UKW061 Corona Weekly: Das Virus-Prekariat

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Nach einer kleinen Feedbackrunde schenken wir den wie erwartet recht deprimierenden Zahlen etwas Aufmerksamkeit und erläutern die Neuerungen in Pavels Risiko-Tabelle. Danach widmen wir uns der Verbreitung von Mutationen in Deutschland, blicken auf die Welt aus der Perspektive des Virus, diskutieren die Komplexität des menschlichen Immunsystems, Schnelltests, den Fortschritt der Impfkampagne in Deutschland, die neuesten Erkenntnisse aus der Impfkampagne in Israel und schauen auf ein paar Meldungen rund um die Impfstoffe und eine vielversprechende Entwicklung eines Medikaments aus Israel. Am Ende schütteln wir den Kopf über die Universität Hamburg, die sich nicht nur mit einer neuen "Studie" eines fachfremden Professors zur angeblichen "Erzeugung" des SARS-CoV-2 Virus blamiert und die reihenweise rechtsradikale "Quellen" anführt sondern die auch noch die Traute hat, den Unsinn mit einer Pressemitteilung den Boulevardmedien zum Fraß vorzuwerfen.

avatar
Tim Pritlove
avatar
Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW unsere kleine Welt, mein Name ist Tim Prittlav und es ist Samstag der zwanzigste Februar zwanzig einundzwanzig und ein Tag später als gewohnt nehmen wir Corona Weeky auf mit mir und mit Pavel, hallo Pavel. Ja, es war ein bisschen viel los und äh die Woche war auch wieder voll mit tausend Meldungen und wir hatten so unsere Schwierigkeiten hier den Überblick zu bekommen, deswegen haben wir erstmal auf den Samstag geschoben. Seht es uns nach. Ja dafür haben wir glaube ich auch eine Menge auf der Liste, ähm die es so zu besprechen gibt. Ja, stimmt, oder? War viel, oder?
Pavel Mayer
Ja, definitiv.
Tim Pritlove
Ja. Ich habe äh schönes Bild auf Twitter gefunden, was jemand gepostet hat. Englisches äh ich weiß gar nicht, sieht aus wie so ein Zeitungsausschnitt und äh. Dry and Steat. Pestilences, Purch Fromour Lands. Soundsmove Valliant in Haroy. Und ich habe mich gefragt, wie man das denn irgendwie gut auf Deutsch übersetzen kann. Bin total dran gescheitert. Und habe dann irgendwie mal Twitter gefragt, was die denn eigentlich so meinen und da kam dann irgendwie ein paar schöne Vorschläge. Schwierig, dieselben Pathos da reinzukriegen, aber der Gewinner war dann. Bis die Pest sich einst verzieht, bin und leiblich ihre Miete von ihrem schönsten. Grüße an Cosmar, das war sehr hübsch, Ja, fangen wir mal vielleicht mal an mit ähm. Es kam relativ viel, ich kann unmöglich auf alles eingehen, vielleicht mal so zwei, drei Sachen, die ich ganz interessant fand, zunächst einmal äh gab's relativ viel Rückm Meldung zu unserer Klage über Tirschenreuth und noch so ein paar andere Landkreise, die wir so ja, so ein bisschen gescholten haben dafür, äh dass sie die Situation nicht so recht in den Griff kriegen. Hatten wir ja schon öfter und ich glaube, was man an der Stelle nochmal betonen muss und das kam natürlich dann auch in den Kommentaren, dass ähm ja, das ist halt alles Grenzregion nach Tschechien sind. Basti schreibt, für Tirschenreuther ist es einfach sehr schwierig, überhaupt auf brauchbare Institzen zu kommen, wenn die Institanz ein paar hundert Meter weiter über die Grenze über eintausend steigt. Gerade die bayerischen Landkreise an der tschechischen Grenze sind massiv von den tschechischen Arbeitskräften abhängig. Komplette Pflege und auch größeren Teile des Krankenhauspersonals. Dort kommt aus Tschechien. Allein Tirschenreuth hat jeden Tag mehrere tausend Grenzübertretungen nur aus dem angrenzenden Landkreis, wo die Leute reihenweise infiziert sind, aufgrund des grundsätzlichen Wunsches der EU, Grenzen offen zu halten. Auch weil Tschechien bislang kein Mutationsgebiet war, hatte der Landkreis auch wenig Handhabe. Man hat es deswegen in Bayern zunächst mit Pendler Tasting versucht, allerdings haben sich daran besonders die jüngeren Generationen nicht gehalten. Ja nachvollziehbar und zeigt natürlich auch die Schwierigkeiten in einem engen vernetzten Europa hier Maßnahmen zu ergreifen. Wobei letztlich natürlich die Situation Grins überschreiten. Also es ist immer die Frage, welche Grenzen, auf welche Grenzen schaut man einfach, wir haben's halt hier mal mit starken Grenzen zu tun. Genauso haben wir aber auch schon geklagt, dass halt auch die Grenzen zwischen den. Landkreisen, also das Phänomen hat man ja eigentlich überall, im Prinzip äh dasselbe Problem haben, dass äh wenn's mal Fortschritte hier gibt, das sofort durch entsprechende Infektionsketten aus benachbarten Landkreisen wieder überschattet wird. Was ich genau äh hast du dir die Situation in Tschechien nochmal genauer angeschaut.
Pavel Mayer
Nein, es ist schlimm. Ähm.
Tim Pritlove
Ja
Pavel Mayer
In Tschechien macht halt jetzt dritte Welle.
Tim Pritlove
Sind sie voll dabei. Ich habe jetzt gar nicht mal geguckt, aber äh das hattest du ja letztes Mal schon angedeutet, dass ich das abzeichnet, dass sie das nicht so richtig in Griff kriegen. Ich schaue nochmal schnell. Sich eigentlich jetzt entwickelt hat in Tschechien, im Vergleich zu Deutschland, ja, das sieht nicht gut aus, das geht auf jeden Fall weiter. Nach oben und das auch relativ steil ist. Derzeit aktueller Stand hat Tschechien eine Institanz von achthundert.
Pavel Mayer
Pro Tag.
Tim Pritlove
Das ist also mal so.
Pavel Mayer
Pro Million.
Tim Pritlove
Genau äh genau.
Pavel Mayer
Sind also umgerechnet dann irgendwie sieben Zehntel davon.
Tim Pritlove
Also ich sag mal so das Zehnfache knapp neun bis zehnfache von von Deutschland und wir sind ja hier schon nicht besonders glücklich mit der Entwicklung. Ja also was soll man dazu sagen.
Pavel Mayer
Ja, nur hier klingt so roh als könnte man da gar nichts gegen tun. Ähm aber, möchte ich halt jetzt so einfach nicht glauben, dass man da jetzt nichts gegen tun könnte. Es ist irgendwie, einfach so sein muss, sondern ähm. Ja manchmal ist es, ich glaube, wir haben's da dann auch mit einer Kombination zu tun aus Gesundheitswesen und Grenze, wenn man mal sagen muss, haben das unser äh. Gesundheitswesen, die Krankenhäuser einfach mal ähm auch einen, ja, nicht zu unterschätzender Verbreitungsherd sind und zwar. Einfach weil es zu wenig Personal gibt, weil halt dort Personal ja nicht ausreichend geschützt ist ähm dann sind so Dinge wie Pendelquarantäne, halt Gang und Gäbe sind, dass die Leute irgendwie sind zur Arbeit müssen eigentlich in Quarantäne müssten, aber dann die Quarantäne darin besteht, dass ich gefälligst zu Hause von der Familie zu isolieren haben und ansonsten halt sich auf dem Weg zur Arbeit möglichst von Leuten fernhalten müssen. Allerdings durchaus auch den ÖPNV benutzen dürfen so und äh dann ja arbeiten sie halt in der Klinik, obwohl sie eigentlich, wenn sie nicht in der Klinik arbeiten würden, normale Personen wären zu Hause sitzen müssten und äh in Quarantäne sein müssten, ja und. Testen, zum Testen haben die Krankenhäuser, das haben wir glaube ich auch schon mal erwähnt, haben die Krankenhäuser halt auch keine Zeit so, man könnte ja jetzt einfach mal, jeden vor der Arbeit einen Schnelltest verpassen oder einen Schnelltest nach Hause mitgeben, den machen die Leute dann äh vielleicht. So morgens nach einem Aufstehen oder so und je nachdem fahren sie dann zur Arbeit oder nicht wieder schnell Test äh äh ausfällt, aber äh ja für so pragmatische Lösungen äh. Dass wir halt nicht flexibel genug und dort wo das tägliche Testen versucht wurde, wurde es dann wie oft nach einer Woche aufgegeben, weil der Dokumentationsaufwand einfach zu hoch war für das Ganze und ähm. Dann auch zu viele Leute ausfielen und so, deswegen hat man das, lässt man das mit dem Testen in den Krankenhäusern lieber das macht nur schlechte Laune. Ja, dann braucht man sich natürlich nicht zu wundern, wenn dann diese beiden Dinge zusammenkommen da im Grenzgebiet.
Tim Pritlove
Ja. Ja und meine. Wir werden uns da glaube ich in dieser Hinsicht mehrfach noch wiederholen. Das ist halt das alte Lied, wenn man halt beschließt, nichts dagegen zu tun, dann, wird's halt nicht besser und dann wird's halt auch nicht kontrollierbarer ne? Also harte Maßnahmen sind halt einfach erforderlich und sicherlich müsste man dann an der Stelle eben auch die Grenzen einfach zu machen oder in diesen Pendlerverkehr eben ganz anders kontrollieren. Und sonst entsteht ja auch einfach kein Druck für eine Verhaltensänderung. Gut. Dann ähm gab's noch, wir hatten ja kurz äh gesprochen über diese ganzen Technologien, die. Ähm jetzt zum Einsatz gebracht werden müssen, um diese MRN A Impfstoffe zu produzieren, und in dem Zusammenhang haben wir auch über Mikrofluidik gesprochen und du hattest dieses tolle Ventil äh erwähnt. Ich kam in dem Moment auch nicht äh drauf, heißt, Tesla Ventil. Also dieses rein.
Pavel Mayer
Hatte ich nicht gesagt, dass von Tesla kommt.
Tim Pritlove
Das weiß ich nicht mehr so ganz genau. Wir wurden auf jeden Fall auf den richtigen Namen nochmal hingewiesen, dass vielmehr in dem Moment dann auch äh ein wollte ich hier an der Stelle nochmal. Gebracht haben. Dann hatten wir noch irgendwie darüber gesprochen, dass Impfdrängler irgendwie über die mehr berichtet werden sollte, da kommen wir glaube ich heute eh nochmal zu, wenn's um diesen Astrazinika-Impfstoff geht. Da kam dann der schöne Verweis auf den Kartoffelbefehl. Der Kartoffelbefehl äh, war nämlich die Bezeichnung für die Anordnungen äh und Verordnungen Friedrichs des Zweiten von Preußen an die Beamten seiner Provinzen, denen er sich bemühte, den Anbau der Kartoffel in preußisch Provinzen durchzusetzen. Äh ja, sind dann also wirklich Leute durch die Gegend gelaufen, sogenannte Knollenprediger, die dann irgendwie den Leuten äh eingebläut haben, das ist mit der Kartoffel gar nicht so eine schlechte Idee. Dann wurde sie später auch populär. Muss man den Leuten jetzt auch in dem selben Maße äh klar machen dass Impfstoffe ganz hilfreich sind.
Pavel Mayer
Die Kartoffel hat es ja wirklich erstmal schwer in Frankreich gab's glaube ich auch ein absolutes Kartoffelverbot, gab's sogar Todesstrafe auf Kartoffelanbau oder sowas. Hat aber ein Arzt, hat dann ähm. So bei Hufe halt dann die Kartoffel eingeführt äh unterschiedlich zubereitet und nachdem dann halt ja am Hof äh die Leute gefallen äh daran hatten, wurde dann das Verbot irgendwann gekippt.
Tim Pritlove
Hat alles geändert. Pommes ändert alles.
Pavel Mayer
Pommes ändert alles, genau. Ja. Und äh ja überhaupt war die Kartoffel dann schuld an ganz vielen politischen Umbrüchen auch. Wahrscheinlich auch. Äh ja, plötzlich war zu viel oder waren genügend Kohlenhydrate da, das äh die. Deutlich mehr Bevölkerung, ernährt werden konnte, was dann auch so ein bisschen möglicherweise zum äh ja schnelleren Rückgang des Feuerlismus auch mitgeführt hat und zu einer Hungersnot dann anschließend auch irgendwie, jawohl. Daraufhin ja ist, gab's eine Bevölkerungsexplosion, aber die Kartoffel konnte dann doch nicht ganz so viel mithalten. Egal, wir schweifen jetzt ein bisschen ab, aber Kartoffeln, Kartoffeln sind toll. War auch, glaube ich, ja, was die Wenigsten auch das, dass Kartoffeln im Gemüse ist und war, glaube ich, das Gemüse des Jahres, was, zweitausen.
Tim Pritlove
Kartoffel war das Gemüse des Jahres.
Pavel Mayer
Mhm. Es gibt jedes Jahr ein ein Gemüse des Jahres zweitausenddrei, genau, die Kartoffel war das Gemüse des Jahres zweitausend.
Tim Pritlove
Dann gucken wir mal, wer so Impfstoff des Jahres wird. Ich hab da ja ein äh Kandidaten. Aber lassen sie jetzt mal erstmal über die Zahlen reden. Wir haben ja schon einiges befürchtet letzte Woche. Inwiefern sind denn unsere Befürchtungen eingetreten.
Pavel Mayer
Ja ähm es entwickelt sich eigentlich alles genau wie erwartet. Das äh kann man so sagen, die. Der R-Wert ist langsam angestiegen beziehungsweise der Rückgang der Neuinfektion. Hat sich verlangsamt und ist eigentlich in den letzten sechs Tagen praktisch äh zum Stillstand gekommen. Also wir hatten jetzt nur noch. Fünf Prozent. Rückgang äh gegenüber der äh Vorwoche im Sieben-Tagesschnitt und das aber auch nur, weil äh ja es nur, jetzt Insekt in den letzten sechs Tagen gestoppt hat. Ich nehme an morgen oder übermorgen spätestens werden wir auch äh ja, vielleicht schon deutschlandweit Wiederanstiege sehen leichte.
Tim Pritlove
Also in einigen Bundesländern ist es natürlich jetzt schon so, sonst würde sich das ja nicht entsprechend entwickeln. Wer sind denn so die böse Wichter? Können wir vielleicht gleich nochmal draufkommen.
Pavel Mayer
Ja gut, wenn.
Tim Pritlove
Die Zahlen, ne?
Pavel Mayer
Erwähnt hast, also sechs Länder haben jetzt so steigende Raten, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen ganz leichten mit einem Prozent, aber Anstieg ist Anstieg äh so. Ja, ähm und die Zahl der Länder hat auch ja zugenommen, in denen es jetzt Anstiege gibt. Berlin hat. Noch fallende Zahlen, zehn Prozent Rückgang, aber es waren halt auch schon mal mehr. Also es ist überall eigentlich fast verlangsamt, sich der Rückgang. Ja Und man auch schon sagen ähm kein Land wird in den nächsten zwei Monaten irgendwo in die Niere sicherer Institzen für Lockerungen kommen bereits jetzt bei dem, Trend von heute und, Wissen verschlechtert sich dieser Trend sogar. Das heißt ähm eigentlich um das auch vorwegzunehmen rechnet praktisch jeder mit einer neuen Welle im März.
Tim Pritlove
Schließen sich alle unserer Meinung an sozusagen.
Pavel Mayer
Und ja, ich wie gesagt und bundesweit liegt der jetzt bei null Komma neun sieben bis es praktisch eins, vor allem, wenn man die Testzahlen auch noch äh mit dazu nimmt, ist die Zahl der Tests wieder um. Ja vier Prozent zurückgegangen, vier Komma acht Prozent gegenüber der Vorwoche und das heißt effektiv äh sind wir jetzt schon bei eins oder über eins. Ähm. Mit dem RW. Also.
Tim Pritlove
Trotzdem ist sie die positiven Quote nochmal gesungen.
Pavel Mayer
Das äh ist äh ganz gut, allerdings äh muss man eben auch, sehen, dass wir die leider immer auch nur mit einer Woche Verspätung äh praktisch, kriegen. Ich habe jetzt nochmal in die neuen Tabellen äh habe ich nochmal das genaue Datum bis wann eigentlich einschließlich äh sagen diese Testzahlen gelten und da kann man sagen, sind wir. Fünf, sechs Tage immer. Hinterher ähm oder sind die Testzahlen fünf bis sechs Tage hinterher gegenüber den Neuinfektionszahlen. Und auf deinen Wunsch, ich weiß nicht, ob du's schon gesehen hast, habe ich jetzt die Testzahlen auch mit in den Graf eingearbeitet und die positiven Quote und so.
Tim Pritlove
Nee, habe ich noch nicht gesehen.
Pavel Mayer
Ist jetzt noch unübers.
Tim Pritlove
Wollt's gerade sagen. Ah ja, schön. Ja.
Pavel Mayer
Ich habe dann jetzt so äh Bilder gemacht, wo ich dann jeweils einen der Grafen hervorgehoben habe, damit man den ein bisschen besser sehen kann.
Tim Pritlove
Ah ja, sehr schön. Packe ich äh wie immer äh noch zusätzlich mit ins Blog, da könnt ihr irgendwie reinschauen und euch mal die. Verwirrenden Kurven anschauen zugegebenermaßen nicht die übersichtlichsten sind, aber sich so ein bisschen reinfuchs, kann man da schon ein bisschen was rauslesen, aber es ist für uns auf jeden Fall immer ganz hilfreich, um einfach die Sachen schneller in Kontext äh setzen zu können. Ja, also wie sieht's denn aus? Jetzt äh ganz allgemein. Also wir haben ähm sieben Tage Schnitt von siebentausendzweihundertfünf. Neuinfektionen pro Tag.
Pavel Mayer
Ja, genau. Das sind so fünfzigtausendvierhundertsechsunddreißig pro Woche. Also fünfzigtausend pro Woche. Ja. Und ähm bis jetzt auch nicht wenig würde ich sagen. Und bei den Toten hatten wir noch nicht erwähnt, da ist der Rückgang noch eher ungebrochen, es auch zu erwarten, dass das jetzt noch zwei Wochen so, weiter geht, aber wir haben da jetzt einen sieben Tage Schnitt von vierhundertzweiundzwanzig pro Tag oder auch zweitausendneunhundertvierundsechzig Menschen sind in den letzten sieben Tagen gestorben an Corona. Und da können wir erwarten, dass das noch, zwei Wochen lang sinken wird in die Gegend auf zweihundert bis zweihundertfünfzig pro Tag dann wahrscheinlich auf dem Niveau so verharren plus minus und dann äh Ende März wahrscheinlich wieder ansteigen. Nass. Ist das, was wir leider nach derzeitigen Informationsstand erwarten können. Hm. Ja und auch bei der Positivrate, wie gesagt, die ist jetzt. Auf sechs Komma vier sechs Prozent gefallen und das hatten wir zuletzt ähm so Ende November.
Tim Pritlove
Ende Oktober. Ende Okt.
Pavel Mayer
Ende Oktober, Anfang November, ja. Genau, ja. Ende. Ende Oktober, Anfang November hatten wir diesen Wert überschritten und äh den haben wir jetzt erreicht. Ja und.
Tim Pritlove
Also zum Beginn des des des Lokdownlights sozusagen, ja? Also das ist jetzt äh gerade mal so der Punkt, den wir erreicht haben. Natürlich mit einem anderen Trend, aber wie wir ja schon gehört haben, der Trend ist halt nicht besonders toll.
Pavel Mayer
Interessant ist auch, wenn man sich jetzt den Grafen von der positiven, Quote anschaut. Das ist halt so dieser Violette Verlauf. Dann findet man da gar nicht diese wilden, Ausschläge äh die wir bei den Neuinfektionen hatten. Wir haben ja so eine total kaputte. Oder die unsere Welle sieht ja total kaputt aus, andere Länder, da geht's halt hoch und dann geht's wieder runter den Meistern bei uns ging's irgendwie hoch, dann wieder ein bisschen runter, dann, irgendwie über Weihnachten piek äh dann zwischen Weihnachten und Silvester brachen sie total ein, um dann Anfang Januar wieder hochzuschießen. Also so ein richtiges Zahlenchaos, da kann man halt davon ausgehen, auch wenn man sich die Positivquote jetzt anschauen, dass das halt durch diese Änderung im Testregime und Weihnachten und dass das halt nur erfassungsbedingt war, dass man wahrscheinlich auch hm eigentlich eine schöne Kurve, rausmachen könnte, die nicht so wind wild gezackt ist. Gut nicht, dass das wichtig wäre.
Tim Pritlove
Aber sollte sich jemand gefragt haben, warum die so komisch aussieht? Das ist alles eine Frage von Meldung.
Pavel Mayer
Und vor allen Dingen doch, also eigentlich ist es schon ist so eine zackige Kurve, ist halt auch echt völlig unnötig dramatisch, ja. Äh ich meine, du hast dann halt, wenn, wenn man's jetzt als Sportkommentator so äh oder als jetzt ja, wie wir als Corona Kovit-Kommentator da hast du halt diesen gewaltigen Anstieg im Oktober so bis Mitte November. Um dann plötzlich so ab Mitte November so einen leichten Rückgang zu haben, so alle schöpfen Hoffnung, aber das war das jetzt, das war jetzt schon der Piek und dann plötzlich so warm schießt's auf einmal wieder nach oben, mein Ingenie, was ist denn jetzt passiert? Wieso schießen denn die Zahlen? Jetzt so nach nach oben um dann halt ja wieder krass zu fallen und denken alle, oh ja, jetzt haben wir es irgendwie überstanden. Nein, dann geht's plötzlich wieder nach oben, ja. Ich mein Das ist ähm einfach unnötig dramatisch. So und macht alle Leute nur irre, macht natürlich auch jede Vorhersage erstmal in dem Bereich, wenn wenn es so wild hin und her springt weiß ja auch keiner, wovon und hinten oder oben und unten. Wenn in Wirklichkeit aber äh diese Kurven, oder diese diese Sprünge gar nicht echt sind, wir machen uns da einfach dann ja mit unserer ganzen Datenerfasserei machen wir uns da einfach äh. Unnötig verrückt oder unnötig Hoffnung. Also wir verwirren uns unnötig. So.
Tim Pritlove
Jetzt hast du ja in deiner Risikotabelle Änderungen vorgenommen, das sollten wir vielleicht nochmal erwähnen. Viele Leute schauen da ja auch mit rein und äh erkundigen sich so über den den Stand der Dinge die Tabelle ist ja mehr so eine Datenbank als äh jetzt wirklich so eine hübsch designte Geschichte zum Einbauen in allen Webseiten. Aber du hast jetzt quasi die Unübersichtlichkeit noch ein bisschen erhöht, indem du noch ein paar Spalten eingefügt hast.
Pavel Mayer
Ja, ich habe noch vier Spalten hinzugefügt Bisher ergab sich ja durch das Ranking auch so eine gewisse Prognose das Ranking selbst basiert ja ähm auf einer Prognose, so wo wird es in einer Woche äh stehen, äh weil ähm die Erfassung ja äh immer mit zehn Tagen Verzögerung läuft. Die Zahlen ist natürlich, aktuelle Risiko ergibt sich quasi aus einer Vorhersage ähm von zehn Tagen in die Zukunft so ungefähr, aber. Dass man nirgendwo so richtig explizit außer in der Risikozahl drin und war ja jetzt das Thema Institzen äh auch immer wichtiger wurde, habe ich jetzt, zwei Spalten eingebaut, die auf Basis des aktuellen RWEs oder des aktuellen Wochentrends ähm, die Institanz in vier Wochen und in acht Wochen äh voraussichtlich wiedergeben. Klar äh. So lange Zeit kann man eigentlich nicht äh wirklich vorhersagen, aber es ist mehr, okay. Wenn es jetzt so bliebe, dann wären wir äh. Ja bei der entsprechenden äh Institanz, also für Deutschland werden wir dann noch, weil es noch zurückgeht, jetzt sind wir bei fünfundsechzig und werden dann in vier Wochen bei dreiundfünfzig neun und in acht Wochen, bei vierundvierzig, sieben. Wo das sind, sagen die mal zu gucken, ja denn eigentlich ist es ein bisschen Veranschaulichung des Erwertes, wenn.
Tim Pritlove
Genau, das wollte ich nämlich auch gerade sagen, weil das finde ich eigentlich an der Stelle auch extrem hilfreich. Vor allem, wenn man sich dann mal die anderen Extreme anschaut, auf der positiven Seite derzeit der bist Performance äh Landkreis hätte ich fast gesagt, dass Performance Bundesland ist Baden-Württemberg Die haben derzeit eine Insidenz von siebenundvierzig eins. Wohlgemerkt, wir beziehen uns hier immer auf diese Tabelle, ne? Und Pavel hat ja ein paar abweichende Berechnungs ähm Schemataler drin, das ist jetzt nicht unbedingt genau immer die Zahl, wie man sie beim RKI liest weil hier auch spätere Meldungen noch mit berücksichtigt werden. Aber nehmen wir einfach mal das Beispiel, siebenundvierzig eins würde also in Baden-Württemberg jetzt alles so bleiben wie es ist. Derzeit haben die so einen Ehrwert von null Komma neun, hieße das in vier Wochen, wenn man bei dreiundzwanzig vierundacht Wochen wäre man bei elf Komma sechs. Das ist so der der Best Case eigentlich. Der halt.
Pavel Mayer
Saarland ist eigentlich also Saarland äh es wäre langfristig äh die sind haben zwar jetzt noch eine höhere Institenz, das heißt, die würden sie nächste Woche nicht überholen, deswegen sind sie im.
Tim Pritlove
Ja ich hab grade nicht nach nach RWE sortiert genau richtig, du hast Recht, also dann korrigiere ich.
Pavel Mayer
Beziehungsweise hin. Ja. Also Saarland würde sogar äh ja in acht Wochen also wahrscheinlich irgendwann in sechs Wochen wie könnte das Saarland äh jetzt äh sogar sicher äh. Erste Lockerungen vornehmen, wenn es dort so bliebe.
