UKW065 Corona Weekly: Wären eigentlich gefordert zu handeln, haben uns aktuell aber anders entschieden

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Die Situation in Deutschland verschlechtert sich zunehmend und die lange angekündigte dritte Welle nimmt jetzt richtig Fahrt auf. Wir blicken auf die Zahlen und diskutieren außerdem noch die Hintergründe und Auswirkungen des vorübergehenden Impfstopps des AstraZeneca-Impfstoffs. Außerdem schauen wir noch etwas besorgt nach Brasilien, wo der Mangel an Maßnahmen dazu führt, dass sich die ziemlich gefährliche Mutation P.1 weiter verbreitet, haben aber auch noch ein paar gute Nachrichten in petto.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW unsere kleine Welt, mein Name ist Tim. Und ich begrüße alle zur fünfundsechzigsten Ausgabe von UKW und zur Folge von Corona Wickly, denn heute ist Freitag und da heißt es wieder äh heißt es wieder hinterher wischen, äh hinter dem ganzen Infektionsgeschehen in Deutschland und der Welt und das mache ich natürlich zusammen mit Pavel, hallo Pavel. Genau und ja, eine wilde Woche liegt hinter uns in jeder Beziehung. Du hast äh wenig Schlaf gefunden, wenn ich das richtig bin bekommen habe im Kampf mit äh Servern, Tabellen, Datenbanken, äh Bucks und was sonst noch alles auf dem Weg war Die Bundesrepublik Deutschland hatte mit dem Umstand zu kämpfen, dass äh die Impfung vorübergehend eingestellt wurden, zumindest für den Impfstoff Astra Cineca, einmal Hüh, einmal Hot mittlerweile läuft's wieder große Aufregung aller Orten und generell macht sich so ein Gefühl breit dass es irgendwie alles nicht so geil läuft, insbesondere, weil die Zahlen wieder nach oben gehen. Und ja, ich weiß nicht, man merkt auch und ich merk's, ich hab's auch ehrlich gesagt so so gar an mir gemerkt dass so sich so so eine allgemeine Dünnhäutigkeit langsam bahnen bricht. Also die Leute gehen echt auf dem Zahnfleisch. Es ist so die einen haben sie schon immer über alles aufgeregt, aber auch die, die so, bisher immer so Zähne zusammengebissen haben und gesagt haben so, ja ist Scheiße, aber es gibt ja Perspektive und so. In dem Moment als diese Ansage war mit Astra Sinika ist jetzt irgendwie ausgesetzt. Da da haben's auch dann einige so ein bisschen, einfach verloren in dem Moment und mir ging's für so einen kurzen Moment auch so, obwohl ich mir dachte so. Das ist doch nicht euer Ernst und auch wenn sich das Ganze so im Nachhinein und da werden wir jetzt auch nachher nochmal ausführlich drüber reden. Auch wenn sie im Nachhinein dann wieder, ergeben haben, wo man dann denkt so, ja okay, gut, müssen wir jetzt auch nochmal drüber diskutieren. Ist ja immer wieder was Neues, aber das ist trotzdem so ein Moment wie wenn man, wenn man in die Luftmatratze irgendwie das Ventil aufmacht und. Das Gefühl hat, jetzt muss man wieder fünf Stunden pusten, bis bis man wieder auf dem selben Druck angekommen ist.
Pavel Mayer
Ja, na, ich hatte meinen persönlichen. Tiefpunkt glaube ich eher so vor einem paar Wochen äh als halt klar war, dass äh ja sich das Land entschieden hat in eine dritte Welle äh zu gehen. So. Den August. Das war bei mir so der Punkt, wo ich mir dachte, ah kann man nicht vielleicht einmal alles richtig machen und, irgendwie äh ein bisschen uns am Riemen reißen und irgendwie mal ja die Zahlen runterkriegen, aber nee, ist halt nicht. Äh da sind halt, ich meine, es ist halt, ja, dieses Beis. Typische Beispiel, dass äh die Interessen von ganz vielen einzelnen, dafür sorgen, dass äh irgendwie alle am Arsch sind äh hinterher. So die einen wollen ihre Kinder in die Schule schicken und in ihre Kitas bringen und ja treiben die Zahlen nach oben und am Ende sind wir die Schulen zu und die Kitas zu und so. Die anderen wollen die Wirtschaft am Laufen halten. So, aber dann sind die Zahlen oben und die äh äh Wirtschaft kommt nicht in Gang. So und so kannst du das halt einfach durchdeklinieren und das einfach die Lehre, dass eigentlich nur niedrige Instituzen äh allen zugute kommen.
Tim Pritlove
Als ich schon wieder nicht so richtig rumgesprochen, ja.
Pavel Mayer
Ermöglichen ja. So und dann hast du auch die einen. Die einen äh meinen, na ja, jetzt kommt, wir müssen nichts tun, weil demnächst kommt der Sommer und dann äh verschwindet es alles von ganz alleine äh so, was ja, wie man sieht, natürlich nicht der Fall ist Jetzt habe ich den Faden verloren, egal.
Tim Pritlove
Ja man verliert da auch schnell den Faden. So, also jeder hat irgendwas einzuwenden und das es kommt immer wieder auf diesen Spruch zurück so in Gefahr und höchster Not ist der Mittelweg, der tot, äh bringt der Mittelweg den Tod, weil. Ja, wir uns halt einfach auf nichts Konsequentes einigen können, so, ne? Man kann's, glaube ich, auch schon mal vorweg schieben, wir haben's ja schon tausendmal gesagt, aber es wird angesichts der aktuellen Zahlen, Entwicklungen halt mal wieder ganz evident sofort alles dicht machen, so hart wie es nur irgendwie machbar ist, so wirklich also jeder, der nicht irgendwie wirklich äh auf einer Seite ausführlich innerhalb von fünfzehn Minuten darlegen kann, warum es dieses Unternehmen und diese akt, gerade braucht, zum Überleben des Planetens, wird einfach zugemacht so und das machst du zwei Wochen und dann hast du irgendwie so einen chinesischen R von null Komma vier und dann ist das Ding nach zwei Wochen vorbei und alle finden's scheiße, aber alle finden's auch total geil, dass es nach zwei Wochen vorbei ist und stattdessen, ja.
Pavel Mayer
Ja, die zwei Wochen gelten aber nur, wenn man rechtzeitig reagiert, wenn man halt das erstmal so, dann sind's halt vier bis sechs Wochen, äh die man dann im harten Lokdown verbringen muss, aber im Prinzip kann man jede Inzidenz eigentlich mit einem konsequenten Lokdown in vier Wochen äh einstellig kriegen. Ja so es geht, das haben wir gesehen in anderen Ländern ähm so und wir haben auch. Zwar nicht nicht beim ersten Lokdown, das nicht ganz geschafft, aber äh sechs Wochen haben wir halt äh geschafft beim ersten. Um wieder öffnen zu können und wie gesagt, haben dann bei einer, ja, Institz von neuen äh erst gelockert und dann bei einer Institanz von drei. Wir hatten eigentlich hatten wir Corona im Sommer fast besiegt. Äh hätten wir einfach nur noch ein bisschen länger durchgehalten im Sommer, ein bisschen mehr aufgepasst, dass halt die Infektion nicht in solchen Mengen wieder hier reingetragen wird. Ja hätten hätten, ja.
Tim Pritlove
Zum Fahrradkette. Genau, so ist es. Ähm. Dann lass uns doch mal auf die Zahlen schauen erstmal so was das allgemeine Infektionsgeschehen betrifft und danach können wir auch schon mal so die ersten Erkenntnisse aus der neu strukturierten, Tabelle herauslesen, aber jetzt sehen wir ja vor allem erstmal, ich glaube Herr Spahn hat in seiner. Letzten, ich hab's leider nicht gesehen, ist jetzt nur hören sagen, aber er meinte sowas viel, ja, die Zahlen gehen ja beunruhigt nach oben, denn damit hätte ja keiner rechnen können. Hört ihr nicht UKW oder was? Also das ist einfach unklar.
Pavel Mayer
Nein, aber auch äh ich meine in welchem Paralleluniversum äh lebt der eigentlich ist, aber in welcher äh keine Ahnung Social Media Bubble oder ähm bewegt er sich, also ja nicht mehr vor allen Dingen also dazu braucht man noch nicht mal jetzt uns, äh, sondern eigentlich alle Experten seit Wochen, ja? Ähm ist klar, dass äh das kommt, ja. So, ähm also ja.
Tim Pritlove
Okay, was haben wir denn jetzt.
Pavel Mayer
Zahlzahlen. Ja. Ähm die Insedenz ist über hundert. So, die deutschlandweite. Genau und zwar weil wir auch gebieten worden sind, dann doch äh auch vielleicht mal konkrete Zahlen äh zu nennen. Also. Jahrhunderteins nach hunderteins Komma null. Nach publizierten Fällen und tatsächlich aber weil das ja noch die Daten von gestern sind nach Meldedatum waren's halt äh noch fünfundneunzig Komma sechs, aber. Ja, die Zeitungen melden äh über hundert und. Auch die Zahl der Bundesländer, die jetzt über hundert liegt, steigt, ich bin jetzt froh, dass ich diese neue Farbe eingeführt habe ähm, für den ja für den Condition Ultra äh und äh. Ja, sind jetzt Thüringen so mit der höchsten Institz, die dürften bald die zweihundert überschreiten. In den nächsten Tagen äh oder wahrscheinlich sogar morgen Sachsen mit hundertvierundvierzig. Berlin ist auch morgen über hundert ähm. Mit neunundneunzig Komma drei hm. Hessen hundertneun, Sachsen-Anhalt, hundertzwanzig, also ja, Bremen lag auch lange Zeit so gut äh Brandenburg, Hamburg, Deutschland, also eigentlich Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern dümpeln noch so na ja was heißt dümpeln, Schleswig-Holstein, Am besten mit siebenundfünfzig Komma drei noch und Mecklenburg-Vorpommern mit neunundsechzig eins. Aber ist, ist ja ziemlich sicher, dass die meisten Bundesländer in den nächsten vier Wochen. Die nicht nur die hundert überschreiten werden, sondern viele davon auch die zweihundert und ja.
Tim Pritlove
Oder mehr. Also die Zahlen geht ja doch beträchtlich nach oben.
Pavel Mayer
Und was halt auch noch äh nicht schön ist, ist, dass die Rewerte jetzt teilweise. Für manche Bundesländer massiv angestiegen sind, also in Berlin haben wir eins Komma eins acht, hm.
Tim Pritlove
Ach so, welchen Wert nimmst du jetzt gerade.
Pavel Mayer
Ja, also drei einunddreißig Prozent ähm sozusagen Zuwachs. Aber einen R sieben sieben Tage Airwert von eins Komma eins acht eins Komma eins neun deutschlandweit und Berlin ja eins Komma drei zwei, sorry, äh, hatte ich Berlin gesagt, ich.
Tim Pritlove
Genau, womit das Deutschland, deswegen wunderte ich mich jetzt gerade Ja, nee, also Berlin knallt voll, obwohl wir vor zwei Wochen uns noch gewundert haben, warum Berlin so deutlich unter eins liegt. Die haben also auch die komplette Kehrtwende äh hingelegt so und ähm ja, dementsprechend geht jetzt alles nach oben. Ich habe äh heute auf Twitter wurde natürlich dann auch gleich wieder äh diskutiert, mal so ganz salopp draus gefolgert, dass wir jetzt im Prinzip vom Infektionsgeschehen wieder da sind, wo wir kurz vor dem Doktor Light fahren. Weil sowohl Inzidenz als auch Anstieg äh vergleichbar ist. Kann man so sagen, ne?
Pavel Mayer
Ja, ja, ich denke.
Tim Pritlove
Also jetzt haben wir sozusagen so vier Monate Logdown gemacht und dann einen Monat das zerredet. Um jetzt wieder genau da zu sein, wo wir am Anfang waren. Mit der einzigen, mit dem einzigen kleinen Trostpflaster, das durch die Impfung. Nicht ganz so viele, zu beklagen sind und die Totenteiler sich glaube ich auch immer noch nach unten entwickeln, wenn ich das richtig sehe. Aber das ist dann halt auch schon die ganze gute Nachricht, die es derzeit so zu verkünden gibt. Und das Ganze hat jetzt richtig Wumps, ne? Also es ist halt die das alte Lied mit den exponentiellen Zahlen und äh gerade äh gut das kann sich jetzt natürlich in einzelnen Bundesländern binden einer Wochenfrist auch immer schnell ändern. Das haben wir ja gesehen. Trotzdem, die Tendenz ist halt eher. Noch höhere Zahlen und wir hatten ja schon vor, jetzt muss ich das mal gucken, vor zwei, drei Wochen als diese äh ganzen ähm. Äh neuen Lockerungsmaßnahmensankündigungen gemacht wurden, ne? So nach dem Motto, jetzt machen wir erstmal die Schulen auf und dann so ab dem siebten März, dann geht's dann irgendwie schrittweise los. Da war ja dann so die Einschränkung, na ja gut, aber so. Nur wenn unter fünfzig oder wenn unter hundert und ansonsten machen wir gleich wieder zu. Und was ich letzte Woche schon hätte erwähnen können, in dem Zusammenhang, das hast du ja wahrscheinlich auch gesehen, das ging ja auch auf Twitter irgendwie sofort rum, diese Meldung von diesem Elbe-Elster-Kreis. Der dann irgendwie eine Institz über hundert schon hatte, also dem Geschehen so ein bisschen voraus war, nur mal so zum Vergleich, wenn man jetzt mal kurz schauen, wo die jetzt gerade äh sind. Wie sich das seitdem entwickelt hat. Aber da waren sie sozusagen gerade so bei hundertdreißig oder so, glaube ich, zu dem Zeitpunkt, als die Diskussion aufkam. Jetzt sind sie bei zweihundert. Moment nicht falsch gucken, zweihundertdreiundzwanzig und. Man ging halt so über die hundert rüber und es war ja so der Konsens. Okay, ab hundert machen wir dann aber wieder was. Ja, Kommentar von dem Landrat. Ja, wir werden eigentlich gefordert zu handeln, haben uns aktuell aber anders entschieden. Und besser kann man, glaube ich, irgendwie die Reaktion auf Deutschland und in dieser Krise überhaupt nicht zusammenfassen, ja? Ja, aber wir werden eigentlich gefordert zu handeln, aber haben uns aktuell anders entschieden. Leute. So können wir das auch einfach sein lassen. Dann sagen wir einfach die Party ab. Ja, dann einigen wir uns gleich auf äh zwanzig zweiundzwanzig. Wenn das Jahr äh jetzt komplett verloren sein soll, mit solchen Flitzpiepen ist einfach kein Staat zu machen.
Pavel Mayer
Nein, das ist vor allen Dingen dann wieder auch ähm ja kommt als, wieder das Argument näher die Intensivstationen sind ja noch nicht voll. Wir haben ja es gibt noch Platz auf den Intensivstationen ja das ist sozusagen darauf, äh wo sie sich jetzt gerade zurückziehen, nur wie wir halt auch wissen, ist. Kommt halt dann verzögert und das kommt halt trotzdem und ähm nur weil wir jetzt die achtzig plus zur Hälfte durchgeimpft haben oder vielleicht ja jetzt fast zwei Drittel wahrscheinlich weiß man halt leider auch nicht ähm wie viel, Prozent bei uns ähm altersmäßig eigentlich jetzt 'ne Impfung erhalten haben oder zumindest hab ich keine Zahlen gesehen an sich sollte das RKI das auch wissen, Ja äh so dass wir eigentlich gar nicht abschätzen können, aber beziehungsweise. Bei der letzten Abschätzung vor zwei Wochen war klar, dass in Berlin höchstens die Hälfte der achtzig Plus geimpft waren, jetzt werden's wahrscheinlich mehr sein. Ein Fortschritt gemacht haben, aber auch die Altersgruppen dann bis sechzig. Ähm sind halt auch noch hochgefährdet und da geht es erst im April los, Also und ja das geht nicht, das kann man nicht so machen. Ähm. Zumal ja. Auch wenn man sich die normalen Sterbetafeln anguckt selbst hat bei den über Achtzigjährigen sind in der letzten Welle, haben gesagt, hundertfünfzigtausend Lebensjahre verloren gegangen und bei. Den jetzt wenn's jetzt in die jüngeren, reingeht, werden wir im Endeffekt werden zwar weniger Menschen sterben, aber es wird wahrscheinlich dieselbe Größenordnung an Lebensjahren verloren. Gehen. So und ähm ja. Gut.
Tim Pritlove
Wir sind unzufrieden mit der Gesamtsituation. Wir können das auf jeden Fall schon mal zusammenfassen.
Pavel Mayer
Ergänzend wollte ich noch zu den Zahlen der Toten sagen, es gibt also in Brandenburg gehen sie wieder leicht hoch schon und in Thüringen gehen sie zumindest nicht runter. Mehr. So, das äh fehlt eigentlich noch zu erwähnen ähm und. Ja um das auch nochmal möchte an der Stelle nochmal mit den Testzahlen gleich zu untermauern, was den. Dass jetzt bedeutet Tests sind mehr geworden so. Wir haben jetzt und acht Prozent mehr Tests in der Woche bis zum vierzehnten gehabt. Die Zahlen kommen leider auch immer ein bisschen verspätet. Also wir liegen jetzt bei knapp eins Komma zwei fünf Millionen Tests in der Größenordnung. Haben wir ja im September im Prinzip getestet, wir sind dann noch bis Ende Oktober lagen wir auch so in KW zweiundvierzig sagen wir auch ungefähr in der Größenordnung, ja. Und hatten damals eine positive Quote von drei Komma fünf acht Prozent so zum Vergleich. Ja und das war zu Beginn der Pandemie und das ging dann recht schnell hoch, also dein Vergleich. Ist, was so die Testzahlen angeht und auch die positiven Quote mit Anfang der letzten Welle passt ganz gut, also. Vor der letzten Welle, sondern.
Tim Pritlove
Vor der zweiten Wille.
Pavel Mayer
Ja, also wie auch immer man die durchnummeriert, ob's jetzt in der dritten oder vierten Welle sind, aber vor der.
Tim Pritlove
Jetzt.
Pavel Mayer
Voller Winterwelle, genau.
Tim Pritlove
Genau, Ende Oktober halt, ne? Also Ende Oktober, so wie jetzt und und da war dann halt diese Debatte auch so, oh Gott, was tun wir denn jetzt, müssen wir denn jetzt wieder was tun? Und dann haben wir endlich mal was getan, obwohl's damals schon eigentlich zu spät war. So, ne? Und dann haben wir noch zu wenig getan und das ist exakt genau das, was uns jetzt auch droht, weil wir werden jetzt deshalb allein schon zu wenig tun, weil die Leute einfach den Arsch nicht in der Hose haben, irgendwas zu entscheiden besondere, weil sie alle jetzt schon so zu Scheiße genervt haben, dass sie sich das gar nicht mehr trauen, das auch nur auszusprechen, dass das jetzt erforderlich wäre. Also werden sie es jetzt noch, zwei, drei Wochen verzögern. Um dann einzusehen, dass es doch nicht durchzuhalten ist. Ja? Weil wieder alles irgendwie Krankenhäuser voll und Pipapo und noch mehr schlechte Nachrichten. Dann wird dann doch noch ein Lokdown gemacht, der muss dann nochmal ein paar Wochen länger sein, als er jetzt schon viel zu lange wäre, wenn er überhaupt einer wäre und dann habe ich sogar nochmal den Zweifel, ob der überhaupt. Ausreichend noch ausgestalltet wird. Weil ich habe so ein bisschen den Eindruck, es haben sich jetzt alle so drauf eingeschossen so. Ne, die sitzen da so ein bisschen mit ihren Joysticks, und und und spielen so irgendwie was weiß ich so wie man früher vorm Homecomputer so Summer Games gespielt hat und ruppelt solange an ihrem Joystick rum und so weiter und hoffen, dass einfach mit den Impfungen jetzt irgendwie was passiert. Ne, so, Impft doch impft doch schneller. Ja aber wir haben noch gar nichts zum Impfen. Ja, aber impft trotzdem schneller. Funktioniert nicht.
