UKW072: Corona Weekly: Geisterfahrerfreie Zone

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Die dritte Welle schwächelt, ob sie schon gebrochen ist, lässt sich noch nicht final absehen, doch macht es den Eindruck, als ob Deutschland an dieser Stelle noch mal mit einem blauen Auge davon kommt, sofern nicht aufbrausende Lockerungsdiskussionen und eine pandemiemüde Gesellschaft auch diese Hoffnung noch zunichte macht. Immerhin kommt die Impfkampagne derzeit noch ganz gut voran und mit jeder Impfung steigt der Druck auf das Virus, uns doch endlich mal in Ruhe zu lassen. Wir diskutieren auch noch mal die Wahrscheinlichkeit der Einführung eines digitalen Impfnachweises, die jüngsten Beschlüsse zum Umgang mit dem AstraZeneca-Impfstoff und neue ermunternde Erkenntnisse über die Wirkung aller Impfstoffe.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Prett Love und ich begrüße. Gabe zweiundsiebzig von UKW und das ist, wie sollte es anders sein, eine Freitagsausgabe, ein Corona-Erinnerung, es ist immer noch Corona-Krise. Unser, was zu erzählen gibt, sind wir äh dran, das bin ich, Tim und natürlich Pavel, hallo Pavel. Wie lange machen wir die Sendung noch?
Pavel Mayer
Tja, äh also schwierige Frage. Ich hoffe nicht mehr so lange so mal gucken, dass du dann vielleicht Sendungen über andere Themen machen. Ich glaube, Themen gibt's immer genug, aber.
Tim Pritlove
Das auf jeden Fall.
Pavel Mayer
Ja, ich meine, ich hätte vor einem Jahr auch nicht äh geglaubt, dass wir irgendwie. Über fünfzig Sendungen oder so.
Tim Pritlove
Kurz davor glaube ich oder es ist heute die fuffzigste, muss das mal schauen. Mhm.
Pavel Mayer
So um die fünfzig Sendungen machen würden und äh immer noch dabei sein. Würden. Und ich sage mal, Motivation oder das Interesse steigt und fällt natürlich so ein bisschen mit der Inzidenz. Das heißt, ich gehe mal davon aus, je niedriger die Inzidenzen. Äh wenn sie auch fallen äh werden umso ja äh weniger natürlich ausgeprägt äh sein wird, der Wunsch oder Drang sich zu informieren, um ja äh bessere Entscheidungen zu treffen, sage ich mal und deshalb, ich weiß nicht, vielleicht sollten wir irgendwie dann auch so eine Inzidenz äh uns überlegen, äh so sagen so ein inzidenzabhängigen Plan.
Tim Pritlove
Wo wir die Maßnahmen.
Pavel Mayer
Wo wir dann, wo wir dann die, die äh anti äh Corona äh Maßnahmen so, dass wir dann zum Beispiel erstmal anfangen vierzehntägig zu werden oder so oder dann in den, ich sage mal, ähm nur wenn's was Interessantes gibt, äh äh Mord umschwenken, irgendwann.
Tim Pritlove
Bei welcher Inzidenz haben wir denn letzte Mal ausgesetzt? Guckt mal, wann wir überhaupt aufgesetzt haben.
Pavel Mayer
Einstellig. Ich glaube, einstellig, also äh also äh wobei die gingen dann schon wieder bis bisschen höher auch, aber ich glaube.
Tim Pritlove
Also das ist auf jeden Fall die siebenundvierzigste Ausgabe von unserem Dialog hier. Also die fünfzig haben wir noch nicht voll. Die die kriegen wir auch noch voll. Gar kein, gar kein Problem.
Pavel Mayer
Das glaube ich auch auf jeden Fall. Hm.
Tim Pritlove
Ich gucke mal. Also wir hatten im Ende Augen schon wieder gesendet. Okay, erster Juli hatten wir quasi den Break bis, also wir hatten Juli, August, wesentlichen Pause. Und das wäre auch so ein bisschen meine Hoffnung, dass wir so Juli, August einfach auch so eine ganz klassische Sommerpause machen können.
Pavel Mayer
Vielleicht sogar äh schon möglicherweise davor, werden wir sehen, ähm also im Moment ja ähm, ist jetzt keine Prognose, aber äh, so bei bei momentanem Tempo äh deutschlandweit bis fünfzig Inziden sind's dreiunddreißig Tage. Ja äh und bis hundert in zehn Tagen so ungefähr, wenn das so weitergeht, ob das so weitergeht, da reden wir dann gleich mal drüber, wenn wir uns konkre, mit den Zahlen äh äh beschäftigt haben.
Tim Pritlove
Genau. Das können wir ja dann eigentlich auch gleich mal machen. Die Zahlen äh der Woche. Was mir leider den den Zugriff entzogen auf deine. Auf auf deinen kleinen internen ähm Grafengenerator, deswegen bin ich jetzt selber gerade so ein bisschen gespannt, weil ich mich doch mehr mit dem Impfgeschehen beschäftigt habe diese Woche. Wie sieht's denn aus? Was haben wir denn?
Pavel Mayer
Also die. Fallen jetzt so gut seit ja über zehn Tagen äh etwa äh geht es berg. In Deutschland mit den Fallzahlen. Wir sind jetzt nach Publikationsdatum. Bei, hundertdreiunddreißig Fälle pro hunderttausend Einwohner in den letzten sieben Tagen. So und äh ja, also das sieht auch jetzt. Nicht so aus, als wenn sich das jetzt gerade umkehren würde. Ähm und der R-Wert ist eigentlich auch. Die ganze Zeit gesunken, eigentlich länger schon so, der ist eigentlich seit ja mit äh Mitte April äh ist der, ist der runtergegangen und wir sind jetzt so knapp bei äh ja bei null Komma acht acht, null Komma acht, neun ungefähr, und da sieht es aber so aus, als wenn das jetzt das Ende der Fahnenstange langsam wäre, so als wenn wir da nicht mehr, weiter runtergehen. Und ja, das ist jetzt noch nicht so richtig ein sicherer Abstand äh zu eins nach oben. Insofern. Ja äh ist sind haltig steigende Zahlen auch nicht für äh völlig ausgeschlossen. Im Moment.
Tim Pritlove
Macht dir so sicher, dass wir unter null Komma acht acht nicht runterkommen.
Pavel Mayer
Ähm mir, also was heißt sicher, äh wenn man sich die bisherige historische Kurve, anschaut, der der R Werte dann, waren wir selten und immer nur für eher kurze Zeit, unter null Komma neun, ja? Also das ist irgendwie normale, also war bisher kein nachhaltiges Regime, sage ich mal und. Auch äh so in Ländern, jetzt wie in Israel oder so, wenn man geguckt hat, da ist der R-Wert jetzt auch nicht, durch durchs Impfen äh so super in den Keller gefallen. Er ist halt unter eins geblieben, aber auch so, ich sag mal in der null achter null neuner Region, ja? Also insofern. Ja und wir haben natürlich im Moment eine ganze Menge, was gerade äh auf den R-Wert drückt. Und äh ja, es sind halt schon den vielen Ländern und in vielen Kreisen gibt es Ausgangssperren, findet kaum Schulunterricht statt gerade. Einzelhandel ist weitgehend geschlossen. Die Gastronomie ist geschlossen. Es sind viele im Home Office ja keine Partys die Jugendlichen müssen irgendwie abends zu Hause bleiben können sich nicht mehr heimlich treffen zum, was auch immer. Äh ja. Und also da ist, da ist im Moment viel, was äh was halt auf den R-Wert drückt und so bis A von null Komma neun bis eins ist halt der Weg nicht so weit so. Das heißt, es hängt halt jetzt sehr viel davon ab. Wie schnell jetzt äh wieder gelockert wird und, politisch scheint aber die Stimmung, na ja noch da zu sein, das auch noch gewarnt wird. Also es ist meine, also die Politik, jetzt gerade so ein bisschen vorsichtig äh zu sein und äh möchte nicht nochmal das Ganze verlängern. Das ist irgendwie mein Gefühl, dass das also alle den Braten noch nicht so recht trauen im Moment, aber das kann natürlich ganz ganz schnell umschlagen und ähm ja, je nachdem, wie unvorsichtig wir jetzt beim Öffnen sind, glaube ich, äh. Können wir da nochmal 'ne Trendumkehr sehen, wobei in allen. Die ich mir angeguckt habe, die halt durchgeimpft haben, ist es nicht dazu gekommen bisher. So, also Israel oder UK hatten jetzt keinen. Neuen oder so, aber die waren, glaube ich, auch durchaus äh ja. Vorsichtig beruht bei Israel, das ist schwer einzuschätzen. Ich habe da keine keine genauen Zahlen, welche Maßnahmen, wo noch wie lange aufrecht äh äh gehalten äh wurden, aber. Ja vom.
Tim Pritlove
Zumindest haben wir, haben wir derzeit 'ne ganz brauchbare Beschleunigung des der Impfkampagne und von daher, wenn sich noch 'ne Weile so hält. Erzählen wir nachher nochmal was zu dann könnte das das natürlich äh unterstützen, dass wir dass wir so auf unter eins ähm ja unter eins bleiben für den. Ich find's ja ganz geil, wenn man irgendwie nochmal ein bisschen drunter gehen könnte, aber na ja, okay. Man ist schon mit so wenig zufrieden mittlerweile. Es ist wirklich ernüchternd.
Pavel Mayer
Ja, also am Ende des Tages äh bin ich immer froh, also wenn die Zahlen fallen so und äh irgendwie unter null neun, da kann man halt äh schon mal ja.
Tim Pritlove
Von Woche zu Woche zumindest Unterschiede sehen, ne?
Pavel Mayer
Ja, da kann man zumindest, ich sage mal, sehen das irgendwie in ein, zwei Monaten, ist dann schon ein ein Ende in in Sicht oder oder sind halt niedrige Inzidenzen in, in Sicht. Äh so, wenn's sich nicht, nicht ändert also mit jedem Tag kommt man äh da ein Stück näher. Ähm genau.
Tim Pritlove
Was ist jetzt so ein bisschen der Schlüssel zum Erfolg, ne? Also das würde mich jetzt mal interessieren, du hast ja sicherlich jetzt auch nochmal die Altersgruppen angeschaut.
Pavel Mayer
Ja, genau, gehen wir nochmal, also ähm interessant ist, dass in allen Altersgruppen äh jetzt die Inzidenz zurückgegangen ist, dass äh gut. Ist jetzt nicht selten, dass in allen Altersgruppen, die Inzidenz äh zurückgeht, aber, ähm ja äh ist einfach äh so und am stärksten ist sie halt zurückgegangen bei den Fünf- bis Vierzehnjährigen und bei den fünfzehn bis vierunddreißig Jährigen, also lagen bei den äh, bei den Jüngeren und bei den sagen Familien im im Prinzip, wahrscheinlich, also entweder äh quasi Kinder, die in der Familie leben oder äh halt bis fünfunddreißig äh sage ich mal durchaus auch äh gut, auch viele Eltern. Darüber, aber äh ja, gibt's halt äh auch dann eine ganze Menge an äh jungen Eltern schon in der Klasse oder. In der Altersgruppe.
Tim Pritlove
Früher hieß das mal Eltern, heute heißt es junge Eltern.
Pavel Mayer
Junge Eltern, genau. Ich erinnere mich in der Grundschule wurden wir gefragt so wie alt unsere Eltern sind und dann wurde daraus sagen, dass das Durchschnittsalter der einer Generation berechnet und damals, also das muss dann so neunzehnhundertsiebzig gewesen sein, ähm kam bei uns in der Klasse um irgendwas mit zwanzig. Jahren draus. Also irgendwo zwischen zwanzig und dreißig jedenfalls bewegte sich das aber näher bei der zwanzig noch als bei der Dreißig, erinnern, ja. Äh gut jedenfalls.
Tim Pritlove
Also das ist jetzt auch keine Errungenschaft der letzten Woche, sondern das geht ja jetzt seit zwei, drei Wochen so, ne. Der Trend.
Pavel Mayer
Ja. Ja. Kann man, kann man sagen, also Höhepunkt war dann so am war dann Ende April bei den bei den fünf bis vierzehn Jährigen. Ähm ja. So und genau und die sind jetzt beide eben unter zweihundert, also dort die die Inzidenzen, hundertneunundachtzig bei den, sage mal, Schülern fünf bis vierzehn und, hundertvierundachtzig bei den fünfzehn bis vierunddreißig jährigen und alle anderen liegen drunter und bei achtzig Plus äh sind wir jetzt bei zweiundfünfzig angekommen. Ähm. Pro hunderttausend pro sieben Tage und. Interessant ist aber gut, das kann jetzt Zufall sein, äh wenn man sich jetzt die pseudo R Werte nach Altersgruppen anguckt. Dann liegen die grade alle total eng beieinander. Ähm also zwischen null Komma. Acht, acht und null Komma neun. Ja, also null Komma null zwei ähm dazwischen, das, nicht oft vor oder habe ich so noch gar nicht gesehen im im Grafen, dass dass die, irgendwie so eng beieinander sind. Aber wie gesagt, kann jetzt einfach Zufall sein, aber äh ja, das deutet zumindest gerade darauf hin, äh dass in. Allen Altersgruppen sich die Infektion gleich schnell äh ausbreitet oder beziehungsweise zurückgeht.
Tim Pritlove
Zumindest kann man in keiner Altersgruppe grade vorwerfen, Treiber, Treiber der Pandemie zu sein.
Pavel Mayer
Ja, ja, ja. Genau, aber es ist natürlich nach wie vor noch sehr unterschiedlich betroffen, aber was so die Veränderung angeht, wie gesagt, liegen sie alle zwischen null Komma acht, acht und äh null Komma neun null. Und das äh ja, fand ich schon ziemlich abgefahren. Hm ja, bei den Bundesländern hm. So gibt's weiter die, hat sich aber nicht weiter aufgespreizt so, sondern die marschieren in allen Bundesländern marschieren eigentlich auch nach nach unten, aber, so Schleswig-Holstein mit einer dreiundfünfzig. Ja fast kann man sagen weit abgeschlagen unten so danach Hamburg mit zweiundneunzig und ganz oben liefern sich Sachsen und Thüringen weiter so ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Moment zweihundertzehn Sachsen und zweihundertneun Thüringen. So. Ja. Ähm. Daher nichts aufregendes äh bei, bei den Bundesländern, wobei da die R-Werte weiter auseinander äh liegen, so Thüringen, Saarland, Sachsen. Über null Komma neun drei, null Komma neun sechs und Sachsen-Anhalt gerade null Komma acht zwo, also, da gibt's schon gerade gewisse Unterschiede, aber äh jetzt auch nicht keine dramatischen Unterschiede gerade. Also im Moment marschiert alles so alle Altersgruppen und, die meisten Bundesländer so im Gleichtakt nach unten so könnte man's ungefähr ausdrücken.
Tim Pritlove
Also mit der gleichen Tendenz leicht unterschiedlicher Geschwindigkeit, sagen wir es mal so, ja.
Pavel Mayer
Leicht unter Spinner, leicht unterschiedlichen Geschwindigkeiten, also es gibt jetzt grade keine großen Überholmanöver oder Ausbremsmanöver, so würde ich also fahren, mehr oder weniger im Moment alle so Kolonne.
Tim Pritlove
Und keine Geisterfahrer.
Pavel Mayer
Ja, keine Geige, genau, also Geisterfahrer haben wir auch.
Tim Pritlove
Geisterfahrer freie Zone ist Deutschland gerade.
Pavel Mayer
Mhm. Ja und ähm dann vielleicht aber noch zu bemerken, so bei den Todesfällen, die leider nur sehr leicht zurückgegangen sind, also die sind die verlaufen wie immer noch waagerecht, müssten aber eigentlich bald dann auch noch einen Knick nach unten machen, aber. Da gibt's halt äh gerade doch die krassesten Unterschiede zwischen den äh Bundesländern. Also viel größer als bei den Inzidenzen. So, also bei den Fallinzidenzen, weil während in Schleswig-Holstein, was auch da ganz, ganz unten. Saarland auch ähm im Prinzip nur null Komma fünf äh. P äh hunderttausend in den letzten sieben Tagen, also im Prinzip eine eine von zweihunderttausend Personen ist in den letzten sieben Tagen, gestorben sind es halt in äh Thüringen, vier Komma acht, also fast äh, ja, also achtmal äh so viel und auch in in Sachsen und in Sachsen-Anhalt ähm so mit drei Komma zwo acht. Ist das halt schon deutlich höher und ja im Großen und Ganzen immer in Hessen ist auch ein bisschen höher, aber es ist die sind da erst kürzlich hochgesprungen, aber ansonsten, kann man sagen, so ganz grob.
Tim Pritlove
Wird im Osten.
Pavel Mayer
Gestorben wird im Osten. Das äh ist äh äh. Leider äh so äh wie es aussieht. Und ähm ja, warum. Das so ist. Ich meine, viele Gründe, aber äh letztlich ist es die Inzidenz in der Altersgruppe achtzig plus. Die halt das Ganze ausmacht und äh ja. Und dort, ich meine, es ist halt einfach eine direkte Folge auch des Inzidenzverlaufs. Eigentlich ganz einfach sagen, da wo sich mehr Leute angesteckt haben, sterben auch mehr. Wie gesagt, aber vor allem auf achtzig plus äh gesehen oder gut und sechzig bis neunundsiebzig macht ungefähr nochmal ähm. Ein Drittel äh äh aus, also dreißig Prozent ungefähr.
Tim Pritlove
Was ist das denn für eine Zahl? Das sind so zweihundertfünfzig Leute pro Tag, ne?
Pavel Mayer
Jetzt Deutschlandweit meinst du oder.
Tim Pritlove
Ja, hatte ich jetzt eher deutschlandweit hatte ich jetzt gerade im Ohr.
Pavel Mayer
Ja, das waren so die, ja, etwas über zwei äh hundert, das sind waren jetzt tausendsechshundert pro Woche, glaube ich, äh an mir vorne.
Tim Pritlove
Ja, zweihundertdreißig ungefähr. Mhm.
Pavel Mayer
Mhm. Fünfzehn, sechzig pro Woche.
Tim Pritlove
Mal einen Blick auf Berlin werfen.
Pavel Mayer
Ja, Berlin fand ich halt äh so ein bisschen interessant. Weil ich da mal geguckt habe, wie äh sieht's denn da so mit dem Verhältnis von Fällen und Todesfällen aus. Und da fiel mir auf, dass in Berlin hm. Was die Todesfälle angeht eigentlich gar nicht so eine richtige dritte Welle gegeben hat, ja? Die ist da gar nicht gar nicht sichtbar. So, während im Bund. Ähm so hat sich der Anstieg, also die, die dritte Welle, hat sich da auch in einem Anstieg der Todesfälle äh bemerkbar gemacht, der war aber. Viel, viel kleiner als in der zweiten Welle. Also. Insofern sieht man da schon äh ganz gut auch auf Bundes äh Ebene, die Wirkung der Impfungen. Was ich aber bemerkenswert fand, war, dass es offenbar nicht. Allen Ländern irgendwie gleich gelaufen ist, dass es eben auch Länder gab, äh wo dann die dritte Welle trotz Impfungen zu mehr Toten geführt hat, weil ich weiß nicht, entweder. Ja, die nicht die anders geimpft haben oder langsamer geimpft haben oder ich weiß es nicht. Aber äh grundsätzlich, ich habe mir dann noch andere Länder angeguckt und in den meisten Ländern war es so. Also wenn man sich die. Die Kurve der Todesfälle anschaut, sieht man in den meisten Ländern, hm, keine äh dritte Welle bei den Toten. Aber äh in Deutschland gesamt dann eben doch. Ähm ja. Das äh fand ich so ein bisschen, so eine so ein interessantes Ergebnis und ansonsten äh ja, laufen Berlin und der Bund irgendwie ziemlich, gleich auf sowas die Inzidenzentwicklung angeht. Also mal in Berlin läuft jetzt ein bisschen besser äh so, aber grundsätzlich ja hm. Berlin jetzt in im Mittelfeld äh kann man sagen und deswegen eben. Auch nicht so weit vom Bundesschnitt entfernt. Hm, was in Berlin allerdings auch anders ist als jetzt als jetzt beim ähm Bund ist, dass die Schüler noch deutlich äh also die die fünf bis vierzehnjährigen immer noch mit, hundertfünfundneunziger Inzidenz ähm äh unterwegs sind. Das ist zwar. Ähm liegt zwar auch im Bundesschnitt, aber dafür liegen halt die, die fünfzehn bis vierunddreißig Jährigen und alle anderen liegen halt schon deutlich drunter und vor allen Dingen. Was erfreulich ist, achtzig Plus in Berlin liegt die Inzidenz nur noch bei zweiundzwanzig. Ja und äh das äh lässt halt dann hoffentlich erwarten, dass bald nicht mehr so viele Leute oder eigentlich ist der Tag, den wir uns alle erhoffen, so der erste Tag, wo niemand mehr äh wieder an Covid äh stirbt für eine Woche, wo wir halt dann so eine sieben Tage Todesfallinzidenz von null haben, das wäre echt was, ja? Oder überhaupt.
Tim Pritlove
Großbritannien ist da ja jetzt gerade angekommen an dem Punkt, ne? Die hatten jetzt mal so den ersten Tag komplett ohne Sterbefall.
Pavel Mayer
Israel ja auch, werden wir auch äh mir erzählt, ja und wenn man ansonsten.
Tim Pritlove
Aber auch sechzig bis Achtzigjährige äh wenn ich das hier richtig sehe, sind mit einer Inzidenz in Berlin von vierundfünfzig, fünfundfünfzig, ganz ganz gut dabei und vor allem also auch stark fallend. Also das ist äh, Kann schon bald so bald sein. Ende des Monats vielleicht haben wir eine Chance, dass das Sterben langsam mal auf.
Pavel Mayer
Gut aus. Das einzige, was vielleicht in Berlin äh so, die äh null bis Vierjährigen eigentlich unter unter unter Fünfjährigen äh die scheinen sich so ein bisschen, also die gehen am wenigsten zurück oder eigentlich ja. Also da, da ist der insgesamt der geringste Rückgang äh zu beobachten, äh während bei allen anderen der, irgendwie eher solide aussieht, ist es da so ein bisschen, hm. Ja und äh das. Kann dann natürlich das sind dann manchmal auch so Anzeichen so dass das von da aus dann wieder die Infektion dann durchstartet. Aber äh hoffen wir's mal nicht. Hoffen wir's mal nicht. Ähm ja und.
Tim Pritlove
Berlin, dann könnten wir nochmal auf die Testzahlen schauen.
Pavel Mayer
Ja und die beliebten Testzahlen es gab oft Twitter auch so sage mal, Fragen, Leuten, ist das jetzt wirklich äh gehen die Zahlen jetzt wirklich zurück oder ist da irgendwie wird da gerade irgendwie gemorschelt oder so. Ähm und äh ja, alle Zahlen, äh die uns vorliegen und. Die Testzahlen bestätigen halt, dass wir es wirklich auch mit einem Rückgang jetzt der äh Infektion zu tun, haben und die Testzahlen sehen so aus, die Tests sind weniger in der letzten. Kalenderwoche in der in der siebzehnten. Ähm die sind, ja, um fünf Komma sechs Prozent auf eins Komma drei drei Millionen zurückgegangen, also nicht viel. Aber die Anzahl der positiven Tests ist um fünfzehn Prozent zurückgegangen und. Das macht halt dann 'nen Rückgang der positiven. Halt von zwölf Komma vier drei auf elf Komma zwei. Prozent ähm ja und das ist ein Rückgang von neun Komma neun Prozent, also äh passt halt auch alles zusammen und mit anderen Worten. Ja, Rückgang der positiven Quote bedeutet in der Regel auch Rückgang der Dunkelziffer und ist eigentlich immer ein ganz guter Beleg dafür, dass äh ja. Zahlen wirklich, also die Infektion wirklich runter äh gehen und das nicht irgendwie durch jetzt, keine Ahnung, Knappheit an Tests oder äh irgendwie sowas äh verursacht ist oder Unlust. Sich testen zu lassen.
Tim Pritlove
Ja, das könnte jetzt wirklich so ein Signal sein, dass dass diese dritte Welle jetzt kein, keine weitere Fahrt mehr, Wir hatten letzte Woche ja schon gesehen, aha, okay, positiven Quote, stabilisiert sich so ein bisschen, da wussten wir noch nicht so richtig, was damit ist und jetzt ist hier eigentlich das erste Mal Wochenvergleich nennenswert gefallen, sodass man sagen kann, okay, das könnte jetzt ein Trend sein. Trotzdem muss man sehen. Wir sind immer noch über dem Niveau der ersten Welle. Und äh auch nicht zu knapp und das ist halt insgesamt einfach noch ein viel zu hoher Wert und der müsste jetzt die nächsten Wochen auch deutlich fallen. Damit alle anderen Vermutungen, die wir hier so angestellt haben, sich auch wirklich bestätigen.
Pavel Mayer
Ja? Immerhin ähm wir haben auch äh zur positiven Quote, um das zu sagen, wir haben, weit und breit die höchste positiven Quote bei Tests, also ich Ich kenne jetzt kein Land, also in der, in der ganzen Liste jetzt grade, im Moment eher so sämtliche Nachbarländer, aber auch äh ja, USA, UK oder wo wo du hin, Baltikum ja? Niemand hat so 'ne hohe positiven Quote wie wir.
Tim Pritlove
Außer Indien vielleicht. Auch nicht.
Pavel Mayer
Nee. Ich glaube nicht, oder? Hatte ich jetzt nicht geguckt. Aber gut, Indien testet.
Tim Pritlove
Indien warten doch, doch, doch, doch, Indien ging komplett durch die Decke, also.
Pavel Mayer
Nee, Indien stimmt, Indien äh gut, Indien hat äh ja hat auch kaum Tests, also da wird halt auch kaum äh getestet, aber so ansonsten ist das halt äh mal heißt A. Bei uns sind die Inzidenzen ja so viel niedriger, also hm. Guckt man auf die positiven Quote äh ist bei uns einfach die dunkelste Fahrt höher als in den meisten Ländern. Das heißt, eigentlich muss man. Sagen beim Vergleich von Inzidenzen mit Deutschland muss man eigentlich bei den meisten Ländern irgendwie, bei Deutschland ein bisschen was draufrechnen auf die Inzidenz.
