UKW033 Corona Weekly: Mit dem eigenen PKW durch Bayern

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und Digitalen Fragen in der Corona-Krise

Wir haben uns ein paar Tage mehr Zeit gelassen als bisher und wir wurden zumindest durch sinkenden Fallzahlen belohnt. Die heftigen Ausbrüche in Nordrhein-Westfalen und Berlin scheinen wieder halbwegs unter Kontrolle zu sein und auch wenn wir von richtiger Entwarnung noch weit entfernt sind lässt sich der beginnende Sommer doch etwas entspannter genießen als gedacht. Wir schauen auch noch mal genauer auf die Situation in den USA und ein paar andere Länder, wo es sich gar nicht schn entwickelt. Wir diskutieren aber auch noch mal ausführlich über die ersten Ergebnisse der Corona-Warn-App, wie die verlautbarten Download-Zahlen zu interpretieren und ggf. noch zu verbessern sind und welche Erfolge bisher erzielt werden konnten.

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R nach Neuinfektionen und Todesfällen in Deutschland am 30. Juni 2020 (Pavel Mayer)

32 Gedanken zu „UKW033 Corona Weekly: Mit dem eigenen PKW durch Bayern

  1. In der Schweiz eskaliert die Pandemie gerade wieder. Massnahmen gibt es inzwischen weniger als in Schweden:

    https://www.corona-data.ch/

    https://www.watson.ch/schweiz/international/135545034-corona-lockerungen-schweiz-uebernimmt-spitzenplatz-in-europa

    Es kam inzwischen zu zahlreichen Superspreading-Events in Clubs. Die fehlende Maskenpflicht im ÖV hat auf Twitter zur Aktion #TeamMask geführt und es gibt eine Petition für eine Maskenpflicht:

    https://www.persoenlich.com/gesellschaft/das-maskentragen-im-ov-geht-viral

    https://act.campax.org/petitions/maskenpflicht-im-ov-jetzt-1

  2. Habe gerade keinen Bock auf die Inhalte einzugehen, aber eure Panikmache nervt.
    Überall sind die Zahlen extrem niedrig, aber ihr haltet dieses Paniknarrativ hoch.

    14 Minuten habe ich es ausgehalten. Schade falls ich echten Inhalt verpasst haben sollte.

    Ihr macht sonst so einen guten Job? Warum seid ihr so unkritisch geworden?

      • Es ist vielleicht etwas übertrieben, aber manche Aussagen sind auch etwas zu besorgt von Pavel.
        Nunja, die Zahlen sind wieder nach unten gegangen, wie ich es auch eigentlich erwartet habe:
        https://ukw.fm/ukw032-corona-weekly-sensornetze-und-wurmloecher/#comment-1337
        Letztes Mal noch Sachsen-Anhalt angeprangert, “die es anscheinend nicht in den Griff bekommen”, und heute sind sie fast wieder Klassenprimus. Bezüglich Schule hab ich nun wohl auch Recht, denn die Zahlen insbesondere für Berlin mit Ferien sind plötzlich nun doch wieder ok, während es nach oben ging, als sie die Schulen bei der Öffnung kurz vor Ferien begleitet getestet haben.
        Und von Gütersloh sieht es bisher auch so aus.
        Es gibt eben keine exponentielle Ausbreitung, wenn es gefunden wird. Dieser Papagei ist tot.
        Ich habe also lieber ein Grundrauschen, dann mach ich mir weniger Sorgen, daß unerkannt doch irgendwas schlummert, weil wieder arrogant “hier ist nichts mehr” einfach die Tests ausfallen. Die eigentlich interessante Zahl – auf die ihr nie eingeht – ist auch die eigentliche “Maßzahl” für Flatten the Curve (erinnert ihr euch noch?). Wir wollen nicht, daß die Krankenhäuser überlastet werden, und da sind wir meilenweit von entfernt – die Zahlen sinken immer weiter. Mittlerweile kann es vielleicht auch einfach besser behandelt werden, das kann ja auch sein. Der Faktor: Aktive Fälle / Leute Intensiv sinkt immer weiter, Dabei beatmet noch mehr. Anfangs ging man ja von 20% intensiv aus, aktuell sind wir bei 5%, eben weil es durch Tests nun vorwiegend andere Bevölkerungsteile wie Kinder trifft, die eben selten einen schweren Verlauf haben. Das hochgerechnet auf 80 Millionen ist natürlich trotzdem eine Hausnummer, wobei die Dunkelziffer ja auch noch nicht beachtet ist.
        Wir sind leider in Deutschland heimlich irgendwann übergegangen, die Strategie zu wechseln, als es besser als gedacht klappte, und es doch komplett einzudämmen zu wollen. Das ist meiner Meinung nach vollkommene Hybris in unserer geographischen Position. Davon wird zu oft geträumt, daß wir das doch schaffen wollen sollen. Das schafft keiner – also hab ich lieber ein möglichst normales Leben ohne eine Mohrrübe vor dem Esel… noch 2 Wochen durchhalten, dann sind wir nochmal besser – bestimmt. Das ganze funktioniert für eine Insel (NZL für 1 Woche), aber dann gibt es sofort wieder durch Öffnung der Grenzen die nächsten Eintragungen, solange es noch weit verbreitet ist woanders. Und das wird in 1-2 Monaten genauso sein und nicht anders, das ändert sich erst durch eine flächendeckende Impfung – bloß wann soll das sein. Welches Land kann sich die komplette Isolierung leisten?