Pavel Mayer
Muss aber jetzt unbedingt noch die positiven Quote nennen, das habe ich glaube ich noch nicht getan. Es ist nämlich sechs Komma sieben sieben. Prozent äh jetzt, weil ein Hörer sich beklagt hatte, dass äh er beim Autofahren dann äh hört halt und dann unbedingt wissen wollte, wo sie denn jetzt ist und dann haben wir sie nicht genannt und der Made fast ins Lenkrad gebissen. Täuschung und deswegen, also. Nochmal, ja, hier nochmal sechs, also von sechs Komma zwei in der Vorwoche auf sechs Komma sieben sieben Prozent, äh, jetzt die positiven Quote und. Fünfzehn Prozent mehr äh positive Tests. Und äh bei acht Prozent mehr durchgeführten Tests.
Tim Pritlove
Und auch das entspricht in etwa der positiven Quote kurz vor dem Logdownlight, ne? Da waren wir bei sieben Komma zehn. Also wir haben absolut vergleichbare Zustände und ja dementsprechend sind wir jetzt wieder da, wo wir vor vier Monaten waren.
Pavel Mayer
Was für eine Zeitverschwendung, wobei gut, man kann. Vielleicht nicht ganz äh das Zeitverschwendung nennen, weil ähm da würde ich dann nehme ich ganz gerne. Jetzt mal eine schöne Auswertung. Erwähnen, die ich gemacht hatte und zwar hm. Gibt es ja in äh meiner Tabelle auch diese einfache vier Wochen, Prognose sag ich mein Prognose ist schon fast hochgegriffen ist eigentlich nur 'ne Hochrechnung des aktuellen Zustands, wo landen wir, wenn der RW so bleibt, wie er am heutigen Tag ist, was natürlich nie der Fall ist. Natürlich landen wir nicht da, aber, wir können da landen oder wir landen da, wenn nichts passiert, wenn wir nicht reagieren, dann landen wir da. So. Ähm und. Das habe ich halt dann mal aufgetragen ähm mit dem dann realen Infektionsgeschehen und, ist schon interessant, weil die Kurve, die nämlich dabei rauskommt, dann also diese Kurve der Prognosen sieht eigentlich eher fast so aus wie die Kurve, die Tschechien gefahren hat von der Höhe her, das heißt man kann schon sagen, dass äh. Ohne den Lokdown Light wir äh zeitweise. Halt Zahlen hatten, die uns in vier Wochen auf eine Institz von über tausend gebracht hätten. Also die Institenz von tausend war quasi in greifbarer Nähe. Wenn man so will.
Tim Pritlove
Das wäre Preis gewesen.
Pavel Mayer
Ja, aber äh wie man dann äh sieht, ist es halt glücklicherweise vermieden worden. Also insofern muss man konstatieren, hat halt der Logdown Light zumindest da eine ganze Menge abgekappt äh von der ersten Welle und Hm, ja und er zeigt aber auch, dass so zu verschiedenen Stellen, die Prognosen deutlich günstiger waren, also dass wenn wir einfach nur ein bisschen durchgehalten hätten. Wir dann deutlich niedriger, gekommen wären, was sich dann aber auch nicht realisiert hat, weil ja wir uns dann angefangen haben zu entspannen und ähm halt die Zahlen dann langsamer wieder runtergegangen sind, Ja und aktuell ist es so, dass äh ja, die Vorhersage. Die vier Wochen Vorhersage. Oder Projektion oder wie auch immer. Ähm bei dreihundert steht. Prinzip ist diese Zahl auch so ein, so ein empfindlicher, großer, langer Zeiger, der. Ähm ja übertrieben reagiert, aber der so ein bisschen anzeigt, was möglich ist. Und äh ja, wenn wir einfach nur so jetzt nichts tun, dann schaffen wir die dreihundert in vier Wochen. So sieht's halt gerade aus, aber es wird natürlich nicht eintreten, hoffe ich ähm. Oder ich erwarte es eigentlich nicht, ich erwarte, dass ja. Was passieren wird, dass die Leute weiter aufpassen werden, aber wer weiß, wie in Tschechien haben die Leute das dann einfach ignoriert, die hatten dann irgendwann einfach keinen Bock mehr und ja. Haben dann doch die tausend gemacht.
Tim Pritlove
Also was ist natürlich jetzt ein bisschen schwieriger macht, ist, dass wir eben jetzt ähm. Es ist es ist Mitte März so. Als nächstes kommt irgendwie Ostern. Da wollen dann alle wieder irgendwas machen, dann dürfen sie es nicht machen, dann machen sie es trotzdem Ja, es wird dann wärmer Jetzt ist gerade das Wetter so ein bisschen so, hm, aber lass mal nur irgendwie eine einmal Sonnenschein äh auf Deutschland fallen. Da äh ziehen sich alle nackig aus und rennen an den Strand. Das ist verständlich, ja? Äh und natürlich ist es viel, viel, viel schwieriger dieses, ich hocke zu Hause rum und mache nix durchzuziehen, wenn draußen auch noch geiles Wetter ist. Ich glaube, wir hatten das neulich äh äh schon in der Sendung, dass dass also schon das dieses kurze Aufflammen eines Frühlingwetters sofort in den Mobility Daten. Zu sehen war, ne? Also alle gleich zack ins Auto, äh ab ins Grüne oder was weiß ich, Leute besuchen zusammenhängen. Gibt's zwar auch immer wieder einzige Einzelne, die nehmen's halt total ernst und wenn sie sich da irgendwie treffen, machen sie irgendwie Schnelltest und so weiter, aber ich glaube. Braucht man jetzt gar nicht so viel Hoffnung reinzustecken, dass durch äh singuläres ähm richtiges Handeln im privaten Bereich so generell irgendetwas besser wird, sondern wir werden einfach eine die also die Prognosen sind. Schlecht, weil. Wenig Indikatoren, dafür gibt es wir äh Bock haben uns noch mehr zusammenzureißen. Wir haben's bisher nicht getan. Alle sind müde. Alle wollen, dass es jetzt irgendwie anders wird, alle haben auch erwartet, dass jetzt dieser lange Winterlokdown irgendwie auch was was bringt so und dann ging's halt los vor. Was haben wir da jetzt vor vier, fünf Wochen? Hatten wir das glaube ich hier so Sachsen mit ja jetzt machen wir mal Schulen auf. So das. Das war eigentlich der Anfang. Und das ist ja hier auch so ein bisschen unsere vertretene These, äh die sich immer ein bisschen schwer belegen lässt. Vielleicht müssen wir da auch nochmal eine passende Grafik zu raushauen. Indem wir ein paar mehr Medienmeldungen mal sammeln und in in Kontext bringen, ne? Aber du hast das ja schon mal schön rausgearbeitet. Es ist die. Es ist der öffentliche Diskurs. Es ist die Änderung der Debatte in der Öffentlichkeit, die einen wesentlichen Einfluss auf die Trendwechsel hat. Und das ist jetzt quasi wieder einmal sichtbar geworden, weil kaum war diese Debatte oben, kaum ging's los, ja als mit Firma Schulen aufmachen, jetzt müssen wir das aufmachen. Dann wollten alle anderen auch aufmachen und dann wollten die Friseure aufmachen und dann wollten wir diese und jene und Restaurants und alle wollen aufmachen, aufmachen, aufmachen weil sie halt alle ankamen mitten, aber wenn die aufmachen, dann müssen wir ja auch aufmachen. So und schon gingen die Zahlen erstmal nicht mehr weiter runter.
Pavel Mayer
Und vor allem ist es so, so, ich sage mal, Politik oder wer auch immer. Der da prominent medial äh gehört wird, sagt oh wir müssen mal äh jetzt darüber reden, äh dass wir mal langsam, Schulen aufmachen, ähm so dann hören halt ganz viele Leute oh. Ist ja nicht mehr so schlimm mit der Pandimie. Äh interessiert das Thema Schulen vielleicht gar nicht, sondern was halt die meisten einfach hören ist das Signal von offizieller Stelle, da entspannt sich was, weil und da können sich dann wiederum auch andere, hinstellen und sagen, nein, nein passt auf, äh so es ist immer noch gefährlich. Ihr müsst euch irgendwie weiter schützen. Aber diese Nachricht kommt natürlich nicht an, wenn in, gleichem Atemzug über Lockerungen gesprochen wird, ja, weil wir hatten halt jetzt auch diese ganze Schulöffnungs- und Lockerungsdebatte, hatten wir jetzt auch auf Klubhaus und immer wieder in, in, in anderen Zusammenhängen, da kam mir verdammt, warum reden wir gerade überhaupt. Über das Thema das ist 'ne absolute Unzeit, ja? Äh so im Moment müsste unser Fokus sein, wie wir verhindern dass uns das Ganze wieder komplett um die Ohren fliegt, ja? Wir müssen über äh Maßnahmen reden und nicht irgendwie Lockerungen äh debattieren. Es ist schon mal dann, komplett der falsche Ansatz, der nirgendwo hinführt gerade. Ja, ich, verstehe natürlich auch die praktische Seite, dass es natürlich Dinge nur funktionieren, wenn, Leute das auch machen und umsetzen aber dann muss die Debatte eigentlich gehen um welche Maßnahmen sind geeignet, Zahlen zu senken und nicht darauf angewiesen, äh dass die Leute von sich aus äh. Auch das tun, also Maßnahmen ergreifen und am Ende immer wieder der Lokdown leider die einzige Maßnahme, so die dann auch kontrollierbar ist und am besten hier auch Ausgangssperren, die sind halt am einfachsten kontrollierbar, wenn man das. Gerne äh möchte. So alles macht zu, hat keiner einen Grund irgendwo hinzugehen und äh wer auf der Straße ist, draußen so. Ähm der.
Tim Pritlove
Wird eingefangen.
Pavel Mayer
Brauche halt, genau, der braucht halt äh einen guten Grund und meine andere Länder machen das seit langem. Äh so, da, darfst du dich halt auch darfst seit einer Stunde am Tag raus so und dich nicht weiter als den Kilometer von äh deinem Haus entfernen und äh ja, wenn du zu anderer Zeit auf der Straße angetroffen wirst, wird's halt teuer. So. Meine nicht, dass ich da jetzt irgendwie Bock drauf hätte oder das herbeireden will aber äh ja wie soll's denn anders gehen, ja? Äh ich meine, es ist und das haben wir uns komplett selbst eingebrockt äh so die ganze Sache. Es war alles wirklich unnötig, somit einfach ein paar Wochen Disziplin im. Oktober und dann vielleicht nochmal ein bisschen ein, zwei Wochen im November und Dezember und. Ja, wir äh kennen das alles viel entspannter sehen können, aber nie.
Tim Pritlove
Dazu passen und dazu dass ich mich dann auch auf Twitter äh geäußert, weil ich immer wieder ins Maul nicht halten konnte. Ich habe hatte mich äh wie schon voll angedeutet, eine etwas dünnere Haut und musste mich dann irgendwie auch mal ein bisschen äh äußern. Da gab's dann im Tagesspiegel so einen Kommentar, also ein Meinungsbeitrag, kein Nachrichtenbeitrag von so einer Dame, die überschrieb ihren Artikel schon mit der Insidenzwert fetisch verhöhnt die Menschen. Da war ich ja dann doch äh äh schnell äh getriggert. Ja, äh Untertitel äh das Land nähert sich nicht sehr überraschend dem Institanzwert einhundert sollen Schule, die gerade erst geöffnet wurden mit Schließung dafür zahlen. Ja, wo ich sagen muss, also Zahlen. Tun ja hier nicht die Schulen, ja? Und es ist.
Pavel Mayer
Ja, der ja. Man kann über den Institzwert natürlich kann man ganz vieles kritisieren und ist ja gerade auch wieder in der Debatte natürlich deswegen, weil äh so ganz viele Politiker keinen Bock haben zu tun, was sie angekündigt haben zu tun, wenn die Institzwerte steigen und sich jetzt und jetzt den Institzwert in Frage stellen, aber den Institzwert kann man einfach mal sagen, hinten anstellen, das Einzige, was interessiert ist, steigt oder sinkt er und wenn der steigt, so dann ähm ja, dann muss halt was passieren, weil der geht halt von alleine nicht nicht zurück. So einfach äh ist das und das ist egal, ob der Instituzwert jetzt bei fünfzehn, fünfzig oder fünfhundert liegt, wenn der halt äh steigt, dann ist was nicht in Ordnung äh so und dann kann man nicht kann man weder zur Tagesordnung übergehen oder einfach die Sachen so lassen wie sie sind und auf gar keinen Fall irgendwie weiter über Öffnungen So eigentlich ist das, das Ding geht's rauf oder runter. So, das ist das Entscheidende und ja. Da werden wir schon jetzt wieder bei dem bei dem Grafen es geht rauf und in allen Altersgruppen geht's gerade rauf.
Tim Pritlove
Genau. Also ich fand diesen Artikel insofern ein bisschen schräg, ne. Also. Überschließung nachzudenken, werden die Impfzentren an Wochenenden geschlossen sind, verhöhnt die Menschen, die tagtäglich mit diesen Folgen umgehen müssen, ja? Also Impfzentren. Schließen am Wochenende, weil weil kein Impfstoff da ist und gerade weil wir nicht genug impfen können, deswegen schließen. Die Schulen. Das ist so das Ding, ne? Und äh hat auch noch ein paar gute Punkte, ne, wie zum Beispiel so Andere wollen jetzt irgendwie nach Mallorca äh reisen und so weiter Also es ist halt immer dieser Vergleich, die anderen dürften aber das und warum müssen wir denn das äh tun Ja gut, ich äh rege mich jetzt gar nicht weiter auf. Das bringt ja auch irgendwie gar nichts. Wir haben ja unseren Punkt jetzt hier eigentlich auch äh weitgehend rüber äh gebracht. Aber es ist einfach ein bisschen. Schlimm, dass diese ganze Debatte sich da einfach nicht normalisiert, Sag doch nochmal ein bisschen was äh zu deinen Zahlen. Also wir hatten ja jetzt ähm letzte Woche schon angedeutet, Risikotabelle äh ist komplett überarbeitet worden und du bist ja auch immer noch fleißig dabei, diese ganze ähm Auswertung noch weiter zu Granulaisieren, also nicht nur wie jetzt eben schon die Unterscheidung zwischen Ländern und den einzelnen Landkreisen, sondern eben auch noch innerhalb dieser Landkreise komplett die komplette Zeit. Historie abbildend und dann aber auch noch alle Zahlen relativ zu eine von fünf oder sechs Altersgruppen. Ne? Äh und auch noch die Unterscheidung zwischen Männern und Frauen. Das ist ja sozusagen jetzt das äh Projekt, das ist noch nicht ganz am Ende angekommen, da wollen wir jetzt mal nicht so viel Technik ähm zu erzählen, weil es langweilt nur die Kurzfassung ist, das dauert alles sehr lange Und man muss da sehr viel Gerät und Software an Start bringen äh glaubt man gar nicht für die Parzahlen, aber ist so. Äh trotzdem hast du ja jetzt auch schon mal reingeschaut, ähm was sich denn, Stichtprobenartig herauslesen lässt aus der neu gewonnenen Einsicht bezüglich der Altersverteilung und der Geschlechterverteilung.
Pavel Mayer
Ja genau, das habe ich nämlich jetzt erstmals, ich hab halt für, sagen wir's bisher nur für Deutschland. Gesamt ähm äh alles mal rausgerechnet und, Bisher hat mir das Thema Geschlechter, also Unterschiede von Kovit, als bei Männern und Frauen hatten wir halt nicht so sehr beleuchtet, weil ich einfach ja bisher äh die Zahlen oder Grafen da auch nicht hatte und. Ja das ist halt doch interessant, weil hm jetzt, in der zweiten Welle halt Frauen doch deutlich stärker betroffen waren bei den Institzen, und. Das sogar, ich meine, ich rechne die Inzidenzen auch jeweils pro Altersgruppe, also was klar ist, ist das natürlich mehr ältere Frauen als Männer gibt, und äh äh aber das ist sagen jeweils die Institute wirklich gerechnet auf die Zahl der älteren Männer und Frauen, die es gibt und trotzdem zeigt sich da, dass halt während bei den Männern, so die sieben Tage Instit in der Spitze bei dreihundertfünfundzwanzig lag, ist sie bei den Frauen so auf ja knapp vierhundertdreißig äh angestiegen. Also sie sind. Halt 'ne deutlich höhere Kurve hingelegt bei den achtzig Plus, jetzt und auch noch eine interessante Anomalie ist, dass die sechzig bis neunundsiebzigjährigen gibt es, kaum Unterschiede. Da sind sogar die Männer ganz leicht stärker betroffen ähm so, aber komischerweise in der Alters. Gruppe fünfunddreißig bis neunundfünfzig so bei den Frauen, die sind extrem stark. Betroffen, also äh bei von den was die Institenzen angeht, die hatten, teilweise Institzen eben auch bis zweihundertfünfundsiebzig in der in der Spitze und. Ähm ja, das ist, das ist äh ungewöhnlich, also sagen die, Die Gruppe der Frauen zwischen fünfunddreißig und neunundfünfzig hat sich besonders häufig äh infiziert äh in der letzten Welle. Inzwischen sind die Zahlen dann wieder zusammengelaufen, also mittlerweile äh gibt es da gerade keinen Unterschied mehr. Die laufen jetzt wieder synchron, aber irgendwas ist da in der Pandemie passiert, keine Ahnung. Äh warum habe ich jetzt keine Erklärung.
Tim Pritlove
Du bist ja auch sicher, dass du da jetzt kein kein Wackler in deinen Daten hast?
Pavel Mayer
Ziemlich, weil das ist alles automatisch generiert, auch die Labels sind. Automatisch generiert und weil ich zuerst, sagen beim Einfärben dann der Kurven war ich halt erstmal verblüfft, weil ich dachte gut, diese das ist die höhere Kurve, die wird einfach zu höheren Altersgruppe gehören, aber. Nebenbei halt nicht so, deswegen bin ich mir da relativ sicher, äh dass das tatsächlich so ist. Das ist also hm, wer mal so ein interessanter Gegenstand, weiß ich nicht, ob man das aufklären kann. Warum das so ist, warum eben Frauen in dem Alter sich so häufig angesteckt haben und ist halt, ja. Also fast dreißig Prozent mehr, würde ich sagen in der in der Spitze. Als als die Männer, das finde ich schon signifikant zumal äh das in den anderen Altersgruppen halt anders aussieht.
