hier gerade ganz gut passt. Ähm, mitbekommen hast, aber es gibt ja so eine eine super skurrile Desinformationskampagne, äh auch solche äh Links nach Russland zu haben scheint. Und das ist so eine gemeinsame Recherche von Netzpolitik Punkt org und dem ARD-Magazin Kontraste. Das Ganze äh ist ausgelöst worden dadurch, dass sich deutsche YouTube Influenza oder einer im Spezifischen gemeldet haben, äh die so E-Mails bekommen haben, wo ihnen Geld dafür geboten wurde, dass sie bestimmte Informationen über Biotech Impfstoffe verbreiten. Und ähm das Ganze ging von so einer Londoner PR-Agentur aus den schönen Namen Fatze klingt FAZI, also Fassi oder keine Ahnung und äh nach ein bisschen recherchieren kommt man das äh kommt man drauf, dass da eigentlich so eine ähm merkwürdige Werbeagentur namens äh et now kommt, die halt damit preist äh native Werbungsformate zu bringen und wir wissen alle, was das heißt, native Werbeformate ist so ein Codewort für Wir tun so als als wäre das jetzt hier der der original Content des jeweiligen Kanals. Obwohl wir das im Prinzip alles geskriptet haben und nur fürs Vorlesen und für das Darreichen quasi bezahlen. Das ist so ein Problem und da sind sie mal so ein bisschen hinterher gegangen, das läuft dann total ominös, den ist also per E-Mail das angeboten worden, wenn sie sich dann darauf meldest, dann kriegst du irgendwie so ein Passwort, wo du dich dann Auf dieser äh Londoner PR Agentur Webseite auf irgend so einer Unterseite einloggen kannst, wo dann dir der der konkrete Deal angeboten wird Und die Informationen, die dort dann verbreitet werden sollen und das haben wir auch durchaus welche angenommen. Da gibt's Beispiele von Leuten aus Brasilien und äh noch online, habe ich jetzt gerade vergessen, also dann auf ihrem YouTube-Kanal, irgendwelchen Gamer, weißt du, mit was weiß ich, Millionen von Followern, die dann einfach diesen Unsinn äh verbreiten und welchen Unsinn geht's? Es soll behauptet werden, es gäbe eine sehr große Zahl von Impftoten nach der Verabreichung von ja? Ähm da gibt's so eine Tabelle, wo so eine vermeintliche Zahl der Impftoten äh abgebildet ist. Und es bezieht sich tatsächlich auf Deutschland und ähm da wird also davon äh geredet, dass halt bei einer Million Impfdosen, die verabreicht werden, irgendwie ja knapp dreißig Menschen in Folge einer Impfung mit Bier und gestorben sein, So und äh wie sechs bis sieben Menschen durch ja. Jetzt ist es nicht komplett aus der, aus der, aus der Luft geholt, sondern es gibt diese Zahlen tatsächlich nur ist die Darstellung halt falsch, Weil das ist nichts anderes als eine Veröffentlichung der Pie-Daten. Haben wir ja schon ein paar Mal gesagt, die Abkürzung, es ist äh paar ehrliche Institut, die halt für Impfstoffe zuständig sind in Deutschland. RKI ist für die Infektion zuständig. Das PEI ist für. Die die Impfstoffe zuständig und das ist einfach die Statistik die der Zahl der Gestorbenen Nachimpfung, Also nicht wegen Impfung, sondern einfach Leute, die geimpft wurden und danach halt gestorben sind, weil Leute sterben halt so. Das ist halt so. Und wenn irgendwie ganz viele Millionen Leute äh geimpft werden, dann gibt's natürlich auch Leute, die danach sterben. So. In England ist auch derjenige, der Erste, der eine Impfstoff bekommen hat, der weiß noch, wie der hieß? Der hieß ja irgendwie äh.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Tatsächlich. Der ist jetzt auch gestorben. Ja, warum? Ja, weil er alt ist. Sowas passiert. Alte Menschen sterben.
Pavel Mayer
Ja, wir hatten das auch schon mal vor äh Wochen hatte ich mir dieses Thema äh dann etwas genauer angeguckt und tatsächlich ist es so, wenn man die Zahl der nach Impfung oder im zeitlichen Zusammenhang mit Impfung Verstorbenen, gemeldet wurden, sich sich anschaut, dann sind das deutlich weniger als eigentlich in der Altersgruppe hätten, äh sagen, eines normalen äh Todes sterben müssen. So, ja, das heißt, wir hätten eigentlich noch äh sagen, oh aufgrund der natürlichen Sterbetafeln hätten wir viel hätten wir das drei bis fünffache eigentlich an Toten haben müssen.
