UKW071 Corona Weekly: Impftermine helfen gegen Corona

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Die Zahlen in Deutschland stagnieren. Die Bundesnotbremse bremst zwar nicht die Pandemie, verhindert aber in der Summe der Maßnahmen offenbar, dass sich die Situation weiter verschlechtert. Trotzdem gibt es keinen klaren Trend und die kurze Verschnaufpause verweilt immer noch auf einem zu hohen Niveau und könnte auch jederzeit wie ein Kartenhaus einstürzen.

Wir werfen daher einen genaueren Blick auf das einzige, was derzeit noch helfen kann: die Impfkampagne. TIm hat sich die Zahlen etwas genauer angeschaut und ausgewertet und zieht eine positive Bilanz: Die Kampagne kommt gerade in Fahrt und die Zeichen stehen gut, dass sich dieser Trend bis in den Juni hinein hält.

Des weiteren schauen wir noch auf das Drama rund um den Sputnik V Impfstoff aus Rußland, der in der Welt so recht keine Freunde machen will, da es wohl berechtigte Zweifel an Testzahlen und Produktionsqualität gibt. Mit einer Zulassung in Europa ist so schnell wohl nicht zu rechnen.

Am Ende schauen wir dann noch auf eine erfreuliche Studie über die Wirksamkeit von Impfstoffen und blicken außerdem in das Land des Glücks, dass sich auf eine ganz besondere Art und Weise seine Bürger zum impfen motiviert.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW, unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Pritlaff und das hier ist Ausgabe einundsiebzig von UKW und es ist Freitag und das heißt, es ist Coronawickly mit mir und mit Pavel, hallo Pavel. Der.
Pavel Mayer
Ne? Und das ist der dreißigste April.
Tim Pritlove
Genau, es ist der dreißigste April zwanzig einundzwanzig. Noch ist nicht alles äh vorbei, aber es wird besser. Wie, das werden wir heute äh erklären, wie es hier unsere Art ist, immer, am Freitag schauen wir auf die Entwicklung in der Coronakrise mit Schwerpunkt Deutschland. Ab und zu schauen wir auch mal woanders hin, machen wir heute auch, aber trotzdem unser Fokus ist natürlich auf Deutschland. Ja, weiß nicht, ist irgendwas äh. Irgendwas Besonderes passiert diese Woche eigentlich nicht, ne?
Pavel Mayer
Nö, nichts wirklich spektakuläres, allerdings äh so haben wir. So seit zwei Tagen äh eine leicht sinkende äh sieben Tage Inzidenz, die ist jetzt auf hundertdreiundsechzig, gefallen ähm so hm in innerhalb von zwei Tagen und der aber vor allen Dingen ja seit gestern ist dann der sieben Tage R-Wert knapp unter eins gefallenes hatten wir. Jetzt äh seit drei Wochen äh nicht mehr, insofern kann man also von einer kleinen Trendwende reden, allerdings ist halt null Komma neun sechs noch nicht so richtig der geile RWRt, der die äh Zahlen nach unten fallen, äh diese aber es ist auf jeden Fall schon mal erfreulich. Nicht so ganz erfreulich, aber zu erwarten äh ist, dass die Zahl der Todesfälle äh weiter leicht angestiegen ist jetzt auf tausendsechshundertzweiundneunzig in den letzten sieben Tagen und das ist natürlich schon eine ganze Menge äh leider, aber wie gesagt, das äh sagen das Schicksal entscheidet sich halt bei den äh Todesfällen äh in der Regel zwanzig Tage. Vorher mit der Infektion, deswegen kann man halt sagen, Ja, das äh die jetzt nicht weiter spektakulär ansteigen werden, sondern dass wir da auch dann demnächst wieder einen leichten Rückgang sehen werden bei den Todesfällen, aber, Ja, es sieht erstmal so aus, als wenn die schon noch relativ lange auf. Dem Niveau noch bleiben dürften auf dem sie jetzt leider sind. So äh.
Tim Pritlove
Das sind mal so locker zweihundertvierzig Leute, die so pro Tag sterben.
Pavel Mayer
Das ist halt nicht schön ist. Vor allen Dingen natürlich vor dem Hintergrund hm dass. Ja, die Älteren eigentlich ziemlich weitgehend mittlerweile geimpft sein sollten vor dem Hintergrund, sind es natürlich erstmal noch unschön hohe Zahlen, die darauf hindeuten, dass dann eben wahrscheinlich doch noch nicht so viele Leute geimpft sind.
Tim Pritlove
Dir mal die Altersverteilung angeschaut bei den Todeszahlen.
Pavel Mayer
Ja ja, das sind äh das sind halt vor allem immer noch achtzig plus und äh sechzig bis äh neunundsiebzig, die machen irgendwie, wenn ich fünfundneunzig Prozent der Todesfälle aus. Ja. Und wir haben zwar auch immer äh wir haben zwar mittlerweile auch um äh da mal jetzt dann, zu den Inzidenzen nach Altersgruppen ähm über zu äh gehen ähm die. Achtzig plus haben mit dreiundsechzig auf hunderttausend die niedrigste Inzidenz und dann kommt mit vierundneunzig eben die Sechzig bis neunundsiebzig, aber das sind halt, ja, das ist halt nicht nicht zero, Covid und ähm ja die gehen halt leicht zurück und am stärksten äh sind aber jetzt Zahlen bei den fünf bis vierzehn Jährigen zurückgegangen, aber sind trotzdem noch äh ja von der Inzidenz die höchsten mit zweihundertdreiundvierzig, zweihundertvierunddreißig auf hunderttausend jetzt ja und ansonsten ja Kopf an Kopf mit den äh fünfzehn bis vierunddreißig so die bei noch bei zweihundertneunundzwanzig pro hunderttausend liegen, aber, Wir haben jetzt äh ja äh grade einen leichten Rückgang in allen Altersgruppen gesehen. Das äh deutet also auch daraufhin äh ja, dass die. Inzidenzen gerade allgemein zurückgehen und das würde ich äh sowohl auf, mehr Wernes äh zurück äh führen, Grund der öffentlichen Diskussion und äh Bundesnotbremse und so, das äh Plus, natürlich äh ja die steigenden Impfquoten spielen auch eine Rolle, aber die äh spielen halt äh sicherlich nicht bei bei den Kindern oder Jugendlichen jetzt wirklich 'ne 'ne große Rolle so das heißt da, äh sind andere Faktoren am Werk.
Tim Pritlove
Hast du irgendwie eine Meinung dazu, was jetzt genau von dieser Bundesnotbremse äh äh hier noch durchschlagen kann. Vom Effekt her ist es ja mehr so man beschleunigt jetzt auf der Autobahn nicht mehr, man geht mal einfach vom Gas. Also die, das ist ja mehr so eine. Bundesfond vom, vom Gas. Geh Aktion als wirklich, dass man mal aufs Bremspedal tritt.
Pavel Mayer
Ja ja ähm also teilweise äh denke ich die Ausgangssperren. So sind halt von daher wirksam, dass hm ja, bestimmte äh Kontakte dann einfach nicht stattfinden, dass die Leute sich dann halt Abends äh eben dann, jetzt weniger treffen, ja. So und das dadurch, ich meine ähm, Es ergibt ja, ich sage mal, jede Menge Maßnahmen, wenn man die alle zusammenzählt, so die Maskenpflichten. Und, äh ja äh Abstand und ähm Home Office und äh Verbot von Veranstaltungen und Zusammenkünften und die Gastronomie ist geschlossen und mein all das sagen, kommt halt, so aufeinander und Ja, äh plus natürlich Saisonalität und Impfung und äh das hat halt jetzt äh zusammen entfaltet es jetzt eine Wirkung, äh dass der R-Wert äh gerade unter eins äh ist. So, aber leider eben ja ist es noch nicht genug.
Tim Pritlove
Ein bisschen traurig, wenn man sich irgendwie so den Verlauf anschaut und und sieht so genau diese immerhin noch schwachen Maßnahmen, ja, wenn wir die im Mitte Februar einfach beibehalten hätten, anstatt äh wieder loszulabern, dann wären wir locker, im im unteren zweistelligen Bereich, angekommen und hätten uns diesen ganzen Ärger der letzten zwei Monate vollständig gespart und auch noch den Ärger der nächsten zwei Monate, den wir auch noch haben werden, weil. Die ganze Geschichte ist eigentlich um vier Monate rausgezögert. Ohne Not und ohne Gewinn vor allem. Oder? Ist doch so.
Pavel Mayer
Ja, ja, ja, ja, nein, definitiv. Also, äh und ähm vielleicht später äh noch noch drauf und das Spiel geht ja schon wieder äh äh los, so mit der. Öffnungsdebatten äh und so. Ich meine, kaum hören die kaum äh hören die Zahlen auf zu steigen schon äh ja, Ähm.
Tim Pritlove
Kann das ja alles nicht so weitergehen.
Pavel Mayer
Kommen sie wieder alle aus ihren Löchern und äh ja, aber dazu äh glaube ich, später bleiben wir mal jetzt vielleicht nochmal bei den bei den Zahlen. Was, vielleicht noch interessant ist, wenn man sich die Pseudo R Werte anguckt, dann äh ja liegen die aktuell für die null, das Vierjährigen noch knapp äh über äh eins, aber praktisch.
Tim Pritlove
Was meinst du mit Pseudo R?
Pavel Mayer
Na ja, es ist so, hm, eigentlich gibt der R-Wert ja an, bei eins, dass zehn Infizierte, zehn weitere infizieren. Ähm. Wenn ich jetzt einfach die Wachstumsraten oder. In die Rückgänge, sagen den den die wöchentlichen Veränderungen nach Altersgruppen berechne und die dann halt. Mit äh irgendwie hoch vier Siebtel auf äh einen R-Wert umrechne, dann äh ist es genau genommen eben kein richtiger R-Wert, weil sich die Leute ja nicht nur innerhalb der Altersgruppen anstecken, sondern natürlich auch äh zwischen den Altersgruppen. Also, dieser aber ich finde es halt ganz hilfreich, weil man den R-Wert mittlerweile gewohnt ist, sondern das eben auch umzurechnen auf so einen, deswegen nenne ich den Pseudo Rert äh in den, verschiedenen Altersgruppen. Und da sieht man halt, Ja, dass im Moment eben noch bei den Null- bis Vierjährigen die höchste Ausbreitung ist, ähm ganz knapp, über eins und bei den ähm ja Schülern null bis äh vierzehn dann die zweithöchste noch mit null Komma neun sieben. Ja, und am wenigsten äh also sagen die niedrigsten pseudo mit null Komma neun eins haben jetzt achtzig Plus. Also fast, wie es eigentlich sein sollte. Aber äh eben auch bei fünfzehn bis vier bei den fünfzehn bis vierunddreißig jährigen das Partyvolk, ja ähm.
Tim Pritlove
Ausgebremst worden.
Pavel Mayer
Das äh ist jetzt wahrscheinlich auch durch die Ausgangssperren ausgebremst worden und hat jetzt nur noch äh null Komma neun fünf pseudowert, aber das ist halt schon sehr. Spekulativ, äh aber ähm.
Tim Pritlove
Ja, verstehe.
Pavel Mayer
Ja Ansonsten habe ich mir auch nochmal einen äh Blick auf die Fallsterblichkeit gegönnt. Bei achtzig Plus und bei sechzig bis äh neunundsiebzig um da zu sehen, äh inwieweit sich da jetzt die Impfstoffe, bemerkbar machen und äh ja, da sieht man also äh deutlich, was äh. Schon den Rückgang ab. Ähm ich würde sagen, so ab Mitte Januar bereits, kann man sehen, dass halt bei achtzig Plus begonnen hat die Sterblichkeit leicht zu sinken und so ab Mitte Februar ging das, dann äh los mit sechzig bis neunundsiebzig äh mit der Altersgruppe und. Ja, ich glaube, dass korrigiert wahrscheinlich ein Stück weit äh auch äh einfach mit, stattgefundenen Impfungen würde ich sagen. Ähm ja, dass. Vielleicht dazu äh sagen, dann ja ein kleiner Blick eben auch auf die Tests bis zum. Ja, das sind ja immer die wöchentlichen Testzahlen, äh diesmal die Kalenderwoche sechzehn bis zum fünfundzwanzigsten vierten, also nicht bis heute, sondern ähm bis vor fünf Tagen. Die äh Zahlen und ja, die Zahl der Tests hat halt nochmal deutlich zugenommen. Um ähm ja sechs Prozent werden sie in der Vorwoche auch schon mal um zehn Prozent äh zugenommen hat. Das heißt, es sind jetzt bei eins Komma vier Millionen Tests. Dass äh ja, gut so das hatten wir in Kalenderwoche zwölf auch äh schon mal, aber ja die Testzahlen sind jedenfalls deutlich nach oben gegangen. Und äh ja, aber die ja und die Zahl der positiven Tests ist aber. Etwas mehr nur gestiegen äh so, aber fast fast gleich, sodass jetzt die positiven Quote nur, um von zwölf Komma vier fünf auf zwölf Komma vier sieben Prozent angestiegen ist. Also im Grafen sieht das halt äh praktisch gleich aus, da kann man sagen, ja, äh die die positiven Quote hm stabilisiert sich jetzt auch und das heißt. Wir können davon ausgehen, dass tatsächlich die Ausbreitung der Infektion erstmal zum, gekommen ist, also vermehrt sich jetzt äh nicht, aber ähm na ja, es werden aber. Halt trotzdem jede Woche äh noch hundertsechsunddreißigtausend Menschen äh infiziert. Das ist äh natürlich nicht gut.
Tim Pritlove
Ja und zwölf Komma vier sieben Prozent ist kein gute Zahl. So, also das das muss noch deutlich äh fallen.
Pavel Mayer
Ja, das ist das ist halt auch noch so ein so ein Problem, hm dass wir halt äh aktuell eine sehr hohe Dunkelziffer haben. Da gehe ich später auch nochmal. Drauf ein, wenn wir mal die deutschen Inzidenzen und anderen Zahlen mit den Nachbarländern vergleichen. Ja äh vielleicht auch nochmal einen Blick in die in die Bundesländer und ja äh da. Ist vielleicht das Bemerkenswerteste einfach Schleswig-Holstein, die sowieso nur mit einer äh Inzidenz von vierundsechzig äh. Auf hunderttausend äh Grade unterwegs sind. Äh die nächst Besseren sind Hamburg mit hundertzwölf. Also das ist äh sagen wir schon mal in Abstand und dort geht es gerade, auch mit am schnellsten zurück oder geht geht trotzdem auch weiter gut zurück dort. Hm. Bei den Spitzenreitern Sachsen, mit zweihundertachtunddreißig und Thüringen mit zweihundertdreiundzwanzig. Ja, hm, wer jetzt zwar auch Rückgänge gesehen haben. Gestern oder heute, je nachdem aber nicht so, wie man das jetzt erwarten oder hoffen würde, weil oft hast du ja den Effekt, dass wenn irgendein Land. Wenn's da halt sehr stark hoch geht, dass es dann hinterher auch stärker runter geht, aber die verharren halt weiter auf einem, Niveau Sachsen-Anhalt ist auch nicht wirklich Rückgänge zu sehen. Baden-Württemberg hat sich verschlechtert. Ja NRW, gut die letzten drei Tage, aber davor äh auch ganz schön nach oben marschiert. Ähm Bayern äh so ist jetzt seit seit zehn Tagen äh weniger auf dem Weg nach unten. Das ist ganz gut und ja in Berlin eiert so ein bisschen vor sich hin auf so einer mittleren hundertsiebenunddreißiger Inzidenz. Und tummelt sich da zusammen ganz eng so mit. Rheinland-Pfalz und Bremen und Saarland und Mecklenburg-Vorpommern, die sind gerade im Moment synchronisiert. Und ansonsten, ja, Brandenburg ist äh wieder ganz gut runtergegangen und Hamburg sieht auch ganz gut aus mit hundertvierzehn und hundert äh zwölf, also ganz gut jetzt nur. Im Vergleich halt äh zu den anderen, aber ja, das wären halt die Bundesländer. Ähm.
Tim Pritlove
Wobei man sagen muss jetzt vom vom Trend her, vom R-Wert her äh ist das Saarland grade am aktivsten, also da finden am meisten Reduktionen äh statt, die haben also, den besten äh Ehrwert, der kann sich äh sehen lassen mit null Komma acht eins. Gut, das hält in diesen Tagen nicht immer alles, aber das sind auf jeden Fall so die Zahlen. Wenn wir die in ganz Deutschland hätten, dann äh, wäre schon eine ganze Menge erreicht.
Pavel Mayer
Ja, allerdings ist auch, äh muss man sagen, beim beim Saarland, äh die äh haben ja äh durch ihr, vergeigtes Modellprojekt haben die ja mehr oder weniger ihre Inzidenzen da ohne Not verdoppelt. Ähm Hätten sie das nicht gemacht so äh könnten die wahrscheinlich eher jetzt bei, bei Schleswig-Holstein äh sein. Ähm, ja und wenn man jetzt einfach mal guckt. Wenn das jetzt so bleiben würde, was weiß ich nicht hoffe, sondern ich hoffe der geht noch weiter runter, aber hm. Verlassen kann man sich halt nicht drauf, aber wenn er jetzt so bleiben würde, wie er jetzt ist, nämlich bei, null Komma neun sechs, ja dann äh. Bräuchten wir in äh Deutschland noch äh. Hatte ich die schönen äh Zahlen hier. Ja, ich habe ja die schönen Spaltentage bis fünfzig und Tage bis hundert, die ja beim beim, ansteigen jetzt erstmal uninteressant waren, aber niemand jetzt wieder angucken kann, ja und es würde im Moment zweiundfünfzig Tage, also, fast zwei Wochen dauern, äh äh zwei Monate dauern, um äh bis. Hundert zu kommen und hundertfünfundzwanzig Tage, um bis fünfzig zu kommen. Das ist natürlich absurd. So und ich hoffe nicht, dass es dazu, kommen äh wird und gehe eigentlich auch nicht aus, dass es dazu kommen wird, sondern dass irgendwann bald der R-Wert irgendwo, dass wir da die null Komma acht bis null null Komma neun sehen werden, wie in anderen Ländern, wie in UK oder Israel, äh wo dann auch die Impfung irgendwann dazu geführt hat, dass es halt. Runtergeht. Also das ist jetzt nicht unbedingt äh nicht jetzt als Prognose sehen, sondern nur als bedingte Prognose für den Fall, wenn wenn er nicht weiter runtergeht, aber womit nicht zu rechnen, ist so. Aber umgekehrt. Ist es so, dass wir uns jetzt nicht zurück, lehnen können und äh weder was die absolute Inzidenz angeht, noch jetzt der Abstand, den wir zu eins haben, äh ja, lässt halt einfach gegenwärtig keinerlei Öffnungen, Da braucht man gar nicht drüber äh zu diskutieren.
Tim Pritlove
Wird auch nicht drüber diskutiert, das wird einfach beschlossen.
Pavel Mayer
Ja, es ist genau. Jetzt komm, komm schon wieder natürlich, dass dass ja, das hat mich einfach auch wieder äh ja. Dermaßen aufgeregt, dass ähm kaum, ja, kaum steigen die Zahlen nicht mehr an, äh so. Sofort nach Lockerung äh äh geschrien, äh wieder und dann, was sich richtig auch in Farm äh fand, da läuft halt einfach entweder eine Kampagne oder die oder äh gerade die eher. Leicht rechtslastigen Medien oder sagen wir mal Springermedien ähm. Dass die alle irgendwie äh so eine Neidkampagne, so eine Öffnungs-Night-Kampagne, fahren mit äh so Artikeln A, guckt mal, guckt mal in Frankreich und in Holland und in Portugal und in Spanien und in Italien, die machen, da sitzen Leute jetzt in Cafés draußen äh so ja an dem und dem Ort und äh die haben ja. Alle höhere Inzidenzen als wir und wir machen hier Lockdown und die sitzen schön draußen im Cafe an der Sonne, ja? So mit solchen. Artikeln äh so, die findet man dann so, die beharrmlos äh. Ja eingebettet teilweise in andere äh Nachrichten oder oder Meldungen und äh vor allen Dingen, was mich halt nervt, ist, dass dann suggeriert wird. Die hätten alle höhere Inzidenzen und würden jetzt auch mal abgesehen davon, dass es sowieso sehr regional unterschiedlich ist dort, dass man das nicht nicht wirklich vergleichen kann. Ähm sind unsere Zahlen im internationalen Vergleich. Einfach, schlecht, so. Ähm ja, also die meisten ähm Zahlen jedenfalls. Dazu und ähm wenn wir mal einen Blick äh auf die Nachbarländer werfen, äh dann. Kann man natürlich klar erstmal bei die Inzidenzen vergleichen, wie das so viele Länder machen, aber äh. Ähm man muss natürlich auch einen Blick immer auf positiven Quote, Dunkelziffer und äh Zahl der Tests und so weiter gucken und natürlich Zahl der Toten. Auch und da ergibt sich dann halt einen Gesamtbild. Und. Bei der positiven Rate. Sie zahlt äh einfach so aus, ähm dass wir überhaupt, ja, dass wir die zweithöchste positiven Rate von allen Nachbarländern haben und äh nur Polen liegt gerade höher und. So andere und einige Nachbarländer, ja wie, wie Dänemark, äh zum Beispiel, die. Liegen, Faktor, ja. Dreißig unter der äh positiven Quote und sogar, wenn man sogar Tschechien ähm so hat. Einfach mal äh ja deutlich einen einen Bruchteil von dem ähm was wir jetzt haben an an positiven Quote vielleicht zwanzig Prozent oder so. Also äh plus äh einige andere Länder wie wie Portugal, ja, die haben richtig was geleistet. Die haben gearbeitet für ihre Lockerungen, ja? Nicht so wie wir, äh, versucht, sich durchzumogeln, sondern die haben halt richtig Lockdown äh gemacht. Das führt dann zum Beispiel im Endeffekt dazu, äh dass wir jetzt. Pro Kopf gemessen in Deutschland zehnmal so viel Tote haben wie Portugal. Die ist halt richtig schlimm erwischt hatte, ja. Und da muss man nur sagen, äh ja, diese zehnmal so viel Toten äh so, die gehen ganz klar auf das Konto von Leuten, die verhindert haben, dass hier einen vernünftigen Lockdown stattfindet, ja, da ist da ist persönliche Schuld verbunden, so sehe ich das jedenfalls. Das sind völlig, ja, also von den. Tausendsechshundert Toten. Sind halt tausendvierhundert ähm ja Leuten auch wie Laschet äh zum Beispiel geschuldet. Aber auch äh ja äh Journalisten die halt, Anfang Öffnungs äh oder Lockerungsneid äh zu schüren, so. Ja, die haben alle Blut an den Händen so für mich. Ja. Aber äh würden das natürlich alle weit von sich weisen. Plus ganze Ministerpräsidentenrunde und so.
Tim Pritlove
Bei den Nachbarländern sind wir definitiv, also Polen kommt da gerade so schnell runter, dass wir wahrscheinlich nächste Woche schon äh feststellen können, dass unsere positiven Quote äh alles übersteigt, was jetzt mit unseren Nachbarländern sich vergleichen lässt. Tschechien ist übrigens. Bei ungefähr zehn Prozent von dem, ne.
Pavel Mayer
Zehn Prozent, okay.
Tim Pritlove
Also ja, das ist das Problem, ne. Also äh ich hab's ja schon ich glaube, ich habe vor zwei Monaten schon irgendwie diesen Tweet abgesetzt, den ich derzeit gefühlt jeden Tag wieder neu äh posten könnte. Dass dass ich einfach so den Eindruck habe, dass eigentlich die Politik eben vor zwei Monaten beschlossen hat, einfach jetzt gar nichts mehr zu tun.
Pavel Mayer
Ja, ne.
Tim Pritlove
Nicht wirklich, ne? Also es ist sozusagen, es wird ein bisschen irgendwie was getan und natürlich gibt's auch Leute, die äh an sich Lösungen anstreben, aber so kollektiv im Gesamtergebnis, muss man sagen, funktioniert halt einfach nicht. Sondern man setzt einfach auf Impfung. Und das wird sicherlich halt auch irgendwann äh greifen, Ja, bloß eben werden wir gleich auch nochmal drüber sprechen, wahrscheinlich eher so in in zwei Monaten. Bis dahin vergeht noch viel Zeit. Wenn wir jetzt zweihundertvierzig Tote pro Tag haben. Sieht das schnell aus, rechnen, dann äh gucke ich heute irgendwie in die Nachrichten rein und dann ist da irgend so ein so eine Massenpanik in Israel gewesen, dann hieß es, oh. Äh vierundvierzig Tote bei Massenpanik, nationale Tragödie. Ah okay, also vierundvierzig Trute ist jetzt sozusagen Leute, die so einfach so medizinisch aus dem Leben gerissen werden, ohne dass sie da jetzt Schuld dran tragen. Ähm das ist eine nationale Tragödie. In Israel so, wenn man das ja okay, ist kleineres Land, äh kann man hochrechnen, aber man kommt in etwa so auf diese Zahl. Und ähm wir haben halt nationale Tragödie jeden Tag.
Pavel Mayer
Politik ist.
Tim Pritlove
Tägliche nationale Tragödie. Gut, aber das ist äh weiter bei den Zahlen bleiben, bevor wir hier irgendwie zu sehr interpretieren ähm gehen.
Pavel Mayer
Ja, vielleicht dann noch natürlich die Frage, äh wie geht's denn jetzt weiter? Hm. Und so meine. Einschätzung ist, äh dass die Zahlen in den nächsten vier Wochen sich. Moderat nach unten bewegen werden mit ein paar Ausschlägen so, echt ein bisschen, mal ein bisschen langsamer, mal ein bisschen schneller, aber dass ich da erstmal in den nächsten vier Wochen. Viel tun wird und die hm tatsächlich auf dem ich mir dann auch immer gerne angucke. Mal sagen, ist der Großteil der Prognosen, ja kann man sagen, die Hälfte äh sagt, steigende und die andere Hälfte sinkende Zahlen voraus, mit noch ein bisschen bisschen mehr die steigende Zahlen äh vorhersagen gerade, als die sinkende Zahlenvorhersagen, sodass es mal die ähm der der Spread bei den ähm. Ja Prognosen aller möglichen Institute und ähm Software, die die da gebaut äh haben, und äh ja, also die Prognosen besagen, dass ich in den nächsten vier Wochen die Zahlen entweder halbieren oder verdoppeln werden oder irgendwas dazwischen.
Tim Pritlove
Klare Ansage, würde ich sagen. Mhm.
Pavel Mayer
Es ist ja und äh ja ich äh glaube irgendwas dazwischen.