Tim Pritlove
Wer würde ja als erste Erklärung sowas einfallen wie. In dieser Zeit, in der so viel geschlossen hatte, ist vielleicht wahrscheinlich ja, dass Frauen mehr in so kritischen Jobs arbeiten, die so mehr Expros sind. Supermärkte und sowas.
Pavel Mayer
Vielleicht ja es könnte sein ja äh Supermärkte.
Tim Pritlove
Weiß nicht, ob das die Zahlen so erklären kann, aber das.
Pavel Mayer
Mehr Einkaufstätigkeiten, aber vor allen Dingen auch Erzieherinnen, Lehrerinnen ähm ja also ich ich denke mal. Dass das so einen Grund sein könnte, dass Frauen in dem Alter zu einem großen Teil halt in ja gefährdeten Jobs äh arbeiten. Ja und bei den bei den ganz Jungen sieht man halt bis. Bei den Fünfzehnjährigen eigentlich kaum Unterschiede, das das läuft fast gleich, da waren in der Pandemie. Jungs auch minimal äh mehr betroffen, aber das sind einen einstelligen Prozentbereich aus dem Grafen, aber äh wo es. Dann äh sich lustigerweise auch wieder umdreht, ist dann wieder bei den ja fünfzehn bis vierunddreißigjährigen beziehungsweise das das könnte wahrscheinlich related sein, da liegen die Frauen dann schon bereits vorne. Also ja, ich ich würde mal denken, dass das spricht sehr dafür, dass äh. Frauen mehr in Berufen arbeiten, wo die Ansteckungsgefahr groß ist, ja.
Tim Pritlove
Okay. Ja, also da ist noch einiges an Gold zu heben, habe ich so den Eindruck in dem Datenmaterial, ähm kann man auch so einiges reinstochern hoffen, dass das die Daten auch bald roh mal äh verfügbar sind, dass dann halt andere Leute, die da eintauchen wollen, auch selber mal auf die Recherche gehen können, haben sich auch schon einige Leute gemeldet, die mithelfen wollen bei der Visualisierung. Wir versuchen das natürlich zu unterstützen, so gut es geht.
Pavel Mayer
Ja, im Moment ist auch die sagen die Tabelle, die ich da gerechnet habe, äh die ist auch noch ein bisschen zu fett. Da sind halt viele überflüssige Zahlen rein. Drin. Äh ich meine, die kann man sich, man kann sich viele von denen dann auch äh relativ schnell generieren, aber ich möchte die halt so zuschneiden, dass man nicht Tabelle mit tausendvierhundert Spalten hört, weil auch Numbers hat ein Limit bei tausend Spalten. Was total bekloppt ist. Weil du nämlich natürlich auch transponieren kannst, also äh Zeilen und Spalten vertauschen und dann passt's, was hal. Total bekloppt ist. Ja, also warum diese künstliche Begrenzung da gemacht haben auf tausend Damen, den glauben die äh. Dass irgendwie keiner auf der Welt äh. Tabellenkalkulation mit mehr als tausend Spalten hat. Hier bin ich. Also.
Tim Pritlove
Ja richtige Profi-Tools, alles schwierig. Gut, dann müssen wir mal über das Astrazenika äh Desaster dieser Woche äh sprechen, auch weil wir uns da teilweise schon zu gemeldet hatten, ähm als die Datenlage noch ein bisschen unklar war. Das ist ja immer ein bisschen schwierig. Ich denke es ist mal ganz wertvoll bisschen zusammenzufassen, was hier eigentlich passiert ist und und um ein bisschen zu versuchen zu verstehen, was eigentlich davon zu halten ist, ne. Also ihr werdet es ja alle mitbekommen haben, die Impfungen mit dem Astrazinika Impfstoff wurde in Deutschland ausgesetzt. Anlass war, dass. Bei der Beobachtung ähm der Personen, die geimpft wurden. Die werden beobachtet, weil das ist ja auch Teil der Überprüfung, ne? Wir haben ja immer noch eine eine vorläufige Zulassung und das heißt, wenn der Impfstoff zum Einsatz kommt, erstmalig dann folgt quasi automatisch der Phase drei, die er dann erstmal zur Zulassung geführt hat. Die Phase vier, sprich es wird dann, Impfbetrieb auch immer wieder nacherfasst, okay, was sehen wir bei den Leuten, die geimpft wurden und was sehen wir im Vergleich dazu bei den Leuten, die nicht geimpft wurden, et cetera, PP und alle möglichen Nebenwirkungen, Erkrankungen et cetera sollen protokoliert werden, für die Leute, die geimpft wurden von euch hatte ich hier schon mal erwähnt, es gibt da auch eine App vom vom PI hier, vom Paul Ehrlich Institut, die dafür zuständig sind, Safe Fu da kann man das irgendwie auch alles reinhacken, aber viele Leute sind halt auch so einfach in Beobachtung. Ja und dann wurde äh berichtet, dass es eben dreizehn Fälle gegeben habe einer speziellen Form einer Thrombose, Also also einer Verstopfung der Blutbahn in dem Fall aber im Hirn eine sogenannte Sinusvenenthrombose. Die ist an sich eine relativ seltene Geschichte. Thrombosen wiederum sind nicht so äh selten, das ist glaube ich die dritthäufigste Sterbeursache auch in Deutschland, also es ist jetzt. Kommen, Place, aber diese spezielle Sinusweden Thrombose, die kommt halt eher selten vor. Und das ist jetzt bei dreizehn Fällen in Deutschland aufgetreten bei Leuten, die eben vorher mit Astra Cenica, geimpft worden sind von diesen zwölf, äh von diesen dreizehn waren zwölf Frauen da war ein Mann alle im Altersbereich von zwanzig bis dreiundsechzig Jahre und drei davon sind an dieser Thrombose gestorben. Ähm das hat dann ausgereicht die Alarmglocken schälen zu lassen, weil. Die Zahl der Leute, bei denen das jetzt aufgetreten ist, bei den, die geimpft wurden in diesem Zeitraum, das überschreitet, was man halt normalerweise in der Bevölkerung sieht. Also ne, das ist jetzt nicht so, dass das nicht passiert, sowas passiert. Und da gibt's halt bestimmte, Erwartungshaltung dadran, wie oft das Binnen eines Jahres passiert, aber wenn das innerhalb so eines kurzen Zeitraums häufiger auftritt, dann ist das halt eine Anomalie und die muss eben und untersucht werden. Und deswegen wurden die Impfungen gestoppt. Was ist jetzt mit dieser Sinus Thrombose, also soweit ich das mitbekommen habe und jetzt wird's natürlich wieder mal schwierig, weil medizinisches Feld, ne. Aber äh das Ganze tritt halt generell bei jüngeren Frauen häufiger auf. Also sozusagen ein ein Phänomen, was was in dieser ähm Bevölkerungsgruppe häufiger auftritt. Und in Vereinigten Königreich, wo ja auch sehr viel Astra Senika geimpft wird. Gab's aber diese Häufung nicht. Das war schon mal so ein bisschen so ein so ein Rätsel. Das muss man aber auch dazu sagen, dass halt. In Deutschland, Astra Sinica, ja, wie wir uns alle erinnern, erstmal nicht an Ältere gegeben wurde. Sondern eben generell nur an Leute unter fünfundsechzig Und äh aufgrund der niedrigen Verfügbarkeit und der gezielten Verimpung, die wir derzeit halt noch haben, ist halt der Astrazinica-Impfstoff vor allem dafür verwendet worden, dann ähm diese Gruppe zwei zu impfen und darin sind halt vor allem sehr viel Krankenhaus. Personal, Pflegepersonal und äh noch ein paar andere in exponierten Bereichen und na ja. Dann gibt es halt auch viele jüngere Frauen. Das heißt, also was hier, was hier auf jeden Fall auffällig ist, ist quasi der Anteil von jüngeren Frauen automatisch höher ist. Während sich halt in in Großbritannien äh die Impfung auf die komplette Bevölkerung erstreckt.
Pavel Mayer
Beziehungsweise über die ihr auch erstmal mit den älteren Altersgruppen äh begonnen äh haben. Und ähm sodass es dann Riesenunterschied gibt so in der Altersverteilung äh der. Mit Astra Senika geimpften in Deutschland und äh eben in in England, so und, jetzt die sich im Nachhinein rausstellt, was halt ja, ziemlich ungünstige Entscheidung halt Astra Sinika anfangs nicht, an die Älteren zu impfen, weil wir jetzt äh wie wir jetzt wissen, besteht halt wohl bei älteren äh Patienten äh dieses, Risiko nicht, also diese Sinusen, Thrombose tritt wohl in höherem Alter dann einfach nicht mehr auf, weil.
Tim Pritlove
Zumindest seltener.
Pavel Mayer
Oder extrem ja extrem selten. Äh ja, sodass wir äh quasi genau das gemacht haben, so ähm was bei dem Impfstoff jetzt ein bisschen einmal ungünstiger ist, wobei man auch dazu sagen muss, dass das nach wie vor trotz, dieser Zahl der Fälle immer noch in einem Bereich liegt, der soweit ich das gehört habe ähm, jetzt deutlich unter dem liegt, äh was jetzt bei der Anti-Baby-Pille äh zum Beispiel äh auftritt als. Unerwünschte Nebenwirkung im Bereich Thrombosen, also die lösen die auch, und ja und insofern. Ist ich sag mal selbst dieser Zusammenhang und ähm ich gehe davon aus, dass da einen Zusammenhang äh durchaus besteht. So ob der jetzt in dem Sinne ursächlich ist äh ähm so äh oder sagen wir so, dadurch, dass es so selten auftritt, müssen natürlich bestimmte Faktoren hinzukommen, damit das passiert. Und das Gute ist jetzt auch äh dass man zum einen jetzt wo man mehr weiß, sagen, da auch entsprechend Vorsicht walten lassen kann und so wie ich gehört habe, ist, wenn man weiß, was es ist, ist es auch ganz gut behandelbar. So. Äh wenn das auftritt, aber man kann da jetzt keine Medikamente wohl prophylaktisch geben, das wird zu weit gehen, aber für den Fall, dass es äh jetzt sagen bei weiteren geimpften Auftritt zumindest ist das nicht hoffnungslos.
Tim Pritlove
Also, wofür ist jetzt auch noch so richtig keine Antwort gibt es, inwiefern ähm das jetzt wirklich ursächlich mit der Impfung zusammenhängt. Denn was ja hier passiert ist so eine Blutgerinnung, ja und das Ganze ist. Ich betone jetzt nochmal dünnes Terrain für mich, ja, weil Medizin ist überhaupt nicht mein Feld, aber das ist so ein bisschen der Eindruck, den ich bekommen habe, dass darüber diskutiert wird. Dass das Ganze eben auch eine Reaktion ist auf die Reaktion des Immunsystems. Also ich habe das zumindest bisher noch nicht gelesen irgendwo oder gehört, dass man jetzt annimmt, dass der Impfstoff als solcher. Ja? Also sozusagen die Präsenz des Dieses Vektorvirus, der da geimpft wird, der letzten Endes dafür sorgt, dass der, dass der Körper seine Immunreaktionen startet. Das ist ja der Sinn dieser ganzen Geschichte. Das ist das ist jetzt Der Impfstoff als Seucher ist, der das auslöst, sondern dass es sehr viel wahrscheinlicher ist, dass die von dem Impfstoff ausgelöste Immunreaktion. Die Wahrscheinlichkeit erhöht bei diesen Personen, dass es zu Thrombosen kommt. Also es ist sozusagen auch entkoppelt von dem eigentlichen Astracinica im Stoff im kann durchaus sein und ich denke, da wird jetzt in der nächsten Zeit nochmal genauer hingeschaut werden, dass man eben auch vergleichbare Zahlen bei allen anderen Impfstoffen auch sieht.
Pavel Mayer
Dass es eigentlich zu erwarten, vielleicht nicht in der selben Größenordnung, aber es gibt zumindest auch ähm soweit ich das verstehe und ich habe. Auch das den ein oder anderen Artikel zu gelesen. Ähm dass es schon auch einen möglichen Zusammenhang gibt, äh speziell halt mit den Spike-Proteinen, die dann ins Blut gelangen, äh die dann der der Körper produziert, weil äh wir ja. Wissen, dass halt diese Spike Proteine und das gilt aber dann für alle Impfstoffe, egal Genau, egal welchen du da du da nimmst, dass die halt ja mit diesen berühmten ACI zwei Rezeptoren ihr äh sich dort andocken und selbst wenn das Virus tot ist und du hast halt da diese Proteine gibt es eine Vermutung oder eine Möglichkeit, dass äh wenn die in höherer Konzentration vorhanden sind, dass die halt ähm lang mit der Blutgewinnung äh. Wechsel wirken. Da interagieren, dass die äh dass es sozusagen ein theoretischer möglicher Pfad ähm so und der andere. Bisschen damit verwandt ist, es wissen halt auch, dass der, dass das äh Virus halt, das Interveron, System äh durcheinander bringt und äh da äh ist halt auch die die Frage, hm ob. Da an der Stelle ähm sagen auch ähm Proteinreste. Sage ich mal oder Teile der Proteine möglicherweise äh. Auch auch eine Wirkung äh haben auf das Immunsystem, die wir. Noch nicht äh so ganz kennen und überblicken. Äh aber man muss auch immer dazu sagen, hm. Bei den meisten. Geimpften passiert einfach gar nichts. Irgendwie ein Drittel merkt man nicht mal irgendwas so richtig von der Impfung so den den. Zahlen nach und ja, müssen also eben immer noch ganz, ganz viele Faktoren, entweder genetische Dispositionen oder weitere gesundheitliche Schäden oder ein bestimmter Status, der nicht so häufig auftritt dazu kommen, dass die Impfung dann wo Parameter im Körper so verändert, dass das halt ja ähm zu mehr oder weniger. Ungewünschten Wirkungen kommt.
Tim Pritlove
Und vor allem eins muss man sich glaube ich auch nochmal klar machen. Diese Wirkung auf das Immunsystem. Dieser Kampf, den quasi der Körper dann aufnimmt. Der hier zu Thrombosen. Oder zumindest zu diesen Sinusfäden, Trantrombosen oder auch anderen Thrombosen führen kann in seltenen Fällen. Dasselbe passiert, wenn man sich mit dem Virus infiziert. Auch das ist sozusagen genau das, was Cowit neunzehn und das ist nicht nur das, aber das ist eine der Sachen, die Kowit neunzehn als Krankheit äh so, unglaublich gefährlich und unangenehm macht, dass da eben auch Thrombosen auftreten. Und vermutlich aus dem selben Grund, Weil nämlich da das Virus ein äh tritt, weil das Immunsystem hochfährt und dass in diesem Prozess eben äh diese Interaktion, mit diesen Blutplättchen, äh diesen Thromozyten, aktiviert wird, ja? Die irgendwie versuchen hier irgendwas zu verhindern, weil die ja eigentlich für Wundheilung da sind, ne? Man hat sich verletzt und zack, da muss jetzt mal was geronnen werden. Und dann grinnt das sozusagen im Körper und verstopft halt äh, die Venen, was dann eben zu den äh entsprechenden Problemen führt. Das ist das, was man eben auch durch die Infektion bekommen kann. Das heißt, an der Stelle ist man jetzt nicht schlechter dran mit der Impfung. Hätte es die Impfung nicht ausgelöst, ist die Wahrscheinlichkeit wahrscheinlich gar nicht so gering, dass es auch einfach durch das Virus selbst ausgelöst wird.
Pavel Mayer
Also, dass der selbe Gedanke kam mir auch wahrscheinlich die Person, die jetzt bei der Impfungsschäden davongetragen haben, da ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die große Probleme äh äh gekriegt hätten, wenn sie sich infiziert äh hätten und vermutlich äh sogar ja gut schlimmer als sterben, weiß ich nicht äh aber. Ja ähm das ist zumindest stark zu vermuten beweisen kann man's natürlich nicht, weil äh so nass ist äh. Ja nicht feststellbar, aber ähm es spricht eigentlich alles dafür, dass es so ist. Dass die Leute eine Infektion nicht überlebt hätten, die die Impfung nicht überlebt haben.
Tim Pritlove
Also es ist natürlich jetzt eine These, die die wir jetzt hier nicht beweisen äh können, aber so.
Pavel Mayer
Die ist unbeweisbar, aber ich halte das die Annahme für plausibel.
Tim Pritlove
Was noch dazu kommt ist, dass ähm in der Universität Greifswald man behauptet dass sie jetzt auch schon wüssten, was hier äh der Effekt ist, ohne dass der jetzt schon groß beschrieben worden wäre, weil ich habe bisher noch kein PayPal dazu gesehen, das kommt wohl erst noch raus, aber da wird zu einer Pressemitteilung haben sie es immerhin schon gebracht. Keine Ahnung, was davon zu halten ist. Auf jeden Fall. Ähm meinen sie, dass das behandelbarer Zustand ist? Und äh sieht das irgendwie schon erkannt warum das so schnell gegangen ist, weiß ich nicht, wird im Wesentlichen damit zu tun haben, dass sie sich wahrscheinlich schon länger mit der Problematik beschäftigen. Äh ist ja nicht so, dass Thrombosen jetzt ein komplett neues Forschungsfeld werden, äh wo jetzt erst äh erstmalig dran gearbeitet wird, sondern hier. Wird es hoffentlich demnächst auch noch weitere Erkenntnisse geben.
Pavel Mayer
Ja bisher ist es ein bisschen wenig äh was ähm da verfügbar ist, aber ja, denke, hoffe, da kommt ein bisschen mehr.
Tim Pritlove
So, schauen wir doch mal, wie sich denn das jetzt ausgewirkt hat. Also am wann wurden die eingestellt? Am Dienstag oder am Montag, also diese Woche auf jeden Fall, ne und das bedeutet, dass eben viele Dosen nicht äh verimpft werden konnten. Jetzt ist es wieder angelaufen. Also In der Folge, die Geschichte haben wir auch noch nicht ganz zu Ende erzählt, machen wir das vielleicht nochmal, also Dienstag war dann äh das Impfen eingestellt, dann gab's eine dicke fette äh Debatte äh dazu auch Trosten hatte sich in seinem Podcast zeitnah dazu nochmal geäußert dann äh gab's halt will der öffentliche Diskussion, dann hat sich die die IMA gemeldet, hat gesagt, äh wir schauen uns das jetzt irgendwie mal an und am Donnerstag haben sie gesagt so, hm, na ja, okay, wir haben uns das angeschaut, also wir müssen da vielleicht nochmal eine Warnung mit in den Beipackzettel nehmen, aber es ist jetzt irgendwie nichts was unsere Grundhaltung gegenüber dem Impfstoff ändert und man soll doch mal bitte weiter impfen und das wird halt jetzt seit Freitag auch getan. Und am Wochenende. Sollen zumindest in Berlin und ich habe das aus anderen Bundesländern ähnlich gehört, äh sollen am Wochenende diese Impfungen, die, nicht stattgefunden haben in der Woche möglichst nachgeholt werden und alle anderen Termine bleiben. Ich hoffe für euch ähm. Ist da nichts ausgefallen? Ich kenne ein paar Leute. Die jetzt diese Woche dran gewesen wären und dann entsprechend äh nicht so begeistert waren von dieser ganzen Situation Aber das Ganze hat natürlich die äh, Impfzahlen doch erheblich nach unten gedrängt während wir also letzte Woche schon so bei zweihundertfünfzigtausend pro Tag angekommen waren ging's halt diese Woche dann nochmal so auf hundertsechsundsiebzigtausend, hundertachtzigtausend runter. Also Das war jetzt kein besonders erfolgreiche Woche. Ich hoffe, dass jetzt mit den Nachholimpfungen am Wochenende zumindest es wieder eingeholt werden kann und dann äh Na ja, dann das ist die große Hoffnung, dass so spätestens in zwei Wochen das ganze Impfgeschehen endlich mal ein bisschen Fahrt aufnimmt, weil die Kurzer, einen kurzen Anstieg, den wir jetzt letzte Woche noch zu verzeichnen hatten, der ist natürlich jetzt erstmal wieder raus aus der ganzen Nummer. Mehr als zehn Millionen Dosen verabreicht, acht Komma fünf Prozent in Deutschland sind mindestens erst geimpft. Das ist ja schon mal. Ganz nett, aber wenn's halt in der Geschwindigkeit so weitergeht, dann dauert das halt einfach noch ewig, ne.
