UKW062 Corona Weekly: Mal wieder richtig Welle machen

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Die Infektionszahlen, die letzte Woche am straucheln waren, kennen diese Woche nur noch eine Richtung: nach oben. Alle Bundesländer verschlechtern ihre Bilanz erheblich und die Umkehr macht auch nicht den Eindruck, als ob sich das schnell wieder abschütteln ließe. Die lang und breit von allen Experten vorhergesagte dritte Welle klopft nicht nur an, sie ist auch schon halb durch die Tür. Also konzentrieren wir uns darauf, auch noch ein paar gute Nachrichten zusammenzukehren und da geben die weiteren Erkenntnisse aus der realen Anwendung der Impfstoffe immer mehr Grund zur Hoffnung. Dazu noch ein paar Updates zu den Updates und Erkenntnissen bei der Corona-Warn-App und ihren Geschwistern.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW. Unsere kleine Welt, mein Name ist Tim Prittlav, hallo und es ist Freitag der sechsundzwanzigste, Februar zwanzig einundzwanzig und Freitag heißt Corona Wiekli mit mir und mit Pavel. Hallo Pavel.
Pavel Mayer
Hallo Tim.
Tim Pritlove
Bin ganz dankbar für diese wöchentliche Routine, weil dann weiß ich zumindest welches Datum ist. Weil ich einfach mittlerweile, wenn ich so zurückschaue, so was, zwei Monate sind wir jetzt schon in diesem Jahr und irgendwie ist die Routine, die ich irgendwie seit Anfang dieses Jahres eingenommen habe, so konstant immer dasselbe. Jeder Tag gleicht dem anderen, jede Woche, gleicht der anderen, ist echt erstaunlich.
Pavel Mayer
Es ist ein bisschen ja wenn man dann so zurückdenkt so an irgendwie Reisen und nette Kneipen und Barabende und so.
Tim Pritlove
Irgendjemand hat ja immer Geburtstag. Ja, ja. Aber auf der anderen Seite ähm hilft mir das natürlich hier auch enorm. Diesem Rhythmus, weil ich denke, es ist einfach in dieser Zeit auch sehr wichtig, dass man sich ein. Soll ich sagen, irgend so ein Popes, irgend so ein irgendwas Sinnstiftendes greift, egal was es ist Ja? Also egal ob man jetzt weit in die Gesellschaft herausstrahlen möchte oder ob man sich sozusagen nur des Problems des Aufräums widmet. Worin ich ganz schlecht bin. Muss ich sagen, alle Träume und Vorstellungen davon hier mein Studio oder sonst auch nur irgendeine Infrastruktur von mir aufzuräumen, ist kläglich gescheitert, sieht alles immer nur noch wilder aus Und ich glaube erst wenn ich so den Ausblick habe, dass ich irgendwas nennenswert wieder verändern kann und ich dann auch weiß. Woraufhin ich eigentlich meinen Zustand ändern möchte, auf welche neue Konstellation, dann kann ich erst einen Plan fassen, Was das alles sein soll, wahrscheinlich auch nicht besonders klug, aber so ist es.
Pavel Mayer
Also ja, also ich finde auch, dass ich muss vielleicht auch meine Denkweise ändern, aber irgendwie erzeugt diese ganze Situation auch bei mir ständig Blockaden im Kopf äh und äh irgendwie Ähm ja, ist alles irgendwie provisorisch äh so. Es war wahrscheinlich alles alles nur im Kopf, aber so richtig ja es es will kein, richtiger Elan aufkommen, so bei also ziemlich allem äh was ich tue. So stelle ich fest. Irgendwie das Gefühl da ist, dass es jetzt noch nicht, dass es jetzt ja äh nicht so richtig Zukunft, sondern nur vorübergehende Zukunft.
Tim Pritlove
Das ganze Jahr ist eine einzige Beta. So. Hatte man das Gefühl, so zwanzig einundzwanzig ist noch nicht so richtig released worden. Und da wird irgendwie noch dran gearbeitet und das hat noch so diverse Bucks und es kommt einfach zu spät raus.
Pavel Mayer
Mhm. Ja.
Tim Pritlove
Na gut, dann lass uns mal auf das Geschehen blicken, sind in alle unsere Befürchtungen wahr geworden.
Pavel Mayer
Ja ähm es entwickelt sich wie erwartet äh das Ganze im Wesentlichen hm, als erwartet, also die Wende zum schlechteren ist ein bisschen schneller, ich dachte wir bleiben ein bisschen länger flach mit der Neuinfektionskurve, aber wir haben jetzt doch eine rasche Trendwende hingelegt, sind jetzt wieder in der letzten Woche auf fast siebzigtausend Neuinfektionen hoch von irgendwie. Dreiundfünfzigtausend davor. Also es ist halt ein Zuwachs um siebenundzwanzig Prozent jetzt deutschlandweit äh was halt ähm so ein sieben Tage R Wert von eins Komma eins fünf. Aktuell ausmacht und dass ja mit steigenden Zahlen in allen Bundesländern es gibt jetzt kein Bundesland mehr, wo die Zahlen, fallen würden und ja in einigen Ländern haben wir so, also gut Bremen ist ein Sonderfall, da sind irgendwie neunzig Prozent dazugekommen, die standen aber auch besonders gut äh, da, aber das katapultiert sie jetzt äh in der Risikoliste äh an den zweiten Platz hinter Thüringen gerade vor Sachsen-Anhalt und Sachsen, die aber auch jeweils dreißig Prozent zugelegt haben, also ziemlich viele Bundesländer, die so dreißig Prozent Zunahme hat, Baden-Württemberg sogar vierzig und irgendwie am besten schneidet noch Schleswig-Holstein mit drei Prozent mehr ab, aber, alles ja wie erwartet und ein bisschen schlimmer als erwartet und. Ja mittlerweile machen sich definitiv die neuen Mutanten bemerkbar. So, das. Kann man glaube ich festhalten und ja die, B eins eins sieben Variante ist halt auf dem Vormarsch. Wir haben jetzt keine genauen. Aktualisierten Zahlen, so dass die letzten Veröffentlichungen so vom RKI, sind vom siebzehnten Februar, also jetzt jetzt neun Tage alt und gar. Waren's zweiundzwanzig Komma acht Prozent, von B eins eins sieben und eins Komma drei Prozent äh von B eins drei fünf eins, also der Südafrikavariante und null Komma ein Prozent von der P eins Motation aus Brasilien so. Und wir hatten aber Wachstumsraten, die pro Woche, ja bei mehr als hundert Prozent lagen, also es hat sich mehr als verdoppelt und das heißt jetzt zehn Tage später können wir wahrscheinlich davon, ausgehen, dass wir irgendwo ähm knapp unter oder knapp über fünfzig Prozent jetzt liegen werden bei den Varianten, äh bei den Neuen, also um die fünfzig Prozent rum haben wir jetzt erreicht und das macht wahrscheinlich ja den den Großteil des R Anstiegs einfach aus. Nicht alles. Aber ja so zwischen wie sagen, mittlerweile null Komma zwei und null Komma drei mehr Ro äh durch die äh Mutanten.
Tim Pritlove
Also ich hab ja noch 'ne Zahl aus Berlin, da gibt's die Untersuchung ja von dem Labor Berlin, das ist ja so das größte Testlabor äh Deutschlands glaube ich auch. Sind mit dem B eins als sieben schon bei siebenunddreißig Prozent angekommen. Und in unserer Nachbarschaft in Dänemark, wo das ja auch äh schon seit längerem ähm angekommen ist. Schätzt man derzeit so den Anteil auf sechzig Prozent, oder? Das heißt, schätzt, Dänemark wird ja extrem viel sequenziert, hatten wir ja schon mal besprochen. Und nicht nur.
Pavel Mayer
Testet. Zehnmal so viel wie bei uns pro Einwohner.
Tim Pritlove
Und die meinen halt Risiko für Klinikaufenthalt. Dadurch ist halt jetzt wie auch um sechzig Prozent höher. Also nicht, dass die beiden Zahlen jetzt so eins zu eins korrelieren, aber das sozusagen der aktuelle und das ist insofern ganz interessant, als dass jetzt Dänemark und Deutschland tatsächlich bei den Zahlen, bei den Infektionszahlen so ziemlich gleich auf sind, Es hat sich so angenähert in den letzten Wochen und jetzt auch denselben Trend aufweist. Also nachdem wir da einige Unterschiede äh immer wieder ausmachen konnten, sind die beiden Länder jetzt zufällig wahrscheinlich eher zufällig auf dem selben Weg, von daher wird's ganz interessant sein, zu sehen, wer jetzt mit welchen Maßnahmen wie da ähm was besser realisieren kann.
Pavel Mayer
Wobei man sagen muss, dass wahrscheinlich die realen Infektionen in Dänemark deutlich niedriger liegen, weil die halt zehnmal mehr testen. Also kann man wahrscheinlich sagen.
Tim Pritlove
Positiven Quote ist erheblich niedriger.
Pavel Mayer
Die positiven Quotes bei null Komma drei Prozent glaube ich in in Dänemark ja und.
Tim Pritlove
Wo sind wir jetzt angekommen.
Pavel Mayer
Wir sind immer noch bei sechs irgendwas.
Tim Pritlove
Eins zwei.
Pavel Mayer
Sechs Komma eins zwei, ja? Also da vielleicht auch ja zu den Tests Zahlen so äh von KW sechs auf KW sieben hat sich da eher wenig getan. Es sind zwei Prozent mehr Tests, geworden und ja, die positiven Quote ist aber nochmal um sechs Prozent zu äh äh um um vier Komma acht Prozent zurückgegangen auf sechs Komma. Eins zwei Prozent, ja, also das heißt, wir haben ungefähr eine zwanzig Mal höhere Positivquote als, Dänemark.
Tim Pritlove
Das ist schon enorm, ne? Und vor allem bremst sich der Rückgang der positiven Quote ab. Wir haben ja hier auch schon mal gesagt und festgestellt, dass diese positiven Quote so oder so im im Großen und Ganzen das Gesamtgeschehen der Pandemie, ganz interessant abbildet. Ich sag mal jetzt mal nicht komplett richtig abbildet, aber Das ist ein rela grob gesehen kann man daran ganz ganz gut sehen wie es verläuft und das erlaubt vor allem auch so ein ganz äh unprofessionellen Vergleich, der der äh ersten Welle und der zweiten Welle, Immer wieder, ne? Also einerseits kann man dieser positiven Quote so ein bisschen ansehen, dass die erste Welle natürlich hätte noch äh höher liegen müssen mit den gemessenen Infektionszahlen. Stichwort äh Dunkelziffer, aber man sieht eben jetzt auch, nachdem wir jetzt so einen starken. Rückgang hatten der Positivquote, die flacht sich halt jetzt auch in zunehmenden Maße ab mit dem äh steigenden Ehrwert und den steigenden Infektionszahlen, das hatte dann jetzt auch davon auszugehen, dass die sich jetzt auch nicht mehr nennenswert verbessert und auch das weiß dann halt alles kollektiv hin, dass wir jetzt, ja, auf dem Weg in die dritte Welle sind und wenn ich mir so die. Die R-Entwicklung anschaue und wie diese Infektionszahlen jetzt auch so innerhalb von einer Woche so richtig schön einen gemacht haben, könnte ich mir sogar vorstellen, ich weiß nicht, wie du das siehst, dass so in der nächsten Woche das schon richtig schießt.
Pavel Mayer
Ja, ja, muss man, muss man immer sehen, es gab halt zeitgleich ja jetzt vor vierzehn Tagen auch nochmal einen krassen Wetterumschwung. So der kann sich in die eine oder andere Richtung auch noch auswirken, weil sagen wir, dass das so kalt war. Hatte ich das Gefühl dann doch auch, naja gut, da gab's dann halt die ganzen Schlitten, Partys äh und so und Leute auf dem Eis äh aber ja, äh alles kein Vergleich jetzt nach dem ich sage mal äh Frühlingsbeginn oder wie auch immer man das äh jetzt pseudofrühlingsbeginn.
Tim Pritlove
Frühlingswelle.
Pavel Mayer
Im ja Frühlingswille.
Tim Pritlove
Erste Frühlingswelle.
Pavel Mayer
Wobei äh ähm also Wetter hat halt einen Einfluss, aber meine These ist da, dass der Wettereinfluss mehr über das Verhalten der Leute geht, als äh über jetzt ja physikalisch, chemische Auswirkungen auf den Virus äh, die auch da sind äh so und die kommen halt zusammen und das macht natürlich dann einen extrem komplexes Bild oder oder schwierig wenn man da jetzt Korrelation zwischen Witter und Infektion rechnen will, das gibt ein sehr uneinheitliches Bild.
Tim Pritlove
Da werden wir sicherlich keine Erfolge feiern können bei der Betrachtung. Da muss man jetzt einfach mal schauen, aber. Einfach nur von der Entwicklung der Kurven her, macht's einfach nichts weist darauf hin, dass jetzt in der nächsten Woche die Zahlen zurückgehen. So, sagen wir es mal so.
Pavel Mayer
Genau, es müsste schon irgendwas total äh mal wieder Unklares passieren, falls die Zahlen zurückgehen. Äh im Moment ist ja überhaupt nicht davon auszugehen, äh auch, sag mal der der wichtigste Indikator ist halt eben immer Nachrichtenlage der, sich so auswirkt und die ist halt gerade auch gemischt und aus der Politik kommen halt auch sehr gemischte Signale, da wird halt auch nicht eindeutig kommuniziert, äh, äh, gerade es gibt 'n Teil der Politik, die glaube ich von, Richtigkeit oder Notwendigkeit von äh ja harten Maßnahmen überzeugt ist, aber ähm. Derzeit läuft's ja auf ähm die drittschlechteste äh Option äh hinaus äh von den Vieren, die möglich sind, die ich mal so aufgemacht habe. Ähm so die beste Option wäre halt harter Lokdown sofort, ja? Bis die Zahlen einstellig sind und dann langsam vorsichtig lockern, Variante zwei, also zweitschlechteste wäre gar nichts zu tun, einfach nur zu warten bis die Zahlen hoch sind und dann einen harten Lokdown zu machen, Ähm die drittschlechteste Variante ist, Überlockerung zu reden und dann irgendwie symbolische Lockerungen zu machen, von denen aber kaum Leute profitieren, die aber die Nachricht senden. Es ist jetzt gerade alles nicht mehr so schlimm. Zu einem schnelleren Anstieg führen und äh dann wartet man halt auf den Logdown und äh ja die schlimmste Variante zum Glück wählen wir nicht, nämlich ähm sagen äh gar nichts zu tun, äh die Sache erstmal laufen zu lassen, äh bis, die Intensivstationen voll sind und dann die Bundeswehr rufen. So.
Tim Pritlove
Immerhin. Immerhin nur die drittschlechteste äh zweitschlechteste von den ganzen Optionen genommen. Interessant ist, äh sich das Infektionsgeschehen auch mal nach Altersgruppen anzuschauen. Denn da gibt's ja auch ein paar gute Nachrichten.
Pavel Mayer
Ja, also da gucke ich halt eher immer auf die Zahlen von Ländern und weil ich in Berlin bin, nun mal auf Berlin, weil äh wenn man das jetzt über viele Bundesländer macht, dann. Mittelt sich das doch dann teilweise alles sehr aus. Aber äh ja, bei den Altersgruppen kann man sagen, dass erfreulicherweise bei achtzig und neunzig Plus wir noch weiter hatten. Also das sind jetzt die Zahlen bis KW sieben, Äh einschließlich äh die wir, die wir haben, also bis zum, einundzwanzigsten zwoten sagen die Woche, und da konnte man dann aber auch schon bereits, leichte Anstiege sehen in, den Altersgruppen zwanzig bis vierzig würde ich sagen ja also da von da geht jetzt die, Infektion aus und man kann. Deswegen darf davon ausgehen, dass die wahrscheinlich gerade so in beruflichen Kontexten äh. Überwiegend Ansteckung erfolgt ähm ja.
Tim Pritlove
Weil es ein bisschen uneinheitlich, ne? Also es gibt auch Rückgänge bei den ähm zehn bis vierzehn, also Schulen sind ja noch zu. Das heißt, da kann sich theoretisch noch was verbessern.
Pavel Mayer
Genau und das sind halt die Zahlen wie gesagt sowieso schon äh vor sechs Tagen und dann natürlich hat die eigentliche Infektion, die zu der Institanz geführt hat, so vor sechzehn Tagen dann ungefähr stattgefunden. Also für die Zahlen hinken natürlich äh sehr stark jetzt auch hinterher.
Tim Pritlove
Umso wichtiger ist halt dieser Rückgang bei den, alten Semestern, also wenn man mal nur auf neunzig Plus schaut, da waren wir dann so um Weihnachten rum bei über tausend und sind jetzt irgendwie gerade mal auf dem ja bei hundertvierundvierzig angekommen. Wie gesagt, ne, für Berlin Das ist schon sehr offensichtlich, dass wir jetzt hier die Auswirkungen der Impfungen sehen.
Pavel Mayer
Mehr möglicherweise, ja das ähm kann gut sein, wobei hundertvierundvierzig natürlich, immer noch ein krasser Wert ist oder auch die achtzig, die wir immer bei den über, achtzigjährigen, also achtzig bis achtundneunzig haben.
Tim Pritlove
Klar, aber der Rückgang ist halt stark. Also wir haben halt einen extremen Rückrückgang.
Pavel Mayer
Ja, aber wenn du dir das anguckst, äh wie im Sommer wir äh da teilweise nur ein, zwei oder auch irgendwie eine Institanz von null hatten, teilweise bei den über neunzigjährigen des äh ja also, wir sind, da immer noch überall bei Institzen über der ersten Welle äh muss man sagen und selbst, selbst jetzt ähm ja korrigiert, um äh eine vielleicht einen Faktor von zwei bei der Dunkelziffer der bei den Tests, noch viel wird's wird's nicht sein. Kann man immer noch sagen, dass. Unser Tal, das wir jetzt durchschritten haben immer noch ungefähr so groß war wie der Gipfel der ersten Welle.
Tim Pritlove
Also hat sich nicht richtig viel verbessert.
Pavel Mayer
Ja mal einen kurzen kurzen Blick ähm. Ja ins Ausland, dem wir auch immer machen, da ist es so, dass fast, überall die Zahlen jetzt steigen, wo man hinschaut, also Europa, auch USA ähm nur äh in Großbritannien scheinen die Zahlen weiter zu fallen. Und äh sogar aber auch in Norwegen und Finnland sind die Institutionen jetzt. Auf einem bedenklich hohen Niveau finde ich. Das ist jetzt auch nicht mehr, das kann man jetzt nicht mehr als Erokovit äh bezeichnen, was dort herrscht. Ja. Und äh Tschechien ist halt äh wer voll dabei jetzt in die vierte Welle äh zu gehen. Und es ist auch, ich habe heute gerade wieder so eine Anekdote aus der, tschechischen Verwandtschaft äh gehört so äh aus der entfernten Familie. Wo äh einer sich jetzt angesteckt hat ähm. Weil die sind halt eine Runde Skifahren gegangen jetzt zu viert und einer von den Jungs ähm warte halt Kovit, aber das hat ihn jetzt nicht davon abgehalten mit den anderen halt Skifahren zu gehen, ja? Und die anderen auch nicht davon abgehalten, mit ihm Skifahren zu gehen.
Tim Pritlove
Super.
Pavel Mayer
Ja, so. Also wenn sich jemand fragt, wie äh. Wie die Leute da jetzt äh also wie so Tschechien auf so hohe Werte kommt ist, weil die Leute einfach mal oder viele Leute einfach mal das überhaupt nicht ernst nehm. Weil überhaupt keinen Bock haben oder, ja noch immer, obwohl also es Fernsehen ist halt voll äh natürlich mit Nachrichten und die Situation ist halt auch katastrophal. Es sterben halt ganz, ganz viele Leute, aber.
Tim Pritlove
Es ist wirklich merkwürdig, ne? Es ist ich frage mich, ob das irgendwie so, also was.
Pavel Mayer
Keine Ahnung, also die.
Tim Pritlove
Das nicht irgendwie.
Pavel Mayer
Ob die das jetzt als, ich weiß nicht.
Tim Pritlove
Zu sterben, ist irgendwie.
Pavel Mayer
Oder Schicksal abgetan haben, gerade also natürlich nicht alle. So aber halt hinreichend. Großer Teil offenbar ja hat sich jetzt entschieden es zu ignorieren und, Tschechien ist ja auch offiziell, jetzt haben sich dort bereits elf Prozent der Bevölkerung angesteckt Das heißt, mit Dunkelziffer kann man davon ausgehen, waren's wahrscheinlich wahrscheinlich irgendwo bei fünfzehn oder zwanzig Prozent. Äh die. Sich entschieden hatten, lieber Kovit äh zu kriegen.
Tim Pritlove
Elf Prozent, krass, ja. Nur noch äh über also absoluter Spitzenreiter, derzeit ist äh Montenegro. Die sind noch ein bisschen über äh Tschechien. Generell ist es so in Osteuropa gerade ein bisschen schwierig. Also auch Polen. Steigende Zahlen und also nicht nur im Osten, aber der Osten insgesamt steigt gerade etwas stärker an. Säuft's, ja, also ist einfach keine Ruhe reinzukriegen, ne.
Pavel Mayer
Ja, aber auch. Ja, aber wenigstens gehen wir jetzt solidarisch mit Europa in die nächste Welle hinein.
Tim Pritlove
Ja
Pavel Mayer
Nur die nur die Engländer jetzt mal wieder irgendwie müssen aus der Reihe tanzen hier.
Tim Pritlove
Wieder aus, ne? Ah ja. Pixel. Ja, derzeit sind sie ja da ganz froh mit. Und da muss man halt auch sagen, dass dass an der Stelle die Erfahrung des englischen. Ja schnell hell Service in in diesen Fragen durchschlägt und ähm ja das scheint aus verschiedenen Gründen sehr gut zu funktionieren bei uns, da kommen wir gleich äh auch drauf, wird's noch ein bisschen. Dauern, aber es gibt auch da schon ganz gute ähm Entwicklungen. Vielleicht gucken wir nochmal ganz kurz, was so an Maßnahmen denn jetzt eigentlich beschlossen worden ist. Also es ist ein bisschen unübersichtlich äh seit dieser Woche. Galt ja also in Berlin gab's so diese Ansage, ja Schulen öffnen für, alle Eltern, die ihre Kinder auch wirklich in die Schule schicken und dann aber nur erste bis dritte Klasse und geteilte Klassen und Mundschutz und Hass nicht gesehen, also mit durchaus ähm. Umfangreichen Gegenmaßnahmen, um dann Infektionsgeschehen zu verhindern, Thüringen hat wohl auch schon Schulen, Kitas aufgemacht, in welchem Umfang kann ich grad nicht sagen, ich kann nur sagen, es gibt schon von sechsundfünfzig Schulen und Kitas werden jetzt schon wieder neue Ausbrüche gemeldet, also das hat dann halt auch die entsprechenden Auswirkungen. Und ich habe nicht so den Eindruck, dass das ja. Dass das alles so professionell verhindert wird, was da theoretisch verhindert werden konnte. Und alle hängen sich jetzt irgendwie an diese Schnelltests. Und das war ja auch ein ziemliches Hin und Her. Ähm Schnelltests sind halt jetzt. In dieser nächsten Stufe angekommen, also es gibt jetzt die neue Generation von Schnelltest, die eben so sensitiv sind, dass sie eben auch mit einer Probenentnahme im Nasenraum und nicht Nasenrückraum ähm, auskommen können, dass da bin ich gespannt, ja. Also, Jetzt ist ein bisschen mehr so wie Nase bohren und nicht wie am Hirn rumkratzen, das mag für viele Leute gelegen kommen, weil ich kann mir schon sehr gut vorstellen, dass das mit den anderen Schnelltests die Leute so ein bisschen ihre Probleme hatten Tatsächlich sind bisher drei Schnelltests zugelassen worden. Vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Einer von Siemens Hellscare. Einer von Technomed und Lisna Ki GmbH ähm. Erste ist, also der eigentliche Hersteller ja Entschuldigung, das sind die Antragsteller, die sozusagen die die's hier vertreiben, die eigentlichen Hersteller. Liegen in China, nehme ich mal an oder? Klingt jetzt auf jeden Fall chinesisch, habe ich jetzt nicht äh äh komplett äh und einer hier. Könnten die sein? Ist das USA oder was das. Egal. Auf jeden Fall, was mich gewundert ist, dass es hat, dass Rosh und Apport, die ja, äh bei den bisherigen Schnelltests ähm eigentlich so am sichtbarsten waren, zumindest aus meiner Perspektive jetzt noch nicht mit am Start sind, obwohl die auch solche Produkte haben. Also vielleicht. Kommen die jetzt demnächst äh nach. Also ich kann mir vorstellen, dass die Zahl von zugelassenen Schnelltests dieser neuen Generation jetzt steigt und offensichtlich sind auch die Produktionen ordentlich hochgefahren.
Pavel Mayer
Ja, also Heal Jen war USA. Glaube ich, husten, also.
Tim Pritlove
Mhm. Ja. Das ist sozusagen äh an der Stelle. Jetzt interessant, ist natürlich die Frage, wo kriegt man die jetzt her? Teilweise sollen die halt kostenlos ausgegeben werden, wer es nicht erwarten kann, kann die sich halt irgendwie auch bei so online versendern äh kaufen, wie viel Erfolg ihr da jetzt mithaben werdet, wenn ihr die jetzt ordert, kann ich euch nicht sagen. Es gibt dann auch noch, das packen wir nochmal in die Shownotes. Ähm eine Informationsseite beim RKI. Zu diesen Antigentests, wie sie ja eigentlich heißen. Da gibt's dann äh hübsche PDFs mit äh Übersichten und so weiter, die so diese ganze. Geschichte mit wie darf man das verstehen und wie ist denn das jetzt hier mit positiv und und und falsch positiv und so weiter, wenn man sich das nochmal näher anschauen möchte ist das glaube ich ganz gutes Material. Gut, dann schauen wir doch mal, wie geht's denn jetzt hier mit der Impfung voran? Also dieses Impf-Dashboard DE, was da relativ. Schmal gestartet ist, ähm kriegt am laufenden Meter neue Informationen und Informationsanordnungen. Da wird offensichtlich aufs Feedback geachtet. Das finde ich ganz gut. Und dem ist jetzt zu entnehmen, dass zwei Komma vier Prozent der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Die zweite Impfdosis bereits erhalten hat. Immerhin, ja. Das sind also so knapp zwei Millionen. Knapp drei Komma acht Millionen haben mindestens eine Impfdosis erhalten und wenn ich am Anfang, dieser Zahl nicht ganz so viel Aufmerksamkeit geschenkt habe, finde ich sie jetzt oder nicht im zunehmenden Maße interessanter, weil. Jetzt auch Ergebnisse haben, kommen wir auch gleich nochmal drauf, die eben die Wirksamkeit der Impfstoffe nach der ersten Dosis doch deutlich optimistischer bewerten, als man das bisher vielleicht erwarten konnte. Also es ist ähm einfach ganz gut. Vorläufiger Rekord war jetzt am vierundzwanzigsten Februar. Da haben sie irgendwie hundertzweiundsechzigtausend Dosen verimpft. Und wenn ich das richtig sehe, lässt sich ein sanfter Aufwärtstrend bei der Anzahl von Impfungen äh wahrnehmen. Also bisher war das ja eigentlich relativ linear.
