UKW057 Corona Weekly: Überbackene Fernbedienung

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Heute wurde es dann doch mal eine kürzere Sendung, denn im Kern gibt es gute Nachrichten: seit längerem gehen die Zahlen mal deutlich zurück aber noch lässt sich nicht ablesen, ob sich dieser Trend halten wird, was aber erforderlich wäre

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

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Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Brittlav, hallo und es ist Freitag der zweiundzwanzigste Januar. Zwanzig, einundzwanzig und das heißt Corona Wickly ist wieder angesagt und ja das natürlich mit mir und mit Pavel Meier, hallo Pavel. Ja, eine Woche ist vergangene Woche, die wir in der letzten Sendung abgeschlossen haben, so ein bisschen mit etwas Unklarheit darüber, wie sich denn jetzt alles so entwickeln kann, stellt sich raus, es hat eine Entwicklung gegeben, das werden wir dann auch gleich aktuell besprechen. Ich dachte mir nur vielleicht ist es ganz angemessen heute nochmal mit etwas Feedback anzufangen, dass wir das gleich vom Tisch haben und gar nicht erst vergessen wieder einzubringen. Ähm ja und Feedback gab's vor allem, weil wir nein, du hast dich verrechnet und ich hab's nicht gemerkt. Ja, so, so sieht das aus, weil äh du hast ja mal, wir haben ja darüber nachgedacht, was äh was denn Deutschland so der Impfstoff kostet und ob denn dann das nun nennenswerte Kosten sind. Ja und dann hast du einfach mal die äh hundertsechzig Millionen Dosen, die wir da irgendwie kaufen müssen, hochgerechnet auf hundertsechzig Millionen Euro. Und da haben wir dann wieder mal einen Faktor zehn Fehler, weil. Bei so zehn bis zwölf Euro pro Dosis, die das wahrscheinlich kostet, kommen wir jetzt so billig dann doch nicht davon. So.
Pavel Mayer
Ja. Äh okay gut ähm ja ähm ja. Okay, äh ja, also eins Komma sechs Milliarden Jahr ist aber äh ich sag mal. Genau eine Größenordnung, äh aber es äh immer noch äh ich sage mal eins bis zwei Größenordnungen unter dem, was uns das Ganze sonst kostet. Also insofern, ja, ist ein peinlicher Fehler, für den ich mich entschuldigen möchte, aber ändert jetzt nichts am Sachverhalt, dass äh dass das Ganze bei uns nicht wirklich eine große Delle äh in die in die Finanzen macht, also das äh ja.
Tim Pritlove
Nee, also zumal, ich meine, das ist ja auch eine reine Rechnung gewesen auf Basis, was kostet jetzt der Einkauf dieses Impfstoff und tatsächlich ist ja an der Verabreichung einer Impfung hängt ja noch sehr viel mehr dran. Die, der Transport, die Lagerung, die Organisation, extrem hohe Personalkosten für die Impfzentren und die ganze Logistik et cetera PP. Die Rechnung kann ich natürlich jetzt nicht aufmachen, weil diese Kosten sind äh so nicht bekannt. Aber äh die hängen da natürlich noch mit dran, was ich damit sagen möchte, ist der Preis des Impfstoff selber, ist. Ein Teil, aber bei Leibe nicht unbedingt äh der größte Teil und selbst wenn es so wäre. Ist es halt auch alles noch zu stemmen. Also das daran hängt es jetzt nicht, ne? Das Ganze hatten wir ja im Kontext dessen, debattiert dieses Aufrufs nach Sirokowit und äh, ob denn nun sozusagen diese Impfstoffe in irgendeiner Form freigegeben werden sollten et cetera, da gab's dann auch in den Kommentaren nochmal so die ein oder andere Rückmeldung. Ich würde grundsätzlich noch auf der Position bleiben. Dass ich das nicht in der aktuellen Situation einerseits nicht als notwendig erachte, also nicht um diese konkrete Krise jetzt zu diesem Zeitpunkt in irgendeiner Form zu bekämpfen und darüber hinaus auch Na ja, äh da so ein bisschen meine Bedenken habe, ob's äh das denn nun so wirklich bringen wird zu dieser immer wieder in den Raum gestellte Vorwurf der Bereicherung, was ich irgendwie in dem Moment wirklich finde sehr schwieriges schwierigen Begriff halte, ja? Man würde sich ja an der Krise bereichern und das das wäre ja jetzt in irgendeiner Form unangemessen Naja, weiß ich nicht, müssten dann irgendwie die FFP zwei Masken auch alle äh äh kostenlos geliefert werden. So bereichern sich Leute da auch an der Krise, also am Ende ist es ja einfach Teil unseres normalen Wirtschaftslebens und wenn das jetzt generell im medizinischen Bereichen auch gelten würde, dann müsste man das ja eigentlich auch auf alle Medikamenten äh so machen. Gibt natürlich auch da Bereiche, wo es vielleicht nicht so gut läuft und Medikamente zu teuer sind, aber das ist jetzt auch mal eine komplett andere Debatte, die wir jetzt hier so in der Form auch nicht unbedingt führen müssen.
Pavel Mayer
Also ich werde dafür, dass man halt so ein bisschen dann die übermäßigen Gewinne der Krisengewinnler dann im Nachhinein einfach ein bisschen abschöpft, ja. Äh. Das wäre meiner Meinung nach die vernünftigste Lösung.
Tim Pritlove
Ja, dafür gibt's Steuern. Also wenn jemand viel Geld verdient, so, dann äh nimmt man dann halt Steuern und dann verdient der Staat halt auch daran wieder sein Geld zurück. So funktioniert das ja eigentlich immer. Dann hat mir dieses schöne Segment mit äh ähm der Vorgehensweise in Niedersachsen und wie sich's jetzt abzeichnet, wohl auch noch anderen Bundesländern, äh wo die Benachrichtigungen mit äh über das Einwohnermeldeverzeichnis äh. Irgendwie keine keine keine leicht zu lösende Aufgabe ist und hier teilweise Postdienste ähm herangezogen werden, die dann eben um ihren. Ja, die dann sozusagen ja nicht diese Altersinformation haben und dort äh Namen. Auf einmal als Anhaltspunkt nehmen, wie alt denn eine Person wäre.
Pavel Mayer
Anhand des Vornamens.
Tim Pritlove
Anhand des Vornamens, ja? Also wenn man jetzt sozusagen einen typischen Vornamen hat, wie man ihn vielleicht. Das hast du gesagt. Na ja, aber so es gibt ja vorne, also es gibt ja Vornamen, denen man in gewisser Hinsicht ähm unterstellt, dass sie äh heutzutage eher ältere Leute tragen würden und die dann eben, weil das ja immer so ein, so ein, so ein, der was gerade so Fashion ist.
Pavel Mayer
Genau, mir, mir fiel halt deswegen auch Adolf ein, weil der halt sehr in Fashion und dann sehr out of Fashion. Äh äh war ja.
Tim Pritlove
Gut, aber das hat nochmal andere Gründe. Auf jeden Fall äh habe ich äh einen Hinweis bekommen von ähm. Einem Hörer aus Hamburg. Wo tatsächlich auch ein Brief reingeflattert äh ist von der Bundesregierung mit einem Berechtigungsschein für sechs Schutzmasten mit hoher Schutzwirkung zur Abholung in einer Apotheke mit zwei Euro Eigenbeteiligung. Für äh ja jemanden mit dem Namen Hans-Christian Albert. Dass äh hat offensichtlich schon äh gereicht, hier äh eine entsprechende Bewilligung auszusprechen. Das Problem ist, äh, Hans-Christian Albert ist drei Jahre alt und hat jetzt nicht so unmittelbaren Bedarf. Würde ich mal sagen, ne? Und ich muss auch sagen, zwei Euro Eigenanteil, also ich habe jetzt gerade mal wieder ein größeres Paket FFP zwei Masken auf Amazon gekauft, da hat mich eine Maske eins fünfzig gekostet.
Pavel Mayer
Ja, das ist so ungefähr. Ich habe jetzt auch wieder auch eine Bestellung aufgegeben. Ich habe nämlich gesehen, die die Dinger gibt's auch ab Werk in schwarz übrigens. Äh so, deswegen habe ich mir jetzt irgendwie ein paar weiße und ein paar schwarze bestellt. Ja.
Tim Pritlove
Schicko. Schiko. Äh demnächst gibt's hier denn bestimmt auch noch mit bunten Aufdrucken. Ist noch einiges zu holen.
Pavel Mayer
Ja, ich habe, ich habe gesehen im äh im Senat äh und so machen die das jetzt teilweise so, dass sie halt äh FFP zwei unten drunter und dann oben drüber sagen noch die designte Alltagsmaske, das ist so ein bisschen jetzt die die einen Trend äh sage ich mal. Der Trend geht zur doppelten Maskierung.
Tim Pritlove
Ja, stimmt, das war jetzt auch der Style bei der enorm in Auguration, da hatten sie auch alle so äh für B zwei Masken und dadrüber dann halt noch ein bisschen Deko. Wahrscheinlich auch gar nicht so 'ne schlechte Idee, weil dann kann man nämlich auch einfach irgend so ein beliebigen hübschen Stoff nehmen der einfach nur zur Verkleidung dient und das Fashion Statement macht und dadrunter kann man dann eben schön äh austauschen die. Maske, die ich mir auch selber genäht hatte, äh Anu Dame, dazu mals im März äh zwanzig zwanzig äh war dann auch so diese Hongkong Maske. Dieser Hongkong äh Schnitt, so hieß das ähm wo man dann aber noch so ein Fleece einziehen kann, was es hier so nicht zu kaufen gibt, aber äh wo in Hock ganz gängig war, dass man dann so allgemeine Filterfließer hatte, die man einfach in die Stoffmaske selber reinmacht, dann kann man das Fleece wegschmeißen, austauschen und die Maske einfach normal waschen. Ja und dann. War das auch so das Ding, aber am Ende muss ich sagen, habe ich dann äh ja erstmal mit den ganzen normalen. Äh Mundnasenschutzdingern, den OP-Masten besser gelebt, hatten wir ja auch drüber gesprochen und mittlerweile mache ich einfach auch nur noch FP zwei und fertig. Zur FLP zwei Masken habe ich dann auch im hinteren Teil der Sendung nochmal ein extra Segment Jetzt wollte ich erstmal nochmal ein bisschen weitermachen mit dem Feedback, bevor wir zu den Zahlen kommen, ein weiteres Feedback gab's dann noch, zu einer Aussage. Zu den Impfstofftypen von Leere Borgu und da zitiere ich mal wortwörtlich. Ähm und zwar die klassischen Vektorimpfstoffe, die Pavel erwähnt, äh gibt es so nicht. Rekombinant äh war Revector Wexzenes sind genauso wie MRNA-Magstine, eine neue Technologie. Das erste und einzige mir bekannte bisher zugelassene virale Viktor Wagzin ist RVSVC Boff äh gegen Ebola zugelassen zwanzig neunzehn von der IMA und FDA, Ich denke, Pavel malte die klassischen Live-Attenurated Hole in Activate-Impfstoffe. Astra Sinnika äh Ochsford gehört, da aber nicht dazu. Tim meinte, dass ACD zwölf zweiundzwanzig, also das ist dieser Impfstoff von äh aus Oxford. Astra Senika, äh auch ein Lipidnano-Partikel sei, da Virus ist in dem Fall nicht ganz korrekt, wenn der verwendete Viktor. Gehört zu den Adenovi äh Viren, wie auch Sputnik äh und äh Johnson and Johnson. Welche zu den Non-Entwellopt Viren gehören? Und damit zu den nackten Viren ohne Doppel-Lipidschicht. Bin mir ehrlich gesagt gar nicht so sicher, dass ich das gesagt hätte. Ich wundere mich jetzt so ein bisschen, äh ist mir vielleicht so rausgerutscht, weil ich glaube, also ich habe da jetzt nicht so klare Erkenntnisse äh was diesen AZD zwölf zweiundzwanzig betrifft, aber kann sein, dass mir das so rausgerutscht ist weiter noch im Text trotz der Neuheit der Technologie habe ich keine Bedenken zu MRNA wie Kombinanten Viral Viktor Waxin nach erfolgreich durchlaufender Phase drei Studie. Trotzdem fände ich wie Tim interessant, auf welche Studien. Pavels hier bezieht im Zusammenhang mit sytotoxischen Wirkungen von äh LNPs, also den Liquid Nano Partikeln. Ich weiß nicht, hat mir da keinen Link zu.