        Heute gab es dann für letzte Woche wieder einen Testrekord:
        https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-07-01-de.pdf?__blob=publicationFile
        (Seite 11)
        Und wir sind trotzdem wieder bei 0,8% positiver Test wie vor 2 Wochen auch. In Absolutzahlen dann mehr, was dann ein positives Signal ist, aber in der Wochenstatistik halt trotzdem “schlecht wirkt” – aber jeder gefundene (und quarantänisierte) ist besser als jeder nicht getestete, denn er wird aus der Infektionskette rausgenommen.
        Wenn nun plötzlich nächste Woche wieder weniger getestet wird, weil man sich in Sicherheit wiegt, und die positive Rate gleich bleibt oder sogar nochmal “stark” sinkt (weil eben viele gefunden wurden), dann fällt das auch nochmal stark in sich zusammen in Absoluten Zahlen.

        Irgendein Landkreis (mehrere) wird trotzdem den Zonk gezogen haben und ganz oben am Nasenring durch die Presse-Manege gezogen werden, weil wieder irgendein Hotspot gefunden wurde.
        Man kann sich auch mal alte Hotspots jetzt angucken, hier für die Liste: Leer/Ostfriesland, Coesfeld, Rhein-Sieg-Kreis, Aichach-Friedberg, Greiz, Bremen, Rügen, Frankfurt/Main bzw Hochtaunus. Die sind aktuell ruhig, bis wieder was neues auffällt. Und dann wieder alles ganz ganz doll schlimm ist.
        Göttingen hatte es jetzt 2x hinterheinander den Zonk gezogen, aber auch hier kann es in 2 Wochen vorbei sein, wenn nicht wieder was neues gefunden wird.
        Zwischen Panik (ogottogottogott in der letzten Woche) und Laissez faire vor 2 Wochen pendeln wir immer noch planlos hin und her. So viel, wie Anfangs richtig gemacht wurde, wird jetzt falsch gemacht. Wenn auf der einen Seite immer Panik gemacht wird, wie schlimm alles ist, und auf der anderen Seite versucht mit Wirtschaftsmaßnahmen verzweifelt die Konsummaschine wieder anzukurbeln, damit nicht weiterhin so viele Leute in Kurzarbeit sind, wie es halt sind. Daß bei Panik keine Kauflaune gibt, wovon nun mal viel hier in unserer Welt abhängt, ist doch klar. Natürlich kann man auch unser verschwenderisches Leben in Frage stellen, ist auch sinnvoll, das mal zu hinterfragen – aber dann kann man sich auch die Konsumankurbeleien sparen, die wieder mit Milliarden an Schulden erkauft werden.
        Es wäre doch nun mal wirklich Zeit, mit ehrlichen Argumenten zu kommen, wie die nächsten Monate (!!) aussehen sollen. Was passiert, wenn wir über das Limit kommen, was passiert, wenn wir wieder darunter fallen – was ist wann möglich. Diesen Plan wünsche ich mir seit Ende März, daß es ganz klare Vorgehensweisen gibt. Andere Länder machen das, wir fahren auf Sicht und haben wieder mal keinen Plan, was nun passieren soll. Irgendwie symptomatisch immer. Jetzt müßten und könnten wir die Zukunft gestalten, und es klappt wieder nicht. Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen – das steckt so tief bei uns drin… wir wollen nirgendwo mehr hin, wir haben es uns gemütlich gemacht und das soll jetzt so bleiben….