Pavel Mayer
Beziehungsweise sogar abnehmend.
Tim Pritlove
Leicht, genau, leicht abnehmend, aber so, sagen wir mal, insgesamt äh war das eher.
Pavel Mayer
Ja, also abnehmende Zuwächse sucht.
Tim Pritlove
Ja genau und ähm aber dann dann sagen wir mal im Großen und Ganzen drauf geschaut hat, war das halt dann eher so ein, so ein Strich, so ein so ein so eine gerade Linie, so mehr oder weniger, ein bisschen hoch, bisschen runter, aber da passiert nicht viel und jetzt kommen halt die Lieferungen äh in Fahrt und man sieht, dass die Lieferung den Impfungen jetzt doch ähm deutlich vorauslaufen. Was heißt das Reservoir an äh an Impfdosen, steigt an und das müsste dann eben die Impfpraxis auch in die Lage versetzen. Jetzt die Zahl der Impfdosen, zu erhöhen und ich hab zumindest hier aus Berlin auch gehört, dass Ende dieser Woche. Also grad jetzt die letzten Tagen, dass doch enorm an Fahrt aufgenommen hat. Also das war wirklich auf einmal richtig viel mehr los ist. Was da jetzt der äh. Das sei die Bremse gelöst hat, ist glaube ich nicht so ohne Weiteres zu beantworten. Wir wissen ja, das ist ja so ein komplexes Muster aus. Terminvergabe, Terminwahrnehmung et cetera, ne? Dann der internen Planung, wann, impfen wir für ihn und welche Gruppen sprechen wir an und dann weiß man nicht wie gut äh sprechen die an auf die Ansprache. Sind die, wie groß ist die Bereitschaft in der jeweiligen angesprochenen Gruppe, Ja und jetzt kommt da so ein bisschen Musik rein. Mal schauen, was sich da für ein äh Impfer, Trance entwickelt, ja, vielleicht auch mal ganz interessant, mal zu schauen. Äh da möchte man dann halt mal wirklich äh eine große Steigerung haben. Aber ist auf jeden Fall noch ein sehr, sehr, sehr, sehr weiter Weg äh zu gehen und derzeit lässt sich auch noch überhaupt nicht absehen, wann wir hier auf nennenswerte Impfzahlen kommen können. Ähm, die Unterschiede zwischen den Bundesländern zeigt, dass Impf-Dashboard übrigens auch an und ich finde die. Signifikant ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber Rheinland-Pfalz. Hat es jetzt schon auf drei Komma drei Prozent äh. Mit zweiter Impfung geschafft, ja, so als Spitzenreiter, die ich gefolgt von Berlin mit drei Prozent. Am Ende Hessen mit zwei Prozent. Und Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auch. Also die drei sind sozusagen hinten an. Woran auch immer das liegen mag. Das äh das kann ich nicht sagen. Ne? Bei der Erstimpfung sieht's ganz anders aus, dass zum Beispiel Hamburg ganz vorne und Brandenburg ganz hinten. Also das ist ein unklares Bild. Na ja. Anyway. Ähm jetzt geht natürlich die Diskussion los. Mehr Impfstoff ist äh vorhanden. Einerseits, aber dann diese Lockerungswünsche in der Gesellschaft sind auch vorhanden. Dann kam so dieser Plan auf, hm, wenn wir die Schulen aufmachen und wenn das aber eigentlich ein totaler Fehler ist, das zu tun. Alle haben Angst davor, dann. Ändern wir doch einfach mal das Impfregime und dann kam halt relativ schnell so irgendwie der politische Konsens zusammen. Ja, dann packen wir halt einfach die Lehrerin. Auch mit in die Gruppe zwei und damit sind die jetzt sozusagen in der Lage, auch Termine machen zu können, ich habe jetzt keine klaren Informationen, auch darüber lässt sich dieses Impf-Tasport leider nicht aus. Wie sehr jetzt diese einzelnen Impfgruppen eigentlich schon bedient sind? Also mir fehlt hier so ein bisschen der Prograz Bar mit OK wir sind jetzt hier bei im, wie heißt das nochmal, nicht Impfgruppe, sondern Impf.
Pavel Mayer
Priorität irgendwie.
Tim Pritlove
Prioritätsgruppe eins, was weiß ich ähm wie viel Prozent von dieser Gruppe ist denn jetzt schon weg? Und wie groß ist die überhaupt. Und was ist denn jetzt mit Gruppe zwei? Und was ist denn, wenn da jetzt Lehrer und Lehrerinnen, auch noch mit einfallen, was ändert das dann? Und seid ihr euch eigentlich schon so sicher, wie groß eigentlich die Gruppe der vorerkranten äh ist? Also das sind noch so Informationen, die mir so ein bisschen fehlen. So dieses, wann geht's denn los mit den anderen Gruppen.
Pavel Mayer
Ja ich finde ähm was da passiert ist gerade ist auch wieder ich meine Katastrophe wären zu großes Wort aber. Ähm ja äh ein äh doch ziemlich unschönes Durcheinander. Und ein ausgelöst wurde das halt auch durch die. Wie wir jetzt wissen ähm nicht erforderlich gewesene Empfehlung äh halt Astra Sinnika äh nicht für ältere Menschen äh zu verwenden äh so äh hat er auch gesagt, okay, da lagen die Daten äh zu dem Zeitpunkt noch nicht vor. Jetzt kommen Daten rein, die sagen, okay, die bedenken äh haben sich eigentlich zerstreut, so von daher ist es ein bisschen unglücklich gelaufen äh muss man sagen und dadurch wurde dann jetzt plötzlich ähm irgendwie als dann zusammen, Nachrichten deshalb auch Astra Sinnica nicht so gefragt ist und dann sagt ah gut dann. Können wir ja jetzt irgendwie mit diesem Impfstoff vielleicht andere Gruppen bedienen, die eigentlich jetzt noch nicht dran wären. Und. Hm in den drei Gruppen ist es so, dass. In der Gruppe mit der höchsten Priorität so gut wie keine vorerkrankten, da sind. Also die medizinische Indikation kommt erst in Gruppe zwei. Und da wurden jetzt die Lehrer wohl auch mit äh reingenommen zusammen, auch ein paar Polizisten äh sage ich mal, wobei äh eben nicht Polizisten, nicht grundsätzlich, sondern nur welche die auch dienstlich so verwendet werden, dass äh sie ein sehr hohes Ansteckungsrisiko haben, die anderen, die kein hohes Ansteckungsrisiko haben, sind halt in Gruppe drei. So, jetzt die. Nächste Merkwürdigkeit ist das halt trotzdem jetzt schon Polizisten geimpft wurden, ja, wie ich vernommen habe, obwohl eigentlich mit Gruppe zwei noch gar nicht begonnen. Hätte werden dürfen, dasselbe Lehrer auch eigentlich äh äh müsste die Gruppe zwei, nicht mal frühestens. Im Ende März, April. Ende April sowas in der Gegend äh äh überhaupt dran sein oder berücksichtigt werden und, was dann auch noch eine riesen Katastrophe ist, dass in manchen Bundesländern, wie zum Beispiel Berlin, das System komplett darauf aufgebaut haben, dass äh ja sich. Irgendwie der der Staat oder irgendeine Institution einfach meldet und dann sagt OK hier du bist jetzt dran und es keine Möglichkeit gibt sich irgendwie selber zu melden, Ähm gab es halt in der letzten Woche und ja aktuell auch noch einen, komplettes Chaos, also 'n eigentlich 'ne wirklich KFKS Situation wo Leute die wie bei der Impfhotline angerufen haben oder beim Senat angerufen haben jeweils, auf die andere Stelle verwiesen worden sind, die Ärzte überhaupt nichts dazu sagen konnten, die Krankenkassen nichts dazu sagen konnten. Offiziell ist es jetzt so, ähm, dass wenn man jetzt medizinische Indikation hat. Unsicher gehen will, dass man auch irgendwie in die Pipeline kommt dann äh, muss man sich oder soll man sich an seinen Hausarzt wenden, der sich dann wiederum mit der kassenärztlichen Vereinigung in Verbindung setzt und, wird das Ganze dann irgendwie entweder abgesegnet oder auch nicht abgesegn, oder es ist noch unklar und ja dann kommt man möglicherweise. Äh in die Pipeline rein. Es soll auch irgendwelche geheimen E-Mail-Adressen geben, äh wenn man die kennt beim Senat äh und an die schreibt, dann wird man wohl auch in die Pipeline, geleitet, aber ansonsten ist es so ähm praktisch von. Fast allen Leuten, die sich dazu geäußert haben, die haben versuchen halt seit einer Woche schon mit Ämtern und Anfragen beim Senat und hier und da äh irgendwie, rauszufinden, was sie denn tun müssen, wenn sie denn jetzt gefährdet sind. So, wie sie denn dann eine Impfung bekommen und. Ja, vor dem Hintergrund sagen, dass erstens Astra Senika auch, bedenkenlos an Ältere verimpft werden kann, wahrscheinlich sogar für einen schnelleren und besseren Schutz äh sagt, zumindest nach der ersten äh Dosis. Ähm, als äh MRNA im Stoff, also da durchaus gewisse Vorteile noch hat. Ähm ja, vor dem Hintergrund, ist es nicht so richtig nachvollziehbar, wie es sein kann, dass jetzt äh auch junge äh, Lehrer und Polizisten geimpft werden. Hm und äh ja das, vor Leuten, die halt einen erheblich höheres Erkrankungsrisiko und Sterberisiko haben, sodass äh ja, man kann jetzt sagen, gut, äh man. Könnte jetzt äh auch in der Impfstrategie sozusagen eine epidemiologische Komponente drin haben, aber die haben wir ohnehin schon äh nämlich über die Ärzte und Krankenhäuser und Leute, die in Heimen untergebracht sind ist die halt dann schon gegeben. So. Und gesagt, was aber jetzt passiert ist, äh dass man halt ja bestimmte Gruppen, aus politischen Gründen vorzieht und ähm dadurch ja einfach äh schon wie ich finde, sich ethisch äh nicht einwandfrei verhält, ja ähm das finde ich geht so nicht.
Tim Pritlove
Es ist schwierig, ne? Ich habe auch mal geguckt, also es gibt in Deutschland äh. Ungefähr siebenhundertachtzigtausend Lehrerinnen und Lehrer, ob die jetzt alle in diese Gruppe zwangsläufig reinfallen, kann ich jetzt nicht sagen. Aber ist auf jeden Fall jetzt keine kleine Gruppe. Ja? Und wenn ich das richtig sehe, kommen ja auch noch Kitaerzieher et cetera äh eigentlich auch noch mit dazu. Die ich jetzt gar nicht benennen kann, die die Gruppe. Also es ist schon mal. Keine kleine Zahl, aber auch die Zahl der Leute mit Vorerkrankungen ist keine kleine Zahl. Und das fehlt mir in dieser ganzen Debatte auch so ein bisschen, dass dass die Größenordnungen dieser Gruppen überhaupt nicht so richtig äh angegangen werden. Unser Nachtrag noch zu dieser Lösung in Berlin. Gibt 'ne Pressemitteilung von der KV, die halt sagt OK es gibt jetzt 'ne Lösung für chronisch erkrankte zwischen fünfundsechzig und siebzig Jahren. Die die KV das irgendwie übernimmt.
Pavel Mayer
Grea.
Tim Pritlove
Auf Basis von äh Abrechnung ohne Ausstellung von ärztlichen Artisten.
Pavel Mayer
A. Okay.
Tim Pritlove
Abrechnungsdaten im Sinne von was kannst du ja also chronisch kranker heißt ja auch regelmäßige Medikamentierung mit irgendetwas und dann gibt's ja auch die entsprechenden. Ähm belege dafür äh et cetera, keine Ahnung. Es ist sicherlich davon auszugehen, dass auch da äh noch das ein oder andere, durch Siebfeld. Das muss man abwarten. Gut, sicherlich spricht für beide Ansätze irgendwas sowohl für diesen, Schleswig-Holstein, hier, wir nehmen mal einen ordentlich stabiles Bohrungssystem. Meldet euch an, Leute, wir gucken dann einfach mal, dann haben wir euch schon mal alle in der Datenbank und wir wissen ja auch gleich, äh ob ihr auch geimpft werden wollt. Ähm und je nachdem, solange es äh noch Leute gibt, die, in seiner Form äh höher priorisiert sind, kriegt ihr halt erstmal keinen Termin. Das ist so der eine Ansatz, Heißt aber auch, du musst dann mit dieser Datenflut und diesem Ansturm auch äh klarkommen. Ähm und Leute müssen damit's ein Online-System klarkommen und da haben wir ja schon gesehen, in manchen Bundesländern hat das ja eine ganze Menge Probleme mit sich gebrach. Berlin macht's dann halt andersrum, eben diese Don Call As Recall You Methode, die natürlich in dem Moment gut funktioniert, wo man gute Daten hat. Wo man eben auch so ein bisschen zweifeln, äh kann und wo es halt einfach schwierig wird, ne, was qualifiziert jetzt eigentlich als Vorerkrankung, aber diese Überprüfung müsstest du natürlich im Falle der Selbstanmeldung auch machen, muss an jeder jedes Termin ersuchen, muss dann auch noch in irgendeiner Form ja gefiltert werden und dann muss man sowieso wieder auf Ärzte zurück. Also, ich kann mir vorstellen, das ist, sagen wir mal, in der Abwägung ja äh sprechen Dinge für die eine und für die andere Lösung. Und je nachdem, was man da jetzt sozusagen als äh den richtigen Ansatz gesehen hat, kann man für die eine oder für die andere Lösung sein. Bin selber jetzt noch nicht hier an diesem Punkt, wo ich sagen würde, dass es jetzt grundsätzlich falsch. Am Ende wird sich natürlich entscheiden, wie effizient ist das Berlin kann man jetzt zumindest schon mal nachweisen, dass sie jetzt bei der äh Zahl der Impfungen relativ weit vorne sind, aber das kann auch was mit Verfügbarkeit von Impfstoffen zu tun haben.
Pavel Mayer
So, was, was, wie man's eigentlich hätte machen sollen, weil gut war ja jetzt nur ein Jahr Zeit, sich darauf vorzu, insofern äh so. Muss man vielleicht da jetzt auch ein bisschen nachsichtig sein aber ja das ist in in dieser ich sag mal wenn man Gesundheitsdatenwirtschaft, sage ich mal, ist das ist ein Jahr gar nichts, als normalerweise reicht ein Jahr nicht mal für die Spezifikation aus äh so. Ähm aber. Äh sagen. Wie man es eigentlich, also wenn wenn ich jetzt in Charge gewesen wäre, was ich versucht hätte äh äh hinzubekommen oder empfohlen hätte, zu tun, wäre ein äh, System äh zu bauen, wo. Jeder Bundesbürger wird angeschrieben, er kriegt halt so einen Token, äh mit dem er sich einen Account aufmachen kann bei dem großen System und bei dem. Ja, die vielleicht bekannten Daten über ihn da schon drin sind, die kann er dann sich sich anschauen und sagen, ja ist okay, Alter stimmt und und so weiter und kann dann entsprechend selber auch noch Daten eingeben oder erheben. Auch immer, aber ja, jeder hat einen Account, kann dort nachgucken. Ähm. Und äh bekommt quasi einen Impfranking, dann bräuchte man auch gar nicht unbedingt jetzt so explizit jetzt irgendwie die Gruppen, weil die Gruppen sind ja auch verdammt groß und das kann halt ziemlich lange dauern. Warum nicht einen kontinuierlichen Score erstmal ermitteln, der sich halt aus allen möglichen Faktoren. Ähm ergibt und dann ergibt sich halt für dich irgendwie eine Reihenfolge, wann du. Dran bist, die du dann halt auch einsehen kannst und wenn sich irgendwas an deiner Situation ändert oder an der Versorgung mit Impfstoffen oder so, dann äh wird das halt entsprechend aktualisiert. Und wenn das jetzt absehbar ist, dass so irgendwann in den nächsten Wochen dran bist, dann äh, entsprechend die Terminvergabe organisiert. So würde ich mir. Immunsystem vorstellen, Best of Boss, Worlds, äh, quasi ähm. Und das kannst du dann immer noch auch problemlos mit. Einladung verschicken an Leute, die sich dort jetzt nicht angemeldet haben, würde es dann aber schon mal auch dieses ganze prozide reduzieren, wenn die Leute klicken können, okay, danke, ich brauche jetzt keine. Schriftliche Einladung per Brief, ich druck mir das halt selber aus, also solche kleinen Sachen so um auch.
Tim Pritlove
Da kommt aber gleich der Chaos-Computerclub und sagt, also eine Datenbank hier mit den äh mit der gesamten Bevölkerung, mit allen Gesundheitsdaten beim beim Event äh Terminbetreiber.
Pavel Mayer
Nicht beim Event Terminbetreiber. Ich hätte mir hätte da schon erwartet ich mein. Finanzämter machen auch Datenverarbeitung, ja gut, da kann man jetzt gibt's jetzt auch keinen nicht wirklichen guten Self Service und so und ja, ich weiß ähm. Es gibt da sicherlich. Probleme, aber auf der anderen Seite äh ja ähm ich meine, so wie es jetzt läuft. Also optimal ist es nicht.
Tim Pritlove
Optimal ist es nicht, aber es ist ja im Wesentlichen der Kunstränd, ist ja bisher. Sagen wir mal so, ich denke, dass die der Grund, warum es jeweils gerade mal nicht so schnell läuft, wie es vielleicht theoretisch gehen könnte. Der eigentliche Flaschenhals, der ist nicht immer derselbe. Der war jetzt vor allem Verfügbarkeit von Impfstoffen. Und in dem Moment, wo die verfügbarer werden, wird natürlich das Terminding wieder wichtiger. Ähm das kann sich alles, jederzeit äh ändern. Gut, man sieht, wie es in anderen Ländern auch funktionieren kann, die da weniger Berührungsprobleme haben. Israel ist das irgendwie alles digital zentralisiert, das haben die irgendwie, glaube ich, in den letzten zehn Jahren auch erst so eingeführt. Profitieren jetzt an der Stelle äh davon, dass sie da schon uns ein paar Schritte äh voraus sind, Du hast sicherlich Recht, man muss letzten Endes da sehr pragmatisch vorgehen meiner Meinung nach, ja? Sich natürlich gut Gedanken darüber machen, aber vor allem eben zielorientiert arbeiten, ähm. Ich bin jetzt ein bisschen vorsichtig da drin hier ein konkretes System vorzuschlagen ohne die ganzen Rahmenparameter und äh das bedenken Trägertum, das. Zu kippen.
Pavel Mayer
Die Rahmenparameter äh äh sind so. Dass es gesetzlich nicht möglich ist, was ich gerade vorgeschlagen habe, das kann man einfach mal sagen, technisch äh äh machbar, vermutlich auch, machbar am Ende des Tages mit. Für meinen Geschmack äh hinreichendem äh Datenschutz aber ja, das ist ich sag mal zwei das sind sogar sagen zwei Größenordnungen von undenkbar und ich glaube wer. Software jetzt für Krankenkassen entwickelt oder in dem Bereich jetzt Kassenärztliche Vereinigung, Ärzte, Kommunikation, wer da mal unterwegs war, also in der Gesundheitsdatenverarbeitung, glaube ich, wird es problemlos bestätigen, dass das. So etwas, was ich gerade vorgeschlagen habe, vermutlich ein Generationenprojekt wäre so zwanzig oder dreißig Jahre. Müsste man da veranschlagen, um die ganzen gesetzlichen Grundlagen zu schaffen und das auszuhandeln, wie das denn dann am Ende ja äh unseren hohen Datenschutzrechtlichen Anforderungen genügt.
Tim Pritlove
Gut. Ähm in dem Zusammenhang fällt mir noch eine andere Debatte ein. Die ähm ja aus verschiedenen. Richtung entgegenwehte, ja, der Sommer naht und damit natürlich auch so ein bisschen die Festivalzeit. Da wird jetzt schon fleißig geplant und alle blicken natürlich bang auf die Entwicklung der Situation. Weil wenn du was Großes planst, dann musst du halt jetzt irgendwie dich drum kümmern. Ja, also. Events macht man nicht mal eben so in zwei, drei Wochen, sondern das hat einfach in der Regel ein halbes Jahr Vorlaufzeit, je nachdem wie groß das ist, Ähm dann gab's eine Meldung von Eventteam, die so ein bisschen Wind gemacht hat, denn ähm kam dann so die Aussage, na ja, also wir haben hier unsere technischen Systeme schon mal so darauf vorbereitet dass wir äh etwaige Impfausweise auch aus äh lesen können und berücksichtigen können und überhaupt würden wir ja davon ausgehen, dass irgendwie viele Veranstaltungen vielleicht äh sich dazu entscheiden würden. Einfach nur geimpfte aufzunehmen. Ja. Wobei, wo dann natürlich auch gleich manche gescherzt haben, dass die einzigen Großveranstaltungen diesem Jahr wahrscheinlich nur noch irgendwie die Roland Kaiser Tour und irgendwie die Flippers oder sowas äh äh sind, ja, die sich äh sagen wir mal die älteren Semester äh widmen so, aber auf jeden Fall kein billig Eiskonzert. Sicherlich auch ein berechtigte berechtigtes Bedenken und natürlich auch extrem schwierig, ne? Ich meine aus der Perspektive eines Veranstalters ähm. Sind das natürlich schon Überlegungen, weil du möchtest natürlich jetzt auch nicht unbedingt jetzt, dass deine Veranstaltung dann so der nächste große Hotspot ist, beziehungsweise sind damit natürlich auch finanzielle und rechtliche Risiken verbunden. Ähm vor allem wirft es auch rechtliche Fragen auf. Es gibt ja so ein Grundrecht auf Gleichbehandlung, unserem Staatswesen, das betrifft aber eigentlich auch nur das Verhältnis von Bürger und Staat, ja? Sowas äh gilt dann erstmal für private Unternehmen nicht in derselben Form da herrscht dann natürlich erstmal der Grundsatz der Vertragsfreiheit, dass du halt selber entscheiden kannst, mit wem du irgendwie was wie machst und äh und so weiter. Nichtsdestotrotz gibt's aber ein. Gleich Gleichbehandlungsgesetz in Deutschland, dass halt Diskriminierung verbietet. Und jetzt natürlich die Frage, was, Was ist Diskriminierung, Ja, klar kann man jetzt sagen, oh, hier ungeimpft werden jetzt diskriminiert, nur der Begriff der Diskriminierung erfasst das nicht. Das ist sozusagen kein Kriterium, an dem man Diskriminierung, in der Definition dieses Wortes festmachen kann. Diskriminierung ist, wenn du nach Geschlecht diskriminierst, nach sexueller Orientierung, diskriminierst nach Hautfarbe, diskriminierst et cetera, die Liste ist nicht kurz.
Pavel Mayer
Also ohne ja und uns ohne sachlichen Grund.
Tim Pritlove
Genau und du darfst halt sozusagen schon diskriminieren, wenn du eben auch einen sachlichen Grund hast. Ja, also wenn's eine klare Erläuterung gibt, so, ja, das hat sozusagen, weil Frauen dürfen nicht auf diese Veranstaltung, weil hier sachlicher Grund, der nachvollziehbar ist oder auch andersherum, ne? Und ähm. Also bin dann eine Ladies Night machst suchte ist das vielleicht auch ein nach saftiger Grund. Egal ich will's nicht albern.
Pavel Mayer
Ja oder Schwangere nicht auf dein Karussell ist.
Tim Pritlove
Ja, genau, also man kann sich das alles vorstellen und. So wie ich das rausgelesen habe, ist ja die Rechtslage auch relativ klar, dass also jetzt so ein Impfstatus hier an dieser Stelle nicht als Diskriminierung gilt, das heißt, wenn sich ein Veranstalter dazu entschließt, zu sagen, so ja, nee, wir machen jetzt hier einfach Impf-Only, weil ich habe keinen Bock auf den Scheiß. So, dann dann ist das halt einfach so, ne.
Pavel Mayer
Ja Ja, aber ganz äh so aus meiner Sicht gut, auch wenn ich zwar äh jetzt kein Jurist bin, aber. So wie ja von von allem hab ich auch 'ne ganz gute juristische, Halbbildung ähm und ich würde mal spontan sagen ähm Probleme könnten aber auftreten äh bei der Frage. Ein Veranstalter oder Unternehmen auch berechtigt ist äh den Impfstatus äh zu erheben, weil das nämlich Gesundheitsdaten sind und die gehören wiederum zu den äh besonders zu schützenden äh Daten, wo dann äh ja besondere, Anforderungen äh für das Erheben und Speichern und Verarbeiten dieser dieser Daten.
Tim Pritlove
Speichern musst du es ja nicht unbedingt. Es reicht ja, dass du sozusagen am Eingang sagst, hier zack, da ist mein Dokument, das wird gecheckt. Fertig. Diese Information muss, speichert werden und wenn, dürfte ja heute kein Mensch mehr fliegen. Ich meine, diese Voraussetzung, dass du einen Corona Test äh hast, der so und so viel Tage maximal alter sein darf, äh um irgendwo einzureisen, beziehungsweise überhaupt nur das Flugzeug zu betreten. Ist, Prinzip genau dasselbe.
Pavel Mayer
Ja, also von daher so eine, so eine Kontrolle könnte funktionieren, setzt dann ja, hm. Aber natürlich sind wir bei der, bei der Diskussion sagen Impfpass und äh wie das Ganze rechtlich auch geregelt äh wird und.