Pavel Mayer
Wie gesagt, ich hab dann also mir sind da halt ein paar Slides über den Weg gelaufen, ich glaube ich hatte dir das auch geschickt, ich hab dem jetzt auch leider nicht weiter nachrecherchiert äh. So ähm ja ähm vielleicht. Können wir das zur nächsten Sendung äh nochmal dann dann aufklären ähm.
Tim Pritlove
Ja, ich schaue, ich schaue nochmal in die Shownotes und zur Not tragen wir das die Shownotes äh dieser Sendung.
Pavel Mayer
Ja gut und ähm ja mit dem und zum Thema irgendwie. Klassisch und weckt impfstoff Gut, da war mir das klassisch in dem Sinne rausgerutscht, dass sozusagen Vectoring mit Hilfe von Adenovieren ist äh halt auf jeden Fall etwas, was man schon länger macht, also länger jedenfalls als ähm mit den Lipid-Nanopartikeln. So, das ist also eine eine ja sage ich mal eine erprobtere äh Technologie so, aber ja ähm. Ansonsten äh ähm ja in der Tat, also die klassischen Impfstoffe sind halt dann äh typischerweise entweder ja geschwächte äh Viren oder oder Virus äh. Partikel, also entweder Lebende oder, lebende Geschwächte oder Tote, Viren, das sind so die im Prinzip die klassischen Impfstoffe und dann das mit dem Vectoring ist halt, wenn man dann irgendwie entweder über einen Virus, über einen Adenovirus üblicherweise oder halt über Lipidnanopartikel dann äh Erbgut in die Zelle einschleust. So.
Tim Pritlove
Na gut, das können wir ähm, vielleicht nochmal klären, denn wie es gerade so hip ist, äh, planen wir mal eine kleine Feedback-Runde zu machen, dass wir da nicht immer diese schwierigen Rückkanal haben solltet ihr also auch schon dem aktuellen Hype um Clubhaus verfallen äh sein, dann könnt ihr am Montag um einundzwanzig Uhr dann mit uns äh quatschen und. Solltet ihr da noch nicht auf der Plattform sein oder nicht, ist auch egal. Wir versuchen einfach nur mit den Leuten, die wir da äh mühelos erreichen können, mal ins Gespräch zu kommen und noch ein paar Experten äh dazu zu holen, die ja das alles noch teilweise ein bisschen besser drauf haben im Detail als wir und vielleicht ähm könnte das was äh geben, So, damit sind wir dann aber zu unserem traditionellen Hauptsegment äh vorgestoßen und wollen nochmal schauen, was denn die Zahlenlawine des RKI so für interessante Erkenntnisse für uns hat. Letztes Mal, habe ich ja schon erwähnt. Punkt angekommen, wo es irgendwie so oder so laufen könnte und sich nichts wirklich unmittelbar abgezeichnet hat weil wir das auch schon vorher gesehen haben, dass wir schon mal an solchen Punkten waren, uns dann mal nach oben, mal nach unten gingen. Wie sieht's denn jetzt aus.
Pavel Mayer
Ja, jetzt sieht es ja, kann sagen durchaus positiv aus, also die Zahlen haben jetzt gerade einen deutlichen Trend nach unten so bei den, ja sieben Tage Schnitt äh sind wir jetzt ziemlich genau äh da, äh wo wir am zweiten elften waren, als wir den Lokdown Light als wir angefangen haben mit dieser ewigen Logdown Phase. So und. Ja wenn das jetzt so weiter. Laufen sollte in der Geschwindigkeit ja ähm Na ja, wenn wir in ein bis zwei Monate noch durchhalten äh äh könnten dann ja könnte man so irgendwann in ein bis zwei Monaten tatsächlich vorsichtig äh an die ersten Öffnungen äh denken aber ja man wird sehen, wir wissen ja üblicherweise. Verpuffen ja Maßnahmen nach einer Weile, aber was sich jetzt zeigt, ist okay, wenn man halt einen relativ harten Logdown macht, dann funktioniert der auch. So. Im Gegensatz zu dem, was wir so vorher hatten, was nur so halb funktioniert hat, Ja ähm also. Das zweite Positive ist, dass sich auch die Zahl der Toten jetzt stabilisiert hat, beziehungsweise äh sogar jetzt der sieben Tages äh Schnitt auch. Erstmals seit langem gesunken ist so und wenn wir jetzt dann einen Blick. Die Testzahlen werfen, dann bestätigt sich da auch der Abwärtstrend, weil was man nämlich auch immer ganz gut an den Testzahlen, sehen kann, so an der letztlich an der Positivitätsrate, wie viel Prozent positiven Anteil. Ähm haben wir äh eigentlich bei den Tests und äh wenn der zurückgeht. Und die Zahl der Tests äh sagen nicht gleichzeitig äh extrem ausgeweitet wurde, dann kann man davon ausgehen, dass die Zahlen, dass die tatsächlich zurückgegangen sind, beziehungsweise die nicht nur die Zahlen zurückgegangen sind, sondern auch die äh reale Infektionsausbreitung.
Tim Pritlove
Also die Tests sind um ungefähr fünf Komma zwo fünf Prozent zurückgegangen. Die Anzahl der Tests. Und die positiven Quote lag jetzt in, also wir beziehen uns jetzt auf die KW zwei einundzwanzig äh bei zehn Komma fünf Prozent. Und es war in der Woche davor zwölf Komma sieben acht Prozent und das ist dann halt auch mal ein weiterer Rückgang dieser positiven Quote. Wir hatten ja schon in der letzten Woche einen Rückgang letzte Woche um zwanzig Prozent und jetzt um siebzehn Komma acht Prozent und das ist zumindest schon mal ein Trend.
Pavel Mayer
Das ist schon mal ein deutlicher Trend, zumal wir ja bei äh zwischen. Zeitlich ja bei sechzehn äh Komma null sieben Prozent waren in der in der Spitze in der äh KW dreiundfünfzig. Also ja, man kann sagen, der Lokdown zeigt Wirkung gerade, das kann man. So festhalten und äh ja wenn wir da noch, ich sage mal, ein, zwei, eher zwei als ein Monat. Durchhalten dann ja kommen wir auch irgendwohin.
Tim Pritlove
Tja, dann kommen wir in den März, da kommen wir in Mitte März. Da muss ich doch jetzt glatt mal gucken, wie sich das eigentlich, wann ist denn Ostern eigentlich? Ostern ist Ende März. Oh je. Da wollen ja wieder alle Urlaub machen. Ich würd's ja allen gönnen.
Pavel Mayer
Ja, also ich befürchte ja eher. Dass dann plötzlich also ist die Lockerungsdiskussion die gehen ja jetzt jetzt schon los dass wir auch tendenziell eher fast zu früh lockern werden, wobei. Ich das Gefühl habe, dass noch die äh jenigen, also die, ich sage mal, die harten Lokdown-Befürworter gerade noch, in der Mehrheit sind in der Bundesregierung und im Moment, glaube ich, dass noch das ist aber man merkt schon, wie halt einzelne Länder anfangen jetzt gerade schon auszuscheren und unbedingt wieder die Schulen aufmachen wollen und äh so weiter. Auch was jetzt den R Wert angeht. Ist es so bundesweit ja liegen wir jetzt bei knapp null Komma neun. Also etwas unter null Komma neun für den sieben Tage R-Wert null Komma acht acht wäre das das ist. Schon mal was, also das heißt, dass man so sagen von Woche zu Woche zwanzig Prozent weniger hat, das spürt man schon als Rückgang. Ist aber ja es ging schon mal besser. So, also wir waren waren schon mal im ersten Lokdown ein bisschen besser, aber ansonsten. Äh sehen die Zahlen bisschen besser aus, als sich's erwartet äh hatte. So, kann man sagen, also ich finde es erfreulich, wie die Zahlen sich in der letzten Woche entwickelt haben.
Tim Pritlove
Ja, aber eine Woche reicht nicht, ne? Wenn ich jetzt hier so ein bisschen mir einfach mal die Grafik äh äh schnappe und das mal so ein bisschen vergleiche, da ist ja gesagt, ein oder zwei Monate, ne? Also wenn man jetzt mal so die aktuelle Dreijektorie so ein bisschen in die Zukunft verlängern, würde ich mal meinen würde es jetzt so bleiben Ja, würde, würde vielleicht unter Umständen, ne, muss man halt immer so sehen, dann wären wir vielleicht in einem Monat. So in diesem Bereich, dieser fünfziger äh Institanz, wenn ich das richtig sehe.
Pavel Mayer
Mhm.
Tim Pritlove
Wir erinnern uns, das ist so äh der Schwellwert gewesen, wo alle langsam anfingen, bisschen auszuticken, wo dann auf einmal Berlin äh der böse verseuchte Ort war, Ja, Berlin, was erlaube, Berlin. Äh kurz danach äh ging's irgendwie allen an den Kragen und dann hat sich das auch wieder schnell verflüchtigt. Das ist jetzt auch noch nicht ausreichend nur dann eben über diese vier Wochen hinaus noch ein bisschen Anstrengung zu machen, sagen wir mal nochmal so zwei Wochen, also zumindest so sechs Wochen durchhalten. Das könnte uns dann tatsächlich in diesen Bereich der fünfundzwanziger Institzen bringen, zumindest mal sagen kann. Man hat nicht so dieses Gefühl in Zombielands zu leben, wo wie jeder fünfzigste, der auf der Straße einem begegnet, potenziell gerade mit einem aktiven Virus im Maul durch die Gegend läuft. Dass wir so die Perspektive, also Mitte Februar Ende Februar und das deckt sich ja eigentlich auch so ein bisschen mit unseren Erwartungen, die wir hier schon. Zu Beginn des Lokdownlights oder dann auch im Laufe des Dezembers geäußert haben.
Pavel Mayer
Ja Ja, ansonsten, ich meine Deutschland jetzt reale Institutionen jetzt hundertdreiundvierzig äh im Moment die. Vom RKI ausgewiesene, weil er immer Fälle ignoriert werden eher bei hundertdreißig, so. Ungefähr und ja bei den bei den Bundesländern Bremen. Mit vierundachtzig steht am besten da und äh Brandenburg und Sachsen-Anhalt und Sachsen und. Thüringen sind noch so in den zweihundertfünfziger Regionen unterwegs, also ja zweihundert. Vierundvierzig bis zweihundertachtzig in dem Bereich so und dann kommt ist so die die größte Gruppe der der Bundesländer so von Bayern, Berlin, Hessen, NRW, Mecklenburg-Vorpommern, Bavy, ja, Saarland, Rheinland-Pfalz und Hamburg. Die liegen so alle immer noch über hundert ja ähm zwischen hundert und hundertfünfzig. So, also wir haben sagen jetzt einmal so eine eine Flotte immer noch von vier Bundesländern, die noch richtig hoch sind. Und ja.
Tim Pritlove
