UKW069 Corona Weekly: Inzidenzen interessieren keine Sau

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Eine weitere Kalenderwoche vergeht und es passiert… nichts. Irgendwas mit Notbremse, aber ne, dann doch nicht so recht oder vielleicht auch ganz anders? Mittlerweile hat jeder den Überblick verloren und Deutschland verliert sich in einer lächerlichen Kakophonie der schlechten Ideen und untauglichen Vorschläge.

Währenddessen folgen die Zahlen stur den Voraussagen der Wissenschaftler und die Intensivstationen laufen über. Panische Wasserstandsmeldungen aus den Krankenhäusern gehen aber weiterhin im Geblubber um Modellversuche, Schulöffnungen, Freiheitsrückgewinne und Kanzlerkandidaten-Gockeltänze unter. Deutschland setzt auf das Prinzip Hoffnung und drückt die Daumen, dass man irgendwie noch halbwegs rechtzeitig die Impfstoffe in die Arme gedrückt bekommt. Die ganze Geschichte ist mittlerweile so halbherzig, dass das unter Garantie später niemand verfilmen möchte, um nicht die Überlebenden der Katastrophe noch zu Tode zu langweilen.

Wir sprechen derweil über die nackten Zahlen, reden viel über Impfstoffe, neue Studien zu Gefahren und Effektivität, wie man an Impfstudien teilnehmen kann, noch mal ein wenig zu Schnelltests und PCR-Pooling, den Mangel an Abwassertests und über die Kartelle der Angst.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Pritlove und ich begrüße alle hier zur na neunundsechzigsten Ausgabe von UKW. Und ja da sind wir wieder, es ist Freitag und das heißt Corona Wickly mit mir und mit Pavel, hallo Pavel.
Pavel Mayer
Hallo Tim.
Tim Pritlove
Da hatten wir wieder eine ereignisreiche, ereignislose Woche würde ich mal sagen wo wieder ganz viel nicht passiert ist. So ein bisschen mein Eindruck, weiß nicht, wie es bei dir war.
Pavel Mayer
Ja, ja. Ja, wir hatten uns ja äh vorgenommen, heute nicht zu sehr in äh Klagen, in ins Beklagen äh der Gesamtsituation ja da nicht allzu viel Zeit äh mit äh zu äh verwenden, aber, Ja ich mein es sieht so aus als hätten wir echt viel Zeit irgendwie in dieser Pandimie. Es scheint alles nicht so dann doch nicht so ernst zu sein. So hat man das Gefühl ich mein, Ja und dann natürlich auch gesagt, was da jetzt an. Ergebnissen bei rausgekommen ist, was jetzt äh diese Notbremse angeht. Ja, man hat. Eindruck, es gi gar keine Betriebsbremsen mehr für die Pandimie, so diese Notbremse äh und die wird dann auch von einigen nicht gezogen oder einige sind unwillig überhaupt die Notbremse zu ziehen, ja. Äh so, deswegen ja. Hat man das Gefühl, so es geht halt auch vielleicht nicht ungebremst, aber äh eben zu schwach gebremst äh immer noch nach oben. Und äh ja, plus natürlich ich meine. Die Maßnahmen an sich sind halt auch ein schlechter Witz. Also irgendwas bei Institenz zweihundert festzuschreiben oder selbst bei hundert, wo die fünfzig schon so hoch waren und uns fünfunddreißig versprochen wurden, so das äh ist halt äh einfach ähm ja, zu sagen, wir wir lassen die Schulen bis Instit zweihundert auf, beziehungsweise, nein, wird ja betonen, nein, es ist ja nur eine Notbremse. Nichts hinder, ein Land daran, jetzt auch früher schon die Schulen zuzumachen, aber so, aber bis zweihundert kann man dann halt trotzdem gehen und zweihundert, das bedeutet einfach ähm ja, eine, ich nenn's mal hochinstitenz Politik, äh, die da gefahren wird, die halt äh im Jahr Leid und Leben. Kostet, also Leid verursacht und Leben kostet und auch Geld natürlich und ja das ist nichts anderes als eine Kapitulation. So, sehe ich das. Ich meine, dann haben wir und jetzt sagen, okay, wenigstens ist es das, aber Frage ist, reicht es eigentlich? Ich meine, eigentlich müsste es jetzt mit Schulen, also wenn Schulen und Kitas zu sind, äh sollte das eigentlich ausreichen, aber ja, nach wie vor eben Unternehmen. Ähm ähm ja sind, relativ wenig Einschränkungen unterworfen. Das ist, dafür ist unser Privatleben jetzt ziemlich äh zugenagelt jetzt auch noch mit ja, nächtlichen Ausgangssperren äh die demnächst drohen und äh ja.
Tim Pritlove
Vielen Einschränkungen, genau. Bevor wir da zu sehr äh ins Rahmen äh kommen. Legen wir doch gleich mal los mit mit Feedback, weil das passt jetzt gerade eigentlich ganz gut dazu äh in den Kommentaren äh hat uns was soll's geschrieben. Vielen Dank für eure informativen Folgen, dennoch finde ich, dass ihr zu sehr auf den Konzern äh rumhaut. Mein privates Umfeld arbeitet bei solchen. Diese befinden sich ausnahmslos seit einem Jahr im Homeoffice. Das Problem mittelständischen Unternehmen ist, dass die Kollegen kein Homeoffice wollen. Und natürlich ist es meinem Arbeitgeber lieber, wenn alle ins Büro kommen. Es ist mithin eine Mischung aus Arbeitgeber und Arbeitnehmer und auch jetzt wird sich bei den Schnelltest von der Chefetage immer darauf bezogen, dass wir ja nicht müssen. Ist zum Haare raufen. Ja, die Wirtschaft, also hauen wir zu sehr auf den Konzern rum rum, also ich denke, was man ein bisschen differenzieren muss, ist so Wirtschaft, das ist äh relativ, weiter Begriff Wirtschaft ist ja eigentlich fast alles und äh Konzerne finde ich jetzt auch keine besonders gute Umschreibung. Ich habe so den Eindruck, es ist eigentlich im Wesentlichen die Industrie, die eigentlich überhaupt nicht bereit ist, hier in irgendeiner Form was aufzugeben und bei den mittelständischen Unternehmen oder bei den mittleren Unternehmen habe ich alles mögliche gesehen, ne? Also solche, die halt wirklich hat man auch hier den den Bericht von von jemanden auf Clubhaus so, ja wir sind großes Unternehmen und gleich im Februar haben wir eine Taskforce gegründet und zwei Drittel war im Home Office und so ist das irgendwie auch immer noch und es gibt irgendwie wöchentliche Updates und die Chefs reden irgendwie mit den Betriebsärzten und informieren alle. Das sind so so die positiven Beispiele. Aber es gibt halt auch eine ganze Menge negative Beispiele und auch aus dem Kommentar kann man halt einfach raus äh lesen. Wenn's halt keine klare Ansage gibt und alles so auf Freiwilligkeit basiert, dann, kocht da einfach jeder sein eigenes Süppchen mit dem Ergebnis, dass man äh insgesamt nicht weiterkommt.
Pavel Mayer
Ja plus das äh gut, in der Anfangszeit, also je nach je nachdem auch, ob dann ein Unternehmen in einer Hochinstitanzregion ist oder nicht. Äh so hat es dann eben auch Wettbewerbs Nachteile möglicherweise dadurch wenn es halt mehr tut oder zu viel tut, sag ich mal, wobei das dann im Endeffekt sich dann wieder bei hohen Institzen auszahlt, dass nicht so viele Mitarbeiter, ausfallen, aber unter dem Strich äh scheinen Mitarbeiter dann doch irgendwie eher auch ein bisschen manchmal als was offenbar Austauschbares oder ähm ja zumindest verzichtbares, zeitweise ähm, gesehen zu werden und äh ja äh wir haben glaube ich immer betont, dass es da sehr, sehr große Unterschiede gib, aber, das Problem ist unterm Strich reicht's halt nicht. So, das kann man halt nicht wegreden, da kann sich halt jeder dann sagen, ja, wir machen aber, wir machen aber, aber es reicht halt nicht. Offensichtlich machen halt dann eben nicht genug Leute genug in der Wirtschaft und es sieht halt ganz so aus, als wenn das eben äh ja nicht die gesamte Wirtschaft ist, sondern bestimmte Teile und äh gerade eben vor allem aus bestimmten Industriebereichen hat man halt eben auch mitbekommen. Wieder massiv Einfluss ausgeübt wird aus die Politik und das sind halt politisch sehr einflussreiche Lobbyorganisationen und wenn man. Deren Stellungnahmen liest, dann ist es äh ja äh einfach äh klar, die Schulen sollen aufbleiben, hören, damit die Leute in Ruhe arbeiten können. Und die Kitas äh natürlich und ansonsten ja äh lehnt man halt äh alles ab, was irgendwie ähm ja Geld kosten würde oder. Zeit oder unangenehm ist. So sieht's äh aus. Ich meine. Bei der bei der Testpflicht jetzt, was war das für ein gezählter, so, ich meine, nicht, das ist allzu viel nützen würde, weil das sowieso nicht vernünftig implementiert werden wird. Aber äh ja es ist halt symptomatisch. Und wie gesagt äh es zählen halt nur Ergebnisse und die Ergebnisse sind nicht da. Also. Und äh und wir haben eben, wenn man mal sagen die in den äh Altersgruppen. Halt vor allem berufstätig sind, so finden zwei Drittel des Infektionsgeschehens statt, ja? Das heißt. Ähm klar passiert auch was im privaten Bereich, aber wenn man jetzt nie sagen, zwei Drittel sind nur äh nur Wirtschaft, aber äh ja. Wenn man die ausklammert, dann kann man halt die Schulen nicht aufhalten. Das ist so, ich sag mal, dass das Problem ja. Aber ja, wir wollten ja nicht so lange äh lamentieren.
Tim Pritlove
Aber das bringt uns letzten Endes zur Bestandsaufnahme, nämlich den Zahlen der Woche. Und während wir letzte Woche noch so ein bisschen die Ausläufer der Osterfeiertage gesehen haben und die Zahlen ja teilweise zurückgingen, uns aber nicht so sicher waren, ob das irgendwie äh Substanz ähm hatte, also teilweise hatte es Substanz teilweise, war man sich nicht so sicher, wie viel Substanz es hatte. Mittlerweile die Zahlen doch sich wieder ganz anders am Strecken und alles geht hoch, oder?
Pavel Mayer
Ja, also sind ja schon längst äh deutlich über vor Osterniveau, also, mit äh Jahnherr Institanz von hunderteinundsiebzig aktuell in Deutschland und einem sieben Tage Erwert bei ja von eins Komma zwo zwo das ist schon mal eine Menge und ja mein Loch hat sich das nicht ganz eingerüttelt, würde ich sagen, diese Phasenverschiebung, die durch, Ostern äh passiert ist und äh im Augenblick. Es ja auch ja rechts und links hagelt es in verschiedenen Bereichen dann schon Maßnahmen und Verschärfungen. Sodass wir hoffentlich auch da noch eine zusätzlich dämpfende Wirkung. Kriegen, aber ja was halt noch aussteht ist äh jetzt. Die Auswirkung der Schulöffnungen, die wohl kommen werden, so wie es aussieht in. Vielen Bundesländern und äh insofern erwarte ich jetzt, dass es vielleicht in den ja nächsten Tagen nochmal übers Wochenende ist, ja Erfahrungsgemäß dann bis Montag und so äh dann, wieder niedrige Zahlen bis Dienstag, aber wahrscheinlich ja geht es dann spätestens äh in der. Nächsten Woche äh dann noch richtig los, wenn halt die Schulen offen sind und das kann dann ganz schnell gehen. Das kann dann ganz schnell gehen und äh ja.
Tim Pritlove
Die Schulen eigentlich auch gleich wieder zu, weil zweihundert äh steht eigentlich vor der Tür und das ist eigentlich vollkommen absurd, jetzt nochmal äh überhaupt nochmal zu öffnen, wenn man sowieso weiß, dass man kurz vor zweihundert ist. Um Sander einfach nochmal schlimmer zu machen, um's dann nochmal äh weiter rauszuzögern. Man hat einfach wirklich nicht mehr den Eindruck, dass auch nur irgendjemand noch irgendwas. Checkt.
Pavel Mayer
Ja ähm. Die Zahl der Todesfälle hat halt auch wieder angezogen so ähm. Seit. Anfang April war sie auf eigentlich auf einem niedrigsten Stand beziehungsweise in der ersten Aprilwoche und äh ja jetzt so seit eigentlich, zwei Wochen äh geht's da leider wieder aufwärts und ähm was vielleicht. Unbegreiflich ist oder. Vielleicht nicht ganz so einleuchtet ist, dass sich die Institzen in der Altersgruppe. So achtzig Plus, wo man ja denken würde, da müssten jetzt eigentlich mal langsam alle durchgeimpft sein, oder? Also auch in der Altersgruppe achtzig Plus gehen die Institzen wieder hoch. Zwar glücklicherweise jetzt auf niedrigem Niveau so. Das ist jetzt auch gleichzeitig die neweste Insidenz. Achtundsiebzig grade in Deutschland auf hunderttausend bei bei achtzig plus aber bei ja sich, sechzig bis neunundsiebzig sehen wir halt noch höhere Anstiege und da liegt die Insedenz schon bei hundert und das ist halt eine Altersgruppe, die eben auch ja, Größenordnungsmäßig ein Viertel bis ein Drittel äh so viele ähm Todesfälle hat äh pro. Infektion, also das fällt halt auch nennenswert ins Gewicht und. Ja und Schulen sind deutschlandweit äh oder ich sage mal äh Kinder im Alter von fünf bis vierzehn Jahren haben jetzt deutschlandweit eine Instituz von zweihundert. Gerade. Und die höchste Insidenz ähm liegt in der Altersgruppe fünfzehn bis vierunddreißig, die sind jetzt da sind jetzt zweihundertzweiundfünfzig von hunderttausend deutschlandweit infiziert.
Tim Pritlove
Das heißt, die Schulen sollen zumachen, wenn die Institenz bei zweihundert ist. Und sie ist eigentlich bei zweihundert, bei den Schülern.
Pavel Mayer
Bei den Schülern, ja.
Tim Pritlove
Ja, aber nur weil's noch andere gibt, die schon geimpft sind, die aber mit diesen Schulen überhaupt nichts zu tun haben, bleibt mir halt noch offen.
Pavel Mayer
So kann man sagen und ähm. Die Kitas geht im Moment äh also null bis vier äh liegen deutschlandweit bei äh hundertvierundfünfzig äh Institanz, aber. Und da lohnt es sich mal ähm in unsere Hochinzedenz. Landkreise hineinzuschauen, zum Beispiel den Landkreis Greiz. Ähm ja. Und. Was wir da in Greiz dann sehen können, wo die Institanz ja jetzt äh auch im Schnitt so im in der fünfhunderter äh Gegend liegt, aber das ist gar nicht so sehr das Spektakuläre, sondern das spektakuläre dort ist es Mitte März. Also begonnen hat es eigentlich Anfang März in der Altersgruppe null bis vier äh sind die Institzen dann bis zum ja siebzehnten dritten auf tausendsechshundert. Angestiegen von hunderttausend, ja? Bei den bei den Kleinkindern, also da ist definitiv äh. Was passiert und gleichzeitig bei den Schulen im selben Zeitraum äh unter den Fünf- bis Vierzehnjährigen eine Institz von über tausend. Und eine Woche später ging dann dort bei den fünfzehn bis vierunddreißigjährigen in Greiz die Institanz über tausend. So und ähm dann kamen die fünfunddreißig bis, neunundfünfzigjährigen nochmal ein bisschen hinterher, wo es dann bis neunhundert hochging, ja. Also ähm dass wenn man sich fragt, äh so wie, wie schafft man das so auf solche Rekordinzidenzen zu kommen? Wie ja. Oder Hof, äh, dann, äh, ja, kann man nur sagen, ja. Macht halt Schulen und. Auf und äh ja und weiß nicht, was die da sonst noch dazu gegeben haben, aber Ja, das ist schon Rekordverdichtung definitiv. Ja und wenn wir dann. Vielleicht nochmal nach Hof gucken ähm ja in Hof waren's dann halt. Die Schulen aber zu einem anderen, also gab's halt zwei irgendwie krasse äh Wellen, die auch von dort aber hauptsächlich den Schulen oder den fünfzehn bis Vierzehnjährigen ausgingen. Da ging's dann Anfang März so von von Ende Februar bis Anfang März, innerhalb einer Woche ging dann die Institzen bei den fünf bis. Vierzehnjährigen von irgendwie hundertzwanzig auf sechshundertfünfzig hoch, ja? Und im selben Zeitraum, die bei den. Bei den Kindern null bis null bis vier von fünfzig auf sechshundertfünfzig, ja? In in einer Woche Bang. Ähm so kann das halt gehen, ja und dann äh ging äh gingen die achtzig plus äh gleich hinterher so, wo auch immer, auch von, weiß nicht, von dreißig auf sechshundert Bänen, auch in fünf Tagen sechs Tagen oder so, ja und ähm dann war Mitte März, gingen die Zahlen dann erstmal ein bisschen runter so in den Dreihunderter Bereich und dann äh sind, wieder die die Schulen und dann ging's halt erst bei den Fünf bis Vierzehnjährigen über achthundert rauf und aktuell Also in der letzten Woche haben in Hof äh einfach wieder die null bis vierjährigen so den den Vogel abgeschossen mit Institzen über neunhundert. Und ähm ja und im Moment dort die niedrigste Institut. Ähm ja sechzig bis neunundsiebzig. Die sind dort auf zweihundertfünfzehn runter aber die. Ja das ist halt sehr unschön, dass halt bei den acht über achtzig Jährigen dort jetzt eine Institanz von sechshundertsiebenundvierzig Grade herrscht, so, das heißt, äh da. Wird halt ja von denen äh die da heute erkrankt sind kann man sagen wird. Ja ungefähr ein Fünftel wird mit äh also in der Altersgruppe so wird sterben. Ja. Das ist äh und das geht halt gerade jeden Tag so weiter. Aber gut ähm so sieht's, so sieht's aus. Ähm. Ja, zu den Testzahlen noch, weil die sind ja auch immer ein bisschen äh wichtig, um zu bewerten. Ähm. Ob es da irgendwelche ja Änderungen gegeben hat beim Testen, die dann die Zahlen zu hoch oder zu niedrig erscheinen lassen, aber das ist nicht der Fall. Also in der vierzehnten Kalenderwoche ist. Die Zahl der Tests minimal zurückgegangen. Ähm so um eins Komma drei Prozent auf jetzt eins Komma eins fünf. Millionen aktuell und die positiven Rate ist auf zwölf Komma null vier Prozent jetzt angestiegen. Das kann man vielleicht zu den Tests sagen, also sofern ja keine Änderungen im Testregime.
Tim Pritlove
Genau, die positive Quote ist ja meine meine Lieblingslinie eigentlich, weil die so am einfachsten zu verstehen ist bisher hat, die positiven Quote immer ganz hervorragend das Geschehen nachgezeichnet und wenn man äh das dann eben halt weiterhin als gültig ansieht, dann kann man einfach sagen dritte Welle geht voran, ja? Also wir sind da fleißig noch am Klettern und bisher weist relativ wenig darauf hin, nennenswert Schritte zurückmachen.
Pavel Mayer
Eine Sache habe ich noch gemacht in der letzten Woche, die mich auch sehr lange interessiert hat Pandemie läuft ja jetzt schon seit über zwölf Monaten und äh wir haben jetzt so Jahreszeitlich fast zwei Monate überlappende Pandemiedaten, das heißt man kann den Grafen, diesem Jahr und den vom letzten Jahr einfach mal verschoben übereinander liegen und sich dann angucken, wo wir. Jetzt stehen und wo wir um dieselbe Zeit ähm vor zwölf Monaten, im April standen und äh der Vergleich sieht nicht gut aus. So vor zwölf Monaten genau um diese Zeit waren wir. Bei ja ungefähr einer Institanz von fünfundzwanzig auf hunderttausend und. Die Zahlen waren noch äh rapide im Fall. Wir hatten R-Werte um die null Komma acht zu der Zeit. Ja. Und jetzt sieht es so aus, dass wir eben bei hundertfünfundsiebzig. Liegen und auch noch der R-Wert bei über eins Komma zwei, also es geht in die falsche Richtung und wir sind ja im Prinzip drei Mal so hoch mit der Inzidenz. Was halt bedeutet das nicht zu erwarten ist, dass wir so wie im letzten Jahr, lockern können und was zu befürchten lässt, dass eben ja sich das Ganze noch länger ins Frühjahr und bis in den Sommer hin äh zieht, auf jeden Fall und eine Sache habe ich mir auch noch angeschaut, nämlich. Wie viel größer eigentlich äh damals die Dunkelzifferquote war und äh ja ich bin auf etwa eins Komma sieben fünf gestoßen das heißt, dass die Instit. In der Spitze damals vor einem Jahr wahrscheinlich eher so zwischen fünfundachtzig und neunzig gelegen haben dürfte, so als Vergleichswert für die Spitze der. Ersten Welle zur aktuellen Institz und ja. Das ist alles nicht schön und verheißt nichts Gutes.
Tim Pritlove
Auf jeden Fall ist dieser Mythos Saisonalität es einfach nicht zu halten. Also da ist irgendwie nichts dran.
Pavel Mayer
Sieht sie, naja nix. Also sie kommt uns natürlich entgegen, sie wird uns helfen, aber es ist nicht die einzige und nicht mal die. Wichtigste Einflussgröße jetzt gerade auf den RWE und die Entwicklung jetzt zeigt halt auch einfach, dass. Wir damals durch einen Lokdown die Zahlen runtergebracht haben und nicht das Frühjahr. Ganz einfach.
Tim Pritlove