Tim Pritlove
Lass mal den Impfpass nochmal ein bisschen äh außen vor. Ich wollte äh lass mich nochmal kurz ähm also ich wollte einfach darauf hinaus diese Meldung Von Eventteam, die einfach nur gesagt hat, also wir werden soweit, ja? Äh die hat dann sozusagen Reaktionen äh ausgelöst und jetzt habe ich mal kurz diese rechtliche Situation beleuchtet, soweit ich das jetzt wahrgenommen habe oder auch nur eine rechtliche Haltbildung zu haben, die Reaktionen da drauf waren dann ganz interessant, ne? Weil dann natürlich gleich wieder welche angefangen haben zu schreien. So oh ja hier Diskriminierung und so weiter. Was äh erlaube Eventim äh ne? Ich meine Eventim ist am Ende nicht der Veranstalter, sondern andere, die machen das ja sozusagen nur zugänglich. Und dann gab's dann äh auch gleich so Wortmeldungen, was ich hier von Nena. Auch irgendwie siehst du alternden Popstars und auch irgendwie alle echten Probleme, habe ich so den Eindruck, war schon bei Nina Hahn nicht zu ertragen. Aber Nina Hagen dann auch gleich so, nein, sowas wird's bei mir nicht geben und ihr dürft natürlich alle kommen. Dachte so, okay, wie wie, wie sehr liebst du eigentlich deine Fans? Wie wenn du dann sozusagen auch bereit wärst jetzt hier ohne Second Sort irgendwie einfach immer alle äh bekommen zu haben, egal wie deine Impfstatus oder der Teststatus ist. Worauf's wahrscheinlich hinauslaufen wird, ist eine Kombi aus Impfung und Tests. In Duna halbwegs sichere Veranstaltungen haben möchtet, im Handel Vision dann auch als Veranstalter den Leuten dort ein. Safe Space, weil man will ich einfach nicht sagen, ja, aber du möchtest es sozusagen so sicher gestalten, wie es geht. Und aus mehreren Gründen, so
Pavel Mayer
So, okay. Aber vielleicht kann ich dann doch nochmal äh nochmal was Rechtliches äh äh hinterher äh äh schicken. Und zwar. Erfordert ja, damit sagen das funktioniert auch eine entsprechende Regelung in der Korona Schutzverordnung, das heißt, es müsste dann eine Ausnahme geben oder oder die Regel, dass halt bestimmte Veranstaltungen einfach nicht stattfinden können, so, müsste halt ausgesetzt werden für dann ja Impfstatusberücksichtigung. So und, da gilt dann aber wiederum der Gleichbehandlungsgrundsatz und da ist es dann tatsächlich die Frage. Zum Beispiel jemand der durchgängig 'ne Maske trägt, ähm. Äh dort das Risiko dann äh größer oder geringer ist, äh was von dem ausgeht oder dem er sich aussetzt als äh jemand, der geimpft ist, ja also die Zahlen sind. Mal zumindest ja vergleichbar oder oder dis diskutierbar so und in insofern ja ähm, sehe ich, dass äh am Ende doch als politische oder rechtliche Frage, also wo der Staat äh explizit des entweder zulassen oder nicht zulassen äh äh kann oder wird.
Tim Pritlove
Ja. Plötzlich nochmal ein bisschen klarer machen, was so ein bisschen mein Modell ist, ne. Ich denke jetzt äh im Wesentlichen mal so an an Open Air Festivals. Das ist so ein bisschen die Konstellation, die ich jetzt zumindest im Hinterkopf hatte. Man kann sich natürlich jetzt tausende andere Veranstaltungen, Kinobesuche, Theater, Konzerte, äh Indoor und so weiter, alles auch vorstellen, wo man vielleicht sagen kann, das ist generell, noch problematisch, ja? Derzeit haben wir so eine äh so eine Art Lokdown, den haben wir dann vielleicht auch im Mai nochmal und so, aber was ist dann im Sommer? Ja, was ist, wenn wir sozusagen zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig Prozent Deutschlands dann, so schön heißt, ein Impfangebot gemacht haben. Aber wir uns sozusagen in so einer Situation befinden, wo auf der einen Seite viele Leute sagen, ja was denn, ich bin doch geimpft, dann kann ich jetzt hier auch feiern. Ja und auf der anderen Seite halt die, die gerne feiern würden, aber irgendwie noch nicht geimpft sind und irgendwie den kein Impftermin kriegen, weil sie halt einfach zu jung sind, ne. Und du bist jetzt Veranstalter und möchtest aber sagen, ja hier schwierig generell mit Veranstaltung Veranstaltung sehen wir auch aber es ist Sommer, es ist draußen, Ja, du hast also schon mal so die diversen Bonuspunkte, die du so bei einer Indoor-Veranstaltung nicht so ohne Weiteres bekommst, und wir checken aber einfach auch, ob Leute geimpft sind und die, die nicht geimpft sind, die machen halt einen Test. Sowie beim Flugzeug, ne? Damit du dann überhaupt die Zulassung bekommst für so eine Veranstaltung. Darum geht's ja. Damit überhaupt irgendwas möglich ist, weil so irgend so ein irgend so ein Kompromiss wird dann halt auch gefunden werden müssen. Das ist. Die Diskussion werden wir haben, egal ob ob ob wir sie jetzt gut heißen oder nicht, die wird kommen und zwar relativ bald.
Pavel Mayer
Wird kommen, die wird immer lauter werden natürlich, je mehr Leute geimpft sind, keine Frage, ich würde es, Aber also ich empfinde es als ungerecht und halte es auch für begründbar unethisch, ähm wenn ähm, ja äh sagen es Privilegien, also weitergehende zusätzliche Privilegien gibt für Geimpfte, Äh die sagen explizit staatlich garantiert sind oder wie auch immer man das nennen mag solange es nicht die Möglichkeit für jeden gibt sich impfen zu lassen. Also bevor es nicht ein Impfangebot für jeden gibt, äh so ähm finde ich das schlichtweg ungerecht.
Tim Pritlove
Ja, damit Kiss aber dann die komplette Veranstaltungsbranche in diesem Sommer. Weil das überleben die nicht.
Pavel Mayer
Wie gesagt, nee, die die also die Lösung von der von der du sprachst äh jetzt, dass man, dass man halt sagt, okay, halt keine Ahnung, Impfung oder Maske oder ähm ja ähm oder eben ja.
Tim Pritlove
Impfung oder Test.
Pavel Mayer
Ja genau. Also das kann ich mir noch vorstellen, aber zu sagen, so sagen die Impfung jetzt. Mehr zur Voraussetzung zu machen als dass jetzt irgendwie sachlich unbedingt nötig oder erforderlich ist, das schafft halt äh ziemlichen gesellschaftlichen Unfrieden.
Tim Pritlove
Ja gut, ist ja nicht so, dass wir die nicht sowieso schon hätten und äh, andererseits ähm was ändert das jetzt sozusagen an deiner Situation? Ich meine, wenn du halt nicht geimpft bist und willst ja auch an sowas nicht teilnehmen. So und es ist ja auch irgendwie unklug daran teilzunehmen und dann ist es ja auch ein Schutz deiner selbst. Also die wird die Frage, inwiefern man das jetzt als Privileg auslegt, ja oder eben nur die Wegnahme von Einschränkungen. Also es ist sozusagen die Wegnahme von Einschränkung automatischem Privileg.
Pavel Mayer
Ja ja ist es. Dort auch äh äh ist, das ist halt dann äh ja. Ich mein klar kann man da dann 'ne sachliche Kette irgendwie auch machen aber man läuft dann auch noch. In das Problem, dass halt so wie die Gruppen derzeit gebildet wurden und zusammengesetzt sind, ähm wirft das auch erhebliche. Gleichbehandlungsprobleme gerade auf, ja, äh, innerhalb der äh Gruppen oder Gruppen untereinander, wo. Eben teilweise ja äh das sachlich überhaupt nicht nachzuvollziehen ist. Warum ähm eben, wie wir vorhin hatten jetzt äh dann äh. Ja Lehrer oder Polizisten anderen Gruppen vorgezogen werden. Und je mehr sagen. Ich dann damit verbinde, umso problematischer äh ist das natürlich für die für die einzelnen. Aber gut, ich denke bis September sind wir durch.
Tim Pritlove
Ja, da ist aber auf jeden Fall die Open Air Saison auch schon durch.
Pavel Mayer
Meine Hoffnung besteht halt noch, dass wir vielleicht irgendwie dann nach der dritten Welle so auf die Idee kommen. Dass man mal vielleicht die Institzen ganz nach unten bringt, europaweit und dann kann man halt auch aufmachen so. Das wäre halt. Meine bevorzugte Variante des ja, dass das dann sagen, deswegen keine große Rolle spielt, ob jemand geimpft ist oder nicht, weil. Es halt so gut wie keine Infizierten gibt, die oben rennen. Das fände ich halt einfach am besten. So.
Tim Pritlove
So oder so soll es jetzt einen Impfpass geben. Äh zumindest wird das auf europäischer Ebene diskutiert und ähm. Das ist insofern interessant, als dass dieser digitale Impfpass ohnehin, glaube ich, geplant ist in Deutschland, ab zwanzig zweiundzwanzig, also nicht, dass ich davon ausgehen würde, dass das pünktlich kommt, so normalerweise, aber dass es quasi der Plan. Ähm aber auch für diese Corona-Impfung. Also es geht jetzt nicht um Impfpass im Sinne von da sind alle deine Impfungen drin, sondern sie reden halt. Sobald ich die Diskussion verstanden habe, um eine elektronische Lösung oder digitale Lösung für einen Nachweis einer Corona. Impfung und das wird EU-Weit. Also auch für für EU-Weit diskutiert. Ist halt die Frage, ne? Also wenn's so ein so ein so ein Ding gibt, zum Nachweis, dann muss er auch irgendwann mal nachgewiesen werden können. Also offensichtlich wird schon darüber nachgedacht. Ähm Momente zu haben, wo das getestet wird. Bin mir auch ein bisschen unsicher darüber, wie wie Feldspar das dann sein wird, aber wenn der heutige Impfpass die Grundlage ist ich meine, hast du dir dein Impffass mal schon mal angeschaut? Das ist halt so. Bisschen gekritzelt und ein paar Aufkleber.
Pavel Mayer
Ja, ich habe da noch irgendwas von der Bundeswehr.
Tim Pritlove
Ja und wenn der, wenn das sozusagen das das Zugangsdokument ist, ich meine, bis heute, also ich habe meinen Impfpass eigentlich immer ein bisschen mehr so als merkheft wahrgenommen. Das ist eigentlich mehr so eine, so eine Gedankenstütze für mich, damit ich mich daran erinnere, wann ich schon mal geimpft wurde, beziehungsweise, dass ich das mit dem Arzt zeigen kann und der mir dann sagt. OK hier Wasern solltest du nochmal machen und das ist auch schon bisschen alt und das hast du ja noch gar nicht. Durchimpfen. Aber ich hab's nie so wirklich als Nachweis benutzt mit der Ausnahme einer, Reise nach Südamerika, wo ich halt Gelbfieberimpfung tatsächlich nachweisen musste. Das war so der einzige Moment. Aber jetzt mit diesem. Mit dieser Diskussion, ne? Der der Privilegien oder äh Einschränkungsaufhebung et cetera ähm kriegt das natürlich nochmal eine ganz andere Dimension.
Pavel Mayer
Ja das tut es in der Tat.
Tim Pritlove
Denkst du denn, dass es technisch machbar ist?
Pavel Mayer
Was im digitalen.
Tim Pritlove
Na ja, ich meine, wie würdest du dir so einen Nachweis vorstellen? Träume natürlich alle davon, dass wir da wieder was auf dem Smartphone ist. Und äh QR-Codes und all dieser ganze Kram nur ist schnell kopiert, so. Oder vielleicht eben auch äh schnell gehackt und nachgemacht, wenn das nicht wirklich abgesichert ist. Muss ja durch irgendwas. Sei es vielleicht auch kryptographisch abgesichert werden, da muss eine komplette Sicherheitskette dahinter stehen was es da sozusagen der Erlass, wie kriege ich diesen Code und wer liest den aus und welche Infrastruktur überprüft den, Also es muss ja alles da sein.
Pavel Mayer
Ja. Also ich denke mal einen äh internationaler Impfausweis ist, wäre einfach, dass das Ding äh der der Wahl. So, ich meine, die WHO. Hat halt so das Format, das Ding was du hattest, war das äh irgendwie auch kompatibel damit ähm oder war das, hat braucht das so einen internationalen Impfausweis. Brauchtest du nicht, du kannst mit deinem Deutschen oder äh. Gelbe ist der internationale eigentlich. Also da ist dann, wenn da ein WHO-Logo vorne drauf ist, äh dann ist das der international.
Tim Pritlove
Mhm. Und den müsste es dann in Digital geben.
Pavel Mayer
Also, Ich bin da skeptisch. Äh ich meine, ich habe auch viele Projekte erlebt oder es, also das Problem ja, wäre lösbar, ist teilweise lösbar, aber äh, Ähnliches Ding mit Studenten ausweisen, ja? Ähm oder ja, also. Äh ich ich sehe nicht, dass das irgendwie in absehbarer Zeit irgendwas Digitales da an Start kommt. Da glaube ich einfach nicht dran. Und ich glaube auch nicht, dass man das brauchen wird, weil ich glaube nicht, dass man dann. Ständig irgendwie so ein Impfpass irgendwo vorzeigen muss, also an so einem Szenario glaube ich jetzt nicht, dass. Weiß ich nicht, du. Dich nur mit mit Impfpass bewegen kannst, sind das irgendwie bei der U-Bahn und bei in jedem Geschäft und weiß ich nicht. Also glaube ich nicht. Das ist sowas. Geben wird.
Tim Pritlove
Ja, das wäre ja so ein bisschen die die Dystopie, ne? Dass man sozusagen nur noch ins Restaurant reinkommt mit so einem.
Pavel Mayer
Ja, also also eher eher noch machen wir bei uns einen richtigen Logdown, bevor das passiert.
Tim Pritlove
Ein richtiger Lokdown. Du gibst die Hoffnung nicht auf.
Pavel Mayer
Also für mich ja alles, was irgendwie kein R unter null sieben oder null sieben oder weniger bringt, ist für mich kein richtiger Lock.
Tim Pritlove
Gut, kommen wir nochmal zu den Impfstoffen und was es da eigentlich so Neues gibt, Ein bisschen haben wir das ja auch schon angesprochen, vielleicht nochmal ein kurzer Schwenk nach Israel, blicken wir ja immer so drauf und schauen mal, aha okay, wie viel sind denn jetzt geimpft und was lässt sich denn da rauslesen. Fünfzig Prozent der Bevölkerung haben jetzt die erste Dosis erhalten, Also soweit sind wir da jetzt schon, ne? Und fünfunddreißig Prozent haben die zweite Dosis erhalten, Das ganze Infektionsgeschehen ist aber noch nicht im Griff und die haben jetzt auch in den letzten Tagen wieder leicht steigende Zahlen gehabt. So, also selbst mit fünfzig Prozent Beimpfung geht da noch nichts automatisch weg. Das kann man glaube ich schon mal festhalten. Jetzt äh gab's ja die Frage. Inwiefern hilft jetzt äh der Biontech Pfeiser Impfstoff, der da ja zum Einsatz kommt. Auch gegen Infektion. Ist mir gar nicht so sicher, haben wir das letzte Woche eigentlich schon angesprochen? Glaube schon, ne? Weise. Kann man ja nochmal wiederholen. Also es gab diesen Bericht, dass ähm. Eine Studie gezeigt habe, dass äh neunundachtzig Prozent. Neunundachtzig Prozent der geimpften irgendwie Infektionen verhindert wurden im Vergleich zu einer Vergleichsgruppe. Da gab's dann so diversen Einspruch dagegen dass man doch jetzt diese Zahl nicht einfach mal so nehmen konnte, weil natürlich die Testraten andere waren, während also ungeimpfte in Israel sich halt regelmäßig beim Ein- und Ausreise äh testen lassen müssen und generell natürlich auch, eher dazu tendieren, sich öfter mal zu testen, weil die wollen natürlich wissen, bin ich, habe ich jetzt eine Infektion oder nicht und in dem Moment, wo du geimpft bist, denke ich mal, gehst du dann schon deutlich entspannter durchs Leben. Und das sind natürlich solche Sachen, die man da einrechnen muss und deswegen gab's da so ein bisschen Vorbehalte, da dachte ich mir so, ja okay, gut, passt schon, irgendwie kann man kann man wahrscheinlich ähm so sehen, warten wir mal ab, was sich dabei so ergibt. Wenn man natürlich auch sagen muss, dass die Grunderwartung immer noch positiv ist, weil neunundachtzig Prozent schon eine Ansage. Also selbst wenn du da noch ein paar Korrekturen einziehst, dann dann bleibt da eine relativ hohe Zahl bei äh über, oder zumindest könnte man das erwarten, da macht man so, ne? Kann man das ja jetzt nicht direkt mathematisch irgendwas runterrechnen, sondern man muss mal genau hinschauen. Wie auch immer. Und während die. Diskussion dadrüber noch läuft oder ich zumindest noch nicht gesehen habe, ob sie schon äh weitere Nahrung durch äh weitere Methodiken oder Zahlen bekommen hat, gibt's dann auch noch eine weitere Studie, diesmal aus Schottland die im Prinzip genau dasselbe rausgefunden hat, dass also hier nach einer einzelnen Dosis von dem Pfeiser ähm Wachzin. Zweiundsiebzig Prozent äh nee warte mal zweiundsiebzig Prozent.
Pavel Mayer
Nach einundzwanzig Tagen.
Tim Pritlove
Einundzwanzig Tagen. Genau und sechsundachtzig Prozent sieben Tage nach der zweiten Dosis, also, die Infektion ähm zurückgehen, ne? Also diese Effektivität, die er immer diskutiert wird, da muss man halt immer unterscheiden, welche Effektivität ist gemeint, Effektivität bei der Verhinderung der Krankheit oder Effektivität bei der Verhinderung von Infektion und während wir halt wissen und das war ja das, womit sich die Phase drei Studien im Wesentlichen beschäftigt haben. Ja, die haben immer geschaut, Inwiefern verhindert das die Krankheit? Also eine symptomatische Erkrankung und dann natürlich auch die Frage. Wie schwer sind denn diese Erkrankungen, wo wir ja bei allen Wachstinen bisher extrem gute Zahlen haben, weil im Wesentlichen eigentlich von. Bei allen Probanden, also es gab keine Todesfälle, ja, also das Fakzin hat immer Todesfall verhindert. Ähm zeigt sich halt also jetzt auch hier ein zweites Mal, dass äh Infektion und zwar sowohl symptomatische als auch asymptomatische Infektionen hier einfach, effektiv reduziert werden. Das ist eigentlich die Nachricht, die wir ja hören wollen. Man wird geimpft, Die Impfung verhindert nicht nur den Tod oder die Erkrankung oder langfristige Probleme, sondern oder auch kurzfristige Probleme, äh sondern es verhindert eben auch die Weitergabe des Virus und das findet halt, statt, ja? Zumindest mit dem Wildtyp, aber eben auch mit B eins eins sieben und bei dieser Studie zum Beispiel war B eins eins sieben schon das. Die dominante Variante, die dort herumging, ne? Das heißt, auch diese Variante, die in Deutschland jetzt stark ist. Auch hier kann man davon ausgehen, dass der Biontech ähm. Da entsprechend hilft und ähnlich sieht's wohl aus auch bei Astra Seneka, zumindest gibt's eine zweite ähm Geschichte auch aus UK, wo einfach.
Pavel Mayer
War das auch.
Tim Pritlove
Ja Schottland war die Studie, die ich jetzt gerade eben genannt habe, weil das, ja, das andere ist auch schottisch, genau und das ist nochmal eine zweite Feststellung, die sich jetzt einfach auf Hospitalisierung bezogen hat, Also wie sehr führt es dazu in bestimmten Gruppen dass eben Krankenhausbullsuche zurückgehen und die meinten halt vier Wochen nach der ersten Dosis mit Pfeiser oder Astra Senika. Äh gegen die äh Hospitalisierung stark zurück und zwar im Falle von Phaiser bei fünfundachtzig Prozent, im Falle von Astra Sinnika sogar bei vierundneunzig Prozent, Ganz interessant. Also beide zusammengerechnet irgendwie ähm äh einundachtzig Prozent Wirksamkeit bei der achtzig Plus ähm Gruppe.
Pavel Mayer
Also mein die Studien äh. So haben auch äh oder zumindest die die letzte, die ich mir äh angeguckt habe äh, die hatten auch durchaus äh, ja Anzahl von von Patienten und und Fällen äh dass ja die Zahlen jetzt nicht schlecht sind oder auch ja selbst für Altersgruppen und nach Wachsinen getrennt man da, doch auf ziemlich gute Konfidenzintervalle kommt an, der Stelle, sie sind durchaus schon aussagekräftig, könnten bisschen mehr sein für meinen Geschmack, so irgendwie nochmal Faktor zehn würde das Ganze nochmal ein bisschen genauer äh machen, aber. Insgesamt werte ich diese Studie doch als ganz, ganz wichtiges, dafür, dass ähm ja alle Befürchtungen, die sich um äh Astra Sinnica-Wirkung bei älteren äh Ranken gegenstandslos sind beziehungsweise sogar umgekehrt. So ist das Astra, Sinnika, gerade wenn's nur um die erste Dosis geht. 'ne schnellere und stärkere Immunität aufbaut als jetzt Bayern Tech. Extrem wahrscheinlich, ähm dass dem so ist. Ja ähm und. Äh insofern hatten wir auch vorhin das Thema, gibt's eigentlich jetzt überhaupt. Auch ähm gar keinen sachlichen Grund mehr äh jetzt diese Empfehlung aufrechtzuerhalten mit äh Astra Sinneka keine Älteren zu, impfen. So, das ist aus meiner Sicht jetzt gegenstandslos geworden. Wir werden sehen, wie lange das jetzt noch dauert, bis dann auch ähm haben die ständige Impfkommission dann zu dieser Einschätzung gelangt. Keine Ahnung, ich glaube, sie wird irgendwann zu dieser Einschätzung gelangen und dann denke ich, wird, diese Altersbegrenzung auch in Deutschland endlich wegfallen. Ja. Weil also speziell, man kann sagen äh. In England werden mit Astra Sinnika äh habe ich mittlerweile alle Altersgruppen geimpft und äh da ist jetzt nichts Negatives aufgefallen, was halt auch so ein bisschen die These bestätigt ist, dass wenn man noch mehr anekdotische Evidenz, das ist jetzt nicht mehr nur noch in gleich eins, sondern äh ich habe jetzt aus verschiedenen Quellen so die Beobachtung gerade aus aus Kliniken und aus dem persönlichen Umfeld teilweise dass halt, die Impfreaktionen bei Astra Sinnica bei der Erstimpfung stärker sind, als bei Bion Tech, aber äh sagen manche Leute halt bei der oder. Viele Leute bei der zweiten Dosis mit ähm Bayern Tech halt eine stärkere Reaktion haben als bei der ersten Dosis während es bei Astra Senika tendenziell eher umgekehrt ist aber ja viele Leute berichten auch entweder von keinen Impfreaktionen, das kommt halt auch auch oft vor, es, aber ein großer Teil Spürzeug natürlich und Eigentlich ist das ganz gut, wenn man's spürt, weil das ist ein Zeichen dafür, ähm, dass da auch was passiert beim Immunsystem.
Tim Pritlove
Man sollte auch von mehr von Reaktionswirkung sprechen als von Nebenwirkungen, weil das klingt immer so ein bisschen als ob das nicht dazu gehört, ne?
Pavel Mayer
Nee, ich ich glaube, ich spreche auch grundsätzlich immer von Impfreaktionen und nicht von Nebenwirkungen.
Tim Pritlove
Ja, aber es ist so im allgemeinen Sprech äh hat sich das na.
Pavel Mayer
Genau, äh eigentlich ist es die Hauptwirkung.
Tim Pritlove
Ja, könnte man auch so sagen. Ja, wo wir gerade bei der Wirkung von Viren sind. Ich habe mir mal ähm ich hatte letzte Woche ja diese Seite empfohlen, How Nine, Weck Seens Work oder so. Wo quasi für alle derzeit aktiv entweder schon im Einsatz befindlichen Impfstoffe beziehungsweise für die Kandidaten der nächsten Runde mal ähm. Schön illustriert wurde, einzeln für jeden Wirkstoff, wie genau und wo genau diese. Äh Impfstoffe denn eigentlich im Körper angreifen und wodurch sie wirken. Das ist einfach eine schöne, Ressource einfach auch, schnell mal nachzuschlagen, ohne viel Vergleichen zu müssen, weil er mehr oder weniger von oben bis unten in der Webseite einfach so der komplette Ablauf einmal drin ist und das eben auch grafisch äh herausgearbeitet ist, sodass man irgendwie eine Vorstellung davon im Kopf bekommen hat. Und dabei ist mir so ein bisschen aufgefallen und habe da mal so eine kleine Tabelle gemacht. Dass ähm man darüber diese Impfstoffe, die jetzt gerade im Gespräch sind. Auf so ein paar Sachen ganz interessant reduzieren kann. Also zunächst einmal. Derzeit sind im Wesentlichen vier Verfahren wie ein Impfstoff funktioniert in der Welt. Viel haben wir jetzt hier über die Irren A Impfstoffe gesprochen, ja? Klar, Bayerntech, Pfeiser und der moderne Impfstoff, das fällt in diese Kategorie Dann haben wir diese Vektorimpfstoffe, also wo ein anderes Virus genommen wird, dem dann quasi eine andere Botschaft eingeimpft wird, dass Virus selber schlägt zwar im Körper auf. Kann aber mit diesem Körper eigentlich gar nichts anfangen, ne, weil wie zum Beispiel bei Astra Sinica ist ein Virus, der eigentlich für Schimpansen gemacht ist, interessiert interessiert sich nicht für einen Menschen und umgekehrt. Ähm.
Pavel Mayer
Also es sind nicht nicht fortpflanzungsfähige Viren die zwar Zellen befallen können so und bestimmte eben Proteinproduktion ankurbeln können, aber nicht äh die Gene enthalten, um selber Kopien von sich herzustellen.
Tim Pritlove
Genau. Diese beiden äh Typen auf die anderen beiden komme ich gleich noch. Die haben alle dasselbe, also alle haben dasselbe Ziel. So, es geht eigentlich immer dadrum, man will dieses Protein des Bikes. Das möchte man ganz gerne ähm dem Immunsystem präsentieren, wie das so schön heißt, auf das diese Immunreaktion losgeht und die sich einfach genau gegen dieses Angriffsbild. Wappnet. Das ist sozusagen das Ziel. Das heißt, egal was man tut. Am Ende muss immer dieses Bike-Protein vorhanden sein. Das kann man glaube ich damit kann man sozusagen alle zusammenfassen. So funktionieren eigentlich alle nur der Weg dahin. Der ist unterschiedlich. Beim A ist es so oder fangen wir mal mit den Viktorimpfoffen an, so. Da ist dann halt DN.
Pavel Mayer
Warst noch nicht du warst noch nicht.