Aber muss man auch dazu sagen, alle Bundesländer haben signifikante signifikant sinkende Zahlen, also es ist einfach äh besonders das stark betroffene Sachsen hat eine Menge äh umdrehen können, auch Thüringen ist ganz gut unterwegs, also da ist wirklich ein Turnaround auch erreicht worden und äh da wo die Rückgänge geringer sind, da ist halt auch unhin nicht so viel los wie Schleswig-Holstein oder Bremen und das sieht soweit schon mal ganz gut aus. Wenn das jetzt mindestens zwei Wochen so bleibt, so, dann. Dann werde ich auch langsam optimistisch, dass dass ich äh äh auch an den Sterbezahlen nennenswert was ändern kann.
Pavel Mayer
Ja? Weil die gehen ja äh wie gesagt schon glücklicherweise äh auch äh langsam leicht nach unten. Ähm.
Tim Pritlove
Ja, aber auf hohem Niveau.
Pavel Mayer
Auf ja auf nach wie vor viel zu hohem Niveau. Also wir sind immer noch ja. Bei achthundert im Wochenschnitt sind wir jetzt pro Tag. So, Trote, das ist natürlich immer noch viel, viel, viel zu hoch. Ja
Tim Pritlove
Dann wird natürlich jetzt aber demnächst jetzt wieder die Schuldebatte kommen, ne? Also ich habe jetzt den Überblick über die Bundesländer nicht. Ähm in. Berlin ist es so, die Schulen harten jetzt diese Woche noch zu, die werden auch die nächste Woche noch zu haben und dann hatten wir glaube ich schon mal, dann wird so diese diese Situation kommen, dass Winterferien anstehen. Ich. Muss man erstmal kurz nochmal den Schulferienplan von Deutschland äh holen, wie weit das eigentlich auseinander äh geht bei diesen Winterferien, die existieren ja doch glaube ich nicht äh überall so, das ist so eine typische Geschichte in Berlin und Bayern. Ähm Entschuldigung, äh Berlin und Brandenburg gibt's diese Winterferien in anderen Ländern, noch in Sachsen und der Rest hat sowas nicht bis auf Thüringen, die. Da ist das jetzt nächste Woche und dann hat Mecklenburg-Vorpommern noch so einen Zwei-Wochen-Block in zwei Wochen. Verzichtet auf sowas komplett, da sind dann halt wahrscheinlich glaube ich die Weihnachtsferien länger und.
Pavel Mayer
Die Osterferien sind dann teilweise drei Wochen und.
Tim Pritlove
Genau, also es ist ein bisschen anders verteilt. Also ähm das heißt, es gibt relativ viel Öffnungspotential und äh ich wäre schon froh, wenn jetzt zumindest Berlin noch durchhält und noch die Winterferien noch mit dranhängt, also so zwei Wochen Schulen zu, fände ich es schon mal ganz gut. Dann könnt ihr das auch mit dem Digital und so noch ein bisschen lernen. Also, Das wäre vielleicht gar nicht mal so schlecht.
Pavel Mayer
Ja, wahrscheinlich sagen, machen offene Schulen äh genau den Unterschied aus zwischen. Zahlen gehen runter und zahlen bleiben gleich so in der momentanen Sit. Ja. Schulen sind jetzt nicht der einzige Infektionstreiber oder vielleicht auch nicht der Hauptinfektionstreiber äh aber bei der bei der. Debatte immer so, was sind denn jetzt die Infektionstreiber ähm. Sind wir in der Situation, dass wir eigentlich alle. Potenziellen Infektionstreiber so weit wie möglich angehen müssen. Lange es zu sagen hier ja wir, halten dies auf oder jenes auf oder das auf, weil es doch nur geringfügig zur Infektion äh beiträgt. Wir brauchen auch jedes geringfügig ähm so müssen wir halt reduzieren, im Moment, weil in der Summe, wir haben halt nicht viel Spielraum, mit 'n mit 'nem R. Zwischen null Komma acht und null Komma neun eher eigentlich bei null Komma neun. Bundesweit ja da ist ja da ist im Moment kein Öffnungspotential.
Tim Pritlove
Zumal wir ja jetzt auch Christian Drosten nicht müde wird zu betonen, wir immer noch das Problem haben, dass eben die neue äh UK Virusvariante sich hier breit machen äh könnte, um das wahrscheinlich auch tun wird da haben wir ja auch schon drüber geredet, dass gerade in Großbritannien das dann eben auch in den Schulen dazu geführt hat, dass die Zahlen nach oben gingen, ja? Also nicht die Schulen waren alleine Schuld, sondern. Das war halt einfach. Die Mutante war da und umso mehr Orte, sie hatte äh sich zu verbreiten, hat sie natürlich ihren Verbreitungsvorteil dann auch ausgenutzt, also man muss die Gesamtinfektionszahl einfach nennenswert runterkriegen, damit auch diese Variante dann kein Problem mehr ist. Aber in einem Zustand wie jetzt, wo die wo einfach die die Institzen noch Noch zu hoch sind, wo eigentlich immer noch sehr viel Virusaktivität da ist. Jetzt noch eine Steigerung, so ein Push durch eine sich leichter verbreitende Virusart zu bekommen Würde dann eben einfach unsere aktuellen Erfolge komplett dicht machen. Also wäre jetzt der in Deutschland dominante Virus diese Variante aus UK, was derzeit sicherlich noch nicht der Fall ist, sondern hier und da, ne. Aber wäre es so, dann hätten wir mit Sicherheit keinen eher unter eins.
Pavel Mayer
Das äh ja wobei man auch. Ähm immer wieder betonen muss, das Reduzieren von Kontakten ähm reduziert auch die Ausbreitung der neuen Virusvarianten Also die sind die durchtunneln jetzt auch nicht auf magische Weise Wände und äh Wabern jetzt nicht so durch die durch die Stadt und äh ja es braucht halt mehr und was ich auch jetzt gelesen habe ist, dass die Zahl der Kontakte aber nach Verkehrsbewegungsmustern hier Google und andere Dienste. Ist es wohl so, dass jetzt zwischenzeitlich tatsächlich die Zahl der Kontakte äh im neuen Jahr soweit reduziert worden ist, wie sie auch mal während der ersten. Welle, wie er reduziert hat, so das ist. Äh also schon mal ganz gut äh was soll man sagen? Aber die Frage ist, wie lange das anhält und äh beispielsweise der Straßenverkehr gestern ich, neue eine neue Batterie fürs Motorrad brauchte, bin ich halt ein bisschen rumgefahren und die Stadt war voll so. Also das ist immer so ein bisschen mich dann auch einen Indikator. Äh tagsüber äh ist äh richtig Aktivität in der Stadt. Weiß nicht, ob dir das auch aufgefallen ist.
Tim Pritlove
Ich bewege mich ja äh kaum. Durch die Gegend. Also ich habe abgesehen von meinen kurzen Spaziergängen im Block und äh im angrenzenden Park Ich bin nicht aus dem Kilometer äh oder zwei Kilometer Radius um meine Wohnung heraus rumgekommen und bin eigentlich auch. Mit dem Auto bestenfalls unterwegs, wenn ein Großeinkauf Supermarkt ansteht.
Pavel Mayer
Ja, also ich bin ab und zu, so bin ich mit dem Motorrad unterwegs und da ist mir auch aufgefallen, dass so vor ein, zwei Wochen teilweise wirklich die Straßen sehr leer waren, vor allem äh wenn's dann etwas später wurde so, dass äh dann ganz nett, aber das scheint sich jetzt auch wieder langsam zu verändern. Also ich, Würde denken, dass ja wir auch jetzt trotz der anhalten. Den Lokdown-Regeln und sogar teilweise kleineren äh Verschärfungen hier und da ähm das, die äh ähm ja, dass dass äh äh die. Effektivität wahrscheinlich jetzt von Woche zu Woche abnehmen könnte, der Maßnahmen, dass die Leute wieder aktiver werden.
Tim Pritlove
Also ich habe mir gerade mal hier die Mobility äh Reports angeschaut. Es gibt ja diese Mobilitätstrends, ne, äh sowohl von Apple als auch von Google. Äh ich habe jetzt gerade die von Apple vor der Nase. Ich glaube, die unterscheiden sich nicht nennenswert. Ist schon erstaunlich, also wir haben das jetzt hier richtig deute, tatsächlich seit. Ja seit November äh abnehmende Mobilität. Und das ist dann auch zu löst das hier zeitlich nicht so genau auf. Ich kann das jetzt hier grade nur so erahnen, also tatsächlich ist es dann um Weihnachten herum hat es so sein Tief erreicht. Klar, ne? Also die Leute sind dann Weihnachten irgendwo und bleiben dann mal eine Woche da. Aber äh im ganzen Januar ist ja ist die Mobilität nicht nennenswert angestiegen, Also wir haben tatsächlich gerade ein Mobilitätsniveau wie na ja ungefähr ein. Zwei Wochen, nachdem so die tiefste Phase im ersten Doktor erreicht war. Also immer noch minus dreißig äh Prozent, was das Autofahren betrifft ungefähr minus fünfzig Prozent, was so ähm Gen und ÖPNV. Also ist schon ist schon weniger. Vielleicht sind wir auch schon nix mehr gewohnt, wenn wenn wir irgendwie andere Menschen sehen, dann kommt uns das gleich nach viel vor. Das kann natürlich auch sein.
Pavel Mayer
Äh Ja, wenn vor einem noch andere Fahrzeuge an der roten Ampel stehen, dann empfindet man es schon äh reizvoll.
Tim Pritlove
Ja Also ist ein bisschen schwierig hier Empfehlungen zu geben, die Maßnahmen, die jetzt nochmal äh nachbeschlossen wurden, beziehen sich ja im Wesentlichen dann auch auf das Geschehen Arbeit ne? Also Stichwort äh Homeoffice, wie das so schön heißt, auf neudeutsch, auf Corona Deutsch. Deutsch-Corona, Corona Deutsch. Na ja, es gibt halt jetzt quasi eine Verpflichtung für Unternehmen, äh Mitarbeitern, Homeoffice anzubieten. Aber die Freiheit der Mitarbeiter dieses anzunehmen oder nicht. Ja, also man wird nicht ins Homeoffice geschickt und man dann hat das so zu sein, was sicherlich auch, sagen wir mal, etwas knifflig wäre, das so zu verordnen, weil dann müsste man natürlich quasi. Abwägen geht das überhaupt und so weiter. Da stecke ich jetzt überhaupt nicht drin, deswegen will ich das auch nicht groß vertiefen. Tatsache ist. Es ist nicht absehbar, inwiefern jetzt. Durch Homeoffice Angebote in der Geschäftswelt sich hier nochmal weiter Kontakte reduzieren lassen. Es wäre natürlich zu hoffen, aber das ist äh noch lange nicht sicher. Und was man glaube ich auch nochmal sehen muss. In der aktuellen Situation, was mir so ein bisschen wenig berichtet wird, Drosten äh betont ist und da hat er ja auch Recht. Es ist jetzt der einundzwanzigste Januar. Ja, also wir haben jetzt noch zwei Monate Winter. Also in Berlin fühlt es sich natürlich wieder mal nicht an wie Winter, aber woanders gibt's ja zumindest Schnee. Das mag vielleicht auch helfen. Ich glaube, wenn jetzt hier Schnee lege, dann das würde uns extrem entgegenkommen. Trotzdem ist es halt auch einfach Grippesaison, es ist einfach die Zeit, wo Infektion am besten arbeiten können. Die Kälte äh all das, die schlecht gelüfteten Räume, das Das ist halt einfach etwas, was generell Infektionsgeschehen antreibt und bis Ende äh März bleibt das halt im Wesentlichen auch noch so und dann äh dann hilft auch die Umwelt wieder ein bisschen mit. Hier in irgendeiner Form Infektionsgeschehen äh natürlich einzudämmen.
