UKW054 Corona Weekly: Erdnüsse sind schlimmer

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Das neue Jahr ist jetzt eine Woche alt und langsam zieht sich der Schleier von den Zahlen der Weihnachtszeit auch wenn noch etwas Nebel stehen bleibt. Die große Katastrophe scheint vorerst ausgeblieben zu sein, aber von einer nennenswerten Entlastung kann aber auch nicht die Rede sein. Wir besprechen wie immer das aktuelle Zahlenmaterial und versuchen uns einen Reim draus zu machen und diskutieren die jetzt ins Auge gefassten Maßnahmen. Dazu gibt es eine Reihe von Nachrichten rund um die Impfstoffe, deren Wirksamkeit und Verträglichkeit sowie die noch wackelige Organisation und Logistik rund um die Impfzentren.

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Shownotes:
R nach Neuinfektionen und Todesfällen in Deutschland am 8. Januar 2021 (Pavel Mayer)

63 Gedanken zu „UKW054 Corona Weekly: Erdnüsse sind schlimmer

  1. weil im podcast die frage aufkam, ob “ihr jemanden kennt”, der geimpft wurde, kurzer -anekdotischer- kommentar:

    meine eltern wurden kurz vor silvester als offenbar eine der ersten “impflinge” in baden-württemberg (also auf jeden fall am “erstmöglichen tag”, evtl. auch in der ersten stunde direkt nach öffnung, konnte das nicht verifizieren) geimpft. beide ü80 bzw. sogar ü90, aber nicht in einem heim o.dgl., sondern allein/fit. die terminbuchung vorab musste ich übernehmen, über das im podcast auch erwähnte buchungsportal online – mit ein paar hürden zwar (dass zuerst nach der anmeldung dann gar keine termine buchbar waren, dann nur 80km entfernt, dann plötzlich aber doch lokal/regional – mal noch ganz abgesehen von einem seltsamen wirrwarr aus anmelde- und terminvergabecodes, die man teilweise gebraucht hat und teilweise nicht). will sagen, meine eltern allein hätten das vermutlich nicht hinbekommen, auch schon die möglichkeit der terminvergabe (also des “starts”) hätten sie nicht auf’m schirm gehabt.

    am tag der impfung, glaube der 29./30.12. war das, lief dann aber alles easy. laut aussage meiner eltern von anfang bis ende professionell und schnell und cool, der folgetermin wurde auch direkt dort vereinbart (für 19./20. januar), nebenwirkungen absolut keine, auch tage später noch alles kerngesund und fit.

    for what it’s worth. 🙂

    • >ob “ihr jemanden kennt”, der geimpft wurde

      Meine Mutter am 28.12. – Pflegepersonal im Seniorenheim, also vorderste Front. Nächster Termin ist der 18. 😉

      • Meine Tante in Hessen auch Pflegepersonal. 29.12. Lief auch sehr problemlos. Einen Tag leichte schmerzen an der Einstichstelle. Mein Bruder ist wohl jetzt die Tage dran. Fährt auch in Hessen Rettungswagen.

  2. Hi Jungs,
    ich gebe zu, ich höre die neuen Folgen immer erst viele Tage später, nachdem ich sie auf meinem Handtelecomputer gespeichert habe. Ich muss erst eine Stimmung abwarten, in der ich denke, die schlechten Nachrichten verkraften zu können (z.B. nach dem Einkaufen spaziere ich noch etwas im Park, um den Stress davon abzubauen). Es gruselt mich auch, wenn ich Pavels wackelige Kurven-Grafik auf der Seite sehe, die ich nach mehreren Anläufen und trotz tausender Erklärungen von euch, aufgegeben habe zu verstehen. Die Länge der Pandemiesituation und vor allem die subjektive 80-90%ige-Dummheitsrate dieser „(Mit-)Menschen“ da draußen und das offensichtliche von Politikern absichtlich herbeigeführte Staatsversagen, nagt auch immer mehr an mir.
    Dennoch bin ich im Nachhinein froh, euch zugehört zu haben und fühle mich besser informiert und somit weniger ängstlich, auch wenn die Hürde den Playknopf zu drücken bleibt.
    Also danke ich euch für eurer Engagement, eure Ausdauer und eure Ruhe dem Thema gegenüber.

  3. Hallo ihr Beiden, vielen Dank für die informativen Folgen. Ganz ohne inhaltlichen Bezug wollte ich euch folgendes Mitgeben:

    Unser Draußenkater ist viel unterwegs und kommt normalerweise nur zum Fressen. heute habe ich draußen UKW mit Tim und Pavel gehört und der Kater, der normalerweise einige Meter Distanz einhält, hat sich zu mir begeben, um mitzuhören. Wenn Tim sprach, drehte er richtig die Ohren auf Empfang und wurde aufmerksam.

    Sachen gibt’s …

  4. Ahoi, besten Dank für ein weiteres Feuerwerk an Informationen.
    Ich fürchte, eure Intro-Musik wird bei mir für immer mit Corona assoziiert werden.
    Um vielleicht mal tatsächlich einen hoffnungsvollen Abschluß zu finden, will ich mal auf diesen grandiosen Potcast von Lex Fridman mit Michael Mina hinweisen: https://lexfridman.com/michael-mina/
    : Wenn man 1$ Schnelltests in die Bevölkerung ausrollen würde so daß jeder 2 mal in der Woche testet, dann wären wir innerhalb von 4 Wochen mit dem Thema Lockdown und Einschränkungen durch.
    Und Pavel darf dann wieder den Part übernehmen, zu sagen, warum das frustrierenderweise nicht passieren wird;-)

    • Danke für den Link, spannende Sendung.

