UKW009 Corona Lockdown

Die Auswirkungen des Coronavirus auf Deutschland, Europa und die Welt

Der Coronavirus dominiert die öffentliche Diskussion und Europa bewegt sich in Windeseile auf einen kompletten gesellschaftlichen Lockdown zu. Ich habe mich mit Pavel zusammengesetzt um mal den aktuellen Stand der Dinge zu besprechen und um uns gemeinsam Gedanken zu machen, mit welchen Auswirkungen wir zu rechnen haben.

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Shownotes:

59 Gedanken zu „UKW009 Corona Lockdown

  1. Hallo in die Runde,
    ich bin eigentlich ein großer Fan der Metaebene-Produktionen, finde diese Ausgabe aber ehrlich gesagt nicht hilfreich. Spekulationen braucht es ATM IMHO nun wirklich nicht nich mehr. Hochrechnungen auf der Basis unsicherer Zahlen usw. usf. Ich gehe jetzt nicht weiter auf Details ein.
    Ciao Hans

    • Ich muss da komplett zustimmen. Tatsächlich wirkt der Gast Pavel an einigen Stellen nicht so gut informiert wie er sich gibt und nutzt dann sein Halbwissen um daraus sehr definitive Schlüsse zu ziehen – also ich will nicht sagen, dass er letztendlich nicht leider auch Recht haben könnte mit seiner Schwarzmalerei, aber er nimmt es definitiv nicht so genau mit den Zahlen und den Fakten.

      Man kann nur hoffen dass Leute die diese Episode hören sich auch an einigen anderen Stellen informieren. Ich würde behaupten alleine wenn man den hier auch erwähnten NDR-Podcast mit Drosten hört wird man verwundert sein über Widersprüche zwischen der Podcastreihe und dieser Episode hier.

      Dabei hatte ich einige positive Erinnerungen an CREs mit Pavel 😉

  2. Auch in bin eine interessierte Hörerin einiger Podcasts der ME, aber die heutige Ausgabe hier geht für mich gar nicht. Die Basis der Hochrechnungen und dann die Aussage “eigentlich ist es schon viel zu spät für einen Lockdown” haben mich irgendwie geärgert. Und das Gedankenspiel “eigentlich wäre es doch am besten, man infiziert sich jetzt schnell, …” ist absolut egozentristisch. Ich empfehle dazu den von dir, Tim, ziterten Podcast beim NDR und da dann ein der früheren Folgen, da geht Prof. Drosten ganz klar und auf diese fatale (und für einige letale) Einstellung ein.
    Bevor noch humorige Äußerungen dazu kommen, dass ein gewisser Vorrat an Nudeln, Dosensuppen und Mehl doch ganz sinnvoll sei, habe ich dann bei 55:19 lieber auf “mark as played” gedrückt.
    jm2c Helga

    • Genau an dieser Stelle beim hören bin ich jetzt und fühle auch das Bedürfnis hier die mangelnde Qualität der Aussagen bemängeln.

  3. Moin, ich finde erschreckend. dass hier auch unterschwellig aus nationaler Perspektive argumentiert wird und sich dann über rassistische Muster mokiert wird. Bitte beobachtet eure Ausdrucksweise auch mal genauer, wenn Pavel zum Beispiel argumentiert, dass in den 90ern 99% der Lebensmittel in Deutschland hergestellt werden und heutzutage nur noch 90%, aber das ja reichen würde um uns zu ernähren. Es geht um ein miteinander, wenn es den Nachbarn schlecht geht sollten wir uns auch darum kümmern und ihnen Hilfe anbieten.

    • Das hat ja auch niemand ausgeschlossen. In der Diskussion ging es um die Abhängigkeiten, die aus Globalisierung entstehen und die waren auch ohne Wertung, sondern wurden im Kontext der “Betriebssicherheit” eines Staates diskutiert.

  4. Es ist besser sich möglichst früh anzustecken? Geht es euch noch gut?

    Dies ist der Tiefpunkt aller Metaebene Produktionen. Das Logbuch Netzpolitik ist noch unverzichtbar, von allen anderen Metaebenen Produktionen nehme ich wegen schon längerer beochbachteter sinkender Qualität eine Auszeit.

    • Komplett zitieren: wir haben gesagt, dass wenn man sich ohnehin ansteckt man zum jetzigen Zeitpunkt natürlich mehr Resourcen im Gesundheitssystem vorfinden würde als wenn das später stattfindet. Pure Feststellung. Wir haben ja keine Empfehlung ausgesprochen, sich bewusst zu infizieren (warum auch).