Pavel Mayer
Ich meine, dann also mein ja, wenn man acht Prozent in jetzt ähm machst drei, nicht ganz drei Monaten, zweieinhalb Monaten ähm. So ja. Was wäre das ähm zweieinhalb Monate mal zwölf äh zweieinhalb Jahre, ja. Ungefähr würden wir in dem äh Tempo brauchen, das wir durch wären.
Tim Pritlove
Ja gut, aber das Tempo wird so nicht beibehalten werden, ne? Es ist.
Pavel Mayer
Nein, das ist schon klar.
Tim Pritlove
Einem klar gewesen, also das zweite Quartal sollte nun wirklich Änderung bringen. Natürlich ist dann die Impfstoffmenge, die in Europa aufschlägt, immer noch nicht ausreichend, aber es wird auf jeden Fall schon mal deutlich besser. In, Zusammenhang ist es vielleicht auch nochmal ganz interessant, mal zu schauen, warum das eigentlich so ist ja? Also gerade wenn man jetzt in die USA schaut, da sind sie ja gerade irgendwie so richtig unterwegs, da haben die so zwei Komma vier Millionen Impfungen pro Tag. Und die impfen. Auf Parkplätzen, die impfen in Supermärkten, die impfen äh weißt du, die impfen wie die Blöden. Und da kann man jetzt da sagen so, oha. Was machen die denn irgendwie besser als wir? Gut, der Markt eine gewisse Kreativität sein äh, Für wie offiziell so ein Impfzentrum oder so ein Impfort sein muss, ja? Ich glaube, da ist Deutschland so ein bisschen ähm Mesoetepietäter und man hätte das ganz gerne schön in der Arztpraxis oder zumindest in so einem Impfzentrum und wenn jetzt hier irgendwie beim Aldi anfängst zu impfen, dann dann rumpft der Deutsche bestimmt die Nase und meint so, na ja, aber so wollte ich mich jetzt auch nicht vor der Katastrophe retten. Ähm der wesentliche Unterschied ist der. Die USA haben den Impfstoff und das liegt im Wesentlichen dadran, dass einerseits eine ganze Menge dort produziert wird. Andererseits sehe auch noch Impfstoff aus dem Ausland erhalten, der im Ausland produziert wird, aber vor allem sie nichts, aber auch wirklich nichts von dem, was in den USA produziert wird. Exportieren.
Pavel Mayer
Ich bin mir da nicht ganz sicher, da müssten wir mal äh. Nachgehen. Ich hörte, dass sie zumindest wohl nach Kanada schon was geschickt haben und nach Mexiko. Also das ist schon und dass äh ich meine dieses Gesetz äh oder so ist ja wohl unter Trump erlassen äh worden aber äh ja also jedenfalls das bedarf halt noch ein bisschen der Aufklärung. Ich. Dem. Nachgehen, ähm was denn jetzt sozusagen tatsächlich der Fall ist, ob dieses Gesetz absolut keine äh Exporte, ob das tatsächlich überhaupt noch angewandt äh wird oder gilt. Das ist möglicherweise überholt. Aber.
Tim Pritlove
Es gilt. Es gilt und es wird auch noch angewandt. Es ist sogar so und ich glaube, das hat sich letzte Woche schon erwähnt, es lagert in den USA, lagert unter anderem lagern siebzig Millionen Impfdosen, Astra Sinica im Stoff.
Pavel Mayer
Ja, das, das ist natürlich ein Skandal.
Tim Pritlove
So, ja und der ist da noch nicht mal zugelassen. So und ähm. Die haben einfach ganz klar die Politik, wir schicken jetzt hier erstmal gar nichts weg, bevor wir nicht fertig sind. Die wollen irgendwie am am am Forst auf Wollen die sozusagen ihre ihr Befreiungsfest äh feiern und der beiden will verkünden, so hier Nationalfeiertag alles gut. Euer Heiland ist gekommen und ihr seid jetzt alle geimpft, Und das werden sie wahrscheinlich sogar hinkriegen. Und erst danach darf dann die Welt äh auch noch ein bisschen was bekommen. Jetzt ist es umgekehrt so, Europa, also die EU konkret ist der Ort auf der Welt, der am meisten Impfstoffe. Produziert und auch am meisten in die Welt schickt. Kann ich jetzt gerade keine belastbaren Zahlen äh zu nennen. Ich habe die äh Quelle vergeigt. Aber und was besonders lustig ist, ist ja, dass auch die Briten gerade so verächtlich auf uns schauen Ja, so nach dem Motto, was wollt ihr denn eigentlich hier irgendwie und und unser geiler, britischer Impfstoff, den wollt ihr jetzt hier auch noch verbieten, wie sehr hasst ihr uns eigentlich, da gibt's ja wirklich die absurdesten Diskussionen damit. Aber das ist halt Großbritannien. Britannien bezieht irgendwie neun Millionen Impfdosen aus der EU. Die in Belgien produziert werden. Wir beziehen null Impfdosen aus Großbritannien. Dass man nur so nebenbei. Also es ist. Wir haben glaube ich, mit vier meine ich jetzt mal die EU so ein bisschen in so einem Highland-Modus äh ja erstmal wir wollen halt allgemein. Dass es in der EU äh gleiche Verteilung gibt, finde ich auch völlig in Ordnung. Die Grundhaltung. Wir wollen auch ein Teil in die Welt abgeben. Kowax in die Initiative hatte ich hier schon mal erwähnt, die äh wird damit bedacht und es gibt ja auch noch Partnerlinder, wie äh Israel und ähm also wo wo kriegt denn Israel seinen Impfstoff her? Aus Europa. Also dieser biontech-Impfstoff, der da äh im ganzen Land verteilt wird und sie jetzt schon auf eine Impfquote von äh weit über fünfzig Prozent gebracht hat, der kommt aus der EU. So und das ist halt die Absurdität dieser Situation. Das wird sich verbessern und ich glaube, dass die EU jetzt auch ganz gut beraten ist, mal äh den anderen Ländern gegenüber, die halt überhaupt nicht teilen wollen, da auch eine etwas härtere Gang hat, anzulegen.
Pavel Mayer
Ja, weil am Ende ist es nämlich ein globales Problem. Also ich würde jetzt sagen, die EU nicht dafür kritisieren oder uns nicht dafür kritisieren, dass wir auch Impfstoff äh abgeben, weil am Ende nützt was nützt es uns äh am Ende des Tages äh wenn wir alle durchgeimpft äh sind und der äh Rest halt nicht dann. Jahr sind wir zwar erstmal geimpft und das gilt auch für die für die Amerikaner, aber wenn anderswo dann munter neue Mutationen entstehen dann laufen wir halt Gefahr, dass die, dass wir mit dem Impfen nochmal von vorne anfangen müssen, weil ja äh anderswo auf der Welt sich das halt munter, dass das Virus weiterentwickelt und notiert hat und dass es auch das droht uns auch noch nach wie vor, weil ähm ja. Äh von daher sage ich mal, schlagen da so ein bisschen zwei Herzen in meiner Brust auf der einen Seite. Klar, natürlich möchte ich irgendwie so bald wie möglich geimpft werden und schaue natürlich. Neidisch mittlerweile dann äh auf weiß ich nicht, Amerikaner und äh Engländer, dass das da so viel besser läuft aber auf der anderen Seite ähm ja. Ist das eine globale Pandemie, wenn man eine Pandemie ist eine Definition, global, also das ist eigentlich, ne? Tautologie, eine globale Pandemie. Ähm und von daher, Ja, aber äh ich gehe auch davon aus, dass hoffentlich wie das in, solchen Fällen oft der Fall ist so Anfang Panik ist groß, nichts kommt und dann irgendwann wird es aber komplett irgendwann werden wird hoffentlich dann auch die Welt und möglichst ich hoffe auch noch dieses Jahr äh entgegen aller Vorhersagen, ähm dass wir den Punkt erreichen, äh, dass wirklich Impfstoff global in ausreichenden Mengen verfügbar ist und dass dann eher das Problem ist tatsächlich, dann die Leute geimpft zu kriegen und, ja anfängliche Prognosen äh waren ja, dass das Jahre dauern wird, aber ich hoffe, dass die nicht eintreffen.
Tim Pritlove
Wo wir gerade von betroffenen Regionen sprechen, da muss man auf jeden Fall mal nach Brasilien zeigen, ne. Ähm Da geht's gerade so richtig Scheiße zur Sache, ne? Also Brasilien hat eigentlich in jeder Hinsicht wirklich wirklich die schlechtesten Rahmenbedingungen. Erstmal haben sie ja noch so einen Trump Bolsonaro, der auch wirklich alles dafür tut äh die Situation noch schlimmer werden zu lassen, als sie ohnehin schon ist. Das ist der. Einfach mal überhaupt nicht und ich werde glaube ich bis ans Ende meines Lebens nicht verstehen, wie wie Länder nicht in der Lage sind, sich's von Volltrotteln äh Volltrottel zu entledigen. Ja, also die werden ja dann auch immer noch gewählt und sind irgendwie pomulär und man weiß überhaupt nicht warum eigentlich Und jetzt gibt's in Brasilien gleich mehrere Probleme. Also abgesehen davon, dass die Infektionen sowieso schon extrem hoch sind, die Todesrate extrem hoch ist. Also da sterben einfach derzeit die Leute, wirklich äh in immer höherer Geschwindigkeit, also während es bei uns ja wirklich bergab geht Und irgendwie halbwegs im Griff ist, äh beschleunigt sich da gerade noch die Sterberate. Enorm und liegt ähm locker mal bei bei dem fünffachen pro per Bevölkerung, Aber ist noch schlimmer, weil mittlerweile in fünfundzwanzig von siebenundzwanzig Großstädten oder Hauptstädten von den Bezirken, glaube ich, liegen die äh Intensivstationen bei achtzig Prozent oder mehr, Auslastung. Ich glaube neunzehn von siebenundzwanzig sogar war neunzig Prozent, also äh wollten die Krankenhäuser sind voll. Die Leute stehen draußen, sterben quasi in der Warteschlange, ist alles ganz furchtbar. Und ähm ja, weil noch alles Immer schlimmer werden kann, das hat's ja gerade angesprochen, ne. Wir haben halt in. In Brasilien einfach jetzt die die härteste Variante von Covit in Form dieser P1 Variante. P eins ist offensichtlich zwei bis zweieinhalb Mal so ansteckend wie der Wildtyp, wie Corona Classic. Also nochmal extrem viel mehr als äh jetzt dieses B eins eins sieben. Und das ist halt genau das, was ich gerade in Brasilien irgendwie breit macht und äh ja.
Pavel Mayer
Ist dem so. Also ich habe jetzt noch wenig Zahlen äh dazu äh gesehen hattest du da äh äh was, also mit dem sagen zweieinhalb. Mal ansteckender als der Wildtyp kommt mir sehr krass vor.
Tim Pritlove
Ja, meine Quelle ist jetzt hier wie der Twitterfeed von diesem, von der ja auch schon öfter erwähnten Erik Ding, der äh wird nicht müde über die Situation in in Brasilien zu berichten und äh Reit am laufenden Meter böse Paper und äh so weiter äh an. Da habe ich jetzt irgendwie diese Zahl her, also hier gibt's eine Studie, ich kann hier auch nochmal explizit verlinken, Aber hier ist halt explizit davon die Rede, dass. Dass die P1 Variante, genau hier ist dieses Model Base Invalibation of Transmissibility and Real Infection Rate, also auch die Reenfektionsrate ist sehr viel höher, also gegenüber. Als sieben ist es irgendwie sechzig Prozent nochmal schlimmer, also schneller. Uns ist halt auch von einer höheren Reinfektionsrate äh die Rede, also das irgendwie Leute, die schon sich vorher mit dem Virus mit einer anderen Variante äh infiziert haben, dann nochmal neu infiziert werden durch die P1 Variante.
Pavel Mayer
Ja, ich seh's gerade sechs Komma vier Prozent, sagen wir bisher mit der alten Variante infizierten, wurden nochmal, äh, haben sich nochmal mit P eins angesteckt, haben das sozusagen. Noch ein zweites Mal äh eine zweite Infektion dann wohl durchgemacht. Ja.
Tim Pritlove
Ja und P eins äh haben wir hier und da auch in Deutschland schon, aber noch nicht in bedrohlichen Mengen, aber ich habe jetzt auch davon gehört, dass es in Mallorca auch schon äh ist und da freue ich mich doch schon auf unseren ganzen Mallorca-Urlauber, die dann Ostern, äh weil sie in Deutschland noch kein Campingplatz finden. In Mallorca schön tummeln und sich mal richtig schön frei fühlen und dann wahrscheinlich hier wieder mit den geilen äh Quarantänenregelungen von Deutschland zurückkommen, so nach dem Motto, ja, ach so, sie kommen gerade aus Mallorca, ne? Dann bleiben sie mal vierzehn Tage zu Hause für dich. So, das war's. Machen dann die Leute nicht.
Pavel Mayer
Gut, am Ende wird's jetzt spannend äh werden. Hab da jetzt leider auch noch keine neuen Zahlen nochmal auf die Suche machen, wie sich denn jetzt P eins im Wettbewerb mit P eins eins sieben verhält, da kommt, müsste wahrscheinlich mal nach England äh gucken, wie sich das da wie die sich. Dort relativ zueinander entwickeln. Das wäre das, da müssten die Zahlen da sein, dass werde ich mal äh. Für die nächste Sendung versuchen, rauszufinden, weil das ist natürlich ja interessante Frage, ein interessantes Problem. Und wir hatten ja neulich auch die Diskussion wie viel schlimmer kann's denn noch werden? Also ähm so anfangs war's ja so also eine, als es neu war im letzten Jahr hieß es erstmal, war die Einschätzung der Verologen auch. Das ist so gut angepasst, das Virus jetzt ist es so optimal es ist eher unwahrscheinlich, dass das Virus noch. Besser wird, also besser im Sinne von erfolgreicher und schlimmer so. Und dann. Kam halt B eins eins sieben so Wir haben festgestellt, okay, das war jetzt noch nicht das Ende der Fahnenstange und dann gab's dann halt auch wieder eine Annahme, okay, aber jetzt jetzt so viel besser kann's jetzt nicht mehr werden und äh sagen jetzt äh mit Wind P eins tatsächlich dann nochmal ja nochmal erfolgreicher, noch besser angepasst ist, ist die Frage, ist das jetzt das Beste, was die Natur uns äh ähm entgegenwerfen wird oder kann äh so da gibt es viele Experten, dass äh die sagen auch, ich meine, ich glaube sogar Drosten hatte sagen auch die Möglichkeit zumindest erwähnt, dass da äh sagen nicht mehr so viel Platz ist äh für neue Motationen hat. Auch was.
Tim Pritlove
Ja also Corona Virus äh Update, Podcast diese Woche mit ihm war ganz äh interessant, weil er genau diese Frage eigentlich auch nochmal aufs Tableau gestellt hat und wenn ich ihn richtig verstanden habe. Ist die milde Hoffnung, die er mit der Situation äh verbindet, der Gestalt, dass. Wird zwar jetzt diese auf Konzernen gesehen haben, also B eins eins sieben, England, B dreizehn einundfünfzig, Südafrika, P eins, Brasilien zwei, wo ich jetzt die Nummer nicht weiß in New York und äh oder nochmal zwei in Kalifornien oder so. Das sind so im Wesentlichen so die die Varianten, die derzeit ähm sich manifestieren in größeren Communitys und die äh, mehr oder weniger, mehr Transmessibilität und gegebenenfalls auch Litalität an den Tag legen. Also die quasi erkennbar hier so ein neuer Phenotyp sind und ähm, bedrohlich sind, aber Varianten und Mutationen sind ja zwei verschiedene Dinge. Also eine Variante entsteht. In dem ein oder mehrere nennenswerte Mutationen auftreten und die dann bleiben, Ja? Und an den man primär diese Änderung im Verhalten auch festmachen kann. Also eine Mutter ist quasi eine einzige Stelle und das sind eben sowas wie dieses E vier acht vier K, Ja, weil das bedeutet eben, wo vorher ein Eh eine E-Aminosäure kodiert war an der Stelle vier acht vier, da ist jetzt eine K Aminosäure äh kodiert, ne? Mal so die einfache Beschreibung. Und wir haben jetzt so verschiedene dieser Abkürzungen gesehen. Diese fünfhunderteins Y und äh kriegst du jetzt gerade alle nicht drauf aber alle diese Varianten. Haben sich unertappt, unabhängig voneinander entwickelt, die stehen nicht in in einer, in einer Vererbungshierarchie. Trotzdem haben die alle mehr oder weniger aus dem selben Pool von Mutationen, also sowohl an derselben Stelle als auch dieselbe Art von Mutation äh sich bedient. Und das ist halt ganz interessant, weil das könnte wohl gemerkt, jetzt hier wieder konjunktiv und Einschränkungen und so weiter. Das könnte darauf hinweisen. Dass das dann eben vielleicht auch schon das ganze Arsenal ist, weil das jetzt so eine Mutation gezielt ist. Ist sie nicht. Eine Mutation tritt auf, das ist eine Mutation ist ein entweder ein Kopierfeder oder einen seltensten Fällen, ist da vielleicht nochmal äh irgendwie etwas Röntgenstrahlung äh dazwischen gekommen. Aber im Wesentlichen ist es halt. Kopierfehler, der stattfindet und das Virus saß Kopf zwei hat ja auch noch so einen so ein so eine.
Pavel Mayer
Reparaturmechanism.
Tim Pritlove
So ein Reparaturmechanis, so eine Fehlerkorrektur ähm beim Kopieren, keine Ahnung, wie das genau funktioniert. Also die ist eh so ein bisschen drauf äh bedacht, äh sie selbst zu bleiben, trotzdem setzen sich halt manche Mutationen eben durch und manifestieren sich dann in diesen Varianten. Aber alle diese Varianten alle verschiedene Kombinationen der selben Motationen durch. Grob betrachtet und das könnte bedeuten, dass die Anpassungsfähigkeit dieses Virus, was ja an sich. Der König der Anpassungsfähigkeit an den Menschen ist. In dieser spezifischen Disziplin mit hier ACE zwei Rezeptoren. Das ganze Klimmbim ans Ende. Scheint. Das das sozusagen egal was es jetzt hier randommäßig weltweit so ausprobiert in großen Populationen, in großen naiven Population dieses Virus noch nicht gesehen haben, wo sie sich wirklich ordentlich austanzen kann, noch immer noch enorme Zuwachstumsraten hat, nicht auf eine bessere Idee kommt, dass das sozusagen die anderen Mutationen nicht passen.