      Im Video, welches es auch gibt (YT, ist auch verlinkt auf der Seite) sieht man ab Min. 19 ff. auch die verschiedenen Tests, muss sich dann aber diesen häßlichen Krug antun und Lex steif, mit Krawatte, weißem Hemd und Sakko. 🙂

      Ist ja ein wenig merkwürdig, dass solche Tests bei uns gar nicht diskutiert werden.

    • Eine Einschränkung des Infektionsgeschehens wäre sicher möglich. Wer will kann seine Umgebung schützen.

      Gibt aber bestimmt weiter Menschen, die ein positives Ergebnis verheimlichen würden oder bei einem Verdacht den Test “vergessen” oder “leider falsch durchführen”, weil sie nicht in Quarantäne wollen oder die Gefahr negieren.

      Ich würde an der Stelle mal ein Bonussystem vorschlagen. Warum sollen Menschen die geimpft sind oder nachweislich optimal getestet wurden nicht in ein Restaurant oder Kino oder Disco dürfen?

  5. Bezüglich Ausbreitung in Gebäuden – das gab es auch schon bei SARS1 in Hongkong:
    https://www.who.int/mediacentre/news/releases/2003/pr70/en/
    Über leergelaufene Trapse gibt es eine Geruchsverbindung direkt in die Kanalisation, das habt ihr bestimmt schon mal erlebt…
    Das hatte ich auch schon mal verlinkt, als es um die ersten Absperrungen von Wohnblocks a la Göttingen ging. Und ich denke mittlerweile, die Reaktion – möglichst nicht rausgehen, weil draußen ist ja alles doof, überall Kontakte – geht seit Monaten nach hinten los.
    Ich glaube, jetzt wird weiter blinder Aktionismus betrieben und viel mehr Porzellan zerschlagen, als es wirklich wert ist. Nach Urlaubern von Mallorca (und es kam via Familienreisen aus dem Balkan), zuletzt Glühweintrinker und Rodler… es wird soviel Zwietracht verbreitet, diese Spaltung wird uns noch später große Probleme bereiten.
    Ich will nicht sagen, daß es natürlich auch dort zu einer Übertragung kommen kann, wenn der Abstand nicht eingehalten wird – aber ist es wirklich wert, ständig mit einem Sündenbock herumzulaufen? Demzufolge halte ich auch nichts von Zerocovid, das ist wie die Geschichte vom süßen Brei, das bekommen wir nicht mehr auf 0, auch wenn wir wochenlang R von 0.8 haben werden. Einschränken was realistisch geht, gern – so ist es ja nicht… aber packt halt da an, wo es etwas bringt, nicht wo vermeintliche Leute sichtbar sind.

    Und wenn ich mir Holgis Bericht im Realitätsabgleich anhöre, vermute ich auch, daß die Ausbreitung via Treppenhaus zu Nachbarn wirklich eine Rolle spielt. Wer hat es noch nie gehabt, daß man plötzlich Essensgeruch im Treppenhaus hatte. Da kocht doch auch niemand, oder lüftet mutwillig ins Treppenhaus – der Geruch findet seinen Weg. 😉
    Ich hasse Weihnachtsmärkte übrigens wie die Pest, den Glühwein riecht man auch wieder 50m weit.

    • Es gibt durchaus Nachbarn, die ins Treppenhaus lüften, dann wirds ja nicht so kalt in der Wohnung.

      Die Aussagen zur Spaltung oder den Sündenböcken kann ich nicht ganz nachvollziehen. “Packt halt da an, wo es was bringt” sind ja zum Beispiel Schulen oder die Betriebe, wo es bisher fast keine Einschränkungen gibt.

      Die Idee hinter 0Covid ist halt die Vermeidung eines ewigen Lockdowns. Nach einem harten, aber kurzem richtigen Lockdown werden virenfreie Gebiete (green Zones) geschützt und überwacht, normales Leben ist in diesen möglich, Beschränkungen für Restaurants oder Schulen sind nicht nötig. Bei Ausbrüchen wird schnell gehandelt und isoliert (Feuerwehr, Gebiete werden zu red Zones), in den green Zones kann das fast normale Leben weiter gehen.

  6. Rassistische Aussage von Pavel zu „Chinesen“ und seinem Wunsch, für nicht „bekloppt“ gehalten zu werden „von den Chinesen“. (Min 29:56)
    ???

    • Die chinesische Reaktion auf den beschriebenen Ausbruch hat er doch für gut befunden.
      Und bezüglich der Aussage des „für bekloppt gehalten“-Werdens: Ich glaube er wollte darauf hinaus, dass man generell ungern für bekloppt gehalten wird (unabhängig von wem), insbesondere wenn der andere eine weitaus bessere Performance vorzuweisen hat in dem betreffenden Feld.
      Sehe da keinen Rassismus.

    • Gott, wie dieses Krawall-Feministen-trollen nervt. Die Chinesen statt China, mein Gott. Das ist – wenn man drüber nachdenkt – sogar weniger objektivierend, also das, was ihr fordert.

      Aber Hauptsache gegen euren eigenen Rassismus revoltieren.