Tim Pritlove
Mit leider nicht zu rechnen ist, aber das ist sozusagen das Optimum. Auf der anderen Seite. Hätten wir dann eben da, wo es derzeit am schlechtesten läuft, Bremen, die noch vierundsiebzig Institz haben werden in äh acht Wochen dann schon wieder bei zweihundertfünfzig. Und so extrem kann sich das dann halt auswirken, auch wenn der RWE, nur bei eins Komma null neun liegt, ne? Auf der anderen Seite ist halt schon null Komma acht zwei schon äh relativ gut wie jetzt im Saarland, nur sehen wir das halt nicht überall. Oder anders ausgedrückt, wenn man's jetzt mal für Deutschland nochmal allgemein nimmt, so wie es derzeit läuft, bringt uns das nirgendswo hin. Das ist ja sozusagen die Zahl. Außerdem hast du ja noch zwei weitere Spalten, dann dazu gebracht. Das muss man vielleicht auch nochmal erklären, Tage bis sieben steht da und Tage bis drei. Bezieht sich dann eben auf diese konkrete Inszenz, vielleicht kannst du ja nochmal kurz herleiten, wo du diese sieben und diese drei hernimmst.
Pavel Mayer
Mhm. Ja, also die sieben ähm ist zu der Wert, wenn man sich einfach die Zahlen für die Institution in gesamt Deutschland anguckt, äh hat ist, äh, wenn die Gesamtizidenz in Deutschland einmal über sieben war, äh ist sie nie wieder ohne Lokdown äh unter sieben runtergegangen und ähm sieben beziehungsweise ja neun äh, ist halt auch eine gute Zahl äh um, erste Lockerungen zu machen, sie ziehen unterschreiten, das ist auch die Institanz, wo wir in der ersten Welle die ersten Lockerungen gemacht haben ähm, und äh sozusagen bei neun wollen wir sie beschlossen. Ich glaube bei sieben sind sie dann in Kraft getreten, Plus mit den neuen Mutanten ähm ja ist es jedenfalls so, dass so die Institanz von sieben, ich meine, man kann jetzt diskutieren. Ob das jetzt acht, neun, zehn oder fünf oder sechs wären aber sieben äh war einfach so ein Wert, den ich ganz handhabbar fand und den man eben auch zweimal tatsächlich finden äh kann und die drei war dann die Institanz, bei der wir dann am meisten gelockert haben im im Sommer, so bei der Unterschreitung. Ja und deswegen gibt es auch zwei Spalten, die dann jetzt äh einfach mal berechnen, wie lange es dauern würde bis zu einer Institanz von sieben und wie lange bis zu einer Inszenz von drei. So.
Tim Pritlove
Genau Also wenn wir jetzt mal für Deutschland äh schauen, Tage bis äh zu einer Institenz sieben werden dreihundertvierunddreißig Tage und eine Institenz bis ähm drei werden vierhundertzweiundsechzig Tage, also man kann halt sagen. Würde es so bleiben, wie es jetzt ist, müssten wir den aktuellen Zustand noch ungefähr eine Jahr beibehalten. Und wir gehen davon aus, dass es halt noch ein bisschen schlimmer wird und äh bis man sich so richtig frei machen kann, also die selben Lockerungen wieder lostreten könnte vierhundertzweiundsechzig Tage, dass es dann halt irgendwie ja eins Komma drei Jahre. Also es.
Pavel Mayer
Ja, ist natürlich hypothetisch, aber diese Zahlen äh also waren vor ein paar Tagen, sahen die halt noch ganz anders aus. Da waren wir noch im Bereich von zwei Monaten. Äh, also wir hatten ja, wir hatten, glaube ich, achtundfünfzig Tage für Deutschland bis Institanz sieben. Vor wenigen Tagen war das halt noch nicht so. Und äh ja. Im Prinzip kann man festhalten, dass man mit einem ordentlichen Lokdown innerhalb eines Monats hm äh die Zahlen ja auf ein zweihundertstel bringen kann. So, also kann's äh im im Prinzip kannst du fast von jeder Institanz, die wir hatten, wenn mit einem richtigen Loktown in einem Monat auf eine Institanz von unter drei runterkommen.
Tim Pritlove
Ja, den hatten wir jetzt nicht. Und den haben wir auch immer noch nicht und den werden wir auch nicht kriegen, weil sich da einfach politisch nichts bewegt. Stattdessen haben wir Öffnungsdiskussionen und Lockerungsdiskussionen und das ist einfach, ja, der falsche Weg.
Pavel Mayer
Na ja.
Tim Pritlove
Denn Muttertionen, Muttertionen, Muttertionen. Kriechen an uns heran und äh ja wie zu erwarten war. Verbreitet sich vor allem der sogenannte englische Virusvariante, also diese B eins eins sieben Variante, relativ stark in Deutschland. Teilweise auch schon die Südsüdafrikanische Variante, was ich besonders beunruhigend finde, denn da wissen wir ja, da wird's dann mit den Impfstoffen schon so ein bisschen kritisch bei B eins eins sieben ist es halt nur die erhöhte Transmissibilität und theoretisch auch noch die erhöhte Todesrate, die sich daraus dann ableiten lassen kann. Ähm, was hast du denn da so für einen Blick drauf.
Pavel Mayer
Na ja, das RKI hat ja ähm in dieser Woche. Erstmals Zahlen veröffentlicht äh was die neuen Varianten in Deutschland, angeht und ja da sind wir jetzt äh also bei den sogenannten Vox, bei den besorgniserregenden Varianten. Ähm ja, sind wir jetzt bei vierundzwanzig Komma eins Prozent. Anteil in äh den Test, davon sind zweiundzwanzig Komma acht Prozent mh B eins eins sieben, und die B eins drei fünf eins, also Südafrika eins Komma drei Prozent und dann äh die, P eins mit null Komma eins Prozent. Das sind so die drei Varianten auf die äh, die jetzt gefunden worden sind, für die es Zahlen gibt. Ja und wenn man sich dann die Entwicklung anguckt äh Anteil jetzt dieser Konzern, KW zwei waren's zwei Prozent. Eine Woche später drei Komma sieben, dann fünf Komma eins, zehn Komma acht, vierundzwanzig Komma eins jetzt in KW sechs, das heißt es hat sich ungefähr jede Woche verdoppelt bisher. Die äh Zahl, das heißt ähm, Ja. Also äh Mitte März äh, sind die neuen Varianten bei uns eigentlich durch. Also werden wahrscheinlich noch ähm, Also Ende des Monats ähm ja äh werden hier die fünfzig Prozent überschritten haben. Wahrscheinlich, wenn das so weiter geht sogar. Eigentlich in der nächsten Woche werden wir so irgendwo zwischen vierzig und fünfzig landen und in der übernächsten Woche werden äh. Ja B eins eins sieben und Konsorten die Mehrzahl aller Infektionen ausmachen.
Tim Pritlove
Und dann mit erhöhten R-Werten eingehen. Also wir haben jetzt sozusagen drei Faktoren. Wir haben neue Mutationen, die äh höhere Ansteckbarkeit ergeben. Wir haben Lockerungen, Schulöffnung, wenn auch nur im frühen Grundschulalter, wenn auch mit Masten, wenn auch mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen, Schulteilungen und so weiter. Das mag sich dann wieder und wird sich auch in jedem Bundesland natürlich wieder unterscheiden, aber das bedeutet auch wieder mehr Bewegung, mehr mehr Möglichkeiten, noch irgendetwas auszutauschen da können dann eben die Mutationen auch entsprechend zuschlagen und werden sie dann wahrscheinlich auch und damit ist dann halt einfach ein R-Wert unter eins eher unwahrscheinlich. Ja und damit müssen wir dann irgendwie leben, leider wieder, Es ist nicht schön.
Pavel Mayer
Ja. Naja gut, die, ich meine, wir wissen ja aus England, dass man auch die neuen, Varianten sehr wohl bekämpfen, reduzieren oder deren R-Wert effektiven RWT unter eins, bringen kann. So also unmöglich ist es nicht und im Moment gibt es ja schon ich sage mal so eine, auch so eine äh, Koalition der hartnäckigen würde ich sagen die zwar jetzt ganz schön im Feuer steht, aber gibt's halt schon jetzt würde ich sagen auch in der Politik gerade so 'ne Gruppe von Leuten, die erbittert dagegen hält im Moment, also ne. So Lockerungen angeht um jeden Meter kämpft gerade. So und dazu gehört auch die Kanzlerin würde ich sagen.
Tim Pritlove
Ciao. Die Frage ist nur, was bringt's, ne? Also er ist schon mal ganz gut, das im Bundeskanzleramt vor Orte zu wissen, aber bisher haben wir ja immer gesehen, dass die Bundesländer dann äh immer wieder einknicken und und diesen Weg nicht mitgehen, um dann später wieder festzustellen, dass er auch nicht besser geworden ist dadurch.
Pavel Mayer
Meine Befürchtung ist ja, dass wir wieder irgendwie ein, wie ein Hickhack äh äh haben werden und ja die Zahlen so ja langsam steigen wieder so eine so zitterpartiemäßig und wie wir da, Weder richtigen Lokdown äh noch irgendwie einen eine wichtige Explosion. Wobei meine wahrscheinlichste Prognose, die ist, dass die zweite Welle die dritte Welle, also die nächste Welle. Etwas höher sein wird, aber dafür nicht so breit, also nicht so lange dauern wird. Weil ich denke wir nicht den Fehler machen werden. Und äh so graduell wie im November reingehen und dann gibt's halt auch keine Weihnachtszeit und so und das ist auch so oft die Erfahrung. Aus anderen Ländern, die uns wellenmäßig ein bisschen voraus sind, dass da äh dann ja. Die Wellen tendenziell wenn eine neue kommt höher werden und wir starten ja auch von einem viel höheren Ausgangspunkt jetzt die Welle auch als die letzte. Ja. Das sind die Gründe. Bist du noch da.
Tim Pritlove
Ja, ich bin noch da, ich denke gerade drüber nach und ähm frag mich jetzt aber trotzdem, warum du meinst, dass es schneller vorbei geht, dann wieder die Welle. Weil wir da besser reagieren werden.
Pavel Mayer
Ja, ich ich glaube, es wird dann äh äh ich glaube Psychologie. Dass wir dann äh einfach ja dann schneller reagieren werden, aber äh. Gut muss man sie in Deutschland macht ja. Irgendwie auch immer so ein bisschen spezielle Korrummen, wenn man das so mit anderen Ländern vergleicht. Denn Dänemark ist übrigens ein ganz guter, ganz gutes Vergleichsland auch, wenn man sich mal angucken möchte, weil die, ungefähr hm so, ja relativ vergleichbare Zahlen mit Deutschland haben so von der Größe und von Timing her, sie laufen halt ganz gut mit nur. Ja das bei denen die Zahlen nicht so kaputt waren über Weihnachten so ähm sind dann die. Haben da so eine schöne runde Kappe und dass sie halt dann einen ordentlichen Lokdown gemacht haben und dann jetzt schneller und tiefer reduziert haben von einem wesentlich höheren Niveau äh als wir das äh gemacht haben.
Tim Pritlove
Ja, aber derzeit auch nur unwesentlich besser dastehen als wir, ne.
Pavel Mayer
Mhm. Aber halt äh muss man sagen, ähm, wahrscheinlich sind die äh stehen sie deutlich besser da, weil wenn du mal die Positivquote von Dänemark äh anguckst, die testen halt, ich glaube ungefähr zehn Mal so viel wie wir. Und ja.
Tim Pritlove
Die ist deutlich niedriger. Mega.
Pavel Mayer
Die sind bei was? Null Komma irgendwas oder.
Tim Pritlove
Null Komma drei null Komma vier so in dem Bereich während wir halt bei sechs Komma fünf irgendwie sind.
Pavel Mayer
Das heißt, du kannst äh einfach sagen, du davon ausgehen, dass unsere Dunkelziffer. Quote äh wahrscheinlich fünfzig Prozent, hundert Prozent, größer ist als die in Dänemark, also in Dänemark kann man sagen, ist das ziemlich nah dran an ähm dem, was an Infektionen äh passiert, während bei uns wir halt nach wie vor keine Ahnung, immer noch zwischen sagen zwischen fünfzig und dreihundert Prozent sich außerhalb unserer Erfassung äh abspielen könnten.
Tim Pritlove
Ja, na gut, dann hoffe ich. Dass du Recht hast, dass wir da schnell reagieren, aber die Frage ist natürlich warum müssen wir dann erst reagieren, wenn man auch jetzt schon äh reagieren könnte, weil das ist ja im Prinzip jetzt schon absehbar. Ich meine, wir sind ja. Eigentlich jetzt genau in der selben Situation, wie wir das im Oktober oder im September waren, alle Zahlen sprechen dafür, dass es jetzt bald wieder nach oben geht und wir quasi jetzt unmittelbar vor der dritten Welle stehen. Alle sagen das.
Pavel Mayer
Genau. Mhm.
Tim Pritlove
Zahlen sagen das, die Experten sagen das so die wissenschaftliche Gemeinde scheint sich da einig zu sein. Und uns passiert nix. So, stattdessen wird über über Friseure äh müssen geöffnet werden und Schulen müssen geöffnet werden, So ja natürlich müssten die ihn irgendwann mal wieder geöffnet werden, aber dann schafft doch bitte auch die Voraussetzungen dafür, dass die geöffnet werden können und das tun wir nicht und deswegen. Verlieren wir ja wieder Zeit. Also ich meine, warum sind jetzt die Maßnahmen, die schon lange in Place.
Pavel Mayer
Ja was was glaube ich die wenigsten verstehen ist dass praktisch zu jeder Zeit oder in jeder. Pandymiephase das Richtige ist ein. Sofortigen maximal harten Logdown. Durchzuführen. Die Zahlen in kürzester Zeit zu senken und dann graduell zu lockern, wenn man eben bei einstelligen Institzen. Angekommen ist so. Und es ist egal, ob sich die Zahlen im Anstieg befinden oder. Äh fallen aber nicht schnell genug fallen die beste Variante ist immer sofort und maximal hart. So, das heißt eigentlich hätten wir. Ja, bräuchten wir ähm eigentlich ab morgen äh nochmal einen richtig harten Blogdown für die nächsten. Zwei bis vier Wochen. Und äh dann könnten wir auch lockern. Aber ja, wird wohl nicht kommen.
Tim Pritlove
Wird wohl nicht kommen, genau. Und dann. Dauert's noch länger alles. Also Ostern kann man glaube ich schon mal vergessen, so. Da wird irgendwie nichts besser sein. Das hätten wir theoretisch schaffen können, wenn solche Maßnahmen ergriffen worden wären, aber das wird jetzt wieder verspielt sein. Und da wir nicht davon ausgehen können, dass vor Juni, Juli durch die Impfung nennenswerte Verbesserungen eintreten, wenn überhaupt, dann ist halt eigentlich der Sommer schon weitgehend im Eimer.
Pavel Mayer
Ja gut für wird man sehen, ähm aber. Meine Vorhersage war ja, dass wir irgendwie. April, Mai, zumindest, äh, wieder im Shotdown verbringen werden. Monat oder so war das glaube ich mein meine Vorhersage. Als das mit den ja mit B eins eins sieben begonnen hat war das eigentlich so relativ klar und. Ja, ich weiß nicht. Wie oft man das eigentlich wiederholen soll und muss und vermutlich gut für die meisten Zuhörer hier äh da ja predigt man zum Chor eigentlich.
Tim Pritlove
Wahrscheinlich ja. Wir wollten's ja nur mal gesagt haben, Du hast halt einen schönen äh Tweet äh Kette rausgehauen, die äh ganz gut resoniert hat, äh habe ich so den Eindruck ähm das kann man vielleicht jetzt da nochmal so äh hinten anstellen. Und zwar hast du dich äh bist du bist du äh in das Virus geschlüpft.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
The world acording to saasko zwei würde ich mal sagen.
Pavel Mayer
Ja, mir kam halt in der letzten Woche so der Gedanke auch, dass ja. Virus. Ein ziemlich hilfloses Geschöpf äh ist und sich eigentlich in einer komplett prekären Situation befindet und dann, mal überlegt, äh wie denn die Welt aus Sicht des Virus eigentlich aussieht, äh so und, Das Problem ist ja äh dieses Virus ist nirgendwo willkommen. So, das wird halt überall gejagt, außerhalb des Körpers kann es nicht existieren, da zerfällt es so, ähm, da ganz maximal ein paar Tage, aber meistens Stunden oder oft sogar nur Sekunden überleben, im Körper. Hat auch nicht viel Zeit, weil dann kommt irgendwann nämlich das Immunsystem und greift es an und vernichtet es. Das heißt, damit dieses Virus überhaupt existieren kann, braucht es eben immer neue Wirte und Normalerweise innerhalb von einigen Tagen oder spätestens zwei Wochen und sonst ist halt zu spät. So und dann, ist es auch noch so, dass um jetzt zu so einem neuen Wirt zu kommen, muss es halt erstmal aus der Zelle, in der es zusammen, in der es dann geboren wurde irgendwo in eine Körperflüssigkeit gelangen und die muss dann auch noch in der Ecke des Körpers sein, wo dann die Flüssigkeit mit einem Luftstrom mitgerissen wird außerhalb des Körpers gelangt. So und dann sitzt dieses arme Virus jetzt in irgend so einem winzigen Flüssigkeitstropfen und fliegt halt durch die Luft wie in so einer Raumkapsel, vielleicht noch mit ein paar Geschwistern drin, aber diese kleinen Raumkapseln, die haben halt keinen wirklichen Antrieb oder so und deswegen stürzen die meisten einfach ab und fallen auf den Boden und dann ist auch ziemlich schnell vorbei, wenn es irgendwo hinfällt nur so ganz wenige davon am Glück irgendwo zu landen, wo dann vielleicht jemand rechtzeitig, draufpackt und. Aufhebt und dann äh auf irgendeine rettende Schleimhaut äh von sich aufbringt, so aber das passiert halt ganz, ganz selten so. Und. Die anderen, ja, wie gesagt, die meisten stürzen ab, aber so ein paar haben halt das Glück, die sind in einem Tropfen drin, der entweder richtig gut beschleunigt wurde, der richtig Speed hat, weil jemand den ausgehustet oder ausgenießt hat und der dann mit der richtigen Dynamik äh unterwegs ist oder, er hat das Glück, äh, in einem Tropfen zu sein, der so klein ist äh und die Wetterbedingungen stimmen, dass er halt längere Zeit in der Luft schwebt. Und so halt dann eingeatmet wird, sodass dann sich äh halt äh. Die Viruskopie dann sich im Schleim der Nase oder des Rachens oder der Lunge gemütlich machen kann, beziehungsweise nicht wirklich gemütlich machen, Es ist zwar schon ein Hauptgewinn wie ein Lottobis da einzukommen aber ähm so. Einfach da rumschwimmen ist nicht, weil die müssen jetzt irgendwie wieder in eine Zelle kommen und in dieser diesen Schleimhäuten sind auch lauter chemische und biologische Kampfstoffe, die dem Virus das Garaus machen wollen, so Defensine und ähm andere Stoffe, die einfach das Virus so. Greifen und ja es hat also 'ne begrenzte Zeit sich irgendwie jetzt an der Außenhaut von der richtigen Zelle festzuklammern. Ähm, so. Entsprechenden Rezeptoren und dann die Schleuse zu hacken und dann äh ja äh sein Erbgut in die äh Zelle äh zu packen und äh ja und mit Glück hat dann dieses diese Rena hat dann auch den Transport überlebt und. War's dann auch die richtige Rena und hatte nicht zu viele Kopierfehler so ja und dann äh fängt die Zelle halt an die richtigen Bauteile zu produzieren und dann müssen sich nur noch diese Bauteile Kann man sich so vorstellen, sind halt Proteine, so ziemlich lange Moleküle aus Aminosäuren und die, falten sich halt ganz wild und haben dann eben so verschiedene Andockstellen, so wie Lego nur halt nicht nur mit runden Noppen, sondern vielleicht auch mit dreieckigen oder mit, ja ganz verschieden geformten, individuellen Noppen. Und dann schwimmen die Bauteile für das neue Virus, schwimmen jetzt in der Suppe einfach rum und bauen sich dann. Mehr oder weniger alleine zusammen. Also wenn sich dann die passenden Teile mit ihren Andruckstellen nahe kommen eventuell muss da noch so ein drittes Teil, so ein Enzym, so ein Werkzeug noch dazu, aber grundsätzlich rasten die Teile dann ziehen Sie sich elektrisch an und rasten dann irgendwann ein und mit 'n bisschen Glück kommt dann am Ende 'n neues Virus mit Hülle und mit RNA drin raus und auch so ein Ding ist, die Viren, ähm also Corona Viren. Sehen halt nicht gleich aus, äh sondern die haben halt schon so können in ihrer Größe ein bisschen variieren und auch eine unterschiedliche Anzahl von ähm. Spikes äh haben und so ähm was eben an diesem, ja, Prozess liegt, dass es halt in Teilen gebaut wird, die sich dann dann zusammenfinden. Na ja. Also das war halt so, das Ding also dieses Existenz als Virus ist halt eine echt prekäre Angelegenheit so nirgendwo hat, ist man wirklich heimisch oder findet Ruhe, man wird ständig gejagt, muss tödliche Luft überwinden so und wird halt überall von der Umwelt angegriffen so von der korrosiven Atmosphäre, also es ist halt ja eher wie ein. Fremder Planet so die Außenwelt. Und insofern sagen ja. Würde das das Virus, wenn es denken und sprechen könnte, sagen vielen Dank für eure Toleranz, Hilfe und Geduld, so ohne eure logische Unterstützung und Gastfreundschaft könnte ich ihnen dieser Feindseeligenwelt nicht lange existieren. So und ja und äh und auch ich meine, dieses Virus könnte gar nicht so weit reisen, ja? Also so dank äh nur dank uns, weil wir halt schnell um den Globus reisen, steht dem Virus überhaupt die ganze Welt offen. Bis eben auf so ein paar Virusfeindliche Länder, die das Partout nicht reinlassen und nicht tolerieren, aber ansonsten, Ja, ist ja sind wir eigentlich äh vergleichsweise virusfreundlich, würde ich sagen, weil sonst ähm, kämen das Virus von alleine einfach nicht klar, wenn wir nicht. Ähm tolerant genug wäre.
Tim Pritlove
So viele Möglichkeiten, das zu stoppen, aber keine wird genutzt und das äh im ausreichenden Maße und vor allem regelmäßig permanent wird diese Brücke gebaut dass das Virus dann rüber äh purzelt und und, die einfach die Bereitschaft nicht oder die Fähigkeit nicht der gesamten Gesellschaft einfach diesen Luftraum zu entziehen.
