UKW098 Ukraine: Der Kot des Präsidenten ist ein Staatsgeheimnis

Ein umfangreicher Blick auf die Situation in der Ukraine

Der Krieg in der Ukraine ist nach wie vor blutig und beide Seiten schenken sich nichts. Doch der russische Vormarsch ist weitgehend gestoppt und die Ukraine schafft es die Gebiete um Charkiw herum zu befreien. Während die westliche Allianz weiter zusammenhält und die Waffenlieferungen immer besser anlaufen justieren sowohl Russland als auch die Ukraine ihre Kriegsziele. Während Moskau nur noch vom Donbass spricht wächst der Mut in Kiew, das ganze Land von den Russen zu befreien.

Wir sprechen über die gescheiterte Mobilisierung Russlands, die digitale Organisation der Ukrainischen Armee und natürlich über den sich ankündigenden Beitritt Schwedes und Finnlands in die NATO.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Prittlaff. Ich begrüße alle hier zur Ausgabe 98 von UKW. Und heute geht's natürlich wieder mal um die Ukraine. Diese Krise ist noch lange nicht durchgestanden und dementsprechend gibt's auch eine Menge zu berichten und das letzte Mal. Wir, nämlich ich und Pavel, hallo Pavel. Eine Sendung veröffentlicht am 5. Mai, ist schon wieder ein bisschen her, genau genommen zwei Wochen, heute ist der 19. Mai. Wo wir das jetzt aufnehmen. Ja und jetzt wollen wir mal so ein bisschen äh zurückblicken, was denn eigentlich so passiert ist und wie sich die Gesamtsituation. So darstellt und ja es äh auf der einen Seite ist eine Menge passiert und auf der anderen Seite ist auch ähm eigentlich gar nicht so viel passiert, Denn im Wesentlichen, das kann man schon mal vorwegnehmen, ist die Situation sehr vergleichbar zu der. Vor zwei Wochen und das ist natürlich aus der Perspektive der Ukraine gesehen kann man sagen eher eine gute Nachricht. Ähm hast du denn european Song Contest geguckt? Den.
Pavel Mayer
Nein, nicht wirklich.
Tim Pritlove
Grand Prix, hast du das überhaupt schon mal in deinem Leben gemacht?
Pavel Mayer
Ich habe das schon mal gelegentlich geguckt aber ich halte es da so ein bisschen auch wie die Tschechen, die ja äh diesmal das seit langem wieder mit dabei waren. Ähm aber ansonsten ähm eher fanden, dass das musikalisch so jetzt nicht gerade einen äh Ereignis ist, äh dem man allzu viel Aufmerksamkeit schenken müsste. Aber diesmal aber es ist natürlich immer ein Politikum, ja.
Tim Pritlove
Ja also ich habe mir auch immer schon verschiedene Gedanken darüber gemacht. Ich meine, auf der einen Seite ist es natürlich Entertainment und man könnte sagen, das ist belanglos. Ja? Ich meine, das ist ja immer leicht gesagt. Aber. Und ähm da bin ich mir auch relativ sicher. Ich meine, es gibt wenn du mal überlegst, was. Ist eigentlich äh an gesamt-europäischen, kulturellen Ereignissen so aufzuzählen. Da gibt es die Europameisterschaft im Fußball. Und dann fällt dir noch irgendwas anderes ein, außer Eurovision.
Pavel Mayer
Na ja ähm gut ein paar andere Sportarten äh so Eishockey zum Beispiel ist.
Tim Pritlove
Eishockey interessiert in Italien kein Schwein.
Pavel Mayer
Handball und so, aber ja.
Tim Pritlove
Handball interessiert sowieso kein Schwein. Das ist einfach klar, das sind so Ereignisse, die finden statt, aber es ist ja nicht so, dass es so ein Straßenfeger ist, dass die Leute sagen, oh fuck, ich muss um 9 Uhr vorm Fernseher sitzen, weil gleich ist irgendwie Handballfinale.
Pavel Mayer
Ja ja, das ist das ist war so allzu viel ja tatsächlich.
Tim Pritlove
Halt auch nur der Sport und der Sport klar kann man sagen ist halt auch ein Wettbewerb, gar keine Frage. Aber ich finde halt, dass man dieser Veranstaltung kann man jetzt albern finden, die kann man doof finden und so weiter, aber sie ist da. Sie hat's geschafft, eine enorme, vergleichbare Aufmerksamkeit in den allermeisten Ländern äh zu erzeugen. Ich meine, wir schauen irgendwie 3hundert Millionen Leute dazu, ne? Das ist echt krass.
Pavel Mayer
Früher gab's ja auch noch Spiele ohne Grenzen.
Tim Pritlove
Ja, aber das war dann halt auch eher so ein deutsch-französisch äh äh deutsch-schweizerisches österreichisches Ding.
Pavel Mayer
Weiß ich gar nicht ja.
Tim Pritlove
Ja, gut, aber.
Pavel Mayer
Von Tiers.
Tim Pritlove
Kurz gesagt, es ist es ist äh so ein bisschen das nächste, was wir an so einem europäischen Kaminfeuer haben. So und ähm es ist halt auf der einen Seite. Ne, immer dieser Anspruch. Das muss ja Unterhaltung und Musik sollen ja alle zusammenbringen und deswegen ist es ja irgendwie unpolitisch. Aber was ist heutzutage schon unpolitisch oder was kann in der aktuellen Situation unpolitisch sein? Und jetzt war's natürlich. Sehr interessant zu sehen, was so äh passiert und die Ukraine ist ja mit einem. Akzeptablen ähm Beitrag in diese Veranstaltung eingestiegen. Das ist ihnen ja auch schon. Gelungen, diese Veranstaltung zu gewinnen und generell finde ich irgendwie die Beiträge äh Osteuropas sowieso eigentlich immer die Interessanteren so. Immerhin ist das jetzt nicht mehr so eine Veranstaltung, wo. Alle die ganze Zeit Englisch singen müssen. Es auch mal so eine Zeit ist, man hat richtig gemerkt, so am Anfang hat sich jeder in seiner Landessprache gesungen. Dann alle alle mussten irgendwie Englisch machen und jetzt hast du so einen Mix von ein paar, die sich das irgendwie ja, die das dann in Englisch machen, wie zum Beispiel Tschechien, oder die halt äh sagen äh fuck it äh ich singe jetzt hier irgendwie meinen eigenen nationalen Blues und das gefällt euch oder nicht irgendwie mir doch egal. Und ja äh zeigt sich, dass auch diese Sachen, einerseits sehr gut sind und andererseits auch durchaus seine Freunde finden so. Na ja und dann wird ja dann in zwei Teilen abgestimmt, dann erstmal diese Jury vote, also das ist so quasi so das, was man eben so kennt, ne, wo dann so die Länder aufgerufen werden und dann werden also die Zahlen verteilt und so weiter. Das ist alles ziemlich gestreamt worden, weil diese Veranstaltung so groß ist, so viele Teilnehmer hat und so viel sonstige Show-Elemente hat, dann wird dann. Durchgehechelt. Auf jeden Fall hast du dann zur Halbzeit quasi so ein Zwischenergebnis. Was ausschließlich sich aus Jurys äh zusammensitzt und weiß nicht, wie du deine Erfahrungen mit Jurys im Allgemeinen sind in deinem Leben, aber. Ich habe so generell an an Jurys bei Awards. So meine Zweifel, weil das sind immer solche kleinen Eco-Chambers, wo so ein paar äh Spezies drin sind, so die einfach. Das was außerhalb dieser Kammer passiert nicht so richtig fühlen. Ergebnis war auf jeden Fall, dass nach diesem Ranking die Ukraine auf Platz 5 landete. Und dann gibt's halt noch mal den zweiten Durchlauf, wo sie dann in der Reihenfolge der äh also der umgekehrten Reihenfolge der daraus resultierenden Platzierung dann den Ländern noch Punkte zuschlagen. Dann eben aus diesem Publikumsvoting, was dann irgendwie über Telefon äh geht äh oder oder eine App. Ähm wie das dann sozusagen kommt. Na ja und dann kam's halt wie es kommen musste. Die Ukraine hat sozusagen nahezu aus allen. Teilnehmenden Ländern, also vierzig Länder sind es ja ähm mehr oder weniger die Maximalpunktzahl bekommen. Was dann dazu führte, dass obwohl sie relativ abgeschlagen da aufm 5ten Platz äh rumgammelten, dann irgendwie weit in Führung gingen und die dann eben auch bis zum Schluss nicht mehr abgegeben haben. So tatata, Ukraine hat gewonnen mit ihrem Song und so weiter. Schon bei der Performance hat äh der Hauptsänger dieser Band, dieses Karies Orchestra ganz am Schluss dann auch nochmal irgendwie so eine. Hilfsbotschaft hinten rangehängt, ja so nach dem Motto unpolitische Veranstaltung, no more. Ja hier safe Maryopol irgendwie und so weiter hilft der äh Ukraine danke. Und ähm das war's dann auch schon. Dann haben sie halt äh gewonnen und das ist natürlich jetzt, der Wirkung her glaube ich nicht zu unterschätzen. Also ich saß so ein bisschen da vor dem Fernseher und dachte mir so gut, wenn sie jetzt nicht gewinnen, dann kann man halt sagen ja ist ja nur ein Gesangswettbewerb, ja? Das Lied ja nicht so geil aber diesmal war's dann eigentlich auch wirklich egal und äh ich fand das. Wirkung her ziemlich überzeugend. Also das war so klares so ein Antisch äh Moment, so ein. Ja wir wir supporten das jetzt einfach. Wir diskutieren jetzt auch nicht da drüber irgendwie, sondern wir machen das einfach. Es ist einfach vollkommen klar. Wir einfach in dieser Situation da so die Reihen schließen über alle Länder hinweg und das fand ich dann doch einen sehr starken. Moment. Sehenswert. Wer sich das nicht angeschaut hat, sollte sich vielleicht das Video anschauen. Ist auch in den Links äh was sie danach rausgehauen haben, was sie dann in den Trümmern der Ukraine, Butscher und äh anderen Orten gedreht haben. Und ein Tag nach der Veranstaltung äh veröffentlicht haben.
Pavel Mayer
Ja, also auch auch das professionell genutzt, diese Gelegenheit. Ähm.
Tim Pritlove
Absolut. Absolut. Und natürlich äh jetzt so ja okay das machen wir dann äh nächstes Jahr machen wir das dann in Kiew ne, ist ja klar.
Pavel Mayer
Na ja, überhaupt äh Selensky äh ist halt äh nach wie vor super professionell. Ähm. Was ich jetzt nur so mitbekommen hatte, gibt ja mal, gibt also viele Interviews auch der Presse und da kam dann so ein bisschen auch CTR, was denn so Ach so, das war in einer seiner Reden jetzt vor zwei Tagen oder so. Erzielte er, was er so jetzt den den Tag und die Woche so was denn so auf seinem Arbeitsplan steht und so eine überraschende Geschichte war eben auch dass er speziell äh jetzt auch Veranstaltungen macht also einmal natürlich die vor den ganzen Parlamenten und und Abgeordneten und Senat also diese bespielte halt weiter und halt ist halt auch ein wichtiges Ziel. Eben weiter im Gespräch zu bleiben, dass Ukraine nicht vergessen äh wird, aber äh was eben das Überraschende mal macht, dann halt auch äh lang extra Veranstaltungen, wo er dann äh zum Beispiel speziell äh, Afrika und Asien adressiert, ja. Ähm so wo man dann auch erstmal. Okay, das ist jetzt nicht das, was wo man jetzt aufn im ersten Moment glauben würde, dass ich einen Präsident, der sich im Krieg befindet, sagen auch noch darum kümmert, eben um wirklich andere Teile der Welt, aus denen die Unterstützung jetzt, äh sag mal, vielleicht. Zu wünschen übrig lässt oder äh ja, die nicht so eigentlich in unserem Fokus äh stehen, aber wo er dann eben sehr wohl auch drauf achtet oder nicht seine Berater drauf achten äh wirklich äh nicht nur mit dem Westen zu kommunizieren, sondern wirklich mit der ganzen Welt. Das fand ich bemerkenswert.
Tim Pritlove
Ja, also er ist ja auch gut beraten ähm Afrika anzusprechen, weil natürlich Afrika einerseits extrem. Betroffen sein wird von dieser Weizenkrise, auf der anderen Seite Russland und natürlich vor allem auch China, dort einen großen Einfluss haben und so ein bisschen still halten. Um dann sozusagen ihre Partner nicht zu gefährden und ich denke, er ist dort äh auch unterwegs, um sozusagen einen ja einen Widerstand gegebenenfalls zu brechen und dort andere. Andere Allianzen noch aufzuziehen, was also im einzelnen Ford kann ich natürlich nicht sagen. Wenn du sagst, er wendet sich an Asien, welchen Asienteil meinst du? Was hast du da mitbekommen?
Pavel Mayer
Er sagte nur irgendwie. Asien äh die machen da halt auch irgendeinen politisches Treffen äh so asiatischer äh Länder oder Diplomaten oder wie auch immer. Äh also wo er dann.
Tim Pritlove
Asien. Asien vielleicht.
Pavel Mayer
Ja äh möglich äh jedenfalls also genau äh welche bei bei welchem Event äh das habe ich mir jetzt nicht nicht gemerkt glaube ich auch auch so nicht gesagt, aber, ja erwähnte das soeben nebenbei, dass er da auch dann über Videoschalte bei irgendeiner Veranstaltung äh wo dann wiederum asiatische ja Politiker und, äh sonstige Leute sich versammelt haben und er dort. Auch speziell die adressiert und was wir auch festgestellt haben, dass er sich auch sehr viel Mühe gibt, dann, dass ihr nicht überall dasselbe erzählt äh sondern äh jeweils schon sich auch sehr gut überlegt ähm so in welchen historischen Kontext er das Ganze dann dann jeweils.
Tim Pritlove
Haben wir ja schon in Europa, in Amerika gesehen, ne, dass er hier irgendwie in Deutschland dann von der Mauer gesprochen hat, dass er in Großbritannien äh so Churchill zitiert hat in Frankreich äh weiß ich grad nicht mehr, aber war auf jeden Fall auch immer immer sehr spezifisch, ne, auch auch in den USA und hat halt da äh. Klug argumentiert, ob das dann immer so ankam, weiß ich nicht, aber seine seine Ausführungen sind auf jeden Fall immer interessant. Also er hat auf jeden Fall da eine interessante Weite. Asien ist natürlich sehr interessant, ne? Also dort Allianz zu bekommen, weil einerseits ist es natürlich auch der Teil der Welt der, sagen wir mal hätte kaum weiter weg sein können vom Geschehen. Und wo aber auch äh natürlich dieser ganze Machtkonflikt mit ähm. China mit reinspielt und ähm Länder wie Indien, ne, die halten sich ja derzeit ohnehin, zurück, weil die halt einfach sich weder ja jeder weder von China noch von von von den Amerikanern groß äh was reinreden lassen wollen, aber auch natürlich auch entsprechende Abhängigkeiten hat. Wirtschaftliche Ab, von Amerikaner auf der einen Seite militärische Abhängigkeiten von Russen auf der anderen Seite indisches Militär besteht so im Wesentlichen aus russischer Militärtechnik, also ähm das ist auf jeden Fall sehr interessant, wie er aus der Ukraine heraus. So die Weltpolitik adressiert und da einfach auch überhaupt keinerlei Zurückhaltung kennt.
Pavel Mayer
Und was in dem Zusammenhang ja noch noch einfällt, was ich auch äh gehört habe, was ich ganz interessant fand, ist, dass im Zusammenhang jetzt mit dem Ukraine-Konflikt der Westen. Gar nicht so eine geographische Bezeichnung. Ist äh und das ist auch nicht nur jetzt die NATO ist, sondern äh wenn man sagen, der Westen sagt, dann geht es eben eigentlich um eine bestimmte alt, ähm der Administration eines Staates, ja. Äh nämlich äh im im Grunde genommen, ja westlicher, wo nicht nur westlicher Liberalismus, sondern halt eben einen einen etwas einen komplexeres äh demokratisches Gemeinwesen mit dem entsprechenden Feedback und entsprechenden Institutionen einfach vorhanden ist auch teilweise fast unabhängig noch von jetzt anderen kulturellen Aspekten oder so, weil äh sozusagen zum Besten dann auch du äh, letztlich dann Japan oder Südkorea oder Taiwan äh Australien und so weiter äh äh dann mitzählen kannst. Die ja nun nicht wirklich im Westen liegen und das fand ich halt ganz, ganz bemerkenswert ähm noch, dass, sagen, das ist nicht der Westen ist, beziehungsweise der Westen in dem Zusammenhang eben keine geografische. Oder auch noch nicht mal eine allzu sehr eine kulturelle äh Bedeutung hat. Im Gegensatz jetzt Russland. Ja.
Tim Pritlove
Lass uns mal auf die äh aktuelle Situation in der Ukraine äh kommen und zwar äh konkret jetzt erstmal auf die den Fortschritt des Krieges sozusagen, also den, die militärische äh Situation, dass wir das mal eingetütet haben und dann wollen wir auf verschiedene Asp äh der letzten zwei Wochen eingehen, die da so äh passiert sind. Ähm Vorfälle im Krieg einerseits, aber eben was auch so weltpolitisch sich daraus ergeben hat. Ähm NATO-Erweiterung et cetera. Also ähm am Wichtigsten ist ähm Play kommen wir erstmal zu den unwichtigen Sachen. Also wo es nix passiert so im Süden Krim Angriff auf äh Odessa findet nach wie vor nicht statt und es gibt dort zwar immer wieder kleine Scharmützel und ein bisschen hin und her, aber im Wesentlichen passiert da nicht sehr viel. Ähm sie haben zwar sehr viel Truppen im Süden, aber kommen irgendwie nicht ausreichend äh voran oder wollen vielleicht auch nicht ausreichend voran kommen, sondern sind erstmal nur darauf bestimmt sozusagen ihre Stellung zu halten, das ist äh ohnehin so ein bisschen so ein Trend bei den äh russischen Truppen, dazu gleich noch mehr Ähm aber das bindet natürlich dann auch entsprechend Personal der Ukraine. Das mag Teil der Strategie sein, wenn es denn, überhaupt eine Strategie gibt. Also das betrifft jetzt den ganzen Süden, direkt oberhalb der Krim, also äh Jazz-Hon. Was nach wie vor besetzt ist und dann eben auch. Die äh Region ein bisschen weiter im äh Osten, das ist dann vor allem. Mögliche Vorstoß auf äh das ist ähm es gibt ja da so diesen, Fluss, der da langfließt. Da ist ja nochmal so ein größere Ausdehnung, wo äh auf der Südseite dieses äh Kernkraftwerk ist, was die Russen ja schon lange ähm eingenommen haben, aber dort müssten sie quasi rechts vorbei an diesem riesigen Wassergebiet um so nach äh. Ja in in die Mitte des Landes vorzustoßen und das gelingt ihnen an dieser Stelle äh einfach gar nicht. Also diese ganze Frontlinie ist weitgehend unverändert geblieben in den letzten zwei Wochen. Abgesehen von so ein bisschen hin und her. Wenn man dann noch weiter nach Osten. Was sich hier nach wie vor sehr bemerkenswert finde ist, der Frontverlauf läuft ja auch unmittelbar an der schon seit zwanzig. Fuffzehn oder so besetzten Stadt Donezk vorbei. Ja und wenn man sich das mal anschaut, das ist also wirklich krass. Diese Frontlinie verläuft sozusagen unmittelbar an dieser Stadt vorbei. Also dass Russland auch nicht gelungen mit einer ganzen Stadt im Rücken in irgendeiner Form. Ukraine dort äh ins Land zu drücken, trotz ihrer sogenannten Offensive. Diese Frontlinie läuft zum Beispiel auch direkt an diesem Flughafen vorbei und ähm Allerdings gibt es jetzt Berichte, dass das ein wenig aufgerissen ist. Also da haben jetzt die Russen wohl Fortschritte gemacht. Das kann man allein schon daran sehen, dass so ein Ort, der direkt an Donnitz grenzt. Unter anderem mal wieder so ein Staudamm gesprengt hat. Das äh hatten wir ja auch schon beim Kampf um Kiew gesehen. Die Ukraine sich dieses Mittels äh bedient hat, weil sie damit eben bestimmte Bereiche überflutet hat, die dann einfach für einen Panzer, Vormarsch, unbrauchbar geworden ist, weil es einfach nur noch Matsch ist und wie gut die russischen Panzer im Matsch funktionieren. Das äh haben wir ja schon mehrfach gesehen. Wenn man dann ein bisschen weiter nach Norden den Frontverlauf, also sozusagen wirklich da den den östlichsten Punkt das ist so der Kern, der ganzen ähm Aktivität beziehungsweise das ist das, wo diese ja diese Einkesselung versucht wurde. Also der Kampf um, was so ein bisschen das Zentrum des ukrainischen Widerstands da ist im Donbass und drumherum haben einfach die Russen versucht überall vorzustoßen. Das ist ihnen auch teilweise gelungen. Allerdings sind diese Vorstöße auch immer wieder äh versickert. Das Hauptproblem äh in dieser Region ist, dass es dort einen Fluss zu überwinden gibt, den ähm wie heißt er noch gleich ähm la la la ist der Siverski Donnes. Netz und äh. Zu dem werden wir gleich nochmal was äh erzählen, weil da gab's ja jetzt diesen kolossalen Fehl der russischen Armee, dort äh voran zu ähm marschieren. Äh einer Flussüberquerung und ähm aber grundsätzlich geht's nicht so richtig voran. Der heißeste Kampf ist derzeit äh der um die Stadt. Cevero Donuts, das ist eigentlich so der das letzte Gebiet von Luhansk, was äh die Russen noch nicht eingenommen haben, Und da ist es für die Ukraine ziemlich schwierig. Die leisten da viel Widerstand, aber haben nur das Problem, dass sie jetzt von drei Seiten von den Russen eingekesselt sind und ähm nach Westen hin, wo im Prinzip sie sicher zurückziehen äh könnten. Da liegt, auch noch die ähm der Ort äh wie heißt das äh, aber auch da fließt dieser Fluss durch und die Brücken sind irgendwie alle schon zerstört, also das, nochmal eine schwierige Situation geben dort äh in dieser Stadt, aber bisher hält dieser Widerstand und ähm wir werden gleich noch viel darüber reden, wie das bei den Russen eigentlich gerade so militärisch aussieht.
Pavel Mayer
Noch einen kurzen äh ein äh Wurf äh also Sever. Geschrieben heißt halt in meisten islamischen Sprachen Norden das heißt Severo Donetsk ist quasi Norddonetzk. Und der Civorski Donezk, äh äh River oder so ist sozusagen der Nordfluss im Gegensatz zu dann, weiß ich nicht, dem unteren Donuts oder dem normalen Donezf Fluss, nur äh sagen weiß man irgendwo irgendwas mit See wäre davor oder Sever äh äh liest, heißt das irgendwie Nord äh ja.
Tim Pritlove
Ah ja. Übrigens, kleiner Hinweis, bei ähm Netflix gibt es jetzt die Serie Dinner des Volkes in allen drei Staffeln mit deutschen Untertiteln. Äh ich hatte mir bisher nur auf Arte, die eine angeschaut und jetzt habe ich auch angefangen, die zweite Staffel äh zu sehen und äh russische äh Missverständnisse mit ähm, Übertragung in die äh ukrainische Sprache äh insbesondere im Zusammenhang mit was heißt eigentlich Süden äh spielt in der ersten Folge schon eine große Rolle. Das mal so als Spoiler, äh dass ich keine Ahnung von slawischen Sprachen habe, habe ich ja ganz zu Beginn hier schon äh von mir gegeben. Okay, Runden wir mal kurz das militärische Gesamtbild äh ab. Last but not least ist natürlich der Erfolg der Ukraine im. Nördlichen Ostteil rund um die Stadt Sharkiv, zweitgrößte Stadt äh der Ukraine äh zu nennen. Dort ist es halt den ukrainischen Truppen gelungen, die Russen soweit zurückzudrängen, dass sie eben teilweise auch schon, an die Grenze zu Russland sie zurückgedrückt haben noch nicht auf der gesamten Breite, aber zumindest in relevanten Maße, so dass halt jetzt in eigentlich so in Anführungsstrichen normales Leben wieder möglich ist, also viele kehren auch in die Stadt zurück. Das ist natürlich auch gut. Wenn so was möglich ist, ähm aber äh vor allem ist es einfach der Ukraine dort gelungen. Einerseits einen Achtungserfolg zu erzielen und auch, sagen wir mal, für die Öffentlichkeit und die Motivation wichtigen Erfolg zu erzielen. Äh war ja, gab's ja diese Bilder von dieser Truppe, die dann wirklich mal an die Grenze vorgestoßen sind und auch so ein Grenzposten aufgebaut haben. Das macht sich immer gut. Aber es ist halt auch strategisch sehr interessant, weil was bedeutet denn das. Dadurch, dass ich jetzt dort den Norden von Shakiw haben. Erstmal den Druck von der Großstadt weg, aber sie drohen jetzt quasi auch, auch wenn das an der Stelle wegen Flussverläufen wieder sehr schwierig ist äh nördlichen Ostbereich, also im Luhansk im Norden ähm in den Osten vorzudringen und das. Bedeuten und bedeutet das vielleicht auch jetzt schon, dass sie eben einen wichtigen Versorgungsweg der Russen abschneiden. Unter anderem aus der Stadt äh Belgorot. Kommen und um von Birke Rott äh entsprechende Verstärkung, Munition et cetera ins Land zu bekommen, sind also die dort verlaufenden Straßen für die Russen sehr wichtig. Nicht die einzige Versorgungslinie, die sie äh haben, aber es ist definitiv etwas, wo ähm ja, wo es schwierig ist und wenn die Russen da halt gegenhalten wollen, um das zu verhindern, was sie ja gerade versuchen, müssen sie dann wiederum auch äh, Gruppen aus dem Kampfbereich in diesem Ostzentrum, was ich vorhin beschrieben habe, abziehen und das äh macht es für sie gerade strategisch sehr schwierig dagegen vorzugehen. Also insgesamt zeigt sich hier einfach wieder die Strategie, Ukraine. Die ähm ja immer gut darüber nachdenken, wo sie denn jetzt Stiche setzen und wo sie jetzt ihre ähm Gelegenheiten nutzen und das äh ist sozusagen hintenrum ein Versuch, das ganze Kriegsgeschehen so ein bisschen zum Erliegen zu bringen. Also nicht, dass da keiner mehr kämpft, aber das ist sozusagen keine keine Landgewinne gibt und das ist eben die Gesamtsituation, die wir da jetzt eigentlich derzeit vorfinden und was sich so in den letzten zwei Wochen alles ähm ja, passiert ist. Ähm. Dann gibt's noch vielleicht zum Abschluss der des Überblicks die. Hickhack um diese Schlangeninsel. Wir erinnern uns, ja äh Russian Warship äh damit fing ja irgendwie dieser Krieg gefühlt an und ähm da geht's echt hin und her. Also nachdem. Die Ukraine, die Moskau versenkt hat und damit ja diese ganze Luftabwehr, Sicherungen der Schwarzmeerflotte der Russen durcheinander gebracht hat, versuchen die Russen halt auf dieser Insel entsprechende. Unterzubringen, also eine Luftabwehr zu installieren und das wird also permanent der Ukraine wieder zurückgeschlagen. Ist gerade ein bisschen unklar, wie so der letzte Stand ist. Auf jeden Fall gibt's zahlreiche Videos, wo einfach äh die ukrainische, Amie, mit Missalz, mit Drohnen, mit äh sogar mit mit äh Kampfjets über diese äh Insel zieht und. Hubschrauber, die gerade Truppen absetzen, zerstören, äh Miss Hals, die da schon stationiert sind, zerstören Boote, zerstören zahlreiche Lande äh Boote und äh Versorgungsboote. Also da geht's ähm wild zur Sache. Man kann glaube ich festhalten derzeit einen Angriff auf die Ukraine und speziell eben auf Odessa, auf dem Seeweg sehr unwahrscheinlich ist, weil einfach die Schwarzmeerflotte. Paralysiert ist. Also die kann da einfach nicht viel machen. Die wissen, wenn sie sich dem Land zu sanieren, dann kommen die irgendwie mit ihren Neptunraketen. Und hauen die weg, egal ob's jetzt noch welche gibt oder nicht, die Angst ist auf jeden Fall da, aber sie können halt auch mit Fighterjets und so weiter agieren und vor allem auch mit ihren Drohnen und den Russen scheint äh bisher nicht viel, dazu eingefallen zu sein.