Pavel Mayer
Die These ist sozusagen, dass der Raum an Mut hat. An äh möglichen oder erfolgreichen Mutationen jetzt sozusagen durchgesampelt ist, weil was sozusagen das Virus macht im Prinzip ist, oder des Virus macht es nicht, sondern es passiert halt einfach ähm so dass mehr oder weniger zufällige Varianten. Äh generiert werden und ausprobiert werden und sagen die Hoffnung ist, dass äh wir sagen jetzt alle erfolgreichen Varianten schon mal durchprobiert worden.
Tim Pritlove
Oder ist es zumindest nicht so nicht mehr so viele gibt. Ja, also es kann schon sein, dass noch welche anschauen. Aber dass die eigentlich alle mit denselben Mutationen letzten Endes arbeiten, Und auf der anderen Seite muss man ja auch sehen, um mal hier ein bisschen Optimismus auch wieder reinzubringen. Die Impfstoffe, die wir haben, sind somit die ziemlich die besten Impfstoffe, die es überhaupt jemals gab als Impfstoffe. Es gab. Gegen andere Krankheiten auch Impfstoffe, aber es gab nicht so viele so effiziente Impfstoffe. Diese ganzen Wirkungsgrade, die wir jetzt hier die letzten Wochen runtergebetet haben, ja? Wie schnell die schon nach einer ersten Impfung. Tod verhindern, schwere Krankheit verhindern und wie wir jetzt wissen, sogar auch Reinfektion, also und Neuinfektionen, also überhaupt Infektionität verhindern. Das es anhört auf. Wir haben also Glück im Unglück. Wir haben hier einen Virus, der soll's super an den Menschen angepasst ist, der auch. Dummerweise die richtige Balance zwischen Transmissibilität und Letalität findet, ja, wäre er letaler. Hätten wir sehr viel mehr dagegen getan. Aber so reicht's immer noch, dass Leute rumlaufen und sagen, gibt's gar nicht. Ja, ist aber trotzdem total unangenehm und und und kann halt wirklich, äh äh krank machen und nervt und verbreitet sich auch noch bekloppt schnell. Also er ist wirklich super, super in super Nische vorgedrungen, so eine biologische Nische, die der Mensch offen gelassen hat, aber die die Keule, die wir jetzt ausgepackt haben, die ist so krass, dass wenn wir jetzt alle impfen. Das wäre schon wirklich ein Teil des Problems, damit erschlagen. Also wir bremsen die Infektion sehr schnell und in dem Moment vielleicht noch ein ein Satz, in dem Moment, wo wir die. Die dritte Dosis sozusagen, an der jetzt auch gearbeitet wird, komme ich gleich nochmal zu. Dann auch noch nachreichen, um dann eben auch noch so die letzten erfolgreichen Varianten äh auch noch mit wegzufegen ab dem Moment kann man vielleicht sagen, dass wir dann wirklich auf der Siegerstraße sind.
Pavel Mayer
Ja, ich hoffe ja, dass äh Professor Drosten in dem Fall Recht behält mit seiner Hoffnung. Ähm. Ich muss, nur leider sagen, ich meine, meistens bin ich ja mit ihm einer Meinung und ich höre mir auch äh in der Regel immer sehr genau an, was er sagt und kann mich auch an viele Sachen, die er gesagt hat, auch noch sehr gut erinnern und was jetzt das Thema Mutation. Angeht, muss ich äh sagen, äh kann ich ihm jetzt nicht den allerbesten Dreckrekord äh bescheinigen, was so Prognosen äh angeht. Wie gesagt, fachlich äh so äh ist er da sicherlich. Irgendwie hundert Mal informierter äh äh als ich, aber wir reden halt hier von Wahrscheinlichkeiten äh was denn passieren könnte, weil sie wirklich. Überblicken, äh, kann man das halt nicht und anfangs so. Weiß ich, sagte er na ja wegen der Selbstkorrekturmechanismen und so ist das eigentlich ein relativ stabiles Virus und wir haben erstmal jetzt so von Mutationen erstmal halt. Keine äh große Gefahr zu erwarten. Klar, mag sein, dass er äh damals nur so eine Zeithorizont von Monaten äh gemeint hat, aber auf jeden Fall, ist halt auch faktisch nichts passiert in Deutschland um sich des Themas Mutation irgendwie anzunehmen auch dann. Erst, eigentlich als die Engländer das bemerkt haben äh und das Thema im Dezember auf den Tisch äh äh gebracht haben, haben wir überhaupt angefangen, so richtig zu suchen, äh sagt der Torsten, auch na ja, weiß nicht, sein Budget irgendwie für äh Sequenzierung äh ist hal, eigentlich nach zwei Wochen aufgebraucht, wenn man äh in den ersten zwei Wochen des Jahres aufgebraucht, wenn man äh so viel sequenzieren würde, dass man wirklich einen guten Überblick hat und dementsprechend ja so kamen wir da halt relativ. Spät ähm so äh hin uns dieses Problems anzunehmen und dann. Ist es halt auch noch so, äh dass zumindest äh also es, sind ganz, ganz viele Änderungen möglich. Ich habe da ja auch mal in einem, in einem Sweat äh zu beschrieben, was sich denn alles verändern kann, wenn so ein Virus motiert und. Klar, die Frage ist, ist es auch wahrscheinlich unmöglich und wird es passieren, aber äh, am Ende gibt es noch so viele Stellschrauben, äh die das Virus. Auch noch haben könnte, also um jetzt also ja es ist möglich und ich hoffe äh äh dass das Virus so jetzt. Dass es so ist wie Drosten sagt und das Virus ähm ja äh langsam. Ihm die Ideen ausgehen, sage ich mal, salopp, äh aber so meine Befürchtung ist ein bisschen das da noch mehr kommen könnte von dem wir noch nicht wissen so diese sagen das.
Tim Pritlove
Also ich meine was seine Prognosen betrifft bezüglich der Muttertion, ich meine das war halt, wäre sicherlich ganz wertvoll sich nochmal die Aussagen im Detail anzuhören, aber soweit ich mich da erinnern kann, war es erstmal grundsätzlich die Aussage, Corona Viren, mutieren nicht in dem selben Maße, wie es zum Beispiel HIV oder Influencer tun, Da ist das ein echtes Problem und das ist halt auch das, was vor allem eben diese effektiven Impfungen, dauerhafte Impfungen bisher verhindert hat, bei HIV halt eigentlich gänzlich und bei bei Grippe muss halt immer wieder nachgeliefert werden. Das ist halt einfach eine Eigenschaft von Corona Viren, wie man sie bisher, kannte und das gilt in gewisser Hinsicht wohl auch noch für Saaskurv zwei, das andere ist, was man eben zu welchem Zeitpunkt man das erwartet, ne? Also jetzt sind wir halt einfach noch auf der ganzen Welt, mit diesem Virus noch nicht in Verbindung gekommen und wie wir ja mittlerweile wissen, ist die Tatsache, dass man mit anderen Chorona-Viren in Verbindung gekommen ist, er ist kein besonderer Schutz Von daher gibt's halt einfach naive Bevölkerung und solange das Ding halt einfach nirgendswo gegenstößt kann es halt sich einfach, weiter äh anpassen so und letztlich damit können wir den Bereich vielleicht auch mal äh beenden. Trotzdem. Ist das, was wir sozusagen an Anzahl an Varianten gesehen haben. Nichts, was wir nicht umgehen könnten. Schwierigkeit mit dem Umgang haben wir derzeit nur in der eigentlichen Ausbreitung der Infektion. Da sind wir halt schlecht drin. So, aber wir haben die Mittel, das Ding medizinisch. Zu stoppen und müssen es ist halt nur hochskalieren.
Pavel Mayer
Sehr wahrscheinlich, so sieht es im Moment äh aus, aber äh, Der Punkt ist, äh wir haben halt äh das Virus, auch noch nicht so richtig oder wir wir haben das Virus zwar schon an verschiedenen Stellen ja einen evolutionären Druck ausgeübt. Auf das Virus, also eine ja Selektion sozusagen durchgeführt und ähm was wir noch nicht genau wissen ist wenn wir jetzt mit den Impfungen halt Druck ausüben wie weit das Virus dann doch in dem Moment, wo wir ihm jetzt auf die Füße treten oder sagen wir so, wo jetzt, Varianten, die gegen den Impfstoff helfen. Sich nicht weiter verbreiten, aber dann vielleicht etwas weniger virulent Varianten, die ohne Impfstoff, keine Chance hätten unter Bedingungen des Impfstoffs, weil sie eben dann in der Lage sind den zu umgehen, ähm dass sie ja dann sich trotzdem ausbreiten oder oder entwickeln können, sodass das sehe ich halt äh immer noch als ja sogar eher wahrscheinlich an, weil wir wir werden's wahrscheinlich an Israel, wobei Israel sind halt wenig Leute, aber am schlimmsten dürfte es sein, dann in Ländern, wo gleichzeitig, wo geimpft wird und gleichzeitig wo Insedenz herrscht. Gut, das ist in Israel, glaube ich, immer noch der Fall ist eigentlich eben für für sowas glaube ich ungünstig ähm einfach allmählich in so 'ne Population reinzuimpfen wo halt noch viel Virus da ist. Das ist halt nicht gut. Eigentlich willst du wenn du anfängst zu impfen es so schnell wie möglich machen äh und alle durchimpfen und den Virus nicht allzu lange die Möglichkeit zu geben, auf neue Ideen zu kommen, um die Impfung zu umgehen ja so sehe ich das, aber gut, ich bin jetzt, wie gesagt, auch kein Bierologe, aber ähm. Ja, wir werden sehen, werden sehen. Leider sind halt, das macht mir halt ein bisschen Angst, dass Zeit äh ganz viele meiner Befürchtungen äh immer wieder eingetreten sind. Ähm, und ich hoffe, dass das in dem Fall nicht passiert.
Tim Pritlove
Gut, dann. Wollte ich an dieser Stelle nochmal kurz erwähnen, wo wir gerade bei bösen Varianten sind. Es gab ja auch noch die ähm diesen Bericht, dass es jetzt auch noch eine blöde Variante aus Frankreich gibt, die sich äh den Tests entzieht, Ich glaube, das hatten wir auch in der letzten, das hat sie, glaube ich, in der letzten Folge auch kurz so als These in den Raum gestellt, dass sowas ja auch noch kommen könnte. Ist passiert äh und zwar in Frankreich. Allerdings und das gleich mal vorweg. Es handelt sich hier erstmal nicht oder wahrscheinlich auch überhaupt nicht äh um eine Variante auf Konzernen, diese VOC, über die wir jetzt schon so viel haben, sondern dass es schlicht eine Investigation, das ist sozusagen die die Unterscheidung, also es gibt hier kein Konzern, man hat hier irgendwie keine besondere Angst, aber man stellt halt fest, es gibt hier eine Variante, die sich irgendwie anders verhält und in dem Fall war es halt so, dass die eben in Frankreich den PCR-Tests entkommen ist Das ist jetzt kein besonders dramatischer Vorgang. Also zunächst einmal das ist also es gibt nichts, was darauf hinweist, dass es sich hier um eine transmisiblere. Oder gar tödlichere Variante des Virus handelt. Sondern sie hat sich einfach nur auf eine Art und Weise mutiert an den Stellen, wo halt die PCR-Tests, die dort in Frankreich zum Einsatz kam, nicht getestet haben. Oder beziehungsweise nein, sie ist genau an den Stellen notiert, wo äh drauf getestet wurde, ne, weil BCR-Test. Schaut sich nicht das komplette Genom an, sondern man sucht bestimmte Stellen und sagt, wenn man die Kombination finden, Diese drei zum Beispiel, das ist glaube ich so eine typische Zahl, dass man so drei verschiedene Stellen werden gesuch die werden dann sozusagen repliziert und wenn da halt äh sich was bei äh vermehrt, ne, dann weiß man, okay, okay, das war dann halt da. Wenn. Aber nun genau diese drei äh Kombinationen im Genom sich mutieren. Dann kann dieser Test natürlich nichts finden. So hat man ja auch am Anfang nochmal so als Erinnerung äh in England die Ausbreitung von B eins eins sieben gefunden. Nicht weil man explizit darauf getestet oder ähm. Sequenziert hätte, sondern weil der Test, der zum Einsatz kam, so eine Austastlücke hatte. Also sie haben einfach gesehen, dass äh die positiven Meldungen waren so, weil zwei Genomen wurden gefunden und eins nicht, weil sie sich.
Pavel Mayer
SS Jean Target Falia SGTF ist mittlerweile so ein feststehender Begriff auch in der englischen Korona äh Literatur der Statistiken, da findet man dann oft so SGTF basiert und das ist genau äh das eben, ja.
Tim Pritlove
Aber an sich jetzt äh da deswegen müsstet ihr müsst ihr jetzt nicht äh schlechter schlafen als ohnehin schon. Das ist jetzt eigentlich eher so eine Kleinigkeit.
Pavel Mayer
Genau, nur nur weil's da sonst Dells Virus äh äh gibt, was irgendwie.
Tim Pritlove
Sich unter dem Radar wegtu.
Pavel Mayer
Was ich unter dem Radar bewegt beziehungsweise ja äh sagen äh Counter, ja, Countdown Masures äh äh gegen, Testdetektion oder wie auch immer, ja Wie wahrscheinlich ist es, ist es nicht so das Problem, weil in dem Moment, wo halt ein Haufen Leute anfangen irgendwie an äh Symptomen zu leiden und äh die genau aussehen, wie. Ja saß, äh zwei dann äh und die Tests und die testen aber negativ äh ist das, was was dann schon äh ja auffällt. So insofern ist der Vorteil, den das Virus dadurch hat. Nicht allzu groß aber ja.
Tim Pritlove
Genau, So, dann habe ich noch äh aus der Abteilung gute Nachrichten. Ähm gibt's nämlich auch eine neue äh Studie, die besagt, dass es hier bei einer Frau, die in der sechsunddreißigsten Schwangerschaftswoche geimpft wurde. Drei Wochen später war dann die Geburt ihres Kindes, dass bei dieser Frau äh Antikörper sich nicht nur in der Frau gebildet haben, sondern dann auch. Bei dem Neugeborenen gefunden wurden. Und eine andere Studie hat auch schon mal Antikörper in Muttermilch nachgewiesen, die von einer. Bin mir jetzt grad nicht ganz so sicher, ob das von der Infektion war oder ob das von einer Impfung war, aber auf jeden Fall in diesem Fall war es explizit so. Die Frau wurde geimpft und während der Schwangerschaft, ja, gut, Und äh es ist ja generell so, dass eben Mütter ihren Neugeborenen solange sie im Bauch sind und äh verbunden sind halt diverses Antikörpermaterial mit auf den Weg geben, So funktioniert das ja generell und offensichtlich gehören die Antikörper gegen das Bike-Protein. Auch dazu. Was man nicht weiß. Ist, ob jetzt dieser Antikörper ausreichend sind, eine Infektion zu verhindern, das ist etwas, was sicherlich erst sehr viel später äh festgestellt werden wird, wenn überhaupt aber trotzdem ist das schon mal eine ganz gute Nachricht. So, dann habe ich noch einen Tipp für einen Film. Äh und zwar gibt's beim ZDF ein Filmchen. So ein 3D animiertes Filmchen, das heißt Viviren, unseren Körper angreifen. Und da würde ich euch mal raten, da ein bisschen Zeit äh zu investieren. Viel Zeit ist auch nicht erforderlich. Das Ding ist äh eine Dreiviertelstunde lang, Aber das ist komplett 3D animiert und ist eine Reise in die Zelle, und es ist wirklich mega. Also es ist äh an dieser Stelle ist es allerdings nicht, dass das Kopf zwei Virus, was hier äh vorgestellt wird, sondern das sind die Adenovieren. Aber das ist auch ganz praktisch, weil da kann man mal sehen, wie die Adenovieren, die ja zum Beispiel bei Astraceca, ne, zum Einsatz äh kommen oder bei Sputnik äh V. Ja die quasi dann so auch als Transporthülle gebraucht werden, um letzten Endes, dass äh zu reproduzierende Spike Proteinmaterial, diese Bauvorschrift in den Körper zu bekommen. Und es ist wirklich geil, weil sie bis ins allerletzte Detail genau zeigen wie die Viren sich in den Zellen bewegen, wie sie an diesen strengen, langen Marschieren, wie sie von äh anderen Abwehrmechanismen außerhalb der Zelle von Antikörpern außerhalb der Zelle, aber von auch von anderen Bekämpfungsmechanismen innerhalb der Zelle attackiert werden wiederum da herauswinden, welche Tricks sie anwenden und also wirklich zahlreiche Tricks, das ist wirklich wie ein Krimi dabei zuzuschauen, wie so ein Virus letzten Endes es schafft, das Unmögliche zu tun, nämlich in diese Zell, Kerne einzudringen, wo sie am Ende viel zu groß für sind zum Beispiel, ja? Und das, das ist äh eine kolossal schöne Animation und macht hat mir zumindest nochmal so einiges deutlich gemacht, was ich bisher nur so theoretisch verstanden hatte.
Pavel Mayer
Ja, muss ich mir unbedingt angucken, mir auch spannend. Ich meine, wir hatten ja, glaube ich, auch mal erwähnt, Anfang äh. Der Sendungsreihe äh sage ich mal ja vor, ich weiß nicht, zehn Jahren oder so mal einen Blogartikel äh zum zu einer Studie über das Golfkriegssyndrom geredet habe, wo auch Impfungen damals in den Verdacht geraten sind, da habe ich halt die Scansit, da habe ich halt diese hundertvierzig Seiten lange Studie mir äh angeguckt. Durchgearbeitet und es war wirklich auch ein super, spannendes Thema mit wirklich krassen äh äh Dingen. Also das Krasseste, was ich dann gefunden hatte, um den Zusammenhang Golfkriegssyndrom war, irgendwie das Burning Seamen Syndrom, dass halt äh dann Frauen von Golfkriegsrückkehrern keinen Geschlechtsverkehr mehr mit ihren Männern wollten, weil äh halt irgendwie angeblich deren Samenflüssigkeit plötzlich toxisch geworden war. Ja ähm. Ja unklar, aber ja jedenfalls in dem Zusammenhang habe ich halt das ganze Thema irgendwie Workverstärker, äh so Quecksilber äh äh beziehungsweise Aluminium äh äh Quecksilber als Konservierungs äh Stoff dann so umstrittenes Qualin sagen als als Workverstärker und so also vor zehn Jahren schon mal das Ganze gestreift und habt da eben auch so eine äh ja kleine äh Reise durch das Immunsystem gemacht und nochmal mein Schulwissen damals auf den neuesten Stand gebracht, weil er hat sich ja wirklich wirklich viel getan und ich glaube in den letzten zehn Jahren hat sich auch nochmal richtig, wirklich, wirklich viel getan, aber allein das, was also bekannt ist, wie du richtig sagst, es ist unglaublich. Was da im Körper alles vorgeht mit welcher Raffinesse und dieses Immunsystem ist also wie so ein Staat für sich mit Polizeitruppen, mit ähm wie mit Fabriken, mit Entwicklungslabors für Immun äh äh für neue Anti-Cover. Also Wahnsinn, Wahnsinn und allein was in der Zelle, auch ich weiß nicht wie ich hab den Film leider noch nicht gesehen aber was so an Organellen in so einer Zelle noch rumschwimmt, also eine Zelle für sich ist ja schon mal ein wirklich krass komplexer Organismus und ja also ich werd's, werde ihn mir auf jeden Fall anschauen, sobald ich Zeit. Dafür finde, klingt spannend.