Pavel Mayer
Wobei eben wenn man wenn man keine Kontakte hat äh spielt dann auch das Wetter keine Rolle. So, aber wie wir sehen, äh finden ja äh gibt es.
Tim Pritlove
Die Leute ja natürlich, das ist, das ist halt so.
Pavel Mayer
OK zwischen dreißig und fünfzig Prozent hm, Ja, das ist jetzt nicht wirklich Lokdown, also Lokdown, wenn man sich vorstellen, dass ich dann wirklich auf ja dreißig oder zwanzig Prozent oder so runter, aber äh ja dem ist nicht so und das ist auch wenn man. Mal auf die Liste der sogenannten ja systemrelevanten Berufe oder wie die das genannt haben guckt. Ist endlos lang. Weiß nicht, ob die die auch untergekommen ist, aber äh so äh offenbar ja außer. Völlig außer Künstlern ist da so ziemlich alles drauf zu finden. Ja, also ich glaub die ist vier Seiten lang, die Liste der. Äh der der Berufe klar äh sein Gesundheitsberuf, aber alles was irgendwie im entferntesten dann auch mit Versorgung zu tun hat, also Wasser, Gas Elektro aber auch Internet und Telekommunikation, das heißt auch wenn du irgendwie eigentlich als Systemadministrator bist, zum Beispiel auch System. Relevant. Ähm ja äh zu der Liste der systemrelevanten. Berufe, genauso, genau Müllabfuhr und äh Transport äh Berufe und alles, was rundum Energieversorgung und äh alles, was irgendwie mit Sicherheit und Rettung zu tun hat. Klar, aber ja, also äh geht wohl über vier Seiten die Liste und man fragt sich äh wirklich gut, was, Was ist denn jetzt nicht auf der.
Tim Pritlove
Podcast da vielleicht.
Pavel Mayer
Kommt kommt drauf an, also.
Tim Pritlove
Weiß Podcast, Podcasting ist systemrelevan.
Pavel Mayer
Medienmedienberichterstattung ist glaube ich auch System relevant äh aber äh.
Tim Pritlove
Sehr schön.
Pavel Mayer
Unter bestimmten äh äh Voraussetzungen einen bestimmten Kontexten, aber ja.
Tim Pritlove
Gut, dann gehen wir mal vielleicht so äh paar anderen Meldungen grundsätzlich in Deutschland. Gibt's ja dann auch äh etwas verspätet diese Diskussion um diese Sequenzierung. Und äh es gibt jetzt wohl auch die Anweisung äh an Labor, ich weiß gar nicht, haben wir das letzte Mal schon angesprochen? Ich hatte das äh glaube ich in meinen Notizen, aber wir haben's, glaub. Also es gibt jetzt die Anweisung, dass die Labore. Auch Sequenzen Sequenzierung vornehmen sollen. Ja, also wir hatten das ja schon mal besprochen. Das findet, unbedingt so regelmäßig statt. Christian Drossler hat auch gesagt, das wäre jetzt sozusagen auch nicht du, du warst ja relativ schnell dabei, meinst ja Skandalskandal. Er hat es halt anders dargestellt. Er meint so, na ja. Das macht eigentlich fast kein Land. Es ist halt nur also Deutschland wäre da insofern eben normal und äh es ist nun mal so, dass es in Großbritannien. Forschungsschwerpunkt war. Wir haben andere Forschungsschwerpunkte, das waren Forschungsschwerpunkte in Großbritannien und man muss auch dazu sagen, dieses auf dieses Entdecken der Variante. B eins eins sieben Variante ist jetzt nicht unbedingt dadurch erfolgt, dass da so viel sequenziert wird. Sondern es ist halt diese Besonderheit, dass diese Variante ein spezielles Bild erzeugt hat bei der Durchführung der PCR-Tests. Die PCR-Tests, sie halt verschiedene Stellen prüfen und diese Variante hat eben quasi da so eine Austastlücke erzeugt. Also es war dann einfach in dem Berichtsbild erkennbar, dass auf einmal ganz viel positiv zwar gemeldet wurde, aber eben mit einem etwas anderen Muster, als man das normalerweise gesehen hat. Und dadurch ist man eigentlich der Sache erst so richtig auf die Spur geko.
Pavel Mayer
Mit dem äh meins jetzt äh äh Fail ja bei manchen Tests das sozusagen von die halt auf drei verschiedene Proteine getestet haben plötzlich nur noch zwei gefunden haben in größeren Mengen und äh worüber man dann in der Lage ist, auch ohne Sequenzierung äh zu unterscheiden äh zwischen den Virusvarianten.
Tim Pritlove
Oder zumindest Anhaltspunkte hatte, wo man dann eben mit Sequenzierung das konkret unter äh feststellen kann. Also es wohl auch Fälle, wo äh diese Austastlücke alleine jetzt nicht unbedingt dafür gesprochen hat, dass es konkret diese eine Variante ist, sondern es irgendwie noch andere Gründe hat, die ich nicht äh erklären kann Ähm aber so oder so, das war sozusagen das Modell. So äh trotzdem Wir werden das jetzt sehen, dass mehr sequenziert wird. Die Labor sind entsprechend äh verpflichtet worden und das wird natürlich dann auch vom Staat bezahlt, weil das ist Aufwand und dieser Aufwand wird aber jetzt getrieben werden und dann werden wir sehen, was wir äh davon haben werden, also ob dadurch zum Beispiel die Sichtbarkeit dieses dieser neuen Variante äh größer wird.
Pavel Mayer
Ja, ich kann. Tatsächlich da nicht so ganz nachvollziehen, warum Professor Drosten da an der Stelle äh so äh dass das. Halt mir abtut, sage ich mal, ich meine äh es war von von Anfang Ich erinnere mich äh noch so im April und Mai, als das losging und die Frage aufkamen, wie sieht es denn von Mutation aus, war ja auch immer äh so na ja also das ist ein relativ stabiles Virus und da haben wir jetzt erstmal von Mutation nicht so viel zu befürchten ähm ja wenn man halt nur lange genug wartet, dann. Wie man jetzt sieht, haben wir sehr wohl von Motationen ein bisschen was zu befürchten und eigentlich ja ist es vielleicht so ein bisschen auch, will ich nicht sagen Cover JS, aber äh ich, hörte auch, dass die Mittel, die jetzt für Sequenzierung vorgesehen waren und wie Haushaltsmäßig äh dass die die fürs ganze Jahr vorgesehen haben, waren wie schon im Januar aufgebraucht das war halt sagen, also wie man's dreht oder wendet, es wird bei uns zu wenig äh sequenziert und ja, mag sein, dass das jetzt in Großbritannien und Forschungs. Schwerpunkt war aber wenn man sich jetzt anguckt auch mit den ganzen anderen neuen Virusvarianten, wo es dann auch Meldungen gibt, auch über die brasilianische Variante, dass äh da wohl Varianten gibt.
Tim Pritlove
Ich will das jetzt nicht so darstellen, dass Drosten gesagt hat, es wäre jetzt nicht hilfreich oder nicht notwendig mehr zu sequenzieren in Bezug auf Corla. Sondern das war eine Aussage über generelles Infektionsgeschehen, Monitoring. Unabhängig von Corona, also für Grippe und so weiter.
Pavel Mayer
Mhm. Ja.
Tim Pritlove
Das war seine Aussage. Hätte das vollkommen ausgereicht, weil man eben normalerweise eben nicht diese pandemischen Zustände hat, wo sie permanent irgendwie das Virus äh äh durcheinander motiert, sondern da, da funktioniert es halt noch. Jetzt wird's halt anders sein. Wir werden sehen, was dabei rauskommt und dann hoffentlich auch äh nicht so beunruhigende Ergebnisse haben.
Pavel Mayer
Ja, wir können vielleicht festhalten wahrscheinlich die angemessene Situation wäre gewesen äh als sich diese, Pandemie so weit ausgebreitet hat oder auszubreiten drohte, auch eigentlich die Sequenzierung hochzufahren. So, glaube ich, kann man, kann man so sagen, da haben wir nicht das getan, was wahrscheinlich möglich gewesen wäre und was was besser gewesen wäre. Also ich würde sagen, da liegt ein Versäumnis vor, vielleicht kein fatales äh Versäumnis, aber ja äh da waren wir auch nicht. So gut würde ich sagen jetzt als als Land, äh wie wir hätten sein können oder sein müssen oder sein sollen.
Tim Pritlove
Gut, aber da waren wir jetzt auch nicht schlechter als die anderen Länder und ich glaube, wenn man ist immer so ein bisschen so müßig und einfach zurückzublicken und sagen, ja, da hätten wir viel schlauer sein müssen. Da haben wir uns auch noch über ganz andere äh äh Fragen unterhalten, ne.
Pavel Mayer
Ja ja wir haben sicherlich schwerwiegende und elementare äh Fehler gemacht äh und äh ja Großbritannien äh hat ja jetzt das Sequenzieren in dem Sinne auch nicht gerettet sind, da waren dann äh. Andere andere Fehler und und Probleme, die aufgetreten sind, aber ja ich äh also ich finde das Thema Muttertion äh und so äh. Ist ein beunruhigendes Thema und ich habe nicht das Gefühl, dass äh wir ähm ja diese diese Gefahr, die von den Mutationen ausgeht, dass die im Moment ja, dass da adäquat drauf reagiert wird gerade. So, so auf diese Bedrohung. Mhm.
Tim Pritlove
Lassen wir es dabei. Äh aus der Abteilung wie nennt man denn diese Abteilung? Gerade wenn man das Gefühl hat, Dinge könnten besser werden, kommt schon wieder die nächste Bedrohung. Es gibt da ein ein neues äh Paper mit äh Südafrika und wir hatten ja auch schon drüber gesprochen, also diese UK-Virus äh Mutation. Die äh ebenfalls zeitgleich berichtete Mutation aus Südafrika und auch ein bisschen Brasilien, glaube ich, war auch noch mit dabei die lagen ja zwar geographisch weit auseinander, aber so virologisch sehr nah beieinander, weil alle diese Mutationen, denen eine höhere Verbreitungsfähigkeit nachgesagt wird, eine spezifische Änderung mit dem Titel fünfhunderteins Y hatten und das war ja, sagen wir mal, schon mal Ansicht ein Thema, ja? Die selbe Mutter in äh Virus stemmen, die geographisch nicht miteinander verbunden sind. Klar, man hat irgendwie Flugreisen und so weiter, aber es ist bei der Nachweisbar, dass diese Mutation unabhängig voneinander entstanden sind. Jetzt gibt's äh fünf null eins Y Punkt V zwei ein Update. Und äh da gab's eine äh Studie, die sich diese Mutation angeschaut hat und das ist ähm Ja, ein bisschen beunruhigend. Also das ist eine Variante, wo eben auch in diesem Spike-Protein des Virus eine ganze Reihe von Mutationen am Start sind, Und die haben die dann mal gleich getestet, wie man das so macht äh gegen äh monoklonale Antikörper, also das ist sozusagen. Spezifische Antikörper ein einziger Typ der eben auf was Besonderes anspricht in diesem Spike-Protein und aber auch im Vergleich dazu ähm Antikörper aus Blutseren, also tatsächlich jetzt von Leuten, die sich eben mit dem Virus schon mal infiziert haben, da nimmt man Blut und dann äh kann man halt so ein Blutserum daraus extrahieren, indem dann eben auch so eine Antikörper äh Brühe rum äh schwimmt, also dass es dann polyglonal. Man lernt, und stellt sich raus, dass ungefähr bei der Hälfte dieser Seren äh diese neue Virus äh Variante eine abgeschwächte Wirkung zeigt. Also das sozusagen die, Natürlich aufgebaute Immunität gegen diese neue Virusvariante nicht mehr so gut funktioniert. Ja? Das klingt jetzt erstmal nicht gut, weil das letzte, was wir hören wollen ist dass wir jetzt ein ein neue Virus Variante haben, die sich toll verbreiten kann und die gegebenenfalls die ganze Impfarbeit vollkommen zunichte macht.