Gut, so viel zum Zahlen äh Werk der Insidenzen. Schauen wir doch mal äh zum auf das Zahlenwerk der Impfung. Da gab's ja dann ausnahmsweise mal ein paar ganz gute ähm Meldungen. Soll's ja auch geben. Sprich, das Impf-Tash-Board berichtet, dass äh in der letzten Woche ein Spitzenwert erreicht wurde, also es gab einen absoluten Rekord ähm Impftag. Das war der Mittwoch, der vierzehnte vierte, da sind dann mal siebenhundertachtundfünfzigtausend, Leute geimpft worden. Das ist schon ganz ordentliche Zahl, wenn man das jeden Tag hätten. Dann dann wäre alles ähm auf einem ganz guten Weg. Natürlich ist es nicht so, ne? Also gestern sind wir dann schon knapp unter siebenhunderttausend gelandet und Tage davor fünfhunderttausend, aber wir haben jetzt schon erheblich mehr Impfungen gesehen in den letzten zwei Wochen. Als in den es wird spannend sein zu sehen äh ob das gehalten werden kann, weil das natürlich primär von den Impfstofflieferungen abhängt, wenn man sich die anschaut, stellt man fest, dass zum Beispiel in der letzten Woche ausschließlich Björn Tech geliefert wurde. Weder moderner, noch von Astra Senika kam irgendwas dazu, trotzdem war das aber so ein signifikanter. Zuwachs, dass es Impftempo gehalten werden konnte, fragt man sich natürlich jetzt, okay, wo kommt das her? Ganz klar, Hausärzte haben geimpft und Hausärzte haben auch relativ viel Astrasenika bereitgestellt bekommen, was offensichtlich noch, unverbraucht rumlag. Sprich kann sehr gut sein, dass diese Effekte, die wir sehen, einfach so ein, so ein Nachholeffekt ist, dass jetzt hier die Bestände quasi leer gemacht äh wurden und gerade weil's gerade ein bisschen hakbar Astra Senika dieser Speed so nicht gehalten werden kann.
Pavel Mayer
Also in Berlin gibt's ja zum Beispiel gar kein Impfzentrum mehr, was Astra Sinica verimpft, wenn ich das richtig verstanden habe oder zumindest jetzt eins geschlossen worden und ich glaube, das war auch das Einzige, oder?
Tim Pritlove
Tegel ist das Astra Senika und das ist für ein paar Tage war das zumindest geschlossen, aber nicht.
Pavel Mayer
Nee, ich, ich habe jetzt gelesen, dass es endgültig dicht gemacht wird, weil äh es. Halt nur an Übersechzigjährige verimpft wird oder und es nicht sich dort nicht genug über Sechzigjährige gemeldet haben oder so, ne?
Tim Pritlove
Also zumindest ist es noch mit mit Öffnungszeiten vermerkt auf der äh Webseite, also. Ali, da ist äh Biontech, die sind auf Björn Tech umgestiegen. Also der ganze Astra Senika-Impfstoff, der gibt quasi zu den Hausärzten und die Impfzentren kümmern sich ja äh primär noch um alte Leute und. Machen das wohl so. Also das ändert sich am laufenden Meter. Also diese ganze Impfstofflogistik ist natürlich schwierig geworden durch verschiedene Faktoren. Erstmal natürlich das Ganze hin und her rund um Astra Sinica, dann war's mal gesperrt, dann nicht, in erst war's nur für die Jüngeren, dann war's nur für die Älteren. Da sind wir jetzt im Prinzip auch immer noch und das hat natürlich zu für sehr viel Verwirrung Verunsicherung natürlich auch gesorgt, das heißt ähm sowohl die Impfzentren als auch die Hausärzte haben durchaus Probleme, Astra Sinica an äh Mann und Frau zu bekommen wie sich das entwickeln wird, keine Ahnung, werden wir sehen. Auf jeden Fall die Kernaussage ist die, wir haben jetzt zwei Wochen gute Zahlen gehabt. Gibt noch keine Garantie dafür, dass sich das hält und das wird eben vor allem davon abhängen, wie so die Impfstofflieferungen laufen werden. Insgesamt haben wir jetzt zwanzig Millionen über zwanzig Millionen Dosen ähm verimpft. Offiziell sind das achtzehn Komma fünf Prozent der Bevölkerung, die zumindest eine Erstimpfung bekommen haben, sechs Komma vier Prozent. Haben schon die zweite. Die beiden Zahlen werden jetzt künftig noch weiter auseinanderlaufen, weil ähm jetzt. Ähm diese der Abstand zwischen Erstimpfung und Zweitimpfung weiter auseinander geht. Also wir haben. Bisher ja das ja so gehabt, dass Bars Rasilika drei Monate genommen wurde und bei Bion Tech waren's drei Wochen und letzterer wird jetzt auf das Maximum ausgefahren, auf sechs Wochen. Das heißt, die Zweitimpfungen werden jetzt alle sehr viel später stattfinden. Das ist wohl jetzt auch schon seit einer Woche so Praxis und teilweise wurden auch äh existierende Termine nach hinten verlegt und ich finde, das macht auch durchaus Sinn. Möglichst viele erstmal mit einer Erstimpfung zu versorgen, damit einfach schon mal dieser Grundschutz da ist, weil ja auch alle Studien relativ klar sagen, Erstimpfung bringt schon so richtig viel. Und äh die Zweitimpfung ist sinnvoll und so ist es ja auch alles geprüft und abgenommen worden, aber es gib, nicht unbedingt große Eile, das jetzt sofort nach drei Wochen machen zu müssen und deswegen wird also diese Kurve noch weiter auseinandergehen, beziehungsweise wird es eben sich positiv auswirken auf die Zahl der erstgeimpften, sodass wir da relativ bald, zwanzig brozent durchmarschieren können.
Pavel Mayer
Ja, aber ja, EPD-Biologisch äh wirkt sich das Ganze natürlich nur in den jetzt bei achtzig plus und wie wir gesehen haben, reicht es selbst da noch nicht, also selbst bei weiß nicht, es ist halt leider auch unklar, wie viel denn jetzt der Überachtzigjährigen eigentlich wirklich eine Impfung bekommen haben und wie viele davon vollständig geschützt sind, äh hast du da Zahlen.
Tim Pritlove
Ich habe jetzt nichts weiter gefunden. Wir hatten ja letzte Mal, dass er beim RKI rausgepopelt. Ich habe jetzt nicht nochmal geschaut, aber letztes Mal war das ja auch unvollständig, dass nur neun von den sechzehn Bundesländern da die Zahl überhaupt so gemeldet haben ob sie's nicht nur nicht gemeldet haben oder am Ende nicht wissen, ich habe keine Ahnung. Auf jeden Fall liegt diese Information nicht vor und es gibt glaube ich noch genug alte Leute, die durchaus noch auf eine Impfung warten. Es ist jetzt so viel hin und her gegangen, Das müssen wir abwarten.
Pavel Mayer
Und wie gesagt die Insidenzen sprechen halt eine klare Sprache äh die steigen in der Altersgruppe und äh ja das sollte nicht sein und die bewegen sich halt auch auf einem Niveau, das halt schließen lässt, dass es da immer noch erhebliche Lücken im Impfschutz gibt bei achtzig plus.
Tim Pritlove
Auf jeden Fall Also logistisch versucht sie äh ist das sowieso alles auch noch am am justieren. Also nachdem jetzt diese Belieferung der Hausärzte überhaupt begonnen hat, war das wohl am Anfang so oder ist es äh sogar noch so und soll sich jetzt äh demnächst ändern in einer Woche ungefähr, zehn Tagen dass alle Ärzte einfach irgendwas zugeschickt bekommen haben. Das heißt, sie haben sowohl Astra Senika als auch Biontech bekommen, konnten aber nicht genau sagen, was sie jetzt eigentlich haben wollen spricht die Kunden das nicht abstellen auf ihren spezifischen Bedarf, den sie jetzt bei ihren Patienten sehen. Das wird sich jetzt ändern ab dem sechsundzwanzigsten April können die Ärzte auch speziell sagen, ich hätte gern davon so und so viel und davon so und so viel, sofern dann eben genug da ist.
Pavel Mayer
Aktuell aber noch und äh bis zum sechsundzwanzigsten April wird das wohl auch noch so sein, gibt es wohl die Policy, dass Ärzte die gleiche Menge an Astra Sinica und Biontech bestellen müssen oder geliefert bekommen.
Tim Pritlove
Wobei derzeit Astra Sinnecke einfach schwieriger zu vermitteln ist. Also die Ärzte verbringen wohl relativ viel Zeit damit, um die den Leuten klarzumachen, wie da die Risiken sind, aber die Verunsicherung ist groß die unter Umständen nicht gerechtfertigt ist, da sagen wir nachher noch was dazu, jetzt vielleicht nochmal zu den Impfstofflieferungen, gute Nachrichten gibt's dann von der EU. Dass nämlich ähm mehr von Biotech kommt und zwar ist Biontech wohl in der Lage. Und hat das jetzt auch zugesagt. Der EU bis Juni nicht nur die bisher vereinbarten zweihundert Millionen Dosen zu liefern, sondern tatsächlich zweihundertfünfzig Millionen. Das bedeutet, da das ja immer anteilig nach Bevölkerungsanteilen ähm auf die europäischen, Mitgliedsstaaten verteilt wird, dass für Deutschland nochmal weitere neun Millionen Dosen dazu kommen, die so vorher noch nicht auf der Liste standen, Und darüber hinaus äh gibt es auch eine Vereinbarung, dass von Biontech, zwanzig dreiundzwanzig eins Komma acht Milliarden Dosen noch kommen sollen. Sprich hier wird sichergestellt, dass man, für eine weitere Bearbeitung der Pandemie dritte Impfung et cetera ähm auch genug Kapazität auf jeden Fall hat. Das sollte dann eigentlich auch erstmal reichen.
Pavel Mayer
Ja, ich habe dann zumindest, ich glaube von einem der Birntech Gründer kam halt die Aussage und wegen muss man das vielleicht mit einem, klein bisschen Vorsicht genießen, aber er geht davon aus, dass äh jedes Jahr äh, eine Impfung nötig sein wird, eine angepasst, ja? Also er rechnet damit, dass wir das mit den Varianten nicht in den Griff kriegen, könnte man auch sagen und äh oder nicht so bald in den Griff äh kriegen, sondern noch auf Jahre hinweg äh impfen müssen.
Tim Pritlove
Ja Das bringt uns so ein bisschen zu dem Thema, wie gut funktionieren denn die ganzen Impfstoffe eigentlich und jetzt gab's auch in den USA etwas Aufregung, denn die. Ich habe so den Eindruck, es wird jetzt auch ein bisschen genauer hingeschaut, ne? Man muss ja auch immer erstmal wissen, auf was man eigentlich schaut. Und die ganze Aufregung rund um die Sinus Thrombosen, also Blutverklumpung im, Hirn, in Hirnwehen, die hat jetzt auch die USA erreicht, wo ja Astra Senika immer noch nicht im Einsatz ist. Und jetzt ist offensichtlich auch der Johnson und Johnson im Stoff davon betroffen. So, der Johnson und Johnson Impfstoff ist halt genauso wie der äh Sputning äh V und wie Astra Sinica, halt so ein äh Vektorimpfstoff. Ja und auch hier sind jetzt Fälle bekannt geworden und dementsprechend hat auch die FDA dort erstmal die Verimpung zurückgestellt. Also dort sind bereits sieben Millionen Dosen ausgespritzt worden quasi vergeben worden. Und da gab es halt so vier oder so Fälle oder sieben. Genau, ich glaube, es waren sieben Es ist so, dass das wörtliche Million, was dort aufgetreten ist, aber weil halt so viel Aufmerksamkeit auf dieses Thema, weltweit gerade besteht und man sich ja nicht so richtig sicher ist, was jetzt eigentlich der Grund äh dafür zu sein scheint. Wurde auch da erstmal die Verimpung gestoppt. Ich vermute mal, das wird auch wieder aufgenommen werden, ähm ob es dann auch zu so einer Einschränkung für bestimmte Altersgruppen kommen wird, kann ich derzeit noch nicht so richtig sagen. Also auch hier sind es wieder Fälle äh vor allem bei Frauen in den ersten vierzehn Tagen nach der Impfung, eine ist irgendwie gestorben, ein anderes im kritischen Zustand und ja, also im Prinzip dasselbe Bild, was sich hier auch bei Astra Sinica gebildet hat, aber eben mit sehr niedrigen. Zahlen so, ne? Aber ist halt passiert. In dem Zusammenhang. Gibt's jetzt auch eine neue Studie, interessanterweise von der Universität Ochsford? Also wo ja auch. Der Astra Senika im Storf entwickelt wurde, wobei ich jetzt nicht sagen kann. Diese Studie jetzt von denselben Leuten gemacht wurde, äh oder wie wie nah das sozusagen an diesem Prozess ist. Die haben auf jeden Fall eine Studie veröffentlicht und die ist insofern sehr interessant, als das hier jetzt mal ein Blick, auf eine sehr Großzahl von Kuvet neunzehn Patienten geöffnet wurde. Also das ist so quasi so eine, Studie, die jetzt nicht durchgeführt wurde, sondern wo man sich auf Datenbanken verlässt. Das heißt, es gibt äh alle Cowit neunzehn Patienten letzten Endes weltweit, landen idealerweise in so großen Datenbanken, äh konkret ist, dass die äh wie heißt das Ding noch gleich? Ähm. Das war ja aber aufgeschrieben. Trinet X Datenbank, Electronic Health Records, Network. Und da sind dann irgendwie fünfhunderttausend neunzehn Patienten drin äh gespeichert mit ihren Verläufen und was so an Nebenwirkungen aufgetreten ist und das kann man dann halt entsprechend untersuchen. Beziehungsweise was äh die Anwendung von Astra Sinika betrifft ist hier dann auch tatsächlich glaube ich öfters Monitoring von der IMA zurückgegriffen gegriffen worden. Was hat man jetzt geguckt? Man hat einfach geschaut, Wie oft kommen denn diese Hirnwindrumbosen oder Sinosthrombosen oder kurz CVT? Denn jetzt insgesamt tatsächlich vor. Also ist das sozusagen nur ein Phänomen, was wir bei Impfstoffen sehen? Oder ist das etwas, was wir auch bei der Krankheit sehen? Es war ja schon immer klar, Thrombosen an sich sind eine Begleiterscheinung von Coved neunzehn. Das ist etwas, was passiert, was öfter passiert, kann ich es gerade nicht beziffern, aber die, normalen Anführungsstrichen, normalen Thrombosen, die also irgendwo im Körper auftreten, die ja auch häufiger auftreten. Die waren schon immer nochmal separat zu behandeln. Hier geht's jetzt konkret nur um diese Sinus Thrombosen. Und ja, stellt sich raus auch bei der Betrachtung kommt man auf eine Häufigkeit von neununddreißig von einer Million. Ja, also wir haben eine halbe Million untersucht, also nehme ich mal an, haben so ungefähr so zwanzig Fälle, neunzehn, zwanzig Fälle gefunden. Ähm. Und das ist sozusagen die Zahl will uns jetzt mitteilen. Sinosthrombosen sind etwas, was diese Krankheit mit sich bringen kann. Kann sein, das ist das, was was die Datenbanken hergeben, wenn man danach schaut, dass Leute bekommen, sich infizieren, die Krankheit ausbricht und dass sie dann im Verlauf dieser Krankheit auch. Sinus Thrombosen entwickeln und das eben in der Häufigkeit von neununddreißig auf eine Million. Bei Astra Sinneka, das worüber jetzt diskutiert wird und das, was halt jetzt auch bei Johnson Johnson berichtet wird und bei Johnson Johnson haben wir halt jetzt quasi einen Fall bei einer Millionen Impfung. Ja, also es waren ja sieben Millionen sieben Fälle, also ne, haben wir quasi einer von einer Million, was derzeit gesehen wird. Man muss ja auch mal davon ausgehen, dass das nicht immer alles perfekt erfasst wird und dass einem da auch ein paar durch die Lappen äh gehen und das mal was falsch erfasst wird, untererfasst wird, dass. Ist immer alles möglich, ne? Von daher ist es die Zahlen jetzt auch mit Vorsicht zu genießen, aber die sind zumindest schon mal ein Anhaltspunkt. Bars Rasinika reden wir derzeit von fünf. Pro Million, ja? Im Vergleich Kowit, Neununddreißig pro Millionen Astra Sinnika fünf pro Million. Und das ist das Interessante dabei, auch bei den MRNA-Impfstoffen. Gibt es diese Fälle offenbar und zwar etwas geringer als bei Astra Senika vier von einer Million. Sprich, um's nochmal die Zahlen ins Relation zu setzen, äh, neunzehn hat quasi den zehnmal höheres Risiko für Sinostrombosen als eine MRN a basierte Impfung oder ein achtmal größeres Risiko als eine Astra Sinica-Impfung. Das ist das ist sozusagen das, was diese Studie äh jetzt auf den Tisch legt. Das muss natürlich noch weiter äh überprüft und gegengecheckt werden. Nur das bedeutet im Prinzip. Mann Wul davon ausgehen kann, dass einfach diese Sinostrombosen eine Begleiterscheinung einfach dieser Pandemie sind. Und, Sie können durch die Krankheit induziert werden und sie können aber auch durch diese Impfung, also durch die Immunreaktion letzten Endes, induziert werden. Und das ist ja auch eine der Thesen, die im Raum stehen, warum die überhaupt auftreten. Ja, also was ist eigentlich die Ursache? Warum passiert das? Und wir haben uns jetzt immer sehr auf die Astra Senika. Konzentriert, weil da ist es aufgefallen, weil damit jetzt. Vor allem in Deutschland wahrscheinlich auch in anderen Ländern früh junge Leute geimpft wurden und dann natürlich auch viele Frauen, weil wir eben im medizinischen Pflegebereich viel geimpft haben, deswegen ist es aufgefallen. Aber es kann einfach äh sehr gut sein, dass das einfach ein Effekt ist, der damit zu tun hat, wie das Immunsystem durch Kowit oder eben auch durch einen Impfstoff herausgefordert wird, weil der Improver letzten Endes ja auch dieses Bike-Protein oder Teile des Bike-Produktes Proteins anregt und dass das Immunsystem darauf reagiert. Je nachdem in sehr seltenen Fällen kann es eben sein, dass diese Immunreaktion entweder auf Infektion oder auf äh äh Impfstoff. Bei einzelnen Personen dazu führen kann, dass dass es diese Folgen gibt.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Also das ist jetzt so ein Zwischenergebnis. Ich will damit erstmal überhaupt nichts als belegt ansehen, weil, wir wissen alle, morgen kommt wieder eine neue Studie raus und dann äh kann das auch alles schnell wieder relativiert werden, aber so stand heute macht es ein bisschen so den Eindruck, als ob diese Silosthrosen einfach eine Begleiterscheinung sind. Dieser Pandemie, die durch unterschiedliche Dinge getriggert werden können, aber vor allem durch die Krankheit selber durch die eigentliche Virusinfektion, die bringt sozusagen ein größeres Risiko und insgesamt sind diese Zahlen alle noch sehr niedrig, also neununddreißig von einer Million ist halt null Komma null null drei neun Prozent.
Pavel Mayer
Ich meine, gut, Man kann der Einwand war halt auch immer gut, man muss das eigentlich jetzt noch auf das Spezifische äh normale Risiko in den entsprechenden Altersgruppen nochmal um äh rechnen, aber selbst dann äh glaube ich grundsätzlich.
Tim Pritlove
Ist das Risiko zu Schaden zu kommen immer noch sehr viel größer durch die Krankheit selber.
Pavel Mayer
Durch die definitiv, durch die durch die Krankheit auch äh und ähm, es scheint auch nicht so die großen Unterschiede zwischen den Impfstoffen zu geben und dann sind eben diese Zahlen nach wie vor auch so klein, dass es immer noch schwierig ist wirklich statistisch den Zusammenhang überhaupt, zu belegen. So, außer man geht dann spezifisch irgendwie in die Altersgruppen äh äh rein. Dann kann man irgendwie einen, vielleicht aufmachen, aber äh ja, Es äh scheint ja so zu sein, dass es äh egal ist, äh welchen Impfstoff äh man darnimmt oder dass es keine großen Unterschiede gibt und wir werden wahrscheinlich das Problem bei anderen Impfstoffen auch noch sehen. Also interessant, wer halt, ob's aus Russland irgendwas noch gibt zu ja ähm. Und äh wie das irgendwie bei Sinowak eigentlich aussieht. So sieht man ist ja auch auch eine ganze Menge. Verimpft worden und äh aber wahrscheinlich müssen wir uns, drauf einstellen, dass es in diesen geringen äh Mengen schon in äh zeitlichen, vielleicht auch kausalen Zusammenhang in ganz wenigen Fällen äh mit der Impfung steht. So, ja, Ähm ansonsten. Viel mir noch so eine Sache auf jetzt äh mit dem Johnson und Johnson hatte ich mich noch nicht allzu viel. Beschäftigt, gerade weil er hier bei uns ja auch noch nicht verimpft äh wurde. Aber. Zumindest auf dem Papier scheint er auch nicht so wirksam zu sein wie die sowohl wie Astra Silika als auch wie. Bayern Tech, Faiser, auch wenn natürlich Vergleich schwierig ist im Moment noch, aber das ist zumindest wenn man sich die Zahlen anguckt, die da aus den Studien rausgeplumpst äh sind, dann äh ja, lese ich da was von zweiundsiebzig Prozent Effizienz bei Johnson und Johnson. Das ist jetzt natürlich ja schwierig zu interpretieren und äh natürlich äh ich sage mal äh kann man davon ausgehen, dass auch hundert Prozent dass dass der hundert zu hundert Prozent gegen schwere Verläufe und Tod schützen wird oder so gut wie hundert Prozent, aber für die Frage jetzt wie. Ansteckend äh sind, sind geimpfte, auf die wir vielleicht auch noch kommen wollen äh oder wie gut ist der Schutz? Ja, ich meine Mich fragte mich das nur, ob dann demnächst es losgehen wird einen Run auf äh Astra Senika, weil die Leute nicht mit Johnson in Johnson bespritzt werden wollen, weil der nicht so gut, So
Tim Pritlove