Tim Pritlove
Du meinst das impfen könnte auch das Leben verlängern.
Pavel Mayer
Na ja, ich äh. Ne, ich ich führe das darauf zurück, äh dass halt ähm sagen. Diejenigen, die zuerst geimpft, worden sind, wahrscheinlich äh so im im Schnitt eine etwas gesündere Gruppe darstellt, weil man wahrscheinlich bei vielen Leuten, die so, ja, äh sowieso schon, ich sage mal, so schwer krank waren, äh dass dass sie irgendwie in der Krise waren, hat man wahrscheinlich darauf verzichtet, äh denen auch noch eine Impfung äh äh zu verabreichen, beziehungsweise ja, bei bestimmten Erkrankungen oder so, die du gerade hast äh kannst du halt auch nicht, nicht geimpft werden. So, das war deswegen meine These, äh dass äh sagen, ja, die. Die Geimpften, eine, eine etwas äh ja gesünderen Teil der der Population darstellen, als als die Gesamtpopulation. Das ist die eine These oder, bis in vielen Fällen äh äh der Tod äh gar nicht als im Zusammenhang mit der Impfung, stehend gemeldet wurde, weil halt ganz offensichtlich klar war, dass es äh dafür andere Ursachen gab, ja. Diese beiden Dinge zusammen sind für mich die Erklärung äh warum äh die Zahlen so niedrig sind, ja.
Tim Pritlove
Plausible Ansätze, also auf jeden Fall diese Kampagne ist da und äh warum ich das erwähne, ist, glaube ich, auch klar. Mir geht's halt da drum, dass ähm warte mal. Mir geht's halt darum, dass. Man bei all diesen Berichten, die so verteilt werden und das Netz ist ja auch voll davon, auch wann wann immer ich irgendwie was zur zur Impfkampagne äh twittere, dann kommt dann doch wieder irgend so ein und dieses und jenes und guck mal hier und hier ist irgendwie ein komischer Link und dann klickst du irgendwie zwei, drei Mal, dann bist du schwer bei irgend so einem Reitschuster oder Querdenker äh äh Unsinn äh äh wieder aufgelaufen. Das ist immer immer der selbe Geschichte. Immer irgendwas wird rausgezogen und es wird immer übertrieben dargestellt, sehr schwierig. Also ich kann dir ganz gut ignorieren, ne. Es ist bloß manchmal ein bisschen schwierig. Zwischen denen. Und Leuten, die legitime Zweifel an irgendwas haben oder die vielleicht tatsächlich irgendeinen interessanten Punkt haben noch zu unterscheiden. Gerade wenn die Leute danach so skurrile. Haben so mit ohne weitere Informationen und ohne Kontext und so weiter. Ich studiere da manchmal wirklich erstmal so äh eine Minute die Timeline und gucke mir mal an, was die sonst noch so für ein Zeug äh von sich geben, um es so ein bisschen einordnen zu können Na ja okay, ist auf jeden Fall nicht einfach. Kurz gesagt, solche Desinformationskampagnen, das mag jetzt eine Ausnahme sein. Aber es zeigt halt auch. Gibt hier auch Interessen, die nochmal jenseits nur der Bekämpfung der Pandemie sind. Da gibt's schon so Gruppen, die vielleicht auch ein Interesse daran haben, irgendeinen Impfstoff besser dastehen zu lassen. Und wenn man halt hier gegen ausgerechnet gegen den Impfstoff, der zweifelsohne derzeit weltweit eigentlich am besten dasteht, kann man ja, glaube ich, mal so festhalten. Äh angeht, dann naja, dann muss man sich da, Also ich wundere mich da nicht drüber, wundere mich über die krassen Methoden und ich wundere mich auch ehrlich gesagt über diese Influencer, die wirklich so schamlos sind und hier Kohle einstreichen und auf der anderen Seite einfach uns allen. Leuten Probleme bereiten dadurch.
Pavel Mayer
Einen Bärendienst tun Plus. Also diese, Desinformationskampagnen. Ich finde insbesondere, so diese diese Hinweise, die dann wohl auch kamen, dass dass man das verschleiern soll, also das, sagen wir mal, dass den Begriff sponsort vermeiden soll und verwenden sie keine Wörter wie Werbung Video und so weiter in ihren Beiträgen, Geschichten und Videos oder tun sie so als hätten sie die Leidenschaft und das Interesse an dem Thema, präsentieren sie das Material, als ihre eigene unabhängige Sichtweise. Finde ich alles schon ganz schön perfide und äh ja, es ist auch äh unzulässig, sagen wir mal, es gibt. Nicht gewisse Gesetze dagegen äh sondern gegen irreführende äh äh Werbung, also in den meisten Ländern ist es nicht okay, aber offenbar scheint da die Höhe der Strafandrohung äh noch nicht noch nicht hoch genug, zu sein und ich wäre schon dafür, dass man mal guckt, äh was man denn da irgendwie gesetzlich noch, tun kann, um ähm zu verhindern, dass Leute für Geld ähm Fehlinformationen verbreiten.