Tim Pritlove
Ja, also wirklich mit der Ausnahme äh Indien ist schon schon klar. Also Chile äh liegt ein bisschen unter. Deutschland, war kurzfristig sogar noch höher, also da ist auch noch sehr, sehr wackelig, also klar, wenn man jetzt gräbt, wird man wahrscheinlich irgendwas finden, aber äh immer europäischen Vergleich auf jeden Fall und der ist ja nicht ganz unerheblich. Da äh sticht Deutschland doch schon, sehr klar hervor.
Pavel Mayer
Also wir haben eine Höhe positiven Quote, ja sogar also hinter uns jetzt die Reihenfolge ist dann Holland gerade Schweden, Polen. Japan, Rumänien, Estland, Frankreich, Belgien, Schweiz, alle niedere, niedrigere positiven Quote, viel niedrigere, sogar auch Tschechien, irgendwie ist äh ganz weit unten gerade und. Italien, Griechenland, äh wir haben alle eine niedrigere positiven Quote gerade. Was. Eine Kombination eben aus natürlich weniger testen ist äh aber ähm ja auch dann letztlich einer höheren Inzidenz. Bei einer höheren einer höheren Infektion als äh gemessen wird.
Tim Pritlove
Könnte auf jeden Fall besser sein, um es mal abzuschließen.
Pavel Mayer
Ja, ja, also, ja, so richtig auf die Schultern, können wir uns nicht. Also wir sind jetzt auch was den Endspurt angeht. Also holen wir jetzt nicht auf im Endspurt, sagen wir es mal so. Es war jetzt ein Marathon und jetzt im Endspurt so äh ist nichts. Wenn wir jetzt.
Tim Pritlove
Nicht als Erste ins Ziel.
Pavel Mayer
Nee, nee, also ist jetzt nicht so, dass wir hier jetzt irgendwie noch äh so die super Puste hätten grade im Vergleich zu anderen Ländern.
Tim Pritlove
Noch mal ein Blick auf andere Länder äh werfen jetzt. So als Abrundung des Zahlenblocks, weil ich glaube, du hast da noch was rausgesucht.
Pavel Mayer
Ja, ich hatte. Vor allen Dingen jetzt eben geguckt, äh so einmal immer ganz gerne kommunativ die. Zahl der Toten pro eine Million, wie also wie viel wie groß der gestorbene Anteil der Bevölkerung ist durch Covid äh so nehme ich auch immer Graf der Schande. Ähm, und äh ja. Ist halt ganz oben in meiner Liste jetzt und die umfasst halt im Wesentlichen äh die ganzen Nachbarländer plus andere europäische Länder, plus USA und UK und, asiatische Länder und Soja. Ähm. Also Tschechien ist ist ganz, ganz weit oben mit, wo im Prinzip. Ähm ja dreitausend von einer Million.
Tim Pritlove
Also so null Komma drei Prozent der Bevölkerung sind gestorben.
Pavel Mayer
Ja. Mhm. Ja. Und. Da liegt Deutschland so ungefähr im im Mittelfeld, also im Jahr, unterhalb der Mitte, auch und zwar unter dem europäischen äh Durchschnitt. Und, was aber im wesentlichen daran liegt, dass wir in der ersten Welle. Ziemlich gut gemeistert äh haben. Und in der zweiten Welle, wo äh ja, haben wir halt und und in der dritten jetzt haben wir halt nichts gekonnt. Und sind dadurch nur von Tschechien übertroffen worden, die in der ersten Welle noch viel, viel besser waren als wir und dafür dann in der zweiten Welle halt so richtig ab gehoben sind und dann noch eine dritte und eine vierte hinterher gemacht haben und äh ja.
Tim Pritlove
Gar nicht genug kriegen konnten. Sind so ein Covid-Wellenbad sozusagen.
Pavel Mayer
Ja Ansonsten ähm im Moment vielleicht noch äh Wert zu erwähnen, dass in dieser Liste auch Schweden im Moment so die höchste Inzidenz hat. Ähm. Aktuell. Also ja, da also da gab's halt so die Länder, die da dort Wellen hatten, äh haben das alle in den Griff gekriegt, während bei Schweden einfach ähm ja die Inzidenzen eben weiter angestiegen sind und jetzt, zwar auch zurückgehen äh zurückgegangen sind, aber eben teilweise deutlich langsamer als in, in anderen äh Ländern, so dass äh die. Auf jeden Fall äh auch deutlich deutlich gerade über dem europäischen Durchschnitt liegen und. Eigentlich überall liegen, auch über USA und UK und Polen und Tschechien und haste nicht gesehen.
Tim Pritlove
Es ist keine Moderegion. Das kann man jetzt nicht sagen.
Pavel Mayer
Keine, keine Modellregion im Moment und äh ja. Es sterben dort zwar jetzt äh. Nicht so viele Leute, wie man aufgrund der Insidenz äh jetzt. Meinen äh würde aber äh wie gesagt insgesamt äh sind sind's haben sie halt auch äh gerade nicht nicht toll äh performt bisher in der Pandemie und ähm.
Tim Pritlove
Dreihundertvierziger Inzidenzgrade, also das läuft da nicht so richtig geil. Keine Ahnung. Also aus Schweden muss ich sagen, bin ich nicht schlau geworden, das äh finde ich auch so ein bisschen so eine kleine Enttäuschung. Abgesehen von unseren lokalen Enttäuschungen. Gut, damit können wir vielleicht mal den Zahlenblock äh abschließen. Oder vielleicht noch nicht so ganz. Ähm vielleicht sollten wir nochmal ganz kurz drauf eingehen. Ich glaube, viel müssen wir da nicht zu sagen. Es gab so einen kleinen Aufreger diese Woche, dass äh ein paar Leute äh Sachen haben, oh mein Gott, hier äh RKI ändert seine Berechnungsmethode und jetzt wollen wir uns irgendwie hier alle ähm jetzt wollen sie uns hier irgendwie alle hinters Licht führen. Letztlich, was hier beobachtet wurde, war mehr oder weniger die äh die Vereinheitlichung der, Methode für was ist denn jetzt eigentlich gerade die Inzidenz? Weil nach dem Aktivwerden der Bundesnotbremse hatten wir ja eigentlich das erste Mal diesen Fall, dass tatsächlich mal bundesweit einheitliche Regeln galten. Das erste Mal in dieser ganzen Pandemie und nicht jeder irgendwie sein eigenes Süppchen, konnte oder zumindest nur noch in sehr eingeschränkten Maße, und naja, wenn man halt einheitliche Regeln haben will, dann braucht man natürlich auch einheitliche Messmethoden und Bewertungsmethoden und dann wurde sich eben geeinigt auf, na ja, die vom RKI veröffentlichten Meldezahl. Und wie wir ja hier schon nie müde geworden sind, zu diskutieren und heraufzuzeigen, sind ja diese Meldezahlen insofern immer etwas schwierig, als dass sie eben prinzipiell so wie das RKI das eben handhabt, immer niedriger sind als sie letztlich sich nach ein paar Tagen Korrektur und Nachmeldung herausstellen. Der Tageswert, der ihr auch immer rumgereicht wird und der immer in den Zeitschriften steht, gilt im Prinzip ein paar Tage später schon nicht mehr und nähert sich, wie wir gesehen haben, eigentlich diesem Publikationsmittel an. Was wir immer genommen haben. Das heißt, nach einer Woche stimmt eigentlich die Zahl, die wir immer genommen haben, nur tagesaktuell ist sie halt einfach, niedriger. So, aber da ja jetzt hier Regeln galten mit wenn so und so viele Tage, die sie in nie äh unter oder über hundert ist oder was auch immer, so musste dieser Wert ja dann eben auch dauerhaft gelten und der wurde dann nicht korrigiert, sondern man halt immer diesen zu niedrigen. Und da haben sich halt viele drüber aufgeregt. Wir können halt, glaube ich, eigentlich nur zu sagen, so ja, haben wir erstens schon immer gesagt und zweitens ist es irgendwo auch, egal. Weil auch dieser Messwert von hundert oder hundertfünfzig oder hundert hundertfünfundsechzig oder so, der ist ja auch irgendwie aus den Haaren gezogen, der repräsentiert nichts. Das ist nichts anderes als ein politischer Kompromiss. Und wenn man ohnehin schon an so einem, politischen Kompromisszahl entlang Entscheidungen fällt, dann ist es eigentlich auch egal, wie richtig, dieser Messwert ist, weil Hauptsache, der bleibt dann irgendwie gleich und dann tariert sich das mehr oder weniger eh wieder alles aus.
Pavel Mayer
Mhm. Und letztlich kam's, also ich glaube, wie es wie es zu der Kontroverse jetzt kam, war. Dass äh sagen jetzt ja auch definiert werden musste, äh wenn bestimmte Werte an so und so viel aufeinanderfolgenden Tagen über oder unterschritten äh äh werden oder, dann.
Tim Pritlove
Passiert irgendwas oder nicht mehr.
Pavel Mayer
Genau, kann irgendwie gelockert werden oder muss verschärft werden oder so. So und. Jetzt sind halt wahrscheinlich einige findige Leute auf die Idee gekommen, äh dann, nicht die an dem Tag vermeldete Inzidenz zu nehmen, ähm sondern, dann, ich sage mal, am dritten Tag, Inzidenz für die letzten beiden Tage, um die äh noch neu eingegangenen Meldungen quasi zu erhöhen. Ja, und dann zu sagen, Moment mal, aber ähm die Inzidenz ist ja nicht erst jetzt seit zwei Tagen überschritten, sondern schon jetzt seit drei Tagen mit den ganzen Nachmeldungen und so. Ja und. Das macht natürlich jetzt dann noch weniger Sinn, ja? Also äh das das so zu handhaben, also das wäre dann äh endgültig die die Krücke und, viele Leute irgendwie faul äh gerufen, aber ja, es ist nicht schlechter oder nicht besser äh als äh vorher und am Ende ob und wie schnell die Zahlen sinken und da spielt es jetzt nicht so wirklich die Rolle, ähm und. Was ich halt mache und man kann halt sehr schön nachgucken, wie man auf Risikotabelle DE äh habe ich halt beide Berechnungen, da kann man sich dann eine von aussuchen und äh die Trendberechnung für beide stimmt auch, weil um den Trend zu berechnen, nehme ich dann sagen den Meldestand von vor sieben Tagen und vergleiche den mit dem aktuellen Meldestand, sodass sozusagen äh in. Beiden äh sagen, gleich viele Fälle fehlen, ja. Wenn man jetzt einfach immer nur nimmt, sagen, die aktuelle, den aktuellen Dampf und dann dort gucken würde, aha sagen, nach Meldedatum so und so viele Fälle in den letzten sieben Tagen und so und so viel Fälle in den sieben Tagen davor, dann würde man immer nur sinkende Zahlen sehen, weil halt die aus den letzten sieben Tagen noch deutlich unvollständiger sind, aber, Deswegen ja, nehme ich halt quasi den Dampf von vor sieben Tagen und gucke äh und berechne die Zahl auf dem damaligen Wissensstand und vergleiche den dann mit dem mit dem Neuen und ja, Kann man halt äh eben nachgucken und man sieht halt äh dass meistens äh nach Meldedatum. Die Zahlen niedriger ist, aber nicht immer, das hängt eben auch so ein bisschen ab, ob die Zahlen gerade auch steigen oder fallen und es kann auch, also die Inzidenz kann, äh wenn äh wenn, Zahlen jetzt schnell nach oben gehen kann, auch äh diese Methode mit dem äh, RKI nach Meldedatum, so die kann dann auch schon mal höhere Zahlen ergeben.
Tim Pritlove
Gut. Dann äh muss man jetzt glaube ich erstmal so ganz allgemein als Zwischenfazit mal fragen. So ist die dritte Welle, die jetzt eigentlich gebrochen? Wird es eine vierte Welle geben oder. Ist das jetzt schon sind wir jetzt sozusagen, sehen wir grade den Anfang vom Ende.
Pavel Mayer
Ja, ich hoffe, Letzteres. Wie ich vorhin schon äh gesagt habe, mit einem R-Wert von null Komma neun, nicht so viel Abstand äh bis bis zur Eins und ähm im Prinzip. Kann, ich sage mal, na so ungefähr rechnen jede Lockerung, die wir machen, äh so also größere Lockerung, kann so ungefähr null Komma eins äh auf den R-Wert obendrauf geben. Auf der anderen Seite durch die Impfungen, durch die zunehmenden, ich habe das jetzt noch nicht, noch nicht wirklich umgerechnet, äh müsste ich vielleicht mal machen, äh wie viel, R Wertdämpfung so pro Woche im Moment dazu kommt, aber. Es äh dürften jetzt nicht, also es ist jetzt nicht gewaltig, ja? Also es ist jetzt nicht so, dass da pro Woche irgendwie jetzt eher um null Komma eins äh runtergehen würde durch die, die Impfungen grade, sondern da sind wir jetzt, glaube ich, so in dem, im, im Gleichgewicht langsam angekommen. Und jetzt ist es ein Wettrennen äh zwischen eigentlich Impfungen. Und Sommer auf der einen Seite und äh Lockerungen auf der anderen Seite. So und ja im Moment gewinnen halt Sommer und Impfungen und Maßnahmen ja also zusammen so die Dinge, aber sie liegen jetzt gerade vorne oder laufen schneller. Aber mit ja, wie gesagt, jeder Lockerung so können wir damit rechnen, eigentlich. Dass der R-Wert steigt.
Tim Pritlove
Beziehungsweise Petida und Lockerungsdiskussionen, wie wir ja gemerkt haben.
Pavel Mayer
Mhm. Mhm. Genau und mit jedem mit jeder Impfterminvergabe äh erstmal möglicherweise sinkt. Ja, haben wir auch noch einen Update zu, glaube ich. Äh, Um jetzt irgendeine Vorhersage zu machen, müsste man jetzt das Mindset von Politik, Bevölkerung äh so ein bisschen vorhersagen, wie sich das ändern wird mit fallenden Zahlen und ähm ja. Also noch haben wir glaub ich den Wendepunkt noch nicht erreicht, das ist so so mein Gefühl aber so langsam, also ich ich glaube, es wird in den nächsten Wochen dann äh so, ja, wenn die sagen, Lockerungstermine hageln, das ist ja nicht, nicht, nicht wirklich möglich aber äh wir werden ähm, ich meine, es ist wir haben jetzt. Sechs Bundesländer, die offiziell unter hundert sind in der, in der Inzidenz und Berlin gehört dazu, jedenfalls nach Meldedatum nach Publikationsdatum, wer Berlin noch bei hundertsechs, aber nach RKI-Messungen sind wir schon bei achtundneunzig Komma sechs, so. Das heißt, wir werden halt jetzt, zunehmend bei, Unterschreitungen von hundert werden halt Maßnahmen wegfallen und bei Unterschreitungen von fünfzig, also in Schleswig-Holstein müsste. Dass jetzt. In den nächsten Tagen, also in der nächsten, innerhalb der nächsten Woche, eigentlich so in äh zwei, drei, vier Tagen äh müsste Schleswig-Holstein dann offiziell unter fünfzig. Fallen ähm.
Tim Pritlove
Ja und dann geht es auch langsam so mit der äh Urlaubssaison auf die eine oder andere Art und Weise los. Das, Wetter wird in dem Maße eine große Rolle spielen, sozusagen was die Entscheidung für Lockerungen betrifft. Also ist noch ein bisschen offen, aber ähm, Es gibt zumindest anders zur Hoffnung, dass wir also ich denke, was sicher ist, es ist. So eine richtige Verschärfung der Situation steht grade nicht an. Die Frage ist nur, wie schnell wird's besser. Dass es eben auch so spürbar besser wird, dass wir wirklich den Anfang vom Ende sehen, so das glaube ich, ist so der Punkt, an dem wir jetzt gerade sind.
Pavel Mayer
Ja, also wenn dann erwarte ich. 'ne gewisse Stagnation vielleicht noch oder im Worst Case sozusagen nochmal 'nen Aufbäumen. Ähm so. Das könnte uns, das kann man im Moment nicht ausschließen, hoffen wir's nicht. Aber ähm ja, im Moment gibt es gibt es auch keine keine Anzeichen dafür. Könnte auch sein, dass es in einzelnen Bundesländern vielleicht passiert, also Thüringen ist halt so ein so ein Wackelkandidat, sage ich mal, mit auch. Äh von null Komma neun vier, der äh deutlich über den anderen Ländern äh liegt. Ja Schleswig-Holstein glaube ich so auf der anderen Seite. Brauchen sich jetzt keine großen Sorgen zu machen und.
Tim Pritlove
Also wenn jemand sozusagen, hm, als erstes raus ist in Deutschland, dann Schleswig-Holstein, kann man glaube ich schon mal festhalten. Der Vorsprung ist äh signifikant. Gut, lass uns nicht weiter äh im Kaffeesatz lesen, ein paar Studien angucken und wo wir jetzt, bevor wir zu den Impfzahlen äh kommen, wollte ich nochmal kurz äh den ganzen Infektionsbereich, schließen, jetzt eine Studienveröffentlichung aus Tirschenreuth, äh immerhin einer, der am heftigsten betroffenen Landkreise in Deutschland und auch hier öfter mal erwähnt worden, deswegen. Da gab's jetzt eine Antikörperstudie, die veröffentlicht wurde aus einer Untersuchung noch aus dem letzten Jahr bis Juni zwanzig zwanzig, also quasi alles erste Welle Da geht's nochmal um diese Frage mit Dunkelziffer und so weiter. Wir erinnern uns ja, wir hatten ja dann äh früh diese ganze Gangelt-Studie und, berg und ich war äh Hendrik Streck und diese ganze Aufregung äh darum, das vergessen wir jetzt mal. Schauen wir uns mal an, was diese Studie sagt. Hier wurden also äh Leute ab vierzehn Jahre untersucht und äh einen Antigenen äh also einen Antikörpertest gemacht. Auf, wie ich vermute, halt so Nukleotit Protein äh Antikörper, also. Man halt genau schaut, dass äh das jetzt eine reine Infektion war und ja, stellt sich raus, acht Komma sechs Prozent der Bevölkerung wiesen solche Antikörper auf. Das ist schon mal ganz ordentlich, ne? Also acht Komma sechs Prozent des gesamten Landkreises bis Juni zwanzig, also in der ersten Welle. Zum Vergleich, wenn ich das jetzt äh richtig in Erinnerung habe, da in der Tabelle kann man gerade entnehmen, dass äh innen bis heute wir eine gemeldete Infektionsrate haben von ungefähr acht Prozent der Bevölkerung. Hier also schon vor einem dreiviertel Jahr acht Komma sechs Prozent und, überrascht, insofern nicht als, dass wir ja schon immer wussten, Dunkelziffer gibt's, nur diese Dunkelziffer war halt immer sehr schwierig zu bewerten. Die ähm Verteilung ist wohl auch über alle Altersgruppen hinweg ähm gleich äh gewesen. Ähm. Bei äh den Personen mit Infektion bis zwanzig zwanzig, also bei denen man's wusste, hatten wohl irgendwie vierundneunzig Prozent dieser Antikörpertests. Also man hat sozusagen, relativ scharfkantiges Schwert hier gewählt für diese Messmethode. Also man wusste einfach, okay, ihr seid halt auch äh, bestätigte Infektionen, ihr habt da mal so einen Test gemacht und da konnten dann sozusagen auch bei vierundneunzig Prozent Antikörper direkt, nachgewiesen werden. Also es wurden wohl so drei Tests gemacht oder so oder mehrere Tests gemacht und dann hat mindestens einer angeschlagen, Ähm jetzt ist natürlich die Frage, wie verteilt sich ähm das? Und. Verhältnis von den Leuten, die halt Antikörper positiv waren. Bei den Leuten, die damals noch nicht als infiziert gehalten, also die eigentliche Dunkelziffer, die lag bei vier zu eins. Ähm. Also so eine Dunkelziffer von von Faktor fünf, das heißt so viel wie achtzig Prozent aller Infektionen äh wurden damals einfach durch die Teststrategie nicht erfasst. Das variiert jetzt natürlich nach Alter bei der Gruppe der Vierzehn bis Zwanzigjährigen, war der Faktor bei zwölf, also zweiundneunzig Prozent der Infizierten Infektion wurde dort nicht erkannt oder nicht gemessen. Und bei zunehmenden Alter nimmt das irgendwie ab und bei den über fünfundachtzig Jährigen ähm war es immerhin noch eins Komma sieben.
Pavel Mayer
Ja, das ist äh sagen schon sind im Prinzip die Größenordnung mit den vier Jahren eigentlich auch immer kalkuliert haben.
Tim Pritlove
Welche die Faktor zwölf oder die Faktor eins Komma sieben?
Pavel Mayer
Nein, erstmal den den äh nee den Durchschnitt, Faktor so ich glaub dort kam halt Dunkelziffer Faktor von fünf raus. Ich hatte in meiner Tabelle lange sechs Komma fünf benutzt. Die Frage ist halt jetzt äh natürlich wie weit kann man jetzt Tischenreuth, wie weit ist das jetzt repräsentativ äh für. Die gesamte Republik und ich würde erstmal sagen. Wahrscheinlich nicht, also da kann es Schwankungen geben und die also die Größenordnung von von fünf, muss ich sagen, bin ich eigentlich dann äh ganz zu zufrieden, das äh sagen die. Schätzung mit äh ja äh sechs Komma fünf äh jetzt durchaus für die gesamte Republik jetzt nicht völlig außerhalb des äh. Dessen lag, was hier mal gemessen wurde an der Stelle.
Tim Pritlove
Das heißt, der ein berechnetes Risiko hatte auch äh Hand und Fuß.
Pavel Mayer
Ja, also ja. War jetzt nicht, nicht völlig übertrieben äh so, aber auch nicht völlig äh ja, untertrieben. Und. Ja, weißt du zufällig, wann bist du welchen Monat Juni? War das.
Tim Pritlove
Juni zwanzig.
Pavel Mayer
Juni zwanzig, ja im im Juni zwanzig lag halt ähm. Fallinzidenz bei eins Komma sechs Prozent äh der Bevölkerung. Und acht Komma sechs war lange das Ergebnis äh der deren Messung, ja.
Tim Pritlove
Das heißt, Faktor fünf. Ja. Die Zahlen waren schon immer fünfmal so hoch, die Frage ist, können wir jetzt die äh Infektionszahlen von Deutschland, die die äh kumulativen auch mal Faktor fünf nehmen und kriegen wir dann quasi so eine Einschätzung dafür, wie viele Infizierte schon rumlaufen?
Pavel Mayer
Nee, eben, wie gesagt, äh also grob ja, es ich sage mal, äh also ähm. Oder so rum. Wir wissen, dass danach äh die Dunkelziffer äh massiv zurückgegangen ist und, die meisten Fälle äh sind auch bis Anfang Mai dort angefallen. Also wir hatten halt die anderthalb Prozent, wurden, ähm ja sogar Ende April schon überschritten. So, ja und in der Phase wissen wir aber, lief das halt noch mit den PCR-Tests erst an. Und als dann aber äh die Inzidenzenhalt gefallen waren, also im Grunde genommen im äh Anfang Mai äh waren, dort schon einstellig in also die waren dort bis fünfhundertachtzig ungefähr während der, Pandemie, was in Wirklichkeit, wie wir jetzt wissen, zweitausendsechshundert äh wahrscheinlich, gewesen ist äh so, also zweitausendsechshundert von hunderttausend äh haben sich da in einer Woche infiziert. Äh zwei Komma sechs Prozent in einer Woche. Und deswegen ist im Prinzip seit Mai zwanzig zwanzig. Ist die dunkelste Fahrt eigentlich schon äh. Eher eine andere, also äh und ich habe aus jetzt anderen Zahlen im wesentlichen Normierung äh über die Sterbezahlen bin ich. Auf einen Faktor von eins Komma fünf bis zwei äh gekommen vom. Peak. Erste Welle gegenüber Peak zweite Welle. Also ich sage mal eins Komma sieben fünf ungefähr wahrscheinlich könnte so ein realistischer Faktor sein, das heißt man müsste eigentlich. Die damalige Fünfziger-Inzidenz den Peak. Mal eins Komma sieben fünf nehmen ungefähr um äh das mit heutigen Inzidenzen zu vergleichen.
Tim Pritlove
Was ist jetzt so deine Schätzung, wie welchen Faktor wir jetzt auf die gemeldeten Infektionszahlen in Deutschland drauf legen müssen, um irgendwie an so eine Realität äh uns ranzutasten?
Pavel Mayer
Ähm.
Tim Pritlove
So die globale Komplettpandemie, Dunkelziffer für Deutschland. Drei.
Pavel Mayer
Drei. Ja. Ich glaube, drei ist ein.
Tim Pritlove
Und was haben wir jetzt für eine Infektionssumme?
Pavel Mayer
So in äh Deutschland.