Tim Pritlove
Genau, dem der Mittel der Mittelwert dieser Prognosen ist so leichter Anstieg und bei den Todesraten äh ein etwas weniger leichter Anstieg. Ja, na gut, wollen wir dann mal schauen, wie das so mit der Medikation der Krise durch Impfung aussieht. Ich habe ja letzte Woche mir das erste Mal die Impfzahlen genauer angeschaut und habe ein bisschen Freude dran gefunden, das auch weiterhin äh zu machen. Ich habe da jetzt keine Software für geschrieben, sondern, das hier schön in meine Tabellenkalkulation einfließen lassen, das macht manches einfacher, das macht manches aber auch ein bisschen schwerer. Man kriegt's halt schneller visualisiert, aber man hat halt teilweise doch ganz schön viel, Frickelei und vor allem so wie du da auch deine. Deine Bekanntschaft gemacht hast mit dem realen Zulieferungs äh, Quellen mit dem Datenbestand und und und wie er den sozusagen zu einem kommt. Da lief's ja jetzt bei den. Bei den Impfungen von vornherein ein bisschen besser. Dadurch, dass es dieses Impf-Dashboard gab und das Impftersport ist so ein Proxi, der halt die Daten, die vom RKI glaube ich im Wesentlichen halt auch eher in Tabellenkalkulationsform bereitgestellt wird, dass das eben dann in ordentliche Textformate überführt wird, die man sich halt runterladen kann. Nun ist es aber so, Daten sind natürlich auch immer sehr gefügig und ähm. Man kann sie auf verschiedene Arten und Weisen darstellen und ich habe dann einfach mal geschaut, was ich halt daraus ablesen kann. Und wie schon letzte Woche hier vorgestellt, so mein primärer. Ähm Ansatz war, ist, dass ich mir erstmal die Zahlen geglättet anschauen wollte und das habe ich jetzt auch weiterhin so gemacht. Und vor allem interessiere mich zunächst einmal die Erstimpfung. Die Daten waren auch da und. Seit der letzten Woche hat sich da erheblich was äh getan. Ich hatte ja gesagt, dass die, Bis dahin so ein Drei-Phasen verlaufen sind, so eine etwas längere Anlaufphase ungefähr so bis ähm Mitte Ende Februar dann nahm's halt äh Fahrt auf mit äh den ersten Experimenten bei Hausärzten. Dann haben die Hausärzte angefangen zu impfen. Dann kam aber dann gleich wieder diese Astra äh Krise, dass so diese Phase zwei wo halt die. Bis zu na ja knapp über zweihunderttausend, zweihundertzwanzigtausend im Schnitt kam, ne, also wenn ich jetzt Zahlen nenne, meine ich immer sieben Tages Durchschnitt, weil einzelne Tageszahlen zu feiern ist komplett pointles, also da muss man nur einmal kurz aufs schauen, da wird ja immer die letzte Woche ange äh gezeigt, beziehungsweise man hat auch so eine Einzelübersicht über die Tage, die ist aber irgendwie vollkommen irrelevant, weil am Wochenende wird immer weniger geimpft, auch am Montag relativ wenig äh Aktivität. Warum das bei den Impfzentren schon so war, das hat mich immer gewundert, Die Impfzentren in dem Sinne eigentlich mehr auf so ein vierundzwanzig sieben Modus äh. Gemacht sind, ja? Nicht alle haben auch wirklich sieben Tage die Woche offen gehabt, aber ich habe jetzt keinen zwingenden Grund gesehen, warum aufm Montag weniger Impftermine vergeben werden als aufn Mittwoch oder aufn Donnerstag. Aber so war's. Bei den Hausärzten wiederum kann ich das verstehen, die sind natürlich sehr viel mehr davon abhängig, bekommen dann auch ihre Lieferung eher an einem Montag, machen dann halt, spezielle Impftage, weil die halt nicht jeden Tag impfen können, die wollen ja dann in ihrer Praxis nicht äh normalen Patienten und die die Impfpatienten groß mischen, sondern die haben dann immer separate Aktionen, wo dann die ganze Praxis auch nichts anderes macht als impfen, weil ist ja ein Prozess, muss ja dann die Leute annehmen, aufklären, einreihen, ihnen irgendwie einen erzählen, kurz nochmal eine Beratung geben, sich das okay holen, alle Unterschriften, den ganzen Zettelkram, machen und dann eben den eigentlichen Impfprozess durchzuführen und nochmal die Beobachtung für fünfzehn Minuten und fällig. So und das kann man halt einfach mit einem normalen Praxisbetrieb parallel nicht machen. Deswegen ist es klar, dass es da so eine Häufung gibt und dass die dann in. In den Zeiträumen von von Dienstag bis Donnerstag sind es, glaube ich, auch klar. Also das hat man auf jeden Fall gesehen und ähm hat sich dann auch gleich beim berechnen und auch jetzt beim Weiterrechnen gezeigt, dass es meiner Auffassung nach eine sehr sinnvolle Betrachtungsweise ist, diesen Wochendurchschnitt zu machen. Und ich hab's dann eben auch nochmal getrennt nach Erstimpfung und nach Zweitimpfung, weil, uns in der aktuellen Phase eigentlich die Zweitimpfung nicht interessieren. Ja, also wir wollen ja jetzt erstmal einen Effekt sehen und dieser Effekt wird sich primär durch die Erstimpfung einstellen. Da äh alle Papers ja sagen, okay, Erstimpfung bei allen Impfstoffen wirkt schon extrem gut ist das halt jetzt die wichtige Zahl. Na gut, also Phase eins war lang, Phase zwei war wellig durch die beiden Asra äh Impfstopps, dann gab's halt das erste Mal wieder stärkere Lieferungen und äh das ergab eben dieses Plateau von ungefähr vierhundertfünfzigtausend Impfungen pro Tag also im Schnitt, ne? Und jetzt in dieser Woche, wie auch schon angekündigt, schießen die Zahlen, nochmal weiter nach oben und sind jetzt so auf dem Weg nach fünfhundertfünfzigtausend. Und ich finde das relativ wichtig, dass man irgendwie auch über solche Zahlen diskutiert und nicht über diese, ja, Rekord. Mals eine Millionen Impfdosen. Allein schon deshalb, weil ich habe, man kriegt jetzt die Daten aufm. Immer komplett, ne, das ist so ein bisschen so wie bei deinen Daten, es gibt so jeden Tag so ein Update und dann kriegst du quasi nochmal alle Zahlen von Anfang an neu. Und, Ich habe jetzt noch nicht zu viel äh Aufwand da in die Analyse gestellt, weil ich jetzt auch nicht so viele Backups von den letzten Tagen hatte und das ja auch erst vor einer Woche aufgenommen habe, das Programm. Aber es zeigt sich, dass die, Änderungen in den Daten, die nachträglichen Änderungen doch erheblich sind. Also allein jetzt von gestern. Auf heute bin ich jetzt die, für den gestrigen Tag neu hinzugekommenen Impfungen mal rausnehme, sondern einfach nur die Änderung in den Zahlen der Tage, die ich schon hatte, äh mit reinnehme, dann äh zeigt sich, Dass es ähm allein über vierzigtausendachthundert äh Erstimpfungen. Zusätzlich gab, also.
Pavel Mayer
Bisher noch nicht erfasst.
Tim Pritlove
Die bisher noch nicht erfasst worden sind. So und ich habe das äh habe da jetzt noch keine Heatmap gemacht oder so, aber ähm mein Eindruck ist, dass die teilweise erheblich zurückreichen. Also Monate auch, also da wird genauso wie in den Gesundheitsämtern mit ihren Fällen, wo du manchmal auch Monate alte Fälle hast, die äh nachgetragen werden. Ist das hier auch bei den, Meldungen der der Impfung. Ja und ich meine so vierzigtausendachthundertzweiundvierzig Erstimpfungen, die jetzt einfach nochmal mit dazu kommen, das ist dann halt so mal null Komma null fünf Prozent der Bevölkerung. Pro Tag. Ja. Äh und ja, also das ist auch gut so, also das bedeutet, dass äh die Zahlen weiter äh ansteigen, auch über das, was man so täglich äh unmittelbar wahrnimmt, hinaus. Ja. Also wir haben jetzt fünfhundertzweiundvierzigtausend. Erstimpfung pro Tag im Schnitt erreicht und meine Erwartung ist, dass wir das ähm jetzt. Quasi, dass es jetzt ein neues Plateau erreichen wird, so für die nächsten Wochen, vielleicht auch für den nächsten Monat. Ähm parallel dazu steigt natürlich auch immer der Bedarf an Zweitimpfungen. Und ich hatte dann mal äh angeklopft beim Impf-Dashboard, bei dem Moritz Stefan hatte das ähm weiß nicht, ob er es alleine macht oder eine Gruppe macht, was wahrscheinlich mehrere Leute, aber der äh, machte Daten visualisierung schon schon sehr lange, ist in dieser Szene sehr bekannte äh Person, der das impft der Sport dann so quasi, verantwortet und der war da auch sehr responsive, hat das Problem auch gesehen, weil ich wollte halt berechnen, wie groß ist denn der Bedarf an äh an Zweitimpfungen? Das Problem ist, es hängt halt vom Impfstoff ab, sind jetzt die Zeiträume auf zwölf Wochen. Bei Biotech sind sie halt auf sechs Wochen. Also muss ich auch unterscheiden, aber in den Daten fehlte die Information, wie viele von den Erstimpfungen auf die einzelnen Impfstoffe die Daten gibt es jetzt und deswegen kann ich jetzt schon etwas qualifiziertere Voraussage machen, was sind so der nominelle Bedarf ist. Natürlich sind da immer noch Faktoren drin mit. Leute kriegen dann ihren Termin doch nochmal früher. Oder Leute nehmen ihn nicht wahr und kommen dann später, oder Leute tauchen auch überhaupt nicht mehr auf zu einer Zweitimpfung, das weiß er halt alles nicht, ne? Das das ist dann so ein bisschen After-Defekt. Ähm trotz alledem habe ich mal so eine, gepunktete Linie mir mit in die Grafik reingeschmissen, um so ein bisschen so ein Gefühl zu bekommen, wann denn unsere hohen Impfstoff-Lieferung, äh äh dann wieder aufgefressen werden von den Zweitimpfungen. Weil wir bräuchten ja dann einen zunehmenden Maße auch noch eine höhere Lieferzahl, um das auch noch mit abzudecken. Wir sind quasi angewiesen auf äh steigende Lieferzahlen. Ja, trotzdem bin ich ähm relativ zuversichtlich, dass äh das jetzt erstmal noch so eine Weile so weitergehen kann. Ähm würde das auch ganz gerne noch ein bisschen genauer ausrechnen, aber ich denke. Wir haben halt jetzt so ein Level, wo so jeden Tag ungefähr null Komma sieben Prozent der Bevölkerung dazu kommt. Für die nächsten Wochen auf jeden Fall. Falls nicht noch irgendwas Dramatisches passiert oder wieder irgendeinen Impfstoff nicht geliefert werden kann oder so, ne. Und vielleicht steigen ja auch noch die Lieferungen. Das haben wir ja auch schon öfter gesehen, gerade bei BayernTech Pfeiser. Ähm die haben eigentlich die ganze Zeit immer nur übererfüllt. Sind wirklich fleißig äh dabei ihren Output zu erhöhen. Würde mich jetzt gar nicht wundern, dass die angekündigten Lieferungen auch noch übertroffen werden.
Pavel Mayer
Wobei wir, ja, was in so in schon Jahr eigentlich Mitte, Mitte, Ende Mai, äh wenn ich das richtig sehe, wird der Bedarf äh an äh Zweitimpfungen äh, oder zwei Dosen ja massiv in die Höhe gehen richtig.
Tim Pritlove
Richtig, also er geht dann massiv in die Höhe, allerdings gehen auch die Lieferungen äh noch in die Höhe. Ne, also das da die sich für Lieferungen steigen. Es hat, mir ist jetzt noch nicht gelungen, das jetzt hier in einer Grafik abzubilden, wie sich quasi angekündigte Lieferung Verhalten dazu, also ich würde das ganz gerne noch etwas detaillierter ausarbeiten, da bin ich aber noch nicht zugekommen. Bin aber relativ zuversichtlich, dass, das ganz gut abgefangen äh werden kann. Aber ist schon richtig, das ist ein bisschen so die Bedrohung für die Juni-Zahlen, aber im Juni gehen dann eben auch die Lieferungen deutlich nach oben. Also wir haben. Dass wir kurz schauen wir haben im. Mai, wo jetzt die Nachfrage noch nicht so groß ist, haben wir. Ungefähr so ein Liefervolumen von fünfhundert äh fünfhundertsiebzig bis fünfhundertachtzigtausend Dosen pro Tag. Ja? Also um diese fünfhunderttausend Erstimpfungen zu halten, reicht es nicht, nicht, nicht, nicht ganz aus, aber das äh vielleicht sinkt es noch so ein bisschen. Aber dann, wenn der Bedarf hochgeht, also ab Ende Max, so einen kleinen Überschneidungseffekt gehen, geht es dann auch hoch auf äh gut achthundertdreißig bis achthundertfünfzig, achthundertsechzigtausend Dosen pro Tag. Also. Und das ist jetzt so die äh Vorhersage, ne? Klar, das teilt sich dann wiederum nach den einzelnen ähm Impfstoffen auf und ne, eine Bier, Lieferung hilft jetzt nicht, wenn jemand eigentlich eine zweite moderne Lieferung braucht, aber das scheint mir schon äh entsprechend progressiv aufgestellt zu sein, ob's dann eben auch so kommt, wird man sehen.
Pavel Mayer
Also deckt sich das mit, deinen äh Zahlen, ich habe äh hier so eine so eine Grafik äh so, nur mit Quartalsweise, Aufschlüsselung, wie viel Impfstoffe kommen und das im zweiten. Uartal rund viermal so viele Impfstoffe kommen sollen, wie im ersten Quartal. Und im dritten Quartal sich das nochmal ja nicht ganz verdoppelt, aber von siebenundsiebzig auf hundertsechsundzwanzig Millionen Dosen für die EU nehme ich an, äh ist das alles. Ja und interessant ist, dass der Novi GSK irgendwie fürs vierte Quartal. Angekündigt sind ja zwanzig.
Tim Pritlove
Also ich kann das hier nochmal grob äh ich habe jetzt nur die Zahlen für Deutschland, ne, also, ähm zweites Quartal, das was tatsächlich bisher gekommen ist und das, was angeblich kommen soll, soweit ich das habe, feststellen können, ungefähr sechzig Millionen Dosen. Im ersten Quartal. Einschließlich äh Dezember zwanzig haben wir neunzehn Komma sechs bekommen. Also es ist ungefähr das Dreifache im. Im zweiten Quartal von dem, was wir davor bekommen haben.
Pavel Mayer
Mhm. Okay, nee, dann müssen das auch, das müssen in Deutschland der Anteil auf Deutschland. Also ich sehe hier sagen, fürs fürs zweite Quartal siebenundsiebzig Millionen Dosen sind irgendwie.
Tim Pritlove
Von was?
Pavel Mayer
Insgesamt angekündigt, sechzehn Komma neun Astra, einunddreißig Komma fünf Millionen. Bayern, Tischpfeißer, alte Bestellung irgendwie acht Komma sieben Millionen zusätzlicher Vertrag. Zehn Millionen Johnson and Johnson.
Tim Pritlove
Also das ist halt das, das, das Verwirreende, ne, also Johnson und Johnson habe ich jetzt noch überhaupt gar keine äh Zukunftszahlen, da war jetzt irgendwie nichts zu holen beim Gesundheitsministerium, was die ja auch wieder nur in irgendwelchen komischen PDFs mit reingedruckten Excel Tabellen, die sie von Hand erstellt haben, veröffentlichen. Gibt da keine wirklich belastbaren Daten rein und es ist auch alles extrem verwirrend, was man da jetzt eigentlich zusammenzählen muss oder nicht, also ob's dann noch, dann haben sie noch was. Und das hier geht an die Hausärzte und das hier geht an die Impfzentren und dann so, ja, ist das jetzt die Aufteilung von dem, was kommt oder muss man das zusammenzählen oder wie? Also es gibt einfach da, kohärente Darstellung, was jetzt eigentlich wirklich kommen soll. Es ist einfach wirklich ein bisschen schäbig und grausam. Ich habe dann eine Annahme gemacht, aufgrund ihrer vorherigen, Ankündigungen für Wochen, die jetzt schon vorbei sind, wo ich eben die tatsächlichen Lieferzahlen habe. Und da das dann zusammengepasst hat, ist das so meine Methode. Also nach meiner äh Methode. Komme ich eben auf die Zahlen, die ich dir gerade genannt habe. Sechzig Millionen Dosen Impfstoffe stand jetzt im zweiten Quartal, ne? Und ein Großteil davon ist natürlich bei und Tech. Bayontech nimmt halt äh. Mitte, Ende Mai, enorm an Fahrt auf, ne. Die gehen dann von drei Komma vier Millionen Dosen auf fünf Komma eins Millionen Dosen pro Woche. Also sie fahren richtig großes Geschütz auf. Und ich, wie gesagt, ich wäre noch nicht mal überrascht, dass sich das noch steigern lässt. Auch bei moderner gibt's Steigerungen und Asra Sindecker, na ja, gut, ich meine, das werden wir ihnen gleich nochmal besprechen, dünn. Hunos, was da die tatsächlichen Lieferungen sein werden. Ist auf jeden Fall ein häufiger Pfad. Aber es ist egal, das sind jetzt alles Details. Grundsätzlich kann man sagen, Impfstoffescoming. Wir, kriegen offensichtlich das Hochskaliert. Ich meine, wenn wir in der Lage sind, eine Million Impfstoffe pro Tag wirklich in Deutschland wegzuimpfen über Impfzentren und Hausärzte, dann ist das ja schon mal ein gutes Signal, ja. Äh es wird nicht auf eine Million jeden Tag, hinauslaufen. Im Schnitt äh sind wir halt derzeit etwas mehr als bei der Hälfte davon. Und das ist schon mal ganz gut und das ist auch noch steigerungsfähig. Wir werden das weiter beobachten. Hab mir auch mal, weil es immer diese Diskussionen gibt mit Impfstoffe liegen auf Lager. Ja, das auch nochmal angeguckt. Ist ein bisschen schwierig zu interpretieren, weil erstens kriegt man die Lieferzahlen immer ein bisschen verspätet. Also ich habe zum Beispiel den Eindruck, dass jetzt bereits schon Dosen verimpft wurden. Eigentlich noch gar nicht da sind. Also ich habe das, ein bisschen gegeneinander äh geplottet. Und so stand heute, was ich quasi an Informationen bekomme, sind schon mehr Biotech-Impfdosen äh verimpft worden als offiziell geliefert worden. Aber ich glaube, das hat einfach damit zu tun, dass wir, heute oder morgen äh äh spätestens am Montag rückwirkend dann diese Lieferzahlen äh bekommen. Das heißt bei Bayerntech geht es glaube ich alles sehr gut raus. Und äh grundsätzlich sieht das auch bei den anderen so aus. Ja, also das ist grad auch ein bisschen schwierig. Ich hoffe, dass ich da nochmal äh das auseinanderhalten kann nach äh Zweitimpfbedarf. Ähm ne, weil es müssen ja auch immer noch ein paar Dosen zurückgehalten werden, weil die demnächst dann eben zweitverimpft werden und nicht immer, glaube ich, sagt man ja okay, nee, was da ist, wird jetzt auch gleich mal erst verimpft man muss ja immer diese Balance äh halten und das ist gar nicht so einfach, da diese Logistik hinzubekommen. Ja, letzter Punkt vielleicht noch, weil das ist mir ein bisschen, äh ist ein bisschen untergegangen. Johnson und Johnson Wagzine sind geliefert worden und sind auch schon verimpft worden. Nicht viele, aber äh findet statt. Das äh hat irgendwie keiner so richtig berichtet bisher. Ist auch nicht viel ähm bisher. Also das waren jetzt irgendwie gestern war das irgendwie zweitausend, also bisher sind irgendwie grade mal so vier dreitausendneunhundert Dosen von äh Johnson, Johnson verimpft worden. Meines Wissens wird das vor allem so für Obdachlose derzeit äh zum Einsatz gebracht.
Pavel Mayer
Mhm, ich hatte da auch einen Feed. Retweetet äh und sagen, dass in Berlin halt äh so an zwei Tagen es äh sagen, eine Anlaufstelle gab jetzt, wo sich vor allem Obdachlose melden konnten. Ähm um dann mit Johnson und Johnson äh geimpft zu werden. So, also das hat tatsächlich auch in der Praxis wohl stattgefunden.
Tim Pritlove
Denke ich auch. Ja, so viel von der äh Impffront. Ich bleibe da dran und äh mache das jetzt auch so ähnlich wie du und habe auf Twitter immer so kleine Zusammenfassungen, wenn ich das äh gemacht habe, weil ich glaube, das hilft allen so ein bisschen so ein Gefühl dafür zu bekommen und da das ja ausnahmsweise mal relativ gute Nachrichten sind, äh wirkt es dann auch. Auch gut ins ins Volk. Ja, kommen wir zu äh anderen Bedrohungsszenarien. Und da müssen wir mal einen kleinen Blick nach Indien werfen, weil über Indien auch gerade viel äh berichtet wird und vor allem, dass äh auch mal wieder alles sehr medienkompatibel. Sehr medienkompatible Horrorszenarien bringt mit den entsprechenden Bildern. Also Indien hat gerade eine Fette Covidwelle. Wahrscheinlich einfach darauf zurückzuführen ist, dass äh die Regierung da auch so ein bisschen die Anstrengungen eingestellt hat. Und ja, der Ausbruch trifft das Land doch extrem, weil es eben im Gesundheitssystem nicht so gut aufgestellt ist, wie in Deutschland und gab dann halt viele Horrorstories, viele Tote, keine Kapazität in Krematorien, Leute werden da irgendwie, Holz äh. Schalterhaufen verbrannt, um dem ganzen Herr zu werden, weil viele auch unnötig sterben müssen, weil sie einfach nicht versorgt werden können, weil Sauerstoff fehlt, et cetera. Dazu gibt's noch die Meldung, dass es da halt auch wieder eine neue Variante gibt und das ist ja dann so gleich wieder so. Doppelmutante indische Doppelmutante. Sieht man dann gleich so fünfzig Meter hoch äh auf zwei Beinen durch die durch die Straßen ziehen. Links und rechts die äh Häuser zerstörend. Dazu kann man, glaube ich, sagen, Hobbybrauner, alles nicht so wild, ja klar, diese Variante gibt es, wird unter dem Namen B eins Punkt sechs eins sieben geführt. Äh ja, Doppelmutante deswegen, weil es halt einfach. Zwei Mutationen sind da im Wesentlichen anhand derer man sie so charakterisiert, also die tatsächliche Zahl von Mutation ist ja in der Regel sowieso sehr viel größer, aber es geht ja da immer primär um Änderungen in dem Spike Protein, vor allem die, die halt in dieser äh Rezeptorbinden Domäne äh äh stattfinden, die halt. Immer so ein bisschen Verdacht steht äh würde ich das Verhalten des Virus auf den Körper auch zu beeinflussen. Und dementsprechend sind auch dort wieder diese Antigentests gemacht worden. Also wie das schon mit dieser Südafrika-Variante äh gemacht wurde. Habe ja auch schon mal drüber gesprochen. Sprich, man nimmt dann, Serum von Geimpften, also Blutserum, von Geimpften, wo eben Antikörper drin rumschwimmen, setzt das dann gegen das neue Virus, was man da isoliert hat. An und guckt halt, wie gut diese Antigne dieses Virus in den Griff kriegen. Und äh ja, da stellte sich dann halt raus, ja okay, im Vergleich zum Wildtyp. Zweimal schlechter. Ist aber jetzt aus zwei Gründen nicht so wild. Erstens, die Südafrika-Variante war in diesem selben Vergleich bis zu sechs Mal schlechter, also das das haben wir auch schon schlimmer gesehen. Einerseits, andererseits und auch das haben wir, glaube ich, äh ausführlich damals erläutert und das gilt auch immer noch. Anthygene sind halt auch nur ein Teil in dieser ganzen Geschichte. Und in gewisser Hinsicht sind die Antigener äh Entschuldigung. Sage ich Anthygen, Antikörpertests. Ich habe die ganze Zeit Anti-Gentest gesagt. Selbstverständlich Antikörper, ich komme auch schon total durcheinander, also nochmal Antikörper, Antikörper, die in diesem Blut von Geimpften äh entnommen wurden durch dieses Blutserum, gegen das Virus, Antikörper befallen dann, dieses Virus und versuchen dem sozusagen habhaft zu werden, das zu verkleben, das äh dadurch zu inaktivieren, indem dieses von außen an den Kontakt stellen, eben über Anthygene dann ähm detektieren und verkleben. Und das funktioniert dann halt bei dieser Variante. Halb so gut wie das beim Wildtyp ist, aber Südafrika-Variante war halt noch schlechter. Antikörper sind aber jetzt nicht alles, sondern Antikörper sind nur ein Teil der Immunreaktion. Wichtiger noch und von diesem Experiment überhaupt nicht äh betroffen sind diese Tellen, weil die T-Zellen. Greifen nicht das Virus als solches an, sondern T-Zellen sorgen dafür, dass von dem Virus übernommene Zellen, also die eigentlichen Produktionsfabriken, ja, diese diese Zellzombies, die eigentlich nur noch ähm, gebraucht werden, böse Viren nach zu produzieren. Und ja dann auch für den tatsächlichen wirklichen Ausbruch und damit auch wirklich für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich sind. Die T-Zellen sind halt in der Lage, diese Zellen zu killen. Das sind diese Killerzellen und die sind sehr viel wichtiger und äh, Da geht man nach wie vor davon aus, dass die Baktine ähm genug T-Zellenreaktionen ähm hervorrufen, dass. Dass die Krankheit immer noch erfolgreich bekämpft werden kann und das ist halt eigentlich auch das primäre und wichtige Ziel der Impfstoffe. Krankheit verhindern. Darum geht's, ne. Wird immer viel darüber diskutiert, dass die Infektion ja nicht äh zu hundert Prozent eingedämmt wird. Ja, ist vielleicht so, aber ist auch nicht so schlimm, ne? Weil wichtig ist erstmal, dass Leute nicht krank werden. Wir werden ohnehin irgendwann sehen, dass äh auch Leute, die. Geimpft sind, werden sich irgendwann wieder mit SARS-CoV zwei anstecken. Ja, wir werden das alle irgendwann kriegen, nur dadurch, dass wir schon mal geimpft wurden. Ist einfach die Reaktion auf den Körper in einem erträglichen Maße und das wird sich dann halt in zunehmenden Maße durch diese wirkliche richtige Herdenimmunität äh abschwächen in der Reaktion, sodass wir, ja so gedrillt sind auf dieses Virus, dass es einfach Virus ist, was uns im wahrsten Sinne des Wortes dann nicht umbringt, Ja, trotz alledem ist es nicht schön in Indien. Ich habe da mal geguckt, wie sich das so mit Deutschland vergleichen lässt. Tatsächlich ist der Ausbruch, grade noch so, als ich vor ein paar Tagen geguckt habe, so auf dem Level in Deutschland Ja, also nur so für dieses Gefühl mit Indien ist ja alles viel schlimmer. Nee, wir reden nur davon, dass der Impact schlimmer ist, weil das Gesundheitssystem nicht so entgegenhalten kann. Aber hier denken wir immer noch, wäre alles super, weil ja. Ne? Klar, das findet halt alles in den Krankenhäusern statt, auf den Intensivstationen, da werden auch viele Leute dann äh gerettet durch gute Pflege, nicht alle, aber immerhin einige und das fällt halt nicht so auf, ne? Würde man halt jetzt äh. Hier auch ähm würden die Leute jetzt hier auch hier so aufm Straßenpflaster äh verenden und überall würden Scheiterhaufen brennen, ich glaub dann wäre die Stimmung in Deutschland auch etwas anders, aber die Zahlen sind halt noch vergleichbar. Weiß nicht, ob du dir mal die Zahlen angeschaut hast im Vergleich.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Ist es noch so oder also es es steigt stark an. Ich gehe davon aus, dass das äh wenn sich da in Indien nicht irgendwas tut, sich das schon noch merklich verschlimmern wird. Keine Ahnung, welche Maßnahmen da jetzt gerade ergriffen werden.