Tim Pritlove
Ja, schwieriges Feld, ne, weil du natürlich dann auch voll in den Journalismus äh sozusagen reingrätscht, äh der ist ja im Prinzip auch für Geld macht Okay, er wird nicht explizit jetzt nur dafür bezahlt, diese falsche Information rauszubringen. Ist schon was anderes. Das muss man halt klar trennen insofern bin ich da ganz bei dir, weil das eigentlich eh nicht aufgehangen sein sollte, wie eben so versteckte Werbung an sich, ne, aber hier halt nicht Werbung, sondern eben auch nochmal ganz konkret. Falschinformation und dann auch nochmal im Kontext Pandemie da sind schon mal so so zwei level ups die man da ziehen könnte äh um's wirklich ein bisschen, gefährlicher zu machen auf diese Pfade zu schreiten.
Pavel Mayer
Ja, ich meine, die Hürden werden natürlich, notwendigerweise sehr hoch oder müssten halt sehr hoch sein, das heißt, man muss den Leuten dann wirklich nachweisen, dass sie es äh eben aus äh ja kommerziellem Interesse getan haben und dass sie wussten oder hätten wissen können, äh dass es sich um eine Fehlinformation handelt, so dass wahrscheinlich die Zahl der Fälle dann auch nicht sehr hoch wäre, in denen man das wirklich nachweisen kann, aber ich würde sagen, so einen Fall. Wie hier, wo dann auch eine Agentur das ganze tut, plus die Agentur, finde ich, die gehört äh eigentlich dicht gemacht, die äh irgendwie andere Leute zu Straftaten anstiftet äh gegen Geld, also ich, finde, das kann kann nicht einfach, das ist kein Kavaliersdelikt. In meinen Augen, sondern das ist schon, schwere, also Schwerkriminell, weil denken immer so, ja, Informationen und so, das ist ja harmlos, da wird ja niemand jetzt irgendwie erschossen oder mit einem Knüppel über den Kopf gehauen, aber es können halt trotzdem jede Menge Leute sterben, insofern sind, sind wir, glaube ich, ähm ja, speziell auch, unserer westlich freiheitlichen Sicht äh sind wir da an manchen Stellen glaube ich zu liberal äh so ähm das ist mittlerweile nach vielen, vielen Jahren, meine Sicht auf das Thema. Also das das ja das das kann halt man sind auch relativ immun äh äh dadurch, dass dass wir halt. Jahrzehnten äh schon schon immer irgendwie mit mit Fehlinformationen. Zu kämpfen haben und mit Leuten, die uns manipulieren äh wollen, zu kämpfen haben. Insofern hat sich da auch so eine, so ein gewisses Immunsystem, glaube ich, in den, in vielen Köpfen entwickelt, aber das ist auch nicht überall auf der Welt, so ähm und natürlich gerade in so Situationen, wenn es sowieso politisch ein Konflikt ist äh oder in in Themen, wo jetzt verschiedene Volksgruppen sowieso sich nicht leiden können und wenn man da dann noch äh für gilt anfängt irgendwo ja für Probleme zu sorgen, dann finde ich nicht akzeptabel, nicht tolerierbar.