Tim Pritlove
Publikationen, Jahrhunderttausend haben wir äh viertausend irgendwas, also vier Komma vier Komma zwei Prozent. Vier Komma zwei Prozent mal drei macht ungefähr zwölf Prozent. Also man kann wir können mal davon ausgehen, zwölf Prozent der Deutschen haben sich irgendwie mal Covid eingetreten. Gut. Das bringt uns doch zu äh den anderen Zahlen, nämlich den Impfzahlen. Denn wenn man jetzt mal diese äh zwölf Prozent im Sinne haben, dann müsste ja mehr oder weniger die Zahl der äh zuerst Geimpften jetzt ähm na ja, also richtig addieren kann man's nicht, weil da wird sicherlich jetzt auch die eine oder andere Person dabei gewesen sein, die sich schon mal infiziert hat, die jetzt auch noch geimpft wurde, aber einfach um das mal so ein bisschen im Sinn zu halten. Wenn man sich jetzt mal die äh Impfkampagne anschaut, wie es jetzt so gelaufen ist, kann man sagen, es läuft ganz gut. Ich habe jetzt mal die Methode der letzten zwei Wochen, die ich hier schon mal berichtet hatte, einfach beibehalten. Das heißt, ich hole mir nach wie vor die Daten vom Impfashbot, die da publiziert werden und ähm, fummeln mich da so ein bisschen durch und finde auch nach wie vor diesen Faktor sieben Tage Schnitt bei den Impfungen, ganz brauchbar. Wir sind also jetzt so in Phase vier der der Impfkampagne, sich so ein bisschen dadurch manifestiert, dass die Zahlen so zwischen fünfhunderttausend und fünfhundertsiebzigtausend pro, Tag im Sieben-Tage-Schnitt herum Mähand. Stand heute, sagen wir mal bei fünfhundertvierunddreißigtausend, achthundertfünfundsiebzig Erstimpfungen pro Tag, Die Zahl ging so in den letzten sieben Tagen kontinuierlich nach unten und das hat im Wesentlichen damit zu tun, dass die Zahl der Zweitimpfungen ansteigt, Also wir haben eigentlich insgesamt eine ganz gute Liefersituation. Das heißt, es ist eine ganze Menge Zeug da. Aber dadurch, dass in zunehmenden Maße der Impfstoff eben jetzt für Zweitimpfung verwendet werden muss, um diese Kurve grade relativ stark ansteigt. Und jetzt ungefähr bei zwanzig Prozent der Impfungen sind, also von, von zehn Impfungen sind halt einfach zwei Zweitimpfungen derzeit. Und deswegen äh knickt halt die Zahl der der Erstimpfung ein bisschen ein. Ist aber halt trotzdem noch ein relativ hohen Niveau. Und das bedeutet, dass wir eben jetzt einunddreißig Komma fünf Prozent, der Bevölkerung äh ja mindestens einmal geimpft haben. Ähm, Es gibt immer noch diesen Effekt, dass jeden Tag, wenn Zahlen gemeldet werden, so irgendwas zwischen dreißig und fünfzigtausend Impfungen noch nachgemeldet werden, als Rom. So selbst wenn man jetzt überhaupt nichts neu impft. Hätten wir sozusagen dreißig bis fünfzigtausend Impfungen pro Tag, was ich schon mal ganz ganz gut finde, die also noch on top sind, ne, also die, die sozusagen noch einfach die die ganze Zeit davor umfassen mit der Tagesmeldung so nichts zu tun haben, also teilweise fallen sie natürlich dann in diesen sieben Tagesschnitt rein. Ich habe mir jetzt nicht im Einzelnen nochmal eine Kurve angeschaut, wo diese Nachmeldungen stattfinden, die sind relativ, gestreut, aber dazu äh bräuchte ich eine etwas solidere äh Datenbasis. Leider ist es halt beim Impf-Dashboard genauso wie eben mit den RKI-Daten es gibt immer nur so einen Tagesdampf, wo alles drin steht, aber die Dinger sind nicht ordentlich äh archiviert und ich habe natürlich am Anfang nicht dran gedacht, das einfach mal mit zu äh schneiden. Ich habe da auch schon mal gesagt, dass wir's doch mal machen können, aber die haben offensichtlich grade andere Prioritäten. Ja, wenn man mal guckt, welcher Impfstoff denn jetzt hier überhaupt zum Einsatz kommt, ist natürlich klar, dass äh Björn, klar, die Nummer eins ist, gar keine Frage, davon gibt's einfach am meisten. Das wird auch so bleiben, bis zum Ende. Moderner, ergänzt das so ein bisschen und da gibt's kontinuierliche Zahlen, sowohl die Lieferungen steigen an, als auch die Erstimpfung steigen an, als auch die Zweitimpfungen steigen an, aber alles sehr maßvoll. Und was halt so der Rollercoaster ist, das ist halt irgendwie Astrasinika, das ist so wie alles total unvorhersagbar wie da jetzt grade Lieferungen kommen, wie auch grade ähm die Kampagne in der Lage ist, Astrasinika jetzt wirklich an die Leute zu bringen. Reden ja auch gleich nochmal da drüber, was derzeit so in der Diskussion ist. In den letzten Tagen haben aber die Impfungen nochmal deutlich angenommen. Also so von so einem Schnitt von fünfzigtausend jetzt schon äh fast bei bei hunderttausend. Erstimpfung gelandet, während parallel halt die Zahl der Zweitimpfungen nur mit Asra Sindika jetzt auch schon bei zehntausend im Schnitt ist. Also, da tut sich was, aber ich glaube, das ist auch wieder so ein Buschfeuer, das wird demnächst ähm wieder verschwinden, Ja, aber summa summarum, kann man sagen, derzeit läuft's gut. Und meiner Meinung nach wird's auch noch eine ganze Weile ganz gut laufen und es wird spannend werden, so im Juni, äh ob in irgendeiner Form zu sagen, noch zusätzlich generiert werden können, ob dazu kommt, ob vielleicht mehr Astra noch geliefert wird, wo es wirklich Bedarf gäbe oder ob wir da äh Biontech nochmal irgendwie ein Kaninchen aus dem Hut zaubert, sagt so, ach ja übrigens, hier haben wir nochmal oben so und so viel Prozent unserer Produktivität gesteigert in irgendeinem Werk oder was weiß ich äh was noch die Faktoren sein könnten, um die gelieferte Dosenzahl zu erhöhen. Insgesamt haben sie schon mal ganz gute Zusagen gemacht, Uns steht dann halt so Anfang Juni, Ende Mai, Anfang Juni, steht ohnehin nochmal eine signifikante Steigerung der Lieferzahlen an, also von dreieinhalb Millionen geht's dann irgendwie auf knapp fünf Millionen, also eins Komma fünf äh Millionen Dosen. Zusätzlich, die sind aber dann eben auch bitter nötig weil dann eben einfach die Zahl der Zweitimpfung enorm anzieht. Ja, das ist so grob gesagt das Impfgeschehen derzeit.
Pavel Mayer
Ich glaube, du hattest zehntausend Astra gesagt, pro Tag sind wir, glaube ich, hunderttausend. Ach, Zweitimpfungen, okay.
Tim Pritlove
Also hunderttausend Erstimpfungen und zehntausend Zweidimpfungen. Genau, ne, das sind ja so zwei Zahlen, die man so ein bisschen äh gemeinsam im Blick haben muss.
Pavel Mayer
Okay, ja. Ist auch interessant, das äh sagen wir Anfang Mai äh, sogar ja offenbar mehr oder fast so viele Erstimpfungen mit moderner gemacht wurden, äh wie mit Astrasinika. Ähm.
Tim Pritlove
Kann zu beginnen. Ach so, im Mai, ja, ja, ja, richtig.
Pavel Mayer
Bin mal so als.
Tim Pritlove
Ja, ja. Ja, bei moderner äh man merkt, äh glaube ich jetzt auch, dass dass äh, dass die in der Lage ist, langsam ihre Produktion zu steigern. Da wäre wohl auch mehr möglich gewesen. Da ist allerdings in der, Schweiz nicht rechtzeitig reagiert worden in der also moderner wird vor allem in der Schweiz produziert und da war dann die Politik relativ lahmarschig, da entsprechende Unterstützung zu geben für den Ausbau der Kapazitäten. Das soll jetzt erfolgen, aber hätte im Prinzip auch schon früher erfolgen können.
Pavel Mayer
Ne gehört äh jetzt das wohl der Schweiz auch äh derselbe, der ursprüngliche der der Israel Deal angeboten äh worden äh war, sagen wir. Dem Motto äh sagen, wir bauen auch noch ein zweites Impfstoffwerk und äh ja, impfen dann einmal die Bevölkerung erstmal durch.
Tim Pritlove
Oder mit Bier und Tisch?
Pavel Mayer
Nee, ich glaube, das war moderner, glaube ich. Äh.
Tim Pritlove
Ja, das wäre sehr naheliegend gewesen, weil sie halt schon äh das Zeug da produzieren, aber offensichtlich ist die Schweizer Politik noch ein bisschen haneb unterwegs als die Deutsche, also das äh ist äh da überhaupt nicht gut gelaufen und jetzt sind's ja auch mit Lockerungen schon wieder ganz weit vorne, also das ist äh kein. Keine Modellregion für uns.
Pavel Mayer
Mhm.
Tim Pritlove
Liebe dieses Wort.
Pavel Mayer
Keine Modellregion, ja.
Tim Pritlove
Ja auch keine Moderregion. Ja, aber auch die deutsche Politik ist ja keine Modellregion. Jetzt äh haben wir wieder so eine neue Diskussion an der Backe rund um Astra Zenika. Das ist auch wieder so eine merkwürdige Nummer und man fragt sich manchmal wirklich, was die reitet. Also.
Pavel Mayer
Oh Mann, ja.
Tim Pritlove
Gesundheitsminister Spahn hat jetzt irgendwie angekündigt, dass äh äh jetzt alle. Begrenzungen fallen sollen, wer denn das jetzt sozusagen bekommen kann, was auch ein bisschen absurd ist, weil offiziell ist der ja nur für äh Ü sechzig freigegeben. Ja, trotz. Empfohlen, genau richtig so. Letztlich kann man sich halt äh immer noch selber äh entscheiden, es einfach trotzdem zu nehmen, dann ist es halt eine persönliche Entscheidung. Je nachdem, wie das so mit den Ärzten so läuft, und äh teilweise wird das eben auch angenommen, teilweise eben auch nicht. Irgendwie hat Asra Zinica halt jetzt so einen schlichten Ruf und ich glaube, da kann man irgendwie auch nicht mehr so richtig was dran drehen. Das ist einfach doof gelaufen, obwohl der Impfstoff halt eigentlich super funktioniert. Jetzt kam aber äh Herr Spahn und meinte irgendwie, na ja, jetzt könnte man ja dann auch nochmal diesen zwölf Wochen Abstand, auf den man sich ja eigentlich erst vor ein paar Monaten geeinigt hatte, äh den könnte man doch jetzt wieder auflösen, sodass irgendwie auch früher Zweitimpfung stattfinden. Da dachte ich auch so, Alter, was was ist denn das jetzt bitte irgendwie? Also ähm abgesehen davon, dass Asra jetzt gar nicht so gut lieferbar ist. Vor allem auch die Frage, was das jetzt bitte bringen soll, Das einzige, was es bringt, ist, dass du quasi auf dem Papier mehr Leute offiziell als zweitgeimpft gelten. Andererseits ist der Asrasinika-Anteil relativ gering, wenn man das mal mit Bier und Tech vergleicht, also nur der Zahlen wegen, weiß ich nicht. Ist das dann wieder so ein Rentnergeschenk, das jetzt irgendwie die Alten, die mit geimpft wurden, dann, zwei Monate früher als fertiggeimpft gelten dürfen.
Pavel Mayer
Nee, es wurde halt, also ich, ich denke, es steht im Zusammenhang mit ähm der Urlaubssaison. Und den Erleichterungen für. Geimpfte.
Tim Pritlove
Ja ja, das wollte ich auch zusammenbringen gerade.
Pavel Mayer
Und die, ja, und jetzt zwölf Wochen Abstand ist äh einfach so, wenn du jetzt nicht schon mit Astra äh geimpft äh bist, so, dann äh äh wird das äh, mit Astra und äh einfach, Urlaub äh oder so äh äh wird dann nichts mehr, ja? Und deswegen ist die Befürchtung, dass jetzt die Leute noch weniger Astra haben wollen, weil sie halt, Astra äh äh nicht in den Urlaub fahren können, wenn sie zwölf Wochen warten müssen auf die auf den zweiten Schritt. So, ich denke. Das ist äh irgendwie der Vater äh des des Gedankens und.
Tim Pritlove
Wiederum damit zusammenhängt, dass halt äh die Bundesregierung jetzt die ganze Zeit diese Debatte um Impfpass und Aufhebung von Beschränkungen für Geimpfte äh bringen möchte, wo wir auch nochmal separat drüber reden müssen.
Pavel Mayer
Genau und ja ähm es ist aber wohl auch. Immunologisch nicht sinnvoll. Ähm, der zwölf mit den zwölf Wochen Abstand hat sich halt gezeigt, dass der tatsächlich den besten Impfschutz bietet, also ist jetzt, ich meine, klar, man kann auch früher, aber so, Nach zwölf Wochen hat halt wohl den Vorteil, dass äh einfach es wirksamer ist und länger hält. Und nicht nur wahrscheinlich länger hält der Impfschutz als diese, ich sage mal, wenn man jetzt. Als diese sechs Wochen äh sagen wir mal nach sechs Wochen statt nach zwölf Wochen die zweite Dosis geben würde, dann hält die Immunität allein schon sechs Wochen länger, weil man sozusagen eine spätere Auffrischung bekommen hat, aber, Es geht halt äh deutlich darüber äh hinaus äh so. Ich habe jetzt die Prozentzahlen nicht im Kopf, aber man kann einfach sagen, wenn man also nach zwölf Wochen Astra zwei. Impfung so ist der Impfschutz einfach besser als äh wenn man das früher macht, die zweite Dosis gibt.
Tim Pritlove
Genau, also wenn wir so nach vier Wochen äh äh zweidimpfen würde, dann wäre der Schutz so bei fünfzig, Komma irgendwas Prozent und nach zwölf Wochen liegt er dann so bei fünfundachtzig Prozent. Also die Zahlen sprechen da für sich. Alle die jetzt quasi drüber nachdenken, ähm die schon jetzt eine erste Impfung mit Astra Senica haben, dass aus irgendwelchen Gründen vorzuziehen Ich würde davon absehen. Erstens äh habt ihr jetzt schon mal an sich erstmal genug Schutz. Langfristig. Ist er dann eben noch sehr viel besser und langlebiger. Und ähm. Ich glaube auch nicht da dran, dass diese ganze Befreiung durch Impfung äh irgendein nennenswerte Auswirkungen haben wird. Ähm wenn's nicht gerade um internationale Reisen geht. Ähm von daher. Ist das einfach wieder so etwas, was wieder alles total durcheinander bringt. Und das ist irgendwie das letzte, was wir einfach grade gebrauchen können.
Pavel Mayer
Zumal gesagt, äh ja, astrei, gerade nur sporadisch kommt und eigentlich ja schon die Debatte läuft äh wenn das so aussieht, als wenn viele Leute mit BayernTech zweigeimpft werden müssten, die Astra bekommen haben, weil es möglicherweise gar kein Astra gibt. Ja werden wir sehen.
Tim Pritlove
Dann sollten wir vielleicht mal in dem Zusammenhang auch gleich über diese Impfpass-Diskussion nochmal äh sprechen.
Pavel Mayer
Oh ja. Äh du hast, du hast da irgendwie mit Linus äh schon was gemacht, habe.
Tim Pritlove
Ja, wir haben da im Lockbuch die ganze Technik des des unfassbares mal durchgesprochen und ich habe da auch äh dann nochmal so diese ganzen. Probleme besprochen, die halt vor allem mit diesem Bootstrepping äh zu tun haben, kann man ja vielleicht auch nochmal in der Essenz hier äh wiedergeben, wo ich da das eigentliche Problem sehe. Versprechen, was jetzt hier gegeben wird, ist ja im Prinzip folgendes. Ja, ihr seid jetzt geimpft. Es gibt jetzt weniger Gründe, euch Einschränkungen aufzuerlegen, was ihr auch nachvollziehen kann, so grundsätzlich, so ganz allgemein, so aus Prinzip. Ähm. Wir wollen das jetzt eben auch organisatorisch äh festschreiben und dafür einen Prozess definieren. Und äh der Weg nach draußen ist für uns halt jetzt irgendwie dieser Impfpass. Sowas gibt's ja auch in Israel. Da gab's diesen grünen Ausweis. Der Beleg, dass du irgendwie Impfungen bekommen hast oder beide Impfungen bekommen hast, weiß nicht ganz genau und in bestimmten Rahmen war dann äh dieser Nachweis auch der Türöffner für die Teilnahme an irgendwas, Weiß ich jetzt nicht, im Einzelnen. Es gab da etwas, wie umfänglich das genutzt wurde und überhaupt angeboten wurde, kann ich nicht sagen, aber das war im Prinzip die Idee. Und auf den ersten Blick ist die ja auch ganz verlockend, drüber gesprochen so na ja wenn alle nach Malle wollen ja dann lasst euch mal impfen als Ansporn für. Erhalten einer Impfung. Jetzt haben wir natürlich das Problem, dadurch dass wir jetzt alles so schön verschleppt haben, die Impfkampagne nicht so richtig an Start kam. Wie er jetzt so zeitlich so ein bisschen in kritischen Bereich kommen, weil Sommerferien nah an, alle schreien nach Urlaub und alle wollen jetzt irgendwie endlich mal so ein bisschen Schluss mit Covid endlich mal über was anderes nachdenken, kann man ja auch total nachvollziehen. Und jetzt kommt sozusagen Bundesregierung sagt, okay, jetzt, jetzt machen wir hier auch noch so einen geilen Nachweis und damit das dann irgendwie alles total einfach. Haben sie natürlich einerseits das Problem, dass die Impfkampagne noch nicht so weit ist. Ne, hatten wir eben schon. Andererseits. Selbst die noch nicht mal zehn Prozent jetzt die äh ihre Zweitimpfung erhalten haben. Müsste ja jetzt in irgendeiner Form auch Nachweis liefern können. Da gibt's dann halt diesen gelben, Impfpass oder das Impfbuch, wie ich immer so schön sage, weil so ein richtiger Pass oder Ausweis ist eigentlich nicht wirklich, weil dafür ist er einfach na ja, sagen wir mal, seiner, seiner Nachweisqualität und vor allem in seiner Felschbarkeit halt eher so auf den siebziger Jahre Level und nicht unbedingt so das, was man heutzutage haben wollen würde, insbesondere äh wo, uns eh klar ist, dass es einen gewissen Teil der Bevölkerung äh gibt, der sehr wohl nach ähm, Lockerungen schreit, aber eben nicht bereit ist, dafür auch irgendwie sich selber impfen zu lassen oder dass die Leute halt schnell dabei sind, sich irgendwie so ein Impfbuch irgendwie auf äh Amazon zu holen oder sich gleich bei uns im Telegramm User äh einen fertig ausgefüllten zu stellen, der dann irgendwelche Unterschriftenstempel, äh Chargennummern und so weiter nachmacht und ja, solche Impfnachweise erzeugt, wo es eigentlich keine gibt. So und jetzt könnte man sich natürlich vorstellen, wie soll das jetzt laufen, ne? Also ich will jetzt irgendwie in Urlaub fahren oder ich will an irgendeiner Veranstaltung teilnehmen, also ich will jetzt irgendeine dieser versprochenen Freiheiten für mich in Anspruch nehmen und jetzt möchte ich gerne so einen Nachweis haben. Dazu muss natürlich dann dieser Fakt dadrin sein. Aber die einzige, das einzige Dokument, was die meisten und noch nicht mal alle, Leute, die jetzt geimpft werden wurden sind, haben, sind halt, ist halt so Zettelkram ausm Impfzentrum, im Idealfall ein ordentlich ausgefülltes Impfbuch. Da steht halt ein Name drauf. Ja und eine Unterschrift und einen Stempel und eine Chargennummer, als Aufkleber nicht mal das ist erforderlich äh und ein Datum. So, das, im Wesentlichen. Mehr ist da nicht. Gibt's keinen gibt's keinen Aufkleber mit Hologramm oder äh mit irgendwelchen Sicherheitsmerkmalen, gut, jetzt kann man natürlich sagen, die Angst vor solchen Leuten ist vielleicht übertrieben. Es haben viele Leute gesagt, eine Diskussion, die wir die letzte Woche geführt haben, mit ja, okay, gut, kann ja sein, dass Leute das fälschen. Aber ist die Zahl nicht so gering, dass es keinen Sinn hat, sich groß darüber aufzuregen. Würde ich sagen, ja, vielleicht? So sehen, ja? Nur wir reden ja jetzt hier nicht unbedingt von einer Dienstleistungserschleichung, sondern wir reden ja sozusagen auch von der Pandemie und damit ist natürlich auch ein gewisses Risiko für andere Leute ja mit verbunden, weil Leute sich als geimpft. Nachweisen, die es halt eigentlich tatsächlich nicht äh sind. Also muss man die Frage stellen, gibt's eine Alternative und womit halt jetzt die. Öffentlichkeit äh kommt, also die Politik, die europäische Politik vor allem, ist halt so dieses Na ja, digitaler Impfnachweis, das wollten wir doch sowieso schon mal machen. Das ziehen wir jetzt mal alles richtig schön vor und beschleunigen diesen Prozess und führen eben jetzt auch so einen grünen Ausweis, einen konzentrieren wir uns jetzt erstmal nur um diese Eintragung der Coronaimpfung. Vielleicht kriegen wir damit halt irgendwas automatisiert und erleichtert. Ja, sowas wird dann immer schnell präsentiert und dann dann hast du Pressekonferenzen und dann wird irgendwie von äh Apps und QR-Codes äh geschwafelt. Nur Gibt's halt so einen Faktor, den meiner Meinung nach äh so recht keiner so richtig bedacht hat oder wenn's ihn irgendjemand bedacht hat, dann frage ich mich so richtig zu welchen Schlüssen die gekommen sind, weil die Frage ist, Wie kommt denn eigentlich jetzt diese Information, dass jemand in Deutschland geimpft wurde? Das erste oder das zweite Mal. In so eine App oder irgend so einen Ausweis oder in so einen was auch immer der Träger ist. Ja und da wird's halt einfach schwierig, weil der Dokumentationsumfang offenbar, sehr unterschiedlich ist. Also in den Impfzentren ist zwar viel äh erfasst und ausgefüllt und abgespeichert worden und oft stehen diesem Impfzentrum halt auch entsprechende digitale Systeme zur Seite, keine einheitlichen, aber immerhin gibt's welche. Wo dann diese Information drin ist und da könnte man in gewisser Hinsicht darüber nachdenken, zu behaupten. Okay. Die Impfvorgänge sind hier verhältnismäßig gut dokumentiert. Da sind Personennamen, Adressen, Geburtsdaten drin, vielleicht auch noch die Versichertennummer. Ja? Äh das könnte man da im Prinzip rausziehen. Bei den Ärzten sieht das schon ein bisschen anders aus.
Pavel Mayer
Ja Moment, warte mal. An der Stelle hängt es glaube ich davon ab, zu welchem Zweck diese Daten erhoben wurden und, ob die sozusagen, ob die Einwilligung, die jemand gegeben hat, so als diese Impfung stattgefunden hat, dort auch diese Art der Datenverarbeitung überhaupt, umfasst. So, ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber normalerweise ist es so, dass sind halt auch, ich sage mal, Gesundheitsdaten eben sind halt auch besonders zu schützende äh äh Daten und äh. So es gilt halt ja auch nach wie vor die Zweckbindung dort und Insofern könnte das nur sagen, auch noch eine zusätzliche Hürde äh darstellen, dass zwar die Leute, dass zwar die Daten da sind, aber die Leute nicht zugestimmt haben dass die Daten dazu verwendet werden, digitale Impfpässe auszustellen.
Tim Pritlove
Genau, das ist auf jeden Fall auch noch so ein äh Faktor, zumal es halt eins nicht gibt, was offenbar laut Berichterstattung, Ich habe das aber nur am Rande mitbekommen und nicht sehr viel weiteres dazu gefunden. Es wohl eine Beauftragung des Bundesgesundheitsministeriums ans RKI gibt äh mit dem Aufbau eines sogenannten Impfregisters zu beginnen. Ich muss mir jetzt nicht viel, glaube ich, nicht viel Kreativität aus dem Hirn heraus saugen, um zu sagen, dieses Register existiert noch nicht, Ja, also, da hat das RKI wirklich ganz andere Sorgen, als jetzt irgendwie so eine Infrastruktur hochzuziehen, ähm zumal sowas ja eigentlich auch noch mit einer äh recht umfangreichen politischen Debatte eigentlich noch einhergehen müsste die, glaube ich, in dem Moment ein bisschen ausgefallen ist. Also, es gibt keine zentrale Registrierung aller Impfvorgänger. Es gibt eine dezentrale Registrierung aller Impfvorgänge, unterschiedlichen Systemen wird unklaren Datenschutzflex, ne? In Impfzentren, Das ist wahrscheinlich noch so der zugänglichste Bereich. Schwierig wird's jetzt bei den Hausärzten, weil da liegt diese Information. Ja, im Idealfall in irgendeiner Praxissoftware hervor, die bei jedem Arzt ein bisschen anders ist und die für solche Anfragen überhaupt nicht gebaut sind. Und um jetzt also diese Information überhaupt erstmal zu generieren, also dieses ist Person X geimpft worden. Musst du an diese Quelle gehen. Beziehungsweise irgendjemand muss das tun. Ein Impfzentrum. Der Betreiber dieser Software. Müsste diese Information generieren. Das lässt sich da vielleicht noch ganz gut automatisieren. Bei Ärzten reden wir von tausenden von Arztpraxen. Äh vielleicht nicht hunderten verschiedenen Softwaresystemen, aber doch zumindest so eine ein ziemlicher Blumenstrauß an unterschiedlichen Systemen, in unterschiedlichen Versionen, Zuständen und Ausbaustufen. Die alle so was noch gar nicht so als Funktion haben. Und ich rede jetzt erstmal nur von der Funktion. Liste machen von Personen und wer wann wurde diese Person äh, wo mitgeimpft, das erste und das zweite Mal. Allein nur so eine Liste zu generieren. Das ist schon mal eine große große Herausforderung. Und da haben wir noch nicht davon gesprochen, dass so ein, digitaler Impfausweis ja nicht einfach nur mit so einer, Excel-Zeile bedient werden möchte, nein, nein, das ist eine Infrastruktur, die lebt quasi beim Kunden, ja, man träumt, glaube ich, hier von Telefon Apps, die ich mir installiere und die dann diese Informationen bekommen muss. Wie kommt die dahin? Na ja. Muss ja dann quasi von dieser Quelle, also der Software der Ärzte oder Software der Impfzentren in irgendeiner Form in diese App reingeladen werden. Das heißt, diese Ärzte müssen diese Informationen weiterreichen, aber eigentlich funktioniert das Ganze so, dass es ja digitale Signiersysteme sind, wo im Idealfall halt die Signatur wirklich von der ausführenden Person der Ärzte kommt, ja? Wahrscheinlich wird hier irgendeine Dienstleisterlösung gewählt werden, dass man da so eine zentrale Meldung macht, aber da wird's dann zu Fehlern kommen, da wird's zu Verzögerungen kommen, Ärzte werden besseres zu tun haben Wochen und Monate äh brauchen bis diese Information dann auch wirklich ausgespielt werden kann und bis das dann halt wirklich in den Apps ist. In Deutschland und in Europa da ist der Sommer vorbei. Also dass das jetzt in den nächsten, fresse ich einen Besen, wenn das, wenn wenn da sozusagen irgendwas auch nur halbwegs nennenswert äh äh schnell vorangehen sollte, zumindest, dass man so ein äh Angebot machen kann, wie alle, die wirklich geimpft wurden, zweimal, sind jetzt auch auf jeden Fall in der Lage äh diesen Nachweis digital vorweisen zu können.