Pavel Mayer
Zumal es im Schnitt, wie gesagt, mindestens zehn bis zwanzig Kontakte braucht, bis halt des Virus es tatsächlich schafft. Jemand neues zu finden und also man braucht schon eine Menge Kontakte damit man auf einen R von eins kommt, die das jetzt haben. Ja und, Nein, die zweite Sache, die ich mir überlegt hatte so bisschen auch als Gedankenexperiment die Zahlen äh sind ja. Verdammt hoch, so und wir haben ja jetzt. So ein Großteil der Weltbevölkerung und dann ich glaube auch Teile der Tierwelt nachdem zu so einem riesigen Kulturmedium zu einer großen Petryschale für Saaskoff zwei Virus-Evolution äh gemacht und da habe ich mich gefragt, na ja, was kann denn da eigentlich jetzt kommen, was können wir denn erwarten, wenn wir halt Infektionen weltweit auf einem Niveau haben wie äh das jetzt äh aktuell ist und ähm. Was äh wir jetzt haben, äh ist aber einen Bündel ganz unterschiedlicher Maßnahmen. Das Virus kann sie ja nicht frei verbreiten, sondern wir üben quasi evolutionären Druck aus und. Wenn es dann zu Mutationen kommt, dann, Ja wählen wir durch unsere Maßnahmen quasi die Varianten aus dienen Vorteil haben oder benachteiligen alle anderen. So und dann natürlich grundsätzlich, wenn wir jetzt Kontakte reduzieren, dann hat. Deliktieren wir halt ansteckendere Varianten. So die halt dann äh ja weniger Kontakte brauchen und äh. Würden wir jetzt alle sagen, bisschen mehr Abstand halten, dann äh werden Viren selektiert, die auf größere Entfernung infizieren, also wenn wir sagen, okay, niemand kommt sich jetzt näher als anderthalb Meter oder so, dann äh werden Viren, die auch bei zwei Meter ganz gut schaffen, haben dann den Vorteil, Durch unsere Masken selektieren wir natürlich Viren, die besonders gut Masken umgehen können. Also zum Beispiel die dann wieder durch Schmierübertragung besser sind, also sich sich dann irgendwie länger irgendwo halten oder, generell höhere Viruskonzentration dann aufweisen, weil mit den Arios Eirosolen ist es nämlich so, dass, gerade die ganz kleinen Tröpfchen, die sich besonders gut in der Luft halten, aber bei typischen Viruskonzentrationen oft. Mh gar keine Viruskopien enthalten. So, das heißt ähm. Frohe Viruskonzentration hilft also auch wirklich gerade die kleinen Tröpfchen und jedes von den kleinen Tröpfchen dann halt auch mit Viruskopien zu füllen. Ja dann durch. Testen und isolieren, haben dann natürlich Motationen besonderen Vorteil, die jetzt irgendwie unsere Tests umgehen. Oder die wenig Symptome machen, wenn wir halt nur symptomatische Personen testen und isolieren, dann haben natürlich ja die Asymphomatischen einen richtigen Vorteil und durch das Impfen und das ist natürlich lange bekannt, äh selektieren wir dann Viren, die dann die Immunisierung umgehen, also wenn sich halt dann auch Escape äh Motationen, so und mal sagen na ja es. Was ist denn dann mit dem Impfen wäre es dann nicht besser, irgendwie jetzt mal unabhängig von den Folgen die Bevölkerung durchinfizieren zu lassen, weil dann selektiert man natürlich Mutationen, die wiederum frühe Reinfektionen ermöglichen, die also, quasi ähm ja äh versuchen irgendwie der natürlichen äh äh Immunität äh zu entkommen. Ja ich denke ähm sozusagen erstmal die die Sicht. Nicht ganz ganz interessant, also welche welche Art von Selektionsdruck wir wir ausüben und insofern können wir erwarten, dass überall wo wir Druck ausüben möglicherweise eine Mutation, die genau diese äh Maßnahme umgehen kann, äh dann besondere, Vorteile hat und. Wenn man jetzt drauf guckt OK wie funktioniert das denn jetzt im. Virus, also welche, welche Funktionen hat denn so ein Virus und äh wenn's jetzt zu Mutationen äh äh kommt, ähm. Ja wie welche funktionalen Auswirkungen haben jetzt äh äh die Montation und zum Beispiel kann es Mutationen geben, die einfach die Hülle, oder die Spikes stabiler machen. Das heißt äh dass sie halt äh ja länger außerhalb des Körpers äh dann ansteckend bleiben, weil sie nicht so schnell von ähm. Ja vom Sauerstoff angegriffen werden oder von von. Anderen Chemikalien und Temperaturstabiler sind und ja auf Oberflächen halt länger Infektions bleiben. Was wir auch ja hatten, dann wiederum Motation am Spike äh Protein. Speziell die Anlogstelle kann ja dass die Dockingfähigkeiten verbessern und, damit dann die Ansteckungswahrscheinlichkeit erhöhen wenn 'ne Kopie erstmal in den Körper gelangt ist. Die liegt glaub ich jetzt so bei eins zu zehn eins zu zwanzig Größenordnungsmäßig das heißt. So von zwanzig Viren, die es in die Schleimhaut schaffen, ähm ja, schafft's dann meist nur so ungefähr eine in die Zelle, Größenordnungsmäßig und wenn das natürlich besser wird, ja, dann reichen halt weniger. In Kopien im Schnitt. Besonders spannend dann in dem Zusammenhang. Mh dieser. Der Kopiermechanismus, mit dem halt neue Viren äh hergestellt werden und vor allen Dingen die RNA kopiert äh wird, kann sich dahingehend verändern, dass entweder. Schneller kopiert wird oder genauer kopiert äh wird. Das heißt, es kann sich auch selber die Mutationsrate noch verändern, das heißt, das Virus kann auch stabiler oder instabiler äh wirken, und ähm genauso können sich dann äh auch noch bestimmte äh Resistenzen. Gegen bestimmte, ähm ja Stoffe auf Schleimhäuten, also diese Defensine, die ich glaube ich schon mal erwähnt habe, also ein sich höhere Defensivresistenz äh sodass äh die halt in Schleimhäuten auch länger überleben, aber ähm ja. Der und dabei biete ich noch äh auf eine Sache gestoßen, die ich besonders spannend fand und, insbesondere auch eine Erklärung dafür bietet, warum die Krankheit oft so unterschiedlich verläuft, wie sie verläuft. Und zwar. Hat saß äh Kopf zwei eben auch Gene um das Immunsystem auszutricksen. Das haben, viele andere Viren auch, eigentlich auch fast alle, aber äh die meisten anderen Viren äh haben äh einen wesentlich, schlaueres oder mehr Sofisticated System um. In das zu tun und zwar muss ich da jetzt ganz kurz nochmal ein bisschen ausholen. Der ein oder andere äh weiß es äh vielleicht, aber wir haben ja ähm zwei Arten von Immunsystemen, die sich auch. Ja, äh, nacheinander rausgebildet haben und die auch zusammenhängen, nämlich das sogenannte angeborene Immunsystem und das Erworbene Immunsystem. Das angeborene äh Immunsystem. Ist halt sofort, da und verfügbar und hat halt so ein ganzes Arsenal an Stoffen, Enzymen, um. Giftige oder fremde Stoffe zu erkennen und sofort zu attackieren anhand von ganz vielen Markierungen und auch an an Besonderheiten, äh wie sie, versuchen dann eventuell die Zelle äh aus der Balance zu bringen, also falls, angeborene Immunsystem sofort verfügbar attackiert von Sekunde eins an, äh, wenn das Virus in der Schleimhaut landet, äh so ähm ja, arbeitet das angeborene Immunsystem und ähm, viel Immun im Immunsystem läuft auch für durch Signalisierung ab, also wenn so eine Zelle jetzt feststellt hier, hm äh mir ist jetzt übel, ähm ich glaube, ich habe. Einen Virus, dann ähm werden eben verschiedene Stoffe ausgeschüttet, unter anderem eben sogenannte Interverone. Auch die anderen Zellen Bescheid sagen, dass sie doch bitte zur Hilfe kommen oder auch aufpassen sollen, weil Viren jetzt gerade unterwegs sind und gefälligst auch äh jetzt äh ja Alarm machen. So, und dann gibt es noch die äh erworbene Immunantwort und das ist äh wo dann, Antikörper. Produziert werden, die speziell auf ein bestimmtes Virus zugeschnitten sind, aber ähm diese Infrastruktur muss halt normalerweise erstmal dann aufgebaut werden. Nun ist das Virus muss halt. Erstmal ins Labor, also Körper hat halt so Labore, wo dann ähm sagen Antikörper erforscht werden und äh züchtet werden und angeguckt wird, welche am besten funktionieren und die werden dann in größerer Menge produziert und äh ja, das ist dann eben die. Erworbene Immunantwort, das, was letztlich auch äh oder was, was Impfstoffe versuchen hervorzurufen und Erworbenen Immunantwort merkt sich aber, dass das Immunsystem dann die Baupläne und äh den den Virusprint, sodass wenn's jetzt das nächste Mal kommt, ist eben nicht sieben Tage dauert, sondern eben auch die erworbene Immunantwort ganz ganz schnell reagieren kann und ganz spezifisch sofort äh halt dagegen vorgehen kann. So. Ich sage die meisten oder viele andere Viren haben halt Tricks auf Lager, um sowohl die angeborene als auch die erworbene Immunantwort zu schwächen oder durcheinander zu bringen, also sich zu verstecken. Ähm versteckt sich aber nur vor angeborenen Immunsystem wohl, in dem es irgendwie mit dem Interveron äh System äh trickst oder versucht, das äh aus dem Tritt zu bringen. Sodass äh eben ja die. Angeborene Immunantwort geschwächt ist. Es hat aber nichts, um dann anschließend die, erworbene Immunantwort, zu schwächen, sodass äh es dann dazu kommen kann so im Verlauf ähm du wirst infiziert aber äh das angeborene Immunsystem äh springt halt erstmal nicht an oder nicht so richtig an und das äh Virus kann sich halt damit erstmal relativ ungehindert ausbreiten und du hast halt auch keine Symptome, weil Symptome sind normalerweise nur die Reaktion des Immunsystems. Und nicht äh jetzt Funktionsverlust äh der der Zelle durch durch die Infektion, sondern eben ja, dass das Immunsystem so. Und. Jetzt passiert dann also die ersten ja vier, fünf Tage passiert halt erstmal nicht viel außer, dass ich halt ähm das Virus äh erstmal ziemlich ungehemmt im Körper, verbreitet und ganz viele Zellen ähm befällt und diese Zellen. Werden dann aber so durch Mechanismen des Erworbenen Immunsystems dann als krank markiert, da sind dann sozusagen draußen hängen dann an den Zellen schon so Signale hier, ich hab hier bin hier voll mit den und den Viren irgendwie alles nicht in Ordnung. So jetzt kommt, dass ähm erworbene Immunsystem dann endlich an, hat halt jetzt äh ordentlich Armeen äh produziert, und sie teilt jetzt plötzlich ganz, ganz viele Zellen, äh die krank sind und äh ja, veranstaltet jetzt erstmal ein Massaker. So und das nennt sich dann schwerer Verlauf. Ähm. Umgekehrt, weil's halt aber so ist, dass natürlich jetzt das Virus nicht zu hundert Prozent, die. Angeborene Immunantwort aushebelt, äh sondern nur zu einem gewissen Prozentsatz und das hängt eben davon auch ab, ja wie gut äh das ist, wie teilweise auch wie jung äh man ist oder wie gut das eigene. System so funktioniert und wenn das, dem Virus halt nicht gelingt, aus welchen Gründen auch immer diese angeborene, Immunantwort wirklich zu unterdrücken, dann äh macht das angeborene Immunsystem einfach mit dem Virus ganz schnell den Garaus. Also es scheint äh in der Lage zu sein. Also wenn es denn, sagen nicht außer Gefecht gesetzt wird dann, bekämpft ist, dass Virus so gut, dass für das erworbene Immunsystem gar nicht mehr viel übrig bleibt, sodass sind dann quasi die Symptomlosen oder Symptomarmen Verläufe und, dafür, dass da was dran ist, spricht halt auch, dass man einerseits durch auch in der Verrohung gaben, durch relativ frühe wohl Verläufe lindern kann und umgekehrt, man festgestellt hat, dass äh Leute, die schwere Verläufe haben halt. Auch defekte am Interveronsystem haben. Es gibt also ein paar genesische Defekte, wenn einem so, bestimmte Stoffe aus der Interveron Familie fehlen, weil man die ja aufgrund eines genetischen Defekts hat man ein extrem hohes äh Risiko für schwere Verläufe. Ja, vielleicht noch äh so ein paar Dinge äh dazu die mir geholfen haben mir das auch vorzustellen wie das abläuft also wenn so ein Saßkopf zwei Virus, so eine Zelle befällt, dann füllt es die somit bis zu sechzig Prozent eigener RNA, das ist wohl ein ziemlich hoher Wert, also, Vergleich mit anderen Viren und Zweigkalten Großteil des Produktionsapparats für die Zelle. Für eigene Zwecke ab. Das ist halt natürlich dann auch nicht gut, wenn äh ich sage mal, wenn's Virus jetzt nur fünf Prozent nutzen würde, weil wir halt sagen, okay. Zelle ist zwar jetzt zu fünf Prozent weniger produktiv und so aber ja wer jetzt zolerabel aber wenn ihr halt jetzt sechzig Prozent der Zellaktivität durch durch das Virus gesteuert wird kann das einfach nicht gut sein für die Zelle gar nicht gut. So und im Zusammenhang mit Mutationen ist es jetzt natürlich so, dass Mutation an diesen Genen, mit denen das Virus, mit dem Immunsystem rumtrickst, natürlich gerade Krankheitsverläufe, Unsterblichkeit auch nochmal massiv beeinflussen. So in jede Richtung im Grunde genommen, so und. Nochmal, jetzt letzter Punkt, das war jetzt ein ziemlich langer Monologe. Ich hoffe, ähm das war jetzt alles nicht zu viel zu dicht, aber. So das Virus montiert natürlich ständig im Körper, so aber die meisten Mutationen sind halt Sackgassen so, die, Schwächen des Virus, aber ungefähr alle zwei Wochen im Durchschnitt findet man in freier Wildbahn ähm. Eine Mutation, die das Virus nicht schlechter macht, also die zumindest halt jetzt äh, zu einer Übertragung geführt hat und jetzt bei weiteren Übertragungen eben mit drin ist. Das sind also alle drei bis vier Übertragungen äh im Grunde genommen findet sich eine Mutation. So, wenn wir also dann einfach weltweit auf die Zahlen, gucken, dann kann man sagen, dass jede Woche so zwischen einer halben Million und eine Million neue Mutationen in die Welt kommen. Und jetzt nicht Motationen, die das Virus schlechter machen, sondern dieses Virus entweder genauso gut oder besser machen so. Ja, wie gesagt, halbe Million äh neue. Varianten und ich hatte mir dann mal angeguckt. Auch noch äh weil ich mich erinnern konnte auch aus Drosten, Podcast und so das Thema Mutation. War nie so im im Vordergrund. Du siehst immer, ja, ist ein relativ stabiles äh Virus, und es ist auch ein hochoptimiertes Virus, das heißt äh dass das Virus besser werden kann, so ist sehr unwahrscheinlich, weil das ist schon so gut, wie es denn nur geht, ja. Aber so äh dann im haben wir halt gesehen mit der B eins eins sieben Variante, es geht halt doch nochmal deutlich besser und so. Das wurde zwar wissenschaftlichen Konsens nie ausgeschlossen, dass es jetzt besser wird, aber er hat gesagt, es ist halt eher unwahrscheinlich so. Und ja das meine Sicht dahingehend verändert, dass bei so vielen Mutationen dass da auch vermutlich noch eine Menge Potenzial ist, dass das Virus doch nochmal ansteckender äh oder tödlicher äh werden kann oder wie auch immer erfolgreicher, so. Ja Also das äh vielleicht noch zum zum Thema Mutation leider ja äh könnte sein, dass wir noch lange nicht die Möglichkeiten ausgeschöpft haben oder das Virus noch nicht sein Potenzial ausgeschöpft hat, was so ähm Weiterentwicklung angeht.
Tim Pritlove
Ein Grund mehr, dass. Infektionszahlen insgesamt halt einfach gesenkt werden müssen. Selbst wenn's jetzt nicht zu einer totalen äh Auslöschung führt, was, glaube ich sehr unwahrscheinlich ist zum jetzigen Zeitpunkt aber umso weiter diese. Das Wachstum eingeschränkt werden kann oder zumindest oder oder die Verbreitung zurückgedrängt werden kann umso besser ist es, weil das dann eben bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit auch solche kritischen Mutationen äh weiter gesenkt wird.
Pavel Mayer
Und meine mit jeder mit jeder Welle sozusagen ähm ja. Normalerweise für zehn bis verhundertfacht sich die Zahl der Fälle und der der Mutation äh im Moment und äh ja, es ist zwar ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten und wir können auch Glück haben, aber ja wir wir fordern im Moment unser Glück eigentlich heraus und wenn wir Pech haben. Nun haben wir eben im Sommer mit impfen nochmal von vorne anfangen.
Tim Pritlove
Das ist das ist glaube ich das, was in der ganzen Debatte noch zu wenig. Vordergrund ist und ich meine es zeichnet sich ja jetzt schon zumindest mit dieser Südafrika-Variante an, dass das auch nötig ist. Also das zumindest nochmal ein neuer Wirkstoff gefunden werden muss, der eben diese spezifische Variante zurückdrängt. Also es ist noch nicht ganz klar, ne? Also haben wir ja auch schon drüber gesprochen. Äh es zeigt sich zwar eine schwächere ähm. Reaktionen Antikörper aber das ist ja nicht das Einzige in diesem Immunsystem, was greift, also es kann auch sehr wohl sein, dass die Impfstoffe helfen und dass zum Beispiel dieser Move von Südafrika, die in Astrid Sinnika-Impfstoff erstmal nicht zur Anwendung zu bringen. Vielleicht gar nicht mal so eine gute Idee war, ne? Weil es sehr wohl hätte sein können, dass es besser wirkt, als sie das jetzt so in der Petrischale beobachtet haben, Also jetzt sorgen wir schon wieder für schlechte Laune, ne? Ich meine, man kann natürlich äh wenn man jetzt mal hier auf unsere tollen Kurven schauen, wir haben jetzt hier viel über dieses Land und jenes Land natürlich vor allem viel über Deutschland äh gesprochen, insgesamt, wenn man sich jetzt mal die Weltentwicklung anschaut, geht zumindest die Infektionsrate weltweit zurück. Ja, das ist die gute Nachricht.
Pavel Mayer
Also man kann das bekämpfen, wir können das bekämpfen und auch ausrotten, wenn wir wollen, aber ähm dass äh Virus scheint auch. Sagen so einen, so einen schwachen Punkt getroffen zu haben, ich sage mal in der Psyche. Das ist nämlich ähm von der Tötlichkeit her nicht so krass ist äh jetzt wie bei Saas zwei, wo halt teilweise ich glaube dreißig Prozent oder so. Jeder Dritte gestorben ist, der sich infiziert hat, wo dann man einfach ganz konsequent äh. Draufgegangen ist, ne? Es hat sich so ein bisschen ja Stelzy aber kann sich verstecken und macht halt jetzt auch nicht so viel Ärger, aber dann doch wieder deutlich mehr Ärger, als man eigentlich in großer Zahl tolerieren kann und äh so ja ist das halt auch das perfekte Trollvirus sage ich mal mit den halt die Menschheit getrollt wird und äh ja äh ist halt für Streit sorgt, äh wenn's wenn's halt jetzt so Parameter wie, ja, Saß oder Ebula hätte, dann, gibt's halt dieses ganze irgendwie gemeckere über Lokdown oder so gar nicht.
Tim Pritlove
Aber um's nochmal kurz zu betonen, weil ich habe mir jetzt parallel auch nochmal so ein bisschen den Weltverlauf eben äh angeschaut. Wir hatten. Piekt der gemessenen Infektionszahlen weltweit, also wird dich jetzt alles zusammengenommen, ne? Das ist lokal, dann äh nicht immer so entscheidend, aber wenn man jetzt mal so den Weltverlauf äh sich anschaut, hatten wir den Peak ungefähr Anfang dieses Jahres, Also wirklich so um den um den ersten äh die erste Januarwoche herum. Da sind die höchsten Zahlen gemeldet worden. Es ist überall nochmal hochgegangen in allen Kontinenten, ganz extrem in Nordamerika. Nicht ganz so wild in Europa. Noch ein bisschen besser in Südamerika und äh die einzigen, die sozusagen immer noch unterdurchschnittlich sind, Afrika und Asien. Seitdem hat sich ungefähr. Die Zahl halbiert. So. Also das sind sozusagen jetzt schon die äh. Relativ guten Nachrichten, weil ja ist halt einfach halbiert, aber ist halt einfach noch zu hoch.
Pavel Mayer
Mein Halbieren ist was, was man eigentlich mit einem null siebener Lokdown äh in einer Woche machen kann. Ja.
Tim Pritlove
Ja, aber das hat man ja schon. Schauen wir doch nochmal auf die Maßnahmen, die jetzt in Deutschland ergriffen werden wenn auch schon zu wenig getan wird, äh was jetzt in der letzten Woche ein bisschen in der Diskussion aufkam, war die Frage der Schnelltests. Und ich beobachte immer wieder, dass die Einschätzung darüber, was schnell Tests jetzt bringen und wo sie denn was bringen, erheblich auseinandergehen, Also während man sich beim Impfen ja doch vergleichsweise einig sein kann ist so diese Anwendung des des Zielmittels, des des Schnelltests ist wirklich ein großes Durcheinander. Vielleicht stehen wir jetzt. Vor der Situation demnächst, dass eben diese Schnelltest für privat und an der Apotheke äh bald verfügbar sind. Ich habe ehrlich gesagt die Diskussion. So richtig verfolgt bekommen, weil's dann doch irgendwie hin und her ging. Ich habe Zahlen gehört, wie dass wir so hundertsechzig. Bedarf hätten von hundertsechzig Millionen Schnelltest pro Woche jetzt allein für Deutschland, um äh alles absichern zu können. Teilweise wird es jetzt bei Schulen soll es verteilt werden für Veranstaltungen wäre es ja sowieso später dann ohnehin nochmal eine eine gute Methode. Eindruck bekommen, wohin die Reise da jetzt gerade geht.
Pavel Mayer
Also ich weiß nur, dass halt jetzt in Berlin der Senat halt für die Schulen. Jetzt massiv auf Schnelltests setzt und äh jetzt beschlossen hat, dass alle Schüler, die wie ähm in Präsenz äh sind und eine Lehrer zweimal die Woche mit Schnelltests getestet haben. So erstmal mein Eindruck ist, äh dass das Potenzial äh durch Schnelltests Übertragungen zu reduzieren groß ist, Also. Selbst wenn die Dinger nur neun von zehn ansteckenden erkennen sollten und ich glaube da tun sie halt deutlich mehr könnte man in bestimmten Bereichen dann wahrscheinlich ja äh auch mehr auch mindestens neun von zehn Übertragungen und vielleicht auch mehr verhindern, weil natürlich gerade die, äh die halt besonders viele Viren. Ausscheiden auch mit. Besonders großer Wahrscheinlichkeit äh gefunden werden und äh ja insofern. Ist es mir ein absolutes Rätsel, warum wir da jetzt so lange gewartet haben. Ich weiß schon noch im, im Juni oder Juli hat äh Drostnie schon angekündigt, dass die eigentlich jetzt schon fertig sind soweit und dass man da die Produktion hochfahren wird, aber äh ja. Dann waren wahrscheinlich bei uns die Zahlen nicht so, dass irgendjemand eine Notwendigkeit gesehen hat, Und als dann die Zahlen so hoch waren, dass die Notwendigkeit da gewesen wäre, waren wahrscheinlich nicht genug Tests da, weil das Interesse vorher nicht hoch genug war, dass die Produktion nicht genug hochgefahren wurde, irgendwie sowas kann ich mir vorstellen.
Tim Pritlove
Ja, das Ganze wird dann eben natürlich auch noch begleitet von ähm solchen Diskussionen um na ja, wenn jetzt äh da zu viele äh falsch, Also Leute sich sozusagen bei negativen Tests zu sehr in Sicherheit wiegen, ja? Weil sie nur auch diesen Schnelltest vertrauen und wenn der dann halt negativ ist, das dann äh entsprechend. Sicher durch die Welt schreiten und sagen, na ja ich hab's ja nicht so, ich kann's ja nicht verbreiten, also kann ich jetzt hier rumlaufen, wie ich will. Das ist äh so ein Problem. Also es scheint mir wirklich so mentaler Knoten zu sein, der dieser ganzen Diskussion drin ist und es wird sich auch wahrscheinlich kaum auflösen können, bevor man eben nicht in irgendeiner Form eine hohe Verfügbarkeit und eine leichte Anwendbarkeit äh erreicht hat. Also im Prinzip dieses kostenlose Verteilen an Schulen und das konsequente Anwenden von Schnelltest an Schulen, denke ich mal, ist absolut erforderlich, wenn man denn, Schulen öffnet, ja, dann wäre es einfach wichtig, was das dazu kommt, ist, dass äh jetzt zumindest in der Debatte steht, also Niedersachsen hat da glaube ich einen Schritt nach vorne gemacht, zu sagen. Wir sollten jetzt auch die Lehrer und Erzieherinnen in die höhere Impfkategorie einsortieren, dass man also den Beschluss dahingehend ändert, dass man sagt, na ja, wenn schon Schulen dann zumindest die Lehrer noch mit äh absichern, was. Sicherlich keine schlechte Idee ist, ne? Ich meine, bleiben natürlich immer noch die Schüler. Es ist. Äh es ist ja nicht, das ist ja nicht so, dass das Problem äh da nur von den Lehrern ausgeht, ist halt nur so, dass die dann eben äh da in der Regel eben deutlich älter sind, also, weil sie älter sind, äh, natürlich einen größeren Risiko ausgesetzt sind und es vollkommen okay wäre, dieses Risiko für für diese Gruppe zu senken.
Pavel Mayer
Ja eigentlich würde ich sogar fast provokativ sagen wenn jetzt Schulunterricht wirklich wichtig wäre und Priorität vor allem an würde man halt Lehrer und Schüler zuerst impfen.
Tim Pritlove
Ja gut, aber die Schüler kannst du derzeit nicht impfen. Weil wir einfach da diese ganze äh die ganze Sicherheit einfach noch nicht haben für für. Jugendliche unter sechzehn Jahren. Es hat einfach nicht nicht machbar.
Pavel Mayer
Ja. Ich glaube gut in anderen Ländern. Ähm läuft es aber äh schon. Ich glaube, Israel bis zwölf. Glaube ich, runter, wird wird geimpft und ja, also es wird davon ausgegangen, dass ab Sommer äh irgendwie wahrscheinlich früher schon auch Impfungen von Kindern möglich sein werden. Sicher.
Tim Pritlove
Also Studien laufen, aber sind halt noch nicht abgeschlossen so und deswegen äh ist es glaube ich auch sinnvoll an der Stelle. Ja, nochmal äh. Andere Maßnahmen zu finden, bis das eben auch durchgeführt werden kann.
Pavel Mayer
Man ja und natürlich halte ich, ich sage mal so, wie wir äh jetzt impfende sicherlich die äh ja, ethisch äh. Und epidemiologisch sinnvolle Variante, also ist jetzt nicht also reine Pedium Biologisch könnte man sich wahrscheinlich noch äh was anderes vorstellen, aber gerade um halt äh so die Auswirkungen, also, schwere Verläufe zu vermeiden. Das ist glaube ich der der Hauptpunkt. So hat man halt, glaube ich, die Modelle optimiert. Dahingehend. Und das ist ist auch richtig, also nicht, dass jemand denkt, ich würde jetzt fordern, dass jetzt äh Schüler zuerst geimpft werden, aber Lehrern macht es sicherlich auf jeden Fall auch äh auf jeden Fall Sinn. Nicht nur mit einer Klasse in Verbindung sind, sondern ja teilweise, weiß ich nicht, zwei, drei, vier Klassen. Am Tag möglicherweise unterrichten und äh ja hätte ich jetzt auch keine Probleme mit. Neidtechnisch meine ich.