Tim Pritlove
Mich hat's total an Star Wars erinnert, ne? Also da hast ja dann immer so diese Pferdenplaneten, wo dann so auf der Oberfläche dann schwirren da so tausend Flugzeuge rum und irgendwie die ganze Zeit ist irgendwie was los und überall wird alles mögliche überprüft und es gibt so Patrouillen und Kontrollen und fliegende Autos und hast nicht gesehen und so ein bisschen ist das in diesem Film halt auch, ne? Also du bist da verdient gefühlten Unendlichkeit einer Zelle, ist halt alles super mega klein und dieses äh Virus kommt da einfach so rein, ist auch selbst überhaupt nicht beweglich, ja? Das kann ja gar nichts tun, ja? Das ist sozusagen nur durch zahlreiche Tricks lässt es sich einfach von irgendwelchen Proteinen abholen, die das dann irgendwie an irgendwelchen Strängen entlang marschieren lassen und so weiter. Also es ist wirklich äh spannend und ähm geht hier auch im Wesentlichen nicht um Impfstoffe, ne, muss ich nochmal sagen, sondern es geht, kret um den normalen äh Befall mit einem Adenovirus und äh ja, das ist auf jeden Fall sehr unterhaltsam. Ist noch bis vierundzwanzigsten dritten angeblich verfügbar. Also fix ran. So, was ist die Frage?
Pavel Mayer
Ja zappeln die denn rum oder sind die eher ruhig die ganzen Viren oder Moleküle oder was auch immer man da ähm. Dann sieht, also wie, wie unruhig ist das Ganze? Würde mich noch interessieren.
Tim Pritlove
Ähm.
Pavel Mayer
Visualisierung.
Tim Pritlove
Weil's jetzt die Bilder dieser Visualisierung oder meinst du das Virus selbst.
Pavel Mayer
Die Bilder dieser Visualisierung, weil äh so mein, mein mentales Bild jetzt äh so wie das ist halt dadurch die die ganzen Moleküle, das vibriert natürlich alles die ganze Zeit mit einer relativ hohen Frequenz auch und äh also ja aufgrund eben der der Temperatur und das ist eben auch das, was dann letztlich die ganzen Vorgänge befördert, weil äh halt das Zeug, also die Moleküle liegen da nicht rum, sondern die zapfeln und hüpfen in der Gegend rum und ab und zu hüpfen sie dann mal irgendwo in die Nähe eines anderen Moleküls und durch die entsprechenden dann ja. Elektrischen Felder, äh die dann herrschen, dockt dann was an oder faltet sich was zusammen oder klappt was äh zu. Das ist sozusagen. Die die Basis dieser ganzen Vorgänge, weil ja so ein Molekül nicht so wie ein wie ein Muskel ist oder so ein so ein äh ja so ein Virus hat er jetzt keine Muskeln, mit denen es irgendwas tut, ähm so oder irgendwie Arme und Beine, äh die es jetzt selber bewegen könnte. Ähm. Sondern ja das geht halt letztlich alles äh ja durch durch Temperatur und äh, elektrische Felder äh.
Tim Pritlove
Also wenn du da jetzt auch noch eine eine Vielzahl von quantenmechanischen Effekten. Dir wünschen würdest, dann muss es sich wahrscheinlich eher enttäuschen. An der Stelle ist es sehr funktional. Auf der anderen Seite wird eben auch äh klar gemacht, wie sehr eben das Virus von der Aktivität anderer Proteine abhängig ist, ne.
Pavel Mayer
Ist auf jeden Fall auch in Ordnung, so eine so eine Sicht. Ich wollt's nur sagen, weil weil ich hatte das auch nicht vermutet, dass das so sein würde. So aber ja weil ich hatte mir irgendwann neulich auch mal so ein paar Open Source äh ähm Software zur Visualisierung von ja Molekulardynamik im Wesentlichen mal runtergeladen, weil ich erstmal so ein bisschen mal einfache chemische Reaktionen auf molekularer Ebene mal ein bisschen mit rumspielen wollte, aber so die. Lernkurve ist halt steil und ich erzähle noch nicht genug Zeit mich dann wirklich ein äh zu arbeiten. Aber das ist irgendwie auch auf jeden Fall, ja coole Möglichkeiten, was man so mittlerweile.
Tim Pritlove
Definitiv in der Kategorie geil sich das anzuschauen, aber man hat danach fast noch mehr Fragen als vorher, aber das finde ich ja manchmal auch äh ganz gut, dass man dann äh neue Anknüpfungs, Punkte hat die ähm ja wo man dann irgendwie eintauchen kann. Also es ist auf jeden Fall sehr unterhaltsam und ich, würde euch raten, dass mal fix äh runterzuladen bis zum vierundzwanzigsten dritten ist es angeblich offen. Warum auch immer wir in Deutschland öffentlich-rechtlichen Content vom Internet nehmen müssen, aber das ist ein anderes Problem.
Pavel Mayer
Internet wird sonst zu voll.
Tim Pritlove
Das.
Pavel Mayer
Wird's uns zu voll, es geht nicht. Wir k.
Tim Pritlove
Das ist eine tolle Erklärung So, ich würde auch gerne ähm zu Ende kommen, möchte aber gerne hier noch ein paar News ähm runterklappern, damit das mal gesagt wurde. Ähm also grundsätzlich kurzer Blick nach Israel, da gibt's eine neue Studie, die verlinke ich, wo nochmal umfangreicher betrachtet wird, was sich denn so bisher aus dieser Impfkampagne alles so ergeben hat. Spoiler sieht ganz gut aus, also es ist sozusagen einfach eine Menge an positiven Entwicklungen bei rausgekommen und grundsätzlich zeigt sich immer mehr wie stark äh der Biontech-Impfstoff hier in allen Altersgruppen die Hospitalisierung und die schweren Fälle verhindert und äh auch Neuinfektionen verhindert, will euch jetzt hier nicht bezahlen. Vollbomben, aber ich verlinke, mal auf das PayPal, ja? Hast du äh da gleich was rausgezogen in der kurzen.
Pavel Mayer
Ja ja, na ja, die, du hattest da ja diese, wie sagt diese schöne. Grafik und da kann man äh schon mal sagen, dass jetzt mittlerweile bei in der Altersgruppe sechzig Plus die Hospitalisierungsrate um siebzig Prozent zurückgegangen. Es ging.
Tim Pritlove
Vom Piek.
Pavel Mayer
Von Piek aus, genau, also vom Höhepunkt, also der und der war irgendwann Anfang äh des Jahres erreicht, wenn ich das richtig.
Tim Pritlove
Ja, Mitte Januar. Mhm.
Pavel Mayer
So. Und dann gab's halt gleichzeitig einen Lokdown und äh ja also weißt du zufällig wie hoch die Impfvote ist, gerade bei sechzig plus in Israel, die hatten ja immer so eine nette Grafik, aber ist egal jedenfalls ja minus siebzig Prozent heißt aber so bei sechzig plus so ja müssen dann trotzdem noch dreißig Prozent derjenigen aus welchen Gründen auch immer ins. Äh oder ja dreißig Prozent derer, die vorher ins Krankenhaus mussten, auf den Peak äh müssen auch immer noch ins Krankenhaus anteilsmäßig. Also es ist jetzt nicht auf null zurückgegangen und. Ja in den und, Es gibt Rückgang in allen Altersgruppen so ähm bei der darunter so fünfzig bis neunundfünfzig sind's um die dreißig Prozent, die die zurückgegangen sind, so bei den, vierzig bis neunundvierzigjährigen um fünfundzwanzig Prozent und die Jungen als junge Altersgruppe um zwanzig Prozent, also, Ja, man sieht halt dann, äh, dass es vor allem, Altersgruppen eine eine Wirkung hat, ansonsten ja. Ist aber die wird die positive Nachricht auf der einen Seite. Es geht überall runter in allen Altersgruppen. So richtig gesagt hast, aber was man auch nicht erwarten darf, das kann man in Israel sehen, das das irgendwie in null Zeit auf null geht, ja, Also da ist immer noch da ist immer noch Infektion bisher A. Äh und. Mittlerweile ja.
Tim Pritlove
Die Zahlen rausgesucht, also neunzig plus zu fünfundneunzig Prozent. Schon geimpft mit der zweiten Impfung, erste Impfung fast achtundneunzig Prozent, wenn ich das richtig sehe bei achtzig bis neunzig ist es im Prinzip fast genauso siebzig auch, also man kann sagen. Siebzig Plus ist zu fünfundneunzig Prozent und sechzig Plus ist so ja. Achtzig, zweiundachtzig, fünfundachtzig Prozent hier. Ich habe hier nur Balken, deswegen kann ich's nur raten, aber die die, durch Impfung der äh älteren Semester ist schon sehr groß, würde sagen, die liegt mal so grob bei sechzig plus der ganze sechzig Plus Bereich, liegt auf jeden Fall so bei neunzig Prozent. Aber Hospitalisierung heißt ja noch lange nicht, dass das dann auch zu Tod und schweren Fällen führt, ne, sondern dass sozusagen nur Komplikationen sind und das natürlich bei älteren Leuten dann äh auch tendenziell natürlich, selbst wenn's dann nicht ganz so schlimm kommt, sind die natürlich auch so schneller im Krankenhaus, weil die natürlich einfach gebrechlicher sind Gut, aber es zeichnet sich einfach ab und es ist eigentlich alles, was ich sagen wollte, es bestätigt sich weiterhin die Ergebnisse dieser Impfstoff äh Kampagne in Israel zeigen, Impfstoff der Biotech in Prof zumindest funktioniert. Super und schützt äh zu vierundneunzig Prozent auch ähm. Vor asymptomatischen Infektionen. Das ist nämlich äh auch noch so eine Information, die sie rausgebracht haben, also das war ja lange Zeit so eine Frage Wie gut ist denn der Impfstoff eigentlich jetzt ähm bei Leuten. Äh die asymptomatisch sind und ja hier. Wird von vierundneunzig Prozent Wirksamkeit bei der Verhinderung asymptomatischer Infektionen. Also, wo noch nicht mal eine Krankheit. Entsteht, aber man trotzdem infiziert ist. Sogar das geht um vierundneunzig Prozent zurück. Will man haben.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Moderner gibt's auch Neuigkeiten und zwar Moderne hat jetzt angefangen auch eine Phase zwei und drei Studie zu starten mit Kindern. Das heißt, hier werden jetzt Kinder im Alter von einem halben bis sechs Jahre getestet, Das läuft jetzt in USA an. Keine Ahnung, wie lange das dann laufen wird, aber ist auf jeden Fall gut zu wissen, dass sowas überhaupt gestartet wird. Ich äh gehe also davon aus, dass wir dann so in den nächsten, Monaten irgendwann auch mal ähm Informationen dafür bekommen werden, wie anwendbar die Impfstoffe auch für Kinder sind. Das ist nämlich so ein bisschen das, was noch äh fehlt.
Pavel Mayer
Wobei man wahrscheinlich davon ausgehen kann äh dass äh die Tests positiv verlaufen äh werden. Aber man muss es trotzdem natürlich testen.
Tim Pritlove
Ja, ich gehe davon auch aus, aber es wissen wir halt nicht.
Pavel Mayer
Naja, nee, aber es ist sagen eigentlich auch, ich weiß gar nicht, ob's auch im Jahr, doch, ich glaube, es gibt Impfstoffe, die nicht bei Kindern zugelassen sind, aber eigentlich die meisten äh sagen. Ja machen bei Kindern auch keine Probleme, aber ja, wir werden sehen.
Tim Pritlove
Genau, werden wir sehen. Woran moderner auch arbeitet, was sie angekündigt haben, ist, dass sie an einer neuen Variante ihres Impfstoffs arbeiten. Und zwar, mit zwei Zielrichtungen, erstens wollen sie für die Version zwei null ihres Impfstoffs ähm noch eine bessere Lagerfähigkeit haben, das heißt diese Lipidhülle NA umschließt, wo meinen sie nochmal äh optimieren zu können dahingehend, dass sie eben noch niedrigere Lagertemperaturen hinbekommen, dass sie also nicht so stark kühlen müssen. Und äh die MRNA Information in dem Impfstoff wird dann auch angepasst sein für die B eins drei drei fünf, die Südafrikavariante. Weil da haben wir ja, Wissen wir ja, das ist so einer von denen, die so ein bisschen Immunestape äh machen, die wollen halt äh ne. Diese Variante mitmachen und ähm kann halt gut sein, dass mittelfristig dieser Impfstoff dann entweder den Alten ersetzt oder als dritte Booster-Impfung dann noch gesetzt wird. Was sich für wahrscheinliche halte.
Pavel Mayer
Morgen. Gut.
Tim Pritlove
Genau. Ja, zu guter Letzt gibt's dann noch eine Autosie Studie der Charité äh in Berlin. Da haben sie sich wohl mal angeschaut, woran Leute die Hovit neunzehn erkrankt waren und die gestorben sind. Denn eigentlich wirklich gestorben sind und das ist ja so diese. Debatte, ne, die einem ja auch gerne äh von außen so aufgedrückt wird, so nach dem Motto, ja, die Leute waren zwar infiziert, aber wissen wir auch, dass sie daran gestorben sind und nicht an irgendwas anderem gestorben sind. Und das wurde halt jetzt hier in so einer Studie äh gemacht, die kamen irgendwie auch schon im Februar raus, habe ich aber jetzt erst entdeckt und da wurde äh untersucht. Wie denn das jetzt eigentlich gelaufen ist und ähm ohne jetzt die Zahlen runterbieten zu können, der die Kernaussage dieser Studie ist Man kann davon ausgehen, dass die allermeisten Leute schlicht und ergreifend an den unmittelbaren Folgen von neunzehn gestorben sind. Das also sozusagen die davon ausgelösten Symptome. Letztlich das waren was den Körper nieder gerungen hat und nicht irgendwelche anderen Sachen.
Pavel Mayer
Ja. Und ich würde sagen zusammen auch mit. Den äh einfach Berechnungen, die ich zufällig letzte Woche gemacht äh habe äh passt das äh einfach wunderbar, auch wenn man das mit dem Sterbe äh äh Statistiken äh zusammen legt und richtig rechnet, weil ja war ja oft das Argument, was man auch hörte, ja gut irgendwie jeden Tag sterben ja zwei bis dreitausend Leute sowieso und wenn da jetzt zehn oder zwanzig oder hundert dabei sind. Die irgendwie Corona positiv getestet äh äh worden sind. Das bietet das ja. Ja in so sagen bei der Gesamtzahl gar nicht wirklich die Rolle, so genau äh können wir gar nicht wissen, also wo die Leute dann verlangen, dass irgendwie statt zweitausend Leute jeden Tag irgendwie viertausend Leute sterben, dann erst ist Kovit äh sozusagen ähm wirklich gefährlich, ganz abgesehen davon, dass wir. Dass wir auch äh bereits äh solche Sterberaten erreicht haben, dass sich das auf die Sterbestatistik ausgewirkt hat. Kam ich denn bei meinen Berechnungen darauf, dass irgendwo in der Größenordnung von zwei bis drei Prozent. Der Leute, die positiv getestet wurden und dann innerhalb von dreißig Tagen nach einem positiven Test verstorben sind. Dass du ja um die drei Prozent äh der positiv getesteten äh auch ohne die positiven Tests gestorben werden. Sage ich mal. Aber das ist sozusagen die Größenordnung und des deswegen und selbst, ich habe das dann nochmal für die Altersgruppe achtzig plus gemacht, da sind's ein bisschen mehr, da sind's dann vier Prozent. Äh ja, aber selbst, von den über achtzigjährigen so hätten sechsundneunzig Prozent. Wären dann nicht gestorben, beziehungsweise äh zwei Drittel von denen hätten fünf Jahre später auch noch gelebt. Das heißt ähm ja, ich zitiere dann immer gerne meine Zahl von, dass wir ungefähr hundertfünfzigtausend Lebensjahre von über achtzigjährigen verloren äh haben in der letzten Welle. So. Und eigentlich ja ist. Sozusagen mit dieser Studie und auch äh mit den Statistiken ist die Frage so sterben die Menschen an oder mit Kowit äh einfach ähm. Beantwortet, endgültig beantwortet so äh and of Discussion, braucht man nicht mehr drüber zu reden ähm so der Fall ist klar. Ganz einfach.
Tim Pritlove
Ganz einfach. Gut dann wollen wir äh natürlich jetzt dafür sorgen, dass ihr jetzt nicht noch mehr Lebenszeit mit dem Hören dieses Podcasts äh. Ja das multipliziert sich mittlerweile auch äh ganz gut, ja? Wir hatten jetzt in der letzten Woche äh doch, ein spürbar gesteigerten Zuspruch, so wie ich das in den Downloadzahlen festmachen können, haben wir irgendwie binnen einer Woche jetzt das erste Mal die dreißigtausend Downloads äh ähm beobachten können, das finde ich ziemlich bemerkenswert und da bedanke ich mich vor bei allen, die offenbar unseren Podcast so ein bisschen weitergereicht und weiterempfohlen haben. Richtig baff erstaunt war ich, als ich den sogar auf der äh Ressourcen zu Coffee neunzehn im Internetliste der Universität Greifswald gefunden habe wurde auch dein äh deine Zahlendreherei äh nochmal explizit hervorgehoben, Pavel.
Pavel Mayer
Ja hört man gerne, also gegen ja sagen, wer ist schon immun gegen Lob und Schmeichelei? Äh so das nehme ich jederzeit äh.
Tim Pritlove
Nutze gerne entgegen. Vielleicht gibt's ja auch einen Impfstoff dagegen. Aber willst du gar nicht, ne? Ist der einzige, den du nicht möchtest? Nee, muss ja ordentlich sein. Ja Ich bedanke mich einfach mal äh nochmal bei allen, die uns hier unterstützen, die die Mitterebene auch finanziell unterstützen und allen, die äh im Clubhaus schon viel interessantes Feed. Gegeben haben. Die Runde am Dienstag machen wir auf jeden Fall auch weiter. Ja und dann war's das glaube ich erstmal für diese Woche oder Paveln.
Pavel Mayer
Ja, wir hätten zwar, könnten zwar noch eine Stunde äh weiter äh machen, aber ich glaube ähm.
Tim Pritlove
Ist schon nachts um ein.
Pavel Mayer
Ja, es ist schön, ist schön äh rund geworden und ist nicht so, das ist, was ich nicht auch noch äh Dinge zu tun hätte.
Tim Pritlove
Genau und derzeit fliegen die Informationen nur so rein, also werden wir nächste Woche wieder was für euch haben. Insofern sagen wir jetzt tschüss und.
Shownotes