      • da muss unbedingt der Hinweis dazu, dass das von Drosten als egoistisch betitelt wurde. Ich hab das auch zuerst mal gedacht, ist halt vor dem ersten Nachdenken, aber wenn man mal darüber nachdenkt ist es halt eine gefährliche Arschloch-Idee. Sowas verbreitet man nicht ohne Einordnung. Solange man es selber noch nicht als solche erkannt hat, okay, aber inzwischen war ja genug Zeit.

  5. Ich muss mich der allgemeinen Meinung hier anschließen. In dieser Sendung ist so viel schief das man garnicht weiß wo man anfangen sollte, man merkt das euch leider grundsätzliche medizinische und epidemiologische Kenntnisse fehlen. So macht das wirklich keinen Sinn und bleibt gefährliche Spekulation.

      • Das ist ja auch völlig in Ordnung wenn ihr dabei bleibt. Aber wenn ihr z.B. im Podcast über epidemiologische Daten sprecht und sogar Prognosen abgebt wäre es schön gewesen wenn es dafür irgendeine Grundlage gegeben hätte. Ähnlich beim kurz angesprochenen Thema antivirale Medikamente, wo sich Spekulationen nur aus eurer völligen Ahnungslosigkeit heraus ergaben. Tut mir leid das so hart formulieren zu müssen, aber so etwas hilft in meinen Augen wirklich niemandem weiter.

  6. Nicht immer ersetzt Selbstvertrauen Fachwissen.
    Nicht dass ich es besser wüsste – aber ich würde es auch nicht wagen, so nassforsch und selbstbewusst über Dinge zu reden, von denen ich offensichtlich auch nicht mehr weiß als jeder andere Laie.
    So sehr ich Tim & seine Podcasts schätze – aber bei mir war Schluss, als der Pandemieplan besprochen wurde.
    Ja, die damals eingelagerten Arzneimittel sind längst vernichtet und taugten schon damals nichts und nein, antivirale Arzneimittel sind keine Smarties, was gegen HIV hilft, ist nichts, was massenweise unters Volk gestreut werden könnte (aus tausend Gründen, nicht zuletzt auch dem, dass HIV nicht COVID-19 ist)… wer mit so viel Selbstsicherheit in “meinem” Fachbereich so offensichtlich daneben liegt, unbeleckt von jedem Wissen und durch keinerlei Selbstzweifel beschwert, der kennt offenbar seine Grenzen nicht und wird für mich generell unglaubwürdig.
    Sorry, das war nix.

    • Habe mir die Stelle noch mal angehört und verstehe Deinen Kommentar irgendwie nicht. Ist das mehr als Zitat oder Aussage gedacht bei Dir?

      Pavel sagt, dass er sich mal den alten Berliner Plan angeschaut hat und dass laut diesem Plan “antivirale Medikamente” vorgehalten werden bzw. wurden. Was stört Dich an dieser Aussage konkret? Ausschnitt ist ab Kapitel “Reaktionspläne”.

      • Lieber Tim,
        was mich stört, ist dieses Schwurbeln in Andeutungen über die Wirksamkeit antiviraler Mittel, letztlich einfach mal so zu behaupten, das könne doch vielleicht ein wenig lindern und die Pandemieplaner sind vermutlich nur zu dusselig, die Pillen wieder rauszurücken oder haben sie einfach vergessen.
        Es handelt(e) sich um Neuraminidase-Hemmer, bekannt als Tamiflu. Diese Aktion war in Fachkreisen stets umstritten.
        Da lässt sich viel zu sagen und viel kritisieren – das Mysterium des Verbleibs der eingelagerten Mittel klärt z.B.
        https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7371.
        Aber das ist es gar nicht, was er kritisiert. Dass diese Mittel offenbar jetzt nicht da sind, scheint ihn zu stören.
        Vor allem aber: Die Pandemie-Pläne sind für eine Influenza-Epidemie geschrieben und es half schon da nichts.
        Stattdessen wird spekuliert, dass solche Mittel doch prinzipiell helfen könnten.
        Was sollen das für Tests sein mit “üblichen antiviralen Mitteln”, die vielleicht doch ganz gut geholfen haben?
        Was um alles in der Welt sind denn eigentlich “übliche antivirale Mittel”?
        Man kann in der Arzneimitteltherapie gegen Viren nicht mit einem “nur so ungefähr” passenden Mittel hantieren – es sei denn, man nimmt Globuli.
        Die Replikation von Viren zu unterdrücken ist nicht vergleichbar mit der Wirkungsweise eines Antibiotikums, bei dem bakteriumsspezifische Stoffwechselvorgänge blockiert werden können, ohne die menschliche Zelle zu schädigen. Ein Virus in der Zelle ist nichts als Erbinformation, deren Umsetzung im Zellkern gestört werden muss – ohne die zelleigenen Vorgänge zu schädigen.
        Entsprechend können auch die Nebenwirkungen von Virustatika nicht ohne sein.
        Pavel aber spricht von diesen Mitteln mit einer Nonchalance, die vermuten lässt, er wäre der bessere Pandemieplaner.