Pavel Mayer
Dass von uns seit äh ja von mir seit einigen Wochen äh äh beschworene ähm Worst Case Szenario, dass wir im Sommer, wenn wir dann durch sind äh mit äh Impfen. Gegen ja Kovit neunzehn, äh dass wir dann Kowit einundzwanzig äh kriegen und. Äh das Update kurvet einundzwanzig und wird dann nochmal von vorne anfangen müssen. Gut. Mit dem dass ja und Deswegen äh halt um die Wahrscheinlichkeit äh einfach zu minimieren, ist es jetzt auch super wichtig, die Zahlen im im Griff zu halten und klein zu halten und jede Variante von dem Virus äh zu reduzieren, um äh immer nur betonen Logdowns funktionieren gegen jede Variante dieses Virus, aber halt unterschiedlich gut, aber sie funktioniert. Das kann man jetzt auch in engen äh äh mal kurz den den internationalen Ausblick ganz ganz kurz sehen. Sieht man jetzt auch, dass auch England und äh Irland es geschafft haben, trotz der neuen infektiösen Variante auch mit Loggo und die Zahlen runterzukriegen. Also es ist jetzt nicht nicht völlig aussichtslos. So, ja, weil wir sind ja nicht völlig hilflos. Äh den neuen Varianten gegenüber, aber äh wir dürfen sie auch nicht ignorieren.
Tim Pritlove
Genau, bevor jetzt Leute totalen Herzkasper äh kriegen, weil UKW berichtete äh jetzt kommt hier irgendwie die Virus Apokalypse Teil zwei. Äh ganz so schlimm ist es jetzt nicht. Also, nur weil jetzt die Hälfte der Seren hier eine abgeschwächte Wirkung zeigt bedeutet das nicht, dass eine äh vorhandene Immunität im Körper nicht in der Lage ist, auch diese neue Variante zu bekämpfen, weil das, was im Blutserum sich an Antikörpern befindet, spielt zwar eine Rolle, aber das ist beim Immunsystem nicht die vollständige Wahrheit da gibt's noch ganz andere Faktoren und äh der Körper ist in der Lage äh so einiges aufzufahren, sodass das eben nicht automatisch bedeutet, dass äh eine vorhandene Immunität nicht wirkt. Und darüber hinaus. Die Immunität, die diese Impfung hervorruft. Speziell, die eben mit diesen MRNA-Wirkstoffen. Die erzeugt ja eine noch viel stärkere Abwehrreaktion des Körpers als eine normale Infektion. Allein schon weil wir eben zweimal geimpft werden. Die erste Dose ist schon ein ziemlicher Klopper. Geht's richtig rund. Der Körper regt sich total auf und sagt, was ist denn hier los und äh fährt alles hoch und dann gibt's drei Wochen oder vier Wochen später gleich nochmal eine Dosis und dann wird das Ganze eben nochmal so richtig auf die Palme gebracht und dann äh äh wird halt richtig zugemacht. Ich meine, das ist so ein bisschen so, wenn sie bei dir einbrechen, ne Ja, ja, dann dann findest du das erstmal scheiße und dann dann bist du auch erstmal eine Weile aufmerksam und drei Wochen später na ja, hast du das dann auch eigentlich schon wieder verdrängt. Hast zwar irgendwelche Maßnahmen ergriffen, aber vielleicht nicht genug, dann brechen sie nochmal bei dir ein. Und dann werden aber auch neue Schlösser gekauft und dann wird wirklich nochmal äh doppelt dicht gemacht und das ganze Security Konzept wirklich überdacht, Datenverlust, Backups und so weiter, immer wieder dieselbe Geschichte. Man muss erst zweimal richtig in die Scheiße treten, bevor sich was bessert Und so ein bisschen ist es halt auch glaube ich hier bei dieser äh Immunitätsantwort.
Pavel Mayer
Ja, also kann auf jeden Fall festhalten, dass äh die Immunität, die man durch Impfen gewinnt irgendwie breiter und länger und stärker äh wirkt in der Regel als die, die man durch. Die Infektion äh äh gewinnt. Aber äh so die die, was auf jeden Fall äh die die Studie, worauf die hindeutet ist, dass man potentiell ein paar mehr Fälle von Reinfektionen sehen wird als bisher. Hat's ja bisher immer gegeben. Das war ja auch von Anfang an, Oh, da hat sich jemand, äh, der äh zum zweiten Mal infiziert, äh der. Ja jemand infiziert, der schon mal Kovet hatte und das kommt immer wieder mal vor und ähm aber es waren halt relativ kleine zahlen. Also es war jetzt nicht viele Leute und ja ähm also insofern auch hier. Jetzt äh kein Grund zur Hoffnungslosigkeit, aber äh auf jeden Fall Wachsamkeit ist.
Tim Pritlove
Genau. Dann schauen wir doch mal, wie es eigentlich mit den Impfungen so läuft Vielleicht eine Sache vorweg. Die Bundesregierung hat jetzt auch ein eigenes Dashboard nur für den Fortschritt der Impfung gebracht unter Impf-Dashboard, DE diese ganze Pandimidi bringt uns auch wirklich die merkwürdigsten neuen Wort-und Getümer, aber so heißt es nun mal ist eine äh ganz hübsch gestaltete äh Seite, die den aktuellen Stand äh recht plastisch rüberbringt, also um schnell mal sich was zu äh äh klicken, ganz gut. Da wird dann in einem Satz zusammengefasst, was eigentlich so Phase ist. Hier steht dann halt einfach aktueller Impfstatus. Am einundzwanzigsten. Januar zwanzig einundzwanzig wurden in Deutschland sechsundachtzigtausendfünfhundertsechzehn Impfungen durchgeführt. Damit haben nun eine Million dreihundertsechsundachtzigtausendvierhundertvierundsechzig Personen, eins Komma sieben Prozent der Gesamtbevölkerung. Eine Erstimpfung erhalten und hundertfünfzehntausend Personen bereits die Zweitimpfung. Schön zusammengefasst und äh noch ein Vergleich äh wie schnell das denn jetzt geht. Also derzeit wäre das jetzt der normale äh Tagesschnitt, dann hätten wir äh jede Sekunde eine Impfung Na ja, ist aber, glaube ich, nicht der Tagesschnitt, sondern da sieht's noch nicht so richtig gut aus. Also tatsächlich. Finde ich den Zuwachs bei dem Impfen, immer noch zu mager, also das finde ich glaube ich nicht nur das ist im Wesentlichen eigentlich dasselbe wie letzte Woche äh auch. Das ist einfach ein linearer Anstieg, das heißt der R ist eins so. Nimmt einfach immer nur um dieselbe Zahl wieder zu. Da ist keine Dynamik drin und die müssen wir natürlich reinkriegen. Das heißt, die Probleme mit Versorgung, Slash äh Logistik, Verimpfung, Terminvergabe, was auch immer im Einzelnen der Grund ist, dass da ist der geordische Knoten noch nicht durchgeschnitten worden.
Pavel Mayer
Ja. Nee, definitiv nicht. Es schwankt halt so im Moment zwischen ja, sagen wir mal vierzig und hundertfünftausend Dosen am Tag gerade. Sehr. Ja und.
Tim Pritlove
Dann dauert's noch Jahre, wenn wir wenn das so weitergeht. Also das muss sich deutlich steigern.
Pavel Mayer
Also fünfundsiebzigtausend. Pro Tag ist der sieben Tagesschnitt jetzt bei Impfungen in Deutschland und. Ja USA ist glaube ich ungefähr zehn Mal so viel, weil beiden hat ja jetzt. Sagen äh hundert Millionen Leute in den ersten hundert Tagen seiner Präsidentschaft will er impfen. Das ist wahrscheinlich sogar ein erreichbares Ziel, weil die USA sowieso schon bei, wie gesagt, achthundert, neunhunderttausend, glaube ich, pro Tag sind. Und ja also die schaffen im Moment doppelt so viel pro Tag wie wir, kann man äh. Sagen, ja.
Tim Pritlove
Also im Verhältnis zur Bevölkerung.
Pavel Mayer
Bevölkerung, ja, glaube ich.
Tim Pritlove
Ich vergleich mal kurz, es ist in etwa null null neun null nee dreimal so viel.
Pavel Mayer
Dreimal so viel sogar. Ja. Mhm.
Tim Pritlove
Ja und äh schafft ähm ungefähr fünf Mal so viel. Und Israel ist äh weit ab von allen und schafft noch sehr viel mehr so viel. Also ich glaube der Faktor liegt so bei. Zwölf oder so ähm das ist schon äh krass. Also da werden pro Tag eins Komma acht Prozent geimpft. Also das, was wir jetzt insgesamt haben, das macht Israel gerade pro Tag. Genau, schauen wir doch mal auf die Situation in Israel, da da wird's ja jetzt demnächst spannend, also Stand heute sind achtunddreißig Prozent der Bevölkerung geimpft, das ist schon mal eine ziemlich beeindruckende Zahl.
Pavel Mayer
Also erst erst, sie haben ihre Erstdosis bekommen oder.
Tim Pritlove
Äh ja. Genau, also achtunddreißig Prozent hat äh eine Erstdosis bekommen. Ähm bei der Altersgruppe siebzig Plus, also. Nicht nur siebzig bis achtzig, sondern also alle über siebzigjährigen. Da haben. Also siebzig achtzig und neunzig die Gruppen sind relativ gleich beieinander, deswegen habe ich das jetzt mal zur Vereinfachung zusammengefasst. Also siebzigjährige und älter in Israel, davon haben achtzig Prozent die erste Impfung bekommen, dreißig Prozent, die zweite Impfung. Und wie gesagt, jeden Tag eins Komma acht Prozent der Bevölkerung dazu. Also es es geht richtig ratze, ratze, fatze und sie steigern sich sogar noch. Derzeit, also es kann sein, dass sie demnächst oft oft auf zwei Prozent hochgehen das bedeutet wiederum, man sollte jetzt bald die Auswirkungen sehen. Das haben wir ja letzte Woche im Prinzip schon mal. Angesprochen, dass da sich jetzt bald mal was tun müsste, denn das Infektionsgeschehen und auch die Sterbezahlen sind nach wie vor extrem hoch in Israel. Also da ist es viel, viel schlimmer als bei uns. Äh gut das trägt, obwohl dazu bei, dass wir eben jetzt auch diese ganze Impfohrreise richtig durchziehen. Ich gehe mal davon aus, nächste Woche wissen wir da schon mehr. Und äh allerspätestens in zwei Wochen sollte sich eigentlich was tun.
Pavel Mayer
Ja, ja, gut, werden jetzt sehen. An dem Beispiel äh tatsächlich ab wann sich. Ja Herdenimunität in den Zahlen bemerkbar macht und ich glaube, das wird noch äh eine Weile länger. Da ist das äh so richtig Impact auf die Zahlen hat, aber wir werden sehen. Es soll auf jeden Fall spannend.
Tim Pritlove
Na gut, ich meine, wenn jetzt sind dreißig Prozent geimpft. So, in zwei Wochen sind diese, sollte bei diesen dreißig Prozent alleine schon äh eine vollständige Immunität erreicht sein durch die Impfstoffe. Das ist das, was ich sage. So und wenn dreißig Prozent der am stärksten Betroffenen Gruppe. Rausfällt quasi für schwere Verläufe, dann müsse sich das zeigen.