Pavel Mayer
Ja. Ich meine, es ist natürlich auch ein äh riesiges äh Land, aber ich habe auch gehört, dass halt befürchtet wird, dass ungefähr, ja, äh jetzt äh rund eine Million. Menschen wahrscheinlich sterben werden in dieser kommenden Welle und, Ja, ich meine, wenn man sich, wenn man sich nur die Inzidenzen anschaut, dann ist es in Indien jetzt gerade ganz knapp überholt, aber so Indien sagt die waren halt bisher. Eigentlich äh ziemlich gut. Die hatten. Im September eine eine kleine Welle äh so vor uns, aber sind dann eigentlich bis, ja, bis Mitte Februar war da eigentlich alles ganz. Super entspannt und dann äh plötzlich ja innerhalb. Von äh zwei Monaten ist es jetzt ich sage mal, auf unser Niveau hochgeschossen. Ähm. Allerdings ähm ja ähm. So ist die positiven Rate jetzt äh mittlerweile schon auf dem Doppelten, das heißt, da kann man davon ausgehen, also deutlich höher, dunkel äh Ziffer als wir, also es halt schon mal äh nicht ganz vergleichbar dann mit der deutschen Inzidenz und ähm. Ja, äh allerdings haben sie offiziell sagen, Pro, eine Million Toten haben sie unser Level noch nicht erreicht aktuell, also in Deutschland sterben im Moment noch äh täglich, an der Bevölkerung äh ja zwei Komma acht äh pro Millionen und in Indien äh äh zwei Millionen, zwei ja zwei Komma zwei, genau Deutschland zwei Komma acht Indien zwei Komma zwei pro Million, also das.
Tim Pritlove
Dass sie halt viel mehr Millionen haben.
Pavel Mayer
Ja zehnmal, zehnmal zwanzig ja, fast äh weiß ich nicht, zwanzig Mal so viele, äh zwanzig mal so viele Millionen.
Tim Pritlove
Wo es in Indien jetzt eigentlich gerade mit seiner Bevölkerungszahl, die sind ja dabei, China zu überholen, ne?
Pavel Mayer
Noch irgendwo was, Gegend eins Komma vier oder so würde ich schätzen.
Tim Pritlove
Ja, das habe ich auch im Sinne ja, eins Komma drei acht. So groß wie Indien. Bei fast groß wie China, in China gehen die Zahlen auch zurück in Indien äh ist das nicht der Fall. Das heißt. Das mal in Relation setzen, dann äh ist Indien siebzehn Mal so groß nach Bevölkerungszahlen in Deutschland. Ja, also so sieht's aus in in Indien und ähm das ist natürlich nicht gut, ne. Das wird vor allem wahrscheinlich dazu führen dass äh auch die Verfügbarkeit für von Impfstoffen für andere Länder demnächst eingeschränkt ist, weil sich Indien sehr wohl entscheiden könnte in Indien produzierte Impfstoffe auch erstmal im Land zu halten, so wie das ja USA auch schon gezeigt haben, wie man das so machen kann. Weiß nicht ganz genau, wie weit sie da mit ihren Beschlüssen schon sind, aber das das droht auf jeden Fall.
Pavel Mayer
Ja, Indien ist auch sagen Pro. Pro hundert äh langes Indien grad erstmal bei bei zehn, elf, habe ich von ja äh ja zehn Komma acht. Pro von hundert, also zehn Prozent äh äh Dosen pro hundert. Leute, wir sind bei vierunddreißig. Ähm nach der. Nach. Insofern ja, plus, dass eben viele Rohstoffe und viele andere Medikamente auch äh aus Indien kommen. Und wenn die natürlich. Größer Probleme kriegen, dann kann sich das auch auf uns.
Tim Pritlove
Ja, also auf uns glaube ich weniger, aber äh auf den Rest der Welt definitiv, ne.
Pavel Mayer
Nee, nee, bei äh also äh schon jetzt nicht, was Corona äh angeht, äh sondern ganz normale andere.
Tim Pritlove
Normale Medikamente. Ja, das stimmt.
Pavel Mayer
Normale Medikamente, äh ja, weil da halt so viel an Produktion nach Indien verlagert wurde Wir haben ja schon seit Jahren äh haben wir sowieso schon äh immer wieder deswegen Mangel an bestimmten Medikamenten, äh die dann nicht nicht verfügbar sind und deswegen. Ja, sollen wir mal sehen, ich meine, wenn man die die Zahlen insgesamt so sieht, dann äh korrespondieren die halt nicht ganz mit den dann wieder aufgeregten äh, Fernseh äh und ähm Zeitungsmeldungen äh so, äh wo man denken würde, dass das Land äh gerade vor dem Untergang steht. Das wird wahrscheinlich eben auch punktuell gerade sein in Großstädten und so und. Dass dann es jetzt halt auch als ich jetzt den Eindruck, dass das eben teilweise vor allem den Mittelstand trifft grade, der halt völlig überrascht ist. So das ja ist nicht nur arme Leute trifft sondern dass sagen selbst die Leute die Geld haben plötzlich. Ja, Probleme haben im im Krankenhaus äh beatmet zu werden, so das ist, glaube ich, so ein bisschen eine neue Erfahrung dort äh für viele.
Tim Pritlove
Ja, dann ähm kann man aber auch nochmal auf eine andere schöne Geschichte blicken, die nicht äh so weit weg äh stattfindet von äh Indien, nämlich in Butan. Weiß nicht, hast du eine eine Vorstellung von dem Land, Butan.
Pavel Mayer
Ähm ich nehme an, dass es irgendwo äh da ja ähm. Im Himalaya irgendwo also in irgendeinem Gebirge auf jeden Fall und bestimmt so ja so Grenzregionen, weiß nicht zwischen auch irgendwo China, Indien die Ecke da. Würde ich sagen, ohne jetzt auf die Karte zu gucken und ansonsten, ja, also super bergig und ich glaube, so ganz, da wohnen aber nicht so viele Leute, oder?
Tim Pritlove
Nee, das sind jetzt nicht so mega viele, aber immerhin so siebenhundertvierzigtausend.
Pavel Mayer
Ja, also ein Saarland ungefähr.
Tim Pritlove
Ist das so? Okay. Genau, das Saarland im Himbalayer und äh, es gibt noch eine, eine zweite Sache, die man eigentlich gemeinhin so von von Butan weiß oder die, sagen wir mal, äh so eine Information, so eine ganz grundlegende Information, die äh.
Pavel Mayer
Sie haben einen König.
Tim Pritlove
Ja, sie haben einen König, aber das haben ja viele andere auch. Also das Staatsziel, so das Grundprinzip Butans ist glücklich sein.
Pavel Mayer
Die sind, sie sind regelmäßig irgendwie, glaube ich, auch äh in in weltweiten Glückserhebungen, glaube ich, sind sie ganz vorne.
Tim Pritlove
Genau, also es ist einfach dieses glücklichste äh Erfolg äh der Welt, ja, weil auch ihre ganze Staatspolitik so auf dieses Glücklichsein ausgerichtet ist. Das ist für die einfach wichtig. So und so so tun die dann Dinge und ähm so machen sie das auch mit dem Impfen. Und zwar äh waren sie das erstmal ganz glücklich, weil sie natürlich keine Impfstoffproduktion haben. Haben sie eine Spende aus Indien bekommen von äh Asra Senicarimpfstoffen? Und äh das kam dann so in mehreren Schüben. Die haben sie dann aber nicht gleich alle verimpft, sondern sie haben sie erstmal schön in den Kühlschrank geschoben und gewartet, bis sie genug haben, um alle in äh Butan, also alle S in. Fast alle, äh ja, äh zu impfen, also die Erwachsenen natürlich, äh Kinder wahrscheinlich dann auch erstmal nicht. Und ähm. Wenn ich das richtig sehe, ist es ihn jetzt, also Sie haben dann erstmal gewartet auf einen bestimmten Tag, ja? Das ist nämlich dann der Tag des Glücks, lag ohnehin äh gerade so vor. Was jetzt gerade gar nicht das Datum das ist, muss ich dann nochmal gucken. Auf jeden Fall äh das erschienen ihnen dann sozusagen äh ganz angemessen, dieses Datum abzu, warten, weil das ist dann sozusagen, das hat dann ein gutes Omen und dann dann ist das so ein, genau, siebenundzwanzigster März, ne, ist ein ein Glücksverheißendes Datum, nach äh der buddhistischen Astrologie. Genau und dann ist es ihnen aber auch gelungen, innerhalb von einer Woche fünfundachtzig Prozent der Erwachsenen irgendwie zu impfen und am geilsten fand ich ähm, äh also so ein bisschen so ein so ein Risiko, was sie da eingegangen sind, weil sie haben jetzt erstmal noch keine Reserve für die Zweitimpfung, also, hoffen, dass sie dann sozusagen auch rechtzeitig nochmal genug Impfstoffe bekommen, um dann auch die zweite äh Impfung durchführen zu können. Und grade jetzt mit der Situation in Indien ist das halt so so eine Sache, ne. Aber äh die haben das alles ganz gut im Griff. Die Gesundheitsministerin ist auch selber Epidemologin und so weiter und ähm das geilste Argument für die Impfung war. Der König, den sie natürlich da alle verehren, der wird erst geimpft, wenn der letzte Bürger geimpft ist. Also wenn du möchtest, dass der König geschützt ist vor der vor der Pandemie, dann hast du dich einfach zu impfen.
Pavel Mayer
Mhm. Ja, ja, ja. Ja. Mhm.
Tim Pritlove
Haben auch bisher nur tausend Infektionen gehabt, es gab nur einen Toten in Butan, also von daher können sie auch ausreichend glücklich sein, weil sie sich irgendwie seit einem Jahr mehr oder weniger komplett von der Außenwelt abgeriegelt haben, ne, Quarantäne wäre reinwill, einundzwanzig Tage. Also es trägt Maßnahmen und so weiter und äh das trägt natürlich dann auch enorm zur Glücklichkeit bei. Ja und wenn der König dann auch noch geimpft ist, dann ist irgendwie alles durch. Und er hat mich gefragt, wen könnte man in Deutschland. Herausnehmen, der dann auch erst geimpft wird, wenn alle geimpft sind und alle würden das dann auch wollen. Haben wir so eine Person.
Pavel Mayer
Habe ich, hatte ich auch äh äh sofort als als du das sagtest, habe ich darüber. Nachgedacht und ich fürchte eher. Dass es halt da die Leute sehr gespalten sein werden. Das ist bei manchen so, je nachdem welche Person du wählst, würden manche Leute sich allein deswegen eher nicht impfen lassen, damit der bloß nicht drankommt, ja?
Tim Pritlove
Na ja, kommt drauf an, wer es ist.
Pavel Mayer
Mhm.
Tim Pritlove
Vielleicht gibt's ja so eine Person.
Pavel Mayer
Na ja ähm.
Tim Pritlove
Den den irgendwie keiner hasst.
Pavel Mayer
Ja, aber ich meine, du hast dann halt die ganzen Anti-Wachser, äh. So, das ist das die die das kann dann schon deswegen nicht. Funktionieren, aber ähm ja ja ich. Hätte eine Idee wahrscheinlich, wenn man irgendein süßes irgendwie Affenkind oder so, also irgendeinen, irgendein Haustier, irgendein süßes Tier, ein Panda vielleicht, genau, irgendwie, dass die Pandas äh im Zoo werden erst geimpft, wenn äh ja, dass das sowas könnte funktion.
Tim Pritlove
Oder die Katze vom Bundespräsidenten oder sowas.
Pavel Mayer
Ja, ja. Ja, genau.
Tim Pritlove
Stimmt. Haustiere haben viel höheren Stand als Menschen in Deutschland.
Pavel Mayer
Wahrscheinlich irgendeine Haustiere würden sicherlich so, ja was was äh ja mhm.
Tim Pritlove
Die Katze des Bundespräsidenten. Tja, ich weiß nicht, ob der Bundespräsident eine Katze hat, aber vielleicht sollte er sich mal eine zulegen.
Pavel Mayer
Ich glaube nicht.
Tim Pritlove
Gut. So viel zu Butan. Wir wünschen äh euch viel Glück. Also uns natürlich auch. Ja, aber auch bei uns äh gibt's noch weitere äh glücks äh und Halsversprechen. Unter anderem hat angekündigt, dass sie jetzt, ihren Impfstoff auch für Kinder beantragen werden. Da sind wohl die Studien sehr gut verlaufen. Ich glaube, wir hatten das auch schon mal besprochen, dass das in äh Israel. Abgehalten. Und da hat sich das ja schon abgezeichnet und ich glaube, seitdem wir das besprochen haben, hat sich daran auch relativ wenig geändert, dass die Wirksamkeit bei hundert Prozent liegt. Mit anderen Worten bei keinem geimpften Kind konnte in irgendeiner Form, ähm die Krankheit festgestellt werden, was jetzt auch nicht so super. Überraschend kommt, würde ich mal sagen, da ja nun Kinder ohnehin nicht so sehr zur Krankheit tendieren Ähm bin mir jetzt allerdings nicht so ganz sicher, wie die Zahlen, also ob die Zahlen sozusagen auch dasselbe für Reinfektionen sagen, also äh also ob sie jetzt auch mit PCR über getestet haben, ob die sich überhaupt angesteckt haben. Das wird man dann, glaube ich, alles sehen. Äh ich habe jetzt die Daten selber noch nicht Gier sehen, aber das zeichnet sich ab und das würde bedeuten, dass vielleicht schon im Juni eine Zulassung, da sein könnte für Kinder ab zwölf Jahren. Diskutiert wird jetzt irgendwie Kinder dann ab September ähm weiß ich nicht so ganz genau, warum es dann nochmal drei Monate dauern soll. Klar, ich meine, der Impfstoff muss natürlich dann auch vorhanden sein, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass es schneller geht. Äh ab September wiederum möchte BioTich aber dann auch die Zulassung haben für Kinder ab sechs Monaten. Da sind sie offenbar auch, zuversichtlich, dass äh hinzubekommen, weil entsprechende Studien da gut verlaufen. In, USA sind die Studiendaten für ab zwölf auch schon eingereicht worden und ähm ja, meines Wissens jetzt eben auch in Europa. Das sind doch gute Nachrichten, weil ich finde grad so die Kinder. Klar, ne. Sind nicht so gefährdet für Krankheiten, aber wir haben halt auch immer wieder diese Fälle und äh, Ich finde auch, es ist aber halt auch für die Kinder irgendwie belastend in dieser ganzen Pandemie da äh so zum Spielball zu werden und permanent auch immer so.
Pavel Mayer
Da
Tim Pritlove
In dieser Angst zu schweben, so ihre ihren Eltern und wie das Virus äh in die Wohnung zu tragen und das ist auch echt kein schöner.
Pavel Mayer
Also äh ja, ich meine, da gab's ja in dem Zusammenhang äh ja, ob ziemlich genau von einer, einer Woche, äh ich weiß gar nicht, ob wir das. In der letzten Sendung besprochen hatten, äh schon diese etwas norschalanten Äußerungen von Professor äh Nieder äh Rümelin, einem Ethikrat, Mitglied, der sich äh da. Ziemlich, ja, also sein Lob äh kann man sagen, geäußert hat nach dem Motto äh äh ja, Kinder können wir eigentlich ignorieren äh im Zusammenhang mit. Corona äh das spielt eh keine Rolle, die sind äh ja, äh die sind eh nicht wirklich davon betroffen, ja? So und das halt äh ja von einem von einem Ethikrat Ratsmitglied und überhaupt war dann sagen die Frage, ja wie sieht denn jetzt das Entgame überhaupt aus bei bei Kindern, bei natürlich, dadurch, dass wir jetzt so eine, so eine auch hochinzidenz Politik fahren und die älteren, geimpft werden, heißt es, dass sich halt, und das sieht man dann, dass sich die Inzidenzen immer mehr hin zu den Jüngeren verschieben, weil wir jetzt die auch sagen, die Maßnahmen nicht nach Inzidenz pro Altersgruppe, sondern halt für alle Inzidenzen äh gelten, so wenn wir jetzt in die Situation kommen dass da halt äh demnächst gelockert wird, weil die Inzidenzen unten sind, kann das sein, dass halt ja ja, die Inzidenzen bei den Älteren sind irgendwie bei dreißig und äh die dann aber bei Kindern äh sind dann bei dreihundert. So und zusammen macht das dann hundert oder so. Und das ist halt so ein äh äh großes äh Problem, und, ja plus dann natürlich ja Vorfeld auch jüngere Familien, die sind halt auch noch nicht geimpft und ja wenn die Kinder dann das Ganze nach Hause äh bringen und so alles alles nicht nicht gut. Plus ähm. Ich habe mir mal äh dann ja vor einiger Zeit, das hat mir auch erwähnt, die Zahlen angeguckt, was das denn bedeutet, mit wie viel ähm, Kindern äh wir den rechnen müssen, wenn wir das laufen lassen. Und ich bin äh so nach, bisherigen Zahlen offene Größenordnung von ja hundert, hundertfünfzig gekommen, je nachdem. Ähm wie die Dunkelziffer äh bisher ist, wie viel bisher äh durch, tatsächlich sich infiziert hatten, aber das kann man halt sehr genau äh äh sehen. Ähm, ja und äh dann äh ist die ist dann die Frage ähm so also im Jahr sterben ungefähr dreieinhalbtausend Kinder äh unter, fünfzehn Jahren so normalerweise so. Und da sind dann jetzt hundert oder hundertfünfzig äh sind dafür offensichtlich äh ja für. Den stellvertretenden Vorsitzenden des Ethikrates jetzt nicht der Rede wert, ja? Auf der anderen Seite. Ähm glaube ich, ist ziemlich sicher, dass äh man bei Kindern, also es wird dann auch immer argumentiert, ja, bei Kindern, äh die sind äh auch, ich meine, die impft man ja auch nicht gegen Grippe, weil ähm ja, den, den, passiert ja da nix und da sind dann die Impfschäden stehen, sind dann vielleicht viel höher als äh wenn äh sie wirklich erkranken, aber, stimmt mit ziemlicher Sicherheit nicht, äh äh weil, wie gesagt, hundertfünf bis hundertfünfzig Kinder. Ich glaube, es sind in dem Alter äh reden wir irgendwie von fünfzehn, achtzehn Millionen ungefähr äh und, ich halte es äh für, ja, äh ziemlich unwahrscheinlich, äh dass äh bei äh der Impfung von achtzehn Millionen Kindern äh jetzt äh ich sage mal auch nur fünfzig sterben äh äh würden, ja. Also vermutlich gar niemand, ja äh und, Insofern äh ja Plus. Dass äh ja, dann hieß es halt ganz, ganz lange, oh ja, nee, aber wir die Kinder, ja, das dauert ja ewig, bis wir die impfen können und so und überhaupt und soll wir und aber, ähm weil wir impfen halt auch bei anderen Viruserkrankungen rütteln, Mumps, ähm das ist Keuchhusten und so.
Tim Pritlove
Tetanus, alles Mögliche.
Pavel Mayer
Ja äh wird halt ab normalerweise ab zwölf halt diese Kombinations, Impfung, also zwölf Monaten. So ab einem Alter von zwölf Monaten so. Und von daher, ja. So denke ich so können wir nicht jetzt also bisher hat die Politik quasi immer ohne die Kinder gedacht so nach dem Motto mit dem, Impfangebot an jeden. Da waren halt, offenbar die Kinder nicht mit gemeint bis September bisher, aber ja, nach allem, was wir halt jetzt wissen, äh so ähm können wir das nicht machen. Es geht, geht nicht, äh finde ich, dass man einfach die äh die Älteren durchimpft und die, Kinder und Jugendlichen durchseuchen lässt, zumal mir halt auch wissen, dass selbst auch bei Kindern, die fünf bis zehn Prozent je nachdem an leiden, ja? Das ist vielleicht. Dann äh fast noch das das größere Problem, dass äh wir dann. Davon ausgehen können, dass äh ungefähr, wenn die alle durch infiziert werden, dass eine Million Kinder an äh Folgen leiden werden. So und das, hat mich halt und vor dem Hintergrund äh haben mich halt diese saloppen Äußerungen von unserem äh äh Ethik äh äh Rats Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden wirklich auf die Palme gebracht, ja.
Tim Pritlove
Niederrhein hat sich jetzt nicht unbedingt äh besonders hervorgetan in der gesamten Debatte in letzter Zeit und äh ich freue mich halt auch, was was der da eigentlich in diesem Ethikrat soll. Vorsitzender ist er im Übrigen. Tja. Na gut. Lass mal weitermachen, Kleiner Hinweis findet ihr in den ein schöner Artikel über die Herstellung von des, dem Biotech Pfeiser. Impfstoff gibt's bei der New York Times. Die sind mal losgegangen und haben tatsächlich mal den vollständigen Prozess fotografisch, gleitet beziehungsweise auf dieser Webseite äh sind das auch immer so kleine kurze äh Videos, relativ aufwendige Webseite auch immer so ein bisschen das Problem New York Times, dann wollen sie ja wieder ähm gleich irgendwie eine Subscription verkaufen. Kleiner Tipp, wenn ihr euch das äh anschauen wollt, was immer gut funktioniert, ist einfach den den Torbroser zu nehmen, davon sollte man sowieso immer eine Kopie auf dem Rechner haben. Ja, also dieser Privatsphäre äh sichernde Browser und ähm da funktionieren auf einmal viele amerikanische News-Webseiten darum ganz gut, weil sie über Tor dann ihren Content trotzdem. Anbieten und ohne dass man gleich ein Abo aufgeschwatzt bekommt.
Pavel Mayer
Plus äh so am Ende, also bei vielen sind's halt einfach auch Cookies, äh die da äh gesetzt werden. Die haben dann oft so. Ein, zwei, drei Dinger frei und da. Einfach mit einem entsprechenden Cookie Manager im Browser äh sagen, einfach seine auf die Seite gehen und dann seine Cookies äh löschen und äh ja. Dann kann es auch sein, dass man dann durchgelassen wird.
Tim Pritlove
Genau. Irgendwie auf jeden Fall sehr schöne Grafiken, wenn sie denn dann laden. Ich hatte da so unterschiedliche unterschiedliche Ergebnisse damit. So, jetzt müssen wir aber noch mal auf einen anderen Impfstoff kommen. Ähm nehme ich Sputznick V, wie wir gelernt haben, wie das ja heißt. Sputnik V steht ja, ja, schon irgendwie so ein bisschen. Als das große Fragezeichen bei den ganzen Impfstoffen. Russland hatte ja sehr früh angekündigt ein Impfstoff entwickelt zu haben und den dann auch schon zugelassen zu haben im eigenen Land und angeblich auch schon wo Leute damit geimpft werden in der Armee und so weiter. Oh, da gab's hier erst mal einen großen Aufschrei, der Wissenschaftswelt, die gesagt haben, so alle ohne vollkommen abgeschlossene Phase drei Studie, dass hier irgendwie auf die Leute loszulassen das ist doch alles nur Propaganda und Russland so nee, ihr seid ja nur neidisch, weil wir hier irgendwie so eine tolle Impfstoffentwicklung haben und tatsächlich ist es auch so dass Russland ähm so als Lasserblast noch das, der kalte Krieg so gelaufen ist, tatsächlich eine sehr starke Impfstoffentwicklungs hat, also die Wissenschaft ist da einfach auf Impfstoffe ähm äh, gut eingestellt, die hatten da mit Polio äh sind sie voran geschossen noch vor den Amerikanern, haben die äh diesen Impfstoff entwickelt. Ja und jetzt wollen sie halt irgendwie Sputnik äh eV äh in die Welt bringen und da gab's ja dann auch schon so einige ähm Fragezeichen mit was ist denn eigentlich so mit Europa und Sputnik V und immer wieder klang an dass Leute so ein bisschen Zweifel haben? Jetzt ist es so, dass das brasilianische CDC den Antrag von einstimmig abgelehnt hat.
Pavel Mayer
Für die Zulassung, ja.