        Nein, das soll insgesamt keine Verharmlosung oder Negierung sein – aber wir sollten mal wieder realistisch sein, wie gut es eigentlich klappt. Als die Supermärkte leergehamstert waren war die dystopische Stimmung ja weit entfernt von dem, was jetzt los ist.

      • Wie wäre es, wenn ihr Mal anfängt zwischen positiv getesteten und erkrankten Menschen zu unterscheiden. Oder wie es mit den Sterbefällen aussieht. Das sind bzw. waren die Kriterien für eine Pandemie. Jetzt reichen Infektionen. in Deutschland sind 90% der Bevölkerung an Herpes infiziert, reicht das für einen Dauerzustand unter überzogenen Zwangsmaßnahmen?
        Oder betrachtet die Kollateralschäden die mit den Maßnahmen einhergehen. Dazu gehört auch die Frage, was Angst im Dauerzustand mit dem Gehirn macht etc.etc.
        In den letzten Sendungen habt ihr die App hochgelobt, weil dezentral und Opensource etc. Hat irgendjemand sich zur Aufgabe gemacht zu überprüfen ob die App unverändert in den Stores landet?
        Das meine ich mit unkritisch.
        Das zieht sich derzeit leider auch durch andere Sendungen, wie auch bei LNP. In der letzten Sendung hat Linus nur einen halbironischen Kommentar dazu abgegeben.. Es ist also bekannt. Ich versteh nicht warum du dich hier unwissend gibst..

        • >Oder wie es mit den Sterbefällen aussieht.

          Abseits vom typischen Argument des Herumreiten wer Erkrankt ist – was leider DAS Argument aus der Leugnerseite auch ist – mal ein Bezug zu den Sterbefällen.

          Dazu findet man in den RKI-Berichten (Intensivregister) ja auch was. Mal exemplarisch:
          2.April. abgeschlossene Behandlung 907, davon gestorben 309 – 34%. Insgesamt beatmet 1797, 84%
          2.Mai. abgeschlossene Behandlung 9499, davon gestorben 2741- 29%. Insgesamt beatmet 1508, 72%
          2.Juni. abgeschlossene Behandlung 13641, davon gestorben 3558 – 26%. Insgesamt beatmet 378, 55%
          2.Juli. abgeschlossene Behandlung 14824, davon gestorben 3744 – 25%. Insgesamt beatmet 160, 49%
          Wenn ich jetzt aber die Differenz zur Vorwoche 25.6. ziehe (14538, 3706 verstorben) – komme ich nur für diese Woche auf 13% verstorben. Der vermeldete Wert (25%) sinkt halt nur langsam, weil es Anfang April halt wesentlich schlimmer war, und jetzt nicht mehr so viele Fälle überhaupt dazu kommen. Die Behandlungsmedikamente (bzw das Wissen, worauf man gucken muß) scheinen also schon _wesentlich_ besser geworden zu sein.
          Die “Stichprobe”, wer dann intensiv behandelt werden muß, sollte ja eigentlich gleich sein – egal ob es früher evtl. eher Ältere getroffen hat und jetzt durch die Verbreitung eher Jüngere. Wenn ein jüngerer auf die Intensivstation muß, ist es für ihn genauso schlimm… Der Ausgang ist aber anders.
          Und das abseits der weiter sinkenden Zahlen, wer überhaupt intensiv behandelt werden muß. (Aktuell halt noch 327). Die Zahl sinkt auch seit Wochen um 10% je Woche, auch wenn die Infiziertenmeldungen ja nicht mehr so stark sinkend sind.