        • Ich habe jetzt ein paar Quellen-Artikel dazu in den Shownotes verlinkt. Schau Dir die doch bitte mal an, dann haben wir da eine Gesprächsgrundlage.

          Zitat von clinicaltrialsarena.com:

          “Favilavir, the first approved coronavirus drug in China

          The National Medical Products Administration of China has approved the use of Favilavir, an anti-viral drug, as a treatment for coronavirus. The drug has reportedly shown efficacy in treating the disease with minimal side effects in a clinical trial involving 70 patients. The clinical trial is being conducted in Shenzhen, Guangdong province.”

          Auf genengnews.com sind wiederum eine ganze Reihe von Behandlungen aufgeführt, die derzeit in China durchgeführt werden. Dort sind auch einige Medikamente aus dem HIV-Arsenal aufgeführt.

          • Lieber Tim,
            Das ist genau das was Barbara anprangert. Tamiflu wurde für eine Influenza Pandemie vorgehalten. Dieses sollte gegen Influenza wirken, genauer gesagt gegen die neuraminidase. Es stand hier im Raum das Roche selektiv Studien veröffentlicht hat und deshalb in der praktischen Anwendung die Wirksamkeit schwer nachzuweisen war.
            Favilavir soll dagegen gegen RNA-dependent RNA polymerase der Viren wirken. Es handelt sich um völlig verschiedene Mode of Actions.
            Mag sein dass Favilavir wirkt. Nur heißt das noch lange nicht dass tamiflu hilft.
            Außerdem geht die Aussagekraft einer nicht verblindeten Studie mit 70 Patienten gegen Null. Und da haben wir noch nicht Mal über die Propaganda der Chinesen gesprochen. Dieses Mittel wird jetzt auch in Deutschland getestet. Man wird sehen was dabei rauskommt.

            Was Pavel über die mathematische Modellierung sagt stimmt so weit. Nur weiß dass jeder Biologie, Medizin Student das biologische Prozesse meist einer sigmoidalen Kurve folgen. Das Ziel der ganzen Maßnahmen ist nicht die Gesamtzahl der Infektionen zu begrenzen sondern die Kurve abzuflachen. Somit soll erreicht werden dass eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert wird. Die Gesamtzahl der infizierten bleibt langfristig gleich.

          • Der Hinweis von Rolf ist tatsächlich mir aus der Seele gesprochen: da wird einfach allzu kritiklos mit Halbwissen um sich geworfen.
            Zu den Links:
            Der erste ist schlicht eine Werbeplattform und soll den Aktienkurs der entsprechenden Firmen in die Höhe treiben. Das lesen keine Wissenschaftler, sondern Börsianer.
            Der zweite Link bestätigt, dass alles, was auch nur entfernt wirksam sein könnte, aufgeboten wird, um ein Mittel gegen Corona zu bekommen. Und die Werbung, die da zu sehen ist, spricht auch für sich.
            Aber was beweist das? Dass, wenn es nichts gibt, alles versucht wird und es ein lukrativer Markt ist.
            Mittlerweile hat es ja ein Wirkstoff (Remdesivir) in die Testphase geschafft (https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/03/02/arzneimittel-gegen-das-coronavirus-studien-starten/chapter:1).
            Aber dieses Vertrauen in “da gibt es doch was von ***pharm” – also da hatte ich von Euch einfach mehr erwartet.
            Gesundheit und Arzneimittel – das ist ein sehr sensibles Thema, wie aus den Kommentaren hier auch deutlich wird.