Tim Pritlove
Für die Zulassung, genau. Ähm und das ist natürlich schon eine äh Nummer und der Grund dafür ist dass die tatsächlich große, Zweifel haben, dass die Produktion dieses Impfstoffs in Ordnung ist, Um das so ein bisschen zu verstehen, was da eigentlich vorgegangen ist, muss man ein bisschen ausholen. Und zwar. Der genauso wie bedient sich ja dieser Gruppe der Adeno Viren, um, über den A, den Baucode für das Spike Protein, Desaß zwei, Virus in die Zellen zu bringen und die Zellen dann entsprechend zur Produktion dieses Proteins anzuhalten. Das heißt aber auch, man hat quasi ein einen echten, anderen Virus, von dem man natürlich jetzt nicht möchte, dass er in irgendeiner Form Unwesen treibt, im Körper. Und dazu wird dieser Virus halt, inaktiviert. Und. Inaktivieren heißt, dass man im wesentlichen zwei Funktionen ausschalten muss. Auf der einen Seite muss man die Funktion die halt jetzt wirklich äh mit dem menschlichen Immunsystem interagiert, also die eigentliche virale Tätigkeit äh des Virus, die will man halt ausschalten, Und äh wenn man eh schon dabei ist, am besten auch noch die Replikationsfähigkeit des Virus, weil man will ja nicht mehr als das einfach die Zähne, die es eindringt, angehalten wird, Proteine zu erzeugen und. Mehr braucht man auch nicht. Das Virus selber soll sich nicht weiter verbreiten, um da nicht Probleme zu erzeugen. Um das jetzt äh zu erreichen, müssen bei diesen konkreten Adenovieren zwei spezifische Gene gelöscht werden, die hier mit E1 und E drei gekennzeichnet werden eins regelt diese Replikation und I drei regelt äh diese Interaktion mit dem menschlichen Immunsystem. Jetzt ist es aber so, dass bei den Badges, die halt ähm, in Brasilien da untersucht wurden und ähnliches ist auch schon aus der Slowakei und anderen Ländern bekannt geworden dass ähm wohl diese Deaktivierung dieser Replikationsfunktion, also dieses Genie eins, nicht funktioniert hat. Das heißt. Manche der ähm der Dosen enthalten dann wiederum adenovieren, wo eben dieses Gen E eins nicht. Gelöscht wurde. Und es gibt da wohl verschiedene ähm Erklärungsversuche. Eine könnte natürlich sein, dass sie das einfach im Design weggelassen haben, aber ich meine, die wissen einfach, was sie tun normalerweise und von daher äh kann man das, glaube ich, einfach mal ausschließen. Es gibt aber auch schon Berichte, die nahelegen der Grund eben ein anderer ist, nämlich dass sich dann dass es einfach ein Qualitätsproblem der Produktion ist. Und zwar in diesem mehrstufigen Prozess, dieser Replikation, des Virus kann es halt passieren, wenn man da was falsch macht, dass es zu so einer Rekombination kommt Das also quasi von so einem anderen Virus. Äh dieses Gehen dann auf einmal wieder eingebaut wird. Und im schlimmsten Fall kann diese Revolution nicht nur dafür sorgen, dass also diese Replikationsfunktion wieder zurückkommt, sondern weil ja auch dieser Raum in dem Genom dafür verwendet wird, also freigewordener Platz wird dann sozusagen verwendet, um dieses Spike Protein zu erzeugen. Es muss ja auch diese Information noch mit rein gegeben werden, dass die dann unter Umständen überschrieben wird Also im allerschlimmsten Fall wäre das Waxin. Nicht nur mit einem Virus, der sich weiterhin repliziert äh äh ausgestattet, sondern unter Umständen auch komplett wirkungslos gegen SARS CoV zwei. Und das darf natürlich, normalerweise nicht passieren. Jetzt ist das normalerweise bei Menschen jetzt auch nicht unbedingt jetzt so ein Problem, also würde ich jetzt so ein so ein so ein Waxin gespritzt bekommen, wo, das Adeno Virus noch publikationsfähig ist, dann würde es sich noch weiterhin replizieren ja, woraufhin das Immunsystem. Dagegen vorgeht, wie es auch sonst gegen Adenovieren äh vorgeht, ja, also kann schon sein in den allermeisten Fällen, dass es kein Problem ist, aber man sieht da Probleme bei Leuten, die halt deren Immunsystem geschwächt ist, Sprich Leute, die eine explizite Immunschwäche haben oder eben ältere Leute. Und deswegen will man das halt einfach nicht haben. Na ja, auf jeden Fall gibt's da jetzt sehr viel Geschrei. Gamalia, der Hersteller und dieser äh Russian Direct Investment Fund, der so für diese ganze internationale Verbreitung des ähm, des Impfstoffs zuständig ist, die stellen sich auf die Hinterbeine und sagen, ja, stimmt alles gar nicht, äh Ja, es ist äh was erlaube äh die Welt und das wäre doch hier alles irgendwie politisch äh motiviert. Aber ganz so einfach scheint es einfach nicht zu sein, ne? Weil also einerseits eben diese gelieferten Dosen offensichtlich einfach nicht den äh Ergebnissen entsprechend, wie sie äh von den Russen im Landset äh in den Studien veröffentlicht wurden Und ähm auch die äh IMA beklagt also äh dass diese ganzen Sicherheits- und Qualitätsdaten. Irgendwie fishi sind. Also es haben sich Leute angeschaut und Kritik geht so äh in die Richtung, dass halt einfach die Zahlen rein, die dort veröffentlicht wurden bei diesen Beantragungsdaten, so bestimmte wiederholende Werte rein hat bei den Antikörper nachweisen. Einfach so nicht sein können. Also hast halt einfach, unterschiedliche Patienten mit unterschiedlichen Dosierungen, ja, die einfach andere Voraussetzungen haben und wenn du dann eben diese Auswertungszahlenreihen anschaust, die äh die Russen dort angegeben haben, dann hast du dann immer wieder identische Werte rein. Und ne, das ist ja so eine Probability Geschichte, ne. Das ist ja auch so ein bisschen, wenn du wenn du eine gefälschte, Buchhaltung beim Finanzamt einreichst, dann haben die auch so äh in ihrer Überprüfungssoftware so Methoden, wo sie dann, was weiß ich. Dann gucken sie an die Häufigkeit der letzten telle an und so was, ne? Und können daran einfach feststellen, so dass da einfach mit den Zahlen nichts irgendwas passiert ist, dass es da also irgendwelche Glätterungen gibt, irgendwelche sich sich wiederholenden typischen Bedienungsmuster von Menschen widerspiegeln, die die Sonnig sein können, weil einfach in den Zahlen nicht genug Chaos ist. Zu erzeugen, ist zwar möglich, ne, aber wenn man sich doof anstellt, dann wird man halt auch mal entdeckt.
Pavel Mayer
Ja, also für mich war, ich habe mich dann auch immer äh natürlich erstmal gefragt, gut, in der äh momentanen, sage mal, politischen ähm Landschaft oder Stimmung oder wie auch auch immer, äh. Man das äh bezeichnen kann, ist natürlich viel Propaganda auch äh unterwegs äh so, deswegen muss man das äh glaube ich immer mit Vorsicht genießen, ob, und ich mich dann halt erstmal gefragt hat, OK ist es ist da vielleicht was dran dass es politisch motiviert sein könnte, äh diesen Impfstoff irgendwie schlecht zu machen, aber. Für mich waren dann so zwei Punkte äh Ausschlaggebend. Das eine war halt die Reaktion. Auf diese Nachricht so, dass äh also was die dann daraufhin, äh getwittert haben irgendwie Camelea und das ist ja Sputnik V äh äh Twitter Account äh und so, hat dann angefangen, völlig fishi, Zahlen äh zu verbreiten über die anderen Impfstoffe und quasi die anderen Impfstoffe schlecht zu machen, irgendwie aber auf eine äh äh völlig ja. Plumpe Art und Weise und die Zahlen, die sie da genannt haben, sind halt einfach kompletter Unsinn, ja? Also, welche Vergleiche kann man nicht anstellen, so. Das war, sagen wir, das eine Ding, wo ich mir dachte, okay, äh wäre halt irgendwie äh wenn wenn sie, halt äh ja seriös äh wären, also kein sozusagen ja, keine seriöse Firma oder wie auch immer, äh haut halt dann äh sowas raus. Und die zweite Sache war, was nicht nur die Brasilianer. Auch mokiert hatten, war, dass sie, als sie die Herstellung besichtigen wollten, äh, sie nicht vorgelassen wurden, ja. Äh, das war, sagen die, die, die, die zweite Geschichte, dass sie halt einfach, äh, die Herstellung nicht, inspizieren äh konnten und wenn ich das auch richtig verstanden habe, ähm so ich bin jetzt zwar nicht nicht vorliegen, aber es ist wohl, so, dass es äh bestimmte Grenzwerte gibt, wie viel Replikationsfähige Viren eigentlich in einem Impfstoff äh enthalten sein dürfen. Und. Da gibt es wenn ich das richtig verstanden habe, gibt's da drei Werte. Einmal sagen, im Westen, wenn man eigentlich gar nichts haben, also absolut minimalste Mengen, äh die. Impfstoff Erfinder, sage ich mal, die den spezifiziert haben den Impfstoff haben aber schon mal eine deutlich höhere Zahl, an äh Replikationsfähigen Viren spezifiziert, so nach dem Motto, okay, wenn das jetzt unter dem Wert ist und der schieben ja immer relativ hoch zu sein, äh dann. Ja dann ist das angeblich okay, aber was die Brasilianern dann gefunden hatten, war, dass aber dieser Wert selbst nach dem hohen, eigentlich toleranzwert, den die Erfinder äh dort äh vorgegeben hatten äh oder Entwickler äh des Impfstoffs, dass der aber auch nochmal massiv überschritten war. Das heißt, es ist sagen einmal glaube ich, so ein Ding mit, na ja, äh, wir wollen im Westen irgendwie eher weniger äh weniger Replikations fähige Kopien äh äh sehen, aber selbst ja nach russischen Maßstäben, war dann wohl in der Praxis zu viel. Da und. Das ist halt und auch aus meiner Sicht damit ist halt nicht zu spaßen. Ich meine, wir haben wir kennen aus der Vergangenheit genau äh also Katastrophen. Auch äh im Impf. Stoffbereich, die die passiert sind, dies war dann aber oft gut hier in dem Fall ist es dann zum Glück, sind es, ich sage mal mehr oder weniger harmlose Adenovieren, aber sagen. Verunreinigte Impfstoffe oder äh nicht hinreichend deaktivierte äh Viren äh Bestandteile. Ja, haben in der Vergangenheit schon für einfach erhebliche Katastrophe zu zu riesigen Katastrophen geführt. Also, ja, das Schlimmste. Haben, glaube ich, mal dann in den Fünfzigern halt wohl dann zweihunderttausend Kinder in den USA mit Kinderlähmung geimpft. Mit Kinderlähmung infiziert wurden durch die Impfung, weil die lebendimpfstoffe, weil die nicht. Hinreichend ja genug deaktiviert waren. Wie gesagt, ist hier also diese Gefahr droht hier nicht, aber ähm so was, was halt ähm aber seitdem legt man zurecht großen Wert drauf, dass in den Impfstoffen auch nur das drin ist, was drin sein soll und nicht irgendwelche, anderen äh äh Sachen, weil ich meine immerhin, ja, spritzt, wird das direkt ins Blut gespritzt oder in den, ja, äh und. Muskel und äh ja, das ist also.
Tim Pritlove
Sollte schon passen.
Pavel Mayer
Sollte schon passen und äh ja ähm ich denke mal. Das kriegen sie jetzt so auch nicht ohne weiteres mehr repariert oder zurückgeholt. Also fürchte ich, hat sich jetzt im Westen erledigt, aber ich bin gespannt, äh ich meine, es haben ja etliche Bundesländer, haben wir angefangen wie Verhandlungen zu führen und wollten V.
Tim Pritlove
Die Bayern und äh in Wien gab's solche Diskussionen, aber ich glaube, das wird auch nicht sehr weit kommen.
Pavel Mayer
In Berlin gab's auch Debatten, aber ja, ich fürchte, gut, ohne Zulassung ist sowieso nix und äh nach der Geschichte, Ja, also die immer ist nicht glücklich und die Brasilianer sind nicht glücklich und äh ja. Gut, am Ende äh äh des Tages ist es äh vermutlich doch besser als kein Impfstoff und zumindest haben wir jetzt nichts nicht gehört, dass dort reihenweise Leute jetzt umgefallen sind, die damit geimpft, wurden aber nichtsdestotrotz äh äh ja, man man will da nicht äh. Eben äh in solchen Mengen, ähm vermehrungsfähige Viren äh drin haben, wie sie dort nicht reingehören. So, das willst du nicht und du willst vor allen Dingen, ich meine, die andere Sache ist ja ähm auch äh das ja bei uns wird ja wirklich auch von Anzwegen äh jeder einzelne Badge auch kontrolliert, So, das heißt, es ist nicht nur allein der Hersteller, sondern da gehen dann Prüfer wirklich in die Fabriken äh äh rein äh nochmal und gucken sich dann äh äh machen da einen Stempel auf jeden Batch äh drauf. Und wenn du jetzt, importierten, also wenn wir jetzt Impfstoff importierst, dann wird so auch sicher gehen, dass wenn du das schon nicht selber überwachen, kannst jeden einzelnen Badge, das dann der Start, wo der Hersteller ist, mindestens genauso einen Qualitätssicherungsprozess am, am Staat hast und du willst nicht das irgendwie ja äh ein so und ein so und ein Wetsch so, das geht einfach nicht. Ja und äh, Ich habe das Gefühl, dass einfach in das nicht nicht gewährleistet oder gesichert ist, dass äh ja derzeit äh dieser dieser Impfstoff. In einer Form äh produziert und geliefert wird. Die den Westen genehmigungsfähig ist. Und wahrscheinlich könnte man's heilen, indem dann jeder, in dem dann irgendein unabhängiges Labor, äh dann jeder einzelne äh Impfstoff äh äh nochmal unabhängig prüft, und so, aber ja, ich sehe das nicht.
Tim Pritlove
Ähnliche Probleme äh gibt's natürlich auch in Europa mit Asra Senica. Äh da wird zwar der Impfstoff benutzt, aber, Da gibt's Probleme, äh auch mit der Produktion, nicht in der Qualität, aber in der Quantität hatten wir schon ein paar Mal besprochen, mittlerweile eskaliert es einen Schritt weiter. Jetzt hat sich die EU-Kommission sogar äh dazu entschlossen, Astrasinika zu verklagen. Schlicht, weil der Konzern sich nicht an die Lieferverträge gehalten hat. Das könnte noch ganz interessant werden, was dabei rauskommt. Die EU wirft halt äh Asrasinika vor, dass sie eben ja weniger geliefert haben Als Rasinika sieht das irgendwie so ein bisschen anders. Wird noch mal ganz interessant sein, zu sehen, wie die Gerichte das dann bewerten, was so in diesen Verträgen eigentlich tatsächlich festgehalten wurde. Äh in dem Tagesschauartikel heißt es irgendwie ja, es war ein, für Quartal zweihundertachtzig Millionen Dosen geplant gewesen für die EU. Äh mit so Formulierungen wie nach besten Kräften, wie Juristen. Ja, wie, wie, wie, wie Juristen sowas äh bewerten oder Umständen? Sind da einfach so viele sprachliche Schlupflöcher drin? Dass das alles keinen Sinn hat, aber hier geht's halt einfach da drum, Druck aufzubauen, dass in dem Moment, wo eben äh wieder Mengen kommen, die ihr dann auch zügig der EU bereitgestellt werden können sollen. Ähm so haben wir irgendwie äh offenbar in Quartal zwei nur ein Drittel von dem, was ursprünglich mal geplant war.
Pavel Mayer
Ich meine, am Ende äh ich denke mal, in den, in den Verträgen äh äh wird schon äh sagen sowas drinstehen, wie ja, wenn's halt nicht geht so, dann geht's halt nicht so, aber die eigentliche Frage äh dürfte sein, ob sie nicht äh Impfstoff zwar schon produziert haben, aber sich dann entschieden haben, äh den anderswohin, zu liefern oder andere irgendwie mehr zu priorisieren. Das wird dann wahrscheinlich am Ende des Tages auch die die Frage sein, haben sie vielleicht äh ja. Ähm entgegen äh vertraglicher Regelungen dann Leute priorisiert, weil Länder priorisiert, die mehr gezahlt haben oder so. So das.
Tim Pritlove
Oder aus anderen Gründen. Ich meine, was der Verdacht, der unausgesprochene Verdacht im Raum ist natürlich, dass sie äh das Vereinigte Königreich bevorzugt haben, die ja sehr äh aktiv beliefert wurden. Und selber wurde ja nichts exportiert aus Großbritannien. Äh es handelt sich halt bei Asra Sindeka um einen Zusammenschluss eines schwedischen und einem eines britischen Unternehmens. Ich will da jetzt gar keine weiteren Verschwörungstheorien, in Raum stellen, sondern es einfach nur mal erwähnen, dass es stattgefunden hat und wir beobachten das weiter, Ja, vielleicht noch äh eine interessante äh Studie, auf die ich aufmerksam wurde und zwar äh eine Studie aus äh dem Vereinigten Königreich. Hier wurden. Dreihundertsiebzigtausend Leute äh beobachtet und hier ging's äh ganz einfach, um wieder die Wirksamkeit der, gegen SARS-CoV zwei Und ja, hier wurde so ein Saway äh gestartet, wo halt wirklich Leute auch regelmäßig einen PCR-Test unterzogen wurden. Also hier hat man einfach Leute geimpft und, äh beziehungsweise nicht nur Leute. Nachdem sie geimpft wurden, sondern auch bevor sie geimpft wurden, regelmäßig mit PCR-Tests ähm. Untersucht. Ganz unabhängig von irgendwelchen Symptomen. Und damit wollten sie vor allem die Wirksamkeit von den und ich Pfeißer äh Impfstoffen nochmal genauer aufs Korn nehmen. Und da haben sie dann auch ganz gute Ergebnisse äh herausbekommen. Äh ich sage gleich mal ähm. Zahlen beziehen sich sowohl auf Pfeißer, weil man generell schon mal festgestellt hat, dass die Ergebnisse weitgehend identisch waren. Also man kann einfach mal festhalten, die beiden Impfstoffe sind einfach in ihrer Wirksamkeit absolut vergleichbar auf, Basis der Ergebnisse dieser Studie zumindest. Nach der ersten Dosis hat sich bei, fünfundsechzig Prozent der Impflinge einen Schutz äh eingestellt, vor PCR, positiver Infektion. Das ist schon mal ganz beachtlich. Also zwei Drittel haben sich schon überhaupt nicht mehr auch äh nur infiziert. Mit einer Infektion, die über einen PCR-Test nachgewiesen werden kann. Und das ist ja schon der sensitivste äh Test. Zweiundsiebzig Prozent haben äh einen Schutz vor symptomatischer Infektion gehabt, also wo dann tatsächlich eine Infektion stattgefunden hat und woraufhin auch äh ja, was passiert ist, irgendwelche milden Symptome aufgetreten sind oder so, schwere Symptome und Tod wissen wir ja, gibt's äh eh nicht. Nach der zweiten Dosis, das bezieht sich aber jetzt hier nur auf Pfeiser. Ähm ist der Schutz äh auf siebzig Prozent hochgegangen, nach PCR positiver Infektion. Ähm, also vor positiver Infektion und neunzigprozentiger Schutz vor einer symptomatischen Infektion. Ja, das sind ganz gute Zahlen. Dazu kommt noch, dass die Geimpften äh eine deutlich geringere Viruslast hatten. Das äh haben wir jetzt auch schon mehrfach äh gehört und gelesen, hier ist von einer achtundachtzigprozentigen Reduktion PCR-Test mit einem CT von äh unter dreißig die Rede, also zur Erinnerung, CT ist quasi die Zahl der Durchläufe, die bei diesem PCR-Test gemacht wird, ne? Ein PCR-Test heißt ja, man gibt die Probe rein und dann wird immer wieder das vorhandene Material verdoppelt und verdoppelt und verdoppelt Und wenn du nach dreißig Mal verdoppeln irgendwie immer noch nichts gefunden hast, so, dann ist da halt auch einfach nichts. Ne, also von dem, was du gesucht hast. Und ähm. Achtundachtzig Prozent äh ist da schon eine ganz ordentliche Zahl. Das heißt, äh man kann davon ausgehen, dass einfach durch den Impfstoff einfach, selbst wenn's zu einer Infektion kommt, die Viruslast, sehr viel geringer ist. So und damit natürlich auch die potenzielle Infektiösität, geringeres Infektionsrisiko durch Impfung. So, aber die eigentlich erstaunliche Feststellung war, weil sie die Leute auch vorher untersucht haben, bevor sie äh sich haben äh impfen lassen, aber eben auch in dieser Phase wo sie schon wussten, wann sie geimpft werden würden ja? Haben sie festgestellt, dass drei Wochen vor der Impfung schon das Infektionsrisiko bei den Leuten um zweiundsiebzig Prozent sank. Wenn sie nur wussten, dass sie einen Impftermin haben. Also so eine Art Endspurt Effekt, so dass Leute so, oh, jetzt weiß ich in drei Wochen werde ich geimpft oder in was weiß ich, vier Wochen äh ist mein Impftermin, dass sie sich dann einfach, automatisch anders verhalten, so nach dem Motto, jetzt weiß ich irgendwie, ich werde bald befreit, jetzt will ich's auch nicht versauen.
Pavel Mayer
Auf den letzten Metern will ich mir jetzt nicht noch äh äh irgendwie so eine so ein Covid eintreten, ja.
Tim Pritlove
Genau, so. Und das heißt, man kann eigentlich festhalten, Impftermine helfen gegen Corona.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Also man müsste eigentlich den Leuten nur einen Impftermin geben und schon äh würdest du die Infektionsrisiko um zweiundsiebzig Prozent senken.
Pavel Mayer
Ja, ja, vielleicht ist das ja auch der Effekt. Ich meine, vorhin äh sozusagen äh. Ähm wenn man das scheint offensichtlich ein realer Effekt zu sein, äh dass äh jetzt äh ja die Impfterminvergaben. Sagen du allein durch das Anziehen der Impftermin vergaben jetzt und äh sagen auch der Meldung, ja äh überhaupt, dass jetzt mehr Impfstoff kommt, wir vielleicht tatsächlich auch so einen Endspurt Effekt äh sehen, dass viele Leute jetzt besser aufpassen, weil sie erwarten, äh dass jetzt die Impfung bald kommt. Das äh natürlich eine interessante Hypothese äh für die einiges spricht. Ja.
Tim Pritlove
Genau. Also ich kann mir das wirklich sehr gut vorstellen, ne. So dieses wie wie doof stehst du da. Wenn du schon das Ziel vor Augen hast und es einfach auf einmal so konkret fassbar wird und deine, Lebensplanung in gewisser Hinsicht so eine Art Ziel bekommt, weil ich glaube, was viele Leute auch so ein bisschen madig macht und auch ein bisschen nachlässig macht, ist so diese gefühlte Unendlichkeit dieses Problems. So dieses oh ne und so wie man sich auf so wie man sich schon gut fühlt, wenn man weiß, dass man in sechs Monaten Urlaub macht. Dass man eigentlich auch die Zeit davor, sich schon besser fühlt, weil man sich die ganze Zeit drauf freuen kann, So einen ähnlichen Effekt hast du hier offensichtlich auch in in deinem Sicherheitsverhalten, dass du sagst, okay, ich will mir doch jetzt nicht diesen schönen Moment, der Freiheit. Ausgerechnet jetzt dadurch verkacken, dass ich jetzt irgendwie einen dummen Fehler mache, während man ansonsten über sowas überhaupt nicht nachdenkt.
Pavel Mayer
Nach Alter aufgeschlüsselt hatten die das nicht oder?
Tim Pritlove
Tja, keine Ahnung. Ähm müsste ich nochmal reinschauen in die äh Studie, ob da was zu finden ist.
Pavel Mayer
Ich sehe auch nichts nach Hahne, nach Altersgruppe. Aufgeschlüsselt, sondern eher nach äh sagen, wie lange äh nach der Impfung und so, weil hm. Das ist natürlich so ein so ein Ding äh so diese neunzig Prozent sind dann halt über alle Altersgruppen äh hinweg. Und äh ich bin ja neulich äh auf das Problem so ein bisschen gestoßen, dass äh. Eben äh ja einfach bei älteren, teilweise äh die Impfstoffe einfach äh nicht so gut äh wirken. Oder schlechter wirken. Das heißt, äh ich meine, da ist zwar immer noch viel Schutz äh dabei, aber es gab halt eben bei über Achtzigjährigen irgendwie bei einer Studie. Gesehen habe, halt dreißig Prozent, die keine äh äh messbaren, neutralisierenden Antikörper entwickelt, äh haben nach der Impfung. Und die gehen dann zwar weg nach einer gewissen Zeit, aber bei denen konnte also gar nichts. Null, festgestellt werden, ja. Was jetzt nicht heißt, dass sie irgendwie auch gar nicht geschützt äh äh wären, aber, so ich hab das Gefühl das wird im Moment zu wenig im Zusammenhang mit der Impfung da zu wenig drauf geguckt und. Ähm weil ich mich eben immer frage äh und nicht nur ich, äh sondern wir haben ja jetzt achtzig Plus eigentlich schon komplett durchgeimpft so, wo kommen die ganzen Infektionen her und wieso sterben. Da immer noch Leute, ja? In solchen Mengen, so, dass es es halt immer so ein bisschen das, das Rätsel. Gerade und. Weil wir aber auch nicht die Impfquoten kennen und so und nicht wissen, äh auch wie jetzt genau wie wie hoch der der Anteil jetzt der, ja, Impfversager oder Non-Responder. Ist äh äh in den, in den verschiedenen Alters äh Gruppen äh ja äh sehe ich da also noch so gewissen äh ja. Äh Forschungsbedarf äh beziehungsweise bedarf halt äh auch ähm. Ja, war eigentlich die wieder die Inzidenzen niedrig zu halten so, weil äh. Das Gefühl habe, dass viele Leute glauben, naja jetzt, wenn die alle durchgeimpft sind, ist das alles überhaupt kein Problem mehr. Aber äh noch noch ist es definitiv nicht der Fall und äh ja, aber das ist zum Glück halt auch die meisten äh älteren Leute tatsächlich. Ähm vor dem Tod schützt, aber ähm ja, wir hatten dann eben diese auch noch nicht aufgeklärten Fälle wo sich dann ein Drittel der Leute im Altersheim infiziert hatten obwohl fast alle geimpft waren und durchgeimpft waren und so und das, Also solche Sachen, ja, weiß ich nicht, finde ich, beunruhigend. Unterm Strich wissen wir, wenn die, ich sage mal, wenn wir die fünfzig Prozent irgendwie überschreiten, haben wir aus Israel gesehen an. An Impf äh Quote, dann geht halt einfach auch generell äh der Virus weg äh äh so, wobei ich auch schon. Ja äh jetzt Simulation äh gesehen habe, die halt auch dann im Herbst äh. Gewisse neue Wellen hervor äh äh vorhersagen, die zwar nicht groß ausfallen werden, aber so all das äh ja, Äh ist jetzt noch ein bisschen unklar. Wir werden sehen. Wir haben ja zum Glück, wie gesagt, Israel und andere Länder, wo wir. Wie sich das wie sich das entwickelt.
Tim Pritlove
Und Pavel, das ist unser letztes Thema. Jetzt nicht wieder äh in irgendwelche Dysopien äh abgleiten, ja? Das ist so die positive Botschaft zum Schluss ist, Impftermine äh helfen gegen Corona und das ist schon mal ein guter Grund, sich auf sein demnächst anstehenden. Termin zu freuen, ja? Damit ihr alle schön positiv seid. Und demnächst gibt's halt auch mehr, ne. Gibt immer wieder anekdotische Evidenz von Leuten, die sagen, ja, mein Termin ist aber erst im Juni und ich bin ja in Gruppe sowieso meine Erwartung ist, wir werden jetzt im. Mai. Eine ganze Menge Termine sehen, die vorgezogen werden. So, das heißt, äh vielleicht habt ihr sogar die Gelegenheit, äh früher dran zu kommen oder so, auf keinen Fall später, als ihr jetzt vielleicht schon einen Termin habt und ähm. Dann wird sich, dann wird sich das alles ganz schnell wieder aussortieren. Alles wird gut. Zum Fazit kommen. Oder zum Ausblick.