Also die diese Effizienz, das hatten wir glaube ich hier auch schon mal, muss man ähm mit Vorsicht genießen, ne? Erstmal, das hast du ja schon angesprochen und ich denke, das ist ganz, ganz wichtig, das zu unterscheiden, Effizienz im Bezug auf was. Das ist äh ja, diese Zahlen, die da in diesen Studien generiert werden, für die Zulassung beziehen sich auf. Sind Leute nach der Impfung noch erkrankt. Nicht sind sie schwer erkrankt, nicht sind sie daran gestorben, sondern sind sie überhaupt symptomatisch erkrankt. Ist auch nicht haben sie sich infiziert und waren asymptomatisch, sondern es geht um Erkrankung. Die Erkrankung kann dann sehr, sehr, sehr smooth verlaufen. Aber die Zahl steht dann auf dem Papier. Das heißt, wenn jetzt so ein Impfstoff auf zweiundsiebzig Prozent kommt. Dann gab es vielleicht ein paar Fälle, aber wichtig ist, eben dann zu schauen. Wozu haben diese Erkrankungen geführt? Haben die dazu geführt, dass hier Longkovit ist, schwerer Verlauf oder haben sie sogar zum Tod geführt? Und bisher. Korrigiere mich, aber ich habe bisher noch nichts gesehen, wo Impfstoffe äh überhaupt durch Todesfälle aufgefallen wären.
Pavel Mayer
Nein, äh keine Frage, wenn die Wahl.
Tim Pritlove
Ja, ich wollte nicht dagegen argumentieren, ich wollte es nur nochmal klarstellen und noch zweite Sache, die auch noch mit reinkommt bei dieser Effizienzsache. Dieser Impfstoffe werden ja in the Wild getestet, man startet eine Studie und es hängt immer sehr davon ab, wie eigentlich das Umfeld ist. Biontech und moderner. Sind zu einem Zeitpunkt gestartet worden, wo eigentlich, Die meisten Länder die erste Welle erstmal zurückgedrängt haben. Dieser Schockmoment, ja? Und erst nachdem diese Studien abgeschlossen waren, ging es mit den zweiten Wellen dann so weiter. Johnson und Johnson gehört schon zu den Impfstoffen die dann eben später getestet wurden dann entsprechend in einem wilderen Inzidenzumfeld unterwegs waren und das hat natürlich auf diese Zahlen auch einen Einfluss.
Pavel Mayer
Und natürlich hat auch dieser Impfstoff, einen großen Vorteil dahingehend, dass sie nur eine Dosis nötig ist. Das ist gerade dann, wenn man nicht sicherstellen kann bei bestimmten Patienten, dass die dann auch sagen, eine zweite Dosis bekommen können, also was weiß ich, bei Reisenden oder wie auch immer, Obdachlosen oder anderen.
Tim Pritlove
Oder Leute, die gerade aus dem Gefängnis entlassen werden.
Pavel Mayer
Genau, das hatten wir auch, das heißt, dass es das ist halt dann, so sagen schon, auch nochmal ein entscheidender Vorteil oder Leute, die einfach nicht den Hessel haben wollen und man kann davon ausgehen, dass sich der Impfschutz, also diese. Zweiundsiebzig Prozent oder wie viel ist auch immer sein mögen, wahrscheinlich auch relativ schnell aufbauen so. Aber das äh ja nichtsdestotrotz. Und das sollte man vielleicht jetzt auch nicht der Ehrlichkeit halber einfach nicht verschweigen, äh liegt es halt nahe, dass einen Impfstoff, wo zwei Dosen geimpft werden am Ende ja 'ne höhere Wirksamkeit erreichen kann als ein Impfstoff wo ich nur eine Dosis brauche, mag sein, dass sich das irgendwann in der Zukunft wird das auch hinkriegen, dass wir alle nur eine Dosis brauchen, aber so stellt sich mir das. Im Moment äh einfach da, das heißt, wer halt wie nur auch nur einmal zum Pieksen will, äh super. Äh Johnson und Johnson. Ideal so, Ansonsten, ja, wenn man dann schon irgendwie pingelig ist und aufgrund von Gerüchten äh sozusagen äh lieber eine Wahl treffen möchte, äh wo dann, Ja, werden wir da auch noch Spaß kriegen?
Tim Pritlove
Im Baum. Ja, also mit diesem wann kann man sich jetzt infizieren und wann nicht? Also da gibt's ja wirklich äh verschiedenste Meldungen. Wir hatten jetzt, glaube ich, in wo war das überhaupt, in Leichlingen. Der Name. Äh gab's ein. Ausbruch von Corona in einem Altenheim, wo eine ganze Menge Leute bereits geimpft waren und auch zweimal schon geimpft waren. Also komplett durchgeimpft worden, so wie ich das so sehe. Insgesamt betrifft es sechzig Leute. Die meisten davon halt Bewohner und dann äh Mitarbeiter, wie sich das aufteilt, es wurde hier leider nicht berichtet. Auf jeden Fall gab's insgesamt siebzehn Infektionen und davon waren vierzehn Leute, bereits äh geimpft. Also neunzig Prozent der Beschäftigten waren geimpft und fünfundneunzig Prozent der Bewohner waren geimpft und trotzdem kam's halt nochmal zu äh Infektionen.
Pavel Mayer
Also vierzehn, genau, ist nochmal zu sagen, vierzehn Bewohnerinnen und Bewohner sind infiziert, zwölf davon geimpft. Also es haben sich halt von den vierzehn waren zwölf geimpft.
Tim Pritlove
Genau und dann mit den Mitarbeitern, also hast du insgesamt siebzehn Infektionen und vierzehn ähm davon waren geimpft. Also, ob's jetzt Mitarbeiter oder, Bewohner sind für dich jetzt an der Stelle irrelevant, also relativ viele, wo man ja sagen würde, wie kann denn das sein, dass hier irgendwie ah was nicht ein Drittel ist es nicht, aber ein bisschen weniger sich äh dann trotzdem noch haben, infizieren können.
Pavel Mayer
Über ein Vierteljahr.
Tim Pritlove
Wobei auch hier muss man dann dazu sagen, ja Infektion wurde festgestellt, aber soweit ich den äh Bericht verstanden habe, auch jetzt keine schweren Verläufe. Ne, also auch hier haben die Leute Symptome, aber wenn vermutlich äh keinen Schaden daran nehm.
Pavel Mayer
Also ich denke das Wichtigste äh was man einfach mitnehmen kann, so ist eine gute Nachricht, nämlich das äh so wie es aussieht ja die Impfungen schützen, vor, äh, ja, Tod oder schweren Verläufen, das ist die positive Nachricht die andere, eigentlich ist es gar keine negative Nachricht, sondern eigentlich ist es etwas, was schon immer völlig klar war, aber offenbar irgendwie nicht allen völlig klar äh ist äh so, dass man natürlich wieder, dem Wunsch, dass doch bald möglichst alles äh äh vorbei äh sein. Möge wird dann gerne äh doch, die Impfung so ein bisschen ja überschätzt äh vielleicht an manchen, Stellen unterschätzt an anderen Stellen, aber äh der der eigentliche Punkt ist erstens. Man kann sich auch mit Corona infizieren, wenn man geimpft ist. Und äh die Wahrscheinlichkeit ist zwar deutlich geringer, dass das passiert, aber je nachdem äh ja in dem Fall äh waren's halt äh ja. Sagen, dass es ein Drittel bis ein Viertel derer ungefähr in der in der Gegend lag das so die die Quote in dem Haus, wenn man davon ausgeht irgendwie nur kein neunzig Prozent waren waren geimpft dann ja also rund fünfundzwanzig Prozent sagen. Scheinen sich zumindest in diesem Fall der geimpften auch einfach anstecken, zu können. So, und dann, was hier in dem Fall unklar ist, ist, wo sie sich angesteckt haben, ob sie sich jetzt untereinander, also es ist speziell, ob jetzt. Auch ähm geimpfte. So viel Virus entwickelt haben, dass sie andere geimpfte oder über oder andere ungeimpfte äh angesteckt haben, dass, ja hoffe ich sollte bald auch unter. Klar sein oder erforscht sein, hoffe ich so. Ähm, aber nichts genaues weiß man noch nicht und es ist auf jeden Fall eine eine dringende Mahnung äh so auch wenn man geimpft ist, auch wenn man zweimal geimpft ist Maske tragen Aus zwei Gründen, weil man will sich zum einen trotzdem nicht anstecken und man kann immer noch einen Verlauf haben mit. Unangenehmen Symptomen, sage ich mal. Ähm. Und aber vor allem natürlich um andere, die noch nicht geimpft äh sind zu schützen, weil das ist natürlich gerade, wo nicht jeder Zugang zu Impfstoffen hat, ist das äh eigentlich auch 'ne große Verantwortung dann von denen die jetzt das Privileg haben aufgrund ihrer Gesundheit oder ihres Alters jetzt vorzeitig oder mit Priorität äh geimpft werden äh zu dürfen. Also oder auch gerade bei jungen Leuten, also. Ja, ich finde das äh eine ziemlich miese Nummer, wenn äh jemand äh geimpft ist und äh dann einfach unvorsichtig und dann andere einfach eventuell ansteckt. So, so klein. Wahrscheinlichkeit sein mag, sie ist nicht null und sie ist wahrscheinlich größer als die meisten denken, dass sowas passieren kann.
Tim Pritlove
In dem Zusammenhang stellt sich natürlich auch die Frage, wie Variantenresistent ist das, jetzt gab's da eine Meldung aus Israel, bei ähm Leuten, die auch dort mit Biontech oder moderner geimpft waren, ähm da gab's geringe Zahlen, auch was ähm bisschen. Überraschend war für die Leute, die sich das angeschaut haben, war das wohl diese Südafrika-Variante, deutlich häufiger auftrat, als sie das so aus den Zahlen und der Verbreitung, die sie da aufgestellt haben, äh, erwartet hätten. Ja, also nochmal, Leute sind äh geimpft gewesen und haben sich dann eben auch wieder infiziert. Ich kann jetzt nicht sagen, wie das dann festgestellt wurde, wie die Studie da aufgestellt war nur und es handelt sich ja auch um eine geringe Zahl, die ich gerade nicht quantifizieren kann, nur das Verhäl.
Pavel Mayer
Hundertfünfzig, sie haben hundertfünfzig Proben, also hundertfünfzig positive äh getestet, die halt eben teils asymphotisch infiziert waren, teils. Erkrankt waren, so äh obwohl sie bereits die erste oder sogar beide Impfungen bekommen hatten. So, also das war sozusagen das das Kriterium, positiver Test. Nach ein oder zwei Impfdosen.
Tim Pritlove
Mhm. Genau und. Aber das eigentlich überraschende war nicht, dass sie sich mit irgendwas wieder infiziert haben. Haben wir ja gerade auch durchgesprochen, das ist bekannt, dass das möglich ist. Die Zahlen waren auch gering, nur die Verteilung der Varianten hat sie halt ein bisschen überrascht, und die Fragestellung, die damit aufkam, war, hat jetzt diese Südafrika-Variante einen Vorteil. Weil man sozusagen gegen den anderen im Stoff äh gegen den gegen die anderen Varianten geimpft ist. Und ein Verdacht, der dann sozusagen auch mit äh geführt wird. Das wird hier in diesem Artikel als Antigenerbsünde äh bezeich ich weiß noch nicht so richtig, was sie von diesem Begriff halten soll, aber was so ein bisschen die eine These ist, die so im Raum ist, dass es vielleicht sein könnte unter Umständen vielleicht, dass wenn man jetzt für ähm eine Variante geimpft ist. Und sich der Körper da mit seiner Immunreaktion drauf eingeschossen hat und sagt so okay alles klar ja B eins eins sieben oder Wildtyp irgendwie kenne ich, hab ich schon mal gesehen glaube ich zumindest schon mal gesehen zu haben. Äh mir kann keiner was, ich habe jetzt hier irgendwie entsprechende Antikörper aufgebaut. Und B-Zellen eingerichtet und was nicht alles. Jetzt kommt irgendwie die Südafrikavariante und sagt, ich klopfe aber hier nochmal an und ich infiziere dich jetzt mal so ein bisschen. Die Fragestellung, die im Raum steht, ist. Kann es sein, dass eben gegen diese Varianten der Körper gar nicht mehr in der Lage ist äh eine entsprechende Gegenwehr aufzustellen weil er sozusagen auf den anderen eingeschossen ist und der Abstand zu dem neuen Virus so gering ist, dass das da sogar noch ein Nachteil entsteht Also großes Fragezeichen hinter der Geschichte, dazu verstehe ich auch äh zu wenig davon, aber den Link haben wir, mal mit reingeworf.
Pavel Mayer
Also. Halte das jetzt weiß ich nicht erstmal spontan sagen würde ich das erstmal bezweifeln. Dass dem so ist, weil eigentlich ist es ihn ja grundsätzlich erstmal umgekehrt, je ähnlicher einen, Virus ist mit irgendwas bekanntem, äh was der Körper schon mal gemacht hat umso ja besser oder schneller kann er das das auch bekämpfen, weil die Sachen halt schon eben auch durchaus, wirken, also ja. Griff, ich glaube, Kreuzimmunität ist da. Der Begriff und das wäre quasi irgendwie so Gegenteil von von. Ja Kreuzimität und ja.
Tim Pritlove
Wir haben's mal erwähnt, wir beobachten das. Mal gucken, äh was dabei rauskommt. Wenn da überhaupt jemals was bei rauskommt. Jetzt haben wir irgendwie viel über ähm. Ja, über Impfstoffe geredet, die alle entwickelt werden sollen und wo wir die ganze Zeit danach harren, das Meer zugelassen wird, dass mehr getestet wird und dass wir vor allem auch Bevölkerungsgruppen mit äh mit impfen können, die bisher noch nicht geimpft werden, wie zum Beispiel Kinder. Und da stellt sich natürlich so ein bisschen die Frage, wo kommen denn diese ganzen Studien her? Studien an Impfstoffen heißt, Leute lassen sich impfen. Nebenan so 'ne Studie teil und wenn's halt keine Leute gibt die daran teilnehmen dann gibt's auch keine Studie. Einfache Geschichte und da jetzt vor allem das das Thema Kinder in den Fokus gerät. Wurden wir darauf hingewiesen, das äh ist hier eine entsprechende Programme gibt, wo man sich dann auch registrieren lassen kann. Wenn man denn sozusagen dran teilnehmen möchte oder seine Kinder an so einem Programm teilnehmen lassen. Möchte. Das ist natürlich eine Frage, die muss jeder für sich selber beantworten und natürlich letzten Endes auch für die Kinder beantworten. Ähm aber wir verweisen einfach mal hier auf eine entsprechende Webseite. Es macht so den Eindruck. Das richtig überblicke, dass die Universitätsklinik in Köln hier eine führende Rolle hat und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa. Ähm WWW Punkt Impfstudienstrich Corona Punkt DE ist die Webseite wo man sich registrieren kann, wenn man bereit ist, daran teilzunehmen Das Ganze gibt's auch noch auf EU-Ebene, wird aber letzten Endes glaube ich auch von der Uni Universitätsklinik in Köln wiederführend betrieben. Da heißt es dann ganz fancy Veccelerate Punkt net und äh die Links findet ihr auch in den Shownotes. Sprich, da könnte man dann auch EU-weit Leute drauf hinweisen, dass sie sich darauf dran registrieren, damit es eben im Studien geben kann. Und wir sehen können, wie Impfstoffe bei Kindern wirken oder eben auch bei anderen Altersgruppen ist jetzt gar nicht mal nur auf Kinder beziehen, aber das ist natürlich jetzt das nächste, was uns vor allem eben fehlt und, da hättet ihr die Möglichkeit dran teilzunehmen, wenn ihr denn das äh wenn ihr dafür die Verantwortung bereit seid zu übernehmen.
Pavel Mayer
Mhm. Und, ist es wohl so, dass Kinder ab oder Jugendliche eigentlich ab vierzehn Jahren das auch selbst entscheiden können. Also ich glaube äh wenn ich das richtig verstanden habe, können die sich da erstmal selbst äh registrieren und, auch noch Hinweise durch die Registrierung dort verpflichtet man sich erstmal zu nichts, sondern man wird dann eben erstmal informiert darüber, worum es geht und kann sich dann sagen auch nochmal informiert entscheiden so ob man, das möchte oder nicht oder ob man dann lieber sagt, ah nee, lass das lieber irgendwie Brasilianer oder die Südafrikaner äh äh machen, so die sollen mal lieber ihre Kinder dahin schicken, so. Ja kann man sich auch auf den Standpunkt stellen aber ähm ja äh am Ende des Tages klar ist es eine einezelne gewissens äh Entscheidung oder man sollte da eine informierte Entscheidung äh denke ich treffen, ist auch kein, festes Impfstoffversprechen, einmal in dem Sinne, weil äh man auch Pech haben kann oder Glück, je nachdem äh und man kommt in eine Placebo-Gruppe. So ist es halt, aber äh ja, es ist, ich sage mal, grundsätzlich äh so eine Möglichkeit, wenn vielleicht erstmal Jugendliche. Der Meinung sind, ja, wir sollten irgendwie hier auch, mit Verantwortung äh übernehmen, das vielleicht auch andere Jugendliche dann eine Impfung bekommen können, ist das eine Möglichkeit.
Tim Pritlove
Genau, wenn man auf der Webseite rumklickt, sieht man, wie sie das äh wie sich das auch zahlenmäßig äh verteilt. Zum Beispiel für Deutschland sind sechsundzwanzigtausendzweiundachtzig Personen registriert und ähm davon wurden, Dreitausendvierhundertvierunddreißig eine Studie empfohlen, also man registriert sich, sagt sozusagen hier, ich bin X Alter sowieso, Geschlecht und so weiter. Dann wenn die Studien kommen, dann werden aus dieser Datenbank entsprechende Anfragen generiert, so hier, du hast dich doch registriert und würdest vielleicht gerne an einer Studie teilnehmen. Wir hätten da vielleicht was, äh, willst du da nicht mitmachen. Gibt's hier so eine kleine Heatmap auch, wo man sehen kann, den größten Zuspruch gibt's ohne große Überraschung in Köln. Ja genau. Impf. Bereitschaft ist natürlich jetzt auch so ein Thema. Und ich habe so in letzten Tagen ein bisschen, Na ja ähm beunruhigt wir vielleicht jetzt ein großes Wort, aber schon etwas verwundert auf die Zahlen in Israel geschaut. Wir hatten ja in Israel dieser einmalige Situation, dass Bayon Tech gesagt hat, okay, alles klar, Impfstoff kann es kein Problem, wir liefern hier so viel wie wir können und ihr könnt hier mehr oder weniger eure. Euer Land in Rekordzeit durchimpfen und das hat ja auch super funktioniert, die Kampagne ist extrem gut angelaufen und in Israel wurde so in den ersten Monaten äh so pro Monat zwanzig Prozent äh im, äh Impfungen, also zwanzig Prozent der Bevölkerung pro Monat wurden äh geimpft der Zeit wenig überraschend ist diese Zahl natürlich dann etwas zurückgegangen, also anfangs gab's natürlich da eine große Euphorie und 'n Ansturm und natürlich werden vor allem dann auch die pulerablen Gruppen geimpft werden und in zunehmenden Maße Jetzt ist halt mittlerweile so, es kann sich quasi jeder einfach melden, sagen, hier ich will jetzt mal werden, wo gehe ich hin, zack, bumm und dann hat man auch schon die Spritze äh im Arm. Die Zahlen gehen aber mittlerweile runter und ähm die Erstimpfung sind jetzt im letzten Monat, dann wirklich nur noch um. Zwei Prozent gestiegen. Das ist gerade mal von fünfundfünfzig Komma vier auf siebenundfünfzig Komma vier Prozent. Angestiegen und man sieht auch, dass die Zahl der vollständig geimpften sich jetzt immer mehr der Erstimpfung annähert. Ja, am Anfang ging's natürlich entsprechend anders auseinander und es bedeutet. Ja, ich weiß nicht genau, was das bedeutet. Auf jeden Fall kann man sehen, dass die Begeisterung sich jetzt noch impfen zu lassen, irgendwie ein wenig abgeflout zu sein scheint. Da hast du natürlich in Israel so ein bisschen dieses spezifische Probleme doch relativ großen orthodoxen. Die da wohl einige Zurückhaltungen haben, wir sind nicht sonderlich überrascht. Ähm aber auch bei. Den Jugendlichen scheint es wohl da entsprechende Zurückhaltung, zu geben, also in jüngeren Generationen, auch um zwanzig und dreißig herum, die halt so oft im Standpunkt sind, so ach na ja, mein Risiko ist ja so gering und die halt auch die ganzen Meldungen um Impfkomplikationen für sich so ausrechnen, so nach dem Motto, ja, nee, das Risiko muss jetzt nicht eingehen, ich habe gar kein großes Risiko.
Pavel Mayer
Plus, Ich meine, ein Faktor könnte natürlich sein und das ist jetzt wiederum die positive Nachricht, dass in Israel die Institutionen äh jetzt äh mittlerweile, ich glaube unter zwanzig auf hunderttausend gefallen sind so größenordnungsmäßig. Und äh ja ähnlich sieht's auch in den UKE aus gerade. Wobei das natürlich glaube ich auch in beiden Ländern schon so eine gewisse Kombination aufs Log down und Impfung war.
Tim Pritlove
Ja dieses beide auch gleich auf irgendwie ukay und und Israel. Mhm.
Pavel Mayer
Also das äh zumindest ähm sage ich mal, verspricht dann zumindest also, dass eine Kombination aus Logdown und Impfungen dann doch. Die Zahlen recht schnell auch nach unten bringen könnte, wenn man den ja tatsächlich irgendwo hinkommt und ähm, Ich mein UK hat es geschafft halt sagen auf achtzig runterzukommen und. Dann eben auch nicht wieder in eine dritte Welle äh zu gehen, so wie wir, ja. Also das ging da und zwar sind die innerhalb. Von ja was war das bis zum eigentlich fünften März. Von Januar bis März haben die's halt geschafft äh sagen weiter nach unten äh zu fahren und nach unten zu kommen während wir halt wieder in die falsche Richtung abgebogen sind.
Tim Pritlove
Und das von einer viel viel höheren Institut, also.
Pavel Mayer
Ja, die sind von im Prinzip von ungefähr ja siebenhundertfünfzig oder so sind die im Januar gestartet. Und äh ja sind jetzt auf zwanzig runter. Das hätten wir auch haben können, ne, hinten, also wir waren auf dem auf derselben Dreiektorie, so, die haben uns halt einfach nur überholt und äh das äh ja liegt nicht allein an den Impfungen, ja. Das äh oder äh nur zu einem kleineren Teil an den Impfungen jetzt, der Endspurt gerade, da machen die sich sicher bemerkbar, aber das Ganze äh oder jetzt machen sie sich wahrscheinlich dort langsam bemerkbar. Ja aber ja bei uns geht sowas offenbar nicht oder bisher ging das halt nicht.