Tim Pritlove
So, dann lass uns doch mal schauen, wie es denn eigentlich mit den Impfungen in Deutschland so vorangeht und was da so ein bisschen die Rahmenparameter sind Äh ich denke auf der positiven Seite kann man vermerken, dass äh die Impfung noch laufen. Äh die Zahl der täglich verabreichten Impfung ist nicht nennenswert gestiegen, also das bewegt sich alles immer noch äh auf der selben Tradikorie. Wir haben jetzt äh eins äh drei Komma Eins sieben neun Millionen Erstmalig geimpfte und knapp eins Komma sieben Millionen. Die schon ihre zweite Impfung erhalten haben. Wenn man halt schaut, wie das so mit den Lieferungen äh angeht, was ja relevant wäre jetzt für eine Steigerung. Da tut sich jetzt halt was. Denn äh diese Astrazenika äh Impfstoffe kommen jetzt mit, ins Spiel und nehmen auch in zunehmenden Maße einen größeren Anteil an, während also moderner, noch sehr rein, sehr gering reintröpfelt, sehe ich das so, dass jetzt in den letzten Tagen sehr viel mehr. Impfstoff von Astra Zenika dazu gekommen ist, als wir glaube ich ja, fast insgesamt von moderner so hatten sprich es entsteht jetzt ein leichter Vorsprung, also wir haben jetzt tatsächlich mal einen gewissen Abstand zwischen den tatsächlich verabreichten Impfdosen und das, was theoretisch eben verimpfbar, wäre. Es gibt da ja eine Debatte um diesen Astracenica Impfstoff, der scheint jetzt einen extrem schlechten Ruf gehabt zu haben. Weil dieser Faktor, der Effektivität so in den Vordergrund geraten ist, ja, also. Erinnern wir uns diese Phase drei Studien bewerten ja letzten Endes den Erfolg danach, wie sehr eben solche schweren Verläufe. Äh eingeschränkt werden konnten. Also wie viel treten sozusagen überhaupt noch auf? Und da hatten ja die MRNA-Impfstoffe. Diese besonders beeindruckende Zahlen von vierundneunzig, fünfundneunzig Prozent und Bastra Cineca bei dem Impfstoff war es halt geringere Zahlen. Und diese sechzig Prozent, die dann äh im Spiel sind, wurden dann glaube ich von vielen Leuten so missverstanden ja dass das sozusagen nicht hilft, dass man so nur eine sechzig Prozent Chance hat so und wenn man wie in diesen sechzig Prozent nicht isst, dann stirbt man, Das ist aber nicht der Fall, ne, sondern das, das ist nicht das, was das aussagt. Denn auch bei Astra Cenica äh ist also die Wirkung schon so, dass Leute dann einfach nicht versterben und dass also der Schutz gegen schwere Verläufe sehr wohl da ist nur, dass man eben höhere Zahlen von ja Erkrankungen gesehen hat, aber die dann eben nicht äh zum Tode geführt haben Und in dieser ganzen Debatte scheint es jetzt, dass so die Leute soweit verunsichert zu haben, dass viele dann ihren Impftermin überhaupt nicht angetreten sind, wo dem sie erfahren haben, dass da eben jetzt äh dieser Astracenica in Stoff verimpft werden soll. Das natürlich beunruhigend. Muss man jetzt mal ich glaube auch die Tatsache, dass eben noch nicht genug Studienmaterial für ältere Leute da war, die Leute auch so ein bisschen abgeschreckt, dass er erstmal nur bis fünfundfünfzig oder bis fünfundsechzig, je nach Land äh freigegeben wurde, hat auch alles nicht unbedingt dazu beigetragen, hier den Leuten klarzumachen, dass das sehr wohl ein Impfstoff ist, der hilft.
Pavel Mayer
Man kann es. Vielleicht auf den Punkt bringen, dass auch der Astra SEKA-Impfstoff praktisch zu hundert Prozent äh davor bewahrt. Ähm daran zu sterben an äh Kobit.
Tim Pritlove
Genau. Also ich habe es schön drin äh Twit gesehen von dem Doktor Lübers, der meinte, sich mit Astrazinika-Impf zu letzten Schütz vor schweren Infektionen und reduziert die Weitergabe des Virus und wahrscheinlich auch das Auftreten von Long Coved. Sich nicht impfen zu lassen, schützt vor nichts, reduziert nichts und verhindert nichts, Schwierige Entscheidung. Ja also das äh ist definitiv so ein Faktor und äh ich denke man kann einfach festhalten, wenn ihr die Gelegenheit habt, euch mit Astrazenica-Impfstoff impfen zu lassen, macht es, es ist gut für euch, es hilft und äh mit sehr, sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit, äh kann es eben äh schwere Verläufe und Todes äh Fälle eben verhindern und genau das ist das, was dieser Impfstoff tun soll. In den Kommentaren tatsächlich gab's einen schönen Link, den ich so noch nicht gesehen hatte, wo mal wirklich aufgestellt wurde, mit welchen Lieferungen wir denn jetzt sozusagen zu rechnen haben. Und ich äh das ist jetzt hier auch einzeln aufgeführt, den Link findet ihr in den Shownotes, Das ist jetzt sozusagen alles das, was bestellt wurde und was eben auch an Lieferzusagen getan wurde äh zusammengerechnet. Also es ist einzeln aufgeführt nach den einzelnen Impfstoffen und da ist jetzt äh sowohl der Johnson and Johnson Impfstoff mit drin, der ja die Zulassung noch nicht hat, als auch der Cuwak der noch nicht ähm ja der auch glaube ich seine Phase drei noch nicht äh abgeschlossen hat. Und natürlich auch noch nicht für die Zulassung beantragt wurde, die machen dann aber auch einen relativ geringen Teil aus. Wenn man jetzt mal da drauf schaut, dann sieht man im letzten Quartal, also im letzten Quartal zwanzig zwanzig Also die Gesamtliefermenge lag halt bei eins Komma drei, Millionen Impfdosen, das war dann halt ausschließlich der Biontech Fiser im Stoff. Dann jetzt im ersten Quartal, also bis Ende März werden es dann achtzehn Komma drei Millionen gewesen sein. Es bezieht sich jetzt ausschließlich auf Deutschland übrigens, ne? Im zweiten Quartal. Werden es dann aber siebenundsiebzig Millionen sein. Also die Zahl, der verfügbaren Impfdosen wird sich dann entsprechend verdreifachen. Und im dritten Quartal ist mit hundertsechsundzwanzig Millionen zu rechnen. Also mal. Nochmal so das sechs siebenfache von dem, was wir in diesem Quartal sehen. Und dann im vierten Quartal nochmal hundert Millionen. Also davon auszugehen, dass wir eine gewisse Axeleration im ganzen Impfgeschehen in Deutschland sehen werden, signifikant an Natur, dass äh ja hoffentlich dann eben auch alle rechtzeitig noch einen Termin kriegen und auch eine Impfung bekommen können.
Pavel Mayer
Also wenn die Zahlen so eintreten, kann man davon ausgehen, dass im zweiten Quartal. Also bis Ende Juni wahrscheinlich alle Prioritätsgruppen durch sein werden. Und wir äh wahrscheinlich im Quartal drei dann. Ähm eine allgemeine Freigabe kriegen und das dann sich äh im Prinzip jener impfen lassen kann. Also im Quartal drei. Irgendwann sollte dann genug im Stoff für alle äh. Zur Verfügung stehen. Ja. Korreliert eigentlich dann auch mit den Aussagen. Ich glaube von Sparen so ab September meinte er gibt's genug Impfstoff für alle und den Zahlen nach, zumindest die ich hier sehe klingt das plausibel.
Tim Pritlove
Bei der Süddeutschen Zeitung bin ich dann noch auf den Impfpott gestoßen, da kann man äh mal drauf äh klicken und gibt so seine Rahmenparameter ein und dann äh zum Schluss benennt man noch das Bundesland, aus dem man kommt und dann äh wird eine Einschätzung gemacht, äh wann man denn wohl so dran sein könnte, wenn die Kampagne im geplanten Tempo läuft. In meinem Fall wäre das ungefähr ab Juli zwanzig einundzwanzig. Impfungen in der bisherigen Geschwindigkeit weiter könnte es aber auch bis Mai dreiundzwanzig dauern. Wovon nicht auszugehen ist, wie ich ja gerade ausgeführt habe. Den Link habe ich jetzt natürlich auch in den Shownotes. Dann sollen wir nochmal einen Blick nach Israel wagen. Da äh erwarten wir ja nun schon seit längerem neue Erkenntnisse darüber, wie äh sich zumindest das Pfeiser der Pfeiserimpfstoff auf diese ganze Gesamtsituation so auswirkt. Da gibt's tatsächlich eine ganze Reihe von, Studien, also sowohl die hier schon mal erwähnte Klarlied Health Service Research Institut hat da was gemacht und noch ein äh sogenannter Makaby Health Care Service und ja es die ganzen Zahlen im Einzelnen runterbieten, aber die haben halt Studien gemacht mit sehr vielen Leuten, also in der ersten Studie wurden eins Komma zwei Millionen Leute ausgewertet, also äh, quasi immer so zwei Gruppen, ne, Geimpfte, nicht geimpfte, also ungefähr sechshunderttausend pro Gruppe. In unterschiedlichen Altersgruppen eingeteilt, äh über sechzig unter sechzig und bei der zweiten waren's nicht, ganz so viel, aber so in der gleichen Größenordnung und es zeigen sich eigentlich konsistent dieselben Ergebnisse, nämlich so eine Wirksamkeit von vierundneunzig bis fünfundneunzig Prozent, also, ziemlich genau das, was auch in der Phase drei Studie von dem Pfeiser im Stoff ähm vorhergesagt wurde oder ermittelt wurde. Ähm. Kein einziger Todesfall, bei dem die geimpft wurden, und ja das sind alles extrem gute Zahlen generell sechzig Prozent weniger Erkrankungen bei sechzig plus. Also der Impfstoff hilft quasi äh auf allen Ebenen. Und dann gibt's auch noch eine dritte Studie vom Weizmann Institut die ähm. Auch untersucht haben, wie denn das so generell sich auf die Neuinfektion auswirkt und das ist ja immer die große Frage, die im Raum stand, so, ne. Okay.
Pavel Mayer
Ja vielleicht noch äh sagen insgesamt aber wohl äh aus dem. Clarit äh Artikel äh geht halt hervor, dass ähm sagen symptomatische Infektionen insgesamt um vierundneunzig Prozent reduziert werden.
Tim Pritlove
Das hatte ich ja vorhin gesagt, jetzt die diese Effektivität liegt bei vierundneunzig oder fünfundneunzig Prozent.
Pavel Mayer
Was sozusagen, was das bedeutet äh äh immer, weil weil es ist ja immer so, so äh in wie vielen Fällen verhindert es denn jetzt eigentlich die Infektion äh aber das äh geht nicht um die Infektion, sondern um symptomatische Infektion.
Tim Pritlove
Richtig, genau, ne? Weil nicht alle ja nochmal getestet werden, ob sie sich infiziert haben. Sondern weil er nur geschaut wird, wer wird krank? Und das merkt man natürlich nur bei denen, die auch entsprechende Krankheitssymptome zeigen. Und das ist ja auch das, was ich vorhin mit Astra-Senica meint. Das ist das, was da halt untersucht wurde. So, aha, nur. Eine symptomatische Erkrankung haben. Davon einen wirklich schweren Verlauf zu bekommen oder eben zu sterben. Das sind nochmal so zwei verschiedene Sachen, ne? Und ja auch der Astra Sinnika-Impfstoff hilft da eben extrem. Also Todesfälle verhindert schwere Erkrankungen, nur werden halt mehr Leute unter Umständen, Zumindest nach den derzeitigen Zahlen lagen trotzdem noch irgendwie bei einer Infektion krank, aber sie leiden halt unter dieser Krankheit nicht, weil der Körper in der Lage ist beim Auftreten dieser Krankheit. Schneller das Immunsystem hochzufahren, effizienter zu bekämpfen und damit dann eben die unerwünschten Nebenwirkungen sozusagen im Schach zu halten.
Pavel Mayer
Man kann dann sagen wir vielleicht noch das Modell von wohin sie sagen mit der Reaktion des sagen, angeborenen und erworbenen Immunsystems nach einer Impfung ist es so, dass einfach das äh Erworbene, System sich wesentlich schneller an die Arbeit machen kann, erstmal nicht diese siebentägige Forschung veranstalten muss, welche Art von Antikörpern es denn jetzt produzieren muss, sondern die, da liegen die Baupläne dann schon vor und das führt dann eben auch dazu, dass äh erstmal nicht so viele, Zellen befallen, äh, äh, werden, bevor das Immunsystem da schon loslegen kann und. Natürlich je mehr Zellen befallen sind, umso schwerer potentiell der Verlauf, äh wenn das Immunsystem dann loslegt. Insofern ja macht es halt alles Sinn, insbesondere was schwere Falläufe an angeht, dass es da extrem wirksam ist.
Tim Pritlove
Genau, so jetzt nochmal zu dieser dritten äh Studie bei diesem Weizmann-Institut. Die haben sich ja dann halt auch nochmal angeschaut, wie denn das eigentlich jetzt ähm also sie haben ähnliche Zahlen auch nochmal, was so die die Erkrankung betrifft, ähm generiert und die von denen stammt auch glaube ich die Aussage, dass eben die Neuinfektion äh auch entsprechend zurückging. Also das ist dann sozusagen auch hier ist eine Analyse mit wie viel Infektionen gibt's da? Nicht, weil jetzt alle nochmal getestet wurden, sondern man hat sich das dann eben über die gesamte Gruppe äh angeschaut und eben verglichen, Städte früher geimpft wurden, versus, welche, wo das später angefangen hat, et cetera. Diese ganze Methode, das hatten wir letztes Mal, glaube ich, auch schon angesprochen. Und dann lässt sich also jetzt ablesen bei sechzig plus ging die Infektionsrate um. Fünfzig Prozent zurück. Bei jüngeren Minussicht, also kleiner jünger als sechzig Jahre um zwanzig Prozent, weil. Eben noch nicht so viele ähm geimpft wurden, ne? Weil sechzig plus hat jetzt eine Impfrate in Israel von neunzig Prozent. Äh erste Impfung, achtzig Prozent, zweite Impfung und bei unter sechzig ist es halt ungefähr, die Hälfte ja weniger noch als die Hälfte, also vierzig Prozent haben die erste Impfung bekommen, zwanzig Prozent, haben die zweite Impfung bekommen und es lässt sich halt einfach, durch die Analyse der statistischen Daten eben schon dieser Schluss ziehen. Also da, wo eine hohe Impfquote vorliegt Achtzig, neunzig Prozent. Da gehen dann auch die Infektionen messbar zurück. Um. Fünfzig Prozent und bei dem wo man eben noch nicht ganz so weit ist um zwanzig Prozent. Aber bei allen geht sie zurück, und das sind gute Nachrichten und das sind die Nachrichten, die wir uns eigentlich erhofft haben. Auf die Frage warum denn äh die Neuinfektion zurückgehen. Äh gibt's auch noch Untersuchungen und, Das lese ich im Wesentlichen so, dass man einfach feststellt, dass bei den Leuten, die geimpft sind, die Viruslast deutlich sinkt. Also man hat halt Leute, die sich zwar infiziert haben, noch aber schon geimpft waren. Im Verglichen, also Proben genommen und diese Viruslast bestimmt und das dann eben im Vergleich zu Leuten, die nicht geimpft waren und sich infiziert haben. Und diese Viruslast kann ja im Rahmen dieser PCR-Tests durchgeführt werden und zwar, nimmt man ja 'ne Probe. Tut ihr dann dieses PCR, in diesen PCR-Test rein, in dieser PCR-Test funktioniert ja dadurch, dass quasi dieses diese kleine Menge an Genmaterial äh. In verschiedenen Durchläufen immer wieder verdoppelt und verdoppelt und verdoppelt und verdoppelt wird Dieser Prozess wird immer wiederholt, das ist so dieses dieser mechanische äh Ablauf, der durch diese PCR-Maschinen im hochautomatisiert ist, und dieser CT-Wert, der dabei rauskommt, das ist im Prinzip die Anzahl der Duplikationen, die man hat durchführen müssen bis eben der Beleg war, aha das Virus ist auch wirklich da gewesen. Hast du eine hohe Viruslast, musst du nicht so viel verdoppeln, weil du siehst es dann schon sehr viel früher und umso geringer eben diese Viruslast ist äh umso. Höher ist dann am Ende dieser CT-Wert und bei den geimpften war es wohl so, dass der so ungefähr um zwei höher lag, also du bräuchtest quasi zwei Verdopplungen, sprich Faktor vier äh hat sich äh die Viruslast unterschieden. Und das, ist eine auch eine sehr gute Nachricht, denn das ist das, was man sich so ein bisschen erhofft hat, dass eben eine Impfung eben nicht nur, was sie ja tut. Schwere Verläufe und Todesfälle verhindert, sondern eben auch einfach schon so früh das Virus bekämpft im Körper. Dass es eben auch gar nicht mehr die Möglichkeit hat, sich überhaupt im Rachenbereich so weit auszubreiten und dann eben potenziell auch schon wieder weiter verbreitet zu werden. Und es sind auch alles sehr gute. Äh Informationen. Also ich finde das äh hochgradig positiv, was dabei herauskommt und man kann nur hoffen, dass es so weitergeht, aber das ist zumindest äh soweit alles wie bestellt.
Pavel Mayer
Ja, das ist doch sehr erfreulich.
Tim Pritlove
Ja Bei den Lymphstoffen selber äh tut sich was. Ich äh äh wollte eigentlich heute schon nochmal ein bisschen genauer auf dieses Johnson und Johnson äh wachsin, eingehen, das muss sie nochmal so auf nächste Woche verschieben, habe ich noch nicht so die Zeit gefunden, aber äh ich habe ein paar Links für euch. Es gibt bei den New York Times äh schöne interaktive Erläuterungen diese einzelnen Impfstoffe alle funktionieren. Also da gibt es quasi so für jeden. So 'ne eigene Erklärbarseite, die sehr verständlich gemacht ist, also erstmal generell wie die Impfstoffe funktionieren und dann eben spezifisch auch eben für ähm Fiser, moderner. Und eben auch die, die für uns noch relativ neu sind, also der Johnson and Johnson im Stoff, der. Insofern ja auch besonders ist das, dass es der erste Impfstoff ist, bei dem nur eine Dosis vergeben werden soll. Aber auch hier dieser Gamalia, also Sputwig fünf, der russische Impfstoff und Novawax, was äh auch äh demnächst noch auf den Markt kommt, ist dort alles schon von der Funktion her beschrieben worden. How nein Cover Nine Teen, Backseens Work heißt die Seite, also neun verschiedene Impfstoffe sind da entsprechend präsentiert. Ja.
Pavel Mayer
Ja ich bin ja sehr gespannt auch auf die Studienergebnisse, wenn man von den anderen Impfstoffen, aber da haben wir ja noch nichts, äh, bisher ist noch nichts aufgetaucht.
Tim Pritlove
Gibt halt nur diese Zwischenergebnisse von äh dem Gamalea, dem dem Sputnik äh das äh hatten wir hier auch schon berichtet am, aber richtige Ergebnisse, das werden wir dann halt sehen, wenn die beantragt sind. Bei Johnson und Johnson soll's wohl jetzt demnächst zu dieser Beantragung kommen. Das wird wohl alles in der nächsten Zeit passieren und dann werden natürlich auch diese Ergebnisse, entsprechend präsentiert werden. Dann gibt's noch gute Nachrichten von Biontech, Pfeiser und zwar haben die jetzt äh nochmal überprüft, bei welchen Temperaturen denn eigentlich ja. Impfstoff jetzt noch so überlebt, die waren ja da sehr konservativ und haben am Anfang gesagt, na ja, so minus siebzig Grad müsste es schon sein, nur dann können wir uns sicher sein, dass dass der auch lange hält, Und jetzt haben sie da sich nochmal drauf gestürzt auf das Thema und haben halt ihren Impfstoff auch bei niedrigeren Temperaturen. Richtig. Bei höheren Temperaturen äh gelagert und äh ich weiß nicht ganz genau, auf welche Art und Weise sie dann überprüft haben, dass diese noch genauso stabil sind äh et cetera, aber haben sie auf jeden Fall äh Endergebnis ist Man muss nicht mehr bis minus sechzig, siebzig Grad gehen, sondern es reicht jetzt der ähm, Der Temperaturbereich von minus fünfzehn Grad Celsius bis minus fünfundzwanzig Grad Celsius. Dass es eine extrem gute Nachricht, weil das bedeutet äh, dass man eben nicht so ähm spezielle Kühlschränke braucht.
Pavel Mayer
Dass man die Dinger im normalen Tiefkühlschrank lagern kann.
Tim Pritlove
Genau oder zumindest bei den Kühlschränken, die auch so bei normalen Impfzentren üblicherweise ohnehin vorhanden sind. Daraus ergibt sich auch dieser Range, ne? Also dieser Range ist jetzt nicht so, dass sie gesagt haben äh, die haben wir alle ausprobiert, sondern es ist eben so eine gewisse Kategorie von Kühlschränken, die halt in diesem Bereich sind und wenn eben dieser Bereich sichergestellt werden kann, dann äh passt das schon. Mit dem im Stoff. Und damit schließt halt das Pfeiser äh der Pfeiserimpfstoff ein bisschen auf zu moderner, die ja von vornherein schon mit niedrigen Temperaturen rangegangen sind und das sind natürlich insbesondere gute Nachrichten für Länder, die jetzt sicherlich Schwierigkeiten gehabt hätten, eine größere Infrastruktur aufzubauen und Kühlketten, die halt wirklich auch im Transport dann minus siebzig Grad sicherstellen kann.
Pavel Mayer
Ja, nee, vor allen Dingen. Finde ich das deswegen ganz erfreulich, weil man dann damit auch rechnen kann, äh dass der Impfstoff auch bei äh niedergelassenen Ärzten dann verfügbar sein wird.
Tim Pritlove
Genau, das kann es bedeuten und was, auch noch bekannt gegeben wurde ist, dass sie wohl in zunehmenden Maße davon ausgehen, dass ihr Impfstoff auch einfach schon sehr gut wirkt nach der ersten Dosis. Die ganzen. Tests sind ja mit zwei Dosierungen durchgeführt worden und. Es zeigt sich wohl auch, dass die zweite Dosis durchaus sinnvoll sein kann, ja? Aber das schon die Effektivität nach einer Dosis schon bei fünfundachtzig Prozent liegt. Und das ist natürlich äh auch eine gute Nachricht. Bin mir jetzt nicht so sicher, inwiefern das dann auch gleich in äh die. Ähm Impfstrategien, Einfluss haben wird auf jeden Fall kann man eben einer Impfstoffknappheit unter Umständen auch einfach erstmal ganz praktisch. Dadurch begegnen erstmal sagt naja okay, wir geben jetzt erstmal nur eine Dosis raus und äh schon dadurch würde sich das extrem ver, bessern und man kann bei höherer Verfügbarkeit dann halt auch später noch nachimpfen.
Pavel Mayer
Ja, ich hörte jetzt noch äh einen langen Pizza keine Studie dazu, aber äh insofern verschiedenen Seiten das wohl Impfreaktionen äh bei Astra Sinnika ähm. Ihr bei der Erstimpfung auftreten, während sie bei äh Bier und ich bei der zweiten Impfung auftreten. Dass es mir so zu Ohren gekommen, aber. Ja na ja halt also wie heftig der Körper drauf drauf reagiert.
Tim Pritlove
Bei moderner soll's andersrum sein, bei Moderna soll's bei der ersten Impfung so sein oder was.
Pavel Mayer
Nee bei Astra Sinnika, äh, bei der ersten und bei Pfeiser bei Bayern Tech Pfeiser bei der zweiten, bei moderner weiß ich nicht, würde aber wahrscheinlich dann, wenn das so stimmt auch er. Ähm wie bei Bayern Tech Pfeifer.
Tim Pritlove
Das mag sein, habe ich jetzt nicht verfolgt, ist halt letztlich auch egal, ne? Man, wie gesagt, äh hier muss man einfach immer verstehen, Nebenwirkungen sind auch in gewisser Hinsicht erwünscht.
Pavel Mayer
Ja, es ist insofern äh halt äh psychologisch noch einen Unterschied äh sozusagen, wenn bei deiner Erstimpfung einfach nichts passiert äh so. Dann äh ja ähm. Aber in äh wenn bei Astra Seneka hatte sich ja irgendwo dann die Hälfte der Leute dann krankschreiben lassen für zwei Tage wegen der Impfreaktion irgendwo angeblich im in eine.
Tim Pritlove
So im Krankenhaus in Deutschland ja.
Pavel Mayer
Genau. Und äh sagen ist. Sagen, macht jetzt kein, nicht, nicht wirklich einen Unterschied, nur eben sagen psychologisch vielleicht, wenn bei dem einen Impfstoff äh, das Gro der Leute erstmal bei der Erstimpfung das Gefühl, da passiert jetzt nicht viel, während die anderen denken, oh, der ist aber heftiger, so. Egal Ding am Rande.
Tim Pritlove
Ja, ich meine das mit der Nebenwirkung ist so ein bisschen aufgebläht worden, dass es dann auch so ein Schubler Kreisen äh gerne wieder dankend aufgenommen worden, so nach dem Motto Nebenwirkungen wären ja irgendwie gefährlich. Das normal, ja?
Pavel Mayer
Ich weiß, ich weiß ja noch nicht mal, ob das Nebenwirkungen.
Tim Pritlove
Ja, ja, das waren einfach die Auswirkungen von der Impfung als solcher. Und die haben halt das komplette Krankenhauspersonal geimpft und dann war halt der Anteil derer, die halt wirklich gesagt haben, so oh mir ist aber jetzt erstmal hier, jetzt mache ich erstmal ein, zwei Tage äh äh Pause war dann relativ hoch und dann hatten sie irgendwie dreißig Prozent Personalausfall, was dann halt sozusagen das Krankenhaus so ein bisschen in die Bredouille gebracht hat.
Pavel Mayer
Ich meine, grundsätzlich ist die Empfehlung altern nach jeder Impfung eigentlich so zwei, drei Tage lang erstmal. Ja kein Stress und keine körperliche Anstrengung und so, also insofern wär's einfach sinnvoll ohnehin wenn die Leute dann zu Hause bleiben.
Tim Pritlove
Genau, das heißt für so ein Krankenhaus bedeutet das einfach, ihr Impfen natürlich nicht alle am selben Tag. Sondern ihr streckt das halt und sagt irgendwie, was weiß ich, zehn Prozent diese Woche und so weiter und dann äh oder zwanzig, keine Ahnung, muss man sich halt muss man sich halt einen Kopf drum machen, ein Krankenhaus sollte von sowas schon mal gehört haben.
Pavel Mayer
Mhm. Eigentlich ja.
Tim Pritlove
Eigentlich ja, ne?