Pavel Mayer
Ja, wir hatten dann ja auch noch den Weg diskutiert, äh ob sozusagen auch nicht die kassenärztlichen Vereinigungen, beziehungsweise die Krankenkassen, mit denen ja die Impfungen abgerechnet werden, äh sagen, da äh irgendwie äh sagen ähm auf diesem Wege äh den massenhaft den Nachweis geführt werden kann, aber da auch, das gibt's auch mehrere Probleme. Angefangen damit, dass halt nur quartalsweise abgerechnet wird und äh dass also, im Prinzip, wenn man Pech hat, äh so äh dass drei Monate nach der Zweitimpfung dauert, bis es überhaupt dort vorliegt.
Tim Pritlove
Frühestens frühestens drei Monate, ja. Also wenn du am ersten April geimpft wurdest, dann geht das irgendwie Ende Juni überhaupt erstmal zu KV. Und bis es dann wirklich bei der Krankenkasse ist und weitergeleitet ist, dann ist halt auch schon wieder vier Monate rum. Und wenn dann eine Zweitimpfung äh im Juli ist, ja, dann reden wir halt von äh September.
Pavel Mayer
Ja plus, dass ja die Daten äh sagen auch teilweise gar nicht zusammengeführt sind, sondern die Abrechnungsdaten, wenn ich das richtig sehe gehen halt nur mit einer entsprechenden ID rüber und die Stammdaten liegen da zum Beispiel gar nicht vor, die liegen ja bei der Krankenkasse und so. Ja, das ist zumindest auch keine schnelle äh äh Lösung da in Sicht, denke ich. Ähm. Ja, hattest du jetzt noch äh Punkte zu dem zu dem Impfpass.
Tim Pritlove
Man könnte jetzt noch stundenlang drüber äh reden. Ich will jetzt hier nicht zu sehr ins Detail gehen, aber im Kern kann man einfach festhalten, So einfach wird das nicht werden. Also ich glaube da nicht so richtig dran, dass sowas digitales kommt. Da aber eben dieses Versprechen jetzt im Raum ist einfach dieser gelbe Zettel, den viele auch noch nicht haben. Ja, der auch oft bei grade bei Immobilien äh Impf ähm Teams, ja, ist teilweise sehr wenig dokumentiert worden und oft auch Leute überhaupt nicht mit so einem Zettel ausgestattet worden da wird's also extrem viel nachträgliche Bewegungen geben und dann wollen das alle im Sommer und dann die Ärzte auch mal im Urlaub und das wird alles dauern.
Pavel Mayer
Plus, also je länger ich mir, je länger ich über dieses ganze Impfpassthema nachdenke. Ganz unabhängig, von jetzt den ganzen praktischen Problemen und das ist äh wie sagt man äh nicht so aussieht, als wenn das eine schnelle Lösung für irgendwas äh wäre. Ganz abgesehen davon. So habe ich mittlerweile fundamentale Zweifel an der, Notwendigkeit und an der äh Sinnhaftigkeit des Ganzen, weil ich weiß nicht, ob man das wirklich vergleichen kann, äh so, aber ich meine, Stell dir vor, ich kann in ein Auto steigen, Schlüssel reinstecken und losfahren, ja? Muss dazu nicht geimpft sein, aber ich brauche, ich muss dazu keinen Führerschein haben, so, ja. Nichts. Ich kann halt einfach mit einem Auto in der Gegend rumfahren. Und ich kann mich sogar betrinken und mit dem Auto rumfahren, ja? Hier gibt's hindert mich nichts dran, da gibt's kein, also normalerweise jedenfalls kein digitales System, was mein Atemalkohol misst und äh ja und es gibt auch keinen Führerscheinkartenleser, den ich irgendwo reinstecken muss in das Auto, um nachzuweisen, äh dass ich jetzt mit diesem Auto fahren äh darf, sondern das Ganze läuft halt darüber, dass halt na ja. Es wird halt ab und zu kontrolliert und es gibt halt eine Strafänderung und dann fliegt man halt auf und dann wird man halt bestraft dafür oder, ja. Ähm so das ist das, ich sage mal, das ist das Prinzip, äh was wir bei Autos äh haben. Ähm. Und ich weiß jetzt nicht äh, ob jetzt von einem, ich sage mal, also von einem Fahrer ohne Führerschein eine größere Gefahr ausgeht, als äh von einem Ungeimpften, der irgendwo äh äh rumläuft, ja. Alles ein bisschen der Vergleich, aber grundsätzlich so äh ich sage mal, beim Auto würden wir uns, glaube ich, echt dagegen ganz schön, also wenn man's ganz schön aufregen, wenn plötzlich sagen jetzt die Führerscheine, dann alle digitalisiert werden und alle Autos sitzen in den äh äh einen Kartenleser kriegen ja, um äh äh damit zu fahren. Also, Ja, vielleicht, ich, ich weiß es nicht. Äh, ich meine, auf Dauer, ja, klar, irgendwie, digitalisieren halt alles mögliche, aber ähm ich glaube, dieser gelbe Zettel, ich meine, wenn die Pandemie dann erstmal vorbei ist, äh habe ich das Gefühl, wird das ganze Thema erst mal wieder, in Vergessenheit geraten und diese, ja, gelben Karten, Ausweise oder Zettel werden wieder in allen Schubladen verschwinden, da wo sie die letzten zwanzig Jahre gelegen haben. Das ist so ein bisschen, Ja, weiß ich nicht, meine, vielleicht ähm etwas saloppe oder. Sicht auf das Thema oder äh ja.
Tim Pritlove
Ist fast dran. Ich meine, die Frage ist, wie wird sich so der der internationale Reiseverkehr entwickelt, ne, also Australien zeigt ja jetzt schon eine relativ harte Kante, sagt so, na okay, also vielleicht behalten wir diese ganzen Regelungen, also Einschränkungen bei Einreise, äh et cetera bis bis Mitte nächsten Jahres noch aufrecht. Neuseeland weiß ich noch nicht so ganz genau und andere äh keine Ahnung wie die das jetzt planen und äh so halten und sich das so denken. Aber damit können sie auf jeden Fall was zu tun haben. Der ganze Reiseverkehr innerhalb Europas generell buchen von Reisen, ja, auch was so online läuft, Flüge, et cetera, das mag halt schon in irgendeiner Form nach so einem Nachweis schreien, so. Aber ansonsten bin ich da ganz bei dir. Ich denke auch, dass. Jetzt, wo das so ein Thema ist. Uns geht eigentlich im Wesentlichen um Urlaub, ja. Ist es halt eigentlich noch Zu früh, da wird also dieser Nachweis nicht groß kommen oder wird zumindest ausreichend betrogen werden und danach äh im Herbst wird's nicht mehr so eine große Rolle spielen. Allein schon, weil dann ja auch wirklich auch alle geimpft sind. Wo es dann irgendwie auch ein bisschen Quatsch ist nach irgendwelchen Ausweisen zu fragen, die potenziell dann irgendwie jeder hat oder wo es dann auch nicht mehr so eine große Rolle spielt, dass die Leute, die sich halt jetzt partout nicht impfen lassen wollen oder können, die wir einfach auf dies hinauslaufen wird, so oder so, äh ja, das ist dann zwar nicht gut von denen. Also sofern's ihre Schuld ist, nur. Wir haben dann eben die Pandemie zumindest soweit im Griff erstmal, dass sie nicht mehr das Problem ist, was sie was sie derzeit eben gerade noch ist. Dann geht das Thema auch schnell wieder weg. Ja. Trotzdem bin ich der Meinung, so ein Impfregister an sich, ja, auch wenn's da viele Fragen zum Datenschutz gibt. Ist an sich eine gute Idee. Wir brauchen einfach einen guten Überblick da drüber, wie das so aussieht und wir haben gesehen, hier auch äh schon schon vor der Corona-Pandemie äh grade hier in unserem Stadtteil Prenzlauer Berg äh gab's ja immer diesen diesen Witz äh so ja, wo wir uns treffen, ja wir können uns in Prenzlberg treffen, ich bin geimpft, weißt du? Weil die einfach so Masernausbruch und so was ja schon wieder hochkam, ne? Durch die und denke ich mal, ist in diesem ganzen Infektionsbereich ohnehin noch eine Menge zu tun und wir tun gut da dran, da einen ordentlichen Überblick zu haben für also einen wissenschaftlichen Überblick für die Politik, um entsprechend handeln zu können. Und irgendwie müssen wir das gelöst bekommen. Ob jetzt dieser Vorstoß mit diesem Impfpass hier äh. Hilfreich ist, weiß ich nicht, habe da so ein bisschen meine Zweifel so oder so sehe ich noch nicht, dass das jetzt relativ schnell kommen wird.
Pavel Mayer
Na ja, ja, also wir haben, werden sehen, äh ich ich denke, am am Ende, ja, äh wird, jeder mit Zetteln kommen und äh. Es werden Leute auffliegen, die da, ja, mit Fälschungen unterwegs äh sind, weil, meistens ist es auch so, dass dann die Leute genommen werden, die die Dinger geliefert haben und dann äh äh werden die Leute halt, äh die dort Kunden waren, äh so äh ja die können dann halt Stress äh kriegen und äh ja oder.
Tim Pritlove
Das könnte dann auch schon ausreichend abschreckend wirken, weil das ist dann auch nicht so lustig. Also ich glaube, wenn man mit so einem Vergehen äh erwischt wird, so Dokumentenfeld-Show und das Ganze so in pandemischen Zeiten, das das könnte schon ganz schön wehtun.
Pavel Mayer
Also Urkundenfell, also da da kommt, glaube ich, einiges äh zusammen so und äh insofern, Ich denke, das Problem ist gerade im Moment über alle angemessenen Proportionen hinaus äh aufgeblasen und wird, glaube ich, äh in ein paar Monaten wieder in sich zusammenfallen und dann redet keiner mehr drüber.
Tim Pritlove
Zum Ausklang vielleicht noch ein paar äh Meldungen zu Impfstoffen, paar paar gute Nachrichten und nochmal so eine generelle Debatte vielleicht für den Schluss. Zunächst einmal gab's in dem aktuellen RKI Bullitar, dem epidemiologischen Bullta, erscheint das eigentlich wöchentlich? Nee.
Pavel Mayer
Nee, nee, das ist äh alle paar Monate oder so. Das ist also schon immer ein Event.
Tim Pritlove
Ah okay, gut, dann dieses Event gab's jetzt äh ist halt gerade wieder ein neues rausgekommen mit dem offiziellen Datum des äh zwölften Mai, die wir noch gar nicht haben online vorab, wie das so schön heißt und dort äh gibt's halt dann auch, ähm ja Informationen darüber, wie gut eine Covid-neunzehn-Impfung vor Infektionen schützt und da haben sie dann ähm mal ihre eigenen Erkenntnisse veröffentlicht und wenig überraschend fallen die Zahlen ganz gut aus, die sie dort nennen. Sie meinen die Effektivität der äh Impfung mit den zugelassenen Impfstoffen liegt nach vollständiger Impfserie zwischen achtzig und neunzig Prozent, sowohl für Schutz, vor jeglichen wie auch als Symptomatischen Infektionen, Personen, die trotz Impfung, PCR positiv getestet wurden, haben eine signifikant geringere Viruslast und eine kürzere Virusausscheidung, also selbst wenn man geimpft wurde. Sich infiziert hat, so dass auch ein PCR-Test das nachweisen kann, ist man trotzdem nicht auf dem selben Level wie jemand ohne Impfung, eben weil die Viruslast sehr viel geringer ist und das auch alles nicht so lange dauert. Und die Daten äh legen nahe, dass die Info, die Verbreitung des Virus erheblich reduziert. Vollständig geimpfte Personen spielen laut dem RKI bei der Verbreitung des Virus, voraussichtlich keine wesentliche Rolle mehr. Das ist ihre Aussage.
Pavel Mayer
Genau und keine wesentliche äh sollte man dann eben so lesen, äh aber auch äh dass es halt äh ja trotzdem zu Ansteckungen kommen kann.
Tim Pritlove
Aber nichts, was jetzt mit so einem äh Höllenerbe daher kommt, dass es halt jetzt wieder so pandemisch wird, so. Man kann halt Leute anstecken, aber es ist keine kein ist kein Superspreader mehr.
Pavel Mayer
Ja, das heißt, pandemisch äh ist es halt auf jeden Fall wirksam, aber äh so ähm eben im Einzelfall äh kann's dann trotzdem noch schiefgehen.
Tim Pritlove
Klar. Ja, dann gibt's auch noch ganz gute Nachrichten per äh Paper zu den einzelnen Impfstoffen, bei Biontech äh gibt's nochmal eine Untersuchung, wie denn das so mit den Mutanten äh ist in dem äh in dem Paper wird, nachgewiesen, dass der Biotech Impfstoff neunzig Prozent Wirksamkeit auch gegen die britische Muttante zeigt, also die wir jetzt vor allem in Deutschland haben, die B eins eins sieben Muttante fünfundsiebzig Prozent Wirksamkeit zeigt gegen die südafrikanische, also die B dreizehn einundfünfzig, Mutante aber an beiden Fällen, man wird ja immer schnell bei diesen Prozentzahlen kommt man ja immer gleich so in Panik, so oh Gott, was ist, wenn ich in die andere Gruppe falle, ja? Diese Wirksamkeit diese Effektivität, die äh bezeichnet halt immer um wie viel reduzierter die Wirkung äh letztlich ist, deswegen bedeutet es nahezu hundertprozentiger Schutz vor schweren Verläufen auch mit diesen, Daten, das sind Daten aus Katar mit über dreihundertachtzigtausend teilnehmenden Personen und das sei äh besonders aussagekräftig. Die ähm. Bestätigt auch nochmal die Wichtigkeit der zweiten Dosierung. Denn äh nach der ersten Dosis betrug die Wirksamkeit zum Beispiel gegen die südafrikamutante nur siebzehn Prozent. Mit der zweiten Impfung, fünfundsiebzig Prozent. Das gilt jetzt, wie gesagt, für den Biotech Impfstoff. Ähnliche Informationen gibt's auch von Novaks. Das ist ja ein Impfstoff, den wir bisher noch nicht gesehen haben. Das ist dieser Proteinbasierte Impfstoff. Bin ich noch mal gespannt, ob wir den in Europa überhaupt sehen werden. Ich habe den jetzt auf den äh Prognosen, Lieferprognosen noch nicht gesehen, Mal gucken. Ähm. Dort ist gegen diese südafrikabutante getestet worden und da ist zumindest von fünfzig Prozent Wirksamkeit die äh Rede und moderner, rausgehauen indem sie angekündigt haben, dass sie einen angepassten Impfstoff gegen die Südafrika-Mutante äh entwickelt haben und auch schon getestet haben und er. Besonders wirksam sei und die Daten dazu werden in den nächsten Tagen veröffentlicht. Das lässt sich jetzt hier quasi noch an dieser Stelle nicht quantifizieren. Ja, das mal so zwischendurch. Ähm moderner äh hatte er auch vor einiger Zeit, das haben wir ja hier auch besprochen, auch gesagt, so, dass sie ihre Patente nicht ähm. Forssen wollen, während der Zeit der Pandemie, wo man sich halt auch so dachte so, ja, okay, mhm, gut. Was heißt das jetzt? Und wir hatten ja hier auch schon mal ausführlicher diskutiert darüber, was es eigentlich bedeutet, diese MRNA Impfstoffe zu produzieren. Also dass dieser ganze Vorgang ein relativ komplexer ist, dass die Technik dafür, Prinzip noch entwickelt wird, dass überhaupt gar keine remate Technologie gibt im medizinisch-technischen Bereich wo man sagen kann, guten Tag, bauen sie mir mal hier so eine MRNA Fabrik hin, of the sheve, weil das halt einfach bisher, wesentlichen so zusammengestecktes Labormaterial war und dieser ganze Prozess erst noch erfunden wird und das ganze Know-How eigentlich gerade erst generiert wird, sodass man eben schon immer eigentlich schnell, sich das so anschaut zu dem Schluss kommen konnte, bringt's eigentlich was? Äh wenn diese Patente jetzt fallen. Wird also wird dadurch wirklich irgendwas einfacher auf einmal, ja? Oder nicht? Und das Ganze, diese ganze Debatte hat jetzt nochmal neue Diskussions ähm Befeuerung gefunden. Nicht nur, weil es ja, sagen wir mal, aus diesem Zero-Covid-Bereich schon länger gefordert wird. Das ist ja irgendwie äh eine sinnvolle Maßnahme wäre Nee, jetzt hat auch noch der Präsident der USA Joe Biden bekannt gegeben, dass er irgendwie. Weiß nicht ganz genau, was das jetzt für eine Verfügung ist. Das halt äh diese Impfstoff-Patente fallen sollen.
Pavel Mayer
Ja, also ich habe dazu heute auch auch getwittert ähm so. Dass ich das für 'ne Luftnummer halte. So und. Angefangen schon mal damit also. Entweder, wenn man jetzt ja, entweder Impfstoffpatente sind gut, im Sinne von, sie sorgen dafür, äh dass mehr Impfstoffe, bessere Impfstoffe. Verfügbar sind. So. Oder sie sind schlecht. Ja, wenn sie gut sind, äh so, dann gibt es keinen Grund, die jetzt auszusetzen. Wenn sie aber schlecht sein sollten, dann. Ja ist 'nen Aussetzen genauso Quatsch dann muss man's halt abschaffen und nicht aussetzen. Aber aussetzen macht irgendwie, in beiden Fällen nicht äh keinen Sinn. Und wenn man jetzt sagt, ah, aber das ist jetzt nur wegen der Pandemie. Ja? Ähm ich meine, wann sonst? Wofür sonst braucht man irgendwie Impf, Stoffe, also wenn's, ich meine, es wäre ja auch so ah, nee, wir machen halt unsere Regeln jetzt äh so über Impfstoffe, aber in, Pandemien gelten die jetzt auf einmal nicht mehr, weil die irgendwie offensichtlich nicht für Pandemien geeignet sind irgendwie, als ob irgendwie Patente jetzt pandemiefeindlich werden. Sind sie vielleicht? Ich weiß es nicht. Der Punkt ist das ist 'ne ob. Jetzt das jetzt gut ist oder schlecht, Patente, generell in bestimmten Bereichen. Ich denke, das lässt sich nicht eindeutig beantworten. Ich bin dem, weil. Wer damals so in mit den, mit den Piraten und so Urheberrecht und war das ja auch so eine politische Forderung und ich habe versucht, damals dann auch äh zu gucken, so die. Ja rauszufinden so wie ist das denn mit den Patenten. Eigentlich, weil äh also unten jetzt nicht so einen rein nach Bauchgefühl, na ja, irgendwie, nee, Patente sind blöd, weil äh Konzerne und so und äh ja, das ist damit macht man sich zu einfach Mitmach. Also ähm. Und äh ja, ich und ich habe genug Dinge gefunden, so genug, Argumente und auch äh ja, stichhaltige Argumente äh sowohl für als auch gegen äh die Existenz äh von Patenten. Aber der Punkt ist nun mal wir haben nun mal Patente so und das System ist halt im Moment darauf ausgerichtet, dass es die. Die Patente so. Und wenn man das jetzt abschaffen will, braucht man halt einfach bessere Argumente, als wenn man's einfach nur beibehalten will. So, das ist also so. Und die besseren Argumente, sehe ich halt äh tatsächlich leider gerade auch nicht oder die zwingenden Argumente. So, aber, Der eigentliche, sozusagen Punkt ist, dass die Patente auch überhaupt gar kein Hindernis äh äh darstellen so für einen Staat oder für die USA. Ähm. Patente kann man kaufen so, oder lizensieren. Der Staat könnte die Firmen kaufen, lizensieren, es gibt genug Möglichkeiten auch ähm sagen äh also die meisten Staaten haben auch Gesetzgebung, das so in bestimmten. Notlagen oder für bestimmte Zwecke üblicherweise Krieg, so oder aus Sicherheitsgründen eben auch Patente beschlagnahmt und äh verheimlicht äh werden dürfen, aber die Patentinhaber müssten halt in allen Fällen entschädigt werden. Ja so und äh wahrscheinlich ist es keine Ahnung, ob das in den USA überhaupt, äh ginge, aber in Deutschland wäre das, glaube ich, verfassungs äh mäßig und vermutlich in den USA auch gar nicht möglich jetzt, Firmen dazu zu zwingen oder die Gesetze so zu ändern, dass und die die. Den Firmen, die Firmen nicht zu entschädigen. Also wenn man das abschaffen will, müsste man halt einfach nur aufhören, neue Patente anzunehmen Und dann hat sich das in zwanzig Jahren erledigt, ja, dann sind die alle ausgelaufen, dann ist gut. So, aber äh das. Ja? Aber das, was da gerade passiert, ich ich weiß nicht, äh, ob da irgendwas sinistrisch äh dahinter steckt, dass jetzt, keine Ahnung, die USA, dass jetzt Pfeißer irgendwie ähm nicht an Bier und Tech zahlen will und deswegen äh halt äh ja deswegen jetzt die Patente ausgesetzt werden sollen oder ich.
Tim Pritlove
Ich denke, also die meisten Patente liegen in dem Fall sogar bei moderner, also moderner hat ja auch einiges an Biotech lizenziert, aber das ist wahrscheinlich und diese ganzen Zutaten, die man dazu braucht, sind ja auch teilweise patentbehaftet.
Pavel Mayer
Genau, also da ist dann, also die Kette geht ja weiter, die Großteil aus der ganzen Lieferkette äh sind ja auch noch patentiert, dass es nicht damit getan jetzt die Patente ähm irgendwie den Impfstoff, sondern auch gucken die Grundstoffe teilweise sind halt super teuer und so, aber sagen, als also meine wahrscheinlichste Vermutung äh wie es jetzt dazu gekommen ist, ist äh ich sage mal der beiden hat ja jetzt auch äh jede Menge, sage mal, progressive Linke da jetzt in seinem Team. So würde ich das nennen, und ich glaube, äh dass das äh sagen eine eine Folge davon ist, dass halt ja dort äh, wie sich jetzt äh irgendwelche, ich nenne es mal progressiven Linken äh durchgesetzt haben und ihnen diese Flausen in den Kopf gesetzt haben, ohne das aber bis zum Ende durchzudenken. So, aber es klingt halt erstmal natürlich ganz toll, ja äh äh irgendwie freie Patente und, ja, wenn man das will, also ich bin eh der Meinung, äh dass da ohnehin äh mehr Steuergelder, in Forschung, in Grundlagenforschung, aber auch in Medikamenten und Impfstoffentwicklung gehen sollte und zwar nicht. Nur wenn Pandemie ist oder erst in der Pandemie, sondern dass dort in vielen Fällen eben auch der Markt nicht funktioniert. Ähm so äh und äh dass eben zum Beispiel Impfstoffe für bestimmte oder ähm, Medikamente für bestimmte Krankheiten, die nur Minderheiten betreffen oder wo es nur relativ wenig Kranke gibt, wobei relativ wenig dann zig oder hunderttausende sein kann oder Millionen weltweit, aber so, äh dass äh dort halt einfach nichts entwickelt wird, weil der Markt einfach zu klein ist. Und ich finde, da ist es auch staatlicher Aufgabe. Sagen, mehr Geld äh rein äh äh reinzutun. Ähm ja ähm.
Tim Pritlove
Also ich denke halt auch, wenn man, wenn das Ziel ist, jetzt möglichst viel Impfstoffe in die Welt zu bekommen. Ja, dann ist der einfachste und naheliegendste Weg dahin einfach, kauft die den Firmen ab. Lasst sie die produzieren, dass sie mit dem Geld auch die entsprechenden Produktionszentren überhaupt erstmal aufbauen können. Und dann liefern wir einfach diesen Impfstoff in alle Länder, die sich das nicht selber leisten können. Das ist echt noch das geringste Problem. Also das Geld, was man jetzt dafür aufbringen muss, ist äh für die Welt kein, Thema. Ja, es ist immer noch Vielfaches teurer. Die Pandemie weiter laufen zu lassen und permanent uns dieser Gefahr auszusetzen, dass eben auch so wichtige äh Faktoren, wie zum Beispiel die indische Wirtschaft jetzt auf einmal ausfallen. Ne? Durch die Situation, die es äh dort gibt. Und genauso können natürlich auch kleinere Länder in irgendeiner Form ein Problem darstellen, und wenn's nur ist, weil dieses Land Marktführer ist. Zulieferung und eines wichtigen Rohstoffs. Oder auch Medikaments.
Pavel Mayer
Also China ist äh ja nicht der weltgrößte Exporteur für jetzt Medikamentengrundstoffe, nicht unbedingt für Medikamente, aber da sind die auch ganz gut dabei und Indien. Sind, sind sind halt auch groß dabei so, Aber ich habe mit beiden Ländern, ehrlich gesagt, auch Probleme, äh weil äh ähm dort ähm ich meine, da ist sehr viel Produktion hin abgewandert. Aber warum? Äh ja weil's dort billiger ist und warum ist es dort billiger? Weil dort Umwelt und Sozialdumping betrieben wird. Ja, das kann eigentlich kann das auch keine Lösung sein und ich deswegen wäre ohnehin äh notwendig äh äh finde ich, dass man eigentlich einen einen Zoll- und Handelssystem hat, was halt äh äh dafür sorgt, dass eben äh Länder mit niedrigen, mit niedrigeren äh ja Sozial- und Umweltstandards, dass deren Produkte einfach verteuert werden, so um eben genau das zu verhindern, dass wir in anderen Ländern Umweltzerstören, ja? Und das ist halt äh und dann am Ende äh auch noch äh Medikamentenknappheit deswegen haben äh oder wie im Fall von China, ich meine den Chinesen traue ich einfach nicht über den Weg, die punschen halt alles äh so dort. Und es gab auch entsprechende Skandale mit Medikamenten, also Valsartan zum Beispiel. Das ist so ein Stichwort, so ein Skandal, äh wo sie. Halt äh ja verunreinigte äh Medikamente äh geliefert haben, die dann auch in Verkehr gekommen sind. Nicht das, also normalerweise versuchen die Chinesen die Sachen für den Export äh dann versuchen sie halt möglichst gut Qualitätskontrolle zu machen, aber fürs Inland äh hat man das Gefühl, nehmen sie dann auch viel von dem Schrott, der bei der äh Qualitätskontrolle äh äh für den Export ins Ausland, wegfällt durchfällt, und äh ja und ich meine auch in China trotz der Geheimhaltung äh sie kann dann immer wieder Nachrichten ja über äh eben auch äh zum Beispiel ja Impf und Medikamentenskandal, also mit gepunchten Impfstoffen und mit gepunchten Medikamenten und ich meine, machen sogar gepunchtes Bier, ja. Äh also wo ja, was aus irgendwelchen zusammengemixten Chemikalien äh äh besteht. Ja ähm. Und ähm bis hinzu, ich meine, das ekligste, von dem ich gehört habe, aber dann machen wir das auch Schluss sein ist, ähm, dass äh äh die halt Fette aus der Kanalisation aufbereiten, um darin dann wieder Nahrung äh sagen zu frittieren und zu grillen.