Tim Pritlove
Nee, das ist auch nicht. Gut, ähm das ist. Noch zu einem vorletzten äh vorverletzten Thema kommen. Ist eigentlich eine kurze Sache. Äh die Studie von äh Christian Drosten und seinem Team an der Charité. Zur ähm Untersuchung von. Infektiösität des Virus ist äh herausgekommen. Da hat er ja im Prinzip schon lange dran gearbeitet. Das ist so diese diese erste Aufregerstudie gewesen oder äh Studie war's ja am Anfang nichts. Es war ja eher so ein so der Beginn einer Studie. Wo sie die ganzen Proben, die durch die Charité durchlaufen, die PCR-Proben durchgetestet haben, um mal zu gucken, okay, wie viel Virus ist denn jetzt wirklich drin und gibt's da Unterschiede zwischen Kindern? Und Erwachsenen. Und schon zu Beginn waren ja die Ergebnisse, die vorläufigen Ergebnisse so waren ja so, na ja, man kann. Sieht hier nicht, dass es jetzt irgendwie bei den Kindern sehr viel anders wäre. Und damals hatten wir noch so diese Debatte mit sind denn, Schulen überhaupt gefährlich. Und die Kinder werden ja nicht krank und vielleicht geht ja von den Kindern auch überhaupt gar kein Problem aus und dann kam irgendwie noch die Bild-Zeitung und hat wieder äh Action gemacht gegen Drosten und das war ja dann einfach so eine äh Aufregerzeit, wo wir dann auch gleich wieder gesehen haben, ne, wie das eben so ist mit so Medien, die na ja, nicht eigentlich nur Bericht, sondern, ehrlich ist auch äh eine Agenda. Verfolgen, zumindest so eine so eine strategische Agenda, wie sie es halt immer machen, ne, Leute hochjubeln, äh Feinde aufbauen und so weiter und immer im richtigen Moment jubeln und im richtigen Moment drauf hauen ohne Rücksicht auf Verluste und vor allem ohne Rücksicht auf konkrete wirklich wissenschaftliche Ergebnisse. Diese Studie scheint jetzt fertig zu sein. Es ist veröffentlicht worden, relativ aufwendig. Sie haben fünfundzwanzigtausend PCR Proben von positiv getesteten Personen analysiert und haben in diesen Proben. Die Viruslast bestimmt. Also so mal geguckt, wie viel ist denn da jetzt eigentlich wirklich drin? Immer so ein bisschen schwierig, weil natürlich ist auch sehr von der Probenentnahme abhängt, aber ich schätze mal, das sind so Faktoren, die sie durchaus offen haben, zeigt sie auch gleich nochmal bei den Kindern. Und im Wesentlichen ist so ihre Schlussfolgerung, dass es bei Leuten im Alter von zwanzig bis fünfundsechzig. Keine Unterschiede gibt. Warum das jetzt bei fünfundsechzig endet, aber das war jetzt zumindest die Aussage und ähm bei Kindern von null bis fünf. Sie generell zwar geringere Viruslasten, festgestellt haben, aber auch gleich zu bedenken geben, dass äh einerseits die Viruslast nicht linear mit der Infektion geht, sondern dass es da sozusagen an der Stelle auch nochmal eine Logarithmische äh Geschichte. Und man auch bedenken muss, Bei kleinen Kindern sind kommen auch kleinere Tupfer zum Einsatz et cetera und von daher hat man's auch grundsätzlich schon mal bei der Abnahme mit kleineren Mengen zu tun. Das haben sie dann irgendwie umgerechnet nach ihren Schlüsseln und sind zu dem Entschluss gekommen, dass die Viruslast bei äh diesen ganz kleinen Kindern äh nur so bei achtzig Prozent der Erwachsenen liegen. Das hat aber dann für die Infektion unterm Strich eigentlich keine nennenswerte Unterschied. Das heißt, man kann einfach davon ausgehen, es ist halt einfach bei Kindern und Erwachsenen im Wesentlichen gleich. Das ist ja irgendwo auch ich meine vor dieser Pandemie war so das wiederkehrende Meme immer so oh ja ich habe äh Kinder in der Kita, ich bin irgendwie jede Woche erkältet. Ja. So ähm außerdem haben sie noch gefunden, dass neun Prozent der Proben. Eine extrem hohe Viruslast aufweisen. Und interessanterweise sind von diesen neun Prozent hatten die äh Personen. Von denen diese Proben stammen, hatte ein Drittel keine oder leichte Symptome. Ja? Und das sind sie sozusagen, unsere Superspreader. Leute, die von ihrer Infektion nichts merken. Aber irgendwie mit einem Superhai, äh also extrem hohe Viruslast, das war ja irgendwas im Milliardenbereich, also wirklich, es gibt Leute, da breitet sich das Virus enorm aus, aber es scheint ihnen irgendwie nix äh zu tun. Ja und das sind sie so, die die Superspreader. Ganz nebenbei haben sie halt auch noch die äh Varianten mal gegeneinander verglichen, also den Wildtyp und B eins eins sieben und haben festgestellt, dass bei B eins eins sieben im Schnitt mit einer zehnfachen Viruslast zu rechnen ist. Das ist sicherlich ein Teil der Erklärung, warum äh B eins eins sieben so viel ansteckender ist. Löse einfach mehr Virus im Rachen. So und da kommt's raus und deswegen verbreitet es sich. Diese zehnfache Viruslast ist aber jetzt nicht mit zehnfacher. Ansteckungsfähigkeit zu rechnen, sondern sie reden von einer zwei Komma sechsfachen Infektiösität. Was ja auch schon mal ganz ordentlich ist, ne. Ja, das war so die Studie.