Pavel Mayer
Würde man denken, aber ähm. Ja, dann das passt dann vielleicht an dieser Stelle noch, das war nämlich auch etwas, was mir vor drei Tagen aufgefallen ist, was wir vielleicht äh auch noch hier äh mal reinpacken sollten oder weiß ich. Was ich gerne noch loswerden würde und zwar entbrannte dann ja die Debatte äh so. Welcher Institanz können eigentlich die Gesundheitsämter ähm. Einen sinnvollen Beitrag äh mit Tracking und Tracing. Ähm leisten und wo verlieren sie die Kontrolle? Da gab's ja bisher sozusagen immer diese Kontrollverlusttheorie bei bei fünfzig, dass sie dann einfach, überfordert sind. Ähm und das dann aber dadrunter in dem Moment wo sie denn dann tracken und plötzlich der Beitrag zur Infektionsreduktion größer wird bei einer niedrigen Institanz und. Ähm ich bin dem halt mal nachgegangen und ich konnte halt keinen solchen Schwellwert finden. So. Bei dem es jetzt plötzlich sehr viel besser wird. Wie die Gesundheitsämter trappen und tracen können und so, sondern es ist wahrscheinlich eher ein ja vielleicht nicht ganz linearer Zusammenhang, aber es ist halt eine Kurve. Das heißt, je weniger, Infektion umso besser können die Gesundheitsämter tracken und je mehr umso mehr fallen durchs Rost, aber es ist eben nicht so klar bei ganz hohen Institzen irgendwann, aber äh je nach Gesundheitsamt auch kriegt man. Unterschiedliche Informationen zu dieser wie wie weit sie denn können. Das hatten wir ja auch die Information aus Köln. Äh dass dort. Das Gesundheitsamt sagt, wir können noch bis Institanz dreihundert tracken so und äh dem, das hatte ich dann zwar erstmal angezweifelt, aber äh inzwischen halte ich das durchaus möglich und zwar deswegen, weil einfach die Art und Weise. Wie bei uns. Getrackt wird, wie bei uns isoliert wird, ähm! Wie bei uns Kontakte eingestuft werden lässt. Nicht nur zu wünschen übrig, sondern ich würde es als mittlerweile als mittelgroße Katastrophe bezeichnen und Wer sich wundert, warum die Gesundheitsämter das nicht in Griff kriegen bei keiner Institut sich dann nur anzuschauen zu sagen wie die Kontakte, klassifiziert werden sollen. Das ist schon nicht ganz ohne oder unproblematisch und wenn man dann aber noch guckt, was die Gesundheitsämter in der Praxis machen, stellt man fest, dass sie, nicht einmal die Empfehlung des RKI befolgen oder kennen, sondern da wird halt sagen bei der Kontaktklassifizierung werden wird verharmlosend, äh Qualifiz äh äh Klassifiziert. Da gibt's ja sozusagen Kontakte der Kategorie eins und zwei und ähm ganz viele, eigentlich Kategorie eins Kontakte oder Kontakte, die eigentlich Kategorie eins sein müssten, werden aus mir unklaren Gründen äh definitiv unter Verstoß gegen die Empfehlungen des RKI als, Kontakte der Klasse zwei qualifiziert wo dann kein Test erforderlich ist beziehungsweise kein Testangeordnet wird und. Ähm dann ist es so, sekundär Kontakte werden auf Empfehlung des RKI gar nicht getrast. Ja So, das heißt, wenn du dir jetzt diesen ganzen Prozess anguckst, auch wie lange er dauert, nämlich diese zehn Tage von äh so Meldung bis äh Zählung, so wie lange Tests dauern. Dann. Ist das Tracen von Sekundärkontakten unbedingt notwendig, weil sonst bei einer seriellen, bei einem seriellen Intervall von vier Tagen, kannst du nicht irgendwie ja die Sekundärkontakte einfach komplett ignorieren und also. Nachdem ich das alles gesehen habe, wie eigentlich aus meiner Sicht völlig, in Adäquat das ganze äh Tracking und Tracing funktioniert, das schon bei den Empfehlungen. Selbst die Empfehlungen werden von den Gesundheitsämtern einfach nicht beachtet, ich weiß nicht, ob sie es nicht kennen oder, wie auch immer so und deswegen ja äh ist halt auch äh deswegen. Sind wir auch überhaupt in den Lokdown, in den äh äh reingekommen, beziehungsweise in die zweite Welle, weil einfach diese dieses. Sicherheitsebene oder diese diese Art der Reduktion von R durch die Gesundheitsämter. Ist Marginal. Es ist halt so gebaut, damit äh nicht zu viel Unbequemlichkeiten entstehen. Plus unsere Sachen hatten wir ja schon, wie dann Arbeitsgarantäne und so ist es einfach, ja. Wir meinen das nicht wirklich ernst.
Tim Pritlove
So, dann wollte ich nochmal auf zwei. Nachrichtenmeldungen kommen, die so ein bisschen die Medien ähm umspült haben, zwei unterschiedliche Sachen. Das Erste ist mal wieder so ein Wundermittel, was berichtet wird, weiß nicht, ob du da schon was von mitbekommen hast. Das ist äh ein äh, ja, eine medizinische, ein ein neues Medikament, was entwickelt wird in Israel, Israel, unter dem schönen Namen Exo, CD vierundzwanzig. Das hat äh befindet sich gerade in der Phase eins klinischen Studie, also ganz am Anfang, wo es im Wesentlichen noch darum geht, äh die Sicherheit zu messen, et cetera. Wir erinnern uns, also auch äh weiß ich, inwiefern diese Phase eins jetzt bei Medikamenten genauso vergleichbar ist, wie diese Phase eins. Mit Impfstoffen, das nochmal bisschen was anderes, aber auch hier gibt's definitiv mehrere Phasen, die abgeschlossen werden müssen. Das heißt, es ist. Lange nicht an dem Punkt, wo man sagen kann, man hat hier irgendwas bewiesen und man hat hier irgendwas äh erfolgreich zeigen können. Trotzdem gab's relativ viel Aufhebens darum besondere natürlich in der israelischen Presse, die das alles gefeiert hat als ein neues Wundermittel und ich dachte mir schon so aha, was ist das denn? Klingt ja interessant hat mir das mal ein bisschen genauer angeschaut, ist jetzt mal wieder viel Biologie, die man irgendwie verstehen muss, die ich natürlich eigentlich gar nicht verstehe, aber ich versuche noch ein paar zusammenzufassen, was ich davon mitgenommen habe, weil, Das Besondere ist hier, dass es sich einfach mal um einen neuen oder anderen Ansatz handelt. Also alle Medikamente, die bisher so geprüft wurden und das allermeiste ist ja bisher dadurch, ist ja eigentlich durchs durchs Gitter gefallen. Bis auf so ein paar Sachen, die halt in manchen Momenten wirken können, wir hatten das hier schon mit dieser Anti, mit diesem Antigen äh Medikament, was halt zu einem bestimmten Zeitpunkt äh helfen kann, bevor eine Infektion schon stark um sich gegriffen hat, Hier geht's jetzt um ein Medikament, was gegeben werden kann äh bei schweren Verläufen. Und äh ja, warum alle so aufgeregt waren, war das in dieser Phase eins, Stufe, in der das ist, sie äh dass bei dreißig Patienten ausprobiert haben. Die also ganz schwere Verläufe hatten und so auf dem dem Weg zum zum Sterbebett, äh diesen Weg zum Sterbebett im Prinzip schon angetreten, die, was weiß ich, ganz schwere Atemprobleme hatte und so weiter, ist im Einzelnen nicht angeschaut, hab zwar so ein Video gesehen, wurde mit den Leuten gesprochen wurde, die waren natürlich alle ganz begeistert, weil er eben dieses Medikament ihnen offenbar. Vielleicht hätte helfen können. Das ist ja so die Sache, ne? Also denen ist das Medikament gegeben worden und danach ging's eben nach drei bis fünf Tagen richtig gut. Das heißt natürlich jetzt nicht, das lag an diesem Medikament, weil das kann man mit so einer Studie nicht belegen, sondern da muss man halt, mehreren Leuten das Medikament geben und anderen Leuten das Medikament nicht geben und dann die Ergebnisse vergleichen. Doppelblindstudie et cetera, Nichtsdestotrotz macht es so ein bisschen den Eindruck, als ob's helfen konnte. Und deswegen habe ich mir das mal angeschaut. Und das Ding heißt Exo, CD vierundzwanzig, weil. Hier Exosome zum Einsatz kommen. Hast du das schon mal gehört.
Pavel Mayer
Ja ähm ist eine bestimmte Art von Stoffen äh.
Tim Pritlove
Genau.
Pavel Mayer
Immunsystem ja so dazu.
Tim Pritlove
Art von Stoffen im System. So kann man das sagen. Und zwar und Exosome äh sozusagen. Äh Transport Hüllen kann man sagen. Also das ist etwas, was Zellen für die Hinterzellulare Kommunikation benutzen und also hier quasi Stoffe in andere Zellen machen, indem sie sie auch so umhüllen Also so ein bisschen so ähnlich wie auch so das Virus unterwegs ist, ja? Das kommuniziert sich ja selber in die Zelle, aber so können halt auch Zellen anderen Zellen Nachrichten schicken sozusagen. Also tatsächlich auch mit RNA. Aber nicht nur mit RNA. Also diese Exosome sind solche Wunder äh äh Mittel, die halt irgendwie die Kommunikation, Körper aufrechterhalten und so, ne? Und CD vierundzwanzig ist halt ein spezielles Protein. Und in dieser diesem Medikament wird halt so ein Exosom genommen und äh um dieses Protein ergänzt. Also man nimmt halt so ein Exosom und implantiert dem dieses CD vierundzwanzig Protein und dieses CD vierundzwanzig ist halt so 'n tausend Sasser im Körper der, unter anderem auch in B Zellen und T-Zellen und auch in vielen anderen Immunzellen äh vorkommen, ne? Aber auch in äh Muskelzellen et cetera. Und in ähm BZ äh kann es halt ähm Teezellenproduktion stimulieren, unter anderem. Und äh also es hat sozusagen eine Auswirkung, auf das Immunsystem, ist nicht die einzige Auswirkung, die es haben kann, spielt auch eine Rolle bei Tumorzellen und dieses Medikament wurde wohl auch ursprünglich als Mittel gegen Krebs äh entwickelt, also konkret gegen gegen Eierstock Krebs, soweit ich weiß und ist halt irgendwie so ein, also eigentlich so ein Entzündungshemmer, und auf jeden Fall äh das verstehe ich auch alles nur so im Ansatz. Dieses Medikament benutzt also sozusagen jetzt Exosome, um dieses Protein, dieses CD vierundzwanzig Protein direkt in Lungenzellen zu transportieren. Also bei den Leuten wurde das quasi so äh eingeatmet oder reingesprüht, dass sie das also einatmen sollen, damit, eben möglichst schnell in Richtung Lungenzellen gerät und diese Exosome transportieren dann quasi dieses Protein in diese Lungenzellen und bewirken dort ähm Funktionen. So und äh die Funktion von die man, die man sich hier verspricht ist, dass äh dieser Zytokinsturm unterdrückt wird, also diese Überreaktion auch des äh Immunsystems, das hat sie ja vorhin in deinem längeren, Bonolog auch ein bisschen äh mit angesprochen, wie das an sich funktioniert und das ist ja so ein besonderer äh besonderer Umstand. Neunzehn Erkrankungen, das eben auch passieren kann, dass der Körper einfach überreagiert, dass das Immunsystem einfach total durchdreht und irgendwie alles äh versucht zu vernichten, was bei drei nicht auf den Bäumen ist, was dann eben entsprechend negative Auswirkungen hat und diese schweren Verläufe nochmal so richtig schön tödlich macht.
Pavel Mayer
Also insofern klingt es für mich äh erstmal plausibel und auch der Punkt, nur sagen, dass es sagen auch zu einem relativ späten Zeitpunkt noch wirksam ist, spricht. Dafür, dass es dann eben diese, ja, überschießende äh Immunantwort, wenn dann das angeborene Immunsystem äh da los, wenn es erworbenen Immunsystem dann losfeiert, äh, dass es dann sagt, Moment, Vorsicht, Vorsicht. Irgendwie jetzt ja nicht nicht so heftig. Ich äh äh ja, mach mal, mach mal langsam. So und äh ja.
Tim Pritlove
Kann man sich Videos so anschauen, gibt's äh diverse Artikel, ist auch alles verlinkt. Äh ich hab's aber auch vor allem deshalb jetzt hier erwähnt, nicht um irgendwie das neue Wundermittel auszuloben einfach nur mal drauf hinzuweisen, ja es gibt auch jetzt viele Berichte da drüber aber Phase eins. Also da ist noch gar nichts ähm. Überhaupt nichts klar und dementsprechend muss man das auch erstmal noch etwas zurückhaltend bewerten.
Pavel Mayer
Aber zumindest ich sag mal plausibel klingt es für mich erstmal im Gegensatz zu ich sag mal anderen Therapien die da immer hochgekommen äh sind. Dass dann eher zweifelhaf.
Tim Pritlove
Genau. Ja und die zweite Sache, die werdet ihr sicherlich auch mitbekommen haben. Das ist halt auch mal das. Das ist schon tragisch, finde ich, also Universität Hamburg hat eine Pressemitteilung rausgehauen. Und damit eine Studie auch noch weitere Aufmerksamkeit gegeben, eine sogenannte Studie muss man dazu sagen, ja? Schon mit dem Titel, breit angelegte Diskussion als Ziel, Studio zum Ursprung der Korona Virus Pandemie veröffentlicht. Und das ist halt wirklich so ein Moment, wo man, glaube ich. Auch mal die Integrität von solchen Universitätsleitungen in Frage stellen muss, was die eigentlich manchmal so reitet, ne? Also die haben äh ordentlich Gegenfeuer bekommen. Ich werde auch gleich erklären, warum sie da so viel Gegenfeuer bekommen haben bei dieser äh Studie. Das Ganze ist eine Veröffentlichung von einem Professor an dieser Universität mit dem schönen Namen Wiesendanger, oder wie sind Anger, das weiß ich nicht ganz genau, Roland Wiesendaner, der irgendwie nanowissenschaftler ist, also, Kein Virologe und. Der mal so kurz äh zusammengefasst äh halte ich die These raushaut, das Virus wurde aus dem wurde im Labor, in Wuhan äh. Kinetisch erzeugt und von dort in die Welt gebracht. Also überhaupt gar keine Neuigkeit, sondern quasi so die Verschwörungstheorie von Tag eins an, hier nochmal schön zusammen gefegt und das Ganze noch mit Studie und Pressemitteilung der Universität Hamburg rausgehauen und äh wie kaum anders zu erwarten war, Tag später dicke, fette Meldung in der Bild-Zeitung deutscher Professor sicher. Corona war Laborunfall in China. Schön groß, sechshundert Hinweise. Erste Infizierte war Forscherin in Wuhan, auch deutsche Geheimdienste ermitteln. Oh Mann. Da weiß man mal wieder warum man einfach äh Leuten lieber Springer arbeiten irgendwie mal klar machen muss, dass sie sich mal ihren, dass ihren Job wechseln sollten, da einfach mitzumachen ist. Einfach mal vollkommen unangemessen. So, jetzt haben sich das so verschiedene äh angeschaut, auch die Tagesschau hat's schon mal darüber berichtet und mal kurz zusammengefasst kaum Belege für Labortheorie, also das ist halt einfach der Typ ist kein Virologe und die Quellen, die er da benannt hat, sind auch höchst fragwürdig worauf ich jetzt im Einzelnen mal kurz eingehen will, um das mal abgehandelt zu haben, ist vor allem ein Statement, was ich bin besonders bemerkenswert fand von dem Projekt, was ich hier auch schon erwähnt habe, nämlich den Corona Virus das waren die mit dieser ähm neuartigen Visualisierung des Virus, wo ich einen Vortrag von der Andrea Torn verlinkt hatte. Und äh das fällt sozusagen voll in ihren Bereich rein, weil ja sozusagen diese Annahme, das Virus sei im Labor ähm. Durch Labortechnik erzeugt, ja? Also künstlich hergestellt oder zumindest modifiziert, fällt sozusagen genauso in diesen Analysebereich rein, weil die schauen sich ja wirklich dieses Virus auf. Proteinebene, also wirklich Kette für Kette an, So, ne? Das ist das, was sie machen, sie modellieren das und versuchen ganz genau strukturell herauszufinden, wie funktioniert das eigentlich, was, was, was, was können wir da gesichert feststellen, aus welchen Proteinen setze ich zusammen, wie funktionieren die, was machen die, was bedeuten Mutationen et cetera. Na ja und die haben auf jeden Fall äh darauf Stellung bezogen, nicht zuletzt deshalb, weil sie auch an der Uni Hamburg angesiedelt sind und total, äh Not im News waren. Genau, das könnte man sozusagen sagen, ne? Also, ich will das jetzt hier nicht in der vollen Länge wiedergeben, aber vielleicht mal zusammenfassen, was sie eigentlich im Wesentlichen festgemacht haben. Sie haben also jetzt verschiedene Thesen, sechs Thesen von diesem, dieser sogenannten Studie äh hervorgestellt und versucht dem etwas entgegen zu halten, so. Erste These, Unkenntnis des Zwischenwirts belegt, dass es sich nicht um eine Krankheit tierischen Ursprungshandel, ja? Da sagen sie einfach, ganz klar, ja das einfach mal äh überhaupt nicht äh ungewöhnlich und äh auch bei Saas und Mers hat man das erst Jahre später festgestellt, was da so die Zwischenwirte waren.
Pavel Mayer
Ist er so würde ich sagen die klassische ähm ja Appsonce of Evidence is not everydence of Epsonce falacy.
Tim Pritlove
Kann man's auch sehr schön zusammenfassen, genau. Ja, ne? Also nur, wenn man jetzt irgendwas nicht belegen kann, äh heißt es noch lange nicht, dass dadurch irgendwas äh.
Pavel Mayer
Das dadurch belegt ist, dass es das nicht gibt.
Tim Pritlove
Genau. So. Also es kann sehr wohl einen Zwischenwert geben und äh bei Saaß hat man das später festgestellt, auch beim Meers wusste man erst später, dass es die Kamele waren und so weiter. Zweite These saß ist ja so toll angepasst an den Menschen, dass es nicht natürlich entstanden sein kann.
Pavel Mayer
Ja, das hat mich dann sofort provoziert äh sozusagen zu dem Wort Intelligent Design. Es ist doch diese ist doch die selbe Nummer nach dem Motto oh.
Tim Pritlove
Es ist so toll.
Pavel Mayer
Ist so toll.
Tim Pritlove
Es muss sich einer ausgedacht haben. Von irgendeinem göttlichen Wesen oder in dem Fall von von Menschen ja. Hierzu Inside äh Corona, das sei also totaler Unsinn, das äh kommt erstmal bei anderen Corona Viren, auch vor und auch HIV, Influencer und Emola Virus sind alle extrem gut angepasst und da meinen sie halt auch gleich der Typ hat einfach mal keine Ahnung von Virologie und schreibt jetzt hier irgendwie aus seiner Position heraus, ne.
Pavel Mayer
Ja. Also mehr dazu vielleicht ähm, Also wenn man sieht, was die Natur so alles hervorgebracht hat, also fängt schon mal damit an, dass in unserem genommen äh ich weiß nicht, ob du das wusstest, äh ist mehr virales Material mit drin als jetzt kodierendes Material, das uns zum Menschen macht. Ich mein irgendwie neunzig fünfundneunzig Prozent wie unsere DNA ist ja sowieso nur irgendwie Müll und, sagen durch früheren Virenbefall, wo dann eben auch die Samenzellen befallen wurden, haben es ganz viele Viren geschafft, sich auch in unser Erbgut hineinzumogeln, Erdbutmäßig, so damit fängt's dann schon mal. So und dann ähm wenn du anguckst, was die Viren halt mit dem Immunsystem machen, was ich vorhin, also ähm. Nur ganz ganz kurz mit dem um sich auch vor dem erworbenen Immunsystem zu verstecken, So sorgen sie erstmal dafür, dass die Warnungen, die normalerweise außen an der Zelle angebracht, werden so das Warnschild, ich bin krank, dass sie sagen, diese Warnschilder diese Warnschildproduktion lahmlegen. Aber das Immunsystem ist. Nicht blöd beziehungsweise hat daraufhin wiederum Mechanismen entwickelt, die nach Zellen suchen, die überhaupt gar keine Warnschilder seit Längerem angebracht haben und killt die auch, weil es davon ausgeht, dass die halt irgendwie, Liebe äh das da die Warnschilder unterdrückt werden und deswegen haben die Viren dann aber wieder eine Fake Warnschildproduktion, angeworfen. Und sozusagen Regenhalte, die Fake-Warnschilder an, damit sie halt nicht weggeräumt werden, ja. Also so äh ausgefuchst ist äh äh der der Kampf zwischen jetzt Viren und Immunsystem so. Und ich würde eher sagen. Ja wir wissen so viel einfach noch nicht. Und das ist derart Komplex, dass ja ich einfach mal sagen würde, dass das ja, dass das auch jenseits unserer Fähigkeiten liegt, so geile Viren zu designen, wie das Corona-Virus, ja. Und äh wenn dann hätte man's wahrscheinlich auch anders gemacht. Die Idee wäre man gar nicht gekommen, ähm einen Virus zu machen, äh was halt. Ja eigentlich schlechter ist als andere Viren und durch Weglassen plötzlich besser geworden ist. Also ich weglassen dieser ganzen Bekämpfung der Angeborenen äh äh Bekämpfung der Erworbenen Immunantwort, Egal, weiter, äh, weitere Thesen.
Tim Pritlove
Dritte These der Studie ist äh Fledermäuse fliegen ja keine zweitausend Kilometer weit, Ja, also das ist sozusagen äh diese diese These mit dieser Markt in Wurhahn ist ja zweitausend Kilometer von den nächsten Stelle entfernt, wo man überhaupt nennenswerte äh Fledermausvorkommen hat. Ja also abgesehen davon, dass es äh das Virus ja nicht unbedingt von Fledermäuse. Also man weiß zwar oder man sagt, also die Wissenschaft ist der Auffassung, dass dieses Virus schon. Ursprung in Fledermäusen gehabt hat. Weil Fledermäuse generell Virenhorte sind, ja, deren Immunsystem ist in der Lage, so mit mit Viren so entspannt umzugehen, weil die gegen nichts überreagieren, aber auf der anderen Seite sich auch eben von nichts so richtig aus der Spur bringen lassen, anderen Umgang damit, das sind Tiere, die schon seit äh ja Millionen zu Tausenden, äh dicht an dicht kalten Höhlen hängen, ja, die optimale Bedingung für die Ausbreitung von solchen Corona-Viren. Ja, aber die kommen damit halt trotzdem klar. Deswegen sind sie da der Hort, das ist halt so. Wir haben ja auch. Unmengen an Viren in uns, die jetzt auch erstmal kein Schaden sind, weil unser Körper damit einfach klarkommt, die auch teilweise wichtige Funktionen vornehmen.
Pavel Mayer
Plus plus vielleicht noch äh dazu, weil das war auch so eine Erkenntnis dieser Woche. Ähm. So äh auf die Frage, okay, wie lange bleibt denn so ein, kann denn so ein Corona Virus im Körper bleiben? Und da unterscheidet man äh dann äh wiederum von Viren, die äh die Fähigkeit haben, latent zu werden, sprich, sich dadurch zu verstecken, indem sie ihre Aktivität einstellen. Die bleiben dann da, aber stellen halt die Proteinproduktion erstmal ein und werden dann erstmal nicht bemerkbar und kurbeln die dann irgendwann später wieder an. Corona Virus kann das nicht so, der kann nicht Latent äh werden wohl, der produziert halt immer weiter. Ähm aber Es gibt dann halt Teile im äh Körper, so die Bluthirnschranke so, das Gehirn, die Augen und noch ein paar andere Organe äh Fortpflanzungsorgane, die halt ähm vom Immunsystem quasi mit einer Firewall, getrennt sind wo der Körper dann sagt, okay, da bin ich mal vorsichtig mit dem Immunsystem ranzugehen, weil äh so da richtig halt mehr Schaden als Nutzen an, wenn ich jetzt anfange, keine Ahnung ja am Auge irgendwie jetzt mit meinen mit meinen ganzen Antikörpern zu hart ranzugehen so und, da kann wenn der Virus aber sagen erstmal diese Schranke auch überwunden hat, kann der da halt auch überdauern, weil in bestimmten, eben Organen, die Immunreaktion nicht so krass ist, aber ja, das nur am Rande.
Tim Pritlove
Genau, also aber diese These mit, sie fliegen jetzt keine zweitausend Kilometer weit, ja? Da kann man halt einfach nur sagen, also erstmal muss ja dieser Markt auch nicht unbedingt der Ursprung sein. Das ist der ein Ursprung, dass der der erste Ort, von dem wir Kenntnis haben, wo es sich ausgebreitet hat, aber das heißt ja nicht, dass das auch wirklich der Ort ist, von dem es irgendwie erstmalig zwangsläufig ausging. Sondern es kann ja auch irgendjemand dahin gegangen sein.
Pavel Mayer
Das kann einfach der erste Supersprayer gewesen sein, der da aufgetaucht ist.
Tim Pritlove
Und wie schon erwähnt, andere Zwischenwirte sind ja auch möglich, also These mit diesen Fledermäusen ist auch so an den Haaren herbeigezogen These vier in Wuhrhahn wurde an Viren als Biowaffen geforscht. Jetzt geht's richtig schön in den Verschwörungsbereich rein, ja? Dazu stellen sie halt auch nochmal fest, ja Forschung hat es dort gegeben, dass es irgendwie äh super Sofisticated äh Virenlabor da in Wuhan das irgendwie eins von zweien, die überhaupt so nennenswert ausgebaut sind und äh vor allem haben sie dort halt eben konkret auch an der Nachvollziehung des Saarsausbruchs geforscht, Und äh die ganze diese These, ja, dass das sozusagen als Waffen eingesetzt wird, weil quasi damit experimentiert wurde, das Virus zu modifizieren, um zu gucken, wie es sich eben bestimmten Dingen verhält, ne? Ist vollkommen an den Haaren herbeigezogen. Abgesehen davon gab es auch entsprechende Forschungen äh auch in USA in in einem Labor in Norst Carolina und wenn man sozusagen nur danach geht, was diese Institute an sich machen, müsste man jetzt alle unter Generalverdacht stellen.
Pavel Mayer
Ja und machen auch eigentlich keine guten Waffen äh solche Viren.
Tim Pritlove
Ja, das guckt nochmal mit dazu zu, dass das einfach Quatsch ist.