Pavel Mayer
Also definitiv ja an den Todeszahlen und äh müsste sich halt auch äh in den Alters in bestimmten Altersgruppen dann tatsächlich bemerkbar machen. Also wenn die da bei achtzig, da gebe ich dir vollkommen Recht dass wir es vielleicht noch nicht so sehr in der Gesamtbevölkerung, aber bei äh den ja, bei den über siebzigjährigen müssten wir tatsächlich dann demnächst was sehen.
Tim Pritlove
Genau, also wenn es sich nicht sofort in den Sterbezahlen zeigt, weil die sich ja auch noch weiter nach hinten verschieben, wird es sich in Krankenhauseinlieferungen äh zeigen und Behandlungen und Beatmung und all diesen ganzen. Äh äh Behandlungsparameter sage ich mal. Gut. Jetzt sind wir eigentlich schon äh am Ende. Ich habe noch einen Tipp für euch. Und zwar äh kommen wir jetzt hier wie angekündigt nochmal auf diese Masken äh Geschichte zurück. Es gibt eine schöne Ressource der äh Fachhochschule Münster, Eine Seite, die sich mit dem Thema Wiederverwendung von FFB zwei Masken auseinandergesetzt hat und wo auf einer Seite schön zusammengefasst ist Wie es denn äh eigentlich so ist mit diesen Masten und was man vor allem tun kann, um sie wieder zu verwenden und unter welchen Bedingungen man sie wieder verwenden sollte. Es ist halt generell glaube ich eine gute Idee sich diese Masken zu besorgen. Wie gesagt, die könnt ihr auf Amazon einfach bestellen und sind zu teuer auch nicht, ne? Eins fünfzig ist der Preis, den ich jetzt äh jüngst erzielt habe. Jo Milage May very Vielleicht kriege ich das billiger, vielleicht auch ein bisschen teurer, aber im Prinzip äh geht das. Jetzt werden vielleicht manche sagen, wow, zwei Euro pro Maske und so weiter. Ist ja teuer, Na ja gut schauen wir mal, wie lange die sich halten. Also auf dieser Webseite ist das alles schön zusammengefasst. Ich greife mal so die wichtigsten Punkte meiner Meinung nach auf. Also zunächst einmal eine Wiederverwendbarkeit ist möglich. Grundsätzlich heißt es ja, man sollte die Dinger nach dem Tag nicht mehr benutzen, ja? Klar, also die sind jetzt normalerweise für Dauergebrauch, sagt man auch so nach einer Stunde oder so muss er abnehmen, also im Krankenhaus sind das nochmal ganz andere Parameter, aber wir reden ja jetzt eher davon, wenn ihr mal rausgeht, Ja, Supermarkt und so weiter, keine Ahnung, vielleicht eben auch einfach auf offener Straße aus äh Vorsichtsmaßnahmen heraus, also sagen wir mal, ihr benutzt die so über den Tag hinweg. Dann landet natürlich da also im Idealfall kein Virus drin, aber kann ja sein, dass einen die Maske eben auch mal wirklich konkret geschützt hat. Also kann man davon ausgehen, dass äh unter Umständen auch äh Virus da drin ist, aber da landet natürlich auch der ganze andere Schleim, den man da eben so normalerweise ausspuckt. Auch noch mit drin und man will das ja irgendwie dann auch äh weghaben, möchte sich auch sicher sein, dass wenn man so eine Maske wiederverwendet, dass sie dann irgendwie auch. Okay ein Zustand ist ein nicht irgendwie groß infiziert und ja im Prinzip auch immer noch dasselbe leistet wie am ersten Tag. Grundsätzlich sollte man diese Masken. Maximal fünfmal benutzen, also fünf Tage benutzen. Wenn ihr jetzt einen dicken Stapel von Masken kauft, gibt's so zwanziger Pakete für dreißig Euro äh so ähm. Dann ist es glaube ich eine gute Idee, ihr macht euch so eine. Ja, so ein, so ein, so ein Aufhängeboard irgendwie Haken an der Wand oder Wäscheleine oder so und äh benutzt einfach sieben. Masten über die Woche und, für jeden Wochentag habt ihr quasi so ein ein Aufhängepunkt, das heißt du hast eine Montagsmaske, die benutzt du am Montag und danach hängst du sie an dem Montaghagen und am Dienstag nimmst du Dienstag und so weiter und so fort. Und wenn nämlich so eine Maske, sieben Tage bei Raumluft trocknet, dann ist die nach Aussage der FH Münster auf dieser Webseite also dann ist da einfach durch die Raumluft allein, durch dieses Trockenen äh in der Wohnung ist äh alles weg, was äh da nicht hingehört. Wenn man kurzfristiger Masken wieder ähm benutzbar machen möchte, gibt's noch eine zweite Möglichkeit. Nämlich die bei exakt achtzig Grad zu trocknen. Da ist es wohl relativ wichtig, dass man diese achtzig Grad auch genau trifft. Also, Ein Grad mehr, ein Grad weniger macht's jetzt nicht so aus, aber schon bei siebzig Grad ist es was anderes als äh als bei achtzig und ähm so ab neunzig Grad wird's dann auch ein bisschen schwierig für die Materialien Also man sollte zusehen, dass man einen Ofen hat, der entweder gutes Temperatur, also ein gut funktionierendes Thermometer drin hat oder man benutzt so einen braten Thermometer, dass man irgendwie ja vielleicht auch äh äh greifbar hat oder so ein spezielles Ofenthermometer, sowas kann man auch kurven Und wenn man da die Maske sechzig Minuten reintut, dann funktioniert das irgendwie auch. Ja, man sollte halt Masken nicht teilen, ist klar und und das sind so die beiden empfohlenen Methoden. Könnt ihr alles auf dieser Webseite nachlesen, da steht auch warum andere Methoden keine gute Idee sind, also so Waschmaschine oder Spülmaschine äh oder im Kochtopf mit Wasserdampf und so alles ganz schlechte Ideen, weil dabei einfach das Material beschädigt wird, beziehungsweise eine viel zu starke mechanische Belastung auf die Maske gelegt wird und dann ist die einfach nicht mehr so wie vorher. Wo man ja vielleicht auch denken könnte, dass das eine tolle Idee ist, ist so Mikrowelle. Ja. Das Problem ist halt nur, Mikrowelle basiert eben äh auf der Technik, dass eben durch die Mikrowellenstrahlung Wasser äh erhitzt wird und wenn da kein Wasser drin ist, ja, dann dann wird da halt auch nicht groß was entfernt, also die Mikrowelle allein tötet jetzt keine Viren Äh Das tut zwar UV-Licht, aber auch so äh Masken und der UV-Lampen legen, ist auch keine gute Idee, denn das würden nur gegen Viren äh helfen, die jetzt wirklich unmittelbar auf der Oberfläche sind, aber alles was so tiefer ins Fließ eingedrungen ist, das äh funktioniert nicht und UV-Licht ist halt auch nicht gut für etwaiche Kunststoffe, die da noch mit drin sind. Also, ich würde einfach mal sagen diese sieben Tage Wäsche leidet, das ist wahrscheinlich die beste Idee oder irgendwelche Haken und dann, damit prima arbeiten, habt immer eine frische Maske und dann halten die eben dann auch, sehr lange, also wenn ihr wirklich jeden Tag damit rausgeht und jeden Tag das benutzt, dann habt ihr quasi mit so sieben Masken pro Person, könnt ihr irgendwie fünf Wochen durchhalten. Und ähm wenn man sie nicht so oft benutzt auch häufiger.
Pavel Mayer
Ja, zum Trocknen äh Ofens äh ja habe ich noch so ein paar Anekdoten beziehungsweise Erfahrungen äh so. Ja, also erstens, wenn ich noch ergänzen wollen, also Gasherd ist jetzt nicht so die super Idee, ich hab, alt manchmal Ofen benutzt, wenn wir irgendwelche elektrischen. Elektronischen Geräte dann äh ins Wasser gefallen sind äh oder so. Und ich habe dann. Einmal hatte ich eine Fernbedienung, weiß ich noch, die habe ich dann versucht allerdings im Gasherd auf niedrigster Stufe zu trocknen, da hatte ich dann hinterher so schön überbackene Fernbedienung, die ist dann so richtig schön geschmolzen und äh Also jetzt nichts zu tropfen, sondern wurde halt so weich wie Käse. Ja, also deswegen äh äh Gasherd, also definitiv keine keine gute Idee, aber äh Elektroherd, geht es übrigens auch ein ganz guter Tipp, äh falls man ähm ja so zum Beispiel gängige Apple, äh, die weiß ist, iPads oder Telefone so repariert, dann da ist ja immer dieser oder generell Sachen, die mit Hitzeempfindlichen Kleber verklebt sind, wo man dann üblicherweise mit der Heißluftpistole oder so rangeht, nicht festgestellt, ist der viel bessere Weg und auch präzisere äh Weg tatsächlich das auch so wie hier im Backofen zu machen und das ganze Gerät dann zu erhitzen äh.
Tim Pritlove
Welche Temperatur.
Pavel Mayer
Ja äh auf äh je nachdem auch so, weiß ich nicht, achtzig, neunzig Grad ungefähr äh ja, ja. Mhm. Das können die äh also das können die alles ab so und dann es geht also viel besser als mit jetzt mit der mit der Heißluft äh Pistole, weil mit der Eisluftpistole machst du's halt an einem Ende warm und am anderen ist es dir dann wieder äh äh abgekühlt und so, also dagegen. Viertelstunde, zwanzig Minuten so bei je nachdem siebzig, achtzig Grad im im Ofen kriegt man halt äh geklebte, Displays oder oder Gläser dann wunderbar abgezogen.
Tim Pritlove
Ihr seht schon, bei UKW gibt's Tipps für alle Lebenslagen von Pandemie Abwehr bis äh iPhone Reparatur, alles drin. Ja, Pabel, heute haben wir ein nicht so dickes Programm, da würde ich sagen, machen wir mal eine kürzere Sendung äh draus. Ich denke. Äh das ist auch mal ganz gut. Wie gesagt, wenn ihr Lust habt und Gelegenheit habt, da für unser Clubhausgespräch, dann kommt doch da dazu, wenn nicht, dann seid ihr natürlich weiterhin eingeladen euren Senf uns per Kommentar im Blog äh zuzuwerfen oder ihr könnt's also auch auf Twitter anschreiben, ME Unterstrich UKW ist der Twitter-Account für diese Sendung Oder wenn ihr alles von der Mieterebene hören würdet, dann gibt's auch at Meterebene, ihr könnt mir folgen, äh Tim Prittler oder Dir at Pavel Meier und äh ihr könnt das aber auch alles nicht machen und einfach nächste Woche wieder reinhören und äh schon ob sie, ob ihr wieder raus dürft aus dem Schrank.
Pavel Mayer
Ja, er.
Tim Pritlove
So sieht's aus.
Pavel Mayer
Ganz gut zusammengefasst, würde ich sagen. Ähm vielleicht positiver Ausblick äh im Moment. Äh also unser Ausharren äh zu Hause im Moment zeigt. Glücklicherweise gerade Wirkung und äh hoffen wir, äh dass wir das äh alle äh noch lange genug durchhalten. Äh. Ja und und das nicht und die Erfolge, die wir jetzt gerade äh äh erzielen, nicht wieder rechtfertigt verspielen.
Tim Pritlove
Genau, das wird schon. Ich bleibe optimistisch. Also Leute, Kopf hoch, weitermachen und wir hören uns nächste Woche wieder. Bis bald.
Pavel Mayer
Yo, tschüs.
Shownotes