Pavel Mayer
Auch auffällig ist, also zumindest erscheint es so, dass die Ukrainische Luftwaffe jetzt wieder öfter zu sehen ist, also wie Gott sagte, sie haben sogar einen einen Angriff auf die Schlangeninsel geflogen mit äh Kampfjets. Aber auch ansonsten äh hat man halt jetzt öfter. Videos äh von ukrainischen Kampfflugzeugen an der Front gesehen, wo sie halt äh Luftunterstützung für Bodentruppen leisten, so das war also wochenlang war die ukrainische Luftwaffe so ein bisschen auch äh abwesend beziehungsweise hat halt. Nach Expertenmeinungen so etwa um die fünf Einsätze am Tag äh nur geflogen, während die Russen so ungefähr auf 1hundert Einsätze kamen, aber ähm Ja, das scheint sich halt halt auch ein bisschen zu wandeln und die Russen verlieren nach wie vor äh holen teilweise wirklich ihre teuersten und besten Kampfflugzeuge, die sie da im Einsatz haben so mit immer noch einer beunruhigenden, also aus russischer Sicht beunruhigenden Rate.
Tim Pritlove
Ja. Ja ähm, vielleicht noch ein, zwei Anmerkungen zu Mario Pool und Transnistrien. Also Mario Pohl, da gibt's ja immer noch diesen äh Restkampf, der äh Asuftruppen, die in diesem Azupfstahl Stahlwerk ähm in diesem Tunnelsystem, sich verschanzt haben. Da haben die Russen nicht aufgehört, die ganze Zeit anzugreifen. Jetzt grad gestern gab's eine Evakuierung von verletzten Soldaten und das ist ein bisschen unklar, ich weiß nicht, was du da jetzt zuletzt rausgehört hast ob jetzt noch Soldaten da sind. Ich habe gelesen, es sind noch 1.000 bis 1500 Soldaten vor Ort, also dass der Kampf da nicht komplett beendet ist. Äh an anderen Stellen hieß es, es sei komplett evakuiert, also. Nicht so sicher.
Pavel Mayer
Also meine Information ist, äh dass äh sie jetzt offiziell zumindest äh äh komplett evakuiert haben. Also ich sehe zumindest auch in dem aktuellen Frontverlauf. Frontverlaufs äh Bildern war um Marriopol sonst immer noch so ein kleines so so ein Stückchen Front, aber äh das scheint jetzt nicht mehr äh da zu sein. Insofern ja ist noch ein bisschen unklar. Ich hatte noch überlegt.
Tim Pritlove
Du hast recht. Ja genau hm.
Pavel Mayer
Ich hatte noch äh überlegt auch. Nicht vielleicht auch der eine oder andere Kämpfer, ne mal versucht haben wird äh einfach äh ja durchzusickern irgendwie. Keine Ahnung, auf eigene Faust äh zu versuchen, äh da rauszukommen, aber ich werden bestimmt einige auch gemacht haben oder sich versuchen dort sich irgendwie solange zu verstecken und dann unters Volk zu mischen, keine Ahnung äh, aber der Großteil scheint jetzt in sich in russischer Hand zu befinden und es wohl wohl länger auch darüber verhandelt. Äh welche Art von ja Aufsicht äh also unter welcher Aufsicht diese Kapitulation dann stattfindet und letzte, was ich noch gehört hatte, war, dass die Amerikaner besorgt sein über äh die Behandlung äh dieser Gefangenen, also dass die Russen da auch äh, Ja äh sich sich eben im Rahmen. Ähm der internationalen äh Gepflogenheiten äh äh verhalten, wobei äh sie jetzt auch die Nummer fahren, dass sie meinen, äh sie werden jetzt gucken äh wer denn von diesen Leuten jetzt auch irgendwelche Kriegsverbrechen begangen hat und dann äh ja. Quasi als ja reziprok zu dann jetzt den den äh Prozessen gegen Kriegsverbrecher in der Ukraine dann auch eigene Prozesse gegen ukrainische Kriegsverbrecher.
Tim Pritlove
Na klar.
Pavel Mayer
Äh zu machen.
Tim Pritlove
Ja, okay. Also, paar möglichen Partisanenkrieg äh sagen wir nachher noch was. Vielleicht als allerletztes äh Transnistrien sieht nicht so aus, als ob das noch in irgendeiner Form nennenswert eingreift. Da gibt's halt immer mal wieder so ein bisschen Droherei. Aber das scheint äh. So wie es derzeit aussieht wird äh Transnisschen erstmal keine äh Rolle spielen in diesem ganzen Konflikt. Kommen wir doch vielleicht mal auf diesen Fall mit dem gescheiterten Flussübertritt ähm. Bei ähm wie hieß dieser Ort noch gleich, Bill. Ja, da kommen sie wieder hier, meine meine Ortskenntnisse, aber ich äh kriege hier alles nachgeschlagen. Kein Problem. Der Ort. Heißt der, genau. Und der von mir vorhin erwähnte. Norddonez, Fluss. Ähm ja, das ist ein. Ähm ja so ein Fluss, der sich um so ein äh, größeres Waldgebiet äh herumrankt, unter äh fleißig vor sich hinfließt. Und die Russen haben an verschiedenen Stellen versucht da einen Übertritt zu machen, weil das ist sozusagen das Problem. Sie kommen halt einfach in diese angrenzende Land nicht äh. Durch, weil Fluss ist halt mal nicht so eben über äh Treten, weil alle Brücken sind natürlich gesprengt. Und so probieren sie also mit Ponton-Brücken, wie das immer wieder zu machen. Diesen einen Vorstoß, den haben sich die Ukrainer wohl so richtig gut ausgeguckt und es gab dann halt einfach eine Niederschlagung, ich glaube, es gab insgesamt sechs versuchte Flussübertritte innerhalb kürzester Zeit und äh mindestens einer davon ist so richtig total gescheitert dass sie halt irgendwie irgendwas in der Größenordnung einer eines gesamten Bataillons ähm verloren haben. Also, am Anfang war von bis zu 1500 Toten die Rede später dann nur noch von 500 oder vielleicht auch nur die Hälfte von diesen 1.500 zu genau weiß es keiner aber es gibt beeindruckende Luftbilder von wirklich so einem riesigen Feld, wo einfach ein Panzer in dem anderen äh niedergeknüppelt wurde. Die Verluste müssen enorm gewesen sein.
Pavel Mayer
73 Stück insgesamt äh wurden da äh also 73 Pieces of Equipment äh wie es so schön äh heißt, also im Prinzip Panzer, Kampfwagen, andere Fahrzeuge äh ja. Sind dann übrig geblieben. Ich meine, was mich so ein bisschen wundert, ähm. Eigentlich sind die meisten aber offenbar nicht alle äh äh russischen ähm. Fahrzeuge, sage ich mal, sind eigentlich schwimmfähig. Äh also zumindest die äh der der Großteil der der Panzerkampfwagen und so und ähm, deswegen haben die Russen eigentlich auch nicht so viele. Jetzt weil offiziell soll ein Großteil der Fahrzeuge einfach durch die Flüsse durchschwimmen können. Aber das machen sie wohl auch nicht so gerne aus äh diversen Gründen, obwohl sie's theoretisch könnten. Ähm scheint ihnen das jetzt auch nicht so richtig zu helfen bei der Flussüberquerung?
Tim Pritlove
Ja. Ja, also das ist äh in der Tat ein echtes ähm Problem, dass sie einfach, dass im zunehmendem Maße so ein bisschen das Equipment ausgeht für solche Spezialoperationen und es sehr gut sein kann, dass sie jetzt einfach äh zumindest an diesen Fronten, diese Flüsse alle nicht mehr überquert bekommen sie einfach da genug. Widerstand bekommen und einfach zu wenig Equipment haben. Sie haben natürlich an anderen Stellen diesen Übertritt schon längst gemacht, aber das ist natürlich auch weit entfernt von von den Gebieten, wo sie jetzt gerade drum kämpfen. Ja, aber auf jeden Fall war das mal wieder so ein Beispiel, wie gut auch die ukrainische Armee in der Lage ist, dann ihre Kräfte zusammenzuziehen. Also es gibt da so ein paar. Äh Schilderung, wie das da gelaufen ist, wie schnell die da ihr Aufklärung gemacht haben und äh wie schnell sie dann da draufgehalten haben und die Russen waren einfach nicht in der Lage, sich zu verteidigen. Also sie scheinen auch einfach nicht mehr Kräfte zu haben in ihren Bataillonsgruppen ähm um einfach ihre eigenen Maßnahmen abzusichern, weil so ein Flussübertritt ist halt, schwierig. So das das dauert. Da brauchst du Schiffe, Du brauchst erstmal diese Ponton-Brücken, du brauchst Schiffe, die diese Ponton-Brücken irgendwie in Stellung äh bringen. Du musst in irgendeiner Form äh natürlich das Ganze äh absichern. Ja, wie machst du das in so einem Wald irgendwie und äh brauchst Techniker, ja und äh offensichtlich, gehen halt auch diese Verluste, die sie so haben in zunehmendem Maße auch in dieses technische Personal um solche Sachen überhaupt noch. Abrocken zu können, weil das kannst du nicht mit irgendwelchen Rekruten machen, die da das erste Mal in Panzer gesetzt wurden, die haben einfach von diesen ganzen Prozessen keine Ahnung und ähm dementsprechend verlieren sie langsam einfach diese Fähigkeit dort, strategisch äh noch vorgehen zu können.
Pavel Mayer
Ne, das das eigentliche Problem ist, wenn jetzt ich sage mal von umgekehrter Seite oder wenn jetzt der Westen sage ich mal sowas machen würde äh sagen so eine so eine Überquerung an der Stelle. Oder generell wenn du irgendwo vormarschierst aber speziell natürlich an so einer Stelle äh äh guckst du. Natürlich machst du das zum einen mit Luftunterstützung und mit dann, ich sage mal jeder Menge, wie es schön heißt Counter Artillerie, also sagen äh dass dass du halt dann auch Truppen hast, die wenn denn dich dann jemand angreift dort, dass du dort auch wiederum dann zurückschlägst und zum Beispiel das Artilleriefeuer durch äh gegen Feuer ähm ersetzt, weil es gibt halt sagen Artillerie Radar wo du halt dann sehen kannst von wo der Gegner eigentlich schießt auf dem Radar und kannst dann wenn du gut bist halt dann deine eigene Artillerie dann zurückschießen lassen und so halt dann entsprechend das Feuer unterdrücken oder deine Flugzeuge dahin schicken, um dann die gegnerischen Stellungen äh während du den Fluss überquerst, gleichzeitig auch anzugreifen äh aus der Ferne und die gegnerischen Truppen daran zu hindern, dich dann an dieser empfindlichen Stelle anzugreifen, aber offenbar äh diese kombinierte. Kriegsführung äh scheint bei den Russen von Anfang an nicht funktioniert zu haben und funktioniert offenbar noch noch immer nicht. Ja und so setzen die halt dann offenbar ja versuchen die dann halt Flussüberquerungen ohne dann den notwendigen Schutz zu haben durch. Andere Truppen, damit das auch gut gehen kann und dann ja, haben die halt dann desaströses Ergebnis. So würde ich mir das erklären.
Tim Pritlove
Sicherlich da mit reinspielt ist ja, dass sie halt auch einfach ähm viele Leute haben, die einfach sagen so. Habe jetzt hier keinen Bock mehr auf den Scheiß, weil wenn du da einfach vertraglicher Soldat bist, kannst halt nur dann gezwungen werden, daran teilzunehmen, wenn du eben. Ähm wenn halt Krieg ist und da halt jetzt immer noch kein offizieller Krieg ausgerufen wurde. Jetzt diesen 9. Mai, wo alle das irgendwie gedacht haben, reden wir gleich nochmal drüber, immer noch nicht stattgefunden hat, können die halt eigentlich im Prinzip jederzeit einfach nach Hause gehen und machen das halt voll auch im zunehmenden Maße, weil einfach so die Moral äh nicht so geil ist und auch dann sind natürlich solche schwierigen. Militärischen Operationen einfach irgendwann auch nicht mehr durchführbar. Also es kann sehr gut sein, dass die Russen in nächster Zeit einfach diese Fähigkeit verlieren überhaupt noch Krieg zu führen. Vielleicht nochmal ein Blick auf die allgemeine Strategie der Ukraine, die hat ja schon erwähnt, also wir haben diesen Vorschuss um Sharkiv äh gehabt, aber generell, wenn man sich eben anschaut, was sie eigentlich machen. Ist wohl, dass sie äh nicht dort kämpfen, wo sie am wenigsten. Kräfte haben. Also sie sind ja zahlenmäßig einfach teilweise den Russen immer noch unterliegen. Das mag sich demnächst ändern, aber. Derzeit greifen Sie halt einfach die Russen immer da an, wo es am meisten wehtut und wo tut's am meisten weh? Bei der Logistik. Also sie gehen einfach auf. Trucks und nicht äh Panzer, ne? Das ist sozusagen äh ganz interessant, also wenn man sich mal. Anschaut. Es gibt hier habe ich auch verlinkt so ein schöne Aufstellung, wo sie mal äh geguckt haben, okay von allen. Ähm Geräten Typen, also Fahrzeugtypen, die sie jetzt angegriffen haben, wo sind die höchsten äh Verluste bei den Russen? Und ähm. Aufgeteilt in äh Flugzeuge, äh anti-R, also Flugzeugabwehr, Armutwickel, also Panzer, äh Infanterie, Truppentransporter, Logistikfahrzeuge, also äh Trucks und irgendwie äh so und die die Verluste der Russen sind so in in allen diesen Kategorien werden, in der Aufstellung so zwischen drei und äh fünf Prozent irgendwie eingeschätzt äh und also von von dem, was zerstört wurde, machen die anderen irgendwie so drei bis fünf Prozent aus und dieser Logistikbereich macht irgendwie über äh 16 Prozent aus und ähm das bedeutet, sie greifen also vor allem Trucks an. Also wenn sie können, gehen sie auf Trucks. Warum? Weil Trucks transportieren, Versorgung, transportieren, Munition, Trucks transportieren, vielleicht auch Personal, alles mögliche, ohne Trucks. Kriegst du einfach diesen Krieg nicht organisiert und dementsprechend ist es sehr viel einfacher auf ungeschützte Fahrzeuge zu gehen. Die äh wegzukloppen und damit einfach die Möglichkeit der Russen zu begrenzen in irgendeiner Form ihre ganze Logistik, laufen äh zu hauen, ne. Kurzer Nachtrag noch zu den in von mir genannten Zahlen, meinte natürlich nicht Prozent, sondern das ist ein Verhältnis zwischen Verluste der Ukraine im Verhältnis zu äh Verluste der Russen und generell schaffen's die Ukrainer halt drei bis äh fünfmal so viel von Panzern, Anti R et cetera, all diesen ganzen Kategorien wegzuhauen, aber sie schaffen's halt 5zehn bis sechzehn Mal so viel. Trucks wegzuhauen als die Russen wiederum die Ukrainern äh Equipment zerstört. Also daran kann man äh ganz gut diesen Fokus äh, sehen. Na ja, also ist auf jeden Fall ganz interessant und äh es gibt auch neue Einschätzungen dadrüber, wie es denn nun eigentlich äh aussieht bei den äh Russen und ich glaube die. Äh das britische äh Verteidigungsministerium hat so die Einschätzung ähm gemacht, dass sie einfach schon. War das für eine Zahl äh.
Pavel Mayer
Mir ein ein Drittel der Kampfkraft habe ich gehört, äh so 35 Prozent der Kampfkraft, ähm so. Das heißt jetzt nicht, dass jetzt 35 Prozent sagen, manche haben daraus gemacht, 35 Prozent äh der Truppen wurden getötet, also äh so viel ist es ist es nicht, aber sagen ähm quasi alles zusammen äh äh genommen, weil wenn du, ich sage mal eine eine Einheit zu ich weiß nicht fünfzig, sechzig Prozent äh jetzt zerstört äh. So Verluste hat, ähm dann ist eigentlich deine ganze Einheit erst mal dann weg. Ja, also die ist dann nicht mehr einsatz, aus verschiedensten Gründen und wo muss die dann entweder wieder neu aufbauen oder. Leute in andere Einheiten integrieren, aber das geht halt auch auch so schnell nicht und äh insofern ja eine Schätzung ist ungefähr ein Drittel, lang ihrer Kampfkraft andere Schätzungen gehen sogar bis 45 oder 50 Prozent äh an an der Stelle. Ich weiß nur, dass es zumindest gewisse Einheiten gab, also jetzt äh äh Bataillone, die teilweise zu achtzig, 90 Prozent äh dann, ich sage mal, entmannt äh äh worden sind, äh nicht alle getötet, aber die wo dann die Hälfte einfach nach Hause gegangen ist und gesagt hat, äh nee, machen wir nicht mehr mit und ungefähr ein Dritteläh dann getötet äh oder gefangen genommen äh wurde oder verletzt wurde und wo dann, am Ende ja teilweise ja Kompanien, die mit irgendwie ähm ja. 8hundert nee Kompanien mit hundert Leuten, wo dann am Ende nur noch sechs übrig waren, oder äh ja äh Bataillone, BTGs, die dann mit 120 Fahrzeugen angetreten sind und drei Tage später äh waren nur noch 30 davon einsatzbereit und unklar, wie viele davon überhaupt zurückgekehrt sind, also von. Manchen Bataillonen ist dann sagen wir noch eine einstellige Zahl an Fahrzeugen überhaupt. Zurückgekehrt, das heißt du hast dann zwar noch einen Bataillon, wo aber die Hälfte der Leute äh haben halt unterwegs gesagt, nee, wir kämpfen nicht mehr und äh ja und das ganze Material äh ist ist weg. Und du hast dann also damit fängst du dann auch nicht mehr viel an mit irgendwie. Diesen, weiß ich nicht, äh dann am Ende 20 oder 30 Leuten, die dann vielleicht noch bereit wären, grundsätzlich noch noch zu kämpfen, äh aber ja. Junge.
Tim Pritlove
Wo mit eigentlich noch, ne? Also das ist halt das Ding und vor allem geht ihnen halt auch einfach ein Großteil ihres sehr guten Equipments äh verloren und irgendwann haben sie halt einfach nur noch historische Panzer äh die natürlich äh keine Chance haben dieser zunehmenden Asymmetrie der Waffenqualität, die sich dort jetzt äh einstellt, noch in irgendeiner Form zu überleben. Gibt auch so ein paar russische Originaldokumente, die äh von den Ukrainern veröffentlicht wurden, wo sie so ihre äh Panzerverluste in den ersten Tagen dokumentieren. Das ist also Material, was ja irgendwie aufm Feld zurückgelassen haben und was äh veröffentlicht wurde. Ja das sind äh auch alles sehr große äh Zahlen. Das ist auf jeden Fall nennenswert.
Pavel Mayer
Von 93 Panzern zum Beispiel in den ersten drei Wochen die Hälfte verloren. Äh so von einem ja äh jetzt das erste Panzerregimment äh zum Beispiel.
Tim Pritlove
Ja, wenn man sich jetzt so fragt, äh wie machen die Ukraine das? Ähm. Gibt's einige Hinweise. Ähm unter anderem. Gab's hier diese diese Sim Roaming Map, die hast du ja sicherlich auch gesehen, ne. Wirklich sehr interessant. Also ist ja so, dass die Russen ähm benutzen halt das ukrainische Mobilfunksystem. Und. Offensichtlich so obsektechnisch, also. Diskutiert ja immer da schon dadrum, dass man irgendwie Schülern vielleicht mal sein Telefon äh wegnehmen sollte in der Schule, das scheint ja nicht so besonders gut zu funktionieren. Bei Soldaten scheint es noch schlechter zu funktionieren. Auf jeden Fall sind diese Ru. Alle irgendwie mit ihren eigenen Telefonen unterwegs und die sind natürlich eindeutig identifizierbar, weil sie quasi russische Telefonnummern haben und dann gibt's hier so eine schöne Heat. Man sehen kann, wo die denn alle rumhängen und das ja, das äh ist eigentlich ein sehr schönes äh Bild, um zu sehen, wo denn eigentlich so die Truppenkonzentrationen sind und wie stark diese Truppenkonzentration auch ist.
Pavel Mayer
Ja, wobei am Anfang, also man muss natürlich ein bisschen aufpassen auf, weil am Anfang ähm. War's schon so, dass den Leuten die Telefone weggenommen wurden, aber das muss irgendwann zum einen umgekehrt sein, zum anderen haben die Leute dann versucht sagen in der Ukraine dann Telefonläden zu plündern äh und äh sich so dann irgendwie an ja Mobilfunk äh zu kommen plus ja das die Soldaten dann irgendwann gesagt haben nee äh so wir wollen jetzt unsere Telefon oder wir kämpfen nicht mehr weiter ja keine Ahnung Ähm ja, aber äh es ist natürlich halt auch super gefährlich. Also es ist halt kein eigentlich keine gute Idee auf der anderen Seite scheinen die Ukrainer auch alle Telefone zu benutzen, so.
Tim Pritlove
Ja gut, aber es ist halt ihr Netz.
Pavel Mayer
Mhm. Nee, trotzdem kannst du halt die dann schon mit dem entsprechenden Equipment kannst du halt Telefone einfach anpeilen und theoretisch dann schon auch Artillerie oder so ähm. Auf diese Position lenken, aber das scheint bei den Russen dann auch nicht so. Ähm üblich zu sein oder die haben vielleicht auch das Equipment dafür nicht in der notwendigen Menge, um das durchführen zu können. Aber soweit ich weiß, ähm können an die Amerikaner sogar per Satellit äh im Prinzip so eine Map anfertigen, ja, die brauchen ja noch nicht mal ins Mobilfunknetz reinzugehen, sondern äh. Quasi von von oben äh alles tun, aber die Russen ja scheinen diese Fähigkeit nicht zu haben.
Tim Pritlove
Schauen wir doch einfach in dem Zusammenhang mal auf die Art und Weise, wie die Ukraine so Krieg führt. Ist nämlich ganz interessant. Warum die alle Smartphones dabei haben? Na ja, die benutzen die halt auch tatsächlich im Krieg. Für ihre Einsätze. Ähm es gab hier einen schönen Bericht über eine Software, der heißt irgendwie äh GIS for Artillerie und ist ähm quasi so ein Softwaresystem, was so ähnlich funktioniert. Wie man das so für Übertaxis verwendet. Ja, du bestellst hier irgendwo, möchtest gerne ein Taxi hier und hierhin haben? Die Software sucht dann äh automatisch aus den gesamten real time Standorten der Taxis raus. Wir den jetzt am nächsten ist und dis patches sozusagen an die und sagt hier wer ist am nächsten dran? Willst du's haben? Schlag jetzt zu, dann hast du den Auftrag und so etwas Ähnliches setzt die Ukraine ein für. Ihre Militärtruppen. Mit anderen Worten, in so einem verteilten System. Die quasi äh orten sie alle, kämpfenden Einheiten, wissen einfach wo die sind und wissen halt auch mit welchen Fähigkeiten die ausgestattet sind. Und wenn es jetzt irgendeine Meldung gibt mit Panzer gesehen, fährt hier durch den Wald, das ist irgendwie die Geo-Position, dann wird über diese Software äh quasi äh 0 Komma nix irgendeine Truppe, die in der Nähe ist, dispatcht, die dann da irgendwie auftauchen kann und dann auch sofort die Zielkoordinaten hat und loslegen kann. Also wenn sie jetzt irgendwie durch eine Überwachung, was weiß ich, irgend so ein eingegrabener Panzer, irgendwo gesehen wurde und die haben mir halt diese genaue Koordinaten. Dann könnt ihr das zum Beispiel auch an ein Artillerie geschützt, was in der Nähe ist, gehen, dann wird da einfach ein Windeseile diese ähm. Geo-Koordinate einprogrammiert, wie auch immer sie dann ihre Zieleinstellung vornimmt, weiß ich nicht genau und äh ab geht es und es heißt hier. Geschafft haben, quasi so von Meldung bis Angriff diese Zeit irgendwie von 15 Minuten auf irgendwie bis zu 30 Sekunden runter zu bekommen. Wirklich in der Lage sind sehr, sehr, sehr schnell zu reagieren und ähm ja, die Russen hassen das System. Und vor allem weil die hm Kommunikation halt so über Satellit läuft und von daher schwierig in den Griff zu kriegen ist. Am Anfang, ich glaube wir hatten das hier auch mal erwähnt. Am Anfang des Krieges gab's von äh russischer Seite aus einen Angriff auf diese Kommunikation mit diesem Sattkommen, Satellitennetzwerk. Das war das, was sie sozusagen verwendet haben und dann kam ja Elon Musk und hat ähm fleißig Starlingschüsseln über der Ukraine niederregnen lassen. Und das kommt jetzt wohl zu einem großen Teil auch zum Einsatz und das ist den Russen bisher noch nicht gelungen, dass in irgendeiner Form zu blockieren. Versucht haben sie's wohl. Aber ein Darling hat da offensichtlich auch schnell reagiert und äh bisher äh haben sie da überhaupt nichts blockieren können. Ja und das ist dann sozusagen äh der neue Weg, wie sie dort das pitchen und was vielleicht auch so eins der äh eine der Erklärungen ist, warum es so gut läuft. Mit diesen ganzen Hinterhaltsangriffen, weil sie einfach schnell was gemeldet bekommen, dass schnell eben auch. Truppen vor Ort übertragen bekommen und die dann eben teilweise mit äh. Smartphones ausgestattet, was auch immer, ist jeder im Einzelnen äh verwenden. Einfach äh die notwendigen Informationen bekommen, Vorstoßen und dann eben auch gleich. Angreifen.