    • Ja, das ist geistesgestört Pavel hier einen Rassismusvorwurf unterstellen zu wollen. Berufsempörte Pseudo-Social-Media-Warrior, die vom “Social-Media”-Algorithmus klick-Crack-süchtig geworden sind und mit ihrer Schneeflöckchenempfindlichkeit Gespräche sabotieren, leiden unter dem selben Problem, wie die Trump-Anhänger, die auch kultischen-psychologischen Mechanismen erliegen. Das ist sehr traurig. Aber so funktioniert das menschliche Gehirn – bei manchen ist es eben kaputt und sieht überall Gespenster, wo keine sind. Das ekelhafte dabei ist, dass diese hysterisch Gestörten sich immer im Recht fühlen und gleichzeitig anderen eigenes Denken absprechen wollen oder sogar ihnen deren Sozialisation vorwerfen und dies nicht antizipieren können. Das Aussagen immer im Kontext stehen, wird gar nicht mehr bedacht. Außerdem muss es möglich bleiben unbescholten wie einem der Schnabel gewachsen ist sprechen zu können, ohne sofortige böswillige Unterstellung. Wer dies trotzdem so tut, ist absichtlich böswillig!

      • Wow, Gerald. also, wenn nicht vorher der Diskurs in Richtung Diskriminierung gelenkt worden wäre, hättest du auch allein mit deinem Kommentar auch alle 100 abgeschossen. Herzlichen Glückwunsch: Das Paradebeispiel der toxischen Männlichkeit. Nicht nur das du mit pseudo-akademischen Diffamierungen und Beleidigungen hier um dich schlägst, Sexismen bedienst und exakt wie die Trump-Anhänger, die du hilflos versuchst zu degradieren, selber dein kleines “das wir man ja wohl noch sagen dürfen” rausplärrst. Du hast auch inhaltlich einfach nichts beizutragen, zu nem Kommentar, der wie jeder andere ne kritische Auseinandersetzung verdient hat. Mit dir kann man den Diskurs um Rassismen offensichtlich nicht führen, deswegen wärs einfach sinnvoll du hälst dich zurück und hörst auf mit kollateralen Beleidigungen um dich zu werfen und gehst zurück in deinen Locker-Room, kleiner Mann.

  7. Danke für euer ruhiges faktenbasiertes engagiertes Gespräch. Gibt mir jedes Mal viel Zuversicht.
    BaWü startet in die neue Onlinewoche übrigens mit 1800 Bigbluebutton Servern und niegelnagelneuem Lastmanagement ( beim Stundenwechsel) und zum ersten Mal seit 5 Jahren mit der brandaktuellen Moodleversion 3.9.3 zentral und performant gehostet beim BelWue im RZ Stuttgart.
    Es geschehen noch Zeichen und Wunder… 🙂

  8. Kurze Ergänzung zur Frage der Infektiösität nach der Impfung, wenn man sich das SARS2-Virus einfängt. Da gibt es Unterschiede zwischen den Impfstoffen im Tiermodell. Im epidemiologischen Bulletin 1/2021 (glaube ich) des RKI wurden die Challenge-Experimente im Tiermodell (Primaten) für die beiden mRNA-Impfstoffe und den Astra-Zeneca-Impfstoff ausgewertet. Die Tiere wurden mit SARS2 infiziert und es wurden dann PCR-Tests gemacht. Bei den mRNA-Impfstoffen wurden die Tiere nach 1 Tag PCR-negativ, beim Vektorimpfstoff blieben sie auch nach 7 Tagen noch positiv. Lest lieber selbst nochmal nach die Zahlen waren jetzt aus dem Gedächtnis.
    Menschen sind keine Tiere, klar, aber das deutet darauf hin, dass man bei den mRNA-Impfstoffen die derzeit verimpft werden auch selbst kaum andere anstecken kann wenn man das Virus abkriegt, während dass beim Astra-Zeneca-Impfstoff vielleicht schon möglich ist.

    • Doch, nach allem, was man heute weiß, sind Menschen Tiere.
      Die Unterschiede zu anderen Primaten könnten aber bedeuten, dass man die Versuchsergebnisse nicht einfach auf den Menschen übertragen kann.

  9. Wieder ein riesiges Danke für die Arbeit und dadurch Freude die ihr mir macht mit UKW.
    Ich möchte nur auf eine winzige Sache hinweisen, die Pavel kurz einwarf:

    “Es trägt jeder 80. eine Kopie des Virus bei sich”
    DAS ist für mich der Schlüssel !
    Kommunikation die verstanden werden KANN.
    Wenn man kommunizieren würde das wenn jeder xx. (je nach Inzidenz) ansteckend sein kann, dann braucht man nur mal mitzählen wenn man sich bewegt oder rausgeht und sich fragen ob man sich dann ausreichend schützt. Wie schnell komm ich bei zb. dem 80. an wenn ich den Bus nehme und ins Büro gehe ?
    Nur damit es mal auch der letzte verstehen kann.

    Ein Versuch mal gut gemachte Vorlagen für den Schutz in Firmen und Betriben zu finden ist fast aussichtslos. Bei den offiziellen Stellen schon erst Recht nicht.
    Da gibts fast nur Hinweise zu Anträgen für Geld.