Tim Pritlove
War noch nicht, ich war noch nicht durch, weil komme ich gleich drauf. Ähm in den Vektorimpfstoffen, da ist halt irgendwie DNA drin. Und diese dadurch, dass sie in diesen anderen Virus eingesetzt sind, gräbt sich sozusagen der Virus erstmal ein und, diese Vektorimpfstoffe, die nehmen sozusagen den längsten Weg, die kommen in den Körper rein, Kunden, die sich hier oben, sagen so, hey, was ist denn hier los? Gibt's hier irgendwelche Zellen? Ah, da ist ja eine. Geht in die Zelle rein. Aber auch dort kann diese DNA noch nicht funktionieren, weil DNA muss erstmal abgelesen werden, damit daraus was entstehen kann. Also der Viktorimpfoff geht halt. In den Zellkern rein. Das ist sozusagen der tiefste Weg, den ein Impfstoff gehen kann und das haben wir bei diesen Viktorimpfstoffen. Ne, der Informationsträger ist DNA und erst wenn dann das im Zellkern angekommen ist, dann geht diese Replikationmechanismen los. Das halt aus der DNA eine Kopie gemacht wird, Herrena erzeugt wird, die geht dann wieder, in die Zelle, also dieses Cytoplasma, der eigentlichen Zellumhüllung rein und dort geht dann halt die Maschine los und es wird eben aus dieser äh kurz zuvor erzeugten RNA äh. Protein erzeugt und das geht dann in äh über die Zellwand zum Körper und das Immunsystem schlägt an. MRNA-Impfstoffe, also Bayerntisch, Pfeiser, moderner, die lassen quasi einen Schritt weg, indem sie einfach direkt eben diese MRNA schon reinbringen. Das heißt, hier muss man nicht in den Zellkern reingehen, sondern nur in die Zellhülle. Ist schon mal ein, etwas weniger invasiv als dieser äh Vektor im Stoff. Aber das Ziel ist ja immer dasselbe, das Ziel ist immer, dass Protein zu erzeugen. Und dann kann man sich natürlich auch fragen, ja, hm, aber. Warum nimmt man nicht gleich das Protein? Ja, warum noch diesen ganzen anderen äh Schranz drumherum? Und das ist das, was. Novawax macht, die Firma Novawax hat halt einen Impfstoff jetzt auch äh in Phase drei. Das heißt, es ist davon auszugehen, dass die jetzt demnächst auch noch hier mit dazu kommen. Und äh das ist dann sozusagen ein Protein im Stoff Das heißt, hier wird dieses Bike-Protein schon außerhalb erzeugt, also sie haben einen Weg gefunden, äh indem sie das in so andere Viren, in Kulturen und so weiter äh reinpacken große Mengen von diesen Proteinen einfach zu erzeugen und dann wird der einfach direkt dieses Bike Protein, ohne Virus dran, natürlich geimpft und das soll dann eben dieselbe Wirkung haben. Also nochmal weniger, weil der geht noch nicht mal mehr in die Zellen rein. Sondern das schwimmt dann sozusagen einfach nur rum. Und dann kommen gleich die äh Immunpolizei und sagt, was ist das hier? Spike-Proteinen, wo man hier nicht haben, Alarm und los geht's, ne? Aber wie auch mit dem vom Körper produzierten, Protein, Spike-Protein, die machen so erstmal selber nichts. So, also dieses Bike-Protein klebt zwar an diesen, saß Virus dran, aber das ist an sich nicht das, was äh das Ding so gefährlich macht. Die vierte Kategorie von Impfstoffen, die es noch gibt, sind die sogenannten inaktivierten Viren. Und da würde man ja irgendwie auch äh erwarten, dass das so ein bisschen so ähnlich ist wie diese Vektorviren, aber ist ja eigentlich nicht so, weil die sind ja inaktiviert, die sind, Wie man so schön sagt, tot, also die Diskussion, ob ein Virus überhaupt lebt, ist ja sozusagen nochmal so an sich eine ganz äh philosophische Frage, so eine Medizinphilosophische Frage, da kriegst du bestimmt auch immer drei Antworten, wenn du zwei Leute fragst. Und das ist der Weg, den so Sinofarm, Sinowak, also vor allem die Chinesen und auch die Inder gehen, also Barat, Biotech, ist auch noch so ein, So und das ist eigentlich so diese klassische Methode, die klassische Impfstoffmethode, wenn man sie früher für andere Sachen auch zum Ansatz gebracht hat. Und hier wird quasi dieses Bike-Protein an diesen Virus rangetackert, also dieser inaktivierte Virus. Der hat ja, trägt ja sozusagen dieses Protein mit sich. Und du schmeißt quasi so lebloses Virusmaterial in den Körper, was gar nicht mehr in der Lage ist, ihn die Zelle einzudringen, trotzdem aber selbst, dieses Bikes halt präsentiert, weil die sind da ja noch dran und dann soll das eben die entsprechende Wirkung haben, Mit der Effektivität von den chinesischen Impfstoffen habe ich mich nicht so hundertprozentig beschäftigt, aber die sind nicht ganz so da, wo die äh anderen so sind. Also während wir bei MRNA, ja so fünfundneunzig, vierundneunzig, fünfundneunzig Prozent gewohnt sind, bei Astra Sinnika und Konsorten ist glaube ich noch so ein bisschen offen ist, ne? Man ist so mit siebzig Prozent gestartet und das hat ja auch so bisschen dazu geführt, dass es so einen schlechten Ruf bekommen hat, auch wenn's, Unsinn ist, weil die schützen zu hundert Prozent vor Tod und äh wie wir jetzt auch hören, auch sehr effizient gegenüber, Infektion und ich mich würde noch nicht mal wundern, wenn jetzt im Rahmen dieser Nachuntersuchung auch nochmal dieses Bild korrigiert wird, äh der Effektivität aber bei den ähm Sinofarben und Sinowax, also ist es ähm mit inaktivierten Virus dann gehen die Zahlen halt wirklich runter, neunundsiebzig Prozent, fünfzig Prozent. Ähm bei den Indern ist gibt's glaube ich noch keine richtigen, Zahlen, aber auch dieser Proteinwirkstoff von Novawax ist sowohl bei neunundachtzig Prozent. Also das scheint irgendwie im Wesentlichen eigentlich alles zu funktionieren. Aber eben über verschiedene Methoden, die letzten Endes immer wieder dasselbe Ziel haben.
Pavel Mayer
Ja ähm mein, Gut, es ist immer nicht mit dem Protein alleine ist das noch nicht getan. Also sozusagen die eine Voraussetzung die andere Voraussetzung ist, dass halt auch das Immunsystem hinreichend gereizt wird, sage ich mal, um äh auch das Ganze als Bedrohung äh zu erkennen und eben auch ordentlich dann an die Körper äh zu bilden und bei den normalen Impfstoffen wird es. Halt ja äh über eben sogenannten Adiwanzien äh entweder Aluminium, Salze äh oder äh bestimmte ja. Das Fettsäuren glaube ich äh auch, also Squalin und man weiß bis heute noch nicht genau äh wie. Hundertprozentig funktioniert mit den Atjuvancien außer, dass man weiß, dass hier halt das Immunsystem reizen und das Ergebnis dann so ist, äh wie man das gerne hätte und, bei ja, MRNA und Vektor, Impfstoffen äh braucht es. Keine Akjovan ziehen äh sondern da sorgen offensichtlich die molekularen Prozesse, dadurch, dass das dann auch im Innern der Zelle stattfindet dass äh die Alarmierungsketten äh oder diese Reizung des Immunsystems, was letztlich Alarmierungsketten sind, dass die halt entsprechend auch so aktiviert werden. Was ich eigentlich ganz nett finde, weil die Nummer mit irgendwie den Aluminiumsalzen oder Squalin oder so. Ja ist jetzt nicht wirklich schlimm so aber auch nicht so richtig, wenn man's nicht muss. So, dann ja, muss man halt nicht. Ähm und was ich noch tatsächlich interessante, dass du meint, dass das eben äh Arbeitsvektorimpfstoffe halt bis in den Zellkern rein müssen. So ähm bei den ja immer die Angst besteht. So ändern die jetzt mein Erbgut. So kann durch meine Impfung jetzt mein Interboot verändert werden und sich äh irgendwie der Virus ähm ja, Virus DNA in, fest eindringen und äh bei Impfungen ist es eher unwahrscheinlich, aber bei Infektionen kann das halt durchaus passieren und das wissen wir, weil ähm, nämlich der Teil in der menschlichen DNA äh der aus Viren stammt, wie wir, wie wir wissen äh so. Also es haben deutlich mehr äh Virus-DNA, in unserem Erbgut als kodierende DNA, die uns zu Menschen macht, und das fand ich halt dann immer krass, aber bei jedem Stoffen.
Tim Pritlove
Prozente ungefähr. Acht Prozent.
Pavel Mayer
Ja und ich glaube drei Prozent sind's äh die, die irgendwie äh und Menschen kodieren oder so großenordnungsmäßig kann das sein. Ja.
Tim Pritlove
Kurzer Nachtrag, weil du gerade meintest und zurecht meintest, äh allein das Protein einführen hilft nicht. Ähm ja, da muss ja das Immunsystem auch noch drauf reagieren. Im Falle von dem Nova Wachs äh Wachsin ist es wohl so dass halt diese Nanopartikel, die dann also mit den Spike-Proteinen äh gebildet werden. Prinzip so mehrere aneinander gesteckte Spike-Proteine sind, das ist ja so ein, so ein so ein leicht dreieckig äh förmiges Protein, ne, was so außen an diese. Am Virus dran, äh klebt, die werden dann sozusagen an ihrem Stängel zusammengesteckt, also so wie so kleine Snowflakes sehen die dann aus und ähm aber dem eigentlichen Impfstoff wird dann noch ein zweites Mittel hinzugesetzt. Das ist aber in dem Fall kein Aluminium oder so sondern hier kommt ein Extrakt aus dem Seifenrindenbaum. Satz, das ist äh ein Baum, der so in den anderen in äh in Chile wächst. Dort auch schon seit Jahrhunderten Teil der medizinischen Kultur zu sein äh scheint und der wohl wenn man eben jetzt diesen Extrak die ich jetzt nicht genauer benennen kann vom Immunsystem als ausreichend aufregend angesehen wird, um sich dann doch mal diese Brühe genauer anzuschauen Also das ist sozusagen das, was passiert, ne. Also man wirft da so so 'ne so 'ne Nebelkerze um erstmal irgendwie Aufmerksamkeit zu so mehr so 'ne Flashgranate, um um Aufmerksamkeit zu erzeugen und dann wird erstmal alles festgenommen, was bei Drani auf den Bäumen ist und dann kommt das Immunsystem und sagt so hier, also hier komischen Spikes, Noflex, ihr seht aber mal echt echt ein bisschen verdächtig aus. Räuch nehmen wir jetzt hier mal in Haft. Muss man schauen. Ich rechne in den nächsten Wochen damit mehr Informationen dazu äh kann's gerade nicht genau einschätzen. Wann das dazu kommt, aber ich glaube, dass das auch erstmal etwas für den amerikanischen Markt und wird jetzt bei uns äh erstmal nicht so eine große Rolle spielen.
Pavel Mayer
Ja, okay, es ist ja, ich sehe gerade, dass das Atiovance, von dem du redest, ist QS einundzwanzig, glaube ich, das genannt. Ja und.
Tim Pritlove
Wie auch immer.
Pavel Mayer
Ja. Also ist ein ziemlich äh etwas größeres Molekül. Hm.
Tim Pritlove
Ja, also sehr viele Wege führen da gerade nach Rom und das finde ich irgendwie auch echt spannend, also diese ganze, Impfstoffentwicklung ist eine totale Success Story, hier haben sich also verschiedenste Techniken auf einmal beweisen können, von denen man bisher immer nur so gedacht hat, dass sie vielleicht ganz hilfreich sein können und die medizinischen Implikationen daraus, das haben wir ja aber auch schon mal besprochen sind vielfältig. So, was haben wir denn noch? Wir haben noch äh. Noch neues aus äh Digitalistan. Die Corona Warnapp, die hat ein paar. Äh Änderungen erfahren, über die wir hier noch nicht so gesprochen haben. Und es gab so ein paar Fortschritte, was vielleicht mal ganz interessant, dass man hier kurz äh anzusprechen. Also jetzt so nach Ostern. Langfristig ist ähm auch nochmal eine Überarbeitung. Geplant, also die App soll. Eine Clustererkennung bekommen und äh überhaupt neue Algorithmen äh implementieren. Es gibt ja eine, Date für diese Exposa-Lotification Framework, also das, was Apple und Google in ihre Betriebssysteme eingebaut haben, um diese Corona Warn App und andere Apps überhaupt erst zu ermöglichen. Da gibt's jetzt eine Version zwei null, die ist seit Dezember zwanzig ungefähr verfügb also mit den entsprechenden Betriebssystem Updates eingebracht worden. Das kann man natürlich nicht sofort benutzende Cross-Deline, weil muss sich ja auch erstmal ein bisschen durchsetzen, bis dann irgendwie alle Telefone ähm das benutzt haben, benutzt wird sie seit Chrona Warn App eins, neun, ich glaube wir sind jetzt bei eins zehn oder so und eins elf ist so die nächste Ähm und damit hat sich äh auch schon mal so diese ganze Risikoermittlung geändert. Ähm. Und das wird jetzt wohl auch weiterhin angepasst. Also, demnächst soll es wohl so laufen, dass ähm Kontakte, schon als riskant eingestuft werden, wenn sie länger als fünf Minuten dauern. Bisher war man da eher so auf zehn Minuten. Um wohl das auch besser auseinander halten zu können bei den kurzen Zeiten. Gibt's sicherlich Änderungen bei diesem äh Notification Fremdwork äh Exposé Notification Fremdwok um sozusagen kürzere Zeiten besser auseinanderzuhalten, und das wird halt alles ein bisschen äh anders zusammengerechnet, will euch da jetzt mit Details ehrlich gesagt nicht äh nerven. Dafür ist es jetzt irgendwie auch schon zu spät. Tatsache ist, das wird irgendwie alles kommen. Ich habe mal ein paar Links dazu zusammengeführt auf dem Corona Warnap Blog wird das auch alles im Detail diskutiert, wie also diese Risiko Berechnung da funktioniert und das ist dann halt alles so Dinge die schrittweise in Zusammenarbeit mit dem RKI umgesetzt werden. Was auch noch kommt, ist so eine Datenspendefunktion, die soll wohl auch in die App mit eingebaut werden und es steht demnächst dann auch mal der Austausch mit noch mehr europäischen Ländern auf der Liste inklusive der Schweiz, da gab's ja eine ganze Menge Hickhickhack mit rechtlichen Fragen und so weiter, weil nicht EU und so weiter. Aber auch andere Länder, Portugal und so weiter in der EU sollen jetzt wohl angeschlossen werden. Und sie meinen, sie hätten jetzt auch schon siebenundneunzig Prozent der Testlabore angeschlossen. Das nehme ich jetzt erstmal so hin. Problematisch sein wohl nur noch irgendwie so Krankenhäuser, die Tests durchführen und so weiter. Das wäre dann wohl, nicht ganz so einfach, kann ich nicht beurteilen, ist halt so. Aber na ja, Ich sage ja immer noch, installiert das mal, schadet nicht, kann aber unter Umständen helfen. Und das war ja bisher immer so ein bisschen schwierig zu quantifizieren, ne, aus verschiedensten äh Gründen. Man könnte das immer so irgendwie behaupten, aber ein Engeland, hat sich jetzt tatsächlich eine Gruppe von medizinischen Forschern und zu statistischen Modellierern von der Ochsford Universität und vom Elentouring-Institut zusammengetan Und die haben tatsächlich jetzt mal intensiv die Nutzung dieser NHS Coved neunzehn Contact-Tracing-App ähm. Untersucht. Die funktioniert ja mittlerweile auch so, dass sie auf diesem Exposion Notification Framework ähm aufbauen, also Britannien hat's ja sicher am Anfang da etwas schwer getan. Die hatten da auch wieder so diese Eigenentwicklungen und wollten. Wollten das sozusagen hier äh machen und wurden dann natürlich von Apple und Google entsprechend ausgebremst und haben dann irgendwann die Notbremse gezogen, aber mittlerweile haben sie die App wohl ganz gut äh unters Volk bringen können. Na ja und jetzt haben sie quasi ähm alles mal ausgewertet, was sich auswerten lässt. Downloadzahlen, Verbreitungen, äh sie haben wohl auch diese, gemessen, also man kann ja äh bei allem Datenschutz müssen ja die App sich dann trotzdem irgendwann mal beim Server melden, daraus kann man ja die tatsächliche Nutzung und Verbreitung in verschiedenen Regionen ganz gut auslesen. Das haben sie wohl. Und haben ausgerechnet wie viel wird denn die App überhaupt benutzt und zwar so aufgeteilt aufgeteilt nach Landkreisen. Also ich weiß nicht, ob es jetzt politische Landkreise sind oder ob das sich im Wesentlichen an der äh an äh Aufteilung des Landes äh orientiert, weiß ich nicht. Auf jeden Fall gab's eine geographische Analyse und dann haben sie halt eben geguckt, okay, wie viel wird denn hier die App überhaupt verwendet und haben das dann wiederum korrigiert mit eben Infektionszahlen in den jeweiligen Bereichen. Also relativ aufwendige Geschichte, weil sie wollten einfach mal rauskriegen okay, Hat denn das jetzt was gebracht, dass jetzt hier irgendwie diese Apps äh benutzt werden? Und die haben dann irgendwie so eins Komma fünf Millionen Notifications ausgewertet und äh kommen zu dem Schluss, dass durch den Einsatz der App irgendwo zwischen zweihunderttausend und neunhunderttausend Infektionen verhindert worden sein. Klingt jetzt nicht nach einer besonders ähm klarmarkierten Zahl, ne? Da ist natürlich eine riesige Schwankung äh drin, Ähm, aber sie halten auf jeden Fall fest, dass es sozusagen eine Wirkung hat. Das meinen sie aus den Zahlen herauslesen zu können. Und sie meinen auch, dass so jedes Prozent zusätzlicher Nutzung, die Zahl der Fälle um null Komma acht bis zwei Komma drei Prozent sinken könnte. Wie sehr wird die App eigentlich benutzt, es gab wohl so an die einundzwanzig Millionen Downloads.
Pavel Mayer
Deutschland jetzt.
Tim Pritlove
Nee, ist alles England und Wales tatsächlich. Also das ist äh bezieht sich jetzt ausschließlich auf diese NHAs äh NHS äh App. Ähm woraus man aber.
Pavel Mayer
Im Vergleich, weißt du das? Deutsch.
Tim Pritlove
Das kann ich dir gerade nicht sagen, aber wenn du, also was sie ausgerechnet haben, ist, dass es so dreiunddreißig Komma sieben Millionen potenzielle Nutzer gibt. Also nach alter und Verfügbarkeit und Telefone und so weiter, keine Ahnung, was sie da alles herangezogen haben, soweit habe ich mir das nicht durchgelesen. Aber das war so quasi ihre ihre Vergleichszahl. Das würde ja so ungefähr so zwei Drittel der potentiellen Nutzer. Das ist natürlich nicht. Nicht zwei Drittel, der Bevölkerung, ja, aber sagen wir mal so zwei, zwei Drittel, sechzig Prozent der Leute ungefähr, die das äh theoretisch überhaupt hätten nutzen können, haben's dann halt auch genutzt. Das ist sozusagen so ein bisschen die, Akzeptanz an der Stelle. Ja ähm dann haben sie noch irgendwie gegengerechnet. Was denn sozusagen die Auswirkung gewesen wäre, wenn sozusagen die Verteilung einer anderen gewesen wäre, also sie haben dann einfach mal geschaut, was war denn so die aktivste Region? Also was war sozusagen die höchste Nutzungszahl, da kam sie wohl irgendwie auf fünfunddreißig Prozent der Bevölkerung, Ja, also fünfunddreißig Prozent der Bevölkerung nutzt quasi in einem in einer bestimmten Region tatsächlich diese App, das ist so das Maximum, was sie erreicht haben. Und hätten halt alle Gegenden in England und Wales dieselbe Nutzungszahl gehabt, dann werden nochmal so zweihundert bis vierhunderttausend Infektionen vermieden werden können. Kann ich euch jetzt hier erstmal nur so hin äh werfen. Ich habe die Links auf die äh Studie natürlich in den Shownotes. Da gibt's dann auch viele schöne Grafiken und Sketterplots und was nicht alles, da kann man das dann, nachlesen und dann kann man das glauben oder nicht glauben, aber ich nehme jetzt mal so mit, Leute, die sich äh ausführlich mit dem Thema beschäftigt haben, haben sich das mal genauer angeschaut und sie sind der Meinung, das bringt was. Mehr will nicht dazu halt ich nie sagen.
Pavel Mayer
Ja Deutschland, der aktuelle Stand, also letzte nicht gerade gefunden hat war vom elften zwoten waren fünfundzwanzig Komma sieben Millionen bei ein bis zweihunderttausend pro Tag die mehr dazu kommen, ist auch interessant, dass ähm, sagen übern Sommer hin, der Download relativ stagniert hat und dann im November nochmal die Downloads dann ordentlich gestiegen sind. Also wir haben, im Sommer sind vielleicht, Ja, drei oder vier Millionen dazu gekommen und jetzt seit Oktober äh sind ich sage nochmal äh sechs Millionen dazu gekommen. Ja und. Es gibt ja jetzt auch, habe ich gerade gesehen, die Statistik äh drin, wie viel Warnings verschickt wurden gestern tausenddreihundertdreiundfünfzig. Sieben Tage Durchschnitt ist eintausendeinhundertvierundsechzig und insgesamt wurden bisher zweihundertsechzigtausendachthundertfünf Warnungen über die App verschickt. Das ist doch auch mal eine ganz interessante Zahl. Ja.
Tim Pritlove
Ist immer ein bisschen schwierig mit so absoluten Zahlen, aber es will mir lieber, sie würden das mal mehr so in Bevölkerungsrelativität überführen, ne? Ähm aber immerhin, also sie haben einiges von dem nachgerüstet, das hatte ich auch noch gar nicht erwähnt vorhin, aber ich glaube, das haben wir hier überhaupt noch nicht äh äh erwähnt, weil das war ja lange lange Zeit auch unsere Forderung, wurde sozusagen stattgegeben. Man sieht halt hier eine Information über diesen Rert, über die Insidenz, und ja und was sozusagen die Aktivität ist wäre natürlich schöner, wenn man das alles noch ein bisschen, ja in Kontext gesetzt bekommen würde, aber immerhin. Man hat die Daten, man kann sie sich anschauen, man kann sich verfolgen und das ist eine gute Sache. Auch dieses Kontakttagebuch soll wohl noch weiter ausgebaut werden. Mit den Warnungen dann verknüpft werden, dass man halt so sieht so, ah okay, hier waren Warnungen und da hat so Kontakt et cetera, also es werden jetzt einfach Dinge getan, die sehr sinnvoll sind, das hat alles ein bisschen gedauert, aber ich glaube, das hat auch viel damit zu tun, dass ich eben. Man auch erstmal durch die Nutzungsprofile dieser App und im Verlauf des gesamten Geschehens sich erstmal darüber Gedanken machen muss, Okay, was macht jetzt hier eigentlich wirklich Sinn und ist nicht jetzt nur ein Feature, von dem wir heute denken, es wäre toll und morgen interessiert's wieder keinen Menschen, ne. Wo wir noch bei Apps sind, es gibt noch eine neue App für den Fall, dass ihr irgendwann mal geimpft werdet hat nämlich, dass Paul Ehrlich Institut jetzt auch noch eine App, auf den Markt geworfen, das paar Ehrliche Institut ist das Bundesinstitut für Impfstoffe und Biomedizinische Arzneimittel, Ja, also während sich das RKI halt um das Infektionsgeschehen kümmert, kümmert sich halt das Ehrlich-Institut, um die Impfstoffe als Seuche und sie würde gerne äh Unterstützung bekommen bei der Bewertung äh der äh Impfstoffe, wenn man sie denn dann erhalten hat, also wenn ihr schon geimpft worden. Seid oder noch die zweite Impfung bevorsteht, ja oder demnächst mal einen Termin habt, dann könnt ihr diese App theoretisch benutzen, runterladen und benutzen, ähm um dann eben, entsprechende Begleiterscheinungen zu melden, damit das Pau-Ehrlich-Institut daten hat, damit sie da die Ursachen draus machen können. Habe ich mir nicht groß angeschaut, weil ich habe so den Setup-Prozess gemacht und danach muss ich halt meinen Impftermin angeben und der ja, der steht dann noch so ein bisschen in der Ferne Aber immerhin Gips und kann man sich mal äh anschauen und so hier denn äh geimpft werdet, dann könnt ihr da weiter fleißig Daten spenden. Ja. Pavel. Damit würde ich sagen.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Kommen wir eigentlich zum Ende der Sendung. Habe jetzt noch so ein paar Kleinigkeiten hier notiert, aber die schaue ich mir lieber nochmal in Ruhe an, die diskutieren wir dann nächste Woche, aber das ist alles wichtiger ist gesagt. Jetzt könnten wir noch ein Fazit. Oder einen Ausblick wagen.
Pavel Mayer
Ja läuft halt äh wie. Von uns seit Wochen erwartet und vorhergesagt, dass äh ja. Die Zahlen jetzt anziehen, dass wir uns jetzt in die dritte Welle begeben haben und wieder. Ja. Aktiv zur Verbreitung äh von Corona beitragen, wobei das halt hauptsächlich an den Motationen liegt, aber nicht nur. Wie auch das Beispiel England zeigt, wo trotz hohen Mutationsanteils die Zahlen weiter sinken. Also es ist jetzt nicht, nicht so, dass das irgendwie schicksalhaft oder unausweichlich wäre, sondern wir haben uns halt einfach entschlossen, jetzt eine dritte Welle zu machen, so, so muss man das äh halt se.
Tim Pritlove
Mal wieder richtig Welle machen.
Pavel Mayer
Mal wieder richtig Welle machen, genau. Ja. Und ich erwarte aber, dass die jetzt äh dann zu irgendeinem Zeitpunkt schneller hochgehen wird. Und äh man dann schneller irgendwie wieder Maßnahmen ergreift, also die halt höher. Aber nicht unbedingt breiter sein wird äh als die letzte Welle. Ja, ähm, wie gesagt, wir könnten uns entschließen, was dagegen zu tun, aber machen wir halt nicht, äh, so was wir halt tun könnten, wäre durch einen, Ja, maximal vier Wochen dauernden äh. Ordentlich funktionierenden Logdown, äh die Institutionen auf einstellig äh runterbringen und dann halt äh. Mit äh Track and Trace äh die Zahlen niedrig halten. Damit wir das können, müssten wir allerdings die Art und Weise, wie die Gesundheitsämter im Moment arbeiten. Doch massiv verbessern, weil äh, Ja, so wie sie im Moment arbeiten, also sprich äh keine Benachrichtigung von sekundär Kontakten und eine eher verharmlosende Klassifizierung von. Kontakten bei also des Risikos bei Kontakten, die halt so wie ich das gesehen habe, nicht wirklich auf die neuen äh Viren bisher angepasst äh ist, das heißt, das ist halt alles äh äh komplett in Adäquat zusammen mit dann so Sachen wie Pendelquarantäne äh oder so, die Leute dann trotz Quarantäne dann äh U-Bahn fahren und so, das ist alles ja das, das kann halt nicht funktionieren so ähm und insofern ja wir könnten, wenn wir wollten, aber wir wollen nicht.