Tim Pritlove
Gott, lass uns wieder.
Pavel Mayer
Vielleicht diese englischen, Klöße, kennst diese Fettklöße, die sich in der Kanalisation ansammeln, genau. Äh die werden dort äh wieder sozusagen recycelt, aber nicht so, wie man sich das vorstellt, sondern halt, na ja.
Tim Pritlove
Jetzt kommen wir ja wieder an.
Pavel Mayer
Mhm. Mhm.
Tim Pritlove
Wir sind auch langsam am Ende der Sendung, also Achtung, wir müssen jetzt hier mal wieder äh den positiven Spin reinkriegen. Also ich fasse mal kurz zusammen Das war, glaube ich, relativ einig. Die Auflösung und Aufhebung und auch nur temporäre Aussetzungen von Impfstoff, Patenten bringt in der aktuellen Situation einfach mal gar nix, zumindest nicht, wenn das Ziel ist maximal schnell möglichst viele Impfstoffe äh in die Welt zu bringen.
Pavel Mayer
Noch ein Aspekt, äh das hat so viele Aspekte, ich meine äh also ja, zusammenfassend können wir, glaube ich, ähm, so die meisten Länder können keine Impfstoffe produzieren, nicht wegen der Patente, sondern weil sie's schlichtweg nicht können. So, das kann man, glaube ich, und da ändern auch eben Patente nichts dran.
Tim Pritlove
Also nicht, weil sie es nicht könnten, sondern weil sie einfach derzeit noch nicht die Technologie das Personal äh und den den Flow von Materialien organisiert bekommen können, der erforderlich ist.
Pavel Mayer
Weil sie auch nicht die Wohnungen oder die nicht den Lebensstandard haben, den sie bräuchten, um die, wenn sie dort in ausreichender Zahl die Experten beherbergen wollten, im Land, die qualifiziert genug sind, um diese Arbeiten durchzuführen, ja. Das heißt, du musst im Endeffekt, ja, musst du äh damit Länder, äh, mein oder viele Länder so ärmere oder weniger entwickelte Länder müsstest du überhaupt erst entwickeln, damit die in der Lage sind äh ja? Oder klar, du kannst das da irgendwie hintransplantieren oder so und ich mein, passiert ja auch, so mit Technologietransfer und so weiter, aber ja, selbst in Europa, wenn du dir anguckst. Welche Länder jetzt irgendwie mitwirken äh an der Impfstoffproduktion und so, ja. Also. Das ist vor allen Dingen bei MRNA, Impfstoffen ja.
Tim Pritlove
Sehr kleiner Club.
Pavel Mayer
Man das komplett vergessen. Es gibt sicherlich einfacher herzustellende Impfstoffe, so die weniger Technologie erfordern, also sozusagen eine Variante, aber. Für jetzt wirklich Entwicklungsländer oder Krisenregionen, wenn man die halt auch durchimpfen will oder generell Länder. Oder mit schlechten Gesundheitssystemen, dann möchte man eventuell auch ganz andere Impfstoffe haben, die zum Beispiel anders verabreicht werden, also sie wo du keine sterilen Spritzen brauchst, sondern die halt äh, dann, ja inhaliert oder in die Nase gespritzt oder geschluckt werden können und solche Impfstoffe sind auch in der Entwicklung und Erprobung soweit ich weiß sogar, ja, die du nicht spritzen, Most gegen Covid. Das ist nochmal ein ganz anderer Aspekt. Also anderen Worten einfach zu sagen, ah wir machen jetzt die Patente weg. Also ähm. Ne? Ich würde das begrüßen, wenn man jetzt sagen das Patentsystem nochmal daraufhin, wirklich untersucht und umkrempelt, welche Arten äh denn von, ich sage mal, Technologie, weitesten Sinne, denn überhaupt patentierbar sind, ich meine es gibt ja vieles was nicht patentierbar ist aber es gibt halt so diesen Bereich so umstritten ja soll man überhaupt Moleküle patentieren können äh oder Gensequenzen patentieren oder so. Das ist das sind da oder Software Patente und. Ähm ja, also da denke ich, äh ist auf jeden Fall eine Debatte sinnvoll, äh aber die müsste dann, oder sollte dann zunehmen. Dauerhaften äh Veränderung äh führen und nicht jetzt irgendwie, ich meine. Aussetzen, bis die Pandemie war. Ich meine, wer investiert denn, ich meine, das ist so eine andere Sache, wer investiert denn wirklich in Produktionsanlagen äh. Um auf der Basis von, ich sage mal, ausgesetzten Patenten irgendwas zu produzieren, wo aber irgendwann die nicht mehr ausgesetzt sind, dann kann ich entweder meine Fabrik zumachen oder äh dann ist doch, ich meine, Kapital oder Investition in irgend, was äh hängen halt massiv auch vom vom Risiko ab, beziehungsweise die erwartete Kapitalrendite, ja? Und niemand wird irgendwie jetzt in, äh äh Geschichten, die dann auch noch, nichts abwerfen investieren ja also funktioniert Kapital, Allokation nicht nirgendwo außer, ja, wenn es übergeordnete Dinge da gibt.
Tim Pritlove
Ja und die Patentgeber sind ja auf jeden Fall auch immer deine größten Konkurrenten, ne? Also weil ich meine, es wird immer so sein, dass die äh Pharmaunternehmen, die halt jetzt hier diese Patente halten, natürlich vor allem auch ein Interesse an der Produktion haben. Das müssen die ja sogar tun weil sie sonst ja diese ganze Technologie überhaupt nicht im Griff behalten können. Das ist ja nicht so die erfindest das und dann ja okay, wir haben jetzt hier Impfstoff, wer will denn mal produzieren hier bitte schön, da könnt ihr euch ja das PDF runterladen, kostet irgendwie dreißig Millionen Dollar pro Jahr und dann könnt ihr mal machen. So funktioniert das halt einfach nicht. Also ich glaube Diese ganze Debatte ist ähm ein bisschen verquer und ein bisschen aufgeheizt und äh, Ich verstehe ja so eine gewisse Grundskepsis gegenüber Konzernen und die Pharmaindustrie ist sicherlich auch äh wie alle großen Konzerne äh an vielen Stellen nicht ganz sauber, aber man kann auch, um ihn mal nicht von Hand weisen, dass jetzt so durch die, medizinische Industrialisierung schon so als Gesellschaft so ein gewissen Benefit kann man dem Ganzen jetzt nicht absprechen, ne? Also es ist jetzt so per se nicht ganz so böse eigentlich alles.
Pavel Mayer
Nee, aber welchen Teil man davon, ich sage mal, privat wirtschaftlich organisiert und wie man die Steuerung äh macht und äh so weiter, letztlich. Hängt es mit Gesundheitssystem zusammen und das ist halt äh so Gesundheitssystem in all ihren Varianten ähm ja äh das ist so ein komplexes Thema äh ja und.
Tim Pritlove
Das ist das Fass, was wir heute nicht mehr aufmachen.
Pavel Mayer
Nee. Definitiv.
Tim Pritlove
Ich würde bisher vorschlagen, Pavi, wir können jetzt das Thema auch mal äh zumachen und diese Sendung eigentlich auch, denn jetzt ist erstmal alles gesagt für heute. Vielleicht ein kleiner Ausblick, wie ähm wir es gerne tun. Ich fange mal an. Habe ich ja im Prinzip schon gesagt. Derzeit, entwickelt sich die ganze Impfkampagne sehr gut. Viele von euch mögen vielleicht noch so äh auf dieser Position sein, oh Gott, bis ich dran komme, ist irgendwie, dann fällt schon wieder Schnee. Meine Erfahrung ist äh so Anekdote, dass derzeit eine Menge Termine purzeln und ähm, schnell so einen Dominoeffekt da äh einsetzt, so ein bisschen wie Kita kriegen in im Prenzlauer Berg. Alle tragen sich auf alle Wartelisten ein und in dem Moment, wo die erste Kita zusagt, ähm tragen sich ganz viele Leute wieder aus diesen Wartelisten aus. Sprich. Das wird jetzt alles relativ schnell gehen. Ja, wir haben irgendwie über fünfhunderttausend äh neue Impfungen pro Tag halbe Millionen Leute, Bevölkerung von achtzig Millionen, das ist schon was, was man spürt. Sprich, wir werden jetzt eine Beschleunigung sehen und äh ihr solltet euch drum kümmern. Das Motto ist für sich, wer kann, ja? Derzeit ist halt die Nachfrage noch sehr viel größer als das Angebot, Das wird sicherlich auch noch eine Weile so bleiben, aber die Möglichkeiten sind da schaut nach, nach Terminen bei euren Impfzentren, fragt bei euren Haus, äh Ärztin nach und dann äh kann ich mir durchaus vorstellen, dass ihr da auch bald ähm. Aufrückt und auch Termine bekommt.
Pavel Mayer
Wichtig ist vielleicht im Moment, sagen bei euren Hausärzten, weil äh im Moment sagen, irgendwo. Ja bei 'nem Arzt jetzt der nicht der Hausarzt ist, gerade die werden die sind im Moment komplett geflutet mit mit Anfragen und das ist glaube ich so ja also irgendwo einfach auf Verdacht anrufen äh bei einem bei einem Arzt äh äh glaube ich sollte man noch ein paar Wochen warten. Oder wie siehst du das?
Tim Pritlove
Das ist äh sicherlich jetzt nicht unbedingt besonders gewinnbringend, aber man hat unter Umständen auch mehr äh als ähm, Nur eine Ärztin zur Auswahl, ja, also man hat auch Kinderärzte und so weiter. Man muss halt einfach mal schauen, wo wird überhaupt geimpft, aber überall, wo man eben geführt ist Ja, äh lohnt es sich, nachzufragen. Ich würde auch mal Kinderärzte äh explizit mal mit reinnehmen, die ihr vielleicht auch irgendwann anfangen mit der Impferei, wenn's für die Kinder auch eröffnet ist, Einfach mal äh bei Terminen, die man unter Umständen sowieso hat, nachfragen Ja und ansonsten einfach die Terminportale einfach mal frequentieren, weil ich glaube, da wird jetzt in zunehmendem Maße was frei werden. Macht euch nicht verrückt, ähm aber auf jeden Fall schon mal Augen offen halten. Geht bald los. Infektionsgeschehen. Tja, da heißt es einfach weiterhin, haltet euch noch ein bisschen zurück. Da müssen wir jetzt nochmal einen Monat durchhalten.
Pavel Mayer
Ja, das ist äh sieht sieht so aus, ja und wie vorhin äh schon gesagt, zusammengefasst. Ähm, es hängt jetzt sehr stark davon ab, äh wie schnell jetzt wo geöffnet äh wird, weil es ist halt dieser Wettlauf äh zwischen eben. Dem Impfen und dem Sommer auf der einen Seite und dem, lockern äh auf der anderen Seite und die zuppeln halt beide am R-Wert rum. Und wir haben im Moment grade nur, zehn Prozent Abstand nach oben, also null Komma eins und der kann halt auch äh wieder rasch verloren, aufpassen. Aber und im Moment scheint aber die Politik äh, noch entschlossen zu sein, jetzt äh also ich sehe keine Lockerungsorgien im Moment, aber das kann alt wieder ganz schnell kommen.
Tim Pritlove
Oh, oh ja, ist das grad ganz schnell kommen. Oh Mann, ey.
Pavel Mayer
Und dann und dann kann's sein, dass wir doch nochmal ein Bamb kriegen, also wenn wir, wenn wir mit Lockerungsorien anfangen, dass wir das dann äh sagen nochmal in den Zahlen äh sehen werden. Aber zumindest was man sagen kann das tatsächlich es durch Impfen der Älteren zumindest dafür sorgen äh wird, dass äh dass äh unser Gesundheitssystem, also es ist eine Überlastung des Gesundheitssystems äh jetzt äh abgewendet ist. Das kann man zumindest sagen, dass wird, sehr wahrscheinlich nicht passieren und da hätten wir jetzt dann auch genug Zeit nochmal zu reagieren, falls. Die Zahlen unerwartet äh doch nochmal sehr stark in die Höhe schießen, aber in Ländern, wo. Geimpft wurde, haben wir den Effekt nirgendwo gesehen bisher, insofern äh ist das eher unwahrscheinlich, also in Israel oder in Großbritannien gab's da auch nichts mehr, insofern, kann man nur hoffen äh oder äh sag mal mit begründet erwarten.
Tim Pritlove
Ich ich möchte noch anfügen, dass dass die, die jetzt äh das gehört haben, was du gesagt hast und die im Gesundheitssystem arbeiten und sich jetzt denken so, wie das Gesundheitssystem ist nicht überlastet, Die sind schon vorher vor dieser Pandemie, waren die alle schon total überlastet, ja? Wir reden sozusagen über eine, ich weiß gar nicht, wie man das nennen soll, Überlastung äh äh im Zustand. Ja genau, also der Zusammenbruch wurde verhindert, aber die Überlastung, die ist real.
Pavel Mayer
Ähm also ich meine, es ist immer eine eine Definitions äh Frage und äh ich meine ja, der Schaden ist den, den, diese Pandemie angerichtet hat, auch bei Mitarbeitern im äh Gesundheitswesen äh dass äh wird uns, auch noch äh eine Weile begleiten. Also ich ähm habe jetzt zwar die genauen Zahlen nicht, wie viele Leute gekündigt haben, aber ich hab zumindest Meldungen darüber gehört, dass irgendwie es tausende von auch abging gegeben hat, von Leuten, aber ob das jetzt mehr ist als normal oder weniger äh.
Tim Pritlove
Wird sich erst dort zeigen, da gibt's auf jeden Fall auch saisonale Bewegungen und so. Das äh kann man jetzt auf jeden Fall nicht erörtern. Lass uns jetzt Schluss machen hier an dieser Stelle. Vielen Dank fürs Zuhören in dieser Woche. Vielen Dank fürs äh Zuhören. Vielleicht auch in der nächsten Woche, da gibt's das nächste Corona-Wikli. Noch habt ihr ja gehört, noch bleiben wir äh dran. Ich würde mal sagen, so mindestens bis zum, Sommer. Wenn wir hier noch äh Updates liefern, solange es noch interessant bleibt und danach schauen wir mal, ne. Und jetzt können wir erstmal nur ein schönes Wochenende äh wünschen oder was jetzt äh nach dem Hören dieser Sendung für euch äh dran ist und äh wenn ihr Lust habt, schaut ihr am Dienstag nochmal im Clubhaus mit rein und nehmt an unseren Diskussionen dort. Teil des immer ganz interessant und äh wenn nicht, dann hören wir uns in der Woche nochmal und bis dahin sage ich.
Shownotes

UKW071 Corona Weekly: Impftermine helfen gegen Corona

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Die Zahlen in Deutschland stagnieren. Die Bundesnotbremse bremst zwar nicht die Pandemie, verhindert aber in der Summe der Maßnahmen offenbar, dass sich die Situation weiter verschlechtert. Trotzdem gibt es keinen klaren Trend und die kurze Verschnaufpause verweilt immer noch auf einem zu hohen Niveau und könnte auch jederzeit wie ein Kartenhaus einstürzen.

Wir werfen daher einen genaueren Blick auf das einzige, was derzeit noch helfen kann: die Impfkampagne. TIm hat sich die Zahlen etwas genauer angeschaut und ausgewertet und zieht eine positive Bilanz: Die Kampagne kommt gerade in Fahrt und die Zeichen stehen gut, dass sich dieser Trend bis in den Juni hinein hält.

Des weiteren schauen wir noch auf das Drama rund um den Sputnik V Impfstoff aus Rußland, der in der Welt so recht keine Freunde machen will, da es wohl berechtigte Zweifel an Testzahlen und Produktionsqualität gibt. Mit einer Zulassung in Europa ist so schnell wohl nicht zu rechnen.

Am Ende schauen wir dann noch auf eine erfreuliche Studie über die Wirksamkeit von Impfstoffen und blicken außerdem in das Land des Glücks, dass sich auf eine ganz besondere Art und Weise seine Bürger zum impfen motiviert.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Pritlaff und das hier ist Ausgabe einundsiebzig von UKW und es ist Freitag und das heißt, es ist Coronawickly mit mir und mit Pavel, hallo Pavel. Der.
Pavel Mayer
Ne? Und das ist der dreißigste April.
Tim Pritlove
Genau, es ist der dreißigste April zwanzig einundzwanzig. Noch ist nicht alles äh vorbei, aber es wird besser. Wie, das werden wir heute äh erklären, wie es hier unsere Art ist, immer, am Freitag schauen wir auf die Entwicklung in der Coronakrise mit Schwerpunkt Deutschland. Ab und zu schauen wir auch mal woanders hin, machen wir heute auch, aber trotzdem unser Fokus ist natürlich auf Deutschland. Ja, weiß nicht, ist irgendwas äh. Irgendwas Besonderes passiert diese Woche eigentlich nicht, ne?
Pavel Mayer
Nö, nichts wirklich spektakuläres, allerdings äh so haben wir. So seit zwei Tagen äh eine leicht sinkende äh sieben Tage Inzidenz, die ist jetzt auf hundertdreiundsechzig, gefallen ähm so hm in innerhalb von zwei Tagen und der aber vor allen Dingen ja seit gestern ist dann der sieben Tage R-Wert knapp unter eins gefallenes hatten wir. Jetzt äh seit drei Wochen äh nicht mehr, insofern kann man also von einer kleinen Trendwende reden, allerdings ist halt null Komma neun sechs noch nicht so richtig der geile RWRt, der die äh Zahlen nach unten fallen, äh diese aber es ist auf jeden Fall schon mal erfreulich. Nicht so ganz erfreulich, aber zu erwarten äh ist, dass die Zahl der Todesfälle äh weiter leicht angestiegen ist jetzt auf tausendsechshundertzweiundneunzig in den letzten sieben Tagen und das ist natürlich schon eine ganze Menge äh leider, aber wie gesagt, das äh sagen das Schicksal entscheidet sich halt bei den äh Todesfällen äh in der Regel zwanzig Tage. Vorher mit der Infektion, deswegen kann man halt sagen, Ja, das äh die jetzt nicht weiter spektakulär ansteigen werden, sondern dass wir da auch dann demnächst wieder einen leichten Rückgang sehen werden bei den Todesfällen, aber, Ja, es sieht erstmal so aus, als wenn die schon noch relativ lange auf. Dem Niveau noch bleiben dürften auf dem sie jetzt leider sind. So äh.
Tim Pritlove
Das sind mal so locker zweihundertvierzig Leute, die so pro Tag sterben.
Pavel Mayer
Das ist halt nicht schön ist. Vor allen Dingen natürlich vor dem Hintergrund hm dass. Ja, die Älteren eigentlich ziemlich weitgehend mittlerweile geimpft sein sollten vor dem Hintergrund, sind es natürlich erstmal noch unschön hohe Zahlen, die darauf hindeuten, dass dann eben wahrscheinlich doch noch nicht so viele Leute geimpft sind.
Tim Pritlove
Dir mal die Altersverteilung angeschaut bei den Todeszahlen.
Pavel Mayer
Ja ja, das sind äh das sind halt vor allem immer noch achtzig plus und äh sechzig bis äh neunundsiebzig, die machen irgendwie, wenn ich fünfundneunzig Prozent der Todesfälle aus. Ja. Und wir haben zwar auch immer äh wir haben zwar mittlerweile auch um äh da mal jetzt dann, zu den Inzidenzen nach Altersgruppen ähm über zu äh gehen ähm die. Achtzig plus haben mit dreiundsechzig auf hunderttausend die niedrigste Inzidenz und dann kommt mit vierundneunzig eben die Sechzig bis neunundsiebzig, aber das sind halt, ja, das ist halt nicht nicht zero, Covid und ähm ja die gehen halt leicht zurück und am stärksten äh sind aber jetzt Zahlen bei den fünf bis vierzehn Jährigen zurückgegangen, aber sind trotzdem noch äh ja von der Inzidenz die höchsten mit zweihundertdreiundvierzig, zweihundertvierunddreißig auf hunderttausend jetzt ja und ansonsten ja Kopf an Kopf mit den äh fünfzehn bis vierunddreißig so die bei noch bei zweihundertneunundzwanzig pro hunderttausend liegen, aber, Wir haben jetzt äh ja äh grade einen leichten Rückgang in allen Altersgruppen gesehen. Das äh deutet also auch daraufhin äh ja, dass die. Inzidenzen gerade allgemein zurückgehen und das würde ich äh sowohl auf, mehr Wernes äh zurück äh führen, Grund der öffentlichen Diskussion und äh Bundesnotbremse und so, das äh Plus, natürlich äh ja die steigenden Impfquoten spielen auch eine Rolle, aber die äh spielen halt äh sicherlich nicht bei bei den Kindern oder Jugendlichen jetzt wirklich 'ne 'ne große Rolle so das heißt da, äh sind andere Faktoren am Werk.
Tim Pritlove
Hast du irgendwie eine Meinung dazu, was jetzt genau von dieser Bundesnotbremse äh äh hier noch durchschlagen kann. Vom Effekt her ist es ja mehr so man beschleunigt jetzt auf der Autobahn nicht mehr, man geht mal einfach vom Gas. Also die, das ist ja mehr so eine. Bundesfond vom, vom Gas. Geh Aktion als wirklich, dass man mal aufs Bremspedal tritt.
Pavel Mayer
Ja ja ähm also teilweise äh denke ich die Ausgangssperren. So sind halt von daher wirksam, dass hm ja, bestimmte äh Kontakte dann einfach nicht stattfinden, dass die Leute sich dann halt Abends äh eben dann, jetzt weniger treffen, ja. So und das dadurch, ich meine ähm, Es ergibt ja, ich sage mal, jede Menge Maßnahmen, wenn man die alle zusammenzählt, so die Maskenpflichten. Und, äh ja äh Abstand und ähm Home Office und äh Verbot von Veranstaltungen und Zusammenkünften und die Gastronomie ist geschlossen und mein all das sagen, kommt halt, so aufeinander und Ja, äh plus natürlich Saisonalität und Impfung und äh das hat halt jetzt äh zusammen entfaltet es jetzt eine Wirkung, äh dass der R-Wert äh gerade unter eins äh ist. So, aber leider eben ja ist es noch nicht genug.
Tim Pritlove
Ein bisschen traurig, wenn man sich irgendwie so den Verlauf anschaut und und sieht so genau diese immerhin noch schwachen Maßnahmen, ja, wenn wir die im Mitte Februar einfach beibehalten hätten, anstatt äh wieder loszulabern, dann wären wir locker, im im unteren zweistelligen Bereich, angekommen und hätten uns diesen ganzen Ärger der letzten zwei Monate vollständig gespart und auch noch den Ärger der nächsten zwei Monate, den wir auch noch haben werden, weil. Die ganze Geschichte ist eigentlich um vier Monate rausgezögert. Ohne Not und ohne Gewinn vor allem. Oder? Ist doch so.
Pavel Mayer
Ja, ja, ja, ja, nein, definitiv. Also, äh und ähm vielleicht später äh noch noch drauf und das Spiel geht ja schon wieder äh äh los, so mit der. Öffnungsdebatten äh und so. Ich meine, kaum hören die kaum äh hören die Zahlen auf zu steigen schon äh ja, Ähm.
Tim Pritlove
Kann das ja alles nicht so weitergehen.
Pavel Mayer
Kommen sie wieder alle aus ihren Löchern und äh ja, aber dazu äh glaube ich, später bleiben wir mal jetzt vielleicht nochmal bei den bei den Zahlen. Was, vielleicht noch interessant ist, wenn man sich die Pseudo R Werte anguckt, dann äh ja liegen die aktuell für die null, das Vierjährigen noch knapp äh über äh eins, aber praktisch.
Tim Pritlove
Was meinst du mit Pseudo R?
Pavel Mayer
Na ja, es ist so, hm, eigentlich gibt der R-Wert ja an, bei eins, dass zehn Infizierte, zehn weitere infizieren. Ähm. Wenn ich jetzt einfach die Wachstumsraten oder. In die Rückgänge, sagen den den die wöchentlichen Veränderungen nach Altersgruppen berechne und die dann halt. Mit äh irgendwie hoch vier Siebtel auf äh einen R-Wert umrechne, dann äh ist es genau genommen eben kein richtiger R-Wert, weil sich die Leute ja nicht nur innerhalb der Altersgruppen anstecken, sondern natürlich auch äh zwischen den Altersgruppen. Also, dieser aber ich finde es halt ganz hilfreich, weil man den R-Wert mittlerweile gewohnt ist, sondern das eben auch umzurechnen auf so einen, deswegen nenne ich den Pseudo Rert äh in den, verschiedenen Altersgruppen. Und da sieht man halt, Ja, dass im Moment eben noch bei den Null- bis Vierjährigen die höchste Ausbreitung ist, ähm ganz knapp, über eins und bei den ähm ja Schülern null bis äh vierzehn dann die zweithöchste noch mit null Komma neun sieben. Ja, und am wenigsten äh also sagen die niedrigsten pseudo mit null Komma neun eins haben jetzt achtzig Plus. Also fast, wie es eigentlich sein sollte. Aber äh eben auch bei fünfzehn bis vier bei den fünfzehn bis vierunddreißig jährigen das Partyvolk, ja ähm.
Tim Pritlove
Ausgebremst worden.
Pavel Mayer
Das äh ist jetzt wahrscheinlich auch durch die Ausgangssperren ausgebremst worden und hat jetzt nur noch äh null Komma neun fünf pseudowert, aber das ist halt schon sehr. Spekulativ, äh aber ähm.
Tim Pritlove
Ja, verstehe.