    PS: Zum Ende möchte ich euch noch Günter Schabowski 1989 oder doch den Ministerpräsi von Sachsen-Anhalt ans Herz legen:

    Bitte haltet es nur 1 Minute aus und dann … ach seht selbst.
    https://youtu.be/2xTbh-gb8KQ

  10. Was mir zu der Herdenimmunität noch aufgefallen ist. Aktuell Wird der Impfstoff erst ab 18 Jahren zugelassen. Alles was ich finden konnte geht man dabei auch davon aus dass vor 2024 nicht genug getestet wurde um ihn für Kinder zu zu lassen. Macht schon mal gut 20% der Bevölkerung die nicht geimpft werden kann egal ob sie will oder nicht.
    Wenn dann alle anderen Geimpft sind ist es essentiell wichtig, dass in Schulen keine Ausbreitung stattfindet. Vielleict ist auch das ein Grund dafür warum viele darauf beharren, dass in Schulen keine Übertragung stattfindet bzw warum sie da nicht stattfinden darf. 😉
    Wenn der Rest erstmal geimpft ist und alle lockdowns aufgehoben werden durchseuchen wir also erstmal unsere Kinder.
    Ist ein Aspekt der meiner Meinung nach momentan etwas zu kurz kommt.

  11. Hey,

    Anmerkung zum Thema Aerosole in Hochhaus-Kanalisationen …

    Man könnte das nachweisen, in dem man stark riechende Luft in die Rohre einleitet, aber … wait a minute!!

    Normalerweise sind da doch Geruchsverschlüsse a.k.a. Siphons. (Wer mal bei einem Umzug war, wo eines gefehlt hat, weiß, das die enorme Wirkung haben)! Kann mir fast nicht vorstellen, dass da so viel Aerosol übertragen wird.

    Kann natürlich sein, dass die gebunden werden im Siphon-Wasser und dann verdunsten, aber nach allem, was “unser allen Drosten” in seinem Podcast zum Überleben auf Oberflächen gesagt hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass die eine Verdunstung überleben würden.

    Danke für Deinen tollen Podcast, Tim und danke an Pavel.

    Viele Grüße an Linus (bei dem meine Finger immer Linux schreiben wollen, wenn ich dessen Namen tippe).

    Tobo

  12. Hallo! Vielen Dank für eure Arbeit und die vielen Stunden, die mir das Pendeln vers… naja, das Pendeln erträglich machen. Eine Anmerkung zu der Hochhausgeschichte: hatte nicht Drosten ganz am Anfang dieser Misere darauf hingewiesen, dass im Stuhl kein lebender Virus/replizierender Virus gefunden wurde? Hätten wir nicht ein viel krasseres Problem, wenn dem doch so wäre? Ach und eins noch zu einem vergangenen Podcast: bitte bitte gendert die “Ärzte und Krankenschwestern” -Nummer! Auch wichtig! Liebe grüße

  13. Neuerdings (?) kann man scheinbar schon am Dienstag (nicht erst im RKI-Bericht am Mittwoch spätabends) die Positive Rate lesen, zumind. für einen Großteil der Labore:
    https://twitter.com/ALMevTeam
    bzw weiter unten im Twitter-Thread auch als PDF.
    https://t.co/OfPzlWf9Rb?amp=1
    Da kann man dann die Vorwochen (KW51 als bisheriger Rekord) auch etwa vergleichen, und sieht, daß das wirklich etwa 90% der Zahl des RKI-Berichtes sind.

    Sie sinkt wieder auf das Weihnachtswochenniveau.

  14. Im Grunde stimme ich euch vollkommen zu. Gerade der 2. Welle ging ein Totalversäumnis vorraus, auf verschiedenen Ebenen. Und auch generell war die Pandemie eine Pandemie mit Ansage, seit eingen Jahren.

    Ich sehe aber auch Probleme die von euch nicht angesprochen werden. Einkommensschwache Familien und Hartz4-Bezieher die in einem Lockdown ihre Kinder in ihrer 45qm-Wohnung beschulen müssen. Oder Alleinerziehende. Es gibt Menschen die dadurch ihren Job schon im Frühjahr verloren haben. Weil die Jobcenter nicht schnell reagieren und sich viele Menschen auch erstmal nicht zu helfen wissen, entstehen hier komplette Grundversorgunslücken. Vorsprechen ist im Lockdwon nicht möglich. Soziale Einrichtung kommen mit der Arbeit nicht hinterher und die Beschäftigten arbeiten selbst unter widrigen Bedingungen. Obdachlose bekommen Strafen wegen Coronverstößen, die sie niemals bezahlen werden können. Wenn ich auf dem Bau arbeite oder einen Job in der (Fleisch)ndustrie habe ging die Arbeit einfach das ganze Jahr weiter. Wie soll ich da Kinder betreuen ohne meinen Job im Niedriglohnsektor zu verlieren. Warum soll ich mich privat massiv einschränken wenn die Arbeit ohne oder nur mit zögerlichenn Schutzmaßnahmen weiterläuft.

    Für mich ist das alles ziemlich easy. Auch Famlien mit mittleren Einkommen und ausreichend Wohnraum kriegen das gut hin. Ich denke nur wenn man einen harten Lockdown fordert muss man auch sagen: Leave no one behind! Und zwar gleichzeitig mit No Covid! und Flatten the curve! Ich wünsche mir da etwas mehr Sensibilität für Klassismus und die antifemnisitschen Auswirkungen der Krise. Falls das ausbleibt, kann ich mir vorstellen, dass in diesem Jahr irgenwann noch mehr Menschen zu den Rattenfängern von Quderdenken und den Rechtsradikalen lauf. Ansonsten schätze ich eure Sendung und höre fast jede Woche zu!