Pavel Mayer
Mir ist auch aufgefallen, dass in einer ganzen Reihe von ukrainischen Videos, wo Artilleriestellungen zu sehen sind. Man äh dort äh den den äh, ja obersten Batteriechef äh oder so, dass dass die dort halt mit Handys oder Tablets, sitzen ähm sehr häufig und dann direkt sich da irgendwie dran zu schaffen machen ähm jedes Mal, bevor es ans Schießen geht, also. Ähm insofern ja bestätigt das so ein bisschen äh das das Ganze, wobei. In dem zu dem Thema äh gab es auch ganz viele Leute, die sagten, das ist ja Quatsch, das kann gar nicht sein und das so läuft das doch gar nicht und und so. Also Ähm ja, mein Eindruck ist ähm da ist was dran. Ähm so und dass die tatsächlich äh, einen System dieser Art haben, wo sie, was was ich auch im Einsatz befindet, wo sie sich drüber koordinieren, aber es dürfte auch nicht das Einzige sein äh äh worüber äh worauf sie sich verlassen, sondern die dürften auch ganz Äh alle anderen Kommunikationsstrukturen über Melder bis hin äh zu ja anderen Funk äh Frequenzen und und so das Ganze äh auch. Anfordern, ja.
Tim Pritlove
Ja, aber generell scheint es auch so zu sein, dass einfach diese ganze real time intelligence den Russen da ordentlich äh, zu schaffen macht, weil für so einen Angriff brauchst du einfach einen Überraschungsmoment und dieses Überraschungsmoment scheint einfach komplett raus zu sein, weil sie mehr oder weniger in Echtzeit überwacht werden. Wenn die da irgendwelche Panzer äh irgendwo hinschicken dann dann weiß die Ukraine das einfach auch schon vorher. Das heißt nicht, dass sie dann den Angriffen auch immer äh äh entsprechend was entgegensetzen können, aber wenn's halt diesen Überraschungseffekt, dann sind sie natürlich ganz anders aufgestellt und dann ist das alles so ein bisschen so Hase und Igelmäßig hier, ne, so den Eindruck macht das, ne, also.
Pavel Mayer
Wobei insgesamt auch aus den neueren Videos jetzt von russischer Seite hat man das Gefühl, dass sie teilweise, auch versuchen jetzt die Ukrainer zu kopieren. Ähm es gibt wohl Leute an der Front, äh die sich jetzt auch zivile Drohnen haben schicken, lassen, so von ihren Verwandten, ja auf aus irgendwelchen Spenden und da gab's eben auch so einen aufgezeichneten Telefonanruf, die sind ja auch immer sehr, sehr interessant, wo sich dann russischer Soldat dann darüber beklagte, dass sie jetzt auf Equipment Spenden von Schulkindern angewiesen sind an der Front, ja äh der äh da einen totalen Rent äh abgelassen hat und. Ähm es gab dann auch ein äh Video, wo äh auch die. Russische Seite jetzt mit zivilen Drohnen versucht, Granaten abzuwerfen und. Bemerkenswert war nur, dass die aus irgendwelchen Gründen diese Granate in einen Trinkbecher äh vorher hineingetan hatten. Das sah ein bisschen komisch aus, den sie dann also sagen, Trinkbecher mit äh einer Granate und mit einem Faden äh dann an der Drohne befestigt. Ja, also wie gesagt, die die Russen versuchen äh jetzt da auch. Mit mit Selbsthilfe und äh zivilem Equipment jetzt es den Ukrainer nachzumachen teilweise.
Tim Pritlove
Jetzt ist natürlich die Frage, wie können sich äh die Russen überhaupt noch verstärken. Wir hatten ja jetzt zur letzten Sendung, paar Tage vor dem 9ten. Mai hatten wir ja äh uns natürlich wie alle die Frage gestellt, okay was was kann nun Russland jetzt machen und ich glaube zum Thema Mobilisierung im Wesentlichen zusammengefasst, so äh würden sie das tun wollen, wäre das eben für sie extrem schwierig. Auf der einen Seite politischer Art, weil dann eben die Botschaft kommt mit okay, jetzt sind wir im Krieg und jetzt müsst ihr auch äh in Moskau und auch in Sankt Petersburg Angst haben in diesen Krieg mit reingezogen zu werden, wo bisher ja die Rekrutierung eher aus anderen Landesteilen erfolgt oder zumindest äh im Wesentlichen.
Pavel Mayer
Das äh natürlich Großteil auch des Sicherheitsapparates, der jetzt zur Unterdrückung der Bevölkerung dient, also die die russische Garde, äh da sind halt ein großer Anteil äh sind halt Reservisten. Die eben auch früher mal in der Armee gedient haben und äh die dann auch alle äh natürlich aktiviert würden zum großen Teil äh die im Moment, das ist auch noch ein Problem, dass das bei den Sicherheitsbehörden nicht gut, ankäme.
Tim Pritlove
Ja, weil das bedeutet halt so große äh Bewaffnungen von irgendwie gefrusteten Bürgern, die irgendwie überhaupt gar keinen Bock drauf haben. Das ist einfach so das Rezept für Widerstand und Revolution und dann, irgendwie alle auch noch über Moskau fahren, weil alle Wege führen irgendwie über Moskau. Das äh gefällt ihnen halt nicht, deswegen tun sie das eben auch nicht, aber der andere Grund ist der, dass eben auch Russland seine ganzen sowjet Kapazitäten äh einer solchen Massenmobilisierung so einfach überhaupt nicht mehr im Betrieb hat. Also es gibt die Ausbildungsstätten nicht. Es gibt vor allem keine Ausbilder. Einfach niemanden, wo du jetzt sagen könntest, so ja äh herzlich willkommen du äh lieber Reservist so, schön, dass du da warst. Du warst ja schon mal vor 20 Jahren in der so das ist jetzt das, was du hier tun sollst. Du musst ihnen ja irgendjemand auch was erzählen und denen fehlen einfach. Offiziere, die diese Fähigkeit haben und die vor allem selber nicht im Einsatz sind. So und das ähm Problem der fehlenden Offiziere gibt's ja schon oft im Schlachtfeld, schon paar Mal drüber gesprochen, weswegen sie ja so viele Generäle nach vorne schicken müssen, die dann auch noch weggehauen werden. Dementsprechend äh haben sie da einfach ein Ausbildungsproblem. Den Berichten jetzt trauen darf, darf man natürlich nie. Läuft's eher auf so eine schleichende Mobilisierung. Also sie machen das nicht so public, sondern sie äh versuchen einfach überall Leute zu rekrutieren und mit Geld versprechen und was weiß ich ranzuholen und schätzen so die Kapazität vielleicht von 3 auf 30 bis 40.000 Soldaten, die sie da noch irgendwie ähm nachlegen können. Aber das gilt natürlich dann für die, wie auch für alle, dass die einfach äh ja. Teilweise motiviert sind, vor allem wenn sie dann vor Ort sehen in was für ein äh Zustand sich die ganze Kampagne äh befindet, aber dann eben auch einfach kaum Equipment haben. Also wir haben ja auch einfach nichts, was sie denen geben können.
Pavel Mayer
Ja und die sozusagen die Töpfe auszukratzen äh jetzt überall an Personal und ähm. An Material ähm ja das wird halt eben zunehmend schwieriger. Hm Wobei man jetzt die russische Armee nicht ganz abschreiben äh äh kann, das soll man vielleicht auch dazu sagen und äh nicht nicht alle Truppen äh waren jetzt in schwere Kämpfe verwickelt oder haben jetzt schwere Verluste erlitten. Es gab sicherlich auch Gegenden. Da war eher nicht so viel los, ja. Äh oder Truppen, die dann eher dann das Hinterland so ein bisschen gesichert haben, also es ist jetzt nicht so, dass die Russen jetzt schon am Ende wären und ähm äh so an an bestimmten Material äh gibt es auch nach wie vor noch genug. Nur ja das das Grundproblem ist natürlich. Das da werden wir später auch noch drauf kommen mh dass. Diese neu ausgehobenen Truppen, wenn die mit veralteten Material in den Kampf geschickt werden und unzureichend äh ausgebildet eigentlich mehr Kanonenfutter sind als alles andere.
Tim Pritlove
Und wir haben ja aus den anderen Zahlen vorhin von den Trucks äh auch schon gesehen. Verluste im Gerätebereich liegen so bei drei zu eins und ich glaube man kann auch davon ausgehen, dass äh die Verluste im Personalbereich mindestens auch in diesem Verhältnis liegen. Dementsprechend, brauchen Sie einfach auch noch sehr viel mehr Kampfkraft und das ist ein bisschen schwierig, all diese Zahlen, die wir jetzt über die letzten Wochen und Monate genannt haben und gehört haben, in irgendeiner Form zu tabulieren, aber nicht Insgesamt ist da mal eine Truppe von 200.0000 angetreten. Sie haben mindestens 30 Prozent dieser äh Kräfte verloren, wie sie sich dann im Einzelnen auf die einzelnen Segmente verteilt, ist nochmal eine andere Frage. Und irgendwann erodiert einfach dein dein gesamter Apparat insbesondere, wenn du dann eben von der Ukraine auch permanent von links nach rechts gejagt wirst und jetzt durch diese Initiative im Norden, durch diese Bedrohung des Abschnitts der Versorgungslinien auch wieder äh Truppen hin und her schicken muss und irgendwann Deswegen kommen Sie ja auch nicht voran. Also es geht. Kaum etwas äh voran und diese ganze Mobilisierung findet so nicht äh statt. Ich habe so ein schönes Video gesehen, da habe ich jetzt leider einen Link äh grad nicht mehr zur Hand, wo sie so eine Umfrage gemacht haben, Auf der Straße ist ja immer nicht ganz so einfach solche Umfragen zu machen da haben sie so äh die Leute gefragt so das war glaube ich in Moskau. Ja sind sie denn Patriot? Ja ja ich bin total Patriot also. Was würden sie denn tun für Russland? Ja alles würde ich ja tun für Russland so, ne? Und dann so ah ist interessant. Ja, wir haben hier irgendwie eine Liste mit irgendwie freiwilligen Meldungen für den Krieg in der Ukraine irgendwie. Wollen Sie sie da vielleicht mal dann laufen die einfach.
Pavel Mayer
Genau, wollen Sie mal Ihre Adresse hinterlassen? Zack war er weg, habe ich auch gesehen. Ja ja, das war wirklich gut, klar. Äh eigentlich wollte alles zu tun. Ja hier äh äh können sie sich freiwillig melden. Zack wortlos umgedreht und äh äh.
Tim Pritlove
Gegangen. Ja, also das läuft nicht so äh gut und es gibt halt ähm gerade bei den Jüngeren da einfach auch nicht so viel Begeisterung, wie man sich äh durchaus vorstellen kann und äh Vielleicht nochmal zu dieser Frage kommen, es brennt ja sehr viel in Russland gerade. Also ist natürlich etwas schwer zu äh quantifizieren, aber das ist auch schwer, das in Relation zu setzen. Aber es gibt viele große Brände, die alle so ein bisschen den Eindruck machen, als zu leicht, außer Kontrolle geraten und man fragt sich natürlich, woran das liegt. Naheliegend wäre natürlich zu denken, dass das jetzt alles äh Sabotageakte sind, aber das ist wahrscheinlich nur in den seltensten Fällen. Es gibt ja diese, äh Cocktailangriffe auf Rekrutierungsstationen das scheint recht populär zu sein, da sind's schon mindestens so zehn Mal in Brand gesetzt worden einfach um zu verhindern, dass dort weitere Rekruten angeworben werden vermutlich. Aber es gibt auch große Brände weit weg vom Kriegsgeschehen in Sibirien vor allem, wo ja die Russen offensichtlich Schwierigkeiten haben. Dem, Herr zu werden und es gibt die Vermutung, dass das unter anderem auch damit zu tun hat, dass sie einfach auch schon so viel Equipment aus allen Landesteilen abgezogen haben, um das im Krieg zum Einsatz zu bringen.
Pavel Mayer
Denn generell ist Brandschutz und Arbeitsschutz äh so in Russland nun Problem. Also ich habe Statistiken gesehen, wonach es irgendwie in Russland vier bis sechs Mal so häufig brennt äh pro, Einwohner äh wie jetzt in westlichen Ländern und ähm mittlerweile hat sich aber auch der Rest des. Blogs eher Richtung, ich sage mal, westliche Brandquote äh bewegt, während sich in Russland irgendwie nix getan hat. So, da ist nix besser geworden mit mit Brandschutz, sondern im Gegenteil. Und äh ja jetzt scheinen eben tatsächlich für die Großbrände, die wohl in Sibirien regelmäßig stattfinden, die sonst eine Armee bekämpft wurden. Angeblich, äh ja, gibt es jetzt zu wenig Militär dort was sich um die Brände kümmern könnte, weil es in der Ukraine ist. Ist auf jeden Fall eine schöne Geschichte Äh aber ähm die Bilder so äh da glaube ich war schon krass froh, einfach äh ja ein ganzes Stadtviertel abgebrannt ist und das sieht man sonst eher selten, ja.
Tim Pritlove
Zu der Unterstützung des Krieges durch, Westen und dort ähm abgesehen von allen politischen Flankierungen, standen natürlich vor allem die Waffenlieferungen so im Mittelpunkt und da ist mittlerweile eine Menge passiert, also insbesondere aus den USA äh kommt wohl richtig viel Equipment. Also da sind's gibt's Sichtungen von wirklich extremer Schiffs äh und Flugzeug äh Aktivität und ähm was halt klar ist, ist es vor allem diese neuen US-Haubitzen. Nicht nur das Land erreicht haben, sondern auch definitiv bereits zum Großteil sogar auch im im Einsatz sind, dass es diese M. 777 Haubitze. Die halt ähm ja wie so ein Anhänger einfach. Ihrem Rohr äh an hinten an den Truck rangehängt werden kann und dann kannst du mit dem Teil schon irgendwie durch die Gegend gurken, also schnell abgebaut, schnell aufgebaut, hat es Ding so zwei Schaufel, Füße, sodass wenn man das dann aufstellt so mit äh gräbt man das dann, gräbt sich das quasi selber in den Boden rein, umso fester es dort verankert ist, umso höhere Repetitionsraten kannst du da einstellen, weil du nicht immer so viel nachjustieren musst Ja und das sind halt die Dinge, die extrem weit schießen können, also irgendwie so dreißig bis 40 Kilometer, je nach Munition hatten wir, glaube ich, ja hier auch schon mal. Besprochen. Das ist also auf jeden Fall alles vor Ort, aber auch Deutschland hat jetzt ähm zugesagt. Sie eben diese Panzerhaubitze 200 da hatten wir zuletzt davon. Gesprochen, dass die Niederlande auf jeden Fall welche schicken will und dass die Deutschen das unterstützen und vor allem erlauben. Mittlerweile ist auch klar, dass sie wohl auch nochmal sieben Stück aus ihrem Bestand auch nochmal schicken, jetzt nicht viel, aber immerhin. Ähm, obwohl das wohl insgesamt alles so ein bisschen langsam ist. Äh zuletzt war ja noch die Rede von diesem Gepard Flugabwehrpanzern. Die sind wohl noch nicht da, weil Munitionsprobleme.
Pavel Mayer
Ja ja. Das ist das mit der Munition, es ist wirklich so ein so ein Drama, weil ähm ich meine, die Kanone und die zugehörige Munition stammt halt von Early Con Borle. Das gehört mittlerweile jetzt rein Metall, aber ist halt trotzdem in der Schweiz und die Schweiz wegen äh ja Neutralität hat jetzt gesagt, nee äh wir die Munition nicht und geben auch nicht die Erlaubnis, die weiter zu exportieren. Es gibt jetzt wohl noch ein bisschen Munition. Älter ist, die noch nicht äh irgendwie äh, diesem Weiterexportverbot äh unterliegt und offensichtlich sichtlich die Kanonen und äh ähm ja Geparden wurden auch zu einer Zeit, gefertigt, wo das noch nicht Thema war aber äh ja im Moment sagt die Schweiz jedenfalls nö. Äh wir exportieren nicht, aber die Schweiz wäre natürlich nicht die Schweiz, wenn es nicht irgendwie eine kreative Lösung für das Problem gebe oder eine Hintertür und äh sieht wohl dann so aus, dass die Schweiz aber die Munition in Einzelteilen exportieren darf, weil dann unterliegt die halt nicht äh diesem äh Verbot und sie sie muss da nur anderswo endmontiert, äh werden, ja, aber das dauert natürlich wahrscheinlich auch dann sich zu überlegen, dass man dann irgendwie keine Ahnung, welche Maschinen für die Endmontage man jetzt irgendwo nach Deutschland oder sonst wohin schaffen muss. Und muss jetzt so ein bisschen die Produktion halb verlagern oder so. Und äh aber das dauert natürlich und so äh ja ist halt dieses ganze Gepard Thema ähm ja kein kein Gutes, wobei die Dinger super nützlich wären, äh so da sind sich halt alle einig, also für die alle auch für den Einsatzzweck in der Ukraine und so äh wäre es wirklich gut, die zu haben so. Auch wenn die halt superschwierig zu bedienen, sein sollen, aber gut, super schwierig nach Bundeswehrstandard ist dann. Ähm ja äh also weil kannst da jetzt nicht nur Akademiker äh als Artilleristen einsetzen, also insofern ist das jetzt alles erlernbar. Und ähm ja wie gesagt, die machen die machen halt eine Menge Alarm äh die die Dinger, das sind halt. Kanonen mit einer extrem hohen Feuerrate, die du nicht nur gegen Flugzeuge, sondern die du auch Ziele und so einsetzen kannst und die halt auch direkt Feuer können und einfach, richtig Verwüstung machen mit ihren 35 Millimeter äh Kanonen, zwei Stück davon äh und auch mit einer ziemlich hohen Feuerrate, das heißt ich glaube, Äh die kann irgendwie. Pro Rohr hier richtig sehe, irgendwie neunhundert Schuss pro Minute pro Rohr oder so, das heißt du hast da regnen dann irgendwie dreißig, 35 Millimetergeschosse pro Sekunde äh irgendwo auf dich ein und das ist sehr unangenehm.
Tim Pritlove
Ja, also die äh Amerikaner haben auch mal veröffentlicht in so einem Fact Sheet, was ihr eigentlich bisher alles so bereitgestellt haben. Und ich muss sagen, das ist eine fette Liste. Ich weiß gar nicht, die kann man jetzt hier gar nicht komplett äh vorlesen, aber so die Größenordnungen sind irgendwie irre, also mal so äh eben. Äh knapp 7tausend so Anti-Armoor äh Systemer und und dann nochmal 14.000 andere, also irgendwie sowas in der Größenordnung, 20tausend, so anti. Anti-Panzersysteme dann halt auch diese Switch-Blade-Dinger, äh diese Kamikaze Drohnen, die so irgendwie äh ne, so Leutring sind, also die halt äh eine Weile irgendwo rumhofern können und sich erstmal das Geschehen anschauen und wenn sie dann was äh entdecken, dann Attacke mäßig auf so ein Ziel, zufliegen können und das direkt zerstören, also quasi so eine fliegende Granate. Davon sind irgendwie 700 Dinger rausgegangen von diesen Haubitzen. Sind halt irgendwie neunzig an die Ukraine gegangen äh auch mit irgendwie zweihunderttausend.
Pavel Mayer
Ja 2hunderttausend äh aber vor allen Dingen auch 2und7 Zugfahrzeuge dafür, moder.
Tim Pritlove
Und 200000 Artillerie äh Munition und so weiter, ganz viel Fahrzeuge noch, kleinere äh Waffen, sehr viel äh Munition, aber dann vor allem auch so die, Breite, ne? Also Lasergeile, ähm sind dabei und dann geht es hier, äh systems äh Optiks, Laser, Range Fires halt irgendwie Zugriff auf kommerzielle Satelliten ähm Bilddaten alles mögliche, Chemical by Logical Radio Logical Nuclear protective Equipment, also Medical zerplatzt, also. Würful Monti, also die die Amerikaner liefern einfach so ein komplettes wir spielen Kriegsset und ähm ja das regnet jetzt eben in zunehmendem Maße auf die Ukraine nieder im Rahmen eben dieses Vertrages, den sie ja jetzt auch nochmal, bestätigt haben, mit anderen Worten, die kriegen jetzt erstmal alles und danach einigt man sich äh über den Preis.
Pavel Mayer
Wobei ja, wobei Lendlis äh tatsächlich fast mehr so eine PR-Nummer war, sicherlich auch wichtig, aber tatsächlich äh kommt bisher noch gar nicht zum Einsatz, äh weil bisher die ganzen Lieferungen über direkte Autorisierungen gehen. Also im Moment kriegen die das quasi alles geschenkt äh die ganzen Waffen. Das heißt, da ist nichts gelandet und nichts geliest. Aber für den Fall, also es war ist nur für den Fall wichtig, dass in den USA jetzt irgendwie der Präsident vielleicht auf Widerstand stoßen könnte, dann könnte er von sich aus ohne Beteiligung jetzt irgendeines Parlaments über Lendlis weiter Material liefern sagen ohne ja den Kongre.
Tim Pritlove
Dass die Republikaner das verhindern können, ja.
Pavel Mayer
So das ist äh äh aber wie gesagt ist mehr, war war mehr auch so ein symbolisches äh Ding. Was potenziell für die Zukunft wichtig ist und einfach nur ein Signal setzt, okay auch der Kongress kann jetzt nichts dagegen machen, sondern äh lang der Präsident darf jetzt mehr oder weniger selber liefern, äh so was er will und weil dann auch noch so, dass aber die Parlamente im Moment sagen jedes Mal nochmal ein paar Milliarden oben drauf getan haben auf das was Biden gefordert hat, der heute irgendwie an 35 Milliarden haben und dann hat der Kongress mal eben gesagt, nee äh mach mal 42 draus so so läuft das da irgendwo gerade ab und natürlich kam dann jetzt auch die Debatte auf, die ja in Europa auch geführt wird, so oh Gott, da werden jetzt so viel Waffen geliefert, ähm entblößen wir damit, jetzt nicht unsere Armee und wir was weiß ich, wir haben jetzt gar keine Stingers und Gervellins mehr zum Beispiel. So, ja aber da muss man dann ganz klar sagen, das ist eine komplette unsinnige Diskussion beziehungsweise es halt. Quatsch, weil also fängt man mal mit den Stingern an. So, Stinger ist halt wirklich alt. Die ist aus den achtziger Jahren. Die meisten Teile, die da drin sind, werden nicht mehr gebaut so Elektronikchips und so weiter, also Stinger äh es gibt da wohl eine ganz kleine Produktionslinie noch mit irgendwie Restteilen, aber im Grunde genommen kann man die gar nicht mehr so richtig nachbauen. Und äh es gibt auch mittlerweile äh äh bessere Systeme, die denselben Zweck erfüllen, ja. Also insofern kann man fast sagen, also wenn selbst wenn die USA all ihre Stinger nicht nur die USA, sondern wenn alles Dinger dort verschossen werden, ist es jetzt auch überhaupt kein Problem und äh es gibt auch aber keinen guten Grund, warum man jetzt Stinger nachbauen sollte, ja. So ähm, Bei den Gervelins, die sind ein bisschen moderner, da sieht's anders aus. Da gibt's halt auch eine entsprechende äh Fertigung, aber ja auch da, muss man äh sagen sind erstens die gut sind nicht das einzige die sind halt extrem teure Waffen und die sind vom Profil her, weil sie eben bis drei Kilometer äh Einsatz äh Reichweite gehen. Ähm ist ja äh sollte man die ein bisschen sparsam einsetzen, beziehungsweise tatsächlich für den Zweck, für den sie eben gedacht sind und für, kürzere Entfernungen gibt's halt deutlich billigere äh Waffen, die die Ukraine ja auch äh zu Massen im im Einsatz hat und grundsätzlich aber, ist es so ähm dass ja alle Waffen, also die Ukrainer verfeuern die ja nicht, einfach nur so, also was man in die Ukraine liefert, fällt ja nicht in ein schwarzes Loch und ist dann wirkungslos verschwunden, sondern ähm. Die Waffen sind ja gebaut worden ursprünglich um in erster Linie natürlich Russland von einem Angriff abzuschrecken, aber in zweiter Linie, falls es nicht gelingt, ähm russische, Hat zu zerstören so und wenn wir die jetzt halt. Alle in die Ukraine liefern wollen, dann werden die eigentlich bestimmungsgemäß eingesetzt dort, also. Dafür eingesetzt, wofür sie gedacht waren äh plus äh dass selbst wenn damit jetzt, die Fähigkeiten der westlichen Armeen reduziert werden hier und und da, aber äh westlichen Armeen haben ja noch ganz andere Systeme und die ganze also der Großteil der Waffen, die da jetzt in der Ukraine geliefert wird, äh hat der Westen eben jede Menge auch Ersatz für, um denselben taktischen Zweck damit äh zu erreichen, aber selbst wenn man dort in der Ukraine alles verfeuern äh äh würde und sich quasi extrem entblößt ähm wird ja gleichzeitig die Fähigkeit der Russen zum Angriff reduziert mit diesen Waffen. Das heißt, äh ähm dass die Bedrohung äh dann in entsprechendem Maße auch abnimmt von russischer Seite, dass man diese Waffen auch eigentlich gar nicht braucht erstmal, weil äh ja die schon dafür benutzt wurden äh die Panzer zu zerstören, die einen dann nicht mehr angreifen.