Tim Pritlove
Trotzdem mache ich mir so ein bisschen Sorgen, dass nicht genug Leute äh dann quasi sagen, okay, ich lasse mich jetzt auch noch impfen, weil ist ja alles so schön. Die Kaffees haben doch wieder offen, wozu soll ich mich jetzt noch äh impfen lassen. Wir haben noch niedrige Instinzen, was kann denn schon passieren, ne? Und wir wissen halt und das haben wir ja jetzt auch schon ausführlich diskutiert. Es kann eine ganze Menge passieren. Es können neue Varianten kommen und äh vor allem kann es sich dann eben an einzelnen Orten dann doch eben wieder zu so einem äh Infektionsgeschehen aufblähen, was jetzt vielleicht insgesamt nicht riesig wird, aber zumindest Leute konkret bedroht und eben einfach dieses einfach auch nicht dafür sorgt, dass das Virus aus der Gesellschaft kommt, dass es einfach auf einer auf einer. Ebene rumort, wo es einfach immer noch da ist und immer wieder noch Leute äh äh erwischen kann und letzten Endes dazu führt, dass man eben dann einfach doch nicht alles öffnen kann, doch nicht irgendwie die Grenzen öffnen kann, doch irgendwie nicht die Wirtschaft äh so laufen lassen kann, wie man will.
Pavel Mayer
Also es kann, genau, es kann gut sein, dass es dann irgendwo vereinzelt in bestimmten Gegenden dann plötzlich wieder zu neuen Ausbrüchen äh kommt, die man dann hoffentlich eingefangen kriegt, weil sie nur lokal sind aber ähm ja, wie gesagt, mit den mit den Varianten ist nicht zu spaßen und klar kann man sich drauf verlassen, dass der Impfstoff jetzt alles richtet, so und vielleicht, hoffen, vielleicht wird er auch alles richten, aber mir ist das zu unsicher, ja, weil äh wir wissen nicht, ob der Impfstoff alles richten wird. Im Moment sieht's super aus, ja, aber es gibt ebenso diese kleinen Warnzeichen, die wir ja eben auch auch genannt hatten, äh die man nicht völlig ignorieren sollte, so nämlich dass ja bisher zumindest in Deutschland war uns der Virus eigentlich ständig voraus, also der Virus war schneller als die Politik, ja? Er hat sich immer wieder was Neues einfallen lassen.
Tim Pritlove
Und vor allem. Es gibt ja auch noch andere Länder. So, ähm zum Beispiel gibt es Taiwan und da sieht es, ich verstehe das noch nicht so vollständig auf und den Bericht, den ich hier äh zitiere und gesehen habe, ist es so. Die haben, Wir haben ja sozusagen so eine Null-Inzidenz, ne? Das ist so ein Zerokovicland, die haben einfach zugemacht und äh wollen natürlich den Zustand auch nicht immer bleiben. Aber ist halt so ein bisschen so im wahrsten Sinne des Wortes, eine Insel der Glückseeligen weil sie einfach mit diesen unmittelbaren Auswirkungen schon gar nicht eben mit hohen Todeszahlen äh nichts zu tun haben. Trotzdem gibt's da jetzt Impfstoffe. Nur werden die halt nicht gut angenommen. Also das Land hat jetzt gerade mal dreihundertsiebzehntausend Astra Sinika Dosen erhalten. Ich glaube, das muss man mal ein bisschen in äh Relation setzen, wie viele Leute in Taiwan eigentlich äh tatsächlich äh leben, ähm Republik äh China heißt das ja so schön. Ähm hat immerhin dreiundzwanzigeinhalb Millionen Einwohner. Ja, die haben jetzt gerade mal dreihunderttausend Impfstoffe bekommen, übrigens Astra Senika. Am zweiundzwanzigsten März, also vor einem Monat, Davon sind gerade mal siebenundzwanzigtausend verimpft worden. Und die haben jetzt irgendwie Angst, dass sie sogar diese geringe Zahl von Impfstoffen nicht loswerden und mich wundert, dass ehrlich gesagt ein bisschen äh bis der verfällt Ende Mai oder Mitte Juni spätestens waren so zwei Lieferungen und Mitte Juni ist dann die letzte äh abgelau. Also sehr merkwürdig, ein Land, was eigentlich so eine hohe Awareness gezeigt hat, dass die äh zumindest derzeit noch nicht auch mit äh hohen Impfungszahlen überzeugen. Deswegen stellt sich für mich eben diese Frage kann es sein, dass am Ende die. Diese gefühlte Wahrnehmung, dieser Pandemie äh am Ende komplett verhindern kann, dass man sie überhaupt ordentlich bekämpfen kann.
Pavel Mayer
Tja, Also ähm das passt halt so ein bisschen auch zu Nachrichten aus Australien. Äh die, an die ich mich gerade erinnert äh habe. Ja, also ich sage erstmal was in Australien gerade äh los ist, Australien überlegt gerade, auch wenn die Bevölkerung vollständig durchgeimpft ist hm die Grenzen geschlossen zu halten. Und auch in Australien ist im Moment so die Impfbereitschaft hält sich auch dort in Grenzen und der Hintergrund ist, weil sich die Leute sagen, okay also äh, die Krankheit ist bei uns gerade nicht im Moment und das werden sich die Leute in Tailla äh in Taiwan vielleicht auch sagen okay, das bedroht mich jetzt gerade im Moment nicht unmittelbar und wir haben eigentlich Zeit, uns erstmal anzugucken wie das Ganze so läuft mit den Impfstoffen und wie die so wirken oder nicht wirken und vielleicht gibt's ja dann demnächst auch eine neue äh Variante, dann nehmen wir doch lieber gleich die, weil im Moment haben wir halt keine Not, so Australien dagegen also was dort äh sie offenbar überlegen, hängt auch mit den Varianten zusammen, also auch äh die haben halt äh im Moment so gut wie kein, Kovit im Land, also ein bisschen hier und da äh so, aber sie haben's halt unter Kontrolle und. Ja, haben halt jetzt Angst, dass selbst wenn die Bevölkerung durchgeimpft ist und sie machen die Grenzen auf das dann halt äh ja vielleicht neue Varianten gegen die die Impfung nicht gut genug hilft, äh dann plötzlich unkontrolliert das Land äh überschwemmen. Ja, Das ist so gerade äh was äh so die Politik überlegt, ob es dazu kommen wird, wird man sehen, ob sie dem Druck standhalten können, dann dann zu öffnen, wird sicherlich auch davon abhalten. Wie das insgesamt in anderen Ländern läuft und wie das mit der Variantenentwicklung aussieht aber ja die haben gerade, ich sage mal, Angst oder Respekt äh vor den Varianten und wenn man sich überlegt, dass sie zu den Ländern gehören, die das bisher ganz gut hingekriegt haben, lohnt es sich zumindest ja einfach denen mal zuzuhören, was den so durch den durch den Kopf geht. Keine Ahnung, ob das oder nein. Ob sie, ich weiß nicht, ob sie jetzt wirklich Paranoid äh sind an der Stelle, aber ähm, glaube eher nicht. Ich denke das ist schon ja unklar, da ist auf jeden Fall eine Gefahr, die sich bisher noch nicht ausschließen lässt. So äh denke ich. Kann man das das sehen und ja, und wenn man halt sich den Treckrekord anguckt, wie wir vorgel gegangen sind bisher, also wenn äh die Varianten ein Problem geben werden, dann sind wir wahrscheinlich auch diejenigen, die da wieder voll reinrennen werden in das Varianten.
Tim Pritlove
Ja, wir haben grad nochmal geschaut, also tatsächlich also Australien, da ist jetzt komischerweise bei Auerworld Indata seit März seit einem Monat überhaupt gar keine Updates für Impfungen. Zu sehen. Also haben die das jetzt komplett eingestellt oder was? Und Neuseeland impft aber. Ist aber da auch gerade mal bei, na ja, etwas mehr als zwei Prozent der Bevölkerung, also wirklich sehr, sehr, sehr wenig. Bei in gewisser Hinsicht müssen sie es jetzt auch nicht übertreiben. Ja ähm die haben ja jetzt mit Australien zusammen auch so eine Green Zone. Das heißt, du kannst jetzt mittlerweile von Australien nach Neuseeland, kannst halt problemlos rüberfliegen ohne irgendwelche Quarantäne an der Grenze et cetera. Während wenn du halt aus anderen Ländern kommst, dann kommst halt entweder gar nicht rein oder halt eben nur unter sehr starken äh Auflagen und so halten sie sich da irgendwie äh frei. Ich meine ich habe keine gute Wahrnehmung von dieser Region der Welt Kann mir vorstellen, dass dass ohnehin Länder sind, die. Also wo zwar Tourismus schon eine Rolle spielt, aber wahrscheinlich der Großteil des Tourismus ist halt eher so ein Inlands äh Tourismus beziehungsweise Neuseeland in Australien. Besuchen sich irgendwie gegenseitig, weil bevor du irgendwo anders bist, musst du schon ganz schön lange reisen. Ist halt weit weg und von daher mag das auch so eine. Ja, macht das sozusagen auch so eine. So eine so eine Strategie sein, dass sie sagen, ja okay, nee, wir impfen jetzt hier einfach mal einen normalen Zustand und der Rest der Welt braucht ja sowieso noch eine Weile, bis wir die wieder ins Land lassen, äh warten wir einfach nochmal mehr ab. Wir haben uns jetzt mit dieser Situation arrangiert An dieser Stelle im Übrigen sollten wir auch Zuhörer in Australien und in Neuseeland haben, da wäre ich dann über Feedback dann doch mal. Äh da wäre ich ein Feedback sehr interessiert.
Pavel Mayer
Also ich habe gerade mal äh sagen geguckt äh. Darf der australischen äh Regierungs äh Webseite äh. So eins Komma vier zwo Millionen Dosen haben sie verabreicht so und sechzigtausend in den letzten vierundzwanzig Stunden. Also sie liegen da, doch eigentlich ja ein Tempo vor. Ich meine wir sind in Australien vierzehn Millionen Leute oder so. Wohnt ja kaum jemand, Johannes. Äh. Ähm eins Komma vier zwo Millionen äh.
Tim Pritlove
Okay, na gut, dann ist also Auerhold in Detail äh ganz anders informiert.
Pavel Mayer
Nee, fünfundzwanzig Komma drei sechs sind das, das war das habe ich noch in der Schule gelernt. Ähm irgendwie die die Zahl von vierzehn. Millionen, ja, das war genau vierzehn Millionen war äh.
Tim Pritlove
Ach so, in der eins Komma genau eins Komma drei sechs Millionen haben sie verimpft, genau, richtig. Ich hatte hier gerade die falsche Einstellung äh gewählt, genau. Ja.
Pavel Mayer
Okay, also von, also sie sind, das heißt, sie sind irgendwo bei was fünf, sechs Prozent äh.
Tim Pritlove
Ähm nach Dosen. Ja, warte mal, wir können das hier nach People wechseln. Also ja, Neuseeland hat zwei Komma zwei Prozent und. Komischerweise äh okay, dass es diese Zahl, die sich hier komischerweise nicht aktualisiert, deswegen kann ich dir das gerade nicht äh sagen, aber Dosis. Da gibt's eine Information. Und das sind halt fünf Prozent der Bevölkerung nach Dosen. Etwas weniger, weil sich das ja dann irgendwie auch äh aufteilt. Also auch nur ein paar Prozent. Okay, lass uns da nicht so lange äh drauf ähm rumhängen. Kommen wir nochmal zu einer anderen Geschichte, die so ein bisschen äh ja immer noch so ein bisschen so ein Backborner Thema ist, nämlich wie kann man denn die Krankheit eigentlich behandeln Und abgesehen von dieser einen Phase eins Studie eines vielversprechenden Medikaments in Israel, was wir hier vor ein paar Wochen mal besprochen haben war jetzt eigentlich im Bereich der Medikamentierung, gab's irgendwie nicht so viel. Also so große Durchbrüche waren nicht zu feiern und alles, was ja so im letzten Jahr gehandelt wurde von Hydro äh Chyroquinen und ähm.
Pavel Mayer
Hydroxe hier.
Tim Pritlove
Hydroxiklogin und ähm was nicht alles ausprobiert wurde, auch an existierenden Medikamenten war ähm ja nicht so. Waren alles nicht so die Bringer, ne.
Pavel Mayer
Ja. Ich meine, gut, man hat gleichzeitig aber jetzt glaube ich so in den Kliniken eine Kombination aus ja ich sag mal zugelassenen Medikamenten oder für andere äh. Dinge zugelassenen Medikamenten äh glaube ich gefunden, wie, Blutverdünner und ähm ja immun äh äh Hämmer äh sage ich mal äh die offenbar eine gewisse Wirkung äh zeigen. Aber ja ich hab mir angeschaut ob sich im Laufe der Zeit irgendwas, verändert hat äh bei der Sterblichkeit und äh Zahlen sind zwar ganz schön verrauscht, aber so richtig einen einen Effekt, dass sich das äh jetzt, seit der ersten Welle irgendwie signifikant verändert hätte, dass also signifikant mehr Leute gerettet werden könnten, den Eindruck hatte ich nicht.
Tim Pritlove
Genau, aber jetzt gibt es was Neues und zwar gibt's äh wieder eine Studie aus Ochsford und zwar äh in diesem Fall zu einem Asthma-Spray gibt es äh verschiedene zur Auswahl, aber Einwirkstoff, der da schon seit langem zum Einsatz kommt, heißt Bude, Sonit. Und Bullisonic äh scheint nun tatsächlich, wirklich eine eine interessante und sehr effiziente Wirkung zu haben auf den Krankheitsverlauf. Asthmaspray, das sind so diese kleinen Spraydosen, die man sich so senkrecht vor die Nase äh hält und sich dann so Hübe einverleibt, so Stöße, so. Man hat das vielleicht mal äh gesehen bei anderen Leuten, weil sie nicht selber davon betroffen seid nimmt man dann irgendwie ein oder zweimal am Tag was davon, das kann dann eben diese Asthma Probleme reduzieren und, Leute auch vor Stickungen äh retten und stellt sich raus, dass äh das wohl schon in China mal aufgefallen ist und es gibt auch entsprechende Berichte aus Österreich, von Ärzten, die so wirklich an der Front unterwegs sind und die das auch teilweise schon zum Einsatz gebracht haben, aber man hat es halt auch gesehen bei der Untersuchung der Zahlen, welche Gruppen sind jetzt hier betroffen, dass man auf einmal so einen Einbruch hatte von den Sterbezahlen und den Zahlen der schweren Verläufe bei Leuten, die eben dieses Asthma-Mittel einnehmen. Beziehungsweise man hat's erstmal gesehen bei Asthmatikern und dann hat man halt gesehen, okay, warum eigentlich? Und äh hat dann eben festgestellt, dass die Boulesonidhaltigen äh Asthmamittel äh offensichtlich einen Unterschied machen. Und das Ganze ist jetzt richtig in so einem randomisierten, kontrollierten Versuch in Ochsford überprüft worden. Und so in äh Phase zwei und da gibt's ein entsprechendes äh Paper jetzt dazu, hundertsechsundvierzig Patienten wurden dort äh behandelt die alle so im Mittel seit drei Tagen an Symptomen leiden. Also es stellt sich halt raus, dass diese Wirkung von diesem Boulesonid vor allem eben in dieser ersten Woche greift. Also nach Symptomenbeginn, wenn man eben bis zu sieben Tage spätestens anfängt zweimal am Tag so einen Stoß von diesem äh Asthmaspray einzunehmen, dass sich dann eben die Chancen doch erheblich verbessern. Hier ist davon die Rede, dass es äh zu neunzig Prozent gegen schwere Verläufe wirksam war, ja? Also, Leute kriegen Covet. Und dann wird gesagt, okay, alles klar, du hast Kove. Ist jetzt ein paar Tage her, ja, nicht länger als eine Woche. Hier hast du Asthma-Spray zweimal am Tag, hau dir mal was rein davon. Das wurde dann eben entsprechend untersucht und siehe da im äh im Vergleich mit einer Kontrollgruppe dann eben neunzig Prozent weniger schwere Verläufe. Ja und ähm. Ist ganz interessant. Auf Twitter hat dann irgendwie äh so eine österreichische Ärztin äh so einen kleinen Rand abgelassen ähm dass dass das ja schon etwas sei, was sie schon seit längerem gesehen hätte, weil sie eben ähm zu den Leuten gehört, die. Ähm die so richtig Frontline-Worker sind, ne? Also sie meinte so, ja, sie wäre halt irgendwie. Single und hätte irgendwie auch nicht so viel Familie und da hat sie sich einfach von vornherein gemeldet und hatte einfach in den letzten Monaten extrem viel zu tun, hat also wirklich äh an der Front der Infektionsfront mit mit Leuten gearbeitet, die wirklich schwerste Verläufe haben und da hat sie halt schon festgestellt, dass ähm sie mit diesem Asthmamittel gute Erfolge erzielen konnte und, hat es dann irgendwie und hat er dann irgendwie auch Kontakt mit Astra Senika, was so einer der Hersteller ist von diesen Asphasprays tatsächlich. Äh nur Astra Sinnika äh ist wohl irgendwie aufgefallen, dass, ein gesteigerter Verbrauch auf einmal war. Also sie haben halt irgendwie gesehen so warum wird denn dieses Bullisonier auf einmal so viel gekauft? Ja? Aber sie berichtet halt eher von nicht irgendwie Interesse mit oh was ist denn da los und können wir irgendwie helfen, sondern da wurde eher gedroht, so nach dem Motto, wenn ihr hier irgendwie unser Medikament anders einsetzt, als es eigentlich gedacht ist dann du, du, du, das wollen wir irgendwie nicht, dann kriegen wir nur Ärger von, Na ja, jetzt gibt's auf jeden Fall diese Studie aus Oxford und es kann durchaus sein, dass das zu äh einer Änderung der Behandlung führt und ich finde neunzig Prozent ist das schon mal eine Zahl, damit kann man arbeiten. Vielleicht werden wir das demnächst häufiger sehen und dadurch auch schwere Verläufe zurückdrängen können.
Pavel Mayer
Höre zu, hoffen, ich mein das Ding ist immerhin im Landset erschienen, wenn ich das richtig sehe und scheint auch, ja. Was für ein Reviewverfahren hat das unter Leuten durchlaufen. Okay. Okay, ja. Ähm also im Prinzip sagt er, sie haben halt. Die Studie so lange laufen lassen, bis äh.
Tim Pritlove
Sich sicher war, dass er sich jetzt nichts mehr ändert.
Pavel Mayer
Genau bis von den Zahlen sich nicht mehr viel bewegt hat. Man sieht auch die schönen Grafiken äh und so äh dazu. Ja und es gibt irgendwie ja eine Korrektur, also ist relativ neu, vierzehnten April äh. Irgendwie korrigierte Version noch erschienen und ja also ähm. Dass es auf jeden Fall würde ich sagen auch erstmal eine gute Nachricht. Mein. Wahrscheinlich gut ist, also neunzig Prozent klingt jetzt fast wie ein Wundermittel, deswegen, wenn man allein schon wegen der neunzig Prozent irgendwie vorsichtig sein oder hellhörig sein, aber mir ist da jetzt erstmal nichts. Auf den ersten Blick aufgefallen, was äh irgendwie Alarmglocken äh klingeln lassen würde, so an Studiendesign oder Durchführung oder sonst wie ein einzig die neunzig Prozent erscheinen mir irgendwie äh ja überraschend. Hoch zu sein. So das hätte ich nicht gedacht. Und wir werden sehen.
Tim Pritlove