    P.S.
    China hat nach einigen Wochen Versäumnis vorbildlich auf Covid19 reagiert. Es ist aber auch ein autoritäres Regime, das Menschen im großen Stil in Umerziehugnslager und Arbeitslager schickt, keine Meinungs- und Demonstrationsfreiheit kennt etc. Das chinesische Regime und wahrscheinlich auch viele Chinesen finden die (ehemallige) Demonstrationsfreihheit in Honkong auch daneben, nicht nur unseren Umgang mit Corona. Ich wäre da in der Argumentation und in den Vergleichen etwas vorsichtiger.

    • Natürlich gilt “Leave no one behind”. Meiner Meinung nach gilt das aber auch außerhalb der Pandemie. Und gerade weil die Probleme ja so groß sind (auch jetzt) müssen halt Maßnahmen ergriffen werden, damit das nicht ewig so weiter geht. Manche leiden leider mehr, aber es leiden im Prinzip ja alle. Was China betrifft empfehle ich Dir, mal in das Gespräch reinzuhören, dass ich hier vor ein paar Monaten mit Katharin Tai geführt habe, das klärt über einiges aus.

      Und nicht nur China hat gut erfolgreich reagiert, auch die recht korrekten Demokratien wie Taiwan, Australien, Neuseeland. Der These, dass es nur mit Unterdrückung geht, haben wir nie erhoben und ihr auch schon mehrfach widersprochen.

      • “Leave no one behind” wäre mal ein guter Zeitpunkt um an alle Menschen für die Zeit eines harten Lockdowns ein steuerfreies Grundeinkommen von z.B. 1200 EUR zu zahlen. Wer in systemrelevanten Beruf zur Arbeit gerufen wird (ich denke da jetzt an med. Personal usw) bekommt das halt obendrauf.

        Eine andere Möglichkeit wäre, dass es schuldrechtlich nur 6 oder 8 Monate gibt. D.h. alle Dauerschuldverhältnisse (Miete, Kredite) müssten nur für die restlichen Monate bedient werden (Arbeitsverträge fallen da nicht drunter, Rente ist Versicherungsleistung). Das Problem würde dann nur weiter oben in der Gesellschaft auflaufen, wo entsprechende Rücklagen und Vermögenswerte vorhanden sind. Bei Bedarf kann ein Härtefallantrag auf staatliche Unterstützung gestellt werden mit Nachweisen. Das wäre dann eine politische Entscheidung wie Großzügig die Gesellschaft zu den Wohlhabenden ist.

      • Ich gehe bei den Maßnahmen vollkommen mit. Die Maßnahmen, die von euch diskutiert werden reichen aber nicht aus. Aus den oben genannten Gründen. “Leave no one behind” gilt immer, aber es entstehen in konkreten Situationen der Krise vor allem für unterpriviligierte Gruppen und Marginalisierte Probleme, die nicht ausreichend thematisert und adressiert werden.

        Die Sendung mit Katharin Tai habe ich im Mai mit Interesse gehört. Mir ist nicht klar was die Sendung im konkreten Fall aufklären soll. Ich habe nicht geschrieben, dass ihr sagt, es gehe nur mit Unterdrückung, sondern dass eure China-Argumentation äußerst fragwürdig ist. Und ihr habt an der Stelle explizit nicht von Taiwan, Australien oder Neuseeland gesprochen.

  15. Wisst Ihr, ob der die das Virus zu Boden sinkt oder nach oben steigt? Wo reichert er sich in einem Raum an, wo würde er in den nächsten Raum wabern, am Türschlitz unten oder oben?

  16. Zu den Impfungen bei Pflegenden habe ich bei ntv einen Artikel/Rant gelesen, der das Gefühl aus der Sicht der Pflegenden gut beschreibt:

    https://www.n-tv.de/panorama/Wir-sind-keine-Querdenker-in-Weiss-article22287864.html

    Zusätzlich ist dieser Artikel/Rant zu empfehlen:
    https://www.n-tv.de/panorama/Krankenschwester-fuehlt-sich-verheizt-article21902211.html

    Ich habe Verwandte in der Pflege (geimpft), die teilen die Gedanken in den Artikeln zu 100%.

    Ich denke, dass wir Schreibtisch-Sesselpupser uns mit Urteilen über Menschen im Fronteinsatz arg zurückhalten müssen. Diese Mischung aus jahrelanger Vernachlässigung, Überforderung und emotionaler Erpressung, die Pflegende ausgesetzt sind, das ganze mit der zusätzlichen Belastung und Angst um Bewohner und sich selbst in der Corona-Zeit, können wir nicht einfach nicht nachvollziehen.
    Bei vielen wird es sich auch um Frust handeln eine weitere Anforderung von außen erfüllen zu müssen, ohne die nötige Anerkennung (Nein, kein Applaus) zu erhalten.

    Das hat erstmal nichts direkt mit dem Impfstoff zu tun. Natürlich sollten sich alle Pflegekräfte, schon zum Selbstschutz, impfen lassen. Es hat aber sehr wohl damit zu tun, ob wir uns im sicheren HomeOffice Urteile über diese Menschen erlauben dürfen.