Tim Pritlove
Jetzt voraus, dass es nur die Russen sind, die angreifen könnten, ne.
Pavel Mayer
Ja, aber wir ja äh ja.
Tim Pritlove
Theoretisch gäbe es dann auch China, aber ich glaube, das äh steht derzeit nicht auf dem Programm.
Pavel Mayer
Aber äh auch da spielen halt dürfte halt wenn man jetzt. Artillerie, also speziell auch europäische Systeme nicht die Rolle äh spielen. Wie gesagt und in und in Asien wären's eben auch ganz ganz andere äh Waffensysteme, um um die es dann ginge, vor allen Dingen eben halt ja luftgestützte Luft und siegestützte Waffensysteme, ja, die hier jetzt in der Ukraine äh nur eine untergeordnete Rolle spielen. So, also insofern äh so die ganze Debatte um, oh mein Gott, äh dann hat die Bundeswehr ja nix mehr oder die amerikanische Armee nix mehr abgesehen davon, dass die Amerikaner so viel äh. Haben äh dass das für eine ganze Weile äh Kriegsführung auch noch ausreicht. Von daher ja.
Tim Pritlove
Schauen wir mal ähm wie denn das alles so zum Einsatz gebracht werden könnte oder vielleicht auch schon zum Einsatz gebracht, wird. Also auf der einen Seite diese ganzen, Messers, die sind natürlich auch hervorragendes Futter, einerseits natürlich für die schon existierende Strategie im Sinne von kleine Einheiten, die durch den Wald marschieren, äh Angriffen äh sich entgegen. Vielleicht von dieser Software gespatcht werden und dann einfach äh die Panzer vernichten. Aber natürlich auch für einen zukünftigen Partisanenkrieg insbesondere in so Gebieten wie Mariopol, die halt jetzt quasi militärisch gewonnen sind. Aber wo es man immer noch davon ausgehen kann, hat sie ja vorhin auch schon gesagt, dass sie dann vielleicht dann doch ein paar durch die Tunnel irgendwohin entkommen sind und dort eben dann nochmal so Untergrundkampf äh organisieren. Ähm es gab dann ein interessantes Video, was von einem chinesischen. Fernsehteam gezeigt wurde und die Chinesen sind ja in diesem Krieg so ein bisschen die Journalists der Russen. Ja, also nur die sind sozusagen im im russischen Teil unterwegs, abgesehen natürlich jetzt von russischen äh Journalisten und äh liefern quasi so die russische Seite so ein bisschen äh mit. Oder gab's dann äh dieses eine Video, das wirst du auch gesehen haben, wo in so einem Ort ähm in der Nähe dieses Journalistenteams, als sie gerade ihre Kamera anhatten, irgendwie so einen Panzer auf einmal explodiert. Offensichtlich durch einen Angriff, weil so ein Panzer explodiert in der Regel nicht einfach so. Äh aus sich heraus, das kann man jetzt auch nicht komplett ausschließen, aber aus der Situation. Lag es schon nahe, dass es sich hier in irgendeiner Form einer Angriff handelt. Waren jetzt zwei Sachen, die jetzt sehr, Speziell waren an dieser Situation erstmal ist äh damit glaube ich so der aktuelle äh beobachtete Rekord, wie hoch so ein russischer C 72 Panzer seinen Geschütztstrom abspringen kann, wurde definitiv gebrochen. Das Ding flog so dermaßen in die Luft, das irgendwie auf diesem ukrainischen Meme-Account sofort aus diesem Video so ein Ding gemacht wurde, wo es danach irgendwie bei der ISS vorbeigeflogen ist? Ähm das ist sozusagen das eine, Das hat natürlich auch diese ganze Diskussion nochmal, das ist ja schon tausend Mal irgendwo diskutiert und besprochen worden. Ich glaube, wir haben das auch schon mal erwähnt, warum denn überhaupt diese Geschütztürme von diesen Panzern, diese Terrets so krass wegfliegen, wenn sie denn dann explodieren und klar hatten wir auch schon immer erwähnt, ne, die haben ja dieses Ladekarussell und diese ganze Munition mehr oder weniger in diesem Innenbereich und wenn das halt explodiert. Dann äh dann ist halt einfach äh Ende, ne, dann dann dann brennen die Dinger auf eine Art und Weise aus beziehungsweise explodieren einfach sofort, da ist dann einfach kein Überleben mehr möglich wieder das Gerät, sondern, schon gar nicht des Personals. Jetzt aber auch nicht so, dass die so schlecht geschützt werden. Tatsächlich, weil dieses Ladekarussell befindet sich halt unterhalb des Teams, aber es liegt da nicht so offen rum, sondern da ist dann auch noch mal so eine Schutzplatte drüber und das ist dann auch, relativ sicher eigentlich zwischen diesen Panzerketten, äh munteren Bereich. Also da kommt man jetzt auch nicht so ohne Weiteres ran und auch so eine Antitenk Miss Hall, die jetzt von oben einschlägt, würde das dann auch nicht unbedingt sofort äh. Entzünden, stellt sie aber raus, dass halt dort unten eben nur so was in der Größenordnung von 23 von solchen Munitionen äh abgelegt werden kann. Das ist ja immer so eine Kombination aus. Ähm die eigentliche Explosionsstoff um das Projekt rauszuhauen und dann eben die eigentlichen Projekte mit dem. Einerseits die Explosion, um es zu verschicken und die andere Explosion, um zu zerstören, ne. Und, diese russischen Panzer haben aber dann quasi im Innenraum auch nochmal an der Wand so Halterungen für die Ersatzmunition, das heißt um da nachzuladen, haben sie quasi nochmal ein zweites komplettes Set, was da einfach nur so an der Wand äh klebt und das geht natürlich dann als erstes hoch. Aber das andere äh Besondere an diesem Abschuss war, wo er stattfand. Weil das war jetzt nicht äh wie die allermeisten Videos, die man so gesehen hat, irgendwo direkt von der Front. Sondern ähm das Ganze war ein äh kleines Örtchen in der Nähe von Mariopol, sozusagen auf halber Strecke zwischen oder noch nicht mal halbe Strecken, ich glaube es war äh wie hieß der Ort. Äh ich glaube war das. Und das ist halt irgendwie keine zehn Kilometer von der russischen Grenze entfernt und ein Gebiet, was auch schon lange eingenommen ist. Also was schon 20014 eingenommen wurde, was so ein bisschen eher Frontstadt war für den Kampf, für den Vorstoß nach Maryr Pohl, den. Ukrainer ja bisher haben äh halten können bis es eben jetzt zu diesem aktuellen Krieg kam. Stellt man sich die Frage. Warum bitte geht jetzt irgendwie ein russischer Panzer in die Luft mitten in einem längst eingenommenen Gebiet hunderte Kilometer entfernt von der Front. Und da stellt sich halt schon die Frage, ob hier nicht so ein Partisankrieg schon in irgendeiner Form auch. Äh begonnen hat und so kleinere äh Einheiten äh sozusagen auch im Hinterland bekämpfen und äh zunehmende Maße auch auf Infrastruktur oder eben mal auch so einzelne hm Angriffsziele, die ihnen vor die Nase laufen gehen, ne? Oder ob dann nicht auch schon teilweise die Haubitzen äh auch irgendwie zuschlagen, wobei das in diesem Fall glaube ich ausgeschlossen werden kann, weil das wäre so mal locker achtzig Kilometer von der Front äh entfernt und das schaffst du halt auch mit diesen aktuellen Haubitzen nicht.
Pavel Mayer
So eine Sache wäre vielleicht noch äh lang zu den wegfliegenden Türmen äh zu sagen, wir machen das denn äh. Westlichen Panzer beziehungsweise jetzt auch der neue Armata Kampf äh Panzer. Da ist es so, äh dass die Munition halt erstens getrennt in einem Munitionsabteil gelagert wird und von dort aus dann äh befördert wird. Und dieses Munitionsabteil ist auch mit sogenannten Blowout Panels ausgestattet, die dann dafür sorgen, dass wenn, den Dortmund Treffer erfolgt und das Ganze explodiert, dass halt der Druck äh dann nach außen gehen kann. Da sind dann halt spezielle eben Panels, die dann wegfliegen können während bei den russischen T zweiundsiebzig, die auch noch mal Ähm ja sich dort erstmal der Druck aufbauen kann im im Innern, äh bevor dann so groß wird, dass dann ja äh der der der Turm äh dann letztlich erst äh wegfliegt, aber äh dann schon extrem viel Druck sich aufgebaut hat und ja also wenn auch so was passiert, ich glaube nicht, dass irgendwie. Von Leuten noch irgendeine Spur zu finden ist, die sich dann in dem Panzer noch befunden haben, wenn man sich teilweise die Wracks anguckt, die dann oft nicht mal mehr als Panzer zu erkennen sind, äh sondern wo, noch einzelne Blechteile eigentlich rumliegen und dir das irgendwie denken musst, was das denn vorher wohl war.
Tim Pritlove
Puzzle.
Pavel Mayer
Schon ziemlich schrecklich.
Tim Pritlove
Ja, ziemlich schrecklich äh scheint es auch für die Russen äh zu laufen, was so ihre politischen Ziele mit diesem Krieg betrifft. Äh es gab ja immer so die Ansage, ja die NATO, die erweitert sich ja hier die ganze Zeit äh vor unserer Nase. Da müssen wir ja mal was dagegen tun und deswegen mussten wir angreifen. Ja und jetzt sieht's halt so aus, als ob ähm demnächst die NATO noch ein bisschen mehr Präsenz hat, als es den Russen eigentlich lieb sein kann, weil jetzt mittlerweile sowohl Finnland als auch Schweden einen Antrag gestellt haben auf NATO-Mitgliedschaft. Ja, wie konnte das denn passieren? Ähm. So ein bisschen unklar, wie es da jetzt politisch so weitergeht, weil die Türkei es für angemessen hält, äh diesen Vorstoß äh für sich politisch zu nutzen und. Finnland und Schweden irgendwie Unterstützung von Terrororganisationen vorzuwerfen wollten die engagieren sich irgendwie für Kurdistan und das ist natürlich äh den Türken ein Dorn im Auge, und machen da jetzt gerade einen auf Blockade. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass die Türkei langfristig da. Ähm sich quer stellen kann, weil das wird dann glaube ich irgendwann politisch auch sehr teuer, aber. Um halt hier möglichst schnell zu einer Einigung zu kommen und zu einer schnellen Integration. Finnland und Schwedens denke ich mal werden sie schon in irgendeiner Form sich auf den einen oder anderen Kuhhandel einlassen mit der Türkei. Wissen natürlich auch, dass sie für die NATO geopolitisch äh ein themes Assets sind und jetzt nicht irgendwie anfangen, die die die Türkei aus der NATO zu schmeißen, deswegen.
Pavel Mayer
Das Pudding kann übrigens überhaupt nicht verstehen, dass die Türkei in der NATO ist. Das ist eben völlig ein völliges Rätsel, wie das sein kann in seinem Weltbild äh so, weil ja. Das.
Tim Pritlove
Nicht der Einzige, der da Probleme hat, das zu verstehen. Da ist, ich weiß gar nicht, wann sind die überhaupt der NATO beigetreten?
Pavel Mayer
A schon, die waren schon ziemlich früh mit dabei. So also da war ja das das Thema. Krise äh ging's ja um die amerikanischen, in der Türkei ähm so, die dann ja heimlich. Äh wegverhandelt wurden. Du dich erinnerst, dass ja. Sagen ähm Russland damals äh dann zugesagt hat, seine Raketen von äh Kuba wieder zurückzuziehen, seine Atomraketen und ähm dann. Dafür die Amerikaner dann aber heimlich äh sechs Monate später ihre Raketen aus äh der Türkei, zurückgezogen haben, nur die Kurzstrecken, Atomraketen, aber offiziell eben ähm dass nichts damit zu tun hatte, dass es dann erst, Jahrzehnte später äh rausgekommen, dass das sozusagen ein Geheimdeal war. Ähm.
Tim Pritlove
Grade festgestellt, dass die Türkei länger in der NATO ist als Deutschland. Das wusste ich auch noch nicht.
Pavel Mayer
Das war mir äh auch nicht so klar, aber ja ähm.
Tim Pritlove
Ja also Gründungsmitglieder der NATO sind Belgien Dänemark Frankreich Island. Italien, Kanada, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, UK und USA und dann kam zweiundfünfzig, Griechenland und Türkei zusammen. Mit dazu und dann erst drei Jahre später Deutschland. Ganz lange Zeit nichts und 82 kam dann Spanien dazu und äh ab 9undneunzig ging dann eben diese Osterweiterung los, erst mit Polen, Tschechien und Ungarn. Zweitausendvier gab's dann den zweiten Schritt mit dem baltischen Staaten, Bulgarien, Rumänien, Slowakei, Slowenien und äh ja das war dann den Russen wahrscheinlich schon ein bisschen zu eng. Und äh Albanien, Kroatien sind auch beigetreten, Montenegro und Mazedonien, aber das ist ähm glaube ich erstmal nicht ganz so relevant und jetzt kommt halt, Schweden und Finnland noch mit dazu. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass das stattfinden wird, weil ich kann mir einfach nicht, dass dann irgendeiner Form politisch möglich ist für die Türkei, das zu stoppen, aber sie werden halt irgendwas raushandeln für sich, wo sich alle wieder denken so, oh Mann, aber so funktioniert, halt nun mal. Aber was würde denn das jetzt eigentlich bedeuten für Russland? Das ist nämlich echt interessant. Ähm das ist nämlich für Russland. Schlimmer als es vielleicht auf den ersten Blick erscheint, denn. Klar, die Grenze zwischen Finnland und, Russland, die so lang und äh top sozusagen das, was es derzeit an NATO-Grenze. Zu Russland gibt. Aber äh effektiv vergrößert, die sich nicht nur um Faktor zwei, sondern eher um um um Faktor vier einfach weil ähm das für. Russland halt auf mehreren Ebenen ein Problem darstellt.
Pavel Mayer
Aber aus russischer Logik ähm. Ich würde erstmal sagen grundsätzlich äh ist das kein Problem für Russland, weil Finnland oder die Nato hat jetzt nicht vor Russland anzugreifen. So ja also insofern aber das glauben die Russen halt nicht und deswegen hast du halt Recht, dass es auch so russischer Sicht sagen wenn man glaubt, dass der Westen irgendwie vorhätte Russland anzugreifen oder es irgendwann zu einer Situation kommt, äh. Dann äh ja in der Tat äh ist das ein Problem und ähm du wolltest aber jetzt glaube ich noch ein paar Gründe, äh nennen äh was denn jetzt ich sage mal jetzt aus russischer Sicht, aus russischer Logik äh heraus eigentlich ähm ja das Problem für Russland.
Tim Pritlove
Genau, weil also so rein jetzt Geo strategisch ergibt sich halt also nicht nur jetzt diese Grenze, sondern die Frage ist ja, was was was bewirkt eigentlich diese Grenze? Vor allem dadurch, dass Schweden dazukommt, wird die. Aber auch Finnland wird die ganze Ostsee quasi so ein NATO-Leg. Und man muss halt sehen, Russland ist zwar ein großes Land. Hat aber eigentlich kaum Zugang zu den Weltmeeren. Also der einzige wirklich unverbaubare Zugang zu den Weltmeeren ist der Pazifik. Da haben sie halt äh hinten in ähm wie heißt das noch gleich, der große Hafen, den sie da haben. Äh also auf jeden Fall den haben sie äh haben sie was. Es gibt noch ein paar andere, aber sie haben halt einfach eine riesige Küstenlinie zum Pazifik, da kann ihn einfach überhaupt gar keiner irgendwas äh verbauen. Das ist klar. Aber es sieht halt in Europa, komplett anders aus und ihre einzigen Zugänge zum Mittelmeer und zum zum Atlantik sind sozusagen ihre Basis, die sie in Syrien haben, einer der Gründe, warum sie Syrien so stark verteidigen. Das ist so quasi ja eigentlicher Zugang zum Mittelmeer, dann haben sie halt das Schwarze Meer, aber da ist dann halt mit Griechenland und Türkei quasi diese Meerenge. Da kommen sie irgendwie im Zweifelsfall nicht durch und jetzt ergibt sich quasi mit Schweden und Dänema, dieselbe Kombination bei der Durchfahrt der Ostsee äh auch schon äh Estland und Finnland im Prinzip, glaube ich, da gibt's dann auch irgendwie gar keine Lücke. Das heißt, ihr kompletter äh Atlantik oder Ostseehafen, in Sankt Petersburg wird dadurch natürlich schon mal eingeschränkt. Andere Probleme ist, dass sie oben im Norden. Ähm der der russisch-finnischen Region, da gibt's ja diese Halbinsel Kola und dort gibt's Momsk und das ist ja quasi so ihr Nuklear-U-Boot-Hafen. Und dort haben sie quasi so ihre gesamte Flotte, mit der sie dann. Oben durch die arktischen äh Gewässer Zugang zum Atlantik. Haben. Abgesehen davon, dass das natürlich ein Riesenumweg ist, haben sie jetzt auch noch das Problem, dass sie durch äh das angrenzende Finnland quasi über eine breite Front über beschießbar wären. Ja, also würde jetzt sozusagen Russland wirklich äh in irgendeiner Form eine kriegerische Aktivität über diesen Arktishafen. Anstreben und wäre jetzt an Anbindung an das russische Festland angewiesen, dann gibt's halt nur eine Straße und eine Eisenbahnlinie, die dort lang führt, aber die halt über eine Länge von irgendwie über 1000 Kilometer äh mehr oder weniger in Haubitzenreichweite äh wäre. So, also das ist definitiv kein Zustand, den Russland toll findet.
Pavel Mayer
Also im Grunde genommen ist die Gegend da oben für Russland nicht wirklich verteidigt ja also glaube ich weil äh ja. Bestenfalls dann vielleicht aus der Luft versorgen könnten äh vielleicht noch von See, aber vom Landweg äh. Wie das aussieht. Ja, vielleicht erscheint's wirklich nur eine Straße zu geben und eine Bahnlinie, wie du schon sagst, da ist da ist halt irgendwie nix.
Tim Pritlove
Ja. Ähnlich ist es dann halt auch mit U-Booten, die irgendwie von Sankt Petersburg so durch die Ostsee wollen, also die gehen dann nicht mehr Anti-Taktik äh durch. Das bedeutet auch, dass dadurch, dass ähm eben Schweden, wenn sie in der NATO sind, natürlich diese ganzen Movements auch meldet, die NATO immer äh up to date ist, was äh die Russen da sozusagen auch gerade durch die Gewässer schieben. Also das ist auf jeden Fall alles nicht so schön aus der Perspektive von Russland, wie lange es jetzt äh dauer, die NATO sich da jetzt wirklich erweitert, ist, glaube ich, derzeit noch nicht so richtig absehbar, aber ich vermute mal, da wird's äh relativ bald Ergebnisse geben. So, was haben wir noch? Ähm es dreht sich ein bisschen der Wind. Russland hat man so den Eindruck auch im russischen. Fernsehen.
Pavel Mayer
Ja. Also hier und da kommen jetzt auch äh mal Kritiker zur Sprache. Die na ja so eine ich meine was heißt andere Meinung äh vertreten, also. Ähm es gibt. Auch in Russland gewisse Grenzen, was man nun sagen darf und was nicht, aber äh ja innerhalb dieser Grenzen scheint aber durchaus auch Kritik. Möglich äh zu sein, beziehungsweise wahrscheinlich auch so äh äh gewollt zu sein oder geduldet zu sein jetzt mittlerweile So und ähm da gab es halt dann so verschiedene Kommentatoren, aber. Jetzt besonders interessant war das von einem äh ehemaligen russischen Oberst äh Michael äh auch. Hodoranik äh heißt der, glaube ich genau oder also je nachdem da verschiedene Transiterationen. Und das bemerkenswerte äh an seiner Kritik also was er im Fernsehen erstmal gesagt. Hatte war äh dass er dass er eben auch gesagt hat okay Mobilmachung, macht jetzt gerade keinen Sinn, weil hm wenn wir jetzt mobil machen, haben wir nix was wir den Soldaten an modernen Waffen in die Hand geben können und im, die Soldaten dann mit Waffen aus dem zweiten Weltkrieg äh. In die Ukraine zu schicken, wo sie auf eine äh mit moderner Doktrin und modernen Waffen kämpfende, ukrainische Armee stoßen ähm hilft halt nicht äh irgendwie Erfolge militärische Erfolge äh zu. Erzielen, so das hatte er halt jetzt im Fernsehen gesagt und. Ein Kommentator bemerkte dann äh noch einen amerikanischer General, das äh Huderanik Huda Ranok so. Hm. Anfang Februar einen Artikel veröffentlicht hat in, russischen Medien auf Russisch, der wirklich der Hammer. Ist so. Der wirklich auf den Punkt. Genau äh vorhergesagt hat, was passieren würde. Ja? Also wäre ich Putin äh den Mann, würde ich sofort als General einstellen oder sagen wir mal, nein, nicht wäre ich Putin, sondern wäre ich irgendwie regierender äh in in in Russland so, das wäre irgendwie einfach mein Mann weil also der ist der ist so gut äh dass ich da jetzt eigentlich äh ja ein paar Passagen aus äh einfach vorlesen möchte. Also die deutsche Übersetzung äh zumindest, weil also. Ähm der Artikel äh Titel ist Vorhersagen, Blutdrünstiger äh Politologen. So und äh Untertitel von begeisterten Falken und hastigen Kuckucken. Ähm so ähm ja und äh dort, wie gesagt. Vier Wochen vor dem Krieg äh. Schreibt er darüber, ja, einige Vertreter der russischen politischen Klasse argumentieren heute, dass Russland in der Lage ist. Der Ukraine in wenigen Stunden und kürzere Zeiträume werden auch genannt, eine vernichtende Niederlage zuzufügen, wenn ein militärischer Konflikt ausbricht. Mal sehen, wie solche Aussagen der Realität entsprechen. Und. Dann ja ja und mächtiger, russischer Feuerschlag, so wird alle Überwachungs- und Kommunikationssysteme Artillerie und Panzerverbände zerstören und äh äh selbst ein vernichtender Schlag aus Russland ausreichen wird, um einen Krieg. Solchen Krieg zu beenden, dass man sogar noch nicht mal mit Panzern rein müsste so. Und außerdem betonen einige Analysten, dass niemand in der Ukraine das Regime verteidigen werde, so. Und dann ja, da beginnen wir mit dem Letzten. Ähm zu behaupten, dass niemand in der Ukraine das Regime verteidigen werde, bedeutet in der Praxis völlige Ignoranz der militärpolitischen Lage und der Stimmung der breiten Volksmasten im Nachbarstaat. Darüber wird das, Darüber hinaus wird das Ausmaß des Hasses. Der, wie Sie wissen, der wirksamste Treibstoff für bewaffneten Kampf sind. In der Nachbarrepublik gegenüber Moskau offen unterschätzt. Niemand wird die russische Armee in der Ukraine mit Brot, Salz und Blumen treffen. So ja äh ja begrüßen, genau. Es scheint, dass die Ergebnisse im Südosten der Ukraine im Jahr 2014 niemanden etwas gelehrt haben. Schließlich erwarteten sie auch, dass die gesamte Linksuf-Rege, in einem einzigen Impuls und in Sekundenschnelle Novous Russia verwandeln würde verwandelt würde. Wir haben bereits Landkarten gezeichnet, das Personal zukünftiger Verwaltungen von Städten und Regionen ausgerechnet und staatsflaggen entwickelt. Ähm. Aber selbst die russischsprachige Bevölkerung dieses Teils der Ukraine einschließlich Städte wie Saporisch, Mariopol unterstützt solche Pläne in ihrer großen Mehrheit nicht. Projekt Novorussia wurde irgendwann unmerklich weggeblasen und starb leise. So, der. Und dann zitiert da noch irgendwie äh Arkadi Gaider mit, es ist klar, dass wir jetzt keinen leichten, sondern einen harten Kampf haben werden. So und dann räumt er dann im nächsten Abschnitt so ein bisschen ein, das irgendwie dieser mächtige Feuerschlag äh der irgendwie praktisch alle Überwachungs- und Kommunikationssysteme und Panzerverbände und Artillerie zerstören werde. Dass das äh halt Politikergequatsche ist. Also er sagt, allein dieser Ausdruck zeigt, dass nur Politiker so etwas sagen können so. Also erstens meint er. Das irgendwie äh einem mächtigen Feuerschlag gibt es im militärischen Jargon nicht, so Feuerangriffe äh äh können. Halt ähm ja entweder massiv Gruppen oder Einzelangriffe sein, aber nicht mächtig, mittel oder schwach oder so, ja? Ähm. Und ähm ja Deswegen sagt er, okay, wenn man jetzt sagt, okay, was äh ist denn jetzt ein massiver Feuerschlag und dann sagt er, okay, also erstmal Feuerschläge können halt im Rahmen der Front erfolgen, also von der Front. Äh aus, die noch nicht existiert oder eben irgendwie innerhalb des des Einsatzgebietes, wobei er dann auch noch sagt, es gibt gar kein Oberkommando, der Streitkräfte im Einsatzgebiet äh bisher, was dann ja auch erst mal noch sechs Wochen im Krieg andauerte, das fand ich dann auch noch mal bemerkenswert. So. Und dann sagt er schlicht einfach äh ja. So einen, so einen massiver Schlag wird dem potenziellen Feind schwere Verluste zufügen, aber zu erwarten, dass die Streitkräfte eines ganzen Staates mit nur einem solchen Schlag, vernichtet werden können, nennt der schlichtweg ungezügelten Optimismus bei der Planung und Durchführung von Kampfhandlungen. So äh sondern und man müsse halt irgendwie auf, alle Dinge gucken und äh insbesondere halt, sagt er dann auch, ja, dass in den russischen Streitkräften es an hochpräziven Waffenmangel, Hyperschallraketen von Typ Zirkon sind noch nicht im Einsatz. Die Kaliber und die Kinnsalze, die luftgestützten Marschflugkörpers, äh, haben hat Russland nur ein paar hundert oder. Paar Dutzend im Fall von von Kinsalz und das Arsenal reicht absolut nicht aus, um einen Start von der Größe Frankreichs mit über 40 Millionen Einwohnern vom Erdboden zu vernichten, und äh ja so und dann äh sagt er noch okay zur Luft zum Thema Luftüberlegenheit also erstens. In Ländern, wo Russland Luftüberlegenheit. Hat das jetzt nicht wirklich geholfen, also im Afghanistan hatten sie Luft, Überlegenheit und die Gegner hatten kein einziges Flugzeug und keinen einzigen Kampfhubschrauber und trotzdem zog sich der Krieg zehn Jahre hin und die Tschetschenen hatten auch kein einziges Flugzeug und haben auch mehrere Jahre äh gekämpft und dann sagt er, na ja und die Streitkräfte der Ukraine haben noch Kampfflugzeuge und äh eben Mittel zur Luftabwehr und äh die äh die ukrainischen Besatzungen äh der Flugabwehrraketen seien zweitausend, äh auch schon ziemlich gut gewesen und hätten der russischen Luftwaffe extreme Probleme äh bereitet und äh ihr damals schon schockierende Verluste beigefügt und das sollte man nicht vergessen. So um ein Teer dann noch ja und ähm im Übrigen so ja. Ja dann so.