Also es ist äh Karlabach hatte sich da auch zu äh geäußert auf Twitter meinte, das wäre halt auch, sagen wir mal, von dem, was man äh äh weiß, also Buddhisonite ist ein. Steroid jetzt bewege ich mich wieder in so einem Bereich, von dem ich eigentlich überhaupt keine Ahnung habe, aber äh grundsätzlich ist es ähm einfach ein Mittel, was eine äh antientzündliche Wirkung hat und in dem Moment, wo man das inhaliert, geht's halt direkt in die Lunge. Und wir wissen, die Lunge ist definitiv so ein Ort, wo sich schwere Verläufe äh besonders abspielen, ne? Also tief inhaliertes Virus, was wirklich weit kommt und es vor allem in die Lunge macht. Dort macht es halt Ärger. Dort führt es zu diesen Artenproblem und dort ist äh dieser Kampf und das ist dann halt einfach eine Entzündung und äh offensichtlich kann dieser Stoff diesen diesen Entzündungssturm der dann über die Lunge entfacht wird eindämmen. Halt einfach äh etwas, was unter Umständen einfach gut äh passt so. Und man nimmt das dann eine Woche und dann ist äh. Gut dann möchte ich gerne noch auf ein Thema kommen, wo wir in unserer letzten Clubhaus äh Session nochmal drauf hingewiesen wurden. Das fand ich ganz interessant. Wir hatten ja hier auch schon ausführlich über Schnelltests gesprochen und auch mal ausführlich diese ganzen äh Rechenmethoden ähm. Wie das so mit Sensitivität und Spezifizität ähm zu handhaben äh ist und warum man nicht diese Worte benutzen sollte, weil man sich die ganze Zeit verquatscht, sondern vielleicht von Empfindlichkeit und Genauigkeit reden sollte. Und überhaupt entflammt ja über diesem Land und überhaupt weltweit wahrscheinlich auch so diese ganze Zeit, diese Debatte, was bringen denn eigentlich diese Schnelltests wirklich? Und ich fand äh. Einen Beitrag sehr hilfreich, weil er einfach nochmal in wenigen klaren Worten gesagt hat, was. Wie man eigentlich überhaupt über Schnelltests nachdenken sollte. Wofür die gedacht sind. Das wollte ich hier an dieser Stelle nochmal wiederholen. Nämlich. Schnelltests sind gedacht und eignen sich vor allem und ich würde sogar sagen, primär für geschlossene Gruppen. Wo immer wieder dieselben Leute aufeinander treffen über einen längeren Zeitraum hintereinander, ja? Die in irgendeiner Form sich treffen müssen. Was dieses Muss letztlich ausmacht, also was sozusagen dazu führt, dass auf dieses Treffen nicht verzichtet werden kann oder. Wo man auf dieses Treffen nicht verzichten will, das lasse ich jetzt mal offen, nehmen wir einfach mal an. Es gibt das, ja? Leute im Wasserwerk, die. Arbeiten müssen, weil wenn da keiner arbeitet, dann gibt's kein Wasser, ja, sagen wir mal, so eine Situation. Wie kann man die eben schützen mit Schnelltest? Und man kann diese Gruppen dadurch schützen, indem sich. Alle ausnahmslos täglich testen lassen. Das ist irgendwie eine Methode, die äh irgendwie funktioniert. Und Christian Drosten hat ja im Corona Virus Update Podcast auch nochmal. Aktuelle Erkenntnisse hier einfließen lassen und gesagt, na ja. Also man versteht diese Empfindlichkeit von Schnelltest jetzt immer mehr und sie haben sich das auch nochmal angeschaut und seine Kernaussage war, na ja, also Schnelltests greifen. Nicht alle Tage, wo man infektiös ist, wirklich ab. Ich glaube, das ist so ein bisschen dieser. Diese Vorstellung, die im Kopf ist und die wir auch hier selber öfter schon so formuliert haben, weil das das ist, wo was aus unserer Position heraus die Nachrichtenlage war, ja, PCR findet alles. Aber ein Schnelltest findet äh zumindest akute Infektion, weil das eben eine gewisse Virusmenge voraussetzt. Und nun macht es einfach mehr so den Eindruck, als ob man das dann doch nochmal relativieren würde. Er hat es im Prinzip auf die Rechnung runtergebracht. Von den acht Tagen, wo man wirklich infektiös ist, nach einer Infektion. Kann der Schnelltest vielleicht fünf abfangen. Bleiben drei über und zwar die ersten drei Tage. Vielleicht sind's auch nur zwei. Vielleicht sind's manchmal auch, ist es auch nur einer, aber man kann wohl davon ausgehen, dass auf jeden Fall Tage gibt, wo eine Infektion vorliegt. Aber diese Schnelltests noch nicht greifen. Und wenn ich ihn richtig verstanden habe, war die Argumentation im Wesentlichen die diese Schnelltest oder eigentlich heißen sie ja Antigentests. Prüfen halt auf bestimmte Antigene, auf eine bestimmte Expression, auf eine bestimmte. Präsenz des Virus und das ist halt teilweise, Protein teilweise sind es diese Nukleo Proteine, die halt auf dem eigentlichen Kern des Virus, auf dieser Hülle des Virus äh präsent sind. Und versucht halt in irgendeiner Form diese Präsenz dieses Virus zu greifen. Nach einer Infektion wiederum. Taucht ja das Virus in die Zellen ein und ist erstmal damit beschäftigt, Zellen zur Produktion. Zu bringen, ne? Die werden ja quasi überfallen und mit vorgehaltener Pistole. Gekörpert und gezwungen jetzt hier zu einer Virusfabrik zu werden. Und dann fangen diese Zellen an, Virus zu erzeugen. Und in dieser allerersten Phase. Fällt es diesen Antigentests schwer dieses Treiben zu entdecken, weil. Etwas noch nicht passiert ist. Diese Zellen sind noch nicht gestorben. Weil das tun sie ja dann irgendwann. Irgendwann äh verrecken sie quasi an ihrer eigenen Überforderung durch diese Dauerproduktion von Virus sterben dann einfach ab. Andere Zellen sind mittlerweile infiziert und so setzt sich das ja immer weiter voraus. Aber diese Antigenteste gehen vor allem, auf diese Antigene, die sich dann im Rachen erst so richtig zeigen wenn Zellen dann auch schon gestorben sind und deswegen ist das alles ein bisschen verzögert. Ich hoffe, ich habe jetzt hier keinen eklatanten Fehler gemacht, so habe ich das äh verstanden und ähm das war so eine Erklärung warum, aber letzten Endes kann man festhalten. Schnelltests sind. Ähm nicht für alles geeignet, auf der einen Seite und vor allem muss man sich glaube ich von diesem Gedanken trennen, dass er so ein Passport-Funktionalität hat. Oder ein Schnelltest war jetzt irgendwie negativ. Na dann kannst du ja jetzt nicht Infektion sein. Dann darfst du rein in diese Veranstaltung, dann darfst du rein in diesen Laden. Und ich weiß, dass es jetzt irgendwie eine Botschaft, die werdet ihr alle nicht geil finden und ich finde die auch nicht geil. Aber es scheint so ein bisschen äh die Realität wieder zu spiegeln, dass diese Vorstellung, dass man Schnelltest als sicherer Test zum Sicher sein, so nicht.
Pavel Mayer
Aussortieren von infektiösen, sagen wir mal, so, also zum einmal.
Tim Pritlove
Unabhängig von ist falsch angewendet worden oder hat an sich Fehler und so weiter, sondern einfach nur die Tatsache, dass einfach ein, zwei Tage wahrscheinlich eh verpasst werden. Und das sollte zu den.
Pavel Mayer
Und das genau und das mit der sozusagen Anwendung, mit den Anwendungsfehlern äh kommt halt nochmal oben drauf. Weil was sie eben auch von PCR-Tests ja wissen ist, dass äh Selbst bei PCA Tests, äh die manchmal negativ ausgehen, wenn der Abstrich nicht an der richtigen Stelle äh durchgeführt worden ist oder wenn da gerade halt kein, kein Virus ist so und das trifft natürlich umso mehr zu äh wenn halt der Test von Laien gemacht äh wird ähm, ja unten einen Schnelltest äh auch noch ist. So, das heißt. Praktisch können wir wahrscheinlich davon ausgehen, äh dass äh ungefähr nachdem was so auch gesagt. Hast ja größenordnungsmäßig die Hälfte, also durch durchkommt auf die eine oder andere Art. Äh wenn man halt mit, Schnelltests äh versucht einmalig zu screenen und genauso macht es halt Machen halt auch Schnelltests, einmal die Woche eigentlich nicht wirklich Sinn.
Tim Pritlove
Auch nicht zweimal die Woche, gerade jetzt bei Schulen, wohl äh dann auch noch die Teilnahme freiwillig ist.
Pavel Mayer
Also das ist nicht so äh wie ähm Schnelltest funktionieren können, da haben wir halt auch wieder natürlich aus der Politik, so ist dann oft der Wunsch Vater des Gedankens, dass, Dinger mehr können äh oder mehr können sollen so als sie tatsächlich in der Realität äh zu leisten in der Lage sind, ist äh ja müsste noch ein spezielles Wort für wahrscheinlich erfinden so für diese Situation, wenn. Die Politik im Zusammenhang mit Corona äh wieder Hoffnung auf übermäßig viel Hoffnung auf in in irgendwas steckt, was dann am Ende nur enttäuschen kann, ja. So, also nochmal eher zusammengefasst, Schnelltests sind sicherlich etwas, das hat seinen Platz, das kann äh äh helfen, so, aber wenn man sie halt einsetzt für Dinge, für die sie nicht. Geeignet sind so, dann äh macht bringt das halt auch die Schnelltests äh einfach in Verruf leider.
Tim Pritlove
Auch auf Clubhaus wurden wir noch auf eine andere Methode ähm aufmerksam gemacht, wie man Schulen auch absichern kann und das ist ein etwas anderer Ansatz. Hier kommen PCR-Tests zum, Einsatz und zwar gepuhlte PCR-Tests. Ähm, das Ganze Projekt heißt. Ähm wie cool wir, wofür statt das nochmal.
Pavel Mayer
Äh ja, das war so ein unmögliches äh Wir irgendwie kontra Corona Virus oder so oder.
Tim Pritlove
Wo ist das Corona Virus genau. Wie Kuvier und hier wird's anders äh. Angegangen. Und zwar sieht es so aus. Man das Ganze muss man dazu sagen, findet im Landkreis Regensburg äh. Schulen und Universitäten dran teilen, wenn ich das jetzt richtig notiert habe. Und hier geht's dadrum, dass zweimal die Woche, Leute, direkt nach dem Aufstehen noch vor dem Frühstück, also so quasi als erste Maßnahme, wenn man aufgestanden ist, weil dann, hat man vom vom Schlafen sozusagen sein Rachen auch noch nicht besonders gut durchgespült. Gurgelt und zwar einfach nur mit Trinkwasser. Also man geht ins Bad. Macht sich ein Glas Wasser voll, nimmt einen Schluck, gurgelt damit. Und spuckt das gegoogelte einfach in zwei Probenbehälter rein. Fertig. Das gibt man dann ab. Eine Probe wird zurückgelegt, die andere Probe wird dann mit anderen Proben in so einem Pool, PCR verfahren, zusammengekippt und gemeinsam getestet, also Pooling. Relativ klar heißt einfach nur, man kombiniert eben mehrere Proben von verschiedenen Leuten in einem macht eine PCA drauf, dadurch wird es halt billiger, weil. Wenn man zehn zusammenkippt, dann zahlt man nur einen PCR-Test für zehn Leute und wenn nur eine Person davon. Positiv war, ist halt im Idealfall der ganze Test positiv und dann kann man sehen, aha, okay, das war jetzt hier diese zusammengekippte Probe, jetzt proben wir die Zehen, die da einzeln reingegangen sind, nochmal separat, um rauszufinden, wer jetzt hier positiv ist. Ja, Vorteil. Dadurch, dass es PCR ist, natürlich sehr viel frühere Erkennung. Hier mag dann zweimal die Woche durchaus greifen. Ja, also es ist zweimal die Woche PCR, hat äh in etwa dieselbe Wirkung wie täglich Schnelltest. Aber du hast halt eine höhere Sensitivität und dadurch, dass es halt auch nur ein Gurgeln mit Trinkwasser und Ausspucken ist morgens. Ist es auch null invasiv. Kein Stäbchen, was sie da irgendwo reinschieben muss und wo du dir bei jedem Mal an der Wand kratzen und man muss schon niesen oder findest irgendwie äh einfach nur eklig, unangenehm oder es tut vielleicht auch weh. Ja, was immer dazu führen kann, dass dann Proben dann vielleicht ein bisschen nachlässiger genommen werden oder vielleicht auch gar nicht so richtig ja, das entfällt hier alles, weil Google kann, glaube ich, am Ende jeder. Und ähm ja, das ist so deren Ansatz und äh wer vielleicht noch nach tauglichen Lösungen sucht, um Schulen zumindest auf eine Art und Weise abzusichern, die diesen ganzen Schnelltestwahnsinn äh nicht wählen, könnte sich auf dieses Projekt stürzen.
Pavel Mayer
Ja allerding.
Tim Pritlove
Auf Weekare Punkt DE Strich Care Punkt DE.
Pavel Mayer
Allerdings habe ich mir jetzt gerade mal die Zahlen vom Landkreis Regensburg äh äh hochgeholt und. Ähm ja ähm die Zahlen sehen nicht, gut aus, also vor allem für Schulen nicht dort sind halt ist halt die Inzidenz an Schulen jetzt in der letzten Woche von zweihundert auf zweihundertachtzig gestiegen. Also was auch immer die da an Schulen machen. Ich meine das muss jetzt nicht äh äh an diesem Projekt, liegen oder so. Aber ich will nur sagen, entweder äh sind halt in dieses Projekt nicht hinreichend äh genug Teilnehmer ein äh bezogen äh auf jeden Fall äh ja was immer gemacht wird in äh Regensburg, äh die. Der Corona Virus in der Altersgruppe fünf bis vierzehn lässt sich davon überhaupt nicht beeindrucken, sondern äh ja im Gegenteil, Das explodiert da allerdings äh sind, Kitas im Vergleich äh jetzt äh noch, relativ weit unten, also sie sind gerade mal bei einer Institanz von hundertzehn und also was sie da auch immer mit den Kitas machen äh so, das scheint zumindest einen. Gewissen Effekt zu haben.
Tim Pritlove
Das ist jetzt auch nicht die Methode, die da flächendeckend eingesetzt wird, sondern das ist eine Studie, die da gemacht wird. Also das ist sozusagen der Versuch eine Alternative zu finden und wenn wir jetzt hohe Zahlen haben, dann könnt ihr das auch eher ein Argument dafür sein, dass man mal was anderes ausprobiert. Ähm das Ganze hat wohl irgendwie im Februar äh angefangen, ist also auch noch relativ, neu und ähm könnte aber auf jeden Fall interessant sein. Ja und so andere Tests über die wir auch schon mal gesprochen haben sind ja Abwassertests. Ja hm, da ist mir jetzt gerade nochmal ähm reingespült worden, Ergebnisse aus der da wird es nämlich im Kanton Zürich tatsächlich gemacht, also was wird gemacht? Man geht ins Klärwerk und nimmt halt einfach die Abflüsse der Stadt. Und macht dort seine PCA Tests auf dem Abwasser und das konnte eigentlich auch schon mehrfach gezeigt werden, dass das an sich ganz gut funktioniert. So meinen manche, andere meinen was anderes und ähm ich blicke hier nur gerade auf die Grafik, wie sich das in Zürich so äh verhält, also was sagen die Abwassertests und was was sagen die tatsächlichen ähm Institenzen der Verlauf durch die normalen PCR-Tests und die sind schon relativ nah beieinander Da wurde dann im Verlauf auch nochmal das Anti-Gen geändert, auf das getestet wurde, aber zumindest das, womit man das jetzt derzeit macht, doch den Institutionsverlauf schon sehr gut nach. Was will ich damit sagen. Ich will damit sagen, ich wundere mich, dass es in Deutschland immer noch so wenig zum Einsatz kommt. Ich bin mir jetzt nicht so hundertprozentig sicher, wo es vielleicht doch in Deutschland zum Einsatz kommt, aber ähm ich hatte hier so einen Bericht gefunden vom von der deutschen Welle. Und da wird eigentlich im Wesentlichen ähm davon berichtet, dass die deutschen Behörden hier, sehr skeptisch sind und das äh eher nicht unterstützen und nicht äh machen, obwohl es zum Beispiel in der TU Darmstadt da sehr wertvolle Arbeiten äh zugibt. Ja, also TU Darmstadt meint, man könnte äh zehn Fälle auf hunderttausend Einwohner genau nachmessen. Und das ist natürlich ähm. Schon interessante äh Geschichte. Man könnte Varianten nachweisen ähm und ähm. Das kommt in der Schweiz zum Einsatz, das kommt in Holland, zur Einsatz kommt in USA und in Frankreich, zum Einsatz, aber in Deutschland scheint auch das wie keine Option zu sein. Warum auch immer.
Pavel Mayer
Scheiße stinkt und ja irgendwie und man möchte es glaube ich auch nicht so genau wissen.
Tim Pritlove
Den Eindruck habe ich eigentlich mittlerweile auch so. Also man, oh Mann, oh Mann. Pavel, damit sind wir eigentlich so ein bisschen am Ende angekommen dieser Sendung. Ich wollte nochmal ein. Ein Tweet zitieren von einem Twitter-Account, den ich irgendwie immer wieder sehr äh gerne lese in dieser Zeit. Vom bissigen Mäuschen hatte ich hier schon mal. Äh und zwar wendet sich das so ein bisschen auch so an die Gesellschaft und beziehungsweise Jammerei, die man irgendwie überall sieht. Ich lese das mal vor. Es muss endlich Schluss sein mit der Panikmache. Es kann nicht sein, dass bei jedem Vorschlag einer Maßnahme, schon das Ende der freien Gesellschaft herbeigejammert wird. Das ist peinlich, wenn jeder Widerspruch und jede Korrektur von Falschbehauptung zum Tod der Meinungsfreiheit stilisiert wird. Zufeige ist seine eigenen Befindlichkeiten zu formulieren, darf sich nicht hinter einem vermeintlichen Willen des Volks oder der Bürger verstecken. Ja, es werden Menschen auch durch, Maßnahmen krank, manche werden sterben und ihre Jobs verlieren. Es sind harte Zeiten für uns alle, aber wir glauben daran, dass es möglich ist, zum Wohl aller Corona und andere Probleme zu überwinden. Und dass die Zeit danach einfach klasse wird. Ihr habt Angst, dass eure Welt schon beim kleinsten Versuch dazu auf Dauer zusammenbricht. Wenn eure Welt. Euer soziales Umfeld, wenn eure Ideale so fragil sind, dass jede Berührung durch andere, egal wie berechtigt sie Zerbrechen droht, dann müsst ihr euch damit zu Hause hinter dem Sofa verstecken. Eure Freiheit ist, schwacher auf der Brust als irgendein Patient auf der Intensivstation. Wenn ihr die Triage nicht fürchtet, dann müsst ihr jetzt loslassen. Eure Freiheit ist nicht stark genug, um in der echten Welt lebensfähig zu sein. Sie darf ja nicht mal berührt werden. Unsere ist stark genug, um dafür zu kämpfen, selbst wenn es langen Atem braucht. Hört auf zu jammern, habt den Mut, eure Ideale auch in schweren Zeiten zu leben, anstatt nur äh um sie herum zu flennen. Ihr habt nicht nur Angst und macht Panik, ihr seid auch noch zur Feige, euch dem einzustellen, denn dann versteckt euch halt und lasst uns machen. Ja, die Welt wird danach nicht die gleiche sein, aber dem stellen wir uns und wir lassen euch äh auch wieder rein, wenn ihr euch traut. Aber vielleicht hängt ihr dann auch lieber weiter an einer verklärten Vergangenheit wie ein verschreckter Säugling am Beinkleid eines Eltern, Und wenn ihr bei dem Satz wiedergezuckt habt, gebt wenigstens zu, wie viel Schiss ihr habt und verkauft uns das nicht als Stärke, fordert nicht von uns, den Mut, eure fragile Welt zu erhalten Wir setzen unseren Mut für, unsere Welt ein, wir haben den Mut mit zitternden Händen im Angesicht des Todes an unserer Welt zu bauen und mit dem Blick über unsere eigenen Befindlichkeiten hinaus. Deshalb hört mit der Panikmache auf, macht mit oder haltet die Klappe.
Pavel Mayer
Ja, sehr schön, ja.
Tim Pritlove
Ist es halt auch so diese dieser Jammerei auch so viel Raum zu geben in der Politik und und davor davon zu laufen. Ich habe heute grad wieder irgendwie so ein Video gesehen von irgendwelchen. Leute, keine Ahnung, Querdenker, was auch immer, halt diese ganzen Telegramm, inspirierten Menschen, die dann irgendwie. Hunderte von Kilometern durch die Republik gefahren sind, um mal wieder den Sturm auf den Reichstag äh zu feiern und dann irgendwie festzustellen, dass da irgendwie fünf verspringte Typen irgendwie auf diesem Reichstagsrasen rumlaufen und dazu noch irgendwie eine Hundertschaftpolizei und beschweren sich dann so jämmerlich so, ja wo sind denn alle, wo ist denn hier die Revolution? Ich habe doch die Revolution, habe ich doch gelesen, dass im Internet jetzt das jetzt hier irgendwie Revolution ist und und unsere Freiheit und überhaupt und Ja ihr seid einfach die Minderheit. Ihr seid einfach ein, ein, ein, ein Grüppchen von Leuten, die zwar sehr laut sind und sehr gehässig und die bereit sind, auf jeden, der irgendwie versucht. Wirklich durch viel Arbeit diese Krise zu überwinden, rumzuhacken. Ihr seid einfach Jammerloppen und es ist einfach ihr müsst einfach mal zurücktreten. Es führt einfach zu zu gar nichts und mich nervt das auch tierisch. Nur langweilig und schlecht.
Pavel Mayer
Also mich erinnerte das äh sagen an den Begriff irgendwie Kartelle der Angst. Ähm, der schon etwas älter ist ähm und irgendwie von dem Soziologen glaube ich geprägt wurde oder sogar Ernie, ah ja Ralf Dahndorf hat sogar das Kartell der Angst geschrieben, sehe ich gerade. Also es ist ein sondern immer wieder gern genommener Begriff und was was sich dahinter verbirgt, ist im Wesentlichen ja eine äh das ist halt eine Gruppe von Leuten gibt. Die Angst vor Veränderung hat ähm so und sich deswegen der Änderung äh widersetzt gemeinsam und sich gegen Änderungen stemmt, ja kann man wahrscheinlich auch beim Klima so beobachten und aber generell bei anderen Dingen, also überhaupt das Internet, der ganze Kampf ums Urheberrecht und und so weiter. Rund äh ja oder auch eigentlich teilweise unsere Automobilhersteller mittlerweile, obwohl die eigentlich ja zu den innovativsten äh oder noch, ich sage mal, am am bestvernetzten äh Wirtschaftsstrukturen äh mit viel Innovation, viel Forschungsausgaben und so gehören aber mittlerweile ja hat man auch da das Gefühl dass sie einfach auch und das macht die Kartelle der Angst auch aus, dass sie eben so viel Macht haben sie ja Gesetzgebung und Handeln der Regierung, beeinflussen und gerne einen regulativen Rahmen herstellen, der ihnen zugute kommt und äh ja und jetzt haben wir halt vielleicht das neue Kapitel so Pandimie trifft auf deutsche Kartelle der Angst. So das ist glaube ich, dass, wonach das, wonach das Klangplus dann ähm ja äh dann halt die ganz, ganz vielen, die. Schlecht informiert sind. So kann man das glaube ich auch sagen.
Tim Pritlove
Ja, wir hoffen, dass wir äh dafür sorgen, dass ihr besser informiert seid und dass ihr euch nicht in die Kartelle der Angst einreiht, aber äh das wissen wir eigentlich schon. Das dem so ist. Wir machen auf jeden Fall unsere Clubhausrunde, diesmal am kommenden Montag schon. Tag früher als sonst aus Gründen um einundzwanzig Uhr. Wenn ihr dabei sein könnt und wollt, dann, Macht das, ansonsten gibt's Kroner Wickli, nächsten Freitag wird's wieder aufgenommen und äh. Klingt euch gerne wieder ein. Wir bedanken uns für eure Unterstützung und äh die Kommentare und all die sonstigen Hinweise, die wir aus allen Richtungen bekommen und sagen tschüss und bis bald.
Pavel Mayer
Tschüss, macht's gut, bleibt gesund.
Shownotes