        • Wie wäre es, wenn ihr Mal anfängt zwischen positiv getesteten und erkrankten Menschen zu unterscheiden. Oder wie es mit den Sterbefällen aussieht.

          Ohne mich jetzt mit meinem Halb-(eher Viertel-)Wissen in Statistik und der wissenschaftlichen Datenlage zum Thema (oder zu den podcastern) zu sehr aus dem Fenster zu lehnen:
          Alles was die Datenlage momentan halbwegs sicher hergibt ist ein Zusammenhang (bzw. Unterscheidung) zwischen Alter/Vorerkrankungen einer infizierten Person und ihrem Risiko (ggf. schwer) zu erkranken/zu sterben.
          Das ist jetzt nichts neues, allgemein bekannt und als solches in drei bis zehn Minuten abgehandelt — Alle Betrachtungen die über diesen statistischen/empirischen Teil hinausgehen, führen, bei der aktuell immer noch dünnen Kenntnislage, früher oder später unweigerlich in ethische Bereiche.
          Das ist imho keine Ignoranz, falsche Eitelkeit, Dünkel oder Unaufrichtigkeit dass Dieses Fass hier in diesem Rahmen garnicht erst aufgemacht wird, sondern nachvollziehbar und angemessen respektvoll der Tragweite dieses wichtigen Teilkomplexes der Gesamtsituation gegenüber.
          Nur meine persönliche, (vielleicht bissl verstiegen formulierte) Einschätzung; bin auch nur’n unbeteiligter Zuhörer; ergreife hier weniger Partei Für den podcast, sondern mehr Gegen die Kurzsichtigkeit bzw. Vermessenheit solcher Kritik/Forderungen.

          • Selbstverständlich tangiert es hier ethische Bereiche.
            Das ist doch genau das Problem. Es gibt nur noch die Schmalspursicht auf Corona.
            In meinem Bekanntenkreis wurde Menschen nicht behandelt, obwohl Behandlungen notwendig waren. Hier geht die Skala auf von: musste mit immensen Schmerzen über Tage leben (während sich der Arzt in Kurzarbeit befand) über “naja dann ist die Niere jetzt futsch” bis Exitus unter humanistisch unwürdigen Umständen (allein trotz großer Familie).
            Ebenfalls sind in meinem Bekanntenkreis, derzeit extrem viele arbeitslos, was, wie bekannt sein sollte, zu weiteren Problemen führt.
            Kinder in meiner Umgebung blaffen sich an, weil ihnen jemand zu nah kommt…

            Kinder waren im übrigen auch die ersten die dieses Paniknarrativ direkt gespürt haben, obwohl sie weiterhin nicht das Problem in Bezug auf Infektionsgeschehen sind (wie auch die “asymptomatisch Infizierten”).

            Dieser ganze Bereich der Kollateralschäden wird derzeit allerorten ignoriert/negiert, nur nicht bei den “Verschwörungstheoretikern”. (Spaltung der Gesellschaft aufgrund intransparenter Öffentlichkeitskommunikation.)

            Diese Kollateralschäden sind aber direkt sichtbar! Für jeden, der die Augen mal kurz von dieser Coronapanik abwendet.

            “Kurzsichtigkeit bzw. Vermessenheit solcher Kritik/Forderungen.” Kurzsichtig bis völlig idiotisch ist der Umgang mit den Kollateralschäden. Diese werden uns noch über die nächsten Jahrzehnte begleiten.

            Zudem sind die Graphen einfach zu “glatt” um noch behaupten zu können, dass die Maßnahmen irgendeine Auswirkung auf die Infektionsverläufe gehabt hätte. Bei den recht weitgreifenden Maßnahmen, die hier zur Anwendung kamen, hätten sie einen sehr viel größeren Impact auf den Verlauf haben müssen. Wenn man sich die Grafik Fälle/Tag anschaut https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4, müsste der “Lockdown”, Einführung der Maskenpflicht etc. sichtbar sein. Stattdessen verhält sich dieser Verlauf wie so ziemlich jede Influenzawelle, schneller Anstieg, langsamer Rückgang, meist bei Änderung des Wetters… Nur dass bei den vorherigen Influenzawellen nie so viel getestet und erst recht noch nie so sehr mit der Zahl der “Infizierten” besser gesagt “positiv Getesteten” rumgespielt wurde.