    • Danke für den Beitrag. Ich sehe das auch so. Die gesamte Corona-Debatte seit März wird dermaßen von den genannten Menschen im sicheren HomeOffice dominiert, die sich schon nach 2-3 Wochen darüber beschwerten, dass sie Depressionen bekommen, weil sie mal zu Hause bleiben sollen. Ich will die Probleme nicht runterspielen, aber als Pflegekraft oder im Krankenhaus würde ich mich trotz des zwischenzeitlichen Applauses nicht ernst genommen vorkommen. Dann gibt es noch die gesamten perkären Industrie-, Handwerks-, und Dienstleistungsbrachen in denen Menschen unter widrigen Bedingungen drucharbeiten mussten. Wird auch kaum von gesprochen oder Konsequenzen bleiben aus. Dabei gab es den Skandal in der Fleischindustrie.

  17. Hallo Tim,
    ich finde deine Intro / Outro Musik bei allen Podcasts von dir fantastisch.
    Umsomehr hat es mich gefreut, den am Ende zwei mal zu hören. War vermutlich nur nen Fehler …
    Mein Favorit ist der Song von Forschergeist. Die Kochtopfglocken bringen mich jedes mal zum lachen.
    Freu mich auf die nächste Folge.

  18. Hallo!

    Ich vergleiche gerade die deutschen Kurven auf https://ourworldindata.org/coronavirus mit denen unserer Nachbarn. Was auffällt: In Deutschland steigt die Anzahl der Sterbefälle seit November kontinuierlich an, während die Anzahl der Neuinfektionen im gleichen Zeitraum stagniert. Diese Entkopplung von Infektionsfällen und (1..2Wochen später) Sterbefällen ist, verglichen mit unseren Nachbarländern oder auch den USA, in Deutschland besonders krass.

    Unter der Annahme, dass die IFR weiterhin so bei 1% liegt, müsste die reale Inzidenz in den letzten Wochen so bei 750 gelegen haben. Einen solchen Anstieg sehen wir aber, Weihnachten hin oder her, nicht. Folglich hat Deutschland die Vorwarnfunktion, die im Instrument der Inzidenzmessung liegt, verloren und wir fliegen gerade blind.
    Derzeit messen wir so ~180 statt ~750, so dass der Dunkelzifferfaktor bei über 4 liegen dürfte.

    Natürlich kann auch die Annahme einer Konstanten IFR falsch sein. Daraus würde ich dann schließen, dass es uns in Deutschland besonders gut gelungen ist, Covid besonders oft in die Pflegeheime zu lenken.

    Auch die absoluten Zahlen zeigen, dass wir im Vergleich zu unseren Nachbarn eher schlecht da stehen. Den Scheitelpunkt der zweiten französischen Welle haben wir bereits überschritten. Und: Erfüllt es unsere Minister etwa mit stolz, dass wir gerade so schlecht wie die USA performen? Wobei: Dort hat man dank der Tests die Welle wenigstens kommen sehen…

    • Die Positive Rate ist nie zurückgegangen. Die Dunkelziffer immer höher. Oder siehst du hier den Anfang November, das Ende, Mitte Dezember irgendwo?
      Das sind die Berliner zahlen als Grafik, die für Gesamtdeutschland muß man woanders aus den RKI-Daten ziehen, sind aber sehr gleich:
      https://www.berlin.de/corona/lagebericht/desktop/corona.html#labordaten

      Ich denke, seit November hat es keinen Unterschied gegeben, unsere Tests reichen nur nicht mehr aus. Warum ist die Zahl seit einem halben Jahr mehr oder weniger eigentlich konstant und wurde nicht ausgebaut? Andere Länder haben das anscheinend gemacht, und wir sind vom Testweltmeister des März zum Schlußlicht durchgewandert. Wir haben uns also wieder mal auf irgendwelchen Erfolgen ausgeruht. Wie so oft.

  19. Hallo (nochmal)!

    Derzeit werden in Deutschland also jede Woche 0,7% der Bevölkerung durch die Infektion mit dem Virus immunisiert während (laut Our World in Data) etwa 0,5%/Woche über einen Impstoff immunisiert werden. Während die Immunisierungsrate über den Impfstoff in den nächsten Wochen und Monaten steigen dürfte, hat die Immunisierungsrate per Infektion dank B.1.1.7 (usw.) das Potenzial in den nächsten zwei Wochen zu explodieren. Daraus kann man jetzt ein Spektrum von Szenarien entwerfen:

    Best Case: Wir drücken die Neuinfektionen und diejenigen die geimpft werden wollen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit spätestens im 3. Quartal über den Impfstoff immunisiert. Gutes Wetter sorgt dann im Sommer dafür, dass man auch ohne Impfung und ohne Lockdown einigermaßen Sicher ist. Von Pandemie ist dann wenig zu spüren. Ein Jahr großer Anstrengungen hätte sich dann gelohnt.

    Worst Case: Wir kontrollieren B.1.1.7 nicht, die Welle rollt Februar bis April über uns und bis auf Einige Ü80-Leute werden die Meisten doch über das Virus immunisiert. Auch in diesem Fall ist im Sommer wenig von Pandemie zu spüren. In diesem Szenario ist natürlich Blöd, dass wir über ein Jahr wirtschaftliche Existenzen mit Lockdowns kaputt gemacht haben um gerade mal 20% der Bevölkerung vor dem Virus zu schützen während der Rest trotzdem infiziert wird und an Long-Covid zu leiden hat. Lose-lose sozusagen. Achja, den gerade nachbestellten Impfstoff brauchen wir dann nicht mehr, kann an Taiwan gespendet werden.