Tim Pritlove
Zustand der äh Streitkräfte der Ukraine sei äh ja angeblich in einem beklagenswerten Zustand, würde er ja immer irgendwie hören, aber davon ähm äh, das da da ging er auch von vornherein davon aus, dass das überhaupt nicht äh so ist, sondern dass die Ukraine sehr wohl, sehr gut aufgestellt ist und ähm auch wenn sie leicht unterliegen sind, da haben sie also trotzdem doch noch äh einiges zu bieten um den Russen irgendwie Probleme zu bereiten ne.
Pavel Mayer
Und dann zitiert er auch nochmal irgendwie Alex äh verachte niemals deinen Feind, betrachte ihn nicht als dümmer und schwächer als dich, so und äh dann äh ja sagt er dazu, okay zu der Behauptung, dass die westlichen Länder keinen einzigen Soldaten in den Tod für die Ukraine schicken werden. Da sagt er, ja, wahrscheinlich werden sie keine Soldaten schicken. So, aber hat er im Falle einer russischen Invasion schließt es jedoch keineswegs eine massive Unterstützung der Streitkräfte der Ukraine durch den kollektiven Westen mit einer Vielzahl von Waffen militärischer Ausrüstung sowie Massenlieferungen aller Art von Material aus. In dieser Hinsicht hat der Westen bereits eine bisher beispiellos so gefestigte Position gezeigt, die anscheinend in Moskau nicht vorhergesagt wurde. So. Es besteht kein Zweifel, dass die Vereinigten Staaten und die Länder dann. NATO eine Art Reinkarnation von nach dem Vorbild des zweiten Weltkriegs beginnen werden. Ja. Darin besteht kein Zweifel. Ein Zuzug von Freiwilligen.
Tim Pritlove
Zustrom von Freiwilligen aus dem Westen kann ich ausgeschlossen werden so. Also mit anderen Worten er beschreibt hier exakt aber wirklich so aufn Punkt genau, was dann passiert ist seitdem. Also so vollständig komplett genau exakt genau das Ding.
Pavel Mayer
Dann genau, dann sagt er noch was und irgendwie dann noch das Thema Partisanen äh und so äh und erobere die Stadt äh mit einem Luftregimment in zwei Stunden, ist bereits zu einem Klassiker des Genres geworden und auch das hat sich dann, Ich beweide, die haben's trotzdem versucht mit Kiew und haben da ja die äh komplette Fallschirmjägerbataillone äh verloren. Ähm. So ja und äh ja dann auch, dass eben selbst der Mächtige stalinistische NKWD und die Sowjetarmee mehr als zehn Jahre lang ging. Den nationalistischen Untergrund in der Westukraine gekämpft haben, so. Und jetzt gibt es eine Option, dass die ganze Ukraine leicht in den Kampf gehen kann. So, darüber hinaus könnte diese Formation bereits auf dem Territorium Russlands leicht zu operieren beginnen. So. Und dann sagt er noch auch, der bewaffnete Kampf in ukrainischen Großstädten ist im Allgemeinen schwer vorhersehbar äh und es ist bekannt, dass die Großstadt das beste Schlachtfeld für schwache und technisch weniger fort, eine Seite des bewaffneten Konflikts ist und so und dass man eben, ja, er sagt dann auch noch mal Städtekampf äh wird auch ganz ganz schlecht. So und außerdem so äh in der Ukraine gibt es irgendwie mehr als genug Großstädte auf solche mit, einer Million Einwohnern und so können die russische Armee im Verlauf eines Krieges mit der Ukraine auf mehr. Nur Stalingrad und Grozeny äh treffen. Und äh dann äh sagt er äh. Auch noch ähm ja also Blitzkrieg wird nichts, ganz klar. Vergesst Blitzkrieg und dann meint er noch zum Schluss, dass ein bewaffneter Konflikt mit der Ukraine nicht im nationalen Interesse Russlands äh liegt und sagt dann irgendwie ja einige überdrehte russische Experten sollten doch ihre Hassfantasien vergessen und äh eben auch um weiteren Reputationsverlusten vorzubeugen äh nie wieder an Sie erinnern, ja. Wieder erwähnen, ja. So aber äh also mit anderen Worten. Da war jemand in Russland, der irgendwie genau. Geschrieben hat oder oder einfach bescheid wusste. Aber ähm ja. Auf den ganz offensichtlich dann zumindest Putin äh nicht gehört hat. Aber äh. So, was dieser Artikel einfach zeigt, ist, äh er hätte es wissen können, ja, das ist äh sozusagen, Das ist äh also das zeigt dieser Artikel, dass die Russen nicht alle nur Idioten und und und Vollpfosten sind, sondern dass es da auch Leute gibt, die einfach mitdenken können und die realistisch äh Dinge auch einschätzen können, aber äh das sind halt nicht die, die dort grade die Entscheidungen treffen, aber ja interessanter Einblick finde ich der mich wirklich weggehauen hat und auch. Ja also selbst im Westen hat das niemand so, in der Form, also so präzise eingeschätzt, selbst der Westen wusste nicht so genau, wie er sich verhalten würde, wie halt dieser. Russische Oberste, also wirklich Chapeau. Äh ja.
Tim Pritlove
Ja, jetzt gibt es äh noch Gerüchteküche. Ich weiß nicht, inwiefern man da überhaupt drauf eingehen sollte, aber. Das reißt ja irgendwie nicht ab so dieses Gerücht ist irgendwie Putin. Ähm. Medizinische Probleme hat so und bei solchen Informationen muss man ja immer sehr aufpassen. Weil man nie genau weiß, wo das jetzt eigentlich raus tickert und aus welchem Grund das irgendwie raus sickert, sondern an wen äh das jetzt irgendwie ein Signal ist, ob das irgendwie nur so eine Wurst ist. Die den Medien im Westen zu fressen gegeben wird oder ob das tatsächlich äh interne Informationen sind, die einfach rausgeraten, weil irgendjemand, was weiß ich damit beabsichtigen will aber gibt durchaus solche Berichte dass er, krank ist, dass er irgendwie an Blutkrebs erkrankt sei, dass er irgendwie auf seinen Reisen immer von Spezialärzten begleitet wird, die auch für solche Fälle sind, dann wird irgendwie auch schon seinen Gang analysiert. Also er läuft irgendwie komisch, äh bewegt irgendwie nur den einen Arm dabei, also das ist natürlich schon nachvollziehbare Dinge. Da kann man dann seine eigenen ähm Schlüsse draus ziehen, aber äh. Kann auch darauf hinweisen, dass es irgendwie Rückenprobleme hat, was sehr wohl auch irgendwie auf dieses Krankheitsbild äh passen würde. Und ähm ja äh Das geht dann bis hin zu seinem leicht aufgeblasenen Gesicht. Ich meine, das kann man auch wie auch auf anderem Wege äh bekommen. Interessant fand ich dann am Schluss hier noch in dieser einen Sache, äh könnte also auch alles darauf hinweisen, dass er irgendwie irgendwie Blutkrebs entgegenzuwirken, so Steroide äh nimmt und ähm. Als Seiteneffekte unter anderem auch so das Bild irgendwie, dass man dann äh vertieft irrational und paranoides äh Verhalten an den Tag legt.
Pavel Mayer
Ja mein, ja die ist Thema Gesundheit äh des des Herrschers ist natürlich äh ja klassisch äh und ähm deswegen, ich meine, die Amerikaner hatten ja, im kalten äh Krieg dann auch einen erfolgreichen Angriff auf die Toilettenanlage in einem Hotel gefahren, wo sie dann äh die. Ja äh die Scheiße des äh damals äh russischen äh General äh Sekretärs, ich glaube Grußschaft war's äh dann erfolgreich abgegriffen haben und dann untersucht haben und dann auch festgestellt haben, dass er unter anderem wie Krebs hat. Äh weshalb äh der amerikanische Präsident auch ja immer mit einer eigenen Toilette nur ins Ausland verreist, also der amerikanische Präsident darf nicht einfach irgendwo ins Klo kacken. Sondern das ist also der Code des amerikanischen Präsidenten ist Staatsgeheimnis.
Tim Pritlove
Heilig.
Pavel Mayer
So. Genau äh diesen, Gründen und äh wenn da gibt's dann immer irgendwie im Hotel wird dann halt speziell eine Toilette für ihn installiert, auf die er dann äh dann gehen darf und wo dann nichts irgendwie ins ins. Äh System geht oder irgendjemand dann das analysieren könnte. Was jetzt Putin angeht? Also ich finde. So jetzt unabhängig von von von Berichten, wenn ich mir jetzt angucke, sieht der für mich jetzt auch nicht tottiger aus äh als jetzt Biden oder Trump, So, ja so jetzt nur auf den ersten Blick. Ich meine, das sind alles äh keine keine jungen, Leute mehr aber klar natürlich für für Putin ist das natürlich besonders wichtig und er sah auch tatsächlich nicht nicht gut aus aber ich hatte jetzt nicht das Gefühl was auch immer er jetzt hat, äh dass Ihnen das jetzt in dem Maße beeinträchtigen würde, dass er jetzt nicht mehr in der Lage ist ähm ja zu funktionieren. Das das denke ich.
Tim Pritlove
Da habe ich schon gesehen, das war, also ich meine manchmal werden ja irgendwie Länder von so Leuten äh regiert hier äh wie hieß noch der Vogel, den Simbabwe Mugabe, also der war ja auch, am Schluss zu zu gar nichts mehr zu gebrauchen. Aber hat sich also wirklich bis an seinen letzten Tag noch irgendwie an der Macht gehalten. Na ja, so funktioniert das halt. Ich äh will jetzt auch gar nicht damit sagen, dass es ähm. So ist, sondern dass das so Teil der öffentlichen Diskussion und Wahrnehmung ist, dass so was halt herumgeschoben wird und es ist sehr schwierig ist, dem in irgendeiner Form jetzt äh Wahrheit oder Bedeutung gar. Zuzuschieben und unter Umständen gehört das einfach auch nur zur allgemeinen Verwirrung und Kriegspropaganda. Äh was auch immer man damit bezwecken möchte, aber es kann natürlich auch durchaus sein dass sich äh Widerstände innerhalb des russischen Machtkomplexes äh langsam formieren. Man weiß es nicht.
Pavel Mayer
Ja, also ich weiß nicht, wenn man, wenn man sich einfach nur durchliest, welche auf der Wikipedia Seite, welche Krankheiten, Hitler alles zugeschrieben wurden äh so von psychischen also dreißig, 40 verschiedene psychische Krankheiten, je nachdem immer was grade eben in war, äh so in dem Bereich und dann natürlich alle möglichen organischen Erkrankung wahrscheinlich ja irgendwas wird wird dran äh sein, also es gibt. Muss das jetzt nicht alles alles abtun, aber äh die Frage ist natürlich immer äh so, inwieweit ist das jetzt tatsächlich entscheidend äh so für das was was passiert so inwieweit beeinflusst das jetzt den den weiteren Verlauf und da ja finde ich finde ich schwierig zu sagen daraus jetzt äh irgendwelche Schlüsse zu ziehen aus jetzt möglicherweise organischen Erkrankungen dar. Denke ich sind seine grundsätzlichen Überzeugungen, die er ja auch in den letzten Jahren geäußert hat, reichen da vollkommen aus, um sein Verhalten im Moment äh zu verstehen. Sage ich mal.
Tim Pritlove
Kommen wir dann vielleicht zum Ende äh auch noch mal auf ein mögliches äh Ende. Wie sieht's denn jetzt so aus? Also, Alle wollen natürlich, dass das vorbei ist, deswegen ist es immer sehr leicht, sich an an alle möglichen Nachrichten ranzuklemmen und zu sagen, das ist jetzt ein klares Indiz dafür, äh dass es bald vorbei ist, aber, mehren sich schon so ein wenig die Einschätzungen die sagen am Ende ist das jetzt nichts was irgendwie die nächsten fünf Jahre lang wird. Ich meine das haben wir bei Corona auch gesagt ähm.
Pavel Mayer
Also interessant in dem Zusammenhang ist äh sagen sich einfach mal beide Seiten anzugucken, weil natürlich ein Frieden nur dann funktioniert, wenn beide Seiten irgendwie zu der Erkenntnis kommen, äh dass eine Fortführung äh. Jetzt ja schlechter ist äh als ähm ja ein Waffenstillstand unter den aktuellen Bedingungen. Und. Ähm wenn man sie jetzt erstmal die Ukraine äh anschaut, dann äh war das so, dass, ja am Anfang, glaube ich, in den ersten zwei, drei Wochen gab es dann durchaus die Bereitschaft der Ukraine äh zu sagen, okay, äh für den Frieden, also für einen schnellen Frieden oder Waffenstillstand, werden wir durchaus auch bereit, irgendwelche territorialen Konzessionen. Zu machen, ja. Das war, So also wir können über alles reden so. Wir werden sicherlich nichts dauerhaft abtreten, aber sagen über den Status äh und und so äh ja. Aber das hat sich mittlerweile jetzt gewandelt. Einmal natürlich. Aufgrund der bereits erbrachten Opfer und Zerstörungen durch Russland und natürlich insbesondere dann den Kriegsverbrechen, die da passiert sind, äh. Ist jetzt die Stimmung in der Ukraine, also äh, unter Rückzug auf Vorinvasionslinien läuft gar nichts. Ja, also das ist sozusagen das absolute äh Minimum, äh glaube ich, was jetzt äh wo auch Selensky in der Lage wäre ähm, oder willens wäre, äh dass eben zu verkaufen auch auch in der. In der Ukraine ja. Also drunter äh geht's nicht, aber mittlerweile hm so wie die strategische Situation. Jetzt für die Ukraine aussieht, sieht's halt eher so aus, dass Russland tendenziell schwächer wird äh und. Die Ukraine tendenziell stärker. So das heißt äh trotz der ganzen. Opfer natürlich, Öl spielt die Zeit im Moment, eher für die Ukraine und das weiß die Ukraine auch und deswegen ist halt jetzt erklärtes äh Kriegsziel äh die Russen äh, komplett aus dem Land zu vertreiben. Was die Krim angeht äh, ja äh ist die Stimmung in der Ukraine zumindest bei vielen auch so, dass sie die Krim jetzt auch wieder haben wollen. Dass sie jetzt äh da, ist dann so ein bisschen eben gibt's dann im Westen von amerikanischer Seite so ein bisschen Vorbehalte noch, ob man äh das wirklich will, weil die, sozusagen, weil Russland ja die Ukrain äh äh die die Krim als russisches Staatsgebiet jetzt betrachtet und das Ganze äh sagen als Angriff auf russisches Staatsgebiet. Äh oder als Invasion in russisches Staatsgebiet sehen könnte und dass das dann halt zu einer Eskalation führen könnte, aber. Am Ende äh betont halt. Auch die USA, das ist letztlich eine Entscheidung der Ukrainer, ja. Wir. Werden äh also die Ukraine muss sagen, wenn's genug ist. Ja so das ist das ist die Haltung jetzt der einen Seite. Bei den Russen ähm ja ist. Wahrscheinlich das das Ziel irgendwo ähm man da das war jetzt auch schon ganz schön teuer, hat halt eine Menge gekostet und. Deswegen möchte man natürlich einen einen Deal jetzt, wo man möglichst viel Land noch dazu bekommen, so und dann einen Rückzug auf alte Position scheint derzeit aber auch nicht nicht wirklich. Denkbar zu sein. Dazu ähm ist dann die Position Russlands, jetzt ist die militärische Position Russlands noch zu gut. So, das heißt ähm dann Verhandlungen von beiden, also beide Seiten im Moment wollen keine Fahndung, wobei der Eindruck so ein bisschen besteht, dass Putin sich zumindest, den das Ganze jetzt offen halten möchte und jetzt nicht versucht ähm sich unnötig Türen äh zu verbauen. Also er weiß, dass auch irgendwann mhm. Dieser Krieg beendet werden muss. So. Und äh dass das Ergebnis nicht eine komplette Übernahme der Ukraine sein wird, ist ihm jetzt, glaube ich auch klar geworden so. Ja das heißt, das sind glaube ich die Parameter, unter denen er operiert und er geht davon aus, äh jetzt äh er versucht, so viel Land wie möglich zu gewinnen noch und dann irgendeinem Punkt äh dann zu sagen okay, dann lass uns jetzt mal ernsthaft reden und aber bis dahin eben eine möglichst gute Verhandlungsposition zu haben, nur, müsste sich dazu auch seine Verhandlungsposition verbessern und das hat sie sich im letzten Monat nicht wirklich, sondern sie hat sich eher tendenziell leicht verschlechtert äh würde ich sagen. Over overall äh wie's wie's aussieht. Und ähm ansonsten ist aber dieser Konflikt, noch weit entfernt davon sagen zu einem Konflikt zu werden, also der ist definitiv äh alles andere als frozen, sondern geht eben grade mit hoher Intensität. Weiter, wo klar ist, dass sich der in dieser Intensität Licht wird fortsetzen lassen. Man sieht es ja an einigen Fronten auch schon, wo dann relativ Ruhe eingekehrt sind, weil einfach beide Seiten. Gerade nicht so versessen äh sind auf auf Kampf im im Moment, aber, das gilt halt nicht für die nicht für alle Fronten und einigen Fronten ähm haben wir wahrscheinlich jetzt durchaus Gefechte äh oder eine Intensität, die dem entspricht, was im Zweiten Weltkrieg äh so auch gelaufen ist an.
Tim Pritlove
In sehr viel kürzerer Zeit, muss man dazu sagen. Also ich äh für mich sieht es so aus Russland wäre jetzt ganz froh, wenn sie äh Jazzon. Könnten, diesen ganzen äh Streifen, Landstreifen von der Krim am Asophschen Meer über Mario Pool hin bis zu Donetsk und äh Luhansk. Im Prinzip noch dieses äh Spirit äh fehlt. Sehr viel mehr scheint. Nicht mehr drin zu sein. Also große Vorstöße, Einkesselung et cetera. Äh und das ist so ein bisschen der aktuelle Zustand und es könnte jetzt sein dass wir jetzt so ein militärisches Kippen beobachten können. Im Prinzip haben wir es schon, um in so und je nachdem, wie gut Ukraine jetzt ihre äh dort gewonnenen Vorteile ausspielt und es in irgendeiner Form schafft, an die Versorgungslinien ranzugehen oder überhaupt generell hinter die Linien zu kommen, durch die neuen Haubitzen und ähm ähnliche Waffen. Und weitere Schwächungen natürlich der Russen glaube ich. Wie du's ja auch schon gesagt hast, also ich glaube, dass die Ukraine daran glaubt, dass sie in der Lage sind, die Russen noch weiter zu schwächen und die werden einfach Probleme haben, diese ganzen gewonnenen Gebiete zu halten. Zumindest im Osten. Im Süden müsse halt die Ukraine sich selbst noch mal äh verstärken. Keine Ahnung wie jetzt die Lieferungen verteilt werden und wo sie jetzt ihre äh Prioritäten setzen, das wird man dann halt äh sehen. Aber sie sind bisher relativ intelligent vorangegangen. Sie haben die Möglichkeiten. Sie kriegen eine Verstärkung äh des Militärs. In allen Fähigkeiten, ja, was die Aufklärung betrifft, was Angriff betrifft, was Verteidigung betrifft. Wir hatten ja vorhin die Liste allein der Amerikaner, das ist ja noch lange nicht alles. Da kommen ja Lieferungen überall aus Europa, aus Australien, et cetera und das wird auch so weitergehen. Einfach weil jetzt irgendwie der Wespen beschlossen hat, Russland muss besiegt werden und im Prinzip kämpft. Ukraine, mit ihren Fähigkeiten der NATO oder zumindest mit einem Teil der Fähigkeiten der NATO ähm und dem Arsonal, äh gegen Russland und so wie unser Militärexperte da äh das im Februar schon erklärt hat äh ja das liegt alles schon nicht mehr im Interesse Russlands. Parallel dazu läuft immer noch weiter eine permanente Verschärfung der Sanktionen und ähm. Wenn eben manche Länder nicht unbedingt dem Westen jetzt so ohne Weiteres äh beispringen werden. Ist jetzt auch nicht so, dass sich jetzt alle besonders drum bemühen, Russland den Rücken zu sterben zu stärken. Ja, also das ist halt eher so ein ein verhaltener Support.
Pavel Mayer
Ja Also auch äh sagen, was wohl aus China äh da gekommen ist, äh ist äh ja auch eher enttäuschend, also äh so selbst. Soweit ich das mitbekommen habe ist dieses chinesische Bezahlsystem. Was da in die Bresche gesprungen ist sie haben sich wieder zurückgezogen aus Russland ja also diese Kreditkarten Ersatz für westliche Kreditkarten, die man die Russen haben immer noch ihre eigenen Systeme und so. Aber ja, selbst an der Front äh glaube ich, möchten die Chinesen gerade nicht unbedingt Geschäfte mit Russland machen und der Punkt, ist halt auch, dass ja Russland zumindest als Außenhandelspartner für China relativ unbedeutend ist. So und äh dass sie halt dann eher durch also Chinesen äh da spielt Geld gerade auch einfach eine große Rolle und die haben eigentlich keine Lust jetzt äh für Russlands Krieg mit zu bezahlen. Ja ähm sondern auch aus Chinas Sicht ist es natürlich nicht so schlecht, wenn Russland jetzt geschwächt wird, weil im Grunde genommen. Ja sind. Verbindet Russland und China auch eine langjährige Rivalität und der einzige Grund, warum die jetzt grade so miteinander äh. Können. Äh es halt, weil's beides grade relativ totalitäre Systeme sind, wobei das in Russland eher totalitärer ist und sich da schon mit seiner seiner Partei rumschlagen muss. Äh also im größeren Ausmaß denke ich. Und äh ja, also bis bislang sagt steht, also stehen die Länder nicht gerade Schlange, jetzt Russland zu unterstützen. Ein oder andere wird irgendwie vielleicht ein gucken können, so jetzt etwas billiger an an Öl zu kommen oder. China dann auch wie. Gucken einen guten Gaststil zu kriegen äh jetzt aber im Grunde genommen ja äh. Ist da auch China mehr oder weniger eine No-Show, was auch eine große Erleichterung für die Amerikaner äh war, weil das war ja so ein bisschen die Befürchtung, dass da. China jetzt einspringen äh äh könnte und den Russen irgendwie unter die Arme greifen, aber danach sieht's im Moment gar nicht aus. Ja und wenn man jetzt mal noch abschließend vielleicht. In die Weite Ferne äh guckt, nämlich ähm. Was denn jetzt die Folgen für Russland eigentlich sein könnten oder sollten ähm bin ich auf einen äh, ja interessanten Dokumentationsbeitrag gestoßen, der ganz gut, argumentiert, dass es eigentlich für Russland nur einen wirklich positiven Ausgang geben kann, nämlich wenn es zerfällt, So das klingt natürlich erstmal wie die Horrorvorstellung, oh mein Gott äh so, aber. Ähm so er argumentiert da halt auch ganz schön, dass hm ja im Moment ist Russland halt Moskau. So also oder Moskau ist halt alles und der Rest des Landes ist so ja ähm nicht nicht wirklich äh bedeutend so. Ja oder also es gibt halt ganz, ganz viele Regionen, die ja sich auch nicht entwickeln können einfach unter. Moskaus Dominanz. Natürlich trägt Moskau auch eine ganze Menge zum zum Ausgleich äh bei und in Sowjetzeiten hatte man ihm auch versucht, die Produktion im Land so zu verteilen, dass alle voneinander abhängig sind, dass eben niemand sich so wirklich selbstständig machen kann, was dann natürlich auch nochmal ein Riesenproblem war, als der die Sowjetunion zerfallen ist, dass er dann alles noch schlimmer gemacht, aber das ist wohl heute teilweise eben eben auch noch äh so und hm es herrscht aber gleichzeitig eben, auch wohl tatsächlich einen Ethnozentrismus äh in der Moskauer Bevölkerung. Es ist zwar nicht so offen, rassistisch, aber wenn man dann ein bisschen tiefer guckt, stellt man halt dann schon fest, dass die Russen eigentlich sich als etwas Besseres sehen als jetzt ich sage mal die nicht Russen, so die ganzen ja äh Bevölkerung in den Stars und die ganzen Muslime und also auch da, gibt es ähm. Ja einen zumindest sagen einen unterschwelligen Rassismus äh und einen unterschwelligen ja natürlich auch oder oder einen klaren Führungsanspruch, dass man selber es die Russen wissen, was am besten ist auch für diese Völker. So und ähm ja, wenn man äh aber dann. Auch sieht, wie Russland denn jetzt mit der Ukraine umgeht, die ja angeblich auch irgendwie wir alle Verwandte sind und eigentlich auch wieder Teil von Russland äh sein äh soll, kann man sich halt ganz gut vorstellen oder oder sieht man halt, dass äh ja dieser russische Föderalismus äh dann nicht wirklich ein echter Föderalismus äh ist oder eben einen sehr zentralisierter Föderalismus. Im Gegensatz. Zu Deutschland beispielsweise und da das eine nette historische Beispiel, dass ja die Franzosen vor allem darauf bestanden haben, dass Deutschland eine starke föderale Struktur kriegt. Damit äh es eben militärisch und politisch geschwächt. Ist so damit sozusagen die Zentralregierung nicht nicht viel machen kann und deswegen äh haben wir halt auch die Polizei äh Kräfte, die halt den Ländern unterstellt sind äh unter anderem und nur. Stellte sich dann raus, dass das aber genau das richtige Rezept war so für Deutschland, dass Deutschland nun mal schon immer so ein bisschen viel Völkerstaat war und das einfach so eine föderale Struktur, wo, halt es eben keine Zentrale gibt, die fürs ganze Land entscheidet, dann wesentlich mehr Zufriedenheit und Prosperität und vor allen Dingen ja wirtschaftliche Entwicklung. Gebracht hat. Ähm als wenn man äh das Ganze jetzt zentralisiert hätte, so und. Und das Argument ist eben auch, dass also Russland sagen, so solange Russland dieses Russland ist in dieser russischen Föderation mit diesem starken Zentralismus, dass dort halt nie wirklich Ruhe sein wird. Und äh dass es sich eben auch wirtschaftlich sich die Region nicht so werden entwickeln äh können und dabei gibt es eben sehr, sehr viele Regionen auch in Russland, wenn die, autonom wären und es halt äh irgendwie dann trotzdem Frieden gäbe ähm. Wo äh ja Russland und die Russen in auch in Freiheit und Prosperität leben könnten und ich fand zumindest diese These. Ähm ja hatte was für sich, wobei natürlich dahin zu kommen. Also wenn äh dann äh Russland wirklich zerfällt äh so, das birgt natürlich unglaubliche Gefahren dann auch äh in sich und äh dürfte dann auch nicht äh wirklich friedlich ablaufen, so das ist das einzige Problem. An der Sache. Aber ansonsten.