Pavel Mayer
Zum Ausblick, also. Ausblick äh ist, äh dass wir jetzt äh gerade mal wieder eine Chance haben, die Zahlen nach unten zu bringen und äh sie auch nicht wieder steigen äh zu. Lassen, äh ob für sie ergreifen äh äh werden oder ob äh, dann äh jetzt in den nächsten Wochen äh dann, ja äh die Öffnung und äh vor allen Dingen ja mhm dass die die die Vorsicht wieder nachlässt äh und sich die. Die Entwicklung umkehrt, wollen wir jetzt nicht hoffen, aber die Gefahr äh besteht. So, also es ist nicht so, dass dass die Pandemie jetzt gelaufen ist und dass wir uns entspannt zurücklehnen und auf den Impftermin warten können, sondern wir müssen halt auch noch ein bisschen, äh was tun. Ja, damit die Zahlen runtergehen, aber es besteht Hoffnung. So, im Moment würde ich sagen.
Tim Pritlove
Leute, das war's, euer Corona-Wickli für diese Woche und nächste Woche gibt's ein neues, Dienstag könnt ihr auch gerne wieder mit uns diskutieren auf Clubhaus und. Wir wünschen euch eine schöne Restwoche und bleibt gesund und äh.
Pavel Mayer
Ja, dem schließe ich mich an. Macht's gut. Bis demnächst.
Tim Pritlove
Ciao.
Shownotes

UKW070 Corona Weekly: Bundesnotbremse Total Landscaping

Das wöchentliche Update zu Zahlen, Dunkelziffern und digitalen Fragen in der Corona-Krise

Die Bundesregierung beschließt irgendwas mit Notbremse und keiner blickt mehr durch. Wir schauen daher einfach mal auf die gerade verdächtig stagnierenden Zahlen und versuchen uns einen Reim draus zu machen, in dem wir mal verschiedene Faktoren in den einzelnen Bundesländern und Altersgruppen abklopfen.

Dann werfen wir einen genaueren Blick auf die deutsche Impfkampagne und versuchen, Trends und einen Ausblick auf die nächsten zehn Wochen zu wagen. Insgesamt verbessert sich die Situation an der Impffront zunehmend und könnte bis Ende Juni sich noch deutlich weiter entspannen.

Am Schluß wagen wir mal einen umfangreichen Rückblick auf den Verlauf der Pandemie in Deutschland von März 2020 bis heute und werten Pavels kleine Twitterumfrage aus, wie die einzelnen Phasen von den Leuten so bewertet werden.

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Tim Pritlove
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Pavel Mayer

Für diese Episode von UKW liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WebVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Hallo und herzlich willkommen zu UKW. Unsere kleine Welt. Mein Name ist Tim Pritlove und das ist UKW, die siebzigste Ausgabe und die, fünfundvierzigste Ausgabe von UKW, Corona Weekly, heute am dreiundzwanzigsten April zwanzigeinundzwanzig, einem Freitag, wie ihr es von uns gewohnt seid, von uns, nämlich Mia, Tim und Pavel natürlich, hallo Pavel.
Pavel Mayer
Hallo Tim, wow. Ja, ganz schön viel geworden irgendwie. Wer hätte das gedacht, äh als wir damals irgendwie die erste also vor über einem Jahr äh glaube ich die erste Sendung äh gemacht haben, dass wir ein Jahr später irgendwie auf was vierundvierzig Sendungen zurückblicken können, die wahrscheinlich ja, so langsam an die hundert Stunden ranreichen.
Tim Pritlove
Ja, das kann gut hinhauen, wenn wir sie nicht schon überschritten haben. Ja, so ist das. Äh, denn äh. Wie heißt es so schön? Ich weiß nicht, ob geil, ob das stimmt, aber ich habe das mal so in einer Signatur eines Freundes von mir. Chinesischer Fluch. Mögest du in interessanten Zeiten leben.
Pavel Mayer
Ja ja.
Tim Pritlove
Und in gewisser Hinsicht muss ich auch sagen, empfinde ich diesen Dialog hier auch sehr als sehr befreiend, weil man einfach so die äh Möglichkeit, aber auch die Notwendigkeit hat, seine Gedanken so ein bisschen immer wieder äh auszuschütteln und klar zu rücken, wie man's denn jetzt eigentlich alles so sieht und was man denn eigentlich so sieht. Und das hat schon geholfen, finde ich.
Pavel Mayer
Und das ja und so wie es aussieht äh scheint es aber auch vielen Leuten so zu gehen das ja sie hier was rausziehen können was sie machen nicht so viele Leute hören aber, so viele sagen's auch einfach explizit, dass wir ihnen schon ein bisschen Halt gegeben haben und auch durch die Pandemie geholfen haben. Ich will mich ja jetzt nicht äh oder uns jetzt nicht zu sehr beweihräuchern, sondern nur darauf aufmerksam machen, dass ja ich das schon sehr wohl zur Kenntnis nehme und mich natürlich auch darüber freue, Auch wenn es nicht das ist, warum wir irgendwie damit damit angefangen äh haben, äh glaube ich. Ich habe dann auch nochmal rekapituliert und letztlich immer was tun wir hier oder was tue ich hier? Habe ich so ein bisschen auf den Punkt äh gebracht, äh angefangen habe weil ich eben oder wir vor Corona, ich sage mal weder Virologen, noch Corona Experten sind, haben wir uns einfach rangemacht, alles zu lernen und rauszufinden was es in Corona gibt und einfach unsere Lernerfahrung äh hier öffentlich gemacht und sind dabei natürlich dann auch immer ein bisschen schon zuversichtlicher geworden, dass das schon Hand und Fuß hat, was wir hier verbreiten. Meistens hier.
Tim Pritlove
Beziehungsweise wenn wir mal so ein bisschen daneben liegen oder uns einschränken müssen, dass dann halt auch immer tun. Und ähm ja, das werden wir sicherlich auch diese Woche wieder tun.
Pavel Mayer
Jeder kann sich täuschen oder Irrtümern äh auf äh sitzen, aber es sollte, man sollte irgendwie schon statistisch gesehen häufiger richtig liegen als man falsch liegt und wenn man falsch liegt dann eben auch zu gucken dass man natürlich ja daraus daraus lernt um halt die Zukunft nicht so oft falsch zu liegen. Das ist ähm für mich so das Prinzip auch. Warum wir das machen. Und, Und natürlich, dadurch, dass wir hier, dass das so öffentlich ist und auch unter Twitter äh und auch auf Twitter Ja, da ganz viele Leute hier mitlesen und zuhören und äh schon auch und sofort auf Fehler hinweisen oder auf Darstellungen, die nicht so äh in Ordnung waren oder präzise sind oder auf andere Aspekte, die, ausgelassen, aber ich find's super.
Tim Pritlove
Genau, da kann man an der Stelle auch mal auf eine Sache hinweisen, die ich in den letzten äh Sendungen aufgebracht hatte dann geht's um diese Oxword-Studie rund um diese Betrachtung mit, na ja, wie viel Hirn Thrombosen gibt's denn nun eigentlich von Covid und äh wo dann auch dieser Vergleich gezogen wurde zu entsprechenden Fällen von Leuten, die halt innerhalb von vierzehn Tagen nach der Impfung äh was ähnliches vorweisen konnten, auf Basis der Untersuchung von Patientendaten. Keine speziell dafür angelegte Studie, sondern ich weiß gar nicht, wie man das nennt, so eine.
Pavel Mayer
Meter Studie beziehungsweise so eine so eine ja.
Tim Pritlove
Ich nicht, kenne den Begriff nicht genau, auf jeden Fall wurde quasi in der Datenbank äh äh geblättert und da gibt's ja dann auch so einige Ungenauigkeiten und ich wurde dann von verschiedenen Seiten darauf hingewiesen, dass. Vielleicht also dass die aus, also vielleicht kurz zu rekapitulieren. Daraus äh wurde ja so im Prinzip die Betrachtung gemacht, na ja ähm. Fälle treten halt auch auf von Sinusthrombosen bei Leuten, die eben an Covid erkranken, das war dann so in der Größenordnung von vierzig auf eine Million und äh bei dieserselben Datenbank Durchforstung kamen dann die Leute aus Oxford für MRNA Geimpfte innerhalb von vierzehn Tagen, die also auch entsprechende, Sinusthrombosen entwickelt äh haben äh auf die Zahl von vier und auch für wurde dann äh kann man auf die Zahl von fünf das Problem damit ist, dass halt, Also die Ungenauigkeit hier äh doch relativ groß sein kann. Ja, weil das ist hat auch viel damit zu tun, wird das eigentlich richtig erfasst, ist wirklich dasselbe gemeint. Das Ganze basiert ja immer auf diesen Schlüssel, Zahlen für medizinische Einschätzung, ja, dieser ICD.
Pavel Mayer
Die Codes, ja.
Tim Pritlove
Diese Codes und die werden dann auch in jedem Land ein bisschen anders behandelt und das war ja irgendwie USA und die Astrasinika Zahlen kamen dann wiederum aus der Betrachtung, die die EMA gemacht hat in Europa. Also um's kurz zu machen, viele Leute meinten. Dass sie das, also die da mehr Einblick haben, dass sie jetzt diese. Dieser diese unmittelbaren Vergleiche so nicht ziehen würden. Was man aber auf jeden Fall stehen lassen kann, ist Sinusthrombosen treten auch auf, wenn Leute an Covid erkranken und das war Meiner Meinung nach auch so ein bisschen die Kernaussage und äh ich wollte jetzt nicht so sehr drauf rumtrampeln das jetzt auf jeden Fall MRNA genauso gefährlich ist äh äh wie oder so. Das würde ich sagen, ist immer noch offen. Das wird irgendwie untersucht und. Dazu habe ich dann einfach erst mal keine Aussage gemacht.
Pavel Mayer
Also äh normal genau die ähm wichtigste äh wichtigste Ergebnis, ähm ja, Sinus, Wien, Thrombosen sind auch ein mit äh der, Covid-Erkrankung assoziiertes, sehr seltenes Symptom und aber um sagen jetzt den Impfstoffvergleich, also sagen jetzt Schlüsse über verschiedene Impfstoffe zu ziehen, äh reicht halt diese Studie nicht aus. Ich glaube, so kann man's mal zusammenfassen, außer dass die Impfstoffe halt viel, viel sicherer sind, äh als wenn man erkrankt so Größenordnung ziehen wahrscheinlich.
Tim Pritlove
Gut, dann würde ich sagen, gehen wir mal auf unser klassisches äh Segment und schauen mal, was sich denn eigentlich bei den Zahlen so getan hat und wie nah wir denn äh der Apokalypse jetzt schon wieder gekommen sind. Wenn überhaupt.
Pavel Mayer
Im Moment, so sieht es so aus, als wenn sich das Virus nicht so richtig entscheiden kann, äh was es jetzt tun möchte, also seit mehreren Tagen gibt es irgendwie, seitwärts irgendwie ein minimal auf, minimal runter, liegt seit zwei Tagen bei eins Komma null eins, also sieben Tage Ehrwert passierend auf Publikations Daten bei den Inzidenzen ja ist immer das Ding RKI Inzidenzen oder ähm so auf auf Meldedatum oder die Inzidenzen auf Publikationsdatum, wir nehmen lieber die äh auf Publikationsdatum meistens, die. Jetzt aktuell bei äh hundertfünfundsiebzig äh heute gestern bei hundertdreiundsiebzig und.
Tim Pritlove
Kurz sagen, warum wir die lieber nehmen. Das Problem mit den RKI-Zahlen ist, dass die sich prinzipiell nachträglich immer noch ändern und in der Regel sowieso letzten Endes in Richtung der Publikationszahlen. Entwickeln, ne? Er ist richtig äh noch eine Erinnerung habe und deswegen äh ist es eigentlich, hat sich das sozusagen gezeigt, dass das so der solidere Blick in die Zukunft ist, den wir aber jetzt schon haben.
Pavel Mayer
Genau, weil weil nach Meldedatum fallen natürlich die Zahlen in den letzten beiden Tagen sehr stark und ich sage mal in der in den ein, zwei Wochen sagen die, die die davor sind, kommen eben auch noch äh Zahlen nach. Das heißt, dass wenn man diese Zahlen grafisch visualisiert, hast du am Ende immer einen Knick nach unten. Äh, so und äh und das ist dann aber diese Zahl dann auch, die in den sieben Tage ähm die in den offiziellen sieben Tage Inzidenz äh wird eingeht. Das heißt, ganz viele Leute, die jetzt aber schon gestern eigentlich, erkrankt sind oder vorgestern gehen halt heute noch gar nicht ein aufgrund von eben Meldeverzögerungen so und die fallen dann, erstmal unterm Tisch. Die kommen dann natürlich je weiter die Zeit fortschreitet, kommen natürlich alle Fälle auch nach. Das heißt das gleicht sich so ein bisschen eigentlich irgendwann aus, aber wenn man dem. Ja heute betrachtet hat man da häufiger dann niedrige Inzidenzen je schlechter oder je langsamer die Ämter arbeiten.
Tim Pritlove
Also bleiben wir weiterhin bei den Publikations sieben Tage äh äh wert und ja, hundertfünfundsiebzig sagst du.
Pavel Mayer
Beziehungsweise ja und hundertvierundsechzig äh war äh glaube ich der der offizielle, die offizielle RKI sieben Tage Inzidenz äh gerade, also die einen unter den hundert äh fünfundsechzig.
Tim Pritlove
Also sowas auch.
Pavel Mayer
Ja. Aber das spielt sowieso keine Rolle, weil ähm dazu kommen wir später noch. Hm, entscheidend wohl in der Regel die Inzidenz auf Landkreise.
Tim Pritlove
Ja. Aber das bedeutet, dass die Zahlen stagnieren derzeit.
Pavel Mayer
Genau. Ja, ja. So, die Zahlen äh stagnieren. Es geht äh äh horizontal weiter und. Vielleicht ein bisschen. Interessanter ist, bevor wir in den an den Punkt gehen, was wir glauben oder was ich glaube, wie das weitergehen wird. Und zwar, was natürlich auch immer hilfreich ist, zu dem Zweck ist dann erstmal den Blick auf die verschiedenen Altersgruppen äh zu werfen, und da sehen wir für Deutschland halt vor allen Dingen einen ganz starken Anstieg. Bei der Altersgruppe fünf bis vierzehn, also den im Schulalter im Wesentlichen, da kann man zu der Altersgruppe kann man wahrscheinlich sagen, das sind wirklich Schüler. Ähm Ja, ähm plus äh also da, dort liegt bei den Schülern, die deutschlandweite Inzidenz jetzt bei zweihundertsiebenunddreißig, ja, in der Altersgruppe und höher ist sie dann nur noch in der der fünfzehn bis Vierunddreißigjährigen, also dann ich sage mal, das Partyvolk Man könnte aber auch sagen, das sind so dann vielleicht die Berufstätigen und die jungen Familien so in dem Alter und da ist sogar noch ein bisschen höher, nur die liegen bei zweihundertneunundvierzig. Bundesweit äh ist halt das Geschehen so in in bei null bis vier, also in den Kitas hält sich noch in Grenzen, das ist nur ganz leicht über dem Durchschnitt, bei hundertsiebenundsechzig. Ist aber auch ähm als einziges äh mit auch angestiegen, wenn auch leichter äh als das von den Schülern, die halt richtig hochgehen und kompensiert wird das Ganze äh so vor allem durch, achtzig äh plus und die auch sechzig bis Neunundsiebzigjährigen, achtzig Plus, liegt halt zum Glück jetzt nur bei vierundsiebzig, nur in Anführungsstrichen und sechzig bis Neunundsiebzigjährigen bei einer Insidenz von hundertzwei, so was halt dann gerade im Moment den den Schnitt. Drückt. Ja und deswegen. War halt immer auch so meine Aussage, es hängt eben sehr, sehr viel ab äh beim weiteren Verlauf, was in den Schulen passiert ist, zu sagen, dass das entscheidende und ähm. Ja, wie das dann äh mit der Notbremse äh zusammenhängt. Das machen wir dann hinterher oder später. Noch. Hm, ja.
Tim Pritlove
Kurz betonen. Also, Schüler derzeit Deutschland zweihundertsiebenunddreißig und während halt die Inzidenz insgesamt stagniert. Sieht das in diesem äh Bereich überhaupt nicht so aus, ganz im Gegenteil. Die steigt sehr steil an. Also wir haben da einen extrem. Anstieg und sonst haben wir einen äh überhaupt nur einen Anstieg bei Kita. Also es sind eigentlich wirklich nur die Kleinsten, die stark ansteigen und alles andere stagniert und deswegen stagniert es in der Summe.
Pavel Mayer
Ja, man muss auch gucken, die Situation in den, in den Bundesländern sind eben auch so ein bisschen unterschiedlich, also vor allem äh gibt es eben Unterschiede äh zwischen ja Schülern äh also die Schüler und Kitaalter so in manchen ähm Bundesländern äh dominiert halt die, null bis Vierjährigen in den meisten, aber tatsächlich äh fünf bis vierzehn, was den Anstieg angeht. Und bei den alten äh geht's äh überall. Nach unten. Ja.
Tim Pritlove
Gehen wir nochmal kurz auf die Bundesländer.
Pavel Mayer
Genau, also bei den Inzidenzen sind die meisten Länder, die sagen, ja, bewegen sich auch seitwärts, so wie der Bundesschnitt. Es gibt aber ein paar, Ausnahmen, wo das anders aussieht, also Thüringen und Sachsen, die halt von einer ganz hohen von ja die waren irgendwann mal bei zweihundertfünfundsiebzig so ungefähr und sind jetzt auf zweihundertvierundvierzig und zweihunderteinundvierzig runter. Also, die haben also jetzt eher starke Rückgänge. Hm. Und dann äh ja Baden-Württemberg zieht halt an ein bisschen, Hessen zieht an und vor allem das Saarland, das zieht halt am krassesten. An
Tim Pritlove
'ne Modellregion.
Pavel Mayer
Ja, ist ja auch eine Modellregion, genau, also da haben wir äh da äh und auf Saarland, deswegen wollen wir einfach habe ich dann deswegen einfach mal geguckt, was ist denn da eigentlich los im, Saarland und auch so ein Blick auf die R Werte zeigt, eben alle so um unter oder um die eins rumliegen bis eins Komma null fünf maximal und das Saarland aber jetzt auf eins Komma eins fünf. So hochgeschossen. Ist und dann sagt immer der erste Blick auf die Altersgruppen und da sieht man, dass dann im Saarland so die im Prinzip die jüngere Hälfte der Bevölkerung so von null bis vierunddreißig, die ziehen halt in die Höhe, aber auch. Anderen Altersgruppen ziehen an. Also es zieht halt überall an. Ja und. Also vielleicht noch äh sagen, bevor ich's bevor ich's vergesse, es wird halt gerade oft ins Feld geführt, dass die Anstiege jetzt in, diesen Alterssegmenten, also Schulen und Kitas jetzt deswegen so in die Höhe gehen wegen der Schnelltests. Dass jetzt halt, sagen, die Detektionen in den Bereichen verbessert äh wurde und dass halt jetzt ganz viele ähm. In der Altersgruppe dazukommen, die vorher einfach symptomlos äh nie erfasst worden wären und jetzt durch die. Das eben dann auch dem äh PCR-Test Regime zugeführt werden. Und dass das deswegen hochgeht. Und. Ich halte das also wir haben's ja mehrfach schon mit der Frage beschäftigt, wie viel ist da dran? Hm. Ich meine, einen Faktor äh äh wäre, dass äh also es kann durchaus ein Faktor sein, aber hm wenn das so ist. Dann müsste der Effekt sich bald normalisiert haben, das heißt äh weil das ist letztlich eine Änderung im Testregime, Änderung der Vortest Wahrscheinlichkeit, in der in der Altersgruppe. Hm. Und äh ja, die ist dann aber irgendwann geändert, irgendwann pendelt sich das halt wieder ein, dann verlaufen die Zahlen vielleicht auf einem hohen Niveau, aber ähm ob die jetzt rauf oder runter gehen, wird dann relativ schnell nach so einer Änderung ähm, ja, normalisiert sich das und äh ist dann wieder wieder zuverlässig. So. Und hm. Der Anstieg halt geht jetzt über eine recht, Zeit schon und ähm ja, wie groß der Faktor ist, äh werden wir sehen, aber ähm ja, Äh ich Teil des Anstieges in den Altersgruppen ist schon einfach real und kein Erfassungs-Adefakt und ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber in ein, zwei, drei Wochen werden wir halt genauer sehen. Normalerweise korrespondiert das Ganze ganz gut mit den Schulschließungen, Noch eine weitere Besonderheit am Saarland, was mir so nicht. Bei anderen Ländern nicht aufgefallen ist, wo ja auch keine aber keine Antwort drauf habe, ist, dass im Saarland Ostern die Zahlen kaum eingebrochen. Sind also ein bisschen auch in äh interessanterweise bei den Schülern und also bei den meisten Altersgruppen, aber in manchen Altersgruppen eben, Gar nicht. Zum Beispiel äh ja eben null bis vier hat. Ist durch Ostern ja nicht nicht wesentlich beeinflusst äh worden. Nur halt danach. Ja und insofern äh ja, plus das eben im Saarland äh die Tests alleine ist auch nicht sein können, weil eben in vier anderen Altersgruppen die Zahlen auch hochgehen. Also ich würde mal sagen, ja. Testversuch läuft jetzt nicht ganz so gut. Und ähm ja, beziehungsweise ja, kommt bei dem Test grade raus, äh. Ja, was eben rauskommen sollte. Und ähnlich auch auf ein kleineres Bundesland guckt, äh Berlin zum Vergleich. Äh sieht es erstmal auf den ersten Blick ähnlich äh aus, aber in Berlin. Sind halt die Schülerinzidenzen äh dann auch bei zweihundertzweiundvierzig und dann kommt eben die fünfzehn bis vierunddreißig Jährigen so, Jugendlichen, junge Familien. Der liegt bei zweihundertneun und äh die Kitas äh tatsächlich liegen ähm sind. Bei hundertsechsundvierzig, also eher unterdurchschnittlich und vor allem erfreulich, bei achtzig plus ist die Inzidenz auf sechsunddreißig äh runter. So das äh nimmt da schon mal ganz, ganz gute. Ähm Level an äh würde ich sagen. Ja äh das zum Vergleich dann mit, Berlin lohnt sich also dann mal anzuschauen, weil ich dann gerade bei Berlin war. Wir hatten auch lange keinen Blick mehr auf die Berliner Bezirke und dann dachte ich mir äh, ja, da müssen wir noch ähm irgendwie auch mal einen Blick drauf werfen und. Ja. Äh ein fast vertrautes Bild Neukölln und Mitte ganz oben mit zweihundertfünfzehn und zweihundertelfer Inzidenzen. Und dann äh gibt es so langsam äh runter und ganz. Bester Bezirk unser äh Berlin-Pankow so mit. Sechsundneunziger Inzidenz. Ich meine, natürlich ist das jetzt, ich sage mal, sehr grob. Ich meine, ich wohne zweihundert Meter von Mitte entfernt, also.
Tim Pritlove
Aber die Meterebene ist ja auch in Pankow und von daher äh.
Pavel Mayer
Ja
Tim Pritlove
Ebene stabil, pankostabil.
Pavel Mayer
Ja, alles alles gut, ja. Und äh generell äh so.
Tim Pritlove
Leute unseren Podcast, das ist wahrscheinlich.
Pavel Mayer
Genau. So wird äh sein und natürlich aber äh räumen wir jetzt ein Jahr lang immer das Auf und Ab der der Bezirke beobachten wie das, ja aussieht, das heißt so 'ne Momentaufnahme ist dann immer nicht sehr aussagekräftig, weshalb ich denn mal einfach, von allen Bezirken mir den Gesamtverlauf, also die kommunativen, ähm zahlen angeguckt habe und dann auch die Frage, ja ist denn sagen diese Pandemie wie Schicksalhaft, ist es denn so? Wie wie ist es denn, wenn ein Bezirk erstmal auf einer Dreiektorie ist, so gelingt es dann. Sich sich rauf oder runter zu arbeiten und. Man muss sagen, überwiegend nicht. Also es gibt immer wieder hier und da Ausnahmen, aber äh zum Beispiel Neukölln und Mitte, wenn man sich anguckt, sind von dann zumindest äh ja äh ab der, ab Oktober als dann die dritte Welle äh begonnen hat, sind die halt ja, als. Führer äh ins Rennen gegangen und sind heute beide immer noch in Führung und haben sich da nicht viel genommen, also mal liegt der einen Ticken vorne und mal der andere und äh dort. Haben sich halt jetzt so fünf Komma sechs Prozent der Bevölkerung in Neukölln bereits mit Corona äh infiziert, also fünf Komma sechs sieben drei und in Mitte sind's fünf Komma sechs zwo eins Prozent, also wie man sieht ganz nah beieinander. Der einzige Bezirk, der es so ein bisschen geschafft hat, sich zu verbessern in der Platzierung. Ist halt Friedrichshain-Kreuzberg. Ich weiß nicht, ob da irgendwann Vernunft eingekehrt ist oder was da passiert ist, aber äh der hat halt äh ja mit mit. Irgendwie Spandau, was sagen wieder der andere, ist das Negativbeispiel ist, Spandau, ist halt relativ gut im unteren Drittel des des Feldes im November ins Rennen gegangen und, ist jetzt äh so auf Platz drei, was so Opfer äh angeht, fünf Komma eins Prozent ähm also mit Opfern meine ich jetzt ja Erkrankte an an der Stelle. Ja und dann geht's eben wie gesagt weiter Reinickendorf, Friedrichshain, Kreuzberg, äh Berlin, Tempelhof Charlottenburg-Filmersdorf, äh da sind wir dann ungefähr, jetzt schon im unteren Mittelfeld angekommen. Ähm dann Stieglitz Zehlendorf und dann, Lichtenberg Marzahn, Pankow und Tripto Köpenick, was daneben auch auffällt, ist, dass nicht alle, aber ein Großteil, wenn man der Rhein-Ost-Bezirk äh Lichtenberg ausgenommen so, am besten durchgekommen sind und der Unterschied ist sieben, ja, dreieinhalb Prozent jetzt in äh äh Treptow und äh drei Komma vier, eins drei und drei Komma vier neun drei in. Pankow äh Prozent, die bisher erkrankt sind gegenüber dem fünf Komma sechs, das ist nicht ganz, so sieht es halt eigentlich in einer Stadt in den verschiedenen Bezirken, aus und dann, kam bei mir spontan die Frage auch auf der Tour auf, okay, wie sieht's denn jetzt in den Bundesländern eigentlich aus? Wie gut haben denn jetzt die Bundesländer eigentlich ihre. Bevölkerung bisher schützen können. Ähm ja. Und da klafft es halt doch nochmal beziehungsweise äh dann, auch nicht nur nicht vor Infektionen, sondern vor allen Dingen, wie viele in der Altersgruppe achtzig plus. Sind dort jetzt gestorben, um ebenso Effekte zu vermeiden, wie naja, dort haben sich mehr ältere infiziert, dort mehr jüngere, weil eventuell ist dann auch mehr ältere oder weniger jüngere, und äh deswegen ja äh natürlich ist auch die Altersgruppe achtzig plus nicht so homogen in den Ländern, aber auf jeden Fall äh kriegt man so ein klareres Bild und. Ja, was die Toten äh angeht. Ähm geht es so Faktor drei, dreieinhalb auseinander. Also in Mecklenburg, Vorpommern sind null Komma vier neun Prozent der über Achtzigjährigen gestorben, also ein halbes Prozent in Sachsen am anderen Ende eins Komma acht Prozent der älteren Bevölkerung, also es ist halt schon krass und ja, und das ist das mit großem Abstand, Thüringen folgt dann so mit eins Komma fünf Prozent und Brandenburg mit eins Komma zwei Prozent und.