    Fragen die sich daraus im Wahljahr ergeben: Wollen wir jetzt wirklich auf den letzten Metern verkacken? Sollen alle unsere Bemühungen des letzten Jahres umsonst gewesen sein? Warum durfte ich ein Jahr nicht feiern gehen, wenn wir am Ende eh alle sterben? Will man allen Proponenten der Herdenimmunitätsstrategie am Ende doch recht geben? Wäre es nicht doch besser gewesen, gleich zu Anfang aufzugeben um nicht ganz so lange unter Einschränkungen zu leben? Sollte ich dann im September nicht eine von den Herdenimmunitätsparteien wählen? Will man der Welt zeigen das man Deutschland/ Europa/ den Westen bei der Lösung der Weltprobleme wegen Unfähigkeit ausschließen sollte?

    • Hi Raphaelp, dass wir großes Potenzial haben, die Pandemie trotz absehbarem Ende noch so richtig gegen die Wand zu fahren und am Ende mit Lose-Lose dazustehen sehe ich auch. Halte ich für wahrscheinlicher als dein Best-Case Szenario. Mein Vorschlag wäre zumindest zu untersuchen, ob man den knappen Impfstoff nicht effizienter einsetzen kann.

  20. Tim, Pavel, danke für euren tollen Podcast!

    Aufgrund der sich abzeichnenden Pandemie Verlaufs würde ich gerne eine Diskussion zum Impfschema anregen

    Aus meiner Sicht könnte es möglich sein, dass wir mit gleicher Menge Impfstoff mehr schwere Verläufe verhindern könnten, wenn wir die Dosis reduzieren.

    Ziel bei der Impfstoffenwicklung und Ermittlung der Dosierung war sicher, möglichst hoher Schutz bei wenig Nebenwirkungen.
    Wie ihr berichtete wirken die beiden mRNA Impfstoffe ja zu 100% gegen schwerer Verläufe.
    Da ist doch sehr wahrscheinlich, dass eine geringere Dosis auch einen signifikanten Schutz liefert.
    Was fehlt sind Studien, die dass am Menschen belegen und entsprechende Zulassungen.

    Indizien sind z.B., dass bei gleicher Wirksamkeit der Moderna 100 Mikrogramm Wirkstoff hat, der BioNTech nur 30 [(71) Coronavirus-Update: Mehr Licht am Ende des Tunnels].
    Die BioNTech Phase1/2 Studien zeigten, dass auch bei 10 oder 20 Microgramm die Immunantwort mit der einer SARS-CoV-2 Infizierung vergleichbar war.
    DPhase 3 Studien wurden dann nur mit 30 Mikrogramm gemacht [Siehe „Daten aus Phase 1/2-Studien zu BNT162b2“ in
    https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/02_21.pdf?__blob=publicationFile%5D

    Von der verfügbaren Menge der Impfstoffe sieht es so aus, als könnte man in Europa im ersten Halbjahr 2021 ca. 50% der Bevölkerung versorgen. Frankreich z.B. hat recht genaue Lieferpläne via Twitter gemeldet, demnach 77M Dosen für 66M Bevölkerung. Bei zwei Dosen wären 60% der Bevölkerung wenn alle Impfstoffe zugelassen werden. Für Deutschland habe ich keine genauen Lieferdaten gefunden – gehe aber von ähnlichen Anteilen aus. https://twitter.com/pcanfin/status/1348952665137557504

    Wenn wir jetzt Inzidenzen wie im Sommer hätten wäre das nicht so das Thema.
    Die von euch berichteten Zahlen deuten ja eher darauf hin, dass sich uns das Infektionsgeschehen entgleitet:
    Bei einer Dunkelziffer von 5x waren jetzt schon ca. 10% in Deutschland infiziert und täglich infizieren sich trotz Lockdown etwa 100.000 – also mehr als derzeit geimpft werden.
    Wenn das so bleibt hat sich zur Jahreshälfte schon 1/3 der Bevölkerung infiziert.
    Auch wenn wir es schaffen die Inzidenzen <50 zu drücken, können wir das auf den letzten Metern noch richtig versauen.
    Wenn die Risikogruppen erstmal geimpft sind, sinken in 2-3 Monaten die Todesfälle und Intensiv-Betten-Belegungen drastisch. Die Eltern sind mental durch. LockDown wird schwerer zu rechtfertigen und dann sind da noch die Virus-Mutation.

    Das könnte dazu führen, dass sich der größte Teil der Bevölkerung vor einer Impfung infiziert.
    Das fände ich dann nach 1 Jahr Corona-Einschränkungen eine recht bescheidene Bilanz.

    Daher finde ich den UK Ansatz, die zweite Impfdosis zu verzögern sehr nachvollziehbar.
    Noch angebrachter wären aus meiner Sicht parallele Studien mit reduzierter Dosis.

    Klar ist die Entscheidung, „wir impfen wie vom Hersteller empfohlen, Zugelassen und durch in den Studien belegt“ wenig angreifbar.
    Aber was ist, wenn sich später rausstellt, wir hätten genügend Impfstoff gehabt um die Pandemie schnell einzudämmen, wir habe nur nicht die Studien gemacht um ihn effizient einzusetzen?