Pavel Mayer
Ja Ansonsten habe ich mir auch nochmal einen äh Blick auf die Fallsterblichkeit gegönnt. Bei achtzig Plus und bei sechzig bis äh neunundsiebzig um da zu sehen, äh inwieweit sich da jetzt die Impfstoffe, bemerkbar machen und äh ja, da sieht man also äh deutlich, was äh. Schon den Rückgang ab. Ähm ich würde sagen, so ab Mitte Januar bereits, kann man sehen, dass halt bei achtzig Plus begonnen hat die Sterblichkeit leicht zu sinken und so ab Mitte Februar ging das, dann äh los mit sechzig bis neunundsiebzig äh mit der Altersgruppe und. Ja, ich glaube, dass korrigiert wahrscheinlich ein Stück weit äh auch äh einfach mit, stattgefundenen Impfungen würde ich sagen. Ähm ja, dass. Vielleicht dazu äh sagen, dann ja ein kleiner Blick eben auch auf die Tests bis zum. Ja, das sind ja immer die wöchentlichen Testzahlen, äh diesmal die Kalenderwoche sechzehn bis zum fünfundzwanzigsten vierten, also nicht bis heute, sondern ähm bis vor fünf Tagen. Die äh Zahlen und ja, die Zahl der Tests hat halt nochmal deutlich zugenommen. Um ähm ja sechs Prozent werden sie in der Vorwoche auch schon mal um zehn Prozent äh zugenommen hat. Das heißt, es sind jetzt bei eins Komma vier Millionen Tests. Dass äh ja, gut so das hatten wir in Kalenderwoche zwölf auch äh schon mal, aber ja die Testzahlen sind jedenfalls deutlich nach oben gegangen. Und äh ja, aber die ja und die Zahl der positiven Tests ist aber. Etwas mehr nur gestiegen äh so, aber fast fast gleich, sodass jetzt die positiven Quote nur, um von zwölf Komma vier fünf auf zwölf Komma vier sieben Prozent angestiegen ist. Also im Grafen sieht das halt äh praktisch gleich aus, da kann man sagen, ja, äh die die positiven Quote hm stabilisiert sich jetzt auch und das heißt. Wir können davon ausgehen, dass tatsächlich die Ausbreitung der Infektion erstmal zum, gekommen ist, also vermehrt sich jetzt äh nicht, aber ähm na ja, es werden aber. Halt trotzdem jede Woche äh noch hundertsechsunddreißigtausend Menschen äh infiziert. Das ist äh natürlich nicht gut.
Tim Pritlove
Ja und zwölf Komma vier sieben Prozent ist kein gute Zahl. So, also das das muss noch deutlich äh fallen.
Pavel Mayer
Ja, das ist das ist halt auch noch so ein so ein Problem, hm dass wir halt äh aktuell eine sehr hohe Dunkelziffer haben. Da gehe ich später auch nochmal. Drauf ein, wenn wir mal die deutschen Inzidenzen und anderen Zahlen mit den Nachbarländern vergleichen. Ja äh vielleicht auch nochmal einen Blick in die in die Bundesländer und ja äh da. Ist vielleicht das Bemerkenswerteste einfach Schleswig-Holstein, die sowieso nur mit einer äh Inzidenz von vierundsechzig äh. Auf hunderttausend äh Grade unterwegs sind. Äh die nächst Besseren sind Hamburg mit hundertzwölf. Also das ist äh sagen wir schon mal in Abstand und dort geht es gerade, auch mit am schnellsten zurück oder geht geht trotzdem auch weiter gut zurück dort. Hm. Bei den Spitzenreitern Sachsen, mit zweihundertachtunddreißig und Thüringen mit zweihundertdreiundzwanzig. Ja, hm, wer jetzt zwar auch Rückgänge gesehen haben. Gestern oder heute, je nachdem aber nicht so, wie man das jetzt erwarten oder hoffen würde, weil oft hast du ja den Effekt, dass wenn irgendein Land. Wenn's da halt sehr stark hoch geht, dass es dann hinterher auch stärker runter geht, aber die verharren halt weiter auf einem, Niveau Sachsen-Anhalt ist auch nicht wirklich Rückgänge zu sehen. Baden-Württemberg hat sich verschlechtert. Ja NRW, gut die letzten drei Tage, aber davor äh auch ganz schön nach oben marschiert. Ähm Bayern äh so ist jetzt seit seit zehn Tagen äh weniger auf dem Weg nach unten. Das ist ganz gut und ja in Berlin eiert so ein bisschen vor sich hin auf so einer mittleren hundertsiebenunddreißiger Inzidenz. Und tummelt sich da zusammen ganz eng so mit. Rheinland-Pfalz und Bremen und Saarland und Mecklenburg-Vorpommern, die sind gerade im Moment synchronisiert. Und ansonsten, ja, Brandenburg ist äh wieder ganz gut runtergegangen und Hamburg sieht auch ganz gut aus mit hundertvierzehn und hundert äh zwölf, also ganz gut jetzt nur. Im Vergleich halt äh zu den anderen, aber ja, das wären halt die Bundesländer. Ähm.
Tim Pritlove
Wobei man sagen muss jetzt vom vom Trend her, vom R-Wert her äh ist das Saarland grade am aktivsten, also da finden am meisten Reduktionen äh statt, die haben also, den besten äh Ehrwert, der kann sich äh sehen lassen mit null Komma acht eins. Gut, das hält in diesen Tagen nicht immer alles, aber das sind auf jeden Fall so die Zahlen. Wenn wir die in ganz Deutschland hätten, dann äh, wäre schon eine ganze Menge erreicht.
Pavel Mayer
Ja, allerdings ist auch, äh muss man sagen, beim beim Saarland, äh die äh haben ja äh durch ihr, vergeigtes Modellprojekt haben die ja mehr oder weniger ihre Inzidenzen da ohne Not verdoppelt. Ähm Hätten sie das nicht gemacht so äh könnten die wahrscheinlich eher jetzt bei, bei Schleswig-Holstein äh sein. Ähm, ja und wenn man jetzt einfach mal guckt. Wenn das jetzt so bleiben würde, was weiß ich nicht hoffe, sondern ich hoffe der geht noch weiter runter, aber hm. Verlassen kann man sich halt nicht drauf, aber wenn er jetzt so bleiben würde, wie er jetzt ist, nämlich bei, null Komma neun sechs, ja dann äh. Bräuchten wir in äh Deutschland noch äh. Hatte ich die schönen äh Zahlen hier. Ja, ich habe ja die schönen Spaltentage bis fünfzig und Tage bis hundert, die ja beim beim, ansteigen jetzt erstmal uninteressant waren, aber niemand jetzt wieder angucken kann, ja und es würde im Moment zweiundfünfzig Tage, also, fast zwei Wochen dauern, äh äh zwei Monate dauern, um äh bis. Hundert zu kommen und hundertfünfundzwanzig Tage, um bis fünfzig zu kommen. Das ist natürlich absurd. So und ich hoffe nicht, dass es dazu, kommen äh wird und gehe eigentlich auch nicht aus, dass es dazu kommen wird, sondern dass irgendwann bald der R-Wert irgendwo, dass wir da die null Komma acht bis null null Komma neun sehen werden, wie in anderen Ländern, wie in UK oder Israel, äh wo dann auch die Impfung irgendwann dazu geführt hat, dass es halt. Runtergeht. Also das ist jetzt nicht unbedingt äh nicht jetzt als Prognose sehen, sondern nur als bedingte Prognose für den Fall, wenn wenn er nicht weiter runtergeht, aber womit nicht zu rechnen, ist so. Aber umgekehrt. Ist es so, dass wir uns jetzt nicht zurück, lehnen können und äh weder was die absolute Inzidenz angeht, noch jetzt der Abstand, den wir zu eins haben, äh ja, lässt halt einfach gegenwärtig keinerlei Öffnungen, Da braucht man gar nicht drüber äh zu diskutieren.
Tim Pritlove
Wird auch nicht drüber diskutiert, das wird einfach beschlossen.
Pavel Mayer
Ja, es ist genau. Jetzt komm, komm schon wieder natürlich, dass dass ja, das hat mich einfach auch wieder äh ja. Dermaßen aufgeregt, dass ähm kaum, ja, kaum steigen die Zahlen nicht mehr an, äh so. Sofort nach Lockerung äh äh geschrien, äh wieder und dann, was sich richtig auch in Farm äh fand, da läuft halt einfach entweder eine Kampagne oder die oder äh gerade die eher. Leicht rechtslastigen Medien oder sagen wir mal Springermedien ähm. Dass die alle irgendwie äh so eine Neidkampagne, so eine Öffnungs-Night-Kampagne, fahren mit äh so Artikeln A, guckt mal, guckt mal in Frankreich und in Holland und in Portugal und in Spanien und in Italien, die machen, da sitzen Leute jetzt in Cafés draußen äh so ja an dem und dem Ort und äh die haben ja. Alle höhere Inzidenzen als wir und wir machen hier Lockdown und die sitzen schön draußen im Cafe an der Sonne, ja? So mit solchen. Artikeln äh so, die findet man dann so, die beharrmlos äh. Ja eingebettet teilweise in andere äh Nachrichten oder oder Meldungen und äh vor allen Dingen, was mich halt nervt, ist, dass dann suggeriert wird. Die hätten alle höhere Inzidenzen und würden jetzt auch mal abgesehen davon, dass es sowieso sehr regional unterschiedlich ist dort, dass man das nicht nicht wirklich vergleichen kann. Ähm sind unsere Zahlen im internationalen Vergleich. Einfach, schlecht, so. Ähm ja, also die meisten ähm Zahlen jedenfalls. Dazu und ähm wenn wir mal einen Blick äh auf die Nachbarländer werfen, äh dann. Kann man natürlich klar erstmal bei die Inzidenzen vergleichen, wie das so viele Länder machen, aber äh. Ähm man muss natürlich auch einen Blick immer auf positiven Quote, Dunkelziffer und äh Zahl der Tests und so weiter gucken und natürlich Zahl der Toten. Auch und da ergibt sich dann halt einen Gesamtbild. Und. Bei der positiven Rate. Sie zahlt äh einfach so aus, ähm dass wir überhaupt, ja, dass wir die zweithöchste positiven Rate von allen Nachbarländern haben und äh nur Polen liegt gerade höher und. So andere und einige Nachbarländer, ja wie, wie Dänemark, äh zum Beispiel, die. Liegen, Faktor, ja. Dreißig unter der äh positiven Quote und sogar, wenn man sogar Tschechien ähm so hat. Einfach mal äh ja deutlich einen einen Bruchteil von dem ähm was wir jetzt haben an an positiven Quote vielleicht zwanzig Prozent oder so. Also äh plus äh einige andere Länder wie wie Portugal, ja, die haben richtig was geleistet. Die haben gearbeitet für ihre Lockerungen, ja? Nicht so wie wir, äh, versucht, sich durchzumogeln, sondern die haben halt richtig Lockdown äh gemacht. Das führt dann zum Beispiel im Endeffekt dazu, äh dass wir jetzt. Pro Kopf gemessen in Deutschland zehnmal so viel Tote haben wie Portugal. Die ist halt richtig schlimm erwischt hatte, ja. Und da muss man nur sagen, äh ja, diese zehnmal so viel Toten äh so, die gehen ganz klar auf das Konto von Leuten, die verhindert haben, dass hier einen vernünftigen Lockdown stattfindet, ja, da ist da ist persönliche Schuld verbunden, so sehe ich das jedenfalls. Das sind völlig, ja, also von den. Tausendsechshundert Toten. Sind halt tausendvierhundert ähm ja Leuten auch wie Laschet äh zum Beispiel geschuldet. Aber auch äh ja äh Journalisten die halt, Anfang Öffnungs äh oder Lockerungsneid äh zu schüren, so. Ja, die haben alle Blut an den Händen so für mich. Ja. Aber äh würden das natürlich alle weit von sich weisen. Plus ganze Ministerpräsidentenrunde und so.
Tim Pritlove
Bei den Nachbarländern sind wir definitiv, also Polen kommt da gerade so schnell runter, dass wir wahrscheinlich nächste Woche schon äh feststellen können, dass unsere positiven Quote äh alles übersteigt, was jetzt mit unseren Nachbarländern sich vergleichen lässt. Tschechien ist übrigens. Bei ungefähr zehn Prozent von dem, ne.
Pavel Mayer
Zehn Prozent, okay.
Tim Pritlove
Also ja, das ist das Problem, ne. Also äh ich hab's ja schon ich glaube, ich habe vor zwei Monaten schon irgendwie diesen Tweet abgesetzt, den ich derzeit gefühlt jeden Tag wieder neu äh posten könnte. Dass dass ich einfach so den Eindruck habe, dass eigentlich die Politik eben vor zwei Monaten beschlossen hat, einfach jetzt gar nichts mehr zu tun.
Pavel Mayer
Ja, ne.
Tim Pritlove
Nicht wirklich, ne? Also es ist sozusagen, es wird ein bisschen irgendwie was getan und natürlich gibt's auch Leute, die äh an sich Lösungen anstreben, aber so kollektiv im Gesamtergebnis, muss man sagen, funktioniert halt einfach nicht. Sondern man setzt einfach auf Impfung. Und das wird sicherlich halt auch irgendwann äh greifen, Ja, bloß eben werden wir gleich auch nochmal drüber sprechen, wahrscheinlich eher so in in zwei Monaten. Bis dahin vergeht noch viel Zeit. Wenn wir jetzt zweihundertvierzig Tote pro Tag haben. Sieht das schnell aus, rechnen, dann äh gucke ich heute irgendwie in die Nachrichten rein und dann ist da irgend so ein so eine Massenpanik in Israel gewesen, dann hieß es, oh. Äh vierundvierzig Tote bei Massenpanik, nationale Tragödie. Ah okay, also vierundvierzig Trute ist jetzt sozusagen Leute, die so einfach so medizinisch aus dem Leben gerissen werden, ohne dass sie da jetzt Schuld dran tragen. Ähm das ist eine nationale Tragödie. In Israel so, wenn man das ja okay, ist kleineres Land, äh kann man hochrechnen, aber man kommt in etwa so auf diese Zahl. Und ähm wir haben halt nationale Tragödie jeden Tag.
Pavel Mayer
Politik ist.
Tim Pritlove
Tägliche nationale Tragödie. Gut, aber das ist äh weiter bei den Zahlen bleiben, bevor wir hier irgendwie zu sehr interpretieren ähm gehen.
Pavel Mayer
Ja, vielleicht dann noch natürlich die Frage, äh wie geht's denn jetzt weiter? Hm. Und so meine. Einschätzung ist, äh dass die Zahlen in den nächsten vier Wochen sich. Moderat nach unten bewegen werden mit ein paar Ausschlägen so, echt ein bisschen, mal ein bisschen langsamer, mal ein bisschen schneller, aber dass ich da erstmal in den nächsten vier Wochen. Viel tun wird und die hm tatsächlich auf dem ich mir dann auch immer gerne angucke. Mal sagen, ist der Großteil der Prognosen, ja kann man sagen, die Hälfte äh sagt, steigende und die andere Hälfte sinkende Zahlen voraus, mit noch ein bisschen bisschen mehr die steigende Zahlen äh vorhersagen gerade, als die sinkende Zahlenvorhersagen, sodass es mal die ähm der der Spread bei den ähm. Ja Prognosen aller möglichen Institute und ähm Software, die die da gebaut äh haben, und äh ja, also die Prognosen besagen, dass ich in den nächsten vier Wochen die Zahlen entweder halbieren oder verdoppeln werden oder irgendwas dazwischen.
Tim Pritlove
Klare Ansage, würde ich sagen. Mhm.
Pavel Mayer
Es ist ja und äh ja ich äh glaube irgendwas dazwischen.
Tim Pritlove
Genau, dem der Mittel der Mittelwert dieser Prognosen ist so leichter Anstieg und bei den Todesraten äh ein etwas weniger leichter Anstieg. Ja, na gut, wollen wir dann mal schauen, wie das so mit der Medikation der Krise durch Impfung aussieht. Ich habe ja letzte Woche mir das erste Mal die Impfzahlen genauer angeschaut und habe ein bisschen Freude dran gefunden, das auch weiterhin äh zu machen. Ich habe da jetzt keine Software für geschrieben, sondern, das hier schön in meine Tabellenkalkulation einfließen lassen, das macht manches einfacher, das macht manches aber auch ein bisschen schwerer. Man kriegt's halt schneller visualisiert, aber man hat halt teilweise doch ganz schön viel, Frickelei und vor allem so wie du da auch deine. Deine Bekanntschaft gemacht hast mit dem realen Zulieferungs äh, Quellen mit dem Datenbestand und und und wie er den sozusagen zu einem kommt. Da lief's ja jetzt bei den. Bei den Impfungen von vornherein ein bisschen besser. Dadurch, dass es dieses Impf-Dashboard gab und das Impftersport ist so ein Proxi, der halt die Daten, die vom RKI glaube ich im Wesentlichen halt auch eher in Tabellenkalkulationsform bereitgestellt wird, dass das eben dann in ordentliche Textformate überführt wird, die man sich halt runterladen kann. Nun ist es aber so, Daten sind natürlich auch immer sehr gefügig und ähm. Man kann sie auf verschiedene Arten und Weisen darstellen und ich habe dann einfach mal geschaut, was ich halt daraus ablesen kann. Und wie schon letzte Woche hier vorgestellt, so mein primärer. Ähm Ansatz war, ist, dass ich mir erstmal die Zahlen geglättet anschauen wollte und das habe ich jetzt auch weiterhin so gemacht. Und vor allem interessiere mich zunächst einmal die Erstimpfung. Die Daten waren auch da und. Seit der letzten Woche hat sich da erheblich was äh getan. Ich hatte ja gesagt, dass die, Bis dahin so ein Drei-Phasen verlaufen sind, so eine etwas längere Anlaufphase ungefähr so bis ähm Mitte Ende Februar dann nahm's halt äh Fahrt auf mit äh den ersten Experimenten bei Hausärzten. Dann haben die Hausärzte angefangen zu impfen. Dann kam aber dann gleich wieder diese Astra äh Krise, dass so diese Phase zwei wo halt die. Bis zu na ja knapp über zweihunderttausend, zweihundertzwanzigtausend im Schnitt kam, ne, also wenn ich jetzt Zahlen nenne, meine ich immer sieben Tages Durchschnitt, weil einzelne Tageszahlen zu feiern ist komplett pointles, also da muss man nur einmal kurz aufs schauen, da wird ja immer die letzte Woche ange äh gezeigt, beziehungsweise man hat auch so eine Einzelübersicht über die Tage, die ist aber irgendwie vollkommen irrelevant, weil am Wochenende wird immer weniger geimpft, auch am Montag relativ wenig äh Aktivität. Warum das bei den Impfzentren schon so war, das hat mich immer gewundert, Die Impfzentren in dem Sinne eigentlich mehr auf so ein vierundzwanzig sieben Modus äh. Gemacht sind, ja? Nicht alle haben auch wirklich sieben Tage die Woche offen gehabt, aber ich habe jetzt keinen zwingenden Grund gesehen, warum aufm Montag weniger Impftermine vergeben werden als aufn Mittwoch oder aufn Donnerstag. Aber so war's. Bei den Hausärzten wiederum kann ich das verstehen, die sind natürlich sehr viel mehr davon abhängig, bekommen dann auch ihre Lieferung eher an einem Montag, machen dann halt, spezielle Impftage, weil die halt nicht jeden Tag impfen können, die wollen ja dann in ihrer Praxis nicht äh normalen Patienten und die die Impfpatienten groß mischen, sondern die haben dann immer separate Aktionen, wo dann die ganze Praxis auch nichts anderes macht als impfen, weil ist ja ein Prozess, muss ja dann die Leute annehmen, aufklären, einreihen, ihnen irgendwie einen erzählen, kurz nochmal eine Beratung geben, sich das okay holen, alle Unterschriften, den ganzen Zettelkram, machen und dann eben den eigentlichen Impfprozess durchzuführen und nochmal die Beobachtung für fünfzehn Minuten und fällig. So und das kann man halt einfach mit einem normalen Praxisbetrieb parallel nicht machen. Deswegen ist es klar, dass es da so eine Häufung gibt und dass die dann in. In den Zeiträumen von von Dienstag bis Donnerstag sind es, glaube ich, auch klar. Also das hat man auf jeden Fall gesehen und ähm hat sich dann auch gleich beim berechnen und auch jetzt beim Weiterrechnen gezeigt, dass es meiner Auffassung nach eine sehr sinnvolle Betrachtungsweise ist, diesen Wochendurchschnitt zu machen. Und ich hab's dann eben auch nochmal getrennt nach Erstimpfung und nach Zweitimpfung, weil, uns in der aktuellen Phase eigentlich die Zweitimpfung nicht interessieren. Ja, also wir wollen ja jetzt erstmal einen Effekt sehen und dieser Effekt wird sich primär durch die Erstimpfung einstellen. Da äh alle Papers ja sagen, okay, Erstimpfung bei allen Impfstoffen wirkt schon extrem gut ist das halt jetzt die wichtige Zahl. Na gut, also Phase eins war lang, Phase zwei war wellig durch die beiden Asra äh Impfstopps, dann gab's halt das erste Mal wieder stärkere Lieferungen und äh das ergab eben dieses Plateau von ungefähr vierhundertfünfzigtausend Impfungen pro Tag also im Schnitt, ne? Und jetzt in dieser Woche, wie auch schon angekündigt, schießen die Zahlen, nochmal weiter nach oben und sind jetzt so auf dem Weg nach fünfhundertfünfzigtausend. Und ich finde das relativ wichtig, dass man irgendwie auch über solche Zahlen diskutiert und nicht über diese, ja, Rekord. Mals eine Millionen Impfdosen. Allein schon deshalb, weil ich habe, man kriegt jetzt die Daten aufm. Immer komplett, ne, das ist so ein bisschen so wie bei deinen Daten, es gibt so jeden Tag so ein Update und dann kriegst du quasi nochmal alle Zahlen von Anfang an neu. Und, Ich habe jetzt noch nicht zu viel äh Aufwand da in die Analyse gestellt, weil ich jetzt auch nicht so viele Backups von den letzten Tagen hatte und das ja auch erst vor einer Woche aufgenommen habe, das Programm. Aber es zeigt sich, dass die, Änderungen in den Daten, die nachträglichen Änderungen doch erheblich sind. Also allein jetzt von gestern. Auf heute bin ich jetzt die, für den gestrigen Tag neu hinzugekommenen Impfungen mal rausnehme, sondern einfach nur die Änderung in den Zahlen der Tage, die ich schon hatte, äh mit reinnehme, dann äh zeigt sich, Dass es ähm allein über vierzigtausendachthundert äh Erstimpfungen. Zusätzlich gab, also.
Pavel Mayer
Bisher noch nicht erfasst.
Tim Pritlove
Die bisher noch nicht erfasst worden sind. So und ich habe das äh habe da jetzt noch keine Heatmap gemacht oder so, aber ähm mein Eindruck ist, dass die teilweise erheblich zurückreichen. Also Monate auch, also da wird genauso wie in den Gesundheitsämtern mit ihren Fällen, wo du manchmal auch Monate alte Fälle hast, die äh nachgetragen werden. Ist das hier auch bei den, Meldungen der der Impfung. Ja und ich meine so vierzigtausendachthundertzweiundvierzig Erstimpfungen, die jetzt einfach nochmal mit dazu kommen, das ist dann halt so mal null Komma null fünf Prozent der Bevölkerung. Pro Tag. Ja. Äh und ja, also das ist auch gut so, also das bedeutet, dass äh die Zahlen weiter äh ansteigen, auch über das, was man so täglich äh unmittelbar wahrnimmt, hinaus. Ja. Also wir haben jetzt fünfhundertzweiundvierzigtausend. Erstimpfung pro Tag im Schnitt erreicht und meine Erwartung ist, dass wir das ähm jetzt. Quasi, dass es jetzt ein neues Plateau erreichen wird, so für die nächsten Wochen, vielleicht auch für den nächsten Monat. Ähm parallel dazu steigt natürlich auch immer der Bedarf an Zweitimpfungen. Und ich hatte dann mal äh angeklopft beim Impf-Dashboard, bei dem Moritz Stefan hatte das ähm weiß nicht, ob er es alleine macht oder eine Gruppe macht, was wahrscheinlich mehrere Leute, aber der äh, machte Daten visualisierung schon schon sehr lange, ist in dieser Szene sehr bekannte äh Person, der das impft der Sport dann so quasi, verantwortet und der war da auch sehr responsive, hat das Problem auch gesehen, weil ich wollte halt berechnen, wie groß ist denn der Bedarf an äh an Zweitimpfungen? Das Problem ist, es hängt halt vom Impfstoff ab, sind jetzt die Zeiträume auf zwölf Wochen. Bei Biotech sind sie halt auf sechs Wochen. Also muss ich auch unterscheiden, aber in den Daten fehlte die Information, wie viele von den Erstimpfungen auf die einzelnen Impfstoffe die Daten gibt es jetzt und deswegen kann ich jetzt schon etwas qualifiziertere Voraussage machen, was sind so der nominelle Bedarf ist. Natürlich sind da immer noch Faktoren drin mit. Leute kriegen dann ihren Termin doch nochmal früher. Oder Leute nehmen ihn nicht wahr und kommen dann später, oder Leute tauchen auch überhaupt nicht mehr auf zu einer Zweitimpfung, das weiß er halt alles nicht, ne? Das das ist dann so ein bisschen After-Defekt. Ähm trotz alledem habe ich mal so eine, gepunktete Linie mir mit in die Grafik reingeschmissen, um so ein bisschen so ein Gefühl zu bekommen, wann denn unsere hohen Impfstoff-Lieferung, äh äh dann wieder aufgefressen werden von den Zweitimpfungen. Weil wir bräuchten ja dann einen zunehmenden Maße auch noch eine höhere Lieferzahl, um das auch noch mit abzudecken. Wir sind quasi angewiesen auf äh steigende Lieferzahlen. Ja, trotzdem bin ich ähm relativ zuversichtlich, dass äh das jetzt erstmal noch so eine Weile so weitergehen kann. Ähm würde das auch ganz gerne noch ein bisschen genauer ausrechnen, aber ich denke. Wir haben halt jetzt so ein Level, wo so jeden Tag ungefähr null Komma sieben Prozent der Bevölkerung dazu kommt. Für die nächsten Wochen auf jeden Fall. Falls nicht noch irgendwas Dramatisches passiert oder wieder irgendeinen Impfstoff nicht geliefert werden kann oder so, ne. Und vielleicht steigen ja auch noch die Lieferungen. Das haben wir ja auch schon öfter gesehen, gerade bei BayernTech Pfeiser. Ähm die haben eigentlich die ganze Zeit immer nur übererfüllt. Sind wirklich fleißig äh dabei ihren Output zu erhöhen. Würde mich jetzt gar nicht wundern, dass die angekündigten Lieferungen auch noch übertroffen werden.