            Ich denke, die Kritikfähigkeit, die IT-Nerds gegenüber der Soft-, Hardware oder gar “Schlangenöl”-Industrie an den Tag legen, sollten sie doch bitte der Pharmaindustrie gegenüber nicht einfach so ablegen. Alles, was als vermeintlich wissenschaftliche Information daherkommt, muss zunächst darauf abgeklopft werden, ob der Quelle zu trauen ist.
            Warum sollten die Versprechungen von Pharmafirmen glaubwürdiger sein als die von Software-Firmen?
            Wenn in einem Podcast die Security-Problematik der IT mit einem selbstbewussten Hinweis auf die neueste Routergeneration von Cisco oder die undurchdringliche Watchdog oder die unhackbare Softwarearchitektur aus dem Hause Microsoft abgetan würde, denke ich, würden Dir auch die Haare zu Berge stehen.

            Wir machen jetzt einfach Hackback bei den Viren – kann ja so schwer nicht sein :/

            Genau das ist es, was Prof. Drosten dauernd versucht zu vermitteln: Impfstoff & Arzneimittel sind jetzt im Moment keine Option, einfach nicht verfügbar und das hat seine Gründe.
            Ich glaube, es ist diese Enttäuschung, die mich so wütend machte, dass sonst so vernünftige Leute in diesem Bereich nicht erkennen, dass auch hier ohne ein wenig Sachkompetenz und kritischem Bewusstsein allenfalls nur vorsichtige Vermutungen angestellt werden können (Dunning-Kruger-Effekt). Zumindest öffentlich in einem Podcast dieser Reichweite.

  7. Pavel sagt, was er meint, was er ermittelt und erkannt zu haben glaubt. Das ist okay. Mich interessiert seine Einschätzung der Lage, auch wenn ich ein wenig einen anderen Eindruck habe. Insgesamt: Wieder ein Podcast, den ich mit Interesse angehört habe

  8. Huch, was war denn das?
    Ich halte Pavel ja für einen kompetenten Mann, aber was qualifiziert ihn zu solchen Aussagen? Das klang alles sehr nach “Ich hab mal ne Funktion über ein paar Zahlen in Excel gelegt”.
    Das nächste Mal bitte wieder ‘nen Experten (dürfte im Moment schwierig sein).
    Und einen reflektierten Umgang mit der Kritik hier, als “DAS haben wir SO ja nie gesagt” hätte ich, ehrlich gesagt, auch erwartet.

  9. Wow, noch nie bin ich der Unsitte gefolgt, noch während des Hörens zu den Kommentaren zu gehen. Das wichtigste wurde schon angesprochen. Vielleicht mal Freunde, deren Kritik man nicht sofort zurückweisen würde, drüberhören lassen. Nobodyisperfect. Dingepassieren.

  10. Die Kommentare hier deuten darauf hin, dass einigen das Wasser schon bis zum Hals steht. Habt ihr auch genug Shitpaper daheim?
    Mit welcher Erwartungshaltung hier ein kostenloses, von zwei Privatleuten geführtes Gespräch bewertet wird, ist absurd. Pavel wurde nie als Experte, sondern als alter Bekannter vorgestellt. Ein interessierter Laie. Es ist kein CRE Podcast mit Prof. Dr. Influenza, sondern eine lockere Plauderei. Es steht doch jedem frei, auch andere Quellen anzuzapfen, um sich eine fundierte Meinung zu bilden und es ggf. anders zu sehen. Was soll das Angemotze? Die beiden können in ihrem Podcast erzählen, was immer sie für richtig halten!
    Für mich ist der Podcast schon alleine wegen Tim’s Hinweis auf den NDR Update Podcast hilfreich gewesen, der Rest war unterhaltsam.

  11. Ich finde das hier vollständig okay, das ist das Format dieses Podcasts, wie man den Brexit oder Hongkong bespricht wird hier nunmal noch Corona besprechen und auf eine ziemlich ähnliche Weise. Da dies eine Momentaufnahme der Zeit ist wärend des Podcastens werden wird dann in eine paar Wochen sehen wieviel davon eingetroffen ist was hier beredet wurde. Galt ja für das Brexitthema auch immer so.

  12. Das Problem dass ich hier sehe ist das Tim neunmal Recht viel Reichweite hat und zudem in der Metaebene oft eine sehr hohe Qualität verfügbar ist.
    Deshalb finde ich hier das argumentieren aufgrund von mathematischen Grundverständnis bei gleichzeitiger völliger Abwesenheit von medizinischen Grundverständnis fatal.
    Ich schau mir sonst nie die Kommentare an. Aber hier fällt einem ziemlich schnell auf das einige Dinge nicht vernünftig erklärt werden.