  21. Hallo (schon wieder)!

    Jetzt wo sich so langsam ein Enddatum für die Pandemie abzeichnet (Q3 2021) können wir damit anfangen, eine Liste der Dinge zu erstellen, die wir in dieser Pandemie nicht (mehr) erleben werden.

    Ich fange mal an:
    – Fahrscheinverkauf in BVG-Bussen
    – Dass im Supermarkt alle eine *effektive* Maske *richtig* tragen. Auch das Personal.
    – Hybrid-, Wechsel- oder Teilungsunterricht (oder sonstige Unterrichtsformen irgendwo zwischen “normal” und “garnicht”)
    – Schnelle, effektive Kontaktverfolgung
    – Effektives Corona-Warn bzw. eine Effizienz-Messung von Corona-Warn
    – Eine deutsche Studie darüber, wo sich die Leute anstecken.
    – Eine Angabe, wie Ansteckend eine U-Bahn oder ein Supermarkt sind.

    was ist eigentlich aus den Antigentests geworden?

  22. Moin,

    ist natürlich nicht ganz die richtige Stelle, das hier zu fragen, aber:

    Hat irgendjemand verfolgt, was eigentlich aus den verschiedenen Produktionsstätten geworden ist, die Bill Gates letztes Jahr aufzubauen begonnen hat?

    • Verfolgt habe ich das nicht, aber ich frug mich kürzlich das Selbe. Was ich gefunden habe: Die Gates Foundation macht bei COVAX mit, und die findet man dann wiederum im Zusammenhang mit AtraZeneca. Die Produktion, die von der Gates-Stiftung unterstützt wird, richtet sich aber ohnehin eher an Länder, die sich die teure Variante nicht leisten können.

      Ergo: mRNA-Impfstoffe scheint auch die Gates-Stiftung unterschätzt zu haben, im Zusammenhang mit AstraZeneca dürften die aber zu finden sein.

  23. Kurzer hinweis:
    Nicht nur Ärzte dürfen impfen, auch medizinische Fachangestellte (MFA) mit Zusatzqualifikation zum/zur Impfassistent/in dürfen das.
    Auch suchen die KVen (hier bei uns die KV Thüringen) genau solches Personal für die Impfzentren.
    https://www.bildungswerk-gesundheit.de/kursangebot/veranstaltung/seminar/qualifizierung-zur-impfassistenz

    Mit Erleichterung habe ich gerade festgestellt, dass Heilpraktiker niemanden impfen dürfen. Ich war schon in Sorge, da sie generell ja schon Spritzen setzten dürfen.

    Gruß
    Fabian

  24. Bei Zero Covid habe ich leider das Gefühl, dass diese Initiative zu spät kommt. Ich erinnere mich an den ersten Lockdown. Damals waren Einzelstimmen, etwa jemand vom Helmholzinsitut, stark dafür, dass der Lockdown bis auf 0 weiter geht. Ich hab das ebenfalls für die beste Idee gehalten, wurde aber häufig dafür angefeindet. Inzwischen sind wir natürlich im Bereich starker Investment fallacy. Es wurde ein Jahr in eine Bull Shit Strategie investiert, da dürfte es gar nicht so leicht fallen, den Tanker noch zu wenden. Diese Initiative wäre während des ersten Lockdowns weit aussichtsreicher gewesen, auch weil die Menschen noch viel eher bereit zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung gewesen wären. Vielleicht haben wir bessere Chancen, wenn man den Menschen zumindest keine 24/7 Ausgangssperren zumutet, sondern ein wenig darauf vertraut, dass es zu keinen Treffen kommt. Das hat in Bayern auch bereits in der ersten Welle gut funktioniert. Da durfte man keinerlei Kontakte außerhalb des eigenen Haushaltes haben. In Neuseeland hat man auch Erholung im Freien zugelassen. Grundsätzlich wird es alles andere als leicht zu sagen: “Wir haben jetzt ein Jahr lang sinnlos Menschen sterben lassen und geglaubt wir könnten mit dem Virus leben, sorry. Jetzt noch mal alle ein Monat Wegsperren, dann wars das”. Ich befürchte viel Reaktanz.

  25. Kurzer Nachtrag zu den Ausgangssperren: Inzwischen haben wir in Bayern in einigen LKs seit über einem Monat eine nächtliche Ausgangssperre. Meine Stadt lag über 200, deshalb ging es noch etwas früher los. Zunächst wurde argumentiert, dass die 7-Tagesinzidenz im bayerischen Durchschnitt über 200 läge. Als sie darunter war, wurde die Ausgangssperre trotzdem verlängert. Hätte man den Menschen vorher einen Zielwert mitgeteilt, könnte man tatsächlich selbst auf die Zahlen gucken, so geht jegliches Kontrollgefühl verloren, da Söder es schlichtweg von oben herab verkündet.

  26. Zur Impfgeschwindigkeit: In meiner Stadt in NRW sind wir laut Pressebericht mit dem Impfen schneller als andere Kommunen. Wir werden nun künstlich von der NRW-Landesregierung ausgebremst und dürfen die nächste Personengruppe erst impfen, wenn alle anderen auch so weit sind. Unser Impfzentrum wird mit 1500 Impfungen pro Woche hochgefahren, obwohl es auf 1500 Impfungen pro Tag ausgelegt ist. Die Mengen an Impfdosen, die Spahn versprochen hat, kommen bei uns nicht an.

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