            Zudem kann man sich sehr kritisch zur entmündigenden Kommunikationsstrategie des BMI äußern: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/corona/szenarienpapier-covid-19.pdf;jsessionid=D5D01814FD9E3B6455878D21E42C9655.1_cid295?__blob=publicationFile&v=4
            “4 a. Worst case verdeutlichen! Wir müssen wegkommen von einer Kommunikation, die auf die Fallsterblichkeitsrate zentriert ist. Bei einer prozentual unerheblich klingenden Fallsterblichkeitsrate, die vor allem die Älteren betrifft, den-ken sich viele dann unbewusst und uneingestanden: «Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen, wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Glück erbe ich so schon ein bisschen früher». Diese Mechanismen haben in der Vergangenheit sicher zur Verharmlosung der Epidemie beigetragen. ” etc. etc.

            Es gibt in dieser Krise wirklich viel, was es zu kritisieren gäbe.

            Schaut euch bitte die Artedoku “Profiteure der Angst” an.
            In irgendeiner BPK Anfang März wurde davon gesprochen, dass alles wie im Drehbuch abläuft. Diesen Eindruck hatte ich nach dieser Doku um so mehr.
            Dann auch noch die merkelschen Kriegsvergleiche oder der neue spahnsche Freiheitsbegriff oder die “neue Normalität”… Was soll ich von einer oktroyierten Normalität halten?

            Vermessen ist es das alles zu ignorieren und diejenigen, die Aufklärung fordern, die bereits im März ihre Grundrechte schwinden sahen oder auch diejenigen die Aufklären können, weil notwendige Expertise vorhanden (Wodarg, Bakhdi, Püschel etc.) zu diffamieren oder gar nicht zu Wort kommen zu lassen.

            Man Tim, ich mag alle deine Podcastformate. Vor Corona habe ich mir vieles doppelt angehört, weil die Informationsdichte meist sehr hoch ist.
            Aber seit Corona, muss ich einzelne Sendungen in Etappen hören um mich von der von euch verbreiteten Angst wieder zu distanzieren. Das muss nicht sein, das könnt ihr besser!

  3. Ich habe bis vor 3 Jahren noch im IT-Medizin Bereich gearbeitet, da wurden Daten zwischen Ärzten und Laboren noch per DFÜ-Verbindung übertragen. 🙂

  4. merkt eigentlich keine, dass da eine Welle aus dem SuedOsten kommt ? Ist bereits bis Kroatien,Serbien,Slowenien vorgedrungen nur Ungarn und Griechenland konnten es bisher aufhalten. In Moldavien scheint
    der Hoehepunkt ueberschritten. Das ist eine volle Welle, die sich
    seit Wochen vorschiebt, nicht nur lokale Ausbrueche.

  5. Eine Anmerkung zu den seltsamen Zahlen in Schweden. Die haben vor zwei Wochen etwa die Testpraxis zu ändern – jetzt wird jeder mit Symptomen getestet, bis dahin wurde man nur getestet wenn man in einer Risikogruppe war. Durch diese Änderung sind natürliche alle Betrachtungen schwierig.
    Was man noch als sinnvollen Indikator nehmen kann sie die belegten Krankenhausbetten – die sinken schon eine Weile.