Tim Pritlove
Ja. Na ja, aber immerhin äh das Gute ist, ähm es gibt uns die Gelegenheit uns auch weiterhin wöchentlich zu treffen und den Rest der Woche darauf zu verbringen die ganze Zeit irgendwelchen Links zu folgen und so äh sich Webseiten durchzulesen und sich zu überlegen so, hm, könnte das was für UKW sein Es ist irgendwie eine interessante Tagesroutine, aber man wird irgendwie so zu so einem professionellen Internetleser. Habe ich so den bisschen Eindruck, ne? So. Man schaut immer so leicht skeptisch ins Internet rein, So, A, was hast du da für mich? Mhm. Ja, nee. Gefällt mir nicht, gib mir was anderes. Ah, das sieht interessant aus. Mal gucken. Also, auch mal eine ganz neue Form von, Dauerrecherche in gewisser Hinsicht. Und es auch ein ganz brauchbarer Zeitvertreib. Insofern finde ich das eigentlich auch ganz hilfreich. Ja, trotzdem äh vielleicht an der Stelle sei auch nochmal gestattet der Hinweis UKW ist ja eine Produktion hier der Meterebene meines kleinen, privaten Podcastimperiums Mit der Ebene ist immer kostenlos Werbe und Bullshit frei und damit es auch weiterhin so bleibt bin ich auf die Unterstützung von, Hörerinnen und Hörern angewiesen, wenn ihr Lust habt und Bereitschaft zeigt die Mittebene zu unterstützen, dann könnt ihr doch vielleicht mal auf meine Spendenseite marschieren und dann nochmal schauen, welche Möglichkeiten sich da, da bieten ähm regelmäßige Unterstützung, ist das, was das hier alles am Laufen hält und äh ja, deswegen gibt's hier immer schön Corona Updates und all diese ganzen anderen äh Leckereien demnächst auch noch ein paar andere Produktionen, die wieder beliebt werden hier in der Mieterebene, aber derzeit ist viel äh ja viel UKW und das ist eigentlich auch ganz gut so, Damit, beenden wir das Ganze, wir entlassen euch ins Wochenende und die Woche äh bleibt safe irgendwie, verhaltet euch, verhaltet euch richtig, beißt noch ein bisschen die Zähne zusammen. Irgendwie kommen wir da durch, und ja und ansonsten könnt ihr euch ja auch einen Klappstuhl neben euch auf die Dachterrasse setzen und dem Unfall, den wir so in Zeitlupe hier beobachten weiterhin erstaunt äh beiwohnen. Das war's. Wir sagen tschüss und bis bald.
Shownotes

Neuinfektionen in Deutschland , Stand 26. Februar 2021 (Pavel Mayer)
R in Deutschland , Stand 26. Februar 2021 (Pavel Mayer)
Todesfälle in Deutschland , Stand 26. Februar 2021 (Pavel Mayer)
Positivenquote in Deutschland am 26. Februar 2021 (Pavel Mayer)
Covid-19 Tests Deutschland nach Kalenderwoche, Stand 26.2.2021
Covid-19 Tests Deutschland nach Kalenderwoche, Stand 26.2.2021
7-Tage-Inzidenz nach Meldewoche Berlin, Stand 26.2.2021
7-Tage-Inzidenz nach Altersgruppen Berlin, Stand 26.2.2021

UKW061 Corona Weekly: Das Virus-Prekariat

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Nach einer kleinen Feedbackrunde schenken wir den wie erwartet recht deprimierenden Zahlen etwas Aufmerksamkeit und erläutern die Neuerungen in Pavels Risiko-Tabelle. Danach widmen wir uns der Verbreitung von Mutationen in Deutschland, blicken auf die Welt aus der Perspektive des Virus, diskutieren die Komplexität des menschlichen Immunsystems, Schnelltests, den Fortschritt der Impfkampagne in Deutschland, die neuesten Erkenntnisse aus der Impfkampagne in Israel und schauen auf ein paar Meldungen rund um die Impfstoffe und eine vielversprechende Entwicklung eines Medikaments aus Israel. Am Ende schütteln wir den Kopf über die Universität Hamburg, die sich nicht nur mit einer neuen "Studie" eines fachfremden Professors zur angeblichen "Erzeugung" des SARS-CoV-2 Virus blamiert und die reihenweise rechtsradikale "Quellen" anführt sondern die auch noch die Traute hat, den Unsinn mit einer Pressemitteilung den Boulevardmedien zum Fraß vorzuwerfen.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW unsere kleine Welt, mein Name ist Tim Prittlav und es ist Samstag der zwanzigste Februar zwanzig einundzwanzig und ein Tag später als gewohnt nehmen wir Corona Weeky auf mit mir und mit Pavel, hallo Pavel. Ja, es war ein bisschen viel los und äh die Woche war auch wieder voll mit tausend Meldungen und wir hatten so unsere Schwierigkeiten hier den Überblick zu bekommen, deswegen haben wir erstmal auf den Samstag geschoben. Seht es uns nach. Ja dafür haben wir glaube ich auch eine Menge auf der Liste, ähm die es so zu besprechen gibt. Ja, stimmt, oder? War viel, oder?
Pavel Mayer
Ja, definitiv.
Tim Pritlove
Ja. Ich habe äh schönes Bild auf Twitter gefunden, was jemand gepostet hat. Englisches äh ich weiß gar nicht, sieht aus wie so ein Zeitungsausschnitt und äh. Dry and Steat. Pestilences, Purch Fromour Lands. Soundsmove Valliant in Haroy. Und ich habe mich gefragt, wie man das denn irgendwie gut auf Deutsch übersetzen kann. Bin total dran gescheitert. Und habe dann irgendwie mal Twitter gefragt, was die denn eigentlich so meinen und da kam dann irgendwie ein paar schöne Vorschläge. Schwierig, dieselben Pathos da reinzukriegen, aber der Gewinner war dann. Bis die Pest sich einst verzieht, bin und leiblich ihre Miete von ihrem schönsten. Grüße an Cosmar, das war sehr hübsch, Ja, fangen wir mal vielleicht mal an mit ähm. Es kam relativ viel, ich kann unmöglich auf alles eingehen, vielleicht mal so zwei, drei Sachen, die ich ganz interessant fand, zunächst einmal äh gab's relativ viel Rückm Meldung zu unserer Klage über Tirschenreuth und noch so ein paar andere Landkreise, die wir so ja, so ein bisschen gescholten haben dafür, äh dass sie die Situation nicht so recht in den Griff kriegen. Hatten wir ja schon öfter und ich glaube, was man an der Stelle nochmal betonen muss und das kam natürlich dann auch in den Kommentaren, dass ähm ja, das ist halt alles Grenzregion nach Tschechien sind. Basti schreibt, für Tirschenreuther ist es einfach sehr schwierig, überhaupt auf brauchbare Institzen zu kommen, wenn die Institanz ein paar hundert Meter weiter über die Grenze über eintausend steigt. Gerade die bayerischen Landkreise an der tschechischen Grenze sind massiv von den tschechischen Arbeitskräften abhängig. Komplette Pflege und auch größeren Teile des Krankenhauspersonals. Dort kommt aus Tschechien. Allein Tirschenreuth hat jeden Tag mehrere tausend Grenzübertretungen nur aus dem angrenzenden Landkreis, wo die Leute reihenweise infiziert sind, aufgrund des grundsätzlichen Wunsches der EU, Grenzen offen zu halten. Auch weil Tschechien bislang kein Mutationsgebiet war, hatte der Landkreis auch wenig Handhabe. Man hat es deswegen in Bayern zunächst mit Pendler Tasting versucht, allerdings haben sich daran besonders die jüngeren Generationen nicht gehalten. Ja nachvollziehbar und zeigt natürlich auch die Schwierigkeiten in einem engen vernetzten Europa hier Maßnahmen zu ergreifen. Wobei letztlich natürlich die Situation Grins überschreiten. Also es ist immer die Frage, welche Grenzen, auf welche Grenzen schaut man einfach, wir haben's halt hier mal mit starken Grenzen zu tun. Genauso haben wir aber auch schon geklagt, dass halt auch die Grenzen zwischen den. Landkreisen, also das Phänomen hat man ja eigentlich überall, im Prinzip äh dasselbe Problem haben, dass äh wenn's mal Fortschritte hier gibt, das sofort durch entsprechende Infektionsketten aus benachbarten Landkreisen wieder überschattet wird. Was ich genau äh hast du dir die Situation in Tschechien nochmal genauer angeschaut.
Pavel Mayer
Nein, es ist schlimm. Ähm.
Tim Pritlove
Ja
Pavel Mayer
In Tschechien macht halt jetzt dritte Welle.
Tim Pritlove
Sind sie voll dabei. Ich habe jetzt gar nicht mal geguckt, aber äh das hattest du ja letztes Mal schon angedeutet, dass ich das abzeichnet, dass sie das nicht so richtig in Griff kriegen. Ich schaue nochmal schnell. Sich eigentlich jetzt entwickelt hat in Tschechien, im Vergleich zu Deutschland, ja, das sieht nicht gut aus, das geht auf jeden Fall weiter. Nach oben und das auch relativ steil ist. Derzeit aktueller Stand hat Tschechien eine Institanz von achthundert.
Pavel Mayer
Pro Tag.
Tim Pritlove
Das ist also mal so.
Pavel Mayer
Pro Million.
Tim Pritlove
Genau äh genau.
Pavel Mayer
Sind also umgerechnet dann irgendwie sieben Zehntel davon.
Tim Pritlove
Also ich sag mal so das Zehnfache knapp neun bis zehnfache von von Deutschland und wir sind ja hier schon nicht besonders glücklich mit der Entwicklung. Ja also was soll man dazu sagen.
Pavel Mayer
Ja, nur hier klingt so roh als könnte man da gar nichts gegen tun. Ähm aber, möchte ich halt jetzt so einfach nicht glauben, dass man da jetzt nichts gegen tun könnte. Es ist irgendwie, einfach so sein muss, sondern ähm. Ja manchmal ist es, ich glaube, wir haben's da dann auch mit einer Kombination zu tun aus Gesundheitswesen und Grenze, wenn man mal sagen muss, haben das unser äh. Gesundheitswesen, die Krankenhäuser einfach mal ähm auch einen, ja, nicht zu unterschätzender Verbreitungsherd sind und zwar. Einfach weil es zu wenig Personal gibt, weil halt dort Personal ja nicht ausreichend geschützt ist ähm dann sind so Dinge wie Pendelquarantäne, halt Gang und Gäbe sind, dass die Leute irgendwie sind zur Arbeit müssen eigentlich in Quarantäne müssten, aber dann die Quarantäne darin besteht, dass ich gefälligst zu Hause von der Familie zu isolieren haben und ansonsten halt sich auf dem Weg zur Arbeit möglichst von Leuten fernhalten müssen. Allerdings durchaus auch den ÖPNV benutzen dürfen so und äh dann ja arbeiten sie halt in der Klinik, obwohl sie eigentlich, wenn sie nicht in der Klinik arbeiten würden, normale Personen wären zu Hause sitzen müssten und äh in Quarantäne sein müssten, ja und. Testen, zum Testen haben die Krankenhäuser, das haben wir glaube ich auch schon mal erwähnt, haben die Krankenhäuser halt auch keine Zeit so, man könnte ja jetzt einfach mal, jeden vor der Arbeit einen Schnelltest verpassen oder einen Schnelltest nach Hause mitgeben, den machen die Leute dann äh vielleicht. So morgens nach einem Aufstehen oder so und je nachdem fahren sie dann zur Arbeit oder nicht wieder schnell Test äh äh ausfällt, aber äh ja für so pragmatische Lösungen äh. Dass wir halt nicht flexibel genug und dort wo das tägliche Testen versucht wurde, wurde es dann wie oft nach einer Woche aufgegeben, weil der Dokumentationsaufwand einfach zu hoch war für das Ganze und ähm. Dann auch zu viele Leute ausfielen und so, deswegen hat man das, lässt man das mit dem Testen in den Krankenhäusern lieber das macht nur schlechte Laune. Ja, dann braucht man sich natürlich nicht zu wundern, wenn dann diese beiden Dinge zusammenkommen da im Grenzgebiet.
Tim Pritlove
Ja. Ja und meine. Wir werden uns da glaube ich in dieser Hinsicht mehrfach noch wiederholen. Das ist halt das alte Lied, wenn man halt beschließt, nichts dagegen zu tun, dann, wird's halt nicht besser und dann wird's halt auch nicht kontrollierbarer ne? Also harte Maßnahmen sind halt einfach erforderlich und sicherlich müsste man dann an der Stelle eben auch die Grenzen einfach zu machen oder in diesen Pendlerverkehr eben ganz anders kontrollieren. Und sonst entsteht ja auch einfach kein Druck für eine Verhaltensänderung. Gut. Dann ähm gab's noch, wir hatten ja kurz äh gesprochen über diese ganzen Technologien, die. Ähm jetzt zum Einsatz gebracht werden müssen, um diese MRN A Impfstoffe zu produzieren, und in dem Zusammenhang haben wir auch über Mikrofluidik gesprochen und du hattest dieses tolle Ventil äh erwähnt. Ich kam in dem Moment auch nicht äh drauf, heißt, Tesla Ventil. Also dieses rein.
Pavel Mayer
Hatte ich nicht gesagt, dass von Tesla kommt.
Tim Pritlove
Das weiß ich nicht mehr so ganz genau. Wir wurden auf jeden Fall auf den richtigen Namen nochmal hingewiesen, dass vielmehr in dem Moment dann auch äh ein wollte ich hier an der Stelle nochmal. Gebracht haben. Dann hatten wir noch irgendwie darüber gesprochen, dass Impfdrängler irgendwie über die mehr berichtet werden sollte, da kommen wir glaube ich heute eh nochmal zu, wenn's um diesen Astrazinika-Impfstoff geht. Da kam dann der schöne Verweis auf den Kartoffelbefehl. Der Kartoffelbefehl äh, war nämlich die Bezeichnung für die Anordnungen äh und Verordnungen Friedrichs des Zweiten von Preußen an die Beamten seiner Provinzen, denen er sich bemühte, den Anbau der Kartoffel in preußisch Provinzen durchzusetzen. Äh ja, sind dann also wirklich Leute durch die Gegend gelaufen, sogenannte Knollenprediger, die dann irgendwie den Leuten äh eingebläut haben, das ist mit der Kartoffel gar nicht so eine schlechte Idee. Dann wurde sie später auch populär. Muss man den Leuten jetzt auch in dem selben Maße äh klar machen dass Impfstoffe ganz hilfreich sind.
Pavel Mayer
Die Kartoffel hat es ja wirklich erstmal schwer in Frankreich gab's glaube ich auch ein absolutes Kartoffelverbot, gab's sogar Todesstrafe auf Kartoffelanbau oder sowas. Hat aber ein Arzt, hat dann ähm. So bei Hufe halt dann die Kartoffel eingeführt äh unterschiedlich zubereitet und nachdem dann halt ja am Hof äh die Leute gefallen äh daran hatten, wurde dann das Verbot irgendwann gekippt.
Tim Pritlove
Hat alles geändert. Pommes ändert alles.
Pavel Mayer
Pommes ändert alles, genau. Ja. Und äh ja überhaupt war die Kartoffel dann schuld an ganz vielen politischen Umbrüchen auch. Wahrscheinlich auch. Äh ja, plötzlich war zu viel oder waren genügend Kohlenhydrate da, das äh die. Deutlich mehr Bevölkerung, ernährt werden konnte, was dann auch so ein bisschen möglicherweise zum äh ja schnelleren Rückgang des Feuerlismus auch mitgeführt hat und zu einer Hungersnot dann anschließend auch irgendwie, jawohl. Daraufhin ja ist, gab's eine Bevölkerungsexplosion, aber die Kartoffel konnte dann doch nicht ganz so viel mithalten. Egal, wir schweifen jetzt ein bisschen ab, aber Kartoffeln, Kartoffeln sind toll. War auch, glaube ich, ja, was die Wenigsten auch das, dass Kartoffeln im Gemüse ist und war, glaube ich, das Gemüse des Jahres, was, zweitausen.
Tim Pritlove
Kartoffel war das Gemüse des Jahres.
Pavel Mayer
Mhm. Es gibt jedes Jahr ein ein Gemüse des Jahres zweitausenddrei, genau, die Kartoffel war das Gemüse des Jahres zweitausend.
Tim Pritlove
Dann gucken wir mal, wer so Impfstoff des Jahres wird. Ich hab da ja ein äh Kandidaten. Aber lassen sie jetzt mal erstmal über die Zahlen reden. Wir haben ja schon einiges befürchtet letzte Woche. Inwiefern sind denn unsere Befürchtungen eingetreten.
Pavel Mayer
Ja ähm es entwickelt sich eigentlich alles genau wie erwartet. Das äh kann man so sagen, die. Der R-Wert ist langsam angestiegen beziehungsweise der Rückgang der Neuinfektion. Hat sich verlangsamt und ist eigentlich in den letzten sechs Tagen praktisch äh zum Stillstand gekommen. Also wir hatten jetzt nur noch. Fünf Prozent. Rückgang äh gegenüber der äh Vorwoche im Sieben-Tagesschnitt und das aber auch nur, weil äh ja es nur, jetzt Insekt in den letzten sechs Tagen gestoppt hat. Ich nehme an morgen oder übermorgen spätestens werden wir auch äh ja, vielleicht schon deutschlandweit Wiederanstiege sehen leichte.
Tim Pritlove
Also in einigen Bundesländern ist es natürlich jetzt schon so, sonst würde sich das ja nicht entsprechend entwickeln. Wer sind denn so die böse Wichter? Können wir vielleicht gleich nochmal draufkommen.
Pavel Mayer
Ja gut, wenn.
Tim Pritlove
Die Zahlen, ne?
Pavel Mayer
Erwähnt hast, also sechs Länder haben jetzt so steigende Raten, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen ganz leichten mit einem Prozent, aber Anstieg ist Anstieg äh so. Ja, ähm und die Zahl der Länder hat auch ja zugenommen, in denen es jetzt Anstiege gibt. Berlin hat. Noch fallende Zahlen, zehn Prozent Rückgang, aber es waren halt auch schon mal mehr. Also es ist überall eigentlich fast verlangsamt, sich der Rückgang. Ja Und man auch schon sagen ähm kein Land wird in den nächsten zwei Monaten irgendwo in die Niere sicherer Institzen für Lockerungen kommen bereits jetzt bei dem, Trend von heute und, Wissen verschlechtert sich dieser Trend sogar. Das heißt ähm eigentlich um das auch vorwegzunehmen rechnet praktisch jeder mit einer neuen Welle im März.
Tim Pritlove
Schließen sich alle unserer Meinung an sozusagen.
Pavel Mayer
Und ja, ich wie gesagt und bundesweit liegt der jetzt bei null Komma neun sieben bis es praktisch eins, vor allem, wenn man die Testzahlen auch noch äh mit dazu nimmt, ist die Zahl der Tests wieder um. Ja vier Prozent zurückgegangen, vier Komma acht Prozent gegenüber der Vorwoche und das heißt effektiv äh sind wir jetzt schon bei eins oder über eins. Ähm. Mit dem RW. Also.
Tim Pritlove
Trotzdem ist sie die positiven Quote nochmal gesungen.
Pavel Mayer
Das äh ist äh ganz gut, allerdings äh muss man eben auch, sehen, dass wir die leider immer auch nur mit einer Woche Verspätung äh praktisch, kriegen. Ich habe jetzt nochmal in die neuen Tabellen äh habe ich nochmal das genaue Datum bis wann eigentlich einschließlich äh sagen diese Testzahlen gelten und da kann man sagen, sind wir. Fünf, sechs Tage immer. Hinterher ähm oder sind die Testzahlen fünf bis sechs Tage hinterher gegenüber den Neuinfektionszahlen. Und auf deinen Wunsch, ich weiß nicht, ob du's schon gesehen hast, habe ich jetzt die Testzahlen auch mit in den Graf eingearbeitet und die positiven Quote und so.
Tim Pritlove
Nee, habe ich noch nicht gesehen.
Pavel Mayer
Ist jetzt noch unübers.
Tim Pritlove
Wollt's gerade sagen. Ah ja, schön. Ja.
Pavel Mayer
Ich habe dann jetzt so äh Bilder gemacht, wo ich dann jeweils einen der Grafen hervorgehoben habe, damit man den ein bisschen besser sehen kann.
Tim Pritlove
Ah ja, sehr schön. Packe ich äh wie immer äh noch zusätzlich mit ins Blog, da könnt ihr irgendwie reinschauen und euch mal die. Verwirrenden Kurven anschauen zugegebenermaßen nicht die übersichtlichsten sind, aber sich so ein bisschen reinfuchs, kann man da schon ein bisschen was rauslesen, aber es ist für uns auf jeden Fall immer ganz hilfreich, um einfach die Sachen schneller in Kontext äh setzen zu können. Ja, also wie sieht's denn aus? Jetzt äh ganz allgemein. Also wir haben ähm sieben Tage Schnitt von siebentausendzweihundertfünf. Neuinfektionen pro Tag.
Pavel Mayer
Ja, genau. Das sind so fünfzigtausendvierhundertsechsunddreißig pro Woche. Also fünfzigtausend pro Woche. Ja. Und ähm bis jetzt auch nicht wenig würde ich sagen. Und bei den Toten hatten wir noch nicht erwähnt, da ist der Rückgang noch eher ungebrochen, es auch zu erwarten, dass das jetzt noch zwei Wochen so, weiter geht, aber wir haben da jetzt einen sieben Tage Schnitt von vierhundertzweiundzwanzig pro Tag oder auch zweitausendneunhundertvierundsechzig Menschen sind in den letzten sieben Tagen gestorben an Corona. Und da können wir erwarten, dass das noch, zwei Wochen lang sinken wird in die Gegend auf zweihundert bis zweihundertfünfzig pro Tag dann wahrscheinlich auf dem Niveau so verharren plus minus und dann äh Ende März wahrscheinlich wieder ansteigen. Nass. Ist das, was wir leider nach derzeitigen Informationsstand erwarten können. Hm. Ja und auch bei der Positivrate, wie gesagt, die ist jetzt. Auf sechs Komma vier sechs Prozent gefallen und das hatten wir zuletzt ähm so Ende November.
Tim Pritlove
Ende Oktober. Ende Okt.
Pavel Mayer
Ende Oktober, Anfang November, ja. Genau, ja. Ende. Ende Oktober, Anfang November hatten wir diesen Wert überschritten und äh den haben wir jetzt erreicht. Ja und.
Tim Pritlove
Also zum Beginn des des des Lokdownlights sozusagen, ja? Also das ist jetzt äh gerade mal so der Punkt, den wir erreicht haben. Natürlich mit einem anderen Trend, aber wie wir ja schon gehört haben, der Trend ist halt nicht besonders toll.
Pavel Mayer
Interessant ist auch, wenn man sich jetzt den Grafen von der positiven, Quote anschaut. Das ist halt so dieser Violette Verlauf. Dann findet man da gar nicht diese wilden, Ausschläge äh die wir bei den Neuinfektionen hatten. Wir haben ja so eine total kaputte. Oder die unsere Welle sieht ja total kaputt aus, andere Länder, da geht's halt hoch und dann geht's wieder runter den Meistern bei uns ging's irgendwie hoch, dann wieder ein bisschen runter, dann, irgendwie über Weihnachten piek äh dann zwischen Weihnachten und Silvester brachen sie total ein, um dann Anfang Januar wieder hochzuschießen. Also so ein richtiges Zahlenchaos, da kann man halt davon ausgehen, auch wenn man sich die Positivquote jetzt anschauen, dass das halt durch diese Änderung im Testregime und Weihnachten und dass das halt nur erfassungsbedingt war, dass man wahrscheinlich auch hm eigentlich eine schöne Kurve, rausmachen könnte, die nicht so wind wild gezackt ist. Gut nicht, dass das wichtig wäre.
Tim Pritlove
Aber sollte sich jemand gefragt haben, warum die so komisch aussieht? Das ist alles eine Frage von Meldung.
Pavel Mayer
Und vor allen Dingen doch, also eigentlich ist es schon ist so eine zackige Kurve, ist halt auch echt völlig unnötig dramatisch, ja. Äh ich meine, du hast dann halt, wenn, wenn man's jetzt als Sportkommentator so äh oder als jetzt ja, wie wir als Corona Kovit-Kommentator da hast du halt diesen gewaltigen Anstieg im Oktober so bis Mitte November. Um dann plötzlich so ab Mitte November so einen leichten Rückgang zu haben, so alle schöpfen Hoffnung, aber das war das jetzt, das war jetzt schon der Piek und dann plötzlich so warm schießt's auf einmal wieder nach oben, mein Ingenie, was ist denn jetzt passiert? Wieso schießen denn die Zahlen? Jetzt so nach nach oben um dann halt ja wieder krass zu fallen und denken alle, oh ja, jetzt haben wir es irgendwie überstanden. Nein, dann geht's plötzlich wieder nach oben, ja. Ich mein Das ist ähm einfach unnötig dramatisch. So und macht alle Leute nur irre, macht natürlich auch jede Vorhersage erstmal in dem Bereich, wenn wenn es so wild hin und her springt weiß ja auch keiner, wovon und hinten oder oben und unten. Wenn in Wirklichkeit aber äh diese Kurven, oder diese diese Sprünge gar nicht echt sind, wir machen uns da einfach dann ja mit unserer ganzen Datenerfasserei machen wir uns da einfach äh. Unnötig verrückt oder unnötig Hoffnung. Also wir verwirren uns unnötig. So.
Tim Pritlove
Jetzt hast du ja in deiner Risikotabelle Änderungen vorgenommen, das sollten wir vielleicht nochmal erwähnen. Viele Leute schauen da ja auch mit rein und äh erkundigen sich so über den den Stand der Dinge die Tabelle ist ja mehr so eine Datenbank als äh jetzt wirklich so eine hübsch designte Geschichte zum Einbauen in allen Webseiten. Aber du hast jetzt quasi die Unübersichtlichkeit noch ein bisschen erhöht, indem du noch ein paar Spalten eingefügt hast.