Pavel Mayer
Ja, interessante Ergebnisse auf jeden Fall, was halt bedeuten würde, dass wir ungefähr sagen, drei Prozent der Infizierten potentielle Superspreader äh äh sind, wenn sie sich nicht von anderen fernhalten. Ja
Tim Pritlove
Und dann gab's noch ganz frisch, das kam irgendwie auch erst heute, glaube ich, raus oder gestern. Ähm. Paper, was ähm ein ganz sensitiven Bereich anschaut. Und zwar. Hatten wir ja diese ganze Debatte um das ist eben diese Sinus äh Wind Thrombosen beziehungsweise generell einfach immun. Reaktionen im Körper auslöst, in seltenen Fällen, die unter anderem zu diesen Sinuswellen-Trambosen führen können oder generell halt einfach zu Thrombosen, also Blutverklumpungen im Körper, die man nicht haben will. Und. Jetzt gibt's halt ein Paper, was ähm wohl eine. Erklärung dafür hat, warum das bei diesen Vektor Impfstoffen auftreten. Könnte, tut. Ähm. Und so ganz nebenbei auch, warum das wahrscheinlich bei den MRNA Impfstoffen aus Prinzip nicht so ist. Und. Ich hoffe, ich habe das richtig verstanden. Ich versuche das mal so ein bisschen herzuleiten, weil das ist dann nämlich äh mal wieder so ein kleiner Exkurs in ähm in. Bio, Bio, weißt du, Biologie, Bio.
Pavel Mayer
Mhm.
Tim Pritlove
Und nur Biologie, ich weiß nicht genau, wie man den Bereich nennt, G-Technik, was auch immer. Auf jeden Fall kurz nochmal zurück zu dem Virus. Also. Asra ist ein Vektor Impfstoff, das heißt der eigentliche Bauplan, den man äh haben will, ist äh in DNA verborgen in. In einem Vektor Virus. Also in diesem Adeno Virus, den kriegt man dann injiziert. Ausgeschaltet, der kann sich nicht replizieren. Der dient nur dazu, dass er eben mit seinem. Halt ein Virus ist, hat das Ding einfach Fähigkeiten in die Zellen reinzukommen. Kommt in die Zellen rein, spuckt da seine Virus-DNA aus. Die wird dann abgelesen. Von dem normalen Zellmechanismus, der sieht so, oh ja, hier DNA, da gibt's doch bestimmt was zu replizieren und dann wird es halt abgelesen und dann wird RNA erzeugt und diese RNA geht vom Zellkern über in. Zytoplasma, die eigentliche Zelle und dort geht dann halt dieser Produktionsprozess. Voran und es entsteht dann halt dieses Bike-Protein, was dann auf den Zellwänden, wie das so schön heißt, präsentiert wird und dann kommt das Immunsystem und sagt so, ha, wie was ist das denn hier? Äh da da müssen wir mal einen Riegel vorschieben. Ne, das ist sozusagen die die Funktionsmethode, wie das tatsächlich funktioniert. Dieses. Blesen der DNA und das Erzeugen von RNA ist äh natürlich, wie sollte es auch anders sein, ein relativ komplexer Prozess. Und tatsächlich äh werden da so zwei. Schritte unter. Das erste ist die sogenannte Transkription, das ist das eigentliche auslesen der DNA. Ja? Da wird aber in dem Schritt wird nicht direkt diese RNA erzeugt, wie ich das gerade erzählt habe. Sondern das ist ein man spricht von der Transkription, also das Ablesen quasi. Und der. Das wird also quasi noch eine Zwischenstufe erzeugt, die dann eigentlich erst in die eigentliche RNA überführt wird. Das heißt, diese Transkription, dieser erste Schritt. Erzeugt eine sogenannte Prä-MRNA. Das ist im Wesentlichen dieselbe Information, die besteht aber aus so zwei verschiedenen Bereichsarten, den sogenannten Exonz. Den sogenannten Intronz. Habe ich auch vorher noch nie gehört. Ja? Also nochmal, DNA kommt rein, Transkription findet äh statt. Es wird also abgelesen und dann wird erstmal eine Prä-MRNA erzeugt und die besteht eben aus diesen zwei Bereichen. Sind das, was man eigentlich haben will, das sind die sogenannten kodierenden Bereiche, also das ist das, wo die eigentliche MR, Informationen, die man haben will, äh drin steht.
Pavel Mayer
Ja, also die Information mit deren Hilfe Proteine erzeugt werden.
Tim Pritlove