Tim Pritlove
Sonst.
Pavel Mayer
Aber ansonsten.
Tim Pritlove
Ja.
Pavel Mayer
Für die Leute, für Leute, aber wenn wenn sich dann mal berappelt haben, äh wär's eigentlich ganz, ganz super und im Grunde genommen äh lebt ja auch Russland jetzt durchaus mit mit bestimmten ehemaligen Nachbarn dann doch in Frieden zumindest so. Aber ähm ja.
Tim Pritlove
Also alles, was ich so gehört habe. Über den Zustand der russischen Gesellschaft und was wir hier auch schon so diskutiert haben, dann bin ich irgendwie relativ ähm pessimistisch, was so eine positive gesellschaftliche Entwicklung in den nächsten Jahren betrifft. Das ist ein Land, was einfach sich dermaßen unter. Äh Einfluss von Propaganda äh befindet gerade, das das dauert lange und es gibt vor allem auch diese ganze. Demokratische Tradition ist vielleicht jetzt ein etwas großes Wort. Die Erfahrung damit und. Vor allem auch wenig positive Erfahrungen damit man kennt's nicht anders. Das ist so das, was ich sagen möchte. Und äh ob so ein Land sich da schnell in eine andere Richtung entwickeln kann. Das hat in Deutschland nur funktioniert, weil wir einfach. Einerseits schon ein bisschen Vorgeschichte hatten, aber dann eben auch einfach der die Niederlage so total und spürbar und unausweichlich war. Und das wird ja so in diesem Krieg nicht stattfinden. Ob es überhaupt gefühlt eine Niederlage für die Russen gibt, das hängt im Wesentlichen davon ab, was da äh im. Fernsehen verkündet wird, ja? Also du kannst halt auch einfach sagen ähm die ganze Diskussion auch mit irgendwie ja, wir müssen irgendwie für Putin eine ein eine Option anbieten der Gesichtswahrung. Vielleicht gar nicht erforderlich, weil da sowieso eine totale VR. Findet und äh da wird dann einfach gesagt, ist es jetzt so und so. Am Ende sagt er einfach, wir haben gewonnen. Der Donbass ist unser, fertig.
Pavel Mayer
Ja ähm ja grundsätzlich stimmt das so? Also sein seine, seine Offroad äh kann er sich halt da zurecht basteln, äh äh wie er will, also wie es so schön heißt, nur das geht halt auch nur zu. Gewissen äh in einem gewissen Maß in gewissen Grenzen. Mhm ein, Szenario ist halt, dass jetzt Russland, beziehungsweise Putin halt das jetzt pushen und pushen und pushen und ähm, Ja, äh trotzdem aber irgendwann an den Punkt kommen, wo hm die Ukraine, eine solche militärische Übermacht hat, hm dass. Das russische Militär regelrecht kollabiert. Das kann dann. So durchaus schnell gehen, ja? Gut, die haben immer noch die Möglichkeit sich äh hinter die Grenze äh zurückzuziehen und dann zu hoffen, dass die Ukrainer an der Grenze stehen bleiben. Ähm aber das lässt sich natürlich dann schwierig verkaufen, wenn dann deine Armee am Ende, ich weiß nicht 50.000 Tote Soldaten äh oder hunderttausend Tote, Verwundete und Kriegsgefangene zusammen oder so. Und die und die Hälfte des des äh der Ausrüstung. Verloren und unzerstört. Das stößt halt dann auf Grenzen, das als Sieg zu verkaufen, so. Ähm ja und wie gesagt, wenn die russische Armee zusammenbrechen sollte, was jetzt nicht vielleicht nicht das Wahrscheinlichste ist, aber ein mögliches Szenario, zumindest wenn. Sie sich nicht rechtzeitig zurückziehen und dann na ja und dann die Sache noch mit der mit der Krim, also ich kann mir gut vorstellen, dass auch dann äh wieder die Ukraine dann erstmal den Russen auf der Krim, solange es da keinen Friedensvertrag gibt äh irgendwann das Leben auch sehr unangenehm äh machen kann. Mit entsprechender militärischer Übermacht und vor allem wenn dann auch noch ja die Luftwaffe sich dann weiter erholt und sich in sechs Monaten sie dann auch irgendwie fünfzig, hundert oder 150 F 16 Tammflugzeug haben? Gut, sie werden nicht so viele Piloten haben, also insofern aber ja ähm ich denke äh es gibt. Ein Szenario, das nicht völlig unrealistisch ist, wo hm das russische Militär so was wie einen Kollaps erleidet. Der den dann Putin auch nicht mehr schönreden kann. Ja.
Tim Pritlove
Ja, das stimmt sicherlich. Also. Wir sind jetzt noch ein bisschen weit weg von diesem möglichen Zustand. Es macht so ein bisschen den Eindruck, als könnte es so ein. Das könnten wir so kurz vor so einem Tipping Point stehen. Kann auch sein, dass es noch ein paar Wochen. Hinnes, aber was man auf jeden Fall sicher sagen kann, ist die Dynamik des Krieges. Im Sinne von die Russen stoßen in ukrainisches Gebiet vor, was wir jetzt die letzten drei Monate quasi im Wesentlichen dokumentiert haben hier. Die es zum Stillstand gekommen. Es gibt keine Dynamik mehr in diesem Krieg. Die Russen sind irgendwie mehr oder weniger an den Positionen, wo sie jetzt sind, fest und was wir so an Bewegung sehen, bewegt sich so im 1hundert Meter pro Tag äh Bereich, wenn überhaupt Aber da, wo es nach vorne geht, geht's auch mal wieder zurück. Also im Wesentlichen tut sich eigentlich gar nix. So mit anderen Worten, wir sind so an so einem Punkt gekommen, wo jetzt einfach die Beschleunigung auf null ist und es kann jetzt eben sein, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen so eine Gegenbewegung sehen. Vielleicht sehen wir sie schon da in Sharkiv, vielleicht äh geht's jetzt auch erst richtig los. Vielleicht dauert's auch noch so ein bisschen. Aber äh es ist zumindest schon mal so ein Zustand, wo man auch so ein bisschen die Hoffnung kann, das haben kann, dass die, Flüchtlingsströme zurückgehen, vielleicht auch mehr Leute zurückkehren und das äh ja äh ist ab jetzt schon wieder ein bisschen besser wird.
Pavel Mayer
Also wäre ich, jetzt ähm sagen in der Ukraine für die Taktik zuständig mit meinen eigens begrenzten Einblicken jetzt von hier aus äh würde ich erstmal sagen und, denke, das machen die Ukraine auch, dass die sagen, gut, grundsätzlich äh brauchen wir. Für einen Vormarsch oder um Enjoffensive zu gehen, einfach eine Übermacht, weil äh ohne Übermacht ähm ist eine Offensive zu verlustreich. So, das heißt, hm. Sie werden halt auch weiter ihr behutsam vorgehen äh noch bis sie eine Übermacht haben und werden erstmal versuchen weiter letztlich zu verteidigen und ein bisschen äh nach vorne zu verteidigen und ein bisschen auch im Hinterland zu stören, aber ähm ich glaube nicht, dass wir in kürzerer Zeit. Eine ukrainische Großoffensive äh sehen werden. Anders äh würde ich das, so in zwei oder drei Monaten, sehen, dann halte ich es durchaus für möglich, dass in dem Zeitraum spätestens bis zum Winter äh vor dem Winter äh die Ukraine hm tatsächlich eine Stärke aufgebaut haben, könnte, wo sie dann äh äh wirklich richtig in die Offensive äh gehen kann. Ja, also wo sie dann in einigen Teilen eben nicht in der Unterzahl, sondern dann eben auch in doppelter oder dreifacher Überzahl ist äh und äh dann wirklich in der Lage ist, weil ähm es den Russen ähm äh weil es den Ukrainern, auch nicht an kampfwilligen Personal mangelt. Die können im Moment mhm haben sie glaube ich eine halbe Million Leute mehr oder weniger, die sie äh noch in die Armee eingliedern könnten. Und äh es dauert halt nur, die jetzt auszubilden und die zu bewaffnen, aber ja, äh im Zeitraum von einigen Monaten, so stehen alle Zeichen so, dass dass die Ukraine in der Lage sein könnte, eine Übermacht aufzubauen während äh Russland eben bestenfalls mhm. Das halten kann äh an an Kampfkraft. Äh was jetzt da ist, aber eben nicht in der Lage ist, jetzt noch mal großartig.
Tim Pritlove
Ja ich würde sagen, dabei können wir uns jetzt erstmal äh belassen.
Pavel Mayer
Joa.
Tim Pritlove
Dann lassen wir das auch einfach mal dabei und sagen ähm vielen Dank fürs äh Zuhören. Wir werden zu gegebener Zeit wieder mal ein Update äh zur Situation zusammenfegen. Freuen uns auf eure äh Kommentare und ähm ja sagen tschüss.
Shownotes

UKW097 Ukraine: Er hat das Memo nicht gelesen

Die Lage im Krieg in der Ukraine und die Reaktion des Westens

Wir haben eine Weile kein Update mehr zur Situation in der Ukraine gemacht und fassen daher grob die Situation und wichtigsten Ereignisse der letzten 6 Wochen zusammen. Wir diskutieren die Problematik der Bereitstellung schwerer Waffen und der generell zögerlichen Haltung Deutschlands im Konflikt, speziell im Hinblick auf das Drohszenario eines atomaren Krieges.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Prittlove. Hallo und hier ist. 97 unserer Sendereihe und auch heute. Wird sich das Krisenbegleitprogramm mal wieder um die Ukraine kümmern und heute mache ich das mal wieder mit Pavel, hallo Pavel.
Pavel Mayer
Hallo Tim.
Tim Pritlove
Ja es gab viel äh zu tun in der Zwischenzeit äh in anderen Dingen, sodass wir beide uns jetzt hier zur Ukraine erstmal in den letzten sechs Wochen leider nicht unterhalten aber ich habe ja dann nochmal die Sendung mit Enno eingeschoben, die hast du ja wahrscheinlich auch gehört, richtig?
Pavel Mayer
Ja hat mir sehr gut gefallen.
Tim Pritlove
Ja, das war halt ein Bericht direkt von vor Ort. In der Zwischenzeit ist Enno tatsächlich schon ein zweites Mal in die Ukraine gereist und auch schon wieder daraus zurückgekehrt. Ähm aber wir haben jetzt erstmal nicht vor davon nochmal zu berichten ähm sondern jetzt hier erstmal. Auf unsere altgewohnte Art und Weise ein wenig zusammenzufegen, was denn eigentlich so passiert ist. Sprich, wir wollen uns jetzt so vom zeitlichen Verlauf erstmal, die hm Ereignisse seit der letzten UKW Sendung, also seit der Sendung mit Enno einreihen und mal so ein bisschen aufzeichnen, was so aus unserer Perspektive insgesamt passiert ist und was sich derzeit so ereignet beziehungsweise so abzeichnet und wir wollen vor allem nochmal so zwei, drei äh in Anführungsstrichen Highlights ähm der letzten Wochen auch nochmal ein bisschen genauer besprechen auch äh so ein paar Debatten aufgreifen. Um Waffenlieferung und generell die Hilfe des Westens et cetera und natürlich ähm versuchen. Eine Einschätzung zu geben, was unserer Auffassung nach insgesamt, da jetzt grade passiert und noch, passieren könnte. Aber das vielleicht mal so als Einstieg.
Pavel Mayer
Genau und äh ja und dann vielleicht noch mal ein bisschen genauer äh gucken ähm wie ist denn Deutschlands Hilfe tatsächlich zu, bewerten und ähm ja äh ist unser Kanzler jetzt wirklich eine beleidigte Leberwurst oder darf man ihn so nennen? Ähm und dann auch noch die vielleicht nicht ganz uninteressante Frage, gibt's denn jetzt Atomkrieg oder nicht? Äh da gibt's auch ein paar neue Einschätzungen Äh genau aber zu was ich nochmal sagen wollte zur zur Sendung mit was ich halt bemerkenswert fand, ist, dass da jemand ist, den ich seit langer Zeit persönlich kenne und vertraue und ähm sagen, der war da wirklich vor Ort und hat das mit eigenen Augen gesehen, weil ähm das ja gibt mir dann halt doch noch mal Vertrauen darin, dass dieser ganze Krieg auch wirklich stattfindet, ja und das nicht nur eine mediale Veranstaltung ist, sondern ähm das gibt nochmal quasi so einen direkten, persönlichen Bezug. Äh zu den Ereignissen. Also hat mir es jedenfalls gegeben und auch äh so dann wirklich die Einschätzungen vor Ort, die er die er gegeben hat, wie das da alles läuft, das fand ich halt äh auch alles ganz, ganz interessant äh nach nachzuhören und auch wie äh Journalismus dort eigentlich funktioniert im im Krieg, also wie Kriegsberichterstattung ähm so eigentlich läuft.
Tim Pritlove
Warum es wichtig ist, einen Pool zu haben in seinem Hotel, wenn man im Krisengebiet ist. Das hatte ich auch extrem erhellend.
Pavel Mayer
Wegen der Trinkwasserreserven, aber wir äh gut wir wollen wer will, kann sich den ja auch nochmal dann dann äh nachhören und ich denke auch, obwohl unsere letzte Sendung äh jetzt sechs Wochen her ist, ist die auch eine, die so ein bisschen, glaube ich, fast zeitlos ist, beziehungsweise habe ich das Gefühl, dass das, was wir dort gesagt haben und unsere Einschätzungen, die wir abgegeben haben, dass das nach wie vor Gültigkeit hat, dass sich eigentlich die Dinge so entwickeln äh jetzt, wie wir äh das angenommen haben vor sechs Wochen.
Tim Pritlove
Im Groben, ja? Also natürlich nicht im Detail, das äh kann immer keiner so richtig vorhersagen, wie auch und da wollen wir uns jetzt auch nicht unbedingt jetzt auf die Schulter klopfen. Wir sind nur ganz froh, dass wir's vielleicht nicht. Nicht komplett daneben gelegen haben, wobei es jetzt auch äh schwierig ist, das zusammenzufassen, aber ich würde mal sagen, im Großen und Ganzen kann man sagen, der Widerstand der Ukraine, ist nach wie vor groß. Die Probleme der Russen sind nach wie vor groß, aber die Probleme, die die Russen in der Ukraine schaffen, sind auch nach wie vor sehr groß und ähm da ist noch lange nichts wirklich gut. Es ist halt. Nur alles noch nicht so schlimm, wie es theoretisch hätte sein können. Ja dann lass uns äh doch mal hm auch damit anfangen vielleicht so nach Regionen mh die militärische Lage oder überhaupt die allgemeine Lage ein bisschen zusammenzufassen? Um mal so einen Blick dafür zu bekommen, was eigentlich grade los ist, weil es geschieht ja sehr viel an sehr vielen Orten und nicht jede Meldung, die so reinrauscht, ist einem dann sofort klar, wo jetzt etwas ist oder wo etwas einen Impact hat. Also immer, wenn ich irgend so eine, Twittermeldungen ähm kriege mit, keine Ahnung, die Russen haben jetzt dieses Dorf eingenommen und die äh Ukrainer haben hier äh zurückgeschlagen, Mein erster Weg äh immer zu Google Earth und dann gucke ich mir das mal an was das jetzt eigentlich genau ist und inwiefern. Auch so mit den ähm militärischen. Fortschrittskarten der letzten zwei Tage übereinstimmt, ne? Also weil oft kommen dann Meldungen auch spät und. Ist das in meinen Augen irgendwie gar keine große Meldung mehr, weil das so Fortschritte sind, die eigentlich schon seit längerem klar sind. Geht da immer so ein bisschen hin und her. Das hilft schon so ein bisschen das einzuschätzen. Ich würde erstmal ähm. Nochmal kurz als Rückblick. Also wir hatten ich hatte mit Enno gesprochen. Er war ja da im und das war ja dann der Zeitraum, wo sich die Russen aus dem Norden zurückgezogen haben. Und dieser Rückzug ist. Vollständig gewesen. Das heißt ähm. Belagerte Städte im Norden wie Cherry Heef, äh et cetera und halt alle Dörfer um Kiew herum, die sind dann, quasi in Anführungsstrichen befreit worden. Also dort haben die Ukrainer dann äh. Das Land von den Russen ähm zurückgenommen und die Russen haben sich halt zurückgezogen über Weißrussland beziehungsweise in die entsprechenden russischen Gebiete, die dort liegen.
Pavel Mayer
Auch aus Tschernobyl.
Tim Pritlove
Wunden geleckt. Ah ja richtig und Thernoby war ja auch dabei, genau. Mit erschreckenden Bildern.
Pavel Mayer
Das äh das Erste, was sie ja äh irgendwie erobert haben, kann mich erinnern, dass wir die Meldung haben. Irgendwie okay äh die russischen Truppen haben jetzt irgendwie Tiano Bill eingenommen, das Kraftwerk, da habe ich mir auch nur her herzlichen Glückwunsch. Ähm.
Tim Pritlove
Ja, nicht nur das. Wir haben ja dann auch sind da also offensichtlich wirklich mit mit Truppen reingefahren, die einfach keine Ahnung hatten, wo sie waren und keine Ahnung hatten, was irgendwie davor dreißig, 40 Jahren passiert ist. Sie haben da Gräben ausgehoben, also sie haben quasi sich durch den radioaktivsten Wald durchgegraben, das äh wird sicherlich für viele Soldaten auch noch mal ganz schlimme Auswirkungen haben. Ja, aber kurz gesagt, der Norden ist jetzt erst mal befreit und frei von Krieg, natürlich nicht von frei von Kriegsfolgen. Laufend werden irgendwelche Maskengräber ausgehoben und generell ist natürlich die Zerstörung extrem groß aber natürlich stellt das eine Verbesserung dar.
Pavel Mayer
Ja und es gibt natürlich noch Großmesselange irgendwie im Prinzip in allen Landesteilen äh so auch in Kiew. Also insofern äh ja.
Tim Pritlove
Ja, es ist jetzt nicht Ruhe, aber dort ist sozusagen zumindest keine Truppenbewegung, uns keine unmittelbare Angriffe durch Artillerie, Feuer et cetera. Die die versuchen halt, ja, strategische Ziele zu erledigen, sprich Bahnlinien, Bahnhöfe, Kraftwerke, Getreidelager, all solche äh Sachen. Aber da kommen wir vielleicht noch drauf. Wollte jetzt erstmal Situationen machen, also Norden ist quasi Ruhe. Dann über etwas überraschend möchte ich erstmal in den Südwesten gehen, weil da ist ja eigentlich gar nichts los. Mit Südwesten meine ich ähm das Gebiet um Odessa. Beziehungsweise westlich davon, sprich. Es gibt ja dort eine Landgrenze mit Rumänien, also so ein Streifen, wo die Ukraine bis an Rumänien heranreicht. Nördlich davon ist ähm Moldau, Moldova. Wo ja die Russen sich auch schon mal so einen Streifen abgeknapst haben. Das ist irgendwie dieses. Ominöse Transnistrien, wo angeblich 1500 russische Soldaten dauerhaft äh stationiert sein sollen, ob's wirklich so viele sind oder vielleicht auch mehr sind. Wer kann das schon so genau sagen? Und na ja, das war natürlich schon auch immer so ein merkwürdiger Ort und wir werden sicherlich nicht überrascht gewesen, wäre es den Russen gelungen. Bis zu Odessa und darüber hinaus vorzudringen in den ersten Kriegstagen, was ja verhindert werden konnte. Hätten Sie sicherlich dort diese Verbindung. Bis äh Transnistrien auch sofort hergestellt und was weiß ich, was sie dann noch getan hätten, ob sie dann auch gleich die Moldau auch noch mit einkassiert hätten. Das hätte mich alles nicht sonderlich überrascht. Ist aber jetzt nicht passiert, aber trotzdem ist das natürlich ein ähm schwieriger Bereich und ähm, Bevölkerungstechnisch, infrastrukturtechnisch ist in diesem Landstrich dort nicht viel los, aber die Russen haben natürlich ein großes Interesse generell an dem Zugang zum Schwarzen Meer beziehungsweise der Ukraine diesen zu versagen. Es gibt westlich von Odessa keine Häfen, aber es gibt da einen ähm. Was ist denn das so eine so ein Flussgebiet ähm wo äh eine Brücke rüberführt? Und das ist quasi die einzige Verbindung zwischen Odessa und Rumänien. Die ist jetzt zerstört worden durch ähm entsprechende Cruise Miss Hall Angriffe der Russen, bisschen unklar, was das so bewirken sollte, das kann alles Mögliche sein, es äh hätte sein können, dass sie damit Waffenlieferungen von Rumänien unterbinden wollen, Getreidelieferungen nach äh Rumänien unterbinden wollen, alles denkbar. Ähm ist auf jeden Fall so, militärisch ist es ein bisschen unklar, weil die Russen einige Probleme haben, ihre theoretische, militärische Macht. Im Schwarzen Meer haben in Form von Schiffen äh auf die. Auf die Ukraine abregnen zu lassen und da gab's natürlich dann überhaupt einen, der bemerkenswertesten Vorfälle vor mittlerweile drei Wochen glaube ich. Wo ja, ist der Ukrainer offensichtlich gelungen ist. Größe und Wichtigste, Kriegsschiff der Russen im Schwarzen Meer zu versenken. Also in in jeder Hinsicht eine bemerkenswerte äh Leistung.
Pavel Mayer
Ja, das.
Tim Pritlove
Die Mosquar.
Pavel Mayer
Das war definitiv ein schmerzhafter Verlust. Ähm so für Russland. Also das war so ziemlich, wahrscheinlich das teuerste Stück Hardware, was sie denn äh so zerstören konnten überhaupt in weit und breit Ja also sagen der Wert wird ungefähr auf 500 Millionen geschätzt obwohl das Ding jetzt alt ist und aber allein die Waffen äh die da wahrscheinlich drauf waren äh waren irgendwie schon mindestens 100 Millionen äh Wert, die da wahrscheinlich untergegangen sind und ähm ja, also man geht davon aus, dass mindestens also. Monetäres ähm eine halbe Milliarde. Mindestens war, aber vor allen Dingen halt auch nicht zu ersetzen ist. Das ist das Problem, weil sie weder die Kapazitäten haben, so etwas noch mal zu bauen Noch können Sie eins der anderen Schiffe des gleichen Typs da jetzt ins Schwarze Meer bringen.
Tim Pritlove
Genau, weil einfach der die Zufahrt zum Schwarzen Meer einfach dichtgemacht wurde von den von den Töpfen. Man muss auch vielleicht nochmal zusammenfassen, worum es sich bei diesem Schiff tatsächlich gehandelt hat. Also es ist halt auf der einen Seite ein äh wichtiges Kriegsgerät äh extrem bewaffnet mit Luftabwehrraketen und natürlich auch mit Angriffs äh Raketen aller Art. Ähm 500 Mann Besatzung, aber es war vor allem das Flaggschiff, das heißt, es war primär zum Schutz der äh restlichen Flotte, äh im Einsatz. Sprich in dem Moment, wo dieses Schiff nicht mehr existiert, sind auch alle anderen äh Schiffe entsprechend gefährdet Kurz nach der Zerstörung der Mosqua haben die Russen auch erstmal ihre anderen größeren Schiffe alle noch mal ein bisschen weiter äh weg von der ukrainischen Küste gefahren so, ja. Also die ursprüngliche Geschichte, das Ding sei irgendwie, Es hätte einen Brand im Munitionslager gegeben und wäre dann im Sturm gesunken. Er sah, die Russen versucht, diese Story das war natürlich totaler Bullshit. Erstens gab's keinen Sturm und zweitens selbst also selbst wenn sie es wirklich geschafft hätten die selber zu versenken, dann wäre das genauso peinlich gewesen wie abgeschossen zu werden.
Pavel Mayer
Ja ähm es wurde dann auch gemunkelt, als es zumindest das Ganze auch mit äh einem bisschen Aufklärungs äh Hilfe dann äh durch den durch den Westen erfolgt ist, weil ähm äh ja vor allem die USA äh fliegen da halt äh die ähm also überwachen das Schwarze Meer mit Drohnen, mit allen möglichen Radar Aufklärungs äh Flugzeugen und da wurde dann gemutmaßt ähm, das dann sozusagen auch die die Position äh der, Moskquar halt äh ja äh an die Ukraine ähm weitergegeben wurde, aber gut ich war jetzt nicht dabei.