Pavel Mayer
Ja, ich habe noch vier Spalten hinzugefügt Bisher ergab sich ja durch das Ranking auch so eine gewisse Prognose das Ranking selbst basiert ja ähm auf einer Prognose, so wo wird es in einer Woche äh stehen, äh weil ähm die Erfassung ja äh immer mit zehn Tagen Verzögerung läuft. Die Zahlen ist natürlich, aktuelle Risiko ergibt sich quasi aus einer Vorhersage ähm von zehn Tagen in die Zukunft so ungefähr, aber. Dass man nirgendwo so richtig explizit außer in der Risikozahl drin und war ja jetzt das Thema Institzen äh auch immer wichtiger wurde, habe ich jetzt, zwei Spalten eingebaut, die auf Basis des aktuellen RWEs oder des aktuellen Wochentrends ähm, die Institanz in vier Wochen und in acht Wochen äh voraussichtlich wiedergeben. Klar äh. So lange Zeit kann man eigentlich nicht äh wirklich vorhersagen, aber es ist mehr, okay. Wenn es jetzt so bliebe, dann wären wir äh. Ja bei der entsprechenden äh Institanz, also für Deutschland werden wir dann noch, weil es noch zurückgeht, jetzt sind wir bei fünfundsechzig und werden dann in vier Wochen bei dreiundfünfzig neun und in acht Wochen, bei vierundvierzig, sieben. Wo das sind, sagen die mal zu gucken, ja denn eigentlich ist es ein bisschen Veranschaulichung des Erwertes, wenn.
Tim Pritlove
Genau, das wollte ich nämlich auch gerade sagen, weil das finde ich eigentlich an der Stelle auch extrem hilfreich. Vor allem, wenn man sich dann mal die anderen Extreme anschaut, auf der positiven Seite derzeit der bist Performance äh Landkreis hätte ich fast gesagt, dass Performance Bundesland ist Baden-Württemberg Die haben derzeit eine Insidenz von siebenundvierzig eins. Wohlgemerkt, wir beziehen uns hier immer auf diese Tabelle, ne? Und Pavel hat ja ein paar abweichende Berechnungs ähm Schemataler drin, das ist jetzt nicht unbedingt genau immer die Zahl, wie man sie beim RKI liest weil hier auch spätere Meldungen noch mit berücksichtigt werden. Aber nehmen wir einfach mal das Beispiel, siebenundvierzig eins würde also in Baden-Württemberg jetzt alles so bleiben wie es ist. Derzeit haben die so einen Ehrwert von null Komma neun, hieße das in vier Wochen, wenn man bei dreiundzwanzig vierundacht Wochen wäre man bei elf Komma sechs. Das ist so der der Best Case eigentlich. Der halt.
Pavel Mayer
Saarland ist eigentlich also Saarland äh es wäre langfristig äh die sind haben zwar jetzt noch eine höhere Institenz, das heißt, die würden sie nächste Woche nicht überholen, deswegen sind sie im.
Tim Pritlove
Ja ich hab grade nicht nach nach RWE sortiert genau richtig, du hast Recht, also dann korrigiere ich.
Pavel Mayer
Beziehungsweise hin. Ja. Also Saarland würde sogar äh ja in acht Wochen also wahrscheinlich irgendwann in sechs Wochen wie könnte das Saarland äh jetzt äh sogar sicher äh. Erste Lockerungen vornehmen, wenn es dort so bliebe.
Tim Pritlove
Mit leider nicht zu rechnen ist, aber das ist sozusagen das Optimum. Auf der anderen Seite. Hätten wir dann eben da, wo es derzeit am schlechtesten läuft, Bremen, die noch vierundsiebzig Institz haben werden in äh acht Wochen dann schon wieder bei zweihundertfünfzig. Und so extrem kann sich das dann halt auswirken, auch wenn der RWE, nur bei eins Komma null neun liegt, ne? Auf der anderen Seite ist halt schon null Komma acht zwei schon äh relativ gut wie jetzt im Saarland, nur sehen wir das halt nicht überall. Oder anders ausgedrückt, wenn man's jetzt mal für Deutschland nochmal allgemein nimmt, so wie es derzeit läuft, bringt uns das nirgendswo hin. Das ist ja sozusagen die Zahl. Außerdem hast du ja noch zwei weitere Spalten, dann dazu gebracht. Das muss man vielleicht auch nochmal erklären, Tage bis sieben steht da und Tage bis drei. Bezieht sich dann eben auf diese konkrete Inszenz, vielleicht kannst du ja nochmal kurz herleiten, wo du diese sieben und diese drei hernimmst.
Pavel Mayer
Mhm. Ja, also die sieben ähm ist zu der Wert, wenn man sich einfach die Zahlen für die Institution in gesamt Deutschland anguckt, äh hat ist, äh, wenn die Gesamtizidenz in Deutschland einmal über sieben war, äh ist sie nie wieder ohne Lokdown äh unter sieben runtergegangen und ähm sieben beziehungsweise ja neun äh, ist halt auch eine gute Zahl äh um, erste Lockerungen zu machen, sie ziehen unterschreiten, das ist auch die Institanz, wo wir in der ersten Welle die ersten Lockerungen gemacht haben ähm, und äh sozusagen bei neun wollen wir sie beschlossen. Ich glaube bei sieben sind sie dann in Kraft getreten, Plus mit den neuen Mutanten ähm ja ist es jedenfalls so, dass so die Institanz von sieben, ich meine, man kann jetzt diskutieren. Ob das jetzt acht, neun, zehn oder fünf oder sechs wären aber sieben äh war einfach so ein Wert, den ich ganz handhabbar fand und den man eben auch zweimal tatsächlich finden äh kann und die drei war dann die Institanz, bei der wir dann am meisten gelockert haben im im Sommer, so bei der Unterschreitung. Ja und deswegen gibt es auch zwei Spalten, die dann jetzt äh einfach mal berechnen, wie lange es dauern würde bis zu einer Institanz von sieben und wie lange bis zu einer Inszenz von drei. So.
Tim Pritlove
Genau Also wenn wir jetzt mal für Deutschland äh schauen, Tage bis äh zu einer Institenz sieben werden dreihundertvierunddreißig Tage und eine Institenz bis ähm drei werden vierhundertzweiundsechzig Tage, also man kann halt sagen. Würde es so bleiben, wie es jetzt ist, müssten wir den aktuellen Zustand noch ungefähr eine Jahr beibehalten. Und wir gehen davon aus, dass es halt noch ein bisschen schlimmer wird und äh bis man sich so richtig frei machen kann, also die selben Lockerungen wieder lostreten könnte vierhundertzweiundsechzig Tage, dass es dann halt irgendwie ja eins Komma drei Jahre. Also es.
Pavel Mayer
Ja, ist natürlich hypothetisch, aber diese Zahlen äh also waren vor ein paar Tagen, sahen die halt noch ganz anders aus. Da waren wir noch im Bereich von zwei Monaten. Äh, also wir hatten ja, wir hatten, glaube ich, achtundfünfzig Tage für Deutschland bis Institanz sieben. Vor wenigen Tagen war das halt noch nicht so. Und äh ja. Im Prinzip kann man festhalten, dass man mit einem ordentlichen Lokdown innerhalb eines Monats hm äh die Zahlen ja auf ein zweihundertstel bringen kann. So, also kann's äh im im Prinzip kannst du fast von jeder Institanz, die wir hatten, wenn mit einem richtigen Loktown in einem Monat auf eine Institanz von unter drei runterkommen.
Tim Pritlove
Ja, den hatten wir jetzt nicht. Und den haben wir auch immer noch nicht und den werden wir auch nicht kriegen, weil sich da einfach politisch nichts bewegt. Stattdessen haben wir Öffnungsdiskussionen und Lockerungsdiskussionen und das ist einfach, ja, der falsche Weg.
Pavel Mayer
Na ja.
Tim Pritlove
Denn Muttertionen, Muttertionen, Muttertionen. Kriechen an uns heran und äh ja wie zu erwarten war. Verbreitet sich vor allem der sogenannte englische Virusvariante, also diese B eins eins sieben Variante, relativ stark in Deutschland. Teilweise auch schon die Südsüdafrikanische Variante, was ich besonders beunruhigend finde, denn da wissen wir ja, da wird's dann mit den Impfstoffen schon so ein bisschen kritisch bei B eins eins sieben ist es halt nur die erhöhte Transmissibilität und theoretisch auch noch die erhöhte Todesrate, die sich daraus dann ableiten lassen kann. Ähm, was hast du denn da so für einen Blick drauf.
Pavel Mayer
Na ja, das RKI hat ja ähm in dieser Woche. Erstmals Zahlen veröffentlicht äh was die neuen Varianten in Deutschland, angeht und ja da sind wir jetzt äh also bei den sogenannten Vox, bei den besorgniserregenden Varianten. Ähm ja, sind wir jetzt bei vierundzwanzig Komma eins Prozent. Anteil in äh den Test, davon sind zweiundzwanzig Komma acht Prozent mh B eins eins sieben, und die B eins drei fünf eins, also Südafrika eins Komma drei Prozent und dann äh die, P eins mit null Komma eins Prozent. Das sind so die drei Varianten auf die äh, die jetzt gefunden worden sind, für die es Zahlen gibt. Ja und wenn man sich dann die Entwicklung anguckt äh Anteil jetzt dieser Konzern, KW zwei waren's zwei Prozent. Eine Woche später drei Komma sieben, dann fünf Komma eins, zehn Komma acht, vierundzwanzig Komma eins jetzt in KW sechs, das heißt es hat sich ungefähr jede Woche verdoppelt bisher. Die äh Zahl, das heißt ähm, Ja. Also äh Mitte März äh, sind die neuen Varianten bei uns eigentlich durch. Also werden wahrscheinlich noch ähm, Also Ende des Monats ähm ja äh werden hier die fünfzig Prozent überschritten haben. Wahrscheinlich, wenn das so weiter geht sogar. Eigentlich in der nächsten Woche werden wir so irgendwo zwischen vierzig und fünfzig landen und in der übernächsten Woche werden äh. Ja B eins eins sieben und Konsorten die Mehrzahl aller Infektionen ausmachen.
Tim Pritlove
Und dann mit erhöhten R-Werten eingehen. Also wir haben jetzt sozusagen drei Faktoren. Wir haben neue Mutationen, die äh höhere Ansteckbarkeit ergeben. Wir haben Lockerungen, Schulöffnung, wenn auch nur im frühen Grundschulalter, wenn auch mit Masten, wenn auch mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen, Schulteilungen und so weiter. Das mag sich dann wieder und wird sich auch in jedem Bundesland natürlich wieder unterscheiden, aber das bedeutet auch wieder mehr Bewegung, mehr mehr Möglichkeiten, noch irgendetwas auszutauschen da können dann eben die Mutationen auch entsprechend zuschlagen und werden sie dann wahrscheinlich auch und damit ist dann halt einfach ein R-Wert unter eins eher unwahrscheinlich. Ja und damit müssen wir dann irgendwie leben, leider wieder, Es ist nicht schön.
Pavel Mayer
Ja. Naja gut, die, ich meine, wir wissen ja aus England, dass man auch die neuen, Varianten sehr wohl bekämpfen, reduzieren oder deren R-Wert effektiven RWT unter eins, bringen kann. So also unmöglich ist es nicht und im Moment gibt es ja schon ich sage mal so eine, auch so eine äh, Koalition der hartnäckigen würde ich sagen die zwar jetzt ganz schön im Feuer steht, aber gibt's halt schon jetzt würde ich sagen auch in der Politik gerade so 'ne Gruppe von Leuten, die erbittert dagegen hält im Moment, also ne. So Lockerungen angeht um jeden Meter kämpft gerade. So und dazu gehört auch die Kanzlerin würde ich sagen.
Tim Pritlove
Ciao. Die Frage ist nur, was bringt's, ne? Also er ist schon mal ganz gut, das im Bundeskanzleramt vor Orte zu wissen, aber bisher haben wir ja immer gesehen, dass die Bundesländer dann äh immer wieder einknicken und und diesen Weg nicht mitgehen, um dann später wieder festzustellen, dass er auch nicht besser geworden ist dadurch.
Pavel Mayer
Meine Befürchtung ist ja, dass wir wieder irgendwie ein, wie ein Hickhack äh äh haben werden und ja die Zahlen so ja langsam steigen wieder so eine so zitterpartiemäßig und wie wir da, Weder richtigen Lokdown äh noch irgendwie einen eine wichtige Explosion. Wobei meine wahrscheinlichste Prognose, die ist, dass die zweite Welle die dritte Welle, also die nächste Welle. Etwas höher sein wird, aber dafür nicht so breit, also nicht so lange dauern wird. Weil ich denke wir nicht den Fehler machen werden. Und äh so graduell wie im November reingehen und dann gibt's halt auch keine Weihnachtszeit und so und das ist auch so oft die Erfahrung. Aus anderen Ländern, die uns wellenmäßig ein bisschen voraus sind, dass da äh dann ja. Die Wellen tendenziell wenn eine neue kommt höher werden und wir starten ja auch von einem viel höheren Ausgangspunkt jetzt die Welle auch als die letzte. Ja. Das sind die Gründe. Bist du noch da.
Tim Pritlove
Ja, ich bin noch da, ich denke gerade drüber nach und ähm frag mich jetzt aber trotzdem, warum du meinst, dass es schneller vorbei geht, dann wieder die Welle. Weil wir da besser reagieren werden.
Pavel Mayer
Ja, ich ich glaube, es wird dann äh äh ich glaube Psychologie. Dass wir dann äh einfach ja dann schneller reagieren werden, aber äh. Gut muss man sie in Deutschland macht ja. Irgendwie auch immer so ein bisschen spezielle Korrummen, wenn man das so mit anderen Ländern vergleicht. Denn Dänemark ist übrigens ein ganz guter, ganz gutes Vergleichsland auch, wenn man sich mal angucken möchte, weil die, ungefähr hm so, ja relativ vergleichbare Zahlen mit Deutschland haben so von der Größe und von Timing her, sie laufen halt ganz gut mit nur. Ja das bei denen die Zahlen nicht so kaputt waren über Weihnachten so ähm sind dann die. Haben da so eine schöne runde Kappe und dass sie halt dann einen ordentlichen Lokdown gemacht haben und dann jetzt schneller und tiefer reduziert haben von einem wesentlich höheren Niveau äh als wir das äh gemacht haben.
Tim Pritlove
Ja, aber derzeit auch nur unwesentlich besser dastehen als wir, ne.
Pavel Mayer
Mhm. Aber halt äh muss man sagen, ähm, wahrscheinlich sind die äh stehen sie deutlich besser da, weil wenn du mal die Positivquote von Dänemark äh anguckst, die testen halt, ich glaube ungefähr zehn Mal so viel wie wir. Und ja.
Tim Pritlove
Die ist deutlich niedriger. Mega.
Pavel Mayer
Die sind bei was? Null Komma irgendwas oder.
Tim Pritlove
Null Komma drei null Komma vier so in dem Bereich während wir halt bei sechs Komma fünf irgendwie sind.
Pavel Mayer
Das heißt, du kannst äh einfach sagen, du davon ausgehen, dass unsere Dunkelziffer. Quote äh wahrscheinlich fünfzig Prozent, hundert Prozent, größer ist als die in Dänemark, also in Dänemark kann man sagen, ist das ziemlich nah dran an ähm dem, was an Infektionen äh passiert, während bei uns wir halt nach wie vor keine Ahnung, immer noch zwischen sagen zwischen fünfzig und dreihundert Prozent sich außerhalb unserer Erfassung äh abspielen könnten.
Tim Pritlove
Ja, na gut, dann hoffe ich. Dass du Recht hast, dass wir da schnell reagieren, aber die Frage ist natürlich warum müssen wir dann erst reagieren, wenn man auch jetzt schon äh reagieren könnte, weil das ist ja im Prinzip jetzt schon absehbar. Ich meine, wir sind ja. Eigentlich jetzt genau in der selben Situation, wie wir das im Oktober oder im September waren, alle Zahlen sprechen dafür, dass es jetzt bald wieder nach oben geht und wir quasi jetzt unmittelbar vor der dritten Welle stehen. Alle sagen das.
Pavel Mayer
Genau. Mhm.
Tim Pritlove
Zahlen sagen das, die Experten sagen das so die wissenschaftliche Gemeinde scheint sich da einig zu sein. Und uns passiert nix. So, stattdessen wird über über Friseure äh müssen geöffnet werden und Schulen müssen geöffnet werden, So ja natürlich müssten die ihn irgendwann mal wieder geöffnet werden, aber dann schafft doch bitte auch die Voraussetzungen dafür, dass die geöffnet werden können und das tun wir nicht und deswegen. Verlieren wir ja wieder Zeit. Also ich meine, warum sind jetzt die Maßnahmen, die schon lange in Place.
Pavel Mayer
Ja was was glaube ich die wenigsten verstehen ist dass praktisch zu jeder Zeit oder in jeder. Pandymiephase das Richtige ist ein. Sofortigen maximal harten Logdown. Durchzuführen. Die Zahlen in kürzester Zeit zu senken und dann graduell zu lockern, wenn man eben bei einstelligen Institzen. Angekommen ist so. Und es ist egal, ob sich die Zahlen im Anstieg befinden oder. Äh fallen aber nicht schnell genug fallen die beste Variante ist immer sofort und maximal hart. So, das heißt eigentlich hätten wir. Ja, bräuchten wir ähm eigentlich ab morgen äh nochmal einen richtig harten Blogdown für die nächsten. Zwei bis vier Wochen. Und äh dann könnten wir auch lockern. Aber ja, wird wohl nicht kommen.
Tim Pritlove
Wird wohl nicht kommen, genau. Und dann. Dauert's noch länger alles. Also Ostern kann man glaube ich schon mal vergessen, so. Da wird irgendwie nichts besser sein. Das hätten wir theoretisch schaffen können, wenn solche Maßnahmen ergriffen worden wären, aber das wird jetzt wieder verspielt sein. Und da wir nicht davon ausgehen können, dass vor Juni, Juli durch die Impfung nennenswerte Verbesserungen eintreten, wenn überhaupt, dann ist halt eigentlich der Sommer schon weitgehend im Eimer.
Pavel Mayer
Ja gut für wird man sehen, ähm aber. Meine Vorhersage war ja, dass wir irgendwie. April, Mai, zumindest, äh, wieder im Shotdown verbringen werden. Monat oder so war das glaube ich mein meine Vorhersage. Als das mit den ja mit B eins eins sieben begonnen hat war das eigentlich so relativ klar und. Ja, ich weiß nicht. Wie oft man das eigentlich wiederholen soll und muss und vermutlich gut für die meisten Zuhörer hier äh da ja predigt man zum Chor eigentlich.
Tim Pritlove
Wahrscheinlich ja. Wir wollten's ja nur mal gesagt haben, Du hast halt einen schönen äh Tweet äh Kette rausgehauen, die äh ganz gut resoniert hat, äh habe ich so den Eindruck ähm das kann man vielleicht jetzt da nochmal so äh hinten anstellen. Und zwar hast du dich äh bist du bist du äh in das Virus geschlüpft.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
The world acording to saasko zwei würde ich mal sagen.
Pavel Mayer
Ja, mir kam halt in der letzten Woche so der Gedanke auch, dass ja. Virus. Ein ziemlich hilfloses Geschöpf äh ist und sich eigentlich in einer komplett prekären Situation befindet und dann, mal überlegt, äh wie denn die Welt aus Sicht des Virus eigentlich aussieht, äh so und, Das Problem ist ja äh dieses Virus ist nirgendwo willkommen. So, das wird halt überall gejagt, außerhalb des Körpers kann es nicht existieren, da zerfällt es so, ähm, da ganz maximal ein paar Tage, aber meistens Stunden oder oft sogar nur Sekunden überleben, im Körper. Hat auch nicht viel Zeit, weil dann kommt irgendwann nämlich das Immunsystem und greift es an und vernichtet es. Das heißt, damit dieses Virus überhaupt existieren kann, braucht es eben immer neue Wirte und Normalerweise innerhalb von einigen Tagen oder spätestens zwei Wochen und sonst ist halt zu spät. So und dann, ist es auch noch so, dass um jetzt zu so einem neuen Wirt zu kommen, muss es halt erstmal aus der Zelle, in der es zusammen, in der es dann geboren wurde irgendwo in eine Körperflüssigkeit gelangen und die muss dann auch noch in der Ecke des Körpers sein, wo dann die Flüssigkeit mit einem Luftstrom mitgerissen wird außerhalb des Körpers gelangt. So und dann sitzt dieses arme Virus jetzt in irgend so einem winzigen Flüssigkeitstropfen und fliegt halt durch die Luft wie in so einer Raumkapsel, vielleicht noch mit ein paar Geschwistern drin, aber diese kleinen Raumkapseln, die haben halt keinen wirklichen Antrieb oder so und deswegen stürzen die meisten einfach ab und fallen auf den Boden und dann ist auch ziemlich schnell vorbei, wenn es irgendwo hinfällt nur so ganz wenige davon am Glück irgendwo zu landen, wo dann vielleicht jemand rechtzeitig, draufpackt und. Aufhebt und dann äh auf irgendeine rettende Schleimhaut äh von sich aufbringt, so aber das passiert halt ganz, ganz selten so. Und. Die anderen, ja, wie gesagt, die meisten stürzen ab, aber so ein paar haben halt das Glück, die sind in einem Tropfen drin, der entweder richtig gut beschleunigt wurde, der richtig Speed hat, weil jemand den ausgehustet oder ausgenießt hat und der dann mit der richtigen Dynamik äh unterwegs ist oder, er hat das Glück, äh, in einem Tropfen zu sein, der so klein ist äh und die Wetterbedingungen stimmen, dass er halt längere Zeit in der Luft schwebt. Und so halt dann eingeatmet wird, sodass dann sich äh halt äh. Die Viruskopie dann sich im Schleim der Nase oder des Rachens oder der Lunge gemütlich machen kann, beziehungsweise nicht wirklich gemütlich machen, Es ist zwar schon ein Hauptgewinn wie ein Lottobis da einzukommen aber ähm so. Einfach da rumschwimmen ist nicht, weil die müssen jetzt irgendwie wieder in eine Zelle kommen und in dieser diesen Schleimhäuten sind auch lauter chemische und biologische Kampfstoffe, die dem Virus das Garaus machen wollen, so Defensine und ähm andere Stoffe, die einfach das Virus so. Greifen und ja es hat also 'ne begrenzte Zeit sich irgendwie jetzt an der Außenhaut von der richtigen Zelle festzuklammern. Ähm, so. Entsprechenden Rezeptoren und dann die Schleuse zu hacken und dann äh ja äh sein Erbgut in die äh Zelle äh zu packen und äh ja und mit Glück hat dann dieses diese Rena hat dann auch den Transport überlebt und. War's dann auch die richtige Rena und hatte nicht zu viele Kopierfehler so ja und dann äh fängt die Zelle halt an die richtigen Bauteile zu produzieren und dann müssen sich nur noch diese Bauteile Kann man sich so vorstellen, sind halt Proteine, so ziemlich lange Moleküle aus Aminosäuren und die, falten sich halt ganz wild und haben dann eben so verschiedene Andockstellen, so wie Lego nur halt nicht nur mit runden Noppen, sondern vielleicht auch mit dreieckigen oder mit, ja ganz verschieden geformten, individuellen Noppen. Und dann schwimmen die Bauteile für das neue Virus, schwimmen jetzt in der Suppe einfach rum und bauen sich dann. Mehr oder weniger alleine zusammen. Also wenn sich dann die passenden Teile mit ihren Andruckstellen nahe kommen eventuell muss da noch so ein drittes Teil, so ein Enzym, so ein Werkzeug noch dazu, aber grundsätzlich rasten die Teile dann ziehen Sie sich elektrisch an und rasten dann irgendwann ein und mit 'n bisschen Glück kommt dann am Ende 'n neues Virus mit Hülle und mit RNA drin raus und auch so ein Ding ist, die Viren, ähm also Corona Viren. Sehen halt nicht gleich aus, äh sondern die haben halt schon so können in ihrer Größe ein bisschen variieren und auch eine unterschiedliche Anzahl von ähm. Spikes äh haben und so ähm was eben an diesem, ja, Prozess liegt, dass es halt in Teilen gebaut wird, die sich dann dann zusammenfinden. Na ja. Also das war halt so, das Ding also dieses Existenz als Virus ist halt eine echt prekäre Angelegenheit so nirgendwo hat, ist man wirklich heimisch oder findet Ruhe, man wird ständig gejagt, muss tödliche Luft überwinden so und wird halt überall von der Umwelt angegriffen so von der korrosiven Atmosphäre, also es ist halt ja eher wie ein. Fremder Planet so die Außenwelt. Und insofern sagen ja. Würde das das Virus, wenn es denken und sprechen könnte, sagen vielen Dank für eure Toleranz, Hilfe und Geduld, so ohne eure logische Unterstützung und Gastfreundschaft könnte ich ihnen dieser Feindseeligenwelt nicht lange existieren. So und ja und äh und auch ich meine, dieses Virus könnte gar nicht so weit reisen, ja? Also so dank äh nur dank uns, weil wir halt schnell um den Globus reisen, steht dem Virus überhaupt die ganze Welt offen. Bis eben auf so ein paar Virusfeindliche Länder, die das Partout nicht reinlassen und nicht tolerieren, aber ansonsten, Ja, ist ja sind wir eigentlich äh vergleichsweise virusfreundlich, würde ich sagen, weil sonst ähm, kämen das Virus von alleine einfach nicht klar, wenn wir nicht. Ähm tolerant genug wäre.
Tim Pritlove
So viele Möglichkeiten, das zu stoppen, aber keine wird genutzt und das äh im ausreichenden Maße und vor allem regelmäßig permanent wird diese Brücke gebaut dass das Virus dann rüber äh purzelt und und, die einfach die Bereitschaft nicht oder die Fähigkeit nicht der gesamten Gesellschaft einfach diesen Luftraum zu entziehen.