  13. Ich habe leider beim Posten der Sendung die Shownotes noch weggelassen, das war nicht so klug.

    Ich habe jetzt einige Links auf ein paar Artikel und Dokumente in die nachgetragen, die Pavel erwähnt hat (Medikamenten-Entwicklung für den Corona-Virus, der Rahmenplan Influenza-Pandemie) und auch viele der getroffenen Aussagen stützen.

    • Nein Tim, das hilft leider nicht.
      Ich glaube ihr überbewertet manchmal das Nerdtum etwas zu sehr. Es gibt Themen in die kann man sich nicht mal schnell mit Halbwissen und einer Woche Zeit einlesen um daraus profunde Schlüsse zu ziehen oder solche Einschätzungen abzugeben.
      Und es mag nunmal der hohe Anspruch der Hörer an dich sein spannende Themen mit Experten zu klären und keiner Halbwissen Diskussion ohne expliziten Disclaimer.
      Das am Anfang ist einfach nicht ausreichend für ein solch brisantes und emotionales Thema. Fühle mich hier gerade wie auf nem YouTube Influencer Kanal der clicks wollte.

      • Und warum hilft es nicht? Welche Information fehlt Dir?

        Mag ja sein, dass das Thema “emotional” ist, aber das ist nun mal eine sehr subjektive Perspektive und es muss auch gelingen können, aus eine informierten wenn auch nicht studierten Situation heraus zu diskutieren. Nichts anderes tun wir hier. Ich bin offen für eine inhaltliche Debatte aber nicht für pauschale Verunglimpfung von “Nerdtum”.

        Pavel war fünf Jahre lang Abgeordneter des Berliner Abngeordnetenhauses und in zahlreichen Ausschüssen mit sicherheitskritischen Dingen eng beschäftigt – unter anderem im Verfassungschutz-Ausschuss. Es mangelt ihm also nicht an Einblick in diese Entscheidungsprozesse.

        Aber auch das wäre am Ende eigentlich egal. Am Ende zählt es natürlich, dass wir keinen Unsinn erzählen. Wenn es also inhaltliche Hinweise auf konkret falsche Informationen gibt, dann bitte ich um solche.

        • Wie ich schon vorher gesagt habe finde ich die Qualität der Metaebene sehr gut. Deshalb höre ich sie ja und bin immer wieder überrascht wie du es schaffst Experten zu ihren Themenfeldern zu befragen. Deshalb hatte ich mich schon auf einen tiefgreifenden und trotzdem verständlichen Podcast gefreut.
          Und von der groben Richtung her hat Pavel dass auch richtig beschrieben.
          Für meinen Geschmack hat er aber inhaltlich einige Fehler gemacht die hier schon alle erwähnt wurden. Das nachreichen der Shownotes offenbart eigentlich nur noch mehr die Probleme.
          Ich finde das Thema ist zu ernst um falsche Aussagen zu verbreiten.
          Es geht gar nicht darum dass man sich nicht
          in ein Thema einlesen kann. Nur muss man dafür die richtigen Quellen benutzen. Und das sind nicht die normalen Medien. Die bringen die Thematik nämlich meist auch nicht auf die Kette.
          Trotzdem Dank für den Versuch dass Thema zu erörtern weil Informationen letztendlich dass einzige Mittel gegen Panik sind.

  14. Jeh mehr ich hier die Kommentare lese habe ich das Gefühl das manche Leute Denk und Diskusionsverbote haben wollen wenn es um Themen geht die sie emotional betreffen. Gerade hier gilt es verschiedene Blickwinkel einzunehmen, ruhe zu bewahren und andere Sichtweisen zuzulassen. Es ist wichig gerade jetzt dieses Thema zu artikulieren. Die Erde wird sich weiter drehen.

  15. Nichts ist so alt wie die Coronazahlen und die Covid19-Strategie des DFB vom Vormittag. 🙂

    Aber so schlimm, wie es viele erlebt haben, war der Podcast nicht, bzw. vielleicht war es bitter nötig, dass manche Leute mal merken, dass Ihr auch nur mit Wasser kocht. Vielleicht überschätzen sie einfach die Qualität der anderen Sendungen und diese war einfach im Rahmen, zumindest wo es nicht um zentrale IT-Themen geht.