Pavel Mayer
Wobei wir, ja, was in so in schon Jahr eigentlich Mitte, Mitte, Ende Mai, äh wenn ich das richtig sehe, wird der Bedarf äh an äh Zweitimpfungen äh, oder zwei Dosen ja massiv in die Höhe gehen richtig.
Tim Pritlove
Richtig, also er geht dann massiv in die Höhe, allerdings gehen auch die Lieferungen äh noch in die Höhe. Ne, also das da die sich für Lieferungen steigen. Es hat, mir ist jetzt noch nicht gelungen, das jetzt hier in einer Grafik abzubilden, wie sich quasi angekündigte Lieferung Verhalten dazu, also ich würde das ganz gerne noch etwas detaillierter ausarbeiten, da bin ich aber noch nicht zugekommen. Bin aber relativ zuversichtlich, dass, das ganz gut abgefangen äh werden kann. Aber ist schon richtig, das ist ein bisschen so die Bedrohung für die Juni-Zahlen, aber im Juni gehen dann eben auch die Lieferungen deutlich nach oben. Also wir haben. Dass wir kurz schauen wir haben im. Mai, wo jetzt die Nachfrage noch nicht so groß ist, haben wir. Ungefähr so ein Liefervolumen von fünfhundert äh fünfhundertsiebzig bis fünfhundertachtzigtausend Dosen pro Tag. Ja? Also um diese fünfhunderttausend Erstimpfungen zu halten, reicht es nicht, nicht, nicht, nicht ganz aus, aber das äh vielleicht sinkt es noch so ein bisschen. Aber dann, wenn der Bedarf hochgeht, also ab Ende Max, so einen kleinen Überschneidungseffekt gehen, geht es dann auch hoch auf äh gut achthundertdreißig bis achthundertfünfzig, achthundertsechzigtausend Dosen pro Tag. Also. Und das ist jetzt so die äh Vorhersage, ne? Klar, das teilt sich dann wiederum nach den einzelnen ähm Impfstoffen auf und ne, eine Bier, Lieferung hilft jetzt nicht, wenn jemand eigentlich eine zweite moderne Lieferung braucht, aber das scheint mir schon äh entsprechend progressiv aufgestellt zu sein, ob's dann eben auch so kommt, wird man sehen.
Pavel Mayer
Also deckt sich das mit, deinen äh Zahlen, ich habe äh hier so eine so eine Grafik äh so, nur mit Quartalsweise, Aufschlüsselung, wie viel Impfstoffe kommen und das im zweiten. Uartal rund viermal so viele Impfstoffe kommen sollen, wie im ersten Quartal. Und im dritten Quartal sich das nochmal ja nicht ganz verdoppelt, aber von siebenundsiebzig auf hundertsechsundzwanzig Millionen Dosen für die EU nehme ich an, äh ist das alles. Ja und interessant ist, dass der Novi GSK irgendwie fürs vierte Quartal. Angekündigt sind ja zwanzig.
Tim Pritlove
Also ich kann das hier nochmal grob äh ich habe jetzt nur die Zahlen für Deutschland, ne, also, ähm zweites Quartal, das was tatsächlich bisher gekommen ist und das, was angeblich kommen soll, soweit ich das habe, feststellen können, ungefähr sechzig Millionen Dosen. Im ersten Quartal. Einschließlich äh Dezember zwanzig haben wir neunzehn Komma sechs bekommen. Also es ist ungefähr das Dreifache im. Im zweiten Quartal von dem, was wir davor bekommen haben.
Pavel Mayer
Mhm. Okay, nee, dann müssen das auch, das müssen in Deutschland der Anteil auf Deutschland. Also ich sehe hier sagen, fürs fürs zweite Quartal siebenundsiebzig Millionen Dosen sind irgendwie.
Tim Pritlove
Von was?
Pavel Mayer
Insgesamt angekündigt, sechzehn Komma neun Astra, einunddreißig Komma fünf Millionen. Bayern, Tischpfeißer, alte Bestellung irgendwie acht Komma sieben Millionen zusätzlicher Vertrag. Zehn Millionen Johnson and Johnson.
Tim Pritlove
Also das ist halt das, das, das Verwirreende, ne, also Johnson und Johnson habe ich jetzt noch überhaupt gar keine äh Zukunftszahlen, da war jetzt irgendwie nichts zu holen beim Gesundheitsministerium, was die ja auch wieder nur in irgendwelchen komischen PDFs mit reingedruckten Excel Tabellen, die sie von Hand erstellt haben, veröffentlichen. Gibt da keine wirklich belastbaren Daten rein und es ist auch alles extrem verwirrend, was man da jetzt eigentlich zusammenzählen muss oder nicht, also ob's dann noch, dann haben sie noch was. Und das hier geht an die Hausärzte und das hier geht an die Impfzentren und dann so, ja, ist das jetzt die Aufteilung von dem, was kommt oder muss man das zusammenzählen oder wie? Also es gibt einfach da, kohärente Darstellung, was jetzt eigentlich wirklich kommen soll. Es ist einfach wirklich ein bisschen schäbig und grausam. Ich habe dann eine Annahme gemacht, aufgrund ihrer vorherigen, Ankündigungen für Wochen, die jetzt schon vorbei sind, wo ich eben die tatsächlichen Lieferzahlen habe. Und da das dann zusammengepasst hat, ist das so meine Methode. Also nach meiner äh Methode. Komme ich eben auf die Zahlen, die ich dir gerade genannt habe. Sechzig Millionen Dosen Impfstoffe stand jetzt im zweiten Quartal, ne? Und ein Großteil davon ist natürlich bei und Tech. Bayontech nimmt halt äh. Mitte, Ende Mai, enorm an Fahrt auf, ne. Die gehen dann von drei Komma vier Millionen Dosen auf fünf Komma eins Millionen Dosen pro Woche. Also sie fahren richtig großes Geschütz auf. Und ich, wie gesagt, ich wäre noch nicht mal überrascht, dass sich das noch steigern lässt. Auch bei moderner gibt's Steigerungen und Asra Sindecker, na ja, gut, ich meine, das werden wir ihnen gleich nochmal besprechen, dünn. Hunos, was da die tatsächlichen Lieferungen sein werden. Ist auf jeden Fall ein häufiger Pfad. Aber es ist egal, das sind jetzt alles Details. Grundsätzlich kann man sagen, Impfstoffescoming. Wir, kriegen offensichtlich das Hochskaliert. Ich meine, wenn wir in der Lage sind, eine Million Impfstoffe pro Tag wirklich in Deutschland wegzuimpfen über Impfzentren und Hausärzte, dann ist das ja schon mal ein gutes Signal, ja. Äh es wird nicht auf eine Million jeden Tag, hinauslaufen. Im Schnitt äh sind wir halt derzeit etwas mehr als bei der Hälfte davon. Und das ist schon mal ganz gut und das ist auch noch steigerungsfähig. Wir werden das weiter beobachten. Hab mir auch mal, weil es immer diese Diskussionen gibt mit Impfstoffe liegen auf Lager. Ja, das auch nochmal angeguckt. Ist ein bisschen schwierig zu interpretieren, weil erstens kriegt man die Lieferzahlen immer ein bisschen verspätet. Also ich habe zum Beispiel den Eindruck, dass jetzt bereits schon Dosen verimpft wurden. Eigentlich noch gar nicht da sind. Also ich habe das, ein bisschen gegeneinander äh geplottet. Und so stand heute, was ich quasi an Informationen bekomme, sind schon mehr Biotech-Impfdosen äh verimpft worden als offiziell geliefert worden. Aber ich glaube, das hat einfach damit zu tun, dass wir, heute oder morgen äh äh spätestens am Montag rückwirkend dann diese Lieferzahlen äh bekommen. Das heißt bei Bayerntech geht es glaube ich alles sehr gut raus. Und äh grundsätzlich sieht das auch bei den anderen so aus. Ja, also das ist grad auch ein bisschen schwierig. Ich hoffe, dass ich da nochmal äh das auseinanderhalten kann nach äh Zweitimpfbedarf. Ähm ne, weil es müssen ja auch immer noch ein paar Dosen zurückgehalten werden, weil die demnächst dann eben zweitverimpft werden und nicht immer, glaube ich, sagt man ja okay, nee, was da ist, wird jetzt auch gleich mal erst verimpft man muss ja immer diese Balance äh halten und das ist gar nicht so einfach, da diese Logistik hinzubekommen. Ja, letzter Punkt vielleicht noch, weil das ist mir ein bisschen, äh ist ein bisschen untergegangen. Johnson und Johnson Wagzine sind geliefert worden und sind auch schon verimpft worden. Nicht viele, aber äh findet statt. Das äh hat irgendwie keiner so richtig berichtet bisher. Ist auch nicht viel ähm bisher. Also das waren jetzt irgendwie gestern war das irgendwie zweitausend, also bisher sind irgendwie grade mal so vier dreitausendneunhundert Dosen von äh Johnson, Johnson verimpft worden. Meines Wissens wird das vor allem so für Obdachlose derzeit äh zum Einsatz gebracht.
Pavel Mayer
Mhm, ich hatte da auch einen Feed. Retweetet äh und sagen, dass in Berlin halt äh so an zwei Tagen es äh sagen, eine Anlaufstelle gab jetzt, wo sich vor allem Obdachlose melden konnten. Ähm um dann mit Johnson und Johnson äh geimpft zu werden. So, also das hat tatsächlich auch in der Praxis wohl stattgefunden.
Tim Pritlove
Denke ich auch. Ja, so viel von der äh Impffront. Ich bleibe da dran und äh mache das jetzt auch so ähnlich wie du und habe auf Twitter immer so kleine Zusammenfassungen, wenn ich das äh gemacht habe, weil ich glaube, das hilft allen so ein bisschen so ein Gefühl dafür zu bekommen und da das ja ausnahmsweise mal relativ gute Nachrichten sind, äh wirkt es dann auch. Auch gut ins ins Volk. Ja, kommen wir zu äh anderen Bedrohungsszenarien. Und da müssen wir mal einen kleinen Blick nach Indien werfen, weil über Indien auch gerade viel äh berichtet wird und vor allem, dass äh auch mal wieder alles sehr medienkompatibel. Sehr medienkompatible Horrorszenarien bringt mit den entsprechenden Bildern. Also Indien hat gerade eine Fette Covidwelle. Wahrscheinlich einfach darauf zurückzuführen ist, dass äh die Regierung da auch so ein bisschen die Anstrengungen eingestellt hat. Und ja, der Ausbruch trifft das Land doch extrem, weil es eben im Gesundheitssystem nicht so gut aufgestellt ist, wie in Deutschland und gab dann halt viele Horrorstories, viele Tote, keine Kapazität in Krematorien, Leute werden da irgendwie, Holz äh. Schalterhaufen verbrannt, um dem ganzen Herr zu werden, weil viele auch unnötig sterben müssen, weil sie einfach nicht versorgt werden können, weil Sauerstoff fehlt, et cetera. Dazu gibt's noch die Meldung, dass es da halt auch wieder eine neue Variante gibt und das ist ja dann so gleich wieder so. Doppelmutante indische Doppelmutante. Sieht man dann gleich so fünfzig Meter hoch äh auf zwei Beinen durch die durch die Straßen ziehen. Links und rechts die äh Häuser zerstörend. Dazu kann man, glaube ich, sagen, Hobbybrauner, alles nicht so wild, ja klar, diese Variante gibt es, wird unter dem Namen B eins Punkt sechs eins sieben geführt. Äh ja, Doppelmutante deswegen, weil es halt einfach. Zwei Mutationen sind da im Wesentlichen anhand derer man sie so charakterisiert, also die tatsächliche Zahl von Mutation ist ja in der Regel sowieso sehr viel größer, aber es geht ja da immer primär um Änderungen in dem Spike Protein, vor allem die, die halt in dieser äh Rezeptorbinden Domäne äh äh stattfinden, die halt. Immer so ein bisschen Verdacht steht äh würde ich das Verhalten des Virus auf den Körper auch zu beeinflussen. Und dementsprechend sind auch dort wieder diese Antigentests gemacht worden. Also wie das schon mit dieser Südafrika-Variante äh gemacht wurde. Habe ja auch schon mal drüber gesprochen. Sprich, man nimmt dann, Serum von Geimpften, also Blutserum, von Geimpften, wo eben Antikörper drin rumschwimmen, setzt das dann gegen das neue Virus, was man da isoliert hat. An und guckt halt, wie gut diese Antigne dieses Virus in den Griff kriegen. Und äh ja, da stellte sich dann halt raus, ja okay, im Vergleich zum Wildtyp. Zweimal schlechter. Ist aber jetzt aus zwei Gründen nicht so wild. Erstens, die Südafrika-Variante war in diesem selben Vergleich bis zu sechs Mal schlechter, also das das haben wir auch schon schlimmer gesehen. Einerseits, andererseits und auch das haben wir, glaube ich, äh ausführlich damals erläutert und das gilt auch immer noch. Anthygene sind halt auch nur ein Teil in dieser ganzen Geschichte. Und in gewisser Hinsicht sind die Antigener äh Entschuldigung. Sage ich Anthygen, Antikörpertests. Ich habe die ganze Zeit Anti-Gentest gesagt. Selbstverständlich Antikörper, ich komme auch schon total durcheinander, also nochmal Antikörper, Antikörper, die in diesem Blut von Geimpften äh entnommen wurden durch dieses Blutserum, gegen das Virus, Antikörper befallen dann, dieses Virus und versuchen dem sozusagen habhaft zu werden, das zu verkleben, das äh dadurch zu inaktivieren, indem dieses von außen an den Kontakt stellen, eben über Anthygene dann ähm detektieren und verkleben. Und das funktioniert dann halt bei dieser Variante. Halb so gut wie das beim Wildtyp ist, aber Südafrika-Variante war halt noch schlechter. Antikörper sind aber jetzt nicht alles, sondern Antikörper sind nur ein Teil der Immunreaktion. Wichtiger noch und von diesem Experiment überhaupt nicht äh betroffen sind diese Tellen, weil die T-Zellen. Greifen nicht das Virus als solches an, sondern T-Zellen sorgen dafür, dass von dem Virus übernommene Zellen, also die eigentlichen Produktionsfabriken, ja, diese diese Zellzombies, die eigentlich nur noch ähm, gebraucht werden, böse Viren nach zu produzieren. Und ja dann auch für den tatsächlichen wirklichen Ausbruch und damit auch wirklich für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich sind. Die T-Zellen sind halt in der Lage, diese Zellen zu killen. Das sind diese Killerzellen und die sind sehr viel wichtiger und äh, Da geht man nach wie vor davon aus, dass die Baktine ähm genug T-Zellenreaktionen ähm hervorrufen, dass. Dass die Krankheit immer noch erfolgreich bekämpft werden kann und das ist halt eigentlich auch das primäre und wichtige Ziel der Impfstoffe. Krankheit verhindern. Darum geht's, ne. Wird immer viel darüber diskutiert, dass die Infektion ja nicht äh zu hundert Prozent eingedämmt wird. Ja, ist vielleicht so, aber ist auch nicht so schlimm, ne? Weil wichtig ist erstmal, dass Leute nicht krank werden. Wir werden ohnehin irgendwann sehen, dass äh auch Leute, die. Geimpft sind, werden sich irgendwann wieder mit SARS-CoV zwei anstecken. Ja, wir werden das alle irgendwann kriegen, nur dadurch, dass wir schon mal geimpft wurden. Ist einfach die Reaktion auf den Körper in einem erträglichen Maße und das wird sich dann halt in zunehmenden Maße durch diese wirkliche richtige Herdenimmunität äh abschwächen in der Reaktion, sodass wir, ja so gedrillt sind auf dieses Virus, dass es einfach Virus ist, was uns im wahrsten Sinne des Wortes dann nicht umbringt, Ja, trotz alledem ist es nicht schön in Indien. Ich habe da mal geguckt, wie sich das so mit Deutschland vergleichen lässt. Tatsächlich ist der Ausbruch, grade noch so, als ich vor ein paar Tagen geguckt habe, so auf dem Level in Deutschland Ja, also nur so für dieses Gefühl mit Indien ist ja alles viel schlimmer. Nee, wir reden nur davon, dass der Impact schlimmer ist, weil das Gesundheitssystem nicht so entgegenhalten kann. Aber hier denken wir immer noch, wäre alles super, weil ja. Ne? Klar, das findet halt alles in den Krankenhäusern statt, auf den Intensivstationen, da werden auch viele Leute dann äh gerettet durch gute Pflege, nicht alle, aber immerhin einige und das fällt halt nicht so auf, ne? Würde man halt jetzt äh. Hier auch ähm würden die Leute jetzt hier auch hier so aufm Straßenpflaster äh verenden und überall würden Scheiterhaufen brennen, ich glaub dann wäre die Stimmung in Deutschland auch etwas anders, aber die Zahlen sind halt noch vergleichbar. Weiß nicht, ob du dir mal die Zahlen angeschaut hast im Vergleich.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Ist es noch so oder also es es steigt stark an. Ich gehe davon aus, dass das äh wenn sich da in Indien nicht irgendwas tut, sich das schon noch merklich verschlimmern wird. Keine Ahnung, welche Maßnahmen da jetzt gerade ergriffen werden.
Pavel Mayer
Ja. Ich meine, es ist natürlich auch ein äh riesiges äh Land, aber ich habe auch gehört, dass halt befürchtet wird, dass ungefähr, ja, äh jetzt äh rund eine Million. Menschen wahrscheinlich sterben werden in dieser kommenden Welle und, Ja, ich meine, wenn man sich, wenn man sich nur die Inzidenzen anschaut, dann ist es in Indien jetzt gerade ganz knapp überholt, aber so Indien sagt die waren halt bisher. Eigentlich äh ziemlich gut. Die hatten. Im September eine eine kleine Welle äh so vor uns, aber sind dann eigentlich bis, ja, bis Mitte Februar war da eigentlich alles ganz. Super entspannt und dann äh plötzlich ja innerhalb. Von äh zwei Monaten ist es jetzt ich sage mal, auf unser Niveau hochgeschossen. Ähm. Allerdings ähm ja ähm. So ist die positiven Rate jetzt äh mittlerweile schon auf dem Doppelten, das heißt, da kann man davon ausgehen, also deutlich höher, dunkel äh Ziffer als wir, also es halt schon mal äh nicht ganz vergleichbar dann mit der deutschen Inzidenz und ähm. Ja, äh allerdings haben sie offiziell sagen, Pro, eine Million Toten haben sie unser Level noch nicht erreicht aktuell, also in Deutschland sterben im Moment noch äh täglich, an der Bevölkerung äh ja zwei Komma acht äh pro Millionen und in Indien äh äh zwei Millionen, zwei ja zwei Komma zwei, genau Deutschland zwei Komma acht Indien zwei Komma zwei pro Million, also das.
Tim Pritlove
Dass sie halt viel mehr Millionen haben.
Pavel Mayer
Ja zehnmal, zehnmal zwanzig ja, fast äh weiß ich nicht, zwanzig Mal so viele, äh zwanzig mal so viele Millionen.
Tim Pritlove
Wo es in Indien jetzt eigentlich gerade mit seiner Bevölkerungszahl, die sind ja dabei, China zu überholen, ne?
Pavel Mayer
Noch irgendwo was, Gegend eins Komma vier oder so würde ich schätzen.
Tim Pritlove
Ja, das habe ich auch im Sinne ja, eins Komma drei acht. So groß wie Indien. Bei fast groß wie China, in China gehen die Zahlen auch zurück in Indien äh ist das nicht der Fall. Das heißt. Das mal in Relation setzen, dann äh ist Indien siebzehn Mal so groß nach Bevölkerungszahlen in Deutschland. Ja, also so sieht's aus in in Indien und ähm das ist natürlich nicht gut, ne. Das wird vor allem wahrscheinlich dazu führen dass äh auch die Verfügbarkeit für von Impfstoffen für andere Länder demnächst eingeschränkt ist, weil sich Indien sehr wohl entscheiden könnte in Indien produzierte Impfstoffe auch erstmal im Land zu halten, so wie das ja USA auch schon gezeigt haben, wie man das so machen kann. Weiß nicht ganz genau, wie weit sie da mit ihren Beschlüssen schon sind, aber das das droht auf jeden Fall.
Pavel Mayer
Ja, Indien ist auch sagen Pro. Pro hundert äh langes Indien grad erstmal bei bei zehn, elf, habe ich von ja äh ja zehn Komma acht. Pro von hundert, also zehn Prozent äh äh Dosen pro hundert. Leute, wir sind bei vierunddreißig. Ähm nach der. Nach. Insofern ja, plus, dass eben viele Rohstoffe und viele andere Medikamente auch äh aus Indien kommen. Und wenn die natürlich. Größer Probleme kriegen, dann kann sich das auch auf uns.
Tim Pritlove
Ja, also auf uns glaube ich weniger, aber äh auf den Rest der Welt definitiv, ne.
Pavel Mayer
Nee, nee, bei äh also äh schon jetzt nicht, was Corona äh angeht, äh sondern ganz normale andere.
Tim Pritlove
Normale Medikamente. Ja, das stimmt.
Pavel Mayer
Normale Medikamente, äh ja, weil da halt so viel an Produktion nach Indien verlagert wurde Wir haben ja schon seit Jahren äh haben wir sowieso schon äh immer wieder deswegen Mangel an bestimmten Medikamenten, äh die dann nicht nicht verfügbar sind und deswegen. Ja, sollen wir mal sehen, ich meine, wenn man die die Zahlen insgesamt so sieht, dann äh korrespondieren die halt nicht ganz mit den dann wieder aufgeregten äh, Fernseh äh und ähm Zeitungsmeldungen äh so, äh wo man denken würde, dass das Land äh gerade vor dem Untergang steht. Das wird wahrscheinlich eben auch punktuell gerade sein in Großstädten und so und. Dass dann es jetzt halt auch als ich jetzt den Eindruck, dass das eben teilweise vor allem den Mittelstand trifft grade, der halt völlig überrascht ist. So das ja ist nicht nur arme Leute trifft sondern dass sagen selbst die Leute die Geld haben plötzlich. Ja, Probleme haben im im Krankenhaus äh beatmet zu werden, so das ist, glaube ich, so ein bisschen eine neue Erfahrung dort äh für viele.
Tim Pritlove
Ja, dann ähm kann man aber auch nochmal auf eine andere schöne Geschichte blicken, die nicht äh so weit weg äh stattfindet von äh Indien, nämlich in Butan. Weiß nicht, hast du eine eine Vorstellung von dem Land, Butan.
Pavel Mayer
Ähm ich nehme an, dass es irgendwo äh da ja ähm. Im Himalaya irgendwo also in irgendeinem Gebirge auf jeden Fall und bestimmt so ja so Grenzregionen, weiß nicht zwischen auch irgendwo China, Indien die Ecke da. Würde ich sagen, ohne jetzt auf die Karte zu gucken und ansonsten, ja, also super bergig und ich glaube, so ganz, da wohnen aber nicht so viele Leute, oder?
Tim Pritlove
Nee, das sind jetzt nicht so mega viele, aber immerhin so siebenhundertvierzigtausend.
Pavel Mayer
Ja, also ein Saarland ungefähr.
Tim Pritlove
Ist das so? Okay. Genau, das Saarland im Himbalayer und äh, es gibt noch eine, eine zweite Sache, die man eigentlich gemeinhin so von von Butan weiß oder die, sagen wir mal, äh so eine Information, so eine ganz grundlegende Information, die äh.
Pavel Mayer
Sie haben einen König.
Tim Pritlove
Ja, sie haben einen König, aber das haben ja viele andere auch. Also das Staatsziel, so das Grundprinzip Butans ist glücklich sein.
Pavel Mayer
Die sind, sie sind regelmäßig irgendwie, glaube ich, auch äh in in weltweiten Glückserhebungen, glaube ich, sind sie ganz vorne.
Tim Pritlove
Genau, also es ist einfach dieses glücklichste äh Erfolg äh der Welt, ja, weil auch ihre ganze Staatspolitik so auf dieses Glücklichsein ausgerichtet ist. Das ist für die einfach wichtig. So und so so tun die dann Dinge und ähm so machen sie das auch mit dem Impfen. Und zwar äh waren sie das erstmal ganz glücklich, weil sie natürlich keine Impfstoffproduktion haben. Haben sie eine Spende aus Indien bekommen von äh Asra Senicarimpfstoffen? Und äh das kam dann so in mehreren Schüben. Die haben sie dann aber nicht gleich alle verimpft, sondern sie haben sie erstmal schön in den Kühlschrank geschoben und gewartet, bis sie genug haben, um alle in äh Butan, also alle S in. Fast alle, äh ja, äh zu impfen, also die Erwachsenen natürlich, äh Kinder wahrscheinlich dann auch erstmal nicht. Und ähm. Wenn ich das richtig sehe, ist es ihn jetzt, also Sie haben dann erstmal gewartet auf einen bestimmten Tag, ja? Das ist nämlich dann der Tag des Glücks, lag ohnehin äh gerade so vor. Was jetzt gerade gar nicht das Datum das ist, muss ich dann nochmal gucken. Auf jeden Fall äh das erschienen ihnen dann sozusagen äh ganz angemessen, dieses Datum abzu, warten, weil das ist dann sozusagen, das hat dann ein gutes Omen und dann dann ist das so ein, genau, siebenundzwanzigster März, ne, ist ein ein Glücksverheißendes Datum, nach äh der buddhistischen Astrologie. Genau und dann ist es ihnen aber auch gelungen, innerhalb von einer Woche fünfundachtzig Prozent der Erwachsenen irgendwie zu impfen und am geilsten fand ich ähm, äh also so ein bisschen so ein so ein Risiko, was sie da eingegangen sind, weil sie haben jetzt erstmal noch keine Reserve für die Zweitimpfung, also, hoffen, dass sie dann sozusagen auch rechtzeitig nochmal genug Impfstoffe bekommen, um dann auch die zweite äh Impfung durchführen zu können. Und grade jetzt mit der Situation in Indien ist das halt so so eine Sache, ne. Aber äh die haben das alles ganz gut im Griff. Die Gesundheitsministerin ist auch selber Epidemologin und so weiter und ähm das geilste Argument für die Impfung war. Der König, den sie natürlich da alle verehren, der wird erst geimpft, wenn der letzte Bürger geimpft ist. Also wenn du möchtest, dass der König geschützt ist vor der vor der Pandemie, dann hast du dich einfach zu impfen.