Tim Pritlove
Das ist quasi jeder jeder Fünfzigste fast. Jeder Fünfzigste aus der Gruppe der achtzig plus.
Pavel Mayer
Jeder fünfundfünfzigste.
Tim Pritlove
Nicht nicht erkrankt, sondern gestorben.
Pavel Mayer
Gestorben, ja. Genau. Jeder fünfundfünfzigste werden's halt dann in Mecklenburg-Vorpommern.
Tim Pritlove
Und Sachsen ist relativ gut gestartet, ne? Also im November waren sie noch im Mittelfeld und sind dann im Laufe des Dezember. Komplett äh in die Führung gegangen und haben diese Führung auch nicht mehr abgegeben und ähnlich mit ein bisschen mehr Verzögerung war's dann in Thüringen, Und Thüringen ist dann ganz klar auf Platz zwei mit eins Komma fünf Prozent und dann ist wieder ein großer Abstand, bis dann die anderen Länder sich so hintereinander einreihen.
Pavel Mayer
Also beide Länder sind tatsächlich irgendwie gut gestartet und man kann schön sagen aus aus den äh Zahlen, also Sachsen hat's schon im November im Prinzip verbockt, also Ende November, was auch immer da passiert ist, so mag auch Einschleppungen aus Tschechien sein, aber das hat halt da ziemlich früh äh abgehoben und ja, wie du richtig sagst, in Thüringen, die äh sind dann erstmal etwas später, eigentlich so richtig erst im neuen Jahr eigentlich erst nach Weihnachten, also Thüringen hat's eigentlich erst äh sagen, im Januar so richtig verbockt, äh kann man sagen, oder je nachdem äh wie man das sieht, ähm ja und, Sachsen-Anhalt auch noch so ein Beispiel. Die sind halt ganz unten gewesen, sind halt als zweitbestes Land mit irgendwie kaum Toten in die äh in den Dezember äh gegangen und äh sind jetzt ja im Mittelfeld angekommen mit mit einem Prozent ungefähr.
Tim Pritlove
Brandenburg ist es nicht sehr wie anders gelaufen. Also man kann sogar sagen, wirklich die großen Flächenländer im Osten haben dann. Ich würde es jetzt mal deuten als sich ein wenig in Sicherheit gewogen und da sie ja in der ersten Welle nicht so betroffen waren und das ist ja, sagen wir mal generell das, was sich so zeigt und was ja eigentlich auch. Von der Wissenschaft ausreichend vorher gesagt wurde Virus sich erstmal heimisch gemacht hat, wenn sie sich erstmal verbreitet hat, wenn's überall irgendwo reingestreut ist und es eben nicht mehr diese Schwerpunkte gibt, die es ja am Anfang durch die äh initiale Infektionen gab, ne, Nordrhein-Westfalen war stark betroffen, Bayern war stark betroffen, Baden-Württemberg war starr betroffen und der Osten heilt nicht so stark. Und dann hat sich das im Sommer alles schön durchmischt. Und als dann die zweite Welle kam, geht's richtig ab. Und dann sind natürlich auch die entsprechenden. Reaktionen dann langsamer, weil man denkt so, na ja, wieso nutzt man auch nix passiert, dann wird das auch wieder so sein. Und genau das zeigen halt die Zahlen, dass das eben ein Trugschluss ist und dann steht man auf einmal in der Statistik ganz oben.
Pavel Mayer
Bayern ist vielleicht auch nur mal wieder ein gutes Beispiel, die sind halt absolut in Führung gestartet mit den meisten Toten nach der ersten Welle und äh nach dem Sommer mit einer Inzidenz, die ja zäh, also, zehn, fünfzehn Mal so hoch war, also jetzt sagen gesamte äh kommulative Zahl der der Todesfälle und haben sich aber dann ja in diesem Jahr und über Weihnachten, aber vor allem ja eigentlich in diesem Jahr recht gut geschlagen, was auch immer sie gemacht haben. So äh, im neuen Jahr oder oder ab Weihnachten oder so, das hat auf jeden Fall dazu geführt, dass sie jetzt nur noch auf Platz fünf sind und äh sagen, bei kumulierte Zahl der Achtzigjährigen und ja, also Bayern zumindest muss man sagen, die haben äh. Irgendwas geändert oder sie hatten vielleicht auch Glück, äh Hunos, aber äh ja äh das kommt natürlich auch, aber zumindest äh, Ja, würde ich, würde ich sagen, das ist nicht von alleine äh passiert, sondern da muss da war irgendwie was. Ja. Ähm so und dann vielleicht nochmal, okay, das war jetzt quasi achtzig Plus Jetzt kann man sagen, gut, das vielleicht haben die auch eine andere Altersstruktur dann bei achtzig Plus und andere Arten von Unterbringung und weiß der Geier was. Und deswegen dachte ich mir lohnt sich's vielleicht auch den Vergleich für eine andere Altersgruppe äh zu machen und bei, siebzig äh äh bei bei fünfundsechzig bis sechzig bis neunundsiebzig. So. Bei sechzig bis neunundsiebzig sieht es genauso, aus äh im Wesentlichen, wie bei bei achtzig Plus. Hm. Bei so fünfunddreißig bis neunundfünfzig, also die Todesfälle dort, die jetzt nicht so super viele. Sind, aber sozusagen die Altersgruppe, wo man noch ein bisschen Statistik machen kann, so. Es sieht die Durchmischung dann schon wieder äh äh teilweise recht anders aus, wobei interessanterweise das Ende der Tabelle und äh sagen die Top in der Tabelle sind identisch, aber äh so dann ja dazwischen äh sieht's halt ganz anders aus, also zum Beispiel Bremen, dass ich halt bei den Achtzigjährigen extrem gut geschlagen hat steht halt bei den fünfunddreißig bis Neunundfünfzigjährigen irgendwie eher auf auf Platz vier und so weiter. Also, anderen Worten ähm man kann das jetzt nicht auf alle Altersgruppen übertragen, sondern äh da gibt es eben. Ganz ganz äh andere. Dinge und dann bei den jüngeren kommen halt die Todesfälle nicht sehen, aber da lohnt es sich zumindest einfach die Fallzahlen zu betrachten und da ist dann die Frage, Dan, wer hat denn jetzt seine Schüler. Am meisten durchseucht äh bisher, während der drei Wellen. Ja und da, findet man dann interessanterweise, dass Bayern, Berlin, Saarland und dann erst Sachsen und Thüringen äh kommen, was jetzt so das Schüleralter äh angeht, ja, also das sind dann sagen die, die, wo die Schulen am meisten durchseucht sind und dann geht's halt runter und ja, Schleswig-Holstein findet sich halt meistens ganz, ganz unten und in dem Fall auch Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg interessanterweise ist auch äh Dritte von unten, also während's bei den Alten halt, ganz schlecht aussah. Und wenn man schon dabei sind, können wir auch gucken, so wie es denn mit den null bis Vierjährigen, und äh da sind's dann wiederum äh ja das Saarland, Thüringen, Bayern und NRW. Und dann noch Sachsen-Anhalt, die so oben stehen, aber die Unterschiede sind dann auch tatsächlich nicht so groß, also die sind so Faktor zwei, inzwischen jetzt Saarland und Schleswig-Holstein und die meisten tummeln sich da, Mittelfeld ja, also bestes eins Komma fünf Prozent, also Schleswig-Holstein und drei Prozent ist äh Saarland, was die durch Infektions äh Rate der der Kleinsten. Angeht und nachdem ich jetzt gesehen hatte. Wie weit so die Bundesländer in den Werten auseinanderliegen, kam natürlich die Frage, okay, wie extrem, gibt es denn jetzt in den Landkreisen zu? Wie extrem ist äh sind dort die Unterschiede und habe mir dann. Erstmal die für achtzig plus tödlichsten Landkreise ausgesucht und die fünf, glücklichsten äh Landkreise so bezogen auf die Gesamtzahl der Todesfälle bei achtzig Plus. Und da findet man dann so in den Top five halt den bekannten, Landkreis Tirschenreuth aus Bayern, dann sächsische Schweiz Ostergebirge, Hiltburghausen, Schwabach und Görlitz. Das sind sozusagen die fünf Landkreise, wo ja der Großteil der. Älteren Bevölkerung an Corona gestorben ist oder der größte Teil, nicht der Großteil, also so und.
Tim Pritlove
Größten Anteil hatten.
Pavel Mayer
Größten Anteil, genau. Und äh in sind es drei Komma eins Prozent der. Achtzig plus jährigen. Also man kann sagen, jeder Dreißigstel in Tirschenreuth, äh der über achtzig war, ist Corona zum Opfer gefallen. Das finde ich halt schon. Sehr, sehr krass. Und am anderen Ende der Skala ja sind wir jetzt äh finden wir zwei Brückenkreis Zweibrücken ähm als extrem Ausreißer mit nur achtunddreißig Fällen pro hunderttausend, was halt null Komma null drei acht äh Prozent sind äh gegenüber eben drei Komma eins, Prozent bei Türschenreuth und dann äh geht's weiter Rostock null Komma ein Prozent. Ne? Und äh ja, also Faktor hundert zwischen den. Ja Landkreisen mit den wenigsten alten äh äh Toten pro Bevölkerung und den am meisten. So und dann, stellt sich natürlich die Frage, okay, lag das jetzt. Einfach nur an den hohen. Äh die da vorherrschten oder.
Tim Pritlove
Sind die Altersgruppen speziell geschützt worden oder besser geschützt worden, das sozusagen die Frage, ne?
Pavel Mayer
Ja, zum einen sind, genau, sind die Altersgruppen besser geschützt worden, aber gibt es dort auch Unterschiede jetzt in der äh Sterblichkeit, in der in der Fall. Sterblichkeit und äh ja, ein erster Blick erstmal dann auf die auf die Fälle, wenn man da dieselben Landkreise jetzt nimmt und mal guckt. Wie sich denn dort die Inzidenzen verteilen. Kann man schon mal sehen, das ist halt zwischen zwei Brücken und dann Fürth als äh höchsten. Landkreis sieht man, dass das längst nicht so weit auseinander liegt wie dann jetzt die Zahl der Toten. Also da. Auf jeden Fall nochmal einen krasser Faktor rein und hm ja, wenn man sich dann eben auch die Fallsterblichkeiten äh anguckt. In diesen Landkreisen sieht man aber auch, dass die. Halt sehr stark variieren, also Fallsterblichkeit oder äh ja CFR oder Ratio ist einfach die. Zahl der hm. Todesfälle geteilt durch die Zahl der Fälle, also wie viele, jetzt von denen, die positiv getestet wurden, eigentlich gestorben sind. Und das auch wieder. Auf die Altersgruppe achtzig plus und. Da sieht man, dass man jetzt in Zweibrücken, wenn man in zwei Brück. Positiven Test bekommen hat als über Achtzigjähriger. Dann sind vier Prozent von denen gestorben. In Dillingen äh dagegen, so äh jetzt sind dreiunddreißig Prozent, also jeder dritte oder in Schwabach auch so, das heißt, Ja, es gibt da merkwürdigerweise auch so. Riesige Unterschiede ähm in äh der Fallsterblichkeit selbst. Einer Altersgruppe. Das kann natürlich auch wieder daran liegen, dass sich diese Altersgruppe achtzig Plus dort unterschiedlich zusammensetzt. Aber so ganz äh so erschließt sich mir das noch nicht. Natürlich kann man auch erwarten, wenn. Du jetzt einfach nur das auswürfeln würdest, so welcher Bezirk kriegt jetzt wie viel Corona eigentlich dann würdest du auch durch mehr oder weniger Zufall würdest du natürlich auch eine Verteilung, so und am sogenannten Long-Tail. Vielleicht findest du dann auch einige wenige extremen Fälle. Und auf die gucken wir hier grade. Und äh. Bin dann auf das Phänomen dann erst gestoßen durch dieses Stöbern und habe das jetzt noch nicht tiefer untersucht und äh habe dann auch zwar gefragt, ob jemand Ideen hat im Netz, hm. Was denn dahinter steckt äh und es ist aber auf jeden Fall, finde ich, durchaus äh nochmal eine. Forschungsrichtung, die es wert ist, sich anzuschauen, was sind die Ursachen dafür, dass in manchen Landkreisen sehr viele alte äh gestorben sind und in anderen vergleichsweise wenig.
Tim Pritlove
Von denen, die sich überhaupt infiziert haben. Wohlgemerkt, ne? Also nicht äh anteilig, das hatten wir am Anfang, sondern dieser Block war ja jetzt nochmal spezifisch, okay, wir schauen uns immer nur an, okay, Leute über achtzig haben sich infiziert, Was passiert mit denen? Und in Zweibrücken sterben vier Prozent von denen? Aber in Dillingen. Sterben dreiunddreißig Prozent davon. Also anders ausgedrückt in Dillingen. Wenn man achtzig war und überhaupt infiziert war. Jeder Dritte stirbt. Das ist schon ein krasses Missverhältnis.
Pavel Mayer
Und gut, ich habe dann äh dort halt, auch den, den Bundesschnitt mit drin, der liegt halt jetzt. Bei zwanzig Prozent. Das heißt, äh jetzt in. Dillingen mit den dreiunddreißig A ist halt äh immerhin auch sechzig Prozent äh höher, aber äh krasser sind halt dann äh waren ganz unten, die äh Bezirke und eins, was dabei aber auffällt, ist, dass die meisten davon so eher kleine Landkreise sind, so mit fünfzigtausend Einwohnern, Das heißt. Es könnte jetzt sein, äh dass das auch irgendwelche strukturellen äh Gründe hat, was weiß ich, ob da, wie das Gesundheitsamt ist und ob das arbeitet und ob das vielleicht keine Ahnung mit anderen Landkreisen zusammengelegt ist und es dadurch vielleicht irgendwie erfassungsartifakte sind oder ganz besondere äh äh Dinge und es kann natürlich auch ja Besonderheiten in der Bevölkerungsstruktur oder in den Wohnverhältnissen oder so, Punkt ist, äh dass es sich, wie ich finde, auf jeden Fall um eine äh nochmal einen interessanten Punkt handelt, der noch unzureichend äh aufgeklärt ist und der uns natürlich vielleicht auch helfen kann oder anderen helfen könnte, wenn die dort irgendwas anders oder besser gemacht äh haben und das eben nicht zufällig äh ist, also, Ich hoffe, dass da auch Leute dran sind. Ähm ja, gut, ich glaube, äh. Ja, wir könnten jetzt noch, ich habe dann noch auch Vergleiche gemacht ähm mit noch anderen niedrigen äh. Kumulierten äh Fällen beispielsweise mir noch mal angeguckt und. Es ist ist halt äh schon so, dass man jetzt als Regelfähig draus ziehen kann. Okay, es gibt einfach bestimmte. Landkreise, da hebt Covid nicht ab. So, die sind halt dann von Anfang niedrig und die hat's halt nie so richtig erwischt in bestimmten Altersgruppen. Und andere, da geht's eben richtig. Und viermal so viel äh so, Ja, insofern und warum das so ist und ob da mehr als Zufall äh eine Rolle spielt, das äh denke ich äh ja, da werden wir vielleicht in Zukunft. Nochmal mehr ein Auge draufhalten.
Tim Pritlove
Erforschen. Aber man muss ja überhaupt erstmal solche Artefakte äh finden, um sich dann irgendwie die Frage stellen zu können, was ist denn hier los? Und ich bin mir sicher, äh die Statistiker sind jetzt schon unterwegs, versuchen herauszufinden, was damit jetzt wieder auf sich hat. UK wieder aufgedeckt hat. Skandal. Okay, das sind jetzt die Zahlen, wie sie sich uns äh darstellen und das sind sagen wir mal so die der aktuelle Blick nach hinten, aber was ja auch schon mal den Blick nach vorne gewagt und kühne Aussagen über die Zukunft gemacht. Jetzt kommen dann alle an und halten dir die alten Tweets vor die Nase und sagen Mensch Pavel, was.
Pavel Mayer
Genau, wo ist denn die zweihunderter Inzidenz geblieben oder die fünfhunderter, wie ich in einem ersten, März äh vorher äh gesagt habe, in Anführungszeichen und ähm ja. Daten und da ist es so, dass eben jetzt diese Woche oder in der letzten Woche so ein bisschen. Ja so 'ne Prognosenkontroverse entbrannt ist, also es war jetzt nicht nur nicht nur ich, aber ich kriegte dann halt wieder auch. Gehäuft so äh ähm, etwas chemische Nachfragen, ja, wo ist denn jetzt, wo sind denn jetzt deine zweihundert und was sollte das denn jetzt mit der Panik und so? Und, ähm ja äh und Das äh war dann aber nicht nur sagen etwas, was an mich gerichtet war, sondern an viele andere äh ja prominentere Prognosen, die dann auch äh letztlich äh Grundlage waren ein bisschen für die, für die Maßnahmen zumindest Ansatz äh weise, also für jetzt die Bundesnotbremse und da wurde also dann ganz vielen Leuten äh jetzt von einer bestimmten Richtung halt. Panikmache vorgeworfen. Und ähm. Ja. Äh so und ich hatte mich daneben auch dazu geäußert, obwohl. Ich zwar einerseits ja glaube ich kann das jeder selber sehen, was ich äh vorher, gesagt habe und ich fand's eigentlich auch ein bisschen kindisch äh so, ehrlich gesagt, äh was da, los war, weil gut, erstmal, wenn man sich anguckt, gut, was habe ich denn sozusagen in Anführungszeichen vorhergesagt. Ich habe halt in einem spontanen, Tweet, wo ich dann ganz mal einfach im im Kopf äh gerechnet hatte, habe ich halt, getwittert, also vor allen Dingen eine Frage an Zero Covid-Gegner. In vier Wochen wird die Inzidenz deutschlandweit über zweihundert liegen. In, acht Wochen über fünfhundert pro hunderttausend, also mehr als sechzigtausend Neuinfektionen pro Tag. Was genau ist euer Vorschlag. Und äh ich habe das dann hinterher nochmal in dem äh Tweet äh in dem Sweat nochmal ein bisschen klar gesagt, dass ich also nicht mit dem fünfhundert rechne, sondern dass ich davon ausgehe, dass halt durch verschiedene Faktoren. Unter anderem aber durch die Reaktion, wenn die hochgeht wir einen Lockdown benötigen, bevor wir die fünfhundert erreichen, so das heißt äh natürlich waren die. Alle vor dem Hintergrund, wenn jetzt nichts passiert. Und äh so und was ist denn äh passiert? Das habe ich jetzt auch nochmal geguckt, so wie wie sehr ich denn. Daneben gelegen habe und da habe ich leider nicht genug daneben. Gelegen, sondern ähm ja, ich habe halt äh im Prinzip äh. Steigerung, also um den Faktor äh Steigerung drei prognostiziert, also dass sich das sich innerhalb von vier Wochen. Jetzt die Inzidenzen verdreifachen äh werden und äh sie haben sich dann äh hatten sich dann erstmal nur Moment, wo haben wir's? Ähm. Ja irgendwie zwei Komma dreifacht und dann. Nochmal äh bis bis heute, Jahrfer, ich glaube zwei Komma sechs facht. Äh ja. Und ich finde, ja, ich hätte lieber gerne mehr falsch gelegen und. Ich habe das äh eben auch zu einem Zeitpunkt so prognostiziert, das muss man auch. Dazusehen, wo die Zahlen äh nur sehr flach äh äh noch anstiegen. Und zu sagen ist eigentlich den, wenn man jetzt nur auf die Zahlen geguckt hätte, auf die reine. Bewegung auf die Inzidenzentwicklung war da nix exponentielles äh zu dem Zeitpunkt, sondern so ein langsamer, linearer Anstieg am ersten März und es ging dann eben aber verspätet erst ab. Womit ich ehrlich gesagt auch nicht gerechnet hatte bei der Prognose, war Ostern, das über Ostern die Schulen zu sind und andere Dinge äh äh passieren, so den Effekt hatte ich gar nicht berücksichtigt, bei allem wie sagt man? Ich hatte das mehr oder weniger auch im Kopf gerechnet. So und, ja und dann eben wurde aber, weil. Anderen Prognosen sahen halt genau so oder sogar noch höher aus, also die, ich sage mal, seriösen äh Prognosen, die dann auch äh wirklich komplexe Modelle. Dahinter hatten und so kamen dann aber hm, genau zu den selben Ergebnissen, wie ich im im Kopf und. Wurden dann jetzt auch jetzt angegangen so mit ja und äh ihr habt ja unnötig Panik gemacht und der Sommer macht jetzt alles weg. Und ganze Lockdown ist Quatsch, so diese ganze, Ecke so und ihr habt uns belogen und äh irgendwie unnötig Panik geschürt und ich meine, erschließt sich zwar auch nicht, wer denn jetzt wirklich interessiert sein könnte daran. Irgendwie Panik zu schüren und damit uns mit Lockdowns zu quälen so, also diese diese Verschwörungsgeschichte macht nun so überhaupt gar keinen Sinn. Also das das konnte ich halt jetzt noch nicht ergründen. Ähm. Ja. Hm. Und äh da kann man aber am Ende des Tages äh nur. Sagen, ähm ja, es ist ein bisschen Präventionsparadoxon und äh, Das heißt, in dem Moment, wo man eben Prognosen macht, dass das schlimm wird, wird's halt weniger schlimm. Weil alle Leute wissen, oh, jetzt wird's schlimm. Äh und passen halt, äh, das haben wir halt auch. Mehrfach eigentlich bei bei jedem Lockdown gesehen, dass meistens auch Lockdowns, eine Folge waren von auch so einer Beunruhigung, die erst in der Bevölkerung ausging und dann anschließend auch die Politik erfasste und die hat dann reagiert Und dann ähm konnte man aber sehen, dass meistens äh zeitgleich mit dem Inkrafttreten des Lockdowns die Zahlen schon Anfingen zu sinken, obwohl die eigentlich zehn Tage. Zurückliegen, das heißt meistens eben sagt, passiert das eben vorher und unabhängig und ein Teil der Leute. Reagiert einfach auf Zahlen und vermutlich. Spekuliert die Deutschen sind halt ein sensibles Völkchen oder ein großer Teil davon und die gucken sich halt an Inzidenz irgendwie so, ne, denn vielleicht mal nicht. So oder dann setze ich mir halt jetzt die Maske schon mal ein bisschen früher auf und nehme sie ein bisschen später. Äh oder trage eben auch eine Maske, wenn ich mal einen Freund nur kurz besuche. So, nehme die dann nicht ab. So solche kleinen Dinge passieren dann äh halt. Ja und. Ähm was aber auch noch eine Rolle spielt, was ich glaube, ist, dass äh B eins eins sieben in der Infektion so ein bisschen überschätzt äh wurde. Ich glaube, da haben viele auch mit vierzig, fünfzig, sechzig Prozent höherer Infektisität äh geredet oder sind davon ausgegangen, für ihre Modelle. Ich bin halt dann aus den englischen Zahlen, eher auf dreißig Prozent im Durchschnitt gekommen und vierzig Prozent nur bei den Kindern. So. Das heißt, äh da hatten viele Modelle meiner Meinung nach auch ein bisschen äh äh zu hohen Faktor drin. Das kam eben auch noch. Ja. Aber so die entscheidende Frage natürlich, ich habe mich dann auch gefragt, oh, warum kommen die jetzt alle aus. Ihren Löchern äh vorgekrochen, weil ist ja jetzt gar nicht noch, war ja jetzt noch gar nicht. Ende April wirklich so, da ist ja noch ein bisschen hin und die haben sich halt alle in Twitter-Wecker gestellt, so remint me in four oder at weeks oder wie auch immer. Aber die Zeit war eben noch nicht abgelaufen. Und ja, dann ist mir aufgefallen, der eigentliche Punkt ist. Dass äh jetzt weil die Zahlen eben nicht so explodiert sind, jetzt eine ganze Reihe Morgenluft wittern und jetzt wieder sagen, aha, sieht er, haben wir doch recht gehabt. Der Sommer kommt, es wird wärmer und die Zahlen gehen runter, So und ihr habt uns alle totalen Quatsch erzählt, äh dass jetzt die Zahlen hochgehen und wir hätten eigentlich gar nichts tun müssen und lass uns das doch jetzt mal mit den ganzen Lockdownquatsch äh einfach, sein lassen. So und ja letztlich. Wie es weitergeht ist halt noch immer nicht entschieden. Ich hoffe, dass uns ein weiterer Anstieg erspart. Also wir haben gerade schon so ein bisschen die Chance und auch das Potential. Den Trend umzukehren und ich habe auch jetzt seit ein oder zwei oder, seit Wochen äh äh sage ich, der weitere Trend hängt massiv davon ab, äh ob Schulen aufbleiben oder schließen. Das ist so ein entscheidender Faktor und. Im Moment kommt es tatsächlich zu Schulschließungen auch in einem. Mindestens ein Drittel der Landkreise kann man sagen, ist das die die Folge, Also äh die, ich meine, sonst würden sich halt die Leute auch nicht drüber aufregen über die Notbremse, wenn die Notbremse jetzt nicht mh. Bestimmte Dinge nicht mehr erlauben würde, die sich die Länder halt rausgenommen haben. Aber Schlupflöcher gibt's natürlich trotzdem äh jede Menge. So in dem Ding, großartig auch wieder, wie sie das dies Ausgeh-Verbot äh oder die nächtlichen Ausgangssperren, konstruiert haben, so bis Mitternacht gilt dann nochmal eine Ausgangssperre leit, wo du dann trotzdem einfach rausgehen kannst, aber es ist halt, du darfst dann irgendwie nicht mit anderen Leuten rumlaufen und du darfst auch nicht joggen dabei glaube ich dann nach weiß ich glaube so ein Joggingverbot nach einundzwanzig Uhr jetzt und ja.
Tim Pritlove
Okay, also jetzt jetzt sind wir sozusagen voll im Thema, ne? Also dann machen doch mal äh äh sozusagen von diesen äh Zahlen, äh wie sie sich dargestellt haben, so wie sie sich nicht dargestellt haben, zu was wir uns denn jetzt äh an an Maßnahmen neu haben einfallen lassen. Und äh jetzt ist sie also in Kraft, diese tolle Bundesnotbremse, was für ein Name, ja, ähm nach einem, wochenlangen Hickhack. Also ich glaube, diese Ansage, dass ich Frau Merkel das irgendwie nur zwei Wochen anschaut, ist das jetzt drei oder vier Wochen, nee, ich weiß nicht mehr so ganz.
Pavel Mayer
Mhm. Äh.