    Apropos IT-Themen: Ob man nicht die Schulen auf Internet umstellen könnte, muss entweder ARD, ZDF, 3sat oder rbb gewesen sein, heute abend und leider weiß ich nicht mehr, welche Funktion das Entscheidergesicht bekleidet, welches darauf sinngemäß sprach: “Viele Schulen haben leider noch kein WLAN”. 😉
    War aber leider kein Promi von nationaler Geltung, dem man das jetzt jahrelang unter die Nase reiben kann.

    Zurück zur Sendung: Auch das Gedankenexperiment, ob es nicht besser ist zu den Frühinfizierten zu gehören fand ich nicht nur legitim – solche Gedanken wälzt man ja, selbst wenn man sie rasch als unethisch beiseite drückt, also gehören sie auf den Tisch. Das ist gerade der Sinn der offenen Diskussion, dass man Gedanken zur Probe stellt, und nicht die Tabuisierung. Aber ich bin auch so ein Old-School-Free-Speech-Troll.

    Dagegen spricht nämlich auch aus egoistischer Perspektive einiges: Einmal die Chance, dass man zu den 30-40% gehört, die auch später nicht infiziert werden wird, dann, dass man zu den 1-3% gehören könnte, die die Infektion leider nicht überleben. Schlecht ist es, wenn man zur Überlappung gehört, wo viele Erkrankte auf ein überlastetes System treffen, aber da ist vielleicht die Behandlung wiederum routinierter. In den prognostizierten 70% sind ja, soweit ich weiß, Erkrankungen in 30, 40 Jahren mit eingerechnet, irgendwann mal. Vielleicht gibt es längst einen Impfstoff aber viele nehmen den nicht.
    Falls es einen geben wird kann man sich ja dann impfen lassen, hat es also selbst in der Hand.

  16. Lass Dich nicht aus dem Konzept bringen, Tim. Ihr habt Euch da Gedanken zu gemacht und die hatten in sich Hand und Fuß. Weder habt ihr Handlungsanweisungen gegeben noch den Teufel an die Wand gemalt. Ich fühlte mich gut unterhalten und habe auch noch ein paar Informationen und Ideen mitgenommen. Vierle Medien sind da deutlich nebulöser in ihren Aussagen und verbreiten mehr Angst. Und Mathe ist immer interessant.

  17. Natürlich finde ich es richtig das Thema in einem UKW zu behandeln. Tim und sein Gast haben im Gespräch ihre Meinung und Sicht der Lage mitgeteilt. Bei einem Format der Metaebene mit seiner grossen Reichweite wäre ich an Tims Stelle bei medizinischen Themenbereichen vorsichtiger gewesen. Beim Treffen von Aussagen über den Verlauf der Pandemie hätte ich mich mir mehr Zurückhaltung gewünscht. Gerade weil kein wirklicher Pandemieexperte im Gespräch zur Verfügung stand. Da muss ich den anderen Kommentaren zustimmen.

  18. Moin,

    bin ein treuer Hörer seit den frühen MobileMacs Podcasts.
    Aber diese Folge aus dem Metaebene Universum ist die Erste bei der ich abgebrochen habe weil der Inhalt so schwer erträglich ist.
    Bei 26:45 ist euch (zBsp) nicht klar wieso ab einer bestimmten Prozentzahl nicht mehr erkranken und das obwohl vorher die Basisreproduktionszahl erklärt wurde?!

    Natürlich kann man sich privat als Laie über den Virus unterhalten. Aber man muss da keinen Podcast raus machen.

  19. Moin,
    erstmal danke für den Podcast. Es war unterhaltsam und zu den fachlichen Dingen kann ich nichts sagen.
    Aber zur Position Pavels zu Merkel möchte ich anmerken: Merkel kann gar nicht durchgreifen, denn der Virenkram oder die Seuchenbekämpfung(?) ist m.E. ländersache.
    VG
    Rudolf

  20. Ich muss mich der allgemeinen Kritik leider auch anschließen. Am Anfang macht ihr nicht genug deutlich, was ihr vorhabt und dass ihr beide keine Experten seid – im Verlauf gebt ihr euch wie Experten. Ein Virologe hätte dieser Folge sehr gut getan.

    • Ein Virologe hätte gut getan – aber wir wollten und haben uns auch nicht über Virologie unterhalten, sondern darüber, was der Lockdown mit der Gesellschaft macht, wie wir damit umgehen und was sich für Handlungsoptionen bieten. Pavels Erfahrung in der Politik und Technik ist da auch eine gute Expertise. Das werde ich auch in den Folgesendungen so halten. Sicherlich gibt es einen Bedarf für mehr Klarstellung in dieser Hinsicht, da die Erwartungen hier wohl anders waren.