Neuinfektionen in Deutschland, Stand 19. März 2021 (Pavel Mayer)
R in Deutschland, Stand 19. März 2021 (Pavel Mayer)
Voraussagen der Inzidenz vs. tatsächlicher Inzidenz
Tests in Deutschland, Stand 17. März 2021 (Pavel Mayer)
Tests in Deutschland, Stand 17. März 2021 (Pavel Mayer)
7-Tage-Inzidenzen Deutschland nach Altersgruppen: Vergleich Männer und Frauen (obere Altersgruppen)
7-Tage-Inzidenzen Deutschland nach Altersgruppen: Vergleich Männer und Frauen (untere Altersgruppen)

25 Gedanken zu „UKW065 Corona Weekly: Wären eigentlich gefordert zu handeln, haben uns aktuell aber anders entschieden

  1. Ich zitiere mal aus den Kommentaren zur letzten Episode:
    „Laut tagesschau.de gibt es kein Exportverbot in den USA, sondern das Problem ist erneut dass die EU eben zu spät bestellt hat: https://www.tagesschau.de/ausland/usa-exportverbot-impfstoff-101.html

    Dass sich ungenutzter Impfstoff in den USA anstaut und die USA den trotzdem für sich behalten wollen ist aber wohl wahr. (siehe Link)“

    Tim behauptet erneut es gäbe dort sehr wohl ein Export-Verbot. Quelle?

  2. Au, ich schau gerade in die Grafiken von Pavel. Und da sind ja die „Lockdowns“ und deren Lockerungen eingezeichnet. Keine Ahnung, ob das vorher schon drin war und ich zu flüchtig drüber geschaut habe, mir es also jetzt erst auffällt…. oder schon lange drin ist.
    Aber das ist jedenfalls mal richtig geil!
    Und das ist viel wichtiger, IMO, als Vorhersageberechnungen.

  3. Bezüglich des Handeln bzw. nicht Handeln von Politikern gab es am 17.3. die Sendung „Zur Diskussion“ im DLF. Der interessante teil startet bei 16:30. Der Teil auf den ich mich untern beziehe ist bei 32:00 und 42:00.

    https://www.deutschlandfunk.de/zur-diskussion.1756.de.html

    Zu Gast unter anderem Karl Lauterbach der etwas sehr interessantes sagte. Den Fachleuten sei der ernst der Lage bekannt und auch der Politik nur handelt die Politik nicht, weil die Öffentlichkeit zum Teil den erst der Lage nicht sieht und man deshalb davor zurück schreckt Maßnahmen zu ergreifen. Sinngemäß hieß es: Handeln wir jetzt oder warten wir bis es schlimmer wird und die Öffentlichkeit es auch sieht um erst dann zu handeln.
    Motivation hierbei scheint mir dabei das Schielen auf die Wahlen zu sein oder angst vor Unruhen wie in manchen Nachbarländern. Man könnte den Eindruck gewinnen das Demokratie in der Kriese nicht funktioniert, zumindest nicht mit unseren Politikern. Lieber reagieren als agieren.

    Gruß

    guerillero

  4. Und täglich grüßt das Murmeltier,
    heute nach 20min. Podcasthören abgebrochen. Muss Tim sich jetzt auch noch in die Riege von Lauterbach und Co. einreihen, die seit einem Jahr alle paar Tage darüber orakeln das die Intensivstationen volllaufen ? Wollt ihr oder könnt ihr die DIVI-Daten nicht lesen. Die Auslastung ist seit Beginn bei ca. 80%-85%, und daran ändert sich auch nichts. Die Kurve im Dezember hat die gleiche Höhe wie im Juli. Aber vielleicht ist auch nur der Link nicht bekannt: https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen.
    Und nein, es liegt auch nicht an irgendwelchen Mehrbelastungen durch Beatmung etc., die ARE-Fälle sind auf einem historischen Tiefstand.
    (Den Link müsst ihr euch selber suchen)

    • Ich bin jetzt nicht vom Fach, und kann auch leider nicht sehen, auf welche der DIVI-Daten du dich da genau beziehst, aber wenn ich mir die Einschätzung der Betriebssituation (https://datawrapper.dwcdn.net/mhKgW/47/) und die Freie Kapazitäten zur invasiven Beatmung (https://datawrapper.dwcdn.net/TjzQb/47/) anschaue, sieht es fuer mich schon sehr deutlich danach aus, dass sich der Verlauf der Inzidenzen sehr klar in der Belastung der Intensivstationen abzeichnet.

      Da die Gesamtzahl gemeldeter Intensivbetten (Betreibbare Betten und Notfallreserve) (https://datawrapper.dwcdn.net/RLWg1/47/) sehr vage ist (beispielsweise spiegelt es ja nicht, wie viele Personen sich mit Mehrfachschichten etc, mehrere Arme und Beide ausreissen, damit der Laden laeuft) und da auch nicht gesagt ist, wie viel planbare Eingriffe ausgesetzt wurden, um Kapazitaeten zu schonen, etc weiss ich nicht, wie gut es als „positiver Indikator“ taugt. Klar, wenn dieser Graph mal „Keine Kapazitaet“ anzeigt, sind wir ordentlich am *rsch, aber sonst sehe ich ihn nicht all sinnvollen Indikator…

      Daneben gibt es natuerlich noch die expliziten Aussagen etlicher Intensivmediziner, die sich ja auch entsprechend auessern…

      Und last but not least sehe ich als intressierter Laie mit Blick auf die Entwicklungen weltweit, die Zahlen weltweit, den Zahen und Entwicklungen in Deutschland und den aktuellen Wissenstands zu SARS-CoV2 / CoViD *keinen* Grund, warum uns bei steigenden Inzidenzen (aktuell) nicht alles um die Ohren fliegen sollte.

      • Wir haben generell einen Puffer in den Krankenhäusern: Geplante Operationen können verschoben werden, Patienten verlegt werden, Arbeitszeiten verlängert werden, Patienten früher nach Hause geschickt werden, Triage. All das fand bereits in den letzten Monaten in D statt, selbst in der nicht gerade kleinen Charité.

        Natürlich schafft man es damit, mehr COVID-Fälle in Behandlung zu nehmen (normale Behandlung bis hin zu ITS mit ECMO), aber nur, weil man Puffer aufbraucht bzw. andere Aufgaben nicht erledigt. Damit sind wir bis jetzt gerade so durchgekommen. Der Personalschlüssel bedeutet zudem auch nicht, dass alle Betten betrieben werden können, wenn man drei Personen für einen ITS-COVID-Patienten benötigt. Die fehlen dann anderswo.

        In Berlin hatten wir im November eine Verdopplung der ITS-Belegung von 10 Tagen. Die belegten Betten hängen bekanntermaßen den Infektionszahlen mehrere Wochen hinterher. Man muss frühzeitig reagieren und steuert einen dicken, schwerfälligen Tanker. Deshalb ist es auch recht egal, welche Zahlenspiele man betreibt, um sich eine Nichtreaktion auf absehbare Probleme schön zu reden:

        Bei 234 belegten ITS-Betten, einer Verdopplung der Belegung alle 10 Tage und einer Trägheit von vier Wochen sieht das so aus, ohne dass man noch eingreifen könnte:
        – 03.11.2020 234
        – 13.11.2020 426
        – 23.11.2020 852
        – 03.12.2020 1704
        – 13.12.2020 3408

        Berlin hat ca. 1200 ITS-Betten…

  5. An Pavel hätte ich diese Frage: wie lassen sich deine beiden folgenden, im selben Podcast mit gerade mal 20 Minuten Abstand getätigten Aussagen überein bringen?

    Aussage 1: „Ich bin ganz froh, dass Europa sich nicht wie die USA oder UK gegen Impfstoffexporte abschottet, denn auch wenn wir dann schnell durchgeimpft wären, wenn anderswo munter neue Mutationen entstehen, dann laufen wir letztlich Gefahr, mit dem Impfen nochmal von vorne beginnen zu müssen.“

    Aussage 2: „Es ist eigentlich ungünstig, so allmählich in eine Population reinzuimpfen, in der noch hohe Inzidenz herrscht. Eigentlich will man wenn man mal angefangen hat so schnell wie möglich durch sein mit der Impfung, um dem Virus nicht allzu lange die Möglichkeit zu geben, auf neue Ideen zu kommen, um die Impfung zu umgehen“

    Ich persönlich sehe da einen direkten Widerspruch, der nicht auflösbar ist. Und so sehr ich aus rein ethischen Gesichtspunkten die Aussage 1 stützen wollen würde, einfach weil ich auch kein Unmensch sein möchte – Aussage 2 ist die wissenschaftlich tragfähigere der beiden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Immune-Escape-Varianten bilden, skaliert mit dem Produkt aus der Anzahl Übertragungen in einer Population und der Durchimpfungsquote. Letztere muss ich aber hochbekommen, um die Pandemie zu besiegen, ich kann also nur versuchen, ersteren Parameter so klein wie möglich zu bekommen, was am ehesten durch eine möglichst kurze Zeitspanne mit zwar bereits signifikanter, aber noch nicht für Herdenimmunität ausreichender Durchimpfungsquote erreicht werden kann. Und daraus folgt nun mal sehr direkt, dass die optimale Strategie die ist, abgrenzbare Populationen (was bei uns am ehesten die großen Blöcke mit intern weitgehend freiem Personenverkehr, aber extern reguliertem Grenzverkehr sein dürften, also USA, Europa, China, Russland, Indien,…) nicht parallel, sondern nacheinander zu impfen, aber jeweils dann wenn es losgeht mit so viel Impfstoff zu beglücken, dass die Impfung dort mit maximal möglicher Geschwindigkeit voran geht. Das ist nicht schön fürs Gerechtigkeitsempfinden, weil es eine Reihenfolge und somit auch hintere Plätze in dieser erzwingt, und wird natürlich dazu führen, dass – wie man jetzt auch sieht – die Blöcke, in denen die Impfstoffe entwickelt wurden, sich selbst natürlich zuerst an die Reihe nehmen. Aber letztlich ist das nun mal die Realität, und eine Welt, in der die Länder, in denen die nötige wissenschaftliche und technologische Vorarbeit zur Entwicklung und Herstellung der Impfstoffe stattgefunden hat, sich komplett hinter die Länder, in denen diese Arbeit nicht geleistet wurde, einordnen, wäre zumindest meinem Gerechtigkeitsempfinden nach eher noch unfairer als die jetzige Situation.

  6. Nur kurz zur Zulassung des Astra-Zeneca-Impfstoffs: Es handelt sich m.W.n. gerade nicht um eine Notzulassung, das sollte ja wg Vetrauen vermieden werden, es liegt also eine um eine reguläre EMA-Zulassung vor. Weshalb auch der Hersteller in der Haftung wäre – nicht die Regierung wie z.B. in Great Britain, die nicht auf die EMA warten wollten.
    Der Übergang von Phase 3 zu Phase 4 erfolgt ganz normal bei allen Arzneimitteln durch die Zulassung, die verschiedenen Beobachtungs- und Meldeverfahren sind im Arzneimittelgesetz vorgeschrieben. Diese Phase 4 als Dauerbeobachtung an der gesamten Bewvölkerung endet quasi nie, aber natürlich wird gerade jetzt bei den Impfstoffen ganz genau hingeschaut.

  7. Wie sieht denn das Szenario aus wenn die Intensivstationen voll sind? Man ruft die 19222 an und bekommt dann nen Termin nächste Woche? Und vorher wird halt nichts gemacht, solang der Notarzt auf Anruf noch ausrückt?

  8. Auf die Frage, was passiert, wenn das Virus in einer Bevölkerung mit höherem Immunitätslevel landet, gibt es doch bereits eine Antwort: P1. Brasilien hatte so viele Fälle, und damit so viele Immune danach, dass das Virus einen Immun-Escape brauchte, um sich überhaupt noch ernsthaft ausbreiten zu können.

    Wegen der vielen Infektionen fanden ja einige der Phase 3-Studien für Impfstoffe (auch) in Brasilien statt. Ich dachte, das wäre allgemein bekannt.

  9. WOAHHH, das ist ja mal eine obergeilon Dokumentation, die Timmä da empfohlen hat: „Wie Viren unseren Körper angreifen – Abwehrkampf im Inneren der Zelle (2012)“. (Herunterladbar mit ‚MediathekView‘ oder ‚YoutubeDownloader‘ für alle Betriebsysteme; das ist keine Bitte, sondern ein Befehl. hehehe) Die grafische Umsetzung erinnert mich voll an die epischen Weltraumschlachten der 90er-Serie „Babylon 5“ – der besten Sience-Fiction-Serie überhaupt, basta!

    Ich hatte mich damals in meinem Biologieunterricht schon immer gefragt, wie diese Mitochondrien, also die Kraftwerke der Zellen, ihre geleistete Energie an die Verbraucherstellen transportieren. Den ATP / ADP-Enrgieliefermechanismus kannte ich von der Photosynthese der Grünpflanzen. Aber die Aussage hier, dass in uns soviel ATP / ADP pro Tag umgesetzt wird, wie wir Körpermasse aufbringen, ist einfach nur faszinierend. Ich möchte das mal vergleichen mit den Photonen, die durchs Universum streifen und bei Verbrauch Energie und Information hinterlassen. Ich sehe das A(D|T)P als eine Art molekulare Fortsetzung eines Photons innerhalb von Lebewesen, die sonst so nicht möglich wäre. Die rausgeballerte Negentropie der Sterne, unseren nächsten persönlichen nennen wir ja Sonne, wird genutzt, um Information und Treibstoff zu akkumulieren, bis hin zur Entstehung von intellilenten Wesen mit hohem QI. Umgekehrt könnte man sagen, die biologische Evolution greift hier geschickt auf tiefere Ebenen der Physik zu und wiederholt deren Mechanismen auf ihre Weise: „Turtles all the way down“.