Inzidenz in Deutschland (7-Tage-Schnitt, 7-Tage-R und Neue)
Todesfälle in Deutschland (7-Tage-Schnitt und Neue)
Inzidenz nach Bundesländern
Inzidenz nach Altersgruppen in Deutschland
Tests in Deutschland
Tests in Deutschland
Inzidenz nach Altersgruppen (Landkreis Greiz)
Inzidenz nach Altersgruppen (Landkreis Hof)

47 Gedanken zu „UKW069 Corona Weekly: Inzidenzen interessieren keine Sau

  1. Zum kompletten hören ist’s wohl bischen spät jetzt, aber mal schnell an ein paar Stellen rein horchen will ich gleich doch noch.

    Aber ich wollt‘ eigentlich nur schnell noch sagen, was ich letztens schon dachte: die Grafiken mit dem dunklen Hintergrund und den Leuchtfarben sehen so urigst geil aus! 🙂

  2. Bei Adenovirus-Vektorimpfstoffen ist schon 2006 dokumentiert worden, dass es bei intravenöser Gabe häufiger zu Thrombozytopenie bzw. Thrombosen kommt.

    Die Ursachenkaskade scheint folgende zu sein:
    ——–
    Landet der Vektor (Adenovirus) direkt im Blut (statt im Muskel), dann befällt er entsprechend zuerst das Endothel der Blutgefäße (die gefäßauskleidende Schicht im Kontakt mit dem Blut), welches dann eben Gerinnungsfaktoren freisetzt (Van-Willebrand-Faktor usw) – das führt dann natürlich auch zu mehr Thrombosen.
    ———

    SARS-CoV-2 befällt ebenfalls stark das Endothel, da dieses viele ACE2 Rezeptoren anbietet (Teil des Blutdruckregelsystems) – führt also zu den gleichen (oder schlimmeren) Schäden am Endothel – mit den entsprechenden Folgen wie vWF-Freisetzung, welche dann ihrerseits zu Gerinnungsstörungen usw. führen.

    Beide Ursachen dürften sich in den beobachteten Fallzahlen überlappen (zusätzlich moduliert durch weitere Faktoren wie Alter, Geschlecht, Blutgruppe, Hormonzustand, …).

    Vermeiden ließe sich eine Fehlinjektion durch das „Aspirieren“ bei der Impfung, also das testweise Ansaugen von Flüssigkeit nach dem Einstich (um vor Gabe des Mittels zu erkennen, ob man versehentlich ein Blutgefäß getroffen hat). Da das Aspirieren aber ggf. Schmerzen erzeugt, ist die derzeitige Empfehlung direkt zu impfen, also ohne diesen Test.

    Dass mRNA Wirkstoffe bei versehentlich intravenöser Gabe ähnliche Effekte zeigen können wäre eigentlich nur naheliegend – frei nach dem Prinzip, dass alles, was zur Freisetzung von vWF aus dem Endothel führen kann, auch entsprechend zu einigen Thrombosen führen wird.

    Ich möchte hier noch gerne auf Dr. John Campbells Video zum Aspirieren verweisen (bis Minute 11): https://www.youtube.com/watch?v=WuyAtvwP2H4

    Er bespricht im Video die Studie aus 2006: „Adenovirus-induced thrombocytopenia: the role of von Willebrand factor and P-selectin in mediating accelerated platelet clearance“
    https://ashpublications.org/blood/article/109/7/2832/125650/Adenovirus-induced-thrombocytopenia-the-role-of

    Im gleichen Video stellt er später übrigens auch Metastudien bezüglich Vitamin-D vor – dabei ist Minute 25 das absolute Highlight.
    Spoiler: bis zu 90% Verlaufsverbesserung bei früher Anwendung

    • So isses sehr wahrscheinlich auch!

      Dies ist schon länger meine Arbeitshypothese (Hier hast Du sauber recherchiert und argumentiert! Bist Du ein Mediziner oder Biologe?). Die FDA hat diese Woche den Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson aufgrund der selben Problematik vorerst gestoppt und Sputnik V wird wahrscheinlich in die selben Probleme laufen.

      Die mRNA-Impfstoffe müssten im Prinzip die selben Nebenwirkungen hervorrufen können. Ich meine mich zu errinnern einmal gelesen zu haben dass Thrombosen bzw. Sinusvenen-Thrombosen auch bei mRNA-Impfstoffen schon vereinzelt beobachtet wurden, eben nur etwas seltener.

      Das liegt einfach daran dass diese kationischen Lipid-Nanopartikel kaum in Endothelzellen eindringen können (Literatur und eigene Erfahrungen!) sondern hauptsächlich in die Leber (Hepatocyten) aber auch Milz und Lunge gehen. Diese Lipid-Nanopartikel binden sich dabei an das Protein ApoE und werden so hauptsächlich über ApoE-Rezeptoren in die Endosomen einer Zelle eingeschleust, nach dem Platzen des Partikels als auch des Endosoms wird die mRNA ins Cytosol freigesetzt.

      In dem folgenden Video wird der ganze Vorgang hervorragend erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=oNGFXiBVV8M

      Das Problem dabei ist einfach auch dass man hauptsächlich nur das findet das man gezielt sucht bzw. überhaupt finden will!

      Wenn man im Fernsehen sieht wie die so genannten „Impfärzte“ (Gibt es überhaupt eine Facharztausbildung für das Impfen oder reicht für diesen Titel schon das Auswendiglernen einer Hochglanzwerbebroschüre von Biontech und AstraZeneka?!) in den Impfzentren die Vektor- als auch mRNA-Impfstoffe in den Arm jagen dann grenzt das nach diesen Gesichtspunkten schon fast an vorsätzlicher Körperverletzung.

      Auf das potentielle Problem der Aspiration von Blut bei der intramuskulären Injektion hat auch der „Supercovidiot“ Dr. Wolfgang Wodarg bei einem Interview vor kurzem schon hingewiesen!

  3. Hallo Tim!
    Hallo Pavel!

    Ich bin gebürtiger Leichlinger (Witzhelden), wohne auch hier und habe meinen Zivi im genannten Pilgerheim Weltersbach gemacht, was allerdings schon Jahre her ist. An den Informationen die ihr aufgeführt habt, gibt es nichts zu mäkeln. 😉

    Allerdings möchte ich in diesem Zusammenhang eine andere Sache ansprechen, die genau mit diesem Fall zu tun hat. Pavel erwähnte, das es eigentlich eine gute Nachricht gäbe, sprich der Impfstoff zeigt, das er seine Wirkung nicht verfehlt hat und die Menschen dort vor schweren Verläufen oder dem Tod durch Covid-19 schützt. Dann jedoch erwähnte Pavel, das es eigentlich keine schlechte Nachricht zu diesem Vorfall gäbe. Dem möchte ich ein wenig widersprechen.

    Die Stadt Leichlingen zählt zum Rheinisch-Bergischen Kreis (RBK) im Regierungsbezirk Köln. Landrat für diesen Kreis ist Herr Stephan Santelmann (cDU*). Nachdem der Fall im Pilgerheim bekannt wurde, gab es in den lokalen Medien (Radio Berg, WDR-Köln, Kölner Stadtanzeiger) eine Meldung, die das ganze Chaos in der Pandemiebekämpfung recht deutlich zusammen fasst. Bei Ausbruch der erneuten Infizierung lag der Inzidenzwert in Leichlingen schon bei 150. Krisenstableiter und Kreisdirektor Dr. Erik Werdel trat von seiner Funktion als Leiter zurück. Seit dem 12. April 2021 gibt es aktuell keine Krisenstableitung mehr. Gleichzeitig tagte der Landrat zusammen mit den BürgermeisterInnen der Verbundstädte und stimmte nach Bekanntwerden der geplanten und ausstehenden „Bundesweiten Notbremse“ für eine Ausnahmegenehmigung beim Land NRW, der auch am Tag später durch Düsseldorf statt gegeben wurde.

    Das bedeutet, nachdem der Krisenstab ohne Führung war, die Inzidenzwerte weiter anstiegen, die bundeseinheitliche Regelung „drohte“ und unter Kenntnisnahme des Vorfalls im Pilgerheim. Trotz all dieser Umstände beantragten Santelmann und die BürgermeisterInnen die Ausnahmegenehmigung beim Land NRW um die Schließungen und Ausgangssperren aufheben zu können.

    Nach persönlicher Rücksprache mit meinem zuständigen Bürgermeister Frank Steffes (sPD*) habe ich die Begründung erfahren, worauf der Antrag zur Ausnahmegenehmigung beim Land begründet ist. Es ginge in erster Linie darum, Anreize zu schaffen, sich testen zu lassen. Dies könne man nur, wenn man den Bürgern die Möglichkeiten bietet, in dem die örtlichen Geschäfte offen bleiben und dort durch „Meet & Click“ automatisch getestet werden muss, bevor man die Läden betreten dürfe. Ebenso ginge es darum, die örtliche Wirtschaft zu stärken.

    Des Weiteren wird sich laut Bürgermeister Steffes darauf berufen, das unsere Stadt Leichlingen (ca. 28.000 Einwohner) täglich bis zu 3.000 Schnelltests zur Verfügung habe und somit eine gewisse Sicherheit vor der Pandemie bestünde. Jeder Leichlinger kann sich nach deren Vorstellungen alle 9 Tage 1x testen lassen. Was ist das für eine Sicherheit?

    In meinen Augen ist das absolut fahrlässig, weil man hier versucht das Modell Tübingen zu kopieren. Ebenso scheinen die meisten BürgermeisterInnen nicht verstanden zu haben, das Schnelltests weder genau sind, noch vor einer Ansteckung schützen. Im Endeffekt wird das ursprüngliche Problem zwischen Kanzleramt und der Ministerpräsidentenkonferenz jetzt auf die nächst tiefere Ebene, sprich Kreistag, Landrat und Stadtvorstände weiter gegeben.

    Ich wollte das einfach mal erwähnt haben. Danke für euren sehr tollen Podcast!

    * Ich schreibe die cDU und sPD bewusst mit kleinem „c“ und kleinem „s“, da das Christliche als auch das Soziale in diesen Parteien schon lange nicht mehr vorhanden zu sein scheint.

    • Der Corona-Ausbruch in Leichlingen ist leider nicht der einzige in Deutschland. Es gibt im Moment auch bei uns am Bodensee zwei Ausbrüche über die nur in unserer lokalen Presse berichtet wurde (https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-lindau/lindau_artikel,-mehrere-geimpfte-in-lindau-und-friedrichshafen-mit-corona-infiziert-so-geht-es-den-betroffenen-_arid,11352436.html / https://www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/friedrichshafen_artikel,-corona-ausbruch-in-ailinger-seniorenheim-_arid,11350081.html / leider ist alles hinter der Bezahlschranke!).

      Das Problem bei der Impfung von respiratorischen Viruserkrankungen (Die Grippe gehört auch dazu!) liegt darin, dass bei der intramuskolären Injektion eines Impfstoffs systemisch zwar reichlich IgM und IgG Antikörper im Blut gebildet werden, jedoch dabei aber leider keine oder nur sehr wenige IgA Antikörper für die mucosale Immunabwehr in den Schleimhäuten im Nasen-Rachen-Raum. D.h. geimpfte Personen können dann auch weiterhin in den Schleimhäuten infiziert werden (wenn auch evtl. etwas weniger häufig) und das Virus ähnlich wie symtomlos infizierte nicht geimpfte Personen weiter tragen (Transmission). Die geimpften Personen bekommen dann keine oder höchstens nur noch leichte Symtome wie z.B. ein leichtes Kratzen im Hals. Der Übertritt in die Blutbahn, wie es bei schweren Verläufen geschieht, wird dann von den IgM und IgG Antikörpern sowie den entsprechenden cytotoxischen T-Zellen weitestgehend verhindert.

      Man darf sich da keinen Illusionen hingeben, eine vollständige sterile Immunität (wie z.B. bei der Pockenimpfung) ist nach dem jetzigen wissenschaftlichen Kenntnisstand mit dieser Art von Impfstoffen bei SARS-Cov-2 wahrscheinlich kaum möglich. Diese Ausbrüche zeigen dass man mit diesen Impfungen die Pandemie wahrscheinlich relativ gut eindämmen kann aber mit ziemlicher Sicherheit nicht komplett beendet.

      • Hier noch eine schöne Zusammenstellung von ein paar SARS-Cov-2 Ausbrüchen in Altenheimen:

        https://reitschuster.de/post/das-hat-politische-sprengkraft-geimpfte-positiv-auf-corona-getestet/

        Die infizierten von Leichlingen waren wohl bei einem routinemässigen Antigen-Schnelltest aufgefallen und dann mittels PCR-Test bestätigt worden. Alle waren mit dem Pfizer-Biontech-mRNA-Stoff geimpft und hatten sich dann später trotz angeblichem vollem Impfschutz mit der britischen B1.1.7-Variante infiziert (B1.1.7 ist noch keine richtige Escape-Variante!). Das bedeutet für mich, dass alle positiv getesteten höchstwahrscheinlich mindestens so infektiös sind wie ein ungeimpfter symtomlos Infizierter. Bis das nicht eindeutig geklärt ist muss man den geplanten digitalen Impfpass einstampfen sowie den Impflingen keine „Sonderrechte“ zurückgeben! Jetzt bin ich aber gespannt darauf wie die Politik darauf reagiert.

  4. Hi,
    ihr hattet um Feedback zu Australien gebeten. Mein Freund ist Australier, lebt aber zusammen mit mir hier in Berlin. Wir hatten das große Glück, das unsere letzte Australien-Reise von Dezember 2019- Januar 2020 noch stattfinden konnte. Ich sehe es so:

    – Gilt natürlich nicht für alle, da privilegierte Position, aber: Australier reisen sehr, sehr gerne. Meine Schwiegereltern haben uns vor dem Pandemie jedes Jahr in Deutschland besucht, meine Eltern denken nicht im Traum daran, mal nach Australien zu reisen. Und sie bleiben keineswegs nur in ihrem Land (ich kenne keine Zahlen, aber mein persönlicher Eindruck ist, dass es ähnlich ist wie hier: man möchte in die Ferne, das eigene Land ist nicht so interessant, weil es halt das eigene Land ist.) Europa übt auf die meisten eine ähnliche Faszination aus wie auf Amis. Außerdem ist Australien so groß, dass man von Perth, WA zB schneller auf Bali ist als an der Ostküste. Bali ist für viele Australier das, was für uns Mallorca ist.
    – es gibt immer noch ca. 40.000 Australier, die seit Beginn der Pandemie außerhalb des Landes gestrandet sind. (siehe zB hier: https://twitter.com/strandedaussies) sie können nicht zurück, weil sie sich die Hotel-Quarantäne (ca 2-3000 Euro) nicht leisten können, und/oder weil es wahnsinnig schwer ist, überhaupt einen Flug zu bekommen, da die Nummer an Passagieren, die wöchentlich einreisen darf, sehr niedrig gehalten wird. Heißt im Endeffekt: man muss business class tickets kaufen, um das Risiko zu minimieren, dass das Ticket kurz vor Abflug wieder gecancelt wird. Ist natürlich auch teuer. Und viele derer, die im Ausland gestrandet sind, haben ihre Jobs verloren. Im Ausland gestrandet heißt, dass sind Leute, die vor der Pandemie gereist sind (Urlaub, Familienbesuch, etc) und es immer noch nicht zurückgeschafft haben. Es gibt Leute, deren Flüge schon mehrfach gecancelt wurden (man kann die günstigen Tickets kaufen, weiß aber nicht, ob man mitfliegen darf und kriegt das erst sehr knapp vorher gesagt). Es gibt wahnsinnig viele EInzelschicksale, einige sind damit jetzt vor das UN Human RIghts Committee gezogen: https://www.theguardian.com/australia-news/2021/apr/16/un-urges-australia-to-act-quickly-to-bring-stranded-australians-home
    – was ich damit sagen will: ewig wird Australien die Grenzen nicht geschlossen halten können, zumindest nicht, so lange es für so viele keine Möglichkeit gibt, nach Hause zu kommen und gleichzeitig jede Menge Hollywood Stars für Filmdrehs ins Land gelassen werden.
    – Australische Unis haben ähnlich wie britische ein Finanzierungsmodell, dass stark von den hohen Studiengebühren für ausländische Studierende abhängig ist. Meines Wissens werden auch die seit der Pandemie nicht mehr ins Land gelassen, auch das kann nicht ewig so weitergehen.
    – insgesamt sind die Australier natürlich happy mit der Situation vor Ort (für unsere Freunde und Familie da ist es mittlerweile kaum mehr vorstellbar, wie die Situation in Deutschland real ist) und ich traue es der Regierung durchaus zu, die Grenzschließungen ins unermessliche zu verlängern. Ende 2020 hieß es schonmal, vor 2022 machen wir nicht auf. Ich glaube aber, dass es irgendwann nicht mehr nachhaltig ist. Ich bin absolut für Zero Covid aber ich glaube, dass Australien irgendwann vor dem Problem stehen wird, wann und wie man wieder öffnet. Wenn man die Mutanten außen vor lässt, steht man trotzdem vor der Frage, wie man das Land öffnet und gleichzeitig die Bevölkerung dafür sensibilisiert, dass diese Öffnungen Covid-Fälle mit sich bringen werden, selbst wenn der große Teil der Bevölkerung geimpft ist.
    Ich glaube, das ich vermitteln möchte, ist: es ist gerade super, in Australien zu sein, wenn man dort ist. Es gibt aber viele, die australische Staatsbürger sind, und zurückkommen möchten, aber nicht können. Wenn wir zB irgendwann man unseren Lebensmittelpunkt nach Australien verlagern möchten (klingt gerade im Moment sehr verlockend) dürfte ich aktuell nicht einreisen. Auch das kann nicht ewig so bleiben. Langer Text, aber ihr habt ja gefragt ;P

    • Bin selber seit nunmehr 2 Jahren in Australien und kann die Punkte soweit bestätigen.