R nach Neuinfektionen und Todesfällen in Deutschland am 22. Januar 2021 (Pavel Mayer)

30 Gedanken zu „UKW057 Corona Weekly: Überbackene Fernbedienung

  1. Das mit dem Hörer aus Hamburg, dessen 3-jähriges Kind FFP2-Masken vom Staat bekommt – vermutlich wegen seines alt klingenden Namens – ist interessant.
    Meine Frau (Anfang 30, Italienerin) heißt Eleonora. Dort ein völlig normaler Vorname auch für junge Menschen. Hier eher ein Name der älteren Semester. Auch sie hat ein Schreiben der Bundesregierung mit Gutscheinen für Masken bekommen. Wir waren ehrlich gesagt verwirrt warum. Wir wohnen allerdings in Berlin und nicht in Hamburg.
    Vielleicht ist das ein Erklärungsansatz.

    • Das ist echt eine interessante Story. Ich habe dasselbe von meiner Frau zu berichten. Auch wenn wir beiden den gleichen Nachnamen tragen, war sie die Glückliche, an die der Brief gerichtet war. Unser Nachname beginnt ebenfalls mit dem ersten Buchstaben im Alphabet. Wir wohnen allerdings im Bundesland Rheinland-Pfalz. Grüße, Marcus.

    • Zum Thema woher die Daten kommen (können) hilft vielleicht auch diese Aussage von der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Niedersachsen. Da ich selber als Datenschutzbeauftragter tätig bin und ständig höre, dass ‚“dies und das“ ja nur wegen dem doofen Datenschutz plötzlich ja nicht mehr ginge‘ freue ich mich über ihr Engagement, Verwaltungen ein bisschen Rechtsnachhilfe zu geben. https://lfd.niedersachsen.de/startseite/infothek/presseinformationen/lfd-niedersachsen-nutzung-der-meldedaten-fur-impfschreiben-ist-moglich-196232.html

      Etwas ähnliches hat auch gerade ihre Kollegin in SH gemacht, nachdem die dortige CDU-Landtagsfraktion versucht hat, den schwarzen Peter bei der Datenschutzbehörde in einem anderen Fall (Videokonferenzsysteme an Schulen) abzuladen: https://www.datenschutzzentrum.de/artikel/1348-Falschmeldung-zu-ULD-und-Zoom-das-ULD-ist-nicht-die-Zulassungsstelle-fuer-den-Schulbereich.html

      Freut mich, dass dieses „Nida-Rümmelin-Getue“ so direkt von den Datenschützern abgewatscht wird.

      P.S.: @Pavel: Wer wenn nicht Systemadministrator*innen sind denn systemrelevant? ;o)

      • Ich habe heute einen Brief mit Gutscheinen bekommen (Ich, 37 jähriger asthmatiker aus Baden-Württemberg). Im Brief steht, dass meine Krankenkasse diesen Brief im Auftrag der Bundesregierung versendet hat. Im Brief waren 2 Gutscheine a 6 Masken. Pro Gutschein muss ich einen Eigenanteil von 2 Euro zahlen, also 1/3 Euro pro Maske.

        Bisher habe ich mich über Aliexpress eingedeckt. Die erste Charge von Ali-Masken (30 Cent/Stück) war etwas dünner als eine FFP2-Maske, welche ich noch aus Zeiten vor der Pandemie rumliegen hatte. Dennoch waren sie 5-lagig und fühlten sich besser an, als die handelsüblichen OP-Masken oder gar Stoffmasken. Die zweite Charge von Ali (15 Cent/Stück) habe ich im November erhalten. Die Masken waren 6-lagig und machten einen besseren Eindruck als die FFP2-Maske von vor der Pandemie.

        Übrigens habe ich keine Probleme mit der Maske zu Atmen. Auch nach 8 Stunden gebrauch bin ich nicht erschöpfter als sonst.

  2. Bei der Sequenzierung geht’s ja nicht nur um Entdecken von schlimmen Mutationen (als Paniktreiber), sondern auch die Reisetätigkeit des Virus durch die Welt lässt sich draus ableiten. Das ist epidemiologisch interessant. Aber das ist doch auch ganz allgemein interessant, wenn man sich das mal unter dem Gesichtspunkt Evolution anschaut. Oder die Sideeffects des Flugverkehrs (aka CO2-Schleuder).
    Es gibt ja sogar Sequenzierungsprojekte (von einem Genforscher finanziertes Projekt, habe den Namen von dem Kerl vergessen), da wird alles sequenziert, was denen unter die Finger kommt. Wasserproben, Staubproben, Abfallreste etc. weltweit. Alles sequenzieren. Der Forschung willen. Erkenntnisfortschritt. Mal sammeln und gucken, vielleicht findet man ja was, was man garnicht zu suchen vor hatte.
    Aber in „wir machen das seit (mind.) 20 Jahren so“-Deutschland sammelt man keine Daten, wir wissen ja eh, was raus kommt. Schon klar. 20 jahre Digitalisierung, nix ist passiert. Musste erst ein Coronavirus kommen. Suche schon seit ewigen Zeiten eine Job mit Remote-/Homeoffice-Möglichkeit. Danke Sars-Cov-2! Zur Feier des Jahres gibt’s Fledermaus-Suppe! 🙂

  3. Hallo

    Zur Impfung und Entwicklung der Zahlen in Israel ein Artikel:
    https://www.fr.de/politik/corona-mutante-variante-impfstoff-biontech-pfizer-pandemie-wirkung-90176591.html

    aus dem Artikel:
    Neue Corona-Mutante: Impfstoff von Biontech/Pfizer gewährt geringeren Schutz nach der ersten Dosis

    Wie die britische Zeitung „The Guardian“ und die „Times of Israel“ berichten, geht der israelische Coronavirus-Berater Nachman Ash davon aus, dass der Schutz nach der ersten Dosis geringer ist „als wir gedacht haben“ und wahrscheinlich niedriger ausfalle, „als von Pfizer präsentiert“. Allgemein wird die Wirksamkeit nach der ersten Impfung mit 52 Prozent beziffert; nach der zweiten Impfung soll sie bei 95 Prozent liegen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Wirkung nach der ersten Dosis nicht sofort, sondern erst nach zehn bis 14 Tagen eintritt.

    Zugleich gibt es eine gute Nachricht. Das Sheba Medical Center bei Tel Aviv untersuchte sein Krankenhauspersonal. Ergebnis: 98 Prozent des Personals wiesen nach der zweiten Dosis ein hohes Niveau an Antikörpern auf. Mehr als gedacht also.
    Beobachtungen deuten daraufhin, dass der Schutz nach der ersten Dosis des Biontech/Pfizer-Vakzins geringer sein könnte als bisher angenommen.

  4. Wegen der Gleichberechtigung solltet ihr beim nächsten Mal auch hinweisen, daß in jeder vollbesetzten Bahn auch mind. ein Geimpfter sitzt. 😉

    Und ja, es ist nicht gleichverteilt in der Bevölkerung. Aber da laut den Zahlen fast 1/3 der Gesamtzahlen aber das Personal abbekommen hat und nicht die stationären Pflegeheimbewohner, die man im Bus nicht sieht, denke ich, das Verhältnis stimmt so etwa.
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Impfquoten-Tab.html

  5. Ich habe eine Empfehlung: ein aktuelles Interview mit dem Rostocker Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen. Rostock ist bislang anscheinend außerordentlich gut durch die Pandemie gekommen, was mir vorher nicht bekannt war. Madsen redet über die Maßnahmen, die er mit seiner Verwaltung lokal getroffen hat, teilweise gegen Widerstände von der Landesregierung. Wirklich interessant.

    Hier das Interview als Text: https://www.n-tv.de/politik/Warum-Rostocks-Covid-Strategie-erfolgreich-ist-article22304925.html

    Und hier im Podcast: https://audionow.de/podcast/die-stunde-null-deutschland-auf-dem-weg-aus-der-krise (Episode vom 19.01.2021, leider haben die noch nichts von Episoden-Permalinks gehört). Das Interview beginnt etwa bei 9:15.

  6. Der Versendung der Gutscheine liegt, soweit ich bislang weiß, irgendein irgenwann mal erhaltener Diagnoseschlüssel des Empfängers zugrunde. Das Schreiben kommt auch von der Krankenkasse. Welche Diagnoseschlüssel zum Zuge kommen, weiss ich noch nicht. Aber wenn sich dieser Ansatz bestätigt, dann ist das natürlich ein zweischneidiges Schwert. Einerseits keine Altersdaten etc. andererseits ungefragt Gutscheine – Neuland eben….

  7. Die Abholscheine für die FFP2-Masken werden eigentlich im Auftrag der Bundesregierung über die (gesetzlichen?) Krankenversicherungen, nicht über irgendwelche Postdienste verschickt. Der Vorname spielt dabei keine Rolle. In der ersten Etappe bekommen alle über 75 die Coupons, dann alle über 70 oder diejenigen mit bestimmten chronischen Erkrankungen und zum Schluss alle ab 60. Es gibt 2 Coupons die zum abholen von jeweils 6 Masken berechtigen. Die 2 Euro sind je Abholung, nicht pro Maske zu entrichten.

    Die bei vielen gKVs eingesetzte Branchensoftware (oscare) hat hin und wieder Probleme mit den Jahrhunderten. Keine Ahnung ob es da einen Zusammenhang gibt. Da Hans Christian Albert wohl im Jahr 2017 geboren wurde, könnte es sein, dass beim Erstellen der Anschreiben davon ausgegangen wurde, dass Hans Christian Albert bereits 1917 geboren wurde. Was ihn dazu berechtigen würde, als einer der ersten die Gutscheine zu erhalten.

    Aber was auch immer da schief gelaufen ist, am Vornamen liegt es nicht.

    • Da du da anscheinend Hintergrundwissen hast: Sollte das auf dem Schreiben ersichtlich sein, dass es von der Krankenkasse kommt?

      Meine Frau (ca 30, mit „altem Vornamen“) hat einen Gutschein mit einem Schreiben der Bundesregierung bekommen. Die Krankenkasse war dort mit keinem Wort erwähnt.

      Da gibt es nun drei Möglichkeiten.
      1.) Ihre Krankenkasse hält sie wegen einer Erkrankung für berechtigt und hat das Schreiben der Bundesregierung verschickt ohne zu erwähnen dass es eigentlich von der Krankenkasse kommt. Das wäre immerhin verwirrend.

      2.) Die Krankenkasse hält sie wegen einer Erkrankung für berechtigt, hat das der Bundesregierung gemeldet und die hat das Schreiben verschickt. Das fände ich datenschutzmäßig schwierig.

      3.) Die Bundesregierung hat direkt oder über Postdienstleister an alte Menschen verschickt und hält sie anhand ihres Vornamens für alt.

      Man sollte vllt. noch sagen, dass meine Frau zwar hier in Deutschland lebt aber eine andere Nationalität hat. Ich weiß also nicht, was im Melderegister über sie vermerkt ist. Speziell ob dort das Alter drin steht.

      Wir waren jedenfalls – vermutlich genauso wie die Eltern von Hans Christian Albert – verwirrt. Vielleicht kannst du ja Licht ins Dunkel bringen.

      • Die Schreiben kommen von der Bundesregierung, der Inhalt des Schreibens wurde vom Bundesminiserum für Gesundheit vorgegeben, verschickt werden sie von den Krankenkassen. Meines Wissens nach ist da kein Hinweis darauf, dass sie von der Krankenkasse kommen. Einige Kassen haben aber wohlMitte/Ende Dezember Versicherte, die die geforderten Voraussetzungen (entsprechendes Alter oder Vorerkrankungen) erfüllen, im Vorfeld informiert, dass sie diese Gutscheine erhalten werden. Ich gehe stark davon aus, dass die Kasse deiner Frau davon ausgeht, dass sie zum Personenkreis der Berechtigten gehört und wenn sie erst um die 30 Jahre jung ist, dann vermutlich wegen einer Vorerkrankung. Asthma vielleicht oder sonst was mit der Lunge, dem Herzen, den Nieren, Diabetes, keine Ahnung, die Liste ist lang…

        Also ich tendiere deshalb zu deinem Punkt 1. Ob die Annahme der KK berechtigt ist, kann ich nicht beurteilen. Verwirrend mag es sich für dich jetzt anhören, dass die Schreiben eigentlich von der Kasse kommen, mach aber irgendwo auch Sinn. Denn eigentlich sollten genau die die Einzigen sein, die über Krankheiten der Bürgerinnen und Bürger im Bilde sind.