Pavel Mayer
Ja, dafür dafür haben wir halt Antrags äh so eines ist viel praktikabler, das ist nicht ansteckend äh von halt nicht von Person zu Person übertragen. Eigentlich willst du halt als Waffe als Biowaffe was haben, was sich nicht so von einem wird zum anderen fortpflanzt, sondern was äh dich halt beim Ein atmen krank macht und dich in kürzester Zeit äh aus sein Gefecht setzt.
Tim Pritlove
Aber sie nicht weiter verbreitet.
Pavel Mayer
Aber nicht nicht nicht weiter verbreiten, weil sonst sind ja deine eigenen Truppen dann äh äh sofort dran und kannst das halt nicht eindämmen. Also deswegen ähm sagen.
Tim Pritlove
Es ist an sich schon mal Unsinn.
Pavel Mayer
Ja nicht erstrebenswert äh als irgendwie Waffe.
Tim Pritlove
These Nummer fünf, das virologische Institut in Wuhan war unsicher, ja? Also es gibt diese Unterstellung, das äh wäre ja jetzt irgendwie überhaupt nicht ausreichend geschützt äh äh gewesen et cetera das auch Quatsch. Also erstmal handelt es sich hier um ein sogenanntes Bio-Safety Level vier Labor, das ist die höchste Stufe, die es überhaupt gibt. Also die arbeiten mit Unterdruck ja da kann sozusagen gar nichts rausgedrückt äh werden. Sie haben Luftschleusen. Alle Leute arbeiten Vollschutzanzügen, alle Abwässer werden thermisch und chemisch behandelt. Also da das ist sozusagen dafür gebaut, dass da nichts rausgeht, weil die ja wissen, was sie da äh womit sie's da zu tun haben. Und die Videos, die er da verlinkt, das ist halt irgendwie. Ob Skures, Verschwörungsmaterial, die also äh überhaupt nicht belegen, dass dass das äh also da werden Sachen gezeigt, wo überhaupt nicht klar ist, dass das sozusagen aus diesem eigentlichen Schutzbereich ist.
Pavel Mayer
Vor allen Dingen, ja vor allen Dingen würde ich auch sagen, dass das eigentlich auch für die Frage äh ein total unerheblich ist erstmal also ob da jetzt ein Labor sicher oder unsicher ist, äh sagt jetzt auch erstmal nicht darüber nichts darüber aus äh ob das jetzt irgendwie zur Verbreitung beigetragen hat oder nicht, ja, das ist irgendwie eine Neben. Aspekt, aber du kannst sowohl es kann sich sowohl jemand in einem super sicheren Labor infizieren, ja, Finger gestochen, keine Ahnung und äh, ja und selbst wenn das irgendwie wenn es äh umgekehrt dann Sicherheits gegeben hat, sagt es auch nichts darüber aus, äh ob. Ja äh das da passiert ist oder nicht insofern äh ja.
Tim Pritlove
Ja okay, wir haben's gleich These Nummer sechs, die Behörden haben im Oktober einen Laborunfall vertuscht, ja, also angeblich soll sich hier eine Wissenschaftlerin als erste infiziert haben. Das Ganze basiert aber dann wiederum aus äh Untersuchungen die vom Pentagon an, von einer privaten Firma auf Basis der Auswertung von Mobilfunkstandortdaten. Äh durchgeführt wurden, ja? Gibt überhaupt gar keine konkreten Beweise dafür, also alles nur Vermutung und lose Schlussfolgerungen und keiner äh gibt diesen Bericht eigentlich irgendwie nennenswert was an. Naja, dann wird noch allgemeine Kritik geäußert, das Ganze hat irgendwie, macht überhaupt nicht den Eindruck einer wissenschaftlichen Studie tut es wirklich nicht. Also so, ich meine, wir wissen alle, wie Studien normalerweise aussehen. Das ist mehr so ein Word-Dokument, wo dann ähm, stellen gelb und blau hinterlegt sind. Es sieht halt auch wirklich einfach schäbig aus, ja? Gut, das ist im Wesentlichen eine Stilfrage, zeigt, bloß nur so ein bisschen, wie das irgendwie gelagert ist, aber wo es halt dann so richtig krass wird, ist halt halt welche Quellen er nennt. Und Quellen sind halt hier irgendwie private Kommunikation, Twitter, Posts und vor allem sehr viel Inhalte aus dieser Alltrit Bewegung, eine sogenannte Studie aus dem Umfeld von Steve Bennon äh verlinkt auf Artikel auf epochtimes. Das ist so so ein äh Fall und Gong Nahe Poste, die in USA. Äh auch extrem grenzwertig äh kommuniziert, gibt auch eine deutsche Ausgabe davon, die es auch sehr afD-nah, hat extrem viel Exenophoben, Content und so ein anderes Hetzblatt, irgendwie Summit News ist dort auch äh verlinkt. Das will man auch sich gar nicht anschauen, wenn man das sich mal anklickt, ist alles ganz furchtbar. Und die ganze Studie ist auch noch voll mit Widersprüchen, ne? Also wird zum Beispiel irgendwo davon gesprochen, dass der erste Patient am ersten Oktober zwanzig neunzehn äh bekannt geworden wäre, ja, andererseits hast du es an einer anderen Stelle, dass der Ausgang der äh Pandimie durch diesen Unfall diesen angeblichen am sechsten oder irgendwo zwischen dem sechsten und dem elften Oktober dann stattgefunden hat. Super, passt also alles ganz wunderbar äh zusammen. Ich denke. Also. Ist natürlich klar, was jetzt wieder passieren wird. Wir werden dieses diese Studie, die natürlich jetzt vom Mainstream-Medien äh unterdrückt wird. Weil sie nicht in den Kram passt, werden wir jetzt irgendwie die nächsten drei bis zehn Jahre noch um die Ohren geschmissen bekommen und äh die Universität Hamburg darf sich, glaube ich, hier mal ordentlich schämen, weil sich hinter diesem Argument zu verstecken mit so einer ja wird hier forschen ja alle irgendwie. Unabhängig und wir wollen uns ja sozusagen als Universität nicht in die Forschung der Wissenschaftler ein äh einmischen. Ja okay, gut. Das das sollte so sein, ja. Aber gar keinen Grund, dann so ein Dokument, was wir dich schon auf dem ersten Hinblick. Irgendwie total fischi ist und von jemandem kommt, der in diesem Bereich überhaupt nicht arbeitet und der dann auf einmal irgendwie tausend Verschwörungslinks auf dem Internet zusammenfummelt, das alles in so ein Pamphlet zusammengießt und das Ganze dann eine Studie nennt, die keinerlei, hinsichtigen Qualitätsansprüchen an Studien ähm genügt, die auch nicht, Pierreview ist, sondern die nur auf äh Research Gate hochgeladen wurde, wo das halt irgendwie einfach mal erstmal so hochladen kannst. Ja.
Pavel Mayer
Ja, ich ich würde sagen, da hat einfach die Pressestelle äh versagt äh der Uni, also sowas muss man dann halt auch nicht noch über den Presseverteiler schicken oder featuren.
Tim Pritlove
Ja gut, aber das haben sie ja verteidigt. Das ist ja das Problem. Ja, also dafür sind sie ja schon schnell kritisiert worden und dann so, ja, nee, ich meine, allein schon der Text, mit dem sich das veröffentlicht haben, habe das ja. Anfangs schon äh gesagt, das hieß äh hieß es, Moment, jetzt habe ich hier die Seite natürlich in diesem Moment äh geschlossen, wie heißt es da.
Pavel Mayer
Breit angelegte Diskussion als Zielstudie zum Ursprung der Corona Viruspandemie veröffentlicht.
Tim Pritlove
Das ist das Ziel einer Uni, breit angelegte Diskussion? Darum geht's. Nee, es geht nicht um breit angelegte Diskussionen, es geht um Wissenschaft meine Herren und meine Damen, ja, es geht hier um um Belege und es geht um um die wichtige Beiträge und ähm. Ja. Also Herr Wiesndaer, das war nix. Und ich muss sagen, ich finde es erschreckend, dass Leute in solchen Positionen. In die Lage versetzt werden. Also erstmal sich dazu berufen fühlen, sich hier irgendwie wichtig zu machen und so ein Dünnpfiff abzugeben, der irgendwie auch schon seit einem Jahr durchs Internet geistert, wo wirklich echt nicht viel Neues drin ist, Ist ja nicht so, dass er jetzt irgendwas Neues erkannt hat, sozusagen von so einem Zusammengeschreibse von Verschwörungstheorien und und und rechtsextremen Content. Den er jetzt hier irgendwie sozusagen als Diskussionsanregungen in den Raum wirft.
Pavel Mayer
Aber er hat sich nicht davon geäußert, wer denn jetzt die Updates gebaut hat, äh so die B eins eins sieben, Updates und irgendwie äh das Süda.
Tim Pritlove
Nee, komischerweise äh steht da zu nichts. Tja.
Pavel Mayer
Und so hm ja.
Tim Pritlove
Das sind.
Pavel Mayer
Ja, die Briten waren's bestimmt, die die.
Tim Pritlove
Das wissen nur die Geheimdienste. Der Wiesendanger weiß es auf jeden Fall nicht. Na gut, das äh beschließt unser äh wöchentliches Update. Lang genug ist es ja geworden.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Womit können wir denn unsere. Unsere Zuhörerschaft verabschieden ins Wochenende. Es ist schon soweit angebrochene Wochenende.
Pavel Mayer
Ja äh wir meint echt eine kleine Zusammenfassung der Sendung. Ähm. So die auch wieder so, ja, so mittellang geworden ist heute, aber ja, also. Meine Zusammenfassung wäre, mh. Es entwickelt sich alles wie erwartet und vorhergesagt. Hm. Der Rückgang kommt langsam zum Stillstand. Wir, werden wohl eine dritte Welle äh ab März nicht vermeiden können, so wie sich das gerade. Politisch entwickelt ähm, Nicht nur politisch, sondern in Kombination aus äh Politik und Epidemiologie. Ähm es ist nicht sichtbar, dass wir gerade wie Willens und bereit sind. Der Pandimie irgendwas effektives entgegenzusetzen, vor allem halt den neuen Mutanten nicht. Äh die werden im, März, also Anfang März wird P eins eins sieben die häufigste Variante in Deutschland, sein, das kann man alles schon sehen. Ja, aber, auf der Plus-Seite, um jetzt auf was Positiven zu enden ja sehr wahrscheinlich gibt's dann wirklich im September äh genug Impfstoff für alle, wie es aussieht. Hoffentlich hält sich das Virus bis dahin mit Mutationen äh zurück äh und äh die Impfstoffe funktionieren äh noch. Die Südafrika-Variante ist noch. Ja im niedrigen einstelligen Prozentbereich bisher, das heißt um die müssen wir uns, in den nächsten Wochen nicht so viel Sorgen machen, aber langfristig muss man halt sehen, wie denn jetzt der Wettlauf zwischen äh ja, B eins eins sieben und der Südafrika-Variante oder, für eine B eins eins sieben auch mit den anderen, mit den Mutationen äh aus Südafrika kriegen. Äh. Werden sehen.
Tim Pritlove
Genau und die Impfsituation ist eigentlich äh stabil, nicht die Impfkampagne, aber die ganzen Impf Stoffe, es kommen immer mehr raus, sie werden immer verfügbar, sie wirken sehr sehr sehr gut und Und äh es gibt interessante Entwicklungen im Bereich der Medikamentierung, der Krankheit Jetzt müssten sich nur noch die deutschen Universitäten mal so ein bisschen äh am Riemen reißen und irgendwie ihre Schwobler aussortieren, das fände ich mal ganz angemessen, weil das ist mir einfach zu hoch die Zahl.
Pavel Mayer
Plus, also wo auch noch Potenzial und sehr viel Luft nach oben ist, wäre die Art und Weise wie wir das mit dem Tracking und Tracing äh machen, das halte ich halt, für äh absolut ineffektiv und das kann man halt auch an einen der Zahlen äh. Sehen, äh dass das ineffektiv ist und äh ja, kann das auch ausrechnen, warum das inh.
Tim Pritlove
Genau und mischt euch ein, bitte in die Diskussion. Also ich weiß, viele haben unter so schwubelnden Familien zu leiden, da sind auch schon äh Freundschaften aufs äh Leben gecancelt worden, aber es ist auch einfach Folgendes klar. Die große Mehrheit in dieser Gesellschaft. Tut das Richtige, die große Mehrheit dieser Gesellschaft versteht, was die Fakten sind große Mehrheit dieser Gesellschaft hat die Bedrohung als solche auch begriffen und verhält sich in der Regel auch richtig. Wir dürfen bloß nicht den Fehler machen, uns von den viel zu lauten Minderheiten, die dazu noch von einer nach äh. Discord und und und Streit äh strebenden äh Medienlandschaft, die irgendwie versucht, das für sich äh auszuschlachten, von der sollten wir uns nicht groß von der Spur abbringen lassen. Das wäre so auch mein Wunsch, dass ihr auch da äh entsprechendes Wort erhebt, wo auch immer ihr Gelegenheit dazu habt.
Pavel Mayer
Na und dann vielleicht noch als letzter positiver Ausklang ähm wenn wir denn nur wollten, könnten wir jederzeit innerhalb von vier Wochen das Problem in den Griff kriegen.
Tim Pritlove
Genau. Und solange Korona-Krise ist, gibt's auch regelmäßig, Podcast von uns dazu, den könnt ihr auch zuhören, dass ihr jetzt so schlecht auch nicht Und wir werden auch nächsten Dienstag wieder unsere kleine Quatschrunde äh im Clubhaus machen. Corona Wickli ist äh immer am Dienstagabend so ab einundzwanzig Uhr am Start. Da könnt ihr euch mit einklinken. Ähm und. Ja ansonsten freuen wir uns über eure Kommentare, äh bleibt äh locker, bleibt positiv und wir sagen tschüss und bis bald.
Pavel Mayer
Tschüss.
Shownotes

Neuinfektionen in Deutschland am 20. Februar 2021 (Pavel Mayer)
R in Deutschland am 20. Februar 2021 (Pavel Mayer)
Todesfälle in Deutschland am 20. Februar 2021 (Pavel Mayer)
Positivrate in Deutschland am 20. Februar 2021 (Pavel Mayer)
Covid-19 Tests Deutschland nach Kalenderwoche Stand 17.2.2021
Covid-19 Tests Deutschland nach Kalenderwoche Stand 17.2.2021

UKW060 Corona Weekly: Jag den Mutanten

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Eine neue Runde steht an und wir schauen wie gewohnt auf die weiter leicht sinkenden Zahlen in Deutschland und Europa. Noch etwas genauer analysieren wir die Impfkampagnen in Deutschland und Israel und vor allem erläutern wir, welcher Aufwand getrieben werden muss, um die mRNA-basierten Impfstoffe zu produzieren und warum nicht damit gerechnet werden kann, dass diese Arbeit sich schnell auf unabhängige Lizenznehmer verteilen lässt.

avatar
Tim Pritlove
avatar
Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW. Unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Pritler und ich begrüße alle zur Ausgabe Nummer sechzig vom zwölften. Zwölften Februar. Zwanzig einundzwanzig, Freitag der zwölfte, ihr merkt schon, heute gibt's gute Nachrichten, denn äh ja, Freitag heißt Corona Weekly und das heißt Pavel ist dabei, hallo Pavel.
Pavel Mayer
Hallo Tim.
Tim Pritlove
Und wie es hier Usos ist, seit fast einem Jahr wollen wir hier mal äh zusammenfegen, was sich so in dieser Woche an Zahlen und Erkenntnissen, gefunden hat, was für an sonstigen interessanten Fundstücken aus dem Netz haben, kratzen können und äh ja, was sonst noch so erwähnenswert ist. Wir hatten wieder eine schöne Feedbackrunde im Clubhaus am Dienstag, die, sehr lang gedauert hat. Ich glaube, das waren fast vier Stunden, ne, die wir da rumängen, aber war einfach äh interessant, es ist äh sehr gut mit euch dann auch mal da direkt ins Gespräch zu kommen und Fragen nochmal zu klären und Sachen zu debattieren. Ja, da können wir euch nur ermuntern. Wir werden das dann am nächsten Dienstag, dann ähm Dienstagabend, einundzwanzig Uhr wieder machen. Das wäre dann der sechzehnte Februar. Ja, aber heute gehen wir mal wieder hier äh auf unser Standard äh Programm. Ich würde mal die Sendung mit Feedback beginnen. Das gab's auch und das mögen wir auch besonders, wenn ihr es in die Kommentare schreibt, da kommt so einiges zusammen, ist manchmal ein bisschen schwierig, da einen Überblick zu bekommen, aber es gib dann euch auch die Möglich, mal so halbwegs zusammenhängt, äh, uns hier zu kritisieren, vielleicht eine Sache, die mir noch so nebenbei zugespielt wurde, da wir ja letztes Mal den lustigen Titelzensur, es ein Beitrag zum Infektionsschutz gewählt haben Ja, das äh ist schon so ein bisschen, scherzhaft natürlich auch gemeint war, wenn wir natürlich hier nicht zu einem Zensurregime auf ährufen wollten, sondern das Ganze ja nur so einen Spruch war im Kontext von man muss sich über seine mediale Botschaft schon zweimal Gedanken machen, Der kam da ganz guter gutes Beispiel, wurde mir noch eine gesteckt, nämlich äh wie mittlerweile ja medial mit Sudiziden umgegangen wird.
Pavel Mayer
Das ist interessant, ja.
Tim Pritlove
Ne? Und weil weil da ist ja im Prinzip auch so eine Selbstverpflichtung im medialen Raum, dass wenn jetzt äh Leute sich umbringen, dass ähm. Namen nicht genannt werden und äh das auch überhaupt generell sehr zurückhaltend berichtet wird. Weil man einfach über die Zeit gelernt hat. Was diese mediale Aufmerksamkeit, einfach dazu äh geführt hat, andere Leute, die da so ein bisschen über sowas nachdenken, dann in ihren äh Beschlüssen noch äh Nahrung zu geben und seitdem man das gelassen hat, sind dann eben auch entsprechende Sudizidzahlen zurückgegangen.
Pavel Mayer
Das ist ein ist in der Tat ja ein guter Punkt.
Tim Pritlove
Ja, fand ich auch. Aber dann gab's auch noch etwas äh konkretere Feedbacks unter anderem zu der Frage mit digitalen Messgeräten bei diesen Schnelltests. Muss ich zugeben, man macht ja nicht so oft Schwangerschaftstests und äh da äh gibt's diese Technologie schon ein bisschen länger, Jonas schreibt uns Ich bin Chemiker und ja, ein Quantenpunkt ist ein üblicher Weise äh einige nanometer großer Partikel, der klein genug ist, dass eine Quantenmechanische Beschreibung der Eigenschaften zutreffender ist, als die üblichen Beschreibungen, der makroskopischen Welt. Diese Dinger haben deswegen tolle optische Eigenschaften, wegen denen man sie gerne einsetzt. Hier werden sie wohl die Flurssenz des Farbstoffs verstärken. Klingt toll, ist aber nur so mäßig Hightech. Was der Test also äh nach sehr oberflächlicher Recherche macht, ist dasselbe wie der normale Test nur dass der Farbstreifen am Ende noch einfach schwarz wird, äh nicht einfach nur schwarz wird, sondern Neonfarben. Der wird dann angeleuchtet, leuchtet in einer anderen Farbe zurück. Also der typische Effekt, den man vom Schwarzlicht kennt und das kann man dann halt äh messen. Vorteile sind hier vor allem gutes Marketing für den Hersteller, äh aber eben auch ein eindeutiges Ergebnis bei den normalen Schnelltest ähm, ist ja nicht nur die Probenentnahme an Problemen, sondern eben auch die Interpretationen des Ergebnisses. Ne, so gehen manche Nutzerinnen davon aus, wenn der Streifen genauso farbig ist wie der Kontrollstreifen, aber das ist natürlich Blödsinn. Digital sagt einem das Gerät das Ergebnis. Eventuell können sie weniger Chemikalien verwenden, da der eigentliche Fahrpunkt kleiner sein kann, als der Streifen im Analogentest, je nach Aufwand, ähm das Zeug herzustellen, können sie so vielleicht mehr Tests machen. Außerdem könnte man das Lesegerät so bauen wie ein Blutzuckermessgerät, dann kann man sich das Gehäuse und die Technik äh kann man die wiederverwenden. So sieht der Test allerdings zum derzeitigen Zeitpunkt. Nicht aus. Mein Fazit nach überfliegen. Tolles Buzzword Bingo mit eventuellen kleinen Vorteilen, die Nachteile hätten wir ja bereits erwähnt. Ja das das kam aus verschiedenen Richtungen äh in ähnlicher Form. Das hat Jonas hier ganz gut zusammengefasst.
Pavel Mayer
Bestätigt glaube ich aber auch vor allem die Vermutungen die wir angestellt hatten oder die ich angestellt hatte.
Tim Pritlove
Aber wenn ich so den Eindruck erweckt habe, das wäre jetzt irgendwie der geilste neue Hightech äh der Welt, also so habe ich es gar nicht unbedingt gemeint.
Pavel Mayer
Nee, ähm ich glaube, wir haben das aber auch nicht so dargestellt, aber ja.
Tim Pritlove
Dann noch ein Nachtrag zu dem Thema Masken trocknen. Von kleiner Nachtrag zu der Wochenmaskenwäscheleine von der Timlets vorletzte Sendung Sprach und Masken wiederzuverwenden. Ähm. Sollte man nur in Situationen machen, die die Masken eher kaum beanspruchen, besserer Vorschlag, nimmt eine Tageszeitung, falte diese auf Maskengröße und fächert sie dann auf in jedes Fach aus mehreren Lagenpapier, legt ihr dann eine Tagesmaske, ihr könnt die Fächer auch mit Klebezetteln als Art Kartei versehen, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und so weiter. Wenn ihr meint, die Masken, können, äh, könnten doch mal komplett erneuert werden, schmeißt er sie mit der Zeitung zusammen, Generell ist es sinnvoll, Masken gefalteten Papierzeitungen abzulegen und unterwegs in der Bustasche aufzubewahren. Die Trocknungswirkung funktioniert wie beim Schultrocknen mit zerknüllter Zeitung und das potenzielle Virenmaterial versinkt im Papier und flattert nicht durch die Luft, Bitte hängt euch keine Wäscheleiden, quer durch die Wohnung mit potentiell kontaminierten Masten, außer ihr wohnt in riesigen Häusern, mit riesigen Dachböchböden auf dem Dorf, weit weg, mit viel Querwind lebt ihr in einer Stadtwohnung, lasst es. Good Point. Ähm das haben wir so nicht bedacht in dem Moment.
Pavel Mayer
Mhm. Das ist ein guter, guter Hinweis. Ich habe äh hm. Ja, ich hab diese Woche was ausprobiert, ähm, so, was ich dann auch getwittert habe, äh, nämlich auch im Zusammenhang mit, Masken ähm weil da war also folgende Situation, nämlich ich wollte halt ausrechnen zu sagen ähm den sogenannten Corona Schutzfaktor, den ich äh jetzt auch erfunden habe. Ähm.
Tim Pritlove
Ja, der Corona-Schutzfaktor, sag mal los.
Pavel Mayer
So wie bei, sich so ein bisschen vorstellen halt wie bei Sonnencreme. Äh nur äh ja äh dass das halt äh auf Masken gemünzt ist. Das heißt ähm, mit so einer N fünfundneunzig oder FFP drei Maske habe ich halt so einen Corona Schutzfaktor von zehn ungefähr, das heißt, ich kann mich, zehn Mal so lange in der riskanten Situation äh aufhalten äh oder habe nun das Zehntel vom Risiko, wenn ich mich gleich lange aufhalte. Das ist schon eine Menge, aber es ist halt nicht ähm. Es ist halt nicht die Welt, es ist halt auch nicht nichts so F äh und FFP drei ist ungefähr Schutzfaktor vierzig übrigens. Und in dem Zusammenhang ähm so. Ähm aber das ist jetzt sozusagen nur für also Schutzfaktor zehn oder dreißig, wenn der andere keine Maske auf hat. Wenn beide Masken aufhaben, dann kombinieren sich die Schutzfaktoren quasi, aber ähm um wie viel es halt so ein bisschen schwierig zu ermitteln, weil nämlich. FP Masken. Werden halt nur auf Dichtigkeit beim Einatmen geprüft, nicht beim Ausatmen, das heißt es gibt keinerlei, irgendwie Messwerte, wie viel sie denn jetzt tatsächlich äh sagen wie viel beim Ausatmen eigentlich daneben, geht, so das kann von Maske zu Maske total verschieden sein, weil wie gesagt, wird nicht gemessen. Bei den OP Masken wiederum. Ist nur zertifiziert, wie viel die beim Ausatmen zurückhalten, ja? Aber nicht beim Einatmen. So, dass es da völlig egal. Das heißt, da gibt's dann sagen es auch ein bisschen unklar. Ich bin dann über eine Studie äh gestolpert, die besagte, wenn also beide Leute jetzt OP Masken aufhaben, dann hat man ungefähr so einen Schutzfaktor von dreißig in der Kombination halt, von, beide medizinische Maske. So und. Dann dachte ich mir, hm, okay, die eine Maske ist eigentlich fürs Einatmen spezifiziert, die andere ist fürs Ausatmen spezifiziert. Ähm wie werden das, wenn ich einfach mal OP-Maske mit FFP kombiniere. Und ähm bei den Masken, die ich habe, äh sind aber die OP Masken zu klein, die gibt's auch in großen. Ähm eigentlich wäre wahrscheinlich, OP Maske über FFP zwei Maske wäre das beste, aber das passt normalerweise nicht. Und dann habe ich das zeitweise nicht passte genau umgekehrt gemacht, habe mir also eine FFP, zwei Maske über eine OP Maske mal gepackt und geguckt, was denn dann passiert. Interessante war, also am Atemwiderstand hat sich jetzt nichts geändert, also ich Problem ist, wenn man das halt so macht, kann man sagen auch die Schutzwirkung der FFP zwei Maske beeinträchtigen, weil eventuell die nicht mehr so dicht, ist, weil die nicht dann natürlich nicht dafür gedacht ist, dass man eine OP-Maske da drunter backt, aber äh bei meiner Kombination schien das keinen Unterschied zu machen. Aber was äh äh bemerkenswert war ist äh ich hatte das Gefühl, dass dass der Trage und Atemkomfort in dieser Kombination, deutlich angenehmer ist. Also es es wurde nicht so feucht dadrunter und. Ich hab's jetzt nicht lange ausprobiert, ich hab's jetzt aber nicht draußen äh Praxis länger getragen, sondern um mal so fünf Minuten und habe dabei festgestellt, dass dabei die FFB zwei Maske fast trocken. Das heißt, da kam dann die Idee, ähm je nachdem, wenn's dicht ist äh und so, ähm dass man halt die billigeren OP-Masken äh quasi häufiger wechselt und seine, besseren oder teuren FFP zwei oder drei Jahren schont halt, So, also äh wie gesagt, ist jetzt mit Vorsicht zu genießen das Ganze, aber es war so ein bisschen ein überraschendes Experiment, einfach mal, Basishalber ausprobieren, äh gucken auch was mit dem Atemwiderstand ist. Ah ja und in dem Zusammenhang weiß ich nicht, wie das bei dir ist, aber ich habe halt das Problem. Sagen den Nasenbügel also rechts und links von der Nase des wirklich dicht zu, kriegen, äh, beim Ausatmen, vor allem strömt da halt Luft in die Augen, was sich ein bisschen unangenehm finde und es reduziert dann natürlich auch die Rückhaltewirkung, wenn das da vorbei geht, Also man muss sich halt schon Mengen also Mühe geben mit dem Nasenbügel und habe dann gesehen, dass halt Profis, also medizinisches Personal, teilweise, wenn die wirklich sicher sein wollen, die kleben das zu, die rechts und links über die Nase halt nochmal mit Klebeband den Bereich, damit das halt auch wirklich dicht ist. Aber ja es gibt aber wohl auch Masken so teure aus Deutschland. Ähm die. Problem wohl von Hause aus nicht haben, aber ähm an solche luxuriösen Masken äh bin ich jetzt noch nicht rangekommen.