    Z.B. gibt es interessante Zahlenwüsten hier: https://platz.se/coronavirus/?lang=en

    Ich beobachte das schon eine Weile und kann auch halbwegs Schwedisch um die Meldungen zu verstehen – die haben von Anfang an die Sache total unterschätzt, Sterblichkeit wurde mit 0,1-0,2% angenommen – dann auf 0,4% – jetzt sind sie bei 0,6%. Leuten wurde noch Ende April empfohlen zur Arbeit zu gehen etc. wenn jemand im Haushalt Covid-19 hat sie aber keine Symptome haben und Masken sind erst seit kurzem überhaupt im Gespräch – weil die würden nicht zur Schwedischen Strategie passen…. Nun läuft ihnen die Sache weg und jetzt wollen sie doch Masken… die Liste der Seltsamheiten ist lang…

    Grüße
    Volker

  6. Die Studie mit Corona im Abwasser in Barcelona aus März 19 ist fragwürdig. Die Untersuchungsmethode für die alten Proben war nicht spezifisch genug und eine andere als die, die sie für die aktuellen Wasserproben benutzt haben. Im letzten Kekule-Podcast ging es genauer darum.
    Darauf würde ich also nichts geben.

    • Ich kann mir vorstellen, dass es Verschleppungen des Virus bereits im Dezember nach Europa gab, bevor China registrierte das es ein Problem gibt.

      Ein Befund aus Bercelons im März 2019 über archiviertes Abwasser wirkt aber geradezu absurd.
      Das passt gar nicht in die bisherige Chronologie und stellt auch die Herkunft des Virus aus China sogar infrage.

      Mich wundert an der Stelle dann doch Tims unkritische Haltung zu dieser Meldung.
      (Der Befund wird in anderen Medien durchaus auf dessen Aussagekraft hinterfragt)

  7. NUr eine kurze Nachfrage, Tim sagte, am mobile world congress gab es einen Fund von Corona in den Abwassern März 2019. Ist das ein Lapsus?

  8. Die Interessenvereinigung der medizinischen Labore hatte sich vor fast zwei Wochen, relativ ausführlich wie ich finde, zum aktuellen Stand und zum Fahrplan für die Anbindung an die App geäussert.
    Ist auch deren Baustelle.
    Hier zum nachlesen:
    https://www.alm-ev.de/files/site-files/Corona/Corona-Warn-App-Status-Laboranbindung-180620.pdf

    Ich habe den Eindruck das der von euch beklagte Informationsmangel manchmal eher an euer Recherche als an den verfügbaren Daten liegt.

  9. Zur wahrscheinlichen Diskrepanz App-Downloads/aktive Apps (bei 1h00′ rum) würde ich nochmal den Umstand unterstreichen wollen, den ihr in einer letzten Sendung schonmal hattet: Dass Android bei ausgeschalteten ‘Standortdiensten’ nach Installation immer erstmal alles anschaltet/anschalten muss, und dabei GPS mit angeht. Bei technisch unbedarften Menschen kippt damit die Sache schnell Richtung Misstrauen, mit der Konsequenz Deinstallation. Das ist jetzt nur meine Beobachtung, aber hochgerechnet, also wie oft ich Erklär-Bär spielen musste (dass die App eben kein GPS aufnimmt und weitergibt), waren mehr als 3/4 der grundsätzlich Installations/Benutzungs-Interessierten Personen kurz davor (oder schon danach) das Ding deswegen wieder runterzufeuern/schon runtergefeuert zu haben (fwiw, es waren auch keine hundert Leute bei meiner Beobachtung ;)) Aber das ist imho wirklich ein blöder ungünstiger Umstand beim Androiden.

  10. Ich verstehe nicht so ganz wieso Tim so an der Sache mit den fremden App-Stores hängt. Glaubt ihr wirklich, dass der Umstand, dass die App nur im deutschen Store verfügbar ist, die Zahlen so sehr beeinflusst? Habt ihr Zahlen dazu wie viele iOS Nutzer in DE tatsächlich einen anderen Store nutzen?
    Es wäre natürlich nett, wenn die App überall verfügbar wäre, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Zahlen aktuell viel anders aussehen würden, da das nur einen winzig kleinen Anteil ausmacht. Kann es sein, dass man die App nicht weltweit freigeben will, weil dann eben auch Menschen aus anderen Ländern die App in ihrem Store bei der Suche nach einer Corona App finden und installieren? Diese Menschen sind dann verwirrt/verärgert, dass die App nicht funktioniert und bei uns wird die Downloadstatistik verfälscht.