Tim Pritlove
Ja genau, also es gibt verschiedene Storys, die so erzählt werden von denen meines Wissens keine so richtig äh bestätigt wurde, aber wo sich eigentlich alle ziemlich einig zu sein scheinen und was auch die wenigen Fotos, die er dann von dem zerstörten Schiff gezeigt wurden. Über irgendwelche russischen Soldaten in die Öffentlichkeit geraten sind. Äh das scheint das ja zu bestätigen, dass äh offensichtlich die Ukraine ihrem modernsten. Diese selbst entwickelt haben und die glaube ich erst 2018 oder so in Betrieb genommen wurden. Dass sie die zum Einsatz gebracht hatten, die sogenannten Neptun-Raketen und davon haben sie wohl mindestens zwei, losschicken können. Das sind Raketen, die extrem tief über dem Wasser fliegen, die also nur wenige Meter über den Wellen fliegen. Das macht's natürlich für so einen äh Warnradar sehr schwierig, das von Wellen selbst zu unterscheiden. Wobei man sagen muss, es war halt stille See, also offensichtlich war also zumindest auf den Fotos, die man gesehen hat nach dem Anschlag, wobei es nicht genau weiß, wie lange das danach war, war jetzt kein besonders bewegtes Meer. Trotzdem ist es ja nicht wellenfrei und von daher ist das sozusagen schon mal eine Methode, wie sich diese Raketen schützen. Trotzdem könnten sie von den Radarsystemen der Mospa sehr wohl. Entdeckt werden. Es gibt verschiedene Stories oder verschiedene Mutmaßungen darüber, was da passiert ist oder nicht passiert ist. Von, Radar war abgelenkt durch eine Barakta-Drohne und war auf was anderes konzentriert oder das Personal war einfach nicht in der Lage, schnell genug zu reagieren, weil das ja auch alles Prozesse sind, die sehr schnell. Funktionieren müssen und äh in den komplizierten Hierarchiestrukturen, die Russen haben, auch äh auf so einem Schiff. Konnten sie dann einfach nicht entsprechend schnell innerhalb von einer Minute die Entscheidung fällen, was sie dann dagegen tun sollen bis hin zu Einschätzung. Dass diese Neptun-Raketen, grade wenn sie im Tandem fliegen, sogar eine spezielle. Abwehrtechnik am Start haben, dass in dem Moment, wo sie merken, dass sie vom Radar erfasst werden. Untereinander kommunizieren und dann beide gleichzeitig quasi so ein gefälschtes Rasar Radarsignal zurückschicken. Und damit äh dem scannenden Radar vormachen. Es würde sich um ein sehr viel größeres Objekt handeln und wenn dann ein äh Flugabwehr versucht darauf zu schießen, sie dann im besten Fall genau zwischen diesen beiden Raketen durchschießt. Alles nicht bestätigt. Am Ende ist aber das Schiff getroffen worden. Es gab relativ klar sichtbar auf diesen Fotos dicke, fette Einschusslöcher. Im Hauptschiff und. Das war's dann. Also Munitionsdepot ist direkt getroffen worden, ist explodiert. Da sind mindestens 50 Soldaten, bin nicht sogar mehr bei gestorben und weg ist er. Die äh Moskau. So muss man auch sagen, dass, Russian Warship, ja, was ja schon am Anfang auf der Schlangeninsel irgendwie versucht hat, einen Dicken zu machen und dann von den ukrainischen Soldaten mit nur go fuck yourself davongeschickt wurde. UKW berichtete, das ist genau dieses gewesen, Und ja das äh hat sich jetzt halt gefuckt.
Pavel Mayer
Genau und das passierte dann auch noch am nächsten Tag äh als äh diese Briefmarke rausgegeben äh wurde. Wo auf der die Moskau dann auch noch äh drauf war und da gab's dann natürlich auch die tollen äh äh Mehme so mit, äh wo Leute dann an der Briefmarke äh halt ein bisschen äh dann nochmal äh ja das Schiff raus retuschiert hatten, zum Beispiel aus der Briefmarke oder. Das halt äh irgendwie in beim Untergehen zeigt. Ja vielleicht noch ja zu diesem äh zu diesem Neptun, Schiffs Raketen vielleicht noch, was ich halt auch aus alten Werbebroschüren, die noch von vor dem Krieg äh äh stammten über diese Rakete äh gehört habe, war auch, dass sie richtig sagt, dass es auch außerdem auch noch eine äh, Radar absorbierende Beschäftigung hat, also auch einen etwas niedrigeren Radarquerschnitt als jetzt die anderen vergleichbaren ähm, Schiffsabwehrraketen älteren Baujahrs. Wie gesagt, das Flugprofil ist ein etwas anderes, also die anderen äh Flugreiten, sowohl die amerikanischen als auch äh glaube die KH dreißig oder so. Ähm äh die von den von den Russen, die äh gehen halt im Endanflug ähm gehen die halt eher hoch, um dann äh eher von oben anzugreifen, während du schon richtig sagtest, die Neptun das dann eher anders macht und dann niedrig über der Wasseroberfläche Ich habe mir dann außerdem äh nochmal angeschaut, es gibt halt so eine Szene von äh Kriegs äh Simulator Leuten. Gibt da verschiedene auch auch Simulatoren, die die ganzen Waffensysteme recht genau modellieren und die haben dann einfach mal ausprobiert so im Simulator, äh wie äh dass denn äh da abläuft und da kann man äh auch ganz gut sehen, wie gering dann eigentlich die Vorwarn äh Zeit, ist so. Also, Vermutlich wenn es überhaupt auf ihrem Radar aufgetaucht sind, hatten sie ungefähr in der Größenordnung von zehn Sekunden Zeit von dem Moment, wo sie's, im besten Fall sehen konnten, wo jemand den richtigen Knopf hätte drücken müssen, weil Ähm die halt, weil die Automatiken sind halt unzuverlässig, deswegen also äh außer vielleicht in zu bestimmten Zeiten fährt man das halt nicht automatisch, sondern es muss halt dann schon jemand doch noch einen Knopf drücken. Um die Raketen abzuschließen und wie gesagt, dafür waren ungefähr zehn Sekunden ähäh Zeit, so muss man sich das vorstellen.
Tim Pritlove
Nicht viel. Zumal und das kommt ja noch dazu, das war auch in vielen Beschreibungen ähm des möglichen Hergangs auch noch so ein Thema. Also abgesehen davon, dass es natürlich allein durch Korruption, durchaus sein kann, dass einfach viele der Systeme einfach gar nicht mehr so richtig funktioniert haben, äh ist es halt auch einfach so. Diese ganze Schwarzmeerflotte hatte nicht viel zu tun. Die haben so ein paar gestartet, aber im Wesentlichen waren sie einfach damit beschäftigt, so von A nach B zu fahren und waren ja nicht die ganze Zeit im Kriegs. Modus. Die sind ja nicht angegriffen worden. Es gibt keine ukrainische Navy, mit der sie sich groß hätten beschäftigen können, sondern sie haben eigentlich nur darauf gewartet, dass sich vielleicht für sie noch mal eine Gelegenheit gibt und wenn du da halt sitzt und dann irgendwie so einen Radar. Überwachst und da wird dann irgendwas angezeigt. Ja und du bist einfach nicht in diesen, gleich kann's passieren, gleich kann's passieren Modus, dann trittst gerade noch einen Kaffee und. Dann geht das schnell.
Pavel Mayer
Ja und ja wie du schon richtig sagst, also diese diese ganzen äh Radarsysteme äh brauchen natürlich auch eine ganze Menge Wartung und Einstellung und Tuning und äh das ist halt alles auch nicht ganz so einfach und wenn vorher dann vielleicht auch noch ein bisschen bewegte See war, damit ähm man ja nicht die ganzen Reflektionen hat wird dann auch gerne was weiß ich dann ähm zu sagen ausgeblendet, was unter zehn Meter Höhe passiert oder 20 Meter Höhe äh so, weil du sonst sonst nichts siehst und vielleicht hatten die da auch einfach nochmal äh sagen so ein Cut-off, aktiv, äh sodass die das möglicherweise überhaupt gar nicht erfasst haben, beziehungsweise ihn das halt komplett durch die Lappen gegangen ist. Wenn die andere Sache ist, dass aber eigentlich ähm auch ein Shift dieser Größe hätte in der Lage sein müssen bei vernünftiger mhm, Ja dann äh Brandbekämpfung Wahrscheinlich hätte gerettet werden müssen, nur dann gab's halt andere Aufnahmen. Auch äh von russischen Kriegsschiffen wie die dort. Rumlaufen die Seeleute und in vielen Bereichen, was weiß ich, im Maschinenraum äh oder so äh saßen die dann halt alle mit nacktem Oberkörper. Rum, was natürlich äh ja auch ein bisschen blöd ist, wenn du irgendwie überhaupt dein dein dein Gier oder deine Klamotten äh äh gar nicht in der Nähe hast zur Brandbekämpfung und dann war's eben auch so, dass bei diesen Aufnahmen nicht jeder an seiner Gefechtsstation saß, sondern im Prinzip war das so, äh da waren zwei Leute, die waren am Arbeiten und dann hingen halt noch fünf Leute drum rum und guckten denen zu und alle waren so am Quatschen, also mit anderen Worten äh das sah jetzt auch nicht. So aus, wie man sich das äh ja vorstellt oder von von den ganzen äh äh Kriegsfilmen oder von manchen Aufnahmen so von einer amerikanischen Brücke oder so kennt, dass alle da auf auf ihre Bildschirme starren, sondern dass das sah da alles eher so ein bisschen, Ja, letzte fairmäßig.
Tim Pritlove
Es werden jetzt keine Aufnahmen direkt aus dem Kriegsgebiet, aus der Kriegssituation, sondern generelle Aufnahmen, die mal auf der Mosqua gemacht wurden.
Pavel Mayer
Genau, dass die waren aber aus einer anderen äh äh Situation, also als sie im Einsatz vor Syrien äh waren. Also es war schon äh eine Situation nicht im äh also wo sie sich schon auch wohl im Kampfeinsatz gerade befanden. Also es war jetzt nicht auch auch nicht nur so ein so ein Rumfahren, sondern ja. Da war was wahres los, aber ja ähm das hat sicherlich auch irgendwie dazu beigetragen, äh dass sie das Schiff dann. Zum einen, dass sie die Raketen nicht gesehen haben oder nicht abwehren konnten, aber dann auch das Schiff anschließend nicht retten konnten, weil äh ja ähm, glaube.
Tim Pritlove
Kaputt war. Ja, also nichts Genaues weiß man nicht, aber Tatsache ist, äh das war sagen wir mal eine der größten. Blamagen für das russische Militär in diesem gesamten Krieg, die ja an Blamagen gar nicht so arm ist.
Pavel Mayer
Ja. Also und ich die Moskra sollte auch ein modernes Brandbekämpfungssystem kriegen. Das wurde dann aber auch erstmal eingespart. Also ähm ja, Gut.
Tim Pritlove
Super Entscheidung. Gut äh schließen wir mal ähm vielleicht den Punkt da auch äh ab. Ansonsten. Man schauen, Transnistrien ist jetzt nochmal so ein merkwürdiger Ort. Ähm also es gab jetzt grad Meldungen, dass. Familien russischer Soldaten abgezogen werden. Es gab naja, so in Anführungsstrichen so ein paar. Unruhen, also das sah wirklich sehr aus. Diese ich weiß nicht, ob du's gesehen hast, diese Videos, wo so drei. Typen auf einmal mitm Auto irgendwo vorfuhren und dann mit.
Pavel Mayer
Ja. Mhm.
Tim Pritlove
Äh Anti-Tenk-Raketen irgendwie auf so ein Gebäude geschossen haben, auf so einen Eingang und dann gleich wieder abgehauen sind, also das wirkte alles andere als ein koordinierter. Ähm Vorgang und das dann halt auch gleich, diese ganze Situation aus zwei Kameraperspektiven relativ perfekt eingefangen wurde. Wirkte auch schon so etwas äh strange. Also man bekam so den Eindruck, Okay, da soll jetzt irgendwas ähm herbeigedreht werden und dann gab's halt auch wieder ähnlich wie das den Russen dann zu Beginn schon mal passiert ist. Auch so eine Vorabmeldung. Transnistrischen Zeitung, die dann irgendwie von Angriffen auf Transnistrien berichtet und so weiter, die aber, noch vordatiert waren. Ähm also es macht so ein bisschen den Eindruck, als ob da jemand versucht noch irgendwie weitere. Weiß nicht, kriegseintritt braucht man jetzt keine Ausreden mehr für, aber. Ja, weitere Anlässe zu schaffen, um in irgendeiner Form dort die Gesellschaft ähm mitzunehmen. Äh Tatsache. Ist das jetzt schon relativ viele nach Moldawien auch geflohen sind aus Transnistrien, weil sie halt irgendwie Angst haben äh von der Ukraine angegriffen zu werden, entweder weil sie jetzt der Propaganda glauben oder weil sie einfach denken, wenn die Russen von dort angreifen, dass das nix Gutes für sie bedeutet So ein bisschen meine Zweifel, dass Transistreden selbst ein großes Bedrohungspotential ist für die Ukraine, aber es kann natürlich. Kräfte binden, ablenken von irgendwas anderem und äh dementsprechend muss man das auf jeden Fall beobachten, was da äh passiert. Außerdem haben Sie ja dann noch, ähm wo wir noch äh wenn wir Föhn noch mit einbauen können. Es gab ja nochmal einen jüngeren Vorfall. Also diese Schlangeninsel, ne, wo. Dieses Russian Warship go Fuck yourself stattgefunden hat. Die haben sie jetzt auch noch mal angegriffen. Nochmal Landeboote versenkt. Also sieht generell einfach nicht so gut aus für einen seebasierten Angriff der Russen in diesem Gebiet.
Pavel Mayer
Das war.
Tim Pritlove
Träumen, aber es sieht nicht danach aus, dass es stattfinden kann.
Pavel Mayer
Das war auch eine ziemlich raffinierte Aktion. Also die haben dann nee, wohl erstmal die Schlangeninsel. Angegriffen mit irgendwie Artillerie oder Raketen, die Ukraine äh und daraufhin ähm. Haben dann die Russen 2 Patrouillenboote, geschickt. Das sind so Boote, wo, glaube ich, zwischen, ich weiß nicht, 20, 30 Leute ungefähr passen dadrauf, auf so einem Patrouillenboot. Also sie bisschen aus wie eine größere Jacht ungefähr. Und äh ja, als sie dann kam, um irgendwie nachzugucken oder Verletzte abzuholen oder wie auch immer, ähm haben die diese beiden Patrouillenboote äh dann äh von der Drohne aus. Beide zerstört mit äh Raketen, ähm wo halt, ja, auch noch mal, je nachdem sind unklar, wie viele Leute da jetzt drauf fahren, aber sicherlich auch alleine diese beiden Landeboote könnten auch noch mal bis zu 40 Soldaten getötet worden sein, aber ich habe mich dann natürlich auch gefragt, was ist jetzt mit den Leuten auf der Schlangeninsel ja die äh Frauen, die sich traut sich da jetzt überhaupt die russische Marine hin oder oder müssen die ja jetzt hungern. So sind die jetzt quasi abgeschnitten, aber ja, wird man sehen. Auf jeden Fall eine ziemlich krasse Nummer auch.
Tim Pritlove
Ja ähm dann gehen wir doch mal ein bisschen weiter äh östlich. Das ist quasi das Gebiet nördlich der Krim, wo die Russen ja früh eingefallen sind und sich auch äh ganz ordentlich eingegraben haben, aber eben auch nicht so richtig äh voran äh kommen. Ja dort dieses ähm sehr flussreiche äh Gebiet und. Obwohl sie bei Jazzson halt über den äh ähm Fluss äh rübergekommen sind und die Stadt ja schon lange eingenommen haben und auch immer noch halten können. Ähm sind sie halt im Norden, nicht vorangekommen, also im Norden dieses Gebiets nicht vorangekommen. Denn dann hätten sie die Stadt Nikolaif äh, nehmen müssen, um dort in irgendeiner Form, den äh das andere Flussgebiet zu überschreiten, Wasser von Norden nach Süden geht äh das ist dieser südliche Bug, Ja und ähm da waren sie ja relativ früh vorgestoßen bis nach äh also, relativ ähm weit entfernt schon von äh Jazzhorn, also ungefähr. So 30 Kilometer sind aber dann von den Ukrainern komplett wieder zurückgedrängt worden und jetzt spielt sich das halt alles um äh Kerstin herum äh, ab und da gibt's viele Gefechte und viel Stellungskrieg, aber da geht halt nicht so richtig was voran und auch nicht so richtig zurück. Das ist ja auch so ein bisschen das Thema, was wir gleich im Osten, noch haben werden. Aber ähm, Hier ist noch so ein bisschen unklar, also hier ist halt wirklich so ein Stellungskrieg, so ein Abnutzungs äh Krieg, es wäre natürlich für Ukraine sehr wertvoll, Chasson wieder zurückzubekommen, erstmal um überhaupt erstmal so eine größere Stadt wieder zurückzuerobern, die verlorengegangen ist, weil äh. Auch keine guten Nachrichten aus äh dieser Stadt und es wäre natürlich auch äh sinnvoll zumindest, die Russen an dem, Fluss-Hufer des Dörper schon mal eingegrenzt zu haben, um weitere Vorstöße in den ähm Westen und insbesondere nach Odessa da auch wirklich komplett. Im Griff zu halten. Ist aber nicht so. Dementsprechend ähm ist das hier so ein bisschen Stalemade. Dieses ganze Gebiet ist für die Russen militärisch jetzt gar nicht mal, so super wertvoll, außer dass es natürlich diese Landbrücke ähm nach Osten zu Russland schafft, ne auch ein Aufmarschgebiet. Die Bahnlinien dort sind teilweise sabotiert worden von Ukrainern, also da läuft glaube ich derzeit nicht wirklich viel drüber oder kann nicht viel drüber laufen, weiß ich aber auch nicht die Russen an irgendeiner Form eine Reparaturaktion haben, starten können. Es geht da immer so ein bisschen hin und her und es macht so den Eindruck, als ob die Ukraine dort eine ganze Menge Partisanen äh Krieg auch feiert, also dass sie da. Kleinere Gruppen haben, die sich da undercover bewegen und hier und da immer mal wieder für bisschen Ärger sorgen, aber sie sind eben auch nicht in der Lage die Russen hier nennenswert zurückzudrücken, zumindest schon mal bis zur Krim, schon mal ein Riesengewinn. Stattdessen verlagert sich das Ganze eben so an die Ostfront. Ja und die ist jetzt wirklich sehr schwer zu erklären in einem äh Podcast aber das ist jetzt eigentlich das wo das Hauptgeschehen ist.
Pavel Mayer
Vielleicht noch kurz ein paar Worte zum. Westen äh beziehungsweise zu der zu der Gegend, ja Khaki äh Nikolai ähm da ist jetzt auch ein bisschen klarer geworden.
Tim Pritlove
Äh Kerlshorn.
Pavel Mayer
Ja und zwar ähm war da der Plan, weil wenn man sich das äh anguckt an der Küste lang, äh sind halt lauter Flüsse oder Seen äh so. Das heißt, ähm. Sagen wenn die wenn die Russen also wenn das Ziel war dann äh war klar, dass sie nicht irgendwie Richtung Westen, an der an der Küste lang äh äh können, so wie äh sie das da äh von da aus nach nach Osten äh äh gemacht haben, um Richtung Melitopol und Maria. Vorzumarschieren, sondern da war halt der Plan so über Mikolaief äh dann bis äh im Prinzip ganz nach oben, äh so wo irgendwie äh äh Nova Odessa äh äh ist, also quasi über Mikolaiev, dann dieses ganze Gewässer und dann quasi aus dem aus dem Norden äh dann äh nach äh vorzustoßen, um äh nicht an der Küste lang zu müssen. Und das ist aber auch im Ansatz, schiefgegangen, aber das erklärt, warum die äh da jetzt äh ja Richtung äh eigentlich hoch wollten und äh äh, zeigt halt aber auch äh ja, dass also dass sie an Odessa einfach nicht nicht rankommen so. Dass sie da sowas von äh hunderte Meilen weit entfernt sind äh an Odessa auch nur ranzukommen. Auf dem Landweg.
Tim Pritlove
Und man kann natürlich auch davon ausgehen, dass Odessa sich mittlerweile eingegraben hat wie äh, Gutes, also da also selbst wenn wenn sie diese Orte noch überrannt bekämen, dann würde es direkt dahinter gleich weitergehen, also das ist äh nicht absehbar, dass es hier irgendwelche Fortschritte gibt. Gut, schauen wir mal auf den äh Osten und der Osten, na ja, das ist halt so eine große Kampfsichel. Das ist jetzt alles ein bisschen äh schwierig zu beschreiben. Man hat halt äh im Norden. Die zweitgrößte Stadt. Die Universitätsstadt, die ja auch sehr früh angegriffen wurde, die aber nie eingenommen werden konnte und ich hab's ja vorhin schon kurz angedeutet, Sharkiw konnte so ein bisschen freigekämpft werden. Also es gibt jetzt nur, wenig, was noch äh in direkter Artilleriereichweite zu liegen scheint. Trotzdem gibt's immer mal wieder noch Angriffe, aber insgesamt kommt die Ukraine hier relativ gut vor und dringt auch ein bisschen gerade so in den in den Osten, im Osten von Sharkif in die Gebiete vor. Das wäre, großer Gewinn, wenn ihnen da was gelingen würde und das macht so ein bisschen den Eindruck, weil das eben auch eine der Hauptversorgungslinien der Russen ist, oben aus dem Ort, Belgorot. Ähm in in den Dornezk. Die haben natürlich auch noch andere Versorgungslinien, gar keine Frage, aber Belgorot war schon immer wichtig und das war ja dann auch nochmal so ein anderer Vorfall. Sie dort vor ein paar Wochen mit wie es den Anschein hatte, zwei Hubschraubern. Eingeritten sind. Also Belgien muss man dazu sagen, ist eine relativ große Stadt, eine relativ große russische Stadt, die na ja äh, 30 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt. Also da kann man schon mal schnell hinfliegen, ne, nur dass natürlich die Russen auch eine Flugabwehr haben et cetera. Trotzdem scheint es ihm gelungen zu sein, da reinzufliegen und zwei wichtige Standorte anzugreifen, nämlich äh Öl, Benzinlager. Und weiß nicht, was ich noch erwischt habe, ich glaube noch eine ähm. Nicht nur in Lager, sondern auch eine Raffinerie mich äh richtig erinnere, aber das war für schon ein Schock so und überhaupt ist das etwas, was in letzter Zeit häufiger vorgekommen ist. Wahr hat man sich am Anfang, so ein bisschen drauf eingestellt, dass alles so auf ukrainischem Boden stattfindet, ist es den ukrainern in letzter Zeit gelungen, immer mal wieder auch Angriffe auf russischen Boden zu tragen und dann eben strategisch auf äh bestimmte Ziele. Also in dieser Region haben sie dann Eisenbahnbrücken gesprengt. Sie haben äh sehr viele Bitten Streibstofflager. Gesprengt. Sie haben auch Militärstandorte, Munitionsdepots angegriffen, auf verschiedene Arten und Weisen, mal mit Drohnen, mal mit Hubschraubern, mal mit äh Miss Hals Und ähm na ja, zumindest ein wenig den Krieg auch auf russischen Boden getragen.
Pavel Mayer
Ja und und es gab, relativ weit entfernt noch irgendwie tief in in russischen Landesteilen irgendwo sind ja auch äh in Munitionsfabriken äh und anderen äh merkwürdige Feuer ausgebrochen. Die dann niedergebrannt sind, wo man dann auch nicht weiß, ja hm ähm.
Tim Pritlove
War da jetzt eigentlich äh dran Schuld, ne? Genau. Das ist das ist wirklich in der Tat super mysteriös. Also es gab äh so was zum Beispiel in Kurs. Kurs ist mal locker hundertvierzig, hundert1fuffzig Kilometer von der ukrainischen, entfernt, je nachdem von wo man aus äh misst, ach nee, warte mal, ich muss mal hier vielleicht den kürzesten Abstand nehmen, dann sind's nur noch. Na ja, sagen wir mal hundert Kilometer. Also das ist durchaus so ein Einzugsgebiet, wo was passiert, aber es ist auch nicht immer klar, ob das jetzt ursichtlich an der ukrainischen Armee liegt oder ob das nicht in irgendeiner Form tatsächlich ähm. Russische Sabotage ist, also dass hier Leute aus den eigenen Reihen in irgendeiner Form die Gelegenheit nutzen, so wie wir das in Weißrussland auch gesehen haben. Unklar. Gibt's auch nicht nur in der Region, gibt's überall in Russland, also teilweise auch äh tief im ja ins russische Gebiet hinein. Unklar, was da passiert.