  21. Ich verstehe die Kritik nicht. Es wurden Gedankenspiele durchgespielt, die auch in anderen Artikeln durchgespielt wurden. Ich finde, dass die letzten zwei Monate in Tim’scher Manier mal aufgerollt wurden und aufgearbeitet wurden. Tim hat sich auch über so viele technische Themen unterhalten, wo er und teilweise seine Gesprächspartner auch keine absoluten Experten sind. Diese heftigen Reaktion hier in den Kommentaren spiegelt meiner Meinung nach eine unterschwellige Angst wieder, die nicht durch die Sendung geschürt wird.

  22. Ich schließe mich denen an, die sich gut unterhalten fühlten und Denkanstöße mitgenommen haben. Da ihr keine Mediziner oder Virologen seid, hatte ich nicht erwartet, dass es medizinisch hochpräzise zugeht. Wenn grob falsche Handlungsempfehlungen gegeben worden wären, dann hätte ich natürlich auch gesagt, “uh, trumpartig hier”. Das war aber, soweit ich das übersehe, kein bisschen der Fall. Dass medizinisch tiefer Gebildete hier Anstoß an einigen Darstellungen nehmen, kann ich schon nachvollziehen. Jeder der intensiver Podcasts hört, kennt diese Momente, wo man sich schüttelt, wenn Dinge des eigenen Fachgebiets unschön vereinfacht werden. Aber “vereinfacht” und “grob verfälscht” sind für mich zwei paar Schuhe.
    Das ist ja auch eine Medienkompetenzübung: wenn zwei schlaue Leute sich unterhalten und man sie beim Denken beobachten kann, finde ich das immer anregend. Völlig klar aber, dass das nie die pure Weisheit ist, die dabei herauskommt.
    Ich finde Pavels Herangehensweise an das Thema sehr nachvollziehbar. Die Ausbreitung ist ein dynamisches System, das eigentlich ganz gut modellierbar ist, also spielen wir ein bisschen mit den Formeln rum. Da kann man nur bei lernen. Genauso hab ich auch die letzten Tage ein bisschen rumgelesen. Z.B. über das SIR-Modell (https://de.wikipedia.org/wiki/SIR-Modell)
    Und auch die Empörung über das Gedankenspiel “besser man steckt sich früh an ..” kann ich nicht verstehen. Jede und jeder die und der sich mit der Lage beschäftigt kommt schnell auf solche Ideen. Umso besser, wenn sie dann öffentlich besprochen werden und man darüber, wie ein Vorkommentierer schon schrieb, darauf kommt, dass es vielleicht doch nicht so schlau ist.

    Summa summarum: für mich gerne weiter auch solche Formate – ich weiß das schon einzuordnen. Und habe große Hoffnung, dass das für den Großteil eurer Hörerschaft gilt.

  23. Endlich jemand, der den Mut hat Prognosen auszusprechen. Ich suche seit Tagen schon nach solchen von staatlichen Stellen und finde nichts. Mir kann keiner erzählen, dass es solche Berechnungen auf wissenschaftlicher Basis nicht gibt. Warum werden diese wohl nicht veröffentlicht.
    Mir hat genau diese Sendung die Antwort gegeben. Danke dafür!
    Klar ist, dass bei solchen Prozessen immer Wahrscheinlichkeiten und unklare Faktoren einwirken. Was hilft es uns aber, wenn wir in einem Jahr 100%-ige Zahlen haben und dann wissen, was getan hätte werden müssen.
    Der Link zur Analyse von Tomas Pueyo ist sehr hilfreich und für mich äußerst schlüssig dargestellt.
    Es scheint so, dass viele hier nach Vogel Strauß Manier reagieren. Was wenn die angesprochenen Perspektiven zutreffen und wir jetzt noch Handlungsoptionen im persönlichen Umfeld haben?
    Ist doch allemal besser, wie wenn wir alles laufen lassen. Worst case wäre dann, dass wir zu viel an Maßnahmen getan hätten. Für mich die deutlich bessere Alternative in einem Szenario unbekannter Dimension.
    Würde mich über eine zeitnahe Fortsetzung des Talks sehr freuen, dann mit aktuellen Daten.

  24. Leider die schlechteste Metaebene Produktion die ich bisher gehört habe. Keinerlei Informationsgewinn nur Spekulationen…aber das haben ja viele andere schon geschrieben.