    Zu den alten Versionen: Die Nutzung von alten iPhone Versionen (iPhone 6 und älter) ist je nachdem wo man liest so zwischen 3-5%. Aus meiner persönlichen Beobachtung im nicht-Nerd Umfeld sind da aber viel mehr als 3% alte Geräte im Einsatz. Da diese Nutzungsstatistiken meist über Webseitennutzung oder Appnutzung ausgewertet werden, kann ich mir vorstellen, dass die tatsächliche Nutzung alter Geräte in Wirklichkeit höher liegt. Bsp: die Leute, die in meinem Umfeld alte iPhones nutzen, sind größtenteils Menschen die das Smartphone nur zum Telefonieren, Foto machen und zur Nutzung von maximal Whatsapp und Facebook nutzen. Im freien Web surfen diese Menschen mit dem Browser nie und installieren auch sonst keine weiteren Apps und tauchen demnach auch in keiner Statistik aus, es sei denn Apple gibt diese selber raus (oder FB).

  11. Eure Kritik an der Veröffentlichung von App-Daten teile ich nicht.
    Je mehr Daten man veröffentlicht, desto eher kann bei uninformierten Menschen der Eindruck entstehen, bzw. erzeugt werden, dass es sich doch um eine Überwachungs-App handelt. Nach dem Motto: Daten veröffentlichen == Daten sammeln == überwachen.

    Ich verstehe das Interesse an den Daten, aber das ist eher was für “Nerds”.
    “Normale” Menschen wollen meinem Eindruck nach einfach nur wieder ihr normales Leben leben und am liebsten nix von Corona hören.

    • Ups, habe mich auf dem Handy wohl verklickt und ausversehen als neuer Kommentar direkt darunter kommentiert anstatt zu antworten ‍♂️

  12. Als Ersteller eines (https://ctt.pfstr.de/) der beiden erwähnten Dashboards stimme ich glaube ich zu.

    Der Gedankengang, wie das eventuell wirkt, kam mir auch beim Zusammenstellen und ich kam ins Zögern.

    Ich denke aber, dass sowas wie “Anzahl der veröffentlichten Schlüssel” oder “geschätzte Anzahl der Nutzer” keine zu große Verunsicherung hervorrufen dürften
    Eventuell leistet das sogar ein wenig Aufklärungsarbeit, welche Daten denn nun tatsächlich verfügbar und ablesbar sind.

    • Wenn das “von Privatseite”, aus gemacht wird, also “von Geeks für Geeks”, ist das IMHO auch was anderes.
      Aber wenn “der Staat” detaillierte Statistiken veröfffentlicht, dann kann das IMHO von interessierten Kreisen manipulaitv missbraucht werden.
      Da kann sich dann der CCC hundert mal hinstellen und versuchen in Logbuch Netzpolitik detailliert zu beschreiben, warum das trotzdem nix mit Überwachung zu tun hat, das würde nix nutzen.

      • Ahh, das mal weitergedacht: Der CCC+Umfeld als elfenbeinturmige Nerd-Geek-Eliten-Authorität mit, qua uneinholbarem Wissensvorsprung, Deutungshoheit gegenüber dem informationstechnisch merkbefreiten und auf ewig bildungsresistenten Normalbürger?
        Nach meiner Beobachtung ist genau die Wirkrichtung _entgegengesetzt_ zu einer solchen möglichen Entwicklung elementarer Grundbestandteil des Clubs, für mich jedenfall elementar für dessen Glaubwürdigkeit.
        Und ooch wenn so’n Zeug noch 100mal erklärt werden muss in den nächsten 10 Jahren — das is besser als die Attitüde ‘Die Komplexität dieser Zusammenhänge würde die Bevölkerung überfordern. Sie können uns vertrauen.’ …

  13. Wisst ihr ob eigentlich die USA als Heimatland von Apple/Google irgendeine App in Planung/Nutzung hat, die auf dem Protokoll der beiden aufsetzt?
    Ich hab bis jetzt mal von Versuchen lokaler Behörden gehört, das waren aber glaube unwirksame GPS-Apps…
    Wikipedia sagt jetzt auch nicht viel mehr:
    https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-App#Andere_L%C3%A4nder
    https://en.wikipedia.org/wiki/COVID-19_apps

    Es gibt zwar anscheinend ein paar Entwicklungen, aber da kocht wohl jeder Bundesstaat sein eigenens Süppchen? Bzw. gibt es mehrere “Konkurenz” Organisationen die das was entwickelt. Aber wirklich am Start scheint da auch noch nichts zu sein.