Tim Pritlove
Ja, ich habe äh äh verschiedene Videos gesehen, ähm die auch so mit schon ein bisschen älter sogar. Es war auch irgend so ein Krankenhaus, Personal sind Krankenschwester, die glaube ich, müssen wir nochmal rausgraben. Generell die die OP Masken zu diesem Gummidinger quasi über Kreuz genommen hat. Also dass man nicht einfach nur die Gummiringe so direkt nach hinten zieht, sondern eben nochmal explizit so ein X äh da reinmacht. Wodurch man nach oben bessere Passform hat. Vielleicht ist das auch etwas, was man nochmal mit dieser FFP zwei Maske kombinieren kann.
Pavel Mayer
Äh ja.
Tim Pritlove
Güter, worüber wir uns hier unterhalten. Unfassbar. Okay, wenn ich mal, wenn ich mal ausprobieren, mal schauen, ich gehe zwar fast gar nicht mehr raus.
Pavel Mayer
Ja, also vor allen Dingen.
Tim Pritlove
Aber so einmal die Woche Supermarkt ist dann doch noch irgendwie angesagt.
Pavel Mayer
Ja, also mein Ding äh ist halt auch, dass ich natürlich auch den äh Situationen grundsätzlich meide, in denen ich äh eine Maske äh auf ähziehen muss und deswegen ja komme ich vielleicht pro Woche auch vielleicht auf ein, zwei Stunden Maskentragezeit oder so. Ja. Und ja wie gesagt diese diese Schutzfaktorgeschichte kann man sagen ich hab ich hab da auch ein Shred äh zugetwittert, da stehen dann halt noch ein paar mehr Dinge drin so auch also ich hab jetzt ein ganz gutes Gefühl eben auch für, ja Infektionswahrscheinlichkeiten in verschiedenen Situationen äh und ähm. Ja ähm aber vielleicht nächste Woche mal beleuchten, weil wir haben noch so viele andere äh Themen.
Tim Pritlove
Absolut.
Pavel Mayer
Heute hier und das habe ich jetzt äh ja für die Sendung auch nicht vorbereitet.
Tim Pritlove
Genau, dann gehen wir nochmal auf die aktuellen Zahlen und da hat sich ja einiges getan und ja, das äh schauen wir uns jetzt mal an, wie wir das immer machen. Wo fangen wir an? Pavel, mach doch mal ein Overview bitte.
Pavel Mayer
Genau, also wie. Üblich äh so jetzt in Deutschland, ja sind die Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen. Ähm. Weiter gesunken, äh so auf fünfundfünfzigtausend so mit einem Schnitt von siebentausendneunhundert pro Tag, wobei man dazu sagen muss, gemeldeten Neuinfektionen ähm so, und sie gehen weiter zurück, was halt alles ja sehr erfreulich ist so. Äh wir haben im Moment einen, rechnerischen RW auf Bundesebene von null Komma acht sechs. Nach Rechtenverfahren, aber äh wir nehmen immer irgendwie meins, was darauf beruht, halt einfach die Fälle von äh, den letzten sieben Tagen und den sieben Tagen davor ins Verhältnis zu setzen äh und äh dann ja, daraus den R Wert zu berechnen. Ich glaube hoch vier siebte. Ähm ja ähm, und wie gesagt, rechnerisch äh ist ja sogar unter null Komma neun, aber und sage immer, dann hinterher nochmal, bisschen genauer ein, äh da die Tests auch abgenommen haben ist, was die Infektion angeht, der reale RWT eher. Etwas über null Komma neun, weil im Moment die Zahlen, die wir sehen, äh. Unterschätzen, äh die Infektion beziehungsweise überschätzen den Rückgang, also die äh die Dunkelziffer hat halt weiter zugenommen, weil eben weniger Tests äh gemacht wurden. Ja, äh glücklicherweise geht auch die Zahl der Toten äh jetzt. Deutlich nach unten oder sogar etwas stärker äh nach unten als sie es davor, getan hat, die gut es läuft ja immer ein bisschen zeitlich versetzt und wir kommen halt, jetzt in den Bereich, wo dann endlich auch die Zahl, der Toten deutlich fällt sind, aber äh immer noch äh über fünfhundert pro Tag im Schnitt. Und ähm ja. Das ist natürlich immer noch viel zu viel zu viel, aber zumindest äh der Trend stimmt grade, aber das sind immer noch ja doppelt so viele oder fast doppelt so viele wie auf dem Höhepunkt der ersten Welle muss man sich auch. Mal vergegenwärtigen, so wobei bei der ersten Welle der Höhepunkt der Toten ungefähr äh ja zweieinhalb Wochen äh nach dem Höhepunkt. Bei den Neuinfektionen erreicht war ähm jetzt hier in der zweiten Welle, sind es ja auch ungefähr zwei bis drei Wochen, kann man sagen, sieht man ganz ganz gut. Dass vielleicht äh zu den er Entwicklung der Zahlen, ansonsten ähm wenn man jetzt ein bisschen in die Bundesländer noch.
Tim Pritlove
Äh kurz an der Stelle du hast ja jetzt auch schon die äh die Tests erwähnt, vielleicht sollten wir die Zahl nochmal kurz mit reinnehmen, weil ich finde, finde jetzt gerade diese ganze Korrelation, ganz interessant. Wir hatten das ja letztes Mal auch schon ein bisschen angesprochen, Also du hast ja gesagt, die Tests sind ein bisschen zurückgegangen, ne? Also wir haben Rückgänge von den Tests, was war das? Zehn Prozent weniger.
Pavel Mayer
Neun Komma sieben fünf Prozent weniger Tests auf Bundesebene.
Tim Pritlove
Genau, es ist aber auch die positiven Quote ist auch zurückgegangen.
Pavel Mayer
Um sieben Komma eins fünf Prozent ist die positiven Rate zurückgegangen. Und die Zahl der positiven Tests ist um sechzehn Komma zwei Prozent zurückgegangen hier. Was halt ja sozusagen in den Betrachtungszeitraum dann, dass es jetzt nicht genau, sagen die letzten sieben Tage, sondern es ist halt ähm immer RKI Woche so, also von ist halt drei Tage zurück und da äh, waren zu sagen sechzehn Komma zwei Prozent weniger positive Tests, das heißt sechzehn Komma zwei Prozent, weniger neu infiziert, könnte man jetzt einfach annehmen oder so geht es halt bei uns in die Statistik, rein, so aber ähm wenn, jetzt sagen die Infektionsaktivität gar nicht zurückgegangen wäre. Einfach nur zehn Prozent weniger Tests gemacht würden würde die Zahl der positiven Tests auch um vielleicht nicht ganz zehn Prozent, aber fast zehn Prozent äh zurück. Und es heißt statt unseren sechzehn Komma zwei Prozent. Was uns die Zahlen jetzt sagen, haben wir in Wahrheit, was jetzt reale Infektionen angeht, wahrscheinlich eher so. Ja acht bis zwölf Prozent realen Rückgang, das heißt im Moment muss man halt deswegen äh die Zahlen äh ja. Ein bisschen erhöhen eigentlich, weil wir systematische Unterschätzung haben.
Tim Pritlove
Trotzdem ist natürlich, dass äh der Fall die fallende Zahl bei den Positivraten ist, die eigentlich gute Nachricht. Ich glaube, ich hatte das letzte Mal schon mal erwähnt, aber ich find's nochmal wertvoll, das zu wiederholen. Wenn man sich jetzt mal nur den Verlauf der Positivrate anschaut, also nicht immer nur guckt so und so viele Leute sind getestet worden, wie viele von davon waren positiv. Wir haben immer gesehen, immer in dem Moment, wo es loskrieselte und wo die Welle kam. Geht diese positiv Rate hinterher, was also im Prinzip bedeutet, das sind eigentlich auch sehr viel mehr Leute positiv, als man eigentlich ähm wirklich real, testet. Und erst wenn diese Zahl wieder runter geht, kommt man quasi mit der Testerei, dem eigentlichen Infektionsgeschehen so ein bisschen auf eine Spur, und einen Fall eine positive Rate, ist ein guter Indikator. Und ich habe das lange Zeit so als so ein Na ja, so ein so ein so ein, so ein Nebenabattribut angesehen, aber wenn man sich eben jetzt den Verlauf der Positivrate, über die komplette, über das komplette letzte Jahr anschaut, dann sieht man. Dass die relativ gut die äh den Gesamtverlauf der Panemie nachzeichnet, sehr grob, also dadurch aber auch sehr gut geglättet in gewisser Hinsicht. Ist jetzt nichts, was einem, eine große Auskunft über einen Zeitraum von vier, vier Wochen oder so sagt, aber ist äh etwas, was sehr gut widerspiegelt, was so in drei Monaten passiert. Würde ich mal sagen und nach wie vor, also jetzt auch mit dieser ähm niedrigen Positivrad, also noch nicht niedrig genug, immerhin niedriger mit dieser niedrigeren Positivrate von sieben Komma was war das jetzt? Sieben Komma acht, sind Komma fünf.
Pavel Mayer
Sieben Komma acht sechs.
Tim Pritlove
Sieben Komma acht sechs äh Prozent sind wir halt. In etwa da, wo die erste Welle in Deutschland anfing, wieder zurückzugehen. Also, wir sind sozusagen beim Höhepunkt der ersten Welle. Da waren wir letzte Woche im Prinzip auch schon mal so.
Pavel Mayer
Ja, ein bis zwei, wir sind so ein bis zwei Wochen nach dem Höhepunkt der ersten Welle. Jetzt mit der positiven Rate.
Tim Pritlove
Ein bis zwei Wochen danach, okay?
Pavel Mayer
Liegt genau zwischen äh also wenn man jetzt in die in die Tabelle äh reinguckt, Dann hatten wir von KW vierzehn auf KW fünfzehn hier von, auf sechzehn sind wir von sechs sieben Komma neun acht auf sechs Komma sechs acht runtergegangen und während der ersten Welle und wir liegen jetzt irgendwo mitten dazwischen, deswegen sozusagen. Und der Höhepunkt war neun Komma null drei in KW vierzehn, also sind, ein bis zwei Wochen jetzt nach dem Höhepunkt der ersten Welle mit der positiven Rate, wenn man das jetzt vergleichen will.
Tim Pritlove
OK und meiner Meinung nach kann man da zwei Sachen draus lesen. Also erstens ist jetzt in dem Sinne keine Neuigkeit mehr, aber man kann im Prinzip die erste Welle jetzt nochmal so neu kalibrieren, ne? Und man sieht einfach, dass dass das Infektionsgeschehen, was wir beobachtet haben. Vermutlich mal locker um Faktor zwei höher war, wenn nicht sogar noch ein bisschen mehr. Ich hab's jetzt nicht wirklich nachgerechnet. Ähm als wir es wahrgenommen haben. Und dass wir jetzt und vielleicht war es nicht ganz so. Es wird aber nicht ganz so hoch gewesen sein, wie jetzt diese zweite Welle, weil das können wir dann wiederum an den Toten zahlen, ganz gut ablesen. Dass dass wir da nun wirklich ja um Faktor äh was ist das? Ordnung mal Faktor vier drüber liegen, ne?
Pavel Mayer
Ja gut, wir lagen aber auch bei den sagen wir die Infektion. Also wenn man das alles so zusammennimmt, äh äh so kommt man irgendwo, auf, dass während der ersten Welle ähm irgendwo zwischen fünfzig und hundert Prozent. Die Dunkelziffer höher war während der ersten Welle, als sie jetzt ist, weil natürlich auch, jetzt schon trotz des Rückgangs, wir haben jetzt ungefähr rund eine Million Tests pro Woche und in dem Zeitraum. Wir ja vierhundertsechzehntausend Tests und das heißt wir testen jetzt doppelt so viel und dementsprechend, kann man dann auch erwarten bei gleicher. Positiven Quote, doppelt so viele Tests, dass die Dunkelziffer jetzt niedriger ist als die Uhr in der ersten Welle.
Tim Pritlove
Genau, warum erwill ich das jetzt nochmal? Einfach unter um nochmal klarzumachen, ähm diese zweite Welle ist jetzt noch mit noch lange nicht vorbei, und es gibt halt eigentlich relativ wenig Anlass jetzt nachzulassen. Wir haben das ja auch mehrfach betont. Der Ehrwert ist einfach zu hoch dafür. Ist schön, dass er unter eins ist. Schön, dass er unter eins bleibt und jetzt seit zwei, drei Wochen unter eins ist. Aber wir würden halt, sehr viel mehr vom Leben haben in diesem Jahr, wenn wir es halt irgendwie schaffen würden, den noch noch viel, viel, viel niedriger zu bekommen. Also irgendwie ähm eine Woche oder zwei Wochen mal so auf null Komma sieben zu kommen. Das das wäre würde so viel bringen nur na ja das sehen wir ja dann auch gleich nochmal. Natürlich geht jetzt schon wieder diese Lockerungsdebatte los und allein, dass die Debatte jetzt angefangen hat. Wird uns wahrscheinlich die nächsten Ergebnisse auch wieder verhageln. Also ich, bin jetzt nicht mehr sehr optimistisch, was äh das Einfangen dieser Welle betrifft, sondern ich, wenn ich pessimistisch draufblicke, ist das jetzt sozusagen der der Anfang vom vom vom Ende der Erholung.
Pavel Mayer
Ja, es wird interessant, so in zwei, drei Wochen zu sehen, meine These ist, dass diese Debatte jetzt, diese Öffnungsdebatte, die jetzt geführt wurde, wahrscheinlich unmittelbar, zu 'nem Ansteigen des geführt hat, Aber das werden wir halt frühestens in zwei oder drei Wochen äh wissen und dann nachvollziehen können. So ob dem tatsächlich so ist, ob das jetzt einen Einfluss hatte und. Ja am Ende des Tages so, also bei mir verfestigt sich das Gefühl, dass ungefähr zwei Drittel vom RWT äh. Auf das individuelle Verhalten der Leute äh zurückzuführen ist und ungefähr ein Drittel vom RW auf staatliche Maßnahmen. Zu ähm das ist jetzt sehr sehr grob. Aber ähm ja, der RWT sinkt und steigt auch ohne Loktown, weil die Leute halt vorsichtiger werden, wenn Hiobsbotschaften kommen, wenn sie. In den Medien halt dramatische Bilder sehen und ähm dann passten die Leute von alleine mehr auf. Ja und auch nochmal an den Dingen äh Kids mehrfach nachvoll. Also die Politik oder der Logdown äh. Ist immer etwas, das kommt halt, nachdem die Leute schon begonnen haben, zu reagieren. Also die sagen, die Politik vollzieht nach. Ähm was so die Stimmung äh in der Bevölkerung ist. Meistens leider zu spät und äh ja die Bevölkerung nimmt auch die Lockerung vorweg, also sobald über Lockerungen geredet wird, äh verstehen das eine Reihe von Leuten als Entwarnung. Ist jetzt nicht mehr so schlimm, weil wird ja demnächst gelockert, dann äh.
Tim Pritlove
Genau. Ist es ja schon locker. Genau, obwohl jetzt offiziell natürlich die Maßnahmen heißen der Loktan äh soll noch bis was war das jetzt bis siebten März laufen. Aber auf der anderen Seite öffnen halt jetzt ab dem zweiundzwanzigsten Februar teilweise eben schon wieder die Grundschulen und die Kitas und das ist halt, Na ja, so sehr ich das verstehen kann, dass Leute sich da Entlastungen wünschen, dass es halt, ja, immer wieder dasselbe Spiel.
Pavel Mayer
Ja, wie schneidet man sich eigentlich ins eigene Fleisch, weil. Auch der jetzige Lokdown, ich meine, wenn man die Zahlen, wenn man die Bilder so nebeneinander sieht, die zweite. Welle hätte nicht größer ausfallen müssen als die Erste. Sie ist aber von der Höhe her ja, es ist drei bis vier Mal so hoch äh geschwappt, ja. Nachdem und äh wenn man sich dann die Fläche unter der Kurve äh anguckt, das ist dann nämlich repräsentiert äh die Zahl der infizierten äh. Dann würde ich sagen ist das irgendwo zwischen zehn und zwanzig so leicht visuell kann man wahrscheinlich dann auch sich mal nachrechnen, ja? Aber wir haben ja die zweite Welle zehn bis zwanzig Mal so schlimm gemacht. Wie sie hätte sein müssen und vier bis fünf Mal so lang wie sie hätte sein müssen. Eigentlich werden wir mit vier bis sechs Wochen ja wenn wir locker hingekommen, wenn wir das wie in der ersten Welle gemacht hätten. Und jetzt sind wir seit was eins, zwei, drei, vier, ja, über vier Monate sind wir jetzt dabei.
Tim Pritlove
Ja und haben sechs Mal so viele Tote wie wir vorher hatten.
Pavel Mayer
Pro Tag nicht über den Gesamt, hm.
Tim Pritlove
Insgesamt. Also wir haben jetzt insgesamt so fünfundsechzigtausend äh Trutte zu beklagen insgesamt in Deutschland und wir waren halt im Sommer so bei zwischen neun und zehntausend. Ich sagte, dass die Gesamtzahl der der Toten in Deutschland halt durch die zweite Welle sich eben dann nochmal versechsfacht hat.
Pavel Mayer
Okay, ja, ja. Faktor sechs, ja. Also sagen ja, die zweite Welle war in dem Sinne jetzt äh und wir sind ja noch nicht zu Ende. Wir sind ja noch nicht du.
Tim Pritlove
Nee, wir sind nicht nicht nicht durch und das äh kann sich dann locker auch noch verzehnfachen und äh wird es wahrscheinlich auch.
Pavel Mayer
Also Faktor, also wir haben zehn bis zwanzig Mal es schlimmer gemacht in der zweiten Welle äh als äh in der ersten und das hätte nicht sein müssen.
Tim Pritlove
Nee, absolut nicht.
Pavel Mayer
Kann man auch an anderen Ländern sehen, äh die das genauso hingekriegt haben. Die haben halt äh in der zweiten Welle äh äh hat die nicht schlimmer getroffen als die Erste. Und auch nicht schlimmer als als Deutschland. Ja.
Tim Pritlove
Finnland zum Beispiel.
Pavel Mayer
Norwegen.
Tim Pritlove
Norwegen. Gibt viele.
Pavel Mayer
Auch ganz gut unter Kontrolle gekriegt und Dänemark ist auch nicht schlecht so. Ja und wir haben jetzt natürlich äh unser gesamtes, Inhaltsverzeichnis unsere gesamte Vorbereitung. War nicht über den Haufen geworfen, aber jetzt schon mal wild durch alle Themen durch Macht, aber glaube ich nichts, oder?
Tim Pritlove
Nee, ganz so wild ist es auch nicht. Wir können ja mal ein bisschen auf die Bundesländer schauen, wie sich das da auf äh fächert.
Pavel Mayer
Mhm. Da ist vielleicht, wichtig zu erwähnen bei den Bundesländern nicht in allen Bundesländern gehen die Zahlen derzeit zurück, also in Hamburg und Niedersachsen haben wir ganz, leichte Anstiege, minimal ein Prozent in Hamburg und Niedersachsen null Komma drei ist, also praktisch nichts, aber die Zahlen gehen dort nicht runter und auch in Mecklenburg-Vorpommern haben wir nur minus zwei Prozent, das heißt, wenn wir auf jeden Fall aktuell gerade drei Bundesländer, wo schon mal der Rückgang gerade zum Stillstand gekommen ist, ja. Und in gut in allen anderen Ländern, also, sind so zwischen minus acht Prozent und minus dreiunddreißig Prozent also minus dreiunddreißig ist Brandenburg äh gerade und äh ja die Wenigsten aber doch noch signifikanten Rückgänge sind so Saarland und Schleswig-Holstein. Und ja ansonsten haben wir halt auch noch die Verteilung. Dass eben weiterhin die Ostländer mit Ausnahme von Berlin. Und dann Bayern, Niedersachsen, Hamburg und Saarland gerade schlechter sind als der Bundesschnitt. Jetzt nicht mehr nur noch Ostländer äh.
Tim Pritlove
Schwabb doch wieder in den Westen rüber.
Pavel Mayer
Ja und höre dann nochmal auf die Top dreißig Landkreise auf äh Pavel Maier DE, Corona Risks. Guckt ähm, dann ist aber dort hauptsächlich gerade Bayern und Thüringen vertreten, die machen so die halben, Top dreißig voll mit acht Mal Bayern und acht Mal Thüringen. So, dann haben wir noch viermal Niedersachsen. Zweimal Brandenburg, zweimal Schleswig-Holstein und dann sind aber auch noch Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz vertreten. Also man sieht schon, äh wir haben halt schon ganz viele Hotspots, verteilt über fast alle Länder, ja? Also. Kann jetzt nicht sagen, ja, dass es jetzt gut, ja, Bayern und Thüringen, wie gesagt, aber äh wenn man sie auf die Landkreise guckt, so, dann, ähm brennt das äh an verschiedenen Stellen immer noch, also in ein, zu einem Landkreisen, Lichterloh. Was natürlich auch nicht gut ist für irgendwelche Lockerungen, weil das sind dann natürlich alles dann die Punkte oder die Gegenden, wo es dann sofort äh wieder explodiert, wenn man anfängt.
Tim Pritlove
Wobei die meisten Landkreise davon, die waren jetzt nicht unbedingt Dauergast, also so teilweise die vielleicht auch erstmalig richtig Feuer bekommen haben. Das einzige was ich hier auf den ersten Blick sehe, was so ein totaler Dauerbrenner ist, dass es hier so Tirschenreuth in Bayern, keine Ahnung was was bei denen so äh läuft, aber die scheinen einfach nichts gelernt zu haben in dieser ganzen Zeit, das ist bisschen erschreckend finde ich, dass dass ein Landkreis sich wirklich so dauerhaft unter den den Kernproblembereichen, ähm, des Landes bewegen kann und dann auch um die Ecke Hof ist auch äh regelmäßig vertreten. Habe ich jetzt nicht so in Erinnerung, dass da so viel passiert ist. Das kann man dann auch immer ganz, ganz gut äh daran festmachen, wie viel ähm Fälle es insgesamt bisher äh schon gegeben hat, Also relativ zur Bevölkerungszahl und da sind die dann halt auch irgendwie alle nicht so schlecht vertreten.
Pavel Mayer
Und in Vechta ist irgendwas los gerade, da hat sich da haben sich die Zahlen irgendwie verdoppelt gerade.
Tim Pritlove
Irgend so ein super Sprenner-Event wahrscheinlich wieder, ne? Ja, aber hier so Hildburghausen, in in Thüringen, Tirschenreuth. Bayern, wenn man also da mal auf die Gesamtzahl der Fälle schaut, das ist halt äh, alles so im also Fälle je hunderttausend sind die halt so im fünftausend Plus Bereich angesiedelt. Ähm, das bedeutet das also schon über. Fünf Prozent aller Leute, die dort in diesem Landkreis gemeldet sind, äh, positiv getestet wurden, ne? Da noch Dunkelziffer obendrauf kann man sich äh vorstellen, was äh abgeht, ne, wenn man mal so die aktuellen Rekordhalter anschaut, also was ist sozusagen der bisher insgesamt am stärksten betroffenen Landkreis. Da hat Sachsen ja komplett das äh Regime übernommen. In den letzten Wochen und Monaten, also Bautzen, geht da mit sechs Komma drei Prozent voran. Gefolgt vom sächsische Schweiz, Osterzgebirge, Erzgebirgskreis. Also jeweils mit sechs Prozent knapp Görlitz, fünf Komma acht Prozent dann eben wie schon erwähnt, Thüringen, Hildburghausen, Zwickau. Fünf Komma fünf Prozent. Also es ist wirklich Sachsen, Sachsen, Sachsen, Thüringen, Sachsen, Sachsen und dann geht's Bayern und Thüringen und so weiter und das ist irgendwie so, das sind so die Problembereiche, das sind einfach so diese ganzen Landkreise, in denen einfach. Ordentlich gearbeitet wird. Das kann man aber glaube ich immer so festhalten.
Pavel Mayer
Mhm. Ja. Also selbst das schlimme Berliner Neukölln ähm ja arrangiert da zwar auch noch relativ weit oben aber äh davor kommen interessanterweise lauter Landkreise. Wobei interessanterweise auch noch der der Sachsen-Durchschnitt ist schlimmer als Neukölln äh oder die ja die.