    • Dem (und den meisten anderen Kommentaren) kann ich nur zustimmen. Bin auch als begeisterte LNP-Hörerin bei UKW gelandet. Mir ist gestern beim Hören dieses Podcasts allerdings einfach nur die Kinnlade auf die Tastatur geklappt. Ich finde den Talkgast Pavel Mayer rhetorisch und inhaltlich absolut unerträglich und frage mich, ob ihm bewusst ist, welchen Verschwörungstheoretikern er mit seinem Halbwissen Vorschub leistet. Was wir im Moment sicher am wenigsten gebrauchen können, sind selbst ernannte Experten, die weiteres Halbwissen verbreiten. (Möglicherweise tue ich Herrn Mayer furchtbar unrecht, weil ich seine tatsächliche Expertise gar nicht beurteilen kann, aber als Fachmann für eine Pandemie hat er mich alles andere als überzeugt.) Der Hinweis auf den NDR-Podcast, den ich als sehr informativ und sachlich empfinde, macht das leider nicht wieder wett.

      LNP334 hat mich gerade wieder etwas versöhnt, aber euer Coronavirus-Geschwurbel bei UKW war meiner Meinung nach weder ein “mutiges und/oder ehrliches Gedankenspiel” noch in irgendeiner Weise hilfreich. Schade…

  25. Ich komme leider mit nerdhalbwissen zu ähnlichen Ergebnissen. Dass sich soviele Leute beschweren, kann ich irgendwie nachvollziehen, halte es aber für unberechtigt.

    Was wirklich interessant wäre: erklärt uns nerds, die Kurven fitten, wo wir falsch liegen, und was wir übersehen.

  26. Ich hatte eigentlich nicht geplant hier nochmal zu kommentieren aber ich hab heute ne Menge Youtube-Videos geschaut in denen der Cornavirus thematisiert wurde und die Kommentare waren überalle ungefähr so wie hier (un egal welche Position bezogen wurde und welche Infos gegeben wurden). Wunder dich also nicht Tim das scheint der allgemeinen Stimmungslage geschuldet zu sein.

  27. Tim: “Sprich wenn du mit seife daherkommt was hochgradig fettlösend ist wird der virus einfach zerstört […] das fehlt mir immer so ein bisschen in der diskussion” – Das fehlt in der Diskussion, weil es falsch ist. Das Virus hat eine reguläre Phospholipiddoppelschicht (außen hydrophil, innen lipophil). Händewaschen mit Seife ist trotzdem eine super Idee!

  28. Das war nix. Pavel mag schöne Kurven modellieren können, berücksichtigt dabei aber eklatante Dinge nicht die von Drosten schon vor Tagen mehrfach im Podcast angesprochen wurden. Da wäre z. B. dass Italien viel zu spät begonnen hat zu testen. Die Kurve von Italien ist somit viel steiler als die von Deutschland. Zudem fehlt die Summe der Tests, die Anzahl der Erkrankten usw. je auf 100.000 Einwohner. Das führt dann nämlich zu ganz anderen Zahlen bei den verdeckten Infektionen und damit zu anderen Ergebnissen bei der Ausbreitung.

  29. Meine Güte, was ein sinnloses, inkompetentes Gelaber, ohne Punkt und Komma.
    Tim, warum hast du diesen Mann in deinen Podcast gelassen? Von der Metaebene bin ich deutlich bessere Podcasts gewöhnt (LNP!) und die bisherigen UKWs fand ich auch viel besser.

    Inhaltlich: Ja, Pavel Mayer hat ein paar Kurven gefittet. Und? Reicht als Qualifikation, um die ganzen Mutmaßungen rauszuhauen? Dann noch dieses blinde Vertrauen in die offensichtlich unglaubwürdigen Zahlen aus China, denen auch Drosten schon lange nicht mehr traut. Keine Neuinfektionen mehr in ganz China, dafür Einreisesperren aus Europa? Is klar, China!!!

    Abgeschaltet habe ich nach dem Quark aus Sysad-Sicht. Es ist nunmal nicht das A und O, dass die Twitter-Hobby-Epidemiologen zu Hause um Punkt 18:00:00 mit ihrer neuen Dosis Zahlen versorgt werden. Solange das unsere wichtigsten Probleme sind, mache ich mir keine Sorgen.

    Aber, seht’s positiv: nach der Ausgabe ist wieder viel Luft nach oben. Ich gebe UKW gerne noch eine Chance. Oder höre weiter LNP.

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