      Es gibt einen unglaublichen Boom im Lande auf alles was mit reisen im eigenen Land zu tun hat (Zelten, Caravan, 4Rad). Viele schauen sich gerade zum ersten Mal ihr eigenes Land an und sind zuvor viel in die Ferne gereist. Bali, Europa, Amerika etc. Neuseeland, habe ich da das Gefühl, war sonst nicht so das primäre Reiseziel. Eher mal schnell zum skifahren in den Ferien.
      Der Drang wirklich die eigene Coronablase zu verlassen scheint bei den europäisch stämmigen Australiern dabei aber nicht so groß zu sein, bei den indisch und asiatischen stämmigen hingegen schon. Generell wird eher der Untergang der Quantas und das fehlen der Tourismus $ beklagt, was aber natürlich auch einfach an meiner persönlichen Situation als Reisender liegen kann.

      Was das Land zu öffnen angeht so hab ich das Gefühl, dass der Premierminister das Land so schnell wie möglich gerne wieder für auslaendische Tourismus dollars öffnen würde, die Erfolge der Premiers auf Staten Ebene, die für harte Regeln gelten, deuten allerdings darauf hin, das man ganz glücklich in seiner Blase ist.

      Was ich als großes Problem wahrnehme ist, das man weder mit dem impfen in irgendeiner Form Fortschritte macht, noch das die impfbereitschaft sonderlich groß zu sein scheint. Besonders wegen des trararas um Astra Zeneca, das nun mal hier das Mittel der Wahl zu sein scheint. Ich denke da wird es noch ein böses Erwachen geben.

    • Ich lebe jetzt seit 15 Jahren hier in West Australien (Perth), Normalerweise bin ich ein mal pro Jahr in Deutschland. Seit dem Beginn der Pandemie können wir nicht mehr reisen. Die Regeln hier für Reisen sind einfach: a) man muss beim Innenministerium eine Reise beantragen. b) Bei der Wiedereinreise gibt es 14 Tage Hotel Quarantäne (selbst bezahlt) mit zwei PCR Tests (zum Anfang und dann am Tag 12).
      Das Problem für normale Menschen ist, dass die Genehmigung nicht gegeben wird, außer man stimmt zu, dass man mindestens 12 Monate im Ausland verweilt.

      Was wir dafür bekommen ist einfach. Wir leben normal. Keine Fälle und keine Beschränkungen, Klar, wir scannen QR Codes wenn wir in ein Geschäft/ Pub/ Schwimmbad oder so reingehen (zumindest für mich als Akademiker an einer Uni schließt das auch meinen Arbeitsplatz mit ein). Und ja, die Daten werden zentral gespeichert und ich habe meine Bedenken, aber die Gesundheitsbehörden sind in der Lage Rückverfolgung effektiv durchzuführen.

      Hier in West Australien ist die Strategie erfolgreich. Nach der ersten Welle, hatten wir den ersten Fall in der Bevölkerung (das ist, nicht in der Quarantäne erfasst) nach 10 Monaten. Und sofort gab es einen Shutdown für 5 Tage, gefolgt bei 9 Tagen mit Maske (auch im Büro).
      Unsere Shutdowns sind deutlich strikter als die, von denen ich unter anderem in UKW höre. Ausser für Einkauf dürfen wir eine Stunde aus dem Haus (und beim letzen mal auch nur in einem Radius von 5 km um den Wohnsitz). Alles ist zu. Nur Lebensmittel Geschäfte und Apotheken sind offen. Alles andere ist zu. Überall gilt Maskenpflicht und nur bei „anstrengenden Sport“ braucht man keine Maske (und ja, fast alle machen mit und man sieht keine Nasen über den Masken).

      Gestern sind wir in einen weiteren Lockdown gegangen. 1 Fall, der zunächst eine weitere Person angesteckt hatte. Die erste Person hatte sich in der Hotel Quarantäne vom Nachbar-Zimmer angesteckt, ist dann für fünf Tage in Perth gewesen und war offensichtlich infektiös. Heute wurde eine weitere Person gefunden, die infiziert ist (war in einem Restaurant in dem der Patient X war). Die ersten beiden lösten einen 3 Tage Lockdown aus. Meine Freunde, die Mediziner sind, sagen, dass die dritte Person bedeutet, dass wir mindestens für eine weiter Woche von Zuhause aus Arbeiten werden. Aber das ist es dann. Die Art, wie hier mit COVID umgegangen wird, bedeutet, dass wir diesen Ausbruch schnell und gründlich unter Kontrolle bringen und dann wieder keine Fälle haben werden.
      Natürlich haben wir hier ähnliche Probleme mit den Impfungen, wie in Deutschland. Komplettes Versagen der Politik. Zuwenig und zu langsam. Und ja, fast die gleichen Schlagzeilen in der deutschen und australischen Presse, die ich lese. Aber innerhalb von Australien oder zumindest innerhalb von West Australien leben wir normal. Man trifft Menschen und begrüsst sie mit Handschlag, oder umarmt Freunde.
      Was mich persönlich belastet, sind die Reisebeschränkungen. Das Wissen, dass ich eventuell meine Schwiegermutter nicht mehr sehen werde (80+ und langsam lässt die Gesundheit nach) und der Herzinfarkt meines Vaters (70+) vor drei Wochen sind nicht gut genug, um eine Ausreiseerlaubnis zu bekommen, wenn ich denn meinen Job behalten will. Allerdings zweifele ich nicht an der Richtigkeit des Vorgehens der australischen Regierung,. Sie macht das richtig. Stattdessen verzweifele ich an der Unfähigkeit der deutschen Regierung, diese Krise genauso effektiv zu managen.

  5. Hi,
    ihr hattet um Feedback zu Australien gebeten. Mein Freund ist Australier, lebt aber zusammen mit mir hier in Berlin. Wir hatten das große Glück, das unsere letzte Australien-Reise von Dezember 2019- Januar 2020 noch stattfinden konnte. Ich sehe es so:

    – Gilt natürlich nicht für alle, da privilegierte Position, aber: Australier reisen sehr, sehr gerne. Meine Schwiegereltern haben uns vor dem Pandemie jedes Jahr in Deutschland besucht, meine Eltern denken nicht im Traum daran, mal nach Australien zu reisen. Und sie bleiben keineswegs nur in ihrem Land (ich kenne keine Zahlen, aber mein persönlicher Eindruck ist, dass es ähnlich ist wie hier: man möchte in die Ferne, das eigene Land ist nicht so interessant, weil es halt das eigene Land ist.) Europa übt auf die meisten eine ähnliche Faszination aus wie auf Amis. Außerdem ist Australien so groß, dass man von Perth, WA zB schneller auf Bali ist als an der Ostküste. Bali ist für viele Australier das, was für uns Mallorca ist.
    – es gibt immer noch ca. 40.000 Australier, die seit Beginn der Pandemie außerhalb des Landes gestrandet sind. (siehe zB hier: https://twitter.com/strandedaussies) sie können nicht zurück, weil sie sich die Hotel-Quarantäne (ca 2-3000 Euro) nicht leisten können, und/oder weil es wahnsinnig schwer ist, überhaupt einen Flug zu bekommen, da die Nummer an Passagieren, die wöchentlich einreisen darf, sehr niedrig gehalten wird. Heißt im Endeffekt: man muss business class tickets kaufen, um das Risiko zu minimieren, dass das Ticket kurz vor Abflug wieder gecancelt wird. Ist natürlich auch teuer. Und viele derer, die im Ausland gestrandet sind, haben ihre Jobs verloren. Im Ausland gestrandet heißt, dass sind Leute, die vor der Pandemie gereist sind (Urlaub, Familienbesuch, etc) und es immer noch nicht zurückgeschafft haben. Es gibt Leute, deren Flüge schon mehrfach gecancelt wurden (man kann die günstigen Tickets kaufen, weiß aber nicht, ob man mitfliegen darf und kriegt das erst sehr knapp vorher gesagt). Es gibt wahnsinnig viele EInzelschicksale, einige sind damit jetzt vor das UN Human RIghts Committee gezogen: https://www.theguardian.com/australia-news/2021/apr/16/un-urges-australia-to-act-quickly-to-bring-stranded-australians-home
    – was ich damit sagen will: ewig wird Australien die Grenzen nicht geschlossen halten können, zumindest nicht, so lange es für so viele keine Möglichkeit gibt, nach Hause zu kommen und gleichzeitig jede Menge Hollywood Stars für Filmdrehs ins Land gelassen werden.
    – Australische Unis haben ähnlich wie britische ein Finanzierungsmodell, dass stark von den hohen Studiengebühren für ausländische Studierende abhängig ist. Meines Wissens werden auch die seit der Pandemie nicht mehr ins Land gelassen, auch das kann nicht ewig so weitergehen.
    – insgesamt sind die Australier natürlich happy mit der Situation vor Ort (für unsere Freunde und Familie da ist es mittlerweile kaum mehr vorstellbar, wie die Situation in Deutschland real ist) und ich traue es der Regierung durchaus zu, die Grenzschließungen ins unermessliche zu verlängern. Ende 2020 hieß es schonmal, vor 2022 machen wir nicht auf. Ich glaube aber, dass es irgendwann nicht mehr nachhaltig ist. Ich bin absolut für Zero Covid aber ich glaube, dass Australien irgendwann vor dem Problem stehen wird, wann und wie man wieder öffnet. Wenn man die Mutanten außen vor lässt, steht man trotzdem vor der Frage, wie man das Land öffnet und gleichzeitig die Bevölkerung dafür sensibilisiert, dass diese Öffnungen Covid-Fälle mit sich bringen werden, selbst wenn der große Teil der Bevölkerung geimpft ist.
    Ich glaube, das ich vermitteln möchte, ist: es ist gerade super, in Australien zu sein, wenn man dort ist. Es gibt aber viele, die australische Staatsbürger sind, und zurückkommen möchten, aber nicht können. Wenn wir zB irgendwann man unseren Lebensmittelpunkt nach Australien verlagern möchten (klingt gerade im Moment sehr verlockend) dürfte ich aktuell nicht einreisen. Auch das kann nicht ewig so bleiben. Langer Text, aber ihr habt ja gefragt ;P

  6. Ihr hat die Pooltestingstudie aus Regensburg erwähnt und dann gesagt, so toll könne das nicht wirken, da die Zahlen bei den 5-14jährigen in Regensburg sehr schlecht seien.
    Dazu ergänzend: DIE SCHULEN SIND HIER (weitgehend) GESCHLOSSEN! Und zwar seit den Weihnachtsferien!
    Seit ein paar Wochen dürfen die Abschlussklassen wieder in den Präsenzunterricht.
    Ich fürchte deshalb, Schulschliessungen haben nicht den Effekt, den ihr oft erwähnt. Hier ist die Situation auch so, dass Jugendliche jetzt zunehmend draussen und vermutlich in noch grösserem Stil drinnen zusammen herumhängen. Sie fragen sich offenbar zunehmend: Warum müssen wir daheim bleiben, aber die, die sich selber für wichtig halten, nicht? Und es häufen sich massive psychische Störungen offenbar massiv (=Einweisungen ins Bezirksklinikum).
    Für einen Lockdown wäre ich ja schon, aber für einen, bei dem alle mit machen – nicht nur die, die gerade nichts besseres zu tun haben.

  7. Servus, erstmal danke für die informativen Podcasts.
    Eine Frage zur risikotabelle: Die Daten aus der CSV Datei hinter der Tabelle (data.csv) scheint seit einiger zeit einen Tag hinterher zu sein. Soll das so sein? und wenn ja, wie komme ich denn an die aktuellen daten aus der tabelle ran ohne die direkt zu crawlen?

    Macht weiter so und bleibt gesund!

      • Interessant. Allerdings muss man zumindest die Relation betrachten: 194000 sind nicht viel verglichen mit 1,9 Millionen Dosen BioNTech. Das wirkt auf mich nicht, als wären da in den letzten beiden Wochen großartige „Restbestände“ AstraZeneca verbraucht worden, sondern eher, als wäre die Darstellung, dass Hausärzte ausschließlich BioNTech verimpfen, nicht 100%ig, aber doch weitgehend korrekt, und ja, irgendwo waren wohl auch noch ein paar Dosen AstraZeneca dabei. Aber hätte es die nicht gegeben, wären die Zahlen nicht fundamental anders.

        Spannender wird es wohl nächste Woche, wenn die Ärzte tatsächlich für jede Dosis BioNTech zwangsweise eine Dosis AstraZeneca bekommen sollten. Das sind dann keine vernachlässigbare Mengen mehr und es wird interessant, ob es den Hausärzten gelingt, die adäquat zu verwerten. Denn wenn es selbst die Hausärzte mit dem viel beschworenen guten Draht zu ihren Stammpatienten nicht schaffen sollten, die für diesen Impfstoff freigegebene Zielgruppe von dessen Nutzen zu überzeugen, sehe ich ein Problem auf die Impfkampagne zukommen.

        • [Ironie]
          Wer sich nicht überzeugen läßt und zu einer Behandlung zustimmt wurde nur falsch beraten!
          [/Ironie]

          Spass beiseite, das sollten die Hausärzte auf jeden Fall bleiben lassen. Die Entscheidung sich impfen oder auch nicht impfen zu lassen ist eine individuelle und persönliche Einscheidung jeder einzelnen Person. Gute und verantwortungsbewusste Hausärzte, die ihre Patienten schon länger kennen und als solche behalten wollen, werden das wahrscheinlich auch nicht tun. Eine gezielt einseitige bzw. falsche Beratung kann für Ärzte auch strafrechtliche Folgen haben.

          Die Impfärzte in den Impfzentren (Ich mag das Wort Impfstrasse nicht!) haben da wahrscheinlich eher weniger Skrupel, denn Ihre Aufgabe ist es bei einem Gehalt von bis zu 175 EUR pro Stunde möglichst viele Menschen (Das sind keine kranken sondern meist kerngesunde Menschen!) durch zu impfen! Eine vernünftige Anamnese ist da sowieso nicht möglich.

    • Hausärzte haben hier in Region Hannover auch BioNTech geimpft.

      Ich weis es weil ich es bereits meine Hände darin bade, ähh ich meine es in meinem Blut badet.

  8. Zum Abwassertest: die Stadt Karlsruhe macht das seit einiger Zeit, aber soweit ich weiß, sind die Daten nicht öffentlich verfügbar, ich wüsste zumindest nicht wo. Unser OB meinte vor etwa 10 Tagen, als die Inzidenz hier etwa 100 war, das „Abwasserorakel verspricht gleichbleibende Werte“. Die Wahrheit war dann, sie ist die nächsten Tage auf etwa 150 gestiegen…

  9. Vielleicht noch ein Zusatz zur Wirksamkeit von Johnson & Johnson: Tim spricht bei der Beurteilung der Wirksamkeit durch Phase-III-Studien vom „Wann“, viel entscheidender ist aber seit den Escape-Mutationen für Phase-III eigentlich das „Wo“. Und wo hat JnJ einen beträchtlichen Teil seiner Phase-III-Studien Ende 2020 gemacht? Richtig: In Südafrika und Brasilien. Und jetzt wisst ihr auch, warum die genannte Wirksamkeit von JnJ eigentlich sogar ziemlich gut ist – er wurde quasi bereits gegen laufende Escape-Mutationen erpropt und das floß dann auch in den Mittelwert mit ein.

    Ihr erinnert euch vielleicht daran, dass Südafrika in einem eigenen (aber nicht repräsentativen!) Test die Wirksamkeit von Astra Zeneca für die „südafrikanische“ Variante auf rund 10% beziffert. Daraufhin haben sie die Impfung von AZ in Südafrika faktisch vor dem Start bereits wieder beendet. Welche Impfstoff wurde dann wegen besserer Wirksamkeit besorgt? Johnson & Johnson. (Gut, mittlerweile auch dort wieder ausgesetzt, jetzt aber wegen CSVT, aber die Geschichte zeigt, wieviel man dem Impfstoff zutraut, geraden eben weil er in Escape-Mutations-Gebieten bereits ausführlich getestet wurde).

    Beim Vergleich der Wirksamkeit ist es daher sehr wichtig, auch zu sehen, auf welche Varianten sich diese Wirksamkeit denn bezieht und das sieht man eben am besten, wenn man neben dem wann auch sieht, wo die Studien durchgeführt wurden.

  10. Hi, vielen Dank für Euren schönen Podcast. Bin seit Dezember aufgesprungen.
    Bez. Inzidenz bei höheren Altersgruppen und Sterblichkeit ein Gedanke von mir. Ich kann mir vorstellen, da ja gerade in Altersheimen immer wieder durchgeimpfte Menschen positiv, aber mit milden oder keinen Symptomen, getestet werden, dass dies die immer noch hohe Inzidenz erklären könnte und es u. U. dann auch nicht stimmt, dass 20 % davon über den Jordan gehen.
    Oder umgekehrt: Ich habe die Hoffnung, dass zumindest ein Großteil der über 70-jährgen schon mindestens eine Impfung im Arm hat und sich zwar noch anstecken, aber der Verlauf oft milde ist.

    • Derselbe Gedanke kam mir auch. Anhand der nackten Zahlen kann man leider nicht erkennen, wie viele der Neuinfektionen im Ü80-Bereich Geimpfte betreffen. Ich habe aber bereits mehrfach von Corona-Ausbrüchen in Altersheimen gelesen (Berlin und Bayern), bei denen die Bewohner größtenteils geimpft waren und die dann zum Glück auch nicht krankenhauspflichtig wurden.

  11. Dass Pavel nicht der größte Wirtschaftsfreud ist, gestehe ich ihm gerne zu – auf welchen Fakten stützt sich aber die fortlaufende Behauptung, dass sich sie Leute zu großen Teilen am Arbeitsplatz anstecken? ich habe dazu von euch keine Fakten gehört und auch sonst keine Infos gefunden – dafür aber welche, die in eine andere Richtung deuten: nämlich, dass die Inzidenze in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit hoch sind: https: //www.welt.de/wirtschaft/article230470773/Corona-Infektionen-haeufen-sich-in-Gegenden-mit-hoher-Arbeitslosigkeit.html

  12. Wie steht es eigentlich um die ethische Verträglichkeit des Arguments, dass Öffnungen an der Belegung der Intensivstationen festgemacht werden sollen?
    Statistisch gesehen ist das ja nur eine andere Zahl für den gleichen Wert (wenn man voraussetzt, dass das Verhältnis Infizierte zu Intensivpatienten immer gleich ist), die aber mit (2 Wochen) Verzögerung rein kommt.

    Trotzdem klingt das für mich total bescheuert. Das kommt so über, als wenn man sagt: erst wenn x Menschen mit dem Tod kämpfen tun wir was. Oder fangen an nachzudenken. Das hängt natürlich auch von der Höhe der Covid-Intensivpatienten ab, ab der was passieren soll (zB 5 Bundesweit?). Aber ich sehe das entweder als Scheindiskussion um Zeit zu gewinnen oder als dicken Mittelfinger der Politik die sich nicht interessiert. Ich kann mich noch nicht entscheiden.

    • >wenn man voraussetzt, dass das Verhältnis Infizierte zu Intensivpatienten immer gleich ist
      Warum sollte man das tun?! Genau deswegen gibt es doch jetzt auch die Aussagen, daß die Leute auf den Intensivstationen immer jünger werden. Warum ist das, deiner Meinung nach, so?
      Weil 70+ gut geimpft sind. Noch nicht alle, aber um mehrere Größenordnungen mehr als bei ~40.

      • OK, das ist ein Argument für die Intensivbelegung als Metrik.

        Dagegen spricht Long Covid und eben, die zusätzliche Verzögerung in der Reaktion. Überspitzt gesagt könnte man auf die Todeszahlen sehen, denn schwer krank ist besser als Lockdown. Mit dem gleichen Argument könnte man sogar nur 60+ impfen – denn EA stürben nicht genug junge Leute damit es sich wirtschaftlich bemerkbar macht.