Tim Pritlove
Zeit verstreicht und da war schon irgendwie gefühlt alles viel zu spät und Wochen und Monate, nachdem man irgendwie überhaupt mal wieder das Richtige hätte tun können und meine gut, wir haben ohnehin, glaube ich, also ich zumindest, äh eh die Hoffnung aufgegeben, dass noch irgendwelche Maßnahmen ergriffen werden, die wirklich nennenswert irgendwas verbessern. Da lass ich mich auch gerne eines Besseren belehren. Aber jetzt äh haben wir halt diese Bundesnotbremse und ehrlich gesagt, du kannst mir jetzt mal erklären, was da eigentlich beschlossen wurde, weil ich habe mich irgendwie aus diesem. Prozess schon rausgeht.
Pavel Mayer
Ja, es ist auch wieder sagen, ähm es ist, unübersichtlich, so kann man sagen und äh so. Aber versuchen wir es äh einfach mal. Es gibt da, zwei Inzidenzgrenzen so. Einmal gibt es halt die Inzidenzgrenze einhundert, also sieben Tage Inzidenz über einhundert. Und also warten unter hundert können die Bundesländer erstmal machen so, ich sage mal im Wesentlichen, was sie wollen. Auch nicht ganz, aber ich sage mal, die Bundesnotbremse setzt halt erst bei über hundert ein.
Tim Pritlove
Also sie können dann auf jeden Fall genug tun, um auch schnell wieder über hundert zu kommen.
Pavel Mayer
Genau, das das auch, ja, problemlos. So. Ähm so und da gibt's dann eben erstmal eine Einschränkung, für private Kontakte, so darf's jetzt maximal eine weitere Person zu dir gleichzeitig nach Hause reinlassen, also zwei Personen ist nicht. Wiederum ja bestimmte Ausnahmen dann wieder für Kinder, also die zählen dann eben nicht als eigenständige Person äh bei diesen privaten Kontakten, also man kann dann auch. Ja, keine Ahnung, Freundin mit ihrem Kind oder so, kann dann.
Tim Pritlove
Oder einen Kindergeburtstag.
Pavel Mayer
Ja. Kleinen Kindergeburtstag, ja, mit äh.
Tim Pritlove
Sind ja nur Kinder.
Pavel Mayer
Genau.
Tim Pritlove
Soll da schon passieren?
Pavel Mayer
Ja. Ähm. So, aber es müssen dann Verwandte, Kinder. Also wenn also du kannst dann Kindergeburtstag wahrscheinlich äh mit äh einer Familie feiern äh so sagen, wo, also mit dem gesamten Geschwistern.
Tim Pritlove
Gut, die Einschränkungen gibt's. Gut, dann äh nehme ich das zurück, weil immer ein Witz.
Pavel Mayer
Ja, genau. So, äh, ah und äh sehe gerade, dass ich auch mit dem Joggingverbot genau falsch gelegen habe aber Ausgangsbeschränkungen, also jetzt von zweiundzwanzig bis fünf Uhr und Sport alleine bis vierundzwanzig Uhr erlaubt. So, also ja und das heißt, ja, also so sieht's aus und über hundert außerdem an den Schulen soll dann zweimal pro Woche testen bei Wechselunterricht. Durchgeführt werden, also Schulen bleiben halt auf, aber bis eben da gibt's die neue Grenze von hundertfünfundsechzig, die vorher zweihundert war, aber wenn jetzt die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über hundertfünfundsechzig ist, dann ist nur noch Distanz zuständig, also dann werden die Schulen im Grunde genommen zugemacht, mit aber Ausnahmen bei Abschlussklassen äh wiederum, die können dann trotzdem in Präsenzunterricht haben und einige Länder. Interpretieren auch die vierten Grundschulklassen als Abschulklassen im Moment und wollen die halt auch stattfinden lassen bis äh äh egal also offen halten auch wenn, so. Dann des Weiteren. Über hundert gilt halt jetzt. Eine Begrenzung der Kundenzahl äh bei den, bei den Geschäften, mit Ausnahmen von Supermärkten und äh generell äh ja es täglichen Bedarfs und Maskenpflicht und so. Und äh bis hundertfünfzig. Ist noch Terminshopping mit Tests und Maske im urigen Einzelhandel möglich. Muss der übrige Einzelhandel schließen und nur die Supermärkte bleiben. Äh auf. Und dann äh bei Sport gilt halt jetzt im Freien, individual Sport mit maximal zwei Personen. Oder eigenem Haushalt und kontaktloser Gruppensport für Kinder von fünf bis vierzehn Jahren ist auch noch möglich, ja. So, also, ne.
Tim Pritlove
Höchstens fünf Kinder.
Pavel Mayer
Ja, in Gruppen von höchstens fünf Kindern, ja, bis vierzehn Jahre auch noch, äh, genau. Ja, So, alles weiteren werden bei der Inzidenz über hundert alle Kultur und Freizeiteinrichtungen äh geschlossen, und äh für körpernahe Dienstleistungen und Friseure und, Fußpflege und so ist aber immer noch dann äh mit FFP-Maske und bei Friseuren und Fußpflege mit Test, dann äh äh möglich, also auch sich die Haare über hundert schneiden zu lassen und in der Gastronomie eben, die bleibt geschlossen. Über hundert und. Abholung und Lieferdienste sind aber möglich. So, das sind so. Die wesentlichen Regelungen, glaube ich, die die Bundesnotbremse. Bringt und einige Länder haben. Schon bisher auch schärfere oder etwas andere. Regelungen in Berlin ändert sich zum Beispiel, dass Berlin jetzt auf den RKI-Grenzwert. Umschwenkt auf den offiziellen, weil Berlin hatte bisher eben ja, selber äh seine Inzidenz. Berechnet und da die eben immer viel höher war als die RKI Inzidenz, also weil die bisher ehrlicher war, sind sie halt, äh aber jetzt, weil äh na ja, sagen, macht halt, es ja, macht halt.
Tim Pritlove
Also wenn wir jetzt auch Konsequenzen ziehen wollen, dann nehmen wir zumindest erstmal den niedrigeren Leitwert.
Pavel Mayer
Genau, dann nehmen wir jetzt den niedrigeren äh Leitwert und damit ist halt.
Tim Pritlove
Sind diese dusselige vier Tage Ampelregelung jetzt endlich gestorben.
Pavel Mayer
Nichts, dass ich wusste, nee, die vier Tage äh Ampel äh blinkt halt irgendwie immer noch vor sich her und auf Rot äh überwiegend, also zwischen rot und gelb und äh ja.
Tim Pritlove
Also springt von links nach rechts. Alter, oh man, ey, das tut echt so weh, ne? Das ist das ist echt keine Notbremse, sondern das ist irgendwie Bundesnotbremse, Total Lenzcaping. Also es ist einfach.
Pavel Mayer
Ja. Ja.
Tim Pritlove
Da bremst gar nix ein hin und her Gehüpfer und das das der quillt einfach der Kompromiss links und rechts raus und. Das versteht ja auch kein Mensch.
Pavel Mayer
Also erstmal, ich war natürlich auch erstmal äh ich meine, haben ja viele auch gehört oder so, dass wir halt ähm ja, dass das im Grunde genommen schon, katastrophales und eigentlich das mehr oder weniger Festschreiben einer hochinzidenz ähm. Jedenfalls äh für eine ganze Weile und äh nicht eben uns wirklich äh, mit dem Ziel, ja, näher bringt oder also es bringt uns vielleicht ein bisschen näher, aber nur vorübergehend meiner Meinung nach. Nämlich dem Ziel, wieder aufmachen zu können und sicher öffnen zu können und, auch eine Perspektive zu haben, dass halt offen bleibt, So, das ist äh halt der der Punkt, weil was jetzt viele eben befürchten, ist halt so eine, ich sage mal, Thermostat-Funktion von dieser Notbremse, dass ihm jetzt ja, die Inzidenz steigt, dann werden Dinge zugemacht, dann fällt sie, dann werden sie wieder aufgemacht geht dann wieder hoch, steigt und so weiter, dass uns das halt jetzt so blühen könnte. Deshalb. Schulen und Einzelhandel dann so, wie sagt man im Prinzip, alle zwei oder drei Wochen äh auf oder zumachen, so lange, bis denn dann. Genug geimpft wird und es warm genug wird, dass äh die Zahlen eben nicht mehr hochgehen, wenn dann wieder geöffnet wird. Aber im Moment steht das halt zu befürchten und. Diese Inzidenzen natürlich von hundert oder hundertfünfundsechzig auch sind halt viel zu hoch. Äh so im Moment, also wir reden da halt ja, von ähm im Moment tausendfünfhundert Toten jede Woche und das geht zwar leicht zurück, beziehungsweise jetzt ist es wieder leicht angestiegen, aber, Ja, ich finde halt, tausendfünfhundert Tote sind einfach zu viel.
Tim Pritlove
Zumindest müsste man sich jetzt langsam mal drauf einigen, dass man die nächsten zwanzig Jahre über Terroranschläge überhaupt nicht mehr berichten darf. Wenn jetzt irgendwie tausendfünfhundert Tote pro Woche irgendwie völlig okay ist.
Pavel Mayer
Ja, gut. Es ist immer, ich meine, da ist dann stellt sich natürlich immer die Frage, das eine ist sagenden willkürlich herbei äh oder absichtlich herbeigeführter Akt ähm. Jetzt bei, Covid äh ist es so, dass es eben ja, man sagt, okay, das ist halt auch Lebensrisiko und Krankheiten gibt's und wir tun unser Bestes und äh aber ja, im Grunde genommen, wie wir auch gezeigt, haben oder wie wenn man sich die Phasen ansieht, ist das halt schon ziemlich krass. Also sind sind schon viele Leute gestorben, die nicht hätten sterben müssen, dass das ist ganz klar.
Tim Pritlove
Und vor allem, was aus aus dieser Regelung auch wieder heraustrifft wie nichts Gutes ist, einfach die totale Ziellosigkeit. Also das ist einfach. Einfach kein Ziel, sondern das Ziel ist einfach Augen zu und durch, hat aber dann einer was gegen die Konsequenzen. Na dann tun wir zumindest so ein bisschen so als würden wir irgendwas tun.
Pavel Mayer
Gutes Ziel, also das Ziel, glaube ich, was dahinter steckt, ist eben äh eine Überlastung, äh zu verhindern, dass Gesundheitswesens, also es ist irgendwo zum Zusammenbruch kommt, dass es das einzige Ziel.
Tim Pritlove
Es ist aber kein Ziel, ja. Das das ist das ist also in meiner Welt ist das kein Ziel, sondern das ist sozusagen nur so ein Zwischenziel.
Pavel Mayer
Gut, das ist eigentlich ist es, ich sage mal, ist es selbstverständlich, dass man das nicht zulassen will und ist jetzt auch kein besonders anspruchsvolles Ziel, muss ich sagen.
Tim Pritlove
Ja, man will einfach äh es geht nicht mehr darum, sich nicht zu verletzen, sondern es geht nur darum, dass man nicht so viel blutet. Und das.
Pavel Mayer
Oder dass man nicht nicht mehr blutet äh als.
Tim Pritlove
Aber ich blute. Ja, aber das war doch jetzt nur ein halber Liter im in der letzten Stunde.
Pavel Mayer
Genau und äh irgendwann, das hört schon irgendwann, es hört schon irgendwann auf, dass äh ja, also wir geben dir hier jetzt, also wir, ja, genau, wir wir tun da mal ein Pflaster drauf, äh. Und dann äh ja gucken wir mal. Also irgendwann, es wird auch irgendwann wärmer und da trocknet das Blut dann schneller und so. Ja. Ähm. Nee, ich meine, ja, immer tatsächlich, hm, tatsächlich ist es so, dass. Jetzt uns gewisse Dinge entgegenkommen. Wie gesagt, das Wetter, es wird jetzt wärmer erstmal, die Sanität hilft uns und. Äh B eins eins fünf ist jetzt auch so ziemlich durch. Das heißt, wir sind jetzt irgendwie bei fünfundneunzig Prozent. Das heißt, da kommt jetzt nicht mehr B eins eins fünf nach. So, da sind wir also auch quasi am Anschlag. Und hm ja und dann wird schreiten halt die Impfungen voran. Das heißt eigentlich äh hat es hat das Virus es schon jetzt zunehmend. Schwerer so, das heißt, ja, da gibt es Kräfte, die die Arbeiten für uns, aber so. Ja, die Aktivitäten und Kontakte wiederum, vor allem die Schulen. Aber auch hm ja Arbeit. Das sind halt so die die Hauptdinge, ähm die reichen wahrscheinlich aus im Moment noch, um dann doch den R-Wert erstmal wieder über eins zu bringen, wenn die halt offen äh sind, sobald halt geöffnet wird und irgendwann wird es nicht mehr der Fall sein, aber meine Befürchtung ist, dass äh wir. Ja äh jetzt das Bild sehen werden, dass in. Landkreisen, die jetzt irgendwo drüber sind, wird man jetzt die und die Notbremse greift. Wir haben ja dann Rückgänge sehen. In anderen äh Bereichen, haben wir halt, wo, wo Schulen offen sind, werden wir Anstiege sehen und, das Ganze wird sich dann zu so einem wieder zehn Gesamt, verbinden, dass wir das Gefühl haben werden, das geht nicht richtig rauf und es geht nicht richtig runter so und mancherorts geht's rauf, mancherorts äh geht's runter und. Ich kann mir auch gut vorstellen im Moment, dass wir noch ein Bam äh sehen könnten, dass es nochmal einen Ticken äh einen einen einen Ausschlag macht. Also es fehlt halt noch im Moment. Die äh letztlich die Ergebnisse jetzt der nach österlichen Schulöffnungen, das das die kommen erst in den letzten Tagen jetzt rein, wenn man so will, weil es gab ja noch länger Sommerferien in weiten. Und es ist dann auch jetzt langsamer losgegangen und dann kommen noch die. Zehn Tage Verzögerung zwischen Infektion und Veröffentlichung äh dazu, sodass, wir jetzt grade in dieser und in der nächsten Woche ungefähr dann sehen werden, was denn die Schulen und die Schulöffnungen äh dann jetzt genau. Beiträge leisten und guckt man sich die letzten Tage an. Äh sieht man halt das definitiv die Schulen vielerorts, dass das nach oben schießt. Und die Frage ist, wie viel und äh wie lange. Das der Fall sein. Aber. Ich sehe, dass das wieder äh wahrscheinlich eher so ein so ein mühsames Spiel werden wird, ein bisschen rauf, ein bisschen runter und äh. Ja, irgendwann äh dann hoffentlich dann, wenn sich verstetigender Trend, aber wann der zu erwarten ist, da. Denke ich, äh kann man dann im Zusammenhang mit den Impfungen vielleicht mal drauf kommen, oder? Wie siehst du das?
Tim Pritlove
Genau das wollte ich jetzt auch gerade vorschlagen, also blicken wir mal auf den Teil, der einen vielleicht so ein bisschen Hoffnung machen kann und das ist natürlich der Verlauf der Impfungen in Deutschland. Und das sieht so aus. Also Stand heute sind zweiundzwanzig Komma zwei Prozent der Bevölkerung, also ein Fünftel, bisschen mehr. Äh erst geimpft. Und äh voll geimpft sind sieben Prozent, Da jetzt auch so die Distanz von der Erstimpfung zur Zweitimpfung, also bei Biotech ist es ja, also bei den MRN Arsch äh Impfstoffen ist es jetzt auf sechs Wochen erweitert worden bei den Vektor-Impfstoffen, also bei Asra, zwölf Wochen, weil man einfach gesehen hat, okay, der Effekt, der Erstimpfung ist relativ stark, Wir können das nach hinten rauszögern und das führt dann eben auch zu mehr Erstimpfung. Und das sieht man im Prinzip auch den Zahlen ganz gut an. Ja, während die Erstimpfung also steil. Relativ steil ansteigen. Derzeit ähm ist das eben bei den Zweitimpfungen noch nicht so, weil die ja im Prinzip jetzt äh verschobene Termine haben und eben nur das Impfgeschehen von vor, drei, vier, fünf, sechs, sieben bis zu zwölf Wochen jetzt äh abbilden. Das sind also ungefähr vierundzwanzig Millionen Dosen, die da jetzt bisher äh verschossen worden. Und. Ich blicke schon seit längerem auf dieses Impf-Dashboard, und habe mich immer so gefragt, was ich eigentlich aus diesen Zahlen machen soll. Das Problem ist dieses hat so ein bisschen so diesen Blick auf die letzte Woche und man merkt halt auch, wie schon bei den Meldungen der Infektion, auch bei den, Zahlen der Impfungen, dass die so der christlichen Logistik äh Funktion folgen, sprich die schwanken extremen Wochenrhythmus. Also es ist eigentlich immer so, dass der Mittwoch, der stärkste Tag ist, manchmal ist es auch der Donnerstag, auch der Freitag kann gut mithalten, aber am Wochenende ist immer relativ wenig los und am Montag läuft's irgendwie langsam an. Womit das im Einzelnen zusammenhängt, äh habe ich irgendwann aufgehört, mich zu fragen, es ist halt so. Und äh das impft der Sport, bietet zwar so eine hm ja so eine Aufstellung der täglichen Impfzahlen, aber das fluktuiert halt so extrem, sodass ich mir gedacht habe so, hm, vielleicht sollte man sich das auch mal so im Wochenmittel anschauen. Und da die Daten ja dort auch zum Download angeboten werden, dankenswerterweise von Anfang an, habe ich mir einfach mal die Daten geschnappt und mal selber äh so ein bisschen, Mia ähm das zusammengerechnet und eine kleine Grafik gemacht. Die findet ihr auch in den Shownotes. Ich habe sie auch schon mal äh vertwittert. Und da sieht man dann eben, dass sich diese Zahlen doch sehr. Beruhigen, also was vorher so 'ne hektische Ausschlagekurve ist, zeichnet dann eben das Impfgeschehen so mit 'nem gewissen Delay nach und man sieht so in etwa, was eigentlich wirklich ähm, passiert es bisher. Und da kann man dann irgendwie draus, ablesen, dass es tatsächlich bisher ungefähr so äh drei Impfphasen gegeben hat. Also es gab so die Anfangsphase, wo. Relativ viel Impfstoff ähm für die Impfkapazitäten, die zu dem Zeitpunkt bestanden, also die Impfzentren, die schnell aufgemacht haben, äh zur Verfügung stand und der dann eben ratzefatze verimpft wurde. Ähm und das stagnierte aber dann eben eine Weile, ne, weil dann kam halt nicht so viel nach. Man hat quasi von der Vorproduktion profitiert, die aber dann nicht nennenswert, gesteigert werden konnte, dann kam so die Zweitimpfung nach und dauerte dann bis zum Februar bis Zahlen erstmalig so ein bisschen anzogen. Und ähm im. Ende Februar, Anfang März, das dann so langsam hoch, dass man so auf Zahlen von ungefähr zweihunderttausend kam, aber wenn man sich dann die Kurve anschaut, gab's dann halt zwei Knicke. Und die beiden Knigge kann ich gleich vorwegnehmen. Das ist natürlich diese Astra Senica Konfusion, die aufkam, weil. Ja, erstmal Impfstoff war und dann wurde es wieder zugelassen und dann war wieder Impfstoff und ähm so ging's halt äh die ganze Zeit hin und her.
Pavel Mayer
Mitte März jetzt.
Tim Pritlove
Genau, Mitte, Mitte März, ne, Mitte, Ende März und ähm jetzt im April wiederum schossen dann auf einmal die Impfzahlen nach oben weil eben jetzt die Lieferung von Biotech von der Produktionsstätte in Marburg aufschlugen und die Verfügbarkeit entsprechend höher war und was natürlich auch noch mit dazu kommt, ist, dass eben diese Haus Arzt-Impfung extrem zugenommen haben. Also es gab sowohl auf einmal mehr Impfstoff als auch mehr Kapazität, diese zu verimpfen und dann sind halt die Impfzahlen relativ schnell so aus dem Zweihunderttausender in den vierhunderttausender Bereich gekommen.
Pavel Mayer
Wobei, wie hoch ist jetzt die, sagen wir Beitrag, der Ärzte, also was ich gesehen hatte, jetzt vor ein paar Tagen, noch äh lief das äh schon an war aber unter der, also jetzt bei den Gesamtimpfungen zumindest noch nicht äh natürlich klar äh wenn die Impfzentren impfen seit Monaten äh und so, aber was ist das, so zahlen, wie das so sagen, wie sich das verteilt im Moment zwischen Impfzentren und niedergelassenen Ärzten? Das ändert sich natürlich super äh schnell, aber ja.
Tim Pritlove
Also es geht aus den, aus diesen Daten, die ich jetzt bisher benutzt habe, so direkt nicht vor. Das steht jetzt nicht wo das verimpft wurde. Ähm was ich mir allerdings in der nächsten Woche nochmal genauer anschauen möchte, das brauche ich eh für eine bessere Vorhersage. Sind die detaillierten Zahlen vom Bundesgesundheits die Prognosen, was denn so geliefert wird? Die haben mich nämlich am Anfang ein bisschen verwirrt, bis ich dann festgestellt habe, dass sie die Lieferung der Impfzentren und die Lieferung für die Hausärzte separat aufführen, völlig äh hat aber den Vorteil, dass man eben daraus in etwa den Anteil festmachen kann. So aus dem Bauch heraus ohne das jetzt überprüft zu haben, würde ich sagen, es macht ungefähr so die Hälfte aus.
Pavel Mayer
Ich gucke grade hier mal, weil ich habe nämlich vor ein paar Tagen mal. RKI dieses Excel zum digitalen Impfquoten-Monitoring und da ist das nämlich äh auch noch aufgeschlüsselt, auch nach Impfstoffen und. Auch nach Impfungen der niedergelassenen Ärzteschaft äh ja und. Ist es so, dass jetzt die niedergelassene Ärzteschaft, also von irgendwelche Kalenderwoche ist, dass jetzt hier bis, also bis, zwanzigsten vierten jetzt genau bis einschließlich zwanzigsten vierten, ist also jetzt schon noch ein. Ein paar Tage her sieht's wohl so aus, dass die niedergelassenen Ärzte. Hundertzweiundneunzigtausend Erst. Impfungen gemacht haben am Vortag und und tausendsiebenhundert Zweitimpfungen. Während die Impfzentren äh ja. Zweihundertvierundachtzig, oh ja. Ja, doch, das ist also hm, ja. Also, die, wenn ich mir das so angucke, sind, äh, sind eher bald bei halbe, halbe.
Tim Pritlove
Genau, also ich, wie gesagt, mit so Tagesvergleichen kommt man nirgendswo hin. Also das ist einfach genauso trügerisch wie bei den Infuktionszahlen. Man muss sich wirklich alles im Wochenmittel äh anschauen, ich hab's mir, wie gesagt, also die ich habe jetzt grade erstmal damit angefangen und will jetzt eben vor allem für eine bessere Prognose, wie sich das jetzt entwickelt, die liefert zu sagen mir nochmal genau anschauen in dem Zusammenhang vielleicht auch nochmal den Anteil rausrechnen auch wenn's mir ehrlich gesagt am Ende des Tages völlig egal ist welchen Anteil hat äh das Hauptproblem ist halt einfach nach wie vor die Lieferung von Impfstoffen. Wir haben genug Kapazität Also die Ärzte leiden eher da drunter, dass sie sehr unzuverlässige Zusagen bekommen. Da geht's also wirklich, was ich so höre. Da geht's hin und her, ja, also heute wird irgendwie gesagt, äh jetzt, jetzt kommt der Impfstoff und dann dann kommt morgen nix und dann wird das wieder äh dann dann kriegt man auch irgendwie eine Absage und dann steht am nächsten Tag jemand mit einem Paket vor der Tür. So ging das äh die ganze Zeit Dazu kommt jetzt auch noch, äh da komme ich gleich nochmal drauf zu, die ganze Situation um Astra Zinnecke. Aber vielleicht jetzt erstmal nur die reinen Zahlen, was ich jetzt aus diesen Impfstatistik rausgelesen habe. Also wir sind derzeit bei einem Schnitt von vierhundertfünfzigtausend. Das hielt sich jetzt die ganze letzte Woche. Und ist jetzt in den letzten zwei Tagen wieder eingeknickt. Ja, ich meine, wenn du jetzt grade so aufgehst dann siehst du so, oh ja hier, Donnerstag sechshunderttausend Impfungen, alles geil, Mittwoch sogar fast siebenhunderttausend Impfungen Mhm. Nur zeigt es dir halt eben nicht den Mittwoch und den Donnerstag der Woche davor an. Und deswegen gehen halt die Zahlen tatsächlich ein bisschen nach, und äh was das aber schon anzeigt, ist, dass eben derzeit, Stand heute fünfundneunzig Komma drei Prozent der gelieferten Impfdosen auch tatsächlich verimpft worden ist. Das heißt, wir haben eine höhere Effizienz im Impfen. Es wird einfach verimpft, was sozusagen die Lager hergeben Ne, man muss ja bedenken, es wird immer ein gewisser Teil auch noch für Zweitimpfungen grade zurückgehalten und so eine Quote von fünfundneunzig Komma drei Prozent, wie sie sich heute darstellt, hatten wir bisher äh noch nie, also noch nie ist so anteilig so viel von dem Gelieferten auch tatsächlich verimpft worden, Und jetzt hängt es einfach davon ab, dass diese Lieferung auch entsprechend äh gesteigert werden. Wohlgemerkt, ich beziehe mich jetzt hier nur auf erst. Impfungen, ne? Das ist äh der wichtige äh äh Faktor. Die sechshunderttausend, die ich jetzt grade eben genannt hatte, das sind halt Impfdosen, die halt erstmal so überhaupt nichts äh aussagen, weil eben dieses spezifische Verhältnis zwischen erst und Zweitimpfung wichtig ist und äh. Man kann halt einfach sagen, in dem Moment, wo wir irgendwie bei fünfzig Prozent der äh Erstimpfung sind, drei Wochen äh drei Monate später, Sind dann eben auch alle zweigeimpft, aber ich denke, für uns ist diese Erstimpfung das, was einfach grade wirklich wichtig ist, Jetzt sind für die nächsten Wochen oder sagen wir mal für die nächsten zwei Monate, ähm, in etwa, das habe ich aber jetzt noch nicht im Detail nach den offiziellen Meldungen nachgerechnet. Fünf Millionen Dosen pro Woche zugesagt worden. Und so wie ich das bisher aus den Zahlen rauslesen kann, also man kann ja quasi aus den Erstimpfungen der letzten vier bis sechs Wochen, wenn man den, Anteil an den Impfstoffen dann auch berücksichtigt, was ich eben derzeit noch nicht tue, in etwa eine Vorhersage machen, wie viel Zweitimpfung es geben müsste. Und das dann eben bei diesen Impfstoffen rausrechnen und dann bleiben eben die Erstimpfung über. Also ich mache jetzt nur mal so eine ganz lockere Annahme, dass wir in den nächsten Wochen auf ungefähr sechshundert, vielleicht sechshundertdreißigtausend Erstimpfungen. Pro Tag kommen könnten im Schnitt. Wenn's gut läuft. Und das ist dann schon ganz ordentlich ne? Weil das würde eben wirklich bedeuten Sollte sich das so konsolidieren und nicht wieder irgendwelche Einbußen äh passieren, indem irgendwas nicht geliefert wird, dass wir so bis Ende Juni diese fünfzig Prozent Marke auch locker überschreiten. Also das würde durchaus bedeuten, dass wir dann schon so im besten Fall auf sechzig bis siebzig Prozent äh erst äh Geimpfte kommen können. Das ist aber jetzt noch. Das ist jetzt keine Zahl, für die ich mich äh in der nächsten Woche an an den Baum nageln lasse, ja. Das das muss ich schon noch mal etwas genauer nachrechnen. Das ist jetzt eine relativ frische Überlegung. Ich wollte einfach nur mal so ein Gefühl dafür bekommen, passiert jetzt eigentlich gerade? Geht passiert jetzt irgendwie da äh nennenswert irgendwas? Zeichnet sich ab, dass es besser wird oder nicht. Und ich sage, Ja, es zeichnet sich ab, ich rechne in den nächsten ein bis zwei Wochen damit, dass wir in so eine vierte Impfphase gehen, wo wir dann eben so auf sechshunderttausend pro Tag kommen könnten. Und das ist dann schon ganz gut. Das ist dann schon etwas so eine Perspektive, wo man sagen kann, im Sommer erreichen wir dann auch, Zahlen in Deutschland, die Israel, als sie sie erreicht haben, Israel dazu geführt haben, dass das ganze Infektionsgeschehen und vor allem auch das Sterbegeschehen doch nachhaltig davon, beeinflusst wurde. Aber noch nicht alles vorbei, aber dann gingen die Zahlen runter, umso älter die Leute waren, umso mehr, und einen ähnlichen Effekt würde ich mir hier halt auch davon versprechen. Irgendwann im letzten halben Jahr auch nur ein einziges Mal dann äh sähe, dass da äh viel besser aus und wir hätten vor allem nicht das Problem, dass wir jetzt hier noch dieses Risiko fahren mit den ganzen Geimpften noch uns irgendwie äh impfresistente äh Virenvarianten einzutreten, ne.