        Zu Punkt 2 kann ich dir sagen, dass die Kassen nicht gemeldet haben wer berechtigt ist (oder gar warum) und wer nicht. Es wurde der ungefähre Bedarf an Gutscheinen für ihre Versicherten gemeldet und haben nach und nach das benötigte Kontingent von der Bundesdruckerei erhalten (die drucken die Gutscheine).

        Zu Punkt 3, die Bundesregierung hat weder direkt, noch indirekt über Postdienstleister Berechtigungsschreiben verschickt. Auch spielt nicht nur das Alter eine Rolle, schon gar nicht wurde das Alter anhand des Vornamens ermittelt.

        Diese Vornamen-Theorie hält sich hartnäckig bei dir 😀 Der Aufwand ist doch wesentlich höher und unpräziser. Egal welche Nationalität jemand hat. Ist man in Deutschland gemeldet, kennen die Einwohnermeldeämter auch das Alter. Ich behaupte einfach mal (ohne es zu wissen), im Melderegister steht mindestens das was auch auf dem Ausweis steht. Warum sollte man da noch über den Vornamen das Alter raten wollen? Ich kann dir versichern, dass in Behörden manchmal SEHR merkwürdige Dinge vor sich gehen, aber das ist dann doch ein bisschen zu wild.

        Warum deine Frau die Gutscheine erhalten hat, kann dir nur die Krankenkasse beantworten. Am besten mal anrufen und nachfragen.

  8. Wo bleibt eigentlich eure Kritik an den „verschärften“ Maßnahmen?
    Letzte Woche noch den „harten“ Lockdown gefordert, nichts passiert und dann nicht ein schärferes Wort der Kritik? (oder habe ich was überhört)
    Pavel nennt den deutschen Lockdown glaube ich selber „hart“ und plötzlich
    vielleicht ausreichend?

  9. Zur Mobilität.
    Einen extrem Faktor macht auch das Wetter aus.
    Ich habe einen 24h Automatenladen mit Snacks und Produkten des täglichen Bedarfs.
    Das schöne ist das ich aus der Überwachung des Automaten Minuten genau die Verkäufe exportieren kann, über die Verkaufszahlen habe ich dann einen Indikator dafür ob Leute unterwegs waren.
    In den Daten sehe ich einen sehr deutlichen Trend, je unangenehmer das Wetter je weniger Mobilität.
    Und seit Weihnachten haben wir ziemlich unangenehmes Wetter (Schnee/Wind/Schneematsch/Regen)
    Dazu kommt in BW noch die Ausgangssperre nach 20uhr, die extrem gut eingehalten wird.

    Aus meiner Sicht wird es spannend was die Infektionszahlen machen wenn das Wetter, wie vorhergesagt, Ende der Woche wieder besser wird.

  10. Hallo zusammen,
    Da ich ein Statisten Fan bin frage ich mich ob es irgendwo auch Statistiken gibt wie viel Impfstoff nach Deutschland ausgeliefert wurde.
    Gibts hier irgendeine Datenquelle?
    Denn da wir die Impfstoffe für die zweite Impfung aufgehoben haben sollten die Zahlen für die erstimpfung nicht einbrechen wenn wir alles wegimpfen was geliefert wird. Aber genau das sieht man in den zahlen.

    Viele Grüße

    Flo

  11. Hallo zusammen, vielen Dank für euren wöchentlichen Einsatz im zusammentragen allerlei Informatione, die man sonst so in den „Mainstreammedien“ gar nicht mitbekommt.

    Sicher habt ihr diese Meldung hier auch mitbekommen:
    https://www.tagesschau.de/faktenfinder/biontech-impfdose-101.html

    War die Freude über die Nachricht, dass man jetzt 6 statt 5 Impfdosen aus einer Ampulle nutzen darf noch groß, schließlich verspricht dass ja eine Steigerung der Geimpften um satte 20%, bevor man die Produktion steigern kann. So stellt sich jetztz heraus, dass die Provitgier von Pfizer/Biontech zu einer überraschenden Wendung führt. Im Vertrag mit der EU wurden für die Liefertermine die Anzahl an Impfdosen vereinbart, nicht die Impfstoffmenge….
    Was macht der gute Kapitalist also? – Senkung der gelieferten Impfstoffmenge um 20%, die vertraglich zugesicherte Anzahl an Impfdosen wird aj weiter eingehalten. Da verkauf ich das eingesparte Zeug lieber direkt an Kunden die mehr zahlen als die EU….

    Nun ist dieser Move ansich schon äußerst verabscheuungswürdig, aber am Ende bleibt es ja immerhin bei den vereinbarten Impfdosen zum entsprechenden Termin. Denkst, wie sich herausstellt klappt das mit den 6 Dosen auch nicht immer, denn es ist auch vom verwendeten Impfbesteck und dem Geschick des Arztes abhängig.

    Im Ergebnis werden also nach der Zulassung von 6 statt 5 Dosen sogar weniger Menschen geimpft, als wenn man es bei den 5 Dosen belassen hätte.

    Da steigen echt Gewaltfantasien in mir auf. Zum einen auf die Rechtsverdreher bei Pfizer zum anderen aber auch gegen Spahn, der sich hinstellt und sagt, das „war zu erwarten“ das sich Pfizer so verhält…. Was für Lappen ey.

  12. Hallo Tim, hallo Pavel!

    Ich bin ein treuer Hörer vieler Formate von Tim und auch bei UKW im dem Sinne Hörer der ersten Stunde. Eigentlich beteilige ich mich nicht mit irgendwelchen Kommentaren. Die komplette Situation bezüglich Corona und dem aktuellen Impfthema triggert mich dann aber doch zu sehr, als das ich hier nicht auch den Mund aufmachen muß.
    Grundsätzlich erst einmal mein Hinweis zu den Impfzahlen: Gefühlt sind wir hier eher in einer RampDown- als in einer RampUp-Phase. In Brandenburg wurden und werden aktuell ein Großteil der für die 4. und 5. KW geplanten Erstimpfungstermine abgesagt und neue Termine nur in homöopathischen Dosen vergeben. Grund hierfür ist das Ausbleiben der Impfstofflieferungen. Wenn kein Wunder geschieht oder die Beschaffer die Geldbörse öffnen wird die Impfkampnge in Deutschland noch sehr lange dauern. In diesem Kontext frage ich mich halt mittlerweile wirklich, ob wir nicht von den Impfstoffproduzenten verarscht werden. Was ich hier meine ist, die haben sich zum Teil recht heftig aus der öffentlichen Hand (UKW berichtete) finanzieren lassen (was auch sinnvoll war!) und haben im Gegenzug einen gewissen Preis pro Impfdosis mit der EU vereinbart. Nun haben Sie aber mitbekommen das das Kredo „Der Markt regelt den Preis!“ dafür sorgt, das man die Dosen für einen viel höheren Preis verhökern kann (UKW berichtete: Israel zahlt das doppelte der EU!). Also werden erst einmal die Konsumenten bedient die man überdurchschnittlich abkassieren kann. Unter diesen Gesichtspunkt sehe ich dann den Erfolg der Impfkampange in Israel nicht als Vorbild für uns an, sondern nur als Zeichen, das die EU komplett verarscht wird. Vermutlich warten die aktuell 2 demnächst 3 Produzenten hier nur darauf bis die ersten Politiker aus den gemeinsamen Vereinbarungen ausbrechen (müssen) weil der Druck im jeweiligen Land zu stark wird. Was das dann für Europa in Bezug auf eine friedliche Koexistenz (den Sinn und Zweck der EU) bedeutet mag ich mir lieber gar nicht vorstellen.
    Für den Fall das die obige Aussage (gerade am Tag des Holocaust) jetzt Anisemitisch rüber kommt: Ich achte den Glauben anderer Leute soweit und solange diese mich nicht in irgendeiner Weise „bekehren“ wollen oder kompletten Unsinn erzählen. Das ich hier gerade Israel nehme liegt darin begründet, das dieses Land seit mehreren Folgen des Podcast als Vorbild dargestellt wird.

  13. Hallo ihr beiden, ich habe noch ein Update zu den FFP2 Masken.
    Mein Sohn hat auch solch einen Brief bekommen in dem die Berechtigungsscheine beilagen. Ich war erst verwirrt und dachte auch, dass hier die Vornamen-Schätzung greift. Mein Mann hat dann aber im Netz recherchiert und folgenden Artikel gefunden:
    https://sz.de/1.5187913

    Da mein Sohn eine sehr starke Pollenallergie hat, könnte dies die Erklärung für die Berechtigungsscheine sein ‍♀️

    Und noch etwas möchte ich anmerken: Pavel freute sich über schwarze FFP2 Masken. In der Sendung WISO auf dem ZDF wurde kürzlich darüber berichtet, dass man mit schwarzen Stoffmasken vorsichtig sein sollte, weil in dem schwarzen Farbstoff des Stoffes eine Chemikalie enthalten sein kann, die gesundheitsschädlich ist, wenn man sie länger einatmet. Ich hab den Bericht selber auch nicht gesehen, aber mein Vater wies mich drauf hin. Ob das bei FFP2 Masken genauso ist, weiß ich nicht, aber Vorsicht ist bekanntlich besser als Nachsicht

  14. Hallo zusammen,
    Auch wenn ich mir bewusst ist, dass die Schweiz in Deutschland ziemlich egal ist, möchte ich erneut darauf hinweisen, dass die EU sich noch immer zu weigern scheint, die Schweiz in den Datenaustausch der Corona Warn Apps aufzunehmen ( https://ec.europa.eu/info/live-work-travel-eu/coronavirus-response/travel-during-coronavirus-pandemic/how-tracing-and-warning-apps-can-help-during-pandemic_en ). Auch Norwegen und UK scheint ausgeschlossen zu sein. Nochmals: der Grenzverkehr zur Schweiz ist intensiv – deutlich mehr als zu UK oder Norwegen, einfach bedingt durch die Landgrenzen und Grenzgängern. Ich empfinde es als lächerlich und leichtisinnig (darüber hinaus diskriminierend, aber das ist hier noch das kleinere Problem), wenn die EU den Datenaustausch aus rein juristischen Gründen verweigert, und das noch nach MONATEN! Unverständlich ist mir, dass offenbar niemand aus dem EU Raum bei den Politikern nachfragt? So kann man eine Pandemie auf jeden Fall nicht bekämpfen.

    • ‚“wenn die EU den Datenaustausch aus rein juristischen Gründen verweigert“

      Das finde ich sehr gut, gerade der Staat hat sich an Gesetze und Verträge zu halten. Wer die Nützlichkeit über das Recht stellt fordert dass der Zweck die Mittel heiligt und wird damit willkürlich.

      • Du weisst aber schon, wie zynisch deine Aussage ist? Es ist keine Wilkür, wenn ein Staat einem anderen Staat pragmatisch hilft. Z.B. hat die Schweiz in der ersten Welle aus Frankreich auch Patienten freiwillig übernommen, dazu gab es auch keine „juristische Gundlage“. Es geht ja nicht darum, dass ein Recht verweigert würde (das wäre tatsächlich Wilkür). Hier riskiert man wissentlich Menschenleben – übrigens nicht nur von Schweizern, sondern natürlich auch con EU-Bürgern, die sich ggf. in der Schweiz infizieren – und versteckt sich danach hinter Paragraphen. Euch mag das alle kalt lassen – ist ja nur die kleine Schweiz, die picken sich sowieso immer nur die Rosinen, geschieht ihnen ganz recht… aber eine Pandemie erfolreich bekämpfen geht anders.

  15. Indien, Mexico, Afrika und Brasilien wären Länder über deren Coronalage ihr gerne regelmäßig berichten sollt.
    Wenn man die Todeszahlen hört wäre es wichtig zu sehen wie das da läuft

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