Tim Pritlove
Stimmt. Ja, okay. Kleine Korrektur noch, du hast deine eigene URL falsch erinnert, das ist natürlich Pavel Meier DE Slash Kowitz Slash Risk und nicht Slash Corona Slash Risks, ne? Also ihr findet die URL aber auch immer in unseren Shownotes, wenn ihr auf Pavels Tabelle kommen wollt. Ja und da könnt ihr dann genauso in den Zahlen rumfachsimpeln, wie wir das jetzt hier tun. Ich glaube, mehr müssen wir jetzt hier aus dieser Liste auch nicht unbedingt zitieren. Es lässt sich zusammenfassen, die Probleme sind äh stark lokaler Natur. Es gibt einfach eine Menge Bereiche, die es ganz gut in Griff kriegen, Aber es wird dann halt einfach durch äh ja besonders stark wütende Landkreise alles immer schnell wieder aus der Spur gebracht. Ja. Willst du dann noch zu Berlin erstmal was sagen, bevor wir auf die Impfstatistiken kommen.
Pavel Mayer
Ja, Berlin können wir dann auch nochmal nochmal kurz machen eigentlich, weil Berlin ist, Prinzip fast wie bunt die Situation, also etwas niedrigere Institenz mit siebzig in Berlin versus neunundsiebzig. Im Bund. Ähm ja. Ehrwert ist praktisch gleich äh gerade, also da nimmt sich, Berlin und der Bund nicht viel. Ich nehme halt auch immer deswegen Berlin ganz gerne äh dazu, weil hm. Ja wenn man halt ganz Deutschland sieht ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich. Aufwärtstrends mit Abwärtstrends woanders irgendwo ausgleichen und dass man da an einem eventuell nicht so ein gutes Bild hat. Außerdem habe ich halt für Berlin immer ganz gute Zahlen für, die Verteilung in den Altersgruppen und für die Auslastung der Krankenhäuser und so ähm deswegen ja also ganz ganz kurz. Verlauf, ähnlich äh wie im Bund positiven Rate auch, ist sogar jetzt äh auf sieben Komma fünf Prozent gesunken. Also jetzt niedriger als im Bund, jetzt ja wie auf dem Höhepunkt, der ersten Welle, die Zahl der Tests in Berlin ist sogar noch stärker gesunken, etwas um zehn Komma acht Prozent, das heißt, Wir haben auch dort die Situation, dass äh sagen, der zwar dreiundzwanzig Prozent weniger gezählte Fälle haben aber tatsächlich ist der Rückgang bisschen geringer, wahrscheinlich eher so, weiß ich nicht, fünfzehn Prozent oder so, was die Infektionstätigkeit angeht, und dankenswerterweise. Geht auch die Institanz in allen Altersgruppen weiter nach un. So. Ähm ja, liegen zwar immer noch ein bisschen auseinander, aber. Ja es es bewegt sich alles in die richtige Richtung gerade.
Tim Pritlove
Also ich sehe gerade hier achtzig Plus geht auch extrem stark zurück, aber ist halt nach wie vor die am stärksten betroffene Gruppe. Es sind jetzt glaube ich in Berlin. Gott, jetzt habe ich die Zahlen nicht, wir kommen gleich nochmal zu den Impfstatistiken, aber auch hier müsste sich dann in den nächsten paar Wochen langsam mal die Impferei, zeigen, also zumindest in dieser einen Altersgruppe, weil die natürlich jetzt bevorzugt geimpft wurden.
Pavel Mayer
Ich glaube, dass so eine Weile, aber.
Tim Pritlove
Kommen wir gleich nochmal zu. Mach erstmal fertig. Mhm.
Pavel Mayer
Ja, aber wo es sich auf jeden Fall bemerkbar macht äh ist äh so bei der Auslastung der Krankenhäuser und Intensivstationen. So ähm. Da haben wir ja einen einen deutlichen Rückgang, also vom vom Höhepunkt. Sind wir jetzt. Haben wir ein Drittel äh weniger als äh Patienten im Krankenhaus, als auf dem Höhepunkt. Also sind im Moment noch so in Berlin liegen etwa tausend Menschen in Krankenhäusern und, ein Drittel davon ungefähr auf Intensivstationen und äh auch noch ein interessanter Wert äh. So bisher ist so in etwa jeder fünfte Patient verstorben. Also bezogen auf die kompletten tausend, nicht auf die Intensiv nur alleine und ähm ja. Dass. Ist natürlich alles nicht so schön, also in Berlin sind halt sagen jetzt dort dreitausenddreiundsechzig Personen klinisch verstorben. Ähm also in Krankenhäusern und ungefähr zwölfeinhalbtausend. Wurden entlassen. Hoffentlich möglichst. Gesund äh und möglichst ohne allzu viele Langzeitschäden, aber ja und irgendwie zweihundertfünfzig Leute werden beatmet im Moment in Berlin gerade. Also ich finde. Das schon ganz schön. Bitter, immer noch. Das ist ganz schön bitter, wenn ich mir so vorstelle irgendwie dreihundert Beatmungen, so. Das ist ja ein riesen Ding. Und ja das wär's vielleicht jetzt zu den Zahlen soweit zu den, also zu den Infektionen.
Tim Pritlove
Genau. Zahlen haben wir auch noch andere, nämlich äh schauen jetzt mal auf den Fortschritt bei der Impfkampagne in Deutschland, da geht's natürlich nicht besonders schnell voran, aber es geht, voran. Es gibt ja, haben wir auch glaube ich schon mal erwähnt, kann man aber jetzt glaube ich äh nochmal erwähnen. Diese Webseite impft-Dashboard Punkt DE. Wo mittlerweile sogar ganz brauchbar die Fortschritte zusammengefasst werden. Am Anfang war das so ein bisschen na ja, ich fand es ein bisschen oberflächlich, aber mittlerweile gibt's da ein paar, detaillierte Grafiken, die das dann mal sehr gut anzeigen, also sowohl wie viele Leute sind geimpft, wie es wird auch unterschieden zwischen Erstimpfung und Zweitimpfung, es wird aufgebrochen nach täglich verabreichten Impfdosen auch nochmal unterschieden nach Erstimpfung und Zweitimpfung und was ich auch sehr schön finde, dass sie eben auch die Impfstofflieferungen abbilden und äh das nicht nur insgesamt, sondern tatsächlich auch aufgesplittet nach den einzelnen, Lieferanten, also man sieht was, wie viel ist von Bei uns Pfeifer gekommen, wie viel ist von Astra Senika gekommen, wie viel ist von moderner gekommen. Das sind jetzt sozusagen alle drei, also jetzt sozusagen seit der letzten Woche, seit dem sechsten zweiten, ist halt jetzt Astra Sinneka noch mit dazu gekommen schon jetzt äh sind mehr Impfstoffe von Astra Sinika geliefert worden, als zum Beispiel von moderner.
Pavel Mayer
Ja, ja, da können wir mal konkret drauf eingehen. Das Ganze ist halt auch also eigentlich ganz, ganz schön gestaltet, weil du hast sozusagen Impfstoffherkunft und Impfstoffverwendung so ein bisschen wie so eine Bilanz. Wo du auch Mittelherkunft und Mittelverwendung hast oder auch so ein bisschen wie ähm.
Tim Pritlove
Wo man auch sehen kann, dass es zum Beispiel nicht ein Problem der Termine ist oder es ist kein Problem der Effizienz der der Impfzentren, es ist einfach ein Versorgungsproblem. Wir wir verimpfen das was kommt. Es kommt aber nicht genug.
Pavel Mayer
Also konkret äh haben wir jetzt wurden jetzt, lassen Sie mal eben schnell einmal runter brechen. So vier Komma sechs Millionen Dosenimpfstoff wurden geliefert, so äh davon war, waren fast neunzig Prozent äh Bayerntech Pfeiser, also über vier Millionen Dosen, das heißt, das ist sagen der Hauptstoff, und ja an zweiter Stelle du schon gesagt hast, mit dann sieben Komma vier Prozent äh ist jetzt schon Astra Sinnika dabei während, moderner bisher nur mit hundertfünfzigtausend Dosen gerade mal auf drei Komma drei Prozent äh der Impfstoff äh Lieferungen äh ausmacht. Was mich dann auch immer interessiert hat, wie wie groß sind denn die Reserven äh eigentlich? Wie viel wird denn jetzt zurückgelegt, Und da hat man im Gegensatz zu hm ja als ich das letzte Mal vor zwei Wochen oder so geguckt, habe. War noch deutlich mehr auf Lager. Jetzt sieht so aus, dass achtzig Prozent von dem, was geliefert wurde. Schon verimpft wurde und wir haben im Moment nach den Zahlen so neunhundertzwanzigtausend Dosen auf Lager und, reicht so für acht bis neun Tage bei dem gegenwärtigen Impftempo, also so bestückt, das heißt, Man könnte so eine Woche ungefähr äh Lieferausfall überbrücken äh äh damit im Moment aber nicht mehr ähm.
Tim Pritlove
Da segelt man schon hart am Wind.
Pavel Mayer
Auf jeden Fall so und dann äh. Sagen, wer hat's jetzt gekriegt? Das fand ich auch überraschend, weil siebenundvierzig Prozent sind an Gesundheits und Pflegeberufe gegangen. Ich hätte ja eher gedacht, dass das meiste an ältere Menschen gegangen sind, aber die kommen nur auf Platz zwei mit rund sechsunddreißig Prozent, somit. Achtundzwanzig Komma acht Prozent sind Pflegeheimbewohner ähm.
Tim Pritlove
Das sind sicherlich auch ältere Menschen und das ist aber dann nochmal zusätzlich, ne.
Pavel Mayer
Ja, ich glaube, das sind halt äh sagen die, die jetzt nicht in äh sagen, das sind zwei verschiedene Gruppen. Äh äh äh, schon und das sind dann also dementsprechend jüngere Pflegeheimbewohner wobei ich mir nicht sicher bin.
Tim Pritlove
Nein, ich denke, dass es das ist so gemeint, achtundzwanzig Komma acht Prozent der verimpften Dosen sind an Pflegeheimbewohner gegangen. Fünfunddreißig Komma sieben Prozent sind andere ältere Menschen gegangen, die nicht in einem Pflegeheim leben, knapp siebenundvierzig Prozent der Dosen sind einem an Gesundheits- und Pflegeberufe gegangen. So ist es gemeint, dann nochmal drei Komma sieben Prozent an Menschen mit Vorerkrankung.
Pavel Mayer
Womit wir aber über hundert Prozent wären.
Tim Pritlove
Ist es so ähm das. Sieben, acht, neun, ja. Das ist eine interessante Feststellung. Dann äh kann ich daraus nur schließendes mehr als hundert Prozent äh Impfstoffe geliefert wurden.
Pavel Mayer
Ja. Oder es gibt doch Überschneidungen zwischen den Personengruppen oder äh ohne die Bundesregierung kann nicht rechnen.
Tim Pritlove
Oder das Impf der Sport könnte ich rechnen. Das liebe ich immer so das ist das ist gut. Ich glaube, ich ähm weiß, wer hinter diesem Dashboard äh steckt, äh werde ich die Person mal drauf hinweisen. Das geht ja so nicht. Ähm okay, Sagen wir mal ganz gnädig und sagen wir mal grob ein Großteil knapp die Hälfte geht sozusagen an Leute, die im Gesundheitswesen arbeiten, also Mitarbeiter von Pflege, rufen und Krankenhäusern und so weiter, Ärzte, was weiß ich und der Rest äh kümmert sich eigentlich um Leute Betreuung und Leute die besonders gefährdet sind eben ältere und Leute mit Vorerkrankung und das ist sozusagen das was derzeit verimpft wird, also hier sind keine Impfdosen an jüngere Menschen gegangen zum Beispiel, oder die keine, Krankung haben. Mit Ausnahmen hier und da immer mal wieder also so wie ich das gehört habe. Man hat ja immer wieder diese Situation, dass am Ende des Tages Impfdosen übrig bleiben. Aus bekannten Gründen, da geht's dann halt nicht auf, dann äh hat man halt so sechs Dosierungen in so einem Fläschchen, das Fläschchen ist offen. Es ist kein Termin mehr da. Äh, Hast du nur die Wahl zwischen irgendjemand impfen, der gerade rumsteht? Und ähm wegschmeißen und dann geht's halt dann äh doch auch zum Beispiel auf die Leute, die in Impfzentren arbeiten und häufig wird dann auch mal so die Feuerwehr gerufen und. Einfach auch nochmal mitgeimpft, was ich völlig in Ordnung finde.
Pavel Mayer
Mühlen, das ist schon okay, interessant, finde ich noch, weil sie auch überraschend fand oder nicht so überraschend, aber bemerkenswert. Ähm dass, Personen mit Vorerkrankung des doch recht schwierig äh haben. Also entweder gibt's nicht so viele davon, aber ich habe eben auch gehört, sagen medizinische Indikation ist halt schwierig. So im Moment, Bei Alter ist halt alles klar und Pflegeheim auch, aber bei äh offensichtlich machen sie es Personen mit Vorerkrankungen gerade doch nicht leicht. Äh so da gab's ja auch schon Leute, die das dann eingeklagt, haben erfolgreich, andere, die es nicht hatten, keinen Erfolg vor Gericht äh. Also das ist so ein Thema. Medizinische Indikation.
Tim Pritlove
Also insgesamt sind drei Komma sieben Millionen Dosierungen verabreicht worden. Das betrifft. Ja also vier Komma vier Prozent, also das bezieht sich ja auf erste und zweite, ne? Also drei drei Prozent der Einwohner haben die erste Dosis erhalten, eins Komma vier Prozent haben die Zweitdosis erhalten oder man könnte halt aber auch anders sagen, also eins Komma vier Prozent der Bevölkerung sind jetzt so richtig durchgeimpft, ne? Und in spätestens zwei Wochen sind diese eins Komma vier Prozent eben theoretisch auch auf dem Maximum ihrer Resistenz, die sie sich von diesem, Impfstoff versprechen können. Aber wie entwickelt sich das jetzt, ne? Du hast jetzt auch nochmal genauer angeschaut, da auch nochmal eine Grafik gemacht, hier haben wir dann auch einen Blog, die Impfgeschwindigkeit nimmt nicht zu.
Pavel Mayer
Ne. Ähm also äh oder so äh doch äh sie nimmt. Also es wird mehr geimpft äh so, nach wie vor sie mit mit jeder Woche aber die Zunahme jede Woche wird gerade kleiner, also wir haben sozusagen eher so eine logarithmische, abflachende Kurve, die zwar immer noch nach oben geht, aber eigentlich, wollen wir auch bei den Impfstoffen äh eher die schöne ähm.
Tim Pritlove
Weil wir einen Röser eins haben.
Pavel Mayer
Gibt noch eine eine exponentielle äh Kurve äh. Ja 'ne Exponenten über eins, so der halt also wir wollen Beschleunigung und im Moment.
Tim Pritlove
Massiv, aber, Das hängt halt und das lässt sich ja aus den anderen Zahlen auch herauslesen. Es hängt halt einfach an der Lieferung. Also es ist halt einfach gar nicht mehr da. Man könnte da jetzt so impfen, äh so viel impfen wollen, wie man will, äh ist einfach nicht genug da. Das ist eine Situation. Die sich bessern wird. Und äh in diesem Monat geht ja die neue Produktionsstätte auch äh an Start in Marburg von Faiser. Das wird dann interessant werden äh. Wann man davon eine Auswirkung sehen kann.
Pavel Mayer
Ja? Also ich bin eh mal davon ausgegangen hier auch gesagt, dass ich nicht glaube, dass, vor April das so richtig losgeht. Also das ist klar, wird mehr werden irgendwie Mitte Ende März soll auch nochmal was kommen und im Februar war ja auch nochmal deutlich, mehr Dosen äh an äh gesagt, also sind so Zahlen für den Februar, eigentlich so irgendwas von fünf bis sieben Millionen insgesamt avisiert an. Dosen und da sind wir aber noch deutlich von entfernt, also bei. Aktueller Geschwindigkeit ähm würden wir eher so, ja, auf drei bis vier Millionen pro Monat. Jetzt, also für den Februar, so und nicht auf die sieben oder es waren glaube ich sogar mal zwölf Millionen oder so irgendwie im. Im Gespräch oder oder ursprünglich, das wurde dann äh ja äh dann dann wieder reduziert, aber. Also im Moment die realen Zahlen bleiben noch hinter allem zurück, was irgendwo mal angekündigt.
Tim Pritlove
Na gut. Vielleicht an der Stelle äh auch gleich nochmal der Vergleich mit äh Israel, einfach aus dem Grund, weil Israel ja so ein bisschen der in der ganzen Impferei ist, das haben wir ja hier auch schon angesprochen und es ist natürlich auch insofern interessant, äh, sich das anzuschauen, als dass wir da ein absehbarer Zeit auch belastbare Zahlen zu der Wirkung der Impfstoffe oder zumindest es dort primär eingesetzten Impfstoffs, nämlich des Pfeiser Biontisch im Stoffs äh erwarten. Das Data-Dashboard von Israel ist sehr auskunftsfreudig und ähm ja vielleicht erstmal generell ein äh Vergleich zwischen Israel und Deutschland, wie das eigentlich da so Corona mäßig gerade aussieht, ist auch ganz interessant, weil Israela, zum Beispiel dieselbe positiven Quote wie Deutschland. Ja, also wir haben ja gerade eben viel über diese positiven Quote gesprochen und. Die Linien sind dann sozusagen relativ deckungsgleich. Auf der anderen Seite haben sie aber deutlich höhere äh Infektionszahlen. Und zwar Faktor sieben zu eins. Also es ist einfach das Infektionsgeschehen ist da gerade total rampend. Und. Die haben halt auch einen extrem hohen Anteil an dieser äh UK Virus Variante. Andererseits haben sie deutlich niedrige Totenzahlen und ne, also haben auch denselben Trend wie Deutschland, aber äh deutlich niedrigere Sterbezahlen und das war aber auch schon immer so. So dass man hier mutmaßen kann, dem bin ich aber jetzt nicht weiter nachgegangen, dass ich hier einfach die Altersstrukturen der Bevölkerung an sich widerspiegelt. Kann natürlich auch bedeuten, dass äh deswegen vielleicht auch. Dass der alles nicht so ernst genommen wurde et cetera. Nichtsdestotrotz, es wird ordentlich geimpft und es geht weiter weiter äh schnell voran. Hat zwar ein bisschen nachgelassen, Gibt's auch so erste Berichte, dass jetzt irgendwie durch die ultraorthodoxen und andere Gruppen natürlich man kommt jetzt sozusagen auch in zunehmendem Maße in den Bereich der Skeptiker. Nichtsdestotrotz einundvierzig Prozent der Bevölkerung hat jetzt die erste Impfung erhalten. Sechsundzwanzig Komma zwei Prozent haben die zweite Impfung erhalten, also schon mal mehr als ein Viertel und ein Fünftel. Zwanzig Prozent hat die zweite Impfung vor zwei Wochen erhalten. Das erwähne ich, weil wir davon ausgehen können, dass sozusagen die maximale Wirkung des Impfstoffs in zwei Wochen nach der zweiten Impfung sich eingestellt haben sollte und sprich, wir haben's jetzt mit dem Land zu tun, wo ein Fünftel, quasi immunisiert sein sollte, zuzüglich all derer, die bisher schon mal Korona hatten. Das ist dann zwar nicht ganz so effizient wie die Impfung, aber eine gewisse Immunität bleibt ja auch davon übrig. Und wir nähern uns also langsam so einen Bereich, äh wo es äh, eigentlich Ergebnisse geben müsste. Ich will, ich habe jetzt nicht Herdenimonität gesagt, aber ähm irgendwann äh erreichen wir halt diesen Punkt, wo man sich eben anschauen muss, so okay, gut, jetzt haben alle entweder mit Impfstoff oder mit dem Virus selbst Kontakt gehabt, jetzt müssen wir da sozusagen auch irgendeine äh Wirkung sehen. Ich gucke nochmal ganz kurz was bei Israel jetzt nach äh bestätigten Fällen insgesamt eigentlich. Da ist also Israel hat äh zwei. Achtzigtausend pro eine Million. Also ungefähr acht Komma zwei Prozent der Bevölkerung hat eine bestätigte Infektion. Da kann man nochmal ein bisschen dunkelziffer drauf rechnen. Ich mache mal ganz vorsichtig und runde das mal auf zehn Prozent auf. Das heißt, dreißig Prozent der Bevölkerung sollten in irgendeiner Form schon eine irgendeine Immunität haben.
Pavel Mayer
Also wahrscheinlich kannst du es bedenkenlos Bürgerfaktor zwei. Also ziemlich sicher sogar, also ich also unter zwei ist unwahrscheinlich.
Tim Pritlove
Ja gut, also dann wir hätten da fünfzehn Prozent vielleicht und sagen wir mal fünfundzwanzig Prozent, die jetzt äh zweite Impfung haben, so in den nächsten Tagen dann sozusagen in die volle Immunität reinkommen, die wahrscheinlich vergleichbar ist mit der Viruskontakt, Immunität, das heißt, dieses Land ist jetzt so über vierzig Prozent Immunität. Rechnerisch.
Pavel Mayer
Mhm. Ja.
Tim Pritlove
Ja, wir haben schon jetzt mehrfach gesagt, irgendwann müssten da mal Zahlen kommen. Ich habe jetzt diese Woche nix gefunden, Hab jetzt auch nicht aktiv danach gesucht, aber mir ist jetzt auch nichts äh so direkt ins Auge geschoben worden, das verschieben wir dann mal auf nächste Woche oder übernächste Woche, ich denke mal, da wird's demnächst klingeln.
Pavel Mayer
Also ich habe nur kurz äh äh geguckt. Ich meine, Problem ist ja, Israel ist ja, glaube ich, auch immer noch im Lokdown, äh wenn ich das richtig, sehe so, dass natürlich die Zahlen auch so durch den durch den Logdown dort sinken im Moment und wenn das äh. Ja aber wenn man das versucht auseinander zu halten und das sind so die Rechnungen die ihr jetzt immer im Netz, kursieren, so vor allem die Betrachtung, so einmal mit den früh geimpften oder spätgeimpften oder dann die Betrachtung äh dann dann auch, der Insidenzen jetzt bei Älteren und äh da kann man sagen macht sich das bei den Älteren jetzt langsam bemerkbar. Ist jetzt noch nicht super dramatisch, äh sage ich mal, bei der das kann man schon sehen. Also man kann, schon sehen, dass der Impfstoff wirkt, aber sie sind noch nicht an dem Punkt, wo äh die Zahlen ohne Logdowns zurück. Durch die Impfung. Also da sind sie noch lange nicht. Ja, das ist dann auch noch nicht unbedingt ähm naja gut, Herdenimonität ja. Wäre das äh im Prinzip aber äh ob die erreicht wird oder jemals erreicht wird, das ist. Noch komplett offen, weil ähm.
Tim Pritlove
Und so weiter.
Pavel Mayer
Bei den Motationen also rein, rechnerisch äh bei den Montationen ist zwar ungefähr achtzig Prozent äh Immunität erreichen bei den neuen Montationen in der Bevölkerung damit, ohne weitere Maßnahmen äh die Zahlen runtergehen.
Tim Pritlove
Soweit ich das gesehen habe, ist zumindest die südafrikanische Mutter zu Israel noch nicht, sondern nicht verbreitet, also von daher sollte zumindest alles das, was da verimpft wird, auch äh Wirkung haben gegen das, was derzeit auch im Umlauf ist, Da schauen wir gleich nochmal drauf, wenn wir über die ähm Varianten reden. Jetzt würde ich vorschlagen, machen wir nochmal einen kurzen Blick äh nach Europa und die Welt, was so gibt's denn irgendwelche Länder, die. Sagen wir mal unsere Aufmerksamkeit verdienen.
Pavel Mayer
Na ja, Tschechien natürlich immer erstens weil's eine nahes Nachbarland ist und äh weil ich da geboren bin und überhaupt. Ähm und weil äh sie irgendwie einen mal wieder eine ganz spezielle, tschechische Art haben mit dem, um äh zu gehen. Wir haben ja die erste Welle irgendwie perfekt gemeistert so schnell und. Welle sieht man gar nicht, dafür haben sie dann waren sie dann bei der zweiten Welle so unvorsichtig, dass sie ja, quasi Rekorde aufgestellt haben und weil in zwei Wellen noch nicht gereicht haben, haben sie dann sich entschlossen, jetzt gleich die dritte Welle äh aufzumachen. Und ja das ist die Situation in Tschechien.
Tim Pritlove
Willst, wenn sie Pech haben, sind sie auch schon wieder auf dem Weg zur zur nächsten Welle. Derzeit gehen die Zahlen auch gerade wieder hoch.
Pavel Mayer
Also die Zahlen äh wie gesagt, also sie sind schon äh ziemlich weit oben und äh ja, die ziehen halt äh.
Tim Pritlove
Aber das wäre dann schon die vierte Welle, ne? Also.
Pavel Mayer
Ja die ja in ja du hast Recht sie haben schon die dritte Welle hinter sich und machen jetzt 'ne vierte Welle auf.
Tim Pritlove
Das hat so einen Spaß gemacht. Ja, das sind so Kowit-Surf, also das die nehmen eine Welle nach der anderen. Alle anderen haben's ganz gut in den Griff bekommen, auch Portugal war ja stark betroffen, da fallen die Zahlen gerade massiv, also sie haben so einen richtig geilen R. Ähm auch Frankreich muckelt so ein bisschen rum, äh USA fällt stark, Belgien hält sich niedrig. Österreich kriegt die Zahlen zurückgedrückt, also insgesamt verbessert sich derzeit die Situation im Wesentlichen überall mit wenigen Ausnahmen.
Pavel Mayer
Sogar auch UK, äh ist glaube ich ganz ganz gut äh dabei. Auch sogar mittlerweile ja, wenn er deutlich mit einer deutlich niedrigeren, positiven Rate. Als Deutschland Guditisten natürlich auch auch alle deutlich mehr, aber ja hm.
Tim Pritlove
Dann schauen wir doch mal ein bisschen jetzt in die äh in u