Pavel Mayer
Ja, also im Nord im Nordosten von Moskau zum Beispiel, Bogozkoile, äh da ist irgendwie ein riesiges äh ja Warenlager, Warehouse äh, auf drei Hektar äh abgebrannt ähm, ja äh dann sogar ja in Permen gab's auch was äh in der Nähe vom Ural irgendwie tausendfünfhundert Kilometer östlich von Moskau. Äh die äh da ist wohl die Fabrik, die halt grad und und äh Raketen produziert äh äh scheint in Flammen aufgegangen zu sein und ja dann äh weitere irgendwie dann in Mittichi irgendwie dreißig Minuten vom Kreml entfernt, ist am 1. Mai auch noch 'nen Tanklager abgebrannt und äh ja irgendwie einen aus den 120 Megawatt Kohlekraftwerk in in äh in äh. Also irgendwie ja, scheint es gerade äh in Russland bemerkenswert äh viele Feuer und ähm. Anderen Katastrophen äh zu geben. Ach ja und und Brücken, wo also teilweise gab's wohl auch noch Anschläge auf das Eisenbahnnetz, wo die Eisenbahnbrücken gesprengt wurden. Ja Vielleicht noch äh sagen noch eine Sache generell äh zur militärischen Situation da. Äh im im Osten. Ähm man bekommt jetzt teilweise äh aus der Gegend Information, welche Truppen, eigentlich dort auf beiden Seiten tatsächlich kämpfen, also welche Einheiten dort äh sind. Da scheint es jetzt mehr äh Informationen äh zu geben, jetzt Fairwo kämpft und ähm zur sagen wir mal, Situationen, was jetzt die Truppenzahlen angeht. Kann man sagen, dass die Ukraine wahrscheinlich etwas mehr Truppen hat insgesamt als die Russen, aber äh die Ukraine muss natürlich trotzdem das ganze Land abdecken. Die kann natürlich nicht äh jetzt äh das ganze Land entblößen. Deswegen. Ist es an den Fronten so und speziell an dieser Front im Osten, dass äh doch die Russen äh eine numerische Überlegenheit haben, teilweise von ja zwei zu eins äh bis drei zu eins. Aber äh das scheint nicht auszureichen, äh um äh äh, wirklich nennenswerte Erfolge äh zu erzielen, aber für die Ukraine ist es definitiv hart. Die kämpfen äh da weiter in in Unterzahl, sage ich mal, also können deswegen natürlich auch nicht wirklich so richtig in die Offensive gehen. Aber äh dafür, dass sie in Unterzahl äh sind ähm machen sie es den Großen da grade im im äh Osten auch ziemlich schwer. Ja, also da ist da da waren die Fortschritte irgendwie immer pro Tag in, ja vielleicht ein paar Kilometer oder so äh sind die da, vorangekommen und dann am nächsten Tag wieder ein paar Kilometer zurückgeworfen worden. Also das ja. Ähm so so sieht das da gerade aus und teilweise hm gab's auch Bilder noch. Von der Front von einem Nachtkampf habe ich einen einen Film gesehen und, äh da war wirklich die Hölle los. Das sah so ein bisschen aus wie im Terminator wenn dort die ganzen Maschinen und überall Leuchtspurmunition und überall Explosion und äh Trümmer und da war wirklich die Hölle los. Da kommt man sich einfach nur vorstellen du dich da jetzt drin befindest in In dieser Hölle, dass du einfach nicht wirklich raus willst aus deinem Graben oder wo du wo du auch gerade drinsitzt äh äh so äh das ist einfach äh ja die die Hölle teilweise oder war, war die Hölle ähm mittlerweile scheint auch dort so langsam sich beide Seiten müssen ein bisschen sparen an an Munition, wobei ausgegangen ist, die jetzt auch noch niemandem, aber ähm teilweise gab gab's da Intensitäten an Kampf, ähm die ja wahrscheinlich fast so mit dem Zweiten Weltkrieg vergleichbar waren, was so die Menge an Explosionen und Geschossen in der Luft angeht. Ansonsten hat man das Gefühl, von den von den Bildern, die man sieht, dass äh dort. Beide Seiten ähm versuchen, zu gucken, wo denn vielleicht irgendwo Schwächen sind. Das heißt, man sieht dann so kleinere Gruppen von Panzern äh anderen Panzerkampfwagen und so äh rumfahren und äh dann eben äh gucken, ob sie auf irgendwo auf Gegenwehr stoßen und das tun sie dann halt erstaunlich oft was wir halt nicht sehen sind sozusagen diese sind so große Panzerschlachten wo jetzt dann 100 oder 200 Panzer irgendwo auf einmal übers übers Feld fahren. Das dafür scheinen beide Seiten äh weder das Material zu haben noch äh ja äh trauen Sie sich auch auch das zu tun, weil Sie wahrscheinlich dann sonst äh in in Nullzeit gigantische Verluste hätten und zwischenzeitlich war's auch so. Dass dann die Meldungen waren, dass die Russen teilweise an manchen Tagen zwischen dreißig, 40, 50 Panzer verloren haben und das ist natürlich gewaltig. Und die Zahlen sind jetzt also die Russen haben jetzt weit über 1000 Kampfpanzer alleine verloren.
Tim Pritlove
Bevor wir jetzt zu sehr da in dieses Aufzählen der äh Kräfteverhältnisse uns da äh verlieren, ich wollte ja erstmal so ein bisschen. Erläutern wie man sich jetzt diese Front eigentlich vorstellen, muss. So und was da jetzt worum jetzt eigentlich gerade gekämpft wird. Also das ist natürlich überall Kämpfe äh gibt es klar. Aber die Frage ist ja, was was passiert da strategisch und mit dem Abzug aus dem Norden und der Wiederverstärkung dieser Ostfront, der Russen wurde ja klar, dass ich eben auch die Strategie ändert. Es hat sich ja auch offiziell so ein bisschen geändert. Erst hieß es ja irgendwie die ganze Ukraine einsacken. Jetzt reden sie von irgendwie Donnets äh und du Hans irgendwie anschließen et cetera. Den Donbass quasi äh in Russland reinholen. Da fehlen ihnen ja noch diese Gebiete und hm. Das spielt sich jetzt halt im Wesentlichen ab, also war es vorher noch ein Kampf um die gesamte Ukraine, ist es jetzt halt eigentlich im Wesentlichen ein Kampf um den Osten. Das Besondere daran ist ja, Das ist ja alles als Kampfgebiet nicht neu. Während das in Kiew alles ein schnelles Überrollen und schnelles Antworten war und ganz anderer Situation stattfand und alles sehr frisch war, ist das ja hier jetzt seit einem Jahrzehnt irgendwie gefühlt ein, Konflikt hat. Das heißt, die Parteien haben sich da schon sehr eingegraben. Die Russen haben halt jetzt sehr viel da reingeworfen und versuchen eben jetzt, der Ukraine, also den östlichen äh Teil von. In irgendeiner Form, sich einzuverleiben, weil dort sind quasi die stärksten und erfahrensten Truppen der Ukraine schon immer stationiert, weil sie halt einfach da die ganze Zeit im Krieg sind. Äh, Zentrum des Ganzen scheint die Stadt Gremma Torsk zu sein und die Russen greifen quasi diesen Bereich. Ähm von, nicht allen Seiten an, aber von Norden und von Süden und von Osten und versuchen halt in irgendeiner Form dort äh einen. Eine Verbindung äh zu schaffen.
Pavel Mayer
Versuchen einen Kessel zu schaffen, versuchen.
Tim Pritlove
Versuchen das irgendwie einzukesseln und ähm kommen da aber auch nur sehr begrenzt bei voran, Weil eben die Situation so ist wie sie ist. Also die Ukraine lässt sich da nicht so ohne weiteres äh verdrängen. Das ist totaler Abnutzungskrieg und es ist, auch letzten Endes ein riesiges ähm Gebiet, was dort. Eingenommen äh werden soll, ne. Also wir reden hier über irgendwie dreizehntausend Quadratkilometer äh dieses ganze Dart äh umfasst, das ist äh weiß ich jetzt nicht genau wie viel das in Saarland ist, aber ist auf jeden Fall mindestens. Ähm genau und ähm ich will jetzt nicht tausend Dörfer aufzählen, die jetzt hier gerade eingenommen werden. Man kann sich da sehr im Detail verlieren, aber grundsätzlich sieht es so aus. Die Rosen kommen voran, aber sie kommen sehr langsam voran. Und sie kommen nur unter größten Verlusten voran. Das ist schon angedeutet, es gibt die Schätzung von vierzig, 50 Panzer Verluste pro Tag. Vielleicht jetzt nicht. An jedem Tag, aber es gab Tage, wo das so war. Und das alles nicht ganz unerheblich, ja, weil auch die Vorräte der Russen mögen groß sein, aber die sind auch nicht unendlich. Warum wir aber jetzt diese Kriegssituation, die du. Angesprochen, als diese Panzer auf freiem Feld et cetera, vor allem nicht haben, ist, dass das Ganze hier an der Stelle vor allem ein Atelierkrieg ist. Das ist auch das, worauf die Russen spezialisiert sind. Das ist quasi ihre billigste Munition und sie haben halt einfach extrem viel Artillerie hinter den Stellungen stehen und. Versuchen einfach, die Ukraine die ganze Zeit aus den Feldern, aus ihren Stellungen rauszubomben. Klappt allerdings nicht besonders gut, weil. Die sich dort eben schon seit langer, langer Zeit und mit großem Wissen darum, wie die Russen vorgehen, tief eingegraben haben. Also die dürften da wahrscheinlich. Ahnung, welchen Abständen, Stellungen haben, wo einfach tiefe Gräben gezogen sind, wo die, was weiß ich, vielleicht zwei, drei Meter unter der Erde rumlaufen und einfach nur bei so einem totalen Volltreffer einer Adrelle äh Atelier ähm. In irgendeiner Form in Mitleidenschaft gezogen werden. Aber ist jetzt auch nicht so, dass die mal soeben da einfach weggeschossen werden können. Jetzt ähm geht das immer so weiter und ähm die große Frage ist natürlich. Was kann da äh jetzt eigentlich gegen getan werden, dass die Russen dort Fortschritte erzielen und in irgendeiner Form dort diese Landnahme abschließen und. Debatte äh kennen wir. Es geht jetzt halt um schwere Waffen. Ja, es geht dadrum, die ukrainische Armee in die Lage zu versetzen. Hier etwas entgegenhalten zu können und der Ruf nach Panzer an, der Ruf nach äh großen Haubitzen Artilleriesystemen, eigentlich nach allem, was sozusagen die Kriegsindustrie bereitstellen kann. Der war ja schon immer sehr, sehr laut und sehr direkt in der Ukraine. Hier wird jetzt allerdings auch klar warum. Denn man kann natürlich in diesem Stellungskrieg. Zersetzend durch Gegenangriffe et cetera, diesen Vormarsch in irgendeiner Form sehr teuer und langsam gestalten und, durchaus absehbar, dass so etwas dann auch äh irgendwann mal einen Feind, der halbwegs rational denkt, äh in die Situation bringt, zu sagen so oh nö. Hier verlieren wir aber echt eine Menge Material. Hier verlieren wir aber echt eine Menge Leute. Das kostet uns ja echt viel Geld. Das lohnt alles nicht. Aber wir haben's halt mit nicht dieser Form der Rationalität zu tun, sondern wir haben halt hier irgendwie mit einem ideologisch äh. Aufgeladenen Kriegsgegner zu tun, der einfach mit seinen faschistischen äh Strukturen mittlerweile einfach jedes Maß verloren hat. Es gibt. Dass dieser Krieg Russland Material. Und Personal kostet in der Größenordnung von einer halben Milliarde US-Dollar. Pro Tag. Das ist jetzt auch nicht nix ja also das kriegt man mal nicht so äh eben gestemmt und der. Dazu kommt halt sozusagen noch der gesamte sonstige wirtschaftliche Schaden, der eben dadurch ausgelöst wird, dass eben die Wirtschaft geschwächt wird durch die Sanktionen, dass die Wirtschaft geschwächt wird durch. Überhaupt die gesamte Situation, da läuft's ja einfach nicht sehr gut und ähm trotzdem macht das jetzt nicht so den Eindruck, als ob sich die Russen da von von solchen Details aufhalten lassen. Ja, dann ist das halt teuer. Dann kostet das halt viele Menschen, dem uns auch egal. Wir wollen hier irgendwie dieses Territorium für uns haben und äh Verluste auf beiden Seiten, spielen für uns äh keine Rolle. Es gibt ja alle auch wirklich dramatische Berichte, abgehörte Soldatentelefonate, wo die dann irgendwie erzählen so, ja, hier eben keinen Bock mehr. Ja, die erzählen uns so, ja. Auf die Frage warum warum geht ihr da nicht mit mit der Luftwaffe rein irgendwie? Warum müssten wir uns hier irgendwie aufm Feld umbringen lassen? Also ja. Ihr seid hier die Consumer Bills, ne? Also es gibt da relativ wenig Respekt vor, den Soldaten tun und die werden halt einfach in ihrer Verderben geschickt. Es ist halt ohnehin Gras zu sehen, wer dort zum Einsatz kommt, also wenn man sich anschaut, es gab so ein paar Stichproben. Geguckt wurde, okay, hier mal so 2tausend ährussische Soldaten, wo kamen die denn eigentlich her? Und wie. Welchem Verhältnis steht diese Region zur Gesamtbevölkerung in Russland? Und dann sieht man das halt einfach der größte Anteil der gestorbenen Soldaten aus Gebieten kommt. Die eben auch zu den wirtschaftlich schwächsten, ärmsten Regionen Russlands gehören. Ne. Da äh an der Grenze zu Georgien. Ist so einer dieser Gebiete oder Boezien irgendwo tief im asiatischen Mittelland, Russlands. Wo die Leute einfach auch. Wenig andere Optionen haben und sich dann halt einfach äh von der Armee engagieren lassen, da irgendwas unterschreiben und jetzt hier verheizt werden. Was natürlich wirklich absurd ist zu sehen, dass also vor allem. Aus so nicht russischen Ethnien rekrutiert wird zum großen Teil und zu einem überbordenden Teil. Ähm in so einem Krieg, der halt eigentlich so einen total russisch-nationalistischer ethnischer Krieg ist. Ähm das äh um's kurz zu Ende zu bringen, die. Anteile von Soldaten, die gestorben sind, die aus Moskau oder aus Sankt Petersburg kommen, äh wo der Großteil der Russen lebt, ja, ist äh entsprechend gering.
Pavel Mayer
So gut wie keine hörte man, also keine Einheiten aus dem Raum Moskau oder so sollen äh wohl unterwegs sein.
Tim Pritlove
Mit der Ausnahme dieser einen Elite-Einheit, die sie ganz am Anfang äh reingeschickt haben, die er dann komplett vernichtet wurde auf dem Flughafen. Am ersten Tag äh das nur deswegen tauchen da überhaupt noch nennenswerte Zahlen auf.
Pavel Mayer
Ja, was auch sehr krass ist. Ähm es gibt da unter anderem einen so einen Journalisten in der, Ukraine, der ähm ja Kriegsgefangene interviewt und äh die dann halt äh, zu Hause anrufen lässt vor laufender Kamera, ähm wo ich mir einfach gedacht habe, hm bei eigentlich ist es so völkerrechtlich das zu Kriegsgefangene äh eigentlich nicht irgendwie vor der Kamera parodieren. Darfst oder sollst, sondern aber äh gut und dann ist natürlich dann auch die Frage, ich meine alle haben ihre Zustimmung gegeben so, dann fragt man sich natürlich, na ja, wie wie wie freiwillig ist es denn, wenn ich denn so als Kriegsgefangener. Da bin aber der Hintergrund ist der ähm dass halt äh um. Dann ausgetauscht zu werden, also es finden wohl laufend auch Austausch von Kriegsgefangenen statt. Das läuft so so nebenher grade, aber dazu muss man halt auf die Liste kommen, also beide Seiten überreichen sich halt gegenseitig immer Listen. So Äh und ähm ja und er macht das halt, so, dass er halt dann mit der Kamera das dokumentiert und das filmt und die dann anruft und den Angehörigen teilweise sind da Angehörige bei, die irgendwie schon die Meldung bekommen haben, der ist tot, die schon das Begräbnis geplant haben. Natürlich äh wo sich die Mütter dann natürlich entsprechend freuen. Dass ihr Kind dann doch nicht tot ist und äh in solchen Fällen äh gibt, sie veröffentlichen dann die die Videos, sowohl auf YouTube als auch irgendwie auf auf Telegram und noch in anderen und raten dann den russischen Müttern sich halt dieses Video runterzuladen, um damit dann zu den russischen Behörden äh zu gehen. Zu sagen, hier mein Sohn ist noch am Leben und der ist gar nicht tot. Setzt ihn doch bitte auf die Liste, dass er irgendwie ausgetauscht äh wird. So. Äh so läuft das da ab und die Gespräche sind teilweise sind wirklich krass. Äh so mit Chris und äh dann halt die Mütter ja und sagen ja irgendwie wir sind einfache Bauern und so. Wir haben mit Politik gar nichts am Hut. Und klar, ist natürlich auch ukrainische Propaganda, beziehungsweise die versuchen dann also der Journalist fragt die dann auch die Eltern so irgendwie, aber warum denn überhaupt ihr Sohn jetzt hier ist, so warum denn was sie denn wollen irgendwie, Herr Ukraine und so, ja und dann, kriegst du halt mit, ja die Leute dann ja sagen oh Politik haben wir irgendwie gar nichts am Hut und äh wissen nix und wir gucken auch kein Fernsehen und ähm ja. Also ziemlich krasse äh Nummer, was da so. Auf persönlicher Ebene abläuft und dann jetzt medial transportiert wird wie in keinem anderen Krieg vorher.
Tim Pritlove
Muss ja auch noch mal kurz über Mario Pohl reden, also die Stadt im Osten, im Südosten, der Ukraine, die ja komplett niedergemacht wurde vor den äh Russen und wo es immer noch diesen, einen letzten verbleibenden Widerstandsort gibt, nämlich Aase of Stahl, das Stahlwerk. Das ja offensichtlich auch so als. Kriegswiderstandsbastion gebaut worden ist, was wohl krass untertunnelt ist, auch äh mit vielen. Orten in der Stadt durch diese Tunnel verbunden ist und von daher wahrscheinlich die ganze Zeit so die Zentrale von den Azoftruppen war so und sonstigen ukrainischen Soldaten. Und es ist so gut gesichert, dass die Ruster auch mit aller Kraft irgendwie von außen einfach nicht. Gegen vorgehen können, aber natürlich jetzt die verbleibenden Soldaten und vor allem die Flüchtlinge dort äh nahezu ausgehungert haben. Das. Sind jetzt letztlich in der letzten Woche dann doch mal ein paar hundert Flüchtlinge mit Bussen. Sicher rausgeleitet worden. Nachdem's ja vorher tausend Ankündigungen gab und dann Fluchtrouten beschossen wurden et cetera. Trotzdem verbleibt immer noch ein letzter Widerstandskern und hält die äh äh Russen dort beschäftigt. Unglaubliche Situation, kann man sich irgendwie überhaupt nicht äh vorstellen. Es muss irgendwie so apokalyptisch sein wie nur irgendwas.
Pavel Mayer
Ja, ja, es soll dann auch berichtet, dass teilweise natürlich Krankheiten grassieren, weil die Leute dann auch jetzt durch Hunger geschwächt sind und auf mit unter schlechten hygienischen Bedingungen, auf engem Raum und so äh also Das ist ja äh wahrscheinlich so übel, wie es nur werden kann. Plus das obwohl Putin ja angekündigt hat, die sollen's halt nicht stürmen äh hat der Beschuss halt nicht aufgehört. Also ähm haben. Quasi Putin hat dann zwar ja offiziell den Befehl zum Sturm zurückgenommen äh vor der Kamera aber wahrscheinlich nur. Aber äh ja äh ähm so richtig ja wahrscheinlich wollte wollte er dann nur war das eher mir eine PR-Aktion um äh Rang dann, Ja nicht äh irgendwie die ganze Zeit sich vorhalten zu lassen. Äh das wird ja nix. Äh so ihr seid ja nicht in der Lage.
Tim Pritlove
Ja, vielleicht mal zur. Zum Vorgehen der der Russen, was so die Strategie betrifft. Also es ist ja personell dort einiges äh passiert. Am Anfang sind sie ja mit vielen Generälen unkoordiniert vorgegangen. Jede Front hat irgendwie für sich gekämpft, weil sie dachten passt schon irgendwie, hat natürlich nicht gepasst. Dann haben sie äh irgendwann umgestellt und das gesamte Kommando unter diesen. Das heißt, den Namen grad nicht äh parat, diesen General, der auch in Syrien äh eine ist ja, der. Jetzt erst dazu gekommen ist, ähm fällt mir vielleicht gleich nochmal ein, aber eben neue Wendung, jetzt kommt eben dieser Grassimov mit ins Spiel, der ist halt eigentlich Head of stuff. Das heißt, der ist sozusagen der Chef von die ganze russische Armee. Und der ist aber jetzt quasi, dediziert damit beauftragt worden, doch jetzt mal bitte diese gesamte Kampagne gegen die Ukraine in irgendeiner Form zur Chefsache zu erklären, Ja, also vorher ist er sozusagen dafür zuständig gewesen, dass die gesamte Armee als solche funktioniert, also überall, immer alles ähm der konkrete Kampfeinsatz war jetzt nicht unbedingt sein Ding und das hat sich jetzt geändert. Dazu ist er in die Ukraine gefahren vor ein paar Tagen, hat sich dort offenbar mit. Führenden anderen generellen, sonstigen Offizieren äh getroffen und zwar in und das ist mitten im Kampfgeschehen. Davon haben offensichtlich die Ukrainer oder die Amerikaner und damit der Ukrainer, was weiß ich, also irgendwie, kam's raus oder wurde bekannt oder zumindest vermutet und dieser Ort. Ist dann gezielt mit Artillerie angegriffen worden, gibt's auch Bilder von. Und dabei seien angeblich irgendwie die Hälfte der Offiziere vor Ort irgendwie gekillt worden und äh das war schon sehr vernichtender Schlag, um ein Haar und dann gab's so verschiedene Berichte, erst hieß es, er ist tot, dann hieß es, er ist verletzt, dann hieß es, er ist nicht verletzt. Keiner weiß, äh irgendwas Genaues, aber definitiv er war irgendwie da und, grade mal davon gekommen. Ja also mit ein bisschen Glück hätte die Ukraine mal eben so den Head of the Army irgendwie auch noch äh gekillt in diesem Konflikt, das wäre natürlich die totale Katastrophe gewesen. PR-mäßig. Aber zeigt einfach mal die Russen irgendwie auch ziemlich desgrade sind, weil es geht einfach nicht voran. Es geht gibt einfach keine großen Erfolge. Es ist einfach alles super teuer, ist alles super kompliziert und ähm selbst wenn sie jetzt Fortschritte machen und selbst wenn es eben für alle. Alle Gebiete, die bisher überrollt wurden und noch gehalten werden, eine große Tragödie ist. Insgesamt, scheinen die Russen zu diesem Zeitpunkt in zunehmenden Maße besiegbar, wenn man denn jetzt die entsprechend korrekte Strategie und Unterstützung für die Ukraine, dagegen hält. Ja und das ist es, damit sind wir eigentlich auch bei diesem Punkt. Internationalen Unterstützung durch die USA, Europa und der Welt äh gekommen und da hat sich ja einiges. Getan. Wir haben ja die Debatte in Deutschland sehr lebendig ähm mitverfolgen dürfen. Allein schon deshalb, weil Deutschland immer vorgeworfen wurde hier, Große Bremser zu sein und irgendwie am wenigsten zu tun, auch wenn ich mir ehrlich gesagt sicher bin, dass Ungarn noch weniger tut, aber Deutschland ist ja nun mal das Powerhaus und Deutschland ist äh nunmal das Land mit der äh faschistischen Vergangenheit, was ich ja hier eigentlich nochmal besonders engagieren sollte, aber aus irgendwelchen Gründen. Läuft zumindest die öffentliche Darstellung dessen, was dort passiert, nicht gut oder es läuft insgesamt nicht gut.
Pavel Mayer
Ja das wollte ich dann tatsächlich mal sagen rausfinden. Ähm. Äh anlässlich äh ja äh der beleidigten Leberwurst-Affäre äh Leberwurst geht. Äh ja, wo ja der ukrainische äh äh Botschafter äh dann äh unseren Bundeskanzler äh als beleidigte Leberwurst bezeichnet hat, weil der jetzt nicht nach äh Kief kommen wollte äh weil äh halt vorher der Bundespräsident ausgeladen wurde, so. Wurde das zumindest äh kolportiert und äh ja dann habe ich mich gefragt, okay ähm weil äh natürlich viele Stimmen auch auf total laut wurden. Es ist ja eine Frechheit. Ich meine, wir helfen ja so viel und äh das ist ja jetzt ja, das das kann ja jetzt nicht, tun äh so, das ist ja unverschämt, so was für eine Unverschämtheit wie. Ja, wie können ukrainischer Botschafter nur? So und dann habe ich mich gefragt, okay wie ist es denn äh. Jetzt tatsächlich ähm und ähm ja. Also da gibt's unter anderem äh. Natürlich Wissenschaftler, die sich das angucken und dann auch PayPal äh dazu eröffnen und äh ja Tabellen äh machen und da gibt's dann so ein paar äh äh Kennzahlen hier jetzt aus dem Kiel working Paper ähm stand. Ähm sagen, was jetzt vom Anfang, also vom 24. Januar bis 23. April gelaufen ist, also die ersten zwei Monate. Ähm also relativ aktuell die Zahlen, weil Deutschland auch aufgeholt hat. Äh. Vorher sah's noch schlimmer aus, aber äh wenn man jetzt erstmal nach Leistungsfähigkeit geht, also Anteil nach, äh äh Bundes äh äh nach Bruttoinlandsprodukt, äh dann ist Deutschland auf Platz elf der Geberländer. So, aber da ist es auch erst seit Kurzem aufgestiegen, so ganz vorne sind dann äh Estland und Litauen, die dann bisher so 0,8 Prozent ähnull Komma sieben Prozent schon reingehauen haben an an Hilfen Polen auch ganz vorne Luxemburg, Slowakei, Litauen, Kanada, UK, Schweden, dann die USA und dann kommt Deutschland. So. Aber gut, das äh äh aber da ist Deutschland fast gleich auf mit den USA. Da könnte man sagen, na ja gut äh immerhin äh sagen. Anteilig sind wir jetzt mit 0,05 Prozent vom BIP fast auf auf US-Niveau so. Aber äh äh ja, in absoluten Unterstützungszusagen, äh wenn man jetzt auf die Milliarden äh guckt ist äh äh Deutschland jetzt auf Rang fünf, mit. Sage mal, nicht ganz zwei Milliarden äh Gesamtzusagen und ganz vorne sind aber die USA, die bisher mit 11 Milliarden dabei sind. Das heißt, USA geben ungefähr äh ergeben mehr als alle anderen zusammen. Ja, das kann man vielleicht mal mal festhalten und da ist aber eben auch ja an zweiter Stelle ist dann noch Polen, also Polen hat mehr gegeben als Deutschland und UK und Kanada. So diese drei Länder liegen jetzt in absoluten äh äh Werten noch vor Deutschland. Ähm so, aber ja, gut, Platz fünf ist jetzt äh wie gesagt mit mit Aufholen äh jetzt nicht so.
Tim Pritlove