Pavel Mayer
Zumal es im Schnitt, wie gesagt, mindestens zehn bis zwanzig Kontakte braucht, bis halt des Virus es tatsächlich schafft. Jemand neues zu finden und also man braucht schon eine Menge Kontakte damit man auf einen R von eins kommt, die das jetzt haben. Ja und, Nein, die zweite Sache, die ich mir überlegt hatte so bisschen auch als Gedankenexperiment die Zahlen äh sind ja. Verdammt hoch, so und wir haben ja jetzt. So ein Großteil der Weltbevölkerung und dann ich glaube auch Teile der Tierwelt nachdem zu so einem riesigen Kulturmedium zu einer großen Petryschale für Saaskoff zwei Virus-Evolution äh gemacht und da habe ich mich gefragt, na ja, was kann denn da eigentlich jetzt kommen, was können wir denn erwarten, wenn wir halt Infektionen weltweit auf einem Niveau haben wie äh das jetzt äh aktuell ist und ähm. Was äh wir jetzt haben, äh ist aber einen Bündel ganz unterschiedlicher Maßnahmen. Das Virus kann sie ja nicht frei verbreiten, sondern wir üben quasi evolutionären Druck aus und. Wenn es dann zu Mutationen kommt, dann, Ja wählen wir durch unsere Maßnahmen quasi die Varianten aus dienen Vorteil haben oder benachteiligen alle anderen. So und dann natürlich grundsätzlich, wenn wir jetzt Kontakte reduzieren, dann hat. Deliktieren wir halt ansteckendere Varianten. So die halt dann äh ja weniger Kontakte brauchen und äh. Würden wir jetzt alle sagen, bisschen mehr Abstand halten, dann äh werden Viren selektiert, die auf größere Entfernung infizieren, also wenn wir sagen, okay, niemand kommt sich jetzt näher als anderthalb Meter oder so, dann äh werden Viren, die auch bei zwei Meter ganz gut schaffen, haben dann den Vorteil, Durch unsere Masken selektieren wir natürlich Viren, die besonders gut Masken umgehen können. Also zum Beispiel die dann wieder durch Schmierübertragung besser sind, also sich sich dann irgendwie länger irgendwo halten oder, generell höhere Viruskonzentration dann aufweisen, weil mit den Arios Eirosolen ist es nämlich so, dass, gerade die ganz kleinen Tröpfchen, die sich besonders gut in der Luft halten, aber bei typischen Viruskonzentrationen oft. Mh gar keine Viruskopien enthalten. So, das heißt ähm. Frohe Viruskonzentration hilft also auch wirklich gerade die kleinen Tröpfchen und jedes von den kleinen Tröpfchen dann halt auch mit Viruskopien zu füllen. Ja dann durch. Testen und isolieren, haben dann natürlich Motationen besonderen Vorteil, die jetzt irgendwie unsere Tests umgehen. Oder die wenig Symptome machen, wenn wir halt nur symptomatische Personen testen und isolieren, dann haben natürlich ja die Asymphomatischen einen richtigen Vorteil und durch das Impfen und das ist natürlich lange bekannt, äh selektieren wir dann Viren, die dann die Immunisierung umgehen, also wenn sich halt dann auch Escape äh Motationen, so und mal sagen na ja es. Was ist denn dann mit dem Impfen wäre es dann nicht besser, irgendwie jetzt mal unabhängig von den Folgen die Bevölkerung durchinfizieren zu lassen, weil dann selektiert man natürlich Mutationen, die wiederum frühe Reinfektionen ermöglichen, die also, quasi ähm ja äh versuchen irgendwie der natürlichen äh äh Immunität äh zu entkommen. Ja ich denke ähm sozusagen erstmal die die Sicht. Nicht ganz ganz interessant, also welche welche Art von Selektionsdruck wir wir ausüben und insofern können wir erwarten, dass überall wo wir Druck ausüben möglicherweise eine Mutation, die genau diese äh Maßnahme umgehen kann, äh dann besondere, Vorteile hat und. Wenn man jetzt drauf guckt OK wie funktioniert das denn jetzt im. Virus, also welche, welche Funktionen hat denn so ein Virus und äh wenn's jetzt zu Mutationen äh äh kommt, ähm. Ja wie welche funktionalen Auswirkungen haben jetzt äh äh die Montation und zum Beispiel kann es Mutationen geben, die einfach die Hülle, oder die Spikes stabiler machen. Das heißt äh dass sie halt äh ja länger außerhalb des Körpers äh dann ansteckend bleiben, weil sie nicht so schnell von ähm. Ja vom Sauerstoff angegriffen werden oder von von. Anderen Chemikalien und Temperaturstabiler sind und ja auf Oberflächen halt länger Infektions bleiben. Was wir auch ja hatten, dann wiederum Motation am Spike äh Protein. Speziell die Anlogstelle kann ja dass die Dockingfähigkeiten verbessern und, damit dann die Ansteckungswahrscheinlichkeit erhöhen wenn 'ne Kopie erstmal in den Körper gelangt ist. Die liegt glaub ich jetzt so bei eins zu zehn eins zu zwanzig Größenordnungsmäßig das heißt. So von zwanzig Viren, die es in die Schleimhaut schaffen, ähm ja, schafft's dann meist nur so ungefähr eine in die Zelle, Größenordnungsmäßig und wenn das natürlich besser wird, ja, dann reichen halt weniger. In Kopien im Schnitt. Besonders spannend dann in dem Zusammenhang. Mh dieser. Der Kopiermechanismus, mit dem halt neue Viren äh hergestellt werden und vor allen Dingen die RNA kopiert äh wird, kann sich dahingehend verändern, dass entweder. Schneller kopiert wird oder genauer kopiert äh wird. Das heißt, es kann sich auch selber die Mutationsrate noch verändern, das heißt, das Virus kann auch stabiler oder instabiler äh wirken, und ähm genauso können sich dann äh auch noch bestimmte äh Resistenzen. Gegen bestimmte, ähm ja Stoffe auf Schleimhäuten, also diese Defensine, die ich glaube ich schon mal erwähnt habe, also ein sich höhere Defensivresistenz äh sodass äh die halt in Schleimhäuten auch länger überleben, aber ähm ja. Der und dabei biete ich noch äh auf eine Sache gestoßen, die ich besonders spannend fand und, insbesondere auch eine Erklärung dafür bietet, warum die Krankheit oft so unterschiedlich verläuft, wie sie verläuft. Und zwar. Hat saß äh Kopf zwei eben auch Gene um das Immunsystem auszutricksen. Das haben, viele andere Viren auch, eigentlich auch fast alle, aber äh die meisten anderen Viren äh haben äh einen wesentlich, schlaueres oder mehr Sofisticated System um. In das zu tun und zwar muss ich da jetzt ganz kurz nochmal ein bisschen ausholen. Der ein oder andere äh weiß es äh vielleicht, aber wir haben ja ähm zwei Arten von Immunsystemen, die sich auch. Ja, äh, nacheinander rausgebildet haben und die auch zusammenhängen, nämlich das sogenannte angeborene Immunsystem und das Erworbene Immunsystem. Das angeborene äh Immunsystem. Ist halt sofort, da und verfügbar und hat halt so ein ganzes Arsenal an Stoffen, Enzymen, um. Giftige oder fremde Stoffe zu erkennen und sofort zu attackieren anhand von ganz vielen Markierungen und auch an an Besonderheiten, äh wie sie, versuchen dann eventuell die Zelle äh aus der Balance zu bringen, also falls, angeborene Immunsystem sofort verfügbar attackiert von Sekunde eins an, äh, wenn das Virus in der Schleimhaut landet, äh so ähm ja, arbeitet das angeborene Immunsystem und ähm, viel Immun im Immunsystem läuft auch für durch Signalisierung ab, also wenn so eine Zelle jetzt feststellt hier, hm äh mir ist jetzt übel, ähm ich glaube, ich habe. Einen Virus, dann ähm werden eben verschiedene Stoffe ausgeschüttet, unter anderem eben sogenannte Interverone. Auch die anderen Zellen Bescheid sagen, dass sie doch bitte zur Hilfe kommen oder auch aufpassen sollen, weil Viren jetzt gerade unterwegs sind und gefälligst auch äh jetzt äh ja Alarm machen. So, und dann gibt es noch die äh erworbene Immunantwort und das ist äh wo dann, Antikörper. Produziert werden, die speziell auf ein bestimmtes Virus zugeschnitten sind, aber ähm diese Infrastruktur muss halt normalerweise erstmal dann aufgebaut werden. Nun ist das Virus muss halt. Erstmal ins Labor, also Körper hat halt so Labore, wo dann ähm sagen Antikörper erforscht werden und äh züchtet werden und angeguckt wird, welche am besten funktionieren und die werden dann in größerer Menge produziert und äh ja, das ist dann eben die. Erworbene Immunantwort, das, was letztlich auch äh oder was, was Impfstoffe versuchen hervorzurufen und Erworbenen Immunantwort merkt sich aber, dass das Immunsystem dann die Baupläne und äh den den Virusprint, sodass wenn's jetzt das nächste Mal kommt, ist eben nicht sieben Tage dauert, sondern eben auch die erworbene Immunantwort ganz ganz schnell reagieren kann und ganz spezifisch sofort äh halt dagegen vorgehen kann. So. Ich sage die meisten oder viele andere Viren haben halt Tricks auf Lager, um sowohl die angeborene als auch die erworbene Immunantwort zu schwächen oder durcheinander zu bringen, also sich zu verstecken. Ähm versteckt sich aber nur vor angeborenen Immunsystem wohl, in dem es irgendwie mit dem Interveron äh System äh trickst oder versucht, das äh aus dem Tritt zu bringen. Sodass äh eben ja die. Angeborene Immunantwort geschwächt ist. Es hat aber nichts, um dann anschließend die, erworbene Immunantwort, zu schwächen, sodass äh es dann dazu kommen kann so im Verlauf ähm du wirst infiziert aber äh das angeborene Immunsystem äh springt halt erstmal nicht an oder nicht so richtig an und das äh Virus kann sich halt damit erstmal relativ ungehindert ausbreiten und du hast halt auch keine Symptome, weil Symptome sind normalerweise nur die Reaktion des Immunsystems. Und nicht äh jetzt Funktionsverlust äh der der Zelle durch durch die Infektion, sondern eben ja, dass das Immunsystem so. Und. Jetzt passiert dann also die ersten ja vier, fünf Tage passiert halt erstmal nicht viel außer, dass ich halt ähm das Virus äh erstmal ziemlich ungehemmt im Körper, verbreitet und ganz viele Zellen ähm befällt und diese Zellen. Werden dann aber so durch Mechanismen des Erworbenen Immunsystems dann als krank markiert, da sind dann sozusagen draußen hängen dann an den Zellen schon so Signale hier, ich hab hier bin hier voll mit den und den Viren irgendwie alles nicht in Ordnung. So jetzt kommt, dass ähm erworbene Immunsystem dann endlich an, hat halt jetzt äh ordentlich Armeen äh produziert, und sie teilt jetzt plötzlich ganz, ganz viele Zellen, äh die krank sind und äh ja, veranstaltet jetzt erstmal ein Massaker. So und das nennt sich dann schwerer Verlauf. Ähm. Umgekehrt, weil's halt aber so ist, dass natürlich jetzt das Virus nicht zu hundert Prozent, die. Angeborene Immunantwort aushebelt, äh sondern nur zu einem gewissen Prozentsatz und das hängt eben davon auch ab, ja wie gut äh das ist, wie teilweise auch wie jung äh man ist oder wie gut das eigene. System so funktioniert und wenn das, dem Virus halt nicht gelingt, aus welchen Gründen auch immer diese angeborene, Immunantwort wirklich zu unterdrücken, dann äh macht das angeborene Immunsystem einfach mit dem Virus ganz schnell den Garaus. Also es scheint äh in der Lage zu sein. Also wenn es denn, sagen nicht außer Gefecht gesetzt wird dann, bekämpft ist, dass Virus so gut, dass für das erworbene Immunsystem gar nicht mehr viel übrig bleibt, sodass sind dann quasi die Symptomlosen oder Symptomarmen Verläufe und, dafür, dass da was dran ist, spricht halt auch, dass man einerseits durch auch in der Verrohung gaben, durch relativ frühe wohl Verläufe lindern kann und umgekehrt, man festgestellt hat, dass äh Leute, die schwere Verläufe haben halt. Auch defekte am Interveronsystem haben. Es gibt also ein paar genesische Defekte, wenn einem so, bestimmte Stoffe aus der Interveron Familie fehlen, weil man die ja aufgrund eines genetischen Defekts hat man ein extrem hohes äh Risiko für schwere Verläufe. Ja, vielleicht noch äh so ein paar Dinge äh dazu die mir geholfen haben mir das auch vorzustellen wie das abläuft also wenn so ein Saßkopf zwei Virus, so eine Zelle befällt, dann füllt es die somit bis zu sechzig Prozent eigener RNA, das ist wohl ein ziemlich hoher Wert, also, Vergleich mit anderen Viren und Zweigkalten Großteil des Produktionsapparats für die Zelle. Für eigene Zwecke ab. Das ist halt natürlich dann auch nicht gut, wenn äh ich sage mal, wenn's Virus jetzt nur fünf Prozent nutzen würde, weil wir halt sagen, okay. Zelle ist zwar jetzt zu fünf Prozent weniger produktiv und so aber ja wer jetzt zolerabel aber wenn ihr halt jetzt sechzig Prozent der Zellaktivität durch durch das Virus gesteuert wird kann das einfach nicht gut sein für die Zelle gar nicht gut. So und im Zusammenhang mit Mutationen ist es jetzt natürlich so, dass Mutation an diesen Genen, mit denen das Virus, mit dem Immunsystem rumtrickst, natürlich gerade Krankheitsverläufe, Unsterblichkeit auch nochmal massiv beeinflussen. So in jede Richtung im Grunde genommen, so und. Nochmal, jetzt letzter Punkt, das war jetzt ein ziemlich langer Monologe. Ich hoffe, ähm das war jetzt alles nicht zu viel zu dicht, aber. So das Virus montiert natürlich ständig im Körper, so aber die meisten Mutationen sind halt Sackgassen so, die, Schwächen des Virus, aber ungefähr alle zwei Wochen im Durchschnitt findet man in freier Wildbahn ähm. Eine Mutation, die das Virus nicht schlechter macht, also die zumindest halt jetzt äh, zu einer Übertragung geführt hat und jetzt bei weiteren Übertragungen eben mit drin ist. Das sind also alle drei bis vier Übertragungen äh im Grunde genommen findet sich eine Mutation. So, wenn wir also dann einfach weltweit auf die Zahlen, gucken, dann kann man sagen, dass jede Woche so zwischen einer halben Million und eine Million neue Mutationen in die Welt kommen. Und jetzt nicht Motationen, die das Virus schlechter machen, sondern dieses Virus entweder genauso gut oder besser machen so. Ja, wie gesagt, halbe Million äh neue. Varianten und ich hatte mir dann mal angeguckt. Auch noch äh weil ich mich erinnern konnte auch aus Drosten, Podcast und so das Thema Mutation. War nie so im im Vordergrund. Du siehst immer, ja, ist ein relativ stabiles äh Virus, und es ist auch ein hochoptimiertes Virus, das heißt äh dass das Virus besser werden kann, so ist sehr unwahrscheinlich, weil das ist schon so gut, wie es denn nur geht, ja. Aber so äh dann im haben wir halt gesehen mit der B eins eins sieben Variante, es geht halt doch nochmal deutlich besser und so. Das wurde zwar wissenschaftlichen Konsens nie ausgeschlossen, dass es jetzt besser wird, aber er hat gesagt, es ist halt eher unwahrscheinlich so. Und ja das meine Sicht dahingehend verändert, dass bei so vielen Mutationen dass da auch vermutlich noch eine Menge Potenzial ist, dass das Virus doch nochmal ansteckender äh oder tödlicher äh werden kann oder wie auch immer erfolgreicher, so. Ja Also das äh vielleicht noch zum zum Thema Mutation leider ja äh könnte sein, dass wir noch lange nicht die Möglichkeiten ausgeschöpft haben oder das Virus noch nicht sein Potenzial ausgeschöpft hat, was so ähm Weiterentwicklung angeht.
Tim Pritlove
Ein Grund mehr, dass. Infektionszahlen insgesamt halt einfach gesenkt werden müssen. Selbst wenn's jetzt nicht zu einer totalen äh Auslöschung führt, was, glaube ich sehr unwahrscheinlich ist zum jetzigen Zeitpunkt aber umso weiter diese. Das Wachstum eingeschränkt werden kann oder zumindest oder oder die Verbreitung zurückgedrängt werden kann umso besser ist es, weil das dann eben bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit auch solche kritischen Mutationen äh weiter gesenkt wird.
Pavel Mayer
Und meine mit jeder mit jeder Welle sozusagen ähm ja. Normalerweise für zehn bis verhundertfacht sich die Zahl der Fälle und der der Mutation äh im Moment und äh ja, es ist zwar ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten und wir können auch Glück haben, aber ja wir wir fordern im Moment unser Glück eigentlich heraus und wenn wir Pech haben. Nun haben wir eben im Sommer mit impfen nochmal von vorne anfangen.
Tim Pritlove
Das ist das ist glaube ich das, was in der ganzen Debatte noch zu wenig. Vordergrund ist und ich meine es zeichnet sich ja jetzt schon zumindest mit dieser Südafrika-Variante an, dass das auch nötig ist. Also das zumindest nochmal ein neuer Wirkstoff gefunden werden muss, der eben diese spezifische Variante zurückdrängt. Also es ist noch nicht ganz klar, ne? Also haben wir ja auch schon drüber gesprochen. Äh es zeigt sich zwar eine schwächere ähm. Reaktionen Antikörper aber das ist ja nicht das Einzige in diesem Immunsystem, was greift, also es kann auch sehr wohl sein, dass die Impfstoffe helfen und dass zum Beispiel dieser Move von Südafrika, die in Astrid Sinnika-Impfstoff erstmal nicht zur Anwendung zu bringen. Vielleicht gar nicht mal so eine gute Idee war, ne? Weil es sehr wohl hätte sein können, dass es besser wirkt, als sie das jetzt so in der Petrischale beobachtet haben, Also jetzt sorgen wir schon wieder für schlechte Laune, ne? Ich meine, man kann natürlich äh wenn man jetzt mal hier auf unsere tollen Kurven schauen, wir haben jetzt hier viel über dieses Land und jenes Land natürlich vor allem viel über Deutschland äh gesprochen, insgesamt, wenn man sich jetzt mal die Weltentwicklung anschaut, geht zumindest die Infektionsrate weltweit zurück. Ja, das ist die gute Nachricht.
Pavel Mayer
Also man kann das bekämpfen, wir können das bekämpfen und auch ausrotten, wenn wir wollen, aber ähm dass äh Virus scheint auch. Sagen so einen, so einen schwachen Punkt getroffen zu haben, ich sage mal in der Psyche. Das ist nämlich ähm von der Tötlichkeit her nicht so krass ist äh jetzt wie bei Saas zwei, wo halt teilweise ich glaube dreißig Prozent oder so. Jeder Dritte gestorben ist, der sich infiziert hat, wo dann man einfach ganz konsequent äh. Draufgegangen ist, ne? Es hat sich so ein bisschen ja Stelzy aber kann sich verstecken und macht halt jetzt auch nicht so viel Ärger, aber dann doch wieder deutlich mehr Ärger, als man eigentlich in großer Zahl tolerieren kann und äh so ja ist das halt auch das perfekte Trollvirus sage ich mal mit den halt die Menschheit getrollt wird und äh ja äh ist halt für Streit sorgt, äh wenn's wenn's halt jetzt so Parameter wie, ja, Saß oder Ebula hätte, dann, gibt's halt dieses ganze irgendwie gemeckere über Lokdown oder so gar nicht.
Tim Pritlove
Aber um's nochmal kurz zu betonen, weil ich habe mir jetzt parallel auch nochmal so ein bisschen den Weltverlauf eben äh angeschaut. Wir hatten. Piekt der gemessenen Infektionszahlen weltweit, also wird dich jetzt alles zusammengenommen, ne? Das ist lokal, dann äh nicht immer so entscheidend, aber wenn man jetzt mal so den Weltverlauf äh sich anschaut, hatten wir den Peak ungefähr Anfang dieses Jahres, Also wirklich so um den um den ersten äh die erste Januarwoche herum. Da sind die höchsten Zahlen gemeldet worden. Es ist überall nochmal hochgegangen in allen Kontinenten, ganz extrem in Nordamerika. Nicht ganz so wild in Europa. Noch ein bisschen besser in Südamerika und äh die einzigen, die sozusagen immer noch unterdurchschnittlich sind, Afrika und Asien. Seitdem hat sich ungefähr. Die Zahl halbiert. So. Also das sind sozusagen jetzt schon die äh. Relativ guten Nachrichten, weil ja ist halt einfach halbiert, aber ist halt einfach noch zu hoch.
Pavel Mayer
Mein Halbieren ist was, was man eigentlich mit einem null siebener Lokdown äh in einer Woche machen kann. Ja.
Tim Pritlove
Ja, aber das hat man ja schon. Schauen wir doch nochmal auf die Maßnahmen, die jetzt in Deutschland ergriffen werden wenn auch schon zu wenig getan wird, äh was jetzt in der letzten Woche ein bisschen in der Diskussion aufkam, war die Frage der Schnelltests. Und ich beobachte immer wieder, dass die Einschätzung darüber, was schnell Tests jetzt bringen und wo sie denn was bringen, erheblich auseinandergehen, Also während man sich beim Impfen ja doch vergleichsweise einig sein kann ist so diese Anwendung des des Zielmittels, des des Schnelltests ist wirklich ein großes Durcheinander. Vielleicht stehen wir jetzt. Vor der Situation demnächst, dass eben diese Schnelltest für privat und an der Apotheke äh bald verfügbar sind. Ich habe ehrlich gesagt die Diskussion. So richtig verfolgt bekommen, weil's dann doch irgendwie hin und her ging. Ich habe Zahlen gehört, wie dass wir so hundertsechzig. Bedarf hätten von hundertsechzig Millionen Schnelltest pro Woche jetzt allein für Deutschland, um äh alles absichern zu können. Teilweise wird es jetzt bei Schulen soll es verteilt werden für Veranstaltungen wäre es ja sowieso später dann ohnehin nochmal eine eine gute Methode. Eindruck bekommen, wohin die Reise da jetzt gerade geht.
Pavel Mayer
Also ich weiß nur, dass halt jetzt in Berlin der Senat halt für die Schulen. Jetzt massiv auf Schnelltests setzt und äh jetzt beschlossen hat, dass alle Schüler, die wie ähm in Präsenz äh sind und eine Lehrer zweimal die Woche mit Schnelltests getestet haben. So erstmal mein Eindruck ist, äh dass das Potenzial äh durch Schnelltests Übertragungen zu reduzieren groß ist, Also. Selbst wenn die Dinger nur neun von zehn ansteckenden erkennen sollten und ich glaube da tun sie halt deutlich mehr könnte man in bestimmten Bereichen dann wahrscheinlich ja äh auch mehr auch mindestens neun von zehn Übertragungen und vielleicht auch mehr verhindern, weil natürlich gerade die, äh die halt besonders viele Viren. Ausscheiden auch mit. Besonders großer Wahrscheinlichkeit äh gefunden werden und äh ja insofern. Ist es mir ein absolutes Rätsel, warum wir da jetzt so lange gewartet haben. Ich weiß schon noch im, im Juni oder Juli hat äh Drostnie schon angekündigt, dass die eigentlich jetzt schon fertig sind soweit und dass man da die Produktion hochfahren wird, aber äh ja. Dann waren wahrscheinlich bei uns die Zahlen nicht so, dass irgendjemand eine Notwendigkeit gesehen hat, Und als dann die Zahlen so hoch waren, dass die Notwendigkeit da gewesen wäre, waren wahrscheinlich nicht genug Tests da, weil das Interesse vorher nicht hoch genug war, dass die Produktion nicht genug hochgefahren wurde, irgendwie sowas kann ich mir vorstellen.
Tim Pritlove
Ja, das Ganze wird dann eben natürlich auch noch begleitet von ähm solchen Diskussionen um na ja, wenn jetzt äh da zu viele äh falsch, Also Leute sich sozusagen bei negativen Tests zu sehr in Sicherheit wiegen, ja? Weil sie nur auch diesen Schnelltest vertrauen und wenn der dann halt negativ ist, das dann äh entsprechend. Sicher durch die Welt schreiten und sagen, na ja ich hab's ja nicht so, ich kann's ja nicht verbreiten, also kann ich jetzt hier rumlaufen, wie ich will. Das ist äh so ein Problem. Also es scheint mir wirklich so mentaler Knoten zu sein, der dieser ganzen Diskussion drin ist und es wird sich auch wahrscheinlich kaum auflösen können, bevor man eben nicht in irgendeiner Form eine hohe Verfügbarkeit und eine leichte Anwendbarkeit äh erreicht hat. Also im Prinzip dieses kostenlose Verteilen an Schulen und das konsequente Anwenden von Schnelltest an Schulen, denke ich mal, ist absolut erforderlich, wenn man denn, Schulen öffnet, ja, dann wäre es einfach wichtig, was das dazu kommt, ist, dass äh jetzt zumindest in der Debatte steht, also Niedersachsen hat da glaube ich einen Schritt nach vorne gemacht, zu sagen. Wir sollten jetzt auch die Lehrer und Erzieherinnen in die höhere Impfkategorie einsortieren, dass man also den Beschluss dahingehend ändert, dass man sagt, na ja, wenn schon Schulen dann zumindest die Lehrer noch mit äh absichern, was. Sicherlich keine schlechte Idee ist, ne? Ich meine, bleiben natürlich immer noch die Schüler. Es ist. Äh es ist ja nicht, das ist ja nicht so, dass das Problem äh da nur von den Lehrern ausgeht, ist halt nur so, dass die dann eben äh da in der Regel eben deutlich älter sind, also, weil sie älter sind, äh, natürlich einen größeren Risiko ausgesetzt sind und es vollkommen okay wäre, dieses Risiko für für diese Gruppe zu senken.
Pavel Mayer
Ja eigentlich würde ich sogar fast provokativ sagen wenn jetzt Schulunterricht wirklich wichtig wäre und Priorität vor allem an würde man halt Lehrer und Schüler zuerst impfen.
Tim Pritlove
Ja gut, aber die Schüler kannst du derzeit nicht impfen. Weil wir einfach da diese ganze äh die ganze Sicherheit einfach noch nicht haben für für. Jugendliche unter sechzehn Jahren. Es hat einfach nicht nicht machbar.
Pavel Mayer
Ja. Ich glaube gut in anderen Ländern. Ähm läuft es aber äh schon. Ich glaube, Israel bis zwölf. Glaube ich, runter, wird wird geimpft und ja, also es wird davon ausgegangen, dass ab Sommer äh irgendwie wahrscheinlich früher schon auch Impfungen von Kindern möglich sein werden. Sicher.
Tim Pritlove
Also Studien laufen, aber sind halt noch nicht abgeschlossen so und deswegen äh ist es glaube ich auch sinnvoll an der Stelle. Ja, nochmal äh. Andere Maßnahmen zu finden, bis das eben auch durchgeführt werden kann.