    Jetzt möchte ich auch mal was raushauen: Es ist nicht ohne Grund, warum sich gerade Tim Pritlove und Pavel Mayer sich dieser ganzen Coronavirensachlage angenommen haben. Bekannt sind uns beide ja eher als ‚nunja‘ Sachverständige bezüglich Computerthemen. Sie tauchen im Umfeld jener auf, die sich der „Magie“ dieses berechnenden Apparates nicht entziehen können und sind damit stark verwoben. Das ist ein bekanntes Muster: Alan Turing studierte neben seiner Mathematik auch Biologie, wie auch der heute noch lebende Alan Kay, der sogar Molekularbiologie studierte. Meine steile These: Biologie ist Mathematik, Mathematik ist Biologie – im weiteren und im engeren Sinne. Letzterer erfand auch ein Coputersystem, das genau die in der Dokumentation beschriebenen Wirkweisen der molekularen “Nanoroboter” fürs herumcomputerisieren anzapft, statt der bis heute leider noch vorhandenen auf Physik (Elektronen bzw. elektromagnetische Wellen) basierenden Rechenklötze. Die Programmiersprache, die er dafür erfand bezeichnete er als „objekt-orientierte Programmiersprache“ (OOP), womit er später nicht mehr glücklich war und sie lieber „nachrichten-orientiert“ benannt hätte (Nein, Java, C++ sind keine OOP in seinem Sinne. Nein, pfui aus!). Diese Nachrichten oder Messages sind dann auch tatsächlich materialisierte eigenständige Objekte, ähnlich den Signalmolekülen in der Dokumentation, die Funktionalität bei anderen Objekten anstoßen. Das hat nichts mit Funktionsreferenzierung zu tun, wie in diesen physikalischen imperativen Sprachen. Wir wissen aus der Dokumentation auch, dass die Nanorobotermoleküle in unfassbarer Menge und unglaublicher Geschwindigkeit agieren. Das folgt aus deren direktem Aufsetzen auf der atomaren Ebene und sogar bis hinunter zu Quantenphysik – elektromagnetische Anziehung, Faltung und das, was ich oben mit den Photonen auf molekularer Ebene meinte. Alan Kay sagt dazu, würde man einen Computer auf dieser Grundlage bauen, wäre dessen Ausführungsgeschwindigkeit die Aufsummierung aller parallel ablaufenden Molekülzusammenschnappungen und damit sogar schneller als die Lichtgeschwindigkeit, die bei heutigen synchronisiert ablaufenden Computereinheiten das physikalische Ende der Geschwindigkeit vorgibt.

    So, was will ich sagen? XD Diese Viren existieren nur, weil wir existieren und umgekehrt. Es sind von der Evolution bereitgestellte Mechanismen Informationen von Außen (spezienübergreifend) zu verteilen bzw. nutzbar zu machen. Also anders als von innen heraus, wartend auf einen zufälligen Kopierfehler in der DNS oder radioaktive Strahlung oder chemische Zersetzung. Das kann kann gut sein, das kann schlecht sein. Das Virus ist und Seuchen allgemein sind eine materielle Realisierung menschlicher Unfernuft und Unkultur. Habgier, Schludrian, Selbstsucht, Überheblichkeit, Krieg (Na, sind’s sieben? hehehe) müsste man angehen, um den Menschen an sich vor dieser und weiteren kommenden Seuchen zu schützen. Es ist, wie ich oben beschrieben habe berechenbar (Überlichtgeschwindigkeitberechenbar – Coolomatik, oder?), simulierbar und damit voraussagbar in der Auswirkung. Man müsste dies nur wollen. Das neueste Impfstoffe auf mRNA-Basis, ‚m‘ steht für Messenger/Message, aufbauen, kann zumindest als Lichtblick gewertet werden.

    In der Welt, in der wir leider leben gibt es aber rückständige Charaktere in Entscheidungspositionen, die wir uns nun deutlich sichtbar nicht mehr leisten können, denn hier geht es um’s Überleben, und auch nicht mehr wollen. Politiker, die eine Pandemiesituation ausnutzen, um sich persönlich zu bereichern oder ihre Wiederwahl nicht gefährden zu wollen, was auf’s selbe hinausläuft, sind auf’s schärfste zu verurteilen und sofort ihres Amtes zu entheben. Man muss nicht gleich von Nürnberger-Corona-Prozessen sprechen aber an eine zahlenmäßige Größenordnung die auf die Einhunderttausend Tote allein in Deutschland zugeht, drängt einen diesen Gedanken zwangsläufig auf.

  10. Danke mal wieder für eure toll Sendung.

    Ziemlich zum Ende meldet ihr, das nun auch Tests an Kindern durchgeführt werden, was ja nun grundsätzlich eine gute Idee ist.
    Allerdings habe ich das Gefühl, das, wenn diese Tests erfolgreich abgeschlossen werden, wovon wir ja mal ausgehen, es für die altermäßige MItte der Gesellschaft noch länger dauern wird, bis die Impfungen dort ankommen.
    Denn wenn die Impfungen auch für Schüler freigegeben werden, werden unsere Politiker nach den älteren Menschen dann die Impfung der Schüler fordern und priorisieren, weil man von den eigenen Versäumnissen der letzten 30 Jahre im Bereich von Digitalisierung und Bildung ablenken will und mit ALLER GEWALT die Schulen schnel wieder öffnen will.
    Ich bin ein Mensch, der der Meinung war (uns zwar schon im Oktober) das wir einen RICHTIG harten Lockdown gebrauht hätten und der sich auch an alle Regeln hält, aber wenn passieren sollte, was ich oben vermutet habe, kann ich bei mir (und bestimmt auch bei allen anderen Doofen, die sich an die Regeln halten) für nichts mehr garantieren.

  11. Ich finde es amüsant, daß Pavel immer noch glaubt, wir würden jetzt nicht auch im Lockdown sein, wenn wir nur im Oktober früher und härter reagiert haben.
    Neben der Aussage, daß man mit 4 Wochen strengen Lockdown jegliche Zahlen einstellig bekommen kann – und es dafür Beispiele gibt, gibt es auch genug Beispiele, daß es 4 Wochen nach Lockdown wieder Katastrophe ist und ein Lockdown halt überhaupt nicht nachhaltig ist. Er verschiebt nur, kauft uns Zeit. Wenn diese dann aber glorreich verschwendet wird, haben wir nichts aber auch gar nichts gewonnen.
    Und deshalb ist meine Akzeptanz oder Geduld über Lockdowns auch am Ende. Nicht immer nur reden, daß das ja die größte Katastrophe seit dem 2. Weltkrieg wäre, dann aber so jämmerlich versagen und Wochenende machen und keine 1 Millionen Leute (!) einstellen, die Nachverfolgung machen können. Die wären da, könnten wir auch bezahlen, machen es aber nicht, Weil kostet ja Geld. Tests können wir auch nicht ausbauen, kostet ja Geld. Abnahmegarantie können wir nicht geben, vielleicht brauchen wir die Tests ja nur noch 1 Monat, was wollen wir dann noch mit 1 Jahr 5 Mio PCR Tests, kostet ja Geld. Impfstoff, kostet ja Geld. Selbst als sie das erkannt haben Anfang Dezember, daß das knapp wird, bin ich mir sicher, daß man noch weitere Verträge für weitere Millionen Dosen für Februar++ machen hätte können, wenn man deutlich mehr Geld draufgeworfen hätte. Dann bezahlen wir für den ersten Vertrag halt 10€ pro Dosis und für den zweiten gleichzeitig für jede weitere Doses halt 100€ dazu. Haben wir nicht gemacht, kostet ja Geld. Und dann so Sachen wie, daß sie ja alles richtig gemacht hätten im Großen und Ganzen. So dermaßen unehrgeizig, das geht gar nicht..
    Daß sich Politiker immer noch in Talkshows setzen und im Februar war zu Novemberhilfen erzählen, die jetzt dann doch gleich ausgezahlt werden – und sie dafür nicht geteert und gefedert werden, sondern nur in die Kamera grinsen… alles das zeigt nur, daß wir dann doch nicht in der größten Krise stecken können, denn dann würden wir doch was machen, oder?
    Und so zieht sich das alles durch….

  12. Ein entscheidender strategischer Fehler:

    In Ostasien schaffen sie es, die Pandemie erfolgreich zu bekämpfen, wir schaffen das nicht. Unsere Erzählung dazu ist, dass halt die chinesische Diktatur das schafft, wir aber keine Diktatur wollen. Ich halte das für ausgemachten Blödsinn, der unseren entscheidenden Fehler verdeckt. Denn nicht nur China schafft das, auch die Demokratien in Ostasien schaffen es. Was macht man dort anders?

    Unsere Bekämpfungsstrategie ist der Lockdown – also eine allgemeine Reduktion der sozialen Kontakte, denn die Seuche wird ja durch Kontakte übertragen. Richtig? Falsch! Die Seuche wird nicht durch soziale Kontakte überhaupt übertragen, sondern durch Kontakte zwischen infizierten Personen und nicht-infizierten Personen. Was also tun? Nun, die Kontakte von infizierten Personen zu nicht-infizierten Personen einschränken – das Mittel dazu heißt „Quarantäne“!

    Was bedeutet bei uns „Quarantäne“? Nun im besten Fall ein netter Anruf des Gesundheitsamtes, ein paar Tage nach einem gemeldeten und bearbeiteten positiven Test. Inhalt des Anrufes ist die Bitte doch die nächsten 14 Tage die Kontakte einzuschränken. Wird das überwacht? Nein. Wird eine Verletzung der Kontaktbeschränkung geahndet? Nein. Findet überhaupt eine konsequente und lückenlose Erfassung der infizierten Personen statt? Nein. „Quarantäne“ kann man das nicht nennen. Wir versuchen also durch einen Lockdown ohne funktionierende Quarantäne eine Pandemie einzudämmen und scheitern dabei. Was für eine Überraschung.

    Was bedeutet „Quarantäne“ in Ostasien? Eine klare und unmissverständliche Anweisung der staatlichen Stellen sich genau an die Vorschriften zu halten. Wird das überwacht? Ja. Die Überwachung geht z.B. in Taiwan so weit, dass eine Quarantäne nur bei günstigen (räumlichen) Bedingungen in den eigenen vier Wänden erlaubt wird, ansonsten findet sie in einen Quarantänehotel statt. Der Staat hat zu diesen Zweck ganze Hotels requiriert.

    Wie sieht also die Strategie in Ostasien aus?
    1. Es gibt bei Ausbrüchen einen Lockdown.
    2. Alle Personen in dem Umfeld werden sofort getestet.
    3. Infizierte Personen wandern in überwachte Quarantäne.
    4. Vorsorglich auch noch alle Personen, die in das Land einreisen.
    5. Wenn es keine weiteren Ausbrüche mehr gibt, wird der Lockdown aufgehoben.
    Das Herzstück der Strategie ist also nicht der Lockdown, der ist nur der Rahmen. Das Herzstück der erfolgreichen Strategie ist die strenge Quarantäne.

    • wenn ich das richtig sehe kam im ZDF die deutsche Übersetzung der Doku von BBC2 aus dem Jahr 2012. Mit „The Hidden Life of the Cell – BBC (2012)“ sollte sich im Netz die englische Version davon finden lassen

    • die Datei ist wohl auch aus D nicht mehr erreichbar. Ist – wenn ich das richtig sehe – aber keine ZDF Produktion. Das hier „The Hidden Life of the Cell – BBC (2012)“ könnte das Original sein, das man sicher noch im Netz finden kann

  13. Bzgl. Mutationen und R-Wert:

    Diese Woche ist mir endlich klar geworden wie missverständlich die Berichte über die Verbreitung der Mutationen sind. Es wird darüber geredet, dass „eine Variante die andere verdrängt“ und berichtet welchen Anteil eine Variante nun am Infektionsgeschehen hat. Am schlimmsten ist
    aber, dass nur ein pauschaler R-Wert berichtet wird, der alle
    Varianten einschliesst.

    Die eigentliche Situation ist, dass wir die Varianten getrennt betrachten müssen. Es gibt bei niedriger Inzidenz ja kaum eine Interaktion zwischen den Virenvarianten. Eigentlich gibt es zwei parallele Pandemien. Eine Pandemie, wo der R-Wert unter den aktuellen Maßnahmen irgendwo bei 0.8 liegt (oder lag) und eine Pandemie, wo der R-Wert irgendwo zwischen 1.2 und 2 liegt. Die eine wird unter den aktuellen Maßnahmen irgendwann aussterben, die andere zeigt exponentielles Wachstum.

    Wenn man versucht aus der Summe von Exponentialfunktionen einen R-Wert zu berechnen, kommt man nicht auf sinnvolle Ergebnisse. Nicht sinnvoll, weil selbst unter Laborbedingungen der berechnete R-Wert nicht konstant wäre, sondern sich (erst mal nur) langsam dem R-Wert der schlimmsten Variante annähert.

    Z.B. für die KW 4 und 6 mit tatsächlichen Zahlen für Deutschland:

    KW 4 Inzidenz 89 Anteil B1.1.7 5.6%, d.h. Inzidenz 84 : 5
    KW 6 Inzidenz 61 Anteil B1.1.7 22%, Inzidenz 48 : 13

    Gesamt R (wöchentlich): (61/89)^0.5 = 0.82
    Altes Virus R: (48/84)^0.5 = 0.76
    B117 (13/ 5)^0.5 = 1.6

    Entsprechende R-Werte für KW 6-8: Gesamt 1.05 Alt 0.86 B117 1.54
    Für KW 8-10: Gesamt 1.11 Alt 0.80 Neu 1.37

    D.h. schon in KW 4 hatten wir zweistellige Inzidenzen einer Pandemie mit einem Virus der während des Lockdowns einen R-Wert über 1.5 hat.

    (Auch der prozentuale Anteil einer Variante kann sich unintuitiv verhalten. Wenn eine neue Variante mit höherem R-Wert eingetragen wird, aber es schon eine Variante mit höherer Inzidenz gibt, die einen kleineren R-Wert über 1 hat, kann es sein, dass der Anteil der schlimmeren (aber neueren) Variante trotzdem eine ganze Weile erst einmal abnimmt.)

    Die Zusammenfassung von Gesamtinzidenz und R-Wert dieser beiden Pandemien bringt wenig. Über Monate wurde der reale R-Wert der B1.1.7 Variante maskiert durch die absolut viel höheren Zahlen, des alten Virus.

    Auf diese Betrachtungsweise bin ich durch diesen TAZ Artikel gekommen: https://taz.de/Problematische-Corona-Kommunikation/!5755146/

    Zum Thema auch der freitägliche Lagebericht des RKI mit Infos zu den Varianten: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Maerz_2021/2021-03-19-de.pdf?__blob=publicationFile

    Auf Seite 15 wird hier ein Schaubild gezeigt (https://imgur.com/9qPDQkP), welches altes Virus und B.1.1.7 getrennt betrachtet und von dort extrapoliert (Ergebnis ernüchternd).

    Auf Seite 14 gibt es auch eine graphische Aufschlüsselung nach Kreisen (https://imgur.com/xeoYayp). Da sieht man, dass die Verbreitung und Inzidenz von B117 regional noch sehr unterschiedlich ist. Leider habe ich
    die Quelldaten für diese Auswertung nirgendswo gefunden und auch die Berichte des RKI zu Virusvarianten sind so unübersichtlich, dass man sich nur schlecht ein Bild über die Lage machen kann. Z.B. nimmt ja
    nur ein Teil der Labore an der Sequenzierung teil und so ist es nicht klar, ob es systematische Verschiebungen zwischen den Zahlen für Kreise geben kann, je nach dem wo die Proben getestet wurden.

    Als Fazit könnte man sagen, dass der Winterlockdown nicht perfekt war (da schließe ich mich euren Auführungen komplett an) aber gewirkt hat gegen das alte Virus (wenn auch zu langsam). Die Frage ist jetzt nur, wie man dem neuen Virus jetzt noch begegnen soll. So wie es aussieht war der Lockdown auch vor den Lockerungen vom März nicht stark genug gegen B1.1.7. Leider hat die Maskierung der Zahlen gerade zu der Zeit gewirkt, wo über Lockerungen nachgedacht wurde.

    Ich habe versucht, Beispiele zu finden von Ländern, die B1.1.7 erfolgreich bekämpft haben, aber da kommt eigentlich nur UK in Betracht? Was hat UK gemacht, was hier noch nicht gemacht wurde? Wenn man den covid-policy-tracker anschaut, war der Lockdown auf dem Papier zumindest nicht viel härter als hier (https://github.com/OxCGRT/covid-policy-tracker). Z.B. 15.01.2021UK Index 87.96 vs. Deutschland Index 83.33. Kleine Stellschrauben gibt es eventuell noch für die Politik (abseits von erst mal
    einfach nicht lockern…), aber eigentlich kann man hier doch nur vermuten, dass in UK den Leuten eher klar war im Herbst, dass die Lage sehr ernst ist. Dafür fehlt in Deutschland aber momentan aber in der Breite und vor allem in Politik und Wirtschaft vollkommen die Einsicht (wem sag ich das…).

    Handlungsvorschläge:

    * Mehr Awareness schaffen, evtl einfach die Zahlen der alten Variante grundsätzlich rausrechnen.
    * Versuchen die Ausbreitung von B1.1.7 zu verlangsamen. Leider bedeutet die momentan schiefe Verteilung von B1.1.7 zwischen den
    Kreisen ja eigentlich vor allen Dingen, dass B1.1.7 noch sehr viel Spielraum für Verschlimmerung hat.

    Jedenfalls vielen Dank für eure Berichterstattung, habe die meisten Folgen gehört und auch immer mal wieder Anregungen aus eurem
    Podcast genutzt und in meine Covid Statistikseite (https://covid19.virtual-void.net/) eingebaut.

  14. Mich würde mal interessieren was Tim und Pavel zu Schweden und Florida sagen. Dort gibt es keinen Lockdown und fast keine Einschränkung der Rechte und trotzdem stehen die gar nicht so schlecht da. Supergaus sind jedenfalls ausgeblieben.

  15. Vielen Dank für euren interessanten Podcast! Ihr sprecht mir jedesmal aus der Seele.
    Ich bin Grundschullehrerin in Berlin. Das Thema Schnelltests an Schulen beschäftigt mich persönlich sehr. Häufig wird seitens der Politik behauptet, dass die Schulen durch die Nutzung solcher Schnelltests abgesichert werden. Nun sind die Grundschulen schon seit dem 22. Februar offen. Seitdem wurden wir Lehrkräfte an meiner Grundschule während des gesamten Zeitraums nur zweimal getestet, die Kinder kein einziges Mal. So ist leider die Realität.

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