    Hatte Apple/Google nicht mal gesagt, es gibt pro Land genau eine App die Zugriff auf das Framework gibt?

    Vermutlich heißt das “later this year” bei Apple, dass sie es komplett selbst machen wollen. Und meinten damit nicht wie Tim mal vermutet hat, irgendwelche “dritte Welt” Staaten die es sich nicht leisten können, sondern die USA selbst?

  14. Tim suchte doch nach Zahlen für einzelne Bundesstaaten der USA:
    Die gibt es hier (etwas runterscrollen):
    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/us/

    Auf der Seite gibt es auch etwas unscheinbar in hellgrau beschriftet den Link zu Hochrechnungen, bei denen man auch zwischen verschiedenen Ländern sehr schöne Kurven zu vielen Fragestellungen bekommt:
    https://covid19.healthdata.org/united-states-of-america

    Vielleicht konnte ich helfen …

  15. Wie Martin ganz oben schon sagte, bei uns in der Schwwiz sieht es schlecht aus, gestern 137 und heute 116 Fälle oder so (für DE mit 10 Multiplizieren) 🙁

    Zu der SwissCovid App, da gibts hier auch eine Statistik: https://www.experimental.bfs.admin.ch/expstat/de/home/innovative-methoden/swisscovid-app-monitoring.html – wie in eurer Sendung vorgeschlagen, wird hier offenbar die Anzahl aktiver Apps aufgrund der Requests geschätzt (da es natürlich keine eindeutige ID gibt, muss man die Anzahl Requests durch einen festen Faktor dividieren und bekommt so nur eine Schätzung). Leider gibts bislang auch noch keine weitergehenden Statisiken.

    Ein Problem, das eventuell auftauchen könnte, besteht in Reboots von Smartphones (z.B. nach OS Upgrade, oder einfach nur so). Zwar wird der Austausch der RPIs weiter gemacht werden, aber wenn der User die App selber nicht auch startet, wird wohl der Abgleich mit dem Server nicht passieren, oder? Bei mir kam auch schon mal eine Notification, ich solle zum Abgleich der Kontakte die App öffnen – das ist wahrscheinlich der Workaround dazu. Aber er birgt die Gefahr, dass viele User die App nach einem Reboot nicht selber wieder starten.

    Anmerkung zum Transmissions-Faktor – der in der Schweiz momentan übrigens nicht benutzt wird, aber dafür werden nicht für alle hochgeladenen Tages-Keys zum Download angeboten, der Faktor ist also sozusagen nur 0 oder 1: Könnte der nicht auch vom Arzt mit dem QR-Code resp. der TAN verknüpft werden? Dass also der User seine Infektionsdaten in der App gar nicht bekannt geben muss, sondern der Server selber die hochgeladenen Keys mit den Angaben zu den Transmissions-Faktoren pro Tag für diesen Patienten (verknüpft mit Code, aber natürlich ohne Personenangaben) anreichert? Zumindest bei der Test-Version der CH App war es so, dass er Arzt beim Anfordern eines Covid-Codes (das entspricht den Phone TANs) das Infektionsdatum mit angeben musste, und das ist eigentlich die notwendige Grundangabe, dass der Server die hochgeladenen Keys entsprechend verarbeiten kann.

    A propos Transmissions-Faktor – ich fürchte, die verschiedenen Ansätze, wie diverse Länder diese Faktoren umsetzen, benutzen oder ignorieren, könnte ein weiteres Problem bei der internationalen Interoperabilität darstellen.

    Noch eine Mini-Anmerkung, die deutsche Corona-Warn-App scheint jetzt auch aus dem Schweizer iOS AppStore downloadbar zu sein. Umgekehrt weiss ich es leider nicht.

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