Pavel Mayer
Ja, das Lustige ist, dass ich halt jetzt auch in der Woche, ohne dass wir uns abgesprochen hatten, erstmal ich genau äh mir diese Frage äh etwas genauer angeschaut habe, nämlich. Wie ist es denn jetzt in Israel gelaufen?
Tim Pritlove
Warte mal ganz kurz, bevor wir auf Israel kommen, äh lass mich kurz noch den Punkt zu Ende äh bringen, weil ich habe mir dann auch nochmal angeschaut, welche Impfstoffe spielen jetzt eigentlich gerade die größte Rolle. Weil das äh gibt's sozusagen auch noch und habe mir mal so einen Plot gemacht, der eben äh einfach die verimpften Dosen nach Hersteller äh aufschlüsselt. So, einfach mal ein Gefühl dafür zu bekommen. Und da kann man eben sehr gut sehen, äh was hier die eigentlichen Treiber sind, ne, also wir haben vom Dezember bis zum April soll eine kontinuierliches Anwachsen sowohl bei. Ähm auf hohem Niveau, als auch bei moderner, aufm sehr viel niedrigeren Niveau Ja? Und während moderner, seitdem mehr oder weniger konstant weiter äh dümpelt, so bei fünfundzwanzigtausend äh Impfdosen pro Tag. Ging Biotech. Anfang April halt durch die äh durch die Decke. Das heißt, da kam dann. Von zweihunderttausend auf bis zu vierhunderttausend Impfdosen pro Tag, die halt äh hier ins Geschehen mit eingegriffen haben, während halt Asrasinika wenig überraschend im totale Schlangenlinie gemacht hat. Und genau diese Schlangenlinie sieht man eben dann letzten Endes auch im Impfgeschehen. Also wir waren schon auf einem sehr guten Weg von äh Anfang Februar bis äh Anfang März ging also die Lieferung da bis hunderttausend hoch, dann ist es wieder eingebrochen, dann ging's wieder hoch, ist wieder eingebrochen, Also sie ist nicht die Lieferung, sondern was konkret verimpft wurde, ne? Durch diesen Impfstoff ging's dann halt nicht äh weiter. Und es hat sich nur so ansatzweise erholt. Jetzt geht's langsam wieder hoch, weil ich das Gefühl habe, jetzt werden gerade so die restlichen Lager leer gemacht. Dazu kommt ja jetzt auch noch so diese Meldung, die ich ehrlich gesagt nicht so richtig verstanden habe, dass jetzt auf einmal die Impfprioritäten für aufgehoben werden in manchen Bundesländern. Gehen nicht alle mit, Berlin macht's, Brandenburg macht's nicht Mecklenburg-Vorpommern macht's, ähm wo ich mich auch frage, was das jetzt eigentlich wieder soll. Ich habe da mal bei Hausärzten nachgefragt und die so, ja, äh welches Asra Senior eigentlich? Kriegen das gar nicht mehr, weil dieses Initialprogramm, wo die Asrainiker an die Hausärzte ging, das ist jetzt wieder abgesagt worden und man soll sich das jetzt irgendwie wieder bei der Apotheke äh besorgen und die Apotheken so, welches Astranica. Also da ist noch eine totale Lieferchaos und keiner weiß eigentlich, wo das jetzt äh herkommen soll. Deswegen kann man sich eigentlich komplett auf Biotech konzentrieren. In der nächsten Zeit, glaube ich, für irgendwelche Voraussagen. So, nächste Woche mehr dazu und jetzt gucken wir doch mal, was äh ist eigentlich in Israel los.
Pavel Mayer
Ja. Also in Israel äh muss man erstmal sagen, ist die äh ältere Bevölkerung. Extrem stark äh äh durchgeimpft. Also äh und der Rest, eigentlich auch, wir reden da so von Impfquoten äh jenseits von äh neunzig Prozent bis hin zu achtundneunzig Prozent Erstimpfungen und äh da kann man sagen, die sind schon verdammt weit und da ist jetzt, ich glaube deutlich mehr als die Hälfte der der Bevölkerung äh geimpft äh so in, in Israel und selbst, zwanzig bis neunundzwanzig jährigen ähm sind wir schon bei siebzig Prozent, Erstimpfungen äh äh so und ähm ja ähm. Und sogar die Kinder, also Israel hat jetzt schon sogar zwanzig Prozent von den Zehn- bis Neunzehnjährigen äh äh durchgeimpft. Und.
Tim Pritlove
Insgesamt sind's aber nur siebenundfünfzig Komma acht Prozent, ne, muss man sagen. Und zwei, also durchgeimpft und knapp vierundfünfzig Prozent. Aber das geht dann zum großen Teil auch auf die relativ junge Bevölkerung äh zurück.
Pavel Mayer
Bis sieht halt so aus, dass ähm man äh im Grunde genommen, wenn man jetzt die Fünfzig-Prozent, überschreitet äh so an Impfquote, dass man dann äh wohl mit dem Lockern äh beginnen, kann, ohne dass einem das jetzt dann äh ja um die Ohren äh fliegt und Israel. Hatte eben ähm. Ja äh mit also bei Israel war der der Höhepunkt. Äh der der Auslastung äh auch der ähm. Der Patienten auf den Intensivstationen war Ende Januar. Da hatten die halt so tausendeinhundertneunundachtzig Intensivpatienten. Und äh ja sind eben jetzt auf hunderteinundsechzig runter innerhalb von drei Monaten, ja? Das heißt, so vom Gipfel, in Israel bis jetzt zu Entspannung. Ich meine, das ist jetzt, es ist. Da hat sich das jetzt schon vor ein paar Wochen begonnen zu entspannen, aber man sieht halt, ich meine hundertneunundsechzig auf Intensivstationen und Ja, es findet eben trotzdem auch noch Infektion statt, aber der R-Wert liegt so konstant äh so etwa bei null Komma acht, das heißt, da geht's halt eben ganz gut runter und tatsächlich der zweiundzwanzigste vierte. Jetzt äh war der Tag, wo zum ersten Mal in Israel niemand gestorben ist an Covid, also wo es. Null Tote gab, und ja, das äh fand ich schon mal gut, das wäre ich ich glaube, das wäre so bei uns auch ein Meilenstein. Gut, wir sind natürlich größer und so, das heißt, das wird wahrscheinlich wird dann nochmal länger äh äh dauern, aber. Ähm ja, wir aber wir hatten eben durchaus auch im Sommer äh den den den Zustand und ich glaube, äh wenn wir da angekommen sind, so wieder bei einem Tag ohne Tote, äh dann ähm ja dann tanze ich auch äh so dann äh weil Ich hatte halt versprochen, wenn die Zahlen dabei sind, die Zahlen halt jetzt runtergehen ohne Maßnahmen, dann würde ich einen Freudentanz aufführen und äh deshalb äh tanzen werde ich jetzt erst ja, wenn. Wir da sind, wo Israel äh jetzt ist und dann habe ich mich natürlich gefragt, okay, bei denen momentan, also von unserer Inzidenz aus und von den Impfquoten aus und so, ähm wie lange brauchen wir denn jetzt, also was ist denn jetzt so ein auf der Basis von Israel, ein realistisches Szenario ähm, ja auf auf uns halt angepasst und da habe ich mir dann erstmal äh nochmal eine Inzidenz Vergleich gemacht und wenn man dann einfach auf äh guckt, stellt man fest, wo, also Israel hat ja irgendwie Inzidenzen so fast von tausend äh jetzt noch im äh Januar oder über die Jahreswende und bei uns, wir sind ja eher so auf ähm etwas über zweihundert, so zweihundertvierzig, glaube ich, gekommen, so das heißt Israel hatte ja scheinbar 'nen viel höheren 'ne viel höhere Inzidenz. So, aber äh dann habe ich mir unsere schöne positiven äh Rate äh mal angeschaut und, verglichen und da sieht man dann, dass wir im Januar eine höhere, positiven Quote hatte als. Israel je geschafft hat. Klar, natürlich testen die auch, aber das ist erstmal also die positiven Rate ist dann erstmal eine Inzidenz dafür, äh eine höhere bei uns, als in Israel, dass also wir die Inzidenzen nicht so ohne Weiteres vergleichen können, sondern dass wir im Grunde genommen also wenn Deutschland so viel getestet hätte, wie Israel wären unsere äh Werte deutlich höher gewesen und das zweite Ding, was man halt zum Normieren gerne benutzt, ist, so die Zahl der Todesfälle. Pro Bevölkerung und da sind wir sogar sagen dreißig Prozent in der Spitze. Über Israel auch gelegen, also mit anderen Worten bei uns sind auch mehr, Leute gestorben als äh in Israel und zwar na sowohl auf dem Höhepunkt als auch wenn man sich das jetzt kumuliert äh anschaut. War es so, dass äh ja, mittlerweile eben äh. Israel ist es jetzt zum zum Halt gekommen und wir haben ungefähr äh bislang pro Bevölkerung äh fünfundzwanzig Prozent mehr Covid äh Tote als äh, Israel, aber Israel hat, glaube ich, auch einen Durchschnittsalter in der Bevölkerung von dreißig Jahren. Und äh wir liegen, glaube ich, über fünfzig äh im Moment. Das heißt, Israel hat auch eine im Durchschnitt zwanzig Jahre jüngere Bevölkerung, was man eigentlich auch wieder irgendwie hier mit. Mit äh einbeziehen und rausrechnen müsste, aber lange Rede, kurzer Sinn, äh so ähm. Man kann die Inzidenzen nicht direkt vergleichen äh und wahrscheinlich äh kann man äh muss schon sagen, dass möglicherweise sogar wir stärker betroffen waren äh von äh Covid Infektionen als äh das bei Israel der Fall war, obwohl die die reinen Zahlen eben völlig anders äh aussehen. Und ja, wenn man dann so einen Blick dann auf den Vergleich, ja, wie lief's denn, bei uns mit dem Impfen und wie lief's denn in Israel mit dem Impfen, denn. Stellt man erstmal fest, je nachdem welche Daten man nimmt, oh wow, wir haben ja Israel beim Impfen überholt. So, aber leider nur in absoluten Zahlen. Aber ich fand's halt auch lustig, fragte mich nur, äh wann denn die Politik äh mit dieser Erfolgsmeldung äh um die Ecke kommt, dass wir jetzt irgendwie mehr impfen als Israel und das ist auch tatsächlich wahr. Es ist so und also sowohl ähm in also in absoluten äh äh Zahlen jedenfalls, in, in, in, in Impfdosen Aber natürlich, wenn man das auf die Bevölkerung umrechnet, äh sieht's natürlich komplett, anders aus da ist es so, ja, dass in Israel jetzt einfach äh fünfmal so viel Leute äh durchgeimpft sind und. Und dann gibt's im, wenn man sich sehr schön anschauen, wenn man sich dann jetzt die Impfdosen pro hundert äh. Also auf die Bevölkerung bezogen anschaut in Israel und in Deutschland, wie das zeitlich gelaufen ist, dann sind wir mittlerweile auch äh sozusagen bei den täglichen Impfdosen pro hundert Leute sind wir. Auch jetzt über Israel, weil natürlich in Israel das jetzt runtergegangen ist, aber wenn man sich äh Januar, den Februar und auch noch ein Teil des vom März anguckt, dann sieht man halt, dass Israel ein. Einen massives Impftempo hingelegt, hat so sechs bis acht Mal so hoch. So wie wir zu dem Zeitpunkt.
Tim Pritlove
Was jetzt auch wenig überraschend ist. Ich meine, wenn wir das Modellland gewesen wären und wir hätten äh äh vergleichbar hohe Lieferungen erhalten, dann äh wäre das wahrscheinlich hier auch genauso gelaufen, ne.
Pavel Mayer
Das soll jetzt auch kein Vorwurf sein, aber was man halt erwarten kann dann jetzt mit sagen mit Verzögerung dann irgendwann, also wenn wir sagen, in der selben Zeit, dasselbe erreichen, wollen, so äh dann äh kann man da sehen, ja, welches Impftempo man äh dort äh vorlegen muss und wie wir es eigentlich noch steigern müssten und ich sehe, dass wir äh sozusagen die täglichen Impfungen nochmal um den Faktor, ja. Drei, vier, fünf ungefähr, so was in der Größenordnung, je nachdem nochmal äh äh so viel verimpfen müssten, um.
Tim Pritlove
Als im Vergleich zu was?
Pavel Mayer
Im Vergleich zu dem jetzt, äh was wir jetzt äh sozusagen aktuell pro Tag verimpfen, um. Was ähnliches hinzuliegen wie in Israel, nämlich innerhalb von ja im Prinzip drei Monaten. Zwei oder drei Monaten dahin zu kommen, ähm so, wo äh Israel in zwei oder drei Monaten hingekommen ist und da sieht es im Moment so aus für mich. Dass wir einfach langsamer sind als Israel äh trotz jetzt drei Monate später, also. Im Vergleich zu sagen, wo Israel vor drei Monaten war und äh dass wir äh ja, länger brauchen werden, einfach. Ja, beim, also um. An die Impfquoten äh ranzukommen oder die durch Impfung der Bevölkerung, die Israel dann in, drei Monaten geschafft haben, bedenke ich, werden mir eher vier, fünf, sechs Monate äh äh brauchen noch von von jetzt. Möglicherweise. Äh abhängig davon. Wie schnell jetzt äh nochmal nachgelegt wird. Aber in dem Tempo äh wie jetzt verimpft wird, ist klar äh so. Wird es nichts bis.
Tim Pritlove
Gut, also ich meine, wenn wir von Tempo des Impfen reden, reden wir immer von Lieferungen Ne, also ich habe relativ wenig Zweifel, dass wir in Deutschland das Impftempo relativ schnell hochdrehen können. Wenn du allen Arztpraxen, die bereit sind, mitzuimpfen, auch die entsprechenden Mengen bereitstellst und vor allem auch, eine Liefersicherheit garantieren kannst, weil die haben natürlich auch teilweise das Problem, dass die gar nicht wissen, wie viel Termine sie jetzt eigentlich ausmachen. Ja, also mal abgesehen davon, dass insbesondere Bayern natürlich, also es finden die die mangelhafte Verfügbarkeit von Asra Senicar. Ist insofern ein Problem, als dass es für einen Hausarzt eine viel höheren Aufwand bedeutet. Impfstoff zu verimpfen als Lagerproblematik aber du hast vor allem auch diese Aufbereitungsproblematik, weil jede Viole muss dann irgendwie aufwendig hin und her geshakert werden und so weiter, ganz, ganz, ganz vorsichtig und zerbrechlich ist das Zeug. Während halt Asrasinika ist halt Spritze rein, aufziehen, zack, verimpfen, fertig. Ne? Und ähm das sind einfach glaube ich so die Haupt äh Spaßbremsen bei dieser ganzen Geschichte.
Pavel Mayer
Plus plus mein Eindruck äh aber auch, was ich äh gehört habe, dass halt einfach die Aufklärungsgespräche natürlich vor allem im Zusammenhang mit Astra Sindika immer so eine Impfung äh selbst ist wahrscheinlich zwei Minuten äh gemacht oder drei Minuten gemacht mit mit irgendwie eintragen in den Impfpass, aber das Aufklärungsgespräch selber, das kann dann schon mal zehn, zwanzig, dreißig, vierzig Minuten in Anspruch äh nehmen und so und die müssen dann halt auch, ja, wie Fragebogen äh durchgehen und dann noch aufklären. Ähm also Ja, das ist das, das ist dann eher, aber ich ich. Vor Längerem schon mal durchgerechnet und äh sage ich mal, wenn genug Impfstoff da wäre, könnten wir, wenn man äh es jetzt wirklich wollte, könnten wir in zwei Wochen das ganze Land äh durchimpfen. Vier Wochen überhaupt kein Problem, ja? Mit Hilfe nur der Ärzte, also ohne Impfzentren. Und mit Impfzentren, wie gesagt, äh also es ist alles tatsächlich, wie du sagst, nur eine Frage der. Impfstoffverfügbarkeit und da habe ich eben auch noch Hoffnung, äh dass dann jetzt die Sachen nachkommen und jetzt diese Steigerung Anfang April hatte ich das Gefühl, dass das auch damit zusammenhängt. Das war ja das Ende des ersten Quartals. Das hätte ich dann schon im Januar prognostiziert es wahrscheinlich äh weil eben in den Verträgen sagen wir mal Quartalslieferungen oder so oder zunächst vereinbart waren, dass dann wahrscheinlich Ende März äh sie dann äh so viel liefern können oder ab Ende März das losgeht, aber vielleicht haben sie auch einfach nur Zeit gleich jetzt die Produktion. Hochgefahren, aber mein Eindruck war. Dass ja vertragliche Quartalsgrenzen auch nochmal eine Rolle gespielt haben für diesen für diesen hohen An. Sprung. So, ja, also mit anderen Worten, um das jetzt mal zusammenzufassen, äh. Ich sehe noch nicht, dass wir im Momentanen, momentanen Tempo allzu schnell äh das Israelszenario erreichen. Jedenfalls nicht in den nächsten zwei Monaten. Ja, das halte ich für. Unwahrscheinlich und wie lange es dann noch dauert äh wissen wir nicht und das Israelszenario ist halt das, dass aufgrund, hinreichend hohen Impfquote, mehr Öffnungen stattfinden und die Zahlen trotzdem nicht nach oben.
Tim Pritlove
Also da müssen wir uns nächste Woche nochmal drüber unterhalten. Also meine Schätzung ist eher, geht eher in diese Richtung, dass wir bis Ende Juni, das sind jetzt zehn Wochen, äh schon eine Chance haben auf diese fünfzig Prozent zu kommen. Ähm vorausgesetzt die äh Lieferungen sind äh stabil. Ne? Erstimpfung, wohlgemerkt, ne.
Pavel Mayer
Wer? Nein. Ich rede jetzt noch nicht von dem, also ich habe da jetzt nicht einbezogen äh äh sagen, wohin ist äh also wie weit die jetzt noch gesteigert werden können. Ich bin da auch. Hoffnungsvoll, du hattest gesagt, was erwartest du, also was äh eine eine Steigerung äh lang, wann, auf was?
Tim Pritlove
Also ich halte auf jeden Fall fünfzig Prozent für absolut erreichbar in den nächsten zehn Wochen, wenn wir wirklich diese fünf Millionen haben. Aber ich muss, wie gesagt, deswegen. Haltung. Ich muss mir nochmal diese genauen Liefer zu sagen. Die haben sich nämlich jetzt auch gerade nochmal geändert, Muss ich mir nochmal genau rausschauen und ich muss es vor allem dann in Relation setzen zu welche Impfstoffe sind jetzt eigentlich am Start und wann müssen die Zweitimpfungen stattfinden? Dadurch kann ich dann erst den Anteil der Zweitimpfung machen, um dann rauszufinden, wie bei den Verfügbarkeiten von Impfstoff Erstimpfung dann möglich, wären, so oder so, werden wir eine Steigerung sehen und ich denke, nächste Woche, spätestens in zwei Wochen, sind wir so bei sechshunderttausend, aber das werde ich alles noch mal versuchen, in Ruhe nachzurechnen und vielleicht liege ich ja dann sogar richtig, mal gucken.
Pavel Mayer
Ja, gut. Äh sind ja jetzt das Herz aber auch kein Widerspruch. Wenn du sagst, irgendwie zehn Wochen und ich sage, nicht in den nächsten ein bis zwei Monaten dann ja.
Tim Pritlove
Kann es noch passen.
Pavel Mayer
Passt das ja. Äh so.
Tim Pritlove
Vielleicht.
Pavel Mayer
Ja, okay, vielleicht noch mit mit einem Punkt äh der Anlass, warum ich das überhaupt gemacht hatte. War halt der, dass mich eben die doch relativ hohen Sterbezahlen einfach beunruhigt haben, äh in den, hohen Altersgruppen und eben auch äh also ausgelöst hatte das eine Frage, hm müsste jetzt irgendwie nicht die Gruppe neunzig Plus? Jetzt auch ähm eigentlich komplett durchgeimpft haben und wieso hat die Altersgruppe neunzig Plus so eine extrem. Hohe äh Inzidenz äh gerade so, also jetzt sagen wir, das war die eine Sache und dann eben äh geguckt, okay. Wie viele Leute äh sterben denn eben? Aktuell einfach noch und da sind ja hauptsächlich die älteren Altersgruppen, wo man eigentlich davon ausgehen müsste, gut müssten, nämlich jetzt eigentlich auch bei achtzig, neunzig Prozent oder so liegen und wieso sterben da trotzdem noch äh so viele Leute? Und ähm. Und dann äh ja äh habe ich mich, das da kann sich jeder dann auch nochmal auf Twitter anschauen, habe ich mich halt mal so ein bisschen dem Thema im Versager äh angenommen auch und. Da gibt's sehr wenig jetzt Untersuchungen drüber nach Altersgruppen. Die Zahlen die wir haben. Sagen, die sind alt gemittelt über, sagen wir mal, alle Altersgruppen. Und jetzt aber für, ich sage mal, achtzig Plus oder sogar für neunzig Plus gibt's gar nichts. So. Also bei der Frage wie wie viel Prozent, wie wie wirksam ist eigentlich die Impfung, in welchem Alter? Und. Da gibt es halt schon den Zusammenhang und der ist auch klar, den gibt's bei allen Impfstoffen, je älter die Leute sind, umso größer der Anteil einfach der Impfversager. Das heißt, äh dass äh wir vielleicht, keine Ahnung, neunundneunzig Prozent oder achtundneunzig Prozent Schutz vor irgendwas haben, aber bei älteren Leuten. Ist äh halt das eben dann nicht so gut. Da ist das Risiko äh größer. Also wir sagen ähm. Ältere Menschen äh haben ein erhöhtes Risiko, auch wenn sie geimpft sind, äh sich sich anzustecken. Und auch durchaus schwere Verläufe zu haben und auch zu sterben, auch wenn es halt ganz, ganz wenige äh äh dann nur sind und das wollte ich aber eben mal. Zahlenmäßig eben rausfinden, weshalb ich halt auch diesen, diesen Blick nach Israel getan habe, um eben aber auch einfach zu gucken. Was ist denn bei uns mit den alten Leuten? Wann sind die denn sicher? Und das Problem scheint zu sein, dass die halt eben erst sicher sind, wenn die Inzidenzen auch wirklich, runter äh äh sind, also dass wir eine Kombination brauchen halt aus Impfung und dann, niedrigen Inzidenzen und deswegen äh ja. Ist halt sowohl schnelles Impfen, aber eigentlich auch die Inzidenzen runterkriegen nach wie vor äh wichtig. Und meine Befürchtung ist, dass da halt schon äh. Gerade noch, weil wir eben diese hoch äh Inzidenzpolitik fahren. Ähm Mindestinzidenzpolitik, wie auch immer. So dass das dann eben leider noch vor allem viele ältere Leute sterben werden und dass sich dann eben alle Fragen werden, Moment mal. Ja, wieso? Die sind doch alle geimpft, wo kommt denn das jetzt her? Und das war so ein bisschen noch der der Hintergrund und nichts genaue Zahlen äh weiß man äh nicht, Prinzip, ich habe da ein paar Zahlen auch aus den USA äh bekommen darüber, äh wie viele denn jetzt, die geimpft waren, eigentlich sich infiziert haben und wie viele von den Geimpften jetzt dann doch vielleicht, Verläufe haben oder vielleicht wie viele Geimpfte äh da gestorben sind und die Zahlen aus den USA waren extrem gering, aber. So, ich weiß nicht, fünftausend in zwanzig Millionen oder sowas ja. Aber nichtsdestotrotz äh ja, es finde ich, halte ich das eben auch noch für einen etwas unterbeleuchtetes Thema, Thema nämlich Zusammenhang, Impfung und Alter. Plus ähm das äh ja möglicherweise äh den Zusammenhang. Ähm bei älteren Leuten das vielleicht nicht ganz so schlau sein könnte, mit der Zweitimpfung allzu lange zu warten, sondern dass man da vielleicht auch nochmal eine Ausnahme machen sollte, dass man bei älteren vielleicht dann doch den Frühjahr den komplett Schutz gibt. Aber das sind halt alles komplizierte Berechnungen. Aber ich denke, wir werden uns mit dem Thema auch nochmal ein bisschen äh äh ja also es wird uns sicherlich noch beschäftigen, weil einfach äh. Ja, wir halt äh irgendwann in Erklärungsnot kommen werden, wenn in vier Wochen halt immer noch tausendfünfhundert Leute die Woche sterben.
Tim Pritlove
Gut, jetzt aber. Schluss damit. Du hast eine Umfrage auf Twitter gemacht, die so ein paar Votings hatte, die äh zum Zeitpunkt der Aufnahme eigentlich noch offen sind, aber jetzt glaube ich so zu neunundneunzig Prozent.