Pavel Mayer
Mhm. Ja, ja, ja. Ja. Mhm.
Tim Pritlove
Haben auch bisher nur tausend Infektionen gehabt, es gab nur einen Toten in Butan, also von daher können sie auch ausreichend glücklich sein, weil sie sich irgendwie seit einem Jahr mehr oder weniger komplett von der Außenwelt abgeriegelt haben, ne, Quarantäne wäre reinwill, einundzwanzig Tage. Also es trägt Maßnahmen und so weiter und äh das trägt natürlich dann auch enorm zur Glücklichkeit bei. Ja und wenn der König dann auch noch geimpft ist, dann ist irgendwie alles durch. Und er hat mich gefragt, wen könnte man in Deutschland. Herausnehmen, der dann auch erst geimpft wird, wenn alle geimpft sind und alle würden das dann auch wollen. Haben wir so eine Person.
Pavel Mayer
Habe ich, hatte ich auch äh äh sofort als als du das sagtest, habe ich darüber. Nachgedacht und ich fürchte eher. Dass es halt da die Leute sehr gespalten sein werden. Das ist bei manchen so, je nachdem welche Person du wählst, würden manche Leute sich allein deswegen eher nicht impfen lassen, damit der bloß nicht drankommt, ja?
Tim Pritlove
Na ja, kommt drauf an, wer es ist.
Pavel Mayer
Mhm.
Tim Pritlove
Vielleicht gibt's ja so eine Person.
Pavel Mayer
Na ja ähm.
Tim Pritlove
Den den irgendwie keiner hasst.
Pavel Mayer
Ja, aber ich meine, du hast dann halt die ganzen Anti-Wachser, äh. So, das ist das die die das kann dann schon deswegen nicht. Funktionieren, aber ähm ja ja ich. Hätte eine Idee wahrscheinlich, wenn man irgendein süßes irgendwie Affenkind oder so, also irgendeinen, irgendein Haustier, irgendein süßes Tier, ein Panda vielleicht, genau, irgendwie, dass die Pandas äh im Zoo werden erst geimpft, wenn äh ja, dass das sowas könnte funktion.
Tim Pritlove
Oder die Katze vom Bundespräsidenten oder sowas.
Pavel Mayer
Ja, ja. Ja, genau.
Tim Pritlove
Stimmt. Haustiere haben viel höheren Stand als Menschen in Deutschland.
Pavel Mayer
Wahrscheinlich irgendeine Haustiere würden sicherlich so, ja was was äh ja mhm.
Tim Pritlove
Die Katze des Bundespräsidenten. Tja, ich weiß nicht, ob der Bundespräsident eine Katze hat, aber vielleicht sollte er sich mal eine zulegen.
Pavel Mayer
Ich glaube nicht.
Tim Pritlove
Gut. So viel zu Butan. Wir wünschen äh euch viel Glück. Also uns natürlich auch. Ja, aber auch bei uns äh gibt's noch weitere äh glücks äh und Halsversprechen. Unter anderem hat angekündigt, dass sie jetzt, ihren Impfstoff auch für Kinder beantragen werden. Da sind wohl die Studien sehr gut verlaufen. Ich glaube, wir hatten das auch schon mal besprochen, dass das in äh Israel. Abgehalten. Und da hat sich das ja schon abgezeichnet und ich glaube, seitdem wir das besprochen haben, hat sich daran auch relativ wenig geändert, dass die Wirksamkeit bei hundert Prozent liegt. Mit anderen Worten bei keinem geimpften Kind konnte in irgendeiner Form, ähm die Krankheit festgestellt werden, was jetzt auch nicht so super. Überraschend kommt, würde ich mal sagen, da ja nun Kinder ohnehin nicht so sehr zur Krankheit tendieren Ähm bin mir jetzt allerdings nicht so ganz sicher, wie die Zahlen, also ob die Zahlen sozusagen auch dasselbe für Reinfektionen sagen, also äh also ob sie jetzt auch mit PCR über getestet haben, ob die sich überhaupt angesteckt haben. Das wird man dann, glaube ich, alles sehen. Äh ich habe jetzt die Daten selber noch nicht Gier sehen, aber das zeichnet sich ab und das würde bedeuten, dass vielleicht schon im Juni eine Zulassung, da sein könnte für Kinder ab zwölf Jahren. Diskutiert wird jetzt irgendwie Kinder dann ab September ähm weiß ich nicht so ganz genau, warum es dann nochmal drei Monate dauern soll. Klar, ich meine, der Impfstoff muss natürlich dann auch vorhanden sein, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass es schneller geht. Äh ab September wiederum möchte BioTich aber dann auch die Zulassung haben für Kinder ab sechs Monaten. Da sind sie offenbar auch, zuversichtlich, dass äh hinzubekommen, weil entsprechende Studien da gut verlaufen. In, USA sind die Studiendaten für ab zwölf auch schon eingereicht worden und ähm ja, meines Wissens jetzt eben auch in Europa. Das sind doch gute Nachrichten, weil ich finde grad so die Kinder. Klar, ne. Sind nicht so gefährdet für Krankheiten, aber wir haben halt auch immer wieder diese Fälle und äh, Ich finde auch, es ist aber halt auch für die Kinder irgendwie belastend in dieser ganzen Pandemie da äh so zum Spielball zu werden und permanent auch immer so.
Pavel Mayer
Da
Tim Pritlove
In dieser Angst zu schweben, so ihre ihren Eltern und wie das Virus äh in die Wohnung zu tragen und das ist auch echt kein schöner.
Pavel Mayer
Also äh ja, ich meine, da gab's ja in dem Zusammenhang äh ja, ob ziemlich genau von einer, einer Woche, äh ich weiß gar nicht, ob wir das. In der letzten Sendung besprochen hatten, äh schon diese etwas norschalanten Äußerungen von Professor äh Nieder äh Rümelin, einem Ethikrat, Mitglied, der sich äh da. Ziemlich, ja, also sein Lob äh kann man sagen, geäußert hat nach dem Motto äh äh ja, Kinder können wir eigentlich ignorieren äh im Zusammenhang mit. Corona äh das spielt eh keine Rolle, die sind äh ja, äh die sind eh nicht wirklich davon betroffen, ja? So und das halt äh ja von einem von einem Ethikrat Ratsmitglied und überhaupt war dann sagen die Frage, ja wie sieht denn jetzt das Entgame überhaupt aus bei bei Kindern, bei natürlich, dadurch, dass wir jetzt so eine, so eine auch hochinzidenz Politik fahren und die älteren, geimpft werden, heißt es, dass sich halt, und das sieht man dann, dass sich die Inzidenzen immer mehr hin zu den Jüngeren verschieben, weil wir jetzt die auch sagen, die Maßnahmen nicht nach Inzidenz pro Altersgruppe, sondern halt für alle Inzidenzen äh gelten, so wenn wir jetzt in die Situation kommen dass da halt äh demnächst gelockert wird, weil die Inzidenzen unten sind, kann das sein, dass halt ja ja, die Inzidenzen bei den Älteren sind irgendwie bei dreißig und äh die dann aber bei Kindern äh sind dann bei dreihundert. So und zusammen macht das dann hundert oder so. Und das ist halt so ein äh äh großes äh Problem, und, ja plus dann natürlich ja Vorfeld auch jüngere Familien, die sind halt auch noch nicht geimpft und ja wenn die Kinder dann das Ganze nach Hause äh bringen und so alles alles nicht nicht gut. Plus ähm. Ich habe mir mal äh dann ja vor einiger Zeit, das hat mir auch erwähnt, die Zahlen angeguckt, was das denn bedeutet, mit wie viel ähm, Kindern äh wir den rechnen müssen, wenn wir das laufen lassen. Und ich bin äh so nach, bisherigen Zahlen offene Größenordnung von ja hundert, hundertfünfzig gekommen, je nachdem. Ähm wie die Dunkelziffer äh bisher ist, wie viel bisher äh durch, tatsächlich sich infiziert hatten, aber das kann man halt sehr genau äh äh sehen. Ähm, ja und äh dann äh ist die ist dann die Frage ähm so also im Jahr sterben ungefähr dreieinhalbtausend Kinder äh unter, fünfzehn Jahren so normalerweise so. Und da sind dann jetzt hundert oder hundertfünfzig äh sind dafür offensichtlich äh ja für. Den stellvertretenden Vorsitzenden des Ethikrates jetzt nicht der Rede wert, ja? Auf der anderen Seite. Ähm glaube ich, ist ziemlich sicher, dass äh man bei Kindern, also es wird dann auch immer argumentiert, ja, bei Kindern, äh die sind äh auch, ich meine, die impft man ja auch nicht gegen Grippe, weil ähm ja, den, den, passiert ja da nix und da sind dann die Impfschäden stehen, sind dann vielleicht viel höher als äh wenn äh sie wirklich erkranken, aber, stimmt mit ziemlicher Sicherheit nicht, äh äh weil, wie gesagt, hundertfünf bis hundertfünfzig Kinder. Ich glaube, es sind in dem Alter äh reden wir irgendwie von fünfzehn, achtzehn Millionen ungefähr äh und, ich halte es äh für, ja, äh ziemlich unwahrscheinlich, äh dass äh bei äh der Impfung von achtzehn Millionen Kindern äh jetzt äh ich sage mal auch nur fünfzig sterben äh äh würden, ja. Also vermutlich gar niemand, ja äh und, Insofern äh ja Plus. Dass äh ja, dann hieß es halt ganz, ganz lange, oh ja, nee, aber wir die Kinder, ja, das dauert ja ewig, bis wir die impfen können und so und überhaupt und soll wir und aber, ähm weil wir impfen halt auch bei anderen Viruserkrankungen rütteln, Mumps, ähm das ist Keuchhusten und so.
Tim Pritlove
Tetanus, alles Mögliche.
Pavel Mayer
Ja äh wird halt ab normalerweise ab zwölf halt diese Kombinations, Impfung, also zwölf Monaten. So ab einem Alter von zwölf Monaten so. Und von daher, ja. So denke ich so können wir nicht jetzt also bisher hat die Politik quasi immer ohne die Kinder gedacht so nach dem Motto mit dem, Impfangebot an jeden. Da waren halt, offenbar die Kinder nicht mit gemeint bis September bisher, aber ja, nach allem, was wir halt jetzt wissen, äh so ähm können wir das nicht machen. Es geht, geht nicht, äh finde ich, dass man einfach die äh die Älteren durchimpft und die, Kinder und Jugendlichen durchseuchen lässt, zumal mir halt auch wissen, dass selbst auch bei Kindern, die fünf bis zehn Prozent je nachdem an leiden, ja? Das ist vielleicht. Dann äh fast noch das das größere Problem, dass äh wir dann. Davon ausgehen können, dass äh ungefähr, wenn die alle durch infiziert werden, dass eine Million Kinder an äh Folgen leiden werden. So und das, hat mich halt und vor dem Hintergrund äh haben mich halt diese saloppen Äußerungen von unserem äh äh Ethik äh äh Rats Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden wirklich auf die Palme gebracht, ja.
Tim Pritlove
Niederrhein hat sich jetzt nicht unbedingt äh besonders hervorgetan in der gesamten Debatte in letzter Zeit und äh ich freue mich halt auch, was was der da eigentlich in diesem Ethikrat soll. Vorsitzender ist er im Übrigen. Tja. Na gut. Lass mal weitermachen, Kleiner Hinweis findet ihr in den ein schöner Artikel über die Herstellung von des, dem Biotech Pfeiser. Impfstoff gibt's bei der New York Times. Die sind mal losgegangen und haben tatsächlich mal den vollständigen Prozess fotografisch, gleitet beziehungsweise auf dieser Webseite äh sind das auch immer so kleine kurze äh Videos, relativ aufwendige Webseite auch immer so ein bisschen das Problem New York Times, dann wollen sie ja wieder ähm gleich irgendwie eine Subscription verkaufen. Kleiner Tipp, wenn ihr euch das äh anschauen wollt, was immer gut funktioniert, ist einfach den den Torbroser zu nehmen, davon sollte man sowieso immer eine Kopie auf dem Rechner haben. Ja, also dieser Privatsphäre äh sichernde Browser und ähm da funktionieren auf einmal viele amerikanische News-Webseiten darum ganz gut, weil sie über Tor dann ihren Content trotzdem. Anbieten und ohne dass man gleich ein Abo aufgeschwatzt bekommt.
Pavel Mayer
Plus äh so am Ende, also bei vielen sind's halt einfach auch Cookies, äh die da äh gesetzt werden. Die haben dann oft so. Ein, zwei, drei Dinger frei und da. Einfach mit einem entsprechenden Cookie Manager im Browser äh sagen, einfach seine auf die Seite gehen und dann seine Cookies äh löschen und äh ja. Dann kann es auch sein, dass man dann durchgelassen wird.
Tim Pritlove
Genau. Irgendwie auf jeden Fall sehr schöne Grafiken, wenn sie denn dann laden. Ich hatte da so unterschiedliche unterschiedliche Ergebnisse damit. So, jetzt müssen wir aber noch mal auf einen anderen Impfstoff kommen. Ähm nehme ich Sputznick V, wie wir gelernt haben, wie das ja heißt. Sputnik V steht ja, ja, schon irgendwie so ein bisschen. Als das große Fragezeichen bei den ganzen Impfstoffen. Russland hatte ja sehr früh angekündigt ein Impfstoff entwickelt zu haben und den dann auch schon zugelassen zu haben im eigenen Land und angeblich auch schon wo Leute damit geimpft werden in der Armee und so weiter. Oh, da gab's hier erst mal einen großen Aufschrei, der Wissenschaftswelt, die gesagt haben, so alle ohne vollkommen abgeschlossene Phase drei Studie, dass hier irgendwie auf die Leute loszulassen das ist doch alles nur Propaganda und Russland so nee, ihr seid ja nur neidisch, weil wir hier irgendwie so eine tolle Impfstoffentwicklung haben und tatsächlich ist es auch so dass Russland ähm so als Lasserblast noch das, der kalte Krieg so gelaufen ist, tatsächlich eine sehr starke Impfstoffentwicklungs hat, also die Wissenschaft ist da einfach auf Impfstoffe ähm äh, gut eingestellt, die hatten da mit Polio äh sind sie voran geschossen noch vor den Amerikanern, haben die äh diesen Impfstoff entwickelt. Ja und jetzt wollen sie halt irgendwie Sputnik äh eV äh in die Welt bringen und da gab's ja dann auch schon so einige ähm Fragezeichen mit was ist denn eigentlich so mit Europa und Sputnik V und immer wieder klang an dass Leute so ein bisschen Zweifel haben? Jetzt ist es so, dass das brasilianische CDC den Antrag von einstimmig abgelehnt hat.
Pavel Mayer
Für die Zulassung, ja.
Tim Pritlove
Für die Zulassung, genau. Ähm und das ist natürlich schon eine äh Nummer und der Grund dafür ist dass die tatsächlich große, Zweifel haben, dass die Produktion dieses Impfstoffs in Ordnung ist, Um das so ein bisschen zu verstehen, was da eigentlich vorgegangen ist, muss man ein bisschen ausholen. Und zwar. Der genauso wie bedient sich ja dieser Gruppe der Adeno Viren, um, über den A, den Baucode für das Spike Protein, Desaß zwei, Virus in die Zellen zu bringen und die Zellen dann entsprechend zur Produktion dieses Proteins anzuhalten. Das heißt aber auch, man hat quasi ein einen echten, anderen Virus, von dem man natürlich jetzt nicht möchte, dass er in irgendeiner Form Unwesen treibt, im Körper. Und dazu wird dieser Virus halt, inaktiviert. Und. Inaktivieren heißt, dass man im wesentlichen zwei Funktionen ausschalten muss. Auf der einen Seite muss man die Funktion die halt jetzt wirklich äh mit dem menschlichen Immunsystem interagiert, also die eigentliche virale Tätigkeit äh des Virus, die will man halt ausschalten, Und äh wenn man eh schon dabei ist, am besten auch noch die Replikationsfähigkeit des Virus, weil man will ja nicht mehr als das einfach die Zähne, die es eindringt, angehalten wird, Proteine zu erzeugen und. Mehr braucht man auch nicht. Das Virus selber soll sich nicht weiter verbreiten, um da nicht Probleme zu erzeugen. Um das jetzt äh zu erreichen, müssen bei diesen konkreten Adenovieren zwei spezifische Gene gelöscht werden, die hier mit E1 und E drei gekennzeichnet werden eins regelt diese Replikation und I drei regelt äh diese Interaktion mit dem menschlichen Immunsystem. Jetzt ist es aber so, dass bei den Badges, die halt ähm, in Brasilien da untersucht wurden und ähnliches ist auch schon aus der Slowakei und anderen Ländern bekannt geworden dass ähm wohl diese Deaktivierung dieser Replikationsfunktion, also dieses Genie eins, nicht funktioniert hat. Das heißt. Manche der ähm der Dosen enthalten dann wiederum adenovieren, wo eben dieses Gen E eins nicht. Gelöscht wurde. Und es gibt da wohl verschiedene ähm Erklärungsversuche. Eine könnte natürlich sein, dass sie das einfach im Design weggelassen haben, aber ich meine, die wissen einfach, was sie tun normalerweise und von daher äh kann man das, glaube ich, einfach mal ausschließen. Es gibt aber auch schon Berichte, die nahelegen der Grund eben ein anderer ist, nämlich dass sich dann dass es einfach ein Qualitätsproblem der Produktion ist. Und zwar in diesem mehrstufigen Prozess, dieser Replikation, des Virus kann es halt passieren, wenn man da was falsch macht, dass es zu so einer Rekombination kommt Das also quasi von so einem anderen Virus. Äh dieses Gehen dann auf einmal wieder eingebaut wird. Und im schlimmsten Fall kann diese Revolution nicht nur dafür sorgen, dass also diese Replikationsfunktion wieder zurückkommt, sondern weil ja auch dieser Raum in dem Genom dafür verwendet wird, also freigewordener Platz wird dann sozusagen verwendet, um dieses Spike Protein zu erzeugen. Es muss ja auch diese Information noch mit rein gegeben werden, dass die dann unter Umständen überschrieben wird Also im allerschlimmsten Fall wäre das Waxin. Nicht nur mit einem Virus, der sich weiterhin repliziert äh äh ausgestattet, sondern unter Umständen auch komplett wirkungslos gegen SARS CoV zwei. Und das darf natürlich, normalerweise nicht passieren. Jetzt ist das normalerweise bei Menschen jetzt auch nicht unbedingt jetzt so ein Problem, also würde ich jetzt so ein so ein so ein Waxin gespritzt bekommen, wo, das Adeno Virus noch publikationsfähig ist, dann würde es sich noch weiterhin replizieren ja, woraufhin das Immunsystem. Dagegen vorgeht, wie es auch sonst gegen Adenovieren äh vorgeht, ja, also kann schon sein in den allermeisten Fällen, dass es kein Problem ist, aber man sieht da Probleme bei Leuten, die halt deren Immunsystem geschwächt ist, Sprich Leute, die eine explizite Immunschwäche haben oder eben ältere Leute. Und deswegen will man das halt einfach nicht haben. Na ja, auf jeden Fall gibt's da jetzt sehr viel Geschrei. Gamalia, der Hersteller und dieser äh Russian Direct Investment Fund, der so für diese ganze internationale Verbreitung des ähm, des Impfstoffs zuständig ist, die stellen sich auf die Hinterbeine und sagen, ja, stimmt alles gar nicht, äh Ja, es ist äh was erlaube äh die Welt und das wäre doch hier alles irgendwie politisch äh motiviert. Aber ganz so einfach scheint es einfach nicht zu sein, ne? Weil also einerseits eben diese gelieferten Dosen offensichtlich einfach nicht den äh Ergebnissen entsprechend, wie sie äh von den Russen im Landset äh in den Studien veröffentlicht wurden Und ähm auch die äh IMA beklagt also äh dass diese ganzen Sicherheits- und Qualitätsdaten. Irgendwie fishi sind. Also es haben sich Leute angeschaut und Kritik geht so äh in die Richtung, dass halt einfach die Zahlen rein, die dort veröffentlicht wurden bei diesen Beantragungsdaten, so bestimmte wiederholende Werte rein hat bei den Antikörper nachweisen. Einfach so nicht sein können. Also hast halt einfach, unterschiedliche Patienten mit unterschiedlichen Dosierungen, ja, die einfach andere Voraussetzungen haben und wenn du dann eben diese Auswertungszahlenreihen anschaust, die äh die Russen dort angegeben haben, dann hast du dann immer wieder identische Werte rein. Und ne, das ist ja so eine Probability Geschichte, ne. Das ist ja auch so ein bisschen, wenn du wenn du eine gefälschte, Buchhaltung beim Finanzamt einreichst, dann haben die auch so äh in ihrer Überprüfungssoftware so Methoden, wo sie dann, was weiß ich. Dann gucken sie an die Häufigkeit der letzten telle an und so was, ne? Und können daran einfach feststellen, so dass da einfach mit den Zahlen nichts irgendwas passiert ist, dass es da also irgendwelche Glätterungen gibt, irgendwelche sich sich wiederholenden typischen Bedienungsmuster von Menschen widerspiegeln, die die Sonnig sein können, weil einfach in den Zahlen nicht genug Chaos ist. Zu erzeugen, ist zwar möglich, ne, aber wenn man sich doof anstellt, dann wird man halt auch mal entdeckt.
Pavel Mayer
Ja, also für mich war, ich habe mich dann auch immer äh natürlich erstmal gefragt, gut, in der äh momentanen, sage mal, politischen ähm Landschaft oder Stimmung oder wie auch auch immer, äh. Man das äh bezeichnen kann, ist natürlich viel Propaganda auch äh unterwegs äh so, deswegen muss man das äh glaube ich immer mit Vorsicht genießen, ob, und ich mich dann halt erstmal gefragt hat, OK ist es ist da vielleicht was dran dass es politisch motiviert sein könnte, äh diesen Impfstoff irgendwie schlecht zu machen, aber. Für mich waren dann so zwei Punkte äh Ausschlaggebend. Das eine war halt die Reaktion. Auf diese Nachricht so, dass äh also was die dann daraufhin, äh getwittert haben irgendwie Camelea und das ist ja Sputnik V äh äh Twitter Account äh und so, hat dann angefangen, völlig fishi, Zahlen äh zu verbreiten über die anderen Impfstoffe und quasi die anderen Impfstoffe schlecht zu machen, irgendwie aber auf eine äh äh völlig ja. Plumpe Art und Weise und die Zahlen, die sie da genannt haben, sind halt einfach kompletter Unsinn, ja? Also, welche Vergleiche kann man nicht anstellen, so. Das war, sagen wir, das eine Ding, wo ich mir dachte, okay, äh wäre halt irgendwie äh wenn wenn sie, halt äh ja seriös äh wären, also kein sozusagen ja, keine seriöse Firma oder wie auch immer, äh haut halt dann äh sowas raus. Und die zweite Sache war, was nicht nur die Brasilianer. Auch mokiert hatten, war, dass sie, als sie die Herstellung besichtigen wollten, äh, sie nicht vorgelassen wurden, ja. Äh, das war, sagen die, die, die, die zweite Geschichte, dass sie halt einfach, äh, die Herstellung nicht, inspizieren äh konnten und wenn ich das auch richtig verstanden habe, ähm so ich bin jetzt zwar nicht nicht vorliegen, aber es ist wohl, so, dass es äh bestimmte Grenzwerte gibt, wie viel Replikationsfähige Viren eigentlich in einem Impfstoff äh enthalten sein dürfen. Und. Da gibt es wenn ich das richtig verstanden habe, gibt's da drei Werte. Einmal sagen, im Westen, wenn man eigentlich gar nichts haben, also absolut minimalste Mengen, äh die. Impfstoff Erfinder, sage ich mal, die den spezifiziert haben den Impfstoff haben aber schon mal eine deutlich höhere Zahl, an äh Replikationsfähigen Viren spezifiziert, so nach dem Motto, okay, wenn das jetzt unter dem Wert ist und der schieben ja immer relativ hoch zu sein, äh dann. Ja dann ist das angeblich okay, aber was die Brasilianern dann gefunden hatten, war, dass aber dieser Wert selbst nach dem hohen, eigentlich toleranzwert, den die Erfinder äh dort äh vorgegeben hatten äh oder Entwickler äh des Impfstoffs, dass der aber auch nochmal massiv überschritten war. Das heißt, es ist sagen einmal glaube ich, so ein Ding mit, na ja, äh, wir wollen im Westen irgendwie eher weniger äh weniger Replikations fähige Kopien äh äh sehen, aber selbst ja nach russischen Maßstäben, war dann wohl in der Praxis zu viel. Da und. Das ist halt und auch aus meiner Sicht damit ist halt nicht zu spaßen. Ich meine, wir haben wir kennen aus der Vergangenheit genau äh also Katastrophen. Auch äh im Impf. Stoffbereich, die die passiert sind, dies war dann aber oft gut hier in dem Fall ist es dann zum Glück, sind es, ich sage mal mehr oder weniger harmlose Adenovieren, aber sagen. Verunreinigte Impfstoffe oder äh nicht hinreichend deaktivierte äh Viren äh Bestandteile. Ja, haben in der Vergangenheit schon für einfach erhebliche Katastrophe zu zu riesigen Katastrophen geführt. Also, ja, das Schlimmste. Haben, glaube ich, mal dann in den Fünfzigern halt wohl dann zweihunderttausend Kinder in den USA mit Kinderlähmung geimpft. Mit Kinderlähmung infiziert wurden durch die Impfung, weil die lebendimpfstoffe, weil die nicht. Hinreichend ja genug deaktiviert waren. Wie gesagt, ist hier also diese Gefahr droht hier nicht, aber ähm so was, was halt ähm aber seitdem legt man zurecht großen Wert drauf, dass in den Impfstoffen auch nur das drin ist, was drin sein soll und nicht irgendwelche, anderen äh äh Sachen, weil ich meine immerhin, ja, spritzt, wird das direkt ins Blut gespritzt oder in den, ja, äh und. Muskel und äh ja, das ist also.
Tim Pritlove
Sollte schon passen.
Pavel Mayer
Sollte schon passen und äh ja ähm ich denke mal. Das kriegen sie jetzt so auch nicht ohne weiteres mehr repariert oder zurückgeholt.