Pavel Mayer
Man ja und natürlich halte ich, ich sage mal so, wie wir äh jetzt impfende sicherlich die äh ja, ethisch äh. Und epidemiologisch sinnvolle Variante, also ist jetzt nicht also reine Pedium Biologisch könnte man sich wahrscheinlich noch äh was anderes vorstellen, aber gerade um halt äh so die Auswirkungen, also, schwere Verläufe zu vermeiden. Das ist glaube ich der der Hauptpunkt. So hat man halt, glaube ich, die Modelle optimiert. Dahingehend. Und das ist ist auch richtig, also nicht, dass jemand denkt, ich würde jetzt fordern, dass jetzt äh Schüler zuerst geimpft werden, aber Lehrern macht es sicherlich auf jeden Fall auch äh auf jeden Fall Sinn. Nicht nur mit einer Klasse in Verbindung sind, sondern ja teilweise, weiß ich nicht, zwei, drei, vier Klassen. Am Tag möglicherweise unterrichten und äh ja hätte ich jetzt auch keine Probleme mit. Neidtechnisch meine ich.
Tim Pritlove
So, dann lass uns doch mal schauen, wie es denn eigentlich mit den Impfungen in Deutschland so vorangeht und was da so ein bisschen die Rahmenparameter sind Äh ich denke auf der positiven Seite kann man vermerken, dass äh die Impfung noch laufen. Äh die Zahl der täglich verabreichten Impfung ist nicht nennenswert gestiegen, also das bewegt sich alles immer noch äh auf der selben Tradikorie. Wir haben jetzt äh eins äh drei Komma Eins sieben neun Millionen Erstmalig geimpfte und knapp eins Komma sieben Millionen. Die schon ihre zweite Impfung erhalten haben. Wenn man halt schaut, wie das so mit den Lieferungen äh angeht, was ja relevant wäre jetzt für eine Steigerung. Da tut sich jetzt halt was. Denn äh diese Astrazenika äh Impfstoffe kommen jetzt mit, ins Spiel und nehmen auch in zunehmenden Maße einen größeren Anteil an, während also moderner, noch sehr rein, sehr gering reintröpfelt, sehe ich das so, dass jetzt in den letzten Tagen sehr viel mehr. Impfstoff von Astra Zenika dazu gekommen ist, als wir glaube ich ja, fast insgesamt von moderner so hatten sprich es entsteht jetzt ein leichter Vorsprung, also wir haben jetzt tatsächlich mal einen gewissen Abstand zwischen den tatsächlich verabreichten Impfdosen und das, was theoretisch eben verimpfbar, wäre. Es gibt da ja eine Debatte um diesen Astracenica Impfstoff, der scheint jetzt einen extrem schlechten Ruf gehabt zu haben. Weil dieser Faktor, der Effektivität so in den Vordergrund geraten ist, ja, also. Erinnern wir uns diese Phase drei Studien bewerten ja letzten Endes den Erfolg danach, wie sehr eben solche schweren Verläufe. Äh eingeschränkt werden konnten. Also wie viel treten sozusagen überhaupt noch auf? Und da hatten ja die MRNA-Impfstoffe. Diese besonders beeindruckende Zahlen von vierundneunzig, fünfundneunzig Prozent und Bastra Cineca bei dem Impfstoff war es halt geringere Zahlen. Und diese sechzig Prozent, die dann äh im Spiel sind, wurden dann glaube ich von vielen Leuten so missverstanden ja dass das sozusagen nicht hilft, dass man so nur eine sechzig Prozent Chance hat so und wenn man wie in diesen sechzig Prozent nicht isst, dann stirbt man, Das ist aber nicht der Fall, ne, sondern das, das ist nicht das, was das aussagt. Denn auch bei Astra Cenica äh ist also die Wirkung schon so, dass Leute dann einfach nicht versterben und dass also der Schutz gegen schwere Verläufe sehr wohl da ist nur, dass man eben höhere Zahlen von ja Erkrankungen gesehen hat, aber die dann eben nicht äh zum Tode geführt haben Und in dieser ganzen Debatte scheint es jetzt, dass so die Leute soweit verunsichert zu haben, dass viele dann ihren Impftermin überhaupt nicht angetreten sind, wo dem sie erfahren haben, dass da eben jetzt äh dieser Astracenica in Stoff verimpft werden soll. Das natürlich beunruhigend. Muss man jetzt mal ich glaube auch die Tatsache, dass eben noch nicht genug Studienmaterial für ältere Leute da war, die Leute auch so ein bisschen abgeschreckt, dass er erstmal nur bis fünfundfünfzig oder bis fünfundsechzig, je nach Land äh freigegeben wurde, hat auch alles nicht unbedingt dazu beigetragen, hier den Leuten klarzumachen, dass das sehr wohl ein Impfstoff ist, der hilft.
Pavel Mayer
Man kann es. Vielleicht auf den Punkt bringen, dass auch der Astra SEKA-Impfstoff praktisch zu hundert Prozent äh davor bewahrt. Ähm daran zu sterben an äh Kobit.
Tim Pritlove
Genau. Also ich habe es schön drin äh Twit gesehen von dem Doktor Lübers, der meinte, sich mit Astrazinika-Impf zu letzten Schütz vor schweren Infektionen und reduziert die Weitergabe des Virus und wahrscheinlich auch das Auftreten von Long Coved. Sich nicht impfen zu lassen, schützt vor nichts, reduziert nichts und verhindert nichts, Schwierige Entscheidung. Ja also das äh ist definitiv so ein Faktor und äh ich denke man kann einfach festhalten, wenn ihr die Gelegenheit habt, euch mit Astrazenica-Impfstoff impfen zu lassen, macht es, es ist gut für euch, es hilft und äh mit sehr, sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit, äh kann es eben äh schwere Verläufe und Todes äh Fälle eben verhindern und genau das ist das, was dieser Impfstoff tun soll. In den Kommentaren tatsächlich gab's einen schönen Link, den ich so noch nicht gesehen hatte, wo mal wirklich aufgestellt wurde, mit welchen Lieferungen wir denn jetzt sozusagen zu rechnen haben. Und ich äh das ist jetzt hier auch einzeln aufgeführt, den Link findet ihr in den Shownotes, Das ist jetzt sozusagen alles das, was bestellt wurde und was eben auch an Lieferzusagen getan wurde äh zusammengerechnet. Also es ist einzeln aufgeführt nach den einzelnen Impfstoffen und da ist jetzt äh sowohl der Johnson and Johnson Impfstoff mit drin, der ja die Zulassung noch nicht hat, als auch der Cuwak der noch nicht ähm ja der auch glaube ich seine Phase drei noch nicht äh abgeschlossen hat. Und natürlich auch noch nicht für die Zulassung beantragt wurde, die machen dann aber auch einen relativ geringen Teil aus. Wenn man jetzt mal da drauf schaut, dann sieht man im letzten Quartal, also im letzten Quartal zwanzig zwanzig Also die Gesamtliefermenge lag halt bei eins Komma drei, Millionen Impfdosen, das war dann halt ausschließlich der Biontech Fiser im Stoff. Dann jetzt im ersten Quartal, also bis Ende März werden es dann achtzehn Komma drei Millionen gewesen sein. Es bezieht sich jetzt ausschließlich auf Deutschland übrigens, ne? Im zweiten Quartal. Werden es dann aber siebenundsiebzig Millionen sein. Also die Zahl, der verfügbaren Impfdosen wird sich dann entsprechend verdreifachen. Und im dritten Quartal ist mit hundertsechsundzwanzig Millionen zu rechnen. Also mal. Nochmal so das sechs siebenfache von dem, was wir in diesem Quartal sehen. Und dann im vierten Quartal nochmal hundert Millionen. Also davon auszugehen, dass wir eine gewisse Axeleration im ganzen Impfgeschehen in Deutschland sehen werden, signifikant an Natur, dass äh ja hoffentlich dann eben auch alle rechtzeitig noch einen Termin kriegen und auch eine Impfung bekommen können.
Pavel Mayer
Also wenn die Zahlen so eintreten, kann man davon ausgehen, dass im zweiten Quartal. Also bis Ende Juni wahrscheinlich alle Prioritätsgruppen durch sein werden. Und wir äh wahrscheinlich im Quartal drei dann. Ähm eine allgemeine Freigabe kriegen und das dann sich äh im Prinzip jener impfen lassen kann. Also im Quartal drei. Irgendwann sollte dann genug im Stoff für alle äh. Zur Verfügung stehen. Ja. Korreliert eigentlich dann auch mit den Aussagen. Ich glaube von Sparen so ab September meinte er gibt's genug Impfstoff für alle und den Zahlen nach, zumindest die ich hier sehe klingt das plausibel.
Tim Pritlove
Bei der Süddeutschen Zeitung bin ich dann noch auf den Impfpott gestoßen, da kann man äh mal drauf äh klicken und gibt so seine Rahmenparameter ein und dann äh zum Schluss benennt man noch das Bundesland, aus dem man kommt und dann äh wird eine Einschätzung gemacht, äh wann man denn wohl so dran sein könnte, wenn die Kampagne im geplanten Tempo läuft. In meinem Fall wäre das ungefähr ab Juli zwanzig einundzwanzig. Impfungen in der bisherigen Geschwindigkeit weiter könnte es aber auch bis Mai dreiundzwanzig dauern. Wovon nicht auszugehen ist, wie ich ja gerade ausgeführt habe. Den Link habe ich jetzt natürlich auch in den Shownotes. Dann sollen wir nochmal einen Blick nach Israel wagen. Da äh erwarten wir ja nun schon seit längerem neue Erkenntnisse darüber, wie äh sich zumindest das Pfeiser der Pfeiserimpfstoff auf diese ganze Gesamtsituation so auswirkt. Da gibt's tatsächlich eine ganze Reihe von, Studien, also sowohl die hier schon mal erwähnte Klarlied Health Service Research Institut hat da was gemacht und noch ein äh sogenannter Makaby Health Care Service und ja es die ganzen Zahlen im Einzelnen runterbieten, aber die haben halt Studien gemacht mit sehr vielen Leuten, also in der ersten Studie wurden eins Komma zwei Millionen Leute ausgewertet, also äh, quasi immer so zwei Gruppen, ne, Geimpfte, nicht geimpfte, also ungefähr sechshunderttausend pro Gruppe. In unterschiedlichen Altersgruppen eingeteilt, äh über sechzig unter sechzig und bei der zweiten waren's nicht, ganz so viel, aber so in der gleichen Größenordnung und es zeigen sich eigentlich konsistent dieselben Ergebnisse, nämlich so eine Wirksamkeit von vierundneunzig bis fünfundneunzig Prozent, also, ziemlich genau das, was auch in der Phase drei Studie von dem Pfeiser im Stoff ähm vorhergesagt wurde oder ermittelt wurde. Ähm. Kein einziger Todesfall, bei dem die geimpft wurden, und ja das sind alles extrem gute Zahlen generell sechzig Prozent weniger Erkrankungen bei sechzig plus. Also der Impfstoff hilft quasi äh auf allen Ebenen. Und dann gibt's auch noch eine dritte Studie vom Weizmann Institut die ähm. Auch untersucht haben, wie denn das so generell sich auf die Neuinfektion auswirkt und das ist ja immer die große Frage, die im Raum stand, so, ne. Okay.
Pavel Mayer
Ja vielleicht noch äh sagen insgesamt aber wohl äh aus dem. Clarit äh Artikel äh geht halt hervor, dass ähm sagen symptomatische Infektionen insgesamt um vierundneunzig Prozent reduziert werden.
Tim Pritlove
Das hatte ich ja vorhin gesagt, jetzt die diese Effektivität liegt bei vierundneunzig oder fünfundneunzig Prozent.
Pavel Mayer
Was sozusagen, was das bedeutet äh äh immer, weil weil es ist ja immer so, so äh in wie vielen Fällen verhindert es denn jetzt eigentlich die Infektion äh aber das äh geht nicht um die Infektion, sondern um symptomatische Infektion.
Tim Pritlove
Richtig, genau, ne? Weil nicht alle ja nochmal getestet werden, ob sie sich infiziert haben. Sondern weil er nur geschaut wird, wer wird krank? Und das merkt man natürlich nur bei denen, die auch entsprechende Krankheitssymptome zeigen. Und das ist ja auch das, was ich vorhin mit Astra-Senica meint. Das ist das, was da halt untersucht wurde. So, aha, nur. Eine symptomatische Erkrankung haben. Davon einen wirklich schweren Verlauf zu bekommen oder eben zu sterben. Das sind nochmal so zwei verschiedene Sachen, ne? Und ja auch der Astra Sinnika-Impfstoff hilft da eben extrem. Also Todesfälle verhindert schwere Erkrankungen, nur werden halt mehr Leute unter Umständen, Zumindest nach den derzeitigen Zahlen lagen trotzdem noch irgendwie bei einer Infektion krank, aber sie leiden halt unter dieser Krankheit nicht, weil der Körper in der Lage ist beim Auftreten dieser Krankheit. Schneller das Immunsystem hochzufahren, effizienter zu bekämpfen und damit dann eben die unerwünschten Nebenwirkungen sozusagen im Schach zu halten.
Pavel Mayer
Man kann dann sagen wir vielleicht noch das Modell von wohin sie sagen mit der Reaktion des sagen, angeborenen und erworbenen Immunsystems nach einer Impfung ist es so, dass einfach das äh Erworbene, System sich wesentlich schneller an die Arbeit machen kann, erstmal nicht diese siebentägige Forschung veranstalten muss, welche Art von Antikörpern es denn jetzt produzieren muss, sondern die, da liegen die Baupläne dann schon vor und das führt dann eben auch dazu, dass äh erstmal nicht so viele, Zellen befallen, äh, äh, werden, bevor das Immunsystem da schon loslegen kann und. Natürlich je mehr Zellen befallen sind, umso schwerer potentiell der Verlauf, äh wenn das Immunsystem dann loslegt. Insofern ja macht es halt alles Sinn, insbesondere was schwere Falläufe an angeht, dass es da extrem wirksam ist.
Tim Pritlove
Genau, so jetzt nochmal zu dieser dritten äh Studie bei diesem Weizmann-Institut. Die haben sich ja dann halt auch nochmal angeschaut, wie denn das eigentlich jetzt ähm also sie haben ähnliche Zahlen auch nochmal, was so die die Erkrankung betrifft, ähm generiert und die von denen stammt auch glaube ich die Aussage, dass eben die Neuinfektion äh auch entsprechend zurückging. Also das ist dann sozusagen auch hier ist eine Analyse mit wie viel Infektionen gibt's da? Nicht, weil jetzt alle nochmal getestet wurden, sondern man hat sich das dann eben über die gesamte Gruppe äh angeschaut und eben verglichen, Städte früher geimpft wurden, versus, welche, wo das später angefangen hat, et cetera. Diese ganze Methode, das hatten wir letztes Mal, glaube ich, auch schon angesprochen. Und dann lässt sich also jetzt ablesen bei sechzig plus ging die Infektionsrate um. Fünfzig Prozent zurück. Bei jüngeren Minussicht, also kleiner jünger als sechzig Jahre um zwanzig Prozent, weil. Eben noch nicht so viele ähm geimpft wurden, ne? Weil sechzig plus hat jetzt eine Impfrate in Israel von neunzig Prozent. Äh erste Impfung, achtzig Prozent, zweite Impfung und bei unter sechzig ist es halt ungefähr, die Hälfte ja weniger noch als die Hälfte, also vierzig Prozent haben die erste Impfung bekommen, zwanzig Prozent, haben die zweite Impfung bekommen und es lässt sich halt einfach, durch die Analyse der statistischen Daten eben schon dieser Schluss ziehen. Also da, wo eine hohe Impfquote vorliegt Achtzig, neunzig Prozent. Da gehen dann auch die Infektionen messbar zurück. Um. Fünfzig Prozent und bei dem wo man eben noch nicht ganz so weit ist um zwanzig Prozent. Aber bei allen geht sie zurück, und das sind gute Nachrichten und das sind die Nachrichten, die wir uns eigentlich erhofft haben. Auf die Frage warum denn äh die Neuinfektion zurückgehen. Äh gibt's auch noch Untersuchungen und, Das lese ich im Wesentlichen so, dass man einfach feststellt, dass bei den Leuten, die geimpft sind, die Viruslast deutlich sinkt. Also man hat halt Leute, die sich zwar infiziert haben, noch aber schon geimpft waren. Im Verglichen, also Proben genommen und diese Viruslast bestimmt und das dann eben im Vergleich zu Leuten, die nicht geimpft waren und sich infiziert haben. Und diese Viruslast kann ja im Rahmen dieser PCR-Tests durchgeführt werden und zwar, nimmt man ja 'ne Probe. Tut ihr dann dieses PCR, in diesen PCR-Test rein, in dieser PCR-Test funktioniert ja dadurch, dass quasi dieses diese kleine Menge an Genmaterial äh. In verschiedenen Durchläufen immer wieder verdoppelt und verdoppelt und verdoppelt und verdoppelt wird Dieser Prozess wird immer wiederholt, das ist so dieses dieser mechanische äh Ablauf, der durch diese PCR-Maschinen im hochautomatisiert ist, und dieser CT-Wert, der dabei rauskommt, das ist im Prinzip die Anzahl der Duplikationen, die man hat durchführen müssen bis eben der Beleg war, aha das Virus ist auch wirklich da gewesen. Hast du eine hohe Viruslast, musst du nicht so viel verdoppeln, weil du siehst es dann schon sehr viel früher und umso geringer eben diese Viruslast ist äh umso. Höher ist dann am Ende dieser CT-Wert und bei den geimpften war es wohl so, dass der so ungefähr um zwei höher lag, also du bräuchtest quasi zwei Verdopplungen, sprich Faktor vier äh hat sich äh die Viruslast unterschieden. Und das, ist eine auch eine sehr gute Nachricht, denn das ist das, was man sich so ein bisschen erhofft hat, dass eben eine Impfung eben nicht nur, was sie ja tut. Schwere Verläufe und Todesfälle verhindert, sondern eben auch einfach schon so früh das Virus bekämpft im Körper. Dass es eben auch gar nicht mehr die Möglichkeit hat, sich überhaupt im Rachenbereich so weit auszubreiten und dann eben potenziell auch schon wieder weiter verbreitet zu werden. Und es sind auch alles sehr gute. Äh Informationen. Also ich finde das äh hochgradig positiv, was dabei herauskommt und man kann nur hoffen, dass es so weitergeht, aber das ist zumindest äh soweit alles wie bestellt.
Pavel Mayer
Ja, das ist doch sehr erfreulich.
Tim Pritlove
Ja Bei den Lymphstoffen selber äh tut sich was. Ich äh äh wollte eigentlich heute schon nochmal ein bisschen genauer auf dieses Johnson und Johnson äh wachsin, eingehen, das muss sie nochmal so auf nächste Woche verschieben, habe ich noch nicht so die Zeit gefunden, aber äh ich habe ein paar Links für euch. Es gibt bei den New York Times äh schöne interaktive Erläuterungen diese einzelnen Impfstoffe alle funktionieren. Also da gibt es quasi so für jeden. So 'ne eigene Erklärbarseite, die sehr verständlich gemacht ist, also erstmal generell wie die Impfstoffe funktionieren und dann eben spezifisch auch eben für ähm Fiser, moderner. Und eben auch die, die für uns noch relativ neu sind, also der Johnson and Johnson im Stoff, der. Insofern ja auch besonders ist das, dass es der erste Impfstoff ist, bei dem nur eine Dosis vergeben werden soll. Aber auch hier dieser Gamalia, also Sputwig fünf, der russische Impfstoff und Novawax, was äh auch äh demnächst noch auf den Markt kommt, ist dort alles schon von der Funktion her beschrieben worden. How nein Cover Nine Teen, Backseens Work heißt die Seite, also neun verschiedene Impfstoffe sind da entsprechend präsentiert. Ja.
Pavel Mayer
Ja ich bin ja sehr gespannt auch auf die Studienergebnisse, wenn man von den anderen Impfstoffen, aber da haben wir ja noch nichts, äh, bisher ist noch nichts aufgetaucht.
Tim Pritlove
Gibt halt nur diese Zwischenergebnisse von äh dem Gamalea, dem dem Sputnik äh das äh hatten wir hier auch schon berichtet am, aber richtige Ergebnisse, das werden wir dann halt sehen, wenn die beantragt sind. Bei Johnson und Johnson soll's wohl jetzt demnächst zu dieser Beantragung kommen. Das wird wohl alles in der nächsten Zeit passieren und dann werden natürlich auch diese Ergebnisse, entsprechend präsentiert werden. Dann gibt's noch gute Nachrichten von Biontech, Pfeiser und zwar haben die jetzt äh nochmal überprüft, bei welchen Temperaturen denn eigentlich ja. Impfstoff jetzt noch so überlebt, die waren ja da sehr konservativ und haben am Anfang gesagt, na ja, so minus siebzig Grad müsste es schon sein, nur dann können wir uns sicher sein, dass dass der auch lange hält, Und jetzt haben sie da sich nochmal drauf gestürzt auf das Thema und haben halt ihren Impfstoff auch bei niedrigeren Temperaturen. Richtig. Bei höheren Temperaturen äh gelagert und äh ich weiß nicht ganz genau, auf welche Art und Weise sie dann überprüft haben, dass diese noch genauso stabil sind äh et cetera, aber haben sie auf jeden Fall äh Endergebnis ist Man muss nicht mehr bis minus sechzig, siebzig Grad gehen, sondern es reicht jetzt der ähm, Der Temperaturbereich von minus fünfzehn Grad Celsius bis minus fünfundzwanzig Grad Celsius. Dass es eine extrem gute Nachricht, weil das bedeutet äh, dass man eben nicht so ähm spezielle Kühlschränke braucht.
Pavel Mayer
Dass man die Dinger im normalen Tiefkühlschrank lagern kann.
Tim Pritlove
Genau oder zumindest bei den Kühlschränken, die auch so bei normalen Impfzentren üblicherweise ohnehin vorhanden sind. Daraus ergibt sich auch dieser Range, ne? Also dieser Range ist jetzt nicht so, dass sie gesagt haben äh, die haben wir alle ausprobiert, sondern es ist eben so eine gewisse Kategorie von Kühlschränken, die halt in diesem Bereich sind und wenn eben dieser Bereich sichergestellt werden kann, dann äh passt das schon. Mit dem im Stoff. Und damit schließt halt das Pfeiser äh der Pfeiserimpfstoff ein bisschen auf zu moderner, die ja von vornherein schon mit niedrigen Temperaturen rangegangen sind und das sind natürlich insbesondere gute Nachrichten für Länder, die jetzt sicherlich Schwierigkeiten gehabt hätten, eine größere Infrastruktur aufzubauen und Kühlketten, die halt wirklich auch im Transport dann minus siebzig Grad sicherstellen kann.
Pavel Mayer
Ja, nee, vor allen Dingen. Finde ich das deswegen ganz erfreulich, weil man dann damit auch rechnen kann, äh dass der Impfstoff auch bei äh niedergelassenen Ärzten dann verfügbar sein wird.
Tim Pritlove
Genau, das kann es bedeuten und was, auch noch bekannt gegeben wurde ist, dass sie wohl in zunehmenden Maße davon ausgehen, dass ihr Impfstoff auch einfach schon sehr gut wirkt nach der ersten Dosis. Die ganzen. Tests sind ja mit zwei Dosierungen durchgeführt worden und. Es zeigt sich wohl auch, dass die zweite Dosis durchaus sinnvoll sein kann, ja? Aber das schon die Effektivität nach einer Dosis schon bei fünfundachtzig Prozent liegt. Und das ist natürlich äh auch eine gute Nachricht. Bin mir jetzt nicht so sicher, inwiefern das dann auch gleich in äh die. Ähm Impfstrategien, Einfluss haben wird auf jeden Fall kann man eben einer Impfstoffknappheit unter Umständen auch einfach erstmal ganz praktisch. Dadurch begegnen erstmal sagt naja okay, wir geben jetzt erstmal nur eine Dosis raus und äh schon dadurch würde sich das extrem ver, bessern und man kann bei höherer Verfügbarkeit dann halt auch später noch nachimpfen.
Pavel Mayer
Ja, ich hörte jetzt noch äh einen langen Pizza keine Studie dazu, aber äh insofern verschiedenen Seiten das wohl Impfreaktionen äh bei Astra Sinnika ähm. Ihr bei der Erstimpfung auftreten, während sie bei äh Bier und ich bei der zweiten Impfung auftreten. Dass es mir so zu Ohren gekommen, aber. Ja na ja halt also wie heftig der Körper drauf drauf reagiert.
Tim Pritlove
Bei moderner soll's andersrum sein, bei Moderna soll's bei der ersten Impfung so sein oder was.
Pavel Mayer
Nee bei Astra Sinnika, äh, bei der ersten und bei Pfeiser bei Bayern Tech Pfeiser bei der zweiten, bei moderner weiß ich nicht, würde aber wahrscheinlich dann, wenn das so stimmt auch er. Ähm wie bei Bayern Tech Pfeifer.
Tim Pritlove
Das mag sein, habe ich jetzt nicht verfolgt, ist halt letztlich auch egal, ne? Man, wie gesagt, äh hier muss man einfach immer verstehen, Nebenwirkungen sind auch in gewisser Hinsicht erwünscht.
Pavel Mayer
Ja, es ist insofern äh halt äh psychologisch noch einen Unterschied äh sozusagen, wenn bei deiner Erstimpfung einfach nichts passiert äh so. Dann äh ja ähm. Aber in äh wenn bei Astra Seneka hatte sich ja irgendwo dann die Hälfte der Leute dann krankschreiben lassen für zwei Tage wegen der Impfreaktion irgendwo angeblich im in eine.
Tim Pritlove
So im Krankenhaus in Deutschland ja.
Pavel Mayer
Genau. Und äh sagen ist. Sagen, macht jetzt kein, nicht, nicht wirklich einen Unterschied, nur eben sagen psychologisch vielleicht, wenn bei dem einen Impfstoff äh, das Gro der Leute erstmal bei der Erstimpfung das Gefühl, da passiert jetzt nicht viel, während die anderen denken, oh, der ist aber heftiger, so. Egal Ding am Rande.
Tim Pritlove
Ja, ich meine das mit der Nebenwirkung ist so ein bisschen aufgebläht worden, dass es dann auch so ein Schubler Kreisen äh gerne wieder dankend aufgenommen worden, so nach dem Motto Nebenwirkungen wären ja irgendwie gefährlich. Das normal, ja?
Pavel Mayer
Ich weiß, ich weiß ja noch nicht mal, ob das Nebenwirkungen.
Tim Pritlove
Ja, ja, das waren einfach die Auswirkungen von der Impfung als solcher. Und die haben halt das komplette Krankenhauspersonal geimpft und dann war halt der Anteil derer, die halt wirklich gesagt haben, so oh mir ist aber jetzt erstmal hier, jetzt mache ich erstmal ein, zwei Tage äh äh Pause war dann relativ hoch und dann hatten sie irgendwie dreißig Prozent Personalausfall, was dann halt sozusagen das Krankenhaus so ein bisschen in die Bredouille gebracht hat.
Pavel Mayer
Ich meine, grundsätzlich ist die Empfehlung altern nach jeder Impfung eigentlich so zwei, drei Tage lang erstmal.