        Ich finde, wir sollten weiter auf die Infektionsrate schauen. Wegen Long Covid und Mutationen. Keine Torpfostenverschiebung im Spiel.

  13. Hat hier jemand Ahnung, was Texas angeht? Die haben mit keinen Maßnahmen ja etwa 3.400 Neuinfektionen täglich, was auf Deutschland übertragen circa 10.000 Neuinfektionen pro Tag wären. In anderen Teilen des Landes, die eine schlechtere Witterung haben, ist es weit höher und das mit Maßnamen. Das würde für einen nicht unerheblichen Einfluss des Wetters sprechen. Auf der anderen Seite hat etwa Dubai 1.000 Neuinfektionen am Tag und ist bekanntlich extrem warm. Das bei nur 3 Millionen Einwohnern.

    Es ist ja durchaus von Pflegeheimbewohnern zu lesen, die trotz vollständiger Impfung an Covid gestorben sind in Deutschland. Mir wäre es neu, dass noch niemand mit einer Impfung verstorben ist. Ich weiß nicht, wie genau das untersucht wurde, aber ich halte es (reined Bauchgefühl) for vorstellbar, dass bei sehr alten Menschen die Immunreaktion zu schwach ausfallen kann, um nicht trotzdem zu sterben.

    • Es ist nicht die Temperatur, sondern das Verhalten.
      In der Wüste in Dubai ist es zwar warm, aber da ist doch keiner, sondern wieder in klimatisierten Innenbereichen.
      Aktuell hat Texas irgendwas bei 10-25° (nachts/tag), da werden noch nicht überall die Klimaanlagen am Anschlag laufen, sondern es ist noch normales Leben draußen ertragbar, denk ich.
      Und während der Isländer bei 12° draußen im T-Shirt herumhüpft, verzieht sich der Thailänder bei 25° mit Pullover lieber rein… viel zu ungemütlich draußen. 😉

      Texas hat 10% Infizierte (wie hoch war die Dunkelziffer?) und 35% Erstgeimpfte, das ist schon enorm, daß es event nicht extrem weiter anwächst, sondern auch mit wenig Maßnahmen (offiziell keine, aber macht das wirklich jeder?) im Griff ist.
      Ein Vorgeschmack auf unseren Juni….+

  14. Lieber Tim, lieber Pavel,
    zu eurem Kommentar bezüglich der budenosid-haltigen Asthmasprays bin ich sehr hellhörig geworden:
    Anfang Januar 2020 nach einer Bulgarienreise habe ich mir eine so schwere „Erkältung“ eingefangen, dass ich Nachts vor Atomnot erwacht und mich teilweise vor so starkem Husten aus dem Schlaf heraus übergeben musste.
    Nachdem es mir nach vielen Tagen wieder etwas besser ging, die Lungenprobleme aber hartnäckig geblieben sind, hat mein Hausarzt mir einen Novopulmon Inhalator (Wirkstoff Budenosid) verschrieben. Die Besserung ist glücklicherweise exakt so eingetreten, wie Ihr es in der aktuellen Folge elaboriert und zitiert habt!
    Ich bin heute symptomfrei und wieder im Laufsport aktiv, aber ich gehe davon aus, dass ich mir tatsächlich COVID eingefangen hatte. Mein erster PCR-Test (12 Monate später) war allerdings/folglich negativ. Weiter spricht zudem dagegеn, dass niemand in meinem Umfeld erkrankt ist. Allerdings hatt hatte ich mich gut selber isoliert und meine Frau wurde in kommunistischen Zeiten gegen alles was es gibt geimpft und ist seit dem ich sie kenne, noch nie krank gewesen – aber dies nur als Zusatzinformation.

    TLDR; possibly covid Januar 2020, indikativ 2 Wochen mit Budenosid behandelt, schnelle Besserung eingetreten und schwerer Verlauf abgewandt, volle Lungenfunktion nach ca 6 Monaten wieder erreicht.

    Danke für den Beitrag, liebe Grüße und bleibt allesamt gesund!

  15. Läuft doch alles toll:
    „“Sonntag, 18.04.2021 Das Land hat am Sonntagmittag unserem Vorschlag für eine neue Allgemeinverfügung zugestimmt. Damit gilt ab Dienstag, 20. April, Distanzunterricht“, sagt Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger zur aktuellen Corona-Situation. Das gebe den Schulen und den Eltern „wenigstens noch ein bisschen Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen“.

    Damit endet für die Schüler nach nur einem Tag wieder der Wechselunterricht. Weil die Allgemeinverfügung erst noch veröffentlicht werden muss, greift die Regelung erst am Dienstag. Eine Empfehlung, die Kinder schon am Montag zu Hause zu lassen, könne man aufgrund der Schulpflicht nicht aussprechen, sagte Stadtsprecherin Gisela Bockermann.“
    https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Bielefeld/Bielefeld/4405030-Kein-Einkauf-mehr-mit-Test-und-Termin-in-Bielefeld-Rueckkehr-zum-Distanzunterricht-Stadt-zieht-die-Notbremse

  16. Ohne diese Oxford-Studie genauer angeschaut zu haben, erscheint mir die Behauptung die mRNA-Impfstoffe hätten die gleiche Häufigkeit seltener Erkrankungen des Gerinnungssystems nicht plausibel, jedenfalls, wenn die Aussage auf öffentlichen Daten der Pharmakovigilanz beruht. Ich weiß nicht, ob die Angabe falsch ist, aber die Werte für die mRNA-Impfstoffe sollten im gesamten Altersbereich unter oder bei der vermuteten Hintergrundhäufigkeit der Erkrankung liegen, denn sonst gäbe es ja das gleiche Signal für diese Impfstoffe wie für die Vektorimpfstoffe von Oxford bzw. jetzt auch Janssen. Ausreichend jüngere Menschen wurden sowohl in der EU als auch den USA geimpft, wo man mit Vektorimpstoffen jeweils erst später angefangen hat, und ich kann mir nicht so ganz vorstellen, dass eine ähnliche Häufung in einer Unterpopulation nur deshalb nicht auffällt, weil sie vom Durchschnitt der Gesamtpopulation runtergezogen wird. Denkbar wäre nur, dass man bei den mRNA-Impfstoffen nicht so genau auf diese Erkrankungen achtet und sie übersieht, aber dann fehlen sie ja auch in der öffentlichen Statistik.

    • Die Behauptung mRNA -Impfstoffe würden würden gleich häufig zu Gerinnungsstörungen führen wie zB. AstraZeneca ist auch grober Unfug und geht aus der Oxford-Studie nicht hervor.
      Zwei wichtige Aussagen der Studie die Tim leider unterschlagen hat:

      Es kann NICHT geschlussfolgert werden das mRNA-Impstoffe mit einem erhöhten Risiko für Sinusvenenthrombosen assoziiert sind. Zu kleine Datenbasis für diese Fragestellung.

      Die Daten für das Risiko für Sinusvenenthrombosen sind zwischen AstraZeneca und den mRNA-Impfstoffen Aufgrund der unterschiedlichen Datenquellen NICHT vergleichbar.

      Die Studie zeigt ein erhöhtes Risiko für Sinusvenen- und Pfortaderthrombose bei Covid-19 im Vergleich zu den Vergleichsgruppen. Das ist alles worauf sich die Autoren festlegen.
      Aus den europäischen und amerikanischen Survallincedaten ergeben sich Stand heute keine Hinweise für ein erhöhtes Risiko für Sinusvenenthrombosen in Verbindung mit den mRNA-Impfstoffen.
      Speziell die Kombination aus Sinusvenenthrombose und Thrombozytopenie wurde bisher nicht beobachtet. In der Oxford Studie fehlen diese hämatologischen Labordaten, eine weitere Limitation der Studie wie die Autoren selbst ausführen. Wenn des Risiko für Sinusvenenthrombosen der mRNA-Impfstoffe vergleichbar mit dem von AstraZeneca erhöht wäre müsste es, sehr grob überschlagen(!), schon über hundert Fälle nach Impfung mit Biotech/Pfizer und Moderna nur in Deutschland geben. Auch aus Israel den USA und den skandinavischen Staaten hört man nichts dergleichen.

      Die Spekulationen von Tim zur Ursache der Sinusvenenthrombosen, genauso wie die Aussage von Pavel das diesbezüglich der Impfstoff egal wäre, haben keinerlei Grundlage in der besprochenen Studie.

    • Ich glaube, das ist ein statistischer Outlier.

      Die haben da 480k Personen untersucht und darin dann ganze zwei Fälle einer Sinusvenenthrombose in zeitlicher Nähe zu einer BioNTech- und einer „mRNA“ (sie sagen, sie wissen in dem Fall nicht, ob BioNTech oder Moderna) Impfung gefunden. Zwei! Daraus errechnet sich dann eine Quote von 4 pro 1 Million Personen.

      Das sind so winzige Zahlen, da kannst du auch würfeln. Das Signal, das diese zwei Fälle senden, ist meiner Meinung nach zu schwach, um da überhaupt irgendeinen Schluss draus zu ziehen.

      Bei AstraZeneca wissen wir immerhin aus der „Studie“ mit der Bevölkerung ganzer Länder, dass hier tatsächlich ein Signal vorliegt, denn da sind 30 oder 40 Fälle aktenkundig in Deutschland, und in anderen Ländern zeigt sich dasselbe Bild, ebenfalls mit Zahlen im zweistelligen Bereich, also klare Signale.

      Wenn die Quote von 4 pro 1 Million für mRNA Impfungen stimmen würden, hätten wir weltweit inzwischen bei etwa 200 Millionen Dosen locker 800 Fälle, und bei der Quote an tödlichen Verläufen die wir in Deutschland gesehen haben über 100 Todesfälle. Es ist absolut ausgeschlossen, dass dies unbemerkt geblieben wäre, insbesondere da seit Wochen alle massiv sensibilisiert für diese spezifische Komplikation sind.

      • Ich würde schon sagen dass diese Zahlen leicht erhöht sind, der Prof. Kekule hat in seinem Podcast einmal gesagt dass die durchschnittliche Häufigkeit von Sinusvenen-Thrombosen bei 1-3 Fällen pro 1 Mio Einwohner pro JAHR und nicht pro Monat liegt. Da sich die Symtome der Hirnvenen-Thrombose sich mit den zu erwartenden Nebenwirkungen der Impfung überlagern (z.B. starke Kopfschmerzen!) ist eine eindeutige Diagnose nicht so einfach, denn dazu benötigt man ein Schädel-CT bzw. -MRT. Welcher Arzt macht denn sowas? D.h. man findet einfach nur das was man finden will! Die Briten haben auch bis vor etwa einer Woche noch behauptet sie hätten beim AstraZeneka Impfstoff keine Sinusvenen-Thrombosen feststellen können, und dann später einfach so über „Nacht“ 30 gefunden.

        • Also allerspätestens wenn Menschen sterben, wird man wohl auch auf sich überlagernde Symptome näher schauen. So sind ja auch die AZ-Thrombosen aufgefallen: durch Todesopfer. Das Problem sind ja auch nicht die Thrombosen, das Problem ist, dass Leute daran sterben.

          Daher bleibe ich dabei: wenn hunderte Leute aufgrund von seltenen Thrombosen nach der mRNA-Impfung gestorben wären, gäbe es darüber inzwischen Medienberichte und die Welt wäre in Aufruhr. Es ist daher deutlich wahrscheinlicher, dass diese zwei Thrombosen in der Studie statistische Zufälle sind, als dass wir es hier mit hunderten vollkommen unbekannten Toten aufgrund von nahezu tausend unbekannten impfbedingten Sinusvenenthrombosen zu tun haben.

          Das Einzige, was ich mir noch vorstellen kann, wäre, dass diese Thrombosen bei AZ aus irgendeinem Grund deutlich öfter tödlich sind als bei mRNA-Impfstoffen. Es gab da meine ich irgendwo auch ne Notiz (glaube das war eine Aussage dieser oft mit den Thrombosen in Zusammenhang zitierten Greifswalder Forscher), dass die Thrombosen bei AZ selten alleine, sondern oft zusammen mit einem Blutplättchenmangel auftreten. Wenn das eine nur für AZ gültige Besonderheit ist und gleichzeitig der Grund für die Todesfälle, ja dann ist es vorstellbar, die in dieser Studie genannten Zahlen mit der Realität des Nichtvorhandenseins von Meldungen über hunderte mRNA-induzierten Todesfällen irgendwie in Einklang zu bringen.

  17. Zur Frage, was im März im Landkreis Greiz los war: es gab dazu einiges in der Presse. Stellvertretend sei hier auf ein Interview der Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) bei radioeins [1] und einen Artikel bei ntv.de [2] verwiesen.

    Erklärung für die hohe Zahl an positiv Getesten dort: eine andere Teststrategie. Es wurden nicht nur Kontaktpersonen mit Symptomen getestet, sondern auch symptomlose Kontaktpersonen, mit PCR-Tests. Dort wurde sozusagen ins Dunkelfeld hinein geleuchtet. Die Teststrategie war also eine andere und lässt letztlich auch keinen Vergleich mehr mit den Inzidenzen in anderen Regionen mehr zu. Ob diese Teststrategie dort bis heute beibehalten wurde, war auf die Schnelle nicht herauszufinden.

    [1] https://www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/_/86942.html, 24.3.2021
    [2] https://www.n-tv.de/panorama/Hotspot-Greiz-koennte-ein-Vorbild-sein-article22436919.html, 19.3.2021

  18. Der Prof. Kekule bespricht diese sogennante Oxford-Studie gerade in der aktuellen Ausgabe seines Podcasts Corona-Kompass #172.

    Für mich ist ein LNP-formulierter mRNA-Impstoff und ein Adenovirus-Vectorimpfstoff im Prinzip ganz grob das Gleiche und unterscheiden sich im wesentlichen nur in der Verpackung des genetischen Bauplans des Spike-Proteins. Dies führt jedoch zu einer unterschiedlichen biologischen Verteilung im Organismus. Adenoviren (wie auch SARS-Cov-2 aufgrund der stark exprimirten ACE2-Rezeptoren) können sehr leicht in Endothelzellen eindringen. Die mRNA-LNPs dagegen nicht, die gehen hauptsächlich in die Leber (Hepatozyten) aber auch ein wenig in die Milz und die Lunge.

    Jeder der schon mit in kationischen Lipid-Nanopartikeln formulierter siRNA in der präklinischen Forschung gearbeitet hat, weiss das ganz genau! Unsere Partikel unterschieden sich im wesentlichen sich nur in der chemischen Struktur des kationen Lipids (Tertiäres Amin das unter physiologischen protoniert ist und somit eine positive Ladung trägt!) sowie des PEG2000-Lipids (PEG2000 = Polyethyleneglycol-Rest mit einem durchschittlichen Molekulargewicht von 2 kDa!), Cholesterol (Partikel muss ja irgendwie z.B. an ApoE binden können!) war bei uns natürlich auch dabei, nur bei dem zwitterionischen Helferlipid bin ich mir nicht mehr ganz sicher!

    Im Prinzip ist bei beiden Technologien am Ende ausschließlich nur die intrazelluläre Proteinbiosynthese des Spike-Proteins für die Impfwirkung entscheidend und für die unerwünschten Nebenwirkungen auch die lokaliserung in bestimmten Zelltypen und Geweben/Organen in denen das S-Protein an der Zelloberfläche präsentiert wird (MHC-Komplex). Die in den Hepatozyten der Leber aufgenommenen LNPs (zytotoxisch) inkl. mRNA (stark immunstimmulierend: RIG-I (https://de.wikipedia.org/wiki/RIG-I) in allen Zelltypen und TLR7 (https://en.wikipedia.org/wiki/TLR7) sowie TLR8 (https://en.wikipedia.org/wiki/TLR8) in Lyphozyten) können auch zur Entzündung und Schädigung der Leber führen, ob das wirklich gefährlich ist wird sich noch herausstellen (Wenn man mRNA-Impfstoffe intravenös injizieren würde sich fast alles in der Leber wieder finden!).

    Streng genommen sind dies auch keine Impstoffe im klassischen Sinne, sondern gehören eher zur Klasse der Prodrugs (https://de.wikipedia.org/wiki/Prodrug)!

    Soweit meine Theorie warum Adenovirus-Vektoren Thrombosen verursachen können und LNP-formulierte mRNA-Impfstoffe nicht bzw. sehr viel weniger. So, die Diskussion ist eröffnet, was meint Ihr dazu?

  19. Eventuell für einige noch spannend: Die Schweizer Firma welche bereits die Offizielle SwissCovid App erstellt hat, hat nun auch zusammen mit der EPF (Universität in Lausanne) eine Opensource App basierend auf Crowdnotifier veröffentlicht: https://notify-me.ch/
    Neben dem App Code findet man auch das Backend usw auf https://github.com/notifyme-app
    Das Ganze kann ist noch in Beta Status aber kann bereits genutzt werden um seine Veranstaltungen zu tracken.

  20. Hi,

    noch ein Kommentar zu Australien.

    Ich wohne hier seit 5 Jahren in Melbourne und bin auch durch den harten Lockdown letztes Jahr gegangen (Fast 8 Wochen, Ausgangssperre nach 8Uhr, Nur 1h Aussenaufenthalt mit 5km Bewegungsradius, usw. Kurz gesagt er hat funktoniert und es musste zwingend auch funktionieren, da die Landesregierung diesen harten Lockdown durch fehlerhafte Entscheidungen in dem vorangegangenem Hotelquarantaeneprogramm erst verursacht hat.
    Abgesehen von dem Implementierungsfehler, der zum harten Lockdown gefuehrt hat, fand ich sehr angenehm, dass sich hier vornehmlich an wissenschaftlichen Erkenntnissen und Berechnungen gerichtet wurde, die den Weg durch den Lockdown, Erleichterungstufen und weitere Vorgehensweisen bestimmten.

    Danach ist die Regierung sehr viel vorsichtiger geworden denn man will unter keinen Umstaenden einen neuen unkontrollierten Ausbruch riskieren. Momentan herrscht hier nur noch Maskenpflicht im Nah- und Fernverkehr. Die Kultur und Gastronomie lebt wieder auf. Alle sind froh wieder zu Festivals zu gehen oder nett auszugehen. Insofern ist das Leben wieder relativ normal.
    Inlandsreisen sind derzeit stark nachgefragt, denn verlassen darf man das Land nur mit Genemigung, wenn man permanent hier wohnt oder Staatsbuerger ist.
    Es gibt Ueberlegungen, wie das Interkontinentalreisen wieder gestartet werden soll, nachdem die Impfung einen Grossteil der Bevoelkerung erreicht hat. Der aktuelle Stand ist wohl, dass Geimpfte reisen duerfen aber bei der Rueckkehr wieder in Quarataene gehen muessen, eben aus dem Grund weil wir nicht wissen, ob die Impfung alle Virusvarianten gleich stark bekaempft.

    Das aktuell groesste Problem ist die Beschaffung des Impfstoffes und nicht die Impfbereitschaft der Bevoelkerung. Diese moechte gerne geimpft werden. Es gibt grosse Kritik an der Regierung, die die Beschaffung der Impfstoffe schlecht organisiert hat. Wir haben momentan auch nur eine Firma, die in der Lage ist, AZ in Lizenz herzustellen, aber nicht in den Massen, wie sie benoetigt werden. Dazu kommmt auch das Impfrisiko durch AZ und der Pfizer Impfstoff kommt rein vom Import und ist noch sehr knapp.

    Mit den Konsequenzen der geschlossenen Grenzen auf Tourismus und Studenten, die signifikante Mengen Geld ins Land bringen, haben sich ja schon die anderen Kommentatoren auseinandergesetzt.

    Gruesse

  21. Australien, bin hier seit 17 Jahren, auf dieser “ Insel“.
    Grosse Insel und weit weg, ist einfacher abzuschotten.

    Tourismus -> 45 Mrd (Dez 2019) von internationalen Touristen fehlt nun
    (Quelle: https://www.tourism.australia.com/en/markets-and-stats/tourism-statistics/the-economic-importance-of-tourism.html)

    Fehlende arbeitende internationale Studenten und internationale (Working Holiday) Touristen, ist auch ein Problem( 500 Tausend)
    (Quelle: https://www.hospitalitymagazine.com.au/managing-staff-shortages-in-2021/)

  22. „Corona-Ausbruch im Altenheim: 13 Infizierte im Nieschlag-Haus in Lehrte“
    https://archive.is/eILun

    Aber Zitat: „Bei zehn Bewohnerinnen und Bewohnern des Alten- und Pflegeheims sowie drei Personen aus dem Pflegepersonal ist das Virus nachgewiesen worden. Diese Zahlen hat Gunnar Schulz-Achelis, Sprecher des Regionalverbunds Diakonische Altenhilfe, jetzt mitgeteilt. Er betont aber, dass sämtliche positiv Getesteten frei von Krankheitssymptomen seien. Mitarbeitende sowie Seniorinnen und Senioren des Altenheims waren bereits vor mehreren Monaten gegen Corona geimpft worden.“

  23. Effizienz oder Effektivität?

    To do the right things or to do things right?

    England affine Menschen verwechseln das gerne:)

    Gruss aus Bangkok
    Tom

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